SChWERPUNKT - Midrange Magazin

midrange.de

SChWERPUNKT - Midrange Magazin

02

2010

IT-Konzepte und Wissen für POWER-Systeme im Unternehmensnetzwerk

305819I98E · ISSN 0946-2880 · B 30465 · Ausgabe 228 · € 13,– · CHF 25,–

Auswirkungen der Internationalen Rechnungslegung

Mittelstandsgerecht

„Digitaler Fingerabdruck“ für Daten

Datenlecks verhindern

Mit einem Failover-Test den Ausfall proben

Gut gerüstet für den Ernstfall

Reale Vorteile in einer virtuellen Welt

Desktop-Virtualisierung

Yesfoto, iStockphoto.com

MySQL

Datenexport

und -import

Domino

Cluster

einrichten


ACADEMY

Wege

aus

der RPG-Falle

So machen Sie Ihre RPG-Programme modern und zukunftsfähig

Gerade in der letzten Zeit hat IBM am RPG eine ganze Menge renoviert und verbessert. Die

Modernisierungsarbeiten haben dazu geführt, dass sich RPG zu einer modernen, den inzwischen

etablierten Standards in nichts nachstehenden Entwicklungsumgebung gemausert hat. Nur durch

den rigorosen Bruch der überkommenen Methoden bekommen Sie wieder Anschluss!

Sie sollten diesen Workshop besuchen, falls Sie….

sich endlich von alten Zöpfen trennen möchten

noch nicht zum alten Eisen gehören wollen

neue Projekte vorhaben oder den Code Ihrer Vorgänger nicht so recht durchblicken

mit modernen Methoden die Zukunft gestalten möchten

Wert legen auf den Erfahrungsaustausch mit dem Referenten und den Kollegen

Aus dem Inhalt:

Weg mit dem Spagetti-Code!

Free-Form RPG

Schleifen und Bedingungen, Errorhandling

Dateihandhabung, Built-In Functions

Weg mit dem Speicherchaos!

Proceduren, Schnittstellen, Prototypen

Module, Programme und Serviceprogramme

Kompilationsstrategien für ILE-Programme

Weg mit PDM, SEU und Konsorten

Rational Developer for i

Umgebungsdefinition, Editorhandhabung

Kompilation und Debugging

Ort Termin WS-Nr.

Frankfurt 26. 1. 2010 5421005

Hamburg 22. 2. 2010 5421001

Köln 23. 2. 2010 5421002

Stuttgart 24. 2. 2010 5421003

München 25. 2. 2010 5421004

Basel 22. 6. 2010 5421006

Im Seminar wird ein traditionell geschriebenes

RPG-Programm Live in ein

modernes ILE-RPG Programm „übersetzt“.

Alle Programmbeispiele werden

den Teilnehmern als Quell-Code zur

Verfügung gestellt.

Gleich anmelden: online unter www.midrange-academy.com oder per Fax +49 8191 70661

Firma

Name

Straße

PLZ, Ort

Telefon

Datum

Unterschrift

E-Mail-Adresse

Fax

1. Teilnehmer Name Workshop-Nummer

E-Mail-Adresse

2. Teilnehmer Name Workshop-Nummer

E-Mail-Adresse

3. Teilnehmer Name Workshop-Nummer

E-Mail-Adresse

Teilnahmegebühr pro Person / Workshop

Personen bzw. Grundpreis Frühbucher + Abonnent

Workshops

(1 Monat vorher)

1 549,— € 499,— € 474,05 €

2 499,— € 449,— € 426,55 €

3 449,— € 399,— € 379,05 €

Den Preisen ist die gesetzliche Mehrwertsteuer hinzuzurechnen.

Die Teilnahmegebühr enthält die Verpflegung tagsüber inkl. Mittagsessen

und Pausenerfrischungen. Sie erhalten nach Eingang

Ihrer Buchung die Anmeldebestätigung/Rechnung mit Angaben

über Termine und Veranstaltungsort. Ausgabe der Unterlagen ab

8.30 Uhr, Veranstaltungsbeginn um 9.30 Uhr. Änderungen vorbehalten.

ITP VERLAG GmbH Kolpingstraße 26, 86916 Kaufering, Tel. +49 8191 9649-0, Fax +49 8191 70661, service@midrange.de www.midrange.de


EDITORIAL

Thomas Seibold

Redaktion

MIDRANGE MAGAZIN

thomas.seibold michael.wirt @ @

midrange.de

Foto: Beth Hommel, FOTOLIA

Glück zu!

Mit geschätzten 290 Millionen SMS haben die Deutschen mehr

Neujahrsgrüße denn je durch die Lüfte verschickt. 2010 begann

also mit großem Daten-Krawumm, ein wahres Feuerwerk an Neuerungen

steht der ITK-Branche innerhalb der nächsten 12 Monate ins

Haus. Ab März gelten neue Vorschriften beim Daten-Roaming (die

Mobilfunkanbieter müssen Obergrenzen in Sachen Verbindungskosten

offerieren), im Sommer winkt die nächste Preissenkung für mobile

Gespräche im europäischen Ausland. Dass die Kosten für Anrufe aus

dem Mobilfunknetz abweichen können, reicht bei 0180-Preisangaben

fortan nicht mehr aus. Mobile Maximalsummen müssen explizit genannt

werden und sind auf

42 Cent pro Minute oder

60 Cent pro Anruf limitiert.

Am 1. Januar fiel der

Startschuss für ELENA, das

elektronische Verfahren zur

Meldung von Arbeitnehmerdaten,

im November kommt

der neue Personalausweis

im Scheckkartenformat.

Das Dokument ist unter anderem mit einem elektronischen Identitätsnachweis

ausgerüstet, Adressverifikation und Altersnachweis werden

einfacher. Zusätzlich kann eine elektronische Signatur geladen werden,

die E‐Government- oder Vertragsprozesse absichert. Über Entlastungen

durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz und geänderte

Abschreibungsregeln freut sich der Mittelstand. Geräte der Bürokommunikation

zum Beispiel dürfen netto bis 410 Euro kosten, um gleich

im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben werden zu können. All das

ist Wasser auf die Mühlen der Branchenkenner, -könner und Konsumenten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für 2010 vor allem eins:

Glück zu!

Herzlichst, Ihr Thomas Seibold

Û Chance: Erkannt und ergriffen. Andy Bailey über

Traumjob, harte Zeiten und ebensolche Entscheidungen

(Seite 12) Û Vorsorge: Wie Fingerabdrücke

Datenlecks verhindern (Seite 20 ff.) Û Licht und

Schatten: Do’s and Don’ts bei der Virtualisierung

(Seite 22) Û Theorie & Praxis: Mittelstandsgerecht

und gesetzeskonform Die Internationale Rechnungslegung

und ihre Auswirkungen (Seite 32 ff.)

30 JAHRE

ERP- ERFAHRUNG

IM MITTELSTAND

Besuchen Sie

uns auf der CeBIT

2.– 6. März 2010

Halle 5, Stand A38

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02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

3


inhalt

MIDRANGE AKTUELL

News & Ticker 6

Neuer Supercomputer am DKRZ 7

8.400 POWER6-Prozessoren arbeiten für gutes Klima

Köpfe 8

Hochverfügbarkeit und Security

Mit einer Hochverfügbarkeitslösung ist es wie mit einem

Rauchmelder: Nur wenn man ihn ausprobiert, weiß man,

ob er funktioniert. Aus diesem Grund empfiehlt es sich,

einen Ausfall in angemessenen Abständen (mindestens

zweimal im Jahr) zu proben, indem alle User und Anwendungen

auf das Backup-System umgeschaltet werden.

Û Seite 20

Klare Vorteile für Thin Clients 10

Kommentar zur Frage des Monats

Richtig aufgestellt 12

IBS kennt den pharmazeutischen Großhandel

hOChverfügbarkeit und Security

Datenlecks verhindern 20

„Digitaler Fingerabdruck“ für Daten

Risiken durch Virtualisierung 22

Hochverfügbarkeit für virtualisierte Server

Notwendig und sinnvoll 24

KBC führt High Availability System BUS/400 von T.S.P. ein

Online-Backup, aber richtig 25

Sieben typische Fehler bei der Auswahl vermeiden

Ein Passwort für alles 26

SAP Single-Sign-On mit Active Directory

Voll im Trend 27

Top-Sicherheit mit Backup-Outsourcing bei Leitenberger

Internationale Rechnungs legung

Die weltweiten Kapitalmärkte begnügen sich nicht mit

handelsrechtlichen Konzernabschlüssen. Deutsche Unternehmen,

die international agieren, müssen neben

den nationalen Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs

(HGB) auch die rechtlichen Standards anderer Länder

für Buchhaltung, Rechnungslegung und Bilanzierung

erfüllen. Û Seite 32

Gut gerüstet für den Ernstfall 28

Mit einem Failover-Test den Ausfall proben

Eins für alle 29

Sicherer ERP-Rollout bei Pepperl+Fuchs

Zeitversetzte Datenspiegelung 30

Disaster Recovery in virtualisierten Umgebungen

Im toten Winkel 31

Vernachlässigte Standardpflichten im Rechenzentrum

Internationale RechNUNGS LEGUNG

Mittelstandsgerecht 32

Auswirkungen der Internationalen Rechnungslegung

Globalisierung erleichtern 34

Der Weg in die Internationalisierung

Sonderteil

In unserem Sonderteil stellen wir Ihnen Softwarehäuser

und Lösungsanbieter aus Österreich und der Schweiz

vor. Û Seite 14

Einsparmöglichkeiten 35

E-Invoice-Management im Ausland

Potentiale voll ausschöpfen 36

Think global, act local – auch im Rechnungsversand

Mit E‐Invoice Geld sparen 37

Einsparungen durch elektronischen Rechnungsversand

4

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Februar 2010

TECHNIK & INTEGRATION

MySQL: Datenexport und -import 38

Domino-Cluster einrichten 41

MARKTÜBERSICHT

Dezentraler Netzwerkdruck 44

Im Einsatz bei Evonik: das SEH-Intelligent Spooling Device

Anbieterübersicht 45

Moderner Faxen 47

Alukönigstahl setzt beim Output auf Roha

Die richtige Strategie 48

Virtuelle Desktops senken Energiekosten im Call Center

Thin Clients, Printserver, Output

Unsere Marktübersicht widmet sich dieses Mal eher der

Hardware. Wir stellen Ihnen eine Auswahl der Anbieter

vor und veröffentlichen Fach- und Anwenderbeiträge aus

der Praxis. Û Seite 44

Desktop-Virtualisierung 49

Reale Vorteile in einer virtuellen Welt

SERVICE

Autoren, Inserenten und Firmen dieser Ausgabe 49

Glosse, Vorschau, Impressum 50

MIDRANGE ONLINE

Midrange Jobbörse

ist die Stellenbörse für Unternehmen und IT-Professionals, die

personelle Verstärkung suchen. Û www.midrange-jobs.de

Für POWER-Könner

Holen Sie sich aktuelles Wissen zum Sonderpreis!

Carmen Rasche

SQL-Abfragen tunen

Für Datenbankadministratoren

und Programmierer

ca. 350 Seiten

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Klaus-Peter Luttkus

Rational Developer

für IBM i (RDi)

Klassische IBM-i-Programmierung

mit RPG, Cobol, CL und DDS

ca. 500 Seiten

€ 248,–*

per Fax

Bestellung + 49 8191 70661

Theo Bär

IBM WebQuery

für System i

Das neue Tool für Abfragen,

Auswertungen, Analysen und

Präsentationen

ca. 350 Seiten

€ 198,–*

Ted Holt, Kevin Forsythe,

Doug Pence, Ron Hawkins

System i

Konzepte und Technik für

Administratoren, Programmierer

und Systemoperating

ca. 840 Seiten

€ 248,–*

im Web

Richard Dolewski

System i Disaster

Recovery Planung

So erstellen Sie einen

wirkungs vollen, vollständigen

und zuverlässigen Plan

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MAGAZIN oder TechKnowLetter

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service@midrange.de ı www.midrange.de

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

5


MIDRANGE AKTUELL

TICKER

CDU nutzt für E‐Mail, Fax und SMS Retarus-Plattform

Û Deutschlands größte Partei, die CDU,

nutzt die MultiChannel Kommunikationsplattform

Retarus WebExpress für

ihre interne

Kommunikation

und den

Versand von

Kommunikationsmaßnahmen und Kampagnen

per E‐Mail, Fax und SMS. Damit

ist es der CDU möglich, tausende

Parteimitglieder punktgenau und ohne

ELENA kommt – und nun

Û Das ELENA-Verfahrensgesetz (Elektronischer

Entgeltnachweis) tritt am

1. 1. 2010 in Kraft. Dann müssen Arbeitgeber

monatlich die Entgeltdaten ihrer

Beschäftigten elektronisch an die Zentrale

Speicherstelle übermitteln. Was

bedeutet das konkret für Arbeitgeber

Develey beauftragt OPTIMAL SYSTEMS

Û Die Develey Senf & Feinkost

GmbH führt das Enterprise

Content Management-

System von Optimal Systems

ein. Der Lebensmittelhersteller

arbeitete bisher mit papierbasierten

Dokumenten. Mit

der Einführung von OS|ECM

steigt Develey auf digitale

Archivierung und elektronisches

Dokumentenmanage-

Buchvorstellung

Günther Hartung, Klaus-Peter Luttkus,

Carmen Rasche, Jörg Zeig

Datenbank & SQL

für IBM Power i Systeme

Dieses Lose-Blatt-Werk ist von Datenbank-Praktikern

geschrieben und wird laufend erweitert. Es

unterstützt Sie beim Verständnis für Aufbau und

Funktion dieser IBM Datenbank genauso wie bei der

effektiven Anwendung der eingebauten Funktionen

und Möglichkeiten.

Umfang ca. 450 Seiten, Preis 158,– €

Zeitverzug mit aktuellen Nachrichten

und Partei-internen Botschaften über alle

elektronischen Kommunikationswege

zu versorgen. Aufgrund seines einfachen

Handlings und der hohen Versandgeschwindigkeit

bevorzugen die Kommunikationsverantwortlichen

bei der CDU

hier insbesondere den Short Message

Service (SMS).

www.retarus.de

und wie können sie sich vorbereiten

Auf dem Informationsportal www.elena

2010.de der Sage Software GmbH erhalten

Arbeitgeber wichtige Informationen

rund um ELENA.

www.elena2010.de

ment um. Dabei spielt die

Anbindung an IBM System i

und Lotus Notes sowie die

Microsoft Office-Integration

eine entscheidende Rolle.

Geplant ist der konzernweite

Ausbau der Lösung bis hin

zur unternehmensweiten Informationsplattform.

www.optimal-systems.de

Û www.midrange-shop.com

Double-Take für EnterpriseOne

validiert. Die Software von Double-

Take ist von Oracle für den Einsatz

mit der ERP Suite J. D. Edwards

EnterpriseOne validiert worden. Damit

können Oracle-Kunden sicher

sein, dass die High-Availabilityund

Disaster-Recovery-Lösungen

von Double-Take nahtlos mit ihren

Kernanwendungen zusammenarbeiten.

www.doubletake.com Û Vom

Blackberry aus drucken. Zebra

Technologies ermöglicht es Nutzern,

Zebra Drucker direkt vom Blackberry

aus zu steuern. So können ganz

nach Wunsch Berichte des Außendienstes,

Barcodes, Belege, Gesundheitsakten

und vieles mehr gedruckt

werden. Basis der neuen mobilen

Drucklösungen sind das ZebraLink

Software Development Kit (SDK) sowie

eine Smartphone Anwendung.

www.zebra.com Û Esker unterstützt

BASF bei der Automatisierung

von Kundenbestellungen.

Das Fax als Kommunikationsmedium

spielt im Geschäftsalltag nach

wie vor eine bedeutende Rolle. BASF

beauftragte den Lösungsanbieter

Esker mit der Implementierung einer

Anwendung zur automatisierten

Erfassung und Verarbeitung

von Fax- und E‐Mail-Bestellungen.

www.esker.de Û Neu: PAVONE

KnowledgeGateway 9.6. Die Pavone

AG gibt die Version 9.6 von Pavone

KnowledgeGateway frei, einem IBM

Lotus Notes/Domino-basierenden

Knowledge Management-Werkzeug

für den Office-Bereich. Die Anwendung

transferiert E‐Mail-Dokumente

per Knopfdruck kontextabhängig in

kollaborative Anwendungen. Pavone

KnowledgeGateway kann mittels

flexibler Add-Ins für Dokumente aus

nahezu allen Büroanwendungen verwendet

werden. www.pavone.de

www.midrange.de

6

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


8.400 POWER6-Prozessoren arbeiten für gutes Klima

Neuer Supercomputer am DKRZ

Bei typischem Hamburger Schmuddelwetter wurde am 10. Dezember der

„weltweit bedeutendste Klimarechner“ eingeweiht.

Mit einer Spitzengeschwindigkeit

von 158 TeraFlop/s ist die IBM

Maschine um Faktor 60 leistungsstärker

als die bisherige Hardware des Deutschen

Klimarechenzentrums (DKRZ).

Ein wesentlicher Teil der Computing-

Ergebnisse kommt in den Berichten

des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental

Panel on Climate Change) zum

Einsatz.

Die mit 35 Millionen Euro vom

Bundesministerium für Bildung und

Forschung finanzierte Maschine kann

die weltweit anerkannten Klimamodel-

le mit noch höherer räumlicher Auflösung

berechnen als bisher. Damit

sind die Wissenschaftler in der Lage,

vor allem regionale Klimaphänomene

exakter vorherzusagen. Der Supercomputer

„Blizzard“ verfügt über 264 IBM

POWER6 Rechnerknoten, 60.000 Terabyte

Speichervermögen und 20 Terabyte

Hauptspeicher. Rund ein Petabyte

an Daten wurden bis dato jährlich eingelagert,

künftig dürfen es zehn sein.

Diese Beschränkung habe man sich

selbst auferlegt, um nicht zu schnell an

die Kapazitätsgrenzen zu stoßen, so der

wissenschaftlich-technische Geschäftsführer

des DKRZ Dr. Thomas Ludwig.

„Hier schlägt das Herz für zukünftige

Berichte des Weltklimarats“, freute

sich Prof. Dr. Gabriele Löschper, amtierende

stellvertretende Präsidentin der

Uni. Die Rechenergebnisse würden als

konkrete Handlungsanweisungen für

die Politik gelten und helfen, „unsere

Welt Stück für Stück ein wenig besser

zu machen“. A smarter planet – so geht

das also.

ó

www.ibm.de

MIDRANGE WEBFAIR

MIDRANGE WEBFAIR ist die IT-Fachmesse, die zu Ihnen kommt. Ohne Verkehrsstau und Parkplatzsorgen.

Machen Sie jetzt den Schritt in eine neue Zeit. Holen Sie sich Informationen, vergleichen Sie und gehen Sie interaktive Dialoge mit Ausstellern

und Besuchern ein. Und falls Sie möchten, können Sie jederzeit wiederkommen. Die Veranstaltung ist an sieben Tagen der Woche

jeweils 24 Stunden für Sie geöffnet.

MIDRANGE WEBFAIR

Sie treten über das Portal Û www.midrange-webfair.com ein. Im Gegensatz zu den traditionellen Messen ist bei der MIDRANGE WEBFAIR

der Eintritt für Besucher völlig kostenfrei und ohne jegliche Verpflichtung.

ITP VERLAG ı Kolpingstraße 26 ı 86916 Kaufering ı Telefon + 49 8191 9649-0 ı Fax + 49 8191 70661

service@midrange.de ı www.midrange.de

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

7


MIDRANGE AKTUELL

Köpfe

In den letzten Jahren hat die Computer-Technologie das Wachstum der Wirtschaft dominiert.

Dieses Potenzial sei nun ausgereizt, meint der Volkswirt, Zukunftsforscher und Buchautor

Erik Händeler. Er fordert eine neue Organisation der Arbeitswelt. Als Keynote-Speaker untermauert

er am 27. April auf der Messe PERSONAL2010 in Stuttgart seine Thesen. www.personal-messe.de

Axel Feldhoff

Geschäftsführer

GUS Deutschland,

Vorstandsmitglied

GUS Group

Stefan Schulz

Chief Financial

Officer

Mit Blick auf die Initiative „Wachstum

durch Internationalisierung“ hat die

GUS Group jetzt das Führungsgremium

verstärkt: mit Axel Feldhoff stößt ein international

erfahrener Manager hinzu. Er

übernimmt die Geschäftsführung innerhalb

der GUS Deutschland GmbH und

wird Vorstandsmitglied der GUS Group

AG & Co. KG. Feldhoff, 52, hatte nach

Managementpositionen bei der IBM, als

Vorstand der HAITEC AG und der Magirus

AG eine beratende Funktion beim

Systemhaus TDMi inne.

www.gus-group.com

Elmar Paller

Geschäftsführer

Werner Habryka

Geschäftsführer

Die active logistics Gruppe hat ihr Management-Team

vervollständigt. Neben

Klaus Hufnagel (47) gehört auch Werner

Habryka (55) der Geschäftsführung an.

Habryka verantwortet die Bereiche Entwicklung

und Softwareproduktion, sowie

operativ die active logistics Standorte

Koblenz und Herdecke. Mit Marco Molitor

(34) verantwortet ab 1. Februar ein

weiterer Spezialist den Bereich Vertrieb

& Marketing.

www.active-logistics.com

Marco Molitor

Leiter Vertrieb und

Marketing

Michael

Eberhardt

Geschäftsführer

Stefan Schulz ist bei Lawson Software

neuer Chief Financial Officer (CFO).

Schulz tritt die Nachfolge von Robert

Schriesheim an, der Lawson verlässt,

um bei Hewitt Associates die Rolle des

CFOs zu übernehmen. Schriesheim wird

jedoch auch weiterhin dem Vorstand von

Lawson als Director angehören. Schulz

kam 2005 zu Lawson und war bislang

als Senior Vice President of Finance und

Chief Accounting Officer tätig. Zuvor

wirkte er zwölf Jahre bei BMC Software

im Finanzbereich.

www.lawson.com

Dirk Wittkopp

Geschäftsführer

Mit Elmar Paller als neuem Geschäftsführer

und Anteilseigner der CSS Software

GmbH in Österreich setzt das Unternehmen

auf einen erfahrenen Spezialisten

in den Bereichen Finanzen, Bilanzen und

italienisches Steuerrecht. Durch seine

Tätigkeiten für international agierende

Unternehmen bringt er die Voraussetzungen

mit, um die Internationalisierung

der Produktfamilie eGECKO voranzutreiben.

Er löst die Geschäftsführerin Renate

Niessner ab, die sich in den Ruhestand

zurückziehen wird.

www.css.de

Die Hewlett-Packard GmbH hat Michael

Eberhardt (46) zum 1. Dezember in die

Geschäftsführung berufen. Eberhardt

leitet bereits seit dem 1. November

2009 als General Manager und Vice President

das Enterprise Services Geschäft.

Von 2000 bis 2007 war er für die TDS

AG tätig, davon sechs Jahre als CEO.

Am 1. Dezember 2007 kam Eberhardt zu

Hewlett-Packard und leitete bis Oktober

2008 das Outsourcing-Geschäft von HP

in Deutschland.

www.hp.com/de

Dirk Wittkopp wurde zum 1. November

2009 zum Geschäftsführer der IBM

Deutschland Research & Development

GmbH ernannt. Er tritt die Nachfolge

von Erich Baier an, der die weltweite Verantwortung

für die Entwicklung der IBM

Server-Familie System x übernimmt und

dafür in die USA zurückkehrt. Vor seiner

Ernennung zum Geschäftsführer des

deutschen IBM Technologiezentrums

leitete Wittkopp dort den Bereich für

Entwicklungsprojekte der IBM Software-

Familien Lotus und WebSphere.

www.ibm.de

8

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


workshops

kalender

Deutsche ECM-Meisterschaft

Warum eine deutsche ECM-Meisterschaft

Mehrere zehntausend ECM-Fachleute in

Deutschland verfügen inzwischen über einschlägige

Praxisqualifikationen.

Aber wer gehört hier zu den Besten

Insofern bietet es sich an, einen Kompetenzwettbewerb

zwischen den fachlich ambitionierten

ECM-Fachleuten durchzuführen. Dahinter

verbergen sich keine kommerziellen

Interessen des Veranstalters, sondern allein

das Ziel, Impulse für die weitere Leistungsentwicklung

in diesem für die Unternehmen

eminent wichtigen Themenfeld zu erzeugen.

Die Teilnehmer profitieren nicht nur vom Reiz

des Spiels. Denn wer bei dem Wettbewerb

positive Ergebnisse erreicht, dessen Karriere

profitiert auch dazu. Deshalb erhalten die 25

Besten ein Zertifikat zur Teilnahme und Platzierung

bei der ECM-Meisterschaft 2010.

Die erste Runde findet vom 16. bis 23. Februar

2010 statt.

www.ecm-champion.com

Event Termin, Ort Veranstalter

Grundlagen der System i DB2 UDB 1. 2. – 2. 2.

Bremen

i-Hosting: UBL OnDemand Services 2. 2.

Frankfurt

Unicode 4. 2.

Webcast

Fortgeschrittene SQL Techniken 8. 2. – 9. 2.

Bremen

SQL-Tuning der Abfragen 10. 2. – 11. 2.

Bremen

ECM-Champion 16. 2. – 7. 5.

Online

Die Programmiersprache SQL 18. 2. – 19. 2.

Bremen

Wege aus der RPG Falle 22. 2. HH, 23. 2. K,

24. 2. S, 25. 2. M

edcom Nachlese –

Lotusphere comes to you

Mit RPG & Co. erfolgreich

in die Zukunft

22. 2. – 23. 2.

München

23. 2.

