dueren 2013 - bei Polizeifeste.de

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PDLIZEIEIN ARTNERPKreisgruppe DürenGewerkschaft der PolizeiGroßesBürger- undPolizeifestSamstag, 20. April 2013ab 20.00 UhrWinkelsaal Burgau


Gewerkschaft der PolizeiKreisgruppe Düren20.04.2013,20.00 Uhrim WinkelsaalSchloss Burgauwww.VDPolizei.deImpressumVerantwortlich für den redaktionellen Teil:xxxx Mike Undorf, DürenFotos: Die VerfasserNachdruck des redaktionellen Teils nur nachausdrücklicher Genehmigung des HerausgebersSämtliche hier veröffentlichte Anzeigen, die imKundenauftrag für die Drucklegung vom Verlaggestaltet wurden, sind urheberrechtlich geschützt.Nachdruck, Vervielfältigung und elektronischeSpeicherung ist nur mit Zustimmung des Anzeigenkundenund des Verlages erlaubt. Verstößehiergegen werden vom Verlag, auch im Auftragdes Anzeigenkunden, unnachsichtig verfolgt.Verlag, Anzeigenwerbung und Gestaltung:VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBHAnzeigenverwaltungEin Unternehmen der Gewerkschaft der PolizeiForststraße 3 a • 40721 HildenTelefon 02 11/71 04-0 • Telefax 02 11/71 04-174AV@VDPolizei.deGeschäftsführer:Bodo Andrae, Joachim KranzAnzeigenleiterin: Antje KleukerGestaltung und Layout: Jana KolfhausSatz und Druck:DTP Wölfer & Druck GmbH + Media, & Co. Haan KG, Düsseldorf© 2013Großes BürgerundPolizeifestGrußworteProgrammArtikel391705/2013/102VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH© 2011Anzeigenverwaltung


GrußwortDie Beamtinnen und Beamten derKreispolizeibehörde Düren haben sichdieses Fest wahrlich verdient, dennsie erledigen eine der anspruchsvollstenund wichtigsten Aufgaben fürunser Gemeinwesen.Spaß und Stimmung dürften garantiertsein beim diesjährigen Bürger- undPolizeifest, zu dem die KreisgruppeDüren der Gewerkschaft der Polizei traditionellim Frühjahr einlädt. Denn fürgute Laune haben die Organisatoren desFeier-Abends am 20. April auf SchlossBurgau bestens gesorgt: Mit „Just forFun“ wurde eine Live-Band verpflichtet,die ihrem Namen sicher alle Ehre macht,mit Martin Schoops tritt ein aufstrebenderComedian vors Publikum, und diejunge Dürener Stimmungsband „Kasalla“,die Dritte im Bunde, ist an Rheinund Ruhr ja schon bestens bekannt.Die Beamtinnen und Beamten der KreispolizeibehördeDüren haben sich diesesFest wahrlich verdient, denn sie erledigeneine der anspruchsvollsten undwichtigsten Aufgaben für unserGemeinwesen: Sie sorgen rund um dieUhr für Sicherheit und tragen damiterheblich zur Lebensqualität im KreisDüren bei. Weil sie dabei immer wiedereng mit anderen Behörden zusammenarbeitenund nicht selten auch auf dieUnterstützung der Bürgerinnen undBürger angewiesen sind, lädt die GdPdiese ebenfalls zu ihrem Fest ein. Nebenguter Laune sind es somit die gutenGespräche, die das Bürger- und Polizeifestausmachen. Die vielen persönlichenBegegnungen während der fröhlichenStunden wirken im Alltag fort underleichtern das Hand-in-Hand-Arbeitenganz sicher.An dieser Stelle bedanke ich mich alsLeiter der Kreispolizeibehörde Düreneinmal mehr bei allen, die zum Gelingendes Bürger- und Polizeifestes beitragenund wünsche allen Gästen, dass derAbend so schwungvoll wird, wie es dieKünstler versprechen.Es grüßt Sie herzlichWolfgang SpelthahnLandrat des Kreises Düren3


GrußwortDie Polizei hat mit der Gewährleistungder Sicherheit im Kreis Düren einegroße und wichtige Aufgabe. Für derenWahrnehmung sind enge undvertrauensvolle Kontakte mit denhier lebenden Menschen eine derwichtigsten Grundlagen.Liebe Bürgerinnen und Bürger desKreises Düren,liebe Kolleginnen und Kollegen,auch in diesem Jahr veranstaltet die KreisgruppeDüren der Gewerkschaft der Polizeiwieder ihr mittlerweile bereits zur Traditiongewordenes Bürger- und Polizeifest.Die Veranstaltung findet im historischenAmbiente des Winkelsaals vonSchloss Burgau statt. Ich bin mir sicher,dass die Organisatoren ein interessantesund abwechslungsreiches Abendprogrammvorbereitet haben, bei dem für alleGäste etwas dabei ist.Die Polizei hat mit der Gewährsleistungder Sicherheit im Kreis Düren eine großeund wichtige Aufgabe. Für deren Wahrnehmungsind enge und vertrauensvolleKontakte mit den hier lebenden Menscheneine der wichtigsten Grundlagen. Ich freuemich über diese besondere Möglichkeit,mit den hoffentlich in großer Zahl erscheinendenBürgerinnen und Bürgern insGespräch zu kommen und einen fröhlichenund ungezwungenen Abend zu verbringen.Wie könnte man Kontakte besseraufbauen und pflegen als bei solch einemFest?Ich bin daher der Kreisgruppe Düren derGewerkschaft der Polizei sehr dankbar fürdie Organisation und Durchführung dieserVeranstaltung. Ich wünsche dem Bürger-und Polizeifest einen guten Verlaufmit vielen anregenden Gesprächen undBegegnungen.Viele GrüßeJürgen MöllerAbteilungsleiter Polizei5


GrußwortDa wir diese Ziele nicht alleine erreichen,ist es uns wichtig, Menschender Region zusammen zu bringen.Das gute Verhältnis zwischen Polizeiund der Bevölkerung ist entscheidenddafür verantwortlich, eine erfolgreicheund effiziente Polizeiarbeit leistenzu können.Liebe Gäste, liebe Leser,die Gewerkschaft der Polizei, KreisgruppeDüren, lädt wieder zu ihrer „Notruf-Party“ein. Das Bürger- und Polizeifest solleine echte Party-Time werden und ich darfsie unter dem Motto „Polizei – Dein Partner“ganz herzlich begrüßen.Gerade in der heutigen Zeit gewinnt derSlogan „Polizei – Dein Partner“ einebesondere Bedeutung. Umbrüche, Neuerungen,Veränderungen und Krisen kennzeichnenheute unser gesellschaftlichesLeben. Wer das Finanzgebaren, die Verursacherder Krise und die stetig steigendeGewaltbereitschaft vor Augen hat, demfällt es schwer Vertrauen zu finden.Die Auftragslage der Polizei ist sehr gutund wir hätten, wie viele andere auch,Arbeit für eine Vielzahl weiterer Beschäftigter.Die Landesregierung sendet aber inihren Haushaltsberatungen andere Signalezur weiteren Stellenreduzierung bei derPolizei. Die erhöhten Einstellungszahlenwaren ein Schritt in die richtige Richtung,allerdings müssen diese Bemühungen dienächsten Jahre fortgesetzt werden, umauch weiterhin die Sicherheit der Menschengewährleisten zu können.Allzu schnell vergisst man wohl, dass ihrKontakt mit der Polizei sich nicht nur ausPräsenz im alltäglichen Leben beschränkt.Ein wichtiger Bestandteil der polizeilichenArbeit, gerade hier im Kreis Düren, ist aberauch die Aufklärung und Prävention. Hiersind alle unsere Beschäftigen weit überihre dienstlichen Belange hinaus sehrengagiert. Viele Erfolge durch Projekte wiez.B. CrashKurs, Motorradunfälle in derEifel, Kriminalitätsvorbeugung gegen denWohnungseinbruch und Jugendstraßenpolizistensind das positive Ergebnis.Da wir diese Ziele nicht alleine erreichen,ist es uns wichtig, Menschen der Regionzusammen zu bringen. Das gute Verhältniszwischen Polizei und der Bevölkerungist entscheidend dafür verantwortlich,eine erfolgreiche und effiziente Polizeiarbeitleisten zu können.Sie brauchen die Polizei und die Polizeibraucht Sie, liebe Bürgerinnen und Bürgerim Kreis Düren. Seien Sie solidarischund haben Vertrauen zu Ihrer Polizei.Gemeinsam sind wir im Kreis Dürenstark und werden die anstehenden Aufgabenmeistern.Liebe Gäste der Gewerkschaft der Polizei,heute haben sie wieder die Gelegenheit,ihre Polizei näher kennen zu lernen. Nützensie die Gelegenheit. Vielleicht erkennenSie, dass sich der Polizeialltag von denFernsehdarstellern mit ihren geliebtenBildschirmkommissaren etwas unterscheidet.Seien sie bitte nicht enttäuscht,denn bei uns erleben sie die Originale.Nun lassen sie uns alle neben Arbeit undBeruf, mit Erholung und Entspannung dieandere Seite des Lebens genießen unddann noch in netter Gemeinschaft.Den „Dankeschön-Scheinwerfer“ möchteich zuvor noch an unsere Helfer und ganzbesonders an die Inserenten dieser Festschriftrichten, ohne deren Unterstützungdie Durchführung dieses Bürger- und Polizeifestesnicht möglich wäre.Ich wünsche uns nun einen schönen Party-Abendund ein paar unbeschwerteStunden miteinanderMike UndorfVorsitzender der GdP-Kreisgruppe Düren7


