Stil – das Wohnmagazin - Berliner Zeitung

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Stil – das Wohnmagazin - Berliner Zeitung

Stil

DAS WOHNMAGAZIN

LAMPEN

Das richtige Licht fürs Interieur.

MÖBEL

Die neuen Trends des Jahres 2013.

FARBEN

Die passende Atmosphäre fürs Wohlgefühl.


Stil das Wohnmagazin

2Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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Trendsetter sind die Deutschen bisher nicht gewesen,

wenn es um das Einrichten der eigenen vier

Wände ging. Im Gegenteil: Zwischen Rhein und

Oder,Nordsee und Alpen mochten es die Bewohner

lange Zeit konservativ. InHaus und Wohnung zeigten sie

sich wenig experimentierfreudig. Doch das Bild hat sich gewandelt:

Heute prägen individuelle Wohn- und Schlafwelten statt

Gelsenkirchener Barock, knallige Farben und filigrane Ornamente

statt langweiliger Tapeten die eigenen vier Wände. Wer

sich mit den aktuellen Wohn- und Einrichtungstrends beschäftigt,

findet Abwechslung und Kreativität.

Der Verband der Deutschen Möbelindustrie hat herausgefunden,

dass viele inzwischen Freunde öfter nach Hause einladen,

statt sich in der Kneipe zu treffen. Bisspät in die Nacht wird

dann in der Wohnküche gelacht, geklönt, gekocht und genossen.

An lauen Sommerabenden gibt es einen guten Wein auf

dem geschmackvoll eingerichteten Balkon mit Blick auf die nie

stillstehende Hauptstadt. Und bei Fußballspielen wird der

wandgroße Fernseher mit der Dolby-Anlage zum Stadion-Ersatz.

„Homing“ nennt sich dieser Trend und meint die Rückbesinnung

auf das traute Heim, das mehr bietet als Küche, Bad,

Wohn- und Schlafzimmer. Die eigenen vier Wände tragen die

Handschrift ihrer Bewohner.

Es ist so,als trauten sich die Deutschen endlich was: Mutzur

Farbe, Mut zu ungewöhnlichen Möbeln, Mut zur Verschmelzung

verschiedener Wohnbereiche. Mieter und Hausbesitzer

werden zu Inneneinrichtern. Undwer besonders stolz auf seine

Wohnideen ist, lässt die Welt in Blogs und sozialen Internetkanälen

daran teilhaben. Achtete man einst auf eine einheitliche,

zurückhaltende Gestaltung vonWohnräumen, ähnelt heute ein

Zimmer kaum dem anderen neue Möbel gesellen sich zu Erbstücken

des Großvaters. Und das zuvor unspektakulär anmutende

Sideboardwirdmit Souvenirs vergangener Urlaubsreisen

aufgepeppt.

Trendexperten haben die Entwicklung im Wohnbereich analysiert:

Natur und Emotionen spielen eine große Rolle.Sounterscheiden

sich handgefertigte Holzmöbel deutlich vonden Massenprodukten

aus der Möbelfabrik. Und andie Natur angelehnte

Farbtöne erzeugen Gefühle wie Geborgenheit, Sehnsucht

oder Sicherheit. Möbel im Used-Look sind zwar neu,

sehen jedoch aus wie alt jedes Möbelhaus und jede angesagte

Internetplattformwidmet ihnen eigene Abteilungen.

Hatte früher jedes Jahrzehnt seine Farben und Formen, werden

wir aktuell mit einem bunten Blumenstrauß konfrontiert.

Diese Zeit kann aus Sicht der Wohntrends schwerlich in eine

Schublade gepackt werden.


Stil das Wohnmagazin

Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 3

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AQUA, VINTAGE

vergangener Tage wiederfinden, darunter sind die Klassik-Linie

und die Kolonial-Linie mit Polstermöbeln,

Schränken und Tischen in dunklen Holzfarben. Passend

dazu hat das Teppichhaus Kibek eine Reihe von

Vintage-Teppichen ins Sortiment aufgenommen.

Ergänzt werden kann die im Retro-Look eingerichtete

Wohnung durch zahlreiche Accessoires, darunter

Leuchten, Vasen, Übertöpfe, Sofakissen oder Tischdecken.

Farben und Muster auf Tapeten und Teppichen

mit einem Hang zu Orange oder Braun entführen in die

1960er-und 1970er-Jahre.

Werkeine auf alt gemachten neuen Möbel mag, geht

am besten auf die Internetseite der Berliner Stadtreinigung.

Möbel mit Charakter bietet die BSR kostenlos auf

ihrem Verschenkmarkt im Internet an. Das Angebot

reicht von der Mahagoni-Holz-Schrankwand bis zur

knallig blauen Ottomane.

Informationen im Internet: www.bsr-online.de, www.hoeffner.de,

www.kibek.de und www.rahaus.de

Büfett und Sofa aus

Großmutters Stube

Vintage und Retro sind gefragt wie nie zuvor Möbelhäuser

und Onlineplattformen widmen ihnen eigene Abteilungen.

Auch die Hausgeräte-Hersteller finden an den Modellen

der 1960er-und 1970er-Jahre Gefallen.

Vom antik wirkenden Schlafzimmerschrank

bis zum Plastikmöbel

im 1970er-Jahre-Stil werden

alle Epochen aufgegriffen.

Das Ledersofa aus der Kolonialzeit sieht

wuchtig aus: Dicke Polster und eine hohe

Rückenlehne laden zum Verweilen ein. Der

Bezug glänzt in warmem Braun. Es könnte

eine Requisite für einen Agatha-Christie-Krimi gewesen

sein. Auf den ersten Blick wirkt das Sofa alt, doch

das täuscht. DasSofa „Old Chesterfield“ wirdvom Berliner

Möbelhaus Rahaus angeboten und hat die Polsterfabrik

erst voreinigen Monaten verlassen. Begriffe wie

„Antiklook“ oder „Vintage-Style“ verraten dem unbedarften

Möbelkunden mit Geschmack, dass er es hier

mit einem Nachbau zu tun hat.

Anbieter wie Rahaus haben sich auf die gute alte Zeit

eingestellt und ihr ohnehin üppiges Möbelsortiment

um Möbel im Retrolook aufgestockt. Da sind auf alt getrimmte

Sekretäre, herrschaftlich anmutende Kaufmanns-Schreibtische,Büfetts,wie

sie unsereGroßmütter

im Speisezimmer hatten, und Möbel, zu denen die

Zeit des Jugendstils die Inspiration lieferte.

So gut wie alle Epochen finden sich in den Katalogen

namhafter Möbelhäuser wieder. Das Repertoire reicht

von Jugendstil und Kolonialzeit über die Goldenen

Zwanzigerjahre bis in die geschmacklich höchst umstrittenen

1980er-Jahre. Auch zeitgenössische Möbeldesigner

kommen vonder Vergangenheit nicht los.Geschichtsträchtige

Elemente lassen sie in aktuelle Kollektionen

einfließen. Vomantik wirkenden Schlafzimmerschrank

aus massiver Eiche bis zum Plastikmöbel

im 70er-Jahre-Stil werden alle Epochen erfolgreich aufgegriffen.

DerHang zurVergangenheit hat längst auch die Hersteller

vonHausgeräten erreicht. So hat sich das Unternehmen

Smeg bei seiner aktuellen Kollektion von„stilechten

Hausgeräten“ an den Sixties orientiert: Kühlschränke

oder Geschirrspüler gibt es in knalligen Formen,

mit kräftigen Griffen und Rundungen. Ergänzt

wird die Retrolinie um Waschmaschinen und Gefriergeräte.

Auch die Hersteller von Radios wagen ein paar

Schritte zurück und bringen immer wieder hölzerne

Empfangsgeräte auf den Markt. Im Gegensatz zu ihren

historischen Vorbildern gibt es aber kein Rauschen,

denn im Inneren wurden Antennen für den Standard

DAB+ eingebaut, mit denen Zehntausende Internet-

Radiosender in den Kasten gelangen.

Das inBerlin beheimatete und bundesweit agierende

Möbelhaus Höffner hingegen hat gleich mehrere

Stil-Linien entworfen, in denen sich Möbel im Design

Sitzmöbel

wie diese

sind aktuell

wieder sehr

gefragt. Ihre

gestalterischen

Vorbilder

finden

die Möbeldesigner

in den

1970er-Jahren.

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Stil das Wohnmagazin

4Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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Kombhouse

von Karim

Rashid

mit ökologischer

Heizung

und

Stromerzeugung

und recyclebaren

Materialien

erlaubt Privatsphäre

und Öffentlichkeit

zugleich.

KNSTRCT

Schwebend

auf der Wolke

Junge Designer überraschen mit kreativen Formen.

Futuristische Möbel erinnern an Raumschiffe,

die Umrisse von Marsmenschen oder

an Obst und Kinderspielzeug.

Ein Esstisch, der sich nach Gebrauch mitsamt

den Stühlen in ein großes, weißes Ei verwandelt,

eine Liege, die als Wolke dank magnetischer

Kräfte tatsächlich über dem Boden

schwebt, ein Schreibtisch, der wie ein glänzendes Meerestier

aussieht, das gerade an den Strand gespült

wurde: Stühle,Tische und Sessel, die an außerirdische

Wesen erinnern herkömmliche Designs sind manchen

Menschen einfach viel zu langweilig. Sie wollen

ihrenWohnraum in einen außergewöhnlichen Ort, eine

Parallelwelt verwandeln, die mit ihren bizarren und

fremden Formen und Farben kaum noch etwas mit

üblichen Wohnzimmereinrichtungen zu tun hat.

Futuristische Wohnräume sind Spielwiesen für Erwachsene,auf

denen sie sich mit ihren kühnsten kreativen

Vorstellungen und Träumen austoben können.

Das Wohnen hat hier Weltraumcharme. Man schafft

sich beispielsweise eine heißgeliebte digitale Techno-

Organic-Welt, wie sie der Designer Karim Rashid mit

„Smart-ologic Corian Living“ 2010 auf der Mailänder

Designwoche zeigte,oder taucht ab zu den Formen und

Wesen der Unterwasserwelt.

Nichts ist unmöglich, denn die Stardesigner lieben

dieses Feld ebenso.IhreKreationen sind zwar oft unerschwinglich,

dafür aber traumhaft schön und zukunftsweisend.

So sind futuristisch eingerichteteWohnräume

nicht nur überwältigende Kompositionen schmucker

Einzelstücke.Sie geben auch eine Vorstellung davon, in

welche Richtungen sich das Wohnzimmer der Zukunft

entwickeln könnte.

Formen fernder üblichen Normen

Futuristisches Design liebt Formen fernder im Möbelbau

üblichen Normen. Es ist das Reich der Extreme.Das

„Nuab Sofa“ von Definitive aus Liverpool beispielsweise

läuft an einem Ende so spitz aus,dass es wie eine

gefährliche, aber auch schöne Waffe aussieht

(http://definitive-design.co.uk). An die Edelversion eines

Krebses oder an einen Insektenkopf erinnernSessel

aus der Kollektion „Home“ des italienischen Labels

VG newtrend (www.vgnewtrend.it).

Futuristische Möbel sind aber längst nicht nur kühl,

kargoder ungemütlich. Wieübergroße,verschlungene

italienische Bandnudeln sehen beispielsweise die Sitzund

Liegemöbel der jungen deutschen Designerin Sarah

Lovgren aus (www.sarahlovgren.com). Sie lassen

sich mit wenigen Handgriffen umgestalten jenachdem,

ob man sich mit anderen Personen im Raum unterhalten

oder unbeobachtet im „Nudelnest“ schlummernmöchte.

Wie zusammengewickelte Plastikfäden sehen Sitzgelegenheiten

des dänischen Möbeldesigners Phillip

Grass aus, andere Modelle erinnern an Teile alter

Raumschiffe oder die Umrisse von Marsmenschen

(www.phillipgrass.com). Wirklich reizend ist das Sofa

„Morfeo“, das die Designer Stefano Giovannoni und

Rodrigo Torres für Domodinamica kreierten und mit

zwei an der Rückenlehne befestigten, beweglichen

Lampen wie ein freundliches, dickes, außerirdisches

Wesen anmutet (www.domodinamica.com). Der Freischwinger„Darius“

vonDesigner JanArmgardt für Leolux

dagegen wirkt mit seiner organischen Form und

knalliger Farbe wie ein Thron aus dem Reich der Disney-Märchen.

Die Lounge „Bolea“ von Riccardo Belli,

ebenfalls für die aktuelle Leolux-Kollektion entworfen,

hat die Form einer abgefallenen Tierkralle, indie man

sich aber hineinkuscheln kann (www.leolux.de/leoluxkollektion-2013).

Die Fantasie spielt immer mit, wenn man futuristische

Möbel anschaut. So weckt der „Volna“-Schreibtisch

von Nuvist aus Istanbul sofort Assoziationen zu

Meeresbewohnern wie Schnecken oder Muscheln

(www.nuvist.com). Der Anblick dieses wie Perlmutt

glänzenden Möbelstücks verzaubertregelrecht Sandstrand

und Meeresrauschen sind plötzlich zum Greifen

nah.Viele der futuristischen Möbelstücke haben ein organisches

Aussehen, erinnern an Naturgebilde, an

Früchte, Blüten oder gerne auch glitschige Tiere und

quietschbunte Wasserwesen aus der Südsee.

Wer sich futuristische Möbel zulegt, braucht viel

Platz um sie herum, damit sie in ihrer Gänze glänzen

können. Weniger ist bei diesem Einrichtungsstil mehr,

Minimalismus oberstes Gebot. Eine beliebte Variante

dieses Stils ist die Schwarz-Weiß-Optik, die sich sowohl

bei den Möbeln als auch bei der Dekoration konsequent

durchzieht. Metall, Glas,Kunststoff sind die vorherrschenden

Materialien, um einen futuristischen

Look zu kreieren. Es gibt aber auch passende Möbel mit

Holzelementen wie beispielsweise die skulpturalen

Sitzobjekte„Perillos“ vonDesigner Martin Ballendat für

Dauphin Home (www.dauphin-home.de), deren Körper

aus Polyurethan und der Sitzbereich aus einer

Pressholzschale aus Schälfurnier und Decklagen aus

Buche,Nuss,oder Eiche besteht.

Es geht aber auch knallig bunt zu im futuristischen

Wohnzimmer.Schon fast ein Klassiker ist der Ei-Sessel

„Deluxe modPod“ von„inmod“ aus den USA, den es in

allen möglichen Farbkombinationen gibt, die in den

1970ern modern waren. Er versprüht mit schlichten

Polstern und integriertem Soundsystem Retrocharme

und hätte auch im Raumschiff der Raumpatrouille

Orion stehen können.

Die Idee des multimedialen Möbels greift darüber

hinaus Sonic Chair auf: mit dem runden „Sonic Chair“,

den es ebenso im runden Retrolook mit entsprechenden

Farben gibt (www.sonicchair.de). Das hier integrierte

Klangsystem möchte sich aber der Perfektion

nähern, die Hersteller des „sonic chairs“ versprechen

das absolute Klangerlebnis“. Angeschlossen werden

kann der eigene Laptop,oder aber es wirdder iMac mit

Berührungsbildschirmgenutzt. So wirdaus dem„sonic

chair“ ein alternativer Arbeitsplatz, der optisch und

akustisch von seiner Umgebung abgekoppelt ist und

überall stehen könnte. Ein Ort andem problemlos per

iPad oder iMac beispielsweise Video- und Tondokumente

abgerufen werden können dieses Möbelstück

ist ein futuristischer Vorbote des Arbeitsplatzes im späteren

21. Jahrhundert.

Eine Lampe wie ein Asteroid

Wenn es nicht die großen und teuren Designermöbel

sein können, helfen auch kleine Details kombiniertmit

modernen Möbeln, etwas PlanetenatmosphäreimeigenenWohnzimmer

zu erzeugen. EinSchmuckstück ist die

einem Asteroiden nachempfundene Lampe „Innermost

Asteroid Pendant Light“ vonKoray Ozgen, die man beispielsweise

bei www.design55online.co.uk findet, und

die man sowohl ins Wohnzimmer als auch auf die Terrasse

hängen kann. Regale in ungewöhnlichen und kosmischen

Formen finden sich bei www.spicytec.com,

(Suchbegriff eingeben: shelves). Zum futuristischen Stil

passende Kleinmöbel und Lampen finden sich bei der

deutschen Agentur e27 (www.e27.com) wie zum Beispiel

die Beistelltische aus der Reihe Loll 2D/3D.Eine Plastikwolke

als Regal haben die Brüder Erwan und Ronan Bouroullec

aus Frankreich mit dem Möbelstück „Cloud“ für

Cappellini designed (www.cappellini.it).

Ob im Großen oder im Kleinen: EinWohnzimmer im

futuristischen Look einzurichten, macht richtig Spaß.

Ideen können hier auch bei den Kindern abgeschaut

werden, deren modernes Spielzeug des Öfteren an die

Formen vonDesignerstücken erinnert.


Stil das Wohnmagazin

Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 5

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Ursula Geismann vom Verband der Deutschen

Möbelindustrie ist Trendanalystin

und Designexpertin. Seit 16 Jahren hat sie

den Möbelmarkt und seine Entwicklung im

Blick. IhrVerband vertritt die Interessen von mehr als

tausend Möbelherstellerninder Deutschland.

Frau Geismann, was macht einen Wohntrend aus?

