proaurum_Magazin3_2018

proaurum1

DAS MAGAZIN

AUSGABE 3 /2018

MÜNZE

ÖSTERREICH

ROBERT HALVER

„GOLD WAR, IST UND

BLEIBT ATTRAKTIVES

SACHKAPITAL.”

MIRKO SCHMIDT

15 JAHRE PRO AURUM

„ICH BIN STOLZ AUF UNSER

UNTERNEHMEN.”


INHALT

INHALTSVERZEICHNIS

3 Editorial

Gold – wer streut, rutscht nicht!

4–7 Marktbericht

Stürmisches Investmentjahr 2018.

8–12 Titelthema

Die Münze Österreich

14–16 15 Jahre pro aurum

Mirko Schmidt: „Ich bin stolz auf unser Unternehmen.“

18–21 Wissen rund um Edelmetalle

22–25 Neues aus den pro aurum Filialen

26–27 Lagerung von Edelmetallen

pro aurum steht für professionelle Verwahrung von Edelmetallen.

28–29 Servicethema

Steuern beim Investment in Gold und Silber.

31 Marktmeinung | Impressum | Social Media

2


EDITORIAL

GOLD – WER STREUT, RUTSCHT NICHT!

Während es an den Aktienmärkten mit der Partystimmung in

den vergangenen Monaten ziemlich in den Keller ging, könnte

man die Bodenbildung an den Edelmetallmärkten mit viel

gutem Willen auch als Vorbereitung für die nächste Party

interpretieren.

Feiern durfte in diesem Jahr auch pro aurum, schließlich wurde

das im Herbst 2003 gegründete Edelmetallhandelshaus

15 Jahre alt. Seither hat sich nicht nur der Handel mit Gold

& Co. in Riesenschritten verändert, unser Angebot an Dienstleistungen

rund um das Thema Edelmetalle ist ebenfalls kräftig

gewachsen. In dem Interview auf Seite 14–16 lassen wir

die vergangenen 15 Jahre Revue passieren und wagen einen

Blick in die Zukunft des Vermögensschutzes.

Auch in Wien wird demnächst gefeiert

Im nächsten Jahr gibt es übrigens wieder etwas zu feiern.

Dann steht nämlich der 30. Geburtstag des „Wiener Philharmonikers“

an. Als „Geburtshelfer“ fungierte hier die Münze

Österreich, die sich in den vergangenen Jahrzehnten um zwei

Marktsegmente sehr verdient gemacht hat: Edelmetalle als

Investmentalternative und das Segment Numismatik. Weitere

interessante Informationen zu dem innovativen Anbieter

finden Sie in unserer Titelgeschichte „Münz-Träume ‚Made in

Austria‘“ auf Seite 8–12.

Das Jahresende rückt näher und damit unaufhaltsam auch

die nächste Steuererklärung. Was Sie in diesem Zusammenhang

beim Kauf von physischem Gold bzw. Silber unbedingt

beachten sollten erfahren Sie auf Seite 28–29. Auf keinen Fall

außer Acht lassen, sollten Edelmetallbesitzer den Aspekt des

professionellen Verwahrens ihrer „Schätze“. Welche Möglichkeiten

pro aurum bietet, haben wir auf Seite 26–27 für Sie

zusammengetragen.

Nicht fehlen darf natürlich ein Blick auf das Investmentjahr

2018. Auf Seite 4–7 zeigen wir Ihnen daher auf, was sich an

den Finanzmärkten in diesem Jahr alles getan hat – und das

war alles andere als wenig.

Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre des neuen pro aurum

Magazins.

Ihr Mirko Schmidt und Robert Hartmann

MIRKO SCHMIDT

GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER

DER PRO AURUM GMBH

ROBERT HARTMANN

GESELLSCHAFTER

DER PRO AURUM GMBH

3


MARKTBERICHT

Risiken in der Finanzwelt auf dem Vormarsch

STÜRMISCHES INVESTMENTJAHR 2018.

Nach fast elf Monaten kann man dem Investmentjahr 2018 vor allem eines attestieren: eine wachsende

Unsicherheit in nahezu sämtlichen Anlageklassen. Den besten Beweis liefern hier die zahlreichen Volatilitätsindizes,

die sich seit dem Jahreswechsel mitunter kräftig erhöht haben.

Man kann es drehen und wenden, wie man will – die Wetterlage

an den internationalen Finanzmärkten trübt sich zusehends

ein. Vor wachsenden Risiken haben mit dem Internationalen

Währungsfonds (IWF) und der Bank für Internationalen

Zahlungsausgleich (BIZ) im Herbst gleich zwei hinsichtlich

Finanzexpertise und Krisenbewältigung erfahrene Organisationen

gewarnt. Selbst die im Jahresverlauf verbuchten Kursgewinne

wichtiger Aktienmärkte sind bis Mitte November kräftig

zusammengeschmolzen oder haben sich in Luft aufgelöst.

In Asien und Europa dominieren ohnehin die roten Vorzeichen.

Bergauf ging es vor allem mit der Volatilität (Kursschwankungsintensität),

welche unter Anlegern stets als Barometer

für die Risiken, Nervosität bzw. Angst dient. Besonders interessant:

Während die Marktsegmente US-Aktien und Rohöl

seit Ende Dezember starke Volatilitätszuwächse verzeichnet

hatten, nahm die Unsicherheit bei Gold lediglich moderat zu

(siehe Tabelle).

Volatilitätsindizes im Vergleich

Volatilitätsindex auf 15.11.2018 29.12.2017 Differenz

S&P500 (VIX) 21,84 % 11,04 % 97,83 %

DAX (VDAX-NEW) 21,45 % 14,15 % 51,59 %

EURO STOXX 50 (VSTOXX) 20,34 % 13,51 % 50,56 %

Silber-ETFs (VXSLV) 22,61 % 18,53 % 22,02 %

Gold-ETFs (GVZ) 12,91 % 10,96 % 17,79 %

Goldminen-ETFs (VXGDX) 29,87 % 24,07 % 24,10 %

Rohöl-ETFs (OVX) 47,04 % 21,32 % 120,64 %

QUELLE: CBOE, DEUTSCHE BÖRSE

4


MARKTBERICHT

Aktien im „Achterbahnmodus“

An den internationalen Aktienmärkten war in diesem Jahr

keine einheitliche Tendenz auszumachen. Ein hohes Maß an

relativer Stärke konnte man jedoch den USA attestieren, was

vor allem auf die robuste Wirtschaft, die Aussicht auf Steuersenkungen

und massive Kapitalrückflüsse aus angeschlagenen

Anlageregionen zurückzuführen war. Leidtragende waren

aufgrund der eskalierenden Handelsstreitigkeiten im Zuge der

„America First“-Politik von US-Präsident Donald Trump vor

allem China und Europa – und hier aufgrund der starken

Exportabhängigkeit vor allem Deutschland. Besonders heftige

Kursturbulenzen gab es allerdings in Schwellenländern

wie zum Beispiel Argentinien, Brasilien, Indien, Südafrika und

der Türkei zu beobachten. Neben hausgemachten Problemen

litten sie besonders stark unter Kapitalabflüssen. Vor allem

US-Investoren haben ihr Geld abgezogen und wieder verstärkt

am heimischen Aktienmarkt bzw. aufgrund der deutlich gestiegenen

Renditen in US-Staatsanleihen investiert. Nachdem die

Fed im März, im Juni und im September die Leitzinsen erhöht

hat, bieten Bonds mit zehn Jahren Laufzeit jenseits des Atlantiks

mittlerweile Renditen von deutlich über drei Prozent und

gelten damit als Alternative zu Dividendenwerten.

Uneinheitliche Tendenz bei Immobilien

Wie sich die Anlageklasse Immobilien im Jahr 2018 entwickelt

hat, lässt sich pauschal schwer sagen. Mit Blick auf den

deutschen Immobilienmarkt ist aber eines offensichtlich: Die

Preise für Häuser und Wohnungen in ländlichen Regionen hinken

der Preisentwicklung in mittelgroßen Städten bzw. Großstädten

eindeutig hinterher. Die Schweizer Großbank UBS hat

in ihrem diesjährigen Immobilienblasen-Index den Münchner

Immobilienmarkt innerhalb der EU als am stärksten überbewertet

eingestuft. Weltweit landet die Isarmetropole – hinter

Hongkong – sogar auf Platz 2. Die Schweizer sind allerdings

nicht die Ersten, die am deutschen Immobilienmarkt eine

vermeintliche Blasenbildung sehen. Seit Jahren berichten die

Medien regelmäßig über den aufgeblähten deutschen Immobilienmarkt.

Niedrige Zinsen und ein boomender Arbeitsmarkt

haben die Nachfrage aber weiterhin angeheizt. Die hohen Immobilienpreise

in Deutschland mit der US-Immobilienblase im

Jahr 2008 gleichzusetzen, wäre sicherlich nicht gerechtfertigt,

schließlich wurden dort in der Endphase Immobilien inklusive

unsolider Finanzierungen vor allem an Kunden mit schlechter

Bonität verkauft. Eine solche Fehlentwicklung kann man hierzulande

eher nicht attestieren.

Anleihemärkte lassen Luft raus

An den Anleihemärkten dies- wie jenseits des Atlantiks gab es

2018 mitunter kräftige Verluste zu verkraften, was die Renditen

in manchen Anlageregionen deutlich nach oben trieb. Doch

dabei muss unbedingt differenziert werden. Während nämlich

in den USA aufgrund einer boomenden Wirtschaft und einer

anziehenden Inflation mehrere Leitzinserhöhungen der Fed die

Rendite zehnjähriger Staatsanleihen über die Marke von drei

Prozent ansteigen ließ, stellte sich die Situation in Italien völlig

anders dar. Hier war weniger die gewollte Verteuerung von

Kapital der Grund für Renditen über drei Prozent, sondern die

Angst vor einem Zahlungsausfall für die damit einhergehende

Verkaufswelle verantwortlich. Bei deutschen Staatsanleihen

5


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MARKTBERICHT

war im Jahr 2018 hingegen eine systematische Vermögensvernichtung

vorprogrammiert. Bei einer Inflationsrate von 2,5

Prozent p. a. im Oktober, was übrigens den höchsten Wert seit

einem Jahrzehnt darstellt, bieten Bundesanleihen mit 0,4 Prozent

Renditen von etwas mehr als nichts und werden daher

von der Geldentwertung „aufgefressen“ – der Rest geht auf

das Konto „Vermögensverzehr“.

