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Gesunder Schlaf

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<strong>Gesunder</strong><br />

SCHLAF<br />

NICHT<br />

VERPASSEN:<br />

Sinnvolles <strong>Schlaf</strong>tracking<br />

Prof. Dr. Christoph Schöbel erklärt,<br />

wie <strong>Schlaf</strong>tracking präventiv eingesetzt<br />

werden kann<br />

Seite 03<br />

<strong>Schlaf</strong>los in Deutschland<br />

Prof. Dr. Ingo Fietze zu Diagnose- und<br />

Therapiemöglichkeiten bei Insomnie<br />

Seite 06<br />

<strong>Schlaf</strong>-Wach-Rhythmus<br />

So gibt Melatonin den Takt an!<br />

Seite 10<br />

studiolh<br />

“Eine gut durchdachte und konstante<br />

<strong>Schlaf</strong>routine hilft nicht nur beim<br />

Einschlafen - sie hält auch den<br />

gesamten Tag lang an!“<br />

<strong>Schlaf</strong>coach und <strong>Schlaf</strong>experte Markus Kamps<br />

gibt wertvolle Tipps für eine gesunde <strong>Schlaf</strong>routine und<br />

die passende <strong>Schlaf</strong>umgebung.


2<br />

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VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT<br />

IN DIESER AUSGABE MÄRZ 2023<br />

studiolh<br />

Anette Blum<br />

Lachen und <strong>Schlaf</strong><br />

sind die beste Medizin:<br />

Achten Sie im<br />

Sinne Ihrer Gesundheit<br />

auf einen gesunden<br />

und erholsamen<br />

<strong>Schlaf</strong>! Denn<br />

<strong>Schlaf</strong> ist keine<br />

Zeitverschwendung.<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK_1799920807<br />

IN DIESER AUSGABE<br />

07<br />

<strong>Schlaf</strong> ist die beste Medizin<br />

<strong>Schlaf</strong> ist das wichtigste Regenerations- und Reparaturprogramm des Menschen.<br />

Natürliche Hilfsmittel bei Einund<br />

Durchschlafstörungen<br />

Dr. Stefan Noé im Interview<br />

08<br />

Schnarchen und <strong>Schlaf</strong>apnoe<br />

Wann es für Betroffene gefährlich<br />

werden kann<br />

Project Manager: Anette Blum, Business Development<br />

Health: Miriam Hähnel, Geschäftsführung: Richard Båge<br />

(CEO), Philipp Colaço (Managing Director), Alexandra<br />

Lassas (Content and Production Manager), Henriette<br />

Schröder (Sales Director), Lea Hartmann (Grafik),<br />

Cover & Illustrationen: Lea Hartmann artstudiolh,<br />

Mediaplanet-Kontakt: de.redaktion@mediaplanet.com<br />

Alle Artikel, die mit “In Zusammenarbeit mit“ gekennzeichnet<br />

sind, sind keine neutrale Redaktion der Mediaplanet Verlag<br />

Deutschland GmbH.<br />

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die<br />

gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich,<br />

weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche<br />

Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle<br />

Geschlechter.<br />

facebook.com/MediaplanetStories<br />

@Mediaplanet_germany<br />

Please recycle<br />

Dr. Hans-Günter<br />

Weeß<br />

<strong>Schlaf</strong>mediziner,<br />

Autor und Vorstandsmitglied<br />

der Deutschen<br />

Gesellschaft für<br />

<strong>Schlaf</strong>forschung<br />

und <strong>Schlaf</strong>medizin<br />

(DGSM)<br />

BUCHTIPP<br />

Text<br />

Dr. Hans-Günter<br />

Weeß<br />

Wenn wir uns abends in unser Kissen<br />

kuscheln und sanft in Morpheus'<br />

Arme gleiten, dann beginnt für<br />

unseren Körper die Arbeit. Denn<br />

der gesunde <strong>Schlaf</strong> ist das wichtigste Regenerations-<br />

und Reparaturprogramm des Menschen.<br />

Die Schäden des Wachseins werden repariert und<br />

Energiespeicher aufgefüllt. Aus diesem Grunde<br />

verbraucht unser Organismus im <strong>Schlaf</strong> nahezu<br />

so viel Energie wie im Wachen. <strong>Schlaf</strong> ist u.a. ein<br />

Gedächtnisbooster und Stimmungsregulator. Aber<br />

er hat noch viele weitere Aufgaben: Er ist wichtig<br />

für unser Immunsystem, die Zellteilung und<br />

Zellneubildung, die Fortpflanzungsfähigkeit und<br />

schützt uns vor zahlreichen Erkrankungen, so z. B.<br />

vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, psychischen<br />

Störungen und Alterserkrankungen, wie<br />

Parkinson und Demenz.<br />

Aber für viele Menschen heißt es am Abend, wenn<br />

sie ins Bett gehen: „Augen zu und durch!“ Sie leiden<br />

an einer der über 50 wissenschaftlich zu unterscheidenden<br />

<strong>Schlaf</strong>störungen. Zu den häufigsten<br />

<strong>Schlaf</strong>störungen zählen die Ein- und Durchschlafstörungen,<br />

im Fachbegriff Insomnie genannt.<br />

Je nach Studie leiden zwischen sechs und zehn<br />

Prozent der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen<br />

Insomnie. Damit stellt sie eine Volkskrankheit<br />

dar. Ungefähr ein weiteres Drittel der<br />

Bevölkerung schläft schlecht, erfüllt aber noch<br />

nicht die medizinischen Behandlungskriterien.<br />

Circa ein Drittel der Bevölkerung schnarcht, Ältere<br />

häufiger als Jüngere und ebenso Männer häufiger<br />

als Frauen. Allerdings nimmt der Anteil der Frauen<br />

nach der Menopause deutlich zu, wenn das weibliche<br />

Sexualhormon Progesteron mit seiner unter<br />

anderem auch gewebestraffenden Wirkung auf die<br />

oberen Atemwege wegfällt. Schon Tucholsky sagte:<br />

“Gott schenke uns Ohrenlider.“ Schnarchende können<br />

ihren Bettpartnern den <strong>Schlaf</strong> rauben, da sie<br />

Lautstärken von bis zu 90 Dezibel entwickeln. Dies<br />

entspricht ungefähr der Lautstärke eines Lkws, der<br />

durchs <strong>Schlaf</strong>zimmer fahren würde.<br />

Drei bis sechs Prozent der Bevölkerung leiden an<br />

einem krankhaften Schnarchen, das durch Atemstillstände<br />

im <strong>Schlaf</strong> gekennzeichnet ist. Bei der<br />

häufigsten Form der schlafbezogenen Atmungsstörungen,<br />

der obstruktiven <strong>Schlaf</strong>apnoe, ist ein<br />

erhöhtes Gesundheitsrisiko für Herz-Kreislauf-<br />

Erkrankungen, wie z. B. Bluthochdruck, Herzinfarkt<br />

und Schlaganfall, gesichert. Darüber hinaus<br />

führt eine begleitende erhöhte Schläfrigkeit am<br />

Tage zu vermehrten Unfällen im Straßenverkehr<br />

und am Arbeitsplatz.<br />

Unser Gesundheitssystem hat den <strong>Schlaf</strong> der<br />

Menschen verschlafen. Nur so lässt sich die<br />

hohe Chronifizierungsneigung von z. B. Ein- und<br />

Durchschlafstörungen erklären. 70 Prozent der<br />

Betroffenen leiden länger als ein Jahr. Vor dem<br />

Hintergrund, dass viele Betroffene eine symptomatische<br />

Behandlung mit <strong>Schlaf</strong>mitteln ablehnen und<br />

evidenzbasierte Behandlungsansätze der Kognitiven<br />

Verhaltenstherapie für Ein- und Durchschlafstörungen<br />

nicht flächendeckend vorhanden sind,<br />

suchen viele Hilfe in einer schlafmedizinischen<br />

Schattenwirtschaft. Selbst ernannte <strong>Schlaf</strong>experten<br />

bieten Kurse und Behandlungen an, ohne dass sie<br />

eine qualifizierte schlafmedizinische Ausbildung<br />

aufweisen können.<br />

Für viele Menschen heißt es<br />

am Abend, wenn sie ins Bett<br />

gehen: “Augen zu und durch!“<br />

Sie leiden an einer<br />

<strong>Schlaf</strong>störung. Zu den<br />

häufigsten zählen die Ein- und<br />

Durchschlafstörungen, im<br />

Fachbegriff Insomnie genannt.<br />

Es werden Milliarden ausgegeben für technische<br />

<strong>Schlaf</strong>hilfen. Gemäß des Marktforschers Global<br />

Market Insights sollen es weltweit bis in fünf Jahren<br />

27 Milliarden sein. Sleeptracker und Apps<br />

werden zur Vermessung des eigenen <strong>Schlaf</strong>es<br />

angeboten. Zu den Gadgets, die für einen besseren<br />

<strong>Schlaf</strong> sorgen sollen, gehören Kuschel-<strong>Schlaf</strong>roboter,<br />

die synchron mit den <strong>Schlaf</strong>enden atmen,<br />

Gewichtsdecken, Lichtmetronome, Stirnbänder<br />

zur Stimulation der Gehirnströme, intelligente<br />

<strong>Schlaf</strong>matten und vieles mehr. Alle suggerieren<br />

den Käufern die Auflösung von <strong>Schlaf</strong>problemen,<br />

einen tiefen und festen <strong>Schlaf</strong> sowie mehr Leistungsvermögen<br />

am Tage. Allerdings sind die allerwenigsten<br />

dieser Gadgets wissenschaftlich erprobt<br />

und in ihrer Wirksamkeit evaluiert. Trotzdem<br />

könnten derartigen Methoden in der Zukunft eine<br />

wichtige Rolle in der Behandlung von Menschen<br />

mit <strong>Schlaf</strong>störungen zukommen. Werden sie nach<br />

wissenschaftlichen Kriterien entwickelt und in<br />

ihrer Wirksamkeit überprüft, könnten diese einen<br />

wichtigen Baustein in der Behandlung von Patienten<br />

darstellen.


Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info 3<br />

Schläfst du noch oder trackst du schon?<br />

Immer mehr Menschen nutzen Wearables und Apps, um ihren <strong>Schlaf</strong> zu tracken und mehr über das eigene <strong>Schlaf</strong>verhalten<br />

herauszufinden. Doch was sagen die gewonnenen Daten und wie wertet man sie sinnvoll aus? Mit dem bundesweit ersten<br />

Professor für <strong>Schlaf</strong>medizin und Telemedizin, Prof. Dr. med. Christoph Schöbel, sprachen wir darüber, worauf zu achten ist.<br />

Text Miriam Rauh<br />

Prof. Schöbel, das Thema „<strong>Schlaf</strong>tracking“<br />

ist in vielen <strong>Schlaf</strong>zimmern<br />

angekommen. Welche Möglichkeiten<br />

gibt es?<br />

Neben Smartwatches, mit denen man<br />

durch <strong>Schlaf</strong>tracking Aussagen zum eigenen Fitnesslevel<br />

und zur Selbstoptimierung erhält, gibt<br />

es mittlerweile die Möglichkeit, mit integrierten<br />

Sensoren die Sauerstoffwerte im <strong>Schlaf</strong> zu tracken.<br />

Das kann auch für uns als <strong>Schlaf</strong>mediziner hilfreich<br />

sein, weil längere Zeiträume beobachtet und<br />

z. B. Atemaussetzer identifiziert werden können.<br />

Allerdings sind diese noch nicht als Medizinprodukt<br />

zugelassen – daher können wir uns auf<br />

diese Werte noch nicht verlassen. Darüber hinaus<br />

gibt es erste Präventions-Apps für Menschen mit<br />

<strong>Schlaf</strong>problemen, die von den Krankenkassen<br />

bezahlt werden. Sie dienen dazu, klinisch relevanten<br />

<strong>Schlaf</strong>störungen möglichst schon im Vorfeld<br />

entgegenzuwirken, sodass diese gar nicht erst<br />

entstehen. Neben bestimmten Voraussetzungen<br />

für guten <strong>Schlaf</strong>, muss man immer individuell<br />

betrachten, was hilft. Letztlich ist immer<br />

Entspannung der Schlüssel für einen gesunden<br />

<strong>Schlaf</strong>.<br />

Wie zuverlässig sind die Daten, die beim<br />

<strong>Schlaf</strong>en aufgenommen werden?<br />

Nur zertifizierte Medizinprodukte, die man an<br />

der speziellen CE-Kennzeichnung erkennt, garantieren,<br />

dass man valide Werte bekommt, anhand<br />

derer sich etwa eine Diagnose stellen oder weiter<br />

differenzieren lässt. Auch andere Apps und<br />

Wearables aus dem Lifestyle-Bereich können<br />

interessante Hinweise geben – aber hier sind<br />

die Ergebnisse nicht gegen die etablierten Standardmessungen<br />

verglichen, also nicht so genau<br />

oder unzuverlässig. Erste Initiativen wie z. B.<br />

die Initiative „Trusted Health Apps“ der Bertelsmann-Stiftung<br />

machen öffentlich, welche Apps<br />

vertrauenswürdig oder medizinisch nutzbar sind,<br />

um Anwendern sowie auch Ärzen Orientierung<br />

zu geben.<br />

Präventions-Apps, die von den<br />

Krankenkassen bezahlt werden,<br />

dienen dazu, <strong>Schlaf</strong>störungen<br />

möglichst schon im Vorfeld<br />

entgegenzuwirken, sodass sie gar<br />

nicht erst entstehen.<br />

Welche Arten von <strong>Schlaf</strong>tracking sind aus<br />

schlafmedizinischer Sicht sinnvoll?<br />

Wenn man eine Rückmeldung zu seinen <strong>Schlaf</strong>gewohnheiten<br />

bekommen kann, ist das ja primär<br />

erst einmal positiv zu bewerten und die Daten<br />

können zum Teil ja auch für uns als <strong>Schlaf</strong>mediziner<br />

interessant sein. Natürlich ist es aber<br />

eine Typfrage, ob <strong>Schlaf</strong>tracking sinnvoll ist.<br />

Die subjektive Wahrnehmung des <strong>Schlaf</strong>s spielt<br />

nämlich häufig eine größere Rolle als eine vermeintlich<br />

objektive <strong>Schlaf</strong>messung. Und da die<br />

meisten der <strong>Schlaf</strong>tracker nicht gegen die etablierten<br />

klinischen Messmethoden verglichen<br />

wurden, ist häufig nicht klar, ob die Tracker wirklich<br />

das messen, was sie vorgeben zu messen.<br />

Auf diese Weise können vermeintlich schlechte<br />

Messergebnisse dieser <strong>Schlaf</strong>tracker bei Menschen<br />

mit <strong>Schlaf</strong>problemen zu noch mehr Stress<br />

führen und eventuell sogar eine ungünstige<br />

Spirale mit weiterer Verschlechterung der subjektiven<br />

<strong>Schlaf</strong>qualität auslösen.<br />

Gibt es Anzeichen oder Warnsignale, bei<br />

denen man einen Arzt aufsuchen sollte?<br />

Wenn man regelmäßig Ein- und Durchschlafstörungen<br />

hat, nicht erholt aufwacht oder tagsüber<br />

müde ist, obwohl man dem <strong>Schlaf</strong> genügend<br />

Raum und Zeit gegeben hat, sollte man das<br />

abklären lassen. Nicht nur Unruhe, Ängste oder<br />

Stress, auch Begleiterkrankungen, bestimmte<br />

Medikamente, Alkohol oder Drogen wirken sich<br />

ungünstig auf <strong>Schlaf</strong> aus. Von einer <strong>Schlaf</strong>störung<br />

spricht man, wenn die Beschwerden länger als<br />

drei Monate bestehen. Erste Anlaufstelle sind<br />

in der Regel Hausärzte, die ggf. auch weiter an<br />

<strong>Schlaf</strong>mediziner überweisen können.<br />

Univ.-Prof. Dr. med.<br />

Christoph Schöbel<br />

Leiter des <strong>Schlaf</strong>medizinischen<br />

Zentrums in Essen<br />

Professor für<br />

<strong>Schlaf</strong>- und Telemedizin,<br />

Facharzt<br />

für Innere Medizin<br />

/ Kardiologie /<br />

<strong>Schlaf</strong>medizin<br />

Somnologe (DGSM,<br />

ESRS), Hypertensiologe<br />

(DHL)<br />

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Dein <strong>Schlaf</strong> – Deine Performance<br />

<strong>Schlaf</strong>en fühlt sich für dich wie reine Zeitverschwendung an und du würdest am liebsten 24/7<br />

produktiv sein? Du würdest gerne deine <strong>Schlaf</strong>zeit minimieren? Nun, die Wahrheit ist:<br />

Ohne <strong>Schlaf</strong> keine Leistung!<br />

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Erholsamer <strong>Schlaf</strong> ist ein unverzichtbarer Baustein für eine hohe, optimale<br />

Leistungsfähigkeit und ein gesundes Leben. Zwar erscheinen wir<br />

im <strong>Schlaf</strong> völlig passiv – unser Körper läuft währenddessen aber auf<br />

“Hochtouren”. Denn Körper und Geist nutzen unsere Ruhephasen, um<br />

sich aktiv zu erholen und zu regenerieren. Eine ausreichend lange und<br />

erholsame Nachtruhe ist daher essenziell wichtig für Hirnfunktion, Muskelregeneration,<br />

