57. Herbstfest - bei Polizeifeste.de

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57. Herbstfest - bei Polizeifeste.de

PDLIZEIEIN ARTNERPKreisgruppe RecklinghausenG e w e r k s c h a f t d e r Po l i z e iGdP Party NachtPartytime für Bürger und Polizei26. Oktober 2013Stadthalle Oer-Erkenschwick


www.VDPolizei.de26.10.2013,19.00 UhrStadthalleOer-ErkenschwickPOLIZEI –Gewerkschaft der PolizeiKreisgruppe RecklinghausenDEIN PARTNERImpressumVerantwortlich für den redaktionellen Teil:xxxx Volkmar Seitz, RecklinghausenFotos: Die VerfasserNachdruck des redaktionellen Teils nur nachausdrücklicher Genehmigung des HerausgebersSämtliche hier veröffentlichte Anzeigen, die imKundenauftrag für die Drucklegung vom Verlaggestaltet wurden, sind urheberrechtlich geschützt.Nachdruck, Vervielfältigung und elektronischeSpeicherung ist nur mit Zustimmung des Anzeigenkundenund des Verlages erlaubt. Verstößehiergegen werden vom Verlag, auch im Auftragdes Anzeigenkunden, unnachsichtig verfolgt.Verlag, Anzeigenwerbung und Gestaltung:VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBHAnzeigenverwaltungEin Unternehmen der Gewerkschaft der PolizeiForststraße 3 a • 40721 HildenTelefon 02 11/71 04-0 • Telefax 02 11/71 04-174AV@VDPolizei.deGeschäftsführer:Bodo Andrae, Joachim KranzAnzeigenleiterin: Antje KleukerGestaltung und Layout: Jana KolfhausSatz und Druck:DTP Albersdruck & Druck GmbH & Co. KG, Düsseldorf© 2013GdP Party NachtGrußworteProgrammArtikelDanksagung2481605/2013/13VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH© 2011Anzeigenverwaltung


GrußwortVerehrte Gäste,liebe Kolleginnen und Kollegen,auf Beschluss ihres Vorstandes verabschiedetsich die GdP-Kreisgruppe Recklinghausennach über fünf Jahrzehnten vonihrem traditionellen Herbstfest.Dass sich das Format einer Galaveranstaltungoffenkundig überzeitigt hatte, waran den Besucherzahlen in den letzten Jahrenablesbar.Somit heißt es in diesem Jahr: Auf zu neuenUfern!Mit der GdP Party Nacht bieten wir nununseren Bürgerinnen und Bürgern undunseren Kolleginnen und Kollegen einehoffentlich zeitgemäße Veranstaltung an,Wir erhoffen uns, dass wir mit derGdP Party Nacht den richtigen Akzentgesetzt haben, um auch weiterhin inden nächsten Jahren zum guten Verhältniszwischen Bürger und Polizeibeitragen zu können.die peppiger und aufgelockerter daherkommensoll.Im Vergleich zum Herbstfest hat die GdPParty Nacht nunmehr ein bewusstgestrafftes Programm mit zwei Highlights,einem kabarettistischen und einem musikalischenTeil, die höchsten Ansprüchengenügen sollen – und das zu einem geringerenEintrittspreis.Die alte Zielsetzung der vergangenen Jahrebleibt dennoch. Wir, die Beschäftigtender Polizei, wollen in entspannter und ausgelassenerAtmosphäre gemeinsam mitunseren Bürgerinnen und Bürgern einenAbend verbringen, der uns die Sorgen desAlltags vergessen lässt und uns die Möglichkeitgibt, im Sinne unseres alten Mottos„Polizei – dein Partner“ unbeschwert aufeinanderzuzugehen.Wir erhoffen uns, dass wir mit der GdPParty Nacht den richtigen Akzent gesetzthaben, um auch weiterhin in den nächstenJahren zum guten Verhältnis zwischenBürger und Polizei beitragen zu können.Uns allen wünsche ich eine gelungene Partynachtvoller Spaß und überschäumenderFreude!Willi Puksic-HowerKreisgruppenvorsitzender2


