Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1949_Zeitung_Nr.020

E_1949_Zeitung_Nr.020

AUTOMOBIL REVUE

AUTOMOBIL REVUE MlTTHrOCH, n. AHUt IM» -i. Nr. 2fl Der Spitalbesuch als Grundlage für die Strafzumessung? Die Strafzumessung ist etwas vom Schwierigsten in der strafrechtlichen Praxis. Es gibt kein festes Schema, nach dem ein gewisses Verhalten mit einer bestimmten Strafe geahndet werden muss. Der Kichter hat vielmehr in jedem einzelnen Fall auf Grund der besonderen Verhältnisse die angemessene Strafe zu suchen. Dabei sind neben der Schwere des Verschuldens nach Art. 63 des Schweiz. Strafgesetzbuches vor allem auch die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen zu berücksichtigen. Wenn zwei das gleiche tun, ist es eben nicht das gleiche. Es ist ein Unterschied, ob jemandem, der sich sein ganzes Leben lang bewährt hat, einmal unter unglücklichen Umständen eine Fahrlässigkeit unterläuft, oder ob es sich dabei um den Ausdruck einer allgemein leichtfertigen Gesinnung handelt. Auch das Verhalten nach der Tat lässt gewisse Rückschlüsse auf den Charakter des Täters zu. Wer z.B. nach einem Verkehrsunfall einfach die Flucht ergreift und einen Verletzten im Stiche lässt, macht sich nicht nur nach Art 60 MFG strafbar, sondern zeigt damit auch eine Rücksichtslosigkeit, die seinen Charakter in einem ausseist schlechten Licht erscheinen lässt. Dies Wird das Gericht zweifellos auch bei der Beurteilung des Unfalles selber berücksichtigen müssen. Nach Art. 64 des Strafgesetzbuches kann anderseits milder bestraft werden, wer nach der Tat aufrichtige Reue betätigt. Mit der Beteuerung der Reue allein ist es also nach dem Gesetz nicht getan. Der Schuldige muss sie vielmehr in die Tat umgesetzt haben. Wie das zu geschehen hat, sagt das Gesetz nur andeutungsweise, indem es namentlich verlangt, dass der Täter den Schaden ersetzt, soweit es ihm zuzumuten war. Diese Art der tätigen Reue kommt nun aber bei einem Verkehrsunfall kaum in Frage. Die Deckung des finanziellen Schadens wird in der Regel Sache der Versicherung sein. Dagegen muss man vom Motorfahrzeugführer verlangen, dass er alles in seinen Kräften liegende tut, um für rechtzeitige ärztliche Hilfe zu sorgen, und dass er den Fall jedenfalls umgehend der Versicherung anmeldet, gleichgültig, ob er sich nun an dem Unfall für schuldig hält oder nicht. Parkieren in Bern Wer die .topographischen Verhältnisse Berns kennt und weiss, dass der Motorfahrzeugbestand auf Gemeindegebiet im Jahre 1948 gegenüber 1939 um 1486 auf 5740 Fahrzeuge zugenommen hat, begreift auch, dass das Parkieren in der eigentlichen Innerstadt zwischen Bubenbergplatz—Hirschengraben und der Aare immer schwieriger wird. Besonders im Stadtteil zwischen Bubenbergplatz und Zeitglocken — dem eigentlichen Geschäftszentrum — ist es oft nicht möglich, ohne weiteres eine Parkierungsmöglichkeit zu finden Vor allem muss man sich aus dem Kopf schlagen, seine Besorgungen in der Innerstadt mit dem Wagen machen zu wollen. Erspäht man schliesslich einen geeigneten Parkplatz, so bleibt nichts anderes übrig, als seinen weitern Weg zu Fuss zu machen. Wichtig ist vor allem, dass die vorhandenen Parkierungsmoglichkeiten zweckmässiff ausgenützt werden tma dass nicht unnötig Platz verschwendet wird. Aus dieser Erkenntnis heraus haben die Behörden in beträchtlichem Umfang Bodenmarkierungen anbringen lassen, die nicht nur prohibitiven Charakter besitzen, sondern dem Führer eine Hilfe sein sollen. Diese Bodenmarkierungen bewähren sich denn auch vorzüglich, und seit deren Einführung lässt sich eine sichtliche Verbesserung in der Parkierung feststellen. Nicht nur fällt die viel bessere Ordnung auf, sondern es ist auch möglich, von jeder Stelle, ohne langes Manövrieren oder Verstellen eines anderen Fahrzeuges wieder wegzufahren. Es wäre sehr zu- begrüssen, wenn diese Markierungen noch erweitert würden, d.h. wenn sie in allen Gassen der Innerstadt vorhanden wären. Für die von der Tiefenaustrasse herkommenden Fahrzeuge steht nun als erwünschter Parkplatz auch die Schützenmatte zur Verfügung, sofern sie nicht von der Messe oder von einer anderen Veranstaltung belegt ist. Sie