Immunsystem und Stoffwechsel. Im <strong>Schlaf</strong> werden die<br />

Eindrücke des Tages verarbeitet, gelerntes Wissen verinnerlicht und Regenerationsprozesse<br />

in den Zellen von Gehirn und Körper durchgeführt.<br />

Das führt dazu, dass wir uns am nächsten Tag im Idealfall ausgeruht und<br />

voller neuer Energie fühlen. Auch Muskeln wachsen erst in der Nacht<br />

nach dem Training – im <strong>Schlaf</strong> werden u. a. Wachstumshormone ausgeschüttet,<br />

die den Muskel stärker werden lassen. Zudem dankt dir dein<br />

Immunsystem: Die Abwehrfunktionen deines Körpers werden gesteigert<br />

und Krankheitserreger bekämpft.<br />

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tust. Direkt am Morgen bekommst du zum Start in den Tag eine präzise<br />

Aufzeichnung deiner <strong>Schlaf</strong>daten. Aufbauend auf diesen Daten erhältst<br />

du wissenschaftlich fundierte und personalisierte Tipps sowie Life-<br />

Hacks, um langfristig gesund und erholsam zu schlafen. <strong>Schlaf</strong> ist neben<br />

Ernährung und Bewegung der entscheidende Faktor für ein gesundes<br />

Leben. Optimierst du deinen <strong>Schlaf</strong>, werden auch deine Konzentrationsund<br />

Leistungsfähigkeit am Tag auf das maximale Level gehoben und du<br />

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4<br />

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DIE RICHTIGE TEMPERATUR IST<br />