GrußwortDieser Rahmen lädt dazu ein, sich mitPolizistinnen und Polizisten in entspannterAtmosphäre zu treffen undins Gespräch zu kommen.Sehr geehrte Damen und Herren,nach mehr als 50 Jahren feiert dieGewerkschaft der Polizei, KreisgruppeRecklinghausen, ihr jährliches Gewerkschaftsfesterstmals unter neuemNamen – GdP Party Nacht.Gerne nehme ich diese Gelegenheitwahr, um ein Grußwort an Sie als Besucherder GdP Party Nacht zu richten.In diesem Jahr erlebt das traditionsreicheHerbstfest eine Renaissance.Nicht nur mit neuem Namen, sondernauch mit einem neuen Konzept.Hauptact’s der Veranstaltung werdenmitreißende Livemusik und „komisches“Kabarett sein. Abgerundetwird die Feier mit leckeren Speisenund Getränken.Dieser Rahmen lädt dazu ein, sich mitPolizistinnen und Polizisten in entspannterAtmosphäre zu treffen und insGespräch zu kommen.Ich wünsche Ihnen allen eine beschwingteParty und einen vergnügten Abendsowie der Kreisgruppe Recklinghauseneine gelungene Veranstaltung.Friederike ZurhausenPolizeipräsidentin3


ProgrammGewerkschaft der PolizeiKreisgruppe RecklinghausenProgrammLIOBA ALBUSCOMEDY UND KABARETTJUST PINKPINK TRIBUTE BANDPARTY MIT DJ TOMWir wünschen allen Besucherndes heutigen Festabends froheStunden in beschwingter undheiterer Atmosphäre.4


ProgrammLIOBA ALBUSKABARETT ZWISCHEN FEIN UND GEMEINEine Frau für gewisse Stunden .... zärtlich wie Gilette, lieblichwie Domestos, trocken wie Allways ultra und vor allem eins:Saukomisch!5


ProgrammEUROPAS GRÖSSTE UND ERFOLG-REICHSTE P!NK-TRIBUTE-SHOWEine der aufwändigsten und professionellstenTribute-Show Produktionenin Europa und die weltweiteinzige ihrer Art mit Unterstützungdurch das Original!Das rundum stimmige Gesamtpaketvon JUST PiNK kann nur eine Aufschrifttragen:„100% P!NK!“7


GdPDIE JUBILAREHRUNG 2012Insgesamt 41 Kolleginnen und Kollegen der GdP-Kreisgruppe Recklinghausen wurden im letzten Jahrfür ihre 40- und 25-jährige Treue und Verbundenheitzur Gewerkschaft der Polizei geehrt.Im Bild von links die Jubilare 40 Jahre Mitgliedschaft:Kreisgruppenvorsitzender Willi Puksic-Hower, DieterRzadki, Nikolaus Pedoth, La.-Vors. Frank Richter,Gerhard Succolowsky, Lothar Fekonja, Martin Kulikowski,Rolf Denzel, Siegfried Becker, Jürgen Gellermann undRalf Müller.8


GdPIn diesem Jahr werden für40 bzw. 25 JAHREMITGLIEDSCHAFTin der Gewerkschaft der Polizei geehrt:Eduard Alberti, Thomas Beste, Werner Bierbach,Klaus Brock, Dieter Bross, Klaus Brüggemann,Karin Daut, Hans-Jürgen Engelmann, Manfred Fritsch,Eugen Gedzius, Renate Jordan-Koloska,Wolfgang Klatta, Theo Rabuda, Gerhard Vogtländer,Franz-Josef WisniewskiWolfgang Arndt, Haiko Arnold, Stephanie Bartnik,Ralf Donakowski, Martin Eikelschulte, Michael Heidrich,Hubert Kleimann, Peter Kretschmer, Markus Kurte,Andreas Kusch, Roger Leufgen, Rudolf Nawrot,Michael Obres, Olaf Pesarra, Iris Rost, Ludger Schmitt,Ralf Schulz, Norbert Sperling, Detlef Stange9


