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Welli Magazin 03 2021

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Ausgabe 3 | erscheint vierteljährlich | August 2021

Poste Italiane Spa, Versand im Postabonnement, D.L.

353/2003 (conv. in L. 27.02.2004 Nr. 46) Art. 1, Comma 1,

NE Bozen • Sonderheft Nr. 2 zur Nr. 14 „Südtiroler Landwirt“

vom 06.08.2021 • Gebühr bezahlt – Taxe Percue

DAS MAGAZIN

DER SÜDTIROLER

BAUERNJUGEND

Innovation in der Landwirtschaft.

Ein brauchbares Gut und unverzichtbar

in der heutigen Zeit. Wir

befinden uns in einer schnelllebigen

Zeit, Vieles verändert sich

schlagartig, ständig gibt es neue

Trends. Innovation hat dabei viele

Gesichter. Vom Anbau neuer

Kulturpflanzen bis hin zu neuartigen

Ideen zur Erleichterung von

bäuerlichen Tätigkeiten und vieles

mehr — neue Ideen sind immer

gefragt. Zudem kann jeder Initiativen

ergreifen, seiner Kreativität

und seinem Einfallsreichtum freien

Lauf lassen. Und das tolle an

Innovation: Es gibt keine Grenzen

an Ideen. Alles ist möglich, es

braucht nur den Mut dazu, etwas

auszuprobieren.

Anna Michaeler,

SBJ-Landesführungsmitglied

innovationspreis

IM.Puls

CHANCEN NUTZEN

Wie man beim Innovationspreis

IM.PULS mitmachen und

gewinnen kann.

Seite 2—3

DIE JURY

Eine Fachjury wählt die innovativsten

Projekte aus. Sie ist hart, aber herzlich.

Wir stellen sie vor.

Seite 6-7

ERFOLGREICH

Die Gewinner des Innovationspreises

IM.PULS der letzten Jahre

Seite 8-9


2 Blickpunkt

30

14

17

31

Mutig? Mach mit

und gewinne!

9

Die Südtiroler Bauernjugend macht sich über den Innovationspreis IM.PULS wieder

auf die Suche nach Südtirols innovativsten Jungbäuerinnen und Jungbauern. Den

Gewinnern winken Einkaufsgutscheine bei der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft

im Gesamtwert von 5.000 Euro.

Südtirols Jungbäuerinnen und -bauern sind kreativ

und haben innovative Ideen, besonders wenn es

um den Erhalt und die höhere Wertschöpfung ihres

Hofes geht. Das haben sie bereits bei den letzten drei Ausgaben

des Innovationspreises IM.PULS bewiesen. Edelpilze

aus Aldein, hochwertiges Wagyu-Fleisch vom Ritten und

der Anbau von verschiedenen Gemüseraritäten im Sarntal

sind nur einige Ideen mit denen Bäuerinnen und Bauern

bereits Erfolg haben. Die Südtiroler Bauernjugend macht

sich über den Innovationspreis IM.PULS auf die Suche

nach den innovativsten Jungbäuerinnen und Jungbauern

aus Südtirol. Du bist auch mutig? Dann bewirb dich bis

09. September auf sbj.it/impuls.

Teilnehmen darf…

Am Wettbewerb IM.PULS dürfen Betriebsleiterinnen

und Betriebsleiter, Jungbäuerinnen und Jungbauern

sowie auf dem Hof mitarbeitende Familienmitglieder

teilnehmen. Wichtig ist dabei, dass sie das 40. Lebensjahr

nicht überschritten haben. Jeder darf nur eine

Innovation einreichen, die am Hof umgesetzt worden

sein muss.

Zeig uns, wie kreativ du bist!

Die Bewerbung läuft bis Donnerstag, 09. September. Der

Bewerbungsbogen ist auf www.sbj.it/impuls online. Diesen

muss der Bewerber ausfüllen. Wer kreativ ist, reicht

zudem Fotos, ein Video, eine Power-Point Präsentation

oder die Innovation selbst mit ein. Ein Vorteil, denn die

Jury entscheidet in der ersten Runde aufgrund dieser

Unterlagen wer weiterkommt.

