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E_1949_Zeitung_Nr.012

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Die Reden beim

Die Reden beim Eröffnungsbankett Herr Bundespräsident! Meine Herren! Zum drittenmal, in ununterbrochener Reihenfolge, hat der Bundesrat seinen Präsidenten damit betraut, ihn bei unserem Eröffnungsakt zu vertreten. Wir sind sehr stolz auf dieses Zeichen des Wohlwollens seitens unserer Bundesregierung, das mir den hochgeschätzten Vorzug bietet, Herrn Bundespräsident Ernst Nobs zu sagen, wie sehr sein Erscheinen uns freut und wie sehr wir die Ehre zu würdigen wissen, die er uns dadurch erweist, dass er es übernommen hat, den Vorsitz bei unserem Eröffnungsakt für die 19. Internationale Automobil-, Motor- und Fahrrad-Ausstellung zu führen. Ich entbiete einen herzlichen Willkommensgruss den zahlreichen schweizerischen und ausländischen Persönlichkeiten, die sich bereit gefunden haben, unsere Gäste zu sein, ohne dass es mir leider möglich ist, sie alle bei ihren Namen zu nennen. Ihr Erscheinen bekräftigt aufs neue den Weltruf des Salons, wie es auch dazu beiträgt, ihm diesen so besonderen, gleichzeitig sehr schweizerischen und sehr internationalen Charakter zu verleihen. Die wichtigsten internationalen Organisationen der Automobilindustrie und die grossen sportlichen und touristischen Organisationen: Bureau Permanent International des Constructurs d'Automobiles, Union Europeenne de la Carrosserie, Bureau Permanent International des Constructeurs de Moto-cycles, Alliance Internationale du Tourisme, Föderation Internationale de l'Automobile (FIA), machen sich die Woche des Automobils zunutze, um in unserer Stadt bedeutende Tagungen abzuhalten, und gaben mir so die Möglichkeit, meine besten Willkommensgrüsse darzubringen: Herrn Baron Petiet, Präsident des Bureau Permanent International des Constructeurs d'Automobiles; Herrn Vicomte de Rohan, Präsident der FIA; Herrn Adrien Lachenal, Präsident der AIT; Herrn Robert de Nercy, Generalsekretär der BPI, und den Herren Delegierten von Belgien, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Holland, der Tschechoslowakei und der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Ihr Beisammensein an dieser Tafel verschafft uns eine besondere Befriedigung und unterstreicht die engen Beziehungen, welche die Schweizerische Syndikalkammer für die Automobilindustrie mit den Mitgliedern des Bureau Permanent und das Komitee des Salons mit diesen hervorragenden Persönlichkeiten verbindet- Die Anwesenheit der Vertreter der grossen internationalen Organisationen, die ihren Sitz in Genf haben, ebenso wie der in Genf ansässigen Herren Konsuln der ausstellenden Länder verleiht unserem Eröffnungsakt ein ganz besonderes Gepräge, und wir sind Ihnen dankbar dafür, dass sie unsere Einladung angenommen haben. Herr Joseph Escher, Präsident des Ständerats, und Herr Paul Haefelin, Vizepräsident des Nationalrats, erweisen uns die grosse Ehre, heute unsere Gäste zu sein, umgeben von hervorragenden Parlamentsmitgliedern, von zahlreichen Vertretern der Kantonsregierungen 'und der wichtigsten. Schweizer Städte. Herr Charles Duboule, Präsident des Staatsrats, und die Herren Mitglieder des Staatsrats von Genf sind uns gleichfalls hochwillkommen. Ihre Teilnahme an diesem Eröffnungsakt sowie diejenige der Herren Vertreter der städtischen Behörden von Genf gibt mir Gelegenheit, Ihnen unseren aufrichtigen Dank für ihr Wohlwollen auszusprechen. Wir fühlen uns hochgeehrt durch, die Anwesenheit von Herrn General Henri Guisan, der Herren Vertreter des Offizierskorps der schweizerischen Armee, der Herren Vertreter unserer Justizbehörden, des Herrn Bundeskanzlers, von Herrn Professor Pallmann, Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule. Mögen sie hier den Ausdruck unseres lebhaften Dankes für das unentwegte Interesse entgegennehmen, das sie unserer Ausstellung widmen. Ich möchte auch den Herren Vertretern der verschiedenen Dienstzweige der eidgenössischen und kantonalen Verwaltung danken, die unserer Einladung Folge geleistet haben. Ebenso entbiete ich einen herzlichen Willkomm den Herren Präsidenten und Delegierten der Schweizerischen Zentrale für Handelsförderung, der Handelskammern, der Schweizer Mustermesse in Basel, des Schweizer Comptoir von Lausanne, der