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Motocross Enduro Ausgabe 10-2022

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EDITORIAL

Tim Gajser und sein Teamchef haben

allen Grund zu feiern

• Foto: shotbybavo

DIE ERSTEN WELTMEISTER STEHEN FEST

In der MXGP, Enduro1- und Enduro-Youth-

Klasse hatten Tim Gajser, Andrea Verona

und Zachary Pichon allen Grund zum Feiern,

konnten sie sich doch bereits vorzeitig

ihre Titel sichern. Doch dazu später

mehr.

In MCE 9/22 haben wir euch ja bereits die

2-Takt-Enduromodelle 2023 von Beta präsentiert.

In dieser Ausgabe sind nun die

4-Takter an der Reihe. Marko Barthel durfte

die brandneuen Versionen der RR 350,

RR 390, RR 430 und RR 480 in den Bergen

Österreichs Probefahren und berichtet

euch ab Seite 14 von seinen Eindrücken.

Yamaha hat sich für das kommende Modelljahr

2023 voll und ganz auf die Entwicklung

der neuen YZ450F konzentriert.

So viel vorab: Der Fahrer steht im Mittelpunkt.

Vorstellung ab Seite 20.

Marko Barthel hat ab Seite 24 die neue

KTM 125 SX auf Herz und Nieren geprüft

und kam zu folgendem Schluss: „Der große

Hype um die neue KTM-SX-Generation

war berechtigt: Diesen Entwicklungssprung

spürt man einfach.“ Bericht ab Seite

24.

Wechseln wir das Thema und kommen

zum Renngeschehen. Auf der traditionsreichen

MXGP-Strecke in Uddevalla feierte

das Monster Energy Yamaha Factory

MXGP-Team sein fünftes Doppelpodium

mit Sieger Jeremy Seewer und Glenn Coldenhoff.

In der MX2-Klasse stand mit Jago

Geerts ein weiterer Yamahafahrer auf dem

obersten Podest. Bericht ab Seite 32.

Im finnischen Hyvinkää schrieb oben genanntes

Team mit Glenn Coldenhoff, Jeremy

Seewer und Maxime Renaux zwar Geschichte,

indem es das komplette Podium

eroberte. Die Show aber stahl ihnen Tim

Gajser, der sich nach einer überragenden

Saison vorzeitig seinen fünften MX-WM-

Titel sichern konnte. Mehr darüber ab Seite

36.

In St. Jean d’Angély ließ es sich Tim Gajser

nicht nehmen und bestätigte mit dem Gesamtsieg,

übrigens seinem neunten in

dieser Saison, dass er mehr als verdient

Weltmeister geworden ist. Jeremy Seewer

stand nach dem Frankreich-GP als Vizeweltmeister

fest. Bericht ab Seite 38.

Auch in der AMA-MX-Meisterschaft geht

es weiterhin spannend zu. Chase Sexton

und Eli Tomac wechseln sich beim Siegen

ab. Eine Runde vor Schluss führt Tomac

das Klassement mit lediglich einem

Pünktchen Vorsprung vor Sexton an. Auch

in der 250er-Klasse fällt die Entscheidung

um den Meistertitel zwischen Jett Lawrence,

Jo Shimoda und Hunter Lawrence erst

im letzten Lauf. Berichte ab Seite 40.

Am zweiten Renntag der sechsten Enduro-

WM-Runde in Zalaegerszeg/Ungarn konnten

Andrea Verona (E1) und Zachary Pichon

(Enduro Junior) bereits ihre Titel feiern. Für

Verona ist es bereits sein dritter in Folge.

Bericht ab Seite 46.

Nach der Sommerpause traf sich die Supermoto-Elite

zum vierten Schlagabtausch

in der Internationalen Deutschen

SuperMoto Meisterschaft. Auch hier war

Spannung vorprogrammiert, lagen doch

die ersten vier Platzierten in der S1-Klasse

nur 4 Punkte auseinander. Wer sich am

besten behaupten konnte, lest ihr ab Seite

52.

In unseren Tipps & Tricks erfahrt ihr, wie

ihr für die anstehenden Rennen mehr Geschwindigkeit

bekommt. Bericht ab Seite

54.

Ab Seite 56 stellen wir euch die von Matthias

Sorge geführte Firma Zweiradsport

Meine vor, die sich einem ehrgeizigen Projekt

widmet: „Yamaha back in Enduro Race

2023“.

Und natürlich hält euch unser Kolumnist

Lukas Platt über seine Erlebnisse auf und

neben der Rennbahn wieder auf dem Laufenden.

Kolumne ab Seite 58.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.


SCHNAPPSCHUSS

Der Große Preis von Schweden markiert Jago Geerts’ 40.

Podestplatz in seiner Karriere und seinen ersten Hattrick

bei Grand-Prix-Siegen....

• Foto: Yamaha


INHALT

10/2022

RACING

32

40

Foto: GASGAS

Foto: Yamaha

Motocross WM

Uddevalla/S, Hyvinkää/FIN, St. Jean d’Angély/F

AMA MX

Unadilla, Budds Creek, Ironman

ENDURO WM

MODELLE 2023

14 Präsentation Beta 4-Takt

20 Vorstellung

Yamaha Offroad

TEST

24 KTM SX 125

MOTOCROSS

32 WM Uddevalla/S

36 WM Hyvinkää/FIN

38 WM St. Jean d’Angély/F

40 AMA MX Unadilla

42 AMA MX Budds Creek

44 AMA MX Ironman

POSTER

34 Tom Vialle

ENDURO

46 WM Zalaegerszeg/H

SUPERMOTO

52 Harz-Ring

TIPPS & TRICKS

54 Training + 4-Wochen-Plan

KOLUMNE

58 Lukas Platt

RUBRIKEN

3 Editorial

4 Schnappschuss

8 People & Facts

56 Vorstellung

Zweiradsport Meine

60 Vorstellungen/Warenkorb/

Notizen

66 Vorschau MCE 11/22

6 MOTOCROSS ENDURO 10/22

46

Am letzten Renntag der sechsten Runde der WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft wurden die

ersten Weltmeister des Jahres 2022 gekrönt: Andrea Verona (GASGAS) holte sich die Enduro1-Krone

und Zach Pichon (Sherco) sicherte sich den Enduro-Junior-Titel

MODELLE 2023 beta - viertaktmodelle

14

Titelfotos: Yamaha, KTM, GASGAS, Beta

Foto: GASGAS

Foto: Micha Tetzner

In dieser Ausgabe kommen wir zu Teil 2 unserer Beta-Vorstellung der 2023 Enduromodelle. In der letzten

Ausgabe haben wir über die Zweitakter berichtet und hier und jetzt geht es um die 4-Takt-Versionen

RR 350, RR 390, RR 430 sowie RR 480


54

POSTER

TIPPS & TRICKS: Jetzt mehr Geschwindigkeit bekommen

Foto: Uwe Laurisch

SUPERMOTO Harz-ring

VORSTELLUNG Zweiradsport Meine

Foto: Vanessa Lugo

52

Nach einer Sommerpause hieß es am Wochenende 13./14. August

endlich wieder „Herzlich willkommen zur Internationalen Deutschen

SuperMoto Meisterschaft“

MODELLE 2023 Yamaha Offroad Competition

56

Foto: Meine

Mit dem Beginn als Yamaha-Vertragshändler war auch das Projekt

„Yamaha back in Enduro Race 2023“ geboren. Für Matthias, der

selbst aus dem Enduro-Sport kommt und 1995 am WM-Lauf in Italien

teilgenommen hatte, ist es eine Herzensangelegenheit, Yamaha mit

den WR-Modellen wieder bei Enduro-Wettbewerben zu sehen

KOLUMNE Lukas Platt

Foto: Yamaha

20

Auch in diesem Jahr demonstriert Yamaha sein Engagement in allen

Bereichen des Offroad-Sports, indem das Unternehmen eine der umfangreichsten

Produktpaletten wettbewerbsfähiger Motocross- und

Enduro-Motorräder anbietet – mit im Angebot eine Reihe von Jugendmaschinen,

darunter die legendäre PW50

58

Foto:

Fotos:

www.kai-brake.de

Mitterbauer

Lucas Platt berichtet euch unter anderem von der fünften Masters-

Veranstaltung in Gaildorf

10/22 MOTOCROSS ENDURO 7


motocr

PEOPLE & FACTS| RACING | TEAMS

IVANO VAN ERP

JUNIOREN-WELTMEISTER

Ivano van Erp sicherte sich zum zweiten Mal die Goldmedaille

bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Vantaa/Finnland. Fünf Jahre

nach seinem ersten WM-Titel in der 65-ccm-Klasse kehrte van

Erp auf einer YZ125 auf die oberste Stufe des Podiums zurück.

Nach einem schweren Sturz während des Trainings unter der Woche

erholte sich der 16-jährige Niederländer glücklicherweise

schnell, konnte den ersten Lauf gewinnen und im zweiten Rennen

den 2. Platz belegen. Das genügte für die FIM-WM-Junior-125-ccm-Krone.

Ivano van Erp: „Ich kann es nicht glauben! Es fühlt sich wirklich

gut an! Ich hatte am Mittwoch einen schweren Sturz, also konnte

ich diese Woche nicht trainieren, saß somit dieses Wochenende

erstmals wieder auf dem Bike. Als ich zum ersten Mal auf die

Strecke ging, hatte ich kleine Probleme, aber im Laufe des Wochenendes

wurde es besser. Am Sonntag habe ich in Rennen 1

den Holeshot gemacht und konnte das Geschehen dann kontrollieren.

Im zweiten Rennen musste ich kämpfen, weil ich als

Sechster oder Siebter gestartet bin. Ich konnte mich vorarbeiten,

wurde aber Zweiter, obwohl ich etwas schneller als Janis

Martins Reisulis war, aber ich wollte nicht zu stark pushen und

einen Fehler machen. Ich wusste, dass der 2. Platz ausreichen

RICK ELZINGA EMX250-CHAMPION

Rick Elzinga sicherte sich in Saint Jean d’Angely/Frankreich den

EMX250-Meisterschaftstitel. Unglaubliche sechs Podestplätze,

vier Gesamt- und fünf Rennsiege sind einige der Höhepunkte

von Elzingas atemberaubender Saison. Der 20-jährige Niederländer

holte sich den Titel, indem er im ersten Lauf der

EMX250-Klasse seinen einzigen verbliebenen Meisterschaftsrivalen

Cornelius Toendel besiegte. Vor der Finalrunde hatte Elzinga

einen 40-Punkte-Vorsprung vor Toendel.

Elzinga ging somit entspannt ins Rennen und wurde Siebter, was

genügte, um sich den Europameistertitel zu sichern.

Rick Elzinga: „Es ist ein unglaubliches Gefühl, es geschafft zu

haben. Ich habe ein paar harte Jahre hinter mir und weiß es wirklich

zu schätzen, dass mich Yamaha ins offizielle EMX250-Team

aufgenommen hat. Ich habe so hart gearbeitet, wie ich konnte,

was mit einigen gesundheitlichen Problemen während der Saison

nicht immer einfach war. Aber zum Glück hatte ich einen

starken Saisonstart, somit musste ich an den schlechteren Tagen

clever fahren und einfach so viele Punkte wie möglich sammeln.

Das hat funktioniert. Ich bin überglücklich. Vielen Dank an

mein Team. Jetzt sind alle Augen auf das nächste Jahr gerichtet!“

Ergebnisse s. Seite 39.

• Text u. Fotos: Yamaha

würde, um Weltmeister zu werden! Es ist einfach wunderbar,

dass ich gewonnen habe.“

85-ccm-Weltmeister wurde mit Gyan Doensen ebenfalls ein Niederländer.

Die Goldmedaille in der 65-ccm-Klasse sicherte sich

Lucas Leok (Estland). • Text u. Fotos: Yamaha

FIM Junior Motocross WM - Vantaa/FIN - 27./28.8.2022 - Gesamtergebnisse - 125 ccm: 1. Ivano

van Erp, NL, Yamaha; 2. Janis Martins Reisulis, LV, KTM; 3. Cas Valk, NL, Fantic; 4. Casey Cochran,

USA, Husqvarna; 5. Julius Mikula, CZ, KTM; 6. Ferruccio Zanchi, I, Yamaha; 7. Kayden Minear,

AUS, KTM; 8. Francisco Garcia, E, GASGAS; 9. Alexis Fueri, F, Fantic; 10. Laban Alm, S, Husqvarna.

85 ccm: 1. Gyan Doensen, NL, Husqvarna; 2. Vitezslav, CZ, KTM; 3. Jarne Bervoets, B, KTM;

4. Freddie Bartlett, S, KTM; 5. Tristen Mardo, EST, Husqvarna; 6. Seth Dennis, USA, KTM; 7. Heath

Fisher, AUS, Husqvarna; 8. Dani Heitnik, NL, Husqvarna; 9. Matias Miettinen, FIN, KTM; 10. Amaury

Maindru, F, KTM.

65 ccm: 1. Lucas Leok, EST, Husqvarna; 2. Ricardo Bauer, A, KTM; 3. Moritz Ernecker, A, Husqvarna;

4. Marten Raud, EST, Husqvarna; 5. Viktor Leppälä, FIN, KTM; 6. Jorge Salvador, E, GASGAS;

7. Tayce Morgan, USA, KTM; 8. Aston Allas, EST, Husqvarna; 9. Pau Caudet Ruiz, E, KTM; 10. Jekabs

Hudolejs, LV, Yamaha.

8 MOTOCROSS ENDURO 10/22


oss

YAMAHA-MX2-WM-TEAM 2023

Drei Fahrer starten 2023 für Monster Energy Yamaha Factory in

der MX2-Klasse

Im kommenden Jahr setzen Jago Geerts und Thibault Benistant

die Zusammenarbeit mit dem Team fort. Neu hinzu kommt der

kürzlich gekrönte Europameister der 250-ccm-Klasse Rick Elzinga.

Alle drei Fahrer werden auf der Werks-Yamaha YZ250FM in

der FIM MX2-Motocross-Weltmeisterschaft unterwegs sein.

Mit 32 Rennsiegen und 42 Podestplätzen in der MX2 ist der

22-jährige Belgier Jago Geerts auch dieses Jahr einer der Titelfavoriten

und führt eine Runde vor Schluss das Klassement mit 2

Punkten Vorsprung an. Einer der Herausforderer für nächstes

Jahr wird sicherlich Teamkollege Thibault Benistant sein, der bereits

seit zehn Jahren auf Yamaha unterwegs ist und sich sowohl

die EMX125- als auch die EMX250-Meisterschaft sichern konnte.

Obwohl seine Rookie-MX2-Saison 2021 durch eine Verletzung

unterbrochen wurde, holte der 20-jährige Franzose zwei Rennsiege

und einen Podiumsplatz und beendete die Saison auf dem

8. Gesamtrang. Auch 2022 zeigt sich Benistant in guter Form,

wobei der Youngster aufgrund einer erneuten Verletzung die ersten

drei Runden aussetzen musste. Sodann holte er einen ersten

Grand-Prix-Sieg, vier Rennsiege und fünf Podiumsplatzierungen

und liegt derzeit auf dem 5. Platz in der MX2-WM.

Rick Elzinga gewann dieses Jahr den Titel in der EMX250 an Bord

einer mit GYTR ausgestatteten YZ250F und hat sich seinen Platz

im Monster Energy Yamaha Factory MX2-Team mehr als verdient.

Jago Geerts: „Dies ist mein fünftes Jahr bei Yamaha und ich freue

mich sehr, dass ich meinen Vertrag um weitere zwei Jahre verlängern

konnte. Ich arbeite gut mit dem Team zusammen. Das

Ziel wird dasselbe sein wie in diesem Jahr, wir wollen wieder um

den WM-Titel kämpfen, und ich denke, wir können es schaffen.

Ich freue mich schon sehr.“

Thibault Benistant: „Ich bin schon bei Yamaha, seit ich auf einer

YZ125 Rennen gefahren bin. Ich freue mich, noch mindestens

zwei weitere Jahre im Team zu sein. Ich fühle mich auf der Werks-

YZ250FM gut und habe großes Vertrauen in das Team. Daher bin

ich mir sicher, dass wir Anwärter auf den WM-Titel sein können.

Danke an mein Team für die Unterstützung und danke an Yamaha

für das Vertrauen.“

Rick Elzinga: „Werksfahrer zu werden, ist so motivierend. Ich bin

dieses Jahr ein paar Runden in der MX2-WM als Wildcard-Fahrer

gestartet und ich habe es geliebt. Mit Yamahas MX2-Team auf

höchstem Niveau zu fahren, ist ein Traum, der wahr wird. Das hat

mir einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben, noch mehr

zu geben, und ich bin entschlossen, eine gute Arbeit im nächsten

Jahr abzuliefern.“ • Text u. Foto: Yamaha

10/22 MOTOCROSS ENDURO 9


PEOPLE & FACTS| RACING | TEAMS

TEAMAUFSTELLUNGEN MXON

RED BUD/USA

- ohne Gewähr (Stand 31.8.) -

Australien: Mitchell Evans, Honda (MXGP); Hunter Lawrence,

Honda (MX2); Jett Lawrence, Honda (Open).

Belgien: Jago Geerts, Yamaha (MXGP); Liam Everts, KTM (MX2);

Jeremy van Horebeek, Beta (Open).

Brasilien: Ramyller Alves, KTM (MXGP); Enzo Lopes, Yamaha

(MX2); Fabio Santos, Yamaha (Open).

Chile: Benjamin Garib, Yamaha; Hardy Munoz, Kawasaki; Matias

Pavez, GASGAS.

Deutschland: Maximilian Nagl, Husqvarna (MXGP); Simon Längenfelder,

GASGAS (MX2); Tom Koch, KTM (Open).

Estland: Harri Kullas, Yamaha (MXGP); Jörgen-Matthias Talviku,

Husqvarna (MX2); Tanel Leok, Husqvarna (Open).

Finnland: Miro Sihvonen, Honda (MXGP); Emil Weckman, Honda

(MX2); Jere Haavisto, KTM (Open).

Frankreich: Maxime Renaux, Yamaha (MXGP); Marvin Musquin,

KTM (MX2); Dylan Ferrandis, Yamaha (Open).

Großbritannien: Dean Wilson, Husqvarna (MXGP); Max Anstie,

Honda (MX2); Tommy Searle, Honda (Open).

Irland: Martin Barr, Husqvarna (MXGP); John Meara, KTM (MX2);

Jason Meara, Kawasaki (Open).

Italien: Antonio Cairoli, KTM (MXGP); Andrea Adamo, GASGAS

(MX2); Mattia Gudagnini, GASGAS (Open).

Japan: Kainosuke Oshiro, Honda (MXGP); Jo Shimoda, Kawasaki

(MX2); Kota Toriyabe, Yamaha (Open).

Kanada: Dylan Wright, Honda (MXGP); Ryder McNabb, Honda

(MX2); Tyler Medaglia, GASGAS (Open).

Lettland: Karlis Sabulis, Husqvarna (MXGP); Karlis Alberts Reisulis,

Yamaha (MX2); Toms Macuks, KTM (Open).

Litauen: Arminas Jasikonis, Yamaha (MXGP); Dovydas Karka, Yamaha

(MX2); Domantas Jazdauskas, GASGAS (Open).

Mexiko: Félix López, Husqvarna (MXGP); Tre Fierro, Kawasaki

(MX2); Jorgen Rubalcava, Husqvarna (Open).

Neuseeland: Hamish Harwood, KTM (MXGP); Brodie Connonly,

Yamaha (MX2); Josiah Natzke, Kawasaki (Open).

Niederlande: Glenn Coldenhoff, Yamaha (MXGP); Kay de Wolf,

Husqvarna (MX2); Calvin Vlaanderen, Yamaha (Open).

Norwegen: Cornelius Tøndell, Fantic (MXGP); Kevin Horgmo, Kawasaki

(MX2); Hakon Østerhagen, Fantic (Open).

Philippinen: Bornok Mangosong, Yamaha (MXGP); Ralph Ramento,

Kawasaki (MX2); Francisco Polini, Husqvarna (Open).

Schweiz: Jeremy Seewer, Yamaha; Valentin Guillod, Yamaha; Kevin

Brumann, Yamaha.

Spanien: Jorge Prado, GASGAS (MXGP); Guillem Farrés, KTM

(MX2); Ruben Fernandez, Honda (Open).

Südafrika: Tristan Purdon, KTM (MXGP); Camden McLellan, KTM

(MX2); Cameron Durow, KTM (Open).

RACING-NEWS

MOTORRAD-MEYER-JUNIOR-RACING-TEAM

Drei Top-Ten-Ergebnisse in der DM

Die Jungs des Motorrad-Meyer-Junior-Racings-Teams starteten

in Gräfentonna bereits am Samstag im Rahmen des Hessen-Thüringen

Cups, um sich auf den DM-Lauf am Sonntag vorzubereiten.

Max Meyer (153) konnte das Zeittraining mit der besten Zeit und

den ersten Lauf auf Platz 2 beenden. Auch Tristan Stadlbauer

(561), der die vorherige Woche wegen eines angeschlagenen

Handgelenks leider aussetzen musste, konnte auf seiner YZ85

einen super 5. Platz im Zeittraining und Platz 6 im ersten Lauf erzielen.

Hannes Lorenz (4) belegte im ersten Lauf der 65-ccm-

Klasse den 7. Platz und ließ, wie auch Max und Tristan den zweiten

Lauf ausfallen, um sich für die DM am nächste Tag zu schonen.

Am Sonntag ging es bei deutlicher heißeren und trockeneren

Verhältnissen dann für alle in die Prädikatsläufe. Hannes konnte

in der 65er-Klasse bei einem starken Fahrerfeld den ersten Lauf

auf Platz 6 und den zweiten Lauf auf Platz 7 beenden. Mit diesen

tollen Ergebnissen konnte sich Hannes in der Meisterschafts-Tageswertung

sogar auf einem super 4. Platz einreihen! Tristan

konnte am Sonntag den ersten Lauf der 85-ccm-Klasse mit Platz

6 bereits sehr gut abschließen, im zweiten Heat zeigte er dann

aber noch deutlicher, wie Rennen fahren aussehen kann! Er

stürzte in der ersten Runde und rollte das Feld dann als Letzter

auf. Tristan holte Runde für Runde auf und schaffte es dann sogar,

noch als glücklicher Siebter ins Ziel!

USA: Eli Tomac, Yamaha (MXGP); Justin Cooper, Yamaha (MX2);

Chase Sexton, Honda (Open).

Motocross

10 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Max, der nach seiner sechswöchigen Verletzungspause, erst am

Wochenende zuvor wieder in Renngeschehen eingestiegen war,

fand sich im ersten Lauf nach einem sehr schlechten Start auf

Platz 15 wieder, konnte das Moto aber dann doch noch mit einem

guten 9. Platz beenden. In Lauf 2 klappte der Start schon wesentlich

besser und Max konnte einen tollen 5. Rang erzielen.

Heiße Rennen

Hannes Lorenz (4) startete beim MSC Bamberg im Rahmen des

ADAC Nordbayern MX Cup. Aufgrund der andauernden heißen

Temperaturen und des mangelnden Regens fiel es dem Veranstalter

natürlich schwer, die Strecke ausgiebig zu bewässern,

was die Rennen zu einer recht staubigen und somit auch gefährlichen

Angelegenheit machte. Infolgedessen gab es dann auch

nur ein abgebrochenes freies und verkürztes Pflichttraining, das

Hannes an 2. Stelle beendete.

Im ersten Lauf konnte Hannes aber zeigen, was er kann. Er startete

als Fünfter aus der ersten Kurve, konnte sich sofort auf Platz

1 vorarbeiten und baute seine Führung bis zum Ende des Laufes

weiter aus. Da das jeweils zweite Rennen aller Klassen aufgrund

der starken Staubentwicklung ausfallen musste, verbuchte Hannes

auf seiner YZ65 verdient den Tagessieg für sich!

Tristan Stadlbauer (561) fiel für dieses Wochenende leider aufgrund

einer Handgelenkprellung aus, liegt aber trotzdem noch

auf Platz 7 in der Gesamtwertung der Deutschen Meisterschaft.

Gute Besserung Tristan!

