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Ausgabe 05/2024

Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 1.Mai 2024

Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 1.Mai 2024

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Das Magazin für Herisau und Umgebung <strong>Ausgabe</strong> 5 ⋅ 1. Mai <strong>2024</strong><br />

LEA ZELLWEGERS WEG ZUR<br />

WIRTIN DER SCHMIEDSTUBE ⋅ 04<br />

«RAPID SPECIAL CLUB 016»:<br />

FÜR, IN UND MIT HERISAU ⋅ 10<br />

AM OBEDSCHWINGET MESSEN<br />

SICH SCHWINGER AUS DER REGION ⋅ 14<br />

EINE SEXUALTHERAPEUTIN ERKLÄRT,<br />

WIE SICH LUST VERÄNDERN KANN ⋅ 32


FLOH-<br />

MARKT<br />

INFOLGE HAUSRAUMUNG<br />

25.-26. MAI 10-17 UHR<br />

WALDEGGSTRASSE 14, 9100 HERISAU<br />

Bei Familie Romeo und Sonja Riccardo<br />

(auf Vorplatz und Garage) mit Kaffee und Kuchen<br />

Der vollelektrische Kia EV9<br />

Standorte:<br />

· Appenzell<br />

· Oberriet<br />

· Zil-Garage St. Gallen AG www.hirn.ch<br />

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Fordlandia<br />

Eine Utopie von<br />

Frank Fannar<br />

Pedersen und<br />

Javier Rodríguez<br />

Cobos<br />

1./4./16./18.5.,<br />

Grosses Haus<br />

Die letzte<br />

Geschichte der<br />

Menschheit<br />

Schauspiel von<br />

Sören Hornung<br />

1./15.5., Studio<br />

Fischer Fritz<br />

Schauspiel<br />

von Raphaela<br />

Bardutzky<br />

3./5./7./24./<br />

25./27.5.,<br />

Lokremise<br />

Wilhelm Tell<br />

Oper von<br />

Gioachino<br />

Rossini<br />

5./12./14./<br />

17./26.5.,<br />

Grosses Haus<br />

The Black Rider<br />

Schauspielmusical<br />

von Tom<br />

Waits, Robert<br />

Wilson und<br />

William<br />

S. Burroughs<br />

6./8.5., Grosses<br />

Haus<br />

3 ist eine<br />

gerade Zahl<br />

Eine Produktion<br />

des Jugendtheaterclubs<br />

7./8./13./14./<br />

16./21.5., Studio<br />

Cantus<br />

Arktische<br />

und britische<br />

Stimmen<br />

Tonhallekonzert<br />

9.5., Tonhalle<br />

Times Two<br />

Zwei Choreografien<br />

von Emilie<br />

Leriche und<br />

Tom Weinberger<br />

9./17./22./<br />

26./29.5.,<br />

Lokremise<br />

Mai<br />

Steps: winter<br />

guests / Alan<br />

Lucien Øyen<br />

Story, story, die.<br />

11.5., Grosses<br />

Haus<br />

Mit Britten<br />

durchs<br />

Orchester<br />

Familienkonzert<br />

12.5., Tonhalle<br />

Rent<br />

Musical von<br />

Jonathan Larson<br />

19./20./24./25.5.,<br />

Grosses Haus<br />

Steps:<br />

Anton Lachky<br />

Company<br />

Die Anderen<br />

19.5., Lokremise<br />

Der Wolf<br />

kommt nicht<br />

Kinderstück<br />

nach einem<br />

Bilderbuch<br />

von Myriam<br />

Ouyessad<br />

25.5, Studio<br />

Ein Heldenleben<br />

Visionäre<br />

Romantik(er)<br />

Tonhallekonzert<br />

30./31.5.,<br />

Tonhalle<br />

Hedda Gabler<br />

Schauspiel von<br />

Henrik Ibsen<br />

31.5., Grosses<br />

Haus<br />

DIE AUSSTELLUNG IN SCHWELLBRUNN<br />

BLUMEN<br />

&BÜCHER<br />

Donnerstag, 2. Mai, bis<br />

Sonntag, 12. Mai <strong>2024</strong>,<br />

10 bis 18 Uhr<br />

Bücher<br />

verlagshaus-schwellbrunn.ch<br />

Blumen<br />

walter-zellweger.ch<br />

Gaststube zur Linde<br />

Im Rank 83, Schwellbrunn


<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Heri-Schau · 3<br />

VOM SCHLAGZEUG BIS ZUR TROMPETE:<br />

AUSPROBIEREN IN DER MUSIKSCHULE<br />

Am Samstag, 4. Mai, lädt die Musikschule<br />

Herisau - Appenzeller Hinterland zum Tag<br />

der offenen Tür. «Zwischen 11 und 14 Uhr<br />

können alle Instrumente, die wir an unserem<br />

Standort an der Eggstrasse 27 unterrichten,<br />

kostenlos ausprobiert werden»,<br />

erklärt Leiter Andreas Koller. «Zudem<br />

gibt es jede halbe Stunde ein Kurzkonzert<br />

eines Kindes oder einer Musikgruppe mit<br />

verschiedenen Instrumenten. Wir haben<br />

draussen eine kleine Festwirtschaft, Besucherinnen<br />

und Besucher können sich an<br />

einem Grill zum Selbstkostenpreis verpflegen<br />

und auch für Getränke ist gesorgt.» Mit<br />

dem Tag im Zeichen der Musik sollen die<br />

Gäste einen Einblick in den Unterricht erhalten<br />

und mehr über das Angebot, die Instrumente<br />

und die Lehrpersonen erfahren.<br />

«Alle musikinteressierten Menschen aus<br />

dem Appenzeller Hinterland sind herzlich<br />

willkommen», so Koller. «Unser Unterricht<br />

richtet sich nicht nur an Kinder im Schulalter<br />

sondern reicht vom Kleinkind bis zu<br />

Menschen im hohen Alter.» Musizieren sei<br />

eine komplexe Aufgabe für das Gehirn und<br />

fördere deshalb die Gesundheit. «Wenn wir<br />

ein Instrument spielen, verbinden wir verschiedene<br />

Sinne, Bewegung, Koordination,<br />

Vorstellungskraft und Kreativität. Gerade<br />

für Kinder ist es das Beste, wenn wir mit<br />

ihnen singen, musizieren oder tanzen.»<br />

Wer den Tag der offenen Tür verpasst, kann<br />

während den Besuchswochen (6. bis 8. Mai<br />

und 13. bis 17. Mai) vorbeikommen und bis<br />

Ende des Monats von kostenlosen Schnupperlektionen<br />

profitieren. «Während jeweils<br />

20 Minuten können zwei Instrumente mit<br />

einer Lehrperson ausprobiert werden. So<br />

können wir interessierten Kindern oder Erwachsenen<br />

in Ruhe alles erklären und offene<br />

Fragen beantworten. Die Wahl eines<br />

passenden Instruments will schliesslich<br />

gut überlegt sein.» Der Musikunterricht<br />

erfreue sich auch im Zeitenalter von digitalen<br />

Medien Medien, Smartphones, Spielkonsolen<br />

und sozialen Netzwerken grosser<br />

Beliebtheit. «Grundsätzlich hat sich das<br />

Interesse in den vergangenen Jahren nicht<br />

verändert», sagt Koller. «Was anders ist, ist<br />

die Art und Weise, wie wir Musik machen<br />

oder sie konsumieren. Aber sie ist noch<br />

immer omnipräsent.» Mehr Informationen<br />

zum Tag der offenen Tür, den Besuchswochen<br />

und den kostenlosen Schnupperlektionen<br />

gibt es unter www.schuleherisau.ch/<br />

musikschule.<br />

Im Mai<br />

3. MAI<br />

Internationaler Ohne-Hosen-Tag<br />

8. MAI<br />

Welttag des Esels<br />

Sergio Dudli<br />

17. MAI<br />

Welt-Whisky-Tag<br />

Irgendwie scheint es nicht verwunderlich,<br />

dass ein Schotte diesen Tag erfand.<br />

Blair Bowman war Student der Universität<br />

von Aberdeen, als ihm auffiel, dass anderen<br />

alkoholischen Getränken wie dem<br />

Martini oder Tequila ein Feiertag gewidmet<br />

ist – nicht aber seinem gebliebten<br />

Whisky. Seither fällt der Welt-Whisky-Tag<br />

auf den dritten Samstag im Mai.<br />

26. MAI<br />

Tag der Rothaarigen<br />

hesch gwösst?<br />

Der Eurovision Song Contest findet jeweils<br />

im Mai statt – dieses Jahr steigt<br />

das Finale am 11. Mai in Malmö. Für die<br />

Schweiz tritt Nemo mit «The Code» an,<br />

bei den Wettanbietern gehört der Titel<br />

zu den Favoriten. Unser Land gewann<br />

den Gesangswettbewerb bisher zweimal:<br />

Lys Assia 1958 in Lugano und Céline<br />

Dion 1988 in Dublin.<br />

Am 4. Mai lädt die Musikschule zum Tag der offenen Tür an der Eggstrasse.<br />

(Bild: zVg.).<br />

Titelbild: Lea Zellweger führt die Schmiedstube<br />

seit dem überraschenden Tod ihres Vorgängers<br />

Daniel «Stübes» Staub. (Bild: nr)


4 · Porträt <strong>05</strong>/<strong>2024</strong><br />

«DANN STAND ICH DA<br />

UND WAR DIE NEUE WIRTIN»<br />

Lea Zellweger ist das Gesicht der Schmiedstube. An der Buchenstrasse empfängt sie viele<br />

Stammgäste und ist voller Ideen, wie sich die Traditionsbeiz mit Leben füllen lässt. Dabei<br />

tanzt sie auf dem Grat zwischen Nostalgie und Erneuerung an einem Ort der Emotionen.<br />

Begrüsst werde ich an diesem Freitagnachmittag<br />

von Jeremy, einem kleinen Terrier.<br />

Gewohnt an Gäste, macht er es sich bald<br />

auf meiner Jacke bequem. Ich gestehe, dass<br />

ich als Herisauerin zum ersten Mal in der<br />

Schmiedstube bin und dieses Lokal bisher<br />

gemieden habe. Mein Blick schweift über das<br />

verlebte, massive Mobiliar und die Erinnerungen<br />

an den Wänden. Man spürt viel Geschichte<br />

in diesem Raum und ich frage mich,<br />

was wohl dahintersteckt.<br />

Lea Zellweger ist 28 Jahre alt und als<br />

jüngste Tochter von drei Kindern an der Melonenstrasse<br />

aufgewachsen. Nach einem<br />

Praktikum beim Amt für Militär- und Bevölkerungsschutz<br />

absolvierte sie ihre Lehrzeit auf<br />

der Kantonalen Verwaltung. Nach der Scheidung<br />

ihrer Eltern zog sie mit ihrer Mutter an<br />

die Sonneggstrasse. Als Tiernärrin besass sie<br />

schon mit elf Jahren ihr eigenes Pferd und<br />

stand vor der Herausforderung, den Unterhalt<br />

dafür zu finanzieren. Der Lehrlingslohn<br />

reichte nicht, doch über ihren Nachbar ergab<br />

sich ein regelmässiger Zuverdienst im Cafe C<br />

an der Gossauerstrasse. Bei ihrer ersten Festanstellung<br />

als Verwaltungsangestellte auf<br />

dem Einwohneramt St. Gallen wurde ihr bald<br />

klar, dass sie mehr Abwechslung in ihrem Arbeitsleben<br />

braucht. Da bietet ihr die Gastronomie<br />

eine willkommene Abwechslung.<br />

Eine spontane Idee wird Realität<br />

Nach einer Wintersaison in der Mult in Gossau<br />

folgt als nächste Station das Berggasthaus<br />

Äscher. Zwei Tage arbeiten, ein Tag<br />

frei – jede zweite Nacht in der Innerrhoder<br />

Bergbeiz – dazwischen Pferdepflege. Rückwirkend<br />

beurteilt sie diese Alpsaison als<br />

wertvolle Erfahrung: «Das waren lange und<br />

strenge Tage, aber ich habe viel über Stressmanagement<br />

gelernt.» Es war zugleich die<br />

letzte Äscher-Saison des langjährigen Gastwirts<br />

Beni Knechtle. Zellweger lacht: «Dabei<br />

habe ich nicht gern Rösti! Aber er versicherte<br />

mir, dass er für das Personal auch anderes<br />

kocht.» Sie habe viele lustige Gäste dort<br />

kennengelernt und erinnert sich, wie man<br />

gemeinsam runter ins Tal stieg, wenn der Betrieb<br />

bis in die Nacht hinein dauerte. Oder<br />

wie sie die kraftvollen Stürme und die Nähe<br />

zur Natur beeindruckt haben.<br />

Aufgrund all dieser Erfahrungen kristallisierte<br />

sich der Wunsch, selbst einen Gastbetrieb<br />

zu führen. Doch noch arbeitete<br />

Zellweger als Angestellte im Büro und verschiedenen<br />

Gastrobetrieben. Dann kam Corona<br />

und im Freundeskreis fanden gesellige<br />

Freitagabende statt. Beim gemeinsamen Essen<br />

und Trinken bei ihr zu Hause drehte sich<br />

das Thema irgendwann um die Schmiedstube.<br />

Zellweger erzählt: «Eigentlich war es eine<br />

Schnapsidee: Lass uns ein Pub aufmachen.»<br />

Aber die Saat war gesetzt und als sie drei Monate<br />

später erfuhr, dass die Beiz übernommen<br />

werden sollte, habe sie das getroffen. Sie lud<br />

den damaligen Wirt Daniel Staub, besser bekannt<br />

als «Stübes», zum Kaffee ein und unterbreitete<br />

ihm die Idee, mit Unterstützung ihrer<br />

Mutter in der Schmiedstube einzusteigen und<br />

das Lokal einst zu übernehmen. Man wurde<br />

sich einig und trotz monatelanger Doppelbelastung<br />

fühlte sich der Entschluss richtig an.<br />

Zellweger kündete ihre Bürostelle und hatte<br />

alle Formalitäten unterschriftsfertig, als die<br />

Hiobsbotschaft kam, dass «Stübes» in der<br />

Nacht verstorben sei. «Ich war damals in der<br />

Schmiedstube am Arbeiten, als meine Mutter<br />

mir am Telefon mitteilte, dass ich jetzt mit einem<br />

Lächeln im Gesicht die Gäste nach Hause<br />

schicken müsse. Das war ein herber Schlag<br />

für alle.» Die Nachricht verbreitete sich wie<br />

ein Lauffeuer in Herisau und Zellweger stand<br />

nebst dem Verlust eines Freundes auch vor<br />

der Ungewissheit, ob die geplante Pachtübergabe<br />

klappen würde. Doch Stübes hatte<br />

Pferde sind seit kleinauf Lea Zellwegers grosse Leidenschaft.<br />

(Bild: zVg.).


<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Porträt · 5<br />

noch vor seinem Tod alle Stellen informiert<br />

und alle hielten Wort. «Dann stand ich da und<br />

war DIE NEUE Wirtin», erzählt Lea Zellweger.<br />

Seither steht sie fünf Tage pro Woche ab<br />

16 Uhr in ihrer Schmiedstube und kann inzwischen<br />

von den Einkünften leben. Die anderen<br />

beiden Tage werden von ihrer Mutter und<br />

Aushilfen abgedeckt. Ihre Gäste schätzen<br />

diese Konstanz. Auf die Frage, was die Freude<br />

an ihrer Arbeit ausmacht, antwortet die junge<br />

Wirtin: «Die Selbständigkeit und die freien<br />

Vormittage für mich und mein Pferd. Ausserdem<br />

will ich dazu beitragen, dass man in<br />

Herisau in den Ausgang kann. Der Austausch<br />

mit meinen Gästen bestätigt mir, dass dieses<br />

Bedürfnis da ist.»<br />

Die Freude am Spiel<br />

Zellweger verheelt nicht, dass die Verwandlung<br />

von Stübes zu Leas Schmiedstube<br />

schwierig ist und war. Doch sie darf auf Loyalität<br />

zählen, weil die geplante Nachfolge zu<br />

Lebzeiten ihres Vorgängers bekannt war. Die<br />

Einrichtung des Lokals birgt für die Stammgäste<br />

viele Erinnerungen an den Vorbesitzer.<br />

«Eigentlich<br />

war es eine<br />

Schnapsidee.»<br />

Sie wünschen sich, dass sein Andenken in<br />

Ehren gehalten wird. Veränderungen werden<br />

deshalb schnell registriert, diskutiert und<br />

hinterfragt. Diese Emotionen kann die neue<br />

Wirtin gut nachvollziehen: «Auch ich habe<br />

die alte Schmiedstube geliebt, aber das ist<br />

nun meine Beiz und kein Museum.» Sie zeigt<br />

auf den Kronleuchter über dem Stammtisch<br />

oder den grossen Spiegel an der Wand. Sogar<br />

Stübes Hosenträger erinnern an die alten<br />

Schmiedstube-Zeiten. Die restlichen Lampen<br />

hat sie erneuert, der Boden musste wegen<br />

Wasserschäden ersetzt werden. Ein Bild von<br />

Stübes und seinem Bruder über dem Tresen<br />

liegt auch Zellweger sehr am Herzen: «Die<br />

Schmiedstube muss unbedingt ihren Charme<br />

behalten. Ich will das Lokal sicher nicht verfremden.<br />

» Sie erhält viel positives Feedback<br />

für ihren Mut. Und die Vorstellung, dass die<br />

Pacht der Schmiedstube gar an Ortsfremde<br />

fallen würde, bringt jeden Skeptiker zum<br />

Schweigen. Die Beiz zudem ist das Stammlokal<br />

des «Team Schmiedstube», einer Eishockey<br />

Plauschmannschaft, deren Mitglieder<br />

seit ihrer Jugendzeit hier einkehren. Auf<br />

dem Eis gespielt wird seit der Pandemie nicht<br />

mehr oft, doch der Zusammenhalt wird auf<br />

andere Weise gepflegt. Am letzten Dorffest<br />

bewirteten sie einen Stand und die Frage<br />

kam auf, ob die Schmiedstube denn nur ein<br />

Clubblokal sei. «Natürlich nicht, wir sind vor<br />

allem ein Stammlokal. Ich kann genau sagen,<br />

an welchem Tag und um welche Zeit welcher<br />

Gast reinkommen wird. Dann wird töggelegt,<br />

gechickt, genagelt, Schach oder DOG<br />

gespielt – meine Gäste sind Spieler», erklärt<br />

Lea Zellweger. Das dritte Töggeli-Turnier findet<br />

dieses Jahr am 4. Mai statt und hat inzwischen<br />

Gäste aus Degersheim und Rorschach.<br />

Das Wetteifern wird mit einem Wanderpokal<br />

gekrönt. Kontinuierlich ausgebaut werden die<br />

«Quizshows mit Selina», die bereits regen Anklang<br />

finden. Auch Fussballfans kommen auf<br />

ihre Kosten, wenn Spiele auf den beiden Fernsehern<br />

gezeigt werden. «Spiel kombiniert mit<br />

ein bisschen Wettbewerb, dann sind meine<br />

Gäste schnell dabei.» Die Hinweise postet sie<br />

jeweils auf Facebook und Instagram.<br />

Doch wer verkehrt denn nun eigentlich in<br />

der Schmiedstube? «Von 20 bis 80 Jahren und<br />

vom CEO bis zum Sozialbezüger – wir haben<br />

eine bunte Durchmischung.» Im Aussenbereich<br />

hat Zellweger in Terrassenplätze und<br />

Blumen investiert. «Wenn neue Gäste nach<br />

drei Jahren endlich den Mut fassen, hier mal<br />

reinzuschauen, dann sollen sie nicht gleich<br />

wieder umdrehen. Also gibt es klare Regeln,<br />

die das Bild gegen aussen schützen sollen.»<br />

Es ist diese liebevolle, aber resolute Art, mit<br />

der sie sich Respekt bei ihren Gästen verschafft.<br />

Denn schliesslich finanziert sie von<br />

den Einnahmen in der Schmiedstube ihr Leben.<br />

Dass da auch der Ruf im Dorf eine Rolle<br />

spielt, ist ihr sehr wohl bewusst.<br />

Unterstützung und Zusammenhalt<br />

Im Narrendorf war das Schmiedstube-Team<br />

ebenfalls anzutreffen, das brachte Aufmerksamkeit<br />

und neue Gäste. Für die Fasnachtszeit<br />

malt ein Stammgast das Sujet und viele<br />

helfen mit bei der aufwendigen Lokaldekoration.<br />

Das Helferessen am langen Tisch ist<br />

geprägt von gegenseitiger Dankbarkeit<br />

für eine gute gemeinsame Zeit. Nach dem<br />

Wasserschaden im Lokal standen wenige<br />

Minuten später zehn Gäste vor der Türe,<br />

um stundenlang zu helfen. Die Bäckerei<br />

nebenan übernahm den Kühlschrankinhalt<br />

und half mit Strom aus. Nach ihrem Bandscheibenvorfall<br />

vor einem Jahr hätte sie den<br />

Betrieb alleine nicht halten können, doch<br />

Familie und Gäste unterstützten erneut engagiert:<br />

«Ein Gast kam jeden Abend, um die<br />

Getränke aufzufüllen, weil ich nichts heben<br />

durfte.» Es ist dieses Geben und Nehmen,<br />

das Zellweger beflügelt. Dann schliesst sie<br />

Kompromisse, wenn unbedingt der bisherige<br />

Wein auf der Karte bleiben muss. Gleichzeitig<br />

hält es sie nicht davon ab, «einen<br />

schönen Gin Tonic» anzubieten, der auch<br />

seine Anhänger findet. Apéro-Plättli ergänzen<br />

das Getränkeangebot, im Sommer werden<br />

draussen Würste gegrillt. Manchmal rufen<br />

Gäste an und bringen ihre Grilladen und<br />

Salate selber mit. Ihr Lieblingsort sei draussen<br />

vor der Schmiedstube auf der Treppe.<br />

Dann beobachtet sie das Geschehen an der<br />

Buchenstrasse und freut sich über bekannte<br />

Gesichter. Nach einem hektischen Tag allein<br />

in der Gaststube zu sitzen und das Erlebte<br />

Revue passieren zu lassen, bestätigt ihre<br />

einstige Entscheidung, aber: «Mal ein Besuch<br />

am Open Air oder ein paar Tage Ferien<br />

– das sind willkommene Abwechslungen.<br />

Selbst wenn die Welt mich täglich besucht,<br />

ich muss auch mal raus.»<br />

«Neue Gäste<br />

sollen nicht<br />

gleich wieder<br />

umdrehen.»<br />

Aushilfen zu finden, sei kein Problem. Insgesamt<br />

jedoch bezeichnet sich Zellweger als<br />

«Heimweh-Mensch». Sie ist gerne in ihrem<br />

alten Bauernhaus an der Industriestrasse<br />

bei ihren Hühnern und ihrem Hund Jeremy<br />

im grossen Garten. Und dann ist da immer<br />

noch ihr Pferd und natürlich ihr Freund Rick,<br />

der sie immer mit Tatkraft und Ideen unterstützt.<br />

Mit den gewerbetreibenden Nachbarn<br />

kommt sie gut aus, man hilft und respektiert<br />

sich gegenseitig. Geärgert hat sie<br />

sich kürzlich über einen Presseartikel, der<br />

den Untergang der Herisauer Beizen thematisierte.<br />

«Immer hört man, was schliesst,<br />

aber was alles neu entsteht, wird kaum registriert.<br />

Wenn ich nur mal kurz durchzähle,<br />

komme ich schon auf acht Bars und Beizen.<br />

Dieses Schlechtreden schadet nicht nur den<br />

Wirten sondern auch Herisau.» Lea Zellweger<br />

ist mit ihrer Schmiedstube angetreten,<br />

um das zu ändern. Daran besteht nach<br />

meinem Besuch kein Zweifel.<br />

Nadja Rechsteiner


Publireportage<br />

Drogerie Walhalla AG<br />

Saskia Nufer<br />

Kasernenstrasse 7<br />

9100 Herisau<br />

071 351 18 80<br />

www.drogerie-walhalla.ch<br />

Gesunde Nahrung für das Baby<br />

Muttermilch ist naturgemäss die beste Nahrung für einen<br />

Säugling. Eine ausgewogene Ernährung fördert die<br />

Entwicklung. Vor allem in den ersten 6 Lebensmonaten<br />

profitiert das Baby vom Stillen. Leider ist es nicht immer<br />

möglich das Kind zu stillen oder die Muttermilch reicht<br />

nicht aus und das Kind wird mit dem Schoppen gefüttert.<br />

Dazu bieten verschiedene Hersteller zahlreiche Milchpulver<br />

an. Was ist nun das Richtige? Gerne helfen wir bei der<br />

Auswahl des passenden Produktes. In unserem Sortiment<br />

finden Sie Anfangs- und Folgemilchen, verschiedene Babybreis<br />

und Spezialnahrungen für Allergiker. Wir arbeiten<br />

mit zwei erfahrenen Schweizer Babymilchherstellern zusammen<br />

und führen die Produkte der Firma Holle (seit<br />

1934) und Bimbosan (seit 1932).<br />

Feelgood-System<br />

Das Bimbosan-Feelgood-System ist sehr einfach und<br />

deswegen so überzeugend. Die Ernährung kann dem<br />

aktuellen Bedürfnis und Gesundheitszustand des Kindes<br />

angepasst werden. Mit einer Flüssigkeit als Basis (z.b.<br />

Bimbosan Säuglingsmilch) können 9 Schoppen- und 9<br />

Breivariationen selbst für das Baby zusammengestellt<br />

werden.<br />

Qualität<br />

Bimbosan verwendet, wenn möglich, biologische Rohstoffe.<br />

Für die Bimbosan Produkte wird Schweizer Milch<br />

verwendet. Die Milchen enthalten wertvolle Nähr- und<br />

Vitalstoffe, sowie auch Omega-Fettsäuren nach ernährungswissenschaftlichen<br />

Erkenntnissen. Sie versorgen<br />

das Baby optimal. Bimbosan verzichtet in der Herstellung<br />

von ihren Produkten konsequent auf Palmöl. Holle stellt<br />

ihre Produkte ausschliesslich in Bio-Qualität und Demeter<br />

her.<br />

Zeit. Bimosans spezielles und ökologisches Nachfüllsystem<br />

hilft viel Abfall zu sparen. Die Beutel bestehen aus<br />

40% nachwachsenden Rohstoffen. Und das Verpackungsmaterial<br />

wurde um 10% reduziert. Das schont die Umwelt!<br />

Lange Transportwege werden vermieden, denn das<br />

Unternehmen bezieht ihre Milch von Schweizer Bauern,<br />

arbeitet mit lokalen Unternehmen zusammen und stellt<br />

ihre Produkte in der Schweiz her.<br />

Holle Milchnahrungen sind bereits klimaneutral und sie<br />

arbeiten weiter daran, CO 2-Emissionen zu vermeiden und<br />

zu reduzieren. Holle geht achtsam mit Ressourcen um –<br />

die biodynamische Wirtschaftsweise ist dabei besonders<br />

ressourcenschonend – und optimiert den Wasser- und<br />

Energieverbrauch.<br />

Sammelpass<br />

Bimbosan wie auch Holle führt ein Treuekartensystem.<br />

Bei Bimbosan ist jede zehnte Packung einer Folge- oder<br />

Kindermilch geschenkt. Bei Holle gar jede siebte Packung.<br />

Die Sammelkarten sind in der Drogerie Walhalla erhältlich.<br />

Muttermilch ist das Beste für Ihren Säugling. Die WHO<br />

empfiehlt 6 Monate ausschliessliches Stillen, wenn dies<br />

nicht möglich ist, lassen Sie sich von uns beraten.<br />

Zu diesem oder anderen Gesundheitsthemen berät Sie<br />

gerne Saskia Nufer und das Team der Drogerie Walhalla.<br />

Ökologische Verpackung<br />

Klimaschutz ist die grosse gemeinsame Aufgabe unserer<br />

Saskia Nufer<br />

Noemi Knöpfel<br />

Manuela Krättli<br />

Ayleen Meyer<br />

Tanja Fässler<br />

Brigitte Dörig-Kast<br />

Naomi Hälg


<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Gesellschaft / Glosse · 7<br />