ENTSCHEIDEND!<br />

Die Qualität des <strong>Schlaf</strong>es wird unter<br />

anderem von einem Faktor beeinflusst:<br />

der richtigen Temperatur. Dabei geht es<br />

aber nicht nur um die Raumtemperatur<br />

im <strong>Schlaf</strong>zimmer, sondern auch um die<br />

passende Temperatur im Bett, die durchaus<br />

auch durch passende Decken, Kissen,<br />

Bettwäsche und Ähnliches positiv beeinflusst<br />

werden kann.<br />

5 Tipps für die richtige Temperatur für<br />

einen gesunden und erholsamen <strong>Schlaf</strong>:<br />

• Die Raumtemperatur sollte zwischen<br />

16 und 19 Grad liegen, es sollte also<br />

eher etwas kühler im <strong>Schlaf</strong>zimmer<br />

sein. Denn so kann der Körper höhere<br />

Mengen an Melatonin ausstoßen<br />

und das Einschlafen fällt leichter.<br />

Zudem sollte auf eine ausreichende<br />

Sauerstoffzufuhr geachtet werden,<br />

regelmäßiges Lüften trägt hierzu bei.<br />

• Eine atmungsaktive Matratze sorgt<br />

dafür, dass die Luft gut zirkulieren<br />

kann und sich keine Feuchtigkeit<br />

im Inneren der Matratze staut. In<br />

der Hinsicht haben Federkernmatratzen<br />

kühlende Eigenschaften,<br />

Kaltschaummatratzen sind eher für<br />

Frostbeulen geeignet.<br />

• Auch die Bettdecke hat einen entscheidenden<br />

Einfluss auf die richtige<br />

Temperatur im Bett: Im Winter<br />

kommen eher wärmende Decken<br />

etwa mit Daunenfüllung zum Einsatz,<br />

im Sommer leichte Decken, die<br />

die Feuchtigkeit nach außen leiten.<br />

Zudem gibt es mittlerweile spezielle<br />

Decken, die die Temperatur durch<br />

den Einsatz hoch entwickelter Materialien<br />

regulieren können.<br />

• Kissen werden oft unterschätzt: Auch<br />

hier können temperaturregulierende<br />

Materialien helfen, die <strong>Schlaf</strong>temperatur<br />

im Bett optimal zu halten.<br />

• Und zu guter Letzt sollte auch bei der<br />

Wahl der Bettwäsche darauf geachtet<br />

werden, dass die geeigneten<br />

Materialien zum Einsatz kommen.<br />

Die Bedeutung von gesundem <strong>Schlaf</strong> –<br />

und wie die passende <strong>Schlaf</strong>routine helfen kann<br />

Text Markus Kamps<br />

Obwohl wir etwa ein Drittel unseres Lebens<br />

schlafend verbringen, ist der <strong>Schlaf</strong> für<br />

die meisten von uns immer noch ein<br />

Rätsel. Es gibt viele Theorien über den Zweck<br />

des <strong>Schlaf</strong>es, aber keine ist endgültig bewiesen<br />

worden. Wissenschaftler sagen, dass unser<br />

<strong>Schlaf</strong> beeinflusst, wie wir uns fühlen und wie<br />

leistungsfähig wir sind, aber sie können nicht<br />

genau sagen, warum das so ist. Eine der ältesten<br />

Theorien besagt, dass wir schlafen, um unseren<br />

Körper zu reparieren und zu entspannen. Andere<br />

sagen, dass der <strong>Schlaf</strong> eine Zeit der Meditation<br />

und der Erinnerung ist. Eine jüngere These<br />

besagt, dass wir schlafen, um unseren Geist zu<br />

erhellen und unsere Gedanken zu ordnen. Was<br />

auch immer der Zweck des <strong>Schlaf</strong>s sein mag – er<br />

ist offensichtlich wichtig für unser Wohlbefinden<br />

und unsere Leistungsfähigkeit.<br />

Warum ist eine <strong>Schlaf</strong>routine wichtig?<br />

Um gesund und leistungsfähig zu bleiben, denn<br />

es ist nicht nur wichtig, genug zu schlafen, sondern<br />

auch, das in einem regelmäßigen Muster<br />

zu tun. Eine gute Nachtruhe und regelmäßige<br />

<strong>Schlaf</strong>routinen können helfen, Stress abzubauen,<br />

Konzentration und Kreativität zu steigern sowie<br />

Energie und Wohlbefinden zu verbessern. Wenn<br />

man seinen <strong>Schlaf</strong>rhythmus mit der Zeit beibehalten<br />

kann, kann man ein solides Fundament<br />

für ein gesundes Leben schaffen.<br />

Tipps für die Entwicklung einer erfolgreichen<br />

<strong>Schlaf</strong>routine<br />

• Schaffen Sie eine Routine vor dem<br />

Zubettgehen: Um den Körper dazu zu bringen,<br />

sich an die neue Routine anzupassen,<br />

ist es am besten, 30 bis 60 Minuten vor dem<br />

<strong>Schlaf</strong>engehen dieselben Dinge zu tun. Dinge<br />

wie Lesen oder Meditation bereiten den<br />

Körper auf das Einschlafen vor. Dieser Vorgang<br />

kann helfen, schneller einzuschlafen.<br />

• Halten Sie Ihr Bett für den <strong>Schlaf</strong> reserviert:<br />

Verbinden Sie Ihr Bett nicht mit Tätigkeiten<br />

wie Fernsehen oder Arbeit. Setzen Sie<br />

stattdessen feste Zeiträume, in denen Sie<br />

im Bett liegen, und versuchen Sie einzuschlafen.<br />

So lernt der Körper, dass es ins<br />

Bett geht, um zu schlafen, und nicht, um<br />

andere Aktivitäten auszuüben.<br />

• Vermeiden Sie Koffein und andere<br />

Stimulanzien sowie Alkohol vor dem<br />

Zubettgehen: Denn das kann die Fähigkeit<br />

beeinträchtigen, schnell einzuschlafen und<br />

die Qualität des <strong>Schlaf</strong>es beeinflussen.<br />

• Befeuchten Sie die Luft im Raum und<br />

achten Sie auf die richtige Temperatur:<br />

Trockene Luft kann Atembeschwerden verschlimmern<br />

und somit auch die Qualität<br />

des <strong>Schlaf</strong>s beeinträchtigen. Luftbefeuchter<br />

oder Schalenfüller mit Wasser können<br />

Abhilfe schaffen. Auch die Zimmertemperatur<br />

sollte nicht mehr als 19° C betragen, um<br />

einer Überhitzung vorzubeugen und unnötiges<br />

Schwitzen zu vermeiden.<br />

• Finden Sie heraus, wie viel <strong>Schlaf</strong> Sie<br />

brauchen: Die meisten Menschen benötigen<br />

sieben bis acht Stunden <strong>Schlaf</strong> pro Nacht,<br />

aber manche Menschen brauchen mehr<br />

oder weniger. Experimentieren Sie ein bisschen<br />

und finden Sie heraus, welche Menge<br />

an <strong>Schlaf</strong> für Sie optimal ist.<br />

• Halten Sie Ihr <strong>Schlaf</strong>zimmer dunkel und<br />

ruhig: Versuchen Sie, Lärm und Helligkeit<br />

so weit wie möglich von Ihrem <strong>Schlaf</strong>zimmer<br />

fernzuhalten. Wenn Sie Geräusche oder<br />

Licht nicht vollständig ausschalten können,<br />

investieren Sie in Ohrstöpsel oder Vorhänge,<br />

die das Licht abblocken.<br />

Fazit:<br />

Eine <strong>Schlaf</strong>routine ist wichtig, weil sie uns hilft,<br />

den Tag zu strukturieren und unseren Körper<br />

und Geist auf die Nacht vorzubereiten. Eine<br />

schlechte <strong>Schlaf</strong>routine hingegen kann unseren<br />

Tag durcheinanderbringen und uns müde und<br />

gestresst fühlen lassen. Wir können schlechter<br />

arbeiten, unsere sozialen Kontakte leiden unter<br />

unserer Müdigkeit und wir fühlen uns allgemein<br />

schlechter. Wenn wir eine gute <strong>Schlaf</strong>routine<br />

haben, können wir uns besser entspannen und<br />

die Nacht durchschlafen. Eine gut durchdachte<br />

und konstante <strong>Schlaf</strong>routine hilft nicht nur beim<br />

Einschlafen – sie hält auch den gesamten Tag lang<br />

an! Wenn Sie jeden Abend immer zur gleichen<br />

Zeit ins Bett gehen, passen Sie Ihren biologischen<br />

Rhythmus an – sowohl physisch als auch emotional.<br />

Zudem unterstützen Sie Ihr Immunsystem.<br />

Markus Kamps<br />

Fachexperte für<br />

Gesundheitsthemen<br />

<strong>Schlaf</strong>, Stress und<br />

Fachdozent für<br />

Bettwaren<br />

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Das Geheimnis der innovativen Bettwaren von SleepCOOL:<br />

Mit zertifizierter NASA Technologie weniger schwitzen und frieren<br />

Jeder Mensch empfindet Klimakomfort anders und schwitzt<br />

und friert unterschiedlich. Daher verwendet SleepCOOL bei<br />

seinen Produkten thermoregulierende Outlast® Materialien,<br />

die sich den Komfortbedürfnissen jedes Einzelnen dynamisch<br />

anpassen und für ein ausgeglichenes <strong>Schlaf</strong>klima sorgen. Die<br />

sogenannte Outlast® Thermo-Technologie wurde ursprünglich<br />

für die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde<br />

NASA entwickelt, um Astronauten vor extremen Temperaturschwankungen<br />

von mehreren hundert Grad Celsius im All zu<br />

schützen. SleepCOOL macht diese „Certified Space Technology“<br />

nun uns Erdenbürgern zugänglich.<br />

Warum wachen wir morgens müde auf?<br />

Durch eine veränderte Raumtemperatur, unterschiedliche<br />

<strong>Schlaf</strong>phasen und eine reduzierte körperliche Aktivität ist der<br />

menschliche Körper im Verlauf der Nacht unterschiedlichen<br />

Temperaturschwankungen ausgesetzt. Der Körper friert oder<br />

beginnt zu schwitzen, um die Körpertemperatur zu regulieren.<br />

Diese ständige Aktivierung der Körperfunktionen kann einen<br />

erholsamen, tiefen <strong>Schlaf</strong> und nächtliche Erholung verhindern.<br />

Thermoregulierende Bettwaren können Abhilfe schaffen:<br />

Bettwaren von SleepCOOL nehmen Körperwärme auf, speichern<br />

sie und geben sie bei Bedarf wieder ab. Sie wirken wie ein<br />

Wärme-Puffer und setzen proaktiv an, also noch bevor der Körper<br />

überhaupt zu schwitzen anfängt. Dadurch kann die Feuchtigkeitsentwicklung<br />

über Nacht um bis zu 48% reduziert werden.<br />

Herkömmliche Bettwaren sind hingegen nicht in der Lage, das<br />

<strong>Schlaf</strong>klima dynamisch zu regulieren, sondern wärmen über die<br />

gesamte Nacht hinweg gleichmäßig stark, ungeachtet der unterschiedlichen<br />

Bedürfnisse und Gegebenheiten.<br />

Bis zu 48% weniger schwitzen im <strong>Schlaf</strong><br />

Ein trockenes, ausgeglichenes <strong>Schlaf</strong>klima fühlt sich nicht nur<br />

wunderbar an, sondern lässt uns auch besser ein- und durchschlafen.<br />

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• Aktiver Temperaturausgleich<br />

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5<br />

Der unterschätzte Wert des Bettes<br />

Welche Einflüsse unser Bett und die <strong>Schlaf</strong>umgebung auf unseren <strong>Schlaf</strong> haben<br />

Text Markus Kamps<br />

<strong>Schlaf</strong>coach Markus Kamps spricht über die Bedeutung<br />

der vier Elemente (Zudecke, Matratze, Lattenrost und<br />

Kissen) eines Bettes: Eine optimale Abstimmung dieser<br />

vier Elemente aufeinander ist von bedeutender Wichtigkeit.<br />

Die Zudecke zum Beispiel hat eine große, oft vergessene<br />

Bedeutung für das perfekte Bettklima und darf daher<br />

nicht unberücksichtigt bleiben. Schließlich macht 70 % des<br />

Bettklimas die perfekte Bettdecke aus. Das heißt, selbst mit<br />

der besten kühlen Matratze (etwa mit einem guten Taschenfederkern)<br />

kann ich ins Schwitzen kommen, wenn die<br />

Zudecke nicht passt oder zu alt ist. Das Bettklima hat entsprechende<br />

Auswirkungen auf die <strong>Schlaf</strong>phasen und das<br />

Aufwachen, besonders in der zweiten Nachthälfte. Auch die<br />

Festigkeit von Matratzen hat Auswirkungen auf das Durchschlafen.<br />

Hier zeigen Studien, dass Schläfer kürzer schlafen,<br />

wenn sie auf zu festen bzw. zu harten Untergründen liegen.<br />

Dies erklärt sich dadurch, dass man sich hin und her wälzt,<br />

dann Gefäße „abgeklemmt“ werden können oder zu viel<br />

Druck auf bestimmte Stellen ausgewirkt wird. Um dieser<br />

Situation zu entgehen oder eine Entlastung herbeizuführen,<br />

wird die <strong>Schlaf</strong>motorik erhöht oder man wacht einfach zu<br />

viel auf.<br />

Oft wird im Zusammenhang mit der Matratze auch der einstellbare<br />

oder mechanisch verstellbare Lattenrost (oder die<br />

Unterfederung, wie es neuerdings heißt) vergessen. Die<br />

Abstimmung von Unterfederung und Matratze verbessert<br />

die Wirkung am Menschen teilweise um 20, 30, ja sogar bis<br />

zu 40%. Das bedeutet: Eine flexible Matratze aus Latex oder<br />

Schaum kann durch eine gute Kombination mit einer Unterfederung<br />

von gut ausgebildetem Fachpersonal eingestellt<br />

werden und insbesondere für ein Stützen im Lendenwirbelsäulenbereich<br />

und für Entlastungen der Schulterpartien in<br />

ihrer Wirkung verbessert werden.<br />

Zusammenfassend kann man sagen, dass gerade oft die<br />

Kissen zu wenig im Zusammenhang mit der Nackentiefe,<br />

Schulterbreite und Matratzenfestigkeit ausgewählt werden<br />

und leider zu oft zu hoch gewählt werden. Das belastet dann<br />

den Rücken zu stark. Die Zudecke sollte immer in Abstimmung<br />

zum <strong>Schlaf</strong>raumklima, Wärmetyp (Hitzer, Schwitzer,<br />

Frierer) ausgewählt werden und die Härte der Matratze mit<br />

berücksichtigt werden. Die Matratze sollte je nach Körperbau,<br />

<strong>Schlaf</strong>lage, Klimatyp und nach körperlichen Besonderheiten<br />

und Schmerzbereichen ausgewählt und unter Zuhilfenahme<br />

einer guten Unterfederung verbessert werden.<br />

Dann wird der Bettenkauf zum erfolgreichen Gesundheitseffekt<br />

und nicht zum vierten Fehlkauf in Folge. Na, dann<br />

gute Nacht … Im Bedarfsfall folgen Sie unserem Konfigurator<br />

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Der folgende Online-Berater gibt Ihnen<br />

hilfreiche Tipps für den Kauf Ihrer Bettenausstattung.<br />

Dieser Online-Berater kann niemals eine fundierte<br />

Beratung ersetzen.<br />

Jedoch haben Sie hierdurch eine Orientierungshilfe, die<br />

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Vom 21. bis 22. Juni 2023 findet die ABK<br />

Open in Bad Salzuflen statt. Die Messe ist<br />

heute eine der größten Verbandsmessen<br />

für die Betten- und Haustextilindustrie. Eine<br />

Besonderheit der Messe sind immer wieder<br />

die Ausstellungsflächen der ABK Future Store<br />

GmbH, die neue Konzepte und Werkzeuge für<br />

den stationären Handel entwickelt und präsentiert.<br />

Die digitale Verknüpfung zwischen<br />

stationärem und Onlinehandel ist mittlerweile<br />

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6<br />

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<strong>Schlaf</strong>los in Deutschland:<br />