ProgrammGewerkschaft der PolizeiKreisgruppe DürenProgrammJUST FOR FUN100% LIVEMARTIN SCHOPPSCOMEDIAN DER SPITZENKLASSEKASALLANEUE KÖLSCHE TÖNWir wünschen allen Besucherndes heutigen Festabends froheStunden in beschwingter undheiterer Atmosphäre.9


ProgrammJUST FOR FUN– NUR ZUM SPASS…aber dies auf einem hohen musikalischenund professionellen Niveau.Dennoch immer mit Spaß bei der Sacheund vor allem: Mit Spaß und guter Laune aufder Bühne und vor dem Publikum!!Alle Musiker bei just for fun sind Musiker mit Leib und Seele.Daher wird bei jff alles LIVE gespielt. Und das 100%!! Dies istleider heutzutage nicht mehr selbstverständlich und sei daheran dieser Stelle erwähnt.DA GIBT´S WAS AUF DIE OHRENjff verfügt über ein sehr großes Repertoire, was den Musikernin die Lage versetzt, nahezu jede Veranstaltung zu gestalten.OK, kleine Abstriche... einen Flippers Revival Abend kriegensie nicht hin :-)So ist es aber nicht verwunderlich, dass JFF sowohl für einenKönigsball aber auch eine reine Party in Schwung bringt.Das Repertoire hier wieder zu geben, würde den Rahmensprengen, zumal es ständig erweitert bzw. verändert wird.jff achten bei der Auswahl der Stücke aber stets auf den „Ohrwurmcharakter“.Für die Band begeistern sich Jeanny, Karina, Pepe, Greg,Alex, Nobbi und Tobi.DIE NÄCHSTEN AUFTRITTE20.04.2013: Notrufparty – Winkelsaal SchlossBurgau in Düren – ab 20 Uhr04.05.2013: Maifest / Schützenfest in Inden Altdorf– ab 20 Uhr05.05.2013: Maifest / Schützenfest in Inden Altdorf– ab 20 Uhr11.05.2013: Schützenfest in Tüddern – ab ca. 20 Uhr12.05.2013: Maifest in Jülich Stetternich –16 - 18 Uhr und ab ca. 20 Uhr18.05.2013: Schützenfest Krefeld Verberg – ab 20 Uhr19.05.2013: Schützenfest Krefeld Verberg – ab 20 Uhr25.05.2013: Jülich Güsten – Jubiläum derKG Schnappskännchen – ab ca. 20:30 Uhrwww.coverband-justforfun.de11


ProgrammSeine Vorstellungenwerden von Fachleutenbestaunt und gelobt,vom Publikumumjubelt und mit langanhaltendemApplausbelohnt. Wendig inder Rede, präzise imInhalt und vielseitig imErscheinungsbild, sokennt das PublikumMartin Schopps.”(Kölner Wochenspiegel)Sein Vater ist das legendäre„Rumpelstilzche“.Der Sohn spieltden genervten Lehrer,den Leid geprüftenEhemann. Und alle lachensich schlapp.„In dieser Rolle hab‘ich mich gefunden.Früher hab‘ ich andereparodiert, jetztspiele ich mich selbst“,erzählt Martin. „MeineKollegen und meineFrau finden dieGags auch witzig.“Martin Schopps wurde1974 in Köln geboren.Nach Abiturund Zivildienst studierteer an der Universität zu Köln Germanistik und an der Deutschen Sporthochschule Sport.Erste Bühnenerfahrung als Redner sammelte er im Jahre 2001, als er sich auf eigenen Wunsch vor knapp 1.000 Leuten, derversammelten Kölner Presse und allen wichtigen Entscheidungsträgern „ins „Haifischbecken“ Karneval schubsen ließ.In den nächsten Jahren trat Martin sehr erfolgreich mit seinem Programm „Die Rednerschule” als Parodist der bekanntestenKölner Karnevalsgrößen auf. Es erfolgten in diesem Stil mit wechselnden Programmen weit über 1.000 Auftritte unter anderemin den Fernsehsitzungen von ARD, ZDF und WDR, sowie der Prinzenproklamation des Kölner Dreigestirns 2009.Seit dem Jahr 2010 betritt er ohne Kostüm und Pappnase, dafür mit noch mehr Humor, seiner Gitarre und vor allem seinemeigenen Charakter die Bühne. Diese Veränderung zeigt Wirkung. Seit 2010 ist Martin Schopps einer der gefragtesten Redner.Er ist Stammgast in allen großen Sälen, bei allen großen Gesellschaften auf allen großen TV-Sitzungen, moderiert alljährlichden Rosenmontagszug an der Hofburg des Kölner Dreigestirns und hat eine der sehr rar besetzten Redepositionenin der „Lachenden Kölnarena“ vor über 10.000 Gästen.www.martinschopps.de13


Programm„Alles kann, Kölsch muss!“, bleibt die Devise der Shooting-Stars der letzten zwölfMonate – und so spielen sich die fünf Musiker weiterhin mit feinsten kölschen Versendurch alle möglichen Musikstile.Im vergangenen Jahr gelang ihnen mit „Pirate“ auf Anhieb der Sessions-Hit. Die KölnerMundartgruppe Kasalla will sich aber auch außerhalb der fünften Jahreszeit etablieren.Für Karnevalsbands wie die Bläck Fööss oder die Paveier hat Flo Peil schon Liedergeschrieben. Als er dem „Fööss“-Gitarristen „Bömmel“ Lückerath wieder einige neueStücke vorspielte, sagte der nur: „Mach die Musik doch einfach selbst!“ Daraufhinsuchte sich Flo Peil Mitstreiter und gründete die Band Kasalla. Mit „Pirate“ gelang ihr sofort ein Überraschungs-Hit.„Eigentlich waren wir für die Session zu spät dran, aber der Erfolg von ,Pirate’ hat uns überrollt.Das Lied ging durch die Decke“, sagt Flo Peil.Die fünf Rheinländer, von denen drei Musik studiert haben, gewannen mit ihrem Erstling den Liederwettbewerb„Loss mer singe“. Was dann folgte, erinnert sie an einen „wilden Strudel“. Literaten buchten sie kurzentschlossen für Sitzungen: Sie spielten im ehrwürdigen Gürzenich in der Pause im Foyer und wurdennoch in die Fernsehsitzung gequetscht. Sie traten mit der Band Brings im Tanzbrunnen auf und waren beim„Arsch huh“-Konzert dabei. Zählten sie in der vergangenen Session noch rund 100 Auftritte, schafften sienun bis Aschermittwoch etwa 180. Kasalla ist das gelungen, von dem der 1. FC Köln derzeit Lichtjahreentfernt scheint: Sie haben sich in der Ersten Liga etabliert. Die Jecken sind froh, neue Gesichter auf derBühne zu sehen und bezeichnen sie schon als die neuen Bläck Fööss – ein Vergleich, der die Newcomerehrt und Ansporn ist. In dieser Session machen Kasalla mit ihren Liedern „Stäänefleejer“ und „Immer nochdo“ Stimmung. Auch Kollegen freuen sich über den Nachwuchs, wird doch seit Jahren beklagt, dass dieQualität fehlt. „Alle sind offen, freundlich und hilfsbereit. Brings und Höhner zum Beispiel haben uns amAnfang sehr unter die Arme gegriffen“, sagt Sänger Bastian Campmann, der familiär vorbelastet ist: SeinVater war Gitarrist bei den Räubern.„Der Karneval ist wichtig – ohne ihn wären wir nicht so schnell dahingekommen, wo wir jetzt sind“, betontFlo Peil. Als reine Karnevalsband wollen Kasalla nicht wahrgenommen werden. „Wir sind eine kölscheBand, die auch in anderen Jahreszeiten funktioniert.“ Die Begrenzung aufs Rheinland sehen die Fünf nichtals Nachteil. „Wir spielen übers Jahr gesehen 250 Konzerte, und wir schlafen jeden Abend zu Hause“,sagt Campmann.… und heute heißen wir Kasalla auf Schloss Burgau herzlich willkommen!www.etjittkasalla.de15


