AUTOMOTIVE EXCELLENCE

MediaplanetVerlagDeutschland

EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

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AUTOMOTIVE

EXCELLENCE

Die Industrie, Wirtschaft und Politik entwickeln

neue, nachhaltige und zukunftsfähige

Mobilitätskonzepte. Die automobile Zukunft

wird darin eine wichtige Rolle einnehmen.

NICHT

VERPASSEN:

Der Ton macht

die Musik

Das Auto wird

immer mehr zur

Wohlfühloase.

Dabei spielt das

Klangerlebnis eine

wichtige Rolle.

Seite 04

Saubere

Mobilität

Intelligente

Batterietechnik

ist das A und O.

Seite 06

Ausgabe zur

IAA

MOBILITY

2021


2

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VERANTWORTLICH FÜR DEN

INHALT IN DIESER AUSGABE

Tanja Bickenbach,

MBE

Spannende Einblicke

sorgen für ein immer

konrekter werdendes

Bild der automobilen

Zukunft. Visionäre und

Experten beleuchten in

dieser Kampagne die

verschiedenen Facetten

der Zukunft.

IN DIESER AUSGABE

Die Mobilität der

Zukunft erleben: digital,

klimaneutral, autonom

und nachhaltig

07

Qualitätssicherheit

Null-Fehler-Quote und perfekte Qualität

– dies sind die anspruchsvollen Ziele der

Automobil- und Mobilitätsindustrie.

11

Batterieproduktion

Wie kann die schnell voranschreitende

Transformation mit neuer Batterietechnologie

erfolgreich gelingen?

Hildegard Müller

Präsidentin des

Verbandes der Automobilindustrie

Die deutsche Automobilindustrie ist Treiber

auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität.

Die dafür notwendigen Weichen haben die

Unternehmen längst gestellt. Bereits heute

ist Deutschland der drittgrößte Produzent

von Elektrofahrzeugen weltweit, und allein

in Europa entfällt mehr als die Hälfte

aller Elektro-Neuzulassungen auf deutsche

Hersteller. Bis 2025 investieren die Unternehmen

mehr als 150 Milliarden in Zukunftstechnologien.

Jüngste Beispiele ihrer

wegweisenden Innovationen werden auf der

IAA Mobility in München gezeigt.

Head of Key Account Management: Tanja Bickenbach

(tanja.bickenbach@mediaplanet.com) Geschäftsführung:

Richard Båge (CEO), Philipp Colaço (Managing Director),

Franziska Manske (Head of Editorial & Production),

Henriette Schröder (Sales Director) Designer: Ute Knuppe

Mediaplanet-Kontakt: redaktion.de@mediaplanet.com

Coverbild: sababa66/Shutterstock

Alle gekennzeichneten Artikel sind keine neutrale

Redaktion vom Mediaplanet Verlag.

facebook.com/MediaplanetStories

@Mediaplanet_germany

Please recycle

Mit dem Standortwechsel von

Frankfurt nach München

wechselt die IAA Mobility

auch die Idee. Aus der

Leistungsshow der Autobranche ist eine

internationale Mobilitätsmesse geworden.

In den Mittelpunkt stellen wir die

Frage nach der Mobilität der Zukunft

– mit all ihren Herausforderungen: Wie

sieht Mobilität in

den Städten und

in den ländlichen

Räumen aus? Wie

Unser Ziel

ist es, die

Transformation

zu einer

Erfolgsgeschichte

für die deutsche

Automobilindustrie

und damit

den Standort

Deutschland zu

machen.

vernetzen wir die

Verkehrsträger?

Wie kommen wir

auf dem Weg zur

Klimaneutralität

voran? Wir

werden zeigen,

wie die Automobilbranche

die

Transformation

vorantreibt und

Standards setzt.

Unser Bekenntnis

zur klimaneutralen

Mobilität

steht. Unser Ziel

ist es, die Transformation

zu

einer Erfolgsgeschichte

für die

deutsche Automobilindustrie

und

damit den Standort

Deutschland

zu machen. Der

schnelle Hochlauf

der Elektromobilität

hat für die Automobilindustrie bis

zum Jahr 2030 höchste Priorität, er ist

aber kein Automatismus. Insbesondere

bei der Ladeinfrastruktur besteht enormer

Handlungsbedarf. Damit die Elektromobilität

nicht ausgebremst wird,

bedarf es zügig

ausreichender

Lademöglichkeiten,

die mit Strom

aus erneuerbaren

Energien gespeist

werden.

Als Leistungsschau

der

Innovationen

wird die IAA

Mobility zeigen,

dass wir zurecht

als Innovationsführer

und

-treiber

wahrgenommen

werden.

Elektrisch, autonom,

digital und

nachhaltig: Die

IAA Mobility wird

die gesamte Breite

der Mobilität zeigen,

ob als Auto,

E-Auto, Rad, Roller

oder Scooter.

Wie tiefgreifend

sich die Branche

wandelt - bei der

Elektrifizierung

und mehr noch

bei der Digitalisierung

-, lässt

sich vor Ort erleben.

Zum Beispiel

mit dem Automated

Valet Parking,

einem Gemeinschaftsprojekt,

das der VDA zusammen

mit zehn Partnern entwickelt

hat. Dabei finden Autos ihren Weg automatisch

ins Parkhaus. Das System

übernimmt neben dem vollständigen

Parkvorgang auch automatisierte Service-Funktionen

wie das Waschen der

Fahrzeuge. Außerdem sind vor Ort Roboter

im Einsatz, die die E-Fahrzeuge

laden werden. Das dafür erforderliche

starke 5G-Netz wird in München extra

aufgebaut.

Als Leistungsschau der Innovationen

wird die IAA Mobility zeigen, dass wir

zurecht als Innovationsführer und -treiber

wahrgenommen werden.


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Diese Artikel sind in Zusammenarbeit mit ACCENTURE entstanden.

Was nachhaltigkeitsorientierte

Autofahrer

wollen

In einer neuen Accenture-Studie beleuchtet das weltweit tätige Beratungsunternehmen

Accenture die aktuellen und zukünftigen zentralen Herausforderungen

für Automobilhersteller. Im Mittelpunkt stehen die Themen

nachhaltige Mobilität und Digitalisierung rund um das Auto. Die Umfrage ist

Teil der Accenture-Berichtsreihe „What digital drivers want“ und basiert auf

einer Befragung von 8.500 Verbrauchern aus den USA, China und Europa.

Text Accenture

Axel Schmidt

Global Automotive

Industry Group

Lead, Accenture

Johannes Trenka

Future Sales

Strategy Lead,

Accenture

Ein zentrales Ergebnis:

Nachhaltigkeit ist für

Autokäufer und Autofahrer

kein Randthema

mehr, da die Mehrheit (64

Prozent) der Befragten sich

länderübergreifend als sehr

umweltbewusst betrachtet und

sich als nachhaltigkeitsorientierte

Autofahrer sieht.

Keine Präferenz für

Automarke

Etwas überraschend ist, dass

13 Prozent der nachhaltigkeitsorientierten

Autofahrer beim

Thema Nachhaltigkeit keinen

bestimmten Autohersteller

im Blick haben, insofern gibt

es hier noch keinen Vorreiter.

In vielen Fällen wählten die

Befragten eher Autohersteller

mit Sitz in ihren Heimatmärkten

als mit einem der besten

Nachhaltigkeitskonzepte. Selbst

What Sustainability-Minded

Drivers want

Busting the Myths of Sustainability:

A Wake-up Call for Automakers

im Service- und Reparaturbereich

hat mehr als ein Viertel (28

Prozent) der nachhaltigkeitsorientierten

Autofahrer keine

klare Präferenz für eine Marke

mit dem besten Nachhaltigkeitskonzept.

Bewusstsein für mehr Kosten

Nach Einschätzung vieler

Autohersteller sind die meisten

Kunden sehr preissensibel.

Preiserhöhungen zur Deckung

der Kosten für neue Nachhaltigkeitsmerkmale

könnten danach

potenzielle Käufer abschrecken.

Die Studie von Accenture

spricht eine andere Sprache:

Nachhaltigkeitsbewusste Fahrer

sind nicht nur bereit, auf Elektromobilität

umzusteigen. Die

Mehrheit von ihnen würde eine

Reihe von Kompromissen – einschließlich

höherer Preise – für

ein „nachhaltiges Fahrzeug“ (90

Prozent) akzeptieren. 30 Prozent

der nachhaltigkeitsorientierten

Autofahrer weltweit sind beispielsweise

bereit, für ein nachhaltiges

Fahrzeug ein bis fünf

Prozent mehr, das heißt über

dem aktuellen empfohlenen

Kaufpreis, zu zahlen, während

weitere 60 Prozent mindestens

sechs Prozent mehr ausgeben

würden.

Digitaler Komfort

Die Studie ergab außerdem:

Nachhaltigkeitsorientierte

Fahrer bevorzugen digitale

Erlebnisse, einschließlich

nahtloser und problemloser

Prozesse, mehr als weniger

nachhaltigkeitsorientierte

Fahrer. So hat beispielsweise

bereits ein Viertel (26 Prozent)

der nachhaltigkeitsorientierten

Fahrer ein neues Fahrzeug

vollständig online gekauft,

verglichen mit nur einem

Fünftel (21 Prozent) der weniger

nachhaltigkeitsorientierten

Fahrer. Auch hier sollten

Hersteller bedenken, dass

Kunden den Gedanken an

Nachhaltigkeit mit digitalen

Erlebnissen und maximalem

Komfort verbinden.