SCHREINER-LEHRLING BAUT<br />

IN 420 STUNDEN EIN HOLZ-TÖFFLI<br />

d’Föörbete<br />

Alle drei Jahre organisiert der Schreinermeisterverband<br />

für die Freizeitarbeiten<br />

«seiner» Lehrlinge einen Wettbewerb. Für<br />

den hölzernen Nachbau eines Puch-Töfflis<br />

erreichte Aaron Ochsner von einem Herisauer<br />

Lehrbetrieb den ersten Platz in der<br />

Kategorie für Lernende des dritten und<br />

vierten Lehrjahres. Insgesamt nahmen<br />

36 junge Frauen und Männer in zwei Kategorien<br />

an dem Wettbewerb teil. «Die grösste<br />

Herausforderung war es, innerhalb von<br />

nur sechs Monaten rund 420 Stunden in<br />

meiner Freizeit in das Projekt investieren<br />

zu können», erklärte Aaron Ochsner, der<br />

seine Lehre bei Bodenmann Innenausbau<br />

in der Walke absolviert. Doch es habe sich<br />

für ihn mehr als gelohnt. «Mit dieser Arbeit<br />

bin ich über meine persönlichen Grenzen<br />

hinausgegangen und habe mit dem Töffli<br />

aus Holz etwas Neuartiges geschaffen.<br />

Die Gewissheit, auch scheinbar Unmögliches<br />

zu realisieren, wird mir sicher auch<br />

im späteren Berufsalltag nützlich sein.»<br />

Bewertet wurden die Freizeitarbeiten der<br />

angehenden Schreinerinnen und Schreiner<br />

in den vier Kategorien Idee und Design,<br />

Schwierigkeitsgrad, Konstruktion und<br />

Material sowie Ausführung. Es wurden jeweils<br />

16 Punkte vergeben, wobei die Sparte<br />

Idee und Design doppelt gezählt wurde.<br />

Mit 80 Punkten erreichte Aaron Ochsner<br />

das Maximum. Dass seine Nachbildung<br />

eines Puch-Sport-Töfflis gerade in Idee<br />

und Design sehr auffällig und einzigartig<br />

ist, zeigte nicht zuletzt die mediale Aufmerksamkeit,<br />

die es in den Tagen danach<br />

genoss. Der «Wow-Effekt», den neben den<br />

Jury-Mitgliedern auch die Besucherinnen<br />

und Besucher der Freizeitarbeiten-Ausstellung<br />

in Schwende hatten, zeugte davon,<br />

dass bei der handwerklichen Ausführung<br />

seiner Arbeit alles perfekt passte. Von den<br />

36 Lernenden wurden zehn prämiert und<br />

erhielten dafür jeweils ein Preisgeld von<br />

mehreren hundert Franken. Unter den ausgezeichneten<br />

Arbeiten fanden sich unter<br />

anderem ein Schachbrett, Angelkescher,<br />

ein Wettkampfkoffer für das Hammerwerfen<br />

oder eine Hobelbank. Da allerdings<br />

sämtlich geschaffenen Objekte grosse Anerkennung<br />

verdient haben, wurden fünf<br />

weitere Teilnehmende per Los mit einem<br />

Gutschein beschenkt. Die Preissumme von<br />

insgesamt 5500 Franken sei für den Schreinermeisterverband<br />

eine Investition in seine<br />

Zukunft, hiess es von Seiten der Verantwortlichen.<br />

«Denn die Teilnahme an einem<br />

solchen Wettbewerb ist immer auch eine<br />

wertvolle Erfahrung, welche die Lernenden<br />

weiterbringt.» (pd)<br />

DAS WANDELNDE-<br />

LEICHE-SYNDROM<br />

Ich gebe es gleich zu: Für diese Föörbete<br />

kam mir nichts in den Sinn. In der Regel hat<br />

man im Verlauf eines Monates eine Idee,<br />

die sich für einen lustigen, spannenden,<br />

nachdenklichen, philosophischen, herzigen,<br />

lebensbejahenden, kritischen oder<br />

anderweitig halbwegs unterhaltsamen<br />

Text eignet. Tja, in diesen Wochen kam da<br />

nix. Nada. Rien. Niente. Nothing. (Mehr<br />

Sprachen fallen mir gerade nicht ein.) Aber<br />

weil es vielleicht doch Leserinnen und<br />

Leser gibt, die sich auf diese paar Zeilen<br />

freuen, habe ich auf den letzten Drücker<br />

ein paar seltsame Krankheiten rausgesucht.<br />

«Wieso das denn?», fragen Sie sich<br />

zurecht. Nun, sollten Sie demnächst beim<br />

Einkaufen jemanden antreffen, dem Sie<br />

lieber nicht begegnet wären, haben Sie<br />

hiermit ein paar Eisbrecher. Also, beginnen<br />

wir mit dem Cotard-Syndrom, bei dem die<br />

Erkrankten überzeugt sind, sie seien tot.<br />

Dieser Wahn kann einen Punkt erreichen,<br />

an dem die Nahrungsaufnahme eingestellt<br />

wird – schliesslich verfügen diese wandelnden<br />

Leichen in ihrer Vorstellung über keine<br />

Organe, die etwas verdauen könnten. Als<br />

Nächstes hätte ich das Alien-Hand-Syndrom<br />

im Angebot, bei dem sich eine Hand<br />

nicht mehr kontrollieren lässt. In extremen<br />

Fällen versucht die eine Hand, alles zu<br />

unterbinden, was die andere macht – vom<br />

Umgang mit Besteck über Toilettengänge<br />

bis zum Tippen am Computer. Weiter geht<br />

es mit dem Fischgeruch-Syndrom, einer<br />

seltenen Stoffwechselkrankheit, bei der ein<br />

menschlicher Körper aufgrund einer Fehlfunktion<br />

der Leber ein fischiges Gas absondert.<br />

Alle werdenden oder gewordenen<br />

Eltern kennen vielleicht das temporär auftretende<br />

Couvades-Syndrom. Dabei weisst<br />

der unschwangere Teil der Partnerschaft<br />

dieselben Symptome wie die austragende<br />

Frau auf – von hormonellen Schwankungen<br />

über Schlafstörungen bis zu Übelkeit. Und<br />

wenn Ihr Gegenüber während des Smalltalks<br />

zwischen Badezusätzen und Haarwaschmittel<br />

plötzlich eine Seife verdrückt,<br />

wissen Sie, dass diese Person am sogenannten<br />

Pica-Syndrom leidet und deshalb<br />

eine krankhafte Lust verspürt, Ungeniessbares<br />

zu essen. (sd)<br />

Aaron Ochsner gewann den ersten Preis beim Wettbewerb für angehende Schreinerinnen und Schreiner.<br />

(pd)


8 · Gemeinde <strong>05</strong>/<strong>2024</strong><br />

AM KINDERFEST ESSEN ALLE<br />

GEMEINSAM AUF DEM EBNET ZMITTAG<br />

Das Kinderfest steht in diesem Jahr unter<br />

dem Motto «Bücherwelten». Erster Termin<br />

für die Durchführung ist Dienstag, 11. Juni.<br />

Bei schlechtem Wetter wird der Anlass auf<br />

einen folgenden Tag im Juni oder Anfang Juli<br />

verschoben. Das Kinderfest findet seit 1837<br />

in der Regel alle zwei Jahre statt. Alle derzeit<br />

fast 1700 Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten<br />

bis zur Oberstufe beteiligen sich<br />

daran. Sie bereiten klassenweise verschiedenste<br />

Sujets vor für den Umzug durchs Dorf<br />

und für das Fest auf dem Ebnet. Künftig wird<br />

auf das Mittagessen bei Privaten und in Restaurants<br />

verzichtet. Bisher war es üblich, dass<br />

möglichst viele Kinder von Privatpersonen<br />

nach Hause eingeladen oder in Restaurants<br />

verpflegt wurden. Nachdem es in den vergangenen<br />

Jahren immer schwieriger wurde,<br />

genügend Plätze zu finden, musste die Kinderfest-Kommission<br />

diese schöne Tradition<br />

schweren Herzens beenden. Präsidentin und<br />

Gemeinderätin Irene Hagmann begründet<br />

den Entscheid: «Die Gesellschaft hat sich<br />

verändert. Viele können sich beruflich bedingt<br />

nicht mehr verpflichten, an mehreren<br />

Verschiebungsdaten sicher zu Hause zu sein,<br />

um unsere Schülerinnen und Schüler zu bewirten.»<br />

Zudem kämpften die Restaurants<br />

mit ähnlichen Problemen aufgrund von Personalmangel<br />

und es müssten die Wirtesonntage<br />

eingehalten werden, erklärt Hagmann.<br />

Nach den positiven Erfahrungen am letzten<br />

Kinderfest 2022 werden die Schülerinnen<br />

und Schüler deshalb auch dieses Jahr am Mittag<br />

klassenweise auf dem Festplatz Ebnet im<br />

Freien verpflegt. (gk)<br />

Vor zwei Jahren stand das Kinderfest unter dem Motto «farbenfroh».<br />

(Bild: gk)<br />

EINE MEHRHEIT IST ZUFRIEDEN<br />

MIT DER GEMEINDEKOMMUNIKATION<br />

Die Gemeinde Herisau hat letzten Herbst<br />

eine Bevölkerungsumfrage zu ihrer Kommunikationstätigkeit<br />

durchgeführt. Die<br />

Resultate zeigen: 63 Prozent der Befragten<br />

sind mit dieser zufrieden bis sehr zufrieden.<br />

Laut Umfrage kommuniziert die Gemeinde<br />

«eher» verständlich, professionell,<br />

regelmässig und transparent. Auch bezüglich<br />

Auffindbarkeit und Erreichen aller<br />

Altersgruppen liegen die Werte leicht im<br />

positiven Bereich. Für eine leichte Mehrheit<br />

dürfte die Kommunikation laut Medienmitteilung<br />

häufiger erfolgen. Ebenfalls positiv<br />

aufgenommen werden die Seiten «Unsere<br />

Gemeinde» im Monatsmagazin «De Herisauer»,<br />

welche die Gemeinde seit August<br />

2022 in einem Pilotprojekt publiziert. Sie<br />

erreichten bei der Frage nach den Informationskanälen<br />

der Befragten die besten<br />

Werte. Vier von fünf Teilnehmenden gaben<br />

an, die Sonderseiten zu kennen. Drei Viertel<br />

befürworten die Weiterführung der Publikation.<br />

Die Frage, ob gar ein Ausbau der Seitenanzahl<br />

gewünscht ist, wurde im Schnitt<br />

mit «eher» beantwortet. Die nächstbeliebten<br />

Informationskanäle sind die Herisauer<br />

Nachrichten, die Newsletter der Gemeinde,<br />

herisau.ch und der Appenzeller Zeitung.<br />

Verbesserungspotenzial hingegen bestehe<br />

vor allem bei den Online-Medien der Gemeinde.<br />

Obwohl die Webseite herisau.ch<br />

erst 2021 erneuert wurde, wünschen sich<br />

die Befragten eine Modernisierung. Mehrfach<br />

wird eine Gemeinde-App gewünscht<br />

und etwa die Hälfte der Befragten gaben<br />

an, dass die Gemeinde auch die sozialen<br />

Medien wie Facebook, Instagram oder<br />

Linkedin bespielen sollte. Dabei sei zu beachten,<br />

dass die Umfrage grossmehrheitlich<br />

von Einwohnerinnen und Einwohnern<br />

über dem 30. Altersjahr beantwortet wurde.<br />

Die Bevölkerungsbefragung wurde vom<br />

12. September bis 3. Oktober 2023 vom OZG<br />

Zentrum für Gemeinden der Fachhochschule<br />

OST durchgeführt. Es nahmen 354<br />

Personen teil. Zudem wurde am 30. November<br />

ein Workshop mit 25 Vertreterinnen<br />

und Vertretern von Vereinen und anderen<br />

Gruppierungen aus der Gemeinde durchgeführt.<br />

Daraus ergaben sich Erkenntnisse<br />

bezüglich Eventkalender, Ansprechperson<br />

bei Veranstaltungen und Vernetzung<br />

unter den Vereinen. Der Gemeinderat hat<br />

laut Medienmitteilung die Ergebnisse der<br />

Bevölkerungsbefragung zur Kenntnis genommen<br />

und werde darauf aufbauend dem<br />

Einwohnerrat verschiedene Anträge unterbreiten.<br />

Dazu passend werde das Kommunikationskonzept<br />

aktualisiert. Ziel sei es,<br />

die Bevölkerung mit Informationen noch<br />

besser zu erreichen und Rückmeldungen zu<br />

vereinfachen. (gk)<br />

Details zur Umfrage<br />

http://bit.ly/hgtZ6


<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Gemeinde · 9<br />

MEHR TRANSPARENZ<br />

SEITENS DES GEMEINDERATS<br />

Künftig sollen die Mitglieder des Gemeinderats<br />

ihre Interessenbindungen und Erwerbstätigkeiten<br />

offenlegen. Ebenso sollen<br />

Unvereinbarkeiten mit dem Amt der Gemeindepräsidentin<br />

oder des Gemeindepräsidenten<br />

geregelt werden. Das schreibt die<br />

Gemeinde in einer Mitteilung. Das Geschäft<br />

sei für die Einwohnerratssitzung vom 22.<br />

Mai traktandiert. Der Einwohnerrat hat am<br />

20. September des vergangenen Jahres die<br />

Motion seiner Geschäftsprüfungskommission<br />

«Ergänzung des Verwaltungsorganisationsreglements»<br />

erheblich erklärt. Diese<br />

verlangt, dass die Mitglieder des Gemeinderates<br />

inklusive Gemeindepräsidium – analog<br />

zu den Mitgliedern des Einwohnerrates<br />

– ihre Erwerbstätigkeiten und Interessenbindungen<br />

offenlegen. Der Gemeinderat<br />

hat nun die entsprechende Vorlage für eine<br />

Anpassung des Verwaltungsorganisationsreglements<br />

ausgearbeitet und zuhanden der<br />

Parlamentssitzung vom 22. Mai verabschiedet.<br />

Vorangegangen war vom 23. Februar bis<br />

5. April eine Vernehmlassung, an der sich drei<br />

Parteien beteiligten. Die Vorlage definiert<br />

auch, welche Aufgaben und Tätigkeiten mit<br />

dem Gemeindepräsidium unvereinbar sind.<br />

Dazu gehört zum Beispiel ein Mandat im National-<br />

oder Ständerat, sofern nicht auf Ende<br />

des Amtsjahres der Rücktritt vom Gemeindepräsidium<br />

erfolgt.<br />

In einer weiteren Mitteilung lädt die Gemeinde<br />

die Herisauer Bevölkerung zum<br />

«Coop Gemeinde Duell» ein. Dabei handelt<br />

es sich um das grösste nationale Programm<br />

zur Förderung von mehr Bewegung in den<br />

Schweizer Gemeinden. «Auch dieses Jahr können<br />

die Herisauerinnen und Herisauer ab dem<br />

1. Mai und bis zum 2. Juni Bewegungsminuten<br />

sammeln und Herisau damit zu einer möglichst<br />

guten Klassierung im schweizerischen<br />

Vergleich verhelfen.» Aus diesem Anlass werden<br />

in Herisau im Mai verschiedene kostenlose<br />

Bewegungsaktivitäten angeboten. Mehr<br />

Infos unter www.coopgemeindeduell.ch. (gk)<br />

HANDÄNDERUNGEN IM APRIL<br />

28.03.<strong>2024</strong> B.BERISHA AG, Arbon TG (Erwerb:<br />

19.02.2021), an K&B Immobilienpartner<br />

GmbH, Gommiswald SG GB-Nr. 2131,<br />

Sonnhaldenweg 6; Wohnhaus Vers. Nr.<br />

2982, mit 759 m² Grundstücksfläche<br />

02.04.<strong>2024</strong> Frischknecht Werner, Herisau<br />

(Erwerb: 07.04.2021), an Steinegg Stiftung,<br />

Herisau AR GB-Nr. 32, Windegg 5; Wohnhaus<br />

Vers. Nr. 775, mit 150 m² Grundstücksfläche<br />

02.04.<strong>2024</strong> Steinegg Stiftung, Herisau AR<br />

(Erwerb: 12.07.2000), an Frischknecht Werner<br />

und Elisabeth, Herisau GB-Nr. 4640,<br />

Egg; mit 582 m² Grundstücksfläche GB-Nr.<br />

4641, Egg; mit 594 m² Grundstücksfläche<br />

GB-Nr. 4643, Egg; mit 558 m² Grundstücksfläche<br />

GB-Nr. 4644, Egg; mit 611 m² Grundstücksfläche<br />

10.04.<strong>2024</strong> Martini Sandro und Bächler Martini<br />

Catherine, Herisau (Erwerb: 08.11.2016),<br />

an Brülisauer Priska und Hans Peter, Haslen<br />

GB-Nr. 1233, Säntisstrasse 4; Wohnhaus<br />

Vers. Nr. 871, mit 297 m² Grundstücksfläche<br />

18.04.<strong>2024</strong> Crottogini Beatrice, Schachen<br />

b. Herisau (Erwerb: 28.03.2013), an Berisha<br />

Leotrim und Marigona, Winterthur Stockwerk-GB-Nr.<br />

S10198, Schmiedgasse 42;<br />

245/10000 Miteigentum an Grundstück Nr.<br />

1244, mit Sonderrecht an Laden Stockwerk-<br />

GB-Nr. S10179, Schmiedgasse; 3/10000 Miteigentum<br />

an Grundstück Nr. 1244, mit Sonderrecht<br />

an Lagerraum<br />

19.04.<strong>2024</strong> Baumann Hanspeter, Sirnach<br />

(Erwerb: 02.07.1996, 30.08.1996), an Sanver<br />

Immo AG, Teufen AR GB-Nr. 1461, Langelenstrasse<br />

3; Wohnhaus Vers. Nr. 681, Remise<br />

Vers. Nr. 682, mit 431 m² Grundstücksfläche<br />

GB-Nr. 1460, Langelenstrasse 5; Wohnhaus<br />

Vers. Nr. 680, mit 442 m² Grundstücksfläche<br />

24.04.<strong>2024</strong> Di Marco Fabio, Herisau (Erwerb:<br />

14.03.2012), an Golden Montana AG,<br />

Romanshorn TG GB-Nr. 1095, Schmiedgasse<br />

24; Wohnhaus Vers. Nr. 809, mit 180 m²<br />

Grundstücksfläche<br />

Zivilstandsnachrichten<br />

Geburt<br />

Garcia Liam, geboren am 2. März <strong>2024</strong>, Sohn<br />

des Garcia Sergiol und der Garcia geb. Mazenauer<br />

Manuela, wohnhaft in Herisau AR<br />

Fritschi Lea Noemi, geboren am 21. März<br />

<strong>2024</strong>, Tochter des Fritschi Navin und der<br />

Fritschi Livia, wohnhaft in Herisau AR<br />

Forrer Olivia, geboren am 20. März <strong>2024</strong>,<br />

Tochter des Forrer René und der Dias<br />

Joana, wohnhaft in Herisau AR<br />

Todesfälle<br />

Sidler, Roland Hans, gestorben am 29. März<br />

<strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren 1934, wohnhaft<br />

gewesen in Herisau AR<br />

Kobelt geb. Nüesch, Margrit, gestorben am<br />

31. März <strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren 1932,<br />

wohnhaft gewesen in Herisau AR<br />

Bernhard, Andreas, gestorben am 31. März<br />

<strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren 1938, wohnhaft<br />

gewesen in Herisau AR<br />

Schneider geb. Stalder, Martha, gestorben<br />

am 3. April <strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren<br />

1923, wohnhaft gewesen in Herisau AR<br />

Müller, Anna Maria, gestorben am 5. April<br />

<strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren 1930, wohnhaft<br />

gewesen in Herisau AR<br />

Ehrbar geb. Schoch, Rosa, gestorben am<br />

6. April <strong>2024</strong> in Waldstatt AR, geboren 1937,<br />

wohnhaft gewesen in Herisau AR mit Aufenthalt<br />

in Waldstatt AR<br />

Nef geb. Vattioni, Anna, gestorben am<br />

10. April <strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren 1928,<br />

wohnhaft gewesen in Herisau AR<br />

Müller geb. Fischer, Mina, gestorben am<br />

11. April <strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren 1926<br />

Bretscher geb. Hersche, Dora Anna, gestorben<br />

am 11. April <strong>2024</strong> in Herisau AR,<br />

geboren 1929<br />

Gahler, Kurt, gestorben am 12. April <strong>2024</strong> in<br />

Herisau AR, geboren 1954<br />

Schiess geb. Gerschwiler, Heidi, gestorben<br />

am 13. April <strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren<br />

1935<br />

Spruzzola geb. Schiess, Dora, gestorben am<br />

13. April <strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren 1936<br />

Schoch geb. Scopel, Maria, gestorben am<br />

14. April <strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren 1923<br />

Brunner geb. Deutschmann, Helene, gestorben<br />

am 16. April <strong>2024</strong> in Herisau AR,<br />

geboren 1936<br />

Schläpfer geb. Koller, Mathilde, gestorben<br />

am 19. April <strong>2024</strong> in St. Gallen SG, geboren<br />

1935<br />

Kümin geb. Santos, Caridade, gestorben am<br />

20. April <strong>2024</strong> in Herisau AR, geboren 1939<br />

Eheschliessung<br />

Isele Cezary und Isele Sara, wohnhaft in<br />

Herisau AR


10 · Interview <strong>05</strong>/<strong>2024</strong><br />

«WIR WOLLEN DAS ANGEBOT<br />

IN HERISAU ERGÄNZEN»<br />

Der RSC-016 organisiert am 25. Mai einen Wander- und Velo-Tag im Saumquartier. Ein Gespräch<br />

