Sebastian Dickhaut Sebastian Dickhaut - Gießener Allgemeine

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Sebastian Dickhaut Sebastian Dickhaut - Gießener Allgemeine

4. Jahrgang · 12/2011

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

»Dieser Text hat

eigenlich gar

keinen Inhalt«

Der erfolgreiche Kochbuchautor

Sebastian Dickhaut

spricht über die Lehre in einer

Klinik, die Vorzüge der Kartoffel

und warum er das Mittagessen

retten will…

Blickpunkt

»Alle Jahre wieder«:

Lassen Sie sich nicht

von Weihnachten

überraschen. Seite 4

Campus

Hilfe, Mama kommt:

Wie die Eltern von

der WG ferngehalten

werden. Seite 36

Stadttheater Gießen


Editorial

An Weihnachten kommt man nicht vorbei. Wir nicht. Sie nicht. Niemand. Nicht mal in der Südsee. Denn selbst auf

den kleinsten Inseln werden mittlerweile Weihnachtsbäume in Reihe aufgestellt. Ich habe es einmal versucht. Vor

zehn oder elf Jahren wollte ich dem Fest aus dem Weg gehen und bin nach Belgrad abgehauen. Mit einer Freundin,

deren Familie dort serbisch-orthodox erst am 6. Januar auf »Heiligabend« macht. Als Mittelhesse ist man aber offenbar

doch irgendwie schon 13 Tage früher auf Weihnachten gepolt. Auch in Belgrad. Die Gefühle holten mich ein,

und ich bedauerte, nicht in der Heimat zu sein. Seitdem habe ich nicht mehr über eine Weihnachtsflucht nachgedacht.

Meine Freundin auch nicht. Um das Fest im Kreis ihrer Lieben zu feiern, nimmt sie in den letzten Jahren

einiges in Kauf. Als vor einiger Zeit Blitzeis versucht hatte, ihre Weihnachtsabläufe am 24. Dezember durcheinander

zu bringen und den kompletten Straßenverkehr lahmgelegt hatte, zog sie sich dicke Socken über die Schuhe,

spannte Einmachgummis darüber und marschierte kilometerweit in Richtung Elternhaus. Eigentlich ist ihr »Zu-Fuß-Gehen« fremd. Aber an

Weihnachten?! Daran kommt man nicht vorbei. Wir nicht. Sie nicht. Niemand.

Marc Schäfer

Inhalt

streifzug

wünscht:

Frohe Weihnachten!

Foto: Universal

BLICKPUNKT 4

Weihnachtliches Allerlei: Alleine unterm Weihnachtsbaum · Glühwein im Test · Rollentausch:

Nach der Vorstellung mit dem Piloten des »kleinen Prinzen«

RAMPENLICHT 12

Kochbuchautor Sebastian Dickhaut aus Bad

Nauheim im Interview

KOLUMNE 10

Brad Shaw: Unser Kolumnist hat einmal

mehr den Weihnachtsblues und sagt:

All I want for christmas…

STADTGESPRÄCH 16

Hörspielsammler: Ein Gießener sammelt

und archiviert Hörspiele

BLICK IN DIE REGION 18

Der Fellingshäuser Krippenweg von

Friedel Winter

UNTERWEGS 20

»Le Crabe«: Mehr als wunderbare Fischspezialitäten

bieten das Restaurant in

Butzbach-Kirchgöns

AUSLESE 22

VERANSTALTUNGSKALENDER 25

AM MAIN 34

Musical-Premiere: Sissi und Co. kommen

nach Frankfurt

CAMPUS 36

Was tun, wenn Mama zu Besuch in die

neue Studentenbude kommen will? · Eine

schöne Tradition: Weihnachtsvorlesungen

KULTUR 40

Der Monat der Comedians: Ein Überblick

SPORTWELT 42

Mein erstes Mal: Eishockey

MEDIATHEK 44

Buch, CD und App im Test

VINOTHEK 45

Wein des Monats

SPERRSITZ 46

Neu im Kino: »Rubbeldiekatz«

streifzug

IMPRESSUM

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Herausgeber: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft

mbH

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG, Kassel

Redaktion: Marc Schäfer (verantwortlich), Florian Dörr

E-Mail: streifzug@giessener-allgemeine.de

Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft mbH

Marburger Straße 20, 35390 Gießen (zugleich auch ladungsfähige

Anschrift für alle im Impressum aufgeführten Verantwortlichen)

Erscheinungsweise: Der Streifzug erscheint monatlich in der

»Gießener Allgemeine Zeitung«, »Alsfelder Allgemeine Zeitung«

sowie in über 200 ausgewählten, stark frequentierten

Auslagenstellen. Auflage: 40000 Exemplare

Verantwortlich für Anzeigen:

Anzeigenleitung: Wilfried Kämpf

Anzeigenverkaufsleitung:

Ulrich Brandt, Tel. 0641/3003-224, Anschrift siehe oben

Gültig ist der Anzeigentarif Nr. 2 vom 1. Januar 2011

streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Titelbild: Sebastian Dickhaut/Foto: GU

Sofern Sie Artikel dieser Publikation in Ihren internen elektronischen

Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie

die erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de

oder unter Telefon 030/284930, Presse-Monitor Deutschland

GmbH & Co. KG.

© Streifzug, Gießen

12/2011 streifzug 3


BLICKPUNKT

Foto: Fotolia

Schatz, wo feiern wir

Weihnachten?

Diese Frage kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Spätestens wenn in der Innenstadt

die Weihnachtsmarktbuden aufgebaut werden, beginnen die großen Diskussionen. Die

jungen, noch kinderlosen Paare fragen sich: Zu dir? Zu mir? Oder feiern wir? »Sie sollten

sich darauf vorbereiten und sich von Weihnachten nicht überraschen lassen«, rät Ulrich

Breidert-Achterberg, Facharzt für Psychosomatik und Experte für Familien- und Beziehungskrisen,

die rund um Weihnachten entstehen. Nach den Festtagen klingelt das Telefon in

seiner Praxis in Gießen Sturm. Alle Jahre wieder…

Ich werde am 24. Dezember mein erstes

Mal haben. Zum ersten Mal Weihnachten

bei den Schwiegerelten in spe. Ich bin gespannt.

Welche Traditionen haben sie wohl

dort, welche familieninternen Rituale? Singen

sie auch vor der Bescherung? Und was

essen sie? Auch Forelle und Toast – wie es

sich für Weihnachten gehört? Ich weiß das

alles nicht, und genau das macht mich unsicher.

»Sie müssen Kompromisse eingehen.

Wenn man zu Gast ist, macht es Sinn, sich

den Traditionen der Gastgeber anzuschließen«,

sagt Breidert-Achterberg, der nur zu

genau weiß, dass es meist die unterschied-

4 streifzug 12/2011


BLICKPUNKT

lichen Traditionen der Familien sind, die

Weihnachten beim gemeinsamen Feiern

im Streit enden lassen. Der Psychologe berichtet

von einer Patientin, die jedes Jahr

an Weihnachten schwer

depressiv wird, weil sie

es nicht schafft, das Fest

mit ihrem Mann so harmonisch

zu gestalten,

wie es früher bei ihren

Eltern gewesen ist. »Bei ihr wurde alles toll

geschmückt, Weihnachten war für sie ein

wunderbares Familienfest. Er hat die Feiertage

aber mit seinem Vater beim Skatspielen

in einer Eckkneipe verbracht. Diese

beiden Traditionen lassen sich nicht vereinbaren,

für den Mann ist Weihnachten nach

wie vor eine Skatrunde und kein Engelshaar«,

erzählt Breidert-Achterberg.

So schlimm wird es bei mir sicher nicht. Ich

Hesse freue mich auf das Weihnachtsfest in

Schwaben. Immerhin haben wir lange genug

getrennt voneinander gefeiert, weil

niemand auf seine Eltern verzichten wollte.

Oder es niemand seinen Eltern sagen wollte.

Also saßen wir sechs Jahre lang allein

unter dem Baum.

»Das ist die übliche Vorgehensweise von

jungen Paaren. Man teilt sich auf«, sagt

Breidert-Achterberg. »Meistens verändert

sich dies erst, wenn eigene Kinder da sind.

Bis dahin realisieren Eltern meist nicht, wie

weit die eigenen Kinder schon mit ihren

Partnern emotionalisiert sind und fühlen

sich weiter für sie verantwortlich. Die Kinder

kommen dadurch in Loyalitätskonflikte«,

sagt Breidert-Achterberg. Gelöst werden

die meist auf eigene Kosten, in dem

sich das junge Paar an Weihnachten aufteilt

oder das Fest auf der Strecke zwischen beiden

Elternhäusern verbringt.

»Eine Skatrunde

und kein Engelshaar«

Wir haben unser erstes Mal und die weitere

Vorgehensweise – natürlich feiern wir im

nächsten Jahr in Hessen, ist doch klar – generalstabsmäßig

geplant. Und schon im

vergangenen Jahr beide

Eltern über die neue Regelung

informiert. Als

wir unseren Entschluss

im Oktober im gemeinsamen

Gespräch noch

einmal untermauerten, gab es bei den

Hessen dennoch lange Gesichter. Nicht nur

bei den Eltern. Denn auch ich hänge an

unserem Weihnachtsfest.

Breidert-Achterberg lacht: »Ja, die arme

Seele ist sehr konservativ, wenn es um Traditionen

und Brauchtum geht. Das über

Jahre üblich gewordene Weihnachtsfest

wird eben nicht mal einfach so aufgegeben«,

sagt Breidert-Achterberg, der die Enttäuschung

nachvollziehen kann. Dennoch:

»Im Grunde haben Sie es richtig gemacht.

Weihnachten ist das einzige Christenfest,

das zum Familienfest taugt, an dem von

Vater, Mutter und Kind

die Rede ist, ansonsten

waren das ja eher Junggesellenaktionen,

deswegen

ist es in unseren

Köpfen eingebrannt

und weckt Kindheitserinnerungen und Gefühle,

die tief in uns verankert sind. Wenn

Menschen auf etwas stoßen, das sie emotional

berührt, sind ritualisierte Abläufe gut.

Von daher kann ich nur raten, sich frühzeitig

mit dem Weihnachtsfest auseinanderzusetzen

und sich nicht davon überraschen

zu lassen«, erklärt Breidert-Achterberg und

fügt hinzu: »Und bitte werfen Sie den Entschluss

nicht am Morgen des 24. Dezember

wieder über den Haufen.«

»Weihnachten hat mit

Konventionen zu tun«

»Man sollte sich nicht darauf verlassen,

dass sich die Frage nach dem Wo von

selbst regelt«, sagt Kommunikationspsychologe

Dariush Barsfeld aus Darmstadt zu der

Problematik. Er empfiehlt Paaren, sich vier

bis sechs Wochen vor Heiligabend darüber

Gedanken zu machen, wie sie die Verwandtschaft

unter einen Hut bekommen.

»Weihnachten sollte geplant werden wie

ein Urlaub oder ein Umzug«, sagt er. Am

geschicktesten sei es, sich mit einem Rundruf

bei allen Familienmitgliedern zu informieren,

was sie geplant haben. Wichtig:

»Treffen sie keine vorschnellen Zusagen.«

Und wenn die Festtage dann doch bei der

nervigen Familie der Partnerin gefeiert werden

müssen? »Am besten macht man sich

im Vorfeld klar, dass Weihnachten etwas

mit Konventionen zu tun hat. Da heißt es

dann: Zähne zusammenbeißen und die

Feier über sich ergehen lassen«, sagt Barsfeld,

wohl wissend, dass im nächsten Jahr

bei den eigenen Eltern wieder alles viel

besser wird.

Auch für Paare, die zum

ersten Mal gemeinsam in

der eigenen Wohnung

feiern, hat Breidert-Achterberg

einen guten Tipp:

»Junge Familien müssen

neue Familienrituale erfinden. Es ist sinnvoll,

eine Schnittmenge zu bilden, so dass

beide Partner etwas aus ihrer Kindheit

wiederfinden«, sagt der Psychologe. Nach

seiner Beobachtung stammt das traditionelle

Weihnachtsessen meist von der

mütterlichen Seite, während sich der junge

Vater bei der Größe des Weihnachtsbaums

durchsetzt. Wer dies befolgt, da ist er

sicher, wird zwischen den Jahren nicht bei

ihm Sturm klingeln müssen.

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12/2011 streifzug 5


BLICKPUNKT

Glühwein im Test

Fotos: Schepp

Der Beginn der Winterzeit ist auch der Beginn der Glühweinzeit – für einige ist das

würzige, alkoholhaltige Heißgetränk sogar der Höhepunkt der kalten Jahreszeit; und steht

mindestens auf einer Stufe mit Weihnachten oder Silvester. Doch was zeichnet einen guten

Glühwein eigentlich aus? Soll er einfach nur wärmen und »knallen«? Oder muss auch der

Glühwein Qualitätsansprüchen genügen wie seine »kalten Artgenossen« auch?

»Für viele Menschen ist Glühwein nur ein

Massenprodukt, das keinen Qualitätsanspruch

hat – das wollte ich mit diesem

Selbstgemachtem widerlegen«, sagt Weinkenner

Nico Medenbach aus Gießen-Wieseck.

Er vertritt die Ansicht, dass das heiße

Traubenprodukt sehr wohl kulinarischen

Anforderungen genügen kann bzw. dass

man auf recht einfache Weise sogar selbst

einen qualitativ überzeugenden Glühwein

herstellen kann, der ohne künstliche Süße

auskommt und auch keine Kopfschmerzen

macht. »Beim Glühwein am Weihnachtsmarktstand

wird gerne vergessen, dass auch

dafür ein Winzer Trauben keltert«, sagt Medenbach.

Der 33-jährige Weinfreund führt

regelmäßig Wein-Tastings durch und veröffentlicht

die Erkenntnisse auf seinem Blog im

Internet unter http://drunkenmonday.

wordpress.com.

Dieses Mal standen nicht die edlen Weine

im Mittelpunkt seines Gaumens sondern fünf

verschiedene Glühweine. Vier »Fertigprodukte«

konkurrierten dabei mit dem Herausforderer,

dem von Medenbach selbst zubereiteten

Qualitätsglühwein. Für das Tasting hatte

sich der Weinkenner Verstärkung geholt.

Neben zwei weiteren Testpersonen war

natürlich auch der streifzug in Medenbachs

Küche beim Blindtest dabei.

Das Ergebnis der Glühwein-Jury verblüffte

den Experten, denn es war nicht der auf der

Basis eines trockenen 2010er Spätburgunders

vom Rheingauer Weingut Barth für 8 Euro

erstellte Glühwein, der den ersten Rang einnahm.

»Es war mein erster Versuch, einen eigenen

Glühwein zu produzieren. Ich denke, beim

nächsten Mal könnte ich einiges verbessern«,

GLÜHWEIN ZUM SELBSTMACHEN, empfohlen von Nico Medenbach:

4 Nelken, 2 Sternanis und 2 Zimtstangen

einige Stunden vor dem geplanten

Glühweingenuss in einen entsprechenden

Qualitätswein einlegen. Zimt zerkleinern,

damit der Wein Geruch und Geschmack der

Gewürze annimmt.

Kurz vor dem Erhitzen (etwa

30 Minuten) 1 unbehandelte

Orange und 1 unbehandelte

Zitrone in Scheiben schneiden.

Die Schalen entfernen. Scheiben zusammen

mit 3 EL braunem Zucker in den

Wein geben.

6 streifzug 12/2011


BLICKPUNKT

erklärt Medenbach, der den Spätburgunder

mit einer in Scheiben geschnitten unbehandelten

Orange, einer in Scheiben geschnittenen

unbehandelten Zitrone, zwei Sternanis,

vier Nelken, zwei Zimtstangen und drei Esslöffeln

braunem Zucker angereichert hatte.

Diese Mischung ließ Medenbach 45 Minuten

ziehen und erhitzte sie anschließend auf etwa

65 Grad. »Man darf nicht über 73 Grad

erhitzen, denn dann verdunstet der Alkohol«,

erklärt der Gießener, dessen »Gebräu«

nun bereit war, gegen die fertigen Glühweine

anzutreten. Dies waren ein Winzer-Glühwein

aus italienischem Merlot, gekauft für

3,29 Euro bei Edeka, ein Bio-Glühwein von

Kunzmann, der ausschließlich aus ökologisch

angebauten Zutaten gemischt wurde, gekauft

für 2,99 Euro bei Rewe; sowie zwei 99-

Cent-No-Name-Weine von den Discountern

Aldi und Netto.

Beim Ergebnis waren sich alle vier Tester

einig: Klarer Testsieger wurde der Bio-Wein,

der einen angenehm würzigen Geruch hatte

und ausgewogen harmonisch, »weinig«, würzig

und fruchtig schmeckte, ohne dabei zu

süß zu sein. Ebenfalls gut und auf Platz zwei

schnitt der günstige Aldi-Wein ab, der

stärker nach Alkohol und weniger würzig

schmeckte. Schlusslicht wurde sein Netto-

Pendant, das zu künstlich nach Aromen roch

und schmeckte, Gewürze vermissen ließ und

ein stumpfes Gefühl auf den Zähnen hinterließ,

während Platz vier an den Merlot ging,

der zu nelkenlastig war und einen bitteren

Nachgeschmack im Abgang hinterließ. Medenbachs

Herausforderer landete auf dem

dritten Platz, und erfüllte damit die hohen

Erwartungen nicht.

»Es war der erste Versuch, von daher bin ich

nicht enttäuscht«, sagt Medenbach und fügt

hinzu: »Das Potenzial des Weins war deutlich

zu schmecken, allerdings war ein sauer-bitterer

Geschmack vorherrschend, während die

Gewürze zu kurz kamen. Beim nächsten Mal

würde ich die Gewürze kleiner schneiden

und vor allen Dingen noch länger ziehen lassen,

damit der Wein den Geschmack besser

annimmt. Die Früchte und den Zucker würde

ich vor dem Erhitzen hinzufügen und

etwa 30 Minuten ziehen lassen, aber die bitteren

Schalen weglassen«, sagt Medenbach.

Der Wein-Experte wurde durch den Test

motiviert, weiterhin Glühwein selbst zu machen.

Denn: »Glühwein ist mehr als eine billige

und wärmende Alkoholalternative auf

dem Weihnachtsmarkt.« Jan Sommerlad

Die Weine im Test

»Glühwein«

von Aldi für 0,99 Euro.

9,9 % Alkohol, aus dem

Hause Schenk in Baden-

Baden.

Bewertung:

Etwas zu brandig und

alkoholisch, aber insgesamt

auf Platz zwei im

Ranking.

»Bio-Glühwein«

für 2,99 Euro aus Rewe.

9 % Alkohol, alle Zutaten

aus ökologischem Anbau,

von Kunzmann in Dasing.

Bewertung:

Hatte mit seiner harmonischen

Mischung alles,

was man sich wünscht –

der Testsieger.

»Der Herausforderer«

à la Nico Medenbach.

12,5 % Alkohol vor der

Mischung mit den anderen

Zutaten, Spätburgunder

aus dem Rheingau.

Bewertung: Bei unserem

Versuch zu wenig

Gewürze, aber dank des

Weines großes Potenzial.

Die Tester ließen sich den Glühwein schmecken…

»Winzer Glühwein«

für 3,29 Euro aus Edeka.

11 % Alkohol, aus italienischem

D.O.C.-Wein

der Rebsorte Merlot.

Vertrieben von Kunzmann

aus Dasing.

Bewertung: Zu nelkig

und zu bitter im Abgang,

unharmonisch. Platz vier.

Die Mischung auf

weniger als 73 Grad

erhitzen – fertig!

Nicht entmutigen lassen, wenn die

Mischung beim ersten Versuch noch

nicht perfekt ist – Übung macht den

Meister.

»Glühwein«

von Netto für 0,99 Euro.

10 % Alkohol, aus dem

Hause Cavelli in Worms.

Bewertung:

Sehr künstlich; Geruch

und Geschmack erinnern

an Haribo-Produkte; zu

wenig Gewürze.

Der Testverlierer.

12/2011 streifzug 7


BLICKPUNKT

Rollentausch

Fotos: Wegst

Rainer Hustedt ist es gewohnt, ständig jemand anderes zu sein. Er ist Schauspieler am

Gießener Stadttheater und schlüpft dort in die unterschiedlichsten Rollen. Doch was passiert,

wenn das Stück zu Ende ist? Ist es dann Hustedt oder – wie im aktuellen Familienstück

»Der kleine Prinz« – der Pilot, der die Bühne verlässt?

Hustedt ist der Erste, der auf der Bühne

steht, und auch der Letzte, bevor das Stück

zu Ende ist. Er trägt eine Fliegerjacke, Stiefel

und eine große Brille, denn in diesem Moment

ist er nicht Hustedt, sondern der Pilot

und Erzähler des Stücks »Der kleine Prinz«.

Noch einmal kommen nach der letzten Szene

alle Schauspieler nach vorne, verbeugen

sich, die Kinder im Parkett und auf den Rängen

klatschen begeistert. Die Bühne wird

dunkel, der Zuschauerraum hell, die Theaterbesucher

strömen hinaus. Und was geschieht

hinter der Bühne? Statt wie das Publikum

in alle Richtungen auseinanderzugehen,

bleiben die Schauspieler einen Augenblick

zusammen und genießen das Gefühl der gelungenen

Premiere. Vielleicht haben sie den

Beifall im Ohr, oder die Zugaberufe. »Wir gratulieren

und umarmen uns«, verrät Hustedt.

Wenn ein Stück zum ersten Mal vor Publikum

gezeigt wird, ist das etwas Besonderes.

Jetzt, als es vorbei ist und die Anspannung

8 streifzug 12/2011

abfällt, macht sich Hochstimmung breit.

Hustedt sitzt mit verschränkten Beinen auf

der Bühnenkante. Hinter ihm wird abgebaut.

Der gelbe Hügel, auf dem der kleine Prinz

während seiner Reise all die wunderlichen

Gestalten trifft, verschwindet ebenso wie die

farbenfrohen Planeten und der glitzernde

Sternenhimmel. Die Stiefel hat der blonde

Schauspieler noch an und auch der Pilotenschal

hängt noch um seinen Hals. Nur die

Lederjacke hat er ausgezogen. »Eine Premiere

gespielt zu haben, ist schon eine Erleichterung«,

sagt Hustedt, der seit mehreren Jah-

ren Ensemblemitglied am Stadttheater ist.

Besonders groß ist sie wohl nach einem

Stück wie diesem. Abdul-M. Kunze, Regisseur

und Leiter des Kinder- und Jugendtheaters,

stellt in seiner Bühnenversion von Antoine

de Saint-Exupérys Märchen den Text in

den Vordergrund – eine echte Herausforderung

für die jungen Zuschauer. Hustedt ist

es, der ihre Aufmerksamkeit als Erster gewinnen

muss, und zwar vor einem schwarzen

Bühnenhintergrund. Das ist nicht ganz einfach,

räumt er ein. Doch nach ein, zwei Au-

»Der kleine Prinz« ist Antoine de Saint-Exupérys berühmte Geschichte

von einem Jungen, der seinen einsamen Planeten verlässt, um sich

einen Freund zu suchen. Dabei trifft er viele sonderbare Leute: einen König

ohne Untertanen, einen Eitlen, einen Trinker und einen gestressten Laternenanzünder.

