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E_1928_Zeitung_Nr.080

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London haben sich im

London haben sich im Fernern dem Bau von Strassenbahnlinien im Stadtinnern widersetzt. So bleibt den City-Bewohnern Londons der Fahr- und Signallärm der Strassenbahn erspart. Automobile und Motorräder müssen mit Lautdämpfern ausgerüstet sein. Beim Verlassen des Automobils ist der Motor abzustellen. Der Erlass allgemeiner Vorschriften gegen das Hupenwesen erweist sich als schwierig. Das Hupensignal gilt als Warnungssignal, dessen Missbrauch bestraft wird. Ebenso energisch hat man aber in London auch das Heranpfeifen von Automobilen mittels Pfeifinstrumenten verboten, wie dies besonders von Seite der Portiers gepflegt wurde. Da ein grosser Teil des Strassenlärms' auch auf das Konto Strassenreparaturen zurückführen ist, haben die Stadtbehörden Londons die Vornahme von Bohrarbeiten während besonders verkehrsreicher Stunden untersagt. Muss aber einmal eine Strasse aufgerissen werden, so werden auch die Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke rechtzeitig darauf hingewiesen, dass die Strasse gerade jetzt «up» sei. Berlin mit 4,217,000 Einwohnern versucht dem Strassenlärm durch Herstellung einer schalldämpfenden Pflasteroberfläche zu begegnen. In absehbarer Zeit werden die Vollgummireifen für die Lastautomobile und die Eisenreifen für Anhänger verboten sein. Der Polizeipräsident von Berlin ist der Ansicht, dass die Betätigung der Hupe und die Abgabe der Warnungssignale auf ein Mindestmass eingeschränkt werden sollte. Mit vollem Recht erklärt er das Uebel als eine Folge der bisherigen Rechtssprecnung. Leider wird noch in sehr vielen Fällen beim Urteil über die Schuldfrage die Stellungnahme davon abhängig gemacht, ob der Automobilist gehupt habe, währenddem die Frage, ob der sonst noch am Unfall beteiligte die erforderliche Sorgfalt habe walten lassen, nur eine sekundäre Rolle spiele. Für den Automobilisten sollte nicht das Hupen im Vordergrunde stehen, sondern der Gedanke, bei einem kommenden Gefahrmoment das Fahrzeug in der Geschwindigkeit rechtzeitig massigen, also bremsen zu können. Sorgfalt, Rücksicht und Vorsicht von Seite der Automobilisten, als auch der Fussgänger, dürften ein wildes Hupen an übersichtlichen Strassenkreuzungen überflüssig machen. In Prag mit 690,000 Einwohnern werden die mangelhaften Fahrbahnen als Hauptsache des Strassenlärms bezeichnet. Pflaster aus imprägnierten Holzstöckeln sollen den «vielen Lärm um Nichts» einschränken. Das Verbot von Vollgummireifen für Lastautomobile soll ein weiteres Mittel der Lärmeindämmung bilden. Zudem ist man der Ansicht, dass der Verkehrslärm in den Pragerstrassen durch Beseitigung der elektrischen Bahnen aus dem Stadtzentrum behoben werden könnte. Der Prager Polizeipräsident ist der Ansicht, dass sich die Warnungssignale auf ein Minimum reduzieren lassen, sofern neben den technischen Vervollkommnungen guter Wille von allen Strassenbenützern vorhanden ist. In Oslo, einer Stadt mit 250,000 Einwohnern, klagt man besonders über die grossen schweren Strassenbahnwagen, die ziemlichen Strassenlärm verursachen. Der Polizeipräsident dieser Stadt erblickt eine Lösung zur Einstellung des Strassenlärms in der Herstellung breiter, übersichtlicher Strassen, die mit guten Strassendecken versehen sein müssen, in der Heranbildung einer zahlreichen und gutgeübten Verkehrspolizei und in der Anwendung einfacher, deutlicher und leichtverständlicher Verkehrssignale. Strenge Anforderungen an die Verkehrsdiszipliii des Publikums und Verbot des unnötigen Gebrauchs von Signalhörnern dürften dazu beitragen, den beständig auf das Trommelfell der Stadtbewohner einhämmernden Lärm, wenn auch nicht ganz zu beseitigen, so doch wenigstens zu mildern. Die Technik wird nicht stehen bleiben. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Motortechnik wird sicherlich auch der Motorlärm nach und nach verschwinden. Das wichtigste jedoch, um unnötigen Lärm zu vermeiden, ist die Erziehung des Publikums zu straffer Verkehrsdisziplin. Erst wenn dieses einmal einsieht, dass es in seinem eigenen Interesse liegt unnötiges Schreien, Schimpfen, Hupen, Pfeifen und Johlen zu unterlassen, wird auch der Strassenlärm auf ein vernünftiges und erträgliches Mass eingeschränkt werden können. K. Weder allzuscharfes noch aüzuleises Hupen erfüllt den Zweck. Das eine macht den Fussgänger verrückt, das andere ist eine Vorspiegelung falscher Tatsachen. Lass deine Maschine warm laufen, bevor du sie voll beanspruchst. Ein guter Reiter geloppiert mit seinem Pferd auch nicht zur Stalltüre hinaus. Das Schneiden von Kurven im belebten Verkehr gehört zu jenen Dingen, die ein be- Jierrschter Fahrer schon aus ästhetischem Gründen nie macht. Nach St. Qaller Meldungen sind die Kostenberechnungen für die projektierte Verbreitung und Ausbesserung der Dammstrasse nunmehr abgeschlossen worden. Die notwendigen Aufwendungen werden auf 700,000 Fr. veranschlagt, wovon rund 417,000 Fr. auf den Kanton St. Gallen und der Restbetrag auf den Kanton Schwyz entfallen würden. An diese Mitteilung wird die etwas bemühende Konstatierung angeknüpft, dass, obwohl der Ausbau des Dammes eine äusserst dringliche Angelegenkeit ist, die ganze Frage noch nicht über das Stadium der Vorberatungen hinausgekommen sei. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass nicht nur für den Motorfahrzeugverkehr, sondern auch im Interesse des Fussgängers, der regelmässig den Dammweg benützt, eine baldige Inangriffnahme der Arbeiten zu einer absoluten Notwendigkeit geworden sei. Hoffentlich vermag die Aussicht auf eine baldige Auszahlung des nunmehr bereinigten Benzinzollviertels die beiden Kantonsregierungen zu einem etwas beschleunigten Verfahren anzuregen. Z. Dem Gutachten des Kantonsingenieurbüros von St. Gallen, das im Einvernehmen mit den Kantonsingenieuren von Schwyz und Zürich ein Projekt auszuarbeiten hatte, entnehmen wir folgende Zahlen: 1. Die Seedammstrasse ist so zu korrigieren, dass die Fahrbahn eine Breite von 6,50 Meter und das Trottoir eine solche von 2,50 Meter (jetzt 2,30 Meter) erhält. 2. Die Brücken sind derart zu verstärken, dass ein 14 Tonnenwagen nach der eidgen. Verordnung vom 7. Juni 1913 darauf verkehren kann. Im Kosten Voranschlag sind vorgesehen: a) Verbreiterung des Seedammes: Abbrechen und Wiederaufführen der Damm-Mauer in Quadersteinen und Hinterbetonierung; Hinterfüllung der neuen Mauern mit kiesigem Material; Abbrechen und Wiederversetzen der Abdeckplatten samt Geländer. b) Trottoir: Neue Granit-Randsteine; Steinbett und Bekiesung, Teerbetonbelag 4 cm stark. c) Fahrbahn: Kleinpflästerung und 1 Entwässerung. d) Brücken-Verstärkung: Aufnieten von Kopfplatten und Stehbleckaussteifungen; Verbesserung der Nietverbindungen, Stossdekkungen und Anschlüsse im Ueberbau und in den Jochen; Fahrbahnplatte in Eisenbeton; für die Drehbrücke stärkere Balken und Bohlen. e) Brücken-Verbreiterung: Verlängern der Joche und Widerlager mit Pfahlfundation und Einbau der .Eisenkonstruktion; bei der Drehbrücke neuer Gehsteg seitwärts auf eisernen Konsolen und mit neuem Holzbelag'. Kanton St. Gallen. 