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Kleinpferde und Kaltblut Spezial 2018 mit Hengstverteilungsplan

Sonderheft des Reiterjournals mit dem Hengstverteilungsplan 2018 und sehr schönen Berichten über die Zucht von Kleinpferden und Kaltblütern.

Kleinpferde- und Kaltblut-Spezial 2018 Neue „Männer“ für die Zucht Qualitätsvolles Angebot an Kaltbluthengsten für die Saison 2018 In der Decksaison 2018 stehen den Züchtern mehrere neue Kaltbluthengste zur Verfügung. Drei Schwarzwälder Hengste wurden bereits bei der Nachkörung im Frühjahr 2017 in Marbach gekört beziehungsweise anerkannt. Bei der neunten Kaltblutkörung im Oktober 2017 in St. Märgen wurden fünf Schwarzwälder Hengste gekört – darunter ein Brauner – sowie ein Hengst der Rasse Noriker. Nachkörung Marbach Mitte März führte der Zuchtverband eine Nachkörung und Anerkennung für Kaltblüter und Kleinpferde in Marbach durch. Vier bereits in anderen Zuchtverbänden gekörte Kaltbluthengste wurden von der Körkommission für Baden-Württemberg anerkannt. Folgende drei Schwarzwälder Hengste stehen den Züchtern ab 2018 neu zur Verfügung: Wellenstein, SchwK, Dunkelfuchs, helles Langhaar, * 29. 3. 2014 v. LH Weißgerber a. d. L.St. Nensi v. Dachsebrg/Wirt/Militarist; Z.: Werner Schultheiss; B. Heinz- Jakob Joussen,Wesseling Der Hengst wurde 2017 bei der Körung des Rheinischen Pferdestammbuches in Wickrath gekört. Seine Leistungsprüfung absolvierte er 2017 in Marbach mit der Endnote 8,15 und erhielt den Titel Leistungshengst. Seine Mutter Nensi hat die St.Pr./L.St. Naomi und Natascha, Großmutter Sophie ist Mutter des HPH Ravel, Urgroßmutter Nora hat den gekörten Sohn Weißherbst. Malibu, SchwK, Dunkelfuchs, helles Langhaar, * 12. 4. 2009 v. EH/ LH Modus a. d. Dina v. Direkt/Retter/Militarist; Z.: Herbert Dold; B.: Hans-Ulrich Götz, Bitz Der Hengst wurde 2013 bei der Körung des Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern e. V. in Redefin gekört. Seine Leistungsprüfung absolvierte er 2013 in Moritzburg mit der Endnote 7,37. Seine Mutter Dina hat die St.Pr./L.St. Felina und Fiona, Urgroßmutter Flora ist Mutter des Hengstes Diflor. Don Olewo, SchwK, Dunkelfuchs, helles Langhaar, * 24. 4. 2001 v. HPH/LH Donnergroll a. d. St.Pr. Fergie v. Freischütz/Retter/Merkur; Z.: Hubert Löffler; B.: Jörg Kurtz, Sulz Der Hengst wurde 2003 bei der Körung des Pferdestammbuches für Kaltblutpferde Niedersachsen e.V. in Verden gekört. Seine Leistungsprüfung absolvierte er 2004 in Adelheidsdorf mit der Endnote 7,31. Seine Mutter Fergie hat den gekörten Hengst Michel, Großmuter Ronja hat die St.Pr.St. Wilma, Winnie und Fergie, Winnie ist Mutter des Hengstes Felsberg, Wilma ist Mutter der Hengste Rubiniero und Reventon. Kaltblutkörung St. Märgen Bei der 9. Kaltblutkörung in der St. Märgener Weißtannenhalle galt das Motto „Qualität vor Quantität“. Fünf Schwarzwälder Kaltblut hengs te, darunter auch ein Brauner sowie ein Noriker, begeisterten Körkommission und Publikum. Victor, SchwK, Dunkelfuchs, helles Langhaar, * 12. 3. 