23.08.2022 Aufrufe

PROMAGAZIN August 2022

Unsere Themen der August-Ausgabe: Familienunternehmen, Personalmangel, Ratgeber Karriere

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für die Region Heilbronn-Franken.

08 I 22

22. Jahrgang | 3,20 Euro | 52856

BEWERBUNG ERWÜNSCHT

initiative

ZUKUNFT

ab Seite 52

Sprung

nach vorn

Mit TikTok-Videos die

Bekanntheit steigern

Familienunternehmen I Personal | Ratgeber Karriere | pro-magazin.de

Fachkräfte gewinnen:

Ziehl-Abegg stärkt mit TikTok und

E-Sports sein Image als

attraktiver Arbeitgeber.

Mehr lesen Sie ab

Seite 42.


1

Nimm dein Leben in die Hand.

EDITORIAL

L E S E N SIE AUCH

Verkaufspreis 3,90 Euro

SOMMER

FRISCHE

Für die schönsten

Wochen im Jahr

Freizeittipps für

sonniges Wetter

Der Traum vom

eigenen Zuhause

Werde Teil unseres Teams als

Warum Würth?

Weil ich technische Innovationen

am liebsten in einem

Familienunternehmen entwickle.

Mitarbeiter MWD im Bereich

Forschung und Entwicklung

3D-Druck, Seismik und Robotik. Das alles betriff t die Zukunft des Handwerks – und damit auch

die von Würth. Im Innovationszentrum bringen wir Forschung, Entwicklung und Anwendung

zusammen. Wir suchen Ingenieure (m/w/d) und Techniker (m/w/d), die Lust haben, die Zukunft

des Handwerks und die Logistik von morgen mit zu entwickeln.

Weitere Informationen zu unseren Stellen im Bereich

Forschung und Entwicklung fi nden Sie hier:

www.wuerth.rocks/forschung

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

kein anderer Unternehmenstypus prägt die deutsche Wirtschaft

so stark wie Familienunternehmen. Neun von zehn

privatwirtschaftlichen Unternehmen befinden sich aktuell in

Familienhand. Kein Wunder also, dass auch ich selbst in einem

Familienunternehmen arbeite. Unser Verlagshaus ist Teil der

Stimme Mediengruppe, die in dritter Generation von Verleger

Tilmann Distelbarth geleitet wird.

Familienunternehmen sind allgegenwärtig – und doch etwas

Besonderes. Jedes hat seine ganz eigene DNA. So hat Johannes

Schubert zum Beispiel ein Tüftler-Gen geerbt, das laut seiner

Aussage in seiner Familie sehr ausgeprägt ist. Vergangenes Jahr

hat er in dritter Generation eine Führungsposition innerhalb

der Crailsheimer Schubert-Gruppe übernommen und erzählt

im Interview ab Seite 18, wie es ist, von der Ausbildung an in

ein Familienunternehmen im Ver packungsmaschinenbau hineinzuwachsen.

Die Besonderheiten der Familienunternehmen in Heilbronn-

Franken ziehen auch wissenschaftliche Aufmerksamkeit auf

sich. Daniel Gottschald, Geschäftsführer der TUM Campus

Heilbronn gGmbH, erläutert im Interview ab Seite 26, was die

Region der Weltmarktführer für die Wissenschaft interessant

macht. Er ist überzeugt, dass hier die Erfolgsgeheimnisse des

Mittelstands ergründet werden können – und das die Welt viel

von unserer Region lernen kann.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Bleiben Sie gesund.

Dirk Täuber

Redaktionsleiter

dirk.taeuber@pro-vs.de

L E B E N S A RT

LebensArt zeigt, was im Ländle

los ist. Gehen Sie mit auf

Entdeckungstour in die Natur,

holen Sie sich Ideen für einen

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DAS ORIGINAL

KARRIERE

STUDIUM

AUSBILDUNG

Läuft

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R ATG E B E R Z U K U N F T

Die Abschlussjahrgänge in

Heilbronn-Franken planen

ihre berufliche Zukunft.

Unser Ratgeber, der ab Ende

September in Schulen und

Bildungseinrichtungen verteilt

wird, informiert über

Ausbildungsplätze sowie

Studiengänge in der Region.

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Herbst 2022

ZEIT FÜR DEINE ZUKUNFT. ZEIT FÜR WÜRTH.

Adolf Würth GmbH & Co. KG · 74650 Künzelsau · T 07940 15-1680 · personal@wuerth.com

3


INHALT

INHALT

TOP-ARBEITGEBER

STELLEN SICH VOR

Eine Übersicht der Arbeitgeber auf

jobstimme.de/firmenverzeichnis

Heilbronn






IN DIESER AUSGABE

Familienunternehmen

06 Weiter wettbewerbsfähig

Konjunkturexperte Dr. Guido Baldi ist überzeugt, dass

innovative Unternehmen die aktuelle Krise meistern

08 Rückgrat der heimischen Wirtschaft

Familienunternehmen, egal ob klein oder groß, tragen

zum Wohlstand der Region bei

10 Generationen überdauern

Es gibt eine Art Methusalem-Formel für langlebige

Familienunternehmen – aber ohne Erfolgsgarantie

16 Bürde oder Chance?

Tipps, wie die Unternehmensnachfolge gelingen kann,

gibt Prof. Nadine Kammerlander

34 New Work im neuen Werk

Der Fahrzeugausrüster Bott arbeitet an den mobilen

Arbeitsplätzen von morgen

36 Zusammenhalt ist essenziell

Fünf Menschen aus der Region berichten, warum sie

gerne in Familienunternehmen arbeiten

Titelstory

42 Spielerische Strategien

Ziehl-Abegg nutzt TikTok-Videos und E-Sports für sein

Employer Branding 4.0

Personal finden

Foto: Schubert Packaging Systems

18 „Hunger nach Innovationen“

Johannes Schubert ist von seiner Ausbildung zum Industriemechaniker an

in das Unternehmen seiner Familie hineingewachsen. Heute ist er

Geschäftsführer von Schubert Packaging Systems in Crailsheim. Im

Interview spricht er über Werte, Vorbilder und das stetige Streben nach

Erfolg und technologischem Fortschritt.

26 „Die Welt kann von der Region lernen“

18

Wer lernen will, was das Erfolgsgeheimnis des deutschen Mittelstands ist,

muss nach Heilbronn Franken kommen. Denn die Region kann als leuchtendes

Beispiel für die ganze Welt dienen - davon ist jedenfalls Daniel

Gottschald, Geschäftsführer der TUM Campus Heilbronn gGmbH, überzeugt.

Was die Region der Weltmarktführer für die Wissenschaft besonders

interessant macht, erläutert er im Interview.

BAYERISCHE LANDESAUSSTELLUNG | www.hdbg.de

TYPISCH

FRANKEN?

25.5. – 6.11.2022

ANSBACH

erleben

Bis 18.9.

Ansbach

Contemporary –

Zeitgenössische

Kunstausstellung

10.9.

Grüne Nacht

der Kultur

44 Mehr Freiheit, mehr Vertrauen

Das erwarten wechselwillige Mitarbeitende heute von

einer attraktiven Arbeitsstelle

Initiative Zukunft

46 „Heute bewirbt sich das Unternehmen“

Der Aufwand, geeignete Fachkräfte zu finden, hat sich deutlich erhöht.

Recruiting-Experten berichten aus der Praxis, mit welchen Methoden heute

Personaldienstleister die perfekten Kandidaten für offene Stellen suchen.

02.10. und 03.10.

Fränkischer

Genussmarkt –

Gutes aus der

Region

52 Superheld werden

Produktfälschungen erkennen, Schmuggelware finden:

Eine Ausbildung beim Zoll bietet viel Abwechslung

Zum Titelbild

Ratgeber Karriere

56 Digitale Kompetenz

Kunden werden immer digitaler – entsprechend gibt

es neue Anforderungen an Bankmitarbeitende

Der TikTok-Kanal von Ziehl-Abegg erfreut sich enormer Beliebtheit. Millionen

haben bereits die unterhaltsamen Videos der Mitarbeitenden gesehen. Hinter

dem Projekt steckt jedoch nicht nur Spaß. Angesichts des Fachkräftemangels

geht das Unternehmen damit neue Wege, um sich als attraktiver Arbeitgeber

bei einer jungen Zielgruppe zu positionieren.

Foto: Ziehl-Abegg/Ufuk Arslan

Tourist Info Ansbach

Johann-Sebastian-Bach-Platz 1

91522 Ansbach

Telefon: 0981 - 51 243

E-Mail: tourismus@ansbach.de

August 2022

5


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Weiter wettbewerbsfähig

Trotz großer Herausforderungen sieht Konjunkturexperte Dr. Guido

Baldi vom DIW die Wirtschaftskraft der Region nicht in Gefahr. Er ist

überzeugt, dass innovative Unternehmen in der Lage sind, sich der

herausfordernden Situation anzupassen und Lösungen zu finden.

Die Region Heilbronn-Franken

beheimatet exportstarke Weltmarktführer.

Was bedeutet Inflation grundsätzlich

für deren internationale Wettbewerbsfähigkeit?

Guido Baldi: Die Inflation erhöht für

viele Unternehmen die Kosten. Das ist

erst mal schlecht für die Wettbewerbsfähigkeit.

Allerdings sind viele Unternehmen

in der Region Heilbronn-

Franken führend in ihrem Bereich.

Ihre Produkte werden vor allem wegen

ihrer hohen Qualität nachgefragt. Der

Preis ist natürlich wichtig, spielt aber

bei solchen Produkten eine weniger

starke Rolle. Zudem hilft die Abwertung

des Euro vor allem gegenüber

dem US-Dollar den exportstarken Unternehmen.

Sie bleiben daher weiterhin

wettbewerbsfähig.

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen,

um in der aktuellen Situation,

in der sich gleich mehrere Krisen überlappen,

selbst aktiv gegenzusteuern?

Frachtcontainer, die rund

um die Welt gehen: Exportstarke

Unternehmen, die

Qualitätsprodukte bieten,

bleiben weiterhin gefragt.

Baldi: Innovative Unternehmen sind

oft auch hervorragend darin, sich an

solche herausfordernden Situationen

anzupassen. Sie wissen selbst am besten,

wie sie sich in ihrem Markt anpassen

müssen, um wettbewerbsfähig zu

bleiben. Um die Weltmarktführer in

Ihrer Region mache ich mir wenig Sorgen,

auch wenn die Situation natürlich

eine große Herausforderung ist. Beunruhigt

bin ich eher, was die allgemeine

konjunkturelle Lage in Deutschland

anbelangt. Die Kaufkraft der Menschen

wird deutlich verringert durch

die Inflation. Die Sorgen um die Energieversorgung

sind hoch. Das führt zu

enormen Belastungen für die deutsche

Wirtschaft.

In unsicheren Zeiten halten Unternehmen

gern das Geld zusammen und

schieben Investitionen auf. Ist das eine

sinnvolle Strategie?

Baldi: Auf der Ebene eines einzelnen

Unternehmens ist dies oft sinnvoll.

Wenn die Aussichten unsicher sind,

wird weniger investiert. Aus gesamtwirtschaftlicher

Sicht wäre es natürlich

wünschenswert, wenn die Unternehmensinvestitionen

in Deutschland

und im Euroraum insgesamt höher

ausfallen würden. Hier macht sich

wohl die lange Unsicherheit seit der Finanzkrise

bemerkbar. Nach der Finanzkrise

kam ja bald die Schuldenkrise

im Euroraum. Nach einer kurzen

Verschnaufpause hat uns die Pandemie

überrollt und nun beschäftigt uns

der Krieg in der Ukraine mit der hohen

Inflation und der Energiekrise. Seit der

Finanzkrise sind Deutschland und der

Euroraum bei den privaten Investitionen

beispielsweise deutlich hinter den

Vereinigten Staaten zurückgeblieben.

Das macht uns ärmer und verringert

auch unsere weiteren Wachstumsaussichten.

Sollten Löhne an die Inflation angepasst

werden? Wie sollen insbesondere

kleine und mittlere Unternehmen das

derzeit stemmen können?

Baldi: Eine Anpassung in einem vernünftigen

Ausmaß ist sicherlich angemessen.

Auch angesichts des verbreiteten

Fachkräftemangels und hohen

Fotos: Adobe Stock/Ralf Gosch; privat

Bedarfs an Arbeitskräften sind Lohnerhöhungen

zu erwarten und sinnvoll.

Momentan ist die Gefahr einer sogenannten

Lohn-Preis-Spirale bei uns im

Gegensatz zu den Vereinigten Staaten

noch gering. Allerdings ist es wichtig,

die Entwicklungen gut zu beobachten.

Wenn einmal eine solche Lohn-Preis-

Spirale in Gang gekommen ist, wird es

für eine Zentralbank noch schwieriger,

diese zu stoppen und die Inflation unter

Kontrolle zu bringen.

Während der Corona-Krise hat der

Staat die Wirtschaft mit Milliarden gestützt.

Ist das angesichts der Energie-

Krise erneut notwendig?

Baldi: Zielgerichtete Hilfen seitens des

Staates sind wichtig und angebracht.

Ein Problem wären einzig zu hohe fiskalische

Stützungsmaßnahmen, welche

– etwa wie in den USA im März

2021 – die Inflation weiter anheizen

würden. Dieses Problem sehe ich aber

momentan überhaupt nicht.

Welche Risiken drohen, wenn Putin

den Gashahn ganz zudreht und für

energieintensive Branchen ein

„Energie- Lockdown“ erforderlich wird?

Baldi: Darüber gibt es in der Wissenschaft

und der Politikberatung keine

Einigkeit. Ziemlich sicher wäre eine

Rezession kaum mehr zu vermeiden.

Das Rezessionsrisiko ist ja ohnehin

schon deutlich erhöht. Persönlich bin

ich seit Ende Februar aus gesamtwirtschaftlicher

Sicht zuversichtlich, dass

die Schäden zwar hoch, aber handhabbar

sein werden. Gerade innovative

Unternehmen sind auch erfinderisch

bei der Suche nach Einsparmöglichkeiten

oder anderen Energiequellen.

Eine enorme Herausforderung wäre

ein solcher Gasstopp natürlich trotzdem.

Viel wird auch davon abhängen,

wie kalt der kommende Winter sein

wird und wie viel Gas für das Heizen

benötigt wird.

Reichen Appelle zum freiwilligen Energiesparen

aus? Oder brauchen wir ein

gesetzliches Spardiktat?

Baldi: Reine Appelle sind vermutlich

zu wenig. Höhere Energiepreise sind

oft das wirksamste Mittel. Allerdings ist

das auch eine schmerzhafte oder sogar

existenzgefährdende Maßnahme – für

Unternehmen und Privatpersonen

gleichermaßen. Umso wichtiger ist es,

dass hohe Energiepreise von zielgerichteten

fiskalischen Stützungsmassnahmen

begleitet werden, um die teils

verheerenden Auswirkungen abzudämpfen

und dadurch den gesellschaftlichen

Zusammenhalt zu gewährleisten.


Interview: Dirk Täuber

Zur Person

Dr. Guido Baldi ist wissenschaftlicher

Mitarbeiter

in der Abteilung Konjunkturpolitik

am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung

e. V. (DIW) in Berlin.

KARRIERE

BEI ROMMELAG

6

Mehr von uns online:

QR-Code scannen oder

www.rommelag.com/karriere


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Familienunternehmen sind der Jobmotor der Region und bieten attraktive Arbeitsplätze (im Bild der Karrieretag Familienunternehmen

im Carmen-Würth-Forum).

Foto: Der Entrepreneurs Club

Vorstand oder Aufsichtsrat. Nicht allen

gelingt es, diese Stufe zu erreichen.

Doch einigen Familienunternehmen

unserer Region ist es geglückt, enorm

zu wachsen – und sie haben auch klein

angefangen.

Das beste und bekannteste Beispiel

ist Reinhold Würth. Als junger

Mann übernahm er nach dem Tod seines

Vaters dessen Schraubenhandlung

und entwickelte sie aus einem Ein-

Mann-Betrieb heraus zu einem weltweit

führenden Handelskonzern. Die

Würth-Gruppe besteht aktuell aus

über 400 Gesellschaften in mehr als 80

Ländern und beschäftigt über 84.000

Mitarbeitende.

Auch Albert Berner, der gemeinsam

mit Würth die Schulbank drückte

und auch eine Weile für ihn arbeitete,

ist es gelungen, mit Schrauben- und

Werkzeughandel ein sehr erfolgreiches

Unternehmen aufzubauen. Die Berner

Group beliefert Kunden in 23 europäischen

Ländern und beschäftigt 8.200

Mitarbeitende.

Schmezer Einrichtungshaus

Ein weiterer Big Player im Handelssegment

ist Dieter Schwarz, der

mit den Ketten Lidl und Kaufland ein

wahres Imperium erschaffen hat. Mit

550.000 Mitarbeitern in 32 Ländern ist

die Schwarz Gruppe eines der weltweit

führenden Handelsunternehmen.

Auch mehrere Industrie-Cluster

sind in Heilbronn-Franken entstanden,

deren Keimzellen jeweils Familienunternehmen

waren. Ausgehend

von Pionierunternehmen sind durch

Ausgründungen ähnliche Firmen entstanden

oder haben sich in der Folge

hier angesiedelt. Neben dem Befestigungs-

und Montage-Cluster mit großen

Namen wie Würth, Berner und

Förch gibt es das Ventilatoren-Cluster

mit Weltmarktführern wie Ziehl-Abegg

und EBM-Papst. Unternehmen wie

Bürkert und Gemü haben das Mess-,

Steuer- und Regeltechnik-Cluster in

der Region groß gemacht. Und das

Cluster des Verpackungsmaschinenbaus,

auch bekannt als „Packaging Valley“,

wird von inhabergeführten Unternehmen

wie beispielsweise Optima,

Rommelag, Schubert, Bausch + Ströbel

und Groninger geprägt.

Diese und viele weitere Beispiele

bilden die Basis für insgesamt zwölf

Cluster, die den Wirtschaftsraum Heilbronn-Franken

prägen. Sie veranschaulichen

zudem, was aus innovativen

Familienunternehmen erwachsen

kann: Spitzenunternehmen, die erfolgreich

die Weltmärkte erobert haben.

Doch es sind nicht nur die Hidden

Champions und Weltmarktführer,

die für Wachstum und Wohlstand in

unserer Region sorgen. Es sind auch

die vielen kleinen und mittleren Familienunternehmen

in allen Branchen,

die Arbeitsplätze schaffen, uns mit

Produkten des täglichen Bedarfs versorgen

und die regionale Wirtschaft

am Laufen halten. Familienunternehmen

stützen mit ihrer Kraft die ganze

Region – auch durch ihre hohe Standortverbundenheit

und ihr gesellschaftliches

Engagement für Sport, Kunst

und Kultur.

Dirk Täuber

Flexform: Italienische Wohntrends

Das Rückgrat der

heimischen Wirtschaft

Familienunternehmen prägen die Wirtschaft unserer Region. Es gibt

sie in jeder Branche, in jeder Größe. Doch während die meisten nur

lokal oder regional agieren, haben einige von Heilbronn-Franken aus

die Welt erobert und sich zu Technologieführern entwickelt.

Wir begegnen Familienunternehmen

auf Schritt und Tritt:

beim Bäcker, beim Metzger,

im Cafè, im Restaurant, im Einzelhandel,

im Handwerk, in der Landwirtschaft,

bei Dienstleistungen und vielem

mehr – wahrscheinlich sogar auf

der eigenen Arbeitsstelle. Kein Wunder,

denn hinter den allermeisten Betrieben

steht eine Inhaberfamilie, die

das Geschäft leitet und sich für seinen

Erfolg einsetzt – je nachdem mal mit

mehr, mal mit weniger Mitarbeitenden.

Der Großteil der Unternehmen –

rund um die Welt – sind Familienunternehmen.

Vor allem in kleinen und mittleren

Betrieben ist die Unternehmerfamilie

in der Regel aktiv ins operative

Tagesgeschäft eingebunden und packt

mit an. Erst ab einer gewissen Unternehmensgröße

rückt die reine Lenkungsfunktion

in den Vordergrund –

als Geschäftsführer, Gesellschafter,

Ein Traum zum Entspannen

Das Einrichtungshaus Schmezer erweitert

sein Sortiment des italienischen Polsterherstellers

Flexform deutlich.