Bewerbung einreichen: Online, über Post

oder persönlich

Die ausgefüllten Bewerbungsunterlagen können über

die Webseite sbj.it/impuls hochgeladen werden. Es gibt


August 2021

Blickpunkt 3

auch die Möglichkeit sie mit der Post an das Landessekretariat

der Südtiroler Bauernjugend, K.-M.-Gamper-Straße 5, 39100

Bozen zu schicken oder persönlich dort abzugeben. Dabei gilt

es zu beachten, dass die Unterlagen bis zur Einreichfrist am

Donnerstag, 9. September ankommen müssen. Wer zu spät

dran ist, wird nicht berücksichtigt.

Rein in die Höhle der Löwen

Nach der Bewerbungsphase sichtet die Fachjury, die aus sechs

Experten besteht, alle Projekte. Die fünf besten Bewerber werden

dann zur Vorstellungsrunde am Samstag, 25. September

eingeladen. Dort haben sie die Möglichkeit ihr Projekt der Jury

selbst zu präsentieren und sie von sich und ihrer Innovation zu

überzeugen. Drei Bewerber kommen weiter ins große Finale, dem

Online-Voting. Wer auch diese Hürde schafft, zählt bereits zu

den Gewinnern.

Fürs Lieblingsprojekt abstimmen

Beim Online-Voting werden die drei Finalisten über ein Videoportrait

vorgestellt. Alle Interessierten sind vom Montag, 25.

Oktober bis Donnerstag, 11. November dazu eingeladen, sich

die Videos anzusehen und ihrem Lieblingsprojekt eine Stimme

zu geben. Dann wird es noch einmal spannend, denn die

Jurywertung und das Online Voting entscheiden im Zusammenspiel

über die Platzierung der drei Finalisten.

Auf der Agrialp jubeln!

Welches Projekt den ersten, welches den zweiten und welches

den dritten Platz ergattert, bleibt bis zur Preisverteilung ein gut

gehütetes Geheimnis. Die offizielle Preisübergabe erfolgt im Rahmen

der Landwirtschaftsschau Agrialp in der Messe Bozen am

Samstag, 20. November auf der Aktionsbühne. Der Gesamtsieger

oder die Gesamtsiegerin des Wettbewerbs kann über Einkaufsgutscheine

bei der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft

im Wert von 3.000 Euro jubeln. Der Zweitplatzierte kann sich

über Gutscheine im Wert von 1.500 Euro und der Drittplatzierte

über 500 Euro freuen.

Hinter dem Wettbewerb

Innovationspreis IM.PULS

steckt…

...die Idee, Jungbäuerinnen und Jungbauern

die Möglichkeit zu bieten, ihre Einfälle der

Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich bin überzeugt,

dass viele ihre Ideen am Hof verwirklichen

und neue Wege einschlagen. Beim Innovationspreis

geht es nicht nur darum, die

neuste Erfindung in der Landwirtschaft zu

präsentieren, sondern unter anderem auch,

um die Verbesserungen oder Änderungen,

welche vorgenommen worden sind, aufzuzeigen.

In die Zukunft blicken, heißt sicherlich

Änderungen wagen und neue Wege finden.

Angelika Springeth,

SBJ-Landesleiterin

;

Animationsvideo online

Na neugierig? Auf sbj.it/impuls gibt es alle wichtigen Infos und

aktuelle News zum Wettbewerb. Schau dir auch unser Animationsvideo

an. Wir sind schon gespannt auf die Projekte, vielleicht

auch auf deins.

Die vierte Auflage des Innovationspreises „IM.PULS“ ist ein

Projekt der Südtiroler Bauernjugend und wird unterstützt vom

Südtiroler Bauernbund, den Südtiroler Raiffeisenkassen, der

Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft, der Abteilung für

Innovation, Forschung und Universität der Provinz Bozen, der

Messe Bozen sowie den Medienpartnern Dolomiten, stol.it,

Südtirol 1 und dem Südtiroler Landwirt.

Die Vielfalt der Südtiroler Landwirtschaft.

Eine Veränderung vom Bewährten ist immer

mit großer Anstrengung und viel Aufwand

verbunden. Wenn die Idee von Erfolg gekrönt

wird, dann kann es für den Landwirt ein zusätzliches

Standbein sein, mit welchem er die

Wertschöpfung seines Betriebes steigert. Der

Innovationspreis bietet den Jungbäuerinnen

und Jungbauern die Chance ihr Projekt der

Öffentlichkeit zu präsentieren. Zeigt Mut und

präsentiert uns eure Idee!

