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MÄNNERGESUNDHEIT

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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

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MÄNNER,

BLEIBT GESUND!

“Man denkt ja immer, man wäre der krasseste

Fall, hätte die schlimmsten und abartigsten

Gedanken. Dort zu merken, dass es allen so

geht und dass man verstanden wird, war

rückblickend eine echt tolle Erfahrung.“

Kurt Krömer

NICHT VERPASSEN:

Kurt Krömer

Im Interview sprich der Berliner

Kabarettist über seine Depression

Seite 04

Peter Neururer

erlitt 2012 einen Herzinfarkt

auf dem Golfplatz

Seite 06

Urologie

Gutartig vergrößerte Prostata

Seite 10


2

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VERANTWORTLICH FÜR DEN

INHALT IN DIESER AUSGABE

Viktoria

Rubinstein

Liebe Männer,

lasst die Hosen

runter und sprecht

über eure Gesundheit.

Euer Körper

und Geist wird es

euch danken!

“Gefahr erkannt –

Gefahr gebannt!“

IN DIESER AUSGABE

Prävention und regelmäßige Check-ups können Leben retten.

Senior Project Manager: Viktoria Rubinstein Business

Development Manager: Sarra Gläsing Geschäftsführung:

Richard Båge (CEO), Philipp Colaço (Managing Director),

Alexandra Lassas (Content and Production Manager),

Henriette Schröder (Sales Director), Designer: Lea

Hartmann Mediaplanet-Kontakt: de.redaktion@

mediaplanet.com Coverbild: Urban Zintel

Alle Artikel, die mit “in Zusammenarbeit mit“

gekennzeichnet sind, sind keine neutrale Redaktion der

Mediaplanet Verlag Deutschland GmbH.

facebook.com/MediaplanetStories

@Mediaplanet_germany

Please recycle

08

Prostataprobleme

Eine frühe Bahandlung hilft

gravierende Probleme zu vermeiden

11

Prävention

Vorsorgeuntersuchungen und

regelmäßige Check-ups sind essenziell für

ein gesundes Leben

Veranstaltungstipp

Prof. Dr. med.

Frank Sommer

Prof. Dr. med. Frank

Sommer ist Facharzt

für Urologie, Andrologie,

Sportmedizin

und Sexualmedizin

(FECSM), Präsident

der Deutschen

Gesellschaft für

Mann und Gesundheit

e. V. und weltweit

der erste Arzt, der

als Professor für

Männergesundheit

berufen wurde.

Text

Prof. Dr. med.

Frank Sommer

Jahreskongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft

Auf dem im deutschsprachigen Raum größten Treffen rund um

die Volkskrankheit Inkontinenz tauschen sich Spezialistinnen und

Spezialisten aus Medizin, Physiotherapie und Pflege über neue

Diagnoseverfahren und moderne Therapien aus.

33. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft

11. – 12. November 2022

Kap Europa, Frankfurt am Main

Mehr erfahren unter

www.kontinenzkongress.de

Liebe Leserinnen und Leser,

die Themen Männergesundheit

und Vorsorge waren in den vergangenen

Wochen in aller Munde.

Der Grund: Bei Sébastien Haller, einem

der Fußballstars des BVB, wurde ein

Hodentumor diagnostiziert. Hodenkrebs

tritt vor allem bei jungen Männern auf,

anders als der viel bekanntere Prostatakrebs,

der sich in der Regel erst bei

Männern ab 45 Jahren zeigt. Und gerade

weil der Hodenkrebs nicht so bekannt ist,

wird er häufig übersehen. Dabei gibt es

eine ganz einfache Vorsorgeuntersuchung,

die jeder junge Mann regelmäßig

selbst durchführen kann: den Hoden-

Check – das Selbstabtasten der Hoden mit

den Fingern. Früh erkannt, sind übrigens

beide Krebsarten des Mannes erfolgreich

behandelbar. Ebenso spielen in der

Vorsorge des Mannes nicht tumoröse Erkrankungen

und „typische Männerleiden“

eine Rolle, wie eine gutartige Prostatavergrößerung

oder auch Probleme beim

Wasserlassen.

Eine Studie der Deutschen Gesellschaft

für Mann und Gesundheit e. V. (DGMG)

hatte überdies gezeigt, dass die Diagnosen

Burnout und Depression bei Männern

zumeist unterrepräsentiert sind, viele

Männer jedoch unter privatem und beruflichem

„Leistungsdruck“ stehen. Zudem

spielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis

hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall

eine wichtige Rolle. Interessanterweise

gibt es Vorboten für solche ernsten

kardiovaskulären Krankheiten. In nicht

wenigen Fällen tritt nämlich eine gefäßbedingte

Erektionsstörung ungefähr vier

bis acht Jahre vor einem Herzinfarkt bzw.

Schlaganfall auf. Der Penis bietet somit

eine Art Frühwarnfunktion.

Diagnosen wie

Burnout und

Depression sind

bei Männern meist

unterrepräsentiert.

Zusätzlich stehen

sie unter privatem

und beruflichem

“Leistungsdruck“.

Und wenn wir schon beim Thema Erektionsstörungen

sind: Nach Ergebnissen

einer Studie der DGMG leidet etwa jeder

fünfte Mann über 30 in Deutschland an

Erektionsstörungen. Diese sollten betroffene

Männer stets beim Männerarzt

abklären lassen. Mittels spezieller peniler

Untersuchungen, wie Nervenmessungen,

Bestimmung der Zusammensetzung der

Schwellkörper, Durchblutungsmessungen

oder Untersuchung der Potenzmuskulatur,

kann die Ursache für die Erektionsstörung

meist schnell gefunden und diese sogar

oft geheilt werden.

Erfreulicherweise beugt der Mann

Erektionsstörungen und anderen

Erkrankungen, wie z. B. Krebs, zusätzlich

durch gezielte körperliche Aktivität

vor – und natürlich ebenso durch eine

ausgewogene und gesunde Ernährung.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen

ein paar aktive Herbsttage, und bleiben

Sie gesund! Ihr Prof. Dr. Frank Sommer,

Präsident der Deutschen Gesellschaft für

Mann und Gesundheit und Universitätsprofessor

für Männergesundheit.

Erfreulicherweise

beugt der Mann

Erektionsstörungen

und anderen

Erkrankungen, wie z.B.

Krebs, zusätzlich durch

gezielte körperliche

Aktivität vor – und

natürlich ebenso durch

eine ausgewogene und

gesunde Ernährung.

FOTO: SHUTTERSTOCK


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Athletic Greens entstanden.

Wie ein gesunder Lebensstil unser Wohlbefinden beeinflusst

AG1 ist eine Komposition aus 75 Zutaten wie

Vitaminen, Mineralstoffen, lebenden Kulturen

und weiteren Inhaltsstoffen aus echten Nahrungsmitteln.

Das tägliche Ritual, das es auf

eine sehr praktische und geschmacklich ansprechende

Weise schafft, diverse Gesundheitsbereiche

zu unterstützen. Darunter auch die

geistige Fitness 1 und das mentale Wohlbefinden.

Dies haben wir uns zum Anlass genommen, mit

Ralph Esposito, dem Head of Nutrition des

Unternehmens, über genau diese Themen zu

sprechen.

Text Julius Schwamann

Hallo Ralph, vielen Dank, dass du dir Zeit für

1 ein Gespräch mit uns nimmst. Wie wir wissen,

ist eine gesunde Ernährung grundlegend für ein

gesundes Leben. Wie kann Supplementierung ein

solches zusätzlich unterstützen?

Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung in

Kombination mit einer gesunden Schlafroutine und

ausreichend Bewegung sind die Grundpfeiler eines

gesunden Lebens. Dennoch treten Nährstofflücken

heute bei vielen auf. Genau hier können Supplements

Sinn machen. Besonders interessant ist das Thema

Supplementierung für Personen mit einem hohen

Trainingspensum oder mit zunehmendem Alter.