PolizeiVerkehrspuppenbühne:Auch der Schmitz ist blau…Seit Juli 2012 tragen die Beamtinnen und Beamten der KreispolizeibehördeDüren die neue blaue Uniform. Schnell hatte man sich an das neue Erscheinungsbildgewöhnt – sowohl die Uniformträger/innen selbst als auch dieBewohner/innen des Kreises Düren. Und so spricht heute kaum noch jemandüber das alte, grün-beige Kleid der Ehre.Bis auf eine Ausnahme: der Polizeibeamte Willi Schmitz kann seinen dienstlichenKleiderwechsel nicht so einfach verarbeiten. Seine Neueinkleidunggestaltete sich nämlich etwas schwieriger als bei seinenKolleg/innen, denn... das Polizeibekleidungscenterhatte ihn schlichtweg bei der Ausstattung mit derneuen Uniform vergessen! Überhaupt nicht beachtethatte man ihn!Dieser Fauxpas ist jedoch schnell erklärt, denn wie soll dieKleiderkammer einen Kollegen berücksichtigen, den selbst diemeisten Angehörigen der KPB Düren nicht kennen?Wir stellen daher hier noch einmal vor: Polizeiwachtmeisteru.a.A. (uralter Art) Willi Schmitz!Kollege Schmitzversieht seinenDienst bereitsseit dem01.09.2001 (soin etwa) in derDirektion Verkehrder KPBDüren. Als Verkehrssicherheitsberaterister im Früh- undSpätdienst inden Schulenund Kindergärtendes„Für uns VSB bietet die Puppenbühneeine gute Möglichkeit, den Kinderneinen entspannten Erstkontakt mit derPolizei zu bieten. Es gibt aber leider auchimmer wieder Kinder, deren ersterBerührungspunkt mit der Polizei im Rahmeneines Einsatzes wegen häuslicherGewalt stattgefunden hat. Da vermittelnwir natürlich ein ganz anderes Bild vonPolizei…“.(Zitat Verkehrssicherheitsberater)Die PolizeipuppenbühneHöhe der Bühne: insgesamt 2,50 MeterSpielzeit: November bis Februar(da in dieser Zeit keine Radfahrausbildung stattfindet)Zwei unterschiedliche Stücke zur Auswahl(für Grundschule/vormittags undKindergarten/nachmittags)Thema: Verkehrserziehung (Queren der Fahrbahn/Nutzen des Gehwegs mit dem Fahrrad/Verhalten an LZA/ Tragen eines Fahrradhelms)Puppenspieler: Walter Kurth („Willi Schmitz“ und„Zauberer“) und Uli Braun (Hund „Wuschel“ und „Heini“)17


PolizeiKreises unterwegs und kümmert sichmit vollem Körpereinsatz um eine kindgerechteVerkehrserziehung.Um seine Arbeit in diesem Bereich fortführenzu können, musste sich KollegeSchmitz nun zwangsläufig selbstständigum eine Grundausstattung mit der neuenUniform bemühen. Um als letzterDürener Polizist in den Tragegenuss derblauen Beamtenkluft zu gelangen, setzteer sämtliche Hebel in Bewegung. DasBekleidungscenter, vermutlich peinlichberührt vom eigenen Versäumnis, warüber die Einhaltung des so genannten„kleinen Dienstwegs“ in dieser unangenehmenAngelegenheit sehr erfreut undversprach schnellstmögliche Hilfe.Ein Diensthemd, langarm in Größe56/58, sowie eine Hose für den Außendienstin Größe 20 konnten kurzfristigbeschafft und an die Polizei Dürengeschickt werden.Hier war Polizeiwachtmeister u.a.A.Schmitz dann auf die kollegiale Unterstützungseitens der übrigen Verkehrssicherheitsberater(VSB) angewiesen.Allen voran griff Hauptkommissar WalterKurth dem Kollegen Schmitz unterdie Arme (und andere Körperteile) undermöglichte durch die Anwendung verborgenerTalente dessen Einkleidung.„Den Unterschied zwischen Fernsehprogrammund Puppenspiel verstehen mancheKinder nicht auf Anhieb, die sinddann immer ganz fasziniert, wenn diePuppen sich direkt mit ihnen unterhalten.“(Zitat Verkehrssicherheitsberater)„Oft erzählen uns die Kinder nach demTheaterstück die ganze Geschichte nocheinmal und erklären uns, was die Puppeneben gesagt und gemacht haben –das ist immer sehr lustig.“(Zitat Verkehrssicherheitsberater)Das Büro der Verkehrssicherheitsberaterwurde kurzerhand zur Nähstube umfunktioniert,in der unser Kollege Kurth unterständiger Aufsicht und (hilfreicher?) Beratungdurch die übrigen Verkehrssicherheitsberaterdas Kunststück vollbrachte:Willi Schmitz erhielt eine maßgeschneiderteUniform, die passt wie angegossen!Von der ersten Vermessung über diverseTermine zur Anprobe bis hin zur letztendlichenFertigstellung vergingen allerdingsmehrere Wochen, da die Näharbeitenzusätzlich zum täglichen Arbeitsalltagdurchgeführt werden mussten und diedafür zur Verfügung stehenden FührungsundEinsatzmittel nicht mehr wirklichdem aktuellsten Stand entsprachen….Einzig eine weiße Dienstmütze ließ sichauch nach mehrmaliger Nachfrage nichtmehr auftreiben. Doch als erfahrene Polizeibeamteließen sich Willi Schmitz undWalter Kurth nicht beirren, sondern organisiertendas Rohmaterial für die fehlendeKopfbedeckung kurzerhand aus demBestand der Polizei Düren: Teile der Leinwanddes ehemaligen Schießkinos stelltensich als hervorragendes Mützenmaterialheraus. Selbst einem kritischen Vergleichdurch aufmerksame Betrachter wird Willishandvernähte Mütze standhalten.Zwar ist Willi Schmitz nun der letzte Mitarbeiterder Polizei Düren, der mit einerblauen Uniform ausgestattet wurde –sicherlich ist er aber der Schönste!Einzig der gute alte Flurfunk sorgt derzeitfür Verwirrung: man munkelt, dass einKollege namens Hauptkommissar Hänneschen(phonetisch) von der PolizeiKöln Willi Schmitz wegen seiner Fachkenntnissegerne in seinem Kommissariatam Eisenmarkt einsetzen würde. Ob diesim Rahmen einer Abordnung möglich ist,muss noch geklärt werden. Wir werdensehen…„Es dauert keine 20 Sekunden, und dieKinder sind mittendrin im Theaterstück.Die Puppenbühne lebt von der Interaktionder Kinder mit den Puppen!“(Zitat Verkehrssicherheitsberater)19