Offenes Rennen

um die „Nachhaltigkeitsmarke“

Ein Gespräch mit Paul Willisch, Strategy

Manager, Mobility, bei Accenture,

zur aktuellen Studie der Unternehmens-

und Strategieberatung rund

um nachhaltiges Autofahren und

darüber, was aus den Ergebnissen für

Automobilhersteller folgt.

Text Accenture

What Sustaina

Drivers want

Busting the Myths of Su

A Wake-up Call for Auto

In Ihrer aktuellen Accenture-Umfrage

unter Autofahrern rund um

Nachhaltigkeit hat fast ein Drittel

angegeben, ein besonderes Bewusstsein

für Nachhaltigkeit zu haben –

was bedeutet das für die Automobilindustrie,

speziell für die Hersteller?

Nachhaltige Mobilität ist keine Randerscheinung,

sondern gelebte Realität.

Diese wird sich in den kommenden

Jahren deutlich stärker ausprägen, als

Paul Willisch bislang angenommen wurde. Sofern

Strategy Manager, die Automobilhersteller nicht ins

Mobility,

Hintertreffen geraten möchten, bedarf

bei Accenture

es eines signifikanten Wandels hin zu

einer Fahrzeugflotte mit alternativen

Antrieben. Diese Entwicklung lässt sich

zwar bereits beobachten, jedoch nicht

in vollem Umfang. Allerdings ist dieser notwendig.

Es reicht nicht aus, nur batterieelektrische Fahrzeuge

zu produzieren. Nachhaltige Mobilität muss

ganzheitlich betrachtet werden. Dazu zählt auch

das Thema Ladeinfrastruktur, die hierzulande aber

noch nicht ausreichend vorhanden ist. Dennoch

gibt es bereits positive Ansätze. Beispielsweise

unterstützt die Bundesregierung mit knapp zwei

Milliarden Euro bis Ende 2023 den Bau von rund

1.000 Ladestationen an Autobahnen. Nicht vergessen

werden sollte Infrastruktur jedoch in abgelegenen

Regionen.

War es für Sie überraschend, dass es offensichtlich

noch keinem Automobilhersteller gelungen

ist, als die „Nachhaltigkeitsmarke“ gesehen zu

werden?

Ich kann gut nachvollziehen, dass die öffentliche

Wahrnehmung vereinzelt hiervon abweicht. Aber

nun haben wir hier erstmals eine evidenzbasierte

Antwort auf die Frage: „Ist das Rennen um die

Nachhaltigkeit im Automobilsektor beendet?“ Die

Antwort darauf lautet: „Nein.“ Bislang ist es keinem

OEM gelungen, sich in den Köpfen der Konsumenten

als „besonders nachhaltig“ festzusetzen. Da stehen

die Konzerne noch vor einer Herausforderung.

Denn die Marke, die dieses Rennen gewinnen kann,

wird einen immensen Wettbewerbsvorteil für sich in

Anspruch nehmen können.

Nachhaltigkeit, egal in welchem Zusammenhang,

bringt ja oft eines mit sich: Kosten, die außerdem

in der Regel hoch ausfallen. Sind wir alle

als Verbraucher wirklich bereit dazu, mehr Geld

auszugeben, um „grüner“ unterwegs zu sein?

Die Frage nach der Bereitschaft stellt sich gar nicht.

Unsere Studie fand heraus, dass 90 Prozent der

Befragten einen höheren Preis zugunsten von

nachhaltigerer Mobilität bezahlen würden. Die

naheliegendere Frage wäre: Wie viel mehr? Auch

hier können wir die Antwort liefern. So sind mehr

als 60 Prozent der Studienteilnehmer weltweit

bereit, zumindest sechs Prozent Aufschlag zu bezahlen.

Das entspricht circa der Hälfte des durchschnittlichen

Rabatts bei einem Neuwagenkauf.


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Diese Artikel sind in Zusammenarbeit mit HARMAN entstanden.

Auf der Suche

nach dem

perfekten

Klangerlebnis

FOTO: HARMAN

Durchschnittlich verbringen wir mehrere Jahre

unserer Lebenszeit im Auto. Das Auto als Ort

des Wohlfühlens gewinnt somit an Bedeutung,

wobei Audio eine entscheidende Rolle spielt.

Text Dominik Maaßen

Das Interieur wird bei Fahrzeugen

immer wichtiger. Eine

zentrale Schnittstelle spielt

hier das Audiosystem. Worauf

sollten Hersteller achten,

wenn es um die Integration

von Premiumgeräten geht?

Einerseits sind die technischen

Komponenten und Aspekte von

Bedeutung, also welche Lautsprecher

verwendet werden oder

wo sie platziert werden. Daneben

ist aber der Perspektivwechsel

zur Verbrauchersicht wichtig.

Es gibt viele Komponenten, die

technisch gesehen nicht Teil

von Audiolösungen sind und die

Verbraucher dennoch als Teil

des Gesamtsystems betrachten,

zum Beispiel das visuelle Design

der Lautsprechergrills und wie

diese sich in das Gesamtinterieur

einfügen.

Verbraucher denken auch über

Faktoren wie Benutzerfreundlichkeit

nach: Wie einfach ist es,

sich per Bluetooth zu verbinden?

Wie funktioniert der Wechsel

vom UKW-Radio zum Streaming

über das Telefon? Diese Hardware-

und Benutzerfaktoren

spielen somit eine ebenso große

Rolle bei der Wahrnehmung

des Audiosystems durch die

Verbraucher.

Generell gilt: Wenn es um die

Bewertung der Audioqualität

geht, gibt es keine Universallösung.

Jeder hat seine eigenen

klanglichen Vorlieben. Denn

wer Podcasts bevorzugt, wird

sein System anders einstellen als

jemand, der beispielsweise nur

Rockmusik hört.

Wie müssen wir uns den Prozess

vorstellen, wenn HARMAN

gemeinsam mit einem Autohersteller

ein Audiosystem

entwickelt?

Bevor wir überhaupt anfangen,

Lautsprecherplatzierung,

Sound-Tuning und Design zu

besprechen, ist es uns wichtig,

ein tieferes Verständnis der

Fahrzeugmarke zu erlangen

und davon, was sie dem Verbraucher

zu vermitteln versucht.

Wir fragen nach der Markenphilosophie:

Ist sie in Luxus oder

Leistung verwurzelt? Tradition

oder Innovation? Auf diese

Weise können wir die passende

Audiomarke aus unserem Portfolio

wählen.

Dann beginnen wir mit den

physischen und klanglichen

Designelementen. Die Materialien,

die Form, die Platzierung im

Auto und die Anzahl der

Lautsprecher – das sind alles

Details, die das Klangbild

beeinflussen. Dieser Entscheidungsprozess

kann bis zu fünf

Jahre dauern, bevor das Auto

überhaupt in Serie geht. Sogar

Faktoren wie die Motorgröße

und die Karosserie des Autos

selbst kommen ins Spiel. In

einem Fall haben wir einem

Kunden sogar geraten, die Türen

völlig neu zu gestalten. Sie

haben sich tatsächlich darauf

eingelassen. Am Ende hatten wir

die perfekte Tür für das perfekte

Audioerlebnis.

Bill Wyman

VP, Integrated Marketing,

HARMAN

Plattform für Automotive-Apps

Fahrzeuge werden in der aktuellen digitalen Revolution immer intelligenter. Sie kommunizieren mit dem Fahrer,

werden zu persönlichen Assistenten und einer Art rollendem Smart Device.

Text Dominik Maaßen

Das Auto wird zum Lebensraum,

in den der Fahrer sein

digitales Leben mitnehmen

kann. Zudem vernetzen sich

Pkw mit anderen Fahrzeugen

und der Umgebung. Entscheidend

wird künftig weniger die PS-Zahl als die

Möglichkeit für Erlebnisse während der

Fahrt.

HARMAN Ignite Store

Automobilhersteller müssen daher die

Anwendungen, die Verbraucher im

Alltag nutzen, ins Auto bringen. Bereits

2018 hat der Spezialist HARMAN den

HARMAN Ignite Store als Plattform für

die In-Car-App-Entwicklung eingeführt.

Dieser hat sich zu einer führenden

Plattform für App-Stores in vernetzten

Fahrzeugen weltweit entwickelt. Anfang

2021 hat HARMAN ein neues Portal für

Android-Entwickler eingeführt, das

die Entwicklung, den Transfer und

das Testen neuer Apps vereinfacht.

Diese können OEMs einfach skalieren

und verwalten, um neue digitale

FOTO: HARMAN

Berührungspunkte mit ihren Kunden zu

schaffen.

Für Entwickler und Autohersteller

Entwickler erhalten im Ignite Store

Developers Portal Zugriff auf Tools,

technische Dokumentationen, Programmcode-Vorlagen,

Schulungen und

andere Hilfsangebote sowie die Möglichkeit,

direkt im Portal an der Entwicklung

von Apps zu arbeiten, sie zu testen und

zu dokumentieren. OEMs haben darüber

Zugang zu Expertenteams von HARMAN,

die bei der Umsetzung neu entwickelter

Lösungen und beim Freigabeverfahren

unterstützen, um sicherzustellen, dass

diese effizient und für die Mobilitätsumgebung

geeignet sind.

