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E_1930_Zeitung_Nr.046

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12 AUTOMOBTL-PEVUE

12 AUTOMOBTL-PEVUE 1930 - N° 46 ¥edh Ü&JI» Frage 7600. Lebensdauer der Zündkerzen. Gibt es eine bestimmte günstige Gebrauchsdauer für Zündkerzen oder können diese beliebig lange, das heisst so lange als sie überhaupt funktionieren, verwendet werden ? Wirkt eine schon lange Zeit im Betriebe stehende Zündkerze schlechter als eine neue, solange sie überhaupt wirkt ? M. S. in I. Antwort: Gute Zündkerzen, die zum Motor passen, halten häufig 30,000, ja 50,000 km aus, zumal wenn man von Zeit zu Zeit durch Nachbiegen der Elektroden dafür sorgt, dass der Elektrodenabbrand ersetzt wird. Eine Reinigung der Kerzen mit Benzin und Bürste (keine Stahldrahtbürste, weil dies die Isolatorglasur verletzen kann) ist etwa alle 200O—3000 km empfehlenswert, weil sich auf den Kerzenisolatoren Niederschläge von angesaugtem Staub aus der Luft, von abgeriebenem Maschineneisen usw bilden. — Es empfiehlt sich aber keineswegs, die Lebensdauer der Kerzen auszunutzen. Vielmehr tut man gut daran, etwa nach 5000 oder 10,000 km die Kerzen gegen einen neuen Satz auszuwechseln. Der Motor dankt das durch leichteres Anspringen und saubereres Arbeiten. T Frage 7601. Tickender Motor. Vor ca. einem Monat habe ich meinen französischen Wagen, den ich nach Paris zur Generalrevision gegeben habe, geholt und war bis jetzt mit dem Motor zufrieden. In der betr. Generalrevision war auch der Einbau — auf Anraten der Werke — eines neuen Motors eingeschlossen, den ich auf meiner Reise von Paris hierher sehr vorsichtig eingefahren habe. Ich bin bestimmt nicht über 1500 Touren (50 km) gefahren. Seit einigen Tagen macht sich nun im Motor ein Ticken bemerkbar, das ich schon mit dem alten Motor hatte , da, waren jedoch die Kolben ausgelaufen, ich konnte mir das wohl erklären. Aber jetzt bin ich sehr beunruhigt, um so mehr, als ich die Kosten für einen neuen Motor nicht gescheut habe. Der Motor setzte zudem immer aus. Ich entdeckte dann, dass die Kerzen beim Auftreten einer stärkeren Belastung des Motors nicht mehr regelmässig zündeten, obgleich ich mir die besten englischen Kerzen und auch den richtigen Typ hatte einbauen lassen. Ich verwendete zuerst Kerzen mit in den Verbrennungsraum herausstehender Elektrode, nachher auf Anraten eines Experten solche, bei denen der Funke innerhalb der Kerze gebildet wird. Aber gerade diese Kerzen sind nicht zu gebrauchen. Jetzt zieht der Motor mit dem alten Kerzentyp besser, doch habe ich nicht mehr die Reprise, wie ich sie zuerst mit dem neuen Motor hatte und muss wieder viel schalten. Ich verwende nur bestes Oel und gutes Benzin, habe bereits nach 600 km das Oel gewechselt und dann nach 1300 km nochmals und jedesmal mit Spülöl vorher ausgespült. Beim kalten Wetter lasse ich den Motor immer erst einige Minuten mit sehr niedriger Tourenzahl warm laufen, ehe ich ihn belaste. Ausserdem verwende ich mit dem Benzin zusammen immer Mixtrol. F. S., in Z. Antwort: An Pflege scheint es diesem Motor tatsächlich nicht zu fehlen. Leider aber sind Ihre Angaben nicht vollständig genug, um uns eine Diagnose über die Ursache des «Tickens> zu ermöglichen. Dieses Geräusch braucht nämlich nicht nur von zu grossem Kolbenspiel herzurühren, es