• Texte: Motorrad-Meyer-Junior-Racing-Team; Fotos: WIKabe MX Pics

6 oder 12

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PEOPLE & FACTS| RACING | TEAMS

TRYSTAN HART GEWINNT

RED BULL TKO

Das Red Bull TKO fand in Sequatchie, Tennessee, statt und ist eine

der bekanntesten und härtesten Hard-Enduros Nordamerikas.

Die Veranstaltung, die zum zweiten Mal im Kalender der

FIM-Hard-Enduro-Weltmeisterschaft aufgeführt war, wurde mit

einem spektakulären Straight Rhythm eröffnet, das in der Innenstadt

von Nashville stattfand. Am Sonntag stand den Fahrern ein

zermürbender Renntag bevor, zuerst mit dem Qualifying, dem

dann zwei K.o.-Rennen folgten. Die Top 20 fuhren sodann das

30-Minuten-plus-eine-Runde-Finale.

Manuel Lettenbichler hatte einen starken Start wurde zur Freude

der Fans Zweiter im Straight-Rhythm-Prolog hinter Alfredo Gomez.

Das Ergebnis hatte jedoch seinen Preis. Manuel verletzte

sich am Fuß. Die wirklich harte Arbeit folgte dann am Sonntag.

Nachdem Lettenbichler sich hinter Teamkollege Trystan Hart sicher

als Zweiter qualifiziert hatte, beendete er K.o.-Rennen 1 als

Vierter und wurde Fünfter in K.o.-Rennen 2. Da Trystan Hart in

Top Form war, wusste Lettenbichler, dass er im Finale schwer zu

stoppen sein würde. Doch trotz der Schmerzen in seinem verletzten

Fußes konnte Mani hart pushen. Der Deutsche gab alles

und landete knapp hinter Hart auf dem 2. Platz.

Manuel Lettenbichler: „Von der ersten Qualifikation an hatte ich

große Probleme und wusste, dass es ein wirklich hartes Event

für mich werden würde. Mit meiner Fußverletzung war es auf den

Abfahrten sehr schwierig, die Hinterradbremse zu kontrollieren.

Ich habe einfach versucht, das Rennen so zu nehmen wie es kam

und mein Bestes gegeben. Hut ab vor Trystan. Er ist heute fantastisch

gefahren. Ich bin wirklich glücklich, Zweiter geworden

zu sein.“

Trystan Hart: „Das fühlt sich großartig an! Es ist auf jeden Fall eine

große Freude, den Sieg mitzunehmen. Nachdem ich den ganzen

Tag alles gewonnen hatte, spürte ich viel Druck, als ich ins

Finale ging. Dass dieses dann um 40 Minuten verschoben wurde,

machte es es nur noch schlimmer. Ich hatte da draußen ein

paar kritische Momente, schaffte es aber, konzentriert zu bleiben

und den Sieg nach Hause zu fahren. Auch die Unterstützung

der Fans war unglaublich.“ • Text u. Fotos: KTM

Hardenduro-WM - 6. Lauf - Red Bull TKO/USA - 13./14.8.2022 - Ergebnis: 1. Trystan Hart, CDN,

KTM, 5 Runden; 2. Manuel Lettenbichler, D, KTM, +1:19:577; 3. Mario Roman, E, Sherco, +58:055;

4. Wade Young, ZA, Sherco, +2:55:829; 5. Teodor Kabakchiev, BG, KTM, 4 Runden.

Hardenduro

12 MOTOCROSS ENDURO 10/22


LETTENBICHLER ÜBERNIMMT

FÜHRUNG IN DER HARDENDURO-WM

Die Red Bull Outliers fanden an zwei Renntagen im Herzen der

kanadischen Badlands statt. Der Samstag begann mit einem

Prolog im Endurocross-Stil in der nahe gelegenen Innenstadt

von Calgary. Ein sintflutartiger Regenguss zwang die Organisatoren

jedoch, den Prolog kurz nach dem Start abzusagen.

Am Sonntag mussten die Fahrer einen harten Enduro-Kurs voller

steiler Anstiege und harter Abfahrten absolvieren. Die hohen

Temperaturen erschwerten die Bedingungen für die Fahrer noch.

Nach dem Start lag Trystan Hart vorne. Der Kanadier war fest entschlossen,

einen Heimsieg einzufahren. Manuel Lettenbichler

wollte das aber nicht hinnehmen und übernahm die Führung.

Was folgte war ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Kontrahenten.

Mit dem Wissen, dass die Entscheidung über den Sieg am

letzten Anstieg fallen würde, fuhr Lettenbichler einen kleinen

Vorsprung heraus. Und trotz eines Fehlers nur wenige Meter vor

der Ziellinie sicherte sich der Deutsche mit nur sechs Sekunden

Vorsprung den Sieg vor Hart.

Vor dem letzten Lauf in Spanien vom 7. bis 9. Oktober führt Lettenbichler

nun das Klassement mit 4 Punkten Vorsprung vor Mario

Roman an.

Manuel Lettenbichler: „Ich bin ziemlich müde, aber auch glücklich

darüber, den Sieg geholt zu haben. Es war ein Wahnsinnskampf.

Das Rennen war so intensiv. Trystan wollte unbedingt gewinnen

und gab nicht auf, aber ich wollte den Sieg genauso wie

er. Und ich habe es geschafft. Ich führe jetzt eine Runde vor

Schluss und das macht den Sieg noch besser.“

Trystan Hart: „Mann, war das ein verrücktes Rennen. Mani, Mario

und ich haben so richtig losgelegt. Ich habe mit Mani die

Plätze getauscht und jedes Mal, wenn ich dachte, ich könnte

mich absetzen, habe ich einen Fehler gemacht, genauso wie Mani.

Es war ein verdammt hartes Rennen, aber ich bin mit dem

2. Platz sehr zufrieden.“ • Text u. Fotos: KTM

Hardenduro-WM - 7. Lauf - Red Bull Outliers/CDN - 27./28.8.2022 - Ergebnis: 1. Manuel Lettenbichler,

D, KTM, 2:20:14:3 h; 2. Trystan Hart, CDN, KTM, 2:20:20:8; 3. Mario Roman, E, Sherco,

2:24:06:8; 4. Graham Jarvis, GB, Husqvarna, 2:45:34:0; 5. Taddy Blazusiak, PL, GASGAS, 2:47:48:2.

Stand (nach 7 von 8 Veranstaltungen): 1. Lettenbichler, 107 Punkte; 2. Roman, 103; 3. Jarvis, 82;

4. Teodor Kabakchiev, BG, KTM, 72; 5. Billy Bolt, GB, Husqvarna, 62.

10/22 MOTOCROSS ENDURO 13


MODELLE 2023

BETA 2023

DIE NEUEN 4-TAKTER

GEFAHREN

Nun kommen wir zu Teil 2 unserer Beta-Vorstellung der 2023er-

Enduromodelle. In der letzten Ausgabe haben wir über die

Zweitakter berichtet und hier und jetzt geht es um die 4-Takt-

Versionen RR 350, RR 390, RR 430 sowie RR 480.

Die brandneuen Betas durften wir ebenfalls in den Bergen von

Österreich Probe fahren und wollen euch nun unseren Fahreindruck

wiedergeben. Vielen Dank an das gesamte Beta-Team

für diese Möglichkeit!

• Testfahrer: Marko Barthel; Fotos: Micha Tetzner, Niki Peer

14 MOTOCROSS ENDURO 10/22


10/22 MOTOCROSS ENDURO 15


MODELLE 2023

Motorkennfeld

Selbst scheinbar einfache Enduro-Bikes verfügen heute über eine

bemerkenswerte Elektronik. Um das durch den neuen Auspuffkrümmer

gesteigerte Drehmoment bei niedrigen und mittleren

Drehzahlen zu nutzen, haben die 4-Takt-Motoren auch neue,

spezielle Kennfelder erhalten, die die Leistung über den gesamten

Einsatzbereich des Motors verteilen und die Beta-Motoren

mit größerem Hubraum perfekt nutzbar machen.

Modell-Updates im Detail

Traktionskontrolle

Die wichtigste Neuerung der Modellreihe 4T ist die Antriebsschlupfregelung,

die im vergangenen Jahr in der Racing Baureihe

eingeführt wurde. In dem Bestreben, die Modelle in allen

Situationen für den Fahrer leicht beherrschbar zu machen,

sind alle Beta-4-Takt-Enduros jetzt mit Traction Control (TC)

ausgestattet. Die Aktivierung der TC erfolgt bei allen RR-

4T-Modellen über die Taste, die sich in der üblichen Position

zwischen Lenkkopf und Kraftstofftank befindet. Sie kann jederzeit

deaktiviert werden, wenn beide Motorkennfelder verfügbar

sind, und variiert ihren Eingriff je nach eingegebenem

Kennfeld, sodass der Fahrer vier verschiedene Szenarien für

die Nutzung der Elektronik hat.

Auspuffkrümmer

Modelle und Preise

Beta RR 350 ....................................................... 9990,00 Euro

Beta RR 390 ....................................................... 9990,00 Euro

Beta RR 430 ....................................................... 9990,00 Euro

Beta RR 480 ....................................................... 9990,00 Euro

Preise sind UVP + 216,00 Euro Fracht

erster Fahreindruck von Marko Barthel

Beta hat über die Jahre eine eigene Philosophie, was die Hubraum-Range

angeht, entwickelt. Allein drei Modelle (RR 350, RR

390 sowie RR 430) werden derselben Klassen-Kategorie (E2),

laut aktuellen DMSB-Enduro-Reglement, zugeordnet. Gerade in

den Zeiten von Hubraum-Reduzierung/

Downsizing wäre doch ein kleines Viertakt-

Modell angebracht? Damit würde man das

Handling steigern und sicher den einen oder

anderen Kunden begeistern können …

Alle Modelle der 4-Takt-Baureihe sind mit einem neuen Auspuffkrümmer

ausgestattet, der länger ist als der bisherige,

was sowohl das Ansprechverhalten des Motors bei niedrigen

Drehzahlen als auch das Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich

verbessert. Das Ergebnis ist ein insgesamt leichteres

Handling des Motors, das es dem Fahrer ermöglicht, sich aus

schwierigeren Situationen zu befreien oder einen höheren

Gang einzulegen, was zu einer entspannteren Fahrt führt.

Beta RR 350

Die RR 350 ist für mich die angenehmste zu

fahrende Beta-Viertakt-Enduro. Dieses Modell

bietet einen optimalen Kompromiss zwischen

Handling und Leistung. Es überzeugt

auf jedem Streckenteil, egal, ob es zügig auf der Sonderprüfung,

über technische Trials oder steil bergauf geht. Durchweg positiv,

ohne dass man irgendwelche Defizite erkennt.

16 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Beta RR 390

Die RR 390 besitzt in jedem Drehzahlbereich eine Mehrleistung gegenüber

dem kleineren Modell. Die Mehrleistung bringt auf der Strecke aber

keinen deutlichen Vorteil und somit bevorzuge ich eher die RR 350, vor

allem weil man beim Handling Abstriche machen muss.

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MODELLE 2023

18 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Beta RR 430

Bei der RR 430 habe ich mir speziell die Mappingschalter

im Zusammenhang mit der neuen Traktionskontrolle

angeschaut. Es gibt zwei Versionen,

einmal ein sanftere „Regen“-Stufe und eine lebhaftere

mit Mehrleistung bietende „Sonnen“-Stufe.

Wenn der Untergrund sehr rutschig ist, hilft die „Regen“-Stufe,

das Motorrad besser zu kontrollieren.

Dagegen beschleunigt die andere Version, vor allem

bei griffigen Bedingungen, schneller. Aber auch im

anspruchsvollen Gelände lässt sich die „Sonnen“-Stufe

durch das höhere Drehmoment angenehmer

fahren. Damit konnte ich einen höheren

Gang wählen und die Fahrweise wurde ruhiger und

kraftsparender.

Die Traktionskontrolle, kann während der Fahrt, bei

beiden Mappingstufen aktiviert oder deaktiviert

werden. Sie bietet dem Fahrer eine bessere Kontrolle

über das Hinterrad und baut speziell bei rutschigen

Bedingungen eine bessere Traktion auf und

lässt das Motorrad nicht unerwartet am Heck ausbrechen.

Für mich ein sehr guter Entwicklungsschritt,

was auch das Fahren im Gelände sicherer

werden lässt.

Beta RR 480

Die RR 480 ist das Hubraum-Monster schlechthin,

man hat immer ausreichend satt Drehmoment und

Leistung zur Verfügung. Aber es ist auch das

schwerste Modell, was dementsprechend weniger

Handling bietet. Es lässt sich schwieriger über Hindernisse

fahren und man muss dann doch mit mehr

Schwung hantieren als mit den leichteren Motorversionen.

Wohl fühlt man sich dagegen auf weitläufigen Sonderprüfungen

mit großen Kurvenradien oder auf

der Enduroetappe, wo es weniger eng ist.

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MODELLE 2023

YAMAHA OFFROAD COMPETITION MODELLE 2023

Es ist fast 50 Jahre her, seit Yamaha die erste Motocross-Weltmeisterschaft gewonnen hat. Im vergangenen halben

Jahrhundert haben die Offroad-Competition-Modelle des Unternehmens immer wieder ihr Siegpotenzial unter

Beweis gestellt und konnten so einige wichtige FIM-Motocross- und US-Supercross-Titel mit Viertakt- und

Zweitakt-Motorrädern für sich entscheiden. 2022 haben die Monster Energy Yamaha-Werksfahrer Jeremy Seewer

und Maxime Renaux (MXGP) sowie Jago Geerts (MX2) regelmäßig Podiumsplätze in den FIM Grand Prix errungen

und die Monster Energy Yamaha Star Racing-Fahrer dominierten das US-Supercross, wobei Eli Tomac die

450SX-Meisterschaft und Christian Craig den 250SX-West-Titel gewonnen haben.

Auch in diesem Jahr demonstriert Yamaha

sein Engagement in allen Bereichen des

Offroad-Sports, indem das Unternehmen

eine der umfangreichsten Produktpaletten

wettbewerbsfähiger Motocross- und

Enduro-Motorräder anbietet – mit im Angebot

eine Reihe von Jugendmaschinen,

darunter die legendäre PW50.

Nach den letzten großen Upgrades gehen

in 2023 die 250er-, 125er-, 85er- und

65er-Motocross-Modelle sowie die 450erund

250er-Enduros mit neuen Graphics

an den Start.

Für das kommende Modelljahr 2023 hat

Yamaha sich ganz auf die Entwicklung einer

völlig neuen YZ450F konzentriert. Sie

ist leichter, schneller und einfacher zu

fahren und wird ihrem bedeutenden Erbe

gerecht.

Die komplett neue YZ450F

Der Fahrer steht im Mittelpunkt:

Ein neuer Weg in die victorYZone

Mit einem leichteren und leistungsstärkeren

neuen Motor sowie einem neu entwickelten

Leichtbau-Fahrwerk und einem

völlig neuen ergonomischen Bodywork,

macht die YZ450F für 2023 einen großen

Schritt nach vorn und ist Yamahas

Flaggschiff im Motocross-Segment. Bei

jedem Motorrad ist das harmonische Zusammenwirken

von Mensch und Maschine

wichtig, denn nur so kann man eine

optimale Leistung erzielen. Das gilt ganz

besonders für ein Motocross-Motorrad,

bei dem ein konstantes Verlagern des

Körpergewichts beim Beschleunigen,

Bremsen und Kurvenfahren erforderlich

ist. Ein erfolgreiches Offroad-Wettbewerbsmotorrad

muss sich wie eine Verlängerung

von Körper und Geist des Fahrers

verhalten. Daher standen für das

YZ450F-Entwicklungsteam auch die Bedürfnisse

und Erwartungen des Fahrers

im Mittelpunkt.

Fahrerorientiertes Design

Statt neue Technologien um ihrer selbst

willen einzuführen, stellten die Yamaha-

Designer den Fahrer in den Mittelpunkt

und verfolgten einen fahrerorientierten

Ansatz. Dabei wurden ständig die potenziellen

Vorteile bewertet, die jedes neue

Feature Fahrern auch mit unterschiedlichem

Leistungsniveau bieten würde. Das

Ergebnis ist ein wettbewerbsfähiges Motocross-Bike,

das auf jeder Art von Strecke

schnell ist und Spaß macht, unabhängig

davon, ob der Fahrer ein erfahrener

Profi oder ein Wochenend-Racer ist. Mit

fünf Prozent mehr Leistung und einem

Gewicht von nur 109 kg (vollgetankt) soll

dieses neue Modell Yamahas Position als

eine der führenden Marken im Motocross

untermauern.

Der völlig neue YZ450F-Motor:

Leichter, schneller, einfacher

Für 2023 wurde der Motor der YZ450F

komplett überarbeitet. Dabei wurde jedes

Bauteil überprüft und analysiert. Das Resultat

sind die bedeutendsten Änderungen

am Triebwerk seit der Einführung des

ursprünglichen Layouts mit dem umgedrehten

Zylinderkopf im Jahr 2010. Mit einem

nach vorne gerichteten Einlass und

einem nach hinten gerichteten Auslass

sorgt dieses einzigartige Motorlayout für

20 MOTOCROSS ENDURO 10/22


einen hohen Wirkungsgrad. Dabei tragen

die Positionen der Airbox, des Kraftstofftanks

und des Auspuffs sowie der nach

hinten geneigte Zylinder erheblich zur

Zentralisierung der Massen bei. Der neue

Motor ist leichter, agiler und liefert eine

linearere Leistungscharakteristik. Daraus

resultiert eine stärkere und bessere

Durchzugskraft mit verbesserter Fahrbarkeit

und das Modell 2023 ist in allen

Drehzahlbereichen leichter zu fahren.

Neuer Kolben, leichterer Zylinder

und neu gestalteter Kurbeltrieb

Der Motor mit dem umgekehrten Kopf

profitiert von einem optimierten Brennraum

und einem neuen Kolben sowie einem

leichteren Zylinder. Das Ergebnis ist

eine Verbesserung von Leistung und Leistungsentfaltung.

Um die Erhöhung der

Drehzahlgrenze um 500/min zu ermöglichen,

bekam der neue Motor eine hochpräzise,

reibungsarme Steuerkette. Für

einen effizienteren Betrieb wurden die

Kurbelwelle und die Pleuelstange neu

konstruiert und das bisherige Nadellager

durch ein leichteres Gleitlager ersetzt.

Die neue hohle Ausgleichswelle hat ein

ebenfalls neues einzelnes Ausgleichsgewicht.

Diese verbesserte, leichtere Konstruktion

reduziert die Vibrationen deutlich.

Erhöhtes Lufteinlassvolumen

Für 2023 wurde der hocheffiziente, nach

vorne gerichtete Ansaugtrakt verbessert.

Dafür sorgen ein neu geformter Einlasskanal

mit einem geraderen Übergang zum

Zylinderkopf und Titan-Einlassventilen

mit einem auf 39 mm vergrößerten Durchmesser.

So konnte das Ansaugvolumen

bei maximalem Ventilhub um neun Prozent

gesteigert werden. Ergänzend zu den

Optimierungen beim Ansauglayout wurde

auch die Form des Auslasskanals überarbeitet,

um eine glattere Verbindung zum

Auspuff zu erreichen.

Neue Lufteinlassführung

mit Vortex-Airbox

Für 2023 gibt es einen völlig neuen Lufteinlass,

bei dem die Frischluft nun durch

den Raum zwischen Kraftstofftank, Rahmen,

Sitzbank und Seitenverkleidungen

geleitet wird. Diese neue Führung des

Luftstroms verhindert das Eindringen von

Wasser und Verunreinigungen in die Airbox.

Weitere Vorteile sind die Einsparung

von Gewicht und die Verschlankung der

Anbauteile. Das Modell 2023 hat außerdem

ein hocheffizientes Airbox-Design.

Es erzeugt einen Wirbel, sodass Verunreinigungen

durch Zentrifugalkräfte von der

Ansaugluft getrennt werden, bevor sie in

den neuen, runden Filter gelangt.

Neu entwickeltes Getriebe

und leichtere Kupplung

Um der um fünf Prozent gestiegenen Gesamtleistung

des Motors gerecht zu werden,

kommt ein neu entwickeltes Getriebe

zum Einsatz. Der Abstand zwischen

den Antriebswellen wurde vergrößert,

ebenso der Durchmesser der einzelnen

Zahnräder. Das spart Gewicht und erhöht

die Festigkeit des Fünfganggetriebes. Die

zweiteilige Stahl/Aluminium-Kupplung

des Vorgängermodells wurde durch eine

langlebige und leichte, einteilige Stahlkonstruktion

mit Tellerfedern anstelle der

herkömmlichen Schraubenfedern ersetzt.

Diese neue Kupplung ist deutlich schlanker,

um 0,75 kg leichter und bietet ein direkteres

Gefühl und einen leichteren Zug

am Hebel.

Erhöhte Haltbarkeit

Zur Steigerung der Haltbarkeit des leistungsstärkeren

Motors über einen breiteren

Drehzahlbereich, hat der neue

YZ450F-Motor ein überarbeitetes Kühlsystem

sowie ein neues Trockensumpfschmierungssystem.

Außerdem gibt es

eine neue Steuerkette, einen neuen

Spanner und ein neues Pleuel.

Neu gestalteter

Doppelschleifen Aluminiumrahmen

Gemäß dem fahrerorientierten Ansatz

nahmen sich die Yamaha-Ingenieure auch

die Neugestaltung des Doppelschleifen

Aluminiumrahmens vor. Ziel war, ein

leichteres Fahrgefühl, höhere Agilität und

verbesserte Stabilität zu erreichen. Der

Charakter und das Verhalten des neuen

Fahrwerks werden von vielen Faktoren

bestimmt. Dazu zählen die Geometrie,

die spezifische Steifigkeitsbalance jeder

einzelnen Komponente und die Art und

Weise, wie sie miteinander interagieren.

Eine wesentliche Änderung für das Jahr

2023 ist die Verlegung der Verbindung

zwischen den Tankrohren und dem Steuerrohr,

die nun 15 mm tiefer liegt als zuvor.

Auch die Verbindung zwischen den

Rahmenrohren, die die Tankrohre mit

dem Unterrohr verbinden, wurde in dem

gleichen Maß abgesenkt. Weitere wichtige

Änderungen sind die Erhöhung der

Steifigkeit des Unterrohrs sowie des

Querrohrs und des Schwingendrehpunkts.

Der neue Rahmen hat eine 4 mm

dicke Motorhalterung aus Stahl mit drei

durchgehenden Schrauben statt einer

8 mm dicken Aluminium-Motorhalterung

mit einer durchgehenden Schraube.

Kompaktes und schlankes Bodywork

der nächsten Generation

Die YZ450F hat ein komplett neues „Horizontal

Movement“-Bodywork. Es verleiht

dem Flaggschiff des Motocross-Segments

einen neuen, schlanken und straffen

Look. Das Ergebnis ist ein schlankeres

und kompakteres Bodywork mit einem

nahtlosen und abgerundeten Finish, das

die Möglichkeiten für schnelle Gewichtsverlagerungen

erhöht. Die neue Frischluftzufuhr

zum Ansaugtrakt ermöglicht

den Wegfall der vorderen Luftkanäle.

Durch diese Maßnahmen und den schmaleren,

neuen Kraftstofftank konnte der

Mittelteil deutlich verschlankt werden.

Der kompakte vordere Kotflügel wird

durch einen neuen, kürzeren hinteren

Kotflügel ergänzt. Zusammen mit der

neuen Sitzbank, der Luftfilterabdeckung

und dem Kraftstofftank hat die YZ450F ein

flacheres, horizontales Profil und ist

deutlich kürzer. Neue Seitenteile und Gabelschützer

vervollständigen ihren dynamischen

neuen Look.

Überarbeitete Ergonomie

Die Positionen aller drei Elemente der

Fahrerergonomie – Sitzbank, Lenker und

Fußrasten – wurden verändert, um eine

ideale Sitzposition für Fahrer unterschiedlicher

Statur zu erreichen. Die Sitzhöhe

wurde um 5 mm erhöht und weist eine

deutlich flachere Oberfläche auf. Eine

weitere Verbesserung ist das abgerundete

Profil der linken und rechten Seite der

Sitzbank, was seitliche Bewegungen des

Körpers erleichtert. Die Fußrasten sind

nun 5 mm tiefer positioniert, was insgesamt

10 mm mehr Beinfreiheit für größere

Fahrer bedeutet. Der vierfach einstellbare

Lenker wurde versetzt, um eine natürlichere

Fahrposition zu ermöglichen und

die gummierten Lenkerhalterungen sorgen

für mehr Fahrkomfort.