München

Mehr Termine und Veranstaltungen unter www.midrange-event.de

EPOS GmbH DV-Consult & Training

www.eposgmbh.com

UBL Informationssysteme GmbH

www.ubl-is.de

PKS Software GmbH

www.pks.de

EPOS DV-Consult & Training

www.eposgmbh.com

EPOS GmbH DV-Consult & Training

www.eposgmbh.com

Deutsche ECM-Meisterschaft

www.ecm-champion.com

EPOS GmbH DV-Consult & Training

www.eposgmbh.com

MIDRANGE ACADEMY

www.midrange-academy.com

edcom Software & Consulting GmbH

www.edcom.de

PKS Software GmbH

www.pks.de

seminare

www.midrange-event.de

workshops

Lotusphere comes to you

Kein Budget für Orlando Kein Problem

– edcom bringt die Lotusphere nach München!

Alle, die im Januar 2010 nicht an der

Lotusphere in Orlando teilnehmen werden,

haben am 22./23. Februar 2010 in München

die Gelegenheit, alles Wichtige aus Orlando

aktuell, komprimiert und verständlich aufbereitet

zu erfahren.

Erfahren Sie direkt aus erster Hand von

Brent Peters, welche Neuerungen es für Lotus

Domino und für die anderen Lotus Produkte

geben wird und welche Strategien seitens

IBM damit verbunden sind. Brent Peters

wird in zwei Vorträgen – mit einer Key Note

und einer Breakout Session gemeinsam mit

Ralph Siepmann – über die IBM Neuigkeiten

aus Orlando informieren.

Wir freuen uns ebenso sehr, dass wir Ihnen

zudem Ron Sebastian und Ed Brill als Key

Note Speaker für die edcom Nachlese 2010

präsentieren können.

Februar

- Einführung in die Arbeit mit RPG/400

- Fortgeschrittene SQL Techniken

- SQL Tuning der Abfragen

- RPG Crash Kurs 1

Weitere Themen und Lernvideos

auf unserer Homepage!

www.edcom.de

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

9


MIDRANGE AKTUELL

FRAGE DES MONATS

Moderne Thin Clients kapitulieren

auch vor anspruchsvollen Anwendungen

nicht, sind zudem im Vergleich

mit Fat und Rich Clients kostengünstiger,

sicherer und verbrauchen

weniger Energie.


DIE frage

Setzen Sie bereits Thin

Clients in Ihrer IT ein

DAS ergebnis

47 % nein

921 Teilnehmer

haben abgestimmt

53 % ja

Klare Vorteile für Thin Clients

Wie das Ergebnis der Umfrage

deutlich zeigt, haben Thin Clients

Einzug in moderne IT-Strukturen

gehalten. Die Gründe dafür liegen für

die Unternehmen klar auf der Hand.

Ein im Vergleich zum PC-Client bis

zu 70 % niedrigere TCO, eine gegenüber

einem PC deutlich höhere Sicherheit der

„ Unternehmen können mit Thin Clients

sowohl einen Beitrag zum Klimaschutz

als auch für ihr Budget leisten.“

Stefan Maas

Unternehmensdaten und nicht zuletzt

eine größere Zufriedenheit durch ein

ausfallsicheres Client-Device. Die Leistungsfähigkeit

moderner Thin Clients

steht heute Desktop-PCs in nichts mehr

nach. Im Gegenteil. Thin Clients der aktuellen

Generation arbeiten geräuschlos,

sind klein, verbrauchen sehr wenig

Energie ( < 6 Watt Leistungsaufnahme)

und erzeugen dadurch kaum Abwärme.

Im Zuge der Serverkonsolidierung und

Zentralisierung der Unternehmens-IT

verlieren Desktop-PCs immer mehr an

Bedeutung. Serverkonsolidierung in

Form von Servervirtualisierung und

Desktopvirtualisierung (VDI) vereinfachen

die Unternehmens-IT, optimieren

die Hardwareauslastung und

erhöhen somit die Wirtschaftlichkeit

moderner IT-Systeme.

Thin Clients der neuesten Generation

sind dazu die optimale Ergänzung.

Sie benötigen im Gegensatz zum

PC-Client kein lokales Betriebssystem

und in Folge dessen keine lokale Administration

in Form von Updates oder

Softwarepflege. Die Administration

und Konfiguration der Thin Clients im

Unternehmensnetzwerk erfolgt zentral

mittels Software-Tools und gliedert sich

nahtlos in zentralisierte IT-Strukturen

ein. Woran liegt es aber dann, dass bisher

nur die Hälfte der Unternehmen

den Umstieg in Angriff genommen

haben Einen PC-Client gegen einen

Thin Client auszutauschen verursacht

natürlich Kosten, die oberflächlich betrachtet

keinen sofortigen Nutzen mit

sich bringen. Vergleicht man allerdings

den administrativen Aufwand und die

durchschnittliche Nutzungsdauer eines

PC-Clients (ca. 4 Jahre) mit der eines

Thin Clients (6– 7 Jahre), wird schnell

klar, dass Thin Clients die wirtschaftlichere

Lösung sind. Nicht zuletzt tragen

die größere Nutzungsdauer und der

geringe Energieverbrauch eines Thin

Clients aktiv dazu bei, Ressourcen und

die Umwelt zu schonen. Unternehmen

können also noch einiges tun, um sowohl

einen Beitrag zum Klimaschutz

als auch für ihr Budget zu leisten. ó

10

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


kommentar

kommentator zum unternehmen ihre meinung, bitte!

Emrah Turudu, iStockphoto.com

Stefan Maas

AXEL GmbH

stefan.maas@axel.com

AXEL GmbH

Als deutsche Vertretung des französischen Thin

Client Herstellers AXEL S. A. zeichnet die AXEL

GmbH mit Sitz in Wuppertal für den deutschen, österreichischen

und schweizer Markt verantwortlich.

AXEL ist unter den Thin Client Herstellern einzigartig.

Seit der Gründung des Unternehmens 1981

werden alle Komponenten der Produkte (Hardware,

Firmware, Emulationen und Protokolle) durch AXEL

in eigener Regie entwickelt.

Diese Investition ist in der Industrie einzigartig und

ermöglicht es, Entwicklung und Support kraftvoll

zu verbinden. AXEL ist nicht gezwungen, Produkte

oder Lizenzen dritter zu integrieren. Die gesamte

Planung und Herstellung der Geräte erfolgt in Europa

und ermöglicht so eine exzellente Kontrolle

der Produktqualität. Die aktuelle Produktpalette

deckt alle Anforderungen der Nutzer zum Zugriff

auf Multiuser-Betriebssysteme wie AS/400, UNIX/

Linux und Windows TSE ab.

www.axel.com

Unsere aktuelle Frage des Monats:

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten schnallen

viele Firmen den Gürtel enger.

Setzt Ihr Unternehmen bei den IT-Budgets

für das Jahr 2010 den Rotstift an

In der jeweiligen Frage des Monats erfassen wir

aktuelle Trends und Strömungen des IT-Marktes

und fragen zum einen die Leser des +++ Monday

Morning Tickers +++ und zum anderen auf

unserer Homepage nach Ihrer Meinung:

Û www.midrange.de

Beteiligen Sie sich und stimmen Sie ab. Die

Abstimmung geschieht anonym und ohne jede

weitere Befragung o. ä. Wir freuen uns ebenfalls

über Kommentare zur aktuellen Frage des

Monats, die Sie direkt nach Ihrem Voting eingeben

können. Für Ideen für kommende Fragen

kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail:

Û redaktion@midrange.de

www.midrange.de

Gleich bestellen:

online www.midrange-shop.com

oder per Fax +49 8191 70661

Datenbank & SQL für IBM Power i System

Wie Sie die Power der DB2 UDB für Abfragen, Zugriffe und Analysen nutzen

Die Datenbank ist das Herz einer jeden Anwendung. Je besser das Design der Daten bank auf die jeweiligen

Anwendungen zugeschnitten ist, desto performanter laufen die Programme. Aber auch die Zugriffsmethoden

haben entscheidenden Einfluss auf die Power Ihrer Anwendungen.

Moderne Tools und eingebaute Funktionen erübrigen inzwischen langwierige Entwicklungsarbeit bei der

Programmierung sowie beim Erstellen von Abfragen. Ebenso übernehmen heute Präsentations- und Business-Intelligence-Werkzeuge

elegant und schnell die Analyse und Aufbereitung von Daten.

Dieses Lose-Blatt-Werk ist von Datenbank-Praktikern aus Softwareentwicklung und Datenbankmanagement

geschrieben und es wird laufend erweitert. Es unterstützt Sie beim Verständnis für Aufbau und

Funktion dieser IBM Datenbank genauso wie bei der effektiven Anwendung der eingebauten Funktionen

und Möglichkeiten. Die ausführliche Beschreibung von Abfragetechniken und Tools runden die enorme

Praxistauglichkeit dieses Nachschlagewerks ab.

Aus dem Inhalt

ca. 450 Seiten, €158,– zzgl. Versand

ó DB2 UDB für IBM i im Überblick

ó Von der DDS- zur SQL-beschriebenen Datenbank

ó Lizenzprogramm SQL

ó iSeries Navigator

ó Daten-Perspektive der Rational IDEs

ó Business Intelligence / Datawarehouse

ó DB2 UDB Client in anderen Technologien

ó SQL

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

ITP VERLAG GmbH Kolpingstraße 26, 86916 Kaufering, Tel. +49 8191 9649-0, Fax +49 8191 70661, service@midrange.de www.midrange.de

11


MIDRANGE AKTUELL

Aleaimage/Diego_cervo, iStockphoto.com

IBS kennt den pharmazeutischen Großhandel

Richtig aufgestellt

Der schwedische Softwarekonzern International Business Systems (IBS) hat sich auf

Branchenlösungen für Großhandel und Distribution spezialisiert. Der pharmazeutische Großhandel

spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Komplettlösung IBS Pharma verspricht insbesondere

vollständig integrierte Prozesse und die Abbildung aller gesetzlichen Anforderungen.

Wie sich das Softwarehaus in der Branche positioniert, beschreibt im Interview Andy Bailey.

Redaktion: Sie sind seit Juni Chief Marketing

Officer (CMO). Warum haben Sie

sich für den Job bei IBS entschieden

Andy Bailey: Um es auf den Punkt zu

bringen: wegen der einmaligen Chance

und des hohen Potenzials, das ich in der

Firma erkannt habe. Denn IBS hatte sich

einzigartig positioniert, alle harten Entscheidungen

getroffen und umgesetzt,

die meiner Meinung nach notwendig

sind, um durch die Rezession zu kom-

men. Und während andere noch immer

angestrengt überlegen, wie sie der Misere

entkommen könnten, stehen wir

schon schlank aufgestellt da, mit positivem

EBITDA und finanziell abgerundet,

um den kommenden Aufschwung voll

auszuschöpfen. Darüber hinaus sah

ich die Möglichkeit für mich, mit IBS

ein Unternehmen zu entwickeln, das in

seiner Branche Weltklasse ist: in Großhandel

und Distribution, einem äußerst

spannenden Umfeld, dem immer mehr

Bedeutung zukommt und das von einer

zunehmenden Verfeinerung der Distributionskette

geprägt ist.

Redaktion: Sie sehen also in der Distribution

eine Herausforderung der Zukunft

Andy Bailey: In so gut wie allen Marktbereichen

ist die Distribution bereits

wichtiger Motor für die Wettbewerbsfähigkeit

der gesamten Supply Chain. Und

12

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


zum unternehmen

IBS ist einer der weltweit führenden Anbieter

von Geschäftssystemen für Supply-Chain-

Management. Die Softwarelösungen von IBS

helfen Unternehmen, die Effizienz ihrer Geschäftsprozesse

zu verbessern, etwa in den

Bereichen Auftragsbearbeitung, Vertriebsunterstützung,

Kundenverwaltung, Distribution,

Einkauf, Bestandsverwaltung, bedarfsgesteuerte

Fertigung, Finanzmanagement, Geschäftsanalysen

und Integration.

IBS-Lösungen sind auf große und mittelständische

Unternehmen zugeschnitten, ebenso

auf Niederlassungen und Tochterfirmen von

internationalen Konzernen. Aktuell verlassen

sich über 5.000 Kunden auf die Unternehmenslösungen

von IBS, darunter so namhafte

Firmen wie Bahco, Cramo, Hitachi Maxell,

Map Merchant Group, McGraw-Hill, Miele,

PaperlinX, Rexel, Scania, Seco Tools, SKF,

Univar und Volvo.

vielleicht noch interessanter: Während

die bestimmenden Faktoren vor zehn

oder zwanzig Jahren noch Produktion

und Versorgung hießen, ist heute die

Nachfrage zum bestimmenden Faktor

der Supply Chain geworden. Im Zuge

dieses Wandels bleiben Großhandel und

Distribution zwar zentrale Themen, aber

jetzt besteht die Schlüsselbeziehung

zwischen Wiederverkäufer und Endkunde.

Die Distributionskanäle und -ketten

sind aus diesem Grund immer ausgefeilter

geworden.

Redaktion: Gilt das Ihrer Meinung nach

denn auch für die Pharma-Branche

Andy Bailey: Das gilt natürlich auch für

den Bereich des Pharma-Großhandels,

der noch mit einer ganzen Reihe weiterer

Besonderheiten fertig werden muss.

Da wären zunächst die immer strenger

werdenden gesetzlichen Rahmenbedingungen

zu nennen – eine leidige, aber

dennoch nachvollziehbare Tatsache,

denn letztendlich kann nicht nur die Lieferunfähigkeit

für ein Medikament, das

nicht auf Lager ist, sondern auch eine

nicht korrekt ausgeführte Lieferung für

den Patienten zu einer Frage von Leben

und Tod werden. Hinzu kommt, dass wir

uns in einem Markt bewegen, der von

immens hohen Transaktionsvolumina gekennzeichnet

ist und von äußerst niedrigen

Margen lebt. Und was den Bedarf an

Medikamenten anbelangt: Bereits 2050

werden 2 Milliarden der Weltbevölkerung

über 60 Jahre alt sein – diese Zahl

spricht wohl für sich.

Redaktion: Welche

Bedeutung hat für Sie

die deutsche Pharmabranche

Andy Bailey: In meine

Antwort auf Ihre

Frage würde ich gerne

noch die Schweiz und

Österreich einfließen

lassen. Der pharmazeutische

Großhandel

nimmt für uns im

deutschsprachigen

Europa sicherlich

eine herausragende

Rolle ein und die

Branchenlösung IBS Pharma sehen wir

entsprechend als zentrales Produkt;

daneben bieten wir beispielsweise mit

IBS Electro, IBS Paper und IBS Chemicals

noch weitere Verticals für andere

Großhandelsbranchensegmente an. Von

den hierzulande forcierten IBS Pharma-

Aktivitäten versprechen wir uns eine inhaltliche

Abstrahlung auf das weltweite

Business. Denn naturgemäß profitiert

die gesamte Gruppe von den Aktivitäten

der Länder, und wenn wir unsere

beträchtliche Pharma-Expertise auch in

Gebieten mit besonders hohen Wachstumspotenzialen

aufbauen können, wie

z. B. in Nordamerika, ist das natürlich ein

sehr großer Nutzen.

Redaktion: Lassen sich denn die Prozesse

der Länder überhaupt vergleichen,

um sie mit ein und derselben

Standardlösung abzubilden

Andy Bailey: Das ist erfahrungsgemäß

der Fall. Schließlich gehört es zum Wesen

von Standardsoftware, eine möglichst

breite Palette verfügbarer Funktionalitäten

vorzuhalten und diese dann auf

den speziellen Fall hin anzupassen. Unter

der Bezeichnung IBS FasTraX haben

wir zudem ein generisches Konzept entwickelt,

das eine Einführung binnen kürzester

Zeit ermöglicht und so den Return

on Investment ganz entscheidend näher

rücken lässt. Dabei transportieren wir

Best-Practice-Erfahrungen zu den Neuanwendern

und nutzen wertvolle Erfahrungen

aus früheren Implementierungen

zur Umsetzung der aktuellen Projekte.

Mit derart vorkonfigurierten Workflows

im Gepäck lassen sich die Projekte nun

mal deutlich schneller und auch sicherer

abbilden.

Redaktion: Wie schätzen Sie die weitere

Entwicklung von IBS auf den deutschsprachigen

Märkten ein

Andy Bailey: Im D/A/CH-Gebiet erwarten

wir weiterhin ein solides Geschäft

und sehen vor allem auch mit Blick auf

ein um Benelux und Nordics erweitertes

Wirtschaftsgebiet interessante Wachstumsperspektiven.

Sehen Sie, wir sind

durch harte Zeiten gegangen und haben

uns frühzeitig bestens neu aufgestellt –

auch was die Kapitalisierung anbelangt

– und jetzt müssen wir es anpacken, um

die Zielvorgaben zu erreichen. ó

International Business Systems (IBS) GmbH,

Hamburg

www.ibs.net/de

Andy Bailey

Chief Marketing

Officer, International

Business

Systems

ibsinfo@ibssoftware.de

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

13


midrange spezial

Softwarehäuser und

Lösungs anbieter in Österreich

und der Schweiz

Es ist lohnend, sich bei unseren südlichen

Nachbarn nicht nur nach Käse und

Schokolade, sondern auch in Sachen Informationstechnologie

umzusehen. Als einer

der JAVA-Pioniere in Europa entwickelte beispielsweise

die schweizer BISON ein hochflexibles

ERP Framework, welches aufgrund

seines modularen Aufbaus ohne Programmierung

an nahezu jede Branchenanforderung

adaptiert werden kann. In Österreich

ist es Avenum, die mit flexiblen Lösungen

den standardisierten Datenaustausch zum Kinderspiel werden ließen

und so Voraussetzungen für das österreichische eGovernment

schufen. Sowohl für die Österreicher, als auch für die Schweizer

attestiert die Statistik eine hohe Affinität zur Informationstechnologie.

So sagten im letzten Jahr 98 Prozent aller österreichischen

Unternehmen mit wenigstens 10 Mitarbeitern, dass sie das Internet

für ihr Geschäft nutzen. Insgesamt ist die ITK Industrie mit 48

Milliarden Euro an der Wertschöpfung des Alpenlandes beteiligt.

Der Anteil der im ITK Sektor tätigen Unternehmen in der Schweiz

liegt mit 4,4 Prozent deutlich höher als in Deutschland und der

Anteil der Beschäftigten in diesem Wirtschaftszweig wächst derzeit

mit einer jährlichen Dynamik von durchschnittlich 7,7 Prozent.

Beste Gründe, die Unternehmen, die sich auf den folgenden Seiten

vorstellen, genauer unter die Lupe zu nehmen.

Ihr

Klaus-Dieter Jägle

14

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


PROMOTION

PRODUKTVORSTELLUNG

Avenum Technologie GmbH

eBusiness Lösungen

für mehr Effizienz und Service

mit Ihren Geschäftspartnern

Die Erfolgsgeschichte des eBusiness Spezialisten Avenum beginnt bereits vor Jahrzehnten.

Mit der professionellen eBusiness Lösung avEDIum wird das bewährte

Produkt- und Dienstleistungsportfolio (eBanking/400, Mail Connector, SMS Connector,

Client Connector, uvm.) perfekt abgerundet.

„Technologisch fortschrittlich, zukunftssicher

und flexibel“, so sieht für Danimir

Stevanovic, Geschäftsführer der Avenum,

eine professionelle eBusiness Lösung

aus. Denn nur eine gute eBusiness Umsetzung

kann auch tatsächlich Kostenund

Ressourceneinsparungen ermöglichen.

Wichtig ist für den Branchenkenner

darüber hinaus die individuelle Anpassung

an den jeweiligen Kunden: „Unsere

Herausforderung ist es, die bestehenden,

individuellen Prozesse unserer Kunden so

zu optimieren, dass sich die Investition in

eine Umstrukturierung bereits in wenigen

Monaten nachhaltig bezahlt macht.“ Avenum

ist besonders stolz darauf, mit der

modularen eBusiness Lösung avEDIum

diese Anforderungen bereits bei zahlreichen

Kunden erfüllt zu haben.

Branchenunabhängige eBusiness

Integrations-Lösung

avEDIum bedeutet sicheren und fortschrittlichen

elektronischen Geschäftsdatenaustausch

und ist in zahlreichen

Branchen erfolgreich im Einsatz (Lebensmittelproduktion,

Getränkebranche,

Dienstleistungs- und Logistikunternehmen,

produzierende Industrie uvm.).

Der branchenunabhängige Einsatz wird

dank der Plattformunabhängigkeit und

der Unterstützung aller EDI Formate

von avEDIum ermöglicht. Ein weiterer,

wesentlicher Vorteil ist die vollständige

und dennoch kostengünstige Konzeption:

avEDIum ist modular aufgebaut und

wird von den Avenum EDI Experten individuell

in die Unternehmensprozesse integriert.

Usability, Sicherheit, Übersicht

und 7 × 24 h Service sind dabei Grundleistung

für alle Anwender.

avEDIum – Software as a Service

nutzbar

avEDIum as a Service bietet die Möglichkeit

sehr wirtschaftlich und professionell

in das EDI Universum einzusteigen. Der

hochverfügbare, internetbasierte Service

stellt alle EDI Funktionen zur Verfügung

und wickelt Ihren gesamten elektronischen

Datenverkehr ab. Sie sparen z. B.

teure Installations- und Schulungskosten

oder Kosten für den Kauf von Lizenzen.

Vom Lieferant zum Technologie Partner

Avenum versorgt seine Kunden nicht nur

mit professionellen Softwarelösungen.

Das Unternehmen setzt es sich vielmehr

zum Ziel, für jeden Kunden ein Technologie-Partner

zu sein und gemeinsam

externe und interne eBusiness Weiterentwicklungen

voranzutreiben.

Avenum steht für tiefgreifendes Know

How im eBusiness kombiniert mit Weitblick

und davon profitieren inzwischen

mehr als 2000 zufriedene Kunden.

Mehr Informationen erhalten Sie auf

www.avenum.com.

PRODUKTE

eigene eBusiness Produkt-

familie avEDIum

eBusiness Kommunikations-

lösungen

eBusiness Konvertierungs-

lösungen

Elektronische Signatur und

eBilling Lösungen

Software für System i (Mail

Connector, SMS Connector,

Client Connector)

eBanking Lösung (neues SEPA/

EBICS Modul)

ó

ó

ó

ó

ó

ó

Erstellung individueller Soft-

warelösungen

Erfahrung in der Umsetzung

von großen Projekten

technologieführend im

eBusiness Bereich durch

eigene Produktfamilie

Flexibilität – Erfüllung von

individuellen Wünschen

Consulting, Beratung bei

eBusiness Strategien

Partner auf den Verlass ist

ó

ó

ó

ó

ó

ó

VORTEILE/STÄRKEN AVENUM

Avenum Technologie GmbH

Leonard-Bernstein-Straße 10

A-1220 Wien

Telefon +43 1 92101-0

Telefax +43 1 92101-300

office@avenum.com

www.avenum.com

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

15


midrange AnbieterProfil spezial

Promotion

anbieter

Die Itartis AG versteht sich als

Vordenker und Lösungsanbieter.

itartis aG

technopark, Jägerstrasse 2

CH-8406 Winterthur

telefon +41 52 511 11 20

telefax +41 52 511 11 50

info@itartis.ch

www.itartis.ch

ihr ansprechpartner:

Christoph thome

Produkt

elektronische arbeitswelten

Wir gestalten neue Arbeitswelten

(businessportale und b2b-marktplätze)

durch das Verbinden der elemente

information, Prozesse und Kollaboration.

Damit schaffen wir für unsere

Kunden mehrwerte durch Verringerung

des ressourceneinsatzes, reduktion

von fehlerkosten, einsparung von it-

Kosten, Verkürzung von Prozesszeiten

und eröffnung von neuen Umsatzpotentialen

aus einer Hand – one point

works.

Zielgruppe:

für handels-, service- oder wissensintensive

Unternehmen u. a. mit geographisch

verteilten Standorten und einbezug

vieler Anspruchsgruppen.

Verfügbare Sprachen:

Kann individuell gestaltet werden.

Verfügbar für folgende Plattformen:

Unsere lösung basiert auf dem Prinzip

SoA und offenen Standards. Daher ist

die integration zu oder in nahezu alle

technologieplattformen möglich.

ausgangslage

Unternehmen und ganze branchen müssen

lösungen zur bewältigung der erhöhten

Dynamik, Komplexität und dem

wachsenden Wettbewerbsdruck finden.

Darüber hinaus wird sich die Zusammenarbeit

von menschen mit modernen

Arbeitsmitteln in Zukunft nachhaltig ändern.

Dabei müssen Unternehmen sich

mit blick auf exponentiell wachsende

informationsmengen die frage stellen,

wie Wissen gesichert und effektiv genutzt

werden kann. Prozessorientierte

businessportale schaffen die Grundlage,

unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse

transparent zu steuern und

neue Arbeitswelten zu schaffen. Viele

Unternehmen nutzen businessportale,

wissen aber kaum, welchen konkreten

Gewinn sie daraus ziehen können. richtig

implementiert bringen Portale monetäre

Vorteile.

nutzen

Prozessorientierung, die einfachere nutzung

von bestehenden funktionen und

die kollaborative Unterstützung des optimalen

Geschäftsablaufs spielen die zentrale

rolle.

Sogenannte prozessorientierte businessportale

ermöglichen den Unternehmen,

ihren mitarbeitern individuelle, automatisierte

und vernetzte Arbeitsmittel

bereit zu stellen. messbare mehrwerte,

wie etwa Kostensenkung, fehlerreduktion

und das erschließen neuer Umsatzpotentiale

sind die ergebnisse prozessorientierter

businessportale.

Das leistungsspektrum der businessportale

reicht vom rollenbasierten

bereitstellen von Geschäftsabläufen und

informationen, über das situative nutzen

und ergänzen von Daten zu Wissen durch

einbezug von externen Dokumenten oder

Kollaborationspartnern und endet bei der

individuellen Arbeitsumgebung. Kommunikations-

und Kollaborationsmittel wie

zum beispiel virtuelle Arbeitsräume, Videokonferenzen,

aber auch die nutzung

von e-mail und Gruppenkalender sind

integriert.

existierende betriebswirtschaftliche

funktionen – etwa bestehende erP oder

Crm-lösungen – werden dabei bedarfsorientiert

eingebunden und nicht etwa

einfach ersetzt.