1. Für den Damm 592 m 2. Brücken-Verstärkung 138 m 3. Brücken-Verbreiterung Total 730 m Kanton Schwyz : 1. Für den Damm 273 m 2. Brücken-Verstärkung 97 m 226000.- 91000.- 100000.- Fr. 114000.- » 76000.- 3. Brücken-Verbreiterung > 93 93 000.— 000.- Total 370 m Fr. 283 000.— Somit im Gesamten (1100 m) Fr. 700 000.— Das Baubureau der Kibag A.-G. hat ein Projekt ausgearbeitet, das in der schweizerischen Städtebauausstellung m Zürich ausgestellt ist. Dieses Projekt sieht vor, alle mit dem Hurdener Seedamm verknüpften Verkehrsprobleme gleichzeitig zu lösen, und das aus der sehr richtigen Ueberlegung heraus", dass nur auf diese Art und Weise, mit möglichst geringen Kosten — also volkswirtschaftlich rationell — alle Anforderungen befriedigt werden können. Das interessante Projekt sieht unter anderem auch den Ausbau der Strasse vor und zwar in schlanker, übersichtlicher Führung in eine Automobilstrasse von 7 Meter Fahrbahnbreite. Auf der Nordseite soll ein Gehweg mit 2 Meter Breite über die Hurdener-Landzunge und 5 Meter Breite über den Seedamm errichtet werden. Der Gehweg über den Damm soll durch eine Erdanschüttung an den bereits be* AUTOMOBTL-RHVUB 1928 — Der Rapperswiler Seedamm. (Die Kostensumme 1 ist berechnet Fr. Fr. 417 000.— stehenden Damm, sowie durch Verbreiterung der Brücken gebildet werden. Derselbe würde eine Platanenallee bekommen und die gegen den See flach abfallende Böschung würde mit Gesträuch bepflanzt und müsste am Fusse durch einen Steinwurf gegen Wellenschlag und Anschwemmung geschützt werden. So erhielte der bisher recht kahle Steindamm ein angenehmeres Aussehen und passte sich auch würdiger der Seelandschaft an. Die Dammanschüttung könnte allfällig auch den Unterbau für eine später vielleicht weiter notwendige Verbreiterung der Fahrbahn bilden und hätte bei der jetzigen Anlage genügend Zeit, um sich gut zu setzen. Die Platanenallee würde einen sehr angenehmen Promenadenweg von Rapperswil bis Hürden bilden. Für Hürden selbst — anschliessend an den Seedamm bis zum projektierten Schifffahrtskanal, zwischen der Strasse und dem See gegenüber den bekannten Inseln Ufenau und Lützelau — würde die Schaffung einer ausgedehnten Reservation mit einer grossen Strandanlage vorgeschlagen. Auch für die Südostbahn brächte die Ausführung des Projektes wesentliche Verbesserungen, indem diese von Rapperswil bis ins Hurdener-Feld immer auf der Südseite der Strasse bliebe. Und für die Schiffdurchfahrt würde die Hurdener-Landzunge, wie in den Richtlinien des Linth-Limmatverbandes bereits festgelegt ist, in der Nähe des Seefelds durchstochen. Seinerseits, bei der Erstellung der Südostbahn mit den Einschnitten in die Hurdener- Moräne und namentlich mit der Erbauung des Seedammes ist ein gewaltiger Eingriff in die Natur des Landschaftsbildes gemacht worden. Aber auch durch starke Kiesausbeutung hat der ursprüngliche Zustand der Halbinsel gelitten. In seiner heutigen Form ist der Damm keinesfalls mehr -eine landschaftliche Zierde und mit seiner beschränkten Kronenbreite und den steilen Böschungen als Träger einer Automobilstrasse nicht besonders verkehrssicher und auch nicht erweiterungsfähig. Es