10/22 MOTOCROSS ENDURO 21


MODELLE 2023

die Drehzahlbegrenzung automatisch ab. Auch beim Schalten in

den dritten Gang wird das Launch Control System deaktiviert.

Geringeres Gewicht

Jedes größere und kleinere Bauteil wurde vom Team der Entwickler

analysiert, um die neue YZ450F zu einem der leichtesten Motorräder

in ihrer Kategorie zu machen – gemessen im fahrbereiten

Zustand und mit vollem Kraftstofftank. Eine neue Kraftstoffpumpe,

eine neue Airbox und eine neue Kettenführung tragen

wesentlich zum geringeren Gewicht bei und helfen, die Masse zu

zentralisieren und die Agilität des Fahrwerks zu verbessern.

Selbst die kleinsten Teile – einschließlich Gaszug, Lenkerschalter

und Wasserpumpenrad – wurden überarbeitet. So konnte

das Gewicht um 2,3 kg auf nur 109 kg im fahrfertigen, vollgetankten

Zustand gesenkt werden.

Überarbeitete KYB-Federelemente

Neue Ventile in den Federelementen verbessern die Dämpfungsleistung

und erhöhen die Traktion. Für eine einfachere Einstellung

ist die klassenbeste KYB-Gabel mit einer manuell einstellbaren

Druckstufendämpfung ausgestattet. Der Fahrer kann jetzt

über die Power Tuner App auf seinem Smartphone auf klare Informationen

und Empfehlungen zu den Fahrwerkseinstellungen

zugreifen, sodass das Rätselraten über die Einstellungen der

Vergangenheit angehört.

Neue einstellbare

Traktionskontrolle

Verbessertes Gefühl

der Hinterradbremse

Die Hinterradbremse ist wichtig bei Richtungswechseln und für

eine effektive Anfahrt von Kurven. Dabei ist das Gefühl, das sie

dem Fahrer vermittelt, entscheidend für die Fahrzeugkontrolle.

Daher hat das neue Modell eine neue hintere Bremsleitung mit

reduzierter Steifigkeit, die die Ausgewogenheit des Bremseingriffs

verbessert und dem Fahrer eine präzisere Kontrolle ermöglicht.

Die Verwendung einer

neuen Traktionskontrolle

ist ein weiteres

Beispiel dafür, wie Yamahas

fahrerorientierte

Philosophie auf die

Einführung von Technologien

zum Nutzen des

YZ450F-Fahrers ausgerichtet

ist. Dieses elektronische

Kontrollsystem

bietet zwei Unterstützungsstufen sowie eine Abschaltfunktion.

Es verhindert, dass das Motorrad die Traktion verliert und

der Fahrer kann sich voll und ganz auf die Strecke konzentrieren.

Das neue Traktionskontrollsystem der YZ450F wird über die

Power Tuner App gesteuert und ermöglicht dem Fahrer, den von

ihm bevorzugten Grad des Eingreifens je nach Streckenbedingungen,

Witterung und Fahrkönnen zu wählen.

Neue, intuitivere Power Tuner-App

Für 2023 wurde die Power Tuner App aktualisiert und bietet nun

eine intuitive „Quick Tuning“-Funktion. Mit ihr lässt sich gewünschte

Motorcharakteristik viel einfacher und schneller auswählen,

indem man über einen Scrollbalken von „Smooth“ bis

„Aggressive“ scrollt. Die neue App enthält zusätzliche Funktionen

wie einen Lap-Timer, Motordrehzahl, Kraftstoffverbrauch,

Geschwindigkeit und andere Daten. Außerdem gibt es eine Fahrwerks-FAQ-Seite,

die den YZ450F-Besitzer dabei unterstützt, seine

optimale Einstellung zu finden.

Technische Highlights

• Völlig neuer, leichterer, schlanker, kompakterer 450-ccm-Motor

• Gesteigerte lineare Leistung bei allen Motordrehzahlen und

eine um 500/min höhere Drehzahlgrenze

• Erhöhte Lufteinlasskapazität mit 39 mm großen

Titan-Einlassventilen

• Überarbeitetes 5-Ganggetriebe und neue, leichtere Kupplung

• Neues Trockensumpfschmierungssystem

• Reduzierung des Gesamtgewichts um 2,3 kg auf 109 kg im

fahrfertigen Zustand mit vollem Tank

• Neu gestalteter Doppelschleifen-Aluminiumrahmen mit

überarbeiteter Steifigkeitsbalance

• Aktualisierte Dämpferventile von Telegabel und Federbein

• Neue, von Hand einstellbare Druckstufendämpfung

an der Telegabel

• Schlankeres und kompakteres Bodywork für mehr

Bewegungsmöglichkeiten des Fahrers

• Flachere und schmalere Sitzbank für mehr Bewegungsfreiheit

• Neues, in 3 Modi einstellbares Traktionskontrollsystem

• Aktualisiertes Launch Control-System

• Neue, intuitivere Power Tuner App mit Quick Tuning

• Neue Lap-Timer-Funktion und vieles mehr

• FAQ-gestützte Anleitung zur Fahrwerkseinstellung

Verfügbarkeit und Farboptionen

Die neue YZ450F wird ab November 2022 erhältlich sein und in

zwei Farbvarianten angeboten werden: Icon Blue, Monster

Black. Die YZ450F Monster Energy Yamaha Racing Edition hat

schwarze Anbauteile mit blauen Akzenten und Monster Energy-

Graphics, in Anlehnung an den Look der Werksrennmotorräder.

Überarbeitetes Launch Control System

Das Launch Control System hat eine neue „Rev limit“-Funktion,

deren maximale Drehzahl zwischen 6.000/min und 11.000/min

in 500/min Schritten eingestellt werden kann. So kann der Fahrer

mit Vollgas von der Startlinie fahren und sich ganz auf den

Holeshot konzentrieren. Wenn das Launch Control-System erkennt,

dass der Startvorgang abgeschlossen ist, schaltet sich

22 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Yamaha Motocross- und Enduro-Modelle für 2023

Mit einer großen Auswahl an Viertakt- und Zweitakt-Modellen –

von der brandneuen YZ450F bis zur YZ65 – sowie den WR-F Enduro-Modellen

ist Yamahas Offroad-Wettbewerbsangebot 2023 eines

der wettbewerbsfähigsten und vielfältigsten. Mit einer Erfolgsbilanz

beim MX2 Grand Prix und US-Supercross – einschließlich

des Gewinns der MX2-Weltmeisterschaft 2021 durch

Maxime Renaux – sind der Speed und die Agilität der YZ250F legendär.

Mit ihrem hocheffizienten Motor mit umgedrehten Kopf

und leichtem Aluminium-Fahrwerk ist der 250-ccm-Viertakter die

erste Wahl für ambitionierte Rennfahrer.

Yamaha hat sich mit Zweitaktern einen Namen gemacht, und die

YZ125 und die YZ250 gehören zweifelsfrei zu den Besten in ihren

jeweiligen Klassen. Mit ihrem superagilen Handling und ihrer

explosiven Leistung haben diese leichten Motocrosser eine große

und treue Anhängerschaft unter den Zweitakt-Fans gewonnen.

Die aktuelle YZ85 festigt ihre Position als eines der führenden

Motorräder in der Jugendklasse und die YZ65 bietet mit ihrer

reinrassigen Rennsport-DNA neuen Fahrern den besten Start in

den Motocross-Sport. Die Enduro-Modelle WR450F und WR250F

wurden auf der Grundlage der erfolgreichen Motocross-Modelle

entwickelt. Sie bieten spezifische Enduro-Merkmale, wie ein Getriebe

mit breiter Übersetzung, überarbeitete Ansaug- und Auspuffsysteme,

spezielle Mapping- und Kühlsysteme und vieles

mehr, um eine starke und nutzbare Leistung zu gewährleisten.

Yamahas TT-R Kindermotorrad-Reihe bietet Modelle für Fahrer

aller Altersklassen. Angetrieben von zuverlässigen und leicht zu

wartenden, luftgekühlten Viertaktmotoren, bieten die TT-R50,

TT-R110 und TT-R125 jahrelangen Familienspaß und bleibende

Erinnerungen. Und natürlich gibt es das legendäre PW50-Zweitakt-Motorrad.

Es ist das ultimative Einsteigermotorrad mit vollautomatischem

Getriebe, Kardanantrieb und zwei am Lenker

montierten Bremshebeln. Mit rund 400.000 verkauften Exemplaren

ist es seit 40 Jahren die erste Wahl für Kinder.

Verfügbarkeit und Farboptionen

Diese Motocross- und Enduro-Modelle werden in der neuesten

Generation des Yamaha Icon Blue-Racing-Farbschemas mit neuen

Graphics geliefert und sind seit August 2022 erhältlich, die

Verfügbarkeit variiert je nach Modell. Die YZ250F, YZ250 und

YZ125 werden auch als Monster Energy Yamaha Racing Editions

erhältlich sein. Sie haben ein schwarzes Bodywork mit blauen

Akzenten und Monster Energy-Graphics, nach dem Vorbild des

Designs der Siegermotorräder der Yamaha-Werksfahrer.

Yamaha-Original-Zubehör

Yamaha entwickelt ständig GYTR® Performance Parts und Kits,

die von den Yamaha Racing Teams ausgiebig getestet und bewertet

werden. Sie stehen am Ende Privatfahrern und Teams zur

Verfügung, um ihre Motorräder in einen ultimativen Zustand zu

versetzen. Yamaha Genuine Accessories bietet neben den

GYTR® Performance Parts und Kits auch eine Auswahl an hochwertiger

Offroad- und Freizeitbekleidung für Erwachsene und

Kinder sowie individuelles Zubehör an sowie ein umfangreiches

Programm an Yamalube-Schmierstoffen. Yamaha-Besitzer können

sicher sein, dass jeder Artikel der Yamaha Genuine Zubehör-

Linie entwickelt wurde, um die beste Leistung in Premium-Qualität

und perfekter Passform zu bieten.

• Text u. Fotos: yamaha-motor.de

10/22 MOTOCROSS ENDURO 23


TEST

KTM 125 SX

UMFANGREICHE

ÄNDERUNGEN,

DIE MAN SPÜRT

Im Vorfeld gab es einen großen Hype um die neue KTM-SX-Generation.

Viele sind gespannt, wie sich die Modelle weiterentwickelt haben

und wir können nach der ganzen Euphorie definitiv sagen: Es ist

ein Entwicklungssprung, den man spürt. Nicht nur optisch hat sich einiges

geändert, sondern auch technisch gibt es viele Neuheiten, die

uns gefallen. Den Anfang in unserer Testreihe macht die KTM 125

SX mit einer neuentwickelten Kraftstoffeinspritzung, neuem Fahrwerk,

neuem Motor, neuem Rahmen und vielem anderem mehr.

• Testfahrer: Marko Barthel; Fotos: KTM, Uwe Laurisch

24 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Bedingungen

Strecke: Motorsportgelände Vogeltal, MC Flöha e.V.

Temperatur: 23 °C, sonnig

Boden: Hartboden

10/22 MOTOCROSS ENDURO 25


TEST KTM 125 SX

TECHNISCHE DETAILS

MOTOR

Getriebe

Starter

Hub

Bohrung

Kupplung

Hubraum

EMS

Bauart

6 Gänge

Elektrostarter

54,5 mm

54 mm

DS-Mehrscheibenkupplung im Ölbad,

Brembo-Hydraulik

124,8 ccm

Vitesco Technologies EMS

Einzylinder, 2-Takt Motor

FAHRWERK

Gewicht

(ohne Kraftstoff) 92.4 kg

Tankinhalt (ca.) 7,2 l

Ø Bremsscheibe

vorne

260 mm

hinten

220 mm

Bremse vorne Scheibenbremse

Bremse hinten Scheibenbremse

Kette X-Ring 5/8 x 1/4“

Rahmen-Bauart Doppelschleifen-Zentralrohrrahmen

25CrMo4-Stahl

Federung vorne WP XACT-USD Ø 48 mm

Bodenfreiheit 359 mm

Federung hinten WP XACT-Federbein mit Umlenkung

Sitzhöhe

958 mm

Steuerkopfwinkel 63,9 °

Federweg vorne 310 mm

Federweg hinten 300 mm

PREIS

Listenpreis

9149,- Euro

Kurz und knapp

• Brandneues Rahmenkonzept, um das

Eintauchen des Hecks

zu verhindern sowie optimale

Fahr werksabstimmung und

Rahmenarchitektur für noch bessere

Massenzentralisierung

• Ergonomie verbessert das

Zusammen spiel zwischen Fahrer

und Bike, um Stabilität, Wendigkeit

und Feedback zu steigern

• Leichterer und unverwechselbarer

starker 2-Takt-Motor mit

elektronischer Kraftstoffeinspritzung

Mehr Bodenfreiheit

Unerwünschter Bodenkontakt nervt. Glücklicherweise

sorgen ein brandneuer Rahmen und eine neue Federbein-Geometrie

bei der KTM 125 SX des Jahres 2023

für mehr Bodenfreiheit der Umlenkung, während mit den völlig

neuen Guss-Fußrasten weniger Risiko besteht, beim Durchfahren

von tiefen Furchen und beim Scrubben hängenzubleiben.

Innovatives Fahrwerk

Das neue WP-XACT-Federbein bietet

Runde für Runde eine unerreichte

Konstanz, was seinen reibungsarmen

SKF-Umlenkungsdichtungen

und erweiterten

Dämpfungseigenschaften zu verdanken

ist, die außerdem für gute

Traktion und Energieaufnahme

sorgen.

Bei der KTM 125 SX ist zum Einstellen der Federung kein Werkzeug

mehr nötig. Dank einer völlig neuen Federbein-Konstruktion

mit von Hand einstellbarer Druckstufeneinstellung kann der

Fahrer die High- und Lowspeed-Dämpfung blitzschnell anpassen.

Vorn wird die Gabel

ebenso einfach über ein

einzelnes Druckluft-Vorspannungsventil

eingestellt,

während Zug- und

Druckstufe über einfach

zu erreichende Clicker-

Einsteller angepasst

werden. Sogar eine Luftpumpe

ist serienmäßig

enthalten.

Die WP XACT-Luftfedergabel

mit 48 mm Durchmesser

und Split-Funktion

ist mit neuen Hydrostops

in den Gabelbeinen

ausgestattet und verringert

das Risiko des

Durchschlagens und Verhärtens

der Zugstufe beim Springen und Überfahren von Buckeln.

Neu entworfene Gabelschutzringe schützen die Gabel

besser gegen das Eindringen von Schmutz und machen sie

ebenso zuverlässig.

Abgesehen von der Tatsache, dass der fachmännisch gefertigte,

hydrogeformte, lasergeschnittene und robotergeschweißte Rahmen

ein herausragendes Feedback und eine unglaubliche Stabi-

26 MOTOCROSS ENDURO 10/22


lität beim Geradeausfahren liefert, wurde er mit genau errechneten

Längs- und Torsionssteifigkeits-Parametern konstruiert. Dadurch

fungiert der Rahmen wie eine Art „Stoßdämpfer“, der

Schläge abfedert und den Fahrer nach vielen aufreibenden Runden

entlastet.

Die KTM 125 SX verhält sich dank einer

neu positionierten, geschmiedeten

Steuerkopf-Aufnahme und einer CNCgefrästen

Gabelbrücke bei jeder Geschwindigkeit

grundsolide. Diese Komponenten

werden aus hochwertigem

Aluminium gefertigt und bieten eine optimale

Gabelschaftrohr-Steifigkeit in

perfekter Übereinstimmung mit den Gabelaußenrohren,

während die präzise

Geometrie der Gabelklemmung ein hohes Feedback und eine geschmeidige

Gabelfunktion garantieren.

Ergonomie

Die neue KTM 125 SX bietet ein neues und verbessertes Dreieck

zwischen Lenker, Fußrasten und Sitzbank, um den Kontakt zu

verbessern – besonders dann, wenn der Fahrer steht. Außerdem

wurden alle Kontaktflächen optimiert. Dank eines neuen Bodyworks

wird das Ansammeln von Schmutz bei nassen, schlammigen

Bedingungen verhindert, während das neue, noch flachere

Sitzbankprofil und der griffige Sitzbankbezug eine gute Bewegungsfreiheit

und Beherrschbarkeit garantieren. Der polyamidverstärkte

Aluminium-Heckrahmen trägt weiter zum direkteren

Feedback bei.

brandneuen elektronischen Kraftstoffeinspritzung von Keihin

sowie eines neuen Membrankastens wird die Power des Motors

optimal auf den Boden übertragen.

Ein E-Starter, der mit einer 12,8V-2-Ah-

Lithium-Ionen-Batterie unter der Sitzbank

sowie einem neuen hochwertigen

Stator und Zündungsgeber zusammen

arbeitet, ist nun inklusive. So ist nun

auch Schluss damit, bei den kleinen

Zweitaktern einen Kickstarter zu verwenden.

Mit an Bord ist ein Map-Select-Schalter,

über den der Fahrer zwei Motormappings

anwählen kann.

Bessere Fahrbarkeit dank elektronischer

Kraftstoffeinspritzung. Gemeinsam

mit der elektronischen Kraftstoffeinspritzung

wurde die KTM 125 SX

auch mit einer neuen Steuerwalze ausgestattet, die für mehr

nutzbare Power im unteren Drehzahlbereich sorgt. Höhere Traktion

dank einer geschmeidigeren Leistungsentfaltung.

Beim Konstruieren haben sich die Ingenieure darauf konzentriert,

die rotierenden Massen noch stärker in Richtung des

Schwerpunkts zu verlagern, um zusammen mit dem Fahrwerk für

ein optimales Handling zu sorgen. Dadurch fühlt sich das Bike

leichter und wendiger an, was es – zusammen mit dem Plus an

Drehmoment und seiner sanften Leistungsentfaltung – in der

125er-Klasse zu einem sehr guten Paket macht.

Eine neue Schwingenaufnahme unterbindet das Eintauchen des

Bikes beim Beschleunigen, was die Traktion am Kurvenausgang

verbessert, während die Fußrastenposition weiter nach innen

verlagert wurde, um Begegnungen mit dem Boden in Furchen zu

verhindern.

Performance

Der 125-ccm-2-Takt-Motor wuchtet mehr

Drehmoment auf die Kurbelwelle als je

zuvor. Dank eines Gewichts von nur

17,86 kg und einer beeindruckenden

Leistung behält sich dieses leichte Kraftpaket

seinen hochdrehenden Charakter

bei, überträgt aber jederzeit ausreichend

Drehmoment auf den Boden.

Vor dem Rennen müsst ihr euren Vergaser

nicht mehr umdüsen und dank der

Interessant Gestaltung des vorderen Frontfenders. Bessere Kühlung

durch Flügel?

10/22 MOTOCROSS ENDURO 27


TEST KTM 125 SX

IM EINSATZ

Das Handling

Insgesamt hat das Modell eine überragende Ergonomie,

was ein großartiges Handling gepaart mit einer

sehr guten Stabilität bietet. Die neuen Plastikteile geben

dem Fahrer die Möglichkeit, optimal Druck auf

das Bike auszuüben.

Die Sitzbank-Tank-Lenker-Linie ist ebenfalls überragend.

Ich habe mich direkt nach den ersten Metern

auf dem Motorrad wohl gefühlt, ohne irgendwelche

Änderungen an den Bedienelementen durchzuführen.

Den Druckpunkt an der vorderen Bremsarmatur habe

ich ein wenig abgeändert, sodass die Bremse nicht

gleich auf den ersten halben Zentimetern, sondern

später bremst. Die Bremsen arbeiten aber tadellos

und lassen sich auch sehr gut dosieren.

Die Leistung

Das Motorrad ist durch die Kraftstoffeinspritzung sehr harmonisch zu fahren.

Es bietet vom unteren Drehzahlbereich über den mittleren bis ganz

nach oben eine durchzugsstarke Leistungsentfaltung. Dies konnte bisher

keine andere 125-ccm-Serienmotocross-Maschine aufweisen. Damit lässt

sich das Modell nicht nur als Wettkampf-Racer, sondern auch als Einsteiger

sehr gut fahren.

Als 125er-Fahrer ist man es gewohnt, vieles über die Kupplung zu fahren,

mit der neuen Generation ist dies so gut wie nicht mehr nötig, weil der Motor

deutlich durchzugsstärker ist.

Auch ein Mappingschalter ist mit an Bord. Damit kann die Leistungsentfaltung

an die Streckenverhältnisse oder Vorlieben des Fahrers angepasst

werden. Ich bin größtenteils das kräftigere Mapping gefahren, weil damit

auch mehr Drehmoment verfügbar war. Doch bei sehr rutschigen Bedingungen

lässt sich das Modell traktionsbewusster mit dem schwächeren

Mapping fahren.

28 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Das Fahrwerk

Die neuen Einstellmöglichkeiten lassen es zu, direkt an der Strecke und ohne Werkzeug, Änderungen vorzunehmen. Damit konnte ich

schnell meine Fahrwerksänderungen durchführen. In der Zugstufe vorn und hinten sowie in der Highspeed-Einstellung am Stoßdämpfer

habe ich ein paar Anpassungen vorgenommen, damit die 125er noch besser auf dem Hartboden Stabilität aufweist. Das

Fahrwerk ist insgesamt sehr ausgewogen und bietet eine gute Balance zwischen Front und Heck.

Deutlich spürbare Verbesserung in allen Bereichen bietet das neue WP-Fahrwerk. Es ist komfortabel, besitzt aber auch eine sehr gute

Progressivität, die ich bisher nur von optimierten Fahrwerken her kenne.

10/22 MOTOCROSS ENDURO 29


TEST KTM 125 SX

30 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Markos Fazit

Ein richtig gelungenes Zweitaktmotorrad und

dann auch noch eine 125-ccm-Ausführung.

Mit diesem Modell hatte ich von Anfang an

richtig Spaß und das lag unter anderem an

der überragenden Ergonomie, einem durchzugsstarken

Motor mit perfekt abgestimmter

Einspritzung und einem einfach einstellbaren,

progressiven Fahrwerk.

Damit bekommt das Modell von mir die maximale

Punktzahl für Fahrwerk, Traktion, Motor

und Bremsen. Nur beim Preis geht die

Schraube immer weiter nach oben, was gerade

in diesem Bereich und für unsere Nachwuchsfahrer

eine erhebliche Preissteigerung

bedeutet.

Mir ist es aufgefallen, dass doch etwas Öl am

Endschalldämpfer heraustropft. Wir sind im

Wechsel langsame Passagen und schnell

Streckenteile gefahren, konnten jedoch während

der Fahrt kein Überfetten feststellen,

dennoch scheint der Motor das Mischöl nicht

hundertprozentig zu verbrennen. Vielleicht

hilft es, ein anderes Mischöl zu verwenden

oder gar das Mischungsverhältnis anzupassen.

BEWERTUNG

Handling

Fahrwerk

Traktion

Motor

Bremsen

Preis

10/22 MOTOCROSS ENDURO 31


MOTOCROSS-WM

UDDEVALLA/S

Jeremy Seewer • Fotos: Yamaha

SEEWER ZUM DRITTEN

GESAMTSIEG FÜR GEERTS

Das Monster Energy Yamaha Factory MXGP-Team feierte sein fünftes Doppelpodium 2022. Jeremy

Seewer ließ es zum dritten Mal krachen und feierte mit Teamkollege Glenn Coldenhoff, der Gesamtdritter

wurde, auf dem Podium. WM-Leader Tim Gajser belegte den 2. Platz. Und auch in der

MX2-Klasse stand mit Jago Geerts ein weiterer Yamahafahrer auf dem obersten Treppchen.

MXGP

Kühle Temperaturen und gelegentliche

Schauer sorgten für schwierige Bedingungen

auf der traditionsreichen Strecke

in Uddevalla, wo im letzten Vierteljahrhundert

nicht weniger als 19-mal die FIM-

Motocross-Weltmeisterschaft ausgetragen

wurde.