Das ist ein ziemlich komplexes Thema. Ein Wohntrend

ist nicht mit einem Modetrend zu verwechseln,

der sich mehrmals im Jahr verändert. DasTempo beim

Wohntrend ist eher mit einem langsamen Zahnrad zu

vergleichen. Im Wohnbereich geht es nicht um Revolution,

sondern umEvolution. Verschiedene Einflüsse

schlagen sich auf die Wohntrends nieder.

Wiedürfen wir das verstehen?

DieDeutschen haben sich inzwischen sehr dem internationalen

Design geöffnet, es gibt ein ausgeprägtes

Interesse an Ästhetik imWohnbereich. Dasrührtdaher,

dass viele ihre Eindrücke von Reisen mit nach Hause

nehmen und ihreeigenen vierWände so gestalten, dass

sie sich wie im Urlaub fühlen. In den vergangenen Jahrenging

das sehr in die mediterrane Richtung. Manist

weggekommen vomaltdeutschen Gelsenkirchener Barock.

Eine wesentliche Rolle spielt auch der Balkon.

Eine Emnid-Studie kam 2011 zu dem Schluss, dass

rund 60 Prozent der Deutschen eine Wohnung mit Balkon

bewohnen. Wenige Jahre zuvor hat so etwas niemanden

interessiert. Eine Wohnung ohne Balkon ist

heute nur schwer zu vermieten. DieMenschen schaffen

sich neue Lebensräume,auch unter freiem Himmel.

Woranliegt das?

So banal das klingt: Zum einen an solch einem Rekordsommer,

wie wir ihn 2003 hatten. Aber auch das

Rauchverbot sorgte dafür,dass der Balkon immer mehr

an Bedeutung gewinnt. Als Irland als eines der ersten

europäischen Länder die Raucher vor die Tür setzte,

konnten wir deutlich mehr Exporte an Balkonmöbeln

verzeichnen. Inzwischen richten sich die Leute auch im

Freien ein. Statt der einst bekannten Plastikmöbel werden

Balkone mit hochwertigen, optisch anspruchsvollen

Sitzlandschaften, Bildernund Lampen gestaltet. Einen

Einfluss auf das Wohnen haben aber auch die

neuen Medien. Tablets, PCs oder Dolby Surround-Anlagen

werden immer kleiner.Das wirkt sich auch auf die

Größe vonSchreibtischen oder Schränken aus.

Lassen Sieuns bei den Ansprüchen an das Wohnen bleiben.

Wiehaben sich diese entwickelt?

Formensprache und Design bilden inzwischen den

Schwerpunkt. Die Leute wollen in allen Preisklassen

Angebote haben. Eine moderne, vom Design her anspruchsvolle

Wohnwand gibt es mitunter schon für

1000 Euro. Früher waren Möbel langlebiger, rustikal

und oft aus dunklem Holz. Heute gibt es eine starke

Nachfrage nach schlichten Formensprachen. Und die

Leute behalten ihre Möbel nicht mehr so lange. Eine

Studie aus der Schweiz kam zu dem Schluss,dass man

sich bis zu fünf Mal imLeben neu einrichtet. Und wir

Deutschen sind, ähnlich wie die Österreicher, Einrichtungsweltmeister.Pro

Kopf geben wir im Jahr 383 Euro

aus Tendenz steigend. Gekauft wird aber meist im

Möbelhaus und bisher nur selten über Internethändler.

Daswirdsich aber vermutlich in Zukunft ändern.

Es scheint, als habe das eigene Zuhause deutlich an Bedeutung

gewonnen.

Das ist in der Tatso. In den 1970er-Jahren sprach

man vomCocooning, also dem Rückzug in die eigenen

vierWände.Heute macht es uns Spaß, Freunde einzuladen.

Viele Menschen haben kein Problem damit, ihr

Zuhause zu öffnen. Und sie haben an keinem anderen

Ortsoviele Möglichkeiten, sich gestalterisch zu entfalten.

Wirsagen dazu „pimp my home“ die eigenen vier

Wände bekommen eine individuelle Note, die von der

Gestaltung der Wände über gebraucht anmutende Möbel

bis zu neuen Funktionsbereichen wie Wellness im

Badoder Entertainment im Wohnzimmer reicht.

Verraten Sie uns doch zum Abschluss, welche Wohntrends

derzeit aktuell sind!

Schauen wir zunächst auf die farbliche Gestaltung

Blau und Grün bilden die Schwerpunkte,insbesondere

bei Polstermöbeln. Gleichzeitig ist Vielfalt angesagt, erlaubt

ist alles.Bei der Wandgestaltung haben die Ornamente,

florale Muster und Streifen zugenommen. Im

Schlafzimmer halten Boxspringbetten Einzug, also Betten

mit doppelten Matratzen.

Das Gespräch führte Marcel Gäding.

„Es geht nicht

um Revolution“

Designexpertin Ursula Geismann vom Verband der Deutschen

Möbelindustrie verfolgt Trends und Entwicklungen im Wohnbereich.

Ein Gespräch über die Farben der Saison, bezahlbare Designmöbel

und andere Wohntrends.

Ursula Geismann

kennt den

Möbelmarkt in

Deutschland.

Seit 16 Jahren

arbeitet die

Trendanalystin

für den Verband

der Deutschen

Möbelindustrie.

Trends entwickeln

sich ihrer

Erfahrung nach

eher langsam

andersals bei

der Mode.

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Deutschland 4)*

STUDIE 2008 für den Bereich Möbelbranche

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Mobiliar orientiertsich an der Umwelt oder setzt futuristische

Maßstäbe.

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6E ine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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Haushalt verbraucht

wird,

verraten spezielle

Programme. Sie

sind mit Hausgeräten

vernetzt.

Die Nutzer haben

damit jederzeit

den Überblick und

wissen auf den

Cent genau, wie

hoch die laufenden

Energiekosten

sind.

JUNG

VomHandy aus

Fenster öffnen und

die Wäsche starten

Heizung aus der Ferne steuern, Licht am Abend automatisch

anschalten: Die Hausautomatisierung vernetzt technische Geräte

„SmartHome“ ist in wenigen Minuten startklar.Dafür müssen weder

Wände aufgerissen, noch neue Kabel verlegt werden.

Als in den 1990er-Jahren die ersten Systeme zur

Automatisierung von Haustechnik vorgestellt

wurden, rieb sich Otto Normalverbraucher

die Augen: Alle wichtigen Geräte im Haus lassen

sich mithilfe einer Fernbedienung oder über das

Handy steuern. PerKnopfdruck werden die Fenster geschlossen,

die Rollläden heruntergefahren und die Heizung

auf die gewünschte Temperatur gestellt. So versprachen

es die Hersteller.Was damals nach einem unbezahlbaren

Hokuspokus für technikbegeisterte Hausmänner

klang, ist inzwischen reif für den Markt,

bezahlbar und in jeder Mietwohnung einsatzbereit. Die

Hersteller versprechen mehr Wohnkomfort auf der einen

und Energieeinsparung auf der anderen Seite.

DerEnergieversorger RWEzählt mittlerweile zu den

Marktführern imBereich Haussteuerung. Ein Computer

mit Internet und Router wirdmit den Modulen von

RWESmartHome verbunden. Plug &Play einstecken

und loslegen lautet das Konzept. TeureElektroinstallationen

sind für den Betrieb dieser Haussteuerung

nicht notwendig. 19 unterschiedliche Komponenten

und verschiedene Funktionserweiterungen über Apps

hat RWE bis heute im Programm. Dieses Jahr folgen

weitereGeräte und Funktionen.

„RWE SmartHome besetzt bewusst die Nische zwischen

der Baumarktlösung in Form einer Zeitschaltuhr

und einer Luxusvariante, der unter Putz verlegten

Haussteuerung“, sagt RWE-Bereichsleiter Holger Wellner

in Dortmund.Während es bei RWESmartHome anfangs

darum ging, Energie einzusparen, wurde die Palette

inzwischen um die Steuerung von Hausgeräten

und Licht sowie Sicherheit erweitert. „RWE SmatHome

ist keine Einzellösung, sondern darauf ausgelegt, unterschiedliche

Anwendungen zu steuern“, erklärtWellner.

SmartHome-Systeme funktionieren nach einem

simplen Prinzip: Eine Steuerzentrale wirdanden DSL-

Router angeschlossen. Mithilfe eines Computers,eines

Tablet-PCs oder eines Smartphones lassen sich die

Komponenten steuern. Sender transportieren verschlüsselte

Funksignale zu den Empfängern, die an Geräten

wie Lampen, Heizung oder Waschmaschine an

das System angeschlossen werden. Auf diese Weise

kann über einen speziellen funkgesteuerten Thermostat

die Temperatur der Heizung gesteuert und bei Bedarfauch

aus der Ferneeingestellt werden.

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik

fand RWE heraus, dass die Hausautomatisierung

10 bis 15 Prozent der Heizkosten einspart, in Einzelfällen

lag die Ersparnis bei rund 40 Prozent und das

ohne Wärmedämmung. Ein deutscher Durchschnittshaushalt

soll bei Stromkosten von 2500 Euro im Jahr

bis zu 375 Euro sparen.

Einen wichtigen Stellenwerthat auch die Sicherheit

im Haus eingenommen. ZurRWE-SmartHome-Familie

gehören spezielle Rauch- und Bewegungsmelder, die

nicht nur bei Feuer Alarm schlagen. Das System informiert

Haus- und Wohnungsbesitzer auch darüber, ob

sich Unbefugte Zutritt zu den Wohnräumen verschafft

haben. Spezielle SmartHome-Fenstersensoren erken-

nen, ob sich jemand über das Fenster Zutritt in die

Wohnung verschafft und veranlassen den Rauchmelder

je nach Einstellung, Alarm zuschlagen. Alternativ

aktiviertder Sensor auch einen stillen Alarmper E-Mail

oder SMS. Weiterer Vorteil: Steht ein Fenster offen, stellen

die Heizkörper ihren Betrieb vorübergehend ein.

Sparen können Wohnungsinhaber auch, wenn ein

Hausgerät nicht gebraucht wirdder Zwischenstecker

von RWE SmartHome unterbricht dann einfach die

Stromversorgung.

„Das System funktioniertintuitiv,spartEnergie und

erhöht den Wohnkomfort“, erklärt Holger Wellner von

RWE. Weil vorhandene Geräte nur um die Module von

RWE SmartHome ergänzt werden, entfallen aufwendige

Installationsarbeiten. Die Investitionskosten für

die einzelnen Komponenten halten sich in Grenzen

die Einsteigerversion, ein Energiesparpaket, ist für

319 Euro erhältlich. Darinenthalten sind zwei Heizkörperthermostate,ein

Zwischenstecker,die Zentrale und

ein Wandsender. Mit der verschlüsselten drahtlosen

Haussteuerung können die eigenen vier Wände für weniger

als 1000 Euro ausgestattet werden. Während die

Plug &Play-Variante in erster Linie perfekt für die Bewohner

vonMietwohnungen geeignet ist, können sich

Hausbesitzer auch für die aufwendigere Installation

unter Putz entscheiden. „Allerdings sollte man hier auf

„Das System funktioniert

intuitiv, spart Energie und

erhöht den Wohnkomfort.“

Holger Wellner, RWE

fachkundige Elektroinstallationsunternehmen zurückgreifen“,

rät Wellner. Eines haben beide Varianten gemeinsam:

DieSysteme arbeiten automatisch nach den

zuvor programmierten Angaben.

Seit diesem Jahr ist auch der intelligente Zähler in

das System eingebunden. So kann mithilfe einer Stromzähler-App

der Stromverbrauch vonjedem OrtderWelt

aus kontrolliertwerden. „Damit lassen sich wunderbar

Stromfresser ausmachen“, sagt Holger Wellner. Auch

können Hausbewohner ihremonatliche Höchstgrenze

für Stromkosten festlegen ist diese überschritten,

schalten sich einzelne zuvor definierte Hausgeräte ab.

RWEwill in diesem Jahr weitereGeräte anderer Hersteller

ins System einbinden. So plant das Energieversorgungsunternehmen,

seinen Speicher für Solarstrom,

der in diesem Jahr auf den Markt kommt, in die SmartHome-Gerätelandschaft

zu integrieren und dadurch

ein ganzheitliches Energiemanagement im Haus zu ermöglichen.

Die Verkaufszahlen für das 2011 gestartete

RWE-SmartHome liegen im fünfstelligen Bereich. Der

Energiekonzern geht davon aus, dass die Zahl der Abnehmer

weiter steigt.

*Gegenüber dem empfohlenen Verkaufspreis des Herstellers.

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Der Möbeldesigner

Holger Janke

in seinem

Büro

in Kreuzberg.Dort

entstehen

die Ideen.

Auftraggeber

sind

exklusive

Möbelhäuser.

MBG/MARCEL

GÄDING

Einst überraschte ihn Angela Merkel: Eines

Abends im Juli 2009 setzte sich Möbeldesigner

Holger Janke vorden Fernseher,umsich

das Sommergespräch mit der Kanzlerin anzugucken.

Doch als die Übertragung begann, traute

er seinen Augen nicht: Angela Merkel saß auf einem

farblich dezent gehaltenen Armlehnenstuhl einem

Stuhl, den Janke entworfen hatte.„Da habe ich mich

gefreut“, sagt er.

Holger Janke ist ein sportlicher Typ. Sein Haar ist

kurz, er ist modisch gekleidet. Sein Büro inKreuzberg

teilt er sich mit Innenarchitekten. Sein Arbeitsplatz ist

bescheiden eingerichtet. Flachbildschirm, Tastatur,etwas

Papier.Stünden im Regal nicht diese kleinen, grazilen

Modelle vonJankes Möbeln, könnte man sich auch

in einer Werbeagentur wähnen. Vonseinem Platz aus

blickt er über die Spreezum Fernsehturm.

In der vierten Etage eines Geschäftshauses aus den

1970er-Jahren hat Holger Janke sein Büro. In den hellen

und freundlichen Räumen entstehen Ideen für Stapelstühle,

Esstische, Schreibtische, Leuchten und Möbelprogramme.

Wer sich die Möbel genauer anschaut,

stellt Zeitlosigkeit fest. An Schnickschnack fehlt es,dafür

setzt Janke auf Funktionalität und zurückhaltende

Farben. Keines der Produkte passt in eine Schublade.

„Ich betrachte mich als Dienstleister und weniger als

Künstler“, sagt Holger Janke. Erstehe für hochwertige,

langlebige Produkte, die ihrem Besitzer einen Mehrwert

bieten. Er sagt, er versuche Modetrends nicht in

den Vordergrund seiner Arbeit zu stellen. Zeitlos bedeutet

für Janke ganz pragmatisch betrachtet, dass

seine Möbel lange im Sortiment angesagter Möbelhäuser

sind. Und nur dann verdient er mit den Lizenzen.

Die Phase von der Idee auf einem einfachen Stück Papier

bis zur Präsentation bei Möbelproduzenten hingegen

bezahlt ihm keiner. „Erst, wenn sich ein Produkt

verkauft, gibt es Geld“, sagt Janke.

Kreuzberg ist nicht sein einziger Arbeitsplatz, sagt

Janke.InHamburgsteht ihm bei seinem Geschäftspartner

Gil Coste eine Werkstatt zur Verfügung. Dort baut

Janke an seinen Modellen und Prototypen. Coste und

Janke haben sich zusammengetan, eine Art Label gegründet

und die Achse Berlin-Hamburg für sich entdeckt.

Die beiden Designer haben in Kiel studiert und

sich in der Möbelszene einen Namen gemacht. Aktuell

ist Jankes Foto in großer Auflage in dem Werbeprospekt

des Berliner Inneneinrichters Fashion for Home zu sehen,

das Wohnmagazinen beiliegt und sich an anspruchsvolle

Verbraucher richtet. Fashion for Home ist

einer von Jankes Auftraggebern. Obwohl er selbst bescheiden

ist, als Möbeldesigner hat er es geschafft. Er

spielt in der Liga der Kreativen ganz oben mit.

Seine Leidenschaft zu Möbeln entwickelte Janke als

junger Mann. In seiner niedersächsischen Heimat kreierte

er einen Schreibtisch, der stets weiter entwickelt

wurde. AmEnde konnte Janke die Tischplatte anwinkeln,

um darauf an Entwürfen zu arbeiten. Bevorersich

aber für das Studium des Industriedesigns einschrieb,

absolvierte er eine Lehreals Holzbildhauer.ImStudium

vertiefte er Kreativität, handwerkliches Geschick und

Theorie. Die Möbel, ein Schreibtischprogramm namens

„Contract“, verkauften sich gute vier Jahre. Anfangs

war er bei einem Büromöbelhersteller in Bad

Münder beschäftigt. Mit33Jahren ging er in die Selbstständigkeit

in Hannover, Anfang 2000 kam der Umzug

nach Berlin.

Nur wenige Auftraggeber Jankes kommen aus der

Hauptstadt. Undwomöglich könnte er seine Jobs auch

von Hannover aus erledigen. „Doch Berlin ist so unheimlich

lebendig, überall bekomme ich Inspiration“,

sagt Janke. Inspirieren lässt er sich von Beoachtungen

seiner Umgebung und der Natur. Astgabeln beispielsweise

faszinieren ihn. Janke zehrt auch von Beobachtungen,

wie Menschen mit Dingen umgehen.

Bis zuvier Mal imJahr zieht es ihn auch in Möbelhäuser,

umsich Werke anderer Designer anzuschauen

und diese unter die Lupe zu nehmen.„Mich interessiert

vor allem, wie die Möbel konstruiert sind“, sagt Janke.