Einige Rohstoffe fahren Achterbahn

Im Rohstoffsektor überwogen beim Blick auf die Performance

nach fast elf Monaten ganz klar die negativen Vorzeichen.

Lediglich im Bereich Agrarrohstoffe gab es einige Gewinner

mit zweistelligen Preiszuwächsen. Rohöl, der mit Abstand

wichtigste Rohstoff der Welt, befand sich in diesem Jahr

im Achterbahnmodus. Auf den Anfang Oktober markierten

Höchststand seit über drei Jahren folgte ein Kurseinbruch um

über 20 Prozent – und somit ein Wechsel in den Bärenmarkt.

Nachdem an den Ölmärkten aufgrund der US-Sanktionen

gegen den Iran mit Angebotsengpässen gerechnet worden war,

führten im November die großzügige Ausnahmeregelung für

die wichtigsten Abnehmerländer iranischen Öls und die Sorge

um die künftige Ölnachfrage zu einer massiven Verkaufswelle.

Dieser Stimmungsumschwung war hauptverantwortlich für

die regelrechte Explosion des Öl-Volatilitätsindex seit Ende

Dezember (+120 Prozent). Anlegern führt diese Entwicklung

vor allem eines vor Augen: Ein Ölinvestment birgt derzeit ein

enorm hohes Risiko.

Desaster bei Kryptowährungen

Kryptowährungen, die in den Medien häufig als „digitales

Gold“ bezeichnet werden, haben in diesem Jahr in einem

Punkt völlig versagt: als Wertbewahrungsmittel. Die drei,

gemessen an der Marktkapitalisierung (Stand: November

2018), wichtigsten Kryptowährungen Bitcoin (93 Mrd. Dollar),

Ethereum (17,5 Mrd. Dollar) und XRP (17,4 Mrd. Dollar)

haben von Anfang Januar bis Mitte November Preiseinbrüche

zwischen 61 Prozent (Bitcoin) und 80 Prozent (XRP) hinnehmen

müssen. Aufgrund der enormen Kursschwankungen lässt

sich mit digitalen Währungen derzeit noch kein nachhaltiger

Vermögensschutz betreiben. Experimentierfreudigen Investoren

bieten sie sich in ihrer derzeitigen Verfassung allenfalls

als Depotbeimischung an. Wichtig zu wissen: Anfang Oktober

warnte der IWF in seinem Finanzstabilitätsbericht vor der

zunehmenden Verlagerung der Geldströme ins Internet und

erwähnte in diesem Zusammenhang auch die damit verbundenen

Cyberrisiken.

Edelmetalle mit Licht und Schatten

Von den vier Edelmetallen Gold, Silber, Platin und Palladium

erzielte in diesem Jahr bislang lediglich das in den Katalysatoren

von Benzin-Fahrzeugen in großen Mengen verarbeitete

Palladium eine Wertsteigerung (+6,3 Prozent). Bei Gold und

Silber, zwei in der Investmentbranche wichtige Edelmetalle,

gab es auf Dollarbasis bis dato Verluste von sieben bzw. 16

Prozent zu beklagen. Massiver Verkaufsdruck kam vor allem

vom Terminmarkt, wo erstmals seit über 16 Jahren Großspekulanten

(Non-Commercials) mehrheitlich pessimistisch (netto

short) gestimmt waren – und das von Mitte August bis Anfang

Oktober. Signifikante Abflüsse gab es aber auch bei physisch

hinterlegten Gold-ETFs zu beklagen, vor allem in Nordamerika.

So meldete der World Gold Council für diese Region von

Januar bis Oktober Goldabflüsse im Volumen von 58,1 Tonnen,

während in Europa im selben Zeitraum Zuflüsse in Höhe von

48,2 Tonnen registriert wurden. Insgesamt haben sich weltweit

die in ETFs gelagerten Goldmengen um 25,8 Tonnen

auf 2.345,5 Tonnen reduziert. Während US-Investoren statt

in Gold weiterhin lieber in Aktien und Anleihen investieren,

scheinen diesseits des Atlantiks Anleger um einiges risikoaverser

zu sein. Angesichts der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren,

wie zum Beispiel Italiens Staatsschulden und der anstehende

Brexit, sollte man sich darüber eher nicht wundern. Trotz

negativer Performance hat vor allem Gold mit Blick auf dessen

niedrige Volatilität, die zunehmende Inflation und die wachsenden

Finanzmarktrisiken eher an Charme gewonnen als eingebüßt.

7


TITELTHEMA

DIE MÜNZE ÖSTERREICH

MÜNZ-TRÄUME „MADE IN AUSTRIA“.

Die Münze Österreich verewigt nicht nur die Geschichte der Alpenrepublik in Gold und Silber, sie selbst

schrieb bereits in den ersten Jahren ihres Bestehens Weltgeschichte: Gegen ein hohes Lösegeld soll Herzog

Leopold V. den König Richard I. Löwenherz aus der Haft freigelassen und aus dem Erlös Silbermünzen

hergestellt haben. Für die Masse von zwölf Tonnen Silber war eine leistungsfähige Produktionsstätte

nötig. Seitdem wechselte die Münzfabrik in Wien mehrfach ihren Standort. Seit dem 19. Jahrhundert

residiert die Münze Österreich in einem prachtvollen Gebäude am Heumarkt und gilt als die Traumfabrik

für Münzliebhaber in aller Welt.

Die Münze Österreich verewigt nicht nur die Geschichte der

Alpenrepublik in Gold und Silber, sie selbst schrieb bereits in

den ersten Jahren ihres Bestehens Weltgeschichte: Gegen ein

hohes Lösegeld soll Herzog Leopold V. den König Richard I.

Löwenherz aus der Haft freigelassen und aus dem Erlös

Silbermünzen hergestellt haben. Für die Masse von zwölf Tonnen

Silber war eine leistungsfähige Produktionsstätte nötig.

Seitdem wechselte die Münzfabrik in Wien mehrfach ihren

Standort. Seit dem 19. Jahrhundert residiert die Münze Österreich

in einem prachtvollen Gebäude am Heumarkt und gilt als

die Traumfabrik für Münzliebhaber in aller Welt.

Dass sich ausgerechnet eine Prägestätte aus dem Herzen Europas

zum Innovationstreiber entwickeln würde, war noch vor

40 Jahren nicht abzusehen. Mit der Entstehung der Republik

Österreich im Jahr 1918 wurde das „Wiener Hauptmünzamt“

eingerichtet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte

Österreich ein Prägeprogramm mit silbernen Gedenkmünzen

zu 25, 50, 100 und 500 Schilling etabliert, welches zwar einen

Spiegel der österreichischen Kultur und Geschichte darstellte,

aber nicht unbedingt als modern daherkam. Andere Prägestätten,

vor allem aus Amerika und China, machten den Europäern

vor, wie die Münzen der Zukunft aussehen.

Die Münze Österreich hat nicht nur die Numismatik ins nächste

Jahrtausend katapultiert, sie hat auch einen entscheidenden

Anteil an der Entwicklung von Gold zu einer echten Investment-Alternative

für Privatanleger in aller Welt. Denn bereits

ein paar Jahre nachdem die Rand Refinery mit dem Krügerrand

eine neue Zeitrechnung in der Welt des Edelmetall-Investments

einführte, machte die Münze Österreich die Wertanlage

mit modernen Anlagemünzen in Europa salonfähig: Nach der

Freigabe des Goldpreises infolge des Zusammenbruchs des

Bretton-Woods-Systems wollten viele Österreicher auch etwas

Gold besitzen, doch es gab allenfalls Nachprägungen von historischen

Handelsgoldmünzen wie Dukaten, Kronen und Florin

für Privatanleger. Im Jahr 1976 gab die Münze Österreich,

damals noch als Österreichisches Hauptmünzamt, erstmals in

der Zweiten Republik eine Goldmünze aus. Diese hatte einen

Nennwert von 1.000 Schilling und war dem 1.000. Jahrestag

der Einsetzung der Babenberger gewidmet. In den Alpen setzte

daraufhin ein regelrechter Goldrausch ein, denn der Umtauschwert

von 1.000 österreichischen Schilling lag nur knapp

oberhalb des aktuellen Goldpreises.

AUS DEM AMT WURDE EINE AKTIENGESELLSCHAFT

Ein Namenswechsel läutete im Jahr 1989 endgültig eine neue

Zeitrechnung ein: Aus dem Amt wurde eine Aktiengesellschaft

und als „Münze Österreich AG“ neu erfunden – als wirtschaftlich

geführtes Tochterunternehmen der Österreichischen

Nationalbank mussten die Wiener Münzmeister künftig Erfolge

liefern. Und das taten sie: Erstmals wurde im Oktober 1989 der

„Wiener Philharmoniker“ als moderne Anlagemünze an-

8


TITELTHEMA

geboten. Nach der Erstausgabe im Jahr 1989 entwickelte sich

„Phil“ schnell zu einem europäischen Krügerrand – bereits ein

Jahr später wurde der „Wiener Philharmoniker“ zur meistverkauften

Münze in Europa und zwischen 1992 und 2000 gleich

viermal zur „meistgekauften Münze der Welt“ ernannt.

Inzwischen spielt Österreich mit dem Wiener Philharmoniker

auch in Silber und Platin die erste Geige, die Gold-Produktpalette

wurde um eine Viertelunze, eine halbe und eine Zehntelunze

erweitert. Und eine besondere Anfertigung des Philharmonikers

ist inzwischen als numismatischer Botschafter

in aller Welt unterwegs und steht unter anderem im Goldhaus

bei pro aurum in München: „Big Phil“ hat ein Gewicht von

31,103 Kilogramm, ist 37 Zentimeter breit und zwei Zentimeter

dick, der Nennwert liegt bei 100.000 Euro.

In den Neunzigerjahren baute die Münze Österreich konsequent

ihren bis heute kultivierten Ruf als Produzentin für

hochwertige Sammlermünzen sowie Anlageprägungen aus.

Es wurden Sondergedenkmünzenserien etabliert und Gold

als Edelmetall für Sammlermünzen eingeführt. Außerdem

experimentierte die Münze Österreich mit neuartigen Prägetechniken:

Im Jahr 1994 kam eine Bimetall-Münze aus Gold

und Silber heraus und im Jahr 1999 überraschten die Österreicher

die Münzenwelt mit einem neuartigen Münzmetall:

Titan wurde für eine Bimetall-Münze zum Jahrtausendwechsel

verwendet.