2015 – Siegerhengst, Junghengstprämie, v. EH Vogtsberg a. d. St.Pr./L.St. Halina v. Federsee/Moritz/Retter; Z.: Christian Ott, Schluchsee; B.: Haupt- und Landgestüt Marbach, Gomadingen Mit Victor stellt sich ein Sohn aus dem letzten Jahrgang des Elitehengstes Vogtsberg vor. Er gefällt durch seinen schönen Rassetyp mit viel Rasseadel, seine maskuline Prägung und sein Kaliber. Hals und Schulter sind gut konstruiert. An die gut geschwungene Oberlinie schließt eine gut bemuskelte Kruppe an. Er steht auf klarem Fundament. Auffallend ist seine freie Bewegungsmechanik in den Grundgangarten. Der Schritt ist taktsicher, der aus der gut bemuskelten Hinterhand entwickelte Trab gefällt durch seine Bergauftendenz und die gute Schulterfreiheit. Seine schöne Farbe und das angenehme Temperament unterstreichen den guten Gesamteindruck. Ein sehr schön herausgebrachter Hengst, der als Körungssieger mit der Junghengstprämie ausgezeichnet wird. Wilano, SchwK, Dunkelfuchs, helles Langhaar, * 9. 3. 2015 v. Wildschütz a. d. Rike v. Riegel/Moritz/ Diktator; Z.: Werner Blattert; B.: Andrea Meier, Adlkofen Mit Wilano stellt sich ein sehr gut herausgebrachter, schmucker und im Rasseadel sehr präsenter Hengst vor, maskulin geprägt, gut liniert und mit großer Vorhandpartie ausgestattet. Er steht auf kräftigem Fundament mit ausgeprägten Gelenken. Im Schritt zeigt er sich fleißig, deutlich überfußend und mit genügend Taktsicherheit. Im Trab darf er noch mehr Lastaufnahme und Bergauftendenz entwickeln. Maienfels, SchwK, Dunkelfuchs, helles Langhaar, * 19. 5. 2015 v. Maitanz a. d. L.St. Liesa v. Feder- Fotos: Goldparmäne Körungssieger Victor und Jochen Ott in St. Märgen In St. Märgen gekört: Wilano mit Besitzerin Andrea Meier 20

Kleinpferde- und Kaltblut-Spezial 2018 In St. Märgen gekört: der braune Ramiro von Rotenberg In St. Märgen gekört: der Noriker Zieron mit Züchter Michael Egetemeyr see/Vogtsberg/Moritz; Z.: Hugo Gantert, Ühlingen; B.: Haupt- und Landgestüt Marbach, Gomadingen Dieser noch in der Entwicklung stehende Hengst gefällt durch seinen schönen Rasseadel mit dem trockenen, gut geformten Kopf, den vor allem sein waches Auge gut in Szene setzt. Sein Seitenbild betont die gut modellierte Schulter und die kräftige Hinterhand. Seine Bewegungen fußen auf trockenem Fundament. Den Trab gutem Rasse- und Geschlechtstyp, recht gutem Ausdruck und weitgehend ausgewogenen Körperproportionen vor. Die Grundgangarten zeigt er taktsicher, fleißig und leichtfüßig und mit recht gutem Raumgriff. Während der gesamten Vorstellung zeigt er sich umgänglich und mit angenehmem Temperament. Sein Einsatz im Zuchtprogramm kann einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Farbvielfalt leisten. zeichnen der energische Antritt, die Bergaufbewegung und die Zieron, Noriker, Rappe, gute Schulterfreiheit besonders aus, im Schritt zeigt er sich mit genügend Fleiß und Raumgriff. * 21. 4. 2015 v. Zollfeld Schaunitz a. d. St.Pr./L.St. Maja v. Titus Vulkan XVIII/Wedan Nero XIV/Erich Ramiro, SchwK, braun, Nero XI; Z. u. B.: Michael Egetemeyr, Frankenhardt * 13. 