Rechtpressto gmbh, KölnWas darf man inseinen vier Wänden?Tipps für Nachbarn: Grillen,Lärm und GrundstücksgrenzenStreit unter Nachbarn muss nicht mit einem Mord enden wie im Juli 2010 inKrefeld: Die Polizei wurde gerufen, weil ein Mann den quakenden Frosch aufdem Nachbargrundstück erschossen hatte. Hier einige Tipps zur Rechtslage inHaus, Wohnung und Garten.Erlaubt und verboten inHaus und WohnungWas man in seiner Wohnung, in Haus undGarten tun darf und was nicht, regelt dasNachbarschaftsrecht. Dessen Inhalte sindLändersache und unterscheiden sich deshalbin wichtigen Details. Damit es erstgar nicht so weit kommt, dassdie Polizei eingeschaltet werdenmuss, gibt Ulrich Ropertz,der Pressesprecher des DeutschenMieterbundes (DMB),einige generelle Tipps überRechte und Regeln. Zum Beispielzu einem Klassiker unternachbarschaftlichen Streitthemen:Kinderlärm.Kinderlärm undTreppenhäuser10Torsten Schröder/Pixelio.deWer wegen nächtlichem Kindergeschreidie Polizei ruft, hatschlechte Karten: „WeinendeSäuglinge und Kleinkindermüssen die Nachbarn akzeptieren“,erklärt Ulrich Ropertz.Auch das normale Bewegenvon Kindern, Laufen undmanchmal auch Springen undTürenschlagen müssen dieNachbarn dulden. Je älter undvernünftiger die Kinder allerdingswerden, desto mehr kann man auchvon ihnen fordern, dass sie Rücksicht aufdie Nachbarn nehmen und ruhig sind.„Die Eltern stehen in der Verantwortung,dafür zu sorgen, dass die Wohnung nichtals Fußballplatz verwendet wird“, sagtRopertz.Nicht nur bei Geräuschen, auch bei visuellenMaßnahmen muss Rücksicht genommenwerden: Wer in einem Mehrparteienhausden Raum außerhalb seiner gemietetenvier Wände mit einem Bild oder einerTopfpflanze verschönern will, ist auf dasWohlwollen der Nachbarn und des Vermietersangewiesen. Einen Rechtsanspruchdarauf, das gemeinschaftlichgenutzte Treppenhaus nach eigenem Gustodekorieren zu dürfen, gibt es nicht. Entweder,der Vermieter gestaltet denGemeinschaftsraum nach seinen Vorstellungenoder die Mieter stimmen sichuntereinander ab. Anders ist das, besitztman ein eigenes Haus mit eigenem Garten:Wenn einem Nachbarn der japanischeKiesvorgarten oder die Bepflanzung derRabatten nicht gefällt, kann er rechtlichnichts dagegen unternehmen.Tür an Tür mitgiftigen TierenIn den Bundesländern Baden-Württemberg, Brandenburg,Hamburg, Nordrhein-Westfalenund Rheinland-Pfalz dürfenauch gefährliche und giftige Tiereprivat gehalten werden. Hiergibt es bis auf Artenschutzrichtlinienkeine Haltungsbeschränkung.Unabhängig von Tierschutzgesetzenist es mietrechtlichso, dass man den Vermieterdarüber informieren muss,wenn man exotische Tiere haltenwill. „Ich kann nicht einfach einKrokodil in die Badewannelegen, aber ein Kleintier im Terrariumdarf man halten, auchohne dass der Vermieter esweiß“, erklärt Ulrich Ropertz. Eskann also in einigen Bundesländernvorkommen, dass in derNachbarwohnung eine Giftspinneoder Würgeschlange gehaltenwird, ohne dass es der Vermieteroder die Nachbarn wissen.10