Auf der Erde entdeckt er schließlich, dass er das, was er gesucht

hat, längst besaß und auf seinem Planeten zurückgelassen hat: seine geliebte

Blume. Das einstündige Familienstück für alle ab sechs Jahren ist neben den fast täglichen

Schulvorstellungen an folgenden Terminen im Großen Haus zu sehen:

4. Dezember, 15 und 18 Uhr, 11. Dezember, 16 und 18 Uhr, 18. Dezember,

11 Uhr, 26. Dezember, 15 und 18 Uhr. VVK: Theaterkasse, Tel. 0641/ 79 57 60


BLICKPUNKT

genblicken ist es ihm gelungen. Und das ohne

erhobenen Zeigefinger. Das sei ihm wichtig,

sagt er. Kinder würden mit Bildern überschüttet

– im TV, im Kino oder im Internet –,

so dass es für sie schwer sei, sich auf Text zu

konzentrieren. Hier müssen sie »das Unsichtbare

ertragen«, sagt Hustedt. Er sehe seine

Rolle als Diagonale, die die Kinder mit dem

Geschehen auf der Bühne verbindet. Der Erzähler

sei eine Identifikationsfigur. »Wenn die

Kinder sehen, dass ich am Rand sitze und

zuhöre, hören sie auch zu.«

Erschöpft wirkt der Schauspieler nach der

Premiere nicht, eher gelöst, vielleicht ein

bisschen unruhig. In seinem Gesicht spiegelt

sich noch das Leuchten der Kinderaugen.

Und doch ist er jetzt, nur ein paar Minuten

nach dem letzten Vorhang, nicht mehr der

Pilot, der vom kleinen Prinzen erzählt, sondern

Hustedt. Aus seiner Rolle kommt er

normalerweise schnell wieder heraus, wenn

er die Bühne verlassen hat, sagt er. Als

Schauspieler trainiere man so etwas. Denn

oft stehen kurz danach die nächsten Proben

oder gar eine andere Vorstellung an, für die

man wieder eine völlig andere Person sein

muss. Aber es gebe auch Stücke, vor allem

die komplexeren, bei denen das durchaus

schwierig sei. Normalerweise jedoch lasse er

die Bühnenfigur mit dem Abschminken in

der Garderobe.

Nach der Aufführung ist vor der Aufführung.

Das gilt besonders für den »Kleinen Prinzen«.

Denn bis Weihnachten wird das Stück beinahe

täglich gezeigt. Viel Arbeit für Hustedt

und seine Kollegen. Gut möglich, dass sich

das Stück bis dahin weiterentwickelt hat. Das

komme oft vor, erklärt der Schauspieler. Und

beim »Prinzen« ist das Potenzial dafür groß:

Alle Rollen sind doppelt besetzt. »Abdul-M.

Kunze geht auf die Individualität und Bedürfnisse

jedes einzelnen Schauspielers ein«, sagt

Hustedt. Das sei toll, aber auch anstrengend,

denn die Schauspieler müssen sich auf die

verschiedenen Kollegen und ihre Art, die

Rollen zu verkörpern, einstellen.

Hustedt trägt die Kollegen mit sich herum,

hat ihre Parts auf seinem Handy gespeichert.

So gehe er zwischen den Auftritten immer

mal seine Texte durch, auch ohne offizielle

Probe. Denn die Zeit für gemeinsame Proben

war knapp bemessen. Im Mai, noch vor

der Sommerpause, habe es einen Monat

Vorproben gegeben. Dann ruhte das Stück,

bis zur Woche vor der Premiere. »In der hatten

wir dann drei wichtige Probentage«, erzählt

Hustedt. »Das war hart.«

Ist es auch hart, wochenlang fast täglich das

gleiche Stücke spielen zu müssen? Hustedt

räumt ein: Es sei schon stressig, vor allem

müsse man gut auf seine Gesundheit achten,

um bis zum Ende durchzuhalten. Aber wenn

der Abschied vom Prinzen und seinem Piloten

kommt, wird es ein schwerer werden. Im

letzten Jahr, als er die Hauptrolle im Familienstück

»Herr Bello und das blaue Wunder«

gespielt hat, sei das auch so gewesen. »Ich

hatte die Inszenierung lieb gewonnen. Das

Ende hat immer zwei Seiten.«

Doch daran denkt er heute noch nicht. »Abschminken,

duschen und danach feiern«, so

sieht der Plan für die nächsten Stunden aus.

Bei der Premierenfeier, die nach der Vormittagsaufführung

ein spätes Frühstück wird,

sind alle dabei, die den »Kleinen Prinzen« auf

die Bühne gebracht haben: Regisseur und

Regieassistent, Dramaturgin, Bühnen- und

Kostümbildner, die Schauspieler Mirjam

Sommer, Sebastian Songin, Pascal Thomas,

Milan Pesl sowie Hunstedt – und vielleicht

verstecken sich am Frühstückstisch auch die

Rose, der Eitle, der kleine Prinz, der Laternenanzünder

und auch der Pilot.

Kathrin Nahrgang

Weihnachtsmarkt

Bis 22.12., Innenstadt

Der Gießener

Weihnachtsmarkt

ist auf jeden Fall

einen Besuch wert.

Ob man sich mit

Freunden zum

Glühwein oder mit der Familie zum

Bummel trifft, oder man auf den letzten

Drücker ein Geschenk sucht, dort geht

alles! Highlight ist wieder einmal die

Eisbahn. Auch die Öffnungszeiten bis

21 Uhr, freitags/samstags bis 22 Uhr

locken nicht nur »Glühweinfans« an.

Nordischer Winter

17./18.12., Rathaus in Krofdorf

Der »Nordische Winter« ist mehr als

»nur« ein Weihnachtsmarkt. Am 17. Dezember

(14 bis 21 Uhr) und 18. Dezember

(11 bis 20 Uhr) kann man in einem

kleinen sámischen Nomadenlager, wie

es noch heute während der Begleitung

der Rentierherden in Gebrauch ist, ein

Stück Lappland

erleben. Inklusive

Huskies

und Elchgulasch.

Foto: Wegst

Dem Nikolaus begegnen

5./6.12., 15.30 Uhr, Hoherodskopf

Es ist ein Traum, der Wirklichkeit wird.

Während einer Wanderung durch den

Wald, auf der Suche nach dem Nikolaus,

werden Symbole, Bräuche und

Legenden lebendig. Plötzlich ist eine

Glocke zu hören. Nikolaus erscheint

mit Knecht Ruprecht,

beladen mit

kleinen Geschenken,

die an die Kinder

verteilt werden.

Anmeldung unter

06644/7529.

12/2011 streifzug 9


BRAD SHAWS KOLUMNE

All I want for Christmas

Singles, die für sich selbst beten, richten ihr Jahr

nach ihrem Geburtstag aus. Singles, die zu Jesus

beten, programmieren ihren Smartphone-

Kalender Richtung Weihnachten. Beide Ereignisse

haben vor allem eines gemeinsam: Sie solo zu

durchlaufen, fühlt sich ohne Bowle ganz schön

bitter an – mit dem Unterschied, dass sich der Einsame

an Heiligabend wenigstens glamourös mit

Lametta erhängen kann. Ich kam nicht umhin

mich zu fragen: Warum knutschen die Idioten

überhaupt unter dem Mistelzweig im Wohnzimmer?

Können die nicht woanders angeben?

Alles begann an meinem 17. Geburtstag – in

einem Dorf, in dem die Gänsekeule meiner Oma

Rita den Gipfel der kulturellen Errungenschaften

darstellte. Als die Gemeinde »O Heiland, reiß den

Himmel auf« anstimmte, öffneten sich vor allem

meine Tränendrüsen. Denn er hatte Schluss gemacht.

»Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt«,

konnte ich gerade noch mitschluchzen. Drei Zeilen

später, bei »Komm, tröst' uns hier im Jammertal«,

war ich bereits zum Leiden Christi selbst geworden

und konzentrierte mich auf das Erdulden.

Bis heute denkt Oma Rita, ich hätte vor religiöser

Ergriffenheit geweint. Ich ließ sie in dem Glauben,

denn Glauben beflügelt. Und versetzt Berge. Leider

keine Völker. Denn eine neue

Völkerwanderung ist wohl die letzte Hoffnung,

doch noch Mister Right vor meine Haustür zu

spülen. Sich unter einen Weihnachtsstern zu stellen

und zu warten, bis drei Könige vorbeikommen,

wäre dagegen völlig absurd. Und kämen sie

doch, würde ich denjenigen nehmen, der den

Weihrauch mit sich führt. Der Inhaltsstoff Incensol

hat nämlich zumindest auf Tiere eine antidepressive

Wirkung. Ich arme Sau!

Ich bin übrigens nicht der Einzige, bei dem die

Gefühle in der Adventszeit fast so hoch kochen

wie bei einem Designer-Sale. Bei Radiosendern

und Telefonseelsorgestellen rufen zu keiner

anderen Zeit des Jahres mehr Einsame an als an

den Weihnachtsfeiertagen. Ich fragte mich, warum

das so ist, und landete auf der Seite eines Beratungsnetzwerks,

das mit dem Slogan »Schnelle

Hilfe über das Internet« wirbt.

Schnell fand ich spirituellen Beistand (»Einsamkeit

ist nicht als etwas Gottgewolltes zu sehen«), Empathie

(»Einsame Menschen hat es immer gegeben«)

und Rat (»Es macht Sinn, aus der Not eine Tugend

zu machen«). Obendrauf wurde gleich die richtige

Stelle genannt, an der ich die Aufnahme neuer

Beziehungen lernen kann, um zukünftigem Alleinsein

vorzubeugen: die Volkshochschule – völlig

ernsthaft! VHS = »Verzweifelter Haufen Single«?

Anstatt auf Resterampenpartys zu tanzen oder Dating-Portale

zu besuchen, hänge ich jetzt also an

der Volkshochschule rum. Schließlich habe ich

noch einen Monat Zeit, um einen Engel zu finden,

der mich unter dem Christbaum auspackt. Am

meisten Spaß machen mir die Kurse »Ausdruckstanz

als Spiegel der Seele« und »Star-Trek-Kostüme

selbst basteln«. Denn die Leute, die da mitmachen,

sind noch frustrierter als ich.

Letzte Woche fragte mich die Dozentin meiner

Klasse »Afrikanisches Trommeln«, ob ich eventuell

Lust hätte, mir ihr ein paar Heuschrecken essen zu

gehen. Frittierte. Ich sah das Verzweifelte in ihren

Augen. Und schluckte. Also erklärte ich Berit, dass

es immer einsame Menschen gegen habe, und

dass ihre Einsamkeit nicht gottgewollt sei. Dann

machte ich aus der Not eine Tugend und rannte

zirpend aus dem Seminar. Ich kam nie wieder

und betete zu Jesus, dass Berit keine Voodoo-

Puppen herzustellen weiß.

Singles, die ihren Lebensrhythmus nach Designer-

Sales ausrichten, würden zwar für vergünstigte

Stücke aus der aktuellen »Vogue« den besten

Freund über dem Abgrund hängen lassen, nie

aber jemanden daten, der potenziell Traumfänger

über dem Bett hängen haben könnte. Dann sich

doch lieber glamourös mit Lametta erhängen.

All I want for Christmas is you!

Brad Shaw

Brad Shaw schreibt exklusiv Kolumnen

für den streifzug. Normalerweise veröffentlicht

der Journalist sie im Netz auf

www.bradsticks.com. Sein Blog befasst

sich mit Lifestyle, Fashion, Musik, Promis

und Kultur – und immer wieder

mit der Suche nach Mr. und Mrs. Right.

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Hallo Kinder,

der Stelzen-

Weihnachtsmann

kommt!

Montag, 28. 11. Donnerstag, 15. 12.

Dienstag, 6.12. Dienstag, 20. 12.

Mittwoch, 7. 12. Mittwoch, 21. 12.

Dienstag, 13. 12. Donnerstag, 22. 12.

Mittwoch, 14. 12.

jeweils von 16-18 Uhr

10 streifzug 12/2011


GUT ZU WISSEN

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Die Piste

rocke(r)n

Die letzte Innovation im Skisektor war Ende

der 90er Jahre der Carving-Ski. Dann kam

lange nichts. Bis jetzt. Als eine der größten

Innovationen im Wintersportbereich gilt der Rocker-Ski. Eine völlig neue Bauform schafft ein

ganz neues Fahrgefühl – sowohl für den Einsteiger, als auch für den Profi. Diese neue Skiform

ist jetzt in der zweiten Saison auf dem Markt – und hat sich dort etabliert.

Foto: bf

Kaum einer kann in der Region die Innovation

besser erklären, als Ski-Experte Klaus

Weber vom Sporthaus Kaps in Oberbiel.

Seit über 25 Jahren beschäftigt sich der

Wintersportler mit den Skitrends und hat

mehrere 1000 Kundenski auf die individuellen

Bedürfnisse eingestellt, präpariert,

gepflegt – und auch aus dem Verkehr

gezogen, wenn sie zum Sicherheitsrisiko

wurden. Von den Rocker-Ski ist er begeistert.

Beim bloßen Anblick erkennt man

die Unterschiede zwischen einen konventionellen

Ski und einem Rocker-Ski: Die

geänderte Vorspannung und Geometrie.

Ein konventioneller Ski wölbt sich stark zur

Mitte und hat vorne und hinten die Kontaktflächen

zum Untergrund sehr weit außen.

Beim Rocker-Ski ist diese Wölbung

geringer, die Kontaktflächen liegen weiter

zur Mitte und sind größer. Die Vorteile liegen

auf der Hand. »Die kürzere Kontaktfläche

dreht leichter, der Schwung lässt sich

mit weniger Kraft einleiten«, sagt Weber.

Außerdem vergrößert sich der Einsatzbe-

reich des Skis. Für Einsteiger und Gelegenheitsfahrer

bedeutet die neue Skiform eine

höhere Fehlertoleranz. Kleinere Fahrfehler

verzeiht der Rocker eher. Die Gefahr zu

verkannten ist gering. Dies macht ihn

gleichzeitig für routinierte Fahrer interessant.

Beim Aufkanten wird die Skikante auf

der kompletten Länge aufgedrückt, wodurch

auch ein sportlicher Fahrstil möglich

ist. Dabei ist der Rocker keine Rennmaschine.

Wer auf einer harten Piste Leistungssport

betreiben will, kommt an einem

klassischen Slalomski oder Raceski mit

konventioneller Vorspannung nicht vorbei.

Nach Webers Ansicht gilt aber für den

überwiegenden Teil der Wintersportler:

»Wer einen gefälligen Allroundski will, um

ihn mal auf der Piste und mal im Tiefschnee

zu fahren, sollte über den Rocker

nachdenken.«

bf

GEWINNSPIEL

Als besonders Highlight verlost streifzug

zusammen mit dem großen Outdoor-Spezialisten

Sport- und Modehaus KAPS

in Solms-Oberbiel einen hochwertigen

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12/2011 streifzug 11


»Ich

kein

Sebastian Dickhaut gehört zu den erfolgreichsten Kochbuchautoren. Seine Werke haben

sich millionenfach verkauft. Das Kochen lernte der Bad Nauheimer in der Diabetes-

Klinik der Kurstadt. Das professionelle Schreiben als Volontär der »Gießener Allgemeinen«.

Sein Durchbruch gelang ihm 1998 mit »Basic Cooking«. Im Interview spricht er über

das Kochen, aber auch über eine Redaktionssau und die Rettung des Mittagessens.

Herr Dickhaut, wie wird man vom Koch

zum Kochbuchautoren?

SD: Ich komme aus einer schreibenden

und kochenden Familie, mein Vater hat

psychologische Bücher geschrieben, meine

Mutter war Journalistin. Auch sie hat bei

der »Gießener Allgemeinen Zeitung« begonnen

und zuletzt übers Essen geschrieben.

Meine Eltern haben auch viel gekocht

und gegessen und hatten sogar ein Lokal.

Koch bin ich geworden, weil ich etwas erleben

wollte, um dann darüber zu schreiben.

Daraus wurden dann sieben Jahre am

Herd, nach denen ich nichts mehr damit

zu tun haben und endlich schreiben wollte.

So kam ich zur Allgemeinen. Später

waren Köche mit Volontariat nicht gefragt.

Dann plötzlich suchte ein Verlag in München

einen Kochbuchautor – und ich

dachte: »Ach, das geht auch?« Einen Monat

später war ich in München. Seitdem schreibe

ich über das Kochen und das Essen.

Sie haben als Koch in einer Klinik für Diabetiker

angefangen. Aus meiner Sicht

nicht gerade ein idealer Ort, um eine Karriere

als Kochbuchautor zu starten…

SD: Für mich war es ideal. Die Diabetes-Klinik

war früher ein feines Hotel, in dem vor

allem Privatpatienten zu Gast waren. Das

12 streifzug 12/2011


möchte

RAMPENLICHT

Kaviar

sein«

Foto: Laube

Essen wurde auf Silberplatten serviert, statt

Rinderfilet gab es Schweinefilet, statt Loup

de Mer Forelle. Aber die Techniken waren

gleich. Und mein Chef Gerd Becker war ein

erstklassiger Koch, der sich die Zeit nehmen

konnte, uns seine ganze Erfahrung zu vermitteln.

Wir hatten genug Ruhe, das aufzunehmen.

Für mich als künftigen Büchermenschen

viel besser als die hektische Kochwelt,

die ich dann bei Kempinski kennenlernte.

Aber wer will beim Kochen schon ständig

die Kohlenhydrate berechnen?

SD: Keiner, aber die stecken ja auch fast

nur in Sattmachern. So kochten wir ohne

Mehlschwitzen. Die Kartoffeln wurden aufs

Gramm in Silberschalen portioniert. Das

war prima Training fürs Rezepteschreiben.

Inwieweit hat Sie Ihr Volontariat auf Ihrem

Weg beeinflusst? Haben Sie schon in der

Provinz Essensempfehlungen gegeben

oder die Kollegen zum Mittagessen überredet?

SD: Viel wilder: Schon beim Einstellungsgespräch

sagte mir Herausgeber Dr.

Christian Rempel, dass ein Kollege im Sport

Jäger ist und immer mal wieder etwas

Schönes schießt. Und dann gab es noch

die Redaktionssau, die ein Mitarbeiter mit

Bauernhof über Wochen gemästet hatte,

damit im Winter Wurst daraus gemacht

werden konnte. Raten Sie mal, wer dafür

abgestellt wurde. Ich habe eine Reportage

über die Hausschlachtung in der Wetterau

daraus gemacht. Und mit einer Kollegin,

Gisela Mofthakar, habe ich mittags regelmäßig

die Kaffeeküche unter Dampf

gesetzt – was nicht alle nur gut fanden.

Sie setzen sich auch für die Rettung des

Mittagessens ein. Warum liegt es Ihnen

so sehr am Herzen?

SD: Es ist für mich eine Metapher für gut

Essen und Pause machen generell, und die

versteht jeder. Ein gutes Mittagessen ist

Kindheit, Urlaub, ein Luxus, den man sich

jeden Tag gönnen kann. Und irgendwie tun

wir das irgendwann alle zwischen 12 und

14 Uhr. Für mich ist es eine Insel, auf der

ich mich ausruhe, dann erst geht es weiter.

Und viele meiner Lieblingsessen sind klassische

Mittagessen – Grüne Soße, Kaiserschmarrn,

Sushi, Sonntagsbraten.

Sie sagen: Das Mittagessen gibt mir mehr

als ein Brot am PC…

SD: Na klar, denn das gibt einem ja gar

nichts. Womit ich jetzt nicht das Brot meine.

Ich esse auch einen Sandwich zu Mittag.

Nur gehe ich dazu raus, zumindest in

ein anderes Zimmer, in die Küche oder

noch besser auf die Parkbank – wie damals

in Bad Nauheim. In Gießen haben wir uns

oft Fischbrötchen geholt. Hauptsache aufstehen

und rausgehen.

In der »SZ« wurden Sie einmal als die

Kartoffel unter den Kochbuchautoren

bezeichnet. Ein treffender Vergleich?

SD: Och, inzwischen bin ich da zum

»Küchenpädagogen« aufgestiegen, in

einem Porträt vor einigen Wochen. Und

der mit der Kartoffel hat später beim

Bachmann-Preis gelesen, also muss ja was

dran sein. Ich fand das gar nicht so blöd.

Eine Kartoffel ist vielseitig, überraschend,

mit verschiedenen Kocheigenschaften,

jedem ein Begriff. Kaviar möchte ich jedenfalls

nicht sein, das wäre mir zu langweilig.

Haben Sie deswegen der Kartoffel auch

Ihr aktuelles Kochbuch gewidmet?

Sebastian Dickhaut wurde 1963 in

Bad Nauheim geboren. Nach dem

Abitur am Ernst-Ludwig-Gynasium

(1983) absolvierte er eine Lehre zum

Koch in der Diabetes-Kinik in Bad Nauheim

(1983 bis 1986), danach arbeitete

er in der Küche

des Kempinski

in Gravenbruch

und

des Parkhotel

Frankfurt.

Von 1990 bis

1992 machte

er ein Volontariat

bei der

Gießener Allgemeinen/Wetterauer Zeitung.

1993 folgte der Umzug nach

München. Dort arbeitete Dickhaut bis

1995 als Kochbuchredakteur. Seit 1996

ist er freier Autor und Foodjournalist.

Zwischenzeitlich lebte der Hesse von

1998 bis 2001 als Food-Korrespondent

in Sydney. Seit 2002 ist er zurück in

München und betreibt dort sein Kochstudio

»HUKODI«, in dem er für

Kochbuchverlage, Magazine, Koch-

Portale und seine Blogs schreibt. Er

produziert Videos und hält Kochkurse.

Außerdem finden im »HUKODI« Mittagstische

und kulinarische Kulturabende

statt. Zusätzlich ist er regelmäßig

»Sonntagskoch« im HR.

Dickhaut hat zwei Söhne und zwei

Katzen. Er bezeichnet sich selbst als

geborener Hesse, gewordener Österreicher

und manchmal auch Japaner.

Sein Lieblingsessen daher ist ein

Mittagsmenü aus Miso-Suppe, Grüner

Soße und Kaiserschmarren. Dickhaut

ist Mitglied im Food Editors Club und

twittert als Meersuppe.

1998 erschien der erste Teile der Basic-

Reihe mit dem Titel »Basic Cooking«

(Foto oben), dessen Mitbegründer

Dickhaut ist. In Schrift und Bild war

dieses Kochbuch

ungewöhnlich.

Es

traf und trifft

bis heute

den Nerv der

Zeit. Bisher

sind 20 Bände

erschienen.

Das

Buch hat sich

in zwölf

Sprachen millionenfach verkauft. Seit

1. September ist sein neues Werk erhältlich.

Es heißt: »Kartoffeln«. mac

12/2011 streifzug 13


RAMPENLICHT

SD: Ja genau, ich habe ein Faible fürs

Grundsätzliche, wenn man damit etwas

Besonderes machen kann. So wie mit

»Basic Cooking«, das ja

eigentlich nur ein

Grundkochbuch ist.

Mein zweites Kochbuch

bei Gräfe und

Unzer war übrigens

auch über Kartoffeln – das ist jetzt schon

14 Jahre und über 40 Bücher her.

Was ist das Tolle an der Kartoffel?

SD: Sie ist basic und besonders. Und dass

sie anders als Nudeln oder Reis »lebendig«,

Pflanze pur, und jede Knolle anders ist –

von saftig bis mehlig, von mild bis würzig,

von hellgelb bis dunkelblau. Und man

kann alles mit ihr machen: kochen, dämpfen,

backen, braten, frittieren, gratinieren

oder Knödel, Püree, Auflauf.