AG1 ist ein Produkt, das schon früher ansetzt.

Durch die tägliche Zufuhr der vielen enthaltenen

Nährstoffe kann das Entstehen von Nährstofflücken

von vornherein vermieden werden. Dies gilt natürlich

ebenso nur in Kombination mit einem ansonsten

gesunden und ausgewogenen Lebensstil.

2Welche Auswirkungen kann ein Nährstoffmangel

auf den Körper haben?

Ein Nährstoffmangel zeigt sich bei jedem auf eine

unterschiedliche Weise. Ich empfehle jedem, regelmäßig

Vorsorgeuntersuchungen und Bluttests vom

Arzt durchführen zu lassen. So kann man direkt

reagieren und einem solchen Mangel frühzeitig entgegenwirken.

Seit der Pandemie hat sich das Gesundheitsbewusstsein

bei vielen Menschen verändert.

3

Jetzt nähern wir uns langsam wieder dem

Winter. Wie können wir uns gegen Infektionen

schützen und unser Immunsystem auf Vordermann

bringen?

Damit unser Immunsystem Krankheitserreger besser

bekämpfen kann, sind die Ernährung, Bewegung an der

frischen Luft, ausreichend guter Schlaf und ein ausgeglichenes

Leben grundlegend. Sehr effektiv ist es auch,

den Körper gezielt kontrastierender Kälte und Wärme

auszusetzen, denn das stärkt die Stressresistenz. Wer zu

wenig Sonnenlicht abbekommt, sollte die zusätzliche

Einnahme von Vitamin D in Erwägung ziehen.

Inhaltsstoffe in AG1, die das

Immunsystem unterstützen:

• Kupfer

• Folat

• Selen

• Zink

• und die Vitamine A, B12, B6, und C

4

Inwiefern beeinflusst unsere Ernährung auch

die Psyche?

Der Körper sollte ganzheitlich betrachtet werden, und

diverse Studien haben gezeigt, dass unser mentales

Wohlbefinden stark davon beeinflusst wird, was wir

zu uns nehmen. In belastenden Phasen produziert der

Körper freie Radikale. Nehmen wir nicht genug antioxi-

Ralph Esposito

Head of Nutrition bei AG1

dative Lebensmittel zu uns, die diese neutralisieren,

kommt es zu oxidativem Stress. Bekannte Stoffe mit

antioxidativer Wirkung sind die Vitamine C und E, die

Mineralstoffe Selen und Zink.

5Was können wir also tun, um sowohl unseren

Körper als auch unseren Geist fit zu halten?

Das ist eine sehr individuelle Aufgabe, da jeder

Mensch unterschiedlich ist. Welche Routinen tun mir

gut? Was braucht mein Körper? Viele unterschätzen

einzelne Faktoren wie zum Beispiel Schlaf, dessen Vernachlässigung

schwerwiegende Auswirkungen auf die

Zellerneuerung haben kann. Ich achte sehr auf einen

ausgeglichenen Lebensstil. Daher meditiere ich auch

regelmäßig, um nicht nur den Körper, sondern auch

den Geist fit zu halten. Egal was man tut – Disziplin

ist überall wichtig. Unsere Gewohnheiten bestimmen

letztendlich unsere Lebensqualität.

1. Folat, Niacin, Pantothensäure und die Vitamine B2 (Riboflavin), B12 und B6 tragen zur Verringerung von Müdigkeit und

Ermüdung bei. Zink und Pantothensäure tragen zu einer normalen geistigen Leistung bei.

Alle LeserInnen erhalten einen Jahresvorrat Vitamin D3&K2 und

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das Immunsystem (1)

den Energiehaushalt (2)

die hormonelle Gesundheit (3)

die geistige Fitness (4)

von Athletic Greens unterstützt

deine tägliche Nährstoffversorgung:

Ein Messlöffel, eine Minute, einmal

täglich. Einfach in der Zubereitung,

komplex in der Zusammensetzung,

vielseitig wie du*.

AG1 ist zwar grün, enthält aber so viel mehr als Grünzeug:

75 hochwertige und natürliche Zutaten, die die tägliche

Nährstoffversorgung unterstützen und die Ernährung

optimieren. Nimm deine Gesundheit selbst in die Hand.

GESUNDHEITSBEZOGENE ANGABEN:

* Bitte achte auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene

Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Für beste Ergebnisse

täglich einen Messlöffel (12g) in kaltes Wasser auflösen und

konsumieren. Außer Reichweite von Kindern aufbewahren.

Schwangere und Stillende werden gebeten, vor dem Konsum

jeglicher Nahrungsergänzungsmittel medizinisches Fachpersonal zu

konsultieren. Die tägliche Mengenempfehlung nicht überschreiten.

(1) Kupfer, Folat, Selen, Zink und die Vitamine A, B12, B6, und C tragen

zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

(2) Kupfer, Biotin, Niacin, Pantothensäure, Thiamin und die

Vitamine B2 (Riboflavin), B12, B6 und C tragen zu einem normalen

Energiestoffwechsel bei.

(3) Vitamin B6 trägt zur Regulierung der normalen Hormonaktivität bei.

(4) Zink und Pantothensäure tragen zu einer normalen geistigen

Leistung bei.


4

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FOTO: URBAN ZINTEL

1Herr Krömer, als Comedian sind Sie

Vollprofi und haben immer einen

flotten Spruch auf den Lippen. In

Ihrem Buch sprechen Sie ganz offen

über Ihre Depression und den Umgang

mit Ihrer Erkrankung. Warum

war das für Sie so wichtig?

Ich wollte das einfach nicht mehr mit mir

rumtragen und mich verstecken. Deswegen

habe ich mich entschlossen,

Klartext zu reden. Durch das Buch ist die

Katze aus dem Sack und gleichzeitig das

Problem aus meinem Kopf. Ich muss mir

keine Ausreden mehr einfallen lassen

und Geschichten erfinden, damit das

auch ja keiner mitbekommt. Außerdem

müssen es die Leute auf den Schirm

bekommen, dass eine Depression eine

Krankheit ist und kein Grund, sich zu

verstecken.

2Rückblickend betrachtet: Wie

haben Sie den Spagat zwischen

Depression im Privaten und dem

immer funktionierenden Komiker

auf der Bühne empfunden?

Ich wusste es lange Zeit gar nicht.

Rückblickend habe ich 30 Jahre mit

Beinbruch im Kopf

Kurt Krömer ist einer der bekanntesten und

beliebtesten Comedians in Deutschland. Und

er litt viele Jahre unter einer Depression,

die am Tiefpunkt sein komplettes Leben

lahmgelegt hat. In seinem Buch „Du darfst

nicht alles glauben, was du denkst“ erzählt er

von seinem Weg heraus aus der Krankheit.

Warum er diesen öffentlichen Weg gewählt

hat und warum viel mehr Menschen über

ihren seelischen Zustand reden sollten,

erzählt er uns im Interview.

Text Miriam Hähnel

einer Depression gelebt, aber die Diagnose

wurde erst ein halbes Jahr vor meinem

Klinikaufenthalt gestellt. Eigentlich

dachte ich vor zwölf Jahren, dass ich

über den Berg bin, als ich aufgehört habe,

Alkohol zu trinken. Der schwarze Hund

war aber immer noch da. Klar, ich war

immer wieder bei verschiedenen Ärzten,

aber mir wurde immer gesagt, dass das

einfach der Stress sei. Insofern kann ich

nur über das halbe Jahr vor der Klinik

sprechen. Ich hatte in der Zeit noch

vier Auftritte, bei denen ich wusste: Ich

bin krank. Das war gruselig, weil ich da

rückblickend erkannt habe, wie man sich

selbst über Jahre bescheißen kann.

