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Wirtschaft im Wandel 2023

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Kostenloses<br />

Exemplar<br />

I.R. MAGAZIN FÜR DIE EUROPAREGION TIROL<br />

04<br />

Juni <strong>2023</strong><br />

mediaradius.it<br />

Poste Italiane S.P.A. - Sped. - A.P. - 70% - CNS Bolzano - Einzelnummer 2€ - Unzustellbare Exemplare an Absender zurück. Der Absender verpflichtet sich die Portospesen zu tragen. TASSA PAGATA/TAX PERCUE. Zwe<strong>im</strong>onatlich<br />

WIRTSCHAFT IM<br />

WANDEL<br />

Von der Lira zum Euro


2 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

UNSER UNTERNEHMEN:<br />

DIE LÖSUNG FÜR JEDE<br />

HERAUSFORDERUNG.<br />

mader.bz.it<br />

0472 731 000


Nr. 4/<strong>2023</strong> 3<br />

EDITORIAL<br />

WIRTSCHAFT IM WANDEL<br />

Seit Anfang der 1990er-Jahre bin ich <strong>im</strong> Printmedienbereich<br />

tätig, und es waren damals in erster Linie PR-Texte für<br />

diverse Firmen, die aus meiner Feder kamen. Ich erinnere<br />

mich an die ersten drei Arbeiten dieser Art für Mila, Finstral<br />

und Autoindustriale. Auch während meiner Zeit als Chef der<br />

Gratiszeitung WAS waren <strong>im</strong>mer wieder Firmen-PR-Seiten<br />

<strong>im</strong> Blatt präsent. In all den Jahren sind eine ganze Menge<br />

solcher Texte zusammengekommen, wir mussten also „nur“<br />

die ganzen alten Zeitungen durchblättern …<br />

Ein eigenes Magazin, das hauptsächlich auf PR-Journalismus<br />

aufgebaut war, wurde dann später von mir gegründet:<br />

Südtirol Panorama. Anmerken möchte ich an dieser Stelle<br />

auch noch, dass damals die Profis der „schreibenden<br />

Zunft“ den PR-Journalismus belächelten bzw. gar ablehnten.<br />

Da war und bin ich natürlich ganz anderer Meinung<br />

und habe als Beispiel meist die Brauerei Forst angeführt.<br />

Über eine best<strong>im</strong>mte Biersorte zu Verkaufszwecken zu<br />

berichten, das ist PR. Über die Entwicklung und den Erfolg<br />

von einer Institution wie der Brauerei Forst zu berichten, ist<br />

eine redaktionelle Präsentation und für einen Großteil der<br />

Leser allemal interessanter als seitenlanges Geschreibe<br />

über politischen Hickhack.<br />

Eine besondere Eigendynamik<br />

Besondere Ideen entwickeln manchmal eine Eigendynamik,<br />

die man von vornherein nicht erwarten kann. Genauso<br />

war es bei dieser Idee zur „Radius“-Ausgabe „<strong>Wirtschaft</strong><br />

<strong>im</strong> <strong>Wandel</strong>“. In diesem Zusammenhang möchte ich mich<br />

auch bei „ff – Das Südtiroler Wochenmagazin“ bedanken,<br />

für die Genehmigung, die original „Südtirol Panorma“-PR-<br />

Seiten aus den 1990er-Jahren in dieser „Radius“-Ausgabe<br />

verwenden zu dürfen.<br />

Nachdem bei den ersten Gesprächen mit möglichen Kunden<br />

das Interesse eher mäßig war, änderte sich das mit der<br />

Präsentation der alten Seiten schlagartig. Speziell mit den<br />

alten Fotos wurden Erinnerungen an damals wach, an eine<br />

Zeit, wo man noch mit Lira bezahlte und der Kaffee 500<br />

Lire kostete. Die IT-Technologie war noch in den Kinderschuhen,<br />

das Internet erst am Anfang und über Werbung in<br />

den Sozialen Medien brauchte man sich ohnehin keine Gedanken<br />

zu machen. Auf den Fotos erkannte man ehemalige<br />

Mitarbeiter, den damaligen Kompagnon, Geschäftspartner<br />

und Produkte wieder, mit denen man mehr oder weniger<br />

erfolgreich war. Aber auch Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge,<br />

die längst ausgedient hatten, oder je nach Branche<br />

sogar Maschinen, die noch in Verwendung sind, waren auf<br />

den alten Bildern erkennbar.<br />

Herausgekommen ist die aufwändigste<br />

„Radius“-Ausgabe, die seit<br />

Bestehen produziert wurde und die es<br />

in diesem Umfang so schnell nicht mehr<br />

geben wird. Auf insgesamt über 200 Seiten (!) sind in der gebundenen<br />

Ausgabe über 50 Unternehmen aus allen möglichen<br />

Bereichen von Dienstleistung über Handel, Handwerk,<br />

Industrie bis hin zu Landwirtschaft, Tourismus usw. mit<br />

dabei. Auch für Institutionen wie die Freie Universität Bozen,<br />

die Eurac Research oder das Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg<br />

sind solche Vergleiche und besonders die enorme Entwicklung<br />

der vergangenen 25 Jahre interessant. Abgerundet<br />

werden diese Firmenpräsentationen mit interessanten redaktionellen<br />

Berichten: Einige St<strong>im</strong>men zur Geschichte der<br />

Südtiroler <strong>Wirtschaft</strong>, der erfolgreiche Weg des FC Südtirol,<br />

die Geschichte des ABD Airport samt der Air Alps oder die<br />

Geschichte der elektrischen Energie in Südtirol.<br />

Ablehnung für die ausufernde Bürokratie<br />

Auf die Frage, was sich in den vergangenen Jahren am meisten<br />

zum Positiven bzw. zum Negativen verändert hat, wurden<br />

als positiv unisono die Digitalisierung samt IT-Technologie<br />

genannt. Als besonders negativ wurde von allen Befragten<br />

die ausufernde Bürokratie (in erster Linie auf Landesebene)<br />

genannt. Unsere Politiker samt ihren Beratern sollten sich<br />

wohl ein Beispiel am französischen Präsidenten nehmen. Der<br />

hat auf EU-Ebene ein STOP für neue Gesetze gefordert – denn<br />

zuerst sollten die bestehenden angewendet werden!<br />

Dem Umfang entsprechend war auch die Produktion der<br />

Ausgabe sehr zeitintensiv und aufwändig. Von den beteiligten<br />

Firmen die alten PR-Seiten einscannen, die Unterlagen für die<br />

aktuellen Seiten besorgen und alle produzierten Seiten (samt<br />

den alten Seiten) den Kunden zur Kontrolle zusenden, die<br />

gewünschten Änderungen vornehmen und wieder zusenden<br />

– bis zur endgültigen Absegnung „Gut zum Druck“. An dieser<br />

Stelle ein Kompl<strong>im</strong>ent besonders an alle Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter, die an dieser kurzfristig eingeschobenen,<br />

dafür aber umso umfangreicheren „Radius“-Sonderausgabe<br />

mit Begeisterung mitgearbeitet haben.<br />

Für alle „Dolomiten“-Leserinnen und -Leser, welche diese<br />

„Radius“-Ausgabe nicht bekommen haben, liegen Gratisexemplare<br />

in ausgewählten Athesia-Filialen auf.<br />

Viel Spaß be<strong>im</strong> Lesen wünscht<br />

Franz W<strong>im</strong>mer


1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

Von der Lira<br />

zum Euro<br />

Die Zeiten von heute mit denen<br />

vor 25 bis 30 Jahren zu vergleichen<br />

und dadurch die wirtschaftliche<br />

Entwicklung Südtirols<br />

anschaulich zu präsentieren,<br />

das war die Grundidee für diese<br />

Ausgabe. Um solche Vergleiche<br />

in Wort und Schrift anschaulich<br />

zu dokumentieren, haben wir für<br />

die beteiligten Firmen auf alte<br />

PR-Berichte zurückgegriffen<br />

und diesen neue aktuelle Seiten<br />

gegenübergestellt.<br />

Die fünf verschiedenen Titelseiten<br />

dieser Ausgabe:<br />

1 Maria Montessori<br />

italienische Ärztin<br />

Abgebildet auf dem<br />

1.000-Lire-Schein<br />

2 Vincenzo Bellini<br />

italienischer Opernkomponist<br />

Abgebildet auf dem<br />

5.000-Lire-Schein<br />

3 Alessandro Volta<br />

italienischer Physiker<br />

Abgebildet auf dem<br />

10.000-Lire-Schein<br />

4 Gian Lorenzo Bernini<br />

italienischer Bildhauer<br />

Abgebildet auf dem<br />

50.000-Lire-Schein<br />

5 Michelangelo Merisi<br />

da Caravaggio<br />

italienischer Maler<br />

Abgebildet auf dem<br />

100.000-Lire-Schein<br />

INHALT<br />

Aktuell<br />

6 Südtirol und die Welt<br />

22 Geschichte der elektrischen Energie<br />

64 Der Flugplatz Bozen<br />

72 FC Südtirol von 1995 bis heute<br />

106 Das Handwerk als Konstante<br />

154 Von der Lira zum Euro<br />

186 Facettenreiche Landwirtschaft<br />

208 Meran: Vom Hotel Palace<br />

zur Umlaufbahn<br />

Bildung<br />

10 Freie Universität Bozen<br />

14 Eurac Research Bozen<br />

18 Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg<br />

Handel<br />

74 Amonn Office GmbH, Bozen<br />

78 ARTE GmbH, Bozen<br />

82 Autoindustriale<br />

Mobility Group, Bozen<br />

86 Gasser Iveco, Bozen<br />

90 Hell GmbH, Bozen<br />

94 Innerhofer AG, St. Lorenzen<br />

98 Karl Pichler AG, Algund<br />

100 Wörndle Interservice GmbH, Bozen<br />

102 Würth GmbH, Neumarkt<br />

PEFC-zertifiziert<br />

Dieses Produkt stammt<br />

aus nachhaltig<br />

bewirtschafteten Wäldern,<br />

Recycling und<br />

kontrollierten Quellen<br />

PEFC/18-31-166<br />

www.pefc.org<br />

IMPRESSUM<br />

Herausgeber: Athesia Druck GmbH,<br />

Bozen, Eintrag LG Bozen<br />

Nr. 26/01, am 27.11.2001<br />

Chefredakteur: Franz W<strong>im</strong>mer<br />

Projektleiterin/Koordination: Magdalena Pöder<br />

Verkaufsleitung: Patrick Zöschg<br />

Redaktion: Franz W<strong>im</strong>mer, Nicole D. Steiner,<br />

Elisabeth Stampfer, Edith Runer<br />

Werbung/Verkauf: Armin De Biasio, Michael<br />

Gartner, Elisabeth Scrinzi, Wolfgang Göller<br />

Verwaltung: Weinbergweg 7 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 081 561<br />

info@mediaradius.it | www.mediaradius.it<br />

Fotos: Dolomiten-Archiv, shutterstock, verschiedene<br />

Privat-, Firmen- und Online-Archive sowie<br />

Verkaufsunterlagen.<br />

Konzept und Abwicklung: MediaContact, Eppan<br />

Grafik/Layout: Georg Hochkofler, Verena Daum<br />

Art Director: Elisa Wierer<br />

Lektorat: Magdalena Pöder<br />

Produktion: Athesia Druck Bozen |<br />

www.athesiadruck.com<br />

Vertrieb: Als „Dolomiten“-Beilage und<br />

<strong>im</strong> Postversand<br />

Druckauflage: 24.000 Stück<br />

Preis: Einzelpreis 2 Euro, A+D: 2,60 Euro<br />

Die Redaktion übern<strong>im</strong>mt keinerlei Haftung für die Inhalte der<br />

Werbeseiten, PR-Seiten und der angeführten Webseiten.


Dienstleistung<br />

24 Agentur für Energie Südtirol –<br />

Kl<strong>im</strong>aHaus, Bozen<br />

28 Alperia AG, Bozen<br />

30 ARA Pustertal AG, St. Lorenzen<br />

34 Brandnamic GmbH, Brixen<br />

36 Brigl AG, Bozen<br />

40 Fercam AG, Bozen<br />

44 GRUBER Logistics, Auer<br />

48 Haas GmbH, Pfatten<br />

52 Hypo Vorarlberg Leasing AG, Bozen<br />

56 INTEREL Trading, Eppan<br />

58 Baukollegium, Bozen<br />

62 Prader Bank AG, Bozen<br />

66 SkyAlps, Bozen<br />

68 Tiroler Versicherung, Bozen<br />

70 Unternehmerverband<br />

Südtirol, Bozen<br />

Landwirtschaft<br />

190 Kellerei Meran, Marling<br />

192 VIP landw. Gesellschaft, Latsch<br />

196 VOG – Verband der Südtiroler<br />

Obstgenossenschaften<br />

Tourismus<br />

200 3 Zinnen AG, Vierschach<br />

202 Quellenhof Luxury Resorts<br />

206 Schnalstaler Gletscherbahnen<br />

64<br />

22<br />

STROMERZEUGUNG<br />

Südtirol und die elektrische Energie<br />

72<br />

Handwerk<br />

108 Auroport GmbH, Bruneck<br />

112 Erdbau GmbH, Meran<br />

114 Erlacher GmbH, Barbian<br />

118 Manometal GmbH, Neumarkt<br />

122 Marx GmbH, Vetzan/Schlanders<br />

124 Moosmair GmbH, St. Martin i.P.<br />

128 Moriggl RISAN GmbH, Glurns<br />

130 Nikolaus Bagnara AG, Eppan<br />

134 Planit GmbH, Auer<br />

138 Plattner AG, Leifers<br />

142 Tanzer Maschinenbau GmbH, Lana<br />

146 Treffer Maschinenbau, Bruneck<br />

150 Unionbau AG, Sand in Taufers<br />

Industrie<br />

ABD AIRPORT<br />

Die Geschichte vom Flugplatz Bozen<br />

WIRTSCHAFT IM WANDEL<br />

Handwerk als Konstante<br />

208<br />

106<br />

FC SÜDTIROL<br />

Der FCS von 1995 bis heute<br />

NEUE WÄHRUNG<br />

Von der Lira zum Euro<br />

154<br />

156 Atzwanger AG, Bozen<br />

160 Brauerei Forst AG, Forst/Algund<br />

164 Doppelmayr Italia GmbH, Lana<br />

168 Dr. Schär AG, Burgstall<br />

172 Duka AG, Brixen<br />

176 Finstral AG, Unterinn/Ritten<br />

180 Leitner Gruppe, Sterzing<br />

184 Rubner Gruppe, Kiens<br />

TOURISMUS<br />

Meran: Vom Hotel Palace zur Umlaufbahn


6 Nr. 4/<strong>2023</strong> AKTUELL<br />

UND<br />

SÜDTIROL DIE<br />

WELT<br />

Das Datum 1. Jänner 2002 war der Beginn einer unaufhaltsamen<br />

Revolution. Ein gemeinsamer <strong>Wirtschaft</strong>sraum mit einer (bis<br />

auf wenige Ausnahmen) gemeinsamen Währung. 300 Millionen<br />

Menschen, die von einem Tag auf den<br />

anderen in gleichen Zahlen kalkulieren,<br />

schätzen, Preise<br />

vergleichen, rechnen,<br />

bezahlen, verdienen.


AKTUELL<br />

Nr. 4/<strong>2023</strong> 7<br />

Radius“ hat sich die Entwicklung<br />

der <strong>Wirtschaft</strong> in den letzten<br />

20 Jahren in Südtirol angeschaut und<br />

sich unter <strong>Wirtschaft</strong>streibenden und<br />

-experten umgehört: Wie war das denn<br />

damals und was hat es gebracht?<br />

Es war einmal. Lange Staus an der<br />

Brennergrenze und generell an den<br />

Grenzen. Langwierige Zollprozeduren<br />

und Zollauflagen. Währungswechsel<br />

vor jeder Auslandsreise und komplexes<br />

Finanzgebaren bei der Abwicklung<br />

jeglicher Auslandsgeschäfte (auch innereuropäisch)<br />

verbunden mit möglichen<br />

Umrechnungsverlusten. Kosten für Versicherungen,<br />

die eben dieses Risiko auffangen<br />

sollten. Was uns heute mit wenigen<br />

Ausnahmen in Europa selbstverständlich<br />

scheint, transfrontaler Preisvergleich,<br />

hürdenloses Reisen, ein offener <strong>Wirtschaft</strong>smarkt<br />

für über 300 Millionen<br />

europäische Bürger war bis zum 1. Jänner<br />

2002 mitunter eine recht komplexe<br />

Angelegenheit.<br />

Der 1. Jänner 2002 hat Türen<br />

geöffnet – <strong>Wirtschaft</strong> <strong>im</strong> <strong>Wandel</strong><br />

Am 1. Jänner 2002 begann für Europa<br />

eine neue Ära. Die Bürger waren sich<br />

dessen mehr oder weniger bewusst<br />

und oft vor allem besorgt bzgl. ihrer<br />

persönlichen Finanzsituation nach der<br />

Einführung der europäischen Einheitswährung<br />

Euro fokussiert. Je nach Land<br />

mit unterschiedlichen Befindlichkeiten:<br />

Bedenken um den Verlust der starken<br />

Währung in Deutschland, Sorge um ein<br />

zu enges europäisches Richtlinienkorsett<br />

und den Wegfall der für ein Land<br />

mit schwacher Valuta oft vorteilhaften<br />

Wechselkurs-Schwankungen in Italien.<br />

Gleichzeitig aber auch Erleichterung<br />

über vereinfachtes und um drei Nullen<br />

abgespecktes Rechnen, Freude über ein<br />

erstarkendes Europa und einen einheitlichen<br />

<strong>Wirtschaft</strong>sraum, Erleichterung<br />

aufgrund der mit einer Einheitswährung<br />

verbundenen Vereinfachungen <strong>im</strong> Export<br />

und <strong>im</strong> Tourismus.<br />

ne Walch zusammen mit ihrer<br />

Schwester Julia eines der<br />

renommiertesten Weingüter<br />

Südtirols und profitiert<br />

vom offenen Markt. Wie<br />

Export vor der Einführung<br />

des Euro war, weiß sie aus<br />

Erzählungen ihrer Mutter<br />

Elena Walch und kann sie<br />

nachvollziehen, wenn sie die Geschäftsbeziehungen<br />

in die USA und den asiatischen<br />

Raum anschaut. Ein zum hundertjährigen<br />

Firmenjubiläum (1969) geschnitztes<br />

Holzfass zeigt die damaligen Kernmärkte<br />

auf: Deutschland, Österreich, die Schweiz<br />

und natürlich Italien. Heute kommen 50<br />

Prozent des Umsatzes aus Exportgeschäften:<br />

Länder aus Europa, USA, Asien und<br />

Osteuropa, von Malta über Kasachstan bis<br />

Indonesien. „In den USA verkaufen wir<br />

direkt mit Dollarpreisen und da müssen<br />

wir uns, wie vor 2002 in Europa üblich,<br />

mit der Bank absichern. Der Preis ist unabhängig<br />

von Wechselkursschwankungen.“<br />

Die <strong>Wirtschaft</strong>sentwicklung der<br />

letzten zwei Jahrzehnte sieht Karoline<br />

Walch absolut positiv, vor allem auch, weil<br />

„Südtirol zwar eine kleine Region ist, aber<br />

über eine starke, <strong>im</strong> Ausland bekannte<br />

und positiv besetzte Marke verfügt. Fine<br />

wine, fine dining, fine products“. Und<br />

das alles in einer einzigartigen Landschaft.<br />

Wenn man sich die Wertschöpfungstabellen<br />

der Radius-Top100-Ausgabe der<br />

letzten Jahre anschaut, fällt eines auf<br />

(am Beispiel 2005, 2012 und 2022): Auf<br />

den ersten fünf bis zehn Plätzen passiert<br />

nicht viel. Aspiag Service GmbH hält stabil<br />

den ersten Platz, Würth, Acciaierie<br />

Valbruna AG, Fercam, Alperia (früher<br />

Etschwerke) und Markas, Seetech Global<br />

Industries AG (Leitner) 2005 noch<br />

nicht, halten die Stellung und wechseln<br />

Karoline Walch<br />

höchstens in der Rangordnung.<br />

Andere Firmen wie Technoalpin,<br />

2005 noch auf Platz<br />

93, haben sich hochgearbeitet:<br />

2012 Platz 31 und<br />

2022 Platz 39. Wertschöpfung<br />

und nicht Umsatz nebenbei<br />

deshalb, weil diese<br />

Bruttowertschöpfung die<br />

Differenz zwischen den erzielten Gesamterlösen<br />

und den vom Unternehmen<br />

erbrachten Vorleistungen Rechnung trägt<br />

und damit die effektive <strong>Wirtschaft</strong>sleistung<br />

widergibt. Am Ende des Rankings,<br />

also unter den letzten zehn, hingegen<br />

kommen <strong>im</strong>mer wieder neue Namen<br />

hinzu, andere fallen weg.<br />

Eine neue D<strong>im</strong>ension der<br />

Leichtigkeit und neue Strategien<br />

Harald Pechlaner ist nicht nur Inhaber<br />

des Lehrstuhls Tourismus und Leiter des<br />

Zentrums für Entrepreneurship an der<br />

Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt,<br />

sondern auch Leiter des Center for<br />

Advanced Studies von<br />

Eurac Research,<br />

das heißt, er ist<br />

auch viel auf<br />

Reisen. Aus diesem<br />

Grund ist<br />

ihm das Datum<br />

1. Jänner 2002<br />

in guter Erinnerung.<br />

„Es war<br />

Harald Pechlaner<br />

von heute auf morgen so unkompliziert<br />

zu reisen. Ohne Fremdwährungen (<strong>im</strong><br />

Euro-Raum) eine neue D<strong>im</strong>ension der<br />

Leichtigkeit!“ Italien und auch Südtirol<br />

musste sich nun allerdings der direkten<br />

Vergleichbarkeit stellen. „Es hieß, die<br />

Strategie zu ändern, auf ein neues Marketing<br />

zu setzen. Die Dachmarke, sich hin<br />

Foto: ©Tiberio Sorvillo<br />

Fine wine, fine dining, fine products<br />

Sie hat keine persönliche Erinnerung an<br />

die Einführung der Einheitswährung, und<br />

das, obwohl sie <strong>im</strong> Jänner 2002 schon<br />

zwölf Jahre alt war. Heute leitet Karoli-


8 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

AKTUELL<br />

zu anderen Urlaubergruppen orientieren,<br />

ein jüngeres, Lifestyle-orientiertes Publikum<br />

ansprechen. Andererseits, meint<br />

Pechlaner, hat sich die Stammgästestruktur<br />

weniger geändert, als man vermutete.<br />

„Die kleine und mittelständische<br />

Hotellerie hat heute die Kinder ihrer<br />

früheren Stammgäste, die wie ihre Eltern<br />

zum Wandern kommen.“ Allerdings ist<br />

Südtirol internationaler geworden, und<br />

dies in den Augen des Tourismusexperten<br />

vor allem dank des Dolomiten UNESCO<br />

Welterbes. Vor allem <strong>im</strong> Osten Südtirols<br />

seien jetzt vermehrt Asiaten, Inder und<br />

auch Russen anzutreffen. Die Russen weniger<br />

wegen des Welterbes als aufgrund<br />

der exzellenten Hotellerie, Anziehungspunkt<br />

für wohlhabende Gäste. Die Tatsache,<br />

dass zunehmend internationale(re)<br />

Gäste den Weg nach Südtirol finden, ist<br />

für Pechlaner ein Indikator für die Innovationsfähigkeit<br />

des Standorts Südtirol.<br />

Ein hohes Maß an exportorientierter<br />

<strong>Wirtschaft</strong>, eine Standortentwicklung<br />

über Themen- und Cluster-Orientiertheit<br />

und eine starke Vernetzung. „Hier liegt<br />

genau auch die Chance für junge, kleine<br />

und mittlere Betriebe.“ In einem Ranking<br />

falle der Blick <strong>im</strong>mer nur auf die Ersten,<br />

aber auch was jenseits davon liege, sei<br />

außerordentlich interessant. „Südtirol ist<br />

ein Standort, der über viele Kompetenzen<br />

verfügt – Holz, Digital, Film, Technologie,<br />

Landwirtschaft u. a. m., die in sich<br />

zusammenhängen – die Entrepreneur-<br />

Ökosysteme sind gut vernetzt, Kompetenz-Sharing<br />

und das Zusammenspiel von<br />

Kapital- und Ideengebern fördern exzellente<br />

Startups, öffentliche und private<br />

Innovationsförderung arbeitet Hand in<br />

Hand wie <strong>im</strong> NOI-Techpark.“ All dies, so<br />

Harald Pechlaner, hat das Wachstum der<br />

letzten zwanzig Jahre positiv beeinflusst.<br />

Marke anstelle von Schnäppchen<br />

„In einer Nacht war unser touristischer<br />

Vorteil weg!“ Das ist die Erinnerung an<br />

den 1. Jänner 2002 von Christoph Engl,<br />

ehemaliger Direktor der SMG, CEO von<br />

BrandTrust und seit September 2018 CEO<br />

von Salewa. Südtirol war damals beliebt,<br />

weil es so günstig war. „Wir konnten ja<br />

nicht sagen, wir werden teurer, bieten aber<br />

das Gleiche!“ Mit reinen Marketingmaßnahmen,<br />

so Christoph Engl, war das nicht<br />

auszugleichen. „Wir<br />

mussten uns neu<br />

positionieren und<br />

da war Südtirol<br />

mutig: Schnäppchenjäger<br />

adieu<br />

und dafür sich<br />

auf eine höhere<br />

Christoph Engl<br />

Wertschöpfung<br />

konzentrieren.“ Auf Leistungen wie Landschaft,<br />

Architektur, Essen, Kontrast Alpin<br />

und Lifestyle bauen. „Gut war, erinnert<br />

sich Engl, dass alle das damals verstanden<br />

haben, vom Bauernhof bis zum 5-Sterne-<br />

Hotel eine beeindruckende Kollektivleistung<br />

von allen Seiten und unterstützt auch<br />

von der Politik. Es geht in einem gesättigten<br />

Markt nicht mehr um Volumen,<br />

sondern um Wertschöpfung. Eine der<br />

Foto © IDM Südtirol-Alto Adige/Manuel Ferrigato


AKTUELL<br />

Nr. 4/<strong>2023</strong> 9<br />

ersten Maßnahmen war die Einführung<br />

der Marke Südtirol. Und hier ist Engl in<br />

seinem Element. Das Thema Marke hat<br />

ihn schon <strong>im</strong>mer fasziniert. Die Marke als<br />

Wert, der dem Kunden vermittelt wird,<br />

den Kunden mit Ideen und mit Emotionen<br />

gewinnen, mit einer Veredelung,<br />

mit einer besseren Technologie, einer<br />

besseren Glaubwürdigkeit, Regionalität.<br />

„Dann ist er auch bereit, einen höheren<br />

Preis zu zahlen.“ Ob es um Hotelz<strong>im</strong>mer,<br />

Menüs oder wie in seiner jetzigen Position<br />

um Sportbekleidung geht. Das Prinzip ist<br />

<strong>im</strong>mer das Gleiche.<br />

Der Vorteil des transparenten<br />

Preisvergleichs<br />

Er ist ein Banker und als solcher hat er<br />

vor dem 1. Jänner 2002 sein gesamtes<br />

Lire-Guthaben in die Bank eingelegt und<br />

in der Nacht zum 1. Jänner am Bankomat<br />

„frische“ Euro gezogen. „Damit hatte<br />

ich mein Tauschproblem sofort gelöst“,<br />

erinnert sich Andreas Mair am Tinkhof,<br />

Leiter des Bereichs Schutz und<br />

Förderung des Genossenschaftswesens<br />

des Raiffeisenverbandes.<br />

„In Tauschprozessen<br />

gibt es <strong>im</strong>mer<br />

jemanden, der lamentiert,<br />

aber Südtirol“, so Andreas<br />

Mair am Tinkhof, „hat auch<br />

unter volkswirtschaftlichen<br />

Aspekten eindeutig profitiert.<br />

Natürlich fallen strukturelle<br />

Probleme, die an der Substanz<br />

liegen, <strong>im</strong> Nord-Süd-Gefälle mehr auf,<br />

mangelnde Wettbewerbsfähigkeit oder<br />

Produktionsmängel können nicht mehr<br />

mit Abwertung ausgeglichen werden.“<br />

Andreas<br />

Mair am Tinkhof<br />

Aber die Möglichkeit des transparenten<br />

Preisvergleichs sowie die Export- und<br />

Mobilitätsvorteile einer einheitlichen<br />

Währung für 300 Millionen Akteure<br />

und Millionen von Unternehmen fördern<br />

Konsum und Leistung. „Der eigentliche<br />

Exportschlager Südtirols, Landschaft,<br />

Lebensgefühl, regionale Produkte<br />

und das alles in der Nähe<br />

großer Ballungsgebiete, lässt<br />

sich besser denn je verkaufen<br />

und das ohne zusätzliche<br />

Kosten oder Risiken.“<br />

Südtirols Internationalität<br />

ist ein wichtiger<br />

Wettbewerbsvorteil<br />

Südtirol liegt die Internationalität<br />

<strong>im</strong> Blut, aus der Begegnung,<br />

dem Miteinander von zwei sehr unterschiedlichen<br />

Mentalitäten ist ein wichtiger<br />

Wettbewerbsvorteil entstanden, der sich<br />

positiv auf den Verkauf und den Export<br />

Foto: ©AlexFilz<br />

auswirkt. Nicht nur<br />

nach Sizilien und<br />

Hamburg, sondern<br />

weit darüber<br />

hinaus.<br />

Ulrich Ladurner<br />

hätte es sich nicht<br />

träumen lassen,<br />

Ulrich Ladurner<br />

zu was für einem<br />

Unternehmen sich die Firma entwickelt,<br />

die er 1981 unter dem Namen Dr. Schär<br />

gegründet hat. In den 1980er-Jahren stand<br />

der Export unter dem Zeichen von langwierigen<br />

Zollformalitäten und Währungsschwankungen.<br />

„Der einheitliche Markt<br />

und die Einführung des Euro haben nur<br />

Vorteile gebracht, Stabilität, definierte<br />

Preise. „Unser Markt ist überall dort, wo<br />

Weizen zu den Grundnahrungsmitteln gehört,<br />

mittlerweile auch in den USA.“ Und<br />

nicht nur Dr. Schär, auch viele andere Unternehmen<br />

aus dem kleinen Südtirol sind<br />

<strong>im</strong> Export (fast) weltweit unterwegs.<br />

Wasser<br />

… ist eine gute Arbeit wert!<br />

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für Haus und Garten<br />

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Bachfassung<br />

mit „Schweißspalt-Bogensieb“<br />

für Kraftwerke


40<br />

Radius 04/2007<br />

UNI BOZEN<br />

Braucht es eine Universität?<br />

Ein Beitrag von Landeshauptmann Luis Durnwalder,<br />

der auch erster Präsident der Uni Bozen war und zum<br />

Ehrenpräsident auf Lebzeiten berufen wurde.<br />

Zugegeben: Lange Zeit zweifelte<br />

ich daran, ob es denn eine Uni<br />

in Südtirol überhaupt brauche.<br />

Doch ich ließ mich überzeugen<br />

und verstand, dass es für Südtirol<br />

wichtig sei, eine eigene akademische<br />

Ausbildung in gezielten Nischen<br />

anzubieten. Auch weil die Akademikerrate<br />

<strong>im</strong> Land sehr niedrig war<br />

und selbst heute noch ist. Es ging<br />

vor allem auch darum, den gesetzlichen<br />

Vorgaben Rechnung zu tragen,<br />

die eine universitäre Ausbildung des<br />

Kindergarten- und Lehrper sonals<br />

vorschrieb. Doch damit wollten wir<br />

uns nicht begnügen. Der Fakultät<br />

für Bildungswissenschaften in<br />

Brixen wurde eine Fakultät für<br />

<strong>Wirtschaft</strong>s wissenschaften in Bozen<br />

zur Seite ge stellt – modern, zukunftsorientiert<br />

und international.<br />

In drei Sprachen<br />

Das herausragende Merkmal:<br />

drei sprachige Lehre in Deutsch, Italienisch<br />

und Englisch. In den sechs<br />

Jahren des Bestehens der Alma<br />

Mater konnten weitere zwei Fakultäten<br />

aufgebaut werden (Informatik<br />

sowie Design und Künste) und eine<br />

Kooperation mit dem Politecnico<br />

von Turin für das Studium der<br />

Logistik- und Produktionsingenieure<br />

abgeschlossen werden. Bemüht ist<br />

man an der Uni Bo zen, qualifizierte<br />

Führungskräfte für ein zukunftsweisendes<br />

Europa auszubilden. Dabei<br />

ist der Fokus insbesondere auch auf<br />

die Entwicklung der mittelständischen<br />

<strong>Wirtschaft</strong> unserer Region<br />

ausgerichtet. Die Studenten der insgesamt<br />

zwölf Studiengänge ha ben<br />

dieses Prinzip angenommen; das<br />

zeigen uns die jährlich ansteigenden<br />

Studierendenzahlen.<br />

Entwicklung für die Zukunft<br />

Es gilt aber auch, zielstrebig in<br />

die Zukunft zu blicken. Da sind es<br />

vor al lem drei Bereiche, in denen<br />

sich die Freie Universität Bozen<br />

betätigen wird: Zum einen ist das<br />

die Forschung. Diese muss angekurbelt,<br />

ent wickelt und etabliert<br />

werden. Es muss eine Forschung<br />

sein, die – durchaus auch <strong>im</strong> kritischen<br />

Dialog – enge Ver bindung<br />

mit dem Territorium, aber natürlich<br />

auch mit der Welt hält und die<br />

Herausforderung der europäischen<br />

Integration und des freien Wettbewerbes<br />

ann<strong>im</strong>mt. Weiters wird die<br />

Universität eine zweite Ebene der<br />

Lehre in Angriff neh men – jene der<br />

Spezialisierungs-Laureaten und der<br />

Masterprogramme. Das Basiswissen<br />

der jungen Menschen wird so mit<br />

um ein spe zialisiertes, akademisches<br />

Wissen erweitert.<br />

Eine dritte Säule wird in Zukunft<br />

jene der qualifizierten Weiterbildung<br />

auf universitärem Niveau sein.<br />

Der Arbeitsmarkt erfordert es heute,<br />

dass Menschen lebenslang lernen<br />

und sich weiterentwickeln. Damit ist<br />

auch gewährleistet, dass sich lokale<br />

Netzwerke bilden, die den neuen<br />

Herausforderungen in Europa Lernen in kleinen gewachsen<br />

Gruppen zeichnet das Stu<br />

sind.<br />

unterhält ein Netzwer<br />

Dr. Luis Durnwalder tional renommierten U<br />

Absolventen werden e<br />

Praktika und Arbeitsv<br />

land vermittelt.


dium aus<br />

k mit internaniversitäten.<br />

rfolgreich für<br />

erträge ins Aus-<br />

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Vorspann. Wer sein Studium an der Freien<br />

Ding Li, achtmonatigen Praktikum<br />

in Shanghai geöff-<br />

Universität abschließt, ist nicht nur<br />

Studienaufenthalt<br />

T ext qualifiziert,<br />

in jede Realität einzufinden. Die<br />

Radius 04/2007 41<br />

Kombination von Studium, Praxis<br />

und Sprachkompetenz ist Garantie<br />

für Erfolg.<br />

Prof. Rita Franceschini,<br />

Rektorin der<br />

Freien Universität Bozen:<br />

„Die Freie Universität<br />

Bozen möchte<br />

den Studierenden<br />

während der Ausbildung<br />

außergewöhnliche<br />

Impulse bieten:<br />

einen internationalen Lehrkörper,<br />

Studienkollegen aus vielen anderen<br />

Ländern, Lehre mit fortschrittlichsten<br />

Programmen und Methoden,<br />

fundierte theoretische Grundlagen,<br />

eine angesehene Forschung sowie die<br />

Gelegenheit zu Praktika <strong>im</strong> In- und<br />

Ausland. Wir sind stolz darauf, den<br />

ersten Entwurf eines Universitätssystems<br />

zu entwickeln, das europaweit<br />

Anklang findet: eine Hochschulausbildung<br />

für Bürger Europas.“<br />

und Praxisnähe<br />

Die Freie Universität Bozen legt<br />

den Schwerpunkt der Lehre auf ein<br />

theoretisch fundiertes und praxisnahes<br />

Ausbildungsangebot, die praktischen<br />

Erfahrungen der Studenten werden in<br />

das Studien-Curriculum miteinbezogen<br />

und mitbewertet. Lehre und Forschung<br />

Tourismusmanagement:<br />

Die<br />

perfekt Deutsch<br />

sprechende<br />

Chinesin Ding Li<br />

verbrachte einen<br />

Sommer an der Freien Universität<br />

Bozen, um ihre Diplomarbeit über<br />

den „Urlaub auf dem Bauernhof“ in<br />

Südtirol zu verfassen. „Mein Augenmerk<br />

galt der Umsetzung eines Südtiroler<br />

Tourismuskonzeptes auf die<br />

chinesische Provinz Yunnan“, erzählt<br />

die Absolventin aus Peking. „Mehrsprachig<br />

studieren wie hier an der<br />

Freien Universität Bozen entscheidet<br />

maßgeblich über den künftigen<br />

Erfolg auf dem Arbeitsmarkt.“<br />

Lucie Courteau,<br />

Professorin<br />

aus Ottawa/Kanada:<br />

Die Studierenden<br />

der Freien<br />

Universität Bozen<br />

sind außerordentlich<br />

motiviert<br />

und engagiert <strong>im</strong><br />

Nadia Zublasing, Studium. Jeder, der sich für ein Universitätsstudium<br />

entscheidet, welches<br />

Eppaner Absolventin<br />

der Fakultät für Vorlesungen und Prüfungen in drei<br />

<strong>Wirtschaft</strong>swissenschaften:<br />

„Für geistige Mehrarbeit. Schließlich müs-<br />

Sprachen abhält, entscheidet sich für<br />

Verhandlungen mit sen Studierende für ihren Abschluss<br />

arabischen Geschäftsleuten<br />

braucht und Buchhaltung lernen, sondern auch<br />

nicht nur Fächer wie <strong>Wirtschaft</strong>, Recht<br />

Netzwerk man mit Zeit, international viel Zeit. ausreichend Deutsch beherrschen, um<br />

Plötzlich renommierten geht es dann aber universitäten sehr die <strong>Wirtschaft</strong>sprüfungen zu bestehen,<br />

schnell und das gewonnene Vertrauen<br />

ist Im Garant laufenden für langfristige Studienjahr 2006/ dium der Rechtsfächer in Italienisch<br />

ausreichend Italienisch für das Stu-<br />

gute Geschäftsbeziehungen.“<br />

2007 nutzten 107 Studierende der Uni und genügend Englisch, um Buchhaltung<br />

zu absolvieren.<br />

Zublasing Bozen die ist für Möglichkeit die Firma eines Interel Auslandsjahres,<br />

Osten 86 als Studierende Geschäftsfüh-<br />

aus dem<br />

<strong>im</strong> Mittleren<br />

rerin tätig. Ausland Im Rahmen verbrachten eines hingegen Arabia ein S<strong>im</strong>on Karner, Absolvent der<br />

Days an bzw. der zwei Uni Studiensemester Bozen berichtete in Bozen. Fakultät für <strong>Wirtschaft</strong>swissenschaften<br />

aus Bozen: Es sind meine sehr<br />

sie über Zusätzlich ihre Erfahrung bestehen auf Sonderabkommen<br />

diesem<br />

expandierenden mit Universitäten Markt. „Das in den international<br />

und ausgerichtete Australien. <strong>Wirtschaft</strong>s-<br />

betriebswirtschaftliche Wissen, die<br />

USA, Taiwan guten Englischkenntnisse und das<br />

studium in Bozen war ein guter mir nach meinem Studium „<strong>Wirtschaft</strong><br />

und Management“ an der<br />

Wegbereiter Fundierte für meinen Theorie beruflichen<br />

Werdegang.“ so ihr Fazit.<br />

Universität Bozen die Tore zu einem<br />

mich derzeit mit Wettbewerbs-<br />

und Marktanalysen<br />

für das auch<br />

in Südtirol angesiedelte<br />

Unternehmen GKN. Die<br />

rasante Entwicklung<br />

dieses Landes miterleben zu dürfen,<br />

ist für mich als <strong>Wirtschaft</strong>sabsolventen<br />

wirklich einmalig.“<br />

Patricia Springborg,<br />

Professorin aus Sydney,<br />

Australien: Die Uni<br />

Bozen ist einzigartig in<br />

der Umsetzung der von<br />

der EU geförderten europäischen<br />

Integration,<br />

indem sie mit einem<br />

dreisprachigen Studium<br />

ihre Studierenden für die Arbeitswelt<br />

in internationalen Firmen und<br />

Organisationen ausbildet. Studenten<br />

der Fakultät für <strong>Wirtschaft</strong>swissenschaften<br />

erlangen ihr Diplom nicht<br />

nur mit einer Fachausbildung in<br />

ihrem Kernbereich, sondern verfügen<br />

auch über dreisprachige Kompetenzen,<br />

Arbeitserfahrungen durch<br />

Praktika und die Möglichkeit, ihre<br />

Sprachkenntnisse <strong>im</strong> Rahmen internationaler<br />

Austauschprogramme zu<br />

perfektionieren. Sie sind in hohem<br />

Maße mehrfach qualifiziert.<br />

Radius 04/2007 41<br />

PAGINIERUNG<br />

AKTUELL<br />

Juni 2007<br />

Radius – Neue Wege,<br />

Neue Märkte


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Eine Universität, die ihren<br />

Platz gefunden hat<br />

26 Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Freie Universität<br />

Bozen zu einer international wie lokal eingebetteten<br />

Hochschule mit starkem Forschungs-Output<br />

entwickelt. Unverändert geblieben sind ihre Dreisprachigkeit,<br />

ein hoher Internationalisierungsgrad sowie<br />

eine exzellente Ausstattung mit opt<strong>im</strong>alem<br />

Betreuungsverhältnis.<br />

Es gibt viele Bilder, die für die Freie Universität Bozen <strong>im</strong><br />

Jahr <strong>2023</strong> stehen. Vertraute wie jenes des Campus Bozen<br />

<strong>im</strong> Herzen der Landeshauptstadt, der schon am bunten Treiben<br />

von jungen Menschen aus aller Welt am davorliegenden<br />

Universitätsplatz erkennbar ist oder auch jenes des architektonisch<br />

hervorstechenden Campus Brixen. Hier wird seit einem<br />

Vierteljahrhundert nicht nur der pädagogische Nachwuchs für<br />

Südtirols Kindergärten und Schulen ausgebildet, sondern auch<br />

junge Menschen für Aufgaben in den Bereichen Sozialpädagogik<br />

und Sozialarbeit sowie in Kommunikations- und Kulturwissenschaften<br />

vorbereitet. Damit verbunden: Forschung und<br />

Wissenstransfer zu Herausforderungen wie Inklusion, Erziehung<br />

in der Familie, Sprachenlernen und Sprachkompetenzen<br />

in einem mehrsprachigen Umfeld, Community Development,<br />

ökosozialer <strong>Wandel</strong> oder gesellschaftliche und kulturelle Dynamiken<br />

<strong>im</strong> Hinblick auf soziale Ungleichheiten. Von außen<br />

unauffälliger ist der dritte Campus der unibz <strong>im</strong> Zentrum von<br />

Bruneck, in dem sich alles um Tourismusmanagement sowie<br />

Sport- und Eventmanagement dreht.<br />

Neuer Campus in Südtirols Innovationsviertel<br />

Das Logo der unibz findet sich aber auch auf einem beeindruckenden<br />

Rohbau, der <strong>im</strong> vergangenen Jahr am Rande des NOI<br />

Techpark in die Höhe wie Breite gewachsen ist und ab Sommer<br />

2024 als neuer Sitz der Fakultät für Ingenieurwesen für Campusst<strong>im</strong>mung<br />

in Südtirols Innovationsviertel sorgen wird. Im neuen<br />

Zentrum von Bozens ehemaliger Industriezone arbeiten schon<br />

heute 150 Forschende und Techniker/-innen von drei Fakultäten<br />

in 13 Laboren der unibz – Tür an Tür mit anderen Forschungs-<br />

17 Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland.


Nr. 4/<strong>2023</strong> 13<br />

In den Laboren für Lebensmittelwissenschaften der unibz werden zahlreiche<br />

Innovationen entwickelt; auch ein Patent wurde bereits angemeldet.<br />

institutionen sowie Unternehmen und Start-ups. Im Fokus ihrer<br />

vorwiegend angewandten Forschung? Aktuelle Herausforderungen<br />

und gesellschaftlich relevante Fragen, von der zunehmenden<br />

Wasserknappheit und damit verbundenen hydrologischen Innovationen<br />

über die Verarbeitung von Big Data oder die Entwicklung<br />

von Smart Food bis hin zu technologischen Innovationen für die<br />

Landwirtschaft oder KI-Anwendungen für das Gesundheitswesen.<br />

Angewandte Forschung<br />

Seit Anfang Mai kommt dazu ein weiteres Labor <strong>im</strong> zukunftsträchtigen<br />

Forschungsfeld der nachhaltigen Produktion: Im<br />

neu eröffneten NOI Techpark Bruneck, dem Exzellenzzentrum<br />

für „Nachhaltige Mobilität“, werden Stiftungsprofessor Prof.<br />

Erwin Rauch und sein Team zu <strong>im</strong>mer entscheidenderen Fragestellungen<br />

wie Kreislaufwirtschaft in der Produktion, Ressourceneffizienz<br />

und Zero-Waste-Fertigung, Dekarbonisierung und<br />

ökointelligente Fabriken und ethische sowie sozial nachhaltige<br />

Fertigung forschen.<br />

Eine besonders enge Verzahnung mit der Praxis gibt es auch in<br />

der Forschung an mittlerweile sieben Kompetenzzentren der<br />

Freien Universität Bozen, mit den Fachgebieten Tourismus und<br />

Mobilität, Inklusion <strong>im</strong> Bildungsbereich, Soziale Arbeit und<br />

Sozialpolitik, Regionalgeschichte, Pflanzengesundheit, Innovationsökosysteme<br />

in Bergregionen, Management von Genossenschaften<br />

und Nachhaltigkeit.<br />

Nach mehr als zweieinhalb Jahrzehnten hat sich die Freie Universität<br />

Bozen als eine der führenden Forschungsinstitutionen der Provinz<br />

etabliert – mit Grundlagenforschung, vielen internationalen,<br />

aber mindestens ebenso vielen regionalen Kooperationen. Genauso<br />

wichtig ist aber <strong>im</strong>mer noch die Lehre: mit über 30 verschiedenen<br />

dreisprachigen Studiengängen – bis auf einige Masterstudiengänge<br />

mit Unterrichtssprache Englisch – in den Fachbereichen <strong>Wirtschaft</strong>,<br />

Bildungswissenschaften, Informatik, Kommunikationswissenschaften,<br />

Linguistik, Design und Künste, Ingenieurwesen sowie Agrar-,<br />

Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften.<br />

Foto © Ivo Corrà<br />

für junge Menschen aus Südtirol, internationale Atmosphäre zu<br />

schnuppern. Immerhin kommen mehr als ein Drittel der Lehrenden<br />

(35 %) und 17 Prozent der Studierenden aus dem Ausland.<br />

Und: Dank mehr als 160 Austauschabkommen <strong>im</strong> Rahmen des<br />

Studienprogramms Erasmus+ und bilateraler Abkommen mit<br />

Universitäten auf der ganzen Welt haben Studierende der unibz<br />

eine große Auswahl, um mindestens ein Auslandssemester an<br />

renommierten internationalen Einrichtungen zu verbringen.<br />

Dass sie auch an ihrer Alma Mater beste Konditionen vorfinden,<br />

beweisen nicht zuletzt die Spitzenpositionen der unibz in<br />

Rankings. Im nationalen Censis-Ranking wurde sie 2022 zum<br />

sechsten Mal in Folge auf den ersten Platz in der Gruppe der<br />

kleinen Universitäten unter 5.000 Studierenden positioniert.<br />

Auch in internationalen Rankings wird die unibz gut bewertet,<br />

insbesondere in den Kategorien Internationalisierung, Zufriedenheit<br />

der Studierenden oder Zitationen.<br />

Freie Universität Bozen<br />

Universitätsplatz 1 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 011 000<br />

info@unibz.it | www.unibz.it<br />

Festliche Diplomverleihung an der Fakultät<br />

für Bildungswissenschaften in der Hofburg in Brixen<br />

Internationale Ausrichtung<br />

Rund 4.400 Studierende nutzen die auch international rar zu<br />

findende Chance, sich gleich in drei Sprachen auf ihr künftiges<br />

Berufsleben vorzubereiten. An der unibz zu studieren, heißt auch


November 2002<br />

Radius – Technik<br />

und Wissenschaft


Anzeige<br />

Im terraXcube, dem S<strong>im</strong>ulator für Extrem kl<strong>im</strong>a am NOI Techpark,<br />

wird u.a. die notfallmedizinische Versorgung in der Höhe erforscht.<br />

Foto © Schirra/Giraldi<br />

„Wir haben einen Quantensprung<br />

in der Forschung gemacht“<br />

Der studierte Biologe Stephan Ortner ist seit 1996<br />

Direktor von Eurac Research. Am Anfang, so Ortner,<br />

sei das Thema Forschung in Südtirol nicht <strong>im</strong>mer<br />

auf fruchtbaren Boden gefallen, heute werde der<br />

Beitrag der Wissenschaft zur Lösung komplexer<br />

Probleme auch in der Provinz hoch geschätzt.<br />

Und Eurac Research – mit mittlerweile<br />

über 600 Forscherinnen und<br />

Forschern aus 46 Nationen – hat sich<br />

zu einem international renommierten<br />

Forschungszentrum entwickelt.<br />

Radius: Herr Ortner, 30 Jahre Eurac<br />

Research, und Sie waren fast von Anfang<br />

an als Direktor der Bozner Forschungseinrichtung<br />

dabei. Denken Sie manchmal an<br />

Ihren ersten Arbeitstag, wenn Sie heute den<br />

Hauptsitz an der Drususbrücke betreten?<br />

Stephan Ortner: An meinem ersten Arbeitstag haben mich<br />

knapp 20 Forscherinnen und Forscher empfangen. Es gab drei<br />

Forschungsschwerpunkte, die Sitzungen wurden in zwei Sprachen<br />

abgehalten. Es war überschaubar, wir kannten uns alle<br />

be<strong>im</strong> Vornamen. Heute sind wir über 600, aus 46 Ländern,<br />

oft ist Englisch Umgangssprache. 2021 hat Eurac Research ein<br />

Drittmittel-Budget von 29 Mio. Euro verwaltet. 22 Mio, Euro<br />

davon sind Fördermittel der EU. In 30 Jahren haben wir in<br />

Südtirol einen Quantensprung in der Forschung gemacht. Aus<br />

den drei anfänglichen Forschungsschwerpunkten sind elf Institute<br />

und sechs Center gewachsen, einige von ihnen sind in<br />

ihrem Bereich weltweit führend.<br />

Foto © Eurac Research/Ivo Corrà<br />

Stephan Ortner,<br />

Direktor von Eurac Research<br />

Radius: Etwa das Institut für<br />

Mumienforschung …<br />

S. Ortner: Richtig. Ins Leben gerufen haben<br />

wir es 2007, um die Forschung am Ötzi<br />

vor Ort voranzutreiben. Heute wenden sich<br />

Museen und Regierungen aus der ganzen<br />

Welt an uns, wenn neue Mumien entdeckt und<br />

untersucht werden sollen, zuletzt etwa das bolivianische<br />

Kulturministerium. In unserem Labor<br />

für antike DNA rekonstruieren wir nicht nur das<br />

Genmaterial aus uralten Knochenfunden, wir<br />

entschlüsseln auch das Erbgut von Krankheitserregern, die<br />

sich in menschlichen Überresten finden, etwa das Helicobacter<br />

pylori in Ötzis Magen. Das ist unhe<strong>im</strong>lich spannend für<br />

die moderne Medizin, weil es Rückschlüsse auf die Evolution<br />

von Krankheitserregern erlaubt. Im Sommer 2022 haben wir<br />

den Weltmumienkongress in Bozen abgehalten.


Nr. 4/<strong>2023</strong> 17<br />

Im neuen Labor der Biomedizin am NOI Techpark<br />

wird nicht nur erforscht, was Krankheiten<br />

verursacht, sondern auch, was gesund hält.<br />

Radius: Forschungsschwerpunkte der ersten Stunde<br />

waren Autonomie, Minderheiten, Sprache und Recht.<br />

Spielen diese heute noch eine große Rolle?<br />

S. Ortner: Ja. In der Kombination Autonomie und Minderheitenschutz<br />

beispielsweise hat Südtirol nach wie vor ein<br />

Alleinstellungsmerkmal. Unsere Expertinnen und Experten<br />

arbeiten weltweit mit Regierungen und internationalen Organisationen,<br />

um kriegerische Konflikte zu verhindern und<br />

ein friedliches Zusammenleben in einer <strong>im</strong>mer vielfältigeren<br />

Gesellschaft zu ermöglichen. Südtirol wurde vom UN-Sonderberichterstatter<br />

zu Minderheitenfragen bei der UN-Generalversammlung<br />

in New York 2022 als Vorbild genannt und der<br />

Hochkommissar der OSZE zum Schutz nationaler Minderheiten<br />

hat in einer Ansprache in Wien, die von unseren Forscherinnen<br />

und Forschern ausgearbeiteten „Bozner Empfehlungen<br />

zur Zusammenarbeit von Staaten bei Minderheitenfragen“ als<br />

Best-Practice-Beispiel genannt.<br />

Radius: <strong>2023</strong> wurde ein neues Center für Kl<strong>im</strong>awandel<br />

und Transformation an Eurac Research gegründet.<br />

Laufen dort die Fäden aus unterschiedlichen Disziplinen<br />

zusammen?<br />

S. Ortner: Das Center bündelt das Know-how von Expertinnen<br />

und Experten aus den Bereichen Umweltforschung,<br />

Energie, Soziologie, Regionalentwicklung, Rechts- und <strong>Wirtschaft</strong>swissenschaft<br />

sowie Technologie. Die spezialisierten<br />

Forschungsteams werden weiterhin Daten liefern, überprüfen,<br />

ob bisherige Berechnungen noch st<strong>im</strong>men, Prognosen<br />

erarbeiten usw. Andere interdisziplinäre Teams werden sich<br />

damit befassen, wie die lokalen und regionalen Kreisläufe<br />

ökonomisch funktionieren können, damit die Menschen<br />

nicht sozial abgehängt werden. Für eine gesellschaftliche<br />

Transformation hin zu einer nachhaltigen, kl<strong>im</strong>aneutralen<br />

und sozial gerechten Zukunft brauchte es ein gut abgest<strong>im</strong>mtes<br />

Orchester aus Natur-, Technologie- und Geisteswissenschaftlern.<br />

Denn wem nützt die beste Technologie, wenn sie<br />

Foto © Eurac Research/Daniele Fiorentino<br />

nicht auf allen Ebenen – politisch, wirtschaftlich, rechtlich,<br />

sozial, ethisch – umgesetzt werden kann?<br />

Radius: Eurac Research ist mit 20 Laboren <strong>im</strong> NOI<br />

Techpark vertreten. Im März <strong>2023</strong> hat das Institut für<br />

Biomedizin dort die Räumlichkeiten bezogen.<br />

S. Ortner: Im NOI Techpark steht unserem 80-köpfigen<br />

Forschungsteam ein 900 Quadratmeter großes Labor für die<br />

Arbeit an zell- und molekularbiologischen Exper<strong>im</strong>enten zur<br />

Verfügung. Es ist eine hochmoderne Einrichtung, in der die<br />

Genetik von Gesundheit und Krankheitsbildern erforscht<br />

wird, wobei der Schwerpunkt auf neurologischen und kardiovaskulären<br />

Krankheiten liegt. In Zukunft wollen wir vor allem<br />

unser Wissen über die Gesundheit erweitern. Also verstehen,<br />

was uns aus genetischer Sicht – kombiniert mit Lebensgewohnheiten<br />

und Umwelt – gesund hält und wie wir Krankheiten<br />

vorbeugen. Dieser Paradigmenwechsel findet gerade in allen<br />

wichtigen Bereichen der Medizin und des Gesundheitswesens<br />

weltweit statt. Die Biomedizin – d.h. das Integrieren von Biologie,<br />

Medizin und modernsten Technologien – ist der wichtigste<br />

Katalysator für diese Entwicklung und Eurac Research<br />

mischt auch da international vorne mit.<br />

Weitere Informationen unter: www.eurac.edu<br />

Foto © Eurac Research/Ivo Corrà<br />

NEUE ENERGIE UND<br />

KLIMANEUTRALITÄT<br />

Das Institut für Erneuerbare Energie ist mit 130 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern das größte und international<br />

am besten vernetzte. In den Forschungsfeldern Photovoltaiksysteme<br />

und nachhaltige Heiz- und Kühlsysteme<br />

leitet es eine Reihe großer EU-Forschungsprojekte mit<br />

führenden Industriepartnern. Zuletzt hat Eurac Research<br />

für verschiedene Regionen den kostengünstigsten<br />

Technologiemix evaluiert, um eine erfolgreiche Energiewende<br />

herbeizuführen. Zurzeit erarbeitet das Bozner<br />

Forschungsinstitut ein Monitoringsystem zur Umsetzung<br />

vom „Kl<strong>im</strong>aplan Südtirol 2040“ (<strong>im</strong> Foto das SolarLab).


