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bericht

Initiativen für

junge Leute!

salzburg

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www.akzente.net


Impressum

Eigentümer, Herausgeber, Verleger:

akzente Salzburg – Initiativen für junge Leute!

Glockengasse 4c, 5020 Salzburg,

office@akzente.net, www.akzente.net

Für den Inhalt verantwortlich: Alexander Mitter, Geschäftsführer

Redaktion: Mag. a Kerstin Schnitzhofer

Grafik: Yvonne Nicko

Coverfoto: Shutterstock

Fotos: akzente Salzburg

Druck: Druckerei Huttegger Salzburg

Inhalt

4 . . . . . . . . . . . . . Fachstelle regionale und kommunale Jugendarbeit

12 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gesellschaft & Bildung

16 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jugend-Service

17 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S-Pass – Die Salzburger Jugendkarte

20 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jugendinfo

26 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . International

31 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kultur

36 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marketing & Öffentlichkeitsarbeit

40 . . . . . . . . . . . . . . . . make it – Mädchenbüro des Landes Salzburg

45 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Girls’ Day

46 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fachstelle Suchtprävention


Rückschau auf ein ereignisreiches Jahr

2012 war – wie in all den Jahren zuvor – „viel los“ und darüber

freuen wir uns natürlich sehr: bedeutet es doch, dass die

Jugendarbeit von akzente Salzburg sehr gut angenommen

wird und unsere Angebote ihren Weg zu den unterschiedlichsten

Menschen oder Einrichtungen finden.

Die Highlights 2012 im Schnelldurchlauf:

Mit dem politischen Planspiel „NEWLAND“ erlebten 1.000

Jugendliche in den fünf Salzburger Bezirken das Thema

Politik hautnah. 300 SalzburgerInnen traten beim Redewettbewerb

ans Rednerpult und begeisterten Jury und

Publikum. Auch für den Bundesbewerb war Salzburg 2012

Austragungsort und so trafen sich die rund 80 besten Redner

und RednerInnen Österreichs wieder unter der Organisation

vom Landesjugendreferat und von akzente Salzburg zum

Kräftemessen!

Wie cool Oper sein kann, erlebten knapp 600 Salzburger

Jugendliche bei Bizets Oper „Carmen“, die heuer beim

Projekt Jugend und Osterfestspiele jugendgerecht aufbereitet

wurde. 30.000 Jugendliche im Bundesland Salzburg haben

ihn schon in der Tasche – den S-Pass, die Salzburger

Jugendkarte.Tendenz: steigend!

1.200 Mädchen waren beim EuRegio Girls‘ Day mit von der

Partie und entdeckten technische und handwerkliche Berufe

für sich.

Besonders stolz sind wir auf unser neu gestartetes

Kooperationsprojekt „SportFreunde“, das wir im Auftrag von

Mercedes- Benz Österreich und der Laureus Stiftung für

über 60 benachteiligte Jugendliche im Bundesland Salzburg

austragen dürfen.

Neben diesen Großprojekten läuft aber auch noch das ganz

normale „Tagesgeschäft“: Über 6.000 Infobroschüren wurden

allein von der Jugendinfo unter die Leute gebracht, über 500

Jugendliche waren bei den neuen Info-Workshops kostenlos

dabei. Zwölf junge Menschen verschickte akzente International

über den Europäischen Freiwilligendienst nach Europa. Im

Gegenzug kamen zwölf Freiwillige nach Salzburg um hier in

gemeinnützigen Organisationen mitzuhelfen!

Die Fachstelle Suchtprävention erreichte mit 83 organisierten

Veranstaltungen an die 1.900 Menschen mit spezifischen

Angeboten. Was sich sonst noch tat: Jugendbeauftragtenwahlen,

Ideenwerkstätten, Jugendplattformen, SchulsprecherInnentreffen,

internationale Jugendbegegnungen,

Präventionsworkshops, Fachtagungen ... – alles ansehnlich

zusammengefasst zum Nachlesen auf den folgenden Seiten!

Der Jahresbericht ist auch immer die perfekte Gelegenheit,

um einmal „danke“ zu sagen!

Besonderer Dank gilt dem Ressort des Landes unter der

Führung von Landesrätin Tina Widmann, mit der wir eine

ganze Reihe an Projekten und Aktivitäten durchgeführt haben

und die immer zur Stelle ist, wenn es darum geht, ein offenes

Ohr für die Anliegen der Jugendlichen zu haben.

Für die aufmerksame Begleitung und Unterstützung der

Fachstelle Suchtprävention danken wir Landesrätin Cornelia

Schmidjell und wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mit

dem ressortzuständigen Landesrat Walter Steidl.

Ein weiteres herzliches Dankeschön unserem Vorstand,

insbesondere dem Vereinsvorsitzenden Karl Zallinger für

die tatkräftige und umsichtige Unterstützung während des

ganzen Jahres und der stv. Vorsitzenden, Elke Nindl, für

den jahrelangen gemeinsamen Weg. Mit Barbara Gautsch

gewinnen wir wieder eine starke Fürsprecherin für die Sache

der Salzburger Jugend und heißen sie als neue stv. Vorsitzende

willkommen.

Mit Harald Brandner hat 2012 ein wahres „Urgestein“

akzente Salzburg verlassen: Nach 16 Jahren im Dienste der

Jugendarbeit widmet er sich neuen Aufgaben. Danke für dein

Engagement, die Ideen und die kontinuierliche Aufbauarbeit

in all den Jahren!

Ein Ausblick auf 2013 sei an dieser Stelle auch gestattet:

Alexander Mitter wird mit Jänner 2013 – nach dem

Ausscheiden von Stefan Oblasser – neuer Geschäftsführer

bei akzente Salzburg. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit

und viele gemeinsame Projekte!

Das Team von akzente Salzburg

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Fachstelle regionale

und kommunale Jugendarbeit

Die MitarbeiterInnen der Fachstelle regionale und kommunale

Jugendarbeit verstehen sich als Serviceeinrichtung und

als AnsprechpartnerInnen vor Ort und helfen überall dort,

wo Begleitung, Hilfe und Information benötigt werden. Wir

sind erste Anlaufstelle für JugendzentrumsmitarbeiterInnen,

Jugendbeauftragte, GemeindevertreterInnen, MultiplikatorInnen,

Schulen und natürlich Jugendliche und Jugendgruppen,

in den Bezirken – als IdeengeberInnen und für Projekte

und Maßnahmen stehen wir in allen Jugendfragen bereit!

Natürlich treten die Regionalstellen auch aktiv an Gemeinden

oder Jugendeinrichtungen heran, um auf neue Projekte,

Weiterbildungsmöglichkeiten etc. hinzuweisen oder sie dafür

zu gewinnen. Besonderes Augenmerk bei der Auswahl der

Projekte wird dabei auf die Aktivierung von Schlüsselkompetenzen,

die Behandlung der Themenbereiche Integration und

Migration, die Förderung von Demokratieverständnis und

-bewusstsein und die Forcierung von Partizipationsmaßnahmen

gelegt.

Die Fachstelle regionale und kommunale Jugendarbeit leistet

aus einem Angebotspool (z. B. Bezirksjugendgespräche,

Jugendbeauftragtenwahlen, SchülerInnen-Workshops etc.)

aktivierende Jugendarbeit und ist weiters Repräsentant aller

Abteilungen von akzente und somit Begleiter, Moderator

und Drehscheibe für die Jugendarbeit in den Bezirken.

Die Synergiewirkungen von akzente Salzburg hinsichtlich

Abteilungen und Aktionen werden in der regionalen und

kommunalen Jugendarbeit sichtbar. Hier eine Auflistung mit

Projekten aus den Regionen, eine detaillierte Aufstellung

findet sich im Jahresbericht „regionale und kommunale

Jugendarbeit“, zum Download auf www.akzente.net

Schwerpunktthema: Politische Bildung 2012

Newland – ein politisches Rollenpiel

„Mehr politische Bildung“ – das war der Wunsch der

Jugendlichen bei den Bezirksjugendgesprächen 2011.

Das Projekt Newland ging diesem Anliegen nach und bot

Jugendlichen aus allen Salzburger Bezirken die Möglichkeit,

sich mit politischen Strukturen vertraut zu machen.

Newland ist ein politisches Real-Life-Rollenspiel für ca. 300

Jugendliche pro Spiel und fand im Herbst 2012 in allen

Salzburger Bezirken mit großem Erfolg statt (23.10.: Hallein,

25.10.: St. Johann, 7.11.: St. Michael, 13.11.: Henndorf,

22.11.: Saalfelden). Newland wurde von akzente Salzburg

konzipiert und von Daniela Ellmauer (akzente Kultur) und

Spielentwickler Hadmar Wieser adaptiert, welcher auch

alle fünf Spiele moderierte. Für die Betreuung, Organisation

und Begleitung war die Fachstelle in den fünf Bezirken

verantwortlich.

Die Spielregeln klingen eigentlich ganz einfach: „Gründet

euren eigenen Staat!“. Dass dies aber gar nicht so unkompliziert

ist, zeigte sich während des Spielverlaufs recht schnell.

Zuerst wurden die Klassenverbände aufgebrochen und die

SchülerInnen mithilfe von verschiedenfarbigen T-Shirts in

jeweils zehn Nationen aufgeteilt. Alle Nationen waren unterschiedlich

ausgestattet an Ressourcen, so konnte es z. B.

passieren, dass nicht jedem der SpielerInnen ein Sessel zur

Verfügung stand, andere wiederum fanden einen Korb mit

Süßigkeiten in ihrer Nation vor. Innerhalb von sieben Runden

hatten die jungen „BürgerInnen“ nun die Aufgabe, ihren

eigenen Staat zu gründen und sie mussten, um dieses Ziel

zu erreichen, verschiedene Aufgaben erfüllen: einen Namen

und ein Symbol finden, Gesetze verkünden, Ämter besetzen,

eine Hymne erfinden, Kriege führen, Tauschhandel betreiben

und schließlich ihre Geschichte präsentieren – jede Runde

brachte natürlich wertvolle Punkte für den Gesamtsieg.

Außerdem bekam am Anfang des Spiels jede/r SchülerIn

zwei Geheimaufträge, die es zu erfüllen galt, um zusätzlich

Punkte für die Einzelwertung zu ergattern.


Hier die einzelnen Spiele im Detail:

Newland Tennengau

Am 23.10. fiel im Zieglstadl in Hallein der Startschuss für

das Projekt Newland. Von den 242 TeilnehmerInnen holte

sich Christian König den Sieg in der Einzelwertung, gefolgt

von Lukas Schütz und Florian Kapeller. Die Nation mit den

meisten Punkten am Ende des Spieltages trug den Namen

„Springfield“.

Newland Pongau

Mit vielen spannenden Eindrücken und Erkenntnissen ging

es gleich zwei Tage später, am 25.10. im St. Johanner

Kongresshaus, weiter. Sage und schreibe 315 SchülerInnen

spielten mit. Die „Green Birds“ konnten mit den meisten

Punkten nach Hause gehen, Einzelsieger durfte sich der

14-jährige Christian Leyerer aus der HAK St. Johann

nennen.

Newland Lungau

Am 7.11. stand St. Michael unter dem Motto „Newland“.

Vom Wohlfühlstaat „Gmiatlich“ bis hin zur parlamentarischen

Monarchie „Mordor“, war im Lungau so gut wie alles

zu finden. Insgesamt 200 SchülerInnen stellten sich der

Herausforderung, es siegten punktegleich Magdalena

Pfeifenberger und Julia Engel aus dem BG Tamsweg. In der

Nationenwertung konnte „La Grande Nation“ die meisten

Punkte sammeln.

Newland Flachgau

Auch in Henndorf stand am 13.11. das Thema Politik im

Vordergrund. 307 SchülerInnen kämpften in der Wallerseehalle

um den Sieg – die Nation „Triple A“ konnte schlussendlich

die meisten Punkte ergattern. In der Einzelwertung holte

sich die 17-jährige Anja Ottradoverz den Sieg.

Newland Pinzgau

Abgerundet wurden die Spiele am 22.11. in Saalfelden.

Unter den 247 SpielerInnen konnte Madeleine Gasser

den Sieg für sich entscheiden. Die Nation mit den meisten

Punkten trug den originellen Namen „Pinzgauistan“.

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Runde Tische – die Diskussionsrunden zu Newland

Newland bot die Möglichkeit, Politik erstmals hautnah zu

erfahren. Dies ist vor allem für Jugendliche, die bald oder

schon wählen dürfen, von großer Bedeutung. Um die

gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren, wurden in den

Bezirken (6.11.: Pinzgau, 8.11.: Pongau, 12.11.: Tennengau,

16.11.: Lungau, 20.11.: Flachgau) sogenannte „Runde

Tische“ angeboten, an denen ausgewählte Schülerinnen

und Schüler teilnehmen konnten. Auch Jugendlandesrätin

Tina Widmann war im Pinzgau, Pongau, Tennengau und

Lungau in den Schulen vor Ort und diskutierte mit den

Jugendlichen sowohl über deren Spielerfahrungen, als

auch über aktuelle Themen, die die jungen SalzburgerInnen

beschäftigen.

Runder Tisch Pinzgau

Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse der HIB Saalfelden

hatten am 6.11. die Möglichkeit, sich auf das Planspiel

Newland ganz besonders vorzubereiten. Jugendlandesrätin

Tina Widmann nahm sich zwei Stunden Zeit, um den

Jugendlichen Frage und Antwort zu stehen. Gestartet wurde

das Treffen mit einer Blitzlichtrunde, bei der die Jugendlichen

spontan ihre Einstellungen und Gedanken zum Thema Politik

preisgeben konnten, die vorrangig sehr positiv ausfielen.

Danach konnten die Mädchen und Burschen Fragen an

Landesrätin Widmann stellen.

Runder Tisch Pongau

In St. Johann wurden am 8.11. Schülerinnen und Schüler

zum Diskutieren mit Tina Widmann eingeladen. Die Hälfte

der Jugendlichen war bei Newland dabei, die andere Hälfte

beim Pongauer Bezirksjugendgespräch im vergangenen

Jahr. Auch in St. Johann nahm sich die Landesrätin zwei

Stunden Zeit, um mit den SchülerInnen und Schülern über

deren Anliegen zu sprechen und einen Einblick in das Leben

einer Politikerin zu geben.

Runder Tisch Tennengau

Circa 50 Schülerinnen und Schüler des BG Hallein

hatten am 12.11. die Möglichkeit, das Spiel Newland mit

Landesrätin Tina Widmann Revue passieren zu lassen.

Ein großer Wunsch der Jugendlichen, der sich auch bei

diesem „Runden Tisch“ herauskristallisierte, ist, mehr

politische Bildung an Schulen anzubieten. Außerdem wurde

über aktuelle Themen, die die Jugendlichen beschäftigen,

gesprochen, wie beispielsweise der Wunsch nach günstigeren

Verkehrsmitteln.

Runder Tisch Lungau

Am 16.11. stand ein Newland-Rückblick in der Landwirtschaftlichen

Fachschule in Tamsweg auf dem Programm.

30 Schülerinnen und Schüler konnten ihre Erfahrungen aus

dem Planspiel mit Tina Widmann besprechen. Der Runde

Tisch im Lungau war geprägt von einer konstruktiven

Diskussion über das Spiel, aber auch über aktuelle Themen,

wie Migration. Schließlich kamen die Schülerinnen und

Schüler zu dem Ergebnis, dass in unserer Gesellschaft kein

Platz für ausländerfeindliche Äußerungen und Gedanken

sein sollte.

Runder Tisch Flachgau

Der letzte Runde Tisch fand am 20.11. in Straßwalchen

statt, bei dem wieder einige Schülerinnen und Schüler, die

eine Woche davor noch beim Planspiel Newland dabei

waren, die Möglichkeit nutzten, gemeinsam mit Landesrätin

Tina Widmann ihre Gedanken über das Spiel und Politik im

Allgemeinen zu reflektieren. Von einer Politikverdrossenheit

der Jugendlichen war auch bei diesem Runden Tisch keine

Spur.


Projekthighlights aus den Bezirken

akzente Flachgau – 37 betreute Gemeinden

Ideenwerkstatt Seekirchen

Seekirchen ist eine der größten Gemeinden im Flachgau und

gerade aus diesem Grund wünschen sich die Jugendlichen

von ihrer Heimatgemeinde viele Aktivitäten und Veranstaltungen.

2012 haben haben die Stadtgemeinde und akzente

Flachgau ein Projekt erneut in Angriff genommen das schon

2010 initiiert wurde. Ein Wunsch, der auch bei den Bezirksjugendgesprächen

2011 in Obertrum geäußert wurde: Die

Gründung einer Jugendplattform. Bürgermeisterin Monika

Schwaiger hat natürlich sofort ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit

angeboten und versprochen, die Interessen er

Jugendlichen in die Gemeinde zu bringen. Auf der Agenda

ganz oben: Mehr Veranstaltungen für junge Leute – egal

ob Sportveranstaltungen, junge Kultur oder Musikevents.

Kurz: es soll sich einfach noch mehr „rühren“ in Seekirchen!

Auftakt des Projekts war eine erste Ideenwerkstatt am 3.10.

im Stadtamt. Natürlich sind die Jugendlichen auch bereit,

selbst Zeit für Organisation und Planung der Projekte zu

investieren. Vorgeschlagen wurde dabei z. B. ein Snow-

Volleyballturnier 2013.

Gemeindeveranstaltungen

„Jugendlichen & Familien geht‘s guad!?“

Informations- und Diskussionsabend für Jugendliche und

Familien

Was brauchen junge Leute und Familien, um sich in der

Heimatgemeinde wohl zu fühlen? akzente Salzburg und

Forum Familie fragten nach und organisierten Diskussions-

und Informationsabende zu diesem Thema. Im Grunde

handelt es sich um eine Veranstaltung, die von Bezirksebene

ausgehend auch auf Gemeindeebene umgesetzt wurde,

denn genau in diesen Kommunen entscheidet sich, was

Jugendliche und Familien brauchen, damit sie sich wohl

fühlen.

Großgmain

Am 14.6. lud die Gemeinde Großgmain zu einem Info- und

Diskussionsabend, um mit GemeindebürgerInnen die Frage

zu diskutieren: „Großgmain, eine familien- und jugendfreundliche

Gemeinde?“

Hintergrund war es, Erweiterungs- und Verbesserungsvorschläge

des bereits bestehenden Angebotes direkt von den

jungen Leuten und den Familien zu bekommen.

Nach einer Präsentation des bereits vorhandenen Jugendangebotes

durch Bürgermeister Sebastian Schönbuchner

ging es anschließend in Gruppenarbeiten darum, herauszufinden,

was die Gemeinde noch braucht, um wirklich

jugend- und familienfreundlich zu sein. Nach zweistündigem

Brainstorming und vielen Gesprächen zwischen den

Generationen, half Moderatorin Martina Berthold von der

Organisationsberatung des Landes Salzburg aus den

vielen Vorschlägen erste Projekte und deren schrittweise

Umsetzung zu bestimmen. Mit Unterstützung von akzente

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Flachgau wird eine Gruppe junger BürgerInnen die Idee der

Schaffung eines Fun Courts bzw. Skaterplatzes mitten im

Ort prüfen und versuchen, sich dann mit dem Bürgermeister

und GemeindevertreterInnen an den runden Tisch zu setzen.

und diese Umzusetzen.

Als weitere Punkte wurden ein verbessertes Schwimmbad

(Spielgeräte erneuern), ein optimierter Sportplatz (Integration

ins Gemeindeleben ermöglichen), ein abwechslungsreiches

Veranstaltungsprogramm und die Entschärfung eines

Gehweg (Stichwort: sicherer Schulweg) auf die Wunsch-

und To-Do-Liste aufgenommen.