Was tun bei <strong>Schlaf</strong>störungen?<br />

<strong>Schlaf</strong>störungen sind eine Volkskrankheit – sie beeinträchtigen den Alltag vieler Deutscher: Laut der DAK haben 80<br />

Prozent der Arbeitnehmer hierzulande <strong>Schlaf</strong>störungen – bei fast jedem Zehnten wiegen diese schwer. 1 Im Interview<br />

erklärt Prof. Dr. med. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären <strong>Schlaf</strong>medizinischen Zentrums der Charité Berlin, was<br />

es mit der Insomnie auf sich hat und was man tun kann, um mit dieser <strong>Schlaf</strong>störung besser ein- und durchzuschlafen.<br />

Text Doreen Brumme<br />

Prof. Dr. med.<br />

Ingo Fietze<br />

Leiter des Interdisziplinären<br />

<strong>Schlaf</strong>medizinischen<br />

Zentrums<br />

der Charité Berlin<br />

Prof. Dr. Fietze, schläft Deutschland<br />

schlecht?<br />

Wir beobachten eine starke Zunahme<br />

von <strong>Schlaf</strong>störungen bei Jung und<br />

Alt. Die Ursachen dafür sind vielfältig,<br />

die Folgen schwerwiegend – sowohl für<br />

den Einzelnen als auch für die Gesellschaft als<br />

Ganzes: Eine Bevölkerung, die immer müder<br />

wird, schwächelt und kränkelt auf allen Ebenen.<br />

Aber <strong>Schlaf</strong>störung ist nicht gleich <strong>Schlaf</strong>störung?<br />

Wir unterscheiden sechs <strong>Schlaf</strong>störungen: Insomnie<br />

(Ein- und Durchschlafprobleme, frühes<br />

Erwachen), Atmungsstörungen (Schnarchen,<br />

<strong>Schlaf</strong>apnoe), Bewegungsstörungen („unruhige<br />

Beine“), zirkadiane <strong>Schlaf</strong>störungen (Jetlag,<br />

Schichtarbeit), Parasomnie (Albträume, „Nachtschreck“,<br />

„<strong>Schlaf</strong>wandeln“) und Hypersomnie<br />

(starke Müdigkeit tagsüber trotz viel Nachtschlaf).<br />

Die Insomnie zählt zu den häufigsten<br />

<strong>Schlaf</strong>störungen weltweit, laut der Deutschen<br />

Gesellschaft für <strong>Schlaf</strong>forschung und <strong>Schlaf</strong>medizin<br />

(DGSM) 2 leiden fünf bis zehn Prozent der<br />

Deutschen über einen längeren Zeitraum daran.<br />

Wie zeigt sich eine Insomnie?<br />

Betroffene haben Probleme mit dem Ein- und<br />

Durchschlafen und wachen zu früh auf. Wir<br />

sprechen von einer Insomnie, wenn der Mensch<br />

in der Woche mindestens drei Mal länger als<br />

eine halbe Stunde zum Einschlafen und/oder<br />

Wiedereinschlafen (Durchschlafen) braucht<br />

und/oder weniger als sechs Stunden schläft,<br />

also regelmäßig (zu) früh am Morgen erwacht.<br />

Chronisch wird die Insomnie, wenn sie länger<br />

als drei Monate andauert.<br />

Lässt sich der <strong>Schlaf</strong> nachholen?<br />

<strong>Schlaf</strong>, der einem unter der Woche mal fehlt,<br />

lässt sich bestenfalls am Wochenende nachholen.<br />

Doch auf Dauer funktioniert das Nachschlafen<br />

nicht.<br />

Fünf bis zehn Prozent der<br />

deutschen Bevölkerung<br />

leiden über einen längeren<br />

Zeitraum an Insomnie.<br />

Was kann man gegen <strong>Schlaf</strong>störungen tun?<br />

Erstens sollte man sich gut informieren und<br />

herausfinden, was einem den <strong>Schlaf</strong> raubt. Als<br />

Autor sage ich, man kann ein Buch lesen und<br />

sich informieren. Es gibt aber auch Patienteninformationen<br />

zu <strong>Schlaf</strong>störungen im Internet,<br />

zum Beispiel von der DGSM 3 . Dort finden sich<br />

auch Tipps dazu, was man tun und lassen sollte,<br />

um besser zu schlafen – angefangen bei der Ernährung<br />

über Bewegung, Stressmanagement,<br />

Medienkonsum bis hin zur richtigen <strong>Schlaf</strong>umgebung.<br />

Bringen all diese Tipps keinen besseren<br />

<strong>Schlaf</strong>, lohnt sich zweitens ein Blick auf die psychische<br />

Verfassung: Ein Gespräch mit einem<br />

Experten (Psychologe, Psychotherapeut, Heilpraktiker<br />

und andere) bringt mitunter mögliche<br />

psychische Ursachen und dementsprechende<br />

Behandlungsideen für die <strong>Schlaf</strong>störungen zutage,<br />

beispielsweise Sorgen, Ängste oder Erkrankungen<br />

wie Depressionen. Drittens ist der Gang<br />

in die Apotheke ratsam: Dort gibt es zum Beispiel<br />

Tees, Tropfen, Tabletten oder Kapseln mit<br />

beispielsweise Baldrian, Hopfen und Melisse –<br />

Heilpflanzen, die in der Naturheilkunde als<br />

bewährte Einschlafhilfen gelten.<br />

Und wenn das alles nichts hilft?<br />

Dann ist es Zeit, einen Experten für Insomnie<br />

aufzusuchen – allerdings gibt es davon nicht<br />

viele. Zu uns in die Charité kommen die Patienten<br />

von überallher, wir haben hier leider einen<br />

echten Versorgungsmangel in Deutschland. Für<br />

rasche Abhilfe ist es für die Betroffenen aber<br />

wichtig, dass sie einen <strong>Schlaf</strong>mediziner finden,<br />

der sich mit Insomnie auskennt. Die DGSM zum<br />

Beispiel listet auf ihrer Seite entsprechende<br />

Adressen auf.<br />

Wie behandelt die <strong>Schlaf</strong>medizin <strong>Schlaf</strong>störungen<br />

wie die Insomnie?<br />

Eine schwere Insomnie bedeutet, dass der<br />

Körper dauerhaft entweder zu wenig <strong>Schlaf</strong>stoff<br />

oder zu viel Wachstoff bereitstellt.<br />

Diese Fehlfunktionen lassen sich medikamentös<br />

beheben – mit einem passenden <strong>Schlaf</strong>mittel.<br />

Hier verschreibt man zunächst ein schwaches<br />

Präparat und steigert die Medikation gegebenenfalls<br />

mit einem stärkeren Mittel. Betroffene sollten<br />

neben einem kompetenten <strong>Schlaf</strong>mediziner<br />

unbedingt auch Geduld mitbringen, um das zu<br />

ihnen und ihrem Alltag passende <strong>Schlaf</strong>mittel<br />

zu finden.<br />

Muss man die <strong>Schlaf</strong>tabletten dann ein<br />

Leben lang schlucken?<br />

Bei einer schweren chronischen Insomnie<br />

kommt man da nicht drum herum, denn die<br />

beschriebenen Fehlfunktionen des Körpers bestehen<br />

dauerhaft.<br />

Was ist bei der Einnahme von <strong>Schlaf</strong>tabletten<br />

zu beachten?<br />

Zunächst einmal sollte man das schlechte Image<br />

der <strong>Schlaf</strong>tablette ignorieren: Bei einer körperlichen<br />

Fehlfunktion wie Bluthochdruck oder<br />

Diabetes schluckt man ja auch Medikamente!<br />

Und dann ist es wichtig, dass die <strong>Schlaf</strong>tablette,<br />

insbesondere bei Einschlafstörungen, nur dann<br />

eingenommen wird, wenn die Müdigkeit aufkommt<br />

– das ist etwa alle anderthalb Stunden<br />

der Fall. Denn alle verfügbaren Tabletten erzwingen<br />

keinen <strong>Schlaf</strong>, sondern sie verstärken nur<br />

die natürliche Müdigkeit und fördern den <strong>Schlaf</strong>.<br />

Das bedeutet für Betroffene, dass sie ihren individuellen<br />

Wach-<strong>Schlaf</strong>-Rhythmus gut kennen<br />

müssen, damit das Mittel bestmöglich wirkt.<br />

Sollte die Wirkung eines einmal gefundenen<br />

<strong>Schlaf</strong>mittels nachlassen, ist erneut der Spezialist<br />

aufzusuchen.<br />

Keine Eigenexperimente bitte!<br />

1<br />

https://www.dak.de/dak/bundesthemen/muedes-deutschland-schlafstoerungen-steigen-deutlich-an-2108960.html# 2 https://idw-online.de/de/news777301 3 https://www.dgsm.de<br />