Methode

es ist immer noch weit verbreitet, nutzenaspekte

bei Portalen eher qualitativ

zu beschreiben. Seriöse Anbieter aber

errechnen heute im Vorfeld den monetären

nutzen ihrer lösungen. mit einem

wissenschaftlichen institut entwickelte

die itartis AG eine neue methode – den

sogenannten Value-of-Change –, um den

nutzen neuer Arbeitswelten transparent

und genau zu quantifizieren.

Zur einschätzung der einspareffekte sollten

zunächst die bereiche und/oder Prozesse

ausgewählt werden (z. b. Auftragsabwicklung),

welche durch ein Portaleinführung

tangiert werden. Als nützlich

erweisen sich Workshops und interviews

mit fachbereichen und Geschäftsleitung.

Danach müssen anhand von Checklisten

entsprechende Auswirkungen und effekte

herausgearbeitet werden (z. b. Verkürzung

von Prozesszeiten). Dies erlaubt es

auf basis von benchmarks und berechnungsmodellen

den effekten konkrete

monetäre Werte zuzuordnen (z. b. auf

basis von Stundensätzen). mit diesem

Vorgehen können harte Daten für einen

investitionsentscheid erarbeitet werden.

referenzkunden

ó Holzco-Doka Schalungstechnik AG

ó SfS Service AG

ó swissdirectmail

16

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Promotion

AnbieterProfil

Lawson M3 ERP

„Einfacher ist besser.“

lawson liefert Software und Services an

mehr als 4.500 Kunden aus den branchen

Produktion, Handel, Wartung und

Service in über 40 ländern. lösungen

von lawson umfassen alle betrieb lichen

Aspekte von produzierenden, handelnden

und Service orientierten Unternehmen.

lawson liefert Unter nehmenslösungen

für mittelständische und

große inter nationale Unternehmen als

Standardsoftware und mit spezifischen

Aus prägungen für bestimmte branchen,

um Kunden dabei zu unterstützen,

Geschäftsprozesse zu rationalisieren,

Kosten zu reduzieren und die leistungsfähigkeit

zu verbessern. lawson hat seinen

Hauptsitz in St. Paul, minnesota/

USA sowie 40 niederlassungen weltweit.

lawson bietet Softwarelösungen, die

auf offenen industrie stan dards basieren

und die Unternehmens per for man ce

ihrer Kunden grundlegend verbessern.

Die offene Softwarearchitektur bietet

Kunden ind ustrie bewährte, hochqualitative

Anwendungen, niedrige Gesamtbetriebs

kosten und den Weg zu Serviceorientierten

Architekturen (SoA). Die

technologie-Plattform kombiniert die

neueste technologie von lawson mit

der weltweit modern sten middleware

von ibm für eine leistungsstarke lösung

auf industriestandards, die umfassende

Sicherheit, Skalier bar keit und benutzerfreund

lich keit liefert. Zudem hat der Kunde

freie Wahl bei der Hardwareplattform,

da lawson-Anwen dungen der nächsten

Generation für SoA-Umgebungen ausgelegt

sind.

Anwendungen der m3 Produktlinie beinhalten

Softwarelösungen für Kunden,

die „make – move – maintain“ als ihre

Kernprozesse begreifen – also Waren

oder Ausstattung her stel len, vertreiben

und warten. Diese Anwendungen zielen

haupt sächlich auf anlagenintensive

bran chen ab und umfassen im wesentlichen:

ó Planung

ó beschaffung

ó Produktion

ó Anlagenverwaltung

ó Wartung

ó Kundenbeziehungsmanagement

ó finanzen & Controlling

lawson Smart office ist eine intuitive,

perso nalisierte benutzeroberfläche, mit

der benutzer direkt auf lawson- und

microsoft-Anwendungen zugreifen und

Daten umfassend und verzö gerungs frei

über alle Anwendungen hinweg aktualisieren

können. lawson verbindet

dabei microsoft-lösungen

wie microsoft

excel, outlook,

Word, Power-

Point und

Groove mit

den Unternehmensanwendungen

und

business intelligence.

lawson enterprise

Search ist eine

intuitive Anwendung, die

es den benutzern ermöglicht, sowohl

strukturierte als auch unstrukturierte

Daten in der lawson m3-lösung, in

lawson business intelligence sowie auf

ihrem persönlichen Desktop zu suchen.

Die Anwendung erlaubt darüber hinaus

die standardmäßig in Datenbanken nicht

vorgegebene Suche nach benutzereigenen

Daten wie z. b. in Kommentaren

in microsoft office Anwendungen, beschreibungen

und notizen.

anbieter

Lawson Software austria

eDV-beratungs GesmbH

lassallestraße 9 b

A-1020 Wien

telefon +43 1 49103-0

telefax +43 1 49103-199

infoce@lawson.com

www.lawson.com

Gründungsjahr: 1994

Anzahl mitarbeiter: 30

Anzahl Kunden: 57

Lawson Software

Switzerland aG

Sennweidstrasse 45

CH-6312 Steinhausen

telefon +41 41 7486868

telefax +41 41 7486848

infoce@lawson.com

www.lawson.com

Gründungsjahr: 1993

Anzahl mitarbeiter: 30

Anzahl Kunden: 85

Kompetenzbereiche

lawson liefert Unternehmenslösungen

für mittelständische und

große inter nationale Unternehmen

als Standard software und mit spezifischen

Ausprägungen für bestimmte

branchen, um Kunden dabei zu unterstützen,

Geschäftsprozesse zu rationalisieren,

Kosten zu reduzieren und die

leistungsfähigkeit zu verbessern.

Zu unseren Schwerpunktbranchen

zählen:

ó fertigung & Großhandel

ó nahrungs- und Genussmittel

ó textil

ó anlagen-/serviceintensive industrien

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

17


midrange AnbieterProfil spezial

Promotion

anbieter

Dokumente sicher managen

SOLitaS informatik aG

bahnhofstrasse 21 b

CH-9470 buchs

telefon +41 81 755 5500

telefax +41 81 755 5501

info@solitas.com

www.solitas.com

ihr ansprechpartner

kOMPetenzbereiCHe

PrODukt

Siegmar Deuring

Geschäftsführer

SolitAS

informatik AG

Dokumentenmanagement und revisi-

onssichere langzeitarchivierung auf

unterschiedlichen Plattformen:

– System i (iSeries/AS400)

– mS Windows

– linUX

Workflow:

– Automatische Datenextraktion

– Dokumentenrouting

integration in erP und Groupware

Digitale Signatur

erstellen und gesetzeskonforme Ar-

chivierung von Signaturen, signierten

Dokumenten und Prüfprotokollen

eDi

ó

ó

ó

ó

ó

ó

infoStore DMS

Die SolitAS informatik AG ist ein

führender Anbieter von Software und

beratungsleistungen in den bereichen

elektronische Archivierung, informationsmanagement

und automatisierte

Dokumentenverarbeitung.

Verfügbare Sprachen:

D, CH-D, e, Pl, i, Sp, fr

Verfügbar für folgende Plattformen:

iSeries/AS400,

mS Windows Server, linux Server

branche:

branchenunabhängig, referenzen

von führenden Unternehmen in nahezu

allen brachen vorhanden

Die SolitAS informatik AG ist ein führender

Anbieter von Software und beratungsleistungen

in den bereichen elektronische

Archivierung, informationsmanagement

und automatisierte Dokumentenverarbeitung.

Als etablierter Hersteller von ganzheitlichen

Dokumentenmanagementlösungen,

unternehmensübergreifendem

eCm und Workflow-management

hat SolitAS aktuell mehr als 10.000

Anwender bei rund 900 Unternehmen

allein im ibm iSeries/AS400-markt.

infoStore ist ein schnelles, schlankes

und sehr leistungsfähiges elektronisches

Archiv-, Ablage- und Dokumentenverwaltungssystem

welches sowohl auf der

iSeries/AS400-Plattform als auch unter

den betriebssystemen mS Windows und

linUX höchste Zuverlässigkeit und betriebssicherheit

bietet.

funktionen für die automatisierte

Datenextraktion, workflowgesteuerte

Dokumentenbearbeitung, revisionssicheres

Archivieren, Speicherung auf

ibm optical libraries oder auf verteilten

mS Windows-basierten Speichereinheiten,

umfassende Unterstützung von grafischem

Computer output in AfP/iPDS-,

PCl- und PDf formaten sowie komplexe

Unterstützung für die Schaffung individueller

Schnittstellen sind einige der

wesentlichen merkmale des Systems.

Zu allen führenden erP- und Groupwarelösungen

sind komfortable und bidirektionale

Schnittstellen verfügbar.

infoStore ist unter neuesten softwareergonomischen

Gesichtspunkten

unter der Verwendung von mS WPf- und

mS WCf-technologie entwickelt. Die

Clients ermöglichen den Anwendern

noch schneller und effizienter mit Dokumenten

zu arbeiten sowie das volle

Potential der Software zu nutzen. Durch

die neu eingeführte Plugin-technologie

können funktionen aus anderen Softwareanwendungen

wie z. b. der Zugriff

auf das Kreditorenkonto der buchhaltungssoftware

während der rechnungseingangsprüfung

sehr einfach in den

Apollo-Client integriert werden.

Außerdem sind infoStore-Clients offen

für die Verwendung verschiedener

DmS repositories auf unterschiedlichen

betriebssystem-Plattformen (iSeries,

mS Windows, linux) sowie Datenbanken

(Db2, orACle, mS SQl).

neben einem ausgeprägten Partnernetzwerk

in europa bietet SolitAS mit

einer eigenen Vertriebs- und Consultingabteilung

auch die direkte betreuung

von strategischen Projekten an. Dazu

gehören speziellen Aufgabenstellungen

wie zum beispiel komplexe installationen

in anspruchsvollen it-infrastrukturen

oder die erstellung von Unternehmenskonzepten

für Compliance, einsatz von

digitalen Signaturkomponenten oder revisionssicherer

langzeitarchivierung.

referenzen

Banken/Finanzdienstleistungen: bankhaus

ellwanger & Geiger (D), Deka bank

(CH), Serica bank (CH), VP bank (li )

Versicherungen/Pensionskassen: elvia

Versicherung (D), national Versicherung

(CH)

Logistik/Verkehr: Dachser Spedition

(D), federal express europe (CH), Hermes

Service (D), SPi Swiss Post international

logistics AG (CH)

Industrie: Suzuki motor GmbH (D),

Wolford AG (A), Puma (D), Danfoss (f),

france telecom (f)

Chemie/Pharma: Ciba Speciality Chemicals

(CH), f. Hoffmann-la roche AG

(CH), Givaudan-roure flovors (CH)

Weitere: bavaria film (D), l’tUr (D), Kanton

Schaffhausen (CH), Alois Dallmayr

Kaffee (D), Coppenrath & Wiese (D)

besuchen Sie uns

auf der Cebit 2010

Halle 5, Stand e04

18

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Promotion

AnbieterProfil

WMR Software-Support GmbH

Die Welt wird smarter und wir mit ihr

Von ihren Kritikern seit 20 Jahren totgesagt,

für ihre benutzer einfach nicht

wegzudenken – die ibm AS/400 iSeries.

Doch so sehr sich die Geister bei dem

beliebten System i auch scheiden mögen,

wenn es um die Vorstellung effizienter

eDV-lösungen geht, sind sich wieder

alle einig: es geht um die Schaffung einer

„Dynamic infrastructure“, wie es ibm

formuliert. einer infrastruktur, die dabei

hilft Kosten zu senken, risiken zu minimieren

und Services zu optimieren. Drei

zeitlose evergreens, auf der Wunschliste

aller Unternehmen. Die Wmr Software-

Support GmbH hilft ihren Kunden seit

über 20 Jahren, diese Ziele zu erreichen.

Wolfgang m.

roser,

Geschäftsführer

Was Dynamic Infrastructure mit Begriffen

wie Hochverfügbarkeit, 36er-

Umgebung, XLS/400 und Network

Application Builder zu tun hat.

Die Gesamtheit ist stets mehr, als die

Summe ihrer einzelteile. Wolfgang m.

roser, inhaber der Wmr Software-Support

GmbH, hat diesen Satz 1986 zu seinem

Unternehmensmotto gemacht und

sich auf die entwicklung und Programmierung

von umfassenden, kaufmännischen

Geschäftsanwendungen für ibm

iSeries (AS/400) spezialisiert. im Unterschied

zu anderen Unternehmen geht es

bei Wmr von Anfang an aber um einen

ganzheitlichen Ansatz, was das Zusammenspiel

von Software, Hardware und

Service betrifft.

1. Standardsoftware nach Maß

Unter „Standardsoftware nach maß“ versteht

Wmr branchenunabhängige Standardlösungen

mit dem höchsten Grad an

individualisierung. Dazu zählen weltweit

eingesetzte lösungen und Produkte wie

beispielsweise fbS/400 – die intelligente

buchhaltungssoftware für alle Geschäftsfälle

mit realtime-Verbuchung.

(Achtung: Version 6 release 2 inkl. Protokollierung

von Stammdatenänderungen

für oktober 2009 geplant.)

ein weiterer Verkaufsschlager von Wmr

ist XlS/400 – die Software, die iSeries

Daten direkt ins excel überträgt. Dabei

kann der Kunde per Definition und formatierung

nahezu alle Wünsche eigenständig

realisieren.

Weitere Produkte der Wmr Software-

Support GmbH sind:

ó bAb/400 betriebsabrechnung

ó feb/400 electronic banking

ó fiS/400 finanzinformationssystem

ó ArS/400 Anlagenbuchhaltung

ó Dtb/400 Datenträgerbereitstellung

ó AZe/400 Arbeitszeiterfassung

ó DWS/400 Datawarehousesystem

ó PPS/400 Plakatplanungssystem

ó PWS/400 Plakatwerbesystem

ó AbS/400 Auftragsbearbeitung

ó Geo/400 Koordinatensystem

ó GHA/400 Großhandelsabwicklung

ó Partnersoftware wie f95 fracht und

DUV/400 Dublettenvermeidung

ó u.v.m.

natürlich bietet Wmr auch die Programmierung

maßgeschneiderter individuallösungen

an, wie auch die Wartung &

betreuung von 36er-Umgebungen (der

Vorgängertechnologie der AS/400).

2. Hochverfügbarkeit

Kunden, die den Hochverfügbarkeitsservice

nutzen, können bei bedarf auf

backup-maschinen (gleichen Hardund

Software-typs) oder wahlweise

gleich via Standleitung auf gespiegelte

Systeme zurückgreifen – ohne

einen Verlust an Arbeitszeit oder

Daten. ein maß an Sicherheit, das in

der Welt der Power Systems nicht von

jedem Dienstleister angeboten wird.

3. Re-Design Service –

die Entwicklung bleibt nicht stehen

oftmals haben Unternehmen zuverlässige

rPG Programme im einsatz,

die zwar solide laufen, für die sie aber

keinerlei Support vom ursprünglichen

Hersteller mehr erhalten. Die Wmr

Software-Support GmbH bietet mit

dem re-Design auf die neue Generation

nAb/400 eine kostengünstige Alternative

zu teuren neuprogrammierungen.

Die Wmr Software-Support GmbH geht

von einem ganzheitlichen Ansatz aus,

wenn Sie behauptet: „Wir Machen’s

Richtig!“

mehr über die Wmr Software-Support

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Wolfgang M. Roser

Software-Support GmbH

Ameisgasse 49 – 51

A-1140 Wien

telefon: +43 1 4169449 0

telefax: +43 1 4169449 39

e-mail: office@wmr.at

internet: www.wmr.at

firmenbuchnummer: fn 271975 p

Geschäftsführer: Wolfgang m. roser

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

19


SCHWERPUNKT

Hochverfügbarkeit und Security

Fantail, iStockphoto.com

SUMMARY

Bei einem „Hätten wir doch …“ ist es bereits

zu spät. Sorgen Sie frühzeitig in Sachen Hochverfügbarkeit

und Security vor.

„Digitaler Fingerabdruck“ für Daten

Datenlecks verhindern

Die Datenpannen nehmen kein Ende: Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein neuer Fall

bekannt wird. Eine Data-Loss-Prevention-Lösung verhindert den Verlust sensibler Informationen.

Die Basistechnologie dafür liefert ein „digitaler Fingerabdruck“ der Daten. Damit wird

kontrolliert, welche vertraulichen Informationen das Unternehmen verlassen dürfen.

Wie konnte das passieren Warum

konnte das nicht verhindert werden

Mit diesen Fragen wird jeder Sicherheitsverantwortliche

konfrontiert,

wenn sensible Daten das Unternehmen

unerlaubt verlassen haben. Lange Zeit

glaubten die Security-Verantwortlichen,

es genüge, sich mit Firewalls und Virenschutz-Software

vor Angriffen von außen

zu schützen. Das ist im Großen und

Ganzen geschehen. Nur: Die weitaus

größeren Gefahren lauern im Inneren.

Die mangelhafte Sicherheit vertraulicher

Daten ist ein massives Problem.

Belege dafür liefert die Vielzahl von

Berichten über Datenpannen bei Behörden

und Unternehmen. Immer wieder

tauchen USB-Sticks oder Festplatten

mit unverschlüsselten Kundendaten

auf. Mitarbeiter können ungehindert

sensible Informationen auf beliebige

mobile Speichermedien kopieren. Allein

aus Unachtsamkeit geschehen tagtäglich

Datenpannen, weil vertrauliche

Dokumente mit zu einfachen Passwörtern

geschützt sind. Schon oft haben

vertrauliche Geschäftsunterlagen das

Unternehmen ungewollt verlassen,

wenn etwa Outlook oder Notes automatisch

die E‐Mail-Adresse eines Empfängers

ergänzt und die Mitarbeiter sie

nicht überprüft haben. Datenpannen

aus Unachtsamkeit sind das eine Problem,

noch viel gravierender sind allerdings

die Fälle von Datendiebstahl.

Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise

20

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


haben Datenklau und Wirtschaftsspionage

Hochkonjunktur.

Herausforderung Datenlecks

Verhindern lassen sich Datenpannen

mit einer Lösung für Data Loss Prevention

(DLP). Vor der Einführung einer

DLP-Lösung muss ein Unternehmen

zunächst einmal die vorhandenen Daten

ermitteln und klassifizieren. Dabei

wird entschieden, welche Informationen

allgemein zugänglich, welche

vertraulich und welche streng geheim

sind. Ergänzt wird die Datenklassifikation

um eine Dokumentation der

Geschäftsprozesse, in denen sensible

Daten verwendet werden.

Data Loss Prevention besteht aus

drei Schritten:

ó Im ersten Schritt wird festgestellt, wo

sensible Daten im Unternehmen einem

Risiko ausgesetzt sind.

ó Im zweiten Schritt wird ermittelt, wie

diese vertraulichen Daten das Unternehmen

verlassen.

ó Im dritten Schritt – und das ist das

zentrale Ziel von DLP – geht es darum,

eine fahrlässige Weitergabe und

den Diebstahl unternehmenskritischer

Daten zu verhindern. Das gilt

für alle Kommunikationskanäle.

Bei der Data Security Suite, der

DLP-Lösung von Websense, kommt die

PreciseID-Technologie zum Einsatz.

PreciseID liefert die Basistechnologie

für „digitale Fingerabdrücke“; d. h., für

alle digital gespeicherten vertraulichen

Daten wird eine eindeutige Kennung

erzeugt. Dabei handelt es sich um die

mathematische Darstellung von Zeichen,

Wörtern, Sätzen oder Datenfeldern

eines Dokuments, einer Nachricht

oder einer Datenbank. Anwenden lässt

sich die Fingerabdrucktechnologie auf

strukturierte, aber auch auf unstrukturierte

Informationen wie betriebswirtschaftliche

Kennzahlen, Quellcode,

Businesspläne und Produktdesigns.

Die Technologie nutzt eine Kombination

mehrerer patentierter Verfahren.

Dazu gehört etwa ein Vergleich mit

Stich- oder Schlüsselwörtern. Zur eindeutigen

Markierung nutzt die Technologie

beispielsweise auch Angaben wie

Ausweis‐, Kreditkarten- oder Personalnummern.

Der Fingerabdruck wird jedoch

nicht über das gesamte Dokument berechnet,

sondern nur über charakteristische

Fragmente; meist genügen 30 bis

50 Zeichen eines strukturierten Datensatzes

oder eines unstrukturierten Textes.

Die Technologie ist in der Lage, die

Fragmente mit der größten inhaltlichen

Relevanz herauszufinden

und nur

über die eine ID,

also eine eindeutige

Kennung, zu

berechnen. Mit

dieser ID soll

gleichzeitig verhindert

werden,

dass bei einem

Datenexport Teile

von Dateien oder

Tabellen per Copy

& Paste unbefugt

weitergegeben

werden. Die Data

Security Suite

speichert die „digitalen

Fingerabdrücke“ aller sensiblen

Dokumente in einer eigenen zentralen

Datenbank. Sie dient als Referenz

für die Überwachung aller Lese- und

Schreibvorgänge, die mit den vertraulichen

Daten vorgenommen werden.

Content und Kontext

Zusätzlich zum „digitalen Fingerabdruck“

muss definiert werden, welcher

Mitarbeiter im Rahmen welcher konkreten

Geschäftsprozesse die geschützten

Daten benutzen darf. Vervollständigt

werden die Sicherheitsregeln durch die

Festlegung, wohin und auf welchem

Weg sensitive Daten – bei Bedarf zusätzlich

verschlüsselt – sicher versandt

werden dürfen.

Mithilfe der „digitalen Fingerabdrücke“

werden die internen und externen

Bewegungen der kategorisierten Daten

in Echtzeit kontrolliert, also mit den

Einträgen in der zentralen Datenbank

verglichen. Dabei wird nach gespeicherten

Daten („Data-at-Rest“), bearbeiteten

Daten („Data-in-Use“) und in

Übertragung befindlichen Daten („Data-in-Motion“)

unterschieden. Reports

über die Datenbewegungen zeichnen

auf, wer die Daten in welchem Kontext

verwendet.

Die DLP-Lösung wird dann aktiv,

wenn als vertraulich charakterisierte

Mit Data Loss Prevention werden vertrauliche Daten lokalisiert, Datenbewegungen

überwacht und Datenpannen oder -missbrauch verhindert.


(Quelle: Websense)

Daten oder Dokumente das Unternehmen

– auf welchem Weg auch immer

– verlassen sollen. Zunächst berechnet

die Lösung die Finger-Prints dieser Daten

und Dokumente. Das Ergebnis wird

mit den Werten in der ID-Datenbank

und den damit verknüpften Sicherheitsregeln

verglichen. Wenn kein Regelverstoß

vorliegt, können die Daten

verschickt werden. Zeigt sich dagegen,

dass der Mitarbeiter diese Daten nicht

versenden darf, erhält er eine Benachrichtigung,

und der Exportvorgang

wird gestoppt. Michael Scheffler ó

Websense Deutschland GmbH, München

www.websense.com

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

21


SCHWERPUNKT

Hochverfügbarkeit und Security

Hochverfügbarkeit für virtualisierte Server

Risiken durch Virtualisierung

Virtualisierung liegt im Trend. Allerdings übersehen viele Unternehmen, dass durch die

Zusammenlegung von Servern ein höheres Risiko entsteht, weil der Ausfall eines einzigen

Servers nun ein ganzes Unternehmen lahmlegen kann. Virtualisierte Server müssen daher

besonders abgesichert werden.

PC-Server sind Verschwender. Sie

nutzen lediglich 10 bis 20 Prozent

ihrer Kapazität, der Rest ist Reserve.

Der überwiegende Teil der Server-Arbeit

besteht daher im Warten auf Arbeit

– und im Erzeugen von Wärme und

Verbrauchen von Strom. Durch Serverkonsolidierung

lässt sich die Auslastung

deutlich erhöhen, denn eventuelle

Schwankungen bei der Beanspruchung

können innerhalb einer physischen

Maschine verteilt werden. Wer auf diese

Weise weniger Server einsetzt, muss

auch weniger für Strom und Kühlung

aufwenden, und eine geringere Anzahl

von Geräten braucht auch weniger

Platz; ein wichtiger Aspekt, wenn der

Server-Raum schon aus allen Nähten

platzt.

Virtualisierung vs. Sicherheit

Die offenkundigen wirtschaftlichen

und technischen Vorteile der Virtualisierung

haben diese zu einem der

großen aktuellen IT-Trends werden lassen

– auch in kleineren und mittleren

Unternehmen. Überall wird jetzt virtualisiert,

und fast alle Hersteller unterstützen

diesen Trend – mancher vielleicht

mit gemischten Gefühlen, weil

die Anzahl der verkauften Geräte sinkt,

wenn Unternehmen nicht mehr Server

neben Server stellen, sondern wenige

leistungsstarke Systeme mit logischen

Servern vollpacken.

Die Sache hat allerdings auch für

die Anwender einen kleinen Haken,

der in der derzeitigen Virtualisierungs-

euphorie gern übersehen wird: Je mehr

logische Server auf einer physischen

Maschine laufen, desto gravierender

sind Systemausfälle. Fällt in einer herkömmlichen

Server-Landschaft ein Gerät

aus, so trifft es die dort betriebene

Anwendung – die Auftragsverwaltung,

die Datenbank oder den Mail-Server. So

bitter das im Fall des Falles dann sein

mag – wenigstens können alle anderen

Anwendungen weiterlaufen. In einer

Virtualisierungslösung ist dagegen

eine ganze Reihe von Applikationen

betroffen. Bei kleineren Firmen, die

möglicherweise alle Anwendungen auf

einen Server gepackt haben, bedeutet

das unter Umständen einen Totalausfall

sämtlicher Applikationen.

Gerade kleinere und mittlere Unternehmen,

die nur wenige virtualisierte

Server betreiben, müssen diese deshalb

besonders absichern. Sie müssen

dafür sorgen, dass Systemausfälle nicht

nur selten, sondern nie vorkommen.

Dabei scheiden Lösungen aus, die im

Störungsfall administrative Eingriffe

erfordern, erst recht für Unternehmen,

die keine große IT-Mannschaft beschäftigen

können. Im Ernstfall wird der für

den Neustart der Server zuständige

Experte nämlich auf Fortbildung und

sein Vertreter im Krankenhaus sein.