Raffael Peer,

SBJ-Landesobmann

WELLI


4 Partner

Start-up Betreuung vom

Raiffeisenverband Südtirol

Die Genossenschaft ist als Rechtsform

aktueller denn je. Sie ist der freiwillige Zusammenschluss

von Personen (natürliche

und juridische), die gemeinschaftlich eine

unternehmerische Tätigkeit aufnehmen,

die sie alleine nur schwer oder überhaupt

nicht bewerkstelligen könnten. Eine Genossenschaft

kann praktisch jede wirtschaftliche

Tätigkeit ausüben, sofern die

Förderung ihrer Mitglieder im Vordergrund

steht. Die Haftung der Mitglieder ist auf

die Geschäftsanteile begrenzt.

Die Genossenschaften haben sich als Kooperationsmodell

in der Landwirtschaft

bestens bewährt, insbesondere im Bereich

der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher

Erzeugnisse, aber auch

wenn es darum geht, gemeinsam eine innovative

Geschäftsidee nachhaltig und

erfolgreich umzusetzen. Für die Gründung

einer landwirtschaftlichen Genossenschaft

müssen sich mindestens drei Landwirte

zusammentun.

Start-up Betreuung als

professionelle Anlaufstelle

Der Raiffeisenverband Südtirol bietet mit

seiner Start-up Betreuung, eine professionelle

Anlaufstelle für Gründer, welche ihre

Geschäftsidee genossenschaftlich umsetzen

möchten. Die Gründer werden dabei

vom Erstgespräch in der Gründungsphase

bis über das erste Geschäftsjahr intensiv

in betriebswirtschaftlichen, rechtlichen,

steuerrechtlichen und organisatorischen

Aspekten begleitet. Die gesamte Beratung

ist kostenlos.

Weitere Informationen zum Thema

Start-up finden Sie unter:

www.raiffeisenverband.it/start-up

Kontakt: Tel. 0471 945100

oder start-up@raiffeisen.it


August 2021

Partner 5

Zeit zum Anpacken!

Die Starthilfe für Hofübernehmer

Die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft

Südtirol bietet den Hofübernehmern

sowie Hofgründern ein Starthilfe-Paket

an. Mit dieser Initiative will die Hauptgenossenschaft

den Landwirten im ersten

Jahr ihrer Tätigkeit, in dem sie beträchtliche

Auslagen für bürokratische Obliegenheiten,

Neuanschaffungen aller Art

und möglicherweise Erbschaftsregelungen

oder Ähnliches zu bestreiten haben, helfen

und ihnen den Start in ihre berufliche und

existenzielle Zukunft erleichtern.

Dass die Starthilfe ein voller Erfolg ist,

zeigen die Zahlen. Seit Start der Initiative

haben rund 800 Jungunternehmer die besonders

vorteilhaften Einkaufskonditionen

für das erste Wirtschaftsjahr in Anspruch

genommen.

Angehende Landwirte können die Starthilfe

in den 31 Zweigstellen der Landwirtschaftlichen

Hauptgenossenschaft schnell

und einfach aktivieren. Hierfür genügt ein

amtlicher Nachweis der Hofübernahme

bzw. der Gründung eines landwirtschaftlichen

Betriebes, wie der Auszug aus dem

Handelsregister. Einmal aktiviert, kommen

die Hofübernehmer bzw. -gründer in den

Genuss folgender Sonderkonditionen:

» 5 % auf landwirtschaftliche Produktionsmittel,

» 15 % auf Geräte und Artikel für Hof,

Haus und Garten,

» 30 % auf Versicherungen,

» 365 Tage Zahlungsziel auf alle Einkäufe

auf Rechnung.

Die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft

freut sich, den frisch gebackenen

Unternehmern das „Anpacken“ erleichtern

zu können und ist zugleich dankbar, dass

nachkommende Generationen weiterhin

in die Zukunft der Südtiroler Landwirtschaft

investieren.

WELLI


6 Jury

Die Jury

Eine Fachjury entscheidet beim Innovationspreis IM.PULS, wer

weiterkommt und wer nicht. Keine Sorge: Sie sind hart, aber

herzlich. Wir stellen sie euch hier vor.