3Wie haben Sie sich nach der

Diagnose gefühlt?

Als ich zum Vorgespräch in der Klinik

war, war ich vollkommen am Ende. Der

Arzt hat dann einen Gesprächstest mit

mir durchgeführt, mit dem ein Arzt

direkt feststellen kann, ob man eine

Depression hat und wie schwer sie

ausgeprägt ist. Als er dann sagte, dass ich

eine schwere Depression habe, bin ich erst

mal zusammengebrochen. Ich habe laut

geschrien und geweint, aber ich war

glücklich, dass das Kind endlich einen

Namen hat. Klar, die Diagnose ist nicht

schön, aber ich wusste, dass mir jetzt

geholfen werden kann.

Eigentlich dachte ich

vor zwölf Jahren, dass

ich über den Berg bin,

als ich aufgehört habe,

Alkohol zu trinken.

Der schwarze Hund war

aber immer noch da.

Denken Sie, dass es Männern

4 schwererfällt, sich mit einer

solchen Diagnose auseinanderzusetzen?

Ja, auf jeden Fall. Allein wenn man an das

Thema Darmkrebsvorsorge oder an den

Check beim Urologen denkt, sind Männer

viel zu inaktiv. Ich denke, Männer

tendieren dazu, vieles mit sich selbst

auszumachen. Sie reden zu wenig mit

anderen, obwohl das ein ganz wichtiger

Schritt wäre. Und auch wenn wir uns das

nicht eingestehen wollen, spielt da unser

veraltetes Männerbild sicher eine große

Rolle, auch wenn wir mittlerweile anders

darüber sprechen und uns wünschen, dass

sich das verändert.

5Wie haben Sie die Zeit in der Klinik

empfunden?

Ich hatte eine wahnsinnige Angst davor.

Für mich war deswegen die Tagesklinik die

passende Lösung, weil ich dort morgens

hingegangen bin und abends in meinem

eigenen Bett schlafen konnte. Das hat mir

das Gefühl gegeben, nicht vollkommen

von der Außenwelt abgeschnitten zu

sein und am „echten Leben“ teilhaben zu

können.

Was man in der Klinik aber erst mal

lernen muss, ist, dass man dort kein Exot

ist. Man denkt ja immer, man wäre der

krasseste Fall, hätte die schlimmsten und

abartigsten Gedanken.

Dort zu merken, dass es allen so geht und

dass man verstanden wird, war rückblickend

eine echt tolle Erfahrung. Ich musste

mich dort nicht erklären, wenn ich zum

Beispiel einfach losgeweint habe.

Weil jeder wusste: Der steckt jetzt in einem

Schub und braucht die Zeit für sich.

6Haben Sie Strategien, die Ihnen

helfen, wenn Sie merken, dass es

irgendwie zu viel wird?

Erst mal muss ich sagen, dass ich nach

Aussage meiner Ärzte gut aus der

Depression herausgefunden habe. Ich

habe also keine Depression mehr. Der

Unterschied ist, dass ich jetzt direkt weiß,

wen ich anrufen kann und was zu tun ist,

wenn ich merken sollte, dass es mir nicht

gut geht. Aber damit beschäftige ich mich

nicht aktiv, weil es mir gut geht und ich

mich nicht in solchen Gedanken verlieren

will. Und besonders als Mensch, der von

einer Depression betroffen war, muss

man eines ganz neu lernen: Manchmal

hat man einfach nur einen Scheißtag,

und am nächsten Morgen sieht die Welt

schon wieder anders aus!

Was würden Sie Menschen ans

7 Herz legen, denen es seelisch nicht

gut geht, oder auch Menschen, die sich

um Nahestehende sorgen?

Direkt zum Arzt zu gehen. Das muss auch

nicht direkt ein Psychologe sein, schon

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„Eine Depression ist

nicht greifbar.

Aber man kann sie in

den Griff bekommen.“

Andy, Betroffener

Hol dir Hilfe. Eine Depression ist gut behandelbar.

Informiere dich auf www.gemeinsam-gegen-depression.de

Janssen-Cilag GmbH


Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info 5

der Hausarzt kann einschätzen, ob man

eine Depression hat und wie schwer sie

ausgeprägt ist. Man kann bei der Seelsorge

anrufen oder sich bei der Deutschen

Depressionshilfe informieren:

Hier gibt es auf der Website auch einen

Selbsttest, mit dem man abschätzen

kann, ob man depressiv sein könnte.

Menschen, die sich um jemanden sorgen,

der ihnen nahesteht, sind natürlich

genauso mitbetroffen wie der Erkrankte

selbst. Aber auch sie können sich

informieren und Hilfe anbieten, ein

offenes Ohr kann da schon viel bewirken.

Bleibt im Austausch, das ist das

Allerwichtigste!

8Was muss Ihrer Meinung nach

passieren, damit die Versorgung

von Menschen, die von einer Depression

betroffen sind, sich

verbessert?

Es muss in unserem Gesundheitssystem

ankommen, dass es über fünf Millionen

Betroffene in Deutschland gibt, die

angemessen versorgt werden müssen,

dass deren Versorgung immer individuell

ist und dass das unsere Kassen nun mal

eine ganze Menge Geld kostet, wenn man

diesem Anspruch gerecht werden möchte

und diesen Menschen helfen will. Ich

bin privat versichert, dadurch ging es mit

dem Platz in der Klinik sehr schnell. Das

ist bei gesetzlich Versicherten oft anders,

und das ist ein Problem. Daher muss man

hier die Leute aktivieren, die erkrankt

sind, damit sie auch einfordern, was ihnen

an gesundheitlicher Versorgung zusteht.

Denn wenn sich jemand ein Bein bricht,

wird auch nicht infrage gestellt, dass er

behandelt werden muss und dann acht

Wochen Genesungszeit braucht. Das versteht

dann auch jeder Arbeitgeber. Aber

genau das sollte auch bei psychischen

Erkrankungen normal sein. In dem Fall ist

es dann eben ein Beinbruch im Kopf, der

heilen muss.

In vielen – auch stressigen – Situationen greifen viele unüberlegt zu einem vermeintlich

entspannenden alkoholischen Getränk. Doch was, wenn dies zur Gewohnheit wird und man

Gefahr läuft, in die Abhängigkeit zu rutschen? Wenn Sie folgende Fragen häufig mit „Ja“

beantworten können, liegt vielleicht eine Abhängigkeit vor. Lassen Sie sich ärztlich beraten!

Haben Sie betrunken etwas getan, das Sie in nüchternem Zustand bereut haben?

Haben Sie schon einmal einen wichtigen Termin verpasst, weil Sie betrunken oder verkatert waren?

Haben Sie sich wegen Ihres Alkoholkonsums krankschreiben lassen, oder hat die Qualität Ihrer Arbeit

darunter gelitten?

Haben Sie Ängste, Ihr Leben nicht mehr bewältigen zu können?

Machen Sie sich Gedanken darum, wie Sie Alkohol organisieren können – und wie Sie die leeren Flaschen

wieder loswerden?

Hatten Sie betrunken einen Streit, den Sie nüchtern nicht gehabt hätten?

Burnout

kann jeden treffen – Sie auch?

Text Holger Kracke

„Für Burnout habe ich keine Zeit.“ Ein

häufig gehörter und ebenso irriger Satz.

Es fällt auch heute noch vielen Männern

schwer, über das Thema Überforderung

zu sprechen. Gut, dass psychische Erschöpfung

in der Gesellschaft zunehmend

akzeptiert wird und kein Anzeichen von

Schwäche ist. Ganz im Gegenteil, darüber

zu sprechen, zeigt eine große Stärke.

Mit dem folgenden Selbsttest können Sie

feststellen, ob Sie sich noch im grünen

oder bereits im kritischen Bereich bewegen.