Im ersten Rennen führte Valentin Guillod

das Feld bis Kurve 1 an, wurde dann aber

von Maxime Renaux, Jeremy Seewer und

Glenn Coldenhoff (alle Monster Energy

Yamaha Factory MXGP-Team) auf den

4. Platz verwiesen. Nachdem Renaux die

Führung übernommen hatte, blieb er fehlerlos

und fuhr seinem fünften Rennsieg

der Saison entgegen. Auf den Plätzen

folgten seine kampfstarken Teamkollegen

Seewer und Coldenhoff sowie der WM-

Führende Tim Gajser.

Im zweiten Rennen sicherte sich Seewer

den Holeshot und blieb von Anfang bis

Ende auf der Poleposition, dicht gefolgt

von Gajser. Romain Febvre wurde Dritter

vor Gajsers Teamkollege Mitch Evans. Coldenhoff

legte ein fantastisches Tempo

vor, kam aber nicht über den 5. Platz hinaus.

Doch dieser genügte für den 3. Gesamtrang

hinter Seewer und Gajser.

MX2

Jago Geerts konnte sich mit den Plätzen 2

und 1 den Gesamtsieg vor seinem stärksten

Titelrivalen Tom Vialle (1/2) sichern

und seinen Vorsprung von 23 Punkten

halten.

Geerts startete von der Poleposition und

lag im ersten Rennen nach zwei großartigen

Überholmanövern gegen Simon Längenfelder

und Kevin Horgmo auf der

2. Position, konnte aber den führenden

Tom Vialle nicht von der Pole verdrängen.

Horgmo wurde vor Längenfelder Dritter.

Ein wenig gelungener Start im zweiten

Rennen ließ Geerts auf den 6. Platz zurückfallen.

Bis Runde 5 hatte er sich aber

bereits auf den 2. Platz vorgearbeitet und

sechs Runden später übernahm er nach

einem spannenden Kampf mit Längenfelder

die Führung. Vialle zog ebenfalls an

Längenfelder vorbei und machte Geerts

ordentlich Druck. Dieser ließ sich jedoch

nicht beirren und sicherte sich den Rennsieg

und damit den Grand-Prix-Sieg .

Der Große Preis von Schweden markiert

Geerts’ 40. Podestplatz in seiner Karriere

und seinen ersten Hattrick bei Grand-

Prix-Siegen.

Jago Geerts

• Foto: Yamaha

32 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Motocross-WM - 15. Lauf - Uddevalla/S - 6./7.8.2022

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Jeremy Seewer, CH, Yamaha; 2. Tim Gajser,

SLO, Honda; 3. Glenn Coldenhoff, NL, Yamaha; 4. Romain

Febvre, F, Kawasaki; 5. Jorge Prado, E, GASGAS; 6. Mitch

Evans, AUS, Honda; 7. Brent van Doninck, B, Yamaha; 8.

Maxime Renaux, F, Yamaha; 9. Alberto Forato, I, GASGAS;

10. Valentin Guillod, CH, Yamaha.

Ferner: 19. Tom Koch, D, KTM; 24. Kevin Brumann, CH, Yamaha;

33. Henry Jacobi, D, Honda.

MX2: 1. Jago Geerts, B, Yamaha; 2. Tom Vialle, F, KTM; 3.

Simon Längenfelder, D, GASGAS; 4. Kevin Horgmo, N,

Kawasaki; 5. Mikkel Haarup, DK, Kawasaki; 6. Kay de

Wolf, NL, Husqvarna; 7. Thibault Benistant, F, Yamaha; 8.

Roan van de Moosdijk, NL, Husqvarna; 9. Jan Pancar,

SLO, KTM; 10. Liam Everts, B, KTM.

Ferner: 21. Marcel Stauffer, A, KTM.

EMX250: 1. Haakon Osterhagen, N, Fantic; 2. Quentin

Marc Prugnieres, F, Kawasaki; 3. Camden McLellan, ZA,

KTM; 4. Yago Martinez, E, KTM; 5. Rick Elzinga, NL, Yamaha;

6. Lucas Coenen, B, Husqvarna; 7. Magnus Smith, DK,

Yamaha; 8. Sacha Coenen, B, Husqvarna; 9. Scotty Verhaeghe,

F, KTM; 10. Maximilian Spies, D, KTM.

Ferner: 13. Cato Nickel, D, KTM; 24. Justin Trache, D, Yamaha;

39. Fynn-Niklas Tornau, D, Husqvarna.

EMX125: 1. Ivano van Erp, NL, Yamaha; 2. Janis Martins

Reisulis, LV, KTM; 3. Alexis Fueri, F, Fantic; 4. Laban Alm,

S, Husqvarna; 5. Ferruccio Zanchi, I, Yamaha; 6. Cas Valk,

NL, Fantic; 7. Maximilian Werner, D, KTM; 8. Vitezslav Marek,

CZ, KTM; 9. Julius Mikula, CZ, KTM; 10. Karlis Alberts

Reisulis, LV, Yamaha.

Ferner: 12. Eric Rakow, D, KTM; 19. Maximilian Ernecker,

A, GASGAS; 37. Henry Obenland, D, KTM.

Fahrerstimmen

Jeremy Seewer: Ich hatte heute zwei gute

Starts und das war wirklich wichtig. Einen

Holeshot im zweiten Rennen zu erzielen,

machte es einfacher, besonders auf dieser

Strecke, weil das Überholen dort super

schwierig ist. Ich habe den GP gewonnen,

also war es ein tolles Wochenende.

Jetzt sind noch drei Runden zu absolvieren

und ich möchte so viele Trophäen für

den 1. Platz sammeln wie möglich.

Tim Gajser: Der 2. Gesamtrang ist ein solides

Ergebnis, aber es war ein bisschen

frustrierend, weil es einfach so schwierig

war zu überholen. In beiden Rennen lag

ich nach der ersten Runde nicht unter den

ersten fünf. Als ich im ersten Rennen nicht

den besten Start erwischte, hat das meine

Chancen auf den neunten Gesamtsieg der

Saison wirklich reduziert. Ich bin aber immer

noch WM-Leader, somit muss ich nur

das Niveau hoch halten und den Sieg

beim nächsten Lauf in Finnland anstreben.

Glenn Coldenhoff: Wir haben heute einige

Änderungen am Bike vorgenommen

und das hat definitiv funktioniert. Ich bin

dem Team sehr dankbar. Wir hatten ein

Traum-Finish für Yamaha, als wir im ersten

Lauf auf Platz 1, 2 und 3 fuhren, ob-

Tim Gajser • Fotos: shotbybavo

wohl ich wünschte, die Reihenfolge, in

der wir ins Ziel kamen, wäre anders gewesen.

Ich freue mich, wieder auf dem Podium

zu stehen. Das tut einfach gut.

Jago Geerts: Ich bin wirklich glücklich darüber,

wie ich heute gefahren bin. Im

zweiten Rennen brauchte ich ein paar

Runden, um meinen Flow und die besten

Linien zu finden, aber am Ende gelang es

mir, einige gute Pässe zu machen, um den

GP zu gewinnen. Ich habe auch die Führung

in der Meisterschaft gehalten, also

war es ein wirklich positives Wochenende

für mich.

Tom Vialle: Ich habe mich das ganze Wochenende

über auf der Strecke wohl gefühlt

und das erste Moto lief großartig. Ich

konnte das Feld kontrollieren und hatte

fünf bis sechs Sekunden Vorsprung auf Jago,

aber im zweiten Lauf unterliefen mir

Fehler und ich musste arbeiten, um Jago

und Simon einzuholen. Es war schwer zu

überholen und die Geschwindigkeit war

hoch. Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil

ich den GP gerne gewonnen hätte, aber der

Punkteabstand zu Jago bleibt der gleiche.

Es sind nur 23 und das sind nicht viele.

Simon Längenfelder: Ich stehe wieder auf

dem Treppchen, worüber ich mich freue.

Ich hatte im ersten Rennen einen guten

Start, war aber ein bisschen unkonzentriert,

fiel auf den 4. Platz zurück und

steckte dort fest. Im zweiten Rennen holte

ich den Holeshot und versuchte einfach,

gut abzuschneiden. In den ersten 20 Minuten

bin ich wirklich gut gefahren. Danach

habe ich einige Fehler gemacht und

etwas an Boden verloren. Alles in allem

war es ein gutes Wochenende.

10/22 MOTOCROSS ENDURO 33

Simon Längenfelder • Fotos: GASGAS


MOTOCROSS-WM

HYVINKÄÄ/FIN

GAJSER ZUM 5. MAL WELTMEISTER

• Foto: shotbybavo

YAMAHA BELEGT ALLE MXGP-PODESTPLÄTZE

Tim Gajser hat sich vorzeitig seinen fünften Motocross-WM-Titel – seinen vierten in der

MXGP-Klasse – nach einer überragenden Saison gesichert. Gajser hatte von Anfang an das Red

Plate inne und gewann sechs der ersten sieben Runden und stellte damit klar, dass er der Fahrer war,

den es zu schlagen galt. Zwei aufeinanderfolgende Siege in Deutschland und Indonesien

vergrößerten dann seinen Vorsprung auf über 100 Punkte und von da an war nur noch die Frage

zu klären, in welcher Runde er vorzeitig den Titel erringen würde.

Beim finnischen GP war dann nach dem zweiten Lauf auch diese Frage geklärt.

Vor diesem Wochenende hatte der Honda

CRF450R-Fahrer mehr Qualifikationsrennen

gewonnen (4), mehr Runden geführt

(184), mehr als dreimal so viele Rennsiege

errungen wie jeder andere Fahrer (13),

doppelt so viele GP-Gesamtsiege (8) auf

dem Konto und stand öfter als alle anderen

Konkurrenten auf dem Podium (10).

Dieser Titel ist der vierte in seiner MXGP-

Karriere (2016, 2019, 2020, 2022). 2015

hatte er bereis MX2-Gold gewonnen.

MXGP

Für ein Ereignis, das in die Geschichte

des MX-Sports eingehen wird, sorgte das

Monster Energy Yamaha Factory MXGP-

Team, indem es seinen erfolgreichsten

Grand Prix aller Zeiten bestritt und das

komplette Podium eroberte. Gesamtsieger

wurde Glenn Coldenhoff, der damit

nach dem Gesamtsieg beim Großen Preis

von Lettland im August 2020 zum zweiten

Mal GP-Winner wurde. Die Plätze 2 und 3

belegten Coldenhoffs Teamkollegen Jeremy

Seewer und Maxime Renaux.

Heiße Temperaturen und ein herausfordernder

Sandkurs machten den MXGP

von Finnland zum ultimativen Test für

Mensch und Maschine. Bei seinem

190. Grand-Prix-Auftritt bewies der

31-jährige Coldenhoff, dass er immer

noch das Zeug zum Siegen hat. Die 259

zeigte im ersten Rennen eine unglaubliche

Leistung, als er nach einem spannenden

Duell mit Renaux, der vom 10. auf den

3. Platz gestürmt war, hinter Brian Bogers

auf dem 2. Platz landete. Seewer hatte

den besten Start des Trios, fiel aber in

Runde 6 zurück. Letztendlich wurde er

hinter Renaux Vierter.

Coldenhoff sicherte sich im zweiten Rennen

einen Start-Ziel-Sieg. Der nach dem

Start auf Platz 2 liegende Seewer verlor in

Runde 1 an Boden und fiel auf den 4. Platz

zurück. Bis Rennende konnte er sich wieder

auf Rang 2 vorarbeiten. Renaux kam

mit den schwierigen Bedingungen erneut

gut klar und wurde erneut Dritter.

MX2

Tom Vialle triumphierte bei seinem ersten

Auftritt im sandigen Hyvinkää und sicherte

sich mit den Plätzen 2 und 1 den Gesamtsieg.

Tom Vialle hatte den Sieg fest im Visier,

wollte er doch unbedingt die Lücke zum

Führenden Jago Geerts wieder ein Stück

schließen. Der 21-Jährige erfuhr im ersten

Rennen einen soliden 2. Platz hinter

Geerts und vor Kay de Wolf. Im zweiten

36 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Moto gab er alles und gewann vor de Wolf

und Roan van de Moosdijk. Weniger gut

lief es für Geerts, der Siebter und damit

hinter Vialle und de Wolf Gesamtdritter

wurde. Vialle verkürzte damit seinen

Rückstand auf 15 Punkte.

Fahrerstimmen

Tim Gajser: Wow! Was für ein Tag. Ich bin

definitiv nicht mein bestes Rennen gefahren,

aber ich habe mein Ziel erreicht. Fünf

Weltmeistertitel – ich kann es kaum glauben.

Das muss ich erst mal sacken lassen.

Ein großes Dankeschön an das gesamte

Team HRC und für all die Unterstützung

aus Japan. Ich danke auch meiner Freundin

und meinen Fans. Es war großartig zu

sehen, wie viele von ihnen mich an der

Strecke anfeuerten. Dieser Tag ist ein besonderer

Tag für mich und ich freue mich

riesig über meinen fünften Titel!

Glenn Coldenhoff: Es war ein gutes Wochenende.

Ich habe viel zu lange darauf

gewartet. Ich habe immer an mich geglaubt,

und ich weiß, dass ich in der Lage

bin, zu siegen. Ich bin einfach nur glücklich.

Dies ist mein erster Sieg für Yamaha

und es ist wirklich schön, all die Unterstützung

mit diesem Sieg zurückzuzahlen.

Das Team hat sich sehr bemüht, mich zu

diesem Erfolg zu führen.

Jeremy Seewer: Ich bin im Moment in guter

Form, alles passt, selbst auf dieser

Strecke, die nicht zu meinen Lieblingsstrecken

gehört. Dies ist mein dritter GP-

Laufsieg dieses Jahr. Da mir diese Art von

Strecken nicht liegt, habe ich mein Ziel,

zwei solide Motos ohne große Fehler zu

fahren, erreicht.

Maxime Renaux: Es war ein wirklich toller

Tag für Yamaha. Wir haben heute Geschichte

geschrieben, denn es war das

erste Mal, dass drei Yamahafahrer auf

dem Podium in der MXGP-Klasse standen.

Mein Ergebnis heute war wirklich gut,

aber ich will noch mehr erreichen.

Henry Jacobi: Dieser Renntag lief viel besser

für mich, als ich erwartet hatte. In

Schweden hatte ich einen ziemlich heftigen

Sturz und konnte diese Woche nicht

trainieren. Dann hatte ich im freien Training

einen weiteren schweren Sturz und

verletzte mich an der Schulter, sodass es

nicht vielversprechend aussah. Mein Ziel

war es heute, zwischen den Plätzen 10

und 15 ins Ziel zu kommen und nach dem

ersten Rennen war ich Zwölfter. Im zweiten

Rennen erwischte ich dann einen richtig

guten Start und nutzte die Gelegenheit,

den 2. Platz so lange wie möglich zu

halten. Letztlich wurde ich Neunter und

bin damit sehr zufrieden.

Tom Vialle: Das Wochenende begann

nicht wie geplant, aber meine Startposition

war nicht zu schlecht. Im ersten Moto

versuchte ich, Jago zu folgen, machte

aber ein paar kleine Fehler. Auf der Strecke

fühlte ich mich jedoch großartig und

im zweiten Rennen sogar noch besser,

und als Jago stürzte, habe ich alles gegeben,

um zu siegen. Einmal bin ich vom

Kurs abgekommen, aber dann ist Roan

gestürzt und ich war wieder vorne. Kay hat

mich bis zum Schluss hart gepusht und

ich wusste, dass die Punkte für die Meisterschaft

wichtig sein würden. Ich wollte

gewinnen, und es war großartig, das im

Sand zu tun, besonders nach meinem

schwierigen Wochenende in Lommel. Das

war ein großer Gewinn für mich.

Kay de Wolf: Mir ist in diesem zweiten Moto

einfach die Zeit ausgegangen. Es war

ein schwieriges Rennen. Ich habe wirklich

alles gegeben und am Ende nur knapp

den Sieg verpasst. Ich bin jedoch zufrieden

und kann dem Team einfach nicht genug

danken – sie arbeiten so hart für uns

und ich weiß das wirklich zu schätzen.

Jago Geerts: Rennen 2 war ziemlich

schwierig. Ich machte einen Fehler, stürzte

in Runde 1 und blieb unter meinem Motorrad

stecken. Danach konnte ich gut

aufholen und fühlte mich wohl auf dem

Bike, bis ich mit einem anderen Fahrer zusammenstieß.

In diesem Moment wusste

ich, dass es vorbei war. Ich bin aber immer

noch zufrieden mit meiner momentanen

Fahrweise und meiner Leistung.

Simon Längenfelder: Im ersten Lauf wurde

ich nur Sechster und wollte mich vorkämpfen,

doch dann ging ich zu Boden.

Schnell sprang ich wieder aufs Bike und

konnte noch den 9. Platz ins Ziel retten.

Im zweiten Moto war mein Start nicht besonders,

im Laufe des Rennens konnte ich

mich aber steigern und letztlich Fünfter

Motocross-WM - 16. Lauf - Hyvinkää/FIN - 13./14.8.2022

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Glenn Coldenhoff, NL, Yamaha; 2. Jeremy Seewer,

CH, Yamaha; 3. Maxime Renaux, F, Yamaha; 4. Brian

Bogers, NL, Husqvarna; 5. Brent van Doninck, B, Yamaha;

6. Tim Gajser, SLO, Honda; 7. Romain Febvre, F, Kawasaki;

8. Calvin Vlaanderen, NL, Yamaha; 9. Alberto Forato, I,

GASGAS; 10. Henry Jacobi, D, Honda.

Ferner: 19. Tom Koch, D, KTM.

MX2: 1. Tom Vialle, F, KTM; 2. Kay de Wolf, NL, Husqvarna;

3. Jago Geerts, B, Yamaha; 4. Roan van de Moosdijk,

NL, Husqvarna; 5. Liam Everts, B, KTM; 6. Kevin Horgmo,

N, Kawasaki; 7. Thibault Benistant, F, Yamaha; 8. Simon

Längenfelder, D, GASGAS; 9. Mikkel Haarup, DK, Kawasaki;

10. Tom Guyon, F, KTM.

Ferner: 18. Marcel Stauffer, A, KTM.

EMX250: 1. Lucas Coenen, B, Husqvarna; 2. Camden

McLellan, ZA, KTM; 3. Andrea Bonacorsi, I, Yamaha;

4. Cornelius Toendel, N, Fantic; 5. Haakon Osterhagen, N,

Fantic; 6. Rick Elzinga, NL, Yamaha; 7. Meico Veltik, EST,

KTM; 8. Scotty Verhaeghe, F, KTM; 9. Maximilian Spies,

D, KTM; 10. David Braceras, E, KTM.

Ferner: 20. Mike Gwerder, CH, KTM; 33. Justin Trache, D,

Yamaha.

EMX125: 1. Ivano van Erp, NL, Yamaha; 2. Cas Valk, NL,

Fantic; 3. Karlis Alberts Reisulis, LV, Yamaha; 4. Janis

Martins Reisulis, LV, KTM; 5. Julius Mikula, CZ, KTM;

6. Kasimir Hindersson, FIN, KTM; 7. Edgar Canet, E, GAS-

GAS; 8. Laban Alm, S, Husqvarna; 9. Alexis Fueri, F, Fantic;

10. Roberts Lusis, LV, KTM.

Ferner: 11. Maximilian Werner, D, KTM; 19. Maximilian

Ernecker, A, GASGAS.

Endstand (nach 9 Veranstaltungen): 1. Valk, 363 Punkte;

2. K.Reisulis, 314; 3. J.Reisulis, 301; 4. Fueri, 294; 5. van

Erp, 291; 6. Mikula, 212; 7. Ferruccio Zanchi, I, Yamaha,

164; 8. Marc-Antoine Rossi, F, KTM, 155; 9. Adrien Petit,

F, Yamaha, 125; 10. Francisco Garcia, E, GASGAS, 123.

Ferner: 16. Werner, 83; 22. Ernecker, 45; 32. Eric Rakow,

D, KTM, 28.

EMX Open: 1. Gert Krestinov, EST, Honda; 2. Jose Butron,

E, KTM; 3. Tomas Kohut, SK, KTM; 4. Juuso Matikainen,

FIN, Husqvarna; 5. Andero Lusbo, EST, Husqvarna;

6. John Adamson, GB, GASGAS; 7. Emil Silander, FIN,

GASGAS; 8. Michael Sandner, A, KTM; 9. Pekka Nissinen,

FIN, GASGAS; 10. Twan van Essen, NL, Honda.

Ferner: 20. Max Bülow, D, KTM.

Stand (nach 5 von 6 Veranstaltungen): 1. Butron, 193

Punkte; 2. Kohut, 167; 3. Sandner, 156; 4. Michael Ivanov,

BG, Husqvarna, 115; 5. Simone Croci, I, Husqvarna,

110; 6. Giuseppe Tropepe, I, Husqvarna, 104; 7. Simon

Jost, SK, KTM, 103; 8. Gert Krestinov, EST, Honda, 76;

9. Stefano Pezzuto, I, KTM, 64; 10. Raf Meuwissen, NL,

KTM, 60.

Ferner: 20. Tim Koch, D, Suzuki, 32; 22. Marcel Stauffer,

A, KTM, 30; 28. Nico Koch, D, KTM, 27; 34. Johannes

Klein, A, KTM, 22; 56. Florian Hellrigl, A, KTM, 659. Max

Bülow, D, KTM, 5.

werden. Ich fühlte mich auf meiner MC

250F gut und machte nicht viele Fehler.

Ich denke, wir haben das Beste aus einem

schwierigen Tag herausgeholt.

Tom Vialle • Foto: KTM


MOTOCROSS-WM

ST. JEAN D’ANGELY/F

GAJSER BESTÄTIGT TITELGEWINN

Tim Gajser • Foto: shotbybavo

JEREMY SEEWER VIZEWELTMEISTER

Tim Gajser ließ es sich nicht nehmen, seinen Titelgewinn in Frankreich nochmals zu bestätigen

und sicherte sich seinen neunten Gesamtsieg der Saison. Jeremy Seewer holte sich mit den

Plätzen 1 und 3 ein Rennen vor Schluss zum fünften Mal die WM-Silbermedaille.

MXGP

Auf der kniffligen Strecke in St. Jean d’Angély

in Frankreich war Tim Gajser einer

der wenigen Fahrer, der gut zurechtkam.

Im ersten Moto fuhr er schnell auf den 3.

Platz. Der kürzlich gekrönte Champion

versuchte dann in Runde 4, den führenden

Jeremy Seewer zu überholen, schaffte

es aber nicht und musste sich mit Platz

2 zufrieden geben. Dritter wurde Romain

Febvre.

Im zweiten Rennen war die #243 nach

Runde 1 nur Fünfter, aber innerhalb einer

Runde lag er auf Platz 4. Da er wusste,

dass nur ein Sieg seinen neunten Gesamtsieg

der Saison garantieren würde,

gab er alles, um sein Ziel zu erreichen.

Kurz nach Halbzeit rückte er auf den

3. Platz vor. Als die Ein-Runden-Tafel gezeigt

wurde, entschied der Slowene, dass

dies der Moment für den Angriff sei. Und

der Plan ging auf. Zuerst überholte er

Seewer und dann den führenden Prado.

Als Gajser die Ziellinie überquerte, koch-

ten die Emotion hoch. Wieder einmal hatte

er bewiesen, dass er zu Recht Weltmeister

2022 ist.

Super lief es in Frankreich aber auch für

Jeremy Seewer. Seine Geschwindigkeit

auf den harten und glatten Hängen war

einfach nur überwältigend. Im ersten Lauf

sicherte Seewer sich den Holeshot und

hielt die Führung bis ins Ziel. Im zweiten

Rennen lag Seewer nach dem Start auf

Rang 5. Die Sprünge, die er bei seiner

Aufholjagd absolvierte, waren einfach

nur sehenswert. Im entscheidenden Moment

aber unterlief Seewer ein Fehler und

er belegte Rang 3. Gesamtplatz 2 genügte

ihm aber, um sich ein Rennen vor Schluss

die Silbermedaille zu sichern.