kann durch zahlreiche andere Ursachen Zustandekommen. Wenn 6ich das Geräusch seit der Uebernahme des Wagens verstärkt, anstatt vermindert hat, setzen Sie sich am besten möglichst bald mit der Fabrik in Verbindung. Bei den Fahrgeschwindigkeiten, wie Sie sie angeben, scheint es ausgeschlossen, dass der Motor überanstrengt wurde. Frage 7602. Federbrüche. An einem Wagen amerikanischer Herkunft, der ein Jahr im Betrieb steht, habe ich die unangenehme Erfahrung machen müssen, dass in diesem Zeitraum die rechte Vorderradfeder, die aus 11 Blättern besteht, direkt hinter der Achse 3mal abknickte. Die 3 obersten Blätter blieben dabei jeweils unversehrt, hingegen wiesen die 5 untersten sämtliche in einer Linie glatte Brüche auf. An einen Materialfehler kann ich schon dshalb nicht glauben, weil die Geschichte, wie bereits erwähnt, schon da-s drittemal passiert ist. Vielleicht liegt es in Ihrer Möglichkeit, mir die Ursache dieser Brüche klar zu legen. R. M. in D. Antwort: Für diese Federbrüche können verschiedene Ursachen in Frage kommen. 1. Die oberen Federblätter des betreffenden Federpaketes können erlahmt, sein. Sie helfen dann beim Tragen des Wagengewichtes nur noch wenig mit, während entsprechend mehr Last auf die untern Blätter entfällt. Die untern Blätter brechen in diesem Falle infolge dauernder Ueberlastung. 2. Das betreffende Federpaket wird als Ganzes zu stark belastet. Praktisch kann man ziemlich oft beobachten, dass Reserveräder, schwere Werkzeugkisten und anderes Zubehör auf der gleichen Seite aber auch noch eine schwache Vergilbung ruhig in Kauf nehmen. Wenn die Vergilbung auch die Sicht etwas vermindert, so wird trotzdem die untergebracht sind, wie der Führersitz. Der Karosserieaufbau hängt dann immer nach dieser standekommt, immer noch bei weitem das kleine Sicherheit, welche durch die Splitterfreiheit zu- Seite hinüber, unter dauernder Mehrbelastung der Manko an Fahrsicherheit überwiegen. y. betreffenden Federn. Dass gerade die untersten Federblätter brechen, ist bei überlasteten Feder- Sp pakten .keine ungewöhnliche Erscheinung. Diese Federblätter weisen nämlich gegenüber den obern schon eine grössere Anfangsspannung auf, was man ja beim Auseinandernehmen eines Federpaketes ohne weiteres erkennen kann. 3. Es ist auch sehr gut möglich, dass an den Federbrüchen der Stossdämpfer schuld ist. Wirkt dieser Stossdämpfer nur in der Weise, dass er die Federn am Entspannen hemmt, und ist dabei diese Hemmung sehr stark, so steht das Federpaket ständig unter einer anormal hohen Belastung. Während der Fahrt ist dann die Feder immer mehr oder weniger stark zusammengedrückt. Soll sie nun, wenn das Rad ein Hindernis überfährt, noch mehr nachgeben, so kann die zulässige Spannung leicht überschritten werden, wobei es dann zu Brüchen kommt. Die Abhilfe bestände in diesem Fall darin, die dämpfende Wirkung des betreffenden Stossdämpfers etwas zu vermindern. Frage 7603. Splittersicheres Glas. Es wird in jüngster Zeit, namentlich bei teureren Wagen, die Verwendung von splitterfreiem Glas garantiert. Kürzlich brachte ich aber in Erfahrung, dass von solchen Wagen, sowohl Windschutz- wie Türscheiben ausgewechselt werden mussten, weil die splitterfreien Originalscheiben sich derart stark gelblich verfärbten, dass die Sicht für den Fahrer sehr beschränkt war. Es würde