ist bei der Erstellung neuer Verkehrswege nötig, dass die ruinenhaften Dämme abgetragen werden und eine breite, solide Basis für neue. Wege geschaffen wird. Mit einer Reduzierung der Dammhöhe würde übrigens auch das Landschaftsbild von Hürden bedeutend gewinnen. Die neuen projektierten Verkehrsverhältnisse werden auf diesem Plane dargestellt. Dieses Projekt, das eine durchgreifende und notwendige Lösung anstrebt, wird gewiss keine leichte Aufgabe sein. Aber eine gerechte Verteilung der Kosten auf die beteiligten Kantone, Ortschaften und Interessenverbände und den Bund sollte die Durchführung dieser sehr wichtigen Verkehrsregelung ermöglichen, namentlich dann, wenn allseitig mit richtigem Opfersinn an die Lösung herangetreten und die Wichtigkeit und Nützlichkeit eines reibungslosen Verkehrs richtig erkannt wird! R. Neben den beiden obenerwähnten Projekten erinnern wir noch an das Projekt von Dr. Gwatter, das die Fahrstrasse in der bisherigen Breite bestehen lassen will und die Kosten auf 120,000 Fr., event. auf 180,000 Fr. berechnet. Wir halten allerdings dafür, dass dieses Projekt nicht mehr ernstlich in Betracht fallen dürfte da eine Verbreiterung der Fahrbahn nicht mehr zu umgehen ist SPORTLICHES In Brooklands fand am Samstag das letzte Rennen dieser Saison statt. Nachstehend die ersten Resultate: Handicap 6^ Meilen: 1. Data (O.M.), Stundeninittel 150 km. Handicap §Yi Meilen: L Kay© Don (Sunbeam), Stundenmittel 163 km. Handicap 6% Meilen: 1. Hazlehurst (Salmson), Stundenmittel 143 km. Handicap für Damen: Mrs. Scott (Sunbeam), Stundenmittel 168 km. Handicap 9% Meilen: 1. Oats (O.!M.), tun 5 m auf Spero (Austin). Handicap Ü% Meilen: 1. Kaye Don CSunbeam), Stundeumittel 190 km 500. Handicap 0% Meilen: 1. Carson (VauxhaB) Stundenmittel 160 km. Cup Taylor (3K Meilen): 1. Taylor (Delage) et Bottts (Sunbeam), Stondeamittel 163 km. N°80 Bergprüfungsfahrt Rheineck- Walzenhausen-Lachen. Das Reglement zu der am 30. September 1928 stattfindenden, ausschliesslieh für Sektionsmitglieder reservierten Bergprüiungsfahrt ist soeben erschienen. Das Rennen wird auf der traditionellen Strecke ausgefahren. (Stehender Start beim «Hecht» in Rheineck, 410 m. ü. M., Ziel: Dorfeingang Lachen 843 m, Höhendifferenz: 433 m. Durchschnittliche Steigung 6,7%, Maximalsteigung: 11%, Länge der Strecke: 6,5 km.) Programm: Freitag den 28. Soptcinbex, 17—10 Uta: Training auf der Bergstreeik.'e. Samstag den 29. Seiptemiber, 6—9 Uhr: Training auf dex Ber&strecike. Sonntag den 30. September 1928. 8 Uhr: Abnahme der Wagen vor dem Bahnhof in Ilheinectk. 8 Uhr SO: Beginn der BergprüfungsfahTt für Motorräder, veranstaltet vom Motorcluib St. Gallen. 10 Uhr: Beginn der Bergprüfunssfahrt für Automobile. Die Bergstrecke ist ab 8 Uhr für sämtlichen Verikehx vollständig gesperrt. 13 Uhr: Bankett in der Rheinburg, Walizenhausen (beim Kirchplatz), mit anschliessender Preis- Verteilung und Unterhaltung. Organisationskomitec. Veranstaltungsleiter; Herr E. Lumpert, Präsident der Sportkoimmisaion. Weitere Mitglieder: Herr Tr. Walser. Präsident der Sektion St. Gallen-Appenziell. Die Sportionxmission: Herren G. Baur, B. Bekker, A. Boppart. E. Bucher, E. Grosscnbachcr, J« Hitz und H. Mayer. Abnahmekomimission: Herren B. Becker, A. Boppart und H. Mayer. Sarter: Herren B. Becker und H. Mayer. öhronometreur: Offizieller Chronometreur des A. C. S. Telephondienst: Herr E. Grossenbacher. Ziel und Park in Lachen: Herr