hat heute einen staubfreien Belag und ist geeignet, eine in der Innerstadt fühlbare Entlastung zu bringen. Nicht nur die Schaffung von Parkplätzen und deren zweckmässige Markierung ist geeignet, die Parkierungsschwierigkeiten zu vermindern, sondern unser eigenes Verhalten am Steuer kann sehr viel dazu beitragen. Je korrekter wir parkieren, desto reibungsloser spielt sich der Verkehr auf der Fahrbahn ab und desto rationeller wird der vorhandene Raum ausgenützt. Wenn zwei gut parkieren, hat ein dritter Wagen Platz; wenn sie es schlecht tun, muss er weiterfahren und nach einer anderen Gelegenheit suchen, also auch den Verkehrsraum unnötig beanspruchen. Nur allzu oft hat man leider Anlass, sich über seine Kollegen vom Volant zu ärgern, weil sie einfach nicht korrekt parkieren können oder sich dazu nicht Zeit und Mühe nehmen. Es braucht ja nur so wenig, um einem anderen Schwierigkeiten zu bereiten oder sie ihm zu ersparen. Dabei ist jeder dankbar, wenn ihm die korrekte Parkierung und die Rücksichtnahme anderer zugute kommt. Wie wir vernehmen, beabsichtigt die Stadtpolizei Bern Wenn es sich um einen schweren Unfall handelt, bei dem man die Folgen einer körperlichen Verletzung des Betroffenen nicht ohne weiteres feststellen kann, wird ein Motorfahrzeugführer, der Charakter hat, sich jedenfalls auch nach dem Ergehen des Verunfallten erkundigen. Darin liegt ein Ausdruck des natürlichen Mitgefühls. Dagegen geht es offensichtlich zu.weit, wenn — wie es geschehen ist — ein bernischer Gerichtspräsident einem Motorfahrzeugführer in einem Brief eine strenge Rüge erteilte, weil er dem Verletzten keinen Krankenbesuch gemacht habe. Hiebei handelt es sich nämlich um eine Taktfrage, die man geradesogut im gegenteiligen Sinne beantworten kann. An einem Unfall trägt 'ja meistens nicht eine Partei allein die Schuld. Es wird daher "bei einem solchen Krankenbesuch, auch wenn der Besucher dies zu vermeiden trachtet, leicht zu Diskussionen über die Schuldfrage kommen, die in diesem Moment unangebracht sind. Die Parteien sollten unseres Erachtens durch derartige voreilige Diskussionen der Strafuntersuchung nicht vorgreifen. In der c Tat » vom 7. April 1949 findet sich ein Bericht über eine Verhandlung vor dem Zürcher Obergericht, wo ein Arzt, der einen Verkehrsunfall verschuldet hatte, vom Referenten befragt wurde, warum er den Verletzten nicht besucht habe. Er erklärte darauf durchaus mit Recht: «Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, als ob ich durch .Höbelen' der Strafuntersuchung in den Arm fallen wolle. > Man kann sich auch fragen, welche Freude der Verunfallte über einen solchen Besuch empfinden soll. Als ein Automobilist — ohne dass ihn ein Verschulden am Unfall traf — einen Appenzeller Bauern mit dem Auto gestreift hatte und ihn dann im Spital besuchte, empfing ihn dieser mit den Worten: «So, chömmet Ihr efange en Teil vo der Straf cho abverdiene l » Es muss daher jedem Einzelnen überlassen bleiben, ob er es richtig findet, einen Verunfallten zu besuchen. Es kann Fälle geben, wo dies durchaus angebracht ist Tut er es jedoch nicht, so kann ihm hieraus kein Vorwurf gemacht werden. Der Krankenbesuch stellt sicher kein Kriterium für die Strafzumessung dar. Dr. D. v. Rechenberg, Bezirksanwalt, Zürich. Eine Aktion der Polizei in der Zeit vom 9. bis 15. Mai in der Bundesstadt eine Aktion durchzuführen, deren Ziel es ist, alle Fahrzeugführer zu korrektem Verhalten, insbesondere aber zu sauberem Parkieren zu veranlassen. Es soll nicht eine Straf-, sondern eine Lehraktion sein, die sich nicht nur auf Motorfahrzeuge bezieht, sondern auf alle Fahrzeuge, für die die Parkierungsvorschriften gelten, wie Fahrzeuge mit Tierbespannung, Handkarren und Fahrräder. Vorderhand Ein Genfer Gesetzentwurf für das , ; Palais des Expositions ' Schon anlässlich des jüngsten Internationalen Automobilsalons in Genf ist die Rede davon gewesen, welche Schwierigkeiten die fortgesetzt steigende Bedeutung dieser Veranstaltung, so erfreulich sie an sich auch sein mag, dem Organisationskomitee bereitet. Dieses hat sich daher gezwungen gesehen, jedes Jahr mit grossen Kosten provisorische Anbauten an das