Selbstverständlich überprüft und

zertifiziert HARMAN die Apps in seinem

globalen Store. Im Angebot sind momentan

Streamingdienste, Einparkhilfen,

Apps zum Laden von E-Autos und zur

Navigation. Hinzu kommen sollen Apps

zur Produktivitätssteigerung, Bezahlsysteme,

Spiele etc.

Herausragender Benutzerkomfort

Mit dem HARMAN Ignite Store haben

Autohersteller die Möglichkeit, neue

Erlebnisse rund um ihre Marken zu

schaffen, wobei sie die volle Entscheidungsfreiheit

über die Implementierung

der Apps in ihren Fahrzeugen haben.

Weiterer Vorteil: Neben der Schaffung

eines herausragenden Benutzerkomforts

für die Endverbraucher mit stets aktuellen,

personalisierten Inhalten können

OEMs von digitalen Ertragsströmen

profitieren und Kosten senken, die

üblicherweise mit der Nutzung neuer

Technologielösungen einhergehen.

Mehr Informationen:

car.harman.com


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Diese Artikel sind in Zusammenarbeit mit NOVELIS entstanden.

Nachhaltiger Aluminiumleichtbau

in der Automobilindustrie

Novelis ist der führende Hersteller von flachgewalzten Aluminiumprodukten und der weltweit größte

Recycler von Aluminium. Im Bereich der Automobilindustrie liefert Novelis innovative und nachhaltige

Leichtbaulösungen, die bereits heute weltweit in allen Fahrzeugklassen verbaut werden. Gemeinsam

mit Automobilherstellern entwickelt Novelis Innovationen für die Fahrzeuggenerationen der Zukunft.

Ein Gespräch mit Michael Hahne, Vice President Automotive, Novelis Europe.

Text Volker Holt

Michael Hahne

Vice President Automotive,

Novelis Europe

Innovationskultur,

Kollaborationen

und eine vollständige

Kreislaufwirtschaft

sind die Schlüssel zur

Dekarbonisierung der

Automobilindustrie.

Ein Erfolgsfaktor für nachhaltige Lösungen in

der Automobilindustrie ist die Gewichtsreduzierung.

Welche Rolle spielt hier Aluminium?

Aluminium eignet sich ideal für den Leichtbau aller

Fahrzeugsegmente und ist mit seinen einzigartigen

Eigenschaften richtungsweisend beim weltweiten

Trend der Elektromobilität und einer immer stärker

werdenden Nachhaltigkeitsbewegung in der Automobilindustrie.

Mit einer deutlichen Gewichtseinsparung

von bis zu 40 Prozent gegenüber Stahl

bei vergleichbarer oder besserer Performance wird

es mehr und mehr zum Material der Wahl für den

sicherheits- und kostenoptimierten sowie nachhaltigen

Karosseriebau.

Ein Stichwort beim Recycling ist das Closed-

Loop-Recycling. Was bedeutet das?

Klimaneutralität steht im Fokus der Automobilbranche.

Unabdingbar für das Erreichen der gesetzten

Nachhaltigkeitsziele ist die stete Weiterentwicklung

von Legierungen mit hohem Recyclinganteil. Darüber

hinaus wird entscheidend sein, die bestehenden

Prozesse und Produktionsschritte entlang der

gesamten Wertschöpfungskette in Zusammenarbeit

mit allen Industriepartnern auf eine vollständige

Kreislaufwirtschaft auszurichten.

Dafür entwickeln und implementieren wir Hand in

Hand mit unseren Kunden Closed-Loop-Systeme, in

denen entstehende Produktionsschrotte direkt und

sortenrein zurückgeführt werden. Das Schließen des

Kreislaufs erhält den Wert der Legierung, reduziert

Sortier-, Recycling- und Transportkosten, minimiert

die Umweltbelastung und schafft eine sichere

Lieferkette. Außerdem spart das Recycling von Aluminium

gegenüber der Erzeugung von Primäraluminium

95 Prozent Energie und reduziert in ebenso

starkem Ausmaß CO 2-Emissionen. Dieses Modell ist

wertvoll für alle beteiligten Partner. Es steht für

Novelis im Zentrum der angestrebten Klimaneutralität

und unterstützt gleichzeitig unsere Kunden

beim Erreichen ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele.

Systemlieferanten, Halbzeuge und Rohmaterial

sowie Behörden und letztlich den Endkunden. Der

Schlüssel zum Erfolg liegt hier mehr denn je in der

Bildung von Kollaborationen und „Simultanem Engineering“.

Hierbei geht es nicht nur um innovative,

zirkuläre und effiziente Produkte und Lösungen,

sondern auch um die Etablierung neuer Geschäftsund

Kooperationsmodelle, wie auch einer neuen

Dimension an Digitalisierung und Transparenz

innerhalb der Branche.

Dafür gehen Sie auch neue strategische Partnerschaften

ein. Können Sie Beispiele geben?

Neben unseren strategischen Partnerschaften mit

unseren Kunden und weiteren Industriepartnern

stärken wir unsere Innovationskultur mehr und

mehr durch Kollaborationen mit neuen Akteuren

innerhalb und außerhalb der Automobilindustrie.

Wir sind aktiver Partner von Plug & Play, der

weltweit größten, offenen Innovationsplattform,

die erfolgreiche Start-ups mit weltweit führenden

Unternehmen zusammenbringt. Auf der Plattform

„Startup Autobahn“ mit Fokus auf die Bereiche

Mobilität, Produktionstechnologie und Nachhaltigkeit

entwickeln wir gemeinsam mit unseren

Kunden, großen Kooperationspartnern und

dynamischen Start-ups profitable und nachhaltige

Geschäftsmodelle sowie innovative und effiziente

Produktlösungen.

Auch durch die Gründung von Alumobility haben

wir eine gemeinnützige Allianz ins Leben gerufen,

die die Bereitstellung von innovativen, nachhaltigen

und zirkulären Karosserieblechkonzepten in der

Automobilindustrie vorantreibt und die Zusammenarbeit

unter Industriepartnern weiter verstärkt.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Hahne.

Pionier im Recycling

Bei Novelis stehen Nachhaltigkeit

und Recycling im Mittelpunkt.

Der größte und technologisch

fortschrittlichste Aluminiumrecycler

beweist seit mehr als 10

Jahren seine Recycling-Führungsrolle

in der Aluminiumbranche.

• Der Recyclinganteil durch alle

Produktklassen hinweg erreichte

bei Jahresabschluss 61 Prozent –

nahezu eine Verdopplung in den

vergangenen 10 Jahren.

• Im gleichen Zeittraum hat

Novelis rund 700 Millionen Dollar in

den Ausbau seiner Recyclingkapazitäten

und -fähigkeiten investiert.

• Das Novelis Werk in Nachterstedt,

Deutschland ist das größte

Recyclingcenter der Welt und

recycelt jährlich bis zu 400.000

Tonnen Aluminiumschrotte.

• Novelis entwickelte mit Advanz

s5754 RC die erste hochrecycelte

Legierung für die Automobilindustrie,

mit einem Mindestgehalt

von 75 % wiederverwertetem

Aluminium.

Die Geschäftsstrategie von

Novelis lebt von seiner ambitionierten

Nachhaltigkeitsverpflichtung.

Bis 2026 will das Unternehmen

seinen CO 2-Fußabdruck um 30

Prozent reduzieren und darüber

hinaus bis 2050 oder früher

klimaneutral werden.

Mehr Informationen unter:

novelis.com/

automotive

Was ist die größte Herausforderung für den

Aufbau einer vollständigen Kreislaufwirtschaft

im Automobilsektor?

Im Fokus steht hier sicherlich die Entwicklung

neuer Konzepte und Geschäftsmodelle, um das

verbaute Material am Ende des Produktlebenszyklus

effizient in den Kreislauf zurückzuführen. Wir arbeiten

mit unseren Kunden und Industriepartnern

bereits in der Designphase neuer Produkte zusammen

und berücksichtigen Demontageprozesse am

Produktlebensende, um die Sammlung, Sortierung

und Wiederverwertbarkeit der Materialien zu erhöhen.

Es braucht aber auch das Wissen und Verständnis

des Endkonsumenten, was echtes Recycling

bedeutet, und das dazu passende Regelwerk des

öffentlichen Sektors. Auch dafür setzt sich Novelis

ein und fördert den öffentlichen Diskurs zum Thema

Recycling sowie die Entwicklung neuer Konzepte

und Technologien, gerade auch im Bereich der

Digitalisierung.

Aluminium-

Kreislaufwirtschaft

Minimierung

des Einsatzes von

Primäraluminium

Novelis

Fertigung

Barrenguss

Rücknahme der

Fertigungsschrotte

Novelis

Recyclingwerke

& Produktion

Kunden

Fertigung

Nutzung

durch

Endkunden

Rücknahme

am Ende des

Produktlebenszyklus

Minimierung

von Abfällen

Wie begegnet die Branche diesem tiefgreifenden

Wandel?