„Wenn man ein Produkt in der Hand hält, versteht man

es besser.“ Marcel Gäding

Mehr Informationen zu Holger JankeimInternet:

www.jankecoste.de

Elegant, schön

und lange haltbar

Holger Janke ist Möbeldesigner: Der 48-Jährige sieht sich

weniger als Künstler,sondern mehr als Dienstleister.Seine Ideen

entstehen in einem herkömmlichen Büro Inspirationen findet er beim

Beobachten von Menschen und in der Natur.

*

*Weitere Erläuterungen finden Sie unter www.hoeffner.de

Der Esstischstuhl Fino ist als Drehstuhl von Holger Jankeentworfen

worden. Er ist einfach und klar strukturiert, Schnörkel

sucht man an diesem Stuhl vergebens. COR SITZMÖBEL

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Stil das Wohnmagazin

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························································································································································································································································································· Klaus Hokamp an seinem Arbeitsplatz. Farbmuster stehen

ihm für die Beratung zur Verfügung und auf 22 Etagen Möbel,

Accessoires, Lampen und Vasen. MGB/MARCELGÄDING

Das Zuhause

schöner machen

Klaus Hokamp leitet das Planungsstudio des Möbelhauses Hübner.

Er begleitet Kunden bei der individuellen Gestaltung der eigenen vier

Wände von der Idee bis zur Umsetzung.

„In diesem Job geht es auch um

ästhetisch-künstlerische

Belange.“

Klaus Hokamp, Interior-Designer bei Möbel Hübner

Am Anfang steht meist ein blanker Grundriss:

DieKunden vomMöbelhaus Hübner,die sich

an das hauseigene Planungsstudio wenden,

wollen ihre eigenen vier Wände verschönern

und stilvoll einrichten.

Allerdings geht es dortumweit mehr als um das Erstellen

simpler Stellpläne: Mit viel Kreativität und Erfahrung

schaffen die Einrichtungsexperten individuelle

Wohnwelten ganz nach dem Geschmack der Kunden.

Neben den passenden Möbeln wissen Innen-Designer

Klaus Hokamp und seine Kollegen auch, welche

Farben wozu passen, und welche Bodenbeläge für das

eigene Haus oder die gemütliche Wohnung geeignet

sind. Für die Mitarbeiter des Planungsstudios steht

nicht das Geschäft imVordergrund. Siewollen„dieWelt

ein bisschen schöner machen“.

Zunächst geht es um die Wünsche und Vorstellungen

der Kunden, die am Computer konkretisiert werden:

Mit einem 3D-Programm werden erste Entwürfe

erstellt und im Detail ausgearbeitet für ein einzelnes

Zimmer oder ein ganzes Haus.Sokann sich der Kunde

besser vorstellen, wie sein neues Zuhause später aussehen

wird. Bereits in dieser Phase unterbreiten Klaus

Hokamp und seine Kollegen erste Ideen für Tapetenmuster,Bodenbeläge,Möblierung

und Accessoires.Für

jeden Raum entsteht ein eigenes Designkonzept. Es bildet

die Basis dafür,welche Möbel und Accessoires später

in den Zimmernplatziertwerden.

„Die meisten Menschen ahnen gar nicht, wie viel

Einfluss die Raumgestaltung auf unser Wohlbefinden

hat“, sagt Hokamp,der das Planungsstudio seit anderthalb

Jahren leitet. „Deshalb geht es in diesem Jobnicht

nur um technische Aspekte, sondern auch um ästhetisch-künstlerische

Belange.“ Eine große Rolle spielen

daher Farben, die Stimmungen erzeugen. ZurAuswahl

stehen unter anderem Töne aus der Little-Green-Serie,

einem aus Großbritannien stammenden Farbkonzept,

auf das auch Innenarchitekten englischer Schlösser

und Herrensitzeschwören.

In der Regel wenden sich Menschen an das Planungsstudio,

die ihr privates Wohnumfeld gezielt und

nachhaltig gestalten lassen wollen. Doch immer wieder

passiertesHokamp,dass bei den Kunden während des

Beratungsgesprächs das Bedürfnisse nach weiteren

Veränderungen entsteht. „Es ist schon vorgekommen,

dass Kunden nur ein Sofa kaufen wollten und sich letztlich

die ganzeWohnung vonuns einrichten ließen.“

Das Planungsstudio befindet sich im Haupthaus

von Möbel Hübner. Von hier aus können die Kunden

durch alle Abteilungen schlendernund sich vorOrt ein

Bild über den Interior-Vorschlag machen. Ein Vorteil

gegenüber vielen anderen Planungsstudios, denen für

die Beratung nur Kataloge oder Einzelmuster zurVerfügung

stehen. „Bei Möbel Hübner gibt es Inspiration

zum Anfassen und Ausprobieren“, sagt Hokamp.Viele

Auftraggeber legen darauf großen Wert. Denn wer sich

für eine umfassende Umgestaltung oder eine komplett

neue Einrichtung entscheidet, der möchte ganz genau

wissen, was auf ihn zukommt. Die Auswahl dafür ist

enorm. Auf 22Etagen sind Möbel, Küchen, Lampen,

Vasen, Kissen, Stoffe sowie hochwertige Wohnprogramme

namhafter Markenhersteller im Exklusivbereich

Roland zu finden. Doch bei allen guten Ideen und

Vorschlägen hat am Ende der Kunde das letzte Wort.

Neben Stamm- und Neukunden wenden sich zunehmend

Projektentwickler,Architekten und Immobilienmakler

an das Planungsstudio, zum Beispiel, um

Musterwohnungen einrichten zu lassen denn eingerichtete

Räume verkaufen sich besser.

Möbelhaus mit Tradition

DasMöbelhaus Hübner an der Genthiner Straße befindet

sich seit mehr als 100 Jahren in Familienbesitz

AlbertTürklitz führtesinder vierten Generation. Damit

zählt Hübner zu den letzten inhabergeführten MöbelhäuserninBerlin.

DenSchwerpunkt legt das Einrichtungshaus

eigenen Angaben zufolge auf Qualität,

Design und Kompetenz. Geführtwerden renommierte

Möbelmarken aus aller Welt.

DasPlanungsstudio des Möbelhauses setzt auf Interior-Design.

Darunter versteht man die Symbiose aus

Planung und Gestaltung vonInnenräumen. Ziel ist es,

das körperliche,geistige und soziale Wohlbefinden von

Menschen in Räumen zu gewährleisten. DasPlanungsstudio

hat neben Wohnungen auch Botschaften und

die Geschäftsräume vonHertha BSC eingerichtet.

Internationale Beratung gehörtzuden Serviceleistungen

bei Möbel Hübner.Die Berater sprechen Englisch,

Französisch, Russisch, Ukrainisch und Chinesisch.


Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 9

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Stil das Wohnmagazin

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Wer hohe Decken hat und ein Freund des

gepflegten Minimalismus ist, für den sind

farbige Textilkabel mit freischwebenden

Glühbirnen genau das Richtige. Mit den

Textilkabeln lassen sich Farbakzente in Räumen wunderbar

unterstützen, und in die Fassungen kann man

von der Schmuckbirne mit orange glühendem Draht

bis zur schicken Designer-Sparbirne alle möglichen

Modelle schrauben.

Passende Modelle finden sich bei Manufactum ab

59 Euro oder bei magazin.com, die „Leuchte 27“ von

Muuto (ebenfalls ab 59 Euro). Wer esnoch günstiger

will, kauft sich das Textilkabel im Baumarkt, schließt es

an eine Lampenfassung und lackiert diese in der passenden

Farbe. Dann nur noch Glühbirne rein und fertig.

Einaußergewöhnliches Modell ist die Kombination

der Hamburger Designerin Vanessa von Kayser. Sie

kombiniert das Textilkabel mit einer Fassung aus Beton.

DerLoftstyle kostet ein paar Euro mehr und ist für

75 Euro bei glaenzend-grau.de bestellbar.

Für ein weiches Licht, das die

Kontraste im Raum erst richtig

zur Geltung bringt, eignen sich

Lampenschirme aus Papier.

Für ein weiches Licht, das die Kontraste im Raum erst

richtig zur Geltung bringt, eignen sich Lampenschirme

aus Papier. Die Palette ist breit und reicht vom klassischen

Ikea-Mond bis zur Artemide Design-Edition IN-

EI vonIssey Miyake.

Jedes noch so auf Design getrimmte Zimmer wirkt

langweilig und bieder, wenn das Licht nicht stimmt.

Dierichtige Lampe mit dem richtigen Licht kann einen

Raum erst richtig in Szene setzen. Nicht umsonst gibt es

Lichtdesigner, Lichtkünstler und Lichtinstallationen.

Licht bestimmt unsere Stimmung. Und ist das Licht

schlecht, ist es auch unsereLaune.

Aber wie setzt man Licht richtig ein? Es gibt drei einfache

Weisheiten. Erstens: Grelles Licht von oben zerstörtjede

Atmosphäre. Zweitens: Indirektes Licht ist gemütlich,

aber nichts zum Arbeiten. Drittens: Zu wenig

Licht ist genauso schlimm wie zu viel Licht.

Gelbes Licht ist der Klassiker.Die alte Glühbirne,die

EU habe sie selig, hat dieses Licht ausgestrahlt. Weißes

Licht kennt jeder vomKamerablitz und der Neonröhre.

Aber auch das Licht der neuesten Generation, die LEDs,

strahlen weiß. Damit dieses ehrlich weiße Licht die Atmosphäre

nicht zerstört und die Sofaecke trotzdem

wohlig und kuschelig ins richtige Licht setzt, sollte man

die richtigen Materialen der Lampe entgegensetzen.

Textiloberflächen, Papier und gedeckte Farben, nehmen

dem weißen Licht die Ehrlichkeit.

Für jeden Raum gibt es die passende Lampe.Grundsätzlich

sollte man aber drei wichtige Faustformeln beachten.

Je größer der Raum, desto größer darfauch die

Lampe sein. Ungewöhnliche Formen, ob eine Lampe in

Molekülform, in Form einer Wolke oder eines Mosaiks,

sollte man sparsam wählen, um einem Raum das gewisse

Etwas zu verleihen. Denn diese Lampen fallen sofort

ins Auge. Dunkle Farben sollte man vor einen hellen

Hintergrund hängen und umgekehrt.

Farbige Lampen können ein wichtiger Akzent im

Raum sein. Das fängt an beim bunten Textilkabel und

geht über bunte Materialen aus Glas, Kunststoff und

Holz.Wichtig bei der Farbe,die Lampe sollte zu den anderen

Farben im Raum passen. Auch das Material ist

wichtig. Holz gibt Wärme, Kunststoff Abwechslung,

Glas Klarheit, Stoff Gemütlichkeit.Wichtig ist vorallem,

dass eine Lampe entweder als Kontrast zum Stil des

Zimmers eingesetzt wird, oder aber den Stil unterstützt.

Ist ein Zimmer wirr und kuschelig eingerichtet, sollte

man eine klare Lampenform wählen. Ist ein Zimmer

mit minimalistischen, symmetrischen Formen gestaltet,

kann eine Lampe mit einer außergewöhnlichen

Form den Raum völlig verändern.

Licht vonoben schafft Klarheit und Übersicht. Licht

vonunten ist am gemütlichsten. Je indirekter Licht eingesetzt

wird, desto verwinkelter wirken Räume. Deckenfluter

sind günstig, aber machen jeden Raum zum

biederen Büro. Lampen auf Augenhöhe sollten nicht zu

grell sein. Dasgilt auch bei der Kopfhöhe im Sitzen. Zuletzt

ein Tipp: Viele langweilig wirkende Lampen lassen

sich selbst schnell verschönern: mit anderen Farben,

Mustern, Materialien oder der Länge und Farbe des Kabels.

(mbg./ut.)

Trichterförmige

Lampen,

zu dritt

nebeneinander

angeordnet,

wirkenelegant,

sachlich,

aber

auch außergewöhnlich

dank der

massiven

Einfassung.

FOSCARINI

Gutes Licht für gute Laune

Lampen spenden nicht nur Licht, sie ziehen Blicke auf sich und sind maßgeblich für das Wohlbefinden in

einem Zimmer verantwortlich. An der Beleuchtung sollte man nicht sparen und muss man auch gar nicht.

Selbst Designerlampen sind heute für wenig Geld zu haben.

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Diese Deckenleuchte

im Stil einer

Südseepalme

ist ein echter Hingucker.Der

Raum, wo sie

hängt, sollte

nicht zu unruhig

eingerichtet sein,

damit das aufwendig

gestaltete

Stück voll zur Geltung

kommen

kann.

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Stil das Wohnmagazin

12 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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neu wirkt dieses

Regal und das

haben die Hersteller

auch so gewollt.

Patina,

Kratzer und andere

Gebrauchsspuren

machen

Schränkeund Tische

zu begehrten

Einrichtungungsgegenständen.

RIGBY&MAC

Wenn aus schäbig

schön wird …

Sind Wurmlöcher in Schränken charmant? Wird ein Möbelstück

mit Kratzern interessanter? Aber ja! Wasbislang eher im Modebereich

en vogue war,erobert jetzt auch Wohn- und Schlafzimmer.

Die Devise lautet: Mut zum abgenutzten Stil.

Liebhaber des Shabby-Styles gehen geradezu

auf die Jagd nach Möbeln mit Gebrauchsspuren,

klappern Flohmärkte und Second-Hand-

Läden nach ihnen ab.Sie finden „shabby“, was

sich mit„schäbig“ übersetzen lässt, schön: Kommoden

und Regale mit gerissener Pastellfarbe, Stühle und

Tische aus scheinbar unbehandeltem Holz, Schränke

mit Schrammen und abgeplatztem Lack. Dazu kombinieren

sie Vorhänge und Tischdecken mit Paisleymuster,

Porzellan mit Blütendekor, Silbervasen und

Kerzenleuchter mit Patina fertig ist der leicht feminine

Shabby-Chic-Look, der sich auch mit modernen

Möbeln hervorragend kombinieren lässt.

Möbel im Shabby-Style oder Used-Look sind angesagt.

Sieverströmen Geschichte und den Charme,dass

Schönheit nicht vollkommen sein muss. Nach einem

langen, verstaubten Dasein auf Dachböden erobern

sich immer mehr Shabby-Möbel Ehrenplätze inKüche,

Wohn- und Schlafzimmern. Dabei müssen diese

neuen Lieblingsstücke nicht zwangsweise selbst gefunden

werden, sie werden vielerorts von Fachleuten

gesammelt und aufgearbeitet. In der Uckermark passiert

dies beispielsweise in der Werkstatt von „Princessgreeneye“

auf einem rund 250 Jahre alten Hof in

Angermünde (www.princessgreeneye.net). Das Sortiment

besteht größtenteils aus Unikaten, darunter viele

antike Möbel, deren ursprünglicher Anstrich ganz

nach Shabby-Style-Manier erhalten wurde.

Auch Designer sind vom Shabby-Style fasziniert

und integrieren ihn zunehmend in ihre Kollektionen.

Einige Möbeldesigner folgen dabei dem „Upcycling“-

Trend, der ausrangierten Produkten ein zweites Leben

schenkt. Die wunderschöne Shipwood Kollektion des

neuseeländischen Designers Logan Komorowski von

LDK ist hierfür ein gutes Beispiel (www.fashionforhome.de/shipwood),

die antikes Fischerbootholz mit

hochglänzend lackierten Holzfaserplatten und Edelstahl

kombiniert. Es geht um die ästhetische Symbiose

vonVergangenheit und Moderne. Komorowski kaufte

das alte Holz, das teils noch aus der Qing Dynastie Anfang

des 20. Jahrhunderts stammt, südchinesischen

Fischern ab. Die hatten ihre ausrangierten Boote an

den Flussufern schon dem Verfall preisgegeben, nun

leben Teile der Boote in den LDK-Designmöbeln weiter.

Aus verschiedenen Materialquellen zusammengesetzte

und damit neu kreierte Shabby-Möbel werden

auch von den jungen Designern Jan Hendzel und

Oscar Hunt in London entworfen unter dem Projektnamen

„Made in Peckham“ (www.hendzelandhunt.com).

Ihre Idee: Altes wiederverwerten und

es mit nachhaltigen Materialien kombinieren.

Smart Design forUrban Life

Was dabei herauskommt, wenn sich zwei Experten für urbanen Lifestyle zusammentun?

Smartes Design zum Wohlfühlen. Mit intelligenten Lösungen, die selbst auf kleinstem Raum

Ihr Leben bereichern und dabei kompromisslos gut aussehen. Egal ob Sie sich gerade

in Ihrem Auto wie Zuhause fühlen möchten, oder auf Ihrem Sofa.

Die NEUE BoConcept Kollektion für smart

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Stil das Wohnmagazin

Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 13· ·

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Bambusgrün soll

die Energie bündeln

und sie in der

Wohnung halten.

WarmeBraunund

Beigetöne

erzeugen eine

gemütliche Atmosphäre

und lassen

sich vielseitig

kombinieren

auch mit einem

kühlen Weiß.

ISTOCK, ADOLFS

In manche Wohnungen verliebt man sich sofort:

DieAtmosphäreist einladend, alle Details passen

zueinander, man freut sich über Farben und Formen.

Andere Wohnungen dagegen möchte man

sofortwieder verlassen. Siewecken Unbehagen, wirken

unfreundlich, leer oder wenig heimelig. Wielassen sich

solche Eindrücke erklären? Und wie zaubert man sich

selbst eine behagliche Wohnoase?