mit Präsident Ronny Kupferschmid über die Auswirkungen einer Bieridee und die Motivation<br />

für, in und mit Herisau etwas auf die Beine zu stellen.<br />

Ronny Kupferschmid, die unerlässliche<br />

Frage zuerst. Was steckt hinter der Abkürzung<br />

RSC-016?<br />

Die Buchstaben stehen für «Rapid Spezial<br />

Club», die Ziffern verweisen auf unser Gründungsjahr<br />

2016. Der Club entstand ursprünglich<br />

aus einer Bierlaune. Ich entdeckte im<br />

Internet einen Rapid, der zum Verkauf stand.<br />

Das inspirierte mich. Ich sagte mir, wenn ich<br />

fünf Freunde dafür begeistern kann, dann<br />

kaufen wir ihn. Zehn habe ich gefragt, fünf<br />

sagten ja. So haben wir den Rapid angeschafft<br />

und unseren Verein gegründet.<br />

Was machen sechs Männer mit einem<br />

Rapid?<br />

Wir haben ihn mit einer Bar ausgestattet und<br />

fahren seither an privaten und öffentlichen<br />

Festen auf.<br />

Bei diesem ersten Fahrzeug ist es nicht geblieben.<br />

Wir besitzen aktuell neben dem Rapid einen<br />

Mowag, einen Saurer und zwei Gulaschkanonen.<br />

Zudem bauten wir unser Gastro-Equipment<br />

stetig aus und verfügen heute über<br />

einen Smoker und fünf Gastrogrills.<br />

Der RSC-016 ist demnach ein Cateringunternehmen<br />

mit ungewöhnlichem Fuhrpark?<br />

Nein. Wir sind kein Unternehmen. Wir sind<br />

ein Verein mit fünf Mitgliedern sowie zahlreichen<br />

Passivmitgliedern und Unterstützenden.<br />

Beruf erlernt und arbeiten für den Verein in<br />

den Bereichen, die wir uns zutrauen. Wir können<br />

anpacken, planen, bauen, organisieren,<br />

kochen, grillieren und Gastgeber sein.<br />

Das heisst, die Fahrzeuge sind Mittel zum<br />

Zweck?<br />

Eher umgekehrt. Mit den Anlässen finanzieren<br />

wir unsere Auslagen. Wir suchen nicht<br />

den Gewinn. Wichtig ist, dass wir unsere<br />

Rechnungen pünktlich bezahlen können.<br />

«Uns verbindet<br />

die Freude, etwas<br />

auf die Beine<br />

zu stellen.»<br />

Ihr Verein hat sich nicht nur Fahrzeuge angeschafft,<br />

sondern verfügt auch über ein<br />

gemütliches Vereinslokal.<br />

Anfänglich benötigten wir einen Platz für<br />

unseren Rapid. In der Scheune hier im Wald<br />

konnten wir ihn unterstellen. Nach und nach<br />

bauten wir den oberen Teil zu unserem Vereinslokal<br />

aus, in dem wir – mit der nötigen<br />

Spezialbewilligung versteht sich – auch Anlässe<br />

für Vereine und Gruppen durchführen<br />

können. Nichts war so geplant. Alles hat sich<br />

nach und nach ergeben. Und heute sind wir<br />

da, wo wir sind.<br />

Laut Homepage sind es im laufenden Jahr<br />

fast 50 Anlässe, bei denen Ihr Verein mit von<br />

der Partie ist. Kann das noch als Hobby bezeichnet<br />

werden?<br />

Für uns ist es ein Hobby. Eines, das wir genau<br />

so lange machen, wie wir es gerne tun. Gewiss,<br />

es ist zeitaufwendig, aber es erfüllt und<br />

macht Freude. Und wir können für unsere Anlässe<br />

auf ein grosses Helfernetz zurückgreifen,<br />

wofür wir sehr dankbar sind.<br />

Zeit für ein weiteres Hobby bleibt wohl<br />

nicht?<br />

Ich habe mehr Vereinsjahre als Lebensjahre.<br />

Ich war Mitglied in der Knabenmusik, bei der<br />

Feuerwehr, in der Sauknapp Guggenmusik,<br />

beim Grümpeli-Turnier oder beim Flossrennen.<br />

Nun ist der RSC-016 noch mein einziger<br />

Verein.<br />

Und quasi Ihr eigener?<br />

Auf dem Papier und gegen aussen bin ich<br />

der Präsident, weil es für einen Verein einen<br />

braucht. Aber bei uns gibt es keine Hierarchie.<br />

Jedes Mitglied hat gleich viel zu sagen.<br />

Uns verbindet die Freude, etwas auf die Beine<br />

zu stellen und Herisau zu bereichern.<br />

Wie ist dies zu verstehen?<br />

Unser Motto lautet: «Für Herisau, in Herisau<br />

und mit Herisau». Das leben wir. So arbeitet<br />

der RSC-016 beispielsweise ganz bewusst<br />

mit lokalen Lieferanten und Unternehmen<br />

zusammen. Wir sind mit unserem Rapid<br />

oder der Gulaschkanone an Herisauer-Fes-<br />

Nur fünf Mitglieder?<br />

Exakt. In unseren Statuten ist die Mitgliederzahl<br />

auf maximal sechs Leute festgelegt. Aus<br />

der Gründungszeit sind heute noch Silvan<br />

Schwendinger und ich dabei, die anderen<br />

haben den Verein aus familiären oder beruflichen<br />

Gründen verlassen. Seit gut drei Jahren<br />

sind wir gemeinsam mit Markus (Märk) Rechsteiner,<br />

Pius Rechsteiner, Thomas Berther ein<br />

engagiertes Team, angetrieben von der gleichen<br />

Motivation.<br />

Der Begeisterung zu alten Fahrzeugen?<br />

Es ist uns wichtig, dass diese Fahrzeuge erhalten<br />

bleiben und eingesetzt werden. Leider ist<br />

keiner von uns Automechaniker. Das würde<br />

dem Verein manch teure Rechnung ersparen.<br />

Aber wir haben alle einen handwerklichen<br />

Ronny Kupferschmid, Präsident des RSC-016, an der Gulaschkanone.<br />

(Bilder: zVg.)


<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Interview · 11<br />

Am Anfang stand der Rapid. Heute verfügt der RSC-016 über einen stattlichen Fuhrpark.<br />

ten wie zum Beispiel am Schwänbergfest,<br />

Chreisel-Fescht, Kinderfest, Sommernachtsfest<br />

oder Christchindlimarkt vertreten. Die<br />

Gulaschkanonen übrigens konnten wir vom<br />

Zivilschutz kaufen. Wir liessen anschliessend<br />

neue Pfannen herstellen, zusätzlich haben<br />

wir noch passend dazu 300 Gamellen angeschafft.<br />

Dies entspricht nicht nur unserer<br />

Idee, möglichst authentisch zu sein, sondern<br />

ist definitiv auch nachhaltig. Wir versuchen,<br />

wenn immer möglich auf Einweggeschirr zu<br />

verzichten. Wenn wir vom Schweizer Militär<br />

engagiert werden, fahren wir zudem mit dem<br />

Mowag auf.<br />

Fürs Militär?<br />

Dreimal im Jahr finden in Herisau und Gossau<br />

Weiterbildungskurse der NATO statt. Wir<br />

dürfen die Teilnehmenden dann jeweils verpflegen.<br />

Für diese Armeeangehörigen, angereist<br />

aus der halben Welt, wie auch für den<br />

RSC-016 ein Highlight und unvergessliches<br />

Erlebnis.<br />

Ihr Verein wird aber nicht nur auf Einladung<br />

an Festen oder bei der Bewirtung<br />

im Vereinslokal aktiv, sondern organisiert<br />

auch selber.<br />

Drei Jahre haben wir im Herbst «sFescht» mit<br />

Frühschoppen im Schulhaus Müli organisiert.<br />

Am 19. Mai laden wir nun zum öffentlichen<br />

Pfingstfest im Wald ein.<br />

Und am 25. Mai organisieren Sie den Wander-<br />

und Velo-Tag im Saumquartier. Wie<br />

kam es dazu?<br />

Der Markt für Abendveranstaltungen ist gesättigt.<br />

Tagesveranstaltungen für Familien<br />

und Kinder gibt es in Herisau hingegen wenige.<br />

Wir sind motiviert, etwas zu gestalten,<br />

das es noch nicht gibt. Wir wollen nicht konkurrieren,<br />

sondern nur ergänzen und es liegt<br />

uns fern, jemandem etwas wegzunehmen.<br />

Mit dem Kürbisschnitzen oder dem Samichlaustag<br />

haben wir Anlässe ins Leben gerufen,<br />

die es so in Herisau noch nicht gab. Für den<br />

Wander- und Velo-Tag gilt das gleiche.<br />

Wie kam es konkret zu dieser Idee?<br />

An unserem Vereinslokal kommen viele Spaziergänger<br />

und Wanderer vorbei – dies gab<br />

uns den Anstoss. Alleine können wir den Anlass<br />

jedoch nicht stemmen, daher haben wir<br />

gemeinsam mit dem Quartierverein Ost ein<br />

OK ins Leben gerufen. Wir arbeiten für diesen<br />

Anlass auch eng mit der Schule zusammen.<br />

So etwa erhalten alle Primarschulkinder<br />

einen Flyer vom Wander- und Velo-Tag.<br />

Was erwartet die Teilnehmenden?<br />

Es gibt drei mögliche Startorte. Wichtig dabei<br />

ist uns, dass diese mit dem Regiobus erreichbar<br />

sind. Niemand soll mit dem Auto<br />

anreisen. Grundsätzlich wünschen wir uns<br />

einen Tag in der Natur ohne digitale Ablenkung.<br />

Zwischen neun und elf Uhr können im<br />

Rohren bei Sylvia und Willi Schiess oder beim<br />

Schulhaus Saum, von neun bis 13 Uhr bei der<br />

Auto Lanter AG die speziellen Wanderkarten<br />

gratis abgeholt werden. Wer mag, kann dort<br />

auch einen Kaffee trinken und ein Gipfeli essen.<br />

Doch es gibt selbstverständlich keinen<br />

Konsumationszwang.<br />

Was hat es mit diesen Wanderkarten auf<br />

sich?<br />

Sie sind gleichzeitig auch Wettbewerbstalon.<br />

Es gilt von 13 Fotos den richtigen Foto-Aufnahme-Ort<br />

herauszufinden. Um am Wettbewerb<br />

teilzunehmen, reicht es jedoch aus,<br />

wenn drei richtige in die Karte eingetragen<br />

werden. Die gesamte Strecke beträgt etwas<br />

über zehn Kilometer. Aber das muss nicht<br />

sein. Wer es kurz mag, kann vom Schulhaus<br />

Saum zu unserem Vereinslokal spazieren, das<br />

sind weniger als zwei Kilometer.<br />

Das funktioniert auch mit dem Velo?<br />

Ja, oder auch mit den Inlineskates, dem<br />

Scooter oder dem Rollator. Es gibt einzelne<br />

Orte, für die man einige Meter zu Fuss gehen<br />

müsste. Aber diese könnte man getrost auch<br />

auslassen. Es braucht ja nur drei von 13 Foto-<br />

Orten, um am Wettbewerb teilzunehmen.<br />

Bei dem es übrigens tolle Preise zu gewinnen<br />

gibt.<br />

Das Ziel der Wanderung oder Velofahrt ist<br />

Ihr Vereinslokal im Wald.<br />

Genau. Hier bieten wir ein Mittagsmenu sowie<br />

musikalische Unterhaltung mit den Elefanten-Sounders<br />

und der Musikgesellschaft<br />

Dicken. Für Kinder gibt es viele Attraktionen<br />

wie etwa eine Hüpfburg, Hau den Lukas oder<br />

Büchsenwerfen. Wir sind uns bewusst, dass<br />

der Erfolg mit dem Wetter steht und fällt.<br />

Doch wir sind gerüstet, auch für schlechtes<br />

Wetter.<br />

Könnte das der Beginn einer Tradition sein?<br />

Das wäre schön. Doch nun wollen wir erstmals<br />

die Premiere erfolgreich über die Bühne<br />

bringen. Es soll ein Anlass getreu unserem<br />

Motto werden und wir hoffen, dass zahlreiche<br />

Herisauerinnen und Herisauer den Weg<br />

unter die Füsse nehmen und ein gemütliches<br />

Fest mit dem RSC-016 erleben dürfen.<br />

Eva Schläpfer


Warum wir am 9. Juni <strong>2024</strong><br />

Ja sagen zum Projekt:<br />

Weil es so viele Möglichkeiten eröffnet.<br />

Weil es mit wenigen Massnahmen maximale Wirkung erzielt.<br />

Weil es mit allen Beteiligten abgestimmt ist.<br />

Weil wir es uns leisten können.<br />

Weil es unser Zentrum ins beste Licht rückt.<br />

Weil es das günstigste Projekt im Wettbewerb war.<br />

Weil es zu Herisau passt.<br />

Für das Unterstützungskomitee Obstmarkt & Platz:<br />

Vanessa Frei (FDP), Werner Frischknecht (Stiftung Dorfbild),<br />

Michael Rechsteiner (SVP), Regula Ritter (GLP), Balz Ruprecht (EVP),<br />

Laurin Rusterholz (SP), Eva Schläpfer (PU), Jil Steiner (Mitte),<br />

Corina Vuilleumier (Stiftung Dorfbild), Roman Wäspi (Gewerbe)<br />

Alle Infos und weitere<br />

UnterstützerInnen hier:<br />

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<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Gesellschaft / Rezept · 13<br />

«TIPITI» SUCHT PFLEGEPLÄTZE<br />

FÜR GEFLÜCHTETE JUGENDLICHE<br />

Wenn Kinder oder Jugendliche ohne ihre<br />

Eltern in die Schweiz fliehen, werden sie<br />

einem Kanton zugewiesen und leben in<br />

Asylunterkünften zusammen mit Erwachsenen<br />

und Familien. Im Kanton Appenzell<br />

Ausserrhoden betreut der Verein «tipiti»<br />

alle unbegleiteten Minderjährigen (UMA)<br />

und bringt sie an passenden Wohnplätzen<br />

unter. In Herisau kam vor einigen<br />

Jahren der damals 18-jährige Murtaza aus<br />

Afghanisten bei Barbara und Ruedi Looser-Nef<br />

unter. «Im Juni 2018 bekamen wir<br />

einen überraschenden Anruf des Vereins.<br />

Gesucht wurde ein Pflegeplatz für einen<br />

jungen Afghanen, der seit zwei Jahren in<br />

der Schweiz lebte», erklären sie. «Da nur<br />

noch unser jüngster Sohn zuhause wohnte,<br />

war die Begeisterung, der Platz und die<br />

Neugierde von unserer Seite schnell da.<br />

An unserem Kennenlernessen im August<br />

machten wir direkt Nägel mit Köpfen. Die<br />

Symphatie stimmte beiderseits sofort.»<br />

Bereits eine Woche später zog Murtaza<br />

bei der Herisauer Familie ein. Seine äusserst<br />

hilfsbereite und achtungsvolle Art<br />

habe das Zusammenleben sehr unkompliziert<br />

gemacht. Murtaza konnte in Herisau<br />

eine Lehre absolvieren und arbeitet nun<br />

seit einem Jahr vollzeitig in einer grossen<br />

Kunststofffirma in Gossau. Seit zwei Jahren<br />

wohnt er in einer eigenen kleinen Wohnung.<br />

«Erfreulicherweise ganz nahe bei<br />

uns», ergänzen Barbara und Ruedi Looser-<br />

Nef. Einige Anstrengung habe es für ihn gebraucht,<br />

um die Autoprüfung zu schaffen.<br />

«Aber sein erstes eigenes Auto war ein<br />

weiterer bedeutsamer Schritt in seinem Leben.<br />

Murtaza lebt sein Leben mittlerweile<br />

unabhängig von uns, gehört aber nach wie<br />

vor zu unserer Familie.» Er komme wie die<br />

anderen Kinder vorbei mit Fragen und Anliegen.<br />

Bei allen Familienessen und Festen<br />

sei er mit dabei. «Murtaza und seine Geschichte<br />

ist eine grosse Bereicherung für<br />

unsere Familie.» Um dies auch den frisch<br />

in der Schweiz angekommenen Jugendlichen<br />

bieten zu können, sucht der Verein<br />

tipiti dringend Wohnplätze im Kanton und<br />

Umgebung. «Aktuell sind es sieben Jugendliche,<br />

die wir gerne unterbringen wollen»,<br />

heisst es von seiten des Vereins. «Die Integrationsfamilien<br />

werden für die Beherbergung<br />

und Begleitung eines Jugendlichen<br />

entschädigt.» (pd)<br />

Mehr Informationen hier:<br />

http://bit.ly/7HT6ks<br />

Rezept<br />

des Monats<br />

LACHSTERRINE<br />

Zutaten<br />

– 1 Salatgurke, frisch<br />

– 400 g geräucherter Lachs<br />

– 3-4 Zweige Dill<br />

– ½ Zitrone<br />

– 400 g Frischkäse<br />

– 100 ml Rahm, 30% Fettgehalt<br />

– 3 Blatt Gelatine<br />

– Schwarzer Pfeffer<br />

– Roter Pfeffer<br />

– Salz<br />

Zubereitung<br />

1. Gurke der Länge nach halbieren. Fruchtfleisch<br />

mit Löffel entfernen und Gemüse in<br />

kleine Würfel schneiden.<br />

2. Hälfte des Lachses fein schneiden und<br />

Dill fein hacken.<br />

3. Mit einer feinen Reibe die Schale einer<br />

Zitrone abreiben und den Saft auspressen.<br />

4. Eine Kastenform mit Frischhaltefolie<br />

auslegen. Lachsscheiben überlappend auf<br />

den Boden legen und an die Seiten drücken.<br />

Ränder leicht überstehen lassen.<br />

5. Frischkäse mit der Gurke, dem gehackten<br />

Lachs, Dill, Zitronensaft und -schale in einer<br />

Schüssel vermengen. Mit Salz und Pfeffer<br />

abschmecken.<br />

6. Rahm leicht erwärmen und Gelatine darin<br />

auflösen. Gemisch zur Käsemasse geben und<br />

alles verrühren.<br />

7. Die Füllung in die Form geben. Mit einem<br />

Küchenspatel leicht andrücken und die überstehenden<br />

Ränder des Lachses einklappen.<br />

8. Terrine mit Frischhaltefolie abdecken und<br />

für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.<br />

Vor dem Servieren die Terrine vorsichtig auf<br />

einen Teller stürzen. Mit Zitronenzesten,<br />

rotem Pfeffer und Dill garnieren.<br />

Ruedi und Barbara Looser-Nef haben Murtaza ein neues Zuhause gegeben.<br />

(Bild: pd)


14 · Thema des Monats <strong>05</strong>/<strong>2024</strong><br />

«UNSER SCHWINGFEST IST<br />

FÜR DIE GANZE FAMILIE»<br />

Am 1. Juni steigen die Schwinger am Obedschwinget wieder in die Zwilchhosen. Während<br />

die Nachwuchssportler tagsüber im Sägemehl stehen, findet der Schlussgang der «Bösen»<br />

unter Fluchtlicht statt. OK-Präsident Markus Bösch erklärt, was den Anlass besonders macht.<br />

Schwingen mag ein traditioneller und urchiger<br />

Sport sein, für den die Schweiz im<br />

Ausland belächelt wird. Doch die Sportart<br />

ist längst in der breiten Masse angekommen.<br />

Am letzten Eidgenössischen Schwingfest<br />

vor zwei Jahren in Pratteln strömten<br />

400'000 Besucherinnen und Besucher herbei,<br />

zu Spitzenzeiten sassen zudem doppelt<br />

so viele Menschen vor dem Fernseher. Sie<br />

alle sahen zu, wie der Innerschweizer Joel<br />

Wicki im Schlussgang den Berner Matthias<br />

Aeschbacher ins Sägemehl drückte. Ein<br />

wenig bescheidener, aber nicht weniger ursprünglich<br />

wird es am 1. Juni auf dem Ebnet<br />

zugehen. «Wenn wir 1000 Gäste begrüssen<br />

dürfen, ist es schon recht voll und die Festwirtschaft<br />

hat genug zu tun», sagt Markus<br />

Bösch, ehemaliger Kranzschwinger und OK-<br />

Chef des Obedschwinget. «Bei doppelt so<br />

vielen Zuschauerinnen und Zuschauern kämen<br />

wir an unsere Grenzen.»<br />

300 Kinder am «Buebeschwinget»<br />

Ein Selbstläufer wird der Anlass aufgrund<br />

des bescheidenen Rahmens aber nicht. Bis<br />

zu 50 Helferinnen und Helfer stehen vor,<br />

während und nach diesem Samstag im Einsatz.<br />

«Wir beginnen am Freitagabend mit<br />

dem Aufbau. Am Obedschwinget selbst<br />

müssen wir die Gastronomie betreiben, den<br />

sportlichen Betrieb gewähren und für einen<br />

reibungslosen Ablauf sorgen.» Hinter dem<br />

Obedschwinget steckt ein neunköpfiges<br />

Organisationskomitee, das sich aus Mitgliedern<br />

des Schwingklubs Herisau und des<br />

Jodlerklubs Herisau-Säge zusammensetzt.<br />

«Schwingen und Jodeln geht gut zusammen.<br />

Wir gehen Hand in Hand, um unser Brauchtum<br />

zu bewahren und gemeinsam einen Anlass<br />

zu präsentieren», erklärt Markus Bösch.<br />

«In der Regel haben wir eine Person mehr<br />

aus dem Schwingklub im OK, weil es am<br />

Ende des Tages ja ein sportlicher Anlass ist.»<br />

Während sich die Schwinger im Team<br />

um die Wettkampfstätte und die Technik<br />

kümmern, ist die Jodler-Fraktion für die<br />

Festwirtschaft und das Rahmenprogramm<br />

zuständig. «Wir sind mittlerweile sehr eingespielt,<br />

weil sich die Organisation wiederholt<br />

und jedes Jahr in einem ähnlichen<br />

Rahmen abläuft. Jedes Mitglied im OK übernimmt<br />

einen Bereich und hat seine Ämtli,<br />

die es zu erledigen gilt.» Die Aufgaben reichen<br />

von der Einladung der Ehrengäste und<br />

Schwingern über die Suche von Sponsoren<br />

und Gaben bis zur Bestellung der Verpflegung.<br />

«Wir haben vor sechs Jahren gemeinsam<br />

das Nordostschweizer Schwingfest mit<br />

8000 Zuschauern in Herisau organisiert.<br />

Wenn du einen solchen Anlass erfolgreich<br />

über die Bühne gebracht hast, weisst du,<br />

dass du etwas stemmen kannst. Wir ticken<br />

alle gleich, sind bodenständig und ziehen<br />

am gleichen Strick.»<br />

Das Obedschwinget besteht aus zwei<br />

verschiedenen Anlässen: Tagsüber schwingt<br />

der Nachwuchs, ab 17 Uhr steigen die Grossen<br />

in die Zwilchhosen. Am sogenannten<br />

«Buebeschwinget» nehmen bis zu 300 Kinder<br />

und Jugendliche teil. «Dieser Wettkampf<br />

ist in den letzten Jahren stark gewachsen»,<br />

so Bösch. «Früher war es ein kleiner Anlass<br />

für die Nachwuchsschwinger mit lokalen<br />

Vereinen. Aber wir wollen den Jungen bewusst<br />

eine Plattform bieten und möglichst<br />

viele von ihnen auszeichnen, damit sie ein<br />

Erfolgserlebnis haben und mit Freude dranbleiben.»<br />

Der Schlussgang sei bewusst<br />

so gelegt, dass sie danach der Elite beim<br />

Schwingen zusehen können. «Es ist toll für<br />

die Kinder, wenn sie selbst geschwungen<br />

haben und kurz nach ihnen ihre Vorbilder<br />

in den Ring steigen.» OK-Präsident Markus<br />

Bösch hofft, noch den einen oder anderen<br />

bekannten Namen nach Herisau zu bringen.<br />

«Aber da stossen wir an unsere Grenzen,<br />

weil wir ein kleines Fest sind und der Kalender<br />

vollgepackt ist. Das Obedschwinget<br />

findet zwischen dem St. Galler Kantonalschwingfest<br />

in und den ersten Bergfesten<br />

statt. Der Fokus der Spitzenschwinger liegt<br />

verständlicherweise auf diesen Anlässen.»<br />

Der Herisauer Martin Roth mit seinem Kranz am Eidgenössischen Schwingfest.<br />

(Bilder: Lorenz Reifler)<br />

Das Warten auf den Heimsieg<br />

Ein Spitzenathlet, der sich den Wettkampf<br />

vor der Haustür nicht entgehen lässt, ist<br />

der Eigenosse Martin Roth. Der Herisauer<br />

konnte sich bereits an zwei Eidgenössischen<br />

Schwingfesten mit einem Kranz<br />

auszeichnen lassen, den jeweils nur die<br />

Bestplatzierten in der Rangliste erhalten.<br />

Der Sieg auf heimischem Terrain blieb ihm<br />

bisher allerdings verwehrt. «Ich würde dieses<br />

Fest schon gerne mal gewinnen und<br />

meinen Heimvorteil nutzen. Obwohl das<br />

Obedschwinget nicht mit den ganz grossen<br />

Namen besetzt war, ist mir das bisher nicht<br />

gelungen.» Das Fest habe bei ihm und dem<br />

ganzen Herisauer Schwingklub einen grossen<br />

Stellenwert. «Wir helfen beim Auf- und<br />

Abbau, sitzen nach dem Wettkampf zusammen<br />

und geniessen es, vor bekannten Gesichtern<br />

im Publikum zu schwingen. Dazu<br />

kommt, dass der Anlass am Abend durchgeführt<br />

wird. Wenn du da einen schönen Son-


04/<strong>2024</strong> Thema des Monats · 15<br />

Das OK-Team mit Walter Bösch, Ueli Steingruber, Patrick Fässler, Ivo Dörig, Markus Bösch, Doris Ramsauer, Hampi Bösch, Hans Meier und Werner Meier (v.l.n.r.).<br />

