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E_1929_Zeitung_Nr.037

E_1929_Zeitung_Nr.037

den Berechnungsart, wie

den Berechnungsart, wie sie auch in der Initiative vorgesehen ist. Die Verteilung der künftigen, von 1929 ab fällig werdenden Anteile der Kantone erfolgt jedoch, zum Vorteil der Bergkantone, unter Mitberücksichtigung der kilometrischen Strassenlänge, und das ergibt sofort ein wesentlich anderes Bild. Die Verteilung des ganzen Benzinzolles beispielsweise auf den Kanton Graubünden ergäbe also bei weitem nicht die ausgerechneten 2940 Franken pro Kilometer, sondern — da ja die geplante neue Verfassungsvorschrift die Verteilung nach Kilometern, ja auch nur deren Mitberücksichtigung gar nicht erlauben würde — eine weit kleinere Zahl, während weitaus der Löwenanteil anderswohin fliessen würde. Dazu käme nun noch der weitere, sehr schwer ins Gewicht fallende Umstand, dass bei Verteilung des ganzen Benzinzolles auf die Kantone dem Bunde ohne absolute Notwendigkeit grosse Mittel entzogen würden, deren er zur Erfüllung seiner Staatsaufgaben dringend bedarf. Wer darunter in erster Linie wieder zu leiden hätte, das wären wiederum die ärmeren, die Gebirgskantone, also diejenigen Bundesglieder, die auf die tatkräftige Hilfe eines finanziell leistungsfähigen Bundes weitaus am meisten angewiesen sind. Ich brauche dies hier im einzelnen wohl nicht näher zu belegen; es genügt dieser kurze Hinweis wohl zur Erklärung der Tatsache, dass der Automobilist und auch der wärmste Freund des modernen Verkehrsmittels in den schweizerischen Gebirgsgegenden sich nebenbei auch als Staatsbürger, als Glied seiner Volksgenossenschaft fühlt und daher nicht willens sein kann, zu diesem geplanten neuen Beutezug auf die Bundeskasse Hand zu bieten. Schliesslich gibt es eben auch noch andere Aufgaben, die ein Gebirgskanton neben dem Strassenunterhalt zu lösen hat, Aufgaben, zu deren Lösung und richtigen Durchführung er der Mithilfe eines starken, von Finanzsorgen unbehelligten Bundes nicht entraten kann. Daran aber, an einer kräftigen, durch den Grossteil des Benzinzolles gespeisten Bundeskasse, hat aber auch der schweizerische Automobilismus, hat jeder einzelne Automobilist, der sich daneben auch noch als Staatsbürger zu fühlen vermag, ebenfalls ein ganz besonderes Interesse. — Es erübrigt sich wohl, an dieser Stelle dies des nähern auszuführen und zu beleuchten; es genüge der Hinweis auf eine einzige mir gerade einfallende Tatsache: Die Erstellung einer neuen leistungsfähigen Automobilstrasse längs des Wallensees ist eines der wichtigsten Postulate des schweizerischen Autotourismus. Dieses grosse Werk ist nur möglich unter tatkräftiger, weitgehender finanzieller Mithilfe des Bundes. Eine solche ist gerechtfertigt und kann nicht verweigert werden, — wenn man ihm die Mittel belässt, die hierzu nötig sind. Nicht nur der Gebirgsbewohner, sondern jeder Stimmfähige des ganzen Landes, nicht nur der Staatsbürger, sondern jeder Automobilist und Radfahrer, der ein wenig über seine vermeintlichen engsten Interessen hinausblickt, ist, so scheint es mir, gut beraten, wenn er am 12. Mai zur Verkehrsinitiative ein «Nein» in die Urne legt. Kampf den schlüpfrigen Strassen! ...aber in England. Der moderne Motorfahrzeugverkehr erfordert nicht nur eine ebene, sondern vor allem eine bei jeder Witterung möglichst rauhe und griffige Strassenoberfläche. Dieser Notwendigkeit wird noch nicht überall Rechnung getragen, da und dort benutzt man als Strassenbelag den schlüpfrigen Strassenasphalt Dagegen schenken einige Länder dem Strassenproblem vermehrte Beachtung. So hat kürzlich die Strassenabteilung des britischen Verkehrsministeriums als oberste englische Zentralbehörde auf dem Gebiete des Wegebaues