Interessante Erklärungen und Leitlinien hierzu liefertFeng

Shui. Mensch und Raum beeinflussen sich gegenseitig,

so die Idee,wobei beide Richtungen funktionieren:

ins Positive wie ins Negative. Grundlage von

Feng Shui sind bis zu 3000 Jahrealte chinesische Weisheiten,

derenWurzeln in Naturbetrachtungen liegen. In

Berlin haben sich inzwischen zahlreiche Einrichtungsberater

und Dienstleister auf Feng Shui spezialisiert.

VorOrt wird gemeinsam ermittelt, wie sich die Lehre

am besten umsetzen lässt.

Wichtige Bestandteile vonFeng Shui sind die Kräfte

Yin undYang, die in allen Dingen existieren und symbolisch

als zwei Fische (einer schwarz, einer weiß) dargestellt

werden, die zusammengefügt eine Kugel bilden.

Sind sie im Einklang miteinander, empfindet der

Mensch dies als stärkend. Die Chinesen glauben, dass

Yin und Yang nie still stehen, sich ständig bewegen und

gegenseitig anziehen. Ziel ist es, dass beide Kräfte ein

Ganzes bilden.

In Wohnungen steht das sogenannte Chi im Fokus

der Lehredie Lebensenergie,die sich mehr oder minder

stark durch die Räume bewegt. Feng Shui beschreibt

bis ins Detail, wie und mit welchen Dingen dieser

Energiestrom optimiertwerden kann. Dieses metaphysische

Wissen mag vielen zu kompliziert erscheinen,

und manchen auch zu esoterisch. Wer sich aber

auf seriöse Quellen stützt, bekommt mit diesem uralten

Wissen eine wertvolle Richtschnur, wie das eigene

Heim schon mit kleinen Veränderungen behaglich und

stärkend gestaltet werden kann. Neben der Freude an

den eigenen vier Wänden sind dann Wohlbefinden,

Geborgenheit, Ruhe und Gesundheit die Belohnung.

einer Küche sind warme und helle Farbtöne, die bestenfalls

mit den Farben von Lebensmitteln harmonieren.

Will man den Boden nach Feng Shui bestmöglich

gestalten, sollte er aus Fliesen oder Steinen bestehen,

denn Linoleum und PVCbremsen das Chi.

Das Schlafzimmer ist ein Ort für die Erholung. Die

Feng Shui-Lehre ordnet den Himmelsrichtungen

Kräfte zu und gibt auch Ratschläge,welche Schlafrichtung

welchen Menschentyp bestmöglich stärkt. Das

Schlafzimmer sollte in jedem Fall fernab von Räumen

liegen, in denen nachts Aktivität herrscht: also beispielsweise

nicht über dem Eingang eines Hauses,nah

am Fahrstuhl oder direkt neben dem Bad. Eine

schlichte Einrichtung ist besser als üppige Dekoration.

Noch wichtiger ist die Stellung des Bettes.Eine Faustregel

ist: nie zwischen Tür und Fenster. Ist dies unvermeidbar,helfen

dichte Vorhänge oder ein Paravent am

Kopfende des Bettes.

Weiterführende Informationen:

www.fengshui-verband.eu

deutsches-fengshui-institut.de

www.feng-shui-center-berlin.de

Damit die

Ordnung stimmt

und Energie fließt

Die asiatische Lehre Feng Shui ist 3000 Jahre alt und weiter aktuell. Sie

soll helfen, Wohnungen gut einzurichten. Berater helfen beim

Austüfteln der besten Stellung für Sofa oder Bett.

In allen Räumen sollte

das Zentrum für einen

ungestörten Chi-Fluss

frei bleiben.

Die Beratung durch einen erfahrenen Feng-Shui-Experten

ist sicher der beste und einfachsteWeg, den Chi-

Fluss in der eigenen Wohnung zu optimieren, denn er

oder sie weiß genau, welche Materialien, Farben und

Formen an welcher Stelle sinnvoll sind. Grundlegend

lässt sich das Wissen auf alle Einrichtungsstile und Gestaltungsvorlieben

anwenden. Nach Feng Shui sind

beispielsweise Lichtquellen wichtige Harmoniegestalter,wobei

möglichst mehrereLampen und auch Kerzen

einen Raum ausleuchten sollten. Einweiterer wichtiger

Punkt ist die Ordnung, die sich grundlegend auf alle

Räume wohltuend auswirkt. Auch ein bisschen Natur

sollte nicht fehlen: Pflanzen, Schnittblumen, Steine,

Hölzer oder Muscheln aus dem letzten Strandurlaub

eignen sich gut. Spiegel wirken anregend, teils beruhigend

und schützend, da sie den Blick nach hinten oder

in tote Winkel ermöglichen. Glänzende Dekorationsgegenstände

geben dem Chi neuen Antrieb. Doch auch

hier gilt: Alles will wohldosiert, durchdacht und aufeinander

abgestimmt sein.

Wasrät Feng Shui für welches Zimmer? In allen Räumen

sollte das Zentrum für einen ungestörten Chi-

Fluss frei bleiben. Wohnzimmer wirken mit hellen Möbeln

einladend, wenn diese auch perfekt zur Raumgröße

passen. Zu viel Dekoration oder zu üppige Polstermöbel

geben dagegen ein bedrückendes Gefühl.Wer

sitzt, möchte im Rücken Schutz haben, weshalb Sitzmöbel

nicht mit der Rückseite zurTür oder zum Fenster

gestellt werden sollten. Tabu sind zudem scharfe Kanten,

also ein scharfes Chi, weshalb Möbel mit runden

Ecken und auch Pflanzen mit runden statt spitzen Blättern

ideal für die Einrichtung sind. Teppichboden absorbiert

das Chi, weshalb sich Parkettböden mit sparsam

kombinierten Läufernbesser eignen.

In der Küche sieht die Feng-Shui-Lehre Ordnung

und Sauberkeit vor. Eine Küche sollte viel Bewegungsfreiheit

bieten und gut ausgeleuchtet sein. Die Chinesen

glauben, dass sich Kreativität und Wohlempfinden

der Köchin oder des Kochs auf die Speisen übertragen.

Auch der Herd sollte wohldurchdacht aufgestellt werden:

nicht gegenüber einer Tür, sondern möglichst so,

dass der Nutzer am Herd stehend die ganze Küche im

Blick hat. Wenn dies nicht geht, helfen Spiegel. Ideal in

Garantiert sparen!

UNDSOEINFACH GEHT‘S:

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14 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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prägen diese mit

vielen Ornamenten

verzierte Tapete.

Detailreiche

Muster regen die

Fantasie an und

machen aus langweilig

wirkenden

Räumen imposante

Wohnwelten

mit einem eigenen

Charme und

Charakter.

BOHEME

Weiß war gestern.

Die Zukunft ist

bunt.

Die weiß gestrichene Rauhfaser-Tapete gehört der Vergangenheit an.

Längst übernimmt die Farbe in der Wohnung die Regie und wird

großflächig eingesetzt. Neben Grün und Blau feiern

auch Rosa und Orange eine Renaissance.

Das Farbinstitut der Firma Pantone hat die

Farbe Grün zur Trendfarbe 2013 erklärt, genauer

gesagt, eine Mischung aus Grün und

Blau, genannt: „Emerald“, ein leuchtendes

Smaragdgrün. DieTrendscouts von Pantone haben die

Farbe überall entdeckt: Aufden Modenschauen, auf den

Straßen, in den Künstlerateliers,inden Szene-Bars.

Eine Küche in Smaragdgrün? Warumnicht! Aber der

Rest muss passen. Holzmöbel sehen gut dazu aus,Weiß

geht natürlich immer, Schwarz eher nicht, das macht

Wohnräume schnell zu dunkel. Knallrote Schränke sind

ein starker Kontrast, können auf Dauer aber auch anstrengend

fürs Auge sein.

Die Einrichtungsexperten von „Schöner Wohnen“

setzen in diesem Jahr auf Jadegrün, ebenfalls eine Mischung

aus Grün und Blau. Andere Trendfarben sind

Mandarine,Kirsche,Mokka, Türkis,Bambus-Grün oder

Bonbon-Rosa. Rosa? Jawohl. Mit Grau kombiniert

kommt es edel daher,mit Orange wirkt es frech und modern.

Grün und Blau sind eher kühle Farben, sie wirken beruhigend,

klar und ausgleichend. Darum passen sie

auch gut ins Schlafzimmer.Oder ins Badezimmer:Hier

verströmen sie einen Hauch von Wellness-Oase. Wer

Morgenmuffel ist, sollte in Schlafräumen lieber zu Rot

oder Orange greifen: Diese Farben wirken auf uns

warm, sie beleben, sind anregend und spenden Energie.

Gelb soll kreativ machen, das kann sowohl im Arbeitszimmer

als auch in der Küche vonVorteil sein. Lila ist

nicht nur eine sehr auffällige Farbe.Sparsam eingesetzt

und mit Weiß kombiniert, kann ein dunkles Violett sehr

elegant erscheinen.

Weil das Farbempfinden vonMensch zu Mensch verschieden

ist, sollte man am besten vorder Renovierung

ausprobieren, wie man sich mit einer Farbe fühlt: Indem

man bunte Stoffe nimmt oder Tapetenstreifen in

der Wunschfarbe anmalt, an die Wand hängt und den

Eindruck auf sich wirken lässt.

Wenn mehrereFarben in einem Raum auftreten, bilden

sie einen Kontrast. Der wirkt umso stärker, wenn

die Grundfarben in Reinform aufeinandertreffen: also

Gelb,Rot oder Blau. SchwarzundWeiß lassen sie stärker

leuchten. Kombiniert man die Grundfarben mit ihren

Sparsam eingesetzt und mit

Weiß kombiniert, kann ein

dunkles Violett sehr elegant

erscheinen.

Mischfarben (Orange zu Rot oder Gelb; Grün zu Gelb

oder Blau; Violett zu Blau oder Rot) wird der Kontrast

gleich viel weicher. Eine weiße Tapete und ein blauer

Teppich wirken darum knalliger als ein rotes Sofa voreiner

orange gestrichenen Wand. Einen interessanten

Kontrast bilden auch die Komplementärfarben: Pink zu

Grün oder Orange zu Himmelblau. Aber Vorsicht: Zu

viele verschiedene Farben machen den Raum unruhig.

Vonder Farbe hängt auch ab,wie wir die Größe eines

Raums wahrnehmen. Hohe Decken kommen optisch

näher, wenn man sie dunkel streicht. Der Effekt wird

verstärkt, wenn man die obereKante der Wand mit anmalt.

Dunkle,warme Wandfarbe verkleinertgroße Zimmer,

verkürzt das Ende langer Flure und lässt die Altbauwohnung

gemütlicher wirken.

Für kleine Zimmer hingegen eignen sich kalte Farben

besser: Sie lassen die Wände optisch zurücktreten.

Helle Decken öffnen den Raum nach oben. Optisch vergrößern

kann man einen Raum, wenn man ihn unterteilt:

zum Beispiel mit Streifen an derWand, oder indem

man rundherum vom Boden bis zum Lichtschalter

streicht. So kann man ein schönes Holzparkett betonen.

Wer nicht das Glück hat, auf so einem zu wohnen,

kann statt der Wände auch den Boden Farbe bekennen

lassen. Blasses Laminat verschwindet unter einem bunten

Teppich. Ein alter, zerkratzter Dielenfußboden erhält

mit rotem oder grünem Lack eine neue Würde.

Eine einzelne, bunte Wand setzt einen schönen Akzent

im Raum. Die wird betont, wenn möglichst wenig

davor steht. Umgekehrt hebt eine farbige Wand Bilder,

Fotografien oder besonders schöne Möbelstücke hervor.

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Stil das Wohnmagazin

Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 15· ·

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Versenkbare Betten,

ausklappbare Schreibtische

Bezahlbare Wohnungen sind knapp, die Nachfrage nach kleinen Quartieren nimmt zu Zeit, um über eine

optimale Raumnutzung nachzudenken. Die Industrie hat sich darauf eingstellt und Schranksysteme

entwickelt, die Räume schnell vom Wohn- ins Schlafzimmer verwandeln.

Neben dem platzsparenden

Mobiliar sollten die Bewohner

kleiner Wohnungen auch auf

das Farbkonzept achten.

Wer schon in einem Londoner Mittelklassehotel

übernachtet hat oder freundschaftliche

Kontakte nach Großbritannien

pflegt, kennt das gut: kleine Wohnungen

und knapp bemessene Gästezimmer zu völlig überteuerten

Preisen. Berlin ist in dieser Hinsicht zwar noch

lange nicht auf dem Niveau der britischen Hauptstadt,

doch die steigende Nachfrage nach Wohnraum lässt

auch hierzulande die Mietpreise in die Höhe schnellen.

Weil eine 100 Quadratmeter große Wohnung in guter

Lage für viele kaum noch bezahlbar ist, entscheiden

sich Wohnungsinteressenten immer häufiger dafür,

Abstriche bei der Wohnungsgröße zu machen. Die

zentrale Frage lautet: Bietet eine kleine Wohnung Platz

für eine Familie? Ja, sagt Thomas Dankert, der Geschäftsführer

vonMöbel Höffner.

Wer wenig Platz im Wohnzimmer hat, muss Ideen

entwickeln. Der niederländische Möbelhersteller Arco

hat den Pivot Desk erfunden ein Schränkchen mit

Stauraum, das sich wie ein Akkordeon auseinanderziehen

lässt und im Handumdrehen drei Schubladen zum

Vorschein bringt. Die kleine Arbeitsplatte bietet genug

Platz, um ein Notebook darauf zu stellen. DerMarkenmöbelhersteller

Hülsta, in Berlin unter anderem bei

Höffner und Hübner zu finden, passt Bestandteile der

vonihm angebotenen Regal- und Schranksysteme zentimetergenau

ein. Aufdiese Weise lässt sich eine ganze

Wand als Stauraum nutzen. Angeboten werden Breiten-,

Höhen- und Tiefenkürzungen. Die Regal- und

Wohnwände sind in vielen Farben erhältlich, wirken

modern und zeitlos. Ähnliche Programme hat Hülsta

auch für den Schlafbereich entwickelt. Dasitalienische

Möbelunternehmen Clei hingegen widmet sich konzeptionell

seit Jahrzehnten der platzsparenden Ausstattung

von Kinder- und Jugendzimmern. Von Clei

stammen vor allem in Wohnwänden versenkbare Betten

und Sofas.Werden diese morgens wieder hochgeklappt,

dient der zur Verfügung stehende Platz, um

etwa einen ausziehbaren Schreibtisch zu nutzen. Für

den Wohnbereich haben die Italiener die Kollektion

System Living entwickelt, das nach dem gleichen Prinzip

funktioniert: Sofas und Betten sind Teil eines

Schranksystems. Auf diese Weise verwandelt sich ein

Wohnzimmer in ein Schlafzimmer. Der Hersteller hat

darauf geachtet, dass Ansprüche an Design und Form

nicht vernachlässigt wurden.

Weraus einem großen Raum mehrereWohnbereiche

schaffen möchte, der sollte auf Raumteiler setzen.

Mobile Elemente teilen bei Bedarf einen Raum,

lassen sich jederzeit bewegen und denWünschen der

Bewohner anpassen.„Gefragt sindWohnsysteme,die

flexible Planungen zulassen, darunter Türüberbauten,

Ecklösungen und Wandklappbetten“, sagt Thomas

Dankert von Möbel Höffner. Auch Hochbetten

lösen Platzprobleme.

Neben dem passenden, platzsparenden Mobiliar

sollten Bewohner kleiner Wohnungen auch auf das

Farbkonzept achten, rät die Designerin Kristen Korhani,

Creative Director beim kanadischen Traditionsunternehmen

KORHANI. Ein Teppich für einen

kleinen Raum sollte ein- bis zweifarbig sein und je

nach Wandfarbe und Mobiliar nicht zu dunkel im

Farbton“, lautet ihr Tipp.

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Stil das Wohnmagazin

16 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

························································································································································································································································································· Schlafen

Der Mensch verbringt ein Drittel seines Lebens

im Bett. Das hat die Deutsche Gütegemeinschaft

Möbel herausgefunden. Wo man sich

wie bettet, hängt zum einen von der Größe

eines Hauses oder einer Wohnung ab. Und auch die Wahl des

Betts, der Matratzen und der Schränke ist sehr individuell. Sieben

Stunden verbringen wir im Schnitt pro Tag in unseren

Schlafzimmern. Diesem Bereich sollte daher bei der Einrichtung

besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet werden, rät die

Deutsche Gütegemeinschaft Möbel. Während man sich früher

ausschließlich zur Nachtruhe ins Schlafzimmer zurückzog, hat

sich die Nutzung dieses Raums inzwischen sehr verändert. Im

Schlafzimmer wird gelesen, ferngesehen oder relaxt. Der Verband

der Deutschen Möbelindustrie sieht bereits den nächsten

Trend: Bäder, die entweder direkt neben einem Schlafzimmer

liegen oder über Raumteiler und Zwischenwände in den Schlafbereich

integriert werden. Denn Bad und Schlafzimmer gelten

gleichermaßen als Intimbereich, als Ausdruck vonPrivatsphäre

und Refugium.