Christian

Fischer

Name: Christian Fischer

Wohnort: Eppan

Beruf: Wissenschaftler und Hochschullehrer

Ausbildung: eine lange, in Universitäten

und der Praxis

Sternzeichen: Widder

Man erkennt mich an …meiner Körpergröße

Mein Lieblingsfilm: Lawrence von Arabien

Mein Vorbild: Gregory Peck

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein…

Vogel

Warum? Beste Perspektive und größtmögliche

Freiheit

Jungbäuerinnen und Jungbauern brauchen:

eine klare Zukunft

Name: Klaus Gasser

Wohnort: Bozen

Beruf: Direktor der Landwirtschaftlichen

Hauptgenossenschaft Südtirol

Ausbildung: Wirtschaftswissenschaften

Sternzeichen: Steinbock

Man erkennt mich an … meinem Pragmatismus

Mein Lieblingsfilm: Hochzeit auf Griechisch

Mein Vorbild: Ich habe viele Vorbilder

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein/e…

Tiger

Warum? Wegen seiner Schnelligkeit und

Eleganz

Jungbäuerinnen und Jungbauern brauchen…eine

sichere Zukunft

Klaus

Gasser


August 2021

Jury 7

Name: Christian Gruber

Wohnort: Meran

Beruf: Unternehmensberater und Landwirt

Ausbildung: Lehranstalt für Wirtschaft und

Tourismus, Fachschule für Obst und Weinbau

Laimburg, Oberschule für Landwirtschaft Auer,

Magisterstudium Internationale Betriebswirtschaft

Sternzeichen: Steinbock

Man erkennt mich an …meinem Spitzbart

Mein Lieblingsfilm: habe ich keinen wirklichen,

schaue am liebsten Dokus

Mein Vorbild: ist keine bestimmte Person, sondern

Menschen, die positive Energie, Motivation

und Kraft ausstrahlen

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein/e…

Schildkröte

Warum? Haben mir schon immer gefallen, harte

Schale weicher Kern, die Gelassenheit und die

Ruhe, die sie haben.

Jungbäuerinnen und Jungbauern brauchen…

in erster Linie viel Freude an dem was sie machen,

eine gute Ausbildung, eine laufende Weiterbildung,

Mut und die Bereitschaft sich zu verändern. Denn

Spitzenleistungen können nur erreicht werden,

wenn jemand Profi in seinem Gebiet ist und Freude

daran hat. Nur Profi reicht nicht aus. Aus meiner

Sicht brauchen wir in Zukunft Spitzenleistungen

und nicht nur gute Leistungen.

Christian

Gruber

Astrid

weiss

Name: Astrid Weiss

Wohnort: Bozen

Beruf: Innovationsmanagerin & Abteilungsleiterin

Ausbildung: Uni Bozen – Masterstudiengang

„Unternehmensführung & Innovation“

Sternzeichen: Skorpion

Man erkennt mich an …meiner kreativen

Ader

Mein Lieblingsfilm: “Das Streben nach

Glück“ mit Will Smith

Mein Vorbild: sind mehrere Menschen

- Menschen, die über ihre eigenen Grenzen

hinauswachsen und sich aktiv um ihre

Persönlichkeitsentwicklung bemühen.

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein/e… Eichhörnchen

Warum? Das Eichhörnchen bringt Freude, Leichtigkeit

und Lebenskraft. Frech, flink und keck steckt

der rotbraune Nager voller Energien. Das Eichhörnchen

kann auch die härteste Schale knacken.

Man sagt, die Eichhörnchenkraft erhöht die Wendigkeit

von Geist und Körper, hilft bei der Verwirklichung

von Plänen und Ideen, hilft bei der

Vorbereitung auf besondere Herausforderungen

und löst Konflikte zwischen Weisheit und Intellekt.

Jungbäuerinnen und Jungbauern brauchen…

Mut zur Gestaltung ihrer eigenen Zukunft

Name: Dr.-Ing. Michael Riedl

Wohnort: Bozen

Beruf: Stellvertretender Institutsleiter Fraunhofer

Italia Research

Ausbildung: Maschinenbau Ingenieur (PhD

TU München)

Sternzeichen: Stier

Man erkennt mich an … meiner ruhigen

Art auch wenn’s mal brenzlig wird (zumindest

meistens)