mich interessieren, ob verschiedene Qualitäten splitterfreies Glas hergestellt werden und es sich bei den zur Auswechslung 1 gekommenen Scheiben um minderwertige Qualität handelte, oder ob diese gelbliche Verfärbung von splitterfreiem Glas überhaupt vorderhand eine unvermeidliche Eigenschaft dieser Glassorte darstellt? H. S. in W. Antwort: Das Gelbwerden war früher bei splittersicherem Glas des fraglichen Systems, das aus zwei aufeinandergepressten Tafeln mit dazwischengelegter filmartiger Folie besteht, nicht ganz zu vermeiden. Die Gelbfärbung entstand durch chemische Umsetzungen in der Klm-Zwischenschicht, und zwar allein schon durch die Einwirkung des Lichtes. Nach einigen Jahren waren dabei die Scheiben meist schon so verfärbt, dass sie ausgewechselt werden mussten. Seit den letzten Jahren soll nun aber die Herstellung von Scheiben desselben Systems möglich sein, die den erwähnten Uebelstand nicht mehr aufweisen. Ob die Behauptung der betreffenden Fabriken voll und ganz zutrifft, kann aber natürlich erst die Erfahrung lehren. Immerhin wird ein Fortschritt zu erwarten sein, sonst hätte sich die Anwendung derartiger Scheiben nicht so stark durchsetzen können, wie es in der letzten Zeit der Fall war. Zieht man in Betracht, dass splittersichere Scheiben an einem geschlossenen Automobil oder eine splittersichere Windschutzscheibe beim offenen Wagen bei Zusammenstössen und andern Unfällen die Gefahr für die Wageninsassen tatsächlich auf einen Bruchteil der sonstigen vermindern, so könnte man Antrage 894. Mängel an einem Occasionswagen. Als ntch unerfahrener Fahrer hätte ich gleich eine Frage und Bitte an Sie zu richten. Ich wäre Ihnen für Ihren baldigen Rat sehr dankbar. Ende September 1929 kaufte ich meinen ersten Wagen als Occasion, Marke X, Modell 1929, 11 PS, zum Preise von Fr. 4900, gefahrene Kilometer (seit März 1929) ca. 8000. Der Handel geschah überstürzt. Der Verkäufer drängte und spiegelte mir vor, es interessiere sich noch jemand anders um den Wagen. Im Vertrag heisst's einlach: 6 Monate Garantie. R. verpflichtete sich, mich fahren lernen zu lassen. Anfangs Oktober 1929 bestand ich dann die Fahrprüfung. In der Folge stellten sich bald allerlei Störungen ein: Schrauben fielen ab, Ventile waren undicht, Hörn und Licht versagten, der Motor wollte nicht anspringen. Zu meinem Aerger und Verdruss konnte ich den Wagen einfach nicht gebrauchen, obschon ich den Automechaniker zu Hilfe zog. Ca. 3 Wochen war der Wagen in jener Werkstätte. Jedesmal hiess es: «Nur Kleinigkeiten!» Jüngst war der Wagen •wiederum in der Werkstätte des Verkäufers. Nach zwei Tagen versagte der Anlasser wiederum, obschon ich die Instruktionen peinlich genau befolgte. Darauf beschwerte ich mich und erklärte der Firma, den Wagen wieder zur Verfügung zu stellen. Gemäss Aussagen beim Verkauf hätte der Reservepneu noch tinbeTÜhrt sein sollen. Er wair aber, wie es sich später erwies, gebraucht und der Schlauch geflickt. Ich schulde z. B. noch Fr. 900 auf dem Wagen. Jüngst habe ich auch vernommen, der frü- Alte Chassis lassen sich ganz gut auch noch zu diversen landwirtschaftlichen Zwecken verwenden, bei denen es weniger auf Eleganz ankommt. Das obige Bild wurde uns vom Landwirt K. K. in F. zur Verfügung gestellt mit der Bemerkung, dass so ein Benzinross-*Bschüttiwagen» bei