Berndorf

Die Gemeinde Berndorf hatte am 5.10. in Zusammenarbeit

mit dem Forum Familie Flachgau, akzente Salzburg und der

Organisationsberatung des Landes Salzburg zu einem Info-

und Diskussionsabend in die große Aula der Volksschule

geladen. Nachdem der Amtsleiter kurz erklärt hatte, was

die Gemeinde derzeit attraktiv macht, waren die Wortmeldungen

der jugendlichen DiskussionsteilnehmerInnen und

anwesenden Erwachsenen gefragt. Hauptdiskussionspunkte

waren aus Sicht der Jugendlichen das neu eröffnete

Jugendzentrum und wie man es noch attraktiver machen

könnte. Weiters wurde die Ausstattung des Skate Parks

besprochen. Einem Gespräch mit Bürgermeister Josef

Guggenberger soll eine intensive Recherche über mögliche

Neuanschaffungen der Jugendlichen vorausgehen. Besonders

interessiert zeigten sich die Jugendlichen auch an der

Aktion „living Room“ in Seeham. Sehr gerne würden sie eine

ähnliche Aktion, so das Vorhaben, auch in Berndorf 2013

realisieren. Die Planung der möglichen Umsetzungsschritte

ist beim Schreiben des Jahresberichts noch im Gange; wir

freuen uns auf ein interessantes Jahr für die Jugendarbeit in

Berndorf!

akzente Tennengau – 18 betreute Gemeinden

Jugenddiskussion Abtenau

& Jugendbeauftragte Abtenau

akzente Tennengau, Forum Familie Tennengau und die

Gemeinde Abtenau veranstalteten im Juni 2010 einen

Diskussionsabend „Jugendlichen und Familien in Abtenau

geht´s guad?!“, um mit Jugendlichen und Familien über

wichtige Themen, Wünsche und Anliegen zu sprechen.

Die anwesenden Jugendlichen äußerten einen konkreten

Wunsch an die Gemeinde: Ein/e Jugendbeauftragte/n soll

es geben. Die Jugendbeauftragten engagieren sich aktiv

für die Gemeinde, geben den Jugendlichen in Abtenau eine

Stimme, bringen Ideen ein und ziehen selbst oder im Team

Projekte durch.

Im Frühjahr 2012 war es soweit. Abtenau hat als erste

Gemeinde im Lammertal einen Jugendbauftragten installiert.

Nach dem Okay der Gemeindevertretung wurde zur

Jugendbeauftragten-Wahl aufgerufen. Im Zuge dessen

wurde im März zu zwei Informationsveranstaltungen eingeladen.

Am 2.3. wurde das Projekt der Abtenauer Jugend

präsentiert und am 30.3. konnten bereits die Kandidaten

vorgestellt werden. Bei der Wahl am 14.4. setzte sich

Florian Auer als erster gewählter Jugendbeauftragter durch.

Gemeinsam mit Robert Schlager und Pasquale Ascione setzt

er sich seitdem für die Anliegen der Abtenauer Jugend ein.

Als erste Aktion wurde gleich einmal eine Facebook-Seite

eingerichtet, um Jugendliche zu informieren und ihnen eine

Gesprächsplattform zu geben (www.facebook.com/JugendbeauftragteAbtenau).

Während der Fußball EM 2012 in Polen

und der Ukraine fand ein Public Viewing statt. Die Endspiele

wurden live auf einer großen Leinwand am Marktplatz in

Abtenau übertragen.


Sozial – Vernetzung – Tennengau

Im Tennengau gibt es ein vielfältiges Angebot an verschiedenste

Sozialeinrichtungen. akzente Tennengau organisiert

gemeinsam mit Corona Rettenbacher von Forum Familie

und Robert Buggler von der Salzburger Armutskonferenz-

Caritas zwei- bis dreimal jährlich Treffen, um die Einrichtungen

miteinander zu vernetzen und Kontakte zu pflegen. Das

erste Treffen fand am 28.2. im Kolpinghaus statt, wobei folgende

Frage diskutiert wurde: „Welche Auswirkungen haben

die Einsparungen im Landesbudget auf die soziale Situation

bzw. auf die sozialen Einrichtungen im Tennengau?“ Der

Diskussion stellten sich die Landtagsabgeordneten Bgm. Dr.

Christian Stöckl (ÖVP), Vize-Bgm. Ing. Mag. Roland Meisl

(SPÖ) und Cyriak Schwaighofer (Die Grünen).

Das Vernetzungstreffen am 20.6. stand ganz unter dem

Thema „Soziale Szene Tennengau im Wandel der Zeit –

gestern und heute“. Im Rahmen der Veranstaltung wurden

zwei Expertinnen aus der Region – Hermine Vilsecker

(Sozialpädagogin) und Mag. a Iris Brandstetter (streetwork

Hallein) – interviewt.

Das dritte Treffen fand am 27.11. statt. Dort referierte Paul

Ellmauer (Sozialarbeiter Familienberatung Lebenshilfe) zum

Thema „Anstehende Novellierung des Salzburger Behindertengesetz

– eine Reflexion mit Erfahrungsberichten“. Im

Anschluss daran wurde Aktuelles aus der Region besprochen

und der „Psychosoziale Dienst Neu“ von Frau Mag. a

Sarah Backmund vorgestellt.

akzente Pongau – 25 betreute Gemeinden

Nachtschwärmen im Pongau:

2. Jugendgespräch am 17.4.2012

Zum 2. Jugendgespräch lud akzente Pongau die Pongauer

Jugendlichen nach Bischofshofen ins Gasthaus „Alte

Post Schützenhof“ ein. Ausgangssituation: das Pongauer

Nachtbussystem sorgt für viel Unzufriedenheit (aufgrund

von Unzuverlässigkeiten, Linienführung etc.). Deshalb wurde

bereits Ende 2011 mit Jugendlichen besprochen, wie dies

verbessert werden könnte. 2012 wurde das Projekt „Nachtbus

neu?“ weitergeführt.

Neben VertreterInnen des Regionalverbandes und akzente

Pongau waren mehrere Jugendliche anwesend. Diese wurden

über den aktuellen Planungsstand des „Nachtschwärmer

neu“ informiert, und der ausgearbeitete Konzeptentwurf

wurde vorgestellt.

Die anwesenden Mädchen und Burschen waren eingeladen,

zum Konzept Stellung zu nehmen und beteiligten sich rege

an der Diskussion. Sie hielten wichtige Sachverhalte auf

Plakaten fest und präsentierten diese. Grundsätzlich waren

die Jugendlichen mit dem Konzept einverstanden.

Die Ergebnisse aus der Beteiligung der Jugendlichen am

Planungsprozess (Befragung, JUZ tour, Jugendworkshop)

fließen in die Planung mit ein. Auf folgende Wünsche der

Jugendlichen hat das neue Konzept Lösungen gefunden:

Mehr Fahrtmöglichkeiten, geringere Fahrtzeiten und Wartezeiten,

Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Anschluss ins Gasteinertal,

große Busse zwischen Alpendorf und Schwarzach, mehr

Fahrtmöglichkeiten zwischen Radstadt und Flachau, Haltestelle

Flachau Ort, Abstimmung des Fahrplans auf wichtige

Ziele (Lokale), Abstimmung des Fahrplans auf Kinozeiten.

Jugendbeauftragtenwahl Bad Hofgastein

Am 16.11. wurden im Sinne der Partizipationsförderung

für Bad Hofgastein Jugendbeauftragte gewählt, die der

Aufgabe nachgehen wollen, sich aktiv für die Interessen

der Jugendlichen im Ort einzusetzen, eine Mittlerfunktion

zwischen Jugendlichen und Gemeinde einzunehmen, und

dahingehend Projekte zu gestalten.

Bewerben konnte man sich für diese Aufgabe ab 15 Jahren,

indem man ein Bewerbungsformular ausfüllte und im

Gemeindeamt abgab. Jede/r hatte die Möglichkeit, seinen

Standpunkt am 9.11. bei der Vorstellung der KandidatInnen

zu präsentieren. Die KanditatInnen lieferten sich ein

Kopf-an-Kopf-Rennen und zeigten sich sehr motiviert. Drei

Gruppen standen letztlich zur Wahl – das Rennen machte

ein Vierer-Team.

akzente Pongau unterstützt die Gemeinden bei den

Wahlvorbereitungen und stellt Konzepte zur Verfügung. Wir

beraten und koordinieren, vernetzen und stellen Info-

Materialien und Bewerbungsmaterialien bereit.

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akzente Pinzgau – 28 betreute Gemeinden

1. Platz beim Innovationspreis

für Chancengleichheit 2012

Das „Jugendkulturelle Beteiligungsprojekt“ von akzente

Pinzgau und mitbestimmung.cc holte in einer Laufzeit von

zwei Jahren rund 150 junge Menschen aus 25 Bands und

Soloprojekten des Pinzgaus vor die Kamera. Dabei entstand

ein Film, in dem junge KünstlerInnen Hörproben und persönliche

Einblicke in eine lebendige und vielschichtige Pinzgauer

Musikszene bieten. In persönlichen Interviews machen sie

aber auch auf Problemsituationen im Künstlerleben aufmerksam

und liefern gleichzeitig Ideen, wie junge MusikerInnen

im Pinzgau gezielt gefördert werden könnten. Das Projekt

wurde mit dem Innovationspreis für Chancengleichheit 2012

ausgezeichnet. Ausschlaggebend für die Nominierung war

nicht nur die filmische Aufbereitung, sondern vor allem die

unterschiedlichen Kommunikationsschienen, die dieses

Projekt zu einem Modellprojekt machen: Runde Tische in

Gemeinden, Vernetzungstreffen, aber auch Auftrittsmöglichkeiten

für die jungen Bands und die Gründung einer

Plattform. Unter der Projektträgerschaft der Stadtgemeinde

Zell am See wurden alle 28 Pinzgauer Gemeinden mit an

Bord geholt, um die regionale Jugendmusikszene weiter

zu beleben und eine Basis für nachhaltige Entwicklung zu

schaffen. Das Nachfolgeprojekt eines gemeinsamen Musiksamplers

steht für das Jahr 2013 bereits in den Startlöchern.

Jugendleitbild Zell am See

Die im Jahr 2011 gegründete Jugendplattform Zell am See,

mit dem Ziel Jugendliche stärker ins Stadtgeschehen einzubinden

und zum aktiven Mitgestalten zu motivieren, hat sich

im Jahr 2012 ein ganz besonderes Projekt vorgenommen:

die Überarbeitung und Aktualisierung des Zeller Jugendleitbildes.

In zwei Workshops, geleitet von Anna Weitgasser

vom Jugendzentrum Zell am See und Johanna Harms

von akzente Pinzgau,

erarbeiteten die

jugendlichen Plattformmitglieder

Grundsätze

zum Umgang zwischen

Politik und Jugend.

Beispielsweise wird

darin festgehalten, dass

die Stadtgemeinde die

Anliegen der Jugendlichen

ernst nimmt und

diese ins Gemeindegeschehen

einbindet. Weiters verpflichtet sich die Stadt Zell

am See immer genügend Ressourcen zur Verfügung zu stellen,

um die Angebote für Jugendliche zu erhalten und wenn

nötig auszubauen. Damit das Leitbild von Jugendlichen aber

auch aktiv genutzt wird, wurden mögliche Freizeitaktivitäten

und spezielle Angebote wie die Kinoförderung übersichtlich

zusammengefasst. Zusätzlich werden wichtige Anlaufstellen

wie die Essstörungsberatungsstelle, Streetwork, First Love

Ambulanz oder die Drogenberatung samt Kontakten und

Öffnungszeiten aufgelistet. Im kleinen Pocketformat und mit

jugendgerechtem Design kann das Leitbild ganz einfach in

die Geldtasche gesteckt und so jederzeit genutzt werden.


akzente Lungau & Pongau Süd – 22 betreute Gemeinden

Projekt „meinLungau – Ansichten unserer Region mit

den Augen der Jugend“ – Tu was, dann tut sich was

Voll im Bild! Unsere

Region mit jungen Augen

sehen. Wie sehen junge

Menschen eigentlich „ihren“

Lungau? Beim Kreativ-

Fotowettbewerb wurde

nach jungen Ansichten und

Fotos gefragt, die online

auf die Internetseite www.

meinlungau.at gestellt und

durch monatliche Votings bewertet wurden. Der Wettbewerb

wurde im Rahmen des Sozialfestivals „Tu-was-dann-tutsich-was“

ins Leben gerufen und von den Jugendlichen

sehr gut angenommen. Junge Menschen haben sich viele

Gedanken über ihre Region und den damit verbundenen

Themen „Heimat“, „Frauenbild“, „Lebensraum“ „Kultur“,

„Berufung“ und „Welt“ gemacht. Mit dieser kreativen

Auseinadersetzung haben die Jugendlichen „ihrem“ Lungau

sozusagen einen Spiegel vorgehalten – das Ergebnis war

beeindruckend. Insgesamt wurden 76 Bilder über die

Internetseite www.meinlungau.at eingereicht, durch Online-

Votings wurden die jeweiligen Siegerfotos in den sechs

Kategorien ermittelt. Ausgestellt wurden die Siegerfotos

nach Kategorien monatlich im Tamsweger Schlosspark,

aufgedruckt auf einer überdimensionalen Leinwand. Ein

großes Dankeschön gilt allen Unterstützern, Sponsoren

sowie den Schulen und Jugendlichen, die beim Projekt

dabei waren und mit ihren Beiträgen diesen Wettbewerb erst

möglich gemacht haben.

Jugendbeauftragtenwahl Radstadt

„Demokratie funktioniert nur durch Mitbestimmung“ – aus

diesem Grund wurde in Radstadt mit Marin Bosnjak ein

neuer Jugendbeauftragter gewählt.

Der Startschuss zu den Neuwahlen erfolgte am 28.9.

Gemeinsam mit der Gemeindevertretung fand eine Auftakt-

und Informationsveranstaltung im timeout Kinder- und

Jugendzentrum statt. Neben den wichtigsten Informationen

über die Aufgaben, Rechte und Pflichten eines Jugendbeauftragten

bis hin zur Erklärung des weiteren Ablaufes

(Wahlvorbereitung, KandidatInnensuche, Wahlablauf,

Unterstützung) wartete auf alle BesucherInnen auch ein

tolles Rahmenprogramm mit Livemusik zweier talentierter

jugendlicher Radstädter und schmackhafte Verköstigung!

Schließlich stellten sich drei KandidatInnen der Wahl, wobei

Marin Bosnjak als neuer Jugendvertreter bestellt wurde.

Gemeinsam mit seinen MitstreiterInnen Almasa und Julian

will er mehr jugendfreundliche Veranstaltungen in Radstadt

organisieren.

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Gesellschaft

& Bildung

Jugend redet mit

Unter dem Leitbegriff „Jugendbeteiligung“ versucht akzente

Salzburg seit Jahren, Mädchen und Burschen Möglichkeiten

vorzustellen, mit denen sie ihre Anliegen selbst in Angriff

nehmen und umsetzen können. Wir unterstützen die

Jugenldichen in der Planung und Umsetzung von Projekten,

nehmen Forderungen ernst, sind Anlaufstelle und Vermittler

und zeigen, wie Ideen verwirklicht werden können.

Seit 2009 hat Salzburg auch den Vorsitz in der ARGE Partizipation

Österreich inne und koordiniert deren bundesweites

Arbeitsprogramm. Die von der ARGE erstellten Broschüren

über „Grundsätze“, „Partizipation im Stadtbereich“ und

„Partizipation in Gemeinden“ können kostenlos bei akzente

bestellt werden, für 2012 wurde auch eine Broschüre mit

dem Titel „Evaluation“ herausgegeben.

Partizipation groß geschrieben

E-participation: parCamp – Wien

Am 6.11. wurde Open Government, Open Data und

E-Partizipation zum Thema gemacht! In den Räumlichkeiten

der Statistik Austria in Wien gab es genügend offenen Raum

für den Dialog zwischen Verwaltung und Internet-Community,

um Ideen zur Belebung der Demokratie mit Hilfe des

Internets zu fördern. 115 TeilnehmerInnen aus Österreich,

Deutschland und Ungarn stellten ihre Ideen, Projekte und

Forschungsergebnisse vor. Auch akzente Salzburg reiste

zum parCamp, um sich zu vernetzen, inspririeren zu lassen

und um eigene Projekte zu präsentieren.

Newland – wir „spielen“ Politik

Politisches Interesse bei Jugendlichen fördern und dabei

sollen sie selber Staaten bauen, so wie sie es sich vorstellen

– auch bei unserem Jahresprojekt 2012 ging es um

Mitbestimmung, das Gelernte wurde an runden Tischen mit

Jugendlandesrätin Tina Widmann diskutiert.

Zukunft#Dialog 2013

Neben den Bezirksjugendgesprächen, die alle zwei Jahre

stattfinden, wollen wir auch eine Möglichkeit zum „Gedankenspinnen“

für junge Leute in den Bezirken liefern. Unter

dem Motto „Zukunft#Dialog – lokal, global, egal?!“ geht’s

darum, Meinungen zu machen, Perspektiven aufzuzeigen

und Impulse zu vermitteln – Planung & Konzeptarbeit für die

Diskussionsreihe mit Start Herbst 2013 begannen schon

2012.


ULTIMO Spezial – das Fachmagazin

2012 widmeten sich zwei Ausgaben vom ULTIMO Spezial

Themen, die interessieren: Das erste Magazin drehte sich

um das Thema „Jugend & Arbeit“, das zweite Magazin

erschien zum Thema „Mitreden in den Regionen“.

Redewettbewerb in der Stadt Salzburg

Klassische Rede, Spontanrede oder neues Sprachrohr –

300 Salzburger SchülerInnen traten beim Redewettbewerb

von 18.–20.4. gegeneinander an! Und die besten RednerInnen

Salzburgs hatten im Juni gleich die Gelegenheit, sich

mit den anderen SiegerInnen aus den Bundesländern zu

messen: der Bundesredewettbewerb machte nämlich auch

in Salzburg Station! Übrigens: Mit drei ersten Plätzen, drei

zweiten Plätzen und einem dritten Platz räumten gerade die

Lungauer SchülerInnen beim heurigen Redewettbewerb so

richtig ab, was uns freut, denn 2013 wird der Redebewerb

im Salzburger Lungau stattfinden – die Vorbereitungen für

dieses Großereignis laufen schon.

SchulsprecherInnentreffen 2012

Gemeinsam mit der LSV führte die Jugendinfo 2012 in

gewohnter Manier drei landesweite SchulsprecherInnentreffen

– mit Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, Jugendlandesrätin

Tina Widmann und dem amtsführenden Präsidenten

des Salzburger Landesschulrates Herbert Gimpl – durch.

Zusätzlich zu den landesweiten Treffen gab es wieder vier

regionale Treffen auf Bezirksebene.

SchülerInnenparlament 2012

Am 19.1. fand das erste SchülerInnenparlament im Jahr

2012 statt. Moderiert wurde es von akzente Salzburg.

Mehr Aufklärungsarbeit, was die Rechte von SchülerInnen

betrifft, eigene UnterstufensprecherInnen, Verschiebung der

Zentralmatura oder die Förderung für günstigere Buffets

und eine gesunde Jause: insgesamt elf Anträge wurden im

Schülerparlament von Salzburgs SchülerInnen eingebracht

und heiß diskutiert. Und weil’s so schön war, fand am

14.5. gleich das zweite SchülerInnenparlament statt – die

Moderation übernahm auch hier akzente Salzburg.

Lehrlingsaktionstag 2012

Rund 50 Lehrlinge der Salzburg AG widmeten sich am

2.4. dem Thema „Die Macht der Bilder und deren Darstellung“.

Der Lehrlingsaktionstag, organisiert und durchgeführt

von akzente Salzburg stand ganz unter dem Motto „Zwischen

realer und virtueller Welt – was die Macht der Medien

bewirken kann“. Bei einem Besuch im ORF-Landesstudio

Salzburg, wo neben Führungen auch Diskussionsrunden mit

TV- und RadiomacherInnen warteten, ging es am Nachmittag

ins Institut für Medienbildung um sich intensiv mit dem

Thema „Internet, Facebook & Co.“ auseinanderzusetzen.