Genfer Messe, des Verkehrsvereins Genf. Donnerstag, 17. März im «Des Bergucs» Rede von Herrn Ch. Dechevrens Aber meine Begrüssung wäre unvollständig, wollte ich nicht auch gegenüber den Herren Präsidenten und Mitgliedern unseres Ehrenkomitees, den Vertretern unserer grossen automobilistischen, touristischen und sportlichen Vereinigungen und Clubs zum Ausdruck bringen, wie sehr ihre Anwesenheit uns freut Endlich begrüsse ich die schweizerischen und ausländischen Vertreter von Presse und Radio. Von allen Seiten empfangen wir Beweise der intensiven Tätigkeit, die sie zugunsten des 19. Genfer Salons entfaltet haben. Ich entbiete ihnen den Ausdruck unserer ganz besonderen Dankbarkeit und gebe ihnen die Versicherung, dass wir alles tun, was in unseren Kräften steht, um ihre Aufgabe zu erleichtern. Herr Bundespräsident! Meine Herren! Am 14. März 1924 öffnete der erste Internationale Automobilsalon in Genf seine Pforten im Bätiment Electoral, an das ein grosser provisorischer Bau auf der Ebene von Plainpalais angeschlossen war: Präsident des Organisationskomitees 200 Aussteller, 69 Marken von Personenautos, 10 Marken von Schwergewichten, 4fl Marken von Motor- und Fahrrädern und 100 verschiedene Aussteller. Bodenfläche der Stände: 6500 m 2 . 25 Jahre später nimmt der 19. Salon das 1926 eingeweihte Ausstellungsgebäude und seinen grossen Anbau voll in Anspruch; er erstreckt sich weiter auf die benachbarten Gelände, bedeckt eine Strasse mit seinen provisorischen Bauten von mehr als 8000 m' und vereinigt 400 Aussteller. Wir sind dieses Jahr an der äussersten Grenze der Möglichkeiten hinsichtlich der Erstellung von provisorischen Bauten angelangt, und wir haben uns zu kostspieligen Problemen gegenüber gesehen, als dass wir in Zukunft so weiterfahren könnten. Der Salon muss mit definitiven Bauten ausgestattet sein, wofür ein unabweisbares Bedürfnis besteht. Die Beharrlichkeit unserer Aussteller, genügenden Raum zur geeigneten Ausstellung ihrer Erzeugnisse oder Sicherung des gleichen Platzes zu verlangen, entspringt einer Forderung, die Wir für 1950 erfüllen müssen. Die Zahlen, die ich soeben genannt habe, beweisen, dass der Genfer Salon sich seit seiner Gründung als internationale Automobilschau erwiesen hat, die alle europäischen und amerikanischen Konstrukteure interessiert. Sie sind auch ein Zeugnis dafür, dass der schon am Anfang bedeutende Erfolg sich von Jahr zu Jahr, gesteigert hat, um schliesslich zu den eindrucksvollen Rekorden von 1949 zu gelangen. Diese Kontinuität im Erfolg — ich kann es des bestimmtesten versichern — ist in der Hauptsache der angestrengten und unermüdlichen Arbeit derer zu danken, die den Genfer Salon geschaffen haben, die dem ersten Komitee angehörten und die heute noch an unserer Seite stehen. Ich nenne in allererster Linie unseren Ehrenpräsidenten, Herrn Robert Marchand, den Initianten des ersten nationalen Salons von 1923, während 10 Jahre Präsident des Organisationskomitees, den Schöpfer des Palais des Expositions und Urheber zahlreicher für Genf glücklicher Initiativen, die aufzuzählen zuviel Zeit in Anspruch nähme. Sodann die Herren Albert Goy, den* Vizepräsidenten des Komitees, Frank Martin, unseren Architekten, und endlich unsere Kollegen Charles Hofer und Georges Gangloff, die unserem Zentralkomitee angehören. Aber neben den Organisatoren gibt es die Aussteller, und ich habe das Vergnügen, vor mir an der Ehrentafel die Chefs von 20 Firmen vereint zu sehen, die an allen internationalen Gen- sidenten und Mitgliedern der Kommissionen, sodann dem Generalsekretär und dem Personal des Sekretariates, den Unternehmern, Werkmeistern und Arbeitern, die, dank dem unter ihnen stets herrschenden guten Einvernehmen, ermöglicht haben, dass alles auf den vorgesehenen Zeitpunkt fertig war. Seit 1934, dem Jahr, da ich zum Präsidium des Organisationskomitees des Salons berufen wurde, habe ich den Vorzug gehabt, bis zum letzten Jahr die Chefs der sechs Departemente des Bundesrates zu empfangen, mit Ausnahme desjenigen der Finanzen und Zölle, das Sie, Herr Bundespräsident, mit der Auszeichnung und der Kompetenz leiten, die man Ihnen überall zuerkennt. Auf solche Weise hat in dieser Reihe von Jahren und dank Ihrer heutigen Anwesenheit der gesamte Bundesrat mit der Industrie und dem Handel der Strassenf