Und nun fängt der Kollege, der normalerweise

für Word und Excel zuständig

ist, erst einmal mit dem Studium der

Handbücher an … eine hohe Verfügbarkeit

der IT lässt sich so natürlich nicht

gewährleisten.

Hochverfügbarkeit –

per Hard- oder Software

Bis vor wenigen Jahren hätten Unternehmen

zur Sicherstellung von Hochverfügbarkeit

auf proprietäre Speziallösungen

zurückgreifen müssen – Lösungen,

die teuer und aufwendig sind, also

kaum geeignet für kleinere und mittlere

Betriebe. Jetzt gibt es jedoch sowohl

hardware- als auch softwarebasierte

hochverfügbare Systeme, die ganz auf

Standardtechnologien aufbauen. Beide

Varianten betreiben Störungsvermeidung

anstatt Störungsbehebung: Fehler

treten erst gar nicht auf, so dass die aufwendigen

und immer auch kritischen

Maßnahmen zur Wiederherstellung

von Prozessen oder Transaktionen gar

nicht erst ergriffen werden müssen.

Diese Systeme arbeiten auch im Störungsfall

völlig selbstständig.

Die Hardware-Lösung: Fehlertolerante

Server erreichen eine kontinuierliche

Verfügbarkeit durch einen

komplett redundanten Systemaufbau.

Alle wichtigen Komponenten, also

Prozessoren, Speicher-Chips, I/O-Einheiten,

Netzteile und Festplatten, sind

doppelt vorhanden, so dass bei einem

etwaigen Ausfall die jeweils korrespondierende

Komponente den Betrieb ohne

Unterbrechung weiterführen kann. Die

fehlertoleranten Server von Stratus z. B.

erreichen dadurch eine Verfügbarkeit

von 99,9999 Prozent, was einer durchschnittlichen

Ausfallzeit von etwa einer

halben Minute pro Jahr entspricht. Die-

22

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


ses Verfügbarkeitsniveau reicht sogar

für die Flugsicherung. Wenn die fehlertoleranten

Server Standardtechnologie

verwenden, sind sie vollständig

kompatibel zu VMware ESX, so dass

die Virtualisierungssoftware direkt auf

der Hardware aufsetzen kann, Anpassungen

der Anwendungssoftware sind

daher nicht erforderlich.

Die Software-Lösung: Für kleinere

und mittlere Unternehmen eignet

sich eine softwarebasierte Hochverfügbarkeitslösung,

da sie nur geringe

Kosten verursacht und ohne Aufwand

zu implementieren und zu betreiben

ist. Während bei der Hardware-Lösung

speziell aufgebaute Server verwendet

werden, kann eine Software-Lösung

auf Standard-x86-Servern basieren

und zwei dieser Server per Software zu

einer hochverfügbaren Einheit verbinden.

Mit der Lösung kann automatisch

auf beiden Servern ein gemeinsamer

logischer Server installiert werden, auf

dem sich wiederum beliebig viele virtuelle

Server einrichten lassen. Im Störungsfall

kann die Software dann automatisch

auf den jeweils anderen Server

umschalten und dafür sorgen, dass der

Betrieb reibungslos fortgesetzt wird.

Das Verfügbarkeitsniveau liegt etwas

unter dem der Hardware-Lösung; mit

99,99 Prozent, was einer durchschnittlichen

Ausfallzeit von etwas unter einer

Stunde pro Jahr entspricht, übertrifft

sie aber immer noch die Verfügbarkeit

klassischer Großrechner. Für kleine

IT-Teams ist wichtig, dass man mit der

Software-Lösung die virtuellen Maschinen,

die physikalischen x86-Server

und Netzwerkschnittstellen auch aus

der Ferne überwachen und verwalten

kann. Die Stratus-Lösung Avance beispielsweise

lässt sich auch an verteilten

Standorten ohne Fachpersonal vor

Ort einsetzen, ein Szenario, das besonders

bei entfernten Niederlassungen

häufig vorkommt. Außerdem ist bei der

Lösung nicht nur die Administration

problemlos, auch die Implementierung

ist einfach, weil hier im Unterschied zu

den Cluster-Lösungen keine aufwendigen

Konfigurierungen oder Software-

Anpassungen erforderlich sind. Die

komplette Virtualisierungssoftware

lässt sich daher in etwa 15 Minuten installieren.

So können auch kleinere und mittlere

Unternehmen ihre unternehmenskritischen

IT-Anwendungen in einer

echt hochverfügbaren Umgebung betreiben

und so das Ausfallrisiko fast

auf Null reduzieren. Aufwand und Kosten

dafür sind gering – erst recht wenn

man sie ins Verhältnis zum möglichen

Schaden eines Serverausfalls setzt.


Ulrich Lenz ó

Stratus Technologies GmbH, Eschborn

www.stratus.de

Überwachen und

prüfen Sie die Sicherheit

Ihres System i

9 von 10 großen Unternehmen und Regierungsbehörden registrieren jedes

Jahr Einbrüche in ihre Systeme. StandGuard Security hilft Ihnen, die Sicherheit

und den Schutz sensibler Daten mit einer umfassenden Software-Lösung zu

gewährleisten, die drei kritische Software-Tools kombiniert:

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02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

23


SCHWERPUNKT

Hochverfügbarkeit und Security

KBC führt High Availability System BUS/400 von T.S.P. ein

Notwendig und sinnvoll

Geschäftsdaten gehören zu den wichtigsten Ressourcen eines Unternehmens. Wer sie im

Griff hat, stabilisiert den Betrieb und kann schneller und gezielter agieren – kurzum ein

entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dies waren auch die Überlegungen der Firma KBC,

deren Geschäftsführer Henri Rowienski die Sicherstellung aller Netze und Dienste fordert.

Notwendige Datensicherungen oder

Wartungsintervalle, die bei Benutzern

außerhalb Zugriffsprobleme

verursachen konnten, sollten völlig neu

gelöst werden. Zudem galt es intern,

der Produktion den vollen Zugriff auf

benötigte Dienste und Daten ausfallsicher

zu gewährleisten.

Der Anwender

Die KBC Manufaktur Koechlin,

Baumgartner & Cie. GmbH, kurz

KBC, ist ein deutsches Textilunternehmen

mit Sitz in Lörrach.

KBC ist das größte Stoffdruckunternehmen

Europas und weltweit

tätig. Schwerpunkte sind das

Bedrucken von hochwertigen Bekleidungs-

und Heimtextilien im

Inkjetdruck und zunehmend auch

im Digitaldruck.

www.kbc.de

Hierbei stellte sich für KBC grundsätzlich

die Frage: Hardware- oder Software-Spiegelung

Preislich lagen beide

Varianten dicht beieinander, so dass

Vorteile bzw. Nachteile der jeweiligen

Lösung den Ausschlag gaben. Letztlich

gab v. a. das Argument, dass bei einer

Hardware-Spiegelung generell alles

gespiegelt wird, auch dann, wenn eine

Dateninkonsistenz innerhalb einer

Datenbank vorliegt, den Ausschlag für

die Variante Software-Spiegelung, bei

der zunächst eine Fehlermeldung ausgegeben

wird, bevor der Fehler auf die

Backupmaschine gespeichert wird. Im

Klartext hieß dies für Jürgen Kubicki

(Projektverantwortlicher und Leiter

der IT): „Durch die Software-Spiegelung

erhalten wir eine zusätzliche Datenprüfungsinstanz“.

Diese Überlegungen

haben KBC letztlich dazu veranlasst,

sich für die Einführung des High Availibility

Systems BUS/400 von T.S.P. zu

entscheiden. Hinter diesem Namen

steht eine Software, die die ständige

Bild aus der Produktion des Stoffdruckunternehmens KBC

Verfügbarkeit aller Daten mittels einer

permanenten Spiegelung von zwei oder

mehreren komplexen Systemen aller

IBM iSeries-Modelle gewährleistet.

Dabei werden Produktionsdatenbanken,

Objekte, Benutzerprofile, IFS, Berechtigungslisten,

Druckausgaben und

Kontrollinformationen über Batchjobs

ununterbrochen gespiegelt, so dass bei

ungeplanten oder geplanten Rechnerausfällen

der Betrieb sofort mit dem

Sekundärsystem, welches lokal oder remote

verfügbar ist, weiterlaufen kann.

Ist der Rechnerausfall beendet, wird die

Synchronität zwischen den Systemen

wieder hergestellt. Anfänglich ermittelte

das Projektteam alle Daten, die zur

reibungslosen Steuerung des Systems

erforderlich waren. Danach wurde gemeinsam

festgestellt, was genau gespiegelt

werden musste, um bei einer

Umschaltung auf das Backup-System

1:1 weiterarbeiten zu können.

Die Daten wurden erfasst und gespeichert,

die Spiegelung gestartet

und eine erste Überprüfung auf dem

Backup-System durchgeführt. Im weiteren

Projektverlauf wurde bei einer

ersten Umschaltung festgestellt, ob

alle Parameter und Applikationen auf

der Backupmaschine berücksichtigt

und alle IP-Adressen beim Umschaltvorgang

sauber „geswitched“ wurden.

Nach ein paar kleineren Anpassungen

wurden zwischenzeitlich nun mehrere

Umschalttests erfolgreich durchgeführt

und die Vorgänge laufen einwandfrei.

Somit ist für Jürgen Kubicki, Projektverantwortlicher

und Leiter der IT, nach einem

Jahr ein klares Fazit möglich: „die

Entscheidung für die Implementierung

war richtig.“

ó

zum unternehmen

T.S.P. Gesellschaft für

Informationssysteme mbH,

Waldbronn

Mit branchenspezifischen Informationssystemen,

dir wir individuell auf Ihr Unternehmen

anpassen, decken wir Problemfelder

aller Unternehmensbereiche ab.

Unsere Schwerpunkte liegen in den Bereichen

Hochverfügbarkeit, Warenwirtschaft

und Wireless Lagerlogistik.

www.tsp-gis.de

24

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Sieben typische Fehler bei der Auswahl vermeiden

Online-Backup, aber richtig

Nach einer kürzlich durchgeführten Erhebung des Freiburger Hosting-Anbieters

Continum AG neigen immer mehr Mittelstands- und Großunternehmen dazu, ihre

Sicherungsdaten in die Obhut eines Providers zu geben. Sie verfolgen damit insbesondere

wirtschaftliche Motive und eine Entlastung der internen Ressourcen.

Die Berater von Continum haben

jedoch festgestellt, dass Unternehmen

bei ihren Auswahlprozessen für

Backup-Services oftmals ein zu unklares

Anforderungsprofil entwickeln. Zu

den typischen Fehlern mit teils weitreichenden

Folgen gehören insbesondere:

1. Datenübertragung ohne VPN:

Zugriffe auf den Online-Backup-Server

und das Kunden-Webinterface müssen

auf einen geschlossenen Benutzerkreis

beschränkt werden, was die Verwendung

von VPN notwendig macht. Dies

verhindert Denial-of-Service-Attacken

oder unautorisierte Login-Versuche

über das öffentliche Internet auf den

Backup-Server. Ohne VPN ist zwar die

Übertragung der Daten auch verschlüsselt,

aber der Online-Backup-Server

selbst ist dennoch für die ganze Welt

sichtbar. Dies stellt fein entscheidendes

Sicherheitsrisiko dar.

2. Keine vollautomatisierten Datensicherungsprozesse:

Ein Online-

Backup ist unter Effizienzaspekten

nur sinnvoll, wenn der Benutzer einerseits

zu frei wählbaren Zeiten die

Datensicherung auf den Systemen des

Hosting-Partners vornehmen kann, es

sich dabei aber gleichzeitig auch um einen

vollautomatischen Service handelt.

Dies gilt sowohl für ein Backup über

den Client des Benutzers als auch für

den Zugriff auf die gespeicherten Daten

im Falle einer erforderlichen Daten-

Wiederherstellung.

3. Erst- und Rücksicherung nur

online möglich: Bei geringen Datenmengen

erfolgen die Erstsicherung bei

Vertragsbeginn oder Rücksicherungen

während der Vertragslaufzeit immer

online. Bei großer Datenmenge muss

der Anwender die Flexibilität haben,

die Erstsicherung der Daten auf ein

Offsite-Medium (z. B. verschlüsselt auf

USB-Platte) durchzuführen und dem

Hosting-Partner zum Übertragen auf

die Sicherungsserver einsenden zu

können. Noch wichtiger ist diese Wahlmöglichkeit

beim Restore von großen

Datenmengen im Desasterfall. Der Anwender

muss sicherstellen, dass der

Hosting-Partner ihn nicht auf die „Online-Rücksicherung“

beschränkt.

4. Schwieriges Handling für die

Benutzer: Sind spezielle Administrationskenntnisse

erforderlich, könnte

ein Backup-Outsourcing nur begrenzten

Nutzen bieten. Deshalb muss es

sich durch leicht verständliche Funktionen

kennzeichnen, die auch von

Mitarbeitern in den Fachbereichen der

Unternehmen zu bedienen sind, die

typischerweise über keine speziellen

IT-Kenntnisse verfügen. Dem Benutzer

sollte auch bei jedem Backup automatisch

ein Report per E‐Mail zugeleitet

werden, damit er im Falle eines nicht

erfolgreichen Backups eine erneute

Speicherung vornehmen kann.

5. Unklare Sicherheitsverhältnisse

im Rechenzentrum des Providers:

Es gibt dem Kunden nur eine Scheinsicherheit,

wenn zwar hochsichere Datenverbindungen

bestehen, aber das Rechenzentrum

des Hosting-Partners kein

modernes Sicherheitskonzept verfolgt.

Zu dessen Anforderungen gehört, dass

die Kundendaten auf zwei räumlich getrennten

Sicherungsservern redundant

vorgehalten werden. Zudem muss das

Rechenzentrum mit Zugangskontrolle,

Alarmanlage, Videoüberwachung, USV

und Dieselaggregat, Klimatisierung sowie

Feuerlöschanlage ausgestattet sein.

Darüber hinaus sollte ein zentrales

Überwachungssystem die Erreichbarkeit

und Funktion der Services auf den

Servern permanent überprüfen.

6. Support erzeugt Extrakosten:

Gerade die preislichen Lockangebote beinhalten

im Regelfall nur geringe Services

und damit auch keine oder lediglich

minimale und zeitlich eingeschränkte

Support-Dienste. Stattdessen müssen

diese im Bedarfsfall zusätzlich bezahlt

werden, wodurch sich die Gesamtrechnung

für das Backup-Outsourcing ganz

erheblich negativ verändern kann. Insofern

gilt es darauf zu achten, dass die

Leistungen hochwertige Support-Services

rund um die Uhr enthalten.

7. Eingeschränkter Datenschutz

bei Speicherung im Ausland: Der

deutsche Datenschutz nach deutschem

Recht ist anspruchsvoller als in vielen

anderen Ländern. Daher empfiehlt es

sich bei sehr sicherheitsrelevanten Daten,

einen Backup-Partner in Anspruch

zu nehmen, dessen Rechenzentrum in

Deutschland beheimatet ist.


Rolf Mathis ó

Continum AG, Freiburg

www.continum.net

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

25


SCHWERPUNKT

Hochverfügbarkeit und Security

SAP Single-Sign-On mit Active Directory

Ein Passwort für alles

Standardbasierte Single-Sign-On-Lösungen (SSO) setzen sich allmählich durch,

um der wachsenden Zahl an Benutzeridentitäten und Benutzerpasswörtern Herr zu werden.

Denn immer mehr Anwender müssen sich an immer mehr Applikationen anmelden.

Visualfield, iStockphoto.com

SSO-Lösungen ermöglichen es dem

Anwender, nach nur einer Authentifizierung

auf alle Anwendungen zuzugreifen,

für die er die entsprechenden

Rechte besitzt. Dies ist nicht nur für

den Nutzer eine angenehme Arbeitserleichterung

und hilft Zeit zu sparen,

auch für den Administrator bringt dies

Vorteile mit sich. Die Passwortverwaltung

vereinfacht sich, während die Sicherheit

steigt: Zum einen müssen sich

Nutzer nur noch ein Passwort merken

und Klebezettel unter der Tastatur gehören

hoffentlich der Vergangenheit

an, zum anderen muss das Passwort

nur einmal übertragen werden und ein

Benutzerkonto lässt sich, wenn nötig,

deutlich einfacher entfernen.

Gute Gelegenheit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten,

SAP in ein SSO-Konzept mit einzubeziehen.

Ein besonders komfortabler Weg

ist es, vorhandene Systeme für SSO zu

nutzen. Mit Microsoft Active Directory

und SAPs SNC (Secure Network Connection)

kann man rasch, einfach und

mit geringem Ressourcenaufwand SSO

auf Basis von Kerberos/LDAP umsetzen.

Dazu wird weder eine zusätzliche

Infrastruktur benötigt noch muss eine

Clientsoftware installiert werden.

Auf dem Markt finden sich diverse

Lösungen, die auf verschiedenen Wegen

ein SSO ermöglichen. Nun, da SAP ihre

klassische Benutzerverwaltung ZBV zugunsten

des eigenen Produkts SAP Identity

Management auslaufen lässt, lohnt

sich ein Blick auf die Angebote von unabhängigen

Drittherstellern. Denn auch

bei der Umstellung von ZBV auf SAP

Identity Management kommt ein Migrationsaufwand

auf die Administratoren

zu; eine gute Gelegenheit, eine Lösung

zu implementieren, die SSO über SAP

hinaus gewährleistet. Für Unternehmen,

die weder ZBV im Einsatz haben

noch SAP Identity Management einführen

wollen, lohnt sich der Blick auf eine

umfassende Drittlösung besonders.

Was der Markt bietet

Ob ein Open-Source-Produkt in Frage

kommt, hängt von den gewünschten

Funktionalitäten und dem erwarteten

Support ab. Oft ist für Open-Source-

Lösungen kein oder nur eingeschränkter

Support erhältlich, umfangreichere

Support-Leistungen verursachen ebenso

wie bei kommerziellen Lösungen

Kosten. Kaum ein Open-Source-Produkt

liefert dabei einen vergleichbaren

Funktionsumfang: Zwei-Faktor-Authentifizierung,

Benutzergruppen-Integration,

automatisiertes Management der

Kerberos-Tickets oder Caching, wenn

das Active Directory einmal nicht zur

Verfügung steht, bieten sonst nur kommerzielle

Produkte.

Einfache Umsetzung

Die derzeit einzige für SAP ERP, R3

und Net Weaver zertifizierte Lösung

sind die Authentification Services von

Quest Software. Die SSO-Lösung nutzt

die SAP-SNC-Schnittstelle und muss

deshalb lediglich auf dem Server installiert

werden. Nachdem einige Parameter

im SAP-Konfigurationsmenü gesetzt

und das System einmal neu gestartet

wurde, ist SSO einsatzfähig. Dies funktioniert

ganz unabhängig davon, ob

ein Unternehmen bisher mit ZBV, SAP

Identity Management oder keinem der

beiden Module gearbeitet hat. Und das

System ist nun offen für ein unternehmensweites

SSO: Alle standardisierten

Anwendungen – von Siebel bis IBM

WebSphere – lassen sich über den Kerberos-Ansatz

an das Active Directory

anbinden. Reto Bachmann ó

Quest Software Switzerland GmbH, Zürich (CH)

www.quest.com

26

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Top-Sicherheit mit Backup-Outsourcing bei Leitenberger

Voll im Trend

Backup-Outsourcing liegt aus Kosten- und Sicherheitsgründen voll im Trend. Auch die

Leitenberger Firmengruppe hat sich von der herkömmlichen Tape-Sicherung verabschiedet

und eine neue Online-Backup-Lösung des Web-Hosters Verio eingeführt.

Die Leitenberger Firmengruppe ist

in den Bereichen Kalibrier- und

Messtechnik tätig. Über viele Jahre

erfolgte die Datensicherung nur sporadisch

und auf Sicherungsbändern.

Der Verwaltungs- und Organisationsaufwand

war dabei sehr groß. Darüber

hinaus gehört es zu den besonderen

Anforderungen des Unternehmens,

stets aktuelle Sicherungsdaten auch

außerhalb der Firmengebäude zu lagern,

um z. B. nach einem Brand den

Geschäftsbetrieb sofort – notfalls an

anderer Stelle – weiterführen zu können.

Die Firmengruppe war in der Vergangenheit

bereits einmal von einem

Brand in einem ihrer Gebäude betroffen

und ist seitdem in dieser Hinsicht

besonders sensibilisiert. Der Transport

von Sicherungsbändern „außer Haus“

erwies sich dabei aber ebenfalls als weniger

„komfortabel“ und stellte zudem

ein Sicherheitsrisiko dar.

Online-Datensicherung

Leitenberger wollte deshalb eine neue

Lösung einführen und kontaktierte die

Agentur Gerd Broglie, mit der man im

Bereich des Internetauftritts bereits seit

mehreren Jahren erfolgreich zusammenarbeitete.

Die Agentur empfahl das

Produkt „SteadyBackup“ von Verio, eine

Lösung zur Online-Datensicherung. Die

Leistungsmerkmale reichen von der automatisierten

täglichen Datensicherung

der Server bis zur Datenspeicherung in

einem Rechenzentrum von Verio mit

Standort Deutschland. Die Implementierung

der Lösung einschließlich aller er-

forderlichen Grundeinstellungen verlief

einfach und schnell. Eventuell notwendige

Änderungen – z. B. im Hinblick auf

den Sicherungsumfang – können durch

die Systembetreuer der Leitenberger

Firmen selbst durchgeführt werden.

Zwei Netzwerke sichern

In der Leitenberger Gruppe werden

zwei verschiedene Netzwerke betrieben:

Im Bereich der Fertigung wird ein

Novell-Server und für die kaufmännischen

Abteilungen ein Windows Small

Business Server 2003 eingesetzt. Die

Client-Software von SteadyBackup ist

Java-basiert und damit für die meisten

Betriebssysteme geeignet. Die Daten

der beiden Server werden auf zwei

getrennten SteadyBackup-Konten gesichert.

Die angelegten Backup-Zeitpläne

stellen sicher, dass nach jedem Arbeitstag

in der darauf folgenden Nacht alle

relevanten Daten gespeichert werden.

Prinzipiell ermöglichen es die frei

wählbaren Backup-Zeitpläne, die Datensicherung

zu jeder beliebigen Zeit

automatisch zu starten. Wichtige Daten

einzelner Arbeitsplatzrechner, die

nur tagsüber eingeschaltet sind, werden

ebenfalls automatisch gesichert.

„Mit SteadyBackup haben wir unsere

Backup-Anforderungen einfach und

schnell erfüllt. Über die Weboberfläche

der Online-Backup-Lösung können

unsere Mitarbeiter Daten jederzeit und

überall wiederherstellen. Es kann sogar

bestimmt werden, wie viele ältere Versionen

der Dateien gespeichert bleiben

sollen“, betont Gernot Coulon, einer

der geschäftsführenden Inhaber von

Leitenberger.

Auch die Sicherheit spielt eine

wichtige Rolle: So werden alle Daten

mit 128-Bit verschlüsselt und komprimiert,

bevor sie über eine sichere Pointto-Point-SSL-Verbindung

zum Rechenzentrum

übertragen und mit einer Multi-Level-Verschlüsselung

gespeichert

werden. Nur der Eigentümer der Daten

kann diese mit seinem persönlichen

Passwort wieder entschlüsseln, fremdes

Eindringen ist nach menschlichem

Ermessen ausgeschlossen.

Gernot Coulon zu den Vorteilen: „Es

ist eine einfach zu bedienende, vollautomatische

und sichere Backup-Lösung,

die keine teure Investition in Hardware

oder Software erfordert. Unsere Daten

sind im Verio-Hochsicherheitsrechenzentrum

zuverlässig gegen Datenverlust,

Diebstahl, Feuer oder Wasserschäden

abgeschirmt. Zudem können

wir mit der Lösung in erheblichem

Maße Zeit einsparen. Mit SteadyBackup

müssen keine Backup-Medien mehr

verwaltet werden. Das heißt, es ist kein

täglicher Tape-Wechsel nötig oder ein

regelmäßiges Einschließen der Backup-

DVD in den Banktresor.“ Nicht zuletzt

sei es ein zentraler Vorteil, dass Daten

im Falle des Falles mit der kostenfreien

Client-Software oder auch direkt über

den Web-Browser innerhalb von Minuten

wiederhergestellt werden können.


Wolfgang Cabolet ó

NTT Europe Online GmbH, Frankfurt am Main

hosting.verio.de

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

27


SCHWERPUNKT

Hochverfügbarkeit und Security

Mit einem Failover-Test den Ausfall proben

Gut gerüstet für den Ernstfall

Mit einer Hochverfügbarkeitslösung ist es wie mit einem Rauchmelder: Nur wenn man ihn

ausprobiert, weiß man, ob er funktioniert. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einen Ausfall

in angemessenen Abständen (mindestens zweimal im Jahr) zu proben, indem alle User und

Anwendungen auf das Backup-System umgeschaltet werden.

Um einen solchen Failover-Test

möglichst erfolgreich durchzuführen,

sollten im Vorfeld einige Punkte

kontrolliert werden, z. B.:

ó Sind die Daten auf Produktions-und

Backupmaschine konsistent

ó Funktioniert die Spiegelung

ó Werden Netzwerkadressen von dem

einen System auf das andere korrekt

gesetzt

ó Können die Anwen-

dungen auf der Backupmaschine

problemlos

gestartet werden

ó Sind die Lizenzschlüs-

sel für die Applikationen

auf dem Backup-

System korrekt

ó Funktionieren festge-

legte Berechtigungen

auf dem Backup-

System

ó Sind alle systemrelevanten Objekte

vorhanden und richtig konfiguriert

ó Werden Trigger und Constrains kor-

rekt gesetzt

Es gibt Hochverfügbarkeitslösungen,

welche die Vorarbeit für einen

solchen Failover-Test durch Zusatzfunktionen

vereinfachen. So können

beispielsweise die Datenbanken der

Systeme mittels Audit-Funktionen auf

Ihre Konsistenz hin geprüft werden.