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Tag der offenen Jugendarbeit

akzente Salzburg ist Vorstandsmitglied der bOJA (bundesweites

Netzwerk Offene Jugendarbeit). Um die Vielfalt,

die Originalität und die Bandbreite an Themen sowie das

Potential von Offener Jugendarbeit sichtbar zu machen, rief

das Netzwerk am 29.6. den österreichweiten Tag der Offenen

Jugendarbeit aus.

Viele Jugendzentren beteiligten sich am Tag der offenen

Jugendarbeit, sämtliche Aktivitäten rund um diesen Tag für

ganz Österreich gibt‘s auf www.boja.at zum Nachlesen.

Service, Beratung, Begleitung

Jugendbeauftragte

Aktuell sind in Stadt und Land Salzburg 39 gewählte oder

bestellte Jugendbeauftragte in 18 Salzburger Gemeinden

im Einsatz. Neuwahlen fanden in Abtenau, Bad Hofgastein

und Radstadt statt, Wahlvorbereitungen liefen in St. Martin

an. Die Regionalstellen von akzente Salzburg stehen dabei

als Ansprechpersonen zur Verfügung, beraten und begleiten

Projekte.

Jugendplattformen in den Gemeinden

In Ergänzung bzw. als Grundlage für die Jugendbeauftragten

sind die Jugendplattformen, ideal um Jugendliche für mehr

Mitsprache in ihren Heimatgemeinden zu begeistern. Derzeit

gibt es sechs Jugendplattformen: Thalgau, Mittersill, Zell am

See, Seekirchen, Flachau und Oberndorf, weitere sind im

Gespräch.

Jugendzentren

Rund 59 Jugendzentren zählt das Land Salzburg derzeit.

Viele von ihnen wurden auf Initiative von akzente Salzburg

ins Leben gerufen und der Großteil dieser Jugendeinrichtungen

und deren BetreuerInnen werden auch inhaltlich von

einer eigenen akzente-Mitarbeiterin und den RegionalstellenleiterInnen

begleitet. Im Jahr 2012 gab es zehn Vernetzungstreffen

im Bundesland Salzburg. Drei fanden im Pongau statt

(10.2., 1.6., 26.9.), zwei im Flachgau (23.4., 14.11.), zwei im

Pinzgau (2.3., 27.9.), sowie eines im Tennengau (11.5.). In

der Stadt Salzburg wurden zwei Treffen abgehalten (24.2.

und am 9.11.).

Und zwei weitere Highlights gab es 2012:

St. Gilgen hat ein brandneues Jugendzentrum – ein Team

von akzente Salzburg begleitete und unterstützte die

Gemeinde bei der Umsetzung. Im JUZ Bergheim wurde

gemeinsam mit der Polizei eine Veranstaltung zum Thema

„Rausch & Risiko“ inkl. Jugendschutz organisiert – 20

Jugendliche waren mit dabei.

Kinderrechte im Blickpunkt

National Coalition – Netzwerk Kinderrechte Österreich

Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aus Salzburger

Sicht brachte akzente in der „National Coalition“, der

bundesweiten Arbeitsgemeinschaft zur Umsetzung der

UN-Kinderrechtskonvention, ein und arbeitete vor allem

am Kapitel „Partizipation“ am „Ergänzenden Bericht“ zum

3. und 4. Bericht der Republik Österreich an die Vereinten

Nationen, mit.

Weltkindertag – 28.9.

1954 verabschiedete die UN-Vollversammlung eine Resolution,

in der sie anregte, den „Universal Children‘s Day“ zu

feiern. Dahinter stand die Idee, Kinder an einem Tag weltweit

in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses zu stellen. Der

Weltkindertag wurde nicht an ein Datum gebunden, er wird

inzwischen in über 160 Staaten an unterschiedlichen Tagen

begangen, offiziell aber gilt der 20.11. als „Weltkindertag“.

Der Weltkindertag wird zum Anlass genommen, die Rechte

der Kinder konzentriert und verstärkt in die Öffentlichkeit zu

bringen, Erwachsene und vor allem EntscheidungsträgerInnen

im kommunalen Bereich für diese Rechte und Bedürfnisse

zu sensibilisieren, auf Defizite hinzuweisen, alternative

Ideen vorzustellen und Kinder zu Wort kommen zu lassen!

Die „Plattform Weltkindertag“, eine Salzburger Plattform von

mehr als 70 Organisationen im Kinder- und Jugendbereich,

hat diese Entwicklung als einer der ersten Verbände massiv

gefördert und wird dieses Engagement auch in Zukunft

fortsetzen. akzente arbeitet in der Kernarbeitsgruppe mit,

produziert die Drucksorten zum Weltkindertag und ist vor

Ort mit dabei.


Weiterbildung und Ausbildung für die Jugendarbeit

Bildungsarbeit wird bei akzente

Salzburg groß geschrieben.

Neben der Bildungsbroschüre

mit vielen Seminaren & Workshops

im Bereich Jugendarbeit,

bietet akzente gemeinsam mit

den Landesjugendreferaten

Salzburg & Oberösterreich den

Grundkurs Außerschulische

Jugendarbeit an, bei dem

jedes Jahr JugendarbeiterInnen

aus- und weitergebildet werden.

Auch 2012 wurde der Aufbaulehrgang

für AbsolventInnen des

Grundkurses angeboten.

Seminare, Workshops & Co.

Damit JugendarbeiterInnen immer auf dem neuesten Stand

sind, gibt akzente Salzburg jährlich eine Broschüre, voll

gepackt mit Weiterbildungsangeboten, heraus. JugendarbeiterInnen,

PädagogInnen, MultiplikatorInnen und Interessierte

waren bei den Workshops und Seminaren dabei. Unter

anderem deckten wir mit unseren Angeboten die Themen

„Migration & Integration“, „Medienarbeit mit Jugendlichen“

sowie „geschlechtssensible Jugendarbeit“ und „Suchtprävention“

ab.

Grundkurs „Außerschulische Jugendarbeit“

Der einjährige Kurs für JugendarbeiterInnen wird seit 1999

erfolgreich gemeinsam mit dem Landesjugendreferat

Oberösterreich angeboten.

Ziel des Lehrgangs: eine Grundausbildung anbieten um

spannende Projekte zu planen und umzusetzen, Jugendliche

zum Mitmachen zu motivieren und die richtigen

Anlaufstellen zu kennen, wenn finanzielle oder fachliche

Unterstützung benötigt wird. ExpertInnen aus der Jugendarbeit

referieren dabei zu den verschiedensten Themen wie

Sexualpädagogik, Konfliktmanagement, Rechtsfragen in der

Jugendarbeit oder auch Suchtprävention und vermitteln den

TeilnehmerInnen ein fundiertes Basiswissen. Der Grundkurs

wird nach einem Praxisprojekt mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Aufbaulehrgang

Der Aufbaulehrgang ist ein weiterführendes Angebot für

jene Personen, die bereits in der Jugendarbeit tätig sind

und sich einen umfassenderen Überblick über verschiedene

freizeitpädagogische Tätigkeitsfelder und Einsatzgebiete

verschaffen wollen. Ziel des Aufbaulehrganges mit seinen

168 Seminareinheiten ist der Erwerb von vertiefenden

Kenntnissen und Fertigkeiten über Strukturen, Aufbau und

Teilbereiche der Jugendarbeit, um den TeilnehmerInnen

einen umfassenden Einblick in die Vielfältigkeit der

Jugendarbeit zu geben. Wie beim Grundkurs werden auch

beim Aufbaulehrgang je zehn Plätze an Interessierte aus

Oberösterreich und Salzburg vergeben.

akzente Salzburg ist auch Mitglied der Plattform Salzburger

Gewaltprävention und ist im Qualitätsverbund „Qualibu“

zur Weiterbildung von hauptamtlichen MitarbeiterInnen im

Sozialbereich vertreten.

Die City-Wall – wenn der Berg ruft!

Die etwas extremere, aber sicher coolste Route auf den

Kapuzinerberg: Mitten in der Stadt liegt Salzburgs 1.

Stadtklettersteig und lädt während der Sommermonate

zum Klettern ein – eine atemberaubende Aussicht über die

Dächer der Mozartstadt ist dabei garantiert! Aber Vorsicht:

der Klettersteig ist nichts für AnfängerInnen, im Gegenteil,

hier sind erfahrene Leute gefragt, denn der Steig läuft unter

der Kategorie E.

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Jugend-Service

Organisatorisch hat sich bei akzente Salzburg bereits 2011

einiges geändert – es wurde ein „neue“ Abteilung geschaffen.Und

zwar wurden die Bereiche der Jugendinformation,

der Salzburger Jugendkarte (S-Pass) und International

zusammengefasst zur Abteilung „Jugendservice“.

Grund dafür war, jene Bereiche, die vorwiegend die

Zielgruppe Jugendliche bedienen, noch stärker als bisher zu

vernetzen. Jedem der Bereiche steht ein/eine TeamleiterIn

voran – für den S-Pass Walter Knoglinger, für die Jugendinformation

Julia Tumpfart und für akzente International

Katharina Gimm.

Die Abteilungsleitung übernahm Doris Hiljuk (zuvor im

Bereich der regionalen und kommunalen Jugendarbeit tätig).

S-Pass,

die Salzburger Jugendkarte

Jugendinfo –

Tipps & Infos für junge Leute

akzente International


S-Pass,

die Salzburger Jugendkarte

Der S-Pass ist die Salzburger Jugendkarte für junge

SalzburgerInnen, rund um die Uhr einsatzbereit. Über

30.000 clevere S-Pass Mitglieder hatten damit im Jahr 2012

ihre Nase um eine Kartenlänge voraus!

S-Pass – das Team im Haus

Der S-Pass wurde auch 2012 wie in den letzten acht Jahren

seit seiner Einführung vom Jugendkarten-Team bei akzente

Salzburg betreut.

S-Pass bietet viel Raum

für Gestaltungsmöglichkeiten

Die Salzburger Jugendkarte wurde 2012 über Kooperationen

in mehreren Design-Mutationen an alle jungen SalzburgerInnen

zwischen 12 und 26 Jahren ausgegeben:

S-Pass PUR

die Standard-Variante mit allen wichtigen Jugendkarten-

Eigenschaften wie Altersnachweis (lt. Jugendschutzgesetz)

und attraktive Vorteilswelt in Salzburg, Österreich und 40

europäischen Ländern.

S-Pass in Oberndorf

die Stadtgemeinde Oberndorf hat auch 2012 ein ganz

besonderes Projekt für ihre jungen BürgerInnen weitergeführt:

Nur mit dem S-Pass konnte man sich zu Ferienzeiten

die Freifahrtscheine für die Lokalbahn nach Salzburg im

Stadtamt abholen. Die Stadtgemeinde Oberndorf stellt den

S-Pass allen jungen OberndorferInnen bis zu 19. Jahren

kostenlos zur Verfügung.

edu.card inkl. S-Pass

der intelligente SchülerInnen-Ausweis des Landesschulrates

in Kooperation mit dem bm.ukk.

ÖBB VORTEILScard


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S-Pass unterwegs

Das ganze Jahr über präsentierte sich der S-Pass gemeinsam

mit der Jugendinfo bei Festivals (On the Rocks, Movida,

Stuck! Festival), bei Messen (BEM, Spielemesse, BIM),

Bezirksjugendgesprächen und bei Jugendorganisationen etc.

S-Pass Osternestsuche

Diese Osternester rockten: S-Pass Mitglieder konnten heuer

erstmals ihr Osternest in einem interaktiven S-Pass Online-

Spiel suchen. Bei der virtuellen Osternestsuche auf www.spass.at

war mit etwas Spürsinn und Geschicklichkeit jeden

Tag ein gut gefülltes Nest zu finden, in dem sich FORUM1

Einkaufsgutscheine, eine PlayStation 3, InterRail-Pässe, ein

Surfboard, Schoko-Hasen, Kino-Karten, Festival-Tickets und

andere Überraschungen versteckten.

Crazy Friends Fotowettbewerb

Gesucht wurden die coolsten Sommerfotos: Die originellsten

und witzigsten Schnappschüsse – wobei ganz wichtig

war, dass FreundInnen mit drauf waren. Die coolsten Pics

wurden von der S-Pass Jury ausgesucht und auf die S-Pass

Facebook-Seite gestellt. Dort hatten alle S-Pass Mitglieder

die Möglichkeit für das beste Bild zu voten. Jenes Bild

mit den meisten „likes“ gewann ein Wochenende für zwei

Personen in Wien.

S-Pass Spot

Ganz schön mitreißend: Der S-Pass ließ erstmals einen

Kurzfilm rund um die Jugendkarte von 2010 Entertainment,

in Zusammenarbeit mit der Schule BHAK1 Salzburg, produzieren.

Ziel des Spots war es, die Salzburger Jugendkarte

und ihre Funktion sowie Partner bekannter zu machen.

Herausgekommen ist ein viraler Film mit magischer

Anziehungskraft. Zu sehen unter: youtube.com/user/

JugendkarteSalzburg


S-Pass Online-Adventkalender 2012

Täglich eine Advent-Überraschung: Auch heuer wurden S-Pass

Mitglieder schon vor Weihnachten mit vielen Geschenken

im S-Pass Online-Adventkalender überrascht. Hinter jedem

Fenster des S-Pass Adventkalenders auf www.s-pass.at

verstecken sich satte Preise wie Ski, Kino-Packages, Thermen-

Gutscheine, Frühstücksgutscheine, Snow-Camps, Ski amadé

Skikarten, Beauty Sets und vieles mehr ...

NEU: Projekt Jugend-/SchülerInnenkarte Salzburg

Im Bundesland Salzburg wird für alle SchülerInnen eine

gemeinsame Schülerkarte mit schulischen und außerschulischen

Funktionen entwickelt. Im Auftrag des Amtes der

Landesregierung arbeitet eine Projektgruppe an der Planung

und Umsetzung der neuen gemeinsamen Karte, die all das

können wird, wofür bis jetzt drei Karten gebraucht werden.

Das heißt, erstmals werden Mobilität (s´COOL-CARD),

Schulfunktionen (edu.card) und S-Pass/EYCA Jugendkarten-Vorteile

auf einer einzigen Karte zusammengeführt.

Gleichzeitig soll die Karte auch als anerkannter Lichtbildausweis

gemäß dem Salzburger Jugendschutzgesetz gelten.

Ein große Menge S-Pass

30.000 Mädchen und Burschen mit Wohnsitz im Bundesland

Salzburg waren 2012 BesitzerIn eines S-Pass. Das

entspricht gut 34 % aller jungen SalzburgerInnen zwischen

12 und 26 Jahren.

S-Pass und Nutzen

der anerkannte Altersnachweis laut Salzburger

Jugendgesetz

für die Wahlbehörde gilt sowohl der S-Pass als auch

die edu.card als offizieller Nachweis der Identität neben

den amtlichen Lichtbildausweisen Reisepass und

Personalausweis

mehr als 450 Vorteilspartner in allen erdenklichen

Lebensbereichen der jungen SalzburgerInnen

regionale, nationale und internationale Ermäßigungen,

überall, worauf der Sticker der Salzburger Jugendkarte

klebt.

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Jugendinfo –

Tipps & Infos für junge Leute

Die akzente Jugendinfo ist die Erstanlaufstelle für Jugendliche

und MultiplikatorInnen im Bundesland Salzburg zu

allen jugendrelevanten Themen. Ziel ist es, Fragen kostenlos

durch persönliche Gespräche, telefonisch oder per E-Mail zu

beantworten und so den Weg durch den dichten Informationsdschungel

zu ebnen.

Neben den regelmäßigen Öffnungszeiten (Mo bis Fr, von

12.30 Uhr bis 17.30 Uhr) in den Räumlichkeiten am Anton-

Neumayr-Platz 3 ist die Jugendinfo auch bei unzähligen

Außenauftritten anzutreffen – sei es bei Jugendevents,

Messen, Infoveranstaltungen oder in Schulen. Zusätzlich

organisiert die Jugendinfo aber auch eigene Veranstaltungen

und Workshops für junge Leute und führt eigenständig

jugendrelevante Projekte durch.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Jugendinfo informiert über jugendrelevante Themen von

A bis Z via Telefon, Email oder über persönliche Beratungen.

Anfragen & Kontakte

2012 war ein äußerst erfolgreiches Jahr für die akzente

Jugendinfo: Mit 3.670 Kontakten im Jahr 2012 konnte die

Jugendinfo ihre persönlichen Kontakte im Vergleich zum

Vorjahr 2011 (1.858 Kontakte) annähernd verdoppeln.

Insbesondere kann von einer Etablierung des Standorts am

Anton-Neumayr-Platz in der Stadt Salzburg ausgegangen

werden, da die meisten Anfragen persönlicher Natur waren:

Ingesamt wurden 2.761 persönliche, 485 telefonische und

424 schriftliche Anfragen registriert. Auffällig ist hier, dass

trotz Zeiten des Internets persönliche Anfragen deutlich vor

der schriftlichen wie telefonischen Kontaktaufnahme liegen.

Außergewöhnlich viele Anfragen gab es im Bereich

Internationales: 2.332 Anfragen wurden vermerkt, das ist

mehr als doppelt so viel als im Vergleichsjahr 2011. Neben

dem „Verkaufsschlager“ Auslandsberatungen wurden

die meisten Anfragen, wie auch schon im Vorjahr, in den

Themengebieten Arbeit, Leben von A bis Z sowie Freizeit

registriert, wobei sich insbesondere der Bereich „Leben“

bezüglich der Anfragen stark gesteigert hat. Der Zuwachs

in diesem Bereich lässt sich aller Wahrscheinlichkeit nach

durch den immer populärer werdenden Themenbereich

„Neue Medien“ (Sicheres Internet, Facebook-Check)

erklären, der der Kategorie „Leben“ zugeordnet ist. Unter die

Kategorie „Sonstiges“ fallen Auskünfte über die Jugendinfo

selbst sowie temporäre Aktionen und Projekte wie z. B. der

Maturaballkartenvorverkauf.


2012 war die akzente Jugendinfo an 238 Tagen im Jahr

geöffnet. Bei einer Gesamtzahl von 3.670 Anfragen ergibt

das eine beachtliche Anzahl von durchschnittlich 15,4

Anfragen pro Tag. Als anfragenstärkste Monate haben sich

die Monate Juni mit 462 und November mit 682 Anfragen

herauskristallisiert.

Weitere interessante Zahlen aus dem Jahr 2012:

Homepage (http.//jugendinfo.akzente.net):

64.609 Web-Zugriffe (2011: 46.543)

Facebook: 989 Fans (Stand: 31.12.12), 941 Reaktionen

auf Posts (Kommentare, Gefällt-mir-Angaben,

geteilte Inhalte, etc. durch User)

Broschürenumsatz 2012: 6.184 Stück

Sommertour: 381 Anfragen

Sommerkino: 1.550 BesucherInnen

Eurodesk

Eurodesk ist ein europäisches Informationsnetzwerk

mit Nationalagenturen in 29 Ländern und 900 weiteren

regionalen Servicestellen. Ziel des Netzwerkes ist es,

Jugendlichen und MultiplikatorInnen der Jugendarbeit den

Zugang zu Europa zu erleichtern. Vielfältige Informationen

zu den Themen Jugend, Bildung, Ausbildung, Mobilität etc.

sollen helfen, von einem zusammenwachsenden Europa zu

profitieren und Chancen und Möglichkeiten grenzübergreifender

Aktivitäten zu nutzen. Die akzente Jugendinfo ist die

Eurodesk Regionalstelle Salzburg in diesem Netzwerk und

wechselt sich wöchentlich mit den anderen Jugendinfos in

Österreich mit der Beantwortung von österreich-spezifischen

Anfragen aus dem Europäischen Jugendportal ab!

Neues aus der Jugendinfo ...

Safer Internet Day: Facebook & Co.-

Sicherheitschecks in der Jugendinfo

Im Rahmen des Safer Internet Days am 7.2. bot die

Jugendinfo einen „Facebook & Co.-Sicherheitscheck“ an.