nenuntergang hast, sorgt das für eine ganz<br />

spezielle Atmosphäre.» Durch diese lockere<br />

Stimmung renne man nach dem Wettkampf<br />

nicht gleich in die Garderobe, sondern sitze<br />

zu den Zuschauern und fachsimpelt ein<br />

wenig. «Es ist wie am Jahrmarkt: Man trifft<br />

Menschen, die man sonst das Jahr hindurch<br />

nicht sieht.»<br />

Als Mitglied des Schwingklubs Herisau<br />

streicht Roth auch die Bedeutung des Buebeschwinget<br />

hervor. «Für unsere Jungen ist<br />

das ein Pflichtwettkampf. Da treten wir mit<br />

der vollen Mannschaft an, weil die Familie im<br />

Publikum sitzt. Und vielleicht sind auch mal<br />

Gotti und Götti, die Grosseltern oder Gspänli<br />

aus der Schule dabei. Diese zusätzliche<br />

Unterstützung an einem Heimfest ist etwas<br />

Besonderes.» Vor und nach dem Wettkampf<br />

beteiligt sich der Schwingklub am Auf- und<br />

Abbau. «Um den Rest kümmert sich das OK-<br />

Team, das seine Sache sehr gut macht. Man<br />

spürt, dass alle Beteiligten mit Freude bei der<br />

Sache sind und es gerne machen.» Aufgrund<br />

der guten Infrastruktur und der vorhandenen<br />

Routine laufe alles reibungslos und schnell.<br />

«Wir können hier in zwei Tagen einen kompletten<br />

Anlass auf die Beine stellen.»<br />

Zwischen Tradition und Mainstream<br />

Seit der ersten Durchführung vor 15 Jahren<br />

hat sich die Obedschwinget einen guten Ruf<br />

«Schwingen<br />

und Jodeln<br />

passen gut<br />

zusammen.»<br />

erarbeitet. «Wir sind stets bemüht, uns zu<br />

verbessern und an der einen oder anderen<br />

Schraube zu drehen», erklärt Markus Bösch.<br />

«Dieses Jahr haben wir beispielsweise erstmals<br />

einen Lebendpreis für den Sieger. Und<br />

weil unser Anlass erst am Samstagabend und<br />

nicht wie üblich an einem Sonntag stattfindet,<br />

müssen die Schwinger am nächsten Tag<br />

nicht arbeiten.» Die gemütliche Atmosphäre<br />

beschreibt der OK-Präsident als einen<br />

der grossen Pluspunkte des Obedschwinget.<br />

«Bei uns kann man die Kinder auch mal<br />

laufen lassen, ohne sie aus den Augen zu<br />

verlieren. Und auf dem Schwingplatz finden<br />

jeder die Zeit, um zu plaudern und dabei<br />

guten Schwingsport zu geniessen. Wir sind<br />

ein Schwingfest für die ganze Familie.» Die<br />

Strömung hin zur Professionalisierung des<br />

Sports und der immer grösseren Aufmerksamkeit<br />

sieht Bösch zwiegespalten. «Natürlich<br />

ist es toll, wenn ein Ostschweizer zum<br />

Schwingerkönig gekrönt wird und die Vereine<br />

am nächsten Schnuppertag 50 Kinder im<br />

Sägemehl haben. Aber gerade bei den grossen<br />

Wettkämpfen steht das Drumherum mit<br />

den Partys mittlerweile stärker im Fokus als<br />

der Sport. Diese Entwicklung sehe ich äusserst<br />

skeptisch, weil dadurch viel Brauchtum,<br />

Tradition und Nähe verloren gehen.»<br />

Von der eingeschlagenen Richtung liesse<br />

sich die Schwingszene aber nicht mehr abbringen.<br />

«Es gibt in den verantwortlichen<br />

Positionen solche, die diese Popularität<br />

steigern und die Modernisierung vorantreiben<br />

möchten. Und dann sind da jene,<br />

die auf die Bremse treten», erklärt Bösch.<br />

«Diese Pole brauchst du, um einen sinnvollen<br />

Mittelweg zu finden. Aber über kurz<br />

oder lang wird der Sport kommerzieller und<br />

professionalisierter.» Für das Obedschwinget<br />

in Herisau hegt das OK-Team allerdings<br />

keine Bestrebungen, den Anlass in neue Dimensionen<br />

zu führen. «Wir sind bodenständig<br />

genug, um zu wissen, was für uns möglich<br />

ist. Wir wollen ein kleines Schwingfest<br />

für alle bleiben.»<br />

<br />

Sergio Dudli


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UNSERE GEMEINDE<br />

Zu Diensten<br />

«Am Empfang der Gemeinde ‹menschelet‘s›»<br />

Jacqueline Himmelberger, Joëlle Germann und Erika Wipf arbeiten<br />

am Empfang des Gemeindehauses. Sie sind die erste Anlaufstelle<br />

für Anfragen aus der Bevölkerung, verkaufen die Spartageskarten<br />

der SBB und agieren hin und wieder als Blitzableiter.<br />

Er ist ein wenig unscheinbar, der Empfang im Gemeindehaus.<br />

Wer durch die Tür tritt, könnte ihn im wahrsten Sinne des Wortes<br />

links liegen lassen. Viele steuern ihn aber bewusst an. Hinter<br />

der Scheibe sitzt entweder Jacqueline Himmelberger, Joëlle Germann<br />

oder Erika Wipf. «Wir teilen die Wochentage untereinander<br />

auf», erklärt Himmelberger. «An unserer Arbeit schätzen wir, dass<br />

sie vom Kundenkontakt lebt und kein Tag wie der andere ist. Wir<br />

werden immer wieder aufs Neue mit Menschen und Anfragen<br />

konfrontiert. Dadurch bleibt es spannend, jeder Tag gleicht einer<br />

kleinen Überraschung.» Die Aufgaben der drei Mitarbeiterinnen<br />

sind vielfältig – von telefonischen Auskünften über den Verkauf<br />

von Spartageskarten, Sperrgutmarken oder Grüngutvignetten am<br />

Schalter bis zur Bestellung des Büromaterials für die Gemeinde.<br />

«Hauptsächlich sind wir die erste Anlaufstelle für Anfragen aus<br />

der Bevölkerung. Wer die Hauptnummer der Gemeinde anruft<br />

oder eine E-Mail an info@herisau.ar.ch schickt, landet bei uns.»<br />

Blitzableiter am Telefon<br />

Als erste Kontaktstelle übernimmt der Empfang innerhalb der<br />

Gemeinde eine wichtige Rolle als Vermittler. «Wir hören uns die<br />

Anfrage an und leiten die Person an die entsprechende Abteilung<br />

weiter, damit ihr Anliegen in die richtigen Hände kommt», erklärt<br />

Jacqueline Himmelberger. Dabei werde sie mit Menschen aus<br />

allen Schichten und Alterskategorien konfrontiert. «Es ist nicht<br />

so, dass wir nur ältere Kundschaft haben, die nicht gleich alles im<br />

Internet nachsehen kann. Wir haben Anfragen aus allen Teilen der<br />

Bevölkerung.» Hin und wieder müsse man eine dicke Haut haben,<br />

weil die drei Mitarbeiterinnen die ganze Palette an Emotionen ab-<br />

bekämen. «Wenn eine Person unsere Nummer anruft, spricht sie<br />

in ihren Augen mit der Gemeinde. Da kann es vorkommen, dass<br />

jemand seinen Ärger an uns auslässt – auch wenn er nicht an uns<br />

persönlich gerichtet ist. Dann gilt es, Ruhe zu bewahren und die<br />

Person freundlich weiterzuleiten.»<br />

Jacqueline Himmelberger arbeitet seit dreieinhalb Jahren bei<br />

der Gemeinde. «Hin und wieder kommen Anfragen, bei denen ich<br />

schmunzeln muss. Da war beispielsweise eine Pflegerin, die im<br />

Namen eines Patienten anrief. Dieser wollte wissen, ob es auf dem<br />

Friedhof in Herisau möglich sei, sich seitlich im Sarg liegend und<br />

mit Blick nach Mekka beerdigen zu lassen. Und im Winter gab es<br />

einmal die Bitte, ob wir nicht einen SMS-Service für die Schneeräumung<br />

einrichten könnten, um interessierte Personen zu informieren,<br />

wann bei ihnen gepfadet werde.» An solchen Geschichten<br />

spüre man, dass es auch in Herisau «menschelet».<br />

Die Sache mit der Spartageskarte<br />

Seit Beginn des Jahres gibt es viele Anfragen zur neuen Spartageskarte<br />

der SBB. Früher hatte die Gemeinde täglich zwölf GA-Tageskarten<br />

für 45 Franken zur Verfügung. Diese konnten per Telefon,<br />

Mail oder das Internet bestellt werden. «Seit dem 1. Januar<br />

stehen schweizweit bis zu 3000 Tickets bereit, die am Schalter<br />

abgeholt werden müssen und billiger sind, wenn sie zehn Tage im<br />

Voraus gekauft werden», so Himmelberger. «Zudem werden die<br />

Billette auf den Namen der Person ausgestellt. Das hat den Nachteil,<br />

dass man sie nicht mehr spontan weitergeben kann. Da ärgert<br />

sich hin und wieder jemand, aber das neue Konzept wurde von der<br />

SBB eingeführt. Als Gemeinde setzen wir das um, was von uns<br />

verlangt wird.» Aber auch hier gelte für die Mitarbeiterinnen des<br />

Empfangs: «Wir bleiben freundlich und helfen gerne weiter. Das<br />

macht uns Freude und wird von vielen Menschen geschätzt. Wir<br />

hören sehr oft ein Dankeschön.»<br />

Erika Wipf, Joëlle Germann und Jacqueline Himmelberger sind die Gesichter hinter dem Empfang.<br />

Eine Publikation der Gemeinde Herisau <strong>05</strong>/24


UNSERE GEMEINDE<br />

Projekt<br />

Obstmarkt und Platz: Pflästerung erfüllt Ansprüche<br />

Am Infostand des Gemeinderats zur Abstimmungsvorlage<br />

«Obstmarkt und Platz» war unter anderem die Art der vorgesehenen<br />

Pflästerung ein Thema. Wir haben die aufgetauchten Fragen<br />

und Antworten notiert. Gleichzeitig zeigen die Erläuterungen,<br />

wie vielschichtig nur schon ein Teilbereich eines Projekts<br />

ist.<br />

Wieso braucht es auf dem Obstmarkt und auf dem Platz eine<br />

Pflästerung?<br />

Zum einen steht das Ortszentrum von Herisau im Inventar der<br />

schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS). Das ISOS trägt<br />

wesentlich zum Erhalt der schweizerischen Baukultur bei. Die<br />

ISOS-Empfehlung lautet: «Im ganzen Ort ist von jeglicher Asphaltierung<br />

der gepflasterten Gassen und Vorplätze abzusehen.»<br />

Zum anderen hat die vorgesehene Pflästerung in Herisau<br />

Tradition. Neben Obstmarkt und Platz sind weitere Flächen im<br />

Zentrum gepflästert, zum Beispiel die Vorplätze von Gemeindehaus,<br />

Post und Altem Zeughaus, die obere Gossauerstrasse<br />

oder die Oberdorfstrasse. Dies trägt zum schönen Ortsbild bei.<br />

Was sind die verschiedenen Ansprüche an eine neue Pflästerung?<br />

Die Pflästerung muss die vorgegebenen Normwerte erfüllen.<br />

Einerseits ist die Ebenheit ein wichtiges Kriterium, gerade<br />

auch für Personen im Rollstuhl. Deshalb sind geschliffene Guber-Quarzsteine<br />

aus Alpnach vorgesehen. Andererseits dürfen<br />

sie bei Nässe nicht rutschig werden. Deshalb werden sie zusätzlich<br />

geflammt, das heisst mit Wärme so behandelt, dass<br />

die geschliffene Fläche wieder poröser und damit griffiger<br />

wird.<br />

Was ist mit dem Fugenabstand?<br />

Der Fugenabstand entscheidet mit, wie sich der Belag beim<br />

Gehen oder beim Befahren mit einem Rollstuhl anfühlt. Der Abstand<br />

wird so eng wie möglich gehalten. Wird er aber zu klein<br />

geplant, wird das Zusammenfügen der Steine, die nicht gänzlich<br />

formgleich sind, erschwert.<br />

Gibt es ein Beispiel in Herisau, wie die Pflästerung aussehen<br />

soll?<br />

Das Trottoir in der oberen Gossauerstrasse entspricht in den<br />

Punkten Ebenheit und Steinbehandlung der Pflästerung, wie<br />

sie für Obstmarkt und Platz vorgesehen ist. Diese gilt für Procap,<br />

die die Projekte auf ihre Behindertentauglichkeit prüft,<br />

als gut, weshalb sie als Referenzobjekt für andere kommunale<br />

Bauamtsvertreter dient. Der Landsgemeindeplatz in Trogen<br />

dagegen ist mit grösseren Steinformaten ausgeführt, diese<br />

sind in Herisau nicht üblich und passen nicht zur vorhandenen,<br />

traditionellen Pflästerung.<br />

Erhalten Fahrbahn und Plätze die gleiche Oberfläche?<br />

Nein. Die Strasse zwischen Platz und Obstmarkt erhält eine<br />

Bogenpflästerung mit Guber-Pflastersteinen mit einer Kantenlänge<br />

von 11 bis 13 Zentimetern. Die Fugen werden mit<br />

Für die Fussgängerbereiche von Obstmarkt und Platz ist eine ähnliche Pflästerung wie beim Trottoir an der oberen Gossauerstrasse vorgesehen.<br />

Eine Publikation der Gemeinde Herisau <strong>05</strong>/24


UNSERE GEMEINDE<br />

Mörtel vergossen, so dass die Wirkkräfte aus dem Verkehr gut<br />

aufgenommen werden. Auf den Plätzen wird eine ungerichtete<br />

Pflästerung mit variablen Steingrössen (11, 13 oder 16 Zentimeter<br />

Kantenlänge) verbaut. Dieser sogenannte Passeverband<br />

weist keine eindeutige Richtung auf und stärkt somit die Einheit<br />

und Gleichwertigkeit der historischen Gebäude am Obstmarkt<br />

und am Platz. Die Fugen füllt dort ein Splitt-Sand-Gemisch.<br />

Die Details bezüglich Pflästerung werden im Lauf der<br />

Detailplanung mit den Anspruchsgruppen begutachtet und<br />

dann nach Abwägung aller Interessen entschieden.<br />

Gibt es auch Nachteile einer Pflästerung?<br />

Ja, zum einen ist die Lärmbelastung bei einer Pflästerung<br />

bei gleichem Tempo der Fahrzeuge höher. Zum anderen ist<br />

eine Pflästerung für Personen im Rollstuhl nicht die optimale<br />

Oberfläche. Die Vorgaben für barrierefreies Bauen werden<br />

aber – wie schon bei der oberen Gossauerstrasse – mit Procap<br />

besprochen und eingehalten. Es muss auch bedacht werden,<br />

dass Menschen mit Beeinträchtigungen nicht die gleichen Bedürfnisse<br />

haben. Rollstuhlfahrer etwa bevorzugen geringen<br />

Rollwiderstand und keine Kanten. Blinde hingegen brauchen<br />

die Kanten zur Strasse, um sich orientieren zu können.<br />

Warum wird nicht einfach asphaltiert?<br />

Neben den denkmalschützerischen Argumenten ist eine Pflästerung<br />

auch langlebiger. Der Belag altert kaum, im Gegensatz<br />

zu Asphalt. Zudem ermöglicht sie eine flexiblere Nutzung, zum<br />

Beispiel für temporäre Verankerungen, ohne dass Belagsschäden<br />

entstehen. Nicht zuletzt kann das Wasser bei einer<br />

Pflästerung mit Splitt-Sandfugen versickern und wieder verdunsten,<br />

was sich positiv aufs Mikro-Klima auswirkt. Dies ist in<br />

Zeiten immer heisserer Sommer ebenfalls ein Argument.<br />

Projektticker<br />

Meteorwasserkanal im Bau<br />

Zwischen der Schwellbrunnerstrasse und der Glattbrücke im<br />

Schloss sind die Bauarbeiten für einen Meteorwasserkanal mit<br />

Retentionsanlage in der Ausführung. Die Bauarbeiten dauern<br />

bis August <strong>2024</strong>. Die Durchfahrt auf der Schlossstrasse ist gesperrt.<br />

Bahnhof Herisau: Infoanlass am 31. Mai und Abbrucharbeiten<br />

Seit Anfang April führen die Appenzeller Bahnen am Bahnhof<br />

Herisau Abbrucharbeiten durch. Das alte Perrondach und das<br />

Gebäude des Mercato-Shops wurden bereits zurückgebaut.<br />

Als nächstes stehen der Abriss des ehemaligen Direktionsgebäudes<br />

und der Laderampe der Post an. Die Arbeiten, die bis<br />

Anfang Juni andauern, schaffen Platz für den neuen Bushof.<br />

Mit der Umgestaltung des gesamten Areals wird der Bahnhof<br />

Herisau zu einem attraktiven Treffpunkt und wichtigen Verkehrsknotenpunkt<br />

aufgewertet. Zudem werden die angrenzenden<br />

Quartiere künftig besser erschlossen. Um den Start<br />

des Teilprojekts Bahnhofplatz mit Bushof zu begehen, lädt die<br />

Gemeinde die Bevölkerung am 31. Mai von 16 bis 19 Uhr auf dem<br />

Bahnhofareal zu einem Informationsanlass mit Apéro ein.<br />

Schulhaus-Aussenrenovationen im Gang<br />

Seit Ende März werden das Schulhaus Poststrasse und die<br />

Schulverwaltung Waisenhaus aussen renvoiert. Beim Schulhaus<br />

Poststrasse wird derzeit der Sockel aus Sandstein geflickt.<br />

Dieser war teils von Salz zerfressen. Was möglich ist,<br />

wird erhalten. Später wird der Sockelputz frisch aufgebaut.<br />

Gegen Mitte Mai wird das Gerüst gestellt, damit die oberen<br />

Fassadenteile renoviert werden können.<br />

Die Schulverwaltung Waisenhaus ist bereits eingerüstet. Zunächst<br />

wurde die desolate Schindelfassade auf drei Seiten<br />

entfernt, so dass die Balken des Strickbaus zum Vorschein kamen.<br />

Derzeit in Arbeit ist die Winddichtung auf der Ost- und<br />

der Südseite. Anschliessend wird eine Dämmung montiert, die<br />

in ihrer Schichtstärke so auf die historische Konstruktion abgestimmt<br />

ist, dass der darunterliegende Strickbau nicht durch<br />

sich stauende Feuchtigkeit gefährdet wird. Die kantonale<br />

Denkmalpflege ist bei beiden Objekten involviert.<br />

Die Bahnhof-Baustelle am 23. April: Der Mercato-Shop und das alte Perrondach<br />