trockenem und ebenem Boden ausgezeichnete Dienste leiste. here Fahrer, ein übelbeleumdeter Reisender, hätte keine Sorge getragen zum Wagen. Einmal hätte es denselben überschlagen, woher wohl das Klirren beim Fahren kommen mag. Ist da wirklich nichts zu machen? H. in A. Antwort: An einen Occftsionswagen dürfen Sie nicht dieselben Ansprüche stellen wie an ein. fabrikneues Fahrzeug, deshalb ist der Occasionswagen auch billiger. Im allgemeinen fallen die Batterie und andere elektrische Zubehören des Wagens nicht unter die Garantie, da diese Teile vom Verkäufer von Spezialfirmen bezogen werden müssen. Würde Ihr Kaufvertrag die Garantie speziell auch auf diese Teile des Wagens ausdehnen, so dürften Sie natürlich die unentgeltliche Reparatur der Garantiezeit verlangen. Ebenso ist es mit den Pneus zu halten. Etwas anders liegt der Fall mit dem Reserveradpneu. Wurde Ihnen vor Zeugen zugesichert, dass er unberührt sei, und erwies sich diese Angabe später als unrichtig, so können Sie gestützt auf Ihre Zeugen, eine entsprechende Preisreduktion dafür verlangen. Ohne Zeugen dürfte allerdings ein solches Ansinnen an den Verkäufer nicht von Erfolg begleitet sein, wenn er Ihnen nicht gutwillig entgegen kommt. Was eine allfällige Rückgabe des Wagens betrifft, so müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Gerichte höchst selten, wenn Klage erhoben wird, aul Zurücknahme eines Occasionswagens durch den Verkäufer erkennen und fast ausnahmslos eine oft sehr bescheidene Preisreduktion zusprechen. Es könnte sich in Ihrem Falle wahrscheinlich nur um die letztgenannte Möglichkeit handeln. Sie mussten aber, um erfolgreich gegen den Verkäufer vorgehen zu können, Mängel am Wagen nachweisen, die nicht aus der normalen Abnützung, sondern z. B. durch den Unfall Ihres Vorgängers entstanden sind (z. B. eine Schwäche in einer Achse infolge des Unfalles oder ähnliches). Solehe Mängel müssen Sie sofort bei der Entdeckung dem Verkäufer durch eingeschriebenen Brief binnen Jahresfrist seit Kaufabschluss melden, und ist er nicht gutwillig geneigt, eine Preisreduktion zu gewähren, die Sache durch einen Anwalt vor Gericht binnen dieser Frist anhängig machen lassen. Es würde sich in Ihrem Falle vielleicht lohnen, den Wagen auf Ihre Kosten, durch einen. Experten auf Mängel untersuchen zu lassen, um Aufechluss zu haben, bevor Sie dis Restzahluar leisten. Mmmm ist das Urteil der Berna-Fahrer über ihren Lastwagen. Mit seinem Ritzel-Antrieb bietet er die grösste Sicherheit! PoiHrape ersparen ür§ tapttno Der Stoff der Polsterung bleibt darunter wie neu. Abgeschabte Stellen, Schmutzflecken werden verhütet und damit mancher Aerger. Für das Anpassen brauchen wir den Wagen nur kurze Zeit. Mit Offerte stehen wir gerne zu Diensten. iii er & Marti, Autosattlerei Tel. Bw.21.06 BEREIS Eigerplatz 13 Polster-Ueberzisge kann man waschen, den Stoff der Polsterung nicht. DE HAEN'S verhindert Steinansatz, Rostbildung sowie Anfressung Ihres Kühlers- Beratung und Prospekte durch Rotiert L. Stehelin & de., Basel Kühlerfabrikation u. 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N°46 — 1930 AUTOMOBTL-PÜVUE 13 ¥. C. S. AUTOSEKTION BERN DES T. C. S. Einladung zur Generalversammlung vom Freitag den 30. Mai, "0 Uhr, im Bürgerhaus in Bern, Bürgersaal, I. St. Traktanden: 1. Protokoll. 2. Jahresbericht. 