Hierbei überprüfte das Team der Jugendinfo gemeinsam mit

den Jugendlichen deren private Einstellungen in sozialen

Netzwerken wie z. B. in Facebook, und beantwortete

Fragen wie „Welche persönlichen Daten findet man von mir

im world-wide-web und sind meine privaten Fotos auch

tatsächlich vor den Blicken der Öffentlichkeit geschützt?“

Ziel ist es, Jugendliche auf die Gefahren im Internet

aufmerksam zu machen und sie hinsichtlich ihres Umgangs

mit sozialen Netzwerken zu sensibilisieren – damit Privates

auch tatsächlich privat bleibt!

Ferialjob- und Bewerbungschecks in den

Semesterferien und Osterferien

Gut gestaltete Bewerbungsunterlagen sind der Schlüssel

zum Erfolg beim Bewerben. Aber wie bewirbt man sich

richtig? Bei den Ferialjob- und Bewerbungschecks hatten

Jugendliche die Möglichkeit, in der Jugendinfo ihre Bewerbungsunterlagen

durchchecken zu lassen.

Infoabende zum Europäischen Freiwilligendienst (EFD)

In Zusammenarbeit mit akzente International veranstaltete

die akzente Jugendinfo 2012 insgesamt acht Auslandsinfoabende

in der akzente Jugendinfo, an denen ca. 65

Jugendliche (davon männlich: 14) teilnahmen.

Zusammen wurde ein Programm entwickelt, das neben der

EFD-Information auch einen Überblick inklusive Beratung zu

den Themen soziale Lang- und Kurzzeiteinsätze im Ausland,

Au Pair, Praktika, sowie Jobprogramme im Ausland und

junges Reisen in Europa beinhaltet, um die Jugendlichen

bestmöglich über die Spannbreite von Auslandsaufenthalten

zu informieren. Die Auslandsinfoabende förderten die

Informationskompetenz der Auslandsinteressierten und

verringerten die Anzahl der EFD-AbbrecherInnen, die z. B.

von einem Praktikum im Ausland mehr profitiert hätten.

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Workshops

Nicht nur Jugendliche kommen in die akzente Jugendinfo,

um sich Informationen zu holen – die Jugendinfo kommt

auch zu den Jugendlichen! Seit Frühjahr/Sommer 2012

bietet die Jugendinfo kostenlose Workshops für Schulklassen

zu den Themen „Infokompetenz“, „Ab ins Ausland“ und

„Sicher im Netz“. Dieses Angebot ist auf großen Anklang

gestoßen: Insgesamt wurden durch Workhops im Jahr

2012 555 Jugendliche erreicht und so die Bekanntheit der

Jugendinfo massiv erweitert.

Sicher im Netz

„Ohne Internet und Handy geht heutzutage

nichts mehr“ – das ist die einhellige Meinung

vieler Jugendlicher. Neue Medien sind aus

den Lebenswelten junger Menschen nicht

mehr wegzudenken. Umso wichtiger ist es,

Jugendliche auf die möglichen Gefahren hin

zu sensibilisieren. Mit dem Workshop zum

Thema „Sicher im Netz“ will die Jugendinfo

die Medienkompetenz von Jugendlichen

stärken und zu einem kritischen Umgang mit

den Neuen Medien anregen.

Ab ins Ausland

Life-competences und Social-Skills sind in aller Munde. Um

Jugendlichen ab der 10. Schulstufe das Abenteuer Ausland

näher zu bringen, entwarf die akzente Jugendinfo einen

Workshop zum Thema Auslandsaufenthalt.

Inhalt des 2-stündigen Workshops ist die Vermittlung

von konkretem Wissen über Au-Pair, Soziale Einsätze

und Arbeitserfahrungen im Ausland. Anhand aktueller

Broschüren und Unterlagen erarbeiteten die SchülerInnen

wichtige Infos zur Vorbereitung und zum Ablauf einer

Erfahrung im Ausland und beschäftigten sich auch mit ihrer

eigenen Motivation und ihren Zukunftsperspektiven nach der

Schulzeit.

Infokompetenz

Ziel des Workshops „Infokompetenz“ ist es, SchülerInnen ab

13 Jahren hinsichtlich ihres Umgangs mit Informationen zu

sensibilisieren. Grundlegend ist die Frage, wie Informationen

gesammelt, aufbereitet und bewertet werden. Die Jugendlichen

sollen lernen, wie richtige Recherche funktioniert und

welchen Quellen man trauen kann.

Um den „Infokompetenz“-Workshop bundesweit auf

qualitativ hohem Niveau zu vereinheitlichen, waren die Mitarbeiterinnen

der Jugendinfo außerdem Teil der Arbeitsgruppe

Infokompentenz, um an dieser Zielsetzung mitzuwirken.

Im Jahr 2012 wurden gesamt 25 Workshops durchgeführt,

16 davon in der Stadt Salzburg in acht verschiedenen

Schulen bzw. Institutionen. Am häufigsten gebucht wurde

der Workshop „Sicher im Netz“, welcher mit der Aktualität

der Thematik „Umgang mit sozialen Netzwerken“ punkten

kann.

Das Workshop-Angebot erfreut sich aber auch in den

Regionen wachsender Beliebtheit: neun Workshops wurden

zusätzlich erfolgreich im Bundesland Salzburg abgehalten.

Kartenvorverkauf

Neben dem Vorverkauf für Schulballkarten stellt sich die

akzente Jugendinfo auch als Kartenvorverkaufsstelle für

Jugendveranstaltungen zur Verfügung. Genutzt wurde

dieses Angebot von „We are Salzburg“, einer Eventplattform,

die die Ticketverkäufe des Datapop-Studierendenfestes u. a.

über die Jugendinfo laufen ließ.


Projekte & Produkte ...

Babysitterbörse Salzburg

Die Jugendinfo von akzente Salzburg bietet eine kostenlose

Babysitterbörse im Bundesland Salzburg an. Die Jugendinfo

stellt dabei den Kontakt zwischen Familien und Babysittern

her. Mit Hilfe der akzente-Regionalstellen in Oberndorf, Hallein,

Bischofshofen, Tamsweg und Zell am See finden auch

die Familien und Babysitter in den Regionen zueinander.

Momentan sind ca. 101 Babysitter in unserer Börse gelistet.

2012 erfreute sie sich im ganzen Bundesland wieder größter

Beliebtheit und führte Babysitter und Familien zueinander.

Ferialjobbörse 2012

Die Jugendinfo hat im Jahr 2012 insgesamt 134 Anfragen

zum Thema Ferialjob registriert. Diese Zahl zeigt die

große Nachfrage von Jugendlichen in diesem Bereich.

Als besonderen Service bietet die akzente Jugendinfo die

Ferialjobbörse an: Diese ist eine Aktion für Jugendliche in

Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer, dem Arbeitsmarktservice,

der Arbeiterkammer und den Medienpartnern

Salzburger Nachrichten sowie der Salzburger Woche. Die

aktuelle Ferialjobliste wurde in Form eines Ferialjob-Newsletters

vom 17.2. bis 7.8. an 4.431 EmpfängerInnen geschickt.

346 ausgewiesene Dienstgeber und 683 offene Ferialstellen

konnten im Jahr 2012 gezählt werden.

Move for Fun

„Move for Fun“, das Sommerferienprogramm hat inzwischen

Tradition. 2012 wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein

Spektrum, dem Jugend- und Kinderhaus Liefering, den

Flachgauer Jugendzentren Oberndorf, Nussdorf und

St. Georgen sowie der Gemeinde Grödig wieder ein

abwechslungsreiches und kostenloses Ferien- & Freizeitprogramm

auf diversen Sport- und Spielplätzen durchgeführt.

Die Jugendinfo lädt ein ...

SchulsprecherInnentreffen

Neben der eigenen Teilnahme an regionaler und nationaler

Vernetzung wird von der Jugendinfo auch Raum für die

Vernetzung junger SalzburgerInnen geschaffen.

Unter diesem Stichwort fand am 13.12. das 1. landesweite

SchulsprecherInnentreffen für das Schuljahr 11/12 statt. Diese

Treffen verstehen sich als Plattform für alle SchülerInnen,

um ihre Ideen, Wünsche, Vorstellungen und Anregungen bei

den politischen VertreterInnen des Bundeslandes Salzburg

zu deponieren. Die Treffen wurden in Kooperation mit der

LandesschülerInnen-Vertretung organisiert und durchgeführt.

Zwei weitere Treffen im Schuljahr 11/12 fanden am 22.3. und

14.6. 2012 statt. Insgesamt haben 75 SchulsprecherInnen

an den drei Treffen teilgenommen. Unter anderem wurden

bei den Treffen folgende Themen besprochen und diskutiert:

Schulbudget, Schulbuffetpreise, Schulpsychologie, Rauchen

an Schulen, Lehrpersonenfeedback, alternative Unterrichtsmethoden,

Diskriminierung, Politische Bildung an allen

Schulen, Extremismus an Schulen, Anti-Rassismus, Gender,

Partizipation und Mitbestimmung, Bildungspolitik, Gewaltprävention

an Schulen, Freizeit in Salzburg (Ermäßigungen,

Freifahrten ...), Gesundheit in der Schule, Jugendkultur und

Mobbing an Schulen.

Die regionalen SchulsprecherInnen Treffen fanden an

folgenden Tagen statt:

Pinzgau: 7.2. bei akzente Pinzgau, Zell am See,

Lungau: 3.2. bei akzente Lungau, Tamsweg,

Pongau: 9.2. bei akzente Pongau, St. Johann,

An den regionalen Treffen haben insgesamt 15

SchulsprecherInnen teilgenommen.

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World-Weit-Weg-Infonachmittag

Zum 6. WWW-Tag lud die akzente

Jugendinfo wieder AuslandsspezialistInnen

aus den Bereichen Au-Pair,

Praktika, Schulbesuch und und Soziale

Einsätze in ihre Räumlichkeiten ein.

Mit Workshops und der Möglichkeit

direkt bei bei den AnbieterInnen nachzufragen,

wie man am besten eine eine passende Schule

in Australien findet, was man macht, wenn die Kinder in

der Au-Pair-Familie Bauchweh haben, während die Eltern

in der Arbeit sind oder welche Spiele bolivianische Kindergartenkinder

am liebsten mögen, usw. – bei persönlichen

Gesprächen waren alle gut beraten!

Insgesamt besuchten über 50 Auslandsinteressierte den

WWW-Tag 2012 in der Jugendinfo und holten sich Infos und

Tipps zum geplanten Auslandsabenteuer.

JUGENDINFO ON TOUR!

Die Jugendinfo war auch 2012 wieder fleißig „on tour“ – sei

es beim Modiva-Festival bzw. bei diversen Berufsinformationsmessen

und Jugendveranstaltungen.

Sommertour 2012

Vom Sommertief war 2012 keine Spur. Mit insgesamt sieben

Auftritten waren die akzente Jugendinfo und der S-Pass

gemeinsam unterwegs auf Festivals und Sommerevents

in und um Salzburg. Rund um die alltäglichen Fragen

des Lebens fand man auch Zeit, die eine oder andere

Auslandsberatung vor Ort unter strahlendem Sonnenschein

durchzuführen!

Die Termine in der Übersicht:

9.5. Europatag

28.6. Jugendkongress

2./3.7. BEM - Berufserlebnismesse

20.7. On the Rocks

25.-27.7. Movida Festival

3.8. STUCK! Festival

10.8. imGarten

Insgesamt wurden bei der Sommertour 2012 381 persönliche

Kontakte verzeichnet.

Sommerkino und Movida-Festival

Zum 10-jährigen Jubiläum startete das akzente Sommerkino

2012 gleichzeitig mit dem Movida Festival am Salzbeach im

Volksgarten. Bei insgesamt sieben geplanten Vorstellungen

mussten leider der erste und der letzte Film wegen Regens

ausfallen, was dem Erfolg der restlichen Filme aber keinen

Abbruch tat.

Am Movida Festival 2012 konnte die Jugendinfo wie jedes

Jahr mit einer Infostelle am Festival punkten, abends ging

es dann gleich weiter zum Open Air Kino am Salzbeach.

Neben dem künstlichen Strand an der Salzach hat das

Movida Festival 2012 wieder ein breites Aufgebot mit über

30 Workshops, Konzerten, Contests, Parties, Vorträgen

und Performances geboten. Wurden während des Festivals

noch die ersten Filme über die SN-LED Wall gespielt, stand

ab August jeden Mittwoch eine „Oldschool“-Leinwand mit

Beamer am Volleyballfeld.

Durch die ansprechende Strandatmosphäre zog es im

Juli und August insgesamt ca. 1.500 BesucherInnen zum

akzente Sommerkino!


Die Termine in der Übersicht:

25.7. Contact High (wegen Schlechtwetter abgesagt!)

26.7. Hotel Very Welcome

27.7. Jungs bleiben Jungs

1.8. Sommer in Orange

8.8. Almanya - Willkommen in Deutschland

14.8. Wie man leben soll

22.8. Four Lions (wegen Schlechtwetter abgesagt!)

Jugendkongress

Der von der Stadt Salzburg am

28.6. in der TriBühne Lehen

durchgeführte Jugendkongress

dient der Schaffung einer

Plattform, auf der SchülerInnen

ihre Wünsche, Anliegen,

ihre Sorgen sowie ihre Kritik

direkt an die Kommunalpolitik

richten können. Eine der zehn

zu durchlaufenden Stationen wurde von der Jugendinfo

übernommen, die sechs Internet-Kurzworkshops zu je 20

Minuten für die Jugendlichen abgehalten hat. Insgesamt

konnten 75 Jugendliche erreicht werden.

Berufsmessen im ganzen Bundesland

Berufsmessen sind eine gute Gelegenheit für Jugendliche, sich

über vielfältige Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu informieren

– und eine umso besser Möglichkeit für die Jugendinfo,

ihre Informationen an ihre Zielgruppe weiterzuleiten.

Ein Highlight diesbezüglich stellt die BIM dar: Die diesjährige

Berufsinformationsmesse haben ca. 38.000 Personen

besucht. Von 22. bis 25.11. war die akzente Jugendinfo

mit einem Stand in der Halle 1 vertreten. Auch heuer hat

sich die akzente Jugendinfo mit dem Girls’ Day einen (Eck-)

Stand geteilt. Weiterer Kooperationspartner war wie in den

vergangenen Jahren der S-Pass mit einem tolles Gewinnspiel.

Insgesamt wurden 2.896 Broschüren und anderes

Infomaterial verteilt (Eyeball-Goodies, Postkarten usw.).

Insgesamt konnten an den vier Tagen 202 persönliche

Kontakte (w=103, m=99) verzeichnet werden. Nicht

mitgerechnet bei den persönlichen Kontakten ist die

Laufkundschaft – also Jugendliche und MultiplikatorInnen,

die keine direkte Anfrage stellten, sondern sich in erster Linie

selbstständig mit Infomaterial eingedeckt haben.

Weitere Einsätze auf Berufsinfomessen in der Stadt Salzburg

waren auf der Berufserlebniswelt in der Wirtschaftskammer

am 2. und 3.7., sowie am Karriereforum in der Alten

Residenz am 8.11.

Nicht nur in der Stadt Salzburg war die Jugendinfo auf

Messen zur Stelle, auch in den Regionen bei den Berufsorientierungsmessen

(BoBi) am 4.10. in Zell am See sowie am

19.10. in Tamsweg war die Jugendinfo vor Ort.

Sonstige Außeneinsätze

Last but not least war die Jugendinfo beim „Tag der offenen

Tür“ in der HAK2 und der HTL in Salzburg, sowie beim

Redewettbewerb des Landesjugendreferates mit einem

Informationsstand vor Ort.

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26

„Entdecke Europa! Entdecke die Welt!“ –

mit akzente International

akzente Salzburg International ist seit 1996 die Anlaufstelle

für jugendrelevante EU-Förderungen im Bundesland

Salzburg. Ab diesem Zeitpunkt wurde auch der Aufbau des

damaligen Pilotprogramms Europäischer Freiwilligendienst

(EFD) forciert. akzente International ist weiters Salzburger

Regionalstelle für das EU-Programm JUGEND in AKTION.

Neben Information und Beratung zum Programm sind wir

auch als Partner bei internationalen Projekten tätig. Außerdem

sind wir die koordinierende Stelle für den Europäischen

Freiwilligendienst im Bundesland Salzburg.

Internationale Jugendbegegnungen

Die Aktion 1.1 des Programms JUGEND in AKTION

Im Jahr 2012 hat eine Gruppe junger Salzburger und

Salzburgerinnen an einer Internationalen Jugendbegegnung

teilgenommen. Viele weitere Pläne hatte es gegeben: von

einer akzente-eigenen Jugendbegegnung (Internationales

Theatercamp) bis zu einem Rückaustausch, den eine

Gruppe junger SalzburgerInnen organisieren wollte, bis hin

zu drei bis vier weiteren eingegangenen Projektpartnerschaften,

die jedoch nicht ins Versenden einer Gruppe gemündet

sind.

Internatural

13.–23.7.: Mariembourgh, Belgien – vier Jugendliche und

eine Gruppenleiterin;

Diese Jugendbegegnung war nichts für schwache Nerven,

dafür aber umso spaßiger! Zehn Tage lang im Zelt ohne

fließendes Wasser, dafür Kanu-Fahren, Wandern, Mountainbiken,

Klettern usw. Vom „Survival Camp“ wurde danach

erzählt ... Aber jede und jeder würde sofort wieder mitfahren!

Beratungen & was sich sonst in Salzburg getan hat

Der Verein Kopfstand der ehemaligen akzente International

Mitarbeiterin Barbara Sieberth stellte im September eine

Internationale Jugendbegegnung auf die Beine: Bei „Das

Ändern leben“ ging es um politische Aktionsformen;

Das JUZ Corner wird eine Jugendbegegnung im Jahr

2013 in Salzburg veranstalten – Vorbereitungen bereits Ende

2012.

Dasselbe gilt für die Gemeinde Mattsee: auch hier wird

eine Jugendbegegnung für 2013 geplant.

Das JUZ Get2gether begibt sich auf die Suche einer

Internationalen Jugendbegegnung im Ausland, an der man

mit einer Gruppe teilnehmen kann.


Jugendinitiativen

Die Aktion 1.2 des Programms JUGEND in AKTION

Über JUGEND in AKTION können auch lokale (und

transnationale) Jugendprojekte finanziert werden. akzente

International bietet dafür Beratung und Unterstützung bei

der Antragstellung an. Eingereicht, bewilligt und durchgeführt

wurden im Bundesland Salzburg im Jahr 2012

folgende Projekte:

„Interkulturelles Forumtheater“, ein Theaterprojekt zum

Thema Asyl und Heimat, eingereicht von Elisabeth Rieser

und der Gruppe ‚dalli dalli reloaded’;

„Sampler der Pinzgauer Jugendmusikszene“; Nachfolger

eines INTERREG Projektes der Musik Fabrik Pinzgau e.V.;

„Akzeptieren statt Diskriminieren“, Gemeindejugendteam

Lengau;

Weit nicht aus jeder Beratung geht tatsächlich ein JUGEND

in AKTION Projekt hervor.

Jugenddemokratie-

und Jugend trifft Politik-Projekte

Die Aktionen und 1.3 des Programms JUGEND in

AKTION

Folgende Aktivitäten fanden in Salzburg statt und wurden

von der Regionalstelle beraten:

2011 beantragt, bewilligt und gestartet, 2012 beendet:

PoliPedia: Online Civic Education mit den Projektpartnern

ICT&S/Universität Salzburg, Demokratiezentrum in Wien und

zwei slowenische Partnerorganisationen. (Aktion 1.3)

2012 beantragt, bewilligt und umgesetzt: Newland. Ein

politisches Rollenspiel, Projektträger sind die akzente

Abteilungen Kultur und Kommunale und Regionale

Jugendarbeit. (Aktion 5.1)

Europäischer Freiwilligendienst

Die Aktion 2 des Programms JUGEND in AKTION

akzente International ist einerseits Sendeorganisation für

Salzburger Jugendliche. Die Tätigkeiten in diesem Bereich

umfassen: laufende Information und Öffentlichkeitsarbeit,

EFD Infoabend alle vier bis sechs Wochen in der akzente

Jugendinfo, Bewerbungscheck, Information über offene

Projektplätze, Koordination der Teilnahme an den vor- und

nachbereitenden Trainings, Zusammenarbeit mit den

Aufnahmeorganisationen, Vor- und Nachbereitung des

Auslandsaufenthaltes mit den Freiwilligen, anlassbedingte

Krisenintervention während des Aufenthaltes etc.