MX2

Tom Vialle konnte mit seinem Gesamtsieg

in Frankreich die Chancen auf den Titelgewinn

in der MX2 verbessern. Vialle war

mit einem 15-Punkte-Rückstand auf Jago

Geerts (Foto) zu seinem Heim-Grand-Prix

angereist. Im ersten Rennen lieferten sich

Vialle, Thibault Benistant und Geerts

spannende Fights um den Sieg, den sich

letztlich Benistant vor Vialle und Geerts

sicherte. Im zweiten Rennen gab Vialle alles

und siegte schließlich vor Benistant

und Guyon. Geerts wurde nur Siebter.

38 MOTOCROSS ENDURO 10/22

Foto: Yamaha


Fahrerstimmen

Tim Gajser: Das waren vielleicht ein paar

letzte Runden! Ich habe das ganze Rennen

hart gearbeitet, um Überholmanöver

durchzuführen. In der letzten Runde sagte

ich mir, jetzt oder nie. Diesen Gesamtsieg

nach dem Gewinn der Meisterschaft am

vergangenen Wochenende errungen zu

haben, ist einfach ein zu schönes Gefühl.

Ich bin ohne Druck ins Rennen gegangen

und ich denke, das hat sich an meinem

Fahrstil gezeigt. Natürlich war es nicht

einfach, weil diese Strecke wirklich nicht

zu viele Passagen für Überholmanöver

bietet, aber ich habe das Gefühl, dass

dieses Ergebnis alle daran erinnert hat,

wie schnell ich fahren kann. Ein großes

Dankeschön an das Team und an alle für

ein so gutes Wochenende. Seit ich den Titel

gewonnen habe, habe ich so viele Unterstützermails

erhalten und bin einfach

sehr glücklich darüber, wie alles läuft.

Jeremy Seewer:

Heute Zweiter

geworden zu

sein, ist ein

Foto: Yamaha

bisschen enttäuschend,

weil

ich das Gefühl

hatte, ich hätte

diesen GP gewinnen

können.

Aber manchmal

läuft eben nicht

alles wie gewünscht. Ich war sowohl im

ersten als auch im zweiten Rennen stark,

aber im zweiten Lauf hat es nicht gereicht.

Tim ist einfach sehr clever gefahren und

am Ende habe ich eine schlechte Linienwahl

getroffen und er hat mich erwischt.

Ich fühle mich im Moment sehr gut und

freue mich, dieses Jahr nach einigen harten

Runden zu Beginn der Saison Vizeweltmeister

geworden zu sein. Ich bin

sehr glücklich über die momentane Situation.

Jorge Prado: Ich bin super happy, vor allem

mit dem zweiten Moto. Ich hatte im

ersten Rennen keinen guten Start, daher

war es schwierig aufzuholen. Das zweite

Rennen war so viel besser – ich hatte einen

großartigen Start und habe bis zum

Ende gepusht. Es ist ein Schritt in die richtige

Richtung und ich freue mich sehr,

wieder auf dem Podium zu stehen.

Tom Vialle: Es war ein guter Tag! Die Fans

waren unglaublich. Ich konnte sie überall

hören. Vielen Dank an das gesamte Team

für die geleistete Arbeit. Wir haben unseren

Job heute gut gemacht und haben

noch ein Rennen vor uns, bei dem wir wissen,

was wir tun müssen.

Thibault Benistant: Wenn mir letztes Wochenende

jemand gesagt hätte, dass ich

dieses Wochenende Zweiter werden würde,

hätte ich es nicht geglaubt. In gewisser

Weise bin ich ein bisschen enttäuscht,

weil ich die Saison gerne besser beendet

hätte, aber am Ende ist es immer noch

sehr gut, hier in Frankreich Zweiter geworden

zu sein. Es war toll, vor Heimpublikum

zu fahren und ich habe das Wochenende

wirklich genossen.

Jago Geerts: Es war ein ziemlich schwieriges

Wochenende. Ich hatte drei durchschnittliche

Starts, das machte mir das

Leben schwer. Meine Geschwindigkeit

war gut und ich fühlte mich das ganze

Wochenende über gut, aber die Starts

machten es nicht leichter. Ich musste viel

riskieren, um zu überholen, weil die Strecke

sehr eng ist und es schwer war zu

überholen. Der erste Lauf war okay, aber

der zweite war nicht der beste. Glücklicherweise

liege ich eine Runde vor

Schluss immer noch in Führung.

Simon Längenfelder (Foto): Ich hatte heute

im ersten Moto einen guten Start und

fuhr auf dem 4. Platz ein ziemlich einsames

Rennen! Ich habe versucht, gegen

Ende ein bisschen Energie zu sparen. Im

zweiten Rennen startete ich schlecht und

stürzte in der ersten Runde. Mit einigen

guten Rundenzeiten konnte ich vom letzten

auf den 10. Platz vorfahren. Ich denke,

dass ich ohne diesen Sturz auf dem Podium

gestanden hätte. Das Gute ist, dass

mir jetzt der 3. Platz in der Meisterschaft

sicher ist.

Foto: GASGAS

Motocross-WM - 17. Lauf - St. Jean d’Angély/F

20./21.8.2022

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Tim Gajser, SLO, Honda; 2. Jeremy Seewer, CH,

Yamaha; 3. Jorge Prado, E, GASGAS; 4. Romain Febvre, F,

Kawasaki; 5. Maxime Renaux, F, Yamaha; 6. Glenn Coldenhoff,

NL, Yamaha; 7. Calvin Vlaanderen, NL, Yamaha;

8. Pauls Jonass, LV, Husqvarna; 9. Mitch Evans, AUS,

Honda; 10. Alberto Forato, I, GASGAS.

Ferner: 17. Henry Jacobi, D, Honda; 18. Tom Koch, D, KTM;

22. Kevin Brumann, CH, Yamaha.

Stand (nach 17 von 18 Veranstaltungen): 1. Gajser, 721

Punkte; 2. Seewer, 615; 3. Prado, 557; 4. Coldenhoff,

553; 5. Renaux, 540; 6. Brian Bogers, NL, Husqvarna,

406; 7. Ruben Fernandez, E, Honda, 380; 8. Vlaanderen,

379; 9. Jonass, 350; 10. Evans, 296.

Ferner: 15. Jacobi, 216; 21. Koch, 87; 23. Valentin Guillod,

CH, Yamaha, 73; 37. Brumann, 8.

MX2: 1. Tom Vialle, F, KTM; 2. Thibault Benistant, F, Yamaha;

3. Jago Geerts, B, Yamaha; 4. Tom Guyon, F, KTM;

5. Liam Everts, B, KTM; 6. Simon Längenfelder, D, GAS-

GAS; 7. Kevin Horgmo, N, Kawasaki; 8. Andrea Adamo, I,

GASGAS; 9. Roan van de Moosdijk, NL, Husqvarna;

10. Mikkel Haarup, DK, Kawasaki.

Stand (nach 17 von 18 Veranstaltungen): 1. Geerts, 710

Punkte; 2. Vialle, 708; 3. Längenfelder, 564; 4. Horgmo,

503; 5. Benistant, 481; 6. Haarup, 435; 7. Kay de Wolf,

NL, Husqvarna, 410; 8. Adamo, 410; 9. Stephen Rubini, F,

Honda, 373; 10. Everts, 286.

Ferner: 20. Jeremy Sydow, D, KTM, 104; 22. Kevin Brumann,

CH, Yamaha, 82; 31. Marcel Stauffer, A, KTM, 26;

40. Noah Ludwig, D, KTM, 19; 59. Mike Gwerder, CH,

KTM, 4; 60. Maximilian Spies, D, KTM, 4; 61. Nico Greutmann,

D, Husqvarna, 3.

EMX250: 1. Lucas Coenen, B, Husqvarna; 2. Maxime

Grau, F, Husqvarna; 3. Quentin Marc Prugnieres, F, Kawasaki;

4. Camden McLellan, ZA, KTM; 5. Gerard Congost, E,

KTM; 6. David Braceras, E, KTM; 7. Valerio Lata, I, KTM;

8. Maximilian Spies, D, KTM; 9. Rick Elzinga, NL, Yamaha;

10. Yago Martinez, E, KTM.

Ferner: 21. Constantin Piller, D, KTM.

Endstand (nach 10 Veranstaltungen): 1. Elzinga, 365

Punkte; 2. Coenen, 333; 3. Cornelius Toendel, N, Fantic,

317; 4. McLellan, 299; 5. Prugnieres, 258; 6. Andrea Bonacorsi,

I, Yamaha, 248; 7. Hakon Osterhagen, N, Fantic,

246; 8. Braceras, 213; 9. Spies, 188; 10. Martinez, 145.

Ferner: 16. Mike Gwerder, CH, KTM, 110; 21. Marcel

Stauffer, A, KTM, 60; 34. Cato Nickel, D, KTM, 28; 54. Piller,

4; 67. Justin Trache, D, Yamaha, 1.

EMX Open: 1. Gert Krestinov, EST, Honda; 2. Jose Butron,

E, KTM; 3. Tomas Kohut, SK, KTM; 4. Juuso Matikainen,

FIN, Husqvarna; 5. Andero Lusbo, EST, Husqvarna;

6. John Adamson, GB, GASGAS; 7. Emil Silander, FIN,

GASGAS; 8. Michael Sandner, A, KTM; 9. Pekka Nissinen,

FIN, GASGAS; 10. Twan van Essen, NL, Honda.

Ferner: 20. Max Bülow, D, KTM.

10/22 MOTOCROSS ENDURO 39


AMA MOTOCROSS

9. Lauf - Unadilla/USA

Chase Sexton • Fotos: Honda

Sexton meisterhaft

Chase Sexton machte nicht nur da weiter wo er in Washougal aufgehört hatte, sondern steigerte sich sogar noch, indem

er beide Läufe vor seinem Titelrivalen Eli Tomac gewann. Die 250er-Klasse ging an Kawasaki-Rider Jo Shimoda.

• Foto: Yamaha

Chase Sexton eroberte sich mit seiner Top Leistung das

Red Plate von Eli Tomac (Foto) zurück. Auf dem Weg zum

Sieg überholte der gebürtige Illinoiser seinen Titelrivalen

in beiden Motos und fuhr in beiden Rennen die

schnellsten Rundenzeiten. Teamkollege Ken Roczen

wurde mit den Platzierungen 5 und 7 Gesamtfünfter in

der Gesamtwertung hinter Jason Anderson und Aaron

Plessinger.

In der 250er-Klasse bestieg der Japaner Jo Shimoda mit

den Plätzen 1 und 3 das oberste Podest. Justin Cooper

wurde Zweiter vor Hunter Lawrence. Meisterschaftsleader

Jett Lawrence hatte in Unadilla nicht das Glück auf

seiner Seite. In Lauf 1 ging er zweimal und in Rennen 2

einmal zu Boden. Im Anschluss konnte er nur noch

Schadensbegrenzung betreiben und wurde Gesamtvierter.

40 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Fahrerstimmen

Chase Sexton: Heute war ein toller Tag.

Ich mag die Streckenbedingungen, die

denen ähneln, auf denen ich mit dem

Sport angefangen habe. Probleme machte

mir lediglich der Staub. Auch am Bike

mussten wir einige Änderungen vornehmen.

Im großen und ganzen habe ich

mich aber sehr wohl gefühlt. Heute war

einer dieser Tage, an denen ich das Gefühl

hatte, die komplette Kontrolle zu haben.

Ich wollte hier schon lange gewinnen

und bin begeistert, dass es endlich geklappt

hat.

Eli Tomac: Ich hatte heute in beiden Rennen

wirklich gute Starts und lag in Führung,

aber heute war ich einfach letztendlich

der zweitschnellste Typ auf dem

Track. Ich habe getan, was ich konnte.

Zwischen den Läufen haben wir auch einige

Anpassungen am Bike vorgenommen,

aber das Ergebnis blieb das gleiche. Im

Vergleich zu den letzten Jahren habe ich

mich in Unadilla aber eindeutig verbessert

und darüber bin ich glücklich. Chase

hat zwar jetzt das Red Plate, aber die Saison

ist noch nicht vorbei.

Jason Anderson: Die Streckenbedingungen

waren anders, als wir es von Unadilla

gewohnt sind, daher war die große Herausforderung,

auf den schnellen, kantigen

Abschnitten gut zurechtzukommen.

Ich bin damit zufrieden, wie sich mein

Bike in beiden Rennen geschlagen hat.

Wir haben zwei solide Ergebnisse erzielt.

Ich werde immer besser und bei den letzten

drei Rennen alles geben.

Ken Roczen: Unadilla war ein Schritt in die

richtige Richtung. Ich habe an diesem Tag

definitiv Geschwindigkeit gezeigt, aber

ich hatte wirklich Probleme mit Krämpfen

im rechten Arm. Es fiel mir sehr schwer,

den Lenker festzuhalten. Deshalb bin ich

vor allem im ersten Lauf zurückgefallen.

Es wäre mehr als der 5. Gesamtrang drin

gewesen. Ich hoffe, dass ich bei den letzten

beiden Rennen den Sprung aufs Podium

schaffe. Danke an das Team. Es hat

mich wirklich gut unterstützt.

Jo Shimoda: Im ersten Rennen hatte ich

einen guten Start und überholte schnell

ein paar Fahrer vor mir, bevor ich mich absetzen

konnte. Als ich eine Lücke herausgefahren

hatte, konzentrierte ich mich darauf,

mein Tempo zu halten und das Rennen

von vorne zu kontrollieren. Im zweiten

Moto hatte ich einen guten Start, bevor

mich ein kleiner Umfaller ein paar Positionen

kostete. Ich musste mich durchs Feld

vorarbeiten, um aufs Podium zu kommen.

Trotzdem sind vom Gefühl her, beide Motos

gut für mich gelaufen. Es fühlt sich

großartig an, den Gesamtsieg errungen

zu haben.

450er - Der Start • Foto: Yamaha

Justin Cooper: Insgesamt gesehen, war es

ein guter Tag. Im ersten Lauf lag ich in

Führung und machte einen Fehler. So habe

ich meine Chancen auf den Gesamtsieg

verschenkt. Ich habe dann nur noch

Schadensbegrenzung betreiben können.

Im zweiten Lauf holte ich den Holeshot

und konnte siegen. Insgesamt somit ein

guter Tag. Ich bin nur deprimiert über den

kleinen Crash im ersten Lauf.

Hunter Lawrence: Der Renntag war okay.

Der erste Lauf war nicht so schlecht. Mein

Start war durchschnittlich, aber ich konnte

mich auf den 2. Platz vorkämpfen, was

wirklich gut war. Im zweiten Rennen lag

ich zu Beginn weit vorne, doch dann

machte das Bike Probleme, die sich komischerweise

von selbst lösten. Glücklicherweise

konnte ich somit das Rennen beenden.

Über mein Ergebnis bin ich nicht unbedingt

glücklich, aber that’s racing.

Lucas Oil AMA Pro Motocross Championship - 9. Lauf

Unadilla/USA - 23.7.2022

Gesamtergebnisse:

450 ccm: 1. Chase Sexton, Honda (1/1); 2. Eli Tomac, Yamaha

(2/2); 3. Jason Anderson, Kawasaki (3/3); 4. Aaron Plessinger,

KTM (7/4); 5. Ken Roczen, Honda (5/7); 6. Ryan Dungey,

KTM (6/6); 7. Dylan Ferrandis, Yamaha (4/10); 8. Justin

Barcia, GASGAS (10/5); 9. Joey Savatgy, Kawasaki (9/8);

10. Christian Craig, Yamaha (11/9).

250 ccm: 1. Jo Shimoda, Kawasaki (1/3); 2. Justin Cooper,

Yamaha (5/1); 3. Hunter Lawrence, Honda (2/5); 4. Jett Lawrence,

Honda (7/2); 5. RJ Hampshire, Husqvarna (3/8);

6. Max Vohland, KTM (6/6); 7. Nick Romano, Yamaha (4/9);

8. Cameron McAdoo, Kawasaki (11/4); 9. Nate Thrasher, Yamaha

(10/7); 10. Pierce Brown, GASGAS (9/10).

10/22 MOTOCROSS ENDURO 41


AMA MOTOCROSS

10. Lauf - Budds Creek/USA

Jason Anderson • Fotos: Kawasaki

Jason Anderson siegt

Konstanz zahlt sich eben doch aus: Mit zwei 2. Plätzen sicherte sich Jason Anderson den Gesamtsieg in Budds Creek.

In der 250er-Klasse stand erstmals in dieser Saison Husqvarna-Rider RJ Hampshire auf dem obersten Treppchen.

• Fotos: Husqvarna

Der Holeshot im ersten Lauf ging an Ken Roczen, er

konnte sich aber nur bis Runde 3 an der Führung erfreuen,

denn dann zog Eli Tomac am Deutschen vorbei.

In Runde 13 übernahm Jason Anderson Roczens

2. Platz. Und so lautete auch der Zieleinlauf. Chase

Sexton nahm das Rennen nach zwei Stürzen auf

Platz 29 wieder auf und wurde noch unglaublicher

Vierter vor Ryan Dungey. Im zweiten Rennen ging der

Holeshot an Joey Savatgy, er wurde aber bald von

Dungey überholt. In Runde 3 übernahm Roczen die

Führung, wurde aber sodann von Anderson von der

Spitze verdrängt. Sexton demonstrierte seine Dominanz

und setzte sich an die Spitze. Der Zieleinlauf

lautete schließlich Sexton vor Anderson und Roczen.

In der 250er-Klasse sicherte sich RJ Hampshire (Foto)

den ersten Sieg der Saison vor Jo Shimoda und Jett

Lawrence.

42 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Ken Roczen • Fotos: Honda

Fahrerstimmen

Jason Anderson: Mein Tag war einfach

toll. Im Training fühlte ich mich irgendwie

nicht gut und qualifizierte mich nur auf

dem 8. Platz. In den Rennläufen aber

konnte ich den Spies umdrehen und mich

nach vorne arbeiten. Es wäre großartig

gewesen, das zweite Rennen zu gewinnen,

aber den Gesamtsieg konnte ich

auch so erzielen. Es ist schön, einen weiteren

Sieg eingefahren zu haben.

Eli Tomac: Das erste Moto verlief großartig

für uns. Ich konnte früh einige Pässe

machen und lag vor Halbzeit in Führung.

Im zweiten Lauf lag ich nach dem Start

weiter hinten und fand nicht die besten Linien,

um an den Jungs vorbeizukommen,

was ein wenig frustrierend war. Aber am

Ende war es ein guter Tag, zumal ich das

Red Plate zurückerobern konnte.

Ken Roczen: Ich freue mich riesig, wieder

auf dem Podium zu stehen! Es war das

ganze zweite Rennen über ein harter

Kampf und ich war sehr aufgeregt. Das

war ein Schritt in die richtige Richtung. So

werden wir weitermachen und die letzten

Läufe hoffentlich stark beenden.

RJ Hampshire: Das ist so besonders! Ich

war von Anfang an schnell und wir sind

mit der Bereifung ein gewisses Risiko eingegangen

und das hat wirklich geholfen.

Ich hatte zwei gute Starts, bin gut gefahren

und habe meinen ersten Gesamtsieg

in dieser Saison geholt. Ich bin begeistert

und freue mich für mich und für das ganze

Team. Wir haben in dieser Outdoor-Saison

schon viel mitgemacht, somit bin ich

einfach begeistert, dem Team den ersten

Gesamtsieg der Saison bescheren zu können.

Lasst uns so weitermachen. Das war

nur der Anfang, ich will mehr.

Jo Shimoda: Das Wochenende verlief gut!

Der erste Start war nicht der beste, aber

ich riss mich zusammen und wurde Dritter.

Der zweite Lauf begann viel besser.

Justin Cooper und ich lieferten uns spannende

Kämpfe um den ersten Platz. Ich

habe ihn früh überholt und ihn bis zum

Ende hinter mir halten können.

Jett Lawrence: Es hätte natürlich besser

laufen können, aber es lief besser als letz-

tes Wochenende. Meine Starts waren

heute nicht die besten, besonders der

zweite. Daran muss ich definitiv arbeiten,

weil es mit meinen Starts seit Washougal

bergab gegangen ist. Mein Fahren war

wirklich gut und beim zweiten Rennen

fühlte ich mich wirklich top. Ich hatte einige

gute Rundenzeiten und fühlte mich

wirklich stark. Es war das erste Mal seit

Längerem, dass ich bis zum Ende pushen

musste. Ich war nie genug an RJ (Hampshire)

dran, um in der letzten Runde noch

etwas bewegen zu können. Es tut gut, wieder

auf dem Podest zu stehen.

Lucas Oil AMA Pro Motocross Championship - 10. Lauf

Budds Creek/USA - 20.8.2022

Gesamtergebnisse:

450 ccm: 1. Jason Anderson, Kawasaki (2/2); 2. Eli Tomac,

Yamaha (1/5); 3. Ken Roczen, Honda (3/3); 4. Chase Sexton,

Honda (7/1); 5. Ryan Dungey, KTM (4/4); 6. Christian

Craig, Yamaha (5/7); 7. Joey Savatgy, Kawasaki (9/6); 8. Aaron

Plessinger, KTM (10/8); 9. Malcolm Stewart, Husqvarna

(12/10); 10. Fredrik Noren, KTM (16/9).

250 ccm: 1. RJ Hampshire, Husqvarna (1/2); 2. Jo Shimoda,

Kawasaki (3/1); 3. Jett Lawrence, Honda (2/3); 4. Michael

Mosiman, GASGAS (4/7); 5. Justin Cooper, Yamaha (9/4);

6. Nate Thrasher, Yamaha (7/6); 7. Max Vohland, KTM (5/8);

8. Hunter Lawrence, Honda (8/9); 9. Guillem Farres, Yamaha

(6/13); 10. Carson Mumford, Suzuki (14/10).

10/22 MOTOCROSS ENDURO 43


AMA MOTOCROSS

11. Lauf - Ironman Raceway/USA

Jett Lawrence • Fotos: Honda

Gesamtsiege für Honda

Zum vierten Mal in dieser Saison gewann das Team Honda HRC an einem Tag beide Klassen in einer AMA Pro Motocross-Runde.

In der 450er-Klasse ging der Sieg an Chase Sexton, in der 250er-Kategorie an Jett Lawrence.

Im ersten Lauf übernahm Ken Roczen kurz nach der ersten

Kurve die Führung, während Chase Sexton außerhalb

der Top Ten gestartet war und sich langsam nach

vorne arbeitete. Roczen konnte sich mehrere Runden

lang Eli Tomacs Angriffen erwehren, musste ihn dann

aber ziehen lassen. Sexton, der sich zwischenzeitlich

vorgekämpft hatte, ließ seinen Teamkollegen ebenfalls

hinter sich, konnte kurzzeitig die Führung übernehmen,

musste sich aber letztlich mit dem 2. Platz zufrieden geben.

Rang 3 belegte Aaron Plessinger. Roczen wurde

nach einem Sturz nur Siebter. Sexton und Roczen

kämpften vom Start in Lauf 2 an um die Führung. In Runde

2 eroberte Sexton die Pole und gab sie nicht mehr

ab. Roczen fiel bis Rennende auf Rang 6 zurück. Tomac

wurde Zweiter vor Plessinger. Vor dem letzten Lauf in

Pala führt Tomac die Meisterschaft mit einem Pünktchen

Vorsprung vor Sexton an. Wer sich letztlich die Meisterkrone

sichert, erfahrt ihr in der Oktober-Ausgabe.

Wieder einmal war Jett Lawrence der Mann des Tages in

der 250er-Klasse. Mit den Plätzen 1 und 3 holte er sich

den Gesamtsieg vor Jo Shimoda und seinem Bruder

Hunter.

44 MOTOCROSS ENDURO 10/22

Chase Sexton • Foto: Honda


Fahrerstimmen

Chase Sexton: Eli und ich machen es weiterhin

spannend! Ich denke, derjenige,

der das erste Moto verliert, ist im zweiten

noch motivierter, und das war ich heute.

Im ersten Rennen war ich nicht wirklich

überrascht, dass er mich erwischt hat.