12<br />

Radius 01/2006<br />

LAIMBURG<br />

Bessere Erträge, mehr Qualität und weniger UmweHbelastung.<br />

Diesen Zielen wird am Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg alles untergeordnet.<br />

Das Versuchszentrum genießt weltweite Anerkennung.<br />

Dass hinter dem Versuchszentrum<br />

La<strong>im</strong>burg viel mehr steckt<br />

als nur der Felsenkeller und<br />

die Landwirt schaftsschule – die zudem<br />

gar nicht da zugehört – wissen<br />

eigentlich nur die wenigsten. Dass<br />

dort, eingeklemmt zwischen Felsen<br />

und Autobahn, For schung auf<br />

höchstem Niveau betrieben wird, ist<br />

nur wenigen Insidern bekannt.<br />

Das Land- und forstwirtschaftliche<br />

Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg ist<br />

eine Abteilung der Landesverwaltung<br />

mit drei Ämtern, 30 Sachbereiche<br />

werden dort in ebenso viel<br />

Arbeitsgruppen be treut, sie hat<br />

ca. 170 Mitarbeiter und den<br />

gesetzlichen Auftrag, „Grundlagenforschung<br />

und angewandte Forschung<br />

zu betreiben, Versuche und<br />

damit verbundene Maßnahmen zu<br />

set zen, mit dem Ziel neue Erkenntnisse<br />

und Techniken in den verschiedensten<br />

Bereichen der Landwirtschaft<br />

zu ent wickeln“.<br />

30 Sachbereiche<br />

und 170 Mitarbeiter<br />

Die Forschungsbereiche sind in<br />

Sektionen unterteilt: Obstbau, Weinbau,<br />

Pflanzenschutz, Berglandwirtschaft,<br />

Gemüse- und Zierpflanzenbau<br />

sowie Kellerwirtschaft <strong>im</strong><br />

Bereich landwirtschaftliches Versuchswesen,<br />

Bodenanalysen, Blattund<br />

Fruchtanalysen, Futtermittelund<br />

Rückstands analysen <strong>im</strong> Bereich<br />

Agrikulturchemie. Das dritte Amt<br />

besteht aus der Guts verwaltung. Der<br />

La<strong>im</strong>burg sind 20 landwirtschaftliche<br />

Betriebe mit insge samt 594 Hektar in<br />

allen Teilen des Landes angeschlossen.<br />

Direktor der La<strong>im</strong>burg ist der<br />

Biolo ge Josef Dalla Via. Auf sein<br />

Betreiben hin konnte vor einem<br />

Jahr ein weite res ehrgeiziges Projekt<br />

in Angriff ge nommen werden: der<br />

Aufbau einer Sektion für Molekularbiologie,<br />

die u. a. mit der Erstellung<br />

einer Genbank Südtiroler Kulturpflanzen<br />

und mit der Entwicklung<br />

von Methoden für die molekulare<br />

Diagnostik von Krankhei ten <strong>im</strong><br />

Obstbau befasst ist.<br />

Know-how für die<br />

Südtiroler Landwirtschaft<br />

Die La<strong>im</strong>burg versteht sich auf<br />

der einen Seite als Forschungsinstitut,<br />

auf der anderen Seite aber auch<br />

als Dienst leistungsbetrieb für die<br />

Südtiroler Landwirtschaft. Hier wird<br />

das Know-how in An bautechniken<br />

entwickelt, Sorten, neue Klone<br />

von Äpfeln, Rebsorten werden<br />

exper<strong>im</strong>entell geprüft und auf die<br />

Ver träglichkeit mit den Südtiroler<br />

Verhält nissen hin untersucht, so<br />

dass die An bauer frühzeitig Informationen<br />

über kl<strong>im</strong>atisches Verhalten,<br />

Ertrag und La genmg erhalten<br />

(siehe eigene Berichte).<br />

Pro Jahr laufen etwa 300 bis


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 19<br />

320 Projekte, viele von ihnen sind<br />

langfristig, das heißt, sie laufen<br />

Titel<br />

über einen Zeitraum<br />

Titel<br />

von mehreren<br />

Titel<br />

Jahren. Im Pflanzenschutz werden<br />

neue Mittel auf ihre Umweltverträglichkeit<br />

hin unter sucht und die<br />

Vorspann.<br />

Ergebnisse an den Bera tungsring<br />

T ext die La<strong>im</strong>burg eine wichtige Rolle.<br />

Radius 06/2002 13<br />

Das For schungszentrum erfasst<br />

z.B. über Nährstoffanalysen die<br />

Qualität des Heus in den verschiedenen<br />

Zonen Südtirols und berät<br />

die Bauern über den Einsatz von Fluoreszenzdetektoren die Lagerbedingungen<br />

die kleinen Flächen intensiv nutzen.<br />

Kraftfutter, sie hilft ihnen aber<br />

gezielt zu steu ern, zum Diese Re alität wird in den Landes-<br />

auch, alternative Wege zu finden, anderen mittels NIRS-Tech nologie gütern nach gelebt.<br />

um zusätzliche Erwerbsquellen zu (Nah-Infrarot-Strahlen-Technologie) Je nach Lage werden<br />

eröffnen, z. B. durch den Anbau die Fruchtqualität zerstörungsfrei zu unterschiedli che Versuche gefahren<br />

von Heil- und Gewürzkräutern. messen.<br />

und wird Unter schiedliches angebaut.<br />

Dalla Via: „Wir bereiten neue<br />

So wird etwa in Eyrs <strong>im</strong><br />

Ni schen vor, ohne dass der Anbauer Antworten und Visionen<br />

Vinschgau Feldgemüse ange baut,<br />

sich in ein Risiko stürzen muss.“ für Südtirols Bauern<br />

<strong>im</strong> Mittelgebirge liegt der Schwerpunkt<br />

Dank der gezielten Boden- und<br />

auf Steinobst, in den Bergbau-<br />

Nährstoffanalysen der La<strong>im</strong>burg,<br />

ernhöfen wird neben der Viehhaltung<br />

<strong>im</strong> Jahr werden ca. 5000 Proben<br />

Kräuteranbau betrieben. Ein<br />

gezogen, können die Bauern gezielte<br />

Land mit so vielen kleinen, meist<br />

Dünge maßnahmen setzen. „Die Menge<br />

Nebenerwerbs betrieben, wie Südtirol,<br />

an Stickstoff pro Hektar konnte<br />

so Platter, brau che eine Institution<br />

dank un serer Bemühungen von etwa<br />

wie das Versuchs- zentrum La<strong>im</strong>burg.<br />

200 Kilogramm in den 60er Jahren<br />

„Wir müssen unse ren Bauern<br />

auf null bis 70 Kilogramm pro Hektar<br />

eine Antwort geben und ei ne Vision<br />

heruntergesetzt werden. Damit<br />

– was gibt es für Möglichkei ten,<br />

spart der Bauer nicht nur Geld, er erhält<br />

welche neue Kulturen könnten für<br />

auch ein besseres Produkt, und<br />

mich von Interesse sein und welche<br />

die Umwelt ist erheblich entlastet“,<br />

Ni schen sind eine Alternative.“<br />

erklärt Direktor Dalla Via.<br />

Umweltschonende Mittel<br />

86 Prozent der Südtiroler Obstanbaufläche<br />

werden heute schon<br />

integriert angebaut, das heißt,<br />

die gesetzlich vor geschriebenen<br />

Grenzwerte müssen um 50 Prozent<br />

unterschritten werden, Drei Viertel<br />

aller Rückstandsproben weisen<br />

sogar nur Werte auf, die weniger als<br />

zehn Prozent der gesetzlich zugelassenen<br />

Grenzwerte betragen. „Unser<br />

Ziel ist es, gezielt umweltschonende<br />

Maßnahmen zu setzen und dabei<br />

auch den Ertrag und die Qualität der<br />

Ernte zu steigern.“<br />

Derzeit läuft an der La<strong>im</strong>burg<br />

parallel zu Kanada und einzig in<br />

Europa ein Forschungsprojekt, auf<br />

das Dalla Via besonders stolz ist: die<br />

Erprobung einer neuen Technik zur<br />

Messung gelagerter Äpfel, ohne diese<br />

dabei zu zerstören, einmal mittels<br />

Mehr als 20 Höfe mit fast<br />

600 Hektar Grund gehören zum Versuchszentrum<br />

La<strong>im</strong>burg und werden<br />

von diesem verwaltet. Die Gü ter<br />

sind <strong>im</strong> ganzen Land verstreut und<br />

sind deshalb repräsentativ für die<br />

unterschiedlichsten Problemstellungen.<br />

Es handelt sich bei den Höfen<br />

um Staatseigentum, das <strong>im</strong> Rahmen<br />

des Pakets 1972 in das Eigentum des<br />

Lan· des übergegangen ist.<br />

Die Güter werden von einem Betriebsleiter<br />

geführt, der mit seiner<br />

Fa milie am Hof lebt, ihm zur Seite<br />

stehen je nach Größe des Hofes ein<br />

bis zwei Angestellte und mehrere<br />

Saisonarbei ter. Auch wenn die Betriebe<br />

nach er werbsmäßigen Kriterien<br />

geführt wer den, hat die Forschung<br />

<strong>im</strong>mer Vor rang. Klaus Platter, verantwortlich<br />

für die Gutsverwaltung:<br />

„Jeder Wissenschaftler hat bei uns<br />

die Möglichkeit, Flächen für seine<br />

Versuche zu bekom men. Bei den restlichen<br />

Flächen zählt der Ertrag, aber<br />

vor allem die Qualität und die umweltschonende<br />

Bebauung. Wir wollen<br />

bewusst Pilotbetriebe sein.“<br />

Wir sind selbst Bauern<br />

Der Vorteil des Versuchszentrums<br />

La<strong>im</strong>burg laut Platter ist, .dass wir<br />

selbst Bauern sind und deshalb die<br />

Probleme genau kennen“. Viele oder<br />

besser die meisten Südtiroler Betriebe<br />

sind nur lebensfähig, weil sie<br />

LAIMBURG<br />

November 2002<br />

Radius – Technik<br />

und Wissenschaft


Anzeige<br />

Angewandte Forschung<br />

in und für Südtirol<br />

Mit rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie<br />

jährlich über 350 Forschungsprojekten und -tätigkeiten ist<br />

das Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg das Forschungszentrum für<br />

die Südtiroler Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung.<br />

uf dem südlichen Mitterberg <strong>im</strong> Südtiroler Unterland<br />

A thront die Ruine La<strong>im</strong>burg: Sie ist die Namensgeberin<br />

des Versuchszentrums La<strong>im</strong>burg in Pfatten bei Auer. Ziel des<br />

Versuchszentrums La<strong>im</strong>burg ist es, die Südtiroler Betriebe <strong>im</strong><br />

Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor mit objektiver und<br />

unabhängiger Forschungs- und Versuchstätigkeit zu unterstützen.<br />

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konzentrieren<br />

sich dabei nicht nur auf die drei großen Landwirtschaftssektoren<br />

in Südtirol – den Obstbau, den Weinbau und<br />

die Berglandwirtschaft –, sondern forschen auch an Sonderund<br />

Nischenkulturen. Zusätzlich steht die Verarbeitung der<br />

Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln <strong>im</strong> Fokus,<br />

um die gesamte Kette der Lebensmittelherstellung vom Anbau<br />

bis zum fertigen Produkt abzudecken.<br />

Neue Organisation erleichtert Forschungsauftrag<br />

„Kernaufgabe des Versuchszentrums La<strong>im</strong>burg, ursprünglich<br />

unter dem Namen ‚Land- und Forstwirtschaftliches Versuchszentrum<br />

La<strong>im</strong>burg‘ bekannt, ist die angewandte Forschung und das<br />

Versuchswesen, um die Bäuerinnen und Bauern bei der Opt<strong>im</strong>ierung<br />

ihrer Arbeit zu unterstützen. Zur besseren Fokussierung auf<br />

die Forschungs- und Versuchstätigkeit haben wir <strong>im</strong> Jahr 2016<br />

und 2017 eine umfassende Reorganisation vorgenommen“, so<br />

der zuständige Landesrat für Landwirtschaft, Arnold Schuler,<br />

von dem die Initiative der Umstrukturierung ausgegangen ist.<br />

Aus den drei Ämtern „Landwirtschaftliches Versuchswesen“,<br />

„Agrikulturchemie“ und „Gutsverwaltung“ entstanden vier<br />

Institute mit insgesamt 35 Arbeitsgruppen: das Institut für<br />

Obst- und Weinbau, das Institut für Pflanzengesundheit,<br />

das Institut für Agrikulturchemie und Lebensmittelqualität<br />

sowie das Institut für Berglandwirtschaft und Lebensmitteltechnologie.<br />

Im Zuge der Reorganisation gingen die<br />

„KERNAUFGABE DES VER-<br />

SUCHSZENTRUMS LAIM-<br />

BURG, URSPRÜNGLICH<br />

UNTER DEM NAMEN<br />

‚LAND- UND FORSTWIRT-<br />

SCHAFTLICHES VER-<br />

SUCHSZENTRUM LAIM-<br />

BURG‘ BEKANNT, IST DIE<br />

ANGEWANDTE FORSCHUNG<br />

UND DAS VERSUCHSWESEN,<br />

UM DIE BÄUERINNEN UND BAUERN BEI DER<br />

OPTIMIERUNG IHRER ARBEIT ZU UNTERSTÜT-<br />

ZEN. ZUR BESSEREN FOKUSSIERUNG AUF DIE<br />

FORSCHUNGS- UND VERSUCHSTÄTIGKEIT HA-<br />

BEN WIR IM JAHR 2016 UND 2017 EINE UMFAS-<br />

SENDE REORGANISATION VORGENOMMEN.“<br />

Foto © LPA /Fabio Brucculeri<br />

ARNOLD SCHULER,<br />

LANDESRAT FÜR LANDWIRTSCHAFT


Nr. 4/<strong>2023</strong> 21<br />

ehemaligen landwirtschaftlichen Flächen des Versuchszentrums<br />

sowie die Gärten von Schloss Trauttmansdorff an die<br />

Agentur Landesdomäne über, mit der das Versuchszentrum<br />

eine partnerschaftliche Zusammenarbeit pflegt und welche<br />

die Flächen für die Versuchstätigkeit zur Verfügung stellt.<br />

Im angegliederten Landesweingut La<strong>im</strong>burg fließen die Ergebnisse<br />

wissenschaftlicher Forschung in die Produktion<br />

hochqualitativer Weine ein.<br />

Erweiterung: neue Infrastruktur<br />

und Forschungsbereiche<br />

Der größte Teil der Forschungs- und Versuchstätigkeit findet<br />

am Hauptsitz in Pfatten statt. Die Versuchsflächen sind über<br />

ganz Südtirol verteilt. Von 2016 bis 2020 wurde in Pfatten<br />

ein neues Gebäude, der sogenannte „Stadlhof“, errichtet.<br />

Bei den Bauarbeiten stieß man auf eine historische Sensation:<br />

Eine eisenzeitliche Siedlung mit 2.400 Jahre alten<br />

Traubenkernen und damit einem der frühesten Zeugnisse<br />

des Weinbaus in Südtirol.<br />

Seit 2013 investiert das Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg vermehrt<br />

in Forschung <strong>im</strong> Bereich Lebensmittelwissenschaften. So<br />

wurden in den letzten Jahren neue Labors aufgebaut und<br />

zusätzliches Personal eingestellt. 2018 übersiedelte das Labor<br />

für Aromen und Metaboliten, das Untersuchungen zu Lebensmittelqualität<br />

und pflanzlichen Inhaltsstoffen durchführt, an<br />

einen zusätzlichen Standort – den NOI Techpark. Im Jahr<br />

2021 hat das Versuchszentrum die DIC-Pilotanlage zur Herstellung<br />

von innovativem Trockenobst und -gemüse am NOI<br />

Techpark eingerichtet. 2022 wurde das digitale Freilandlabor<br />

für Obst- und Weinbau, bekannt unter dem Kürzel LIDO, errichtet<br />

und steht Unternehmen und Forschungseinrichtungen<br />

für Testzwecke zur Verfügung. Im Jahr <strong>2023</strong> eröffnete das<br />

Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg gleich zwei Labors: Zusammen<br />

mit der Freien Universität Bozen betreibt es das Labor für<br />

NMR-Spektroskopie am NOI Techpark, in dem der Ursprung<br />

von Agrarprodukten nachgewiesen wird. Das neue Labor für<br />

Lebensmittelsensorik zur Erhebung von sensorischen und<br />

instrumentellen Charakteristika von Lebensmitteln und von<br />

Konsumentenpräferenzen ist <strong>im</strong> neuen Stadlhof-Gebäude in<br />

Pfatten angesiedelt.<br />

Foto © La<strong>im</strong>burg Research Centre_ivo corra<br />

Forschen für<br />

die Praxis<br />

Kennzeichnend für das<br />

Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg<br />

ist die Nähe zur<br />

Praxis. So wird das Tätigkeitsprogramm<br />

jedes Jahr<br />

mit Vertretern der Südtiroler<br />

Landwirtschaft und<br />

Lebensmittelverarbeitung<br />

erarbeitet. Bereits <strong>im</strong> Folgejahr<br />

können so konkrete<br />

Probleme und Anliegen der<br />

Praxis mit Forschungsansätzen<br />

angegangen werden.<br />

Das Versuchszentrum<br />

La<strong>im</strong>burg arbeitet auch<br />

direkt mit Unternehmen<br />

zusammen, um sie bei ihren<br />

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben<br />

zu unterstützen.<br />

Hierfür stehen<br />

standardisierte Leistungspakete<br />

unterschiedlichen<br />

Umfangs zur Verfügung,<br />

von der wissenschaftlichen<br />

Beratung bis hin zu umfangreichen<br />

Auftragsforschungsprojekten.<br />

Zudem<br />

bietet ein Open-Lab-Konzept<br />

die Möglichkeit, die<br />

Labors des Versuchszentrums<br />

zur Durchführung<br />

von Forschungsarbeiten<br />

zu nutzen.<br />

MICHAEL<br />

OBERHUBER<br />

Der gebürtige Pusterer Michael<br />

Oberhuber hat an der<br />

Universität Innsbruck Chemie<br />

studiert und leitet seit 2009<br />

das Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg.<br />

„Unser Ziel ist es, die<br />

Südtiroler Landwirtschafts-<br />

und Lebensmittelbetriebe mit<br />

Versuchstätigkeiten und angewandter<br />

wissenschaftlicher<br />

Forschung zu unterstützen.<br />

Auf den Versuchsfeldern der<br />

Agentur Landesdomäne sowie<br />

in unseren Labors arbeiten wir<br />

in engem Kontakt mit anderen<br />

Forschungspartnern <strong>im</strong> In- und<br />

Ausland an rasch umsetzbaren<br />

Lösungen“, so Oberhuber.<br />

Michael Oberhuber ist seit<br />

Mit Blick in die Zukunft<br />

2009 Direktor des<br />

Versuchszentrums La<strong>im</strong>burg.<br />

In einem zweijährigen<br />

partizipativen Prozess hat<br />

das Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg ein Forschungsschwerpunktprogramm<br />

erarbeitet, das seine Forschungstätigkeiten bis 2030<br />

in fünf große Themengruppen bündelt. Damit sollen Chancen<br />

und Herausforderungen der Zukunft wie Kl<strong>im</strong>awandel, Digitalisierung,<br />

lokale Kreisläufe, gesundheitsfördernde Lebensmittel<br />

und mehr Nachhaltigkeit <strong>im</strong> ökologischen, ökonomischen<br />

und sozialen Sinne gemeistert werden. Schon bald freut<br />

sich das Versuchszentrum über ein besonderes Jubiläum: Im<br />

Jahr 2025 schaut es auf 50 Jahre Versuchs- und Forschungstätigkeit<br />

zurück und wird ein besonderes Rahmenprogramm<br />

auf die Füße stellen.<br />

Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg<br />

La<strong>im</strong>burg 6 | 39040 Auer<br />

Tel. 0471 969 500<br />

Versuchszentrum@la<strong>im</strong>burg.it | www.la<strong>im</strong>burg.it<br />

Foto © La<strong>im</strong>burg Research Centre_ivo corrà


22 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

AKTUELL<br />

GESCHICHTE<br />

DER ELEKTRISCHEN<br />

ENERGIE<br />

Bereits ab 1891 begannen zwischen Vertretern der Städte Bozen und Meran<br />

Gespräche über die Errichtung eines gemeinsamen Kraftwerkes für<br />

die Stromerzeugung. Im Jahre 1893 beschlossen die damaligen Bürgermeister<br />

von Bozen und Meran, Julius Perathoner und Roman Weinberger,<br />

die Gründung der gemeinsamen Energiegesellschaft.<br />

Aber erst vier Jahre später, <strong>im</strong> Jahr<br />

1897, wurden von den Städten<br />

Bozen und Meran die Etschwerke gegründet.<br />

Um die Wasserkraft der Etsch<br />

opt<strong>im</strong>al auszunützen, wählte man einen<br />

Standort nahe der Töll <strong>im</strong> Algunder<br />

Becken. Mit dem Bau des Kraftwerkes,<br />

dessen Planung der anerkannte Münchner<br />

Ingenieur Oscar von Miller und das<br />

Ingenieursbüro P. Ammann in Mödling<br />

übernahmen, konnte schließlich 1896<br />

begonnen werden. Einen Einblick in<br />

die Umsetzung des ehrgeizigen Projektes<br />

gibt ein am 14. Dezember 1896<br />

von den Bürgermeistern von Bozen und<br />

Meran, Dr. Perathoner und Dr. Weinberger,<br />

unterzeichneter Übersichtsplan<br />

der <strong>im</strong> Bau befindlichen Wasserkraftanlage<br />

an der Töll, der größten Anlage in<br />

Tirol und Vorarlberg. Nach weniger als<br />

zwei Jahren Bauzeit wurde das Werk am<br />

5. April 1898 in Betrieb genommen. Die<br />

Leitung, die die Stadt Bozen mit Strom<br />

versorgte, galt als erste 10.000-Volt-<br />

Hochspannungsleitung der Welt.<br />

Für Beleuchtung und Verkehr<br />

Elektrizität wurde anfangs hauptsächlich<br />

für die öffentliche Beleuchtung und<br />

dann zunehmend auch für den öffentlichen<br />

Verkehr genutzt, denn durch die<br />

gesicherte Stromversorgung war der Weg<br />

frei für den Bau zahlreicher Zahnrad-,<br />

Straßen- und Seilbahnen. Auch Industrie<br />

und Kleingewerbe sowie in zunehmendem<br />

Maße Privathaushalte wurden an das<br />

Stromnetz angeschlossen, sodass ab 1912<br />

ein weiteres Kraftwerk am Eingang des<br />

Schnalstales bei Naturns den steigenden<br />

Bedarf nach elektrischer Energie decken<br />

Generator <strong>im</strong> Kraftwerk in Naturns<br />

Wartungsarbeiten an der Stromleitung


AKTUELL Nr. 4/<strong>2023</strong> 23<br />

Das Turbinenhaus der Kraftwerksanlage<br />

auf der Töll <strong>im</strong> Jahr 1912<br />

STROMERZEUGUNG<br />

UND -VERTEILUNG<br />

sollte. Von 1924 bis 1926 baute die Firma<br />

Montecatini, die sich in Sinich niedergelassen<br />

hatte, das Kraftwerk Töll weiter<br />

aus, 1929 folgte ein nochmaliger Ausbau<br />

und in den Jahren 1999–2001 wurde das<br />

Werk technisch vollständig modernisiert.<br />

Immer mehr elektrische Energie<br />

wurde benötigt<br />

Die Etschwerke hatten 1928 auch das<br />

von der Gemeinde Zwölfmalgreien um<br />

1900 errichtete Elektrizitätswerk in<br />

Kardaun (Elektrizitätswerk Eggental)<br />

übernommen. Vor allem durch die Ansiedlung<br />

zahlreicher Industriebetriebe<br />

in Bozen begann ab den 1930er-Jahren<br />

ein steter Anstieg des Strombedarfs, wodurch<br />

neue Anlagen, etwa das Eggentaler<br />

Stauwerk (1937) oder der Schnalstaler<br />

Staudamm (1956) notwendig wurden.<br />

Der Aufbau dieses Wasserkraftwerks in<br />

Naturns <strong>im</strong> Jahre 1963 (gespeist vom<br />

Stausee Vernagt <strong>im</strong> Schnalstal) war eine<br />

große Herausforderung, da man für die<br />

Druckleitung über 1000 Höhenmeter<br />

überwinden musste. Das Kraftwerk in<br />

Naturns war das leistungsstärkste Werk<br />

der Etschwerke AG mit einer produzierten<br />

Menge von ungefähr 300 Millionen<br />

Kilowattstunden/Jahr.<br />

Auch die folgenden Jahrzehnte waren<br />

von einem steten Wachstum gekennzeichnet.<br />

Das Wasserkraftwerk an der<br />

Töll, das erste Großkraftwerk Südtirols,<br />

wurde nach hundert Jahren saniert<br />

und ist nach wie vor in Betrieb. Es<br />

wird heute von dem <strong>im</strong> Dezember 2015<br />

durch die Fusion der Etschwerke mit<br />

der SEL AG gegründeten Unternehmen<br />

Alperia geführt.<br />

1897: Die Etschwerke werden gegründet:<br />

ein bedeutendes Unternehmen für Südtirol<br />

hinsichtlich Produktion, Transport,<br />

Verteilung und Verkauf von elektrischer<br />

Energie.<br />

2008: Am 1. Juli 2008 wird die Gesellschaft<br />

Etschwerke Netz AG gegründet.<br />

Laut den neuen gesetzlichen Best<strong>im</strong>mungen<br />

musste die Stromerzeugung von der<br />

Verteilung getrennt werden.<br />

2011: Mit dem 1. Jänner 2011 geht das<br />

gesamte ENEL-Stromverteilernetz an die<br />

SELNET über. Dies umfasst rund 5.100<br />

Kilometer Mittel- und Niederspannungsleitung<br />

sowie die dazugehörigen Infrastrukturen.<br />

2016: Seit dem 1. Jänner 2016 ist die<br />

Gesellschaft Alperia AG der neue Eigentümer<br />

der Etschwerke Netz AG und SELNET<br />

GmbH. Diese Gesellschaft ist aus der Fusion<br />

der beiden Gesellschaften Etschwerke<br />

AG und SEL AG hervorgegangen.<br />

2016: EDYNA entsteht am 01. Juli 2016<br />

aus der Fusion der beiden Südtiroler<br />

Energieverteiler Etschwerke Netz AG und<br />

SELNET GmbH. Die neue Gesellschaft ist<br />

ein Tochterunternehmen des Südtiroler<br />

Energiedienstleisters Alperia. Edyna<br />

betreibt auch die Erdgasverteilung von<br />

Meran und Umgebung.<br />

Der Stausee in Vernagt (Schnals)<br />

Weerverschlüsse mit Kettenaufzug (Töll)


148 50 40<br />

Radius 01/2006 01/2005<br />

PAGINIERUNG<br />

AKTUELL<br />

Das „7-Liter-Haus“<br />

Am 12. Jänner 2005 sind in Südtirol die neuen Best<strong>im</strong>mungen zur<br />

Energieeinsparung für Gebäude (Dekret des Landeshauptmanns vom<br />

29. September 2004, Nr. 34) in Kraft getreten. Damit kommen auf<br />

Südtirol wesentliche Neuerungen zu.<br />

Ein Kl<strong>im</strong>aausweis für jedes neu<br />

gebaute Haus in Südtirol und<br />

ein vorgeschriebener Mindeststandard<br />

der Wärmeschutzklasse<br />

C – das sind die herausragenden<br />

Merkmale der Durchführungsverordnung<br />

zum Landesraumordnungsgesetz<br />

<strong>im</strong> Bereich Energieeinsparung,<br />

welche seit dem 12. Jänner 2005 in<br />

Südtirol zur Anwendung kommt.<br />

„Weniger Energie, weniger Luftschadstoffe,<br />

weniger Geld, und sogar<br />

mehr Wohnqualität“, umschreibt der<br />

Landesrat für Raumordnung, Umwelt<br />

und Energie, Michl La<strong>im</strong>er, die<br />

Vorteile der neuen Kl<strong>im</strong>aHaus-Verordnung.<br />

Ein Meilenstein in der Geschichte<br />

des Wohnbaus in Südtirol.<br />

Kl<strong>im</strong>aausweis<br />

für jedes Haus<br />

Alle neuen Gebäude erhalten<br />

von nun an einen Kl<strong>im</strong>aausweis,<br />

d.h. jedes Haus wird einer Energieeffizienzklasse<br />

zugeordnet. Ausgenommen<br />

sind Industriebauten,<br />

die derzeit noch den staatlichen<br />

Energieeinsparvorschriften unterliegen.<br />

Der Kl<strong>im</strong>aausweis wird<br />

vom Landesamt für Luft und Lärm<br />

kostenlos ausgestellt. Mit der Landesbest<strong>im</strong>mung<br />

werden die Wärmeschutz-Vorgaben<br />

des nationalen<br />

10-Gesetzes zur Energieeinsparung<br />

ersetzt. Dies bringt für den Bürger<br />

und für die Gemeinden deutlich<br />

weniger Bürokratie.<br />

Der Südtiroler Kl<strong>im</strong>aausweis<br />

wird <strong>im</strong> In- und Ausland besonders<br />

wegen seiner leicht verständlichen<br />

und somit bürgerfreundlichen<br />

Darstellung der Energieeffizienz von<br />

Gebäuden gelobt.<br />

Gemeinde Ulten WOBI


50<br />

52<br />

AKTUELL<br />

Radius 01/2005<br />

Große Begeisterung<br />

Der Landesrat für Raumordnung,<br />

Umwelt und Energie,<br />

Michl La<strong>im</strong>er, sieht <strong>im</strong> Kl<strong>im</strong>aHaus<br />

einen der wichtigsten<br />

Aspekte der Landesenergiepolitik.<br />

AKTUELL<br />

Radius: Welchen Stellenwert n<strong>im</strong>mt das Kl<strong>im</strong>a-<br />

Haus in der Energiepolitik der Landesregierung<br />

ein?<br />

M. La<strong>im</strong>er: Unsere Energiepolitik stützt sich<br />

auf drei Standbeine: die Energieeinsparung, Heizwärmebedarf die der Kategorie A<br />

Steigerung der Energie-Effizienz und die des verstärkte Kl<strong>im</strong>aausweises werden nur 30<br />

Nutzung alternativer Energiequellen. Das cm Kl<strong>im</strong>a- der Außenmauern zur urbanistischen<br />

Kubatur gerechnet. Südtirol<br />

Haus vereint alle drei Aspekte.<br />

übern<strong>im</strong>mt mit dieser Durchführungsbest<strong>im</strong>mung<br />

Bauver-<br />

eine Vorreiterrolle<br />

Radius: Ist die Durchführung der neuen<br />

ordnung, die den Kl<strong>im</strong>aHaus-Standard C in (7 Sachen Liter Energieeffizienz und<br />

pro Quadratmeter und Jahr) für alle Neubauten Kl<strong>im</strong>aschutz. Mit der neuen Regelung<br />

leistet das Land auch einen<br />

vorschreibt, auf Schwierigkeiten gestoßen?<br />

wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz,<br />

empfinden da die Konsumenten, sprich<br />

M. La<strong>im</strong>er: Absolut nicht. Die Bürger<br />

die Mindestwärmeschutzstan<br />

neue Verordnung nicht als Auflage, sondern Hausbesitzer und Mieter, wertvolle<br />

sind dard begeistert. für neue Sie wollen Gebäude das Kl<strong>im</strong>aHaus Informationen und über den Brennstoffverbrauch<br />

des Gebäudes erhalten.<br />

suchen sich bewusst Projektanten und Bauunternehmen<br />

In Zukunft aus, die gilt sich in Südtirol auf diese ein Bauweise spezialisiert<br />

verschärfter haben. Wärmeschutzstandard, ten einen konkreten Beitrag zum<br />

Energiesparsame Gebäude leis-<br />

da nunmehr die zulässige Wärmekennzahl<br />

Und eines das Gebäudes obwohl max. Mehrkosten 70 damit Bauten ver-<br />

verursachen vergleichsweise<br />

Umwelt- und Kl<strong>im</strong>aschutz. Solche<br />

Radius:<br />

bunden kWh/m2 sind? <strong>im</strong> Jahr betragen darf. weniger Luftschadstoffe und<br />

Dies entspricht einem so genannten tragen somit zu einer besseren<br />

M. 7-Liter-Haus La<strong>im</strong>er: (7 In Liter der Tat Heizöl entstehen pro be<strong>im</strong> Luftqualität Kl<strong>im</strong>aHaus<br />

Quadratmeter C überhaupt Netto-Wohnfläche keine Mehrkosten, be<strong>im</strong> energieeffizienten Gebäuden<br />

bei, außerdem werden<br />

Kl<strong>im</strong>ahaus und Jahr). B lediglich null bis fünf Prozent auch und weniger Treibhausgas-Emissionen<br />

Dafür freigesetzt. Das führt zu einem<br />

be<strong>im</strong> Kl<strong>im</strong>aHaus A zehn bis 15 Prozent.<br />

gibt „Kubaturbonus“<br />

es mehr Landesbeiträge und den „Kubaturbonus“,<br />

d.h. nur 30 cm der Außenmauer maschutzes. werden Das Kl<strong>im</strong>aHaus-Projekt<br />

konkreten Beitrag <strong>im</strong> Sinne des Kli-<br />

zur Um Kubatur das energiesparende gerechnet, alles Bauen<br />

zu Gratis-Nutzfläche. fördern wurde auch Außerdem ein so sind mit Kennzeichnung dem mit der Kl<strong>im</strong>aHaus-<br />

darüber hinaus – speziell der Kl<strong>im</strong>aausweis und die<br />

ist<br />

geringeren genannter „Kubaturbonus“ Energiebedarf eventuelle eingeführt,<br />

d.h. wieder bei einem eingespart. Kl<strong>im</strong>aHaus Man darf auch denen nicht italienischen Regionen und<br />

Mehrkosten Plakette – wurde schon in verschie-<br />

schnell<br />

vergessen, A, also bei dass Gebäuden be<strong>im</strong> Kl<strong>im</strong>aHaus mit einem alle profitieren, Städten auf Anfrage vorgestellt und<br />

die Umwelt aber auch der der Bauherr. Kl<strong>im</strong>ahäuser<br />

sind wertbeständiger und bieten behaglicheren<br />

Wohnkomfort.<br />

wird von einigen voraussichtlich<br />

übernommen.<br />

Das Kl<strong>im</strong>aHaus-Projekt wurde<br />

auch vom Umweltministerium in<br />

Rom geprüft und als lobenswerte<br />

Umwelt- und Kl<strong>im</strong>aschutzstrategie<br />

ausgezeichnet. Dabei wurde auch<br />

festgehalten, dass die Energiesparmaßnahmen<br />

mit den nationalen und<br />

europäischen Kl<strong>im</strong>aschutzvorhaben<br />

konform sind.<br />

Umfassendes<br />

Weiterbildungsangebot<br />

Ein umfassendes Weiterbildungsangebot<br />

wird von den verschiedenen<br />

Akteuren, Planern wie Bauausführenden<br />

intensiv genutzt.<br />

Im Laufe der kommenden Monate<br />

werden in Bozen, Meran, Bruneck<br />

und Brixen für die Mitarbeiter der<br />

Bauämter der Gemeinden Seminare<br />

zu den neuen Energieeinsparbest<strong>im</strong>mungen<br />

abgehalten.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

Aut. Provinz Bozen<br />

Amt für Luft und Lärm<br />

Tel. 0471 41 18 20<br />

www.All@provinz.bz.it<br />

Radius: Der Neubau ist damit <strong>im</strong> Griff. Wie sieht<br />

es mit dem Bestand aus?<br />

M. La<strong>im</strong>er: Wir haben in Südtirol Häuser, die<br />

<strong>im</strong> Schnitt 20 Liter pro Quadratmeter und Jahr<br />

verbrauchen. Die Umrüstung des bestehenden<br />

Baubestandes auf Kl<strong>im</strong>aHaus-Werte wird unsere<br />

nächste Aufgabe sein.<br />

Februar 2005<br />

Radius – Bauwirtschaft<br />

und Immobilien


26 Nr. Anzeige 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Kl<strong>im</strong>aHaus –<br />

vom Pionier zum Standard<br />

Vor über 20 Jahren wurde das erste Kl<strong>im</strong>aHaus zertifiziert. Mit dem freiwilligen<br />

Gütesiegel war man italienweit und auch darüber hinaus ein Vorreiter bei der<br />

Umsetzung der wenig später eingeführten europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie.<br />

Seit damals hat sich vieles verändert, das energieeffiziente<br />

Bauen ist heute längst keine Nische mehr, es ist vielmehr<br />

vom Pionier zur Selbstverständlichkeit geworden. Mittlerweile<br />

wurden von der Kl<strong>im</strong>aHaus Agentur mehr als 13.000<br />

Neubauten und fast 9.000 Sanierungsprojekte zertifiziert.<br />

Im Hinblick auf die aktuelle Energie- und Kl<strong>im</strong>akrise hat<br />

das Thema Kl<strong>im</strong>aHaus aber auch nach zwei Jahrzehnten<br />

nichts an Bedeutung verloren. Gebäude sind für ein Drittel<br />

unseres CO 2-Ausstoßes verantwortlich und <strong>im</strong> Vergleich<br />

zum Bestand begnügt sich ein modernes Kl<strong>im</strong>aHaus mit<br />

einem Zehntel der Energie bei unvergleichlich besserem<br />

Wohnkomfort.<br />

Vom Kl<strong>im</strong>aHaus C zum europäischen NZEB<br />

2005 wurde für Neubauten verpflichtend der Kl<strong>im</strong>aHaus-Standard<br />

C eingeführt, 2011 wurde dieser auf die Effizienzklasse B<br />

angehoben. Hat man sich zunächst auf das Einsparpotenzial<br />

durch besser gedämmte Gebäudehüllen konzentriert, wurde<br />

später auch die Gebäudetechnik und die Abdeckung des verbleibenden<br />

Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen in die<br />

Bewertung miteinbezogen.<br />

Dem europäischen „Fahrplan“ folgend wurde 2017 der Mindeststandard<br />

be<strong>im</strong> Neubau verpflichtend auf „Kl<strong>im</strong>aHaus A“<br />

angehoben, mit dem in Südtirol das europäische „Nearly Zero<br />

Energy Building“ umsetzt wird. Dank der umfassenden Überarbeitung<br />

des Kl<strong>im</strong>aHaus-Standards und des engagierten Qualitätsstrebens<br />

der gesamten Baubranche stellte diese Anhebung<br />

aber keine größere Zäsur dar. Bereits vorher wurden zwei von<br />

drei Neubauten als Kl<strong>im</strong>aHaus A ausgeführt.<br />

Gütesiegel für umfassend nachhaltiges Bauen<br />

Der Kl<strong>im</strong>aHaus-Standard selbst wurde ständig weiterentwickelt.<br />

Im Laufe der Jahre entstand eine breite Palette an Qualitätssiegeln<br />

für Bauprodukte und Nachhaltigkeitszertifizierungen, wo<br />

be<strong>im</strong> ökologischen Fußabdruck beispielsweise auch die graue<br />

Energie oder der Wasserverbrauch berücksichtigt werden oder<br />

die Auswirkungen der Materialien und des Gebäudes auf das<br />

Wohlbefinden (Schadstoffkonzentrationen, Schallschutz, Tageslichtnutzung<br />

usw.).<br />

Mittlerweile entscheidet sich bereits jeder vierte Bauherr für<br />

ein Kl<strong>im</strong>aHaus Nature, auf dessen Basis eine ganze Familie<br />

an Nachhaltigkeitssiegeln entstanden ist: Kl<strong>im</strong>aHaus Hotel<br />

und Welcome für den Tourismusbereich, Wine für Kellereien,<br />

Work & Life für Bürogebäude und School für Schulen.


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 27<br />

europäischen makroregionalen Strategie für den Alpenraum<br />

(EUSALP) und ist in zahlreiche internationale Forschungsprojekte<br />

eingebunden. Mit dem Ausbau zur Energieagentur haben<br />

sich die Handlungsfelder und Kompetenzen ständig erweitert,<br />

zahlreiche neue Bausteine zur Umsetzung der Südtiroler Kl<strong>im</strong>astrategie<br />

wurden geschaffen.<br />

Kl<strong>im</strong>aGemeinde und Kl<strong>im</strong>aFactory<br />

Mit dem Programm Kl<strong>im</strong>aGemeinde werden Gemeinden bei<br />

der Umsetzung von Kl<strong>im</strong>aschutzmaßnahmen unterstützt und<br />

fachlich begleitet. Die Handlungsmöglichkeiten der Gemeinden<br />

reichen von der Gebäudesanierung, der öffentlichen Beleuchtung,<br />

den Versorgungsinfrastrukturen wie dem Trinkwassernetz<br />

oder der Fernwärme bis hin zu nachhaltigen Mobilitätskonzepten<br />

und Maßnahmen zur Einbindung und Sensibilisierung<br />

der Bürger. Fast zwei Drittel der Südtiroler Gemeinden sind<br />

bereits dem Programm Kl<strong>im</strong>aGemeinde bzw. Kl<strong>im</strong>aGemeinde<br />

Light beigetreten.<br />

Mit der ähnlich aufgebauten Initiative Kl<strong>im</strong>aFactory wurde<br />

ein niederschwelliges Angebot für KMU geschaffen, um das<br />

Einsparpotenzial in Produktion und Gewerbe zu erschließen.<br />

Für die besonderen Herausforderungen bei der Sanierung von<br />

Bestandsgebäuden wurde das Gütesiegel Kl<strong>im</strong>aHaus R ausgearbeitet.<br />

Der technische Leitfaden soll dabei helfen, eine Sanierung<br />

bauphysikalisch richtig zu planen und Sanierungsfehler<br />

zu vermeiden sowie das energetische Verbesserungspotenzial<br />

kostenopt<strong>im</strong>al zu nutzen.<br />

International anerkanntes Kompetenzzentrum<br />

Das Kl<strong>im</strong>aHaus-Projekt wurde in der Landesumweltagentur<br />

ins Leben gerufen und später in die Kl<strong>im</strong>aHaus Agentur ausgelagert,<br />

die sich über die Jahre weit über die Landesgrenzen<br />

hinaus als Kompetenzzentrum für energieeffizientes und<br />

nachhaltiges Bauen und Sanieren einen Namen gemacht hat.<br />

Die Agentur leitet beispielsweise den Bereich „Energie“ der<br />

Weiterbildung und Sensibilisierung<br />

Kl<strong>im</strong>aHaus engagiert sich seit jeher stark in der Sensibilisierung<br />

und Beratung von Bauherren. Dazu gehören neben dem<br />

Energie-Check vor Ort auch der kostenlose Kl<strong>im</strong>aHaus-Bauratgeber,<br />

die Herausgabe von Fachzeitschriften und internationale<br />

Konferenzen, Messen und Informationsveranstaltungen. Eine<br />

zentrale Säule ist die Aus- und Weiterbildung von Planern und<br />

Handwerkern. Mehr als 45.000 Teilnehmer haben das breite<br />

Schulungsangebot der Agentur schon genutzt.<br />

Von Bauherren und Planern gleichermaßen begehrt ist der<br />

Kl<strong>im</strong>aHaus Award, mit dem jedes Jahr vorbildliche Projekte<br />

ausgezeichnet werden, die das Thema Kl<strong>im</strong>aHaus besonders<br />

gelungen und innovativ interpretieren.<br />

Agentur für Energie Südtirol – Kl<strong>im</strong>aHaus<br />

A.-Volta-Straße 13 A | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 062 140<br />

info@kl<strong>im</strong>ahausagentur.it | www.kl<strong>im</strong>ahaus.it<br />

Mit dem Haus Sartore in St. Peter bei Lajen wurde<br />

der zehntausendste Neubau zertifiziert.<br />

Der Betrieb der Familie Trebo in St. Vigil hat als erster<br />

Supermarkt die Auszeichnung Kl<strong>im</strong>aFactory erhalten.


Anzeige<br />

Alperia: Energie<br />

neu gedacht<br />

Eine saubere Energiezukunft – daran arbeitet Alperia mit ihren 1.200 Mitarbeitenden.<br />

Südtirols Energiedienstleister vereint Erfahrung und Innovation – mit der Energieproduktion<br />

aus Wasserkraft seit mehr als 120 Jahren und neuen Dienstleistungen, die <strong>im</strong><br />

Gleichgewicht stehen zwischen wirtschaftlichen Zielsetzungen und dem Schutz der<br />

Landschaft, zwischen Technologie und Umwelt, zwischen Tradition und Innovation.<br />

Foto © Andreas Marini<br />

Als umfassender Energiedienstleister garantiert Alperia<br />

eine nachhaltige und sichere Energieversorgung Südtirols:<br />

Der Energiedienstleister produziert Strom in 34 Wasserkraftwerken,<br />

betreibt sieben Photovoltaikanlagen und<br />

sieben Fernheizwerksysteme in Südtirol, verwaltet ein mehr<br />

als 9.000 Kilometer langes Stromnetz, kümmert sich um den<br />

Verkauf von Energie und fördert die Entwicklung von Elektromobilität<br />

und Lösungen für mehr Energieeffizienz für<br />

die Energiewende. Die starke Verbindung zum Territorium<br />

basiert auf dem gegenseitigen Austausch zwischen den lokalen<br />

Ressourcen und der Bevölkerung. Alperia produziert aus<br />

den Ressourcen des Landes saubere Energie und gibt diese in<br />

Form von Dienstleistungen sowie Mehrwert wieder an das<br />

Land zurück. Dafür blickt Alperia mit seinen historischen<br />

Wasserkraftwerken erfahren in die Vergangenheit und hat<br />

mit der Forschung für smarte und moderne Lösungen für<br />

eine größere Energieeffizienz auch den innovativen Blick in<br />

die Zukunft.<br />

Investitionen zur effizienten Nutzung<br />

der Ressource Wasser<br />

Alperia gehört zu den größten Energieunternehmen in Italien,<br />

das <strong>im</strong> Bereich Green Energy tätig ist, und zu den größten<br />

nationalen Energieproduzenten aus Wasserkraft. Um die wertvolle<br />

Ressource Wasser noch effizienter zu nutzen, projektiert<br />

und realisiert Alperia neue Anlagen, wie das Restwasserkraftwerk<br />

auf der Töll, für die nachhaltige Energieproduktion und<br />

zielt mit einem wichtigen Investitionsprogramm darauf ab,<br />

die Effizienz und Umweltverträglichkeit seiner Anlagen und<br />

Verteilernetze zu erhöhen und Energieverluste sowie negative<br />

Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft zu verringern. Die<br />

dafür getätigten Investitionen belaufen sich für das Jahr 2022<br />

auf rund 167 Millionen Euro. Alperia investiert aber nicht nur<br />

in die Verbesserung der Effizienz seiner Anlagen, sondern auch<br />

in die Entwicklung neuer wassersparender Lösungen. Projekte<br />

wie Sybil Water, Smartland und Sybil Industrial sind Beispiele<br />

dafür. Sybil Water ist das fortschrittliche Steuerungssystem,<br />

mit dem Alperia die Wasserverschwendung in seinen Wasserkraftwerken<br />

reduziert. Durch den Einsatz von Sensoren und<br />

künstlicher Intelligenz best<strong>im</strong>mt das System die elektrische<br />

Energie, die das Kraftwerk produzieren muss, und passt die<br />

benötigten Wassermengen entsprechend an. Auf diese Weise<br />

werden die Wasserressourcen opt<strong>im</strong>al genutzt. Smartland<br />

dagegen nutzt intelligente Sensoren in Obst- und Weinanbaufeldern,<br />

die in Verbindung mit einer digitalen Infrastruktur<br />

dem Landwirt detaillierte Feedbacks über die Bodenfeuchtigkeit<br />

<strong>im</strong> Feld geben. So kann er die Anbauflächen gezielter<br />

bewässern und damit große Mengen Wasser einsparen. Sybil<br />

Industrial ist die von Alperia <strong>im</strong>plementierte Software, mit<br />

der die Wasserverluste <strong>im</strong> Wasserversorgungsnetz von Trient


Nr. 4/<strong>2023</strong> 29<br />

behoben werden sollen. Die Software ermöglicht ein effizienteres<br />

Management mit weniger Verlusten und einer geringeren<br />

Ressourcenverschwendung, indem sie das Pumpen von<br />

Wasser aus den Brunnen zu den Reservoirs opt<strong>im</strong>iert und den<br />

Netzdruck min<strong>im</strong>iert.<br />

Nachhaltige Energiequellen<br />

Alperia baut nicht nur die Stromerzeugung aus erneuerbaren<br />

he<strong>im</strong>ischen Energieträgern weiter aus, sondern auch die<br />

effiziente und sichere Wärmeversorgung durch Fernwärme.<br />

Alperia betreibt sieben Fernheizsysteme in Südtirol, das neueste<br />

davon ist das Biomasse-Fernheizwerk in Meran-Sinich.<br />

Mit einer Leistung von acht Megawatt deckt es etwa 30<br />

Prozent des Bedarfs an thermischer Fernwärmeenergie. Dadurch<br />

können drei Millionen Kubikmeter Erdgas und 5.800<br />

Tonnen CO 2 <strong>im</strong> Jahr eingespart werden. Als Brennstoff wird<br />

in den Alperia-Fernheizwerken vielfach Biomasse in Form von<br />

Hackschnitzel verwendet. Das sind ungenützte und unbehandelte<br />

Holzreste, vor allem von Sägewerken oder Bauern aus<br />

der Umgebung. Somit werden sowohl die lokale <strong>Wirtschaft</strong><br />

unterstützt als auch die Anfahrtswege für die Lkw, welche die<br />

Hackschnitzel anliefern, kurz gehalten. Die Fernwärme ist<br />

damit eine der umweltfreundlichsten Arten für Heizung und<br />

Warmwasserbereitung. Jährlich werden so Tausende Tonnen<br />

an CO 2-Emissionen vermieden.<br />

Dank intelligenter Sensoren für Obst- und Weinanbaufelder<br />

erhalten Landwirte in Verbindung mit einer<br />

digitalen Infrastruktur detaillierte Feedbacks über die<br />

Bodenfeuchtigkeit <strong>im</strong> Feld und können so gezielter<br />

bewässern und große Mengen Wasser einsparen.<br />

Das Biomasse Fernheizwerk in<br />

Meran Sinich nutzt Holz aus nachhaltig<br />

bewirtschafteten Wäldern<br />

zur Energieerzeugung.<br />

Foto © Marion Lafogler<br />

Lokaler Mehrwert<br />

Diese ehrgeizigen Ziele für eine nachhaltige Zukunft gehen<br />

einher mit der Schaffung von Mehrwert für Südtirol. Die<br />

Energie, welche die Natur in Form von Ressourcen schenkt,<br />

gibt Alperia wieder zurück an das Land in Form von sauberer<br />

Energie, Arbeitsplätzen, Infrastruktur, sozialem Engagement<br />

und Unterstützung von sportlichen und kulturellen Aktivitäten.<br />

Innerhalb von fünf Jahren, von 2016 bis 2021, schaffte<br />

Alperia einen Mehrwert für Südtirol von 1,2 Milliarden<br />

Euro. Hinzukommen Unterstützungsmaßnahmen für die<br />

he<strong>im</strong>ische <strong>Wirtschaft</strong> und Familien, insbesondere während<br />

der Covid-19-Pandemie und des anschließenden beispiellosen<br />

Energiepreisanstiegs. Neben sehr vorteilhaften Strompreisangeboten<br />

für Südtiroler Betriebe und Haushalte bietet<br />

Alperia einen Bonus von 300 Euro in der Stromrechnung<br />

für in Südtirol ansässige Familien.<br />

2022 genehmigte Alperia den neuen Industrieplan, der den<br />

Weg für die Unternehmensgruppe bis ins Jahr 2027 vorgibt,<br />

sowie die neue Vision, die Alperia ins Jahr 2031 führen wird<br />

und sowohl ambitionierte Geschäftsziele entlang der gesamten<br />

Kette der Energiedienstleistungen als auch wichtige Ziele<br />

in puncto Nachhaltigkeit <strong>im</strong> Einklang mit den Richtlinien<br />

auf europäischer und nationaler Ebene sowie dem Südtiroler<br />

Kl<strong>im</strong>aplan verknüpft.<br />

Der Maschinenraum <strong>im</strong> Wasserkraftwerk<br />

Töll, das seit mehr als 120 Jahren<br />

saubere Energie produziert<br />

Foto © Helmuth Rier<br />

Alperia AG<br />

Zwölfmalgreiener Straße 8 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 986 111<br />

info@alperia.eu | www.alperia.eu


März 2000<br />

Südtirol Panorama –<br />

Umweltmanagement


32 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

ARA Tobl-St. Lorenzen<br />

ARA Innichen-Sexten<br />

Wasser reinigen mit mehr Effizienz<br />

ARA steht für Abwasserreinigungsanlagen und die ARA<br />

Pustertal AG für sauberes Wasser. Fünf Kläranlagen,<br />

den Hauptsammler des Pustertales sowie die Klärschlammtrocknungs-<br />

und Verbrennungsanlage betreibt<br />

das Unternehmen <strong>im</strong> Auftrag des Abwasserkonsortiums<br />

Pustertal. Damit klärt es die Abwässer des gesamten<br />

Tales und entsorgt anfallende Reststoffe.<br />

Wasser ist ein kostbares Gut. Um dessen Reinigung und<br />

Reinhaltung kümmert sich das Team der ARA Pustertal.<br />

Die Anfänge des Unternehmens reichen rund drei Jahrzehnte zurück.<br />

Damals wurde die unterirdische Kläranlage Tobl in St. Lorenzen<br />

gebaut und 1996 in Betrieb genommen. 2006 erfolgte die<br />

Gründung der Aktiengesellschaft, die seit 2008 neben der Kläranlage<br />

Tobl auch die Anlagen Innichen-Sexten in Winnebach,<br />

Wasserfeld in Welsberg und Unteres Pustertal bei der Mühlbacher<br />

Klause sowie seit 2012 auch die Anlage Sompunt in Hochabtei<br />

führt. Das sind somit sämtliche Kläranlagen des Pustertales.<br />

Weitere Dienstleistungen<br />

Die ARA Pustertal AG reinigt nicht nur die Abwässer des Pustertales,<br />

sondern kümmert sich auch um die Talsammler, die das anfallende<br />

Abwasser zu den jeweiligen Kläranlagen führen. Insgesamt<br />

fallen 132 Kilometer Kanalnetz, 2136 Schachtbauwerke, drei<br />

Rückhaltebecken, 29 Messstationen und weitere Sonderbauwerke<br />

in den Zuständigkeitsbereich der ARA Pustertal. Alle Anlagen<br />

werden vom Fachpersonal gewartet und instand gehalten.<br />

Seit 2016 entsorgt die ARA Pustertal <strong>im</strong> Auftrag der 28 Mitgliedsgemeinden<br />

auch jene Gebäude, die nicht an die öffentliche<br />

Kanalisation angeschlossen sind. Vorher hatte jede<br />

Gemeinde diesen Dienst selbst organisiert. Es sind insgesamt<br />

1.500 Kleinkläranlagen, die das Unternehmen periodisch mit<br />

einem Spezialfahrzeug anfährt.<br />

Starke Entwicklung<br />

Die Kläranlagen haben in den vergangenen Jahrzehnten eine starke<br />

Entwicklung erfahren. Durch intelligente Maßnahmen, neue


Nr. 4/<strong>2023</strong> 33<br />

ARA Wasserfeld-Welsberg ARA Unteres Pustertal-Mühlbach ARA Sompunt-Abtei<br />

und weniger Energie<br />

Technologien und Investitionsprojekte wurden die Kapazitäten<br />

der Anlagen <strong>im</strong> Einzugsgebiet seit 2008 um 54 Prozent erhöht.<br />

