Buch Grünewald

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Kölner Mädchen und Jungen entdecken jüdische Spuren… Kommt mit!

Lucas,Tobias &

Marco F.

Der jüdische Friedhof

in Bocklemünd

Wir stellen Angelina einige Fragen nach unserem Besuch auf dem

jüdischen Friedhof in Bocklemünd, der ein Teil des Westfriedhofs

und mit etwa 3.000 Grabsteinen Kölns größter jüdischer Friedhof ist.

Kölner Mädchen und Jungen entdecken jüdische Spuren… Kommt mit!

“ Was ist der Unterschied zu einem christlichen Friedhof?

angelina: Die Gräber sind für die Ewigkeit gedacht und dürfen nicht eingeebnet

werden. Beim Betreten müssen die männlichen Besucher eine Kopfbedeckung

tragen. Und beim Verlassen soll man sich die Hände rituell waschen.

Wie sieht der Grabschmuck aus?

angelina: Die meisten Gräber sind ganz schlicht gehalten. Gepflanzte Blumen sind

nicht üblich, aber wir haben einige Pflanzschalen gesehen. Oft erinnern Steine

daran, dass Besucher hier waren. Darum haben wir auch Steine auf die Marmorplatte

von Herrn Simons Grab gelegt.

Wofür gibt es Denkmäler auf diesem Friedhof?

angelina: Es gibt z. B. ein Denkmal für die jüdischen Kriegsgefallenen im 1. Weltkrieg,

ein Denkmal für die 11.000 von den Nazis ermordeten Kölner Juden und

ein Denkmal für die zerstörten Thora-Rollen, weil sie heilig sind und auch beerdigt

werden müssen.

Was hat dich auf dem jüdischen Friedhof besonders beeindruckt?

angelina: Ich fand die biblischen Namen schön, z.B. abraham, Isaak oder Moses.

Ich habe auf den Gräbern im hinteren Teil des Friedhofs russische Schriftzeichen

gesehen; es gibt also in letzter Zeit viele russische Juden hier in Köln. aber

schlimm fand ich einige Kommentare auf den Grabsteinen, z.B. „Ermordet in

auschwitz im Jahre 1942“.

Danke, angelina, für deine ausführungen!

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