Ist sie nicht zu gewöhnlich, um überraschende

Rezepte zu präsentieren?

SD: Nee, solche Überraschungen liebe ich

am meisten. Überraschungen, die keiner

erwartet. Wir haben eine Kartoffelpizza im

»Eine Kartoffel ist

basic und besonders«

Buch – Teig, Sugo und Belag, alles aus

Kartoffel. Oder Kartrüffel – ein Konfekt aus

mehligen Kartoffeln, das etwas von Marzipan

hat. Meine Mutter

hat immer Bratkartoffeln

mit Erdbeeren und Dickmilch

gemacht, ein hessischer

Klassiker, aber auch

eine Überraschung,oder?

Das kann man wohl sagen. Mit der Basic-

Reihe gelang Ihnen der Durchbruch. Was

ist das Besondere an diesen Büchern?

SD: Ich finde, obwohl das Ur-Basic mit der

Zitrone drauf schon zehn Jahre auf dem

Buckel hat, ist es noch modern im Aussehen.

Leute in Kochbüchern

– außer den Köchen

selbst – das hatte

damals niemand, und

ich sehe es bis heute

noch nicht, zumindest

nicht gelungen. Bei uns

sind das alles Freunde und Kollegen. Aber

das ist es vielleicht? Dazu die Optik, die

sich an Zeitschriften orientiert. Aber vor allem

ist es die richtige Mischung aus Info

»Die Basic-Bücher

waren ein Experiment«

und Rezepten, bei der wir immer von den

Leuten und ihren Küchen aus denken. Wie

und was kann ich am besten in meinem

Viertel einkaufen? Was mache ich dann damit?

Rezepte, nach denen man sonst Mama

fragt – und die es auch oft nicht mehr

weiß, die man beim Ausgehen entdeckt

hat oder die etwas Eigenes haben.Das

Zeug zum neuen Lieblingsrezept. All das in

einem Ton, den jeder versteht, der aber

trotzdem vom Profi ist.

Ich besitze kein Kochbuch und war ganz

stolz, als ich mir neulich einen Wirsing

gekocht habe. Es war toll. Auch wenn ich

die Mehlschwitze meiner Mutter nicht

hinbekommen habe.

Jetzt will ich mehr. Wie

geht es weiter?

SD: Respekt – andere

fangen mit Nudeln oder

Eiern an. Wirsing ist speziell,

da sehe ich Neugier

und einen klaren Geschmack. Machen

Sie da weiter. Kochen Sie, was Sie interessiert

und was Ihnen schmeckt. Und legen

Sie sich ein gutes Kochbuch zu.

Mmh, da müssen Sie mir helfen. Welches

Kochbuch soll ich kaufen?

SD: (lacht) Was soll ich sagen? »Basic Cooking«

wäre eine gute Wahl, auch weil wir

da durchaus die Mehlschwitze pflegen.

Mein Buch »Wie koch ich…« ist zwar vergriffen,

aber diese Mischung aus Klassikern

von Rührei bis Risotto Milanaise plus originellen

Abwandlungen könnte auch etwas

sein. Das gibt es gebraucht bei Amazon.

Sie haben die Basic-Bücher als Experiment

bezeichnet. Warum?

SD: Das waren sie zu Beginn. Es gab keine

große Strategie und auch kein Format, in

das wir arbeiten sollten. Eine Handvoll

leidenschaftlicher Profis, die sich außerhalb

vom Verlag ein Kochbuch ausdachten, wie

sie es gerne hätten, und das vor allem die

Nichtköche zum Kochen bringen sollte.

Dann wollten die es alle haben, und die,

die Kochen konnten auch – und jetzt sind

es mehr als 20 Bände und über 2,5 Millionen

Exemplare in zwölf Sprachen. Experiment

gelungen würde ich sagen (lacht).

Auch beim Pfannkuchenwurf hat Sebastian Dickhaut alles unter Kontrolle.

Foto: GU-Verlag

Ist das Internet mit Seiten wie chefkoch.de

ein Konkurrent der Kochbuchautoren?

SD: Ich stehe mehr auf küchengötter.de,

weil ich da mitarbeite. Das zeigt – keine

Konkurrenz, sondern Ergänzung. Naja, und

natürlich auch eine Umarmung vom Feind,

schon klar. Und Inspiration – nicht zuletzt,

weil die User Rezepte weiterentwickeln.

14 streifzug 12/2011


RAMPENLICHT

Im Internet gibt es auch Filme von Ihnen,

in denen Sie in 60 Sekunden zum

Beispiel Butterbreznrührei machen…

SD: Das war mal aus Budgetgründen entstanden.

Vier Filme pro Tag und so wenig

Schnittzeit wie möglich. Na gut, haben wir

gesagt, dann schneiden wir gar nicht und

kochen 60 Sekunden durch. Das war

sportlich und provokant, aber irgendwann

war es auch wieder gut. Jetzt machen wir

»5 für…«, dabei geht es in drei Minuten

immer um eine Zutat der Saison – zwei

Rezepte, ein Trick, ein Tipp und eine Geschichte.

Das ist ja fast Fast Food, oder?

SD: Und ob. Und das mögen viele. Dann

sollte man ihnen auch etwas Gutes geben.

Warum kochen Sie denn noch nicht

im TV, sondern im Netz?

SD: Weil ich da alles

selbst bestimmen und

mit Leuten arbeiten

kann, die ich gut kenne.

Es ist sehr direkt, kein

großer Apparat, dafür

viel Freiheit. Aber wenn tolle Leute eine

tolle Idee fürs Fernsehen haben, bin ich

gerne dabei.

Sie haben mal gesagt, Kochbücher

müssen Geschichten erzählen. Warum?

SD: Ich meine damit, dass eine Idee dahinterstecken

muss und dass man spüren

soll, dass die Bücher von Menschen gemacht

werden – keine lieblosen Rezeptsammlungen

nach Zielgruppen und Beliebtheit.

Aber es muss auch nicht dauernd

menscheln, zu jedem Rezept eine lustige

Geschichte ist ja eher anstrengend. Wenn

ich das Gefühl habe, dieses Buch kommt

aus »meiner Welt«, kann ich es auch zu

meinem machen – wie eine gute Geschichte.

Apropos Geschichte. In den Weihnachtstagen

werden in den Küchen des Landes

»Vorher mindestens

einmal ausprobieren«

auch wieder einige Geschichten geschrieben.

Backen Sie denn auch Plätzchen?

SD: Och, eher nicht. Ich

backe überhaupt nicht

so gerne. Das ist meistens

so, entweder man

kocht oder man bäckt

gerne. Was ich immer

mache sind Heidesand nach Art meiner

Mutter. Mit einem Teig aus heißer Butter,

Mehl, Zucker und Hirschhornsalz, der dann

einfach aufs Blech gehäufelt wird. Man

braucht keine Küchenmaschine, keinen Teigroller,

keinen Ausstecher. Heidesand sind

meine Lieblingssorte. Gerne ein bisschen

von unten angebräunt. Auch Vanillekipferl,

in Erinnerung an Österreich, mag ich gern.

Makronen auch.

An Weihnachten ist es in den meisten

Küchen stressig. In Ihrer auch?

SD: Bei uns war Weihnachten

immer ohne viel

Aufwand. An Heiligabend

gab es Frankfurter

mit Kartoffelsalat, an den

Feiertagen gingen wir

essen. Einmal gab es ein Grillfest auf dem

zugefrorenen Neusiedlersee im Burgenland.

Alles ohne Stress.

Was raten Sie Müttern und Hobbyköchen,

die an den Feiertagen mit ganz besonderen

Speisen überraschen wollen?

SD: Das ist einfach: Vorher mindestens einmal

ausprobieren.

Wie kann man Stress vermeiden?

SD: An Rituale halten und diese mit neuem

Leben füllen. Und ja nicht alles alleine

machen wollen.Sich helfen lassen von

Leuten, die das gerne machen und die das

können. Wer keinen Stress haben will, der

sollte Frankfurter Würtschen mit Kartoffelsalat

anbieten. Wem das zu gewöhnlich ist,

der kann ein Platte mit Räucherfischen

machen. Für Vegetarier gibt es sehr gute

Antipasti zu kaufen.

»Frankfurter Würstchen

mit Kartoffelsalat«

Und wenn alles schiefgeht, hole ich die

Gäste in die Küche und feiere eine Party?

SD: (lacht) Es heißt ja,

dass die besten Feste in

der Küche stattfinden,

aber ob das auch fürs

Weihnachtsfest gilt,

habe ich nie ausprobiert.

Das kommt auf die Küche an, würde ich

sagen. Und auf die Gäste.

mac

Dickhauts Heidesand…

…sind die einfachsten Plätzchen der Welt.

Sie gelingen wirklich jedem!

Zutaten: 250 g Butter, 400 g Mehl + Mehl

zum Formen, 2 Msp. Hirschhornsalz, 200 g

Zucker + Zucker zum Wälzen, 1 Päckchen

echter Vanillezucker, Backpapier

Schritt 1: Butter in einem großen Topf sanft

schmelzen, bis sie leicht zu bräunen beginnt,

und abkühlen lassen. Ist sie kalt, aber

noch flüssig, Mehl, Hirschhornsalz, Zucker

und Vanillezucker mischen, mit der Butter

verkneten.

Schritt 2: Dann mit dem Teelöffel kleine

Portionen abnehmen und mit den bemehlten

Händen zu Kugeln zwischen Hasel- und

Walnussgröße formen. Die Teigkugeln mit

gutem Abstand auf Bleche mit Backpapier

legen, da sie ein wenig aufgehen (und Risse

bekommen, was aber in Ordnung geht).

Zwischendurch den Backofen auf 175 °C

(Umluft 150 °C) vorheizen.

Schritt 3: Die Heidesand im Ofen (Mitte) in

12–15 Minuten hellbraun und nicht ganz

fest backen (sie werden beim Abkühlen fester).

Dann raus aus dem Ofen und gleich

samt Backpapier vom Blech ziehen. Noch

warm in Zucker wälzen und auf Gittern über

Nacht auskühlen lassen. Gelagert werden sie

in Blechdosen mit Papier zwischen den einzelnen

Lagen.

Zutaten für 50–60 Stück. · Zubereitungszeit:

unter 30 Min.· Schwierigkeitsgrad: Einfach

PRIMAVERA

1Kännchen Teeoder Kakao, Filter-

Kaffee soviel man möchte,

2Brötchen, 1Croissant, Käse,

Aufschnitt, Konfitüre, Butter,1gek.

Ei, 1Glas O-Saft

od. Prosecco 4. 90

HANDWERKER

1Kännchen Teeoder Kakao, Filter-

Kaffee soviel man möchte, 4halbe

belegte Brötchen,

Rührei mit Schinken

od. Bakon, 1Brötchen 4. 90

Neustadt 25 ·35390 Gießen ·0641/9718100

jeden Sonntag

Frühstücksbufett für 9,50 x

von 10 bis 14 Uhr


STADTGESPRÄCH

Ein Zuhörer

aus Leidenschaft

In einem Haus in Gießen… Ein dumpfes Klopfen dringt aus dem Radio. Wie der Takt eines

schlagenden Herzens. Es folgt die Melodie des Kinderliedes »Guten Abend, gute Nacht«

elektronisch verfremdet. Plötzlich ertönt eine tiefe, gruselige Stimme. Sie sagt: »Das Schreckmümpfeli«.

Ein Mann lauscht konzentriert. Er sitzt in einem Sessel im sonnendurchfluteten

Wintergarten und schmunzelt gedankenversunken vor sich hin. Ein Lächeln gleitet über sein

Gesicht, manchmal nickt er bestätigend. Er verfolgt ein Hörspiel. Das tut er regelmäßig. Und

er nimmt sie alle auf. Denn Hörspiele sind seine große Leidenschaft.

Der Mann im Sessel heißt Klaus-Martin

Schöne. Er ist Hörspielsammler. Im Unterschied

zu Sammlern von Überraschungseierfiguren

oder Briefmarken, die ihre

Exponate einkleben oder in eine Vitrine

stellen, finden seine Hörspiele Verwendung.

Es geht nicht um die An-Sammlung

sondern um zukunftsorientiertes Sammeln.

»Es wird eine Zeit kommen, in der ich

nicht mehr aufnehmen kann. Dann höre

ich nur noch«, sagt Schöne. Sein Archiv

von etwa 20000 Hörspielen bietet ihm

jahrelanges Hörvergnügen. Es umfasst Kriminalhörspiele,

Kurzhörspiele, Literaturadaptionen,

Kinderhörspiele, Mundarthörspiele,

und Hörspielserien. Diese

umfassende Hörspielsammlung erfordert

Organisationstalent.

Über die Jahre hat er ein System entwickelt,

wie er die Stücke ordnet, vermerkt

und wie er sie wiederfinden kann, wenn er

sie sucht. Und auch die Aufnahme der

Hörspiele erfolgt auf besondere Weise.

Zunächst informiert sich Schöne über das

»Dampfradio«, welches Hörspiel wann

läuft. Diese Programmzeitschrift enthält

Informationen zu Autor, Regisseur und

Schauspielern. Sie sind wichtig für seine

Dokumentation. Hat Schöne sich für Hörspiele

aus dem Programm entschieden,

stellt er den Sender ein, programmiert die

Uhrzeit und nimmt auf – ein Hörspiel oder

auch mehrere parallel, sollten sich mal

Sendezeiten überschneiden. Schöne ist

technisch bestens ausgestattet. Sein

Arbeitsraum umfasst Berge an DAT-Re-

16 streifzug 12/2011


STADTGESPRÄCH

ceivern, CD-Playern, Kassettendecks, Tonbandgeräten.

Die erste Aufnahme erfolgt

per Minidisk, das sei ein gutes Übergangsmedium.

Sobald sie abgeschlossen ist,

werden Grundinformationen auf einem

kleinen Zettel notiert, mit der Minidisk zur

Seite gelegt und bei Gelegenheit abgehört.

Ist es ein Hörspiel, das sich zu sammeln

lohnt, wird es auf DAT-Kassetten überspielt.

Schöne ist ein echter Fan. Spricht er von

einem Hörspiel, gerät er ins Schwärmen.

Einen geschichtlichen Abriss der Entwicklung

des Hörspiels kann er auf Anhieb abrufen.

Das Besondere daran: er ist Zeitzeuge.

1936 in Norddeutschland geboren,

erlebte er als Kind die prägnantesten Jahre

der Hörspielgeschichte am Radio mit.

»Wenn ich krank war, durfte ich mich in

den Sessel setzen neben das Radio und

Sender suchen. Das fand ich super spannend.

Außerdem hatten die Radiogeräte

einen ganz speziellen Geruch, die hatten

noch ein Gehäuse aus Bakelit. Und dieser

Geruch war für mich Radio.« Einige Jahre

später war er stolzer Besitzer eines kleinen

Radios und konnte von da an selber steuern,

wann er hört. In der Zeitschrift »Funk«

aus dem Jahr 1930 spricht man vom Radio

als »Zauberkasten«, über die Kriegsjahre bis

zu den Jahren der Einführung des Fernsehens

war das Radio ein konkurrenzloses

Medium. Radiohören hatte einen hohen

Stellenwert, war allerdings durch den Missbrauch

des Mediums im Zweiten Weltkrieg

belastet. So erinnert sich Schöne auch

noch an die Momente, wo alles »mucksmäuschenstill«

sein musste, weil Reden

Adolf Hitlers oder der Wehrmachtsbericht

übertragen wurden und an die Mutter, die

heimlich unter der Bettdecke BBC London

verfolgte.

In der Nachkriegszeit bis in die 50er Jahre

erlebte das Hörspiel in Deutschland seine

Blütezeit, es waren die Jahre, die das Hörspiel

als eigenständige Kunstform etablierten.

»Ich war 15, da ging das los. Die Familie

saß beim Kaffeetrinken und das Radio

lief. Oft diskutierte man im Anschluss«. In

dieser Zeit entwickelte Schöne seine Leidenschaft

zum Hörspiel. Es war das Kriminalhörspiel

des Engländers Francis Durbridge,

dessen Paul-Temple-Reihe er hörte, und

das ihn nicht mehr losließ. Schöne hielt es

nicht aus, eine Woche zu warten, bis die

Fortsetzung kam, und so sparte er auf sein

erstes Tonbandgerät, mit dem er alle Teile

der Serie aufnahm und zusammenfügte.

Die Liebe zum Festhalten des Gehörten

ging weiter, er rüstete die Technik auf, begann

irgendwann mit dem Anlegen von

Karteikarten und führte Ordner, in denen

ausführliche Informationen zu jeder einzelnen

Produktion zu finden sind. »Das hatte

als Familienvater den Nachteil, dass die

Kinder oft fragten: Wo ist Papa? Dann hieß

es: Der ist Knöpfchen drücken. Ich musste

immer auf die Uhr gucken und die Geräte

einstellen. Ich wurde schon belächelt. Der

mit seinem verrückten Hörspiel.« – Verrückt

nach Hörspielen ist Schöne heute

noch. Viel von seiner Zeit als Rentner

widmet er dem Hören. Er ist ein Genießer,

hört sehr genau zu, kann aber auch ebenso

gut erzählen. Daran merkt man, dass

Hörspiel mehr sein kann als Unterhaltung.

Es schärft die Sinne. Wenn er ein Hörspiel

hört, dann am liebsten über Kopfhörer,

damit er jeden winzigen akustischen

Ohrenkitzel vernehmen kann. »Ein Hörspiel

muss eine Geschichte erzählen. Es

muss in Geräusche eingebettet sein, die

eine Stimmung entstehen lassen. Die

Handlung mit den Stimmen und den Geräuschen

muss mich hineinziehen. Wenn

meine Fantasie beginnt, Bilder zu erzeugen,

dann bin ich im Hörspiel drin. Und

dann bin ich glücklich.«

Schöne hört überall. Im Urlaub mit seiner

Lebensgefährtin zum Beispiel. »Ich nehme

zwei Kopfhörer mit und dann hören wir

gemeinsam. An Flughäfen zum Beispiel,

wenn wir lange warten müssen.« Aber auch

alleine am Abendbrottisch: »Dort sitze ich

oft mit einem Funkkopfhörer und esse

ganz langsam. Manchmal ist das Hörspiel

zu Ende, ehe ich meine Scheibe Brot aufgegessen

habe«, erzählt Schöne. Obwohl

er viel Zeit mit seiner »Hörspielfamilie« verbringt,

ist Schöne kein Stubenhocker. Fasziniert

von Stimmen, Klang, Menschen und

Geschichten besucht er Lesungen, Konzerte

oder Theatervorstellungen und konzentriert

sich auch dabei auf die Bilder, die in

seinem Kopf entstehen. Schöne ist Zuhörer

aus Leidenschaft.

Anna Lischper

Alsfeld

2. bis 11. 12.

Marktplatz

Atzbach

3. und 4. 12.

Ortskern

Bad Nauheim

2. bis 4.12.

Johannesberg

16. bis 18. 12.

Sprudelhof

Buseck

4. 12.

Schlosspark

Braunfels

3. und 4. 12.

Altstadt

Cleeberg

17. 12.

Brunnenplatz

Weihnachtsmärkte in der Region

Fellingshausen

3. 12.

Ortskern

Fernwald

10. 12.

Albacher Bürgerhaus

Friedberg

25. 11. bis 26. 12.

Burg

Geilshausen

3. 12.

Ortskern

Gießen

25. 11. bis 22. 12.

Seltersweg

Grünberg

2. bis 4. 12.

Marktplatz

Herborn

25. 11. bis 23. 12.

Marktplatz

Hessenpark

19. 11. bis 25. 12.

Marktplatz

Hoherodskopf

9. bis 11. 12.

Kletterwald

17. und 18. 12.

Hoherodskopf

Hungen

19. 11. bis 25. 12.

Schloss

Hungen-Inheiden

3. 12.

Mehrzweckhalle

Laubach

13. 12.

Altstadt

Langgöns

3. und 4. 12.

Ortskern

Lauterbach

9. bis 11. 12.,

16. bis 18. 12.

Berliner Platz

Lollar

10. 12.

Waldschwimmbad

Marburg

27. 11. bis 24. 12.

Marktplatz

Reiskirchen

3. 12.

Alter Ortskern

Rodheim

4. 12.

Ortskern

Romrod

3. und 4. 12.

Schloss

Ronneburg

3. und 4. 12.,

10. und 11. 12.

Burg

Schlitz

3. u. 4. 12., 10. u. 11.

12., 17. u. 18. 12.

Altstadt

Ulrichstein

11. 12.

Ortskern

Vetzberg

3. 12.

Ortskern

Wettenberg

17. und 18. 12.

Rathaus

Weilburg

10. und 11. 12.,

17. und 18. 12.

Marktplatz

Wetzlar

25. 11. bis 28. 12.

Altstadt, Schillerplatz

und Bahnhofstraße

12/2011 streifzug 17


BLICK IN DIE REGION

Fellingshäuser Krippenweg

Foto: so

Nein. Als besonders religiösen Menschen möchte sich Friedel Winter nicht bezeichnen.

Und mit Heiligenverehrung und Marienkult hat der protestantisch erzogene Fellingshäuser

schon gar nichts am Hut. Und doch: Der von ihm 2008 ins Leben gerufen Krippenweg am

Dünsberg hat eine ganz besondere Aura. Vielleicht gerade deshalb, weil sein Schöpfer dort

zum Pilgern und Meditieren einlädt und sich der Schöpfung eng verbunden fühlt.

Angefangen hat es

2008 mit 20 Krippen,

2009 hatte

sich die Zahl verdoppelt.

2010

waren es etwas

weniger, denn

Winter (Foto) war

schwer krank und

nicht sicher, ob er

den Weg überhaupt

gestalten

könne. Er tat es

dennoch. Beim Bauen der Krippen, über 80

sind es mittlerweile, kann Winter gut abschalten,

ebenso bei der Bewegung in freier

Natur, wenn er mit dem Rucksack unterwegs

ist, um seine Krippen zu gestalten. Dabei

setzt er vornehmlich auf natürliche Materialien,

kombiniert diese aber auch mit gekauften

Accessoires. Selten, das ein Nagel etwas

hält, denn der Baumeister ist darauf bedacht,

nicht in die Natur einzugreifen.

Was den Krippenweg interessant macht, ist

die dekorative Gestaltung mit Moosen,

Ästen, Rinde, Zweigen und Zapfen sowie die

Platzierung – auf Baumstümpfen, in Astgabeln

oder zwischen Wurzeln. Eines ist

allen Krippen zu eigen: Ein Stern, eine Nachbildung

des Sterns von Bethlehem, weist

den Weg zu ihnen.

Woher kommt die Idee? Winter hat sich

inspirieren lassen bei Freunden in Kell bei

Andernach. Es ist wohl eine katholische

Tradition: Der Brauch, in der Weihnachtszeit

Krippen aufzustellen, ist vor allem in Süddeutschland

verbreitet. Vor vier Jahren hatte

Winter noch Bedenken: Was sagen die

Menschen dazu? Kommt überhaupt jemand,

um zu schauen? Wie wird es angenommen?

Die Menschen kommen, spazieren und

staunen.

Ganz selten hat es bislang Zerstörungen

gegeben. In den vergangenen Jahren haben

gelegentlich Hunde Figuren »entführt«. Doch

diese fanden sich bei der Schneeschmelze

wieder. Viel spannender, dass immer mal

von Unbekannten Figuren hinzugestellt werden.

So sind 2010 zehn hölzerne Engel hinzugekommen.