Damit wurden sie rechtzeitig und vorausschauend an die geänderten<br />

Rahmenbedingungen infolge von Tourismus, Industrie<br />

und dem gestiegenen Lebensstandard angepasst. Im Jahr 2012<br />

(be<strong>im</strong> Zusammenschluss aller Anlagen) wurden noch etwa elf<br />

Millionen Kilowattstunden elektrische Energie verbraucht, 2022<br />

durch maschinen- und verfahrenstechnische Opt<strong>im</strong>ierungen nur<br />

noch 9,5 Millionen. Andererseits konnte die Eigenproduktion<br />

von Strom seit 2008 um mehr als das Doppelte erhöht und der<br />

Stromeinkauf <strong>im</strong> Gegenzug um 77 Prozent gesenkt werden. Auch<br />

der Methanverbrauch ist seit 2011 – damals wurde am meisten<br />

Methan verbraucht – um 51 Prozent gesunken. Das alles wirkte<br />

sich natürlich sehr positiv auf die CO 2-Bilanz aus. Interessant<br />

ist: Der Personalstand erhöhte sich seit der Zusammenlegung<br />

der Anlagen um lediglich 3,8 Prozent.<br />

Wie ist dieses „unternehmerische<br />

Wunder“ erklärbar?<br />

Die Antwort lautet: durch intelligente Unternehmensführung<br />

sowie durch Organisations- und Personalentwicklung mit Weitblick.<br />

Vom anfangs hierarchischen Führungsstil ging man bereits<br />

nach zehn Jahren ab. Das Unternehmen wurde zu einem „lebenden<br />

Organismus“ umgebaut, der sich von selber weiterentwickelt.<br />

Das funktioniert und funktioniert <strong>im</strong>mer noch, weil die<br />

Organisation periodisch hinterfragt, weiterentwickelt und den<br />

geänderten Rahmenbedingungen angepasst wird. Die ARA Pustertal<br />

AG lebt eine sinn- und werteorientierte Vertrauenskultur,<br />

basierend auf stärkenorientierter Mitarbeiterführung. Die Werte<br />

wurden <strong>im</strong> Dokument „Interne Handlungsvereinbarung zur<br />

Unternehmenskultur“ gemeinsam vereinbart. Dieses Dokument<br />

wird auch als Führungsinstrument bei den Mitarbeitergesprächen<br />

eingesetzt.<br />

SPANNENDE ZAHLEN …<br />

… aus der Klär anlage Tobl. Seit der Inbetriebnahme<br />

1996 sind in dieser Anlage über 150 Millionen Kubikmeter<br />

Abwasser gereinigt worden – das entspricht<br />

etwa 14-mal der Menge des Antholzer Sees. Über<br />

160.000 Tonnen Klärschlamm – etwa 6750 Lkw-<br />

Ladungen – wurden fachgerecht getrocknet, thermisch<br />

verwertet und somit von den Flüssen ferngehalten. In<br />

der Trocknungsanlage wurden außerdem über<br />

420.000 Tonnen Klärschlamm aus 14 Kläranlagen des<br />

Landes getrocknet, in der thermischen Verwertungsanlage<br />

seit ihrer Inbetriebnahme 2006 etwa 60.000<br />

Tonnen getrockneter Klärschlamm mineralisiert.<br />

Vertrauen ist besser<br />

Im Unternehmen wurde der Spruch „Vertrauen ist gut, Kontrolle<br />

ist besser“ umgedreht und das Motto „Kontrolle ist gut,<br />

Vertrauen ist besser“ eingeführt. Der Erfolg der vergangenen<br />

Jahre bestätigt diese Art der Unternehmensführung.<br />

Die kompetente Mannschaft der ARA Pustertal AG besteht aus<br />

39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einem Diplomingenieur<br />

als Geschäftsführer. Jährlich werden in fünf Anlagen<br />

rund 13 Millionen Kubikmeter Abwässer gereinigt und etwa<br />

24.000 Tonnen Klärschlamm aus einem über . Quadratkilometer<br />

großen Einzugsgebiet verarbeitet. Der Jahresumsatz beläuft<br />

sich auf sieben Millionen Euro.<br />

ARA Pustertal AG<br />

Pflaurenz/Tobl 54 | 39030 St. Lorenzen<br />

Tel. 0474 479 601<br />

info@arapustertal.it | www.arapustertal.it


Anzeige<br />

Brandnamic: Investition in<br />

die Zukunft des Tourismus<br />

Foto © Alex Filz<br />

Mit rund 150 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ist<br />

Brandnamic heute eine der größten und renommiertesten<br />

Marketingagenturen Südtirols und des Alpenraums.<br />

Die Unternehmensgeschichte nahm ihren Anfang<br />

in einem kleinen Brixner Beratungsunternehmen,<br />

das 1997 von Christoph Lucerna gegründet wurde.<br />

In der Brixner Beratungsagentur Lucerna lernten sich die<br />

Brandnamic-Geschäftsführer Hannes Gasser, Michael Oberhofer<br />

und Matthias Prader kennen, dort unternahmen sie –<br />

teilweise selbst aus der Hotellerie kommend – ihre ersten<br />

Schritte <strong>im</strong> Tourismus- und Destinationsmarketing und dort<br />

wurden sie zu fundierten Kennern der Branche.<br />

2009 bot sich die Gelegenheit, die Agentur samt den 20 Mitarbeitern<br />

und Mitarbeiterinnen zu übernehmen – ein mutiger<br />

Schritt angesichts des Alters der drei Jungunternehmer, die noch<br />

in ihren Zwanzigern waren, allerdings schon früh verstanden,<br />

dass Mut ebenso wie Beharrlichkeit ein wesentlicher Erfolgsfaktor<br />

für jedes Unternehmen ist. Dieser Mut und die Vision,<br />

das neu erworbene Unternehmen mit Tatendrang, höchster<br />

Qualität in allen Bereichen und Innovationskraft zur ersten<br />

wirklichen Full-Service-Marketingagentur Südtirols zu machen,<br />

zahlten sich aus, denn Lucerna segelte alsbald auf Erfolgskurs.<br />

Mit der neuen Geschäftsführung musste auch ein neuer Name<br />

her, der das Programm besiegelte, und so war ein Jahr nach<br />

dem Kauf Brandnamic geboren. Der Markenname setzt sich aus<br />

den Wörtern „brand“ und „dynamic“ zusammen und soll die<br />

Stärken des Unternehmens widerspiegeln: die Mission, durch<br />

zielgerichtetes Marketing zeitlose Marken zu erschaffen, die<br />

<strong>im</strong>mer am Puls der Zeit sind.<br />

Den Visionen treu bleiben<br />

Mit zunehmender Auftragszahl wuchs auch die Agentur,<br />

und die Aufgabengebiete wurden ausgeweitet: Zwar blieb<br />

das Kerngeschäft von Brandnamic der Bereich Tourismus<br />

und Hotellerie, die Auftraggeber kamen vermehrt aber auch<br />

aus Industrie und Handel.<br />

„Im Laufe der Jahre haben wir uns als Anlaufstelle für Unternehmen<br />

mit hohem Anspruch und Visionen etabliert, die<br />

ihre Marke und Marktposition mit innovativen Lösungen<br />

und Ideen für die Zukunft stärken wollen“, erzählt Michael<br />

Oberhofer. So ist bei Brandnamic Flexibilität auch eine<br />

Konstante: Nur wer sich stets weiterentwickelt und auf dem<br />

Laufenden bleibt, wer abwägt und ein Gespür dafür hat,<br />

welcher Trend lediglich eine kurzlebige Modeerscheinung<br />

ist und welcher eine Entwicklung mit großem Zukunftspotenzial,<br />

kann auf einem Markt erfolgreich bleiben, der von<br />

rasanter Veränderung geprägt ist. „Diese Erkenntnisse erfordern<br />

Weitsicht, aber auch die Bereitschaft, sich einerseits<br />

unermüdlich anzupassen und andererseits seinen Visionen<br />

treu zu bleiben“, so Hannes Gasser.<br />

Dass Brandnamic dieser Mission unermüdlich Folge leistet,<br />

davon zeugt nicht nur das Wachstum der letzten Jahre – eine<br />

organische Expansion, wie Matthias Prader betont, die <strong>im</strong>mer<br />

der Auftragslage und den Bedürfnissen der Kundinnen<br />

und Kunden geschuldet war und nie reine Gewinnmax<strong>im</strong>ierung<br />

zum Ziel hatte –, sondern davon zeugen auch die<br />

zahlreichen internen Entwicklungen. So entstehen <strong>im</strong>mer<br />

wieder neue Produkte und Dienstleistungen, aber auch Spezialistenteams,<br />

die den geänderten Bedürfnissen der Kunden<br />

und des Markts Rechnung tragen: Im Rahmen der Unter-


Nr. 4/<strong>2023</strong> 35<br />

Foto © Alex Filz<br />

nehmensberatung und des Hotelcoachings etwa werden<br />

zukunftsweisende Marken- und Positionierungskonzepte<br />

sowie Employer-Branding-Strategien erarbeitet, während<br />

Social-Media-Expertinnen und -Experten mit ihren Strategien<br />

für große, gewinnbringende Auftritte sorgen und<br />

das relativ junge Team Visuals mit professionellen Fotos,<br />

Videos und Audioaufnahmen Hotels gekonnt in Szene setzt.<br />

Neuer Hauptsitz<br />

Nach 2019 – dem Jahr, in dem der Umzug an den jetzigen<br />

Hauptsitz erfolgte, dem von Othmar Barth entworfenen<br />

Gebäude in Pairdorf – gewann der Auftrag der Wissensvermittlung<br />

<strong>im</strong>mer mehr an Bedeutung. Die neu gestalteten Innenräume<br />

des Brandnamic Campus stellten den Menschen<br />

in den Vordergrund. Der Campus sollte nicht nur den Teams<br />

als Raum zur Entwicklung kreativer Ideen dienen und eine<br />

innovative Kommunikationskultur schaffen, er sollte auch<br />

ein Ort für produktiven Wissenstransfer werden.<br />

So entstand schließlich die Brandnamic Academy, eine inspirierende,<br />

mit dem aktuellsten technischen Equipment ausgestattete<br />

Location für analoge und hybride Veranstaltungen sämtlicher<br />

Größenordnungen. Vom Herzstück, dem Auditorium Othmar<br />

Barth mit einer Kapazität von 90 Plätzen über verschiedene<br />

Seminarräume bis hin zu einem professionell ausgestatteten<br />

Studio für Audio- oder auch Videoaufnahmen mit Greenscreen<br />

steht alles Notwendige zur Verfügung für Fortbildungen und<br />

Schulungen für Hoteliers und Touristikerinnen, Unternehmerinnen<br />

und Marketingfachleute. Auch so wird Fortschritt initiiert:<br />

durch Wissensvermittlung, indem man in die Fachkräfte<br />

von heute und von morgen investiert. So sehen Hannes Gasser,<br />

Michael Oberhofer und Matthias Prader auch das Wachstum<br />

von Brandnamic: als Investition in den Tourismus der Zukunft<br />

und als Möglichkeit, diesen aktiv mitzugestalten.<br />

Ein Anliegen, das 2015 zur Gründung von HMM – The Tourism<br />

Group führte. Der Unternehmensgruppe gehören neben<br />

Brandnamic weitere vier Unternehmen an, die zwar unterschiedlich<br />

in ihrer Ausrichtung sind, doch dasselbe Ziel verfolgen:<br />

100 Prozent für ihre Kunden und Kundinnen zu geben.<br />

Der Gruppe gehören das Software-Entwicklungsunternehmen<br />

Yanovis mit Sitz in Bozen, das Marketingunternehmen MTS<br />

Austria mit Sitz <strong>im</strong> Salzburger Land, die Immobilienwerkstatt<br />

mit Sitz in Brixen und der Schwarze Adler, das Haus der Zukunft<br />

in Sterzing, an.<br />

Michael Oberhofer fasst die Unternehmensgeschichte von<br />

Brandnamic mit dem Resümee zusammen: „Wir sind zusammen<br />

mit unserem Team diesen Weg gegangen, weil wir das<br />

Beste für unsere Kunden und Kundinnen wollen – aber auch,<br />

weil wir uns einbringen wollen in die Fragestellung, wie Tourismus<br />

beschaffen sein muss, um in Zukunft weiterhin Bestand<br />

zu haben.“ Das ist kein kleines Vorhaben, aber den drei mutigen<br />

Visionären ist es zuzutrauen.<br />

Brandnamic GmbH<br />

Pairdorf | Satzlstraße 4 | 39042 Brixen<br />

Tel. 0472 678 000<br />

info@brandnamic.com | www.brandnamic.com<br />

Foto © Brandnamic<br />

Der Brandnamic Campus in Pairdorf<br />

v.l.: Hannes Gasser, Michael Oberhofer und Matthias Prader<br />

Foto © Brandnamic


36


Mai 2004<br />

Radius – Die Top 100<br />

in Südtirol


Anzeige<br />

Internationale Speditionen<br />

Mit dem Blick auf die Vergangenheit eine Zukunft, <strong>im</strong> Zeichen des Wachstums und der<br />

Innovation, aufbauen. Brigl AG ist ein internationales Südtiroler Speditionsunternehmen<br />

mit langjähriger Erfahrung in dieser Branche, das heute auf den europäischen Märkten und<br />

darüber hinaus tätig ist und gleichzeitig fest in der Region verwurzelt ist.<br />

Das ist das Erfolgsrezept von Brigl, das 1925 unter dem<br />

Namen „Società Trasporti e Depositi“ gegründet und<br />

später von Dr. Carl Brigl übernommen wurde, dem es seinen<br />

heutigen Namen verdankt. Der Wendepunkt kam in<br />

den 1970er-Jahren, als das Unternehmen in den Besitz der<br />

Familie Mitterhofer überging. Seitdem hat sich das Unternehmen,<br />

das sich auf den nationalen und internationalen<br />

Warentransport, die integrierte Logistik, die Luft- und Seefrachtspedition,<br />

die Zollabwicklung und die Beratung spezialisiert<br />

hat, kontinuierlich weiterentwickelt und ist dank<br />

eines weit verzweigten und konsolidierten Netzes sowie<br />

eines Teams von über hundert qualifizierten Mitarbeitern,<br />

die den Kunden Zuverlässigkeit, persönliche Betreuung und<br />

direkten Kontakt garantieren, zu einem wichtigen Akteur<br />

auf dem Markt geworden.<br />

Wichtige Meilensteine<br />

„Wir steuern auf einen historischen Meilenstein zu, das 100-jährige<br />

Bestehen. Wenn wir zurückblicken, stellen wir fest, dass<br />

es heute wie damals einen gemeinsamen Nenner gibt, der uns<br />

auszeichnet: <strong>im</strong>mer vorausschauend und wegweisend zu sein“,<br />

sagt Eva Maria Mitterhofer, Geschäftsführerin und Inhaberin<br />

von Brigl AG. Der Weg des Unternehmens war von wichtigen<br />

Meilensteinen geprägt, die das Wachstum des Unternehmens<br />

beflügelt haben. 1997 wurde der erste Teil des Bozner Standorts<br />

errichtet, der 2006 praktisch verdoppelt wurde. In der<br />

Zwischenzeit wird mit Hochdruck an der Fertigstellung der<br />

Niederlassung in Trient gearbeitet, die ab Mai <strong>2023</strong> in Betrieb<br />

genommen werden soll. Weitere Niederlassungen sind in Bruneck,<br />

Reschen, Meran und Vahrn seit vielen Jahren tätig. „Eine<br />

solide Verbindung zu unserem Land ist für uns von grundlegender<br />

Bedeutung. Wir sind hier verwurzelt, wir sind in diesen<br />

wirtschaftlichen Mikrokosmos eingebettet, und wir stehen den<br />

lokalen Unternehmern mit Lösungen zur Verfügung, die den<br />

unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen“,<br />

so Mitterhofer weiter.<br />

In den letzten 30 Jahren hat sich der Markt tiefgreifend gewandelt.<br />

„Die Bedürfnisse der Unternehmen haben sich stark<br />

verändert“, so die CEO und Inhaberin von Brigl AG. „Brigl ist<br />

seiner Berufung treu geblieben, hat sich aber <strong>im</strong> Gleichschritt<br />

mit den Erwartungen und Anforderungen der Unternehmen<br />

weiterentwickelt. Heute gibt es zum Beispiel ein viel stärkeres<br />

Bewusstsein für ökologische und soziale Nachhaltigkeit, und das<br />

hat einen großen Einfluss auf unser Unternehmen.“


Nr. 4/<strong>2023</strong> 39<br />

Opt<strong>im</strong>ierte Logistik dank Digitalisierung<br />

Foto © Seehauser<br />

Ein weiterer Wendepunkt, der die Arbeit der Spediteure revolutioniert<br />

hat, ist die Herausforderung der Digitalisierung. „Die<br />

Organisation von Transporten erfordert heute schnelle und<br />

präzise Entscheidungen. Lkw-Ladungen von Gütern verlassen<br />

Bozen und gleichzeitig große Mengen an Daten. Dieses Szenario<br />

hat uns dazu veranlasst, uns mit den besten digitalen Lösungen<br />

auf dem Markt auszustatten. Nicht nur die Menge der transportierten<br />

Güter ist gestiegen, sondern auch die zu verwaltenden<br />

Informationen. Die Fähigkeit, die große Menge an Daten, die<br />

wir verarbeiten und mit Kunden und Partnern auf verschiedenen<br />

Ebenen austauschen, bestmöglich zu nutzen, ist wichtiger denn<br />

je, um sich am Markt zu behaupten“, so Mitterhofer weiter.<br />

„Die Qualität der Rücklaufzeiten ist exponentiell gestiegen, die<br />

Waren werden schneller transportiert, wir können die Auslastung<br />

der Fahrzeuge opt<strong>im</strong>ieren, Leerfahrten reduzieren, Kosten<br />

senken und dadurch wettbewerbsfähiger werden.“<br />

Die Tätigkeit des Unternehmens wurde <strong>im</strong> Laufe der Jahre<br />

auch durch die starke Zunahme der Exporte in Südtirol in den<br />

letzten 30 Jahren st<strong>im</strong>uliert, da die Produktionsunternehmen<br />

internationale Märkte anstreben. „Um diesen Anforderungen<br />

gerecht zu werden, haben wir neue Wege eingeschlagen und Verbindungen<br />

mit Partnern<br />

aufgenommen. Diese<br />

zunehmend internationale<br />

Ausrichtung hat uns<br />

seit Anfang der 1990er-<br />

Jahre dazu veranlasst,<br />

uns Netzwerken wie<br />

CargoLine, CDS und<br />

Pallex, um Transporte<br />

in ganz Europa organisieren<br />

zu können,<br />

sowie Unternehmensnetzwerken<br />

wie dem<br />

ABC Business Network<br />

anzuschließen.“<br />

In einem Dienstleistungsunternehmen<br />

wie<br />

Brigl machen laut Mitterhofer<br />

aber zwei Faktoren den Unterschied aus: die Kunden<br />

und die Mitarbeiter. „Wir schaffen die Voraussetzungen für einen<br />

fruchtbaren Dialog. In diesem Sinne sind die Mitarbeiter ein<br />

wertvolles Gut, das es zu schätzen gilt. Im Laufe der Zeit hat sich<br />

auch der Fokus auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter verändert,<br />

mit dem Ziel, die Qualität der Arbeit durch die Einführung neuer<br />

flexibler Arbeitsinstrumente zu verbessern. Dies macht die Unternehmensführung<br />

komplexer, fördert aber das Zugehörigkeitsgefühl<br />

der Mitarbeiter, die sich dadurch wertgeschätzt fühlen.“<br />

Nun blickt Brigl in die Zukunft: „Für uns ist das 100-jährige<br />

Bestehen des Unternehmens nicht nur ein Ziel, sondern Teil<br />

einer Reise zu neuen Herausforderungen und Zielen. Der<br />

Geist, mit dem wir das angehen, ist der, der uns <strong>im</strong>mer ausgezeichnet<br />

hat: neugierig und offen für Neues zu sein, mit<br />

dem Bewusstsein, auf eine große Tradition zählen zu können,<br />

in einem Land, dem wir sehr verbunden sind. Deshalb ist es<br />

für uns eine Priorität, <strong>im</strong>mer an der Seite unserer Kunden zu<br />

sein“, so Mitterhofer abschließend.<br />

Brigl AG<br />

P.-Mitterhoferstraße 1 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 246 111<br />

info@brigl.it | www.brigl.it<br />

Foto © Seehauser<br />

„DIE BEDÜRFNISSE<br />

DER UNTERNEHMEN<br />

HABEN SICH STARK<br />

VERÄNDERT.“<br />

EVA MARIA MITTERHOFER,<br />

GESCHÄFTSFÜHRERIN UND<br />

INHABERIN VON BRIGL AG


Oktober 2003<br />

Radius – Auto,<br />

Motor und Sport


42 Nr. Anzeige 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Clean,<br />

smarter logistics.<br />

Der Cla<strong>im</strong> des Südtiroler Logistikunternehmens sagt<br />

eigentlich schon vieles über die Veränderungen der<br />

letzten 30 Jahre aus: Das Unternehmen ist internationaler<br />

aufgestellt, die Logistikdienste sind <strong>im</strong>mer<br />

ausgeklügelter, die Digitalisierung hat eine dominante<br />

Rolle eingenommen und komplexe Arbeitsprozesse<br />

beschleunigt und sicherer gemacht, Englisch ist für<br />

viele der weltweit tätigen Mitarbeitenden zur täglichen<br />

Arbeitssprache geworden.<br />

Das Unternehmen konnte seine Marktstellung verbessern<br />

und stärken, Luft- und Seefahrt haben vor allem <strong>im</strong> vergangenen<br />

Jahrzehnt rasant zugenommen, das Niederlassungsnetz<br />

wurde durch Eröffnungen <strong>im</strong> Fernen Osten, in Tokio und<br />

Hongkong sowie in nahezu allen neuen EU- und Nicht-EU-<br />

Ländern noch globaler und engmaschiger gestaltet.<br />

Nachhaltigkeit für<br />

künftige Generationen<br />

Der erste von FERCAM Echo Labs in der Niederlassung<br />

in Rom realisierte Outdoor-Aufenthaltsraum<br />

für Mitarbeitende<br />

Der Generationswechsel <strong>im</strong> Unternehmen ist vollzogen: 2017<br />

übergab Seniorchef Thomas Baumgartner sukzessive die Führung<br />

des Unternehmens an seinen Sohn Hannes, der sich den<br />

Anspruch, sichere und nachhaltige Logistik anzubieten, zu<br />

eigen gemacht und in den Strategieplänen als wichtiges Ziel<br />

festgeschrieben hat. So konzentrieren sich viele Maßnahmen<br />

und Initiativen für sämtliche Geschäftsbereiche auf die ökologische<br />

und soziale Nachhaltigkeit der Unternehmenstätigkeit.<br />

Dabei bewegt man sich parallel auf mehreren Ebenen: ausgehend<br />

von den Unternehmenseinrichtungen, Gebäuden, Lagern<br />

und Büros, die allesamt schrittweise mit Photovoltaikanlagen<br />

und für eine effiziente Nutzung der Ressourcen ausgestattet<br />

wurden, bis hin zur Umrüstung der Fahrzeugflotte, die zunehmend<br />

mit umweltfreundlicheren Treibstoffen betrieben wird.<br />

Alternative Treibstoffe – LNG, Elektro, Wasserstoff, Biogas<br />

aus erneuerbaren Quellen (www.biwi.it/produkte/bio-lng) –<br />

wurden und werden konsequent getestet und stehen bei einem<br />

Teil der Fahrzeugflotte bereits <strong>im</strong> Einsatz.<br />

FERCAM Eco Labs<br />

Für eine umfassende Herangehensweise gründete FERCAM<br />

<strong>im</strong> Dezember 2021 FERCAM Echo Labs, ein gemeinnütziges<br />

Unternehmen, dessen Ziel es ist, über den eigenen Geschäftsbereich<br />

hinaus ein Netzwerk von sozial und ökologisch ausgerichteten<br />

Partnerschaften aufzubauen und Synergieeffekte mit<br />

den ESG-/CSR-Programmen seiner Partner zu nutzen, um mit<br />

gezielten Kompensationsprojekten für mehr Nachhaltigkeit<br />

<strong>im</strong> Transport- und Logistikbereich zu sorgen. FERCAM Echo<br />

Labs handelt in der Überzeugung und <strong>im</strong> Bewusstsein, dass<br />

die Erreichung der 17 Sustainable Development Goals (SDGs)<br />

der UN-Agenda 2030 nur mittels eines technologischen und<br />

sozialen Fortschritts durch überzeugte und effiziente Zusammenarbeit<br />

möglich ist.<br />

FERCAM Future Labs fördert Innovation<br />

FERCAM Future Labs, ebenfalls ein Unternehmen der<br />

FERCAM, will <strong>im</strong> und/oder außerhalb des Unternehmens<br />

entwickelte technologisch innovative Ideen fördern und richtet<br />

sich an Start-ups und Jungunternehmende, deren Initiativen,<br />

sofern unternehmensrelevant, mit Ressourcen, dem eigenen


Nr. 4/<strong>2023</strong> 43<br />

Biogas wird künftig auch an der<br />

BIWI-Tankstelle in Sterzing getankt.<br />

Netzwerk und dem Know-how der Logistik- und Transportbranche<br />

in jeder Phase der Umsetzung ihres Vorhabens unterstützt<br />

werden.<br />

Das Interesse gilt vornehmlich Forschungsprojekten, mit denen<br />

bahnbrechende Innovationen, die Lösung komplexer<br />

Probleme und die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze angestrebt<br />

werden.<br />

Neue Logistikdienste für neue Kundenerfordernisse<br />

Neben den traditionellen Logistikdiensten FERCAM Transport<br />

für Straßen- und Schienenverkehr, FERCAM Logistics,<br />

Logistikdienste längs der gesamten Lieferkette einschließlich<br />

Mehrwertdiensten, FERCAM Distribution für nationale und<br />

internationale Sammel- und Stückgutsendungen, FERCAM<br />

Air & Ocean für Luft- und Seetransporte <strong>im</strong> Import und<br />

Export mit eigenen Verzollungseinrichtungen wurden in den<br />

vergangenen dreißig Jahren die Bereiche Kunstlogistik, Home<br />

Delivery samt Montage, Messen- und Veranstaltungslogistik,<br />

Documents-Management aufgebaut und den Markterfordernissen<br />

stetig angepasst. Diese Dienste sind <strong>im</strong> Geschäftsbereich<br />

FERCAM Special Services zusammengeführt, zu dem auch<br />

der Relocation Service zählt, ein spezialisierter Umzugsdienst,<br />

vornehmlich für Führungskräfte internationaler Unternehmen,<br />

bei dem neben dem traditionellen Umzug auch für die Familienangehörigen<br />

der Umziehenden sämtliche bürokratische<br />

Verfahren bis hin zur Schuleinschreibung der Kinder erledigt<br />

werden – ein Dienst, der in einer <strong>im</strong>mer globaler tätigen Arbeitswelt<br />

zunehmend in Anspruch genommen wird.<br />

FERCAM- Geschäftsführer Hannes Baumgartner<br />

FERCAM AG<br />

Marie-Curie-Straße 2 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 530 000<br />

info@fercam.com | www.fercam.com<br />

Elektro-Verteilerfahrzeuge für die Stadtzentren


Mai 2004<br />

Radius – Die Top 100<br />

in Südtirol


46 Nr. Anzeige 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Ein Traditionsunternehmen<br />

mit modernen Ansprüchen<br />

Vor rund 90 Jahren gegründet, ist das Transport- und<br />

Logistikunternehmen GRUBER Logistics der He<strong>im</strong>at<br />

<strong>im</strong>mer treu geblieben: Der Hauptsitz des Unternehmens,<br />

seit beinahe 30 Jahren in Auer, ist gleichzeitig<br />

die größte Niederlassung der Gruppe.<br />

Heute ist das Unternehmen unter der Leitung<br />

von Martin Gruber in dritter Generation<br />

familiengeführt und agiert <strong>im</strong>mer noch nach<br />

dem Leitsatz von Gründer Josef Gruber: „Wir<br />

schaffen Lösungen, die unseren Kunden das<br />

Leben leichter machen.“<br />

Was hat sich in den letzten<br />

30 Jahren verändert?<br />

Ursprünglich ausschließlich <strong>im</strong> Transportbereich<br />

in Italien und den Nachbarländern tätig, bietet<br />

das Unternehmen heute neben Straßentransporten auch Seeund<br />

Luftfracht, Intermodaltransport sowie eine breite Palette<br />

von Logistikdienstleistungen weltweit an. Um dem Motto des<br />

Gründers auch in Zukunft gerecht zu werden, hat man in dem<br />

Südtiroler Unternehmen vor allem in den letzten drei Jahrzehnten<br />

viele Veränderungen angestoßen.<br />

1993 arbeiteten gerade mal 73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

bei GRUBER Logistics, heute sind es fast 35-mal so viele. Gruppenweit<br />

steuern die Kollegen derzeit 2.350 Ladeeinheiten, die<br />

von aktuell 850 Zugmaschinen aus dem Eigenfuhrpark gezogen<br />

werden. Auch in schwierigen Zeiten hat sich das Unternehmen<br />

nicht nur gehalten, sondern ist sogar exponentiell gewachsen: In<br />

den Folgejahren 2021 und 2022 zum Beispiel um jeweils etwa<br />

Group-CEO<br />

Martin Gruber<br />

30 Prozent. Außerdem brachte das Jahr 2022 einen weiteren<br />

wichtigen Meilenstein: Mit der Übernahme der deutschen Unternehmensgruppe<br />

Universal Transport, Marktführer <strong>im</strong> Bereich<br />

Sonder- und Schwertransporte, entstand eine internationale<br />

Gruppe mit rund 2.500 Mitarbeitern, 60 Niederlassungen<br />

in 15 Ländern und einem Gesamtumsatz von über<br />

720 Millionen Euro. Zum Vergleich: 1993 lag der<br />

Umsatz des Südtiroler Unternehmens noch bei<br />

22,7 Millionen Euro oder 44 Milliarden Lire.<br />

Trotz des schnellen und radikalen <strong>Wandel</strong>s<br />

bleiben die grundlegenden Werte des Unternehmens<br />

bestehen. Group-CEO Martin Gruber<br />

dazu: „Wir stehen seit jeher für Zuverlässigkeit,<br />

Qualität und nachhaltige Partnerschaften. Diese<br />

Eigenschaften sind unverzichtbare Triebfedern<br />

für alle Aktivitäten unseres Unternehmens. Hinzu<br />

kommen drei weitere zentrale Elemente, die <strong>im</strong><br />

Mittelpunkt unseres Handelns stehen: Nachhaltigkeit, Digitalisierung<br />

und integrierte Logistiklösungen.“<br />

Verantwortung für Mensch und Natur<br />

In den fast 90 Jahren Tätigkeit hat sich das Umfeld, in dem das<br />

Unternehmen tätig ist, oft verändert, aber zwei Gewissheiten<br />

sind <strong>im</strong>mer geblieben: der Zusammenhalt eines inhabergeführten<br />

Familienunternehmens und die vertrauensvolle Beziehung<br />

zwischen der Eigentümerfamilie und den Mitarbeitenden.<br />

Insbesondere die Verantwortung für Natur und Umwelt sind<br />

bei GRUBER Logistics mehr als nur Lippenbekenntnisse: Das<br />

Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, den umweltfreundlichsten<br />

Fuhrpark Europas aufzubauen, und setzt dabei auf


Nr. 4/<strong>2023</strong> 47<br />

v.l.: Michael Gruber, Christian Gruber und Martin Gruber<br />

emissionsarme Kraftstoffe wie Bio LNG, Biodiesel und Elektrizität<br />

und forscht <strong>im</strong> Rahmen von internationalen Projekten<br />

der Europäischen Union am Einsatz von Wasserstoff <strong>im</strong> Schwerverkehr.<br />

Abgesehen davon ist es dem Unternehmen gelungen,<br />

entlang der Brennerachse 25.000 Lkw pro Jahr von der Straße<br />

auf die Schiene zu verlagern – Tendenz steigend.<br />

Wegbereiter der Digitalisierung<br />

In Sachen Digitalisierung ist das Unternehmen aus dem Unterland<br />

ein Vorreiter in seiner Branche. Kurz- bis mittelfristig geht es vor<br />

allem darum, entlang der Lieferketten <strong>im</strong>mer mehr Informationstransparenz<br />

zu schaffen und die Automatisierung voranzutreiben.<br />

„Die Zeiten ändern sich – und dieser <strong>Wandel</strong> bedeutet, dass<br />

wir uns der größten Herausforderung des digitalen Zeitalters<br />

stellen und neue Prinzipien wie Transparenz und Informationsaustausch<br />

sowohl intern als auch extern umsetzen müssen. Wir<br />

wollen nicht nur mithalten, sondern einen Schritt voraus sein“,<br />

sagt Holger Dechant, der seit 2022 Mitglied der Geschäftsführung<br />

von GRUBER Logistics ist.<br />

Manager Meeting<br />

Logistik für die Zukunft<br />

Die Mission des Unternehmens, seinen Kunden das Leben leichter<br />

zu machen, wird auf zeitgemäße Weise durch integrierte Logistiklösungen<br />

umgesetzt, bei denen die Themen Digitalisierung<br />

und Nachhaltigkeit kombiniert werden. Die Dienstleistungen<br />

umfassen dabei die gesamte Wertschöpfungskette und reichen<br />

von Teil- und Komplettladungen über die Abwicklung von<br />

Großraum- und Schwertransporten sowie Luft- und Seefracht<br />

bis hin zum Management ganzer Logistikzentren.<br />

Der Region will GRUBER Logistics auf jeden Fall treu bleiben.<br />

„Umgeben von den Bergen ist Auer das Herzstück unseres Unternehmens,<br />

hier trifft sich regelmäßig die Unternehmensleitung<br />

und hier entscheiden wir nach wie vor über die Ausrichtung<br />

unseres Unternehmens“, sagt Martin Gruber.<br />

GRUBER Logistics<br />

Nationalstraße 75 | 39040 Auer<br />

Tel. 0471 825 500<br />

info@gruber-logistics.com | www.gruber-logistics.com


April 2003<br />

Radius – Unser<br />

Wasser unser Land


50 Nr. Anzeige 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Foto © OskarDaRiz courtesy Pichler Architekten<br />

Die Nachhaltigkeit<br />

ist geblieben ...<br />

... sonst hat sich in den vergangenen 25 Jahren viel<br />

geändert für Haas. Ein Unternehmen, welches sich von<br />

der kleinen Schneiderei über die Textilreinigung bis zur<br />

führenden Industriewäscherei in Südtirol, mit Kunden<br />

<strong>im</strong> gesamten norditalienischen Raum, entwickelt hat.<br />

Das ist in kurzen Worten der Werdegang des aus Auer<br />

stammenden Familienunternehmens. Doch alles der Reihe<br />

nach. Bei der Rundumtextilpflege stehen Qualität und<br />

Hygiene <strong>im</strong> Vordergrund. Die Kunden schätzen die Professionalität<br />

und Seriosität des Familienunternehmens. Dazu Markus<br />

Haas: „Flexibilität gengenüber unseren Kunden ist uns besonders<br />

wichtig. Und dass sich die Kunden trotz der Flexibilität<br />

dennoch auf die Zuverlässigkeit wie die Einhaltung von Terminen<br />

verlassen können.“ Mit den Standorten in Auer und<br />

Pfatten ist Haas gut aufgestellt und kann für professionelle<br />

Wäschereidienstleistungen in ganz Südtirol und weit darüber<br />

hinaus garantieren.<br />

Haas deckt mit seinem Angebot der Textilpflege eine breite<br />

Palette an Dienstleistungen ab. Heute zählen die industriellen<br />

Mietwäschedienste für Berufsbekleidung und Flachwäsche zu den<br />

Hauptgeschäftsfeldern. Das gilt für gewerbliche Unternehmen<br />

der Lebensmittelbranche, der Gastronomie und der Hotellerie<br />

genauso wie für Alten- und Pflegehe<strong>im</strong>e, Rettungsdienste u.v.m.<br />

Aber nach wie vor zählt auch die klassische Reinigung von Kleidungsstücken<br />

mit einem praktischen Hemdenservice zu den bewährten<br />

Leistungen, die Haas anbietet. Dazu gehören natürlich<br />

auch die Reinigung von Teppichen, Federbetten, Decken und<br />

Vorhängen. „Genau wie vor 20 Jahren zählt auch heute noch der<br />

sparsame und nachhaltige Umgang mit Ressourcen zum Credo<br />

unseres Unternehmens“, so Markus Haas.<br />

Verkauf, vermieten und reinigen von Matten<br />

Ein weiteres Geschäftsfeld, das seit 1990 erfolgreich aufgebaut<br />

wurde, ist der Verkauf und die Vermietung von Matten. Die<br />

Palette reicht von einfachen, neutralen Abstreifern bis hin zu<br />

personalisierten Systemen für Hotels, Unternehmen, öffentliche<br />

Einrichtungen, Geschäfte und andere Gebäude. Dabei ist die regelmäßige<br />

Reinigung, egal ob diese neutral oder mit einem Logo<br />

Reinigen, reparieren und auch vermieten


Nr. 4/<strong>2023</strong> 51<br />

Vier Fragen an …<br />

… Markus Haas, zu den gravierendsten Änderungen<br />

in den vergangenen Jahren<br />

Verleihung Urkunde mit Goldmedaille Handelskammer<br />

Bozen 2022: v.l.: Michl Ebner, Markus Haas, Christine<br />

Haas, Manuela Defant und Alfred Aberer<br />

personalisiert sind, der wichtigste Teil dieser Dienstleistung.<br />

Für den Kunden garantiert Haas somit <strong>im</strong>mer einen gepflegten<br />

Eingangsbereich. Im Sort<strong>im</strong>ent gibt es auch Abstreifsysteme aus<br />

Aluminium sowie besondere Matten für PR- und Werbezwecke.<br />

Die Feste feiern, wie sie fallen<br />

„Tages Arbeit, Abends Gäste! Saure Wochen, frohe Feste!“ –<br />

ein Auszug aus J. W. von Goethes „Der Schatzgräber“. Nach<br />

diesem Motto darf auch mal gefeiert werden. Zum Beispiel<br />

das 70-jährige Firmenjubiläum oder wie Ende des vergangenen<br />

Jahres die alljährliche Jubilarfeier für langjährige Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter. Gefeiert wurde dabei die 10-, 25- und<br />

40-jährige Firmenzugehörigkeit und für einige Mitarbeiter der<br />

wohlverdiente Ruhestand. „Denn das größte Kapital unserer<br />

Firma sind motivierte und langjährige Mitarbeiter“, ist Markus<br />

Haas überzeugt.<br />

Haas GmbH<br />

Gmund 9 A | 39051 Pfatten<br />

Tel. 0471 802 012<br />

info@haas.it | www.haas.it<br />

Foto © OskarDaRiz courtesy Pichler Architekten<br />

Radius: Was sind die neuen<br />

Kriterien/Geschäftsfelder<br />

von Haas?<br />

Markus Haas: Durch die Inbetriebnahme<br />

des Werkes in<br />

Pfatten <strong>im</strong> Jahre 2016 gelang<br />

der Sprung von einer handwerklichen<br />

Reinigung zu einer<br />

Industriewäscherei. Hier reinigen<br />

wir Arbeitsbekleidung für Gewerbekunden<br />

von der Lebensmittelin-<br />

Markus Haas<br />

dustrie bis hin zum Rettungsdienst, die Wäsche von Kliniken,<br />

Alten- und Pflegehe<strong>im</strong>en. Neu ist auch, unser Angebot Wäsche<br />

bzw. Arbeitsbekleidung zu mieten, und der Kunde bekommt<br />

eine „Rundum-Dienstleistung“. Am Standort Pfatten befindet<br />

sich auch die Wäscherei WABES, diese reinigt die Wäsche aller<br />

sieben Landeskrankenhäuser – ein privat-öffentliches Projekt,<br />

an dem Haas beteiligt ist.<br />

Radius: Was hat sich <strong>im</strong> Unternehmen und bei der<br />

Kundenstruktur geändert?<br />

M. Haas: Unser Unternehmen ist in den vergangenen Jahren<br />

stetig gewachsen und der Kundenstock hat sich enorm vergrößert.<br />

Die Verwaltung ist 2017 auch nach Pfatten übersiedelt<br />

und in diesem Zusammenhang wurde das Verkaufs- und<br />

Kundenservicebüro räumlich und auch mitarbeitermäßig vergrößert.<br />

Mein Bruder Christian betreut die Verkaufsleitung<br />

zusammen mit seinem Verkaufs-Team.<br />

Radius: Was hat die Digitalisierung Haas gebracht?<br />

M. Haas: Das war die spannendste Erfahrung der letzten<br />

Jahre. Alle sprechen von Digitalisierung 4.0, wir haben sie<br />

umgesetzt! Sämtliche Wäsche, die wir industriell verarbeiten,<br />

bekommt bei Haas und WABES einen RFID-Microchip eingesetzt<br />

und kann somit nachverfolgt werden. Zu uns kommen<br />

Wäschereien aus ganz Europa und darüber hinaus zu Besuch,<br />

um diese Systeme anzuschauen.<br />

Radius: Überall werden dringend Mitarbeiter gesucht.<br />

Wie ist das bei Haas bzw. wie löst ihr diese Situation?<br />

M. Haas: Die Digitalisierung hilft uns enorm, die Arbeitsprozesse<br />

effizienter zu gestalten und zu automatisieren. Wir versuchen,<br />

mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, attraktiven Arbeitszeiten,<br />

ergonomischen, modernen Arbeitsplätzen und als solider Traditionsbetrieb<br />

das Arbeiten bei Haas schmackhaft zu gestalten;<br />

was uns auch ganz gut gelingt. Nichtsdestotrotz haben auch wir<br />

unsere Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

zu finden, besonders wenn wir von spezialisierten Arbeitskräften<br />

in der Technik oder in der Verwaltung sprechen.


94 Radius 05/2005<br />

UNTERNEHMEN A – Z<br />

Mit Hypo Vorarlberg Leasing<br />

Kaufen, mieten oder leasen – bei der Finanzierung von<br />

Gebäuden, Werkshallen und Anlagen hat der Unternehmer<br />

mehrere Möglichkeiten zur Auswahl.<br />

Vor allem Leasing liegt derzeit<br />

<strong>im</strong> Trend: Nach Angaben des<br />

italienischen Leasingverbandes<br />

Assilea wird der italienische Leasingmarkt<br />

heuer um etwa 6% steigen.<br />

Grund dafür sind die zahlreichen<br />

Vorteile, die eine Leasingfinanzierung<br />

mit sich bringt: Eine<br />

Reihe von steuerlichen Entlastungen<br />

macht Leasing rentabler als<br />

den Ankauf mit Eigenmitteln, die<br />

Liquidität wird verbessert und die<br />

Bilanz entlastet, weil das geleaste<br />

Objekt <strong>im</strong> Anlagevermögen der Leasinggesellschaft<br />

aktiviert wird.<br />

Darüber hinaus werden Zahlungen<br />

und die Vertragsdauer auf die wirtschaftlichen<br />

und steuerlichen Rahmenbedingungen<br />

sowie die Nutzungsdauer<br />

des Investitionsgutes<br />

abgest<strong>im</strong>mt.<br />

Hypo Vorarlberg Leasing<br />

auf dem Vormarsch<br />

Mit der Kl<strong>im</strong>ahaus-Plakette in Gold ausgezeichnet: Der von Hypo Vorarlberg Leasing finanzierte<br />

Firmensitz des innovativen Bauunternehmens Leigsch GmbH (kleines Bild).<br />

Schnelligkeit, Präzision, eine genauere Kostenkalkulation und weniger Unvorhersehbarkeiten<br />

auf dem Bau zeichnen die Massivbauweise des Sterzinger Betriebes aus.<br />

Verwaltungsdirektor Michael Meyer (links) und<br />

Vertriebsdirektor Roland Benetti stehen an der Spitze<br />

der Bozner Hypo Vorarlberg Leasing AG<br />

Mit einem Geschäftsvolumen<br />

von 151 Mio. Euro und einer Bilanzsumme<br />

von 700 Mio. Euro ist<br />

die Hypo Vorarlberg Leasing AG<br />

mit Sitz in Bozen der größte Leasingfinanzierer<br />

der Region. An der<br />

Spitze des 30 Mitarbeiter zählenden<br />

Finanzdienstleisters stehen Vertriebsdirektor<br />

Roland Benetti und<br />

Verwaltungsdirektor Michael Meyer.<br />

„90% unserer Geschäftstätigkeit<br />

sind Immobilienprojekte, wobei<br />

2004 insgesamt 360 neue Leasingverträge<br />

abgeschlossen wurden“,<br />

präzisiert Benetti.<br />

Ein von der Hypo Leasing finanziertes<br />

Vorzeigeunternehmen ist die<br />

Leigsch GmbH in Sterzing, italienweiter<br />

Vorreiter in der Massivbauweise<br />

und bei der Fertigstellung<br />

von Passivhäusern. Der 1983 in<br />

Ratschings gegründete Betrieb setzt<br />

neben dem traditionellen Hochbau<br />

seit 2003 vermehrt auf die Fertigung<br />

von Ziegelmauerelementen,<br />

welche in der betriebseigenen<br />

Werkshalle hergestellt werden. Mit<br />

der aus Deutschland <strong>im</strong>portierten<br />

Maschine kann jeder nur erdenkliche<br />

Ziegel zu Mauerfertigteilen ver-


Rohbau für ein durchschnittliches<br />

Einfamilienhaus innerhalb von fünf<br />

Arbeitstagen zu errichten.<br />

Leigsch setzt mit Massivbauweise<br />

neue Maßstäbe<br />

Helmuth Leitner, Geschäftsführer<br />

der Leigsch GmbH, erläutert den innovativen<br />

Gehalt der Fertigbauweise<br />

<strong>im</strong> Vergleich zum traditionellen<br />

Mauern vor Ort: „Ein Ziegelmassiv-Fertighaus<br />

kann schneller<br />

gebaut werden, die maschinelle<br />

Fertigung erhöht die Präzision,<br />

durch die geringere Feuchtigkeit ist<br />

das Haus schneller bezugsbereit<br />

und außerdem lässt sich der Kostenrahmen<br />

viel besser einhalten.“<br />

Die ersten 5.000 m 2 Mauerfläche<br />

wurden bereits auf diese Weise produziert<br />

und somit zehn Häuser fertiggestellt.<br />

Die eigens ins Leben gerufene<br />

Vertriebsgesellschaft Alp<br />

House, an der auch das Sarner<br />

Unternehmen Fensterbau Heiss mit<br />

20% beteiligt ist, kümmert sich um<br />

den Bau und die Anliegen der Kunden.<br />

Bis Ende 2007 ist die Fertigstellung<br />

von 100 weiteren Häusern in<br />

Südtirol und <strong>im</strong> oberitalienischen<br />

Raum geplant. Zurzeit beschäftigt<br />

Leigsch 20 Mitarbeiter und erreicht<br />

Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 53<br />

Radius 05/2005 95<br />

innovative Titel Titel Titel Ziele realisieren<br />

mauert werden. Diese werden in einen Umsatz von 4,5 Mio. Euro.<br />

Vorspann.<br />

weiterer Folge per Lkw transportiert „Bis zum Jahr 2007 peilen wir mit<br />

und<br />

T ext dann auf der Baustelle an der der Alp House einen Umsatz von 5<br />

vorgesehenen Stelle montiert. Mit Mio. Euro und einen gleich blei-<br />

diesem System ist es möglich, einen<br />

bendem Umsatz für die Leigsch<br />

GmbH an“, so Leitner.<br />

Passiv bauen –<br />

aktiv sparen<br />

In Zeiten ständig steigender<br />

Rohstoffpreise sind in der Baubranche<br />

besonders Energiespar-Lösungen<br />

gefragt und auch hier setzt<br />

Leigsch Akzente. Der durch die Hypo<br />

Vorarlberg Leasing finanzierte<br />

Firmensitz in Ratschings darf sich<br />

rühmen, das erste, rein monolithisch<br />

errichtete Passiv-Bürogebäude<br />

Europas zu sein und wird dafür<br />

mit der Kl<strong>im</strong>ahaus-Plakette in Gold<br />

ausgezeichnet. „Ermöglicht wurde<br />

dieser Bau mit Symbolcharakter<br />

durch die kompetente Beratung und<br />

Abwicklung aller finanziellen Fragen<br />

durch die Hypo Vorarlberg Leasing“,<br />

unterstreicht Leitner die Rolle<br />

des Partners. Ein Passivbau benötigt<br />

weniger als 1,5 l Heizöl bzw.<br />

15kWh pro m 2 <strong>im</strong> Jahr. Das Passiv-<br />

Bürogebäude der Leigsch verbraucht<br />

1,2 l pro m 2 <strong>im</strong> Jahr, ermöglicht<br />

wird dies durch die Verwendung<br />

eines 50 Zent<strong>im</strong>eter dicken<br />

Ziegelsteins mit einem Dämmwert<br />

von Lambda 0,09.<br />

Vom Caravanverleih bis<br />

hin zum Après-Ski<br />

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten<br />

des Finanzierungsinstrumentes<br />

Leasing zeigen die Beispiele des<br />

Automarktes Bonometti oder des<br />

Après-Ski-Treffpunkts Snow Star<br />

Die Hypo Vorarlberg Leasing AG mit Sitz in der Bozner Industriezone<br />

ist mit einem Geschäftsvolumen von 151 Millionen<br />

Euro der größte Leasingfinanzierer der Region.<br />

auf. Der Automarkt Bonometti mit<br />

Sitz in Altavilla Vicentina hat seine<br />

Zweigstelle in Gardolo bei Trient<br />

mit Hilfe der Hypo Leasing finanziert<br />

und zählt <strong>im</strong> Verkauf und Verleih<br />

von Caravans zu den Branchenführern<br />

in Norditalien. Zu einem<br />

beliebten Treffpunkt <strong>im</strong> Skiund<br />

Wandergebiet Folgaria ist der<br />

Après Ski-Treffpunkt Snow Star<br />

geworden, bei dem die Hypo Leasing<br />

mit 1,8 Mio. Euro Pate steht.<br />

Hypo Leasing-Vertriebsdirektor Benetti:<br />

„Wir ermöglichen unseren<br />

Kunden, ihre Pläne umzusetzen und<br />

dabei die eigene Geldbörse zu schonen.“<br />

Ebenfalls mit einer Leasingfinanzierung auf die Beine<br />

gestellt wurde der Après Ski-Treffpunkt Snow<br />

Star in Folgaria zwischen Trient und Rovereto.<br />

Eckdaten der Hypo<br />

Vorarlberg Leasing:<br />

Geschäftsleitung Bozen:<br />

Michael Meyer und Roland Benetti<br />

Außenstellen in Como und Bergamo<br />

Umsatz 2004: 151 Mio. Euro<br />

Abgeschlossene Verträge 2004: 360<br />

Mitarbeiter 2004: 30<br />

Info<br />

Hypo Vorarlberg Leasing AG<br />

Lanciastraße 8/c<br />

39100 Bozen<br />

Tel. 0471 06 05 00<br />

Fax 0471 06 05 50<br />

info@hypovbg.it<br />

www.hypoleasing.it<br />

Mai 2004<br />

Radius – Die Top 100<br />

in Südtirol


Anzeige<br />

Seit über 30 Jahren<br />

an der Seite der<br />

he<strong>im</strong>ischen <strong>Wirtschaft</strong><br />

In den letzten Jahrzehnten hat Südtirols <strong>Wirtschaft</strong> einen sagenhaften<br />

Aufstieg hingelegt. Dies ist vor allem den vielen mutigen und weitsichtigen<br />

Unternehmern zu verdanken. An ihrer Seite steht<br />

seit über 30 Jahren die Hypo Vorarlberg Leasing AG<br />

und finanziert Vorhaben – unbürokratisch,<br />

schnell und perfekt planbar.


Nr. 4/<strong>2023</strong> 55<br />

Die 1990er-Jahre in Südtirol waren entscheidend für den<br />

Ausbau des Wohlstands in Südtirol. Zahlreiche Industriebetriebe<br />

nutzten die Gunst der Stunde und begannen, ihre Produkte<br />

über die Grenzen hinaus zu verkaufen. Der Tourismus<br />

machte große Sprünge, die Landwirtschaft qualitativ einen großen<br />

Schritt vorwärts, ebenso wie viele andere Branchen. Anders<br />

gesagt: Die Schultern von Südtirols <strong>Wirtschaft</strong> wurden breiter.<br />

Wie alles begann<br />

Es war auch die Zeit der Gründung der Hypo Vorarlberg<br />

Leasing AG. 1991 rief die Traditionsbank Hypo Vorarlberg die<br />

Gesellschaft ins Leben, die heute mit einem jährlichen Neuvolumen<br />

von mehr als 100 Millionen Euro der führende Leasingfinanzierer<br />

in der Region ist. Ein kleines Team mit nur wenigen<br />

Mitarbeitern fand zu Beginn – was Leasing angeht – weitgehend<br />

unbeackertes Land vor. „Das machte viel Überzeugungs- und<br />

Aufklärungsarbeit nötig, bot zugleich jedoch interessante Perspektiven.<br />

Viele Unternehmer erkannten schnell die Vorteile des<br />

Leasings, um Projekte rasch und flexibel umsetzen zu können“,<br />

so Michael Meyer, der Delegierte des Verwaltungsrates bei<br />

Hypo Vorarlberg Leasing.<br />

Foto © Davide Ronggador<br />

v.l.: Christian Fischnaller und Michael Meyer<br />

Wo die Reise hingeht<br />

Vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert, doch sein<br />

Ziel hat der Leasingspezialist nie aus den Augen verloren. „Wir<br />

leben Kundenorientierung, sie zieht sich wie ein roter Faden<br />

durch unser Handeln. In den letzten Jahren haben wir beispielsweise<br />

viel in die Digitalisierung investiert, um die Dienstleistungsqualität<br />

zu verbessern. Unsere Kunden sparen Zeit<br />

und Wege, können sich stärker auf ihr Business konzentrieren.<br />

Gleichzeitig sind wir <strong>im</strong>mer da, wenn Beratungsbedarf besteht.<br />

Zur Verfügung stehten das Know-how und die Erfahrung unserer<br />

mehr als 40 Mitarbeiter, die sich um eine Antwort auf<br />

sämtliche steuerliche, rechtliche und verwaltungstechnische<br />

Fragen bemühen“, erläutert Meyer.<br />

Ein großes Ziel für die nächsten Jahre ist der Ausbau des Maschinenleasings<br />

zu einem wichtigen Standbein neben dem<br />

Immobilienleasing. „Der Markt ist reif dafür: Viele Unternehmen<br />

wollen aktuell in neue Maschinen und Anlagen verschiedenster<br />

Art investieren – angefangen be<strong>im</strong> automatisierten Fertigungshelfer<br />

bis hin zur Photovoltaik am Dach. Wir unterstützen<br />

die Betriebe auf ihrem Weg durch Leasinglösungen, die in vereinfachter<br />

Form gewährt werden können – vom Erstkontakt bis<br />

zum fertigen Leasingvertrag vergehen mitunter wenige Tage.<br />

Die zentrale Schnittstelle bilde hierbei das eigens entwickelte<br />

Kundenportal „MyHypoLeasing“, das digitale Tor zur Welt von<br />

Hypo Vorarlberg Leasing.<br />

Hypo Vorarlberg Leasing AG<br />

Galileo-Galilei-Straße 10 H | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 060 500<br />

info@hypovbg.it | www.hypoleasing.it<br />

Hier kommt ein Bildtext ...<br />

Das gesamte Hypo-Vorarlberg-Leasing-Team mit Verwaltungsrat und Aufsichtsrat


58<br />

Radius 04/2006<br />

FIRMENPORTRAIT<br />

Das moderne Hotelz<strong>im</strong>mer!<br />

Z<strong>im</strong>mer-Verwaltungs-Management: Das bedeutet moderne Technik für das Gästez<strong>im</strong>mer mit dem Ziel<br />

„Komfort für den Gast, Information und Einsparungen für den Hotelier“.<br />

stellt der Gast seine gewünschte<br />

Raumtemperatur ein, diese kann<br />

aber von der Rezeption aus l<strong>im</strong>itiert<br />

werden. Top Hotel gibt dem<br />

Hotelier alle Möglichkeiten, seine<br />

Z<strong>im</strong>mer opt<strong>im</strong>al zu verwalten, z.B.<br />

weiß er in welchem Z<strong>im</strong>mer das<br />

Reinigungspersonal gerade arbeitet,<br />

welche Z<strong>im</strong>mer bereits geputzt sind,<br />

usw.<br />

Service vor Ort<br />

Mit der Produktreihe Top<br />

Hotel hat die Firma Interel<br />

aus Eppan die perfekte<br />

Zutrittskontrolle und Raumtemperaturregelung<br />

des Hotelz<strong>im</strong>mers<br />

geschaffen. Die Vorteile<br />

liegen auf der Hand: der Gast<br />

hat einen unkomplizierten Zutritt zu<br />

seinem Z<strong>im</strong>mer oder seine Suite und<br />

regelt<br />

einfach<br />

und<br />

übersichtlich<br />

die<br />

Raumtemperatur,<br />

der Hotelier hat<br />

eine gesamte Übersicht<br />

(Gast anwesend,<br />

Z<strong>im</strong>mer gereinigt, bitte<br />

nicht stören usw.). Die<br />

Technik ist allgemein<br />

bekannt: Der<br />

Gast wird registriert,<br />

bekommt eine<br />

oder mehrere Tras-<br />

Die Funktion<br />

ponderkarten und<br />

durch einfaches<br />

Anlegen an die<br />

Einheit vor der<br />

Tür öffnet sich<br />

die Z<strong>im</strong>mertür.<br />

Die Trasponderkarte wird in die<br />

Inneneinheit gesteckt, somit ist die<br />

Anwesenheit des Gastes erkannt<br />

und die Z<strong>im</strong>mersteuerung stellt<br />

sich darauf ein. Verlässt der<br />

Gast hingegen den Raum,<br />

kann die Temperatur<br />

abgesenkt werden. Am<br />

Raumtemperaturregler<br />

Die einfach zu bedienende<br />

Software am PC in der Rezeption<br />

ermöglicht eine einfache Registrierung<br />

des Gastes und Kontrolle des<br />

Gebäudes. Als Südtiroler Betrieb<br />

kann die Firma Interel eine kundennahe<br />

Dienstleistung rund um das<br />

Produkt garantieren.<br />

INFO<br />

Interel GmbH<br />

Pillhof 51<br />

39010 Frangart<br />

Tel. 0471 633 348<br />

Fax 0471 633 378<br />

info@interel.it<br />

www.interel.it<br />

Juni 2006<br />

Radius – Die Top 100<br />

04_2006 Top100.indd 58 31.05.2006 9:37:35 Uhr


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 57<br />

So viel mehr als ein Thermostat<br />

Bereits seit seiner Gründung vor mehr als 40 Jahren<br />

hat sich die INTEREL TRADING einer Design-orientierten<br />

Produktphilosophie verschrieben. Im Fokus<br />

maßgeschneiderte Gesamtlösungen, für intelligente<br />

Hotels mit max<strong>im</strong>aler Energieeinsparung und höchstem<br />

Gästekomfort.<br />

EOS Thermostat – der schnellste und kostengünstigste<br />

Weg zur Implementierung von Smart-Building-Technologie<br />

<strong>im</strong> Hotelbereich! Ein Thermostat, aber auch ein Umweltsensor<br />

und ein IoT-Hub für unendliche Möglichkeiten<br />

für Anwendungen und zukünftiges Wachstum. Allein mit<br />

dem EOS-Produkt stellen Sie ein Gateway in das Zentrum<br />

Ihrer Anlage, das die Flotte der angeschlossenen intelligenten<br />

Geräte verwaltet und überwacht. Es ist der intelligente Gebäudethermostat<br />

mit den meisten Integrationsmöglichkeiten,<br />

denn er integriert nicht nur die Raumtemperaturregelung,<br />

sondern ermöglicht auch die Steuerung und Überwachung<br />

von Drittgeräten wie intelligente Schlösser und anderen elektronischen<br />

Modulen!<br />

Ökologisch und nachhaltig<br />

In der heutigen Zeit wird das Thema Energieeffizienz und -einsparung<br />

<strong>im</strong>mer wichtiger, um den Kl<strong>im</strong>awandel zu bekämpfen.<br />

Besonders <strong>im</strong> Gastgewerbe, wo die Energiekosten einen erheblichen<br />

Anteil der Betriebskosten ausmachen, ist es wichtig,<br />

energieeffiziente Maßnahmen zu ergreifen. Mit EOS kann der<br />

Energieverbrauch automatisch reguliert werden, indem Lichter<br />

und Kl<strong>im</strong>aanlagen nur dann eingeschaltet werden, wenn sie<br />

tatsächlich benötigt werden.<br />

Neben der Einsparung von Energie bietet eine erhöhte Energieeffizienz<br />

auch weitere Vorteile. Gäste sind oft bereit, mehr<br />

für ein Hotelz<strong>im</strong>mer zu bezahlen, das nachhaltig und umweltfreundlich<br />

ist. Gleichzeitig kann eine verbesserte Energieeffizienz<br />

dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck des Hotels<br />

zu verringern und die Umwelt zu schützen.<br />

Schnell und einfach<br />

Mit der EOS Installer App kann man Hunderte von Geräten<br />

schnell und fehlerfrei konfigurieren. Der zugrundeliegende<br />

INTEREL-Cloud-basierte Prozess erfordert lediglich die Eingabe<br />

der Gerätenummer, um ein Gerät korrekt zu konfigurieren.<br />

Die gesamte Automatisierung <strong>im</strong> Hotelz<strong>im</strong>mer ist in einem<br />

einzigen Produkt konzentriert, das dank Over-the-Air-Updates<br />

stets neue Funktionen integrieren kann.<br />

EOS-Thermostat: Was Sie sehen, ist ein intelligenter Thermostat,<br />

was Sie bekommen, ist eine intelligente Gebäudeinfrastruktur.<br />

INTEREL Trading<br />

Pillhof 51 | 39057 Eppan (BZ)<br />

Tel. 0471 633 348<br />

info@interel-trading.eu| www.interel-trading.eu<br />

Der neue EOS Thermostat ermöglicht eine große Auswahl an Funktionen<br />

und Steuerungen, um das Hotel auf intelligente Weise zu verwalten<br />

und Energieeinsparungen sowie Kostenkontrolle zu gewährleisten.


Februar 2003<br />

Radius – Bauwirtschaft<br />

in Südtirol


60 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Das Baukollegium <strong>im</strong> Jahr <strong>2023</strong><br />

Gegründet am 8. Juli 1993, feiert das Baukollegium<br />

heuer sein 30-jähriges Bestehen. Der ursprüngliche<br />

Name „Kollegium der Bauunternehmer Südtirols“<br />

wurde <strong>im</strong> Jahre 2021 zum „Baukollegium“. Heute gehören<br />

ihm rund 100 Mitgliedsunternehmen an.<br />

Auch wenn sich Name und Logo verändert haben, so sind<br />

die Aufgaben des Baukollegiums gleich geblieben: die Interessen<br />

der Bauwirtschaft sowie der industriell organisierten<br />

Bauunternehmen in Südtirol zu vertreten und den Mitgliedsunternehmen<br />

hoch qualifizierte Dienstleistungen zu bieten.<br />

Dafür setzten sich seit jeher die ehrenamtlich tätigen Präsidenten<br />

ein. Seit 2021 stehen dem Präsidenten nun fünf Vizepräsidenten,<br />

der Past-President und ein Schatzmeister <strong>im</strong> Präsidium<br />

zur Seite, die sich jeweils einem spezifischen Thema widmen.<br />

Derzeit kann Präsident Michael Auer auf die Unterstützung der<br />

Vizepräsidenten Thomas Ausserhofer (Unionbau AG), Robert<br />

Kargruber (Kargruber-Stoll Gmbh), Christian Grünfelder (Beton<br />

Lana GmbH), Franz Marx (Marx GmbH) und Ingo Plaickner<br />

„SCHAUT EUCH UNSERE<br />

DIENSTLEISTUNGEN AN!“<br />

Arbeitsrecht<br />

Gewerkschaftsfragen | Kollektivvertragsfragen |<br />

Lehrlingswesen | Beratung bei Fragen zu<br />

INAIL und INPS<br />

Rechtsberatung<br />

Öffentliche Arbeiten | Vertragsüberprüfungen<br />

(z.B. Subverträge) | Unterstützung, Gründung,<br />

Konsortien | Urbanistik | Baurecht<br />

Arbeitssicherheit & Umwelt<br />

Gratis-Betriebs-Check-up | Sicherheitsschalter<br />

und Ausbildung | Rechtliche<br />

Aspekte | Umweltfragen (Lärm, Luft …) |<br />

Abfallwirtschaft und Transport<br />

Betriebsberatung<br />

Steuerberatung | Beratung zu Förderungen<br />

| Privacyberatung | Beratung<br />

Transport (Conto proprio …) | Beratung<br />

und Unterstützung bei der Unternehmenskommunikation<br />

Konventionen<br />

Energie | Versicherungen |<br />

Telekommunikation |<br />

Arbeitskleidung | Finanzprodukte<br />

v.l.: Geschäftsleiter Thomas Hasler und Präsident Michael Auer<br />

(Plaickner Bau GmbH) sowie Past-President Markus Kofler<br />

(Kofler & Rech AG), Schatzmeister Werner Kusstatscher (Beton<br />

Eisack GmbH) und der Präsidentin der Bauarbeiterkasse, Jasmin<br />

Mair (Mair Josef & Co. KG), zählen.<br />

Zusätzlich steht dem Präsidium auch der Generalrat zur Seite,<br />

der sich aus dem Präsidium und den folgenden von der<br />

Mitgliederversammlung gewählten Mitglieder zusammensetzt:<br />

Freddy Gasser (Plattner AG), Andrea De Luca (De.Co.Bau<br />

GmbH), Thomas Rottensteiner (Rottensteiner GmbH), Rainer<br />

Gasser (Gasser GmbH), Felizitas Wieser (Wieser OHG),<br />

Christian Egartner (Wipptaler Bau GmbH), Andreas Auer (Erdbau<br />

GmbH) und Anton Sachsalber (Bauunternehmen Latsch<br />

GmbH). Als Rechnungsprüfer fungieren Manfred Gasser (Gasser<br />

Markus GmbH), Vittorio Repetto (Costruzioni Repetto<br />

GmbH) und Emilio Lorenzon.<br />

Seit der Gründung ist es dem Baukollegium ein Anliegen,<br />

den Mitgliedsbetrieben hochprofessionelle<br />

Unterstützung in Fachfragen anzubieten. Diese<br />

Aufgabe wird einerseits durch die eigene<br />

Struktur unter Führung des Geschäftsleiters<br />

Thomas Hasler und andererseits durch die<br />

enge Zusammenarbeit mit dem Unternehmerverband<br />

Südtirol gewährleistet.<br />

Ein weiteres Hauptaugenmerk wird<br />

auf die Interessenvertretung der<br />

Bauwirtschaft gelegt. Mit viel Engagement<br />

und Herzblut setzen sich<br />

die Unternehmer seit jeher freiwillig<br />

und ehrenamtlich für den Bausektor<br />

und dessen Belange sein. Dadurch gelang<br />

es in den Jahren, Vorteile für<br />

Südtirol, dessen Bevölkerung, die<br />

Unternehmen und deren Mitarbeitende<br />

zu schaffen.