VerkehrVerkehrsunfallentwicklungim Kreis DürenVU Gesamtzahl Anteil VU mit Personenschaden an Gesamtzahl der VU in %Verunglückte KinderVU Gesamtzahl Anteil verunglückte Kinder an Gesamt-Verunglückte in %Verunglückte junge ErwachseneVU Gesamtzahl Anteil verungl. 18-24-Jährige an Gesamt-Verunglückte in %Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit im vergangenenJahr war nach wie vor die Bekämpfungder Ursachen von Verkehrsunfällen mit Personenschaden.Hierbei konzentrierten sich die polizeilichenMaßnahmen insbesondere auf die Hauptunfallursachen„Nicht angepasste Geschwindigkeit“,„Führen eines Kraftfahrzeugs unter Alkohol-/Drogeneinfluss“und „Nichtanlegendes Sicherheitsgurts“. Dies umso mehr, alsdass auf diese Hauptunfallursachen ca.80% aller Verkehrsunfälle zurückzuführensind.Die polizeilichen Überwachungsmaßnahmenzeigen Wirkung. Im Jahre 2012 wurdebei den Verkehrsunfällen mit Personenschadenim 10-Jahres-Vergleich der niedrigsteStand erreicht. Mit 932 Verkehrsunfällenmit Personenschaden wurdezum zweiten Mal nach 2010 die Zahl 1.000unterschritten.Die Gesamtzahl aller der Polizei im KreisDüren bekannt gewordenen Straßenverkehrsunfällesank erneut im letzten Jahrund zwar -4,3% auf 6.743.In der 10-Jahres-Betrachtung ist der allgemeinepositive Trend ungebrochen unduntermauert die Neuausrichtung der Verkehrsstrategie.Betrüblich ist aber, dasswieder 13 Menschen bei Verkehrsunfällentödlich verletzt wurden.Erfreulicherweise ist die Anzahl der beiVerkehrsunfällen verletzten Kinder deutlichgesunken. Hier ist ein Rückgang von51 weniger verunglückten Kindern zu verzeichnen.Die Anzahl der insgesamt verletzten Kindernsank auf 105 (-32,7%). Auch wurdeerneut in diesem Jahr kein Kind bei einemVerkehrsunfall getötet.Die Gewerkschaft der Polizei Düren siehtden dauerhaft positiven Trend in die her-21


Verkehrvorragende Präventionsarbeit unserer Verkehrssicherheitsberaterin Kindergärtenund Schulen (siehe Bericht über „WilliSchmitz“). Diese wichtige und erfolgreicheArbeit darf nicht zum Opfer der Sparpolitikim Bereich der öffentlichen Sicherheitfallen.Besonders im Fokus der Verkehrssicherheitsarbeitstehen nach wie vor unsere„Jungen Erwachsenen“ der Altersgruppe18 – 24 Jahre. Durch intensive Verkehrsunfallpräventionund -überwachungkonnte die Anzahl der verunglückten Jungerwachsenenin den letzten zehn Jahrenum mehr als 30 % gesenkt werden (-17,7%im Vergleich zum Vorjahr). Nach wie vorhat diese Altersgruppe aber gemessen amBevölkerungsanteil die höchste Verunglücktenhäufigkeitund unsere Kolleginnenund Kollegen mussten vier Verkehrsunfällebearbeiten, in denen junge Menschendieser Altergruppe tödlich verletztwurden.Die Gewerkschaft der Polizei setzt in diesemZusammenhang gemeinsam mit derBehördenleitung weiterhin auf die Wirkungendes „Begleiteten Fahrens“, die denEinstieg der Jugendlichen beim Führeneines Pkw sicherer gestalten.Das Präventionsprojekt „Crash Kurs“ zieltauch auf diese Gruppe der Jugendlichen,die auf die aktive Teilnahme am Straßenverkehrvorbereitet werden.Mit 665 verunglückten Erwachsenen (25bis 64 Jahre) ist der positive Trend im 10-Jahresvergleich bestätigt worden. Auffallendist, dass der Anteil der Erwachsenenan der Gesamtzahl der Verunglückten um5,3% gestiegen ist.Dieser Anstieg lässt sich durch die spürbarenErfolge in der zielgerichteten Arbeitim Bereich unserer jungen Menschenerklären. Ihr Anteil an den Verunglücktenzahlenkonnte deutlich gesenkt werden.Auch bei einem allgemeinen positivenTrend steigt der prozentuale Anteilunserer verunglückten Erwachsenenunweigerlich an. Hier können sich die„Älteren“ auch mal ein Beispiel an die„Jungen“ nehmen.Die Altersgruppe Senioren wird nach dendemografischen Erkenntnissen in dennächsten Jahren weiter ansteigen unddamit auch das Ausmaß ihrer Beteiligungam Verkehrsunfallgeschehen. Entgegendiesem Trend sank die Anzahl der verunglücktenSenioren um 35 auf 117 (-23,0%).Die Polizei führt diese Entwicklung auchVerunglückte Senioren (65 Jahre und älter)VU Gesamtzahl Anteil verungl. Senioren an Gesamt-Verunglückte in %Verunglückte RadfahrerVU Gesamtzahl Anteil verungl. Radfahrer an Gesamt-Verunglückte in %Verunglückte KraftradfahrerVU Gesamtzahl Anteil verungl. Kradfahrer an Gesamt-Verunglückte in %23


Verkehrauf entsprechende Aktivitäten im Rahmender Verkehrsunfallprävention (Workshopsfür Senioren durch Verkehrssicherheitsberater)zurück.Rund 85% der Altersgruppe verunglücktenals aktive Verkehrsteilnehmer.Die Polizei wird auch in 2013 mit Präventionsangebotenfür Senioren („AktiveKraftfahrer > 60“ und „Senioren als Radfahrer“)Schwerpunkte in der zielgruppenbezogenenVerkehrssicherheitsarbeitsetzen.Der Anteil der verunglückten Radfahreran den Gesamtverunglückten sank von22,1% auf 17,9%. Herausragend ist diedeutliche Senkung im Bereich der WacheDüren, dort wo im Jahr 2011 ein signifikanterAnstieg festzustellen war.Ein Blick auf die Frage der Verursachungder Unfälle unter Beteiligung von Radfahrernim Stadtgebiet Düren zeigt, dass Radfahrerweiterhin in einer überwiegendenAnzahl die Ursache für den Unfall setzenoder aber zumindest eine Teilverantwortungtragen. An diesem Punkt werdenweiterhin polizeiliche Konzepte ansetzen.Die intensiven Verkehrsüberwachungsmaßnahmen,insbesondere in den EifelgemeindenHeimbach, Hürtgenwald undNideggen, führten zu einem Rückgang derverunglückten Kraftradfahrer. Allein dieAnzahl der verletzten Kradfahrer konntein den letzten 10 Jahren durch gezielteMaßnahmen um mehr als 40 % reduziertwerdenDiese positiven Tendenzen sind für dieGewerkschaft der Polizei Düren Grundgenug, um die Kraftradfahrer auch im Jahr2013 einem hohen Überwachungsniveauzu unterwerfen. Dies wird auch wiederunter Kooperation mit anderen Polizeibehördengeschehen.Ein Ärgernis für Opfer von Verkehrsunfällenwar und bleibt das unerlaubte Entfernenvom Unfallort. Bei fast jedemfünften Verkehrsunfall (23,1%) entferntesich im Kreis Düren ein Unfallbeteiligterunerlaubt vom Unfallort. Die polizeilicheErmittlungsarbeit erfordert hierbeieinen erheblichen personellen Ressourceneinsatz.Die Gewerkschaft der Polizei Düren fordert,dass die Ermittlung von Unfallflüchtigenerhebliche finanzielle Nachteile undeinschneidende Fahrerlaubnismaßnahmenfür die Straftäter nach sich ziehen.Dabei ist das Risiko nach einer Verkehrsunfallfluchtermittelt zu werden sehr hoch.Durch gezielte Spezialisierung, sowie eineverbesserte Ausstattung und Fortbildungliegt die Aufklärungsquote bei Verkehrsunfällenmit Personenschaden bei 72,2%.Auch wird fast jeder zweite Unfallflüchtigenach einem Sachschaden überführt.Die gesamte Verkehrsunfallstatistik fürden Kreis Düren kann auf der Internetseiteder Polizei Düren eingesehen werden:http://www.polizei.nrw.de/dueren/Dem nachfolgenden Kommentar unseresBehördenleiters Herrn Landrat WolfgangSpelthahn können wir uns als Gewerkschaftder Polizei Düren nur anschließen„Trotz qualitativ hochwertiger und zielführenderPolizeiarbeit bei der Verkehrsüberwachung,Verkehrsunfallpräventionund Öffentlichkeitsarbeit, lassen sich Verkehrsunfällenicht nur mit polizeilichenMaßnahmen verhindern. Es gibt vieleBehörden, Institutionen, Verbände usw.,die sich mit intensiver und engagierterArbeit um die Verkehrssicherheit verdientmachen. Sie haben sich mit den ihnenobliegenden Maßnahmen daran beteiligt,den Verkehr sicherer zu machen. Ein wichtigerund entscheidender Faktor beim ThemaVerkehrssicherheit ist und bleibt aberder Verkehrsteilnehmer selbst!“25