ÖSTERREICH HAT VORREITERROLLE IN DER NUMISMATIK

Spätestens seit der Einführung des Euro hat Österreich eine

Vorreiterrolle in der Numismatik eingenommen – und die

Innovationen aus Wien strahlen weit über Europa hinaus. Mit

ihrer fluoreszierenden Tiertalerserie, die mehrmals pro Jahr für

tumultartige Szenen vor Banken und dem Münze-Österreich-

Hauptquartier am Heumarkt sorgt, statuieren die Österreicher

ein Exempel – die Botschaft aus Wien lautet: Das Münzensammeln

als Hobby ist noch lange nicht tot, im Gegenteil – es ist

quicklebendig und führt Jung und Alt zusammen.

Ganz nebenbei ist es der Münze Österreich auch gelungen,

Sammlermünzen als attraktives Investment zu positionieren

– wer sein Geld clever anlegen möchte und nach

Alternativen zu klassischen Bullion-Prägungen sucht, kommt

um die Tiertaler aus Österreich sowie die exotischen Niob-

Münzen nicht herum. Diese Produkte haben nicht nur eine faszinierende

Optik, sondern in den vergangenen Jahren zuverlässig

einen Sammlerwert jenseits des ursprünglichen Ausgabepreises

entwickelt. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die

Münze Österreich und pro aurum seit Jahren eng zusammenarbeiten

– denn beide erfreuen Sammler von hochwertigen

Gedenkmünzen und Anleger mit Fokus auf Sachwerte gleichermaßen.

9


TITELTHEMA

BESCHERUNG IM WERT VON 2,3 MILLIONEN EURO

DER WERTVOLLSTE WEIHNACHTSBAUM

EUROPAS AUS 2018 GOLD-UNZEN.

Er glitzert, er glänzt, er strahlt: Der Weihnachtsbaum ist wohl

auch in diesem Jahr wieder das Zentrum der Feierlichkeiten

rund um Heiligabend und den Jahreswechsel. In vielen Familien

wird der Baum in gemütlicher Atmosphäre geschmückt,

so auch bei pro aurum. Allerdings sind die Vorbereitungen in

diesem Jahr besonders aufregend; der außergewöhnliche Goldbaum

wird in sorgfältiger Detailarbeit mit insgesamt 2018 Dekorationen

geschmückt und rund um die Uhr bewacht – denn

dieser hat einen Wert von etwa 2,3 Millionen Euro. Bei dem

Baumschmuck handelt es sich nicht um Christbaumkugeln,

sondern um insgesamt 2018 Exemplare der Goldmünze „Wiener

Philharmoniker“.

Der goldene Weihnachtsbaum ist sowohl für die Münze Österreich

als auch für pro aurum nicht nur ein glänzender Jahresabschluss,

sondern auch ein Dankeschön an alle Kunden

zum 15-jährigen Jubiläum von pro aurum und der Auftakt zu

einem ganz besonderen Jahr 2019 für ein Jubiläum der Münze

Österreich: Nach dem Jahreswechsel begeht die Münze Österreich

das 825-jährigen Bestehen der Prägestätte in Wien mit

einer ganzen Reihe an Sonderaktionen und Veranstaltungen,

beispielsweise als Ehrengast auf der Münzenmesse „World

Money Fair“.

In Kooperation mit der Münze Österreich wird der teuerste

Weihnachtsbaum Europas im Goldhaus ausgestellt und die

Firmenzentrale von pro aurum erstrahlt innen und außen in

goldenem Glanz. Vom 3. bis zum 15. Dezember 2018 kann der

rekordverdächtige Baum in München während der üblichen

Geschäftszeiten von pro aurum bestaunt werden. Am verkaufsoffenen

Samstag, den 15. Dezember, mit verlängerten Öffnungszeiten

bis 16.00 Uhr erwarten den Besucher neben Fachvorträgen

weitere musikalische und weihnachtliche Highlights.

Außerdem bietet pro aurum frei nach dem Motto „Goldene

Weihnachtszeit bei pro aurum“ gemeinsam mit Partnern diverse

Sonderaktionen rund um den Gold-Philharmoniker an, darunter

einen besonderen Verpackungsservice und Sonderangebote.

Die glänzende Pracht aus Gold ist eine logistische Meisterleistung:

Er hat eine Höhe von etwa drei Metern, wiegt 63 Kilogramm

und besteht aus einer Acryl-Pyramide, auf der die 2018

Goldmünzen per Hand positioniert werden. Das gesamte Gold-

Gebilde steht auf einer Plattform, in Anlehnung an die Gestaltung

der Goldenen Halle des Wiener Musikvereins.

10


TITELTHEMA

DIE MÜNZE ÖSTERREICH IM JAHR 2019

VIELE NUMISMATISCHE

ÜBERRASCHUNGEN ZUM 825. GEBURTSTAG.

Anfang September 2018 war es wieder so weit: Die Münze

Österreich hatte in die Prägestätte am Wiener Heumarkt geladen,

um eine numismatische Innovation zu präsentieren. Salzburgs

Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer und Gerhard

Starsich, Generaldirektor der Münze Österreich, prägten unter

den wachsamen Augen von geladenen Gästen sowie Pressevertretern

die neuen Gedenkmünzen zum 200. Jubiläum des Liedes

„Stille Nacht“. Das Ergebnis der Erstprägezeremonie wies auf

den ersten Blick noch keine Besonderheiten auf, die Münzen

erstrahlten in altbekanntem Silberglanz. Das ganz Besondere

an diesen Münzen, so hieß es in der Einladung, sollte „erst im

Anschluss, im Geheimen“ auf die Münzen gezaubert werden.

Bei dem neuesten Zauber der Münze Österreich handelt es sich

um eine Weiterentwicklung des Leuchteffektes, der bereits auf

den österreichischen Tiertaler-Münzen zu sehen ist. Die Wertseite

der neuen Gedenkprägung zeigt die Stille-Nacht-Kapelle in einer

verschneiten Landschaft, daneben einen bunten Sternenhimmel

mit einem farbig bedruckten Stern von Bethlehem, der im Dunkeln

nachleuchtet. Seit November ist die prächtige Prägung zu

haben; mit einer Auflage von nur 30.000 Stück in der feinsten

Prägequalität „Polierte Platte“ dürfte die Stille-Nacht-Münze

wie ihre leuchtenden Vorgänger in Rekordzeit ausverkauft sein –

und wer die Münze nicht dauerhaft in seine Sammlung aufnimmt,

sondern an Sammlerfreunde weiterverkauft, dürfte sich über

eine stattliche Rendite freuen. Denn bislang hat der Sammlerwert

aller Fluoreszenz-Münzen aus Österreich ein Vielfaches des

ursprünglichen Ausgabepreises erreicht.

EXZELLENTER RUF ALS HERSTELLER VON HOCHWERTIGEN

SAMMLERMÜNZEN

Mit strengen Limitierungen, faszinierenden „Special Effects“

und einer sorgfältigen Themenwahl hat sich die Münze

Österreich in den vergangenen Jahren einen exzellenten Ruf

als Hersteller von hochwertigen Sammlermünzen erarbeitet. In

einer Zeit, in der viele Sammelgebiete an Bedeutung verlieren,

begeistern die numismatisch versierten Marktstrategen aus

Wien sowohl junge als auch alte Sammler. Mit einem Fokus

auf das reiche kulturelle Erbe Österreichs fungieren die Sammlermünzen

auch als numismatische Botschafter der Alpenrepublik

in aller Welt.

Die leuchtende Münze zum 200. Bestehen des Liedes „Stille

Nacht“ darf auch als Auftakt für ein besonderes Jahr verstanden

werden, denn kurz nach dem Verkaufsstart beginnt

das Jubiläumsjahr 2019, in dem sich das Bestehen der Münze

Wien zum 825. Mal jährt. Mit mehreren Sonderprägungen

wird dieses besondere Jubiläum gefeiert, der Kursmünzensatz

des Jahres 2019 sowie mehrere Gedenkmünzen zu zehn Euro

werden ganz im Zeichen des Geburtstages stehen.

Zudem wagt sich die Münze Österreich anlässlich des 825.

Geburtstages ihrer Vorgängerinstitution auf ein spannendes –

und für die Wiener bisher unbekanntes – Terrain: Bislang war

der „Wiener Philharmoniker“ in Gold, Silber und Platin das

einzige klassische „Bullion“-Produkt aus Wien. Doch das

soll sich im Jahr 2019 ändern: Erstmals werden anlässlich

des Themas „825 Jahre Münze Wien“ im Januar, März und

Oktober 2019 eigens gestaltete Jubiläumsmünzen zu je

1 Unze Silber ausgegeben – die Münze Österreich reagiert damit

auch auf den Wunsch vieler Edelmetall-Anleger, welche

sich eine weitere Bullion-Münze neben dem Wiener Philharmoniker

gewünscht hatten. „Zur Feier unseres Jubiläums wollen

wir den Silberschatz, der vor 825 Jahren zur Gründung der

Münzprägestätte Wien führte, mit Ihnen teilen“, heißt es in

der Vorankündigung. Und es ist zu erwarten, dass auch diese

Prägungen zu begehrten Verkaufsschlagern werden.

12


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15 JAHRE PRO AURUM

PRO AURUM GRÜNDER MIRKO SCHMIDT

„ICH BIN STOLZ AUF UNSER UNTERNEHMEN.“

Der Mitgründer von pro aurum spricht im Interview über das Auf und Ab an den Edelmetallmärkten und

über die Zukunft des Gold-Business.

2005 war es möglich, Gold, Silber, Platin und Palladium rechtsverbindlich

über das Internet an Kunden zu verkaufen. Und just

an diesem Tag war pro aurum mit einem Onlineshop für Barren

und Münzen am Start. Damals wusste wirklich niemand, was

daraus werden würde.

Heute sind Sie schlauer.

Ja, mittlerweile gibt es 160 Plattformen und ich schätze 2.000

bis 3.000 neue Arbeitsplätze, die in den vergangenen 15 Jahren

in diesem Bereich entstanden sind. Ich bin mir sicher, dass die

Gründung von pro aurum für diese Entwicklung ein positiver

Faktor war.