A. Boppart. Strassensperre: vom Start bis Kurhaus Walzen» hausen: Herr E. Grossembacher. Vom Kurhaus Wal-! zenhausen bis Ziel* Herr G. Baur. Preisgericht: Herren A. BoppaTt, E. Lumpert, H. Mayer, der offizielle Chronoraetrour. sowie die anwesenden Präsidenten anderer Sektionen. Gatbcnkomitoe: Herren A. Boppart, E. Grossenbacher und E. Lumpert. Sanität: Herren Dr. med. Gräflin CWalzenhausen) und Dr. med Kubli CRheinecik). Presse: Herr E. Bücher. Automobil-Rennen in der Hard ibei Base!. Am 7. Oktober wird das diesjährige Automobil- und Motorrad-Rennen in der Hard bei Basel abgehalten, organisiert /on der Automobil-Sektion Basel des Touring-Club der Schweiz. Die umfangreichen Vorarbeiten sind in vollem Gange und versprechen dem sportslustigen Publikum eine genussreiche Veranstaltung besonderer Klasse. Die zahlreich eingehenden) Nennungen prominenter Fahrer, worunter Rennwagen mit Kompressoren und bekannte Marken wie Mercedes, Stutz, Amilcar, etc., nebst einer starken Beteiligung von Motorrad-Renngrössen, werden voraussichtlich auch den hochgeschraubtesten Erwartungen und Ansprüchen gerecht werden können. — Als Novnm für die bequemlichkeitsliebendeii Zuschauer erfolgt längs der Rennstrecke die Aufstellung einer Tribüne mit nummerierten Sitzplätzen mit Lehnen, womit die umsichtigen Veranstalter einem früher vielfach geäusserten Bedürfnis entsprechen. Da diese Plätze nur in beschränkter Zahl vorhanden sind, empfiehlt es sich, zur rechtzeitigen Be-* legung den ab 28. September einsetzenden Billetvorverkauf zu benüzten. Vorverkaufsstellen sind in Basel bei: L. Kost & Co., Freiestrasse 51, Cigarrenhaus Probst, Kohlenberg 1, Stadtcasino, Hotel Metropol, Puplicitas, Freiestrasse 39. Birsfelden: Rest, zur Brücke (Schneider). Eintrittsbillete ä Fr. 1.—• berechtigen zum Bezug der Startliste, nummerierter Tribünensitzplatz Zuschlag Fr. 2.—. Eine Restauration auf der Rennstrecke wird Erfrischungen spenden und für die Heranbringung der zu erwartenden grossen Zuschauer-Massen sind Extratrams ab Aeschenplatz Basel bereitgestellt, verbunden mit einem Pendeldienst mit Autobussen. A.C.S. SEKTION BERN. Wir haben Herrn Marcel Nyffeler, Bern, gebeten,, uns über das Thema « Die Erfahrungen der oberitalienischen Automobilstrassen und ihre Nutzanwendung auf eine erste schweizerische Automobilstrasse von Bern nach Thun » ein Referat zu halten. Herr Nyffeler wird an unserem nächsten Mitgliederaibend. Montag, den 1. Oktober, um 20 Uhr, im Clubheim, in Wort und 'Bild über diese Materie sprechen. Bei deT starken Zunahme des Automobilverkohrs will der Fahrer sich 'gerne ein eigenes Urteil über derartige Sonderstrassen bilden. Wir hoffen deshalb am nächsten CMbabend auf zahlreichen Besuch. Gäste willkommen. Der Vorstand. A.C.S. SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Die Sektion Thurgau des A. G. S. wird anlässlicbj einer Zuverlässigkeitsfahrt am 7. Oktober, bei an-* günstiger Witterung am 14. Oktober, ins Toggenbürg kommen und in Lichtensteig, Hotel «Krone>< das Mittagsmahl einnehmen. Die Tburgauer würden sich freuen, recht viele Kollegon der Sektion St. Gal- Ien-Appenzell zu Mittag, bei der Preisverteilung und der anschliessenden zwanglosen Unterhaltung au treffen. Wer mitmachen kann, ist aufs freundlichste eingeladen.

