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Jahresbericht 2017

nicht ängstlich, aber

nicht ängstlich, aber still. Es war ein kleiner Bücherwurm, wie Schwester Hanna-Maria schnell begriffen hat. Doch ein Bücherwurm braucht als sich entwickelndes soziales Wesen mehr als nur Bücher und Ruhe. „Über Bücher habe ich zu ihr gefunden, sie hat sich geöffnet, erzählt nun von sich und was sie mag.“Doch was ist das Talent: Der sorgsame Umgang mit Büchern, sich beim Lesen nicht ablenken lassen, sich die Dinge merken. Doch warum aber dieses Talent nicht zeigen, in der Gruppe etwa, an einem Donnerstag mit allen zusammen? „Dann steht sie im Mittelpunkt, für sie ist es ein Heimspiel. Es bringt sie weiter“, ist die Schwester überzeugt. Gut, ein Heimspiel für das Talentkind. Aber für die vielen anderen Kinder in der Klasse ist der Donnerstag dann wie ein Auswärtsspiel. Oder? Ja, das ist die Herausforderung, nickt die Schwester. Aber wenn es ihr gelänge, noch das eine oder andere Mädel – nicht alle – aber das ein oder andere Mädel für das Tun des Donnerstag-Talents mit zu begeistern, dann entwickeln viele Kinder viele Kompetenzen für ihr Leben. Denn wenn jedes Kind von den Stärken der anderen Kinder profitiert ... Wer weiß denn schon, ob nicht vielleicht noch eine weitere Radio- Sportmoderatorin dabei ist? Oder noch ein Bücherwurm? So geht das Projekt "Perlentaucher". Schwester Hanna-Maria will bei den Eltern der Kinder werben, diese verstärkt und häufig mitmachen zu lassen. Motto: Mehr zusammenarbeiten, Schule und Eltern als Team. Aber, die Nonne will sich auch selbst wieder motivieren. "Zelus" heißt das Zauberwort – es steht für: Zusammen einen liebenswerten Umgang schaffen. Zelus kommt aber aus dem Lateinischen und bedeutet "Eifer". Die Schwester will den guten Eifer fördern, wie es der Heilige Benedikt im 72. Kapitel den Ordensleuten ans Herz legt: "der gute Eifer der Mönche, das gegenseitige sich Ertragenwollen.“ An einer Kloster-Mädchenschule gibt es nämlich auch dies: Zickenkrieg, Rangeleien, Schwierigkeiten. Es geht darum, Werte zu vermitteln. Wie verhalten sich die Kinder zueinander, zum Beispiel: Respektierlich? Despektierlich? Diese beiden Eigenschaften trennt nur ein Anfangsbuchstabe – im Wertekanon aber sind es Welten. Der Klassiker: eine Schülerin kommt in die Klasse, wird angerempelt, beschimpft. „Ich versuche das mit Rollenspielen umkehren. Die Täterin wird zum Opfer“, sagt die Schwester. Also kommt die Remplerin, die Beschimpferin in die Klasse, wird nun selbst angerempelt, beschimpft. „Die Kinder sollen erleben, was sie anrichten. Und dann einigt sich die Klasse auf die Werte, die sie unbedingt will. Und was sie nicht will.“ Respekt? Höflichkeit? Freude? Es kann alles sein. Und Sr. Hanna-Maria? Hohe Ansprüche, hehre Ziele, Freude an der Arbeit mit Kindern – sie will es anpacken. Eine junge Frau, die seit 2006 nun als Schwester im Kloster ist, das ist sie. Sie ist erst 30 Jahre jung. Da kann sie noch viele kleine Talente schmieden – mit dem Eifer einer Nonne.

Termine zum Vormerken 2018 Tag der offenen Klöster: 21. April 2018 Tag des offenen Denkmals: 9. September 2018, 10:30 Uhr und 14.00 Uhr Tag der Städtebauförderung: 12. Mai 2018, 11.00 Uhr und 14.00 Uhr

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