die ihm unterstellten Strassenbaubehörden erneut darauf aufmerksam gemacht, dass alle Erfolg versprechenden Massnahmen ergriffen werden müssen, um für alle Verkehrsarten sichere Strassen zu schaffen, die unter allen Verhältnissen, wie bei Regen, Schnee und Frost, im gleichen Masse unbedingt sicher seien; so könne jedoch die Verkehrssicherheit der einzelnen Fahrbahnbeläge, wie eingehende Untersuchungen ergeben haben, durch die verschiedensten 'Massnahmen erheblich verbessert werden. So sei z B. bei der Teerung von Schotterstrassen oder dem Aufbringen von Teppichbelä?en die richtige Zusammensetzung des bituminösen Bindemittels mit dem Mineral ausschlaggebend. Es fei zur Erzielung einer rauheren Oberfläche auch besser, härteren Splitt zu verwenden als dies bisher üblich war und diesen dann mit einer leichten Walze nur schwach einzuwalzen. Bei Walzasphaltdecken und ähnlichen bituminösen Ueberzügen bleibt die Decke um so rauher, je dünner der Oberflächenüberzug ist. Auch hier ist ein Aufbringen von möslichsi grobpm Splitt erforderlich, and zwar vor dem Erkalten der Decke. Da das Schleudern der Motorfahrzeuge in Krümmungen von unter 300 Meter Halbmesser auch bei sorgfältigster Herstellung der Fahrbahn nur schwer zu vermeiden ist. empfiehlt das britische Verkehrsministerium für diese Kurven die einseitige Ueberhöhung des äusseren Strassenrandes. Ferner sei allgemein eine allzu starke Wölbung des Strassenprofils, wie sie sich insbesondere bei älteren Strassen vorfindet, zu vermeiden und zu mildern. Da die Rauhigkeit der Strassen unter starke« ÄUTOMOBTL-REVUE 1929 — W> 37 Verkehr und auch durch die Einflüsse der Witterung ständig abnimmt, sei schliesslich eine fortwährende Ueberwachung des Zustandes der 3trassenoberfläche und damit eine regelmässige Nachbehandlung in Bezug auf die Griffigkeit der Fahrbahn erforderlich. In richtiger Erkenntnis der Wichtigkeit dieser Strassenarbeiten für die Sicherheit des Verkehrs subventioniert das britische Verkehrsministerium sie aus dem Road-Fonds. Es wäre dringend zu wünschen, dass auch unsere Strassenbaubehörden in Stadt und Land möglichst bald in gemeinsamer Arbeit ähnliche Massnahmen ergreiten würden, wie sie die oberste britische Wegebaubehörde in eo vorbildlicher Weise für die Erhöhuni der Sicherheit auf den Strassen durchgeführt hat. r*r Rekorde der amerikanischen Automobil-Industrie. Die Produktion des ersten Vierteljahres 1929 übertrifft alle bisherigen Produktionsziffern in der amerikanischen Automobiindustrie. Es wurden 40 Prozent mehr Personenwagen und gegen 70 Prozent mehr Lastwagen gebaut als im Jahre 1928. Nur für die Vereinigten Staaten allein wird die Verkauisziffer der ersten drei Monate die Zahl 800,000 erreichen, welchen noch 150—160,000 ins Ausland verkaufte Wagen beizufügen sind. Es ist möglich, dass die Produktion der Vereinigten Staaten und Kanada zusammen im ersten Vierteljahr 1X Millionen Wagen überschreitet. Die Erfahrung des letzten Jahres zeigt, dass die Produktion im ersten Viertel- Jahr ungefähr einen Viertel der gesamten Jahresproduktion ausmacht. Aber diese Berechnung wird gestört durch die Wiederverkaufsziffer, die nicht besonders ausgeschieden werden kann und dann durch die Vorgänge im Autokreditkauf. Die Erhöhung der Bestände nimmt zu, da nun auch Ford wieder auf Lager zu arbeiten beginnt und in der letzten Zeit allen Bestellungen nachzukommen vermag. Trotzdem soll nur in fünf Distrikten von dreizehn der Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage vorhanden sein, während in acht andern Distrikten die Kunden oft längere Zeit auf die Erfüllung ihrer Wünsche warten müssen. Weiterer Ausbau der Ford-Werke. Ford hat sich im Westen des Landes niedergelassen und will ein grosses Werk für