Palais des Exposition zu erstellen. Wie sehr sich die Raumbedürfnisse gesteigert haben, ist schon in unserer Vorschau auf dem jüngsten Salon und sodann von dessen Präsidenten, Charles Dechevrens, selbst in seiner Eröffnungsansprache angedeutet worden. Es mag sich aber verlohnen, in diesem Zusammenhang die Entwicklung etwas näher zu betrachten. Im Jahre 1937 waren es 205 Aussteller und 7140 m» Standfläche, 1938: 193 und 6759 m», 1939: 217 und 7374 m». Nach der Pause der Kriegsjahre verzeichnete im Jahre 1947 der Genfer Salon mit einem entscheidenden Sprung nach vorwärts, 287 Aussteller und 9608 m ! , im Jahre 1948: 392 und 13 759 m s , und 1949: 413 und 15 500 m s . Das Organisationskomitee igt sieh bewusst, dass, wenn diesen steigenden Anforderungen nicht genügend Rechnung getragen werden kann, der Salon über kurz oder lang gefährdet wäre. Die Gesellschaft des Palais des Expositions hat denn auch ihrerseits beschlossen, zu den bereits bestehenden dauernden Ausstellungshallen noch eine neue hinzuzufügen, die das ihr gehörende Gelände längs der Rue Bernard Dussaud in Anspruch nehmen wird. Dieser neue Bau soll neben Kellerräumen ein Erdgeschoss und ein erstes Stockwerk. in der Höhe der Galerie des Palais des Expositions umfassen. Er wird die Einrichtung eines Restaurants, ferner von Konferenzsälen und Empfangsräumen ermöglichen, die zur Verfügung der Aussteller stehen. Seine Kosten sind auf 1300 000 Franken veranschlagt, von denen 400 000 Franken durch ein Darlehen der Genfer Hypothekarkasse im ersten Rang gedeckt werden. Ein weiteres solches im zweiten Rang von 900 000 Franken will das genannte Institut nur mit Staatsgarantie abschliessen. Die Genfer Kabtonsregierung, die dafür besorgt ist, dass diesem Platz der Internationale Automobilsalon gesichert bleibe, hat sich entschlossen, dem Grossen Rat einen entsprechenden Gesetzentwurf in empfehlendem Sinne vorzulegen, der demnächst zur Behandlung gelangen wird. Natürlich müssen die endgültigen Pläne für den Neubau auch durch das kantonale Baudepartement genehmigt »ein. hb. : soll es auch ohne Anzeigen abgeben. Tu für Fehler er begangen hat, wird dem Führer auf einem am Fahrzeug befestigten Zettel kundgetan, der übrigens auch alle andern beim Parkieren möglichen Verstösse fegen die Vorschriften aufzählt; es sind nicht weniger als deren 21. Der 22. Fehler ist der einzige, der nicht gesetzlich verankert ist, nämlich Parkieren ohne zweckmässige Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Parkraumes. Gleichzeitig soll auch auf andere Widerhandlungen, die immer wieder, vorkommen, ein wachsames Auge gehalten .werden,, wie z.B. auf da* unerlaubte Linksüberholen der fahrenden Straasenbahn und den unnötigen Gebrauch der Warnvorrichtung, Es zeigt sich nämlich, dass in den Städten wieder zu viel gehupt wird und dass (einmal Gelerntes vielerorts vergessen zu »ein scheint. Erinnern wir uns deshalb daran, dass schon vor Jahren unser Motto wart • In den Städten nicht hupen, »Odern bremsen oder anhalten; nur dann hupen, wenn sich ein Unfall nicht anders vermeiden lässt » Richtiger- und erfreulicherweise beabsichtigt die Polizei, Ihr Augenmerk auch auf die Fässgänger zu richten und sie zu verhalten.'. Trottoirs und Fussgängerstreifen zu benützen und nicht kreuz und quer auf den Fahrbahnen herumzuflanieren. Wenn dieser Schritt etwas abträgt, und zwar nicht nur für den Augenblick, dann lässt sich dadurch ein wesentlich flüssigerer Verkehr erreichen. Es liegt auf der Hand, dass sich diese Aktion der Polizei im Endeffekt zu unseren Gunsten auswirkt Bemühen wir uns also, von ihr keinen oder möglichst wenig Zettel als « Geschenk » zu erhalten. Wir beweisen damit nicht nur ihr, sondern uns selbst, dass wir nicht nur fahren, sondern, was heute mindestens so wichtig ist, auch parkieren können. K.K. Die bernisehe Initiative gegen die Autosteuererhöhung wegen eines Formfehlers nicht zustandegekommen? In seiner Sitzung vom letzten Freitag hat der bernische Regierungsrat, wie es in einer offiziellen Verlautbarung heisst, Kenntnis vom Eingang des Volksbegehrens betr. die Revision des Gesetzes über die Strassenpolizei und die Besteuerung