sind abgebrochen.<br />

Das Schulverwaltungsgebäude Waisenhaus erhält auf drei Seiten eine neue<br />

Fassade.<br />

Eine Publikation der Gemeinde Herisau <strong>05</strong>/24


UNSERE GEMEINDE<br />

Schule<br />

«Es liegt Spannung in der Luft»<br />

Motto «Bücherwelten» und Mittagsverpflegung, Umzugsroute<br />

und Kommission: Sechs Wochen vor dem ersten Kinderfesttermin<br />

liefern wir die wichtigsten Fragen und Antworten.<br />

Wie setzt sich die Kinderfestkommission zusammen?<br />

Es kam zu einigen Wechseln. Anstelle von Nadja Rechsteiner<br />

präsidiert Gemeinderätin Irene Hagmann, Ressortleiterin Schule,<br />

die Kommission. Weiter gehören dieser an: Markus Stäheli<br />

(Schulleitung, Vizepräsident), Andreas Rottach (Bau), Daniela<br />

Rechsteiner und Anita Kottlors (Verpflegung), Sandra Signer<br />

und Nicole Etter (Bühnenprogramm), Murielle Pasche und Xavier<br />

Scherrer (Material), Nadja Cavelti (Blumen), Judith Sbalzarini<br />

und Franziska Ueberwasser (Umzug) sowie Christian Hartmann<br />

(Sicherheit).<br />

Warum wird auf die Tradition der privaten Mittagsquartiere<br />

verzichtet?<br />

Für das Kinderfest 2022 war wegen der Corona-Pandemie früh<br />

beschlossen worden, die Verpflegung zentral im Freien auf<br />

dem Festplatz Ebnet zu organisieren. In diesem Jahr wird das<br />

wieder der Fall sein. «Die Zahl der privaten Angebote ist stetig<br />

gesunken: Der Grund liegt in den veränderten Gesellschaftsstrukturen.<br />

Für viele Familien ist es berufsbedingt schwierig,<br />

über mehrere Wochen auf Abruf einen Mittagstisch anzubieten»,<br />

sagt Markus Stäheli. Auch für die Restaurants sei es nicht<br />

einfach gewesen, jeweils die Mittagsplätze zu «blockieren». Vor<br />

kurzem sind die Herisauerinnen und Herisauer auf einem Flyer<br />

eingeladen worden, mit einem «Zustupf» die Mittagsverpflegung<br />

finanziell zu unterstützen.<br />

Ein Blick auf den Festplatz von 2022.<br />

Der erste Termin für das Kinderfest ist der Dienstag, 11. Juni.<br />

Er liegt früher als sonst, nämlich schon in der viertletzten<br />

Schulwoche des Schuljahres, nicht in der drittletzten. Welches<br />

ist der Grund?<br />

Es besteht so mehr Reservezeit vor den Sommerferien. Durch<br />

die Vorverlegung des ersten Datums könnte es allerdings zu<br />

einer Überschneidung mit dem Kinderfest St.Gallen kommen.<br />

Organisatorisch wäre das kein Nachteil. «Aber es könnten natürlich<br />

Leute betroffen sein, die im einen Ort wohnen und im anderen<br />

arbeiten», sagt Markus Stäheli, Mitglied der Schulleitung<br />

und Vizepräsident der Kinderfestkommission.<br />

Das Motto heisst «Bücherwelten». Wie ist es bestimmt worden?<br />

Auch diesmal hat im Herbst ein Wettbewerb stattgefunden:<br />

Schulklassen konnten Vorschläge einreichen. Gewonnen hat<br />

die 5./6. Klasse Ifang. Am ersten Kinderfestrapport vom November<br />

sind Delegationen aus den Schuleinheiten informiert<br />

worden. Seither ging es darum, Sujets für den Umzug zu wählen<br />

und auszuarbeiten. Auch Inhalte der Bühnenprogramme<br />

wurden überlegt. In den Schulhäusern war Kreativität gefragt –<br />

die Schuleinheiten waren in der Wahl der Sujets frei. Nach den<br />

Frühlingsferien wurde die Arbeit intensiviert. Auch motto-unabhängige<br />

Formationen wie die Gruppe Land und die Tambouren<br />

sind fleissig am Proben. Am zweiten Kinderfestrapport von<br />

Anfang Mai können alle Beteiligten des Kinderfests konkrete Anliegen<br />

einbringen und Fragen klären lassen.<br />

Am Mittag 1700 Personen zu verpflegen, ist eine logistische<br />

Herausforderung. Wie wird diese angegangen?<br />

Die Klassen werden gestaffelt verpflegt. Es werden Teigwaren<br />

mit Fleisch- resp. Tomatensauce angeboten. Auch eine vegane<br />

Variante wird gekocht. Um die Zeit bis zum Beginn des Umzugs<br />

zu vertreiben, steht auf dem Ebnet ein Spielprogramm zur<br />

Verfügung. Zudem können die Kinder in einem Shuttlebus zum<br />

Generationenspielplatz Kreckel fahren. «Aufgrund von Rückmeldungen<br />

zur Abendverpflegung von 2022 werden wir die Angebote<br />

für die Bevölkerung ausbauen und mehr Stände aufstellen»,<br />

erklärt Markus Stäheli.<br />

Der Umbau der Migros ist abgeschlossen. Ist die Umzugsroute<br />

nun wieder die «alte»?<br />

Ja, nach dem Start beim Alten Zeughaus geht es in Richtung<br />

Platz, dann durch die Oberdorfstrasse und Arthur-Schiess-<br />

Strasse via Kreisel in die Kasernenstrasse, über den Obstmarkt<br />

in die Bahnhofstrasse, weiter über die Zeughausstrasse, Bachstrasse,<br />

Buchenstrasse und Ebnetstrasse zum Festplatz.<br />

Wie nimmt der zuständige Schulleiter die Stimmung wahr?<br />

Im Mai des Vorjahres habe man mit einer «Warmup-Sitzung» in<br />

der Kinderfestkommission die Planung noch recht locker in Angriff<br />

genommen, sagt Markus Stäheli. «Jetzt liegt Spannung in<br />

der Luft. Die organisatorischen Rädchen greifen ineinander. Wir<br />

freuen uns.» Das Kinderfest besitze nach wie vor in den Schulhausteams,<br />

bei der Herisauer Bevölkerung und in der Politik<br />

eine sehr hohe Akzeptanz.<br />

Eine Publikation der Gemeinde Herisau <strong>05</strong>/24


UNSERE GEMEINDE<br />

Sportzentrum<br />

Sonnenberg läutet neue Badesaison ein<br />

In wenigen Tagen beginnt im Freibad Sonnenberg die Badesaison.<br />

Dafür sind zwei Daten vorgesehen: der 4. und der 8. Mai.<br />

Bis es aber wieder so weit ist, gilt es noch einige Arbeiten zu<br />

erledigen.<br />

Nicht nur Kinder und Jugendliche mögen das Freizeitangebot,<br />

auch für die erwachsene Bevölkerung handelt es sich beim<br />

Freibad Sonnenberg um einen beliebten Treffpunkt. «Dies bestätigt<br />

das erneute Spitzenjahr 2023 mit über 30‘000 Eintritten»,<br />

sagt Markus Rosenberger, Abteilungsleiter Sport. Diesen<br />

Erfolg strebe man auch dieses Jahr an, dementsprechend seien<br />

die Erwartungen für die kommende Saison hoch: Eine unfallfreie<br />

Zeit und trockenes Wetter stehen auf der Wunschliste<br />

des Badi-Teams ganz oben. Zudem sind verschiedene Events<br />

geplant. Ende Juli soll beispielsweise wieder das beliebte Solarkino<br />

im Freibad Sonnenberg gastieren. Es sind zwei Kinoabende<br />

unter freiem Himmel vorgesehen, aktuell werden dafür<br />

die Filme ausgewählt. Weiter wurde das Beach-Volleyball-Feld<br />

neu eingezäunt und das Schachbrett neben dem Schwimmerbecken<br />

erneuert. Die Gäste können sich weiterhin auf das<br />

50-Meter-Schwimmerbecken, das Nichtschwimmerbecken<br />

und das solarbeheizte Kinderplanschbecken freuen.<br />

Letzte Vorbereitungen<br />

Für Action und Spass sorgen die Waterclimbing-Wand, der Strömungskanal<br />

mit Wasserwerfer und Wasserpilz, die Ballspielwiese,<br />

der attraktive Kinderspielplatz und die zwei Rutschbahnen.<br />

Wer eine Pause einlegen möchte, kann im Sonnenberg-Restaurant<br />

oder an der Grillstelle verweilen und sich stärken. Bis es<br />

aber so weit ist, stehen noch einige Arbeiten an. Markus Rosenberger:<br />

«Aktuell beschäftigen wir uns unter anderem mit der<br />

Inbetriebnahme der Wasseraufbereitungsanlagen und der Umsetzung<br />

der Umgebungshygiene. Kurz vor der Eröffnung werden<br />

dann die gereinigten Wasserbecken gefüllt.»<br />

Zwei Eröffnungen geplant<br />

Dieses Jahr wird die Badesaison gleich an zwei Daten eingeläutet.<br />

Erstmals öffnet das Freibad am Samstag, 4. Mai. Bei<br />

trockenen Wetterverhältnissen können die Gäste an diesem<br />

Tag an verschiedenen Fitness- und Entspannungskursen teilnehmen,<br />

die vom Komitee «Glücksfall Herisau» organisiert<br />

werden. Angeboten werden eine Yogastunde mit Roberta Alder<br />

von 10 bis 11 Uhr, Lach-Yoga mit Tamara Kraner von 16 bis 16.30<br />

Uhr und Pilates mit Franziska Eisenhut von 18 bis 18.45 Uhr.<br />

Teilnehmende werden gebeten, eine eigene Sportmatte oder<br />

ein Badetuch mitzunehmen. Während der Kurse übernimmt<br />

die Spielgruppe Jupidu die Kinderbetreuung vor Ort. Um 19 Uhr<br />

endet der Tag mit dem offiziellen Badeschluss. Die offizielle<br />

Eröffnung des Freibads findet dann am Mittwoch, 8. Mai, statt.<br />

Das Programm beginnt um 14 Uhr mit einer Ansprache des Gemeindepräsidenten.<br />

«Um gemeinsam anzustossen, wird eine<br />

Gratis-Bowle für alle Anwesenden angeboten. Als besonderes<br />

Highlight für Kinder und Familien gilt das XXL-Fussball-Dart-<br />

Turnier um 15 Uhr, bei dem die Teilnehmenden Gutscheine für<br />

das Sportzentrum gewinnen können», sagt Markus Rosenberger.<br />

Bei schönem Wetter stehe das XXL-Fussball-Dart bis zum<br />

Sonntag, 12. Mai, allen Freibad-Gästen zur freien Nutzung zur<br />

Verfügung.<br />

Schüler und Jugendliche baden <strong>2024</strong> gratis<br />

Als weiteres Highlight gilt dieses Jahr das Gratis-Abonnement<br />

für alle Herisauer Schülerinnen und Schüler für das Freibad.<br />

Dies hat der Stiftungsrat der Johannes Waldburger-Stiftung<br />

Herisau aus Anlass des 50. Betriebsjahres des Sportzentrums<br />

beschlossen. Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen<br />

liege dem Stiftungsrat besonders am Herzen. «Kinder<br />

sind unsere Zukunft und verdienen es, ab und zu belohnt zu<br />

werden. Mit dem Saisonabo erhalten die Kinder die Möglichkeit,<br />

ihre Freizeit ausserhalb der virtuellen Welt sinnvoll und<br />

aktiv im Freien zu gestalten», so Fidel Cavelti, Stiftungspräsident.<br />

Grundsätzlich erachte er die Herisauer Infrastruktur im<br />

Freizeitbereich als gut und erhaltenswert. Das Sportzentrum<br />

und das Freibad Sonnenberg seien bedeutende Teile davon.<br />

Die Johannes Waldburger-Stiftung fördert vor allem in den<br />

Gemeinden Herisau und Schwellbrunn Bestrebungen von öffentlichem<br />

Interesse in den Bereichen Wissenschaft, Kultur,<br />

Soziales, Gemeinnützigkeit und Sport. Neben der Unterstützung<br />

von Anträgen kann die Stiftung auch aus eigener Initiative<br />

handeln.<br />

Rabatt bis 4. Mai<br />

Die Herisauer Schülerinnen und Schüler bekommen dieses Jahr das Abo für<br />

das Freibad Sonnenberg von der Johannes Waldburger-Stiftung geschenkt.<br />

Badi-Fans aufgepasst: Bis zur Eröffnung am 4. Mai erhalten<br />

alle Käuferinnen und Käufer eines Freibad-Abos einen Rabatt<br />

von 10 Prozent. Die Abonnements sind an der Kasse des<br />

Sportzentrums erhältlich. Die ersten 20 Gäste am 4. Mai erwartet<br />

zudem ein kleines Überraschungspräsent.<br />

Eine Publikation der Gemeinde Herisau <strong>05</strong>/24


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Gemüsesetzlinge. Nach Wunsch bepflanzen wir Ihre<br />

mitgebrachten Blumenkisten.<br />

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Jedes Hotel ist ein Unikat. Die verwendeten<br />

Materialien stammen aus der Region Wittenbach.<br />

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<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Gesellschaft / Chorzfuetter · 23<br />

Chorzfuetter<br />

Zwei Wechsel im Einwohnerrat<br />

Max Slongo (SVP) ist aufgrund seiner Wahl<br />

in den Gemeinderat per 7. März aus dem<br />

Einwohnerrat zurückgetreten. Ebenfalls zurückgetreten<br />

ist per 18. März Jürg Kaufmann<br />

(SVP). Als Ersatzpersonen für die beiden Parteikollegen<br />

stellen sich gemäss den Ergebnissen<br />

bei den Wahlen 2023 Anita Hug und Andreas<br />

Kurz zur Verfügung. Sie haben ihr Amt<br />

bereits angetreten. (gk)<br />

Schulleitung wird verstärkt<br />

Der Gemeinderat hat Michael Werner als<br />

neuen Schulleiter gewählt. Er wird per<br />

1. August <strong>2024</strong> seine Arbeit mit einem<br />

Pensum von 100 Prozent in der Schule Herisau<br />

aufnehmen. In seine Zuständigkeiten<br />

fallen der Zyklus 1 und 2 (Kindergarten<br />

bis 6. Klasse). Der Gemeinderat hatte diese<br />

zusätzliche Stelle bereits Mitte Februar<br />

bewilligt. Der 56-Jährige wird das Schulleitungsteam<br />

mit Alex Porta, Markus Stäheli,<br />

Carol van Willigen und Pascal Schmuckli<br />

ergänzen. (gk)<br />

NEUER VORSTAND LÄDT<br />

65ER-JAHRGÄNGER ZUM TREFFEN<br />

Der 65er-Jahrgänger-Verein lädt alle Ur-Herisauerinnen<br />

und -Herisauer sowie zugezogene<br />

Altersgenossinnen und -genossen des<br />

Jahrgangs 1965 zum jährlichen Treffen ein.<br />

Unter dem neuen Vorstand – bestehend aus<br />

Ursi Dähler, Claudia Nyffeler, Beat Metzger,<br />

Karin Schläpfer, Christine Steiner und Thomas<br />

Schmid – findet das diesjährige Zusammenkommen<br />

am 24. Mai statt. Seit mehreren<br />

Jahren organisiert der Verein jedes Jahr ein<br />

Treffen, um die Altersgenossen zusammenzubringen.<br />

«Es geht darum, neue Kontakte zu<br />

knüpfen und alte Bekanntschaften aus Schulzeiten<br />

wiederzusehen. Die Atmosphäre ist<br />

stets herzlich und die Gespräche sind spannend<br />

– egal ob man sich schon lange kennt<br />

oder sich gerade erst begegnet ist», sagt Karin<br />

Schläpfer. Sofern die Adresse oder E-Mail bekannt,<br />

würden alle 65-Jahrgänger – darunter<br />

auch Weggezogene – angeschrieben und eingeladen.<br />

Wer noch keine Einladung erhalten<br />

hat, kann sich unter jahrgaenger1965@gmail.<br />

com anmelden. Das kommende Treffen verspreche<br />

einen gemütlichen Abend mit Apéro<br />

und Essen. Auf eine Besichtigung vor dem<br />

Abendessen wird dieses Jahr verzichtet. (hst)<br />

Neue Sitze für die Eishalle<br />

Der Herisauer Gemeinderat hat für die Beschaffung<br />

und Montage neuer Tribünensitze<br />

in der Eishalle 120'000 Franken gesprochen.<br />

Die aktuellen Stadionsitze auf der Haupttribüne<br />

wurden bei der Gesamtsanierung im<br />

Jahre 2006 nicht erneuert, manche Sitze gar<br />

noch nie seit dem Bau des Sportzentrums. Sie<br />

weisen Schäden auf und entsprechen nicht<br />

mehr den Sicherheitsnormen. Die rund 720<br />

neuen Klappsitze werden während den Sommerferien<br />

montiert. (gk)<br />

Berufsbeistandschaft wird aufgestockt<br />

Der Gemeinderat hat eine Aufstockung des<br />

Stellenetats der Regionalen Berufsbeistandschaft<br />

Hinterland (RBH) um 190 Stellenprozente<br />

genehmigt. Die entsprechende Kreditüberschreitung<br />

für das Jahr <strong>2024</strong> beträgt für<br />

die Gemeinde Herisau netto 95'700 Franken,<br />

andere Vertragsgemeinden beteiligen sich<br />

anteilsmässig. Grund für den erhöhten Ressourcenbedarf<br />

sind neue Fallzuweisungen<br />

durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde.<br />

Im Bereich Erwachsenenschutz<br />

haben diese beispielsweise von 194 im Jahr<br />

2020 auf 245 im Februar <strong>2024</strong> zugenommen.<br />

Insgesamt begleitet die RBH rund 400 Kinder<br />

und Erwachsene. (gk)<br />

Ursi Dähler, Claudia Nyffeler, Beat Metzger, Karin Schläpfer, Christine Steiner und Thomas Schmid. (v.ln.r) (zVg.)<br />

IM DORF WIRD ENDE AUGUST<br />

WIEDER «USEGSTUEHLET»<br />

Der Anlass «Usegstuehlet» hat sich in<br />

den vergangenen Jahren im Dorfzentrum<br />

etabliert. In diesem Jahr findet der Anlass<br />

am Samstag, 24. August statt. Von 14 bis<br />

24 Uhr verwandeln sich die Strassen und<br />

Gassen in Herisau zu Orten, an denen<br />

man sich begegnen und verweilen kann.<br />

«Das Organisationsteam freut sich, wenn<br />

Gastronomiebetriebe, Vereine, Ladenbesitzende<br />

und Privatpersonen Teil des bunten<br />

Treibens werden», heisst es in einer<br />

Mitteilung. «Gemeinsam heissen wir Besucherinnen<br />

und Besucher am Veranstaltungstag<br />

zu Musik, Speis und Trank, einem<br />

Flohmarkt oder anderen Aktivitäten willkommen.»<br />

Die Teilnehmenden sind frei in<br />

der Entscheidung, was sie auf ihrem Platz<br />

anbieten – das Organisationsteam freue<br />

sich über kreative Ideen und ein friedliches<br />

Miteinander im Sinne von «Vom Dorf<br />

fürs Dorf». Entstanden ist der Anlass im<br />

Rahmen der «Zukunftswerkstatt» im Jahr<br />

2014. Auch zehn Jahre später ist die Idee<br />

des «Usegstuehlet» noch immer aktuell.<br />

«Mit der Veranstaltung soll ein Raum geschaffen<br />

werden, um sich zu begegnen,<br />

Verbindungen zu knüpfen und gemeinsam<br />

das Dorfzentrum von Herisau zu beleben»,<br />

schreiben die Verantwortlichen. Letztes<br />

Jahr musste der Anlass aufgrund des strömenden<br />

Regens abgesagt werden. «Das<br />

Organisationsteam ist aber guten Mutes,<br />

dass das Wetter dieses Jahr mitspielt!» Anmeldungen<br />

von Betrieben, Vereinen und<br />

Privatpersonen werden noch bis am 31. Mai<br />

via Mail an info@usegstuehlet.ch oder unter<br />

www.usegstuehlet.ch/anmeldung-<strong>2024</strong><br />

entgegengenommen. (pd)


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Die Apotheke zur Eiche unter neuer Leitung<br />

und «Alles neu macht der März»?<br />

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Mit Petra Hagel hat die Apotheke zur Eiche seit März <strong>2024</strong><br />

eine neue Geschäftsführung. Die erfahrene Apothekerin<br />

greift auf einen grossen Erfahrungsschatz als Geschäftsführerin<br />

in verschiedenen Apotheken zurück. Seit 30 Jahren<br />

in der Schweiz beheimatet und seit 15 Jahren im Appenzellischen<br />

zu Hause, freut sich die gebürtige Schwäbin, die<br />

Geschicke der unabhängigen, alteingesessenen Herisauer<br />

Apotheke (seit 2022 im Besitz der Hänseler Holding AG) zu<br />

leiten und ihr umfassendes Wissen zum Wohle aller Kunden<br />

einzusetzen.<br />

Petra Hagel ist es wichtig, Bewährtes zu erhalten und Neuerungen<br />

offen gegenüber zu treten. So wird die kompetente<br />

und einfühlsame Beratung der Kunden wie bisher zentral<br />

stehen, d. h. individuelle Betreuung und Lösungsansätze in<br />

respektvoller und vertrauensvoller Atmosphäre, sowohl präventiv<br />

zum Erhalt der Gesundheit als auch für alle ärztlichen<br />

Verschreibungen.<br />

Die Apotheke zur Eiche ist bekannt für ihr umfassendes Angebot<br />

an rezeptpflichtigen wie rezeptfreien Medikamenten<br />

und deren schnelle Beschaffung. Im Notfall werden diese<br />

durch unseren Hauslieferdienst in Herisau und Umgebung<br />

direkt zu unseren Kunden nach Hause gebracht. Bewährt<br />

und weithin bekannt sind auch die traditionsreichen Hausspezialitäten<br />

der Apotheke zur Eiche, die Petra Hagel und<br />

ihr Team gerne empfehlen. Wie bisher steht auch das breite<br />

naturheilkundliche Sortiment (Tinkturen, Tees, Spagyrik,<br />

Phönix-Produkte) zur Verfügung.<br />

Bei den Dienstleistungen bleibt ebenfalls alles beim Alten.<br />

Neben der wöchentlichen Abgabe der Medikamentenverblisterung<br />

für Heime und Privatpersonen sind auch Blutanalysen<br />

wie z. B. Cholesterin-, Blutzucker- und Langzeitzuckermessungen,<br />

Impfungen und das Ohrlochstechen sehr<br />

gefragt. Um das individuelle Abmessen von Stützstrümpfen<br />

sowie das weitere Angebot im Bereich der Sanitätsprodukte<br />

besser und kundenfreundlicher anbieten zu können, werden<br />

die Räumlichkeiten der ehemaligen Parfumerie zur Eiche<br />

dafür zukünftig genutzt, in den nächsten Monaten renoviert<br />

und für diesen Zweck angepasst werden.<br />

Das bisherige umfangreiche Parfümerieangebot wurde deshalb<br />

im April <strong>2024</strong> reduziert. Einige ausgewählte Marken wie<br />

Clinique – die bewährte allergiegetestete Kosmetik, sowie<br />

die appenzellische Pflegeprodukte von Carmela Inauen werden<br />

weiterhin in der Apotheke angeboten. An dieser Stelle<br />

danken wir den treuen Parfumerie-Kunden für die jahrelange,<br />

wundervolle Kundenbeziehung und hoffen, diese mit<br />

denjenigen Produkten und Marken, die wir weiterhin anbieten,<br />

engagiert beraten zu dürfen.<br />

Für einen guten Service ist für Frau Hagel auch die Zusammenarbeit<br />

mit allen Beteiligten im Gesundheitswesen wichtig.<br />

Ob Naturärzte oder niedergelassene Ärzte in Spital oder<br />

Praxis, wie auch Heime, nur bei optimaler Zusammenarbeit<br />

kann die Sicherheit und Qualität für die Patienten und Kunden<br />

gewährleistet werden. In diesem Sinne freut sich das<br />

Team der Apotheke zur Eiche auf viele Kundenkontakte.<br />

Das Team der 1832 gegründeten Herisauer Apotheke wird sich unverändert weiterhin gerne um alle Ihre Anliegen kümmern.


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spezialitäten «GÄÄSER GSCHICHTLI» FEIERN<br />

IHRE PREMIERE IN DER STUHLFABRIK<br />

Die Ausserrhoder Autorin Anita Glunk hat<br />

zusammen mit dem Trio Rotbächler ein abwechslungsreiches<br />

Abendprogramm gestaltet.<br />

Sie liest ihre neuen «Gääser Gschichtli»<br />

am Freitag, 17. Mai, in der Stuhlfabrik vor. Das<br />

Unterhaltungspaket enthält Tatsachenberichte,<br />

überlieferte Anekdoten, selbst erlebte<br />

und erlauschte Geschichten. Die Gaiserin<br />

erzählt historische Episoden neu interpretiert<br />

– und das aus der Zeit vom Klopfgeist,<br />

der Mühlen im Rotbachtal heimsuchte und<br />

als das Gaiser Dorf in Flammen stand. Sie<br />

berichtet von amüsanten Missgeschicken,<br />

tragischen Ereignissen und speziellen Persönlichkeiten.<br />

«Das abendfüllende Programm<br />

mit spannenden, witzigen und besinnlichen<br />

Geschichten wird mit historischen Fotografien<br />

illustriert und das Trio Rotbächler spielt<br />

die stimmige Musik dazu», heisst es in der<br />

Mitteilung. «Die Musizierenden haben die<br />

passenden Stücke zu den ‹Gääser Gschichtli›<br />

zusammengestellt und sich einige akustische<br />

Spezialeffekte dazu einfallen lassen», erklärt<br />

Anita Glunk. «Ich freu mich, das neue Programm<br />

wieder in der Stuhlfabrik in Herisau<br />

aufzuführen.» Es ist nach vier musikalischen<br />

Lesungen und dem kriminellen Drama «Austerlingen»<br />

bereits die sechste Produktion, die<br />

dort uraufgeführt wird. Türöffnung am 17. Mai<br />

ist um 19 Uhr, das Abendprogramm startet<br />

eine Stunde später. Tickets sind im Vorkauf<br />

auf evenfrog.ch, via Webseite unter www.<br />

stuhlfabrik-herisau.ch und in der Drogerie<br />

Walhalla erhältlich. (pd) Autorin Anita Glunk. (Bild: pd)<br />

KIWANIS CLUB SÄNTIS SAMMELT<br />

13‘661 FRANKEN FÜR «UKRAINE HILFE»<br />

Ende November führte der Kiwanis Club<br />

Säntis ein Benefizkonzert mit «Sängerfreunde»<br />

und dem Orchester «con brio»<br />

durch, um Geld für den Verein «Ukraine<br />

Hilfe» aus Herisau zu sammeln. Nun konnte<br />

ein Check über die Höhe von 13‘661 Franken<br />

übergeben werden. Anwesend waren Mitglieder<br />

von Kiwanis sowie Hansjürg Freund,<br />

Alexandra Grögli und Roland Diethelm von<br />

den beiden musikalischen Akten. Mit grosser<br />

Freude überreichten sie den Check an<br />

Martin und Jacqueline Huber vom Verein<br />

«Ukraine Hilfe». Da sowohl die Sängerfreunde<br />

als auch das Orchester auf ihre<br />

Gage verzichteten und am Konzert eine üppige<br />

Kollekte resultierte, kam dieser stolze<br />

Betrag zusammen. Vorgängig präsentierten<br />

Martin und Jacqueline Huber eindrucksvolle<br />

Bildern aus dem Kriegsgebiet. Als Reaktion<br />

auf den Krieg und aufgrund geschäftlicher<br />

Beziehungen in das angegriffe Land<br />

haben sie den Verein ins Leben gerufen. Sie<br />

berichteten unter anderem über die Herstellung<br />

von Wohnmodulen in betroffenen<br />

Regionen. «Damit leisten die beiden Herisauer<br />

einen wichtigen Beitrag im Kriegsgebiet<br />

und geben betroffenen Familien ein<br />

neues und warmes Zuhause», heisst es in<br />

einer Mitteilung. Das Konzert im vergangenen<br />

November war ein voller Erfolg. Die<br />

Sängerfreunde mit Hansjürg Freund, Peter<br />

Freund, Lorenzo Togni und Christian Alder<br />

traten gemeinsam mit dem 40-köpfigen Orchester<br />

in der reformierten Kirche in Herisau<br />

auf und boten ein einzigartiges Musikerlebnis.<br />

(eing.)<br />

Kiwanis-Präsident Ernst Hagmann (links) überreicht den Check an Martin und Jacqueline Huber.<br />

(Bild: zVg)


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<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Gesellschaft / I wohne do! · 27<br />