Lange suchen muss kein Kunde,

wenn er das Einrichtungshaus

Schmezer in Künzelte

geschrieben. Das Modell

„Groundpiece“ von Designer

Antonio Citterio gehört im Presau-Gaisbach

betritt: Nahezu

mium-Segment Design-Möbel

majestetisch präsentiert sich

im Eingangsbereich das Top-

zu den größten Design-Entwürfen

überhaupt.

model „GregoryXL“ und zieht

„Die absolute Spitzenklasse

alle Blicke auf sich.

kann es selbstverständlich

Der oberitalienische Hersteller

nicht zum Null-Tarif geben“, so

Flexform gehört zu den ex-

die Meinung des Geschäftsklusivsten

Möbelkollektionen

führers.

weltweit.

Den Gegenwert von einem

„Von rund 12.500 Möbel-

Kleinwagen haben schon viele

und Einrichtungshäuser in

Kunden für Ihre neue Traumin-

Deutschland haben nur 60

Häuser die Ehre als Exklusivsel

im Eigenheim angelegt, so

Inhaber Karlheinz Schmezer.

partner Flexform verkaufen zu

Ergänzt wurde jüngst das Sor-

dürfen“, erläutert Geschäftsführer

Hans-Jürgen Schmezer.

timent um das Modell „Campiello“.

Dieses Möbel sieht

Sitzen wie Schweben! – Ein

so leicht und filigran aus, wie

einzigartiges

Komforterleb-

wenn es schweben würde“, so

nis hat Flexform über die

Jahrzehnte zu den besten

Polsterherstellern der Welt

reifen lassen.

Flexform hat Design-Geschich-

die begeisterte Einrichtungsberaterin

Carmen Volkert.

Designer-Ikone Antonio Citterio

ist auch für diesen Entwurf verantwortlich.

8

August 2022

Schmezer GmbH Einrichtungshaus

Robert-Bosch-Str. 1 · 74653 Künzelsau-Gaisbach

Tel. (0 79 40) 5 11 33, Fax (0 79 40) 5 11 09

www.schmezer.de


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Drei Generationen: Nur selten schaffen es Familienunternehmen, länger zu bestehen.

Generationen überdauern

Gibt es ein Erfolgsrezept, eine „Methusalem-Formel“ für langlebige

Familienunternehmen? Prof. Dr. Tom A. Rüsen hat entscheidende

Faktoren dafür identifiziert – eine Erfolgsgarantie gibt es aber nicht.

Langlebigkeit kommt in der Welt

der Familienunternehmen selten

vor. Immerhin 85 bis 90 Prozent aller

Familienunternehmen weltweit

schaffen es nicht in die vierte Generation.

Sind nun drei Generationen auch

schon als „langlebig“ zu verstehen –

oder gehört mehr dazu? Vermutlich

schwebt den meisten mehr vor, eine

„dynastische“ Unternehmerfamilie.

Ein Schlaglicht darauf: Die weltumspannende

Vereinigung der „Henokiens“,

der mehr als 200 Jahre alten

Unternehmen, hat derzeit 52 Mitglieder.

Auch wenn dies natürlich nicht

der Gesamtzahl aller sehr alten Unternehmen

entspricht, gibt dies doch einen

Hinweis darauf, dass die Langlebigkeit

von Familienunternehmen

eher Ausnahme als Regel ist.

Woran Familienunternehmen

sehr häufig scheitern: familieninterne

Konflikte. Dies können Auseinandersetzungen

über die Nachfolgeregelung

sein, Zerwürfnisse zwischen Familienstämmen,

unvereinbare Vorstellungen

im Gesellschafterkreis über die Unternehmensstrategie,

Streit um Ausschüttungen

und Erbschaften …

Erschreckend ist dies, weil Unternehmerfamilien

also in vielen Fällen

an sich selbst scheitern, nicht am

Markt, nicht am Wettbewerb. Es sind

schwere, eskalierende und ab einem

bestimmten Punkt nicht mehr be-

Foto: Adobe Stock/photographee.eu

11 Aufbau von

Gesellschafterkompetenz

10 Vorhandenes

Familienmanagement-

System

09 Ausschüttungspolitik/

Vermögensstrategie

08 Konfliktbewältigung/

Krisenprävention

12 Regeln zur Einhaltung

und Veränderung

der Regeln

herrschbare Konflikte, die in den zweiten

und dritten Generationen viele Unternehmen

zerrütten.

Die Untersuchung solcher Konfliktgeschehnisse

weist aber auch auf

das hin, was im Positiven zu tun wäre,

damit Familienunternehmen eben

nicht an Konflikten zerbrechen. Aus

solchen Analysen sowie aus der Betrachtung

alter und sehr alter Familienunternehmen

lassen sich gewisse

bewährte Resilienzmuster ableiten.

Zentral ist hier die Erkenntnis,

dass man es mit zwei komplexen sozialen

Systemen zu tun hat: dem Unternehmen

einerseits sowie der Familie

andererseits. An beide Systeme richtet

sich die Frage, wie sie sich jeweils organisieren,

um über viele Generationen

hinweg stabil zu bleiben. Wer nach einer

„Methusalem-Formel“ sucht, muss

beide Seiten in den Blick nehmen.

PROJEKT LANGLEBIGKEIT

10

09

11

08

07 Information, Kommunikation

und Verhalten

12 01

Wittener

Prozessmodell einer

Familienstrategie

07

06

01 Individuelles Bekenntnis zum

Familienunternehmen/Kernfragen

der Überlebenssicherung

02

05

03

04

02 Definition von Familie/

Zugehörigkeit zu

Familiensystemen

06 Installation von Gremien

in Unternehmen und Familie

03 Werte und Ziele

für Unternehmen

und Familien

04 Rolle und Funktion von

Familienmitgliedern

im Unternehmen

05 Rolle und Funktion von

Familienmitgliedern als

Gesellschafter

Wittener Modell der Familienstrategieentwicklung: Anhand der zwölf Themenfelder

lassen sich Leitplanken definieren.

Wittener Modell der Familienstrategieentwicklung

Für die Seite der Unternehmerfamilie

kann kaum überbetont werden, wie

wichtig der Erhalt und die Pflege unternehmerischer

Grundüberzeugungen

sind. Das bedeutet nicht, dass individuelle

Neigungen und Begabungen

der Nachkommen übergangen werden

sollen. Doch gewisse fundamentale

Ansichten müssen geteilt werden, und

damit das geschieht, beginnt das „Projekt

Langlebigkeit“ bei der Erziehung

der Kinder. Ihnen gilt es zu vermitteln,

vorzuleben und zu begründen, dass

und warum das Unternehmen auch in

der Familie bestimmend ist. Das Unternehmen

sitzt abends mit am Tisch,

es ist Gesprächsthema, es absorbiert

Aufmerksamkeit, ruiniert vielleicht die

Ferienpläne und schließlich nehmen

die Kinder wahr, dass das Thema Nachfolge

über ihnen schwebt.

Früh gilt es verständlich zu machen,

dass Vater oder Mutter nicht

bloß zum Geldverdienen und Karrieremachen

so viel arbeiten, sondern

dass noch mehr dahintersteckt. Dieses

„Mehr“ muss als Wert erkannt werden,

nicht als Last. Auch wenn die eigenen

Kinder keine operative Rolle im Familienunternehmen

einnehmen (wollen

oder können), so müssen sie sich doch

als verantwortungsvolle Gesellschafterinnen

und Gesellschafter einbringen.

Die individuellen Interessen dürfen

Grafik: WIFU

nicht das kollektive Interesse dominieren,

die Eigentümerinnen und Eigentümer

müssen immer zu einem gemeinsamen

Handeln zum Wohle des

Unternehmens in der Lage sein. Die

Risiken für den Bestand des familieneigenen

Unternehmens steigen signifikant

an, wenn nachfolgende Generationen

sich nur noch als Investoren

sehen. Dem beugt Erziehung vor, die

Entwicklung gemeinsamer Wertvorstellungen

und auch die gut durchdachte

Pflege von Familientraditionen.

Eine gute Bindung der Familienmitglieder

über Generationen und Stämme

hinweg ist eine der wichtigsten Sicherungen

gegen Gleichgültigkeit,

Antipathie und Streit.

Viele Unternehmerfamilien haben

für sich sinnvolle Maßnahmen

entwickelt, etwa ein Familienintranet

oder eine Familienzeitung, meist

in Kombination mit und betreut von

einer engagierten und gut vernetzten

„Kümmerer-Person“ aus dem Kreis der

Familie. Noch wichtiger aber sind – gerade

bei wachsenden oder geografisch

verstreut lebenden Familien – persönliche

Treffen, gemeinsam verbrachte

Wochenenden, Zusammenkünfte zu

einem spezifischen Thema oder maßgeschneiderte

Angebote für die nachwachsende

Generation, die NextGen.

DAS EIGENE „HAUSGESETZ“

Wir haben am WIFU ein Phasenmodell

für die Entwicklung einer Familienstrategie

ausgearbeitet (siehe Grafik).

Über zwölf Themenfelder hinweg führt

dieses Modell durch den idealtypischen

Prozess der Erarbeitung einer

Familienstrategie bis hin zur sorgfältigen

Ausarbeitung einer Familiencharta

oder Familienverfassung. Das mag

zunächst streng und formalistisch klingen,

doch so, wie die Unternehmensseite

eine Corporate Governance hat,

profitiert die Familienseite von einer

Family Governance. Und „neumodischer

Kram“ ist solch eine Familiencharta

keineswegs: Schon die Familie

der Fugger hatte bereits vor Jahrhunderten

ihr eigenes „Hausgesetz“.

10

August 2022

11


Richtungsstreitigkeiten und

Zwist innerhalb der Familie

sind der häufigste Grund,

warum Familienunternehmen

scheitern.

Foto: Adobe Stock/photographee.eu

Der Antrieb für

Deine Zukunft!

Starte jetzt Deinen Weg

in die Königsklasse

ZIEHL-ABEGG – weltweit agierendes und führendes Unternehmen in der Luft-, Regel- und

Aber auch auf Seite des Familienunternehmens

kann zumindest die

Wahrscheinlichkeit für dessen langfristigen

Fortbestand erhöht werden.

Für die Nachkommen eines erfolgreichen

Gründers stellt sich heute die

Frage, wie sie den technologischen

und den gesellschaftlichen Wandel

verstehen und wie hellsichtig sie dessen

Entwicklungsrichtung erkennen.

Viele der Gründer heute wichtiger

Mittelstandsunternehmen waren

Persönlichkeiten mit Blick für Geschäftsideen,

mit Mut, mit fast künstlerischer

Freiheit des Denkens und auch

mit Autorität. Manche dieser Persönlichkeiten

haben Branchen, Marktstrukturen

oder gar die Gesellschaft

mitgeprägt, bis heute. Manche wurden

zuerst verspottet und werden heute

bewundert. Es sei aber davor gewarnt,

diese Gründerväter (es waren ja meist

Männer) imitieren zu wollen. Sie werfen

einen langen Schatten.

Die Aufgabe der Nachfolgerinnen

und Nachfolger ist heute eine

andere: Erkennen sie den Weg zu

neuen Geschäftsmodellen, neuen Prozessen,

neuen Produkten und Dienstleistungen?

Verstehen sie die Signale

des Marktes? Sehen sie Veränderungen

als Bedrohung oder als Entwicklungspfad?

Das Erfolgsgeheimnis von

Familienunternehmen war stets, dass

sie konkreten Nutzen für ihre Kunden

geschaffen haben, dass sie deren Probleme

als eigene Herausforderungen

für sich verstanden haben, dass sie

ihnen an Auslandsstandorte gefolgt

sind. Die nächsten fünf bis zehn Jahre

werden zeigen, wie klug und agil die

Nachfolgenden ihr Markt- und Wettbewerbsumfeld

verstehen – und wer

Transformationsgewinner und wer

Trans formationsverlierer ist. Dass Eigentum

und Führung in einer Hand

liegen, kann in einer sich schnell verändernden

Umgebung ein Vorteil sein.

Die erforderlichen strategischen Entscheidungen

strahlen aber in das System

Familie hinein und können die

Familienseite durchaus auf eine harte

Probe stellen. Deshalb ist es so wichtig,

ein Grundverständnis für die Belange

des Unternehmens im ganzen Gesellschafterkreis

sicherzustellen.

Die Langlebigkeit von Familienunternehmen

ist also kein Zufall. Die

Marktbedingungen können sich sehr

schnell verändern, die Gegenwart unterstreicht

dies nur allzu deutlich. Mit

dem Wandel strategisch angemessen

umzugehen, ist jedoch seit jeher

Wesensmerkmal langlebiger Fami-

lienunternehmen. Sie haben es über

Jahrzehnte und manchmal über Jahrhunderte

geschafft, im Strudel der Veränderungen

nicht unterzugehen.

Es überleben die, die an die Umgebungsbedingungen

angepasst sind

und Wandel als unternehmerische

Chance begreifen. Doch eines tritt zu

all diesen Überlegungen hinzu: das

Glück, den einen wichtigen Kunden zu

gewinnen, das Glück, den richtigen

Ehepartner zu finden, das Glück, dass

die Tochter eines Tages die perfekte

Nachfolgerin sein wird. Und diese unbekannte

Größe ist in keiner Methusalem-Formel

enthalten. Doch man

kann immer versuchen, dem Glück einen

fruchtbaren Boden zu bereiten.


Tom A. Rüsen

Zur Person

Prof. Dr. Tom A.

Rüsen ist Geschäftsführender

Direktor

des Wittener Instituts

für Familienunternehmen (WIFU) und

Vorstand der WIFU-Stiftung.

Antriebstechnik mit 4.700 Mitarbeitern lädt Sie ein zum visionären Denken, Forschen, Entwickeln

und Mitgestalten modernster Produkte.

Ausbildungsberufe (m/w/d) Gewerblich:

▪ Elektroniker für Betriebstechnik

▪ Elektroniker für Geräte und Systeme

▪ Industrieelektriker

▪ Industriemechaniker

▪ Maschinen- und Anlagenführer

▪ Mechatroniker

▪ Verfahrensmechaniker

Fachrichtung Kunststoff

▪ Werkzeugmechaniker

▪ Zerspanungsmechaniker

Ausbildungsberufe / Studiengänge (m/w/d)

Kaufmännisch / Technisch:

▪ Industriekaufleute mit / ohne

Zusatzqualifikation internationales

Wirtschaftsmanagement

▪ Technische Produktdesigner

▪ Fachinformatiker Anwendungsentwicklung /

Systemintegration

▪ Fachlagerist / Fachkraft für Lagerlogistik

▪ Fachkraft Küche / Koch

▪ DH Studiengänge im techn. Bereich

▪ DH Studiengänge im kfm. Bereich

▪ DH Studiengänge im Bereich

Digitalisierung und IT

▪ Kooperative Studiengänge im techn. Bereich

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Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Unverzichtbarer

Wirtschaftsfaktor

Familienunternehmen haben

eine hohe Bedeutung

für die deutsche Volkswirtschaft.

Sie sind der prägende

Unternehmenstypus in ganz

Deutschland. Mehr als 90 Prozent

der deutschen Unternehmen

sind Familienunternehmen.

Sie stellen fast 60 Prozent

aller Arbeitsplätze und erweisen

sich auch in konjunkturell

schwierigen Zeiten als stabilisierender

Faktor auf dem Arbeitsmarkt.

Das geht aus Untersuchungen

der Stiftung

Familienunternehmen hervor.

Eine Besonderheit ist laut

Stiftung, dass es in Deutschland

im Vergleich zu anderen Länder

sehr viele große und international

tätige Familienunternehmen

gibt. 32 Prozent aller Unternehmen

mit 250 bis 499

Mitarbeitern und 30 Prozent

der Unternehmen mit mehr als

500 Mitarbeitern sind Familienunternehmen.

Viele von ihnen sind zudem

Weltmarktführer in ihren

technologischen Nischen – insbesondere

die Region Heilbronn-Franken

weist hier eine

sehr hohe Dichte auf. dt

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen

90 % 58 % 52 %

Anteil an allen

aktiven Unternehmen

Anteil an der

Gesamtbeschäfigung

Anteil am

Gesamtumsatz

Foto: Würth; Quelle: Stiftung Familienunternehmen, 2022

14

August 2022

15


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Verantwortung an die nächste Generation abgeben: Ein Plan hilft, die Weichen auf Zukunft zu stellen.

Bürde oder Chance?

Fotos: Adobe Stock/contrastwerkstatt; WHU/Julia Berlin

nug. Die Gründe dafür sind vielfältig:

Routinen, die sich eingeschlichen haben;

emotionale Verbundenheit zum

bestehenden Geschäftsmodell; ein

starres und enges Netzwerk.

Doch das ist kein Grund, den Untergang

der deutschen Familienunternehmen

vorherzusehen. Unzählige

Beispiele aus unterschiedlichsten Industrien

– vom Einzelhandel bis hin

zum produzierenden Industrieunternehmen

– haben gezeigt: Wenn die

nächste Generation einsteigt, wird oft

die Zukunft eingeleitet.

NEUE FREIHEITEN

Die sogenannten Next Gens erarbeiten

Strategien für die digitale oder ökologische

Transformation; sie führen anders

– mehr partizipativ als patriarchalisch;

sie sind offener für neue

Arbeitszeitmodelle und sie stellen lang

bestehende Grundsätze (zum Beispiel

„Wir nehmen kein Fremdkapital auf“)

in Frage. Natürlich geht das nicht ohne

Reibung ab: Oft kommt es zu Konflikten

bis „alte“ und „moderne“ Kultur im

Bestfall zu einer gemeinsamen, neuen

Firmenkultur werden.

Nicht alle Mitarbeitenden und

Führungskräfte stehen dem Wandel

positiv gegenüber und häufig kommt

es auch hier zu Wechseln und Veränderungen.

Dennoch, so berichten es

viele Next Gens, lohnt sich der Aufwand,

den Wandel mit der Übernahme

voranzutreiben: Nicht nur das Unternehmen

wird „fit for the future“ – auch

für die neuen Firmenchefinnen und

Firmenchefs wird dadurch die Nachfolge

attraktiver: Sie haben die Möglichkeit

ein bestehendes Unternehmen

nach ihren Ideen und Vorstellungen

weiterzuentwickeln – mit Freiheiten,

die es sonst im Berufsleben selten gibt.

OFFEN DISKUTIEREN

Nun stellt sich die Gretchenfrage: Wie

muss die Nachfolge gestaltet sein, so

dass Wandel gelingt? Erstens, es

braucht eine gute Vorbereitung innerhalb

der Familie. Ein abgestimmter

Zeitplan ist wichtig: Wann soll welcher

Verantwortungsbereich übergeben

werden? Hier gibt es viele Ausgestaltungsmöglichkeiten

– welche die beste

ist hängt von Familie und Unternehmen

ab. Oft ist es hilfreich, wenn die

Next Gens vorher außerhalb des Unternehmens

Erfahrung sammeln – beispielsweise

im selbst gegründeten

Startup. Die Verantwortungsübergabe

erfolgt häufig gestaffelt – von der Leitung

einer Abteilung (zum Beispiel der

Innovationsabteilung) hin zu mehr

und schließlich alleiniger Verantwortung.

Wichtig ist hierbei, dass der Zeitplan

von allen akzeptiert und eingehalten

wird. Dabei ist auch die offene

Diskussion notwendig, welche Werte

das Unternehmen verkörpert – und

welche nicht.

Zweitens, die Nachfolge muss

sichtbar stattfinden: Das Chef-Büro

muss an die Nachfolgegeneration

übergehen; die Seniorgeneration sollte

die Nachfolge in einem „all staff“-Meeting

verkünden und zelebrieren.

Drittens, es braucht einen Plan

für die Zeit nach der Nachfolge – vor allem

für die Seniorgeneration. Zu oft

passiert es, dass die Senioren sich auch

weiterhin in die Unternehmensführung

einmischen. Hier hilft es, in der

Familie gemeinsam Pläne zu machen

(zum Beispiel Weltreise, neues Hobby,

gesellschaftliches Engagement) – und

klare Regeln aufzusetzen, wann und

wie die Senioren im Unternehmen

„aktiv“ sein dürfen: Im besten Fall genau

dann, wenn die Next Gens sie als

Mentoren um Rat fragen möchten.


Nadine Kammerlander

Zur Person

Prof. Nadine Kammerlander ist

Leiterin des Instituts für

Familienunternehmen an

der WHU – Otto Beisheim

School of Management in

Vallendar (Rheinland-Pfalz).

Die Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen ist ein großer

Veränderungsschritt, der mit Unsicherheiten verbunden ist. Tipps,

wie der Wechsel an der Führungsspitze reibungslos gestaltet werden

kann, gibt Professorin Nadine Kammerlander.

