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Oper

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Was bleibt: Eine Rückschau auf

Jugend und Osterfestspiele 2010

Jugendliche erleben Oper:

Richard Wagner „Götterdämmerung“

Ein gemeinsames Projekt der Osterfestspiele Salzburg mit Akzente Salzburg/Theater der Jugend

unter der Schirmherrschaft von Frau Eliette von Karajan


copyright: Judith Zaunschirm

Mehr als Walhalls Wonne,

mehr als der Ewigen Ruhm

ist mir der Ring:

ein Blick auf sein helles Gold,

ein Blitz aus dem hehren Glanz

gilt mir werter

als aller Götter ewig währendes Glück!

R. Wagner: Götterdämmerung, 1. Aufzug, 3. Szene


Vorwort

Das Projekt „Jugend und Osterfestspiele“ beweist

seit vielen Jahren, dass sich Jugendliche sehr wohl

für klassische Musik und großes Drama begeistern

lassen – selbst für so komplexe und anspruchsvolle

Werke wie Wagners „Ring-Tetralogie“. Intensive

fachliche Vorbereitung und aktive Auseinandersetzung

schaffen eine solide Basis für den Vorstoß in

die Welt des Musiktheaters.

Wenngleich nicht aus jedem jungen Menschen,

der sich auf dieses Abenteuer einlässt, automatisch

gleich ein begeisterter Opernfan werden

muss, versteht es das Projekt, Türen zu öffnen,

und zwar im übertragenen und buchstäblichen

Sinn: zur Hochkultur und zu den Werkstätten

des Festspielhauses.

Wer einmal erfahren hat, wie viele Menschen am

Zustandekommen einer Opernproduktion beteiligt

sind, wie viel Leidenschaft und Schweiß in eine

Inszenierung investiert werden, und wie groß die

Freude an eigenem kreativem Schaffen sein kann,

wird diese Tür nie mehr ganz zufallen lassen.

Es ist uns eine besondere Ehre, dass Eliette von

Karajan auch 2010 wieder als Schirmherrin für

„Jugend und Osterfestspiele“ gewonnen werden

konnte.

Peter Alward

Geschäftsführender Intendant

der Osterfestspiele Salzburg

Jugendliche erleben Oper – Jugend und Osterfestspiele 2010

Grundbedingung für das Gelingen des Projektes

„Jugend und Osterfestspiele“ sind Neugierde und

Offenheit der TeilnehmerInnen. Das Sich-Einlassen

auf ein zum Teil fachfremdes Thema erfordert

Flexibilität und Kreativität. Dazu kommt noch

die Bereitschaft, (viele!) Stunden des Lehrplans

freizumachen und umzustellen, zu improvisieren

– und manchmal auch, die Zähne zusammen zu

beißen. Nach dem Ende der Orchesterhauptprobe

von GÖTTERDÄMMERUNG kam ein Jugendlicher

auf mich zu – sichtlich mitgenommen nach 5 ½

Stunden auf einem nicht gerade bequemen Sitz im

Salzburger Festspielhaus – und bedankte sich. Für

die Chance, „so etwas“ erleben zu dürfen. „Mir tut

alles weh, aber das war es wert!“

Wir bedanken uns auch bei den ReferentInnen und

KünstlerInnen für ihren Einsatz und ihre Begeisterungsfähigkeit,

durch die den Jugendlichen ein

vielfältiger und kreativer Zugang zu den Themen

von „GÖTTERDÄMMERUNG“ ermöglicht wurde.

Unser Kooperationspartner Osterfestspiele Salzburg

bietet seit 1994 Jugendlichen die Möglichkeit,

Opernkultur auf höchstem Niveau zu erleben.

Dafür ein herzliches Dankeschön! Nur durch

engagierte Partner ist Jugendarbeit in dieser

Dimension möglich.