N» 80 — 1928 ÄUTOMOBIL-REVUE A.C.S. SEKTION BASEL. Die Herbstfahrt der Sektion Basel vom 23. September führte die Mitglieder wieder einmal ins gesegnete Bernbiet, nicht das erste Mal und nicht das letzte Mal, wenn auch für den Basler eine schweizerische Glubtour nicht durchaus zu den Selbstverständlichkeiten gehört, besonders in neuester Zeit, da der Schwarzwald automobilsteuerfreies Gebiet geworden ist, während Frankreich für die Vogesen leider immer noch den ominösen permis de circulation fordert. Immerhin wird keiner der Teilnehmer die Fahrt nach Affoltern i. E. bereuen, nicht einmal diejenigen, die der Kumulierung von Forellen, Berner Platte und Güggeli die angeblich zuträglichere Rohkost vorziehen. Die Fahrt von Basel über den Jura ist dem Basler Automobilisten etwas derart Gewohntes, dass er für die gewiss vorhandenen landschaftlichen Reize nicht mehr stark empfänglich ist. Um so mehr bieten ihm die verschiedenen Variationen, die von der Aare zum diesmaligen Treffpunkt iüheen. Das Hauptkontingent fuhr über Niederbipp, Langenthal, Madiswil und Ursenbach. Etwas ganz Exquisites erlebte die Partie, die von Rothrist durchs Pfaffnerntal über Vordemwald und Pfaffnau fuhr und über Roggliswil, Altbüron, Gross Dietwil und Gondiswil nach Huttwil, zumal das tadellos unterhaltene schmale Strässchen durch den Regen vom Vorabend vollkommen staubfrei gemacht worden war und man zwischen Rothrist and Huttwil aueb nicht einem einzigen Motorfahrzeug begegnete. Und vollends die den wenigsten Basler bekannte Weiterfahrt über Eriswil (man staunte, wie sich der Kanton Bern den Luxus einer Bahn Huttwil-Eriswil leisten konnte), über die Fritzenfluh mit dem «galibiermässigen» Tunnel auf der Passhöhe, dann das Tal der Grünen und die vortreffliche Strasse über Lützelflüh nach Burgdorf, wo sich die Fahrt zum stimmungsvollen Soldatendenkmal auf der «Lueg» anschloss. Vor einem kurzen Regeniatprmezzo kam man gerade recht zu den Fleischtöpfen des Herrn Weiermann im «Leuen». Ein Stellvertreter im Vorstand begrüsste die Gäste im Namen des Präsidenten Imhoff, der auf der Tour, schon im Baselbiet, plötzlich hatte umkehren müssen, um seinen jüngsten Sohn zu sofortiger Blinddarmoperation ins Spital zu führen (über den Verlauf erhielt man Abends in Basel guten Bericht). Wenn dem Basler kulinarisches Verständnis nach«gerühmt» wird, so mag der Leuenwirt den hiermit im Namen aller geäusserten Ausdruck der Zufriedenheit getrost als Reklame verwenden. Zwei Handörgeler, die aus einem Hodlerbild entsprungen sein könnten, animierten zum Tanzen. Doch markiert der Kalender Herbstbeginn, und um 4 Uhr schon mxisste zum Abmarsch geblasen werden. Auch für die Heimreise wählte eine Partia von Wagen einen grösseren Umweg, über Solothurn auf den Weissenstein, dessen relativ vorzügliche Strasse alle überraschte, die den Aufstieg nur vom früheren Zustande her kannten. Von dem schneidenden Wind erholte man sich im Kurhaus mit heissem Tee und kalten, aber konzentrierteren Getränken. Auch der Abfahrtweg nach Gänsbrunnen ist heute derart unterhalten, dass den Baslern die Weissensteinfahrt nur empfohlen werden kann. Nochmals ein Genuss war die Fahrt über den Oberen Hauenstein auf der untadelig neu ausgebauten Strecke, und fast noch bei Tage fuhr man wieder in Basel ein. Le3 absents ont tort — wie immer! Die anderen werden mit Vergnügen noch lange zurückdenken an die Herbstfahrt von 1928. G) A.C. S. SEKTION THURGAU. Einladung zu einer Thurgauischen Voralpenfahrt als Zuverlässigkeitsprüfung. Nach unserem Jahresprogramm soll diesen Herbst eine Zuverlässigikeitsfahrt durchgeführt werden. Dieselbe