Mittlerweile kommen Besucher in Bussen,

um den Krippenweg zu wandern. Und auch

der Wirt des Restaurant »Am Keltentor« trägt

sich mit dem Gedanken, sich anzuschließen.

Er will ebenfalls eine Krippe aufstellen. Vornehmlich

ist es »Mundpropaganda«, die die

Menschen anzieht. Rüdiger Soßdorf

***

Zu sehen ist der mittlerweile vierte Fellingshäuser

Krippenweg mit über 40 Krippen ab

18. Dezember (bis 15. Januar). Bei trockenem

Wetter gibt es samstags, sonntags und feiertags

von 13.30 Uhr bis 17 Uhr Getränke.

Dafür sorgen Winters Freunde aus der Altburschenschaft

»Vierjahreszeiten«. Parken ist

empfohlen am »Keltentor« oder am Fellingshäuser

Sportplatz sowie in der Pfarrstraße.

Von da an geht es direkt auf den in einer »8«

angelegten Rundweg.

18 streifzug 12/2011


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Reportagen

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UNTERWEGS

»Le Crabe«

Langgönser Straße 16 · 35510 Butzbach-Kirchgöns · Telefon 06033/7453835

Keine Sorge: Hier gibt es nicht nur Fisch –

obwohl der Name »Le Crabe« diese Vermutung

nahelegt. Uwe Herrmann verhehlt

aber nicht, dass der Zubereitung von Meeresgetier

seine große Liebe gehört. Und

der Erfolg gibt ihm recht!

Geweckt wurde die Leidenschaft schon zur

Bundeswehrzeit, damals in Eckernförde,

dann in Bremerhaven, als er nicht nur für

die Offiziersmesse gekocht hat, sondern

auch im »Huus unnerm Diek« die ersten

Schollen zubereitete. Von da an ließ ihn –

und das als Landratte – die Vorliebe für

Fisch nicht mehr los. Vielfältig waren die

Stationen des gebürtigen Hageners, der

schließlich im fränkischen Bad Windsheim

als Küchenchef in einem Hotel seine Frau

Anette kennenlernte, die ihn zu einem Umzug

in ihre Heimat Mittelhessen bewegte.

20 streifzug 12/2011

Fotos: man/pm

Heute bilden sie im »Le Crabe« ein eingespieltes

Team, ist sie als Konditormeisterin

natürlich für die Desserts zuständig. Den

Schritt in die Selbstständigkeit hat Uwe

Herrmann erst mit über 40 gewagt – ermuntert

durch ein Stammpublikum, dem es

an seinem rollenden Imbisswagen auf Stadtfesten

oder bei den Golden Oldies in

Wettenberg immer gut schmeckte. »Man

hat mich auch den Gosch von Gießen genannt«,

schmunzelt der umtriebige Mann,

erfreuen sich seine Scampis und Austern

samt Prosecco bei Festivitäten immer reißenden

Absatzes. »Wann machst du endlich

dein eigenes Restaurant auf?«, wollten auch

die Gießener Karnevalisten wissen, bei denen

er 2006 und 2007 den Hofkoch gab.

Seit zwei Jahren nun hat sein gemütliches

Lokal direkt am Ortseingang von Kirchgöns

(aus Richtung Langgöns kommend) geöffnet

– und der Tausendsassa am Herd kann

über mangelnden Zuspruch nicht klagen:

Tischbestellung, auch unter der Woche,

empfehlenswert! Der Renner – wie sollte

es anders sein – ist natürlich die große

»Le Crabe Fischplatte« zum Preis von

15,80 Euro, marktfrisch nach Tagesangebot

mit verschiedenen gebratenen Medaillons

und Riesengarnelen zusammengestellt, mit

Salat und Ciabatta serviert – eine Delikatesse!

Als Vorspeise werden auch gern

das reichhaltige Helgoländer Hummersüppchen

(4,90 Euro) oder das Schneckenpfännchen

»Louis XIV« in französischer

Rahmcreme (6,80 Euro) genommen.

Wer keinen Fisch mag, der kommt bei

Herrmann trotzdem voll auf seine Kosten.

Der Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln

und Salatteller (15,80 Euro) steht immer auf

der Karte, die ansonsten je nach Saison alle

zwei bis drei Wochen wechselt. Zusätzlich

hat der 44-Jährige seine Tagesangebote auf

Schiefertafeln notiert. Im Dezember darf da

natürlich nicht die obligatorische Gänsebrust

mit Rotkohl, Klößen und einer Safranbirne

(19,80 Euro) fehlen. Das Wild liefern

vorwiegend Kirchgönser Jäger, und wenn

man Glück hat, wird auch mal ein Rebhuhn

in rauchiger Whiskysauce (23 Euro) serviert.

Die Portionen sind üppig, die Schoppenpreise

zivil. Und wer eine Feier ausrichten

will, dem bietet Herrmann im ersten Stock

in seiner geschmackvoll eingerichteten

Lounge Platz für 14 Personen. Hier oben

hält er auch in einer großzügigen modernen

Schauküche seine beliebten Kochkurse

ab. Dann können sogar Männer lernen,

wie man Fingerfood, Fisch und Tapas köstlich

zubereitet, ohne Mikrowelle oder

Friteuse zu benutzen. Denn die gibt es im

Hause Herrmann nicht!

Marion Schwarzmann

Im Überblick

Sitzplätze: 35 im Restaurant,

14 in der Stube

Küche: Marktfrischer Fisch und

regionale Fleischgerichte

Spezialitäten: »Le Crabe« Fischplatte,

Rebhuhn in Whiskysauce,

gratinierte Austern, Jakobsmuscheln

in Kaschmirsafran

Öffnungszeiten: Do. bis Mo.

ab 17 Uhr, Sonntag zusätzlich

von 11.30 bis 14.30 Uhr. Di. und

Mi. Ruhetag

Küche ★★★★

Ambiente ★★★✩

Service ★★★✩

Preise UUU


UNTERWEGS

…in der Hessenhalle

DSDS-Sieger Pietro und Sarah singen in Gießen

»From Heartbeat to Jackpot«. Kaum ein Titel könnte die Tour von Pietro Lombardi und Sarah Engels

besser beschreiben. Denn nicht nur ihre Erstlingsalben heißen »Heartbeat« (Engels) und

»Jackpot« (Lombardi), auch ihre gemeinsame Geschichte kann kaum treffender beschrieben werden.

Am Mittwoch, 7. Dezember, kommt der amtierende deutsche »Superstar« und seine »Vize«

zum hessenweit einzigen Konzert in die Hessenhalle (18 Uhr) nach Gießen. Lombardi ist zurzeit

in aller Munde, denn im November erschien seine Single »Goin' to L.A.«, sein Album »Pietro

Style« erscheint am 2. Dezember. Beim Gießener Konzert dürfen sich die Fans daher mit Sicherheit

auf neue Stücke freuen. Gemeinsam mit seiner großen Liebe Sarah ist Pietro am 4. Dezember

außerdem beim großen RTL-Jahresrückblick mit Günther Jauch zu Gast. Lombardis Geschichte

gleicht einem modernen Märchen. Als Außenseiter gestartet, wurde der 19-jährige Halbitaliener

bei DSDS zum Liebling. Pietro, der sich früher mit Jobben über Wasser hielt, begeisterte

durch großes Herz und jede Menge Gefühl. Davon wird es in Gießen auch eine Menge geben.

… in der Pankratius-Kapelle

Swinging Gospel mit Harriet Lewis

»Negro Spirituals«, die von Sklaven gesungenen Kirchenlieder, waren eine große Quelle der

Inspiration für die ersten Jazzbands. Aus manchem der religiösen Songs wurden berühmte

Jazzstücke: »Glory Hallelujah« oder »When The Saints« zum Beispiel. US-Gospel-Star Harriet

Lewis und die Barrelhouse Jazzband singen und spielen am Freitag, 2. Dezember, um 20 Uhr in

der Pankratius-Kapelle die schönsten Spirituals so, wie sie früher von Jazzbands in einer Kirche

in New Orleans oder Harlem gespielt wurden: Einfühlsam und mit Respekt, aber doch jazzigbluesig

intoniert. Man darf sich auf ein besinnliches Jazzkonzert freuen. Lewis kommt aus Phildelphia,

lebt aber seit fast 20 Jahren in Deutschland. Die stimmkräftige Amerikanerin feierte in

den »Swinging Seventies« ihre ersten Erfolge und sang schon mit den Weather Girls und Eric

Clapton. Ein Höhepunkt war das Engagement als Backgroundsängerin von Michael Jackson.

Die Barrelhouse Jazzband entstand 1953 in Frankfurt. Seit 1971 ist Klarinettist Reimer von Essen

Bandleader und Mastermind. Er wird das Konzert in Gießen moderieren.

…in der »Eisheiligen Nacht«

streifzug verlost Meet & Greet mit Subway to Sally

Weihnachtstouren haben bei den Mittelalterfolk-Rockern von Subway to Sally Tradition. Auch in

Gießen schätzt man die Besuche der Potsdamer seit einigen Jahren als Höhepunkt kurz vor den

Feiertagen. Am Samstag, 17. Dezember, ist das Septett nun erneut mit der »Eisheiligen Nacht« in

der Hessenhalle zu Gast. Diesmal bieten die Potsdamer nicht nur ein Solo-Konzert, sondern bringen

ein Festival der Superlative mit insgesamt vier Bands mit. Subway to Sally lässt es vor den

besinnlichen Weihnachtstagen noch einmal richtig krachen. In Gießen sind neben den Gastgebern

die Speedfolker von Fiddler’s Green, die harten Jungs von Megaherz sowie die Klassik-

Folk-Rocker von Letzte Instanz dabei. Subway to Sally haben neben altbekannten Hits auch ihr

im September erschienenes Album »Schwarz in Schwarz« im Gepäck. Gemeinsam mit Konzertveranstalter

dtt-Konzerte verlost der streifzug für zwei Leser (plus jeweils eine Begleitperson) ein

exklusives Meet & Greet mit Sänger Eric Fish und seinen Kollegen. Wer ein Treffen mit Subway to Sally gewinnen möchte, sollte

bis zum 10. Dezember eine Karte an streifzug, Marburger Straße 20, 35390 Gießen oder eine E-Mail (streifzug@giessener-allgemeine.de)

mit dem Kennwort »Subway« senden. Beginn der »Eisheiligen Nacht« ist um 19 Uhr, Einlass 18 Uhr. Tickets für das Festival sind

im Vorverkauf für 30 Euro erhältlich.

12/2011 streifzug 21


AUSLESE

A tribute to Rammstein

Keine Lust auf House- und Technopartys oder Chartmusik? Wer zu

rockigen Klängen tanzen und echte Klassiker hören möchte, sollte

sich die zweite »Heavy Rotation« am Freitag, 16. Dezember, in den

Gießener Hessenhallen (21 Uhr) vormerken. Als LiveAct kommt die

begehrte »Rammstein«-Tributband »Völkerball«, ein ganz besonderes

Schmankerl, denn sie ist eine der gefragtesten »Rammstein«-Tributs

des Landes. Mithilfe mühevoll nachgebildeter Requisiten, Outfits und

Masken verstehen es die sechs Musiker, so perfekt in die Rollen ihrer

»Vorbilder« zu schlüpfen, dass sich selbst eingefleischte »Rammstein«-

Fans ungläubig die Augen reiben. Viel Show und Pyroeffekte gehören

zum Programm. Über 50 Konzerte pro Jahr sprechen für den Erfolg

der Band, deren Vorbild am 2. Dezember mit »Made in Germany«

eine neue Best-of-CD veröffentlichen wird und mit ihrer ausverkauften

Tour gerade in aller Munde ist. Das Konzert startet als Warm-up

für die Heavy-Rotation-Party (ab 22 Uhr), die vor allem eins bietet:

100 Prozent Rockmusik!

Von Rock über Punk und

Alternative bis zu Metal

deckt das »Heavy Rotation«-

DJ-Team eine große Bandbreite

der härteren Musik

ab. Zudem kann in der

Game-Zone Billard, Dart

und Kicker gespielt werden.

X-mas-Party mit Livercheese

Konfuzius sagt: »Gebt der Livercheese Booth Corporation einen Song,

und sie macht etwas Eigenes, etwas ganz Besonderes daraus.« Also

wenn das mal keine Werbung ist! Egal, ob Stücke von James Brown,

Stevie Wonder, Madonna oder Elvis Presley, die achtköpfige Combo

spielt Songs, die man kennt, wie sie keiner kennt. Spaß fürs Publikum

vor der Bühne, Spaß für die Jungs auf

der Bühne. Eine Win-Win-Situation!

Für die große Weihnachtsparty am

22. Dezember ab 18 Uhr kann man

vorweg in der Centralbar feines Essen

und leckere Getränke genießen, ehe

die schweißtreibenden Stunden mit

der Band kommen, die ab 21 Uhr die

Besinnlichkeit fluffig außen vor lässt.

GLANZ-

LICHTER

DES MONATS

Von Toulouse bis

nach Gießen

Philipp Poisel, geboren

in der Nähe von

Stuttgart, ist ein moderner

Troubadour,

Weltenbummler und

hervorragender Poet.

Sein Album »Bis

nach Toulouse«

tummelte sich über

36 Wochen in den

Album-Charts und

trägt die Verbundenheit

Poisels zu Frankreich im Titel. Sein Debüt »Wo fängt

Dein Himmel an« enthielt 2008 allein vier Hitsingles.

2011 tourte Poisel bereits durch über 27 ausverkaufte Hallen,

er spielte zahlreiche Sommer-Konzerte. Den Abschluss

fand die Sommertour in Toulouse. »Es geht aber noch viel,

viel weiter«, so Poisel, dessen Wintertour ihn am 1. Dezember

auch in die Hessenhalle nach Gießen führt. Das Konzert

beginnt um 23 Uhr. Wir verlosen am 1. Dezember auf

unserer Facebook-Seite noch 1x2 Karten für den nahezu

ausverkauften Gig.

Cinderella in der Hessenhalle

Nach dem großartigen Erfolg mit über 50000 Besuchern geht »Cinderella«, eines der

schönsten und bekanntesten Märchen der Welt, wieder auf Tournee. Im Dezember

können Zuschauer zwischen 3 und 103 Jahren die aufwendige Kinder- und Familien-

Produktion live erleben. Am 22. Dezember (16 Uhr) gastiert die Gruppe in der Gießener

Hessenhalle. Das herzerfrischende Popmusical wird auch in der neuen Auflage Groß und

Klein begeistern. Hautnah ist man dabei, wenn aus der armen Cinderella eine mutige,

selbstbewusste junge Frau wird, die ihre Träume erfüllt und zum guten Schluss die Liebe

findet. Nicht zuletzt dank der Fee Jolanda, die von Rebecca Siemoneit-Barum (Foto), den

Zuschauern als Iffi Zenker aus der »Lindenstraße« bekannt, gespielt und gesungen wird.

22 streifzug 12/2011


AUSLESE

Willkommen, Bienvenue, Welcome

Intendantin Cathérine Miville inszeniert das weltbekannte Musical Cabaret

am Stadttheater Gießen. Mit dem musikalischen Leiter Andreas Kowalewitz

und den renommierten Musical-Darstellern Sophie Berner und Andrea

Matthias Pagani sowie Ensemblemitgliedern aller drei Sparten erwartet das

Publikum eine hochkarätige Besetzung. Im legendären Berliner Kit-Kat-Club

zu Beginn der 1930er Jahre amüsiert man sich, es wird gesungen, getrunken

und geliebt. Doch bald sind die Nationalsozialisten omnipräsent und bereit

für die Machtergreifung. Und da verlieben sich der Star des Kit-Kat-Clubs

Sally Bowles in den amerikanischen Schriftsteller Cliff Bradshaw und die

Zimmerwirtin Frl. Schneider in den jüdischen Obsthändler Schultz. Termine:

3., 16., 23. und 29. Dezember, jeweils 19.30 Uhr.

Jon Gomm live

Einer der talentiertesten und innovativsten

Akustikgitarristen wird am Mittwoch,

14. Dezember, im Musik- und Kunstverein

Gießen (MuK) auftreten: Jon Gomm

aus Großbritannien. Im Herbst veröffentlichte

er zwei neue Singles, »Passionflower«

und »Message In A Bottle«, auf

YouTube, die innerhalb von vier Wochen

47 000-mal geklickt wurden. Schon seine

erste CD »Hypertension« verkaufte sich

über 10 000-mal – und das ohne Unterstützung

der Musikindustrie. Der aus

Blackpool stammende Musiker pflegt

eine eigentümliche und charakteristische

Spielweise, die durch seine außergewöhnliche

Fingerfertigkeit geprägt ist.

Durch Verstimmen der Saiten sorgt

Gomm für bass- und mit frickelnden Flageoletts

für synthesizerähnliche Effekte.

Imitiert werden Snaredrums, Bassdrums

und Bongos. Diese komplexen Techniken

kombiniert er mit seiner langjährigen

Erfahrung im Bluesgesang und so sind

seine Songs melodiös und rhythmisch

zugleich, durch seinen einfühlsamen,

natürlichen Charme und Witz geprägt.

Der Akustikabend wird vom Wahl-Gießener

Florian Faber eröffnet, der seine erste

EP »The Contact« vorstellt. Beginn 21 Uhr.

Gud Jul! in Lich

Am 3. Dezember gastiert der schwedische Musiker Dan Rosengren aus Vänersborg, der

schwedischen Partnerstadt von Lich, im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge und gibt gemeinsam

mit dem Licher Jugendchor Songlines ein schwedisch-deutsches Weihnachtskonzert.

In Vänersborg gründete Rosengren vor zehn Jahren die A-Cappalla-Gruppe

»Boice«. Die zwölf jungen Männer kommen seit vier Jahren regelmäßig nach Lich und

begeistern das Publikum mit ihrer Mischung aus alten schwedischen Liedern und

aktuellen Pop-Songs. Das Konzert »Gud Jul!«

das wegen der großen Nachfrage in den vergangenen

Jahren nun um 15 und um 20 Uhr

angeboten wird, ist ein buntes Programm mit

alten schwedischen und deutschen Weihnachtsliedern,

mit englischen und amerikanischen

Christmas-Songs und aktuellen Pop-

Songs. Einen Teil des Programms bestreitet die

Dan Rosengren Band allein, einen Teil der Jugendchor

»Songlines« und einen dritten Teil beide

Ensembles gemeinsam. Der Eintritt beträgt

10 Euro (erm. 8 Euro). Kartenreservierung bei Iris

Fischer (berndundirisfischer@t-online.de)

m 2. Weihnachtsfeiertag,

26. Dezember,

um 17 Uhr

gastieren Solisten der Dresdner

Staatskapelle in der St.-Bonifatius-

Kirche in der Liebigstraße in Gießen

und musizieren unter dem

Motto »Festliche Weihnacht«.

Capriccio Dresden unter Leitung von Volker Dietzsch spielen Werke von

Mozart, Manfredini, Elgar, Vivaldi Sammartini u.a. Ergänzend ist Regionalkantor

Ralf Stiewe an der kleinen Englischen Chororgel zu hören. Karten gibt es an

der Abendkasse in der Bonifatius-Kirche zum Preis von 20 Euro (erm. 10 Euro)

und im Vorverkauf für 18 Euro im Kirchenladen (Marktplatz 7), der Apotheke

im Martinshof (Frankfurter Straße/Ecke Liebigstraße) und der Hirsch-Apotheke

(Frankfurter Straße 6), in der Kunststube der Bonifatius-Kirche und im Direktversand

über die Homepage www.perle-der-empore.de.

A

12/2011 streifzug 23


25.11.–22.12.2011

Öffnungszeiten:

Mo.–Do. 11 –21Uhr,

Fr.+Sa. 11 –22Uhr,

So. 14 –21Uhr

Eröffnung: Freitag, 25.November, 18 Uhr, Kirchenplatz


VERANSTALTUNGEN IM DEZEMBER

Veranstaltungen

Ihre

Veranstaltungen in der

Kongresshalle Gießen

1 DONNERSTAG

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Franz Frank

Maler der verschollenen Generation

➛ 10.00 Altes Schloss

Zwischending

➛ 18.00 Zwischenraum

Gießen BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 9.00 und 11.00 Stadttheater

Keller Theatre: Happy End

➛ 19.30 Philosophikum II, Haus D, Musiksaal

Mann-o-Money

➛ 19.30 Stadttheater

Vince Ebert: Freiheit ist alles

➛ 20.00 Kongresshalle

Puppentänze

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

DSA Fantasies – Elektro-DJs

➛ 21.00 Zwischenraum

Land unter mit DJ Jimmy

➛ 22.00 Scarabée

Gießen FESTE

2. Gießener Aids-Gala

➛ 19.00 Restaurant »Justus«

Gießen KONZERTE

Philipp Poisel – Bis nach Toulouse 2011

➛ 20.00 Hessenhallen

Scott Arbogast von Rainstick Cowbell

➛ 21.00 Café Amélie

Inchequin – Traditional Folk Music

➛ 21.00 Irish Pub

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Am Anfang war der Honigkuchen

➛ 15.30 Johannesstift

Der goldene Schnitt

➛ 19.30 Mathematikum

2 FREITAG

Gießen BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 10.00 Stadttheater

Keller Theatre: Happy End

➛ 19.30 Philosophikum II, Haus D, Musiksaal

Die Hochzeit des Figaro

➛ 19.30 Stadttheater

Die fetten Jahre sind vorbei

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

Tanzparty

➛ 20.30 Astaire’s

Jerk It Out Party

➛ 21.00 Audimax

Friday Dance Attack

➛ 21.00 Haarlem

Party tanzbar

➛ 21.30 Ulenspiegel

Bacardi Night mit DJ Luke und DJ Ebony

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Awesometown

➛ 22.00 Monkeys

A Tribute to Quentin Tarantino mit DJ Jimmy

➛ 22.00 Scarabée

Gießen FÜHRUNGEN

Führung durch das Mathematikum

➛ 16.00 Mathematikum

Gießen KONZERTE

Barrelhouse Jazzband & Harriet Lewis

➛ 20.00 Pankratiuskapelle

Drunken Lalabies – Irish Folk

➛ 21.00 Irish Pub

Heiße Rhythmen im coolen Bunker

➛ 21.00 MuK

Grünberg

Coachmen Swingtett – Jazzkonzert

➛ 20.30 Gaststätte Zum Bahnhof

Pohlheim

Orgel+ – Konzertreihe mit Alexander Lang

➛ 19.00 Ev. Christuskirche, Watzenborn-Steinberg

Gießen LESUNGEN/VORTRÄGE

Winterliche Adventsgeschichten mit E. Zeiss

➛ 16.00 Stadtbibliothek

SONSTIGES

Gießen

Kick the Beats – Rapworkshop

➛ 14.00 Jokus

Mexiko – Küche, Kunst und Exotik

Filmvorführung »Frida« und 3-Gänge-Menü

➛ 18.30 ZiBB

3 SAMSTAG

Gießen AUSSTELLUNGEN

Zwischending

➛ 18.00 Zwischenraum

Gießen BÜHNE

Kaspers Suche nach dem Roten Diamanten

Puppentheater mit der Freiburger Puppenbühne

➛ 12.00 und 14.00 Galeria Kaufhof

Adventskalendertürchen

➛ 15.00 Stadttheater

Schneewittchen

➛ 16.00 Kleine Bühne

Cabaret

➛ 19.30 Stadttheater

Keller Theatre: Happy End

➛ 19.30 Philosophikum II, Haus D, Musiksaal

Und alle so – Oh!