Renate Quehenberger

Leitung Theater der Jugend

Akzente Salzburg

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Das Projekt

INTENTION

Seit 1994 ermöglicht das gemeinsame Projekt

von Osterfestspiele Salzburg und Akzente Salzburg/Theater

der Jugend Jugendlichen aus Stadt

und Land Salzburg einen kreativen Zugang zum

Musiktheater. Die verschiedenen Module sollen

ihnen helfen, komplexe Handlungen durchschauen,

die Emotionalität der Musik zu zu lassen und

einen Bezug zu den eigenen Erfahrungswelten her

zu stellen. Gleichzeitig sollen die SchülerInnen auf

anregende Weise an die jeweils aktuelle Opernproduktion

der Osterfestspiele heran geführt werden.

Rezeption

Die Themen von GÖTTERDÄMMERUNG – Schicksal,

Verrat, Liebe über den Tod hinaus – sprechen

mit ihrer Leidenschaft Jugendliche aller Zeiten,

auch jene des 21. Jahrhunderts, an.

Der Zugang zu diesen Themen sollte so kreativ

und vielfältig wie möglich angeboten werden

– musik- und theaterpädagogisch, literarisch,

bildnerisch oder tänzerisch. Angeleitet von ExpertInnen,

KünstlerInnen und LehrerInnen sollten die

Jugendlichen sich aktiv mit Wagners Oper auseinandersetzen,

eigene Erfahrungen einbringen und

zu einem ganz persönlichen Verständnis der Oper

finden. Gekoppelt an die einzelnen Projekte war

jeweils eine Werkeinführung in die Oper, welche

die Ausgangsbasis für die Annäherung bot und die

SchülerInnen optimal auf den Besuch der Orchesterhauptprobe

vorbereiten sollte.

Nach den Erfahrungen mit den ersten drei Teilen

der Tetralogie, und im Bewusstsein, dass die Länge

und musikalische Komplexität von GÖTTER-

DÄMMERUNG an die Jugendlichen im Publikum

sehr hohe Anforderungen stellen würden wurde

den TeilnehmerInnen freigestellt, ob sie nur einen,

zwei oder alle drei Akte hören wollten. Über ein

Drittel hielt bis zum Schluss aus – und wurde mit

einem fulminanten Opernerlebnis belohnt.

Zielgruppe

SchülerInnen bzw. Lehrlinge ab der 9. Schulstufe

(14 - 19 Jahre) aus dem Bundesland Salzburg und

den angrenzenden Bundesländern.

Alle angebotenen Module des Projekts sind für die

teilnehmenden Jugendlichen kostenlos.

Statistik 2010:

WEISST DU, WIE DAS WAR?

684 Jugendliche aus Stadt und Land Salzburg

31 Klassen aus 19 Schulen

62 Stunden Einführung

ca. 180 Stunden Workshops: Modern Dance,

HipHop, Drama, Fotografie, Malerei, Metall-

Skulpturen, Kostüm, Zeitgeschichte, Musikgeschichte,

Orchester

92 m 2 Leinwand

400 Schwedenbomben

1 Pkg. Pasta

27l Acrylfarbe

2400 km Busfahrt nach Bayreuth

1 kleines Orchester und 24 SängerInnen

1 Originalkomposition

4000 kg Schrott

22 PowerPoint-Präsentationen

8 Choreographien

Offene Türen, riesige Neugierde,

große Begeisterung

5 ½ Stunden Wagner

Applaus!


Module 2010

Zeitaufwand

INFOABEND

und Werkeinführung für LehrerInnen 2 St.

EINFüHRUNgEN (PFLICHT)

Einführung thematisch 1 St.

Einführung musikalisch 1 St.

WORKSHOP (NACH WAHL)

„Hinter den Kulissen“, Installation, Formen, Metall,

Lithographie, Licht, Songwriting, Rap, Modern

Dance, HipHop, Drama, Kostüm, Malen, Schatten-

spiel, Kulturjournalismus, Spiel, Zeitgeschichte,

Musikgeschichte, Photographie) 2-8 St.

SCHüLERiNNEN FüHREN

SchülerInnen ein (Pflicht) 3 St.

