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Freeheeler Saison_16_17_Deutsch_2.Auflage

tual im Freien

tual im Freien vollzogen, hat Mutter Natur dem ausgelassenen Abend noch ein extra „Schmankerl“ verliehen. Vom Aussichtsfels der Hütte, blickten wir nach Norden über das weiße Wapta Eisfeld – und über diesem tanzte langsam ein breiter grüner Schleier, der mit dem klaren Sternenhimmel verschmolz – Nordpolarlichter!! – Der Letzte Tag brach an, doch es sollte nicht weniger spannend werden. Das Wetter hatte sich gewandelt. Waren es in der Nacht noch Sternenklare Bedingungen, so war davon nichts mehr zu spüren. Oder vielleicht etwas direkter – Wir hatten „white out conditions“. Die blose Hand vor Augen konnte man zwar noch erkennen, aber vom 5 Meter entfernten Toilettenhäuschen aus, war die Hütte schon im grauen Nebelmeer untergegangen. Die Bergführer hatten Ihr Walkie Talkie aktiviert und sich den Wetterbericht durchgeben lassen. Das Wetter sollte sich für die nächsten 3 Tage nicht mehr ändern. Es blieb uns keine andere Wahl. Wir mussten übers Eis, mit dem GPS an den Gletscherspalten vorbei navigieren und zum Fuße des Mount Niles marschieren. Dort würden wir den Gletscher verlassen und uns an den Abstieg ins Tal machen können. Doch gleich zu Beginn hatten wir die falsche Richtung eingeschlagen… Das zu korrigieren, und bei nur 2 Meter Sicht die Gruppe zusammen zu halten stellte sich als nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Nachdem wir jedoch unseren Kurs entsprechend korrigiert hatten, kamen wir gut voran und waren auf direkten Weg Richtung Mount Niles unterwegs. Dort angekommen, hieß es für uns: „runter vom Gletscher“ - und fürs Herz: „raus aus der Hose“. Denn ab jetzt ging es nur noch bergab und mit jedem Höhenmeter, den wir abbauen konnten, wurde die Sicht besser. Nach ein paar schönen Tiefschneehängen kamen wir an die Baumgrenze, durchfuhren einen Wald, kreuzten eine Lichtung und liefen über den Gletschersee „Sherbrooke Lake“. Nun mussten wir nur noch ein paar Kilometer auf Waldwegen nach Südosten um dann, erwartet aber plötzlich, an der „Great Divide Lodge“ welche direkt am Trans-Canada-Highway liegt, zurück in die Zivilisation zu „ploppen“. Wir machten uns selbige sofort zu Nutze, und gönnten uns eine Kaffeepause in der warmen Stube der Lodge, bevor wir per Anhalter ca. 60 km zum Wohnmobil zurück trampten, denn wir hatten dieses ja 4 Tage vorher an komplett anderer Stelle geparkt. Dort angekommen machen wir uns auf 50. REPORTAGE PAGE | FREEHEELER.EU

den Heimweg und auf der 2 stündigen Autofahrt nach Golden war eine ganz spezielle Stimmung in der Kabine meines Pickup-Trucks zu vernehmen. Die Fahrt war ruhig. Geprägt von „Bluegrass“ und „Rock’n‘Soul“t, untermalt durch sanftes Zischen der Bierdosen und unterbrochen nur von melodischen Seufzern, die versuchten einen würdigen Abschluss unter die Erlebnisse der vergangenen 4 Tage zu setzen…. REPORTAGE .51 FREEHEELER.EU | PA G E

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