Gastspiel des Theaterprojekts der AIDS-Hilfe

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Wettenberg

Premiere: Peterchens Mondfahrt

Mit dem Wettenberger Sammelsurium

➛ 15.00 Mehrzweckhalle, Krofdorf-Gleiberg

01.12. | Donnerstag | 20 Uhr

Vince Ebert »Freiheit ist alles«

www.s-promotion.de

02./03.12. | Fr./Sa. | 20 Uhr

Abschlussbälle der Tanzschule Bäulke

www.tanzschule-baeulke.de

03./04.12. | Sa./So. | 12–17 Uhr

Weihnachtlicher

Kunsthandwerkermarkt

Kulturamt der Stadt Gießen

09.12. | Freitag | 20 Uhr

DIETER NUHR »Nuhr die Ruhe«

www.s-promotion.de

10.12. | Samstag | 14 Uhr

Senioren-Weihnachtsnachmittag

Magistrat der Stadt Gießen

11.12. | Sonntag | 10–16 Uhr

Modellbahn-Auto-Tauschbörse

Sylvia Berndt, Waldkappel

14.12. | Mittwoch | 19 Uhr

Sportlerehrung der Stadt Gießen

Sportamt der Stadt Gießen

17.12. | Samstag | 20 Uhr

Rüdiger Hoffmann »OBWOHL…

das neue Comedyprogramm«

www.s-promotion.de

18.12. | Sonntag | 19.30 Uhr

Weihnachtskonzert

»Hilf deinem Nachbarn«

www.musikverein-online.de

29.12. | Donnerstag | 15 Uhr

»Morgen, Findus, wird’s was geben!«

www.theaterconcept.de

31.12. | Samstag | 19 Uhr

Großer Silvesterball

www.giessener-fuenfziger.de

04.01. | Mittwoch | 17 u. 20 Uhr

Ballet Classique de Paris

präsentiert »Der Nussknacker«

für die ganze Familie

Knight-Events, Freital

12/2011 streifzug 25


VERANSTALTUNGEN IM DEZEMBER

Gießen DISCO/PARTY

Weihnachtsball-Party

➛ 20.00 Astaire’s

Karaoke mit Andy Pfälzer

➛ 21.00 Irish Pub

Cocktailparty

➛ 21.00 Haarlem

Ich! Will! Tanzen!

➛ 21.30 Ulenspiegel

House of Admiral

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Electrified Liedschlag

➛ 22.00 MuK

Back to the Disco – Die 70er und 80er Zeitreise

➛ 22.00 Monkeys

Rock of Ages mit DJ Cel’ardor

➛ 22.00 Scarabée

Gießen FLOHMÄRKTE

Trödelmarkt

➛ 6.00 Rodheimer Straße 116

Buseck

Floh- und Trödelmarkt

➛ 8.00 Sammler- und Hobbywelt

Gießen KONZERTE

Metalfest – Winteredition

➛ 18.00 Hessenhalle

Konzert mit dem Liedermacher Lutz Keller

➛ 21.00 Café Amélie

Bernd Begemann – Solo Tour

➛ 21.00 Jokus

Buseck

Broadway-Gala – Felicita proudly presents

➛ 19.30 Kulturzentrum

Lich

Schwedisch-deutsches Weihnachtskonzert

Mit Dan Rosengren und Jugendchor Songlines

➛ 15.00 und 20.00 Bezalelsynagoge

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Weihnachtlicher Kunsthandwerker-Markt

➛ 12.00 Kongresshalle

Gießen SONSTIGES

Leonardo da Vinci und der Traum vom Fliegen

Für Kinder von 6 bis 9 Jahren

➛ 11.00 Altes Schloss

Alma Gitana – Flamenco Workshop für Kinder

➛ 14.00 MuK

Sing mit! – Deutschlands größter Weihnachtschor

mit Gotthilf Fischer

➛ 15.00 Galerie Neustädter Tor

B_Oops, we did it again

Gender-Diskussion einmal anders

➛ 18.00 Zwischenraum

4 SONNTAG

Gießen BÜHNE

Spieglein, Spieglein…

➛ 11.00 TiL-Studiobühne

Der kleine Prinz

➛ 15.00 und 18.00 Stadttheater

Tinko-Theater: Schneewittchen

➛ 16.00 Kleine Bühne

Acis und Galatea

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Grünberg

Genesis Aethera

Humanistische Weihnachtskomödie mit dem

Thema vom Verlorenen Sohn und dem lotterhaften

Studentenleben. Aufgeführt von den Studierenden

der Justus-Liebig-Universität Gießen

➛ 17.00 Diebsturm

Wettenberg

Peterchens Mondfahrt

➛ 15.00 Mehrzweckhalle, Krofdorf-Gleiberg

Gießen DISCO/PARTY

Discofoxparty

➛ 20.30 Astaire’s

Jam-Session

➛ 21.00 Irish Pub

Buseck FLOHMÄRKTE

Hessisches Messersammlertreffen

➛ 9.00 Sammler- und Hobbywelt

FÜHRUNGEN

Gießen

Johannes Spehr – Windeinschlag/Siedeln

in den Lüften

➛ 15.00 Kunsthalle, Berliner Platz

Gießen KONZERTE

Solistenporträt: Evgenia Rubinova (Klavier)

➛ 11.00 Stadttheater

Die Drei Stimmen

➛ 17.00 Pankratiuskapelle

Nora & Band – Adventskonzert

➛ 18.00 Mode Meid

Meilensteine – Originales und Originelles

Musik für Flöte, Klarinette und Oboe im Wandel

der Zeiten

➛ 19.00 Rathaus, Konzertsaal

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Antik & Trödelmarkt

➛ 8.00 Hessenhallen

Weihnachtlicher Kunsthandwerker-Markt

➛ 12.00 Kongresshalle

Buseck

Hessisches Messersammlertreffen

➛ 9.00 Sammler- und Hobbywelt

5 MONTAG

Gießen BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 9.00 und 11.00 Stadttheater

Gießen DISCO/PARTY

Pub Quiz

➛ 21.00 Irish Pub

Independent tanzbar

➛ 21.30 Ulenspiegel

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Ich glaub’ ich mag den Feminismus lieber

als er mich mag

Vortrag von Robin Bauer über Geschlecht,

Sexismus und Feminismus in queerem BDSM

➛ 19.00 Margarete-Bieber-Saal

Schwellen- und Entwicklungsländer im

internationalen Wettbewerb

Von Dr. Dorothea Rüland

➛ 19.00 Uni-Hauptgebäude, Aula

6 DIENSTAG

Gießen DISCO/PARTY

Affenkammer

➛ 21.00 Monkeys

Gießen KONZERTE

4. Sinfoniekonzert

➛ 20.00 Stadttheater

Gießen SONSTIGES

Zwischenzeit

➛ 17.00 Zwischenraum

Speed Dating

➛ 21.00 Irish Pub

26 streifzug 12/2011


VERANSTALTUNGEN IM DEZEMBER

7 MITTWOCH

Gießen

BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 9.00 und 11.00 Stadttheater

Gießen

Tanzparty

➛ 20.30 Astaire’s

Der Untergrund lebt

➛ 21.00 Scarabée

Kultmittwoch

➛ 21.00 Haarlem

Winter Sounds

➛ 21.00 Audimax

Gießen

DISCO/PARTY

KONZERTE

Pietro Lombardi & Sarah Engels –

From Heartbeat to Jackpot Tour

➛ 18.00 Hessenhallen

Mayer-Trios – Big-Noise-Weihnachtsfeier

Jazzkonzert mit heimischen Ensembles

➛ 20.00 Ulenspiegel

Mac Frayman – Folk, Rock, Grunge

➛ 21.00 Irish Pub

Gießen

SONSTIGES

Hausbesuch im Kulturamt/Kulturdezernat

➛ 19.00 Stadtbibliothek

Tango-Salon

➛ 20.00 Hansa Vereinsheim

8 DONNERSTAG

Gießen

BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 9.00 und 11.00 Stadttheater

Ein Volksfeind – Schauspiel von Henrik Ibsen

➛ 19.30 Stadttheater

Keller Theatre: Happy End

➛ 19.30 Philosophikum II, Haus D, Musiksaal

Kostprobe: Anna Blue

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen

DISCO/PARTY

Beat Klinik – die Mediziner-Fete

➛ 21.00 Monkeys

DSA Fantasies

➛ 21.00 Zwischenraum

Land unter: Indiepassion

➛ 22.00 Scarabée

Gießen

KONZERTE

Die Drei Stimmen

➛ 19.30 Pankratiuskapelle

Die Lahntaler – Feiern bis die Hütte brennt

➛ 20.00 Admiral Music Lounge

Lavender – Pop, Soul, Folk und Blues

➛ 20.30 Ulenspiegel

Mac Frayman

➛ 21.00 Irish Pub

Hungen

Duo Isaria

Rebekka Hartmann (Violine) und Caroline

Bergius (Klavier/Cembalo) spielen Sonaten von

Mozart, Schumann und Previn

➛ 19.30 Schloss, Blauer Saal

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Marine Säugetiere

Vortrag von Dr. Ursula Siebert

➛ 18.15 Hörsaal der Veterinäranatomie

9 FREITAG

Gießen BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 10.00 Stadttheater

Prinz Friedrich von Homburg

➛ 19.30 Stadttheater

Keller Theatre: Happy End

➛ 19.30 Philosophikum II, Haus D, Musiksaal

König Ödipus – Neudichtung von Bodo Wartke

➛ 20.00 TiL-Studiobühe

Dieter Nuhr – Nuhr unter uns

➛ 20.00 Kongresshalle

Wettenberg

Peterchens Mondfahrt

➛ 15.00 Mehrzweckhalle, Krofdorf-Gleiberg

Gießen DISCO/PARTY

Tanzparty

➛ 20.30 Astaire’s

Friday Dance Attack

➛ 21.00 Haarlem

Party tanzbar

➛ 21.30 Ulenspiegel

Mutti & seine Gäste

➛ 22.00 MuK

Mixtape Resident Night

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Awesometown

➛ 22.00 Monkeys

Let’s Dance Together mit DJ Cel’ardor

22.00 Scarabée

Gießen KONZERTE

Mühlleitners Liedermacher

➛ 21.00 Café Amélie

Pistol Pete’s Dinosaur Truckers

➛ 21.00 Irish Pub

Grünberg

Yazmine – Jazzkonzert

➛ 20.30 Gaststätte Zum Bahnhof

Lich

Epiphany Projekt – A Very Special

Adventskonzert

➛ 20.00 Bezalel-Synagoge

Pohlheim

Peter Orloff & Schwarzmeer Kosaken-Chor

➛ 19.30 Ev. Kirche, Hausen

SONSTIGES

Gießen

Internationales Frauencafé

➛ 14.30 ZiBB

10 SAMSTAG

Gießen AUSSTELLUNGEN

»…zwischen verdrahtet und getuscht«

Werke von Gaby Semtner (bis 14. Dezember)

➛ 18.00 Atelierhaus Trafo, Ederstraße 13

Gießen BÜHNE

Adventskalendertürchen

➛ 15.00 Stadttheater

61231 Bad Nauheim, Ludwigstraße 21

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(*0,14 €/ Min. aus dem dt. Festnetz -max. 0,42 €/ Min. aus dem dt. Mobilfunk)

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12/2011 streifzug 27


VERANSTALTUNGEN IM DEZEMBER

Tinko-Theater: Die kleine Seejungfrau

➛ 16.00 Kleine Bühne

Zaubershow mit Stefan Alexander Rautenberg

➛ 19.00 Forum Volksbank, Schiffenberger Weg 10

Keller Theatre: Happy End

➛ 19.30 Philosophikum II, Haus D, Musiksaal

La Bohème

➛ 19.30 Stadttheater

Enten Variationen – Schauspiel von David Mamet

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Crazy Broadway

➛ 20.00 Astaire’s

Wettenberg

Peterchens Mondfahrt

➛ 14.00 und 19.00 Mehrzweckhalle, Krofdorf

Waldgeflüster

Gespielt von Schüler/innen der Grundschule

➛ 16.00 Bürgerhaus Launsbach

DISCO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

1 Jahr Admiral

Mit Alexandra Stan, Peyman Amin, Riccardo

la Roccia, Burlesque Show, Special Dance

➛ 21.00 Admiral Music Lounge

Cocktailparty

➛ 21.00 Haarlem

Hard to Beat – Independent Music-Party

➛ 22.00 MuK

Bad Taste Party zum Zweijährigen

➛ 22.00 Monkeys

Dancing Devils in Angels’ Way

➛ 22.00 Scarabée

Gießen FLOHMÄRKTE

Trödelmarkt

➛ 6.00 Rodheimer Straße

Buseck

Floh- und Trödelmarkt

➛ 8.00 Sammler- und Hobbywelt

Gießen FÜHRUNGEN

O Tannenbaum – Ein Waldspaziergang zum

Weihnachtsbaumschlagen mit dem Pferd

Führung mit Jörg Sennstock und Lugena

➛ 14.00 Parkplatz Fa. Bieber & Marburg

Gießen KONZERTE

Konzert für Toleranz

➛ 20.00 Jokus

Captain Overdrive & Mother’s Milk

➛ 20.00 Ulenspiegel

West Coast – 60er, 70er, Like Santana, Crosby

➛ 21.00 Irish Pub

Gießen LESUNGEN/VORTRÄGE

Mathematikum am Weihnachtsbaum

Kindervorlesung mit Prof. A. Beutelspacher

➛ 11.00 Mathematikum

Adventskalendertürchen

➛ 15.00 Stadttheater

Les enfants chocolat

Lesung mit Wein, Schokolade & Chansons

➛ 20.00 Mathematikum

Gießen SONSTIGES

OKB Advents-Kunst-Shopping

➛ 10.00 Galerie im Unteren Hardthof

Ob Suppen oder Marilyn –

Warhol bringt alles auf’s Papier

Für Kinder von 8 bis 12 Jahren

➛ 11.00 Altes Schloss

SPORT

Gießen

LTi Gießen 46ers – Phoenix Hagen

➛ 20.00 Sporthalle Gießen-Ost

11 SONNTAG

Gießen BÜHNE

Tubby die Tuba oder Warum darf ich nie eine

Melodie spielen?

Für alle ab 6 Jahre

➛ 11.00 Stadttheater

Tinko-Theater: Die kleine Seejungfrau

➛ 16.00 Kleine Bühne

Der kleine Prinz

➛ 16.00 und 18.00 Stadttheater

Premiere: Anna Blue

Tanzstück von Hagit Yakira und Tarek Assam

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Wettenberg

Peterchens Mondfahrt

➛ 15.00 Mehrzweckhalle, Krofdorf-Gleiberg

Gießen DISCO/PARTY

Tanzparty

➛ 20.30 Astaire’s

Buseck FLOHMÄRKTE

Antikmarkt

➛ 9.00 Sammler- und Hobbywelt

Gießen FÜHRUNGEN

Führung durch das Mathematikum

➛ 11.00 Mathematikum

Johannes Spehr – Windeinschlag/Siedeln in

den Lüften – Prominent geführt

Führung mit Prof. Dr. Claus Leggewie

➛ 16.00 Kunsthalle, Berliner Platz

Gießen KONZERTE

Orgelvesper zum Advent

➛ 16.00 St.-Thomas-Morus-Kirche

Adventskonzert der Friedrich-Ebert-Schule

➛ 18.00 St.-Bonifatius-Kirche

Lich

Adventskonzert der blinden Musiker

➛ 15.00 Kloster Arnsburg, Mönchssaal

Gießen LESUNGEN/VORTRÄGE

Internationales Erzählcafé mit Dora Böttner

➛ 11.00 ZiBB

Gießen MÄRKTE/MESSEN

Reptilienbörse

➛ 10.00 Hessenhallen

Mo. 30. Januar 2012

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Erwin Piscator Haus, Marburg

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28 streifzug 12/2011


VERANSTALTUNGEN IM DEZEMBER

Modellbahn-Auto-Tauschbörse

➛ 10.00 Kongresshalle

Buseck

Antik- und Sammlermarkt

➛ 9.00 Sammler- und Hobbywelt

12 MONTAG

Gießen BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 9.00 und 11.00 Stadttheater

Gießen DISCO/PARTY

Karaoke mit Andy Pfälzer

➛ 21.00 Irish Pub

Independent tanzbar

➛ 21.30 Ulenspiegel

Gießen KONZERTE

Weihnachtsengel-Konzert

➛ 19.30 Petruskirche

Laubach

Maxim Kowalews Don Kosaken

➛ 19.00 Stadtkirche

Gießen LESUNGEN/VORTRÄGE

Vernachlässigte Krankheiten

VonProf. Dr. Dr. Marcel Tanner

➛ 19.00 Uni-Hauptgebäude, Aula

13 DIENSTAG

BÜHNE

Gießen

Der kleine Prinz

➛ 9.00 und 11.00 Stadttheater

Gießen

Affenkammer

➛ 21.00 Monkeys

Study Night

➛ 21.00 Irish Pub

Gießen

DISCO/PARTY

LESUNGEN/VORTRÄGE

Werfliegt mit Händen und sieht mit Ohren?

Kinderuni, Jorge Encarnaçao, Säugetierökologie

➛ 16.15 Uni-Hauptgebäude, Aula

14 MITTWOCH

Gießen

Der kleine Prinz

➛ 11.00 Stadttheater

Wettenberg

BÜHNE

Peterchens Mondfahrt

➛ 15.00 Mehrzweckhalle, Krofdorf-Gleiberg

Gießen

DISCO/PARTY

Poetry Slam mit Lars Ruppel &Stefan Dörsing

➛ 20.00 Jokus

Tanzparty

➛ 20.30 Astaire’s

La Dance Macabre,

➛ 21.00 Scarabée

Kultmittwoch

➛ 21.00 Haarlem

»Warum liegt hier eigentlich Stroh?«

Weihnachtsfeier Fachbereich Bau

➛ 21.00 FH-Campus

Restaurant

Schlosskeller

Peter und Frank Haas GbR

Brandplatz 2·35390 Gießen

Telefon 0641/38306

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Kongresshalle

17.12. GIESSEN

Kongresshalle

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Kongresshalle

Dave Davis

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Stadthalle

03.03.

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Kongresshalle

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(€ 0,14/Min. aus dem dt. Festnetz; max € 0,42/Min. aus dem dt. Mobilfunk)

VERANSTALTUNGEN IM DEZEMBER

Gießen KONZERTE

A calm night with Jon Gomm & Florian Faber

➛ 20.00 MuK

Louis Fitz – Irish Folk Music

➛ 21.00 Irish Pub

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Advents-Vorlesen

➛ 16.00 ev. Gemeindehaus, Wieseck

15 DONNERSTAG

Gießen BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 9.00 und 11.00 Stadttheater

La Bohème

➛ 19.30 Stadttheater

The Kraut – Ein Marlene-Dietrich-Abend

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

late night: Nachtschattengewächs – !KRIZMÄZ!

Die ganze Wahrheit über den Weihnachtsmann

➛ 22.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

DSA Fantasies

➛ 21.00 Zwischenraum

Land unter – electronische Tanzmusik

➛ 22.00 Scarabée

Gießen FLOHMÄRKTE

Trödelmarkt

➛ 6.00 Rodheimer Straße 116

Gießen KONZERTE

Weihnachtsgala mit Heinz Günther Heygen

➛ 20.15 Karstadt, Kultur-Café

Miller and Heath – Rock, Pop, Hessen Drecks

➛ 21.00 Irish Pub

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Chemie im Menschen – Eine Annäherung

aus Sicht eines Chemikers

Weihnachtsvorlesung von Prof. R. Göttlich

➛ 20.00 Großer Hörsaal der Physik

16 FREITAG

Gießen BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 10.00 Stadttheater

Cabaret

➛ 19.30 Stadttheater

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Geschenkideen

Der„schnellsteMagier der Welt“

HANS KLOK

Magie der Weihnacht

Anna Blue

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Zu Zweit – Ich war’s nicht!

Mit Tina Häussermann und Fabian Schläper

➛ 21.00 Astaire’s

Gießen DISCO/PARTY

Tanzparty

➛ 20.30 Astaire’s

Friday Dance Attack

➛ 21.00 Haarlem

Party tanzbar

➛ 21.30 Ulenspiegel

Black Beatz

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Awesometown

➛ 22.00 Monkeys

90er Party – Weihnachtsspecial

➛ 22.00 MuK

Let’s Dance Together

➛ 22.00 Scarabée

Gießen KONZERTE

Völkerball – A tribute to Rammstein

➛ 20.00 Hessenhallen

SeánÒg – Irish, Schottisch Musik

➛ 21.00 Irish Pub

Grünberg

Pitch the Fork – Jazzkonzert

➛ 20.30 Gaststätte Zum Bahnhof

Lollar

Fredrik Vahle – neue und alte Weihnachtslieder

➛ 18.00 ev. Kirche Salzböden

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Von Kairo nach Kastadt

Weihnachtsvorlesung von Prof. Ulrich Scholz

➛ 18.00 Großer Hörsaal der Physik

17 SAMSTAG

Gießen BÜHNE

Kaspers Suche nach dem Roten Diamanten

Puppentheater mit der Freiburger Puppenbühne

➛ 12.00 und 14.00 Galeria Kaufhof

Adventskalendertürchen

➛ 15.00 Stadttheater

Tinko-Theater: Rumpelstilzchen

➛ 16.00 Kleine Bühne

Die Hochzeit des Figaro

➛ 19.30 Stadttheater

i

für die Liebsten

i

Rüdiger Hofmann: »Obwohl…«

➛ 20.00 Kongresshalle

Die fetten Jahre sind vorbei

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

Dicke Socken Party

➛ 20.00 Kümmerei, Steinstr. 75

Cocktailparty

➛ 21.00 Haarlem

Rhythm and House

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Partysamstag

➛ 22.00 Monkeys

Studio-Party – Funk, Disco, Soul

➛ 22.00 MuK

Achterbahn statt Bällchenbad

➛ 22.00 Scarabée

Buseck FLOHMÄRKTE

Floh- und Trödelmarkt

➛ 8.00 Sammler- und Hobbywelt

Gießen FÜHRUNGEN

Führung durch das Mathematikum

➛ 11.00 Mathematikum

Gießen KONZERTE

Subway to Sally – Eisheilige Nacht 2011

➛ 19.00 Hessenhallen

Jack!FM – Rock-Covers

➛ 21.00 Irish Pub

The Jerks@Party on the Rockx – Rock & Pop

➛ 21.00 Ulenspiegel

Lich

Zauberhafte Operettenweihnacht

➛ 17.00 Bezalel-Synagoge

Gießen LESUNGEN/VORTRÄGE

Adventskalendertürchen

➛ 15.00 Stadttheater

Wettenberg MÄRKTE/MESSEN

Nordischer Winter

Mehr als ein Weihnachtsmarkt (auch Sonntag)

➛ 15.00 Rund um das Rathaus

Gießen SONSTIGES

Zu Gast in René Magrittes Fantasiereich

Für Kinder von 6 bis 9 Jahren

➛ 11.00 Altes Schloss

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zu Weihnachten

RALF SCHMITZ

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Mit den größten Hits

und den schönsten Liedern

zur Weihnachtszeit

Freitag ·19.30 Uhr

09.12. WETZLAR

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2011

Rittal-Arena

09.12. WETZLAR

Mittwoch ·20Uhr

28.12.

2011

Rittal-Arena

AfrikAnische Artisten zeigen UnglAUbliches

Mittwoch ·20Uhr

WETZLAR 18.01. WETZLAR

2012

Rittal-Arena

Donnerstag Rittal-Arena

19.01.

