Historische Tatsachen - Nr. 15 - Udo Walendy

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Historische Tatsachen - Nr. 15 - Udo Walendy

DerBeim Lesen dieser Literatur muß man zweifellos einschocksicheres Nervenkostüm haben, denn bisher enthülltenuns die Holocaust-Historiker stets, daß "bis EndeOktober 1944" die in Massen herangefahrenen Häftlingetäglich bis zu 25.000 vergast und spurlos verbranntwurden bei verdunkeltem Regionalhimmel. Nun aufeinmal "massenhafter Abtransport von Häftlingen perBahn" und auch per Fußmarsch ab August 1944!Aber man hat sich ja schon daran gewöhnt: Prüftman die Einzelheiten, so paßt das alles nicht zusammen.4.Am 18. Januar 1945 traten die Insassen des Zigeunerlagerszum Abmarsch an (S. 191). Also lebten sieoffenbar noch. Bisherigen Berichten zufolge sollen siedoch schon alle umgebracht worden sein!5.Im Lagerkomplex Auschwitz von den Russen lebendvorgefundene Häftlinge: 7.650. Dies ist die sowjetamtlicheZahl.Frau Margareta Glas-Larsson und ihr Mann habenbeide überlebt, worüber sich auch Herr Professor Botzwundert, meinte er doch, daß zumindest der beinamputierteMann als Jude "allein aus diesem Grund vonvornherein ein Kandidat zur Selektion war" (S. 51).Über den guten Ernährungszustand von Frau Margaretabei der Befreiung wunderten sich sogar die Russen (S.198), das war die Zeit, da "die Erinnerung neuerlichzeitlich klar strukturiert" wurde.Das im o.a. Buch auf S. 144 abgebildete "Foto" mitder Unterschrift:"Überlebende eines medizinischen Experiments in Auschwitz,nach der Befreiung 1945"————————————————————————ist eine längst als Bildfälschung nachgewiesene Fotomontage.Siehe "Bild'dokumente' für die Geschichtsschreibung",Vlotho 1973, S. 23 und "Europa in Flammen1939 - 1945" Bd. II, Vlotho 1967, Bildteil S. 32 -33. Der Herr Professor Botz, aber auch der MoldenVerlag haben selbst 15 Jahre nach diesem Fälschungsnachweisnoch die Stirn, ein solches Bild als echt, alshistorisch authentisch auszugeben! Aber diese Art der"geistigen Auseinandersetzung" ist ebenfalls hinlänglichbekannt für den Gesamtbereich der deutschen "Vergangenheitsbewältigung"und der mit ihr begründeten politischenZielkonzeption.Weg, den wir gingenEin weiteres "Erinnerungsbuch", wenn auch schonaus dem Jahre 1961, und zwar in Brüssel (im VerlagCodac Juifs, B.P. 48, Bruxelles-Ixelles-1) erschienen, istdas von Bernard Klieger, "Der Weg, den wir gingen".Gleiche Merkmale: Nahezu durchgängig unkonkreteBehauptungen, die weder bewiesen noch widerlegt werdenkönnen, weil sie ohne Substanz sind, um so mehraber Stimmungseffekte auslösen (sollen? ). "5 MillionenTote in Auschwitz" (S. 17) — eine Million mehr alsselbst der Papst für richtig befand! —, "ab und zupassierte es, daß man ganze Transporte aus Zeitmangellebend in die Scheiterhaufen jagte" (S. 22), "die Schornsteineder Krematorien rauchten Tag und Nacht, Tausendewurden täglich vergast und verbrannt" (S. 22), —derlei Aussagen kennzeichnen den Duktus dieses Überlebenden.Gemessen an diesen unqualifizierten "Enthüllungen"könnte man das ganze Buch vergessen.Doch dieser Überlebende schildert als Augenzeugevon Auschwitz-Birkenau auch Sachverhalte, die für denHistoriker bedeutsam sind, bedeutsam vor allem auchdeswegen, weil diesem überlebenden ehemaligen Häftlingnicht nachgesagt werden kann, er beschönige aus Sympathiefür den Nationalsozialismus Sachverhalte im Lager.So schreibt Bernard Klieger in seinem Buch "DerWeg, den wir gingen":"Jeder Block hatte, außer dem SS-Blockführer, einen Blockältesten,der Häftling war. Dieser hatte fast keine Arbeit, mußtenur beim allabendlichen Appell den Häftlingsbestand seinesBlockes melden. Seine Aufgabe war, sozusagen, nur rein repräsentativ.Er hatte ein eigenes, ziemlich luxuriös eingerichtetesZimmer, bekam bessere Verpflegung und trug Kleider, von erstklassigstenSchneidern angefertigt. (S. 14)Es gab dann noch eine ganze Anzahl anderer 'Prominenten' inAuschwitz, wie beispielsweise die Ärzte, die einem vorbildlichenKrankenhause vorstanden, und unter denen sich internationalberühmte deutsche, polnische und ungarische Professoren befanden.(S. 14)Mancher, der im Lager ein fürstliches Leben führte, konntesich nicht rühmen, ein gleiches Leben in der Freiheit geführt zuhaben. (S. 15)Der Mörtel, mit dem man die Ziegel band, wurde angerührtmit dem Blute der Häftlinge, und jeder Quadratzoll Erde, auf demdas Lager erstand, ist gedüngt mit dem Schweiße und dem Bluteder Zwangsarbeiter. Die Obercapos, Capos und Vorarbeiter feiertenOrgien. Ihre Stöcke und Knüppel sausten unbarmherzig aufdie Köpfe der Häftlinge nieder, sobald diese es wagten, auch nureinige Minuten zu verschnaufen. ...Endlich stand das Lager und - man muß es zugeben - es wargroßartig. Die einzelnen Stuben waren gut eingerichtet, in denObergeschossen waren große, luftige Schlafsäle erbaut worden,und vor allem: man hatte vorbildliche Wasch- und Toilettenräumeerrichtet. Man hatte ein Luxuslager erbaut. Straßen wurdenangelegt und gepflastert, Badebaracken und Desinfektionskammemaufgestellt, und die Häftlinge, die aus anderen KZ nach18

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