Aufrufe
vor 6 Monaten

Beiserhaus News 2013

Sommerfreizeit der

Sommerfreizeit der Wohngruppe Bebra in Berlin Große Städte wie Berlin, Hamburg, Frankfurt usw. sind für unsere jungen Leute sehr anziehend. Deshalb waren auch alle ziemlich schnell mit dem Vorschlag einverstanden. Die diesjährige Sommerfreizeit verbrachte die Bebraer Wohngruppe für Unbegleitete- Minderjährige-Flüchtlinge in Berlin. Beim CVJM am U-Bahnhof Nollendorfplatz im Stadtteil Tempelhof-Schöneberg, hatten wir einen zentralen Ort zur Übernachtung gefunden. In zwei- und einem drei-Bett- Zimmer waren die jungen Leute gut untergebracht. Vier Tage haben einige unserer Teilnehmer noch gefastet. Mit Hilfe der Hausleitung konnte die Versorgung und Durchführung gut organisiert werden. Jeder unserer Bewohner erhielt eine Wochenkarte für die BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) und konnte so auch auf eigene Faust die Stadt erkunden. Wir hatten mehrere gemeinsame Unternehmungen geplant und auch umgesetzt. die Besichtigung von Reichstag und Brandenburger Tor eine Bootsfahrt auf der Spree von der Hansabis zur Oberbaumbrücke mit anschließender Besichtigung der East Side Gallery ein Abend-Bummel in Kreuzberg die Besichtigung der Gedenkstätte Sachsenhausen Besuch im Zoologi- schen Garten Besuch eines Stadteilfest im Stadtteil Prenzlauer Berg Einen nachhaltigen Eindruck hat unser Besuch in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen hinterlassen. Mit der S-Bahn fuhren wir bis Oranienburg und gingen dann zu Fuss zur Gedenkstätte. Wir hatten eine Führung gebucht, die uns einen Eindruck davon vermittelte, wie brutal hier mit Menschen umgegangen wurde. In der Zeit von 1936 bis 1945 war dieses KZ eines der größten auf dem Gebiet des damaligen Deutschen Reiches. In dieser Zeit waren dort und in den vielen Nebenlagern rund 200.000 Häftlinge untergebracht, die als Zwangsarbeitskräfte in den umliegenden Firmen versklavt und ausgebeutet wurden. Mehrere 10.000 Häftlinge fanden durch unmenschliche Arbeits- und Lebensbedingungen, brutale Behandlung, Folter, Vergasung, Erschiessung und medizinische Experimente den Tod. Für unsere jungen Leute war vieles neu und nur schwer zu verstehen. Hans-Dieter Stimpfig, Gruppenleiter der UMF-Wohngruppe Bebra

Keep-Cool-Gruppe im Knast Seit einem Jahr arbeiten die Keep-Cool-Trainer Magdalena Krystof und Peter Pfeiffer mit der „Keep-Cool-Gruppe“. Neben vielen Gesprächen, Übungen und Aktionen sieht das Konzept auch einen Besuch in der Haftanstalt Geldern vor, wo die Teilnehmer der „Keep-Cool-Gruppe“ die Gelegenheit haben, mit Inhaftierten zu sprechen. Dieser Besuch fand zum ersten Mal im Juni statt. Fünf Jugendliche fuhren mit drei Betreuern nach Geldern und hatten schon bei der Hinfahrt ziemlich gemischte Gefühle. Was würde ihnen begegnen? Viele hatten schon Erfahrungen mit Straftaten und ihre Ahndung durch die Justiz gemacht. Erstmals trafen unsere „harten Jungs“ auf die „echten harten Knackis“. Schon das Betreten der JVA war erlebnisreich. Wir wurden alle einzeln „gefilzt“. Ein Jugendlicher wurde gleich „verhaftet“ und sofort alleine in eine Zelle gebracht. Dort wurde er in Anstaltskleidung gesteckt. Wir anderen wurden dann in einem Raum geführt, wo wir mit einigen Gefangenen zusammentrafen. Wir hörten von den Anstaltsregeln, vom Alltag in der Haftanstalt, von den Einkäufen, kurz von allem, was das Leben in Haft ausmacht. Das hat uns ziemlich beeindruckt - und es hörte sich überhaupt nicht nach echter Karriere an. Der Jugendliche, der „inhaftiert“ worden war, wurde dann auch hereingebracht und schilderte seine Gefühle, die ihn in der Zelle überfielen. Das Gespräch mit „Schwerverbrechern“ hat uns sehr beeindruckt und teilweise auch schockiert. Jeder hatte seine Geschichte erzählt, die Inhaftierten und die Jugendlichen. Das waren Geschichten, die ziemlich schrecklich waren und einige von uns waren davon sehr betroffen. Wir waren alle sehr froh, als wir nach ein paar Stunden wieder hinaus durften, aber und auch betroffen, weil wir dort die Menschen zurücklassen mussten, die uns eindringlich gewarnt haben, kriminelle Delikte zu begehen oder gar eine Knastkarriere anzustreben. Die Rückfahrt war dann echt schlimm. Eindrücke und Gefühle fuhren Achterbahn. Hinter den Geschichten standen echte Menschen, es blieben viele Fragen, Mitleid und bei einigen von uns, der feste Vorsatz, unser Leben wieder „in den Griff“ zu kriegen und auf keinen Fall in einem Knast zu landen. Nico Hermert Andreas Fuino Christiane Ellenberger, Erzieherin „Ich will das nicht!“ - diese Aussage höre ich immer wieder. Nur, was sagt sie aus? Ist es das pure Desinteresse an der Aktion, ist es das „nicht Können“ oder doch nur die Angst, die nicht formuliert werden kann? Oft wird es eine Mischung aus mehreren oder all diesen Aspekten sein. Die Angst, die jemand empfindet, wenn er vor einer 30 Meter hohen Wand steht, die er heraufklettern soll, können sicher viele Menschen nachvollziehen. Dazu kommen dann noch, die verschiedensten oft unbekannten Dinge wie Seile, Karabiner und andere Sicherungsgeräte, mit denen man zwangsläufig in Kontakt kommt.

Stifter Post 25 / Oktober 2013 - Plan Stiftungszentrum
1207-betriebliche-ausbildung
VR-News 2/2013 - Raiba-msp.de
AUSBILDUNG FüR ALLE JUNGEN MENSCHEN - Das ...
Jahresbericht 2010 - Stiftung Schloss Regensberg
Jahresprogramm 2013 für Jugendliche (ab 15 Jahren) - SJD - Die ...
KonfiDank 2013 - Mission Einewelt
COLUMpodium 02-2005.pdf - Stiftung Columban
Good News! - kontakt+co Suchtprävention Jugendrotkreuz
Jahresbericht 2007 - Kinderheim Brugg
Wasserläufer - Stiftung Jugendhilfe aktiv
Ferienprogramm 2013 - Tutzing
Stadtteilwerkstatt Nord - Konzeption
Datei herunterladen... - Diakonisches Werk im Kirchenkreis ...
Argumente 1/2010 - Jusos
Jahresrückblick 2010 - Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa
Tätigkeitsbericht 2012/2013 - Zentrum Spattstrasse
serer schule - Katholische Jugendwerke in der Stadt Köln e.V.
Achten statt ächten - Caritas NRW
Taifun Haiyan Philippinen 2013 - Don Bosco Mission
COLUMpodium 03-2006.pdf - Stiftung Columban