ORCHESTERHAUPTPROBE 6 St.*

(*nach Wunsch nur einzelne Akte der Oper)

Klassen, die sich zum Projekt Jugend und Osterfestspiel

2010 anmeldeten, hatten also mit

einem Gesamtstundenaufwand von mindestens

17 Unterrichtsstunden (bei aufwändigen Modulen

wie z.B. Metall bis zu 25 Stunden) zu rechnen, die

im regulären Stundenplan untergebracht werden

mussten.

Klassen mit besonderem Musik-Schwerpunkt bzw.

Klassen, die bereits mehrmals am Projekt teilgenommen

und den „Ring“ begleitet hatten, durften

zusätzlich zum regulären Programm eine Tages-

Exkursion nach Bayreuth zum Thema „Wagner“

unternehmen.

Inszenierung Salzburg 2010

Jugendliche erleben Oper – Jugend und Osterfestspiele 2010

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Einführung

„... durch das große Themengewebe, welches

durch die vier Werke waltet, ist [...] eine Sprache

geschaffen, die die Welt noch gar nicht ahnt.“

(Cosima Wagners Tagebuch, 2. Juni 1870)

Univ. Prof. Peter-Maria Krakauer und Mag. Werner

Lahnsteiner führten alle Workshop-TeilnehmerInnen

in zweistündigen Vorträgen in die Besonderheiten

des Werkes ein – die wichtigsten Leitmotive

wurden vorgestellt, Handlung und Figuren erklärt

und verknüpft, um den Einstieg in die Oper zu

erleichtern.

Interessierte LehrerInnen konnten an einem Informationstreffen

„Mélange für MultiplikatorInnen“

teilnehmen, wo ihnen durch Prof. Krakauer in einer

umfangreichen fachwissenschaftlichen Einführung

die Oper, der Komponist und der historische

Zusammenhang näher gebracht wurden. Darüber

hinaus wurde ein umfangreiches Materialienheft als

Unterrichtsbehelf zusammengestellt.


Hinter der Bühne

FESTSPIELHAUSFüHRUNg

In Form eines Stationenbetriebs, der sich in

vergangenen Jahren gut bewährt hatte, wurden

die TeilnehmerInnen in Gruppen durch das Große

Festspielhaus geführt und durften dabei jene Bereiche

erforschen, die „normale“ Opernbesucher

wohl nicht so oft zu Gesicht bekommen – der riesige

Malersaal, die Hinterbühne mit ihren Seilzügen,

die Salzburg Kulisse mit der atemberaubenden

Aussicht...

Fünf Stationen zeigten Tricks und Arbeitstechniken

aus den Bereichen Bühnentechnik, Kostüm, Bühnenbild,

Spezialeffekte und Requisite:

Wie wird auf der Bühne Regen simuliert? Wie

brennt man eine ganze Kulissenstadt ab – ohne die

Sänger zu verschmoren? Wie werden die unzähligen

Scheinwerfer gesteuert? Kann auch mit Ton

ein Raum erzeugt werden? Kann einem ein Kostüm

„Flügel verleihen“? Und – wieviel kostet eine

Glühbirne, die größer ist als mein Kopf?

Durch diesen Einblick in die ihnen bis dahin

unbekannte Welt hinter den Kulissen konnten die

TeilnehmerInnen besser nachvollziehen, wie viel

Kreativität, Arbeit und Zeit in die Produktion einer

Oper investiert werden muss, um das Gesamtkunstwerk

„Oper“ zu einem so eindrucksvollen

Erlebnis für das Publikum zu machen.

Jugendliche erleben Oper – Jugend und Osterfestspiele 2010

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„Das Ende vom Spiel“

SCHüLERINNEN FüHREN SCHüLERINNEN EIN

ODEION SALZBURg, 3. UND 9. MäRZ 2010

:

Alle TeilnehmerInnen am Projekt „Jugend und Osterfestspiele“

befassten sich in Theorie- und Kreativ-Workshops

mit den Themen der Oper „Götterdämmerung“.