Mit mehr als 80 Prozent aller Unternehmen

stellen Familienunternehmen

die – wenngleich oft

wenig sichtbare – Mehrheit unserer

Firmenlandschaft dar. Für die nächste

Generation stellt sich die Frage: „Soll,

kann und will ich in die Fußstapfen der

Eltern treten und das Unternehmen

übernehmen?“

In Zeiten von internationaler

Ausbildung, vielfältigen Optionen und

hoher Selbstbestimmtheit fällt die Antwort

auf diese Frage schwerer als noch

vor einigen Jahrzehnten. Oft wird das

Thema Nachfolge von sowohl der Senior-

als auch der Juniorgeneration daher

als problematische Herausforderung

gesehen.

Dabei ergeben sich durch die

Nachfolge besondere Chancen – insbesondere

was die Erneuerung des

Unternehmens betrifft. Familienunternehmen

stehen vor einem Dilemma:

In den vergangenen Jahrzehnten haben

sich diese Unternehmen durch erfolgreiche

Prozess- und Produktinnovationen

ausgezeichnet; doch radikaler

Wandel stellt sie vor große Probleme:

Insbesondere was die Digitalisierung

und die Transformation zu

mehr Nachhaltigkeit betrifft, handelten

und handeln viele Familienunternehmen

nicht schnell und intensiv ge-

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Johannes Schubert ist

Geschäftsführer von

Schubert Packaging

Systems in Crailsheim.

„Hunger nach Innovationen“

Foto: Schubert Packaging Systems

Gemeinsam.

Tradition.

Moderne.

Innovation.

Johannes Schubert hat in dritter Generation Führungsverantwortung

im Familienunternehmen übernommen. Den Betrieb hat er als Azubi

von der Pike auf kennengelernt. Ein Gespräch über Prägung, Werte,

Vorbilder – und das Streben nach Erfolg.

Gibt es eine Schubert-DNA, die sich

durch die Generationen zieht?

Johannes Schubert: Ja, die gibt es. Sie

ist von meinem Großvater Gerhard

Schubert, dem Firmengründer, tief geprägt.

Wir leben eine enge Verbundenheit

mit den Mitarbeitenden. Toleranz

und gegenseitiger Respekt sind uns

wichtig – ohne geht es nicht. Wir fördern

und fordern daher eine offene

Kommunikationskultur. Was uns antreibt

ist ein steter Hunger nach bahnbrechenden

Technologien und Innovationen.

Das ist für uns besonders

wichtig: hungrig zu bleiben, am Puls

der Zeit zu agieren, immer vorwärts zu

denken. Das ist tief in unserer DNA

verankert. Ich bin überzeugt, dass es

enorm wichtig ist, als Familienunternehmen

eine eigene, lebendige DNA

zu haben. Das gilt für alle mittelständischen

Firmen.

Haben Sie also im Kern so etwas wie

ein Tüftler-Gen?

Schubert: Ganz genau, ich habe ein

Tüftler-Gen. Das haben alle in unserer

Familie. Bei meinem Großvater Gerhard

Schubert ist es in ganz besonderem

Maße ausgeprägt. Und er hat es

glücklicherweise an seine Kinder und

Enkelkinder weitervererbt.

Was ist das Wichtigste, das Sie von

Ihrem Großvater gelernt haben?

Schubert: Ich habe unwahrscheinlich

viel von ihm gelernt. Gerhard Schubert

ist einer der fantastischsten Denker

und Tüftler, die ich kenne. Schon in

ganz jungen Jahren hat mein Großvater

immer wieder betont, wie wichtig

es ist, gute Ideen zu haben. „Ohne gute

Ideen geht nichts“ – das war immer

seine Prämisse. Er hatte so viele Ideen,

dass er in regelmäßigen Zeitabständen

bahnbrechende Innovationen in der

Verpackungsindustrie einführen konnte.

Und es hat nie lange gedauert, bis

unsere Marktbegleiter versucht haben,

seine Ideen zu kopieren, nicht nur in

Europa, sondern weltweit. Bis heute ist

es so, dass sich einige unserer Mitbewerber

die Zähne daran ausbeißen,

manche seiner Innovationssprünge

nachzuvollziehen und nachzuahmen.

Vergangenes Jahr sind Sie in die Fußstapfen

Ihres Vaters Gerald getreten

und haben die Geschäftsführung von

Schubert Packaging Systems übernommen.

Was hat er Ihnen mitgegeben?

Schubert: Mein Vater ist mein größtes

Vorbild und hat mir viele Werte mitgegegeben.

Die wichtigste Lektion, die

ich ganz früh gelernt habe, ist sicher:

Es ist absolut tödlich, sich auf Ideen

und Erfolge der Vergangenheit auszuruhen.

Das ist das Schlimmste, was

man machen kann. Nach jeder guten

Idee, nach jedem Prozess, der erfolgreich

etabliert wurde, muss man unbedingt

wieder nach vorne schauen

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18 August 2022


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Drei Generationen ziehen an einem Strang (v. l.): Ralf Schubert, Peter Schubert,

Firmengründer Gerhard Schubert, Johannes Schubert und Gerald Schubert.

Foto: Unternehmensgruppe Schubert

und sich überlegen, ob es nicht noch

etwas Besseres gibt. Denn die Marktbegleiter

schlafen nicht und arbeiten

ebenfalls an Innovationen. Daher:

Nicht ausruhen, immer weitermachen.

Auch von meinem Onkel Ralf Schubert,

ebenfalls Geschäftsführer in der

Unternehmensgruppe, habe ich viel

gelernt.

Wie war das für Sie, von der Ausbildung

an in das Familienunternehmen

hineinzuwachsen?

Schubert: Es war der Herzenswunsch

meines Großvaters, dass mein Vetter

Peter und ich in dritter Generation ins

Unternehmen einsteigen. Er hat immer

gesagt, wenn wir irgendwann Führungspositionen

in der Firma übernehmen

wollen, dann brauchen wir

eine gründliche Ausbildung – und

zwar von der Pike auf im eigenen Unternehmen.

Ein solides Fundament ist

unverzichtbar, um erfolgreich sein zu

können.

Fanden Sie die Idee von Anfang an gut?

Schubert: Ich erinnere mich noch an

lebhafte Diskussionen mit der Familie,

aber auch zwischen Peter und mir. Wir

haben uns viele Gedanken gemacht,

ob es wirklich sinnvoll ist, unsere berufliche

Laufbahn im Unternehmen

der Familie zu starten. Und wir waren

uns auch in den ersten Jahren nicht sicher,

ob das der richtige Weg ist. Aber

wir haben uns gemeinsam mit der Familie

dafür entschieden. Peter hat in

seiner Lehre die elektrisch-elektronische

Richtung eingeschlagen, ich die

mechanische. Und im Nachhinein betrachtet

hat mein Großvater – wie so

oft – das richtige Gespür gehabt.

Wieso war die Entscheidung richtig?

Schubert: Es war unwahrscheinlich

wichtig und wertvoll für uns, die verschiedenen

Abteilungen und abteilungsübergreifend

das Netzwerk in der

Firma, die Personen kennenzulernen.

Das wichtigste Gut eines Unternehmens

sind die Mitarbeitenden. Und so

wie wir während der Ausbildung die

Menschen in der Firma kennenlernen

durften, wäre es in anderer Form und

Funktion nie möglich gewesen – sicher

auch nicht nach Jahren im Management.

Es war eine goldrichtige Enscheidung.

Aber zumindest anfangs hatten Sie

durchaus den Wunsch, auch anderswo

Erfahrungen zu sammeln, oder?

Schubert: Nach meiner Ausbildung

zum Industriemechaniker habe ich gut

zwei Jahre in der Endmontage verbringen

dürfen und bin dadurch viel herumgekommen:

in ganz Europa, China,

Nordamerika. So konnte ich bei Kunden

viel Erfahrung sammeln, habe

Einblicke in andere Unternehmen erhalten,

mit vielen Menschen gesprochen.

Das ging auch auf späteren Positionen

weiter. Riesig gefreut hat mich

die Chance, als Assistenz der Geschäftleitung

am Aufbau unseres Headquarters

in Charlotte, North Carolina teilzuhaben.

Ich habe zwei Jahre in den USA

gelebt und an der Schnittstelle zwischen

Nordamerika und Europa viel

gelernt – im Prinzip, wie man ein Unternehmen

aufbaut. Ich konnte also

auch außerhalb von Crailsheim einiges

an Erfahrung sammeln. Und seit

Sommer 2021 bin ich glücklich, gemeinsam

mit Olaf Horrenberger die

Geschäfte von Schubert Packaging

Systems zu leiten.

Wie ist es eigentlich, nicht nur mit der

Familie, sondern auch mit externen

Geschäftsführern ohne verwandtschaftliche

Beziehungen zu arbeiten?

Schubert: Ich glaube, dass das eine Erfolgsformel

ist: eine gesunde Mischung

der Expertisen. Wenn wir die Gerhard

Schubert GmbH, unser Mutterunternehmen,

betrachten, sind dort – Stand

heute – vier Schuberts tätig: Mein

Großvater Gerhard, mein Onkel

Gesichter hinter

dem SMILE

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Unternehmenskultur bei, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

20

August 2022


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Ralf, mein Vater Gerald und mein Cousin

Peter. Diese vier Familienmitglieder

werden flankiert von Peter Gabriel

als kaufmännischem Geschäftsführer

und Marcel Kiessling, der Vertrieb und

Marketing verantwortet. Hinzu kommen

noch sieben Prokuristen, die

ebenfalls Teil der Führungsmannschaft

sind. Das hat sich nicht nur seit

mehr als zehn Jahren bewährt, sondern

ist enorm erfolgreich.

Was genau macht dieses Zusammenspiel

erfolgreich?

Schubert: Die Mischung macht es. Wo

die Familie ab und an zu emotional ist,

zu schnell vorpreschen will, ist es gut,

jemanden zu haben, der die Themen

nochmals ruhig und analytisch betrachtet.

Der Erfolg, den wir alle gemeinsam

haben, gibt uns hier recht.

Ich bin fest davon überzeugt, das die

Kultur des Miteinanders, die wir heute

leben, genau das Richtige ist.

Deshalb verfolgen Sie im Tochterunternehmen

Schubert Packaging Systems

denselben Ansatz?

Schubert: Genau, denn es ist unwahrscheinlich

wichtig, Entscheidungen

aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu

betrachten. Olaf Horrenberger und ich

bedienen uns gerne der Walt-Disney-

Methode, die viel Spaß macht und

dazu zwingt, Situationen oder Themen

aus verschiedenen Perspektiven und

Emotionsebenen zu beleuchten.

Wie funktioniert diese Methode?

Schubert: Bei dieser Methode müssen

drei verschiedene Blickwinkel eingenommen

werden: die Perspektive des

Träumers, des Realisten und des Kritikers.

Der Träumer ist enthusiastisch,

für ihn ist alles perfekt. Der Kritiker

nimmt die Idee auseinander, sucht jeden

Fehler, jede mögliche negative

Auswirkung. Der Realist wiederum

geht pragmatisch heran und überlegt,

was in welcher Form umsetzbar ist.

Führt man diese drei Blickwinkel zusammen,

kommt man auf Ergebnisse,

die sich sehen lassen können. Das ist

der Zauber der Mischung.

Welche Trends, welche Technologien

sind für Sie besonders spannend, um

das Unternehmen weiterzuentwickeln?

Schubert: Wir investieren jedes Jahr

zehn bis 15 Prozent von unserem Umsatz

– nicht vom Gewinn – in Entwicklung.

Aktuell laufen viele verschiedene

Projekte, die von Predictive Maintenance,

sprich vorbeugender Wartung,

bis hin zu Künstlicher Intelligenz reichen.

Eine unserer größten Innovationen

steht in den Startlöchern. Ich verrate

nur so viel: Wir werden im

kommenden Jahr eine neue Maschinengeneration

vorstellen, die das Zeug

zum Gamechanger in der Verpackungsindustrie

hat.

Schubert Packaging Systems ist 50 Jahre

alt geworden. Wo sehen Sie sich und

das Unternehmen in 25 Jahren?

Schubert: Wir haben dieses Jahr die

Vision 2050 der Unternehmensgruppe

Schubert vorgestellt, die Mensch und

Natur in den Mittelpunkt rückt. Die

Verpackungsbranche, deren Produkte

milliardenfach rund um die Welt genutzt

werden, trägt eine große Verantwortung,

der wir für eine lebenswerte

Zukunft gerecht werden wollen. Daher

setzen wir unter anderem das Nachhaltigkeitsprogramm

„Mission Blue“

um, das für nachhaltige Unternehmensführung,

klimaneutrale Produktion

bis Ende 2023, umweltfreundliche

Maschinen und Dienstleistungen sowie

für nachhaltige Verpackungen

steht. Es ist an uns, der dritten Generation,

die Vision Wirklichkeit werden zu

lassen, mit der wir nicht nur Pläne für

die nächsten 25, sondern 28 Jahre

haben. Interview: Dirk Täuber

Foto: Schubert Packaging Systems

Das Geschäftsführer-Team von Schubert Packaging Systems (v. l.): Olaf Herrenberger

und Johannes Schubert führen das Unternehmen gemeinsam.

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Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Den Klimawandel im Blick

Langfristiges Denken und nachhaltiges

Handeln gehören zur DNA von

Familienunternehmen. Laut Statistik

treiben acht von zehn Familienunternehmen

Umweltschutzmaßnahmen

voran. Die Verantwortung

für nachfolgende Generationen wird

großgeschrieben.

63 %

52 %

32 %

sehen es in ihrer

Verantwortung,

den Klimawandel

zu begrenzen

bewerten Nachhaltigkeit

als

Chance für eine

Vorreiterrolle

haben eine Nachhaltigkeitsstrategie,

die alle Entscheidungen

leitet

Foto: Rommelag; Quelle: Family Business Survey 2021 von PwC

August 2022 25


„Die Welt kann von

der Region lernen“

Wer ergründen will, was deutsche Familienunternehmen

erfolgreich macht, muss nach Heilbronn-Franken kommen.

Davon ist Daniel Gottschald vom Campus Heilbronn

der TU München überzeugt. Im Interview

erläutert er, woran die Wissenschaft

forscht – und was die Region zu einem

leuchtenden Beispiel macht.

Zeit für dein

Workbefinden!

Daniel Gottschald sieht in

Heilbronn-Franken eine

Kompetenzregion für den

deutschen MIttelstand.

Zur Person

Daniel Gottschald ist Geschäftsführer

der TUM Campus Heilbronn gGmbH.

Familienunternehmen sind ein Forschungsgegenstand

an der TU München.

Was macht die Region Heilbronn-Franken

in dieser Hinsicht

interessant für die Wissenschaft?

Daniel Gottschald: Heilbronn-Franken

ist für uns interessant, weil die Region

eine enorm hohe Dichte an Weltmarktführern

aufweist, bei denen es

sich zum großen Teil um traditionelle

und tatsächlich noch familiengeführte

Unternehmen handelt. Und das in einer

ländlich geprägten Region, der

man die hohe Wirtschaftskraft nicht

auf den ersten Blick ansieht. Diese Unternehmen

sind global sehr erfolgreich,

aber ticken anders als multinationale

Konzerne aus dem Silicon Valley.

Was macht die hier ansässigen Familienunternehmen

so spannend?

Gottschald: Wir haben hier eine Unternehmenskultur,

die aufgrund ihrer

Eigentümerstruktur, ihres Wertegerüsts,

ihrer Verlässlichkeit, ihrer Langlebigkeit

besonders geeignet erscheint,

als leuchtendes Beispiel zu dienen. Es

birgt sicher einen hohen Mehrwert, zu

schauen, was Deutschland von Heilbronn-Franken

lernen kann, ja sogar

was die Welt von dieser Region lernen

kann, denn die TU München hat einen

internationalen Anspruch.

Inwiefern ist Heilbronn-Franken hier

besonders beispielhaft?

Gottschald: Wir haben hier eine idealtypische

Situation dessen, was unter

dem Stichwort „Glokalisierung“ läuft –

also Unternehmen, die erfolgreich auf

den Weltmärkten vertreten sind, aber

trotzdem lokal stark verankert sind.

Glokalisierung wird oft als Phrase verwendet,

doch hier in der Region sieht

man tatsächlich, welche Chancen

26 August 2022

Foto: Matt Stark Photography

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WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

dahinterstecken, aber auch welche

Herausforderungen.

Was sind die Herausforderungen?

Gottschald: Zum einen strukturelle

Themen. In der Region herrscht zum

Beispiel eine hohe Abhängigkeit vom

Automobilsektor und den entsprechenden

Zulieferbetrieben. Zum anderen

besteht die Notwendigkeit, sich

im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte

auf einem globalen Arbeitsmarkt

zu behaupten. Das ist zwar

für alle eine Herausforderung, für die

Region aber eine spezielle. Mit Blick

auf New Work, auf veränderte Arbeitsweisen

ist man hier traditioneller unterwegs.

Das ist per se kein Nachteil.

Was heute altmodisch ist, kann morgen

vielleicht der goldene Ratschlag

sein, der einem gegeben wird. Aber damit

müssen wir umgehen.

Wie geht die TUM ihre Forschung an

Familienunternehmen konkret an?

Gottschald: Wir sind seit 2018 mit

zwei Forschungscentern in Heilbronn

vertreten: Das eine widmet sich Familienunternehmen,

das andere der digitalen

Transformation. Besonders

spannend für uns ist die Kombination

von beiden Themen, also wie Familienunternehmen

mit den Herausforderungen

der Digitalisierung umgehen.

Was sind die wichtigsten Fragestellungen,

denen sich das Forschungscenter

für Familienunternehmen widmet?

Gottschald: Das sind zum Beispiel

Fragen zu Familienunternehmen und

Nachhaltigkeit. Das ist ein Thema, das

alle bewegt. Und es ist anzunehmen,

dass Familienunternehmen, die das

Prinzip Nachhaltigkeit in ihrer DNA

haben, besonders geeignet sind, nachhaltig

zu agieren: ökologisch, ökonomisch

wie auch sozial in ihrer gesellschaftlichen

Verantwortung. Es gibt

aber natürlich auch Fragen rund um

die Nachfolgeregelung: Bleibt das Unternehmen

in der Familie? Wie lassen

sich Konflikte lösen? Wie können Verlässlichkeit

und dauerhafte Beständigkeit

sichergestellt werden? Es ist die

Frage der sogenannten Governance-

Struktur. Welche Möglichkeiten gibt es,

ein Familienunternehmen durch die

Generationen, teilweise über Jahrhunderte

hinweg, zu steuern mit einem

entsprechenden Horizont?

Und welche Forschungsthemen sind

mit Blick auf Digitalisierung relevant?

Gottschald: Da geht es um die Grundfrage,

was Digitalisierung für Familienunternehmen

bedeutet. An mancher

Stelle ist sie eine Herausforderung.

Man muss sich fragen: Wie schaffe ich

eine digital versierte Belegschaft? Wir

gehen um mit Instrumenten und Prozessen,

die in vielerlei Hinsicht digital

unterstützt werden, bis hin zum Einsatz

von Künstlicher Intelligenz. Verstehen

wir diese digitalen Anwendungen?

Wissen wir wirklich, womit wir da

arbeiten? Das reicht bis zu der Frage:

Wie werden Entscheidungsfindungsprozesse

durch Big Data und Möglichkeiten

der Datenanalyse beeinflusst?

Untersucht werden Familienunternehmen

in der digitalen Transformation

sowie die sich daraus ergebenden

Schlussfolgerungen für die Unternehmensführung

sowie die Umgestaltung

der Prozesse.

Gibt es bereits Erkenntnisse? Wie beurteilen

Sie die Innovationsfähigkeit der

regionalen Familienunternehmen?

Gottschald: Der Grad an Innovationsfähigkeit

ist hoch. Häufig wird gedacht,

wenn ein Unternehmen eher konservativ

aufgestellt ist und nicht sofort auf

jede Mode oder jeden Zug aufspringt,

dass das bedeute, es sei nicht innovationsfähig.

Oft ist das Gegenteil der Fall.

Am Ende wird die Innovation vorangetrieben,

die zum Unternehmen passt

und Bestand haben wird. Wir beobachten

hier in höherem Maße ein vorausschauendes

Agieren.

EINS

Vorteile sichern

Welche Eigenschaften von Familienunternehmen

betrachten Sie als hilfreich,

um Krisenzeiten, wie wir sie aktuell

erleben, zu überstehen?

Der Standort der TU München auf dem Bildungscampus in Heilbronn. Zu den

Forschungsgebieten gehören die Erfolgsfaktoren von Familienunternehmen.

Foto: Matt Stark Photography

Gottschald: Das ist mit Sicherheit das

lokale Fundament, die lokale Vernetzung

und Verwurzelung. Das ist sicher

auch die Nähe am Kunden und die Bereitschaft,

flexibel zu agieren und sich

auf Kundenwünsche einzulassen. Es

gibt einen höheren Grad an Individualisierung.

