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Sanierung Wohnhaus in Horgen Solarpreis 2009, Minergie-P

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3 Das Gebäude vor der

3 Das Gebäude vor der Sanierung Wand gegen Aussen U= 1.9 W/m 2 K Bild 09 Wsi 4 aus Bauteilkatalog „Sanierungen“ 3.3 Flächen und Volumen EBF (SIA 416/1) vor der Sanierung CAS MINERGIE ® 2009/Zürich, Institut Energie am Bau Kastenfenster U= 2.7 W/m 2 K (ohne Abbildung) EG 8.21 8.23 67.6 m2 OG 8.20 8.22 67.4 m2 TOTAL 135 m2 100 % Volumen (SIA 416/1) vor der Sanierung: h EG-OG 8.21 8.23 5.00 337.8 m3 DG (Kniestock) 8.21 8.23 1.06 71.6 m3 DG (St eildach) 8.21 8.23 1.46 98.6 m3 TOTAL 508 m3 100 % 3.4 Energieverbrauch Über den Energieverbrauch dieses Hauses aus dem 18. Jahrhundert lassen sich nur schätzungsweise Aussagen machen. Um 1900 betrug der durchschnittliche Energieverbrauch der Gebäude ca. 150 KWh/m 2 EBF, und stieg bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts auf 200 KWh/m 2 an. Werte für das 18. Jahrhundert sind mit Unsicherheiten behaftet, da die Lebensumstände und das Nutzerverhalten zusätzlich zu den wesentlich schlechter gedämmten Häusern, zu den heutigen «Zentralheizungen» und Komforttemperaturen nicht vergleichbar sind. Bei einem angenommenen, damals zeitgemässen, Energieverbrauch der Gebäude von ca. 100 bis 120 KWh/m 2 EBF und einer zugrunde liegenden Energiebezugsfläche von 135 m 2 des damaligen EG und OG‘s betrug der Energieverbrauch für Heizen und Warmwasser 13‘500 bis 16‘200 KWh. Bezogen auf die gleiche EBF und dem durchschnittlichen Schweizer-Gebäudebestand wäre der heutige Verbrauch mit 150 KWh/m 2 EBF eher bei 20‘000 KWh. 10/66

3 Das Gebäude vor der Sanierung 3.5. Haustechnik Die Zimmer dienten einst Gastarbeitern als Kleinstwohnungen. Die Ausstattung jedes einzelnen Zimmers waren identisch und sehr einfach. Der Ausbaustandart beinhaltete einen kleinen Ölofen und die elektrischen Installationen beschränkten sich auf eine Lampe und eine Steckdose. Jedes Zimmer war mit einem separaten Zähler ausgerüstet. Warmwasser wurde mit kleinen Elektrowassererwärmern erzeugt. 3.6 Fenster und Sonnenschutz Die Fenster am alten Gebäude waren mit Rahmen und Flügeln ausgeführt. Die Beschläge bestanden aus Fischbändern. Die Flügel waren einfach verglast und wahrscheinlich gekittet. Nicht alle Fenster, aber der Grossteil, waren mit Jalousien als Beschattung und zusätzlichem Wetterschutz versehen. 3.7 Konstruktion und Materialien Das Gebäude wurde vor gut 250 Jahren mit den Materialien erstellt, die damals regional üblich waren. Die Schichtaufbauten und die Konstruktion deutet meines Erachtens darauf hin, dass die Bauherren nicht arme Leute waren, sondern das Gebäude für seine Zeit in einem recht soliden Standard gebaut wurde. Mit Konstruktionen der Aussenwände, die zu dieser Zeit vor allem in städtischen Gebieten gängig waren. Die verschiedenen Gebäudeteile waren vor der Sanierung wie folgt aufgebaut und konstruiert: Aussenwände Erdgeschoss und Obergeschoss Die tragende Aussenwand ist ein Fachwerksystem mit Schwellen, Obergurten, Riegeln, Pfosten und Streben, die mit gebrannten Ziegelsteinen ausgefacht wurden. Das Gebäude wurde in den unteren 2 Geschossen mit einem Kalkmörtel überputzt. Auf den Innenseiten waren die Aussenwände zum Teil verputzt und durch Holzverkleidungen und Deckleisten getäfert. Dachgeschoss Das Dachgeschoss diente vor dem Umbau als Dachboden (Estrich), wurde nicht bewohnt und war dementsprechend in einer einfacheren Konstruktionsweise ausgeführt. Die Aussenwände bestanden aus einer Fachwerkkonstruktion und waren nur aussen mit vertikalen Bohlen verkleidet. Bodenaufbauten Boden Erdgeschoss Nach den Spuren in den Aussenwänden beurteilt, war ein Teil des Hauses mit Balkenlagen über dem Erdreich und ein Teil mit Erdboden ausgeführt. Im Laufe der Zeit wurden wahrscheinlich die Balkenlagen durch Zementböden aufgefüllt. CAS MINERGIE ® 2009/Zürich, Institut Energie am Bau 11/66

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