In den Workshops ging es nicht so sehr darum, Szenen

aus der Oper nachzuspielen bzw. zu tanzen/fotografieren/erzählen/malen

... Es sollten vielmehr allgemein

gültige Themen – Liebe, Loyalität, Verrat, Gier – isoliert

und für die Lebenswelt junger Menschen gültig interpretiert

werden.

Die Ergebnisse der Workshops wurden im Rahmen

zweier Abschlusstermine allen ProjektteilnehmerInnen

präsentiert. Jede Klasse war verpflichtet, ihren Workshop

in Form einer Bühnen-Show oder als Power-Point-

Vortrag vorzustellen. So erfuhren auch die „Schweißer“

etwas über Bühnentricks, die „Maler“ sahen Wagners

Villa, und die „Musiker“ erlebten eine Hip-Hop-Interpretation

von Siegfrieds Tod.

Mag. Werner Lahnsteiner verknüpfte die einzelnen Darbietungen

zu einem stimmigen Bogen, der noch einmal

auf die Handlungselemente von „Götterdämmerung“

einging und die wichtigsten Leitmotive aufgriff.


Jugendliche erleben Oper – Jugend und Osterfestspiele 2010

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Ring des Nibelungen

Centerfold Programmheft


Jugendliche erleben Oper – Jugend und Osterfestspiele 2010

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Workshops

Vier Projekt-Klassen setzten Szenen aus „Götterdämmerung“

in Skulpturen aus Alteisen-Teilen um.

In Zusammenarbeit mit der Lehrwerkstätte der

ÖBB entstanden unter der Anleitung von Fachleuten

und Künstlern die Skulpturen „Drei Nornen“,

„Der Mord an Siegfried“, „Brünnhilde an Siegfrieds

Scheiterhaufen“ und „Die Rheintöchter jubeln über

die Rückkehr des Rings“.

Alle Skulpturen aus dem „Ring-Zyklus 2007-2010“

sind auf dem Areal der BauAkademie (früher: Lehrbauhof),

Moosstrasse 197, dauerhaft ausgestellt.

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung!

Anton-Windhager-Str. 20 • 5201 Seekirchen a. W. • Tel. 06212/2341-0 • info@windhager.com

w w w . w i n d h a g e r . c o m


Die in den vier Jahren des „Ring-Zyklus“ geschaffenen

Skulpturen wurden während der Osterfestspielzeit

in einem der schönsten Innenhöfe

Salzburgs, in der „Dietrichsruh“ an der Sigmund-

Haffnergasse der Öffentlichkeit präsentiert. Im

Rahmen der Vernissage kam auch noch einmal die

Originalkomposition „Crepusculum Deorum“ zur

Aufführung – das Stück für Chor und Orchester,

von SchülerInnen des Musischen Gymnasiums

komponiert, einstudiert und gesungen/gespielt.

CREPUSCULUM DEORUM

Nach Musik- und Textmotiven von Richard Wagner

Im kühlen Schatten rauscht ein Quell,

Weisheit raunend rann sein Gewell.

Falb fielen die Blätter, dürr darbte der Baum;

Traurig versiegte des Quelles Trank.

Hoiho! Hoihe!

Es wollt ein Jägerlein jagen,

drei viertel Stund’ vor Tage,

wohl in dem grünen Wald.

Hali, Halo.

Hier rasten wir und rüsten das Mahl!

Legt die Beute zu Hauf!

Nehmt das Trinkhorn zur Hand!

Lasst ruh’n die Beute und bietet die Schläuche.

Aah ... (Todesschrei Siegfrieds)

Lux perpetua luceat ei!

Requiem aeternam donna ei.

Siegfried! Siegfried!

Der Komponist Jakob Gruchmann (*1991) ist

Schüler des Musischen Gymnasiums und

Student an der Uni Mozarteum.