ist auf Sonntag, den 7. Oktober 1928 festgesetzt worden. Bei zweifelhafter Witterung gibt das Telerphoabureau Frauenfeld morgens von 6J4 Uhr an Auskunft über die Abhaltung. Andernfalls findet die Fahrt am 14. Oktober statt. Das ausführliche Reglement gibt in allen Teilen genügend Aufschluss. Mit dieser Fahrt verfolgen wir zwei Ziele. Einmal wird beizweckt, möglichst viele Clubmitglieder mit ihren werten Angehörigen beisammen au sehen in zwangloser, harmonischer Vereinigung, •und in anderer Hinsicht wird der Fahrer vor Aufsahen gestellt, deren Lösung ihm für die allgemeine Fahrtechnik nur von Nutzen sein kann. Es wird Hauptgewicht darauf gelegt, das-s der Wagen vor der Fahrt bis in alle Details geprüft -wird und auf der Route dessen Zuverlässigkeit beweisen kann. Der allgemeine Anklang, den diese Fahrt letztes Jahr fand, bewog uns, die Aufgabe in andereT Form au stellen, etwas höher, indem die genaue Routenbeschreibung erst eine halte Stunde vor Ablauf jedem Fahrer verschlossen ausgehändigt wird, begleitet von dem nötigen Kartenmaterial. Als Belohnung winfcen für alle Teilnehmer flotte Gaben, und um die Anziehungskraft zu grosser Beteiligung zu erhöhen, erlauben wir uns die Bitte an die sportfreudigen Mitglieder um gütige Ueberlassung von Gaben, welche wir gerne zur Spezialauszeichnung verwenden werden. Die Anmeldeikarte ist bis spätestens den 1. Oktober richtig ausgefüllt abzusenden, und für die übrige Organisation während des ganzen Tages bietet die Sportkommission volle Gewähr. Wir wünschen der Hoffnung Ausdruck zu geben, dass solche Zuverlässigikeitsprüfungen mit wechselnden Aufgaben Tradition werden möchten. Ihre Anhänglichkeit dem Club gegenüber beiweisen Sie am besten durch den flotten Aufmarsch. Mit Sportgruss! Für die Sportikommission: L. Wild. Der Sokticms-Präsident: Dr. med. J. Rietmana. Der Sekretär: J. Fürrer. Programm : 8 Uhr: Besammlung in Frauen-feld (ViehimaTktplatz). 8% Uhr: Aushingabe der Routenbeschreibung. 9 Uhr: Start in Frauenfeld (Viehmarktplatz). 12 Uhr 30: Mittagessen in Lichtensteig, Hotel «Krone». 2 Uhr: Preisverteilung. AUTO-SEKTION ST. GALLEN -APPENZELL DES T. C. S. Der alljährlich mit grossem Erfolg durchgeführte Sausenbummel wird auch dieses Jahr unsere ClubkoMegen wieder ins Rheintal führen. Die Kommission hat beschlossen, denselben am 7. Oktober a. c. durchzuführen mit Ziel Gasthaus «Drei Eidgenossen» m Berneck. Besammlung d«T Teilnehmer mittags halb 2 Uhr auf dem Hechtplatz St Gallen. Die Kollegen aus dem Rheintal belieben sich direkt nach Berneck zu begeben. Die Vergnügungsikommission wird bemüht sein, durch musikalische und humoristische Darbietungen den Kollegen einige gemütliche Stunden izu Metern. Der in vortrefflicher Qualität direkt von der Trotte zum Ausschaut gelangende Bernecker- Sauser dürfte hierzu das Seine auch beitragen. Bei ausgesprochen schlechter Witterung "würde die Fahrt turn 8 Tage verschoben. Diesbezügliche Auskunft erteilen §>ei zweifelhafter Witterung Präsident Knecht, Wil (Tel. 481) oder Fierz, St. Gallen (Tel. 1133). Kollegen, reserviert den 7. Oktober a. c. für unsern Sauserbummel und erscheint in grosser Zahl mit /Euern Angehörigen. K- AUTOSEKTION WALDSTÄTTE DES T.C.S. Der am letzten Donnerstag, den 20. September 1928, nach Eschenbach verlegte Stammtischabend brachte der Sektion einen ungeahnten Erfolg. Nicht weniger als 18 Wagen hatten sich dort versammelt. Das Parkierungswesen und die Bewachung hatte