der Motorfahrzeuge genommen. Er beantragt dem Grossen Rat, die Initiative als formell nicht zustandegekommen zu erklären. Von den insgesamt 910 Bogen mit 14 619 Unterschriften — liest man in der amtlichen Mitteilung weiter — mussten als ungültig abgeschrieben werden: 222 Bogen mit 3536 Unterschriften. Diese Bogen müssen ungültig erklärt werden, gestützt auf einen Entscheid des Grossen Rates vom Jahr 1933, der vom Bundesgerieht mit Urteil vom 20. April 1934 bestätigt worden ist, weil die Unterschriftenbogen nicht, wie formell vorgeschrieben, vom Gemeindepräsidenteri oder seinem gesetzlichen Stellvertreter, sondern von irgendeinem Beamten der Gemeinde legalisiert wurden. Nach Bereinigung der Untersehriftenbogen blieben nur noch 688 Bogen mit 11 088 Unterschriften gültig. Da für eine Gesetzesinitiative 12 000 gültige Unterschriften notwendig sind, ist demnach das Volksbegehren nicht zustande gekommen. Was sich die Initiative zum Ziel setzt, ist .neben der Festlegung der Steuer- und Gebührenansätze im Gesetz selbst (und nicht mehr in AKTUELLES Grossratsdekreten) die Rückführung der im November 1947 durch den Grossen Rat erhöhten Steuern und Gebühren auf die im Dekret vom 4. Juni 1940 enthaltenen ursprünglichen Ansätze sowie die Abzweigung eines wesentlichen Anteils der Einnahmen aus den Fahrradgebühren für den Ausbau von Fussgänger- und Radwegen. Welche Haltung die Regierung gegenüber einer Forderung nach Reduktion der Verkehrssteuern einnimmt, das erfuhr man im letzten Herbst, als der kantonale Polizeidirektor im Parlament erklärte, es könne von einer Herabsetzung dieser Steuern keine Rede sein. Es bedarf deshalb keiner besonderen Vorstellungskraft, um herauszuspüren, wie willkommen dem Regierungsrat Internationaler Autotourismus der Schweiz im März Weiteres Anschwellen des motorisierten Touristenstroms. Der neuesten Statistik nach zu schliessen, welche die Eidg. Oberzolldirektion über die von unsern Grenzorganen zur vorübergehenden Einfuhr in die Schweiz abgefertigten Motorfahrzeuge vorlegt, hat unser ausländischer Autotourismus im März einen weitern Aufschwung genommen, wobei die entsprechenden Vorjahresziffern und erst recht die Zahlen des Vormonats um ein erkleckliches übertroffen wurden. Statteten uns im März 1948 24 261 Fahrzeuge einen zeitlich begrenzten Besuch ab, während es im Februar 1949 deren 21168 waren, so wurden im vergangenen Monat 28 033 Vehikel aller Kategorien gezählt, was gegenüber dem Vormonat ein Phis von 32,4 % und im Vergleich zum März 1948 ein solches von 15,5 % ergibt. Das Anschwellen des motorisierten Touristenstroms verteilt sich auf alle Kategorien, tritt aber naturgemäss besonders im Fernverkehr, in Erscheinung, der tun 30,6 % auf 26 203 Einheiten (Februar 1949: 20 056) hinaufschnellte, dieweil die Zahl der Lastwagentransporte um 56 % anzog (1040 gegen 667 Fahrzeuge) und im Grenz-Nahverkehr 790 (445) Personenwagen und Motorräder erfasst wurden. Das Mosaik des Fernverkehrs setzt sich aus 23 109 (17 625) Personenautomobilen, 1202 (1125) Gesellschaftswagen und 1892 (1306) Motorrädern zusammen. Eine Gegenüberstellung der Entwicklung des internationalen Autotourismus der Schweiz in den drei ersten Monaten des letzten ganzen Vorkriegs-Friedensjahres und den Nachkriegsjahren vermittelt folgendes Bild: 1938 194« 1947 194t 19« Jamior 16 687 1774 6 850 16 338 17 410 Februar 17 961 2 287 6179 19 865 211« März 24346 3014 9560 24261 28033 Die Analyse der amtlichen Zahlen nach Herkunftsländern zeigt in bezug auf die drei Spitzenpositionen keine Verschiebungen. Frankreich nimmt mit 12.813 (Februar: 9707) unverändert den ersten Platz ein vor Italien mit 10 818 (7415) und Deutschland mit 1181 (1049) Einheiten. Dagegen erscheint an vierter Stelle statt Oesterreich, das mit 456 (790) Einreisen auf den siebenten Platz zurückgefallen ist, Belgien/Luxemburg mit 871 (766) vor den Niederlanden mit 629 (548) und England/Schottland/Irland mit 462 (306) Fahrzeugen. der «Formfehler» bei der Legalisierung der Unterschriftenbogen ist, womit er das Mittel in der Hand zu haben glaubt, der Initiative ein sang- und klangloses Begräbnis zu bereiten. Ebenso geht aber die