Jugendliche erleben Oper – Jugend und Osterfestspiele 2010

Jakob Gruchmann mit Orchester

und Chor des Musischen Gymnasiums

Peter Alward, Geschäftsführender Intendant

der Osterfestspiele Salzburg

LH-Stv. Wilfried Haslauer, Peter Wiener, Agnes

Winzig und junge KünstlerInnen

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Workshop

Unter Anleitung des Fotografen Wolfgang Lienbacher

schuf die Klasse 5a der HBLA Neumarkt

beeindruckende Impressionen zu Themen aus

„Götterdämmerung“:


Bayreuth

Ausgewählte Klassen („Wagner-Veteranen“), die

zwei- oder mehrmals am Projekt im „Ring-Zyklus“

teilgenommen hatten oder sich im Rahmen ihres

Musikschwerpunktes darum bewarben, durften

eine Tages-Exkursion nach Bayreuth unternehmen.

Dabei handelte es sich nicht um eine Vergnügungsfahrt,

sondern um ein äußerst anstrengendes

Unternehmen mit fast militärisch-strenger

Zeiteinteilung. Insgesamt 7 Stunden Busfahrt von

Salzburg nach Bayreuth und retour (bei Schneefall

noch mehr). Je eine Stunde Zeit für die Besichtigung/Führung

durch das Festspielhaus, das

Kurfürstliche Opernhaus und das Wagner-Museum

in der Villa „Wahnfried“.

Die TeilnehmerInnen erhielten dadurch einen

Einblick in Wagners Lebenswelt, in die technischen

Aspekte seines Schaffens und in den dichten

historischen Hintergrund, ohne den keine Ring-

Inszenierung gültig zu deuten ist.

An den Exkursionen am 2., 3. bzw. 18. Februar

nahmen insgesamt 79 SchülerInnenn und 8 LehrerInnen

teil.

Jugendliche erleben Oper – Jugend und Osterfestspiele 2010

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Orchesterhauptprobe

„Man kann die Musik nicht von den Vorgängen auf

der Bühne, vom Libretto trennen. Wenn man nur

die CD vor sich hat, fehlt eine Dimension.“

Stéphane Braunschweig

Am 22. März fand die von den Projekt-TeilnehmerInnen

mit Spannung erwartete Orchesterhauptprobe

statt. Für viele Jugendliche war der

Besuch im Festspielhaus der erste Opernbesuch

überhaupt.

Da gÖTTERDäMMERUNg aufgrund der langen

Spieldauer (Beginn 15.00 Uhr, Ende 20.30 Uhr!)

und der musikalischen Komplexität eine enorme

Herausforderung gerade für „Opern-Frischlinge“

darstellt, konnten die Teilnehmer nach jedem Akt

entscheiden, ob sie noch bleiben wollten.

Der – als sehr lang empfundene – erste Akt

erschöpfte viele, aber 30% hielten (gestärkt durch

ein kleines Buffet) bis zum furiosen Ende durch.

In der Pause wurden die glücklichen Gewinner des

Götterdömmerungs-Quiz gezogen und mit Buch-

und CD-Preisen belohnt.

Der stürmische Applaus am Ende des 3. Aktes galt

dem Dirigenten und dem Orchester, dem Ensemble

und dem Regisseur – und sicher auch ein bisschen

dem eigenen Mut, „Wagner zu wagen“ ...

ORCHESTERHAUPTPROBE

22. März 2010, 15 Uhr

Großes Festspielhaus

Richard Wagner

gÖTTERDäMMERUNg

Musikalische Leitung Sir Simon Rattle

Regie und Bühnenbild Stéphane Braunschweig

Kostüme Thibault Vancraenenbroeck

Licht Marion Hewlett

Choreinstudierung Simon Halsey

Siegfried Stefan Vinke

Gunther Gerd Grochowski

Hagen Mikhail Petrenko

Alberich Dale Duesing

Brünnhilde Katarina Dalayman

Gutrune Emma Vetter

Waltraute Anne Sofie von Otter

1. Norn Maria Radner

2. Norn Michaela Martens

3. Norn Miranda Keys

Woglinde Anna Siminska

Wellgunde Eva Vogel

Floßhilde Maria Radner

Berliner Philharmoniker

Rundfunkchor Berlin

Koproduktion mit dem Festival

d’Art lyrique d’Aix-en-Provence

Wir danken dem Hotel goldener Hirsch,

Käsehof und gaudi&Zisch für die freundliche

Unterstützung, die es uns ermöglichte, 700 junge

Menschen mit einer kleinen Stärkung „zwischen

den Akten“ zu versorgen!