Die Transformation des Automobilsektors hat

Auswirklungen auf das gesamte Eco System: OEMs,


6

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit BORGWARNER entstanden.

BorgWarner: Intelligente Batterietechnik

für saubere Mobilität von morgen

Weltweit suchen Unternehmen nach sauberen und energieeffizienten Wegen in eine nachhaltige Zukunft. Auch die Automobilindustrie

setzt global auf technische Lösungen, die dabei unterstützen. Zurzeit steht hier die schnell wachsende Elektromobilität im

Mittelpunkt. Allerdings sehen sich Konzerne wie ihre Zulieferer vor zahlreichen Herausforderungen, zum Beispiel in der Herstellung

von Batterien, aber auch ihrer Struktur zum Laden. Kunden des Spezialisten BorgWarner profitieren dabei von seinen hocheffizienten

Lithium-Ionen-Batteriemodulen und -packs, aber auch von seinen innovativen Schnellladestationen.

Text Dominik Maaßen

Arnaldo Iezzi

Vizepräsident und

Geschäftsführer

von BorgWarner

Morse Systems

Europe, Battery &

Charging Product

Line

„Unsere Lithium-Ionen-Batteriemodule sind eine

zukunftsweisende Technologie mit vielen Vorteilen.

Ihr modulares und integriertes Design sorgt für überlegene

Reichweite und Leistung“, sagt Arnaldo Iezzi,

Vizepräsident und Geschäftsführer von BorgWarner

Morse Systems Europe, Battery & Charging Product

Line. „Erreicht wird das durch eine hohe Energiedichte.“

Mehr Flexibilität dank intelligenter Module

Die OEMs wiederum sind aufgrund des integrierten,

intelligenten Batteriemanagementsystems auf

Modulebene in der Produktion deutlich flexibler:

Proprietäre Algorithmen ermöglichen ein schnelles

Laden sowie Entladen bei optimaler Zyklusdauer.

Und so lassen sich die jeweiligen Anforderungen in

der späteren Anwendung leichter anpassen.

Intelligente Schnellladestationen

BorgWarner fokussiert sich aber auch darauf,

Schnellladestationen für Elektro-Pkw sowie für elektrisch

betriebene Nutzfahrzeuge zu entwickeln. Im

Mittelpunkt stehen Vorteile bei den Gesamtbetriebskosten,

Flexibilität der Konfiguration sowie herausragende

Leistung und eine lange Produktlebensdauer.

Neu im Portfolio ist hier die 120-kW-Schnellladestation:

Die Nutzer können wählen zwischen dem schnellen

Laden mit voller Leistung für ein Fahrzeug. Oder

sie laden gleichzeitig zwei Fahrzeuge mit jeweils bis

zu 60 kW. Aber auch der Betreiber der Ladestation

profitiert: Er vereint in einer Station zwei Ladepunkte.

Die Installation ist deutlich effizienter und auch

der Profit dürfte sich an der Ladestation maximieren.

„Unsere Kunden wollen in eine saubere und

energieeffiziente Zukunft durchstarten“, sagt

Arnaldo Iezzi. „Bei uns können sie dafür auf intelligente

und praktische E-Mobilitätslösungen wie

Batterien und Ladetechnologien vertrauen.“

Mehr Informationen unter:

borgwarner.com

FOTO: BORGWARNER

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Wir treiben den Wandel zur

emissionsfreien Mobilität voran.

Hocheffizienter Verbrennungsmotor, intelligentes Hybridsystem oder modernster Elektroantrieb: BorgWarner bestimmt die Entwicklung der Antriebssysteme

von heute und morgen maßgeblich mit. Mit unserem Produktportfolio decken wir sämtliche Technologiebereiche ab, die für Elektrofahrzeuge erfolgsentscheidend

sind – von Elektromotoren bis hin zu kompletten voll integrierten „E-Achsen“ sowie von Getriebe über Leistungselektronik bis hin zum Wärmemanagement.

Als Produktführer im Antriebsbereich bereiten wir den Weg für eine saubere, energieeffiziente Welt.

borgwarner.com


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Formel D entstanden.

Formel D: Qualitätsdienstleister

für die Automobilindustrie

Null-Fehler-Quote und perfekte Qualität – dies sind die anspruchsvollen Ziele der Automobil- und Mobilitätsindustrie. Als aktiver Dienstleister

unterstützt die Formel D Group ihre Kunden darin, ihre Prozesse, ihr Qualitätsmanagement und ihre Produkte zu optimieren:

präventiv durch frühzeitige Prozesse zur Fehlervermeidung sowie aktiv durch kontinuierliche Qualitätssicherung und Problemlösung vor

Ort. OEMs und Zulieferer erhalten so ganzheitliche und individuelle Lösungen für eine optimale Qualitätssicherung.

Text Dominik Maaßen

Die Formel D Group entwickelt umfassende Konzepte

und skalierbare Lösungen für die Qualitätssicherung

und Prozessoptimierung entlang

der kompletten automobilen Wertschöpfungskette

– von der Produktentwicklung über die Produktion

bis hin zum Aftersales. Seit 1993 implementiert Formel D

mit ihrem Hauptsitz in Köln weltweit Prozesse zur Qualitätsabsicherung

nach internationalen Standards.

Weltweiter Partner der Automobilindustrie

Als zuverlässiger Partner ihrer Kunden ist Formel D

weltweit zur Stelle und bietet in kürzester Zeit Ressourcen

und Lösungen zur Absicherung der Marktreife von

Fahrzeugen und Komponenten: Das Leistungsportfolio

erstreckt sich vom Testen, Umbauen, Nacharbeiten

oder Nachrüsten von Fahrzeugen und Bauteilen über

Qualitätsprüfungen inklusive der Nachbearbeitung

kleinerer Mängel bis zur gesamtverantwortlichen

Übernahme ausgelagerter Prozessschritte. Auf diese

Weise verlassen nur erprobte sowie fehlerfreie Teile und

Fahrzeuge die Produktions- und Verkaufsstätten der

Fahrzeughersteller und Zulieferer. Darüber hinaus sorgt

Formel D für die Implementierung und Optimierung von

Serviceprozessen.

Global gleichbleibende Standards

Formel D schafft durch ein globales Netzwerk

die Voraussetzungen, dass das Testen sowie

die länderspezifischen Zertifizierungen neuer

Fahrzeuge und Teile nach global gleichbleibenden

Standards ablaufen und auch

die Services im Aftersales vom Zeitpunkt

der Markteinführung an wirtschaftlich und

kundenorientiert erfolgen können.

Interkulturelle Teams mit Fachexperten

Zu den Tochtergesellschaften der Formel D Group

gehören CPS Quality, die Formel K GmbH, die Vdynamics

GmbH sowie die MobileNeXt GmbH. Weltweit arbeiten

für Formel D in über 90 Niederlassungen in 22 Ländern

rund 10.500 Menschen in interkulturellen Teams

zusammen. Diese bestehen aus erfahrenen Fachexperten

auf allen Gebieten der Qualitätssicherung und Prozessoptimierung.

Sie kennen die Herausforderungen und

Probleme, die Automobilkonzerne

bei Entwicklung, Produktion und

Aftersales zu bewältigen haben.

Sie möchten wissen, wie Formel D

Sie unterstützen kann?

Nehmen Sie gerne Kontakt auf!

formeld.com

Formel D ist fest verwurzelt im

internationalen Netzwerk der

Automobilindustrie – und begleitet

zahlreiche Kunden daher bereits

seit vielen Jahren.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Vdynamics entstanden.

Virtuelles Softwaretesting für

die Mobilitätsindustrie

Ein Gespräch mit Dr. Wassiou Sitou, Geschäftsführer der Vdynamics GmbH, über komplexe Software in Fahrzeugen und

darüber, wie die Tochtergesellschaft der Formel D Group weltweit ihre Kunden beim Softwaretesting unterstützt.

Text Dominik Maaßen

Dr. Wassiou Sitou

Geschäftsführer

Vdynamics GmbH

(Tochtergesellschaft

der Formel D

Group)

Aufgrund der stetig steigenden Anzahl von

Assistenzsystemen und Sicherheitsfunktionen

wird in Fahrzeugen immer mehr Software

verbaut. Können Sie ein paar Beispiele geben,

welche Fehler hier passieren können?

Die Fahrerassistenzsysteme bilden grundsätzlich ein

redundantes paralleles System, das heißt, Aufgaben

können von Mensch und Maschine parallel erledigt

werden. Durch geeignete Interaktionskonzepte

können Fehler vermieden oder beseitigt werden.

Bezüglich möglicher Fehler gibt es einige bekannte

Beispiele: Ein Fahrzeug erkennt den Mond als Ampel

und leitet eine Verzögerung ein oder das System

liest 30 km/h anstatt der erlaubten 80 km/h auf

einem Verkehrsschild und verringert daraufhin die

Geschwindigkeit des Fahrzeugs entsprechend.

Sie bieten im Bereich Softwaretesting ein breites

Portfolio – was gehört dazu?

Wir begleiten unsere Kunden in der Phase der

Produktentwicklung – von der Anforderungsspezifikation

bis hin zu Abnahmetests und der anschließenden

Inbetriebnahme der Softwaresysteme.