Chorzfuetter<br />

SVP lehnt Projekt Obstmarkt ab<br />

Die SVP Herisau gab in einer Mitteilung bekannt,<br />

dass sie das geplante Projekt «Neugestaltung<br />

Obstmarkt & Platz» entschieden<br />

ablehne. Anlässlich einer eigens zum Thema<br />

einberufenen Mitgliederversammlung wurde<br />

die Nein-Parole mit einer Mehrheit von<br />

79 Prozent gefasst. Das Projekt sehe vor,<br />

wichtige Parkplätze zu streichen, die Zufahrt<br />

von der Oberdorfstrasse zu sperren<br />

und einen lauten Strassenbelag zu verlegen.<br />

Diese Massnahmen beeinträchtige die Mobilität<br />

der Bürgerinnen und Bürger und die<br />

Lebensqualität in der Gemeinde. Die Partei<br />

kritisierte unter anderem, dass der Erhalt<br />

von Parkierungsmöglichkeiten essenziell für<br />

die Attraktivität des Standorts sei und dem<br />

lokale Gewerbe schade. Den neue Tiefgaragenaufgang<br />

sei aus Sicht der SVP überflüssig<br />

und verursache unnötige Kosten. (pd)<br />

Herisau sammelt Bewegungsminuten<br />

Das «Coop Gemeinde Duell» von «schweiz.<br />

bewegt» ist das grösste nationale Programm<br />

zur Förderung von mehr Bewegung<br />

in den Schweizer Gemeinden. Auch dieses<br />

Jahr kann die Herisauer Bevölkerung vom<br />

1. Mai bis zum 2. Juni Bewegungsminuten<br />

sammeln und Herisau damit zu einer möglichst<br />

guten Klassierung verhelfen. Aus<br />

diesem Anlass werden im Dorf im Mai verschiedene<br />

kostenlose Bewegungsaktivitäten<br />

angeboten. Weitere Informationen gibt<br />

es unter www.sportzentrum-herisau.ch/<br />

coopgemeindeduell. (gk)<br />

Amphibien und Vögel im Saum<br />

Der Ortsteil Saum bietet mit der Vernetzung<br />

von Siedlung, Landwirtschaft, Wald und Gewässer<br />

einen vielfältigen Lebensraum für Vögel,<br />

Amphibien und andere Tiere. Die ornithologische<br />

Gesellschaft lädt am Dienstag, 14. Mai,<br />

alle Interessierten zu einer Abend-Exkursion<br />

rund ums Quartier und zum Saumweiher ein.<br />

Unter kundiger Führung von Nico Schwarzenbach<br />

erfahren die Teilnehmenden mehr über<br />

die einheimischen Vögel und Amphibien und<br />

deren Schutz. Zum Abschluss besteht die Gelegenheit,<br />

zusammen mit dem zuständigen<br />

Biogärtner einen Einblick in einen naturnahen<br />

Garten mit Amphibiengewässern zu erhalten.<br />

Für die Exkursion ist gutes Schuhwerk und ein<br />

eigener Feldstecher von Vorteil. Treffpunkt ist<br />

um 18 Uhr beim Schulhaus Saum, die Exkursion<br />

dauert ungefähr 2,5 Stunden. (pd)<br />

Bruno Bottlang, Architekt und Raumplaner, erklärte vor Ort diverse Massnahmen zum Projekt. <br />

OBSTMARKT UND PLATZ:<br />

WANDELBAR WIRFT BLICK IN DIE ZUKUNFT<br />

Am letzten Aprilsamstag fand in Herisau die<br />

Wandelbar unter dem Motto «Obstmarkt &<br />

Platz – Ein Blick in die Zukunft» statt. Bereits<br />

bei der Begrüssung des Anlasses betonte<br />

Bruno Bottlang, Architekt und Raumplaner,<br />

dass die Neugestaltung mehr Raum<br />

mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen bieten<br />

solle, was eine der wichtigsten Neuerungen<br />

sei. In drei Gruppen aufgeteilt führten er,<br />

Werner Frischknecht, Präsident der Stiftung<br />

Dorfbild Herisau, sowie Guido Lüchinger,<br />

Gemeindeingenieur und Abteilungsleiter<br />

Tiefbau und Umweltschutz, die Anwesenden<br />

über den Obstmarkt sowie Platz und erläuterten<br />

die geplanten Neugestaltungsmassnahmen.<br />

Dabei besuchten sie verschiedenen<br />

Stationen, darunter die Bushaltestellen, den<br />

Kreisel und die Verbindungsstrasse zwischen<br />

Obstmarkt und Oberdorfstrasse neben dem<br />

Regierungsgebäude. Die vorab erstellten<br />

Markierungen sowie die Visualisierungen<br />

zu den geplanten Massnahmen boten einen<br />

Überblick über das gesamte Projekt. Während<br />

der Führung und beim anschliessenden<br />

Ein Blick von oben: So soll der Obstmarkt neugestaltet werden.<br />

(Bild: hst)<br />

Apéro wurden die Fragen und Bedenken der<br />

Teilnehmenden beantwortet. So waren beispielsweise<br />

die Pflästerung des Platzes und<br />

Obstmarkts oder die Trennung der Neugestaltung<br />

und einer Tempoanpassung Thema.<br />

Ebenfalls diskutiert wurden die Kosten.<br />

Die Neugestaltung kostet insgesamt 12,7<br />

Millionen Franken, die Gemeinde Herisau<br />

müsste voraussichtlich rund sechs Millionen<br />

Franken übernehmen. Der Tenor seitens der<br />

Organisatoren scheint klar: Eine Ablehnung<br />

des Projekts könne sich Herisau finanziell<br />

nicht leisten, da diverse Sanierungen am<br />

Obstmarkt wie die Beläge oder Werkleitungen<br />

dennoch durchgeführt werden müssten.<br />

Zusätzlich würden für eine reine Sanierung<br />

keine Gelder von Dritten fliessen und die<br />

Planungskosten von rund 700'000 Franken<br />

müssten abgeschrieben werden. Am 4. Mai<br />

findet die nächste Wandelbar statt, bei der<br />

Historiker Thomas Fuchs einen Blick in die<br />

Vergangenheit des Obstmarktes werfen<br />

wird. Am 9. Juni hat dann das Stimmvolk das<br />

letzte Wort über das Projekt. (hst)<br />

(Bild: zVg)


28 · Vor 50 Jahren <strong>05</strong>/<strong>2024</strong><br />

STRÄFLICHE ZERSTÖRUNGSWUT<br />

UND GROSSBAUSTELLE BAHNHOF<br />

Der Quartierverein Mühle feiert sein 100-Jahr-Jubiläum, der Historische Verein sorgt sich um<br />

den Zustand der Burgen, am Bahnhof wird gebaut, im Casino renoviert und die Oscar Weber<br />

AG wirbt mit «Sport für alle»: Subjektiv Ausgewähltes aus Herisau im Mai 1974.<br />

Der Mai 1974 ist der Monat in dem der deutsche<br />

Bundeskanzler Willy Brandt wegen der<br />

Affaire um den DDR-Kanzleramtsspion Günter<br />

Guillaume zurücktritt und der Bundestag<br />

an seine Stelle Helmut Schmidt wählt. Die<br />

Japanerin Masaku Uchida erreicht als erste<br />

Frau der Welt mit dem Manaslu im Himalaja-<br />

Gebirge den Gipfel eines Achttausenders, Alfred<br />

Hitchcock feiert sein 50-Jahr-Jubiläum als<br />

Filmregisseur und die Musikwelt trauert um<br />

den einflussreichen amerikanischen Jazzmusiker<br />

Duke Ellington. Der Bauer Sergio Delfoc<br />

aus Ronco rückt mit sechs Kühen in den WK in<br />

Ambri ein. Damit demonstriert er erfolgreich<br />

gegen die Ablehnung seines Verschiebungsgesuchs.<br />

Der Schweizer Gastrobranche fehlen<br />

30'000 Arbeitskräfte. Diesem Gewerbe zu<br />

schaffen machen zudem die Teuerung und der<br />

Trend zum «Heimkonsum». So etwa sank der<br />

Bierabsatz in den Gaststätten merklich und<br />

dies bei gestiegener Produktion.<br />

Baustelle Bahnhof<br />

Auf Ausserrhodens Strassen werden erstmals<br />

neben der üblichen Überprüfung des Autos<br />

Abgaskontrollen durchgeführt. Die Kantonspolizei<br />

misst dabei den Anteil des umweltfeindlichen<br />

Kohlenmonoxyds. In Heiden<br />

feiert das Spital sein 100-Jahr-Jubiläum und<br />

mit der Postautolinie Herisau-Teufen-Trogen<br />

wird einem «langgehegten Wunsch» entsprochen.<br />

Sie schafft Schülerinnen und Schülern<br />

aus «etwa 15 Gemeinden eine gute Verbindung<br />

zum Besuch der Kantonsschule».<br />

In Herisau machen zwei Baustellen von<br />

sich reden. Eine davon ist der Bahnhof. Nein,<br />

wir haben uns nicht im Jahr vertan, sondern<br />

befinden uns wirklich im Jahr 1974. Die Appenzeller<br />

Zeitung titelt in ihrer <strong>Ausgabe</strong> vom<br />

4. Mai: «Grossbaustelle Bahnhof Herisau».<br />

Gerechnet wird bei Gesamtkosten von über<br />

zehn Millionen Franken mit einer Bauzeit von<br />

rund drei Jahren. Gemäss Bericht sei eine<br />

Bauequipe der Bodensee-Toggenburg-Bahn<br />

bereits seit einigen Wochen mit der umfangreichen<br />

Gleisverlegung beschäftigt. Diese<br />

stünden in Zusammenhang mit der «schon<br />

seit Jahren geplanten» Neugestaltung des<br />

BT- und AB-Bahnhofes. Anfangs Mai nun erfolgt<br />

der Aushub und die Baugrubensicherung<br />

beim «Pärkli» zwischen Bahnhof und<br />

Güterschuppen für den Bau des neuen sechsgeschossigen<br />

PTT-Gebäudes. Als wichtigste<br />

bauliche Veränderungen werden zudem erwähnt:<br />

Erstellung eines Perrons zwischen<br />

den Gleisen 2 und 3 beim BT-Bahnhof mit Erschliessung<br />

durch zwei Unterführungen. Anstelle<br />

des alten Kiosks und WC-Gebäudes sei<br />

ein Mehrzweckgebäude vorgesehen, worin<br />

neben Kiosk und Coiffeursalon auch Aufenthaltsräume<br />

für das Bahnpersonal vorgesehen<br />

seien. Geplant sind zudem der Umbau des<br />

Fahrdienstbüros, der Stellwerkanlage sowie<br />

die Neugestaltung des Bahnhofbuffets.<br />

Bei diesem Stichwort sei ein kurzer Abstecher<br />

erlaubt. Am 5. Internationalen Lehrlingswettbewerb<br />

«Kochen und Service»<br />

der 25. IBO-Messe Ende Mai 1974 in Friedrichshafen<br />

belegt Urs Kellenberger, Buffet<br />

Herisau, in der Kategorie Köche den ersten<br />

Platz. Verena Frey, Buffet Herisau, und Nanny<br />

Reinhard, Rebstock Herisau, kochen sich<br />

auf den vierten und fünften Platz. Das Bahnhofbuffet<br />

übrigens schliesst im Januar 2006.<br />

Wie die Schweizerische Südostbahn vermeldet,<br />

hätten veränderte Konsumgewohnheiten<br />

und der ständig dichtere Fahrplan von<br />

Bahn und Bus mit optimalen Anschlüssen<br />

den Umsatz des Buffets Herisau massiv zurückgehen<br />

lassen.<br />

Historische Baudenkmäler<br />

Vom Bahnhof zur zweiten – wesentlich kleineren<br />

– Baustelle. Diese dürfte nur den wenigsten<br />

aufgefallen sein, ist aber historisch<br />

gesehen mindestens ebenso wichtig, auch<br />

wenn die Kosten von rund 30'000 Franken im<br />

Verhältnis zum Bahnhof als minim bezeichnet<br />

werden können. Vor allem in Anbetracht<br />

dessen, dass sich die Gemeinden Herisau und<br />

Hundwil diese teilen und auch der Denkmalschutz<br />

einen Beitrag zugesichert hat. Die<br />

Rede ist von der Sanierung der alten Hundwilertobel-Brücke,<br />

der «Sprechende Brücke»<br />

oder der «Alt Tobelbrücke», von jener Brücke<br />

also, die Herisau und Hundwil über die Urnäsch<br />

hinweg verbindet. Eine gedeckte Holzbrücke<br />

erbaut von Hans Ulrich Grubenmann<br />

im Jahr 1778 anstelle der im gleichen Jahr<br />

durch Hochwasser weggeschwemmten Vorgängerin<br />

von 1722.<br />

Während dieses Stück Geschichte sorgfältig<br />

restauriert wird, sorgt sich der Vorstand<br />

des historische Vereins Herisau und<br />

Umgebung um die Burgen. «Als Betreuer der<br />

beiden der Gemeinde Herisauer gehörenden<br />

Burgruinen Rosenberg und Rosenburg (Ramsenburg)<br />

müssen wir immer wieder die betrübliche<br />

Feststellung machen, dass es leider<br />

Elemente gibt, die ihre Zerstörungswut an<br />

diesen Zeugen mittelalterlicher Feudalzeit<br />

glauben abreagieren zu müssen.»<br />

Zerstörende Hände hätten sinnlos gewütet<br />

und Steine aus den Mauern der Rosenburg<br />

herausgebrochen. Auch auf der Ramsenburg<br />

habe «sträflicher Leichtsinn» seine Spuren<br />

hinterlassen. «Neben Mauerbeschädigungen<br />

ist das schwere Eisengitter über dem 18<br />

Meter tiefen Sodbrunnen eingedrückt und<br />

teilweise aufgebrochen worden.» Die Mitteilung<br />

des Vereins, publiziert in der Appenzeller<br />

Zeitung, endet mit folgenden Worten:<br />

«Wir kennen die Sünder nicht, möchten aber<br />

alle Freunde dieser historischen Stätten und<br />

herrlichen Aussichtspunkten so höflich wie<br />

dringend bitten, uns in der Unterbindung von<br />

Mutwilligkeiten nach Möglichkeit zu unterstützen<br />

und so mitzuhelfen, die seinerzeit<br />

mit grossen Kosten restaurierten historischen<br />

Baudenkmäler zu erhalten.»<br />

Ein Spielplatz zum Geburtstag<br />

Mehr Freude bereitet im Mai die Bezirksvereinigung<br />

«Mühle». Sie feiert ihr 100-jähriges<br />

Bestehen. Der Festschrift zum 125-Jahr-Jubiläum<br />

ist zu entnehmen, dass der Verein seinen<br />

Namen 1956 nach vielen Diskussionen und<br />

Beratungen in «Lesegesellschaft und Bezirksvereinigung<br />

Mühle» wandelte, 1971 dann zu<br />

«Bezirksvereinigung Mühle». Damit einhergeht<br />

«die Öffnung des Vereins auch für Frauen».<br />

Dass der Verein sein 100-Jahr-Jubiläum<br />

feiern kann ist nicht selbstverständlich. Drei<br />

Jahre zuvor wurde seine Auflösung «infolge<br />

fehlenden Präsidiums und mangelndem Interesse<br />

der Mitglieder» diskutiert. Davon ist<br />

1974 nichts mehr zu spüren. René Bieri in der<br />

Appenzeller Zeitung: «Eine junge Truppe unter<br />

der Führung des 31-jährigen Präsidenten<br />

Peter Lehmann sorgte für einen Aufschwung.<br />

Diese Leute setzten neue Akzente, liessen die<br />

ursprünglich politische Hauptaufgabe in den<br />

Hintergrund treten und setzten ihre Kräfte<br />

für die vermehrte Pflege der Gemeinschaft<br />

ein. Diese Massnahmen fanden im Quartier<br />

ein starkes Echo. […] Innerhalb von drei Jahren<br />

hat sich der Mitgliederbestand verdoppelt,<br />

und heute wird der Quartiergeist in der<br />

Mühle weitherum beneidet.»<br />

Das Fest zum 100-Jahr-Jubiläum spiegelt<br />

diesen Quartiergeist. Mitglieder des Vereins<br />

haben in 1500 Fronstunden einen Kinderspielplatz<br />

an der Degersheimerstrasse<br />

realisiert, der – so der Chronist in den Appenzeller<br />

Jahrbüchern – «füglich als Muster<br />

bezeichnet werden darf». Am Nachmittag<br />

des Jubiläumstages wird dieser eingeweiht.


<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Vor 50 Jahren · 29<br />

Die «Sprechende Brücke», welche Herisau und Hundwil über die Urnäsch hinweg verbindet, wurde 1974 restauriert und unter Bundesschutz gestellt.<br />

(es)<br />

René Bieri: «Die überschäumende Freude der<br />

Kinder, die lautstark zum Ausdruck kam, war<br />

kaum zu bändigen. Trotz verzweifelten mehrmaligen<br />

Versuchen musste Präsident Peter<br />

Lehmann die geplante Ansprache für sich behalten.»<br />

Am Abend dann stossen die Erwachsenen<br />

im «Rössli» auf das Jubiläum an. «Wer<br />

sich mit anderen zusammentut, kann alles<br />

erreichen.» Dies gilt für den Quartierverein<br />

Mühle vor 50 Jahren genauso wie heute. Gemäss<br />

Jahresprogramm ist der Jubiläumsanlass<br />

zum 150. diesen September geplant (www.<br />

muehle-herisau.ch).<br />

Schwimmbad, Casino und Sport für alle<br />

«Zusammentun» ist auch das Stichwort für<br />

das Schwimmbad Sonnenberg, welches den<br />

Anschluss an das Sportzentrum sucht. Noch<br />

sind es zwei unterschiedliche Genossenschaften.<br />

Doch bereits jetzt findet eine ergänzende<br />

Zusammenarbeit etwa mit dem Austausch der<br />

Bademeister statt. An der Hauptversammlung<br />

der Schwimmbadgenossenschaft Sonnenberg<br />

wird der Vorstand ermächtigt, «Verhandlungen<br />

aufzunehmen, um zu prüfen, in welcher<br />

Art es möglich wäre, die beiden Genossenschaften<br />

zu verbinden». Für das Jahr 1979<br />

ist in der Gemeindechronik der Appenzeller<br />

Jahrbücher dann nachzulesen: «Die Hauptversammlung<br />

der Genossenschaft Sportzentrum<br />

stimmte am 26. Juni dem Fusionsvertrag<br />

mit der Schwimmbadgenossenschaft<br />

Sonnenberg zu. Im Personalsektor bestand<br />

schon seit der Eröffnung des Sportzentrums<br />

eine gute Zusammenarbeit. Die völlige Zusammenlegung<br />

der beiden Betriebe drängte<br />

sich geradezu auf. Da die Schwimmbadgenossenschaft<br />

finanziell gesund dastand, wurden<br />

von keiner Seite Bedenken laut.» 20<strong>05</strong> wird<br />

das Sportzentrum für rund 24 Mio. saniert<br />

und erweitert und geht in den Besitz der Gemeinde<br />

über. Die Stimmberechtigten heissen<br />

am 27. Februar die entsprechende Vorlage<br />

bei einer Stimmbeteiligung von 47,5 Prozent<br />

mit 2941 zu 1778 Stimmen deutlich gut. Am<br />

30. Juni 20<strong>05</strong> erfolgt die symbolische Schlüsselübergabe<br />

der Genossenschaft Sportzentrum<br />

Herisau an die politische Gemeinde.<br />

1974 hat auch das Casino Renovationsbedarf.<br />

Ein grosser Lupf für die Stiftung «Saalbau<br />

zum Casino», der das Casino damals gehört.<br />

Die Küche muss vollständig renoviert<br />

werden. Gemäss Bericht in der Appenzeller<br />

Zeitung «ist dieses alte Anliegen wegen der<br />

Umstellung auf Erdgas nun unaufschiebbar».<br />

Die Kosten belaufen sich auf 160'000 Franken.<br />

Zudem muss in absehbarer Zeit der Bühnenboden<br />

ersetzt und die Renovation der kleinen<br />

Casinosäle angegangen werden. Vorerst ist<br />

man einhellig der Meinung, dass es «aus mannigfachen<br />

Gründen vernünftig erscheint, die<br />

Gemeindekasse nicht zu belasten», sondern<br />

einen Bankkredit aufzunehmen. 1990 dann<br />

entscheidet die Casino-Gesellschaft, dass<br />

«die Gemeinde die Stiftung Casino-Saalbau<br />

mit allen Rechten, Pflichten und dem gesamten<br />

Stiftungsvermögen übernehmen soll».<br />

Und zuletzt noch dies: Das Warenhaus<br />

Oscar Weber AG (Übernahme durch Jelmoli<br />

1986, Schliessung des Betriebs am Obstmarkt/<br />

Kasernenstrasse 1992) wirbt für «Sport für<br />

alle!». «Im Zeitalter der Technik leben immer<br />

grössere Menschenmassen auf engem Raum.<br />

Die natürliche, naturgebundene Lebensweise<br />

wird immer mehr und mehr beschnitten. Der<br />

Sport ist ein notwendiger Gesundbrunnen.»<br />

Für einen Monat bietet der Oscar Weber der<br />

VITA-Lebensversicherung AG (Initiantin des<br />

Vita-Parcours), dem Schweizerischen Landesverband<br />

für Leibesübungen (SLL) und der<br />

Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für<br />

Wanderwege (SAW) eine Plattform. Unter dem<br />

Motto «wir möchten, dass es Ihnen gut geht»<br />

lädt das Unternehmen zu geführten Läufen auf<br />

dem Vita-Parcours im Nieschbergwald. Das<br />

entsprechende Tenü kann selbstverständlich<br />

im Oscar Weber eingekauft werden.<br />

Eva Schläpfer


Publireportage<br />

Die Bedeutung der INUSpherese® zur Entfernung von<br />

Umweltschadstoffen für die Frauengesundheit<br />

Problematischer Weichmacher in Kunststoffpartikeln<br />

Heutzutage sind wir einer Vielzahl von Umweltschadstoffen<br />

ausgesetzt. Neben Pestiziden, Schwer metallen<br />

und Lösungsmitteln spielen Mikroplastikpartikel und<br />

darin enthaltene Weichmacher, überwiegend sogenannte<br />

Phtalate, eine immer bedeutendere Rolle.<br />

Weichmacher, das sind verschiedene Substanzen, die<br />

bei der Herstellung von Kunststoffprodukten eingesetzt<br />

werden, um sie haltbar, weich und elastisch zu<br />

machen. Ob durch Reifenabrieb in der Luft, in Nahrungsmitteln,<br />

Kosmetikprodukten, Spielzeug oder Kleidung<br />

– Mikroplastik ist ubiquitär vorhanden und wird<br />

von unserem Körper über die Lunge, unser Verdauungssystem<br />

und durch Hautkontakt aufgenommen.<br />

Welche Gesundheitsprobleme können diese<br />

Substanzen auslösen?<br />

Obwohl das Wissen über die Toxizität von Mikroplastik<br />

und Weichmachern noch begrenzt ist, gibt es doch<br />

immer mehr Hinweise darauf, dass diese Substanzen<br />

das Immunsystem beeinflussen. Diverse Probleme, die<br />

mit Störungen des Hormonhaushalts zusammenhängen,<br />

treten heute in vielen Ländern häufiger auf als<br />

früher, schreibt die WHO und berichtet weiterhin, dass<br />

Endokrine Disruptoren und die darin enthaltenen Substanzen<br />

mit einer grossen Reihe von Krankheiten in Verbindung<br />

gebracht werden. Dazu zählen Brustkrebs,<br />

Endometriose, Polyzystisches Ovarialsyndrom, Infertilität,<br />

aber auch Erkrankungen, die beide Geschlechter<br />

betreffen, wie Diabetes, Asthma, Autoimmunerkrankungen,<br />

ADHS, kardiovaskuläre- und neurodegenerative<br />

Erkrankungen.<br />

Ebenso zählen auch schlechte Samenqualität, Fehlbildungen<br />

an den Geschlechtsorganen bei neugeborenen<br />

Jungen, hormonabhängige Krebsformen sowie<br />

Fehl- oder Frühgeburten dazu. Besonders gefährlich<br />

sind diese Substanzen, wenn sie während der<br />

Schwangerschaft die Entwicklung des ungeborenen<br />

Kindes beeinträchtigen. Umwelttoxine der Mutter/<br />

Frau sind plazentagängig, das heisst sie können eine<br />

gesunde Entwicklung des Ungeborenen beeinträchtigen<br />

und auch über die Geburt hinaus beeinflussen. So<br />

wurde in einer italienischen Studie bei 24 von 26 gesunden<br />

Frauen eine Woche nach der Geburt Mikroplastik<br />

in der Muttermilch nachgewiesen (Ragusa et<br />

al. 2022). Das gleiche Forscherteam konnte bereits<br />

2020 (Ragusa et al. 2020) Plastikteilchen in der Plazenta<br />

nachweisen.<br />

Umweltschadstoffe/Metalle als Einflussfaktoren<br />

auf die Häufigkeit von Schwangerschaftskomplikationen<br />

Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck, insbesondere<br />

Präeklampsie und Eklampsie, haben einen<br />

massgeblichen Einfluss auf den Verlauf einer Schwangerschaft<br />

und damit auf die Gesundheit und das Wohlbefinden<br />

von Schwangerer und Kind. Eine Metaanalyse<br />

von 2018 kommt zu dem Ergebnis, dass die Blutkonzentration<br />

von Blei einen erheblichen Risikofaktor<br />

für das Auftreten von Präeklampsie darstellt. (Poropat<br />

2018) Eine weitere Untersuchung an knapp 80 000<br />

Frauen zeigt, dass erhöhte Konzentrationen von<br />

Schwermetallen im Blut von schwangeren Frauen das<br />

Entstehen von Schwangerschaftsdiabetes begünstigt.<br />

Der sogenannte Gestationsdiabetes wirkt sich nachteilig<br />

auf die Gesundheit von Mutter und Kind, vor, während<br />

und nach der Geburt, aus. Das heisst, dass diese<br />

Erkrankungen während der Schwangerschaft in der<br />

Folge massgeblichen Einfluss auf die körperliche und<br />

mentale Entwicklung des Kindes haben. So ist das Risiko<br />

für die Entwicklung eines Diabetes mellitus, von<br />

Übergewicht und von kardiovaskulären Erkrankungen<br />

deutlich erhöht. (Tatsuta 2022)<br />

Die Bedeutung der therapeutischen<br />

INUSpherese® zur Entfernung von Umweltschadstoffen<br />

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass uns Umweltschadstoffe,<br />

beginnend im Mutterleib, ein Leben<br />

lang beeinflussen und zu ganz unterschiedlichen Erkrankungen<br />

beitragen können. Die individuelle Betroffenheit<br />

ist dabei sehr unterschiedlich und hängt neben<br />

Lebensgewohnheiten wie Ernährung und Bewegung<br />

auch von den individuellen Entgiftungsmöglichkeiten<br />

ab.<br />

Einen kausalen und effektiven Ansatz zur Entfernung<br />

von Umweltschadstoffen und krankheitsbegünstigenden<br />

Faktoren bietet die Doppel-Membran-Filtrations-<br />

Plasmapherese (Inuspherese).Die Inusphe rese ist ein<br />

sehr gut verträgliches Plasmareinigungsverfahren und<br />

eines der effizientesten und schnellsten Verfahren zur<br />

Befreiung des Blutes von Umweltschadstoffen, Toxinen,<br />

Entzündungsmarkern und krankheitsbegünstigenden<br />

Stoffen.<br />

Eigene Untersuchungen konnten zeigen, dass nach<br />

zwei Anwendungen circa die Hälfte dieser Stoffe aus<br />

dem Blut entfernt wurden. Die Patienten berichten in<br />

vielen Fällen von einer spürbar schnellen Verbesserung<br />

der hormonellen Störungen, besserem Schlaf und allgemeinen<br />

Steigerung der Vitalität und Stimmung. Das<br />

Verfahren hat den Vorteil, nicht nur von aussen aufgenommene<br />

Gifte, sondern auch Allergene, Stoffwechselschlacke,<br />

Entzündungsbotenstoffe, Infektionstoxine<br />

und schädliche Eiweisse auszuscheiden.<br />

Weitere Informationen über die INUSpherese® finden<br />

Sie unter:<br />

www.alpstein-clinic.ch/therapie konzept/inuspherese<br />

Alpstein Clinic AG<br />

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www.alpstein-clinic.ch


<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Gesellschaft / Leserbriefe · 31<br />