BetrugBetrüger habenHochkonjunkturZehn der beliebtestenAbzockmaschen im Kreis DürenKreis Düren – Die Polizei meldet einen alarmierendenAnstieg der Betrugsfälle. So weist der aktuelle Kriminalitätsreportfür den Kreis Düren im vergangenen Jahr 1.945Betrugsstraftaten mehr aus als im Vorjahr. Sind in diesemAnstieg um fast 73Prozent zwar auch etwa 1.500 Straftatenenthalten, die alleine aus wenigen Großverfahren stammen, sonehmen Betrügereien doch grundsätzlich immer weiter zu.Täuschen, Tarnen und Verdrücken.Betrug gibt es bereits seit Menschengedenken.Auch wenn es keiner hören will: vorBetrug ist auch der Schlaueste nicht gefeit.Im Kern geht es den Tätern immer darum,ein Opfer durch Vorspiegelung falscherTatsachen zu täuschen und sich an dessenVermögen zu bereichern. Dabei werdenalte Tricks oft nur in ein neues Gewandgekleidet. Uralte Maschen funktionierenauch im Zeitalter des Internet, denngeschickte Gauner erfinden immer wiederneue Varianten, um arglose Menschen auszunehmen.Ausgenutzt werden immer„menschliche Schwächen“, wie Hilfsbereitschaft,Neugier, Eitelkeit oder Gier.Die Strafbarkeit solcher Delikte kümmerthemmungslose Betrüger wenig. Undauch die Folgen für die Opfer, die nichtselten sogar in Existenznot landen, sindihnen absolut egal. Der effektivste Schutzvor Betrügern ist nach wie vor ein gesundesMisstrauen. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühlund lassen Sie sich nicht zum Narrenhalten!Hier eine aktuelle Auswahl von zehn derbei der Polizei festgestellten Top-Tricksvon Abzockern, Betrügern und anderenLumpen:Platz 10: Die Masche mit der„Werbesperrliste“Zahlen Sie kein Schutzgeld für dieAbwehr lästiger Werbung.Ja, es nervt. Wenn man telefonisch mit Lotterie-,Schnäppchen- und Gewinnmitteilungenüberhäuft wird, dann kann dasbereits die Vorbereitung für den Trick mitder Sperrliste sein.Denn die Erlösung naht, in einem Unternehmen,das scheinbar Hilfe anbietet. Wieder Wolf im Schafspelz tarnen sich Abzockerals brave Verbraucherschützer undbieten gerne telefonisch oder schriftlichbei Geschäfts- oder Privatleuten ihre Diensteim Kampf gegen unfreiwillige Werbekontaktean.Sie versprechen, vor unerlaubten Werbeanrufen,Datenmissbrauch, Spams undunerwünschter Kontaktaufnahme zuWerbe- und Verkaufszwecken schützenzu können. Allerdings nicht selbstlos.Dafür lassen sie sich in Einmalbeiträgenoder kostenpflichtigen Mitgliedschaftenbezahlen.KEINEWERBUNGDabei ist alleine diese Form des Telefonmarketingnicht nur äußerst dubios, sondernauch noch gesetzlich unzulässig. Dieauf solche Gespräche trainierten Anbieterschaffen es immer wieder, die Verbraucherzu überreden, etwas gegen die leidigeBewerbungsflut zu unternehmen. Dabeibauschen sie zusätzlich gerne Angstszenarienauf, geben betrügerisch vor, im Auftragoder in Kooperation mit einer Behördeoder der seriösen Verbraucherzentralezu handeln. Manchmal werden auchBankdaten erfragt, die man angeblich fürAnwälte zu Vertragszwecken benötigt. DieAnbieter sprechen auch davon, dass sie z.B. das Telefon oder den Computer für jeglicheWerbung sperren lassen könnten. Eskann sogar zu unberechtigten Geldabbuchungenvom Konto der Geschädigtenkommen. Manche Anbieter sind so dreist,dass sie nach einem Kontakt sogar Inkassounternehmenmit Geldforderungenbeauftragen.✖ Die Polizei rät:• Lassen Sie sich erst gar nicht auf solchdubiose Angebote ein und legen Sieim Zweifelsfall einfach den Hörer auf.• Die Verbraucherzentrale ruft keineVerbraucher unaufgefordert an, istaber auf Anfrage gern behilflich, sichkostenfrei in Schutzlisten für E-Mail,SMS, Telefon in der tatsächlich exis-27


Betrugtenten „Robinsonliste“ eintragen zulassen.• Beschwerden über unlautereTelefonwerbung nimmt zuständigkeitshalberauch die Bundesnetzagenturentgegen.Platz 9: „Vorsicht hoheRendite“ – Der AnlagebetrugNehmen Sie sich Zeit für Ihr Geld undprüfen Sie die Seriosität des Anbieters.Durch Anlagebetrüger werden überwiegendprivate Anleger in Deutschland Jahrfür Jahr um Millionen erleichtert. Immerhaben die Täter es auf das Geld gut- bzw.leichtgläubiger Investoren abgesehen, vondem sie selbst in Saus und Braus leben.Dabei nutzten sie den Umstand aus, dassFinanzprodukte mit einer für Laien oftwenig transparenten Komplexität behaftetsind. Zudem sind hohe Gewinnversprechenbei der Geldanlage ein Köder, beidem manche die gebotene Vorsicht einfachvergessen.Selbst wenn Bekannte und Verwandtebereits Geld als Verzinsung erhaltenhaben, ist das nicht zwingend ein Hinweisauf die Seriosität des Angebots. Nicht seltenzahlen unseriöse Anbieter zu Beginnder Vertragslaufzeit die versprochenenhohen Renditen aus, um über darausresultierende Empfehlungen weitere Anlegerin ihre Fänge zu bekommen. Eine nurscheinbar perfekte Referenz, denn dieangeblichen Gewinne stammen nicht austatsächlich erwirtschafteten Erträgen, sondernalleine aus den Anlagegeldern derNeukunden. Irgendwann muss diesesSchneeballsystem zusammenbrechen.Zurück bleiben Geprellte, denen kaumeine Chance auf den Rückerhalt ihres Geldesbleibt.Wer Geld anlegt, geht damit ein Risiko ein.Als Faustregel sollte man sich merken: „Jehöher die versprochene Rendite, destomehr Vorsicht ist geboten!“Banken und sonstige Finanzdienstleister(wie Vermögensberater und -vermittler)sind verpflichtet, im Rahmen ihrer Kundenberatungüber die Risiken des angebotenenAnlageprodukts aufzuklären, denInhalt jeder Anlageberatung zu protokollierenund dem Kunden eine Ausfertigungdes Protokolls vor Vertragsabschluss auszuhändigen.Unseriöse Anbieter stellen den Kontakt oftunaufgefordert und telefonisch her, habengerne einen Geschäftssitz im Ausland undagieren mit Zeitdruck, indem sie eine günstigeGelegenheit suggerieren. Im Angebothaben sie zumeist Produkte, die inDeutschland nicht auf dem Kapitalmarktzugelassen sind und die nicht mit einer 6-stelligen Wertpapierkennnummergekennzeichnet sind.✖ Die Polizei rät:• Vertrauen Sie Ihr Geld ausschließlichseriösen Anbietern an. Prüfen Siederen Referenzen genau.• Nehmen Sie sich Zeit. Lassen Sie sichnicht unter Druck setzen und zumVertragsabschluss drängen.• Lesen die AGB des Anbieters genaudurch und stellen Sie bei Unklarheitengezielte Nachfragen.• Erkundigen Sie sich immer nach derAbsicherung Ihrer Investition.Bestimmte Produkte (z.B. Inhaberschuldverschreibungen)sind nämlichnicht über einen so genanntenEinlagensicherungsfonds abgesichert– das heißt, bei einer Insolvenz desausgebenden Unternehmens sinddiese Gelder verloren.• Holen Sie Vergleichsangebote andererAnbieter ein.• Nutzen Sie den Service von Verbraucherzentralenund spezialisierten Anwälten(z.B. Fachanwälte für Kapitalmarktrecht)und lassen Sie die Ihnenvorliegenden Angebote prüfen.• Produkt-Zertifizierungen (z.B. TÜVoderandere „Siegel“) sind vor allemWerbemittel und bieten weder Gewährfür die Seriosität des Anbietersnoch für risikolose Kapitalanlagen.• Lassen Sie sich nicht von hohen Gewinnversprechenblenden. Der Aussichtauf einen hohen Gewinn (Rendite)steht immer ein hohes Risiko, bishin zum Totalverlust, gegenüber.Platz 8: Trojaner und Viren –Der heimliche Angriff aufIhre ComputeranwendungenÖffnen Sie nur Dateien, denen Sie wirklichvertrauen können.Als „Trojanische Pferde“, oder kurz auch„Trojaner“ genannt, bezeichnet man Computerprogramme,die als nützlicheAnwendung getarnt sind, im Hintergrundaber ohne Wissen des Anwenders einezumeist schadhafte Funktion erfüllen. DieseSchadprogramme bewegen sich dannselbstständig und kaum beeinflussbar aufIhrem Computer. Es gibt verschiedensteArten, wodurch ohne Ihr Wissen anderedieselben Zugriffsberechtigungen erhalten,um die Funktionen Ihres PC zu nutzen,auf die auch Sie als angemeldeterBenutzer zugreifen können. Sie werdenalso Opfer von Spionage und Fernkontrolleund merken es erst dann, wenn derSchaden bereits eingetreten ist.Typische Schadfunktionen können sein:Alle Ihre PC-Aktivitäten sind überwachbar.Ihre sensiblen Daten werden ausnahmslosausgespäht und durch andere29