Das Leistungsspektrum reicht von der Softwareabsicherung

auf der Funktions- und Komponentenebene,

einzeln oder im Verbund, bis hin zur

Integration und Absicherung der Elektronik eines

Gesamtsystems. Zudem testen wir Neufahrzeuge

im Straßenverkehr oder auf Teststrecken – auf den

Arealen des Kunden, Rennstrecken oder in einem

unserer Testzentren. Hervorzuheben ist dabei,

dass wir unsere Kunden über alle Phasen hinweg

begleiten können und unsere Arbeit nicht mit dem

Produktionsstart endet. So testen wir beispielsweise

auch Softwareupdates und führen diese selbst

FOTO: UNLIMIT3D/ADOBE STOCK

durch beziehungsweise schulen Vertragshändler

dahin gehend oder übernehmen die Bearbeitung

von Gewährleistungsanträgen.

Welche Schritte sind bei jedem Kunden gleich,

wo müssen Sie individualisiert vorgehen?

Auf Grundlage diverser Normen und Standards,

zum Beispiel ISO26262 und ISTQB®, ist das Vorgehen

bei Funktions- und Systemtests weitgehend

identisch. Die erforderlichen Aktivitäten während

der Softwaretests werden rollenspezifisch zusammengefasst.

Dadurch haben wir die Möglichkeit,

kundenspezifische Anforderungen mit der jeweils

passenden Rolle zu bedienen. Unsere Mitarbeiter

sind ISTQB®-zertifiziert und arbeiten nach gängigen

Standards und Normen.

Können Sie ein typisches, erfolgreiches Projektbeispiel

geben?

Aufgrund unserer Expertise im Bereich Testentwicklung

und Testanalyse hat uns ein OEM aus

dem Premiumsegment mit einem Großprojekt

beauftragt. Der Fokus hierbei liegt auf der Testdurchführung

am virtuellen Prüffeld. Mit der

Testentwicklung, Testdurchführung und der

Testanalyse inklusive Testmanagement bieten wir

unserem Kunden ein vollumfängliches Testhaus.

Die Software auf Funktions- und Komponentenebene

wird durch uns abgesichert und integriert,

zum Teil im Verbund, immer mit dem primären

Ziel der Freigaben der Softwaresysteme. Diese

erreichen wir durch eine Verifikation und Validierung

der jeweiligen Softwarefunktionalität im

Rahmen eines definierten Absicherungsprozesses

über diverse Testinstanzen hinweg. Der Kunde

sieht uns als kompetenten Partner für den

gesamten Absicherungsprozess – von der Definition

der Anforderung an die Funktion über die

Entwicklung und Durchführung der Testfälle bis

hin zum getesteten und freigegebenen Produkt.


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Diese Artikel sind in Zusammenarbeit mit GE0TAB, HARMAN und LEADEC entstanden.

Telematik für das Transportwesen der Zukunft

Klaus Böckers

Vice President

Nordics, Central

and Eastern Europe

von Geotab

Die Digitalisierung nimmt auch

in Transportunternehmen Fahrt

auf. Welche Chancen liegen

darin?

Fahrzeuge sind mittlerweile selbst

vernetzt und in dieser Eigenschaft

mit vielen Systemen und Sensoren

ausgestattet, die Daten verarbeiten.

Unternehmen sollten diese Daten

nicht ungenutzt lassen. Durch digitale

Prozesse und Analysen lassen

sich vielerorts Kosten senken und

lässt sich die Energie- beziehungsweise

Kraftstoffeffizienz von Fahrzeugen

steigern. Die ganze Vielfalt

der Möglichkeiten der Digitalisierung

ist generell noch lange nicht

ausgeschöpft. So konnten wir bei

Geotab mithilfe digitalisierter Sensorik

in Mexiko genau das Epizentrum

eines Erdbebens lokalisieren,

in Barcelona eine hyperlokale Karte

der Lufttemperatur anfertigen und

den Effekt von COVID-19 auf die

weltweite Flottenaktivität analysieren

und darstellen.

Welche Rolle spielt das Thema

Telematik?

Telematik bildet die Schnittstelle

zwischen den Fahrern und Fahrzeugen

auf der Straße und den Planern

am Schreibtisch, hier laufen alle Fäden

zusammen. Telematiklösungen

sind unverzichtbar auf dem Weg zu

einer digitalen Flotte und elementarer

Bestandteil des Transportwesens

der Zukunft. Durch Telematik haben

Unternehmen Zugriff auf Flotten-

Benchmarking, Standortanalysen,

städtische Infrastruktur und noch

viele weitere Systeme und Funktionen,

die allesamt zu einer verbesserten

und effizienteren Performance

führen. Außerdem ermöglicht sie,

all die Daten, die konstant von den

Flottenfahrzeugen erhoben werden,

zu analysieren und zu ordnen, sodass

Flottenmanager einen besseren

Überblick erhalten und besser

planen können.

In Deutschland nutzen aktuell

weniger als 20 Prozent aller Flotten

Telematik. Wie geht man am

besten mit Bedenken um?

Dagegen hilft nur, von Beginn an

klar zu kommunizieren, wozu die

Telematikdienste dienen – unter

anderem Steigerung von Effizienz,

Sicherheit, Innovation und Sicherung

von Arbeitsplätzen. Man sollte

sich langfristig einen erfahrenen

Partner mit ins Boot holen. Auch

wir bei Geotab verkaufen nicht nur

Produkte, sondern stehen ebenfalls

beratend zur Seite, damit unsere

Kunden während ihrer ersten

Schritte in einer digitalisierten

Arbeitswelt nicht allein sind.

Konsumenten-Benchmark für die Autoindustrie

Die Automobilindustrie erlebt

gerade eine der wichtigsten

Transformationen ihrer Geschichte.

Dabei spielen Konsumerisierung

und Elektrifizierung

eine große Rolle. Wo sehen Sie

den Fokus?

Anstelle traditioneller Leistungsmerkmale

wie Drehmoment und PS

gelten heute zunehmend die Erlebnisse,

die dem Fahrer und Passagieren

in einem Auto geboten werden,

für die meisten Konsumenten als

Kriterium bei der Fahrzeugwahl. Entscheidend

hierbei ist, dass sich diese

eng an den Wünschen der Kunden

ausrichten, wobei deren Vorlieben

primär durch den Umgang mit Unterhaltungselektronik

geprägt sind.

Daher müssen die Automobilhersteller

mit innovativen Partnern zusammenarbeiten,

die wissen, wie man

diese Erfahrungen auf ansprechende

Art und Weise ins Auto bringt.

Wie kann HARMAN hier unterstützen?

HARMAN kann auf eine lange

Geschichte von Innovationen und

bahnbrechenden Lösungen im

Bereich vernetzte Technologien,

Audio und Soundmanagement

zurückblicken, wie zum Beispiel

die erste serienmäßige aktive

Fahrgeräuschunterdrückung, oder

Lösungen für Telematik, Fahrerassistenzsysteme

und digitales

Cockpit. Heute sind unsere

Automotive-Produkte in über 50

Millionen Fahrzeugen weltweit auf

der Straße zu finden. Mit unserer

starken Kombination aus Consumer-Tech-

und Automotive-Expertise,

angesehenen Audiomarken

wie Harman Kardon und Bowers

& Wilkins ist HARMAN der Transformationspartner

der Wahl für die

Automobilindustrie.

Wie sieht die Zukunft der Autoindustrie

aus?

Die Autoindustrie, wie wir sie

kennen, befindet sich im Wandel:

Autos werden immer mehr zu

elektronischen Geräten und die

Verbraucher erwarten verstärkt

auch in ihren Fahrzeugen ein

Nutzererlebnis im Stil der Unterhaltungselektronik,

wie sie es aus

anderen Bereichen ihres Alltags

kennen. Angetrieben von diesen

Veränderungen sehen wir einen

Anstieg von Technologietrends aus

anderen Bereichen – wie Smart

Home, AR/VR, Sicherheit und

Sensortechnologien –, die ihren

Weg ins Auto finden. Wir werden

erleben, dass die Entwicklungsgeschwindigkeit,

die Bereitstellung

und der Funktionsumfang von

Erlebnissen im automobilen

Kontext immer mehr denen von

Verbraucherelektronik ähneln. Wir

als Branchenführer müssen diese

Chance nutzen, um unser Wertversprechen

für die Verbraucher zu

erhalten. HARMAN ist bereit, dies

zu tun und als starker Partner für

die Automobilhersteller den

Wandel anzuführen.

Christian

Sobottka

President, Automotive

Division,

HARMAN

Pionierprojekte mit Zukunftspotenzial

Markus Glaser-

Gallion

CEO, Leadec

Die Automobilindustrie steckt

mitten in der Transformation zur

Elektromobilität – wie begleitet

Leadec diese?

Wir sind seit rund 60 Jahren ein

anerkannter Partner der Automobil-

und Fertigungsindustrie.

Wir begleiten Fabriken in ihrer

Transformation – hin zu neuen

Antriebskonzepten, Digitalisierung

in der Produktion, zunehmender

Vernetzung bis zu Industrie 4.0.

Inzwischen haben wir auch weitreichende

Kompetenzen im Bereich

E-Mobilität aufgebaut. Viele Hersteller

in der Elektromobilität oder

von Batteriespeichern fokussieren

derzeit auf Europa und hier speziell

auf Deutschland – da ergeben sich

spannende neue Möglichkeiten für

uns als technischen Dienstleister.