Und es gibt ein Wertegerüst.

Das ist von zentraler Wichtigkeit. In Familienunternehmen

findet häufi-

28

August 2022


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

ger eine wertebasierte Entscheidungsfindung

statt. Wer ein Unternehmen

an nachfolgende Generationen in der

Familie weitergeben will, geht in der

Führung anders vor als jemand, der

nur quartalsmäßig auf die Bilanz und

Aktienkurse schaut. Das sind Vorteile

und Möglichkeiten, Unternehmen krisenfest

zu machen.

Wie groß ist das Interesse der Unternehmen

an einer Zusammenarbeit mit

der TU München?

Gottschald: Wir wollen die Unternehmen

abholen mit den Themen, die sie

bewegen. Wir bemerken eine große

Neugier, ein großes Interesse seitens

der Unternehmen. Daher wollen wir

Plattformen schaffen, um sinnvoll zu

interagieren. Unser Interesse ist, Spitzenwissenschaft

in der Forschung und

Lehre der TUM zu betreiben. Das Interesse

der Unternehmen ist, Probleme

zu lösen. Überall dort, wo beides zusammenkommt,

entsteht eine gute Basis

für gemeinsame Projekte. Die Unternehmen

erhalten Erkenntnisse, mit

denen sie ihre Prozesse oder Strukturen

optimieren können. Wir haben einen

Forschungsgewinn, welcher der

Allgemeinheit zugute kommt.

Wie gelingt dieser Austausch von Forschung

und Wirtschaft in der Praxis?

Gottschald: Wir haben kein Patentrezept

dafür, auch wenn manche das

vielleicht erwarten. Die TU München

ist über 150 Jahre alt und profitiert an

ihrem Stammsitz sowie ihren weiteren

bayrischen Standorten von Strukturen,

die über einen langen Zeitraum gewachsen

sind. Das macht Transferaktivitäten

einfacher. Hier in Heilbronn

sind wir gezwungen, wieder zum Startup

zu werden und neu anzufangen.

Das ist in gewisser Weise eine heilsame

Erfahrung, denn wir müssen die Unternehmen

hier in der Region auf ihre

eigene Weise abholen. Das bedeutet

ganz praktisch und banal: Wir müssen

viele Klinken putzen, Multiplikatoren

finden, Partnerschaften aufbauen. Das

braucht Zeit.

Über 80 Prozent der Studierenden des

TUM Campus Heilbronn kommen aus

dem Ausland.

Was will die TU München beitragen,

um den Wirtschaftsraum Heilbronn-

Franken nachhaltig zu stärken?

Gottschald: Wir sind hier, um eine

Heilbronner Universität zu sein und

wollen mit der Region und für die Region

forschen. Als deutsche Exzellenzuniversität

tragen wir eine gesellschaftliche

Verantwortung und wollen daher

alles, was die TU München zu bieten

hat, auch hier in der Region verfügbar

machen. Dazu gehört, mit Spitzenforschern

der TUM sowie aus unserem

internationalen Partnerschaftsnetzwerk

große Themen anzugehen. Im

nächsten Jahr werden wir uns etwa im

Bereich Data Science deutlich erweitern.

Das wird im Rahmen internationaler

Zusammenarbeit stattfinden.

Top-Universitäten aus dem Ausland

werden daran mitwirken. Wir bringen

auch Internationalität bei unserer Studentenschaft

mit. 80 Prozent unserer

Studierenden auf dem Campus Heilbronn

kommen aus dem Ausland.

Woher kommt das hohe Interesse der

internationalen Studierenden?

Foto: Matt Stark Photography

Gottschald: Zum einen bietet die TUM

in Heilbronn hochattraktive Bachelorund

Masterstudiengänge in englischer

Sprache an. Zum anderen ist Heilbronn-Franken

der perfekte Ort, um

den erfolgreichen deutschen Mittelstand

kennenzulernen. Die internationalen

Studierenden sind motivierte

junge Menschen aus aller Welt, die oft

aus Unternehmerfamilien kommen

und nach Heilbronn geschickt werden,

um hier die Grundlagen für ihr weiteres

Leben zu legen. Unseren Studierenden

empfehle ich immer: Wenn ihr

nach eurem Studium ein Jobangebot

im Silicon Valley und ein Jobangebot

hier in der Region bekommt, dann

nehmt das Angebot aus Heilbronn-

Franken, denn es ist der beste Einstieg

in die Karriere. Hier gibt es solide, verlässliche

Unternehmen, die euch brauchen

und mit denen ihr wachsen

könnt. Das zu unterstützen und der

Region mehr internationale Strahlkraft

zu verleihen, sehe ich ebenfalls als

Aufgabe der TU München an.

Hat also die Kultur des deutschen Mittelstands

das Zeug, zum internationalen

Exportschlager zu werden?

Gottschald: Ich habe schon viele Innovationsstandorte

im Ausland mitentwickelt.

Überall wurde der „German

Mittelstand“ bewundert. Er hat

Strahlkraft. Doch niemand versteht im

Ausland so richtig, wie er tickt und

funktioniert. Sein Erfolg hat natürlich

mit Kultur und Mentalität zu tun, mit

den Werten und Tugenden, die gepflegt

werden, ein wenig auch mit

deutschen Stereotypen. Aber er ist im

Vergleich zu anderen Erfolgsmodellen

noch nicht so richtig erfahrbar. Will ich

lernen, wie die Hightech-Branche

tickt, gehe ich ins Silicon Valley. Will

ich Startup-Kultur erleben, gehe ich

nach Israel. Aber wo kann ich Mittelstand

lernen? Aus meiner Sicht genau

hier. Heilbronn-Franken muss international

bekannt werden für seine Familienunternehmen.

Hier ist die Kompetenzregion

für die Erfolgsgeheimnisse

des deutschen Mittelstands.


Interview: Dirk Täuber

Wir feiern 100 Jahre

Expansion

Partnership

Innovation

Responsibility

Vor 100 Jahren legte Otto Bühler in Schwäbisch

Hall den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte, wie

es sie nicht oft gibt. Eine, die von der Bereitschaft

erzählt, permanent neue Wege zu gehen. Von

bahnbrechenden Entwicklungen und Meilensteinen.

Und von hochmotivierten Mitarbeitenden, geeint

durch einen Anspruch: OPTIMA, lateinisch: die Beste.

Heute ist Optima führend im präzisen Dosieren, Füllen,

Verpacken und Handling anspruchsvoller flüssiger

und fester Produkte. Mit weltweit mehr als 2.800

Mitarbeitenden an 20 nationalen und internationalen

Standorten sorgt Optima zusammen mit Kunden dafür,

dass Pharmazeutika, Hygiene- und Medizinprodukte,

Lebensmittel, Kosmetika und Filter sicher, zuverlässig

und bestens geschützt bei den Menschen ankommen,

die darauf angewiesen sind.

30

August 2022

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Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Digitalisierung vorantreiben

Die digitale Transformation betrifft

auch Familienunternehmen, doch

nur jedes dritte verfügt bereits über

hohe digitale Fertigkeiten. Der

Großteil hat allerdings erkannt, dass

in der Digitalisierung die Zukunft

liegt und erwartet auch neue Geschäftschancen

dadurch.

74 %

wollen die digitalen Fertigkeiten

des Unternehmens verbessern

61 %

erhoffen sich durch digitale Technologien

neue Geschäftschancen

34 %

verfügen bereits über ausgeprägte

digitale Fähigkeiten

Foto: Optima; Quelle: Family Business Survey 2021 von PwC

32

August 2022

33


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

New Work im neuen Werk

Anforderungen an mobile Arbeitsplätze steigen – auch in Fahrzeugen

von Handwerkern und Technikern. Der Fahrzeugeinrichter Bott will

nicht nur wachsenden Kundenansprüchen gerecht werden, sondern

auch die eigenen mobilen Arbeitsplätze verbessern.

Fahrzeugeinrichtung bei Bott in Gaildorf: Die Ansprüche und Anforderungen an

Umbauten in Servicefahrzeugen steigen.

34

Mobiles Arbeiten erfolgt nicht

nur mit Laptop und Co. – für

Handwerker, Servicetechniker

oder auch Einsatzkräfte von Polizei

und Feuerwehr ist es Alltag, an wechselnden

Orten im Einsatz zu sein. Das

jeweils notwendige Equipment für den

Job befindet sich in speziell ausgestatteten

Fahrzeugen.

Die erforderlichen Umbauten –

vom Pkw bis zum Großraumtransporter

– führen spezialisierte Unternehmen

wie Bott in Gaildorf durch. „Der

Umfang an Arbeiten am Fahrzeug ist in

den vergangenen Jahren überproportional

gestiegen“, sagt Jan Willem Jongert,

Sprecher der Geschäftsführung

des Herstellers von Fahrzeug- und Betriebseinrichtungen

sowie Arbeitsplatzsystemen.

„Wir gehen davon aus,

dass die Anforderungen an einen mobilen

Arbeitsplatz im Fahrzeug weiter

zunehmen werden, um die Arbeitsprozesse

so effizient und angenehm wie

möglich zu gestalten.“ New Work halte

auch hier Einzug.

OPTIMIERTE ARBEITSPLÄTZE

Vor Ort in den Betrieben ist mobiles

Arbeiten ebenfalls längst Standard. Bei

Bott selbst soll ein neues Werk mehr

New Work ermöglichen. „Wir wollen

mit unserem Neubau klare, moderne

Standards und eine angenehme Arbeitsumgebung

für unsere Mitarbeitenden

schaffen. Dies ist in der heutigen

Zeit unerlässlich“, sagt Jongert. Das

Unternehmen legt beispielsweise Wert

auf ergonomisch ausgestattete Arbeitsplätze,

eben nicht nur im Fahr-

Foto: Bott

zeugeinbau, sondern auch in den Büroräumlichkeiten.

Dazu gehört eine

digitale Infrastruktur, die papierlose

Auftragsabwicklung per Tablet ermöglicht,

inklusive 3D-Veranschaulichung

des Fahrzeugeinbaus.

In den Büroräumen wird es zudem

keine „festen“ Schreibtische geben.

Per App können sich die Mitarbeitenden

einen Büroarbeitsplatz buchen.

„Hier konnten wir aus der Corona-Zeit

lernen und unseren Mitarbeitenden

mehr Flexibilität im Bereich mobiles

Arbeiten geben“, sagt Jongert.

Mit dem 6000 Quadratmeter großen

Neubau in Gaildorf-Münster erhöht

das Unternehmen seine Kapazität

in der Fahrzeuginneneinrichtung

um 50 Prozent. Der Neubau bietet

nicht nur mehr Arbeitsfläche, sondern

berücksichtigt auch neue Anforderungen

der Elektromobilität wie Ladeinfrastruktur.

Auch separate Bereiche für

den Musterbau, sprich die Serienfertigung,

sowie den Sonderbau für Spezialanfertigungen

sind geplant, ebenso

ein Schulungszentrum für die Ausund

Weiterbildung der Mitarbeitenden.

Vertrieb und Innendienst werden

ebenfalls dort angesiedelt. Der bisherige

Standort in Gaildorf-Kleinaltdorf

wird künftig für die Herstellung von

Fahrzeugbodenplatten und -wandverkleidungen

umgerüstet und erweitert.

Der Neubau ist auch ein klares

Standortbekenntnis zu Gaildorf. Etwa

60 neue Arbeitsplätze sollen im neuen

Werk entstehen. „Unsere Wurzeln liegen

seit der Gründung durch Wilhelm

Bott im Jahr 1930 in Gaildorf“, sagt Jongert.

„Deshalb stand eine Erweiterung

an einem anderen Standort nie zur Debatte“.


Dirk Täuber

August 2022

ANSMANN – Dein Partner für Mobile Energie

Seit 30 Jahren steht der Name

mobilen

Consumer-Geräten.

Ansmann für Kompetenz in

der Akku- und Ladetechnologie.

Als der Elektrotechnik-Ingenieur

Edgar Ansmann das

Heute machen Ansmann-Akkus,

Ladegeräte und Elektrokleingeräte

von Taschenlampe

bis Powerbank noch gut die

Unternehmen 1991 gründete,

Hälfte des Firmenumsatzes

bestand das Portfolio aus importierten

Akkus und ersten

von 56 Millionen Euro im Jahr

2020 aus. Großes Thema sind

V.l. n.r.: Ulrike Unterwandling, Aufsichtsratsvorsitzende, Thilo Hack,

Vorstand Vertrieb- und Entwicklung, Sabine Schöbinger, Business Development,

Markus Fürst, Vorstand Personal, Produktion und Finanzen.

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der Ausbau des Online-Geschäfts.

Stetig gewachsen ist der Bereich

mit Industrielösungen:

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sind in E-Bikes und

Lastenfahrzeugen, Ladegeräte

im Fachhandel, Akkusysteme

in Powertools, robusten Outdoor-Beleuchtungssystemen

oder medizinischen Geräten

zu finden.

Mehr als 400 Mitarbeiter hat

ANSMANN heute weltweit;

rund 270 davon in Deutschland.

Zur Gruppe gehört auch

ein Werk in China, das vor allem

Akkupacks, Ladegeräte

und Akkus für den globalen

Markt produziert, sowie fünf

Tochtergesellschaften in Großbritannien,

Frankreich, Schweden,

China und Hongkong.

Jedes Jahr starten über 15

Auszubildende mit ihrer Lehre

und Studenten mit ihrem dualen

Studium in Assamstadt in

ihr Berufsleben.

Die Vorstände Thilo Hack, Markus

Fürst sowie Ulrike Unterwandling

sind sich einig:

“Zwar wachsen andere Firmen

im E-Mobility und Akkutrend

derzeit schneller, aber das ist

für uns nicht das Entscheidende.

ANSMANN soll aus

eigener Kraft, stabil, mit hochwertigen

Produkten und Technologien

wachsen. Zu dieser

Stabilität trägt unser Zusammenhalt

als Familienunternehmen

und auch unsere starke

Verwurzelung in dieser Region

ganz wesentlich bei.“

Team Events

ansmann.de/jobs


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

Wo Mitarbeiter zu Mitdenkern werden

Teamwork und eine familiäre Atmosphäre wünschen sich viele Mitarbeitende von Familienunternehmen.

Zusammenhalt ist essenziell

Ob groß, mittel oder klein – Familienunternehmen sind attraktive

und beliebte Arbeitgeber. Doch was macht den besonderen Reiz aus,

in einer inhabergeführten Firma zu arbeiten? Ist es der direkte Draht

zur Geschäftsführung? Sind es die Werte, die Kultur oder die Arbeitsatmosphäre?

Wir haben fünf Menschen aus der Region gefragt,

warum sie gerne in einem Familienunternehmen arbeiten.

Marian Petrovic: „Der persönliche

Kontakt zum Firmenlenker war ausschlaggebend

dafür, dass ich mich vor

14 Jahren für das Familienunternehmen

IDS entschieden habe. Denn mir

ist wichtig, für wen ich arbeite, welche

Person an der Spitze steht und welche

Werte dieser Mensch hat.

Ich habe zuvor auch in drei Großkonzernen

gearbeitet und gemerkt,

dass man dort keinen Namen, sondern

nur eine Nummer hat. Auch wurden

Ideen nicht gehört, was jedoch ein wesentlicher

Punkt für mich ist.

Im Familienunternehmen hat

man hingegen ein offenes Ohr für jedermann.

Und das ist der Grund für

mich, gerne 200 Prozent für mein Unternehmen

zu geben. Auch als ich

durch eine Krankheit in meiner Familie

eingeschränkt war, wurde darauf

Rücksicht genommen und mir gesagt,

dass meine Familie erstmal Priorität

hat. Die soziale Komponente hat einen

hohen Stellenwert, so wie die Kommunikation

auf gleicher Ebene. Dadurch

gibt es kurze Entscheidungswege, die

eine dynamische Weiterentwicklung

jedes Einzelnen und der Firma ermöglichen.

Außerdem sind alle aufgefordert,

mitzudenken.

Marian Petrovic ist Sales Director

International bei IDS

Foto: IDS Imaging Development Systems

Da wir sehr eigenständig arbeiten,

stelle ich immer die Frage: ‚Würdest

du das machen, wenn es deine

Firma wäre?‘ Man darf Fehler machen,

aus denen man lernt. Ein Familienunternehmen

ist geprägt von der Philosophie

des Gründers und dafür sollte

man offen sein und sie leben.

Dann ist man auch gerne bereit,

mal einen Schritt mehr für das Unternehmen

zu gehen und die halbe Stunde

dann doch noch dranzuhängen.

Außerdem wird seitens der Firmenleitung

mit Bedacht und großem Verantwortungsbewusstsein

investiert. Das

zeigt, auf welch solides Fundament ein

Familienunternehmen gebaut ist. Und

das bedeutet Sicherheit und Stabilität

für die Mitarbeitenden. Auch während

der coronabedingten Bauteilekrise war

bei uns das oberste Ziel, niemanden zu

entlassen. Ich kann jedem nur empfehlen,

in einem Familienunternehmen

zu arbeiten.“

Foto oben: Adobe Stock/howtogoto

„Wir bauen Ihr Haus, als wäre es unserer eigenes.“ Dieser Satz umschreibt seit Langem den Qualitätsanspruch,

den die Firma Keitel-Haus an die hochwertigen und nachhaltigen Holzhäuser aus eigener

Produktion stellt. Doch der Satz sagt noch viel mehr aus. Letztlich steht er für die hohe Wertschätzung

und Wichtigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die die erfolgreiche Geschichte des Unternehmens

nicht denkbar wäre.

Erst durch die hohe Qualität ihrer Arbeit und Ideen und die professionelle Umsetzung kann das Unternehmen

den selbst gesetzten Ansprüchen gerecht werden. Aus diesem Grund stehen bei Keitel-Haus nicht

nur die Kundinnen und Kunden, sondern gleichberechtigt auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im

Mittelpunkt. „Durch ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre handwerklichen Fähigkeiten werden sie an

vielen Stellen zu unverzichtbaren Mitdenkern. Ihre Arbeit ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg unseres

Unternehmens“, betont Geschäftsführer Andreas Mosgallik-Keitel.

Hochwertige Holzhäuser brauchen von den ersten Entwürfen bis hin zur Schlüsselübergabe hochwertige

Leistungen in der Planung und in der Umsetzung. Aus diesem Grund und wegen der großen Nachfrage

nach durchdachten und ökologisch ausgerichteten Holzhäusern sucht Keitel-Haus nicht nur jetzt,

sondern kontinuierlich in den verschiedensten Gewerken und Berufen nach Mitdenkerinnen und Mitdenkern,

die das Wachstum des Unternehmens mitgestalten wollen.

Wer neue berufliche Perspektiven sucht, hat bei Keitel-Haus vielfältige Möglichkeiten.

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WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Matthias Fick: „Mein Vater war einer

der ersten Mitarbeiter im Familienunternehmen

Gemü. Ich selbst habe bereits

meine Praktika dort absolviert, bin

also von Anbeginn meiner Karriere

beim Unternehmen und kann mir auch

nichts anderes für meinen weiteren

Weg vorstellen. In dem Wort Familienunternehmen

steckt das Wort ‚familiär‘

und das sagt viel darüber aus, wie dort

gearbeitet wird: Der Mitarbeiter steht

im Mittelpunkt. Das sieht man auch

daran, dass viele Menschen lange Jahre

beim Unternehmen bleiben.

Wichtig ist, dass das Unternehmen

seine Mitarbeiter mitnimmt und

sie sattelfest für Veränderungen macht,

die durch die Firma gehen. Persönliche

Kontakte, kurze Wege zum Firmenlenker

und ein unheimlich großer Gestaltungsspielraum

waren dank der tollen

Arbeitsatmosphäre auf meinem Weg

vorhanden. Das war für mich immer

wieder eine Motivation neue Ideen zu

kreieren. Und das Unternehmen sowie

die Unternehmerfamilie hat sie mich

umsetzen lassen. Das war sicherlich einer

der Vorteile für mich, die es in einer

Matthias Fick wurde kürzlich zum

Geschäftsführer von Gemü berufen

solchen Firma gibt. Im Familienunternehmen

ist die menschliche Tonspur

neben den Kennzahlen im großen

Foto: Gemü

Business die entscheidende Komponente.

Dort wird die Kommunikation

auf Augenhöhe gelebt und zwar im gesamten

Unternehmen. So können die

Gedanken der Mitarbeiter direkt an der

richtigen Stelle platziert werden. Ebenso

ist das Feedback der Mitarbeiter aus

dem Shopfloor für mich der Urquell

der Verbesserungsprozesse. Nur durch

die Wertschätzung der Mitarbeiter

bringen diese ihre Ideen und Kreativität

ins Unternehmen ein. Dafür war

unsere Firmenlenkung immer offen.