ahrzeuge Fühlung nehmen und sich Rechenschaft geben können von deren gewaltiger Bedeutung für den Wohlstand und für das wirtschaftliche Leben des Landes sowie von deren Wünschen und Schwierigkeiten. Die dringenden Bedürfnisse des Automobils lassen sich in fünf Worte zusammenfassen: Weniger schwere Fiskallasten moderne Strossen. Es erscheint überflüssig, dass ich mich über die Lasten aller Art verbreite, die auf dem motorisierten Strassenverkehr liegen; der eidgenössische Finanzminister, der unter uns weilt, kennt ebenso gut, wenn nicht besser als ich, die verhängnisvollen Folgen des gegenwärtigen Fiskalsystems, das in übertriebener Weise den Gebrauch der Motorfahrzeuge verteuert. Ueberflüssig auch, die mannigfachen Gründe in Erinnerung zu rufen, die für die Notwendigkeit einer Verbesserung unserer wichtigsten Zufahrtsstrassen sprechen. SYMBOLIK DER GESTEN. Schmunzelnd reibt «ich unser Herr Bundespräsident und Flnanzminlster angesichts des goldenen Berges, den ihm die Treibstoff- und Fahrzeugzölle einbringen, die Hände, dieweil Herr Oechevrens, als Repräsentant der Strassenverkehrskreise mit seiner Gebärde des Hochhebens der Waagschale die Notwendigkeit einer Erleichterung der dem Automobil aufgebürdeten Fiskallasten andeutet. Für die c AR > gezeichnet van tatux friret. fer Salons seit 1924, ohne einen einzigen auszulassen, teilgenommen haben. Es sind dies die Personenwagenmarken: . Buick, Cadillac, Chevrolet von den General Motors, -Citroen, Delage, Fiat, Ford, Lancia, Packard, Peugeot, Renault, Rolls Royce, Studebaker; bei den Lastwagen: Berna und Saurer; bei den Motorrädern Condor; bei der Zubehör Bosch, Bougies Champion, Safia, Scintilla, Tecalemit und bei den Treib- und Schmierstoffen Lumina. ' Ich entbiete ihnen die aufrichtigsten Glückwünsche unseres Komitees und gleichzeitig.meinen Dank für den schönen Beweis von Vertrauen, den sie uns erbringen. Endlich möchte ich auf wärmste all .denen' danken, die ihre Mühe nicht gespart haben, um zum Erfolg dieses Tages- zu gelangen, in' erster Lihie meinen Kollegen vom Komitee, den Prä- AUTOMOBIL REVUE FREITAG, 18. MÄRZ 1949 - Nr. 12 Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich habe die Ehre, Ihnen die Grüsse des Bundesrates zu überbringen. Zum neunzehnten Male eröffnen Sie heute- den « Salon international de l'automobile », und man darf damit die Feststellung verbinden, dass in diesen zwei Jahrzehnten Ihre Ausstellungen ein getreues Spiegelbild der technischen Entwicklung des gesamten Automobilwesens gegeben haben, dass Sie auf diese Weise der Information über alle technischen Neuerungen dienten und der Erfindung neuen Ansporn gaben. Im Rückblick auf diese zwei Dezennien bietet sich das Bild einer unaufhaltsamen, überaus eindrucksvollen Ent- Jaltung des motorischen Strassenverkehrs. Die Rückschläge der Weltkriegsjahre sind durch die seitherigen sprunghaften Fortschritte aufgeholt worden. Heute scheinen wir am Beginn einer wieder beruhigten, massvolleren und stabileren Periode zu stehen. Die Bedeutung des Genfer Salons für unser Verkehrswesen, unseren Handel, unsere Technik, unsere Volkswirtschaft ist gewiss nicht zu unterschätzen. Trotz der neuen, nicht leicht zu lösenden Probleme (Schiene—Strasse), die uns mit jeder neuen technischen Entwicklung gestellt werden, lehnen wir das Neue nicht kurzerhand ab. Der Uebergang von der Manufaktur zum,Maschinenzeitalter hat uns die Lehre gegeben. Immer haben wir das Bestehende mit dem Neuen zu verbinden, immer dafür zu sorgen, dass die Opfer, die um des Fortschrittes willen zu brinr gen sind, im Rahmen einer höheren Solidarität erträglich bleiben. Einseltirkeit kann nicht die Sache des Staates sein. Diese geschichtliche Erfahrung würde zu teuer erkauft, als dass wir sie übersehen dürfen. Einen besonderen Gruss richte ich an Genf, die herrliche Rhonestadt, die uns Schweizern allen lieb und vertraut ist und die uns heute wieder so heimatlich und familiär aufnimmt, Immerhin kann ich die in den letzten Monaten erreichten raschen Fortschritte nicht mit Stillschweigen übergehen, die in den Arbeiten der grossen, der UNO angeschlossenen internationalen Organisationen zu verzeichnen sind. Das gilt im besonderen von der Prüfung und Bereinigung der Trasses bedeutender interkontinentaler Strassenzüge, deren Verwirklichung für lange