Nr. 4/<strong>2023</strong> 61<br />

Ein großer Einsatz des Baukollegiums gilt auch der Verbesserung<br />

des Images der Branche. Der Bau hat sich geändert – die Jobs <strong>im</strong><br />

Bau haben sich verändert. Hochprofessionelle Arbeit verlangt<br />

hochprofessionelle, gut ausgebildete und engagierte Mitarbeitende.<br />

Dieses Bild will das Baukollegium den Südtirolern vermitteln<br />

und sie schon von klein auf für ihre Branche begeistern.<br />

Der Generalrat des Baukollegiums<br />

Baukollegium<br />

Schlachthofstraße 57 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 282 894<br />

info@baukollegium.it | www.baukollegium.it<br />

Interview mit Michael Auer<br />

Radius: Michael Auer, Sie sind seit 2018 Präsident<br />

des Baukollegiums. Was hat Sie damals bewogen, die<br />

Präsidentschaft zu übernehmen?<br />

Michael Auer: Vieles war ganz einfach Zufall ... Was mich<br />

dann aber überzeugt hat, das Amt wirklich zu übernehmen,<br />

war ganz einfach, dass ich was bewegen, aber auch etwas Neues<br />

dazulernen wollte. Man hat als Präsident viel Verantwortung,<br />

lernt aber auch sehr viele Menschen kennen und versteht<br />

Zusammenhänge oft ganz neu. Man ist einfach am Puls der<br />

Zeit und bekommt die Entwicklungen hautnah mit. Im Idealfall<br />

kann man sie auch mitgestalten. Genau dies ist auch einer<br />

der Gründe, wieso ich das Amt übernommen habe: die<br />

Zukunft mitzugestalten und dabei meine Unternehmerkollegen<br />

bestmöglich zu unterstützen.<br />

Radius: Was hat Sie in diesen Jahren<br />

besonders gefreut bzw. Ihnen Freude<br />

gemacht?<br />

M. Auer: Ich konnte viel neue Erfahrung<br />

sammeln. Die Anerkennung, die ich für meinen<br />

Einsatz <strong>im</strong>mer wieder bekommen habe und<br />

bekomme, erfüllt mich natürlich mit Freude, aber<br />

auch mit Stolz. Das Arbeiten in den verschiedenen<br />

Gremien, sowohl innerhalb des Baukollegiums<br />

als auch übergreifend mit den anderen Berufsgruppen,<br />

den Gewerkschaften, den politischen Entscheidungsträgern,<br />

macht mir Spaß. Wir haben <strong>im</strong> Präsidium und <strong>im</strong> Generalrat<br />

eine eingeschworene Gruppe und es ist <strong>im</strong>mer wieder bereichernd,<br />

sich auszutauschen. Die Unterstützung, die ich hier<br />

bekomme, ist enorm.<br />

Radius: Wo lagen in den vergangenen Jahren die<br />

größten Herausforderungen?<br />

M. Auer: Daran hat es in den letzten Jahren nicht gefehlt – zuerst<br />

die Covid-19-Krise, wo es von einem Tag auf den anderen<br />

nicht mehr möglich war zu arbeiten. Da waren wir natürlich am<br />

Anfang stark betroffen. Zum Glück ist es uns dann gemeinsam<br />

gelungen, auch in enger Zusammenarbeit mit den anderen Ver-<br />

Michael Auer<br />

bänden und den Gewerkschaften die Politik davon zu überzeugen,<br />

dass das Arbeiten an der frischen Luft unter Einhaltung aller<br />

Sicherheitsmaßnahmen keine Gefahren birgt. Insgesamt sind<br />

wir dann als Bauwirtschaft ganz gut über diese Krise gekommen.<br />

Radius: Doch es hat nicht lange gedauert, und die<br />

nächste Herausforderung stand vor der Tür ...<br />

M. Auer: Genau, die enormen Preissteigerungen. Bei den<br />

Rohstoffen, somit bei den Baumaterialien, und bei der Energie<br />

sind die Preise überall explodiert. Am Bau gibt es langfristige<br />

Verträge, gerade bei öffentlichen Ausschreibungen gibt man<br />

oft lange vor Baubeginn die Angebote ab. Dass die Preise<br />

dermaßen steigen können, damit hat keiner gerechnet.<br />

Auch hier konnten wir gemeinsam u.a. mit<br />

unserem Dachverband ANCE zumindest eine<br />

kleine Entschärfung der Situation erreichen.<br />

Auch die Anpassung des lokalen Richtpreisverzeichnisses<br />

war nicht einfach. Abgesehen<br />

von diesen großen Krisen ist eine der wichtigsten<br />

Herausforderungen die Anerkennung<br />

der Bauwirtschaft innerhalb der Südtiroler Gesellschaft.<br />

Mit Imagekampagnen versuchen wir,<br />

auf die Bedeutung der Bauwirtschaft für die Südtiroler<br />

<strong>Wirtschaft</strong>, für die Wertschöpfung, für die<br />

Beschäftigten, aber auch für ein zeitgemäßes Land mit modernen<br />

Infrastrukturen hinzuweisen – ganz nach unserem Motto<br />

„Zukunft baut sich nicht von selbst“.<br />

Radius: Welche Entwicklungen sehen sie in den kommenden<br />

Jahren auf das Baugewerbe zukommen und<br />

welchen Beitrag kann hier das Baukollegium leisten?<br />

M. Auer: Vieles ist derzeit <strong>im</strong> <strong>Wandel</strong> – Energie, Wasser, Gesellschaft.<br />

Dem kl<strong>im</strong>atischen und demografischen <strong>Wandel</strong> werden<br />

wir uns alle stellen müssen. Nachhaltiges, energieopt<strong>im</strong>iertes<br />

Bauen wird deshalb <strong>im</strong>mer wichtiger sein, da ist die Bauwirtschaft<br />

gefragt. Persönlich ist es mir ein Anliegen, <strong>im</strong>mer positiv<br />

in die Zukunft zu blicken. Probleme sind da, um sie zu lösen. Die<br />

Bauwirtschaft wird ihren Beitrag leisten, da bin ich sicher.


43<br />

Radius 01/2004 04/2006<br />

INTERVIEW<br />

Die erste unabhängige<br />

Privatbank Südtirols 2006<br />

„Von Unternehmen für Unternehmer...“<br />

Radius <strong>im</strong> Gespräch mit Bankgründer<br />

Josef Prader. Der 41-<br />

jährige Brixner und Vater von<br />

zwei Kindern bringt als ehemalige<br />

Vorstandvorsitzender der Hypo Tirol<br />

viel Erfahrung mit und verfügt über<br />

ein breites, internationales und regionales<br />

Netzwerk, insbesondere in<br />

Italien, Österreich, Deutschland und<br />

der Schweiz..<br />

Radius: Viele wünschen sich eine<br />

Alternative zum bestehenden Angebot<br />

auf dem Bankenmarkt, aber<br />

noch niemand nahm das zum<br />

Anlass, hier eine Bank zu gründen ...<br />

J. Prader: In der Tat ist die PRA-<br />

DER BANK die erste Bankgründung<br />

in Südtirol seit mehr als 30 Jahren<br />

und die erste private Initiative dieser<br />

Art überhaupt. Begonnen hat es mit<br />

einem best<strong>im</strong>mten Gefühl, dass es<br />

sich lohnen würde in dieser gesunden<br />

und wohlhabenden Region an<br />

einer wichtigen Drehscheibe Euro-<br />

pas, eine Bank von Unternehmern<br />

für Unternehmer mit ihren Familien<br />

zu gründen. Diese Idee habe ich<br />

mit Begeisterung und Konsequenz<br />

verfolgt. Unsere Investoren kommen<br />

aus Südtirol, Trient und Nordtirol.<br />

Die PRADER BANK ist mit zwei<br />

Kundencentern, einem in Trient und<br />

einem in Bozen, für ihre Kunden da.<br />

Radius: Wie sind Sie gestartet?<br />

J. Prader: Als ich mit dem Projekt<br />

der Bankgründung startete, hatte<br />

ich eine private Bank vor Augen,<br />

eine Bank ohne Altlasten, die<br />

unternehmerisch geführt ist, wo der<br />

Mensch <strong>im</strong> Mittelpunkt steht und<br />

Entscheidungen vor Ort, unabhängig<br />

von übergeordneten Instanzen<br />

getroffen werden. Bestärkt wurde<br />

ich durch die zahlreichen Gespräche<br />

mit Unternehmern der Region, die<br />

mir erste Signale gaben, dass sie<br />

bereit wären, in ein solches Projekt<br />

zu investieren.<br />

Radius: Was zeichnet Südtirol als<br />

Finanzplatz aus?<br />

J. Prader: Südtirol ist eine der<br />

reichsten Regionen Europas. Es ist<br />

die Region der Familien-betriebe,<br />

freiberuflichen Unternehmer und<br />

traditionsreichen Institutionen.<br />

Die Region Trentino Südtirol hat<br />

ca. 950.000 Einwohner, davon ca.<br />

100.000 eingetragene Unternehmer<br />

und ca. 17. 000 Freiberufler. Diese<br />

Unternehmen sind in der Regel klein<br />

strukturiert. Man ist erfolgreich,<br />

arbeitet hart und verdient überdurchschnittlich<br />

gut.<br />

Radius: Worin unterscheidet sich<br />

die PRADER BANK von den traditionellen<br />

Banken auf dem Platz?<br />

J. Prader: Die he<strong>im</strong>ischen, etablierten<br />

Banken sind Marktführer<br />

<strong>im</strong> klassischen Schaltergeschäft.<br />

Wir haben keine Schalterhalle <strong>im</strong><br />

Parterre, die PRADER BANK befindet<br />

sich in Bozen <strong>im</strong> dritten und<br />

in Trient <strong>im</strong> ersten Stock, wo die<br />

finanziellen Anliegen der Kunden<br />

sehr persönlich ausgelotet werden.<br />

Wir bieten unseren Kunden einen<br />

ganzheitlichen Beratungsansatz. Es<br />

wird dem Umstand Rechnung getragen,<br />

dass der Mensch in der Regel in<br />

seinem privaten Netzwerk von Familie<br />

steht, wo die einzelnen Mitglieder<br />

(Lebenspartner, Kinder ..) auch ihre<br />

persönlichen Ziele und Wünsche<br />

haben. Wir bieten unseren Kunden<br />

Corporate, Private und Leasing.<br />

Da die Bedürfnisse des Kunden<br />

<strong>im</strong> Zentrum stehen und die Bankprodukte<br />

auf ihn maßgeschneidert<br />

sind und nach dem Grundsatz des<br />

„best fit“ auf ihn angepasst werden,<br />

bedarf dies eines raschen und zielsicheren<br />

Handelns auf den internationalen<br />

Finanzmärkten. Dies ist<br />

der PRADER BANK aufgrund ihres<br />

ausgeprägten Netzwerkes möglich.<br />

Juni 2006<br />

Radius – Die Top 100


Nr. Anzeige 4/<strong>2023</strong> 63<br />

Für eine Zukunft,<br />

die der Natur, den<br />

Menschen und<br />

ihrem Vermögen<br />

guttut.<br />

Im Rahmen der Eröffnung der PRADER BANK <strong>im</strong> Jahr<br />

2006 als erste Privatbank in Südtirol, führte Radius<br />

ein Gespräch mit Josef Prader, dem Gründer der<br />

Bank. Damals wollten wir wissen, was ihn bewog,<br />

eine Privatbank in Südtirol zu gründen, und wie er<br />

seine Bank als private Initiative <strong>im</strong> he<strong>im</strong>ischen Bankenumfeld<br />

positionieren wollte. Heute führen wir ein<br />

Standortgespräch und fragen ihn nach der Zukunft.<br />

Radius: Herr Prader, haben sich Ihre Erwartungen<br />

von 2006, eine unabhängige Privatbank in Südtirol zu<br />

gründen, erfüllt?<br />

Josef Prader: Die Erwartungen haben sich voll erfüllt. Die<br />

PRADER BANK ist heute eine Realität, die auch für sehr komplexe<br />

Finanzthemen Lösungen <strong>im</strong> Private Banking, Corporate Banking<br />

und Family Office erbringt. In unserer Nische haben wir die<br />

Kompetenz einer internationalen Privatbank. Ich sehe darin das<br />

Ergebnis einer unternehmerischen Kultur, kompakter Gremien,<br />

sehr guter Mitarbeiter und hervorragender Experten als Partner.<br />

Dies alles in einem sehr komplexen und volatilen Umfeld.<br />

Radius: Seit Ihrem Start 2006 gab es zwei große Finanzkrisen.<br />

In der Bankenwelt ist seither kein Stein auf dem<br />

anderen geblieben. Banken machten Bankrott oder<br />

mussten staatlich gestützt werden. Wie wirkte sich das<br />

auf die Entwicklung der PRADER BANK aus?<br />

J. Prader: Wir haben ein robustes Geschäftsmodell und ein<br />

vorausschauendes und umsichtiges Risikomanagement. Die<br />

PRADER BANK ist eine kerngesunde, stabile und resiliente<br />

Privatbank. Das zeigt ein seit Jahren außerordentlich hoher<br />

Solvabilitätsquotient, Cet-1 in der Höhe von 50 Prozent, der<br />

weit über dem gesetzlich vorgeschriebenen Durchschnitt von<br />

zwöfl Prozent liegt. Wir erfüllen alle gesetzlichen Auflagen<br />

und mussten zu keiner Zeit außerordentliche Maßnahmen ergreifen,<br />

um unser Kapital zu stützen. Auch haben wir weder<br />

notleidende Kredite noch anhängige Gerichtsverfahren. Das<br />

spricht für Fairness in der Kundenbeziehung.<br />

Radius: Welche Rolle wird die Nachhaltigkeit in der<br />

Entwicklung ihrer Bank spielen?<br />

J. Prader: Nachhaltigkeit zählt zu unseren Kernwerten seit<br />

der Gründung der Bank. Wir streben Exzellenz in Sustainable<br />

Finance (Exzellenz in nachhaltigem Bankwesen) an und wollen<br />

Impulse setzen, die unserem Land zugutekommen. Dazu<br />

bringen wir Ideen zur Stärkung der <strong>Wirtschaft</strong> ein, um gemeinsam<br />

mit lokalen Partnern nachhaltige Finanzinstrumente<br />

zu entwickeln, die den Wohlstand <strong>im</strong> Land langfristig sichern<br />

und einen wirksamen Beitrag leisten, Südtirol zu einer<br />

europäischen Modellregion für nachhaltiges <strong>Wirtschaft</strong>en zu<br />

machen. Als Bank messen und verbessern wir jährlich unseren<br />

eigenen CO 2-Fußabdruck und sind Mitglied der NET-<br />

Zero-Plattform.<br />

Radius: Wie sehen Sie heute, als unabhängige, nachhaltige<br />

Privatbank, den Finanzplatz Südtirol?<br />

J. Prader: Ich sehe darin eine sehr große Chance, den <strong>Wirtschaft</strong>sstandort<br />

Südtirol zu stärken. Südtirol hat ein stabiles<br />

Gefüge von drei traditionellen Retailbanken, es gibt spezialisiertes<br />

Finanz-Know-how durch uns als Privatbank sowie<br />

durch die landeseigene SGR. Zudem hat Bozen auch eine<br />

Universität mit Schwerpunkt Finanzen. Das Thema der<br />

Nachhaltigkeit stellt uns vor große Herausforderungen. Es<br />

braucht neue finanzielle Lösungen für Finanzierungen, für<br />

Veranlagungen, für Investments usw., die es vor 20 Jahren<br />

nicht gab und auch heute noch nicht gibt. Diese Entwicklung<br />

benötigt die Bündelung der Kräfte und ein professionelles<br />

Zusammenspiel unterschiedlicher privater und öffentlicher<br />

Player, jeder in seiner Rolle und Funktion. Wenn das gelingt,<br />

wird der Wohlstand in unserem Land auch in Zukunft erhalten<br />

und finanzierbar bleiben.<br />

PRADER BANK AG<br />

Mustergasse 2 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 067 788<br />

info@praderbank.com | www.praderbank.com


64 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

AKTUELL<br />

DER FLUGPLATZ BOZEN<br />

Der Flughafen in St. Jakob bei<br />

Bozen: Ein Thema, das seit Jahren<br />

und Monaten die Südtiroler Bevölkerung<br />

bewegt und für Diskussionen<br />

am Stammtisch genauso wie<br />

<strong>im</strong> Landtag sorgt.<br />

Selten zuvor hat ein Projekt für den<br />

Ausbau einer bereits bestehenden<br />

Infrastruktur in Südtirol die Gemüter<br />

derart erhitzt. Der folgende Beitrag gibt<br />

einen kurzen Überblick über die heutige<br />

Situation und die geplanten Baulichkeiten<br />

am Flugplatzgelände. Bozen verfügt<br />

seit Mitte der 1920er-Jahre über einen<br />

Flugplatz. Unter dem faschistischen Reg<strong>im</strong>e<br />

war Bozen, so nahe an der Grenze<br />

zu Österreich, ein strategischer Brückenkopf.<br />

Nichts lag also näher, als der<br />

Stadt eine Landebahn für die (damals<br />

noch bescheidene) Luftwaffe einzuverleiben.<br />

Auch heute noch ist die Bozner<br />

Infrastruktur als Militärflughafen in die<br />

europäische Flugkartografie eingetragen<br />

und Standort der Flugstaffel IV0 A<br />

VES des italienischen Heeres.<br />

Wer nutzt den Flugplatz?<br />

Im vergangenen Jahr zählte man in Bozen<br />

über 21.000 Flugbewegungen. Davon<br />

sind über 5.000 den militärischen<br />

Übungsflügen mit teilweise überalterten<br />

Helikoptern anzurechnen. Die restlichen<br />

Bewegungen stammen von Aktivitäten<br />

der Sportflieger vom Aereo Club Bozen<br />

und sonstigen nationalen und internationalen<br />

Zivilflügen. Geöffnet ist der<br />

Bozner Flughafen derzeit von 8 bis 22<br />

Uhr. Für die Aktivitäten, die heute schon<br />

in beträchtlichem Ausmaß stattfinden,<br />

bedienen sich die Flugzeughalter der bestehenden<br />

Strukturen und Dienste. Der<br />

Großteil ist gesetzlich vorgeschrieben<br />

und wird auch von Staat oder Land finanziert.<br />

Funktionsfähig sind diese Dienste<br />

allemal, auch wenn sich die Rahmenbedingungen<br />

nicht sonderlich vorteilhaft<br />

präsentieren.<br />

Desolater Zustand<br />

Wer nur einmal am Gelände selbst war,<br />

ist vom desolaten Zustand der heute<br />

stehenden Gebäude wohl einigermaßen<br />

Aktive Flugplatzgegner<br />

überrascht worden. Die Behörden der<br />

Flugsicherheit, der Polizei und des Finanzministeriums<br />

sind in einem seit langem<br />

renovierungsbedürftigen Haus untergebracht.<br />

Die Feuerwehr ist in einem<br />

Container – wie er von Baustellen her<br />

bekannt ist – stationiert. Der Löschwagen<br />

steht <strong>im</strong> Freien. Einige Hangars<br />

für das Abstellen der Fluggeräte und<br />

ein Min<strong>im</strong>um an technischer Wartung<br />

präsentieren sich ebenso in keinem einwandfreien<br />

Zustand. Die Landebahn,<br />

ein 1.040 Meter langer Teerstreifen in<br />

Nord-Süd-Richtung, verfügt über keine<br />

Zufahrt von den Gebäuden oder Parkplätzen<br />

aus. Nach Niederschlägen müssen<br />

die Maschinen auf die nasse Wiese<br />

ausscheren, was schon mehrmals zu<br />

einem Absacken geführt hat.<br />

Tyrolean Air in Bozen


AKTUELL Nr. 4/<strong>2023</strong> 65<br />

ABD Airport<br />

Wo früher nur Militär- und kleine<br />

Privatflugzeuge starteten, ist<br />

die 1400 Meter lange Landebahn seit<br />

drei Jahren auch für den Start und die<br />

Landung größerer Verkehrsflugzeuge<br />

zugelassen.<br />

Die offizielle Gründung des Bozner<br />

Flughafens wird mit dem 24. Oktober<br />

1926 in den Akten verzeichnet.<br />

Erste Flugaktivitäten waren bereits<br />

einige Jahre zuvor aufgenommen<br />

worden. Der Militärflugplatz diente<br />

als strategischer Brückenkopf der italienischen<br />

Luftwaffe zum nahen Feind<br />

Österreich. Im März 1928 wurde der<br />

Flugplatz Bozen erstmals in die zivilen<br />

Linienflüge einbezogen. Die dre<strong>im</strong>otorigen<br />

Fokker der Gesellschaft Avio<br />

Linee Italiane konnten schon damals<br />

bis zu zehn Passagiere pro Flug befördern.<br />

Klein, übersichtlich und schnell:<br />

Ein besonderer Vorteil des ABD ist<br />

ganz sicher seine Größe. Der Flugpassagier<br />

hat in wenigen Schritten alle<br />

entscheidenden Strukturen erreicht.<br />

Obwohl der Flughafen klein ist, sind<br />

während der täglichen Öffnungszeiten<br />

von 6 bis 23 Uhr alle Dienste zu besetzen.<br />

24 Mitarbeiter hat der ABD.<br />

Zwischen den Linienflügen entstehen<br />

oft große Leerzeiten, kein opt<strong>im</strong>aler<br />

Arbeitsrhythmus. Bei der Ankunft von<br />

Charterflügen in den Sommermonaten<br />

kann es aber vorkommen, dass der<br />

Flughafen sich als fast zu klein erweist“,<br />

sagt die Marketingverantwortliche Marion<br />

Winkler.<br />

„Wir Südtiroler …“<br />

Als besondere Patrioten können<br />

wohl jene he<strong>im</strong>ischen Unternehmer<br />

bezeichnet werden, die sich für<br />

die Südtiroler Fluggesellschaft Air<br />

Alps starkmachen. Die aus Südtiroler<br />

Unternehmern und Geschäftsleuten<br />

bestehende Alpen Air GmbH hält mit<br />

86 Prozent den Löwenanteil an der<br />

Air Alps.<br />

Die anderen 14 Prozent sind zu je sieben<br />

Prozent <strong>im</strong> Besitz der Länder Südtirol<br />

und Nordtirol. Ein Teil der Air-<br />

Alps-Beteiligten haben bei<br />

der dritten Erhöhung des<br />

Gesellschaftskapitals ganz<br />

schön tief in die Tasche gegriffen,<br />

weil sie nach wie<br />

vor an einen Erfolg der Air<br />

Alps glauben. Dazu Franz<br />

Senfter, Präsident der Alpen<br />

Air GmbH. ,,Seit der<br />

Flughafen Bozen in Betrieb ist, wird<br />

mehr oder weniger intensiv über eine<br />

eigene Fluglinie nachgedacht. Dazu kam<br />

dann das Hin und Her mit der Tyrolean,<br />

die mit einem zugesicherten Ticketkontigent<br />

indirekt vom Land unterstützt<br />

wurde.“<br />

Geordnete Verhältnisse<br />

Als dann die Air Alps in finanzielle<br />

Schwierigkeiten kam, haben die Südtiroler<br />

die Möglichkeit gesehen, eine bestehende<br />

Struktur zu übernehmen. „Zum<br />

Flughafen gehört auch eine eigene Fluggesellschaft“,<br />

so der allgemeine Tenor.<br />

Nach der Übernahme der Air Alps kam<br />

Franz Senfter (2002)<br />

dann ein langes Ringen und Taktieren mit<br />

oder gegen die Tyrolean, je nach Gesichtspunkt.<br />

,,Wir haben uns für den risikoreichen<br />

Weg entschieden und haben damals<br />

beschlossen, zur Tyrolean in Konkurrenz<br />

zu treten.<br />

Drei oder sechs Romflüge<br />

Eine Zeit lang hat es dann geheißen, es<br />

gibt sechs Romflüge pro Tag, drei von<br />

Air Alps und drei von Tyrolean. Später<br />

war von einer Kompromisslösung<br />

die Rede, dass Air Alps zwei<br />

Romflüge bestreitet und<br />

die Tyrolean einen Romund<br />

einen Frankfurtflug<br />

täglich durchführt. In der<br />

Zwischenzeit wurde aber<br />

von Wien aus entschieden.<br />

Es war abzusehen, dass die<br />

Austrian-Airlines-Gruppe,<br />

zu der die Tyrolean nun gehört, einem<br />

von vornherein aussichtslosen, weil defizitären<br />

Engagement, nicht zust<strong>im</strong>men<br />

würde. ,,Für uns war es durch die Absage<br />

natürlich wesentlich leichter geworden,<br />

aber es ist <strong>im</strong>mer noch schwer genug.<br />

Rom läuft derzeit gut, wir denken<br />

schon über einen weiteren Flug pro Tag<br />

nach und die Verhandlungen mit dem<br />

Münchner Flughafen für eine Verbindung<br />

nach Norden ab diesem Herbst<br />

sind auch auf einem sehr guten Punkt.<br />

Das Gleiche gilt für die Gespräche mit<br />

der Lufthansa.“ Wie man inzwischen<br />

weiß, konnten alle diese Pläne nicht realisiert<br />

werden.<br />

SÜDTIROLER BETEILIGUNGEN<br />

AN DER ALPEN AIR GMBH<br />

Senfter AG Innichen, IFI AG Bozen, Amonn Holding GmbH, Duka GmbH und Haka<br />

GmbH Hans Krapf, PIKO KG – Christian Pircher, ACABA KG – A. Guarriello, Leitner<br />

AG Sterzing, PAN GmbH Bozen, Rubner Holding Kiens, Thun AG Bozen, Defranceschi<br />

AG Neumarkt, Loacker AG Ritten, La Tirolese GmbH – Paolo Bertolini,<br />

Selectra AG Bozen, Torggler AG Marling, Schweitzer Project Naturns, Brauerei<br />

Forst Algund, Leasing Bozen AG, Union Bau Sand in Taufers, Brennerei Pircher<br />

Lana, Enerco GmbH Bozen, Dr. Schär GmbH Burgstall, Intercable GmbH Bruneck,<br />

Elektro Matteucci Bozen, Würth GmbH Neumarkt, Dr. Plattner <strong>Wirtschaft</strong>sberater<br />

Bozen, Dr. Brandstätter Rechtsanwalt Bozen. Beteiligungen Air Alps GmbH: 86 %<br />

Alpen Air GmbH, 70 STA (Autonome Provinz Bozen), 7 % Hypo Tirol (Land Tirol)


Anzeige<br />

Sky Alps engagiert sich in Sachen<br />

Der Luftverkehr hat weltweit einen Anteil von 2,8 Prozent<br />

aller CO 2 -Emissionen und Kl<strong>im</strong>aschutz geht uns<br />

alle an. Die Flugzeugflotte von SkyAlps ist der Beweis<br />

dafür, dass auch <strong>im</strong> Flugverkehr in Sachen Umweltschutz<br />

nachhaltiges und wirkungsvolles Handeln<br />

möglich ist.<br />

Sky Alps bietet den Gästen die Möglichkeit, stressfrei in<br />

den Urlaub zu fliegen und das mit einem sehr effizienten<br />

Flugzeug! „Wir verfolgen mit dem Flugzeugtyp Dash 8-Q400<br />

das Ziel, die CO 2-Emissionen pro Personenkilometer auf unseren<br />

Flügen möglichst niedrig zu halten“, so der Eigentümer<br />

von SkyAlps, Josef Gostner. „Während der europäische<br />

Durchschnitt bei rund 3,6 Liter/100 Kilometer pro Passagier<br />

liegt, gelingt es SkyAlps, einen Durchschnittsverbrauch von<br />

circa 2–2,3 Liter/100 Kilometer pro Passagier zu erzielen,<br />

sodass unsere Passagiere knapp halb so viel CO 2-Emissionen<br />

produzieren wie der Durchschnitt.“ Das Bundesluftfahrtbüro<br />

FAA und die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit<br />

EASA bestätigt, dass die Dash 8-Q400 aufgrund ihrer<br />

fortschrittlichen Konstruktion den derzeitigen Regionaljets<br />

und Turboprops weit voraus ist, was die Geräuschentwicklung<br />

bei Start und Landung betrifft – nämlich rund 50 Prozent<br />

weniger als bei Jets. Dies wurde auch der SkyAlps von<br />

den Anrainern des Flughafens bestätigt, welche täglich in den<br />

Feldern ihre Landwirtschaft betreiben.<br />

Laut Umweltbundesamt in Deutschland ist der Luftverkehr für<br />

fünf Prozent der globalen Erderwärmung verantwortlich.<br />

Keine Kondensstreifen – weniger globale Erwärmung<br />

CO 2-Emissionen, vor allem Emissionen von Wasserdampf, Stickoxiden,<br />

Rußpartikeln, Sulfatpartikeln, sind in den Abgasen von<br />

Düsenturbinen und bilden sogenannte Kondensstreifen. Passagierflugzeuge<br />

mit Düsenantrieb fliegen in einer Höhe von 9.000 bis<br />

12.000 Metern. Genau in dieser Höhe zwischen Troposphäre und<br />

Stratosphäre bilden sich Kondensstreifen. Die Dash von SkyAlps<br />

hingegen fliegt in einer max<strong>im</strong>alen Höhe von 7.000 Metern und<br />

bildet daher auch keine<br />

Kondensstreifen. Dazu<br />

kommt die Zusammenarbeit<br />

mit der Tamarack<br />

Aerospace Group, ein<br />

hoch technologisiertes<br />

Unternehmen der internationalen<br />

Luftfahrt.<br />

Durch die Verwendung<br />

von Tamarack Active<br />

Winglets (siehe Foto)<br />

können Kraftstoff-Einsparungen<br />

von bis zu<br />

zehn Prozent erreicht<br />

Tamarack Active Winglets<br />

werden.


Nr. 4/<strong>2023</strong> 67<br />

VERGLEICH DER CO 2 -EMISSIONEN<br />

VON SKYALPS MIT ANDEREN VERKEHRS-<br />

MITTELN (PRO PERSON 100 KM)*<br />

Quelle: Quarks/Westdeutscher Rundfunk.<br />

Kl<strong>im</strong>aschutz<br />

*Angenommene Auslastung von ÖPNV 24 %, Schnellzug<br />

52 %, Fernlinienbus 62 %, Flugzeug 77 %, Auto 2 Personen<br />

und einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,2 l/100 km.<br />

Fazit: Eine Autoreise von Bozen nach Berlin mit 2 Personen<br />

produziert fast doppelt so viele Emissionen wie eine Reise mit<br />

SkyAlps für dieselbe Strecke.<br />

Charterflüge statt Business-Destinationen<br />

SkyAlps gehört zur Unternehmensgruppe FRI-EL Green Power,<br />

welche rund 860.000 Tonnen CO 2 durch die Produktion<br />

von grüner Energie jährlich einspart. Die CO 2-Emissionen des<br />

Flugbetriebs eines ganzen Jahres werden so von der Gruppe<br />

in weniger als sechs Tagen ausgeglichen. „Überdies bieten wir<br />

den Passagieren be<strong>im</strong> Ticketkauf die Option an, ihren Beitrag<br />

zu leisten und ihren CO 2-Fußabdruck – der bereits von der<br />

Gruppe ausgeglichen wird – weiter zu kompensieren, durch einen<br />

entsprechenden Aufpreis“, so Josef<br />

Gostner. Angesprochen, mit Bezug auf<br />

die gute Auslastung der SkyAlps, was er<br />

als Unternehmer besser macht als die Air<br />

Alps, meint Josef Gostner: „Nicht wir,<br />

sondern unsere Flugzeuge machen den<br />

Erfolg möglich. Mit rund 76 Passagieren<br />

haben wir die doppelte Kapazität der<br />

Air-Alps-Maschinen. Das ist <strong>im</strong> Charterbereich<br />

ein entscheidender Vorteil,<br />

denn für den Businessbereich allein,<br />

z.B. Bozen – Rom haben wir in Südtirol<br />

zu wenig Interessenten. Außerdem fliegen<br />

wir auch <strong>im</strong> Auftrag von anderen<br />

Josef Gostner<br />

Fluglinien diverse Kurzstrecken, auch<br />

dafür ist die Kapazität unserer Maschinen gut geeignet. Diese<br />

Möglichkeit wird in Zukunft enorm ausgebaut und deshalb<br />

werden wir zu den bestehenden vier Maschinen weitere zwölf<br />

ankaufen“, berichtet der Airline-Chef nicht ohne Stolz.<br />

SKYALPS<br />

Kornplatz 3 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 060 950<br />

info@skyalps.com | www.skyalps.com


68 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Felsenfest seit<br />

über 200 Jahren<br />

Vor 200 Jahren wurde die TIROLER VERSICHERUNG<br />

gegründet. Im Jahr 1919 verlor sie einen Großteil ihres<br />

historischen Kernmarkts, <strong>im</strong> Jahr 2006 kehrte sie<br />

endlich zurück.<br />

Wir schreiben das Jahr 1821: Die TIROLER ist die erste<br />

Feuerversicherung/Sachversicherung, die <strong>im</strong> damaligen<br />

Österreich gegründet wird. Und bis heute ihre in allen geschichtlichen<br />

Wellentälern bewährte Gesellschaftsform beibehalten<br />

hat. Tirol ist also schon damals wirtschaftlicher Pionier.<br />

Nur zwei österreichische Versicherungen haben ein früheres<br />

Gründungsdatum: Die Oberösterreichische wird 1811 von den<br />

Bayern gegründet (ist also keine österreichische Gründung)<br />

und die Vorläufer der Merkur Versicherung (gegr. 1798) ist bis<br />

1825 eine reine Vorsorgekassa, n<strong>im</strong>mt erst später die Sachversicherung<br />

auf und heißt erst seit 1946 „Merkur“.<br />

Vorbildwirkung<br />

Diese Pionierleistung Tirols – tatsächlich als Erste in Österreich<br />

eine Feuerversicherung zu gründen – hat zur Folge, dass der<br />

volle Geschäftsbetrieb der TIROLER erst 1825 aufgenommen<br />

werden kann. Da damals jegliche Erfahrung mit der Gründung<br />

einer Sachversicherung, Inbetriebnahme, Organisation und der<br />

Erstellung der Statuten eines Versicherungsvereins fehlt und<br />

alles erst erarbeitet werden muss.<br />

Alle später gegründeten Versicherer in Österreich konnten auf<br />

dieses Wissen aufbauen. Nach dem Ersten Weltkrieg verlor die<br />

TIROLER ihre Mitglieder in Südtirol und Trentino (mehr als die<br />

Links das „Circolare“ über die Gründung der TIROLER<br />

VERSICHERUNG aus dem Jahr 1821, rechts ein Zahlungsbüchlein<br />

der TIROLER VERSICHERUNG aus Südtirol von 1895<br />

Hälfte aller Kunden), weil der eigentliche Privatverein aufgrund<br />

der Bezeichnung Landesversicherung völkerrechtlich als öffentliches<br />

Gut angesehen wurde. Erst <strong>im</strong> Jahr 2006, 87 Jahre später,<br />

eröffnet die TIROLER in Bozen eine Landesdirektion für Südtirol<br />

und ist seither wieder <strong>im</strong> einstigen Stammmarkt vertreten.<br />

Tiroler Versicherung V.a.G.<br />

Schlachthofstraße 30 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 052 600<br />

suedtirol@tiroler.it | www.tiroler.it<br />

Nach dem Dorfbrand von Mitterolang 1904<br />

rettete die TIROLER zahlreiche Existenzen.<br />

Graf Chotek machte<br />

sich für die Gründung der<br />

TIROLER VERSICHERUNG<br />

<strong>im</strong> historischen Tirol stark.


Nr. 4/<strong>2023</strong> 69<br />

„Toleranz<br />

und Solidarität“<br />

Radius: Die TIROLER wirbt mit ihrer neuen<br />

Kampagne für Zusammenhalt und Toleranz. Im<br />

Interview erklärt Vorstandsvorsitzender Franz Mair,<br />

warum der Regionalversicherung diese Themen<br />

besonders wichtig sind.<br />

Franz Mair: Die neue Kampagne der TIROLER widmet sich<br />

den Themen Zusammenhalt und Toleranz.<br />

Radius: Welche Idee verfolgen Sie damit?<br />

F. Mair: Seit über 200 Jahren sind wir ein Verein auf Gegenseitigkeit<br />

– Solidarität und ein gelebtes Miteinander sind<br />

Teil unseres Gründungsauftrags. Diese Werte sind unabhängig<br />

von Herkunft, Hautfarbe, sexueller Orientierung,<br />

Religion oder Alter – und heute<br />

wohl wichtiger denn je. Es ist höchste<br />

Zeit, den Blick auf das Verbindende zu<br />

lenken und nicht <strong>im</strong>mer das Trennende<br />

zu fokussieren. Daher rücken wir<br />

das auch ins Zentrum unseres neuen<br />

Marktauftritts.<br />

SEIT 200 JAHREN<br />

DER ZEIT VORAUS<br />

1821: Gründung der Feuer-Assekuranz-Anstalt für<br />

Tirol, als Privatverein auf Gegenseitigkeit<br />

1823: Veröffentlichung der Statuten der<br />

„Feuer-Versicherungs-Anstalt für Tirol“<br />

1899: Rund 100.000 Mitglieder haben etwa<br />

160.000 Gebäude versichert.<br />

1919: Nach dem Ersten Weltkrieg verliert die<br />

TIROLER ihre Mitglieder in Südtirol und <strong>im</strong> Trentino.<br />

1938: Die Nazis entheben Direktor Josef Dobin.<br />

1945: Die TIROLER beginnt mit dem Wiederaufbau:<br />

Erste Aufgabe ist die Wiederinstandsetzung der<br />

zerbombten Zentrale.<br />

1979: Mehr als die Hälfte der Häuser in Tirol sind<br />

bei der TIROLER gegen Feuerschäden versichert.<br />

1998: Aus der Tiroler Landesversicherung V.a.G.<br />

wird die TIROLER VERSICHERUNG V.a.G.<br />

2006: Die TIROLER eröffnet nach 87 Jahren in<br />

Bozen wieder eine Landesdirektion für Südtirol.<br />

2017: Die Landesdirektion Südtirol gewinnt den<br />

Top Company Award.<br />

Franz Mair, Vorstandsvorsitzender<br />

der<br />

TIROLER VERSICHERUNG<br />

Radius: Die TIROLER ist ein<br />

Verein auf Gegenseitigkeit. Was<br />

genau bedeutet das?<br />

F. Mair: Das bedeutet, dass die TIROLER ausschließlich den<br />

Mitgliedern gehört und es keine Eigentümerinnen UND Eigentümer<br />

gibt. Alle erwirtschafteten Erträge bleiben <strong>im</strong> Unternehmen<br />

und fließen in unterschiedlichen Ausprägungen wieder an<br />

die Mitglieder – also die Kundinnen und Kunden – zurück. Die<br />

TIROLER entstand <strong>im</strong> Jahr 1821 aus einem Grundbedürfnis<br />

der Bevölkerung heraus: Schutz vor den Folgen verheerender<br />

Brände, die so manche Existenz zerstörten. Geringe jährliche<br />

Beiträge aller halfen den Betroffenen nach einem Brandschaden<br />

– und sicherten so ihre Existenz. Gelebte Solidarität durch<br />

Eigeninitiative in schwierigen Zeiten. Dieses Grundprinzip ist<br />

aktueller denn je.<br />

Radius: Auf den Plakaten posieren in erster Linie<br />

Menschen mit Bezug zur TIROLER. Auch bei der Personalsuche<br />

werben ausschließlich Ihre Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter. Warum?<br />

F. Mair: Weil niemand glaubwürdiger für die TIROLER werben<br />

kann als die Menschen, die begeistert mit der oder für die<br />

TIROLER arbeiten. Ob Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren<br />

Kinder, Delegierte oder Kundinnen und Kunden – es ist die<br />

Vielfalt, die wesentlich zum Erfolg der TIROLER beiträgt. Alle<br />

bringen ihr Wissen, ihre Talente, Erfahrungen und ihre Einzigartigkeit<br />

ein und arbeiten zusammen an den besten Lösungen.<br />

Alle verschieden, alle besonders und doch verbunden. „Mir haltn<br />

zamm“ – weil wir Vielfalt als Chance für uns alle sehen.<br />

Jäger Benni Schmid &<br />

Downhiller Manu Siri.<br />

Gegenseitig versichert.<br />

Seit 1821.


Anzeige<br />

Industrie<br />

<strong>im</strong> <strong>Wandel</strong><br />

Innovativ, international,<br />

inspirierend – Industrie ist IN!<br />

Kaum ein anderer Sektor hat <strong>im</strong> letzten<br />

Vierteljahrhundert einen so radikalen<br />

<strong>Wandel</strong> durchgeführt wie unsere he<strong>im</strong>ische<br />

Industrie. <strong>Wirtschaft</strong>sdaten von 1998 und<br />

<strong>2023</strong> <strong>im</strong> Vergleich.<br />

Weg vom Mehr, hin zum Besser – das gilt auch für unsere<br />

Unternehmen der Industrie und der industrienahen<br />

Dienstleistungen“, sagt der Präsident des Unternehmerverbandes<br />

Südtirol, Heiner Oberrauch. Rund 500 Unternehmen gehören<br />

dem Unternehmerverband an, insgesamt beschäftigen<br />

sie in Südtirol 41.482 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter. Das sind mehr Menschen,<br />

als Meran – nach Bozen die<br />

zweitgrößte Stadt unseres Landes –<br />

Einwohner hat.<br />

In verschiedensten Sektoren tätig, haben<br />

die Mitgliedsbetriebe des Unternehmerverbandes<br />

vor allem eines gemeinsam:<br />

die starke Innovationskraft.<br />

„Noch vor dreißig Jahren – erinnert<br />

sich Oberrauch – war das Symbol für<br />

die Industrie der rauchende Kaminschlot.<br />

In der Zwischenzeit hat sich die<br />

Heiner Oberrauch,<br />

Präsident des<br />

Unternehmerverbandes<br />

Südtirol<br />

Industrie ein hohes Ansehen erarbeitet, weil sie vorausschaut,<br />

weil sie sichere Arbeitsplätze und höhere Löhne garantiert,<br />

weil unsere Unternehmen ein großes Engagement für das Allgemeinwohl<br />

gezeigt haben. In Südtirol hat sich die Industrie<br />

in den Jahren hin zu einer Hightech-Industrie entwickelt, in<br />

der der Schwerpunkt auf Innovation und umweltfreundliche<br />

Lösungen, die Eroberung neuer Märkte und die Schaffung von<br />

hoch qualifizierten Arbeitsplätzen liegt.“<br />

Die Industriezone in Bozen Süd<br />

ist Südtirols größtes Gewerbegebiet.<br />

3.000 neue Arbeitsplätze <strong>im</strong> Jahr<br />

Im Jahr 1998 waren in Südtirol genau 144.895 Menschen<br />

unselbstständig beschäftigt. Heute, 25 Jahre später, sind es<br />

schon über 220.000. In diesen Jahren wurden also mehr als<br />

75.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, <strong>im</strong> Schnitt 3.000 neue<br />

Arbeitsplätze pro Jahr. Eine beträchtliche Entwicklung, hat<br />

unsere <strong>Wirtschaft</strong> doch in diesem Vierteljahrhundert mehrere<br />

Krisen durchlebt. „Die Industrie hebt sich in diesem Zusammenhang,<br />

besonders in der Qualität der Arbeitsplätze, positiv<br />

hervor: 89,4 Prozent aller Arbeitsverhältnisse in diesem Sektor<br />

sind nämlich unbefristet. Das ist bei Weitem der höchste<br />

Anteil unter allen <strong>Wirtschaft</strong>ssektoren. Zum Vergleich: In der<br />

öffentlichen Verwaltung liegt der Anteil an unbefristeten Ar-


Nr. 4/<strong>2023</strong> 71<br />

beitsverträgen mit 78,1 Prozent um über zehn Prozentpunkte<br />

unter jenem der Industrie“, erklärt Oberrauch.<br />

Wohlstand und Wohlfahrt hängen zusammen<br />

Wir verdanken unseren Wohlstand auch einer gut funktionierenden<br />

Gesellschaft. Darauf müssen wir auch weiterhin achten.<br />

Gute <strong>Wirtschaft</strong>spolitik ist zugleich auch gute Sozialpolitik.<br />

Nicht nur die Zahlen am Arbeitsmarkt belegen dies eindrucksvoll.<br />

Südtirols Bruttoinlandsprodukt ist seit 1998 von rund 18,5<br />

Mrd. Euro um 30 Prozent auf mehr als 24 Mrd. Euro angestiegen.<br />

Die Industrie trägt dabei mit rund 25 Prozent am stärksten<br />

zum Bruttoinlandsprodukt bei. Zum Vergleich: Handel oder<br />

Tourismus kommen auf jeweils elf Prozent, die Landwirtschaft<br />

auf rund fünf Prozent des Südtiroler Bruttoinlandsproduktes.<br />

Dadurch konnte jene Wohlfahrt generiert werden, die unsere<br />

öffentlichen Dienstleistungen, unser Gesundheitssystem, unsere<br />

sozialen Leistungen finanziert. Der Landeshaushalt umfasste<br />

<strong>im</strong> Jahr 1998 weniger als 3,4 Mrd. Euro, <strong>im</strong> Voranschlag <strong>2023</strong><br />

stehen mit 6,84 Mrd. Euro mehr als doppelt so viel Mittel zur<br />

Verfügung. Allerdings ist das Einkommen der Familien nicht<br />

<strong>im</strong> selben Ausmaß angestiegen. „Hier braucht es einen Umkehrtrend.<br />

Den Familien muss mehr Netto vom Brutto bleiben.<br />

Die Mittel, um Steuererleichterungen zu ermöglichen, können<br />

durch eine gezielte Spending Review freigemacht werden:<br />

Ansetzen kann man bei einer Vereinfachung der Abläufe, der<br />

Zusammenlegung von Diensten, der Digitalisierung und der<br />

Verschlankung der Verwaltung. Wir werden uns auch die kritische<br />

Frage stellen müssen, was sich überlebt hat und nicht mehr<br />

finanziert werden muss“, so Oberrauch.<br />

Industrie, Südtirols Botschafterin <strong>im</strong> Ausland<br />

6,5 Milliarden Euro: Das ist der Wert der Waren und Produkte,<br />

welche <strong>im</strong> Jahr 2022 von Südtiroler Unternehmen ins Ausland<br />

exportiert wurden. Dieser Allzeitrekord ist umso beeindruckender,<br />

wenn man ihn mit dem Wert der Ausfuhren <strong>im</strong> Jahr 1998<br />

vergleicht: Damals exportierte Südtirol nämlich noch weniger<br />

als 2 Mrd. Euro auf die verschiedenen Weltmärkte. In der Zwischenzeit<br />

finden sich die Produkte „made in Südtirol“ in über<br />

170 der insgesamt knapp 200 Länder der Welt. Der Großteil der<br />

exportierenden Unternehmen stammt aus der Industrie, die über<br />

85 Prozent des Exports generiert. Die Eroberung neuer Märkte<br />

gelingt noch nicht allen: Im vergangenen Jahr hatten nur etwas<br />

mehr als 2.000 Südtiroler Unternehmen Handelsbeziehungen<br />

zum Ausland: Das sind weniger als fünf Prozent aller he<strong>im</strong>ischen<br />

Unternehmen. Die Hälfte des Exports wird von gerade einmal<br />

22 Unternehmen geschaffen, rund 90 Prozent der Ausfuhren<br />

gehen auf das Konto von 231 Unternehmen. „Wir haben Weltmarktführer,<br />

die Imageträger und starke Botschafter Südtirols<br />

sind. Ganz gleich, ob Seilbahntechnik, Beschneiungsanlagen,<br />

Elektromobilität, bahnbrechende IT-Lösungen, weltweit sichtbare<br />

Lebensmittel wie Waffeln, Strudel oder zöliakieverträgliche<br />

Lebensmittel bis hin zu Getrieben für Geländefahrzeuge – um<br />

nur einige wenige zu nennen“, so Oberrauch.<br />

Ein Blick nach vorne: enkeltaugliches <strong>Wirtschaft</strong>en<br />

Kl<strong>im</strong>awandel, Digitalisierung, demografischer <strong>Wandel</strong>, Energiewende:<br />

An Herausforderungen für die Zukunft fehlt es keineswegs.<br />

Für Verbandspräsident Heiner Oberrauch ist klar:<br />

„Gerade industriell organisierte Unternehmen denken langfristig.<br />

Besonders Familienunternehmen denken nicht an die nächste<br />

Quartalsbilanz; sie denken in Generationen. Das bedeutet<br />

ganz konkret: Wir werden anders wirtschaften müssen als in<br />

der Vergangenheit. Mit veränderten Lebensgewohnheiten, mit<br />

weniger CO 2-Ausstoß, mit einem noch achtsameren Umgang<br />

mit natürlichen Ressourcen, mit neuen Arbeitszeitmodellen.<br />

Die Industrie wird dabei ein wesentlicher Teil der Lösung sein.<br />

Nachhaltig zu agieren, bedeutet für uns aber auch, unseren Kindern<br />

und Enkeln die Möglichkeit zu geben, ihre Vorstellungen<br />

und Zukunftsaussichten in unserem Land einmal verwirklichen<br />

zu können. In einer Zeit, wo sich fast alle nur um das Hier und<br />

Jetzt kümmern, wird enkeltaugliches <strong>Wirtschaft</strong>en umso mehr<br />

zu unserer Aufgabe.“<br />

Unternehmerverband Südtirol<br />

Schlachthofstraße 57 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 220 444<br />

info@unternehmerverband.bz.it<br />

www.unternehmerverband.bz.it<br />

Die Mitgliedsbetriebe des Unternehmerverbandes<br />

exportieren in über 170 Länder weltweit (in der Grafik blau).<br />

Die Südtiroler Industrie ist Vorreiter bei<br />

der Digitalisierung am Arbeitsplatz.


