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SaarLorLux ...c'est savoir vivre Frühjahr Edition 2020

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sports&voyages Winter-Frühjahr-Edition I/2020 MARC THRILL Exklusives Interview mit Headcoach des Squashbundesligisten SC Güdingen-Squash Factory Saar Pfalz PORTRAIT Name: Thrill Marc Jahrgang: 1970 Wohnort: Remerschen, Gemeinde Schengen Beruf: Fluglotse „Luxembourg Radar“ Famileinstand: Verheiratet zwei Söhne 23 und 17 Hobbys: Flugzeuge, Fussball, Unter dem Thema „...gemeinsam zum Erfolg“ haben das Magazin für Lifestyle „SaarLorLux ...c`est savoir vivre", das Bundesligateam und Nachwuchskader des SC Güdingen SquashFactory SAAR-PFALZ bereits im vergangenen Jahr einen Sponsor-Vertrag abgeschlossen. Ende Januar führte die Verlegerin – Nicole Sciové – ein sehr sympatisches Interview mit Headcoach Marc Thrill. In den folgenden Zeilen dürfen Sie an diesem doch sehr interessanten Gespräch teilhaben. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen! SLL: Hallo Herr Thrill, als Inhaber der WSF Level 3 Lizenz und Headcoach des Squashbundesligisten SC Güdingen-Squash Factory Saar Pfalz können Sie den Squashsport im Spitzensport wie auch im Allgemeinen sehr gut einschätzen. Wie sieht Ihr jetziges Fazit aus? Wir haben es in unseren Regionen bisher nicht geschafft den Menschen zu vermitteln, dass Squash eine Sportart ist, die sich sehr gut zum Fitnesstraining, also zum allgemeinen Wohlbefinden, eignet und dies auf eine spielerische Art und Weise. Hier besteht hoher Nachholbedarf. Squash erfordert ein hohes Wahrnehmungsvermögen und ein sehr gutes Fitnessniveau. Beides sind Eigenschaften, die in der heutigen Arbeitswelt gefragt und sogar erfordert sind. Ich glaube aber, dass mein Verein das erkannt hat und wir nun gezielt in diese Richtung arbeiten. Was den Spitzensport Squash betrifft, hat Deutschland im Squash den aktuellen Europameister Raphael Kandra und die aktuelle Nummer 7 der Welt Simon Rösner vorzuweisen. Trotzdem bleibt Squash in Deutschland von den großen Medien leider quasi unbeachtet. Dies ist fast unerklärlich. In Frankreich sieht es anders aus. Squash ist sehr populär und bewegt die Massen, während große Turniere tausende von Zuschauern anziehen. SLL: Wie läuft Ihre Arbeit mit dem SC Güdingen-Squash Factory Saar Pfalz ab und welche Zielsetzung verfolgen Sie die nächsten 1-2 Jahre? Die Arbeit mit dem SC Güdingen-Squash Factory Saar Pfalz läuft sehr professionell ab. Die Spieltage werden zusammen in einer Gruppe von 4 Leuten geplant und dann strukturiert und organisiert. Der Zeitaufwand ist recht hoch, aber die aktuelle Bundesligatabelle bestätigt unsere Bemühungen. Das Ziel die Playoffs zu erreichen ist greifbar nah. Was die Zukunft betrifft, wird der Verein weiter auf Jugendspieler setzen, d.h. junge Nachwuchstalente fördern und ausbilden. Wir müssen es schaffen unsere Jungs auf Bundesliganiveau zu bekommen. SLL: Was könnte man nach Ihrer Einschätzung tun, um in der Großregion den Squashsport noch attraktiver darzustellen? Meine Meinung hierzu ist ganz klar, die Einbindung von Schulen, Stolz präsentieren das Team und der Headcoach Marc Thrill die neuen Trikots mit seinen Sponsoren 40 | SaarLorLux ...c›est savoir vivre PR-Anzeigen

Winter-Frühjahr-Edition I/2020 sports&voyages Gymnasien und Hochschulen muss das Ziel werden. In anderen Worten meine ich, dass Gespräche mit den Ministerien geführt werden müssen, um bei Neubauten von Sportanlagen in Schulen Platz für einen oder mehrere Squashcourts zu schaffen. Unser Vorbild sollte hierbei die Vereinigten Staaten sein. Eine kurzfristige Hilfe wäre sicherlich ein Glascourt permanent in unserer Anlage zu installieren und ein Ausbildungscenter zu etablieren. Dies würde dann den Squashsport sehr schnell voranbringen. Ebenso muss die Ausbildung von Trainern ein primäres Ziel sein. SLL: Welche Hoffnung setzen Sie in den Nachwuchskader des SC Güdingen-Squash Factory Saar Pfalz? Ich glaube ganz fest an die Jungs. Nathan, Rudolf und Sean werden ganz sicher in den nächsten Jahren die Basis für unsere Mannschaft bilden. SLL: Wie werden Sie in Ihrer Arbeit unterstützt und von