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Auszug aus dem PSA-Handbuch 2017/2018

Witterungsrisiko kommt

Witterungsrisiko kommt beim Aufenthalt im Freien, u. a. durch Regen, schlechtes Wetter oder extreme Temperaturen zum Tragen. Schlechte Sichtbarkeit durch Witterungseinflü sse oder bei Dunkelheit beeinträchtigte Wahrnehmung. 3. Normen und Kennzeichnung Schutzbekleidung fällt je nach Schutzeigenschaften und Einsatzgebiet unter die PSA-Kategorien I, II oder III. Bitte beachten Sie dazu im Detail unser Kapitel „CE-Kennzeichnung“. Der Begriff Schutzbekleidung wird durch die Evaluierungsverordnung und durch die bestehenden EN-Normen genau definiert. NORMEN Die grundsätzlichen Anforderungen an Schutzkleidung sowie die Kennzeichnungs-Richtlinien sind in der EN ISO 13688:2013 (Vorgängerdokument EN 340) festgelegt und diese gelten zusätzlich fü r alle nachfolgend angefü hrten Produktarten. Die Kriterien für die verschiedenen Arten von Chemikalienschutzkleidung sind in den Normen EN 943, EN 14605, EN ISO 13982 und EN 13034, jene für Hitzeschutzkleidung in EN ISO 11612:2008, für Schweißerschutzkleidung in EN ISO 11611:2007, für Schutzkleidung gegen Regen in EN 343, gegen Kälte (Temperaturen unter – 5°C) in EN 342, SCHUTZ- KLEIDUNG gegen Kälte (Temperaturen höher als – 5°C) in EN 14058 und jene für 7 Warnkleidung in EN 20471:2013 geregelt. Die für weitere spezielle Schutzbekleidungen jeweils gültigen Normen finden Sie bei den Produktartenbeschreibungen angeführt. KENNZEICHNUNG EN ISO 13688 schreibt genaue Richtlinien bei der Kennzeichnung von Schutzbekleidung vor. Es wird nicht nur die Art der Kennzeichnung festgelegt, sondern auch die Zusatzkennzeichnung in Form von Piktogrammen fü r die unterschiedlichen Einsatzgebiete. Beispiel einer Etikettierung 4. Schutzwirkung und Produktarten Unter dem Begriff „Schutzkleidung“ sind alle den Körper, die Arme und Beine bedeckende Bekleidungsteile zu verstehen, die den Menschen bei der Arbeit oder im Katastropheneinsatz gegen Unfallgefahren verschiedenster Art schü tzen. Die Schutzwirkung von Schutzkleidung wird zum einen durch ihre Ausfü hrung, im Wesentlichen jedoch durch die Eigenschaften der verwendeten Gewebe oder Materialien bestimmt. Schutzkleidung oder Berufskleidung? Da einigen Berufskleidungsarten durch bestimmte Ausfü hrungsformen (Ärmelbü ndchen, verdeckte Knopfleisten u. Ä.) spezielle Schutzfunktionen zugeordnet sind, kann Berufsbekleidung gegenü ber Schutzkleidung nicht eindeutig abgegrenzt werden. Berufsbekleidung, die lediglich dem Schutz vor Schmutz dient und der keine spezielle Schutzfunktion zugeordnet werden kann, ist keine Persönliche Schutzausrü stung im Sinne der EU-Richtlinie. 84

Je nach Form der Schuhe gibt es folgende Bezeichnungen: • Halbschuhe Form A • Stiefel niedrig Form B • Stiefel halbhoch Form C • Stiefel hoch Form D • Stiefel oberschenkelhoch Form E NORMEN Sicherheits- und Berufsschuhe werden im Normenwerk EN ISO 20344–20347 geregelt, wobei die Norm EN ISO 20344 ausschließlich das Prüfverfahren für Schuhe festlegt, die EN ISO 20345 die Anforderungen für Sicherheitsschuhe, die EN ISO 20346 die Anforderungen für Schutzschuhe und die EN ISO 20347 die Anforderungen für Berufsschuhe vorgibt. FUSS- SCHUTZ 8 Grund- und Zusatzanforderungen Alle Schuhe der Normenreihe 20345-20347 müssen die vorgegebenen Grundanforderungen erfüllen wie zum Beispiel: Schuhoberteil: Dicke, Reißfestigkeit, Zugfestigkeitseigenschaften, Biegefestigkeit, Wasserdampfdurchlässigkeit und Wasserdampfzahl, pH-Wert, Hydrolyse, Chrom(VI)-Gehalt, Abriebwiderstand, … Brandsohle/Einlegesohle: Dicke, pH-Wert, Wasseraufnahme und -abgabe, Abrieb der Brandsohle, Chrom (VI)-Gehalt, Abrieb der Einlegesohle, Laufsohle: Aufbau der Laufsohle, Reißfestigkeit, Abriebwiderstand, Biegefestigkeit, Hydro lyse, Trennkraft zwischen den Schichten bei Mehrschichtensohlen, Gesamter Schuh: Rutschhemmung nach EN 13287, gekennzeichnet auf jedem Schuh je nach Prüfverfahren mit: SRA bei positivem Test auf Böden aus Keramikfliesen mit Natriumsulfatlösung oder SRB bei positivem Test auf Stahlboden mit Glycerol oder SRC bei positivem Test nach beiden Prüfverfahren Diese Grundanforderungen können je nach Gefährdungspotential durch Zusatzanforderungen ergänzt werden, wie beispielsweise Anforderungen an Wärme- oder Kälteisolierung, Durchtrittsicherheit, elektrischen Durchgangswiderstand bei elektrostatischer Gefährdung, Ristschutz, Wasseraufnahme etc. Kennzeichnungen bei Zusatzanforderungen für besondere Anwendungen (Auszug) – Tabelle 1 Symbol Anforderung A A n ti s t a ti k * AN Erweiterter Knöchelschutz C Leitfähigkeit* CI Kälteisolierung CR Schnittschutz im Bereich oberhalb des Sohlenrandes E Energieaufnahme im Fersenbereich HI Wärmeisolierung HRO Laufsohlenverhalten gegenüber Kontaktwärme (+ 300° C/ 1 min) I Elektrisch isolierender Fußschutz M Mittelfußschutz P Durchtrittsicherheit WR Wasserdichtheit des ganzen Schuhes WRU Beständigkeit des Schuhoberteils gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme * Achtung: Merkblatt für den Anwender pro Paar erforderlich! 100

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2012_06_26_ Handbuch Auszug Vision & Mission
Inhalt des elektronischen Handbuchs
Benutzung von Schutzkleidung - Eisenbahn-Unfallkasse
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