Überrundete spielten eine große Rolle

und ich verlor deshalb etwas Zeit. Eli fuhr

schnell und das konnte ich nicht toppen.

Durch den Sieg in Lauf 2 konnte ich den

Druck auf Eli aufrechterhalten. Ich hatte

einen guten Start. Wäre das nicht der Fall

gewesen, hätte ich wahrscheinlich nicht

die Energie gehabt, nach vorne zu fahren.

Natürlich hätte ich gerne mit zwei Laufsiegen

gewonnen, aber den Gesamtsieg zu

holen und im Klassement letztlich nur einen

Punkt Rückstand auf den Führenden

zu haben, ist auch nicht schlecht. So machen

wir den Meisterschaftskampf noch

mal so richtig spannend.

Eli Tomac: Es war wieder einmal ein sehr

enger Renntag. Ich hatte einen großartigen

ersten Lauf. Chase und ich haben gekämpft,

aber letztlich hatte ich den längeren

Atem. Im zweiten Moto hatten wir beide

gute Starts. Ich habe getan, was ich

konnte, und versucht, mitten im Rennen

zu pushen. Ich kam nah an Chase ran,

machte aber einen Fehler. Leider wurde

ich somit Zweiter, aber noch ist alles offen.

Aaron Plessinger: Das war nicht einfach!

Ich war wirklich zufrieden damit, wie ich

im ersten Moto gefahren bin, aber ich

glaube, ich habe es ein wenig übertrieben

und als der zweite Lauf begann, war

ich ein wenig geschafft. Ich wusste, dass

es hart werden würde, aber ich fand einige

gute Linien und nutzte sie. Ich bin wirklich

begeistert von dieser Strecke. Außerdem

ist sie nicht weit von meinem Zuhause

entfernt. Somit kommen viele Fans und

Familienmitglieder hierher und feuern

mich an.

Ken Roczen: Der erste Lauf lief gut und

selbst nachdem Eli und Chase mich überholt

hatten, war noch alles okay. Doch

dann bin ich gestürzt und wurde nur Siebter.

Trotzdem startete ich voller Elan in

den zweiten Lauf. Ich hatte einen weiteren

guten Start und lag vorne. Doch es war

ein hartes Rennen und ich fiel zurück. Das

Wochenende verlief nicht wirklich so, wie

ich es mir gewünscht habe, aber ich bin

gesund und ein Rennen liegt noch vor

uns.

Jett Lawrence: Es war ein ziemlich guter

Tag. Ich hatte ein anständiges Qualifying.

Im ersten Lauf lag ich nach dem Start ungefähr

auf dem 6. Platz und habe mich bis

auf den 1. Rang durchgekämpft. Im zweiten

Rennen startete ich gut, aber dann zogen

alle vorbei und ich war Elfter. Ich fiel

dann sogar noch ein paar Plätze zurück,

Aaron Plessinger • Fotos: KTM

fand dann aber meinen Flow und konnte

mich bis auf den 3. Platz durchkämpfen.

Zu diesem Zeitpunkt waren Hunter und Jo

[Shimoda] bereits auf und davon. Ich bin

froh, trotzdem den Gesamtsieg geholt zu

haben.

Hunter Lawrence: Es war ein hartes zweites

Moto, vor allem wenn die Top Jungs

besser starten. Mit dem 2. Gesamtrang

bin ich sehr zufrieden.

Jo Shimoda: In der Moto 1 hatte ich nicht

den besten Start und musste mich vorarbeiten.

Leider hatte ich spät im Rennen einen

kleinen Sturz, als ich versuchte, um

das Podium zu kämpfen, und das warf

mich auf den 5. Platz zurück. Im zweiten

Rennen war mein Start viel besser und ich

ging schnell in Führung. Ich bin ein paar

Runden gesprintet, um einen Vorsprung

auf das Feld zu bekommen, und habe

mich darauf konzentriert, von da an in jeder

Runde meine Bestzeit zu fahren. Ohne

den Fehler in der Moto 1 hätte ich heute

einen weiteren Gesamtsieg erzielen können.

Aber ich freue mich, Lauf 2 gewonnen

zu haben.

Lucas Oil AMA Pro Motocross Championship - 11. Lauf

Crawfordsville - Ironman Raceway/USA - 27.8.2022

Gesamtergebnisse:

450 ccm: 1. Chase Sexton, Honda (2/1); 2. Eli Tomac, Yamaha

(1/2); 3. Aaron Plessinger, KTM (3/3); 4. Jason Anderson,

Kawasaki (6/4); 5. Christian Craig, Yamaha (5/5); 6. Ryan

Dungey, KTM (4/7); 7. Ken Roczen, Honda (7/6); 8. Malcolm

Stewart, Husqvarna (11/8); 9. Fredrik Noren, KTM (9/10);

10. Dean Wilson, Husqvarna (13/9).

Stand (nach 11 von 12 Veranstaltungen): 1. Tomac, 496

Punkte; 2. Sexton, 495; 3. Anderson, 402; 4. Roczen, 373;

5. Craig, 335; 6. Dungey, 332; 7. Plessinger, 294; 8. Justin

Barcia, GASGAS, 272; 9. Joey Savatgy, Kawasaki, 218; 10.

Shane McElrath, Yamaha, 197.

250 ccm: 1. Jett Lawrence, Honda (1/3); 2. Jo Shimoda, Kawasaki

(5/1); 3. Hunter Lawrence, Honda (3/2); 4. RJ Hampshire,

Husqvarna (2/4); 5. Nate Thrasher, Yamaha (4/6);

6. Justin Cooper, Yamaha (6/5); 7. Max Vohland, KTM (7/7);

8. Jalek Swoll, Husqvarna (11/8); 9. Cameron McAdoo, Kawasaki

(10/9); 10. Seth Hammaker, Kawasaki (12/10).

Stand (nach 11 von 12 Veranstaltungen): 1. J.Lawrence, 478

Punkte; 2. Shimoda, 437; 3. H.Lawrence, 430; 4. Cooper,

375; 5. Hampshire, 314; 6. Vohland, 279; 7. Thrasher, 231;

8. Hammaker, 227; 9. Michael Mosiman, GASGAS, 208;

10. Levi Kitchen, Yamaha, 193.

10/22 MOTOCROSS ENDURO 45


ENDURO-WM: ZALAEGERSZEG/H

Das Erfolgsteam

• Foto: GASGAS

Verona und Pichon

vorzeitig

Weltmeister

GARCIA GEWINNT

• Foto: Future7Media

Am letzten Renntag der sechsten

Runde der WPTGlobal FIM

EnduroGP-Weltmeisterschaft

wurden die ersten Weltmeister

des Jahres 2022 gekrönt: Andrea

Verona (GASGAS) holte

sich die Enduro1-Krone und

Zach Pichon (Sherco) sicherte

sich den Enduro-Junior-Titel.

Aber der Reihe nach.

Tag 1:

Josep Garcia siegt am ersten Tag

Anlässlich der vorletzten Runde der diesjährigen

WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft

gab es am Eröffnungstag

zahlreiche Wendungen – vor allem in der

EnduroGP-Kategorie. Mit dem Kampf um

die diesjährige WM-Krone zwischen Andrea

Verona und Wil Ruprecht verlief der

Samstag spannend. Durch einen Doppelsieg

in der Slowakei hatte Ruprecht Veronas

Vorsprung auf 11 Punkte reduziert.

Und der Australier war entschlossen, erneut

Boden gut zu machen.

Der Tagessieg in Ungarn aber ging letztlich

an Josep Garcia. Der Spanier zeigte,

dass er nach seiner Verletzung wieder in

Bestform ist. Hinter ihm ging es dramatisch

zu. Auf Platz 2 liegend, schied Ruprecht

mit einem Defekt an seiner TM aus.

Nathan Watson war Nutznießer und wurde

Zweiter. GP-Leader Verona profitierte

ebenfalls vom Ausfall Ruprechts und wurde

Dritter. Damit baute Verona seine Führung

in der Gesamtwertung im EnduroGP

weiter aus.

Am Ende des Eröffnungs-ACERBIS-Cross-

Tests war alles offen. Garcia, Ruprecht

und Verona waren nur eine halbe Sekunde

voneinander getrennt. Nachdem POLI-

SPORT Extreme-Test wechselte die Führung

mit Ruprecht an der Spitze, Verona

an 2. und Garcia an 3. Stelle. Beim zweiten

ACERBIS Cross-Test eroberte Garcia

die Führung im Rennen zurück. Die Platzierungen

wechselten und änderten sich

in Runde 2 weiter, wobei Ruprecht das

Tempo beim JUST1 Enduro-Test vorgab.

Hinter den ersten drei platzierten sich

Watson und Jamie McCanney.

Am Ende der dritten Runde hatte Garcia

einen Vorsprung von sieben Sekunden

auf Ruprecht herausgefahren. Doch beim

anschließenden JUST1 Enduro-Test sollte

sich das wieder ändern. Ein mechanisches

Problem warf Ruprecht aus dem

Rennen. Sein Unglück war Watsons

Glück. Der Brite lag nun auf dem 2. Platz

vor Verona und McCanney.

Garcia gewann dann auch den letzten

ACERBIS Cross-Test und konnte so seinen

ersten Sieg seit seinem Sturz beim GP

von Italien erringen. Watson hielt Verona

um weniger als zwei Sekunden auf Distanz

und beendete den Tag als Zweiter.

McCanney holte sein bestes Saisonergebnis

und belegte den wohlverdienten

4. Platz, während Alex Salvini Daniel Milner

auf den 6. Platz verwies.

46 MOTOCROSS ENDURO 10/22


In der Enduro1 hatte Verona den diesjährigen

Titel mit seinem 10. Sieg praktisch

schon in der Tasche. Der Italiener konnte

vom schlechten Abschneiden seines

engsten Rivalen Thomas Oldrati profitieren.

Dieser wurde nur Neunter. Mit seiner

bisher besten Saisonleistung konnte Jaimie

McCanney auf Platz 2 sein erstes Podium

erringen. Dritter wurde Daniel Milner.

Garcia war Spitzenreiter in der Enduro2

und holte sich den Sieg vor Watson. Salvini

kehrte, nachdem er letztmals beim GP

von Portugal auf dem Treppchen stand,

als Dritter aufs Podium zurück.

Ein denkwürdiger Tag für Jaume Betriu,

der in der Enduro3-Klasse siegte. Mikael

Persson wurde mit nur sechs Sekunden

Rückstand Zweiter, Matteo Pavoni mit einer

weiteren Sekunde hinter Persson

Dritter.

Zach Pichon kehrte auf die Siegesstraße

zurück und rückt dem Gewinn des Enduro-Junior-Titels

immer näher. Der Franzose

erzielte in Ungarn mit 33 Sekunden

Vorsprung den Sieg über Roni Kytonen

und Albin Norrbin.

In der Enduro Youth hieß der Sieger Thibault

Giraudon vor Kevin Cristino. Samuli

Puhakainen wurde Dritter, Tabellenführer

Harry Edmondson Vierter.

Tag 2:

Erste Titelentscheidungen

Mit einem weiteren Tagessieg sicherte

sich Andrea Verona vorzeitig seinen dritten

Enduro1-Titel in Folge. Auch Zachary

Pichon setzte einen wichtigen Meilenstein

in seiner Karriere. Er wurde vorzeitig

die WM-Krone in der Junioren-WM. Eine

starke Leistung zeigte erneut Josep Garcia.

Der Spanier gewann auch am zweiten

Tag die EnduroGP-Klasse.

Wie schon das ganze Jahr über war Verona

der Fahrer, den es in der Enduro1 zu

schlagen galt. Mit einem klaren Sieg beendete

der GASGAS-Fahrer den Tag als

Weltmeister.

Für Pichon war der Druck, seinen ersten

Weltmeistertitel zu holen, sehr groß, aber

der junge Franzose behielt die Nerven

und gewann den Tag und damit den Titel.

Garcia war nach seinem EnduroGP-Sieg

am Samstag wieder in Bestform und

machte sich am Sonntag daran, erneut zu

gewinnen. Der Spanier war in sechs Sonderprüfungen

Schnellster. Er erfuhr einen

Vorsprung von 27 Sekunden und wurde

erneut Tagessieger. Verona wurde Zweiter

und Ruprecht, der am ersten Fahrtag mit

mechanischen Problemen zu kämpfen

hatte, fuhr mit nur 10 Sekunden Rückstand

auf Verona auf Rang 3. Eine der beeindruckendsten

Fahrten des Tages absolvierte

der Spanier Marc Sans. Er fühlte

sich bei den heißen, trockenen und staubigen

Bedingungen wie zu Hause. Mit einem

Vorsprung von vier Sekunden vor

Alex Salvini wurde er Vierter.

Eine weitere starke Fahrt legte Jamie

McCanney in der Enduro1 hin. Er wurde

hinter Verona Zweiter. Mit nur zwei Sekunden

Rückstand folgte Matteo Cavallo.

In der Enduro2 fügte Garcia den Klassensieg

zu seinem EnduroGP-Gesamtsieg

hinzu. Ruprecht wurde Zweiter vor Salvini.

Die Enduro3 sah mit Marc Sans einen weiteren

neuen Fahrer auf der obersten Stufe

des Podiums. Der Spanier gewann mit

13 Sekunden Vorsprung. Mikael Persson

wurde Zweiter und übernahm die Führung

im Klassement vor dem letzten WM-Lauf

in Deutschland. Leo le Quere komplettierte

die Top Drei.

Während Pichon in der Junior-Klasse zum

Sieg fuhr, belegte Roni Kytonen den

2. Platz. Albin Norrbin wurde mit nur drei

Sekunden Rückstand Dritter.

In der Enduro Youth gewann Kevin Cristino.

Der Italiener belegte die oberste Stufe

des Podiums vor Samuli Puhakainen und

Harry Edmondson.

Josep Garcia – Red Bull KTM Factory Racing

• Foto: KTM

10/22 MOTOCROSS ENDURO 47


ENDURO-WM: ZALAEGERSZEG/H

Josep Garcia • Foto: KTM

Stimmen nach dem Rennen

Tag 1

Josep Garcia: Der Sieg fühlt sich unglaublich

an. Nach meiner Verletzung

in Italien war es eine große Aufgabe,

erst in der Slowakei und jetzt in Ungarn

an den Start zu gehen, daher bin

ich so glücklich, wieder gewonnen zu

haben. Ein großes Dankeschön für die

Unterstützung an mein Team, meine

Familie und alle um mich herum, die

diesen Moment ermöglicht haben.

Nathan Watson: Ich hatte den ganzen

Tag das Gefühl, dass ich den Sprung

aufs Podium schaffen würde. Somit

bin ich mit dem 2. Platz ziemlich zufrieden.

Leider hatte Wil (Ruprecht)

ein Problem und das hat alles verändert.

Um ehrlich zu sein, habe ich dieses

Ergebnis nicht erwartet, weil ich

mir während des GP der Slowakei eine

Sehnenscheidenentzündung zugezogen

hatte. Hoffentlich halte ich

morgen auch so gut durch.

Andrea Verona: Ein guter Tag. Mein

Fahrstil war solide, aber ich habe ein

paar dumme Fehler gemacht, die

mich Zeit gekostet haben. Ich konzentriere

mich jetzt auf morgen und gebe

wieder Vollgas!

Tag 2

Josep Garcia: Ich kann nicht glauben,

dass ich es geschafft habe, an beiden

Tagen zu gewinnen. Es fühlt sich

großartig an. Als ich nach meiner Verletzung

zurückkehrte, war ich etwas

nervös. Aber mit viel Hilfe meines

Team, meiner Familie und meinen

Freunden haben wir es geschafft.

Andrea Verona • Foto: GASGAS

Andrea Verona: Was soll ich sagen! Meinen

dritten Enduro1-Titel in Folge zu gewinnen,

ist unglaublich. Ich habe bei

GASGAS ein großartiges Team um mich

herum. Wir arbeiten gut zusammen und

haben jede Woche dasselbe Ziel. Elf von

zwölf Tage in der Enduro1-Klasse zu gewinnen,

ist wahrscheinlich auch mehr als

ich erwartet hatte. Jetzt liegt der Fokus auf

dem EnduroGP-Titel beim letzten Lauf in

Deutschland. Es wäre ein Traum, ihn zu

gewinnen.

Zach Pichon: Das ist ein unglaublicher

Moment in meinem Leben. Der Enduro-Junioren-Weltmeister-Titel

fühlt sich so gut

an und es wird ein bisschen dauern, bis

ich das verstehe. Dies ist meine erste Enduro-Saison

und ich kann nicht glauben,

wie gut sie gelaufen ist. Mit meinem Team

haben wir uns in jeder Runde einfach Mühe

gegeben und ich fühlte mich dort gut

aufgehoben. Ich denke, wir werden heute

Abend feiern!

Luca Fischeder: Ich habe am ersten Tag

versucht zu pushen und mir vielleicht,

nach meinen guten Ergebnissen in der

Vorwoche, selbst etwas zu viel Druck gemacht.

Die erste Runde war noch okay,

aber die zweite war von der Konzentration

her echt schwer. Irgendwie war ich nicht

richtig bei der Sache und habe einige

Fehler gemacht, was letztendlich viele

Plätze gekostet hat. Das war einfach nicht

mein Tag und ich war überhaupt nicht zufrieden.

Am Sonntag habe ich vom Kopf

her komplett bei Null angefangen. Wir haben

auch am Motorrad noch etwas verändert,

sodass ich unterm Strich relativ zufrieden

war. Ich weiß nicht so richtig, woran

es gelegen hat. Vielleicht war es nicht

mein Terrain, aber das ist für alle gleich.

Man lernt daraus und nimmt das Gute

mit, dann geht es weiter.

Luca Fischeder fiebert

dem WM-Finale entgegen

Bevor vom 14. bis 16. Oktober in und „Rund um

Zschopau“ das Finale der Enduro-Weltmeisterschaft

2022 steigen wird, standen im slowakischen

Gelnica (Bericht MCE 9/22) sowie in Zalaegerszeg

in Ungarn die Saisonstationen 5 und 6

auf dem Programm. Beim Enduro Grand Prix der

Slowakei war das Aushängeschild des Teams

Sherco Academy Deutschland erstmals der

Schnellste seiner Klasse und feierte in der Junior

1 seinen ersten WM-Sieg. Zudem stand als Zweiter

auf dem Gesamt-Junioren-Podest.

In Gelnica hatte Regen an beiden Fahrtagen für

anspruchsvolle Bedingungen gesorgt. Davon unbeeindruckt,

bzw. gerade deswegen, raste Luca

Fischeder am ersten Fahrtag als Schnellster der

Junior1-WM-Piloten sowie Gesamtzweiter aller Junioren

zu seinem vielumjubelten ersten Grand-

Prix-Sieg. Natürlich war er danach im Freudentaumel,

was der 23-Jährige aus Geringswalde so ausdrückte:

„Das war ein super cooles Wochenende.

Es hat super angefangen, indem ich zwei Tests

gewinnen konnte. Damit war ich natürlich mega

zufrieden. Dass es dann am Ende mit einem Tagessieg

geklappt hat, war einfach ein super Ge-

48 MOTOCROSS ENDURO 10/22


war auf einem Stoppelfeld ein schnödes

hin- und herfahren und auch der Enduround

der Extrem-Test boten viel zu wenige

technische Sektionen. Stattdessen war

viel Tempo-Bolzerei angesagt. Mit dem

Hintergedanken, es trotzdem wieder ordentlich

knacken zu lassen, schlichen

sich bei Luca Fischeder am ersten Fahrtag

ein paar Fehler ein, sodass er sich am Ende

mit dem 13. Junioren- sowie 8. J1-Rang

begnügen musste. Am zweiten Tag riss er

sich noch einmal zusammen und erreichte

zumindest die Plätze 9 (Junior-Gesamt)

bzw. 6 (Junior1).

Als nächstes steht in Sachen WM Mitte

Oktober das Finale in Zschopau auf dem

Programm. „Darauf freue ich mich jetzt

schon. Da wird wieder angegriffen“, gibt

sich Luca Fischeder schon jetzt kämpferisch.

Vor allem hinsichtlich des Sieges in Gelnica

war sein Betreuer vor Ort, Mentor und

Teamchef der Sherco Academy Deutschland,

Marcus Kehr, hochzufrieden. Er sagte

anschließend: „Der Sieg in der Slowakei

sowie am Sonntag der 5. Podestplatz

in diesem Jahr in der WM waren natürlich

riesen Ergebnisse. Wir waren zuvor noch

nicht allzu oft im Regen und bei solchen

Bedingungen gefahren, sodass wir nicht

wirklich wussten, ob ihm das entgegen

kommt oder nicht. Solche Veranstaltungen,

echt harte Enduros, gibt es ja für uns

leider nicht allzu viele. Daher waren wie

umso glücklicher. Andererseits muss man

sagen, dass Luca dadurch die Messlatte

selbst nach oben gelegt hat. Gleichzeitig

haben wir an diesem Wochenende gesehen,

dass das nicht jedes Wochenende

funktioniert. Aber gute Fahrer werden an

schlechten Tagen gemacht. Da muss man

einfach die Punkte mitnehmen und es

beim nächsten Mal wieder besser machen.

Dennoch sind wir mit der Saison bis

jetzt vollauf zufrieden, denn die Entwicklung

ist eindeutig zu sehen. Zum einen

von den Ergebnissen her, was jeder sehen

kann, aber auch körperlich und von

der Fitness her.“

Bevor es, wie gesagt, zum großen WM-

Showdown, Luca Fischeders Heimrennen,

nach Zschopau geht, stehen für ihn in

Rehna, Burg und Streitberg drei Läufe zur

Int. Deutschen Enduro Meisterschaft

(DEM) auf dem Programm. Bei denen geht

es für den E3-Tabellenleader darum, sich

eine möglichst gute Ausgangslage zu verschaffen,

um beim Finale am 29. und 30.

Oktober beim MC Woltersdorf am östlichen

Berliner Stadtrand seinen Meistertitel

in der Klasse E3 zu verteidigen sowie

erstmals auch in der klassenübergreifenden

Championatswertung Meister zu werden.

• Text u. Foto: Thorsten Horn

fühl. Damit ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen,

denn das war immer mein Ziel. Dass ich

es in dieser Saison noch geschafft habe, macht

mich ziemlich glücklich und stolz.“

Am zweiten Fahrtag in der Slowakei wurde er Gesamtfünfter

und wurde als Dritter der Junior1 erneut

zur Siegerehrung gerufen. Auf dem durch

den Regen noch schwierigeren Terrain fühlte sich

Luca Fischeder offensichtlich super wohl. „Das

war ähnlich wie in Zschopau. Auch der lange Enduro-Test

sowie die anderen Prüfungen kamen

mir entgegen. Das war insgesamt eine super Veranstaltung.

Die Erfolge in der Slowakei waren

auch Lohn für die ganze harte Arbeit in den letzten

Jahren sowie speziell in diesem Jahr, in dem

ich das Pensum noch einmal erhöht habe. Das

gibt auch Kraft, so weiterzumachen. Ich habe

auch mal die Zeiten mit der EnduroGP verglichen

und könnte dort durchaus auch mal Top-10-Zeiten

fahren. Das Gefühl, auf dem Podest ganz oben zu

stehen, möchte ich gern noch öfter erleben“,

führte Luca Fischeder des Weiteren aus.

Die nächste Gelegenheit hatte er im ungarischen

Zalaegerszeg, doch die dortige Geländefahrt war

in Sachen Anspruch und Schwierigkeitsgrad das

komplette Gegenteil von Gelnica. Der Cross-Test

10/22 MOTOCROSS ENDURO 49


ENDURO-WM: ZALAEGERSZEG/H

50 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Andrea Verona • Foto: GASGAS

Enduro-WM - 11. + 12. Lauf - Zalaegerszeg/H

5./6.8.2022

Ergebnisse:

EnduroGP - 1. Tag: 1. Josep Garcia, E, KTM; 2. Nathan

Watson, GB, Honda; 3. Andrea Verona, I, GAS-

GAS; 4. Jamie McCanney, GB, Husqvarna; 5. Alex

Salvini, I, Husqvarna; 6. David Milner, AUS, Fantic;

7. Steve Holcombe, GB, Beta; 8. Matteo Cavallo, I,

TM; 9. Hugo Blanjoue, F, KTM; 10. Albin Elowson, S,

Husqvarna.