wem? Durch meine Ausbildung der World Squash Federation besitze Ich eine sehr gute Basis was die Trainingsgestaltung betrifft. Ich kann auch jederzeit auf eine Gemeinschaft von Welttrainern zurückgreifen, falls ich Fragen habe bzw. Hilfe benötige. Zudem tausche ich mich regelmäßig mit Ronny Vlassaks (Coach von Simon Rösner) aus. Hinzu kommt, was unsere Mannschaft betrifft, dass unser Manager Johannes Wessela sehr gute Arbeit leistet, sowie Geschäftsstellenleiter und Centerbetreiber Heiko Doll, der im organisatorischen Bereich eine große professionelle Hilfe ist. SLL: Was würden Sie sich als schnelle und konkrete Maßnahme im Squashsport wünschen, bzw. ist etwas in Planung? Stichwort Schulsport, Trainingscamps? Dieses Jahr müssen wir dringend Trainingscamps organisieren für unsere Jugend, unsere Damen und unsere Herren. Leider waren die Wege bisher im Saarland sehr lang und schwer. Ich habe im November 2019 ein Trainingscamp mit Damen aus der Großregion in Pétange (LU) gehalten. Obwohl das Training über 6 Stunden dauerte und sehr fordernd war, habe ich viele strahlende Gesichter beobachten können. Dies bestätigt meinen Standpunkt, dass Angebote wahrgenommen werden, wenn sie bereitstehen. Schulsport ist die Zukunft unserer Sportart, deshalb muss sich auch hier etwas verändern. Im Januar habe ich ein Projekt mit Primarschülern gestartet. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass dieser Aufwand nicht allein von einem Trainer gestemmt werden kann. Hier benötige ich in Zukunft die Unterstützung der Vereine bzw. die Verbände sind gefordert. SLL: Woran liegt es eigentlich nach Ihrer Einschätzung, dass der Squashsport nicht olympisch ist? Es gibt sicherlich mehrere Ursachen hierfür, eine hat mit der Anerkennung von Squash im Allgemeinen zu tun. Simon Rösner ist die Nr. 7 auf der Welt im Squash. Er hat die Goldmedaille bei den World Games gewonnen und trotzdem kennt ihn quasi keiner in Deutschland. Squash hat ein Darstellungs-Problem. Zudem fehlt dem Squashsport eine starke Lobby. In Frankreich sind bei großen Turnieren Headcoach Marc Thrill und Manager Johannes Wessela im Gespräch 1500 bis 2000 Zuschauer. Dasselbe gilt für Länder wie Ägypten, die Schweiz oder die USA. Uns fehlen solche Veranstaltungen in Deutschland. In Zukunft müssen wir als Squash-Botschafter bessere Arbeit leisten. Wir müssen informieren, zeigen, einladen und vor allem klar kommunizieren was unser Sport ist und bietet. An dieser Stelle möchte ich mich auch recht herzlich bei dem Magazin „SaarLorLux ...c'est savoir vivre" für die bisherige und gute Berichterstattung bedanken. Denn nur durch solche Sponsoren ist es uns möglich, unseren Sport bekannter zu machen. SLL: Lieber Herr Thrill, wir bedanken uns bei Ihnen für das angenehme Gespräch und wünschen Ihnen und dem Team weiterhin viel Erfolg! Le squash - selon Marc Thrill, un sport qui mérite plus de popularité Nicole Sciové, l'éditrice de "SaarLorLuxc'est savoir vivre" et aussi sponsor du SC Güdingen Squash-Factory, a recueilli d'intéressants propos lors de son interview avec l'entraîneur-chef du Club de squash de Güdingen, Marc Thrill. Il pense que dans notre région cette discipline de sport n'a pas encore trouvé l'estimation qu'elle mérite. Car le squash est en fait un sport très social et apte à nous mettre vraiment bien en forme tout en nous amusant. Mais il est vrai que le squash exige une bonne perception et une haute forme; donc deux caractéristiques aussi très demandées dans le monde du travail. Pour rendre ce sport plus populaire il faudrait y faire participer les écoles, les collèges et les lycées. Le squash devrait être intégré dans les cours de sport. Il faudrait donc proposer aux ministères de prévoir à l'avenir un ou deux courts de squash lors de projets de constructions de salles de sport dans les établissements scolaires. Les Etats-Unis en sont un bon exemple. Il faudrait bien sûr aussi former plus de coach et organiser cette année des camps d'entraînement, selon Marc Thrill. Mais il reste assez confiant que les jeunes fervents du squash en Sarre sont très ambitionnés et feront leur chemin. PR-Anzeigen SaarLorLux ...c›est savoir vivre | 41