Betrugfür eigene Zwecke benutzt. Mit IhremRechner können kriminelle und kostenpflichtigeAktionen ausgeführt werden.Firewalls und Antivirenprogramme werdendeaktiviert.Unter dem Begriff „Computerviren“ werdenbestimmte Programme verstanden,die sich meist in Standard-Programmeund verwandte Dateien kopieren und sichso vervielfältigen.Im Unterschied zu einem Computervirusfehlt dem „Trojanischen Pferd“ die Eigenschaft,sich selbständig zu verbreiten. Wirdein Dateivirus aufgerufen, so reproduzierter sich, indem er sich in fremde Dateieneinschleust.Die oftmals nicht leichte Unterscheidungzwischen Virus und Trojaner sollte manals reiner PC-Anwender der Fachweltüberlassen. Beide können jedoch Schädenam System erzeugen und damit auf Ihrereale Welt mannigfaltig Einfluss nehmenund Sie zum Opfer machen.✖ Die Polizei rät:• Den einzig wirkungsvollen Schutzvor „Trojanischen Pferden“ bietet derVerzicht auf die Benutzung vonProgrammen aus unbekannten oderunsicheren Quellen. Als besondersgefährlich einzustufen sind hierbeiAnbieter von Programmen bzw.Dienstleistungen am Rande derLegalität.• Internetnutzer sollten auf aktuelleAbwehrprogramme keinesfalls ausKostengründen verzichten.Viele Antivirenprogramme erkennenneben Computerviren auch weitere Schadprogramme,darunter eine Vielzahlbekannter „Trojaner“. Ihre Erkennungsrateerhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Wird ein „Trojanisches Pferd“erkannt, bevor der Anwender es startet,ist der Schutzmechanismus recht wirkungsvoll,wohingegen bereits ausgeführte„Trojanische Pferde“ von der Antivirensoftwarenur bedingt zuverlässig aus demSystem entfernt werden können. Gleichesgilt für die Schadsoftware, welche eventuelldurch einen „Trojaner“ installiertwurde. Auch gelingt es zahlreichen eingeschleustenSchadprogrammen, die Antivirensoftwarezu deaktivieren oder dasSystem derart zu manipulieren, dass sievon der Software nicht mehr entdeckt werden.Selbst Firewalls oder andere Programmezur Netzwerküberwachung bieten keinenSchutz vor der Installation eines „TrojanischenPferdes“, können unter Umständenaber nach einer Infektion auf unautorisierteNetzwerkkommunikation aufmerksammachen. Wird ein bereits installierter „Trojaner“erkannt, so ist es ratsam, soforteinen Fachmann zur Bereinigung des Systemshinzu zu ziehen, da Softwareprodukte(wie z.B. Virenscanner) dieses nurbedingt leisten können.Platz 7: „Ich brauche nur maleben ein paar Angaben“Werden Sie nicht zumSpionageopfer undgeben Sie keine Infospreis.Am Telefon, aber auch imInternet, kann man zumOpfer von Social Engineering(sozialer Manipulation)werden. Sonennt man die Beeinflussungenauf zwischenmenschlicherEbene,wohinter allerdings eineböse Absicht steckt.Betrüger wollen Sie mitgeschickter Kommunikationzu einem bestimmtenVerhalten manipulieren.Beispielsweise wollensie so erreichen, dassSie vertrauliche Informationenpreis geben, Produktekaufen oder Geldfreigeben. Die Täter, indiesem Fall Social Engineersgenannt, spionierendas persönliche Umfeld ihres Opfersaus, täuschen Identitäten vor oder nutzenVerhaltensweisen wie Autoritätshörigkeitaus, um (eigentlich) geheime Informationenoder unbezahlte Dienstleistungen zuerlangen. Häufig dient Social Engineeringdem Eindringen in ein fremdes Computersystem,um vertrauliche Daten einzusehen.Das Grundmuster der äußerst findig vorgehendenTäter ist sich jeweils ähnlich,wie bei anderen Betrugsvarianten aberextrem variabel. So könnte Ihnen ein Anrufervortäuschen, für ein Ihnen bekanntesUnternehmen tätig zu sein und Ihre Mithilfezu benötigen. Dabei tarnt sich derTäter hinter Fachlichkeit, Teilwissen undAuftragslage, wobei er seine Informationenaus öffentlich zugänglichen Quellen,z.B. dem Internet, bezogen und genau studierthat.Es geht aber auch über die emotionaleSchiene, bei der Internetbekanntschaftendie Verliebtheit ihres Kontaktpartnersschamlos ausnutzen. Oft reichen ein paar„herzliche Botschaften“ und „persönlicheBild-zu-Bild-Gespräche“ mit Hilfe vonWebcam-Diensten, um Vertrautheit vorzutäuschen.Da ist eine Geldüberweisungschnell getätigt, wenn die Person gegenüberdarum bittet, um zum Beispiel die31


