Mai 2008 - Der Monat

dermonat.li

Mai 2008 - Der Monat

MAI 08

www.dermonat.li

STIFTUNGSRECHT: Stiftungen nicht nur für fromme Zwecke

NATUR: Der Storch ist wieder gekommen

SPORT: Soziale Absicherung für junge Sportler


WIR VERLIEREN DAS WESENTLICHE

NICHT AUS DEN AUGEN

Wirtschaftsprüfung

Steuerberatung

Nachfolgeplanung

Unternehmensberatung

Buchhaltung & Rechnungswesen

Treuhand

VR-Tätigkeiten DER RICHTIGE ORT FÜR VERTRAUEN

www.aac.li

«Das Weiterbildungsprogramm der Ospelt Haustechnik

bildet den Grundstein für Qualität und unser erfolgreiches

Arbeiten.»

Fiorenzo Vallone

Ospelt Haustechnik AG

Wuhrstrasse 7, FL-9490 Vaduz, Telefon +423 237 08 08


Gewinner des suissetec

Bildungspreises

Horst Büchel

Gschind 675

LI-9497 Triesenberg

Zweigbüro: Landstrasse 1

LI-9495 Triesen

T +423 263 00 33

F +423 262 00 42

info@aac.li

www.aac.li

Auditing · Accounting · Consulting mit über 30 Jahren Erfahrung


INHALT | EDITORIAL

Der ausländische Druck

wird weiter anhalten

Das Schicksal des Finanzplatzes ist auch das Schicksal

PANORAMA 4

STIFTUNGSRECHT

Stiftungen nicht nur für fromme Zwecke 6

NATUR

Der Storch ist wieder gekommen 10

INTEGRATION

Charmant in Schwarz – Aus Bosnien

nach Vaduz 12

KOPF DES MONATS

Anita Fischer – Neue Mesmerin in Triesen 14

SPORT

Soziale Absicherung für junge Sportler 16

BRAUCHTUM

Die «kalte Sophie» gegen Frost

Die Eisheiligen regelten die Bauernarbeit 18

INNOVATION

Königlich schlafen in fürstlichen Daunen 20

ZEITGESCHEHEN

1858 – Gründung des Klosters Schellenberg 22

KULTUR

Macht Musik! «hena und dena» 24

MARKT 26

KUNSTDENKMÄLER

Schutz für Fürst, Volk und Land

Kapelle Maria zum Trost 27

RÄTSEL-SPASS 28

AUTO

Der Himmel lacht nach 22 Sekunden

BMW 1er Cabrio auf sportlich getrimmt 29

SCHLUSSPUNKT 30

der Bewohner unseres Landes

Was von vielen befürchtet und von anderen auf die

Seite geschoben wurde, ist eingetreten. Deutschland

hat den Druck auf Liechtenstein erhöht. Waren es

vor Jahren die Vorwürfe wegen

Geldwäscherei, sind es diesmal

Anschuldigungen wegen der

Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Ob die Deutschen Steuern zahlen oder nicht, ist

zwar grundsätzlich nicht unser Problem. Zu unserem

Problem aber ist geworden, dass Deutschland

aufgrund seines hohen Schuldenberges

auf jeden Euro angewiesen

ist. Weil der Stärkere

mehr Macht hat, muss sich der

Schwächere fügen oder zumindest

anpassen. Mit der Revision

des Stiftungsrechts ist die Sache

noch nicht erledigt, der Druck

bleibt und wird voraussichtlich

noch andere Bereiche betreffen.

Was Deutschland und etwas

Günther Meier

zögerlich auch andere EU-Länder

machen, bleibt nicht mehr

Redaktion «Der Monat»

allein ein Problem der Banken und Treuhänder. Das

Schicksal des Finanzplatzes ist auch das Schicksal

der Bewohner unseres Landes.

IMPRESSUM: 3. Jahrgang, Nr. 29, Mai 2008

HERAUSGEBER: Alpenland Verlag AG, Feld kircher Strasse 13, FL-9494 Schaan,

Tel. +423 239 50 30, Fax +423 239 50 31, office@alpenlandverlag.li

REDAKTION: Günther Meier, Tel. +423 380 09 30, Fax +423 380 09 31, redaktion@dermonat.li

ANZEIGEN: Tel. +423 239 50 23, Fax +423 239 50 51, annoncen@dermonat.li

GESTALTUNG: Barbara Schmed, Gutenberg AG

SATZ UND DRUCK: Gutenberg AG, FL-9494 Schaan

AUFLAGE: 18 000 Exemplare, monatlich

ONLINE: «Der Monat» im Internet: www.dermonat.li

TITELBILD: Erfolg für Storchenprojekt: Junger Storch im

Sommer 2007 im Ruggeller Riet. (Foto: Marco Nescher)

Feldkircherstrasse 13 | 9494 Schaan

Tel. +423 239 50 50

Wir schenken allen

Müttern 10%

am 10. Mai 2008

Landstrasse 28. FL-9494 Schaan.

Tel. +423 / 232 58 68. www.deroptiker.li

MAI 2008

3


4

5

PANORAMA

EURO 2008

Mittendrin mit Briefmarken

Die Fussball-Europameisterschaft findet in der

Schweiz und in Österreich statt. Liechtenstein ist

nicht aktiv dabei, aber mittendrin. Liechtenstein

Tourismus hofft auf ein ausgezeichnetes Geschäft,

denn einige der Schlachtenbummler werden wohl

zwischen Österreich und der Schweiz pendeln. Ob

die Fussball-Fans ausgerechnet in

unserem Land bleiben, um sich

die Zwischenzeit fürstlich zu vertreiben,

bleibt abzuwarten. Mit

dem Motto «Mittendrin» sollen

einige Veranstaltungen stattfinden.

Zu den bleibenden Werten

der EURO 08 dürfte, unabhängig

vom Ausgang des Turniers und

unabhängig vom Touristen-Aufmarsch in unserem

Land, die Briefmarken-Ausgabe gehören. Am 2. Juni

erscheinen drei Sonderbriefmarken, alle mit der

gleichen Wertstufe von 1.30 Franken, die auf einem

attraktiven 16er-Bogen die EURO hochleben lassen.

Gestaltet wurden die EURO-Sondermarken von der

Maurer Künstlerin Corinna Marxer, der es gelungen

ist, «mit feinem Pinselstrich zum einen die Vorfreude

an der EURO 08 an den Austragsorten Schweiz

und Österreich zu zeigen, aber auch die liechtensteinische

Unterstützung für diese Grossveranstaltung

auf heitere Art darzustellen». Die Schweiz erscheint

auf der Briefmarke mit Alphorn und Matterhorn,

Österreich mit Walzer und Stephansdom, Liechtenstein

fahnenschwingend mitfeiernd.

Foto: Philatelie Liechtenstein

Die Zahlen des Jahres 2008

Ausgaben für den Klimaschutz

Gut 1 Million Franken gibt Liechtenstein dieses Jahr für die Bereiche

Klima und Luftreinhaltung aus, wie aus dem Budget 2008 hervorgeht.

■ 414 000 Fr. für Kontrollen und Untersuchungen

■ 500 000 Fr. Projekte gemäss Kyoto-Protokoll

■ 100 000 Fr. Subventionen für schadstoffarme Anlagen

Die Einnahmen liegen in diesem Bereich aber wesentlich höher: Aus

der CO2-Abgabe und dem Klimarappen fliessen der Staatskasse

1,6 Millionen Franken zu.

Foto: UFL

Universität

mit neuem Namen

Die Universität für Humanwissenschaften hat

einen neuen Namen. Künftig heisst das Bildungs -

institut, das in der alten Spoerry-Fabrik in Triesen

einquartiert ist, Private Universität im Fürs tentum

Liechtenstein. Die im Jahre 2000 gegründete Universität

führt die Fachbereiche «Wissenschaftliche

Medizin» und «Rechtswissenschaften» für Doktoratsstudien.

Ausserdem wird ein Executive-Master-

Studiengang in Mediation und Konfliktmanagement

angeboten. Neben dem Exekutive-Master-

Studiengang in Vermögensrecht plant die Universität

einen Exekutive-Master-Studiengang in Europäischem

IT-Recht, der voraussichtlich im nächsten

Studienjahr im Studienprogramm aufscheint.

Religionsfreiheit

eng oder weit gefasst

Die Evangelische Kirche im Fürstentum Liechtenstein

bietet den evangelischen Religionsunterricht

an den öffentlichen Schulen ausdrücklich auch

für Schüler an, die einem anderen Glauben angehören.

Die bisherige Praxis der grundsätzlichen Wahlfreiheit

ohne Beschränkung auf jeweils nur eine

Konfession habe gezeigt, heisst es im Informationsblatt

der Evangelischen Kirche, dass die Teilnahme

von nicht-evangelischen Schülern für sie selbst wie

auch für die Lehrpersonen stets eine grosse Bereicherung

im Fach «Evangelische Religion» sei. Aus

evangelischer Sicht bestehe keine Notwendigkeit, an

dieser bisherigen Praxis etwas zu ändern, schreibt

Pfarrrer André Ritter und fügt hinzu: «Auch wenn

das Schulamt dies neuerdings von uns fordert.»

MAI 2008


VP Bank reduziert

Papierverbrauch

Die VP Bank bekennt sich zum Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens.

Ein Punkt ist der Papierverbrauch, den die Bank im Jahr

2007 um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr senken konnte. Dieser

Rückgang resultiert weitgehend aus der Entscheidung, Vermögensauszüge

den Kunden in der Regel nur noch einmal jährlich zuzustellen

und Tages- oder Quartalsauszüge nur auf Kundenwunsch hin zu

drucken und zu versenden. Kopierpapier wurde damit um 23 Prozent

reduziert und bei den Kuverts gab es eine Reduktion um 62 Prozent.

Innovationslandkarte

für Liechtenstein

Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes wird massgeblich von der

innovativen Leistungsfähigkeit der Wirtschaft bestimmt. Eine erste

Studie über den Innovationsstandort bescheinigt Liechtenstein eine

hohe Innovationsleistung. Nun soll bis Juli eine Innovationslandkarte

erstellt werden. Drei Themenbereiche werden dabei besonders berücksichtigt:

Instrumente zur Förderung des Wissenstransfers, Massnahmen

zur indirekten Finanzierungsförderung von Innovationsvorhaben

für KMU und Möglichkeiten zur Schaffung eines innovationsund

technologiefreundlichen Klimas. Zudem arbeitet die Regierung

an einer Studie mit dem Thema «Wo drückt die KMU der Schuh?» Die

Erhebung soll der Beseitigung bürokratischer Hemmnisse dienen.

LKW-Öko-Strom

aus der Steckdose

Öko-Strom aus Liechtenstein! Das gibt es und

wird von den Liechtensteinischen Kraftwerken unter

dem Label «LiStrom Öko» geliefert. Dieser Strom

aus der Steckdose hat allerdings einen höheren

Preis. Die LKW verlangen dafür einen Ökobonus

von 7 Rappen pro Kilowattstunde. Die LKW haben

errechnet, dass dieser Aufpreis

für ein Einfamilienhaus etwa 30

Franken pro Monat beträgt. Der

bei den LKW bestellte Öko-Strom

wird von den LKW auf umweltschonenden

Anlagen produziert

und ins Stromnetz eingespeist.

Wer «LiStrom Öko» für seinen

Haushalt bestellt, erhält dafür ein

Zertifikat.

Foto: Marco Nescher

Foto: Günther Meier

Güterverladung

auf die Eisenbahn

Grosse Industriebetriebe Liechtensteins

verladen Güter in erheblichem Umfang auf die

Bahn, allerdings nicht im Land selbst, sondern

im österreichischen Wolfurt und im schweizerischen

Buchs. Ob eine Güterverladung auf die Eisenbahn

auch in unserem Land möglich wäre,

um die vielen LKW-Fahrten grenzüberschreitend

zu reduzieren, war Gegenstand einer Machbarkeitsstudie.