Und dieser Wertekompass ist in

unserem Familienunternehmen bereits

seit vielen Jahren konstant. Dazu

gehören Vertrauen und Verlässlichkeit

gegenüber der Geschäftsleitung, aber

auch gegenüber den Mitarbeitern.

Deswegen hat es mich in den 28 Jahren

nicht woanders hingezogen. Ich werde

mindestens die nächste zehn Jahre

beim Familienunternehmen bleiben.

Dort einzusteigen war das Bestmögliche,

das mir passieren konnte.“

Christian Vaas: „Nachdem ich meine

Abschlussarbeit im Wirtschaftsingenieurwesen

bei der Firma Groninger geschrieben

habe, ergab sich die Frage,

welchen Weg ich einschlage. Ich habe

mich für die Arbeit im Familienunternehmen

entschieden.

Grundlagen meiner Entscheidung

waren einerseits die stabile Branche,

andererseits die faszinierende Historie

der Firma. Während des Studiums

war ich als Praktikant in mehreren Firmen

mit anderen Unternehmensformen

tätig und wurde dort nur als eine

Nummer von vielen gehandelt. Doch

bei diesem Familienunternehmen ist

das nicht der Fall.

Hier wird der persönliche Kontakt

miteinander gelebt. Seinerzeit hat

mich das persönliche Gespräch mit

Herrn Groninger überzeugt. Er ist ein

Familienmensch und das hat für mich

höchste Priorität.

Dank meiner Position stehe ich

auch im regelmäßigen Austausch mit

ihm. Das ist mir wichtig. Bei meiner

täglichen Arbeit stelle ich die Schnittstelle

zwischen den Bereichen Technik

Christian Vaas ist

Produktmanager bei Groninger

und Vertrieb dar, versuche Brücken zu

bauen und die bestmögliche Lösung

für die Wünsche der Techniker und den

Foto: Groninger

Möglichkeiten bei der Markteinführung

eines Produkts zu finden. Bei dieser

Tätigkeit habe ich sehr viele Freiheiten.

Dadurch kann ich mich

wei ter entwickeln und trage gleichzeitig

eine große Verantwortung. Beispielsweise

war ich bei der Entwicklung unserer

Tischmaschinen zur Abfüllung

von Kleinstmengen bereits von Anfang

an dabei und habe parallel die Einführung

in den Markt gesteuert.

Diese Kombination ist einzigartig

und macht die Mitarbeit im Familienunternehmen

für mich persönlich sehr

attraktiv. Zudem gibt es kurze Wege, die

Führungsebene lebt Werte sowie einen

guten Umgang miteinander vor und

hat stets ein offenes Ohr. Des Weiteren

werden Zwischenmenschlichkeit und

Ehrlichkeit hochgehalten.

Es gibt nichts Schöneres, als aus

einem Gespräch mit dem Firmenlenker

motiviert herauszugehen. Daher

identifiziere ich mich gerne mit dem

Familienunternehmen.“

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WIRTSCHAFT | Familienunternehmen

Familienunternehmen | WIRTSCHAFT

Thomas Blau: „Seit 37 Jahren bin ich

beim Familienunternehmen Schaffitzel

Holzindustrie tätig und habe dort

den Beruf als Zimmermann gelernt.

Mit 16 Jahren habe ich mich natürlich

noch nicht so stark dafür interessiert,

ob es sich um ein Familienunternehmen

handelt. Das wurde mir erst später

wichtig. Zu Beginn meiner Ausbildung

wollte ich zu Fuß zur Arbeit gehen.

Ich brauchte also nie ein Auto,

um zur Firma zu fahren, was für mich

viele Vorteile hat, darunter Kosten- und

Zeitersparnis. Die Familie Schaffitzel

arbeitet und lebt in Sulzdorf und ist in

verschiedenen Vereinen aktiv, da läuft

man sich schon mal über den Weg. Das

bringt einen gewissen familiären Umgang

mit sich. Wenn es etwas Wichtiges

zu besprechen gab, war es mir immer

möglich, direkt auf den Firmenlenker

zuzugehen, auch weil man sich kannte.

Unseren jetzigen Geschäftsführer kenne

ich seit Kindesbeinen an, wenn er

mit seinem Vater in der Firma durch

die Hallen ging. Und auch mit ihm gibt

es persönliche Gespräche, die ich

schätze. So fühle ich mich als Mensch

Thomas Blau ist beim Abbund von

Schaffitzel Holzindustrie tätig

in der Firma wahrgenommen. Mir hilft

es auch, die Firmenlenker zu kennen,

zu wissen, wie sie ticken, weil ich so

Foto: Schaffitzel Holzindustrie

oftmals Entscheidungen der Geschäftsführung

nachvollziehen kann. Meiner

Meinung nach zeichnet sich ein Familienunternehmen

dadurch aus, dass

die ganze Familie mitzieht und unterstützt.

Das wirkt sich positiv auf die Belegschaft

aus. Bei Feiern ist die ganze

Familie dabei, vom Opa bis zum Enkel.

Diese Arbeitsatmosphäre finde ich gut,

ich schätze auch den kollegialen Umgang

zwischen den verschiedenen Unternehmensbereichen.

Wir Zimmerleute

richten zu Weihnachten zum

Beispiel immer ein Weißwurstfrühstück

für alle aus. Zusammenhalt ist

wichtig für mich und auch ich arbeite

dafür, dass der Zusammenhalt gelebt

wird – eine Firma lebt von den Erfahrenen

und vom Nachwuchs.

Pünktlich sein Geld zu bekommen

zeugt von Zuverlässigkeit und

Wertschätzung der Mitarbeiter. Nach

37 Jahren gefällt mir mein Beruf noch

immer und ich kann mir nichts Anderes

vorstellen.“

Jan-Peter Schmidt: „Nach meinem

Studium des Wirtschaftsingenieurwesens

habe ich mich bewusst für das

Familienunternehmen Behringer entschieden,

denn einen familiären Umgang

unter Kollegen und in der

gesamten Firma schätze ich sehr. Man

hat den direkten Kontakt zu allen Ebenen

und auch der Gesellschafter

kommt von Zeit zu Zeit vorbei.

Der Austausch bringt beiden Seiten

Vorteile: Der Geschäftsführer weiß,

was gerade los ist, und gelegentlich

spricht man auch mal über etwas Privates.

Dadurch fühlt man sich wahrgenommen.

Zudem musste ich mir während

der Coronakrise keine Sorgen um

meine Stelle machen.

Auch dass ich mit den Kollegen

aus meiner Abteilung privat befreundet

bin, empfinde ich als wichtig. Es erleichtert

die Zusammenarbeit und man

bringt keine Probleme und keinen

Frust mit nach Hause. Weitere wichtige

Eigenschaften eines Familienunternehmens

sind in meinen Augen das

Engagement und die Verantwortung

für die Region.

Jan-Peter Schmidt arbeitet in der

Software-Entwicklung bei Behringer

Als Mitarbeiter genieße ich die

Flexibilität, meine Arbeitstage teilweise

im Homeoffice verbringen zu können

Foto: Behringer

und habe einen großen Freiraum, mir

Fortbildungen herauszusuchen, von

denen ich denke, dass sie das Team

weiterbringen. Das Vertrauen seitens

unserer Vorgesetzten haben wir. Zudem

arbeiten wir auch an eigenen Projekten,

die Spaß machen und immer

wieder aufs Neue motivieren.

Die Vielfalt am Arbeitsplatz schätze

ich sehr. Da unsere Abteilung mit

dem jungen Team noch einen Startup-

Charakter hat, gibt es ständig neue

Kundenprojekte, neue Anforderungen

und neue Technologien. Dadurch wird

es mir in den nächsten Jahren sichernicht

langweilig.

Diese Kombination ist relativ einzigartig,

weshalb ich meinen Platz auch

weiterhin im Familienunternehmen

Behringer sehe. Schon durch die persönlichen

Beziehungen wird man in

gewisser Weise an das Unternehmen

gebunden und da ich mich auch beruflich

weiterentwickeln kann, sehe ich

genau dort meine Zukunft.“bd

Damit sich unsere Hühner

glücklich und sicher fühlen

haben wir unsere

Franziska Sapper, Industriekauffrau

Wenn ich tolle

Menschen treffen will,

gehe ich einfach zur Arbeit.

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TITEL | Familienunternehmen

Familienunternehmen | TITEL

Joachim Ley (li.), Vorstand, beim E-Sports-Turnier von Ziehl-Abegg: Das Unternehmen probiert neue Wege aus, um junge

Menschen für eine Karriere beim mittelständischen Weltmarktführer zu begeistern.

Spielerische Strategien

Mit witzigen TikTok-Videos und E-Sports-Turnieren sorgt Ziehl-Abegg

für Aufmerksamkeit. Der Spaß hat jedoch einen ernsten Hintergrund:

Fachkräftemangel. Um diesem entgegenzuwirken, probiert das

Unternehmen neue Wege aus – sozusagen Employer Branding 4.0.

Mitarbeitende, die fröhlich durch

die Flure tanzen, im Takt der

Musik die Hüften schwingen

oder auch humorvoll den Arbeitsalltag

ein wenig auf die Schippe nehmen:

Seit gut zwei Jahren bespielt das Industrieunternehmen

Ziehl-Abegg einen

TikTok-Kanal mit witzigen Videos und

erreicht damit inzwischen fast 100.000

Follower. Die Clips kommen gut an,

haben 2,5 Millionen Likes erhalten,

wurden 64 Millionen Mal geklickt.

Doch bringt das tatsächlich etwas für

das Business eines mittelständischen

Herstellers von Ventilatoren und Elektromotoren?

„Die Aktivitäten zahlen positiv

auf unser Image und unsere Marke als

Arbeitgeber ein“, sagt Joachim Ley,

Produktionsvorstand bei Ziehl-Abegg.

Wertvoll sei die Bekanntheit, die das

Unternehmen durch TikTok gewonnen

habe. „Wir erreichen Menschen,

die anderweitig wahrscheinlich nie

mit unserem Unternehmen in Berührung

gekommen wären.“

Anfangs, als die Idee eines Tik-

Tok-Kanals aufkam, sei kontrovers diskutiert

worden, ob sich TikTok als

ernstzunehmendes Business-Medium

eigne. Da es als Freizeitprojekt von

motivierten Mitarbeitenden gedacht

war, gab der Vorstand grünes Licht. „Es

gehört Mut dazu, solche Dinge einfach

auszuprobieren“, sagt Ley. „Aber es ist

wichtig, neuen Ideen freien Lauf zu

lassen.“

Voraussetzung dafür sei ein hohes

Maß an Vertrauen in die Mitarbei-

Fotos: Ziehl-Abegg/Ufuk Arslan

tenden. Das TikTok-Team habe daher

in einem vereinbarten Rahmen freie

Hand bei der Umsetzung und Veröffentlichung

der Videos. „Mit starrem

Korsett und mehrfachen Freigabestufen

würde das gar nicht funktionieren“,

sagt Ley. „Die Mitarbeitenden sollen

Spaß daran haben, schließlich engagieren

sie sich außerhalb ihrer regulären

Arbeitszeit für das Projekt.“

Da TikTok eine Freizeit-App ist,

darf sie nicht auf den Firmen-Smartphones

von Ziehl-Abegg installiert

werden – auch aus Gründen der Datensicherheit.

Um die Videos aufzunehmen

und den Kanal zu bespielen,

wurden ein zusätzliches Smartphone,

das nicht mit dem Firmennetzwerk

verbunden ist, sowie eine Ringleuchte

angeschafft – ein geringes Investment.

HALB SPASS, HALB ERNST

Das Kern-Team, das den TikTok-Kanal

betreut, besteht aus Rainer Grill, Leiter

der Öffentlichkeitsarbeit von Ziehl-Abegg,

seiner Tochter Sophie Grill, Personalabteilung,

sowie Rebecca Amlung,

Produktmanagement, die als kreativer

Kopf den Großteil der Ideen für die

Clips liefert. Je nach Film kommen

weitere Mitarbeitende aus unterschiedlichen

Abteilungen hinzu.

„Tiktok ist eine Mischung aus

Spaß und Ernst“, sagt Rainer Grill, der

auch selbst in den Videos auftritt – mit

Anzug und Krawatte, denn er repräsentiert

ein seriöses Industrieunternehmen.

Für Scherze – auch auf seine

Kosten – ist er dennoch zu haben.

Beliebtheit und Erfolg des Tik-

Tok-Kanals beruhen darauf, dass die

Videos unterhaltsam sind und den

Vorlieben der User entsprechen – unter

denen sich auch Fachkräfte befinden.

„Nur 25 Prozent der TikTok-User

sind im Teenager- Alter. Der Großteil

der Nutzer sind ältere, berufserfahrene

Menschen“, sagt Grill. In den Kommentaren

unter den Videos finden sich

daher immer wieder Sätze wie „Bei

euch würde ich auch gerne arbeiten“

oder sogar direkte Anfragen wie „Habt

ihr Vakanzen im Bereich Controlling?“

oder „Sucht ihr noch Informatiker?“,

obwohl die Clips inhaltlich nichts mit

offenen Stellen oder Jobs zu tun haben.

Solche Videos gibt es auf dem Kanal

auch gar nicht. „Bei Werbung swipen

die Nutzer sofort weg“, sagt Grill.

MOSAIKSTEIN IM RECRUITING

Wie viele neue Mitarbeitende das Unternehmen

via TikTok bereits gewinnen

konnte, lasse sich nicht beziffern.

„Man darf TikTok nicht überschätzen.

Wir müssen weiterhin die klassischen

Formen der Mitarbeitergewinnung

nutzen.“ Imagewerbung, Stellenanzeigen,

Berufsmessen und Co. sind nach

wie vor unverzichtbar. „Man darf Tik-

Tok andererseits auch nicht unterschätzen“,

meint Ley. „Es ist ein Mosaikstein

in unserem Employer Branding.

Wir erhalten dadurch positive Resonanz,

das ist unbestritten.“

Ein weiterer Mosaikstein, den

Ziehl-Abegg nutzt, um Fachkräfte auf

sich aufmerksam zu machen, sind internationale

E-Sports-Turniere für Online-Gamer.

Das Unternehmen hat bereits

mehrfach Events der Reihe „Royal

eSports Masters“ organisiert, an denen

sowohl Firmenangehörige als auch

Teams aus aller Welt teilnehmen.

Jüngst im August fanden Wettkämpfe

in Games wie CS:GO, RainbowSixSiege

und RocketLeague statt. „Die E-Sports-

Events entstanden ebenfalls auf Initiative

von Mitarbeitenden, die privat daran

Freude haben“, sagt Ley. Damit

wolle Ziehl-Abegg vor allem ein IT-affines

Publikum begeistern.

Der Faktor Spaß sei nicht zu unterschätzen.

„Wenn persönliche Hobbys

auch einen Nutzen für die Firma

mit sich bringen, können großartige

Projekte entstehen“, ist Ley überzeugt.

„TikTok und E-Sports sind gute Differenzierungsfaktoren,

mit denen wir als

mittelständisches Unternehmen nochmals

andere Zielgruppen ansprechen

als über die klassischen Kanäle. Insbesondere

junge Menschen, die sich damit

identifizieren, können wir so für

unser Unternehmen begeistern“, fasst

Ley die neuen Strategien im Employer

Branding 4.0 zusammen. Dirk Täuber

Das TikTok-Team von Ziehl-Abegg (v. l.): Sophie Grill, Rebecca Amlung und Rainer

Grill steigern die Bekanntheit des Unternehmens mit unterhaltsamen Videoclips.

42

August 2022

43


WIRTSCHAFT | Personal

Personal | WIRTSCHAFT

Mehr Freiheit,

mehr Vertrauen

Gut ausgebildete Mitarbeiter

sind begehrt. Was müssen

Firmen Bewerbern bieten,

damit sie bereit sind, eine

neue Arbeitsstelle anzutreten?

Bewerber haben heutzutage hohe Erwartungen an ihre neuen Arbeitgeber.

Foto: Adobe Stock /contrastwerkstatt

kann er sich mit seiner Firma und der

Region Heilbronn-Franken identifizieren:

„Die Werte der Firma passen zu

meinen eigenen Werten.“

Das sagt auch Franziska Koch.

Ihre Hauptmotivation die neue Arbeitsstelle

in der strategischen Personalentwicklung

der Firma Adolf Würth

anzunehmen, war ein Branchenwechsel.

Zehn Jahre lang hatte sie bereits in

der Gesundheitsbranche gearbeitet

und suchte nun eine „Macherkultur“

in einem freieren und nicht so stark regulierten

Umfeld, in der sie das Gefühl

hat, etwas bewegen zu können. Wichtig

ist ihr einen Gestaltungsspielraum

zu haben und dabei flexibel zu sein.

Zudem ist für sie eine Kultur von Freiheit

und Gemeinschaft maßgeblich,

bei der sie einerseits ihren Arbeitsstil

frei gestaltet und andererseits gemeinsam

mit ihren Kollegen an einem größeren

Ziel arbeitet, wie es in einem Familienunternehmen

der Fall ist.

Auch Hierarchie spielt für Koch

eine große Rolle. Sie erwartet eine

partnerschaftliche und bereichsübergreifende

Kommunikation innerhalb

einer Firma und keine Ansagen von

oben herab. Dabei ist das Entwicklungspotenzial

neben ihren finanziellen

Vorstellungen für sie eine Grundvoraussetzung,

um eine Stelle

anzunehmen. Eine Bodenständigkeit,

bei der zugleich Diversität innerhalb

der Firma sowie Freiheit und Gemeinschaft

wertgeschätzt werden, rangieren

direkt dahinter.

WERTSCHÄTZUNG UND

ENTWICKLUNGSPOTENZIAL

Nach ihrem Masterstudium ist Lisa

Wieland erneut bei der Firma Bechtle

als Teamleiterin Microsoft Surface eingestiegen.

Das spannende Umfeld, in

dem sich die Firma bewegt, sowie die

Chance, Führungsverantwortung zu

übernehmen, haben Wieland überzeugt

zu ihrer alten Firma zurückzukehren,

bei der sie bereits ihre Bachelorarbeit

geschrieben hat. Ein wichtiger

Entscheidungsfaktor ist für sie, dass sie

eine Stelle fachlich und persönlich fordert

und sie sich dabei in einem Umfeld

bewegt, in dem sie gefördert wird

und sich gleichzeitig weiterentwickeln

kann. „Das ist für mich fast die ganze

Miete“, sagt sie.

Die gegenseitige Unterstützung

unter Kollegen und von Seiten der Vorgesetzten

in einem Team, Offenheit sowie

Vertrauen sind weitere wichtige

Werte, die es ihrer Auffassung nach in

einer Firma geben muss. Nur durch

flache Hierarchien, sagt Wieland, könne

sie sich in ihrer Umgebung wohlfühlen

und entfalten. Grundlegend ist,

dass sowohl die Werte als auch die Firmenphilosophie

mit ihren eigenen

übereinstimmen. Da man täglich viel

Zeit an der Arbeitsstelle verbringt, hat

sich Wieland eine Stelle gesucht, die

ihr viel Spaß macht, denn: „In den turbulenten

Zeiten, die wir gerade durchleben,

hat man keine Zeit für Kompromisse.“

Beatrix Drescher

Führungskräfte

m|w|d

oder Spezialisten

in Heilbronn-Franken

gesucht?

Eine schlechte Bezahlung sowie ein

schlechtes Arbeitsklima waren

schon immer gute Gründe für Arbeitnehmer,

um ihren alten Arbeitsplatz

zu verlassen. Auf der Suche nach

einer neuen Anstellung achten Bewerber

inzwischen stark auf die Werte des

von ihnen favorisierten Unternehmens.

Die eigenen Erwartungen und

die gelebte Kultur in der neuen Firma

spielen eine entscheidende Rolle, bevor

sich Bewerber für einen neuen Arbeitgeber

entscheiden.

„Mir ist der erste Eindruck wichtig“,

sagt Andreas Friedrich. Von der

Begrüßung am Empfang bis zum Umgang

der Vorgesetzten mit ihren Mitarbeitern

leitet er viel über den Umgang

der Kollegen innerhalb der Firma ab.

Vor neun Monaten hat Friedrich seine

neue Arbeitsstelle bei der Firma R.

Stahl angetreten und betreut das Unternehmen


seitdem versicherungstechnisch

im In- und Ausland. Zwar

Ich will etwas bewegen

können.