72 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

FC Südtirol, von 1995 bis heute<br />

Mit der Idee, in Südtirol eine Profi-<br />

Fußballmannschaft auf die Beine<br />

zu stellen, ist eine Unternehmergruppe<br />

<strong>im</strong> Jahre 1995 dieses ehrgeizige<br />

Unterfangen angegangen.<br />

Nachdem die Verhandlungen mit<br />

dem AC Bozen gescheitert waren,<br />

übernahm die Unternehmergruppe<br />

den SV Milland. Der Verein wurde am<br />

1. August 1995 offiziell vorgestellt.<br />

In der Zeit von der Landesliga in die<br />

Oberliga war Hanns Huber besser bekannt<br />

unter H47, der Präsident des<br />

FC Milland. Es hatte sich ein Schuldenberg<br />

von 150.000.000 Lire angehäuft<br />

und alles schien vor dem Aus. Be<strong>im</strong><br />

FC Südtirol (Ex-SV Milland) spielte<br />

damals Omar Goller, Sohn vom Grödner<br />

Bauunternehmer Leopold Goller.<br />

Nachdem Hanns Huber als Präsident<br />

seinen Zahlungsverpflichtungen nicht<br />

nachkommen konnte, sprang Leopold<br />

Goller ein und übernahm damit auch<br />

den Verein<br />

1999/2000 – Der Aufstieg<br />

in den Profifußball<br />

In der Saison 1999/2000 trieb Trainer<br />

Giuseppe Sannino sein Team zum Sieg<br />

der nationalen Amateurliga (Serie D).<br />

Das entscheidende Spiel in Mezzocorona<br />

gewann der FCS dank eines Treffers von<br />

Matteo Girlanda und feierte den Aufstieg<br />

in die Serie C2, der vierten italienischen<br />

Liga. Hans Krapf erinnert sich: „Wir<br />

waren <strong>im</strong> Jahr 2000 zum ersten Mal in<br />

einem Hotel in Mailand, wo die Vereine<br />

und Spielerberater der Prof<strong>im</strong>annschaften<br />

der Serie A, B, C1 und C2 ihre Spieler<br />

angeboten haben – auf dem sogenannten<br />

Spielermarkt. Leopold war das alles<br />

suspekt, aber wenn man schon auf den<br />

Markt geht, muss man auch was kaufen,<br />

war meine Devise. Am Ausgang wurde<br />

uns um 15 Millionen Lire ein Verteidiger<br />

angeboten, der sah ziemlich böse aus.<br />

Wir haben Luigi Crisopulli gekauft, er<br />

hat sich be<strong>im</strong> FCS wohlgefühlt und als<br />

Verteidiger bei uns voll eingeschlagen;<br />

2006 haben wir ihn mit einem guten Gewinn<br />

wiederverkauft. Nach dieser ersten<br />

Erfahrung am Mailänder Spielermarkt<br />

haben wir noch viel dazulernen müssen<br />

1997 Vorstand FC Südtirol 2000 Aufstieg in die Serie D 2005 Präsident und Hauptsponsor


AKTUELL<br />

Nr. 4/<strong>2023</strong> 73<br />

und auch das eine oder andere Lehrgeld<br />

bezahlt. Heute weiß ich – <strong>im</strong> italienischen<br />

Fußball ist alles möglich; es gibt nichts,<br />

was es nicht gibt!“<br />

2009/10 – Aufstieg in die dritte Liga<br />

Im Mai 2010 klappte es endlich. Leider<br />

war es dem rührigen Präsidenten<br />

Leopold Goller († 20.6.2009) nicht<br />

mehr vergönnt den Aufstieg seines<br />

FCS mitzuerleben. Trainer Alfredo<br />

Sebastiani gelang es, aus einer jungen<br />

Mannschaft, gespickt mit zahlreichen<br />

Südtiroler Fußballtalenten wie Hans<br />

Rudi Brugger, Hannes Kiem, Hannes<br />

Fink, Manuel Scavone, Michael Bacher,<br />

den Fischnaller-Brüdern Hannes<br />

und Manuel sowie zahlreichen anderen<br />

eine Siegermannschaft zu formen. Erstmals<br />

in der Vereinsgeschichte gelang der<br />

Aufstieg in die dritte Liga. Im letzten<br />

Meisterschaftsspiel gegen Valenzana<br />

wurde der Mannschaft vor einem ausverkauften<br />

Drusus-Stadion mit mehr als<br />

3.000 Fans der Rücken gestärkt. Das<br />

Entscheidungstor erzielte Mattia Marchi<br />

in der 69. Minute durch einen sehenswerten<br />

„Lupfer“.<br />

2018 – die Eröffnung des FCS-Center<br />

Bereits <strong>im</strong> Jahr 2012 war die Entscheidung<br />

darüber gefallen, dass das Trainingszentrum<br />

des FC Südtirol in der<br />

Sportzone Rungg (Gemeinde Eppan)<br />

entstehen sollte. Die Bauarbeiten wurden<br />

in der Folge in vier Baulosen umgesetzt<br />

und das Trainingszentrum am<br />

7. April 2018 offiziell eingeweiht. Das<br />

sogenannte „FCS Center“ umfasst ein<br />

Dienstleistungsgebäude, zwei Naturrasenplätze,<br />

zwei große Kunstrasenplätze<br />

und einen kleineren Kunstrasenplatz.<br />

Für das gesamte Team und besonders<br />

für den Hauptaktionär Hans Krapf ging<br />

ein Traum in Erfüllung. Endlich hatte das<br />

2022 Der Jubel über den Aufstieg ist grenzenlos<br />

„Zigeunerleben“, was die Trainingsplätze<br />

betraf, ein Ende: „Für mich ist der<br />

FC Südtirol wie ein Kind, das ich gemeinsam<br />

mit Leopold Goller großgezogen<br />

und europaweit bekannt gemacht habe.<br />

Von der Kindheit in den Amateurligen,<br />

später als Teenager in der Serie D und C,<br />

bis zur Volljährigkeit in der vergangenen<br />

Saison und in die Serie B.“<br />

Serie B, Serie B, Serie B!<br />

Lange hat der FC Südtirol von der<br />

Serie B geträumt. Es war ein langer und<br />

steiniger Weg, geprägt von Höhen und<br />

Tiefen. Doch die harte Arbeit der vergangenen<br />

Jahrzehnte hat sich bezahlt<br />

gemacht. Unter Trainer Ivan Javorcic<br />

spielte der FC Südtirol in der Saison<br />

2021/22 eine nahezu perfekte Meisterschaft,<br />

gewann schlussendlich den Kreis<br />

A der Serie C verdient und stieg damit<br />

in die Serie B auf. Padua war die gesamte<br />

Saison über ein harter Gegner, doch mit<br />

nur zwei Niederlagen und neun Gegentreffern<br />

– absoluter Bestwert <strong>im</strong> europäischen<br />

Profifußball – war den Weißroten<br />

der Meisterschaftserfolg nicht zu nehmen.<br />

Rechtzeitig für das direkte Duell<br />

gegen Padua – am vorletzten Spieltag –<br />

wurde die neue Zanvettor-Tribüne fertiggestellt,<br />

sodass der FC Südtirol in Bozen<br />

erstmals vor über 5.000 Zuschauern und<br />

Zuschauerinnen auflaufen durfte.<br />

Das erste Spiel in Brescia<br />

Am 14. August 2022 war es dann so weit.<br />

Im Stadio Rigamonti in Brescia bestritt<br />

der FC Südtirol sein erstes, historisches<br />

Match in der Serie B. Nach einem schweren<br />

Start in die Saison übernahm Pierpaolo<br />

Bisoli den Trainerposten der Weißroten.<br />

Unter seiner Leitung konnte der<br />

FCS binnen kürzester Zeit überzeugen<br />

und in das Rennen um die Playoff-Tickets<br />

einsteigen. Seit Monaten sorgt der<br />

FC Südtirol <strong>im</strong> ganzen Land für enorme<br />

Begeisterung und ausverkauften He<strong>im</strong>spielen:<br />

In Südtirol ist das Fußballfieber<br />

ausgebrochen! Das Ende dieser ersten<br />

und so bezaubernden Serie-B-Meisterschaft<br />

war bei Redaktionsschluss noch<br />

offen. Doch eines steht fest: Der FCS hat<br />

Südtiroler Fußballgeschichte geschrieben<br />

und gilt weit über die Landesgrenzen hinaus<br />

als das „Fußballmärchen“ <strong>im</strong> italienischen<br />

Profifußball.<br />

2010 Aufstieg in die dritte Liga<br />

2018 Eröffnung des FCS-Centers 2018 Einweihung mit illustren Gästen


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 75<br />

Titel Titel Titel<br />

Vorspann.<br />

T ext Dezember 2001<br />

Radius – Immobilien<br />

und Bauwirtschaft


76 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

25 Jahre<br />

Bürotechnik<br />

in Südtirol<br />

Wer in Südtirol auf moderne Bürokommunikation<br />

setzt, kommt um Amonn Office kaum herum. Mit<br />

innovativen Hard- und Softwarelösungen sowie einem<br />

umfassenden Serviceangebot hat sich das Unternehmen<br />

mit Geschäftssitzen in Bozen und Bruneck in<br />

den vergangenen 25 Jahren als leistungsstarker<br />

Komplettanbieter einen guten Namen gemacht.<br />

Unsere Zeit ist geprägt von ständigen Veränderungen.<br />

Trends kommen und gehen, Innovationen von heute können<br />

morgen schon wieder überholt sein – ganz besonders <strong>im</strong><br />

technischen Bereich. Um hier 25 Jahre lang ganz vorne mit dabei<br />

zu sein, braucht es mehr als ein gutes Produkt. Solide Werte<br />

und ein umfassendes Know-how bilden die Basis, aber erst der<br />

Mut zu Visionen und Innovationen sichert den Markterfolg<br />

über alle Zeitströmungen hinweg.<br />

Diese Fähigkeit zu vorausschauendem Denken und Handeln hat<br />

Amonn Office in seiner 25-jährigen Unternehmensgeschichte<br />

<strong>im</strong>mer wieder unter Beweis gestellt. Kontinuierliches Wachstum<br />

durch Fusionen mit branchenverwandten Firmen, neue<br />

Geschäftsbereiche von der Dokumentenverwaltung über die<br />

Einführung des 3D-Printing bis hin zur modernen Medien- und<br />

Konferenzraumtechnik machen das Unternehmen <strong>im</strong> Zeitalter<br />

der weltweit fortschreitenden Digitalisierung zum zuverlässigen<br />

Partner für die Südtiroler <strong>Wirtschaft</strong>.<br />

Die Gesellschafter von Amonn Office bei der Einweihung des<br />

neuen Firmensitzes <strong>im</strong> Kampillcenter (2007), v.l.: Hermann Trojer,<br />

Martin Ebnicher und Hans Lindner<br />

Bürokommunikation aus einer Hand<br />

Als klassische Kernkompetenz von Amonn Office stellen Drucker<br />

und Drucksysteme noch heute einen zentralen Geschäftsbereich<br />

dar. Kostenopt<strong>im</strong>ierte, individuelle Drucklösungen als<br />

zentraler Bestandteil digitaler Arbeitsprozesse bilden die Grundlage<br />

für effizientes Office Management.<br />

Im Idealfall gehen sie Hand in Hand mit maßgeschneiderten<br />

IT-Systemen mit leistungsstarken Servern, Netzwerk- und Cloud-<br />

Strukturen für produktive und nachhaltige Geschäftsprozesse.<br />

Amonn Office liefert seinen Kunden Komplettlösungen für die IT-<br />

Infrastruktur, Bürokommunikation und Netzwerktechnik. Wie in<br />

allen Geschäftsfeldern ergänzt auch hier ein umfassendes Serviceund<br />

Wartungsprogramm sowie professioneller Support das Ange-<br />

Einweihung des neuen Firmensitzes <strong>im</strong> Kampillcenter, Oktober 2007


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 77<br />

Amonn Office Family Day 2021<br />

bot. Mit dem Geschäftsfeld ProMedia deckt Amonn Office den<br />

Bedarf an Medien-, Präsentations- und Konferenzraumtechnik für<br />

den digitalisierten Workspace ab. Als professioneller Partner für<br />

Modern Meeting & Working Solutions sorgt das Unternehmen<br />

für die Einrichtung virtueller Konferenzräume sowie von Videound<br />

Audiosystemen für Präsentationstechnik.<br />

Clevere Technologien für morgen<br />

25 Jahre – ein guter Zeitpunkt, um einen Blick in die Zukunft<br />

zu wagen. Ohne Zweifel wird der kontinuierliche Ausbau von<br />

ProMedia auch die nächsten Jahre prägen, denn die Digitalisierung<br />

des Arbeitsalltags mit Homeoffice und Videokonferenzen<br />

ist nicht mehr aufzuhalten. Aber auch in branchenübergreifenden<br />

Themen wie der Nachhaltigkeit ist sich Amonn Office seiner<br />

Vorreiterrolle bewusst. So ermöglichen Managed Document<br />

Services (MDS) mit Cloudbasierten Lösungen kostensparende<br />

und ressourcenschonende Arbeitsprozesse, unter anderem durch<br />

reduzierten Papierverbrauch. Digital Signage für elektronische<br />

Plakate, Info-Monitore und Anzeigetafeln, Learning Spaces für<br />

das digitale Klassenz<strong>im</strong>mer sowie Beschallungslösungen für Büros,<br />

Veranstaltungsstätten, Auditorien und viele mehr sind weitere<br />

Beispiele für neue, zukunftsorientiere Produkt- und Servicefelder<br />

von Amonn Office.<br />

Starker Partner – starkes Team<br />

Mit einem rundum erneuerten Marktauftritt <strong>im</strong> Jahr 2022<br />

wurde das Erscheinungsbild des Unternehmens dem innovativen<br />

Produktportfolio angepasst. Unter dem Cla<strong>im</strong> „Bring<br />

your Business ON“ wird seither die strategische Ausrichtung<br />

mit den Geschäftsfeldern Printing Systems, ProMedia und<br />

IT Solutions nach außen kommuniziert. Ebenso wichtig wie<br />

die Außenwirkung ist die interne Unternehmenskultur. Rund<br />

50 hoch qualifizierte Mitarbeiter kümmern sich unter Leitung<br />

der Geschäftsführer Hermann Trojer, Martin Ebnicher,<br />

Hans Lindner und David Lindner um Beratung und Service.<br />

Zum guten Betriebskl<strong>im</strong>a trägt auch der regelmäßige Besuch<br />

von Veranstaltungen <strong>im</strong> Kollegenkreis bei. Anlässlich des 25.<br />

Firmenjubiläums lud die Geschäftsleitung alle Mitarbeiter zu<br />

einer Reise nach Neapel ein. Neben einer Stadtbesichtigung<br />

standen hierbei Ausflüge nach Capri, Anacapri und Pompeji auf<br />

dem Programm – ein schönes Beispiel für gelebte Firmenkultur<br />

anlässlich des Jubiläums.<br />

Amonn Office GmbH<br />

Innsbruckerstraße 23 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 980 251<br />

info@amonn-office.com | www.amonn-office.com<br />

Ausflug Floßfahrt auf der Isar <strong>im</strong> Sommer 2015<br />

Ausflug Neapel zum 25. Jubiläum


Juni 2000<br />

Südtirol Panorama –<br />

<strong>Wirtschaft</strong> Expo 2000


80 Nr. Anzeige 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Professionelle und<br />

nachhaltige Gesamtlösungen<br />

Vom Verkäufer für Büromöbel und Trennwände zum<br />

Generalunternehmer für ganze Objekteinrichtungen<br />

in allen Bereichen, das ist kurz zusammengefasst die<br />

Entwicklung von ARTE in den vergangenen 35 Jahren.<br />

Georg Puff erinnert sich: „Gestartet bin ich <strong>im</strong> Jahr 1988,<br />

damals waren wir zu Fünft.“ Georg Puff erkannte jedoch<br />

bald, dass die Bedürfnisse der Kunden weit über die reine Büroeinrichtung<br />

hinausgingen. Immer mehr Kunden äußerten<br />

deren Bedarf, entsprechende Beratung für das Einrichten exklusiver<br />

Büros aus Imagegründen oder auch, um Mitarbeiter<br />

zu gewinnen und zu halten. Grundsätzliche Planung für moderne<br />

Büros beginnt schon mit der Fertigstellung des Rohbaus.<br />

Dabei geht es um die Auswahl der richtigen Bodenaufbauten<br />

und Beläge, akustische Lösungen, lichtdurchflutete oder abgeschirmte<br />

Innengestaltung, Heizungs- und Kühlsysteme, Beund<br />

Entlüftung, Be- und Entfeuchtung, gesamte Abst<strong>im</strong>mung<br />

der zu verwendenden Materialien sowie die Arbeitsabläufe<br />

und die interne Kommunikation.<br />

Spezialisierte Fachkräfte, externe Gewerke<br />

Um den komplexen Anforderungen gerecht zu werden, sind<br />

nicht nur Monteure für Büroeinrichtung gefragt. Erforderlich<br />

sind Fachleute für Böden, Trockenbau, Installateure, Glasbauer,<br />

Metallbauer usw. Das können natürlich nicht nur Mitarbeiter<br />

sein, diese werden bei Bedarf per Werksvertrag und abgest<strong>im</strong>mt<br />

auf die verschiedenen Objekte, projektbezogen beschäftigt. Dabei<br />

hat sich <strong>im</strong> Laufe der Jahre, mit solchen spezialisierten Gewerken,<br />

die den Qualitätsansprüchen von Arte gerecht werden,<br />

eine permanente Zusammenarbeit entwickelt. „Heute haben wir<br />

pro Projekt jeweils mehrere Gewerke, die in unserem Auftrag<br />

arbeiten“, berichtet Georg Puff.<br />

Planung und Abwicklung<br />

Heute sind 20 Mitarbeiter beschäftigt, die abgesehen von der<br />

administrativen Abwicklung in erster Linie in der Planung,<br />

Produkt- und Materialauswahl beschäftigt sind. In der Akquisition<br />

neuer Kunden und neuer Aufträge sind neben dem<br />

Firmenchef drei Mitarbeiter tätig. „In vielen Fällen kommen<br />

neue Aufträge von bereits bestehenden Kunden“, berichtet<br />

Georg Puff. „Trotz aller IT-Technologie ist der persönliche<br />

Kontakt zu den Kunden, aber auch zu den Architekten das<br />

Um und Auf. Telefonisch oder auch per Videokonferenzen<br />

Projekte abzuwickeln, ist nicht denkbar. Zusammen mit den<br />

Architekten die Pläne erstellen, mit dem Kunden die Baustelle<br />

besuchen, Maßaufnahmen, Änderungswünsche sofern möglich


Nr. 4/<strong>2023</strong> 81<br />

noch einplanen usw., das geht nur, wenn ich oder meine Mitarbeiter<br />

persönlich vor Ort sind!“<br />

Die beste Werbung der zufriedene Kunde<br />

Es hat sich sehr viel geändert in den vergangenen Jahren, speziell<br />

<strong>im</strong> Rahmen der Digitalisierung. „Etwas ganz Fundamentales<br />

ist aber gleich geblieben. Das Wichtigste ist der persönliche<br />

Kontakt zum Kunden und heute genau wie zum Start vor<br />

35 Jahren ist die beste Werbung ein zufriedener Kunde“, davon<br />

ist Georg Puff fest überzeugt, „qualitativ hochwertige Materialien<br />

und Produkte sind die Voraussetzung. Zudem können wir mit<br />

unserer langjährigen Erfahrung bei der Planung und durch die<br />

fachliche Kompetenz unserer langjährigen Mitarbeiter punkten.<br />

Der Kunde hat eine Idee, wir mit unserem Know-how und der<br />

fachlichen Kompetenz setzen diese um.“ Eine auf die Bedürfnisse<br />

genau abgest<strong>im</strong>mte Planung, Verlässlichkeit für Lieferzeiten<br />

und Termine sowie eine entsprechende fachliche Ausführung<br />

der gesamten Arbeiten sind nur einige der wichtigsten Kriterien<br />

für die Kundenzufriedenheit. Dazu Georg Puff: „Unzufriedene<br />

Kunden haben wir praktisch keine, denn wir schließen einen<br />

Auftrag erst ab, wenn alles wie geplant funktioniert.“<br />

Weitere Geschäftszweige<br />

Die Work-Life-Balance <strong>im</strong> Allgemeinen, der Arbeitskräftemangel<br />

<strong>im</strong> Besonderen und der Trend zum Homeoffice eröffnen<br />

ganz neue Geschäftsfelder. Eine Mensa z.B. muss heute so gestaltet<br />

sein, dass die Mitarbeiter nicht nur des Essens wegen gerne<br />

hingehen, sondern sich „wie dahe<strong>im</strong>“ fühlen. Das Gleiche gilt<br />

für Kaffeeküchen oder die Pausenräume in den Büros; da und<br />

dort werden sogar für die Kleinkinder der Mitarbeiter Kitas<br />

eingerichtet. Oder was bei den größeren Hotels schon gang<br />

und gäbe ist, kommt <strong>im</strong>mer mehr auch für alle anderen Unternehmen:<br />

Mitarbeiterhäuser oder -wohnungen werden gebaut<br />

oder ausgebaut. „Auch diese Bereiche werden von Arte bereits<br />

seit längerer Zeit abgedeckt“, so Georg Puff abschließend.<br />

ARTE GmbH<br />

Esperantostraße 3 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 050 505<br />

info@arteobject.it | www.arteobject.it


8<br />

Radius 05/2003<br />

AKTUELL<br />

Der Haupteingang der Niederlassung in Bozen<br />

Autoindustriale –<br />

Eine Erfolgsgeschichte<br />

Durch den Kauf von mehreren Mercedes-Lkw (für Fercam) kam Eduard<br />

Baumgartner mit Mercedes-Benz ltalia ins Gespräch. Die Folge davon war die<br />

Übernahme der gesamten Mercedes-Vertretung für Südtirol.<br />

Ganz klein fing es 1949 mit dem<br />

ersten gebrauchten Lkw an. Mit<br />

viel Fleiß arbeitet der Jungunternehmer<br />

unermüdlich. Nach und nach<br />

kommen weitere Lastkraftwagen hinzu.<br />

1963 wagt er den entscheidenden<br />

Schritt: Die FERCAM steht mit fünf<br />

Lkw zum Verkauf.<br />

Eduard Baumgartner riskiert<br />

und schon bald werden die Früchte<br />

seiner unternehmerischen Voraussicht<br />

offen bar. Das Unternehmen<br />

wächst und neue Wagen müssen<br />

angeschafft wer den.<br />

Anfang der 1970er-Jahre geht<br />

der internationale Frachtverkehr<br />

in eine starke Entwicklungsphase,<br />

ebenso herrscht bei FERCAM<br />

Aufbruchst<strong>im</strong> mung. Die ersten<br />

Firmenwagen sind in Europa unterwegs.<br />

Dabei stellt sich als Problem<br />

heraus, dass die ita lienischen Fahrzeuge<br />

nicht mit den ausländischen<br />

konkurrieren können. Deshalb werden<br />

1975 die ersten sechs Mercedes<br />

vom Typ „1932“ an geschafft und<br />

bald darauf der ge samte Fuhrpark<br />

auf diese Marke um gestellt.<br />

Das Angebot von Mercedes-Benz<br />

1976 erhielt das Baumgartnerunternehmen<br />

ein verlockendes<br />

Ange bot: Mercedes-Benz ltalia bot<br />

die Ver tretung für Nutzfahrzeuge<br />

für Südtirol an. Er sagte zu. Die<br />

„Autoindustriale“ wurde gegründet.<br />

Mit anfänglichen Schwierigkeiten,<br />

er hatte weder Erfahrungen be<strong>im</strong><br />

Ver kauf noch gab es eine Werkstatt,<br />

Ma gazin oder Büro, ging<br />

Eduard Baum gartner tatkräftig<br />

ans Werk. Unterstützung erhielt er<br />

durch Direk tor Otto Poli und den<br />

Verantwort lichen für den gesamten<br />

Service, Wer ner Schrentewein. In<br />

kurzer Zeit entwickelte sich „Autoindustriale“<br />

zu einem effizienten<br />

Unternehmen mit 32 Mitarbeitern.<br />

Eine provisorische Werkstatt wurde<br />

gefunden, Werkzeug angekauft.<br />

Mercedes-Benz ltalia bildete das<br />

techni sche Personal aus und stand<br />

dem jun gen Unternehmen mit Rat


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 83<br />

Radius 05/2003 9<br />

und Tat zur Seite. Der anfängliche<br />

Titel<br />

Sitz <strong>im</strong> Gelände der<br />

Titel<br />

FERCAM in Bozen<br />

sollte aber nur provisorisch sein.<br />

Titel<br />

Ein Jahr später, 1977, wurde die<br />

bereits bestehende Garage Olympia,<br />

die Mercedes-Vertretung für<br />

Vorspann.<br />

Personen wagen in Südtirol, erworben.<br />

extAuch hier wurde der Platz eng.<br />

T Die Suche nach einem geeigneten<br />

Firmengelände begann.<br />

Doch die überall in Südtirol<br />

beste henden Schwierigkeiten zum Das Verkäuferteam für Mercedes-Benz PKW und Smart in Bozen<br />

Erlangen eines Baugrundes ließen<br />

das geplante Vorhaben zur Erweiterung<br />

des Betrie bes nur langsam<br />

voranschreiten.<br />

Neuer Firmensitz mit<br />

Rundumservice<br />

Bereits 1976 war das Gesuch um<br />

eine Fläche von 20.000 Quadratmetern<br />

eingereicht worden.<br />

Im Herbst 1985 kann es dann<br />

end lich losgehen. In der Bozner<br />

Indus triezone wird dem Unternehmen<br />

ein Grundstück zugewiesen.<br />

So lange es mit der Bewilligung des<br />

Grundes ge dauert hatte, so schnell<br />

geht der Bau der neuen Niederlassung<br />

voran. In knapp einem Jahr<br />

und mit einem Investitionsaufwand<br />

von rund vier Milliarden Lire ensteht<br />

der neues Mercedes-Sitz auf einem<br />

Geländer von 10.000 Quadratmetern.<br />

Die Hälfte der Fläche ist überdacht.<br />

Die beiden Betriebe, Lkw-Vertretung<br />

und Garage Olympia, finden<br />

hier Platz und werden unter dem<br />

gemeinsamen Namen „Autoindustriale“<br />

vereint.<br />

AKTUELL<br />

Autoindustriale in Bozen Süd<br />

Im Jahr 1986 wurde der neue Sitz in<br />

der Bozner Industriezone in Betrieb<br />

genommen und <strong>im</strong> gleichen Jahr<br />

hat Alois Baumgartner die Leitung<br />

der Südtiroler Mercedes-Benz-Vertretung<br />

für Pkw und Lkw übernommen.<br />

Die mittlerweile 190 Mitarbeiter<br />

des Mercedes-Vertragspartners<br />

nehmen re gelmäßig an<br />

Weiterbildungsveranstal tungen<br />

teil, denn der Geschäftsleitung gilt<br />

kompetentes, freundliches und zuvorkommendes<br />

Personal als eine der<br />

wichtigsten Ressourcen.<br />

15.000 m 2 Lkw-Werkstatt<br />

in der Grandistraße<br />

Das Mercedes-Benz-Universum<br />

von Autoindustriale in Bozen erstreckt<br />

sich mittlerweile auf mehr<br />

als 25.000 Quadratmetern, allein<br />

15.000 Quadratmeter entfallen<br />

auf die neue Lkw-Werkstatt in der<br />

Grandistraße, die vergangenes Jahr<br />

in Betrieb ge nommen wurde. Dort<br />

können auch Um- und Aufbauten in<br />

Eigenregie vorgenommen werden.<br />

In einem 16 Meter langen Tunnel befindet<br />

sich die erste vollautomatische<br />

Waschan lage für Lkw in Südtirol.<br />

24-h-Service<br />

Um den Kunden noch mehr entgegenzukommen,<br />

sind die Öffnungszeiten<br />

der Werkstatt in Bozen bis<br />

20.30 Uhr verlängert worden. Aber<br />

auch außerhalb der Betriebszeiten<br />

kann sich ein Mercedesfahrer über<br />

die grüne Nummer 800 861063 in<br />

Notfällen jederzeit rund um die Uhr<br />

an seine Werkstatt wenden.<br />

Verlässlichkeit mieten<br />

Neu bei Autoindustriale ist die<br />

Auto vermietung AVIALPI. Wer<br />

einen Ersat zwagen oder ein verlässliches<br />

Auto für einen besonderen<br />

Zweck braucht, kann bei<br />

AVIALPI zu interessanten Tarifen<br />

folgende Fahrzeuge für Stunden,<br />

Tage, Wochenenden oder auch längerfristig<br />

mieten: Smart, Mercedes<br />

der A-,C- und E-Klasse, Mercedes<br />

Vaneo, SLK, Vita Kom bi sowie<br />

Nutzfahrzeuge. Alle Fahrzeuge<br />

sind mit Autoradio, Kl<strong>im</strong>aanlage,<br />

ABS und Airbag ausgestattet und<br />

können den Rund-um-die-Uhr-<br />

Pannenservice von Mercedes Benz<br />

beanspruchen.<br />

Gebrauchtwagen nach Maß<br />

Im Juni wurde die Gebrauchtwagen<br />

abteilung EX-NOVO von<br />

Kampill in den Hauptsitz in der<br />

Bozner Industriezone verlegt. Neben<br />

Jahreswagen von Merce des Benz<br />

werden Gebrauchtwagen und Nutzfahrzeuge<br />

der verschiedensten Marken<br />

angeboten. Alle Fahrzeuge sind<br />

mit dem TÜV-Gütesiegel versehen,<br />

haben einen Garantieanspruch von<br />

zwölf Monaten und können <strong>im</strong><br />

Falle einer Panne oder eines Unfalles<br />

ebenfalls den euro paweiten<br />

24-h-Service von Mer cedes Benz in<br />

Anspruch nehmen.<br />

Oktober 2003<br />

Radius – Auto,<br />

Motor und Sport


84 Nr. Anzeige 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Die Entwicklung vom<br />

einfachen Autohaus zum<br />

360°-Mobilitätsdienstleister<br />

Das Unternehmen Autoindustriale ist bereits seit über 45 Jahren in der Region Trentino-Südtirol<br />

mit den Marken Mercedes-Benz, smart und Toyota vertreten und mit der Übernahme des<br />

Autohauses Alpin Srl Ende 2021 ist ihr Portfolio um die Marken Renault und Dacia erweitert.


Nr. 4/<strong>2023</strong> 85<br />

„MIT DER GRÜNDUNG DER<br />

AUTOINDUSTRIALE MOBI-<br />

LITY GROUP WOLLEN WIR<br />

WEG VOM REINEN ANGE-<br />

BOT VON FAHRZEUGEN<br />

UND REPARATURDIENST-<br />

LEISTUNGEN. DAHER IST<br />

ES WICHTIG, DASS WIR EINE<br />

BREITE PRODUKTPALETTE VON<br />

KOMPAKTEN STADTAUTOS BIS LUXURIÖSEN<br />

PREMIUMFAHRZEUGEN ANBIETEN KÖNNEN.<br />

NICHT ZU VERGESSEN SUV, NUTZFAHRZEU-<br />

GE, UND LKW, DEN DAZUGEHÖRIGEN SER-<br />

VICE IN UNSEREN WERKSTÄTTEN UND<br />

NUN AUCH MIT UNSEREM EIGE-<br />

NEN ABSCHLEPPDIENST.“<br />

LUKAS BAUMGARTNER, GESCHÄFTSFÜHRER<br />

DER AUTOINDUSTRIALE MOBILITY GROUP<br />

Anfang 2022 haben sich Lukas und Alois Baumgartner entschieden,<br />

mit ihrem Familienunternehmen einen nächsten<br />

Schritt in Richtung 360°-Mobilitätsdienstleister zu wagen.<br />

Mit einer breiten Palette von Leasing-, Miet- und Finanzierungsangeboten<br />

ist die Autoindustriale Mobility Group in der<br />

Lage, ganz individuell auf Kundenwünsche einzugehen. Auf<br />

eine umfassende Beratung <strong>im</strong> Vorfeld legen wird in der ganzen<br />

Gruppe besonderen Wert.<br />

Mit acht Standorten in den wichtigsten Städten der Region und<br />

mehr als 340 Mitarbeitern bietet die neue Gruppe Serviceleistungen<br />

in ihren Werkstätten und Karosserien für alle Anforderungen.<br />

Anfang März hat die Familie Baumgartner mit dem Kauf der<br />

Firma Trepasso ihr Mobilitätsangebot um einen 24-h-Abschleppdienst<br />

erweitert. Somit ist in Trient noch eine eignen Werkstatt<br />

inklusive Revisionslinie dazugekommen. Dank dieser Übernahme<br />

ist die Autoindustriale Mobility Group nun führender Partner der<br />

gesamten Region <strong>im</strong> Umfeld der Mobilitätsdienstleistung.<br />

Autoindustriale<br />

Luigi-Galvani-Straße 41 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 550 000<br />

info@autoindustriale.com | www.autoindustriale.com


Februar 2003<br />

Radius – Bauwirtschaft<br />

in Südtirol


Anzeige<br />

Mobilität der Zukunft?<br />

Umweltfreundlich, aber<br />

doch wirtschaftlich<br />

Bekannt als ein erfolgreiches Familienunternehmen mit langer Tradition und<br />

als zuverlässiger Partner <strong>im</strong> Bereich Nutzfahrzeuge in Südtirol und Belluno an<br />

vier Standorten sind sie mit den Marken IVECO und FIAT PROFESSIONAL seit<br />

Jahrzehnten unangefochtener Marktführer <strong>im</strong> Sektor, mit bis zu 1.000 jährlich<br />

verkauften Nutzfahrzeugen.<br />

Bozen: Neues Projekt <strong>2023</strong>/2024


Nr. 4/<strong>2023</strong> 89<br />

Doch was unterscheidet die Gassers von ihren Mitstreitern?<br />

„Ganz einfach“, sagt Lukas Gasser, „die Kundennähe,<br />

die Mitarbeiter, das unkomplizierte Sein und die effiziente<br />

Problemlösung für unsere Kunden.“<br />

Rundumservice für Kunden<br />

„Wir müssen so gut FÜR unsere Kunden sein, dass diese uns<br />

suchen. Sowohl in der Beratung bei der Anschaffung als auch<br />

anschließend <strong>im</strong> Service. Unter diesem Motto erfinden wir uns<br />

ständig neu, sind flexibel und aufgeschlossen, hierfür haben wir<br />

viele gute und passionierte Mitarbeiter, die uns begleiten, auf<br />

die wir stolz sind, die wir schätzen und denen wir ständig auch<br />

vorleben, dass Fleiß <strong>im</strong>mer eine wichtige Voraussetzung für<br />

Wachstum und Erfolg ist und man <strong>im</strong> Leben nichts geschenkt<br />

bekommt“, sagt Lukas Gasser. Die Brüder Alex und Lukas sind<br />

seit mehr als 35 Jahren <strong>im</strong> Betrieb und strahlen <strong>im</strong>mer noch<br />

eine unglaubliche Energie und Begeisterung aus. Nachhaltigkeit<br />

– ein modernes Wort – heißt, sparsam mit den Ressourcen<br />

umzugehen, dies und unser Respekt vor unserer He<strong>im</strong>at wurde<br />

bei ihnen <strong>im</strong>mer schon großgeschrieben und das nicht erst seit<br />

es „in“ ist. PV-Anlagen, Wärmepumpen und LED-Beleuchtung<br />

in allen Betrieben, ISO-Zertifizierungen (9001, 14001 und<br />

450001) und vieles mehr gibt es bei uns bereits seit 2010.<br />

Nachhaltigkeit wird großgeschrieben<br />

„,Green washing‘ sollen andere machen,“ sagt Alex Gasser,<br />

„wir versuchen, durch unsere Beratung <strong>im</strong> Transportsektor<br />

das heute Bestmögliche für die Umwelt zu machen, ob es<br />

sich hierbei um E-Transporter, Biomethan-Trucks oder um<br />

BEV- bzw. FCEV-Lkw in Zukunft handelt.“ Die beiden Brüder<br />

selbst, sowie deren Mitarbeiter müssen genau wissen<br />

und verstehen was CO 2, CH 4, H 2, NO X, Pm 10 usw. ist und<br />

bedeutet, damit die Kunden darüber ehrlich und fachkundig<br />

beraten werden können. „Achtung“, sagt Alex Gasser, „Umwelt<br />

und <strong>Wirtschaft</strong>lichkeit muss <strong>im</strong> Transportsektor kompatibel<br />

sein, denn als letztes Jahr die Gaspreise explodiert sind,<br />

sind die Absätze von LNG-<br />

Fahrzeugen <strong>im</strong>plodiert. In<br />

all den Jahren bin ich leider<br />

nur auf einen einzigen<br />

Kunden getroffen, der sich<br />

trotz einem anscheinend<br />

negativen TCO, für die<br />

umweltfreundlichere Lösung<br />

entschieden hat. Bei<br />

allen anderen musste sich<br />

„DANK UNSERER<br />

MITARBEITER SEHEN<br />

WIR AUCH NOCH<br />

DIE ZUKUNFT IN<br />

UNSEREM SEKTOR<br />

OPTIMISTISCH“<br />

LUKAS GASSER,<br />

GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

der Umweltaufschlag möglichst<br />

schnell rentieren.“<br />

Um eine schnelle umweltfreundliche<br />

Transformation<br />

zu erreichen, bräuchte<br />

es sofort klare politische<br />

Entscheidungen mit langfristiger<br />

Geltung. Das A<br />

und O ist zudem, dass neue<br />

St. Lorenzen<br />

Bozen<br />

Belluno<br />

umweltfreundliche Lösungen nicht nur vonseiten der Politik<br />

gefordert, sondern vonseiten der Wissenschaft als möglich<br />

deklariert und von der Industrie mitgetragen werden. In Bezug<br />

auf Lkw ist das Prinzip „Well to Wheel“ (von der Energiegewinnung<br />

bis zum Rad) maßgebend.<br />

Technologieaffin und innovativ wollen bei Gasser viele sein,<br />

egal in welcher Abteilung der Firma, denn Wissbegierde wird<br />

gefördert und positive Vorschläge umgesetzt, all das gilt als Fundament<br />

des Betriebes. „Dank unserer Mitarbeiter sehen wir auch<br />

noch die Zukunft in unserem Sektor opt<strong>im</strong>istisch“, betont Alex<br />

Gasser. „So wird beispielsweise heuer eine neue Niederlassung<br />

für Fiat Professional in Bozen gebaut, bei deren Realisierung<br />

auch unsere Mitarbeiter miteinbezogen werden. Sie sollen die<br />

Möglichkeit haben, ihren Arbeitsplatz mitzugestalten.“<br />

Die Gebrüder Gasser sind keine Genies, aber sie sind neugierig<br />

und sehr fleißig. „Wir sind dankbar, dass wir so eine tolle Arbeit<br />

haben, und freuen uns <strong>im</strong>mer wieder, wenn wir unsere Kunden<br />

gut beraten dürfen“, sagt Lukas Gasser abschließend.<br />

Gasser Iveco<br />

Giuseppe-di-Vittorio-Straße 10 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 553 000<br />

info@gassersrl.it | www.gassersrl.it


alte S<br />

He


Anzeige März Nr. 1999 4/<strong>2023</strong> 91<br />

Südtirol Panorama –<br />

Immobilien Online<br />

Titel Titel Titel<br />

Vorspann.<br />

T ext<br />

eiten<br />

ll


Anzeige 92 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

Erfolgreich <strong>im</strong><br />

Baumaschinenhandel<br />

1960 hat Oswald Hell das Unternehmen Hell mit Sitz in<br />

Bozen gegründet. Heute wird die Hell GmbH in dritter<br />

Generation geführt. Ein Blick hinter die Kulissen einer<br />

Erfolgsgeschichte.<br />

Der Bozner Unternehmer Oswald Hell war ein Pionier <strong>im</strong><br />

Bereich des Handels mit Baumaschinen. Er sah darin ein<br />

zukunftsträchtiges Geschäftsmodell und sollte damit recht<br />

behalten. 1960 gründete er sein Unternehmen Hell und der<br />

Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Denn <strong>im</strong> allgemeinen<br />

<strong>Wirtschaft</strong>saufschwung der beginnenden 1960er-Jahre wurde<br />

sehr viel in den Bau von Infrastrukturen investiert. Die Nachfrage<br />

nach Baumaschinen war dementsprechend groß. Die vor<br />

Kurzem gegründete Firma Hell florierte. Ausschlaggebend für<br />

den Erfolg von Oswald Hell war der direkte Kundenkontakt.<br />

Der Unternehmer war bei seinen Kunden sehr beliebt, sie vertrauten<br />

ihm. Hinzu kam ein hohes Maß an Qualität, das durch<br />

die enge Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern und Marken<br />

garantiert wurde. Ein Baustein, der auch heute den Erfolg von<br />

Hell kennzeichnet. Denn die Qualität von Produkt und Service<br />

stehen auch heute noch <strong>im</strong> Vordergrund.<br />

In dritter Generation<br />

Hans, Gerold und Elisa Hell leiten zusammen seit 2009 die Hell<br />

GmbH. „Unser Ziel ist es, uns dem <strong>Wandel</strong> der Zeit zu stellen,<br />

Kernkompetenzen zu vertiefen und weiterhin ein vertrauens-<br />

v.l.: Hans, Elisa und Gerold Hell


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 93<br />

„UNSER ZIEL<br />

IST ES, UNS<br />

DEM WANDEL<br />

DER ZEIT ZU<br />

STELLEN, KERN-<br />

KOMPETENZEN ZU<br />

VERTIEFEN UND WEITERHIN EIN<br />

VERTRAUENSWÜRDIGER UND FAI-<br />

RER PARTNER FÜR UNSERE KUN-<br />

DEN ZU SEIN.“<br />

ELISA HELL, GESCHÄFTSLEITUNG<br />

würdiger und fairer Partner für unsere Kunden zu sein“, so<br />

Elisa Hell. Gemeinsam mit Gerold und Hans Hell haben dabei<br />

Innovation und Kundenzufriedenheit Priorität. Das gelingt dank<br />

der Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern und Lieferanten.<br />

Alle Spezialisten in ihrem Bereich: Potain für Krane, Magni<br />

für Teleskopstapler und Komatsu – seit <strong>2023</strong> arbeitet Hell <strong>im</strong><br />

Bereich Tiefbau erneut mit dieser führenden japanischen Firma<br />

zusammen und kehrt damit zu ihren eigenen Ursprüngen<br />

zurück. Denn viele Jahre lang war Hell ein wichtiger Komatsu-<br />

Händler. Zwischenzeitlich vertrieb Hell Bagger des Konkurrenten<br />

Caterpillar. Nun ist es wieder die beliebte, 1921 gegründete<br />

japanische Marke Komatsu.<br />

Gut, besser, Hell<br />

2003 wurde der Hauptfirmensitz von Hell in<br />

Bozen erweitert: Ein neuer Bürokomplex und<br />

zwei weitere Magazine wurden gebaut. „Die<br />

verkehrsgünstige Lage in der Bozner Industriezone<br />

und das 7.000 m 2 Areal in Leifers<br />

sind ein Pluspunkt für den Kunden“, so<br />

Elisa Hell. Hell blickt voller Stolz auf<br />

60 Jahre Erfahrung <strong>im</strong> Handel mit<br />

Baumaschinen zurück. Mit einem<br />

hochmodernen Maschinenpark,<br />

kundenfreundlichem<br />

Service und individueller<br />

Beratung ist man auch<br />

für die Herausforderungen<br />

der Zukunft<br />

bestens gerüstet.<br />

Hell GmbH<br />

Luigi-Galvani-Straße 12<br />

39100 Bozen<br />

Tel. 0471 203 528<br />

info@hellsrl.it | www.hellsrl.it


alte S<br />

Amonn


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 95<br />

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Office<br />

April 2003<br />

Radius – Unser<br />

Wasser unser Land


96 Nr. Anzeige 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Wachstum mit Herz<br />

und Verstand<br />

Mit Erfahrung und Professionalität entwickelt die Innerhofer AG<br />

aus St. Lorenzen Lösungen für Bad, Böden, Heizung und<br />

Wohnraumkl<strong>im</strong>a. In den vergangenen 25 Jahren hat sich das<br />

Unternehmen enorm weiterentwickelt.<br />

Foto © Florian Andergassen<br />

Foto © Florian Andergassen<br />

Foto © Florian Andergassen


97<br />

Wenn in Südtirol der Name Innerhofer fällt, dann gibt<br />

es in der Regel zwei schnelle Gedankenverbindungen:<br />

jene zum Skirennläufer, der mit Vornamen Christof heißt, und<br />

jene zum Badspezialisten, der ebenfalls <strong>im</strong> Pustertal seine Wiege<br />

hat. Vor 125 Jahren wurde das Familienunternehmen als<br />

Schlosserei von Johann Innerhofer gegründet. In den 1950er-<br />

Jahren entwickelte es sich zu einem Fachgroßhandel für Badausstattung.<br />

Und heute? Heute agiert die Innerhofer AG in<br />

St. Lorenzen eine über die Landesgrenzen hinaus aktive Holding,<br />

die aber weiterhin in Familienhand ist. Gunther Waibl<br />

führt als Präsident gemeinsam mit Moritz Gamper die Geschäfte<br />

der Innerhofer AG, rund 250 Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter kümmern sich darum, dass alle Rädchen des Unternehmens<br />

perfekt ineinandergreifen.<br />

Mehr als Bad-Profi<br />

Innerhofer steht seit Jahren nicht mehr ausschließlich für Bad<br />

und Wellness. Die Firma steht auch für Fliesen und Böden, für<br />

ein gutes Wohnraumkl<strong>im</strong>a und für moderne Haustechnik. Nach<br />

wie vor bildet das Bad aber für Endverbraucher das Herzstück<br />

der Unternehmenstätigkeit. Erfahrene Badplaner begleiten die<br />

Kunden auf dem Weg zu ihrem Traumbad, von der ersten Inspiration<br />

<strong>im</strong> Showroom bis zur letzten Fliese <strong>im</strong> fertigen Badez<strong>im</strong>mer.<br />

Apropos Fliesen: Sie bildeten bei Innerhofer das Tor zum<br />

Bereich Böden, denn Fliesen machen sich auch gut als Boden in<br />

Nassräumen, Küchen, Fluren oder auf Terrassen. Bei Innerhofer<br />

gibt es mittlerweile auch Böden in Holz. Ebenso hat sich aus der<br />

Badtechnik heraus der Bereich Heizen und Kühlen entwickelt.<br />

Bodenheizung oder Heizkörper, Wärmepumpen oder Kl<strong>im</strong>ageräte<br />

und kontrollierte Wohnraumlüftung – die Palette an Lösungen<br />

für das richtige Wohnraumkl<strong>im</strong>a ist bei Innerhofer breit.<br />

Als Schnittstelle zwischen Herstellung und Installation ist es<br />

überdies das wesentliche Ziel des Familienunternehmens, alle<br />

Beteiligten – Architekten, Planer, Installateure und Endkunden<br />

– bestmöglich zu unterstützen, indem umständliche Wege<br />

vereinfacht werden. In dieser wichtigen Rolle hat sich die<br />

Innerhofer AG in den vergangenen Jahren <strong>im</strong>mer weiterentwickelt.<br />

Viele Privatkunden, aber auch Beherbergungs- und<br />

Gastronomiebetriebe sowie Firmen vertrauen darauf und füllen<br />

den Referenzenkatalog von Innerhofer.<br />

Ständige Weiterentwicklung<br />

Sich ständig weiterzuentwickeln, eingefahrene Wege mitunter zu<br />

verlassen und Neues zu wagen, diese Strategie liegt offenbar in<br />

der DNA des Unternehmens. Es waren einst die Brüder Ernst und<br />

Hubert Innerhofer, die die Schlosserei ihres Vaters Johann Anfang<br />

der 1930er-Jahre zu einem Installations- und Handelsbetrieb<br />

ausgebaut haben. Ende der 1950er-Jahre wagten sie mit ihrem<br />

Schwager Hugo Waibl den Schritt zum Fachgroßhandel – damals<br />

mit der ersten Bäderausstellung Südtirols.<br />

„Wer <strong>im</strong>mer tut, was er schon kann, bleibt <strong>im</strong>mer das, was er<br />

schon ist.“ Mit diesem Zitat von Henry Ford startete die Innerhofer<br />

AG 1998, also vor genau 25 Jahren, mit dem Ausbau des<br />

Filialnetzes. Von Ost nach West, von Nord nach Süd – Innerhofer<br />

wuchs und ist heute an elf Standorten in Südtirol, <strong>im</strong> Trentino<br />

Foto © Elisa Kusstatscher<br />

und in Belluno präsent. Erst vor Kurzem eröffnete das Unternehmen<br />

einen neuen Showroom <strong>im</strong> Interior Tower in Vahrn,<br />

wo es mit mehreren anderen renommierten Südtiroler Firmen<br />

<strong>im</strong> Bereich Innenausbau unter einem Dach zusammenarbeitet.<br />

Derzeit <strong>im</strong> Bau befindet sich die neue Filiale in Trient, wo Innerhofer<br />

zwar schon seit vielen Jahren für die Kunden da ist, wo<br />

nun aber ein strategisch besserer Standort gefunden wurde und<br />

ein Gebäude gemäß neuesten Standards errichtet werden kann.<br />

Aktuelles<br />

Bereits 2004 war der Hauptsitz mit Verwaltung, Showroom<br />

und Lager in einen Neubau nach St. Lorenzen verlegt worden.<br />

Dort wird – ganz aktuell – eine neue Lagerhalle gebaut, wo<br />

künftig mehr Material untergebracht werden kann. Glanzstück<br />

des Lagers wird ein hochmoderner AutoStore sein. Mit diesem<br />

effizienten System werden zwei wichtige Ziele erreicht: zum<br />

einen die weitere Verbesserung der Logistik, zum anderen die<br />

Steigerung der Lagerkapazität.<br />

Mit dem Filialnetz, der Umsatzentwicklung und der Intensivierung<br />

der Beratungsaktivitäten ist auch die Belegschaft der<br />

Innerhofer AG gewachsen. Waren es 2018 noch 200 Mitarbeiter,<br />

so sind es heute 250.<br />

In der Familie ist es heute die fünfte Generation, die das Unternehmen<br />

nach dem Motto „Mit Herz und Sachverstand“ in<br />

die Zukunft führen wird – damit be<strong>im</strong> Stichwort „Innerhofer“<br />

der Gedanke nicht nur dem Skifahrer, sondern weiterhin auch<br />

dem Bad- und Wohnraumspezialisten gilt.<br />

Innerhofer AG<br />

Bruneckerstraße 14 B | 39030 St. Lorenzen<br />

Tel. 0474 470 000<br />

info@innerhofer.it | www.innerhofer.it<br />

Bau der neuen Lagerhalle in St. Lorenzen


98 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Die zweite<br />

Generation<br />

Christian Pichler ist ein Macher. Von Kindesbeinen<br />

an lebt er das Unternehmertum und hat das große<br />

Ganze <strong>im</strong> Blick. Schon mit 18 Jahren führte er 1981<br />

das erste ERP-System ein – auch gegen den Widerstand<br />

alteingesessener Mitarbeiter, welche den Sinn<br />

darin nicht wirklich sehen konnten. Das war nur der<br />

Start unzähliger Neuerungen, welche er iniziiert und<br />

umgesetzt hat.<br />

Heute sind nahezu alle Abläufe <strong>im</strong> Unternehmen digitalisiert<br />

und auf dem neuesten Stand. Innovation in allen<br />

Bereichen ist sein großes Steckenpferd. Ein Nein oder „Geht<br />

nicht“ akzeptiert er nur schwer. Er gibt erst Ruhe, wenn er<br />

die Lösung gefunden hat. Dies ist gelebte Kultur in der Firma<br />

Pichler. Christian hat das Unternehmen durch viele verschiedene<br />

Phasen und Umstrukturierungen navigiert und hat das<br />

Unternehmen gemeinsam mit seiner Schwester Renate maßgeblich<br />

zu dem gemacht, was es heute ist, der regionale Marktführer<br />

<strong>im</strong> Großhandel von Holz und Holzwerkstoffen.<br />

Christian und Renate führen ein bewehrtes und ausgereiftes<br />

Modell weiter, welches bereits Karl und Herta Pichler<br />

vorlebten. „Einer zieht und der andere räumt auf und hält<br />

zusammen.“ Christian vertritt das Unternehmen nach außen<br />

und bringt wichtige Impulse vom Markt zurück ins Unternehmen.<br />

Renate stellt sicher, dass die Prozesse bürokratisch und<br />

administrativ Hand und Fuß haben und ist der erste Ansprechpartner<br />

für die Mitarbeiter/-innen. Sie sind ein gutes Gespann,<br />

da sie sich hervorragend ergänzen. „Bevor Neuerungen eingeführt<br />

werden, diskutieren wir so lange, bis es für uns beide<br />

passt“, so Renate.<br />

Radius: Wann starteten Sie so richtig<br />

durch <strong>im</strong> Unternehmen?<br />

Christian Pichler: 1989 eröffneten wir mit Brixen unseren<br />

2. Standort. Diesen baute, entwickelte und leitete ich<br />

Vakumax<br />

Renate und Christian Pichler<br />

von Anfang an eigenständig. Mein Ehrgeiz war geweckt – in<br />

Brixen konnte ich meine Ideen umsetzen und beweisen, dass<br />

Teile des Geschäftsmodells neu gedacht werden mussten. In<br />

Kürze war der Standort Brixen auf Augenhöhe mit dem Mutterhaus.<br />

Brixen entwickelte sich zum Inkubator, der er bis<br />

heute ist – neue Prozesse und Maschinen werden zuerst dort<br />

eingeführt und getestet. Die technische Entwicklung ist die<br />

Voraussetzung, um die Mengen abwickeln zu können, die wir<br />

heute bewegen.<br />

Radius: Christian Pichler, Sie waren und sind Ihrer<br />

Branche oftmals voraus und entwickeln die Holzhandelsbranche<br />

als Ganzes über die Landesgrenzen<br />

hinaus maßgeblich mit. Was treibt Sie an?<br />

C. Pichler: Ich erkenne ein Problem, und meist gibt es hierfür<br />

noch keine Lösung. So entwickelte ich mit Systempartnern einige<br />

Branchenlösungen komplett neu, die es vorher am Markt<br />

nicht gegeben hat, wie das ins Detail entwickelte ERP-System,<br />

die App-Lösung für das Verkaufsteam und nicht zuletzt die<br />

2-Seiten-Kommissionier Plattform mit Vakuum-Hebevorrichtung<br />

– Vakumax, einzigartig bis jetzt <strong>im</strong> Markt. Dennoch, das<br />

Allerwichtigste bleibt der Kontakt zum Kunden. Im ständigen<br />

Austausch deren Bedürfnisse erkennen und sich als kompetenter<br />

Partner tagtäglich zu beweisen.<br />

Radius: Was ist laut Ihnen ein wichtiger Erfolgsfaktor<br />

der Karl Pichler AG?<br />

Renate Pichler: Einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren<br />

sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir können<br />

Foto © Damian Pertoll


Nr. 4/<strong>2023</strong> 99<br />

auf eine loyale, stabile Mannschaft vertrauen, welche sich voll<br />

und ganz mit den Werten identifiziert. Seit jeher stellen wir<br />

den Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Es gibt <strong>im</strong>mer wieder<br />

Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln, und es ergeben sich<br />

<strong>im</strong>mer wieder neue Karrierechancen. Der Mitarbeiter soll<br />

sich bei uns langfristig wohlfühlen, dann ist es für uns auch<br />

ein Benefit. Wir sind ein Familienunternehmen und verstehen<br />

uns als eine große Familie und dies ist nicht nur eine Floskel.<br />

Wir kennen jeden einzelnen unserer Mitarbeiter und interessieren<br />

uns auch für den Menschen dahinter. Bestätigen tut uns<br />

hierbei unsere geringe Fluktuation.<br />

C. Pichler: Der Kunde ist König und gleichzeitig Freund.<br />

Wenn es ein Problem gibt, sind wir da. Vertrauen ist einer der<br />

wichtigsten Grundwerte des Unternehmens. Der langjährige<br />

Kundenstamm, teilweise von der ersten Stunde an, muss sich<br />

verlassen können, dass er sein Material zum fairsten Preis, in<br />

bester Qualität und zum gewünschten Termin bekommt. Die<br />

Handschlagqualität in der Familie Pichler zählt und das über<br />

die Generationen hinweg.<br />

Radius: 2020 machte die Karl Pichler AG<br />

einen mutigen Schritt und führte den Standort<br />

Bozen mit dem Standort Algund zusammen.<br />

Wie kam es dazu?<br />

C. Pichler: Wir wagten damit den nächsten Schritt in die Zukunft.<br />

Durch die Zusammenführung der Mitarbeiter konnten<br />

die Ressourcen gebündelt werden und der Service sowie die<br />

Kundenbetreuung weiter verbessert werden. Immer mit dem<br />

Ziel vor Augen, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu<br />

stärken. Es freut mich sehr, dass wir heute sagen können, dass<br />

es die richtige Entscheidung war.<br />

Radius: Was sind laut Ihnen die Herausforderungen<br />

der Zukunft?<br />

R. Pichler: Eine der größten Herausforderungen wird wie<br />

bei vielen der Fachkräftemangel sein. Unsere demografische<br />

Struktur <strong>im</strong> Unternehmen widerspiegelt sehr gut jene der Gesellschaft.<br />

Und die Kehrseite der Medaille – der geringen Fluktuation,<br />

ist, dass uns in den nächsten Jahren viele Mitarbeiter<br />

pensionsbedingt verlassen werden. Und diese zu ersetzen, wird<br />

eine ganz große Herausforderung.<br />

C. Pichler: ein weiteres Thema, das wir sehr ernst nehmen, ist,<br />

unser Unternehmen vorzubereiten, es in die Hände der nächsten<br />

Generation zu legen. Wir sind in der glücklichen Lage, eine<br />

Jugend zu haben, die sich für das Unternehmen interessiert.<br />

Meine Nichte Manuela ist seit Jahren bereits <strong>im</strong> Unternehmen<br />

tätig und auch meine Söhne Klaus und Peter zeigen großes Interesse<br />

ins Unternehmen einzusteigen. Die drei sind seit Kurzem<br />

auch Teil des Verwaltungsrates und gemeinsam haben wir den<br />

Prozess der Unternehmensübergabe gestartet.<br />

Karl Pichler AG<br />

Josef-Weingartner-Straße 10 A | 39022 Algund<br />

Tel. 0473 204 800<br />

info@karlpichler.it | www.karlpichler.it<br />

GESCHICHTE/ZEITLEISTE<br />

1958: Am 10. Mai 1958 eröffneten Karl<br />

und Herta Pichler ihren Betrieb mit einem<br />

Magazin von 70 bis 80 Quadratmetern, einem<br />

Mitarbeiter und einem kleinen Lieferwagen.<br />

1989: Gründung der Niederlassung in Brixen;<br />

Christian Pichler baute, entwickelte und leitete<br />

diesen Standort von Anfang an selbst.<br />

1992: Eröffnung der Niederlassung in Bozen<br />

1993: Eröffnung der Niederlassung<br />

in Kematen in Tirol<br />

2008: Einweihung des neuen<br />

Hauptsitzes in Algund<br />

Foto © kaser.it


Mai 2004<br />

Radius – Die Top 100<br />

in Südtirol


Ab 3 Uhr früh starten die<br />

Lkw für die Auslieferung.<br />

Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 101<br />

Der Partner für die<br />

anspruchsvolle Gastronomie<br />

Wörndle Interservice HEUTE: „Wir sind in all den Jahren<br />

mit dem erfolgreichen Tourismus gewachsen. Wir<br />

konnten dank unserer Kunden wachsen und weiter<br />

expandieren, sei es in der Erfahrung, in der Professionalität<br />

und <strong>im</strong> Produktsort<strong>im</strong>ent.“<br />

Seit 1988 hat sich die Linie Gran Chef Premiumfood<br />

als ein Synonym für frische und hochwertige Produkte<br />

aus Südtirol und aus der ganzen Welt etabliert. Fisch und<br />

Fleisch werden von regionalen und internationalen Lieferanten<br />

eingekauft und über die beiden Plattformen in Frankfurt<br />

und Paris von eigenen Wörndle-Lkw abgeholt und in<br />

die verschiedenen Logistikzentren gebracht. Die Anlieferung<br />

erfolgt dabei dre<strong>im</strong>al pro Woche früh morgens jeweils am<br />

Montag, Mittwoch und Freitag. Das garantiert den Kunden<br />

die frischesten Produkte in bester Qualität! Eine Besonderheit<br />

diesbezüglich ist auch, dass diese Waren zum Großteil<br />

bereits verkauft sind und dadurch schon am nächsten Tag<br />

be<strong>im</strong> Kunden angeliefert werden. Neben der garantierten<br />

Frische ist Wörndle Interservice auch für innovative und besondere<br />

Produkte bekannt.<br />

Sort<strong>im</strong>entsbreite<br />

Heute ist das Unternehmen eines der marktführenden Lebensmittelgroßhändler<br />

in der Gastronomie in Südtirol und Italien.<br />

Die Firma Wörndle Interservice hat eine Produktpalette von<br />

circa 10.000 Artikeln, von Fleisch, Fisch, Molkereiprodukten,<br />

Tiefkühlprodukten, Trockensort<strong>im</strong>ent und Non-Food-<br />

Artikeln. Ein Schwerpunkt ist dabei auch die professionelle<br />

Beratung und der Lieferservice.<br />

Die Produktauswahl<br />

erfolgt durch Verkostungen<br />

und Bewertungen, bevor sie<br />

ins Sort<strong>im</strong>ent aufgenommen<br />

werden. Den Verkauf übernehmen<br />

geschulte Verkaufsberater<br />

und die internen Telefonverkäufer.<br />

Die Bestellung<br />

kann auch über einen neuen,<br />

sehr aktuellen Onlineshop erfolgen,<br />

der bereits von vielen<br />

Kunden genutzt wird. Regionalität<br />

spielt eine große Rolle<br />

bei Wörndle Interservice. Es<br />

gibt <strong>im</strong> Sort<strong>im</strong>ent über 950 regionale<br />

Artikel, mit welchen<br />

die Anforderungen an die steigende<br />

Nachfrage nach diesen<br />

Produkten erfüllt werden.<br />

DIE LOGISTIK-<br />

ZENTREN HEUTE<br />

Bozen: 6.700 Quadratmeter<br />

Percha: 1.700 Quadratmeter<br />

Castenedolo in Brescia:<br />

11.000 Quadratmeter<br />

Über diese werden die<br />

Kunden in Südtirol und in<br />

ganz Italien mit unserem<br />

kompletten Produktsort<strong>im</strong>ent<br />

beliefert.<br />

Das Unternehmen Wörndle<br />

Interservice beschäftigt<br />

circa 250 direkte und<br />

indirekte Mitarbeiter.<br />

Auch dem Service schenkt Wörndle Interservice ein besonderes<br />

Augenmerk. Der Kunde wird <strong>im</strong> Schnitt dre<strong>im</strong>al pro Woche, in<br />

einigen Zonen auch täglich beliefert. „Abgesehen von all den<br />

angeführten Punkten stehen die Natur- und Gesundheitsprodukte<br />

an vorderster Stelle“, berichtet Helmut Wörndle.<br />

Wörndle Interservice GmbH<br />

Tel. 0471 553 500<br />

info@woerndle.it | www.granchefpremiumfood.it<br />

6 bis 10 Uhr<br />

Anlieferung<br />

12 bis 22 Uhr<br />

Picking (Sammeln der Ware)<br />

5 bis 12 Uhr – Auslieferung<br />

der Ware an die Kunden


58<br />

Radius 06/2002<br />

WIRTSCHAFT<br />

Würth - der Montageprofi!<br />

Der weltweite Handel mit Befestigungs- und Montagematerial wie<br />

zum Beispiel Schrauben, Dübel, Möbel- und Baubeschläge, Chemisch<br />

- technische Produkte, Werkzeuge und Bevorratungs- und Entnahmesysteme<br />

sind das Kerngeschäft der Würth-Gruppe.<br />

Anpassung an den Markt wird bei<br />

Würth groß geschrieben. „Jedes Produkt,<br />

das auf dem italienischen<br />

Markt eingeführt werden soll, wird zunächst<br />

in unserer Abteilung in Neumarkt<br />

speziell an die italienischen Normen angepasst“,<br />

erläutert Christian Unterhofer,<br />

Direktor der Produktabteilung.<br />

Die 68 Mitarbeiter der Produktionsabteilung<br />

sind für die Erstellung der<br />

technischen Verkaufsunterlagen sowie<br />

Preislisten verantwortlich. Über 38.000<br />

verschiedene Produkte werden in Italien<br />

angeboten. „Hierbei werden aber<br />

nicht alle Artikel aus Deutschland<br />

übernommen, viele werden speziell für<br />

den italienischen Markt entwickelt“,<br />

fährt Christian Unterhofer fort. Seine<br />

Abteilung ist auch der Sitz der Qualitätskontrolle<br />

für das nationale Gebiet.<br />

Forschung bei Würth<br />

Würth betreibt in Deutschland eine<br />

eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung<br />

mit rund 100 Mitarbeitern und<br />

hält viele Patente, Gebrauchs- und Geschmacksmuster.<br />

Die Zusammenarbeit<br />

mit unabhängigen Instituten und Hochschulen,<br />

einem Kundenbeirat sowie praxisorientierte<br />

Anregungen aus persönlichen<br />

Kundenkontakten sind die Basis<br />

für eine aktive Produktentwicklung. Und<br />

erst wenn die exakt definierten Qualitätsnormen<br />

erfüllt sind, wird ein Produkt<br />

für den Verkauf freigegeben.<br />

Für alle Mitarbeiter des Würth-Konzern<br />

besteht ein umfangreiches Aus- und<br />

Weiterbildungsangebot über die Würth-<br />

Akademie. Auf einem Markt, der ständigen<br />

Veränderungen unterliegt, kann nur<br />

der langfristig Erfolg haben, dessen<br />

<strong>Wirtschaft</strong>sprinzip Kontinuität garantiert<br />

und Zuverlässigkeit ausstrahlt. Mit dem<br />

Erreichten gibt man sich bei Würth prinzipiell<br />

nicht zufrieden, innovative Produkte<br />

und Produktentwicklungen nehmen<br />

deshalb einen hohen Stellenwert ein.<br />

Zu diesen innovativen Produkten zählen<br />

nicht zuletzt das Autoeinrichtungssystem<br />

ORSYmobil, die Spanplattenschraube AS-<br />

SY und das System für Heizungen, Sanitäranschlüsse<br />

und Fußbodenheizungen<br />

PRINETO. Vom kleinsten Handwerksbetrieb<br />

bis zum Fuhrpark großer Unternehmen,<br />

das System ORSYmobil bietet eine<br />

individuelle Ausstattung für jede Beanspruchung.<br />

Vor vier Jahren entstand diese<br />

eigene Linie als Weiterentwicklung des<br />

normalen Regalsystems.<br />

Fahrzeugeinrichtung<br />

Das Modulsystem ist für alle gängigen<br />

Lieferwagentypen geeignet. Dabei<br />

wird die Ausstattung gezielt auf Kundenwunsch<br />

individuell zusammengestellt<br />

und erfüllt somit die speziellen Anforderungen<br />

jedes Betriebes. Schubladen, Boxen,<br />

Aufhängevorrichtungen, Regale<br />

oder Module zum Einschub von Koffern<br />

mit Würth-Arbeitsmaschinen, alles ist<br />

kombinierbar und entstand zur Schaffung<br />

eines organisierten Ordnungssystems,<br />

opt<strong>im</strong>alen Nutzung des Raumes<br />

und sicheren Transport des Materials<br />

und der Arbeitsgeräte zur Baustelle.<br />

Die Etschwerke Bozen und die Brauerei<br />

Forst ließen die Fahrzeuge des technischen<br />

Wartungspersonals mit dem System<br />

ORSYmobil ausstatten. Der ACI<br />

Italien bestückte 100 seiner Pannenhilfewagen<br />

mit diesem System. Weitere Kunden<br />

sind die Telecom-Gruppe, die 150<br />

Lieferwagen und Wasser-Gas Genua, die<br />

130 Autos ausstatten ließen.<br />

ASSY -<br />

die schnelle Schraube<br />

Im Unterschied zu den handelsüblichen<br />

Spanplattenschrauben, die mit einem<br />

traditionellen Kreuzschlitz versehen<br />

sind, verfügt ASSY über einen AW-Antrieb,<br />

der eine bessere Kraftübertragung,<br />

opt<strong>im</strong>ale Zentrierung, kein Taumelschlag<br />

und größtmögliche Anlagefläche des Bit<br />

<strong>im</strong> Schraubenantrieb bewirkt.<br />

Den Anstoß zu dieser Innovation gab<br />

1991 ein Kunde, der eine Schraube suchte,<br />

die leichter und schneller zu verschrauben<br />

war. Diese Eigenschaften<br />

zeichnet ASSY aus, die seit 1994 in<br />

Deutschland und ein Jahr später auch auf<br />

den europäischen Markt gebracht wurde.<br />

Bis zu 50 Prozent Zeitersparnis und<br />

Energieeinsparung be<strong>im</strong> Einschrauben<br />

sind der entscheidende Vorteil für den<br />

Anwender. Das kunststoffbeschichtete,<br />

symmetrische Gewinde ist steiler als ein<br />

traditionelles Gewinde und bewirkt ein<br />

leichteres Verschrauben und hohe Überdrehmomente.<br />

Als Weiterentwicklungen sind ASSY-<br />

Schrauben in Edelstahl, für Harthölzer<br />

und kombinierte Schrauben <strong>im</strong> Angebot.<br />

PRINETO - Das Rohrsystem<br />

mit dem Montage-Plus.<br />

Prineto ist ein neues, patentiertes<br />

Universalsystem für die Sanitär- und<br />

Heizungsinstallation. Die Hochleis-<br />

November 2002<br />

Radius – Technik<br />

und Wissenschaft


Radius 06/2002 59<br />

WIRTSCHAFT<br />

tungs-PE-X-Rohre sind flexibel oder<br />

mit einem Alumantel stabil ausgelegt.<br />

Die Trinkwasser-Rohrsysteme eignen<br />

sich für die Warm- und Kaltwasserzufuhr<br />

in Gebäuden. Dabei werden<br />

Kunststoffrohre aus PE und Fittinge<br />

aus Spezialmessing eingesetzt. Sie können<br />

Betriebsüberdrücke bis 10 bar bei<br />

Temperaturen von über 70 Grad aufnehmen.<br />

Die Rohre gibt es in den Varianten<br />

flexibel oder steif. Die flexiblen<br />

Rohre Tuboflex eignen sich besonders<br />

für die Verlegung auf den Etagen, während<br />

die steifen Stabilrohre durch ihre<br />

Aluminiumummantelung sehr stabil<br />

sind und auch frei verlegt werden können.<br />

Ein weiterer Vorteil ist die saubere,<br />

schnelle Verarbeitung. PE kann verpresst<br />

werden, es entfällt das Schweißen<br />

oder Löten wie es bei Metallrohren<br />

nötig ist. Dabei sind Rohrdurchmesser<br />

von 14 bis 50 mm möglich.<br />

Zahlen und Daten<br />

100 Niederlassungen in Deutschland<br />

und 270 Gesellschaften in 80 Ländern<br />

der Welt, 38.600 Mitarbeiter weltweit,<br />

in Italien 3.600 Beschäftigte, 2.800 davon<br />

<strong>im</strong> Außendienst. 22 Verkaufsniederlassungen<br />

<strong>im</strong> ganzen Land. 50.000<br />

verschiedene Produkte für Handwerk<br />

und Industrie. Im Geschäftsjahr 2001<br />

erwirtschaftete der Konzern weltweit<br />

5,28 Milliarden Euro Umsatz. Bereits<br />

<strong>im</strong> 1. Halbjahr 2002 wuchs das Betriebsergebnis<br />

um 16,8 Prozent. ®<br />

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104 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