Die Untersuchung brachte das Resultat,

dass ein Güterumschlag auf die Eisenbahn

grundsätzlich beim Bahnhof in Nendeln möglich

wäre, wenn die Infrastruktur für die Bahnverladung

ausgebaut wird. Aus der Industrie

kommen positive Signale, sechs Unternehmen

unterstützen die Initiative für einen Güterumschlag

in Nendeln. In einem nächsten Schritt soll

unter Federführung der Industrie- und Handelskammer

(LIHK) weiter untersucht werden,

welche Trägerschaft zur Betreibung der Güterumschlaganlage

aufgebaut werden muss. Ausserdem

soll ein Finanzierungs- und Betriebskonzept

ausgearbeitet und die Erstellung einer

Gesamtwirtschaftlichkeitsrechnung vorgenommen

werden. Geplant sind auch Abklärungen,

ob für den Güterumschlag Lärmschutzmassnahmen

vorgesehen werden müssen. Damit alle

in Zukunft am gleichen Strick ziehen, ist die Bildung

eines Steuerungsgremiums vorgesehen, in

dem Vertreter des Landes, der Standortgemeinde

Eschen und der Unternehmen vertreten sein

werden. Gegenwärtig liegen noch keine Angaben

vor, bis wann so eine Anlage erstellt werden

könnte.


6

7

Von Günther Meier

STIFTUNGSRECHT

Stiftungen nicht nur

für fromme Zwecke

Der Totalrevision des Stiftungsrechts kommt die

Regierungskoalition von FBP und VU entgegen.

Als sich der Landtag Mitte März erstmals mit der

Regierungsvorlage beschäftigte, stellte sich die VU-

Fraktion geschlossen hinter den Regierungschef-

Stellvertreter und Justizminister Klaus Tschütscher.

War die Stiftungsreform vor der

Koalitionsbildung noch Gegen-

Wie soll die internationale

stand steter Nachfragen bei der

Akzeptanz zu einem Zeit- Justizministerin und verhüllter

Kritik am Vernehmlassungsentpunkt

festgestellt werden,

wurf, so lautete diesmal die

wenn das Gesetz erst beschlossen, Schlagzeile im Liechtensteiner

Vaterland ohne jeden Vorbehalt

aber noch gar nicht in Kraft ist?

«Guter Kompromiss zwischen

Transparenz und Diskretion».

Die FBP-Fraktion übergab die Federführung an

die Union, die sich im Unterschied zum Koalitionspartner

geschlossen gegen die von der Freien Liste

verlangte parlamentarische Kommission stemmte,

wohl deshalb, damit keine Zeit verloren gehe und

vor allem keine Kommission an der Vorlage herumdoktere.

Nach dem Sturm der Entrüstung gegen

Äusserungen von Vertretern der Freien Liste in ausländischen

Medien, die in der Öffentlichkeit als gegen

den Finanzplatz gerichtet interpretiert wurden,

bekräftigte die Freie Liste ihre Mitarbeit bei dieser

Revision. Die von der FL-Fraktionssprecherin And -

rea Matt angekündigte Vorgehensweise, die Freie

Liste werde dem Gesetz nach der zweiten Lesung

nur zustimmen, wenn das neue Stiftungsrecht eine

reale Chance habe, international anerkannt zu werden,

entpuppt sich bei näherem Hinsehen als reine

Worthülse: Wie soll die internationale Akzeptanz

zu einem Zeitpunkt festgestellt werden, wenn das

Gesetz erst beschlossen, aber noch gar nicht in Kraft

Liechtensteinische Stiftungen gehören derzeit zu den sehr

gut beobachteten Objekten. Vor allem in Deutschland. Der

Landtag wird die Stiftungsreform im Mai voraussichtlich ab-

schliessen. Das Problem mit Deutschland wird bleiben.

ist? Werden jene Medien im Ausland

als Massstab angenommen,

denen die Freie Liste freizügig

Interviews gewährte? Wird eine

Umfrage bei jenen Regierungen

gestartet, die gestohlene Daten

kauften? Ist gar ein Marsch zum

Europarat in Strassburg geplant?

Hat sich die Treuhänder-Lobby

durchgesetzt?

Die Ausgangslage für die weitere

parlamentarische Behandlung scheint also klar zu

sein. Ebenso lässt die Haltung der Regierung zum

Stiftungsrecht keine Fragen offen: «Die angestrebte

Positionierung des Finanzplatzes auf der Ebene des

Produktspektrums rückt die Nutzung traditioneller

Stärken in den Vordergrund. Der Finanzplatz

fokussiert sich auf den Bereich des Private Wealth

Management. Herzstück der Dienstleistungen im

Rahmen des Private Wealth Management ist unverändert

die liechtensteinische Stiftung, womit an die

lange Tradition des Treuhandwesens angeknüpft

wird.» Die Überarbeitung des Stiftungsrechts ist

laut Regierungsbericht in Angriff genommen worden,

«um die Wettbewerbsfähigkeit der liechtensteinischen

Stiftungen gegenüber Angeboten anderer

Standorte langfristig zu sichern.» Ausserdem

glaubt die Regierung, die Akzeptanz der Stiftungen

mit dieser Revision bei ausländischen Meinungsträgern

und Behörden erhöhen zu können. Einen

Vorgeschmack dessen, was Liechtenstein in dieser

Beziehung aus dem Ausland zu erwarten hat, lieferte

Harald Bösch, Rechtsanwalt in Vaduz und

Bregenz, in der österreichischen Zeitung «Der Standard»

in einem Interview: «Die Transparenz wird


nicht verbessert, die Kontrolle auch nicht. Die

Anonymität bleibt bestehen.» Bösch erklärte dem

Standard auch, weshalb die liechtensteinischen

Stiftungen nach seiner Auffassung attraktiv sind:

«Liechtenstein kümmert sich nicht um die Einhaltung

ausländischer Steuergesetze.» Ausserdem falle

für die Stiftung keine Einkommenssteuer an und

die Kapitalsteuer sei sehr, sehr moderat. «Die einheimische

Treuhänder-Lobby hat sich durchgesetzt»,

schätzt Bösch die Lage ein: «Nachteile haben

die ausländischen Staaten, weil Liechtenstein massiv

Kapital anzieht. Gerade aus Deutschland. Bei

legalen Vermögenstransfers in Liechtensteiner Stiftungen

fällt eine massive Schenkungssteuer an. Da

wählt man den schwarzen Weg nach Liechtenstein.»

Gegen diese Lobby wetterte auch der FL-Abgeordnete

Paul Vogt im März-Landtag: «Ich stelle fest,

dass mas siver Druck von Seiten der Lobbyisten ausgeübt

wird.» Nach seinem parlamentarischen Verständnis,

das er nicht näher erläuterte, dürfe der

Landtag nicht «Handlanger dieser Kreise» werden.

Eine Antwort auf den internationalen

Wettbewerb

Wie es in Zukunft weiter gehen

soll, bekräftigten Regierungschef Otmar Hasler und

Regierungschef-Stellvertreter Klaus Tschütscher in

einer gemeinsamen Erklärung: «Liechtenstein rich-

Die Stiftung steht im Mittelpunkt:

In Liechtenstein im

Mittelpunkt einer Reform, im

Ausland im Mittelpunkt

der Kritik.

tet seinen Finanzplatz an europäischen

und internationalen

Standards aus.» Die künftige

Ausrichtung des gesamten Wirtschaftsstandortes

beruhe auf den

grundlegenden Werten eines

ausgeprägten Schutzes der Privatsphäre

und des Eigentums.

Den mit dem Projekt «Futuro» eingeschlagenen

Weg betrachten Hasler und Tschütscher als eine

«Antwort auf den internationalen Wettbewerb».

Von den spektakulären behördlichen Aktionen gegen

mutmassliche Steuerhinterzieher in Deutschland

und einigen anderen Ländern, die Stiftungen

und Konten in Liechtenstein eingerichtet haben,

will sich die Regierung nicht beirren lassen. Die

«Erfolgsgeschichte» der Stiftung soll weitergeführt

werden. Im Unterschied zu ihrer Bezeichnung, die

anderswo wohltätigen oder gar frommen Zwecken

dient, verfolgen die meisten der 50 000 Stiftungen

keine gemeinnützigen Zielsetzungen. Die Mehrheit

der Stiftungen sollen Familienstiftungen sein, die

der Nachlassplanung innerhalb einer Familie dienen,

oder Holdingstiftungen, die zur Sicherung von

Anteilen an operativen Unternehmen errichtet

wurden. Die meisten Stifter bedienen sich, wie in einem

Regierungsbericht steht, aus persönlichen,

rechtlichen oder wirtschaftlichen Gründen der

treuhänderischen Verwaltung der Stiftungen. Das

Institut der privaten «hinterlegten Stiftung», die im

Unterschied zu den gemeinnützigen Stiftungen

nicht im Öffentlichkeitsregister eingetragen sein

muss, soll in Zukunft beibehalten werden. Der Reformvorschlag

der Regierung lautet, dass künftig

nicht mehr die Stiftungsurkunde hinterlegt werden

soll, sondern die Gründungsanzeige des Stiftungs-

Foto: Günther Meier

MAI 2008


8

STIFTUNGSRECHT

vorstandes. Alles Rechtsvorschriften, die den Argwohn

im Ausland wecken, so dass die geplante

Verstärkung der Aufsicht, um mehr Rechtssicherheit

zu schaffen, praktisch keine Beachtung findet.

Stiftungsrecht zwischen Privatsphäre

und Steuerflucht

Dass das Gesetzeswerk auch wissenschaftlich

abgestützt sei, durch den Beizug von

Professoren aus der Schweiz und Österreich, wie

Klaus Tschütscher im Landtag ausführte, dürfte

kaum zum Versiegen jener Vorwürfe führen, die

hinter den Stiftungen Steuerhinterziehung wittern.

Wo Liechtenstein vom Schutz der Privatsphäre

redet, vermuten andere Beihilfe zur Vermeidung

der Steuerpflicht. Eine Verbindung zwischen Steu-

208 Seiten, farbig, mit über 120 ganzseitigen Bildern,

Format 32 x 28 cm, Pappband, gebunden, Schutzumschlag

Preis: CHF 48.00/Euro 30.00 (inkl. MWST)

MAI 2008

Neuerscheinung

Herausgeber:

Bündner Naturmuseum, Chur; Küefer Martis Huus, Ruggell;

Das Museum Rhein-Schauen, Lustenau

er flucht und Stiftungsrecht kann zwar in Abrede

gestellt werden, doch solange gestohlene Kundendaten

die Runde machen und zu Verdächtigungen

wegen Steuerhinterziehung führen, steht Liechtenstein

mit seiner Stiftungsreform etwas einsam in

der Gegend. Und solange gewisse Länder mit Schuldenbergen

und jährlich neuen Defiziten im Staatshaushalt

zu kämpfen haben, wird der Druck auf

den Finanzplatz Liechtenstein kaum geringer. Noch

wird die Stiftung als «Herzstück» der liechtensteinischen

Dienstleistungen im Private Wealth Management

bezeichnet. Die Zukunft des Finanzplatzes

dürfte kaum bei diesem Herzstück liegen, zumindest

nicht in der vorliegenden Konstruktion. Die

nächste Reform steht bereits vor der Türe, bevor die

derzeitige Reform über die Bühne ist. |

Der Rhein – quellnah

Neben eindrucksvollen Fotografien von Catja Rauschenbach enthält der Bildband

Beiträge von Autoren aus drei Ländern: Leo Tuor (Graubünden), Hansjörg

Quaderer (Liechtenstein) und Wolfgang Mörth (Vorarlberg). Entstanden ist

eine poetische Annäherung an den Rhein von seinen Ursprüngen bis zum Bodensee,

eingeleitet vom Rheingesang Hölderlins mit einem Essay zur Flussdichtung

von Rainer Nägele. Ergänzt wird das Buch mit Beiträgen von Mario

Broggi, Theo Kindle, Sibylla Zech, Jürg Paul Müller, Johannes Inama, Gerda

Leipold-Schneider und Willi Haag.

Zu beziehen beim Verlag

oder beim Buchhandel.