Jahre die Richtungen des internationalen Touristenstroms bestimmen wird. Diese Perspektive stellt unser Land vor eine Situation, die gefährlich werden könnte, wenn unser Strassennetz den Anforderungen des künftigen motorisierten Verkehrs nicht entsprechen würde. Wir hatten Gelegenheit, dieses Thema und dasjenige der Fiskalpolitik des Bundes in der Audienz anzuschlagen, die Sie, Herr Bundespräsident, im November letzten Jahres dem Aussehuss des Schweizerischen Strassenverkehrsverbandes, den zu präsidieren ich die Ehre habe, freundlichst bewilligten. Ihr Schreiben vom 6. Dezember 1948 brachte uns die Bestätigung, dass der Bundesrat in dem Programm der Sanierung der Bundesfinanzen nicht — wenigstens nicht in einer nahen Zukunft — eine Erhöhung der Zoll- Und anderen Gebühren vorsieht, die das Automobil belasten. Wir haben diese wichtige Mitteilung gewürdigt, wie sie es verdient Wir glauben, dass sie eine Zeit des Waffenstillstandes eröffnet, während der wir die Hoffnung nicht verlieren werden, den Bundesrat zu veranlassen, eine Revision seiner Haltung vorzunehmen und sich dem Vorschlag: des Ständerates anzuschliessen, wonach in den neuen Verfassungstexten die Verpflichtung- zu stlpnlieren wäre, jährlich den Kantonen für ihre Strassenarbeiten die Hälfte der Zollerträgnisse auf den Treibstoffen zurückzuerstatten. Aber für die Zwischenzeit, bis zur Abstimmung über die neuen Verfassungsartikel, wäre es billig, einen Teil der gewaltigen Summen, die dem Bund aus der Automobilbranche zufliessen, einem Fonds für die Modernisierung des Strassennetzes zu überweisen. Dieser Fonds fände eine geeignete Verwendung, wenn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sich verschärfen sollten und der Mangel an Arbeit sich in unserem Lande empfindlich geltend machen würde. Ich habe Ihnen, Herr Bundespräsident, die dringlichsten Probleme unterbreitet, die wir mit Ihrer Unterstützung sollten überwinden können. Ich erhebe mein Glas und trinke auf Ihr Wohl, auf das unserer Jubilare und all unserer Gäste. Die Ansprache von Bundespräsident Ernst Nobs wie sie es vor vielen Jahren in unseren frohen Jügendtagen schon getan hat, da wir Genf aufsuchten, um alte und junge Verwandte und Freunde zu besuchen, in Genf zu sehen und zu lernen, was westschweizerische Sprache, Kultur und Demokratie ausmachen. Vor 44 Jahren durfte ich einige Wochen lang Schüler eines Sommerferienkurses an eurer « Ecole superieure de Commerce » sein. Nie werde ich die Gestalt von Professor Charles-Emile Piguet aus den Augen verlieren, der mit soviel überlegenem Wissen, mit Takt und vornehmer Gesinnung die Gesellschaft ungebärdiger junger Menschen aus den Ländern aller Kontinente im Zaume hielt. Da ist mir das Wesen von Genfs Grosse und seiner Weltoffenheit, auch die immerwährende erzieherische Mission der Rousseau-Stadt unverlierbar ins Bewusstsein eingegangen. Jenem Genf und dem Genf von heute — sie sind gewiss das Genf aller Zeiten — gilt unsere Bewunderung und unsere Liebe. Während der ersten Jahre des zweiten Weltkrieges hat Genf eine der schwersten wirtschaftlichen Krisen seiner Geschichte erlebt Wir freuen uns, feststellen zu dürfen, dass in Genf seit Jahren alle Hände sich regen, den Tiefstand zu überwinden und dass diesem Bestreben ohne Zweifel bereits Erfolg beschieden war, ein Erfolg, zu dem auch die Eidgenossenschaft gerne nach Möglichkeit weiter beitragen wird. So ist es auch kein Zufall, dass der «Salon international de l'automobile > sich in Genf festgesetzt hat. Er ist der frühen Initiative Genfs entsprungen, jener Stadt, in welcher unter allen Schweizer Städten am frühesten das neue motorische Strassenverkehrsmittel eine gewisse Verbreitung gefunden hatte. So war es auch kein Zufall, dass schon vor einem halben Jahrhundert in Genf der Schweizerische Automobilklub gegründet worden ist. Es ist nicht erlaubt, einen Zweifel darein zu setzen, dass Genf sich behaupten und weiter entfalten wird, um immer erneut zu verwirklichen, was seinem innersten Wesen, seiner Begabung, seinem Geiste eingegeben ist. Sie würden es mir zum Vorwurf machen, nicht mit ein paar Worten jenes Problem berührt zu haben, zu dem auch in den letzten beiden Jahren hier an dieser Stelle jeweilen der Bundespräsident gesprochen hat. Seit mehreren Jahren verschwindet das Problem