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Kostenfrei auf Rezept<br />

Immer mehr Menschen in Deutschland können nachts nicht<br />

mehr schlafen. Studien zufolge leiden bis zu 10 % unter klinisch<br />

relevanten Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie).<br />

Das kann extrem belastend sein – Betroffene wachen oft völlig<br />

erschöpft auf und fühlen sich deutlich weniger leistungsfähig. Dazu<br />

die Angst vor der nächsten schlaflosen Nacht. Auf Dauer können<br />

unbehandelte <strong>Schlaf</strong>störungen das Risiko für zahlreiche körperliche<br />

und psychische Erkrankungen erhöhen.<br />

Aber wo gibt es jetzt wirksame Hilfe, kostenfrei und ohne Warteliste?<br />

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7<br />

Gut geschlafen? Natürlich!<br />

<strong>Schlaf</strong>störungen sind ein weitverbreitetes Problem, mittlerweile kann man fast von einem<br />

Volksleiden sprechen. Welche Wirkstoffe helfen können, um ein gesundes und erholsames<br />

<strong>Schlaf</strong>verhalten zu unterstützen, erklärt der Fachapotheker Dr. Stefan Noé im Interview.<br />

Text<br />

Miriam Rauh<br />

Dr. Stefan Noé<br />

Fachapotheker für<br />

Pharmazeutische<br />

Analytik und Arzneimittelinformation<br />

Herr Dr. Noé, wie häufig lassen sich in Ihrer Apotheke<br />

Menschen zum Thema <strong>Schlaf</strong>störungen beraten?<br />

Es kommen täglich Kunden, die nach Einschlafhilfen fragen.<br />

Die Corona-Pandemie hat vielen Menschen gesundheitliche<br />

Sorgen bereitet, auch fürchteten etliche um ihren Arbeitsplatz. Aktuell<br />

sind viele durch die Inflation von wirtschaftlichen Ängsten geplagt. Sie<br />

können nicht gut abschalten, die Gedanken kreisen und sie schlafen<br />

schlecht. Apotheken sind hier eine niederschwellige Anlaufstelle, die<br />

Kunden zu diesen Themen berät.<br />

Wie finden Sie als Apotheker heraus, was Ihren Kunden helfen kann?<br />

Wichtig ist, dass man das Beratungsgespräch in einer ruhigen Atmosphäre<br />

führt und offene Fragen stellt, um herauszufinden, was das Problem ist.<br />

Mit etwas Erfahrung lässt sich meist gut einschätzen, ob Unruhe oder<br />

Ängstlichkeit die Ursache sein könnten oder ob etwas anderes zugrunde<br />

liegt. Insbesondere ältere Patienten nehmen beispielsweise oft Arzneimittel<br />

ein, die für Unruhe verantwortlich sein können. Man sollte im<br />

Beratungsgespräch sehr aufmerksam sein, um Nebenwirkungen durch<br />

Medikamente oder auch organische Ursachen auszuschließen.<br />

Gegebenenfalls muss man an einen Arzt verweisen, aber in vielen Fällen<br />

können wir weiterhelfen.<br />

Welche natürlichen Wirkstoffe können bei Ein- und Durchschlafproblemen<br />

helfen, und wo setzen diese Wirkstoffe an?<br />

Es gibt eine Reihe natürlicher Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkprofilen,<br />

die gut helfen. Bei pflanzlichen Arzneimitteln kommt es auf die<br />

Zubereitung an; eine Teezubereitung ist nicht vergleichbar mit einem<br />

konzentrierten Extrakt. Wir unterscheiden im Wesentlichen drei Einsatzbereiche:<br />

Bei Jetlag z. B. hilft Melatonin, es wird bei einem verschobenen<br />

Tag-Nacht-Rhythmus nach einer Fernreise unterstützend eingenommen.<br />

Melatonin ist allerdings keine klassische <strong>Schlaf</strong>- oder Beruhigungshilfe,<br />

für diese Bereiche gibt es Wirkstoffe, die besser geeignet sind.<br />

Wenn z. B. Unruhe, Angst oder Stress die <strong>Schlaf</strong>beschwerden auslösen,<br />

empfehle ich meist ein Lavendelöl-Präparat. Vergleichsstudien zeigen,<br />

dass Lavendelöl-Präparate genauso wirksam sein können wie chemische<br />

Beruhigungsmittel, aber nicht deren Nebenwirkungen haben, sie haben<br />

auch kein Abhängigkeitspotenzial. Wichtig ist, dass das Lavendelöl eine<br />

besondere Qualität hat, der Wirkstoff muss konzentriert sein. Andere<br />

Kunden wiederum kommen mit Einschlafproblemen zu uns. Sie finden<br />

schwer in den <strong>Schlaf</strong> oder wachen nachts auf und können dann nicht<br />

mehr einschlafen. Hier kann eine Kombination aus Baldrian und Hopfen<br />

hilfreich sein. Baldrian wirkt beruhigend, der Hopfen eher schlafanstoßend,<br />

beide wirken im Zusammenspiel. Es gibt verschiedene<br />

Kombinationspräparate, die Baldrian und Hopfen enthalten, sich aber<br />

stark unterscheiden, je nachdem wie die Inhaltsstoffe aufbereitet sind.<br />

Können solche Arzneimittel mit natürlichen Wirkstoffen ohne<br />

Bedenken auch über einen längeren Zeitraum eingenommen<br />

werden?<br />

Grundsätzlich ja. Aber es ist wichtig, dass man die Ursache des <strong>Schlaf</strong>problems<br />

klärt. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sollte man mit<br />

dem Hausarzt sprechen. In manchen Fällen kann auch eine Psychotherapie<br />

Linderung verschaffen.<br />

Wie steht es um die Verkehrstüchtigkeit nach Einnahme der<br />

natürlichen Präparate?<br />

Was das Lavendelöl betrifft – hier ist am nächsten Tag nicht mit einem<br />

Hangover zu rechnen. Auch die Hopfen-Baldrian-Kombination ist gut<br />

verträglich, man sollte sie aber nicht in der zweiten Nachthälfte nehmen,<br />

wenn man am nächsten Tag Auto fahren oder Maschinen bedienen muss.<br />

Wird das Hopfen-Baldrian-Präparat abends eingenommen, werden in<br />

der Regel am nächsten Tag keine Probleme auftreten. Wichtig zu wissen<br />

ist auch: Weder beim Lavendelöl noch bei der Baldrian-Hopfen-Kombination<br />

gibt es eine Wirkverstärkung durch Alkohol.<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK_2139901803<br />

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8 Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info<br />

Schnarchen und <strong>Schlaf</strong>apnoe:<br />

Wann das nächtliche Sägen gefährlich werden kann<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK_1032410731<br />

Text Hanna Sinnecker<br />

Schnarchen ist lästig: sowohl für den<br />

Schnarcher selbst, dessen <strong>Schlaf</strong> immer<br />

wieder unterbrochen wird, als auch für<br />

den Partner, den das nächtliche Sägen aus<br />

dem <strong>Schlaf</strong> reißen kann. Je älter man wird,<br />

umso mehr steigt die Gefahr, dass man<br />

selbst nachts schnarcht: Laut dem Deutschen Berufsverband<br />

der Hals-Nasen-Ohrenärzte schnarcht mit zunehmendem<br />

Alter jeder und jede zweite Deutsche.<br />

Wie entsteht das lästige Schnarchgeräusch?<br />

Das störende Geräusch entsteht durch eine Verengung<br />

der Atemwege im Rachen, wenn die Muskulatur im<br />

<strong>Schlaf</strong> entspannt. Zungengrund und Rachen berühren<br />

sich und flattern im Luftstrom, das nächtliche Sägekonzert<br />

beginnt. Besonders wenn der Schnarcher auf dem<br />

Rücken liegt, kann sich das Geräusch verstärken, denn<br />

dann kann der Kiefer nach unten klappen und die Zunge<br />

nach hinten in den Rachenraum rutschen. In vielen<br />

Fällen ist die nächtliche Schnarcherei gesundheitlich<br />

ungefährlich. Doch in manchen Fällen können ernsthafte<br />

gesundheitliche Probleme dahinterstecken.<br />

Wann Schnarchen gefährlich werden kann<br />

Wenn das Schnarchen ungewöhnlich laut oder unregelmäßig<br />

ist oder Atemaussetzer hinzukommen, dann<br />

sollte das Problem auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden.<br />