3. Jähresrechnung. 4. Festsetzung des Jahresbeitrages pro 1931. 5. Wahl des Vorstandes und zweier Rechnungsrevisoren. 6. Cluborgan. 7 Jahres>programm. 8. Diverse Mitteilungen. 9. Allgemeine Umfrage und Aussprache, Wünsche und Anregungen. Nach Abwicklung der Traktanden • Vorführung eines Verkehrsfilmes der «Societe coonerative de production oinematographique» in Genf. Dieser Film ist aufgenommen in den Städten Genf, Lausanne, Bern, Zürich und Basel; er demonstriert in amüsanter Weise die täglichen grossen Fehler im Verkehrsleben auf der Strasso. £u zahlreichem Besuche ladet ein Mit Clubgruss Der Vorstand. Vogesenfahrt Wir geben Ihnen hiermit das Programm unserer Vogesenfahrt bekannt und laden Sie höflich ein, sich da-ran zu beteiligen • Sonntag den 8. Juni : 6 Uhr 45 : Treffpunkt Bundesplatz. Abfahrt punkt 7 Uhr! Route: Born, Fraubrunnen, Solothurn, Balsthftl. Langenbruck, Liestal, Basel (105 km). 10 Uhr 00 : Treffpunkt Zollamt St. Louis (Basel). Zollformalitäten. 11 Uhr 00: Weiterfahrt über Neuweg, Bartenheim, Habsheim, Mulhouse (33 km). 12 Uhr 00 • Mittagessen in Mulhouse. 14 Uhr 00: Weiterfahrt über Cemay, Uffholz, Hartmannsweilerkopf (Vieil Armand), Besichtigung bis 16 Uhr. Grand Ballon, Markstein, La Schlucht, Gerardmer (87 km). Ankunft ca. 18 Uhr 30. Bezug der Quartiere. 19 Uhr 30 • Nachtessen. Montag den 9. Juni: 9 Uhr 00: Abfahrt gegen Fraize. Col du Bonhomme, Gol du Luchbach. Lacs blanc et noir, Orbay, Kaysersberg (62 km). 11 Uhr 00 : Mittagessen. 13 Uhr 30: Weiterfahrt nach Sigolsheim, Ribauville, Thannenkirch, Höh Königsburg (30 km). Kurze Besichtigung. 15 Uhr 30 : Weiterfahrt über Kintzheim. Chätenois, Scherwiller, Blienschwiller, Barr, Niedernai, Strassburg (56 km). 18 Uhr 00- Bezug der Quartiere in Strassburg. 19 Uhr 30 • Na-chtesscn. Nach dem Nachtessen Rundgang aurch die Stadt in Gruppen, eventl. gemütliches Beisammensein. Dienstag den 10. Juni: Freie Heimfahrt. Zu empfehlen ist die Strecke Strassburg, Benfeld, Selestat. Colmar, Rouffach, Cernay, Mulhouse, St. Louis, Basel (152 km). Kosten; Hotel und. Verpflegung, beginnend mit dem Mittagessen in Mulhouse und endigend mit dem MoTgenessen in Strassburg inkl. Trinkgelder, jedoch ohne Getränke, per Person Schw. Fr. 55.—. Taxen für das Automobil für 3 Tage Aus dem Aufenthalt in Frankreich Schw. Fr. 7,50. Garagekosten Fr. 5.—. Benötigt wird : 1. Persönlicher Pass für jeden Teilnehmer (ohne Visa). 2. Internationaler Fahrausweis für den Wagenführer, zu besorgen beim Kant. Automobilbureau (Fr. 5.40). 3. Triptyk für den Wagen, zu bestellen beim T. C. S., Office Reisebureau Ritztours. Hauptbahnhof Bern. 4. Freipass für den Wagen; rechtzeitig beim Zollamt Bern unter Vorla-ge der Zollquittung zu besorgen. 5. GH-Schild, beim Office Ritztours erhältlich. 6. Jeder Wagen muss ein kleines Metallschildchen mit dem Namen und der Adresse des Besitzers tragen. Anmeldungen : Bis spätetens 31. Mai an das T. G.S.