Im Jahr 2012 wurden zwölf Jugendliche aus dem Bundesland

Salzburg zu einem Freiwilligendienst in sechs verschiedene

Europäische Länder versandt, drei weitere standen in

den Startlöchern für Abreisen und Projektstarts im Jänner.

Darüber hinaus ist akzente International koordinierende

Organisation für jene Salzburger Organisationen, die eine/n

Jugendliche/n aus dem Europäischen Ausland bei sich

aufnehmen.

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28

Von Herbst 2011 bis Sommer 2012 waren zwölf Freiwillige

bei folgenden Organisationen in Salzburg im Einsatz:

- Paula Morawiec, Polen, Caritas Flüchtlingshaus

- Chiara Morelli, Italien, Jugendzentrum CORNER

- Agne Petrauskaite, Litauen und

Laura Argudo, Spanien: Insel/Haus der Jugend

- Istvan Balogh, Ungarn, Kinderfreunde Salzburg/Keck

- Max Kortmann, Deutschland, Jugendzentrum Oberndorf

- Piotr Popiel, Polen, Verein Spektrum

- José Arnaldo Tobias de Freitas, Portugal,

Vogelsangschule Saalfelden

- Maria Sanna, Italien, Radiofabrik

- Aivars Pastars, Lettland, S-Pass und akzente

Jugendinfo

- Nana Tevdoradze, Georgien, Seniorenresidenz Mirabell

- Gerwin de Roy, Belgien, International Center for New

Media

Im Sommer 2012 wurde die Bühne frei gemacht für

die nächste Generation:

- Adriana Mihalache, Rumänien, Juz Oberndorf

- Enrico Corgnati, Italien, Insel/Haus der Jugend

- Josefine Holm, Denmark, Insel/Haus der Jugend

- Serap Aydemir, Tükei, Juz Corner

- Stephan Allanic, Frankreich, S-Pass/Jugendinfo

- Joel Vilanova, Spanien, Vogelsangschule Saalfelden

- Gerwin De Roy, Belgium, ICNM

- Alice Olivier, Frankreich, Seniorenresidenz Mirabell

- Rita Varga, Hungary, Caritas Flüchtlingshaus

- Ekaterina Mandova, Bulgarien, Radiofabrik

- Leider in der ersten Woche abgebrochen: Viviana Cipulli,

Italien, Spektrum

- Leider mit Ende des Jahres Projektabbruch: Fatih

Aktoprak, Türkei, Keck/Kinderfreunde

- Maciej Dybala, Polen, BAZ St. Gilgen

Anlässlich der Ankunft der neuen Freiwilligen wurde ein

Internationaler Abend bei akzente veranstaltet.

Interesse, sich neu als Aufnahmeorganisationen akkreditieren

zu lassen, haben im Jahr 2012 folgende Organisationen

bekundet:

• Bereits akkreditiert: Pro Juventute Golling

Projekt „Leucht(s)turm“

• Juz Eugendorf

• Waldkindergarten Saalfelden

• FS 1 – Freies Fernsehen Salzburg

Leider gescheitert sind beide Anläufe, ein Projekt bei der

Exekutivagentur von JUGEND in AKTION in Brüssel zu

beantragen. Geplant war ein EFD zwischen der Städtepartnerschaft

Leon, Nicaragua und dem Jugendzentrum

Get2gether der Salzburger Kinderfreunde. Auch die Pläne

mit des Projektes COPE in Salzburg und Südindien wurden

nicht weiterverfolgt.

Der EFD Bereich war im Jahr 2012 geprägt von der Suche

nach Unterkunft für die Freiwilligen. Ab Sommer war einen

Unterbringung im Herz-Jesu-Heim aufgrund eines Umbaus

nicht mehr möglich. Schließlich zog man im September

in ein Haus in der Riedenburg ein. Auch diese Lösung ist

jedoch nicht von Dauer, sondern läuft im Juni 2013 aus.


Weiterbildung und Vernetzung

Die Aktion 4.3 des Programms JUGEND in AKTION

Mit der Aktion 4.3 bietet das Programm jede Menge

Möglichkeiten für Personen und Organisationen die im

Jugendbereich tätig sind. Quer durch Europa kann man

sich Internationale Trainings, Seminare, Job-Shadowings,

Studienbesuche etc. finanzieren lassen. Was in diesem

Bereich in Salzburg 2012 los war:

• Theresa Lugstein von Make it – Mädchenbüro des

Landes Salzburg, nahm vom 26.–31.3. an „Empowering

Women II“ in Paris teil.

• Zwei tapfere junge Männer lernten, wie man selber ein

„Survival Camp“ mit und für Jugendliche veranstaltet.

„Experience your Nature“ hieß das Training in

Mariembourgh/Belgien, 26.10.–3.11., zum Thema

Outdoor- und Erlebnispädagogik.

Auch das Team von akzente International nahm wieder an

nationalen und internationalen Fortbildungen und Austauschtreffen

teil:

• Regionalstellentreffen der Nationalagentur in Wien 18.–19.1;

• Evaluierungstreffen EFD Projektpartner, Akureyri/Island,

17.–23.2.;

• akzente intern: „Movin“ – Motivierende Gesprächsführung I,

17.–18.4;

• Training Jugendinitiativen „Pack’s an“, 3.–5.5. in Graz;

• Training „Ask4EVS“, 27.–29.9, Wien;

• akzente intern: Weiterbildung „Moderationstechniken“,

Referentin Katrin Lüth, 12.10.;

• Fachtagung „Bildungmobilität für alle“, Thema:

EU Programmgeneration 2014–2020, 13.11., Wien;

• Enquete zur Europäischen Jugendstrategie, Salzburg,

20.11.;

• Regionalstellentreffen der Nationalagentur in Linz, 21.–23.11.;

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Am 22.11.2012 machte die Bundesländertour zur Europäischen

Jugendstrategie in Salzburg Halt. Titel der Veranstaltung:

„Die Junge Welt und Salzburg – Das junge Salzburg

und die Welt“. Der Event im Markussaal mit zahlreichen

auch Internationalen Gästen wurde von der Österreichischen

Nationalagentur JUGEND in AKTION und dem Landesjugendreferat

gemeinsam veranstaltet. akzente International

war – neben der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

– in die Konzeption der Veranstaltung eingebunden und

koordinierte den lokalen Support.

Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Als Salzburger Regionalstelle ist akzente International damit

beauftragt, das Programm JUGEND in AKTION und die

Möglichkeiten, die es bietet im Bundesland bekannt zu

machen. Neben regelmäßigen Beiträgen in lokalen Medien,

Newslettern, Homepage, Facebook etc. ist das Team

deshalb bei zielgruppenrelevanten Veranstaltungen präsent:

• Im Februar fand ein Infoabend zum EU Programm im Rahmen

des akzente Bildungsprogramms statt.

• Im Februar nahm man am Vernetzungstreffen der Jugendzentren

im Tennengau teil.

• Im April wurde das EU-Programm beim Vernetzungstreffen

der Jugendzentren im Flachgau vorgestellt.

• Im Mai wurde anlässlich des Europatags ein Infostand im

Europark gemeinsam mit der akzente Jugendinfo betreut.

• Im Juni wurden die Angebote von akzente – so auch die des

Teams International – VertreterInnen von Schulen im Rahmen

eines Infovormittags präsentiert.

• Angebot eines Workshops zum Thema EFD beim

Jugendkongress der Stadt Salzburg.

• Unter anderem um das innovative Instrument einer online

Konferenz zu testen wurde JUGEND in AKTION im Rahmen eines

Seminars in St. Pölten (Veranstalter COMMIT) präsentiert.

• Bei allen Veranstaltungen der anderen Teams der Abteilung

Jugendservice werden das EU-Programm und seine Angebote

mittransportiert. So etwa bei der Sommertour der Jugendinfo

und des S-Pass, den Sommerkinos der akzente Jugendinfo, dem

Infostand beim Movida Festival, auf der BIM im November, usw.

• Im November wurde JUGEND in AKTION im Rahmen des

Grundkurses außerschulische Jugendarbeit vorgestellt.

• Im Dezember fand traditionell der www-Tag (world weit weg)

gemeinsam mit Jugendinfo statt.

Und zum Schluss – Ausblick 2013

2013 ist das letzte Jahr, in dem es JUGEND in AKTION

geben wird. Allerdings steht mittlerweile fest, dass die

meisten Aktionen des Programms auch weiterhin bestehen

– insbesondere der Europäischen Freiwilligendienst. Das

Programm 2014–2020 trägt den Namen „YES-Europe“.

Dabei steht YES (Youth, Education and Sports). Es gibt

also kein eigenes Jugendprogramm mehr, dafür aber ein

gesondertes Jugendkapitel. Wie die Verwaltungsstruktur in

Österreich aussehen wird, also auch, ob es auch nach 2013

Regionalstellen in den Bundesländern geben wird, entscheiden

in den kommenden Monaten die Bundesministerien.


Kultur

akzente Kultur bietet Unterstützung in kulturellen Dingen:

von Hip Hop bis Oper, vom Landestheater bis zum

Jugendorchester. Dabei sind unsere Partner in erster Linie

Schulen und Jugendgruppen, die Aktivitäten finden dann im

Klassenverband, in Gruppen oder fallweise auch einzeln, in

der Freizeit der jungen Menschen, statt.

Kartenvermittlung

2012 wurden 15.228 Theater- und Konzertkarten an ein

junges, kulturbegeistertes Publikum verkauft. Besonders

begehrt waren Karten für „Das weite Land“, „Die Jungfrau

von Orleans“ und „Momo“ sowie „Das Dschungelbuch“ für

die jüngsten ZuschauerInnen.

Die vierteljährlich erscheinende Informationszeitung

„TheaterNews“ bringt die entsprechenden Angebote zu

rund 1.600 Schulen und LehrerInnen in Stadt und Land

Salzburg sowie ins angrenzende Oberösterreich und Bayern.

Darüber hinaus werden regelmäßig SonderNews per E-Mail

oder Post versandt, die über kurzfristige Angebote und

Spezialangebote informieren. Kostenlose Sichttermine

ermöglichen den Lehrerinnen und Lehrern, das Angebot auf

Tauglichkeit für die eigenen Schülerinnen und Schüler zu

prüfen. Unterrichtsmaterialien zur Vor- und Nachbereitung

der Stücke wurden mit den Eintrittskarten oder elektronisch

versandt.

Schulklassen aus dem Bundesland Salzburg haben

darüber hinaus die Möglichkeit, eine Unterstützung für

Kulturfahrten in Anspruch zu nehmen. Davon machten im

vergangenen Kalenderjahr 49 Schulen Gebrauch. 2.922

SchülerInnen profitierten von diesem Angebot.

„Kultur hilft den eigenen historischen Wert zu verstehen,

die eigene Funktion im Leben, die eigenen Rechte und

Pflichten.“ (Antonio Gramsci)

Newland – ein politisches Planspiel

Auf Basis eines bereits existierenden „Papier“-Rollenspiels

entwickelte akzente Kultur mit dem Spiele-Macher Hadmar

Wieser und zwei Politologen der Universität Salzburg ein

neues, den Rezeptions-Gewohnheiten von Jugendlichen

des 21. Jahrhunderts entsprechendes Spiel: Newland 2.0.

Das neue Spiel ist zugleich interaktiv wie unterhaltsam und

belohnt Kooperation und Toleranz.

Besonders wichtig war uns, dass Newland für Jugendliche

mit wenig politischem Vorwissen spielbar sein sollte,

mit festen Regeln und trotzdem genug Freiraum für die

SpielerInnen – und dass bei allem Spaß nicht auf den Inhalt

vergessen wird.

Im Herbst 2012 wurde Newland fünf Mal gespielt, im

Flachgau, Tennengau, Lungau, Pongau und Pinzgau. An

jedem Spieltermin nahmen ca. 300 Jugendliche aus den

verschiedensten Schulformen – vom Polytechnischem

Lehrgang bis zum Gymnasium – teil. Alle SpielerInnen

wurden in zehn Nationen geteilt, die gegeneinander bei

verschiedensten Wettkämpfen antraten: Wer erfindet den

besten Song, das beste Logo, die besten Gesetze? Und

– kann man diese Gesetze auch einhalten? Welche Nation

hat die zufriedensten BürgerInnen? Ist das Leben in einer

Diktatur wirklich einfacher? Oder regt sich da nach einiger

Zeit der Widerstand? Und – will ich wirklich Königin sein?

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32

Alle Spiele wurden durch Unterrichtsmaterial unterstützt, für

LehrerInnen gab es Angebote, wie die Themen des Spiels im

Unterricht weiterführend behandelt werden können. In jedem

Bezirk fand außerdem auch noch ein „Runder Tisch“ statt,

bei dem die SpielerInnen noch einmal mit PolitikerInnen über

das Spiel und ihre Erkenntnisse diskutieren konnten.

Statistik:

Für 1x Newland braucht man unter anderem:

300 T-Shirts in 10 Farben

300 Kuverts mit je 2

Geheimaufträgen

300 Unterrichtshefte

300 Spielregelhefte

36 Schirmständer

12 Abtrennungen

120 Sessel

80 Hocker

50 Kübel

50 Teppichfliesen

300 Schokoriegel

10 Kisten mit Stiften

10 Fotogutscheine

10 Pinwände

2 Hulahoop-Reifen

2 Stofftunnels

10 Luftballons

2 Kapuzensweater

4 Kochlöffel

40 Quizfragen

2 Quietschtiere

1 Hanfseil (10 m, extrastark)

1 Kuhglocke

u. v. a.

I CAN / U CAN

Bei I can/U can unterrichten junge Menschen einander –

und gewinnen an sozialer Kompetenz, Selbstbewusstsein

und Respekt. Jugendliche lernen von ihren Altersgenossen

– nicht nur Backen/Tanzen/Reden, sondern auch Respekt

vor dem Wissen und den Talenten anderer.

In einem Pilotversuch wurden insgesamt 14 Workshops

durchgeführt. Elf Jugendliche vermittelten ihre Fähigkeiten.

Eine kleine Auswahl aus dem „Vorlesungs-Verzeichnis“:

Origami, Stop-Motion-Film, Pokern, Ukulele-Spielen, Leben

mit Beeinträchtigung, Manga-Zeichnen ...

Aufgrund des Erfolgs der Workshops wird I can/U can auch

2013 weitergeführt werden.


Geld.Macht.Menschen.arm –

Schulübergreifendes Jugendtheaterprojekt

Schauspielbegeisterte junge Menschen aus Stadt und Land

Salzburg haben seit über 15 Jahren die Möglichkeit, sich

beim Schulübergreifenden Jugendtheaterprojekt auf

den Brettern, die die Welt bedeuten, zu erproben und unter

professioneller Betreuung ein Theaterstück zu erarbeiten.

Dabei geht es immer um Themen aus der Lebenswelt der

jungen SchauspielerInnen und um ihren eigenen Input, der

– oft nicht einfache Fragestellungen und Probleme – für ihre

Altersgenossen rezipierbar macht.

Seit einigen Jahren folgt das Jugendtheaterprojekt dem Prinzip

des authentischen Ortes: Gespielt wird nach Möglichkeit

nicht auf einer Bühne, sondern an einem Ort, der – fast wie

ein weiterer Schauspieler – das Stück facettenreicher macht.

Geht es um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, dann

kann das ein Flüchtlingsheim sein oder die Dokumentation

„Zeitgeschichte“ am Obersalzberg. Beschäftigt sich das

aktuelle Projekt mit einem Schulamoklauf, wird natürlich in

einer Schule gespielt, zu Cyber-Mobbing in der städtischen

Mediathek usw.

Am 2.5. feierte „Geld.Macht.Menschen.arm“ der erst

16-jährigen Autorin Daniela Krismayer Premiere. Dank des

Entgegenkommens der Salzburger Sparkasse konnte das

Stück – das Schulden und ihre Konsequenzen thematisiert –

auch diesmal wieder an einem authentischen Ort aufgeführt

werden: nämlich in einem Bank-Foyer! Die ZuseherInnen

saßen auf Hockern ganz nahe am Geschehen – im wahrsten

Sinne mitten auf der Bühne.

13 Jugendliche (in zwei Besetzungen) spielten unter der

Regie von Claus Tröger vier Vorstellungen für mehr als 200

meist jugendliche BesucherInnen.

CARMEN – Jugend und Osterfestspiele 2012

„Jugend und Osterfestspiele – Jugendliche erleben

Oper“, das gemeinsame Projekt von akzente Salzburg Kultur

und den Osterfestspielen Salzburg, ermöglicht seit 1994

Jugendlichen aus Salzburger Schulen eine umfassende und

kreative Auseinandersetzung mit

der Welt des Musiktheaters und

mit der aktuellen Produktion der

Osterfestspiele.

Das Projekt beweist, dass sich

Jugendliche entgegen anderslautenden

Stimmen sehr wohl

für klassische Musik und Oper

begeistern lassen, auch wenn es

sich um nicht einfache Werke und

Inszenierungen handelt – wie 2012

Georges Bizets Oper „Carmen“. Es

nahmen 29 Klassen mit insgesamt

593 Jugendlichen aus 23 Schulen

(BG/BORG/HAK/HLW/HBLA),

von Tamsweg bis Seekirchen, von

Salzburg Stadt bis Radstadt, teil.

Nach einer intensiven Werkeinführung

zu thematischen und

musikalischen Aspekten wurden

die Inhalte der Oper umfassend in

den verschiedensten Workshops

bearbeitet. Die SchülerInnen

konnten Führungen durch das

Festspielhaus wählen oder in

einem Tanz-, Fotografie- oder

Schauspiel-Workshop eigene

Interpretationen des Stoffs finden.

Die Ergebnisse all dieser ambitionierten

Beschäftigungen mit den

großen Themen der Oper – Liebe,

Obsession, Eifersucht ... – wurden

an zwei Terminen im „Odeion“ in

Salzburg nach dem Prinzip „SchülerInnen

führen SchülerInnen ein“

präsentiert.

Am 27.3. folgte der Höhepunkt mit dem Besuch der Orchesterhauptprobe

von „Carmen“ im Großen Festspielhaus.

Hier konnten die Jugendlichen schließlich erleben, wie

die weltbesten MusikerInnen und SängerInnen die Oper

interpretierten, mit der sie sich gut drei Monate auseinandergesetzt

hatten.

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musik mobil – der Musikbus von

akzente Salzburg Kultur auf großer TOUR!

Das musik mobil versteht sich als ein Baustein zur

Vermittlung von Musik und möchte eine niederschwellige

Basis bei Kindern, Jugendlichen und LehrerInnen legen,

die Lust auf eigenes Musizieren und aktives Zuhören im

Konzertsaal macht.

Viele Wege führen Kinder zur Musik. Ein gelungenes

Kinderkonzert, ein Faschingskonzert der Musikschule oder

der Besuch eines Liedermachers an der Schule: Alle Live-

Erlebnisse mit Musik wecken Lust auf mehr oder bleiben als

Erinnerung haften, um im Erwachsenenalter Konzert- oder

Opernbesuche als sinnliche Bereicherung zu empfinden.