Annahme kaum fehl, dass das Initiativkomitee ein derartiges Prozedere nicht ohne weiteres schlucken und sich damit abfinden wird. Zweifellos hat es sich in gutem Glauben befunden, auf den es sich auch berufen und feststellen kann, man dürfe von einem Funktionär einer grösseren Landgemeinde erwarten, dass er wisse, wer gegebenenfalls anstelle des Gemeindepräsidenten für die Legalisierung der Unterschriftenbogen zuständig ist Ist sie durch eine inkompetente Person erfolgt, wie die Regierung geltend macht, dann darf man sich schon mit Grund die Frage stellen, weshalb die zuständige kantonale Instanz nicht von sich aus nachträglich die nötigen Schritte für eine dem Grossratsentscheid von 1933 entsprechende Legalisierung der Unterschriftenbogen eingeleitet noch das Initiativkomitee rechtzeitig über diesen Formfehler unterrichtet hat. Die Art und Weise, wie versucht wird, den Volkswillen, der sich in mehr als 14 000 Unterschriften manifestiert, unter Berufung auf einen formalen Mangel— wofür die Initianten keineswegs allein einzustehen haben — zu umgehen und das Volksbegehren « abzuwimmeln », wird nicht nur bei den Unterzeichnern, sondern auch in weiteren Kreisen Unwillen und Kritik erregen. Wo bleibt die Hilfsbereitschaft? Während der Ostertage- bildete die Strasse Genf—Lausanne bei der Ortschaft Tannay den Schauplatz eines schweren Unglücks, das durch unverantwortliches Ueberholen einer Autokolonne heraufbeschworen wurde. Denn allerdings ist es eine unqualifiziertere Rücksichtslosigkeit — um nicht mehr zu sagen — bei unübersichtlicher Strasse gleich einem halben Dutzend und mehr Wagen vorfahren zu wollen, wie es in diesem Fall geschah. Acht Personen blieben verletzt auf der Unfallstelle, und eine davon starb auf dem Weg ins SpitaL In der « Tribüne de Geneve » machte kurz hernach ein Einsender seiner Empörung über das Verhalten einer ganzen Anzahl von die Unglücksstelle passierenden Automobilisten mit Ausdrücken Luft, die an Schärfe nicht mehr zu übertreffen sind. «Ce sont des salauds» schrieb er. Weshalb? Weil die Polizei die Fahrer von fünfzehn an der Unfallszene vorbeifahrenden Wagen erfolglos ersucht habe, einen der Verletzten mitzunehmen. Gaben die einen vor, kein Blut sehen zu können, so fürchteten andere um ihre Polster. Wir haben uns an zuständiger Stelle über den Sachverhalt vergewissert Jawohl, es stimmt: fünfzehn Automobilisten drückten sich um die Erfüllung der elementarsten menschlichen Pflicht, den Unfallopfern Hilfe zu bringen und sie mit ins Spital zu nehmen. Das ist nicht nur eine bemühende, sondern eine beschämende Bilanz. Mag sein, dass die Wagenpolster hätten Blutflecken abbekommen können, aber wenn es daraum geht, einem Unglücklichen Beistand zu leisten, sollten — so will uns bedünken — materielle Ueberlegungen dieser Art zurücktreten. Morgen schon kann ein jeder von uns sich in der gleichen Lage sehen wie die Verletzten von Tannay. Und dann — dann wird er fühlen können, was es heisst, bei seinen Mitmenschen kalter Teilnahmslosigkeit zu begegnen. Daran gilt es in solchen Situationen zu denken! Anscheinend legt sich indessen der Verfasser der Zuschrift an das erwähnte Genfer Blatt davon Rechenschaft ab, dass der Mangel an Hilfsbereitschaft beim einen und andern der Automobilisten in der Sorge um die Sauberkeit der Wagenpolster begründet lag. Wenn aber die Redaktion in einem Nachsatz beifügt, der TCS vergüte Fahrern, die sich bereitfinden, Verletzte in ihrem Wagen mitzunehmen, die Kosten für dessen allfällige Reinigung, so ist diese Meldung geeignet, falsche Vorstellungen zu erwecken. In Tat und Wahrheit nämlich gewährt nicht der Touring-Club als Gesamtverband, sondern lediglich dessen Sektion Genf ihren Mitgliedern, die es verlangen, diese Vergünstigung. Wie wäre es, wenn andere Sektionen von Automobilverbänden diesem vernünftigen Beispiel folgen würden? Eine erhebliche Belastung erwüchse ihnen daraus kaum. Und schliesslich ergibt sich aus dem tristen Vorkommnis noch eine praktische Konsequenz: dass es sich ein jeder Automobilist, sofern er es nicht bereits tut, zur Gewohnheit und zur Pflicht macht, in seinem Wagen immer eine Decke mitzuführen.