TeilnehmerInnen

Bedauerlicherweise fehlt der Platz, um alle am

Projekt teilnehmenden SchülerInnen anzuführen

– wir wollen aber zumindest die Schulklassen

und ihre LehrerInnen sowie die betreuenden

KünstlerInnen/ReferentInnen nennen:

FESTSPIELE

(Betreuung: Festspielhaus Salzburg)

Rudolf Steiner Schule Salzburg,

13. Stufe (Mag. Vera Pienz)

HTL Saalfelden, Klasse 5a (DI Peter Laimgruber)

St. Rupert, Klasse 8 (Prof. Franz Götzfried)

BG Seekirchen, Klasse 7a (Prof. Thomas Holzer)

MPG St.Rupert, Klasse 7 (Prof. Ingrid Tell)

BAKIP Salzburg, Klasse 5b (Prof. Maria Holub)

PdC BORG Radstadt, Klasse 7a

(Prof. Susanne Rindberger)

Montessori-ORG Grödig, Klasse 6

(Prof. Andreas Bernhofer)

Montessori-ORG Grödig, Musikwahlgruppen

BG Hallein, Klasse 6g (Prof. Franz Hasenrader)

ORIgINALKOMPOSITION

FüR CHOR UND ORCHESTER

(Workshop-Leitung: Jakob gruchmann)

Musisches Gymnasium, Klasse 8 aim

+ Chor (Prof. E. Achatz / Prof. W. Bermadinger

METALL

(Workshop-Leitung: Peter Wiener,

Agnes Winzig)

HBLA Annahof, Klasse 4chl (Prof. Birgit Kahlig)

BG Zaunergasse, Klasse 6ab (Prof. Rudolf Berger)

BG Nonntal, Klasse 5a (Prof. Chr. Berger-Ebenhöh)

BAKIP Salzburg, Klasse 2b/teil (Prof. Christine

Schlechter)

FOTOgRAFIE

(Workshop-Leitung: Wolfgang Lienbacher)

HBLA Neumarkt, Kl. 5a (Prof. Peter Jobst)

MUSIKgESCHICHTE

(Workshop-Leitung: Prof. Peter-Maria Krakauer)

WRG Salzburg, Klasse 7c (Prof. Eva Krause)

BG Tamsweg, Klasse 7ab (Prof. Karl Leitner)

ZEITgESCHICHTE

(Workshop-Leitung: Dr. Regina Thumser)

BG Nonntal, Klasse 7a/c

(Prof. Chr. Berger-Ebenhöh)

HBLA Annahof, Klasse 4dhl

(Prof. Agid Buchacher)

Jugendliche erleben Oper – Jugend und Osterfestspiele 2010

ACRYL-MALEREI

(Workshop-Leitung: Hartwig Kaltner)

BAKIP Salzburg, Klasse 3c

(Prof. R. Kelnreither-Galehr)

THEATER

(Workshop-Leitung: Reinhold Tritscher)

BG u. Sport RG Saalfelden, Klasse 6BN

(Prof. Gerit Hofer) BG u. Sport RG Saalfelden,

Klasse 6a (Prof. Gerit Hofer)

THEATER

(Workshop-Leitung: Hildegard Starlinger)

BG Borromäum, Klasse 7b

(Prof. Winfried Penninger)

BORG Nonntal, Klasse 7a

(Prof. Reinhold Kletzander)

KOSTüM

(Workshop-Leitung:

Mag. Margit Schottenberger)

BAKIP Salzburg, Klasse 2b/Teil

(Prof. Christine Schlechter)

HIPHOP

(Workshop-Leitung: Potpourri-Crew)

BORG Josef-Preis-Allee Salzburg (Klasse 6b) (Prof.