Nicht alle Kinder haben die Möglichkeit, ein Instrument zu

lernen, nur wenige Kinder haben den Resonanzkörper eines

Cellos berührt, während der Bogen über die Saiten geführt

wird oder das Kitzeln des Rohrblatts gespürt, während

die Klarinette einen Ton erzeugt. Das musik mobil bringt

Kindern und Jugendlichen alle Instrumente des Orchesters

so nah wie möglich, vermittelt Wissenswertes, Hörenswertes,

Staunenswertes rund um Musik und macht Kinder und

Jugendliche selbst zu GestalterInnen ihrer Musik.

2012 wurden insgesamt 93 Workshops (mit 1.816 Kinder

im Alter von 8–12 Jahren) im Bundesland Salzburg durchgeführt.

Davon 62 am Land und 31 in der Stadt, 41 in Volks-

und 38 in Hauptschulen und 14 in Neuen Mittelschulen.

Die teilnehmenden Schulklassen wurden zusätzlich zum

Konzert des Salzburger Landesjugendorchesters am 16.4.

im Großen Saal des Mozarteums eingeladen. Mit viel Freude

entdeckten sie die ihnen nun bekannten Instrumente wieder

und lauschten aufmerksam der Livemusik.

Salzburger Landesjugendorchester –

unterwegs in Stadt und Land!

Das Salzburger Landesjugendorchester wurde 2001 als

Sinfonieorchester für musikinteressierte junge Menschen

gegründet und debütierte im selben Jahr im Großen Saal

des Mozarteums. Seither haben die siebzig Orchestermitglieder

aus dem gesamten Bundesland Salzburg zwischen

13 und 25 Jahren vor mehr als 21.000 meist jugendlichen

ZuhörerInnen 32 Konzerte gespielt.

In den nunmehr elf Jahren seines Bestehens hat sich das

Salzburger Landesjugendorchester einen sehr guten Namen

gemacht, sowohl beim musikinteressierten Publikum als

auch bei professionellen MusikerInnen und nicht zuletzt bei

den Jungmusikerinnen und -musikern, die in das Orchester

aufgenommen werden wollen. Etlichen begabten jungen

MusikerInnen dient das Salzburger Landesjugendorchester

als „Sprungbrett“ für die Karriere in einem renommierten

Orchester. Seit 2007 leitet Norbert Brandauer mit großem

Erfolg das Orchester.


Konzerte 2012

Am 16.4. wurde am Vormittag ein speziell zugeschnittenes

Konzert für die musik mobil-WorkshopteilnehmerInnen

(8–12 Jahre) gegeben: Norbert Brandauer führte als

versierter Moderator einfühlsam und unterhaltsam durch das

Programm. Am Abend fand das Konzert für die „Großen“

statt: Aus der Sicht von Ludwig van Beethoven führte dieses

Mal Andrea Mooslechner durch das Programm bestehend

aus: Gabrielis Canzoni für Blechbläser, Vivaldis Concertino

für Sopraninoblockflöte und Streichorchester mit dem erst

14 Jahre alten Felix Gutschi als gefeierten Solisten; weiters

Händels Wassermusik (Ausschnitte) und Beethovens 4.

Symphonie.

Konzerte in Saalfelden und Schwaz

Am 19.11. ging es nach Saalfelden. In der Aula der

HBLW/HTL Saalfelden lauschten die SchülerInnen der

Saalfeldener Schulen den jugendlichen MusikerInnen des

Orchesters.

Und last but not least ging die Reise auch noch in den

neuen Silbersaal in Schwaz in Tirol: 800 Kinder und

Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren feierten lautstark

das Salzburger Landesjugendorchester.

Die Vorarbeit – die Probenarbeit

Umsetzung und Ablauf

Zur Einstudierung des Programms ist neben Stimmgruppenproben

auch ein intensives Proben-Camp Teil des Projektes,

in denen die Jugendlichen von erfahrenen ReferentInnen,

PädagogInnen und ihrem künstlerischen Leiter betreut

und unterrichtet werden. Bei den Proben wird gezielt

am Programm des nächsten Konzertes gearbeitet. Die

Stimmgruppen werden zusammengeführt und der Klang des

Orchesters geschaffen, um das perfekte Zusammenspiel

des Klangkörpers zu gewährleisten.

Nachhaltigkeit

Neben dem künstlerischen ist auch der soziale Aspekt von

großer Wichtigkeit: Die Jugendlichen verbringen in ihrer

Freizeit gemeinsam mehrere Tage außerhalb von Salzburg.

So lernen sie viele junge gleichgesinnte Leute kennen und

können den sozialen Kontakt intensiv pflegen: Die Musik

und insbesondere das gemeinsame Musizieren fördert die

Fähigkeit zur Rücksichtnahme auf Einzelne und die Gruppe.

Das gemeinsame Erleben durch die Musik stärkt den

Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl.

Zusätzlich findet man Zeit für einen Wissensaustausch:

Jüngere MusikerInnen lernen von ihren älteren KollegInnen

oder erhalten bei Problemen von diesen Hilfe. Da das

ganze Orchester und nicht nur einzelne Stimmgruppen am

Probencamp teilnimmt, kommt es zur Identifizierung mit

dem Landesjugendorchester.

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Marketing & Öffentlichkeitsarbeit

Egal ob die mediale Aufbereitung unserer Veranstaltungen,

Projekte und Abteilungen in Wort und Bild oder die Präsentation

unserer Inhalte mit maßgeschneiderten Foldern und

Druckwerken: der gelungene Auftritt in Sachen Jugendarbeit

ist unser Markenzeichen.

Präsentieren – aber richtig

Als Marketingabteilung ist die Öffentlichkeitsarbeit aller

Abteilungen im Haus unsere tägliche Aufgabe. Wir koordinieren

die Pressearbeit für alle Abteilungen und Projekte von

akzente Salzburg, verfassen Pressetexte, versuchen eigene

Themen gut unterzubringen, bereiten Pressekonferenzen

vor und arbeiten dabei eng mit dem Landesjugendreferat,

dem Landesjugendbeirat und der zuständigen Landesrätin

zusammen, wenn es darum geht, mediale Lobbyarbeit für

Jugendliche in Salzburg zu machen.

Wenn’s um die Grafik geht

Welcher Look darf’s denn sein? Von klassisch bis ausgefallen

schneidern wir das passende Design für jedes Produkt.

Schräg, hip und knallig – gerade die Zusammenarbeit mit

Jugendlichen aus den verschiedensten Bereichen macht

uns zu ExpertInnen für die junge Generation und ihren

Geschmack. Zielgruppenorientiertes Design steht für uns an

oberster Stelle, von klassisch bis schrill ist alles möglich!

Eine neue Homepage für akzente Salzburg

Nach zehn Jahren stehen alle Zeichen auf einen Relaunch

unserer Website. Nach inhaltlicher Konzeption und

grafischer Umsetzung geht’s jetzt an die Programmierung

unserer neuen akzente Homepage, die 2013 endlich online

gehen soll!

Inhouse-Produktionen

Das passende Layout für das vorgegebene Produkt: uns ist

es wichtig, dass alle Abteilungen des Hauses mit professionellen

und zielgruppenorientierten Drucksorten nach außen

gehen. Hier einige Produkt-Highlights aus dem Jahr 2012:


Redewettbewerb 2012

Alle Jahre wieder laden das Landesjugendreferat und

akzente Salzburg talentierte RednerInnen zum „Redenschwingen“

ein. Für den Jugendredewettbewerb wurden

in bewährter Manier Programmhefte, Essensmarkerl,

Feedbackbögen, Plakate, Infoflyer, Jurymappen, Schecks

für die Preisverleihung, Wegweiserplakate und Wertungsblätter

grafisch umgesetzt. Als besonderes Zuckerl für alle

TeilnehmerInnen gab’s noch ein Programmheft als kleines

Andenken dazu.

Bundesredewettbewerb 2012

Salzburg war heuer auch Gastgeber für den Bundesredewettbewerb,

bei dem sich die besten RednerInnen Österreichs

zum verbalen Kräftemessen trafen. Was uns sehr

freute: wir wurden auch hier mit der grafischen Aufbereitung

dieses Events betraut.

Das Spiel um die Macht in Newland

Mit unserem Real-Life-Rollenspiel tourten wir durch alle

Bezirke und spielten mit über 1.000 SchülerInnen „Politik“.

Die grafische Ausstattung für Flyer, Broschüren, Unterrichtsmaterialien,

Plakate, Banner, Fotostellwand sowie

Abschlussdoku oblag dabei natürlich uns.

Osternestsuche mit dem S-Pass

Viel Kreativarbeit und Liebe fürs Detail steckten wir in die

Umsetzung des Ostergewinnspiels für den S-Pass. Herausgekommen

sind knuddelige Küken, die gemeinsam mit

Meister Lampe zur bewegten online-Nesterlsuche einluden!

Kochen mit den Start-

StipendiatInnen

Lieblingsrezepte aus der

Heimat – das war das Motto,

unter dem wir mit den START-

StipendiatInnen ein eigenes

interkulturelles Kochbuch

herausbrachten.

Musikbus on Tour – Materialheft

für Hauptschulen

Zugegeben, die gezeichneten

musikalischen Fischerl vom

Lernmaterial für die Volksschulen

sind zuckersüß, aber für

die HauptschülerInnen durfte

es doch etwas knalliger in der

Aufmachung sein ...

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Schulbankdrücken

mit akzente

Alle akzente Angebote für

Schulen gibt’s ab sofort

auf einen Blick in einer

brandneuen Broschüre

zusammengestellt!

Infomaterial für akzente International

EFD, Jugendbegegnung, Jugendaustausch

& Co. – auch unsere hauseigenen

Infomaterialien brauchen ab und

an einen neuen Anstrich!

Das beste Design für unsere KundInnen

Mit den Jahren setzten immer mehr Partner, Jugendorganisationen

und weitere Einrichtungen aus dem Social Profit

Bereich auf uns, wenn es um die grafische Umsetzung ihrer

Ideen geht:

Mit der grafischen Ausstattung

des Jugendkongresses hatten

wir heuer alle Hände voll zu tun!

Plakate in allen Größen, Flyer,

check-in-Cards, Mini-Flyer für

Geheimkonzerte, T-Shirts, Einwegkameras,

bedrucktes Naschwerk,

Liegestühle, bis hin zum Stadtplan

und „Riesenbuchstaben“ – es gibt

(fast) nichts, was wir nicht gestaltet

hätten für dieses Event!

Für die Christian-Doppler-Klinik gestalteten wir verschiedenste

Infobroschüren und für unseren Projektpartner

Mercedes-Benz Österreich übernahmen wir die Logoentwicklung

für das gemeinsame SportFreunde-Projekt.

Auch für einen anderen Projektpartner erstellten wir Printprodukte:

die Spielemesse bekam hippe Flyer zur Bewerbung

der „Sport & Trend Area“ auf der Spielemesse 2012.

Die Gemeinde Zell am See

betraute uns mit dem Layout

für den Ferienkalender 2012

und auch das Sportjahrbuch

2012 ging wieder über unseren

PC. Auch für die Salzburger

Landesstatistik wurden wir

erneut aktiv, so gestalteten

wir den Zahlenspiegel mit der

dazugehörigen Interpretation

sowie den Folder „Salzburg/

Österreich/EU“.


Unser langjähriger Kunde, die Nährstoffakademie, bekam

von uns wieder das Frühlings- und Herbstprogramm

geliefert und für den Salzburger Frauennotruf gestalteten

wir Folder, Visitenkarten, Flügelmappen sowie einen Folder

zum Thema „alternative Heilmethoden“ und wir durften das

Prozessbegleitungshandbuch neu auflegen.

Das Akademische Gymnasium Salzburg überließ uns

wieder die Produktion des Jahresberichtes.

Für die Kinder- und Jugendanwaltschaften Niederösterreich

& Kärnten legten wir die Jugendschutzpostkarten neu auf

und für die Kija Salzburg durften wir zwei neue Postkarten

gestalten.

Magazine

ULTIMO – Tipps, Trends & Termine

Das Jugendmagazin ULTIMO erscheint 2 x im Jahr und

wird im Bundesland Salzburg herausgegeben. Das „junge“

ULTIMO ist nicht nur eine Plattform für junge SalzburgerInnen,

die ihre Projekte vorstellen möchten oder MusikerInnen,

die das Rampenlicht suchen – wir informieren auch über

Neues aus den Jugendzentren und stellen eigene Jugendprojekte

vor.

ULTIMO – Spezial, das Fachmagazin

Zusätzlich zum jungen ULTIMO haben wir die Fachzeitschrift

„ULTIMO Spezial“ wieder reaktiviert! Im Jahr 2012 brachten

wir zwei Nummern heraus: „Jugend & Arbeit“ sowie ein

Fachmagazin zum Thema „Beteiligung in Gemeinden &

Regionen“.

Plaudertasche – die Kinderzeitung

Geschrieben von Kindern für Kinder ist die „Plaudertasche“

die Zeitung für die „Kleinen“ – mit Basteltipps und Turnübungen

bis hin zu Buchbesprechungen – hier ist Thema, was

die Jüngsten interessiert, denn das Redaktionsteam besteht

aus Kindern, die gemeinsam mit dem Verein Spektrum die

bunten Seiten viermal im Jahr befüllen. Für das peppigbunte

Layout und den Druck von der 8.000 Stück starken

Auflage sind dann wir zuständig.

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make it – Büro für Mädchen-

förderung des Landes Salzburg

For Girls only!

Selbstbewusst und stark präsentiert sich die „neue“

Generation von Mädchen heute. Richtige Powerfrauen,

so scheint es zumindest. In Gesprächen mit ihnen zeigt

sich schnell, dass die viel zitierte Gleichberechtigung noch

nicht in alle Bereiche Einzug gehalten hat bzw. bestehende

Strukturen dies verhindern. Das gehört geändert und dafür

gibt es make it!

Starke Mädchenarbeit

Seit zwölf Jahren macht sich make it für die Anliegen von

Mädchen und jungen Frauen stark. Im März 2005 wurde

die Mädchenabteilung ins Jugendreferat übernommen, die

Kooperation mit der Stabsstelle für Chancengleichheit, Anti-

Diskriminierung und Frauenförderung und akzente Salzburg

besteht nach wie vor.

Mädchen tun heute ihr Bestes, um das Klischee vom

schwachen Geschlecht bestmöglich aus dem Sprachgebrauch

zu verbannen und stoßen dabei auch auf Grenzen

oder Überforderungen. Eine schwierige Aufgabe also, bei

der es viel Lobbyarbeit braucht: Denn die Bedürfnisse von

Mädchen und jungen Frauen werden oftmals nicht ernst

genommen, auch sexuelle Beschimpfungen und verbale

Attacken stehen häufig noch auf der Tagesordnung. Ganz zu

schweigen von der Beeinflussung durch die Medien, die den

Mädels zeigen wollen, wie „das“ Schönheitsideal definiert

sein sollte.

Eines muss von Vornherein klar sein: „Das“ Mädchen gibt

es nicht. Da sind Mädchen mit und ohne Behinderung,

Migrantinnen, heterosexuelle und homosexuelle Mädchen,

die einfach nicht alle in eine Schublade zu packen sind.

make it will die Spielregeln verändern und ist stolz auf seine

österreichweite Vorreiterrolle. Schwerpunkte von make it

sind die Koordination der Salzburger Mädchenarbeit und die

Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Jugendarbeit.

FIT – Frauen in die Technik 2012

Bereits zum elften Mal bot das Projekt „FIT“ Schülerinnen

der 11. bis 13. Schulstufe aus dem ganzen Bundesland

Salzburg am 6. und 7.2. die Möglichkeit, an zwei Tagen

Uniluft zu schnuppern und sich über die technischen und

naturwissenschaftlichen Studienrichtungen zu informieren,

die in Salzburg angeboten werden.

Zum Abschluss gab es jeweils sehr interessante Podiumsdiskussionen:

Studentinnen, Absolventinnen und Lektorinnen

plauderten aus dem Nähkästchen über ihren Alltag

als Frau in eher männerdominierten Branchen und gaben

wichtige Tipps fürs zukünftige Studium. Außerdem blieb Zeit,

persönliche Fragen der Schülerinnen zu beantworten.

girls in politics –

Politiklehrgang für Mädchen und junge Frauen 2012

Ein Lehrgang für Mädchen und junge Frauen in der EuRegio

über Grundlagen der Demokratie, Politik in Österreich,

Bayern und der EU.

Insgesamt 24 politisch und sozial interessierte Mädchen

zwischen 14 und17 Jahren aus dem Landkreis Traunstein,

Stadt und Land Salzburg und dem Berchtesgadener Land

nahmen von Juli 2010 bis August 2012 an fünf Lehrgangsmodulen

über die Grundlagen von Demokratie sowie Politik

in Österreich, Deutschland und der EU teil.

2011 und 2012 standen bei den „girls in politics“ Austausch,

Informationsgespräche sowie Diskussionsrunden mit

Politikerinnen auf Landes-, Bundes- und Europaebene am

Programm. Exkursionen nach Wien (Parlament) und Berlin

(Bundestag) fanden dazu bereits im Vorjahr statt.

Als drittes Modul und als Highlight des Projektes „girls in

politics – Politiklehrgang für Mädchen und junge Frauen

aus der EuRegio Salzburg – Traunstein – Berchtesgadener

Land“, erlebten die Schülerinnen diesmal eine Exursion


nach Brüssel. Neben Gesprächen mit EU-Abgeordneten

erhielten die Teilnehmerinnen eine Einführung in die Historik

und Informationen über den Aufbau und die Struktur des

Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission

und des Europäischen Rates. Besonders spannend erlebten

die „girls in politics“ die Teilnahme an der Plenarsitzung,

welche in 23 Sprachen übersetzt wurde, die unmittelbare

Nähe zu den EU-Abgeordneten und die „Vehemenz“ in ihrer

Kommunikation. Außerdem erlebten sie dabei das Pro und

Contra des „Catch-the-Eye-Verfahrens“, also Wortbeiträge

nach spontanen Handzeichen zuzulassen.

Im Rahmen des Lehrgangs erfuhren die Teilnehmerinnen wie

Politik wirklich funktioniert und sie setzten sich mit (frauen-)

politischen und aktuellen Themen auseinander. Einblicke in

die Praxis bekamen sie, indem sie hautnah am Geschehen

dabei waren (Nationalratssitzung, Bundestagssitzung im

Europaparlament) und Gespräche mit Politikerinnen auf

Bundes- und Europaebene führten. Sie tauschten sich mit

anderen Mädchenorganisationen aus und erfuhren, wie sie

sich als Jugendliche in die Politik einbringen können.

Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für

Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Frau sein – frei sein – gemeinsam stark!

Österreichweite Konferenz für Mädchen und

junge Frauen mit Behinderungen 26.–27.9.2012

Ziel der österreichweiten Konferenz war es, Mädchen und

junge Frauen mit Behinderungen im Alter zwischen 12–26

Jahren zu bestärken, Informationen über für sie relevante

Themen und Rechte zu vermitteln und einen Austausch zu

ermöglichen – kurz, Empowering zu betreiben!

Neben zahlreichen Workshopangeboten (Selbstbehauptung,

Selbstbestimmt leben, Berufsorientierung, Sexualität,

Kreativität …) setzten sich die 40 Teilnehmerinnen an

diesen beiden Tagen mit dem Thema „Frau sein – frei sein

– gemeinsam stark“ bzw. was es heißt Mädchen/Frau mit

unterschiedlichen Behinderungen zu sein, auseinander und

erfuhren Wissenswertes über die UN-Konvention über die

Rechte von Menschen/Frauen mit Behinderung. Bei einer

Podiumsdiskussion berichteten Frauen mit Behinderungen

über ihre Erfahrungen und es wurde zum Austausch eingeladen.

Gemeinsam formulierten die Teilnehmerinnen Wünsche

und Forderungen welche an die zuständigen PolitikerInnen

weiter geleitet wurden.

Mädchen und junge Frauen mit Behinderungen haben dieselben

Wünsche und Bedürfnisse wie Mädchen und junge

Frauen ohne Behinderungen – Schule, Ausbildung, Beruf,

FreundInnen, Wohnen, selbstbestimmt und gewaltfrei leben.