Chorzfuetter<br />

Ausschreibung Glühweinstand<br />

2023 konnte nach einer Absage noch kurzfristig<br />

ein Betreiber für eine Glühweinhütte<br />

auf dem Obstmarkt gefunden werden. Nun<br />

schreibt die Gemeinde das Angebot für die<br />

Jahre <strong>2024</strong> bis 2027 aus. Gesucht ist eine<br />

Anbieterin oder ein Anbieter, um weihnächtliche<br />

Stimmung zu verbreiten. Der verfügbare<br />

Platz misst 13 mal 18 Meter und soll mindestens<br />

vom 30. November bis 23. Dezember und<br />

maximal vom 28. November bis 31. Dezember<br />

bespielt werden. Der Fokus liegt auf einem<br />

Outdoor-Angebot mit geschützten Plätze<br />

und ohne Festzelt. Interessenten können<br />

ihre Bewerbung bis am 24. Mai an volkswirtschaft@herisau.ar.ch<br />

einreichen. (gk)<br />

NEUE ANGEBOTE FÜR<br />

SENIORINNEN UND SENIOREN<br />

Neu führt das Cinétreff jeden ersten Mittwoch<br />

im Monat um 14 Uhr Filme vor, die sich an ältere<br />

Generationen richten. Was auf die Leinwand<br />

kommt, wird eine Woche vorher auf www.<br />

ar.prosenectute.ch unter der Rubrik Freizeit<br />

bekanntgegeben. «Dank freundlicher Unterstützung<br />

des Vereins Cinétreff kostet der Eintritt<br />

nur zehn Franken. Der erste Film wird am<br />

5. Juni gezeigt», schreibt die Pro Senectute in<br />

einer Mitteilung. Am 3. Juni startet zudem ein<br />

neues Angebot für Radfahrerinnen und Radfahrer.<br />

«Mit dem erfahrenen Guide Christoph<br />

Leserbrief<br />

EINRICHTUNGSTIPPS<br />

FÜR DEN HERISAUER OBSTMARKT<br />

Wüst kann die Region vom Sattel aus erkundet<br />

werden. Die Touren dauern etwa zwei bis drei<br />

Stunden, die Strecken führen möglichst abseits<br />

von Hauptstrassen. Velofahrer mit und ohne<br />

Tretunterstützung dürfen gerne mitmachen.»<br />

Die Fahrten finden jeden zweiten Montag ab<br />

14 Uhr von Herisau aus statt. Treffpunkt ist vor<br />

dem Fressnapf an der Cilanderstrasse 6b. Der<br />

Teilnehmerbeitrag von zehn Franken kann vor<br />

Ort bezahlt werden. Christoph Wüst bittet um<br />

Anmeldung bis spätestens um 16 Uhr am Vortag<br />

unter 078 744 46 60. (eing.)<br />

Betriebliches Mobilitätsmanagement<br />

Die Energiekommission hat im Auftrag des<br />

Gemeinderates ein betriebliches Mobilitätsmanagement<br />

erstellt. Es definiert drei<br />

Handlungsfelder: Verkehr vermeiden, Mobilitätsverhalten<br />

verändern sowie Mobilitätsangebote<br />

bereitstellen. Daraus leiten sich<br />

Massnahmen in Bereichen wie Kommunikation/Sensibilisierung,<br />

Arbeitszeitmodelle<br />

oder Förderung des öffentlichen Verkehrs<br />

ab. Konkret sollen zum Beispiel zehn Prozent<br />

Rabatt auf das Ostwind-Firmenabo gewährt<br />

und für kurze geschäftliche Fahrten E-Bikes<br />

angeschafft werden. (gk)<br />

Sie wohnen in Herisau und möchten Ihr<br />

Wohnzimmer/Ihr Dorfzentrum neu einrichten?<br />

Das Alte ist in die Jahre gekommen und<br />

wirkt etwas schäbig? Hier ein paar Vorschläge:<br />

1) Lassen Sie sich bei der Planung Zeit – auch<br />

mehrere Jahre sind okay, es soll etwas Besonders<br />

werden. 2) Wenn sich aber eine Gelegenheit<br />

bietet – schlagen Sie zu, sie kommt<br />

nicht so schnell wieder. 3) Das Wohnzimmer/<br />

der Dorfplatz ist der wichtigste Ort, Sie sollen<br />

sich dort wohlfühlen. Für einmal gilt der Fokus<br />

nicht dem Praktischen, sondern Schönheit<br />

und Ästhetik sind wichtiger. 4) Seien Sie spendabel,<br />

nur ein neuer Teppich/ Strassenbelag<br />

ist eine verpasste Chance. 5) Schuhe/Autos<br />

parkieren Sie bitte in der Garderobe, Sie haben<br />

im Wohnzimmer nichts zu suchen. 6) Ein<br />

paar Pflanzen/Bäume bewirken Wunder. 7) Sie<br />

werden staunen, was dies mit dem Rest ihres<br />

Hauses/ihres Dorfes macht. 8) Geniessen sie<br />

ihr neues Bijou, am besten zusammen mit<br />

Gästen – es könnte sein, dass man Sie darum<br />

beneidet. 9) Sagen sie am 9. Juni JA ZU HERIS-<br />

AU und einem würdigen Dorfzentrum!<br />

Rémy Chenevard<br />

Spitalverbund schreibt ein Minus<br />

Die Patientenzahlen im Spitalverbund Appenzell<br />

Ausserrhoden (SVAR) entwickelten sich im<br />

Jahr 2023 sowohl in der Psychiatrie wie auch in<br />

der Akutsomatik positiv und liegen rund drei<br />

Prozent über Vorjahr. Der Umsatz konnte gemäss<br />

einer Mitteilung um vier Prozent auf 109,7<br />

Millionen Franken gesteigert werden. Erhöhte<br />

Aufwände für Fremdpersonal, Energie und Zinsen<br />

belasteten das Jahresergebnis. Der Turnaround<br />

konnte deshalb nicht erreicht werden.<br />

Der SVAR schliesst das Geschäftsjahr 2023 mit<br />

einem Minus von 2,9 Millionen ab. (pd)<br />

10'000 User für neues Portal<br />

Das neue Internetportal «mein.ar.ch» von<br />

Kanton und Gemeinden bewährt sich. Sechs<br />

Dienstleistungen können seit der Einführung<br />

Mitte Januar vollelektronisch abgewickelt werden;<br />

darunter die Steuererklärung. Bisher haben<br />

sich über 10'000 Nutzende auf der Plattform<br />

registriert. (kk)<br />

Leserbrief<br />

OBSTMARKT UND PLATZ:<br />

JETZT IST DER ZEITPUNKT DA<br />

Dorfkirche – Platz – Obstmarkt: Seit mehr<br />

als 50 Jahren sucht man Lösungen für die<br />

Gestaltung des eigentlichen Kerns, des Herzens<br />

von Herisau. Noch kein Vorstoss hat<br />

es bisher zu einer Entscheidung in einer<br />

Volksabstimmung geschafft. Nun wird eine<br />

Sanierung der Strassen und Plätze dringlich,<br />

und es liegt ein Gestaltungsprojekt vor, das<br />

mit aller Sorgfalt und entsprechend hohem<br />

Aufwand entwickelt worden ist. Ein Projekt,<br />

das aus den schwierigen, engen Rahmenbedingungen<br />

ein Maximum herausholt, durch<br />

seine Einfachheit überzeugt und zahlreiche<br />

Mehrwerte schafft: Ein direkter Aufgang von<br />

der Tiefgarage, mehr Grün: ein Baumhain<br />

mit Sitzgelegenheiten, der belebt und im<br />

Sommer Schatten spendet, zwei neue Brunnen,<br />

wo Wasser fliesst, Plätze mit moderner<br />

Infrastruktur, die vielfältig genutzt werden<br />

können, behindertengerechte Bushaltestellen,<br />

ein neuer, gut besonnter Raum bei der<br />

Kirchenmauer zum Sitzen und Verweilen,<br />

Veloabstellplätze, eine neue Beleuchtung,<br />

welche das Herz von Herisau nachts ins<br />

beste Licht rückt. Ein weiterer Grund, warum<br />

jetzt der Zeitpunkt ist zu handeln: Es ist<br />

zu erwarten, dass mit dieser Neugestaltung<br />

ein namhafter Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm<br />

des Bundes fliessen wird.<br />

Günstiger werden wir nie zu einem neuen<br />

Obstmarkt und Platz kommen. Der Verkehr<br />

bleibt, aber es gibt mehr Raum für das Leben.<br />

Und vielleicht nicht zuletzt: Obstmarkt<br />

und Platz werden einladend für alle, zu<br />

einem würdigen Ortszentrum. Jetzt ist der<br />

Zeitpunkt da für ein klares Ja!<br />

Werner und Elisabeth Frischknecht


32 · Sexualität <strong>05</strong>/<strong>2024</strong><br />

Julia Solenthaler berät Paare und Einzelpersonen zu Fragen rund um die Sexualität.<br />

«WIR SIND SEXUELLE WESEN<br />

BIS AN UNSER LEBENSENDE»<br />

Julia Solenthaler arbeitet seit 15 Jahren als Sexualpädagogin und eröffnet im Mai die erste<br />

Paar- und Sexualberatung in Herisau. Sie erklärt, wie Sexualität enttabuisiert werden kann,<br />

welche Probleme Paare beschäftigen und spricht über Unterschiede zwischen Mann und Frau.<br />