Wichtig ist, dass es eine Veränderung von

früher zu heute gegeben haben muss.

Sind Sie also schon immer ein Einzelgänger

gewesen, ist zum Beispiel der soziale

Rückzug einfach ein Teil Ihrer Persönlichkeit.

Wenn Sie mindestens vier Punkte

mit „Ja“ beantworten, sollten Sie sich Unterstützung

durch einen Experten suchen.

Die Ursachen für alle hier genannten

Symptome können vielfältig sein.

Holger Kracke

Mr. Feelgood, Speaker, Trainer,

für Burnout-Prophylaxe und Prävention e. V.

Körperlich kann ein Check beim Arzt

Klarheit verschaffen. Daneben sind

anerkannte Burnout-Tests wie der

Arbeitsbezogene Verhaltens- und

Einstellungsmuster-Test (AVEM) ideal

geeignet, das Gefährdungspotenzial

zu ermitteln. Daraus lassen sich dann

Handlungsoptionen ableiten, um

einen Burnout zu vermeiden.

Für mehr Informationen zum AVEM-

Test schreiben Sie gern eine E-Mail an

hallo@holgerkracke.com.

1. Ich habe Konzentrationsschwierigkeiten!

2. Trotz Auszeiten finde ich keine Erholung!

3. Ich ziehe mich gerne zurück!

4. Ich kann nichts mehr genießen!

5. Auch kleine Aufgaben sind zunehmend anstrengend!

6. Es ist doch eh sinnlos!

7. Ich bin ständig erschöpft!

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6

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Trainer Neururer – 10 Jahre nach dem Infarkt:

Ich lebe gelassener!

Peter Neururer ist seit fast 40 Jahren als Fußballtrainer in allen deutschen Ligen zu Hause. 2012 erlitt er einen Herzinfarkt.

Im Interview erzählt der Sportler durch und durch, wie dieser Moment sein Leben nachhaltig veränderte.

Text Doreen Brumme

Peter Neururer, Sie erlitten 2012

auf dem Golfplatz einen Herzinfarkt.

Ist Ihnen die Ursache

dafür bekannt? An mangelnder

Fitness kann es nicht gelegen haben:

Ich hatte am Vortag noch 90 Minuten

Fußball gespielt und einen Gesundheitscheck

hinter mir, der unauffällig gewesen

war. Mein Arzt machte zwei Dinge für

den Infarkt verantwortlich: Zum einen

litt ich damals an dem Luxus „akuter

Freizeitstress“. Ich war für zwei, drei

Monate ohne Trainervertrag und machte

aktiv Urlaub: Ich fuhr mit meiner Harley

durch die USA, spielte Golf ... was man

so macht. Doch während andere zwei,

drei Wochen lang ein spaßiges Event

nach dem anderen erleben, waren es

bei mir zwei, drei Monate. Das ging mir

irgendwann sogar ziemlich auf den

Geist. Zum anderen war ich bis dahin

Raucher. Ich kam auf eine Schachtel pro

Tag, an Spieltagen auch mal auf mehr.

War und ist denn Ihr Leben als Fußballtrainer

in den deutschen Ligen nicht

auch purer Stress für Sie? Meine Arbeit

als Trainer habe ich nie als Stress

empfunden. Mein Trainerdasein hat

mich immer komplett erfüllt – das tut es

bis heute!

Merkten Sie damals, dass Sie gerade

einen Infarkt erlitten?

Überhaupt nicht – der kam aus heiterem

Himmel! Ich stand an jenem Tag im Juni

an Loch 17 auf dem Golfplatz. Hatte den

zweiten Ball schön im Bunker (eine mit

Sand gefüllte Fläche auf dem Golfplatz,

die als Hindernis dient – Anmerkung

der Redaktion). Dann weiß ich nichts

mehr ... Ich soll noch den dritten Ball an

die Fahne geschlagen haben, berichtete

man mir, als ich vier Tage später auf der

Intensivstation aus dem künstlichen

Koma aufwachte.

Als ich im Krankenhausbett aufwachte,

sah ich verwundert auf die verheulten

Gesichter meiner Frau und meiner beiden

Kinder. Mein Freund und Arzt

stand auch neben mir und hatte meiner

Familie gerade erklärt, dass ich gleich

aufwachen würde und man dann

schauen müsste, ob ich gleich wieder der

Alte sei ... Ich schaute an mir herunter

auf die Kabel und Schläuche, an die ich

angeschlossen war, und fragte: „Was soll

denn der Scheiß?“ Meine Frau lächelte

unter Tränen und meinte: „Peter hat

nichts, der ist schon wieder ganz er selbst!“

Ich rege mich

bewusst nicht

mehr über

Dinge auf,

die ich nicht

beeinflussen

kann.

Und was soll ich sagen, sie hatte recht:

Dass man mir sogenannte Stents, also

Gefäßstützen, die die Blutgefäße offenhalten,

eingesetzt hatte, merkte ich

nicht. Das Einzige, was schmerzte,

waren die bei der Wiederbelebung zu

Bruch gegangenen Rippen. Zu meinem

großen Glück war in meinem Golf-Flight

(Gruppe von Golfspielern, die gemeinsam

von Loch zu Loch spielen – Anmerkung

der Redaktion) ein Rettungssanitäter.

Ohne dessen beherztes Eingreifen

wäre ich wohl nicht lebend vom

Golfplatz gekommen.

Ansonsten fühlte ich mich nach der

Reha so gut wie vorher. Beim ersten

Spiel kurz ' nach dem Infarkt saß ich

auf der Trainerbank – voll verkabelt.

Meine Befindlichkeit wurde live an die

Ruhr-UniBochum übertragen. Ich hatte

selbst in brenzligen Spielsituationen beste

Werte und bekam die Freigabe, wieder

uneingeschränkt zu arbeiten.

Haben Sie nach dem Infarkt etwas an

Ihrem Lifestyle geändert? Als mein Arzt

mir riet, das Rauchen aufzugeben, tat ich

genau das. Von heute auf morgen.

Fiel Ihnen das schwer? Nein. Wenn ich

einmal „Nein“ sage, dann bleibe ich

dabei. Meine Frau raucht noch immer,

die alltägliche Versuchung kann ich gut

ignorieren. Ansonsten ließ ich fast alles

beim Alten: Ich ernähre mich nach wie

vor vernünftig und bewege mich. Ich

spiele Fußball, fahre Ski, mache jeden

Tag Sport.

Fast alles ...? Früher trank ich gern mal

einen Whisky. Heute genieße ich ab und an

mal ein Glas Wein, harter Alkohol kommt

mir aber nicht mehr ins Glas.

DemSpiegel sagten Sie damals, dass

Sie keinen Herzschlag mehr gehabt

hätten und tot gewesen wären. Was

macht dieses Wissen, noch mal Glück

gehabt zu haben, mit Ihnen? Ich bin

dankbar. Und lebe gelassener. Ich rege mich

bewusst nicht mehr über Dinge auf, die

ich nicht beeinflussen kann – technische

Fehler meiner Spieler beispielsweise. Ich

genieße jeden Tag, nehme mein Leben nicht

als selbselbstverständlich hin, sondern als

Geschenk.

Lassen Sie sich regelmäßig vom Arzt

checken? Ich lasse machen, was man

machen muss. Aber ich mache jetzt keine

extra Herzchecks oder so. Der Herzinfarkt

kam ja damals aus dem Nix.

Vielen Dank, Peter Neururer, für dieses

Interview!

FOTO: THOMAS RAHM

Herzinfarkt

Anzeichen und Symptome

Kurzatmigkeit

Kalter Schweiß

Schmerzen im linken Arm

Kurzatmigkeit

Schwitzen

Übelkeit oder Erbrechen

Brustdruck

Brustschmerzen

Brustschmerzen

Schwindel

Sorgen oder Unsicherheit


Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info 7

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Herz & Rhythmus Zentrum AG entstanden.