Denn dann kann eine sogenannte <strong>Schlaf</strong>apnoe hinter<br />

den Problemen stecken, die sehr gefährlich werden<br />

kann. Denn durch die Blockierung der Atemwege und<br />

die damit einhergehenden Atemstillstände bekommen<br />

Körper, Herz und Gehirn zu wenig Sauerstoff. Dadurch<br />

steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie<br />

Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Schlaganfall. Zudem<br />

ist der <strong>Schlaf</strong> für Betroffene nicht erholsam, da er<br />

teils bis zu 30-mal pro Stunde unterbrochen wird. Die<br />

Folge ist eine ausgeprägte Tagesschläfrigkeit, sodass<br />

<strong>Schlaf</strong>apnoiker tagsüber einfach einschlafen. Passiert<br />

das beispielsweise am Steuer, kann das lebensgefährlich<br />

werden.<br />

Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten<br />

Das Problem ist, dass viele Menschen, die an einer<br />

<strong>Schlaf</strong>apnoe leiden, nicht diagnostiziert sind. Laut<br />

Schätzungen sind in Deutschland vier Millionen Menschen<br />

betroffen, der Großteil von ihnen weiß von der<br />

Erkrankung nichts. Oftmals sind es eher die Partner,<br />

die zum Arztbesuch drängen. Treten die oben genannten<br />

Probleme wie sehr lautes Schnarchen oder Atemaussetzer<br />

auf, sollte in jedem Fall der Arzt aufgesucht werden.<br />

In vielen Fällen ist die<br />

nächtliche Schnarcherei<br />

gesundheitlich<br />

ungefährlich.<br />

Doch in manchen<br />

Fällen können<br />

ernsthafte<br />

gesundheitliche<br />

Probleme<br />

dahinterstecken.<br />

Ist die Diagnose <strong>Schlaf</strong>apnoe gestellt, ist die Erstlinientherapie<br />

die sogenannte CPAP-Therapie: Über ein Gerät<br />

mit einer Maske, die Betroffene nachts tragen, werden die<br />

Atemwege mit leichtem Überdruck offengehalten. Laut<br />

aktueller Studienlage bricht allerdings etwa die Hälfte der<br />

Betroffenen diese Therapie nach etwa drei Jahren aus verschiedenen<br />

Gründen ab.<br />

Für Betroffene, bei denen die CPAP-Therapie auf Dauer<br />

nicht umsetzbar ist, gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten<br />

wie beispielsweise Kieferprotrusionsschienen,<br />

die den Kiefer nach vorn schieben. Dadurch<br />

wird die Rachenmuskulatur aktiviert und die Zunge<br />

vorn gehalten, sodass die Atemwege beim <strong>Schlaf</strong>en<br />

frei bleiben. Diese Schienen werden ganz individuell<br />

auf den Patienten oder die Patientin angepasst. Auch<br />

ein sogenannter Zungenschrittmacher kann eine Option<br />

für <strong>Schlaf</strong>apnoiker sein: Bei diesem Verfahren wird<br />

ein etwa streichholzschachtelgroßes Gerät im Brustbereich<br />

implantiert, das mit Elektroden verbunden<br />

ist. Diese Elektroden senden leichte Impulse an den<br />

Zungennerv, was verhindern soll, dass die Zunge nach<br />

hinten rutscht. Um festzustellen, ob diese Option für<br />

Betroffene geeignet ist, wird vorab eine umfassende<br />

schlafmedizinische Untersuchung durchgeführt. Das<br />

Ziel aller Behandlungsansätze ist es, die nächtlichen<br />

Atemaussetzer zu verhindern und so auch gefährlichen<br />

Begleiterkrankungen vorzubeugen. Nehmen Sie das<br />

nächtliche Sägen also nicht auf die leichte Schulter!<br />

studiolh<br />

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„Sie drohte<br />

mit getrennten<br />

<strong>Schlaf</strong>zimmern.“<br />

Wie wichtig guter <strong>Schlaf</strong> für das Wohlbefinden<br />

ist, wird oft unterschätzt.<br />

Wer schlecht schläft, ist tagsüber<br />

oft müde und gereizt. Auch Sascha<br />

Grabon (49) litt jahrelang unter unerträglichen<br />

Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen<br />

und Gereiztheit. Den<br />

IT-Administrator aus Mönchengladbach<br />

kostete es unglaublich viel Mühe<br />

und Kraft, seinen Job sowie das Privatleben<br />

zu meistern. Doch vor allem die<br />

häufigen Atemaussetzer, nach denen<br />

er nachts plötzlich aufwachte und<br />

nach Luft schnappte, beunruhigten<br />

seine Frau Amela.<br />

DIAGNOSE SCHLAFAPNOE<br />

Erst als Amela ihrem Mann getrennte<br />

<strong>Schlaf</strong>zimmer androhte, kam bei<br />

Sascha der Punkt, etwas gegen das<br />

Schnarchen und die Atemaussetzer<br />

zu unternehmen. Sein Arzt überwies<br />

ihn an ein <strong>Schlaf</strong>labor, dort erhielt er<br />

die Diagnose Obstruktive <strong>Schlaf</strong>apnoe<br />

(OSA). Bei dieser Verengung der oberen<br />

Atemwege erschlaffen der Zungenmuskel<br />

und benachbarte Bereiche. Die<br />

Atmung setzt aus. Es folgen kurze, körperliche<br />

Weckreaktionen, die zu einem<br />

nicht erholsamen <strong>Schlaf</strong> führen.<br />

Standardmäßig kam auch bei Sascha<br />

die CPAP-Maske zum Einsatz. Über 4 ½<br />

Jahre lang probierte er ohne großen<br />

Erfolg mehrere Masken aus. Dazu kam<br />

diverses Zubehör. „All diese Jahre<br />

schliefen wir zu dritt im Bett, meine<br />

Frau, die Maske und ich. In ein Ehebett<br />

gehören nur zwei, da ist einer zu viel,<br />

die Maske!“, betont Sascha Grabon.<br />

EINE WIRKSAME<br />

ALTERNATIVE<br />

Auf der Suche nach<br />

einer Therapiealternative<br />

stieß Sascha<br />

über eine <strong>Schlaf</strong>apnoe-Selbsthilfegruppe<br />

auf die<br />

innovative Therapiemethode<br />

von Inspire.<br />

„Ohne Maske. Dein<br />

<strong>Schlaf</strong>. Dein Leben. –<br />

Diese Worte waren wie Musik in meinen<br />

Ohren“, erinnert er sich. Schnell<br />

vereinbarte er über das Inspire Medical<br />

Support Team einen Gesprächstermin<br />

in einem Behandlungszentrum. Prof.<br />

Dr. Ulrich Sommer, der am Helios Universitätsklinikum<br />

Wuppertal auf die<br />

Behandlung der <strong>Schlaf</strong>apnoe spezialisiert<br />

ist, hat den Zungenschrittmacher<br />

bei Sascha eingesetzt. Nach Aktivierung<br />

des Systems arbeitet der Zungenschrittmacher<br />

im Einklang mit dem<br />

natürlichen Atemrhythmus. Dieser wird<br />

während des <strong>Schlaf</strong>ens kontinuierlich<br />

gemessen. Durch eine milde Stimulation<br />

des Zungennervs werden so auf<br />

natürlicher Grundlage die Atemwege<br />

offengehalten und der <strong>Schlaf</strong> in seiner<br />

Qualität unterstützt.<br />

„Die Vorteile der Inspire Therapie sind,<br />

dass man keine Maske tragen muss, das<br />

Gesicht und die Atemwege bleiben frei.“<br />

Prof. Dr. Sommer<br />

EIN KNOPFDRUCK<br />

KANN ABHILFE<br />

SCHAFFEN<br />

Die Therapie kann Sascha<br />

über eine kleine Fernbedienung<br />

selbst steuern: Auf<br />

Knopfdruck aktiviert er das System<br />

abends vor dem Zubettgehen – und<br />

schaltet es am Morgen nach dem Erwachen<br />

wieder ab. Während des <strong>Schlaf</strong>ens<br />

spürt er die sanfte Stimulation gar<br />

nicht. Seit dem Eingriff ist er<br />

wie ausgewechselt, fühlt<br />

sich ausgeruht und<br />

das Leben bereitet<br />

ihm wieder echte<br />

Freude. „Den<br />

Tag seitdem ich<br />

wieder erholsam<br />

durchschlafen<br />

kann, feiern wir<br />

wie unseren zweiten<br />

Hochzeitstag“,<br />

sagt er glücklich.<br />

Sascha ist mittlerweile einer von 31.500<br />

Menschen weltweit, die erfolgreich mit<br />

der Inspire Therapie behandelt worden<br />

sind. Die Kosten für die Therapie mit<br />

dem Zungenschrittmacher werden<br />

von den Krankenkassen übernommen.<br />

94 % der Betroffenen sind mit der Therapie<br />

sehr zufrieden 1 und würden die<br />

Inspire Therapie definitiv weiterempfehlen<br />

2 , so auch Sascha.<br />

AUF EINEN BLICK – OSA<br />

(Obstruktive <strong>Schlaf</strong>apnoe)<br />

OSA ist eine Volkskrankheit –<br />

ca. 20 Mio. Menschen sind<br />

in Deutschland betroffen 3<br />

Sauerstoffmangel durch<br />

Atemaussetzer führt zu<br />

Stressreaktionen im Körper<br />

Hauptsymptom: Tagesmüdigkeit<br />

Mögliche Folgeerkrankungen<br />

• Depression<br />

• Typ2-Diabetes<br />

• Herzinfarkt und Schlaganfall<br />

• Bluthochdruck<br />

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800-975-004 Rev B<br />

Weitere Informationen zur Obstruktiven <strong>Schlaf</strong>apnoe und ihrer Behandlung sowie wichtige Sicherheitsinformationen finden Sie unter www.InspireSleep.de.<br />

Hier erfahren Sie auch, in welchen Kliniken in der Nähe Ihres Wohnorts ein Zungenschrittmacher im Rahmen der Inspire Therapie implantiert werden kann.<br />

Referenzen 1 Heiser C, Steffen A, Boon M et al. Post-approval upper airway stimulation predictors of treatment effectiveness in the ADHERE registry. Eur<br />

Respir J 2019; 53(1):1801405 2 Maria V Suurna, MD, Armin Steffen, MD, Maurits Boob, MD et al. Impact of Body Mass Index and Discomfort on Upper Airway<br />

Stimulation: ADHERE Registry 2020 Update, Laryngoscope, 131:2616–2624, 2021 3 Adam V Benjafield, PhD, Najib T Ayas, MD, et al. – Estimation of the global<br />

prevalence and burden of obstructive sleep apnoea: a literature- based analysis, The Lancet Respiratory Medicine 2019.