In welchen Bereichen unterstützen

Sie konkret?

Bislang fragen die Automobilhersteller

vor allem Engineering-,

Automatisierungs- und

Betreiberkonzepte nach, allerdings

übernehmen wir auch klassische

Standortdienstleistungen wie

Facility Services und Instandhaltung.

Unsere Schwerpunkte

derzeit liegen auf Batteriemontage

und Fahrzeugmontage, Havariekonzepten

sowie Ladesystemen

in Werken. Unternehmen, die

sich neu in Deutschland ansiedeln,

kennen außerdem häufig die deutschen

Genehmigungsprozesse und

die rechtlichen Rahmenbedingungen

nicht. Also vertrauen sie

auf einen Outsourcing-Partner

wie uns.

Können Sie ein aktuelles Projektbeispiel

eines Kunden nennen?

Wir haben im vergangenen Jahr

einen Doppelauftrag für die Instandhaltung

von Batterielinien

von Mercedes-Benz in Deutschland

und Polen erhalten. Für ein Tochterunternehmen

des Automobilkonzerns

montiert Leadec bereits

seit Mai 2019 die Batteriegehäuse

am Standort in Hoyerswerda. Seit

März 2020 hat Leadec zusätzlich die

Instandhaltung der Batteriemontage

in Kamenz übernommen. Im

polnischen Jawor sind wir für die

Instandhaltung der Motorproduktionslinien

sowie der Batterieproduktionsanlagen

verantwortlich. Insgesamt

betreuen wir als Dienstleister

so acht Batterielinien. Die beiden

Aufträge für Instandhaltungsaktivitäten

für Batterielinien sind die

ersten ihrer Art in Europa. Für uns

sind dies Pionierprojekte im schnell

wachsenden Markt der Elektromobilität,

wir bauen unsere Services und

Kompetenzen in diesem Bereich

kontinuierlich weiter aus.

Was ist derzeit Ihre größte

Herausforderung?

Die Wertschöpfungsketten und die

Anforderungen in der Produktion

verändern sich sehr schnell. Für

uns ist es essenziell, dass wir und

unsere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter hier Schritt halten.

Derzeit haben wir allein in

Deutschland fast 400 offene Stellen

zu besetzen, von der Elektrotechnik

bis zur IT und natürlich vermehrt

im Bereich Elektromobilität.


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Diese Artikel sind in Zusammenarbeit mit NOVELIS EUROPE, FORMEL D und BORGWARNER entstanden.

Aluminium-Leichtbau für Elektrofahrzeuge

Dr. Axel

Foerderreuther

Leiter Customer

Solution Center,

Novelis Europe

Welche Bedeutung haben Leichtbau

und Aluminium bei Elektrofahrzeugen?

Leichtbau bei Elektrofahrzeugen

ist höchst relevant, denn auch hier

gilt die Fahrwiderstandsgleichung.

Nicht nur die Reichweite steigt durch

Leichtbau, es verbessern sich auch die

Fahreigenschaften, die Zuladung wird

erhöht und nicht zuletzt profitiert die

passive Sicherheit. Den Effekt auf die

Reichweite haben wir detailliert untersucht:

100 kg Leichtbau bedeuten bei

realitätsnahen Fahrprofilen zwischen

0,6 und 1 kWh weniger Energieverbrauch

pro 100 km. Auf eine Gesamtreichweite

von beispielsweise 500 km

gerechnet, kommt man mit 10%

Mindergewicht also 8% weiter. Das ist

ein spürbarer Unterschied, zumal die

Batteriegröße stets der begrenzende

Faktor ist. Eine größere Batterie wäre

im Vergleich teurer als Leichtbau mit

Aluminium. Daher ist es kein Zufall,

dass Aluminium bei vielen Elektrofahrzeugen

quasi „gesetzt“ ist.

Die Materialpreise für Stahl und

Aluminium sind im letzten Jahr

stark gestiegen, welche Auswirkungen

hat dies auf den künftigen

Einsatz von Aluminium?

Wie die meisten Werkstoffe sind

sowohl Stahl als auch Aluminium

teurer geworden, prozentual gesehen

ist Stahl sogar stärker gestiegen.

Dadurch sind viele konkurrierende

Anwendungen, gerade im Blechbereich,

preislich so nahe beieinander

wie noch nie, insbesondere Türen

und Klappen. Für unsere Kunden hat

das aber auch Vorteile. Der Umstieg

auf Aluminiumtüren war noch nie

mit so geringen Mehrkosten zu realisieren

wie aktuell. Die StartUps und

Newcomer gehen in der Karosserie

vielfach direkt auf Aluminium.

Wie sieht die Zukunft der

Elektromobilität in der Aluminiumindustrie

aus?

Elektromobilität wird immer mehr

zum neuen Mainstream, das heißt die

Stückzahlen werden rapide steigen

und die Kosten dagegen sinken. Ich

behaupte: Die richtig guten Karosseriekonzepte,

die konsequent auf

Elektromobilität konstruiert sind,

werden erst in den nächsten Jahren

auf den Markt kommen. Einige der

heutigen Bauweisen für Batteriegehäuse

sind schlicht nicht zu höheren

Stückzahlen skalierbar. Zu schwer, zu

kleinteilig, zu wenig Produktivität in

den Halbzeugen und Fügeverfahren

und damit letztlich einfach zu teuer.

Für uns bedeutet dies, dass wir

unsere Kunden intensiv und

umfassend beraten müssen, um

Aluminium zu einer dauerhaften

Erfolgsstory im Segment der

Elektrofahrzeuge zu machen.

Full Service für die Fahrzeugerprobung

Vdynamics ist Teil der Formel D

Group und spezialisiert auf Services

in den Bereichen Testing,

Absicherung, Simulation und

virtuelle Fahrzeugentwicklung

sowie insbesondere virtuelles

Softwaretesting. Welchen technischen

Background benötigen

die Vdynamics-Spezialisten, um

diesen Service anzubieten?

Die Vdynamics-Experten haben

in der Regel einen Bachelor- oder

Masterabschluss in einem der

MINT-Fächer. Um die volle Breite

des benötigten Know-hows abbilden

zu können, benötigen wir auch

Kolleginnen und Kollegen mit

einem Mechatronik-Hintergrund.

Darüber hinaus ist ein tiefgehendes

Domänenwissen, insbesondere

in den fahrzeugrelevanten Ausprägungen

wie zum Beispiel Fahrerassistenzsystem

und Fahrdynamik,

wichtig. Das Besetzen der umfänglichen

Expertenrolle erfordert

allerdings eine gewisse Interdisziplinarität

im Team.

Bei Vdynamics arbeitet ein interdisziplinäres

Team – welche

Spezialisten sind hier tätig und

warum braucht es diesen Mix

an unterschiedlichen Kompetenzen?

Neben der technischen Expertise

ist es notwendig, über den entsprechenden

Background für ein

dazugehöriges Projektmanagement

zu verfügen. Dieses Wissen wird

meistens durch Kolleginnen und

Kollegen mit einem Studienabschluss

im Wirtschaftsingenieurwesen

bereitgestellt.

Sie bieten Ihren Kunden ein

Full-Service-Paket im Bereich

der Fahrzeugerprobung – was

beinhaltet dieses?

Das Full-Service-Paket beinhaltet

eine vollständig autarke Durchführung

der Erprobungsfahrten

inklusive des Betriebs eines Testzentrums.

Dazu gehören neben der

Durchführung der Erprobungsfahrten

mit unseren qualifizierten

und erfahrenen Fahrern und der

Dokumentation sowie Verifikation

und Analyse der Erprobungsergebnisse

viele weitere Services wie die

Fahrzeug-, Teile- und Datenlogistik,

die Wartung der Fahrzeuge, die

Routenplanung usw.

Wie sind Sie mit Ihren eigenen

Testcentern vor Ort aufgestellt?

Wir betreiben mit der Formel D

Group sowohl Testzentren unserer

Kunden als auch unsere eigenen –

und dies weltweit. Entsprechend

der Bedarfe unserer Kunden

entwickeln wir Konzepte und

setzen diese weltweit um.

Dr. Jürgen

Laakmann

CEO der Formel D

Group

Energieeffizienter mit „Charging Forward“

Frédéric Lissalde

Präsident und

CEO von Borg-

Warner

Die Elektrifizierung ist in der

Automobilbranche auf dem Vormarsch.

Wie wird sich der Markt

entwickeln?

Die Chancen, die uns die Elektrifizierung

der Mobilität bietet, sind

sehr vielfältig. Wir bei BorgWarner

haben unser Elektrifizierungsportfolio

seit 2015 durch eine

Reihe strategischer Übernahmen

und Partnerschaften sowie durch

organische Entwicklungen kontinuierlich

ausgebaut. Unser kürzlich

vorgestelltes Projekt „Charging

Forward“ sieht nun eine erhebliche

Erweiterung und Beschleunigung

unserer Elektrifizierungsaktivitäten

vor. Wir glauben, dass die Marktchancen

beträchtlich sind und

dass wir die Produktführerschaft in

diesem Bereich erreichen können.

Auch Sie als erfahrener Zulieferer

müssen sich darauf einstellen.