Mein Lieblingsfilm: Anchorman

Mein Vorbild: Alexander von Humboldt,

einem der Vordenker des Netzwerkgedankens

in der Wissenschaft

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein/e…

Steinbock

Warum? mag die Berge & verfügt über hohe

Schnelligkeit und großes Leistungspotenzial

wenn es drauf ankommt

Jungbäuerinnen und Jungbauern brauchen…

das Bewusstsein für den Wert von

Tradition und Erfahrung sowie das Interesse

und die Offenheit für Neues

Michael

Riedl

Franz

Schöpf

Name: Franz Schöpf

Wohnort: Bozen

Beruf: Landesbediensteter

Ausbildung: Studium Betriebswirtschaft

Sternzeichen: Stier

Man erkennt mich an … meiner Bereitschaft

zu helfen

Mein Lieblingsfilm: Der Herr der Ringe

Mein Vorbild: Roberto Mancini

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein/e…

Schwalbe

Warum? Weil die Schwalbe ein Sinnbild für

Ausdauer, Leichtigkeit und Freiheit ist

Jungbäuerinnen und Jungbauern brauchen…

Perspektiven für die Zukunft und

Offenheit für Neues und Veränderung

WELLI


8 Erfolgsgeschichte

Die Gewinner 2015

Über 500 Schätze auf kleinstem Raum

1

Bei Robert Thurner vom Afingsbruckhof in Sarnthein ist alles

etwas anders. Alte Kartoffelsorten wie der „Blaue Schweden“ reiht

sich neben Himbeeren, Neuseeländerspinat, verschiedenen Sorten

Peperoni oder den Topinambur-Knollen, auch Erdartischocke

genannt. Seit mehreren Jahren baut Thurner gemeinsam mit

seiner Familie über 500 verschiedene Raritäten am kleinen und

steil gelegenen Hof an. Die schmackhaften Fruchtaufstriche,

Sirupe, das eingelegte Gemüse, Soßen und Pesti werden von den

Kunden am Bauernmarkt in Bozen wie auch von der Spitzengastronomie

sehr geschätzt.

1Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Wenn jemand eine

2

Antwort auf die Frage weiß, dann ist es Daniel Primisser vom

Biohof Moles in Prad am Stilfserjoch. In drei versetzbaren Mobilställen

leben etwa 1800 Bio-Masthähnchen. Die Hähnchen

werden in der hofeigenen Metzgerei verarbeitet. Als Brathähnchen,

Brustfilets, Keulen oder Chicken Wings gehen sie an Metzgereien,

Biohotels und Restaurants aus ganz Südtirol.

Am Biohof Moles gackert es

Exotik aus Südtirol

3

Sie heißen beide nicht nur Simon, ihre Begeisterung schlägt

auch für dieselbe Frucht: Die „Asimina“. Die exotische Frucht

aus Kentucky schmeckt nach Mango, Papaya und Vanille und

ist reich an Vitaminen. Durch die Veredelung wollen die beiden

den Südtiroler Markt erobern. Man darf gespannt sein, was

da noch kommt.


August 2021

Erfolgsgeschichte 9

Die Gewinner 2017

Japanisches Flair am Oberweidacherhof

1

Grasende Kühe sind am Ritten keine Seltenheit. Nähert man

sich jedoch dem Oberweidacherhof in Klobenstein, kann man

auf dem ersten Blick erkennen, dass es sich bei den muhenden

Artgenossen um eine ganz besondere Rasse handelt. Jungbauer

Stefan Rottensteiner züchtet Wagyurinder, eine ursprünglich

aus Japan stammende Rasse mit hochwertigem Fleisch. Über

seine Marke Wagyu Südtirol vermarktet er das Produkt für die

gehobene Gastronomie und den anspruchsvollen Südtiroler

Fleischliebhaber.

24 Stunden Erfrischung vom Oberhaslerhof

2

Taufrische Kräuter, Obst und Gemüse sind das Aushängeschild

der Familie Weger vom Oberhaslerhof in Schenna. In aufwendiger

Handarbeit werden die hofeigenen Produkte zu Sirupe, Salze

sowie Antipasti veredelt und im Hofladen verkauft. Jungbauer

Martin kam die zündende Idee seine hofeigenen Produkte kreativ

zu vermarkten: So entstand der „Regiomat“. Dieser bietet Wanderern

und Gästen die Möglichkeit seine Produkte rund um die

Uhr zu genießen. Die Raststation am Hof lädt zum Verweilen ein.

Es summt am Kastnerhof

Bienen riechen, hören, schmecken – bei Jungbauer und Imkermeister

Hannes Plattner vom Kastnerhof in Mölten kann man die

Extrakte des fleißigen Tierchens mit allen Sinnen erleben. Neben

Honig und Propolis bietet der Jungbauer seinen Gästen in seinem

neu errichteten Bienenhaus auch eine Bienenluftinhalation an.