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Samstag ·18Uhr

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VERANSTALTUNGEN IM DEZEMBER

18 SONNTAG

Gießen BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 11.00 Stadttheater

Spieglein, Spieglein…

➛ 11.00 TiL-Studiobühne

Tinko-Theater – Rumpelstilzchen

➛ 16.00 Kleine Bühne

Ein Volksfeind – Schauspiel von Henrik Ibsen

➛ 19.30 Stadttheater

Acis und Galatea

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

Discofoxparty

➛ 20.30 Astaire’s

Gießen KONZERTE

Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder

➛ 15.30 Johanneskirche

Großes Benefiz-Weihnachtskonzert

➛ 19.30 Kongresshalle

MÄRKTE/MESSEN

Wettenberg

Nordischer Winter –

Mehr als ein Weihnachtsmarkt

➛ 15.00 Rund um das Rathaus

19 MONTAG

Gießen BÜHNE

Der kleine Prinz

➛ 10.00 und 12.00 Stadttheater

DISCO/PARTY

Gießen

Pub Quiz

➛ 21.00 Irish Pub

Independent tanzbar

➛ 21.30 Ulenspiegel

20 DIENSTAG

Gießen BÜHNE

Genesis Aethera

➛ 18.00 Kirchenplatz

Gießen DISCO/PARTY

Gießen 46ers Bingo-Night

➛ 21.00 Irish Pub

Affenkammer

➛ 21.00 Monkeys

SONSTIGES

Gießen

Zwischenzeit

➛ 17.00 Zwischenraum

21 MITTWOCH

Gießen DISCO/PARTY

Kultmittwoch

➛ 21.00 Haarlem

Der Untergrund lebt

➛ 21.00 Scarabée

Gießen KONZERTE

Mark Bennett – Akustisch, Pop, Folk Rock

➛ 21.00 Irish Pub

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Zauber der Zahlen

Für Kinder von 8 bis 12 Jahren

➛ 11.00 Mathematikum

22 DONNERSTAG

Gießen BÜHNE

Cinderella – Popmusical

➛ 16.00 Hessenhallen

Galileo meets Kopernikus – Tanzstück

➛ 19.30 Stadttheater

König Ödipus

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

Livercheese Booth Corporation

➛ 18.00 Centralbar

Old School meets Live Lounge

➛ 18.30 Admiral Music Lounge

Salsa Cocktail Night

➛ 22.00 Monkeys

Land unter: Indiepassion

➛ 22.00 Scarabée

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VORHANG AUF FÜR MÄRCHENHAFTEN ZAUBER...

»Cinderella – Das märchenhafte Popmusical«

zum Träumen, Lachen, Staunen für die ganze Familie!

Nach dem großartigen Erfolg mit über 50000 Besuchern bei der

Premierentournee ist »Cinderella«, eines der schönsten und bekanntesten

Märchen der Welt, endlich wieder in Deutschland.

Dieses Mal auch in Gießen. Am Donnerstag, dem 22. Dezember,

um 16.00 Uhr ist es dann so weit – »Cinderella« gastiert für eine

einzige Aufführung in der Hessenhalle.

Das herzerfrischende Popmusical wird sicherlich auch in diesem

Jahr wieder Groß und Klein begeistern. Hautnah ist man dabei,

wenn aus der armen, schikanierten Cinderella eine mutige, selbstbewusste

junge Frau wird, die ihre Träume erfüllt und selbstverständlich

zum guten Schluss die Liebe findet.

Nicht zuletzt mithilfe der guten Fee Jolanda, die in dieser Inszenierung

von Rebecca Siemoneit-Barum gespielt und gesungen

wird. Dem Publikum ist sie als Iffi Zenker aus der Lindenstraße

bekannt.

Jetzt gibt Rebecca ihr Musical-Debüt.»Ich freue mich auf die Rolle

der coolen Fee Jolanda und die Arbeit mit den Kindern. Das wird

wirklich ein riesiger Spaß für alle Beteiligten.«

Das Musical mit seinen Popsongs und Balladen, einer ordentlichen

Portion Humor,erfrischenden Texten und den wundervollen Stimmen

berührtdie ganze Familie.

Traumhafte Kostüme und ein

zauberhaftes Bühnenbild entführen

ins Märchenland.

Damit das Musical auch für

Kinder ein Erlebnis wird, war es

den Machern wichtig, sie aktiv

in das Geschehen einzubinden:

Mitsingen und mitklatschen

sind erwünscht!

»Cinderella« ist ein Musicalerlebnis

für die ganze Familie –

man muss es einfach live erlebt

haben.

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Weitere Infos: www.cinderella-popmusical.de

Do., 22. Dezember,16.00 Uhr,Hessenhalle, Gießen

Tickets: www.eventim.de, www.adticket.de, VVK und Gießener

Allgemeine, Marktplatz

12/2011 streifzug 31


VERANSTALTUNGEN IM DEZEMBER

Gießen KONZERTE

Gelon – Solo Electric, Acoustic Rock

➛ 21.00 Irish Pub

Gießen LESUNGEN/VORTRÄGE

Geheimcodes

Für Kinder von 8 bis 12 Jahren

➛ 11.00 Mathematikum

SPORT

Gießen

LTi Gießen 46ers – NY Phantoms Braunschweig

➛ 20.00 Sporthalle Gießen-Ost

23 FREITAG

Gießen BÜHNE

Cabaret

➛ 19.30 Stadttheater

Die Wanze – Insektenkrimi von Paul Shipton

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

X-Mas Karaoke mit Andy Pfälzer

➛ 21.00 Irish Pub

Friday Dance Attack

➛ 21.00 Haarlem

Party tanzbar – Coming Home For X-mas

➛ 21.30 Ulenspiegel

Awesometown

➛ 22.00 Monkeys

Mixtape

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Let’s Dance Together

➛ 22.00 Scarabée

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Würfel und Pyramiden

Für Kinder von 8 bis 12 Jahren

➛ 11.00 Mathematikum

24 SAMSTAG

Gießen DISCO/PARTY

House at Admiral

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Silent Night – Die Kopfhörerparty

➛ 22.00 Monkeys

Rocking around the Christmas Tree

➛ 22.00 Scarabée

KONZERTE

Lich

Arnsburger Christvesper – Jacobs Traum

➛ 18.00 Kloster Arnsburg, Paradieskapelle

25 SONNTAG

Gießen BÜHNE

La Bohème

➛ 19.30 Stadttheater

Enten Variationen

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

YouFM-Party mit Ralf Richter

➛ 21.00 Hessenhallen

tanzbar special – X-Mas Edition

➛ 21.30 Ulenspiegel

Mixtape

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Jazz Your Azz-Mas – Weihnachtsparty

➛ 22.00 MuK

Die große 90er Party

➛ 22.00 Monkeys

26 MONTAG

Gießen

BÜHNE

Spieglein, Spieglein…

➛ 11.00 TiL-Studiobühne

Der kleine Prinz

➛ 18.00 Stadttheater

Trouble in Tahiti – Oper von Leonard Bernstein

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen

DISCO/PARTY

Karaoke mit Andy Pfälzer

➛ 21.00 Irish Pub

Independent tanzbar – X-Mas Edition

➛ 21.30 Ulenspiegel

Die Bockwoscht Party – 100 % deutsche Musik

➛ 22.00 Monkeys

Gießen

KONZERTE

Festliches Weihnachtskonzert

Solisten der Staatskapelle Dresden

➛ 17.00 Bonifatiuskirche

RP Jam Band & Viola Tamm

➛ 20.00 Admiral Music Lounge

Gießen

SONSTIGES

Flammenrohr

200 Flammen tanzen zur Musik

➛ 17.00 Mathematikum

27 DIENSTAG

Gießen

Study Night

➛ 21.00 Irish Pub

Affenkammer

➛ 21.00 Monkeys

Gießen

Latenight Shopping

➛ Innenstadt

DISCO/PARTY

SONSTIGES

Zwischenzeit

➛ 17.00 Zwischenraum

28 MITTWOCH

Gießen

BÜHNE

Kostprobe: Clyde & Bonnie

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen

Kultmittwoch

➛ 21.00 Haarlem

DISCO/PARTY

Fantastic Holidays

➛ 21.00 Admiral Music Lounge

La Dance Macabre

➛ 22.00 Scarabée

29 DONNERSTAG

Gießen

BÜHNE

Morgen Findus wird’s was geben

➛ 15.00 Kongresshalle

Cabaret

➛ 19.30 Stadttheater

Die Wanze – Insektenkrimi von Paul Shipton

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

Land unter

➛ 22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Tobi Wessel – Rock covers

➛ 21.00 Irish Pub

30 FREITAG

Gießen BÜHNE

vorgestellt: Hotel Savoy von Joseph Roth

➛ 17.00 Stadttheater

Prinz Friedrich von Homburg

➛ 19.30 Stadttheater

Die fetten Jahre sind vorbei

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

Friday Dance Attack

➛ 21.00 Haarlem

Party tanzbar

➛ 21.30 Ulenspiegel

Mixtape

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Awesometown

➛ 22.00 Monkeys

Let’s Dance Together

➛ 22.00 Scarabée

Buseck KONZERTE

Mandowar & Schmied Loaf

➛ 20.30 Kulturzentrum Schlosspark

31 SAMSTAG

Gießen BÜHNE

Schmachtigallen-Spezial – Silvesterprogramm

➛ 18.00 Stadttheater

Silvester Spezial: König Ödipus

➛ 19.00 TiL-Studiobühne

Gießen DISCO/PARTY

Großer Silvesterball

➛ 19.00 Kongresshalle

Silvestergala

➛ 19.00 Astaire’s

Garden of Delight – Celtic, Folk, Rock Party

➛ 21.00 Irish Pub

To See the New Year in

➛ 21.00 Scarabée

How I Met Your Mother Silvesterparty

➛ 22.00 Monkeys

Silvester Special

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Gießen FLOHMÄRKTE

Trödelmarkt

➛ 6.00 Rodheimer Straße 116

Laubach SONTIGES

Silvesterwürfeln

➛ 15.00 Innenstadt

32 streifzug 12/2011


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19.15 Uhr Eröffnungsfeier

Samstag 11.2. 15.00 Uhr Probedurchgang

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Sonntag 12.2. 13.45 Uhr Probedurchgang

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Die zur Verfügung stehenden Eintrittskarten werden unter den bis

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nach dem 14. Dezember 2011 eingehen, können für die Verlosung

leider nicht mehr berücksichtigt werden.

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12/2011 streifzug 33


AM MAIN

Foto: Frankfurt-Tourismus

Opulente Gewänder, pathetische

Songs und ein wenig Kitsch …

Die wahre Geschichte ihrer Kaiserin wollen viele Sissi-Fans gar nicht hören. Kindstode,

Depressionen, Magersucht – das mag nicht so recht in die beschauliche Welt am Wiener

Kaiserhof passen. Doch dass auch die tragische Geschichte des Lebens der Elisabeth von

Österreich genug Dramatik und Herz enthält, zeigt das Musical »Elisabeth«, das 20 Jahre

nach der Uraufführung in Wien jetzt nach Frankfurt kommt.

Vom 30. November bis zum 18. Dezember

wird »Elisabeth – Die wahre Geschichte der

Sissi« 22-mal in der Jahrhunderthalle aufgeführt.

Das Musical von Michael Kunze und

Sylvester Levay haben seit der Premiere

1992 auf den Vereinigten Bühnen in Wien

mehr als acht Millionen Zuschauer weltweit

gesehen – kein Wunder, schließlich sind die

Schöne-heile-Welt-Filme mit Romy Schneider

auch zum Exportschlager geworden.

Dabei wollen die Macher das verkitschte

Sissi-Bild eigentlich zurechtrücken: Die Tourneefassung

in der Inszenierung des Wiener

Originalteams – Regisseur Harry Kupfer mit

den Bühnenbildern von Hans Schavernoch –

zeigt Sissi (Annemieke van Dam) als Frau,

die ihren Freiheitswillen lebt – gegen den

Druck des höfischen Verhaltenskodex, der

Veranstaltungen in Frankfurt

1. Dezember

Marshall & Alexander

La Stella – Show italiano: Die italienische

Klassik-Pop-Show von Bariton Marc Marshall

und Tenor Jay Alexander auf großer

Deutschland-Tournee

➛ 20.00 Alte Oper

Ton Steine Scherben Family

»Land in Sicht – Tour 2011«:

Die Band hat den deutschsprachigen Rock

geprägt, den Punk vorweggenommen, der

Neuen Deutschen Welle Impulse gegeben.

Nach dem Tod von Rio Reiser sind die

Musiker seit 2004 in neuer Besetzung

unterwegs

➛ 20.00 Das Bett

2. Dezember

Jürgen von der Lippe

»So geht’s«: Auch 2011 geht Jürgen von der

Lippe wieder auf Tournee durch Deutschland

und präsentiert sein neues Programm

➛ 20.00 Jahrhunderthalle

3. Dezember

Vonda Shepard

Die US-amerikanische Rock-, Pop-,

Country- und Soulsängerin wurde vor

allem durch den Soundtrack für die

Erfolgsserie Ally McBeal bekannt

➛ 20.00 Alte Oper

4. Dezember

Johannes Scherer & Bodo Bach

»Die 2 beiden« sind wieder vereint in

verblühten Landschaften. Die früheren FFH-

Moderatoren und Stand-up-Comedians

haben ein gemeinsames Programm auf die

Beine gestellt

➛ 19.00 Saalbau Bornheim

Otello

Premiere: Die Oper Frankfurt zeigt

Giuseppe Verdis Meisterwerk in vier Akten

in italienischer Sprache mit deutschen

Übertiteln

➛ 18.00 Alte Oper

8. Dezember

Rammstein

»Made in Germany 1995 – 2011«: Die

Erfolgsband hat eine Retrospektive ihrer

größten Erfolge zusammengestellt. Das

Konzert ist ausverkauft

➛ 20.00 Festhalle

9. Dezember

Gerd Dudenhöffer

spielt Heinz Becker

Mit »Sackgasse« spielt Dudenhöffer sein

mittlerweile 14. Bühnenprogramm als

Batschkappträger Heinz Becker, bietet

klassisches Kabarett mit der perfekten

Mischung aus gelungenem Schauspiel und

erfrischender Komik. Auch am 10. Dezember

➛ 20.00 Alte Oper

13. Dezember

Leningrad Cowboys

»Buena Vodka Social Club«: Die Kultband ist

wieder da! Mehr als 20 Jahre haben sie nicht

34 streifzug 12/2011


AM MAIN

sich in ihrem gespaltenen Verhältnis zu

Franz Josephs Mutter, der Erzherzogin

Sophie (Betty Vermeulen), manifestiert. Die

männliche Hauptfigur an ihrer Seite personifiziert

androgyn und schattenhaft ihr tiefstes

Sehnen: der Tod (Mark Seibert) – die

Rolle, die Uwe Kröger zu einem der bekanntesten

Musicaldarsteller des deutschsprachigen

Raumes machte. Dazu gibt’s Musik, die

von Gänsehaut-Balladen bis zu rockigen

Nummern reicht – von klassischem Broadway

bis zum Wiener Schmalzpop.

20 Stunden täglich brauchen die sechs Maskenbildner,

die Perückenstylistin und die

Elisabeth (A. van Dam)tanzt mit dem Tod (Mark Seibert).

weniger als 1000 Shows in 60 Ländern

gespielt und dabei weltweit Freunde und

Fans gewonnen und begeistert

➛ 20.00 Batschkapp

14. Dezember

Internationales Festhallen-Reitturnier

Bis zum 18. Dezember: Fünf Tage Pferdesport

auf höchstem Niveau in vorweihnachtlicher

Atmosphäre. Neben der Dressur gibt

es hochklassige Springwettbewerbe, in denen

um Weltcup-Punkte und attraktive

Preise geritten wird

Festhalle

15. Dezember

Django Asül »Rückspiegel«

Hatte diese schwarz-gelbe Regierung überhaupt

einen Führerschein und wenn ja für

welches Land? Waren die Skandale, die Fernsehlandschaften

erschütterten, real oder Reality?

Wer kam, wer ging, und wer war da?

Das klärt Asül im Jahresrückblick.

➛ 20.00 Die Käs

Maskenchefin, um nach einer Vorstellung

die künstliche Haarpracht wieder für die

nächste Vorstellung zu frisieren, betonen

die Macher den Aufwand der Produktion.

Eine einzige Perücke besteht aus bis zu

25000 Haaren, die einzeln und von Hand

geknüpft oder geknotet werden. Annemieke

van Dam, von einigen als Idealbesetzung

angesehen, wechselt in den 170 Minuten

16-mal ihr Kostüm. Wer also opulente

Gewänder, pathetische Songs und trotz aller

Beteuerungen der Macher vielleicht auch

ein wenig Kitsch mag, ist bei »Elisabeth« an

der richtigen Adresse. David Heßler

17. Dezember

WortKlang – Lyrik im Konzert

Schriftstellerin Eva Demski trifft auf den

Beat-Boxer und Spoke-Word-Poeten

Dalibor Markovic und Michael Bornhak

➛ 20.00 Mousonturm

22. Dezember

Tropical X-Mas

Christoph Aupperle & Friends. Die Band

kreiert mit kubanischen Trommeln, akustischer

Gitarre und den in die Weihnachtszeit

passenden Klängen von Vibraphon und Flöte

einen herzerfrischenden Sound

➛ 21.00 Jazzkeller

26. Dezember

Foto: Schulze

The Jackson Singers

The very best of Gospel and Spiritual: Sie

kommen aus New York, LA, Trinidad und

New Jersey, aber ihre »Wiege« stand vor rund

30 Jahren in Frankfurt

➛ 18.00 Alte Oper

Weihnachten

am Römer

Vom 23. November bis zum 22. Dezember

ist auf dem Römerberg und in der

Innenstadt der Metropole am Main

wieder Weihnachts-Shopping und Glühwein-Genuss

angesagt. Der Frankfurter

Weihnachtsmarkt, der zu den bedeutendsten

und schönsten in ganz

Deutschland gehört, bietet vor der

malerischen Kulisse des Römers und

der Fachwerkhäuser weihnachtlich

geschmückte Marktstände und natürlich

genügend Glühwein, Bratwürste,

Maronen, Lebkuchen und gebrannte

Mandeln.

Zudem verkaufen die Standbetreiber

Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge,

Nussknacker, Kerzen, Marionetten,

Blechspielzeug oder Christbaumschmuck.

Für Kinder gibt es mehrere

Karussells, und am 6. Dezember, dem

Nikolaustag, kommt um 17.30 Uhr

natürlich auch der Heilige zu einem

Besuch in Frankfurt vorbei.

Unübersehbarer Blickfang ist der stattliche

Weihnachtsbaum, der jedes Jahr

dank über 1000 Glühbirnen erstrahlt. Bis

zum letzten Tag des Weihnachtsmarktes,

dessen rund 200 Buden, Karussells und

Essensstände jährlich von über 3 Millionen

Menschen aus der ganzen Welt besucht

werden, gibt es zudem ein interessantes

Begleitprogramm.

Täglich um 9.05, 12.05 und 17.05 Uhr

ertönt das Glockenspiel der Alten Nikolaikirche.

Mittwochs und samstags um

18 Uhr versammeln sich die Turmbläser

und lassen ihre Musikinstrument erklingen.

Auf der Bühne vor dem Römer veranstalten

die Verantwortlichen zudem

freitags, samstags und sonntags jeweils

um 17.10 Uhr Adventskonzerte. Außerdem

lohnt ein Besuch der geschichtsträchtigen

Paulskirche.

hed

12/2011 streifzug 35


Hilfe, Mama kommt

schon wieder

Im vergangenen Jahr hatte der streifzug gezeigt, wie man einen Besuch

der Eltern in der neuen Stadt übersteht, wenn die WG nach der letzten

Party noch nicht wiederhergestellt ist. Nun stehen Mama und Papa schon

wieder vor der Tür. Same procedure as every year! Der Kühlschrank ist

leer, dafür stapelt sich das Leergut. Gelüftet haben die Mitbewohner

schon länger nicht mehr, und der Aschenbecher

hätte auch schon vor Wochen geleert werden

müssen. Also, was tun?

10 Uhr:

So früh klingelt es an der

Tür? Die WG ist noch

nicht salonfähig. Und die Übernachtungsgäste,

die auf dem Küchenboden liegen, müssen

Mama und Papa auch nicht unbedingt sehen.

Also werden die Eltern an der Tür

abgefangen: Frühstück gibt's im Da Vinci

im Neuenweg. Die Bedienung ist freundlich,

die Preise sind okay und das Wichtigste:

Es schmeckt prima.

»DaVinci«, Neuenweg 7,

Öffnungszeiten: 9 bis 24 Uhr

11 Uhr:

Nach einem deftigen Frühstück

tut etwas frische Luft gut. Außerdem

hält man die Eltern so von den verranzten Mitbewohnern

fern. Also ab in die neu gestaltete Fußgängerzone.

Berlin hat den Ku'damm, Düsseldorf die

Kö, Hamburg die Mönckebergstraße. Und in Gießen

schiebt man sich über den Seltersweg. Nach der

riesigen Baustelle im vergangenen Jahr ist er nun richtig

vorzeigbar.

Die »neue« Einkaufszone, Seltersweg und Nebengassen

12.30 Uhr:

Nach so viel Kommerz

beweist man den Eltern

nun, dass man während des Studiums nicht nur die Sub-,

sondern auch die Hochkultur kennenlernt. In der Kunsthalle

gibt es bis zum 23. Dezember die Werke von

Johannes Spehr zu sehen. Die Eckdaten des Künstlers

zum Angeben: Geboren in Schotten, lehrt an der Kunsthochschule

Kassel, in den letzten Jahren erfolgte eine

Umstellung von vielfarbigen auf monochrome Zeichnungen.

Mama und Papa werden stolz sein auf den

belesenen Nachwuchs!

Kunsthalle, Berliner Platz 1, Öffnungszeiten: Dienstag

bis Sonntag 10.30 bis 17 Uhr


CAMPUS

22.30 Uhr:

Geschafft. Der Besuch ist fast wieder weg, ohne dass Mama und Papa

Gelegenheit hatten, das Lotterleben unter die Lupe nehmen zu können.

Beim gemütlichen Bierchen im Klimbim werden auch die kritischsten Verwandten milde gestimmt. Während

sich die Studenten am Tischkicker vergnügen, fühlen sich die Älteren in der urigen Kneipe daran

erinnert, dass sie selbst einmal jung und wild waren.

Klimbim, Ebelstraße 2, Öffnungszeiten: Täglich ab 19.30 Uhr

Zeichnungen: Wolfgang Schmelz,

Text: Florian Dörr

18 Uhr:

Ein bisschen Lokalkolorit gibt’s im »Hawwerkasten«.

Das ist eine Kneipe wie eine Kneipe

sein soll. Aus der Küche kommen üppige Portionen, aus dem Faß gut

gezapftes Bier. Das freut den Papa. Und die Mama kann in der Speisekarte

neue Spezialitäten entdecken. Denn hier wird hessisch gekocht.

Von Grüner Soß über Bellschuh und Handkäs bis zur Oberhessischen

Pizza. Ihr solltet euch vielleicht ein bisschen einlesen, damit es am

Ende keine langen Gesichter gibt.