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Würth hält die Welt zusammen<br />

Von Südtirol aus Italien erobert: drei Logistikzentren,<br />

231 Verkaufspunkte, 4.000 Mitarbeiter und 300.000<br />

Kunden. Der zündende Funke für Würth Italien war<br />

eine dreispaltige „Dolomiten“-Stellenanzeige.<br />

Im August 1962 suchte Reinhold Würth (88) einen „energischen<br />

Geschäftsführer für den Vertrieb von Schrauben auf<br />

dem italienischen Markt“. Seit damals sind 60 Jahre vergangen.<br />

Aus dem Einmannbetrieb in Südtirol wurde ein Riese und<br />

ein überaus tragfähiges Standbein der weltweit tätigen badenwürttembergischen<br />

Unternehmensgruppe Würth. Im heurigen<br />

Jubiläumsjahr zählt Würth in Italien 231 Verkaufsniederlassungen,<br />

die von drei Logistikzentren bedient werden. 4.000<br />

Mitarbeiter, davon 2.500 <strong>im</strong> Außendienst, betreuen über<br />

300.000 Kunden, die auf rund 150.000 verschiedene Produkte<br />

in sechs sogenannten Divisionen (Auto, Metall, Holz, Installation,<br />

Bau und Industrie) zurückgreifen können. CEO von<br />

Würth Italien ist Nicola Piazza, ihm zur Seite stehen Harald<br />

Santer (Verkauf und Marketing) und Roberto Dal Sasso (Innenbereich<br />

und Innovation).<br />

Eine von Hand geschriebene Bewerbung<br />

Anton Seebacher hatte vor sechs Jahrzehnten den Mut, auf das<br />

Stellenangebot (mit – wie gefordert worden war – handgeschriebener<br />

Bewerbung) zu reagieren. Im Februar 1963 schließlich<br />

wurde von Reinhold Würth, Onorino Soccol (gebürtig aus<br />

Zoldo, der He<strong>im</strong>at aller italienischen Speiseeishersteller, und<br />

2019 86-jährig verstorben) und Anton Seebacher, als erstem<br />

Geschäftsführer, Würth Italien gegründet und in Siebeneich<br />

aufgebaut. Würth Italien war die dritte internationale Firmengründung<br />

(nach der Schweiz und den Niederlanden). Heute ist<br />

das Unternehmen italienischer Marktführer mit Logistikzentren<br />

in Rom und Bologna sowie dem Verwaltungssitz in Neumarkt<br />

und schlagkräftiges Mitglied <strong>im</strong> global tätigen Konzern.<br />

Weltweit ist Würth mit über 400 Gesellschaften in mehr als<br />

80 Ländern vertreten, mit einem Gesamtumsatz von nahezu<br />

20 Mrd. Euro.<br />

Das Erfolgsgehe<strong>im</strong>nis sind begeisterte Kunden<br />

„Nicht zufriedenstellen wollen wir unsere Kunden, sondern<br />

begeistern.“ Diesem Satz des Künzelsauer Firmenpatriarchs<br />

Reinhold Würth ist wohl auch der Kern des Erfolgsgehe<strong>im</strong>nisses<br />

von Würth Italien. „Von der ersten Stunde an zeichnet<br />

Würth die hohe Kundenorientierung aus“, sagt Harald Santer,<br />

seit 2013 Vertriebs- und Marketingleiter von Würth Italien.<br />

„Es geht darum, die Kundenbedürfnisse zu erfassen, sie zu verstehen<br />

und ein qualitativ hochwertiges, innovatives, nachhaltiges<br />

und möglichst maßgeschneidertes Angebot zu erstellen.<br />

Sowohl in Form von Produkten als auch in Form von Dienstleistungen.<br />

Wir wuchsen an den Ansprüchen unserer Kunden<br />

und sind für jede Herausforderung bereit. Der Direktvertrieb<br />

und der enge Kontakt zu den Kunden waren die strategisch<br />

wichtigste Vorgangsweise. Der zweite Schritt war die auf die<br />

Tätigkeit des Kunden abgest<strong>im</strong>mte Divisionalisierung, in der


Nr. 4/<strong>2023</strong> 105<br />

Harald Santer, Vertriebs- und Marketingleiter<br />

letztendlich alle, oft auch einander überlappende Marktsegmente<br />

zusammengefasst sind. Unsere Außendienstmitarbeiter<br />

waren und sind ja nicht nur Verkäufer, sondern kompetente<br />

Berater. Die dritte Komponente des Erfolgsgehe<strong>im</strong>nisses ist<br />

der Aufbau von zusätzlichen Kundenkontaktpunkten. Damit<br />

sind wir 1989 gestartet und inzwischen sind wir mit über 230<br />

Niederlassungen mit höchster Innovationskraft auf ganz Italien<br />

verstreut vertreten. Diese Multiplikationsstrategie werden<br />

wir auch in Zukunft forcieren. In den letzten zehn Jahren hat<br />

sich auch der Digitalbereich zusätzlich zu den Verkäufern und<br />

den Niederlassungen sehr vielversprechend entwickelt. Heute<br />

agieren wir mit einem Omnikanalmodell am Markt, der Kunde<br />

entscheidet, welche Kundenkontaktpunkte er nutzen möchte.“<br />

Wichtig ist eine gute Struktur<br />

2022 erwirtschaftete Würth Italien vom 2002 bezogenen<br />

Firmensitz in Neumarkt aus (wo nach wie vor kräftig investiert<br />

wird), 789 Millionen Euro. Ist so ein Gigant mit über<br />

4.000 Mitarbeitern und vielen Zehntausend auszuliefernden<br />

Produkten überhaupt noch zu führen? Harald Santer: „Das<br />

braucht natürlich Struktur. Das Unternehmen ist grundsätzlich<br />

in Vertrieb und Support eingeteilt. In jedem Bereich gibt es eine<br />

Hierarchie, ohne die gäbe es geringere Schlagkraft. Tatsächlich<br />

pflegen wir aber ein familiäres, teambasiertes Umfeld. Bewährt<br />

hat sich auch die Möglichkeit, über die Hierarchien hinweg<br />

auf allen Ebenen zu kommunizieren, wobei das Ziel <strong>im</strong>mer<br />

dasselbe bleibt: Der Kunde, egal ob groß oder klein, steht stets<br />

<strong>im</strong> Zentrum unseres Bestrebens.“<br />

... 97 Prozent Marktanteil liegen vor ihnen<br />

Bei einem Vortrag vor einigen Jahren in Bozen erinnerte<br />

Seniorchef Reinhold Würth die Außendienstarbeiter daran,<br />

dass Würth Italien als Leader, trotz Höhenflug ohne Ende,<br />

„nur“ einen Marktanteil von drei Prozent hält. Seine Aussage:<br />

„Meine Herren. Krempeln Sie die Ärmel hoch. 97 Prozent<br />

Marktanteile liegen vor ihnen und warten darauf, erobert zu<br />

werden.“ Wie groß ist also heute der Marktanteil? Harald<br />

Santer: „Je nach Branche sind es aktuell zwischen vier und 15<br />

Prozent. Es gibt natürlich viele Mitbewerber, aber es ist durchaus<br />

noch Potenzial vorhanden. Wir sind aber keine Sprinter,<br />

die nach 100 Metern erschöpft zusammenbrechen. Wir sind<br />

Langstreckenläufer mit langem Atem. Wir bauen keine Luftschlösser,<br />

wir lassen Fakten sprechen. Beispiel? In unseren<br />

Innovationszentren arbeiten länderübergreifend tagtäglich<br />

schlaue Köpfe an Forschung, Entwicklung, Produktion und<br />

Praxis für unsere Kunden, um am Ende das Beste anzubieten,<br />

was die Welt zusammenhält. Auch an innovativen digitalen<br />

Lösungen wird permanent gearbeitet.“<br />

Ein innovativer und verlässlicher Partner<br />

„Vor allem aber wollen wir weiterhin ein angenehmer, verlässlicher<br />

und innovativer Partner für unsere Kunden sein. Dieses Ziel<br />

streben wir mit einer zügig auf Nachhaltigkeit und Schutz der<br />

Umwelt sowie Kl<strong>im</strong>aneutralität ausgerichteten Produktpalette<br />

an. Vielversprechend war der Einstieg als Komplettanbieter <strong>im</strong><br />

Sanitärbereich“, sagt Harald Santer und blickt zufrieden aus dem<br />

Fenster seines lichtdurchflutenen Büros in Neumarkt. Unten <strong>im</strong><br />

Hof hat sich die 22-köpfige Würth-Betriebsfeuerwehr gerade<br />

zur wöchentlichen Probe eingefunden.<br />

Würth GmbH<br />

Bahnhofsstraße 51 | 39044 Neumarkt<br />

www.wuerth.it


106<br />

Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

AKTUELL<br />

DAS<br />

HANDWERK<br />

ALS<br />

KONSTANTE<br />

Die <strong>Wirtschaft</strong> ist <strong>im</strong> ständigen<br />

<strong>Wandel</strong>, und dass sich die Welt gefühlt<br />

<strong>im</strong>mer schneller dreht, spürt<br />

wohl jeder am eigenen Arbeitsplatz.<br />

In diesem sich verändernden<br />

Umfeld entpuppt sich das Handwerk<br />

als relativ stabil – vergleichsweise<br />

sogar sehr stabil.<br />

Unternehmen und Beschäftigte: Aus<br />

dem Leistungsbericht des <strong>Wirtschaft</strong>sverbandes<br />

für Handwerk und<br />

Dienstleistung (ehemals Landesverband<br />

der Handwerker, lvh) aus dem<br />

Jahr 2003 geht unter anderem hervor,<br />

dass es vor 20 Jahren in Südtirol rund<br />

13.200 Handwerksbetriebe mit rund<br />

40.000 Beschäftigten gab. Die jüngsten<br />

Zahlen des <strong>Wirtschaft</strong>sforschungsinstitutes<br />

der Handelskammer Bozen<br />

(Wifo) von Anfang Mai <strong>2023</strong> weisen<br />

dem Handwerk 14.213 Unternehmen<br />

zu. Die aktuelle Beschäftigungszahl<br />

(lvh, 2021) liegt bei rund 47.000. Der<br />

Zuwachs um rund 1.000 Betriebe weist<br />

auf eine relative Konstanz hin, ebenso<br />

der Anteil der Beschäftigten an der<br />

Gesamtzahl, der stets bei etwa einem<br />

Fünftel liegt. Ein min<strong>im</strong>aler Aufwärts-<br />

trend ist bei der Anzahl der Mitarbeiter<br />

pro Betrieb zu verzeichnen, von<br />

durchschnittlich drei um die Jahrtausendwende<br />

auf aktuell 3,3. Interessant<br />

ist, dass <strong>im</strong> Lauf der vergangenen zwei<br />

Jahrzehnte einige Handwerksberufe<br />

verschwunden sind. So wurden laut der<br />

Wifo-Studie um die Jahrtausendwende<br />

noch 426 verschiedene Handwerksberufe<br />

gezählt, laut jüngster Studie von<br />

2021 sind es nur noch 406. Das liegt<br />

daran, dass Berufe wie die Klöpplerin,<br />

der Pflasterer oder die Büromaschinenfachkraft<br />

aus der Liste der (Lehr-)Berufe<br />

gestrichen wurden.<br />

Lehrlingswesen<br />

Die Zahl der Lehrlinge ist in den vergangenen<br />

20 Jahren drastisch gesunken.<br />

Im Jahr 2000 wurden laut Landesamt<br />

für Arbeitsmarktbeobachtung noch<br />

2.475 Lehrlinge in Südtirol gezählt. 2010<br />

waren es nur noch 1.734. Allerdings: In<br />

dieser Zeit wurde das Berufsfachschulsystem<br />

aufgebaut, weshalb viele handwerkliche<br />

Berufe über eine Vollzeitausbildung<br />

an einer Berufsschule erlernt werden<br />

können. Dazu zählen etwa die Bereiche<br />

Mediengestaltung, Bäckerei/Konditorei,<br />

Schönheitspflege oder Holz. Junge Menschen<br />

erhalten aber auch eine Grundausbildung<br />

in großen handwerklichen<br />

Bereichen wie Metall oder Bau und spezialisieren<br />

sich danach <strong>im</strong> Betrieb. Auch die<br />

stark gesunkene Zahl der Tischlereien in<br />

den letzten 20 Jahren hat einen Einfluss<br />

auf die Zahlen. Tatsache ist, dass diese<br />

2022 weiter gesunken sind: auf 1.643.<br />

LEHRVERTRÄGE<br />

IM HANDWERK<br />

2000<br />

2010<br />

2022<br />

786<br />

1.177<br />

948<br />

760<br />

883<br />

1.298<br />

1.734<br />

1.643<br />

Verarbeitendes Gewerbe<br />

Bauhandwerk<br />

Insgesamt<br />

2.475<br />

Quelle © Landesamt für<br />

Arbeitsmarktbeobachtung


AKTUELL Nr. 4/<strong>2023</strong> 107<br />

Globalisierung und Export<br />

Im Leistungsbericht von 2003 bezeichnete<br />

der damalige lvh-Direktor Hanspeter<br />

Munter die sogenannte EU-Osterweiterung<br />

als eine der größten Herausforderungen<br />

für das he<strong>im</strong>ische Handwerk.<br />

Immerhin wurden 2004 zehn damals<br />

osteuropäische Länder in die Europäische<br />

Union aufgenommen. Man spüre<br />

„die Globalisierung durch das Eindringen<br />

ausländischer Anbieter“, so Munter<br />

<strong>im</strong> Bericht. Heute, 20 Jahre später,<br />

hat sich gezeigt, dass die Öffnung vieler<br />

Märkte dem Südtiroler Handwerk nicht<br />

geschadet hat. Im Gegenteil – die Kleinunternehmer<br />

haben sich noch mehr angestrengt,<br />

um der Konkurrenz mit Qualitätsprodukten<br />

standzuhalten oder ihr <strong>im</strong><br />

besten Fall sogar einen Schritt voraus zu<br />

sein. Um das Jahr 2000 zählte das Wifo<br />

nur drei Prozent der Handwerksbetriebe<br />

mit regelmäßiger Auslandstätigkeit. Der<br />

<strong>im</strong> Ausland erwirtschaftete Umsatz lag<br />

bei sechs Prozent. Zwei Jahrzehnte später<br />

beläuft sich der Anteil des Exportes auf<br />

<strong>im</strong>merhin zehn Prozent. Im Wifo-Bericht<br />

von 2021 zeigt man sich mit dieser Entwicklung<br />

jedoch nicht zufrieden. Dort<br />

heißt es: „Wie auch die letzte Studie<br />

(2011, Anm. d. Red.) betont hat, bleibt es<br />

wichtig, verstärkt Märkte außerhalb Südtirols<br />

zu bearbeiten, um die Produktivität<br />

zu erhöhen und das Absatzrisiko zu verringern.<br />

Allerdings hat es das Südtiroler<br />

Handwerk in den letzten Jahren nur teilweise<br />

geschafft, seine Präsenz auf überregionalen<br />

Märkten auszubauen. Dabei bietet<br />

die hohe Qualität der handwerklichen<br />

Leistungen gute Absatzchancen sowohl<br />

in den anderen italienischen Regionen<br />

als auch <strong>im</strong> benachbarten Ausland.“ Es<br />

ginge also laut den <strong>Wirtschaft</strong>sforschern<br />

noch etwas mehr.<br />

Digitalisierung<br />

So stabil das Handwerk in Südtirol sein<br />

mag, so unsanft ist es ins digitale Zeitalter<br />

geworfen worden. Was sich in den<br />

vergangenen 20 Jahren abseits von Hobelbank<br />

und Maurerkelle getan hat, lässt<br />

sich an einem Satz <strong>im</strong> lvh-Leistungsbericht<br />

von 2003 gut ablesen. Der damalige<br />

Präsident meinte in seinem Vorwort:<br />

„Die Hilfsmittel der Informatik haben<br />

inzwischen sogar in die Kleinbetriebe<br />

Einzug gehalten.“ Von Informatik reden<br />

wir inzwischen längst nicht mehr. Wir befinden<br />

uns mitten in der Digitalisierung<br />

und versuchen, gerade herauszufinden,<br />

inwieweit die Künstliche Intelligenz uns<br />

bei der Arbeit helfen könnte. Die steckt<br />

noch in den Kinderschuhen, aber wer<br />

weiß … Sowohl Beschaffungs- und Produktions-<br />

als auch Vermarktungsprozesse<br />

sind derzeit jedoch weitgehend digitalisiert.<br />

„Ohne eigene Website oder die<br />

Nutzung von sozialen Medien ist beispielsweise<br />

eine zeitgemäße Vermarktung<br />

nur mehr schwer möglich“, heißt es etwa<br />

<strong>im</strong> Wifo-Bericht von 2021.<br />

Energie<br />

Auch <strong>im</strong> Bereich Energie hat sich einiges<br />

getan. Im Bericht von 2003 steht<br />

zum Beispiel: „Erstmalig konnte der<br />

lvh 2003 live und zum Anfassen eine<br />

funktionierende Brennstoffzelle präsentieren<br />

… In den nächsten Jahren soll sich<br />

die Brennstoffzelle als alternativer Energieversorger<br />

etablieren.“ Und: „Dieselautos<br />

mit Rußpartikelfilter sind nun steuerbefreit.“<br />

Nun, über beides könnte man<br />

heute schmunzeln, denn die Brennstoffzelle<br />

hat sich <strong>im</strong> normalen Alltag noch<br />

<strong>im</strong>mer nicht bewährt. Und an steuerbefreite<br />

Dieselautos mag man in Zeiten des<br />

Kl<strong>im</strong>awandels gar nicht denken. Betrachteten<br />

die Handwerker vor 20 Jahren die<br />

Bürokratie noch als größte Herausforderung,<br />

ist diese Problematik zwar <strong>im</strong>mer<br />

noch stark präsent, wird aber zunehmend<br />

vom Fachkräftemangel abgelöst. Wie man<br />

diesem konkret begegnen kann, darüber<br />

wird aktuell oft debattiert, und es wird<br />

nach Lösungen gerungen. In 20 Jahren<br />

werden wir wissen, wie die Geschichte<br />

ausgegangen ist.<br />

Inwieweit uns die Künstliche Intelligenz <strong>im</strong> Alltag behilflich<br />

sein wird, muss erst noch herausgefunden werden.<br />

2003 wurden Dieselautos mit Rußpartikelfilter steuerbefreit.


Juni 2000<br />

Südtirol Panorama –<br />

<strong>Wirtschaft</strong> Expo 2000


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AUROPORT – seit 46 Jahren der Spe<br />

Auroport entwickelte sich in den vergangenen 30 Jahren<br />

zum Experten für Entwurf, Bau und Montage von<br />

Türen und Toren für jeden Anspruch. Ob <strong>im</strong> Bereich<br />

des privaten Wohnens oder <strong>im</strong> industriellen und institutionellen<br />

Bereich.<br />

Dazu der Seniorchef Dietmar Auer: „Die Architekturszene<br />

innerhalb und außerhalb Südtirols hat unsere Produkte<br />

hinsichtlich Gestaltung und Ästhetik maßgeblich geprägt. Die<br />

Zusammenarbeit mit den Architekten war und ist für uns ein<br />

fruchtbarer Boden für neue Ideen und stellt uns <strong>im</strong>mer wieder<br />

vor einzigartige Herausforderungen, die nur individuell<br />

gelöst werden können. In den nunmehr 45 Jahren unseres<br />

Bestehens haben wir uns mit Fachwissen und den Ansprüchen<br />

unserer Kunden <strong>im</strong>mer weiterentwickelt und sind auf<br />

die Zukunft mit ihren Herausforderungen durch Kl<strong>im</strong>a- und<br />

Demografiewandel sowie knapper werdenden Ressourcen<br />

bestens vorbereitet.“<br />

Die Kombination von Technik und Design<br />

Auroport hat für zahlreiche Lösungen und Mechanismen Patente<br />

angemeldet und auch in Sachen Design bei Toren Maßstäbe<br />

gesetzt. „Mit präzisen Verarbeitungsmethoden, modernster<br />

Technik und innovativen Designlösungen bieten wir individuell<br />

gestaltete Tür- und Torsysteme aus Stahl oder geeignete Materialkombinationen.<br />

Unsere Produkte garantieren höchste Sicherheit,<br />

opt<strong>im</strong>ale Wärmedämmung und hervorragenden Schallschutz.<br />

Stabilität und Langlebigkeit zeichnen unsere Produkte aus und<br />

sorgen für max<strong>im</strong>ale Nachhaltigkeit bei der Aus- und Nachrüstung<br />

Ihres Gebäudes“, so der Juniorchef Hannes Auer, der<br />

mittlerweile für die Geschäftsführung von Auroport zeichnet.<br />

Architekten und Bauherren schätzen die besonderen Gestaltungsmöglichkeiten<br />

in Verbindung mit Stabilität, Funktionalität und<br />

Sicherheit, die Auroport <strong>im</strong> Bereich der Haustüren und Innentüren<br />

bietet. Besondere Bedingungen erfordern spezielle Türen<br />

<strong>im</strong> Außen- und Innenbereich, angepasst an Nutzungsart und -frequenz,<br />

Raumkl<strong>im</strong>a, Architektur, Ästhetik und Sicherheitsbedarf.<br />

Großtoranlage für Flugzeughangar<br />

Vollverglastes Einfahrtstor für die Hotelgarage<br />

be<strong>im</strong> Hotel Alpen Tesitin in Taisten


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Hauptsitz von Heli Austria in St. Johann<br />

zialist für Türen und Tore<br />

Foto © ©wisthaler.com<br />

Präzise Verarbeitung, Stabilität und Sicherheit.<br />

Die Funktionalität und Ausgereiftheit der Lösungen mit Öffnungs-<br />

und Schließ-Mechanismen sowie die passende Lösung<br />

für den jeweiligen Bedarf machen Auroport zu einem Spezialisten<br />

für jegliche Tor- und Haustüranforderung. Jede Sekunde<br />

zählt, wenn Feuerwehr, Rettungswagen, Katastrophenschutz<br />

und andere Einsatzdienste gerufen werden. Genau für diese Anwendungen<br />

sind Falttore und Haustüren Auroport die richtige<br />

Lösung, denn sie öffnen in jeder Situation sicher und schnell.<br />

Das Design der Tore oder Haustüren wird best<strong>im</strong>mt durch<br />

Gestaltung und Technik. Mit exzellenter Wärmedämmung und<br />

hohen Schallschutzanforderungen bietet das Tor-Portfolio individuelle<br />

Optionen bis zur einbruchsicheren Ausführung.<br />

Auroport GmbH<br />

Rienzfeldstraße 38 | 39031 Bruneck<br />

Tel. 0474 551 084<br />

info@auroport.it | www.auroport.it<br />

EINIGE BESONDERE PROJEKTE<br />

Der Flugzeughangar in Litauen<br />

Die Renovierung zweier denkmalgeschützter Wartungsgebäude<br />

am Flughafen Šiauliai in Litauen erforderte neue Hangartore.<br />

Außerdem war der Hangar zu kurz für die Wartung von C 27J<br />

Spartan-Transportflugzeugen, mit 27 Meter Rumpflänge bei 28<br />

Meter Spannweite. Eine Konstruktion für die Auroport mehrere<br />

Tortypen individuell kombinierte war die Lösung. Auroport konstruierte<br />

ein 33 Meter breites, 6,2 Meter hohes Schiebefalttor, das<br />

die Einfahrt auf der gesamten Breite des Hangars ermöglicht.<br />

Ein neues Portal für St. Augustin<br />

Das neue Portal der katholischen Stadtpfarrkirche St. Augustin<br />

war ein ganz besonderer Auftrag. An der Außenseite sollten<br />

die Flügel nach Vorbild des historischen Originals in Sandsteinriemchen<br />

eingefügt werden, wobei die Befestigungen nahezu<br />

unsichtbar bleiben sollten. Jede Torhälfte wiegt gigantische<br />

3,2 Tonnen. Dennoch lassen sie sich beide leicht von Hand<br />

bedienen. Dank der Erfahrung und dem Know-how von Auroport<br />

entstand ein modernes Gesamtkunstwerk aus technischer Meisterleistung<br />

und kulturhistorischer Bedeutung. Das Tor öffnet<br />

trotz des flächenbündigen Einbaus ganze 130 Grad.<br />

Stilvolle Pivot-Tür für den besonderen Eingang<br />

Maßgeschneiderte Tür- und Tortechnik für Antinori<br />

Für das neue Weingut „Antinori nel Chianti Classico“ in Bargino<br />

Val di Pesa bekam Auroport einen genauso exklusiven wie<br />

interessanten Auftrag: Die 50.000 Quadratmeter umfassende<br />

Anlage inklusive Cantina, Museum und Auditorium benötigte<br />

eine maßgeschneiderte Tür- und Tortechnik aus Cortenstahl.<br />

Für Auroport eine prestigeträchtige Herausforderung, die zur<br />

vollen Zufriedenheit der Adelsfamilie gelöst werden konnte.


112 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

Vom Wegwerfen zum Recycling<br />

Für diese Geschichte bedarf es eines Rückblickes in<br />

die 1970er-Jahre. Damals wurde <strong>im</strong> Flussdelta der<br />

Falschauermündung in Lana nach Schotter geschürft.<br />

Drei Kieswerke waren in diesem Bereich tätig und<br />

holten sich den Schotter mit riesigen Seilbaggern aus<br />

dem Gelände, teilweise bis zu 20 Meter Tiefe.<br />

Hatte man die Tiefe erreicht, wurden die entstandenen<br />

Gruben aufgefüllt – mit allem, was Meran und Umgebung<br />

an Abfall produzierte: Hausmüll, Fässer mit unbekanntem<br />

Inhalt, Abbruchmaterial u.v.m. wurde in diese Baggerseen<br />

gekippt. Der Schotterabbau und das Auffüllen gingen in der<br />

Falschauermündung bis Anfang 1990 weiter. Bis zu jenem Tag,<br />

als die Landesregierung kurzfristig entschied, die noch verbliebenen<br />

Flächen in ein Biotop umzuwidmen.<br />

Pionierarbeit <strong>im</strong> Recyceln<br />

Albrecht Auer erinnert sich: „Plötzlich hatten wir keine Möglichkeiten<br />

mehr, das Abbruchmaterial zu entsorgen.“ Um dieses<br />

damals akute Problem zu lösen und gleichzeitig den unnötigen<br />

Import von Schottermaterial aus Bozen zu reduzieren,<br />

welcher sehr mühsam war, da dieses über die alte SS 38 mit<br />

Sattelschleppern transportiert werden musste. Ein großer Teil<br />

davon war auch jener Teil, welcher für die verschiedenen Hinterfüllungen<br />

bei Bauten verwendet wurde. Aus diesem Grund<br />

entstand die Idee, das Abbruchmaterial mit Bauschutt in den<br />

gewünschten Körnungen zu einem wertvollen Produkt zu verarbeiten<br />

und somit das <strong>im</strong>portierte Schottermaterial zu ersetzen.<br />

Für dieses Projekt bedarf es eines großen Areals, heute sind es<br />

55.000 Quadratmeter sowie viel Geduld und 26 Notartermine.<br />

Zudem wurden sehr viele Ideen sowie Know-how benötigt, um<br />

diese Recyclingidee umzusetzen. Inspirationen und Visionen<br />

kamen vielfach durch Reisen ins Ausland. Erfolg und Misserfolg<br />

liegen oft nahe beieinander: Die Diskussionen mit den Nachbarn<br />

wegen Staub- und Lärmbelästigung konnten erst durch<br />

den Bau einer sechs Meter hohen und ca. 400 Meter langen<br />

Schallschutzmauer und dem Einsatz von Schneekanonen zur<br />

Staubbindung beendet werden.<br />

Recyclingmaterial <strong>im</strong> Vergleich zu Geldmünzen<br />

Von der EU geförderte Recyclinganlage<br />

Katalogisierung des Abbruchmaterials<br />

Ein weiterer großer Schritt in der Geschichte von Erdbau war die<br />

Einteilung des Abbruchmaterials in verschiedene Kategorien laut<br />

Schmutzanteilen. Das damals erstellte Regelwerk gilt auch heute<br />

noch landesweit für die Abrechnung bei Bauschuttentsorgungen.<br />

Das Trennen von Holz und Plastik aus dem<br />

vermischten Bauschutt war ebenfalls eine<br />

große Herausforderung. Die Lösung war<br />

das EU-Projekt Autosort, in der Folge<br />

wurde bei Erdbau die weltweit erste<br />

Anlage zur Trennung mittels Robotern<br />

installiert. Es gab auch diverse Studien,<br />

um den richtigen Einsatz für das Material<br />

zu finden (z.B. die Lieferung des<br />

Albrecht Auer<br />

Unterbaues bei der MEBO von Marling<br />

nach Sinich). Der engen Zusammenarbeit mit dem Amt für Abfallbewirtschaftung<br />

und den damals zuständigen Politikern ist es<br />

zu verdanken, dass hier der gesetzliche Rahmen geschaffen wurde,<br />

um die ganze Angelegenheit mit dem Recycling-Konsortium<br />

Südtirol zu regeln.<br />

Große Investitionen in den Maschinenpark<br />

Albrecht Auer berichtet weiter: „Parallel dazu haben wir für<br />

die großen und schwierigen Abbrucharbeiten (auch für mobiles<br />

Recycling vor Ort) permanent in einen aufwändigen Maschinenpark<br />

investiert. Aber nicht nur die Maschinen, vor allem die<br />

Menschen, die überaus tüchtigen und motivierten Mitarbeiter<br />

sind das Gehe<strong>im</strong>nis unseres Erfolges, damals wie heute.“<br />

Nach 50 spannenden Jahren schaut „Abo“, wie er von seinen<br />

Freunden genannt wird, mit Freude in die Zukunft: „Ich habe<br />

das Glück, dass drei Söhne voll <strong>im</strong> Betrieb involviert sind und<br />

die Erdbau-Gruppe mit Motivation und technischem Knowhow<br />

sicher in eine gute Zukunft führen werden.“


Nr. 4/<strong>2023</strong> 113<br />

„Die ausufernde<br />

Bürokratie ...“<br />

Diese Antwort kam von Andreas und Michael Auer von<br />

Erdbau gleichzeitig wie aus der Pistole geschossen –<br />

es war die Antwort auf die Frage, was sich <strong>im</strong> Verhältnis<br />

zu früher am meisten geändert hat.<br />

Dazu Andreas Auer weiter: „Es ist kaum zu glauben, was den<br />

staatlichen Stellen alles an unsinnigen Gesetzen einfällt,<br />

speziell in Sachen Arbeitssicherheit am Bau. Wenn man diese<br />

mit Österreich oder Deutschland vergleicht, sind es die reinsten<br />

Schikanen, man möchte meinen, dass bei uns nicht Facharbeiter,<br />

sondern nur Idioten auf den Baustellen herumlaufen.“<br />

Die Ausschreibungsrichtlinien ändern sich andauernd<br />

Michael Auer führt die sich andauernd ändernden Bedingungen<br />

bei öffentlichen Ausschreibungen an: „Allein dass es ein Antikorruptionsministerium<br />

gibt, sagt schon genug über die Art und<br />

Weise, wie in Rom gedacht wird, aus. Was trotz Ant<strong>im</strong>afia- und<br />

zig anderen Erklärungen und Formularen dabei herauskommt,<br />

sieht man bei den diversen stillstehenden (Tunnel-) Projekten<br />

<strong>im</strong> ganzen Land.“<br />

Der Tiefbau und die Abbrucharbeiten<br />

Doch weg von der Bürokratie hin zu den Geschäftsfeldern der<br />

Erdbau-Gruppe. Mit etwa 40 Millionen Euro Umsatz und rund<br />

200 Mitarbeiter, gehört Erdbau zu den stärksten Baufirmen <strong>im</strong><br />

Land. Das Hauptgeschäft sind nach wie vor der Tiefbau und<br />

die Abbrucharbeiten. In diesem Bereich verfügt das Sinicher<br />

Unternehmen über einen Maschinenpark, der seinesgleichen<br />

sucht. Das hat sich auch be<strong>im</strong> Einsatz des Baggers mit einem<br />

19 Meter langen Teleskoparm auf der Riesenbaustelle von René<br />

Benko in Bozen gezeigt.<br />

Recyclingmaterial <strong>im</strong> Beton<br />

„Abo“ Auer, der Seniorchef, war ein Pionier <strong>im</strong> Bauschuttrecycling.<br />

Doch das ganze Recycling nützt nichts, wenn es keine<br />

Verwendung für das sauber getrennte Material gibt. „Und da<br />

v.l.: Georg, Andreas und Michael Auer<br />

Der einzigartige Bagger mit 19 Meter langem<br />

Teleskoparm und einer zwei Kubikmeter fassenden<br />

Schaufelgröße hilft, viel Zeit zu sparen.<br />

sind wir endlich auf einem guten Weg, eine Lösung zu finden<br />

bzw. entsprechende Kriterien für die Wiederverwendung zu<br />

schaffen“, berichtet Andreas. „Der recycelte Bauschutt muss<br />

eine Qualität haben, die es ermöglicht, diesen für Beton zu<br />

verwenden, denn erst dann schließt sich der Kreislauf.“ Dieses<br />

Ziel zu erreichen, war ein jahrelanger, steiniger Weg.<br />

Rem Tec und Solland Silicon<br />

Eine Megaaufgabe erwartet die drei Juniorchefs Georg, Michael<br />

und Andreas von Erdbau in Bezug auf das vor einigen Jahren<br />

ersteigerte Werk der Solland Silicon in Sinich. Derzeit wird ein<br />

Käufer für die nagelneue, aber nie betriebene Anlage gesucht.<br />

Nach dem Verkauf und der gesamten Demontage geht es darum,<br />

den kontaminierten Boden <strong>im</strong> Ausmaß von 6,5 Hektar<br />

abzutragen und das gesamte Material von etwa 500.000 Kubikmetern<br />

aufzubereiten bzw. die Reststoffe einzuhausen. Bei der<br />

Firma Rem Tec, einem Unternehmen aus der Erdbau-Gruppe,<br />

rechnet man mit einem Zeitraum von fünf bis sechs Jahren bis<br />

zur Beendigung. Wenn es bis dahin nicht neue Gesetze oder<br />

andere bürokratische Hindernisse gibt.<br />

Erdbau GmbH<br />

Montecatinistraße 16 | 39012 Meran<br />

Tel. 0473 499 500<br />

info@erdbau.it | www.erdbau.it


Anzeige März Nr. 2000 4/<strong>2023</strong> 115<br />

Südtirol Panorama –<br />

Umwelt Management<br />

Titel Titel Titel<br />

Vorspann.<br />

T ext


Anzeige<br />

Foto © Alex Filz<br />

Ansitz zum Steinbock, Villanders – Arch. Andreas Lengfeld<br />

Von der Möbeltischlerei<br />

zum Profi für Interior Design<br />

Das Unternehmen Erlacher in Barbian ist ein Beispiel<br />

dafür, wie Traditionsbewusstsein und Innovationskraft<br />

ineinandergreifen und dadurch eine konsequente Weiterentwicklung<br />

möglich ist. Der Name Erlacher steht<br />

heute für individuelles Interior Design, maßgeschneiderte<br />

Raumgestaltung und Handwerk in Perfektion.<br />

Im Jahr 1905 n<strong>im</strong>mt die Unternehmensgeschichte von Erlacher<br />

mit der Eröffnung einer kleinen Tischlerei in Barbian<br />

ihren Lauf. Mehr als 70 Jahre später, 1976, übern<strong>im</strong>mt Toni<br />

Erlacher, der heutige Seniorchef, die Möbeltischlerei und erweitert<br />

das Leistungsspektrum um maßgefertigten Innenausbau.<br />

Durch den Besuch der Holztechnikerschule in Rosenhe<strong>im</strong><br />

und einige Jahre Erfahrung in der Holzindustrie hat er sich<br />

eine gute Basis geschaffen und macht sich schnell weit über<br />

Barbian hinaus einen guten Namen. In den 1990er-Jahren<br />

wird der Betrieb maßgeblich erweitert, um die Jahrtausendwende<br />

beschäftigt die Tischlerei rund 20 Mitarbeiter, die Möbel,<br />

Einrichtungen und Treppen für den Wohnbereich, für Büros,<br />

Bibliotheken und Hotels herstellen.<br />

Innovation und Internationalität<br />

2004 dann der nächste Schritt nach vorne: Thomas, der Sohn<br />

von Toni Erlacher, steigt in den Betrieb ein. Sein Hauptaugenmerk<br />

gilt der Innovation, der unternehmerischen Weiterentwicklung<br />

und dem Ausbau des Vertriebsnetzes <strong>im</strong> In- und Ausland.<br />

Mittlerweile werden in Zusammenarbeit mit nationalen<br />

und internationalen Architekturbüros auch sehr anspruchsvolle<br />

Projekte <strong>im</strong> Interior Design umgesetzt, die weltweit Maßstäbe<br />

setzen. Auf der Homepage von Erlacher unter www.erlacher.it<br />

sind einige spannende Projekte aufgelistet, die das Unternehmen<br />

umgesetzt hat, etwa in Deutschland, Österreich und der<br />

Schweiz. Es sei aber festgehalten: Erlacher realisiert zwar auch<br />

Prestigeprojekte <strong>im</strong> Ausland, ist aber schwerpunktmäßig nach


Nr. 4/<strong>2023</strong> 117<br />

wie vor in und für Südtirol tätig, sowohl für die Hotellerie und<br />

die Gastronomie als auch <strong>im</strong> privaten Wohnbereich und <strong>im</strong><br />

Bereich Ladenbau bzw. Objekteinrichtung.<br />

Insgesamt kann man ruhig behaupten, dass sich das Unternehmen<br />

Erlacher von der kleinen Möbeltischlerei über die<br />

Jahrzehnte zum Spezialisten für Interior Design entwickelt und<br />

sich dabei <strong>im</strong>mer wieder als Denkwerkstatt für Neues entpuppt<br />

hat. Dazu hat auch die Eröffnung eines neuen Verwaltungsgebäudes<br />

<strong>im</strong> Jahr 2008 beigetragen. Es bildet eine große Einheit<br />

zusammen mit der modernen Produktionsstätte und ist so einerseits<br />

Arbeitsplatz für Techniker, Planer und Kundenbetreuer,<br />

andererseits aber auch ein Ort der Begegnung für<br />

Bauherren und Architekten. Zudem beherbergt<br />

er den Bemusterungsbereich. Verwaltungs- und<br />

Produktionsgebäude sind eingebettet in eine<br />

ausgedehnte Grünzone, die für eine wohltuende<br />

Atmosphäre sorgt.<br />

Sicherheit und Gesundheit<br />

Thomas Erlacher,<br />

CEO der Erlacher GmbH<br />

Die schönste und beste Infrastruktur ist aber<br />

wertlos, wenn nicht Menschen dort arbeiten, die<br />

etwas daraus machen. Bei Erlacher sind es die<br />

aktuell 53 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die<br />

dem Unternehmen mit ihrem Engagement täglich<br />

ihren Stempel aufdrücken. Mitarbeiterkompetenz ist ein wichtiges<br />

Anliegen. Es wird viel Wert auf Aus- und Weiterbildung,<br />

auf Teamgeist und auf eine starke Identifikation mit dem Unternehmen<br />

gelegt. Denn die Herausforderung besteht darin,<br />

für jeden Kunden und für jede Kundin etwas Einzigartiges zu<br />

schaffen. Das ist nur möglich, wenn alle Glieder einer Kette<br />

ineinandergreifen.<br />

Die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist dem<br />

Unternehmen ein großes Anliegen und soll stetig verbessert<br />

werden. Dank der lichtdurchfluteten Arbeitsräume und des modernen<br />

Lüftungssystems sind gesunde und sichere Arbeitsplätze<br />

entstanden. Der moderne Maschinenpark und die entsprechenden<br />

Hilfsmittel tragen ebenso zur Sicherheit während der Arbeit<br />

bei. Jeder Mitarbeiter durchläuft außerdem betriebsintern intensive<br />

Schulungen in den verschiedensten Bereichen wie etwa<br />

Sicherheit an Maschinen und an der Baustelle.<br />

Umwelt und solide Werte<br />

Erlacher setzt sich seit jeher für ökologische und sozial nachhaltige<br />

Themen ein und lebt diese auch vor. So wurde bei den<br />

Erweiterungen der Betriebsstätte <strong>im</strong> Lauf der Jahre der Flächenverbrauch<br />

so gering wie möglich gehalten, nur Produkte von<br />

hoher Qualität wurden verbaut, und es wurde darauf geachtet,<br />

dass der Verbrauch von Energie und Wärme trotz<br />

Vergrößerung <strong>im</strong>mer gleich gehalten wird. Zudem<br />

wird darauf geachtet, Abfälle so gut als möglich<br />

zu vermeiden. Diesen ressourcenschonenden<br />

Umgang trägt das Unternehmen auch nach<br />

außen, etwa bei der Auswahl der Lieferanten.<br />

Mit dem Zertifikat für Umweltmanagement<br />

ISO 14001, jenem für Qualitätsmanagement<br />

ISO 9001 sowie mit der ISO 45001 wurden<br />

sich ergänzende und ganzheitliche Leitstrukturen<br />

für den Betrieb und ein Garant für Mitarbeiter<br />

und Kunden geschaffen. Außerdem garantiert die<br />

PEFC-Zertifizierung, dass mit Holz aus einer nachhaltigen<br />

Waldbewirtschaftung gearbeitet wird.<br />

Mit Leidenschaft, Ehrlichkeit, Vertrauen und Transparenz hat<br />

sich die Firma Erlacher von der Möbeltischlerei hin zum Profi<br />

für Interior Design entwickelt. An diesen Werten wird festgehalten.<br />

Unzählige, über die Jahre erfolgreich umgesetzte Projekte<br />

zeigen, dass dieser Weg der richtige war. Der Blick in die<br />

Zukunft ist daher ein opt<strong>im</strong>istischer.<br />

Erlacher GmbH<br />

Brennerstraße 4 | 39040 Barbian<br />

Tel. 0471 067 600<br />

info@erlacher.it | www.erlacher.it<br />

Felder, Villanders – Perathoner Architects<br />

Granbaita Dolomites, Wolkenstein – Perathoner Architects<br />

Foto © Justina Zdanoviciute<br />

Foto © Hannes Niederkofler


54<br />

Radius 06/2002<br />

WIRTSCHAFT<br />

Überzeugen durch Leistung<br />

Die Manometal GmbH ist die bedeutendste Südtiroler Automatendreherei<br />

<strong>im</strong> Bereich der metallverarbeitenden Industrie. Langjährige<br />

Branchenerfahrung, modernste Fertigungsverfahren und<br />

hochwertige Qualitätsprodukte sind die Markenzeichen der Firma.<br />

Im Jahre 1980 wurde die Firma in Neumarkt<br />

gegründet. Die Fertigung begann<br />

damals mit einer Belegschaft von acht<br />

Personen. Seit September 1993 hat Manometal<br />

seinen eigenen Firmensitz <strong>im</strong><br />

Neumarkter Gewerbegebiet Obere Insel.<br />

Die Produktion erfolgt auf zwei großzügig<br />

angelegten Stockwerken.<br />

Hinter traditionellen Maschinengehäusen<br />

verbirgt sich eine hochmoderne Digitaltechnik,<br />

die von Manometal in Eigenregie<br />

in die Einspindel-, Langdreh- und<br />

Mehrspindeldrehautomaten integriert<br />

wird. Ein geschulter und qualifizierter<br />

Mitarbeiterstab von 35 Facharbeitern<br />

sorgt für eine qualitative und rationelle<br />

Abwicklung der Arbeitsabläufe.<br />

Über 20 Jahre Erfahrung<br />

Das Know-how des Unternehmens beruht<br />

auf langjährigen Erfahrungen des<br />

Produktionsverfahrens. Der Markterfolg<br />

auf zukunftsorientierten Abläufen der<br />

Fertigung, auf Entwicklung und Anwendung<br />

kostengünstiger Fertigungseinrichtungen<br />

mit modernen Arbeitsabläufen.<br />

Hauptmerkmal ist der Layout-Ablauf, der<br />

nach neusten Erkenntnissen und Studien<br />

zu einer kostengünstigen Serienproduktion<br />

beiträgt. Dabei ist man bei Manometal<br />

<strong>im</strong>mer auf der Suche nach Innovationen.<br />

Die <strong>im</strong> Betrieb selbst ausgerüsteten<br />

Die Produkte (Bild links) und die Produktion (Bild oben) von Manometal.


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 119<br />

Radius 06/2002 55<br />

Hochpräzisionsdrehmaschinen ermöglichen<br />

eine Technik, die sehr genau in Titel Titel Titel<br />

Bezug<br />

auf Toleranzanforderungen ist und<br />

eine min<strong>im</strong>ale Stückzeit ermöglicht. Jahrelange<br />

Erfahrungen in der Fertigung<br />

Vorspann. und Umrüstung werden so auf Knopfdruck<br />

zu kostengünstigen Lösungen opt<strong>im</strong>iert.<br />

Drehteile, für deren Bearbeitung<br />

T ext<br />

ein Arbeiter früher mehr als 10 Minuten<br />

benötigte, können heute in wenigen Sekunden<br />

angefertigt werden. „Bei Serienfertigung<br />

können wir dem Kunden durch<br />

die hohe Zerspanungsleistung und die<br />

kurze Durchlaufzeit, verbunden mit einer<br />

Gewährleistung von Toleranzgrenzen und<br />

einer makellosen Oberfläche, ein sehr gutes<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten“,<br />

betont Firmenchef Herbert Schmucker.<br />

Modernste Produktionsabläufe<br />

höchster Präzision<br />

Folge- und Nachfolgeoperationen, wie<br />

Nachdrehen, Fräsen, Schlitzen, Bohren,<br />

Gewindeschneiden und Schleifen, werden<br />

auf mechanischen und programmgesteuerten<br />

Rundtaktautomaten durchgeführt.<br />

Die anschließende Montage der Baugruppe<br />

erfolgt an eigens dafür entwickelten<br />

flexiblen Fertigungsinseln.<br />

Durch die PPS - unterstützte Produktionsplanung<br />

kann dem Kunden Terminund<br />

Mengengarantie für die bestellten<br />

Drehteile mit nachgelagerten Zusatzoperationen<br />

und Montage zugesichert werden.<br />

Von der Anfrage bis zum Versand, zur<br />

Opt<strong>im</strong>ierung der Auftragsabwicklung und<br />

der daraus entstehenden Einhaltung der<br />

Liefertermine wird diese eigene Software<br />

eingesetzt, welche laufend dem neusten<br />

Stand angepasst wird.<br />

Produktqualität<br />

oberster Leitfaden<br />

Das Qualitätsmanagementsystem des<br />

Unternehmens Manometal ist EN/ISO<br />

9002 zertifiziert und garantiert eine effiziente<br />

Auftragsabwicklung von der Anfrage<br />

bis zur Auslieferung der Teile oder<br />

Baugruppen. Qualitätssichernde Maßnahmen<br />

sind unter anderem die Prüfplanung<br />

für alle Fertigungsschritte, Fertigungsüberwachung<br />

mittels modernster SPC -<br />

Überwachung, Einhaltung der vom Kunden<br />

vorgegebenen Toleranzfelder und die<br />

Bereitstellung der Auswertung der SPC -<br />

Überwachung zur Einsichtnahme für den<br />

Kunden. Periodisch wird durch die interne<br />

und externe Überwachung die präzisen<br />

Toleranzen der Prüfmittel überwacht.<br />

Umfangreiche Produktpalette<br />

Die Produktpalette umfasst hauptsächlich<br />

Drehteile und Profile in Weichstahl,<br />

Messing und Aluminium, die als Serienteile<br />

oder kompletten Baugruppen angeboten<br />

werden. Hauptabnehmer sind die<br />

Heizungs-, Armaturen-, Automobil-, Möbel-,<br />

Freizeit- und Elektroindustrie.<br />

Manometal produziert unter anderem<br />

Bolzen, Spezialverschraubungen, Spindeln,<br />

Ventile, Armaturen, Achsen, Stecker,<br />

Hülsen bis zu fertigen Baugruppen und<br />

montieren Komponenten, die exakt nach<br />

Zeichnungen und Vorschriften des Kunden<br />

angefertigt werden.<br />

Modernste Technologie<br />

Große Unterschiede bestehen bei der<br />

praktischen Anwendung be<strong>im</strong> Automatendrehen.<br />

Dabei sind CNC-Drehautomaten<br />

von steigender Bedeutung, um flexibel<br />

sein und gleichzeitig eine hohe Produktivität<br />

bester Qualität erzielen zu können.<br />

Um höhere Ansprüche bei der vielseitigen<br />

Drehteilpalette zu erfüllen, integriert<br />

Manometal seit Jahren mehrere Anwendungskonzepte<br />

der CN- und CNC-Antriebs-<br />

und Steuertechnik. Diese Maschinen<br />

eignen sich besonders für die Herstellung<br />

komplexer und präziser Drehteile.<br />

Die neuesten Entwicklungen sind <strong>im</strong><br />

ständig wachsenden und auf den modernsten<br />

Stand gebrachten Maschinenpark<br />

von Manometal vertreten. ®<br />

Info<br />

Obere Insel 6<br />

39044 Neumarkt<br />

Tel. 0471 81 20 19<br />

Fax 0471 82 03 51<br />

www.manometal.com<br />

Manometal GmbH<br />

WIRTSCHAFT<br />

Die Steuerung erfolgt über Videocameras (Bild oben) und die Niederlassung von Manometal<br />

November 2002<br />

Radius – Technik<br />

und Wissenschaft


120 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

43 erfolgreiche Jahre<br />

Manometal hat vor 43 Jahren seinen Betriebssitz in<br />

Neumarkt eröffnet. Grund genug, um sich bei seinen<br />

Kunden, Lieferanten, Freunden, Gönnern und besonders<br />

bei der Belegschaft zu bedanken. Viele Menschen<br />

haben dazu beigetragen, dass es so viele erfolgreiche<br />

und auch schöne Jahre geworden sind.<br />

Die Geschichte begann eigentlich vor genau 50 Jahren.<br />

Herbert Schmucker, Maschinenbaumeister aus dem<br />

Schwabenland, hatte es 1973 beruflich nach Südtirol verschlagen.<br />

Am 1. April 1980 besuchte er einen Insolvenzanwalt, um<br />

eine in Schwierigkeiten geratene kleine Automatendreherei<br />

gerichtlich zu ersteigern. Das war der Anfang eines – <strong>im</strong> Rückblick<br />

betrachtet – sehr erfolgreichen Weges.<br />

Schwieriger Anfang<br />

Doch dieser Anfang war alles andere als einfach. Mit wenig Kapital<br />

<strong>im</strong> Hintergrund und bei einem Zinsniveau von 28 Prozent in<br />

der damaligen Zeit waren viele Hürden zu überwinden, um der<br />

Firma Manometal einen soliden Grundstock zu geben. In einem<br />

alten angemieteten Obstmagazin und mit sieben Mitarbeitern, die<br />

von der insolventen Firma übernommen worden waren, wurden<br />

die ersten Drehteile mit einem uralten Maschinenpark – zwölf<br />

Einspindel- und vier Mehrspindeldrehautomaten – gefertigt.<br />

Bis zum Jahr 1993 wuchs die Belegschaft auf 19 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern, es konnte in eine neue Generation<br />

von Produktionsmaschinen investiert und ein größeres, neues<br />

Betriebsgebäude in Neumarkt, Nähe der Brennerautobahn,<br />

bezogen werden.<br />

Fertigteile in verschiedensten Messinglegierungen<br />

mit einem Durchmesser von zwei bis 80 Mill<strong>im</strong>etern<br />

Fertigteile mit veredelten Oberflächen


Nr. 4/<strong>2023</strong> 121<br />

CNC-Maschinentechnik<br />

v.l.:: Geschäftsführer Jörg mit Sohn Ruben Schmucker, Seniorchef<br />

Herbert Schmucker und Geschäftsführer Thomas Ebner<br />

Generationswechsel<br />

Fast 30 Jahre nach der Gründung der Firma Manometal kam<br />

es zum behutsam eingeführten Generationswechsel. Herbert<br />

Schmucker – er ist mit Ulrike Sparer verheiratet und wohnt in<br />

Eppan – vollzog die Übergabe an seinen Sohn Jörg, der 2009<br />

gemeinsam mit Thomas Ebner die Leitung der Firma als Gesellschafter<br />

übernahm. Jörg Schmucker ist für die Produktion<br />

verantwortlich, Thomas Ebner für die Verwaltung und das Marketing.<br />

Nach dem Generationswechsel ist Herbert Schmucker<br />

weiterhin beratender „Senior“.<br />

Mittlerweile beschäftigt Manometal 45 Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter, darunter fünf, die seit mehr als 40 Jahren, und<br />

zehn, die seit über 20 Jahren <strong>im</strong> Unternehmen sind. Zudem<br />

nähert sich Manometal – durch Ruben Schmucker – der dritten<br />

Familiengeneration.<br />

Hohes Qualitätsdenken, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit und Kundenfreundlichkeit<br />

– das ist die Firmenpolitik bei Manometal. Unter<br />

dem Motto „Wenn ein Weg entsteht, muss man diesen auch<br />

beschreiten“ wird ständig geplant, weiterentwickelt, getüftelt<br />

und mit viel Energie gearbeitet. Produktionstechniken bleiben<br />

nie auf einem Stand. Für alle Bereiche in der Produktion und<br />

Eines unserer größten Fertigteile<br />

als Montagegruppe<br />

in den vollautomatischen Lagertechniken sind kontinuierliche<br />

Verbesserungsprozesse erforderlich.<br />

Erweiterungsprojekt<br />

In einem glücklichen Land, wie sich Südtirol gerne selber<br />

nennt, ist ein Wachstum ohne Ende praktisch zum Normalzustand<br />

geworden. Im Sinne der Nachhaltigkeit und damit<br />

der Standort in Neumarkt nicht nur erhalten wird, sondern<br />

auch weiterwachsen kann, wurden letzthin eine Rohbauhalle<br />

und ein Wohnhaus in angrenzender Betriebsnähe angekauft.<br />

Nachdem alle aufwendigen behördlichen Auflagen erfüllt und<br />

Genehmigungen eingeholt waren, wurde <strong>im</strong> Jänner <strong>2023</strong> ein<br />