Bei einer Erlebnisnacht im Bienenhaus kann man sich von den

summenden Artgenossen sanft wecken lassen.

3

WELLI


10 Erfolgsgeschichte

Die Gewinner 2019

Edelpilze aus Aldein: biologisch, kirnig, echt

1

Feinschmecker ganzjährig mit frischen und biologischen Edelpilzen

versorgen, das haben sich Andreas Kalser und Josef

Obkircher am Hof im Thal in Aldein zur Aufgabe gemacht.

Unter dem Namen „Kirnig Südtiroler Edelpilze“ züchten die

beiden Jungbauern in einem umgebauten Stadel biologische

Kräuterseitlinge und Shiitake-Pilze, die ganzjährig geerntet

werden. Die Edelpilze sind in verschiedenen Feinkostläden

erhältlich. Die Kunden können sich die Pilze frisch, getrocknet

oder eingelegt schmecken lassen. Sie sind reich an Vitaminen,

Mineralstoffen und Proteinen und vielseitig in verschiedenen

Gerichten einsetzbar.

2

Die neue Rode- und Schneidezange:

1aus zwei mach eins

Zeit und Mühe bei der Arbeit sparen, das macht Sandra Telser

vom Tröghof in Laas mit ihrer neu entwickelten Rode- und

Schneidezange möglich. An einer bereits bestehenden Rodezange

brachte die junge Tüftlerin eine Schneidevorrichtung an. Dadurch

gelang es ihr den Rodungsvorgang von Apfelbäumen zu erleichtern

und alles zu einem einzigen Arbeitsschritt zu verbinden. Der

Baum wird von der Maschine als Ganzes ausgerissen, die Erde

abgeschüttelt und anschließend der Wurzelstock vollautomatisch

abgeschnitten. Ein Vorteil ist auch die größere Holzausbeute, da

die Veredelungsstelle am Baum bleibt.

Der Valentinhof: ein multifunktioneller

Biobauernhof für alle Sinne

3

Biobauernhof für alle Sinne

Eine bunte Vielfalt an Obst, Gemüse und Kräuter erwartet die

Kunden im Bio-Hofladen von Jungbauer Lukas Unterhofer vom

Valentinhof in Meran. Rund 60 verschiedene Arten sind je

nach Saison, frisch geerntet im Hofladen erhältlich. Mehrere

Events wie ein Gartenkino, ein Brunch mit hofeigenen Produkten,

ein Streichelzoo und ein Spielplatz für Kinder laden

ebenfalls zum Verweilen und Genießen ein. Wer nicht selbst

vorbeikommen kann, wird vom Fahrrad-Lieferservice im Raum

Meran beliefert und kann sich auf der Webseite und in den

Social-Media-Kanälen hautnah über das Geschehen am Hof

informieren.


Blickpunkt

11

Von der Idee

zum Markt

Ob beim gemütlichen Zusammensitzen im Freundeskreis

oder bei der täglichen Arbeit, eine Geschäftsidee

ist oft schnell gefunden. Aber mit der Idee allein ist ein

Vorhaben noch weit weg davon, in die Tat umgesetzt zu

werden. Die Umsetzung benötigt oft viel Zeit und Geld

und man stoßt häufig auf ähnliche Probleme: der Tag

hat nur 24 Stunden und die Ressourcen sind neben der

täglichen Arbeit oft nicht ausreichend um sich jeder

neuen Idee zu widmen.

Wie entscheidet man also, ob es sich lohnt, der

Idee nachzugehen?

Damit eine Geschäftsidee nicht nur eine Idee bleibt, sollte man

sie aus unterschiedlichen Sichtweisen betrachten. Eine erste

Einschätzung zum Vorhaben, kann zum Bespiel die Bauernbund-Abteilung

Innovation & Energie bieten. Wenn die Idee

Potenzial hat, gibt es verschiedene Methoden, um ihr mehr Gestalt

und Struktur zu geben. Das Businessmodel Canvas bietet die

Möglichkeiten sich mit der Idee im Detail auseinanderzusetzten

und die wichtigsten Punkte bei der Umsetzung des Vorhabens

zu beleuchten. Alle nötigen Aspekte werden damit auf Herz und

Nieren geprüft. Zum Beispiel macht man sich konkrete Gedanken

über die benötigten Ressourcen, mögliche Gewinnquellen, aber

auch um die Zielgruppe und deren Bedürfnisse.