Wie haben Sie sich in den

vergangenen Jahren vorbereitet,

um Kompetenzen auszubauen?

Wir haben bereits im Jahr 2014

den sich beschleunigenden Trend

zu Elektrofahrzeugen erkannt.

Gleichzeitig wurde uns klar, dass

wir nicht stark genug aufgestellt

waren, um die Nachfrage in fünf,

zehn und 15 Jahren zu decken. Also

haben wir uns gefragt: Wie können

wir effektiv und effizient handeln,

um das Unternehmen besser zu

positionieren und von diesem aufkommenden

Trend zu profitieren?

Die Folge war neben organischem

Wachstum, wie der Entwicklung

und Produktion unserer Hochvoltheizer

für Elektrofahrzeuge, auch

eine Reihe strategischer Übernahmen,

die unser bereits bestehendes

Portfolio ergänzten – beispielsweise

mit Kompetenzen in E-Motoren

von Remy und in Elektronik und

Leistungselektronik von Delphi

Technologies. Und darauf bauen

wir mit Akquise, wie der des Batterieherstellers

AKASOL, die wir

kürzlich angekündigt haben, weiter

auf.

Welche Ziele streben Sie an und

wie wollen Sie sie erreichen?

Mit der Vision einer sauberen und

energieeffizienten Welt ist es für

uns selbstverständlich, bei Nachhaltigkeitsthemen

an vorderster

Front zu stehen. Die Produkte, die

wir heute und in Zukunft liefern,

machen die Welt energieeffizienter.

Deshalb haben wir uns auch selbst

dazu verpflichtet, bis zum Jahr

2035 komplette CO 2-Neutralität zu

erreichen. Zudem haben wir erst

kürzlich unsere neue Strategie mit

dem Namen „Charging Forward“

vorgestellt. Wir gehen davon aus,

dass dieses Projekt uns dabei helfen

wird, bis 2025 mehr als 25 Prozent

und bis 2030 etwa 45 Prozent

unseres Umsatzes mit Produkten

für Elektrofahrzeuge zu erzielen.


10

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit GEOTAB entstanden.

Telematiklösungen von Geotab –

für eine produktive und nachhaltige Flotte

Die Elektromobilität in Deutschland und so auch in deutschen Fuhrparks gewinnt immer weiter an Bedeutung. Ziel ist es vor allem,

Kraftstoffkosten zu sparen und Kohlenstoffemissionen zu verringern. Um dabei möglichst effizient vorzugehen, können clevere

Telematiklösungen von Geotab helfen, die praktische Mittel zum Management von sowohl konventionellen als auch elektrischen

Fahrzeugen bereitstellen. Durch die Zentralisierung aller Informationen wird es für Fuhrparkleiter so möglich, die Nutzung der

Fahrzeuge zu optimieren und die Rentabilität eines elektrisierten Fuhrparks sicherzustellen.

Text

Dominik Maaßen

Der Trend zur Elektromobilität wächst

exponentiell und die Mobilitätsrevolution

ist bereits in Gang. Auch wenn der Verbrennungsmotor

immer noch mit großem

Abstand die Straßen beherrscht, ist er auf lange

Sicht Schnee von gestern. Für Verbraucher und

Firmenchefs gilt deshalb: Egal ob es um die private

oder um die gewerbliche Nutzung von Elektrofahrzeugen

geht – die Umstellung lohnt sich in fast allen

Fällen. Auch der momentan noch etwas teurere Anschaffungspreis

für Elektrofahrzeuge im Vergleich

mit konventionellen Fahrzeugen ist kein starkes

Argument, denn er wird schnell durch die günstigen

Betriebskosten kompensiert. Und die bislang recht

kostspieligen Fahrzeugbatterien werden in der Produktion

immer billiger, was sich mittelfristig positiv

auf die Fahrzeugpreise auswirken wird. Natürlich

erfolgt die Entscheidung für eine bestimmte Vorgehensweise

nicht aus dem Bauch heraus. Das könnte

sich unter Umständen finanziell fatal auswirken.

Vor allem dann, wenn vorhandene Fahrzeuge am

Ende ihres Lebenszyklus angekommen sind, stellt

sich allerdings unweigerlich die Frage, ob und unter

welchen Umständen es sinnvoll ist, auf Elektromobilität

umzusteigen.

FOTO: ADOBE STOCK

Wichtige Fragen vor der Umstellung

Im Rahmen der Umstellung gilt es, idealerweise vorher

einige wichtige Fragen zu berücksichtigen: Wie

läuft die Umstellung eines Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge

ab? Wie viele Elektrofahrzeuge sollten beschafft

werden und wann? Müssen alle Fahrzeuge des

Fuhrparks vollständig elektrisch sein? Wie können

aktuelle Techniken für das Fuhrparkmanagement

in der neuen, elektrifizierten Umgebung eingesetzt

werden?

Maximale Reichweite

Wird die maximale Reichweite, die ein Fahrzeug pro

Tag zurücklegen kann, identifiziert, können Elektrofahrzeuge

je nach Anwendungsgebiet ausgewählt

werden. Das heißt, wird ein Fahrzeug mit einer

Batterie, die eine große Reichweite von mehr als 200

Kilometern ermöglicht, benötigt? Oder reicht eine

Batterie für kurze Reichweiten bereits aus?

Basierend auf einer Studie von Geotab, einem

weltweit führenden Spezialisten im Bereich IoT und

vernetzte Fahrzeuge, zum Thema grüne Fuhrparks

sind Bedenken bezüglich der Reichweite von elektrischen

Fahrzeugen einer der Hauptgründe, weshalb

Fuhrparks noch nicht auf Elektrofahrzeuge umgestellt

worden sind. „Selbstverständlich möchten

Firmen vermeiden, dass der Fahrer ohne Zugang zu

Lademöglichkeiten auf der Strecke liegen bleibt“,

sagt Klaus Böckers, Vice President Nordics, Central

and Eastern Europe bei Geotab. „Wenn es also um

die Einführung von Elektrofahrzeugen geht, ist

die Analyse der maximalen Reichweite einer der

wichtigsten Anhaltspunkte, die für oder gegen den

Einsatz eines Elektrofahrzeugs sprechen.“

Betriebskosten als Indikator

Ebenso sind die Betriebskosten des Fahrzeugs,

das ersetzt werden soll, ein wichtiger Indikator für

die Auswahl eines passenden Elektrofahrzeugs.

Sowohl die unverbindlichen Preisempfehlungen der

Hersteller als auch Angebotspreise sind für Elektrofahrzeuge

oftmals höher als für Fahrzeuge mit

konventionellem Verbrennungsmotor – ein weiteres

Hindernis auf dem Weg zum elektrisierten Fuhr-

park. Dennoch weisen Elektrofahrzeuge niedrigere

Betriebskosten auf als konventionelle Fahrzeuge.

Optimaler Ladezustand

Die abschließende Frage – wo und wie lange wird

das Fahrzeug abgestellt? – dreht sich um die dritte

Herausforderung bei der Umstellung: den Ladezustand

der Fahrzeuge. „Es ist wichtig, eine Infrastruktur

bereitzustellen, die gewährleistet, dass die

Fahrzeuge im Fuhrpark während ihrer Standdauer

effizient aufgeladen werden, damit beim nächsten

Einsatz ihre notwendige Reichweite ausgereizt werden

kann“, sagt Böckers. Ist beispielsweise der Tank

eines konventionellen Fahrzeugs leer, bedeutet dies

eine Verzögerung von ungefähr zehn Minuten. Bei

einem elektrischen Fahrzeug kann sich diese Verzögerung

allerdings auf mehrere Stunden belaufen. Es

besteht also ein erhöhter Bedarf bei der Berichterstattung

zum Ladezustand der Fahrzeuge.

Praktisches EVSA Tool von Geotab

Die Lösung: Geotab ist es möglich, mithilfe von

entsprechenden Fuhrparkdaten alle drei Fragen in

einem einzelnen Bericht zu beantworten. Hierfür

wird das sogenannte EVSA Tool (Electronic Vehicle

Suitability Assessment) genutzt, das alle erforderlichen

Informationen für eine reibungslose Integration

von Elektrofahrzeugen in den Fuhrpark

bereitstellt. „Im Zuge dieser Evaluierung beurteilen

wir den aktuellen Fuhrpark und erstellen einen individuellen

Plan zur Elektrifizierung. Wichtig ist, dass

diesem Prozess sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet

wird, um mit ruhigem Gewissen die passenden

Elektrofahrzeuge für die Anforderungen des eigenen

Fuhrparks zu finden“, sagt Böckers.

Hinzu kommt: Die Verwaltung eines elektrischen

Fuhrparks unterscheidet sich in manchen Aspekten

von der eines konventionellen Fuhrparks. Während

viele der bereits existierenden Fahrzeugdaten für

Fuhrparkmanager relevant bleiben, werden diese

ebenfalls durch neue Daten ergänzt: beispielsweise

durch den Ladezustand des Fahrzeugs, die Angaben

zum Ladevorgang sowie den Vergleich zwischen

elektrischer Laufleistung und der benzin- und dieselgetriebenen

Laufleistung bei Plug-in-Hybriden.