RechtGrillen und Sonnenauf dem Balkonwurde noch eine Geruchsbelästigung fürdie Nachbarn gibt.Der Balkon wird nicht nur dazu genutzt,um Würstchen zu brutzeln. Auch lässtsich hier gut ein Sonnenbad nehmen. Obder Anblick nackter Nachbarn einemgefällt oder nicht: „Es gibt keine Kleiderordnungfür den Balkon“, sagt UlrichRopertz. Erlaubt ist die Freikörperkulturdort und im eigenen Garten mietrechtlichschon – solange die Nachbarschaft darankeinen Anstoß nehmen kann und muss.Das heißt: „Wenn der Nachbar sich denHals verrenken muss, um einen dabei zubeobachten, dann ist das sein Problem.Etwas anderes ist es, wenn der Balkon,auf dem man sich nackt präsentiert, zueiner Hauptstraße raus geht und es dortzu Auffahrunfällen kommt.“ Man mussunterscheiden, ob das Sonnenbad denAnsatz von Privatheit hat oder ob es ehereine exhibitionistische Zurschaustellungist. Grundsätzlich geht es niemandenetwas an, wie man sich auf seinem Balkonoder auch in seiner Wohnungbewegt.Laute Musik undrauschende FesteBei Lärmbelästigung macht der Ton dieMusik: „Das Spielen eines Instruments inder Wohnung kann vom Vermieter nichtgänzlich verboten werden: Mieter habendas Recht, etwa zwei Stunden am Tag zumusizieren“, erklärt der Pressesprecherdes Mieterschutzbundes. Dabei gilt dasBetty/Pixelio.deEin heißes Eisen unter Nachbarn ist stetsauch das Grillen mit Kohle – vor allem inMehrfamilienhäusern mit Balkon.„Grundsätzlich darf man auf dem Balkon,der Terrasse und im Garten grillen – es seidenn, es ist ausdrücklich im Mietvertragverboten worden“, erklärt Ulrich Ropertz.Wenn es eine solche Regelung im Mietvertraggibt, zum Beispiel „Grillen mit Holzkohleverboten“, dann gilt dieses Verbotund man muss sich als Mieter daran halten.Sowohl Mieter als auch Wohnungseigentümermüssen zudem das jeweiligeLandesimmissionsschutzgesetz beachten.„Danach ist es eine Ordnungswidrigkeit,wenn Qualm in Nachbarwohnungendringt“, sagt Ropertz. Wenn also der Holzkohlegrillso viel Rauch entwickelt, dasser in Nachbarwohnungen zieht, ist dasverboten. Man darf also nur dann grillen,wenn es weder im Mietvertrag verbotenGebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.Das heißt: Man sollte so leise wie möglichsein. Wenn sich Nachbarn beschwerenund es zu einem Prozess kommt, versuchendie Gerichte, einen Kompromiss zufinden. Ulrich Ropertz weiß, wie diesermeist ausfällt: „In aller Regel geht er dahin,dass man bis zu zwei Stunden täglich aufdem Instrument spielen darf, sich mit den11