10 Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info<br />

<strong>Schlaf</strong>-Wach-Rhythmus: So gibt Melatonin den Takt an!<br />

Als Gegenspieler des Stresshormons Cortisol, das tags wach hält, ist das Hormon Melatonin wichtig für<br />

gesunden <strong>Schlaf</strong> in der Nacht. Wie der Taktgeber den <strong>Schlaf</strong>-Wach-Rhythmus steuert und was man tun<br />

kann, wenn dieser aus dem Takt gerät, lesen Sie hier.<br />

MESSETIPP<br />

Text Doreen Brumme<br />

Was ist Melatonin und welche Aufgabe hat es<br />

im Körper?<br />

Melatonin ist ein Hormon, das den <strong>Schlaf</strong>-<br />

Wach-Rhythmus steuert: Sobald es dunkel wird, fährt<br />

der Körper die Produktion des Melatonins hoch,<br />

sodass seine Konzentration ansteigt – bei jungen Menschen<br />

ist der Melatoninspiegel nachts bis zu zwölfmal,<br />

bei älteren bis zu dreimal höher als am Tag.<br />

Den Anstieg des Melatonins versteht der Körper<br />

als Signal, seinen Energieverbrauch zu drosseln – Stoffwechselaktivitäten,<br />

Körpertemperatur und Blutdruck<br />

sinken. Müdigkeit stellt sich ein.<br />

Ein Mangel an Melatonin kann verschiedene Beschwerden<br />

mit sich bringen, darunter Ein- und Durchschlafstörungen,<br />

Stimmungsschwankungen, Migräne, Gedächtnisschwäche,<br />

Sodbrennen, Depressionen. Auch ein<br />

Zuviel an Melatonin ist problematisch. Zudem soll Melatonin<br />

ein Antioxidans 1 sein – als Radikalfänger soll es<br />

sogar Vitamin E locker in die Tasche stecken können<br />

(doppelte Wirkung). Melatonin gilt daher auch als Anti-<br />

Aging-Mittel. 2 Und es gibt Studien, die Melatonin im Rahmen<br />

von Komplementärmedizin eine Anti-Krebs-Wirkung<br />

zuschreiben. 3,4<br />

Wo bildet der Körper Melatonin?<br />

Wichtige Produktionsstätte für Melatonin ist die Zirbeldrüse,<br />

die auf der Rückseite des Mittelhirns sitzt. In kleinen<br />

Mengen stellen auch der Darm und die Netzhaut des Auges<br />

Melatonin her. Ausgangsstoff für die Bildung von Melatonin<br />

ist der Nervenbotenstoff Serotonin, der auch als „Glückshormon“<br />

bekannt ist.<br />

Melatonin findet sich in allen Zellen des Körpers, in höchster<br />

Konzentration im Liquor (Körperflüssigkeit im zentralen<br />

Nervensystem: Gehirn und Rückenmark).<br />

Was beeinflusst die Bildung und Wirkung von<br />

Melatonin?<br />

Diese Faktoren beeinflussen den Melatoninspiegel im Körper:<br />

• Als Melatoninsenker sind beispielsweise Koffein,<br />

Alkohol und Nikotin bekannt – ebenso Sport<br />

am Abend oder übermäßiger Stress. Und wer zur<br />

Nacht entzündungshemmende, schmerzlindernde<br />

und fiebersenkende Medikamente einnimmt, die dank<br />

Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen<br />

wirken, senkt auch damit das Melatonin im Körper.<br />

Selten ist der Grund für einen Melatoninmangel fehlendes<br />

Serotonin.<br />

• Lichtarme Zeiten wirken als Melatoninerhöher: Sie<br />

lassen den Melatoninspiegel dauerhaft ansteigen und<br />

führen vermutlich zu den Stimmungstiefs, die als<br />

„Winterblues“ und „Winterdepression“ verbreitet sind.<br />

• Einige Nahrungsmittel sind gute Melatoninlieferanten,<br />

zum Beispiel Getreide wie Hafer, Mais, Reis,<br />

Weizen, Gerste, Cranberrys, Kirschen, Erdbeeren, Tomaten,<br />

Bananen und viele Samen und Nüsse.<br />

• Als Störer des Melatoninhaushaltes sind zwei besondere<br />

Lebensumstände zu nennen: Schichtarbeit<br />

und Reisen über mehrere Zeitzonen hinweg. Beides<br />

verschiebt den natürlichen <strong>Schlaf</strong>-Wach-Rhythmus<br />

– bei Schichtarbeitern stellt sich das „Schichtarbeitersyndrom“<br />

ein, bei Reisenden der „Jetlag“.<br />

Wann ist es sinnvoll, Melatonin einzunehmen?<br />

Schwächer dosiertes Melatonin wird als Einschlafhilfe<br />

und gegen Jetlag-Beschwerden in Form von Tees,<br />

Kapseln, Tabletten und Sprays frei verkauft. Bei <strong>Schlaf</strong>störungen<br />

verschreiben Ärzte in Deutschland, Österreich<br />

und der Schweiz gegebenenfalls höher dosiertes Melatonin.<br />

Grundsätzlich gilt, dass frei verkäufliche Einschlafhilfen<br />

mit Melatonin den <strong>Schlaf</strong> nicht herbeiführen, sondern<br />

lediglich das Einschlafen unterstützen können. Deshalb<br />

sollte man sie auch erst dann einnehmen, wenn der<br />

Körper von Natur aus ermüdet, denn schlägt das Melatonin<br />

nicht an und wirken auch andere gängige<br />

Einschlafhilfen nicht, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt<br />

werden. Verschreibungspflichtiges Melatonin gegen<br />

<strong>Schlaf</strong>störungen wirkt meist zeitversetzt (sogenannte<br />

Retardwirkung). Es ist streng nach Anweisung des Arztes<br />

einzunehmen. Wichtig zu wissen ist, dass das Medikament<br />

nicht dauerhaft angewendet werden darf.<br />

1<br />

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16217125<br />

2<br />

https://wehrmed.de/humanmedizin/update-melatonin-aspekte-derchronobiologie-der-onkostatischen-antioxidativen-wirkung.html<br />

3<br />

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16207291<br />

4<br />

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26389506<br />

FOTO: ADOBESTOCK_244493306<br />

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Sport, Familie und gesundes Wohnen. Der Fokus<br />

liegt dabei auf der Förderung der bestehenden<br />

Gesundheit und darauf, einen bewussten Lebensstil<br />

zu vermitteln. Die intersana kombiniert eine<br />

Informationsplattform mit einem Event-Erlebnis<br />

und bietet Impulsvorträge mit anschließenden<br />

Podiumsdiskussionen mit bekannten Gesichtern<br />

aus der Region. Die Besucher können sich auf viele<br />

Highlights auf der Messe wie Live-Cooking-Shows<br />

freuen, bei denen Sie von Ernährungsexperten<br />

Tipps und Tricks lernen können, um gesünder und<br />

nachhaltiger zu essen.<br />

Ebenfalls biete die Gesundheitsmesse für die<br />

Besucher, sich auf Fitness- und Bewegungsstationen,<br />

selbst auszuprobieren und neue Sportarten<br />

zu entdecken. Wie man ein gesundes und nachhaltiges<br />

Leben in den eigenen vier Wänden führen<br />

kann und warum Start-ups aus der Gesundheitsbranche<br />

mit ihren innovativen Ideen und Produkte<br />

wichtig für die Zukunft der Gesundheit sind,<br />

erfahren Sie alles auf der intersana.<br />

Mehr Informationen über die Messe,<br />

Öffnungszeiten, Tickets und das Programm finden<br />

Sie auf intersana.de oder auf unseren<br />

Social-Media-Kanälen. Veranstaltet wird die<br />

intersana Gesundheitsmesse erstmals und mit<br />

neuem Konzept von der Messe Augsburg und der<br />

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