MIRKO SCHMIDT

GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER

PRO AURUM GMBH

In den vergangenen 15 Jahren hat sich pro aurum im

deutschsprachigen Raum zu einem der wichtigsten

Player im Edelmetallhandel entwickelt. Was ist das

Geheimnis Ihres Erfolges?

Zu Zeiten der pro aurum Gründung war die physische Nachfrage

vollends am Boden, niemand wollte mehr in Edelmetalle investieren.

Die Banken stellten diese Dienstleistung für ihre Kunden

reihenweise ein. Unser Anspruch war es, Privatkunden und

Banken den An- und Verkauf sowie die Verwahrung von Edelmetallen

einfacher, als dies bis 2003 der Fall war, zu machen.

Rückblickend betrachtet haben wir schon sehr viele Dinge aus

dem Businessplan umsetzen können. Neben dem Aufbau des

Filialgeschäftes war die Änderung des Fernabsatzgesetzes im

Jahr 2005 sicherlich ein wichtiger Meilenstein. Ab dem 1. April

Auf welche Zahlen sind Sie mit Blick auf die bisherige

Firmengeschichte besonders stolz?

Bis heute haben wir mehr als 500 Tonnen Gold und 3.000

Tonnen Silber im deutschsprachigen Raum verkauft. Über

450.000 zufriedene Privatkunden haben die Vorzüge unserer

starken Marke bereits erlebt, wir kooperieren zudem erfolgreich

mit Vermögensberatern, mehr als 150 Banken und 50 Edelmetallhändlern.

Das Wirtschaftsmagazin FOCUS Money hat uns in

den vergangenen Jahren immer wieder als „Bester Edelmetallhändler

in Deutschland“ ausgezeichnet. Besonders stolz bin

ich zudem auf die 136 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von

pro aurum, ohne die unser Erfolg nicht möglich gewesen wäre.

pro aurum setzt auf ein professionelles Ausbildungskonzept und

möchte damit das Know-how weitergeben, das in den vergangenen

Jahren im Münchner Goldhaus und in den Niederlassungen

gesammelt wurde.

Ihre Kundenbasis reicht vom „ganz normalen Privatan-

15


15 JAHRE PRO AURUM

leger“ über den Multimillionär bis hin zu Banken, Vermögensverwaltern

und anderen Edelmetallhändlern.

Wie würden Sie deren aktuelle Stimmung beschreiben?

Die Mehrheit unserer Kunden investiert sicherlich einen Teil des

Vermögens in Gold, da sie das Edelmetall als das bessere Geld

betrachten, das Jahrtausende überdauert hat. Wenn in der Vergangenheit

die Inflationsraten und die negative Realverzinsung

deutlich gestiegen sind, war meistens auch physisches Gold

bei den Anlegern gefragt. Und das ist auch jetzt so. Die Geschäftsbelebung,

die wir bei pro aurum seit Mitte des Jahres

gesehen haben, setzt sich im letzten Quartal des Jahres fort. Die

Rücksetzer an den Aktienmärkten, die weiterhin negative Realverzinsung,

das kritische geopolitische Umfeld und die deutlich

ansteigende Inflation sind hierfür als Gründe zu nennen. Neun

von zehn Kunden von pro aurum sind auf der Käuferseite. Auch

die Zahl der Orders im fünfstelligen Bereich hat zuletzt deutlich

zugenommen. Im November sind beispielsweise signifikant

mehr 1-kg-Goldbarren verkauft worden. Der Goldpreis spiegelt

dieses gestiegene Interesse an der physischen Ware Gold noch

nicht in ausreichendem Maße wider. Vor allem der starke Dollar

bremst die Goldpreisentwicklung. Wir wissen aus den vergangenen

Jahren, dass es nicht in erster Linie an den physischen

Märkten liegt, dass der Goldmarkt nicht anspringt. Der Preisgeber

ist die New York Commodities Exchange, also einige wenige

Banken, die die Future-Märkte bestimmen. Dort werden die

Anomalien an den Märkten schlussendlich erzeugt.

Sie beschäftigen sich bereits seit mehreren Jahrzehnten

intensiv mit Gold & Co. Hat sich im Laufe der Zeit

Ihre Meinung bezüglich Gold wesentlich verändert?

Nein, meine Einstellung zu Gold ist im Lauf der Jahrzehnte im

Wesentlichen gleich geblieben. Ich bin seit jeher von der positiven

Funktion des Goldes im Portfolio überzeugt. Es dient als

Versicherung gegen Geldentwertung, zudem trägt Gold kein

Zahlungsausfallrisiko. Vor diesem Hintergrund ist unsere pro

aurum Hausmeinung entstanden, wonach mindestens zehn

Prozent des Vermögens in Edelmetalle investiert werden sollten,

davon 80 Prozent in Gold und 20 Prozent in Silber (siehe Grafik

Seite 19). Einen solchen Vermögensschutz sollte jeder Anleger

besitzen, egal ob er den Schwerpunkt seines Investments auf

Aktien, Immobilien oder andere Anlageklassen legt. pro aurum

möchte mit Angeboten wie unserem Newsroom, pro aurum TV

oder Vorträgen vor Ort einen Beitrag dazu leisten, Interessenten

über die Funktion der Edelmetalle im Portfolio zu informieren.

In den vergangenen 15 Jahren hat sich der Edelmetallhandel

in puncto Handels- und Servicequalität deutlich

weiterentwickelt. Was könnte in der Goldbranche

das „nächste große Ding“ werden und wo sehen Sie

pro aurum in 15 Jahren?

Ich glaube, dass sich der physische Handel mit Edelmetallen im

Umbruch befindet und es hier in zehn bis 15 Jahren zu großen

Änderungen kommen wird. Die Technologie der Blockchain

könnte eine entscheidende Rolle spielen. Vielleicht ist es dann

für Kunden nicht mehr notwendig, sich die Edelmetalle zusenden

zu lassen, da zweifelsfrei sichergestellt werden kann, dass

sich die Edelmetalle physisch in einem Tresor befinden. Automatisierung

und Digitalisierung werden die großen Herausforderungen

der nächsten Jahre sein. Aber der Faktor Mensch, also

die persönliche Beratung vor Ort, wird für uns auch weiterhin

zentral bleiben. Wir gehen auch künftig beide Wege: den Ausbau

des Onlinegeschäftes und die Aufrechterhaltung eines hervorragendes

Services in den Niederlassungen von pro aurum.

Zu guter Letzt noch eine Frage mit „philosophischem

Touch“. Über Gold wurde von vielen schlauen Menschen

schon so manche Weisheit generiert. Welchen

Spruch würden Sie den Lesern derzeit besonders ans

Herz legen?

Den Sinnspruch von Alan Greenspan, dem ehemaligen Chef der

Fed. Er sagte einmal: „Wer Verstand hat, kauft Gold.“

pro aurum Homepage und Online-Shop

www.proaurum.de

16


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WISSEN RUND UM EDELMETALLE

AUF DIE DOSIERUNG KOMMT ES AN

WAS SIE ÜBER PHYSISCHE SILBERINVESTMENTS

WISSEN SOLLTEN.

Silber wurde in der Vergangenheit häufig etwas despektierlich

als „Gold des kleinen Mannes“ bezeichnet.

Nachfolgend erfahren Sie mehr über dessen Eigenschaften

und wichtige Besonderheiten, die es beim

Kauf von Silbermünzen oder -barren zu beachten gilt.

Für das mit großem Abstand günstigste Edelmetall der Welt

musste man schon immer lediglich einen Bruchteil des Goldpreises

bezahlen. Dadurch ist es heutzutage selbst für Schüler,

Auszubildende, Studenten und Kleinsparer erschwinglich. Eine

Kennzahl bringt diesen Sachverhalt besonders gut zum Ausdruck:

das Gold-/Silber-Ratio. Es zeigt nämlich an, wie viele

Silberunzen benötigt werden, um eine Feinunze Gold zu kaufen.

Mitte November lag der Wert bei 85. Das heißt, Gold ist

um den Faktor 85 teurer als Silber. Isoliert betrachtet, hat diese

Information noch keinen großen Nutzwert für einen Anleger.

Nützlich wird sie erst bei einem Blick in die Vergangenheit.

Hohes Gold-/Silber-Ratio spricht für Silber

In den vergangenen 25 Jahren schwankte das durchschnittliche

Verhältnis zwischen Gold und Silber zwischen 31 (2011)

und 92 (1993), was zu einem Mittelwert von ungefähr 53

führte. Silber gilt im Vergleich zu Gold somit als deutlich unterbewertet.

Auch unter diesem Gesichtspunkt sehen es viele

unserer Kunden langfristig als lohnend an, in physisches Silber

zu investieren. Eines sollten Anleger hinsichtlich dieser Kennzahl

aber stets im Hinterkopf behalten: Ein rückläufiges Gold-/

Silber-Ratio führt nicht zwangsläufig zu einer positiven Silberperformance.

Dessen rückläufige Tendenz könnte nämlich auch

darauf zurückzuführen sein, dass der Silberpreis möglicherweise

weniger abgerutscht ist als der Goldpreis.

Als Kaufsignal für Silber eignet sich ein hohes Ratio daher

vor allem für Anleger, die von der Anlageklasse Edelmetalle

ohnehin überzeugt sind oder in Silber möglicherweise

unterinvestiert sind. Silberinvestments kommen aber nicht nur

für Anleger „mit dem kleinen Geldbeutel“, sondern auch für

vermögende Privatkunden infrage, die Silber als interessante

Beimischung des Edelmetall-Portfolios betrachten. Innerhalb

der pro aurum Gruppe ist seit Anfang 2014 der Silberanteil

am gesamten Euro-Umsatz von 15 auf knapp zehn Prozent

zurückgegangen.

Steuerbedingter Kaufstreik ist fehl am Platz

Mitverantwortlich für diese Negativtendenz war – neben dem

Einbruch des Silberpreises – auch die 2014 erfolgte Anhebung

der Mehrwertsteuer auf Silbermünzen. Damals wurde der

Steuersatz von sieben auf 19 Prozent angehoben. Bei Silberbarren

war hingegen schon immer der volle Mehrwertsteuersatz

von 19 Prozent erhoben worden, während Goldmünzen

und Goldbarren zur Kapitalanlage auch heute noch von der

Mehrwertsteuer befreit sind.

Aus steuerlichen Gründen weniger Silber zu kaufen, sollten

Anleger aber unbedingt überdenken. Viele Silberinteressierte

machen deshalb zu Unrecht einen Bogen um Silbermünzen.

Sie gehen nämlich von falschen Voraussetzungen aus. Grund:

Deutsche Münzhändler – unter Federführung einiger Landesbanken

– haben einen Weg gefunden, Kunden weiterhin günstige

Silbermünzen anbieten zu können. Durch die sogenannte

Differenzbesteuerung können Edelmetallhändler – selbstverständlich

völlig legal – die finanziellen Nachteile der Mehrwertsteuererhöhung

nahezu ausgleichen. Es gibt nämlich die

Möglichkeit, die 19-prozentige Mehrwertsteuer nicht auf den

gesamten Münzpreis, sondern lediglich auf die Differenz zwischen

Verkaufs- und Einkaufspreis zu erheben. Diese Methodik

18


WISSEN RUND UM EDELMETALLE

führt zu einer deutlich reduzierten Steuerbelastung und erhöht

durch den niedrigeren Einstiegspreis die potenzielle Renditechance.

Allerdings kann sie nur bei aus dem Umlauf zurückgekauften

„Second Hand“-Silbermünzen oder bei Importware

aus einem Nicht-EU-Mitgliedsland angewendet werden, was

beispielsweise auf den kanadischen Silber-Maple-Leaf und

den südafrikanischen Silber-Krügerrand zutrifft.

Edelmetallportfolios sollte daher Gold stärker gewichtet sein als

Silber. Wir von pro aurum empfehlen bereits seit vielen Jahren

eine Quote von 80 Prozent Gold zu 20 Prozent Silber.

Letztgenannter hat sich seit seiner Markteinführung im

August sehr gut etabliert. Bei pro aurum liegt er derzeit nach

dem Maple Leaf und dem Silber-Känguru auf Rang drei der

am häufigsten verkauften Silbermünzen. Wir gehen davon

aus, dass er künftig mit dem Maple Leaf um die Spitzenposition

kämpfen wird. Hierfür sprechen zwei Gründe: Zum einen

weist die südafrikanische Silbermünze ausgesprochen wettbewerbsfähige

Preise auf und zum anderen dürfte sie vom

enorm hohen Bekanntheitsgrad des goldenen Krügerrand

profitieren.

Physisches Gold

80 % Physisches

Silber

20 %

Auf die Dosierung kommt es an

Obwohl als „Gold des kleinen Mannes“ bezeichnet, schwankt

Silber erheblich stärker als Gold. In den vergangenen 25 Jahren

verlief die Bandbreite zwischen unter vier und fast 50 Dollar.

Im Vergleich dazu kam das gelbe Edelmetall „lediglich“ auf

eine Schwankungsbreite zwischen 330 und 1.900 Dollar. Die

vom Terminbörsenbetreiber Chicago Board Options Exchange

(CBOE) entwickelten und fortlaufend berechneten Volatilitätsindizes

kommen zum selben Ergebnis. So übertraf der Silber-

Volatilitätsindex Mitte November mit 22,6 Prozent sein

Pendant auf Gold in Höhe von 12,9 Prozent deutlich. Diese

Risikokennzahl attestiert somit einem Silberinvestment –

verglichen mit Gold – nicht nur höhere Renditechancen, sondern

zugleich ein höheres Verlustpotenzial. Innerhalb eines

19


WISSEN RUND UM EDELMETALLE

PLATIN UND PALLADIUM

ZWEI UNGLEICHE SCHWESTERN.

Platin und Palladium werden häufig als Schwestermetalle bezeichnet. Beide Edelmetalle werden zwar vor

allem zum Bau von Autokatalysatoren benötigt, seit dem VW-Abgasskandal im Herbst 2015 entwickelten

sie sich mit Blick auf das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bzw. den Chart aber alles andere als

einträchtig – und das aus gutem Grund.

Völlig konträre Reaktion auf VW-Abgasskandal

Seit dem Bekanntwerden, dass VW in seinen Diesel-Fahrzeugen

im großen Stil Abschalteinrichtungen zum Umgehen gesetzlicher

Abgasvorschriften eingesetzt hatte, verbilligte sich

Platin von 900 auf 847 Dollar, während bei Palladium im

selben Zeitraum ein Preisanstieg von 700 auf 1.177 Dollar

registriert worden war. Mitte November wurde mit 1.186 Dollar

sogar ein neues Rekordhoch erzielt. Die Ursache für die

gegensätzliche Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen,

dass Platin vorwiegend in Diesel-Katalysatoren und

Palladium in Benzin-Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Die heftige

Diskussion hinsichtlich der negativen Auswirkungen auf die

Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung hat die Absatzperspektiven

von Diesel-Fahrzeugen empfindlich getrübt und die

Platinnachfrage regelrecht einbrechen lassen. Dadurch ist bei

Platin ein Angebotsüberschuss entstanden, der sich in der Regel

negativ auf die Preisentwicklung des Edelmetalls auswirkt.

Bei Palladium entwickelte sich das Verhältnis von Angebot

und Nachfrage völlig anders. Hier ist derzeit nämlich ein Angebotsdefizit

zu beobachten, weil die Palladiumnachfrage

höher ausfällt als das verfügbare Angebot – die Konsequenz:

steigende Preise. In den vergangenen Jahren boomte der Autoverkauf

vor allem in China und den USA, wo traditionell

eher Benzin-Fahrzeuge gefragt sind. Der seit einigen Monaten

schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und anderen

wichtigen Wirtschaftsregionen wie China oder Europa hat sich

bei den beiden Edelmetallen bislang kaum negativ bemerkbar

gemacht. Grundsätzlich kann man sowohl Platin als auch Palladium

als überdurchschnittlich volatil bezeichnen. So schwankte

Platin in den vergangenen zehn Jahren zwischen 800 und

1.900 Dollar, während bei Palladium im selben Zeitraum deutlich

heftigere Kursausschläge zwischen 160 und 1.140 Dollar

registriert wurden.

HSBC-Analysten setzen auf Palladium

Die Analysten von HSBC haben Ende September das aktuelle

Marktumfeld und die daraus resultierenden Perspektiven von

Platin und Palladium intensiv untersucht und kommen zu dem

Schluss, dass sich Palladium auch in Zukunft besser entwickeln

wird als Platin. Deshalb haben sie ihre Prognosen hinsichtlich

des Durchschnittspreises von Platin nach unten revidiert und

die Prognosen für Palladium erhöht (siehe Tabelle).

Bei Platin sehen die Analysten mehrere Problemfelder. Zum

einen schwächt sich die chinesische Schmucknachfrage leicht

ab und auch der Bedarf aus der Autobranche kann als relativ

lustlos bezeichnet werden. Zugleich erhöht sich das Angebot

an Platin durch das verstärkte Recycling von Alt-Fahrzeugen,

während die Nachfrage im ETF-Sektor ebenfalls eine fallende

Tendenz aufweist. Dies alles stellt keinen gesunden Datenmix

für das Edelmetall Platin dar. Deshalb gehen die HSBC-Analysten

davon aus, dass in diesem Jahr das Angebot an Platin die

Nachfrage um 490.000 Feinunzen übertreffen wird. Zur Erinnerung:

Im Jahr zuvor lag der Angebotsüberschuss bei lediglich

101.000 Feinunzen. Für 2019 wird ein Wert von 319.000

20


WISSEN RUND UM EDELMETALLE

Feinunzen prognostiziert. Bei einem Marktvolumen von insgesamt

sechs Millionen Feinunzen bezeichnen die Analysten die

Werte zwar als relativ klein, dennoch wirkt sich die Aussicht

auf anhaltende Überschüsse negativ auf den Platinpreis aus.

Bei Palladium stellt sich die aktuelle Marktlage völlig anders

dar. Ihm attestieren die Experten ein lang anhaltendes strukturelles

Angebotsdefizit. Das heißt: Die Nachfrage fällt höher

als das Angebot aus. Dessen Größe könne zwar von Jahr zu

Jahr schwanken, die Wahrscheinlichkeit für einen Angebotsüberschuss

in absehbarer Zukunft stuft man jedoch als gering

ein. Konkret rechnen die HSBC-Analysten für dieses

Jahr mit einer Reduktion des Defizits von 801.000 Feinunzen

(2017) auf 350.000 Feinunzen. Im kommenden Jahr soll

sich dieses aber wieder auf 937.000 Unzen stark erhöhen.

Weil dieser Wert – verglichen mit einem Gesamtmarktvolumen

von sieben Millionen Feinunzen – relativ hoch ausfällt,

sollte sich dies positiv auf den Palladiumpreis auswirken.

ETF-Abflüsse bei Platin und Palladium

Das Jahr 2018 war gekennzeichnet von erheblichen Abflüssen

bei Platin (geschätzt: 130.000 Feinunzen) und Palladium

(geschätzt: 400.000 Feinunzen). Zur Erinnerung: In der

Spitze verzeichnete das Edelmetall Platin im Jahr 2013 noch

Zuflüsse in Höhe von über einer Million Feinunzen und Palladium

einen Höchstwert von über 900.000 Unzen. Für das

kommende Jahr sollen sich laut HSBC die Abflüsse bei Platin

auf 50.000 Feinunzen und bei Palladium auf 125.000 Feinunzen

beruhigen.

Anleger, die sich über Gold und Silber bereits umfassend abgesichert

haben, können ihrem Depot auch Platin- und Palladiumbarren

beimischen. Aufgrund der Mehrwertsteuerproblematik

bietet sich ein Kauf über unser Schweizer Zollfreilager an.

HSBC-Prognosen der Durchschnittspreise von Platin und Palladium

2018 2019 2020 Langfristig (5 Jahre)

bisher neu bisher neu bisher neu bisher neu

Platin (Dollar/Feinunze) 950 880 1.095 995 1.250 1.150 1.290 1.290

Palladium (Dollar/Feinunze) 1.009 1.009 1.050 1.105 1.060 1.135 1.140 1.140

QUELLE: HSBC GLOBAL RESEARCH

21


NEUES AUS DEN PRO AURUM FILIALEN

MÜNCHEN

GEBALLTES FACHWISSEN AUF DER EDELMETALL-

UND ROHSTOFFMESSE 2018.

Wer harrt freiwillig stundenlang an einem Samstagmorgen

in frostiger November-Kälte vor einem Straßenbahnmuseum

aus? Die etwa 100 Menschen, die sich an einem frühwinterlichen

10. November vor dem MVG-Museum in München

versammelt hatten, sind ungemütliche Zeiten gewöhnt: Die

meisten von ihnen sind Edelmetall-Anleger und halten Gold

und Silber seit Jahren die Treue, egal ob in physischer Form

oder als Aktionäre von Minenbetreibern. Und genau wie

Anfang November 2018 bläst diesen Zeitgenossen seit mehreren

Jahren ein eisiger Gegenwind entgegen – von Aktien-

Zockern und Notenbankern, die mit ihrer Nullzinspolitik den

sicheren Hafen „Gold“ für überflüssig erklärt haben.

Dass der Vermögensschutz mit Edelmetallen noch lange kein

Auslaufmodell ist und – ganz im Gegenteil – wichtiger denn

je ist, konnte am 9. und 10. November auf der Internationalen

Edelmetall- und Rohstoffmesse in München beobachtet

werden. Trotz der überraschenden Preisschwäche der

Edelmetalle in der zweiten Jahreshälfte und einem Preisrutsch

um über zehn US-Dollar allein während des ersten Messetages

ist das Interesse an einem Investment in Edelmetalle auf

der Leitmesse der Fans von Gold und Silber weiterhin groß.

Edelmetallhändler wie pro aurum und Minenbetreiber hatten

ebenso wie Zeitschriftenverlage ihre Stände aufgebaut, sogar

die Münze Österreich war in zünftiger Tracht vertreten.

EINE KOMPAKTE BILDUNGSVERANSTALTUNG

Für die meisten Besucher war die Edelmetall- & Rohstoffmesse

auch in diesem Jahr eine kompakte Bildungsveranstaltung –

ein Blick in den Bühnenbereich erinnerte an ein Blockseminar

an einer Hochschule. Eng gedrängt saßen die Zuhörer beisammen

und lauschten den Vorträgen, die eng getaktet kurz

nach dem Messestart um 10 Uhr begannen und erst am Abend

gegen 18 Uhr beendet waren. Mit von der Partie waren auch

Vertreter von pro aurum: Jürgen Birner, Filialdirektor im Goldhaus

in München, sprach über die „Vermögens(ver)sicherung

mit GOLD und SILBER“ und riet den Zuschauern, ihr Geldvermögen

zu reduzieren und das Sachvermögen zu erhöhen.

Birner weihte die Zuschauer ganz praktisch in die vielen kleinen

Fallen des Edelmetall-Investments ein und gab zahlreiche

Tipps für die kurz- und langfristige Kauf- und Anlagestrategie.

Uwe Bergold, Fondsmanager und Buchautor sowie Partner von

pro aurum, präsentierte Edelmetall-Investments im Bereich

der Minenaktien mit extremem Hebel im Finale der Rohstoff-

Hausse. In seinem Vortrag hielt Uwe Bergold ein leidenschaftliches

Plädoyer für die Rohstoffaktien – die Mega-Blase an

den Aktienmärkten ist aus Sicht von Bergold keine Gefahr für

die weitere Entwicklung der Minenwerte. Uwe Bergold wies

in seinem Vortrag darauf hin, dass es nie zuvor einen derart

gewaltigen Eingriff in die Geldmärkte gegeben habe wie in

der aktuellen Nullzinsphase. Minenaktien seien im Gegensatz

zu den übrigen Aktiensegmenten deutlich unterbewertet und

böten exzellente Renditechancen.

MEHR GRÜNDE, IN EDELMETALLE ZU INVESTIEREN

Neben Jürgen Birner und Uwe Bergold ist auch Folker Hellmeyer,

Chefanalyst der Solvecon Invest GmbH und zuvor

in gleicher Funktion bei der Bremer Landesbank tätig, regelmäßiger

Gast auf der Edelmetall- und Rohstoffmesse: „Wenn

wir es mit dem letzten Jahr vergleichen, dann gibt es grundsätzlich

mehr Gründe, in den Edelmetallen weiter präsent zu

sein oder sogar die Positionen auszubauen. Das Dollar-System

wird Tag für Tag dünner, weil immer mehr Länder sich vom

US-Dollar abwenden. Gold wird in Dollar gehandelt, sodass

sich diese Entwicklung auch positiv auf Gold auswirken wird“,

erwartet Hellmeyer. Er erinnerte daran, dass die aufstrebenden

Länder unter Führung Chinas und Russlands bereits 70 Prozent

Anteil an der Weltwirtschaft halten und über ihre Zentralbanken

massiv Gold kaufen.

Das Fazit von Besuchern und Fachreferenten fiel nach der

Messe, auch in den sozialen Medien, durchweg positiv aus.

Zwar teilten viele Beobachter, darunter Claus Vogt (Chefredak-

22


NEUES AUS DEN PRO AURUM FILIALEN

teur des Investment-Briefes „Krisensicher Investieren“), den

Eindruck, dass sich der Besucherandrang auf der Edelmetallmesse

in Grenzen hielt. Vogt verwies in einem persönlichen

Fazit für den Newsroom von pro aurum auf eine Umfrage, der

zufolge nur wenige Neulinge den Weg zu dieser Messe fanden.

Der Analyst sieht dies jedoch als Beweis für die historisch

schlechte Stimmung auf dem Edelmetallmarkt und als Kontraindikator

– denn in der Vergangenheit wurden diejenigen, die

nicht nur eisige Temperaturen im November vor der Messehalle

ausgehalten haben, sondern auch kurzfristige Rückschläge

beim Preis für Gold und Silber, auf lange Sicht belohnt.

PRO AURUM BEIM „OPEN HOUSE“

VON HARLEY DAVIDSON

IN MÜNCHEN.

Dass Edelmetalle wie Gold und Silber sowie Motorräder der Kult-Marke „Harley Davidson“ viel gemeinsam haben, hat pro

aurum in diesem Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zwei besonders prächtige und hochwertige Harleys wurden bei pro aurum

im Goldhaus ausgestellt – und kurz nach dem Gastspiel folgte die Gegeneinladung von Harley Davidson an pro aurum: Am Samstag,

dem 29.09.2018, war pro aurum beim „Open House“ in München mit von der Partie. Bei diesem traditionellen Event werden

der Saisonabschluss gefeiert und die neuen Modelle für das kommende Jahr mit einem Tag der offenen Tür präsentiert. pro aurum

war mit einem Stand am Eingang des Hauses vertreten. Und neben vielen neuen Kunden trafen die Mitarbeiter von pro aurum

auch alte Bekannte: Unter den vielen Harley-Fahrern sind bereits einige Kunden von pro aurum, die beispielsweise ein Schließfach

besitzen oder auf das Edelmetalldepot für ihr Investment setzen. Die angenehme und lockere Atmosphäre, in der Harley-Fahrer

und Gold-Händler viele Gemeinsamkeiten entdecken konnten, ist eine ideale Umgebung für weitere Zusammentreffen von zwei

Sachwert-Investments, welche nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz ansprechen und ihren Besitzern viel Freude bereiten.

23


NEUES AUS DEN PRO AURUM FILIALEN

INNOVATION BEI PRO AURUM IN WIEN

KRYPTOWÄHRUNGEN ALS GERN GESEHENES

TAUSCHMITTEL FÜR GOLD UND SILBER.

Die Kryptowährung „Bitcoin“ hat die Finanzmärkte im

Sturm erobert wie keine andere Investment-Innovation – und

wer in den vergangenen Jahren sein Geld in Bitcoins gesteckt

hat, war bei einer Achterbahnfahrt dabei, wie sie ebenfalls in

der Geschichte des Geldes einmalig ist. Unglaubliche Wertzuwächse

in kürzester Zeit, ein Höhenflug bis auf 18.000 Euro

und danach ein brutaler Absturz auf bis zu 4.000 Euro – die

„Kryptos“ faszinieren und polarisieren Anleger und Analysten

gleichermaßen. Sicher ist aber: Auch ein Edelmetallhändler

wie pro aurum muss auf diesen Trend angemessen reagieren,

denn oft wird Bitcoin als „das neue Gold“ bezeichnet.

Die Niederlassung von pro aurum in Wien wagt nun eine echte

Innovation in der Welt der Edelmetalle – Kryptowährungen wie

Bitcoin auf der einen und Edelmetalle wie Gold auf der anderen

Seite werden hier nicht als krasse Gegensätze verstanden.

Denn viele Anleger möchten ihre Bitcoin-Gewinne absichern,

Gold-Besitzer währenddessen einen kleinen Teil ihrer Rücklangen

chancenorientiert in Bitcoin anlegen. Die meisten Anleger

wollen nicht auf eine der beiden Anlageklassen verzichten und

die Vorzüge beider Investment-Welten nutzen. Besonders hoch

im Kurs steht der Wunsch von immer mehr Bitcoin-Anlegern,

ihre Krypto-Bestände in wertbeständiges Gold umzutauschen.

pro aurum Österreich hat auf diesen Trend reagiert und in

der Niederlassung in Wien die technischen Voraussetzungen

geschaffen, damit die Kunden künftig auf Wunsch alle Produkte

und Dienstleistungen von pro aurum vor Ort in der Lokation

mit Bitcoin an einem innovativen Terminal bezahlen können.

„Wir wurden von immer mehr Kunden gefragt, ob wir nicht

Bitcoin annehmen können“, berichtet Prokurist Gernot Hinteregger

und unterstreicht: „Wenn der Kunde bereit ist, seine

‚Kryptos’ in Gold umzutauschen, ist das ein starkes Statement,

auf das wir reagieren müssen.“ Die Bezahlung via Krypto-

Wallet soll zuerst exklusiv in Österreich erprobt werden – eine

Ausdehnung der Idee auf deutsche Filialen von pro aurum ist

ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

Für die Verknüpfung der „ältesten Währung der Welt“, nämlich

Gold, mit der neuen Bezahlform „Bitcoin“ arbeitet pro aurum

Österreich mit einem ausgewiesenen Experten zusammen:

„Coinfinity“ hat sich auf die Abwicklung von Zahlungen

in Bitcoin im Einzelhandel spezialisiert. Nach Angaben des

Unternehmens spricht für Bitcoin als Zahlungsmittel im Edelmetallhandel,

dass Bitcoin-Zahlungen schnell, sicher und unumkehrbar

sind sowie selbst bei internationalen Transaktionen

schnell, unlimitiert und ohne hohe Gebühren ermöglicht werden.

„Coinfinity“ tritt sozusagen als „virtuelle Wechselstube“

auf und schreibt pro aurum den Gegenwert der von Kunden

gezahlten Bitcoins in Euro gut.

24


NEUES AUS DEN PRO AURUM FILIALEN

POPSTAR DES BÖRSENPARKETTS

„MR. DAX“ DIRK MÜLLER GEHT AUF GROSSE

BÜHNENTOUR.

Wenn es mal wieder um die Hochs und Tiefs an der Frankfurter

Börse geht, denken viele Zeitungsleser und Fernsehzuschauer

wohl sofort an einen gut gekleideten Mann mit einem kantigen

Gesicht, akkurat gestylten Haaren, einem weißen Bart und vor

allem klaren Statements: Tatsächlich arbeitet Dirk Müller inzwischen

gar nicht mehr auf dem Frankfurter Börsenparkett, doch der

frühere Wertpapierhändler ist weiterhin omnipräsent und kann

durchaus als eine Art „Popstar“ der Börse bezeichnet werden.

Als Bestsellerautor, Kommentator bei pro aurum TV und Fondsmanager

ist seine Expertise gefragt, nicht zuletzt, weil „Mister

Dax“ den komplizierten Börsensprech und die oft nur schwer

nachvollziehbaren Kursbewegungen allgemeinverständlich

aufbereitet und mit fundierten sowie gleichwohl pointierten

Statements untermauert. Nun hat Müller einen neuen Weg

gefunden, den – von Anlagenotstand und negativer Realverzinsung

gebeutelten – Deutschen attraktive Renditechancen

und Möglichkeiten der Vermögenssicherung näherzubringen.

Der Auftakt für seine Live-Tour „Lasst den Bullen los – Vom

Sparer zum Aktionär“ ist am 6. Oktober in Berlin und am

7. Oktober in Köln fulminant gelungen – und pro aurum war mit

von der Partie: Bei beiden Shows hatte pro aurum einen kleinen

Infostand vorbereitet und im Vorfeld der Veranstaltungen

jeweils zehn Tickets der besten Kategorie verlost. Klare Kante,

ehrliche Einschätzungen und unabhängige Urteile sind seine

Markenzeichen, erklärte der Veranstalter im Vorfeld der ersten

zwei Termine – und der regelmäßige Applaus machte deutlich,

dass das Thema „Finanzen“ ohne Weiteres auf die ganz große

Bühne gehört – dorthin, wo sonst Musik und Comedy für kurzweilige

Unterhaltung sorgt, aber die ganz großen Probleme

nicht löst.

Nach dem erfolgreichen Start der Müller-Tour geht es für den

Börsen-Experten im neuen Jahr erst richtig los: 2019 sind

zwischen April und Mai insgesamt zehn Termine in ganz

Deutschland geplant. Dabei erklärt Müller seinen Zuhörern

unter anderem, wie sie richtig in Aktien investieren können, wie

eine kurzfristige Spekulation von einem seriösen Investment

unterschieden werden kann und wie Anleger einen Crash für

sich nutzen können.

FOTO: MARVIN STRÖTER

25


LAGERUNG VON EDELMETALLEN

PRO AURUM STEHT FÜR PROFESSIONELLE

VERWAHRUNG VON EDELMETALLEN.

pro aurum ist weitaus mehr als „nur“ ein Edelmetallhändler, der Gold und Silber kauft oder verkauft.

Unter dem Dach von pro aurum wurden seit 2003 diverse Dienstleistungen rund um Edelmetalle entwickelt,

die Edelmetallinvestments entscheidend erleichtert haben – allen voran die professionelle Lagerung

von Edelmetallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Physisches Gold bequem von zu Hause handeln

und lagern

Wem das Aufsuchen des eigenen Schließfachs zu umständlich

bzw. wenig komfortabel erscheint, sollte das Eröffnen

eines Edelmetalldepots in Erwägung ziehen. Das bei Aktien,

Fonds oder anderen börsengehandelten Wertpapieren

seit Jahrzehnten bewährte Prinzip des Wertpapierdepots

hat pro aurum nämlich auf Edelmetalle übertragen. Derzeit

steht Anlegern ein Wertpapierdepot in Wien und eines in

München zur Auswahl. Anleger sichern sich über das Edelmetalldepot

ein besonders hohes Maß an Flexibilität. Ihre

Einlagen sind als Sondervermögen vor einem Konkurs der

verwahrenden Gesellschaft geschützt und zudem vollumfänglich

versichert.

pro aurum bietet gleich drei intelligente Lager-

Alternativen

Bei pro aurum können die Kunden grundsätzlich zwischen drei

verschiedenen Verwahrmöglichkeiten mit unterschiedlichen

Besonderheiten, Stärken und Vorzügen wählen: Bankenunabhängige

Schließfächer werden zum Beispiel in

den Filialen in München, Düsseldorf, Stuttgart, Bad

Homburg, Zürich und Berlin angeboten, allerdings sind

die Schließfächer größtenteils belegt. Ihr großer Vorteil: Hier

können auch persönliche Wertgegenstände wie Schmuck

oder wichtige Dokumente eingelagert werden, der Versicherungsschutz

liegt standardmäßig bei 30.000 Euro (deutsche

Filialen) bzw. 50.000 Franken (Zürich) und kann auf Wunsch

beliebig erhöht werden. Je nach Größe des Fachs fallen dann

jährliche Mietgebühren an.

Der Kauf über das Edelmetalldepot funktioniert denkbar

einfach und kann per E-Mail, Fax oder über den Online-Shop

erfolgen. Lagerfähig sind sämtliche bei pro aurum handelbaren

Münzen oder Barren ab einem Netto-Warenwert von

5.000 Euro. Über diese Bestände können Sie dann während

der Geschäftszeiten bequem verfügen. So lässt sich das komplette

Produktsortiment von pro aurum kaufen, verkaufen,

einliefern und ausliefern. Außerdem bieten Edelmetalldepots

die Möglichkeit, limitierte Kauf- oder Verkaufsaufträge für die

jeweiligen Produkte auszusprechen. Für die Lagerkosten und

den Service fällt eine geringe jährliche Gebühr an. Professionell

und sicher verwahrt wird das Edelmetallvermögen in einer

Hochsicherheitsanlage in München.

Die Vorteile für den Kunden bestehen vor allem in dem erheblichen

Zugewinn an Mobilität und Flexibilität, schließlich kann

man die Barren oder Münzen unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort

kaufen oder verkaufen. Selbstverständlich kann

26


LAGERUNG VON EDELMETALLEN

man nach vorheriger Terminvereinbarung die eingelagerten

Edelmetalle während der Geschäftszeiten abholen oder sich

zuschicken lassen.

Mehr Informationen zum Edelmetalldepot von

pro aurum finden Sie hier:

www.proaurum.de/home/serviceprodukte/sicher-verwahren/edelmetalldepot.html

Ein sicherer Hafen im Ausland

Über das Schweizer Zollfreilager ist unter anderem der

mehrwertsteuerbefreite Handel von Silber, Platin und Palladium

völlig legal möglich. Denn die Steuer würde erst dann

anfallen, wenn die Edelmetalle das Zollfreilager verlassen.

Selbstverständlich sind die dort gelagerten Edelmetalle – wie

auch beim Edelmetalldepot – als Sondervermögen geführt und

somit vor Insolvenz geschützt sowie vollumfänglich versichert,

schließlich sollte bei einem als Vermögens-, Krisen- bzw. Inflationsschutz

gedachten Investment der Schutzaspekt des Lagerorts

auf keinen Fall vergessen werden.

Als Nonplusultra für den risikoscheuen Investor kann man zweifellos

die nummerierte Barren-Einlagerung unserer Schweizer

Kollegen bezeichnen. Sie erfordert allerdings ein Anlagevolumen

von mindestens 100.000 Schweizer Franken. Das Besondere an

dieser Verwahrart ist die Tatsache, dass der Kunde beim Kauf der

Metalle die jeweiligen Barrennummern erfährt und damit das

Recht auf Auslieferung genau dieser Barren mit den identischen

Nummern verbunden ist. Dadurch ist ein Höchstmaß an Transparenz

und Sicherheit gewährleistet.

Die Möglichkeit, Vermögenswerte außerhalb der EU zu verwahren,

dürfte angesichts der wachsenden Sorgen um den

Euro (Griechenland, Italien, Brexit) auch unter dem Aspekt

„Länderdiversifikation“ immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Die Schweiz gilt schließlich seit Jahrhunderten als bewährte

Adresse, wenn es um das Thema Sicherheitsbedürfnis geht.

Mehr Informationen zum pro aurum Zollfreilager

finden Sie hier:

www.proaurum.de/home/serviceprodukte/sicher-verwahren/zollfreilager.html

Im Gegensatz zu den Edelmetalldepots in Wien und München

kann in dem Schweizer Zollfreilager aber nicht die komplette

Produktpalette von pro aurum gehandelt bzw. verwahrt

werden. Mit insgesamt fünf Goldbarren im Gewicht von einer

Feinunze bis ein Kilogramm, fünf weltbekannten Unzen-

Goldmünzen sowie insgesamt 17 Barren bzw. Münzen aus

Silber, Platin und Palladium dürfte dennoch für jeden

Geschmack etwas dabei sein. Als Mindesteinlagerungswert

wird für diesen Service ein Edelmetallvermögen in Höhe von

10.000 Schweizer Franken verlangt.


SERVICETHEMA

WISSEN RUND UM EDELMETALLE

STEUERN BEIM INVESTMENT

IN GOLD UND SILBER.

Geld auf den Tisch legen, Gold und Silber einpacken und wieder gehen – das Edelmetall-Investment ist

für immer mehr Anleger eine Alternative zu Sparbuch oder Aktien. Ein wichtiger Grund für die gestiegene

Nachfrage nach physischem Edelmetall: die Abwicklung des Investments. Hier einige Hinweise, die

es zu beachten gilt:

Anonymität: keine Aufzeichnungspflicht bei Käufen

bis 10.000 Euro

Bis zum Wert von 10.000 Euro ist der Kauf von Gold ohne

Identitätsnachweis möglich, Edelmetallkäufe gegen Bargeld

können völlig anonym als sogenanntes „Tafelgeschäft“

abgewickelt werden. Erst bei Käufen über dieser Grenze

müssen auf Grundlage des Geldwäschegesetzes die Personalien

dokumentiert und der Personalausweis kopiert werden.

So können Anleger mit einem starken Bedürfnis nach Diskretion

ihre Goldreserven erwerben, ohne dass diese registriert

werden. Selbstverständlich können Kunden nicht beliebig viele

anonyme Käufe unter dem Schwellenwert tätigen. Hier muss

jeweils eine angemessene Zeitspanne zwischen den Transaktionen

liegen. Die meisten anderen Anlageformen sind dagegen

untrennbar mit dem Namen des Anlegers verbunden; beispielsweise

wird der Kauf von Goldaktien über ein Konto und

das namentlich zugeordnete Wertpapierdepot abgewickelt.

Einkommensteuer bei Gewinnen aus dem Verkauf

von physischem Gold

Bei der Steuererklärung haben langfristig orientierte Edelmetallbesitzer

leichtes Spiel – wenn sie ihre Schätze länger als ein

Jahr besitzen, sind die Wertzuwächse grundsätzlich von der

Abgeltungssteuer und anderen Abschlägen befreit. Denn Gold

und Silber in Form von Münzen oder Barren werden steuerlich

als physische Wertgegenstände behandelt – ähnlich wie

ein teures Schmuckstück oder ein seltener Wein. Allerdings

entfällt auch die Möglichkeit, Werbungskosten wie beispielsweise

die Fahrtkosten zum Goldhändler steuerlich abzusetzen.

Wer seine Schätze vor Ablauf der Jahresfrist verkauft, muss

die Gewinne aus diesem Veräußerungsgeschäft mit seinem

persönlichen Steuersatz versteuern. Edelmetallkäufer sollten

alle Käufe möglichst lückenlos dokumentieren können.

Abgeltungssteuer bei Goldminenaktien und

Minenfonds

Zwar sparen sich Besitzer von Wertpapieren auf Goldbasis die

Lagerung von Barren und Münzen; dafür müssen sie bei der

Berechnung ihrer Rendite etwas mehr Zeit aufwenden. Denn

Gewinne oder Verluste, die beim Handel mit Goldminenaktien

oder Minenfonds erzielt wurden, unterliegen der Abgeltungssteuer.

Und die wird auf sämtliche Dividenden oder

Kapitalerträge aus dem Verkauf dieser Produkte fällig. Von

den Gewinnen werden ein Anteil von 25 Prozent, der Solidaritätszuschlag

von 5,5 Prozent und eventuell zusätzlich die

Kirchensteuer abgezogen. Das Gleiche gilt für Zertifikate und

Exchange Traded Funds aus der Goldindustrie – beide Produkte

werden wie alle anderen Investmentfonds behandelt.

Einzige Ausnahme: Anleger konnten in der Vergangenheit

erfolgreich Einspruch gegen die Abgeltungssteuer auf

die entsprechenden Wertpapiere oder Zertifikate einlegen,

wenn sie dem Finanzamt nachweisen konnten, dass sie

direkte Eigentümer des unterlegten Goldes sind.

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SERVICETHEMA

Mehrwertsteuer beim Kauf von physischem Gold

Liebhaber von goldenen Münzen und Barren werden bei

der Besteuerung noch zusätzlich entlastet – bei Anlagegold

fällt grundsätzlich keine Mehrwertsteuer an. Artikel 25 des

Umsatzsteuergesetzes nimmt zudem Gold in Barren- oder

Plättchenform

» mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht

» und einem Feingehalt von mindestens 995 Tausendstel

sowie Goldmünzen, die

» einen Feingehalt von mindestens 900 Tausendstel aufweisen,

» nach dem Jahr 1800 geprägt wurden,

» in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind

oder waren

» und üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den

Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80

Prozent übersteigt,

von der Umsatzbesteuerung aus. Und diese Kriterien treffen

auf viele Goldmünzen zu, wie ein Blick in die sogenannte

„Liste der Goldmünzen, die die Kriterien des Artikels 344 Absatz

1 Ziffer 2 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates (Sonderregelung

für Anlagegold) erfüllen“ im Amtsblatt der Europäischen

Union verrät. Die Liste der EU liest sich wie ein kleiner

Münzkatalog: Von A wie Afghanistan bis Z wie Zypern sind

auf 14 Seiten Hunderte von Goldmünzen aufgeführt.

Mehrwertsteuer beim Kauf von physischem Silber

Edelmetalle im Portfolio

Bis 2013 war der steuerrechtliche Status aller Silbermünzen

ungeklärt – hier hat die Bundesregierung zum Jahreswechsel

2014 eine Klarheit geschaffen, die allerdings den meisten

Anlegern nicht gefallen hat. Die Mehrwertsteuer für Silbermünzen

wurde von sieben auf 19 Prozent erhöht. Die hohe

Mehrwertsteuer für Silbermünzen lässt sich allerdings völlig

legal umschiffen – mit der sogenannten „Differenzbesteuerung“.

Der Preisunterschied zwischen einer differenzbesteuerten

Silberunze und einer Unze mit regulärer Mehrwertsteuer

liegt derzeit bei etwa zwei Euro. Edelmetallhändler wie

pro aurum nutzen so eine erleichterte Form der Abwicklung

des Edelmetallkaufs: Wenn Münzen aus Ländern außerhalb

der Europäischen Union importiert und hierzulande weiterverkauft

werden, können sich die Händler für die sogenannte

Differenzbesteuerung entscheiden. Es wird dann lediglich

der Zollwert des Handelsgutes mit der Einfuhrumsatzsteuer

von sieben Prozent versteuert und dieser Betrag auf den

Einkaufspreis aufgeschlagen. Beim Weiterverkauf wird die

Umsatzsteuer von 19 Prozent nicht auf den vollen Nettoverkaufspreis

berechnet, sondern auf die Differenz zwischen

Einkaufs- und Bruttoverkaufspreis.

Steuersparmöglichkeiten beim Edelmetall-Investment

Die Mehrwertsteuer für Silber, Platin und Palladium vermiest

vielen potenziellen Edelmetallanlegern die Laune. Es gibt

jedoch einen Weg, um Steuern zu sparen: die Lagerung der

Waren im Zollfreilager, also einem Transitlager im Ausland,

welches der zollfreien Lagerung von Waren dient. Hier fällt

keine Mehrwertsteuer an, wenn das Edelmetall im Depot

belassen wird. Trotzdem ist die Auslieferung jederzeit nach

Terminvereinbarung möglich; hier wird dann jedoch die Warenumsatzsteuer

fällig. Der Verkauf der eingelagerten Werte

an pro aurum ist nicht mehrwertsteuerpflichtig.

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MARKTMEINUNG/ IMPRESSUM

ROBERT HALVER

GOLD WAR, IST UND BLEIBT ATTRAKTIVES SACHKAPITAL.

Trotz Handelskonflikt, Brexit oder

italienischer Schuldenfrage hat

Gold seit Mitte April 2018 spürbar

nachgegeben. Vor allem sorgte die

US-Notenbank mit Zinserhöhungen

und daher einem festen US-Dollar

für Gegenwind. Allerdings ist der

Verkaufsdruck abgeebbt. Über die

erneut aufkeimende Eurosklerose

wurde die Sicherheit von Gold

wiederentdeckt. Die Lösung der italienischen Schuldenkrise

wird wohl auf Kosten der letzten Reste der Stabilitätsunion

gehen. Auch Europas sprichwörtliche Reformfeindlichkeit, der

mangelnde europäische Korpsgeist und schwankende Aktien

lassen die europäische Bevölkerung nach dem sicheren Anlagehafen

Gold suchen.

Auch die Tatsache, dass Zinssparen sichere Vermögensvernichtung

ist, spricht für Gold. So ist z. B. die Umlaufrendite

deutscher Staatsanleihen nach Inflation zuletzt auf minus 2,3

Prozent gefallen. Übrigens, die tatsächliche Inflation ist höher

als die geschönte offizielle. Realer Vermögenserhalt über

Edelmetalle ist in unserer Finanzwelt von entscheidender

Bedeutung.

Bekäme Gold immer mehr den Status einer Konkurrenzwährung

wie 2011/2012 wären die Akzeptanz von Geld und damit

die Allmacht der Geldpolitik gefährdet. Dass Zentralbanken

dennoch unvermindert physische Goldbestände zu den von

ihnen über die Terminmärkte mitsubventionierten Preisen

anhäufen, sollte jedem Anleger die letzte Skepsis gegenüber

Goldbesitz nehmen.

Abseits eskalierender Konflikte kommen dem Edelmetall insgesamt

zwar nicht die fundamental völlig gerechtfertigten

Kurssteigerungen zugute. Doch bleibt Gold garantiert die

sicherste aller Vermögensformen. Selbst bei Erscheinen eines

besonders großen schwarzen Schwans fällt es nicht aus und

gewährt Lebenssicherheit. Unsere Zeit als Goldanleger wird

noch kommen.

IMPRESSUM

Herausgeber

pro aurum GmbH

Verantwortlicher Redakteur

Benjamin Summa

Autoren

J. Bernhard, B. Summa, S. Wieschowski

SO KÖNNEN SIE UNS ERREICHEN:

PRO AURUM GMBH

Joseph-Wild-Straße 12

81829 München

Tel.: +49 (89) 444 584 - 0

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Gestaltung und Layout

Bettina Neuer, www.grafik-marketing.com

Fotografie und Bildnachweis

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Copyright

Dieses Magazin und alle in ihm enthaltenen Ideen, Beiträge, Illustrationen

und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch

auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Für

unverlangt eingereichte Manuskripte und Unterlagen kann keine Gewähr

übernommen werden.

Auflage

Das pro aurum Magazin erscheint in einer Auflage von 3.500 Exemplaren.

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Unser „Wiener

Philharmoniker“ ist viel

mehr als nur Gold.

Gold ist der Inbegriff des Wertvollen.

Wir arbeiten dafür nur mit den allerhöchsten

Standards: ökologisch, sozial und technisch.

Seit 1989 produzieren wir den „Wiener Philharmoniker“,

eine der begehrtesten Goldmünzen weltweit.

Und er ist mehr als nur Gold. Dafür trage

ich gerne die Verantwortung.

Mag. Gerhard Starsich

Generaldirektor der Münze Österreich AG

Alle Informationen finden Sie auf www.mehralsnurgold.at

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