Alpenland Verlag AG · Feldkircher Strasse 13 · FL-9494 Schaan

Telefon +423 239 50 30 · Fax +423 239 50 31

www.alpenlandverlag.li · office@alpenlandverlag.li


Willkommen l Herzlich


in Business, Casual und Jeans

PREMIUM FASHION STORE

Mehr Infos: www.helblingmode.ch





beratung – service – ambiente – angebot – bonus

Premium-Mode l für Ihren Auftritt

Neue Kollektionen warten auf Sie!

Gerne präsentieren wir Ihnen unsere neuen

Labels direkt aus bella Italia:

- JAGGY | Freizeithosen und Jeans – fantasievoll

- PEUTEREY | Trendjacken – lässig

- NAPAPIJRY | Casualprogramm – exklusiv

- GEOX | Freizeitjacken – aktuell

Wir freuen uns auf Sie!

PONTOS

AUTOMATIK


10

11

Von Marco Nescher

NATUR

Der Storch

ist wieder gekommen

Grosses Aufsehen erregte letztes Jahr ein Storchenpaar, das sich das Ruggel-

ler Riet als Brutplatz ausgesucht hatte. Mehr als 100 Jahre hatte es gedauert,

bis ein Storchenpaar in Liechtenstein brütete. Der Storch ist vor wenigen

Wochen wieder gekommen.

Die Hoffnungen der Storchen-

Freunde erfüllten sich. Im Ruggeller Riet, wo im

vergangenen Jahr ein Storchen-Paar gebrütet hatte,

ist vor wenigen Tagen wieder ein Storch aufgetaucht.

Nach der Winterreise in den Süden kehrte

ein Storch an den Nistplatz zurück. Damit könnten

sich die Erwartungen vieler Stor-

Die Ankunft auf dem chen-Freunde ebenfalls erfüllen,

dass auch dieses Jahr wieder eine

hohen Nest begleitet der

Storchen-Familie auf einem der

Weissstorch jeweils durch künstlich angelegten Nistplätze

brütet. Gross war die Freude im

Klappern mit dem

vergangenen Jahr, als im Nest

langen Schnabel drei Jungvögel gesichtet wurden,

von denen aber nur ein Junges

überlebte. Nachdem es über 100 Jahre gedauert hatte,

bis man in Liechtenstein wieder eine Storchen-

Familie mit Nachwuchs beobachten konnte, nährt

das erneute Auftauchen eines Storches die Hoff-

Transnationales Projekt

Das transnationale Storchenprojekt

CICONIA mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein

hat die Wiederansiedlung des Weissstorches

im Ruggeller Riet durch das Aufstellen

von Horstunterlagen gefördert. Parallel dazu

hat CICONIA in einer grenzüberschreitenden

Zusammenarbeit durch Lebensraumaufwertungen

die Storchenpopulation im Alpenrheintal

gestärkt. Das Liechtensteiner Projekt konnte

dank der Unterstützung der Stiftung Propter

Homines realisiert werden. Das Amt für Wald,

Natur und Landschaft stellt die Horstunterlagen

zur Verfügung.

nung, dass das Naturschutzgebiet Ruggeller Riet zu

einem «Storchen-Nest» werden könnte, das in den

nächsten Jahren noch weitere Brutpaare anlockt.

Klappern zur Begrüssung und

Verteidigung

Beim Ruggeller Storch handelt es

sich um einen Weissstorch. Eine majestätische Erscheinung,

wenn der etwa einen Meter hohe Vogel

auf den langen, dünnen und rötlich gefärbten Beinen

im Riet umherschreitet. Imposant wirkt auch

sein Anflug auf das Nest, denn ihn tragen weisse

Flügel mit schwarzen Schwungfedern, die gesamthaft

eine Spannweite von gut zwei Meter ergeben.

Die Ankunft nach der Landung auf dem hohen

Nest begleitet der Weissstorch jeweils durch Klappern

mit dem langen Schnabel, was wohl der Verständigung

mit dem Partner dient und dem Weissstorch

den Namen Klapperstorch eingetragen hat.

Das Klappern mit dem schmalen, langen und ebenfalls

rötlich gefärbten Schnabel wird aber nicht nur

zur Begrüssung, sondern auch zur Verteidigung

eingesetzt. Im Unterschied zu Singvögeln, die ihre

Stimme erschallen lassen, setzen die Klapperstörche

das Klappern gegenseitig auch beim Balzritual ein.

Jährlich eine Winterreise

nach Afrika

Der Weissstorch gehört zu den

Zugvögeln, der jedes Jahr einen langen Weg von seinem

Brutquartier bis zu seinem Winterdomizil in

Afrika zurücklegt – und wenn der Schnee in unserer

Gegend langsam zurückgeht und die Sonnenstrahlen

kräftiger wirken, auch in umgekehrter

Richtung. Mit seiner Flügelspannweite nutzt der

Storch in der Regel die Aufwinde, um wie ein Segel-


Der Storch ist wieder ins Ruggeller

Riet zurückgekehrt, wo letztes

Jahr ein Storchen-Paar nistete

und drei Junge grosszog, wovon

eines überlebte.

flieger durch die Lüfte zu gleiten.

Weil über dem Wasser diese

Thermik fehlt, umfliegen die

Störche auf dem Weg nach Afrika

das Mittelmeer. Lange Beobachtungen

der Storchenzüge haben

erkennen lassen, dass es zwei

Storchen-Routen auf den südlichen

Kontinent gibt: Die einen

Störche fliegen über Gibraltar

nach Westafrika, die anderen

nehmen den Weg über die Türkei

und die Sinai-Halbinsel nach Ostafrika. Weit ist

es in beiden Richtungen: Die längsten Distanzen,

die bis nach Südafrika führen, messen rund 10 000

Kilometer.

Von drei Jungen blieb nur

eines übrig

In den vergangenen 20 bis 30 Jahren

konnte beobachtet werden, dass die Zahl der

Weissstörche in Europa wieder zugenommen hat.

In verschiedenen Gebieten wurde eine aktive

Ansiedlung betrieben, beispielsweise auch im

St. Galler Rheintal, wo schon seit Jahren etliche

Störche den Sommer und die Brutzeit verbringen.

Ein paar Mal beobachtete man Störche, wie sie das

Ruggeller Riet inspizierten, doch blieb es bei kurzen

Ausflügen. Erst im vergangenen Jahr flog ein Pärchen

ein, nistete auf einem speziell für die Störche

hergerichteten Hochstand und brütete auch. Möglicherweise

hatte das Pärchen keinen Platz mehr

in den Rheintaler Brutgebieten gefunden und wich

deshalb nach Liechtenstein aus. Das Storchen-

Pärchen hatte ursprünglich drei Junge, doch blieb

letztlich nur eines übrig; was mit den beiden ande-

Foto: Marco Nescher

ren passierte, ist nicht beobachtet worden. Sind sie

ein Opfer anderer Vögel geworden oder haben sie

die damals nass-kalte Witterung nicht überlebt?

Ruggeller Riet ist ein ideales

Storchengebiet

Die Freude ist natürlich gross,

dass der Storch zurückgekommen ist. Sicher finden

die Störche im Ruggeller Riet ideale Bedingungen

vor, denn sie lieben als Segler und Gleiter offene

Landschaften, die ihre Flugeigenschaften nicht behindern.

Ausserdem halten sie sich gerne in seichten

Flussgebieten auf, wie im renaturierten Gebiet

des Binnenkanals, die ihren Speisezettel mit Fischen,

Fröschen und anderen Reptilien anreichern.

Ebenso lieben sie extensiv bewirtschaftete Böden

wie das Naturschutzgebiet im Ruggeller Riet, die

das Nahrungsangebot um Insekten, Würmer und

Mäuse erweitern. Wenn alles stimmt, legt die Weissstörchin

3 bis 5 Eier ins Nest, die abwechslungs -

weise mit dem Partner ausgebrütet werden. Die

Brutzeit beginnt etwa im April, doch erst etwa im

Juni kündigt das freudige Klappern der Störche an,

dass es Nachwuchs gegeben hat. |

MAI 2008


12

13

Von Günther Meier

INTEGRATION

Charmant in Schwarz

Aus Bosnien nach Vaduz

«Parisien super», bestellte der

Gast. Freundlich lächelnd nimmt die Bedienung die

Bestellung auf und ordert in der Küche eine «Parisien

Suppe». Ruth Meier, damals Chefin im «Waldhof»

in Schaanwald, schüttelt den Kopf und fragt

am Stammtisch nach. Der Gast wollte Zigaretten,

keine Suppe! Anfang der achtziger Jahre, als Hata

Cajic nach Liechtenstein kam,

war ihr dieser Zwischenfall pein-

Im «Real» empfange ich lich. Heute kann sie darüber la-

die Gäste in «meinem Haus» – chen. Die junge Bosnierin, die in

ihrer Heimat eine Ausbildung in

hier fühle ich mich der Gastronomie absolviert hat-

wie zu Hause. te, wollte damals nur für eine Saison

in Liechtenstein arbeiten, um

ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.

Vergangen sind inzwischen 27 Jahre, Liechtenstein

ist ihre neue Heimat geworden. Seit vielen

Jahren arbeitet sie im Au Premier im Hotel-Restaurant

«Real» als Chef des Service – umsichtig, diskret,

kompetent und charmant.

Wer ins «Real» geht, wird von Hata Cajic empfangen, an den Tisch begleitet,

kompetent beraten und charmant bedient. Die meistens in dezentes Schwarz

gekleidete «Chef de Service» stammt aus Bosnien, hat in Liechtenstein aber

ihre zweite Heimat gefunden.

Durch Empfehlung nach

Liechtenstein

Hata Cajic hatte während ihrer

Gastro-Ausbildung erkannt, dass die kroatische

Küste an der Adria einmal zu einer gefragten Feriendestination

werden könnte. Österreichische und

Bauchgefühle

Integration hat auch etwas mit Gefühl zu tun. Mit

Bauchgefühl. Wir wollen das Thema Integration von Ausländern von

der Gefühlsseite her betrachten. Diesmal mit Hata Cajic, die aus

Bosnien nach Liechtenstein kam, in unserer Serie.

deutsche Urlauber kamen schon anfangs der achtziger

Jahre an die schönen Strände und Buchten.

Wer sich mit diesen Gästen verständigen wollte,

musste Deutsch können, war sie sich bewusst. Ein

bisschen Deutsch hatte Hata Cajic in der Schule

gelernt, doch wollte sie im Hinblick auf eine Anstellung

in der Ferien-Gastronomie ihre deutschen

Sprachkenntnisse erweitern.

Deutschland kam nicht in Frage,

dafür hatte sie zuviel aus dem Zweiten Weltkrieg

gehört. Nach Deutschland und nach Österreich

wollte sie nicht unbedingt, am liebsten in die

Schweiz. Dann half der Zufall etwas nach: Eine

Bekannte erzählte von offenen Stellen in Liechtenstein

– und Hata Cajic reiste ins unbekannte Fürs -

tentum ab. Mit der festen Absicht, nach einer Saison

wieder in die Heimat zurückzukehren.

Mit klopfendem Herzen ins

«Real»

Der Zufall oder das Schicksal

meinte es anders. Vom «Mädchen für alles» stieg

sie zur Service-Angestellen auf, büffelte jede freie

Minute Deutsch und Kenntnisse der Gastronomie.

Für ihre heutige Position als Chef de Service im

«Real» war wohl entscheidend, dass ihre erste Stelle

im «Waldhof» die Möglichkeit bot, die Spitzengas

tronomie kennenzulernen. Nach drei Jahren

folgte das «Landhaus» in Nendeln bei Lisette und

Peter Hutter, bis ein Anruf von Felix Real kam. Ein

Gast hatte Vermittler gespielt, nachdem die Hutters

weggezogen waren.

Hata Cajic erinnert sich noch genau,

wie sie mit klopfendem Herzen das «Real» betrat,

um mit dem grossen Meister der Kochkunst

persönlich zu reden. Sie wurden einig, und Hata


Hata Cajic bedient die Gäste im

Hotel-Restaurant «Real» in Vaduz

kompetent und mit zurückhaltendem

Charme.