BetrugAnreise zum ersten Treffen bezahlen zukönnen oder eine Notsituation zu überwindenmüssen.Andere reiten die Mitleidstour und es gabschon reihenweise Geldüberweisungenfür z.B. den Rettungstransport vernachlässigterHunde, die niemals in Deutschlandankamen. Kaum zu glauben, aberauch bei all diesen Betrugsformen gibt eszahlreiche Betrogene.Inzwischen ist bekannt, dass es in SozialenNetzwerken mit Hilfe von speziellen Toolssogar zum Ausspionieren von Freundschaftsdatenkam. Bevor der Schwindelmit dem gefälschten Account auffällt,haben Täter schon alles, was sie missbräuchlichan Informationen verwendenkönnen. Die Abwehr von sozialen Manipulationenist nicht einfach zu bewerkstelligen,da der Täter im Grunde positivemenschliche Eigenschaften ausnutzt: DenWunsch etwa, in Notsituationen unbürokratischzu helfen oder auf Hilfe mitGegenhilfe zu reagieren.✖ Die Polizei rät:• Stellen Sie Identität und Berechtigungeines Ansprechenden zweifellossicher, bevor Sie irgendwelche Handlungenvornehmen. Bereits die Rückfragenach Name und Telefonnummerdes Anrufers kann schlecht informierteAngreifer enttarnen.• Lassen Sie sich auch durch noch sodringliche und heikle Anfragen nichtaus der Ruhe bringen; bitten Sie umGeduld und schaffen Sie sich die zurÜberprüfung notwendige Zeit.• Geben Sie als Unternehmensangehörigerauch keine scheinbar unwichtigenInformationen weiter; Täterkönnen sich so eine bessere Gesamtstrategiezusammen puzzeln, die siein weiteren Kontaktaufnahmen zumAushorchen anderer einsetzen. InformierenSie die SicherheitsabteilungIhres Unternehmens.• Bei verdächtigen E-Mails: unterkeinen Umständen persönliche oderfinanzielle Daten preisgegeben, egalvon wem die Nachricht zu kommenscheint. Keine Links aus E-Mails verwenden,die persönliche Daten alsEingabe verlangen. Stattdessen dieURL selbst im Browser eingeben. BeiUnklarheit über die Echtheit des Absendersdiesen nochmals telefonischkontaktieren, um die Authentizität derE-Mail zu überprüfen.• Unternehmen sollten ihre Beschäftigtenfür die Thematik professionellsensibilisieren lassen. Eltern solltenmit ihren Kindern sprechen. Auchbetagte Internetnutzer müssen aufgeklärtwerden.• Soziale Netzwerke: Überlegen Siegenau, welche Daten, Bilder undInformationen Sie dort einstellen. Siewerden damit zum „offenen Buch“.Platz 6: „HerzlichenGlückwunsch, Sie habengewonnen!“Glauben Siekeinen vollmundigenVersprechungen!Auch derKreisDürenwird überschwemmtmit angeblichen„Gewinnmitteilungen“perTelefon. Die Anrufersind sehr versiert undhartnäckig, wenn es darum geht, überwiegendälteren Personen einzureden, dassihnen ein großartiger Hauptgewinn bevorstehe.Mal ist es ein Auto, mal ein Geldpreisoder ein anderer lukrativer Gewinn.Oft treffen die Täter dann auch auf Gutgläubige,die weniger Argwohn als Vorfreudeauf den Preis verspüren. Dann istes schnell passiert, dass kleine „Formalitäten“zur Nebensache werden, wenn dieOpfer aufgefordert werden, erst vorabirgendwelche Gebühren zu entrichten.Erklärt werden diese scheinbar schlüssigmit Transport-, Unterstell- oder sonstigenTransaktionskosten, die entstanden wären.Den Tätern geht es NUR um diese Vorauszahlung,die oft auf einem Auslandskontolandet. Auch die Quelle des Anrufes verbirgtsich nicht selten hinter einem im Auslandeigens eingerichteten Call-Center, wodie Täter sich zudem gern mit demAnschein schmücken, Notare, Rechtsanwälteoder gar Botschafter zu sein.Werden Sie nicht zur Niete und lassen Siesich keinen Gewinn einreden, der Sie teuerzu stehen kommt.✖ Die Polizei rät:• Wenn Sie an keinem Gewinnspiel teilgenommenhaben, können Sie auchnicht gewonnen haben.• Leisten Sie keinerlei Zahlungen!Eine Lotteriegesellschaft verlangt fürdie Gewinnausgabe keine Vorausgebühren.Platz 5: „Bitte geben Sie Ihrepersönlichen Datenein“?Verfangen Sie sich beimHomebanking nicht im Phisher-Netz!Die virtuelle Welt des Internetist ein Tummelplatz für realeGefahren. In einem Meer vonInformationen und Möglichkeitenlauern versierte Betrüger,die mit „Ködern“ nachPasswörtern und Daten„angeln“. Das englischeKunstwort „Phishing“beschreibt die Versuche, übergefälschte www-Adressen, E-Mails oder Kurznachrichten an dieDaten eines Internet-Benutzers zugelangen und damit einen Identitätsmissbrauchzu begehen, um mit den Daten beispielsweiseKonten zu plündern.Phishing ist im Prinzip eine spezielle,unpersönliche Variante des „Social Engineering“,das in seiner allgemeinenBeschreibung auf Platz 5 gelistet ist.Fingierte Mails oder täuschend echtgestaltete Internetseiten machen es nichtimmer leicht, sofort zu erkennen, dass essich um eine „Phishing-Attacke“ handelt.Seien Sie misstrauisch. Geben Sie persönlicheDaten nur bei gewohntem Ablaufinnerhalb der Online-Banking-AnwendungIhres Kreditinstituts an. Ihre Bankfordert grundsätzlich keine vertraulichenDaten per E-Mail, per Post oder per Telefonvon Ihnen an.Mit Hinweisen wie „Mit Ihrer Kreditkartestimmt etwas nicht“ oder „Wir habenungewöhnliche Kontobewegungen festgestellt“oder Meldungen wie „Wir habenaus Sicherheitsgründen den Zugang vorübergehendgesperrt“ versuchen Täter,Ihnen anschließend die Codes zu entlocken.Betrüger sind scharf auf Ihre PINund TAN!33


Betrug✖ Die Polizei rät:• Übermitteln Sie auch keine persönlichenoder vertraulichen Daten(Passwörter oder Transaktionsnummern)per E-Mail.• Überprüfen Sie die Adressleiste inIhrem Browser und achten Sie auf eineverschlüsselte Verbindung. Diese ist inder Adressleiste des Browsers an denAnfangsbuchstaben „https“ im Unterschiedzu „http“ bei unverschlüsseltenVerbindungen erkennbar.• Bei geringsten Abweichungen vondem Ihnen bekannten Verfahrensollten Sie stutzig werden. Tragen Sieständig benötigte Internet-Adressen indie Favoritenliste Ihres Browsers einund folgen Sie nicht den in E-Mailsangegeben Links.• Vergewissern Sie sich, mit wem Sie eszu tun haben. Klicken Sie nicht aufden angegeben Link in der übersandtenE-Mail. Versuchen Sie stattdessen,die in der E-Mail angegebenen Seitentatsächlich auch über die StartseiteIhrer Bank zu erreichen (ohne diese indie Adresszeile einzutippen)• Wenn Sie sich unsicher sind, haltenSie in jedem Fall Rücksprache mitIhrer Bank.• Geben Sie persönliche Daten nur beigewohntem Ablauf innerhalb derOnline-Banking-Anwendung IhresKreditinstituts an. Sollte Ihnen etwasmerkwürdig vorkommen, beenden Siedie Verbindung und versuchen Sie eserneut. Veränderungen sollten Siemisstrauisch machen• Melden Sie sich nach der Online-Sitzung unter Benutzung der angebotenenSchaltfläche bei Ihrer Bank ab.• Folgen Sie Aufforderungen in E-Mails,Programme herunter zu laden, nurdann, wenn Sie die entsprechendeDatei auch auf der Internet-Seite desUnternehmens finden (Starten Siekeinen Download über den direktenLink). Öffnen Sie insbesonderekeine angehängtenDateien. Eskönnten Viren oder Trojanerenthalten sein.• Kontrollieren Sie regelmäßigIhren Kontostandsowie Ihre Kontobewegungen.So könnenSie schnell reagieren,falls Sie ungewollteAktionen feststellen.• PIN und TANs solltenSie nur dann eingeben,wenn eine gesicherteVerbindung mit IhremBrowser hergestellt ist.Platz 4: „KostenfreiesAngebot – nur für Sie“Tappen Sie nicht in die Abo-Falle!Auch im Kreis Düren erhalten Geschäftsleuteund Vereine auf inzwischen vielfältigeWeise verlockende Angebote, die einescheinbar kostenlose Werbung oder Eintragungin Branchenverzeichnisse in Aussichtstellen. Die Betrüger kontaktierenihre Opfer zum Beispiel durch unaufgefordertübersandte Faxe. Die Empfängerwerden darin aufgefordert, die bereits eingetragenenDaten auf Richtigkeit zu über-34


