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SaarLorLux ...c'est savoir vivre Sommer Edition 2020

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Sommer Edition 2020

automobile&technique

automobile&technique AUTOREGION, WIRTSCHAFTS- MINISTERIUM & IHK planen am 4. November 2020 einen Internationalen Wasserstofftag in Saarbrücken Sommer-Edition II/2020 Mehr Infos? Einfach QR-Code abscannen Foto: ©Dirk Guldner - guldner.de Foto: ©Werner Staudt Armin Gehl – autoregion-Geschäftsführer Geschäftsführer Armin Gehl: Saarland als Treiber für die Wasserstoff-Zukunft beim Fahrzeugantrieb – Region Homburg soll Wasserstoff-Zentrum werden Der Verband autoregion e.V. der Großregion wird am 4. November dieses Jahres gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium und der IHK des Saarlandes in Saarbrücken einen Internationalen Wasserstofftag durchführen. Dabei geht es um die Rolle des Wasserstoffs (H2) als Antriebsquelle für Fahrzeuge. Das erklärte autoregion-Geschäftsführer Armin Gehl am Montag (15.Juni) in Saarbrücken vor dem Hintergrund der jüngsten Verabschiedung einer nationalen Wasserstoff-Strategie der Bundesregierung. Damit werde die schon früh von autoregion e.V. verfolgte Strategie, den Wasserstoff als weitere Quelle neben Verbrennungsmotoren und batterieelektrischen Antrieben mit in die Gesamtbetrachtung künftiger Mobilitätsformen einzubeziehen, bestätigt. Wasserstoff werde insbesondere für den Schwerlastverkehr und Busse der umweltfreundliche Antrieb der Zukunft sein. Mit eigenen Experten-Veranstaltungen habe sich autoregion rechtzeitig für den Wasserstoff als alternative Antriebsquelle positioniert und gegen den Trend zum ausschließlich batteriegetriebenen Fahrzeugantrieb argumentiert. So fand in Saarbrücken vor drei Jahren – am 30. Mai 2017 – der erste Wasserstofftag für Fahrzeugantriebe statt. Im Februar 2019 folgte ein vielbeachteter, grenzüberschreitender Wasserstofftag im luxemburgischen Bad Mondorf, der zusammen von autoregion und Luxinnovation organisiert wurde, statt. Auch die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger setze auf die technologieoffene Diskussion künftiger Fahrzeugantriebe und räume dem Wasserstoff eine wichtige Rolle in der saarländischen Strukturpolitik ein, so Gehl. Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) in Berlin unterstütze ebenfalls den Wasserstoff-Kurs, den auch autoregion betreibt. „Wir sind in der Großregion auf dem richtigen Weg in die auto- 52 | SaarLorLux ...c›est savoir vivre Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger mobile Zukunft“, so Gehl weiter. Autoregion e.V. ist in regem Austausch mit Luxemburg, GrandEst und Rheinland-Pfalz. Die Brennstoffzelle spiele mittlerweile auch bei saarländischen Firmen eine Rolle: Der Automobilzulieferer Bosch treibe die Fertigung von Brennstoffzellen-Komponenten in seinem Homburger Werk als Ausgleich zum rückläufigen Diesel-Geschäft voran, auch INA-Schaeffler will in das Brennstoffzellengeschäft am Standort Homburg einsteigen. Am STEAG-Kraftwerksstandort Fenne soll Wasserstoff im industriellen Maßstab produziert werden und in Homburg ist der luxemburgische Netzbetreiber Creos mit im Wasserstoffboot, der über seine Leitungen auch Wasserstoff transportieren will. Die Region Homburg soll so zum Schwerpunkt saarländischer Wasserstoff-Technologie werden, schwebt Gehl vor. In diesem Zusammenhang übt autoregion Kritik daran, dass die Baugenehmigung für die erste im Saarland geplante, öffentliche Wasserstofftankstelle in Saarbrücken immer noch nicht vorliege: „Es ist völlig unverständlich, dass wir im Saarland so lange brauchen, die Infrastruktur für Zukunftstechnologien wie Wasserstoff-Antriebe baurechtlich auf die Schiene zu setzen. Wir mahnen dringend ein höheres Tempo der Bauaufsichtsbehörden im Genehmigungsprozess an. In anderen Bundesländern geht das bedeutend schneller als im „Autoland Saarland.“ L'hydrogène - l'autre source d'énergie respectueuse de l'environnement Tenant compte de la stratégie-hydrogène nationale récemment adoptée par le gouvernement fédéral allemand, l'association "autoregion" de la Grande Région, le Ministère de l'Économie ainsi que les Chambres de Commerce et d'Industrie prévoient d'organiser une "Journée internationale de l'hydrogène" le 4 novembre prochain. PR-Anzeigen