freundlicherweise Herr Landjäger Huber übernommen. ^ Gleich von Anfang an herrschte eine sehr animierte Stimmung, welche noch wesentlich gehoben wurde durch die ausgezeichneten Produktionen der musikalischen Familie Tschupp und von Herrn Lehrer Anderhub. Ihnen, wie auch dem liebenswürdigen Gastgeber H. Erni, nochmals unsern herzlichsten Dank für den warmen Empfang. Im Verlaufe des Abends begrüsste Herr Präsident Helmlin die ca. 60 Damen und Herren zählende Versammlung und gab seiner Freude über den guten Erfolg dieser Veranstaltung Ausdruck. So vergingen Tasch einige Stunden frohen Beisammenseins. In der letzten Mitteilung betreffend Scintillafahrt hat sich leider ein Schreibfehler eingeschlichen. Die Besichtigung der < Fabrikanlagen findet statt von 2—4 (14—16), nicht von 12—14 Uhr. Der geneigte Leser wird wohl von sich aus diese Korrektur angebracht haben. AUTO-SEKTION SEELAND DES T. C. S. Am Sonntag, den 30. September 1928 findet eine gemütliche Zusammenkunft der drei Sektionen Freiburg, Bern und -Seeland statt, und zwar nachmittags 3 Uhr im Hotel «Des Alpes et Terminus» in Bulle. Die Vorstände der drei Schwesterseiktionen hoffen auf zahlreiches Erscheinen -und bitten die Mitglieder, diesen Sonntag der Zusammenkunft zu reservieren. Korr. AUTOSEKTION BERN DES T. C. S. Zusammenkunft der Sektionen Freiburg, Bern und Seeland in Bulle. Umständehalber hat die schon lange vorgesehene, auf den 23. September geplante Zusammenkunft der drei Sektionen verschoben werden müssen auf den nächsten Sonntag, den 30. September 1928, und zwar nicht nach Broc, sondern nach Bulle ins « Des Alpes et Terminus >, weil in Broc die notwendigen Lokalitäten nicht aufzutreiben waren. Die Zusammenkunft ist eine zwanglose; sie dient vorab zur Pflege der herzlichen Freundschaftsbande unter den drei Sektionen. Von 3 Uhr nachmittags an wird man sich in Bulle zusammenfinden, wo unter der Regie der Freiburger Sektion ein gemütlicher Nachmittag mit Tanz und Produktionen abgehalten werden wird (etwas für unsere Girls). Gegen Abend wird nach Gutfinden sachte aufgebrochen, und rechtzeitig wird jedermann wieder zu Hause sein. Die Freiburger hoffen, recht viele von uns Bernern zu sehen. Sorgen wir dafür, dass sie in ihren Erwartungen nicht enttäuscht werden. Die Zusammenkunft findet bei' jedem Wetter statt. (Corr.) Exklusiver Import er neue MERICAINE Unsere drei Schweizer Champions 1928. Fiatfahrer Rouviere. Fiatfahrer Scheibler. Martinifahrer Büttikofer. AUTOSEKTION ZÜRICH DES T.C.S. Ballonfuchsjagd mit Automobil-Verfolgung. Sonntag de« 7. Oktober 1928 (bei ungünstiger Witterung ana 21. Oktober 1928) veranstaltet der Ostschweizerisch« Verein für Luftschiff-IFahrt, gemeinsam mit der Auto-Sektion Zürich des Touring-Gluihs der Schweiß wieder eine Ballonfuchsjagd mit Automobil-Verfolg gung. Füll- und Startplatz befinden sich im Gaswerk Schlieren. Zur Teilnahme sind zugelassen:; Mitglieder des Schweiz. Aerocihib und der T. C. &» Die Füllung der Ballons beginnt um 8 Uhr 30, de* Start um 11 Uhr. Das Nenngeld beträgt Fr. 20.—• für Ballons und Automobile. Anmeldungen haben zu erfolgen: iFür Ballons bis eum 30. September! 1928 an den Präsidenten des 0. V.L.. Herrn Walo Gerber, Sihlcpiai 55, Zürich, für Automobile bis zum 2. Ottober 1028. 18 Uhr, an das Sekretariat der Auto-Sektion Zürich des T. C. S.. Bahnhofstrasse 5/7, Zürich. Es sind wertvolle Speziaipreise ausgesetzt für die Konkurrenzen zwischen dem Fuohsiballon un