Neben der Optik eines Schlafzimmers und der Entscheidung

für ein Farbkonzept steht auch immer häufiger der gesundheitliche

Aspekt im Vordergrund. Schadstoffarme Möbel und perfekt

auf den Körper abgestimmte Matratzen sollen Rücken- und

Nackenschmerzen, Einschlafstörungen und Unruhe vorbeugen.

Die Möbelhersteller haben das erkannt und ihr Sortiment

ganz auf die Themen Gesundheit und Erholung ausgeweitet.

Platznot führt jedoch auch dazu, dass ein Schlafzimmer inzwischen

multifunktional ist. Die klassische Aufteilung eines

Schlafzimmers mit einem Doppelbett, geräumigen Schränken,

Nachttischen und einer Kommode ist längst aufgehoben. Immer

häufiger richten sich die Schlafzimmerprogramme nach

den veränderten Bedürfnissen der Haus- und Wohnungsbewohner:InSchränke

werden Unterhaltungssysteme wie Flachbildfernseher

integriert, am Fußende des Betts findet eine

kleine Bibliothek in Form eines Regalsystems Platz, in der die

Nachtlektüredeponiertwerden kann.

Nicht selten werden in Schlafzimmernauch Arbeitsecken integriert,

die Ruhe und Konzentration bieten Attribute, die für

andere Wohnbereiche oftmals nicht gelten. Entscheidend ist,

wie in anderen Bereichen von Haus und Wohnung auch, die

Wahl der Möbel. Wer lange Freude an Schränken, Betten und

Kommoden haben will, sollte auf Qualität achten. DieDeutsche

Gütegemeinschaft Möbel hat hierzu das „Goldene M“ als Siegel

ins Leben gerufen. Möbel, die dieses Zeichen tragen, wurden

zuvor harten Tests unterzogen sowie auf Material sowie Verarbeitung

hin überprüft. Seit diesem Jahr gilt das „Goldene M“

auch für Matratzen.


Stil das Wohnmagazin

Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 17· ·

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Sich im Schlaf erholen und auftanken, morgens

aus dem Bett springen und dem Tagentgegenlachen

wer träumt nicht davon? Die Realität

sieht oft anders aus: Einschlafschwierigkeiten,

schlechte Träume, unruhiges Herumwälzen. Morgens

möchte man sich am liebsten unter der Decke verkriechen.

Schlafen ist in der heutigen hektischen Zeit eines

der wichtigsten persönlichenThemen geworden. Gutes

Schlafen ist der Schlüssel, ob man sein Familienleben

und den Arbeitsalltag energiegeladen und freudig bewältigt

oder müde oder sogar deprimiert.

Es gibt viele Gründe für schlechten Schlaf: Probleme,die

einen nicht loslassen, spätes Essen, viel Alkohol,

zu wenig Bewegung, Lärm oder Schichtdienst. Es

heißt aber auch: Wer gut schlafen will, muss sich gut

betten. Diese Weisheit ist so alt wie modern, weshalb

Schlafmöbel immer mehr in den Fokus vonKonsumenten

und Möbelherstellern rücken: Wie sieht das perfekte

Schlafzimmer aus,wie das himmlische Bett, nach

dem sich gerade der gestresste Großstädter so sehr

sehnt? Immerhin verbringt er rund ein Drittel seines

Lebens dort.

Für viele Menschen sind Bett und Schlafzimmer

zum wichtigsten Ort geworden. Für die Einrichtung

dieses Raums verwenden sie viel Zeit: Sieholen professionellen

Rat ein und suchen nach Möglichkeiten,

Schlafmöbel vor dem Kauf auszuprobieren. Sie informieren

sich über gesunde Liegepositionen, mögliche

Schadstoffquellen, stärkende Schlafrichtungen und

Elektrosmog, der durch fortwährend aktiveWLAN-Boxen-Mobilfunkmasten

gerade in Städten stetig ansteigt.

Ziel ist es,Störquellen möglichst zu minimieren.

Dabei sind längst nicht nur die Schläfrigen und Gestressten

derartengagiertauf der Suche nach dem perfekten

Schlafumfeld. Das Wissen darum gilt zunehmend

als Grundlage für jedermann, der vorausschauend

denkt, glücklich und gesund bleiben möchte.

DasThema ist komplex, und professioneller Rat ist

wichtig. Zahlreiche Informationsfäden laufen beispielsweise

in Bettenfachgeschäften zusammen, die als

„Kompetenz-Zentren Gesunder Schlaf“ zertifiziert

sind, wovon esaber leider noch keines in Berlin gibt.

DasNetzwerkbietet aber auch Informationen im Internet

an unter www.kompetenz-zentrum-gesunderschlaf.de.

Andere Quellen sind beispielsweise

www.wohnen-sie-gesund.de oder das private Beraterportal

www.bettwaren-beratung.net aus Wandlitz.

Grundlegend sollte ein Schlafzimmer angenehm

und freundlich gestaltet, möglichst aufgeräumt und

sauber sein. DasSchlafklima ist gut, wenn es an die Natur

erinnert, vielleicht an einen Wald, der kühl, ruhig

und auch dunkel ist. Experten empfehlen 16 bis 18 Grad

Schlaftemperatur. Schlafzimmer, die direkt unter dem

Dach liegen oder aber im Sommer viel Sonne abbekommen,

sollten von einem Profi deshalb am besten

mit Naturmaterialien gedämmt werden. Dazu zählen

Zellulose,Holzfaserplatten oder Hanf.VonBaumaterialien

und Möbeln können Schadstoffe ausdünsten, die

im Schlafzimmer dann nachts über Stunden eingeatmet

werden. Gütesiegel schützen hier vorFehlkäufen.

In Großstädten ist die Lärmdämmung ein weiteres

Grundlegend sollte ein

Schlafzimmer angenehm und

freundlich gestaltet, möglichst

aufgeräumt und sauber sein.

Gut gebettet

Werangenehm ruhen will, muss sich richtig betten: Immer häufiger rücken Gesundheit

und Wohlbefinden in den Mittelpunkt des Möbelkaufs. Die Gestaltung des Schlafzimmers ist dafür

ein wichtiger Faktor.Aber auch die Möbel und Matratzen müssen frei von Schadstoffen sein,

damit sich Körper und Geist ausreichend erholen können.

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wichtiges Kriterium für gesunden Schlaf: Der Mensch

braucht Ruhe,vor allem nachts.Ist vordem Schlafzimmerfenster

zu viel los, kann ein Tischler ein innenliegendes,

zusätzliches Fenster einbauen, das Entlastung

bringt. Oft reicht auch schon eine neue Fensterscheibe

oder eine zusätzliche Dichtung aus. Der Experte kann

auch mögliche Schallnebenwege finden und schließen.

Er ist zudem der richtige Ansprechpartner, wenn ein

Schlafzimmer gegen Lärm geschützt und gleichzeitig

mit Technik belüftet werden muss.

Sind ein angenehmes und schadstofffreies Raumklima

und Ruhe gegeben, spielt das Bett die Hauptrolle

für einen gesunden Schlaf. Nicht jeder Mensch braucht

dieselbe Matratze oder denselben Lattenrost, beides

sollte auf die Person abgestimmt gekauft werden. Gute

Bettauflagen sollten sich in jedem Fall der Wirbelsäule

anpassen, sie also nicht unnatürlich biegen, dafür

Schulternund Hüften ausreichend nachgeben, gleichzeitig

aber die Taille stützen. Exzellente Matratzen können

jede Körperregion perfekt auffangen: Siebestehen

aus mehreren unterschiedlich harten Liegezonen,

denn Kopf, Becken und Beine haben nicht dasselbe Gewicht.

Der beste Weg, seine Matratze zufinden, ist sicher

der Liegetest im Fachgeschäft.

Istdie Matratzeausgesucht, fehlt nur noch das perfekte

Bettgestell. Naturfreunde favorisieren hier natürliche

Holzgestelle, ambesten aus Massivholz angefertigt.

Doch auch andereDetails können wichtig sein, bei

älteren Menschen beispielsweise elektrisch verstellbareKopf-

und Fußteile der Liegekomforterhöht sich

damit deutlich, was sich auf den Schlaf auswirkt.„Ergonomisch

ausgereifte Schlafsysteme mit optimal abgestimmten

Unterfederungen und Matratzen stehen bei

denVerbrauchernderzeit hoch in der Gunst“, sagt Thomas

Dankert, der Chef der 18 Höffner-Einrichtungsmärkte

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18 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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Tipps zum Bettenkauf

DasBett: Zentrales Element eines Schlafzimmers ist

das Bett. DieDeutsche Gütegemeinschaft Möbel

(DGM) hat Tipps zusammengestellt, was man bei der

Auswahl seiner Schlafstatt beachten sollte:

Die Länge eines Betts sollte sich an der Körpergröße

seiner Nutzer orientieren und genügend Platz bieten.

ÄltereMenschen hingegen profitieren voneinem etwas

höheren Bett, welches das Aufstehen oder Hinlegen erleichtert.

Dunkles Holz, wuchtige Betten mit massiven

Kopfteilen und Kommoden mit Schnörkeln

so sahen lange die Schlafzimmer aus.

Doch die Zeiten haben sich geändert, und

zwar gründlich. Setzten viele Produzenten über Jahrzehnte

auf Furnier und Holz-Optik, kommen moderne

Schlafzimmer als durchdachte Wohnbereiche daher.

„Die zeitgenössische Schlafzimmereinrichtung besteht

längst nicht mehr aus einer Serievon Möbeln wie

zu Großmutters Zeiten“, heißt es dazu vomVerband der

Deutschen Möbelindustrie. Statt schwerer Kleiderschränke

geht der Trend zu begehbaren Systemen. Anzüge,

Kostüme, Blazer und Blusen werden nicht mehr

auf Kleiderstangen zusammengepresst, sondern in

großzügigen, begehbaren Kleiderschränken aufbewahrt.

Beiden Schranksystemen lösen gläserneTüren

transparent oder in Milchglasoptik Holzvarianten ab.

Mittlerweile erfüllen Schlafzimmer auch tagsüber

einen Wohnzweck. Sie dienen als Aufenthalts- und

Rückzugsort gleichermaßen. Dieser Trend setzt sich

immer mehr durch, wissen Möbelexperten doch neu

ist er nicht, wie der Möbelhersteller Hülsta herausfand:

Schon im 15. Jahrhundert wurde das Nachtlager auch

am Tage genutzt, zumindest in Norddeutschland.

„Dort wurde gearbeitet, gelesen und Besuch empfangen“,

heißt es bei Hülsta. In der Mitte thronte das

pompöse Bett als Symbol einer harmonischen Ehe.

Mittlerweile empfehlen Schlafforscher getrennte Betten,

um Ehekrisen zu verhindern ausgelöst etwa

durch das laute Schnarchen eines Partners.

Veränderungen registrieren die Trendexperten des

Verbandes auch bei den Betten: Dasklassische Doppelbett

wird immer häufiger von Traum- und Kuschellandschaften

abgelöst, die großzügig gestaltet werden.

Farblich halten das klassische Weiß und ein helles

Blau Einzug in die Schlafzimmerwelten. „Inder Möbelbranche

erlebt die helle Nuance gerade ein Comeback,

die Schwarzsehern Schwierigkeiten bereiten dürfte,

denn so strahlend waren die Aussichten selten“, heißt

es hierzu vomMarkenmöbelhersteller Rauch. Trotz seiner

Eintönigkeit seiWeiß sehr vielseitig.„Derzeit gibt es

zwei Interpretationen der Trendfarbe eine sanfte,natürliche

und eine etwas mutigere, sehr moderne Variante“,

sagt Michael Stiehl, Experte für Schlafräume bei

den Rauch Möbelwerken in Freudenberg (Baden-

Württemberg).

Variationen wie Cappuccino, Creme oder Champagner

werden mit hellen Brauntönen oder einer Holzoptik

kombiniert. Dieser Designtrend gibt dem grundlegenden

Bedürfnis nach Ruhe genug Raum, sagen Möbelexperten.

Auffälliger„Gegentrend“ sei Farbe satt wie

kräftiges Gelb oder leuchtendes Brombeer. „Das sind

starke Töne, die im Zusammenspiel mit Weiß eine

spannende grafisch-moderne Komponente bekommen“,

erklärtMichael Stiehl. DerExperte des Internetportals

wohnmagazin.com hat sogar ein Ende der strikten

Einrichtungsstile ausgemacht. 2013 ist aus Trendsicht

geprägt von romantischen Farben und Retromöbeln

im Wohnbereich.

Stilistisch unterscheiden Wohnexperten die Schlafzimmertrends

2013 in romantisch, klassisch oder modern.

Beider romantischen Variante dominieren helle,

freundliche Töne und Bettgestelle aus Metall. Einklassisches

Schlafzimmer kommt mit gemütlichem Doppelbett

und einer beige-braunen Gestaltung daher.Die

moderne Variante hingegen erlaubt ungewöhnliche

Bettformen, satte und kräftige Farben und ausgefallene

Designkonzepte.

Aber auch unbehandeltes Holz ist nach wie vor gefragt:

Schlafzimmermöbel aus Massivholz seien ein

echtes Naturprodukt, sagt die Deutsche Gütegemeinschaft

Möbel. „Holzmöbel nehmen Feuchtigkeitsüberschüsse

aus der Raumluft auf und geben sie bei entsprechend

trockener Luft wieder ab“, sagt Jochen Winning

vonder Gütegemeinschaft.

Vor allem bei kleinen Wohnungen halten sogenannte

Drehtürenschränke verstärkt Einzug. Sie reichen

teilweise bis an die Decke und können teilweise

beliebig erweitert werden. Große Glasverblendungen

oder integrierte Spiegel sorgen für eine besondere Atmosphäre

im Raum, Lichtelemente tauchen das

Schlafzimmer abends in ein eigenes Ambiente.

„Einfach nur schlafen wird in

diesem Bett zur Nebensache.“

Aus der Ankündigung eines Möbelherstellers

Angesagt ist inzwischen auch die Vereinigung von

Bad und Schlafzimmer. Führende Inneneinrichter

haben inzwischenWohnkonzepte entwickelt, die einen

fließenden Übergang vomBade- ins Schlafzimmer vorsehen.

DasHauptaugenmerkliegt auf Wellness.Experten

sprechen hierbei vom Bedürfnis der Verbraucher

nach Entschleunigung. Damit wird das Bad in den

Schlafbereich integriert, häufig nur durch kleine,transparente

Trennwände voneinander entfernt. Freistehende

Badewannen oder Whirlpools befinden sich in

Sichtweite zur großzügig gehaltenen Schlaflandschaft.

Istder entsprechende Platz vorhanden, kann in den

Schlaf- und Badbereich auch eine Fitnessecke integriert

werden, in der Laufband, Ergometer und Crosstrainer

ihren Platz finden. Halbe Zwischenwände können

auch hier für den entsprechenden Sichtschutz sorgen

und die ästhetisch eher anspruchslosen Geräte verbergen.

Ein weiteres Indiz für den Trend zum multifunktionalen

Schlafzimmer liefert der Wasserbettproduzent

Bellvita aus Sankt Augustin bei Bonn. Bellvita hat eine

Media-Serie seiner Wasserbetten auf den Markt gebracht,

bei denen DVD-Player, Spielekonsolen und

Flachbildschirm in die Betten integriert sind. Ein

Knopfdruck genügt, um den Fernseher bei Bedarf zu

versenken. „Einfach nur schlafen wird indiesem Bett

zur Nebensache“, heißt es. Die Schlafexperten sprachen

gar vomTrend zum Cyber-Cocooning. Ganz billig

ist der Spaß mit dem Titel „Silverline Media Edition“

nicht die Preise im Internet für ein solches Bett beginnen

bei 12 190 Euro. (mbg., gäd.)

DerTest: Betten kauft man am besten direkt im Möbelhaus.Ein

neues Bett sollte weder quietschen noch knacken

das kann sich negativ auf die Nachtruhe auswirken.

Wichtiger Punkt ist zudem die Wahl der Matratze

und des Lattenrostes.„Beide sollten so kombiniertsein,

dass Schulternund Becken tiefer einsinken können als

der Rest des Körpers“, heißt es dazu vonder DGM. Probeliegen

ist daher notwendig.

Die Flexibilität: Einguter Lattenrost lässt sich im Schulter-und

Beckenbereich variabel einstellen. Sehr komfortabel

sind nach Auskunft der DGM auch Verstellmöglichkeiten

an Kopf- und Fußteil. DieLiegefläche

sollte auf Dauer ihreEigenschaften behalten, um so Rückenschmerzenund

Haltungsschäden vorzubeugen.


Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 19· ·

Stil das Wohnmagazin

·······················································································································································································································································································

Boxspringbetten

sehen auf Anhieb

gemütlich aus,

man liegt darauf

sehr weich. Ein

spezielles System

basiertauf einem

gefederten Untergestell.

Der Rahmen

besteht in

der Regel aus

Massivholz, die

Konstruktion ist

von Stoff umgeben.

BOXSPRING-KING

Schlafen wie

auf einem

Kreuzfahrtschiff

großen Material- und Stoffauswahl an. Selbst das Beziehen

mit eigens gelieferten Stoffen ist möglich, beispielsweise

über den traditionellen belgischen Fachhändler

Revor (www.revor-boxspringbetten.de), der

auch andere Sonderwünsche erfüllt, wie spezielle Höhen

oder Überbreiten. Anbieter mit Ausstellungsräumen

in Berlin finden sich beispielsweise unter

www.boxspring-betten-berlin.de und www.schwedenbett.de.