V. Schallaböck)

BAKIP Salzburg, Klasse 3a (Prof. R. Kelnreither-

Galehr)

HIPHOP

(Workshop-Leitung: Onur Bakis)

HBLA Annahof, Klasse 3ahl (Prof. Evelin Scheibl)

MODERN DANCE

(Workshop-Leitung: Laura Tomi /

Marina Razumovskaja)

HBLA Annahof, Klasse 3ehl (Prof. Evelin Scheibl)

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WAS BLEIBT ...

Das Leben junger Menschen des 21. Jahrhunderts

findet oft unter konstanter Musikbegleitung statt.

Persönliche Triumphe, Bewährungsproben und Tragödien

des Erwachsen-Werdens haben ihren eigenen

Soundtrack, und darin findet Oper als Genre

viel zu oft keinen Platz. Dabei ist Oper vielleicht

jene Musikgattung, die sich uns am ehesten durch

das Miterleben erschließt – indem wir selbst erfahrene,

erlittene Lebenssituationen in der Musik

wieder finden.

Der Erfolg des diesjährigen Projektes und die

begeisterte Resonanz auf die Workshopangebote

und die Opernaufführung sprechen für das Konzept:

Aktivieren – informieren – mitgestalten

Die Oper lebt – in den Projekttagen zu den Osterfestspielen

2010 hat sie einige kompetente zukünftige

Opernfans dazu gewonnen!

Akzente Salzburg ist eine überparteiliche Social-

Profit-Organisation, besteht seit 1986 und setzt sich

für die Anliegen, Bedürfnisse und Probleme junger

Menschen ein – unabhängig von Herkunftsland,

Religion, Kultur, Ausbildung und sozialer Schicht.

Akzente Salzburg/Theater der Jugend initiiert,

produziert, fördert und vermittelt kulturelle Aktivitäten

von, für und mit jungeN Menschen erlebnisorientiert

und spannend.

Wir danken den Abteilungen des Festspielhauses

für die gute Zusammenarbeit im Rahmen des

Stationenbetriebs. Ein besonderer Dank auch dafür,

dass wir das Foyer des Großen Festspielhauses für

die Ausstellung der in den Workshops geschaffenen

Plastiken, Fotos und Collagen nutzen durften.


Götterschicksal

Viel weiß der Weise, sieht weit voraus der Welt Untergang,

der Asen Fall.

Brüder befehden sich und fällen einander, Geschwister

sieht man die Sippe brechen. Der Grund erdröhnt, üble

Disen fliegen; der eine schont des andern nicht mehr.

Unerhörtes ereignet sich, großer Ehbruch. Beilalter,

Schwertalter, wo Schilde krachen, Windzeit, Wolfszeit eh

die Welt zerstürzt.

Schwarz wird die Sonne, die Erde sinkt ins Meer, vom

Himmel schwinden die heiteren Sterne. Glutwirbel umwühlen

den allnährenden Weltbaum, die heiße Lohe beleckt

den Himmel.

Da seh ich auftauchen erneut aus dem Wasser die Erde

und wieder grünen. Die Fluten fallen, darüber fliegt der

Aar, der auf dem Felsen nach Fischen weidet.

Strophen der nordischen Sagenliedes Edda

(ca. 13. Jhd.) welches Schöpfung und Untergang der

Welt („Ragnagrök“ – „Götterschicksal“, oft fehlgedeutet

als „Götterdämmerung“) beschreibt.

IMPRESSUM

Herausgeber:

Akzente Salzburg/Theater der Jugend

Produktion und Gestaltung:

Verlag Akzente Salzburg

Bildrechte:

Akzente Salzburg/Wolfgang Lienbacher;

Osterfestspiele Salzburg GmbH/Elisabeth Carrechio

Druck: Hausdruckerei des Landes Salzburg

Initiativen für

junge Leute!

im Auftrag des Landesjugendreferates

INFOS

Akzente Salzburg/Theater der Jugend

Glockengasse 4c, 5020 Salzburg

Tel.: 0662/84 92 91-31 bis -33, Fax -16

E-Mail: theater@akzente.net

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