Nr. 20 - MITTWOCH, 27. APRIL 19« AUTOMOBIL REVUE liondeth (Ferrari 2 Liter), der die Mille Miglia zum viertenmal gewann, wird in Brescia von Kennleiter Caslagnelo abgewunken. Der Kategoriensieger bei den Tourenwagen, I. Healey iun. {Healey) bei der Passage in Rom. Biondetti (Ferrari 2000) zum viertenmal Sieger in den Tausend Meilen von Brescia Healey jun. (Healey 2500) gewinnt das Rennen der Tourenwagen Mehrere zum Teil schwere Unfälle Brescia stand am vergangenen Sonntag zum sechzehnten Male im Zeichen der Mille Miglia, die bei trockenem, idealem Rennwetter ausgetragen wurden, wenn auch — namentlich- in der lombardischen Ebene vor dem Aufstieg zum Passo della Cisa — stellenweise Nebel lagerte, der den Konkurrenten die Sicht etwas erschwerte. Von 367 gemeldeten Equipen stellten sich dem Starter nicht weniger als 302, was einem nie zuvor erreichten Teilnehmerrekord gleichkommt Einen Rekord und einen Beweis für das hervorragende Durch Stehvermögen von Mann und Maschine bedeutet es aber auch, dass 182 Fahrer die überaus schwere Prüfung beendet haben und die Ausfallquote somit nur 40 % beträgt gegen 64 % im Jahre 1948 und 63 % im ersten Nachkriegsrennen. Das sonntägliche Rennen war vom Start weg gekennzeichnet durch das erbitterte Ringen zwischen den an keine Teamorder gebundenen Werkfahrern von Ferrari: Bonetto, Taruffi und Biondetti. In der ersten Phase lieferten sich besonders die ersten beiden einen garstigen Strauss, •wobei es nicht ausbleiben konnte, dass sie sich schliesslich gegenseitig zur Strecke brachten: Bonetto, indem er in den Abruzzen infolge eines Bremsdefektes die Führung an Taruffi abgeben musste, und dieser wiederum, indem er wegen eines Motorschadens in Ravenna auszusteigen gezwungen war. Als lachender Dritter ging aus diesem Kampfe der 51jährige Clemente Biondetti hervor, dieser gewiegte Taktiker und routinierte Könner mit seinen unvergleichlichen Fahrerqualitäten und seiner unbezahlbaren Langstreckenerfahrung, der damit den vierten Mille- Miglia-Sieg an seine Fahne heftete. Sein Erfolg, der gleichzeitig auch ein verdienter Erfolg Ferraris ist,, wird noch dadurch unterstrichen, dass Biondetti mit dem kompressorlosen 2-Liter-Ferrari eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 131,456 km/h erreichte, womit er nur um 4,5 km/h unter dem Mittel blieb, das er 1938 mit dem 3-Liter-Alfa- Romeo mit Kompressor vom Typ 308 erzielte. Einen vorzüglichen Eindruck hinterliess auch Rol auf einem 2,5-Liter-AlfaRomeo, für den alle Aussicht bestand, den zweiten Platz Bonettos ernstlich in Frage zu stellen, hätte ihn nicht in Pescara das Schicksal in Gestalt eines Oelkühlerdefekts erwischt, den er unweit des Zieles nochmals notdürftig beheben musste. Die vier Sportund Tourenwagengruppen bis 750 cm 1 und bis 1100 cm' sahen ohne Ausnahme die Marke Fiat im ersten Rang. Die Scuderia Scagliarini, die die Farben von Cisitalia verteidigte, hatte nicht den allerbesten Tag, fiel doch der in Führung liegende Bernabei in der Nähe Roms aus, •während es anderseits Scagliarini selbst zu keinem Zeitpunkt glückte, den Ausgang des Rennens seiner Gruppe entscheidend zu beeinflussen. Berechtigte Freude wird man über den Ausgang des Tourenwagenrennens jenseits des Kanals empfinden, ist es doch I. Healey juii. zusammen mit Wisdom auf dem 2;5-Liter-Fabrikwagen in einem achtunggebietenden Rennen gelungen, an der Adria- der in Front liegenden Equipe Venturi/Sanesi auf Alfa Romeo 2,5 Liter die Führung zu entreissen und damit den von der Marke Healey letztes Jahr schon errungenen Erfolg zu wiederholen. Durch die Belegung des dritten Platzes (mit Lurani/Aldington auf Bristol) sowie des vierten Ranges (mit Donald Healey sen./Price auf Healey) wird dieser Sieg der englischen Industrie noch gebührend untermauert. Bedauerlicherweise wurde der grosse sportliche Erfolg der Mille Miglia durch einige Unfälle beeinträchtigt, von denen jener der englischen Privatfahrerequipe Cohen/Hignett auf Healey leider einen tragischen Ausgang genommen hat. Ganz offenbar haben sich diese Sportleute, deren Namen im britischen wie im internationalen Automobilsport unseres Wissens zum