Erweiterungsprojekt in Angriff genommen.<br />

Der Markt von Manometal – mittlerweile in 13 Ländern weltweit<br />

– entwickelt sich derweil <strong>im</strong>mer mehr<br />

in Richtung anspruchsvoller Drehteile,<br />

die das Unternehmen in hohen Stückzahlen<br />

aus verschiedensten und hochwertigen<br />

Metallen produziert. „Wenn<br />

wir unser Wachstum kontinuierlich<br />

zum Erfolg steuern wollen“, betont<br />

Thomas Ebner, „müssen wir rechtzeitig<br />

aktuell planen, realisieren und uns<br />

den Marktanforderungen anpassen.“<br />

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

sowie die Leitung von<br />

Manometal arbeiten mit viel<br />

Teamgeist täglich dafür, den<br />

Mitbewerbern einen Schritt<br />

voraus zu sein, damit es dem<br />

Unternehmen in Neumarkt<br />

weiterhin gut geht.<br />

Manometal GmbH<br />

Obere Insel 6 | 39044 Neumarkt<br />

Tel. 0471 812 019<br />

manometal@manometal.com | www.manometal.com


122 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

Anzeige<br />

40<br />

Radius 01/2003<br />

BAUFIRMEN<br />

Innovatives Unternehmen<br />

Die Firma Marx AG aus Schlanders hat sich mit harter<br />

Arbeit, Termintreue und viel Disziplin in der Branche einen<br />

guten Namen gemacht.<br />

MeBo Baustelle<br />

Stetige Entwicklung<br />

In den vergangenen Jahren hat die<br />

Firma Marx AG, Wege und Straßen,<br />

Rohrleitungen, Beregnungsanlagen, E-<br />

Werke, Hauptsammler, Sportplätze und<br />

andere Bauwerke <strong>im</strong> Vinschgau und<br />

Umgebung realisiert.<br />

MeBo-Verbreiterung<br />

und anderes<br />

Ein Paradebeispiel für die Arbeitsweise<br />

der Firma Marx ist die MeBo-<br />

Verbreiterung <strong>im</strong> Teilstück zwischen<br />

Algund und Marling. Im Frühjahr<br />

2002 hat die Firma die Arbeiten übernommen.<br />

Seither sorgt Juniorchef<br />

Franz Marx, <strong>im</strong> Betrieb für den technischen<br />

Bereich zuständig, tagtäglich<br />

vor Ort dafür, dass die Arbeiten fachund<br />

termingerecht abgewickelt werden.<br />

Bruder Alfred Marx, <strong>im</strong> Betrieb<br />

für die Verwaltung zuständig, kümmert<br />

sich um die bürokratischen Obliegenheiten.<br />

Auf diese Art und Weise ist<br />

es gelungen, den Bau planmäßig<br />

durchzuführen.<br />

Außer der MeBo-Verbreiterung hat<br />

die Firma Marx derzeit noch weitere<br />

große Arbeiten laufen, so z.B. die<br />

Grabarbeiten und die Rohrleitungen<br />

für das Fernheizwerk Sulden, den Bau<br />

der Hauptsammler Töll-Algund und<br />

Algund-Marling, die Errichtung der<br />

Trink- und Abwasserleitung Völlan-<br />

Lana, der Neubau des Sportplatzes<br />

Schlanders, des Hauptsammlers in<br />

Eyrs oder die Sanierung der Stilfserjoch-Straße.<br />

Im Sommer 2002 konnte<br />

zudem ein technisch sehr anspruchsvoller<br />

Skipistenbau auf dem Madritschferner<br />

verwirklicht werden. Die<br />

rauen kl<strong>im</strong>atischen Bedingungen auf<br />

über 3000 m Meereshöhe verlangten<br />

der Mannschaft und der Ausrüstung<br />

viel ab.<br />

Bauschuttrecycling<br />

Der Recycling-Sektor hat sich in<br />

den vergangenen Jahren zu einem<br />

wichtigen Standbein der Firma Marx<br />

entwickelt. Die firmeneigene, autorisierte<br />

Bauschuttanlage dient dazu, Abbruchmaterial<br />

fachgerecht zu verarbeiten<br />

und dem Baukreislauf erneut zuzuführen.<br />

Zum Einsatz kommt aufbereitetes<br />

Schuttmaterial derzeit z.B. bei der<br />

MeBo-Erweiterung.<br />

Seniorchef Albrecht Marx ist zudem<br />

Präsident des Konsortiums für Bauschuttrecycling<br />

und Präsident der<br />

Schotterabbau- und Steinbruch-Unternehmen<br />

Südtirols.<br />

Ausgeprägt umweltbewusst<br />

Bewusst innovativ zeigt sich das<br />

Bauunternehmen Marx <strong>im</strong> Umweltbereich.<br />

Nicht nur, weil die gesetzlichen<br />

Vorschriften streng sind und der<br />

Vinschgau in ökologischer Hinsicht besonders<br />

sensibel ist, sondern vor allem<br />

auch aus Rücksicht auf die Mitarbeiter<br />

und die Bevölkerung, die in der Nähe<br />

des Betriebssitzes und der Baustellen<br />

wohnen. So hat die Firma Marx das<br />

werkseigene Schotterwerk und das<br />

ebenfalls werkseigene Betonwerk vollständig<br />

eingehaust. Der Maschinenpark<br />

ist technologisch auf dem letzten Stand<br />

und umfasst neben den „traditionellen“<br />

Baugeräten auch hochmoderne Grubenwalzen<br />

und Abbruchzangen.<br />

Das Unternehmen<br />

Heute ist das 1957 gegründete Unternehmen<br />

Marx AG mit seinen 55 Mitarbeitern<br />

solider Bestandteil der Südtiroler<br />

Volkswirtschaft, ausgestattet mit allem<br />

bereichsbezogenen technischen Knowhow.<br />

Im Firmensitz herrscht emsiges<br />

Treiben, hier laufen die Fäden eines<br />

Unternehmens zusammen, das in die<br />

Gründerzeit der Südtiroler Industrialisierung<br />

zurückreicht und geschickt seinen<br />

Weg gegangen ist. ®<br />

Info<br />

Vezzan/Schlanders<br />

Tel. 0473 74 22 14<br />

Fax 0473 74 24 25<br />

marx57@tin.it<br />

Marx<br />

Februar 2003<br />

Radius – Bauwirtschaft<br />

in Südtirol<br />

MeBo Baustelle


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 123<br />

Hangsicherungsarbeiten <strong>im</strong> Grödner Tal<br />

Aufschüttungsarbeiten bei der Großbaustelle am Reschensee<br />

MARX – mit frischem Wind<br />

in eine erfolgreiche Zukunft<br />

Die Marx GmbH aus Schlanders ist seit ihrer Gründung<br />

1957 der Spezialist für die Bereiche Hoch- und<br />

Tiefbau, Transporte, Herstellung von Fertigbeton<br />

sowie Schotterverarbeitung. Durch die erfolgreiche<br />

Betriebsübergabe und einen neuen Markenauftritt hat<br />

das Unternehmen jetzt die Weichen für eine erfolgreiche<br />

Zukunft gestellt.<br />

Seit Dezember 2022 präsentiert sich das bewährte Baunnternehmen<br />

Marx durch die Änderung der Gesellschaftsform<br />

von einer AG zu einer GmbH in einem neuen Gewand.<br />

Diese ging Hand in Hand mit einem Generationswechsel <strong>im</strong><br />

Betrieb. Alexander Marx bildet nun gemeinsam mit seinem<br />

Vater Franz Marx die neue Geschäftsleitung und führt somit<br />

das erfolgreiche Familienunternehmen bereits in der dritten<br />

Generation. Die Umstrukturierung war die Gelegenheit für<br />

frischen Wind <strong>im</strong> Markenauftritt. In dessen Rahmen wurde<br />

auch das Logo weiterentwickelt.<br />

In den Jahren seit der Betriebsgründung ist das Unternehmen<br />

kontinuierlich gewachsen und beschäftigt derzeit an die<br />

100 Mitarbeiter/-innen. Damit zählt es zu den größten Arbeitgebern<br />

<strong>im</strong> mittleren Vinschgau. Die Marx GmbH verfolgt klar<br />

definierte Werte und Ziele. Dazu zählen Handschlagqualität,<br />

Kompetenz und Verlässlichkeit. Eine gute Zusammenarbeit<br />

mit allen Geschäftspartnern sorgt für eine opt<strong>im</strong>ale Kundenzufriedenheit.<br />

Wichtige Geschäftsfelder<br />

Zu den Hauptgeschäftsfeldern des Unternehmens zählen die<br />

Bereiche Hoch- und Tiefbau, die Betonherstellung, Autotransporte,<br />

der Straßenbau, das Recycling von Bauschutt sowie die<br />

Herstellung von Schotter, Kies und Sand. Für ihre Auftraggeber<br />

bietet der Betrieb Fertigbeton und Dienstleistungen <strong>im</strong> Bereich<br />

Tief- und Straßenbau an. Dazu gehört auch das Verlegen von<br />

Druckleitungen, die Durchführung von Aushüben und die Errichtung<br />

von Infrastrukturen. Zusätzlich gewinnt die Marx<br />

GmbH auch Recyclingmaterial und Recyclingbeton aus dem<br />

eigenen Bauschutt. Zu den aktuell herausforderndsten Projekten<br />

zählen die Verlegung der Druckleitungen für die Beregnung in<br />

Laas und das E-Werk in Prad, die Verlegung der Straße be<strong>im</strong><br />

Reschensee sowie der Austausch der Kraftwerksleitung der<br />

Alperia in Burgeis und vieles mehr.<br />

Nachhaltigkeit und Innovation <strong>im</strong> Fokus<br />

Der moderne Fuhrpark mit über 160 Fahrzeugen und Maschinen<br />

umfasst Bagger, Lkw, Brech-, Sieb-, Abrissmaschinen sowie<br />

Walzen, die den neuesten technischen Standards entsprechen<br />

und die aktuellste Vermessungstechnik beinhalten. Die Maschinen<br />

verfügen über die besten Abgasklassen und werden ständig<br />

erneuert. Dies ermöglicht umweltschonende Arbeitsprozesse wie<br />

das gewissenhafte Recycling von Bauschutt.<br />

Die Marx GmbH investiert laufend in die Erweiterung ihrer<br />

nachhaltigen Energiequellen, um eine autarke Energieversorgung<br />

für das Unternehmen zu ermöglichen. Auch damit leistet<br />

der Betrieb einen wesentlichen Beitrag für die Nachhaltigkeit<br />

und die Energieeffizienz.<br />

Marx GmbH<br />

Gewerbegebiet Vetzan 15 | Vetzan/Schlanders<br />

Tel. 0473 742172<br />

info@marx.it | www.marx.it<br />

Die Geschäftsleitung, v.l.:<br />

Alexander und Franz Marx


64<br />

Radius 01/2004<br />

BAUFIRMEN<br />

Unzugängliches Gelände?<br />

Kein Problem!<br />

Der Name Moosmair GmbH steht für Vielseitigkeit. Vom Werksgelände<br />

in der Handwerkerzone St. Martin/Passeier aus arbeiten Anton und<br />

Andreas Moosmair sowie Walter Auer mit 20 Mitarbeitern <strong>im</strong> Dienste ihrer<br />

einhe<strong>im</strong>ischen und internationalen Auftraggeber.<br />

Mit der Tätigkeit als Hoch- und<br />

Tiefbau-Unternehmen, Anbieter<br />

von schlüsselfertigen<br />

Seilbahnanlagen, Montagebetrieb<br />

für Sendemasten, Fachbetrieb für<br />

Bagger- und Kranarbeiten sowie<br />

Schlosserei steht eine Vielzahl<br />

von Dienstleistungen <strong>im</strong> Vordergrund,<br />

die Mensch und Maschine<br />

Höchstleistungen abverlangen. Der<br />

Maschinenpark und die hohe Quali-<br />

fikation der Mitarbeiter des Unternehmens<br />

ermöglichen die Erschließung<br />

und den Materialtransport für<br />

Bauvor haben in unzugänglichem<br />

Gelände.<br />

Projekte zum Herzeigen<br />

Die Panoramabahn von Malcesine<br />

auf den Monte Baldo, an der<br />

neben anderen Südtiroler Unternehmen<br />

auch die Firma Moosmair<br />

GmbH beteiligt war, ist nur ein<br />

Projekt aus der Refe renzliste des<br />

Unternehmens. Im letzten Halbjahr<br />

wurde <strong>im</strong> Skigebiet Vals-Jochtal<br />

und <strong>im</strong> Skigebiet Ratschings je ein<br />

Sechsersessellift gebaut, in Canazei<br />

wurden zwei Vierer sessellifte realisiert.<br />

Im Frühjahr 2003 beginnt die<br />

„neue Saison“ mit dem Bau von<br />

zwei Materialseilbahnen für die


Radius 01/2004 65<br />

BAUFIRMEN<br />

der dadurch erlangten Flexibilität ist<br />

das Interesse am Angebot der Firma<br />

Moosmair längst über die Südtiroler<br />

Landesgrenzen hinausgewachsen<br />

und es sind Anfragen aus der ganzen<br />

Welt zu bearbeiten.<br />

Belieferung von zwei Wasserkraftwerks-Baustellen<br />

<strong>im</strong> Trentino.<br />

Ohne Grenzen<br />

Arbeiten abseits von Zufahrtsstraßen<br />

und in unzugänglichen<br />

Berg- und Waldgebieten stellen für<br />

die Mitarbeiter der Firma Moosmair<br />

laufend neue Herausforderungen<br />

dar. Um den Materialtransport in<br />

entlegene Gebiete zu bewältigen und<br />

sich von Fall zu Fall an die örtlichen<br />

Besonderheiten anpassen zu können,<br />

wurden in der firmeneigenen Konstruktionsabteilung<br />

Komponententeile<br />

entwickelt, die eine Variabilität in<br />

Länge und Zugkraft der Bahn ermöglichen.<br />

Ein spezielles Computerprogramm,<br />

das die landschaftlichen<br />

Gegebenheiten, die zurückzulegenden<br />

Höhenmeter und die zu transportierende<br />

Wanderlast berücksichtigt,<br />

errechnet die erforderliche<br />

Anzahl der Stützen, Seil- und Antriebsstärke<br />

sowie Belastbarkeit der<br />

Materialbahn. Nicht zuletzt wegen<br />

Aufbau einer Materialseilbahn<br />

Damit in schwierigem Gelände<br />

ordentlich gearbeitet werden kann,<br />

wird als Erstes eine eigene Materialseilbahn<br />

zur Versorgung der<br />

Baustellen installiert. Dann kommen<br />

Aushub und Betonieren der Fundamente<br />

für die Linienstützen und<br />

Montage der Stützen dazu.<br />

Die Firma Moosmair GmbH<br />

macht Unmögliches möglich.<br />

Montage von Stahlbrücken über<br />

Schluchten, Heben, Senken, Verlegen<br />

von Rohrleitungen, Errichten<br />

von Wasserkraftwerken usw. Das<br />

sind nur wenige der gewohnten<br />

Herausforderungen, die die Firma<br />

Moosmair <strong>im</strong>mer wieder aufs Neue<br />

bewältigt. Dagegen war die Montage<br />

der EXPO-Bahn in Hannover<br />

vom Gelände her eine geradezu<br />

bequeme Baustelle. Aufsehen erregte<br />

der schwebende Transport von<br />

schweren Baggern und Gruben-Lkw<br />

per Materialseilbahn hinauf zur<br />

Baustelle auf der Hochmut.<br />

Februar 2004<br />

Radius – Bauwirtschaft<br />

in Südtirol


126 Nr. Anzeige 4/<strong>2023</strong><br />

Bauen<br />

in der<br />

Extreme<br />

Hochalpine Baustellen sind<br />

Baustellen der Extreme. Hier<br />

sind Spezialisten gefragt. Egal<br />

ob Materialseilbahn, mobile<br />

Seilwinde oder die Montage von<br />

Seilbahnen: Das Unternehmen<br />

Moosmair aus dem Passeiertal<br />

ist mit seinem Know-how weltweit<br />

<strong>im</strong> Einsatz.<br />

Dort, wo höchste Anforderungen an Mensch und Maschine<br />

gestellt werden, ist Moosmair mittendrin. Geht<br />

es um das Bauen unter extremen Bedingungen und <strong>im</strong> Hochgebirge<br />

ist das Unternehmen mit Sitz in St. Martin in Passeier,<br />

ganz vorne dabei. Moosmair plant, projektiert, baut<br />

und montiert unter anderem Materialseilbahnen. Das Passeirer<br />

Unternehmen verantwortet dabei den Bau und die Vermietung<br />

von Materialseilbahnen, die Bereitstellung mobiler<br />

Seilwinden. Gleichzeitig kümmert man sich bei Moosmair<br />

aber auch um Erdbewegungs-, Beton- und Stahlbauarbeiten<br />

an schwer zugänglichen Stellen. In den letzten Jahren konnte<br />

Moosmair bei gar einigen spektakulären Baustellen einen<br />

wichtigen Beitrag leisten.<br />

Materialseilbahn „Zugspitze“<br />

Nach über 50 Jahren Betriebszeit waren die Tage der Eibseeseilbahn<br />

gezählt. Bis Dezember 2017 wurde die bestehende<br />

Seilbahn zur Zugspitze durch eine moderne Pendelbahn mit<br />

zwei Kabinen für je 120 Personen ersetzt. Für die Errichtung<br />

der neuen Seilbahn „Eibsee–Zugspitze“ war eine Materialseilbahn<br />

notwendig, um die Baustelle am Berg auf 2961 Metern<br />

ü.d.M. mit den nötigen Baumaterialien zu versorgen. Geplant,<br />

geliefert und installiert wurde sie von der Moosmair GmbH <strong>im</strong><br />

Auftrag der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG. Moosmair<br />

verantwortete die Detailplanung, Lieferung und Installation der<br />

Materialseilbahn vom Eibsee zur Zugspitze.<br />

Materialseilbahn „Klein Matterhorn“<br />

Für die Errichtung der neuen 3S-Seilbahnen „TD28 Klein Matterhorn“<br />

und „TD28 Testa Grigia“ verantwortete Moosmair die<br />

Detailplanung, die Lieferung und Installation der temporären<br />

Materialseilbahn von Laghi C<strong>im</strong>e Bianche (Italien) zum Klein<br />

Matterhorn (Schweiz). Diese neuen Seilbahnen vervollständigen<br />

die durchgehende Seilbahnverbindung zwischen der Schweiz und<br />

Italien. Zurzeit ist dies die höchstgelegene Baustelle Europas,<br />

fast so hoch wie der Gipfel des Ortler (Auftraggeber: Zermatt<br />

Berbahnen AG, Leitner AG).


Nr. 4/<strong>2023</strong> 127<br />

Materialseilbahnen „Alperia Laas“<br />

Modernisierungsarbeiten des in den 1950er-Jahren gebauten<br />

Wasserkraftwerks in Laas. Installation einer neuen rund 2,2 Kilometer<br />

langen unterirdischen Druckrohrleitung. Der Austausch<br />

der Druckrohrleitung, der fast ausschließlich mit lokalen Betrieben<br />

durchgeführt wurde, erfolgte mit dem Ziel, die Effizienz<br />

der Anlage unter Einhaltung der Umweltauflagen zu verbessern<br />

und den sicheren Betrieb weiterhin zu gewährleisten. Dank dieser<br />

umfangreichen Eingriffe ist das Wasserkraftwerk Laas nun<br />

wieder auf dem neuesten Stand der Technik und in der Lage,<br />

die Herausforderungen der Netzregulierung und -stabilität mit<br />

nachhaltiger Energie zu meistern und damit einen Beitrag für<br />

die Energiewende zu leisten. Die Erneuerung der Druckleitung<br />

des Wasserkraftwerks Alperia in Laas machte die Errichtung von<br />

zwei temporären Materialseilbahnen mit einer Nutzlast von<br />

13 Tonnen nötig (Auftraggeber: Alperia Greenpower).<br />

Materialseilbahnen „Mont Blanc“<br />

Die aus zwei neuen Teilstrecken bestehende Anlage ersetzt die<br />

drei alten Pendelbahnen aus den 1940er- bzw. 1950er-Jahren.<br />

Die Anlage liegt auf italienischer Seite am Fuße des Mont Blanc<br />

und verbindet den Fremdenverkehrsort Courmayeur mit der<br />

Helbronner Spitze und mit Chamonix auf der französischen<br />

Seite. Für das Consorzio Cordee Mont Blanc zeichnete Moosmair<br />

GmbH zwischen 2011 und 2016 für die Detailplanung,<br />

die Lieferung und die Installation sowie das Betreiben von<br />

insgesamt 4 (!) Materialseilbahnen und die Ausführung der Bauund<br />

Montagearbeiten in den Linien der zwei neuen Teilstrecken<br />

des „Skyway Mont Blanc“. Highlight ist die Montage der über<br />

100 Meter hohen Stütze <strong>im</strong> 2. Seilbahntrakt. Dafür hat die<br />

Firma Moosmair einen 125 Meter hohen Baukran an Ort und<br />

Stelle gebracht, um die gigantische Stütze zu montieren.<br />

Moosmair GmbH<br />

Holzländestraße 89 | 39010 St. Martin in Passeier<br />

Tel. 0473 650 066<br />

info@moosmair.com | www.moosmair.com


32<br />

Radius 02/2003<br />

WASSER & WIRTSCHAFT<br />

Für sauberes Trinkwasser<br />

Verrostete und verschmutzte Wasserleitungen<br />

verschlechtern die Wasserzufuhr und Trinkwasserqualität,<br />

bis eine Komplettsanierung unumgänglich ist.<br />

Die Moriggl GmbH erneuert Leitungen<br />

ohne Bauarbeiten von innen<br />

und garantiert einen langfristig<br />

sauberen und problemlosen Wassertransport.<br />

Zirka 150 bis 200 Liter Trinkwasser<br />

verbrauchen Durchschnittseuropäer<br />

täglich. Rund 70 Liter für die Körperpflege,<br />

60 Liter für die Toilette, 20 Liter<br />

zum Waschen, 15 Liter zum Geschirrspülen<br />

– und <strong>im</strong>merhin vier bis fünf<br />

Liter zum Trinken und Kochen. Wenn<br />

man bedenkt, dass nur gerade 0,3 %<br />

des gesamten Wasseraufkommens auf<br />

unserem Planeten sauber genug sind,<br />

um vom Menschen genutzt zu werden,<br />

wird sofort klar: Reines Trinkwasser ist<br />

ein kostbares Gut und rarer, als man<br />

denkt.<br />

Wasser greift Leitungen an<br />

Die Wasserqualität leidet <strong>im</strong> Versteckten<br />

– schon auf dem Weg zum<br />

Konsumenten. Korrodierte, inkrustierte<br />

und verkalkte Leitungen – Folgen des<br />

steten Wassertransports – setzen dem<br />

Trinkwasser stark zu. Eine herkömmliche<br />

Komplettsanierung des Leitungssystems<br />

bringt aber langwierige Bauund<br />

Spitzarbeiten, mehrwöchige Wasserunterbrüche,<br />

Lärm, Dreck, hohe<br />

Kosten, verminderte Nutzungsmöglichkeit<br />

des zu sanierenden Objekts<br />

und Mietzinsausfälle mit sich.<br />

Aus Alt mach besser Neu<br />

Dabei muss man ein Leitungsnetz<br />

nicht freilegen, um es zu sanieren.<br />

Einfacher, günstiger, schneller und<br />

dauerhafter geht es mit dem LSE-System<br />

der Moriggl GmbH. Dieses patentierte<br />

und 1000-fach bewährte System<br />

reinigt und beschichtet Rohre von innen<br />

heraus. In einem ersten Arbeitsgang<br />

werden die Rohrinnenflächen<br />

mit Druckluft getrocknet. Dann folgt<br />

die Reinigung mit einem Gemisch aus<br />

Druckluft und Quarzsand. Zum<br />

Schluss wird ein nahtloser Korrosionsschutz<br />

aus einem lösemittelfreien Epoxydharz<br />

in die sandgestrahlten Rohre<br />

eingeblasen. Endoskopische Prüfungen<br />

garantieren eine opt<strong>im</strong>ale Kontrolle<br />

aller Arbeitsgänge. Die so behandelten<br />

Leitungen sind dauerhaft<br />

gegen erneute Beschädigungen geschützt,<br />

der Leitungssanierungs-Alptraum<br />

wird damit zur gl<strong>im</strong>pflichen<br />

Angelegenheit ohne große Unannehmlichkeiten<br />

und kostet bedeutend<br />

weniger (bis zu 60 %!) als eine konventionelle<br />

Sanierung.<br />

Langfristig<br />

sauberes Trinkwasser<br />

Eine Sanierung des Rohrleitungsnetzes<br />

mit dem LSE-System ist nicht<br />

nur dauerhaft, sondern auch gesund.<br />

Denn das Beschichtungsmaterial<br />

verhindert nachteilige mikrobiologische<br />

Veränderungen <strong>im</strong> Leitungswasser.<br />

Zahlreiche Untersuchungen<br />

bestätigen dies. Das Verfahren<br />

kann also auch aus hygienischer<br />

Sicht vorbehaltlos zur Auskleidung<br />

von Rohren der Hausinstallationen<br />

empfohlen werden. Das<br />

LSE-System sorgt langfristig dafür,<br />

dass Trinkwasser so zum Verbraucher<br />

kommt, wie man es sich<br />

wünscht: klar und sauber.<br />

Die Maschinen der Moriggl<br />

GmbH werden direkt ans Rohrleitungsnetz<br />

angeschlossen. Sämtliche<br />

Arbeitsgänge erfolgen direkt durch<br />

die an den Wasserleitungsanschlüssen<br />

<strong>im</strong> Badez<strong>im</strong>mer oder in der Küche<br />

montierten Schläuche. Da Spitzarbeiten<br />

entfallen, entstehen weder<br />

Dreck, Baulärm noch mehrtägige<br />

Wasserunterbrüche. Die Liegenschaften<br />

bleiben so auch während<br />

der Sanierungsarbeiten bewohnbar.<br />

®<br />

Rostiges, gereinigtes und beschichtetes Rohr (von links)<br />

Info<br />

Punistraße 2<br />

39020 Glurns<br />

Tel. 0473 83 15 55<br />

Fax 0473 83 15 96<br />

info@moriggl-gmbh.com<br />

www.moriggl-gmbh.com<br />

April 2003<br />

Radius – Unser<br />

Wasser unser Land


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 129<br />

Erster Rohrsanierer Europas<br />

mit Konformitätsbestätigung<br />

Moriggl RISAN® saniert seit 30 Jahren Trinkwasserleitungen<br />

von innen. Egal ob Privathaus, Wohnanlage,<br />

Hotelkomplex oder öffentliche Strukturen. Die Rohrsanierung<br />

mit RISAN® ist für jede Art von Gebäude geeignet.<br />

Ohne Ausfall, zu wesentlich günstigeren Kosten<br />

als be<strong>im</strong> klassischen Totalaustausch der Leitungen,<br />

und mit zehn Jahren Neuwertgarantie!<br />

Vor allem auch für Hotelbetriebe bringt die kurze Sanierungsdauer<br />

wesentliche Vorteile. Auch in kurzen Zwischensaisonen<br />

kann die Rohrsanierung durchgeführt werden<br />

und auf Wunsch auch in Teilabschnitten saniert werden. Darüber<br />

hinaus ist die Rohrsanierung von innen zu 50 Prozent<br />

von der Steuer absetzbar! Angebot und Lokalaugenschein sind<br />

kostenlos und unverbindlich.<br />

Neue Bewertungsgrundlage bei Trinkwasser<br />

Im März 2019 ist in Deutschland die neue Bewertungsgrundlage<br />

des Umweltbundesamtes für Materialien <strong>im</strong> Kontakt mit<br />

Trinkwasser in Kraft getreten.<br />

Die sogenannte „Konformitätsbestätigung“, welche als Sammelbestätigung<br />

für sämtliche vom neuen Gesetz vorgesehenen<br />

Einzelprüfungen gilt, ermächtigt den Rohrsanierer zur<br />

Ausübung seiner Tätigkeit. Nach der Übergangsfrist bis März<br />

2021 verloren alle nach früheren Leitlinien ausgestellten Zertifikate<br />

ihre Gültigkeit. Auch die Beschichtungsleitlinien selbst<br />

wurden mit März 2021 vom UBA zurückgezogen. Ab diesem<br />

Datum ermächtigt somit ausschließlich die „Konformitätsbestätigung<br />

gemäß KTW-BWGL des UBA“ zur Ausführung einer<br />

Rohrinnensanierung. Einzelnachweise diverser Teilprüfungen<br />

ermächtigen zukünftig nicht mehr zur Ausübung der Tätigkeit<br />

der Rohrinnensanierung. Derzeit gibt es lediglich einen<br />

Rohrinnensanierer in Europa, welcher <strong>im</strong> Besitz der Konformitätsbestätigung<br />

nach KTW-BWGL des UBA ist. Es handelt<br />

sich dabei um das Vinschger Unternehmen Moriggl RISAN®<br />

GmbH, welches mit dem eigenen RISAN ® -System arbeitet.<br />

Moriggl RISAN® GmbH<br />

Punistraße 2 | 39020 Glurns<br />

info@moriggl-risan.it | www.moriggl-risan.it<br />

Einladung zur Jubiläumsfeier<br />

für Kunden der letzten 30 Jahre<br />

Rohrsanierung<br />

von innen<br />

Freitag, 07.07.<strong>2023</strong><br />

Basis Schlanders<br />

Die Lösung<br />

Anmeldung obligatorisch<br />

bis 31.05.23 unter:<br />

+39 0473 831 555<br />

info@moriggl-risan.it<br />

Das Problem<br />

Das detaillierte Programm<br />

wird auf Anfrage zugesandt.


12 Radius 05/2005<br />

AKTUELL<br />

Leidenschaft für Naturstein<br />

Das Aufspüren und Wahrnehmen neuer Marktchancen ist<br />

wichtige Voraussetzung für einen weltweiten Handel. Hier hat<br />

sich die Stärke der Nikolaus Bagnara AG erwiesen, die auf<br />

neuen Märkten wie Osteuropa und China präsent ist.<br />

Blocklager in Rivoli Veronese<br />

Die Firma Nikolaus Bagnara ist seit<br />

über 50 Jahren <strong>im</strong> Natursteingeschäft<br />

tätig. Große Sorgfalt, Genauigkeit,<br />

Kundenfreundlichkeit verbunden<br />

mit weitsichtiger Planung sind<br />

auch heute noch die Grundprinzipien<br />

der Unternehmensführung.<br />

Die Firma wurde 1948 von Nikolaus<br />

Bagnara als kleiner Steinmetzbetrieb<br />

in Eppan gegründet. Inzwischen hat<br />

das Unternehmen neben dem Sitz in<br />

Eppan weitere Standorte in Cavaion<br />

Veronese, Rivoli Veronese und Massa<br />

di Carrara, die ideale Voraussetzungen<br />

für nationale und internationale Geschäftsbeziehungen<br />

bieten.Im Unternehmens-<br />

und Verwaltungssitz in Eppan<br />

befinden sich die technischen Büros,<br />

ein modernes Produktionswerk für<br />

Küchenarbeitsplatten und jegliche andere<br />

Fertigarbeiten sowie ein Rohplattenlager.<br />

Modernste Wasserstrahl- und<br />

CNC-gesteuerte Maschinen ermöglichen<br />

jede Formgebung. In Südtirol<br />

bietet die Firma ihren Kunden neben<br />

der Handelstätigkeit auch die damit<br />

verbundenen Dienstleitungen zur Verlegung<br />

der Natursteinmaterialien an.<br />

Neuer Standort Cavaion<br />

Veronese<br />

Das neue Produktionswerk und<br />

Rohplattenlager in Cavaion Veronese<br />

gehört zu den modernsten und<br />

größten Werken Norditaliens. Der<br />

Betrieb wurde <strong>im</strong> vergangenen Jahr<br />

aufgenommen. Täglich werden hier<br />

über 1.000 m 2 polierte Rohplatten<br />

aus Rohblöcken produziert, die zu<br />

80% in den Export gehen. Exportiert<br />

wird in alle europäischen<br />

Staaten, besonders in die Schweiz,<br />

Österreich, Deutschland und Russland<br />

sowie nach Amerika. In den<br />

Niederlassungen von Rivoli Veronese<br />

und Massa di Carrara lagern<br />

Tausende von Tonnen Naturstein in<br />

Form von Rohblöcken.<br />

Vier Tätigkeitsbereiche<br />

Neben dem Natursteinabbau <strong>im</strong><br />

Porphyr-Bruch in Gröden betreibt<br />

das Unternehmen eigene Granit- und<br />

Marmorbrüche in den USA und Z<strong>im</strong>babwe.<br />

Es hat sich zudem die exklusiven<br />

Abbaurechte einiger besonderer<br />

Materialien in den USA, auf der


Radius 05/2005 13<br />

Labradorhalbinsel (Kanada), Madagaskar<br />

und der Ukraine gesichert,<br />

welche auf dem weltweiten Absatzmarkt<br />

vertrieben werden. Die Natursteine<br />

für den Blockhandel stammen<br />

zu 95 % aus den USA, Kanada, Norwegen,<br />

Afrika, der Ukraine, Brasilien<br />

und China, werden aber auch aus<br />

anderen Ländern <strong>im</strong>portiert. Der Verkauf<br />

dieser Materialien erfolgt über<br />

die beiden Blocklager in Italien. Ein<br />

Großteil der Tätigkeit wird über die<br />

Tochterfirma BAGMAR mit Sitz in<br />

Rivoli (Verona) abgewickelt, die<br />

1997 gegründet wurde. Sie beschäftigt<br />

sich ausschließlich mit dem Import,<br />

Export und Verkauf von Granitblöcken<br />

und zählt zu den größten<br />

Natursteinlagern in Norditalien.<br />

Die Rohplattenproduktion erfolgt<br />

<strong>im</strong> neuen Werk in Cavaion Veronese<br />

(VR). Modernste technische Anlagen,<br />

die den international Ansprüchen<br />

voll gerecht werden, ermöglichen<br />

unterschiedliche Oberflächenbehandlungen<br />

und ein vollautomatisiertes<br />

Polieren, Harzen und<br />

Kalibrieren der Rohtafeln. In der<br />

8.000 m 2 großen Halle überwachen<br />

fünf spezialisierte Mitarbeiter die<br />

Produktion und Qualität der über<br />

250 zum Teil sehr exklusiven Granit-<br />

und Marmorsorten.<br />

Die Fertigung arbeitet für den<br />

privaten Kunden in Südtirol wie<br />

auch für nationale und internationale<br />

Großprojekte. Die technische<br />

Abwicklung und Fertigung erfolgt<br />

in Eppan und Verona.<br />

St. Michaels-Kathedrale (Kiew)<br />

Die Qualität und Genauigkeit der<br />

Ware wird be<strong>im</strong> Einkauf <strong>im</strong> Bruch<br />

und während der Produktion und<br />

Fertigung von professionellem<br />

Fachpersonal bis ins kleinste Detail<br />

kontrolliert. So steht der Umsetzung<br />

kreativer Ideen und der Verwirklichung<br />

ausgefallenster Wünsche aus<br />

Stein nichts mehr <strong>im</strong> Wege.<br />

Internationale Präsenz<br />

Besonders gute Geschäftbeziehungen<br />

bestehen nach Osteuropa.<br />

In Russland und der Ukraine konnten<br />

bedeutende Projekte verwirklicht<br />

werden. In Moskau wurde <strong>im</strong><br />

April der Hauptkongress-Saal des<br />

Kremls restauriert. Das Eppaner<br />

Unternehmen lieferte dafür Böden<br />

und Natursteinsäulen. In Kiew kamen<br />

Materialen der Firma be<strong>im</strong> Bau<br />

des Monuments der Unabhängigkeit,<br />

der Restaurierung der St. Michaels-Kathedrale<br />

und der gesamten<br />

Metro-Stationen zum Einsatz. In der<br />

St.Volodymyr’s-Kathedrale in Khersones<br />

(Ukraine) fertigte das Eppaner<br />

Unternehmen den gesamten Altarbereich<br />

aus 25 m 3 Laaser Marmor.<br />

Um die weltweiten Märkte noch<br />

besser erschließen und das Exportgeschäft<br />

forcieren zu können reicht<br />

eine einfache Vertretertätigkeit<br />

nicht mehr aus. Deshalb ist das<br />

Unternehmen auf den bedeutendsten<br />

internationalen Fachmessen<br />

vertreten. Dazu gehören unter anderem<br />

die Ston+tec in Nürnberg, die<br />

Marmomacc in Verona als weltweit<br />

wichtigste Messe des Sektors und<br />

die Fachmesse für Naturstein in<br />

London. Ebenso wird die Nikolaus<br />

Bagnara AG be<strong>im</strong> Jahresmeeting<br />

der Bauindustrie des Mittleren<br />

Ostens in Dubai und Fachmessen in<br />

Shanghai (China) und Las Vegas<br />

(USA) vertreten sein. Besonders China<br />

zählt als zukunftsorientierter<br />

und starker Markt.<br />

Info<br />

Nikolaus Bagnara AG<br />

Maria-Rast-Straße 34<br />

39057 Eppan<br />

Tel. 0471 66 21 09<br />

Fax 0471 66 47 04<br />

info@bagnara.net<br />

www.bagnara.net<br />

UNTERNEHMEN A – Z<br />

Steinbruch „Blue Eyes“ auf der Labradorhalbinsel (Kanada)<br />

Juni 2005<br />

Radius – Die Top 100<br />

in Südtirol


Anzeige<br />

Rohplattenlager und Werk<br />

in Cavaion Veronese<br />

Bagnara – 75 Jahre<br />

Leidenschaft für Naturstein!<br />

Seit 1948 schlägt das Herz von Bagnara für hochwertigen<br />

Naturstein und diese Leidenschaft hält bereits<br />

seit 3 Generationen an. Damals wurde das Familienunternehmen<br />

von Nicola Bagnara als Steinmetzbetrieb<br />

gegründet und hat sich zu einem international führenden<br />

Unternehmen der Branche entwickelt.<br />

Mittlerweile haben die Brüder Philipp und Niko Bagnara<br />

den Betrieb von ihrem Vater Bruno übernommen. Das<br />

Erfolgsgehe<strong>im</strong>nis liegt <strong>im</strong> 360°-Blick aufs Produkt beginnend<br />

mit der Gewinnung <strong>im</strong> Steinbruch über die Verarbeitung der<br />

Blöcke zu Rohplatten bis hin zum Endprodukt. Das Bagnara-<br />

Team begleitet den Naturstein durch den gesamten Produktionsprozess<br />

und verfügt über einen enormen Erfahrungsschatz.<br />

Jeder einzelne Stein – ganz gleich ob aus der Region oder weltweit<br />

<strong>im</strong>portiert – wird zum exquisiten Unikat verarbeitet und<br />

für diverse Kundenvorhaben eingesetzt.<br />

Ein starkes Wir-Gefühl<br />

Zur Bagnara-Familie zählen 210 geschätzte Mitarbeitende<br />

weltweit, davon über 120 Fachkräfte in Italien, die restlichen<br />

über den Globus verbreitet. Bagnara bietet viele Berufsfelder:<br />

Neben klassischen Abteilungen wie Marketing, Personal, Verkauf<br />

usw. stecken in den drei Bereichen Bruch, Rohplatten<br />

und Fertigarbeiten weitere attraktive Berufe wie z.B. jener des<br />

CNC-Programmierenden. Generell werden Wissensaustausch<br />

und ein familiäres Miteinander großgeschrieben. „Es ist unsere<br />

tiefe Überzeugung, dass unsere Mitarbeitenden unser wertvollstes<br />

Kapital sind“, erklären die beiden Geschäftsführer. Bagnara<br />

steht für Themenvielfalt – welches Unternehmen bietet schon<br />

die Chance tatsächlich die gesamte Wertschöpfungskette zu<br />

überblicken? Da Bagnara beständig wächst, sind engagierte<br />

Talente stets willkommen.<br />

Bagnara lebt Naturstein 360° – vier Säulen des Erfolgs<br />

Bagnara als Produzent – Die Eppaner unterhalten neben eigenen<br />

Steinbrüchen auch viele Exklusiv-Abkommen mit Brüchen<br />

weltweit. Diese solide Aufstellung garantiert Bagnara-<br />

Kunden stets Premium-Qualität und schnelle Lieferfähigkeit,<br />

da Exklusivabnehmer priorisiert werden. Derzeit <strong>im</strong> Trend sind<br />

unter rund 1.000 Naturstein-Arten brasilianische Quarzite, die<br />

ähnlich gute Eigenschaften wie Granit aufweisen und zudem die


Nr. 4/<strong>2023</strong> 133<br />

Unternehmenssitz in Eppan<br />

CNC-gesteuerte Fertigung<br />

klassische Schönheit von Marmor mit vielen Möglichkeiten <strong>im</strong><br />

In- und Outdoor-Bereich bieten.<br />

Bagnara als Verarbeiter – Blöcke aus aller Welt werden aus<br />

Lagern in Rivoli Veronese und Massa Carrara nach Cavaion<br />

Veronese gebracht. Dort werden sie mittels modernster Technik<br />

zu Rohplatten verarbeitet. Diese halbfertigen Produkte erwerben<br />

und veredeln Steinmetze weltweit zum Endprodukt.<br />

Jede Rohplatte wird individuell bearbeitet und nach strenger<br />

Endkontrolle in die Showrooms in Volargne und Cavaion Veronese<br />

geliefert. Allein in Cavaion Veronese werden täglich über<br />

3.500 Quadratmeter Rohplatten hergestellt.<br />

Bagnara als Händler – In Cavaion Veronese sitzt auch der internationale<br />

Vertrieb und empfängt Kunden aus aller Welt, die aus<br />

über 60.000 Rohplatten für ihr individuelles Projekt auswählen<br />

können. Neben Steinmetzen und Großhändlern kommen<br />

vermehrt Architekten und deren Bauherren vorbei. Exportiert<br />

wird weltweit in 70 Länder: Die europäischen Märkte bilden<br />

weiterhin den Kernmarkt, daneben sind Asien und Ozeanien mit<br />

vor allem Australien und Neuseeland relevant. Derzeit gewinnen<br />

die nordamerikanischen Märkte an Bedeutung.<br />

Bagnara als Handwerker – Am Hauptsitz in Eppan ist der eigene<br />

Steinmetzbetrieb behe<strong>im</strong>atet, der maßgefertigte Endprodukte<br />

gestaltet. Hier entstehen rund 3.000 Küchenarbeitsplatten pro<br />

Jahr. Der Trend geht hin zum Projektgeschäft, d.h. die enge<br />

Zusammenarbeit mit Architekturbüros mit hohem Anspruch an<br />

Design, z.B. in Hotellerie und Tourismus, sowie Großprojekte,<br />

wie z.B. die Ausstattung der Villa E., stehen zunehmend <strong>im</strong><br />

Fokus (www.bagnara.net/projekte/villa-e).<br />

Bagnara setzt auf Digitalisierung<br />

Digitalisierung als wichtige Chance für jeglichen Firmenbereich<br />

wurde in Eppan schon früh erkannt. So hat Bagnara als<br />

Branchen-Erster das gesamte Rohplattenlager dank Einsatz von<br />

Scannern digitalisiert. Kunden können auf der Homepage Bilder<br />

aller Rohplatten in Topqualität ansehen und erhalten wichtige<br />

Produkt-Facts <strong>im</strong> Online-Materialkatalog.<br />

Handwerkliche Maßanfertigungen<br />

Nicht zuletzt durch Corona verstärkt hat auch <strong>im</strong> Vertrieb die<br />

Digitalisierung zugenommen und bietet wertvolle Kommunikationschancen<br />

besonders <strong>im</strong> internationalen Verkauf. Zwar<br />

wird wieder gereist, jedoch viele Themen werden nun auch<br />

online abgebildet.<br />

Naturstein jedoch live zu erleben, kann auch die beste Technik<br />

nicht final ersetzen, deshalb ist Bagnara auf allen wichtigen,<br />

internationalen Leitmessen der Branche auf sämtlichen Kontinenten<br />

präsent.<br />

Naturstein ist aktuell sehr gefragt: Designer wie Architekten wissen<br />

die Natürlichkeit, Wertigkeit und Einzigartigkeit, aber auch<br />

die Nachhaltigkeit des Produktes zu schätzen. Deshalb forciert<br />

Bagnara die enge Zusammenarbeit mit Architekten und setzt<br />

seinen Fokus <strong>im</strong>mer mehr auf den Bereich Interior Design.<br />

Nikolaus Bagnara AG<br />

Maria-Rast-Weg 34 | 39057 Eppan<br />

Tel. 0471 662 109<br />

info@bagnara.net | www.bagnara.net


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 135<br />

Titel Titel Titel<br />

Vorspann.<br />

T ext November 1998<br />

Südtirol Panorama –<br />

Bauen Online


Anzeige<br />

Rezeption der Firma Durst in Brixen<br />

Nur das Beste<br />

fürs Bad<br />

Vor fast 30 Jahren wurde das Unternehmen<br />

Planit in Auer gegründet. Mit der Spezialisierung<br />

auf die Ver- und Bearbeitung von Corian®<br />

hat es sich einen Namen gemacht. Gleichzeitig<br />

hat es sich enorm weiterentwickelt.<br />

Die Produktionshalle der Firma Planit<br />

C orian® ist ein flexibles und vielseitiges Material, das aufgrund<br />

seiner besonderen Eigenschaften für den Einsatz<br />

in verschiedenen Bereichen geeignet ist. Es ist hygienisch<br />

und pflegeleicht und wird daher auch häufig für das Bad<br />

gewählt, sowohl in Privatwohnungen als auch in Hotels,<br />

Kinderhorten, Schulen und auf Campingplätzen. Corian ® ist<br />

ästhetisch ansprechend und kann in beliebigen Formen und<br />

Konfigurationen gefertigt werden. Deshalb werden aus Corian<br />

® auch Verkleidungen für Bartresen und Empfangstheken<br />

hergestellt.<br />

Breite Produktpalette<br />

Von Anfang an hat sich die Firma Planit auf Corian ® spezialisiert,<br />

hat den Umgang mit dem Material laufend verfeinert<br />

und ist dadurch Schritt für Schritt zu einem führenden Unternehmen<br />

für hochwertige Waschtische, Dusch- und Badewannen<br />

für die gehobene Hotellerie mit eigenem Beratungs- und<br />

Montageservice geworden. Der Contract-Bereich zählt zu<br />

den Hauptgeschäftsfeldern des Unternehmens. Im Rahmen<br />

der Ausstattung öffentlicher Bereiche realisiert Planit Einrichtungen<br />

für Hotels, Campingplätze, Bars und Geschäfte,<br />

für öffentliche Gebäude und Produkte für Krankenhäuser.<br />

Hinzu kommen Küchenarbeitsplatten, die für Tischlereien<br />

und Möbelhäuser gefertigt werden. Rund 50 Prozent des<br />

Produktportfolios <strong>im</strong> Planit-Badkatalog gehen in den Export.<br />

Stetes Wachstum<br />

Durch die stetige Weiterentwicklung ist auch der Betrieb ständig<br />

gewachsen. Die Betriebsfläche ist von ursprünglich 800 auf aktuell<br />

3.000 Quadratmeter gestiegen, die Zahl der Beschäftigten<br />

von anfänglich acht auf nun 23. Planit hat zudem die anfänglich<br />

gemietete Halle inzwischen erworben und verfügt nun auch<br />

über einen großen Ausstellungsbereich, in dem die hergestellten<br />

Produkte präsentiert werden.<br />

Vom Entwurf bis zur Ausführung<br />

Als Spezialist für die Verarbeitung von Corian ® Dupont<br />

gehört Planit zum Kreis der Quality Network Industrial


Stand auf der Messe „Salone del Mobile“ 2022<br />

Foto © Lvca Avellino<br />

Die drei Gesellschafter (v.l.) Manfred Abram,<br />

Gerhard Giuliani und Hans S<strong>im</strong>onini<br />

v.l.: Marco Devigili und Hans S<strong>im</strong>onini<br />

Partner. Die Teilnahme an diesem Programm für ausgewählte<br />

Anbieter gilt als Garantie dafür, dass Planit alle Fertigkeiten<br />

und Fähigkeiten für die Verarbeitung und Verformung<br />

von Corian ® besitzt.<br />

Vor diesem Hintergrund kann das Unternehmen auf zahlreiche<br />

Kooperationen mit renommierten internationalen<br />

Designern und Möbelherstellern verweisen.<br />

Handwerkliches Können und Liebe zum Detail mit einem<br />

hohen Maß an technologischer Effizienz und innovativer<br />

Kreativität zu verbinden – darauf kommt es bei Planit an.<br />

Die Flexibilität der Produktionsprozesse und hochmoderne<br />

Fertigungsanlagen ermöglichen die Herstellung von Einzelstücken<br />

nach Maß sowie von Kleinserienprodukten. Ästhetik,<br />

Funktionalität und <strong>Wirtschaft</strong>lichkeit fließen dabei harmonisch<br />

ineinander.<br />

Service und Beratung<br />

Neben dem fertigen Produkt wird deshalb auch ein umfassender<br />

Service vor und nach dem Kauf angeboten. Die<br />

Beratung der Kunden bei der Wahl der Materialien und der<br />

verfügbaren Technologien wird großgeschrieben und trägt zur<br />

erfolgreichen Umsetzung auch höchst anspruchsvoller und<br />

ambitionierter Ideen bei. Liebe zum Detail und handwerkliches<br />

Geschick sind auch nach vielen Jahren ein wichtiger<br />

Bestandteil in unserem Betrieb. Die Wünsche der Kunden<br />

sind uns wichtig. Unsere Erfahrung und Fachkenntnis setzen<br />

wir täglich zur Erfüllung dieser Wünsche ein.<br />

Seit 1996 n<strong>im</strong>mt Planit an internationalen Messen und<br />

Veranstaltungen teil. Beispiele sind „Abitare il Tempo“ in<br />

Verona, die „Host Milano“ und „Host Genova“ oder die<br />

„Cersaie“ in Bologna. Das Unternehmen war auch als offizieller<br />

Aussteller bei den letzten vier Ausgaben des „Salone<br />

del Mobile“ in Mailand vertreten.<br />

PLANIT GmbH<br />

Nationalstraße 61 | 39040 Auer<br />

Tel. 0471 802 542<br />

info@planit.it | www.planit.it


44<br />

Radius 01/2006<br />

BAUFIRMA<br />

Kl<strong>im</strong>ahaus von Plattner Bau<br />

Der Bau schlüsselfertiger Kl<strong>im</strong>ahäuser ist in den vergangenen Jahren zur Kerntätigkeit der Firma Plattner<br />

Bau aus St. Jakob geworden. Vorarbeiter, Techniker und der Inhaber des Unternehmens haben Kl<strong>im</strong>ahaus-<br />

Grundkurse, sowie Spezialisierungslehrgänge und Fortbildungen absolviert.<br />

Plattner Bau ist der Partner für<br />

die Errichtung von Niedrigenergiehäusern<br />

in Massivbauweise.<br />

Gegründet <strong>im</strong> Jahre 1988 als<br />

Einzelfirma von Sebastian Plattner,<br />

hat sich das <strong>im</strong> Jahr 2005 zur AG<br />

umgewandelte Unternehmen kontinuierlich<br />

vergrößert und beschäftigt<br />

heute rund 50 Mitarbeiter. Das<br />

Durchschnittsalter des jungen und<br />

dynamischen Teams liegt unter 30<br />

Jahren. Besonderes Anliegen des<br />

Firmeninhabers ist die Motivation<br />

sowie die opt<strong>im</strong>ale Aus- und<br />

Sebastian Plattner, Dr. Ing. Andrea Santandrea, Dr. Andreas Pircher<br />

Weiterbildung aller Mitarbeiter.<br />

Dies führte sogar zur erfolgreichen<br />

Teilnahme (3. Platz) des Mitarbeiters<br />

Klaus Perkmann bei der<br />

Berufsolympiade 2005 in Helsinki.<br />

Auch Sebastian Plattner selbst ist<br />

ausgebildeter Kl<strong>im</strong>ahausexperte<br />

und wohnt in einem Kl<strong>im</strong>ahaus in<br />

Jenesien.<br />

Bei der Errichtung seines Eigenhe<strong>im</strong>s<br />

Kl<strong>im</strong>ahaus B + <strong>im</strong> Jahr 2001<br />

wurde schon sehr früh ein großer<br />

Erfahrungsschatz für das ganze<br />

Unternehmen gewonnen.<br />

Schlüsselfertig mit<br />

Fixpreisgarantie<br />

Das Unternehmen ist auch als<br />

Generalunternehmen tätig und<br />

liefert den Kunden termingerecht<br />

schlüsselfertige Kl<strong>im</strong>ahäuser aller<br />

Kategorien, bei Vorhandensein aller<br />

Rahmenbedingungen selbstverständlich<br />

mit Fixpreisgarantie. Dank<br />

des ganzheitlichen Baumanagements<br />

ist Plattner Bau in der Lage,<br />

Hotel-, Gewerbebauten und Wohnanlagen<br />

termingerecht und qualitativ<br />

hochwertig umzusetzen.<br />

Dank der engen Zusammenarbeit<br />

zwischen den Baustellen und der<br />

technischen Abteilung, hat Plattner<br />

Bau in den vergangenen Jahren<br />

kontinuierlich an der Verbesserung<br />

des Know-hows <strong>im</strong> Bau von Niedrigenergiehäusern<br />

gearbeitet und ist<br />

zu einem kompetenten und zuverlässigen<br />

Partner auf diesem Gebiet<br />

geworden. Die technische Abteilung<br />

beschäftigt sich mit Forschung und<br />

Analyse von neuen Produkten bzw.<br />

Opt<strong>im</strong>ierung von Arbeitsabläufen<br />

Kl<strong>im</strong>ahaus.indd 44<br />

20.01.2006 15:04:35 Uhr


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 139<br />

vor und während der Bauphase.<br />

Titel Titel Titel<br />

Neue Materialien am Baustoffmarkt<br />

werden aufgegriffen, untersucht und<br />

angewendet, Details und Aufbauten<br />

werden opt<strong>im</strong>iert und innovatives<br />

Vorspann. Know-how am Bau umgesetzt.<br />

Plattner Bau hat frühzeitig<br />

erkannt,<br />

T ext dass Wärmedämmung<br />

und Energieeinsparung Themen der<br />

Radius 01/2006 45<br />

Zukunft sind. Allerdings beschränkt<br />

sich die Forschungsarbeit nicht nur<br />

auf dieses Gebiet, sondern führt<br />

auch weiter: Lärmschutz, Feuchtigkeitsschutz<br />

und alle weiteren<br />

bauphysikalischen Elemente, die die<br />

Lebens- und Wohnqualität verbessern,<br />

bzw. eine opt<strong>im</strong>ale Nutzung<br />

gewährleisten.<br />

Mitglied von<br />

CasaCl<strong>im</strong>a Südtirol<br />

In Zusammenarbeit mit den<br />

Planern kann eine opt<strong>im</strong>ale Lösung<br />

erarbeitet, sowie die Berechnung des<br />

Kl<strong>im</strong>ahaus-Standards durchgeführt<br />

werden.<br />

Plattner Bau ist Mitglied der<br />

Werbeplattform CasaCl<strong>im</strong>a Südtirol,<br />

deren Anliegen es ist, den Marktanteil<br />

für den Bau von Niedrigenergiehäusern<br />

vor allem <strong>im</strong> norditalienischen<br />

Raum auszubauen.<br />

Umfassende Referenzliste<br />

Die Referenzliste der Firma Plattner<br />

Bau ist umfassend. Zu erwähnen<br />

sind neben dem neuen Sitz der<br />

Firma Rotho Blaas und dem Vigilius<br />

Mountain Resort (erstes Hotel mit<br />

Kl<strong>im</strong>ahausplakette A + ), das sich<br />

noch <strong>im</strong> Bau befindliche moderne<br />

Mehrfamilienhaus Synesis in St.<br />

Jakob, das ebenfalls der Kl<strong>im</strong>ahaus-Kategorie<br />

A angehört. Weiters<br />

der Umbau und die Sanierung des<br />

Anreiterhofs in Moritzing (1345<br />

erstmals erwähnt), der Umbau und<br />

die Erweiterung der Marienklinik<br />

in Bozen sowie der Bau zahlreicher<br />

Wohnanlagen, Hotels und Gewerbebauten<br />

in Südtirol.<br />

Eigener Stand auf der<br />

„Kl<strong>im</strong>ahouse 2006“<br />

Plattner Bau ist auf der „Kl<strong>im</strong>ahouse<br />

2006“ mit einem eigenen<br />

Stand vertreten, um allen Interessierten<br />

und Planern das eigene<br />

Know-how, die bisherigen Aktivitäten,<br />

die neuen Projekte und Visionen<br />

bezüglich energiesparenden<br />

Massivbaus zu präsentieren. Die <strong>im</strong><br />

Vorfeld ausgebildeten Mitarbeiter<br />

stehen zusammen mit dem Firmeninhaber<br />

Sebastian Plattner dem<br />

fachkundigen Publikum mit ihrem<br />

Wissen zur Verfügung.<br />

Die Plattner Bau selbst wird <strong>im</strong><br />

Rahmen der Messe Analysen und<br />

Berechnungen anhand eines geplanten<br />

Projektes vorstellen. Hierbei<br />

handelt es sich um den Bau eines<br />

Mehrfamilienhauses in Jenesien,<br />

welcher in Eigenregie durchgeführt<br />

wird.<br />

PLATTNER BAU AG<br />

St. Jakob 42<br />

39055 St. Jakob/Leifers<br />

Tel. 0471 255 600<br />

Fax 0471 255 699<br />

info@plattner-bau.it<br />

www.plattner-bau.it<br />

BAUFIRMA<br />

Jänner 2006<br />

Radius –<br />

Bauwirtschaft<br />

Kl<strong>im</strong>ahaus.indd 45<br />

20.01.2006 15:04:36 Uhr


Anzeige<br />

Bauen für die Zukunft<br />

Im Jahr 1988 wurde die Baufirma Plattner Sebastian gegründet. Seither hat<br />

sich viel getan. Der damalige 2-Mann-Betrieb hat sich zu einem der führenden<br />

Unternehmen der he<strong>im</strong>ischen Baubranche entwickelt und zählt heute mehr<br />

als 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein eingespieltes Team, das mit viel<br />

Engagement stets daran arbeitet, höchste Qualität zu garantieren.<br />

Die breite Auftragspalette bei der Plattner AG reicht von<br />

Privathäusern und Hotels über Gewerbe- und Industriebauten<br />

bis hin zu öffentlichen Gebäuden und Sanierungsprojekten.<br />

Dabei macht Firmeninhaber Sebastian Plattner jedes<br />

Projekt zur Herzensangelegenheit. Er kann dabei auf ein<br />

professionelles Team setzen, das eine spezielle und individuelle<br />

Bauausführung für Kunden und Partner ermöglicht. Diese<br />

Hingabe fürs Bauen in Kombination mit einem innovativen<br />

Arbeitskl<strong>im</strong>a und zukunftssicheren Arbeitsplätzen ist das Erfolgskonzept<br />

der Plattner AG. Das beweisen die vielen wiederkehrenden<br />

und langjährigen Kunden.<br />

Nachhaltiges Bauen: mehr als nur Energie sparen<br />

Die Achtsamkeit gegenüber der Natur und ihren Ressourcen,<br />

aber auch die Wertschätzung <strong>im</strong> Umgang mit Menschen<br />

stehen in der Baubranche <strong>im</strong>mer mehr <strong>im</strong> Vordergrund. Mit<br />

Blick auf eine nachhaltige Entwicklung wird bei jedem Projekt<br />

darauf geachtet, die vielen verschiedenen Aspekte wie<br />

Funktionalität, Ästhetik, <strong>Wirtschaft</strong>lichkeit, Langlebigkeit<br />

und Umweltfreundlichkeit miteinander zu verbinden. Dabei<br />

setzt das Unternehmen an unterschiedlichen Stellschrauben<br />

an: Verwendung von alternativen und umweltfreundlichen<br />

Materialien, nachhaltige Beschaffung von Produkten und<br />

Dienstleistungen, Einhaltung von Menschenrechten in der<br />

Liefer- und Produktionskette, Gewährleistung von Wohnkomfort<br />

für die Endnutzer durch die Einhaltung einer hohen<br />

Energieeffizienz der ausgeführten Bauwerke.<br />

Residence Sol<strong>im</strong>an – Brixen<br />

Ein Paradebeispiel für die Werte der Plattner AG ist das geplante<br />

Wohnareal, das in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum<br />

von Brixen entsteht. Das Projekt „Residence Sol<strong>im</strong>an“ sieht<br />

eine beachtliche Energieeffizienz vor und soll gemäß den Parametern<br />

der Kl<strong>im</strong>aHaus-Agentur die Energieklasse „A Nature“<br />

erreichen. Es werden Außenwände mit hohem Wärmedurchgangskoeffizienten<br />

vom Typ „Ytong Kl<strong>im</strong>agold“ verbaut, und<br />

Rendering der gesamten Wohnanlage


Nr. 4/<strong>2023</strong> 141<br />

„UNSERE MISSION<br />

IST ES, EINE NEUE<br />

BAUKULTUR ZU<br />

SCHAFFEN. DAS<br />

BEDEUTET FÜR UNS,<br />

DASS BAUVORHABEN<br />

QUALITATIV<br />

HOCHWERTIG,<br />

SCHONEND FÜR<br />

DIE UMWELT,<br />

SOZIALVERTRÄGLICH<br />

UND NACHHALTIG<br />

SIND.“<br />

SEBASTIAN PLATTNER,<br />

CEO PLATTNER AG<br />

nur hochwertige Dämmmaterialien kommen zum Einsatz. Ein<br />

besonderes Highlight: Zur Erhöhung des Wohlbefindens ist der<br />

Einbau von speziellen INOX-Netzen in den Wohnungstrennwänden<br />

geplant, die hochfrequente Strahlungen (Handy- und<br />

WLAN-Strahlungen usw.) reduzieren.<br />

Die Gebäudetechnik der innovativen Wohnanlage wird nach<br />

höchstem Marktstandard realisiert und beinhaltet den Anschluss<br />

an die städtische Fernwärme, die eine Unabhängigkeit<br />

von fossilen Heizsystemen ermöglicht. Abgerundet wird das<br />

Projekt durch ein begrüntes Dach, auf dem eine Photovoltaikanlage<br />

Platz findet. Sie senkt die Allgemeinkosten des Gebäudes<br />

und entlastet somit die Bewohner finanziell. Durch die<br />

privaten Grünflächen und die Implementierung einer Grüninsel<br />

sowie einer Spielstraße wird Distanz zur Nachbarbebauung<br />

und somit mehr Privatsphäre geschaffen. Es wird aber auch<br />

einen öffentlichen Platz mit Bar und Geschäft geben, der als<br />

Treffpunkt das Zusammenleben der Bewohner der Siedlung<br />

fördern soll.<br />

Neue Herausforderungen für die Baubranche<br />

Es ist eine komplexe Aufgabe, die unterschiedlichen Interessen<br />

der am Bau Beteiligten und der Gesellschaft zu vereinbaren.<br />

Das Team der Plattner AG stellt sich dieser schwierigen Herausforderung<br />

mit viel Innovation, Kompetenz und Cleverness.<br />

„Unsere Mission ist es, eine neue Baukultur zu schaffen. Das<br />

bedeutet für uns, dass Bauvorhaben qualitativ hochwertig,<br />

schonend für die Umwelt, sozialverträglich und nachhaltig<br />

sind“, so Sebastian Plattner. „Unsere Baulösungen entsprechen<br />

<strong>im</strong>mer dem neuesten Entwicklungsstand der Technik.<br />

Zudem werden bewährte Methoden des Bauens durch digitale<br />

Innovationen und smarte Lösungsansätze ergänzt und<br />

aufgewertet. So entstehen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit<br />

harmonische und nachhaltige Modelle, die max<strong>im</strong>ale<br />

Zukunftssicherheit bieten.“<br />

Die vergangenen 30 Jahre waren von zahlreichen Veränderungen<br />

hin zu einem neuen, zukunftsweisenden Bauen geprägt.<br />

Lediglich zwei Faktoren haben sich in diesen drei Jahrzehnten<br />

nicht geändert: Die Leidenschaft am Bau und der Teamgeist<br />

sind nach wie vor das Fundament der Plattner AG.<br />

Plattner AG<br />

Gewerbezone Wurzer 41 | 39055 Leifers<br />

Tel. 0471 255 600<br />

info@plattner.bz | www.plattner.bz<br />

Innenansicht der Wohnungen


Anzeige Dezember Nr. 1999 4/<strong>2023</strong> 143<br />

Südtirol Panorama –<br />

<strong>Wirtschaft</strong> online<br />

Titel Titel Titel<br />

Vorspann.<br />

T ext


Anzeige<br />

Spezialist für<br />

Automatisierungslösungen<br />

Die Firma Tanzer Maschinenbau GmbH aus Lana baut<br />

hochmoderne und individualisierte Automatisierungssysteme<br />

für internationale Konzerne aus der Lebensmittelindustrie.<br />

Durch genaue Analyse der Anforderungen und eine innovative<br />

Entwicklung schafft der Betrieb Lösungen, die die<br />

Produktivität der Kunden erheblich verbessern.<br />

Dadurch hat sich die Firma weltweit einen ausgezeichneten Ruf<br />

als Spezialist für Industrie- und Produktionsautomatisierung<br />

sowie für die Entwicklung und Produktion von Prototypen bzw.<br />

Kleinserienmaschinen aufgebaut.<br />

Globale Ausrichtung und lokale Produktion<br />

In den Anfangsjahren waren die Schwerpunkte des Unternehmens<br />

die Entwicklung und Produktion einzelner hochmoderner<br />

Spezialmaschinen für lokale Unternehmen aus der Lebensmittelproduktion,<br />

der Automotive-Branche und der Holzverarbeitung<br />

sowie die Fertigung von Maschinenkleinserien. So produziert<br />

und entwickelt Tanzer z.B. bereits in langjähriger partnerschaftlicher<br />

Zusammenarbeit mit der Firma Frutmac aus Nals Verpackungsmaschinen<br />

für Obst und Gemüse.<br />

Inzwischen wickelt das starke Team regelmäßig weltweit Großaufträge<br />

ab. Die Kunden sind große Industrie- und Produktionsbetriebe,<br />

welche ihren bestehenden Produktionsablauf mit<br />

Hightech-Lösungen automatisieren möchten. In erster Linie<br />

geht es dabei um das Handling von umweltfreundlichen Mehrweg-Kunststoffklappkisten,<br />

welche für den Transport von Obst<br />

und Gemüse verwendet werden. Die Lösungen von Tanzer<br />

Maschinenbau bieten Vollautomatisierung be<strong>im</strong> Depalettieren,<br />

Entstapeln, Aufrichten, Säubern, Schließen, Sortieren, Trocknen,<br />

Stapeln und Palettieren dieser Klappkisten.<br />

Die Kostenanalyse ist ein besonders wichtiger<br />

Aspekt bei der Projektabwicklung.<br />

Die Entstehung einer neuen Maschine wird<br />

von regelmäßigen Teambesprechungen begleitet.