Sommer-Edition II/2020 art&cultur BILDERBUCH aus Eisen Eine familiäre Leidenschaft für geschichtshistorische Takenplatten Sie sind schwarz, voller Bilder und aus schwerem Gußeisen-Takenplatten. Früher heizten sie die Wohnstuben. Jetzt erzählen ihre Bildergeschichten vierhundert Jahre regionale Alltags- und Industriekultur. Sie hingen in vielen Bauernhäusern: Takenplatten – gusseiserne Platten, die Heizungswärme leiten sollten. Im Saarland gibt es eine Sammlung dieser kunsthistorischen bedeutenden Platten, deren Zukunft ungewiss ist. Große, dunkle, eiserne Takenplatten erinnern gerade im saarländisch-luxemburgischen Raum – viele an muffige Heimatmuseen. Dr. Matthias Kremer aus Dillingen hat eine weltweit einzigartige Takenplattensammlung zusammengetragen. Die Sammlung besteht heute nach 100-jähriger Sammlerzeit aus etwa 500 Exemplaren aus der Zeit um 1500 bis in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie zeigt über einen Zeitraum von 400 Jahren die Entwicklung der Kultur-, Kunst- und Technikgeschichte im Saarland und seinen angrenzenden Gebieten. Die „Sammlung Kremer“ stellt damit eine der größten Privatsammlungen Dr.Matthias Kremer an alten gusseisernen Kamin-/Taken- und Ofenplatten dar. Der umfassende und fast lückenlose Sammlungsbestand ist nahezu vollständig beschrieben und interpretiert und birgt großes Potential für kunst-, kultur- und technikhistorische Forschungen. Den Grundstock der Sammlung legte Albert KREMER (1901-1988), Lehrer und Heimatforscher in Dillingen/Saar, in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die ersten Gussplatten sicherte er damals zunächst in seiner unmittelbaren Umgebung. Der zweite Weltkrieg – der glücklicherweise keine Sammlungsverluste verursachte – unterbrach dann seine Sammlertätigkeit. In den 6oer Jahren sind einige Diebstahlverluste verzeichnet. In den 70er Jahren legte er im Auftrag der Stadt Dillingen eine städtische Sammlung mit etwa 60 Objekten aus Hütten im Saar-Lor-Lux-Raum an. Ende der 50er Jahre begann auch sein Sohn Wolfgang KREMER (1938*), später Lehrer in Wallerfangen-Gisingen, mit dem Sammeln der alten Platten. Ab der Mitte der achtziger Jahre folgte dessen Sohn, Matthias KREMER (1964*), der familiären Leidenschaft. Bis heute wird von ihm die Sammlung weiter ausgebaut. Auch das Luxenburger Citymuseum widmet den bis ins späte 15. Jahrhundert zurückreichenden, verzierten Gebrauchsplatten jetzt eine eigene große Ausstellung. Passion familiale pour des plaques historiques en fonte Elles sont en fonte noire, on y voit des images gravées et en relief. Dr. Mathias Kremer, originaire de Dillingen, en possède un grand nombre. Autrefois, ces plaques servaient à faire conduire la chaleur. Toute la collection unique au monde, datant à partir du 15ième siècle, est exposée au City Museum à Luxembourg. PR-Anzeigen SaarLorLux ...c›est savoir vivre | 53

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