Franziska Koch


hatte sich Friedrich bei seinem letzten

Arbeitgeber nicht unwohl gefühlt,

doch war sein 60. Geburtstag für ihn

ein Wendepunkt, an dem er sich fragte,

wie sein weiterer Lebensweg beruflich

aussehen soll.

So beschloss er für die letzten sieben

Jahre seines Berufslebens eine

neue Herausforderung anzunehmen.

„Ich bin eine Ein-Mann-Show und das

ist das Sahnehäubchen für meine berufliche

Laufbahn.“ Er ist überzeugt,

dass er aufgrund des vorherrschenden

Fachkräftemangels auch noch mit

über 60 Jahren die Chance hatte, die

Arbeitsstelle zu wechseln. So kann der

Spezialist seine jahrelangen und vielfältigen

Erfahrungen aus der Versicherungsbranche

optimal nutzen. Trotz

räumlicher Entfernung – Friedrich arbeitet

in Oberursel und Waldenburg –

Wir bringen Arbeitgeber und

Kandidaten seit 20 Jahren

erfolgreich zusammen!

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August 2022 www.beckhaeuser.com | 0931 780 12 60


WIRTSCHAFT | Personal

Personal | WIRTSCHAFT

Die Babyboomer treten nun ab, und

während damals Zeitungsannoncen

das übliche Mittel waren, sind es heute,

bei der Generation X, Y und Z, auch

die sozialen Medien.“ Und sie bestimmen,

wie der Markt aussieht: „Das Unternehmen

bewirbt sich heute bei der

Fachkraft.“

Fachkräftenachwuchs muss heute auf allen Kanälen gezielt angesprochen werden.

„Heute bewirbt sich

das Unternehmen“

Social Recruiting, New Work und Employer Branding: Hinter diesen

Signalwörtern verbirgt sich die neue Wirklichkeit der Personaldienstleister.

Angesichts des Fachkräftemangels greifen diese neben den

klassischen auch verstärkt zu digital unterstützten Methoden, um

Arbeitnehmer zu vermitteln. Der Aufwand dafür wird immer größer.

Im Vergleich zum Rest Deutschlands

steht der Main-Tauber-Kreis gut da:

2,6 Prozent Arbeitslose sprechen

laut Arbeitsagentur eine deutliche

Sprache. Das bedeutet jedoch für viele

Unternehmen im Umkehrschluss, dass

sie oftmals Fachkräfte von außerhalb

anwerben müssen. Wer sich dafür eines

Personaldienstleisters bedient,

und sei es nur zu Beratungszwecken,

muss sich mit einer neuen Wirklichkeit

auseinandersetzen.

„Die Welt des Recruitings verändert

sich rasant. Der Fachkräftemangel

war noch nie so massiv zu spüren wie

aktuell. Führungskräfte und Personal

stehen daher vor großen Aufgaben.

Doch viele Entscheider sitzen noch auf

einem viel zu hohen Ross, denn der Arbeitsmarkt

wartet nicht mehr auf die

Unternehmen“, mahnt daher Bernd H.

Rath, Inhaber und Geschäftsführer der

Bera GmbH, Personaldienstleister und

-berater aus Heilbronn.

Im Recruiting ist der Aufwand in

den letzten Jahren deutlich gestiegen,

sagt Tobias Glass, Mitinhaber der Temperso

GmbH: „Die Wechselbereitschaft

der Kandidaten war noch nie so

hoch wie aktuell, allerdings wollen diese

angesprochen werden und melden

sich nicht unbedingt selbst.“

Michael Beckhäuser, Gründer

von Beckhäuser Personal und Lösungen,

arbeitet seit 27 Jahren im Recruiting.

„Die demografische Entwicklung

wurde lange nicht ernst genommen.

Fotos: Adobe Stock/Maridav, Industrieblick

DIGITALE TOOLS SIND HEUTE

UNVERZICHTBAR

Neue Kanäle müssen zusätzlich bespielt

werden: mit Digitalisierung, Automatisierung

und künstlicher Intelligenz.

Gleichzeitig führen altbewährte

Methoden wie das Empfehlungsmarketing

weiterhin das Ranking der erfolgreichen

Instrumente an. KI und die

zielgerechte Ansprache werden jedoch

immer wichtiger, sagt Jochen Rummel,

Mitinhaber von Temperso. „Mundpropaganda

hat nach wie vor einen sehr

hohen Stellenwert und wird mittlerweile

durch Social-Media-Tools unterstützt,

etwa firstbird.com, softgarden.

de oder talentry.com“, ergänzt Rath.

Um die großen Bedarfe im technischen

Bereich überhaupt erfüllen zu

können, zählen aber auch Up- und

Reskilling, das Höher- und Weiterqualifizieren,

und internationales Recruiting

zu den wichtigsten Methoden.

„Active Sourcing, also das aktive Ansprechen

von möglichen Fachkräften,

übernehmen heutzutage wir als

Dienstleister oder sogar die Personaler

in den Unternehmen selbst“, erklärt

Markus Beckhäuser.

Out sind laut Andreas Nusko, Geschäftsführer

von Franz & Wach, langwierige

Online-Bewerbungsformulare.

„Selbst Anfragen bei der Arbeitsagentur

sind zunehmend erfolglos.‘‘ Was gut

funktioniere, seien zielgruppenspezifische

Anzeigen, die direkt im Umfeld

der Zielgruppe platziert werden. Dies

kann offline erfolgen, Plakate oder

Printwerbung, oder auch online über

soziale Medien. Häufig genutzt werden

auch Portale wie Xing oder LinkedIn,

sagt Beckhäuser, um dort nach geeigneten

Kandidaten zu suchen und sie

direkt anzusprechen.

„Perfect Match“: Wenn Kandidat, Stellenprofil und Unternehmen zu 70 Prozent

zusammenpassen, ist das für Personaldienstleister ein guter Erfolg.

Bera nutzt künstliche Intelligenz,

um Bewerbungen nach bestimmten

Kriterien zu filtern und das Sichten der

eingehenden Unterlagen zu optimieren.

Während des gesamten Prozesses

kommen digitale Helfer zum Einsatz.

Automatisierte Workflows wie Bestätigungen,

dass die Bewerbermail eingegangen

ist, sparen Zeit und tragen eher

zum guten Image bei als keine Eingangsbestätigung.

Franz & Wach setzen aktuell auf

performance-getriebenes Marketing

über soziale Medien. „Dabei werden

die Bewerbungsabläufe maximal vereinfacht

und die Anforderungen an

Bewerbungsunterlagen immer weiter

heruntergeschraubt“, erklärt Andreas

Nusko. „Eine zunehmende Bedeutung

im Bewerbungsablauf spielen heute

auch Messengerdienste wie Whats-

App. Aber auch Videobewerbungen

und Sprachbewerbungen sind stark im

Kommen. Im Fachkräftebereich ist natürlich

auch das Active Sourcing wichtig,

wobei man hier nicht mehr von einem

Trend sprechen kann.“

Auch andere Aspekte befinden

sich im Wandel. „Neben neuen KI-basierten

Tools und ressourcenintensiven

Recruiting-Aktivitäten wie Active

Sourcing, Social Recruiting müssen

Personaler heute vor allem kandidatenzentrierter

wie auch generationsgerecht

agieren. Dies spiegelt sich auch

in dem neuen Recruiting-Trend ,Employee

Wellbeing‘ wieder“, sagt Rath.

Damit der Bewerber den potenziellen

neuen Arbeitgeber auch in guter Erinnerung

behält, bedarf es zuallererst einer

guten Wahrnehmbarkeit, etwa auf

der Unternehmenshomepage. Markus

Beckhäuser empfiehlt daher, Jobvakanzen

prominent im Netz zu platzieren.

„Wenn der Bewerber den Job nicht

in zehn Sekunden findet, ist er unter

Umständen wieder weg“ – und damit

wohl bei der Konkurrenz. Hinzu

kommt die Sichtbarkeit über Facebook

oder TikTok, dort, wo die Zielgruppe

ist, „mit authentischer Kommunikation

und dem Fokus auf nachhaltiger

Kundenbindung“, sagt Beckhäuser.

Neben einer zuvorkommenden

Behandlung der Kandidaten steht

auch ein durchdachter Bewerbungsprozess

im Vordergrund. „Wichtig ist,

dass die händeringend gesuchten

46

August 2022

47


WIRTSCHAFT | Personal

Neues aus der Region | NEUES AUS DER REGION

Fachkräfte positive Eindrücke und Erfahrungen

mitnehmen. Denn fühlt sich

ein Kandidat schlecht aufgehoben oder

nicht wertgeschätzt, entscheidet er sich

für ein anderes Unternehmen.“ Zudem

hätten die verschiedenen Generationen

auch unterschiedliche Erwartungen

an Führungsstil, Lebensgestaltung

und Kommunikationswege, daher sollten

die Unternehmen nicht nur den

Recruiting-Prozess anpassen, sondern

auch eine neue Ansprache und kreative

Karrierewege finden. Wichtig: das

Employer Branding, sprich, Angestellte,

deren öffentliche Testimonials das

Image des Arbeitgebers mitprägen.

„Wichtig hierbei: Die Kommunikation

muss authentisch sein“, sagt Rath, „ob

beim Social Recruiting oder im persönlichen

Erleben.“

AUFWAND HAT SICH ERHÖHT

Angesichts des Fachkräftemangels sind

die Maßnahmen für neue Mitarbeiter

mittlerweile mehr geworden, der Arbeitsaufwand

höher, ebenso die damit

verbundenen Kosten. „Das gilt aber

nicht nur für Fachkräfte mit Berufsausbildung,

sondern auch für ungelernte

Arbeitskräfte“, sagt Andreas Nusko.

„Auch wenn das Schreckgespenst

Fachkräftemangel schon seit einigen

Jahren die Runde macht, hat Corona

die Lage für einige Branchen noch einmal

drastisch verschärft.“ Es genüge

nicht mehr, die aktiv suchenden Fachkräfte

anzusprechen, auch die latent

Wechselwilligen sind über Active Sourcing

oder Social Recruiting zu gewinnen.

Wer gewonnen wurde, muss aber

auch gehalten werden: Entsprechend

hoch sind mittlerweile die Investitionen

in die Mitarbeiterbindung – in finanzieller,

aber auch unternehmenskultureller

Art.

Wie aber gelingt nun ein „perfektes

Match“, in dem Bewerber, offene

Stelle und Unternehmen ideal zusammenpassen?

Für Bernd Rath helfen digitale

Tools dabei, den Prozess vom

Sichten der Bewerbungen bis hin zum

Vertragsabschluss zu verschlanken.

Markus Beckhäuser nutzt die eigene

Datenbank, soziale Medien und Berufsplattformen,

um die richtigen Kandidaten

miteinander zu verbinden. Mit

der Fachhochschule Würzburg-

Schweinfurt arbeitet er an Projekten,

die den Prozess weiter digitalisieren

sollen. „Dabei muss jedoch weiter die

persönliche Ansprache im Vordergrund

stehen“, schränkt er ein.

Active Sourcing und Social Recruiting: Es gilt, auch latent wechselwillige Menschen anzusprechen.

Neben aller technischen Unterstützung

zählen jedoch vor allem die

Berufserfahrung der Recruiter, eigene

Schnelligkeit und die Stärke des Kandidatenpools.

„Wir definieren mit dem

suchenden Unternehmen zuerst das

Ziel des Jobs, daraus ergeben sich Aufgaben,

daraus wiederum die Anforderungen“,

skizziert Beckhäuser den Prozess.

Bereits beim Setzen eines Ziels

tun sich viele Unternehmen schwer,

auf der Liste der Anforderungen finden

sich mitunter realitätsferne Angaben.

„Wenn Kandidat und Unternehmen

hier zu 70 Prozent übereinstimmen, ist

das ein guter Erfolg.“

Andreas Nusko von Franz & Wach

sieht als Grundlage, dass der matchende

Personaler „sowohl die Arbeitsatmosphäre

im (Kunden-)Betrieb richtig

einschätzt – er muss wissen, wie das

Team tickt, in das der neue Mitarbeiter

kommt, oder welche Hackordnung

dort gepflegt wird – als auch den Bewerber

im Bewerbungsverfahren. Und

zwar so, dass er einschätzen kann, ob

dieser sich in der zukünftigen Arbeitsatmosphäre

mit ihren Bedingungen

und den jeweiligen Teamgepflogenheiten

wohlfühlen wird.“ Und dieses perfekte

Matching kann bislang keine KI

übernehmen.

Falk Enderle

Foto: Adobe Stock/Andrey Popov

Hausbau mit regionalen Baustoffen

1929 als Zimmerei gegründet,

begann die Firma Keitel 1970 mit

dem Bau von Einfamilienhäusern.

Wenige Jahre später stellte

sie ihre Fertigung komplett auf

den Holzhausbau um.

Heute baut die Keitel-Haus

GmbH in Rot am See jährlich

etwa 200 Häuser im mittleren

und oberen Marktsegment. Diese

Firmengröße wurde so gewählt,

um einen intensiven Kontakt

zu jedem Kunden zu

ermöglichen und gleichzeitig

über genügend Substanz für

eine kontinuierliche Modernisierung

des Unternehmens zu

verfügen.

Geplant werden Keitel-

Häuser großenteils individuell

nach Kundenwunsch. Zahlreiche

Auszeichnungen und Preise

machen deutlich, dass sie sich

optisch und funktional oft von

Verantwortungsgefühl und Verbundenheit mit der Region

der breiten Masse abheben. Dies

auch deshalb, weil laut Geschäftsführung

für das Unternehmen

nicht die hohen Stückzahlen

im Fokus stehen, sondern

die Qualität.

So lege man Wert auf wohngesunde

Baustoffe, einen hohen

Energiestandard sowie auf Rohstoffe,

Produkte und Dienstleistungen

aus der Region, die dank

kurzer Transportwege zu einem

kleinen ökologischen Fußabdruck

beitragen.

Gefertigt werden Keitel-

Häuser auf modernen Produktionslinien

in industrieller Präzision.

Das sei für das Unternehmen

gleichermaßen ein Garant für

hohe Qualität und für moderne,

ergonomische Arbeitsplätze im

Unternehmen.

@ www.keitel-haus.de

2022 feiert Optima sein 100-jähriges

Jubiläum unter dem Motto

„100 Years of Future“. Über 2800

Mitarbeiter, rund 500 Millionen

Euro Umsatz, 85 Prozent Exportquote,

20 nationale und internationale

Standorte: Zahlen, die

das Unternehmen laut eigener

Aussage als einen der weltweit

führenden Lösungsanbieter für

Abfüll-, Verpackungs- und Produktionsanlagen

in den Bereichen

Pharma und Biotech, Konsumgüter,

Medizinprodukte und

weiteren Branchen ausweisen.

Gegründet 1922 in wechselvollen

Zeiten durch den Kaufmann

Otto Bühler, entwickelte

sich das Unternehmen mit seinem

damaligen Hauptprodukt,

einer patentierten Präzisionsabfüllwaage,

schnell. Enkel Hans

Bühler setzte nach seinem Einstieg

1980 voll auf weitere Modernisierung,

Internationalisierung

und Erweiterung der

Kompetenzen. Optima entwickelte

sich dadurch Schritt für

Schritt weiter.

Doch während die Zeichen

überall auf Evolution stehen,

sind die Konstanten für die Geschäftsleitung

des Maschinenbauers

Optima nicht weniger bedeutsam:

Die Beharrlichkeit des

Familienunternehmens, das

sich nicht an kurzfristiger Gewinnmaximierung,

sondern an

langfristigen Zielen orientiert.

Die Verbundenheit zur Region,

die sich immer wieder in Großinvestitionen

am Standort beweist,

aber auch in gesellschaftlichem

Engagement. Und das

besondere Verantwortungsgefühl

für die Mitarbeiter.

Die Fürstlichen Gartentage auf

Schloss Langenburg erleben

Am ersten Wochenende im September

werden die Tore auf

Schloss Langenburg für die

Fürstlichen Gartentage geöffnet.

Über 160 Aussteller präsentieren

rund um das Schloss ihre Ideen

für den Garten sowie für das stilvolle

Wohnen.

Mit bis zu 25.000 Besuchern

zählen die Fürstlichen Gartentage

auf Schloss Langenburg zu

den größten Gartenmessen in

Süddeutschland.

Die Vorträge finden im Vier-

Jahreszeiten-Saal statt und beschäftigen

sich mit dem Thema

Garten der Zukunft.

Die Fürstlichen Gartentage

bieten eine Fülle an blühenden

Pflanzen und ermöglichen es,

Farbe in den spätsommerlichen

Garten zu bringen. Aber auch für

einen farbenfrohen Frühling

Das Familienunternehmen

fühle sich dem Thema Nachhaltigkeit

verpflichtet. Das sei ganz

im Sinne des Slogans von Optima,

der als Ausdruck täglich

kann man sich auf den Gartentagen

eindecken. Es beginnt die

Pflanzzeit für die Zwiebeln und

Knollen der Frühlingsblüher.

In den Biergärten, Weinlauben

und auf den Caféterrassen

werden zahlreiche Hohenloher

Spezialitäten und internationale

Köstlichkeiten angeboten.

Dazu gibt es Gartenkonzerte

im Renaissance-Innenhof sowie

im Barockgarten. Der Blick in

das Jagsttal trägt zur Atmosphäre

der Langenburger Gartentage

bei.

Das Deutsche Automuseum

ist für die Besucher der Gartentage

kostenfrei zugänglich und

bietet eine Alternative zur Gartentage-Shoppingtour.

@ www.garten-schlosslangenburg.de

gelebten Handelns verstanden

werden soll: „We care for people.“

@ www.optimapackaging.com

Der Maschinenbauer Optima hat seinen Sitz in Schwäbisch

Hall. Dieses Jahr kann das Unternehmen auf eine 100-jährige

Geschichte zurückblicken.

Foto: Optima

48

August 2022

49


NEUES AUS DER REGION

NEUES AUS DER REGION

ZTO ist nach Bieringen umgezogen

Das Unternehmen ZTO, Zerspanungstechnik

Ostertag GmbH,

hat seinen Firmensitz innerhalb

der Gemeinde Schöntal verlagert,

von Westernhausen nach

Bieringen. Das neue Firmengebäude

ist bereits seit Mai 2021

bezogen. Produktion und Verwaltung

haben seither dort ihren

neuen Sitz.

Nach einer Bauzeit von nicht

einmal einem Jahr wurde ab

März 2021 Schritt für Schritt damit

begonnen, das ursprüngliche

Werk in Westernhausen zu

verlassen. Mittlerweile sind alle

Maschinen, das Büro, das Lager

und vieles mehr umgezogen

und seit nunmehr zwei Monaten

am neuen Firmenstandort anzutreffen.

„Den alten Standort in

Westernhausen haben wir erfreulicherweise

verkaufen können

und wissen diesen nun in

neuen, guten Händen“, sagt Geschäftsführer

Steffen Ostertag.

Am neuen Standort Bieringen

beschäftigt das Unternehmen

derzeit 35 Mitarbeitende.

Die ZTO GmbH ist seit der

Gründung im Jahr 2003 familiengeführt

und als regional tätiges

Unternehmen Teil des Weltkonzerns

Bürkert. ZTO ist auf die

Produktion von Ventil-Grundgehäusen

aus Messing, Aluminium

und Edelstahl in Serien- und

Lohnfertigung spezialisiert.

ZTO fertigt seine Produkte

mit modernster CNC-Technik

sowie mit konventionell gesteuerten

Maschinen. Das Unternehmen

ist Ausbildungsbetrieb

für den Beruf des Industriemechanikers.

@ www.zto-zerspanungstechnik.de

DJ Ötzi als Überraschungsgast

Eigentlich war das Firmenjubiläum

bereits 2021 – die LTI-Metalltechnik

mit Sitz in Schöntal-

Berlichingen sowie weiteren

Standorten in Boxberg sowie Osterburken

konnte auf 50 Jahre

Firmengeschichte zurückblicken.

Die unsichere Coronalage

ließ eine würdige Feier dieses

besonderen Jubiläums leider

nicht zu. Doch im Juli dieses Jahres,

ein Jahr später als geplant,

wurden 50+1 Jahre gefeiert.

LTI, einer der größten Blechverarbeiter

Deutschlands, lud

hierfür seine über 850 Mitarbeitenden

zusammen mit Partnern

zu einem abwechslungsreichen

Abend ein. „Wir wollen unseren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Danke sagen und gemeinsam

auf 50 erfolgreiche Jahre zurückblicken.

Uns war es wichtig,

mit unseren Mitarbeitenden,

aber auch mit deren Partnern

und unseren Rentnern zu feiern.

Sie gehören für uns als Familienunternehmen

einfach dazu“,

betont Geschäftsführer Frank

Isaak.