Mehrere Matratzen und jede Menge Schlafkomfort: Boxspringbetten

kannten wir bislang eher aus Luxus-Hotels oder aus den USA.

Deutsche Hersteller haben diesen Trend entdeckt und auf den

heimischen Markt gebracht.

Die Matratze liegt bei diesem

Schlafsystem nicht auf einem

Lattenrost, sondern direkt auf

dem Boxspring.

Himmlisch weich, angenehm federnd und

äußerst bequem sind sie: die Boxspringbetten.

Auf Kreuzfahrtschiffen gehören sie genauso

zum Standardwie in internationalen

Hotels.Weit verbreitet ist dieses Schlafsystem seit Generationen

in den USA, wo das Patentrecht liegt, aber

auch in Skandinavien und den Beneluxländern. Nun

erobernBoxspringbetten auch deutsche Schlafzimmer,

in denen seit Jahrzehnten der Lattenrost ein elementarerBestandteil

ist.

Doch was ist ein Boxspringbett überhaupt? Es wird

auch Continentalbett oder Amerikanisches Bett genannt.

Weressieht, denkt: Hier liegen zwei Matratzen

aufeinander. Das System ist aber weitaus ausgefeilter:

Es basiert auf einem gefederten Untergestell, dem sogenannten

Boxspring, der auch als Federrahmen, Untermatratzeoder

Federkernboxbezeichnet wird. Dieser

meist mit Stoff überzogene Rahmen besteht in der Regel

aus Massivholz, in jedem Fall umgibt er eine Federung.

Wiebei der Holzart, variiertauch diese Federung:

zwischen Bonell- und Taschenfedern, wobei manche

Hersteller auch mehrereFedertypen in einem Untergestell

übereinander schichten.Welche Federung für welche

Person und Schlafgewohnheit passend ist, erläutert

am besten ein Fachverkäufer.Faktoren hierfür sind die

Statur und das Körpergewicht, aber auch mögliche Rückenprobleme.Als

Faustregel gilt: Betten mit Bonellfederkern

schwingen mehr und sind weicher als Betten

mit Taschenfederkern. In jedem Fall sollte aber der Liegekomfort

imFachgeschäft mit professionellem Feedback

ganz in Ruhe ausprobiertwerden.

DieMatratzeliegt bei diesem Schlafsystem nicht auf

einem Lattenrost, sondern direkt auf dem Boxspring.

Das skandinavische Aufbausystem platziert über die

Matratzenoch einen „Topper“: eine wenige Zentimeter

dicke Auflage, die aus Latex, Rosshaar, Schurwolle,

Kaltschaum oder Viskose besteht. Siesoll die individuelle

Liegequalität erhöhen, die Matratzeschonen, aber

auch in Doppelbetten aus zwei getrennten Matratzen

eine große Liegefläche zaubern. Praktisch ist zudem,

dass so nur noch der Topper mit einem Betttuch bezogen

werden muss, die Matratze ist mit Stoff bezogen.

Aus hygienischer Sicht ist dies durchaus empfehlenswert,gerade

für Hausstauballergiker sind Topper sinnvoll:

Die Hautschüppchen, die nachts im Schlaf abfallen,

erreichen nicht mehr den Matratzenkern, die Bezüge

der Topper sind maschinenwaschbar. Die Auflagen

sollten allerdings nach spätestens fünf Jahren

ausgetauscht werden, was bei hochwertigen Materialien

ins Geld geht.

Anders das Amerikanische Bett, das als besonders

bequem gilt: Hier ist die Auflage gleich in die dicke Matratze

mit eingearbeitet, die oft über 30 Zentimeter

hoch ist. Gerade diese Boxspringbetten bieten dem

Nutzer einen bequemen Einstieg auf Hüfthöhe, was

Menschen mit Rückenproblemen und älteren Menschen

sehr entgegenkommt. Ob nun die skandinavischeVariante

besser zu einem passt oder doch die amerikanische:

EinLiegetest auf beiden Modellen ist voreinem

Kauf sicher interessant und offenbart die Vorlieben.

Es gibt übrigens auch Boxspringbetten mit

eingebauten elektrischen Systemen, die Kopf- und

Fußteile auf Knopfdruck verstellen.

Doch Boxspringbetten sind nicht nur schlaffreundlich,

sie sehen auch dekorativ aus,daUntergestell, Matratzeund

Kopfteil eine optische Einheit bilden. Damit

das neue Bett zur sonstigen Ausstattung passt, bieten

viele Hersteller Boxspringsysteme kombiniertmit einer

Zu Höffnerund zu Tisch!

Lassen Sie sich preiswertinunserem Restaurant verwöhnen.

Höffner Möbelgesellschaft GmbH&Co. KG

Berlin-Wedding Pankstraße 32-39

13357Berlin,Tel.030/4604-0

Höffner Möbelgesellschaft MarzahnGmbH&Co. KG

Berlin-Marzahn MärkischeSpitze13

12681Berlin,Tel.030/5 46 06-0

Höffner Möbelgesellschaft GmbH&Co. KG

Schönefeld/Berlin Am Rondell 1

12529Schönefeld, Tel. 030/37444-02

Öffnungszeiten: Mo.-Sa. 10-20Uhr

www.hoeffner.de

www.facebook.com/Moebel.Hoeffner


Stil das Wohnmagazin

20 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

························································································································································································································································································· Nicht nur für

Besucher

das Schlafsofa

Werwenig Platz in der Wohnung hat, muss auf ein eigenes

Schlafzimmer womöglich verzichten. Doch die Nacht lässt sich auch

prima auf der Couch verbringen. Beim Kauf eines solchen

Ausklapp-Sofas sollte aber einiges beachtet werden.

Besuch meldet sich an, der auch über Nacht

bleibt alte Freunde kommen in die Stadt, die

Eltern vom Land oder die bereits flügge gewordenen

Kinder haben Sehnsucht. In jedem

Fall muss eine weitereSchlafmöglichkeit herbeigezaubert

werden, die ins Arbeits- oder Wohnzimmer passt,

die bestenfalls richtig bequem ist, gleichzeitig aber

auch mit dem Besuch wieder verschwindet, im Abstellraum,

untermBett oder auf dem Schrank.

Manche Gästebetten sind auch im Dauereinsatz,

meist Schlafsofas.Stadtwohnungen bieten oft nicht viel

Platz, weshalb eine Kombination aus Wohn- und

Schlafraum nicht ungewöhnlich ist. Da ist es perfekt,

dass in einem Schlafsofa zwei Seelen schlummern: Es

wandelt sich voneiner guten Sitzgelegenheit bei Tagin

eine bequeme Schlafstätte bei Nacht. KeinWunder also,

dass sie äußerst beliebt sind. Dasspiegelt sich auch im

Angebot auf dem Polstermöbelmarkt. Schlafsofas gibt

es in allen erdenklichen Designs und Ausführungen.

Zwei Typen sind zu unterscheiden: Seitenschläfer, bei

denen sich Rückenlehne oder Armlehnen umklappen

lassen und alles zusammen eine Schlaffläche ergibt,

und Bodenschläfer, bei der die Schlaffläche aus dem

unteren Teil des Sofas herausgezogen wird.Welcher Typ

sich in welcher Wohnung eignet, ist eher Spielerei und

hängt von den persönlichen Vorlieben ab. In sehr

schmalen Räumen wird sich wohl ein Seitenschläfer

besser eignen, will man das Sofa nicht immer für die

Schlafposition drehen müssen.

Nicht jedes Schlafsofa ist auch praktisch

Käufer sollten bei Schlafsofas oder Schlafsesseln nicht

nur den Sitz- und Liegekomfort, sondern unbedingt

auch den Umbaumechanismus selbst ausprobieren

und sich nicht bloß erklären lassen. Der Markt bietet

eine Vielzahl von Modellen, und nicht jedes wird als

praktisch empfunden. Auch die Größe der Schlaffläche

sollte explizit nachgefragt werden, da diese Maße oft

von üblichen Matratzengrößen abweichen. Ein weiterer

wichtiger Punkt sind mögliche Rillen oder Stöße in

der Liegefläche.

Bekommt man oft Übernachtungsbesuch, ist ein

Schlafsofa sicher eine gute Wahl, auch wenn die Anschaffung

ins Geld geht. Dafür kann es ebenso ein wunderschöner

Blickfang sein, vielleicht das Schmuckstück

des gesamten Raums.Wunderschöne Schlafsofa-Kreationen

gibt es genügend. Anregungen hierzu geben

Portale wie www.mysofabed.de, www.ligne-roset.de,

www.vonwilmowsky.com, www.fashionforhome.de,

www.avandeo.de oder www.schlafseite.de.

Neben Schlafsofas eignen sich heute ebenso Luftbetten

erstaunlich gut für den täglichen Gebrauch,

auch wenn vielleicht alle paar Tage etwas Luft nachgepumpt

werden muss. Das liegt in der Natur ihrer Füllung:

Luft passt sich dem Körper und den unterschiedlichen

Liegepositionen sehr gut an. Gerade luftgefederte

Schlafsysteme bieten einen exzellenten Schlafkomfort:

Sie besitzen einen Luftkern, der gleich aus

mehreren Zonen besteht, die dann wiederum in Latex,

Kalt- oder Viskoseschaum eingebettet sind. Wichtig ist,

dass Luftbetten auch mit einem abnehmbaren Bezug

versehen sind, den man waschen kann. Aufdem Plastik

einfacher Luftbettvarianten zu schlafen, kann durch

das nächtliche Schwitzen unangenehm werden, auch

wenn man ein Laken drüber legt. Und noch einen Haken

gibt es bei Luftbetten: Manweiß nie,wie lange dieses

Bett wirklich hält entweicht die Luft nur durch die

kleinste Ritze, findet sich der Schläfer morgens auf dem

harten und unbequemen Boden liegend wieder.

Schöne und praktische Luftbetten gibt es viele. Einen

Überblick kann man sich beispielsweise unter www.gaestebett-online.de,

www.intexcorp.com, www.wehncke.de

oder www.luftbett-gaestebett.de verschaffen.

Viele Gästebetten lassen sich auch einfach zusammenklappen:

das klassische Klappbett, Feldbett oder

Campingbett. Diese Schlafstätte gilt imVergleich zu guten

Luftbetten als weniger bequem, tut aber ebenso ihrenDienst,

in derWohnung wie im Freien. TeurereVarianten

sind mit guten Matratzen ausgestattet, was angenehm

ist, wenn man mehrereTage hintereinander auf

einem Klappbett schlafen möchte.

EinKlappbett sieht meist nicht gut aus

Wie bei allen Gästebettvarianten gibt es auch bei

Klappbetten enorme Unterschiede im Schlafkomfort.

Übergewichtige Menschen fühlen sich auf ihnen eher

unwohl, weil die Konstruktion schnell durchhängt.

Sehr große Personen sind sicher froh, wenn sie ihre

Beine und Füße über die Matratze hinaus ausstrecken

können, was ihnen viele Schlafsofas mit Kopf- und Fußteil

nicht bieten können. Und das Klappbett hat noch

ein weiteres wichtiges Charakteristikum: Es sieht meist

nicht gut aus und ist sperrig, braucht also einen guten

Platz zum Verstauen. Feldbetten dagegen sind oft sehr

robust, im Design durchaus ansehnlich und als schmuckes

Gartenmobiliar geeignet. Anregungen gibt es zum

Beispiel unter www.manufactum.de, www.archiexpo.de

oder www.muellermoebel.de oder direkt in

Einrichtungshäusernwie Möbel Höffner.Als Klappbetten

werden übrigens auch die guten, alten Schrankbetten

bezeichnet. Wersich eine völlig ausgefallene, futuristische

Variante davon ins Haus holen möchte: „bedroom-module“

von Boxetti wäre hier ein Vertreter

(www.boxetti.com).

Es geht aber auch wesentlich einfacher,sich ein Lager

für die Nacht zu bauen: mit Faltmatratzen

(www.softline.dk, www.jankurtz.de), Rollmatratzen

(www.schaum-design.de, www.rice.dk), Faltmatten

(www.faltmatte.com). Dergroße Vorteil ist: Siekönnen

mitgenommen werden, passen ins Auto oder unter den

Arm. Wemsie alleine zu unbequem sind, kann sie auch

miteinander kombinieren oder einfach zwei Faltmatratzen

übereinander stapeln. Rollmatratzen und Faltmatten

sind äußerst vielseitig anwendbar,nicht nur als

Spielunterlage für Kinder wie die Faltmatratzen, sondern

imSommer ebenso als bequeme Auflage auf die

Decke im Park oder auf Bänke und Gartenmöbel. Natürlich

sind sie als Nachtlager längst nicht so bequem

wie Falt- oder Luftbetten. Für eine Nacht aber sind sie

eine praktische Alternative.

Es muss nicht immer

ein Bett sein:

Spezielle Faltmatratzen

lassen sich

bei Bedarf als

Schlaflager im

Wohnzimmer nutzen

und sind gut in

Schränken zu verstauen.

3WL


Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 21

Stil das Wohnmagazin

·························································································································································································································································································

Kochen

Inden Plattenbauten im Ostteil Berlins sind sie zuhauf

anzutreffen: Küchen mit Durchreiche. Das Relikt aus

DDR-Zeiten war die damalige Antwort auf das Rollenverständnis

von der werktätigen Hausfrau. Die Küche

sollte demzufolge allenfalls dazu dienen, das Essen vorzubereiten.

Mitunter ist das auch eine Erklärung dafür,warum in Mietwohnungen

in Lichtenbergoder Hellersdorfdie Küchen so klein

sind, dass drei Personen gleichzeitig darin schon Platzprobleme

bekommen. Um es vorwegzunehmen: Jene beschriebene Kochnische

ist ein Auslaufmodell, denn inzwischen verfügen auch

früherePlattenbauten über großzügige Koch- und Wohnwelten

mit allem erdenklichen Komfort. Auch das ist ein Zeichen für

den Zeitgeist. DieRolle der Küche ordnet sich im Raumkonzept

dem gewachsenen Bedürfnis der Menschen nach Austausch,

Kommunikation und Geselligkeit unter.

Einst trennende Wände werden entfernt. Der Wohnbereich

ist allenfalls noch über einen Tresen von der Küche separiert.

DieKüche wirdneu erfunden. Kein OrtinHaus oder Wohnung

ist wichtiger. Der Verband der Deutschen Möbelindustrie hat

beobachtet, dass man Freunde und Verwandte inzwischen eher

in seine Küche als ins Wohnzimmer einlädt. Gemeinsam wird

gekocht, gelacht, gegessen. Umfragen der Arbeitsgemeinschaft

„Die Moderne Küche“ bestätigen das.33Prozent der Deutschen

bezeichnen die Küche als beliebtesten Raum. Noch vorwenigen

Jahren indes galt die Küche als das „Reich der Frauen“: Mütter

und Töchter bereiteten in aller Stille das Essen vor, das anschließend

im Esszimmer serviert wurde. Das Bild einer modernen,

zeitgemäßen Küche hat sich grundlegend gewandelt und orientiert

sich mehr denn je an gesellschaftlichen Entwicklungen.

Energieeffiziente Hausgeräte erleichtern Hausmännern und

Hausfrauen die Arbeit. Sinnvolle Erfindungen wie Dampfgarer

oder Induktionskochfelder machen das Kochen zum Erlebnis.

Weretwas auf sich hält, steuertseine Hausgeräte über eine sogenannte

Hausautomation. In Küchenfronten integrierte Flachbildschirme

sorgen für Unterhaltung. LED-Beleuchtungskonzepte

erhellen die Stimmung der Bewohner.

Mittlerweise ist die Küche auch ein Ort, an dem sich Hobbyköche

selbst entfalten und dem von der Lebensmittelindustrie

gelieferten Einheitsbrei an Nahrungsmitteln etwas entgegensetzen.

Frische Zutaten und die Lust am Kochen führen zu einer

neuen Epoche,professionelle Kochsendungen spornen Familienväter

und -mütter an, es den Sterneköchen gleich zu machen.

Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach professioneller Küchenausstattung

und formvollendeten, modernen Küchenmöbeln

mit attraktiven Glasfronten, hochwertigen Arbeitsflächen

und allen erdenklichen technischen Raffinessen.


Stil das Wohnmagazin

22 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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Platz her großzügig

gestaltet sind

nicht nur Küchenzeilen,

sondern

auch Esstische.

Sie eignen sich

auch, um die

Abende mit Freunden

in geselliger

Runde zu verbringen

bei gutem

Essen und Wein.

JANUA

Das Herz

der Wohnung

Küchenschränke, die scheinbar schweben oder aber von

Bücherregalen umrandet sind. Dunstabzugshauben, die

aussehen wie Kronleuchter.Glasvitrinen mit Kräutergarten als

Raumteiler die moderne Küche lässt die Grenzen zwischen

Küche und Wohnbereich zunehmend verschwimmen.

Stararchitekten und Designer widmen ihnen

ihre Aufmerksamkeit den Wohnküchen, die

man viele Jahreeher aus anderen Ländernwie

den USA kannte. Doch zunehmend gewinnt

auch in Deutschland die Küche an Attraktivität, um

darin nicht nur zu kochen.