Betrugprüfen, zu vervollständigen und dannzurück zu senden. Wer nicht genau hinsieht, hat dann schnell im Kleingedruckteneine teure Klausel übersehen und für eineigentlich wertloses Jahresabo unterschrieben.Doch auch für Privatleute können lockendeGratisdienste teuer werden: Internetdienste,die sich als kostenfrei tarnen unddann als kostenpflichtig darstellen. DieOfferten reichen von vermeintlich kostenlosenBildern über SMS-Dienste bis hin zuGedichte- und Witze-Downloads. SchauenSie sich deshalb die Angebote vor demHerunterladen oder einer Registrierungsehr genau an. Achten Sie besonders aufdie so genannten AGB (AllgemeineGeschäftsbedingungen).✖ Die Polizei rät:• Sollten Sie trotz aller Vorsicht aufeinen unseriösen Anbieter hereingefallen sein, lassen Sie sich nicht einschüchtern.Legen Sie schriftlichenWiderspruch ein (Einschreiben).Zahlen Sie nicht, sondern suchen Siesich schnellstmöglich einen Rechtsbeistand.Platz 3: „3-2-1-meins“Werden Sie bei der Jagd nach Schnäppchennicht zum Gejagten!Krieg ich es oder krieg ich es nicht?Internetaktionen sind der Renner. Nirgendwoist die Auswahl so groß und dieSchnäppchen scheinbar so günstig. Dazumacht die Jagd nach dem begehrten Teildoch auch noch Spaß, oder? Aber andersals im Geschäft um die Ecke, sieht mandas Gesicht des Verkäufers nicht. Hintertollen Namen und nicht selten selbstgestrickten Top-Bewertungen könnenBetrüger stecken, die zwar nichts anzubietenhaben, aber die Interessenten mitBildern und Beschreibungen ködern.Erhält man am Ende dann endlich denZuschlag, kann das virtuelle Vertrauenschließlich dazu führen, dass man dasGeld vorab auf ein angegebenes Kontoüberweist. Und dann vergeblich auf dieversprochene Ware wartet und wartetund wartet...Selbst wenn ein Anbieter „zu verschenken– nur Portokosten“ einstellt, kann das fürTäter eine durchaus lukrative Variantesein.Auch die Angabe einer Kontoverbindungist keine Visitenkarte für Seriosität. Selbstwenn die Polizei im Rahmen einerBetrugsanzeige den Beschuldigten ermittelnkann, hat der Täter das betrügerischgesammelte Geld meist für eigene Zweckebereits durchgebracht.Auch der Nachnahmebetrug kann in einerAuktion versteckt sein. Es gab Kunden,die haben an der Haustür beim Postzustellerein Paket gegen eine Nachnahmegebührerhalten, aber dann statt der teurenSpielekonsole nur etwas Hundefutter darinvorgefunden. Auch das ist Betrug, dochdas Geld ist weg. Lassen Sie sich kein wertlosesPaket unterschieben.Es tauchen auch immer wieder online-Shops auf, die es real gar nicht gibt (fakeshops)und deren Betreibern es lediglichum das Kassieren der Vorauszahlung geht.✖ Die Polizei rät:• Nutzen Sie beim Erwerb teurer Artikeleinen Treuhandservice: Dieser garantiert,dass erst dann das Geld an denVerkäufer überwiesen wird, wenn dieWare auch tatsächlich angekommenund einwandfrei ist. So kann man sichvor Fällen schützen, in denen vermeintlichwertvolle Gegenstände anden Höchstbietenden versteigertwerden, der jedoch trotz erfolgterBezahlung keine (oder minderwertige)Ware erhält.• Nutzen Sie beim Onlinekauf keineZahlungsdienste wie Western Union,paysafe oder Ukash.• Kein Einkauf bei Zweifel: Wenn Siesich unsicher sind, kaufen Sie ambesten gar nicht im gewählten Shop.Sie sollten das gewünschte Produktnur beim Händler Ihres Vertrauenserwerben und sich nicht von derscheinbar günstigen Möglichkeitverlocken lassen.Platz 2:„Der Enkeltrickbetrug“Bleiben Sie misstrauisch, damit man IhreHilfsbereitschaft nicht ausnutzt!„Hallo Oma, rate mal wer hier ist.“„Bist Du es, Thomas?“„Ja, Oma, ich bin’s, der Thomas. Ich habe daein Problem... es muss aber unter uns bleiben....“Auf einem der vordersten Plätze liegt nachwie vor der altbekannte Enkeltrick mit seinenzum Teil abgewandelten Versionen,denn es können auch andere Verwandtschafts-oder Bekanntschaftsgrade vorgetäuschtwerden.Er ist eine besonders hinterhältige Formdes Betrugs und eine existentielle Bedrohung.Die Täter durchforsten öffentlich zugänglicheTelefonverzeichnisse, geben sich alsnahe stehende Person aus und versuchen,bevorzugt bei Senioren, durch ein Anbahnungsgesprächderen Hilfsbereitschaftanzuzapfen. Es wird kurzfristig um Bargeldgebeten. Als Grund wird regelmäßigein finanzieller Engpass vorgetäuscht, bei-35


Betrugspielsweise ein Unfall, ein Auto- oderImmobilienkauf. Was auch immer. Da sinddie Täter sehr erfindungsreich und clevergenug; auf jede argwöhnische Frage habensie eine scheinbar plausible Antwort paratund keine Hemmungen, durch wiederholteAnrufe systematisch Druck aufzubauen.Sobald die einmal weich gewordenenOpfer sich bereit erklären, wird ein Kurierangekündigt, der das Geld abholt. Oft werdendie Betrogenen auch noch so weitgebracht, dass sie Geld von der Bank holen.So haben viele Menschen, auch im KreisDüren, bereits ihre Lebensersparnisseunwiederbringlich verloren! Zudem sehensie sich auch noch den Vorwürfen ihrerVerwandten ausgesetzt.Es ist die Pflicht aller, seine Angehörigenzu unterstützen und zu beraten, insbesonderewenn diese bereits betagt sind, damitdiese am Ende eines Lebensweges nichtnur um ihr Geld, sondern vor allem nichtum die Selbstachtung gebracht werden.✖ Die Polizei rät:• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personenam Telefon als Verwandte oderBekannte ausgeben, die Sie als solchenicht erkennen.• Geben Sie keine Details zu Ihren familiärenoder finanziellen Verhältnissenpreis.• Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellenForderungen erst mit FamilienangehörigenRücksprache.• Übergeben Sie niemals Geld an unbekanntePersonen.• Informieren Sie unter der Notrufnummer110 sofort die Polizei, wenn Ihneneine Kontaktaufnahme verdächtigvorkommt.Ein aktueller Fall im Kreis Düren verlieffolgendermaßen: Eine 56-Jährige erhielteinen Telefonanruf, bei dem sie zunächsteine hysterisch schreiende und weinendejunge Frau „Mama“ rufen hörte. Die natürlichim höchsten Maße beunruhigte Angerufene,die tatsächlich eine volljährigeTochter hat, fragte zwar nach, um sich zuvergewissern, glaubte aber bald, dass esihre verzweifelte Tochter sei, denn auchderen Vorname wurde genannt. Dannwechselte blitzschnell der Gesprächspartnerund eine seriös klingende Männerstimmestellte sich als Anwalt vor underläuterte, dass die Tochter der Angerufenenmit dem Auto ein Mädchen angefahrenund schwer verletzt habe. Jetzt sei diesesim Krankenhaus und müsse für vielGeld operiert werden, wovon die Tochtereinen Teil zu bezahlen habe, um keinenÄrger zu bekommen. Die mit ihrer vermeintlichenTochter fühlende Angerufeneerklärte sich schließlich bereit, alles zurVerfügung stehende Geld, eine ansehnlicheSumme, beizutragen und übergab dieseswenig später in guter Absicht an denangekündigten Kurier, der an der Haustürerschien. Als sich die Sache nur Minutenspäter als hemmungsloser Betrug herausstellte, war es bereits zu spät. Für die Polizeistellten sich ein durch Zeugen falschabgelesenes Autokennzeichen und einerussische Telefonnummer letztlich alserfolglose Ermittlungsansätze heraus.Spuren gaben es nicht.Die von einem Schockanruf betroffenenFamilienangehörigen sind Opfer auf ganzerLinie und benötigen oft sehr lange, umsich überhaupt wieder von diesen mehrfachenUnglücksbotschaften auch nurannähernd zu erholen.Natürlich sind die Täter sehr variabel beimErfinden von geeigneten Geschichten. DieMöglichkeiten, sich zum Beispiel im Internet(in Sozialen Netzwerken, wie Facebookund Co.) vorab mit persönlichenInformationen zu versorgen, sind manchmalder Grundstein für die am Telefon vorgetragene(erfundene) Leidensgeschichte.✖ Die Polizei rät:• Das Pflichtgefühl, Verwandten oderBekannten in einer Notlage beistehenzu müssen, ist ein gewaltiges Druckmittel.Wenn Sie einen verdächtigenAnruf erhalten:• Lassen Sie sich nie unter Druck setzenund bleiben Sie misstrauisch.• Prüfen Sie im Zweifel alle Angabenerst nach und holen Sie den Rat vonAngehörigen und Freunden ein.• Geben Sie keine Details zu Ihren familiärenoder finanziellen Verhältnissenpreis!• Notieren Sie die angezeigte Telefonnummerund rufen Sie diese nichtzurück!• Übergeben Sie kein Geld an fremdePersonen.• Wenden Sie sich sofort über Notruf110 an die Polizei!Platz 1: „Der Schockanruf“Lassen Sie sich nicht verängstigen undzur Geldübergabe nötigen.Wegen seiner besonderen Rücksichtslosigkeitund zum Teil hartherziger Art derUmsetzung liegt die Abzockmethode des„Schockanrufes“ auf Platz 1 der Warnlisteder Dürener Polizei. Er ist eine abgewandelteForm des Enkeltricks undunterscheidet sich von diesem durch dieradikale Inszenierung einer aktuelldringlichenNotlage, die den Angerufenenzunächst verängstigen und ihn dannzur schnellen Geldübergabe bewegensoll.36

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