Ferner: 29. Edward Hübner, D, KTM.

2. Tag: 1. Garcia; 2. Verona; 3. Wil Ruprecht, AUS,

TM; 4. Marc Sans Soria, E, Husqvarna; 5. Salvini;

6. Blanjoue; 7. Mikael Persson, S, Husqvarna;

8. Holcombe; 9. Watson; 10. J.McCanney.

Ferner: 26. Hübner.

Stand (nach 12 von 14 Läufen): 1. Verona, 193 Punkte;

2. Ruprecht, 165; 3. Garcia, 155; 4. Watson, 147;

5. Thomas Oldrati, I, Honda, 106; 6. Holcombe,

102; 7. Brad Freeman, GB, Beta, 78; 8. Persson, 68;

9. Cavallo, 68; 10. Blanjoue, 63.

Enduro1 - 1. Tag: 1. Andrea Verona, I, GASGAS;

2. Jamie McCanney, GB, Husqvarna; 3. Daniel Milner,

AUS, Fantic; 4. Matteo Cavallo, I, TM; 5. Bruno

Crivlin, BRA, Honda; 6. Samuele Bernardini, I, Honda;

7. Antoine Magain, B, Sherco; 8. Davide Soreca,

I, Husqvarna; 9. Thomas Oldrati, I, Honda;

10. Edward Hübner, D, KTM.

2. Tag: 1. Verona; 2. J.McCanney; 4. Cavallo; 5. Oldrati;

6. Crivilin; 7. Bernardini; 8. Hübner; 9. Kevin

Burud, N, KTM.

Stand (nach 12 von 14 Läufen): 1. Verona, 237

Punkte; 2. Oldrati, 188; 3. Cavallo, 164

4. J.McCanney, 139; 5. Magain, 113; 6. Bernardini,

104; 7. Crivilin, 103; 8. Soreca, 88; 9. Theopile

Espinasse, F, Beta, 87; 10. Loïc Larrieu, F, Fantic,

71.

Ferner: 11. Hübner, 57.

Enduro2 - 1. Tag: 1. Josep Garcia, E, KTM; 2. Nathan

Watson, GB, Honda; 3. Alex Salvini, I, Husqvarna;

4. Steve Holcombe, GB, Beta; 5. Hugo Blanjoue, F,

KTM; 6. Albin Elowson, S, Husqvarna; 7. Giacomo

Redondi, I, GASGAS; 8. Krystof Kouble, CZ,

Husqvarna; 9. Jakub Hrones, CZ, Husqvarna.

2. Tag: 1. Garcia; 2. Wil Ruprecht, AUS, TM; 3. Ruprecht;

4. Blanjoue; 5. Holcombe; 6. Watson;

7. Elowson; 8. Kouble; 9. Redondi; 10. Hrones.

Stand (nach 12 von 14 Läufen): 1. Ruprecht, 191

Punkte; 2. Watson, 179; 3. Garcia, 170; 4. Holcombe,

133; 5. Blanjoue, 127; 6. Kouble, 106; 7. Salvini,

93; 8. Hrones, 81; 9. Redondi, 56; 10. Elowson, 40.

Enduro3 - 1. Tag: 1. Jaume Betriu, E, KTM; 2. Mikael

Persson, S, Husqvarna; 3. Matteo Pavoni, I, TM;

4. Marc Sans Soria, E, Husqvarna; 5. Daniel McCanney,

GB, Sherco; 6. Leo le Quere, F, Sherco; 7. Brad

Freeman, GB, Beta; 8. Antoine Criq, F, Beta; 9. Daniel

Mundell, GB, Beta; 10. Mark Szoke, H, Sherco.

2. Tag: 1. Sans Soria; 2. Persson; 3. le Quere; 4. Betriu;

5. Freeman; 6. Pavoni; 7. D.McCanney; 8. Criq;

9. Szoke; 10. Dylan Yearbury, NZ, Husqvarna.

Stand (nach 12 von 14 Läufen): 1. Persson, 192

Punkte; 2. Freeman, 189; 3. Pavoni, 167; 4. Sans

Soria, 141; 5. D.McCanney, 125; 6. le Quere, 111;

7. Antoine Basset, F, Beta, 103; 8. Criq, 98; 9. Betriu,

85; 10. Davide Guarneri, I, Fantic, 71.

Enduro Junior - 1. Tag: 1. Zachary Pichon, F, Sherco

(J1); 2. Roni Kytonen, FIN, Honda (J1); 3. Albin Norrbin,

S, Fantic (J2); 4. Max Ahlin, S, Beta (J2); 5. Luc

Fargier, F, Beta (J2); 6. Bernat Cortes, E, GASGAS

(J2); 7. Sergio Navarro Huertas, E, Husqvarna (J1);

8. Claudio Spanu, I, Honda (J1); 9. Alejandro Navarro

Huertas, E, Beta; 10. Manolo Morettini, I, KTM

(J1).

Ferner: 13. Luca Fischeder, D, Sherco (J1).

2. Tag: 1. Pichon; 2. Kytonen; 3. Norrbin; 4. Navarro

Huertas; 5. Etchells; 6. Fargier; 7. Ahlin; 8. Spanu;

9. Fischeder; 10. Morettini.

Stand (nach 12 von 14 Läufen): 1. Pichon, 229

Punkte; 2. Kytonen, 186; 3. Fargier, 162; 4. Ahlin,

143; 5. Etchells, 138; 6. Fischeder, 96; 7. Norrbin,

91; 8. Cortes, 82; 9. Spanu, 81; 10. Enrico Rinaldi,

I, GASGAS, 57.

Enduro Youth - 1. Tag: 1. Thibault Giraudon, F, Sherco;

2. Kevin Cristino, I, Fantic; 3. Samuli Puhakainen,

FIN, TM; 4. Harry Edmondson, GB, Fantic;

5. Albert Fontova, E, KTM; 6. Samuel Davies, GB,

GASGAS; 7. Lorenzo Bernini, I, Beta; 8. Arvid Modin,

S, Yamaha; 9. Pyry Juupaluoma, FIN, Fantic;

10. Alex Puey, E, KTM.

2. Tag: 1. Cristino; 2. Puhakainen; 3. Edmondson;

4. Giraudon; 5. Davies; 6. Charlie Chater, GB, Yamaha;

7. Juupaluoma; 8. Puey; 9. Davide Mei, I, Beta;

10. Niko Puotsaari, FIN, Husqvarna.

Stand (nach 12 von 14 Läufen): 1. Edmondson, 210

Punkte; 2. Cristino, 191; 3. Puhakainen, 154; 4. Giraudon,

148; 5. Fontova, 121; 6. Davies, 100; 7. Leo

Joyon, F, Beta, 97; 8. Juupaluoma, 91; 9. Puey, 70;

10. Modin, 69.

10/22 MOTOCROSS ENDURO 51


SUPERMOTO

Inter-DM - 4. Lauf - Harz-Ring

Sommerpause

beendet

Jan Deitenbach

Nach einer Sommerpause hieß es am Wochenende 13./14. August endlich wieder „Herzlich willkommen

zur Internationalen Deutschen SuperMoto Meisterschaft“. Auch am Harz-Ring wartete ein

heißes Wochenende und ein anspruchsvoller Rundkurs. Vor allem in der S1 wurde es spannend, da

die ersten vier Platzierungen in der Meisterschaft lediglich 4 Punkte auseinander lagen. Dies würde

sich aber an diesem Wochenende in eine noch spannendere Konstellation verändern.

Im ersten Lauf der S1 setzte sich Weltmeister

Marc-Reiner Schmidt wie selbstverständlich

an die Spitze. Dahinter führten

Nico Joannidis, Jan Deitenbach und

Tim Szalai einen erbitterten Kampf um die

Führung der Verfolgergruppe, den Deitenbach

ausgangs der zweiten Kurve für sich

entschied. Joannidis, auf Position 3 liegend,

stürzte nach der ersten Runde im

Offroad und fiel auf Position 8 zurück. Bis

zum Rennende schaffte er es aber noch,

auf Platz 6 vorzufahren. Deitenbach musste

die verbleibende Zeit des Rennens dem

Druck von Peter Banholzer standhalten.

Auch Szalai versuchte immer wieder, an

Banholzer heranzukommen. Letztlich

blieb es jedoch bei der Reihenfolge Deitenbach

- Banholzer - Szalai. Marc-Reiner

Schmidt beendete den Lauf als Sieger, mit

einem mehr als sicheren Abstand.

Im zweiten Lauf reihten sich hinter

Schmidt Deitenbach, Szalai, Peter Mayerbüchler

und Joannidis ein. Doch nach wenigen

Runden kam es zum Sturz von André

Ziegler im Offroad, woraufhin das

Rennen abgebrochen wurde. Auch Mayerbüchler

stürzte im Offroad und verletzte

sich die Hand. Nach kurzer Behandlung

trat er trotzdem wieder an. Beim Re-start

setzte sich dieses Mal Szalai hinter

Schmidt, er kam zwar nicht an ihn heran,

konnte aber einen komfortablen Abstand

zu seinen Verfolgern herstellen und so

den 2. Platz sichern. Mayerbüchler, der

mehr mit seinen Schmerzen als mit seinen

Gegnern zu kämpfen hatte, fuhr trotzdem

auf den 6. Platz. Joannidis der zunächst

auf Platz 3 lag, musste erst Banholzer

und dann auch Deitenbach Platz

machen und landete auf dem 5. Platz. Ab

dann begann ein verbissener Kampf um

den 2. Platz. Über zehn Runden schaffte

es Deitenbach nicht an Banholzer vorbei.

Drei Kurven vor Schluss ergriff Deitenbach

seine letzte Chance und setzte zum Überholen

an. In diesem Zweikampf gingen

beide Fahrer zu Boden. Deitenbach gelang

es schneller, die beiden ineinander

verkeilten Bikes voneinander zu trennen

und wieder in den Sattel zu kommen und

entschied damit den Kampf um den

2. Platz für sich.

In der Meisterschaft entsteht nach diesem

Lauf eine ganz besondere Situation: An

der Spitze stehen punktgleich Deitenbach

und Banholzer, gefolgt von den ebenfalls

punktgleichen Szalai und Mayerbüchler.

Joannidis bleibt auf Platz 5, mit 13 Punkten

Differenz in Reichweite auf die Tabellenspitze.

52 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Peter Mayerbüchler

In der Klasse S2 setzte sich Eddy Frech auf

die Pole, gefolgt von Kevin Wüst, Gaststarter

Maksym Kovalov und Justin Brüser auf

Startplatz 4. Im ersten Lauf katapultierte

sich Frech mit einem Holeshot an die Spitze,

baute hier seine Führung aus und ging

nach 15 Runden als Erster ins Ziel. In der

ersten Kurve platzierte sich Wüst an

2. Stelle, wo er sich auch bis zum Ende

halten sollte. Spannender ging es aber

bei Brüser zu, der sich beim Start auf die

Drei setzte, sich aber permanent gegen

Kovalov verteidigen musste. In Runde 12

gelang Kovalov der Sprung vor Brüser,

was ihm den 3. Platz in diesem Lauf einbrachte.

In Lauf 2 fuhr Frech erneut einen Start-

Ziel-Sieg ein. Dieses Mal reihte sich Kovalov

hinter ihm ein und brachte einen sicheren

2. Platz ins Ziel. Brüser, auf Position

3, musste sich in diesem Rennen über

die komplette Renndistanz gegen Wüst

behaupten, was ihm am Ende auch gelang

und ihm den 3. Platz auf dem Podium einbrachte.

In der Meisterschaft bleibt Frech wie gehabt

an der Spitze, gefolgt von Brüser und

Wüst.

Marc-Reiner Schmidt

Nico Joannidis

In der Klasse S3 hieß es Doppelsieg für

Malte Thomas. In beiden Rennen sicherte

sich Thomas vom Start weg die Führung,

die er beide Male knapp vor Youngster Tov

van Bragt ins Ziel brachte. Dahinter ging

es nun um die beiden verbliebenen Podiumsplätze.

In Lauf 1 setzte sich zunächst

Mario Franke auf die 2. Position der S3,

stürzte aber in der siebten Runde, verletzte

sich an der Hand und brach daraufhin

das Rennen ab. Davon profitierten zum einen

Raphael Michels, der so ungehindert

auf Rang 2 fuhr, und Michael Jacob, der

sich den 3. Podiumsplatz sichert.

Im zweiten Lauf machten Michels und Tobias

Jacobs die Positionen 2 und 3 untereinander

aus. Michels, zunächst Zweiter

der S3 Wertung, musste in Runde 3 Jacobs

Platz machen. Dieser hielt die Position

und holte sich vor Michels das 2. Podiumstreppchen.

Van Bragt ging beide Male

hinter Thomas über die Ziellinie und sicherte

sich jeweils die 25 Punkte vor Max

Orbanz. Dennoch bleibt Orbanz in der Tabelle

vor van Bragt.

Für die erste Startreihe des Finallaufs der

S4 qualifizierten sich Paul Ullrich auf der

Pole, Marcel Biermann auf 2, gefolgt von

Patrick Winter und Benjamin Hagmaier.

Polesetter Paul Ullrich setzte sich direkt

beim Start an die Spitze, an der er sich

über die komplette Renndistanz halten

konnte und das Finale der S4 für sich entschied.

Zunächst platzierten sich Marcel

Biermann und Tobias Walter hinter ihm. In

der zweiten Runde stürzte Biermann und

fiel auf Platz 6 zurück – von dem er sich

langsam wieder hoch arbeitete und dann

als Zweiter über die Ziellinie ging. Walter

profitierte noch zwei Runden von Biermanns

Sturz, musste dann aber aufgrund

eines technischen Defekts abbrechen.

Das machte für Lorenz Hauser den Weg

auf Position 2 frei, die er aber in Runde 7

schon wieder an Marcel Biermann abgeben

musste und somit auf Platz 3 landete.

Im ersten Lauf der Ü40 setzte sich Steffen

Jung wie erwartet an die Spitze und hatte

nach wenigen Runden keinen direkten

Verfolger mehr. Hinter ihm platzierten

sich zunächst Rocco Tenzler und Gunnar

Harsing. Harsing gelang es nach wenigen

Runden, Tenzler im Offroad zu überholen

und er konnte die 2. Position ins Ziel bringen.

Tenzler saß ihm aber über die komplette

restliche Distanz im Nacken und

holte sich den 3. Platz.

Der zweite Lauf ging ebenfalls an Jung. In

diesem Lauf war aber wieder mit Christoph

Bartsch, der im ersten Lauf beim

Start nicht weg kam, zu rechnen. Nach

dem Ausfall von Harsing, der bis Runde 9

auf Position 2 war, landete Bartsch hinter

Tenzler auf dem 3. Podiumsplatz.

Junior Til Albrecht setzte sich zu Beginn an

die Spitze, die er aber gleich an Adam Stojanovic

abgeben musste. Stojanovic verteidigte

seine Position und ging als Erster

ins Ziel. Albrecht hielt sich bis zur siebten

Runde auf der 2, musste sich dann aber

hinter Paul Müller auf Position 3 einreihen.

Auch in Lauf 2 dominierte Stojanovic

und fuhr ungehindert auf Platz 1. Lasse

Welsch setze sich auf Position 2, die er

aber in der vierten Runde an Albrecht abgeben

musste und landete auf Platz 3.

Bei den Rookies setzte sich Yvsevii Kovalov

an die Spitze, hielt die Position und sicherte

sich so den ersten Lauf. Der 2. Platz

ging an Paul Niewöhner, gefolgt von Lorenz

Bang. Nach einem schlechten Start in

Lauf 2 fiel Kovalov zunächst auf den vorletzten

Platz zurück, kämpfte sich aber

nach vorne und sicherte sich in der letzten

Runde den 2. Platz vor Levin Heimann. Lorenz

Bang holte sich dieses Mal den Sieg

in seiner Klasse.

Ausführliche Ergebnisse gibt’s auf:

supermotoidm.de

• Fotos: Vanessa Lugo

10/22 MOTOCROSS ENDURO 53


TIPPS & TRICKS | TRAINING

EuerTrainingsplan

für die nächsten Wochen

Kaum hat man sich an den Sommer, vor allem an die Sommerpause,

gewöhnt, ist er auch schon wieder vorbei und es ist an der Zeit, sich

wieder voll ins Renngeschehen und damit ins Training zu stürzen.

• Text: Marko Barthel; Fotos: Uwe Laurisch

54 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Jetzt mehr Geschwindigkeit bekommen

Die Sommerpause ist vorbei und die nächsten Wochenenden

sind gefüllt mit Rennen. Somit benötigen wir innerhalb

der Woche ein bis zwei Fahrtage mit Geschwindigkeitstraining

auf dem Motorrad. Dabei reicht es aus, wenn der Trainingstag

maximal ein bis zwei Stunden, je nach Fahrniveau,

beträgt.

Dazu sollte immer gegen die Uhrzeit gefahren werden.

Nutzt eine Stoppuhr oder ein Smartphone mit einer entsprechenden

App und dokumentiert jede Runde. Beim

Speedtraining geht es nicht darum, lange Distanzen zu fahren,

sondern schnelle Runden mit ständiger Optimierung

der Linienwahl. Nutzt die Stoppuhr, um zu sehen, ob z.B. eine

Kurve innen oder außen schneller ist. Wiederholt diese

Runde so lange, bis eine Zeitenverbesserung nicht mehr

möglich ist. Speziell im Endurobereich sollten die Strecken

oder Sektionen ständig gewechselt werden, um auch ein

vorausschauendes Fahren mit entsprechender Blickführung

zu verbessern.

Ablauf Trainingstag

• 5 bis 10 Minuten Aufwärmung

10 bis 15 Minuten Einfahren auf der Strecke

• Geschwindigkeitstraining unterschiedlich gestalten:

eine Runde auf Zeit, oder mehrere Runden auf Zeit,

auch Pyramiden sind möglich (1, 2, 3, 4, 3, 2, 1 Runden)

Achtet darauf, dass bei mehreren Runden die Rundenzeiten

nicht deutlich nachlassen. Falls das der Fall sein sollte,

dann das Geschwindigkeitstraining auf weniger Runden am

Stück beschränken.

Trainingsumfang

Der Trainingsumfang ist ähnlich wie vor der Sommerpause.

Achtet darauf, neben dem Geschwindigkeitstraining auf

dem Motorrad, das Ausdauertraining nicht zu vernachlässigen.

Ein bis zwei Einheiten sollten auf jeden Fall pro Woche

eingeplant werden.

Trainingsplan

Ihr habt Fragen?

Dann sendet eine E-Mail direkt an Marko

unter: barthel.mce.online@gmail.com

4-WOCHEN-TRAININGSPLAN HOBBYFAHRER / WENIGE RENNEN

Trainingsart Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

AT 45 - 90 min. 45 - 90 min.

Race

GT

30 - 90 min.

4-WOCHEN-TRAININGSPLAN SPORTFAHRER

Trainingsart Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

AT 90 - 120 min. 90 - 120 min.

Race

Race

GT 60 - 120 min. 60 - 120 min.

4-WOCHEN-TRAININGSPLAN INDIVIDUELL (eigene Zeiten eintragen)

Trainingsart Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

AT

TT

GT

AT = Ausdauertraining (Laufen, Rad, MTB, Rudern usw.) • GT = Geschwindigkeitstraining

Jede Trainingseinheit beinhaltet das Aufwärmen und ein abschließendes Stretching/Lockerung. Pulsbereiche beachten, vor

allem beim Ausdauertraining!

Die Trainingsplanung erfolgt immer individuell nach Trainingsziel, athletischem Grundzustand, gesundheitlichen Gegebenheiten

sowie zeitlichen Möglichkeiten. Im Allgemeinen ist ein Training für den Hobbyfahrer von drei bis vier Trainingseinheiten

in der Woche hilfreich und vier bis fünf oder mehr Einheiten für den ambitionierten Sportfahrer notwendig.

10/22 MOTOCROSS ENDURO 55


VORSTELLUNG

ZWEIRADSPORT MEINE

Die Firma Zweiradsport Meine wurde

1992 vom passionierten Offroadfahrer

Wilfried Meine gegründet.

Nach zwei Jahren wurde aus dem

Nebengewerbe ein exklusiver KTM-

Vertragshändler. Schnell wuchs die

Marke heran und personell musste

aufgestockt werden. So kam Matthias

Sorge hinzu und es wurde eine

GbR gegründet. Der Startschuss

für einen Vollzeit-Motorradhandel

war gefallen. Von 1998 bis 2003

war die Firma Zweiradsport Meine

mit der KTM Tochterfirma Husaberg

deutschlandweit im Offroadsport

erfolgreich. Am 1. Juli 2001 übernahm

Matthias Sorge als alleiniger

Inhaber die Firma und verlegte den

Standort nach Bispingen.

WR450F-Vorführer

Nach jahrelanger Erfahrung als

größter KTM-Exklusivhändler Norddeutschlands

kam Matthias 2020

zu dem Entschluss, den Vertrag mit

KTM zum Jahresende 2022 zu kündigen.

Die Entscheidung, mit der

Marke Yamaha an den bisherigen

Erfolg anzuknüpfen, war schnell gefallen.

Seit Januar 2021 sind beide

Marken unter einem Dach vereint.

56 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Yamaha-Verkaufsfläche

Mit dem Beginn als Yamaha-Vertragshändler war auch das

Projekt „Yamaha back in Enduro Race 2023“ geboren. Für

Matthias, der selbst aus dem Enduro-Sport kommt und 1995

am WM-Lauf in Italien teilgenommen hatte, ist es eine Herzensangelegenheit,

Yamaha mit den WR-Modellen wieder

bei Enduro-Wettbewerben zu sehen. Seit Einführung der Euro-4-Norm

2016 werden die WR450F und WR250F nicht mehr

mit Straßenzulassung in der EU angeboten. Gemeinsam mit

einem Kooperationspartner hat es Zweiradsport Meine geschafft,

mit der jetzt gültigen Euro-5-Norm vorerst die

WR450F mit einer Leistung von 14 kW zu homologieren. An

der Homologation für die WR250F wird derzeit noch gearbeitet.

Der WR450F-Vorführer von Zweiradsport Meine erzielte bereits

im Juli beim ADAC CC Enduro Cup in Paderborn einen

Platz auf dem Siegertreppchen. Nach einer kurzen „Kennenlernphase“

belegte Dennis Engelmann, der bisher nur KTM

gefahren war, bei seinem ersten Rennen auf einer Yamaha

den 3. Platz. Mittlerweile fährt Dennis auf seiner eigenen,

abgestimmten WR450F und bestreitet zukünftig die Rennen

auf einem Japaner.

Ziel der ersten Saison 2023 ist es, die WR450F und WR250F

so zu präsentieren, damit das unverkennbare Yamaha-Blau

in der breiten Masse aktiv wahrgenommen wird. Das bedeutet

in der B-Lizenz werden je drei Fahrer in der 250er- und

450er-Klasse an den Start gebracht. Das Fahrerlager wird

durch Fahrzeuge, Anhänger und Zelte stark von Icon-Blue geprägt

sein, was an das Auftreten eines „Werkteams“ erinnert.

Die Bekleidung, wie Hosen, Hemden, Handschuhe,

Brustpanzer, der Fahrer ist aus der aktuellen Kollektion und

die Betreuer/innen runden mit ihren Outfits aus der Paddock-Blue-Kollektion

das Erscheinungsbild ab.

Die Zielgruppe ist klar der Breitensport – Rennsport zum Anfassen

– Nahbarkeit zum Team!

Yamaha-RACE-Bereich

Matthias, Andreas und Edgar (v.l.) sind die „Offroader“ im Team Meine

10/22 MOTOCROSS ENDURO 57


KOLUMNE LUKAS PLATT

PrivaTier #238

58 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Hey Leute,

in der letzten Ausgabe berichtete ich,

dass für mich noch ein Rennen vom fünfwöchigen

Rennmarathon anstand. In der

letzte Juli-Woche ging es dann erneut für

mein Team und mich Richtung Süddeutschland,

nach Gaildorf, wo die fünfte

Masters-Veranstaltung anstand.