-Office Ritztours, Bern, Hbf., unter gleichzeitiger Einzahlung von Fr. 67.50 auf Postscheckkonto III765 (Ritztours), worauf den Teilnehmern ein Gutscheinheft für die Mahlzeiten, Logements und Garagierung, Trinkgelder zugeht. AUTOSEKTION BERN DES T.C.S. Bluestfahrt vom 18. Mai in das Greyerzerland. Unserer Erwartung gemäss setzte am Sonntag morgen das schöne Wetter ein, als die Kolonnenfahrer des T. C. S. auf dem Bundesplatz, morgens um 9 Uhr, Richtung Freiburg-Bulle-Gruyere starteten. Eine stattliche Reihe von gegen 20 Wagen mit ca. 70 Personen rollten tout doucement zur Stadt hinaus in die prächtige Früblingslandsehaft. Programmgemäss erfolgte in Freiburg ein Halt und dann die vorgesehene «zerstreute Ordnung», wobei aber ein bestimmtes «Herdengefühl» die Teilnehmer doch beisammen hielt und ungefähr zur gleichen Zeit die Wagen im «Orphelinat» bei Epagny zur Parkierung gelangten. Hinter dem schönen T3au dieses Waisenhauses befindet sich ein prächtiger Parkplatz, den uns die liebenswürdigen Schwestern des Hauses in freundlicher Weise zur Verfügung stellten. Ein gemütlicher Spaziergang von Epagny hinauf zum Schlosshügel von Gruyere und in das Städtchen zum Mittagessen gehört zum Genussreichsten, das man sich leisten kann. Wie bestellt, erleuchtete die Sonne die liebliche Landschaft von Gruyere in ihrem einzigartigen, saftigen Grün, kaum unterbrochen hie und da durch ein kleines, braunes Aeckerlein. Am schönsten war die Aussicht aus den Guckfenstern vom alten Schloss Guryere selber ; überhaupt dieses Schloss ist etwas Einzigartiges und wer nur irgendwie Verständnis für historische Sachen besitzt, konnte bei der Besichtigung aller dieser Aitertümlichkeiten nicht aus dem Entzücken herai^'tommen. Vom 9. Jahrhundert hinweg bis auf die Neuzeit des 10. Jahrhunderts war hier an Waffen, Gerätschaften, Kultusgegenständen, Hausmobiliar und sogar an Marterwerkzeugen im düstersten Burgverliess sozusagen alles anzutreffen, was Interesse bieten könnte, alles echt und nichts renoviert. Auch der alte Rittersaal mit seinen kostbaren Fresken gehört zum schönsten und gediegendsten, was man in dieser Art sehen kann. Hoch befriedigt wrliess dann auch unsere ganze Autogesellschaft na h dem Besuche das Schloss, trottete gruppenweise gemütlich wieder zum Parkplatz; hinunter, und >s verzog sich nach Belieben ein Grüpplein übeT die Saanen- moser, ein anderes nach den Gestaden ies Genfersees, wieder ein anderes direkt nach F. eiburg. Die Heimfahrt war ja vollständig frei. Im Hotel «Aigle Noir» in Freiburg soll sieb, noch «ine muntere Gesellschaft bei einem Fondue zu' Heimkehr gestärkt haben und dann war der Tag zu Ende, wofür den Leitern dieses Bluestbummels, Herrn Ingenieur Platel und Herrn Ritzmann, bestens gedankt sei. r. AUTOSEKTION SCHAFFHAUSEN DES T. C. S. Bergrennen Opfertshofen 22. Juni, eventuell 6. Juli 1930. Dio Automobilsektion des T. C. S. veranstaltet dieses Jahr ihr traditionelles Bergrennen für Motorräder und Automobile. Als Rennstrecke ist wiederum die Strasse vom Brückli bei Bibern durch Opfertshofen gegen Büttenhardt (genannt der kleine Klausen) gewählt worden. Länge der Strecke 3,9 km, Höhendifferenz 200 Meter. Die Strasse ist in gutem Zustand, und in Anbetracht der heutigen schnellen Maschinen und guten Fahrer wird voraussichtlich der bestehende Rekord gestürzt und verbessert werden. — Das allgemeine Bedauern, weil vergangenes Jahr das Rennen ausfiel, hat die Sektion veranlasst, diese Veranstaltung durchzuführen, und zwar grösser und noch vollkommener wie ehedem. In verdankenswerter Weise haben die Ge- SCHWEIZ. DAMEN-AUTOMOBIL-CLUB, Sektion Bern. Samstag, den 31. Mai 1930, nachmittags meinden und Behörden die Bewilligung erteilt und 4 Uhr, im Clublokal