Cajic gehört seit 1987 zur Real-

Familie. Den geplanten Saisonaufenthalt

hatte sie als alleinerziehende

Mutter von drei Kindern

angetreten, die bei ihren Eltern

geblieben waren. Die Trennung

von ihren kleinen Kindern

sei eine schwierige Situation gewesen,

die sie aber dank ihrer

Eltern und der Hilfe von Theresia

und Felix Real überbrücken

konnte. Zwei ihrer Kinder entschieden

sich, zu ihrer Mama

nach Liechtenstein zu kommen.

Aufgrund der fremdenpolizeilichen

Vorschriften allerdings am

Anfang nur in die Nähe. In einem Kinderheim in

Feldkirch konnte sie ihre beiden Sprösslinge für

zwei Jahre unterbringen, bis sie in den Genuss der

Familienzusammenführung kam.

Heimat in Bosnien und

Liechtenstein

Für die inzwischen erwachsenen

Kinder ist Liechtenstein die Heimat geworden,

während die Mutter über ihre Tochter in Zagreb

zwischen zwei Heimatorten hin und her pendelt.

Wenn man im Ausland lebe und arbeite, müsse

man sich selber eine Heimat schaffen, blickt Hata

Cajic zurück. Liechtenstein ist ihr ebenso ans Herz

gewachsen wie ihr Heimatland. Bald kommt der

Zeitpunkt, dass die Entscheidung über die Einbürgerung

im erleichterten Verfahren in Liechtenstein

ansteht. Sie weiss noch nicht genau, was sie dann

tun wird: Beide Länder sind für sie Heimat, aber in

beiden Ländern fühlt sie sich als Gast!

Foto: Günther Meier

Glücklich unter den Gästen:

Der Gast als König

Ihr erster Eindruck von Liechtenstein

sei gewesen, schmunzelt sie, dass sie es gar

nicht für möglich gehalten habe, dass es so ein kleines

Land gebe. Der Umzug von der pulsierenden

Stadt Zagreb ins beschauliche Schaanwald war eine

grosse Umstellung. Inzwischen schätzt Hata Cajic

die Überschaubarkeit Liechtensteins und ist nicht

mehr erstaunt, dass auch in einem so kleinen Land

alles funktioniert. Und die Gäste schätzen ihre

Kompetenz, ihren Charme und die Übersicht über

das Lokal, auch wenn es einmal etwas hektischer zu

und her geht. Sie hat ein Gefühl für die Gäste entwickelt,

so dass sie meist schon weiss, was der Gast

will, bevor er seinen Wunsch formuliert hat. Ihr Job

mache ihr täglich Freude, lächelt sie, hier könne sie

viele Menschen treffen und ihre Kreativität entfalten.

Und vor allem etwas: «Der Gast ist König. Ich

bin glücklich, wenn ich unter Königen sein kann.|

MAI 2008


14

KOPF DES MONATS

Anita Fischer

Neue Mesmerin in Triesen

Der Eintritt in die morgendliche

Arbeitswelt kann, je nach Beruf und Arbeitsstätte,

von sehr unterschiedlichen Gefühlsempfindungen

begleitet sein. Wenn Anita Fischer am frühen

Morgen die Triesner Kirche betritt,

strahlt ihr Stille und Ruhe

entgegen. Ihr Arbeitsplatz ist

die Kirche, als neue Mesmerin

hat sie ihre Stelle vor kurzer Zeit

erst angetreten. Sie schätzt die

Ausstrahlung von Ruhe und Stille,

die sie beim Arbeitsantritt empfängt. Früher

war das anders, da schallten fröhliche Kinderstimmen

der Kleinkindererzieherin

entgegen. «Ich übte meinen

Beruf mit Liebe und Überzeugung

aus», blickt sie auf diese

Zeit zurück und fügt hinzu: «Ich

hoffe, dass mir dies auch bei

meinem neuen Beruf als Mesmerin

gelingen wird.» Mesmerin

ist ein eher seltener Beruf, noch

Anita Fischer

seltener für Frauen. Aber Anita

Mesmerin in der Kirche Triesen Fischer wagte sich nicht unvorbereitet

an ihre neue Aufgabe

heran. Ihr Vater war viele Jahre Mesmer in Triesen

und steht heute noch als Aushilfe zur Verfügung.

Schon in ihren Kinder- und Jugendjahren lernte sie

die Mesmer-Aufgaben kennen, wenn sie mit dem

Vater die Kirche schmückte. In Erinnerung geblieben

sind ihr insbesondere die festlichen Ereignisse

des Kirchenjahres Weihnachten und Ostern, wenn

die Kirche besonders eindrücklichen Schmuck

trug, zahlreiche Kerzen warmes Licht verbreiteten

und der feine Duft von Weihrauch in die Nase

strömte.

Nach zwanzig Jahren als Kleinkindererzieherin,

die sie als «sehr schöne und bereichernde

Zeit» beschreibt, zog es Anita Fischer in die

Kirche zurück. An ihrem neuen Beruf fasziniert sie

die Vielseitigkeit, die Abwechslung, das selbständige

Arbeiten und der Umgang mit Menschen. Als

sie die Mesmerin-Tätigkeit aufnahm, traf sie mitten

MAI 2008

Foto: Günther Meier

Schon als Mädchen hat Anita Fischer ihrem Vater

beim Schmücken der Kirche vor Festtagen wie Weihnachten

oder Ostern geholfen

in die Vorbereitungen für die Erstkommunion. Sie

richtete die Kleider für die Erstkommunikanten,

half bei den Proben, organisierte zusammen mit

den Eltern das Schmücken der Kirche. Der feier -

liche Gottesdienst, strahlende Kinder und zufriedene

Eltern waren die Anerkennung für ihre Arbeit.

Nicht immer läuft der Arbeitstag so spektakulär

und feierlich ab, oft ist es nur eine schlichte Messe,

nicht ein festliches Hochamt.

Gegenseitige Offenheit,

Achtung und Respekt

Das Amt der Mesmerin bedeutet

für Anita Fischer aber nicht nur Gottesdienst,

die Vorbereitung für die Messe und das Abräumen

des Altars. Zu ihren Aufgaben zählt auch

der Gebäudeunterhalt, die Ordnung in der

Umgebung und im Friedhof. Ein vielseitiges

Arbeitsfeld, das sie zusammen mit den Aushilfen

organisiert. In ihrem früheren Beruf als

Kleinkindererzieherin kam sie an verschiedenen

Arbeitsorten mit ganz verschiedenen Menschen

zusammen. Es sei wie eine Reise durch die Welt

mit gegenseitiger Offenheit, Achtung und Respekt

gewesen, blickt sie zurück. Geprägt wurde

diese «Weltreise» durch das Zusammentreffen mit

der Montessori-Pädagogik, die den einzelnen

Menschen in den Mittelpunkt des Handelns

stellt. Den Eigenschaften Offenheit, Achtung

und Respekt begegnet sie nun wieder, in anderer

Form und in einer Atmosphäre von Ruhe und

Geborgenheit. |


A. Kaufmann AG

eidg. dipl. Hafnermeister

dipl. Brandschutzfachmann CFPA

Gaschlieser 21 • 9496 Balzers

Telefon +423 384 17 90

Telefax +423 384 31 90

Mobil 079 696 37 90

• Ofen- und Cheminéebau

• Kaminbau und -Sanierung

• Wand- und Bodenbeläge

• Natur- und Kunststeinarbeiten

www.kaufmann-ag.li

Securitas (Liechtenstein) AG

Landstrasse 36

9490 Vaduz

Telefon 239 65 55

www.securitas.li

Die Bildagentur

www.moodboard.com

Die Ferien sorgenlos geniessen –

dank unserer Ferienbewachung.


16

17

Von Peter Rutz

SPORT

Soziale Absicherung

für junge Sportler

Junge Sportler träumen von einer Sportkarriere mit vielen Siegen und Medail-

len. Wenn Verletzungen einen Unterbruch der Karriere oder die Aufgabe des

Sports erfordern, stehen viele mit leeren Händen da. Unsere Sportler brau-

chen eine soziale Absicherung.

Anna träumt von Olympia. Täglich

absolviert sie mit hoher Motivation und grossem

Einsatz ihr Trainingsprogramm. Die Einstellung

zum Sport stimmt, die Leistungen weisen

konstant nach oben, das Aufbauprogramm läuft

plangemäss, die ersten Erfolge stellen sich ein –

alles deutet auf eine Karriere als Spitzensportlerin

hin. Die Schulleistungen sind so gut, dass sie das

Gymnasium absolvieren und später oder schon

während der sportlichen Karriere ein Studium aufnehmen

kann. Ihr Sportkollege Andreas, der in

einer anderen Sportart Spitzensport betreibt, befindet

sich ebenfalls auf der sportlichen Karriereleiter

nach oben. Derzeit steckt er noch in einer Berufslehre,

aber wenn er den Lehrabschluss gemacht hat,

will er sich noch intensiver mit seiner Sportkarriere

beschäftigen – als Halbprofi oder Profi.

Entscheidung zwischen Berufsund

Sportkarriere erleichtern

Das sind zwei Beispiele, konstruiert,

aber nicht aus der Luft gegriffen. Auf diese

Weise beginnen viele hoffnungsvolle Sportkarrieren,

die aber oft nicht weiter geführt werden, weil

irgendwann die Zukunftsfrage im Raum steht:

Sport oder Beruf? Manche Talente haben sich für

die sichere Variante entschieden und Beruf oder

Studium gewählt. Spitzensport ist mit Risiken behaftet.

Erfolg oder Niederlage liegen nahe beieinander,

eine kleine Verletzung kann grosse Auswirkungen

haben. Die Sportschule Liechtenstein bietet

Sporttalenten optimale Rahmenbedingungen, um

Schule und Sportkarriere besser vereinen zu können.

Auf dieser Basis sollte aufgebaut werden, damit

den Sportlern die harte Entscheidung zwischen

Berufs- und Sportkarriere leichter fällt. Weil gerade

in der ersten Phase einer Sportkarriere, wenn noch

keine Siegesprämien eingefahren und keine grossen

Sponsoring-Verträge abgeschlossen werden, die

finanzielle Belastung sehr hoch ist, benötigen viele

Sportler eine Unterstützung, die nicht immer vom

Elternhaus aufgebracht werden kann.

Sportliche Planung ohne

Zukunftsängste

Meine Vision vom Sportland

Liechtenstein reicht von der Erfassung und Förderung

der Sporttalente bis zur sozialen Absicherung

der Spitzensportler. Eine derartige Begleitung der

Sportler erfordert eine längerfristige Karriereplanung,

die aber nicht nur die sportliche Karriereleiter

umfasst, sondern auch die Alternativen bei

einem allfälligen Rücktritt infolge Verletzungen,

Krankheiten oder Motivationsproblemen aufzeigt.

Hinter diesem Gedankenmodell steht die Aufforderung,

nach Mitteln und Wegen zu suchen, so dass

die Athleten unbelastet von wirtschaftlichen und

sozialen Ängsten die sportliche Zukunft planen

können. Aus anderen Ländern sind Modelle bekannt,

dass Sportler bei der Armee, der Polizei, der

Grenzwacht oder sonstwo angestellt werden, ohne

bei ihrem Arbeitgeber einer regelmässigen Tätigkeit

nachgehen zu müssen. So etwas könnte man sich

auch in unserem Land vorstellen, beim Staat und

bei den Gemeinden, bei Industriebetrieben und

Dienstleistungsunternehmen.

Vereinbarung über eine mehrjährige

Zusammenarbeit

Praktisch in jeder Sportart gibt

es im Jahresablauf eine gewisse wettkampffreie

Zeit, die zur Erholung, Weiterbildung oder Arbeit


genutzt werden kann. Die Skifahrer pausieren im

Sommer, die Radfahrer entspannen sich im Winter

– um nur zwei Beispiele zu nennen. Staat, Gemeinden

oder private Unternehmen könnten als besondere

Form der Sportförderung ein junges Sporttalent

einstellen und als Teilzeitkraft beschäftigen.

Der Lohn steht dabei nicht im Vordergrund,

sondern die soziale Absicherung.