Kochen ist längst nicht einfach mehr nur Essenszubereitung,

vor allem nicht am Abend. Kochen wird

heute mehr denn je als Entspannung verstanden, als

Freizeitbeschäftigung, bei der man seinen Arbeitsalltag

vergisst, sich gerne gleichzeitig mit dem Partner

oder Freunden unterhält, gemeinsamWein trinkt oder

Musik hört. In offenen Wohnküchen ist all das kein

Problem, sie sind zwar immer noch funktional, aber

ebenso wohnlich. Siebieten meist viel Bewegungsfreiheit

entlang der Küchenzeile oder Kücheninsel, darüber

hinaus aber auch einen guten Überblick über

den Wohnraum, was zum Beispiel für Eltern mit kleinen

Kindernpraktisch ist.

Ansprüche an moderne Küche sind hoch

Zwar spielte sich das Familienleben Anfang des 20.

Jahrhunderts auch nahezu komplett in der Küche ab

die Wohnküche war also schon mal da diese Küchen

waren aber weitaus weniger komfortabel. Heute will

man es bequem haben, die Ansprüche an die moderne

Wohnküche sind enormhoch und komplex: Alles

soll gut aussehen, optisch aufeinander abgestimmt

sein, sich aber auch leicht pflegen lassen. Handgriffe

und Bewegungen während des Kochens sollen optimal

möglich sein, die Technik muss natürlich ebenso

perfekt funktionieren. Denn wer möchte schon, dass

sich Essensdüfte im ganzen Wohnraum verteilen und

dort indie Polstermöbel absetzen? Hochfunktionsfähige

Dunstabzugshauben sind in Wohnküchen ein

Muss. Auch an Spülmaschine und Kühlschrank werden

höhere Ansprüche gestellt: Da sie im Wohnraum

stehen, sollen sie geräuschärmer als herkömmliche

Geräte funktionieren. Eine weitere Herausforderung,

die in der abgetrennten Küche nicht weiter störte, ist

das benutzte Kochgeschirr: Wie können Blickachsen

vonWohn- und Essensbereich gestaltet und unterbrochen

werden, damit man nicht sofort auf verklebte

Töpfe schaut?

Überhaupt brauchen Wohnküchen ausgeklügelte

Schranksysteme,die den Platz bis in die kleinste Ecke

nutzen, damit alle Küchenutensilien möglichst

schnell wieder hinter Schrankfronten verschwinden

können. Diese Küchen sind fortwährend im Blick der

Bewohner, was schon bei der Planung mitgedacht

werden muss, will man später auch im Alltag seine

„Mit LED-Beleuchtung und

beleuchteten Glasschränken

lassen sich Akzente setzen.“

Thomas Dankert, Möbel Höffner

Freude daran haben. Moderne Wohnküchen berücksichtigen

zudem ergonomische Gesichtspunkte:

Warumunnötig bücken? DasKüchengeschirr und -gerät

wird indiesem Küchensystem rückenschonend

verteilt. Auf Brusthöhe wird angeordnet, was täglich

benutzt wird, wie Teller und Tassen, aber auch Kühlschrank

und Ofen. Oft lassen sich auch Arbeitsbereiche

und die Spüle in der Höhe verstellen. Das Lichtsystem

im Küchenbereich einer Wohnküche sollte

sich leicht von Arbeits- auf Wohnatmosphäre verändernlassen,

damit es nach dem Kochen und Essen im

kombinierten Küchen-Wohnbereich auch richtig gemütlich

wird. Thomas Dankert, Geschäftsführer von

Möbel Höffner, hat beobachtet, dass auch die einstmals

spärliche Beleuchtung in Küchen derVergangenheit

angehört. „Mit einer LED-Beleuchtung und innenbeleuchteten

Glashängeschränken lassen sich

tolle Akzente setzen“, sagt der Möbel- und Einrichtungsexperte.

Wohnküchen sind in jedem Fall eine Herausforderung

für professionelle Küchenplaner, erst recht für

Laien. Durchdas Zusammendenken mehrerer Wohnbereiche

können sich bei schlechter Planung Nachteile

potenzieren, weshalb besser ein Architekt in die

Planungsphase miteinbezogen werden sollte, auch

wenn keine Highclass-Designküche geplant ist. Optimierung

basiert imgroßen Maße auf Erfahrungswerten.

Die Gestaltungsmöglichkeiten für Wohnküchen

sind jedenfalls überaus komplex, gerade auch, wenn

in der Stadtwohnung jeder Platz optimal genutzt werden

muss,weil Abstellräume fehlen. Dabei platzt eine

Küche mit ihren unzähligen Utensilien und technischen

Geräten wird sie erst intensiv genutzt inder

Regel sowieso schnell aus den Nähten. Integriertineinen

Wohnraum ist dies oft noch schneller der Fall, darauf

sich Wohnküchenplaner einstellen sollten. Denkbar

sind beispielsweise Küchenschränke, die bis zur

Decke reichen und in der oberen Reihe Stauraum für

Dinge bieten, die selten gebraucht werden und nicht

unbedingt etwas mit der Küche zu tun haben müssen.

Ist sie erst einmal eingerichtet, macht die Wohnküche

vor allem Spaß. Sie ist der gemütliche und lebendige

Treffpunkt, man könnte auch sagen: das

Herz der Wohnung. Die Fusion beider Lebensbereiche

hat schon ein Fünftel der Deutschen überzeugt,

fand die Arbeitsgemeinschaft „Die Moderne Küche“

(AMK) heraus, der Fach- und Dienstleistungsverband

der gesamten Küchenbranche: Über 20 Prozent

wohnten schon in einer wandlosen Kombination aus

Kochen, Essen und Wohnen, so das Ergebnis einer

Befragung. Die Hälfte der Deutschen verbringe im

Wohnbereich Kochen-Essen täglich die meiste Zeit,

was vor zehn Jahren noch ganz anders gewesen sei,

erklärt Frank Hüther, Geschäftsführer von AMK. Damit

habe die Küche mittlerweile den Konkurrenzkampf

mit dem Wohnzimmer klar für sich entschieden.

Geholfen habe dabei auch das Fernsehen, ist

sich Hüther sicher: „Die Menschen sehen die Kochshows

im Fernsehen und wollen dann auch eine Salatbrause,

eine zweckmäßige Herdeinbauhöhe oder

gutes Arbeitslicht.“

Neueste Entwicklungen seien bei Küchenmöbeln

multifunktionale Abschlusswangen, die man beispielsweise

als Bücherregal oder Vitrinen-Schränkchen

nutzen könne. Somutieren Küchenmöbel immer

weiter Richtung schicke Wohnzimmermöbel. Die

Entwicklung ist noch längst nicht am Ende angekommen,

glaubt auch Frank Hüther. Erspricht von einem

Trend, der „erst noch so richtig komme“.

Wersich inspirieren lassen möchte,was schon jetzt

Realität ist, findet in Küchenausstellungen, Prospekten

und im Internet zahlreiche „Leckerbissen“ der

topmodernen Wohnküchengestaltung (ausgewählte

Vorschläge für Designerküchen: siehe Info-Kasten).

Bleibt noch die Frage,wohin sich Wohnküchen in den

nächsten Jahrzehnten entwickeln werden. Sicherlich

weiter in Richtung multifunktionaler Raum, glauben

Experten. Die Küche wird immer weiter in einen Lebensraum

integriert, wo nicht nur Wohnen, sondern

verstärkt auch Arbeit stattfindet.

Modulkonzepte verändernKüchen

Darüber hinaus dehnen sich die Netzwerke hochmoderner

Kommunikationstechnik in den Küchenbereich

aus.Hintergrund ist der Wunsch nach mehr und

besserer Unterhaltung beim Kochen, wie auch nach

einer zentralen Steuerung aller technischen Geräte

über mobile Funktechnik, beispielsweise um Energie

zu sparen. Die Technik, die hierfür nötig ist, wird in

den Entwicklungslabors entsprechender Hersteller

längst entwickelt.

Einweiteres Charakteristikum der Küche vonmorgen

wird das Thema Flexibilität sein: Kücheneinrichtungen

müssen sich ohne großen Aufwand den Bewohnern

anpassen und nicht umgekehrt. Modulkonzepte

greifen diesen Wunsch schon heute auf, viele

weitereInnovationen im Wohnküchenbereich werden

ihn auch zukünftig befriedigen. Die Entwicklungen

rund um die perfekte Küche, solässt sich feststellen,

sind so lebendig wie dieWohnküche selbst. (mbg., nb.)

Moderne Wohnküchen-Programme im Überblick

Welche modernen Programme für Wohnküchen gibt

es aktuell bei den Designernund Herstellernin

Deutschland und im Ausland zu entdecken? Eine Zusammenstellung:

EinBeispiel ist die designpreis-gekrönte „Vao“-Küche

vonTeam 7, einem Unternehmen aus Österreich

(www.team7.at), das sich zwar auf Naturmöbel spezialisierthat,

bei innovativen Formen aber ganz weit vorne

im Marktmit dabei ist. So rahmt beispielsweise ein zartes

Passepartout die Fronten der Vao-Schränke wie ein

Gemälde ein.

Spannende Vitrinen als Trennelemente zeigt Poggenpohl

mit der vonDesigner Hadi Teherani erdachten Küchenlinie

„+Artesio“( www.poggenpohl.com). Erklärtes

Ziel dieses Programms ist, die Grenzen zwischen Küche

und Wohnraum konsequent aufzubrechen.

Retro-Look in kräftigem Senfgelb und mattem Weiß

realisierte der Küchenhersteller Leicht mit dem Programm

„Tocco“ (www.leicht.de). Diese Küchenschränke,die

sich vonWohnmöbeln kaum noch unterscheiden

lassen, punkten durch ihrebesondereFarbund

Lichtgestaltung.

DasRumstöbern auf den Seiten vonLeicht lohnt sich,

denn auch viele andereProgramme dieses Herstellers

beinhalten innovativeWohnküchenelemente und inspirieren

so die Planungen für die eigene Traumküche.

Wenn eine Küche aussehen soll wie eine moderne,persönliche

Bibliothek, ist die Komposition „Library“ von

Warendorf(www.warendorf.eu) und Designer Philippe

Stark(www.starck.com) ein beeindruckendes Beispiel.

AusItalien kommen Kücheninseln, die in einemWohnund

Büroraum auf den ersten Blick glatt übersehen

werden. Zu entdecken sind sie bei Arclinea Arredamenti

(www.arclinea.it).

Runde Formen und eine interessante Holz-Farben-

Kombination sind Markenzeichen des Programms

„onda“ vonRational (www.rational.de).


Stil das Wohnmagazin

Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 23· ·

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Sonne, rauschende Bäume, Blumenbeete, saftgrüne

Wiesen esist die Sehnsucht nach der

Natur, die Landhausküchen so beliebt macht.

Viele versetzt ihr Anblick in die Kindheit zurück:

duftender Apfelkuchen, heißer Kakao, Vanillepudding.

Gerade in der Küche will man dem Ursprünglichen

nah sein, denn hier wirddas Essen zubereitet. Es

ist der Raum, wo die kulinarischen Genüsse duften und

die Vorfreude auf sie wächst. Natur, Essen und Glück

passen einfach sehr gut zusammen.

Dabei spielt das Einrichtungsthema Eiche rustikal,

das in deutschen Küchen lange vorherrschend war,nur

noch eine Nebenrolle. Moderne Landhausküchen erfüllen

nicht mehr nur den Wunsch nach Traditionellem

und einem heimeligen Gefühl. Zwar kommen die ganz

alten ländlichen Bauernstuben nach alpenländischem

Vorbild ebenso wieder in Mode.Weitaus beliebter sind

aber Landhausküchen mit Einflüssen aus anderen Ländern,

wie England, oder südlichen Gefilden, Regionen

und Ländern, wo einen ansonsten der Urlaubsflieger

hinbringt: der italienischen Toskana, der französischen

Rivieraoder dem spanischen Andalusien.

Wie Kochbücher auch, werden Kücheneinrichtungsstile

internationaler, bunter und vielfältiger. Mit

authentischen Materialien, Formen und Farben gestaltet,

sind Landhausküchen Orte, woman in ferne Länder

und fremde Kulturen eintauchen kann.

Werschauen möchte: Typisch englische Landhausküchen

finden sich unter www.british-stoves.de,

www.kuechenreich.de und www.landlord-living.de,

letzteres Portal zeigt auch den französischen Stil.

Diese Küchen sind eine Symbiose,

die sich viele wünschen:

Sie sind Vergangenheit und

Gegenwart zugleich.

oder Kranzleisten. Solche Schmuckelemente stehen für

hochwertige Handarbeit, auch die Vollholzbauweise

beweist: Hier bekommt handwerkliches Können noch

seinen verdienten Platz. Im weitesten Sinne geht es bei

dem Charme von Landhausküchen auch um Wertschätzung,

darum, Traditionelles im Kleinen zu bewahren,

sich an Küchenkultur und deren Geschichte zu erfreuen.

Hochwertig verarbeitete Komponenten aus Holz,

Stein oder Metall sind im Landhausstil ein Muss. Beliebt

sind beispielsweise Spülen oder Arbeitsplatten

aus robustem Stein, die gerne auch grobe Kanten

haben dürfen. Ein Anbieter hierfür ist in Berlin beispielsweise

Kerana, die auch hübsche Bodenflächen

aus Antikmarmor mit Holz kombiniert anfertigen

(www.kerana.de, Rubrik Spezialitäten, Unterpunkt

Spezialitäten in Stein). Freunde von historischen Spülen

aus Porzellan werden dagegen in der Altmark in

Sachsen-Anhalt fündig: http://www.antik-natur.de/blog/historische-und-antike-spulbecken-ausporzellan.html,

nostalgische Küchengriffe gibt es zum

Beispiel unter www.knauf-griff.com.

Kombiniert werden Landhausmöbel in der Regel

mit moderner, teils futuristischer Küchentechnik, die

gerne auch im historischen Antlitz daherkommen darf.

Diese Küchen sind eine Symbiose, die sich viele wünschen:

SiesindVergangenheit und Gegenwartzugleich.

Wermöchte, kann sich aber auch auf die Suche nach

historischen Kochelementen begeben, wie man sie beispielsweise

unter www.bauernhausimmobilien.de,

www.landhaus-kuechen.com oder www.traumofen.de

findet. Solche blank polierten historischen Geräte sind

sicher etwas ungewöhnlich in der Anwendung und für

die tägliche Versorgung einer Familie vielleicht weniger

geeignet, dafür aber absolute Schmuckstücke,die einer

modernen Landhausküche einen ganz besonderen

Kick geben.

Vorbild

Bauernstube

Die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen lässt die Nachfrage

nach Küchen im Landhausstil steigen. Dabei rückt Eiche rustikal

in den Hintergrund. Gefragt sind Küchen, die zum Beispiel im

englischen oder mediterranen Stil gehalten sind.

DasAngebot ist enorm. Kücheneinrichter haben die

Vorlieben der Zeit erkannt, ihre Sortimente spiegeln

traditionelle Einrichtungsvorlieben aus vielen Regionen

unserer Welt. In all diesen Landhausstilen herrschen

natürliche Materialien wie Holz, Stein oder auch

Terrakotta vor, die naturbelassen, gewachst, gebeizt,

patiniert oder geölt sind. Neben Materialien und Formen

spielt die Farbkombination eine zentrale Rolle,die

sich in der Möbelfront, in Fußböden, Wandfarbe,Tapeten

und Textilien widerspiegelt.

Der Landhausstil oder Country-Style konzentriert

sich dabei auf ländliche Farben, wie sandiges Braun,

moosiges Grün, sonniges Gelb, Weinrot, Oliv- oder

Efeugrün. Frische bringt die Kombination mit Akzenten

aus Zitronengelb, Kirschrot, Apfelgrün, Veilchenblau

oder Flieder. Durch südamerikanische und mexikanische

Einflüsse gibt es darüber hinaus knallige Farben

im Landhausstil, die jede Menge Lebensfreude versprühen

wie Ultramarin, Magenta oder Purpur.

Wie früher auch, sind moderne Landhausküchen

vorallem freundlich und gemütlich. IhrWesen ist luftig,

offen und großzügig. Landhausküchen bieten genügend

Raum für Aktivität, Freude und Zuwendung. Voraussetzung

hierfür ist eine harmonische Gestaltung,

die bei Einrichternviel Professionalität und Fingerspitzengefühl

voraussetzt. Individuellen Wünschen sind

kaum Grenzen gesetzt esist eher die Vorstellungskraft,

welche Stilelemente perfekt zueinander passen,

die Möglichkeiten limitiert.

Die typische Landhausküche zeigt warme Holzelemente

mit Rundungen und nostalgisch anmutenden

Details, wie Vintage-Küchengriffen, alte Ornamente

Eine Küche

wie in

einem

Landhaus

muss nicht

zwingend

im Charme

einer bayerischen

Berghütte

daherkommen.

Holz

kann auch

in moderner

Form

gemütlich

wirken.

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1SEHR GUT

ausgeprägte

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Serviceorientierung

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*Weitere Erläuterungen finden Sie unter www.hoeffner.de

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Stil das Wohnmagazin

24 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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ist dieses

Heißwassersystem

aus dem Hause

Siemens: Das

Wasser für Tee

oder Kaffee muss

nicht extra im

Wasserkocher zubereitet

werden,

es kommt direkt

aus dem Hahn der

modernen

Armatur.

SIEMENS

Die Abwärme des

Kühlschranks fürs

Spülwasser nutzen

Energieeffiziente Küchengeräte helfen beim Stromsparen ein Segen

für Umwelt und Geldbeutel. Wernicht gleich die ganze Wohnung mit

neuer Technik ausstatten will, sollte die Stromfresser nach und nach

austauschen.