Weitere Informationen

DIE CHIRURGISCHE

ABLATION WIRD IM

OPERATIONSSAAL UNTER

VOLLNARKOSE DURCH-

GEFÜHRT. MIT EINER

KAMERA UND ZWEI

INSTRUMENTEN GELANGEN

DIE CHIRURGEN AN DIE

HERZOBERFLÄCHE, WO

SCHONEND ENERGIE

APPLIZIERT (VERÖDUNG)

UND DAS HERZOHR

ABGETRENNT WIRD. DIE

OPERATION DAUERT CA. 90

MINUTEN, DIE PATIENTEN

KOMMEN IN DER REGEL

AM SELBEN TAG ZURÜCK

AUF IHR ZIMMER UND

BLEIBEN DREI BIS FÜNF

TAGE IN DER KLINIK. EINE

ANSCHLUSSBEHANDLUNG

(REHA) KANN, ABER MUSS

NICHT ERFOLGEN.

FOTOS: HERZ & RHYTMUS ZENTRUM AG

Instrumente eingeführt, um dann auf der

Herzoberfläche ähnliche Verödungen

durchzuführen wie bei der Katheter-

Ablation. Am Ende des Eingriffs entsteht

die Lungenvenenisolation. Zusätzlich

wird das linke Herzohr entfernt, was den

großen Vorteil hat, dass nach dem Eingriff

kein Blutverdünner notwendig ist. Dieser

Eingriff ist sehr effektiv und wird nicht

wiederholt.

Hybridablation

Hybrid-Operation

gegen Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung überhaupt. Wenn

Medikamente nicht helfen – oder anstelle dessen – kann eine Ablation in Betracht

gezogen werden, um das lästige Vorhofflimmern in den Griff zu bekommen.

Bei hartnäckigen Fällen kommt die chirurgische Ablation zum Tragen.

Die Zusammenarbeit von Elektrophysiologen

(Kardiologe) und Herzchirurgen

offeriert eine signifikante Erweiterung der

Möglichkeiten, insbesondere für Patienten

mit komplexem VHF.

Diese neue und innovative Zusammenarbeit

wird “HeartTeam“ genannt und

basiert auf einem therapeutischen

Hybridansatz. Ob zuerst chirurgisch oder

nichtchirurgisch interveniert wird, hängt

von der individuellen Situation ab. Oft

sind die ursprünglich geplanten zweiten

Eingriffe nicht mehr nötig. Neuste

Studien zeigen, dass die Kombination

beider Verfahren die Ergebnisse bei

der interventionellen Behandlung von

Vorhofflimmern deutlich verbessern

kann.

Patientensicherheit im Fokus

Text Prof. Dr. med. Sacha P. Salzberg

Vorhofflimmern (VHF) findet

sich in den Industrieländern

bei mehr als einem Prozent der

Bevölkerung. Ausgelöst wird

das VHF meist durch Extraschläge, die

zu mehr als 95 Prozent aus versprengten

Herzmuskelzellen in den Lungenvenen

kommen. Der resultierende unregelmäßige

und oft auch schnelle Herzschlag

erzeugt Symptome wie Herzstolpern,

Herzrasen, Atemnot und Angst. Bei der

Behandlung des VHF geht es um drei

Dinge: Verhinderung eines Schlaganfalls,

Vermeidung von Langzeitschäden und

um die Verbesserung der Lebensqualität.

Behandlungsstrategien

Katheter-Ablation

Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung

durchgeführt. Mit einem Katheter, der

über die Leiste ins Herz vorgeschoben

wird, kann eine elektronische Landkarte

aus dem Herzinnern gewonnen werden. Mit

diesem präzisen Bild der Herzrhythmusstörung

kann dann das verantwortliche

Gewebe verödet werden, sodass die Herzrhythmusstörung

terminiert wird. Dieser

Eingriff wird “Lungenvenenisolation“

genannt und ist der Grundbaustein der

Vorhofflimmer-Ablation. In bestimmten

Fällen und um einen nachhaltigen Erfolg

zu erzielen, können mehrere Eingriffe

notwendig sein.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen

Hybrideingriff bei VHF durchzuführen.

Wir verfolgen das sogenannte “Staged

Hybrid“- Konzept. Das bedeutet, dass

elektrophysiologische und chirurgische

Interventionen zeitlich getrennt und nur

bei Bedarf durchgeführt werden. Das

führt zu einer Vermeidung überflüssiger

Ablationen und erhöht damit auch langfristig

die Sicherheit für den Patienten,

ohne die Effektivität dieses Konzepts zu

vermindern. Im Mittelpunkt steht dabei,

den Patienten so effektiv wie nötig und so

schonend wie möglich zu behandeln.

Kontakt:

Prof. Dr. med. Sacha P. Salzberg

Facharzt für Herzchirurgie in München

Die Behandlung von Patienten mit VHF

erfolgt entweder medikamentös oder

invasiv über eine Ablation. Vielen symptomatischen

Patienten wird die Katheter-

Ablation als effektivste Therapieoption

empfohlen. Somit ist – je nach Situation –

eine invasive Strategie eventuell schon

vor der Einnahme von Medikamenten

möglich.

Chirurgische Ablation

Bei hartnäckigen Fällen lässt sich auf eine

einzigartige Methode zurückgreifen. Die

chirurgische Ablation ist eine

minimalinvasive Operation. Sie wird

durch Herzchirurgen unter Vollnarkose

durchgeführt. Durch kleine Schnitte an

der Brustwand werden Kamera und

Praxis OZ Theresie

Sprechstunde Prof. Salzberg

Theresienhöhe 13A

80339 München , Deutschland

Tel. +49 89 800 322 96

Fax +49 89 910 10 36

Email: info@swiss-ablation.com

Web: www.swiss-ablation.com


8

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Scheut „Mann“ sich vor einer BPH-Therapie aus

Angst vor Impotenz und Ejakulationsproblemen?

Urologen empfehlen ihren Patienten mit Prostataproblemen dringend die Ursachen abklären zu lassen und

eine möglichst frühe Behandlung zu suchen, um gravierendere Probleme zu vermeiden.

Text Grainne Paar

Als niedergelassener Urologe sehen Sie

täglich Patienten, die an den Symptomen

einer vergrößerten Prostata

(BPH) leiden. Wann ist der richtige Zeitpunkt

für einen Mann, seinen Urologen zu konsultieren?

Männer sollten Rat bei Ihrem Arzt einholen, sobald sie

unangenehme Symptome haben, wie z.B. Schwierigkeiten,

den Urinstrahl zu initiieren, einen schwachen

Strahl haben oder oft die Toilette aufsuchen müssen.

Diese Symptome werden häufig von einer vergrößerten

Prostata verursacht, welche die Harnröhre

einengt und blockiert. (1)

Das Aufschieben der Behandlung kann bei Männern

andauernde Symptome zur Folge haben, die sich

negativ auf ihre Lebensqualität auswirken.

Sie gehen außerdem das Risiko ein, dass sich

diese Symptome mit der Zeit verschlimmern

und sie am Ende sogar unfähig werden, Wasser

zu lassen. Aus diesem Grund, ist eine frühe

Identifikation und Behandlung einer BPH so

wichtig. Es gibt minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten,

die in klinischen Studien belegt

haben, dass sie die sexuellen Funktionen

erhalten.* (2) Je früher der Patient sich und seine

Symptome dem Arzt vorstellt, desto mehr Behandlungsoptionen

stehen zur Verfügung.

Welche Kriterien führen dazu, dass Sie dem

Patienten eine bestimmte BPH-Behandlungsoption

empfehlen ?