Meine Vision vom Sportland Der Arbeitgeber kümmert sich

um die Versicherungen und ent-

Liechtenstein reicht von

richtet die Sozialleistungen, so

der Erfassung und Förderung dass der Sportler bei einem Ausstieg

aus dem Spitzensport die

der Sporttalente bis zur angefangene Karriere bei den

sozialen Absicherung der Sozialversicherungen weiterführen

kann. Als Gegenleistung steht

Spitzensportler der Sportler für ein gewisses Arbeitspensum

oder bei Bedarf für

Sponsoring-Auftritte zur Verfügung. Ideal wäre der

Abschluss einer Vereinbarung über eine mehrjährige

Zusammenarbeit, die nicht direkt an einen speziellen

Leistungsausweis gekoppelt ist. Das hätte

den Vorteil, dass der Sportler seine Karriere ohne zu

hohen Zeit- und Leistungsdruck planen kann. Zudem

wäre er bei allfälligen Verletzungen oder bei

Krankheit nicht gezwungen, aus wirtschaftlichen

Gründen zu früh die Wettkampftätigkeit wieder

aufzunehmen oder seine erfolgversprechende Karriere

vorzeitig abzubrechen. Damit nicht der Eindruck

entsteht, als würde ich mit dieser Idee völliges

Neuland in Liechtenstein betreten, sei hier ein

aktuelles Beispiel erwähnt. Der Radrennfahrer Di-

Sieg und Niederlage liegen im

Sport nahe zusammen. Die Sportler

brauchen für das Leben nach

der Sportkarriere gewisse Sicherheiten.

mitri Jiriakov erhielt von der Firma

ALU-SPF AG in Schaan eine

Anstellung, so dass er sich voll

auf den Rennsport konzentrieren

kann. Christoph Pirchl, der Geschäftsführer der

ALU-SPF AG, gab dem Radsport-Talent die Chance

einer sehr flexiblen Arbeitszeit. «Im Sport ist es

wie in der Wirtschaft», erklärt Christoph Pirchl dieses

Engagement, «nur der Sieger bekommt den Auftrag

bzw. die Goldmedaille. Also gibt es für Dimitri

Jiriakov nur eine Möglichkeit – er konzentriert sich

voll auf den Sport.» Viele andere Unternehmen unterstützen

als Sponsoren ebenfalls Verbände, Vereine

oder Einzelsportler. «Erfolgreiche Sportler gehören

für uns zu den wichtigsten Botschaftern und

Sympathieträgern des Landes», erläutert Albin Johann

das Engagement des Unternehmens MBPI im

Breiten- und Spitzensport. Sportler sind für ihn

Vorbilder, welche die Jugend anspornen und ein

positives Bild über Liechtenstein in die Welt tragen.

Fotos: Dorbena AG

Leistungsvereinbarungen und

Karriereplanungen

Es gibt verschiedene Beweggründe

für ein Sport-Sponsoring – die Sportler als sympathische

Werbebotschafter für das Land einsetzen

und damit auch einen Beitrag zum Reputationsmanagement

des Landes leisten, junge Leute und deren

Motivation für Höchstleistungen unterstützen, einer

gesellschaftlichen Verpflichtung nachkommen

oder auf sich aufmerksam machen. Meine Wunschvorstellung

wäre es, dass das traditionelle Sponsoring

vermehrt in Leistungsvereinbarungen und

Karriereplanungen für Sportler eingebracht wird.

Insbesondere für die soziale Absicherung der Athleten,

für das Leben nach der aktiven Sportkarriere.|

MAI 2008


BRAUCHTUM

18 Die «kalte Sophie» gegen Frost

Die Eisheiligen regelten früher die Bauernarbeit

An den Tagen der Eisheiligen Nach den verführerisch-warmen

erwarteten die Bauern früher Sonnenstrahlen, die überall die

noch einmal Kälte und Frost. Natur erwachen liess, fürchteten

die Bauern früher den Kälteeinbruch,

der regelmässig in der ersten Mai-Hälfte eintrat.

Die Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius

und Bonifatius galten als die «strengen Herren», die

vom 11. bis zum 14. Mai nochmals Kälte und Frost

brachten. Erst wenn die «kalte Sophie», deren Namenstag

als Patronin der Spätfröste am 15. Mai gefeiert

wird, vorüber war, atmete der Bauer auf. Denn

nach der «kalten Sophie» wurde nach überlieferten

Wetterprognosen die Wetterlage stabiler und wärmer.

Die Sache mit den «Eisheiligen» ist nicht aus der

Luft gegriffen, sondern beruht auf jahrhundertealten

Beobachtungen der Wetterlage. Nicht jedes Jahr bringen

die Eisheiligen den befürchteten Witterungsumschwung,

der die keimende Natur schädigen kann.

Aber eine besondere Häufigkeit von Frost oder zumindest

kalter Witterung ist in dieser Zeit belegt.

Nach Beobachtungen von Meteorologen kann es in

unseren Breitengraden bis Mitte

Mai zu Bodenfrost kommen, wobei

anfangs Mai die Wahrscheinlichkeit

für kaltes oder frostiges

Wetter bei etwa einem Drittel

liegt. Zumindest teilweise sind die

Bauernregeln, die sich um die Eis-

MAI 2008

heiligen ranken, durch meteorologische

Beobachtungen bestätigt

worden. Wer sich an die Regeln

mit den Eisheiligen hält, der

pflanzt im Garten erst nach der

«kalten Sophie» und stellt Balkonpflanzen

erst nachher ins Freie.

Früher galt auch die Regel, das

Vieh nicht vor den Eisheiligen auf

die Weide zu lassen, doch kann in

jüngster Zeit oft beobachtet werden,

dass die Bauern ihre Kühe

und Rinder schon im Januar bei

Föhnphasen aus dem Stall auf die

Wiesen schicken. Obschon die

«Eisheiligen» einen grimmig-frostigen Namen haben,

treten sie nicht jedes Jahr auf. Nachforschungen

von Meteorologen ergaben, dass die Eisheiligen im

19. Jahrhundert im Durchschnitt etwa sieben Mal in

zehn Jahren pünktlich aufgetreten sind. In den letzten

zwanzig Jahren trafen sie nicht mehr so pünktlich

genau ein oder blieben sogar ganz aus. Klimatologen

warnen aber davor, voreilige Schlüsse wegen der globalen

Erwärmung zu ziehen. Denn das Phänomen,

dass Kaltluftvorstösse aus dem Norden die Wetterlage

in unseren Breitengraden mit Kälte oder gar Frost

beeinflussen, besteht immer noch. Die Eisheiligen

stehen dann vor der Türe, wenn kalte Luftmassen

aus den Polargebieten direkt nach Süden vorstossen,

ohne sich vorher stärker aufwärmen zu können. Die

Eisheiligen Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius

sind Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und

5. Jahrhundert. Die «kalte Sophie» geht auf die heilige

Sophia von Rom zurück, die bei einer Christenverfolgung

durch Diokletian im Jahre 304 umgebracht

wurde. Reliquien der Heiligen, die zuerst in einer Kirche

in Rom aufbewahrt wurden,

sollen sich auch in Strassburg befinden.

Als Patronin der Spätfrös -

te riefen die Bauern in früheren

Zeiten Sophia an, um Schutz vor

www.brauchtum.li

Frost und Hilfe für das Wachstum

der Pflanzen zu erhalten. |

Foto: Marco Nescher


Gerüstbau, Gipser-, Stuck-, Edelputz- und

Akustikarbeiten, Innenausbau, Brandschutz

Umbauten, Renovationen

Gipsermeister • Im Besch 2 • 9494 Schaan FL

Telefon +423 232 24 30 • Fax +423 232 34 20

Party Bretzel und

Meterparisette gefüllt...

...passend für (fast) jeden Anlass – natürlich von

Altenbach 14, 9490 Vaduz, 00423 232 10 74

BergFrühling im Mai.

Sport. Fashion. BergSpa.

Begrüssen Sie mit uns den Frühling! Die Sport und Fashion-Kollektionen sind bei PESKO eingetroffen.

Im Hotel Schweizerhof wartet das einzigartige BergSpa mit seinem Hamam auf Sie!

Gutschein Holunder-Prosecco.

Gültig an der Pesko Bar bis Ende Juni 2008.

Do - Fr (Mai) + Di - Fr (Juni) 8.30 - 12.30 und 14.00 - 18.30

Sa (Mai und Juni) 8.30 - 12.30 und 14.00 - 17.00

Plaz da Posta | 7078 Lenzerheide | www.pesko.ch

DM

Gutschein Just-Pure-Verwöhngeschenk.

Gültig beim Besuch des BergSpa bis Ende Juni 2008.

Mo - Fr 15.00 - 21.00 Sa + So 10.00 - 21.00

Reservationen bitte unter 081 385 25 11.

7078 Lenzerheide | www.schweizerhof-lenzerheide.ch

DM


20

21

Von Günther Meier

INNOVATION

Königlich schlafen

in fürstlichen Daunen

Wie man sich bettet, so liegt man!

Unsere Vorfahren mussten sorgfältige Vorsorge

treffen, wenn sie sich Erholung mit einem erquickenden

Schlaf gönnen wollten. Wir haben es heute

einfacher. Eine fein ausgeklügelte Technologie,

die für eine aktive Wärmeregulierung

sorgt, passt die Wärme -

Die Daunen und Federn

situation laufend an und verhilft

stammen aus Polen, von somit in Körpernähe zu einem

anhaltenden Komfortklima. Die

«glücklichen Hafergänsen»,

Firma Dorbena AG in Vaduz

die sich tagsüber auf freiem nutzt die körperausgleichende

Technologie, die für die Welt-

Feld tummeln dürfen

raumfahrt entwickelt wurde, für

ihre Kissen und Decken. In den

feinen Daunen arbeiten Millionen von mikroskopisch

kleinen Kapseln für die aktive Wärmeregu -

lierung, die das Frieren oder Schwitzen unter der

Bettdecke verhindern. Der Körper kann sich während

den wichtigen Ruhephasen entsprechend erholen

und neue Energie für den nächsten Tag sam-

Mal kühler, mal wärmer – die Witterungsverhältnisse in unseren Breitengra-

den ähneln den Zacken eines Sägeblattes. Die Decken von Dorbena verfügen

über eine aktive Wärmeregulierung, so dass es unter einer Dorbena-Decke

nicht zu kalt und nicht zu warm wird. Immer die optimale Temperatur.

meln. Wie richtig das Sprichwort «wie man sich

bettet, so liegt man» auch heute noch ist, illustriert

Markus Freuler an der Zahl 14 600. Der Geschäftsführer

der Dorbena AG kommt auf 14 600 Stunden

Schlaf, wenn man 365 Nächte zu je 8 Stunden

Schlafzeit in einem Zeitraum von 5 Jahren rechnet.

Dormez-bien – schlafen Sie gut

Die Entwicklung vom einfachen

Federkissen bis zur Daunendecke mit aktiver Wärmeregulierung

hat die Dorbena in ihrer langen

Firmengeschichte mitgestaltet. Die Dorbena gehört

zu den ältesten Industriebetrieben in Liechtenstein,

denn die Gründung reicht in das Jahr 1860 zurück.

Eigentlich begann mit der Bewilligung, die der Zürcher

Fabrikant Heinrich Weilenmann von der Regierung

für den Aufbau einer Baumwollweberei damals

erhielt, die Industrialisierung in Liechtenstein.

Im so genannten «Fabrikgebäude» im Mühleholz

stellte die Firma Weilenmann und Co. mehrere

Webstühle auf und begann im Frühjahr 1861 mit

der Produktion. Die Geschäfte

liefen ausgezeichnet, so dass der

Betrieb ständig ausgebaut wurde

und 1874 bereits 100 Webstühle

im Einsatz waren, die von 50 Mitarbeitern

bedient wurden. Trotzdem

ging das Unternehmen kurze

Zeit später Konkurs und kam

in andere Hände. Die Firmen -

geschichte enthält eine Reihe verschiedener

Besitzer bis 1963, als

der Firmenname in Dorbena AG

umgewandelt wurde. August

Oesch, der das Unternehmen vier

Jahre vorher gekauft hatte, leitete


den Firmennamen vom französischen Begriff

«Dormez-bien – schlafen Sie gut» ab. Das Unternehmen,

das vorher durch regelmässige Besitzerwechsel

gekennzeichnet war, befindet sich seither

im Besitz der Familie Oesch. Obwohl Fabrikbetrieb,

dominiert in der Dorbena heute noch alte Handwerkskunst,

denn die Hauptmaterialien Daunen,

Federn und Edelhaare sind Naturprodukte. Die

Naturverbundenheit zieht sich durch die gesamte

Produktion, vom Einkauf der Rohmaterialien bis

zur Entsorgung. Die Daunen und Federn stammen

aus Polen, von «glücklichen Hafergänsen», die sich

tagsüber auf freiem Feld tummeln dürfen, was sich

positiv auf die schneeweisse Farbe und die Füllkraft

der Daunen und Federn auswirkt.