Schiene— Strasse nicht aus der Diskussion der Verkehrsinteressenten. Die Forderung der Gleichbehandlung der Verkehrsmittel ist im Zusammenhang- mit der Neuordnung des Finanzhaushaltes des Bandes, die gegenwärtig: Bundesrat, Nationalrat und Ständerat intensiv beschäftigt, neu gestellt worden. Es handelt sich vorerst darum, in der Bundesverfassung zum Ausdruck zu bringen, dass bei allen Instanzen die feste Absicht besteht, die Bundesleistungen an die Kantone für den Strassenbau in materieller und in rechtlicher Hinsicht zu verbessern. Die Bundesbeiträge sollen von etwa 15 Millionen Franken in den letzten Jahren auf wenigstens 30 Millionen Franken jährlich erhöht werden. Dabei hat es die Meinung, dass etwa 30o/ 0 der Gesamtleistungen des Bundes zur Finanzierung der allgemeinen Strassenkosten der Kantone herangezogen würden; 20o/ 0 sind für zusätzliche Leistungen an die finanzschwachen Gebirgskantone bestimmt; je 25o/„ sollen dem Bau von Alpenstrassen und dem Bau von Hauptstrassen ausserhalb des Alpengebietes dienen. Dass weder in der Verfassungsvorlage noch im Finanzplan gleichzeitig auch Mittel für die Verbesserung anderer Verkehrszweige vorgesehen sind, darf keinesfalls dahin interpretiert werden, dass dem Bund die Sorgen der Eisenbahnen, der Schiffsbetriebe und des Flugverkehrs nicht auch gut bekannt wären. Die Pläne für neue Hilfsmassnahmen zugunsten der notleidenden' Privatbahnen stehen vor dem Abschluss. Im Finanzplan für die Neuordnung des Finanzhaushaltes ist eine Reserve enthalten, zu deren Lasten auch allfällige Leistungen an

Nr. 12 - FREITAG, 18. MÄRZ 1949 AUTOMOBIL REVUE die Bahnen -zu gehen haben. Fürwahr ein gewaltiges Programm, ein Programm, das sich nur verwirklichen lässt, wenn alle Verkehrsinteressenten ihre Begehren aufeinander abstimmen; denn es darf wohl, ja es muss als selbstverständlich bezeichnet werden, dass die Bundeshilfe auf dem Gebiete des Strassenbaues und an die Privatbabnen im Sinne der grundsätzlichen Gleichbehandlung aller lebensnotwendigen Verkehrssparten organisch in das Subventionssystem des Bundes einzubauen ist. Bahnen, Schiffe, Motorfahrzeuge und Flugzeuge, sie alle erfüllen grundsätzlich unentbehrliche Aufgaben und dürfen daher den Anspruch auf Koordination und finanzielle Gleichbeharidlung im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Finanzhaushaltes des Bundes erheben. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, dass es gelingen werde, in der Zusammenarbeit aller für den Verkehr Verantwortlichen jene Lösungen zu finden, die jedem Verkehrsmittel und den hinter diesen stehenden Wirtschaftsgruppen im Lichte der volkswirtschaftlichen Aufgaben und der finanziellen Leistungsfähigkeit des Bundes Gerechtigkeit widerfahren lassen. Und noch ein Wort an die Freunde des Automobils: Neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Motorwagens, seiner Kraft im Warentransport, seiner Schnelligkeit im Personentransport, seiner Eigenart, an keine Schiene gebunden zu sein und überall hinzukommen, soweit eine Strasse oder ein Strässlein führen, gibt es noch einen ganz besonderen Grund, das Auto zu lieben, und dieser Grund ist mir der wichtigste. Die wirtschaftlichen Vorteile berühren nur den berechnenden Verstand, das aber, was ich hier sagen will, geht an das Gefühl! Es ist diegeniesserische Freude an der Landschaft, die UMS einen gelegentlichen Ausflug im Automobil zum Erlebnis ganz besonderer Art macht. Es geht dabei nicht ums Fahren und am wenigsten ums Dahinrasen, sondern um jene Beschaulichkeit, die sich den Erscheinungen der Natur mit gehobener Stimmung des Gemütes und mit Liebe zuwendet. Welche Wohltat und welche Erquickung für unsere Augen und welche Beglückung, den Werksaal, das Büro, die Fabrik und die Geschäfte, die Steuern und alle andern prosaischen Werktagsdinge zu vergessen. Und was die Steuern anbetrifft, so ist der, der zu Ihnen spricht, derjenige, der es von Ihnen allen am meisten bedauert, dass es so etwas geben muss, weil ich von allen Eidgenossen ohne Zweifel derjenige bin, der am meisten damit geplagt ist! Sie verstehen mich, wenn ich sage, dass das Automobil ein Verkehrsmittel ist j das viele Möglichkeiten der Freude erschliesst. Die grössten und feinsten dieser Beglückungen liegen nicht an der Heerstrasse der üblichen Sonntagsvergnügen, sondern seitab