Frau Solenthaler, was bedeutet für Sie Sexualität?<br />

Sexualität ist für mich eine Quelle der Lebensenergie,<br />

die das Sinnliche, Lustvolle und Erregende<br />

umfasst. Sexualität ist ein wesentlicher<br />

Teil unserer Persönlichkeit und verändert sich<br />

ein Leben lang. Es hat mich schon immer fasziniert.<br />

Dabei geht es mir um die Vielfältigkeit<br />

des Themas, das uns in jeder Lebensphase begleitet.<br />

Schon als Kind wollte ich wissen, wie<br />

Frauen schwanger werden – und ich gab mich<br />

nicht mit der Antwort zufrieden, dass Kinder<br />

entstehen, wenn man sich gerne hat.<br />

Es handelt sich aber noch immer um ein Tabu-Thema.<br />

Das stimmt. Der Gesellschaft fehlt in einigen<br />

Bereichen ein normaler Umgang mit dem Thema<br />

Sexualität, obwohl sie zunehmend sichtbarer<br />

wird. Pornografie und Plattformen wie<br />

Onlyfans sind leicht zugänglich, werden immer<br />

akzeptierter und die Werbung nutzt Sexualisierung<br />

als Verkaufsargument. Dennoch besteht<br />

bei vielen Personen oft nur Halbwissen<br />

und Fehlinformation. Viele haben nie gelernt,<br />

über Sexualität zu sprechen. Dabei ist dies der<br />

erste Schritt, um sie zu verstehen. Offenheit im<br />

Elternhaus erleichtert dies. Deshalb ist es wichtig,<br />

Kindern die Thematik auf natürliche Weise<br />

zu vermitteln und bereits mit Kleinkindern beispielsweise<br />

über Körperteile zu sprechen. Dabei<br />

sollten wir auch die intimen Körperteile klar<br />

benennen, um eine Normalität zu schaffen.<br />

Bei einigen Menschen besteht die Sorge,<br />

dass durch Aufklärung schlafende Hunde<br />

geweckt werden könnten. Wie sehen Sie<br />

das?<br />

Ich sehe es anders. Kinder, die gut aufgeklärt<br />

sind, sind tendenziell meist selbstbewusster<br />

und können somit eher entscheiden, was sie<br />

wollen oder nicht. Sie erkennen klarer sexuelle<br />

Grenzüberschreitungen und können sich zur<br />

Not auch besser dagegen wehren. Studien belegen<br />

zudem, dass Teenager-Schwangerschaften<br />

zurückgegangen sind, seit in der Schule<br />

und durch Fachstellen aufgeklärt wird. Gut<br />

informierte Jugendliche haben tendenziell später<br />

erste sexuelle Erfahrungen. Wir sind von<br />

Geburt an bis Lebensende sexuelle Wesen. Es<br />

ist an der Zeit, offener über Sexualität zu sprechen.<br />

(zVg.)<br />

Seit 15 Jahren besuchen Sie als Sexualpädagogin<br />

diverse Schulen. Sind Sie als Paar- und<br />

Sexualberaterin hauptsächlich auf die Arbeit<br />

mit Erwachsenen fokussiert?<br />

Ja, ich bin aber offen für Jugendliche – sofern<br />

der Wunsch von ihnen selbst kommt und nicht<br />

von den Eltern. Selbstverständlich erfolgt eine<br />

Beratung von Jugendlichen nur in Absprache<br />

und mit Zustimmung der Eltern. Ich werde zudem<br />

weiterhin als Sexualpädagogin tätig sein.<br />

Womit befassen Sie sich als Beraterin?<br />

Die Themen sind sehr vielfältig: Lustlosigkeit<br />

und sexuelle Langeweile, Sexualität und<br />

Krankheit, Umgang mit einer Affäre oder einer<br />

offenen Beziehung, Erektionsprobleme, frühzeitiger<br />

oder ausbleibender Orgasmus, Fetischismus,<br />

Pornografie, sexuelle Orientierungen<br />

oder wie man mit den eigenen Kindern<br />

und Jugendlichen darüber sprechen kann. Es<br />

geht oft um das Erkennen und Steigern der<br />

sexuellen Lust, um sexuelle Wünsche und Bedürfnisse.<br />

Darüber zu sprechen, fällt manchmal<br />

leichter, wenn eine neutrale dritte Person<br />

dabei ist. Auch Sexualität nach einer Schwangerschaft<br />

und Geburt ist ebenfalls ein wichtiges,<br />

aber oft tabuisiertes Thema. Dabei belegen<br />

Studien, dass betroffene Eltern froh wären,<br />

wenn sie wüssten, dass es normal ist, nach<br />

einer Schwangerschaft und Geburt an die eigenen<br />

Grenzen zu kommen und Sexualität nicht<br />

immer an erster Stelle steht. Auch über die Sexualität<br />

im Alter wird wenig gesprochen. So en-


04/<strong>2024</strong> Sexualität · 33<br />

det ein Bedürfnis nach Sinnlichkeit und Berührung,<br />

sowie oft auch nach Sexualität nicht mit<br />

dem Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim. Hier<br />

muss sich das gesellschaftliche Denken ändern.<br />

Welche Menschen kommen auf Sie zu?<br />

Menschen, die einen grossen Leidensdruck<br />

verspüren. Wenn Menschen an einen Punkt<br />

gelangen, an welchem sie nicht mehr weiterkommen,<br />

kann eine Unterstützung von einer<br />

Fachperson hilfreich sein. Die Anliegen sind<br />

sehr unterschiedlich. In den Beratungen – vor<br />

allem in Paarsituationen – ist eine veränderte<br />

Lust in der Sexualität ein häufiges Thema. Dann<br />

gibt es auch Paare, die Bestätigung suchen,<br />

dass ihre Situation normal ist. Die Frage nach<br />

der Normalität begleitet uns ein Leben lang<br />

und beschäftigt viele Paare.<br />

Ist eine veränderte Lust in einer Beziehung<br />

normal?<br />

Ja. Lustlosigkeit betrifft früher oder später<br />

sehr viele Paare, ganz gleich ob mit und<br />

ohne Kinder, ob hetero- oder homosexuell.<br />

Nur der Zeitpunkt, an dem sie auftritt, variiert.<br />

Manche Paare spüren die Flaute nach<br />

wenigen Monaten, während sie bei anderen<br />

erst nach einem Ereignis wie einer Geburt<br />

einsetzt. Zu betonen ist, dass Lustlosigkeit<br />

in Beziehungen nichts mit fehlender Liebe<br />

oder fehlendem Begehren zu tun hat und<br />

überwunden werden kann. In der Sexualität<br />

ist kontinuierliches Engagement und<br />

bewusstes Handeln erforderlich, um die Leidenschaft<br />

lebendig zu halten.<br />

Wie kann dieses Engagement aussehen?<br />

Es gibt verschiedene Wege, um die sexuelle<br />

Lust in einer Beziehung zu steigern. Wichtig ist,<br />

aktiv etwas zu unternehmen, um Veränderungen<br />

herbeizuführen. Einige Paare finden die Lösung<br />

durch eine bewusst ausgelebte Sexualität,<br />

beispielsweise durch geplante, gemeinsame<br />

erotische Momente. Im Alltag kann man versuchen,<br />

den Partner oder die Partnerin auf neue,<br />

erotische Weise zu betrachten. Zudem entsteht<br />

Intimität durch Nähe. Diese kann beispielsweise<br />

durch eine intensive Umarmung entstehen.<br />

Den Schlüssel sehe ich in einer gemeinsamen<br />

Kommunikation, indem über sexuelle Wünsche<br />

und Bedürfnisse offen gesprochen werden<br />

kann. Dies erfordert vor allem viel Mut, Zeit<br />

und Vertrauen.<br />

Suchen Sie eher Paare auf?<br />

Nein, auch Einzelpersonen. Die meisten Menschen<br />

möchten eine für sie stimmige Sexualität<br />

leben. Der Fokus liegt dabei insbesondere<br />

auf der Wahrnehmung, Erhaltung und Steigerung<br />

der eigenen Lust. In diesem Prozess<br />

können sie allein oder als Paar gemeinsam begleitet<br />

werden.<br />

Welche Aufgabe haben Sie dabei?<br />

Als Sexualberaterin begleite ich Paare oder<br />

Einzelpersonen auf dem Weg, ihre Lösungen zu<br />

finden, indem ich zuhöre und die richtigen Fragen<br />

stelle. Wir machen keine Trockenübungen,<br />

sondern analysieren gemeinsam die Situation,<br />

um voranzukommen. Dabei verfolge ich einen<br />

systemischen und lösungsorientierten Ansatz.<br />

Hierbei wird der Fokus auf die Ressourcen der<br />

Klientel und auf die Entwicklung dieser gelegt.<br />

Nebst meiner Schweigepflicht ist es mir wichtig,<br />

neutral zu bleiben und nicht zu verurteilen.<br />

Zu mir darf man mit allen Themen kommen,<br />

ausser es handelt sich um strafrechtlich relevante<br />

Angelegenheiten.<br />

Worin unterscheiden sich die sexuellen Probleme<br />

von Mann und Frau?<br />

Generell lässt sich dies nicht beantworten. Erfahrungsgemäss<br />

treten bei Männern eher die<br />

Themen Erektionsprobleme auf und der Druck,<br />

im Bett immer leistungsfähig sein zu müssen.<br />

Frauen hingegen suchen vermehrt Hilfe, wenn<br />

sie keine Lust mehr verspüren. Es gibt natürlich<br />

weitere Unterschiede, welche beispielsweise<br />

körperlich bedingt sind.<br />

Können Sie ein Beispiel nennen?<br />

Männer neigen dazu, ein sehr positives Verhältnis<br />

zu ihrem Penis zu haben. Sie sind stolz darauf<br />

und haben keine Berührungsängste. Schon<br />

als kleine Jungen zeigen sie ihre Verbundenheit<br />

zum Körper, beispielsweise durch das stolze<br />

Urinieren im Freien. Bei Frauen ist der Zugang<br />

zum eigenen Geschlecht anders. Es ist eher versteckt,<br />

viele Frauen haben ihr Geschlecht noch<br />

nie genau betrachtet, kennen teilweise die Anatomie<br />

nicht. Zudem gibt es zahlreiche Frauen,<br />

welche still unter sexuellen Schmerzen leiden<br />

oder Schwierigkeiten haben, sich selbst zu spüren<br />

und ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen.<br />

Zudem müssen Frauen oft gesellschaftliche Erwartungen<br />

überwinden, um als lustvolle Wesen<br />

akzeptiert zu werden, ohne als verrucht oder<br />

«billig» abgestempelt zu werden.<br />

Diese Abstemplung ist wohl gesellschaftlich<br />

bedingt.<br />

Gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Einflüsse<br />

spielen eine grosse Rolle bei der Wahrnehmung<br />

von weiblicher Lust. Vielfach wird<br />

Frauen keine sexuelle Lust zugestanden.<br />

Zurück zu den Paaren: Wie wichtig ist Sex für<br />

eine Beziehung?<br />

Eine stimmige Paarsexualität kann eine grosse<br />

Verbundenheit darstellen und eine Kraftquelle<br />

sein. Es wird oft gesagt, dass Sex zu einer<br />

gesunden Beziehung dazugehört, aber das<br />

stimmt nicht immer. Manche Paare sind auch<br />

ohne ausgelebte Sexualität glücklich. Studien<br />

belegen, dass die meisten Menschen in einer<br />

Beziehung vor allem Liebe, Respekt und Vertrauen<br />

möchten und die Sexualität nicht an<br />

erster Stelle steht.<br />

Was bedeutet für Sie Liebe?<br />

Die Liebe ist für mich die Essenz des Lebens. Es<br />

geht um die Verbundenheit, Respekt, Anerkennung<br />

und Wertschätzung für meinen Charakter,<br />

meine Person und meine Tätigkeiten. Es gibt<br />

verschiedene Formen der Liebe, beispielsweise<br />

zum Partner, zu den Eltern, zu den Kindern oder<br />

zu den Freunden. Schön ist, wenn zwei Personen<br />

in einer Beziehung nicht nur die romantische,<br />

sondern auch die freundschaftliche Liebe<br />

verbindet. Gleichzeitig muss ein Partner oder<br />

eine Partnerin nicht alles abdecken.<br />

Inwiefern?<br />

Oftmals sind die Erwartungen in einer Liebesbeziehung<br />

sehr hoch. Viele glauben, dass eine<br />

Person möglichst alle Eigenschaften vereinen<br />

sollte – als Seelenverwandter, Gesprächspartner,<br />

Liebhaber und besten Freund. Zu hohe Ansprüche<br />

können Beziehungen stark belasten.<br />

Wann ist die Lage für ein Paar hoffnungslos?<br />

In Beziehungen, in denen Aggression, Verletztheit<br />

und Wut überwiegen, wenig Liebe und kein<br />

Wille da sind, zusammenzubleiben, wird es herausfordernd.<br />

Dann kann die Beratung auch zur<br />

Trennungsbegleitung werden. Sind die Parteien<br />

jedoch bereit, etwas zu verändern, sehe ich immer<br />

Hoffnung.<br />

Gibt es ein Erfolgsrezept, um gemeinsam in<br />

einer Beziehung wachsen zu können?<br />

Leider nein, so schön dies auch wäre. Ich denke,<br />

dass in der Kommunikation ein Schlüssel zum<br />

Erfolg liegt. Und zwar durch regelmässige Gespräche<br />

über persönliche Themen und nicht nur<br />

über die Organisation im Alltag. Kurz gesagt:<br />

Miteinander übereinander sprechen.<br />

Zur Person<br />

Helena Städler<br />

Julia Solenthaler ist gelernte Primarlehrerin<br />

und seit 15 Jahren ausgebildete Sexualpädagogin.<br />

Seit 2020 schloss sie zwei weitere<br />

CAS-Weiterbildungen an der Hochschule<br />

Luzern ab – eine im Bereich der psychosozialen<br />

Beratung zu Sexualität und sexueller<br />

Gesundheit und eine im Bereich der sexuellen<br />

Gesundheit und Menschenrechte.<br />

Danach absolvierte sie den Master in sexueller<br />

Gesundheit, im Bildungs-, Gesundheits-<br />

und Sozialbereich. Sie ist verheiratet<br />

und hat drei Kinder. Seit dem 1. Mai ist sie in<br />

ihrer Praxis an der Bahnhofstrasse 6 tätig.<br />

www.juliasolenthaler.ch


34 · Kalender <strong>05</strong>/<strong>2024</strong><br />

Kalender<br />

Mai<br />

1. Chinderchörli Herisau, 17.30–18.45 Uhr,<br />

Kirchgemeindehaus Herisau<br />

1. Chrabbeltreff «Lollipopp», 14 –17 Uhr,<br />

Kirchgemeindehaus Herisau<br />

1. Unentgeltliche Rechtsberatung, 17 Uhr,<br />

Warteraum an der Poststrasse 5<br />

1. Karate Schnupperskurs, Seiwakan Karateschule,<br />

bis 8. Mai täglich ab 17 Uhr,<br />

Steig Center<br />

2. Trauercafé, 17–18.30 Uhr, Kulturwerkstatt<br />

Appenzellerland, Kasernenstrasse 39a<br />

2. Mittagstreff, Club60plus, Casino Herisau<br />

3. Die Herisauer Bühne präsentiert «die<br />

Niere», 20 Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau<br />

3. Evelyn Kryger, 19 Uhr, Dä 3.Stock<br />

4. FC Herisau – FC Rorschach-Goldach, 18<br />

Uhr, Ebnet Herisau<br />

4. 40. Unihockeyturnier, Sportzentrum<br />

Herisau<br />

4. Eröffnung Freibad, 9 Uhr, Freibad Sonnenberg<br />

4. Frühlingsmarkt, 9–16 Uhr, Psychiatrisches<br />

Zentrum<br />

4. Tag der offenen Tür, Musikschule, 11 – 14<br />

Uhr, Eggstrasse 27<br />

4. WandelBar: Ein Blick zurück auf Obstmarkt<br />

und Platz, 10–11.30 Uhr, Unter den<br />

Bögen, Museum Herisau<br />

4. Gottesdienst mit Spaghettiplausch, 17<br />

Uhr, Reformierte Kirche<br />

4. Die Herisauer Bühne präsentiert «die<br />

Niere», 20 Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau<br />

5. Freie Besichtigung Schwänberg-Museum,<br />

14–16 Uhr<br />

5. 40. Unihockeyturnier, Sportzentrum<br />

Herisau<br />

5. Die Herisauer Bühne präsentiert «die<br />

Niere», 16 Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau<br />

6. Erzählcafé zum Thema «Und dann war<br />

plötzlich alles anders», 14–16 Uhr, Anmeldung<br />

unter 0713535030, Haus Wiesental 1<br />

6. Gespräch mit dem Gemeindepräsidenten,<br />

16 – 18 Uhr, Gemeindehaus<br />

7. Jass- und Spielenachmittag, Club60 plus,<br />

14 Uhr, Restraurant Adler<br />

7. Die Herisauer Bühne präsentiert «die<br />

Niere», 20 Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau<br />

7. Ökonomischer Frauezmorge, Referat<br />

von Rebeka Jäger, 9–11 Uhr, Anmeldung:<br />

Katholisches Pfarreisekretariat 071 351 55<br />

82<br />

8. FC Herisau – FC Altstätten, 20 Uhr, Ebnet<br />

Herisau<br />

8. Die Herisauer Bühne präsentiert «die<br />

Niere», 20 Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau<br />

9. Vogelexkursion Liebegg - Wattbach -<br />

Ganggelibrogg, Ornithologische Gesellschaft<br />

Herisau, 6–10 Uhr, St. Gallen<br />

Riethüsli<br />

10. Die Herisauer Bühne präsentiert «die<br />

Niere», 20 Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau<br />

10. Dä 3.Stock Rocks my World, 20–2 Uhr, Dä<br />

3.Stock<br />

11. Die Herisauer Bühne präsentiert «die<br />

Niere», 20 Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau<br />

14. Quartier-Exkursion im Saum: Vögel und<br />

Amphibien, Ornithologische Gesellschaft,<br />

18–20.30 Uhr, Schulhaus Saum<br />

15. Chinderchörli Herisau, 17.30–18.45 Uhr,<br />

Kirchgemeindehaus Herisau<br />

15. Musik & Tanz, Pro Senectute AR, 14.30–19<br />

Uhr, Restaurant Treffpunkt<br />

16. Mittagstreff, Club60plus, Casino Herisau<br />

17. Anita Glunk, Gääser Gschichtli - Loschtigi<br />

ond anderi, 20 Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau<br />

17. Night Shopping, Zubischuhe, Alpsteinstrasse<br />

83<br />

20. FC Montlingen – FC Herisau, 14 Uhr, Kol<br />

22. Einwohnerratssitzung, 17 Uhr, Gemeindehaus<br />

22. Öffentlicher Arztvortrag: Gesundheitliche<br />

Vorausplanung - Möglichkeiten und<br />

Grenzen, 19–20 Uhr, Spital Herisau<br />

23. Schnupperskurs Power Balance, 17.30 –<br />

18.20 Uhr, Sportzentrum<br />

24. Klassenkonzert, 18.30 Uhr, Aula<br />

Musikschule<br />

25. FC Herisau – FC Ems, 18 Uhr, Ebnet Herisau<br />

25. Passona - Soul Blues & Heart, 19.30 –<br />

22 Uhr, Stuhlfabrik Herisau<br />

Regelmässig<br />

Café unter den Bäumen, Montag (10-17<br />

Uhr) & Freitag (14-21 Uhr), Chupfertrocke<br />

Museum Herisau, Mittwoch<br />

bis Sonntag, 13–17 Uhr<br />

Figurentheater-Museum, jeweils am<br />

Mittwoch um 14–17 Uhr und Sonntag<br />

11–16 Uhr<br />

25. Mona Vetsch und Tom Gisler, 20 – 22 Uhr,<br />

Casino<br />

25. Wander- und Velotag im Saumquartier,<br />

9 Uhr, verschiedene Startmöglichkeiten<br />

27. Schnupperskurs Latino-Aerobic, 18 –<br />

18.50 Uhr, Sportzentrum<br />

28. Psyche im Fokus: Schlafstörungen - Was<br />

heisst es, wenn die Nacht keine Ruhe<br />

bringt?, 18.15–19.45 Uhr, Krombachsaal,<br />

Psychiatrisches Zentrum<br />

29. Chinderchörli Herisau, 17.30–18.45 Uhr,<br />

Kirchgemeindehaus Herisau<br />

29. Ostschweizer Jazz Kollektiv, 20 Uhr, alte<br />

Stuhlfabrik<br />

29. Bühnenprogramm von Cedric Schild,<br />

20 Uhr, Casino<br />

31. Klassenkonzert, 19 Uhr, Aula Musikschule<br />

31. Monika Romer – Radlosigkeit, 20 Uhr, alte<br />

Stuhlfabrik<br />

31. Offenes Training, Tischtennisclub Herisau,<br />

19.30 – 21.30 Uhr, Sporthalle Müli<br />

Juni<br />

1. FC Winkeln – FC Herisau, 16.30 Uhr,<br />

Gründenmoos St. Gallen<br />

1. Hendricks The Hatmaker & Kellergeräusche,<br />

19–2 Uhr, Dä 3.Stock<br />

1. Bühnenprogramm von Herr Schröder,<br />

20 Uhr, Casino<br />

2. Freie Besichtigung Schwänberg-Museum,<br />

14-16 Uhr<br />

3. Erzählcafé zum Thema «mein Traumberuf»,<br />

14–16 Uhr, Anmeldung unter<br />

0713535030, Haus Wiesental<br />

3. Radtour, Pro Senectute, 14 – 17 Uhr, Cilanderstrasse<br />

6b<br />

3. Gespräch mit dem Gemeindepräsidenten,<br />

16 – 18 Uhr, Gemeindehaus


<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Sternefööf · 35<br />

Sternefööfi<br />

IN DER ZUKUNFT GELANDET<br />

Am 21. April fand die astrologisch wichtigste<br />

Konstellation des Jahres statt. Jupiter und Uranus<br />

begegneten sich auf 21° Stier für einen neuen<br />

13-jährigen Zyklus und beschleunigen eine notwendige<br />

Entwicklung. Im vorherigen Sternefööfi<br />

benutzte ich das Bild von «Back to the future»<br />

– einer Zeitreise in eine ungewisse Zukunft. So<br />

melde ich mich nach der Landung mit ersten<br />

Eindrücken zurück. Der Start ist geglückt, aber<br />

was ist anders? Der Blick führt zum Mars, denn<br />

wenn sich zwei Langsamläufer wie Uranus und<br />

Jupiter treffen, wird diese Energie erst durch ihn<br />

in unser Erleben dringen. So können nun alle bis<br />

zum 14. August nachspüren, in welchem Bereich<br />

eine Entwicklung vonstattengeht, bevor dieses<br />

Projekt volle Fahrt aufnimmt.<br />

Der Pilz ist gekommen, um zu bleiben<br />

Der Lebensbereich, bei dem im individuellen<br />

Horoskop Stier steht, ist geprägt von einem<br />

gefestigten Revierverhalten. Ob es um meine<br />

Grundsätze, meinen Körper oder um meine Rolle<br />

in Familie, Beziehung und Arbeit geht – Stier<br />

sagte in der vergangenen Erdepoche überall: So<br />

bin ich und so bleib ich! Das Mindset wurde zur<br />

Burg und der Stier mutierte im Extremfall zu Stur.<br />

Hier sind die liebgewonnen Gewohnheiten zu<br />

finden. Und diese vermitteln neben Wohlbefinden<br />

auch Sicherheit. Wie spannend, dass genau<br />

in diesen Lebensbereichen, wo scheinbar alles<br />

klar und gesetzt ist, die aktuelle Zeitqualität eine<br />

notwendige und grundlegende Gesinnungs- und<br />

Verhaltensänderung anzeigt. Jupiter setzt den<br />

Impuls neu und Uranus amtet als Beschleuniger.<br />

Im Moment sind wir alle zu einer neuen Reise<br />

aufgebrochen. Je aufmerksamer man beobachtet,<br />

desto bewusster registriert man, welcher<br />

Teil der eigenen Persönlichkeit gerade geboostet<br />

wird. Wer sich dagegen wehrt oder in den Rückzug<br />

geht, blockiert diese Veränderungsprozesse,<br />

die dann umso harziger vorangehen. Die gute<br />

Nachricht ist, dass alle, die diese Entwicklungen<br />

M<br />

F<br />

als Anpassung an den neuen Zeitgeist erkennen,<br />

einen Schub erhalten. Die Saat für das Neue ist<br />

bei allen gesetzt. Aber ist das abgestorbene Wurzelwerk<br />

entfernt? Hat es genug Wasser, Sonne<br />

und Schatten? In den kommenden Monaten realisiert<br />

man: Das wird keine einjährige Sorte, sondern<br />

ein Pilz. Einer, der gekommen ist, um sich<br />

auszudehnen und zu bleiben.<br />

Individuelle Resonanzthemen<br />

Sie kennen Ihren Aszendenten? Dann können<br />

Sie auch die folgenden Beschreibungen direkt<br />

auf den ausgelösten Lebensbereich beziehen.<br />

Falls nicht, können Sie unter www.astro.com ihre<br />

Daten berechnen lassen.<br />

Stier am Aszendenten: Die Antrittsmotivation<br />

basierte bisher auf eigenen Werten und einem<br />

hohen Bedürfnis nach Sicherheit. Dies vor allem<br />

materiell anzustreben, entsprach dem bisherigen<br />

Zeitgeist. Doch nun werden sie in eine neue<br />

weiterreichende Umlaufbahn geworfen und sind<br />

aufgefordert, ihre persönliche Lebensaufgabe zu<br />

modifizieren. Die gewohnten Durchsetzungsmittel<br />

verlieren an Kraft und die Sinnfrage im eigenen<br />

Vorangehen wird immer zentraler. Möglich,<br />

dass eine intuitive Stimme immer lauter wird<br />

und sie sich zunehmend trauen, auf sie zu hören.<br />

Stier im 2. Haus: Die Beziehung zum eigenen<br />

Körper und Besitz verändert sich und die eigene<br />

Substanz wird aus einer neuen Perspektive<br />

wahrgenommen. Die Wertschätzung für einen<br />

gesunden und starken Körper wie auch eine<br />

stimmige Ernährung soll wachsen. Damit hängt<br />

im grösseren Fokus die Beziehung zu unserem<br />

Planeten als Grundlage für unser Leben mit drin.<br />

Die Wertigkeit von physischer Nahrung und die<br />

Grundlage eines guten Selbstbewusstseins wird<br />

erkannt. Möglich, dass plötzliche Unverträglichkeiten<br />

den Blick auf diese wichtigste Grundressource<br />

lenken und ein Umdenken forcieren.<br />

Stier im 3. Haus: Der Denkhorizont weitet sich<br />

aus und überwindet Grenzen. Das Begreifen und<br />

Ausprobieren erhält neue Wertschätzung und<br />

man erkennt es als Grundlage für das Denken<br />

und Lernen. Nur was ausgedrückt und ausprobiert<br />

wird, generiert eine Erfahrung, die bewusst<br />

macht, was für Fähigkeiten der Einzelne hat.<br />

Möglich, dass man Fähigkeiten entdeckt, die<br />

einen neuen Wert für sich und andere haben.<br />

Stier im 4. Haus: Die Beziehung zur Heimat und<br />

seinen Wurzeln können sich unter dem Zeichen<br />

Stier nationalistische Tendenzen entwickeln.<br />

Wenn der Heimatbegriff aber zum Besitz wird,<br />

wird alles Fremde zum Eindringling. Mit der<br />

Sichtweise «Jeder ist ein Fremder, überall und<br />

letztlich schauen wir alle in denselben Himmel»<br />

verrücken sich hierzu extreme Tendenzen. Mit<br />

dieser Konstellation ändert sich die Beziehung<br />

zu den eigenen Wurzeln. Möglich, dass das eigene<br />

Wohnen umgestaltet wird oder gar die Heimat<br />

verlassen wird, weil alles zu eng erscheint.<br />

Stier im 5. Haus: Wie viel Alphatier in einem<br />

steckt und wie viel Aufmerksamkeit dafür benötigt<br />

wird, ist individuell. Der Zeitgeist wendet<br />

sich ab von hierarchischen und patriarchalen<br />

Strukturen und beleuchtet die Frage: Worauf<br />

basiert der eigene Führungsanspruch? Stellt<br />

man sich selbst oder die gemeinsame Sache ins<br />

Zentrum? Vielleicht erkennt man, dass man über<br />

Führungsfähigkeiten verfügt, die in diese neue<br />

Zeit passen. Möglich, dass Veränderungen in der<br />

Familie oder auf der Arbeit diese Erkenntnis bringen,<br />

aber ein Rollenwechsel steht ins Haus.<br />

Stier im 6. Haus: Wo ist der eigene Platz im Gefüge?<br />

Welche Rolle in einer Gruppe eingenommen<br />

und ob sie bei all den Veränderungen noch<br />

zu einem passt, ist das Thema. Stier kann über<br />

jede Funktion ein Gewohnheitsmuster stülpen,<br />

welches jetzt aufbricht und nach Anpassungen<br />

ruft. Der Aufruf zur Weiterentwicklung dringt<br />

mitten in den Alltag. Möglich, dass man nun<br />

nicht mehr jeden Sonntagabend zum Abendessen<br />

mit der Familie gehen mag. Hier ertönt der<br />

Ruf nach einer Neugestaltung des Alltags!<br />

Der Beschrieb der Lebensbereiche und die Auswirkungen<br />

der Konstellation in den Häusern 7 bis<br />

12 folgt im nächsten Sternefööfi. (nr)<br />

Impressum<br />

Herausgeber / Druck<br />

Appenzeller Druckerei AG<br />

Kasernenstrasse 64<br />

9100 Herisau<br />

www.adag.ch<br />

Redaktion<br />

Helena Städler, Leitung (hst)<br />

Sergio Dudli, Leitung (sd)<br />

Eva Schläpfer (es)<br />

Nadja Rechsteiner (nr)<br />

Manuel Alder (ma)<br />

T +41 71 354 64 64<br />

redaktion@deherisauer.ch<br />

Abo auswärts<br />

Zustellung «de Herisauer»<br />

ausserhalb der Gemeinde<br />

CHF 48.– pro Jahr<br />

Bestellung an:<br />

inserate@deherisauer.ch<br />

Redaktions- und<br />

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7 Arbeitstage vor<br />

Erscheinung, 12.00 Uhr<br />

6. Jahrgang<br />

Erscheint monatlich<br />

Inserate<br />

T +41 71 354 64 64<br />

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36 · Rätsel <strong>05</strong>/<strong>2024</strong><br />

Modetrend<br />

(frz.)<br />

sanftmütig,<br />

kulant<br />

Gemeinde<br />

im<br />

Kt. SG<br />

russ.<br />

Männername<br />

Filmaffe:<br />

King ...<br />

4<br />

besitzanzeig.<br />

Fürwort<br />

Landwirtschaftszweig<br />

Fluss,<br />

Strom<br />

(engl.)<br />

sehr<br />

feste<br />

Fäden<br />

Wildbachrinne<br />

voller<br />

erot. Verlangen<br />

geistesgestört,<br />

konfus<br />

schwerer<br />

Ferienort<br />

Kummer<br />

i. Kt. GR<br />

Film mit<br />

John<br />

Travolta<br />

(1978)<br />

Bewegungsorgane<br />

d. Fische<br />

Lokalisierung<br />

in<br />

Gefühlswallung<br />

dt.<br />

Newssender<br />

Abk.:<br />

Schweiz.<br />

Ruderverband<br />

1<br />

Selbstsucht<br />

schweiz.<br />

Filmregisseur<br />

†<br />

(Claude)<br />

Agententätigkeit<br />

persönl.<br />

Fürwort<br />

(3. Pers.)<br />

dt.<br />

Partei<br />

dt. TV-<br />

Anstalt<br />

griech.<br />

Buchst.<br />

frühe<br />

mit Flüs-<br />

Jazzform<br />

sigkeit<br />

höchstes<br />

garen<br />

Glück<br />

Motivationsarmut<br />

engl.:<br />

unser<br />

sehr vorsichtiges<br />

Verhalten<br />

Mz. 11<br />

Sendeanlage<br />

2<br />

babylon.<br />

Ruinenstätte<br />

im Irak<br />

Bildformat<br />

(EDV)<br />

Fremdwortteil:<br />

eigen<br />

Verlademaschine<br />

Kiefernholz<br />

einstauben,<br />

überstreuen<br />

Laubbaum<br />

himmelblau<br />

Ostdeutscher<br />

(scherzhaft)<br />

Gewichtseinheit<br />

Teil des<br />

Kugelschreibers<br />

stark<br />

hügelig<br />

Grundstoffteilchen<br />

Mz.<br />

Ort des<br />

Holzschlags<br />

Lebensumfeld<br />

Schifffahrtsroute<br />

akadem.<br />

Titel<br />

(Wirtschaft)<br />

Athenes<br />

Beiname<br />

Kanton<br />

Waadt<br />

(frz.)<br />

Eidg.<br />

Materialprüfanstalt<br />

Arbeitsgruppen<br />

Sternbild<br />

modifiziert,<br />

verändert<br />

flie-<br />

Gangart<br />

Hochgender<br />

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Oberdorfstrasse 6 · 9100 Herisau<br />

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leicht<br />

Berg am<br />

Vierwaldstättersee<br />

Tennisdoppelpaarung<br />

(engl.)<br />

7<br />

ägypt.<br />

Schutzgöttin<br />

noch<br />

nicht erwachsen<br />

Beruf<br />

in der<br />

Metallindustrie<br />

Plateau<br />

über d.<br />

Walensee<br />

(GL)<br />

Stück v.<br />

Dürrenmatt:<br />

Die ...<br />

Dynamik<br />

schweiz.<br />

Aussenministerium<br />

ungar.<br />

Komponist<br />

†<br />

(Franz)<br />

Menschen<br />

Bundesamt<br />

Lehrer<br />

Samuels<br />

bonitätsmässige<br />

Einstufung<br />

9<br />

glauben,<br />

vermuten<br />

einfarbig<br />

schweiz.<br />

Kanton<br />

kontinuierlich<br />

aristokratisch<br />

Musikträger<br />

Mz.<br />

brit.<br />

Musiker<br />

(Chris)<br />

6<br />

weibl.<br />

span.<br />

Artikel<br />

engl.:<br />

rennen<br />

dt. für<br />

Matur<br />

(Kw.)<br />

unwirklich<br />

8<br />

Papstsegen:<br />

... et orbi<br />

raetsel.ch<br />

gebräuchlich<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11<br />

Das Lösungswort der letzten<br />

<strong>Ausgabe</strong> war: STICHWORT


<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Kino · 37<br />

KINOPROGRAMM<br />

Bahnhofstrasse 2 - 9100 Herisau<br />

Telefon 071 352 66 22 - www.cinetreff.ch<br />

Das wöchentliche Programm<br />

finden Sie auf www.cinetreff.ch<br />

«WO BINI» – DIE FOTO-CHALLENGE<br />

Wissen Sie, von wo dieses Foto stammt? Dann haben Sie jetzt die Chance auf zwei Kinogutscheine im Cinétreff! Wenn Sie erkannt haben, wo wir<br />

das Bild geknipst haben, machen auch Sie ein Foto davon und schicken Sie uns die Lösung bis zum letzten Mittwoch des Monats an redaktion@<br />

deherisauer.ch. Unter allen richtigen Einsendungen losen wir jeden Monat eine Gewinnerin oder einen Gewinner aus. Unsere April-Gewinnerin<br />

ist Claudia Stern. Sie hat die Fassade des Sportzentrums richtig erkannt – herzlichen Glückwunsch!<br />

Freepik.com<br />

Kennen auch Sie einen Ort, den niemand erkennen würde? Dann schicken Sie uns<br />

ein Foto davon für unsere nächste <strong>Ausgabe</strong>. Findet niemand heraus, wo Sie das<br />

Bild geknipst haben, gehören die beiden Kinogutscheine Ihnen!


Infos<br />

und Anmeldung:<br />

leben-im-alter.ch/<br />

diagnose_demenz<br />

Diagnose Demenz:<br />

Lebensqualität im Alltag<br />

Die Veranstaltung wird zweimal durchgeführt:<br />

5. Juni und 25. September <strong>2024</strong>, ab 18.00 Uhr<br />

Jeden Samstag 8.30 – 12.30 Uhr<br />

auf dem Obstmarkt<br />

April bis November


<strong>05</strong>/<strong>2024</strong> Vereinssteckbrief · 39<br />

HERISAUER BÜHNE<br />

Gründung: 1892<br />

Anzahl Mitglieder: 24<br />

Präsidentin: Pendent<br />

Vorstand: Agnes Wüst, Sabina Eigenmann, Diego Bargues,<br />

Sina Koller, Milla Krämer, Erwin Hitz, Maya Schümperlin<br />

Wichtigster Anlass im Jahr: Märchentheater im Winter und das<br />

Erwachsenenstück im Frühjahr<br />

Vereinszweck: Die Herisauer Bühne ist ein Amateur-Theaterverein<br />

Homepage: www.hebue.ch<br />

31.03.21 15:09<br />

31.03.21 15:09<br />

Unregelmässig stellt Ihnen «de Herisauer» einen Herisauer Verein vor. Die Auswahl erfolgt nach dem Zufallsprinzip.<br />

Wollen Sie Ihren Verein kostenlos der Herisauer Bevölkerung zeigen? Melden Sie sich bei redaktion@deherisauer.ch


Herisau 071 351 37 37<br />

Uzwil 071 951 48 48<br />

Flawil 071 393 37 37<br />

Kontaktieren<br />

Sie uns!<br />

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9240 Uzwil, Bahnhofstrasse 73 | 9100 Herisau, Bahnhofstrasse 21 | 9230 Flawil, Wilerstrasse 26

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