Naturprodukte wie Daunen

und Federn

Die letzten drei Lebenswochen,

hat Geschäftsführer Markus Freuler bei seinen

Besuchen auf den polnischen Gänsefarmen erfahren,

fressen die Gänse hauptsächlich Hafer und

leben auf Stroh: Zwei entscheidende Faktoren, die

sich einerseits in einer hervorragenden Qualität des

Fleisches niederschlagen und anderseits die Daunen

und Federn noch füllkräftiger machen. Die

artgerechte Haltung der Tiere ist der Dorbena

ein wichtiges Anliegen. Ausserdem garantiert das

Unternehmen, dass die Daunen und Federn nur von

Die Dorbena AG vereinigt bei

ihren Produkten die Qualitäten

der Natur mit High-Tech aus der

Weltraumforschung – alles im

Dienste des gesunden Schlafs.

toten Tieren stammen und nicht

lebend gerupft werden. Die aktive

Wärmeregulierung der Dorbena-

Decken verbindet Entwicklungen

aus der Weltraumforschung mit

dem in Jahrzehnten angesammelten

Know-how des Unternehmens.

Von aussen unterscheiden sich die Dor-Klima-Daunendecken

nicht von anderen Produkten.

Die Exklusivität liegt im Inneren, denn der High-

Tech-Kern zur Wärmeregulierung ist umhüllt von

feinsten Gänsedaunen und weichem Satin.

Fotos: Dorbena AG

Know-how aus der Weltraumforschung

Auf einen Temperaturanstieg

unter der Decke durch schweisstreibende Körper

oder wärmere Umgebungstemperatur reagieren die

Mikrokapseln sofort mit Wärmeaufnahme. Bei

diesem Prozess verflüssigt sich der Inhalt der Kapseln,

entzieht der Umgebung Wärme und speichert

die überschüssige Energie. Sobald es kälter wird,

verfestigen sich die unzähligen Kapseln und geben

die dadurch entstehende Energie in Form von

Wärme wieder ab. Mit dieser Technologie gibt es

kein Frösteln beim Einschlafen oder kein Schwitzen

beim Aufwachen mehr. Auch andere Dorbena-

Produkte machen das Schlafen zum Vergnügen.

Kuschelig warm im Winter und angenehm kühl

im Sommer – so fühlen sich die Climachange-Produkte

an: Je nach Jahreszeit dreht man die Kissen

und Decken einfach um und wählt eine der Klimaseiten

für kalte oder warme Tage aus. Wer königlich

schlafen will, greift zu den Kissen und Decken mit

Eiderdaunen, die von den Eiderenten in Island

stammen. |

MAI 2008


22

ZEITGESCHEHEN

1858 – vor 150 Jahren

Gründung des Klosters Schellenberg

Im Jahre 1858 suchte Pater Bis 1874 war die Gemeinde

Franz Sales Brunner einen Stand- Schellenberg, die bis zu jenem

ort für ein neues Kloster und Zeitpunkt keine eigene Pfarrei

erhielt in Schellenberg das dazu bildete, kirchlich mit Bendern

notwendige Grundstück.

verbunden. Ein weiter und beschwerlicher

Weg für die frommen

Leute, insbesondere im Winter. Mitte des 19.

Jahrhunderts wurde eine kleine Kirche gebaut. Die

Schellenberger wollten nicht mehr zu Fuss nach

Bendern pilgern, um ihre Sonntagspflicht in der

Kirche zu erfüllen, sie wollten einen eigenen Pfarrer,

der in ihrer Kirche die heilige Messe las. Ein glücklicher

Zufall, dass Pater Franz Sales Brunner einen

Standort für ein neues Kloster suchte. Das war 1858,

vor 150 Jahren – und seither gibt es ein Kloster in

Schellenberg. Noch heute führt die Kongregation

der «Schwestern der ewigen Anbetung des Kostbaren

Blutes Christi» das Frauenkloster. Ebenfalls

einen Stützpunkt auf Schellenberg haben seither die

Missionare vom Kostbaren Blut, die jeweils den

Pfarrer für die Gemeinde Schellenberg stellen. Allerdings

erwies sich die Gründung des Klosters in

Schellenberg als steiniger Weg für

den Gründer und die Klosterfrauen.

Dem Pater Brunner gefiel

die kleine Siedlung Schellenberg,

die Schellenberger hatten Aussicht

auf einen eigenen Pfarrer,

doch die Obrigkeit war nicht so

MAI 2008

Den Preis für dieses Inserat

erfahren Sie unter

Telefon 239 50 23

begeistert von der Ansiedlung der

Ordensfrauen. In einem Schreiben

an den Bischof von Chur

hielt Brunner fest, dass «die Leute

in den 50 Familien sehr verlassen»

seien, aber «gute Bergleutchen

scheinen». Ein paar Schwes -

tern hatten sich rund um die

kleine Kirche bereits etwas eingerichtet,

aber es fehlte die Bewilligung

für die Ansiedlung des

Klos ters. Pater Brunner, der verschiedene

Klöster in Amerika gegründet

hatte, beklagte sich, hier

in Liechtenstein gehe alles viel langsamer und viel

schwerer als in Amerika. Ein Gesuch an den Fürsten

brachte zuerst auch nicht die erhoffte Zustimmung.

Landesverweser Johann Michael Menzinger teilte

dem Fürsten mit, dass eine Ansiedlung des Ordens

in Schellenberg nicht wünschbar sei. Menzinger befürchtete,

dass das Kloster für Liechtenstein selbst

nicht viel bringe, weil es nur für die «Abrichtung von

Schwestern für die Klöster in Amerika» diene. Ausserdem

machte der Landesverweser den Fürsten

darauf aufmerksam, dass die Klöster meist «einen

nicht unerheblichen Besitzstand» in Form von

Grund und Boden hätten. Wenn das neue Kloster in

Schellenberg wie anderswo Grundbesitz erwerbe, so

könnte dies zum Nachteil der Schellenberger Bauern

werden. Als der Bescheid des Fürsten aus Wien

eintraf, dem Kloster nur eine provisorische Niederlassung

zu erteilen, wehrten sich die Schellenberger

in einem Schreiben und setzten sich für ihr Kloster

ein. Das erste Jahr mit dem Kloster bezeichneten die

Schellenberger in diesem Brief als ein «wahres Jubeljahr»:

Täglich Frühmesse und Abendgottesdienst,

an Sonntagen Frühmesse mit Un-

Foto: Landesarchiv

terricht, nachmittags Christenlehre,

Abendandacht, Sakramentenempfang.

Die Schellenberger

wurden für ihre Hartnäckigkeit

belohnt – das Kloster feiert am 21.

Juni das 150-jährige Bestehen. |


PUBLIREPORTAGE

Ein Besuch lohnt sich immer…!

Auf 220m 2 finden Sie bei ELROWA an der Gapetschstrasse 50 in

Schaan, abseits des zurzeit im Umbau befindenden Schaaner Zentrums,

alles was Sie sich an Unterhaltungselektronik wünschen. Die

Inhaber Beatrice und Anton Felder legen dabei grossen Wert auf

höchste Qualität und bieten Ihnen eine individuelle und kompetente

Beratung, auch bei Ihnen zu Hause. Die neuesten Trends in Bild und

Ton werden von Anton Felder auf den verschiedensten Messen kritisch

ausgesucht und getestet, bevor Sie im Verkaufslokal vorgeführt

und verkauft werden.

So finden Sie beispielsweise trendige Radios aus den 50iger-Jahren

von Roberts Radio, analoge Plattenspieler, Hi-Fi Anlagen von auserlesenen

Herstellern, eine grosse Auswahl von Lautsprechern der

Marken KEF und B&W, sowie Mehrraum- und Heimkino Komplettlösungen,

welche für jeden Kunden individuell zusammengestellt

werden. Selbstverständlich finden Sie Flachbildschirme von Panasonic

sowie Heimkino Projektoren und Leinwände in bester HDTV-

Qualität.

Als Stützpunkthändler der Marke B&W finden Sie bei ELROWA

auch den neusten Lautsprecher für Ihren iPod oder Ihr iPhone, den

«Zeppelin». Erst auf den Markt gekommen und schon Kultstatus.

Die Kunden, welche den puren Luxus suchen, sollten sich «Burmester»

anhören und ansehen. Hi-Fi-Geräte und Lautsprecher der

deutschen «Edelschmiede» von Dieter Burmester finden Sie exklusiv

bei ELROWA. Ein Besuch lohnt sich bei ELROWA immer. Werden Sie

doch von den Inhabern Beatrice und Anton Felder persönlich bedient

und beraten.

Ebenfalls schätzen sie es auch, wenn «nur gefachsimpelt» wird,

dabei darf natürlich der Espresso nicht fehlen. Warten Sie nicht zu

lange, wenn Sie sich für die bevorstehenden Sportereignisse einen

neuen Flachbildschirm, einen Beamer anschaffen oder ein komplettes

Heimkino einrichten wollen. Ganz nach dem Motto: «Mitten

drin statt nur dabei!» Gapetschstrasse 50

FL-9494 Schaan

Telefon: +423 235 09 90

www.elrowa.li


24

25

Von Kornelia Pfeiffer

KULTUR

Macht Musik!

«hena und dena»

Die Liebe zur Musik ist uns angeboren und Musik ist das so-

zialste Medium überhaupt: Sie führt Menschen zusammen.

Auch dafür erhält das Orchester Liechtenstein-Werdenberg

den Kulturpreis der Gesellschaft Schweiz-Liechtenstein.

«Nirgends», sagt der Musikmeis -

ter zum jungen Josef Knecht in Hermann Hesses

Roman «Das Glasperlenspiel»: «Nirgends können

zwei Menschen leichter Freunde werden als beim

Musizieren.» Und Yehudi Menuhin, der grösste

Geiger des 20. Jahrhunderts, formulierte es so:

«Würde nur jede Parlamentssitzung dieser Welt

mit einem Bach-Choral beginnen, wie viel weniger

aggressiv und feindlich wären die Diskussionen.»

«Hena» im Zirkus-Galopp

Kein Team freilich ist ein empfindlicheres

Gebilde als ein Orchester. Zusammenarbeiten

heisst hier nicht, sich ein Büro zu teilen,

sondern ein Notenpult. Seit 31 Jahren kommen

Musiker von «hena» und «dena» angeeilt – 40 aus

26 Orten in Liechtenstein, Werdenberg, Vorarlberg,

Chur. Jeden Mittwoch um acht, um in grösster

Nähe zueinander in der Musikschule Vaduz einem

gemeinsamen Rhythmus zu folgen.

Die meisten Musiker des OrchestersLiechtenstein-Werdenberg

sind (noch) Laienmusiker,

Studenten an Konservatorien, so

dem in Feldkirch. Nur die Solis -

ten sind Profimusiker. Unter

ihnen an der Klarinette: Josef

Frommelt. Er ist schon von Anfang

an dabei. In einem neuen Buch, «Brücke

Musik», erzählt er, wie die Musik die Schweiz und

Liechtenstein verbindet: «hena und dena». Das

Buch erscheint in der Schriftenreihe der Gesellschaft

Schweiz-Liechtenstein und wird am 14. Mai

im Gemeindesaal Triesen vorgestellt.

An jenem Mittwoch zeichnet die

Gesellschaft das Orchester Liechtenstein-Werdenberg

mit ihrem Kulturpreis aus. Die Musiker werden

sich dann mit «hena und dena» revanchieren,

einer jazzigen Suite, die der Liechtensteiner Jazz-

Musiker und Komponist Stefan Frommelt für sie

komponiert hat. Als Vorlage für «hena» hat er den

«Zirkus-Galopp» aus Triesen von 1860 ausgewählt,

aus der Sammlung «Volksmusik aus Liechtenstein».