Den insgesamt rund 1000

Gästen wurde laut Isaak einiges

geboten. Bei strahlendem Sonnenschein

wurden nicht nur kulinarische

Highlights, sondern

auch ein abwechslungsreiches

Programm aus Comedy und Musik

präsentiert. Als Überraschungsgast

trat DJ Ötzi auf.

„Zusammen arbeiten und zusammen

feiern – das war schon

immer das Motto von LTI. Und

dieser gute Zusammenhalt ist

auch die beste Grundlage für

eine weiterhin erfolgreiche Zukunft“,

sagt Isaak.

@ www.lti-metalltechnik.de

Würzburger Personalberatung

ist seit 20 Jahren in der Region aktiv

Vor 20 Jahren, am 1. August 2002,

haben Tanja Blum und Michael

Beckhäuser die Personalberatung

Beckhäuser Personal & Lösungen

gegründet – und seither

einige Meilensteine erreicht.

Das Personalberatungsunternehmen

versteht sich als Vorreiter

seiner Branche in der Region.

„Wir wurden als erste Personalberatung

Deutschlands mit dem

EMAS-Zertifikat ausgezeichnet

und unterschrieben auch als

erstes privatwirtschaftliches Unternehmen

in der Region Mainfranken

die Charta der Vielfalt“,

erzählt Michael Beckhäuser.

2012 wurde die „Michael

Beckhäuser Stiftung Neue Perspektiven“

gegründet. Sie kümmert

sich um die soziale sowie

die berufliche Integration benachteiligter

beziehungsweise

besonders förderungswürdiger

Jugendlicher und Erwachsener.

Seit seiner Gründung wuchs

das Unternehmen kontinuierlich.

Im Jahr 2015 erfolgte

schließlich der Umzug in die

„coolste Location von ganz

Würzburg“, wie Michael Beckhäuser

sie nennt. Seither ist die

Personalberatung auf dem Bürgerbräu-Gelände

in der Würzburger

Zellerau zu finden.

Das Team, bestehend aus

fünf festen und einer freien Mitarbeiterin,

weist eine Besonderheit

auf: „Unser Frauenanteil

von 87,5 Prozent dürfte in der

Würzburger Unternehmenslandschaft

eher ein außergewöhnliches

Bild abgeben“, sagt

Beckhäuser.

@ www.beckhaeuser.com

Mehr Fachkräfte

anlocken

Die W.I.H.-Wirtschaftsinitiative

Hohenlohe GmbH unterstützt

die regionalen Unternehmen auf

vielfältige Weise – unter anderem

bei der Gewinnung von

Fachkräften. So ist unter anderem

die digitale Arbeitgeberplattform

www.hohenlohe.business

entstanden, die mehr

Aufmerksamkeit auf die jeweiligen

Karriereportale der Arbeitgeber

im Hohenlohekreis lenken

soll. Verknüpft ist sie mit der

Website www.wih-hohenlohe.de,

die für die Job- und Ausbildungsinteressenten

Infos zum

Leben und Arbeiten im Hohenlohekreis

bereithält. Es handelt

es sich um eine Ergänzung der regionalen

Kampagnen „Platz für

Originale“ und „Hohenlohe+“.

@ www.wih-hohenlohe.de

Spende an

Erlacher Höhe

Die Akademie Deutscher Weltmarktführer

(ADWM) hat das diakonische

Sozialunternehmen

Erlacher Höhe mit einer Spende

in Höhe von 5000 Euro bedacht.

Die Spende kommt zur Hälfte

dem Sozialkaufhaus „Hab & Gut“

sowie der Tagesstätte „Schuppachburg“

der Erlacher Höhe zu

Gute, die einkommensarmen

Menschen warme Mahlzeiten

und günstige Lebensmittel bieten

und nach Wunsch auch Beratung

und Unterstützung vermitteln.

Dr. Walter Döring,

Geschäftsführer der ADWM,

sagt: „Uns ist es wichtig, dass wir

auch die Not vor der eigenen

Haustüre nicht übersehen. Deshalb

unterstützen wir die Erlacher

Höhe immer wieder gerne.“

@ www.erlacher-hoehe.de

Historie, Herz und Heimat

Personal ist der entscheidende Erfolgsfaktor für Unternehmen

Die glanzvollen Spuren einer

markgräflich-höfischen Vergangenheit

können Besucher in der

mittelfränkischen Residenzstadt

Ansbach erleben. Noch bis zum

6. November hat die Bayerische

Landesausstellung unter dem

Motto „Typisch Franken?“ geöffnet.

Gezeigt wird die Ausstellung

im barocken Orangeriegebäude

aus dem 18. Jahrhundert im

markgräflichen Hofgarten.

Einbezogen wird auch die

ehemalige Hofkirche St. Gumbertus

mitten in der Altstadt.

Beide Veranstaltungsorte sind

vom Bahnhof oder von zentral

gelegenen Parkplätzen in wenigen

Gehminuten zu erreichen.

Spannende und beeindruckende

Exponate beleuchten,

was Franken ausmacht. Nicht

nur die einmalige historische

Kulisse, sondern auch unterschiedliche

Events lohnen einen

Abstecher nach Ansbach: Theater

und Musik im Kultursommer,

das Sommertheater des Theaters

Kultur am Schloss, die zeitgenössische

Kunstausstellung Ansbach

Contemporary oder die

Grüne Nacht der Kultur.

Bei der Grünen Nacht am 10.

September erstrahlen die Ansbacher

Sehenswürdigkeiten in

grünem Licht und stehen bis

spät in der Nacht zur Besichtigung

offen.

Die 4. Biennale für zeitgenössische

Kunst Ansbach Contemporary

findet unter dem Titel

„Franken Edition“. Noch bis zum

18. September verwandelt sich

dabei die Stadt Ansbach in einen

Kunstparcours und greift auch

den Fokus auf die fränkische Geschichte

und Lebensart auf. Die

Biennale verteilt sich auf mehrere

Ausstellungsorte in der Stadt.

Ein Fränkischer Genussmarkt

vom 2. bis 3. Oktober, mit verkaufsoffenem

Sonntag, stellt Gutes

aus der Region vor und lädt

zum Entdecken ein.

@ www.ansbach.de

Auf dem Fränkischen Genussmarkt können Besucher kulinarische

Köstlichkeiten und Spezialitäten aus verschiedenen

Regionen Frankens probieren.

Foto: Stadt Ansbach

Eine Krise jagt die andere – vielfältige

Herausforderungen und

eine extrem hohe Veränderungsdynamik

prägen unsere Zeit.

Doch dies kann auch genau die

richtige Zeit für eine neue Weichenstellung

und eine aktive Zukunftsgestaltung

sein. Damit das

eigene Unternehmen auch morgen

noch wettbewerbsfähig ist,

sollte aktiv, vorausschauend und

flexibel agiert werden.

Qualifiziertes und motiviertes

Personal gehören heute zu

den entscheidenden Erfolgsfaktoren.

Daher unterstützen HR

Business Partner wie die Bera

gerade in solch disruptiven Zeiten

mit nachhaltigen Konzepten,

zukunftsweisenden Ideen und

einem breiten Dienstleistungsportfolio

– von der Suche nach

speziellen Kompetenzen für die

anstehenden Veränderungen bis

zu innovativen Lösungen für den

nötigen Wissenstransfer zwischen

scheidendem und kommendem

Personal.

Dank mehr als 20 Jahren Erfahrung,

branchenübergreifender

Expertise und einer genauen

Kenntnis des regionalen Arbeitsmarkts

ist die Bera nach eigenen

Angaben in der Lage, Lösungen

zu bieten, die sozial, wirtschaftlich

und nachhaltig wirken.

Zentraler Ansprechpartner

Wenn es um das zentrale Management

des gesamten flexiblen

Personals sowie der Personaldienstleister

geht, fungiert

die Bera bereits als Ansprechpartner

regional namhafter Unternehmen.

Als Managed Service

Provider garantiert die Bera nach

Grafik: Bera

eigenen Angaben Rechts-, Prozess-

und Versorgungssicherheit,

koordiniert neutral das Projektmanagement

und ermöglicht ein

Maximum an unternehmerischem

Handlungsspielraum.

@ www.bera.eu

Schritt für Schritt unterstützen: Die Bera fungiert als Partner

in allen Fragen rund um das Thema Personal.

50 August 2022

51


initiative ZUKUNFT | Bewerbung erwünscht

Superheld werden

Produktfälschungen erkennen, Schmuggelware finden und mehr:

Eine Ausbildung beim Zoll bietet Abwechslung und Chancen.

Der Zoll hat bestimmte Einstellungsvoraussetzungen.

Was sind die wichtigsten

Eigenschaften, die Azubis

mitbringen sollten?

Holger Eckardt: Die freiheitliche demokratische

Grundordnung zu achten,

ist Grundvoraussetzung. Außerdem

darf man nicht vorbestraft sein,

sollte bereit sein, im Schichtdienst zu

arbeiten, und kein Problem damit haben,

Waffe und Dienstkleidung zu tragen.

Bei Handicaps gibt es Ausnahmen.

Man muss kein Superheld sein

– kann aber bei uns einer werden.

DAS

EIGENE

DING

UND

TEAMSPIRIT

#ausbildung2023

#dualesstudium2023

Was sind die Aufgaben des Zolls?

Eckardt: Der Zoll bietet neben dem

Erkennen von Produktfälschungen

und Finden von Schmuggelware viele

weitere Tätigkeitsfelder: Zollanmeldungen,

Tabak- oder Alkoholsteuer,

Durchsuchungen, vorläufige Festnahmen,

Vernehmungen und Verhöre

oder die richtige kaufmännische Erfassung

von Waren.

Legal oder illegal – darauf kommt es

beim Zoll an. Wie viele Gesetze müssen

die Auszubildenden dafür lernen?

Holger Eckardt (Zollamtmann) ist

Ausbildungsleiter beim Hauptzollamt

Heilbronn.

Eckardt: Das sind tatsächlich eine ganze

Menge. In der Ausbildung und im

Studium erlernen unsere Nachwuchskräfte

während der Theoriephasen –

die Hälfte der Zeit – den sicheren Umgang

mit allen Rechtsgrundlagen.


Yannis Gaukel

International ausgerichtet und

doch regional verwurzelt. Erste

Wahl für Handwerk und Industrie,

aber bodenständig im Kern:

In der Verbindung dieser Kontraste

liegt unsere Stärke.

Deine Ideen sind gefragt. Mach

dein Ding bei uns und bewirb

dich für eine Ausbildung oder ein

Duales Studium.

Foto: Hauptzollamt Heilbronn

Mach Deine Fellnase stolz

Du suchst einen zukunftssicheren Job und

möchtest in einem international tätigen

Unternehmen verantwortungsvolle Aufgaben

übernehmen?

Werde jetzt Teil unserer bosch Family! Wir sind

ein Team voller Tierliebhaber und geben täglich

unser Bestes für das Wohlergehen und die

Gesundheit aller vierbeinigen Freunde.

Bei uns wirst Du gefördert, darfst eigenver-

antwortlich und im Team arbeiten und genießt

ein tolles, familiäres Arbeitsklima.

Wir freuen uns auf Dich!

interessant?Ausbildungsplätze 2023:

Klingt Bewirb Dich jetzt und werde Teil unserer bosch Family:

bosch-tiernahrung.de/bosch_de_de/ausbildungsstellen

52 August 2022


Du möchtest bei einem regionalen Arbeitgeber eine Ausbildung

machen, der Dir zusätzlich auch noch eine gute Übernahmemöglichkeit

bietet?

Dann bist Du bei bott genau richtig. Vom handwerklichen Beruf

bis hin zum Studiengang ist alles dabei. Schau einfach mal auf

bott.de vorbei.

Zukunft

im Blick

Ausbildung bei bott

Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d)

AUSBILDUNG BEI DER STADT

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SCHWÄBISCH HALL

SCHWÄBISCH HALL

Konstruktionsmechaniker/in (m/w/d)

Zukunft

VERWALTUNGSFACHANGESTELLTER (m/w/d)

im Blick

VERWALTUNGSFACHANGESTELLTER (m/w/d)

KAUFMANN FÜR BÜROMANAGEMENT (m/w/d)

KAUFMANN FÜR Allgemeine BÜROMANAGEMENT Verwaltung

(m/w/d)

Allgemeine Verwaltung

VERANSTALTUNGSKAUFMANN (m/w/d)

VERANSTALTUNGSKAUFMANN (m/w/d)

FACHINFORMATIKER (m/w/d)

FACHINFORMATIKER Fachrichtung Systemintegration

(m/w/d)

Fachrichtung Systemintegration

FACHANGESTELLTER FÜR MEDIEN- UND INFORMATIONSDIENSTE (m/w/d)

FACHANGESTELLTER FÜR MEDIEN- Fachrichtung UND Bibliothek

INFORMATIONSDIENSTE (m/w/d)

Fachrichtung Fachrichtung Bibliothek

Archiv

Fachrichtung Archiv

FACHKRAFT FÜR ABWASSERTECHNIK (m/w/d)

FACHKRAFT FÜR ABWASSERTECHNIK (m/w/d)

KRAFTFAHRZEUGMECHATRONIKER (m/w/d)

KRAFTFAHRZEUGMECHATRONIKER Schwerpunkt Personenwagentechnik

(m/w/d)

Schwerpunkt Personenwagentechnik

ERZIEHER (m/w/d)

ERZIEHER Anerkennungspraktikum

(m/w/d)

Praxisintegrierte Anerkennungspraktikum

Ausbildung

Praxisintegrierte Ausbildung

BAUZEICHNER (m/w/d)

Schwerpunkt BAUZEICHNER Tief-, Straßen- und (m/w/d)

Landschaftbau

Schwerpunkt Schwerpunkt Tief-, Straßen- Architektur

und Landschaftbau

Schwerpunkt Architektur

BACHELOR OF ENGINEERING - BAUINGENIEURWESEN

Öffentliches BACHELOR Bauen, OF Projektmanagement ENGINEERING Hochbau, - BAUINGENIEURWESEN

Projektmanagement Tiefbau

Öffentliches Bauen, Projektmanagement Hochbau, Projektmanagement Tiefbau

BACHELOR OF SCIENCE - ANGEWANDTE INFORMATIK

BACHELOR OF SCIENCE - ANGEWANDTE INFORMATIK

BACHELOR OF ARTS - DHBW SOZIALE ARBEIT

Studienrichtungen BACHELOR VERWALTUNGSFACHANGESTELLTER OF Kinder- ARTS und - Jugendarbeit, DHBW SOZIALE Elementarerziehung

(m/w/d)

ARBEIT

Studienrichtungen Kinder- und Jugendarbeit, Elementarerziehung

BUNDESFREIWILLIGENDIENST

KAUFMANN BUNDESFREIWILLIGENDIENST

FÜR in verschiedenen BÜROMANAGEMENT Bereichen

(m/w/d)

in verschiedenen Bereichen

AUSBILDUNG BEI DER STADT

SCHWÄBISCH HALL

Allgemeine Verwaltung

VERANSTALTUNGSKAUFMANN (m/w/d)

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung. Bitte nutzen Sie hierfür unser Bewerberportal unter

www.schwaebischhall.de/karriere. Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Fragen Bewerbung. beantwortet Bitte Ihnen nutzen gerne Sie Frau hierfür Pietsch, unser Telefon Bewerberportal (0791) 7 51-229.

unter

www.schwaebischhall.de/karriere. Fragen beantwortet FACHINFORMATIKER Ihnen gerne Frau Pietsch, (m/w/d)

Telefon (0791) 7 51-229.

Fachrichtung Systemintegration

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.schwaebischhall.de/ausbildung

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.schwaebischhall.de/ausbildung

FACHANGESTELLTER FÜR MEDIEN- UND INFORMATIONSDIENSTE (m/w/d)

Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d)

Industriekaufmann/-frau (m/w/d)

DHBW Wirtschaftsingenieurwesen (m/w/d)

DHBW BWL - Marketing Management (m/w/d)

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung:

ausbildung@bott.de

Du hast noch Fragen?

Ramona Fitz hilft Dir gerne weiter.

Tel.: +49 (0) 79 71 / 251-237

www.bott.de

Bott GmbH & Co. KG, Bahnstraße 17, 74405 Gaildorf, Germany


Ratgeber KARRIERE | Bewerbung erwünscht

Ratgeber Karriere | SPEZIAL

Digitale Kompetenz

Bankkunden wickeln Geschäfte immer häufiger digital ab. Der Bedarf

an Mitarbeitenden mit digitalen Kenntnissen sowie an IT-Fachkräften

wächst. Persönliche Beratung bleibt aber weiterhin gefragt.

Haben sich durch die Digitalisierung

die Anforderungen an Mitarbeitende

der Bank verändert?

Stefan Lenz: Unsere Kunden sind viel

digitaler geworden – wir also auch. Das

Thema Omni-Kanal-Beratung wächst

ungemein. Hierfür brauchen wir Mitarbeitende,

die eine digitale Affinität

und auch Spaß daran haben, mit den

Kunden über digitale Kommunikationskanäle,

sei es per Chat oder Video-

Call, in Kontakt zu treten und ihnen

maßgeschneiderte finanzielle Lösungen

anzubieten.

Benötigen Sie mehr IT-Fachkräfte?

Lenz: Wir wachsen im Bereich der direkten

Kundenbeziehungen, in denen

digitale Kommunikation eine immer

größere Rolle spielt. Dafür benötigen

wir auch mehr IT-Personal, das sich

um die technischen Voraussetzungen

kümmert und für sichere Abläufe sorgt.

Glauben Sie, dass Bankgeschäfte in Zukunft

nur noch digital stattfinden?

Lenz: Das kann ich mir nicht vorstellen.

Es gibt Ereignisse im Leben, bei

Stefan Lenz ist Bereichsleiter Personal

und Prokurist bei der VR Bank Heilbronn

Schwäbisch Hall eG

denen Kunden eine persönliche Beratung

wollen, etwa wenn es um den Erwerb

einer Immobilie geht. Standard-

Dienstleistungen werden sicher weiter

digitalisiert werden, aber das direkte

Gespräch von Mensch zu Mensch wird

weiterhin eine große Rolle spielen. dt

Foto: VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall eG

Wer steht hinter

unserem Erfolg?

Menschen wie Oliver Simon

Wenn Sie – wie Oliver Simon – begeistert und motiviert an großen Aufgaben mitarbeiten wollen,

dann sind Sie herzlich willkommen in unserem VerkaufsCenter in Heilbronn als

VerkaufsCenter-Leiter (w/m/d)

Kooperativ und mit klaren Zielvorgaben führen Sie die Mitarbeiter Ihres VerkaufsCenters

und vermitteln das nötige „Handwerkszeug“ für professionelles Verhalten im Verkauf.

DIGITAL SALES MANAGER (m/w/d)

Wir suchen Verstärkung! Die Stimme Mediengruppe ist mit aktuell über 650 Mitarbeitenden und sieben Unternehmen eine breit aufgestellte

und moderne Mediengruppe. pVS – pro Verlag und Service ist Spezialist für Agenturdienstleistungen und Fachmagazine, darunter PROMAGAZIN,

das führende Wirtschaftsmagazin der Region Heilbronn-Franken, und „der gemeinderat“, der wichtigste Ratgeber für kommunale Fach- und

Führungskräfte in Deutschland. Zielgruppenstarke Digitalkonzepte ergänzen das Portfolio.

IHRE AUFGABEN:

• Verkauf unserer breit gefächerten digitalen

Produkte (Advertorials, Banner, Newsletter etc.)

sowie von Crossmedia-Paketen

• Gewinnung von Neukunden und Durchführung

von Up- und Cross-Selling-Maßnahmen

• Erarbeitung von maßgeschneiderten Angeboten,

Durchführung der Kundengespräche und

Abwicklung der Kundenaufträge

• Entwicklung digitaler Vertriebsstrategien vom

Kontaktaufbau über die Verkaufsgespräche bis

zur Conversion

IHR PROFIL:

• Sie haben verkäuferisches

Herzblut und können Ihre Kunden

begeistern

• Sie bringen eine ausgeprägte

Affinität zu digitalen Medien und

Produkten mit

• Expertise in Networking und

Kundenansprache auch in den

gängigen Business-Netzwerken

zeichnet Sie aus

• Sie haben Spaß an einem agilen

Arbeitsumfeld

UNSERE BENEFITS:

• Flache Hierarchien: Sie übernehmen Verantwortung

und treiben Ihre eigenen Ideen voran

• Große Flexibilität: Flexible Arbeitszeiten,

Firmen-Laptop und individuelle Homeoffice-

Regelungen bis hin zur 100%-Remote-Option

• Individuelle Entwicklungsmöglichkeiten:

Vielfältige Chancen zur persönlichen und

beruflichen Weiterentwicklung

• Hohe Wertschätzung: Attraktives Gehalt mit

leistungsorientierter Zusatzvergütung

• Vielfältige Zusatzleistungen: 30 Tage Urlaub,

vermögenswirksame Leistungen, betriebliche

Altersvorsorge

Wenn es um Fassadendämmsysteme,

Putze, Farben,

Systeme für Akustik,

Betoninstandsetzung

und Bodenbeschichtung

geht, ist die

Sto-Gruppe Technologieführer

und mit

über 1 Milliarde Euro

Umsatz und 5.700

Mitarbeitern weltweit

erfolgreich.