HA-Lösungen, die einen „virtuellen

Rollentauschtest“ ermöglichen, bringen

zusätzliche Sicherheit. Dabei wird

ein Ausfall auf der Backup-Maschine

simuliert. So können beispielsweise geschäftskritische

Daten und Anwendun-

gen auf dem Backup-System auf deren

sofortige Einsatzbereitschaft hin getestet

werden, während User wie gehabt

auf der Produktionsmaschine arbeiten

und die Datenreplikation nicht unterbrochen

wird.

Wie funktioniert ein virtueller

Rollentausch (am Beispiel iTera von

Vision Solutions) Während des normalen

Betriebs werden

Änderungen auf dem

Produktivsystem in einem

Journal erfasst und

an das Backup-System

übertragen. Dort werden

die übertragenen Änderungen

mittels Apply

Job ausgeführt. Produktiv-

und Backupsystem

sind synchron!

Nun wird ein virtueller

Rollentausch

gestartet: Änderungen auf dem Produktivsystem

werden weiterhin an das

Backup-System übertragen, allerdings

wird der Apply Job angehalten. Somit

wird das Backup-System auf diesem

Stand „eingefroren“. Daten und Anwendungen

können nun problemlos auf der

Backup-Maschine hochgefahren und

auf ihre Funktionsfähigkeit für den Fall

eines Ausfalls getestet werden.

Wird der virtuelle Rollentauschtest

beendet, werden die Änderungen auf

dem Backup-System wieder rückgängig

gemacht, der Apply Job wird wieder

gestartet und die gesammelten Änderungen

werden rückgesichert. Beide

Systeme sind somit wieder synchron

Viktorus, iStockphoto.com

und die übliche Replikation wird wieder

gestartet.

Ein „virtueller Rollentauschtest“ ersetzt

selbstverständlich nicht den Test

durch einen richtigen Rollentausch,

bei dem die Produktionsmaschine abgeschaltet

oder vom Netz genommen

wird, denn die Übernahme von IP-Adressen

oder das automatische Umleiten

der User kann nur so hinreichend geprüft

werden.

Aber ein virtueller Rollentausch

gibt auf jeden Fall ein sicheres Gefühl,

denn dadurch kann zumindest ein Teil

der Voraussetzungen, die für ein Umschalten

von Produktion auf Backup

nötig sind, beliebig oft und ohne Ausfallrisiko

für die User getestet werden.

Um Geschäftsprozesse jedoch wirklich

robust und ausfallsicher betreiben

zu können, ist die Hochverfügbarkeit

der IT in den meisten Fällen der

wichtigste Punkt. Aufgrund der unterschiedlichsten

möglichen Störfaktoren

sollte aber auch für die permanente

Verfügbarkeit anderer Prozessbausteine

gesorgt werden, wie z. B. für eine

kontinuierliche bzw. unterbrechungsfreie

Stromversorgung (USV).

So können optionale Tools permanent

den Stromverbrauch und die Kapazität

der USV überwachen und somit

für ein kontrolliertes Herunterfahren

des Systems sorgen.


Markus Moser ó

pheron technologies group GmbH,

Frankfurt am Main

www.pheron.com

28

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Sicherer ERP-Rollout bei Pepperl+Fuchs

Eins für alle

Globalisierung bedeutet oftmals vor allem eins: Eine

kom plexe Lieferkette, die weltweit flexibel organisiert

werden muss. Vorbei die Zeiten, in denen sich Produktion

und Verkauf überschaubar auf nur ein Land beschränkten.

Vor dieser Herausforderung stand

auch der stark wachstumsorientierte

Elektronikkonzern Pepperl+Fuchs,

dessen globale Lieferkette sich aufgrund

von organischem Wachstum,

durch Zukäufe und Firmenübernahmen

zunehmend komplexer gestaltete.

Das Gesamtziel immer vor Augen

Die expansive Ausrichtung des Unternehmens

wurde von Beginn an unterstützt

von einer zielgerichteten und

erfolgreichen IT-Strategie. Die weltweit

angesiedelten Produktions- und

Vertriebsniederlassungen sollten alle

mit einem unternehmenseinheitlichen

System arbeiten können, um die nötige

Transparenz in der Lieferkette zu schaffen.

Deshalb begann Pepperl+Fuchs

zunächst mit der Einführung eines einheitlichen

ERP-Systems in seinen drei

Headquarters in Europa, Asien/Pazifik

und Amerika, verschmolz diese dann

zu einer zentralen Lösung und stellte

sie auf Java um. Danach sah die Strategie

einen schrittweisen, horizontalen

Rollout der Lösung in die verschiedenen

Niederlassungen der Pepperl+Fuchs

Gruppe vor. Ein stattliches Projekt, das

nun kurz vor seinem erfolgreichen Abschluss

steht.

Zentraler Rechenzentrumsbetrieb

Die Zentralisierung stellte die deutsche

IT-Mannschaft vor ganz neue Herausforderungen,

wie beispielsweise die

Notwendigkeit einer Hochverfügbarkeitslösung

und die Einrichtung und

das Monitoring stabiler WAN-Strecken.

Grund hierfür war, dass der Mannheimer

Server nun von den Standorten

rund um den Globus 24 Stunden pro

Tag beansprucht wurde und daher keine

Zeit für Backup-Aktivitäten blieb.

Gemeinsam mit der IBM suchte

Pepperl+Fuchs deshalb nach einem

Weg, seine IT-Architektur neu aufzustellen.

Fündig wurde man schließlich

mit der Hochverfügbarkeitslösung

Mimix. Zudem kommt mit DataMirror

ein Tool von IBM zum Einsatz, mit dem

Pepperl+Fuchs seine iSeries-Datenwelt

in andere heterogene Datenbankmanagementsysteme

spiegelt. So kann

der Datenbestand stets synchron gehalten

und in Echtzeit zur Verfügung

gestellt werden. „Nach meiner Erfahrung

deckt IBM mit ihren Maschinen

seit Jahrzehnten ein hochvariantes

Leistungsspektrum ab und stellt damit

die stabilsten Backend-Server für

den 24 × 7-Betrieb zur Verfügung“, lobt

Schmitt. Die Zusammenführung der

sechs weltweit installierten Maschinen

in einem IBM System i5 570 in

Mannheim brachte zudem den Vorteil,

dass die Pepperl+Fuchs-Gruppe ihren

weltweiten Strombedarf senken konnte.

„Unsere aktuelle Lösung hat sich

bis heute bestens bewährt und stellt

eine zentrale Komponente in unserer

Rechenzentrumsinfrastruktur dar“, unterstreicht

Schmitt.

ó

Lawson Software Deutschland GmbH, Hilden

www.lawson.com

Remote & Managed

Services von FuM

Û Bei dem Angebot der Remote &

Managed Services übernehmen Fritz

& Macziol-Experten die Verantwortung

für gemeinsam definierte Betriebsaufgaben

rund um die Kunden-

IT – ob als Urlaubsvertretung oder

zur dauerhaften Betriebsunterstützung.

Die Services werden via Fernwartungszugriff

durchgeführt und

bei Bedarf durch Vor-Ort-Einsätze

unterstützt. Monitor-Werkzeuge ermöglichen

eine schnelle Reaktion

auf Fehlermeldungen. Alle Leistungen

basieren auf individuell vereinbarten

Service Level Agreements

(SLAs) und sind modular aufgebaut.

Sie gelten für Infrastruktur (Server,

Storage), Betriebssysteme (IBM,

Microsoft, Linux, VMware, Citrix),

Datenbanken (DB2, Oracle, MS-SQL,

SAP-DB/Max-DB) und Applikationen/Anwendungsadministration

(IBM, Microsoft, SAP, FuM CRM, PDA

Lösungen).

Mit den Fritz & Macziol Remote

& Managed Services profitieren

Unternehmen von zahlreichen Vorteilen.

Sie verfügen über stabile,

performante Systeme zu planbaren,

transparenten Kosten und erhalten

entsprechend der festgelegten SLAs

eine vorbildliche und beste Betreuung

der Systemlandschaft. Per Hotline

und E‐Mail stehen Experten als

direkte Ansprechpartner bereit. Und

die schnelle Verfügbarkeit von Mitarbeitern

erlaubt sofortige Reaktionen

bei kurzfristigen Anfragen.

Mehr als 100 Kunden, darunter

die Firma Berker GmbH

(Schalksmühle),Biotest AG (Dreieich),

der Ruhrverband Essen, haben

sich bereits durch die Remote & Managed

Services von Fritz & Macziol

unterstützen lassen und ziehen ein

positives Fazit.

www.fum.de

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

29


SCHWERPUNKT

Hochverfügbarkeit und Security

Disaster Recovery in virtualisierten Umgebungen

Zeitversetzte Datenspiegelung

Durch die fortschreitende Virtualisierung wurde es in den letzten Jahren möglich,

Ressourcen immer effizienter zu nutzen. Insgesamt steigen damit jedoch auch die

Anforderungen an die Verfügbarkeit und an die Disaster-Recovery-Fähigkeiten der

gesamten IT-Infrastruktur eines Unternehmens.

Mittels reiner Virtualisierung lassen

sich allerdings nur bedingt

praxistaugliche Disaster-Recovery- und

Verfügbarkeitskonzepte realisieren,

insbesondere wenn die Konsistenz der

kritischen Unternehmensdaten über

eine Vielzahl unabhängiger Systeme

hinweg erforderlich ist. Die klassischen

Konzepte in diesem Umfeld haben weiterhin

Berechtigung, müssen jedoch auf

die neuen Anforderungen und Rahmenbedingungen

virtualisierter Systemumgebungen

zugeschnitten sein.

Mehr und mehr VM-Anwendungen

Gerade in der Virtualisierung besteht

die Gefahr eines schnellen Wachstums

der installierten VMs. Ein zusätzliches

Betriebssystem oder eine weitere Anwendung

ist schnell installiert und in

Betrieb genommen. Zwar wird dabei

durch Virtualisierung der reine Administrationsaufwand

für einzelne Systeme

reduziert, durch die deutlich steigende

Gesamtzahl an Systemen bleibt

jedoch der Gesamtaufwand gleich oder

vergrößert sich aufgrund der notwendigen

Governance-Strukturen sogar.

Die permanent steigenden Anforderungen

der Geschäftsprozesse führen

zusätzlich zu mehr Komplexität und

Abhängigkeiten zwischen Applikationen

und Systemen: Geschäftsprozesse

interagieren mit immer mehr Systemen,

Daten werden nicht mehr zentral

vorgehalten, sondern auf verschiedene

Systeme verteilt und sorgen dafür, dass

die Verfügbarkeit einzelner Applikationen

und Daten immer kritischer wird.

Spielräume schaffen

Um diesen wachsenden Anforderungen

gerecht zu werden, heißt es im Besonderen

für den Bereich Verfügbarkeit und

Disaster-Vorsorge: Spielräume schaffen.

IT-Personal ist stark in den täglichen

Betrieb eingebunden, Komplexität

wird durch die Verwaltung vielfältiger

Infrastrukturen und Anwendungen induziert,

Kosten müssen reduziert und

die Service-Verfügbarkeit muss verbessert

werden.

Aus diesen Gründen muss ein Lösungskonzept

einerseits in der Lage

sein, die Anforderungen an Verfügbarkeit

und Disaster-Vorsorge zu erfüllen.

Andererseits muss dieses Konzept aber

auch mit der sich fortentwickelnden Infrastruktur

mithalten können, ohne die

Gesamtkomplexität der IT-Infrastruktur

wesentlich zu vergrößern. Verfahren

und Arbeitsabläufe für die daten- und

applikationsseitige Katastrophenvorsorge

sollen flexibel und anpassbar,

universell verwendbar, wartungsarm

betreibbar und im Notfall einfach zu

handhaben sein.

Wünschenswert ist darüber hinaus

eine Absicherung, die – ähnlich der Erstellung

virtueller Maschinen – einfach

zu realisieren ist und zudem die konsistente

Absicherung des Datenbestands

auch systemübergreifend gewährleistet.

Die Verteilung einer Datenentität

über eine Vielzahl von Systemen in

Kombination mit einer ganzheitlichen

Betrachtung der Daten über die Geschäftsprozesse

stellt die IT vor die Herausforderung,

Daten systemübergreifend

konsistent wiederherstellbar zu

machen. Das Prinzip der Logical Units

of Work (LUWs) funktioniert originär

jedoch nur innerhalb abgeschlossener

Datenumfelder, wie z. B. der jeweiligen

Datenbanken.

Sowohl Schnittstellendaten als auch

Daten in Filesystemen besitzen größtenteils

keinen transaktionalen Konsistenzalgorithmus.

Die Erzeugung einer

Gesamtsystemkonsistenz ist somit unter

ganzheitlicher Betrachtung von Datenbanken,

Filesystemen und Schnittstellen

besonders schwierig.

Konsistenz muss quantifizierbar

und überprüfbar hinterlegt und umgesetzt

werden. Eine Angabe über Recovery

Time Objective (RTO) und Recovery

Point Objective (RPO), die auf

der Basis einzelner Systeme definiert

und errechnet werden, ist aus der Sicht

der Geschäftsprozesse nicht ausreichend.

IT-Manager haben die Aufgabe,

eine Cross-System-Datenintegrität zu

definieren und umzusetzen. Hierzu

definiert die Recovery Consistency Objective

(RCO) über alle Systeme hinweg

die benötigten Konsistenzanforderungen.

Marco Metzlaff ó

Libelle AG, Stuttgart

www.libelle.com

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Den vollständigen Artikel finden Sie in

unserer aktuellen Online-Ausgabe.

30

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Vernachlässigte Standardpflichten im Rechenzentrum

Im toten Winkel

Die Konsolidierung physischer Server auf Basis von Virtualisierungstechnologien stellt

die Hochverfügbarkeit und das Disaster Recovery in Unternehmen auf den Prüfstand.

Best Practice-Ansätze und neue Lösungen sorgen für eine zuverlässige Virtualisierung –

auch in geschäftskritischen IT-Umgebungen.

Auslastung,

Ressourcenmanagement,

Kosteneinsparungen – die

Euphorie um die Möglichkeiten mit

Virtualisierungstechnologien verstellt

manch einem den Blick für Standardpflichten

in geschäftskritischen IT-Umgebungen:

Etablierte Methoden und Lösungen

für das Disaster Recovery (DR)

und die Hochverfügbarkeit bleiben häufig

außen vor. Dies beweist eine Studie

von Symantec mit 1.650 IT-Managern

weltweit: Fast die Hälfte aller virtuellen

Server sind nicht in die DR-Pläne der

Unternehmen integriert. Die Motive

reichen dabei von der unübersichtlichen

Vielfalt der unterschiedlichen und

teils unausgereiften Backup-Lösungen

bis hin zu fehlenden Möglichkeiten einer

Automatisierung für den Fall einer

Wiederherstellung.

Vor allem aber folgende Aussagen

dürften die Zurückhaltung bei IT-Verantwortlichen

begründen: Bewährte

Werkzeuge und Prozesse zu Hochverfügbarkeit

und Disaster Recovery von

physischen Servern lassen sich nicht

auf virtuelle Szenarien übertragen

oder bieten nur einen eingeschränkten

Funktionsumfang. 36 Prozent der

Daten auf virtuellen Servern werden

nicht regelmäßig in ein übergreifendes

Backup einbezogen. Die Hauptgründe:

mangelnde Speicherkapazitäten

(52 Prozent) und fehlende Storage-

Management-Tools (53 Prozent). Ferner

kommt die im Juni dieses Jahres in 24

Ländern durchgeführte Erhebung zu

dem Schluss, dass Notfallpläne nur

selten geprüft werden. Sie sollen die

alltäglichen Geschäftsprozesse nicht

stören. 27 Prozent der Unternehmen

testen diese Notfallpläne aus Gründen

wie diesem gar nicht auf ihre Wirksamkeit

– mit teils gravierenden Folgen.

Denn bei einem Viertel der befragten

Unternehmen versagte der Test. Entsprechend

düster muten die Worst-

Case-Szenarien an: Durchschnittlich

drei Stunden benötigen Firmen, um

eine Basisversorgung ihrer Systeme gewährleisten

zu können. Nach rund vier

Stunden erfolgt in der Regel wieder ein

Normalbetrieb im Rechenzentrum.

Risikofaktor: Physischer Server

Prekäre Zustände, die v. a. dann zu einer

Katastrophe führen können, wenn

geschäftskritische IT-Dienste, Applikationen

und Hardware in die virtuelle

Struktur eingebunden sind. Fällt

nämlich der physische Server aus, sind

damit unweigerlich auch die darauf laufenden

virtuellen Maschinen von dem

Crash betroffen. Als Single Point of Failure

wird der physische Server damit

zum Zünglein an der Waage.

Um dies zu vermeiden, müssen

auch virtuelle Infrastrukturen zwingend

hochverfügbar konzipiert sein.

Hier haben sich unterschiedliche Techniken

etabliert. Sie beginnen mit der

einfachen Absicherung per Backup und

Restore. Spezielle Werkzeuge ermöglichen

eine kontinuierliche Datensicherung

und den sofortigen Zugriff auf

plattenbasierende Wiederherstellungs-

Images. So lassen sich Verluste von Anwendungsdaten

drastisch reduzieren

und Recovery-Zeiten deutlich verkürzen.

Flexible Speicher-Snapshots für

Off-Host-Backups machen zudem Backup-Fenster

überflüssig. Beim Einsatz

entsprechender Lösungen ist jedoch

zwingend darauf zu achten, dass die im

Rechenzentrum verwendeten Datensicherungsprogramme

sowohl physische

als auch virtuelle Umgebungen unterstützen.

NetBackup von Symantec etwa

eignet sich, um virtuelle Umgebungen,

unternehmenskritische Anwendungen,

Datenbanken und klassische Server

gleichermaßen von zentraler Stelle aus

zu sichern. Erweiterte plattenbasierte

Funktionen für die Datensicherung,

einschließlich Datendeduplizierung,

neue VTL-Steuerelemente (Virtual Tape

Library), Unterstützung für Festplatten-

Appliances anderer Hersteller und zusätzliche

Snapshot-Funktionen runden

den Funktionsumfang ab.

Sicherer ist allerdings der Einsatz

redundanter Systeme nach Client-Server-Vorbild

auch für virtuelle Systemumgebungen.

Ziel ist es, den Dienst

des Servers unter allen Umständen

am Laufen zu halten oder im Fehlerfall

schnellstmöglich wiederherzustellen.


Andreas Bechter ó

Symantec (Deutschland) GmbH, Ratingen

www.symantec.com

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02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

31


SCHWERPUNKT

Internationale RechnungS LEgung

Yesfoto, iStockphoto.com

SUMMARY

Für deutsche Unternehmen sind die Rechnungslegungssysteme

HGB, IAS und US-GAAP

relevant. Oft klaffen hier allerdings Theorie

und praktische Umsetzung auseinander.

Auswirkungen der Internationalen Rechnungslegung

Mittelstandsgerecht

Aktuell dürfen die International Financial Reporting Standards (IFRS) bei nicht

kapitalmarktorientierten Unternehmen in Deutschland auf freiwilliger Basis im

Konzernabschluss ersetzend und auf Ebene der Einzelabschlüsse lediglich ergänzend

zum HGB-Abschluss zur Anwendung kommen.

Allerdings haben die „G20“-Staaten

im Zuge der Finanzkrise die

Rechnungslegungs-Standard-Setter

aufgefordert, sich bis 2011 auf „hiqh

quality, global accounting standards“

zu verständigen. Schon jetzt werden regelmäßig

höhere Anforderungen an die

zu veröffentlichenden Informationen

gestellt. Untersuchungen zufolge hat

sich die überwiegende Zahl der befragten

deutschen mittelständischen Unternehmen

bereits für eine Einführung

der IFRS entschieden bzw. zieht dies in

Erwägung.

Zielsetzung der IFRS

Die HGB-Rechnungslegung ist traditionell

am Gläubigerschutz ausgerichtet.

Zudem ist der Abschluss von mittelständischen

Unternehmen häufig an

steuerlichen Aspekten orientiert („Einheitsbilanz“).

Dabei werden Lage und

Ergebnis, z. B. durch Imparitäts- und

Vorsichtsprinzip, vielfach abweichend

von der tatsächlichen wirtschaftlichen

Situation dargestellt. Zielsetzung der

IFRS ist hingegen „Informationen über

die Vermögens‐, Finanz- und Ertragslage

[…] eines Unternehmens zu geben,

die für einen weiten Adressatenkreis

bei dessen wirtschaftlichen Entscheidungen

nützlich sind“.

Aus diesem Ansatz der IFRS ergibt

sich eine wesentliche Übereinstimmung

mit den Anforderungen an das

interne Rechnungswesen: Beide Syste-

32

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


me sollen durch die betriebswirtschaftlich

tatsachengemäße Abbildung der

Unternehmensrealität entscheidungsrelevante

Informationen bereitstellen.

In der Praxis ergeben sich aus der Anwendung

der IFRS und einer Vereinheitlichung

von internem und externem

Rechnungswesen erhebliche Chancen

für eine effiziente und fundierte Unternehmenssteuerung.

Der entstehende

Mehraufwand durch das zusätzliche Erstellen

eines IFRS-Abschlusses neben

dem weiterhin zwingend zu erstellenden

HGB-Einzelabschluss wird häufig

durch Einsparungen in der Ausgestaltung

des internen Rechnungswesens

kompensiert.

Reduzierung des

Komplexitätsgrads

Die Anfang Juli 2009 erfolgte Veröffentlichung

des speziell auf kleine und

mittelgroße Unternehmen (KMUs) ausgerichteten

„International Financial

Reporting Standard for Small and Medium-sized

Entities (IFRS for SMEs)“

ist ein Ansatz zur Reduzierung des

vielfach kritisierten Komplexitätsgrads

der sog. Full-IFRS. Mit der Begrenzung

von Wahlrechten, der Beschränkung

auf für KMUs relevante Sachverhalte,

methodischen Vereinfachungen und

einer deutlichen Reduzierung der erforderlichen

Anhangangaben wird versucht,

die internationalen Rechnungslegungsstandards

auf die Bedürfnisse

von KMUs abzustimmen. Die bessere

Vergleichbarkeit soll es den KMUs

u. a. ermöglichen, ihre Kapitalkosten

bei externer Kapitalbeschaffung zu

reduzieren. Derzeit ist jedoch noch unklar,

ob und wann die IFRS for SMEs

in europäisches Recht übernommen

werden.

Eine Umstellung des Rechnungswesens

auf IFRS ist auch systemseitig

ein komplexes Vorhaben, das einer effizienten

Umsetzung bedarf. Nach der

Analyse der bestehenden Systeme und

Ressourcen sind basierend auf dem

Sollkonzept die unternehmensspezifischen

Anforderungen umzusetzen,

z. B.:

ó Definition der erforderlichen An-

passungen interner Abläufe und

Prozesse

ó Abbildung der IFRS-Anpassungen

oder vollständige Umstellung der

Primärsysteme auf IFRS-Buchhaltung

ó Anpassung des Kontenrahmens

ó Darstellung der Gewinn- und Verlust-

rechnung nach Gesamt- und Umsatzkostenverfahreó

Konzept für die veränderte Datenhal-

tung

ó Darstellung unterschiedlicher Re-

porting-Erfordernisse (extern, intern)

ó Beibehaltung historischer Vergleichs-

zahlen bei Änderung der Reporting-

Strukturen

ó Simultane Abbildung verschiedener

Bewertungsbereiche (IFRS, HGB,

Steuern, Management Accounts)

ó Integration von Planungsrechnung/

Budgetprozess auf Basis der IFRS

ó Festlegung individueller Auswer-

tungsanforderungen

ó Erforderliche Schnittstellen zu peri-

pheren Systemen

Kompatibilität der Anwendungen

überprüfen

Die Planung hinsichtlich der einzusetzenden

Software erstreckt sich somit

nicht ausschließlich auf die Buchführungssoftware.

Für die Durchführung

der Umstellung muss die Kompatibilität

sämtlicher tangierter Anwendungen

überprüft werden. Betroffen sind dabei

z. B. Anwendungen in Bezug auf Kosten-

und Leistungsrechnung, Material-

und Warenwirtschaft, Fakturierung

und Auftragsverwaltung, interne Berichterstattung

sowie Projektmanagement

und Kommunikation. In der Praxis

wird eine IFRS-Umstellung in vielen

Fällen allein durch das Rechnungswesen

durchgeführt. Unerwartete Verzögerungen

und Ineffizienzen lassen sich

erfahrungsgemäß durch eine zeitnahe

Einbeziehung von Controlling und IT

vermeiden.

Im Hinblick auf die Zukunft der

internationalen Rechnungslegung in

Deutschland wird es zunächst offen

bleiben müssen, inwieweit z. B. die

Anwendung der IFRS for SMEs zu einer

Befreiung von nationalen Rechnungslegungserfordernissen

führen

wird. Kurzfristig wird das durch das

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

(„BilMoG“) reformierte HGB die Grundlage

des Einzelabschlusses nicht kapitalmarktorientierter

Unternehmen

bilden. Mit dieser Bilanzrechtsreform

gelangen IFRS-nahe Grundsätze in die

deutsche Rechnungslegungspraxis, die

mit den altbekannten HGB-Regeln nur

noch wenig gemein haben. Angesichts

der europa- bzw. weltweiten Umsetzung

der IFRS in nationales Recht ist

mittelfristig zu erwarten, dass auch im

Einzelabschluss die IFRS – ggf. neben

den HGB-Vorschriften – befreiend angewendet

werden dürfen.

Wesentliche Vorteile aus der Anwendung

der internationalen Rechnungslegung

bieten sich Unternehmen

somit kurzfristig insbesondere aus den

Möglichkeiten zur Aufstellung eines

nach international anerkannten Standards

aufgestellten Konzernabschlusses,

zur Harmonisierung von internem

und externem Rechnungswesen, zur Effizienzsteigerung

des Controlling und

zur Reduzierung von Kapitalkosten.

Anja Tschentscher, Holger Böge ó

www.controllerverein.de

Anja Tschentscher

Steuerberaterin

Holger Böge

Wirtschaftsprüfer/

Steuerberater und Mitglied

des Facharbeitskreises

„Controlling

und IFRS“ des ICV

Internationaler Controller Verein (ICV), Gauting

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

33


SCHWERPUNKT

Internationale RechnungS LEgung

Der Weg in die Internationalisierung

Globalisierung erleichtern

Die weltweiten Kapitalmärkte begnügen sich nicht mit handelsrechtlichen Konzernabschlüssen.