Auch sie wollen Beziehung, Liebe, Sexualitäten, Kinder

und erfüllte Freizeit. Es ist nicht immer selbstverständlich,

dass sie das alles auch leben können und die notwendigen

Informationen dazu erhalten. Gängige Rollenbilder, Schönheitsideale,

pflegerische und finanzielle Abhängigkeiten

sowie Vorurteile spielen dabei eine wesentliche Rolle. Mit

der Konferenz möchten die OrganisatorInnen Mädchen und

jungen Frauen bestärken, an den eigenen Wünschen und

Zielen dranzubleiben und gemeinsam Wege zu erarbeiten,

wie sie diese verwirklichen und dazu notwendige Grenzen

setzen können.

Ein Projekt von make it – dem Büro für Mädchenförderung des

Landes Salzburg in Kooperation mit der Behindertenbeauftragten

der Erzdiözese Salzburg, der Behindertenbeauftragten der Stadt

Salzburg, der Behindertenbeauftragten der Universität Salzburg,

dem Bundessozialamt, dem Diakonieverein Salzburg (Orientierungsstufe),

der Familienberatungsstelle der Lebenshilfe Salzburg, dem

Frauenbüro der Stadt Salzburg, Oberrain anderskompetent, Pro

Mente Integrationsassistenz für Jugendliche, St. Virgil Salzburg,

Bildungs- und Konferenzzentrum, Amadea u.a.m.

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Bildungsangebote mit Mädchenschwerpunkt

Um JugendbetreuerInnen im Bereich Mädchenarbeit

entsprechend zu sensibilisieren und zu stärken, organisierte

make it folgende Fortbildungsveranstaltungen:

Girls just want to have fun?!

Umgang mit Widersprüchen in der feministischen

Mädchenarbeit: Auf- und Entdeckungen! 17.2.2012

Wollen Mädchen immer nur Spaß, Party und Next Topmodel

werden oder was prägt die Lebenswelten von Mädchen und

Perspektiven von Mädchenarbeit heute? In der praktischen

Arbeit und im konkreten Umgang mit Mädchen stehen wir

damit vor der Herausforderung, sowohl wertschätzend mit

den Themen und Bedürfnissen von Mädchen umzugehen,

als auch einen kritischen, parteilichen Blick auf Gesellschaft

zu wahren.

Die zwölf Teilnehmerinnen befassten sich dabei mit

folgenden Fragestellungen: Wie kann es also gelingen, den

Ansprüchen einer parteilichen, feministischen Mädchenarbeit

in Zeiten von Next Topmodel gerecht zu werden? Wie halten

und gestalten wir die Widersprüche zwischen dem Bedürfnis

nach Spaß und dem Wissen um strukturelle Betroffenheiten

von Mädchen. Was bedeutet das für eine feministische,

parteiliche Mädchenarbeit?

Die Auseinandersetzung erfolgte auf verschiedenen Ebenen:

Die differenzierte Betrachtung von Lebenslagen und

Themen von Mädchen und deren Übertragung in einem

pädagogischen, konzeptionellen und politischen Kontext.

Die Bewusstmachung von eigenen Widersprüchen,

Verdeckungen und deren Auswirkungen auf Mädchen bzw.

Mädchenarbeit.

Der Verortung dieser Zusammenhänge im gesellschaftlichen

Kontext und einer feministischen Perspektive, die

Widersprüche zum zentralen, politischen, praktischen und

persönlichen Gegenstand macht.

Im Seminar wurden sowohl persönliche als auch pädagogische

sowie politische Impulse gesetzt. Die ganzheitliche und

kreative Vorgehensweise ermöglichte es, die eigene Handlung

und Haltung zu erweitern, und diese auf Strukturen und

Situationen zu übertragen.

Arbeitsgemeinschaften 2012

ARGE gegen Zwangsverheiratung

Junge Frauen und Männer haben das Recht, frei zu

entscheiden, wen sie heiraten wollen. Dies gilt in allen

Ländern, für alle Menschen, ganz egal welche Herkunft,

Religion, Hautfarbe, oder welches Geschlecht und Alter sie

oder er hat.

Dennoch werden auch in Österreich junge Frauen und

Männer gegen ihren Willen verheiratet. Um die Situation

der von Zwangsheirat betroffenen Mädchen und Burschen

zu verbessern und entsprechende Präventions- und

Krisenmaßnahmen zu schaffen, wurde die ARGE gegen

Zwangsverheiratung bereits 2006 ins Leben gerufen.

Mitglieder der ARGE

Beratungsstelle Kompass, Frauenhaus Salzburg, Gewaltschutzzentrum

Salzburg, Verein Ekando Kumer, Integrationsbeauftragte

der Stadt Salzburg, Kinder & Jugendanwaltschaft

Salzburg, make it – Büro für Mädchenförderung

des Landes Salzburg, Stabsstelle für Chancengleichheit,

Anti-Diskriminierung und Frauenförderung, Verein Neustart

Salzburg, Verein Selbstbewusst, Verein Viele, ...


Konkrete Maßnahmen

a) Fortbildungsveranstaltungen

Seminar Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre

Teil 1 am 19.4.2012 und Teil 2 am 3.12.2012 für JugendarbeiterInnen,

SozialarbeiterInnen, PädagogInnen …

Der Begriff Ehre spielt bei Jugendlichen aus Ehrenkulturen

in vielen Aspekten des Alltags sowie in der Gestaltung der

eigenen Identität eine sehr große Rolle. Ehre wird oft als

Motiv genannt wenn es um Zwangsheirat, Ungleichheiten

zwischen den Geschlechtern, Unterdrückung und sogar um

Ehrenmorde geht.

PädagogInnen aus der Mehrheitsgesellschaft verfügen oft

nicht über ausreichende Kenntnisse, wie unterschiedlich

sich der Ehrbegriff definiert und welche Strukturen damit

verbunden sind. Die beiden Seminare trugen daher zur

Wissensvermittlung bei, sie regten zur Auseinandersetzung

an und zeigten entsprechende Handlungsstrategien auf.

Training für Multiplikatorinnen zu den Schwerpunkten

Zwangsheirat, FGA (Female Genital Mutation) und

Generationenkonflikte 10.10.2012

Dabei handelt es sich um eine geblockte Veranstaltung zu

den Themen: Zwangsheirat, FGM und Generationenkonflikte

mit einem abschließenden Workshop. Das Training bestand

aus theoretischen Inputs und Anregungen für die Praxis

zur Unterstützung eines erfolgreichen Beratungsprozesses.

Inputs aus Fallbeispielen wurden im Rahmen des Workshops

vorgestellt. Außerdem war Raum für die Reflexion

über eigene Haltungen sowie deren Wirkung auf den

Beratungsprozess gegeben. Das Seminar war für die zehn

Teilnehmerinnen aufgrund der Kooperation mit dem Verein

Orient Express kostenlos.

b) Schulworkshops

Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre

Die ARGE gegen Zwangsverheiratung bietet Schulworkshops

zum Thema Zwangsverheiratung an. Der Fokus liegt

dabei auf der wirksamen Präventionsarbeit in Salzburg.

Der Begriff Ehre spielt bei Jugendlichen aus Ehrenkulturen

in vielen Aspekten des Alltags sowie in der Gestaltung der

eigenen Identität eine sehr große Rolle. Im Workshop setzen

wir uns mit den Jugendlichen zu Themen wie Gleichberechtigung

und Unterdrückung im Namen der Ehre auseinander

und diskutieren mit ihnen. Die Workshops sind für die

Schulen kostenlos und dauern zwei Unterrichtseinheiten. Sie

finden mit allen Schülerinnen und Schülern der Klasse statt.

Termine nach Vereinbarung.

2012 wurden insgesamt sechs Workshops umgesetzt und

damit rund 130 SchülerInnen erreicht.

Folder Zwangsverheiratung – Nein!

Der Folder, der Informationen zum Thema Zwangsverheiratung

beinhaltet, richtet sich an Kinder und Jugendliche.

Dieser erscheint in sechs verschiedenen Sprachen und ist

kostenlos über make it bestellbar.

Living in a box – interaktive Wanderausstellung

18.–22.6.2012 im Pinzgau

Aufgrund des großen Erfolges

aus dem Vorjahr boten die

Bezirkshauptmannschaft Zell

am See, MonA-Net Mädchen

online Austria Netzwerk, das

BORG Mittersill und make it

– das Büro für Mädchenförderung

des Landes Salzburg in

Zusammenarbeit mit akzente

Pinzgau, dem Frauengesundheitszentrum

ISIS, dem Frauennotruf,

der Kinder & Jugendanwaltschaft

Salzburg sowie der Mädchenberatungsstelle

Kompass auch in diesem Jahr wieder eigene Workshops

für Schülerinnen im Pinzgau an. An die 100 Schülerinnen

aus verschiedenen Schultypen im Alter zwischen 12–18

Jahren aus der Region wurden dabei erreicht. Diesmal

handelte es sich aber auch um ein Kooperationsprojekt mit

der Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt Umgebung, denn

in beiden Regionen wurden im Juni bzw. im September die

Workshops für Schülerinnen durchgeführt. Um das Projekt

abzurunden, standen zudem jeweils an beiden Standorten

eigene Schulungen für SozialarbeiterInnen am Programm.

Die Ergebnisse aus den beiden Bezirkshauptmannschaften

wurden am 26.11.2012 ausgetauscht und präsentiert und

entsprechende Handlungsansätze aufgezeigt.

4.–7.12.2012 im Lungau

Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und

Mädchen boten make it – das Büro für Mädchenförderung des

Landes Salzburg und der Frauennotruf Salzburg, gemeinsam

mit der Kinder & Jugendanwaltschaft Salzburg, der Mädchenberatungsstelle

Kompass, der Wirtschaftskammer Tamsweg,

dem Frauennetzwerk Lungau und akzente Salzburg wieder

eigene Workshops für Schülerinnen im Lungau an. Diesmal

stand eine Führung durch die interaktive Wanderausstellung

“Living in a Box“ am Programm, welche uns dankenswerterweise

von MonA-Net zur Verfügung gestellt wurde.

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Die Ausstellung beinhaltet Objektboxen zu mädchenspezifischen

Themen (Gewalt, Selbstverletzendes Verhalten,

Zwangsverheiratung, Essstörungen/Schönheitswahn, Sucht,

Berufswahlperspektiven, Sexualität/Verhütung, Rollenbild

und Selbstbestimmung). Die Boxen wurden von der jungen

Künstlerin MMag. a Christina Heinz gestaltet und sollen

das noch immer vorhandene „Schachteldenken“, sowie

Zuordnungen und Rollen in unseren Köpfen symbolisieren

und gleichzeitig Denkanstöße zur Perspektivenerweiterung

geben. Um die Lebensbereiche abzurunden wurden zwei

zusätzliche Boxen, die das Thema Migration und Behinderung

aufgreifen, von make it erstellt.

Mitarbeiterinnen aus Opferschutzeinrichtungen und Mädchenberatungseinrichtungen

begleiteten die Mädchen durch die

Wanderausstellung. Sie standen ihnen auch als Ansprechperson

zur Verfügung, zusätzlich lagen Infomaterialien auf.

Die jungen Teilnehmerinnen erhielten dadurch verschiedene

Inputs zu den jeweiligen Lebensthemen und Realitäten von

Mädchen. Sie lernten die Beraterinnen und Anlaufstellen

kennen, stiegen in die Diskussion ein und gestalteten im

Anschluss ihre eigenen Boxen. Auseinandersetzung fand

dadurch auf vielfältigen Ebenen statt.

Eigener Boxenbau

Um die Schülerinnen aktiv in die Ausstellung mit einzubeziehen,

waren diese eingeladen, ihre eigenen Boxen

herzustellen, in denen sie ihre Themen darstellen konnten,

die sie beschäftigen, sie in ihrem Umfeld wahrnehmen. Die

Materialien dazu wurden vor Ort zur Verfügung gestellt.

Die Mädchen hatten daraufhin noch die Möglichkeit, ihre

eigenen Boxen zu präsentieren. Die selbstangefertigten

Boxen konnten die Teilnehmerinnen selbstverständlich mit

nach Hause nehmen.

Organisatorisches

Die Workshops richteten sich an Schülerinnen der 7., 8.

und 9. Schulstufe (12 bis 15 Jährige). Insgesamt besuchten

an die 60 Schülerinnen aus dem Lungau aus verschieden

Schultypen die Veranstaltung. Zudem fand am 4.11.2012

ein Workshop für Multiplikatorinnen statt.

MonA-Net – Mädchen online Austria – Netzwerk

MonA-Net ist eine österreichische Internetplattform, die

Mädchen und jungen Frauen die Möglichkeit bietet, sich in

allen Bereichen ihres Lebens zu informieren, Rat zu holen

und sich aktiv mit anderen Mädchen und jungen Frauen

auszutauschen.

Dieses Projekt wird aus dem Budget der Frauenministerin,

des Frauenbüros des Landes Burgenland, des AMS und der

Frauenservicestelle „Die Tür“ finanziert, ist nicht kommerziell

und wird redaktionell, medien- und sozialpädagogisch

betreut. Als Projektpartnerin für Salzburg scheint make it –

das Büro für Mädchenförderung des Landes Salzburg auf.

www.mona-net.at

Vernetzungstreffen feministische Mädchenarbeit

Die Vernetzungstreffen werden seit 1996 regelmäßig

abgehalten und stellen eine wesentliche Grundlage für die

feministische Mädchenarbeit dar. Die Treffen finden drei- bis

viermal jährlich statt und sind offen für alle Frauen, die an

der Mädchenarbeit interessiert sind. Sie sind ein kostenloses

Angebot. Neben Fachreferaten ist auch ausreichend Zeit

zum Erfahrungsaustausch, zur Informationsweitergabe usw.

Am 9.3.2012 fand in der Stadt Salzburg das Vernetzungstreffen

„Der Körper ist politisch – was hinter der Beschneidung

von jungen Mädchen steckt“ statt, am 22.3.2012 hieß

es „Mädchenarbeit reloaded. Welche Grundsätze und Ziele

tragen eine moderne Mädchenarbeit heute?“ Ein Vernetzungstreffen

mit dem Arbeitskreis Mädchenarbeit Oberösterreich

stand am 12.6.2012 am Programm. Weiter ging es

im Herbst, am 9.11.2012, mit dem Schwerpunkt „Mach‘s

selbst! Do-It-Y-ourself für Mädchen.“ Selbstermächtigungs-

und Handlungspotenziale durch neue DIY-Strategien und am

12.10.2012 mit „Cross Work. Geschlechterbewusste Arbeit

von Frauen mit Jungen und von Männern mit Mädchen“.

An den Vernetzungstreffen nahmen durchschnittlich 15

Vertreterinnen aus verschiedenen Mädchenberatungseinrichtungen

teil.


Girls‘ Day

Weiblich, jung, technikinteressiert sucht:

einen Job mit Karrierechancen!

So lautete auch 2012 wieder das Motto des EuRegio Girls´

Day: einen Tag lang Handwerk, Technik und Naturwissenschaft

erproben und zeigen, dass Mädchen in diesen

Bereichen genau so geschickt sind wie Jungs.

Beim mittlerweile neunten EuRegio Girls´ Day nahmen 1.200

Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren aus Salzburg,

Traunstein und Berchtesgadener Land teil und erkundeten

150 ausgewählte Firmen.

Und dass auch 2012 wieder viele spannende Betriebe mit

dabei waren berichteten uns die Teilnehmerinnen selbst –

nachzulesen auf www.girlsday.info

Berufsvielfalt entdecken!

Berufsorientierung allgemein war beim diesjährigen Girls´

Day ebenso gefragt, da viele Mädchen gar nicht wissen, wie

viele Berufe es in Österreich und Deutschland überhaupt

gibt. Der Workshop Jobtalks 2.0 vonakzente Salzburg setzte

somit einen Schwerpunkt in diesem Bereich.

Nicht nur in Salzburg, sondern auch in Traunstein und im

Berchtesgadener Land gab es wieder tolle Schnupperangebote.

Bei Hawle in Freilassing wurden die Girls´ Day Teilnehmerinnen

wie jedes Jahr besonders herzlich empfangen

und durften nicht nur eine Firmenführung erleben, sondern

auch Werkstücke herstellen und mit nach Hause nehmen –

um nur ein Beispiel von vielen zu nennen!

Neugierig geworden?

Wer beim nächsten Girls´ Day am 25.4.2013 mit dabei

sein will kann sich schon vorab unter www.girlsday.info

informieren.

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akzente Fachstelle

Suchtprävention

„Hinter der Konsumsucht steht die Sehnsucht. Wir werben

fürs Erleben unbezahlbarer Augenblicke.“ Mit einprägsamen

Botschaften wie dieser begann ursachenorientierte Suchtvorbeugung

vor rund 20 Jahren sich auch in Österreich

an die breite Bevölkerung zu wenden. In Abgrenzung vom

drogenfixierten Zugang wurde damit auch der Suchtbegriff

breiter gefasst.

Seither organisieren Suchtpräventionsstellen die Vorbeugung

von Risikokonsum, Substanzabhängigkeiten und

problematischen Verhaltensweisen wissensbasiert und

qualitätsgesichert.

Die Fachstelle von akzente Salzburg wird gefördert vom

Sozialressort des Landes. Im Fokus der Arbeit stehen

Kinder und Jugendliche, deren Bezugspersonen wir in den

Bereichen Schule, Lehre & Freizeit sowie Familie

& Regionen ansprechen.

Das Team (im Bild mit Landesrat Walter Steidl) bietet

Fortbildungen, Elternbildung und Workshops an, begleitet

Projekte und hat Materialien für PraktikerInnen, Jugendliche

und alle Interessierten auf Lager.

Gesund sein, sich geliebt, stark und eingebunden fühlen –

dies wünschen Eltern ihren Kindern: Die Vielzahl möglicher

Fehlentwicklungen, die Risiken durch altbekannte und

neue Suchtmittel beunruhigt dabei auch gut Informierte.

Die Entwicklung von Abhängigkeiten ist aber nicht nur eine

Frage des Angebots, sondern auch der Nachfrage – ein

wenig lineares und steuerbares, komplexes Geschehen.

Die Entstehungsbedingungen unterschiedlicher Süchte

aber sind weitgehend gleich und liegen im Ungleichgewicht

zwischen Schutzmechanismen und Risikofaktoren im

Umfeld von Heranwachsenden.

Klare Expertenmeinung deshalb: Ein Schwerpunkt

präventiver Arbeit muss im Vorfeld von Suchtverhalten

und Problemkonsum liegen. Daran schließen fokussierte

Angebote für RisikokonsumentInnen, gleichermaßen alters-

und geschlechtsspezifisch konzipiert. Für Maßnahmen

der Früherkennung und Intervention sind für begleitende

Fachkräfte ausreichend Zeit und geeignete Kooperationsstrukturen

zu planen.

Entscheidend bleibt, sich in allen Ebenen der Aufklärung

die ursächlichen Zusammenhänge, in denen Abhängigkeit

entsteht, bewusst zu machen und sich zu fragen: Welche

Funktion haben verlockende Substanzen oder Medien –

wofür sind sie Ersatz und was bleibt, wenn „das Original“

nicht verfügbar ist?

Ganz offen: Wir wissen nicht immer, was genau wann

wirkt. Zusammen aber lässt sich Wissen vermehren und

verbreiten. Nehmen Sie bitte auch 2013 Kontakt mit uns

auf – damit wir gemeinsam Know-how für ein suchtfreies

Leben schaffen können!


2012 im Überblick

Für das Kindesalter

Hier ist vor allem Eigenständig werden zu nennen, ein

österreichweites Projekt zur Lebenskompetenzförderung

und Suchtprävention für Kinder zwischen 6–10 Jahren.