die Konstruktion von Automobilen in Los Angeles bauen. Weitere Konzessionen sollen für die Errichtung eines eigenen Elektrizitätswerkes eingeholt werden. Dabei muss man sich daran erinnern, dass die englische Ford-Companie vor kurzem in Holland grosse Ländereien angekauft hat, um mit einem Kapital von zehn Millionen Franken die Montage von Ford-Automobilen in Holland aufzunehmen. Die Konkurrenz der General Motors scheint für Ford ein" neuer Ansporn zu sein, und trotz dem Verlust, welchen die Ford- Werke mit der Fabrikation des Modelles A! und der Umstellung der Betriebe auf das neue Modell in den letzten zwei Jahren gehabt haben, wird mit allen Mitteln eine Ausdehnung der Produktion und des Absatzes auf den europäischen Markt erstrebt Di© Bilanz der Ford-Werke auf Ende 1928 weist in den Aktiven eine Gesamtsumme von 582,63 Millionen Dollar gegen 654,85 Millionen Ende 1927 auf. Man sieht, dass das letzte Jahr, im Gegensatz zu den frühern Jahren, den Ford-Unternehmungen Verluste gebracht hat und dass die Verminderung des Kapitals um 115 Millionen Dollar der Einstellung der Fabrikation und der Umstellung auf das neue Modell zuzuschreiben ist. Im ganzen hat das neue Modell A (Umstellungskosten und Mindererlös aus dem Verkauf zusammengerechnet) Ford die Summ© von 265 Millionen Dollar gekostet. Gr. Le Um Zum Kapitel «unverschämte Autofahrer», erlaube ich mir folgenden kleinen Beitrag zu liefern: Heute mittag 12# Uhr. fuhr ich von Rheinfelden gegen den Eingang meines Wohnortes im 50-km-Tempo, als ich das Signal eines Autos hinter mir hörte. Sofoit machte ich Platz zum vorfahren, aber was sah ich beim Vorbeisausen desselben? Ein vor Wut verzerrtes Gesicht mit krampfhaft auf- und abklappenden Kinnladen, offenbar von Verwünschungen und Beleidigungen strotzend, die ich natürliofa nicht verstand. Einer von den vielen Rücksichtslosen, die meinen, die Strassen seien nur für sie dal Dr. J. H. in M. Dli ignorierte Abkürzung. Ein Abonnent schreibt uns: Sowohl in der «Revue», als auch an den aufgehängten Tafeln in den Ortschaften wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Strecke Murg—Unterterzen vom 8. April bis 11. Mai *esperrt sei, und man den sehr grossen Umweg über Wattwil—Wildhaus—Sargans machen müsse, um von Mühleborn nach Sargans zu gelangen. Ich entdeckte nun auf der' Karte eine eingezeichnete Strasse von Murg über Quarten nach Unterterzen, die ich prompt befuhr. Ein kleines, aber auch für grössere Wagen gut befahrbare« Strässchen, das lediglich gegen Unterterzen gute Bremsen erfordert. Könnte nicht dieses Sträuchen auf den Tafeln als Notbehelf angegeben, und so manchen Fahrern viel Zeit und Benzin erspart werden? SchliessJich nur: Richtung Marx—Wallenstadt? E H. UNERREICHTE STRASSENLAGE GRÖSSTE HERVORRAGENDES ANZUGSVERMÖGEN nielabrederunq Jiades 06 ffiKfc GENERALVERTRETUNG FÜR DIE SCHWEIZ: MAG, AKTIENGESELLSCHAFT, BASEL 8 VERTRETUNG FÜR ZÜRICH, OST- UND ZENTRALSCHWEIZ: C. DUTTLINGER, DUFOURSTR. 4, ZÜRICH Gelegenheits- Kauf! Aus Privathand O Irismobile Erstellungsj. 1926, 6 Zyl., 14,1 PS, Limousine, 5-P1., neu revidiert, in tadellos. Zustande, zu Fr. 4000.— sofort verkäuflich. Offert, unt. Chiffre 39635 an die Automobil-Revue. Bern. Zu verkaufen 10-Plätzer. Marke PEUGEOT, mit bereits neuer Allwetter-Ka- •osserie. mit versenkbaren Scheiben. Aeusserst günstieer Occasions-Preis. Anfragen unter Chiffre an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen des Anschaffungspreises. ARBENZ- Lastwanen Tonnen, mit Motorkipgute Voll^ummi-Bereifung. Kettenantrieb, in ?utem. fahrbereitem Zustande, billig — Offerten unt Chiffre 39926 an die Automobil-Revue. Bern. AUIO-GARAGEN TPEl Wellblech-Bauten Jttr alle Z«e

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