Für das «dena» bezieht er sich auf das Schweizer

Volkslied «Döt dena am Bärgli».

Mit Musik besser durchs Leben

Mit einer Chiffre-Anzeige in den

Zeitungen diesseits und jenseits des Rheins fing

alles an. Der Oboist Karl Ehrenzeller, ein Schweizer

in Liechtenstein, suchte Menschen, die mit ihm

Musik machen wollten. Die Interessierten trafen

sich am 11. Februar 1977 im Gasthaus Linde in

Vaduz. Dann ging alles ziemlich schnell: Am 13.

Mai gründeten 32 Musiker den «Orchesterverein


Liechtenstein-Werdenberg», um das Potenzial an

Künstlern in der Region zusammenzubringen. Und

dann ging’s ans Proben: Am 12. Juni spielte das

Orchester unter Leitung von Josef Frommelt sein

erstes Sinfoniekonzert. Das mit den Konzerten hat

sich seitdem eingebürgert: Im Frühjahr, im Herbst

und zu Silvester hat das Orches ter Bach, Beethoven,

Dvorak, Haydn, Mozart, Schubert,

Smetana, Stravinsky, Weber

Nirgends können oder auch Gershwin, Lehar, Lortzing,

Puccini im Programm. Ne-

zwei Menschen leichter

ben Musikstücken aus der frühen

Freunde werden als Klassik bis zur Moderne erarbeiten

sich die Liebhabermusiker

beim Musizieren

aber auch unbekannte zeitgenössische

oder fast vergessene Komponisten.

Ein fast Vergessener heisst Luigi Cherubini,

(1760–1842). Gelegentlich wird die Oper

«Medea» aufgeführt, sie ist – noch vor der Zeit –

romantisch und überrascht in vielen Einzelheiten.

Cherubinis Zeitgenossen bewunderten ihn dafür.

Beethoven sah in ihm einen der grössten dramatischen

Komponisten seiner Zeit. Mit der komischen

Oper Lodoiska, einer «Revolutions-Oper», verbuchte

der Italiener in Paris 1791 seinen ersten

internationalen Erfolg. Er traf so sehr den Zeitgeschmack,

dass Lodoiska über zweihundert Mal

Das Orchester Liechtenstein-

Werdenberg spielt auch

unbekannte zeitgenössische oder

fast vergessene Komponisten.

aufgeführt wurde. Das Orchester

Liechtenstein-Werdenberg spielt

am 14. Mai die Ouvertüre. Daneben

steht auch Berceuse und Finale

aus «Der Feuervogel» (1910)

von Igor Strawinsky auf dem

Programm, den manche den

Magier der musikalischen Malerei

nennen. «Musik hilft uns, die

Welt innerhalb von Sekunden zu vergessen», erklärt

sich Hansrudi Sele, seit 2007 Präsident des Orches -

tervereins, den Zauber schöner Töne.

Längst ist es kein Geheimnis

mehr, wie sehr Musik die Entwicklung des Menschen

fördert. Nicht umsonst hören Millionen

Beethoven und Bach seit Jahrhunderten zu. Musik

überwältigt und bereichert uns. Sie scheint einen

tief menschlichen Inhalt auszudrücken, etwas, was

nicht gesagt werden kann. Die Laienmusiker des

Orchesters Liechtenstein-Werdenberg tragen mit

ihrem Spass an der Musik also zur musikalischen

und menschlichen Bildung und Kultur junger

Menschen in der Region bei. Studien belegen:

Schon Kinder, die singen oder ein Musikinstrument

lernen, können ihre Umgebung besser verstehen

und sich anderen mitteilen. Und sie sind glücklich

dabei. |

Fotos: Marco Nescher

Frühjahrskonzerte

Das Orchester Liechtenstein-

Werdenberg spielt: Samstag, 17. Mai 2008,

20 Uhr, Gemeindesaal Eschen; Sonntag, 18. Mai

2008, 19 Uhr, Evangelische Kirche Buchs;

www.olw.li

MAI 2008


26

MARKT

MAI 2008

Kunst des Handwerks

als Familientradition

Möbel, Teppiche, Vorhänge,

Bettwaren, Bodenbeläge – auf

zwei Stockwerken können bei Hilti

Möbel attraktive Wohnideen in

einem angenehmen Ambiente genossen

werden. Seit über 50 Jahren

bietet das Einrichtungshaus

aufeinander abgestimmte Lösungen

für Inneneinrichtungen. Zur

Verfügung stehen eine Polsterei,

ein Nähatelier und eine Bodenleger-Abteilung,

womit gewährleistet

ist, dass eine harmonische Lösung

für die Wohnträume resultiert. Damit

sich die Kunden alles besser

vorstellen können, werden die

Wohnvorschläge anhand von Skizzen

und Zeichnungen visualisiert,

bevor die gewünschten Einrichtungselemente

umgesetzt werden.

Im Vordergrund stehen nicht allein

Funktion, Logik, System und Ordnung,

sondern auch Farben, Materialien

und Formen.

Hilti Möbel

Raumgestaltungs AG

Landstrasse 88

Schaan

Spenglersan Nasenspray

gegen Heuschnupfen

Wenn die Pollen fliegen, rinnen

die Nasen und tränen die Augen.

Der Heuschnupfen hat aber

nichts mit Heu zu tun und auch

nichts mit Schnupfen, sondern gehört

zu den allergischen Erkrankungen.

Gegen den Heuschnupfen

gibt es viele Mittel. Apotheker

Gerhard Eberle von der toppharm

Apotheke in Schaan empfiehlt

die Spenglersan Therapie. Vom

Spenglersan Heuschnupfenspray

werden fünf Mal pro Tag zwei bis

drei Sprühstösse in jede Nasenöffnung

verabreicht. Damit wird das

Immunsystem aktiviert und gleichzeitig

überschiessende Reaktionen

gedämpft. Bei konsequenter

Anwendung über zwei bis drei

Heuschnupfensaisons ist eine Heilung

der Pollenallergie möglich.

toppharm Apotheke

Gerhard Eberle

Landstrasse 97

Schaan

www.

Design von

Kelvin J. Birk

Er experimentiert mit exklu -

siven Materialien für seine Kunstwerke:

mit Splittern von Saphiren,

Rubinen sowie Smaragden und

vielen anderen Edelsteinen.

Der englische Juwelier und

Künstler Kelvin J. Birk formt ganz

besondere Schmuckstücke, die er

auch in Liechtenstein zeigt. Aus

seiner neuen Kollektion sind 40

Ringe bei der Keramik Werkstatt

Schaedler in Nendeln zu sehen.

Zugleich hat der Londoner Desig -

ner eine Vase aus EM-Keramik

entworfen. Hinter dem Herstellverfahren

steckt viel Hightech-Wissen.

Die flache, runde, schwarze

Vase mit drei aufgesetzten Trompeten

ist nun zu haben.

Keramik Werkstatt

Schaedler

Churerstrasse 60

Nendeln


KUNSTDENKMÄLER

Schutz für Fürst, Volk und Land

Kapelle Maria zum Trost

Die Kapelle auf Dux, oberhalb

von Schaan, steht auf einem

Platz, der fantastische Ausblicke

auf die Schweizer Berge erlaubt,

die das Rheintal säumen. Aber

nicht die traumhafte Lage, die

hübsche Umgebung und nicht

das sorgfältig restaurierte Gotteshaus,

das viele Brautpaare für das

kirchliche Ja-Wort anlockt, haben

zum Bekanntheitsgrad der

Kapelle beigetragen, sondern ein

historisches Ereignis: Am 25.

März 1940, an einem Ostermontag,

fand hier die so genannte Vaterlandsweihe

statt. Fürst Franz

Josef II. bat in einer feierlichen

Zeremonie um Schutz und Hilfe der Gottesmutter

Maria. Zu einer Zeit, als schon grosse Teile Europas

mitten im Zweiten Weltkrieg steckten, stellte der

Fürst Land und Volk unter die Obhut der Gottesmutter

Maria: «Darum übergebe ich, Franz Josef

von Liechtenstein, Dir heute für immer mich selbst,

mein ganzes Haus, mein Land und mein Volk und

bitte Dich, es ganz in Deinen mütterlichen Schutz

zu nehmen.» Eine nach der Renovation im Jahre

1975 enthüllte Gedenktafel weist auf dieses bedeutsame

Ereignis für Liechtenstein hin: Fürst und Volk

und Land Dir geweiht/25. März 1940.

Die Kapelle auf Dux gehört zu den älteren Kapellen

in Liechtenstein. Urkundliche Erwähnungen

über Entstehung und Bau sind bisher nicht gefunden

worden. Im Jahre 1716 wird die Kapelle erstmals

in einem Dokument erwähnt, dessen Inhalt

darauf schliessen lässt, dass die Kapelle zu jenem

Zeitpunkt bereits errichtet war. Eine Einweihungsurkunde

ist mit dem Jahr 1743 datiert, womit die

Kapelle in den heutigen Dimensionen aus jener Zeit

stammt. Der Bau des Turmes erfolgte etwas später

und war den Quellen zufolge im Jahre 1789 abgeschlossen.

Der Anbau der Vorhalle folgte erst 1829,

doch gab es vorher schon einen Vorbau. In relativ

kurzer Zeit, nämlich 1974/75 und 1996/97, sind

Foto: Marco Nescher

zweimal Restaurierungen durch- Die Kapelle Maria zum Trost auf

geführt worden. In den siebziger Dux, oberhalb von Schaan, wurde

Jahren wurde der Hochaltar re- 1743 erbaut. Wahrscheinlich

stauriert, die Seitenaltäre ent- stand vorher schon eine Kapelle.

fernt, die Chorstufen begradigt

und neue Kirchenbänke eingebaut. Einen Teil dieser

Restaurierungen machte man in den neunziger

Jahren wieder rückgängig.

Die Kapelle Maria zum Trost zählt zu den

«ländlichen Vertretern barocker sakraler Baukunst».

In der Parkanlage, die an die Kapelle anschliesst,

befinden sich 14 Kreuzwegstationen, die

1940 angebracht werden konnten. Seit 2006 steht

dort auch eine Statue zu Ehren von Papst Johannes

Paul II., der bei seinem Besuch in Liechtenstein bei

der Dux-Kapelle mit der Jugend zusammengetroffen

war. Ebenfalls in der Nähe der Kapelle befindet

sich seit 1986 der von Martin Frommelt geschaf -

fene «Duxstein», dessen Inschrift auf Fürst Franz

Josef II. und seinen 80. Geburtstag hinweist. |

Das Buch zum Thema

Die Kunstdenkmäler des Fürs ten tums Liechtenstein.

Cornelia Hermann: Das Oberland. Gesellschaft für Schweizerische

Kunst geschichte. 2007

MAI 2008

27


28

RÄTSEL-SPASS

MAI 2008

RÄTSEL: Wo befindet sich dieses Fenster

in Liechtenstein?

Pfarrhaus Mauren

Regierungsgebäude Vaduz

Rathaus Vaduz

Senden Sie die richtige Lösung mit dem Betreff «Fenster-Rätsel

April 08» an folgende Mail-Adresse und gewinnen Sie tolle

Preise: wettbewerb@dermonat.li oder benutzen Sie eine Post -

karte und senden diese an Alpenland Verlag AG, Postfach,

9494 Schaan.

Einsendeschluss ist der 23. Mai 08. Gewinner werden im

Internet unter www.dermonat.li veröffentlicht!

Lösung: März-Rätsel 08

Schloss Vaduz

Gewinnen Sie einen Gutschein

im Wert von CHF 100.–

Wir schenken allen

Müttern 10%

am 10. Mai 2008

Landstrasse 28. FL-9494 Schaan.

Tel. +423 / 232 58 68. www.deroptiker.li


Der Himmel lacht nach 22 Sekunden

BMW 1er Cabrio auf sportlich getrimmt

BMW-Liebhaber, die sich

im unteren Segment eingerichtet

haben, müssen nicht mehr auf

das Frischluftvergnügen verzichten.