VolksschullehrerInnen werden geschult, im Unterricht mit

Kindern deren Konfliktfähigkeit, Stressbewältigung, Selbstwahrnehmung

und Problemlösung zu trainieren, unterstützt

von hervorragenden Lehrermaterialien. Nach dem Grundkurs

können die PädagogInnen das Programm über vier

Jahre hinweg in ihrem Unterricht integrieren und werden

kontinuierlich von der Projektkoordinatorin mit Angeboten

zur fachlichen Reflexion und Fortbildung unterstützt.

Kindliches Abenteuer und die wunderbare, wilde „Welt von

Pippi & Co.“ war auch Thema der 3. Fachveranstaltung für

rund 50 VS-PädagogInnen im April 2012: Eckhart Schiffer

– Arzt, Psychiater und Autor – vermittelte bildstark, wie Lernfreude

und Gesundheit von PädagogInnen geschaffen werden

können, auch unter schwierigen sozialen Bedingungen.

Insgesamt sind es mittlerweile rund 400 Salzburger

LehrerInnen, die in Eigenständig werden geschult sind.

Ergebnis 2012: Vier Grundkurse in Stadt und Land, acht

weitere Workshops/Veranstaltungen für (Beratungs-)

LehrerInnen, in Summe 234.

Für die „Gesunden Schulen“ Eben, Seekirchen und Pfarrwerfen

wurden im Auftrag von AVOS drei Elternabende

(80 Eltern) gehalten.

Die meisten Fragen zum Thema Sucht beziehen sich

im Kindesalter vor allem auf die so genannten Neuen

Medien – und wie man´s anstellt, einen gesunden Umgang

mit Handys, Smart-phones & Co zu finden und dabei den

Grat zwischen Medienkompetenz und problematischem

Verhalten wie Nonstopp-Gaming und Onlinesucht zu

erkennen. Orientierung kann die Fachstelle hier zudem mit

der Medienbroschüre „Über Neue Medien reden!“

leisten und verteilte sie auch 2012 großzügig an Schulen.

„Frühe Hilfen“: Sonderprojekt und besonderes Projekt

Unter „Frühen Hilfen“ wird ein Gesamtkonzept von

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bzw. gezielten

Frühintervention in der frühen Kindheit (Schwangerschaft bis

Schuleintritt) verstanden, das die spezifischen Lebenslagen

und Ressourcen von Familien berücksichtigt und mit

vielfältigen Ansätzen, Angeboten, Strukturen und AkteurInnen

vernetzt ist.

Gelingt dies frühzeitig, so können sich – neben der

Verkürzung von Leid für betroffene Eltern und Kinder – auch

die Kosten für spätere Maßnahmen der sozialen Kinder und

Jugendwohlfahrt merkbar senken; das belegt eindrucksvoll

die deutsche Stadt Dormagen, deren Modellprojekt bei

der Tagung „Frühe Hilfen für belastete Familien“ von

Elternberatung und Familienreferat Salzburg (19. Juni, St.

Virgil) viel Beachtung fand.

Als Teil der Kindergesundheitsstrategie auf Bundesebene

(www.bmg.gv.at) erhielten die Fachstellen für Suchtprävention

einen Auftrag zur Feldanalyse im jeweiligen Bundesland:

Mittels Online-Fragebögen, zahlreichen ExpertInnen-

Interviews und einem abschließenden Fokusworkshop mit

Schlüsselpersonen entstand eine Übersicht von relevanten

Leistungserbringern im Gesundheitssystem und der Kinder-

und Jugendhilfe sowie von Beratungs- und Therapieeinrichtungen

und deren Angeboten für Kinder von 0–6 Jahren

und ihren Familien. Den Bericht „Frühe Hilfen Salzburg“ gibt

es auf Nachfrage bei akzente, mehr an Infos, Terminen auf

www.fruehe-hilfen.at.

Für das Jugendalter

Alkohol, illegale Drogen oder neue Medien – die Auseinandersetzung

mit Sucht&Prävention ist zentral und stellt doch

jede/n BegleiterIn von Jugendlichen vor Herausforderungen

– in der Schule gleichermaßen wie im Freizeitbereich.

Natürlich existiert kein eigenes Unterrichtsfach dafür – umso

wichtiger ist es, die Präventionsarbeit auf unterschiedlichen

Ebenen in Unterricht und Freizeit einfließen zu lassen.

In der Schule der 10- bis 14-Jährigen unterstützt das

österreichweite Pilotprojekt „PLUS“ die LehrerInnen.

Nach einer eintägigen Fortbildung erhalten sie die gefragte

Lehrermappe, die alle Materialien enthält, um SchülerInnen

pädagogisch zu begleiten und ihnen einen angemessenen

Umgang mit Neuen Medien, Alkohol und Nikotin zu

vermitteln. Das Programm wurde jetzt über vier Jahre von

LehrerInnen eingesetzt und von den begleitenden Fachkräften

nach deren Rückmeldungen adaptiert.

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Zugleich wurden auch Kontrollklassen von der Fachstelle

betreut; die Evaluierung von PLUS wird für den Sommer

2013 erwartet.

Beim Schulprojekt „Nichtrauchen“ am Wiku und

MusPäd-Gymnasium reichten die (wirklich sehr smarten,

fleißigen und kreativen!) Schüler-MultiplikatorInnen der 1.

Runde die Stafette weiter an die nächste Generation: Beim

gemeinsamen Mupli-Camp trainierten 16 SchülerInnen an

drei Tagen ihre Hirn- und Lachmuskeln – Nichtrauchen-Fans

sind schließlich keine Spaßbremsen ...

Gesamt haben 415 SchülerInnen an 17 Workshops zu den

Themen Konsum, Rausch & Risikobalance teilgenommen.

379 Lehrkräfte und Fachpersonal von Schulen haben

an insgesamt 18 Angeboten (Grundausbildungen,

Reflexionstreffen, Vorträge) teilgenommen.

Zwei halbtätige Fortbildungen gab es für 61 UnterrichtspraktikantInnen

– damit Unterricht von Anfang an „präventiv

angelegt“ ist. Dank auch an die Pädagogische Hochschule

für die gute Zusammenarbeit!

Mitarbeitende in Jugendzentren, Jugend-Wohngemeinschaften

und sozial-pädagogischen Jugendmaßnahmen

erleben die sich verändernden Trends des

Suchtmittelkonsums häufig sehr früh und hautnah mit.

Durch ihre Kontakte mit den Jugendlichen nehmen sie deren

Schwierigkeiten und eine beginnende Suchtentwicklung oft

früh und feinfühlig wahr. Suchtprävention ist in der offenen

Jugendarbeit bedeutsam, lässt sich oft nur in kleinen

Gesprächsrunden organisieren und bedeutet mehr als

anderswo: Beziehungsarbeit – weil Beziehung die Voraussetzung

für Frühintervention ist und zugleich der wichtigste

Resilienzfaktor für Mädchen und Burschen.

An den – zum Teil hochintensiven – neun Angeboten zu den

Themen Rausch & Risikobalance nahmen 209 Mädchen

und Burschen teil.

Im Auftrag der Wirtschaftskammer Salzburg kam ein

Fortbildungstag für LehrlingsausbildnerInnen zustande, aus

dem sich wertvolle neue Kontakte zu Betrieben ergaben.

movin´ – Motivierende Gesprächsführung

Diese international anerkannte Technik für Gesprächs- und

Beratungssituationen dient als „Schuhlöffel“ – eben wenn

der Schuh drückt, meist jener der Kontaktpersonen von

jungen Menschen mit problematischen Konsumverhalten.

Die Fachstelle bietet movin´-Seminare für EinsteigerInnen, für

Fortgeschrittene und für Geübte an, jeweils in Kooperation

mit Trainern der Drogenberatung Salzburg und dauert je

zwei Tage.

2012 wurden sechs movin´-Seminare für 76 TeilnehmerInnen

organisiert: drei Grundkurse (davon einer für 15

VertrauenslehrerInnen), zwei Follow up und ein movin´III. Die

Zielgruppe sind MitarbeiterInnen der offenen Jugendarbeit,

der Jugendsozialarbeit, ErzieherInnen, Streetworker und

pädagogisch/beratendes Fachpersonal.

30 MultiplikatorInnen aus außerschulischen Handlungsfeldern

– wie zum Beispiel LehrlingsausbildnerInnen – nahmen

an drei weiteren Fortbildungsangeboten teil.


Für Eltern & Familie –

Mütter, Väter, Grosseltern, Erziehende

Fragt der Vater: „Was kann ich heute tun, damit mein

kleiner Sohn morgen kein Computer-Kind wird und statt

mit Freunden nur noch in der virtuellen Welt unterwegs ist?

Muss ich mein Kind in den Wald schleppen, damit er ihn

später vermisst?“. Sagt die Expertin/der Experte: „ .........“

So oder ähnlich wird gefragt an den Elternabenden, die wir

schulbegleitend ab der Volksschule bis zur Oberstufe auf

Nachfrage anbieten.

Die Bandbreite reicht dabei von „vorbeugender Information“

bis zu konkreten Hilferufen, weil die Eltern mit ihrem Latein

am Ende sind.

Das ist häufig mit beginnender Pubertät von Tochter/Sohn

der Fall, weshalb der 3-stufige Elternkurs auch „Was tun,

wenn’s pubertiert im Haus?“ heißt. Hier wird Zeit geschaffen,

mit Eltern intensiver in ein Thema reinzugehen.

Was brauchen Eltern? Sie suchen Aufklärung über Konsum,

Rausch und suchtgefährdende Gewohnheiten – und sie

möchten mehr über die besonderen Vorgänge in den Herzen

und Hirnen ihrer Kinder in der Zeit der Pubertät wissen. Sie

wünschen sich eine intensive Auseinandersetzung mit der

Eltern-/Erwachsenenrolle, geben einander Tipps weiter und

erfahren mehr über Beratungseinrichtungen. Die Ermutigung

zu Wohlwollen und Fehlerfreundlichkeit sich selbst und den

Kindern gegenüber wirkt sehr schnell;

Wir können zwar die Probleme in den Haushalten der Eltern

nicht lösen, aber den positiven Blick auf die Stärken und

Potentiale der Kinder und Jugendlichen wecken!

Was noch los war in den Regionen?

Im Pinzgau, Pongau und Lungau sind weiterhin

regionale Arbeitsgruppen (zehn Arbeitstreffen) aktiv,

zusammengesetzt aus wichtigen Partnern und AkteurInnen

des Bezirkes wie dem Forum Familie, JugendzentrumsleiterInnen

und immer wieder unseren KollegInnen aus den

akzente-Regionalstellen – wir danken allen Beteiligten!

Ziele sind Präsenz & Informationsaustausch, Erkennen des

Präventionsbedarfes in der Region und das Planen und

Organisieren von öffentlich wirksamen Veranstaltungen, um

mehr Zielgruppen und Aufmerksamkeit zu erreichen.

Im Pinzgau waren in besonderer Weise Bezirkshauptmannschaft,

Regionalmanagement und Bürgermeister engagiert:

Ihnen brannte vor allem das Thema Sperrstunde ab 2.00

Uhr unter den Nägeln, um die Auswüchse unangenehmer

nächtlicher Ordnungswidrigkeiten besser in den Griff zu

bekommen.

Der 2. Pinzgauer PräventionsTreff am 28.3. in Thumersbach

war als World-Cafe organisiert – eine sehr kommunikativ-kreative

Begegnungsform, an der die TeilnehmerInnen

gerne mitwirkten.

Der Pongauer „Ideenwerkstatt Alkohol & Tourismus“

gelang die Mitwirkung von Jugendlichen, die mit originellen

Mitteln und scharfen Augen in Bild und Ton setzen, was

ihnen zum Thema auffällt – und aufstößt.

Die Ergebnisse der gewitzten, originellen Auseinandersetzung

wurden von einer Jury gewürdigt und waren auf

YouTube anzuklicken.

Zu 13 Angeboten in Stadt und Regionen fanden sich

310 Personen ein.

49


50

Angebote „für alle“

Im Oktober 2012 war’s wieder einmal soweit: Die Salzburger

Fachstelle durfte – im Auftrag der Österreichischen ARGE

Suchtvorbeugung – deren 14. Brennpunkt:Tagung

ausrichten. Drei Tage lang lauschten/redeten/workshoppten/

kommunizierten 90 TeilnehmerInnen und mehr als 15

ReferentInnen zum heißen Thema

„Gender & Sucht: Geschlechtssensible

Suchtprävention & Suchtarbeit“, 15.–17.10. 2012.

Dass „gendern was ändern“ könnte, wurde vehement

bestätigt. Zahlen belegen eindrucksvoll den Zusammenhang

zwischen Sucht und Geschlecht bzw. Geschlechterstereotypen.

Zwei Drittel der KonsumentInnen illegaler Drogen sind

Männer. Sie treten bevorzugt in der Abenteurerrolle auf und

sagen mehrheitlich,

dass sie sich ihre Freundeskreise ausgesucht hätten,

mit denen sie konsumieren und dass sie nicht verführt

worden seien;

dass das Leben mit Drogen aufregend sei und dass

der Konsum der Drogen bei ihnen starke Glücksgefühle

auslösen würde.

Ein Drittel der KonsumentInnen illegaler Drogen sind

Frauen. Sie zeigen sich tendenziell in der Opferrolle und

sagen mehrheitlich,

dass sie zum exzessivem Drogenkonsum durch Freunde

und Nachbarn verführt worden seien;

dass sie auf kritische Lebensereignisse, insbesondere

durch sexuelle Gewalt, mit Konsumexzessen reagiert

haben, was schnell zu chronischer Sucht geführt habe.

Männer gehen weniger zum Arzt und bevorzugen andere

Medikamente, nämlich vor allem leistungssteigernde

Substanzen.

Allein stehende, alternde Männer gelten gesundheitlich als

Hochrisikogruppe. Neun von zehn pathologischen SpielerInnen

und zwei Drittel der Alkoholabhängigen sind männlich.

(Text kontakt&co, G. Gollner)

Mehr zu Geschlecht, Gender und Sucht auf

www.suchtvorbeugung.net/tagung/2012

Salzburger PräventionsFrühstück

(gibt´s auch nur in Salzburg)

8. Salzburger PräventionsFrühstück:

„Die neuen synthetischen Drogen – Research Chemicals,

Legal Highs, Crystal Meth, Kräuter & Co.

Leave it oder check it?“

In Kooperation mit der Drogenberatung Salzburg luden wir

zu diesen spannenden Fragen am 31.5. ein zu Vorträgen,

Diskussion und Vernetzung – mehr als 80 Interessierte

folgten der Einladung.

Was wissen wir über Konsummotive? Wie schätzen

KonsumentInnen ihr Risiko bei Research Chemicals oder

Legal Highs ein und wie kann die Suchtprävention mit

diesen FreizeitdrogenkonsumentInnen arbeiten?

Das waren nur einige Fragen, die Toxikologe Dr. Rainer

Schmid, von der Universität Wien im Rahmen seines

Vortrags stellte.

Nachfolgend wurde ChEckiT! als Projekt zur Drogenberatung

und Suchtprävention von Mag. a Sonja Grabenhofer

vorgestellt: „Wir bewegen uns gezielt in den Lebenswelten

der Probier- oder Freizeitkonsumierenden, schauen dort, wie

wir Risikomanagement betreiben können und unterstützen

sie auch bei der Konsumreduktion. Ziel ist grundsätzlich

eine drogenkonsumkritische Haltung aufzubauen, wofür

eine wertneutrale Information über Drogen wesentlich ist; in

unseren Beratungen nehmen wir eine akzeptierende Haltung

den Klientinnen und Klienten gegenüber ein, mit derer

sie sich ernst genommen fühlen und sich auf ein offenes

Gespräch mit uns einlassen“.

Mehr Infos und Beratung unter www.checkyourdrugs.at


9. Salzburger PräventionsFrühstück:

„Abheb’n – runterkommen. Konsum leben in Rausch-

und Risikobalance“

Gemeinsam mit den MitarbeiterInnen des Jugendreferates

übten wir uns am 7.12. in vorweihnachtlicher Balance:

Zwischen Vorbereitung, Vortrag samt Filmvorführung,

Diskussionen und Vernetzung – mehr als 50 Interessierte

und MultiplikatorInnen folgten unserer Einladung.

BegleiterInnen von Kindern und Jugendlichen sind immer

mehr gefragt, im Spannungsfeld zwischen dem Überangebot

von Konsumanreizen und Langeweile und Leere

genügend Orientierung und Halt zu bieten: Wie können

wir Mädchen und Buben stimmige Wege der Rausch- und

Risikobalance eröffnen, wie bringen wir inmitten von Festln

mehr Feierkultur ins Leben? Gerald Koller vom Forum

Lebensqualität Österreich stellte dazu sein neues Buch-

und Filmprojekt ‚spring ... und lande. Landkarten für

die Rausch- und Risikopädagogik’ vor.

Was allen Interessierten mitgegeben wurde, waren Landkarten

für den Umgang mit Rausch und Risiko, um die Furcht

vor dem „bösen Ende“ zu nehmen.

Mehr dazu unter www.qualitaetleben.at

Ein bewegtes Jahr mit zum Teil rekordverdächtig hohen

Angebots- und Teilnehmerzahlen ging damit zu Ende.

Bei Landesrätin Mag. a Cornelia Schmidjell bedanken wir uns

für ihr waches Interesse an Kinder- und Jugendgesundheit

und Präventionsfragen!

Bildungsarbeit Auswertung 2012 -

erreichte Personen

310 TeilnehmerInnen

aus

Eltern/Familie

209 Jugendliche außerschulisch

280 TeilnehmerInnen an

Fachveranstaltungen

106 MultiplikatorInnen Jugend(sozial)arbeit

Den Jahresbogen schlossen wir mit einem „neuen“ Gast

beim PräventionsFrühstück, dem frisch bestellten Soziallandesrat

Walter Steidl:

„Für mich wird der Auftrag an jene, die junge Menschen ins

Leben begleiten, immer deutlicher: Statt der Ausschaltung

von Rausch- und Risikoerfahrungen eine Optimierung der

Rahmenbedingungen zu erreichen. Ich möchte Instrumente

schaffen, die es Jugendlichen ermöglichen, mit „Versuchung“

und Risiko umzugehen: Ich freue mich auf weitere

Dialoge über Rauschbedürfnis und Risikokommunikation im

Sinne der Suchtprävention!“

Bildungsarbeit 2012

LehrerInnen, SchulärztInnen u.a . ges. 30 VA - 613 Prs.

(mit 16 Schüler-Muplis): (davon für Eigenständig werden 12 / 234)

SchülerInnen: 17 VA - 415 Prs.

MultiplikatorInnen außerschulisch: 9 VA - 106 Prs.

(davon movin-SE 6 / 76)

Jugendliche außerschulisch: 9 VA - 209 Prs.

Eltern/Familien: 13 (eig. 17) VA - 310 Prs.

Fachveranstaltungen: 5 VA - 280 Prs.

Setting-Ü, alle Regionen

In Summe: 1.933 erreichte Personen in ges. 83 Veranstaltungen

(im Umfang von 2 EH bis zu 2 Tagen).

415 SchülerInnen

613 LehrerInnen, SchulärztInnen

u. a. (mit 16 Schüler- Muplis)

51


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Adressen von

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den Jugendinfostellen & Regionalstellen

akzente Flachgau

Glockengasse 4c

5020 Salzburg

flachgau@akzente.net

akzene Salzburg

Glockengasse 4c

office@akzente.net

Tel. 0662/84 92 91

akzente Tennengau

Mauttorpromenade 10

(Pernerinsel)

5400 Hallein

tennengau@akzente.net

akzente Pinzgau

Bräuschmiedsteig 5

5700 Zell am See

pinzgau@akzente.net

akzente Lungau

Kirchengasse 8

5580 Tamsweg

lungau@akzente.net

akzente Jugendinfo

Anton-Neumayr-Platz 3

(neben dem Haus der Natur)

5020 Salzburg

info@akzente.net

MO-FR: 12:30-17:30 Uhr

info@akzente.net

akzente Pongau

Bahnhofstraße 36

5500 Bischofshofen

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