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Sie vermitteln verkaufsorientierte Verhaltensweisen und setzen diese souverän um.

Zudem bringen Sie eine ideale Basis für eine abschlusssichere Produkt- und Systemberatung

und Betreuung unserer Kunden mit. Sie sind zuständig für die Erfassung von

Aufträgen und deren zeit- und qualitätsgerechte Ausführung. Die Sicherstellung aller

Standortlogistik-Prozesse und des Erscheinungsbildes des Standortes liegt in Ihrer Verantwortung

sowie die lokale Berufsausbildung.

Sie verfügen über eine Ausbildung als Kaufmann (w/m/d), Malermeister (w/m/d)

oder bringen eine vergleichbare Qualifikation mit. Mehrjährige Erfahrung in

der Personalführung ist Voraussetzung. Idealerweise haben Sie Kenntnisse im

Speditions- und Lagerwesen und der sichere Einsatz von EDV-Anwenderkenntnissen,

vorzugsweise in SAP R/3, rundet Ihr Profil ab.

Mehr Details finden Sie auf unserer Website. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung unter

Angabe der Projektnummer 10477 an unsere Personalabteilung.

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Bereich Personal · Herr Thomas Vitt · Ehrenbachstraße 1 · D-79780 Stühlingen

Tel. 07744 57-1043 · www.sto.de

Wenn Sie diese vielseitige und

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG*

herausfordernde Aufgabe reizt, freuen

Marcus Baumann, Geschäftsführer

wir uns auf 56 Ihre Bewerbung!

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August 2022

*Ein Unternehmen der Stimme Mediengruppe

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57


Anzeige

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. informiert

Ein Wir-Gefühl geschaffen

25 Jahre Vereinsarbeit für die Region Heilbronn-Franken.

Vor 25 Jahren wurde die Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e.V.

von Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth

und Frank Stroh ins Leben gerufen. Die

Geburtsstunde war bei einer Podiumsdiskussion

der ersten Diskussionsreihe

„Stimme-Forum unter der Pyramide“

am 14. Juni 1996 in Heilbronn. Reinhold

Würth rief in der anregenden Debatte

die Region dazu auf, „sich zu

wehren und laut Lärm“ zu machen.

Frank Stroh, damals bei der IG Metall,

nahm den Würth-Chef beim Wort – und

daraus wurde die Bürgerinitiative pro

Region Heilbronn-Franken.

Die Gründungsversammlung fand

am 30.09.1997 in der Ballei in Neckarsulm

statt. Pro Region wurde gegründet,

um ein Wir-Gefühl zu schaffen, in

dieser auf dem Reißbrett entstandenen

Planungsregion Heilbronn-Franken. In

der Satzungspräambel heißt es: „Pro

Region ist überparteilich, überkonfessionell,

unabhängig von Verbandsinteressen

und fühlt sich verpflichtet, auf allen

Gebieten des öffentlichen Lebens

zum Wohl der Bürger der Region Heilbronn-Franken

zu wirken, den Bürgersinn

zu stärken, Hilfe zur Selbsthilfe zu

geben und Eigeninitiative zu fördern.“

Genau dies hat der Verein in den letzten

25 Jahre getan und will dies auch

weiterhin tun. Pro Region darf mit Fug

und Recht behaupten, die neutrale

Plattform der Region Heilbronn-Franken

zu sein.

Mit einem Bürgerfest wie dem

Regionaltag, der Regional-Tafel, Gesprächen

mit Meinungsträgern und

vielfältiger Lobbyarbeit will pro Region

dazu beitragen, diese wunderbare

Region der Weltmarktführer mit

ihren vielfältigen kulturellen, touristischen

und wirtschaftlichen Highlights

zusammenzuführen – über alle landsmannschaftlichen

Differenzen hinweg.

So fanden erst jüngst die Veranstaltung

„grenzenlos nachhaltig“ wider die Lebensmittelverschwendung

sowie eine

schöne und gelungene Radtour mit

Vereinsmitgliedern und Meinungsträgern

zum Wohle eines gemeinsamen

Tourismus statt.

Friedlinde Gurr-Hirsch, Vorsitzende

von Pro Region, betont, dass man

zum Beispiel mit der Demografischen

Allianz Heilbronn-Franken oder dem

Bündnis für Transformation guten Gewissens

behaupten kann, wichtige Zukunftsthemen

rechtzeitig angepackt

und auf den Weg gebracht zu haben.

Auf vielen Feldern arbeitet der

Verein, gemeinsam mit allen Beteiligten

aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft,

daran, die erfolgreiche Region

Heilbronn-Franken auch für die Zukunft

zu rüsten. Denn eines ist klar, die

Herausforderungen wie etwa Transformation

und Digitalisierung, Klimawandel

oder Demografie können nur gemeinsam

gelöst werden. Dabei muss

niemand seine Identität aufgeben.

Vielmehr muss die Region nach außen

gemeinsam auftreten und mit einer

Stimme in Stuttgart, Berlin oder Brüssel

sprechen. „Dann bin ich mir sicher, dass

wir gemeinsam die Herausforderungen

meistern können. Mir ist um die Zukunft

der Region nicht bange“, ist sich

Friedlinde Gurr-Hirsch sicher.

Eine Aktion der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e.V.

www.pro-region.de

TOP-Unternehmen

der Region

www.kurz-entsorgung.de

www.asb-heilbronn.de

Ja, zur Region

Heilbronn-Franken

Werden Sie jetzt Mitglied in der „Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken

e. V.“.

Fördern Sie das „Wir-Gefühl“ in der Region

Heilbronn-Franken und setzen Sie sich für

ihre Belange ein. Nutzen Sie unseren Verein

als Plattform für den Meinungsaustausch von

Bürgern und Gremien.

Als Dankeschön lesen Sie das PROMagazin

ein halbes Jahr kostenlos.

Beitrittserklärung

Hiermit erkläre ich ab sofort meinen Beitritt zur „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“.

Als Dankeschön lese ich das PROMagazin sechs Monate lang kostenlos. Der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich

absetzbar.

Formular bitte ausfüllen, ausschneiden und an folgende Adresse senden oder faxen:

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. | c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach 74650 Künzelsau | Fax 07940 15-4669 | info@pro-region.de | www.pro-region.de

Ich/Wir ermächtige/n den Verein „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“ den Jahresbeitrag

in Höhe von

10 Euro (Nicht Erwerbstätige) 30 Euro (Erwerbstätige) ______ Euro (juristische Pers., mind. 100 Euro)

von meinem/unseren Konto abzubuchen. Die Abbuchungsermächtigung ist widerruflich.

www.regiomail.de

Ihre Staatssekretärin a.D.

Friedlinde Gurr-Hirsch

Firma/Name, Vorname

PLZ, Ort

Straße

Geburtsdatum

E-Mail (für Vereinspost)

Bankinstitut

Konto-Nr.

Ort/Datum

Bankleitzahl

Unterschrift

WIR sind Heilbronn-Franken

Ihre Ansprechpartnerin: Darja Schiz-Salov | Sales Managerin | Tel. 0791 95061-8331 | darja.schiz-salov@pro-vs.de


VERANSTALTUNGSKALENDER

VERANSTALTUNGSKALENDER

Ausstellungen

20.05. – 02.10. Eppingen

Gartenschau

30.09. – 31.12. Bad Rappenau

200 Jahre Sole

Rathaus, Foyer

10.09. – 09.10. Bad Rappenau

Stefan Federenko &

Heike Denscheilmann

Kulturhaus Forum Fränkischer Hof

11.09. – 02.10. Ilshofen

Else Däuber: „Licht und Farbe“

Pfarrscheuer

16.09. – 09.10. Tauberbischofsheim

Raoul Kaffka: „Buntstiftzeichnungen“

Engelsaal

16.09. – 20.11. Wertheim

Fotografische Verdichtungen

Grafschaftsmuseum und Schlösschen

im Hofgarten

17.09. Freudenberg

Ausstellung Amtshausgalerie

Amtshausgalerie

18.09. – 13.11. Bad Wimpfen

thespacebetween

Tipp

18.09. – 23.12. Blaufelden

„Blaues Feld 5. Positionen“ Rathaus

22.09. – 31.12. Schwäbisch Hall

Foto-Ausstellung: „The Look of Jazz –

Fotos von Frank Schindelbeck“

25.09. – 18.12. Fichtenau-

Wildenstein

Daniela Nowitzki: „Am Fluss, im Tal“

Rathaus

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM SEPTEMBER

Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.

Weitere Termine unter www.pro-region.de

Alle Angaben ohne Gewähr.

25.09.2022 – 06.01.2023 Kirchberg

200 Jahre Liederkranz

Sandelsches Museum

30.09. – 25.11. Abstatt

Lisa Nollenberger:

„Malerei und Illustration“

Rathaus

Feste

03.09. – 05.09. Eberstadt

Eberstädter Markt

Marktplatz

08.09. – 12.09. Külsheim

Großer Markt

Stadtgebiet

08.09. – 18.09. Heilbronn

50. Heilbronner Weindorf

09.09. – 10.09. Pfedelbach

Bierdorf

Rund um das Rathaus

10.09. – 11.09. Crailsheim-Roßfeld

Roßfelder Sichelhenket

10.09. Bad Mergentheim

Mallorca Sommer Festival – Party total

Volksfestplatz

10.09. – 11.09. Kirchberg-Eichenau

Kellerhausfest

16.09. – 19.09. Crailsheim

Fränkisches Volksfest

16.09. – 25.09. Lauda-Königshofen

Königshöfer Messe

Messeplatz Königshofen Tipp

17.09. Heilbronn

Vinum Riesling Champion 2022

Tipp

Tipp

Tipp

Tipp

17.09. – 18.09. Brackenheim

FEDZ – Nachhaltigkeitsevent

17.09. – 18.09. Bad Rappenau

12. Garten & Genuss –

die große Gartenmesse

Salinenpark

18.09. Schwaigern

Wein und Genuss

18.09. Schwäbisch Hall

Freundschaftstag

Historischer Marktplatz

18.09. Ingelfingen

Ingelfinger Herbst

19.09. Schwaigern

Krämermarkt mit Marktcafé

Frizhalle

23.09. – 26.09. Weinsberg

Weibertreu-Herbst und

Städtepartnerschaftstreffen

24.09. – 25.09. Ilshofen

Ilshofener Herbst und Töpfermarkt

24.09. – 25.09. Schwäbisch Hall-

Wackershofen

Backofenfest

Hohenloher Freilandmuseum

Märkte

01.09. Bühlerzell-Geifertshofen

Vieh- und Krämermarkt

01.09. – 03.09. Heilbronn

Italienischer Markt

18.09. Freudenberg

Herbstmarkt

Mainvorland

Tipp

Tipp

30.09. – 02.10. Heilbronn

Heilbronner Hafenmarkt

Kleinkunst

10.09. Vellberg

Kabarettabend mit Werner Koczwara

Stadthalle

16.09. Langenburg

David Werker: „Plötzlich seriös?“

Philosophenkeller

22.09. Künzelsau

Die Pilgerin – Worum es wirklich geht

Carmen Würth Forum

24.09. Igersheim

Vorpremiere HG Butzko

Kulturkeller

30.09. Bad Rappenau

Dodokay: „Vom Deng her!

Kurhaus

Vorträge/Lesungen

12.09. Künzelsau

Treffpunkt Forum – Otto Kohlstock

Carmen Würth Forum

22.09. Schwäbisch Hall

Jürgen Seibold: „Frodo war‘s nicht“

Stadtbibliothek

24.09. Wertheim-Bronnbach

„Deutschland. Ein Wintermärchen“

Lyrikabend von Heinrich Heine

Kloster Bronnbach, Josephsaal

29.09. Bad Rappenau

„Zusammen in Vielfalt“

Wasserschloss

Musik

03.09. Künzelsau

19. Internationaler Wettbewerb für

Violine – Gala der Preisträgerinnen

und Preisträger

Carmen Würth Forum

04.09. Bad Rappenau

Neckarmusikfestival 2022 – Virtuoser

Klavierabend mit Pietro Ceresini

Wasserschloss

10.09. Bretzfeld-Geddelsbach

„Sie shpiel‘n Klezmer so shein“

Alte Kelter

11.09. Gaildorf

SWR Swing Fagottett

Limpurghalle

16.09. Schwäbisch Hall

Stuttgarter Philharmoniker

Kirche St. Michael

18.09. Wertheim

„Follow me with Bach“

Stiftskirche

24.09. Bad Wimpfen

Klassik im Alten Spital –

BACH meets SPAIN

Altes Spital

25.09. Grünsfeld

BlechIntakt

25.09. Kirchberg

Marsyas Baroque

Rittersaal des Schlosses

26.09. Künzelsau

32. Würth-Preis der

Jeunesses Musicales Deutschland

Carmen Würth Forum

Theater

11.09. Brackenheim

Straßentheaterfestival

27.09. Bad Rappenau

Die Badische Landesbühne zeigt:

„Puntilla“

Kurhaus

Mix

02.09. – 04.09. Langenburg

Fürstliche Gartentage

Schloss

Tipp

Tipp

03.09. Ilshofen

Vogelbörse

Arena Hohenlohe

03.09. – 04.09. Gemmingen

44. Internationales

Herrenwasserballturnier

Imre-Gutyan-Freibad

04.09. Wallhausen-Michelbach an

der Lücke

Europäischer Tag der Jüdischen

Kultur: Bestattungen im Judentum –

Vortrag und Führung

Ehemalige Synagoge und Jüdischer

Friedhof

09.09. – 11.09. Gaildorf

Limpurger Energie- und

Gewerbeschau

Limpurghalle

10.09. Neuenstadt

Motorman Run

Dreschhalle

10.09. – 11.09. Kochertal

ebm-papst-Marathon

Kochertal-Radweg und

Kochertalstraße

11.09. Schwäbisch Hall

Tag des alten Handwerks

Hohenloher Freilandmuseum

11.09. Tauberbischofsheim

Tag des offenen Denkmals

16.09. – 18.09. Wertheim

Glasfestival

Rathaus

24.09. Ilshofen

Stadtlauf

Kontakt

Bürgerinitiative pro Region

Heilbronn-Franken e.V.

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach, 74650 Künzelsau

Tipp

Ansprechpartner für Termine:

Ralph Wachter, Telefon 07940 152329

www.pro-region.de

60 August 2022

61


AUSBLICK

Den Zusammenhalt in der Region fördern

Die nächste

Ausgabe

erscheint ab

29. September

Die Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. setzt sich seit 25 Jahren

für die Belange der Region ein. Ihr Hauptziel ist, das Wir-Gefühl zu fördern.

Auch die Herausforderungen der Zukunft hat sie im Blick. In der kommenden

Ausgabe beleuchten wir die wichtigsten Projekte.

Fotos: dt; Adobe Stock/Aleksandr Matveev; Adobe Stock/ Monster Ztudio

Impressum

Offizielles Organ der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e. V.;

www.pro-region.de

Herausgeber

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG

Ein Unternehmen der

Stimme Mediengruppe

Geschäftsführer

Marcus Baumann, Marc Becker,

Tilmann Distelbarth

Verlagsleitung

Beate Semmler (V. i. S. d. P.)

Leitung Produktmanagement Print & Digital

Lisa Hofmann-Vorbach

Redaktionsleitung

Dirk Täuber

Redaktion

Beatrix Drescher, Hannah Henrici (Volo.),

Yannis Gaukel (Volo.)

Layout und Grafik

Heilbronner Stimme Medienproduktion

Leitung Sales Management

Rainer Paschke

Telefon 0791 95061-8323

rainer.paschke@pro-vs.de

Sales Management

Heike Bischoff, Darja Schiz-Salov

VERPACKUNGSLÖSUNGEN OHNE ENDE,

ABER BITTE SCHÖN NACHHALTIG.

BESTENS REALISIERT,

MIT SCHUBERT.

Nachhaltigkeit im Fokus

Kaum ein Wirtschaftsbereich hat der

Pandemie so getrotzt wie das

Verpackungscluster in Heilbronn-

Franken. Corona hat deutlich vor

Augen geführt, wie wichtig sichere

und hygienische Verpackungen sind:

für Medikamente, Lebensmittel und

vieles mehr. Wie die Branche künftig

für mehr Nachhaltigkeit sorgen will,

zeigen wir im nächsten Heft.

Effizienz beim Bauen

Es wird saniert, gedämmt und modernisiert:

Energieeffizientes Bauen ist so

wichtig wie nie zuvor. Dabei ist die

Bauwirtschaft als wichtiger

Problemlöser gefordert, um nachhaltige

Gewerbe- und Wohnbauten zu gestalten.

Den innovativen Verfahren

widmen wir uns im kommenden

PROMAGAZIN.

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 22 vom 1.1.2022

Vertrieb

Christina Kircher

Telefon 0791 95061-8334

Erscheinungsweise: monatlich

Bezugsbedingungen

Das Jahresabo beträgt 38,16 Euro.

Nachdruck und Vervielfältigung – auch

auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages.

Verlags- und Redaktionsanschrift

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG

Stauffenbergstraße 18

74523 Schwäbisch Hall

Telefon 0791 95061-8300

info@pro-vs.de

Druck und Herstellung

Möller Pro Media GmbH

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde

Telefon 030 41909-0, Fax 030 41909-299

Gedruckt auf umweltfreundlichem UltraMag

Plus Silk-Recyclingpapier aus 100% Altpapier,

zertifiziert mit den Umweltsiegeln „Der Blaue

Engel“, „EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-

Siegel.

ISSN 2509-5528

www.pro-magazin.de

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Wir nennen das Mission Blue und versprechen: Die Mission geht weiter.

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62 August 2022


Kommende Veranstaltungen

22.09.2022 | 19.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM

Die Perlingerin – Worum es wirklich geht

Kabarett mit Sissi Perlinger

01.10.2022 | 17.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM

Saisoneröffnung Teil 1 von 2

Würth Philharmoniker

02.10.2022 | 11.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM

Saisoneröffnung Teil 2 von 2

Würth Philharmoniker

13.10.2022 | 19.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM

Lieben Sie Dvořák?

Mit Ksenia und Dubrovskaya und Gästen

17.10.2022 | 19.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM

Ich bin ja keiner, der sich an die große Glocke hängt

Kabarett mit Horst Evers

29.10.2022 | 17.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM

Helden der Romantik

Würth Philharmoniker

Laufende Ausstellungen

bis 13.11.2022 | täglich 11–18 Uhr* | MUSEUM WÜRTH

Edita Kadiric: Cocoon. Sammlung Carmen Würth und Leihgaben.

SAISON 2022/2023

Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter

www.kultur.wuerth.com, T 07940 15-6200 oder kultur@wuerth.com.

Karten erhalten Sie in unserem Webshop

unter www.kultur.wuerth.com, in den Shops

der Museen Würth in Künzelsau-Gaisbach,

unter www.eventim.de, bei allen eventim-

Vorverkaufsstellen sowie ggf. an der Abendkasse.

*Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.

Nähere Informationen unter www.kunst.wuerth.com

bis 19.02.2023 | Mi – So, 11–17 Uhr* | HIRSCHWIRTSCHEUER

Die neue Heimat im Heiligen Land. Fotografien württembergischer

Templer 1868–1948.

bis 26.02.2023 | täglich 10–18 Uhr* | KUNSTHALLE WÜRTH

Sport, Spaß und Spiel in der Sammlung Würth.

bis 19.03.2023

April – September täglich 11–19 Uhr*

MUSEUM WÜRTH 2

Oktober – März täglich 11–18 Uhr*

Weitblick. Reinhold Würth und seine Kunst.

Horst Antes zum 85. Geburtstag. (Foyer)

Dauerausstellung | Di – So, 11–17 Uhr* | JOHANNITERKIRCHE

Alte Meister in der Sammlung Würth mit Madonna des Bürgermeisters

Jacob Meyer zum Hasen von Hans Holbein d. J. und Falkensteiner

Altar des Meisters von Meßkirch im Kontext der Sammlung Würth.

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