RechtOft wird die Polizeigerufen, um beiNachbarschaftsstreitigkeitenfür Ruhe undOrdnung zu sorgen.Spielzeiten aber an den Lebensgewohnheitendes Nachbarn orientiert.“ Dasbedeutet: Geübt wird bestenfalls dann,wenn der Nachbar nicht da ist, weil er zumBeispiel arbeitet.Weniger Freiheiten haben die Fans vonelektronischen Klängen: Hier kann undsollte man an seiner Musikanlage eineLautstärke einstellen, die auch für dieNachbarn verträglich ist. Bei lauter Musikgilt das gleiche wie beim Geräuschpegelvon Feiern: „Bis 22 Uhr ist das grundsätzlicherlaubt, danach gilt die Nachtruhe“,sagt Ropertz. Dann darf nur noch in geringerLautstärke gefeiert werden, elektrischeGeräte dürfen nur noch in Zimmerlautstärkebetrieben werden. Das bedeutet: Inder Nachbarwohnung darf so gut wienichts mehr davon zu hören sein. EinenUmkehrschluss kann aus der Nachtruheregelungallerdings nicht abgeleitet werden:„Man kann nicht bis 22 Uhr lärmen,auch hier gilt das Gebot der gegenseitigenRücksichtnahme“, erklärt Ulrich Ropertz.Eine bundesweit einheitlich geregeltegesetzliche Mittagsruhe gibt es nicht mehr,aber sehr wohl viele kommunale Verordnungen,an die sich der Mieter auch zuhalten haben. In manchen Mietverträgenist die Mittagsruhe noch für die Zeit zwischen12 und 15 Uhr vermerkt.Bäume, Teiche,GrundstücksgrenzenÄste, die vom Nebengrundstück bis überden eigenen Garten wachsen, können zumStreitpunkt zwischen Nachbarn werden.Wie nah an die Grundstücksgrenze Sträucher,Bäume und Hecken reichen dürfen,ist in den Nachbarschaftsgesetzen der Länderund in den Landesbauordnungenunter dem Stichwort „Grenzbebauung“genau geregelt. „Es gibt Fristen, bis wannich mich dagegen wehren muss, das istsehr unterschiedlich“, erklärt Ropertz.Eines darf ein Nachbar, egal in welchemBundesland, aber auf keinen Fall tun: sichin irgendeiner Form selbst am Baum seinesNachbarn zu schaffen machen, dessenÄste bis auf das eigene Grundstück reichen.Aber er kann gegebenenfallsAnsprüche auf einen Rückschnitt der Ästegeltend machen.Im eigenen Garten sollte man vor allemdarauf achten, den Teich ausreichend zusichern. Wer ein Gewässer auf seinemGrundstück hat, muss alle Vorkehrungentreffen, dass dort nichts passieren kann.Bedeutet in der Praxis: Den Teich oder dasgesamte Grundstück einzäunen unddamit Kindern unzugänglich machen.Streitschlichtung amGartenzaunGeraten Nachbarn in Streit, sollten sieerst einmal versuchen, die Meinungsverschiedenheitmit einem klärendenGespräch aus der Welt zu räumen, rätUlrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.„Jeder sollte sich erst einmal informieren,wie die Rechtslage ist, damit ernicht mit irgendeinem Irrglauben auf denNachbarn losgeht.“ Kann keine Einigungerzielt werden, können sich die Nachbarnan Schiedsstellen oder Mediatorenwenden. Das Problem dabei: Beide Parteienmüssen sich dazu bereit erklären –was bei zerstrittenen Nachbarn nicht einfachist. „Die Polizei zu rufen, ist auf derEskalationsstufe schon relativ hoch angesiedelt“;sagt Ropertz. Danach werdenkaum noch Friede und Freundschaft imNachbarschaftsverhältnis eintreten.Gegenseitige Rücksichtnahme undgemeinsam geschmiedete Kompromissehelfen also, jahrzehntelangen Nachbarschaftsfehdenvorzubeugen. Schon derDichter Friedrich Schiller wusste: „Eskann der Frömmste nicht in Friedenleben, wenn es dem bösen Nachbar nichtgefällt.“ (ks)choroba/Fotolia.com12