Plattform für alle Fahrzeugantriebe

„Auch hierfür bieten wir von Geotab eine Plattform,

mit der Elektrofahrzeuge und konventionelle

Fahrzeuge zusammen gemanagt werden können“,

sagt Böckers. „Durch die zentrale Datenverwaltung

entstehen die drei Vorteile Optimierung der elektrischen

Laufleistung, Berichte zu den Ladeaktivitäten

und Nutzung von Echtzeitinformationen.“

Weiterer Vorteil: Darüber hinaus lässt sich der

Betrieb der Fahrzeuge nach der Anschaffung mithilfe

von Telematikdaten fortlaufend optimieren.

Wie auch bei Benzin oder Diesel wird dabei zum

Beispiel der Verbrauch von Kilowattstunden pro 100

Kilometer erfasst. Eine umweltfreundliche Flotte

hängt stark von der Fahrweise der Fahrzeugführer

ab. Der Einsatz von Telematiklösungen kann hier

das Fahrverhalten positiv beeinflussen. Das Motto

lautet: Ein sicherer Fahrer ist immer gleichzeitig

auch ein umweltfreundlicher Fahrer. „Mithilfe der

Telematikdaten können umweltschädliche Fahrgewohnheiten

wie starkes Bremsen oder Beschleunigen,

regelmäßiges Fahren mit hoher Motordrehzahl

oder längeres Stehen mit laufendem Motor erkannt

werden“, so Böckers. „Ähnlich wie die Trainings für

eine kraftstoffsparende Fahrweise, können somit

auch entsprechende Trainings für eine nachhaltige

Fahrweise angeboten und implementiert werden.“

Produktiv und umweltgerecht

Mit den Flottenmanagement- und Telematiklösungen

von Geotab fördern Flottenchefs auf diese Weise

die Produktivität ihrer Fahrzeuge – und die Unternehmen

tragen gleichzeitig ihren Teil für eine

umweltgerechte Mobilität bei.

Mehr zu Produkten, Lösungen und

Support von Geotab unter:

geotab.com/de


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit LEADEC entstanden.

Fabrikservice rund um

die Batterieproduktion

Automobilhersteller beschäftigt zurzeit eine Frage: Wie kann die schnell

voranschreitende Transformation mit neuer Batterietechnologie erfolgreich

gelingen? Unterstützung bekommen sie von Leadec, einem global führenden

Servicespezialisten, der sie kompetent und weltweit über den gesamten

Lebenszyklus der Fabrik und der dazugehörigen Infrastruktur begleitet.

Text Dominik Maaßen

Die Automobilindustrie befindet sich

gerade in der größten Transformation

seit der Einführung der Fließbandproduktion

vor mehr als 100 Jahren

– denn sie bewegt sich weg vom Verbrennungsmotor

hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen.

Neue Rahmenbedingungen für Hersteller

Europa hat inzwischen China bei den Wachstumsraten

für batteriebetriebene Fahrzeuge

überholt. Während 2020 mehr als 3,2 Millionen

Fahrzeuge mit Elektroantrieb in Europa neu

zugelassen wurden, werden es in diesem Jahr

bereits mehr als 4,6 Millionen sein.

Um diese Nachfrage zu decken, werden immer

mehr „Gigafactories“ zur Produktion von

Zellen, Modulen und Packs in Europa geplant

und gebaut. Auch in Deutschland entstehen

neue Fabriken zur Produktion von Batterien

oder Elektrofahrzeugen oder bestehende Werke

werden umgerüstet.

Herausforderungen in der Produktion

Die Automobilunternehmen stehen vor der

schwierigen Entscheidung, wann und in welchem

Umfang sie batterieelektrische Fahrzeuge

entwickeln und ihre Wertschöpfungsprozesse

und damit ihre Produktionswerke umstellen.

Die Herausforderungen sind zahlreich: Das beginnt

bei der Planung und dem Hochlauf neuer

Werke, geht über die Transformation bestehender

Werke zu effizienten und kostengünstigen

Betreiberkonzepten und endet bei der Supply

Chain.

Komplexe Batteriezellenfertigung

Immer mehr neue Werke für die Batteriezellenfertigung

entstehen in Westeuropa, sowohl

von asiatischen und amerikanischen als auch

vermehrt von europäischen Herstellern. Und

diese haben klare Kriterien: Nachhaltigkeit in

der Supply Chain, räumliche Nähe zu den Fahrzeugmontagewerken,

CO 2-neutrale Produktion,

Zugang zu qualifiziertem Personal, Kenntnis

der lokalen Gesetzgebung und eine schnelle

Hochlaufkurve.

Spezialkompetenzen von Leadec

Hier sind spezialisierte technische Dienstleister

gefragt – mit Fachwissen rund um

E-Mobilität und moderne Fabrikorganisation.

Schließlich zeichnet sich die Produktion von

Hochvoltbatterien durch einen hohen Automatisierungsgrad

aus und das Handling der stoßempfindlichen

Batteriepacks unterliegt äußerst

strengen Normen.

Serviceunternehmen wie zum Beispiel

Leadec stellen Produktionsunternehmen ihre

Spezialkompetenzen zur Verfügung, helfen

Auslastungsspitzen zu bewältigen, erhöhen

die Verfügbarkeit der Anlagen, übernehmen

Unterstützungsprozesse und erhöhen die Flexibilität

ihrer Kunden. Mit seinen Services deckt

Leadec herstellerunabhängig die verschiedenen

Phasen der Wertschöpfungskette von der Batteriezelle

über das Batteriepacksystem bis hin

zur Fertigmontage eines batteriebetriebenen

Fahrzeugs ab.

Leadec zählt zu den führenden technischen

Dienstleistern für die Fertigungsindustrie weltweit

und unterstützt seine Kunden entlang der

gesamten Wertschöpfungskette in der Produktion.

Seit 60 Jahren begleitet der Spezialist seine

Kunden aus der Automobilindustrie – von der

Planung, Installation und Automatisierung bis

zum Betrieb der Fabriken und der Gebäude.

Leadec ist an mehr als 300 Standorten auf der

ganzen Welt tätig. Oft arbeiten seine Mitarbeiter

direkt in den Werken und Anlagen der Kunden.

Die Kunden aus dem Bereich Batteriefertigung

vertrauen auf die dringend notwendige

Kompetenz von außen. Denn der Industrieservice

wird sich weiter professionalisieren: Mit

den neuen Fertigungs-, Montage- und Prüftechniken

wird sich der Trend zu Smart Manufacturing

und damit auch zu Smart Services gerade

bei der Herstellung von Batteriezellen und

-modulen weiter verstärken.

Referenzen der Großserienfertigung

Leadec hat zahlreiche Referenzen für Teststellungen

und in der Großserienfertigung durch

Projekte in Deutschland, Polen und den USA.

Im Fokus stehen dabei technische Dienstleistungen

wie das Engineering, die Instandhaltung

von neuen Montagelinien, Dienstleistungen für

die Vormontage und die Versorgungslogistik.

In Kamenz bei Dresden werden zum Beispiel

für einen Hersteller hoch entwickelte

Lithium-Ionen-Batterien für Plug-in-Hybride

oder rein elektrische Fahrzeuge gebaut. Leadec

hat hier innerhalb weniger Monate an einem

eigenen Standort außerhalb des Werksgeländes

ein Betreiberkonzept zur Vormontage unterschiedlicher

Batteriepackgehäuse geplant und

umgesetzt. Das innovative Versorgungskonzept

beinhaltet eine Just-in-Sequence-Anlieferung

sowie das Leergut- und Qualitätsmanagement.

Am gleichen Standort übernimmt der Spezialist

die Instandhaltungsarbeiten in der Batteriemontage.

Dank eines erfahrenen Vordenkers wie

Leadec sind Hersteller so auf einem erfolgreichen

Weg zur intelligenten Produktion von

Batterien und elektrischen Fahrzeugen und fit

für die Industrie 4.0 in ihrer smarten Fabrik.

FOTO: SHUTTERSTOCK

Mehr Informationen unter:

leadec-services.com


TECHNOLOGIE-

TRENDS 2022 –

EIN RATGEBER

Die Beziehung zwischen Mensch und Maschine wird die Zukunft unserer

Gesellschaft bestimmen. Eine erfolgreiche digitale Transformation bedeutet

für eine Gesellschaft daher immer auch die Integration reibungsloser Schnittstellen

zwischen Mensch und Technologie.

Am 30.12.2021 veröffentlicht das unabhängige Verlagshaus

Mediaplanet Deutschland die cross-mediale Themenkampagne

„Technologie-Trends 2022“, in Form eines hochwertigen

Specials, beigelegt in der FAZ Abonnenten-Auflage sowie als

ePaper in FAZ Digital. Diese Kampagne versteht sich als ein innovativer

Ratgeber rund um gesellschaftliche Herausforderungen

durch technologischen Wandel und den damit einhergehenden

Chancen für den Menschen im Spannungsfeld Mensch, Gesellschaft

& Technologie. Im Mittelpunkt stehen technologische

Megatrends und deren Potentiale und Auswirkungen auf unsere

Gesellschaft der Zukunft.

Nutzen Sie dieses

Umfeld für einen

eigenen themenbezogenen

Aufritt.

Tanja Bickenbach,

MBE

Head of Key

Account Management

+49 (030) 887 11 29 51

+49 160 970 92 316

tanja.bickenbach@

mediaplanet.com

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caybon.com

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