Nr. 4/<strong>2023</strong> 145<br />

Immer auf der Suche nach<br />

ungewöhnlichen technischen Lösungen<br />

Wer mit herkömmlichen Maschinen seine Ziele nicht erreichen<br />

kann, kommt zu Tanzer Maschinenbau. So wurde hier z.B. eine<br />

Zentrifuge entwickelt, die das Trocknen von gewaschenen Kunststoffklappkisten<br />

mit fünf Prozent des Energiebedarfs von bis dato<br />

üblichen Anlagen bewerkstelligt. Des Weiteren wurde eine Maschine<br />

in kompakter Bauweise zur Säuberung von Klappsteigen<br />

entwickelt, die den Restkleber von Produktetiketten so effizient<br />

wie nie zuvor entfernt. In Kooperation mit einer international<br />

anerkannten Universität wurden zuletzt bildverarbeitende Systeme<br />

zur Pfandbest<strong>im</strong>mung von Mehrweggebinden auf Paletten<br />

und Rollwagen entwickelt, mit denen in Sekundenschnelle<br />

Pfandkategorien zugeordnet und gezählt werden können.<br />

Durch diese konsequente Innovationsarbeit und den Einsatz<br />

hochmoderner Fertigungstechnik ist die Firma vom Handwerksbetrieb<br />

zum Industrieunternehmen aufgestiegen.<br />

Der große Erfolg führt inzwischen <strong>im</strong>mer häufiger dazu, dass<br />

versucht wird, die Anlagen nachzubauen. Das gelingt den<br />

Fremdherstellern allerdings nur teilweise, da die einzelnen<br />

Komponenten der Systeme von Tanzer Maschinenbau perfekt<br />

aufeinander abgest<strong>im</strong>mt sind. Zwar hat Tanzer Maschinenbau<br />

seine Entwicklungen durch eine Reihe von Patenten geschützt,<br />

dennoch gilt es durch stete Weiterentwicklung und Innovation<br />

die Mitbewerber hinter sich zu lassen.<br />

Die vollen Auftragsbücher zeigen, dass die Strategie, einen<br />

offenen Dialog zu führen, intensives Teamwork zu betreiben<br />

und dem jungen Team keine Grenzen zu setzen, sich als höchst<br />

erfolgreich erwiesen hat.<br />

Mit maßgeschneiderten Kundenlösungen<br />

und perfektem Service zum Erfolg<br />

Die Kunden aus aller Welt kommen mit Wünschen zu Tanzer,<br />

welche andere Hersteller nicht ausreichend erfüllen, und erwartet<br />

sich Lösungen. „Die Entstehung neuer Systeme startet<br />

be<strong>im</strong> Brainstorming des Entwicklungsteams, geht dann weiter<br />

über die Auswahl realisierbarer Lösungsansätze, führt <strong>im</strong>mer<br />

wieder zu Teambesprechungen und schließlich zur Fertigung<br />

sowie Montage und endet mit der Steuerungs-Programmierung<br />

sowie ausgiebigen Testläufen. Wichtig ist es, Zusammenhänge zu<br />

erkennen und ausgeklügelte Einzelkomponenten zu einem funktionierenden<br />

Hightech-System zusammenzufügen", betont Tanzer.<br />

Das hoch motivierte Team, welches mittlerweile auf 100 Mitarbeiter<br />

angewachsen ist, bildet den Grundstein für den Erfolg<br />

des Unternehmens.<br />

Tanzer Maschinenbau GmbH<br />

Dr.-J.-Köllenspergerstraße 3 | 39011 Lana<br />

Tel. 0473 561 334<br />

info@tanzer.bz | www.tanzer.bz<br />

Vollautomatische Anlage<br />

zum Verarbeiten von bis zu<br />

12.000 Kunststoffkisten je Stunde


Anzeige Juni 2000Nr. 4/<strong>2023</strong> 147<br />

Südtirol Panorama –<br />

<strong>Wirtschaft</strong> Expo 2000<br />

Titel Titel Titel<br />

Vorspann.<br />

T ext


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Mehr Kunden aus der Region<br />

Von einem interessanten Trend, der sich in den vergangenen<br />

Jahren von den internationalen Kunden in<br />

Richtung regionale Märkte verschoben hat, berichtet<br />

Treffer Maschinenbau in Bruneck. Das hat wohl mehrere<br />

Gründe.<br />

Treffer Maschinenbau ist nach wie vor ein Unternehmen,<br />

das auf Sonderanfertigung von Präzisionsteilen aus verschiedenen<br />

Technologiebranchen spezialisiert ist. Dazu bemerkt<br />

Dietmar Schluga, der zusammen mit seinem Bruder<br />

Christoph das Unternehmen leitet: „Internationale Aufträge<br />

z.B. für Hochtechnologieunternehmen sind zwar interessant,<br />

aber meist projektbezogen. Diese sind meist mit großem, auch<br />

logistischem Aufwand verbunden, da solche Projekte <strong>im</strong>mer<br />

hohen Konstrukteursaufwand, komplexe Steuerungsaufgaben<br />

und hochspezielle Zusatzkomponenten usw. beinhalten. Es<br />

sind meist umfassendere Aufträge und diese binden während<br />

der gesamten Laufzeit eine relativ hohe Fertigungskapazität,<br />

das heißt, diverse Maschinen und auch Mitarbeiter sind eingebunden.<br />

Was wiederum bedeutet, mögliche Kapazitätsengpässe<br />

für unsere Stammkunden zu erzeugen.<br />

Aufgrund unserer Betriebsgröße und aufgrund langjähriger Kundenbeziehungen<br />

ist es daher interessanter, kleinere, dafür aber<br />

vielfältige und permanente Arbeiten zu übernehmen.“<br />

Aufträge kommen mit digitalen 3D-Daten<br />

Auf die Frage, was denn heute anders ist als vor 20 Jahren,<br />

lächeln die beiden Brüder. „Wir dürfen gar nicht daran denken,<br />

was wir früher oft für einen Zauber aufgeführt haben,<br />

um einzelne Spezialaufträge abzuwickeln.“ Wenn heute ein<br />

Auftrag hereinkommt, dann liegt vom Kunden ein 3D-Datensatz<br />

mit detaillierten Angaben zum Endprodukt bei. Dabei ist aus-<br />

Kontrolle auf 3D-Messmaschinen<br />

CAM-Programmierung


Nr. 4/<strong>2023</strong> 149<br />

Einrichten der Maschine<br />

Passendes Werkzeug für jede Bearbeitung<br />

schlaggebend, dass ein Bauteil in möglichst wenigen Arbeitsschritten<br />

gefertigt werden kann. Daher war z.B. die Umstellung<br />

von 3-Achs-Bearbeitung auf 5-Achs-Bearbeitung ein enormer<br />

Technologie-Schub, der in etwa zum gleichen Zeitpunkt mit den<br />

3D-Modellen und der damit einhergehenden Digitalisierung<br />

seinen Anfang nahm. Damit kann speziell bei kleinen Serien<br />

viel Zeit eingespart und die Präzision erhöht werden.<br />

Enorme Unterschiede in den Fertigungszeiten<br />

Je nach Werkstück differenzieren sich die Fertigungszeiten<br />

von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden pro Stück. Das<br />

Gleiche gilt für die Menge, die sich <strong>im</strong> Bereich von einem bis<br />

mehreren Hundert Stück bewegen kann. Die Prozesskette hat<br />

sich <strong>im</strong> Vergleich zu früher merklich verändert. Heute hat jeder<br />

Mitarbeiter ein Tablet, es werden QR-Codes gescannt und<br />

der Mitarbeiter erhält Zugriff auf die Daten der Bauteile. Die<br />

Digitalisierung hat natürlich in der gesamten Auftragsabwicklung<br />

auch ihre Spuren hinterlassen. „Die Digitalisierung ist ein<br />

schleichender Prozess, den man genau evaluieren muss. Nicht<br />

alles, was die neue Technologie bringt, ist für einen Betrieb wie<br />

den unseren geeignet“, ist Dietmar Schluga überzeugt.<br />

Bestehende Maschinen opt<strong>im</strong>ieren<br />

Ein Teil der Fertigungsmaschinen ist nagelneu, wobei diese Anschaffungen<br />

in Hunderttausenden Euro gehen. Andere sind<br />

bereits seit mehreren Jahren <strong>im</strong> Einsatz. Aufgrund des hohen<br />

Technologielevels sind aber auch diese <strong>im</strong>mer noch up to date,<br />

geändert haben sich aber größtenteils die Bearbeitungsstrategien.<br />

„Der Maschinenbau hat sich in den vergangenen Jahren in Südtirol<br />

sehr weiterentwickelt. Als s<strong>im</strong>ples Beispiel könnte man Folgendes<br />

sagen: Was früher <strong>im</strong> 1/10-mm-Toleranzbereich war, hat<br />

sich in die Hundertstel Mill<strong>im</strong>eter verschoben, was ein einfacher<br />

Würfel war, hat sich hin zum opt<strong>im</strong>ierten Bauteil mit Ecken,<br />

Kanten und Rundungen verändert.“ Voraussetzung, um auf diesem<br />

Markt zu bestehen, sind die Qualität der Teile und die Verlässlichkeit,<br />

was die Liefertermine<br />

betrifft. Um dieses<br />

Niveau permanent zu halten,<br />

braucht es entsprechend<br />

ausgebildete und motivierte<br />

Mitarbeiter. „Wir haben ein<br />

tolles Team, für Neuanstellungen<br />

wären Abgänger der<br />

Gewerbeoberschule <strong>im</strong> Fach<br />

Maschinenbau vom technischen<br />

Verständnis her opt<strong>im</strong>al.<br />

Allerdings ist meist die<br />

praktische Erfahrung nicht<br />

ausreichend, was durch interne<br />

Ausbildung ausgeglichen<br />

wird. Schade ist aber,<br />

dass der hohe Stellenwert,<br />

den ein Zerspanungstechniker<br />

einn<strong>im</strong>mt, nicht genügend<br />

kommuniziert wird“,<br />

so die beiden Schluga-Brüder<br />

abschließend.<br />

DIE GRÖSSTEN<br />

ÄNDERUNGEN IN<br />

DEN VERGANGE-<br />

NEN 25 JAHREN<br />

Der Markt in Südtirol<br />

ist wesentlich<br />

anspruchsvoller<br />

geworden.<br />

Die 3D-Darstellung<br />

von Werkstücken<br />

Die Digitalisierung <strong>im</strong><br />

Allgemeinen<br />

Die Umstellung von<br />

der 3-Achs- auf die<br />

5-Achs-Bearbeitung<br />

und damit die gesamte<br />

Prozesskette in der<br />

Fertigung<br />

Treffer Maschinenbau<br />

Johann-Georg-Mahl-Straße 68 | 39031 Bruneck<br />

Tel. 0474 551 246<br />

info@treffer.it | www.treffer.it


Anzeige März 1999 Nr. 4/<strong>2023</strong> 151<br />

Südtirol Panorama –<br />

Immobilien online<br />

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Musikschule Brixen<br />

„Bauen ist unser Leben“<br />

In 126 Jahren von der kleinen Z<strong>im</strong>merei zum multifunktionalen Generalbau-<br />

Unternehmen – das ist, kurz gefasst, die lange Geschichte der Firma Unionbau<br />

aus Sand in Taufers. Doch wie sieht die Gegenwart, wie die Zukunft aus?<br />

Foto © Oliver Jaist<br />

Mehr als 1000 Jahre hat der weltweit älteste Familienbetrieb<br />

<strong>im</strong> Bauhandwerk, eine japanische Firma, angeblich<br />

überdauert. Unionbau aus Sand in Taufers, eines der<br />

größten Bauunternehmen <strong>im</strong> Land, hat <strong>im</strong> vergangenen Jahr<br />

<strong>im</strong>merhin den 115. Geburtstag gefeiert. Das ist noch weit<br />

weg vom Weltrekord, aber in Südtirol ein selten erreichtes<br />

Alter in dieser Branche. Weitblick, Zusammenhalt, Freude<br />

am Tun und ein bisschen Glück mögen dazu geführt haben.<br />

So sieht es zumindest Christoph Ausserhofer, der den Familienbetrieb<br />

seit 2007 zusammen mit seinem Bruder Thomas<br />

in vierter Generation führt. Glück sei <strong>im</strong> aktuellen Fall die<br />

Tatsache, dass Thomas der Zahlen- und Datenmensch ist,<br />

während er, Christoph, mit seinen bautechnischen Fähigkeiten<br />

die Umsetzung der Aufträge managt: „Wir ergänzen<br />

einander perfekt“, sagt er, verweist aber sofort auf die etwa<br />

170 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, den eigentlichen<br />

Motor des Unternehmens.<br />

merkt sofort, dass es keine Floskel ist. Sie sind gewissermaßen<br />

auf Baustellen aufgewachsen. Vater Siegfried und dessen Brüder<br />

hatten die Firma mit dem Betonbau groß gemacht, nachdem der<br />

Holzbau jahrzehntelang das Kerngeschäft des Unternehmens<br />

gewesen war. Doch der Baustoff Holz gewinnt heute vor allem<br />

aus ökologischen Gründen wieder an Bedeutung, macht etwa<br />

20 Prozent des Umsatzes aus. Selbst <strong>im</strong> öffentlichen Bereich,<br />

Eissportanlage Bruneck<br />

Beton und Holz<br />

„Bauen ist unser Leben“ – der Leitsatz von Unionbau sagt<br />

viel über die Motivation aus, mit der Christoph und Thomas<br />

Ausserhofer die Firma führen. Und wer mit ihnen spricht, der<br />

Foto © Christian Gufler


Nr. 4/<strong>2023</strong> 153<br />

wo das Unternehmen mittlerweile den Großteil seiner Aufträge<br />

ausführt, ist Holz wieder stärker <strong>im</strong> Kommen.<br />

In der Regel sind es Hochbauprojekte, die Unionbau umsetzt.<br />

Doch auch <strong>im</strong> Tiefbau ist das Unternehmen für Betonarbeiten<br />

gefragt und somit zum Beispiel in Straßen- und Tunnelprojekte<br />

eingebunden. Das bislang größte abgeschlossene Bauprojekt<br />

in der Unternehmensgeschichte war ein Kino mit 13 Sälen in<br />

Mailand. Ebenfalls sehr umfangreich und noch mitten in der<br />

Umsetzung ist das Fakultätsgebäude <strong>im</strong> NOI Techpark in Bozen.<br />

Doch es sind nicht <strong>im</strong>mer die größten Projekte, die Motivation<br />

geben. „Für mich sind es eher jene, bei denen unsere Mitarbeiter<br />

tolle Arbeit leisten“, sagt Christoph Ausserhofer. In erster<br />

Linie denkt er da an Sichtbetonbauten wie die Musikschule in<br />

Brixen (siehe Bild linke Seite oben), die Kletterhalle in Bruneck<br />

oder das Versuchszentrum La<strong>im</strong>burg in Pfatten. Freilich gibt es<br />

nicht nur Lichtpunkte in einer Unternehmensgeschichte. Die<br />

Hochzinspolitik der 1970er-Jahre habe dem Betrieb damals arg<br />

zugesetzt und auch aktuell herrscht eine gewisse Besorgnis in<br />

der Baubranche. Zum Schwarzmalen sieht Christoph Ausserhofer<br />

aber wenig Anlass und nennt die Verkehrsinfrastruktur mit<br />

dem notwendigen Ausbau von Bahnstrecken, die Gestaltung<br />

der Ortskerne oder den Wohnbau als Beispiele. Allerdings,<br />

wenn man den Bauunternehmer fragt, was er sich von der<br />

Politik wünschen würde, spricht er genau die öffentlichen Bauprojekte<br />

an. „Der in Jahrzehnten geschaffene Mehrwert von<br />

vielen Südtiroler Firmen muss endlich anerkannt werden. Es<br />

braucht eine Änderung der Ausschreibungskriterien, in denen<br />

dieser Mehrwert bei der Preisgestaltung mit einbezogen wird.“<br />

Digitalisierung und Umwelt<br />

Zwei Aspekte werden den Bausektor und damit auch die Arbeit<br />

der Firma Unionbau in den nächsten Jahren wesentlich verändern:<br />

die Digitalisierung und die Umweltfrage – davon ist der<br />

Bauunternehmer überzeugt. Schlagwörter der Zukunft seien<br />

etwa das Building Information Modeling (BIM) als Standard für<br />

die Planung von Baustruktur oder die Künstliche Intelligenz am<br />

Bau, etwa für die Mängelerkennung. IT-Spezialisten könnten<br />

demnach auch die neuen Büroleiter in Bauunternehmen sein.<br />

„Unsere Aufgabe wird es sein, diese einschneidenden Veränderungen<br />

geschickt zu nutzen.“<br />

Foto © Othmar Rederlechner<br />

Christoph (CEO) und Thomas (CFO) Ausserhofer<br />

Der Umweltaspekt hat in der Branche einen schwierigen Stand,<br />

ist laut Christoph Ausserhofer aber eine Verpflichtung gegenüber<br />

kommenden Generationen: „Wir müssen deshalb heute<br />

die Basis dafür schaffen, dass junge Menschen morgen noch<br />

die Motivation haben, für unser Unternehmen zu arbeiten,<br />

und den Sinn darin erkennen.“ Das Gute ist: Die Faszination<br />

der Jugend für das Bauhandwerk besteht nach wie vor. Die<br />

Firmenchefs sehen das mit eigenen Augen, wenn sie jährlich <strong>im</strong><br />

Sommer gemeinsam mit dem Jugendzentrum Loop die – stets<br />

ausgebuchte – Woche „Kids am Bau“ für 12- bis 14-jährige<br />

Mädchen und Buben organisieren. Auch die Zahl von 22 Lehrlingen,<br />

die Unionbau <strong>im</strong> Jahr 2022 beschäftigt hat, beweist,<br />

dass der Umgang mit Werkzeug und Baustoffen Spaß macht.<br />

Der Mangel an ausgebildeten Fachkräften sei allerdings nicht<br />

zu leugnen, weshalb man „neue Modelle“ finden müsse, um<br />

diesen Herausforderungen zu begegnen. An Ideen für die Zukunft<br />

fehlt es der Familie Ausserhofer jedenfalls nicht, sodass<br />

das Bauunternehmen Unionbau zuversichtlich nächste Schritte<br />

setzen kann – auf dass man den 1.000 Jahren des japanischen<br />

Vorbildes wieder etwas näherkommt.<br />

Unionbau AG<br />

Gewerbegebiet Mühlen 11 | 39032 Sand in Taufers<br />

Tel. 0474 677 811<br />

info@unionbau.it | www.unionbau.it<br />

Hotel Forestis<br />

Grundschule von Gais<br />

Foto © Gustav Willeit<br />

Foto © Manuel Kottersteger


154 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

AKTUELL<br />

VON<br />

DERLIRA<br />

ZUM<br />

EURO<br />

Erinnern Sie sich noch, was<br />

man um die Jahrtausendwende<br />

um 5.000 Lire kaufen<br />

konnte? Oder wie viel Sie<br />

damals für den täglichen Macchiato<br />

<strong>im</strong> Café gezahlt haben?<br />

Wenn nicht, gehören Sie wohl<br />

zur großen Mehrheit der Konsumenten.<br />

Nach mehr als 20 Jahren mit der Euro-<br />

Währung sind die Lire fast aus den Köpfen<br />

verschwunden. Umso interessanter ist<br />

ein Blick zurück auf die Umstellung von<br />

der Lira auf den Euro.<br />

Hohe Strafen für alle, die mit Euro<br />

bezahlen!“ Keine Sorge, diese<br />

Schlagzeile aus den „Dolomiten“ ist<br />

nicht mehr ganz aktuell. Im Februar<br />

2001 wurde sie veröffentlicht, also vor<br />

mehr als 22 Jahren. Damals waren in<br />

Deutschland und Frankreich bereits<br />

die ersten sogenannten Starter-Kits,<br />

also Pakete mit verschiedenen Euro-<br />

Münzen und -Scheinen an Handelsketten<br />

ausgeliefert worden, um bei der<br />

endgültigen Einführung der Gemeinschaftswährung<br />

als Bargeld am 1. Jänner<br />

2002 gewappnet zu sein. Irgendwie<br />

waren einige Münzen und Scheine wohl<br />

in die Hände ungeduldiger Zeitgenossen<br />

und so auch nach Südtirol gelangt.<br />

Aus Versehen oder eher aus Unwissenheit<br />

wurden sie von einem Parkwächter<br />

angenommen, was für Aufsehen und<br />

damit für einen Zeitungsartikel sorgte.<br />

„Es ist strengstens verboten, vor dem<br />

1. Jänner 2002 Euro-Bargeld anzunehmen<br />

oder damit zu bezahlen“, lautete<br />

die Warnung.<br />

Über eine solche Schlagzeile können<br />

(vor allem junge) Menschen heute<br />

wohl nur schmunzeln. Wechselstuben<br />

in vielen Orten des Landes und Euro-<br />

Schecks dürften ihnen natürlich auch<br />

völlig fremd sein. Die „Älteren“ unter<br />

den Lesern erinnern sich hingegen best<strong>im</strong>mt<br />

an die Umstellung von der Lirezur<br />

Euro-Währung: daran, wie sie in der<br />

langen Warteschlange am Bankschalter<br />

dem Entgegennehmen der ersten echten<br />

Euro-Münzen entgegengefiebert haben,<br />

oder daran, wie sie die 200-Lire-Münze<br />

ständig mit der 50-Cent-Münze verwechselt<br />

haben, oder auch daran, wie<br />

ihnen der Kopf rauchte, weil das ewige<br />

„Umgerechne“ so anstrengend war. Viele<br />

werden sich vor allem daran erinnern,<br />

dass sie sich über die angeblich unverschämte<br />

Preisgestaltung in Cafés und Geschäften<br />

geärgert haben. „Der Euro als<br />

Teuro“ war damals ein geflügeltes Wort.<br />

Und bis heute wird darüber gestritten,<br />

ob Anbieter von Produkten damals, <strong>im</strong><br />

Jänner 2002, die Umstellung tatsächlich<br />

für saftige Preiserhöhungen ausgenutzt<br />

haben, oder ob die Einführung der Gemeinschaftswährung<br />

einfach mit einer<br />

hohen Inflationsrate einherging.<br />

Einschneidendes Ereignis<br />

Tatsache ist: Die Ablösung der Lira durch<br />

den Euro war in Südtirol – wie überall<br />

in den damals zwölf Euro-Ländern – ein<br />

einschneidendes Ereignis für alle. Die<br />

Gemeinschaftswährung bezeichnete die<br />

dritte Stufe der Errichtung einer <strong>Wirtschaft</strong>s-<br />

und Währungsunion, die Ende


AKTUELL<br />

Nr. 4/<strong>2023</strong> 155<br />

ANFANG JÄNNER 2002 IN DEN<br />

„DOLOMITEN“ GEBLÄTTERT<br />

In den 24 Stunden nach dem Jahreswechsel 2001/02 sind allein<br />

an den damals 105 Südtiroler Sparkasse-Bankomaten bereits<br />

1.829.350 Euro abgehoben worden.<br />

Nicht alle mühten sich in den ersten Euro-Tagen zur Bank.<br />

In Innichen wollte ein Tankstellenpächter 10.000 Lire kassieren.<br />

Der Kunde zahlte mit einem 500.000-Lire-Schein und wollte das<br />

Wechselgeld in Euro.<br />

In Bozen wurden die Parkomaten mit der Euro-Einführung sofort<br />

umgestellt. Ein wütender Bürger erzählte: „Bis Jahresende habe ich<br />

3.000 Lire pro Stunde bezahlt. Jetzt werden über Nacht plötzlich<br />

zwei Euro verlangt. Das sind genau 3.873 Lire und damit fast<br />

30 Prozent mehr. Das ist ja eine Zumutung.“<br />

Ein Busfahrer verlangte für ein Busticket 3,25 Euro. Der Fahrgast<br />

wollte in Lire zahlen. 5.100 Lire waren fällig. Dahe<strong>im</strong> rechnete der<br />

Fahrgast nach. Es hätten etwa 6.300 Lire sein müssen.<br />

„Es wird also nicht alles teurer“, freute er sich.<br />

der 1960er-Jahre erstmals vorgeschlagen<br />

worden war. Offiziell eingeführt wurde<br />

die Gemeinschaftswährung dann 1999,<br />

allerdings nur als „unsichtbare“ Währung<br />

zur Verrechnung und für elektronische<br />

Zahlungen. Bis 2001 gab es den<br />

Euro dann nur als Buchgeld.<br />

Nach der Einführung des Euro als Bargeld<br />

am 1. Jänner 2002 gab es noch<br />

eine zwe<strong>im</strong>onatige Parallelumlaufphase<br />

der jeweiligen nationalen Währung und<br />

des Euro. Danach war Schluss mit der<br />

Lira, sie konnte in der Regel nur noch<br />

in Banken eingetauscht werden. Offiziell<br />

lag und liegt der Umrechnungskurs bei<br />

1936,27 Lire, die man für 1 Euro bekam<br />

bzw. bekommt. Freilich gab es dann die<br />

Debatten um Auf- und Abrundungen<br />

bei Kommastellen, aber je länger die<br />

neue Währung unter den Leuten war,<br />

desto mehr wurde diesen auch klar, welche<br />

praktischen Vorteile eine einzige<br />

grenzüberschreitende Währung hat.<br />

Plötzlich musste man bei Preisvergleichen<br />

zwischen den Ländern nicht mehr<br />

mühsam umrechnen, vor dem Einkaufen<br />

in Österreich oder Deutschland keine<br />

D-Mark und keinen Schilling mehr auf<br />

der Bank holen. Vor allem <strong>im</strong> Tourismus<br />

taten sich Anbieter und Gäste leichter,<br />

weil die Preise transparenter waren und<br />

viele Arbeitsschritte entfielen.<br />

Nicht zuletzt muss man die Einführung<br />

des Euro auch gesamtwirtschaftlich sehen.<br />

Er hat Stabilität nach Europa gebracht,<br />

weil die kostspieligen Schwankungen auf<br />

den Devisenmärkten entfielen. Allerdings<br />

bedeutete der Euro vor allem für Italien,<br />

aber auch für andere Länder mit hoher<br />

Inflation, dass sie sich um dieses Manko<br />

kümmern mussten. Zuvor hatte Italien<br />

seine wirtschaftlichen (und oft auch politischen)<br />

Versäumnisse stets durch die<br />

Abwertung der Lira gegenüber den Währungen<br />

stärkerer Staaten wie Deutschland<br />

ausgeglichen. Das half kurzfristig, führte<br />

aber langfristig nicht ans Ziel. Immer<br />

wieder gab es in den Folgejahren der<br />

Euro-Einführung deshalb auch Ambitionen,<br />

den Euro-Währungsraum wieder<br />

zu verlassen. Dazu gekommen ist es bis<br />

jetzt – zum Glück – nicht.<br />

20 Euro-Länder<br />

2007 führte mit Slowenien ein 13. Land<br />

den Euro ein, 2008 kamen Malta und<br />

Zypern hinzu, 2009 die Slowakei, zwei<br />

Jahre später Estland. Am 1. Jänner 2014<br />

führte Lettland als 18. Mitgliedsstaat der<br />

EU den Euro ein, 2015 kam Litauen dazu.<br />

Als bisher letztes Land trat Kroatien in<br />

diesem Jahr dem Euro-Raum bei. Heute<br />

wird der Euro von rund 350 Millionen<br />

Menschen in 20 EU-Ländern verwendet,<br />

wobei 29,5 Milliarden Euro-Banknoten<br />

<strong>im</strong> Gesamtwert von rund 1,57 Billionen<br />

Euro und 145 Milliarden Münzen zu<br />

etwa 32,5 Milliarden Euro <strong>im</strong> Umlauf<br />

sind. Der Euro ist nach dem US-Dollar<br />

die am zweithäufigsten genutzte Währung<br />

der Welt. Er gilt auch als ein Symbol<br />

für das Zusammenwachsen von Europa.<br />

Die Bezeichnung Euro wurde 1995 vom<br />

Europäischen Rat in Madrid gewählt.<br />

Das Euro-Zeichen „€“ ist vom griechischen<br />

Buchstaben Epsilon inspiriert und<br />

steht für Europa, wobei die beiden parallel<br />

durch das Symbol verlaufenden Linien<br />

Stabilität bedeuten sollen.


Das Kurzportrait der Firma Atzwanger: 220 Mitarbeiter, 55 Millionen Euro Umsatz <strong>im</strong> vergangenen Jahr,<br />

Firmensitz in Bozen, zwei Niederlassungen <strong>im</strong> Ausland und ein Lager mit Produktionstätte in Branzoll,<br />

zahlreiche Großaufträge in ganz Europa.<br />

In Südtirol ist der Name Atzwanger<br />

das Synonym für Schw<strong>im</strong>mbäder.<br />

Eigentlich zu Unrecht, denn die<br />

Herstellung für Schw<strong>im</strong>mbädern ist<br />

nur ein kleiner Arbeitsbereich des<br />

soliden Bozner Familienunternehmens.<br />

Die Tätigkeit der Firma verteilt<br />

sich auf vier Standbeine: Wassertechnik,<br />

Haus technik, Energietechnik<br />

und Umwelt technik. Zusätzlich ist<br />

das Unterneh men auch als Generalunternehmer<br />

tätig, das heißt, es<br />

übern<strong>im</strong>mt Projekte von der Planung<br />

über die Ausführung bis hin<br />

zur schlüsselfertigen Übergabe. Die<br />

Projekte werden vom Firmensitz in<br />

Bozen bzw. von den Niederlassun gen<br />

in Salzburg und München betreut.<br />

Haustechnik<br />

Unter Haustechnik fällt die komplette<br />

Ausstattung eines Baus ­ ob<br />

privater, gewerblicher oder öffentlicher<br />

Nutzung ­ mit Heizung,<br />

Lüftung, Kl<strong>im</strong>a­ und Sanitäranlagen.<br />

Die Firma Atzwanger sorgt in<br />

jedem Am biente für eine angenehme<br />

Atmosphäre und zwar mit den<br />

jeweils modernsten Techniken. Um<br />

nur einige Beispiele der jüngsten<br />

von Atzwanger betreuten Projekte<br />

zu nennen: „Das Krankenhaus, Fatebenefratelli<br />

in Cer nusco s/Naviglio<br />

bei Mailand, der neue Firmensitz<br />

des Autokonzessionärs Dorigoni<br />

in Trient, die Bonvicini­Klinik in<br />

Bozen, der Bozner Flughafen, das<br />

Hotel Vigilio Mountain Resort am<br />

Vigiljoch und der neue Benetton­<br />

Megastore in Wien.<br />

Wassertechnik<br />

Atzwanger ist nicht nur was die<br />

Wasseraufbereitung von Schw<strong>im</strong>mbäder<br />

anbelangt auf dem neuesten<br />

Stand, sondern auch Spezialist <strong>im</strong><br />

Planen und Bau von Anlagen zur<br />

Entke<strong>im</strong>ung, Entsäuerung und Filtration<br />

von Wasser. Auch bei offentlichen<br />

Schw<strong>im</strong>mbädern, die <strong>im</strong>mer<br />

mehr als Erlebniswelten angelegt<br />

werden. Nur eine perfekte Anlagentechnik<br />

garantiert den störungsfrei­


Anzeige Nr. 4/<strong>2023</strong> 157<br />

Titel Titel Titel<br />

Vorspann.<br />

T ext<br />

en Betrieb der Sprudel­ und Massageanlagen<br />

und Strömungskanäle.<br />

Die Stadt München hat der Bozner<br />

Firma gleich mehrere Großprojekte,<br />

darunter das Westbad anvertraut,<br />

auch das Thermalbad Bogn Engadina<br />

Scuol in der Schweiz trägt den<br />

Stempel Atzwanger. Bei der Trinkwasseraufbereitungsanlage<br />

für die<br />

Gemeinde Ritten wurde ebenfalls<br />

auf die bewährte Verlässlichkeit<br />

und das Know­how von Atzwanger<br />

zurückgegriffen.<br />

beiden Fernheizwerke in Cavalese<br />

und in San Martino di Castrozza<br />

von Atzwanger gebaut und zwar<br />

jeweils als Generalunternehmer.<br />

Die beiden Heizwerke werden mit<br />

Biomasse, d. h. mit Hackschnitzeln<br />

betrieben und erzeugen jeweils eine<br />

Leistung von 16 Megawatt. Die Anlage<br />

in Cavalese versorgt 450 Gebäude,<br />

in San Martino di Castrozza<br />

sind 260 Gebäude angeschlossen.<br />

Umwelttechnik<br />

Umwelttechnologien <strong>im</strong> Bereich<br />

Biomüllbehandlung, Kompostierung<br />

und Vergärung arbeiten. Innovative<br />

Müllverbrennungsanlagen mit<br />

Wärmerückgewinnung zur Stromerzeugung<br />

wie in Forli oder in Schio<br />

bei Vicenza wurden bei Atzwanger<br />

projektiert, gebaut und schlüsselfertig<br />

übergeben.<br />

Energietechnik<br />

Im Bereich der Energieherstellung<br />

hat sich Atzwanger auf den Bau von<br />

Fernheizanlagen mit Biomasse oder<br />

alternativen Brennstoffen spezialisiert.<br />

So wurden beispielsweise die<br />

Den nächsten Generationen eine<br />

intakte Umwelt zu hinterlassen, ist<br />

eines der großen Anliegen unserer<br />

Zeit. Eine große Verantwortung<br />

auch für die Techniker <strong>im</strong> Hause<br />

Atzwan ger, die seit Jahren an der<br />

Verfeine rung und Verbesserung von<br />

INFO<br />

Drususallee 229-233<br />

39100 Bozen<br />

Tel. 0471 24 38 11<br />

Fax 0471 24 38 40<br />

info@atzwanger.net<br />

ATZWANGER AG<br />

Februar 2003<br />

Radius – Bauwirtschaft<br />

in Südtirol


Anzeige<br />

Fotos © Oskar Da Riz<br />

ATZWANGER baut an der<br />

Welt von morgen mit<br />

Südtiroler Spezialist für Anlagen <strong>im</strong> Bereich Wasser-,<br />

Energie-, Abfall- und Gebäudetechnik profitiert von<br />

Energiekrise und Trend zur Nachhaltigkeit.<br />

Energie, Kl<strong>im</strong>a, Wasser: Die großen Themen unserer Zeit<br />

sind auch die Themen des Südtiroler Traditionsunternehmens<br />

ATZWANGER. Die 210 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

projektieren und bauen Kraftwerke, Fernwärmenetze,<br />

Abfallbehandlungs- und -verbrennungsanlagen sowie Abwasserkläranlagen<br />

und Trinkwasseraufbereitungsanlagen. Auch<br />

Thermen und Badelandschaften in öffentlichen Hallen- und<br />

Freibädern sowie in Hotels der gehobenen und der Luxuskategorie<br />

gehören zur Expertise des ATZWANGER-Teams. Bei größeren<br />

Gebäuden und Krankenhäusern liefert ATZWANGER<br />

Heizungs-, Lüftungs-, Kl<strong>im</strong>a- und Sanitäranlagen.<br />

Südtiroler Traditionsunternehmen international tätig<br />

ATZWANGER-Anlagen stehen in Europa, Afrika und Asien. Die<br />

meisten Aufträge kommen aus Italien, Deutschland, Österreich<br />

und der Schweiz. „Wir sind einer der Pioniere der Branche.<br />

Immer komplexere Herausforderungen verlangen nach <strong>im</strong>mer<br />

innovativeren Anwendungen. Die Basis ist die Heizungs-, Kl<strong>im</strong>a-,<br />

Lüftungs- und Sanitärtechnik – und das seit 90 Jahren“,<br />

erklärt Thomas Atzwanger, der Präsident des Verwaltungsrats.<br />

Mittlerweile ist ATZWANGER einer der führenden Anbieter<br />

in Mitteleuropa <strong>im</strong> Marktsegment Badewassertechnik. Referenzen<br />

sind das Paracelsusbad in Salzburg und bekannte<br />

Thermen <strong>im</strong> DACH-Raum: Erding, Bad Wörishofen, Titisee<br />

<strong>im</strong> Schwarzwald, Euskirchen bei Köln, Bukarest, Meran, Vals<br />

und Wien-Oberlaa. Der Einstieg in den Markt gelang in den<br />

1960er-Jahren mit einer bestechenden Idee: Statt das Wasser<br />

für das Lido in Bozen dem nahen Eisack zu entnehmen und so<br />

wie zuvor direkt in die Pools zu leiten, baute ATZWANGER<br />

zusätzliche Becken, in denen sich das gefilterte und dann ruhende<br />

Wasser einige Tage aufheizen konnte, ehe es neuerlich<br />

gefiltert für die Schw<strong>im</strong>mbecken verwendet wurde. Die Ersparnis<br />

an Heizenergie für die Stadtgemeinde Bozen, um auf die<br />

gewünschte Wassertemperatur zu kommen, war enorm. „Mein<br />

Vater Paul, der den damaligen Installationsbetrieb zusammen<br />

mit seinem Bruder Peter von meinem Großvater übernommen<br />

hat, hat uns mit dem Projekt am Bozner Lido einen Weg<br />

aufgezeigt, der bis heute unsere Handlungsmax<strong>im</strong>e ist: Wir<br />

tüfteln smarte Lösungen aus, die die Betriebskosten während<br />

des gesamten Lebenszyklus der Anlage gering halten und die<br />

Umwelt schützen“, betont Atzwanger.<br />

Innovationskraft und Technologie-Scouting<br />

gehen Hand in Hand<br />

Neben der eigenen Innovationskraft spielt das Technologie-<br />

Scouting eine bedeutende Rolle. Dabei werden neueste Technologien<br />

gezielt gesucht, einer intensiven Prüfung unterzogen<br />

und <strong>im</strong> Rahmen von Partnerschaften, vielfach mit international<br />

tätigen Konzernen, für zukünftige Projekte gesichert<br />

und den relevanten Märkten zugänglich gemacht. So entstand<br />

beispielsweise auch die Müllverbrennungsanlage in Bozen,<br />

ein 135.000.000-€-Projekt, das heute einen großen Teil der


Nr. 4/<strong>2023</strong> 159<br />

Wärme – von einem Fernwärmenetz verteilt – der Stadt Bozen<br />

liefert. Das Projekt fiel in der Fachwelt auf, und so ist<br />

das Bozner Know-how derzeit etwa gerade be<strong>im</strong> Neubau der<br />

Waste-to-Energy-Anlage in Mitoyo-Shi in Japan gefragt.<br />

Fotos © Oskar Da Riz<br />

Gebäudetechnik: die Lebenszykluskosten <strong>im</strong> Blick<br />

In der Gebäudetechnik ist ATZWANGER auf große Objekte<br />

spezialisiert, etwa auf Krankenhäuser, große Bürohäuser oder<br />

Hotels. Geliefert und serviciert werden vor allem Heizung/<br />

Kühlung, Lüftungssysteme, Sanitär- und Brandschutzanlagen.<br />

„Unsere Spezialität sind Umbauten, denn da wird es oft knifflig“,<br />

weiß der zuständige geschäftsführende Verwaltungsrat<br />

Martin Atzwanger.<br />

Aktuelle Projekte sind die neue Klinik be<strong>im</strong> Krankenhaus von<br />

Bozen, das neue Altershe<strong>im</strong> in Salurn, das neue Falkensteiner<br />

Hotel Montafon <strong>im</strong> Vorarlberger Tschagguns oder das<br />

Gesundheitsresort Luisenhöhe in Horben bei Freiburg <strong>im</strong><br />

Schwarzwald. Schwerpunkt bleibt allerdings der he<strong>im</strong>ische<br />

Südtiroler Markt. Viele Kunden vertrauen auch bei Service<br />

und Wartung auf ATZWANGER. „All unsere Bemühungen<br />

gehen in Richtung langfristige, zufriedene Kunden. Wir bieten<br />

daher einen 24-h-Notfalldienst und einen Quick Support für<br />

rasche Reparaturen an“, erklärt Atzwanger.<br />

Vor Sparmaßnahmen in der Gebäudetechnik warnt der Fachmann.<br />

„Man sollte bei der Entscheidung nicht nur die Investitionskosten<br />

betrachten, sondern die gesamten Lebenszykluskosten“,<br />

empfiehlt er. Die Faustregel besage, dass zwei Drittel<br />

der Kosten die Erstinvestition ausmache und ein Drittel die<br />

Wartung. Tendenz steigend. Mit einem langfristigen Servicevertrag<br />

sei man auf der sicheren Seite, ansonsten könnte der<br />

Betrieb der Anlage schnell teuer werden.<br />

Südtirol unverändert das Herz des Unternehmens<br />

Unternehmensstandorte bestehen in Bozen, München, Salzburg,<br />

Baar in der Schweiz und Palmanova in Italien. Trotz der<br />

Internationalisierung der letzten Jahre ist Südtirol unverändert<br />

das Herz der Firma und rund 140 der 210 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Jährlich wird eine Produktionsleistung<br />

in der Größenordnung von 70 Millionen<br />

Euro erzielt.<br />

Als Technologieunternehmen ist ATZWANGER <strong>im</strong>mer auf<br />

der Suche nach den besten Köpfen und Talenten. Jedes Jahr<br />

wird – neben der Einstellung von Lehrlingen – eine Vielzahl<br />

von Positionen neu besetzt: in der Konstruktion, der Projektleitung,<br />

der Montage und natürlich auch <strong>im</strong> Management. Als<br />

Arbeitgeber punktet ATZWANGER mit spannenden Projekten,<br />

langfristigem Commitment der Familie, flachen Hierarchien,<br />

viel Freiräumen für die persönliche Weiterentwicklung<br />

und einer nicht zu geringen Prise Humor als Bestandteil der<br />

täglichen Arbeitsatmosphäre.<br />

Gesamte Gebäudetechnik für die<br />

neue Klinik am Krankenhaus Bozen<br />

Gebäudetechnik für das Produktionswerk<br />

von Mila in Bozen<br />

Badewassertechnik für Quellenhof Luxury Resort Passeier<br />

ATZWANGER AG<br />

T.A. Edison Straße 14 | 39100 Bozen<br />

Tel. 0471 243 811<br />

info@atzwanger.net | www.atzwanger.net


160 Nr. 4/<strong>2023</strong><br />

AKTUELL


Anzeige Dezember Nr. 1999 4/<strong>2023</strong> 161<br />

Südtirol Panorama –<br />

<strong>Wirtschaft</strong> online<br />

Titel Titel Titel<br />

Vorspann.<br />

T ext


Anzeige<br />

Anzeige<br />

1.) Das Sudhaus der<br />

Spezialbier-Brauerei FORST<br />

Spezialbier-Brauerei FORST:<br />

Unsere Welt – unser Bier<br />

Neue Technik, Erweiterung der Produktpalette, Einführung<br />

der „neuen Kiste“, Ausbau der Verkaufspunkte<br />

und der gastronomischen Bereiche. Dabei <strong>im</strong>mer <strong>im</strong><br />

Fokus: das Beste für Kunde und Umwelt.<br />

Für die Herstellung feinster Bierspezialitäten bedarf es einer<br />

umfangreichen Kontrolle und Leitung verschiedenster<br />

Produktionsprozesse. Die Spezialbier-Brauerei FORST schafft<br />

es nun schon seit 1857 den gewohnt hohen Qualitätsansprüchen<br />

gerecht zu werden, mit der Intention, stete Opt<strong>im</strong>ierung<br />

zu erlangen.<br />

In den letzten 25 Jahren wurden maßgebliche Erneuerungen<br />

durchgeführt. Die wohl bedeutendste Neuerung <strong>im</strong> Bereich der<br />

Produktion fand <strong>im</strong> Jahr 2011 statt, das moderne und energieeffiziente<br />

Sudhaus der Spezialbier-Brauerei FORST wurde in<br />

Betrieb genommen.<br />

Ein schonender Umgang mit den Ressourcen spielt hierbei eine<br />

vordergründige Rolle. Das neue Bauwerk wird auch als „Herz<br />

der Brauerei“ bezeichnet und ist für eine Kapazität von 900.000<br />

Hektolitern pro Jahr ausgerichtet. Im Sudhaus wird die Bierwürze<br />

zubereitet, die später <strong>im</strong> Gärkeller zu Jungbier vergoren wird<br />

und anschließend <strong>im</strong> Lagerkeller zu edlem FORST-Bier reift.<br />

Auch in der Tradition ist Fortschritt unabdingbar, <strong>Wandel</strong> und<br />

Neuerungen <strong>im</strong> Produktionsbereich der Spezialbier-Brauerei<br />

FORST in den letzten 25 Jahren:<br />

• 2020 neuer großer Lagerkeller;<br />

• 2016 Roboter-Palettierung auf der Fassanlage;<br />

• 2015 neue Flaschenabfüllanlage;<br />

• 2015 Umbau zweier kleinerer Lagerkeller;<br />

• 2011 neues Sudhaus;<br />

• 2006–2018 Umsetzung Transpondersystem für die Fassanlage;<br />

• laufende Einführung von Prozessleitsystemen.<br />

Neue Bierspezialitäten<br />

Zum 150. FORST Jubiläum wurde das weiche, elegant süffige<br />

FORST 1857 in neuer grüner Aufmachung auf den Markt gebracht.<br />

In jeder Flasche FORST 1857 lebt Geschichte, Tradition<br />

und Qualitätsphilosophie in feinster flüssiger Form fort.<br />

Die FORST Bierspezialitäten<br />

Die neue FORST Kiste


Nr. 4/<strong>2023</strong> 163<br />

Das Bräustüberl FORST<br />

Das FORST Season in Bozen Süd<br />

Daraufhin wurde für die Eröffnung des „Temporary Restaurants“<br />

<strong>im</strong> Felsenkeller ein eigenes Bier geschaffen, das FORST Felsenkeller.<br />

Das naturtrübe FORST Bier sorgt für ursprünglichen,<br />

ungefilterten Biergenuss – verfügbar aus dem Fass und in der<br />

Flasche. Ein weiterer Meilenstein für Südtirol: 2019/20 führte<br />

die Spezialbier-Brauerei FORST das FORST 0,0 % ein, es ist das<br />

erste alkoholfreie Bier Südtirols mit 0,0 Volumenprozent Alkohol:<br />

100 % FORST, 0,0 % Alkohol und von Natur aus sportlich!<br />

Die Spezialbier-Brauerei FORST bietet eine vielfältige Palette an<br />

Bierspezialitäten in verschiedenen Formaten an. Darunter auch<br />

saisonale Biere, wie das blumig frische FORST Osterbier oder<br />

das beliebte FORST Weihnachtsbier, Zweiteres ist jährlich auch<br />

in einer l<strong>im</strong>itierten 2-l-Glasflasche erhältlich. Das FORST Weihnachtsbier<br />

spielt <strong>im</strong> Rahmen vom „Forster Weihnachtswald“<br />

eine wesentliche Rolle. Dieser fand 2013 zum ersten Mal statt<br />

und ist mittlerweile zu einer geschätzten Attraktion geworden.<br />

Im magischen „Forster Weihnachtswald“ werden neben den<br />

FORST Bierspezialitäten, eine breite kulinarische Vielfalt, ein<br />

aufregendes Rahmenprogramm für Jung und Alt sowie allerlei<br />

schöne Momente geboten.<br />

Die neue FORST Kiste<br />

Das Jahr 2022 stand für schwungvolles Design, nachhaltigen<br />

Gebrauch und hohen Tragekomfort: Südtirols bekannteste grüne<br />

Kiste erschien <strong>im</strong> neuen Look.<br />

Mit ihrer unverwechselbaren, forstgrünen Farbe zeigte die neue<br />

Bierkiste schon auf den ersten Blick, dass ein natürliches, erfrischendes<br />

Biererlebnis in ihr steckt. Durch ihre vier eleganten sowie<br />

komfortablen Griff- und Sichtöffnungen sowie die flexiblen<br />

Einsatzmöglichkeiten als Multipack-Kasten für Einzelflaschen,<br />

6er-Cluster und 6er-Baskets wurde die neue FORST Kiste zum<br />

modernen und nachhaltigen Transportgebinde.<br />

FORST Shop und FORST Online-Shop<br />

Die Verkaufspunkte wurden erweitert: 2015 öffnete der FORST<br />

Shop am Hauptsitz der Spezialbier-Brauerei FORST seine Tore.<br />

Das Geschäft, in welchem moderne und antike Elemente kombiniert<br />

werden, strahlt in zeitlosem Glanz und bietet neben der<br />

Produktpalette der FORST Bierspezialitäten weitere exklusive<br />

Produkte rund um die FORST-Welt, von Delikatessen über<br />

einzigartige Accessoires bis hin zu Bekleidung – alles liebevoll<br />

<strong>im</strong> FORST-Stil personalisiert. Im Jahr 2020 begab sich die<br />

Spezialbier-Brauerei FORST einen Schritt weiter in Richtung<br />

digitale Welt, der FORST Online-Shop wurde ins Leben gerufen.<br />

FORST-Liebhabern aus Italien und Deutschland ist es nun<br />

möglich, verschiedenste Produkte direkt online zu bestellen.<br />

Neue gastronomische Bereiche<br />

Durch die langjährige Partnerschaft zwischen der Spezialbier-<br />

Brauerei FORST und der Messe Bozen entstanden <strong>im</strong> Jahr 2017<br />

gleich zwei erhebliche gastronomische Treffpunkte in Bozen<br />

Süd: Das Restaurant FORST Season, auch geeignet als Business-<br />

und Eventlocation, ist ein besonderer Ort, wo Geschichte,<br />

Tradition und Moderne aufeinandertreffen und die Brasserie<br />

1857, welche mittlerweile zum Szene-Hot-Spot schlechthin für<br />

Südtirols junge Generation geworden ist. Im Sommer wird in<br />

der Brasserie 1857 jeden Donnerstag mit Live-Musik und besten<br />

FORST Bierspezialitäten gefeiert. Die beiden Lokale kreieren<br />

einen maßgeblichen Mehrwert für Bozen Süd und locken weit<br />

mehr als nur Messebesucher in ihre Räumlichkeiten.<br />

Im Mai 2017 wurde das Wirtshaus Schlosswirt FORST samt<br />

Sterne-Restaurant „Luisl Stube“ wiedereröffnet. Die „Luisl Stube“<br />

erhielt seitdem zahlreiche Ehrungen. 2022 wurde sie unter<br />

der Führung von Sternekoch Luis Haller vom Guide MICHELIN<br />

mit dem MICHELIN-Stern ausgezeichnet. Ab 2009 erfolgten<br />

großräumige Umbauten und Renovierungen in den Forsterbräus:<br />

Meran, Bozen, Lana, Mals, Bruneck, Trient, <strong>im</strong> Bräustüberl und<br />

<strong>im</strong> Bierstüberl Schwarze Katz, denn Gastfreundschaft und höchste<br />

Qualitätsstandards werden bei der Spezialbier-Brauerei FORST<br />

großgeschrieben.<br />

Brauerei Forst AG<br />

Vinschgauerstraße 8 | 39022 Forst/Algund<br />

Tel. 0473 260 140<br />

e-shop@forst.it | www.forst.it<br />

Der FORST Shop am Sitz der Spezialbier-Brauerei FORST


Dezember 2001<br />

Radius – Immobilien<br />

und Bauwirtschaft


166 Nr. Anzeige 1/<strong>2023</strong><br />

Hoch hinaus mit<br />

Doppelmayr Italia<br />

Foto © Harald Wisthaler<br />

Seit 1993 hat sich in der Seilbahntechnik von Lana viel<br />

getan. Die grundlegendste Veränderung stellt sicherlich<br />

die Gründung der Firma Doppelmayr Italia <strong>im</strong> Jahre 2002<br />

durch den Zusammenschluss der drei Vorgänger-Unternehmen<br />

Hölzl, Doppelmayr Lana und Agamatic dar.<br />

Die gesammelten Erfahrungen der einzelnen Unternehmen<br />

boten neue Potenziale bei der Planung und dem Bau von<br />

<strong>im</strong>mer komplexeren und innovativeren Transportsystemen.<br />

Dies und die enge Vernetzung mit dem Rest der Doppelmayr-/<br />

Garaventa-Gruppe garantiert den kontinuierlichen Austausch<br />

von Erfahrung und Wissen. Die ständig steigenden Erwartungen<br />

sowohl von privaten als auch öffentlichen Kunden, die Berücksichtigung<br />

des Umweltschutzes sowie die Forderung nach<br />

modernen und zuverlässigen öffentlichen Verkehrssystemen<br />

haben neue, höhere Maßstäbe gesetzt.<br />

2008: die neuen Geschäftsräume<br />

Im Jahr 2008 wurde das neue Verwaltungsgebäude fertiggestellt,<br />

in dem die Abteilungen Technik, Einkauf, Kundendienst,<br />

Vertrieb und Verwaltung, die zuvor auf mehrere Standorte verteilt<br />

waren, zusammengefasst wurden. Moderne, ergonomische<br />

Arbeitsplätze bieten Platz für die über 100 Mitarbeiter und<br />

ermöglichen eine engere Zusammenarbeit bei der Betreuung<br />

der neuen Aufträge.<br />

2020: die neue Produktionshalle<br />

Rund zehn Jahre nach dem Bau des neuen Verwaltungsgebäudes<br />

wurde 2020 der Spatenstich für die Erweiterung der<br />

Fertigungshallen getätigt. Die Vergrößerung war notwendig<br />

geworden, um mehr Platz zu schaffen: Auf einer Gesamtfläche<br />

von 5.600 Quadratmetern ist nun genügend Raum für die<br />

Produktion, Vormontage und Revisionsarbeiten der Seilbahnkomponenten<br />

vorhanden. Auch an den Servicebereich – die<br />

Logistik- und Produktionsbüros – in den darüberliegenden<br />

Stockwerken wurde gedacht. Die neuen Werkshallen sind<br />

darüber hinaus kl<strong>im</strong>atisiert. Dies, um einerseits ein angenehmes<br />

Arbeiten für die Mitarbeiter auch während der heißen<br />

Monate zu ermöglichen und andererseits um durch die Temperaturregulierung<br />

die Genauigkeit der CNC-Fräsmaschinen


Nr. 4/<strong>2023</strong> 167<br />

zu opt<strong>im</strong>ieren. Den Maschinenpark hat das Unternehmen in<br />

den letzten Jahren ebenfalls ständig modernisiert: So kann<br />

zum Beispiel die angeschaffte Fräsmaschine „FPT Dinomax“<br />

Stahlteile mit einem Durchmesser von bis zu 4,20 Metern in<br />

einem Durchgang fräsen.<br />

Technologische Fortschritte<br />

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich die Welt der Seilbahnen<br />

vor allem in ihren Einsatzmöglichkeiten weiterentwickelt.<br />

Hier kam es zu einer Verlagerung vom einfachen touristischen<br />

Transport hin zu neuen Konzepten der urbanen Mobilität.<br />

„Seilgezogene Transportsysteme schaffen neue Möglichkeiten<br />

und können als wichtige Integration für bereits bestehende<br />

Verkehrsnetze in Städten fungieren“, erläutert uns der Geschäftsführer<br />