pressto gmbh, KölnRechtNachbarschaftshilfe,Gefälligkeit oderSchwarzarbeit?Wer den Unterschiednichtkennt, kann sichstrafbar machenSchwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt,sondern wird in schweren Fällenmit bis zu fünf Jahren Haft bestraft.Doch wo hört eine Gefälligkeit oderNachbarschaftshilfe auf – und wofängt Schwarzarbeit an?Hannelore P. ist gelernte Friseurin undderzeit arbeitslos. Sie bezieht Arbeitslosengeld.Um sich noch etwas Geld „nebenher“zu verdienen, schneidet sie in ihrerWohnung Freunden, Bekannten undNachbarn die Haare. Nach und nachspricht sich ihre günstige Dienstleistungherum und ihr Kundenstamm wird immergrößer. Mittlerweile kann sie von demzusätzlich verdienten Geld sogar ganz gutleben. Einem Nachbarn aus dem Hausgegenüber fällt der rege Kundenverkehrbei Frau P. jedoch auf und er informiertdie Handwerkskammer über seinen Verdacht,dass Frau P. schwarz arbeitet.Im Fall von Frau P. handelt es sich eindeutigum Schwarzarbeit. Sie hat auf der einenSeite kein Gewerbe für ihre Tätigkeit angemeldetund somit auch keine Steuernabgeführt. Auf der anderen Seite hat siezusätzlich einen so genannten Leistungsbetrugbegangen, da sie Arbeitslosengeldbezogen, ihre Nebentätigkeit aber bei derAgentur für Arbeit nicht angemeldet hat.Ihr droht nun eine empfindliche Strafe, dienicht nur zu einem Bußgeld, sondern auchzu einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahrenführen kann.Thilo Trautwein von der HandwerkskammerRegion Stuttgart ist unter anderemfür den Bereich Schwarzarbeit und unerlaubteHandwerksausübung zuständig.Er kennt die Ausreden der Schwarzarbeiter:„Viele behaupten, sie hätten für ihreLeistungen kein Geld bekommen oderdass sie einem Freund aushelfen. Je nachSachlage ist es gar nicht so einfach, nachzuweisen,ob eine Leistung zum Beispielim Rahmen der Nachbarschaftshilfeerbracht wurde oder ob es sich tatsächlichum Schwarzarbeit gehandelt hat. DennChristian Jung/Fotolia.com13