»Hawwerkaste«, Landgraf-Philipp-Platz 9, Öffnungszeiten: Montag bis

Samstag bis 1 Uhr

20 Uhr:

Die Party letzte Nacht wurde länger und länger. Wo

kann man sich nun erholen, während sich die Eltern

unterhalten fühlen? Im Theater!. Zwar ist das TiL mit Stücken wie »Die fetten

Jahre sind vorbei« oder »Die Wanze« vielleicht spannender, doch sollte man

zumindest mal am Großen Haus vorbeigegangen sein. Schick ist's nämlich.

Hier auch wieder einige Angeber-Fakten, um Wissen vorzutäuschen: Eröffnet

wurde das Stadttheater 1907, die Erbauung ging auf eine Bürgerinitiative zurück,

die Gießener spendeten zwei Drittel der Bausumme. Daher steht über

dem Portal: »Ein Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns«.

Theaterkasse, Johannesstraße 1, Dienstag bis Samstag 10 bis 13 Uhr, Dienstag bis

Freitag 16 bis 18 Uhr

13.30 Uhr:

Genug der Kunst? Dann geht’s zu Fuß über den

Anlagenring in die Plockstraße. Hier trifft sich

Gießen zum Mittagessen. Das dürfen auch Mama und Papa nicht verpassen. Vor

allem, weil in der WG sicher immer noch niemand für Ordnung gesorgt hat. Also

auf zu Gianoli. In der stylischen Pastabar fühlen sich Studenten wohl, und Papa

darf in der dicken Weinkarte stöbern. Nach dem Essen gibt es noch einen Kaffee

in einem der anderen schicken Läden der Plockstraße.

Gianoli, Plockstraße 7, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11 bis 23 Uhr

16 Uhr:

Nun werden die Eltern langsam

anstrengend: Während Mama den

vollen Bauch ein bisschen bewegen möchte, will Papa mit

etwas Alkoholischem den Magen schließen. Auf dem

Kirchenplatz kriegen wir diesen Spagat gemeistert. Im

Dezember stehen hier die Stände des Weihnachtsmarkts in

direkter Nachbarschaft zur Eisbahn. Mama schnallt sich also

die Schlittschuhe unter die Füße, Papa ordert den ersten

Glühwein. Familienkrise: Abgewendet.

Eisbahn und Weihnachtsmarkt, Kirchenplatz

12/2011 streifzug 37


Ulrich Scholz heuert auf

einem Frachtschiff an, das

ihn von Mogadishu nach

Mombasa bringt

Eine schöne Tradition

Sie sind eine schöne Tradition geworden. Und erfreuen sich unter

Studierenden und anderen Interessierten größter Beliebtheit:

Die Weihnachtsvorlesungen an der Justus-Liebig-Universität.

Nein, nein. Keine Angst. Bei den Vorlesungen geht es thematisch nicht

um Weihnachten. Mit interessanten Erzählungen, eindrucksvollen Experimenten

und viel Knall und Funkenflug schaffen es die Dozenten seit

Jahren, die zahlreichen Hörsaalbesucher in ihren Bann zu ziehen.

In diesem Jahr steht gleich ein Vorlesungs-Doppelpack

am 15. und 16. Dezember an, also in der Woche vor

Weihnachten. Dies sind traditionell die Chemievorlesung,

die diesmal am 15. Dezember ab 20 Uhr (Einlass

18 Uhr) im Großen Chemischen Hörsaal (Heinrich-

Buff-Ring)nicht von Siegfried Schindler, sondern zum

ersten Mal überhaupt von Kollege Richard Göttlich gehalten

wird. Der Titel lautet »Chemie im Menschen«.

Tags darauf wird Ulrich Scholz an selber Stätte (18 Uhr)

seine Geographievorlesung halten, die im Rahmen

seines 70. Geburtstages auch seine letzte sein wird.

Für seinen Abschied wählte Scholz das Thema »Von

Kairo nach Kapstadt – per Anhalter durch Afrika in den

Jahren 1964/65« aus.

»Der Untertitel meines Vortrages könnte Chemie und

Gesundheit lauten«, erklärt Göttlich, »denn im Rahmen

des internationalen Jahres der Gesundheit werde

ich mich Fragen widmen wie: »Was hat das Leben mit

Chemie zu tun? Macht es Sinn, Medikamente einzunehmen?

Und wie wirken diese?« So verspricht Göttlich

bei seinem Weihnachtsdebüt als Höhepunkte

selbstverständlich – wie es sich für die Chemie gehört

– wieder knallende, schillernde und stinkende

Effekte. Darunter wird eine Reaktion sein, die nicht

einfach nur von A nach B verläuft und dort ausklingt,

sondern die oszilliert; sprich ihre Farbe ungewöhnlicherweise

immer wieder wechselt. Die Parallele zur

Gesundheit liegt auf der Hand: »Unser ganzer Organismus

basiert darauf, dass sich Prozesse wiederholen.

Das ist auch die Grundlage dafür, dass unser Herz regelmäßig

schlägt«, erklärt der Chemie-Professor. Des

Weiteren ist ein Versuch zum Tabakkonsum angedacht,

und die Zuschauer werden unter anderem

dank eines kleinen Flammenwerfers wieder Feuer und

Flamme für die Experimente sein. »Es wird wieder Einiges

durch den Hörsaal fliegen, aber ich hoffe, trotz der


Showelemente im Sinne einer Vorlesung

auch Wissen vermitteln zu können«, fügt

Göttlich augen-zwinkernd an.

Fester Bestandteil der Weihnachtsvorlesungen

sind die autobiographischen Vorträge

von Scholz, der bereits zum 14. Mal von seinen

Reisen berichtet und dies mit Bildern

untermalt. Schon als Schüler reiste er viel

und studierte in seiner Freizeit Atlanten, als

Erwachsener lebte er seinen Reisedrang in

immer größerem Maß aus. So begab sich der

Geographie-Professor als 23-jähriger Student

mit dem Rucksack per Anhalter auf eine

neunmonatige Tour von Wanne-Eickel bis

an das Südende des afrikanischen Kontinents.

Dafür hatte sich der Mann, der in seinem

Leben bereits alle nicht-vereisten Kontinente

und 150 Länder bereist hat, eine

schwierige Zeit ausgesucht: »Es war eine unsichere

Region, weil ein Großteil der afrikanischen

Staaten gerade unabhängig geworden

war. Aber ich bin trotzdem angstfrei gereist,

und die Menschen waren sehr freundlich.

Höchstens eine Meute Hunde oder Haie im

Roten Meer haben mir das Leben schwer gemacht«,

erklärt Scholz. »Ich bereue nichts an

dieser Reise, auch wenn es viele Momente

gab, wo es kritisch war; ich musste viele Umwege

gehen.« So marschierte er waghalsig zu

Fuß durch die Wüste von Ägypten in den Sudan,

scheiterte bei dem Versuch, illegal die

Grenze von Äthiopien nach Kenia zu überschreiten,

heuerte als Arbeiter auf einem

Frachtschiff von Mogadishu nach Mombasa

an, bestieg als Höhepunkt in Sommerausrüstung

den Kilimanjaro und verbrachte die

Neujahrsnacht auf 1965 in einem Gefängnis

in Uganda. Zudem wagte er sich in das gefährliche

Rebellengebiet in Ost-Kongo vor,

geriet in Tansania wegen Visaproblemen in

Polizeigewahrsam, reiste per Flussdampfer

durch den westlichen Kongo und gelangte

auf einem portugiesischen Auswandererschiff

von Angola zurück nach Europa.

»Abenteuer, Spannung, die Begegnungen mit

Menschen – das ist, was Reisen für mich attraktiv

macht«, sagt Scholz, der die Zuhörer

seiner Weihnachtsvorlesung mit Sicherheit

ebenso fesseln wird wie der brandaktuelle

Chemie-Vortrag Göttlichs. Jan Sommerlad

PFLICHTVERAN-

STALTUNGEN

Winter Sounds

Am Mittwoch,

7. Dezember, beginnt

um 21 Uhr im

Audimax der heißeste Winter aller Zeiten.

Alle Studis der JLU feiern unter einem Dach

und wollen sich schon vor Ferienbeginn auf

die Weihnachtszeit einstimmen. Besinnlich?

Sicher nicht. Das Motto lautet: »party hard, party

long, life is a dancefloor, rock along«. Auf

zwei Floors geht es rund: House, Electro, Mainstream;

oder Rock, Alternative und Indie. Eintritt:

4 Euro. Zum Aufwärmen gibts Glühwein.

Auf dem roten

Teppich

Der Fachbereich 05

feiert am 9. Dezember

ab 20 Uhr im Uni-Hauptgebäude seine

Absolventen - und alle feiern mit. Vor dem

illustren Gebäude wird ein roter Teppipch ausgerollt.

Die Kleiderfrage ist schnell geklärt.

Komme so, wie du schon immer mal auf dem

roten Teppich fotografiert werden wolltest. Die

Musik ist live und unplugged, kommt aber

auch aus den Boxen. VVK 5 Euro, AK 7 Euro.

Mehr als Galerie

Noch bis August

2012 besteht das

übergreifende theaterwissenschaftliche Projekt

Zwischenraum in den Gebäuden des ehemaligen

Betten Röhr. »Es ist ein undefinierter

Raum, der immer anders gedacht werden

kann. Deshalb treffen immer andere Raumkonzepte

aufeinander. Damit kann auch das

Zwischenmenschliche in einen Dialog treten.

Genau dieser Bereich des Zwischens ist interessant«.

Nick-Julian Lehmann sitzt auf einem

alten Polsterstuhl und erklärt die Idee hinter

dem »Zwischenraum«. Seit 11. Oktober ist das

Galerieprojekt in der Bahnhofstraße 44 beherbergt.

Doch die 300qm großen Räume sind

mehr als nur Galerie. Jeder kann sich beteiligen.

»Wir wollten einen Raum schaffen und

mit Besuchern in einem Prozess herausfinden,

was Gießen braucht und was hier entstehen

kann«, so der Student der Angewandten Theaterwissenschaften.

Zusammen mit Tessa Theisen

und Paul Chico Freisleben gehört er zu

den Initiatoren. Anstelle des mehrtägigen Performing

Arts Diskursfestival der JLU, steht nun

der Zwischenraum. Und dort findet man

etliche nostalgische Polstermöbel und Requisiten.

Denn neben Galerie und Theatersaal ist

der Zwischenraum auch ein wundervoll gemütliches

»öffentliches Wohnzimmer«. Mehr

zum Programm im Veranstaltungskalender und

unter www.diskursfestival.de.

ise


KULTUR

Monat der Comedians

Über Humor lässt sich bekanntlich streiten. Für die einen muss die Pointe mit dem

Vorschlaghammer kommen. Die anderen haben es lieber von hinten durchs Knie ins Auge.

Damit im »Monat der Comedians« nicht der Überblick verloren geht, gibt der streifzug

einen kleinen Überblick: Was erwartet die Besucher bei den Auftritten von Dieter Nuhr,

Vince Ebert, Rüdiger Hoffmann und Dave Davis in Gießen und Wetzlar?

Der Welt-Erklärer

Dieter Nuhr – 9. Dezember 2011 – 20 Uhr – Kongresshalle

Ein gesundes Selbstbewusstsein ist Dieter Nuhr nicht abzusprechen. So schreibt

er etwa über sein aktuelles Buch: »Dies ist ein Ratgeber für alle Gelegenheiten,

vom Urknall bis zum Jüngsten Gericht.« Erzählt wird darin vom Umgang

mit Alkohol und Hautcremes, dann philosophiert der Autor über den

Schöpfer und das Privatfernsehen, später gibt er Ratschläge zu Weinbrandbohnen

und zum Leben an sich. Ob Klima-, Banken- oder Ehekrise: Dieter

Nuhr hat zu jedem Thema etwas zu sagen. »Man liest ja kein ganzes Buch,

um am Ende immer noch blöd zu sein wie ein Sack

Dinkelmehl«, erklärt der studierte Geschichtslehrer seinen universellen

Ansatz. In seinem neuen Bühnenprogramm »Nuhr unter uns« blickt er von

außen auf die Welt und stellt dabei alles infrage. Mit seiner Mixtur aus

Bildung und Naivität scheint Dieter Nuhr einen gemeinsamen Nenner für

gleich zwei Genres gefunden zu haben. So gewann er auch als bisher Einziger

seines Fachs sowohl den Deutschen Kabarettpreis als auch den Deutschen

Comedypreis. Seit Anfang des Jahres moderiert er zudem die ARD-Sendung

»Satire Gipfel«, wo er Mathias Richling ablöste. Mit jährlich mehr als 200000 Zuschauern

gehört Dieter Nuhr zu den erfolgreichsten Künstlern seines Fachs.

Der Freidenker

Vince Ebert – 1. Dezember 2011 – 20 Uhr – Kongresshalle

Ob Guido Westerwelle, der Dalai Lama oder David Hasselhoff – jeder Mensch

hat seine ganz persönliche Vorstellung von Freiheit. So auch Vince Ebert.

Nach dem Studium der Physik arbeitete er zunächst erfolgreich als Unternehmensberater,

bevor er 1998 seine Karriere als Kabarettist begann. Heute

ist er nach Oskar Lafontaine und Angela Merkel der dritte deutsche

Physiker, der sein Geld im Bereich Comedy verdient. Sein Anliegen: Die

Vermittlung wissenschaftlicher Zusammenhänge mit den Gesetzen des

Humors. Dabei scheut er in seinem neuen Bühnenprogramm »Freiheit ist

alles« auch vor religiösen, politischen oder sozialen Themen nicht zurück.

Das macht ihn für das Comedy-Publikum manchmal zu einem schwierigen

Fall: Denn konsequent verweigert er sich plumper Gesellschaftskritik und

dem viel beackertem Thema der Beziehungskrisen. Freunde des ordinären

Schenkelklopfers, die sich nicht überraschen lassen möchten, sind bei Vince

Ebert und seiner Mixtur aus Comedy und populärwissenschaftlicher Ringvorlesung

daher eher an der falschen Adresse. Einen gelungenen Vorgeschmack auf

Vince Ebert und sein Wissenschaftskabarett liefert die ARD: Dort hat der Gewinner

des Bayerischen Kabarettpreises im Oktober die Moderation der populären Sendung

»Wissen vor 8 – Wissenschaft« übernommen.

40 streifzug 12/2011


KULTUR

Der Entdecker

der Langsamkeit

Rüdiger Hoffmann –

17. Dezember – 20 Uhr –

Kongresshalle

Wenn Jesus aus Paderborn gekommen

wäre, dann hätte das

Neue Testament auf einen Bierdeckel

gepasst. Gilt doch der Ostwestfale

im Allgemeinen als kühl

und wortkarg. Und Rüdiger Hoffmann

ist ein absolutes Vorzeigeexemplar. In

einer Branche, in der viele ihre Witze im Sekundentakt

heraushauen, wartet man beim Entdecker

der Langsamkeit schon mal etwas länger. Er ist der Gegenpol zum Wahnsinn. Da sitzt ein

Typ, erzählt sehr langsam aus seinem Leben, trägt dabei unlustige Klamotten und hat auch

keine merkwürdige Frisur. Und so einer will Comedy machen? Der Erfolg gibt ihm recht.

Zwei goldene Schallplatten, ein Echo sind nur einige Streiflichter. Dazu kommen Kritiker, die

entzückt über seine »Filigranstücke kabarettistischer Psychologie« jauchzen. Doch mit »Sex

oder Liebe« bewies der stille Hochstirn-Humorist, dass er auch anders kann: Er machte

Musik, die entfernt an Rammstein erinnert. Bei seinem neuen Bühnenprogramm »Obwohl«

erwartet die Gießener aber wieder ein echter Rüdiger Hoffmann: Während die Kollegen

laute Töne anschlagen, will der Leisetreter aus Paderborn nicht belehren oder moralisch sein

und lässt uns einfach nur an seinen Weisheiten über das allzu Menschliche teilhaben. Er will

es einfach nur einmal gesagt haben. Rüdiger Hoffmann verpasst uns mit seinen kleinen

Alltagsdramen eine wohltuende Entlastung von unseren alltäglichen Katastrophen.

Der Toilettenmann

Dave Davis – 4. Dezember – 19 Uhr – Stadthalle Wetzlar

Kann man sich als »Maximalpigmentierter« weißärgern? Kann man nur mit hellem Köpfchen

ein cleveres Kerlchen sein? Diese Fragen beschäftigen Motombo Umbokko alias Dave Davis

während seines Arbeitsalltags auf Deutschlands öffentlichen Toiletten. Stets schwankt er

dabei zwischen Scharf- und Schwachsinn, zwischen schwarzem Humor und buntem Wortwitz.

2009 wurde er für die Rolle des Motombo Umbokko zweifach mit dem im deutschsprachigen

Raum renommierten »Prix Pantheon« ausgezeichnet. Seine Bühnenfigur stammt

aus dem fiktiven Land Nfuddu und lebt als Flüchtling

von der Abschiebung bedroht in Deutschland.

Weil Motombos Onkel, Chefredakteur der

»Geschwätzigen Antilope«, in Nfuddu einen

investigativen Artikel über den korrupten

und machtversessenen Präsidenten Zugabe

– die Anspielung auf Robert Mugabe,

Präsident von Simbabwe, liegt

auf der Hand – geschrieben hatte,

steckte Zugabes Geheimpolizei

den Onkel in eine Gummizelle, wo

er sich schlussendlich den Kopf

»abradierte«. Motombo flüchtete

nach Deutschland und wurde nach

einigen Zwischenstationen Toilettenmann

bei einer Burger-Kette. Die

Komik des Dave Davis ergibt sich aus

den scheinbaren Problemen der Figur

mit der deutschen Sprache. Da ziehen

schon einmal die »Zeugen Seehofers«

durch Bayern, während der Rest des Landes

»den Strick enger schnallen« muss.

Premieren im

Theater

Anna Blue

Tanzstück von Hagit Yakira

und Tarek Assam

Premiere am 11. Dezember

20 Uhr im TiL

Fühlst Du Dich frei? Wenn nicht, woran

liegt das? Wie fühlt es sich an, frei zu

sein? Und wie fühlt es sich an, gefangen

zu sein? Der Wunsch nach Freiheit kann

in einem Menschen in den verschiedensten

Situationen geweckt werden.

Die physische Gefangenschaft in einem

Raum kann da nur eines der offensichtlichsten

Momente sein. Aber was ist,

wenn man sich in seinem eigenen

Körper, seinen Gedanken oder der

eigenen Sprache gefangen fühlt? Dem

individuellen Drang nach Freiheit gehen

Tarek Assam und die Gastchoreografin

Hagit Yakira gemeinsam in ihrem Tanzstück

Anna Blue nach – ein Abend

in dem sich anfangs leichte und humorvolle

Szenen zu beklemmenden

Situationen verdichten. Musikalisch

geprägt werden die Szenen durch den

Cellisten Attila Hündöl, der auf der Basis

klassischer Cello-Musik weitere Klangelemente

live entwickeln wird.

Szene einer Probe

12/2011 streifzug 41


Fotos: Rainer Schmidt

Kein Zurück: Gut geschützt geht

streifzug-Redakteur Marc Schäfer aufs Eis.

Mein erstes Mal: Eishockey

Ich bin eine Eislauflernfigur

Ich fühle mich wie eine Eislauflernfigur. Das sind übergroße Plastikgeschöpfe, an denen sich

Anfänger festhalten können, wenn sie die ersten Schritte auf dem Eis machen. Oft sind das

Pinguine oder Bärchen, manchmal auch Menschen. Dann tragen sie witzige Kostüme. Ich

trage eine Eishockeyausrüstung. Helm, Schläger, Schützer und Trikot. Mit einer Eislauflernfigur

habe ich außerdem gemein, dass meine Mitspieler das Gefühl haben könnten, dass ich von

einem Anfänger über die Eisfläche geschoben werde. Na und? Es ist mein erstes Mal.

Es riecht nach Schweiß. Kein Wunder, denn

an der Decke der Umkleidekabine des ERC

Pohlheim hängt die gesamte Ausrüstung der

Spieler, fein sortiert, so wie bei »Köhler« im

Seltersweg die Anzüge – auf Bügeln. Ich hatte

mich noch gewundert, wo die Eishockeyspieler

auf dem Weg in die Eishalle Diez ihr

ganzes Gepäck verstaut hatten. Schlittschuhe,

Helm, Schläger, Handschuhe, Ellbogen-,

Schulter- und Schienbeinschützer. Das passt

doch nicht alles in die Sporttasche?! Jetzt

weiß ich es. Es bleibt hier. Und es stinkt.

Die Jungs in der Kabine sind nett. Sehr nett.

Einige sehen zwar genauso aus, wie ich mir

Eishockeyspieler vorgestellt hatte – harte

Hunde eben – aber alle haben den weichen

Kern. Zum Glück. Denn das macht Hoffnung,

dass ich nicht gleich bei der ersten

Trainingsübung an die Bande geklatscht werde.

Zur Begrüßung sozusagen. Da mir die

Jungs beim Anziehen geholfen haben, kann

das Training, zudem ich mich eingeladen habe,

dann doch noch pünktlich losgehen. Es

war nicht leicht!

Ich sollte den Jungs vielleicht noch sagen,

dass ich – Mitte 30 – zum letzten Mal als

kleiner Junge auf Schlittschuhen gestanden

habe und dass ich auch auf Inlineskates oder

Skiern eine eher bemitleidenswerte Figur abgebe?

Dazu kommt es nicht. Ein leichter

42 streifzug 12/2011


SPORTWELT

Eishockey…

Is klar, Coach:

»Frank Müller erklärt

die Laufwege

der neuen Übung.

Ich bleibe stehen.«

Stoß von hinten, und ich stehe auf dem Eis.

Ziemlich wacklig drehe ich die ersten Runden,

das wird sich in der nächsten Stunde

aber nicht ändern. Leider. Ein Mitspieler ruft:

»Geht doch!« Ich bin mir da nicht sicher. Ich

sagte ja: Nett sind sie.

Besonders hinter den Toren fühle ich mich

unwohl, links und rechts von mir krachen die

Pucks an die Bande. Jetzt erklärt Coach Frank

Müller die erste Übung. Sie wird mich an

meine Grenzen bringen. Sehr viel früher als

ich erwartet hatte. Vermutlich ist es die Kombination

aus Schlittschuhlaufen, Puckkontrolle

und Timing, die mir das Leben auf dem Eis

schwer macht. Der erste Pass prallt an meinem

Schläger ab und ist für mich sofort unerreichbar.

Ich habe keine Chance, Fehler zu

korrigieren. Eishockey gilt als eine sehr

schnelle Sportart, aber so schnell?

So schnell gebe ich nicht auf. Übung zwei

klappt besser, wenn ich nicht rückwärts laufen

müsste. Diesen Teil der komplexen

Übungen muss ich ein wenig modifizieren.

So wie Tennisspieler die Rückhand umlaufen.

Mein Umlaufen dauert allerdings etwas länger,

aber meine Mitspieler haben Geduld,

warten mit dem Pass und ermutigen mich.

Manchmal komme ich sogar zum Torabschluss,

ohne vorher am Pass vorbeizufahren

und den Puck zu verlieren. Ich habe aber

nicht das Gefühl, dass meine Schüsse für

den Goalie eine Herausforderung darstellen.

Bis jetzt. Beim letzten Versuch riskiere ich

alles, auch dass ich beim Schuss die Kontrolle

verliere und auf meiner Michelinmännchenhose

lande. Ich laufe an, hole aus. Ich

glaub’s nicht. Der Puck klatscht an den

Innenpfosten und zappelt im Netz. Meine

Mitspieler applaudieren, in dem sie den

Schläger auf das Eis klopfen. Ich fühle mich

gut. Doch ab jetzt geht’s bergab. Coach Müller

stellt die nächste Übung vor (siehe oben)

und erklärt, wie seine Schützlinge laufen sollen.