Bern, erste Delegiertenversamm- der Sektionen Bern, Zürich und Basel. ist die Abhaltung dadurch gesichert. Für die Zu-lunschauer bietet ja das Opfertshofer-Rennen am meisten von den bekannten Rennstrecken und können im Bürgerhaus in Bern Bankett mit Vorstellungen Samstag, den 31. Mai 1930, abends halb 8 Uhr, die Fahrer beinahe auf der ganzen Strecke verfolgt zu Ehren der Sektionen Zürich und Basel. werden. Die Bergmeisterschaft des kant. Radfahrerverbandes wird vorgängig das Rennens abgehalten freundlich dazu eingeladen.* Anmeldungen sind je- Alle Mitglieder mit ihren Angehörigen sind und wird auch dies viele Interessenten anlocken. doch vorher zu richten an Telephon Christoph 30.58. Wir laden alle Mitglieder der T. C. S.-Sektionen und weitere Sportfreunde aus " andern Verbänden herzlich ein, an unserem Rennen teilzunehmen, sei es als Zuschauer oder als Konkurrenten. Anfragen und Bezug der Reglemente, sowie Anmeldungen durch unser Sekretariat des T. C. S., E. Romberg, Schaffhausen, Voidergasse 14. Meldeschluss: 10. Juni 1930. Das Rennkomitee ist bestrebt, den Zuschauern schönen Sport und schnelle Maschinen zeigen zu können, und das Gabenkomitee setzt alles daran, den Gabentisch reichlich auszuschmücken, um die Fahrer für ihren Mut zu belohnen und zum Siegen zu ermuntern. Die Sektion der Waldstätte des T.C.S. teilt uns mit, dass die Vierwaldstätterseefahrt nicht stattfinden kann. Um nun keinen Unterbruch in unserer lebhaften Vereinstätigkeit eintreten zu lassen, soll am Auffahrtstag, den 29. Mai, gleichwohl eine Ausfahrt stattfinden, und zwar über Winterthur-Pfäffikon-Rapperswil-Einsiedeln. (Mitgebrachter Picknick in der Nähe von Einsiedeln.) Weiterfahrt über den Sattel nach Arth-Zugersee-Walchwil-Zug und Heimfahrt über Sihlwald-Ziirich-Schaffhausen. Abfahrt 8 Uhr Bahnhofplatz. Pfingstfahrt nach Stuttqart: 1. Tag: Fahrt durch den Schwarzwald über Donaueschingen-Villingen- Frendenstadt-Horb-Böblinaren-Stuttgart und Uebernachten in Stuttgart. 2. Tag: Besichtigung der Stadt. Mittags Heimfahrt über Tübingen-Rottweil-Singen- Schaffhausen. Abfahrt 7 Uhr Bahnhofplatz. Da für Quartier rechtzeitig gesorgt werden muss, erbitten wir Anmeldungen bis zum 5. Juni an das Sekretariat. (E. Romberg, Photograph, Vordergasse, Scharfhausen.) Alle T. G. S.-Kollegen und -Freunde sind freundlichst eingeladen. AUTOSEKTION ZÜRICH DES T. C. S. Lampionkorso. Die Anmeldungen zu dem bei der Eröffnung der Zika, am 31. Mai 1930, stattfindenden Lampionkorso sind in letzter Stunde so zahlreich eingegamgen, dass ein schöner und interessanter Korso erwartet werden darf. Infolge Strassen-Sperren musste die vorgesehene Routen etwas abgeändert werden. Sie führt durch folgende Strassen: Seefeldquai, Bellevueplatz, Limmatquai, Uraniabrücke, Bahnhofquai, Bahnhofplatz, Museumstrasse, Zollbrücke, Limmatstrasse, Limmatplatz, Langstrasse, Helvetiaplatz, Stauffacherplatz, Badenerstrasse, Sihlbrücke, Gessnerallee, Usteristrasse, Bahnhofstrasse, Alpenquai (Contremarsch), Claridenstrasse. — Die Wagen besammeln sich am Samstagabend 8 Uhr am Utoquai und fahren um halb 9 Uhr in langsamem Tempo die Route ab, so dass sie ca. halb 10 Uhr hinter der Tonhalle eintreffen, wo der Korso aufgelöst wird. Ueber die Abhaltung des Korsos gibt bei zweifelhaftem Wetter die Telephonzentrale Auskunft. All den V«a>b£Sn«B