Rechtnicht jede Tätigkeit fällt unbedingt in denBereich der Schwarzarbeit.“Gefälligkeiten undNachbarschaftshilfeBei so genannten Gefälligkeitsleistungen,die unentgeltlich, aufgrund von persönlichemEntgegenkommen erbracht werden,handelt es sich beispielsweise nicht umSchwarzarbeit. Ebenso wenig Schwarzarbeitist die Nachbarschaftshilfe, eineunentgeltliche Unterstützung innerhalbder Verwandtschaft, Nachbarschaft, desFreundeskreises, eines Vereins oder einerörtlichen Gesellschaft. „Ganz wichtig istdabei, dass die Tätigkeit keinesfalls derGewinnerzielung dient, das heißt, sie darfnicht regelmäßig und allerhöchstensgegen ein geringes Entgelt ausgeführt werden“,erklärt der Experte. „Sobald eineNachbar helfen, den Sturmschaden an seinemDach zu reparieren, handelt es nichtum Schwarzarbeit – auch dann nicht,wenn Ihnen der Nachbar als Dankeschöneine Kiste Wein schenkt. „Ein geringes Entgelt,das quasi als Entschädigung oderkleines Dankeschön bezahlt wird odereine kleine Entlohnung in Form von Naturaliengeht in solch einem Fall absolut inOrdnung“, erklärt Thilo Trautwein.Bei der Nachbarschaftshilfe muss einegewisse räumliche oder persönliche Nähebestehen. Zusätzlich basiert sie auf Gegenseitigkeit,also auf gegenseitiger Unterstützung.Dabei darf zwischen den Parteienkein Vertrag bestehen. Wenn Sie einemNachbarn den Zaun streichen und diesertapeziert Ihnen im Gegenzug das Wohnzimmer,ist dies Nachbarschaftshilfe. Auchwenn ein Nachbar Ihnen die Fliesen imBad verlegt und Sie ihm dafür die Küchestreichen, handelt es sich um Nachbarschaftshilfe.„Problematisch wird es erstdann, wenn eine Bezahlung stattfindetund die Arbeit nicht angemeldet wird“,warnt der Experte. Wenn etwa ein Elektrikernach Feierabend oder am Wochenendedie elektrischen Leitungen in IhremHaus neu verlegt und dafür bezahlt wird,muss er diese Tätigkeit anmelden – sonsthandelt es sich um Schwarzarbeit.Aber nicht nur derjenige, der die Arbeitausführt, kann dafür belangt werden.Auch der Auftraggeber ist zu einer sogenannten „gesteigerten Erkundungspflicht“verpflichtet. Jeder, der eine Tätigkeitvergibt, muss sich darum bemühen,zu erfahren, ob bei dem Beauftragten allesmit rechten Dingen zugeht. Er muss gegebenenfallsErkundigungen einholen undsich versichern, dass die beauftragte Personnicht schwarz arbeitet – „Das habe ichnicht gewusst“ gilt in diesem Fall nicht alsAusrede. Außerdem haben auch Privatpersonendie Pflicht, Handwerkerrechnungenzwei Jahre lang aufzubewahren.Sollte es zu einer Kontrolle kommen, müssendiese Rechnungen vorgezeigt werden.Seit dem Jahr 2009 können Lohnkostenvon Handwerkern jedoch bis zu einembestimmten Betrag von der Steuer abgesetztwerden.ChecklisteNachbarschaftshilfeUm Nachbarschaftshilfe handelt es sichdann, wenn die geleisteten Arbeiten• von Personen aus dem näheren Umfeldwie etwa Verwandten, Freundenoder Nachbarn erbracht werden.• auf gegenseitiger Unterstützungberuhen.• unentgeltlich oder nur gegen eingeringes Entgelt erbracht werden.ChecklisteHandwerksarbeitenDan Race/Fotolia.comgewisse Gewerbsmäßigkeit vorliegt, handeltes sich um Schwarzarbeit.“Gefälligkeiten sind Leistungen, die imRahmen üblicher gesellschaftlicherGepflogenheiten oder in Notfällenerbracht werden: Wenn Sie beispielsweisejemandem helfen, sein Auto abzuschleppen,die tropfende Heizung eines Nachbarsabdichten oder einer Bekannten, dieihren Wohnungsschlüssel verloren hat,helfen, die Tür zu öffnen, handelt es sichdabei um eine Gefälligkeit und nicht umSchwarzarbeit. Auch wenn Sie einemWenn Sie handwerkliche Arbeitenverrichten lassen,• orientieren Sie sich an vernünftigenPreisvorstellungen. Arbeiten, die zuDumpingpreisen angeboten werden,werden häufig „schwarz“ erledigt.• bedenken Sie: Sie machen sich selbststrafbar, wenn sie Schwarzarbeiterbeschäftigen. Außerdem haben Siekeinen Anspruch auf Gewährleistung,wenn die Arbeiten schwarz erbrachtwerden.• achten Sie darauf, dass der beauftragteHandwerker in seinem Berufqualifiziert ist und sein Gewerbe angemeldethat. Lassen Sie sich ggf. denGesellen- oder Meisterbrief zeigen.• lassen Sie nur auf Rechnung arbeiten.Sie sind dazu verpflichtet, Handwerkerrechnungenzwei Jahre langaufzubewahren.14