Das ist ganz individuell und unterschiedlich.

Zunächst muss man herausfinden,

was dem Patienten wichtig ist.

Basierend auf diesen Erkenntnissen wird gemeinsam

ein Behandlungsplan erstellt. Für sexuell

aktive Männer beispielsweise, ist die retrograde

Ejakulation, die eine medikamentöse Therapie

auslösen könnte, ein großes Thema.

Viele Patienten haben aber auch Angst vor konventionellen,

chirurgischen Eingriffen wie z. B. der

Transurethralen Resektion der Prostata (TURP),

weil sie das mögliche Risiko der Impotenz oder

Inkontinenz nach solchen Eingriffen fürchten. (1)

Haben Patienten eine Wahlmöglichkeit zwischen

verschiedenen chirurgischen Optionen oder

bestimmt ihr Zustand, welcher Eingriff für sie

geeignet ist?

Behandlungspläne können sehr komplex ausfallen,

viele Faktoren spielen eine Rolle bei der Entscheidung

für die beste Behandlungsalternative für

den Patienten. Aber natürlich, der Patientenwille

spielt eine Rolle. Es gibt verschiedene chirurgische

Behandlungsoptionen für Patienten. Neben

der TURP gibt es einige neuere Behandlungsalternativen.

Beispielsweise Behandlungen mit

Wasserdampf, Laser oder anderen Methoden. Der

Prostatische Urethrale Lift (PUL) ist ein minimalinvasiver

Eingriff, der gemäß klinischen Studien

erwiesenermaßen die sexuellen Funktionen erhält. (2) *

Viele Männer, bei denen BPH diagnostiziert wurde,

könnten geeignete Kandidaten für diese Behandlungsalternative

sein.

BPH- Behandlungsoptionen:

• Kontrolliertes Abwarten

• Medikamententherapie

• Minimalinvasive Eingriffe

• Chirurgische Eingriffe

Über die Benigne Prostata Hyperplasie (BPH)

Benigne Prostata-Hyperplasie (BPH), auch bekannt

als vergrößerte Prostata, ist weit verbreitet. Es betrifft

über 40% aller Männer in ihren 50ern und über

70% aller Männer in ihren 60er-Jahren. Die BPH

kann unangenehme Symptome im Harntrakt verursachen.

Die vergrößerte Prostata kann die Harnröhre

verengen bzw. sogar blockieren. Undiagnostiziert

oder unbehandelt kann die BPH einen Einfluss auf

die Lebensqualität bewirken. (3,4)

* Kein Auftreten von neu erworbenen, erektilen oder ejakulatorischen

Dysfunktionen in der LIFT-Zulassungsstudie.

1.

AUA BPH Guidelines 2003, 2020

2.

Roehrborn, J Urol 2013

3.

Berry, J Urol 1984

4.

Speakman, BJU Int 2015

Dr. Durmaz

Urologe aus

Nürnberg

Mit freundlicher Unterstützung von Teleflex. Teleflex, das Teleflex-Logo und Urolift sind Marken oder eingetragene Marken von Teleflex Incorporated oder ihrer Tochtergesellschaften in

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mit geringem Risiko bei gleichzeitigem

Erhalt der sexuellen Funktion 1-3*

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*Keine Fälle von neuen, dauerhaften Erektions- oder Ejakulationsstörungen in der LIFT-Zulassungsstudie.

Quellen: 1. Roehrborn J Urology 2013 LIFT Study 2. Roehrborn et a. Can J Urol 2017 3. Shore Can J Urol 2014

Indiziert für die Behandlung der Sympto me einer vergrößerten Prostata bis zu 100cc bei Männern ab 50 Jahren. Wie bei jedem medizinischen Verfahren können die Ergeb nisse individuell

variieren. Die häufigsten Nebenwirkungen sind vorübergehend und umfassen Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, Blut im Urin, Beckenschmer zen, dringenden Harndrang und/

oder die Unfähigkeit, den Harndrang zu kontrollie ren 1 . Seltene Nebenwirkungen, einschließ lich Blutungen und Infektionen, können zu einem ernsten Ergebnis führen und erfor dern

möglicherweise einen Eingriff. Weitere Informationen finden Sie in der Gebrauchsanweisung.

Teleflex and the Teleflex logo and UroLift are trademarks or registered trademarks of Teleflex Incorporated or its affiliates in the U.S. and/or other countries.

All other trademarks or registered trademarks are the property of their respective owners. © 2022 Teleflex Incorporated. All rights reserved. MCI-2022-0456-DE · 07 22


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Darüber spricht Man(n) nicht!

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Fast jeder Mann ist in seinem Leben damit konfrontiert, dass die

Prostata (Vorsteherdrüse), die sich unterhalb der Harnblase befindet,

mit zunehmendem Alter wächst und die Harnröhre einengt.

Diese Erscheinung, auch als gutartige

Prostatavergrößerung (lat. benigne Prostatahyperplasie,

BHP) bezeichnet, tritt bei 50 % aller Männer im Alter

zwischen 50 und 60 Jahren auf. Als Ursache dieses

Wachstums wird eine Veränderung des Hormonhaushaltes

im Alter angenommen. Diese Vergrößerung der Prostata

verursacht zunächst geringe Beschwerden beim

Wasserlassen, die jedoch unbehandelt zunehmen.

Ein schwächer werdender Harnstrahl,

eine verzögerte Blasenentleerung

und häufiger Harndrang

sind erste Anzeichen

einer Vergrößerung.

Dies kann insbesondere

in der Nacht störend

sein, wenn aufgrund des

häufigen Harndranges ein

Durchschlafen nicht mehr

möglich ist. Regelmäßige

urologische Untersuchungen

helfen, die Krankheit frühzeitig

zu erkennen und eine bösartige

Prostataerkrankung auszuschließen. Bei Beschwerden

im Anfangsstadium kann eine medikamentöse Therapie

große Erleichterung bieten. Für dieses frühe Stadium

eignen sich besonders pflanzliche Arzneimittel, da sie

die Beschwerden lindern können und dabei nahezu

nebenwirkungsfrei sind. Seit vielen Jahren hat sich hierbei

vor allem ein Pflanzenwirkstoff zur schonenden Therapie

bewährt. Das Arzneimittel Harzol® enthält Phytosterol

(ß-Sitosteron), einen Pflanzenextrakt, der seinen Ursprung

in der südafrikanischen Heilpflanze Hypoxis rooperi hat

und aus dem Holz von Pinus- und Picea-Arten (Kiefern

und Fichten) gewonnen wird. In klinischen Studien konnte

die Überlegenheit von Harzol® gegenüber Placebo

bei beginnender Symptomatik (Stadium I und II) einer

vergrößerten Prostata an einem großen Patientenkollektiv

gezeigt werden. Das Präparat kann über einen längeren

Zeitraum eingenommen werden und lindert die typischen

Beschwerden schon nach kurzer Zeit.

Harzol® wird in Deutschland hergestellt.

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.harzol.de

ANWENDUNGSGEBIETE: Prostatamittel pflanzlicher

Herkunft. Zur symptomatischen Behandlung der

benignen Prostatahyperplasie (gutartige Vergrößerung

der Vorsteherdrüse).

Die

benigne Prostatahyperplasie

betrifft in

Deutschland nach der Herner

Studie mehr als 3 Millionen

Männer und tritt ab dem 50.

Lebensjahr mit steigendem

Risiko auf.

HINWEIS: Dieses Arzneimittel bessert die

Beschwerden bei einer vergrößerten

Prostata, ohne die Vergrößerung

selbst zu beheben. Bitte suchen Sie

in regelmäßigen Abständen

Ihren Arzt auf. Insbesondere

bei Blut im Urin oder bei akuter

Harnverhaltung sollte ein Arzt

aufgesucht werden.