in den Besonderheiten unserer herrlichen, unvergleichlich reichen, abwechslungsvollen schweizerischen Landschaft. Uns ihrer recht zu freuen, darin sind wir Individualisten und wollen es bleiben. Man soll aber nicht sagen, das Automobil sei nicht auch eine soziale Einrichtung. Es ist es und wird es immer mehr werden, und wir wollen zufrieden sein, dass es, das in seinen frühesten Anfängen als ein rechter Volksfeind und Verderber der Wanderfreude angesehen wurde, mehr und mehr sich wachsender Volkstümlichkeit erfreut. Die Car-Ausflüge und besonders auch unser ausgezeichneter Postautodienst haben dem Automobil auch einen grossen Teil der werktätigen Bevölkerung zu Stadt und Land zu Freunden gemacht. Hier ist eine Entwicklung im Gange, die nicht übersehen werden darf. Es ist auch kein Zufall, sondern ein Ausdruck dieser Tatsache, dass unlängst eine bedeutende schweizerische Verlagsgesellschaft einem namhaften Schriftsteller und Automobilkenner den Auftrag gegeben hat, ein Volksbuch über das Automobil zu Schreiben. Ich zweifle nicht, dass diese Aufgabe zu den reizvollsten schriftstellerischen Themata gehört. Ich habe gesagt, das Automobil sei eine gesellschaftliche, d.h. eine soziale Institution, die aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Das auferlegte dem Wagen, der die Strasse beherrscht, Pflichten. Ich bin erstaunt, wie •weit man uns in den USA voraus ist in der Höflichkeit des Wagens gegenüber dem Fussgänger und wie weit man uns in der Bekämpfung der Strassenunfälle überholt hat. Vielleicht geht diese vermehrte Rücksichtnahme darauf zurück, dass in den USA viel mehr als bei uns alle Volksklassen am Strassenverkehr beteiligt sind, weil grosse Gruppen der untern Einkommensklassen ohne einen eigenen Wagen — mag er noch so bescheiden sein — ihren Arbeitsort und ihr Heim nicht zu erreichen vermöchten. • Neue Horizonte, neue Entwicklungen, neue Aufgaben! So freuen wir uns, inmitten der Bewegung und des Fortschrittes zu stehen. Tätig zu sein, zu wirken und zu schaffen, das heisst leben. Der 19. « Salon international de l'automobile • ist Ausdruck dieser Lebensfülle und Schaffensfreude. Der Bundesrat übermittelt ihm seine Glückwünsche und begrüsst seinen Erfolg. Winke für den Salon-Besucher Das Sekretariat des Salons befindet sich im Fonds des Ausstellungsgebäudes auf der Seite der Rue Bernard-Dussaud und ist täglich von 8.30 bis 12.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Ebenso' sind in jenem Teil des Palais des Expositions auch das Post- und das Bankbüro sowie die Konferenzzimmer untergebracht. Auskunftsbüro, Bahnschalter, Reise- und Quartierbüro haben ihren Platz in der Eingangshalle des Ausstellungsgebäudes. Herr Bundespräsident! Herr Präsident! Meine Herren! Am Präsidenten des Staatsrates ist es nun, den 19. Internationalen Automobil-, Motor- und Fahrrad-Salon im Namen des Standes Genf zu eröffnen. Bei dieser Gelegenheit fühle ich mich ganz besonders glücklich, Herrn Bundespräsident Ernst Nobs dafür zu danken, dass er die Einladung, dieser Feier beizuwohnen, angenommen hat. Wir sind für die Ehre sehr empfänglich, Herr Bundespräsident, die Sie nicht nur den Organisatoren des Salons, sondern und vor allem auch der ganzen Genfer Bevölkerung dadurch erweisen, dass Sie hier zum Ausdruck bringen, wie sehr die eidgenössischen Behörden die wirtschaftlichen Anstrengungen unseres Kantons zu schätzen wissen. Wir sind darüber um so mehr erfreut, als aus den Worten, die wir soeben aus Ihrem Munde vernahmen, die Sorge spricht — die sicher auch jene des Gesamtbundesrates ist —, jeden Kanton arbeiten und sich im Rahmen seiner lokalen Traditionen und Eigenheiten sehen. entwickeln zu Republik und Kanton Genf kennen sehr wohl den Wert ihrer Zugehörigkeit zur schweizerischen Eidgenossenschaft. Sie wissen aber auch, dass sich die letztere nicht harmonisch entfalten kann, wenn nicht jeder einzelne der Kantone, aus denen sie sich zusammensetzt, eifersüchtig über seine Vorrechte wacht, um sie in den Dienst der allgemeinen Wohlfahrt zu stellen. Herr Präsident! Herren Mitglieder des Organisationskomitees! Es bedeutet für mich eine angenehme Pflicht, Ihnen im Namen der Genfer Behörden die besten Glückwünsche auszusprechen für die Hingabe, womit Sie sich seit vielen Jahren der Entwicklung des internationalen