Deutsche Unternehmen, die international agieren, müssen neben den

nationalen Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) auch die rechtlichen

Standards anderer Länder für Buchhaltung, Rechnungslegung und Bilanzierung erfüllen.

Unterstützung bieten hier spezielle

betriebswirtschaftliche Softwarelösungen,

die neben dem HGB

auch den amerikanischen US-GAAP-

Standard (United States Generally Accepted

Accounting Principles) und den

europäischen IFRS-Standard (International

Financial Reporting Standards)

abbilden.

Wer international

handlungsfähig sein will,

muss sich zudem jederzeit

einen firmenübergreifenden

Überblick

verschaffen können. Dafür

sorgen Funktionen

für die Konzernkonsolidierung,

die Aussagen

zu Sparten, Geschäftsfeldern,

Produktbereichen,

Regionen etc. in beliebigen

Auswertungsstrukturen

verdichten.

In international agierenden Unternehmen

müssen alle Quartals- und

Jahresberichte den entsprechenden

rechtlichen Grundlagen der jeweiligen

Länder genügen. Hier helfen betriebswirtschaftliche

Komplett-Lösungen wie

eGECKO der CSS GmbH aus Fulda, bei

denen Bewertungsarten wie Steuerrecht,

Kalkulatorisch, IFRS, US-GAAP

etc. bereits als applikationsübergreifendes

Modul vollständig im Rechnungswesen

integriert sind. So können

bereits bei der Belegerfassung die Bewertungsarten

über eigene Belegkennzeichen

berücksichtigt werden. Dabei

werden alle installierten Rechte auto-

Cash-Flow-Betrachtung mit eGecko

matisch in einem Kontenrahmen bebucht,

nur die Abweichungsbuchungen

müssen zusätzlich für die einzelnen

Rechte durchgeführt werden – eigene

Konten sind dafür nicht erforderlich.

Auf diese Weise schafft die Lösung eine

umfassende Transparenz bis hin zu den

je nach gesetzlicher Regelung benötigten

Auswertungen. Die noch oft in der

Praxis übliche Schattenbuchhaltung für

veränderte Rechnungslegungen, wie

z. B. BilMoG, wird nicht länger benötigt.

Durch die vollständige Integration

von Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung

und Controlling können zudem

die diversen internationalen Abschreibungsmöglichkeiten

im Rahmen der

Anlagenbuchhaltung genutzt werden.

Zuverlässige Unterstützung für die

Konzernkonsolidierung

Der Konzernabschluss ist eines der

wichtigsten Informationsinstrumente

für strategische Entscheidungen auf

Konzernebene und dient auch der Präsentation

nach außen. Auch hier berücksichtigen

Lösungen wie eGECKO

die internationalen Bewertungsarten.

Gleichzeitig unterstützen flexible, firmen-

und mandantenübergreifende

Programmfunktionalitäten die Informationsgewinnung

innerhalb der Konzernstrukturen.

Die Strukturen

können beliebig mehrstufig

angelegt und Informationen

geordnet nach Geschäftsfeldern,

regionalen Märkten

etc. abgerufen werden. Die

Intercompany-Bestandteile

des Buchungsstoffes werden

in den Auswertungen

transparent dargestellt und

können automatisch herausgerechnet

werden. Per Drill-

Down ist jederzeit ein Zugriff

auf Einzelbelege möglich.

Informationen zu offenen

Posten lassen sich komfortabel abrufen

und auch die umsatzsteuerliche Organschaft

wird übersichtlich abgebildet.

Für Sicherheit sorgt ein nutzerbezogenes

Berechtigungskonzept.

Zufriedene Kunden, wie beispielsweise

die französische Kapitalanlagengesellschaft,

Tochter einer namhaften

französischen Bank und eine der größten

Depotbanken weltweit, bestätigen

die wesentlich effizienteren Abläufe im

Rechnungswesen mit eGECKO für die

internationale Rechnungslegung. ó

CSS GmbH, Künzell

www.css.de

34

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


E-Invoice-Management im Ausland

Einsparmöglichkeiten

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten suchen Unternehmen nach Möglichkeiten,

Kosten zu reduzieren und Prozesse zu verschlanken. Dabei kommt man am Thema

elektronische Rechnung (e-Invoicing) nicht mehr vorbei. Im Vergleich zur Papierrechnung

birgt E‐Invoicing enorme Einspar- und Prozessoptimierungspotenziale.

Wer sich zudem für E‐Invoicing

mit seinen Geschäftspartnern

im Ausland entscheidet, sollte dabei im

Vorfeld einige Aspekte beachten. Im Gegensatz

zur vorherrschenden Meinung

im Markt ist die elektronische Rechnungsabwicklung

zu allererst ein nationales

Thema, denn: Die nationale Umsatzsteuergesetzgebung

in jedem Land

bestimmt, in welcher Form E‐Invoicing

gehandhabt wird. Es lassen sich drei

verschiedene Ansätze unterscheiden:

1. E‐Invoicing ist erlaubt und es existieren

dazu gesetzliche Anforderungen,

die die Signatur, die Übertragung und

das Format festlegen. Das ist beispielsweise

in der EU der Fall.

2. Um Rechnungsdaten auf dem

elektronischen Weg auszutauschen, ist

eine Vorab-Genehmigung der jeweiligen

Steuerbehörde erforderlich. So zum

Beispiel in Japan und Brasilien.

3. E‐Invoicing ist nicht erlaubt, wie

z. B. in Russland, Indien oder China.

Zwei Dimensionen: ausgehende

und eingehende Rechnungen

Bei der sog. Ausgangsrechnung spart

der Versender bei der Umstellung auf

die elektronische Rechnung Versandund

Personalkosten. Anerkannten Studien

zufolge kostet der Versand einer

Papierrechnung durchschnittlich 8 bis

9,50 Euro, eine elektronische Rechnung

dagegen nur ca. 3 Euro.

Bei der Eingangsrechnung hat der

Empfänger der elektronischen Rechnung

durch die automatische Erfassung

der Daten in seinem System er-

heblich geringere Kosten und geringeren

Aufwand, da die Rechnungen nicht

manuell erfasst oder gescannt werden

müssen und so auch keine Eingabefehler

entstehen können. Darüber hinaus

erhöht sich die Transparenz, so dass

sowohl interne Anfragen als auch Lieferantenanfragen

zum Rechnungsstatus

schneller abzuhandeln sind und die

Mitarbeiter entlastet werden. Experten

schätzen, dass der Erhalt einer Rechnung

in Papierform durchschnittlich

13,80 Euro an Kosten verursacht, bei einer

elektronischen Rechnung belaufen

sich die Kosten auf lediglich 4 Euro.

Akzeptanz der Geschäftspartner

Die maximalen Einsparmöglichkeiten

können nur ausgeschöpft werden, wenn

bei den Eingangsrechnungen möglichst

alle Geschäftspartner die Daten elektronisch

schicken und beim Ausgangsprozess

das Unternehmen an alle Lieferanten

die Rechnungen elektronisch

versenden kann. An dieser Stelle wird

das Thema E‐Invoicing international,

denn in einer globalisierten Welt arbeiten

die meisten Unternehmen auch

mit Partnern rund um den Globus zusammen.

Neben den steuergesetzlichen

und rechtlichen Aspekten spielt hier

vor allem das Leistungsportfolio des

E‐Invoicing-Dienstleisters eine Rolle:

angefangen beim Scanning eingehender

Rechnungen über die EDI-Datenübertragung,

mit Signatur und Archiv,

bis hin zum Print-Service oder einer

Client-Software bei ausgehenden Rechnungen

– und das länderübergreifend.

E-Invoicing in der EU

Man kann also zusammenfassen: Wer

sich heute für E‐Invoicing entscheidet,

baut nachhaltig für die eigene Zukunft

vor – das bestätigt auch die CEN-Gruppe

der EU, die die Harmonisierung und

Vereinfachung des rechtlichen Umfelds

von E‐Invoicing innerhalb der EU vorantreiben

will. In ihrem Final Report³

hält die Expert-Group die Potenziale

für Unternehmen durch E‐Invoicing

fest: Größere Wettbewerbsfähigkeit,

deutliche Kosteneinsparungen, besserer

Cash Flow, Integration auch und

gerade von SME (Small and medium

enterprises) und Mittelstandspartnern

sowie die stärkere Berücksichtigung

von Umweltaspekten. Im Europe Electronic

Invoicing Framework (EFIE) geht

die CEN-Gruppe zudem davon aus, dass

E‐Invoicing in fünf bis acht Jahren in allen

Märkten und Bereichen bei der Optimierung

der Financial Supply Chain

in Europa die dominierende Form der

Rechnungsstellung sein wird. ó

Crossgate AG, München

www.crossgate.de

Oliver P. van der

Linden

Vice President Sales,

Crossgate AG

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

35


SCHWERPUNKT

Internationale RechnungS LEgung

Think global, act local – auch im Rechnungsversand

Potentiale voll ausschöpfen

Bereits zwei Drittel der Umsätze erwirtschaften deutsche Unternehmen heute im Ausland

– so das Ergebnis des Handelsblatt-Firmenchecks in Zusammenarbeit mit dem Centrum für

Bilanzierung und Prüfung (CBP) und dem Beratungsunternehmen Oliver Wyman. Es handelt

sich hierbei um einen Wert, der sich besonders bei den Beschäftigtenzahlen auswirkt.

Über die Hälfte der Angestellten

deutscher Firmen arbeitet demnach

im Ausland. Nach Expertenmeinung

wird sich die Internationalisierung

noch verstärken, da viele der kleinen

und hoch spezialisierten Zulieferer

vor der Wahl stehen: entweder den

großen Konzernen zumindest teilweise

folgen oder aber durch lokale Zulieferer

abgelöst werden.

Länderübergreifend optimieren

Wer Standorte im Ausland betreibt oder

mit ausländischen Kunden und Lieferanten

zusammenarbeitet, steht auch

im Rechnungsaustausch vor vielen

neuen Herausforderungen. Hier gilt es

für Unternehmen, zwischen maximaler

Zentralisierung, Standardisierung

und den damit verbundenen Skaleneffekten

sowie lokalen Besonderheiten

abzuwägen. Betrachtet man etwa den

Rechnungsausgang, müssen nationale

Layouts, Vertragsbedingungen oder

Formvorschriften unbedingt berücksichtigt

werden. International sind

außerdem die unterschiedlichen gesetzlichen

Anforderungen zu beachten.

Der Rechnungsausgang

Der effiziente und sichere Rechnungsversand

ist auch bei international operierenden

Unternehmen von größter

wirtschaftlicher Bedeutung. Damit werden

Debitorenabteilungen zu strategischen

Partnern im Unternehmen, die

zeitnah alle relevanten Informationen

zentral bereitstellen, den internationalen

Rechnungsversand straff steuern,

den Cashflow beschleunigen und Kosten

senken. Die Landeseinheiten können

die Rechnungen beispielsweise in

einem zentralen ERP-System erstellen

und über eine Schnittstelle an eine „on

demand“-Rechnungsplattform übergeben,

ohne in die eigene Infrastruktur

und Qualitätssicherung zu investieren.

Der Dienstleister nimmt alle eingehenden

Daten unabhängig vom Erstellungs-

oder Empfängerland zentral

entgegen und bereitet sie für die

weitere Verarbeitung vor. Die Daten

werden nun nach Versandart – z. B.

elektronisch oder postalisch – und

länderspezifischen Besonderheiten

unterschieden. Anschließend können

die Dokumente für den Postversand

zentral gedruckt und z. B. über „local

entry“-Partner kostensparend ins Land

der Rechnungsstellung versandt werden.

Die Umstellung vom Post- auf den

günstigeren E‐Versand ist jederzeit ohne

Aufwand möglich. Gerade beim E‐Invoicing

über Ländergrenzen hinweg

sind Dienstleisternetzwerke aufgrund

der unterschiedlichen gesetzlichen Anforderungen

eine sichere, schnelle und

effiziente Umsetzungsmöglichkeit.

Der Rechnungseingang

Auch im internationalen Rechnungseingang

verspricht eine Zentralisierung

Kostenvorteile und mehr Überblick.

Durch das Einscannen der Rechnungen

im Ursprungsland und die digitale Weiterleitung

an den zentralen Rechnungseingang

sparen Unternehmen Zeit und

Geld in der Erfassung, im Umlauf und

in der Verbuchung. Beim Einscannen

und Auslesen der Rechnungen über ein

OCR-Verfahren bietet sich ebenfalls die

Zusammenarbeit mit einem Dienstleister

an. Eine zentrale, einheitliche Lösung

im Rechnungseingang wird durch

das Scanning zunächst sogar ohne die

Einbindung der Lieferanten und deren

Rechnungsstellung funktionieren. Kosteneinsparungen

ab Tag eins stehen im

Ergebnis und sind verbunden mit der

jederzeitigen Option, die Kosten durch

Umstellung auf elektronische Prozesse

weiter zu senken, ohne dabei auf den

Fixkosten durch die interne Schaffung

der nötigen Infrastruktur (z. B. Scanner,

OCR-Software) in den verschiedenen

Ländern sitzen zu bleiben.

Fazit

Hat ein Unternehmen mehrere Landesgesellschaften

oder viel Rechnungskorrespondenz

mit dem Ausland, so sind

die häufig dezentral als „Nebenprozess“

durchgeführten Rechnungsprozesse

zwar an die lokalen Gegebenheiten

angepasst, berücksichtigen die Rechnungslegung

jedoch nur selten als länderübergreifenden

Prozess. Doch sollte

gerade auch für die oftmals weniger intensiv

betrachteten Prozesse eines Unternehmens

gelten: „Think global, act

local.“ Nur so lassen sich die Potenziale

voll ausschöpfen und Grundlagen für

eine erfolgreiche Zukunft schaffen.

Raimund Schlotmann ó

Itella Information GmbH, Düsseldorf

www.itella.de

36

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Einsparungen durch elektronischen Rechnungsversand

Mit E‐Invoice Geld sparen

Das Potenzial elektronischer Rechnungen ist in Deutschland noch lange nicht ausgeschöpft.

Eine Studie der Europäischen Kommission ermittelte Einsparpotenziale von 200 Milliarden

Euro. Speziell im Business-to-Business-Bereich sind Zeit- und Kosteneinsparungen in großem

Umfang möglich, aber viele Unternehmen in Deutschland zögern noch.

Vier bis fünf Werktage benötigt eine

papierbasierte Rechnung durchschnittlich

bis sie ihren Empfänger

erreicht. Ist sie ins Ausland unterwegs,

benötigt sie fast doppelt so lange. Eine

Zeitspanne, die Firmen Geld kostet.

„Unternehmen, die Rechnungen auf

dem digitalen Weg versenden, reduzieren

diesen Zeitraum und verbessern

somit ihren Liquiditätsfluss. Bezogen

auf die Gesamtwirtschaft können durch

den schnelleren Zahlungseingang Zinsen

in Millionenhöhe erzielt werden“,

so Stephan Vanberg, VP Sales & Services

bei StreamServe.

Aber auch die Empfängerseite profitiert:

Eine papierbasierte Rechnung

muss im Unternehmen verteilt, geprüft,

abgestempelt, eingepflegt und

archiviert werden. Die elektronische

Rechnung bekommt der Empfänger

als PDF direkt ins E‐Mail-Postfach. „Indem

Unternehmen die Prozessschritte

auf ein Minimum reduzieren, können

sie bis zu sieben Euro pro Rechnung

einsparen“, weiß Dr. Donovan Pfaff,

Geschäftsführer des Beratungsunternehmens

Bonpago GmbH und Vorstand

der Gesellschaft zur Förderung des

automatisierten Rechnungswesen e.V.

(GFaR e.V.). „Auch Unternehmen mit

einem kleinen Volumen von 200 bis

500 Rechnungen pro Jahr profitieren

von den Vorteilen des elektronischen

Versands.“ Ein Forschungsprojekt der

Universität Hannover ergab, dass die

deutsche Wirtschaft Einsparpotenzial

von jährlich bis zu 54 Milliarden Euro

verschenkt.

Warum scheuen sich trotzdem viele

deutsche Firmen E‐Invoicing einzuführen

„Auch wenn Kunden bereit sind,

elektronische Rechnungen per E‐Mail

zu empfangen, bringt es ihnen wenig,

wenn sie die Daten nicht direkt ins

System einlesen können“, so Stephan

Vanberg. Dafür notwendig sind Übertragungsformate

wie XML, Idoc oder

CSV. Diese in die vielen unterschiedlichen

System- und Inhaltsstandards zu

implementieren, stellt Unternehmen

vor neue Herausforderungen.

Ein weiterer Grund ist, dass das

E‐Mail-Protokoll keine sichere Übertragung

ist. 2004 führte die EU-Kommission

zwar die qualifizierte digitale

Signatur ein. Das Problem dabei ist jedoch,

dass im europäischen und außereuropäischen

Ausland unterschiedliche

gesetzliche Rahmenbedingungen herrschen.

„Um diese Vielfalt zu managen,

bedarf es einer Output-Management-

Lösung. Mit StreamServe ist das kein

Problem“, so Vanberg. Je nach Rechnungsadresse

ordnet das System die

rechtlich passende digitale Signatur zu.

Die Rechnungserstellung und der Versand

sind dabei in jedem Format und

über jeden Kanal möglich.

In Dänemark dürfen Rechnungen

an staatliche Institutionen nur noch in

elektronischer Form versandt werden.

Aber auch in Deutschland bewegt sich

der Markt, wie Dr. Donovan Pfaff feststellt.

„Über 50 Prozent der Unternehmen

beschäftigen sich bereits heute

mit konkreten E‐Invoicing-Projekten.

Bis zum Jahr 2015 wollen wir gemeinsam

mit anderen Initiativen den Anteil

an elektronischen Rechnungen auf

45 Prozent bringen.“


Jacqueline Wolff ó

StreamServe Deutschland GmbH, Hannover

www.streamserve.com/de

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

37


TECHNIK & INTEGRATION

MySQL – Daten externen Anwendungen zur Verfügung stellen

Datenexport und -import

Die Daten einer Datenbank müssen vielfältig genutzt werden können und so kommt es nicht

selten vor, dass mit MS-Programmen auf die DB zugegriffen wird, um etwa Pivot-Tabellen auszuwerten,

Diagramme darzustellen oder um Adressdaten in Seriendokumenten einzufügen.

Nutzer der MySQL-Datenbank loben

in diesem Zusammenhang die vielfältigen

und einfachen Möglichkeiten

des MySQL Servers im Bereich des Datenexports

bzw. Datenimports. Schauen

wir uns also kurz die Möglichkeiten an,

die der MySQL Server bietet, um Daten

extern zur Verfügung zu stellen:

Datenexport mit dem MySQL

Query Browser

Am einfachsten ist es sicherlich, die Daten

mittels des MySQL Query Browsers

zu exportieren. Hierzu führen Sie zunächst

wie gewohnt Ihre SQL-Abfrage

aus (Bild 1). Anschließend stehen Ihnen

über das Kontextmenü – wie in der Abbildung

gezeigt – oder im Menü Datei

C Ergebnismenge Exportieren verschiedene

Exportformate zur Verfügung.

Anschließend folgt noch ein Dialog, der

es Ihnen ermöglicht, den Speicherort

für die exportierte Datei zu bestimmen,

und das war’s. Der MySQL Query Browser

hat allerdings den Nachteil, dass Sie

den Datenexport nicht automatisieren

können und keinen Einfluss auf die Behandlung

von Sonderzeichen haben.

Export von Textdateien

Um diese Probleme zu lösen und den

Inhalt einer Tabelle möglichst effizient

in eine Textdatei zu schreiben, stehen

alternative Möglichkeiten zur Verfügung:

ó Das SQL-Kommando SELECT … INTO

OUTFILE schreibt das Ergebnis einer

Abfrage in eine Textdatei.

ó Wenn Sie den Export mit einem Unix-

ó

Skript automatisieren möchten, bietet

sich auch der Befehl mysqldump

an. Dieses ausführbare Skript bietet

ähnliche Möglichkeiten wie das SQL

Statement SELECT … INTO OUTFILE.

Und auch der Kommando-Interpreter

mysql kann für den Datenexport genutzt

werden.

Import von Textdateien

Aber nicht immer geht es darum Daten

zu exportieren, manchmal müssen

Daten auch importiert werden. So kann

man sich z. B. vorstellen, dass Daten

einer DB2-Tabelle importiert werden

müssen. Oder Sie wollen die Tabellen-

Engine konvertieren, dann müssten Sie

z. B. die Daten einer MyISAM Tabelle

zunächst exportieren und anschließend

in eine InnoDB-Tabelle wieder importieren.

Doch auch für den Datenimport

stehen entsprechende Möglichkeiten

zur Verfügung:

ó Die SQL-Anweisung LOAD DATA liest

eine Textdatei und überträgt deren

Inhalt in eine Tabelle.

ó Mysqlimport ist eine ausführbare

Skriptdatei, die sich insbesondere

dann empfiehlt, wenn der Import automatisiert

werden soll.

Ein gemeinsames Merkmal aller

Import- und Exportfunktionen sind die

Optionen zur Behandlung von Sonderzeichen.

Es existieren vier Optionen:

ó FIELDS TERMINATED BY 'feldtrenner' – Diese

Option bestimmt das Trennzeichen,

das verwendet wird, um die Tabellenspalten

zu trennen. Üblicherweise ist

dies ein Tabulatorzeichen.

ó FIELDS ENCLOSED BY 'enclosechar' – Üblicherweise

werden Zeichenketten

durch ein Sonderzeichen begrenzt.

Dieses Zeichen können Sie individuell

durch die Option ENCLOSED BY

festlegen. Der Defaultwert ist hierfür

häufig ein “ oder ein `. Beginnt ein

Eintrag mit diesem Sonderzeichen,

wird das Zeichen am Beginn und am

Ende der Zeichenkette ignoriert.

ó FIELDS ESCAPED BY 'escchar' – Das

durch diese Option definierte Sonderzeichen

kennzeichnet Sonderzeichen

im String selbst. Dies ist erforderlich,

wenn Zeichenketten der Textdatei Sonderzeichen

enthalten, die gleichzeitig

andere Funktionen wahrnehmen, z. B.

Spalten oder Zeilen trennen.

ó LINES TERMINATED BY 'satzbegrenzer' –

Diese Option definiert das Satzendekennzeichen.

Windows verwendet

hierfür üblicherweise '\r\n'.

Außerdem müssen Sie – insbesondere

beim Datenimport – die erwarteten

Datenformate beachten. Der MySQL-

Server erwartet z. B. für die Angabe der

Dezimalstellen einen Dezimalpunkt.

Datum und Uhrzeit werden als Zeichenketten

in der Form yyyy‐mm‐tt bzw.

hh:mm:ss behandelt. Eine Ausnahme

bilden TIMESTAMP-Daten, die als Zahlen

in der Form yyyymmtthhmmss verstanden

werden. NULL-Werte sind etwas

komplizierter. Gehen wir einmal davon

aus, dass der Backslash \ als Escape-

Zeichen vereinbart wurde und dass "

zur Markierung von Zeichenketten verwendet

wird. Beim Export stellen Sie

in diesem Fall den Wert NULL durch

38

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


\N dar. Wenn Sie ohne Backslash den

Wert NULL exportieren, erhalten Sie

einfach die Zeichenfolge NULL. NULL

bzw. \N wird aber nicht durch " " als

Zeichenkette gekennzeichnet und kann

dadurch von Zeichenketten unterschieden

werden. Beim Import von Daten

akzeptiert MySQL NULL, \N sowie "\N"

als NULL. Die Zeichenfolge "NULL" allerdings

würde als Zeichenkette interpretiert

werden. Detaillierte Informationen

entnehmen Sie bitte dem MySQL-

Referenzhandbuch.

Schauen wir uns aber zunächst einmal

ein ganz einfaches Beispiel an:

Datenexport mit

SELECT … INTO OUTFILE

Der Befehl SELECT … INTO ist eine ganz

normale SQL-Anweisung, die beim My-

SQL Server um den Zusatz INTO OUTFILE

ergänzt werden kann. Die Anweisung

schreibt die ausgewählten Datensätze

direkt in eine Datei auf dem Server.

Die Ausgabedatei darf allerdings zuvor

nicht vorhanden ein. In erster Linie

wird diese Anweisung eingesetzt, um

eine Tabelle sehr schnell in eine Textdatei

auf dem Server zu speichern.

SELECT authId, authname INTO OUTFILE

'/tmp/autor.txt' FIELDS TERMINATED BY ','

OPTIONALLY ENCLOSED BY '"' LINES

TERMINATED BY '\n' FROM authors;

Das Ergebnis finden Sie im Integrated

File System Ihrer iSeries (Bild 2).

Datenexport mit der Skriptdatei

mysqldump

Als Alternative zu SELECT … INTO OUTFILE

steht das ausführbare Unix-Skript mysqldump

zur Verfügung. Eigentlich ist

dieses Programm vorrangig als Backup-Programm

gedacht, es speichert

daher auch grundsätzlich ganze Tabellen.

Ein weiterer Unterschied zu SELECT

… INTO OUTFILE besteht darin, dass die

Ergebnisdatei vollständige INSERT-Anweisungen

enthält. Die Daten könnten

daher mit SQL problemlos wieder eingelesen

werden.

Schauen wir uns auch hierzu ein

einfaches Beispiel an (Bild 3): Ich exportiere

wieder die Tabelle authors. Als

Ergebnis erhalte ich ein SQL-Skript, das

nicht nur die Anweisung CREATE TABLE,

sondern auch alle zugehörigen INSERT-

Anweisungen erhält, um die Daten per

SQL wieder einzulesen (Bild 4).

Derzeit müsste ich das Skript nachbearbeiten,

wenn ich die Daten z. B. in

eine DB2-Tabelle übernehmen möchte.

Allerdings gibt es im Release V6R1 eine

Neuerung, die die Portierung vereinfacht.