WARNHINWEISE: Enthält Glucose und

Lactose-Monohydrat.

Viele Krankenkassen erstatten

Harzol® ganz oder anteilig.

Sprechen Sie Ihre Krankenkasse an!

Erfahren Sie mehr im Erklärvideo

oder auf www.harzol.de

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10

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Probleme mit der Blase?

Das sollte Mann dann wissen

Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Harndrang, der nicht mehr zu halten ist: Damit haben

Millionen von Männern zu kämpfen. Wichtig ist dann eine ärztliche Abklärung. Meist heißt dann die

Diagnose: gutartig vergrößerte Prostata. Zur Behandlung gibt es effektive Möglichkeiten.

Text Prof. Dr.

Andreas Wiedemann

Prof. Dr. Andreas

Wiedemann

1. Vorsitzender der

Deutschen Kontinenz

Gesellschaft

und Chefarzt der

Klinik für Urologie

im Evangelischen

Krankenhaus

Witten

FOTO: VOLKER BEUSHAUSEN

Auch Männer sind anfällig für

Blasenprobleme. Bei manchen

beginnen sie bereits kurz

nach dem 40. Geburtstag. Ist

die Blasenfunktion gestört, kann das

den Alltag sehr belasten, vor allem wenn

dies mit unkontrollierbarem Urinverlust

verbunden ist. Das Risiko für Inkontinenz

steigt mit dem Älterwerden. So sind

hierzulande Männer und Frauen über 70

Jahren in gleicher Zahl betroffen, jeweils

knapp die Hälfte von ihnen. Die positive

Nachricht: Mit einem gesunden

Lebensstil, ausgewogener Ernährung

und regelmäßigem Sport lässt sich

Inkontinenz in hohem Maß vorbeugen.

Bei Männern ist die Ursache für

Kontinenzprobleme oder Störungen

beim Wasserlassen meist eine gutartig

vergrößerte Prostata, fachlich benignes

Prostatasyndrom (BPS). Das Wachstum

der Drüse ist ein normaler Prozess, auch

hormonelle Einflüsse und genetische

Veranlagung spielen eine Rolle. In der

Folge kann die Harnröhre, die mittig

durch das kleine Organ läuft, verengt

sein. Das kann zu belastenden Beschwerden

führen. Typisch ist: Der

Harnstrahl wird schlechter und trotz

Harndrang dauert es, bis die erstenTropfen

kommen. Bildet sich Restharn in der

Blase, kann sich die Prostata entzünden,

bei einer Infektion der Blasenschleimhaut

sind Blutungen möglich. Eine

weitere Störung entsteht vielfach,

weil die Blase gegen das entstandene

Hindernis arbeiten muss, um sich zu

entleeren: Sie entwickelt sich zu einer

Reizblase. Ein klassisches Symptom

ist neben häufigem Wasserlassen auch

unkontrollierbarer Harndrang. Er

kommt so plötzlich auf, dass die Toilette

dann kaum noch rechtzeitig zu erreichen

ist – auch nachts. Auslöser dieser

Dranginkontinenz können aber ebenso

neurologische Erkrankungen sein, etwa

Parkinson oder Schlaganfall.

Macht die Blase Beschwerden, sollte

zeitnah eine Urologin/ein Urologe

aufgesucht werden – um

schwerwiegende Gründe auszuschließen. Der Befund ist unkompliziert

erstellt, etwa über eine Urinuntersuchung, Abtasten

der Prostata, Ultraschalluntersuchung sowie einen Check des

PSA-Werts im Blut. Bei nur leichten Beschwerden kann schon

ein verändertes Trinkverhalten nutzen. Für die Behandlung einer

vergrößerten Prostata gibt es verschiedene Medikamente. Im

ersten Schritt kommen meist pflanzliche Präparate zum Einsatz,

etwa aus Sägepalmextrakt, Brennnesselwurz oder Kürbiskernextrakt.

Sie beruhigen die Blase und haben einen abschwellenden

Effekt auf die Prostata. Das belegen Studien. Bei höherem

Leidensdruck werden, individuell auf den Patienten abgestimmt,

stärker wirkende, „chemische“ Arzneien verordnet. Helfen diese

Maßnahmen nicht, kann an eine Operation gedacht werden:

Heute gibt es verschiedene geprüfte Verfahren, die auf schonende

Weise die Verengung der Harnröhre aufheben. Niemand muss

sich mit Prostatastörungen abfinden. Eine frühzeitige Therapie

kann viel Leid ersparen.

Hier gibt's weitere Infos und Adressen

Auf der Website der Deutschen Kontinenz Gesellschaft finden Betroffene

und Interessierte umfangreiche Informationen zu Harn- und Stuhlinkontinenz bei

Frauen, Männern und Kindern. Plus: örtliche Adressen von anerkannten ärztlichen

Beratungsstellen sowie zertifizierten Kontinenz- und Beckenboden-Zentren.

www.kontinenz-gesellschaft.de

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Ihnen nicht länger peinlich sein!

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Blasenentzündungen gehören ab

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Prävention, wirksam bei akutem

Infekt

Stoppt Harnwegsinfektionen

und verhindert diese dauerhaft;

wie ein Antibiotikum – nur

ohne Nebenwirkungen. D-Mannose

ist ein natürlicher Einfachzucker,

der im Körper nicht verstoffwechselt,

sondern direkt mit

dem Urin wieder ausgeschieden

wird. Das Besondere: Er wirkt

wie ein „Bakterienmagnet“: Gelangt

die D-Mannose in die Blase,

zieht sie die infektiösen Bakterien

an sich und schwemmt

sie mit dem Urin einfach aus.

Selbst Bakterien, die an der Blasenwand

angedockt haben, werden

durch D-Mannose gelöst.

NEBENWIRKUNGSFREI.

So bestätigte die Meta-Analyse

von acht klinischen Studien: D-

Mannose ist in der Lage, wiederkehrende

Harnwegsinfektionen

genauso effizient zu behandeln

wie Antibiotika (Lenger, Stacy M. et

al. (2020)).

L-Methionin – verstärkt die natürliche

Wirkung von D-Mannose

Essentielle Aminosäure mit großer

Aufgabe: Sie macht den Urin

sauer. Da die meisten Erreger in

diesem Milieu nicht überleben

können, verringert sich auch

deren Vermehrung. Auch das

Andocken an der Blasenschleimhaut

wird erschwert. Vorsicht!

Harnwegsinfekte erhöhen den

Methionin-Verbrauch zusätzlich.

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bewährt in der

Volksmedizin

Wirkt entzündungslindernd,

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Resturin wird so schneller

wieder ausgetauscht und Bakterien

können durch den frischen

Nachstrom kaum wachsen.

Goldrutenkraut hilft, häufig wiederkehrenden

Harnwegsinfekten

vorzubeugen. (Yarnell, Eric (2002))

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Movember klärt auf !

Vorsorge rettet Leben

Text Movember Foundation e. V.

Der aktuelle Zustand der Männergesundheit

steckt in der Krise. Männer haben

schlimmere langfristige Gesundheitsprobleme

als Frauen und sterben im Durchschnitt

4,5 Jahre früher. Dass ist eine Tatsache, die

man nicht verschweigen darf, und deshalb spricht

es die gemeinnützige Wohltätigkeitsorganisation

Movember an.

Neben den Themen Despressionen und Suizidprävention

setzt sich Movember gezielt für

die Forschung und Bekämpfung von Prostataund

Hodenkrebs ein – und das ist auch nötig.