Automobil-, Motorund Fahrrad-Salons widmen. Gestatten Sie mir, daran zu erinnern, dass sich Herr Robert Marchand; der im März 1923, als der erste Automobilsalon stattfand, die Geschicke der werdenden Ausstellung leitete, im besondern das Ziel gesetzt hatte, in Genf eine wichtige und regelmässig wiederkehrende Veranstaltung ins Leben zu rufen, um den Gang der Geschäfte in unserer Stadt zu fördern. Man braucht nur an die seit jenem Zeitpunkt durchgeführten zwanzig Ausstellungen zu denken, an die Vergrösserung der den Ausstellern zur Verfügung gestellten Oberfläche und an die Lieferbar in folgenden Dimensionen: 4.00/15 5,00/15 5,50/15 6,50/15 6,70/15 7,00/15 7,60/15 Rede von Staatsratspräsident Charles Duboule bei plötzlichem Stoppen 4,75/16 5.00/16 5,25/16 5,50/16 5.75/16 6,00/6,25/16 6.50/16 7,50/16 4,75/18 auf glitschigem Boden unaufhörliche Verbesserung der Bedingungen, unter denen Fabrikanten und Besucher während der Dauer von zwei Wochen in und um das Ausstellungsgebäude ihre Geschäfte tätigen, um sich Rechenschaft abzulegen vom Erfolg der Bemühungen Robert Marchands und seiner Nachfolger. Im Jahre 1924 nahm der Salon internationalen Charakter an, und seit 1934 ist es Herr Charles Dechevrens, auf dessen Schultern die schwerste Verantwortung ruht. Es wäre ungerecht, der Namen dieser beiden Pioniere nicht gemeinsam Erwähnung zu tun in einem Augenblick, da sie — der eine^ an der Spitze des Organisationskomitees, der andere als Präsident der Societe du Palais des expositions — die Früchte ihrer eigenen Bemühungen und jener ihrer Mitarbeiter erkennen dürfen. Sie beide können sich gratulieren und sich ihres Erfolgs freuen, feiern wir doch heute den 25. Jahrestag unseres internationalen Salons. Niemandem würde es einfallen, die Bedeutung in Zweifel zu ziehen, welche der Organisation des internationalen Automobil-, Motorund Fahrrad-Salons in Genfs Mauern zukommt. Das Interesse, das diese Veranstaltung in den Berufskreisen wie in der Bevölkerung ganz allgemein geniesst, hat von Jahr zu Jahr unablässig zugenommen. Zahlreich sind die Besucher, die im Ausstellungsgebäude darauf aus sind, die neuesten Fortschritte der Technik zu entdecken. Zahlreich sind diejenigen, die, alle Jahre aufs neue, der Wiederkehr des Frühlings entgegensehen, die in Genf stets mit der Vorbereitung der grossen Salongebäulichkeiten zusammenfällt. Für Genf ist der Salon zu einem unentbehrlichen Bestandteil des wirtschaftlichen Lebens geworden. Er bildet einen seiner Hauptträger. Er erlaubt den Konstrukteuren und Verkäufern, wie dem Publikum im allgemeinen, mit unablässig steigendem Interesse den Vormarsch der Automobil-, der Motorrad- und Fahrradindustrie zu verfolgen. ' Ja, wir sind an einem Punkte angekommen, wo man sich fragen darf, ob der eine oder andere Stand in diesem Ausstellungsgebäude einen. Einwohner unseres Kantons gleichgültig lassen könnte. Was aber soll man von den Rückwirkungen wirtschaftlicher Art sagen, die im Salon ihre Hauptursache haben? Nicht nur bildet der Salon vierzehn Tage lang den Mittelpunkt eines grossen — weit über die Grenzen unseres Kantons hinausreichenden — Kreises, zu dem hin ohne Unterbruch Tausende und aber Tausende von Besuchern strömen; er bildet ebensosehr das Zentrum eines Kreises, über dessen Radien eine fifi 16 bei raschem Anfahren krallt sich an dank der scharfen Kanten seines ZICK-ZACK-Profils immer bedeutendere Zahl von Zweigen unserer Wirtschaft den Hauch des Frühlings verspürt Deshalb, meine Herren vom Organisationskomitee, liegt mir daran, Sie im Namen von Republik und Kanton Genf zu beglückwünschen zu dem-für die Allgemeinheit so ausserordentlich nützlichen Werk, das Sie jedes Jahr vollbringen und mit jener überragenden Kompetenz stets zu einem guten Ende führen, die Ihnen jedermann zuerkennt. , Genf hängt an seinem Salon! Genf und seine Behörden werden Sie in Ihren Bestrebungen zu unterstützen wissen. Die vom Präsidenten des Organisationskomitees und seinen Mitarbeitern entfaltete Tätigkeit würde indessen allein nicht genügen, um den Erfolg einer Veranstaltung vom Range des internationalen Automobil-, Motor- und Fahrrad-Salons sicherzustellen. Es dürfte auch für Sie selbstverständlich sein, dass die mühevolle Aufgabe, die Herr Dechevrens und alle Mitglieder des Komitees erfüllen, nur ein geringes Echo