Die DB2 SQL Engine ist mit dem

Release V6R1 in der Lage, nicht unterstützte

SQL-Anweisungen zu ignorie-

1

Export mit dem MySQL Query Browser

3

Der Export-Befehl

4

Das Ergebnis

2

Das Ergebnis des Datenexports

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

39


TECHNIK & INTEGRATION

5

Textfiles mit mysqldump erstellen

Export mit der ausführbaren

Skriptdatei mysql

40

6

7

8

Datenexport mit mysql

Datenexport als HTML-Datei

Die HTML-Datei

ren. Laut IBM wird dadurch die Datenbankportierung

deutlich beschleunigt.

Leider war bisher noch keine Zeit, auszuprobieren,

wie gut diese Eigenschaft

tatsächlich ist!

Das Unix-Skript mysqldump ist aber

auch in der Lage, echte Textfiles zu erstellen.

Dafür muss lediglich der Befehl

ein klein wenig verändert werden. Damit

Sie mysqldump für den Textexport

einsetzen können, müssen Sie die Option

--tab verwenden. Die Option benennt

das Verzeichnis, in dem das Ergebnis

gespeichert werden soll. Dieses Verzeichnis

enthält nach der Befehlsausführung

für jede exportierte Tabelle

zwei Dateien:

ó Die erste Datei mit der Endung TXT

enthält die Daten.

ó Die zweite Datei mit der Endung SQL

enthält den entsprechenden Befehl

CREATE TABLE.

Ich exportiere wiederum die Tabelle

authors der Datenbank book (Bild 5).

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010

Als Ergebnis werden die beiden oben

beschriebenen Dateien im angegebenen

Verzeichnis erzeugt. Das Verzeichnis

muss im Übrigen vor der Befehlsausführung

bereits vorhanden sein, und

Sie benötigen natürlich auch die entsprechenden

Schreibrechte. In der

TXT-Datei befinden sich in diesem Fall

die eigentlichen Daten. In der SQL-Tabelle

steht nur noch der Befehl CREATE

TABLE. Um wie im vorangegangenen

Beispiel die Satzendekennzeichen und

dergleichen zu definieren, müssen Sie

die Optionen: - -fields-terminated-by, - -fieldsenclosed-by,

- -fields-escaped-by und - -linesterminated-by

verwenden.

Auf diesem Weg ist auch ein XML-

Export möglich. Wenn Sie mysqldump

mit der Option - -XML ausführen, erhalten

Sie eine XMl-Datei. Per Default wird

UTF8 als Unicode-Zeichensatz verwendet.

Mit der Option - -default-character-set

können Sie aber auch einen beliebigen

anderen Zeichensatz einstellen.

Der Kommando-Interpreter mysql kann

u. a. auch dazu verwendet werden, SQL-

Abfragen im Batch-Modus auszuführen

und das Ergebnis in einer Textdatei zu

speichern. mysql zeichnet sich im Gegensatz

zu mysqldump dadurch aus,

dass die resultierende Textdatei auf

einem Client gespeichert werden kann.

Im einfachsten Fall nutzen Sie mysql für

den Export folgendermaßen (Bild 6):

Mit der Option --execute übergebe

ich die auszuführende SQL-Anweisung,

wobei die Option selbst in Hochkommata

eingeschlossen werden muss. In der

Ergebnisdatei sind die einzelnen Spalten

durch Tabulatorzeichen getrennt

und die erste Zeile enthält die Spaltenüberschriften.

Wenn Sie anstelle der Option --batch

die Option --html verwenden, erzeugt

mysql eine HTML-Datei – allerdings ohne

HTML-Header (Bild 7). Das Ergebnis

sehen Sie in Bild 8. Genauso ist es möglich,

--xml als Option zu verwenden, um

XML-Dateien zu erzeugen.

Sie sehen, dass der MySQL Server

vielfältige Möglichkeiten bereithält, um

Daten zu exportieren. Detaillierte Informationen

zu den vorgestellten Möglichkeiten

finden Sie im entsprechenden

MySQL-Referenzhandbuch.


Carmen Rasche ó

Der TechKnowLetter erscheint

alle zwei Wochen per E-Mail

und enthält wichtige technische

Beiträge für die Bedienung

und Administration Ihrer

IBM-Serversysteme.

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Û www.techknowletter.de


Domino-Cluster einrichten

Bevor wir uns mit der Einrichtung eines Domino-Clusters beschäftigen, müssen einige

Voraussetzungen erfüllt sein. Insbesondere muss auf ausreichende Berechtigung geachtet

werden. Ist diese nicht vorhanden, können einige Konfigurationsschritte fehlschlagen.

Prüfen Sie deshalb zunächst, ob Sie

über ausreichende Berechtigungen

für das Einrichten eines Clusters verfügen:

Für eine Cluster-Definition benötigen

Sie mindestens Autorenzugriff mit

ServerModifier-Rollenzuordnung. Diese

können Sie über die Zugriffssteuerung

des Domino-Directory prüfen (Bild 1).

Für die Administration-Request-Datenbank

muss ebenfalls mindestens ein

Autorenzugriff vorhanden sein.

Die Berechtigungen alleine auf

Datenbankebene sind zwar wichtig

– deren Abstimmung innerhalb des

Clusters ist aber nicht minder von Bedeutung.

Konsistente Zugriffsdefinitionen

sind eine der Grundlagen, wenn

es um Failover-Ansätze geht. Damit

verbunden ist die Notwendigkeit, dass

Benutzer über ausreichende (im Idealfall

gleichartige) Berechtigungen auf alle

Repliken einer Datenbank innerhalb

eines Clusters verfügen. Nur damit

kann dann beim Ausfall eines Servers

sichergestellt werden, dass Benutzer

und auch Anwendungen nicht etwa

mangels Zugriffsberechtigung die Aufgaben

nicht bewältigen können.

Es gibt eine Möglichkeit, die Zugriffseinstellungen

für die Datenbanken

in einem Cluster zu „synchronisieren“.

Dazu wählt man die entsprechende

Datenbank aus und selektiert

die Menüoption File C Application C

Access Control.

Dieser allgemeine Definitionsbereich

für die Berechtigungseinstellung

der Domino-Datenbanken dürfte hinreichend

bekannt sein – deshalb verzichte

ich an dieser Stelle auf eine weitere

Detailbeschreibung. Im nächsten Fensterbereich

erweitern wir den Abschnitt

Advanced (Bild 3).

Mit der Auswahl der Option Enable

a consistent ACL across all replicas wird

sichergestellt, dass die Zugriffsdefinitionen

aller Repliken einer Datenbank

einheitlich sind. Damit vermeiden wir

potenzielle Probleme, die aus mangelnden

Berechtigungseinstellungen

verschiedener Repliken resultieren

können.

Neben den Berechtigungen ist die

Zugehörigkeit der Domino-Server zu

einer Domäne wichtig.

Sollte ein Domino-Server bereits

einem anderen Cluster zugeordnet worden

sein, dann brauchen Sie diesen dort

nicht zuerst zu entfernen. Der Konfigurationsprozess

prüft automatisch, ob

ein Domino-Server bereits einem Cluster

hinzugefügt worden ist. Ist dies der

Fall, wird zunächst die Zuordnung aufgehoben,

um den Server anschließend

dem neuen Cluster hinzuzufügen. Wollen

Sie diesen Automatismus nicht nutzen,

dann lässt sich ein Domino-Server

auch mittels der Auswahl Remove from

1 Berechtigung für das Domino-Directory 2 Zugriffssteuerung der Datenbank

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

41


TECHNIK & INTEGRATION

3 Konsistente ACL über alle Repliken

7 Erstellen eines neuen Clusters

8

Name des neuen Clusters

9

Art der Ausführung

4

Entfernen eines Servers aus einem Cluster

10

Erfolgsmeldung

5

Konfiguration im Domino-Administrator

11

Cluster-Auswahl

12

Cluster-Übersicht

6

Hinzufügen zu einem Cluster

42

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Cluster aus einer Cluster-Definition entfernen

(Bild 4).

Die zusätzliche Belastung des Netzwerks

durch die Cluster-Funktionen

sollte bereits bei der Planung berücksichtigt

werden. Nicht selten ist es

der berühmte „Tropfen auf den heißen

Stein“, wenn die Cluster-Kommunikation

zusätzlich zum „normalen“ Domino-

Verkehr die Netzwerkauslastung überfordert.

Zwar lassen sich Bandbreiten

im Vorfeld kaum abschätzen, dennoch

sollte man zumindest bei der Konzeption

bereits überlegen, ob der Cluster-

Verkehr über andere Ports abgewickelt

werden soll als die normale Domino-

Kommunikation. Damit erleichtert man

spätere Einstellungen und sichert sich

durch die strikte Trennung des Cluster-

Verkehrs vom Domino-Kommunikationsbereich

die Flexibilität der individuellen

Einflussnahme.

Domino-Cluster einrichten

Die Einrichtung eines Domino-Clusters

ist recht einfach. Im Administrationsbereich

stehen einige Werkzeuge zur

Verfügung, welche es dem geübten

Administrator ermöglichen, nach eingehender

Planung die erforderlichen

Einstellungen für das Einrichten durchzuführen.

Gut, dass bereits existierende

Nicht-Cluster-Domino-Server auch

nachträglich in einen Cluster-Verband

aufgenommen werden können.

Die Konfiguration eines Domino-

Clusters gliedert sich in unterschiedliche

Schritte. Zunächst gilt es den Knoten

zu definieren, der als Grundlage für

das Cluster genutzt wird. Diese Definition

führen wir im Bereich Configuration

durch.

Innerhalb des auf der linken Seite

befindlichen Abschnitts erweitern wir

zunächst den Eintrag Cluster. Darin befinden

sich die beiden Einträge Cluster

zur Verwaltung des Clusters und All

Server Documents. Letzterer Eintrag

stellt eine Auflistung aller definierten

Domino-Server in der Domäne dar.

Bild 5 zeigt eine Übersicht der definierten

Domino-Server. Im oberen Bereich

der Server-Auflistung finden wir u. a.

auch die Auswahl Add to Cluster. Mittels

dieser Option kann der zuvor markierte

Domino-Server für das Cluster

definiert werden (Bild 6). Besteht noch

kein Cluster, dann wird automatisch die

Auswahl zur Neuanlage eines Clusters

eingeblendet (Bild 7).

Ist noch kein Cluster angelegt worden,

dann übernehmen Sie den Eintrag

Create New Cluster und bestätigen die

Auswahl mit einem Klick auf OK. Sollte

bereits ein Cluster definiert worden

sein, dann kann es aus der Auflistung

bereits bestehender Cluster selektiert

werden.

Wird an dieser Stelle ein neuer

Cluster definiert, dann müssen Sie diesem

einen Namen zuweisen, der später

auch für die allgemeine Kommunikation

genutzt wird. Stellen Sie deshalb

sicher, dass der Name eindeutig ist

(Bild 8). Bestätigen Sie die Namenseingabe

mit einem Klick auf OK.

Wenn der Domino-Server dem neuen

Cluster unverzüglich hinzugefügt

werden soll, dann selektieren Sie in der

folgenden Anzeige die Option Ja. Anderenfalls

werden die erforderlichen Definitionsschritte

an den Administrationsprozess

übergeben und dort ausgeführt

(Bild 9).

Die Auswahl Ja hat zur Folge, dass

die Cluster-Einstellungen unmittelbar

ins Domino-Directory gestellt werden.

Bei der Selektion Nein werden die Einstellungen

mittels einer Replikation

zwischen Administrations- und Cluster-Server

abgeglichen und damit fortgeschrieben.

Bei stark ausgelasteten Domino-

Servern sollte die Neudefinition eines

Clusters als Hintergrundjob ausgeführt

werden. Damit vermeidet man Engpässe

in der Verarbeitung der Domino-

Standardprozesse. In unserem Beispiel

verwende ich die interaktive Anlage des

Clusters und klicke auf Ja (Bild 10).

Die Erfolgsmeldung zeigt den Abschluss

der Cluster-Neuanlage an. Mit

einem Klick auf OK wird die Meldung

geschlossen. Damit haben wir die Basiskonfiguration

des Clusters abgeschlossen.

Diesem ist derzeit ein Server

zugeordnet. Natürlich macht das für die

Cluster-Funktionen keinen wirklichen

Sinn. Deshalb selektieren wir nun einen

zweiten Server, um diesen dem

neu definierten Cluster hinzuzufügen.

Der Prozess ist nahezu identisch mit

dem Prozess bei der Neuanlage des

Clusters.

1. Wählen Sie in der Auflistung All Server

Documents den Server aus, der

dem Cluster als zusätzlicher Server

hinzugefügt werden soll.

2. Selektieren Sie die Option Add to

Cluster.

3. Abweichend zum Prozess der Cluster-

Neuanlage erscheint in der folgenden

Auswahlliste das zuvor angelegte

Cluster (Bild 11).

4. Da wir das zuvor angelegte Cluster

nutzen und den Domino-Server diesem

hinzufügen wollen, selektieren

wir den Eintrag des Clusters – in

unserem Beispiel „ZCluster“ – und

bestätigen die Selektion mit einem

Klick auf OK.

5. In der Folgeanzeige können Sie erneut

entscheiden, ob der Server dem

Cluster interaktiv oder mittels der

Batch-Verarbeitung hinzugefügt werden

soll.

Damit haben Sie ein neues Cluster

mit zwei Domino-Servern definiert.

Weitere Domino-Server können auf dieselbe

Weise hinzugefügt werden, wie

Sie es beim Hinzufügen des zweiten

Domino-Servers kennengelernt haben.

Schauen Sie sich das Ergebnis der

Arbeit einmal an. Dazu wählen Sie im

Navigationsbereich den Eintrag Cluster

C Clusters, wie es Bild 12 zeigt.


Jörg Zeig ó

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www.midrange.de

Den vollständigen Artikel finden Sie in

unserer aktuellen Online-Ausgabe.

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

43


marktübersicht

Thin Clients, Printserver, Output

Sharky1, iStockphoto.com

SUMMARY

Unsere Marktübersicht widmet sich dieses

Mal eher der Hardware. Wir stellen Ihnen eine

Auswahl der Anbieter vor und veröffentlichen

Fach- und Anwenderbeiträge aus der Praxis.

Im Einsatz bei Evonik: das Intelligent Spooling Device von SEH

Dezentraler Netzwerkdruck

Evonik Industries ist ein Industriekonzern mit den Geschäftsfeldern Chemie, Energie und Immobilien.

Das Unternehmen stellt hohe Anforderungen an eine effiziente IT-Infrastruktur, die

sich wirtschaftlich und möglichst überschaubar administrieren lässt. Beim Netzwerkdruck

wird auf das stringente Prinzip der Homogenität und Überschaubarkeit gesetzt.

Der Druckerpark besteht ausschließlich

aus Modellen von HP,

während die Kopierer von Sharp bezogen

werden. Dies erlaubt ein standardisiertes

Management und vereinfacht

die Wartung. Dazu kommt, dass man

bei Evonik schon früh auf dezentrales

Druckmanagement gesetzt hat. Dabei

werden alle Druckdienste auf eine

Netzwerkdruck-Appliance ausgelagert.

Der strategische Einsatz solcher Appliances

befreit die zentralen, universel-

len Server und Serverfarmen erheblich

von der Last des Netzwerkdrucks und

vereinfacht gleichzeitig dessen Management

und Administration.

Passend zur HP-Druckerlandschaft

setzte Evonik bis 2006 die Appliance

HP PSA 4250 ein, die bereits ab Werk

mit den Druckertreibern für die eigenen

Systeme ausgestattet war und sich

in weitere HP-Applikationen einbinden

ließ. Doch Anfang 2006 nahm HP diese

Appliance ersatzlos vom Markt. Die

IT-Verantwortlichen bei Evonik wollten

auf keinen Fall auf eine Windows-Server-Lösung

zurückfallen. Sie recherchierten,

ob es nicht eine andere Appliance

mit ähnlichem Funktionsumfang

auf dem Markt gibt und fanden das Intelligent

Spooling Device ISD300.

Vorteile des Einsatzes von dedizierten

Druck-Appliances

Das ISD300 übernimmt das Spoolen

von Druckjobs und verwaltet bis zu

44

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Anbieterübersicht

50 Netzwerkdrucker bzw. Warteschlangen.

Weil Netzwerkdrucken viel Bandbreite

beansprucht, beispielsweise bei

voluminösen Druckjobs mit intensivem

Grafikeinsatz oder Farbdruck, kann

eine strategisch geschickt eingesetzte

Druck-Appliance Server-Ressourcen

und den Netzverkehr erheblich entlasten.

Druckdatenaufkommen lassen sich

so auf bestimmte Netzwerksegmente

begrenzen, z. B. auf eine Arbeitsgruppe

oder eine Außenstelle.

Wird der gesamte Druckdatenverkehr

darüber abgewickelt, ist die Verfügbarkeit

aller Druckdienste gegeben,

denn der Druckbetrieb verläuft auch

bei Ausfällen des Mehrzweckservers

ungestört. Das Auslagern der Netzwerkdruckaufgaben

auf ein ISD300 zahlt

sich besonders im schlimmsten Fall aus,

nämlich wenn nach einem Ausfall das

gesamte System wiederhergestellt werden

muss. Dies erfordert Zeit (für das

Drucksystem mindestens eine Stunde)

und speziell geschultes Netzwerkpersonal.

Die Konfiguration des ISD300 ist

dagegen über ein einfaches Back-Up in

einer ausgelagerten Datei abgelegt und

lässt sich schlicht durch den Einsatz eines

redundanten Geräts ersetzen. Das

Drucksystem steht innerhalb weniger

Minuten wieder bereit. Dazu wird kein

spezielles Fachpersonal benötigt. Mit

einer solchen Back-up-Datei können

weitere Appliances schnell und einfach

konfiguriert werden. Außerdem bootet

es in weniger als 10 Sekunden, was

auch nach einem eventuell notwendigen

Re-Boot der Print Appliance dafür

sorgt, dass die Druckdienste innerhalb

weniger Sekunden wieder voll zur Verfügung

stehen.

Weltweite Flexibilität

Doch nicht nur diese Vorteile überzeugten

bei Evonik. Dort verantwortet

Stephan Schickling von S-IT CSS die

Printing Policies des Unternehmens.

Und die müssen sehr unterschiedliche

Szenarien abdecken. In Osteuropa hat

Evonik etliche Standorte. Dort übernehmen

zwei ISD300 pro Standort die

Netzwerkdruckdienste. Ähnlich effizient

lässt sich die Appliance in Peerto-Peer-Netzen

ohne lokalen Mehrzweckserver

einsetzen: In diesen Umgebungen

ermöglicht das ISD300 das

zentrale Management von Druckaufträgen

und Warteschlangen überhaupt

erst und erleichtert die Administration

des Netzwerkdruckens. Die Appliance

übernimmt das Spoolen großer Druckjobs

und entlastet die Workstations

so erheblich. Das ISD300 kann in den

verschiedenen Netzwerkszenarien bei

Evonik eingesetzt werden und stellt

dort Server-Qualitäten bereit.

Einfache Inbetriebnahme

Die Umsetzung der von Schickling ausgearbeiteten

Printing Policies übernehmen

die jeweiligen IT Regional Manager

vor Ort. Dazu greifen sie auf das unternehmenseigene

Warenkorbsystem

zurück. Für das ISD300 hat Schickling

außerdem eine detaillierte Handreichung

zur Installation und Konfiguration

bereitgestellt. „Die einfache Bedienbarkeit

ist wichtig für uns, weil wir

vor Ort nicht überall speziell geschulte

Administratoren im Einsatz haben,“

erläutert Schickling. Das ISD300 lässt

sich ohne spezielle Netzwerkkenntnisse

bei laufendem Netzbetrieb schnell

installieren und über ein Web-Interface

konfigurieren und managen.

Auch Soft- und Firmware-Updates zur

ständigen Aktualisierung der Netzwerkgeräte

werden einfach von der

SEH-Website herunter- und auf die

Appliance heraufgeladen. Das ISD300

findet automatisch alle im Netz angeschlossenen

Printserver, Netzwerkdrucker

richtet es als Warteschlangen ein.

Das Gerät kann außerdem zusätzliche

Netzwerkdienste übernehmen, etwa die

automatische Zuweisung von IP-Adressen

und Name Services beispielsweise

für Außenstellen ohne DHCP- und DNS-

Server, und lässt sich in die Benutzerverwaltung

des Windows Active

Directory integrieren. „Vor kur-

ROHA Software Support GmbH

Tel. +43 1 4196700

ROHA Software Support GmbH

Tel. +49 2224 96000-80

2B Consulting GmbH

Tel. +49 5921 81967-0

AFFIRMATIVE computer products GmbH

Tel. +49 6724 9304-0

Aia Deutschland GmbH

Tel. +49 6081 583606

AIA Software Schweiz GmbH

Tel. +41 41 7114432

AJE Consulting GmbH & Co. KG

Tel. +49 2672 9364-0

AURA Equipements

Tel. +33 1 69070145

Axel GmbH

Tel. +49 202 9460723

Beta Systems Software AG

Tel. +49 30 726118-0

CFT Consulting GmbH

Tel. +49 8234 9669-0

Clever Business Solutions

Tel. +44 870 7307773

Comline AG

Tel. +49 231 97575-0

Compart AG

Tel. +49 7031 6205-0

COSYS Ident GmbH

Tel. +49 5062 900-0

CSP GmbH

Tel. +49 6106 8407-0

CSW GmbH

Tel. +49 7021 98093-0

CSW Peripheriesysteme GmbH

Tel. +49 2157 12913-0

Dakoda Software GmbH

Tel. +49 5251 18087-0

Dell Computer GmbH

Tel. +49 69 9792-7000

DETEC GmbH

Tel. +49 6142 3575-0

Alle aktuellen Software-, Hardware- und

Dienstleistungsangebote finden Sie in unserer

Online-Datenbank. Wir haben für Sie

mehr als 4.600 Produkte von über 1.200

Anbietern zusammengestellt, die von den

Anbietern ständig aktuell gehalten werden.

www.midrange-solution-finder.de

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

45


marktübersicht

Thin Clients, Printserver, Output

Anbieterübersicht

doX APPLIED TECHNOLOGY

Tel. +43 1 9831391

Edimax Technology Europe BV

Tel. +31 499 377344

F+L SYSTEM AG

Tel. +41 71 75752-52

FC Franconia Computer GmbH

Tel. +49 2224 96000-65

GÖRING iSeries Solutions

Tel. +49 7251 989512

Gräbert Software + Engineering GmbH

Tel. +49 30 896903-33

Group 1 Software GmbH

Tel. +49 89 462387-0

Hewlett-Packard GmbH

Tel. +49 89 998952-963

IBM Deutschland GmbH

Tel. +49 711 785-0

IGEL Technology GmbH

Tel. +49 421 52094-0

levigo systems gmbh

Tel. +49 7031 4161-10

Lexmark Deutschland GmbH

Tel. +49 6074 488-0

Liscon GmbH

Tel. +43 04346 3890298

Meinikat GmbH

Tel. +49 5037 3000127

menten GmbH

Tel. +49 2202 2399-0

Microplex Printware AG

Tel. +49 4451 9137-0

msgi Märkische Service-GmbH

Tel. +49 2932 9613-0

Multi-Support Deutschland AG

Tel. +49 40 650622-0

Neopost AG

Tel. +41 55 251-3100

NewServ AG

Tel. +41 52 224044-0

Tel. +43 1 8794327

Noichl IT-Management

Tel. +49 2403 96197-40

PFB GmbH

Tel. +49 271 405779-0

Pfeil GmbH

Tel. +49 681 37985-0

Print & More Logistics GmbH

Tel. +49 2157 875564-0

Printronix Deutschland GmbH

Tel. +49 69 829706-0

ProfiForms Projekt GmbH

Tel. +49 7033 3012-0

Prout Software GmbH

Tel. +49 6151 930-6

PSi Laser GmbH

Tel. +49 271 31387-0

zem rief ein Mitarbeiter eines

kleinen Standortes an, weil er

Fragen zur Installation eines Druckertreibers

hatte. Während unseres Gesprächs

stellte sich heraus, dass er bis

dahin die gesamte Inbetriebnahme und

Konfiguration des ISD300 allein bewältigt

hatte und sehr gut klar kam,“ erzählt

Schickling und ergänzt: „So gesehen

ist es ein gutes Zeichen, wenn wir

keine Help-Desk-Calls bekommen.“

Bequemes Management von

Druckertreibern

A propos Druckertreiber: Die Möglichkeit

einer zentralen Verwaltung aller

Druckertreiber lag Schickling ganz

besonders am Herzen. Immerhin über

80 Druckertreiber sind insgesamt bei

Evonik in Gebrauch. Die Appliance von

HP war bereits ab Werk mit allen relevanten

HP-Treibern ausgestattet, die

einfach nach Bedarf auf die jeweiligen

PCs und Notebooks geladen werden

konnten. Mit dem Einsatz des ISD300

muss Schickling nicht auf diesen Komfort

verzichten, denn es verfügt über

das für Windows entwickelte „Pointand-Print“-Verfahren:

Alle notwendigen,

Point-and-Print-fähigen Treiber

für die vorhandenen Netzwerkdrucker

werden auf die Print Appliance geladen

und stehen für jeden Client nach Bedarf

zum einfachen Download bereit.

Updates für die Druckertreiber werden

je nach Client-System sogar automatisch

verteilt, was den Administrationsaufwand

deutlich verringert. Für

Administratoren bedeutet dies eine

Erleichterung, da alle Aufgaben der

Treiberinstallation an einer zentralen

Stelle – der Print Appliance – ansetzen.

Sie müssen sich nicht mehr um jeden

PC einzeln kümmern. Um für den

Netzwerkdruck bei Evonik auch die

sogenannten „erweiterten Druckfunktionen“,

beispielsweise den Duplex-

Druck, N-Up-Drucken, das Drucken von

Wasserzeichen, individuell definierte

Formateinstellungen etc. optimal verfügbar

zu machen, entwickelte SEH ein

spezielles Software-Plugin, das „CSR

Plugin“. „Diese Druckfunktionen werden

bei uns recht häufig genutzt, daher

war uns dieses Leistungsmerkmal wichtig,“

erläutert Schickling. SEH hat dieses

Plugin mittlerweile standardmäßig

in die Software-Ausstattung des ISD300

integriert. „Die Entwicklung des CSR

Plugins für die Bedürfnisse der Evonik

ist ein Beispiel dafür, wie besondere

Anforderungen aus einer Kundensituation

in die Weiterentwicklung unserer

Netzwerkdrucklösungen einfließen

können,“ unterstreicht Thorsten Kilian,

Produkt Manager SEH.