Weltweit sind 2020 über 9.000 Männer an

Hodenkrebs gestorben. „Wenn man sich diese

Zahl vor Augen führt, ist man geschockt“, sagt

Anne-Cécile Berthier, Country Director UK und

Europa bei Movember. „Fragt man heute beispielsweise

einen Mann zwischen 20 und 30 Jahren, ob

er sich regelmäßig die Hoden abtastet, ist die

Antwort häufig ein ganz klares Nein. Das ist eine

Situation, die nicht länger tragbar ist, und deshalb

ist eine rechtzeitige und gezielte Aufklärungsarbeit,

die Männer direkt anspricht, so wichtig.“ Männer

leiden anders. Bei Schmerzen und Problemen beißen

Männer eher mal die Zähne zusammen, als sich

medizinische Hilfe zu holen. Oft sehen Männer

keinen Sinn darin, zum Arzt zu gehen, wenn gar

nichts wehtut. Die Einsicht, dass Vorsicht besser

als Nachsicht ist, bleibt leider viel zu häufig auf

der Strecke. Vorsorgeuntersuchungen sind aber

essenziell, wenn man(n) ein gesünderes Leben

führen möchte.

Und aktuelle Zahlen aus Deutschland machen das

leider deutlich. 2020 wurden rund 4.500 Männer

mit Hodenkrebs diagnostiziert – das sind fast zwölf

Männer pro Tag. 158 Männer sind 2020 an ihrer

Erkrankung gestorben, das sind 13 Männer pro

Monat. Die gute Nachricht ist allerdings, dass Hodenkrebs

gut behandelbar ist, wenn er frühzeitig

entdeckt wird.

Junge Männer zwischen 15 und 40 Jahren

haben das höchste Risiko, an Hodenkrebs zu erkranken.

Bei jungen Männern ist es wichtig, dass

sie regelmäßig ihre Hoden untersuchen. Mit der

Größe, der Form und den normalen Unebenheiten

vertraut zu sein, kann dabei helfen, festzustellen,

wenn etwas nicht ganz stimmt. „Wir unterstützen

Männer weltweit durch unsere Arbeit, den

lebenswichtigen Schritt zu einem Arzt ihres Vertrauens

zu gehen, wenn sie merken, dass etwas

nicht stimmt“, sagt Berthier. „Hodenkrebs zählt zu

den am besten therapierbaren und heilbaren Krebserkrankungen,

die Sterblichkeit ist gering. Je früher

Hodenkrebs erkannt wird, desto einfacher ist

die Behandlung und desto besser sind die

Prognosen. Selbst bei fortgeschrittenem Hodenkrebs

bestehen relativ gute Heilungschancen.“

Weitere Informationen rund um die Arbeit der

gemeinnützige Wohltätigkeitsorganisation Movember

finden Sie unter: www.movember.com

Kenne ganz einfach deine Hoden.

Eine Anleitung zum Untersuchen.

WAS IST NORMAL?

Glatt, fest und angenehm zu berühren.

Ein Hoden ist leicht größer als der andere.

Der linke Hoden hängt häufig tiefer.

Lass es dampfen. Eine warme Dusche bereitet

deine Hoden auf das Abtasten vor.

Einen Hoden zwischen Daumen und

Fingern rollen, um auf Knoten, Schwellungen

oder Schmerzen zu prüfen.

Wiederhole dies mit dem anderen Hoden.

WAS NICHT?

Eine Schwellung oder ein Knoten.

Die Hoden fühlen sich schwerer als

üblich an, haben ihre Größe

oder Form verändert oder sie tun weh.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Radiochirurgie Centrum München entstanden.

Das CyberKnife:

Tumore ausschalten, ohne OP

Mit dem CyberKnife, einer neuen hochtechnologischen Behandlungsmethode,

lassen sich kleine gutartige wie bösartige Tumore mithilfe von gebündelten

Photonenstrahlen ambulant und in nur einer Sitzung ausschalten. Über Voraussetzungen

und Möglichkeiten sprachen wir mit Prof. Dr. med. Alexander Muacevic,

Radiochirurg, Neurochirurg und Leiter des Europäischen Radiochirurgie Centrum München

(ERCM) für radiochirurgische Behandlungsverfahren bei Tumoren und Metastasen.

Das ERCM am Klinikum Großhadern ist das erste auf diese Behandlung spezialisierte

Zentrum in Deutschland. Es kann auf viel Erfahrung mit der Methode zurückgreifen,

bereits über 10.000 Patienten wurden dort behandelt.

Text Miriam Rauh

Prof. Dr. med.

Alexander Muacevic

Radiochirurg, Neurochirurg

und Leiter des

Europäischen Radiochirurgie

Centrum

München (ERCM)

Professor Muacevic, seit 2005 bieten Sie in

Deutschlands erstem CyberKnife-Zentrum

Behandlungen mit der CyberKnife-Technologie

an. Worin bestehen die Vorteile im

Vergleich zu konventionellen chirurgischen

Methoden? Das CyberKnife kann

eine echte Alternative zu einem operativen

Eingriff sein. Die Behandlung ist kurz, sie

dauert nur 20–25 Minuten. In den meisten

Fällen reicht eine einzige Behandlung aus.

Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen

gegeben sein, die Methode kann nicht jeden

Eingriff ersetzen.

Wie kann man sich die Funktionsweise

vorstellen?

Es handelt sich um eine radiochirurgische

Behandlung, eine extrem präzise Bestrahlung

mit einer Genauigkeit von unter einem Millimeter.

Das CyberKnife ist ein Industrieroboter,

der mit einer kontinuierlichen digitalen Bildführung

gekoppelt ist. Die Strahlen werden

gebündelt auf den Tumor gelenkt und töten so

die Tumorzellen ab, mit ungefähr 100 bis 120

Einstrahlungen pro Sitzung. Die Behandlung

kann ambulant durchgeführt werden, ohne

Narkose, da man von der Behandlung an sich

nichts spürt. Patienten, die sehr nervös sind,

können auf Wunsch ein Beruhigungsmittel

bekommen. Man kann sogar zwischendurch

eine Pause machen und die Behandlung

unterbrechen. Das ist aufgrund der mittlerweile

sehr kurzen Behandlungsdauer aber

kaum nötig.

Für welche Tumore eignet sie das Cyberknife

am besten?

Die CyberKnife-Technologie eignet sich insbesondere

für kleine oder tief liegende Tumore,

die kompliziert zu operieren wären. Es sollten

auch möglichst wenige Tumore sein. Die Histologie,

was für eine Tumorart es ist, ist meist

weniger entscheidend. Lage und auch Größe

geben den Ausschlag, ob die Behandlung mit

dem CyberKnife möglich ist. Große Tumore

eignen sich weniger gut, da die Umgebungsbelastung

zu hoch würde und die Sicherheit

gegebenenfalls nicht mehr ausreichend

gegeben wäre.

Wie können Betroffene herausfinden, ob

eine CyberKnife-Behandlung für sie infrage

kommt?

Man braucht aktuelle Befunde, auch mit

einer aktuellen Bildgebung. Diese reicht man

bei uns ein, bei einem Termin oder postalisch.

Unsere Experten analysieren dann die

Bildgebung und geben Feedback, ob eine

Behandlung mit dem Cyberknife möglich

ist. Im nächsten Schritt werden bei einem

persönlichen Gespräch die weiteren Details

besprochen.

Wie gut sind die Heilungschancen nach der

Behandlung?

Wir geben vor der Behandlung eine Prognose

zum Behandlungserfolg ab. Nur wenn wir

zu 90 Prozent garantieren können, dass die

Behandlung perfekt durchführbar ist, wenden

wir das CyberKnife an. Von einer Heilung

kann man sprechen, wenn auch einige Jahre

nach der Behandlung keine Metastasen aufgetreten

sind. Haben sich Metastasen gebildet,

ist zum Teil eine weitere Behandlung nötig.

Wenn man einen Tumor behandelt, der nicht

dazu neigt, Metastasen zu bilden, kann man

diesen meist sehr gut mit einer einzigen

CyberKnife-Sitzung ausschalten.

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