auslösen würde ohne die immer wertvollere Mitarbeit aller Aussteller. Gestatten Sie mir, darauf hinzuweisen, dass sich von 1924 bis 1949 die Zahl der Aussteller verdoppelt und die Oberfläche der Stände fast verdreifacht hat. Diese Tatsache entbehrt jeglichen Kommentars. Sie ist Beweis dafür, wie sehr der Automobil-, Motor- und Fahrrad-Salon für die Konstrukteure und Fabrikanten wie für das Publikum ganz allgemein einem Bedürfnis entspricht. Die Zahl der dieses Jahr im Ausstellungsgebäude vertretenen Marken überschreitet 200 bei weitem, und zu gross ist für mich die Versuchung, dass ich nicht diese Gelegenheit benutzen wollte, um einige Punkte hervorzuheben, die mir ganz besonders am Herzen liegen. Vorab möchte ich ehrend der Studien und der Arbeit der Fabrikanten gedenken, die es erlaubt haben, die Verkehrssicherheit ganz beträchtlich zu erhöhen, sei es durch den Bau von Fahrzeugen, deren Strassenhaltung stetig verbessert wurde, sei'es dank der Entwicklung von Bremsen, die, ohne allzu brüsk zu reagieren, doch sehr wirksam sind. Anderseits sei es mir gestattet, daran zu erinnern, dass die Beleuchtung in vielen Fällen noch zu wünschen übrig lässt. Entweder blendet sie zu stark oder erweist sich bei Nebel als ungenügend. Die ideale Lösung, deren Verwirklichung anzustreben ist, wäre zu «beleuchten ohne zu blenden ». Die Behörden ihrerseits sind besorgt, den Strassenverkehr im Rahmen des möglichen zu erleichtern. Sie sind daher der Auffassung, dass mit zunehmendem Automobilverkehr der Bau breiterer Strassen und die Verbesserung der Gefahrenmarkierungen unerlässlich ist. Was die Probleme der Signalisierung anbetrifft, so dürften sie weder die Behörden noch die interessierten privaten Verbände gleichgültig lassen. Vor allem muss man sich fragen, ob der Wunsch nach allgemeiner Einführung der Stop-Signale nicht ein wirksames Mittel zur Erhöhung der Sicherheit darstellt, indem dadurch der Strassenbenützer gezwungen wird, grössere Vorsicht walten zu lassen. In diesem Zusammenhang halten wir dafür, dass auf schweizerischem Gebiet eine Revision des Motorfahrzeuggesetzes von 1932 wünschenswert wäre, um der Vorschrift, die bei Begegnung mehrerer Fahrzeuge dem von rechts Kommenden stets den Vortritt einräumt, gleich welcher Klasse die Strasse sei, auf der es sich befindet, eine etwas geschmeidigerer Form zu geben. Die grösste Sorge für uns wie zweifellos auch für Sie besteht darin, durch Massnahmen technischer Art, deren Verwirklichung der Fortschritt ermöglicht, für alle Strassenbenützer ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit auf technischem Gebiet gestaltet sich zwischen den Vertretern der Nationen immer enger. Der Austausch der Meinungen, der daraus folgt, erlaubt jedes Jahr neue Fortschritte zu erzielen. Möge diese Zusammenarbeit immer weitere Kreise erfassen und so zur Errichtung eines dauerhaften Friedens unter den Menschen beitragen. Ich erhebe mein Glas auf den Erfolg des 19. Automobil-, Motor- und Fahrrad-Salons! Auf das Wohl des Herrn Bundespräsidenten! Auf gegenseitiges Verständnis! Auf den Frieden unter den Völkern! Verbilligte Bahnbillete beim Genfer Salon Wie in den früheren Jahren geniessen die Besucher des Salons wiederum besondere Vergünstigungen auf den schweizerischen Transportanstalten. Die gewöhnlichen einfachen Eisenbahnbillette nach Genf berechtigen — unter der Bedingung, dass sie im Salon abgestempelt werden — auch zur freien Rückfahrt für die gleiche Strecke. Diese Vergünstigung gilt für jeden Besucher, der sein Billett vom 15. bis zum 27. März abstempeln lässt. Die Rückfahrt kann aber nicht vor dem 17. März angetreten werden und hat innerhalb von sechs Tagen zu erfolgen. Anderseits wird diese Erleichterung nur für solche Strecken gewährt, auf denen der Fahrpreis für die gewöhnlichen Billette einfacher Fahrt mindestens Fr. 3.50 in dritter und Fr. 5.— für die zweite Klasse beträgt. Für die Wagen der Aussteller ist eine besondere Verkehrsregelung in den Strassen um das Palais des Expositions getroffen worden. So bleibt das Boulevard Carl-Vogt vom Ausstellungsgebäude bis zur Rue Dubois-Melly für den Verkehr gesperrt und dient als Parkplatz für die Wagen der Aussteller. Die Polizei hat einen Kreisverkehr vorgesehen, um Stockungen zu verhüten und einen raschen Zugang zum Salon zu ermöglichen.