Gaildorf ist eine schöne Naturstrecke und

bereitet lediglich nur für ein Rennen im

Jahr die Strecke vor, dort kann man nicht

wie auf vielen anderen Tracks trainieren.

Mein Samstag war ziemlich solide. Im

Zeittraining konnte ich mit meiner gefahrenen

Runde einen guten 5. Platz in der

ersten Qualifikationsgruppe einfahren,

was Startplatz 10 für die Wertungsläufe

bedeutete.

Zwischen dem Zeittraining und meinem

ersten Lauf wurde ich von Streckensprecher

Tommy Deitenbach eingeladen, um

mit ihm den 125-ccm-Junior-Cup zu moderieren.

Das war eine lustige und echt anspruchsvolle

Erfahrung für mich. Da kamen

alte Erinnerungen daran hoch, als

ich damals als kleines Kind im Sandkasten

meine eigenen Motocrossstrecken

gebaut und mit Spielmotorrädern Rennen

simuliert und kommentiert habe, haha :-)

Dann ging es am Samstag am Spätnachmittag

in den ersten Wertungslauf. Wir

hatten ungelogen sechs Stunden Pause,

was extrem lange ist. Das hieß ordentlich

warm machen, bevor es zum Vorstart

ging.

Mein Start war richtig gut und ich konnte

mich um den 10. Platz einreihen. Ich bekam

die ganze Renndistanz über ordentlich

Druck vom Hintermann, musste ihm

leider in den letzten Runden Platz machen

und fuhr als Zwölfter ins Ziel.

Der Sonntag: Wir testeten im morgendlichen

Warm-up nochmal verschiedene

Fahrwerkseinstellungen, von denen ich

persönlich aber kein Freund war und wieder

auf die Einstellung vom Vortag zurückging.

Mein Start war erneut gut und ich fuhr um

einiges besser als am vorherigen Tag. Ich

hatte mehr Druck beim Fahren und bessere

Spuren gefunden. Ich fuhr auf Platz 11

ein gutes Rennen und hatte direkt zwei

Kontrahenten vor mir. Leider ging ich in

der drittletzten Runde hart zu Boden, ich

bekam bei einem Doppelsprung einen

Schlag unter mein Hinterrad, landete auf

dem Vorderrad und flog über den Lenker.

Mit krummem Lenker, defekter Hinterradbremse

und Schmerzen konnte ich nur

noch den 17. Platz einfahren, was nicht

zufriedenstellend war für mich.

Der dritte und letzte Lauf war vom Fahren

her der beste an diesem Wochenende. Ich

kam wieder gut aus dem Gatter und fuhr

das ganze Rennen auf dem 12. Platz. Die

Strecke war mittlerweile durch die heißen

Temperaturen hart wie Beton und nicht

einfach zu fahren. Ich fuhr ordentlich Attacke

und kam erneut an die vorderen

Kontrahenten ran, passierte die Flagge

aber wieder als Zwölfter und belegte in

der Tageswertung Platz 13. In der Meisterschaft

befinde ich mich aktuell auf dem

13. Rang.

Nach diesem Rennwochenende ging es

dann in die vierwöchige Sommerpause.

Für mich sollten es eigentlich nur drei Wochen

werden, da ich in Österreich war, um

dort Rennen zu fahren. Aber dazu gleich

mehr.

Das erste „freie Wochenende“ nutzte ich,

um bei meiner Freundin Madlen ein paar

Pluspunkte zu sammeln. Wir hatten unseren

elften Jahrestag, der zum Glück auf einem

rennfreien Tag fiel und so konnten

wir diesen auch gemeinsam abseits der

Strecke verbringen.

Generell war die erste Woche nach Gaildorf

sehr entspannt, ich fuhr kein MX und

machte lediglich einfache oder besser gesagt

leichte Sporteinheiten, um dem Körper

mal ein wenig Ruhe zu gönnen und

die Energietanks wieder zu füllen.

Danach folgte wieder der gewohnte Alltag

und zusammen mit der Pro Sport Alliance

ging es zurück auf die Strecke. Das Training

in der Gruppe macht mir enorm viel

Spaß und ich nehme da einige lernreiche

Tipps mit. Man kann sich das wie in einer

Familie vorstellen, wo man sich gegenseitig

hilft und pusht.

Wie oben erwähnt fuhr ich dann mit meinem

Hauptsponsor DW Racing nach Österreich,

um dort mit dem Team KS Performance

nochmal an meinem Fahrwerk zu

arbeiten. Am Freitag fuhren wir zur XBowl

Arena, um da, wie gesagt, Fahrwerke zu

testen, um dann am darauf folgenden

Sonntag bei der österreichischen Staatsmeisterschaft

in Ried diese im Rennmodus

zu fahren.

Aber leider wurde das Rennen am Sonntagmorgen,

nachdem die freien Trainings

zuerst einmal verschoben worden waren,

endgültig wegen dem Regen in der Nacht

von Samstag auf Sonntag abgebrochen.

Natürlich war das für uns ziemlich ärgerlich,

da wir eine Anreise von fast 700 km

hatten. Aber das ist einfach höhere Gewalt

und am Wetter kann man eh nichts

ändern.

Das heißt für mich, dass es in Jauer (nach

Redaktionsschluss) bei der nächsten

Masters-Veranstaltung weitergeht und

ich wieder tierische Lust, habe Rennen zu

fahren!

Das war es von meiner Seite erstmal. Wir

hören uns in der nächsten Ausgabe :-)

Danke fürs Lesen und bleibt bis dahin

fleißig.

Lukas Platt #238


WARENKORB

CARLSBAD

ADVENTURE-KOMBI VON KLIM

WWW.KLIM.COM

CARLSBAD von KLIM, die Adventure Kombi des USamerikanischen

Premium-Herstellers hat die kurzen, dafür

aber umso intensiveren Motorrad-Abenteuer im Fokus.

Dann, wenn die tatsächlich wesentlichen Eigenschaften

zählen, spielt die Carlsbad ihre Qualitäten aus.

Absolut wasserdicht – von GORE-TEX garantiert, eine bewegungsorientierte

Konstruktion, die gleichzeitig so robust ist,

dass sie selbst in extremen Situationen nicht an ihre Grenzen

stößt.

Ein Belüftungskonzept mit großen, wasserdicht verschließbaren

Öffnungen, das den Fahrer selbst bei extrem hohen Temperaturen

und starker körperlicher Belastung trocken und kühl hält.

Plus ein umfassendes Sicherheitspaket mit D3O-Level-2-Protektoren

und großflächigen 630D Cordura-Overlayern in den sturzgefährdeten

Bereichen.

In dem gut überlegten System von insgesamt 16 Taschen lässt

sich alles Wichtige unterbringen, hervorzuheben ist dabei die

große wasserdichte Brusttasche, die sich optimal für Kartenmaterial

eignet.

FARBEN/GRÖSSEN/PREIS

Jacke - Farben: Stealth Black, Cool Gray, Asphalt - Strike Orange,

Petrol - Strike Orange, Navy Blue - Cool Gray

Größen: SM bis 3XL

Preis: 770,- Euro (3XL: 800,- Euro)

Hose - Farben: Stealth Black, Cool Gray, Asphalt, Petrol - Strike

Orange

Größen: 30 bis 40 (Tall: 32 bis 38 / Short: 30 bis 42)

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TECHNISCHE DETAILS

JACKE

• Gore-Tex-Performance-Shell-2-Lagen-Laminat

• Guaranteed to keep you dry

• 630D Cordura® Overlayer, gesamte Unterarme und Schultern

• 3M-Scotchlite-Carbon-Black-Reflektoren

• D3O®-CE-Level-2-LP2Protektoren, Ellenbogen, Schultern

und Rücken

• 6 wasserdichte Ventilationsöffnungen

• 14 Taschen (außen und innen)

• Anpassungen an Saum, Unterarmen, Ärmelgamaschen

und Kragen

• Feuchtigkeitsableitendes, geruchsabsorbierendes Innenfutter

• CE AA

HOSE

• Gore-Tex-Performance-Shell-2-Lagen-Laminat

• Guaranteed to keep you dry

• 630D Cordura®-Overlayer, über den Knien

• Ziegenleder-Auflagen, innen an den Knien

• Cordura®-Innenauflagen an den Knien und den

Beinabschlüssen

• 3M-Scotchlite-Carbon-Black-Reflektoren

• D3O®-CE-Level-Protektoren, Knie und Hüfte

• 4 wasserdichte Ventilationsöffnungen

• 2 Taschen

• Feuchtigkeitsableitendes, geruchsabsorbierendes Innenfutter

• Verstellbare, hochöffnende Beinabschlüsse für leichten

Zugang zu Stiefeln

• CE AA

60 MOTOCROSS ENDURO 10/22


mit Profitrainer Marko Barthel

Termine 2022

THE WORLD ADVENTURE WEEK 2022:

90 LÄNDER, 1 MILLION KILOMETER und 7 GLÜCKLICHE GEWINNER

1 Million zurückgelegte Kilometer • 16.000 gefahrene Stunden • 4796 m – höchste

erzielte Seehöhe • 495 Gruppenfahrten • 90 Länder, in denen gefahren wurde

• 27 % aller Teilnehmer fuhren über 1000 km

Von der Südspitze des amerikanischen Kontinents

über die Hotspots Mitteleuropas und zurück

nach Ostasien: Die globale Biker-Community

hat die zweite WORLD ADVENTURE WEEK

von KTM und RISER begeistert aufgenommen.

Auch die KTM Motohall in Mattighofen (KTM

Motohall – KTM Museum (ktm-motohall.com)

diente als Ausgangspunkt für die täglichen Motorrad-Touren.

Gemeinsam mit den KTM-Helden Giovanni Sala,

Adam Riemann und Joe Pichler erkundeten die

Teilnehmer die vielfältige Seen- und Berglandschaft

Österreichs.

Bei diesem Event stellten sich fast zweitausend

Teilnehmer den täglichen Herausforderungen,

um Tagespreise zu gewinnen. Nach einer Woche

voller Abenteuer mit Gleichgesinnten, erfüllten

27 Prozent aller Teilnehmer das Hauptziel: über

1000 km fahren.

Alle Fahrer, die während dieser Woche 1000 km

oder mehr zurücklegten und erfolgreich mindestens

drei der sieben täglichen Herausforderungen

meistern konnten, nahmen automatisch

an der Endverlosung für ein einzigartiges

Fahrerlebnis teil. Die glücklichen Gewinner der

WORLD ADVENTURE WEEK sind fünf ausgeloste

Teilnehmer, sowie zwei weitere Fahrer, die

2021 und 2022 die Rangliste der zurückgelegten

Gesamtstrecke anführten.

THE WORLD ADVENTURE WEEK - GEWINNER: Tania

Castrillon, USA; Zoltán Janík, SK, Stefan

Brittich, A; Geoffrey Hood, F; Nicholas Mosley,

USA; Ariel Baras, ISR => Leaderboard-Gesamtsieger

2022; Raul de Jara, CHL => Leaderboard-

Gesamtsieger 2021

Diese sieben Abenteurer haben sich eine Einladung

für ein atemberaubendes Fahrerlebnis

gesichert, dessen Kosten übernommen werden

und Ende November stattfindet

– der Ort wird vorerst geheim

halten. Die glücklichen

Gewinner haben die Chance, zu

den weltweit ersten Fahrern zu

gehören, die die neue Generation

der KTM-ADVENTURE-Bikes

testen. Sie haben zudem die

Möglichkeit, die Bikes an der

Seite von Fahrern des KTM

Factory Racing Teams und KTM

Ambassadors zu erleben.

Alle Fahrer, die während der

Woche erfolgreich 1.000 km

oder mehr zurückgelegt haben,

erhalten eine persönliche Auszeichnung

von KTM.

TRAINING – IN KLEINEN GRUPPEN

MIT INDIVIDUELLEN TRAININGSINHALTEN

08.10. Endurotraining Pflückuff

09.10. Hardendurotraining Pflückuff

INTENSIVES-TRAINING

TRAINING IN KLEINEN GRUPPEN

MIT INDIVIDUELLEN TRAININGSINHALTEN

ÜBER 2 TAGE

10./11.09. Endurotraining

in Schweinfurt

für Anfänger/Fortgeschrittene

ENDUROPROJEKTE – EXKLUSIVE STRECKEN-

NUTZUNG, FREIES FAHREN UND GRUPPEN-TRAINING

MIT EINEM TRAINER über 3 TAGE

23.-26.09. EnduroPROjekt 2022 2.0

„3 Tage Offroad-Fun für jeden”

in Hohenmölsen

Kontakt:

Telefon: 037206/568881

Email: info@enduropro.de

www: enduropro.de

10 Euro Rabatt

mit dem Code: MCE10

bei der online-Anmeldung


NOTIZEN

Engere Zusammenarbeit zwischen

KTM und dem Vignon Racing Team

KTM Motorsports hat seine laufende Zusammenarbeit mit dem

Motocross-EM-Team VRT KTM noch verstärkt, um das Nachwuchstalententwicklungsprogramm

im Sport wiederzubeleben.

Die französische Crew wird 2023 und 2024 zwei Fahrer in der

EMX250-Division aufstellen und mit offizieller Unterstützung

zum „VRT KTM Factory Juniors Team“ werden.

Das Team VRT KTM mit Sitz südlich von Nantes, unweit des

Grand-Prix-Austragungsortes St. Jean d’Angely gelegen, wird

sich für die nächsten beiden Saisons weiter in die KTM-Motocross-Rennstruktur

integrieren. KTM möchte damit wieder vielversprechender

Youngster aus den Junioren-Meisterschaftskategorien

fördern. Dieses System hat sich schon früher bewährt

und hat heutigen MX-Größen, wie Jeffrey Herlings, Jordi Tixier,

Pauls Jonass, Jorge Prado, Rene Hofer und vielen anderen zu

enormen Erfolgen verholfen.

VRT KTM arbeitet seit sechs Jahren mit Nachwuchsfahrern und

rüstet sie (sowohl in der EMX250- als auch in der EMX125-Klasse)

mit allem Benötigten aus. Nun wird die Verbindung zum

Rennhauptquartier in Munderfing, Österreich, noch enger. Der

ehemalige MX- und Enduro-Weltmeister Pela Renet ist Manager

des Teams.

Das Projekt startet offiziell mit der EMX250 2023, die als letztes

Sprungbrett für unter 23-jährige Rennfahrer gilt, bevor sie in die

FIM-Motocross-Weltmeisterschaft und die MX2-Klasse einziehen.

Die beiden Vertreter, die die KTM 250 SX-F pilotieren sollen,

werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Diego Clement, Manager Offroad Commercial: „Es freut uns

sehr, gemeinsam mit dem Team VRT KTM diese Absichtserklärung

abzugeben. Wir geben alles, um aufstrebenden Fahrern in

jungen Jahren zu helfen und ihnen dann einen Weg oder eine

Struktur zu bieten, um Fortschritte zu machen und zu versuchen,

ihre sportlichen Ziele zu erreichen. Diese Tradition wollen wir

unbedingt fortsetzen und wenn wir auf einige der Fahrer zurückblicken,

die wir über die Jahre unterstützen durften, dann erfüllt

uns das mit Stolz. Es ist großartig, dass wir an diesen Karrieren

teilhaben konnten. Es ist an der Zeit, weiterzumachen und nach

unseren neuen Herlings, Prados und Vialles der Zukunft Ausschau

zu halten.“

Mickaël Vrignon, Teambesitzer des VRT KTM-Teams: „Wir freuen

uns, dieses Projekt zu starten und mindestens für die nächsten

zwei Saisons das VRT KTM Factory Juniors Team zu sein. Es war

uns wichtig, unsere Beziehung zu KTM fortzusetzen, aber dies

ist eine andere Ebene und wir sind stolz darauf, diejenigen zu

sein, die den Fahrern den letzten Schliff geben, um möglicherweise

in Zukunft das Red Bull KTM Factory Racing Team bilden zu

können.“

62 MOTOCROSS ENDURO 10/22


Partnerschaft mit Motul

Seit 2020 arbeiten der französische Schmierstoffexperte MOTUL und Kawasaki im Rahmen

einer Partnerschaft zusammen. Diese Kooperation wurde während der Kawasaki Days

in Speyer um weitere drei Jahre vertraglich verlängert. Kawasaki empfiehlt die MOTUL-

Produkte für Service- und Pflegearbeiten. Darüber hinaus entstand durch die Kooperation

das Lime-Green-Motorenöl – passend zur typischen Kawasaki-Farbgebung.

Das „Kawasaki Lime Green Edition by Motul

10W-40“ hat inzwischen einen großen Bekanntheitsgrad

in der Fangemeinde erreicht. Neben

der Farbe ist auch der leichte Limettengeruch

eine Besonderheit dieses Öls. Doch das ist

nicht der einzige Vorteil aus der engen Zusammenarbeit

der beiden Weltkonzerne. So gewinnt

MOTUL beispielsweise aus dem Rennsport

wesentliche Erkenntnisse für die Weiterentwicklung

ihrer Schmierstoffe.

„Die erfolgreiche Kooperation in Deutschland

hat bereits weite Kreise gezogen und wurde für

beide Seiten zu einem Sprungbrett in viele weitere

Länder. Ähnliche Kooperationen gibt es

mittlerweile in 16 Ländern bis in die Vereinigten

Arabischen Emirate“, so Armin Bolch, Geschäftsführer

MOTUL Deutschland. Und er ergänzt:

„Wie nur wenige andere Marken steht

Kawasaki für eine große Kompetenz im Motorradsport.

Ob auf der Rennstrecke oder auf der

Straße – Kawasaki-Motorräder überzeugen mit

exzellenter Performance. Mir ist es vor diesem

Hintergrund sehr wichtig, dass wir mit unseren

Motorenölen Rennteams oder Privatfahrern

auch in Extremsituationen höchste Zuverlässigkeit

und beste Schmiereigenschaften garantieren

können. Besonders die Erfahrungen aus

dem Motorsporteinsatz geben uns wichtige Impulse

für eine permanente Verbesserung unserer

Produkte. Wir freuen uns bereits jetzt auf die

kommenden drei Jahre.“

Jürgen Höpker-Seibert, Niederlassungsleiter

bei Kawasaki Deutschland, ergänzt: „Mit

MOTUL haben wir einen Schmierstoff- und Pflegemittel-Partner

gefunden, der über ein extrem

gutes Vertriebsnetz und eine sehr große Produktpalette

für nahezu jeden Einsatzbereich

verfügt. Das gibt unseren Händlern eine große

Sicherheit. Andererseits sind die Produkte qualitativ

und technologisch erstklassig und passen

damit sehr gut zu unserem Premiumanspruch.

Wir sind sicher, dass sich die enge Zusammenarbeit

für unsere Kunden und für unsere

Unternehmen in den kommenden Jahren weiter

auszahlen wird.“

10/22 MOTOCROSS ENDURO 63


VORSCHAU

Der große WM-Showdown. Luca Fischeders Heimrennen in Zschopau wird

bestimmt wieder ein Fest des Endurosports!

Rund um Zschopau

Finale Enduro-Weltmeisterschaft

14. bis 16. Oktober 2022

Das Finale zur WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft

vom 14. bis 16. Oktober in Zschopau rückt immer

näher. Auf der Webseite rundumzschopau.de sowie auf

Facebook und Instagram erhaltet ihr hierzu die neuesten

Informationen.

Foto: Thorsten Horn

1. Kartenvorverkauf:

Ab Dienstag, 11. Oktober, könnt ihr die Eintrittskarten auf dem

Neumarkt in Zschopau erwerben. Diese Jahr erhaltet ihr diese in

Form von Festivalarmbändern. Die genauen Staffel-Preise werden

in Kürze über die genannten Kanäle bekannt gegeben.

2. Supertest:

Das Opening zum Finale der Enduro-WM, der Supertest, wird am

Freitag, 14. Oktober, auf dem Prologgelände in Hohndorf stattfinden.

Dieser startet um 18:00 Uhr. Am Eingang, werden die

Eintrittsbändchen ebenfalls verkauft.

3. Die Tests am Rennwochenende:

1. Extremtest - Ort: Waldkirchen/Hüblerwald

2. Endurotest - Ort: Truschbach/Steinbruch

3. Crosstest - Ort: Hohndorf/in unmittelbarer Nähe des Prolog-

Geländes

4. Camping:

Leider können aufgrund der vielfältigen Baumaßnahmen in und

um Zschopau direkt am Eventgelände keine geeigneten Campingplätze

zum Finale der WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft

angeboten werden. Deshalb sollten Fans, die mit dem

Wohnmobil anreisen, rechtzeitig auf umliegenden Campingplätzen,

wie zum Beispiel bei Waldcamping Erzgebirge, einen Stellplatz

buchen.

Bleibt am Ball und abonniert die Rund-um-Zschopau-

Kanäle auf Facebook und Instagram, damit ihr keine

wichtigen Infos zum Finale der WPTGlobal FIM EnduroGP-

Weltmeisterschaft verpasst.

www.rundumzschopau.de

64 MOTOCROSS ENDURO 10/22


...noch sieht man nicht viel am

Zschopauer WM-Supertest-Gelände...

...doch seit Wochen werkeln

im Hintergrund viele fleißige

Helfer...

...die Stimmung ist gut,

sodass alles rechtzeitig

fertig werden wird...

Vorbei geschaut...

Hier findet ihr euren

Offroad-

Spezialisten

älterer Ausgaben als E-Paper und Videos der Bike- und Produkt-Tests

der letzten MCE-Ausgaben gibt es auf unserer

Homepage unter: www.mce-online.de

10/22 MOTOCROSS ENDURO 65


VORSCHAU

MCE 11/2022

Bei unseren

Tipps & Tricks

gibt es wieder einen

Trainingsplan für die

nächsten 4 Wochen

• Foto: Uwe Laurisch

IMPRESSUM

Ziegler Verlags OHG

MOTOCROSS ENDURO

Röntgenstraße 4

D-63755 Alzenau

Telefon: 06023 9178286

E-Mail: info@ziegler-verlag.de

redaktion@ziegler-verlag.de

Homepage: www.ziegler-verlag.de

Herausgeber:

Ziegler Verlags OHG

USt.-Ident-Nr. DE 309 964 605

Gerichtsstand Aschaffenburg

Geschäftsführer: Stefan Ziegler

Anzeigenabteilung:

Nadine Pfeiffer, Uwe Laurisch, Lars Hertwig

Anzeigenpreisliste Nr. 52/22

Bei Anzeigenaufträgen aus dem

Ausland Vorkasse

Gerichtsstand Aschaffenburg

Redaktion: Gaby Gasche

Layout: Uwe Laurisch

Aboservice: Nicole Bauer

Tel. 06023 9178286

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Redakteure und Fotografen:

Marko Barthel, Matthias Rülke, Marcus

Kehr, Mirko Knorr, Uwe Laurisch, Daniel

Hänel, Patrick Strelow, Gunnar Junge, Lars

Hertwig, Benjamin Koob, Micha Tetzner

MCE-Testcrew & Mediaproduktion:

Uwe Laurisch

09661 Rossau

Hauptstraße 56

Telefon: 0176 45861498

E-Mail: uwe.mce.online@gmail.com

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Nachdruck nur mit ausdrücklicher

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unter voller Quellenangabe. Unverlangte

Manuskripte werden nur zurückgesandt,

wenn Rückporto beigefügt wurde.

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Kündigung nur unter Einhaltung der Kündigungsfrist

von 3 Monaten vor Ablauf des Bezugsjahres

per Einschreiben oder per E-Mail

(PDF mit Unterschrift)

Ein Entwicklungssprung, nicht nur bei der KTM SX 125. In der nächsten Ausgabe erfahrt ihr mehr

über ein weiteres Modell aus der KTM-SX-Reihe, seid gespannt ...

• Foto: Uwe Laurisch

MOTOCROSS ENDURO 11/2022

erscheint am 27. Oktober 2022

Zahlungen erbeten an:

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Commerzbank Hanau

IBAN: DE68 5064 0015 0234 5866 00

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Gründen gekürzt werden.

Die Zeitschrift und alle Beiträge sind urheberrechtlich

geschützt.

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mit der Genehmigung der Redaktion. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben

nicht unbedingt die Meinung der Redaktion

wieder.

66 MOTOCROSS ENDURO 10/22

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