Ich bleibe stehen. Slalom, Drehung,

Zweikampf. Das ist zu viel für mich. Ab jetzt

schaue ich den Jungs zu, die mit Feuereifer

ihrem Sport nachgehen und dafür eine Menge

auf sich nehmen. Sie fahren zweimal in

der Woche von Gießen nach Diez und zurück,

sie zahlen Eintritt, damit sie trainieren

dürfen, und tragen ihre Heimspiele sonntags

um 19.30 Uhr aus. Das sollte man anderen

Sportlern mal vorschlagen…

Marc Schäfer

Jetzt geht’s los: Die Cracks des ERC Pohlheim schnüren die Schlittschuhe.

…ist eine Teamsportart, die mit fünf Feldspielern

und einem Torwart auf einer etwa

60 m langen und 30 m breiten Eisfläche

gespielt wird. Ziel ist es, den Puck in

das gegnerische Tor zu befördern. Eishockey

entstand zwischen 1840 und

1875 in Kanada, wo britische Soldaten

das schottische Shinty auf Schnee und Eis

spielten. Die Bezeichnung Hockey

kommt aus dem Französischen und bedeutet

»krummer Stock«. Der Weltverband

(IIHF) hat 64 Mitgliedsverbände. Als

beste Liga der Welt gilt die NHL.

Der ERC Pohlheim spielt seit 2008/2009

in der Landesliga Hessen. Dabei kommt

es den Aktiven aber nicht zu sehr auf Tore

und Punkte an, vielmehr möchte man

den Eishockeyfans Gelegenheit geben,

ihren Sport auszuüben. »Das heißt aber

nicht, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen

möchten«, sagt Coach Frank Müller.

»Mögliche Schwächen Spätberufener

sollten toleriert werden«, heißt es auf der

Homepage (www.erc-pohlheim.de).

Die Spieler nehmen einiges auf sich, um

ihrem Sport nachgehen zu können. Das

Training findet in der Eishalle Limburg-

Diez statt. Um die Fahrtkosten in Grenzen

zu halten, treffen sich viele Spieler in

Gießen und bilden Fahrgemeinschaften.

Die Ausrüstung wird in einer Kabine in

Limburg aufbewahrt. Das Training findet

von September bis März dienstags ab

20.45 Uhr und jeden zweiten Donnerstag

ab 20.15 Uhr statt. Dauer: 90 Minuten.

Die Heimspiele werden üblicherweise

am Sonntag um 19.30 Uhr in Diez angepfiffen.

Neben dem Jahresbeitrag müssen

die Spieler einen monatlichen Beitrag zur

Finanzierung der Eiskosten leisten. Die

Durchführung der Spiele sei nur durch

Einsatz und Hilfe aller aktiven Mitglieder

zu bewältigen. Dieser bei diesen Dingen

gelebte Zusammenhalt sei besonders

beim ERC. Die Ausrüstung muss sich jeder

Spieler selbst besorgen. Interessierte,

die den Sport ausprobieren möchten,

können die in den Regeln vorgeschriebene

Ausrüstung auf Anfrage beim ERC ausleihen.

Die Ausrüstung besteht aus

Schlittschuhen, Schläger, Helm, Ellbogenund

Schulterschutz, Hose, Beinschutz,

Handschuhen, Tiefschutz, Stutzen und

Trikot. Für eine Profiausrüstung werden

gut und gerne 2000 Euro fällig. Einsteiger

dürften mit 1000 Euro hinkommen. Immer

noch ein stolzer Preis. Daher kaufen

die ERC-Cracks meist gebrauchte Utensilien

im Internet.

12/2011 streifzug 43


MEDIATHEK

Geschüttelt, nicht gesucht

Wer nicht mehr an den Weihnachtsmann mit seinem

Gabensack glaubt, der kann sich auf einen anderen Helfer

für Heiligabend verlassen: den »Stern.de« Geschenkefinder.

Die Kollegen der Hamburger Illustrierten packen in die schick

designte Vorschlags-App gleich noch die Verlinkung zu den Online-

Shops dazu. Durch die übersichtliche, groß bebilderte Navigation

lässt sich kinderleicht nach Geschenken für Frauen und Männer

suchen. Weiteren Kategorien wie etwa Genuss, Entertainment und

»für ganz dicke Hosen« stehen zur Wahl. Wem auf den ersten Blick

in den Vorschlägen partout nichts gefallen mag, der kann sich ein

Geschenk erschütteln, in dem die Funktion des iPhones/iPod touch

aktiviert wird. Die Preisspanne der Geschenke reicht von sieben bis

44000 Euro.Wenn die angezeigten Geschenke zu teuer scheinen,

wie im App-Store bereits einige Male bemängelt wurde, kann man

mit seinen Vorschlagslisten, die sich praktischerweise

gleich in der App anlegen

und speichern lassen, immer noch den

Gießener Einzelhandel aufsuchen. Die

Geschenke findet die App jedenfalls for

free.

http://itunes.apple.com/de/app/stern.degeschenkefinder/id467572174

»Ja, ich habe geweint«

»Sieben Minuten nach Mitternacht«

Patrick Ness/Siobhan Dowd (Hardcover, Belletristik)

› Der Inhalt: Sieben Minuten nach Mitternacht.

Wie jede Nacht erwartet der kleine Conor bange

den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar

an Krebs erkrankt ist. Doch diese Nacht klopft etwas an

sein Fenster und ruft seinen Namen: ein Wesen, das uralt ist,

wild und weise – und das wie niemand sonst Conors Seele und

seine Ängste kennt. Von da an kommt das Monster Nacht für

Nacht, allmählich begreift der Junge, dass es der einzige Freund

ist, der ihm in den schwersten Stunden zur Seite steht. Denn

Conor wird zerrissen von der Frage, die er sich nicht zu denken

und nicht auszusprechen wagt. Der Frage, ob er seine Mutter,

die er über alles liebt, loslassen darf? Patrick Ness erzählt eine

Geschichte, die zutiefst berührt, denn sie handelt von einem

Thema, dem sich jeder stellen muss: Wie kann ich einen geliebten

Menschen gehen lassen, ohne mich selbst zu verlieren?

› Die Autoren: Siobhan Dowd ging in London auf eine katholische

Schule und studierte in Oxford, wo sie bis zu ihrem Tod

lebte. 2006 kam ihr gelobter Debütroman »Ein reiner Schrei« auf

die Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises, für ihr

drittes Buch wurde sie mit der Carnegie Medal ausgezeichnet.

Nach schwerer Krankheit starb sie 2007 an Brustkrebs und konnte

»Sieben Minuten nach Mitternacht« nicht mehr zu Ende bringen.

Patrick Ness wurde 1971 in Virginia geboren, verbrachte

einen Teil seiner Kindheit auf Hawaii und lebt in London, wo er

Kreatives Schreiben unterrichtet und als Literaturkritiker für die

Tageszeitung »The Guardian« tätig ist.

› Der Spannungsbogen: In der Regel brauche ich eine Ewigkeit,

um ein Buch zu Ende zu lesen. Für dieses reichte ein einziger

Sonntagnachmittag. Und ja, ich habe geweint.

› Das Niveau: Wenn ein Autor es schafft, nur durch Wörter das

Herz des Lesers zu berühren, dann ist das großes Kino. Dazu ist es

Snow Patrol »Fallen Empires«

Die Vorfreude auf das neue Snow-Patrol-Album war

groß. Nach der grandiosen Platte »A Hundred Million

Suns« 2008 erschien nun endlich die erste Single: »Called

Out In The Dark«. Eine Elektro-Pop-Nummer mit verspielten

Synthie-Klängen? So soll Snow Patrol jetzt klingen?

Die erste Auskopplung täuschte: »Fallen Empires« ist ein

gutes Album mit den üblichen Gänsehaut bringenden Balladen

(»The Garden Rules«, »Lifening«) sowie eingängigen

Nummern mit Beats, die vorwärts gehen (»In The End«). Neu

sind die etlichen Chöre, voluminösen Orchester und weiblichen

Backings. Geblieben sind gut arrangierte Pop-Rock-Songs und

die unglaublich eindringliche Stimme des Sängers und Gitarristen

Gary Lightbody. »Fallen Empires« ist also am

Ende eine gewohnt stimmige Snow-Patrol-

Platte. Trotz neuen Synthie-Einsätzen erfinden

sich die Briten nicht neu. Manchmal ist

es schön, wenn eine Band sich treu bleibt

und das weitermacht, was man an ihr

schätzt. Eine CD, die sich wunderbar hören

lässt und einen super durch die kalten Tage

begleiten kann.

Für den streifzug gehört von …

NEOH. Die junge Band aus Gießen macht ehrliche Rock-

Musik. Seit der Gründung 2009 blicken die fünf Anfang bis

Mitte Zwanzigjährigen auf Konzerte mit Wir sind Helden,

Juli, ChulchaCandela, The Hives und vielen mehr zurück.

Seit 2010 sind sie Fördermitglied der VW Soundfoundation.

Ende 2011 erscheint ihr erster Tonträger. ww.neohonline.de

sensationell gestaltet. Die Illustrationen von Jim Kay

machen dieses Buch zu einem echten Schatz.

› Der Gesprächsfaktor: Über den Tod zu reden ist

nie leicht, vor allem, wenn man betroffen ist. Zum

Glück gibt es Bücher wie dieses, das einem diese Last

abnimmt. Nur lesen muss man selbst.

› Die Leseprobe: Das Monster tauchte kurz nach Mitternacht auf.

Wie das bei Monstern eben so üblich ist. Conor war wach, als es

kam. Er hatte einen Albtraum gehabt. Na gut, nicht irgendeinen.

Den Albtraum. Den einen, den er in letzter Zeit ziemlich oft hatte.

Den mit der Finsternis und dem Wind und dem Schrei. Den mit

den Händen, die er irgendwann nicht mehr festhalten konnte, egal,

wie sehr er sich bemühte. Den, der immer damit endete, dass ... /

»Geh weg«, flüsterte Conor in die Dunkelheit seines Zimmers hinein,

um den Albtraum zurückzudrängen und nicht zuzulassen,

dass er ihm in die Wirklichkeit folgte. »Geh jetzt weg.« Er warf einen

Blick auf die Uhr, die seine Mutter ihm auf den Nachttisch gestellt

hatte. 00:07. Sieben Minuten nach Mitternacht.

› Must-have zum Buch: Eine Vorratspackung Taschentücher.

Ernsthaft!

› Das Buch ist genau richtig für … alle, die zur Abwechslung

mal etwas Sinnvolles unter den Weihnachtsbaum legen wollen.

Für den streifzug gelesen von …

Lars Amend (33). Er ist Autor. Sein erstes Buch »Bushido«

landete 2008 auf Platz 1 der SPIEGEL Bestsellerliste und

wurde von Bernd Eichinger verfilmt. 2009 folgte »Rock

Your Life« mit Rudolf Schenker und einem Vorwort von

Paulo Coelho. Sein neues Buch »Mit einem Bein im Modelbusiness«

mit Mario Galla ist gerade erschienen. Lars

Amend, aufgewachsen in Langgöns, lebt in Berlin.

44 streifzug 12/2011


WEIN DES MONATS

Amore mio

Es sind diese seltenen Glücksmomente:

Wenn die Rede

auf den Lieblingswein

kommt, ist es schwer, klaren

Kopf zu bewahren. Ich könnte

Ihnen ein Lied davon singen.

Zu viel Amore kann die

Sinne verwirren, besonders

in Italien. Davon können

selbst Regierungschefs ein

Lied singen – was sie auf

eigenen CDs auch tun. Mein

Lieblingswein heißt beinahe

so. Nicht Berlusconi. Mein Amore heißt

Amarone und kommt aus Venetien.

Ich könnte Ihnen ein

Lied davon singen, wie

unvergleichlich schön er

leuchtet in seinem rubinroten

Mäntelchen,

wie generös er duftet

nach dunklen Beeren,

Süßholz und Gewürzen,

wie betörend er mundet

mit seiner Üppigkeit und

seinem Schmelz. Ich

könnte Ihnen ein Lied Weinautor Manfred Merz

davon singen, wie der

»Monte Lodoletta« von Romano Dal Forno

die Sinne raubt. Das likörhafte Konzentrat

hat 17 Prozent Alkohol, sprengt den Gaumen,

ist unbezahlbar und dennoch immerzu

ausverkauft.

Ich könnte Ihnen ein Lied davon singen,

dass die Trauben für einen Amarone spät

gelesen, selektiert und leicht getrocknet

werden. In den rosinierten Beeren ist der

Zuckergehalt hoch und beschert dem

Wein nach dem Vergären enorme Alkoholgrade.

Ergebnis sind konzentrierte trockene

Fruchtbomben mit Mineralität und Tertiär-

noten wie Leder und Waldboden, wenn

die Weine alt werden. Was sie nicht tun.

Weil ich sie trinken will. Am liebsten heute.

Ich könnte Ihnen ein Lied davon singen,

wie weich und wohlig diese vinologischen

Spezialitäten von Brigaldara auf der Zunge

zergehen und welch Meisterwerk Lorenzo

Begalis »Monte Ca’Bianca« ist, der auch mal

mit 14 Prozent Alkohol auskommt. Wollten

wir all diese Weine kaufen und trinken, wir

wären pleite – aber glücklich. Lassen Sie

uns glücklich sein, ohne pleitezugehen.

Mit dem »Costasera« Amarone della Valpolicella

Classico DOC 2007 vom Weingut

Masi haben wir eine Chance. Der Betrieb

mit Hauptsitz in Gargagnago

im Herzen

des Valpolicella wird

von der Familie Boscaini

geführt.

Ich könnte Ihnen ein

Lied davon singen, mit

welcher Stoffigkeit und

Harmonie dieser Amarone

aufwartet, wie

die stolze Frucht, die

zarten Röstaromen,

das samtige Tannin und

dieser Hauch von Schokolade den Wein

zu einem Erlebnis machen.

Ich könnte, ja. Aber ich kann gar nicht singen.

Der Berlusconi tut es trotzdem. Ich

nicht. Haben Sie ein Glück.

Meinungen zur Vinothek:

vinothek@mdv-online.de

Weingut Masi, »Costasera« Amarone

della Valpolicella Classico DOC 2007,

Italien, 15 Prozent Alkohol, Bezug via

Internet ab 42 Euro.

Die Musik zum Wein

Zum Amarone hören Sie wahlweise

Eros Ramazotti oder Paolo Conte, je

nachdem, in welchem Amorestadium

Sie sich gerade befinden. Frisch Verliebte

lauschen Ramazottis und Tina Turners

»Cose della vita«, gereifte Semester

wenden sich Contes »Via con me«

zu. Zum Abschluss des Weins ertönt

Contes »Max« – egal wie alt oder jung

Sie sind und was Sie danach noch vorhaben.

mm

12/2011 streifzug 45


SPERRSITZ

Start: 15. Dezember

Ein Job ist ein Job, sagt sich der erfolglose

Theaterschauspieler Alexander (Matthias

Schweighöfer), verwandelt sich in »Alexandra«,

schlägt alle Konkurrentinnen aus dem

Feld und ergattert tatsächlich eine Frauenrolle

in einem großen Hollywoodfilm! Aber

kann er in Pumps und ausgestopftem BH

auf Dauer überzeugen? Mehr als ihm lieb

ist! Sein Kollege (Max Giermann) beginnt

ihn zu begrabschen, auch der genialische

Regisseur (Joachim Meyerhoff) findet ihn

unwiderstehlich, Alex’ Ex-Freundin (Susamme

Bormann) flippt aus und seine ruppigen

Brüder (Detlev Buck, Maximilian Brückner)

und deren durchgeknallter Kumpel (Denis

Moschio)mischen das Filmset auf. Alex

würde seine falschen Locken am liebsten

an den Nagel hängen, wenn es nicht längst

zu spät wäre. Er hat sich unsterblich in seine

Partnerin verliebt: Superstar Sarah Voss

(Alexandra Maria Lara). Ist Alex Frau genug,

um seinen Mann zu stehen?

Detlev Buck (»Hände weg von Mississippi«,

»Männerpension«) inszeniert den Film

»Rubbel die Katz« nach einem Drehbuch

von Anika Decker (»KeinOhrHasen«,

»ZweiOhrKüken«) als mitreißend turbulente

Komödie mit einer guten Prise typischem

Buck-Humor – die Hauptrollen

spielen Matthias Schweighöfer (»Friendship!«,

»ZweiOhrKüken«) und Alexandra

Maria Lara (»Wo ist Fred?«, »Der Untergang«).

Mit Maximilian Brückner (»Resturlaub«),

Denis Moschitto (»Chiko«, »Kebab

Connection«) und Milan Peschel (»What

A Man«, »Hände weg von Mississippi«) ist

der Film bis in die Nebenrollen hochkarätig

besetzt.

»Rubbel die Katz« wurde gefördert vom

Medienboard Berlin Brandenburg, von der

Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein,

der Filmförderungsanstalt und dem

Deutschen Filmförderfonds.

Die Haar müssen weg: Alexander (Matthias Schweighöfer) bei der Rasur.

GEWINNSPIEL

Der streifzug verlost mit den Gießener

Kinos 3x2 Tickets für die erste Vorstellung

des Films »Rubbel die Katz« am

15. Dezember. Wer den Film sehen

möchte, sollte bis zum 6. Dezember

eine Karte mit dem Kennwort »Kino« an

streifzug, Marburger Straße 20, 35390

Gießen oder eine Mail an streifzug@

giessener-allgemeine.de senden.

46 streifzug 12/2011


SPERRSITZ

Neu

im Kino

Gießen

Kinocenter Gießen

Bahnhofstraße 34, Telefon 0641/72108

Heli

Frankfurter Straße 34, Telefon 0641/74511

Roxy

Ludwigsplatz 4, Telefon 0641/32547

www.die-giessener-kinos.de

Kommunales Kino JOKUS

Ostanlage 25 a, Telefon 0641/306-2495

Grünberg

Bismarckstraße 10, Telefon 06401/6869

Lich

Kino »Traumstern«

Gießener Straße 15, Telefon 06404/3810

Weitere Kino-Tipps

finden Sie täglich in der Gießener Allgemeine

Zeitung oder auf unserer Internetseite unter

www.giessener-allgemeine.de/kino.

präsentieren

In Time

Deine Zeit läuft ab

In einer Welt, in der man

ab 25 Jahren nicht mehr

altert und mit 26 Jahren

stirbt, wenn nicht zusätzliche

Lebenszeit erarbeitet

wird, kämpfen die Menschen

aus der Zone der Armen ums Überleben.

Als Will von einem Fremden mit viel

Zeit beschenkt wird, dringt er in die Zone

der Reichen vor, die auf Kosten der Armen

Zeit im Überfluss haben und praktisch unsterblich

sind. Will versucht das diktatorische

System zu stürzen, wird aber längst

von unbarmherzigen Zeitwächtern gejagt.

Darsteller: Justin Timberlake, Amanda

Seyfried, Cillian Murphy

Start: 1. Dezember

★★★✩

Kein Sex ist auch

keine Lösung

Beziehungskomödie

Die Auffassung des notorischen

Frauenhelden Tom

von Arbeit und Beziehung

wird durch die neue Art-

Directorin Elisa durcheinandergewirbelt.

Auch seine Freunde haben

mit Problemen zu kämpfen: Vince findet

seine Frau in Toms Bett wieder. Luke lernt

von Toms Mutter, dass kein Sex auch keine

Lösung ist. Toms Mitbewohnerin Paule verliebt

sich und mutiert zur Femme fatale. Da

eröffnet ihm sein Chef Rolf auch noch, dass

die Werbeagentur so gut wie pleite ist.

Darsteller: Stephan Luca, Marleen Lohse,

Anna Thalbach, Armin Rohde

Start: 1. Dezember

★★✩✩

London Boulevard

Smartes Gangsterdrama

Mitchel, gerade erst aus

dem Gefängnis entlassen,

versucht sich bestmöglich

von früheren Freunden

fern zu halten. Er nimmt

einen Job als Bodyguard

der ehemaligen Schauspielerin Charlotte

an. Doch bald wendet sich der mächtige

Gant mit einem verlockenden Jobangebot

an ihn. Mitchel winkt ab, denn zwischen

ihm und Charlotte bahnt sich eine Romanze

an, doch Gant gibt nicht auf und versucht

mit immer brutaleren Methoden, den

Bodyguard auf seine Seite zu ziehen.

Darsteller: Colin Farrell, Keira Knightley,

David Thewlis, Anna Friel

Start: 1. Dezember

★★★✩

Der gestiefelte Kater

Erste Soloshow des Katers

Lange vor seiner ersten

Begegnung mit Shrek führte

der gestiefelte Kater in

Mexiko das Leben eines

Draufgängers, Liebhabers

und Diebes. Magische

Bohnen, die über eine Ranke ins Reich der

Wolken zu großem Reichtum führen sollen,

locken ihn in ein Abenteuer, das ihn mit

alten Wunden und einem neuen Heilmittel

konfrontiert. Die überaus reizende Kitty

Samtpfote, eine mutige, magnetisch anziehende

Mieze, lässt den Kater sogar seine

Ressentiments gegenüber Ex-Kumpel

Humpty Dumpty vergessen, der eigene

finstere Pläne mit den Bohnen verfolgt.

Start:

8. Dezember

★★✩✩

Happy New Year

Mittwoch, 07.12.2011 um 20:30 Uhr

Eintritt inklusive einem Glas Prosecco!

Männer sind herzlich willkommen!

Kinocenter •Bahnhofstraße 34 •35390 Gießen

Roxy •Ludwigsplatz 4•35390 Gießen

Heli •Frankfurterstraße 34 •35390 Gießen

Mehr Infos im Kino und unter www.die-giessener-kinos.de

Der Weihnachtsmuffel

Krippenspiel-Komödie

Für Grundschullehrer Paul

Maddens ist Weihnachten

der reine Horror. Und jetzt

soll er auch noch das Krippenspiel

an seiner Schule

inszenieren. Trotz seiner

Abneigung entwickelt Paul eine große

Portion Ehrgeiz, die elitäre Nachbarschule

auszustechen. Also behauptet der Lehrer

einfach, seine Ex-Freundin und erfolgreiche

Filmproduzentin Jennifer, ziehe es in Erwägung,

das Stück für die Leinwand zu adaptieren.

Dumm nur, dass Paul seit Jahren kein

Wort mehr mit Jennifer gewechselt hat.

Darsteller: Martin Freeman, Marc Wootton,

Jason Watkins, Ashley Jensen

Start: 8. Dezember

★★✩✩

The Ides of March

Tage des Verrats

Stephen Myers, Berater

der demokratischen Präsidentschaftshoffnung

Morris,

gilt in jungen Jahren

schon als politisches

Wunderkind, der für jedes

Problem einen genialen Dreh kennt und

sich für keinen schmutzigen Trick zu schade

ist. Zunehmend hält Myers sich für unfehlbar.

Er trifft sich mit dem Wahlkampfchef

des anderen Lagers und lässt sich auf

sexuelle Eskapaden ein. Er ahnt nicht, dass

hinter seinem Rücken längst intrigiert und

an seinem Untergang gearbeitet wird.

Darsteller: Ryan Gosling, George Clooney,

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12/2011 streifzug 47


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