Das Businessmodell

Canvas beleuchtet

folgende Aspekte:

Schritt 1

Kunde

Jedes Produkt sollte auf eine oder mehrere Zielgruppen

zugeschnitten werden. Wichtig ist dabei, auch die Bedürfnisse

der Kunden zu kennen und zu verstehen.

Schritt 2

Angebot

Dabei handelt es sich um das, was der Kunde bekommt.

Dies kann ein Produkt oder eine Dienstleistung sein. Man

sollte sich fragen, welches Problem man für den Kunden

damit gelöst, oder welches Bedürfnis befriedigt wird.

Eine Vorlage für das Businessmodel Canvas ist unter dem folgenden

Link auf der Website der Abteilung Innovation & Energie des

SBB zu finden. In diesem Dokument ist nicht nur das Business

Modell Canvas zu finden, sondern auch hilfreiche Fragen, die

beim Ausfüllen der Geschäftsfelder Unterstützung bieten.

bit.ly/SBB-Geschaeftsidee

Schritt 3

Vertrieb

Der Vertrieb kann je nach Produkt angepasst werden.

Generell kann zwischen direkten (z. B. Bauernmarkt) und

indirekten (z. B. Lebensmitteleinzelhandel) Kundenkontakt

unterschieden werden.

Bei Fragen zu innovativen Produkten oder Dienstleistungen

können sich Landwirtinnen und Landwirte jederzeit an die Bauernbund-Abteilung

Innovation & Energie wenden. Diese bietet

kostenlose Erstberatungen zu innovativen Ideen an, bei denen

das Vorhaben im Detail besprochen wird und die verschiedenen

Unterstützungsmöglichkeiten vorgestellt werden.

Wir freuen uns auf dich!

Deine SBB-Abteilung Innovation

& Energie

Tel. 0471 999363

innovation-energie@sbb.it

Schritt 4

Aktivität

Die Aktivität beschreibt die Kernkompetenz des Betriebes.

Eine der wichtigsten Kompetenzen ist die landwirtschaftliche

Tätigkeit, immer mehr spielt aber auch Marketing

eine wichtige Rolle.

Weiter auf der nächsten Seite...


SBB-Abteilung

Innovation &

Energie

Ein wichtiger Aspekt, der oft unterschätzt wird. Hier stellt

sich die Frage, wie mit Kunden interagiert wird und welche

Kanäle diese nutzen.

Schritt 6

Partner

Kundenbeziehung

Man muss nicht alles alleine machen. Externe Partner

sind oft wichtig, um das Vorhaben überhaupt umsetzen

zu können.

Einnahmen sind ein zentraler Punkt in der Umsetzung

jeder Idee.

Schritt 8

Kosten

Schritt 5

Schritt 7

Einnahmen

Eine Analyse der Kosten zur Realisierung hilft dabei, die

größten Kostenpunkte zu identifizieren und die Wirtschaftlichkeit

zu bewerten.

Die Abteilung ist die jüngste

Abteilung im SBB und es gibt

sie erst seit Dezember 2010.

Die Abteilung beschäftigt

zurzeit 5 Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen

Die Abteilung hat zwei Standorte:

SBB Zentrale, Bozen

NOI Techpark, Bozen

Mehr als 60 Betriebe wurden 2020

vor Ort oder per Telefon durch Expertinnen

und Experten der Abteilung

Innovation & Energie beraten.

8 landwirtschaftliche Betriebe

haben zusammen mit Abteilung

I&E ein Innovationsprojekt LG14

eingereicht

Über 800 Landwirtinnen und

Landwirte setzten sich mit

innovativen Themen auseinander.

Schritt 9

Ressourcen

Man muss nicht alles alleine machen. Externe Partner

sind oft wichtig, um das Vorhaben überhaupt umsetzen

zu können.

Impressum

Eigentümer und Herausgeber:

Südtiroler Bauernbundgenossenschaft

Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 5, 39100 Bozen

Druck: Longo AG • SpA

Schriftleitung:

Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 5, 39100 Bozen

Tel.: 0471 999401

E-Mail: bauernjugend@sbb.it

Chefredakteur: Bernhard Christanell

Redaktion: Sandra Scarizuola, Evi Andergassen und Anna Schenk

Grafisches Konzept: Effekt GmbH

R.O.C.: 006699

Fotos: Stephan Matzoll, Marco Parisi und SBJ

Erscheint viermal jährlich. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die

Meinung des Autors wieder.

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