erstenmal genannt wurden, zuviel zugemutet und ihr Draufgängertum im einen Falle.mit dem Tode, im andern mit schweren Verletzungen bezahlt. Die wichtigsten Phasen des Rennens Das Hauptinteresse konzentriert sich verständlicherweise von Anbeginn weg auf das Rennen der grossen Sportwagen, an deren Steuer die Anwärter auf die Tagesbestzeit sitzen. Mit einer imposanten Kampfgruppe ist hier Enzo Ferrari vertreten, der seinen kompressorlosen Zweiliter auch heuer wieder siegreich im Ziel zu sehen hofft. Taruffi, Bonetto und Biondetti sind die wichtigsten Eisen, die er im Feuer hat, und weitere Exemplare des gleichen Wagentyps sind Bracco, Cortese, Vallone, Bianchetti und Mosters anvertraut. Für sie alle gibt es — Die 16. Mille Miglia wenn überhaupt — nur einen einzigen ernst zu nehmenden Gegner: Rol auf einem AlfasRomeo 2500, dessen Einsatz Versuchszwecken dient Trauriger Auftakt. Noch harren Bonetto und" Taruffi des Startzeichens, wie im Hauptquartier des Rennens eine Hiobsbotschaft eintrifft, die tiefste Bestürzung auslöst Rund 20 km südlich von Brescia haben die wenige Minuten zuvor —,am genau 6.25 Uhr — abgegangenen Engländer Cohen und Hignett auf einem Healey-Sportwagen in einer Kurve, die bei Manerbio in die Brücke über den Mella einmündet, mit übersetzter Geschwindigkeit den Trottoirrand berührt" und sind hernach ans gusseiserne Geländer geprallt, wobei Hignett aus dem Wagen geschleudert und sofort getötet wurde und der am Volant sitzende Cohen durch die Wucht des Zusammenstosses schwere Oberkörper- und Wirbelsäulenverletzungen erlitt. Der Zustand des in das Spital eingelieferten Fahrers wird ernst beurteilt. Die traurige Kunde von diesem betrüblichen Zwischenfall vermag die Tempi der Spitzenreiter freilich in keiner Weise zu beeinflussen. Wie regelmässig die Boliden des Werkes von Maranello im Rennen liegen, das bezeugen schon die ersten Meldungen aus Parma (141 km), Wärmebereich Fabrik für Firestone-Produkte AG. Pratteln wo Bonetto den Reigen mit 168 km/h anführt und Taruffi, Cortese und Biondetti einen Rückstand von nur 1—2 Minuten aufweisen. Bei den Tourenwagen haben Venturi/Sanesi auf Alfa Romeo 2,5 Liter mit dem respektablen Durchschnitt von 125 km/h vor dem von Lurani und dem Engländer Aldington gesteuerten Bristol die Rolle der Leader übernommen. Die Serpentinen am Passo della Cisa, den es nunmehr zu bezwingen gilt, drücken merklich auf das Tempo, das bis hinunter nach Livorno um rund 40 km/h sinkt. Inzwischen sind auch bereits mehrere Ausfälle zu verzeichnen. Fuso/ Facetti (Fiat 1100) beendeten das Rennen im Strassengraben, Vallone blieb mit einem Hinterachsdefekt, Bertone (Fiat 1100) mit einem Kolbenschaden auf der Strecke, und die Mannschaft Fiorio/Avalle wurde bei der Passfahrt im Verlaufe einer Kollision mit einem andern Fahrzeug verletzt In Livorno (348 km) finden wir nach wie vor vier Ferrari in Front, nämlich Bonetto mit der Zeit von 2'h 42'43" = 128,293 km/h vor Taruffi (2' zurück), Cortese (5'33" zurück) und Biondetti (5'35" zurück), denen Rol in 8' 55" Abstand sowie Bracco und Serafini auf Frazer/Nash folgen. In der Sportwagenklasse 1100 cm* geben Bernabei/Macchieraldo auf Cisitalia, bei den Kleinstfahrzeugen dieser Kategorie Sammarco/ Boldrini (Fiat) einstweilen den Ton an. Bei den kleinen Tourenwagen dagegen marschieren Zanetti/Zunica (Fiat) vorderhand unangefochten voran, dieweil Alquati/Ghisolfi (Fiat) bei den HOO-cm'-Tourenwagen durch Marini/Zuccato 1 (Fiat) von der Spitze verdrängt und gleich auf Sen siebenten Platz zurückgeworfen wurden. H? 11 voraus Erste Bresche ins Ferrari-Team. Auf der Fahrt nach der ewigen Stadt schnellt der Durchschnitt wieder in die Höhe, wobei Bonetto den Vorsprung auf Taruffi um weitere zwei Minuten vergrössert Serafini streicht unerwartet die SegeL Ausgezeichnet dagegen schlägt sich Rol, der sich vor den etwas zurückgefallenen Cortese hinzusetzen vermag, so dass sich bei der Passage in Rom (676 km) folgende Bilanz ziehen lässt: Erster Bonetto mit einem Mittel von 132,368 km/h vor Taruffi (4' zurück), Biondetti (7' zurück), Rol (14' zurück) und Cortese. Bernabei/Macchieraldo sind bei den Sportwagen