4. 2015 v. Rotenberg a. d. St.Pr./L.St. Armada v. Leonhard/ Modus/Dirk; Z. u. B.: Werner Blattert, Bonndorf Mit Ramiro stellt sich ein gut entwickelter Hengst mit ziemlich Ein über viel Boden stehender, recht gut geformter Glanzrappe mit sehr maskuliner Prägung, sicherem Rassetyp, gutem Ausdruck sowie athletischem Seitenbild. Der Hals ist gut aufgesetzt und mittelin St. Märgen gekört Maienfels, vorgestellt von Jochen Ott lang, die Schulter gut gewinkelt, die Kruppe momentan noch etwas hochgestellt. Er steht auf weitgehend korrektem Fundament. Im Schritt zeigt er sich mit überfußender Hinterhand und knappem Vortritt, der Trab ist leichtfüßig jedoch noch zu vorhandbetont. Erhaltungszuchtprogramm für die Schwarzwälder Um die Erhaltung der Vielfalt der Farben in der Zucht des Schwarzwälder Kaltbluts weiter zu fördern, hat der Rassebeirat Kaltblut des Pferdezuchtverbandes im November 2017 beschlossen, den Hengst Leonhard in das Hengstbuch I einzutragen und künftig unbegrenzt für das Erhaltungszuchtprogramm in der Schwarzwälder Zucht zuzulassen. Im Jahr 2001 wurde mit dem Einsatz des Hengstes Unicorn Lancelot (Welsh Cob) die Erhaltung der braunen Farbe beim Schwarzwälder Kaltblutpferd eingeleitet. Ausgerichtet auf die Erstellung einer neuen Hengstlinie wurde der Zuchtversuch auf den Einsatz des reinerbig braunen Hengstes Leonhard von Unicorn Lancelot (F1-Generation) erweitert. Aus der Anpaarung mit 16 Schwarzwälder Stuten fielen sechs Stutfohlen und fünf Hengstfohlen. Die Leonhard-Söhne Lamri und Lasse (R1-Generation) erhielten die Zulassung für je zehn Stuten. Der Abschluss des Zuchtversuchs steht mit dem noch nicht entschiedenen Einsatz des braunen Hengstes Landuin (* 2013) von Lasse aus der St.Pr.St. Pamela von Max-Militarist-Miliar noch aus. Leonhard, SchwK, Braun, * 12. 4. 2005 v. Unicorn Lancelot a. d. St.Pr.St. Amelie v. Riegel/Moritz/Wirts-Diamant/Militär/Müller; Z. u. B.: Werner Blattert Der Leistungshengst Leonhard stammt mütterlicherseits aus dem bewährten Stutenstamm der Astrid. Bei seiner Vorstellung und Bewertung anlässlich der Körung im Jahr 2007 wurde der charakterstarke Junghengst aufgrund seiner überdurchschnittlichen Bewertung und seines herausragenden Bewegungspotentials für einen beschränkten Zuchteinsatz zugelassen. Im darauffolgenden Jahr legte er seine Leistungsprüfung Ziehen und Fahren mit 7,89 als Reservesieger ab. Sein Leistungspotential vererbte Leonhard an seine wenigen Töchter (SP/L.St. Armada 7,85 und L.St. Alice 8,56) und Enkeltöchter (Bundesprämie SP/L.St Rhea 8,16 und L.St. Alea 8,15 von Lasse sowie die Lamri-Tochter SP/L.St. Feine Lioba 8,41). Der kalibrige Hengst besticht durch einen ausgeglichenen Charakter und taktsichere und raumgreifende Grundgangarten. Im Zuchtjahr 2018 kann der reinerbig braune Hengst einen wertvollen Beitrag für das Erhaltungsprogramm und die Erhaltung der Farbenvielfalt der Schwarzwälder leisten. Seine Nachkommen können mit einen Fremdblutanteil von 25 Prozent ebenfalls positiv auf die genetische Vielfalt wirken. 21