pressto gmbh, KölnNachbarschaftshilfeGegenseitig Hilfe leistenSenioren profitieren von NachbarschaftshilfeDie meisten Senioren machen früher oder später die Erfahrung, dass sie dieverschiedenen Aufgaben des Alltags wie Einkaufen oder Gartenarbeit nichtmehr im gewohnten Maße allein bewältigen können. Wenn dann die eigenenAngehörigen nicht unterstützend eingreifen können oder wollen, lohnt es sichfür Senioren, lokale Angebote zur Nachbarschaftshilfe zu prüfen.Überall in Deutschland haben sich inStadtvierteln und Gemeinden Menschenzusammengeschlossen, um sich gegenseitigunter die Arme zu greifen. Je nach Mitgliederanzahlund wirtschaftlichen Möglichkeitenvariieren die Angebote der Vereineu. a. von der gegenseitigen Unterstützungbei Einkäufen, Amtsgängen oderleichten handwerklichen Arbeiten bis hinzu gemeinsamen Freizeitaktivitäten.Besonders attraktiv sind solche Angebotefür ältere Personen, die allein leben undsich mehr Kontakte wünschen, aber auchfür Alleinerziehende oder Personen mitKrankheiten oder Behinderungen.Sicherheit im eigenen Haus, Wohnblockund Stadtviertel. Zentraler Punkt dabeiist die Aufmerksamkeit für das, was aufder Straße oder im Hausflur passiert.Damit ist nicht das Ausspionieren andererPersonen gemeint, sondern einebesondere Achtsamkeit gegenüber auffälligenund verdächtigen Verhaltensweisenunbekannter Personen. Ein Beispielkönnten auf dem Grundstück herumstreifendeFremde sein, die nacheinanderbei verschiedenen Wohnungen klingeln.Sicherheit der Nachbarn leisten. Damitunter Nachbarn ein Klima gegenseitigerVerantwortung entsteht, ist die Abstimmungzwischen den unterschiedlichenParteien sehr wichtig. Die Polizei rät dazu,Telefonnummern untereinander auszutauschen,Erreichbarkeiten abzuklärenund sich gegenseitig über längere Abwesenheitenzu informieren.Mögliche Anzeichen füreinen geplanten oderdurchgeführten Einbruch:• Unbekannte Personen klingeln mehrmalsan unterschiedlichen Türen underkunden die Umgebung – vielleichtsuchen hier Kriminelle eine verlasseneWohnung.Dialog suchen undaufmerksam seinDas Prinzip der Nachbarschaftshilfe bietetfür alle Beteiligten eine Reihe von Vorteilen:So können Senioren von der Entlastungbei Alltagsaufgaben wie beispielsweisedem Herausstellen der Mülltonnenoder der Entsorgung von Leergut durchjüngere Nachbarn profitieren. Auf deranderen Seite können die Senioren aufgrundihrer Lebenserfahrung die jüngerenin schwierigen Situationen mit Tipps undRatschlägen unterstützen oder sich imUrlaub um Blumen und Briefkästen derNachbarn kümmern. Ein wichtigerAspekt im Rahmen der Nachbarschaftshilfeist aber insbesondere der Schutz vorKriminalität.Wer Nachbarn nicht nur als Menschenvon nebenan begreift, sondern gezieltden Dialog sucht und ein gegenseitigesVerantwortungsbewusstsein entwickelt,legt den Grundstein für eine höhereVielleicht wollen Straftäter feststellen, objemand zuhause ist.Gegenseitige Fürsorge in Form von gesteigerterAufmerksamkeit erhöht die Sicherheitin der Nachbarschaft, weil bei einemNotfall wie einem Einbruch fast immerein Nachbar in der Nähe ist, während diePolizei nicht überall gleichzeitig seinkann. Gerade Rentner und Senioren sindoft zuhause, wenn berufstätige Nachbarnarbeiten. Durch ihre Aufmerksamkeitkönnen sie einen wertvollen Beitrag zur• Autos mit auswärtigen Nummernschildernfahren mehrmals in langsamenTempo die Wohnsiedlung ab –vielleicht kundschaften Kriminellegerade ein lohnendes Objekt aus.• Fensterscheiben in der Nachbarschaftzerspringen oder Holz splittert imFlur – eine Wohnung könnte aufgebrochenworden sein.• In der Nachbarschaft schlägt eineAlarmanlage an – ein Einbrecherkönnte den Alarm ausgelöst haben.Gina Sanders/Fotolia.com15


DanksagungVIELENwww.VDPolizei.deDANK!Liebe Inserenten!Mit der Beteiligung an der Festschrift anlässlich unsererGdP Party Nacht haben Sie uns sehr geholfen. Wir danken Ihnendafür sehr herzlich!Liebe Leser!Alle Inserate dieser Festschrift verdienen Ihre Aufmerksamkeit.Bitte berücksichtigen Sie diese Unternehmen bevorzugt bei Ihrernächsten Disposition.IhreGewerkschaft der PolizeiKreisgruppe Recklinghausen15

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