Fazit

„Weil sich das Intelligent Spooling Device

ISD300 so einfach installieren,

konfigurieren und bedienen lässt, ist

diese Lösung in Hinsicht auf Wartungsund

Personalkosten für uns auf jeden

Fall sehr günstig,“ stellt Schickling

zufrieden fest. Softwarelizenzen fallen

auch nicht an und was die Hardware

betrifft, verursacht die Appliance keine

weiteren Kosten für Peripheriegeräte

(Maus, Tastatur, Monitor), wie sie beispielsweise

für einen Windows-Server

als Druckserver anfallen würden.

Was den Stromverbrauch angeht,

so ist das Gerät äußerst genügsam und

kommt mit zehn Prozent dessen aus,

was ein richtiger Server oder PC an

gleicher Stelle verschlingt. Für Evonik

zahlt sich der Einsatz dieser Netzwerk-

Appliance also gleich mehrfach aus, da

sie äußerst effizient und transparent für

die Verfügbarkeit aller Druckdienste

sorgt, den Netzverkehr und die Server-

Ressourcen entlastet und für den Notfall

ein schnelles und sicheres Back-Up

bereit hält. Allein in Deutschland sind

bei Evonik schon über 30 Geräte im

Einsatz – Tendenz steigend. Und auch

weltweit hat die Appliance bei Evonik

ihren Siegeszug längst angetreten. ó

SEH Computertechnik GmbH, Bielefeld

www.seh.de

46

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Alukönigstahl setzt beim Output auf Roha

Moderner Faxen

Alukönigstahl ist ein auf modernste Technik und Fortschritt

ausgerichtetes Unternehmen, das seinen Kunden und

Partnern aus der Bauwirtschaft und dem Anlagen- und

Maschinenbau Systeme von international führenden Herstellern

genauso wie Eigenentwicklungen bietet.

Der 1864 gegründete Familienbetrieb

umfasst heute insgesamt 13

Unternehmen in Europa und ist die

zentrale Drehscheibe der europäischen

Aktivitäten im Bereich Aluminium- und

Stahlprofilsysteme sowie Stahlhohlprofile,

in der alle Stärken für den Erfolg

seiner Kunden gebündelt sind.

Die Anforderungen

Das Unternehmen war auf der Suche

nach einer iSeries/i5-basierten Lösung,

um Dokumente wie Frachtbriefe,

Rechnungen, Auftragsbestätigungen,

Angebote, Bestellungen etc. nicht nur

auf einem einfachen Laserdrucker drucken,

sondern auch gleich direkt als

Fax versenden zu können. Dabei war

selbstverständlich besonders wichtig,

zeitgemäße Layouts mit Grafiken wie

z. B. dem Firmenlogo erstellen zu können.

Um die bisherige Trial-&-Error-Methode

bei der Gestaltung der iSeries/

i5-Formulare abzulösen, bot sich das

VFL-Modul (Visual Forms Language)

des Output-Allrounders SpoolMaster

besonders an. Seine Fähigkeit, verschiedene

Schriftgrößen, Tabellen und

Linien direkt auf dem PC für iSeries/i5

Systeme im WYSIWYG-Modus konfigurieren

zu können, stellte die Lösung für

die Anforderungen dar.

Für einen Konzern dieser Größe

ist eine zuverlässige Output-Lösung,

die den Mitarbeitern die Arbeit in allen

Output-Management-Belangen erleichtert,

unverzichtbar. Alukönigstahl

vertraut deswegen in Sachen Output-

Management auf SpoolMaster 5.1, der

sich für alle speziellen Anforderungen

des Unternehmens eignet. Das neue

„Mail/400“-Modul etwa ermöglicht,

dass iSeries/i5-generierte Dokumente

problemlos direkt als Fax bzw. als Mail

versendet werden können. Das erleichtert

den Workflow deutlich und spart

Druckkosten und Zeit bei der Abwicklung.

Implementierung und Features

Die Installation war erwartungsgemäß

ein unkomplizierter Schritt zur Lösung

der Aufgabenstellung. Insbesondere

deswegen, weil es bei einem SpoolMaster-Upgrade

nicht notwendig ist, bestehende

Programme anzupassen. Die

modulare Anwendung fügt sich problemlos

in das bestehende System ein

und kann bei Bedarf jederzeit erweitert

werden.

Der neue SpoolMaster 5.1 bietet neben

den bereits erwähnten Lösungen

noch einiges mehr. Zum Beispiel ist

die gesetzeskonforme Archivierung im

PDFA-Format genauso möglich wie die

Erzeugung von nicht änderbaren TIFF-

Grafiken. Ein neues System zum Installieren

von PTFs erleichtert darüber

hinaus die Wartung.

ó

ROHA Software Support GmbH, Wien (A)

www.roha.at

Anbieterübersicht

Pyxis Consulting Group GmbH

Tel. +49 6198 5933-30

QKom GmbH

Tel. +49 2607 1012

SA.S.S. Datentechnik AG

Tel. +49 6182 7865-0

SCHLEICHER System AG

Tel. +49 6145 9577-0

SEAL Systems AG

Tel. +49 9195 926-0

SEH GmbH

Tel. +49 521 94226-0

SIRIUS ITC AG

Tel. +41 71 3140-200

SMC Networks GmbH

Tel. +49 89 928610

Solitas Informatik AG

Tel. +41 81 75555-00

Sphinx Connect GmbH

Tel. +49 711 72875750

StreamServe GmbH

Tel. +49 6172 2888-0

SWP Software Partner

Tel. +49 2251 866965-8

SYMTRAX S.A.

Tel. +33 46 60454-22

SysPrint AG

Tel. +41 44 7302345

ThinPrint GmbH

Tel. +49 30 39493-10

Toolmaker Software GmbH

Tel. +49 8191 968-0

transtec AG

Tel. +49 7071 703-0

UBR GmbH

Tel. +49 228 98352-0

Vanquish GmbH

Tel. +49 441 340498-0

VEDA GmbH

Tel. +49 2404 5507-0

VEDA (Switzerland) AG

Tel. +41 52 342-0212

Wien Computer Expert GmbH

Tel. +49 40 535707-0

WS Datenservice Zentrale und Technik

Tel. +49 7334 92198-0

Zebra Technologies Europe Ltd.

Tel. +49 2159 6768-0

ZS Computer Service GmbH

Tel. +49 641 97921-0

CLICK to

www.midrange.de

Eine Übersicht aller uns bekannten

Anbieter und deren Produkte mit ihren

vergleichbaren Merkmalen finden Sie

in der aktuellen Online-Ausgabe.

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

47


marktübersicht

Thin Clients, Printserver, Output

Virtuelle Desktops senken Energiekosten im Call Center

Die richtige Strategie

Die Telcon GmbH setzt bei der Unternehmensexpansion auf Desktop-Virtualisierung:

Um mehr als 70 neue Arbeitsplätze möglichst schnell in Betrieb nehmen zu können,

entschied man sich, die Benutzer-Desktops zentral mit Citrix XenDesktop bereitzustellen.

Die Telcon GmbH bietet Inboundund

Outbound-Services für die

Kundenbetreuung und den Vertrieb

von Finanzprodukten an. In den vergangenen

Jahren ist Telcon so stark

gewachsen, dass die vorhandenen

Räumlichkeiten in der Firmenzentrale

schließlich nicht mehr ausreichten: Die

Geschäftsführung beschloss daher, zusätzlich

zu den 280 Arbeitsplätzen in

Saarbrücken eine Niederlassung mit

70 weiteren Arbeitsplätzen in Kaiserslautern

zu eröffnen, die innerhalb von

nur drei Monaten ihre Arbeit aufnehmen

sollte. Die Anwender in der neuen

Niederlassung sollten von Saarbrücken

aus mitbetreut werden.

Die neue Desktop-Strategie

Vor diesem Hintergrund begannen die

Verantwortlichen, die bisher verfolgte

Desktop-Strategie grundsätzlich zu

überdenken. In Saarbrücken nutzte Telcon

bisher eine weitgehend dezentral

ausgerichtete Client-Infrastruktur: An

den Arbeitsplätzen standen Standard-

PCs mit lokal installierten Geschäftsanwendungen.

Gemeinsam mit dem

IT-Partner C-CS und dem Systemhaus

Fritz & Macziol evaluierte Telcon unterschiedliche

Lösungsalternativen und

entschied sich schließlich, erstmals den

Weg der Desktop-Virtualisierung zu gehen:

Statt lokal auf den einzelnen Endgeräten

sollten die Benutzer-Desktops

für den neuen Standort auf zentralen

Servern eingerichtet und den Mitarbeitern

über das Netzwerk bereitgestellt

werden.

Desktop-Virtualisierung

„Bei der Planung der Lösung stellten

wir schnell fest, dass der Erfolg eines

Desktop-Virtualisierungs-Projekts sehr

stark vom Zusammenspiel unterschiedlicher

technologischer Komponenten

abhängt“, erläutert Oliver Fuchs, Projektleiter

bei C-CS. „Genau aus diesem

Grund fiel letztlich die Entscheidung

für den Einsatz von Citrix XenDesktop:

Die Lösung bringt alle benötigten

Bausteine für die Virtualisierung und

das zentrale Management von Desktops

und Applikationen bereits mit. So

konnten wir die Implementierung auch

tatsächlich innerhalb des vorgesehenen

Zeitraums abschließen.“

Für das Hosting der virtuellen Desktops

nutzt C-CS die integrierte XenServer-Komponente

von XenDesktop: Als

XenServer-Hosts dienen drei IBM Server

System x3650 mit Dual-Quadcore-

Prozessoren und jeweils 18 GB RAM.

Die Umgebung wurde so dimensioniert,

dass die Mitarbeiter auch beim Ausfall

eines Host-Rechners problemlos auf

den beiden verbleibenden Servern

weiterarbeiten können. Alle virtuellen

Desktops greifen auf ein Standard-

Image von Windows XP SP2 zurück,

das über die Provisioning-Komponente

zur Verfügung gestellt wird. Die Administratoren

müssen so nur eine einzige

Betriebssysteminstanz für alle User mit

Patches und Updates aktuell halten.

Die Bereitstellung der benötigten

Geschäftsanwendungen erfolgt über

die integrierte Application Streaming-

Technologie: „Die Mitarbeiter von

Telcon arbeiten nicht nur mit Standardapplikationen

– häufig bringen die

Kunden aus der Finanzbranche auch

selbstentwickelte Programme mit, die

dann im Call Center für die jeweiligen

Projekte eingesetzt werden müssen.

Die Streaming-Technologie ist das perfekte

Verfahren, um diese Spezialanwendungen

zentral zu verwalten und

sicher in einer isolierten Umgebung auf

dem virtuellen Desktop auszuführen“,

so Oliver Fuchs.

An den neuen Arbeitsplätzen kommen

heute ausschließlich IGEL Thin

Clients zum Einsatz. Da diese keine

beweglichen Bauteile besitzen, sind sie

praktisch geräuschlos, dazu kommt der

deutlich geringere Energieverbrauch:

Die Thin Clients benötigen nicht nur

wesentlich weniger Strom als herkömmliche

PCs, XenDesktop sorgt auch dafür,

dass die Desktops nach Dienstschluss

automatisch heruntergefahren und am

Morgen wieder pünktlich gestartet werden:

Rund 5.000 Euro kann Telcon nach

Berechnung von C-CS pro Jahr bei den

Energiekosten einsparen: „Die Investition

in die virtuelle Desktop-Lösung

amortisiert sich damit innerhalb von

weniger als drei Jahren alleine durch

die niedrigere Stromrechnung“, sagt

Jörg Roth. „Die enormen Kostenvorteile

durch den reduzierten Administrationsaufwand

sind dabei noch gar nicht

berücksichtigt.“.

ó

Citrix GmbH, Hallbergmoos

www.citrix.de

48

MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


Reale Vorteile in einer virtuellen Welt

Desktop-Virtualisierung

Spontan den Computer-Arbeitsplatz wechseln und dabei die persönliche Arbeitsumgebung

mit allen Applikationen und Einstellungen mitnehmen, ohne sich langwierig ab- und

anmelden zu müssen Hier kann das Konzept der Desktop-Virtualisierung Sinn machen.

Mit Hilfe einer Virtualisierungssoftware

werden das Betriebssystem

und die Applikationen einer Arbeitsstation

von der darunterliegenden Hardware

komplett entkoppelt. Es entstehen

virtuelle PCs. Die komplette Desktop-

Umgebung wird dann ins Rechenzentrum

auf zentrale Server verlagert. In

einem zweiten Schritt wird meist der

PC am Arbeitsplatz durch einen Thin

Client ersetzt.

Diese gibt es auch als Ultra-Thin

Clients, so z. B.von Sun. Der Vorteil

hier: Das Fehlen eines Betriebssystems

sowie lokal installierter Anwendungen

beseitigt Administrationsaufwand am

Endgerät komplett. Der Verzicht auf

bewegliche Komponenten, wie Festplatten,

Laufwerke und Lüfter, führt zu

einer extrem geringen Anfälligkeit für

Hardware-Defekte. Der geringe Energieverbrauch

spricht ebenfalls für sich:

Je nach Anbieter und Modell sind dies

zum Beispiel nur 10 Watt inklusive

Serveranteil, also die Energie, die der

Server für den Betrieb der „Arbeitssitzung“

des Anwenders benötigt. Der

Einsatz von Thin Clients ist folglich

für Firmen interessant, die den klassischen

Herausforderungen am PC (hohe

Servicekosten/Energieverbrauch)

neue Konzepte entgegensetzen wollen.

Besonders geeignet sind Arbeitsplätze

in Banken, Versicherungen, Behörden,

und Krankenhäusern. Iris Musiol ó

Sun Microsystems GmbH, Kirchheim-

Heimstetten

www.sun.de

Service 02/2010

inserenten

Avenmum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

www.avenum.com

Bytware. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

www.bytware.com

EPOS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

www.eposgmbh.com

itartis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

www.itartis.ch

ITP VERLAG . . . . . . . . . . . . . . . . 2, 11, 51

www.midrange.de

Lawson . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

www.lawson.com

oxaion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

www.oxaion.de

RoHa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

www.roha.at

Solitas. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

www.solitas.com

Toolmaker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52

www.toolmaker.de

WMR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

www.wmr.at

autoren

Reto Bachmann. . . . . . . . . . . . . . . . . 26

reto.bachmann@quest.com

Andreas Bechter . . . . . . . . . . . . . . . . 31

andreas_bechter@symantec.com

Holger Böge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

holger.boege@brlnet.com

Wolfgang Cabolet . . . . . . . . . . . . . . . 27

w.cabolet@interface-pr.com

Ulrich Lenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

ulrich.lenz@stratus.com

Stefan Maas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

stefan.maas@axel.com

Rolf Mathis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

info@continum.net

Marco Metzlaff . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

marco.metzlaff@libelle.com

Markus Moser. . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

mmoser@pheron.com

Iris Musiol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

iris.musiol@sun.com

Carmen Rasche. . . . . . . . . . . . . . . . . 38

carmen.rasche@eposgmbh.com

Michael Scheffler . . . . . . . . . . . . . . . 20

info-ceu@websense.com

Raimund Schlotmann . . . . . . . . . . . . 36

info@itella.de

Anja Tschentscher . . . . . . . . . . . . . . 32

anja.tschentscher@brlnet.com

Oliver P. van der Linden . . . . . . . . . . 35

info@crossgate.de

Jaqueline Wolff . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

info.de@streamserve.com

genannte firmen

AXEL GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

www.axel.com

Citrix GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

www.citrix.de

Continum AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

www.continum.net

Internationaler Controllerverein. . . . 32

www.controllerverein.de

Crossgate AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

www.crossgate.de

CSS GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

www.css.de

Fritz & Macziol GmbH . . . . . . . . . . . . 29

www.fum.de

IBS GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

www.ibs.net/de

Itella GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

www.itella.de

Lawson Software GmbH . . . . . . . . . . 29

www.lawson.com

Libelle AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

www.libelle.com

NTT Europe GmbH . . . . . . . . . . . . . . 27

hosting.verio.de

pheron GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

www.pheron.com

Quest Software GmbH . . . . . . . . . . . 26

www.quest.com

Roha GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

www.roha.at

SEH GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

www.seh.de

Stratus Technologies GmbH . . . . . . . 22

www.stratus.de

StreamServe GmbH . . . . . . . . . . . . . 37

www.streamserve.com

Sun Microsystems GmbH . . . . . . . . . 49

www.sun.de

Symantec GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . 31

www.symantec.com

T.S.P. GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

www.tsp-gis.de

Websense GmbH . . . . . . . . . . . . . . . 20

www.websense.com

02/2010 · MIDRANGE MAGAZIN

49


SERVICE

GLOSSE

VORSCHAU

Logistik ist mehr

Unsere Wirtschaftsunternehmen haben sich in den letzten Jahrzehnten

immer tiefer spezialisiert und zum Überfluss auch noch räumlich

auseinanderentwickelt. Eine wahre Herausforderung für die Fertigungsindustrie,

die heutzutage aufgrund ihrer geringen Fertigungstiefe,

ja schon fast zum reinen Assemblierer verkommt. Dabei verlangen die

Nachfragemächtigen, seit Toyota in den 50er Jahren die Just-in-Time-Lieferung

erfunden hat, nicht mehr einfach nur das Ankarren einer bestellten

Menge in einer definierten Qualität zu einem definierten Lagerort.

Nein, es muss genau dorthin

geliefert werden, wo das Erzeugnis

im Rahmen der Fertigung

gebraucht wird. Bevorratung

wurde abgeschafft, Lageristen

sind inzwischen in der

Fertigungsindustrie eine aussterbende

Spezies. Das Lager

befindet sich auf Achse und

verstopft unsere Autobahnen.

Es gehört nicht viel Phantasie

dazu, um zu begreifen, dass

hier an allen Ecken und Enden

enorme logistische Qualitäten

erforderlich sind. Es geht deshalb schon lange nichts mehr ohne Kollege

Computer. Er verständigt sich bereits frühzeitig via (Web)EDI und XML

mit seinen Counterparts innerhalb der Lieferkette und steuert. Begünstigt

durch diese IT-Unterstützung, entwickelte sich in den letzten Jahren

das Konzept der Just-in-Sequence-Produktion (JIS) zur Hochform. Hier

wird nicht mehr nur an die Verwendungsstelle geliefert, sondern die Teile

müssen reihenfolgensynchronisiert serviert werden. Eine beliebte Herausforderung,

ohne die man beispielsweise mit Variantenfertigern kaum

mehr ins Geschäft kommen kann. Sind Sie darauf vorbereitet kdj ó

MIDRANGE MAGAZIN 03/2010

erscheint am 16. 2. 2010

SCHWERPUNKT

Anwendungsmodernisierung,

Changemanagement

Das Modernisieren bewährter Anwendungen

beinhaltet mehr als eine andere

GUI, häufig müssen auch neue Schnittstellen

für das Web und die mobile Anbindung

geschaffen werden.

ERP für den Mittelstand

Die individuellen Anforderungen eines

Mittelständlers lassen sich mit einer

Standardlösung meist nicht vollständig

abdecken. Die Lösung muss also flexibel

anpassbar sein und trotzdem bezahlbar

bleiben.

MARKTÜBERSICHT

Logistik: Lager, Transport, Zoll

In der Marktübersicht präsentieren wir

Ihnen eine Übersicht der Anbieter sowie

Fachartikel und Anwenderbeiträge zu

den Themen Lager, Transport und Zoll.

Pkline, iStockphoto.com

IMPRESSUM

MIDRANGE MAGAZIN

ISSN 0946-2880

Herausgeber: Klaus-Dieter Jägle

REDAKTION

Telefon +49 8191 9649-26

E-Mail redaktion@midrange.de

Thomas Seibold (T.S.) (V.i.S.d.P.), Martina

Weber (MW), Irina Hesselink (I.H.), Klaus-Peter

Luttkus (KPL), Klaus-Dieter Jägle (kdj), Robert

Engel (R.E.), Jörg Zeig (J.Z.)

ANZEIGEN

Brigitte Wildmann

Telefon +49 8191 9649-24

E-Mail brigitte.wildmann@midrange.de

TECHNISCHE REDAKTION

Robert Engel, Telefon +49 9563 74060

Jörg Zeig, Telefon +49 2732 892491

LEKTORAT

Text Lift, Thomas Gaissmaier

Michaela Ogorelica

Bezugspreis (Jahresabo):

Inland € 149,– inkl. MwSt., Ausland € 169,–

Erscheinungsweise: 12 Ausgaben pro Jahr

Gültige Anzeigenpreisliste:

Media-Daten Nr. 20/2010

Urheberrecht: Alle im MIDRANGE MAGAZIN

erschienenen Beiträge sind urheberrechtlich

geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen,

vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher

Art, ob Fotokopie, Mikrofilm oder Erfassung

in Datenverarbeitungsanlagen, nur mit schriftlicher

Genehmigung des Verlages. Hiervon

ausgeschlossen sind abgedruckte Programme,

die dem Leser zum ausschließlich eigenen Gebrauch

zur Verfügung stehen. Aus der Veröffentlichung

kann nicht geschlossen werden, dass die

beschriebene Lösung oder verwendete Bezeichnung

frei von gewerblichen Schutzrechten ist.

Haftung: Für den Fall, dass im MIDRANGE

MAGAZIN unzutreffende Informationen oder in

veröffentlichten Programmen oder Schaltungen

Fehler enthalten sein sollten, kommt eine Haftung

nur bei grober Fahrlässigkeit des Verlages

oder seiner Mitarbeiter in Betracht.

Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Für unaufgeforderte Einsendungen aller Art

übernimmt der Verlag keine Haftung. Bei Nichtbelieferung

im Fall höherer Gewalt, bei Störung

des Betriebsfriedens, Arbeitskampf (Streik,

Aussperrung) bestehen keine Ansprüche gegen

den Verlag.

VERLAG

ITP VERLAG GmbH

Kolpingstraße 26, D-86916 Kaufering

Telefon +49 8191 9649-0

Fax +49 8191 70661

E-Mail service@midrange.de

Internet www.midrange.de

Gesellschafter: U. E. Jäkel

Geschäftsführer: Klaus-Dieter Jägle

Marketing: Klaus-Dieter Jägle

Abonnentenservice: Telefon +49 8191 9649-25

Bankverbindungen Deutschland:

Landsberg-Ammersee Bank eG

Konto-Nr. 5137 500, BLZ 700 916 00

Bankhaus Reuschel & Co.

Konto-Nr. 1163 103, BLZ 700 303 00

PRODUKTION

Satz und Druckvorstufe: Michael Schnürer,

Popp Media Service, Augsburg

Druck: Joh. Walch GmbH, Augsburg

Cartoon: Baaske Cartoons, Müllheim

Mitglied der Informationsgemeinschaft

zur Feststellung

der Verbreitung

von Werbeträgern e.V.

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MIDRANGE MAGAZIN · 02/2010


ACADEMY

DB2-Funktionen

für Profis

Wie Sie die eingebauten Funktionen der Datenbank nutzen

Auch die DB2 ist heute nicht mehr nur Datenspeicher. Genau wie andere

Datenbanken auch, verfügt die DB2 über eingebaute Funktionen und Intelligenz.

Für die Programmierung und für Abfragen bringt die Nutzung dieser Möglichkeiten

deutlich mehr Effektivität, weil traditionelle Tätigkeiten entfallen.

Sie sollten diesen Workshop besuchen, falls Sie…

die neuen Möglichkeiten Ihrer Datenbank wirklich nutzen möchten

Ihre wertvolle Zeit nicht mit Routinecodierungen vergeuden möchten

moderne Abfragen und zeitgemäße Anwendungen schreiben möchten

am Erfahrungsaustausch mit dem Referenten und den Kollegen interessiert sind

Aus dem Inhalt:

Komplexe Abfragetechniken

Joins

Subqueries

Common Tabel Expressions

Rekursive Abfragen

Funktionen

SQL Built-In Functions

OLAP Functions

SQL User defined Functions

Referent: Klaus-Peter Luttkus

Ort Termin WS-Nr.

Frankfurt 27. 1. 2010 5401005

Hamburg 8. 3. 2010 5401001

Köln 9. 3. 2010 5401002

Stuttgart 10. 3. 2010 5401003

München 11. 3. 2010 5401004

Basel 23. 6. 2010 5401006

Anhand eines Datawarehouses werden

die verschiedensten Abfrageformen

demonstriert. Alle gezeigten SQL-

Abfragen werden den Teilnehmern als

Quell-Code zur Verfügung gestellt.

Gleich anmelden: online unter www.midrange-academy.com oder per Fax +49 8191 70661

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1. Teilnehmer Name Workshop-Nummer

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2. Teilnehmer Name Workshop-Nummer

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Teilnahmegebühr pro Person / Workshop

Personen bzw. Grundpreis Frühbucher + Abonnent

Workshops

(1 Monat vorher)

1 549,— € 499,— € 474,05 €

2 499,— € 449,— € 426,55 €

3 449,— € 399,— € 379,05 €

Den Preisen ist die gesetzliche Mehrwertsteuer hinzuzurechnen.

Die Teilnahmegebühr enthält die Verpflegung tagsüber inkl. Mittagsessen

und Pausenerfrischungen. Sie erhalten nach Eingang

Ihrer Buchung die Anmeldebestätigung/Rechnung mit Angaben

über Termine und Veranstaltungsort. Ausgabe der Unterlagen ab

8.30 Uhr, Veranstaltungsbeginn um 9.30 Uhr. Änderungen vorbehalten.

ITP VERLAG GmbH Kolpingstraße 26, 86916 Kaufering, Tel. +49 8191 9649-0, Fax +49 8191 70661, service@midrange.de www.midrange.de


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