Zeitig zur wärmeren Jahreszeit

rollt der kleinste BMW mit

offenem Verdeck zu den Händlern.

Mit dem BMW 1er Cabrio

ist den Bayern wiederum eine

Augenweide gelungen, die sich

überdies sportlich bis sehr sportlich

präsentiert. Nun sind ja PS-

Zahlen bei Cabrios nicht die

Hauptsache. Aber auch hier bietet

BWM für jeden Geschmack etwas: Die Qual der

Wahl erschweren, wenn nicht die Brieftasche ein gewisses

Limit setzt, vier Benzinmotoren von 143 bis

306 PS sowie ein Vierzylinder-Turbodiesel mit 177

Pferden. Die Sprintwerte – von 0 auf 100 – beim

stärksten Modell bewegen sich in den Kategorien

von Sportwagen. Dabei betont BMW seine Devise,

die bei den aktuellen Spritpreisen gerne zur Kenntnis

genommen werden, mit «weniger Kraftstoff,

mehr Fahrspass». Verpackt ist dieses System in die

Formel «BMW Effizient Dynamics», die ein Paket

intelligenter Massnahmen zur Senkung von Emissionen

und Kraftstoffverbrauch versprechen. Dazu

zählt unter anderem eine Bremsenergierückgewinnung,

deren Wirkung im Prospekt freundlicherweise

nicht näher erklärt wird, weil damit wohl die

meisten Frischluft-Pilotinnen technisch ohnehin

überfordern wären. Wer mit dem BMW 1er Cabrio

mit offenem Dach unterwegs ist, für den wird der

Weg das Ziel sein. Wird ein Ziel angesteuert, so hilft

das Navigationssystem mit iDrive den Weg zu finden.

Mit dem intelligenten Bedienkonzept werden

auch Klima-Entertainment-

und Kommunikationsfunktionen

diri giert. Ein hoch auflösen-

des Display befindet sich im

unmittelbaren Sichtfeld, so dass

keine Ablenkung erfolgt. Das

Kleinste der BMW-Cabrios ist

Wellness für Ihr Auto …

Im Malarsch 19b | 9494 Schaan | T +423 233 20 41

F +423 233 20 42 | M +41 79 764 68 54

AUTO

serienmässig mit einem elek - BMW’s Kleinster ist nun auch

tronischen Fahrwerkregelsystem als Cabrio zu haben, für alle

ausgestattet, das laut Werk dann Oben-ohne-Fans, die den Fahrt-

eingreift, wenn es nötig ist. Bei

wind spüren möchten.

Unter- oder Übersteuern reduziert

die Dynamische Stabilitäts Control das Antriebsmoment

und bremst die Räder gezielt individuell

ab. Dadurch stabilisiert sie das Fahrzeug

innerhalb von Millisekunden. Schleudern wird bereits

im Ansatz verhindert. Für mehr Fahrspass im

Grenzbereich erhöht die Unterfunktion Dynamische

Traktions Control den Schlupf an den Antriebsrädern

zugunsten einer optimalen Traktion

auf jedem Untergrund. Für Dynamik ist ausreichend

gesorgt. Aber auch für die Romantik bleibt

noch etwas übrig. Ein Knopfdruck – und die Sonne

geht auf, weil das klassische Stoffverdeck in wenigen

Sekunden den Blick auf den Himmel freigibt. Der

Knopfdruck gilt natürlich auch für Nachtschwärmer,

die den freien Blick auf den Sternenhimmel

geniessen wollen. Bleibt noch der Blick der Bewunderer

auf das Cabrio, die im Strassencafé sitzen: Das

1er-Cabrio verfügt über einen

relativ grossen Radstand, eine

lange und niedrige Motorhaube

und ein schlankes Heck, das nach

dem Jubelschrei eines Autotesters

«so flach geriet wie der Bauch

eines Bodybuilders». |

MAI 2008

Foto: Werkbild ABMW

29


30

SCHLUSSPUNKT

Urban B. Eberle

Ist Profil wirklich alles?

Liechtenstein verfügt über eine breit abgestützte und

diversifizierte Wirtschaft. Insbesondere im Ausland wird nicht gerne

zur Kenntnis genommen, dass Liechtenstein viel mehr zu bieten hat, als

«nur» Finanzdienstleistungen. Gewiss, diese Branche spielt eine wichtige

Rolle. Vergleichen wir mit den

Nachbarländern, so stellen wir Die Wirtschaft braucht von den Jugendlichen klare Schul-

fest, dass hierzulande der Indus -

trie- und Gewerbesektor stärker zeugnisse mit aussagekräftiger Benotung der Leistungen

vertreten ist. Eine diversifizierte

Wirtschaft ruft dabei nach bestens ausgebildeten Menschen! Bildung ist

der einzige verfügbare Rohstoff Liechtensteins. Dabei hat unser Bildungssystem

in den vergangenen Jahrzehnten hervorragende Arbeit

geleistet. Bestens gebildete und motivierte, junge Menschen sind das

Resultat dieses sehr erfolgreichen Schulmodells. Dies

zeigen nicht zuletzt auch die Ergebnisse der PISA-

Studie. Demnach hält Liechtenstein in den meisten

Kategorien einen Spitzenplatz und liegt unter den

deutschsprachigen Ländern gar auf dem ersten Gesamtrang!

Die Studie hat auch Schwachstellen aufgezeigt.

So sind Kinder aus weniger bildungsnahem

Elternhaus sowie fremdsprachige Kinder benachteiligt.

Und da genau gilt es, anzupacken. Fremdsprachige

Kinder sind entsprechend zu schulen, damit

die Integration auch in der Schule gelingt. Weniger

Urban B. Eberle

begabte Schüler sind durch Stützunterrichte und

CEO Bank Alpinum Vaduz Zusatzlektionen für die Zukunft vorzubereiten.

Worauf will ich hinaus? Es ist derzeit in aller Munde:

Profilschulen sollen es richten! An Sekundarschulstandorten sollen in

Zukunft Profile angeboten werden, die Selektion nach fünf Primarschuljahren

soll gänzlich wegfallen. Eine Aufteilung in Schulklassen im

Rahmen der Fähigkeiten der Schüler soll es praktisch nicht mehr geben,

das seit siebzig Jahren bewährte Untergymnasium soll abgeschafft und

in Zukunft ebenfalls als Profilschule geführt werden. Die Wirtschaft

braucht motivierte, junge Menschen! Junge Menschen, die gut ausgebildet

und leistungsorientiert sind. Die Wirtschaft braucht aber auch

klare Schulzeugnisse mit aussagekräftiger Benotung der Leistungen.

Bauen wir also bei der Einführung der Profilschulen auf Bewährtem

auf! Es wäre schade, das Rad neu erfinden zu wollen und die selben Fehler

zu begehen, wie sie in anderen Ländern Europas bereits gemacht

wurden, nämlich die Einführung einer Gesamtschule voranzutreiben!

Wir müssen Sorge dazu tragen, dass wir mit dieser Schulreform das

Kind nicht mit dem Bade ausschütten, bzw. dass die Leistungen und die

Motivation unserer Kinder nicht ganz baden gehen! |

MAI 2008

Foto: close up – Roland Korner


Enge Schuhe, hohe Absätze und

harte Schläge beim Gehen belasten

die Gelenke, vermindern die

Durchblutung und deformieren

die Zehen. Das muss nicht sein!

Die Bequemschuhe Helvesko,

LadySko und dansko bringen die

Freude am Laufen wieder zurück.

Gut für Rücken und Gelenke

Alle Modelle verfügen über eine

fussgerechte Form, die den Zehen

viel Bewegungsfreiheit bietet und

die Fussmuskulatur auf natürliche

Art trainiert. Eine wichtige

Rolle spielt auch die flache,

stossdämpfende Spezialsohle, die

ein weiches Aufsetzen und federndes

Abrollen bewirkt. Rücken

und Gelenke werden dadurch

entlastet. Die Schuhe haben zum

Teil ein herausnehmbares, stützendes

Leichtkork-Fussbett.

Helvesko-, LadySko- und dansko-

Bequemschuhe werden exklusiv

für Integra Nusshof AG in der

Schweiz und in Europa mit viel

Handarbeit hergestellt. Die Qualität

der Materialien und Verarbeitungen

(kontrolliert durch ein

unabhängiges weltweit tätiges

Prüfinstitut) steht bei Integra an

erster Stelle.

Von elegant bis sportlich

Das aktuelle Frühlings-/Sommer-

Angebot umfasst alles: elegante

37

Klassiker, sportliche Freizeitmodelle

bis zu topmodischen Highlights.

Edel präsentieren sich die

Herrenmodelle aus samtweichem

Elchleder. Für Damen befinden

sich nebst den modisch-eleganten

Pantoletten und Sandalen in

den neusten Farb- und Designkreationen

auch noch zeitlose Variationen.

Die aktuelle Kollektion

bietet auch leichte Freizeitschuhe

mit einer neu entwickelten ab-

PUBLIREPORTAG E

Richtig wohl fühlen, wie man es sich wünscht!

Giovanni Vitarelli: 49 Jahre Schuhmacher-Erfahrung.

Das fachkompetente Team steht Ihnen zur Seite: Antonietta Vitarelli, Gianni Vitarelli, Tamara Venzin und Giovanni Vitarelli (von links).

rolldynamischen Spezialsohle fürs

Gehen, Nordic Walking etc.

Seit Herbst 2007 führen wir

«Bundgaard»-Kinderschuhe, damit

sich die Füsse der Kleinsten

natürlich entwickeln können.

Freundlich und kompetent

Die Familie Vitarelli & Team

heisst Sie herzlich willkommen

und berät Sie gerne individuell

und fachkompetent im neu

umgebauten Bequemschuhladen

mit erweitertem topaktuellem

Sortiment. In der Hauseigenen

Werkstatt erledigen die Schuhmacher

Giovanni & Gianni Vitarelli

Reparaturen jeglicher Art.

Ob orthopädische Fussstützen

oder Schuheinlagen nach Mass,

Anpassungen rund um den

Schuh und Verkürzungsausgleiche

– alles bei ihrem Partner für

die bequemsten Schuhe Ihres

Lebens.

Gutschein

à CHF 15.–

Gültig bei einem Kauf

ab CHF 89.–.

Nicht kumulierbar, keine

Barauszahlung möglich.

Einlösbar bis 31. Mai 2008 bei:

Dansko-HELVESKO Bequemschuhe

Vitarelli

Schuhservice/Fussorthopädie

Vazerolgasse 1, 7000 Chur

Tel. 081 252 02 06

www.integra-ag.com


3611.08

Centrum Bank Vaduz.

Ihr lokaler Partner in Vermögensfragen.

Unsere Privatbank hat tiefe Wurzeln im Fürstentum Liechtenstein und ist

auf Vermögensverwaltung und Anlageberatung spezialisiert.

Vermögen über Generationen zu entwickeln, sorgsam zu sichern und

grenzüberschreitend in den verschiedensten Ländern weiterzuentwickeln,

ist unsere Stärke.

Die Centrum Bank ist in einem starken, globalen Netzwerk aus

Wirtschafts-, Rechts-, Versicherungs- und Steuerexperten, Treuhändern

und Fondsmanagern verankert. Sie kann auf Marxer & Partner, die

älteste und grösste Rechtsanwaltskanzlei Liechtensteins zurückgreifen.

Und sie arbeitet mit der Confida Treuhand- und Revisions-AG für Dienstleistungen

in den Bereichen Treuhand-, Revisions- und Steuerwesen

sowie im Immobiliengeschäft zusammen.

Centrum Bank – der Name steht für ein Private Banking mit vielfältigem

Spezialwissen aus einer Hand. Vertrauen und Know-how bilden die Grundpfeiler

für Partnerschaft und Professionalität mit weltweiten Verbindungen

und starken Wurzeln.

CENTRUM BANK

Centrum Bank AG

Kirchstrasse 3 · Postfach 1168 · 9490 Vaduz · Liechtenstein

Telefon +423 238 38 38 · Fax +423 238 38 39

www.centrumbank.com

www.kompetenzzentrum.li

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine