Life Channel Magazin Juni/Juli 2021

erf4medien

Gott lassen

DAS MEDIENMAGAZIN FÜR TV, RADIO UND INTERNET

JUNI ı JULI

2021

MAGAZIN

DIE «MUSIC LOFT»

GEHT NEUE WEGE

SEITE 16

TAMARA BOPPART

GANZ PERSÖNLICH

SEITE 25

LOSLASSEN

GOTT LASSEN

Der Weg zur Selbstannahme


MAGAZINE

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EDITORIAL

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 3

Nicht perfekt,

aber geliebt

Unsere Identität ist

in Gott verwurzelt,

so wie die Identität

unserer Kinder

in uns Eltern

verwurzelt ist.

Liebe Leserin, lieber Leser

Haben Sie sich auch schon dabei ertappt, wie sie zu sich sagten: «Ich war nicht

gut genug»? Nach einem Gespräch zum Beispiel, wenn einem bewusst wird, was

man noch hätte sagen sollen. Oder wenn man sich Vorwürfe macht, weil man einen

Besuch einfach nicht mehr geschafft hat. Oder der Klassiker: Man zeigt einem

Mitmenschen, was man hergestellt hat – sei es eine tolle Handwerksarbeit, eine

schriftliche Arbeit oder einen selbstgemachten Kuchen – um gleich anzufügen, was

alles daran noch optimierbar sei …

Warum denn sind wir so kritisch mit uns selbst? Wieso eigentlich stellen wir an

uns selbst oft so hohe Ansprüche, denen wir nie und nimmer genügen können?

Und warum setzen sich viele Menschen unter einen perfektionistischen Druck und

reden sich ein: «Ich bin nicht gut genug», «Das hätte ich besser machen müssen»,

«Dafür bin ich zu wenig schlau» oder «Ich sehe zu wenig gut aus»? Und

warum gibt es diese krankmachende «Ich-bin-nicht-gut-genug-Haltung» sogar

bei religiösen Menschen, wo sie sich darin äussert, dass man sich nur umso verzweifelter

anstrengt, gottgefällig zu leben?

Eigentlich müssten gerade wir Menschen, die ihr Vertrauen auf die christliche

Botschaft setzen, einen radikal anderen und absolut befreienden Ansatz kennen:

Die Bibel stellt fest, dass wir ein «Ebenbild Gottes» – ein «Imago Dei» sind. Wir

sind von Gott geschaffen, als Ausdruck seines liebenden Wesens, und alle Menschen

spiegeln Eigenschaften von ihm wider. Unsere Identität ist in Gott verwurzelt,

so wie die Identität unserer Kinder in uns Eltern verwurzelt ist. Die Grossartigkeit

dieser göttlichen Identität überstrahlt doch eigentlich alle Begrenzungen,

Schwächen und Fehler, die es in unseren Leben gibt – finden Sie nicht?

Ich meine, wir sollten diese faszinierende Tatsache, dass Gott uns geschaffen

hat und uns liebt, zum Anlass nehmen, gnädiger mit uns selbst zu werden. Unser

Schöpfer kennt uns, wir müssen ihm, unseren Mitmenschen und uns selbst nichts

vormachen – wir sind geliebt und wertvoll. Deshalb müssen wir uns nicht selbst

optimieren, sondern können uns von Gottes Liebe beschenken lassen und sie an

unsere Mitmenschen weiterschenken.

Ich wünsche Ihnen eine befreiende Lektüre dieser Ausgabe und grüsse Sie herzlich

HANSPETER HUGENTOBLER

Geschäftsführer

hanspeter.hugentobler@erf.ch


4 ı

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Witzbergstrasse 23, 8330 Pfäffikon ZH

Tel. 044 953 35 35

erf@erf.ch, erf-medien.ch

Hanspeter Hugentobler (Geschäftsführer)

Wir berichten über

Gott und die Welt

Rezensionsexemplare Zuschriften und Rezensionsexemplare von Büchern, CDs und DVDs an

die Redaktion: Für unaufgefordert eingesandte Rezensions exemplare besteht weder eine Verpflichtung

zur Rezension noch der Anspruch auf Rücksendung oder Korrespondenz.

Wiedergabe von Artikeln und Bildern Die Wiedergabe ist – auch auszugsweise – nur mit ausdrücklicher

Genehmigung gestattet.

Vorstand Markus Schaaf (Präsident), Elisabeth Augstburger, Hansjörg Leutwyler,

Hanna Maurer, Samuel Röthlisberger, Ingrid Rubli-Locher, Matthias Ziehli

Redaktion Mathias Fontana (Leitung), Susanna Balog, Marcel Eberle, Marnie Hux-Ebermann,

Nathanael Kägi, Heidi Pauli, Michèl Willen

Layout, Grafik PS Werbung AG, 8184 Bachenbülach, psw.ch

Druck Stämpfli AG, Bern , Auflage 24 000 Exemplare / erscheint 9 Mal jährlich

Jahresabonnement CHF 40.–, der Abobeitrag wird separat erhoben.

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Beilagen werden inhaltlich von den Inserenten und nicht von der Redaktion verantwortet.

Bildnachweise

Titelbild Benjawan Sittidech*

S. 3 ERF Medien

S. 4 Eva Blanco*

S. 5 66679143*, zvg

S. 6 – 9 Benjawan Sittidech*, zvg

S. 12 –13 Christina Hanck*, 66679143*

S. 16 ERF Medien

S. 17 Ldprod*, Liamwh7*

S. 18 Alena Ozerova*, zvg

S. 19 – 20 zvg

S. 21 Julia Krapotkina*, zvg

S. 22 Birgit Troschel, 123rf (3×)

S. 23 123rf (2×), Unsplash (2×)

S. 24 Markus Giger, Unsplash, Adonia

S. 25 zvg

S. 27 Nadiinko*, Martinmark*, Sonyaillustration*, Kseniia Shafranovskaia*

S. 28 Roland Juker Fotografie, ERF Medien, Unsplash

S. 29 ERF Medien (2×), 123rf

S. 30 zvg

S. 31 Joanne Zhe*, ERF Medien * dreamstime.com


Inhalte

Ausgabe Juni ı Juli 2021

PERSÖNLICH: TAMARA BOPPART

25

«Tun versus nichts tun. Kontrolle versus Vertrauen. Optimieren versus

gut sein lassen. Darin ein Gespür für Ausgewogenheit und das richtige

Timing zu entwickeln, nennt sich wohl Weisheit.»

12

31

Kolumne

Nicht alle sind wie

Pippi Langstrumpf

VORSICHT MIT DEM SCHLEIFSTEIN

Wir schleifen an unseren Ecken und Kanten.

Aber zu starkes Schleifen kratzt nicht nur an

unseren Schwächen, sondern vielleicht auch

an unseren Stärken, unserer Originalität und

Individualität.

ÜBERSICHT

3 Editorial

6 Thema: Loslassen – Gott lassen

12 Meine Ecken und Kanten

16 ERF Medien Inside

17 ERF Medien Finanzen

18 Reisen

19 Medientipp

20 Lesetipp

21 Gott ist …

22 Programm Radio Life Channel

25 Persönlich

27 Alltagstipp

28 Programm FENSTER ZUM SONNTAG

30 Porträt

31 Kolumne


6 ı

THEMA


THEMA LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 7

LOSLASSEN, GOTT LASSEN

Gelassenheit und Selbstannahme

VON YVONNE SCHUDEL

Gelassenheit. Ein Zustand, nach dem sich viele sehnen. Einfach leben können. Ohne sich stets

zu hinterfragen, ob es jetzt genug war, was man gegeben, geleistet, getan – ja sogar gebetet

hat. Zufrieden mit sich selbst und dem eigenen Leben. Ohne zermürbende Selbstzweifel. Wieso

glauben wir, wir müssten uns und unser Leben permanent optimieren? Der Frage, wie wir Menschen

von Gott gedacht und gemacht, und warum wir immer besser, schöner und erfolgreicher

werden wollen, geht Yvonne Schudel, Familienfrau, Psychologin und Sexologin, auf den Grund.

Wir leben in einer Welt des «Nie genug!». Besser, schneller,

schöner, fitter, erfolgreicher. Permanent wird uns das

Gefühl vermittelt, dass wir einen Mangel haben. Die Angebote,

um uns zu optimieren, sind omnipräsent. Kaufe dir

dieses Gerät, um effizienter zu arbeiten. Mit dieser Crème

werden deine Falten bis in die Tiefe gestrafft. Werde endlich

schlank mit Diät X. Mit dieser App wird das tägliche

Sporttreiben einfach. All diese Botschaften suggerieren

uns, dass das, was wir sind und leisten, noch nicht genügt.

Es wäre mehr möglich. Und dieses «Mehr» gilt es zu erreichen.

Ansonsten ist man selbst schuld, wenn man nicht

erfolgreich und glücklich ist.

Doch ist es wirklich so einfach? Natürlich nicht. Das

wissen wir alle. Und doch fühlen sich die meisten Menschen

unter latentem Druck, immer noch mehr tun zu

müssen. Und zwar in allen Bereichen des Lebens. Denn

es scheint, als ob wir als Gesellschaft die

Verbundenheit – die tiefe Sehnsucht von uns Menschen

Das tiefste Bedürfnis von uns Menschen ist es, geliebt zu

werden. Das hat Gott, der von sich selber sagt, «Ich bin

die Liebe», in uns angelegt. Diese Sehnsucht nach verbindlicher,

authentischer Verbundenheit ist der Motor,

der all unser Verhalten steuert. Denn geliebt zu werden ist

nicht nur wunderschön, sondern überlebenswichtig. Ohne

menschliche Liebe und Fürsorge überlebt kein Kind. Auch

wenn wir als Erwachsene nicht mehr so abhängig sind: Die

Angst, nicht zu genügen und darum nicht mehr geliebt zu

werden, bleibt bestehen.

Darum sind wir Menschen so empfänglich für alle Arten

von Optimierungs-Versprechen. Wir glauben, dass je besser

wir es machen, desto mehr würden wir geliebt. Das gibt

uns Sicherheit.

Davon erhoffen wir uns auch, uns selbstbewusster, gelassener

und glücklicher zu fühlen, als

Entscheidung getroffen hätten, dass ein

lebenswertes Leben nur eines ist, das sich

ständig optimiert.

Und so hetzen wir herum. Immer auf

Achse. Immer mit einem Ziel vor Augen,

das es unter allen Umständen zu erreichen

gilt. Obwohl die Belastungsgrenze

ES STELLT SICH UN-

WEIGERLICH DIE FRAGE:

WARUM KÖNNEN WIR

NICHT EINFACH GLÜCK-

LICH SEIN MIT DEM, WAS

WIR SIND UND HABEN?

wir das jetzt tun. Doch leider ist das nicht

der Fall. Denn je mehr wir versuchen, es

«richtig» zu machen oder «richtig» zu

sein, desto unsicherer werden wir. Und

sobald wir Menschen unsicher werden,

fangen wir an zu vergleichen. Wie machen

es die anderen? Was wird erwartet von

längst erreicht ist. Doch wir lächeln und zeigen uns

kämpferisch. Alles bestens. Mir geht's gut. Obwohl in uns

drin ein Sturm tobt. Ein Sturm voller Selbstzweifel, Verunsicherung

und Erschöpfung.

Da stellt sich unweigerlich die Frage: Warum können

wir nicht einfach glücklich sein mit dem, was wir sind und

haben? Warum zweifeln wir nach all unseren grossen Bemühungen

immer noch an uns und unseren Leistungen?

Und vor allem auch: Was können wir tun, um daraus auszusteigen?

mir? Wie könnte ich es noch besser machen?

Plötzlich geht es nicht mehr darum, wie ich es gerne

machen möchte und wie ich mich fühle. Es geht nur noch

um ein Ziel, das es zu erreichen gilt. Es geht darum, wie

es aussieht. Es geht darum, was die anderen denken. Und

schon sind wir mittendrin in der Denkweise des Perfektionismus.

Dieses Antreibers, der uns keine Pause gönnt, weil

es nie genug ist. Dieses Lügners, der uns Leben verspricht,

aber sein Versprechen niemals hält. Denn Perfektion ist

Mangeldenken und Selbstablehnung.


8 ı

THEMA

Je mehr wir uns darauf einlassen, desto mehr verlieren

wir den Zugang zu unseren Gefühlen. Sie haben keinen

Platz im Streben nach Perfektion. Darum müssen wir sie

wegdrücken und verlernen dadurch, uns selbst zu vertrauen.

Wir verlernen zu sein. Alles, was zählt, ist der

Schein.

Wer Perfektion anstrebt, fühlt sich immer ungenügend.

Denn Perfektion existiert nicht. Doch stellen wir uns mal

vor, es wäre möglich, Perfektion zu erlangen. Was würde

das bedeuten? Der perfekt runtergehungerte und trainierte

Körper darf sich nicht mehr verändern. Das perfekt aufgeräumte

und geputzte Haus darf ja nicht mehr schmutzig

und chaotisch werden. In der harmonischen Beziehung

darf es nie zum Streit kommen. Um das zu erreichen,

müsste alles um uns herum starr werden. Doch alles, was

lebt, verändert sich. Jeder menschliche Körper, jede Beziehung,

jeder Ort, an dem Menschen sich begegnen.

Hier wird klar, dass es nicht die Perfektion ist, nach der

wir uns sehnen, sondern das Gefühl, das wir von ihr erwarten:

Liebe, Anerkennung, Verbundenheit, Lebendigkeit

und Fülle. Wir glauben, dass unsere Unvollkommenheit

uns von diesen Gefühlen fernhält. Denn Unvollkommenheit

fühlt sich nach Schwäche

an. Darum setzen wir alles daran,

unsere Unvollkommenheit zu

YVONNE SCHUDEL

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yvonneschudel.com

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überdecken. Doch genau dort, in

unserer Unvollkommenheit, liegt

der Schlüssel, um aus dem Leben

des «Nie genug!» aussteigen

zu können. Hier startet der Weg

in die Gelassenheit. Der Weg des

«Loslassens».

Sich selbst zur besten Freundin, zum besten Freund

werden

Der Weg heraus aus dem Getriebensein und hinein in ein

Leben voller Gelassenheit ist so einfach wie schwierig: Es

geht darum, uns selbst bedingungslos annehmen zu lernen.

Unabhängig davon, was wir leisten, wie wir aussehen

und was die anderen von uns erwarten. Denn Gelassenheit,

Verbundenheit und Liebe können wir niemals im Aussen

finden. Sie sind immer Ausdruck einer tiefen Verbundenheit

mit uns selbst.

Darum lasst uns aussteigen aus der Spirale des «Nie

genug!». Gott liebt uns bedingungslos. Können wir diese

Liebe für uns annehmen? Können wir es ihm gleichtun,

ohne Wenn und Aber?

Lasst uns lernen, unsere Unvollkommenheit zu umarmen

– unsere Bedürfnisse, Grenzen, Ängste. Je mehr wir

uns das erlauben, desto weniger wird es in unseren Leben

darum gehen, uns zu optimieren. Wenn wir uns nicht

mehr beweisen müssen – weder uns selbst, weder Gott

noch der Welt – dann dürfen wir uns endlich zeigen, wie

wir sind. In unserer ganzen Unvollkommenheit. Dann

können wir auch mit dem Vergleichen aufhören, weil es

nichts mehr zu vergleichen gibt. Wir können aus dem

Wettkampf aussteigen, der nie als einer gedacht war.

Das ist der Weg der Selbstannahme. Selbstannahme

heisst loslassen dürfen. Es ist die Einladung an uns, uns

durch all die Schichten von limitierenden Glaubenssätzen,

Familientraditionen, Kirchen-Dogmen, Rollenbildern und

Erwartungen zu graben, um uns selbst suchen zu gehen.

Wer waren wir, bevor wir verinnerlicht haben, wie wir zu

sein hätten, um geliebt zu werden? Anstatt zu schauen, wie

es die andern machen, dürfen wir uns von nun an fragen:

Wer will ich sein? Wer steckt in mir drin? Welche Träume

habe ich? Wonach sehnt sich mein Herz?


THEMA LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 9

ES WIRD KLAR, DASS ES NICHT DIE PERFEKTION IST,

NACH DER WIR UNS SEHNEN, SONDERN DAS GEFÜHL,

DAS WIR VON IHR ERWARTEN: LIEBE, ANERKENNUNG,

VERBUNDENHEIT, LEBENDIGKEIT UND FÜLLE.

Diese Art zu leben ist nicht immer einfach. Sie braucht

Zeit. Sich selbst kennenlernen braucht Zeit. Und es bedingt,

dass wir uns selbst zur besten Freundin, zum

besten Freund werden. Also zu einer Person, die bedingungslos

zu uns steht. Die uns den Rücken deckt, voller

Loyalität und Geduld und uns nicht verändern möchte,

sondern uns hilft aufzublühen.

Der Weg zur bedingungslosen Selbstannahme

Selbstannahme lernt man nicht durch einen einfachen

3-Schritte-Plan. Selbstannahme ist ein Weg. Ein Weg mit

Irrungen und Wirrungen. Ein Weg, für den es sich immer

wieder neu zu entscheiden gilt. Doch wir müssen diesen

Weg nicht alleine gehen. Gott geht ihn mit uns.

Wie kann ich also glauben lernen, dass ich genüge? Wie

kann ich annehmen lernen, dass es nichts gibt, was ich

überdecken oder beweisen muss? Dazu folgend ein paar

Überlegungen, die nicht abschliessend sind, sondern die

innere Haltung der Selbstannahme vermitteln sollen:

Es ist wichtiger, wie es mir geht, als was alle anderen denken

Uns mehr darum zu kümmern, wie es uns geht, als was

andere von uns denken, braucht Mut. Oft scheint es einfacher,

sich an die Erwartungen anzupassen. Darum ist die folgende

Frage, in Situationen, wo wir uns unter Leistungs- und Erwartungsdruck

fühlen, so wichtig: «Was ist das Mutigste, was

ich jetzt für mich tun kann?» Mut wächst, indem wir für uns

einstehen, obwohl wir uns nicht mutig fühlen. Bei dieser Art

von Mut handelt es sich nicht um Heldentaten im herkömmlichen

Sinne, sondern um Dinge wie Hilfe annehmen, eine

Pause einfordern oder ehrlich darüber reden, wie es uns wirklich

geht.

Mein Standard ist nicht die Perfektion, sondern die Gnade

Lösen wir uns von der Vorstellung, dass es so etwas wie Perfektion

oder den «richtigen» Weg gibt. Es gibt nur unseren

Weg. Dieser ist einzigartig, weil auch wir einzigartig sind.

Unser Lebensweg offenbart sich, indem wir ihn gehen, einen

Schritt nach dem anderen. Er wird niemals geradlinig verlaufen,

sondern sich durch Umwege, Fragen und Unsicherheiten

auszeichnen. Der einzige verlässliche Wegweiser, den wir

haben, ist unsere innere Stimme. Die Stimme Gottes. Dieser

liebevollen Stimme dürfen wir vertrauen lernen.

Ich stehe zuverlässig für mich selbst ein

Wie oft haben wir uns schon Dinge versprochen und sie nicht

gehalten? Wie oft war es für uns schon einfacher, lieber für

andere einzustehen als für uns selbst? Jedes Mal, wenn wir

das tun, enttäuschen wir uns selbst. Doch Selbstannahme

heisst zuverlässig für uns selbst einzustehen. Jeden einzelnen

Tag. Damit wir uns selbst vertrauen lernen.

In der liebevollen und verlässlichen Beziehung zu uns

selbst wächst Gelassenheit. Je mehr wir bedingungslos

umarmen, wer wir sind, desto tiefer wird die Verbundenheit

mit uns selbst. Dies verändert auch die Beziehung zu

unseren Mitmenschen zum Besseren, denn Selbstannahme

macht uns beziehungsfähiger.

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Das Herz der Psychologin und Sexologin

Yvonne Schudel schlägt dafür, dass

Frauen aus der Selbstsabotage aussteigen

und sich selbst zur besten Freundin

werden für ein Leben voller Vertrauen,

bedingungsloser Selbstannahme und

Mut.


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Menschen, die faszinieren

Der uralte Traum von der Unabhängigkeit wurde zwar

mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach langer

Zeit endlich wieder wahr, doch der Start 1991 war denkbar

schwer. Das verheerende Erdbeben 1988 kostete etwa

25.000 Menschen das Leben und der erste Karabach Krieg

in den 1990er Jahren stürzte das Land in eine schwere

wirtschaftliche Krise. Doch trotz Arbeitslosigkeit und Armut

strahlen die Armenier eine ganz eigene Lebensfreude

aus. Nur wer Leid und Trauer kennt, kann wohl den Wert

des Glücks wirklich schätzen.

Gepflegte Traditionen

In der Hauptstadt Jerevan pulsiert im Sommer bis spät in

der Nacht das Leben. Familien flanieren mit ihren Kindern

durch die Parkanlagen, spontan wird zu den Klängen der

Strassenmusiker getanzt. Das Leben spielt sich im Freien

ab. Überhaupt wird darauf Wert gelegt, vieles gemeinsam

zu unternehmen und die Kinder in allem zu integrieren.

Der Umgangston ist herzlich. Trifft man einen betagten

Menschen, werden diese mit Grossvater oder Grossmutter

angesprochen, selbst wenn man sie nicht kennt.

DIACONIA

Weitere Infos finden Sie unter www.diaconia.am

Bitte unterstützen Sie den Dienst an den

Menschen im krisengeplagten Armenien mit

Ihrer Spende über die smg: www.smgworld.ch.

Herzlichen Dank!

Die Traditionen werden gepflegt,

weil man von ihnen überzeugt

ist. Vor allem die Familie nimmt

in der Gesellschaft einen hohen

Stellenwert ein. In den Dörfern

scheint die Zeit stillgestanden zu

sein. Abseits der leidlich gut ausgebauten

Überlandstrassen führen

meist mit Schlaglöchern übersäte

Wege in die Dörfer. Das Dorfleben

ist insbesondere in den Bergregionen

hart.

Jeder packt mit an

Sobald man den Hof eines Dorfhauses betritt, wird man

ohne Umschweife auf einen Happen oder zumindest einen

Kaffee eingeladen. Hier ist alles noch sehr ursprünglich.

Der Käse ist selbstgemacht, die Kräuter selbst gesammelt,

die Kartoffeln, die in dünnen Scheiben geschnitten auf

dem Blech des einfachen Holzofens gar werden, aus dem

eigenen Garten. Jeder packt mit an. Noch vor dem Unterricht

helfen die Kinder ihren Eltern, machen den Kuhstall

sauber, melken die Tiere, versorgen das Vieh. In den

Sommerferien wird hart gearbeitet, Heu gemacht, Schafe

gehütet. In einem Dorf zu leben, bedeutet ein sehr einfaches,

genügsames Leben zu führen.

Mitten in dieser Vielfalt dient DIACONIA Land und

Leuten, bietet Bildungsprogramme an, sorgt durch Patenschaften

für Familien und kümmert sich darum, dass auch

die Alten und Armen nicht allein oder hungrig sind.


12 ı

THEMA

WARUM STÄRKEN UND SCHWÄCHEN VERWANDT SIND MITEINANDER

Meine Ecken und Kanten

VON MATHIAS FONTANA

Und schon wieder habe ich den Abgabetermin für einen Text verpasst. Noch bin ich mittendrin

am Schreiben – aber der Text sollte eigentlich schon korrigiert und für die Agentur zur weiteren

Bearbeitung bereitstehen. Ich schaffe es einfach nicht, mich so zu organisieren, dass ich diese

Termine zuverlässig einhalte. Meine chaotische Seite – die mag ich überhaupt nicht an mir – hat

mal wieder Oberhand gewonnen und zu dieser Situation geführt.

Solche und ähnliche Situation erlebe ich, erleben wir wohl

alle hin und wieder. Es sind die Momente, in denen wir voll

mit unseren Schwächen konfrontiert werden. Bei mir sind

es die Momente, in denen ich mit mir hadere und mir wünsche,

anders zu sein, anders zu funktionieren – besser! Ich

will nicht immer über die gleichen eigenen Unzulänglichkeiten

stolpern. Am liebsten würde ich meine Schwächen

loswerden wollen. Noch vor einigen Jahren stellte ich mich

regelmässig wegen meiner Schwächen «ins Abseits». Ich

verurteilte mich für diese Fehler und Schwächen oder verglich

mich mit anderen: Die schaffen das oder jenes doch

auch, dann sollte ich es auch können! Scheitern, Schuldgefühle,

sich aufraffen und Mühe geben, erneut scheitern,

schon wieder Schuldgefühle. Ein negativer Kreislauf, der

mich nicht zum «besseren» Menschen machen kann.

Kein glatter, rechteckiger Stein

Heute sind diese Momente des Haderns manchmal immer

noch da, jedoch deutlich weniger häufig. Ich kann mich –

inklusiver meiner Schwächen und Stärken – mittlerweile

besser annehmen, wie ich bin. Dazu geführt hat mich unter

anderem eine Aussage, die vor Jahren jemand zu mir gesagt

hat: «Mathias, die Leute um dich herum lieben dich

doch wegen deiner Ecken und Kanten!» So hatte ich das

noch gar nie überlegt. Meine Ecken und Kanten – das sind

meine ganz besonderen Eigenschaften: meine Stärken und

Schwächen. Diese muss ich gar nicht alle loswerden und

«abschleifen». Denn beim zu starken Schleifen würden so

ja auch meine guten Seiten, meine Stärken, weggeschliffen

werden. Ich würde zwar vielleicht zum glatten, genormten

Stein. Aber jegliche Originalität und Individualität wäre

ja dann verschwunden. Vielleicht geht es einfach darum,

die ärgsten Spitzen und gefährlichen Kanten etwas abzuschwächen.

Diese Sicht auf meine Stärken und Schwächen

hat mich deutlich gelassener werden lassen. Ich konnte

meine positiven und negativen Eigenschaften dadurch

besser akzeptieren. Aus dieser Gelassenheit und Selbstannahme

heraus entstand aber durchaus auch Veränderung:

Viele meiner «gefährlichen» Ecken und Kanten sind heute

deutlich weniger scharf und können meine Mitmenschen

und mich selbst nicht mehr so verletzen, wie es früher

manchmal der Fall war.


THEMA LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 13

Ecken und Kanten stabilisieren

Das Bild der Steine mit Ecken und Kanten lässt sich auch

noch um eine Dimension erweitern: Es ist wie bei diesen

uralten, erdbebensicheren Tempel- oder Festungsanlagen,

die es an verschiedenen Orten auf der Welt gibt. Sie sind

aus kleinen, grossen und riesigen, kaum behauenen Steinen

gebaut. Diese sind nicht glatt und rechteckig, sondern

haben zig Ecken, Dellen und Kanten. Die Menschen damals

haben diese genau aufeinander abgestimmt zusammengefügt,

so dass sie ein stabiles Bauwerk bilden. Dieses Bild

wird auch in der Bibel benutzt für uns Menschen, für die

Kirche: In einem seiner Briefe schreibt Paulus, dass wir

«ineinandergefügt», auf dem «Fundament der Apostel

und Propheten» und mit Jesus Christus als Eckstein, zusammen

den Heiligen Tempel Gottes bilden (Epheser 2,

19-21; nach Luther). Ich bin überzeugt, dass es für dieses

«Ineinanderfügen» Steine mit Ecken und Kanten braucht,

sonst würde dieser Bau nicht halten. Natürlich ist es hie

und da notwendig, etwas Dreck und Verkrustung wegzuschaben,

damit die Kanten auch wirklich zum Vorschein

kommen oder um eine gefährliche Stelle zu entschärfen.

Aber dieser Tempel Gottes besteht sicher nicht aus lauter

genau gleichen, quaderförmigen und glatten Steinen.

Mein Fazit daraus: Wir Menschen haben Ecken und Kanten

respektive Stärken und Schwächen. Beides gehört zu

uns, wir können uns nicht einfach von all unseren Schwächen

lösen. Wir können nur immer wieder mit dem bekannten

Gebet von Reinhold Niebuhr Gott um Hilfe bitten:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,

die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Der «Ecken-und-Kanten-Test»

Den Zusammenhang zwischen Stärken und Schwächen können Sie an sich selbst testen.

Schreiben Sie unten auf die vorbereiteten Zeilen fünf bis sechs Ihrer herausragendsten Stärken und Ihrer

störendsten Schwächen auf. Suchen und verbinden Sie nun zusammengehörende Zweierpaare: eine Ihrer

Schwächen, die sich in einer anderen Situation als Ihre Stärke erweist. Mit Sicherheit finden sie mehrere solche

Verbindungen und Zweierpaare.

6 Stärken 6 Schwächen

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Fitness-Wochenende «swinging emotion»

Für Freude an der Bewegung und Begeisterung am besonderen Trampolin.

28. - 30. Mai 2021, mit Franziska Stauffer

Oasentag «Das grosse «DU»»

Ein Tag, um mitten im Alltag, in der Stille vor Gott, Erfrischung zu erleben.

15. Juni 2021, mit Sr. Ruth Widmer

Mitten im Sturm «Leben & Glauben in guten und in anderen Zeiten»

Ein Seminar, das den Glauben in leidvollen Situationen stärken will.

17. - 20. Juni 2021, Bibellesebund mit Markus und Melanie Giger

Seminar «AD(H)S - Auch Du Hast eine Heilige Seele»

Entdecken Sie, wie wertvoll Sie für Gemeinde und Reich Gottes sind.

18. - 20. Juni 2021, mit Markus Mäder, AD(H)S-Experte

Kräuter-Workshop «Gottes Schöpfung hautnah erleben und nutzen»

Tauchen Sie ein, in die Vielfalt der Kräuter- und Pflanzenwelt.

2. - 4. Juli 2021, mit Gabriele Rosenzopf, zertifizierte Kräuterfachfrau

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Israel zwischen Licht, Messias,

Erlösung und Realität

Wir werden das Licht der

Welt und vieles Drumherum

tiefer aus der biblischen und

jüdischen Denkweise angehen.

Ein Israel Happening, bei dem

alle fünf Sinne aufblühen:

Sehen, Hören, Riechen,

Schmecken und Fühlen. Das bedeutet:

Täglich authentisches israelisches

Abendessen mit israelischer

Weinbegleitung.

Mit Aviel & Anat Schneider,

Jerusalem.

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August

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bringen Freiheit

Nur ein selbstgemachter Gott enttäuscht

nie, weil er mit meinen eigenen

Vorstellungen übereinstimmt. Was wäre

das für ein Gott, der mich in meinen

Vorstellungen nie aufschreckt, nie irritiert?

Weil Gott wirklich Gott ist und ich ein

Mensch bin, MUSS es Enttäuschungen

geben, sonst stimmt was nicht.

Mit René Winkler


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PUBLIREPORTAGE LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 15

DAS KLEINE ABENTEUER

IM ALLTAG

Outdoortipp #3

Beim Begriff «Trailrunning» haben viele

sofort trainierte Ausdauerläuferinnen und

-läufer im Kopf. Dabei bedeutet Trailrunning

übersetzt ganz einfach Geländelauf.

Eine Chance, die Natur zu erkunden

Bei zubischuhe.ch sind wir – das hat mit

unserer Heimat im hügeligen Appenzellerland

zu tun – grosse Fans von Trailrunning.

Das Laufen abseits von hartem Untergrund

gibt einem das Gefühl, ein kleines Outdoor-

Abenteuer zu erleben. Hinzu kommt, dass

DRAUSSEN MIT THOMAS ZUBERBÜHLER

Der Appenzeller Unternehmer Thomas Zuberbühler

lebt für Outdoor-Aktivitäten. Mit Life

Channel teilt er vier Outdoortipps. Im Sommer

werden wir zudem gemeinsam mit der Leserschaft

eine Wanderung veranstalten.

die Abwechslung zur gewöhnlichen Joggingrunde

förderlich für Ausdauer und Muskulatur

ist. Denn egal, ob Sie Ihren Laufstil

optimieren oder einfach fürs gute Gefühl

trainieren: Laufen über unebenes Gelände,

mit Wurzeln oder Steinen im Weg, trainiert

den ganzen Bewegungsapparat.

Entdecken Sie alles fürs Trailrunning

auf zubischuhe.ch

Muskelaufbau von Fuss bis Rumpf

Mit jedem Schritt stärken Sie Koordination

und Reaktionsvermögen. Aufgrund des unebenen

Terrains trainieren Sie vor allem Gelenke

und Muskulatur von Fuss bis Rumpf.

Haben Sie zudem das Ziel, fitter oder schneller

zu werden, sind Kurzstrecken – oder wer

mag, Sprints – den Hügel hinauf eine der

effektivsten Trainingsformen. Dabei dürfen

Sie auch mit gutem Gewissen das Tempo

drosseln und in kleinen Schritten mithilfe

der Arme gemächlich hochspringen. Nicht

primär das Tempo, sondern die Steigung

pusht den Trainingseffekt.

Abwechslung zum Alltagstrott

Für die ersten Versuche im Trailrunning

brauchen Sie nicht viel mehr als eine Prise

Entdeckungslust und ein Paar Laufschuhe

– es müssen nicht unbedingt Trailrunningschuhe

sein. Zunächst reicht ein Laufschuh

mit solidem Sohlenprofil. Zudem geht es

nicht darum, möglichst viele Höhenmeter zu

spulen, sondern Schritt für Schritt das Laufrevier

zu erweitern. Worauf warten Sie?

Schnüren Sie Ihre Schuhe in der Mittagspause

und erkunden den Waldabschnitt

hinter dem Büro – und

schon können Sie sich «Trailrunner»

nennen.

Thomas Zuberbühler trägt das

Weather Jacket von On

zubischuhe.ch · Das Schuh- und Outdoorgeschäft

aus dem Appenzellerland ist ein

familiengeführtes Unternehmen mit sechs

Standorten und einem Onlineshop. Das Sortiment

umfasst Freizeitschuhe, Wanderequipment

und alles, was Sie für Erlebnisse an der

frischen Luft brauchen.


16 ı ERF MEDIEN INSIDE

DIE «MUSIC LOFT» GEHT NEUE WEGE

Künstlerinnen und Künstler fördern

und mit Musik die Herzen berühren

VON MICHÈL WILLEN

Mit dem Auftritt von «Two & The Sun» startete im Mai die «Music Loft» wieder. Nach einer mehrmonatigen

Pause gibt's nun regelmässig wieder Live-Musik aus dem Studio in Pfäffikon ZH.

Mit dem Neustart kommen auch einige Änderungen.

Ab sofort steht die «Music Loft» ganz im Zeichen der Förderung

der Musikerinnen und Musiker. Schon seit ihrem

Start bietet die «Music Loft» ihnen eine Möglichkeit, ihre

Musik zu präsentieren und so ein breiteres Publikum zu

erreichen. Eine Neuheit ist die finanzielle Unterstützung:

Für einen Auftritt in der «Music Loft» bekommen die

Künstlerinnen und Künstler neu eine Gage – das ist bei

medialen Auftritten in der Schweiz eher eine Seltenheit.

Diese Unterstützung wird aufgrund der Corona-Pandemie

umso wichtiger: «Die Event- und Kunstbranche leidet

stark unter der Pandemie. Wir wollen mit der ‹Music Loft›

eine Antwort darauf sein und Künstlerinnen und Künstler

unterstützen», sagt Andi Meier, Projektleiter der «Music

Loft». Weil die «Music Loft» neu ein eigenes Fundraising

aufbaut, werden dadurch die Finanzen von ERF Medien

nicht belastet.

Weiter ist die «Music Loft» nun

ein eigenständiges Projekt der ERF

Medien und nicht mehr Teil von

Bis auf wenige Ausnahmen

findet die «Music Loft» immer

am ersten Donnerstag

des Monats statt.

musicloft.ch

Radio Life Channel. Deshalb

hat die «Music Loft» neu eine

eigene Website und eigene

Social-Media-Kanäle – so soll

die Zielgruppe besser erreicht

werden.

Andi Meier: «Wir möchten Leute ansprechen, die musikbegeistert

und auf der Suche nach Musik mit gutem Inhalt

sind. Musik berührt die Herzen anders, als das sonst

ein Medium kann.»

Die «Music Loft» ist aber nach wie vor auch auf Radio

Life Channel zu hören: Im «Music Loft Morgen» wird

jeweils rückblickend nochmals in der musikalischen

Wohnzimmer-Atmosphäre geschwelgt. Die «Music

Loft» selbst gibt's als Livestream auf YouTube oder der

«Music Loft»-Website zu sehen.

Trotz der Eigenständigkeit der «Music Loft» bleibt

die Zusammenarbeit mit Radio Life Channel und dessen

Musikredaktion bestehen – so profitiert das Projekt von

der musikalischen Fachkompetenz und dem grossen Netzwerk

unter Musikern. Dem redaktionellen Teil möchte

man noch mehr Wert geben, deshalb gibt es neu im Vorfeld

jeder «Music Loft»-Sendung ein Vorgespräch mit der

Künstlerin oder dem Künstler und eine Redaktionssitzung,

um die Sendungsinhalte ausführlich zu besprechen. Wie

Andi Meier sagt, sind die Live-Songs der Musiker nur ein

Element der «Music Loft»: «Neben der Musik möchten

wir vor allem Geschichten der Künstlerinnen und Künstler

erzählen, die die Herzen berühren.» Eine weitere Neuerung:

Sobald es die Pandemie-Situation erlaubt, gibt es

eine begrenzte Anzahl Plätze, um die «Music Loft» live

vor Ort mitzuerleben – also in der Studio-Loft, statt im

eigenen Wohnzimmer.


FINANZEN

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 17

365 FRANKEN SPENDEN AN ERF MEDIEN BEWIRKEN VIEL

Jeden Tag 1 Franken für Radio Life Channel

VON SIMON LEEMANN

Aufmerksame Hörerinnen und Hörer und Fans von Radio Life Channel – produziert von ERF Medien

in Pfäffikon ZH – haben es bemerkt: Seit dem 12. April tönt der beliebte christliche Radiosender

in der Schweiz nicht mehr gleich wie vorher. Themen werden seit diesem Datum mehr

gewichtet, die moderierten Sendezeiten wurden ausgeweitet und der Partner der Newsredaktion

ist neu das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Unter dem Motto «Früsch und farbig wie de Früehlig»

haben die Macher von Radio Life Channel viel Herzblut in

den Radiosender gesteckt und mit der Programmumstellung

viel mehr Nähe zu unseren Hörerinnen und Hörern

geschaffen. Obwohl am Tag der Umstellung der April

ironischerweise nochmals auf Winter machte (es fielen gar

Schneeflocken vom Himmel) sind die Farben des Frühlings

im neuen Programm schön zu erkennen.

Radio Life Channel wird wie die anderen Produkte von

ERF Medien fast zu 100 Prozent aus Spenden finanziert.

Gebührengelder gibt es für das Radioprogramm leider keine.

Wünschenswert wäre nun natürlich, wenn durch diese

Nähe zum Publikum auch die Unterstützung in Form von

Spenden verstärkt werden könnte.

Darum wird die Aktion «Jeden Tag 1 Franken für Radio

Life Channel» neu lanciert. Mit einer Spende von Fr.

365.– können Menschen zeigen, dass sie den Radiosender

unterstützen. Ein Franken pro Tag ist ja eigentlich nicht

viel Geld. Schon ein Gipfeli beim Bäcker kostet mehr, gar

nicht zu reden vom Preis eines Kaffees auf einer Restaurant-Terrasse.

Wenn sich ganz viele Leute an dieser

Aktion beteiligen, kommt für ERF Medien genügend Geld

zusammen, um die Zukunft von Radio Life Channel finanziell

abzusichern!

Ganz herzlichen Dank, dass wir mit dieser Bitte an Sie

gelangen dürfen: jeden Tag einen Franken für Radio Life

Channel zu spenden! In der Spendenbuchhaltung warten

wir gespannt auf die «365er-Spenden».

Wir freuen uns darauf!

5

SPENDENINFORMATION

ERF Medien berichten über die Liebe Gottes zu allen Menschen.

Wir geben hoffnungsvolle Impulse für Lebens-, Sinnund

Glaubensfragen. Das ist nur möglich dank der ideellen und

finanziellen Unterstützung vieler Menschen. Jede

Spende zählt. Ihre Spende zählt! Herzlichen Dank.

LOCATION erf-medien.ch/spenden

SPENDENZIEL 2021

5,19 MILLIONEN CHF

Fehlende Spenden

bis Ende Jahr

3 946 752

Eingegangene Spenden

bis Ende April

1 243 248

4

3

2

1


18 ı REISEN

REISEN IST MEHR ALS EINFACH WEGGEHEN

Neue Kulissen für die Seele

VON VERENA BIRCHLER

Wir alle kennen die Worte «Reisen bildet». Wie wahr. Was lernen wir alles über andere Kulturen,

Landschaften, Essgewohnheiten, politische Strukturen, Religionen, Sprachen. Die Lernfelder

können beliebig erweitert werden. Aber Reisen tut auch unserer Seele gut.

Wir Schweizer sind ein zünftiges Bergvolk. Und als solches

haben wir halt manchmal einen ebenso zünftigen Berg vor

der Nase. Aber schon 300 Kilometer südlicher können wir

uns an den Strand setzen und den Bergen die kalte Schulter

zeigen. Viele von uns zieht es ans Meer. Oder ist es gar

die Seele, die zieht? Der Blick in die Weite, das Rauschen

der Wellen, der Duft fremder Pflanzen streichelt unsere

Seele. Es sind diese äusseren Einflüsse, die uns auf Reisen

in unser Inneres führen. Während die einen ihre Ferien

gerne an den gleichen Reisezielen verbringen, möchten

andere neue Destinationen entdecken. Dabei geht es

aber immer darum, das gewohnte Terrain zu verlassen

und neue Bilder in unser Herz, in unsere Seele zu lassen.

Daheim ist es zwar gemütlich. Doch auf Reisen können

wir in Ruhe unseren Gedanken nachhängen. Eines meiner

Lieblingszitate zum Thema «Reisen» ist jenes von Kurt

Tucholsky in seinem Roman «Sommer auf Gripsholm»:

Reisen schenken uns Erinnerungen,

die uns niemand mehr nehmen

kann. Ich werde nie mehr vergessen,

wie wir während einer Nordlichtertour

schon auf der Rückfahrt ins

Hotel waren. Plötzlich hielt unser

Guide an und meinte, «da kommt

noch was». Und tatsächlich, während

45 Minuten erlebten wir ein

Nordlichtspektakel vom Feinsten.

Sogar die Einheimischen waren hin

und weg.

Oder ich erinnere mich an eine Familie auf Madeira,

die mich spontan zum Mittagessen eingeladen hatte.

Wir haben gegrillt, Drachen steigen lassen und gelacht.

Und nein, ich kann kein Portugiesisch. Die Sprache der

Herzen reicht. Wenn wir uns auf fremde Kulturen einlassen,

«Wir lagen auf der Wiese und baumelten

mit der Seele.» In diesen Satz

habe ich mich regelrecht verliebt. Im

Alltagstrott dreht sich immer irgendetwas

ES SIND DIESE ÄUSSEREN

EINFLÜSSE, DIE UNS AUF REISEN

IN UNSER INNERES FÜHREN.

erweitert dies unseren

Horizont.

Übrigens bringe ich von meinen

Reisen immer Seife mit

um irgendetwas. Man hat Termine, muss Dinge

erledigen, die Wohnung aufräumen … und in den Ferien

können wir einfach mal etwas mit der Seele baumeln.

Die räumliche Distanz hilft abzuschalten, auch mental.

nach Hause. So duftet es noch lange weiter, und gerade

in der Corona-bedingten reisefreien Zeit haben mich

diese Seifen immer wieder in Ferienstimmung versetzt.

Nur gut, habe ich von der Sanddornseife von Rügen zwei

Stück gekauft.


MEDIENTIPP LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021

ı 19

IHR MEDIENTIPP IM

LIFE CHANNEL MAGAZIN

Haben Sie etwas entdeckt,

das wir hier vorstellen sollten?

Schreiben Sie uns

an erf@erf.ch

hörenswert – sehenswert

VIRTUELLE RÄUME DER BEGEGNUNG MIT GOTT

Die Website «freundschaft mit gott» lädt ein, auf verschiedene Arten Zeit mit

Gott zu verbringen. Es werden zwölf verschiedene Zugänge vorgestellt, wie

man seine «Stille Zeit» gestalten kann. Dort wo es möglich ist, wird benötigtes

Material gleich auf der Website angezeigt oder ist zum Download verfügbar.

Beim Zugang «Liturgie & Gebet» findet man zum Beispiel verschiedene Gebete

und Liturgien zum Nachbeten. Im Bereich «Bilder» kann man sich aus einer

Sammlung von Fotos eines aussuchen, darüber nachdenken und mit Gott darüber

sprechen. Ein weiteres Angebot ist der Bereich «Zitate & Bibelverse»: Ein Zufallsgenerator

zeigt einen Bibelvers oder ein Zitat eines christlichen Autors an,

das man im Gespräch mit Gott vertiefen kann.

Hinter der Website steht die Freikirche «new life» aus Bern. «Normalerweise

ziehen wir uns als Gemeinde etwa zwei Mal im Jahr irgendwo in ein Haus zurück,

um auf kreative Art Freundschaft mit Gott zu pflegen. Corona brachte uns auf die

Idee, diese Angebote online anzubieten», so David Wöhrle, Pastor der Freikirche.

Zur Website:

freundschaftmitgott.ch

TAGESIMPULS ZUM ANHÖREN

Zum Podcast:

In Ihrer Podcast-App nach «Ohrenweide»

suchen oder unter folgendem Link:

ohrenweide.podigee.io

Einen kurzen Impuls zum Hören – das gibt's jeden Tag beim Podcast

«Ohrenweide». Der deutsche Radio- und Hörbuchsprecher Helge

Heynold liest jeweils einen ausgewählten Text vor – zum Beispiel

einen Abschnitt aus der Bibel, ein Gedicht oder einen Liedtext aus dem

evangelischen Gesangbuch. Die einzelnen Episoden dauern nur wenige

Minuten und eignen sich gut, um sie zum Start in den Tag oder zwischendurch

zu hören.

Der «Ohrenweide»-Podcast ist ein Angebot von evangelisch.de, dem

Online-Portal der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er wurde

im April 2020 gestartet – als Reaktion auf die Corona-Pandemie, wie

die Macher des Podcasts schreiben: «Genau in dieser Zeit möchten wir

ein ganz kleines bisschen dazu beitragen, dass Menschen weiterhin die

Kraft finden, zu bestehen: Mit Texten zum Mutmachen und Nachdenken,

aus alter Zeit, aus der Bibel – oder auch ganz aktuell.»


20 ı LESETIPP

Lesetipp

STEFAN VATTER

Exploration Gott

Was unsere Gesellschaft jetzt braucht

book-ope

TOP-

TIPP

Europa und die Welt befinden sich in einem revolutionären Wandel. Pandemien,

Klimawandel, Flüchtlingskrise und Digitalisierung zwingen uns dazu, grundsätzlich

umzudenken. Wie werden wir das Miteinander auf unserem Planeten gestalten?

Was haben die Brennpunkte unseres Lebens und die Zukunftsfragen der Menschheit

mit der Frage nach Gott zu tun?

Der Theologe und Unternehmenscoach Stefan Vatter greift diese Fragen auf, indem

er den Spuren kühner Entdecker aus Naturwissenschaft, Politik, Philosophie,

Kunst, Medien und Theologie folgt. Dabei lässt er atheistische Physiker wie Stephen

Hawking und Religionskritiker wie Friedrich Nietzsche ebenso zu Wort kommen

wie den überzeugten Christen C. S. Lewis.

«Exploration Gott» nimmt Sie mit auf eine Reise zu den Brennpunkten unserer

Zeit. Ein Buch, das sie überraschen wird.

Herder · ISBN 978-3-451-38778-4 · 304 Seiten · ~ CHF 33.90

ALEXANDER PREISS

GLAUB NICHT ALLES,

WAS DU WEISST

Glaube weiter – mit kühlem Kopf

und brennendem Herzen

Unruhe kann ein Zeichen dafür sein, dass

etwas nicht in Ordnung ist. Oft geht sie

mit Fragen einher, die einen nicht mehr

loslassen. Fragen wie: Hält das, was ich

seit Kindertagen glaube, dem wahren

Leben stand? Kann es sein, dass mein

Glaube von einer Theologie bestimmt ist,

in der es mehr ums Rechthaben als ums

Geliebtsein geht? Woran kann ich mich

noch festhalten, wenn mein Glaube in

eine Sackgasse geraten ist – und ist ein

Weiterglauben jenseits alter Gewissheiten

überhaupt möglich?

Der Autor ermutigt mit diesem Buch,

sich unbequemen Fragen in seiner Glaubensbiografie

zu stellen und Zweifel

zuzulassen, um dann Neues zu wagen: im

Denken, Glauben und Handeln.

Gerth Medien

ISBN 978-3-95734-731-2

207 Seiten · ~ CHF 21.90

SUSANNE BOSCH

AB HEUTE NUR NOCH

CO-PILOTEN

Erwachsenen Kindern gelassen

das Steuer übergeben

Das Leben mit erwachsenen Kindern ist

ein Balanceakt zwischen dem «Immermehr-Loslassen»

und dem «Dennochda-Sein»,

wenn sie einen brauchen. Das

stellt Eltern immer wieder neu vor die

Frage, wie sie sich verhalten sollen, um

die sich wandelnde Beziehung zu stärken

und eine neue Ebene der Verbundenheit

zu schaffen. Wie kann das konkret gelingen?

Und wie schaffen es Eltern, ihr

eigenes Leben neu zu gestalten?

Anhand von entwicklungspsychologischer

Theorie, einer Menge Praxisbeispielen

und vielen Fragen geht Susanne

Bosch diesen Fragen nach. Ein Ratgeber,

der Eltern Mut macht, für sich neue

Freiräume zu entdecken und ihre Kinder

beim Erwachsenwerden zu unterstützen.

Neukirchener

ISBN 978-3-7615-6735-7

205 Seiten · ~ CHF 21.90

CORNELIA SCHMID

DU SOLLST FREI SEIN

Lebendig glauben ohne Zwang

Viele Jahre dachte Cornelia Schmid, sie

kenne Gott. Doch eine persönliche Krise

stürzt sie in nie dagewesene Zweifel: War

das wirklich Gott, der sie in all diese

Zwangsjacken gesteckt hatte? Oder waren

es die Massstäbe der Menschen um sie

herum?

Die Autorin nimmt Sie mit auf ihre alles

verändernde persönliche Reise. Unterwegs

entdeckt sie anhand von biblischen

Prinzipien und ihren eigenen Erfahrungen:

Gottes sehnlichster Wunsch ist, dass

wir ihn in Freiheit lieben können.

Ein Buch für alle, die Altes loslassen und

neu bei Gott ankommen wollen.


SCM R. Brockhaus

ISBN 978-3-417-26975-8

248 Seiten · ~ CHF 25.90


SERIE

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 21

gott

ist…

Gott ist … Hoffnung

VON SARAH BACH

Ich bin eine optimistische Person. Mein Glas ist meist halb voll, ich glaube tatsächlich, dass es für viele Probleme

eine Lösung gibt, und in einer Situation nehme ich meistens zuerst wahr, was vorhanden ist und nicht, was fehlt.

Umso mehr erstaunt es mich, dass mir, wenn ich mir überlege,

wer Gott ist, zuerst Bilder in den Sinn kommen, wer

Gott für mich nicht ist oder ich stark anzweifle, dass Gott

dies ist. Gott ist für mich kein allmächtiger Herrscher,

irgendwo im Himmel, der sich ab und zu verfügbar macht,

wenn wir uns vorgängig entsprechend gehorsam gezeigt

haben. Gott ist kein «Er», besitzt kein Geschlecht, lässt

sich allgemein ganz schlecht in menschliche Kategorien

und Kisten packen.

Und je mehr ich mich in diese Gedanken verfange, was

Gott nicht ist, desto mehr frage ich mich: Aber wer ist denn

Gott für mich, an welcher Eigenschaft kann ich auch bei

kritischen Anfragen festhalten?

Eine gewisse Zeit kommt mir nichts in den Sinn ... dann

aber kommt ein Gefühl, ein Bild, fast eine Art Schatten,

der sich aus der Ferne ankündigt und immer grösser wird.

Es ist ein Windhauch, der meine Gedanken durchwirbelt

und mich in meinen Gedanken von mir selbst und meiner

beschränkten Sicht wegträgt und in eine Weite führt. Nicht

spektakulär, mit Feuerzungen oder grossen Visionen, in

Donnergrollen oder Naturspektakeln. Sondern zart und leise,

«sydefiin», wie wir im Berndeutschen sagen würden.

So wie dies die Hoffnung eben tut.

Es ist diese Hoffnung, die ich brauche, wenn mein eigener

Optimismus mich nicht mehr hält und wenn meine

Sicht auf die Welt mir alles andere als schön erscheint.

Hoffnung ist eben mehr als Optimismus. Sie bleibt auch

dann da, wenn mein Glas oder das Glas meiner Liebsten

halb leer ist, es für ein Problem keine Lösung gibt und ich

nur noch das Fehlende in meinem Leben wahrnehmen

kann.

Hoffnung bleibt, denn sie gründet nicht auf meinen

Optimismus oder meine beschränkte Sicht. Sie gründet gar

nicht auf mich.

Die Hoffnung eröffnet Wege fern der Rationalität und

unserer menschlichen Pläne. Hoffnung gibt mir Kraft,

wenn ich kraftlos bin, Mut, wenn ich mutlos bin und eine

neue Sicht, wenn mein Leben aussichtlos scheint.

So wie dies Gott eben tut.


SERIE «GOTT IST …»

Wie oder wer ist Gott eigentlich? Diese Frage beschäftigt

die Menschen schon lange. In der Bibel werden unterschiedliche

Bilder gebraucht, um Gott zu beschreiben. In einer

Serie teilen Theologinnen und Theologen aus verschiedenen

Denominationen ihre Vorstellungen, wie Gott ist.

USER ZUR PERSON

Sarah Bach, 28, ist Pfarrerin

der evangelisch-methodistischen

Kirche und Doktorandin der

Theologischen Ethik.

sowhattheo.com


22 ı

RADIO LIFE CHANNEL

ZUM THEMA: LOSLASSEN, GOTT LASSEN

HIGHLIGHT

LIFE CHANNEL TALK |

GESUNDE SELBSTOPTIMIERUNG

MONTAG, 7. JUNI

20 UHR

DIESE SENDUNG IST KURZ NACH

DER AUSSTRAHLUNG ONLINE ABRUFBAR.

radio.lifechannel.ch/talk

Selbstoptimierung ist gefragt: Aussehen, unsere

Fähigkeiten und unsere Gesundheit. Unser Leben

soll glücklicher, besser und produktiver werden.

«Gut» ist schon lange nicht mehr gut genug.

Perfekt muss es sein. Birgit Troschel, Business-

Coach, beschäftigt sich schon länger mit solchen

Ansprüchen. Wo sind sie lebensfeindlich und

schaden den Menschen und wo sind sie förderlich

für gute Lebensqualität?

link.lifechannel.ch/iSz2w5

LIFE CHANNEL TALK |

DER WEG ZUR

SELBSTANNAHME

«Ich bin meine beste Freundin» - das sagt Psychologin und Sexologin

Yvonne Schudel heute. Das war aber nicht immer so: Viele Jahre kämpfte sie

mit den hohen Erwartungen, die sie an sich selbst hatte. Sie wollte perfekt

sein, es allen recht machen und wurde von Selbstzweifeln gequält – bis sie

dem Druck nicht mehr standhalten konnte.

LIFE CHANNEL TALK |

RESILIENZ – DIE FÄHIGKEIT,

link.lifechannel.ch/rLn1LE

KRISEN ZU BEWÄLTIGEN

Resilient sind Menschen, die an schwierigen Situationen nicht zerbrechen,

sondern wieder aufstehen und aus Krisen gestärkt hervorgehen. Die Fähigkeit

der Resilienz ist grundsätzlich für jeden Menschen erlernbar, auch wenn

es «Naturtalente» ebenso gibt wie Menschen, die sich damit schwertun.

Markus Züger ist Coach und Unternehmensberater.

link.lifechannel.ch/5b1mP7

LIFE CHANNEL TALK |

SELBSTFÜRSORGE

UND SELBSTLIEBE

«Liebe deinen Nächsten wie dich

selbst»: So steht es in der Bibel. Diese

Anweisung ist eine Herausforderung –

gerade auch, was den zweiten Teil des

Satzes betrifft. Sich selbst zu lieben

fällt uns oft schwer. Ist Selbstliebe

nicht egoistisch? Und warum fällt sie

uns nicht leichter? Über solche Fragen

reden wir mit der psychosozialen

Beraterin Bea Grimm.


RADIO LIFE CHANNEL

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 23

link.lifechannel.ch/9w6wns

LIFE CHANNEL TALK |

ELTERN DÜRFEN

BARMHERZIGER SEIN

MIT SICH SELBER

Es gibt so viele unterschiedliche Arten, wie man die eigenen Kinder erziehen

kann. Eltern geben in der Regel ihr Allerbestes, damit die eigenen Kinder

ihren Platz im Leben finden. Fragen und Herausforderungen, die Cathy

Zindel als Eheberaterin und Elterncoach immer wieder erlebt. Seit vielen

Jahren begleiten sie und ihr Mann Ehepaare und Eltern. Sie plädiert ganz

klar für mehr Barmherzigkeit mit sich selber und ist auch überzeugt, dass

Gott als Ressource im Alltag meistens noch nicht ausgeschöpft wird.

LIFE CHANNEL TALK |

link.lifechannel.ch/nkE8jj

ZUFRIEDENHEIT LERNEN

Zufriedenheit bedeutet, das Leben so zu akzeptieren, wie es ist, und nicht

nur auf Veränderungen zu warten. Auch wenn man sich nicht in jeder

Lebens phase gleich zufrieden fühlt, so lässt sich Zufriedenheit als Grundhaltung

doch lernen. Das hat die psychologische Beraterin Anita Viselka

selbst erlebt. Wie lernt man Zufriedenheit? Und wieso ist Zufriedenheit

überhaupt erstrebenswert?

link.lifechannel.ch/rdhajS

US EM LÄBE |

MIT DANKBARKEIT

ZU GELASSENHEIT

Der Wunsch nach Gelassenheit ist

weit verbreitet. Sich weniger zu ärgern

und keine Weltuntergangsstimmung

nach Rückschlägen zu verbreiten ist

hilfreich. Sich einfach ruhig den Herausforderungen

stellen ist wünschenswert.

Zufriedene und ausgeglichene

Menschen können Misserfolge besser

wegstecken. Dankbarkeit ist ein nützlicher,

hilfreicher Schritt hin zu einer

besseren inneren Balance. Sie hilft uns

auch in den herausfordernden

Situa tionen gelassen zu bleiben.

QR-CODES

Die Sendungen und Beiträge auf dieser Doppelseite

können Sie ganz einfach via QR-Code aufrufen:

Fokussieren Sie die Kamera Ihres Handys auf den Code,

danach lässt sich die Website auf einen Klick öffnen.

Alternativ sind Direktlinks zum Eintippen angegeben.

link.lifechannel.ch/QXnDRw

LEBENSTIPP |

SEI EINFACH DU SELBST

Heute erzählt David Togni, wie wichtig

es ist, sich selbst zu sein. Ganz egal,

ob uns alles an uns gefällt oder nicht.

Warum das Original in jedem Fall viel

besser ist als die Kopie: zu

hören in diesem Lebenstipp.


24 ı

RADIO LIFE CHANNEL

TAGESPROGRAMM

VORSCHAU RADIO JUNI & JULI

MONTAG–FREITAG

06.00 – Nachrichten und Wetter

20.00 zu jeder vollen Stunde

GESPRÄCHSSENDUNG

06.00 – Life Channel «Der Morgen»

11.00 Beiträge, Gespräche, Tipps

und aktuelle Infos

10.00 Life Channel «Talk» (Mittwoch)

11.00 Vormittags-Programm

Beiträge, Kurz-Info

12.00 Life Channel «Info am Mittag»

12.15 Life Channel «Music Nonstop»

16.00 Vorabend-Programm

Beiträge, Kurz-Info

17.00 Life Channel «Info am Abend»

17.30 Abend-Programm

Beiträge, Gespräche, Tipps

und aktuelle Infos

LIFE CHANNEL TALK |

Di, 8. Juni | 20 Uhr

VON GOTT ENTTÄUSCHT

Markus Giger wurde in seinem Leben schon oft von Gott enttäuscht. Da war sein

Vater, der trotz aller Gebete nie von seiner Alkoholsucht frei wurde. Oder die vielen

Menschen, die er als Seelsorger begleitete und die zurückfielen in alte Muster.

Im Talk erzählt er, warum er trotz allem an seinem Glauben an Gott festhält.

WOCHENTHEMA

18.00 Life Channel «Info am Abend»

18.30 Abend-Programm

Beiträge, Gespräche, Tipps

und aktuelle Infos

19.00 Life Channel «Schere, Stei, Papier»

Kindersendung

20.00 Life Channel «Talk»

(Montag bis Donnerstag)

FENSTER ZUM SONNTAG-Talk (Freitag)

21.00 Life Channel «Music Nonstop»

(Montag bis Donnerstag)

Life Channel «Mike Plain’s Fresh Friday»

(Freitag)

00.00 – Nacht-Programm

06.00 Life Channel «Music Nonstop»

Life Channel «Talk»

SERIE |

VERÄNDERUNG

7. – 11. Juni | Mo bis Fr | 8.20 + 10.40 Uhr

OHNE KRAMPF

Veränderung ohne «Krampf» – ist das möglich? Wie kann ich mich von Gott

verändern lassen, ohne daraus einen Leistungssport zu machen und ohne mich

unter Druck zu setzen? Dieser Frage gehen wir mit verschiedenen Coaches nach

und reden über Partnerschaft, religiöse Erwartungen und das berufliche Umfeld.

KINDERSENDUNG

SAMSTAG

06.00 – Nachrichten und Wetter

20.00 zu jeder vollen Stunde

06.00 Life Channel «Music Nonstop»

31.5. – 22.6. | jeweils Mo, Di, Do, Fr | 19.00 Uhr

SCHERE STEI PAPIER |

UFFAHRT UND PFINGSCHTE

10.00 Life Channel «Talk»

11.00 Life Channel «Music Nonstop»

19.00 Life Channel «Schere, Stei, Papier»

20.00 Life Channel «Talk»

21.00 Life Channel «Music Nonstop»

00.00 – Nacht-Programm

06.00 Life Channel «Music Nonstop»

Life Channel «Talk»

Jan & Co. erhalten anonyme E-Mails mit Hinweisen auf Einbrüche. Bei dem

Versuch, diese zu vereiteln, wollen sie aber auch herausfinden, wer hinter diesen

Tipps steckt. Dabei lernen sie Sofia kennen, in deren Familie sich merkwürdige

Dinge ereignen. Je länger sie den Hinweisen folgen, desto tiefer geraten Jan &

Co. in dubiose Machenschaften hinein.

SONNTAG

06.00 – Nachrichten und Wetter

20.00 zu jeder vollen Stunde

06.00 Life Channel «Music Nonstop»

10.00 Life Channel «Gottesdienst»

11.00 Life Channel «Music Nonstop»

20.00 Life Channel «Gottesdienst»

21.00 Life Channel «Music Nonstop»

00.00 – Nacht-Programm

06.00 Life Channel «Music Nonstop»

Life Channel «Talk»

GOTTESDIENSTE

JUNI

Sonntag, 6. Juni 2021

aus der BewegungPlus Burgdorf

Sonntag, 13. Juni 2021

aus der Kirche Bild St. Gallen

Sonntag, 20. Juni 2021

aus dem Gemeindezentrum Bethel Wettingen

Sonntag, 27. Juni 2021

aus der Chrischona Zürich

JULI

Sonntag, 4. Juli 2021

aus der Gellertkirche Basel

Sonntag, 11. Juli 2021

aus der Ref. Kirche Bauma

Sonntag, 18. Juli 2021

aus der Kirche im Prisma Rapperswil

Sonntag, 25. Juli 2021

aus der BewegungPlus Burgdorf

PROGRAMMÄNDERUNGEN VORBEHALTEN

Das aktuelle Programm finden Sie unter radio.lifechannel.ch/programm. Wir danken für Ihr Verständnis.


PERSÖNLICH

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 25

Tamara Boppart ist Mutter von vier Töchtern und verheiratet mit Andreas

Boppart, dem Leiter von Campus für Christus. Sie arbeitet bei Central Arts,

einer Bewegung von Kreativen in der populären Kunst und in Kirchen,

im Bereich Text, Redaktion und Kommunikation.

Tamara ist auch bekannt als Rednerin und Autorin. Sie liebt

Sprache, Geschichten, Musik, Kunst, gebrauchte Sachen

aus Brockenstuben, moderne Architektur, Begegnungen

und Zusammensein. Schönes und gutes Leben.

Ihr Glaube an Gott ist nicht wegzudenken. Er ist es,

woran sie sich festhält, er ist ihr Ursprung und ihr Ziel.

JETZT

REINHÖREN

Tamara Boppart

im Radio Life

Channel-Talk

HANDS Inwiefern spielt «Loslassen, Gott lassen» in Ihrem

Leben eine Rolle?

Losslassen, Gott lassen und «Selbstoptimierung» beschäftigen

mich, weil es eines der Spannungsfelder aufzeigt, mit

dem ich als westlicher Mensch im Jahr 2021 mit all meinen

Möglichkeiten lebe. Zwei scheinbar gegensätzliche

Imperative. Verantwortung übernehmen versus diese Gott

überlassen. Tun versus nichts tun. Kontrolle versus Vertrauen.

Optimieren versus gut sein lassen. Darin ein Gespür

für Ausgewogenheit und das richtige Timing zu entwickeln,

nennt sich wohl Weisheit.

Tv-Retro Am TV schauen Sie am liebsten:

Ein Fernsehgerät gibt es nicht bei uns. Aber im Netz schaue ich

mir von der Gesellschaftsdoku bis zum aktuellen Blockbuster

vieles an.

Mouse-Po Diese Website ist absolut besuchenswert:

https://zusammenkunst.centralarts.net/, weil man durch Musik,

Tanz, Spoken Word und Animation erinnert wird an die Hoffnung.

Bitternötig in Zeiten wie diesen. Für mich zumindest.

Tablet Auf welche drei Smartphone-Apps möchten

Sie nicht verzichten?

Blinkist, Twint und SBB

book-alt Dieses Buch liegt bei Ihnen gerade auf dem Nachttisch:

«Über Menschen» von Juli Zeh

CLOUD-MU Welcher Song läuft bei Ihnen gerade nonstop?

«Ich geh lieber schlafen» von Jonnes. Manchmal ist es ok, einen

Schritt zurückzumachen, schlafen zu gehen, obwohl noch nicht

alle Fragen eines Tages beantwortet sind.

Heart-ci Was haben Sie von Ihren Eltern über das Leben gelernt?

Von nichts kommt nichts. Arbeiten, dranbleiben, Mühe und

Leidenschaft investieren wird belohnt mit Frucht. Das erlebt man

als Winzertochter Jahr für Jahr.

angry Wenn Sie frustriert sind, dann …

… ziehe ich mir die Laufschuhe an und gehe im Wald joggen. Die

erdige Luft und die sich stets wandelnde Flora saugen meine

Negativität auf.

stars Das macht Sie glücklich:

Weite, Ruhe, Verbundenheit, gutes Essen, Natur erleben, Musik

und Kunst, Flow beim Arbeiten und die Schönheit im Unscheinbaren.

user-sec Sie haben immer verheimlicht, dass …

… hinter meiner Extrovertiertheit viel

Grübeln und Zurückhaltung stecken.

ZUSAMMENKUNST – die Erste Mehr als Kunst auf CD gepresst. Das Album ist

Buch, CD und filmisches Erlebnis in einem. Wunderschön handfest. Und multimedial

zugleich. 14 Albumtracks. Bilder und Hintergrundinformationen zu den einzelnen

Kunstbeiträgen und den Menschen dahinter auf 70 Seiten


Armenien:

DIACONIA

CHARITABLE

FUND

Für unser Land.

Und für unsere Menschen!

Baruir Jambazian,

Leiter des Diaconia Charitable Fund sagt:

Humanitäres

Existenzgründung

„Die Herausforderung ist groß, also muss die Unterstützung

umso größer sein. Als armenische Hilfsorganisation

suchen wir weltweite Unterstützung, die es uns

ermöglicht, den Menschen unseres Landes zu dienen.“

www.diaconia.am

Bildung

Patenschaften

Viele Menschen in Armenien lebten schon lange vor den

jüngsten Auseinandersetzungen mit Aserbaidschan in sehr

desolaten Verhältnissen und waren auf Hilfe angewiesen.

Spenden aus der Schweiz bitte an:

Schweizerische Missions-Gemeinschaft,

Industriestraße 1, CH-8404 Winterthur,

www.smgworld.ch

IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3

Kennwort: 80-42881-3 DIACONIA

Bitte

unterstützen

Sie uns mit

Ihrer Spende!


ALLTAGSTIPP

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 27

Interessantes

für den Alltag

ZAHL

DES

MONATS

6Stechmücken leben

rund 6 Wochen.

Quelle: moskitofrei.com

Mit einem Eierschneider lassen

sich weiche Früchte ganz einfach

in gleichmässige Scheiben

schneiden. Damit lassen sich

Torten, Dessert- und Salatteller

schön dekorieren.

Quelle: meinhaushalt.at

Reifes Obst

einfach

aufschneiden

Mit Tücken und Mücken

durch den Sommer

Nur die weiblichen trächtigen Stechmücken saugen Blut. In der Dämmerung sind

sie besonders aktiv. Als «Nasentiere» orientieren sie sich nicht am künstlichen

Licht, sondern unser ausgeatmetes Kohlendioxid und unsere Körperwärme ziehen

sie über Kilometer hinweg an. Die Zusammensetzung unseres Blutes bestimmt

den Geruch, doch dieser kann durch Essgewohnheiten nicht beeinflusst werden,

stellten Forscher fest. Frauen werden nicht häufiger als Männer gestochen, sie

realisieren es nur häufiger, weil sie eine dünnere Haut haben. Zum Mücken vertreiben

wird empfohlen:

• Den Schweiss wegduschen, dabei auf stark parfümierte Duschgels verzichten.

• Pflanzen Sie auf Fenstersimse und beim Essplatz im Freien Tomaten, Lavendel

und Pfefferminze.

• Entfernen Sie Wasseransammlungen auf dem Balkon und im Garten oder dichten

Sie diese ab. Denn Weibchen legen ihre Eier meist in ruhende Gewässer ab.

• Zünden Sie gemahlenen Kaffee auf einer feuerfesten Unterlage an.

• Ventilatoren wirbeln die Luft auf, die Mücken können unseren Körpergeruch

nicht mehr orten. Auf Ultraschallgeräte reagieren sie hingegen nicht.

• Elektronische Verdampfer sind zwar effektiv, sie belasten aber die Raumluft.

Im Kinderzimmer und bei Allergikern sollten keine chemischen Stoffe ein-

gesetzt werden, sondern ein Moskitonetz benutzt oder ätherische Öle aus

Zedernholz und Eukalyptus in Schälchen aufgestellt werden.

Gegen Mückenstiche helfen fliessend kaltes Wasser, eigene Spucke, eine Scheibe

Zitrone, Apfelessig oder aufgetragener Quark.

Quelle: gartenhaus.ch

PLATZSPAREND IN DIE HÖHE GÄRTNERN

Viele Pflanzenliebhaber kennen das Problem, dass sie mehr Kräuter- und Blumentöpfe als Platz auf

ihrem Balkon haben. Am Boden sind sie im Weg und das Balkongeländer ist auch schon längst besetzt.

Für Tisch und Stühle wird es eng. Ein vertikales Pflanzregal ist platzsparend, ein Hingucker und

kann auch als Sichtschutz dienen. Klären Sie besser im Voraus ab, was an umfangreichen Aufbauten

oder Bohrlöchern in der Aussenwand erlaubt ist, sonst wählen Sie lieber ein stabiles, freistehendes

Gestell aus. Verwenden Sie Holz ohne Farb- oder Imprägnierungsstoffe, wenn Sie Kräuter und

sonst Essbares direkt darin anpflanzen wollen. Gartencenter, Baumärkte und Internet bieten

Ideen, Produkte und Bauanleitungen an, um auch Regale selbst zu bauen. Wie zum Beispiel

die gebrauchten Holzpaletten, die mit viel Kreativität ein individuelles Aussehen erhalten.

Alte Holzschubladen (aus dem Brockenhaus) und Holzharasse lassen sich prima vertikal

stapeln. Damit sie sicher miteinander verbunden bleiben, nageln Sie auf der Rückseite quer

über die verschiedenen Elemente Holzbrettchen an. Um sich lange an den Pflanzen zu erfreuen, berücksichtigen

Sie bitte beim Kauf deren Bedarf an Sonne, Wasser und Dünger. Hängende und eher niedrige

Wuchsformen eignen sich sehr gut für die Regale. Um Ärger mit den Nachbarn oder der Hausverwaltung zu

vermeiden, achten Sie auf herunterlaufendes Giesswasser, das Fassaden verschmutzen kann.

Quelle: selbst.de/blumenregal


28 ı

FENSTER ZUM SONNTAG

FENSTER ZUM SONNTAG-TALK

SA, 5. JUNI | 16.40 UHR

SA, 5. JUNI | 18.30 UHR

SO, 6. JUNI | 11.40 UHR *

SO, 6. JUNI | 11.05 UHR

SA, 19. JUNI | 16.40 UHR

SA, 19. JUNI | 18.30 UHR

SO, 20. JUNI | 11.30 UHR *

SO, 20. JUNI | 17.45 UHR

TALK MIT RUEDI JOSURAN |

SELBSTOPTIMIERUNG – SEGEN ODER FLUCH?

«Wir vergleichen uns ständig mit andern und tun alles

dafür, uns selbst zu optimieren. Dabei laufen wir Gefahr,

die wirklich wichtigen Themen zu übersehen»,

sagt Business-Coach Birgit Troschel.

TALK MIT RUEDI JOSURAN |

DER UNGLAUBLICHE FUSSBALLPIONIER

Ein Thurgauer Hobbykicker prägt unverhofft den Fussball

in Kambodscha. Zuerst trainiert Sam Schweingruber

Strassenkinder und später wird er Nationalcoach. Abseits

des Feldes überlebt er einen Mordversuch nur knapp.

Sich um jeden Preis fit halten, maximal gute Beziehungen

pflegen, sich kerngesund ernähren, viel Geld verdienen.

Die Suche nach dem perfekten «Ich» ist endlos.

Business-Coach Birgit Troschel rekrutiert Kaderleute und

berät Führungskräfte. Sie ist in verschiedenen Ländern

aufgewachsen und hat gelernt, sich anzupassen. Sie

erzählt uns, wie es gelingt, eine gesunde Balance zwischen

Selbstoptimierung und Authentizität zu finden.

Der Hobbykicker Sam Schweingruber bleibt mit 25 Jahren

in Kambodscha hängen. Er gründet eine Fussballschule,

eine Juniorenliga für Strassenkinder und wird FIFA-Funktionär

und erfolgreichster Clubtrainer der Hauptstadt. In

der Saison nach dem ersten Meistertitel entdeckt Schweingruber,

dass mehrere Spieler in Spielmanipulationen

verwickelt sind. Der Club entlässt die korrupten Mitarbeiter.

Als es ihm dennoch gelingt, den Meistertitel zu verteidigen,

wird er Opfer eines Mordversuches.

FENSTER ZUM SONNTAG-MAGAZIN

MAGAZIN MIT ALINE BAUMANN |

VON DER KUNST, SICH SCHÖN ZU FÜHLEN

Längst haben wir uns an die Selbstdarsteller und sogenannten

«Influencer» gewöhnt, die sich in den sozialen

Medien mit ihren makellosen Körpern stets in perfekter

Pose präsentieren. Aber was bedeutet schön? Und was,

wenn ich mich nicht so fühle?

SA, 26. JUNI | 16.40 UHR

SA, 26. JUNI | 18.30 UHR

SO, 27. JUNI | 11.30 UHR *

SO, 27. JUNI | 17.45 UHR

ALLE SENDUNGEN SIND NACH DER AUSSTRAHLUNG

ONLINE ABRUFBAR: sonntag.ch

Was wir täglich in den Medien und auf Plakatwänden sehen,

stimmt selten mit dem eigenen Spiegelbild überein. Angesichts

übertriebener Schönheitsideale fällt es vielen zunehmend

schwer, ein positives Verhältnis zum eigenen Körper zu

finden. Mit «Body Positivity» verbreitet sich eine Gegenbewegung.

Ihr Ziel: Niemand soll sich für seinen Körper schämen

müssen. Vertreter dieses neuen Internet-Trends stellen

ungeschönte Fotos von sich selbst ins Netz, denn jeder

Körper sei schön, so wie er ist.

AKTUELLSTE SENDUNGSINFORMATIONEN

Das aktuellste Programm und Infos zu allen Sendungen finden Sie jederzeit auf fensterzumsonntag-talk.ch. Programmänderungen vorbehalten.


FENSTER ZUM SONNTAG

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 29

DIE

SENDUNGEN

SA, 3. JULI | 16.40 UHR

SA, 3. JULI | 18.30 UHR

SO, 4. JULI | 12.00 UHR *

SO, 4. JULI | 17.45 UHR

TALK MIT RUEDI JOSURAN |

EVELYNE BINSACK: HÖHENFLÜGE UND ABSTÜRZE

SA, 17. JULI | 16.40 UHR

SA, 17. JULI | 18.30 UHR

SO, 18. JULI | 12.00 UHR *

SO, 18. JULI | 17.45 UHR

TALK MIT RUEDI JOSURAN |

DAS GESTÄNDNIS EINES TOPMANAGERS

SIND KURZ NACH

DER AUSSTRAHLUNG

ONLINE ABRUFBAR

fensterzumsonntagtalk.ch

Evelyne Binsacks Abenteuerreisen auf den Mount Everest

sowie an den Nord- und Südpol forderten ihren

Körper, Kopf und Geist bis an und über ihre Grenzen

hinaus.

Thomas Middelhoff war der bestbezahlte Manager

Deutschlands – bis er wegen Veruntreuung im Gefängnis

landete und alles verlor. «Ich war arrogant und

meine Gier nach Anerkennung brachte mich zu Fall.»

Schon als junges Mädchen zieht es Evelyne Binsack ständig

in die Natur. Ihre Abenteuerlust wandelt sie in professionellen

Extremsport. Im Alter von 22 Jahren klettert sie

durch die Eiger-Nordwand. Sie stand auf dem Mount

Everest und ihre Beine trugen sie an den Nord- und Südpol.

Neben grossen Erfolgen erlebte sie auch Todesgefahren

und Sturztraumata. Gebete, Meditationen und grosser

Respekt gegenüber dem Schöpfer begleiteten sie bei ihren

Expeditionen.

Er gehörte zur Wirtschafts-Elite dieser Welt. Ein Foto aus

dem Jahr 1995 zeigt Thomas Middelhoff zusammen mit

Business-Grössen wie Jeff Bezos von Amazon oder Bill

Gates von Microsoft. 2014 landet Middelhoff wegen Veruntreuung

im Gefängnis und auf dem steinharten Boden

der Realität. Er verliert alles: Ruf, Geld und Gesundheit.

Heute gesteht er: «Ich war arrogant und meine Gier nach

öffentlicher Anerkennung brachte mich zu Fall.»

MAGAZIN MIT ALINE BAUMANN |

VON HÖHEN UND TIEFEN – LEBEN TEILEN

Im zweiten Teil der Sommerserie 2021 trifft Aline Baumann

Menschen, die einen grossen Teil ihrer Zeit für andere

investieren. Sei es durch konkrete Hilfe im Alltag oder

einfach ein freundliches Gespräch.

SA, 24. JULI | 16.40 UHR

SA, 24. JULI | 18.30 UHR

SO, 25. JULI | 12.00 UHR *

SO, 25. JULI | 17.45 UHR

ALLE SENDUNGEN SIND NACH DER AUSSTRAHLUNG

ONLINE ABRUFBAR: sonntag.ch

Einsamkeit und Depressionen sind in unserer Gesellschaft

verbreitet. In der Corona-Zeit nahmen diese Probleme massiv

zu. Viele Menschen fürchten um ihren Job. Ganze Branchen

wie die Kultur- und die Gastrobranche bangen um ihre

Existenz. Stark betroffen sind auch Senioren, die in Heimen

wohnen und keinen Besuch mehr empfangen dürfen. Der

Arbeit von Geistlichen und Seelsorgern kommt in solchen

Zeiten eine besondere Bedeutung zu. Aline Baumann spricht

mit ihnen über ihre Erfahrungen.

Die TV-Reihe FENSTER ZUM SONNTAG wird gemeinsam von Alphavision (Magazin) und ERF Medien (Talk) produziert.

*Aufgrund aktueller Sendungen können sich Anfangszeiten auf SRF zwei kurzfristig verschieben. Bitte informieren Sie sich über allfällige Änderungen in der Tagespresse oder im Teletext.


30 ı PORTRÄT

SAM SCHWEINGRUBER ERLEBTE DIE HÖHEN UND ABGRÜNDE DES FUSSBALLS

IN KAMBODSCHA

Meistertrainer im Abseits

VON MICHÈL WILLEN

Mit 25 Jahren bleibt Hobbykicker Sam Schweingruber

in Kambodscha hängen. Bewegt durch die Armut, die

er antrifft, gründet er eine Fussballschule für Kinder

am Rande der Gesellschaft. Später coacht er das erste

Frauen-Nationalteam und wird Trainer des Hauptstadtclubs

– ein Job, der ihn fast das Leben kostet.

Nachdem Sam Schweingruber – inzwischen Mitte dreissig –

den Phnom Penh Crown FC schon 2014 zum Meistertitel

führte, sieht es auch ein Jahr später ganz danach aus.

Doch dann der Schock: Eine Sprachnachricht beweist, dass

sieben Spieler und vier Trainer der Mannschaft Spiele manipuliert

haben. Schweingruber ist fassungslos und meldet

das Vergehen dem Klubpräsidenten – die Beteiligten

werden gesperrt. In den sozialen Medien hiess es: «Wenn

er es jetzt wieder schafft, Meister zu werden, dann muss

er verschwinden.» Obschon dem Trainer wichtige Spieler

fehlen, gewinnt sein Team erneut den Titel – nach einem

dramatischen Elfmeterschiessen.

In Lebensgefahr

Zwei Tage nach dem Spiel feiert Schweingruber den Erfolg

mit Freunden. Wegen eines Termins am nächsten Tag verlässt

er die Feier etwas früher, überlässt darum das Auto

seinem Bruder und fährt stattdessen mit dem Motorrad

nach Hause. Eine Entscheidung mit Folgen: Er hat einen

schweren Unfall. «Mir fehlt jegliche Erinnerung daran.

Aufgrund meiner Verletzungen bestätigte mir der Arzt

aber, dass ich Fusstritte und Schläge mit einer Stange

gegen den Kopf bekommen hatte.» Schweingruber bleibt

Stunden auf der Strasse liegen. Schliesslich wird er ins Spital

gebracht. Sein Zustand ist kritisch – doch er überlebt.

«Ein Arzt, der Buddhist war, meinte, Gott oder ein Engel

müsse dafür gesorgt haben, dass ich noch lebe.» Mitte

Januar 2016 wird Schweingruber zur Rehabilitation in die

Schweiz geflogen.

FILM

TV-TIPP

FENSTER ZUM SONNTAG-TALK

Der unglaubliche Fussballpionier

Sa, 19. Juli

So, 20. Juli

16.40 Uhr

18.30 Uhr

11.30 Uhr

17.45 Uhr

MEHR ZU SAM SCHWEINGRUBER UND WIE SEIN LEBEN

IN DER SCHWEIZ AUSSIEHT, IM FENSTER ZUM SONNTAG-TALK.

Näher zu Jesus

Bereits als Jugendlicher hat sich Schweingruber für ein

Leben mit Gott entschieden. Der Glaube verliert im Verlauf

der Jahre aber an Stellenwert – bis zum Unfall: «Mit dem

Überleben dieses Unfalls begann für mich ein Prozess,

wieder näher zu Jesus zu kommen.» Er fängt an, wieder

mehr zu beten und in der Bibel zu lesen. Er möchte Jesus

wieder ins Zentrum seines Lebens stellen. «Eine Narbe am

Kopf erinnert mich daran, dass Gott mich am Leben gelassen

hat, um weitere Aufgaben anzugehen.» Er kämpft

sich durch den harten Weg der Rehabilitation, lernt wieder

zu laufen und zu essen. So schnell wie möglich möchte er

nach Kambodscha – zu Sohn Jamie, der bei Schweingrubers

Ex-Frau lebt.

Vereint mit dem Sohn

Nachdem Schweingruber die Erlaubnis der Ärzte hat, reist

er ab. Doch in Kambodscha erlaubt ihm seine Ex-Frau

nicht, Jamie zu sehen. Es vergehen 13 Monate bis zum

Wiedersehen. Er kämpft um das Sorgerecht – er möchte

Jamie in die Schweiz holen. Die Mutter des Kindes legt ihm

immer wieder Steine in den Weg und versucht vor Gericht,

ihn ins Gefängnis zu bringen – ohne Erfolg. «Am

23. Januar 2018 war es dann so weit: Ich bekam Jamie vom

Sozialamt offiziell zugesprochen.» Vater und Sohn reisen

in die Schweiz – eine Premiere für Jamie. Es ist der Anpfiff

zu einem neuen Leben für die beiden.


KOLUMNE

LIFE CHANNEL MAGAZIN ı 06/07.2021 ı 31

Michelle Boss

Nicht alle müssen Pippi Langstrumpf sein

«Sei Pippi, nicht Annika!». Dieser

Spruch kursiert seit Jahren in den

sozialen Medien. Er verkörpert

unser Ideal der Selbstoptimierung.

Vielleicht genau deswegen mag ich

ihn nicht.

Natürlich, wer würde Pippi nicht

mögen. Sie ist mutig, kreativ, unkonventionell,

setzt sich ein für

Schwache. Neben ihr verblasst

die angepasste, vorsichtige, aber

ausgesprochen empathische und

freundliche Annika und wird zum

Mauerblümchen. Nur: Macht sie

das weniger liebenswert, gar weniger

wertvoll? Oder hätte sie mehr

Spass am Leben, wenn sie wie Pippi

wäre? Wohl kaum.

Mir scheint die Aufforderung, zu

sein wie Pippi, symptomatisch für

den aktuellen Zeitgeist. Gefragt

sind selbstbewusste und belastbare

Ich kann nur

mit jemandem

eine Beziehung haben,

wenn ich mich

darauf einlasse.

«Meine» Pippi, die immer mit

dem Kopf durch die Wand möchte,

die Energie zu haben scheint wie

ein Duracell-Häschen, die fröhlich

und spritzig ist, uns immer wieder

mit ihren kreativen Einfällen

überrascht und manchmal auch

überfordert – sie wärmt mit ihrer

überschäumenden Lebensfreude

mein Herz und bringt mich zugleich

oft an den Rand meiner Kräfte. Ich

liebe sie über alles. Wie käme ich

dazu, sie ändern zu wollen?

Und dann ist da «meine»

Annika, die sich stundenlange in

ihren Büchern vergraben kann,

die in Fantasiewelten abtaucht

und manchmal nur sehr schwer

wieder aufzutauchen vermag, die

den Dingen gerne auf den Grund

geht, die gutmütig, mitfühlend

und liebevoll ist. Sie fasziniert

Menschen, die ihre Ziele verfolgen, die sich nicht von mich mit ihrem Vorstellungsvermögen und ihrem

Traditionen oder Konventionen einengen lassen. Extrovertierte,

fröhliche, engagierte Menschen, die gerne lässt mich manchmal verzweifeln mit ihrer Trägheit.

Intellekt, berührt mich mit ihrer Freundlichkeit – und

aktiv und vielseitig interessiert sind.

Ich liebe sie über alles. Wie käme ich dazu, sie ändern

«Sei frech und wild und wunderbar», lautet ein ähnliches,

gerne bemühtes Zitat. Es wird Pippis Schöpferin Mich fasziniert der Gedanke, dass Gott uns so sieht.

zu wollen?

Astrid Lindgren zugeschrieben, was allerdings nicht Er wertschätzt all unsere Charaktereigenschaften. Auch

belegt ist.

diejenigen, die uns und manchmal auch unserem Umfeld

das Leben schwer machen. Er hat uns unterschied-

Was aber ist mit all den Menschen, die nicht so sind?

Introvertierte, grüblerische, melancholische und ruhige lich geschaffen, und das ganz bewusst. Als Pippis,

Menschen, Menschen, die sich selbst genug sind? Die Annikas und all die anderen.

gar nicht das Bedürfnis haben, sich überall durchzusetzen?

Die keine geborenen Partykanonen sind? Sätze, der wir nicht sind. Stattdessen sollten wir uns an-

Wir brauchen nicht zu versuchen, jemand zu werden,

wie die beiden Zitate suggerieren, dass solche Menschen

an sich arbeiten sollten. Dass es besser wäre, reflektieren und zulassen, dass das, was wir erleben,

freunden mit dem Menschen, der wir sind. Uns ehrlich

wenn sie anders wären.

uns schleift und verändert. So entsteht organisches

Als Mutter von vier Töchtern lebe ich sowohl mit Pippis

als auch mit Annikas zusammen. Sie sind nicht alle den dadurch nicht zu Pippi oder Annika – sondern zur

Wachstum statt bemühte Selbstoptimierung. Wir wer-

gleich frech und wild. Aber sie sind alle wunderbar. besten Version unserer selbst.

MICHELLE BOSS

Leiterin Moderation Radio Life Channel

michelle.boss@lifechannel.ch


Adonia-Teens-Tour

2021 neu im Herbst

Jetzt anmelden

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Adonia-Teens

1 Woche • biblisches Musical • vier öffentliche Aufführungen • Tiefgang, Spass, Freundschaften • auseinandersetzen

mit dem christlichen Glauben • Herbstferien 2021, Frühlingsferien 2022 • 13 - 20 Jahre

Für teens

13 bis 20 jahre

Jetzt anmelden:

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