der llOO-cm'-Gruppe von der Bildfläche verschwunden und haben das Kommando an die Gebrüder Montanari (Fiat) abgegeben. Das Bild der Lage bei den 750-cm*-Wagen beider Fahrzeugkategorien hat seit Livomo keine Aenderung erfahren, wiewohl hier wie dort scharfe Positionsgefechte im Gange sind. Bei den 1100- cm'-Tourenwagen hat die Führung abermals gewechselt, und zwar ist sie an Della Beffa/Borgonuovo (Fiat) übergegangen. Im Kampf um die beste Tageszeit der Tourenwagen haben Venturi/Sanesi der Equipe Lurani/Aldington bereits sieben Minuten abgenommen. Bonettos Schwierigkeiten mit den Bremsen. Aufs neue findet man das ungeschriebene Gesetz bestätigt, wonach der Mann, der die Kavalkade in Rom anführt, mit dem Sieger des Tages nicht identisch ist Bonetto muss bei der Traversierung der Abruzzen enttäuscht feststellen, dass die Bremsen seines Ferrari nicht mehr einwandfrei funktionieren, so dass er sich wohl oder übel gezwungen sieht das Tempo beträchtlich zu verlangsamen. So notiert er in Aquila auf Taruffi, der vehement voranstürmt einen Rückstand von drei Minuten. In Pescara drängt sich für Bonetto ein Zwischenhalt zur Ueberprüfung und Reparatur der Bremsen, der volle 20 Minuten dauert und ihm auch den zweiten Platz kostet gebieterisch auf. Biondetti«» erosse Chance. Hier nun fühlt Biondetti, der kluge Taktiker, der bislang das von Bonetto und Taruffi diktierte Tempo zwar mühelos mitgehalten, sich aber doch einige Reserven auferlegt und seinen Motor nicht mehr als absolut nötig unter Dampf gesetzt hat den Moment gekommen, um zum entscheidenden Angriff auf Taruffi überzugehen, dessen Ferrari durch das vorausgegangene, kräfteverzehrende Duell mit Bonetto schon ziemlich stark verausgabt ist — Von der Abruzzen-Etappe ist bei den Tourenwagen als wichtigstes Ereignis die fulminante, erfolgreiche Attacke der britischen Mannschaft Healey jun./ Wisdom (Healey) auf Lurani/Aldington festzuhalten. Ein Traum zerrinnt Nachdem Bonetto für den Tagessieg praktisch nicht mehr in Frage kommt scheint Taruffi entschlossen, sich den Lorbeer dies einemal nicht entgehen zu lassen und seinen Namen ins goldene Buch dieses grössten Langstreckenrennens unseres Kontinents einzutragen. Allein, mit des Geschickes Mächten...* Zwischen Ancona und Ravenna steht Biondetti im Begriffe, Taruffi die volle Kraft seiner Offensive zum Bewusstsein zu bringen. Sechs Minuten, trennen ihn in Ravenna (1284 km) noch vom Leader, der hier an dem von Ferrari eingerichteten Verpflegungsposten vor Inangriffnahme der letzten 300 km unvermutet «einen Halt einschaltet weil mit dem Motor sehr zu seinem Leidwesen nicht mehr alles nach Wunsch klappt Ein Blick unter die Motorhaube liefert denn auch den Beweis dafür, dass an eine Weiterfahrt gar nicht zu denken ist So zerrinnt für Taruffi wohl einer der schönsten Träume seiner Rennfahrerlaufbahn, während Biondetti, nachdem sich seine beiden grössten Widersacher in einem mörderischen Duell gegenseitig aufgerieben haben, dem vierten, wohlverdienten Mille-Miglia-Sieg zustrebt Taruffis Ausscheiden bildete übrigens nicht die einzige Ueberraschung, die aus Ravenna von den Genietruppen der Armee auf radiotelegraphischem Wege nach Brescia übermittelt wurde und dort die Hochspannung beinahe zum Platzen brachte. Einem Theatercoup kam es auch gleich, dass Venturi/Sanesi auf Alfa Romeo, die als sichere Sieger des Tourenwagenrennens galten, zwischen Ancona und Ravenna vor Healey jun./ Wisdom klein beigeben mussten und zudem nicht viel gefehlt hätte, das der Bristol an zweite: Stelle durchs Ziel gegangen wäre. Im Räume von Ravenna geschieht es auch, dass die Brüder Montanari bei den HOO-cm'-Sportwagen von der Bühne abtreten müssen und somit Auricchio (Fiat) zu Ehren kommt, der übrigens im Gesamtklassement einen schlechthin grossartigen 4. Platz belegt Zum Abschluss des Tages wird aus Vicenza nochmals ein Unfall gemeldet indem sich dort an einer Strassenkreuzung der Topolino der Mannschaft Rosso/della Zonca überschlagen hat Die Besatzung erlitt hiebei ziemlich schwerwiegende Verletzungen. Ein Zwischenfall hatte sich .übrigens auch bei Cecina, südlich von Livorno, ereignet wo