Im Vergleich

zu

klassischen

Ceran-

Kochfeldernsparen

Induktionsherde

bis zu 30

Prozent

Energie.

BOSCH

Beim Kochen will man an den Geschmack und

nicht an die Stromrechnung denken. Gut,

dass es inzwischen eine große Anzahl an Küchengeräten

gibt, die einem dabei helfen.

Egal, ob die gesamte Gerätschaft oder nur der Backofen

ausgetauscht werden soll eslohnt sich, in energieeffiziente

Produkte zu investieren. Denn so sparsam wie

heute waren Küchengeräte noch nie. Ein neues Küchenutensil

macht also nicht nur Spaß, sondernschont

ganz nebenbei auch noch Haushaltskasse und Umwelt.

Das Geheimnis dieser neuen Geräte liegt einerseits

in modernster Technik, andererseits darin, schon erzeugte

Energie für mehrereZwecke und damit effizient

zu nutzen. Neueste Küchengeräte sind so gebaut, dass

sie von vornherein weniger Strom verbrauchen. Der

Hersteller Miele gibt etwa an, den Stromverbrauch seiner

Kühlgeräte seit 2000 um 52 Prozent reduziert zu

haben. DieErsparnis zahlt sich bei einem neuen Kühlschrank

schnell aus,daer24Stunden am Netz ist. Wer

also jetzt investiert, wirddas am Ende des Jahres deutlich

an seiner Stromrechnung merken.

Ressourcenschonende Haushaltsgeräte achten

nicht nur auf geringen Energie-, sondern auch auf einen

sparendenWasserverbrauch. DieFirma Bauknecht

wirbt etwa mit einem Geschirrspüler, der pro Wäsche

nur sieben Liter Wasser verbraucht. Andere Hersteller

haben eine automatische Beladungserkennung im Angebot.

Damit können die Geräte eigenständig die Geschirrmenge

im Spülraum messen und den Wasserund

Stromverbrauch entsprechend anpassen. Moderne

Induktionskochfelder erhitzen das Essen blitzschnell

und benötigen im Vergleich zu einem strahlungsbeheizten

Kochfeld beim Ankochen bis zu 30 Prozent

weniger Energie.Bisher gab es die Technik nur für

die Herdplatten, doch Hersteller Bauknecht hat seit

Neuestem auch einen Induktions-Backofen im Angebot.

50 Prozent Energieersparnis sollen damit möglich

sein, weil das Vorheizen wegfällt, sagt der Hersteller.

Zudem kommen neue Programme und Funktionen

ins Spiel, die die bereits vorhandene Energie weiter

nutzen. Moderne Backöfen können sich, wenn sie richtig

programmiert werden, beispielsweise ausschalten,

bevor der Braten fertig ist. Mitder Restwärme wirddas

Fleisch dann weitergegart, bis es perfekt ist.

Schließt man Waschmaschinen oder Geschirrspüler

nicht ans Kaltwasser, sondern anden Warmwasseranschluss

an, tut man bei jedem Waschgang etwas für

Umwelt und Portemonnaie.Denn gerade das Beheizen

des Wassers im Gerät kostet viel Energie,sagen die Experten.Wasser,das

schon warmaus dem Hahn kommt,

wurde effizienter in der Heizanlage mittels Öl, Gas,

Holz oder Solarenergie erhitzt. Bei den Stromkosten

lassen sich so laut Miele bei Waschmaschinen bis zu 47

Prozent und bei Geschirrspülern etwa 36 Prozent sparen.

Werdieses Potenzial nutzen möchte, sollte gezielt

im Fachgeschäft nachfragen, ob der Anschluss des

neuen Geräts an das Warmwassernetz möglich ist. Eine

andere innovative Energiesparmethode bietet die

Green Kitchen von Bauknecht. Sie ist ein ausgeklügeltes

System aus Kühlschrank und Geschirrspüler, bei

dem beide Geräte gemeinsam erzeugte Energie effizient

nutzen. Die Abwärme, die der Kühlschrank beim

Kühlen produziert, wirdzum Vorheizen des Wassers im

Geschirrspüler genutzt. Sparsamer geht’s vermutlich

kaum noch.

Die Zukunft der Energieversorgung heißt auch in

der Küche Smart Grid. Das bedeutet so viel wie intelligentes

Stromnetz und bezeichnet die Möglichkeit, den

Stromverbrauch gezielt zu lenken. Seit ein bis zwei Jahrengibt

es Küchengeräte auf dem Markt, die sich diese

Technologie zunutzemachen. In nachfrageschwachen

Zeiten oder Zeiten, zu denen viel erneuerbare Energie

etwa aus Sonne und Windkraft zur Verfügung steht,

Neueste Küchengeräte

sind so gebaut, dass sie von

vornherein weniger Strom

verbrauchen.

werden Waschmaschine,Trockner oder Geschirrspüler

dann automatisch oder vomVerbraucher aus der Ferne

per Smartphone gestartet. Da die Strompreise in diesen

Zeiten geringer sind, als zu den Hauptnutzungszeiten,

können Verbraucher mit SmartGridviel Geld sparen.

Beim Kauf von neuen Küchengeräten muss der

Kunde in Sachen Energieeffizienz nicht im Trüben fischen,

sondernbekommt eine besonders einfache Lösung

an die Hand: das Energielabel. Europäische Hersteller

von Elektrogeräten sind von der EU dazu verpflichtet,

dieses Info-Schild auf ihren Produkten anzubringen.

Das dient dazu, den Verbraucher direkt über

den Endverbrauch der Geräte zu informieren und ihm

denVergleich zu erleichtern. Mittlerweile hat die EU die

ursprünglichen Kategorien A, geringer Verbrauch, bis

G, hoher Verbrauch, weiter ausgeweitet. Im Jahr 2003

kamen A+ und A++ dazu, seit 2011 gibt es sogar das

Label A+++.

Die Skala der Effizienzklassen reicht bei Kühl- und

Gefrierschränken, Waschmaschinen und Geschirrspülernvon

D(schlechteste) bis A+++ (beste). BeiBacköfen

geht die Bewertung von G(schlechteste) bis A(beste).

Für Herdplatten gibt es dagegen noch keine Einteilung

in Energieklassen. Beim Kauf lohnt es sich, in ein sparsameres

Gerät zu investieren. So verbraucht ein Kühlgerät

der Klasse A+++ rund 70 Prozent weniger Strom,

als ein Kühlschrank der Klasse A.

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Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 25· ·

Stil das Wohnmagazin

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Mal schauen,

was

der Kühlschrank

noch so

hergibt:

Das erledigen

heutzutage

Kameras

und

senden die

Informationen

direkt

auf

iPad oder

Smartphone.

GORENJE

Kühlschränke,

die Einkaufszettel

schicken

Der Einkaufszettel war vollgeschrieben mit

Zutaten für ein üppiges Abendessen und

dann das: Die Köchin in spe vergisst die

Liste zu Hause.Schon sehr bald könnte dieses

Szenario der Vergangenheit angehören. Denn dann

wirddas Smartphone oder der Tablet-PC die Einkaufsliste

ganz allein erstellen und sich alles merken, was

Koch oder Köchin brauchen. Wiedas geht? Mitder vernetzten

und intelligenten Küche der Zukunft. Siekocht,

backt, kühlt und wäscht nicht nur das Geschirr, sondernsie

kommuniziertauch mit ihren Bewohnernper

Handy oder Tablet-PC. Sie wird inder Lage sein, den

Einkaufszettel selbstständig auszufüllen, Kochtipps auf

integrierte Displays zu zaubern oder Wasch- und Geschirrspülmaschine

aus der Fernezubedienen.

Kommunizieren kann die Küche schon heute, zum

Beispiel mit dem System Miele@home. Die einzelnen

Geräte tauschen dabei Informationen aus und erleichtern

soderen Steuerung. Auf Displays melden die Geräte,

wie hoch die Temperatur im Backofen ist, wie

lange die Ente noch schmoren muss, ob die Kühlschranktür

offen ist oder wie lange der Schleudergang

noch braucht. Über das Stromnetz können die Haushaltshelfer

miteinander in Kontakt treten. DieWaschmaschine

erinnert dann daran, wie lange sie noch

wäscht und spielt diese Information auf das Backofen-

Display. Und wenn der Bewohner es will, wird auch

Werinder Appauf einzelne vorhandene Lebensmittel

im Kühlschrank tippt, kann sich vomProgramm Rezepte

anzeigen lassen, die sich damit zubereiten lassen

falls mal die Zeit zum Einkaufen fehlt. Undwenn doch

noch Zeit da ist und das Rezept umfangreicher ausfallen

soll, fügt die App fehlende Zutaten einfach in den

virtuellen Einkaufszettel ein.

Noch auf dem Wegnach Hause kann schon einmal

der Geschirrspüler per Handy angestellt werden, sodass

das Geschirr bei Ankunft zu Hause gewaschen ist.

Undendlich in der Küche mit all den frischen und duftenden

Zutaten angelangt, geht es es sofortans Kochen.

Das Rezept wird auf dem integrierten Display auf der

Arbeitsfläche angezeigt und kann wie beim iPad per Berührung

Schritt für Schritt weitergeblättertwerden. Mit

dem Befehl „Übermitteln Siedie Einstellungen für dieses

Rezept an IhrenBackofen“ stellt sich sogar der Ofen

auf die richtige Temperatur ein.

Kochen, Backen und Einkaufen wirdalso schon bald

zum digitalen Kinderspiel. In zwei Jahren, versprechen

die Hersteller, sollen die ersten Küchengeräte auf den

Markt kommen, die all diese kleinen Wunder vollbringen

können.Voraussetzung dafür,dass sie genutzt werden

können, wird lediglich ein WLAN-Anschluss im

Haus sein.

Digitale Medien, vernetzte Welt: Eine Kamera fotografiert den Inhalt im

Kühlgerät und sendet das Foto aufs Smartphone. Küchengeräte werden

per App aus der Ferne gesteuert. Derlei Hochtechnologie wird schon

bald im Haushalt zu Hause sein.

Eine App meldet die aktuelle

Temperatur im Backofen und

teilt mit, wie lange die Ente noch

schmoren muss.

noch das Handy über das hauseigene WLAN-Netz benachrichtigt,

sodass er in jedem Zimmer über die Arbeit

seiner Haushaltsgeräte im Bilde ist.

Aufder Living Kitchen 2013 in Köln, einer Messe für

Küchen, Elektrogeräte und Zubehör, zeigten die Aussteller,

was darüber hinaus in Zukunft möglich sein

wird. Gerätehersteller Siemens etwa verbindet mit seinem

Programm Connectivity die Küchengeräte mit

dem Tablet oder dem Smartphone.Mit einer Appkann

der Besitzer zum Beispiel einen Blick vonunterwegs in

den Kühlschrankinhalt werfen. In dem Gerät ist eine

kleine Kameraangebracht, die das Bild per Internet an

das mobile Endgerät sendet. So sieht der Kunde im Supermarkt

live, was vorhanden ist und was fehlt, und

braucht es sich nicht mehr vorher auf dem Einkaufszettel

notieren. Wenn er will, erinnert ihn sein Kühlschrank

auch per SMS, welche Lebensmittel, die er normalerweise

vorrätig hat, fehlen. So gibt es nie wieder

Ärger am Frühstückstisch, weil der Lieblingsjoghurt

mal wieder aufgebraucht ist.

Urheber:

SERVICE BAROMETER AG

Höffner: Spitzenplatzierung

im Kundenmonitor ®

Deutschland 4)*

STUDIE 2008 für den Bereich Möbelbranche

*Weitere Erläuterungen finden Sie unter www.hoeffner.de

Der Einkaufszettel auf dem Smartphone ist eine nützliche,

wenn auch gewöhnungsbedürftige Gedächtnisstütze. APPLE

Höffner Möbelgesellschaft GmbH&Co. KG

Berlin-Wedding Pankstraße 32-39

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Öffnungszeiten: Mo.-Sa. 10-20Uhr

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Stil das Wohnmagazin

26 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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Bereichen von

Haus und Wohnung

Einzug,auch

in der Küche.

Küchenmöbel aus

Holz können auch

elegant und modernwirken.

FINCA

Schubladen aus

schadstofffreiem

Holz

Vollholzküchen sind populär,doch teuer.Viele Konsumenten

träumen von Holzmöbeln, die schadstofffrei und nachhaltig hergestellt

wurden, damit die Schränke keine Giftstoffe ausdünsten. Die Küche ist

schließlich der Ort, wo sich die Familie jeden Tagtrifft.

KAI

Bio liegt nicht nur bei Lebensmitteln voll im

Trend. Auch bei der Ausstattung von Küchen

achten viele Kunden auf Schadstofffreiheit,

Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Küchenkollektionen

in Echtholz sind deshalb stark nachgefragt.

Der Wunsch nach Natürlichkeit und einem gesunden

Raumklima in der Küche ist groß. Gerade Vollholzküchen

verströmen einen schönen Geruch, der an

ländliche Ausflüge und Waldspaziergänge erinnert.

Holz ist von Grund auf ein warmes Material, das Gemütlichkeit

ausstrahlt. Es wirkt lebendig und „atmet“.

Wersich also ein Stück Natur in seine Wohnung holen

möchte, sollte bei der Auswahl der Küchenmöbel gut

überlegen.

Die Konsumenten sind im 21. Jahrhundert aufgeklärter.

Sie wissen, dass Holzprodukte über Wochen,

manche über JahreGiftstoffe ausdünsten können, beispielsweise

solche aus Lacken und Klebern. Derartige

Schränke möchte man ungernindem Raum aufstellen,

wo Lebensmittel lagern und verarbeitet werden, wo

sich mehrmals am Tagdie Familie trifft schon gar

nicht, wenn Asthmatiker oder Allergiker in der Familie

leben. Naturholzmöbel dagegen bringen statt dicker

Luft natürliche Frische ins Haus.

Doch welche Küchenartist die richtige? Muss es unbedingt

eine teureVollholzküche sein, oder eignen sich

auch Echtholzküchen mit Furnier für ein gesundes

Raumklima? Müssen Schränke und Arbeitsplatten unbedingt

mit Biowachs und Bioöl behandelt sein, oder

gibt es ebenso schadstoffarme Lasuren? Wie pflegeintensiv

und robust ist welche Holzartund welche Verarbeitung.

DieKüche soll schließlich auch ein paar Jahre

halten und schön aussehen? Fragen über Fragen, die

man am besten vordem Kauf im Detail mit einem Küchenbauprofi

bespricht, denn die Produktauswahl im

Holzküchenbereich ist beeindruckend groß.

Eine Vollholzküche oder aber eine Massivholzküche

(bei der die Rückwand und die Schubladen nicht aus

der jeweiligen Holzartbestehen müssen) sind in jedem

Fall des Naturfreunds Lieblinge: Bei ihnen bestehen

Fronten und auch die Korpusse aus massivem Holz. Je

nach Holzart zählen Vollholz- und Massivholzküchen

allerdings zu den teuersten, da diese Küchen oft noch

als Maßanfertigungen gebaut werden, mit einem hohen

Anteil an Handarbeit. Dafür kann man sich an der

schönen Holzstruktur, Maserung, der authentischen

Farbgebung und am zarten Holzgeruch dieser Küchen

erfreuen nicht nur,wenn man auf die Fronten schaut,

sondern auch, wenn man die Schränke öffnet und das

Innenleben zutage kommt, das bei Echtholzküchen oft

nur aus Spanholz besteht.

Herkömmliche Anbieter haben Vollholz- oder Massivholzküchen

allerdings nur selten im Programm sie

sind das Spezialgebiet von kleinen und mittelgroßen

Küchenherstellern und Experten wie Ralf Finkemeyer,

Der älteste Baustoff der Menschheit

DerBaustoff: Holz ist der älteste Baustoff der Menschheit.Weil

jeder Baumstamm eine eigene Zeichnung aufweist,

gehören kleinereund größereFarbabweichungen

auch zum natürlichen Erscheinungsbild vonHolz. Holz

kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben.

Daswirkt sich auch auf das Raumklima aus.

Die Holzarten: Nach Angaben des Verbandes der Deutschen

Möbelindustrie sind weltweit mehr als 30000

Holzarten bekannt. Verarbeitet werden in der Möbelbranche

aber nur 100 Arten. Dieverschiedenen Hölzer

haben unterschiedliche Eigenschaften, Festigkeiten

und Widerstandfähigkeiten. Daher eignet sich nicht jedes

Holz für jeden Anwendungsbereich.

DasMassivholz: Sehr häufig werben Hersteller mit

Massivholzmöbeln. DerBegriff Massivholz darfaber

der sich dem Thema „natürliche Küchen“ mit seiner

Manufaktur „annex“ im ostwestfälischen Enger

(www.annex.de) bereits vor20Jahren verschrieben hat.

Wer sich auf die Natur einlassen wolle, müsse sie

auch an sich heranlassen, sagt Finkemeyer. Deshalb

sollten Holzküchen wie die annex-Küchen „natürlich,

rein und unverfälscht“ sein, so der gelernte Schreiner

und Ingenieur der Holzwirtschaft. Sein Unternehmen

verwendet ausschließlich Massivholz ohne Schadstoffe

aus heimischer Produktion und nachhaltiger Forstwirtschaft.

DemdeutschenWald verpflichtet fühlt sich auch

die Firma „handmade Möbelbau“ in Potsdam

(www.handmade-moebelbau.de). Wer dort eine Vollholzküche

kauft, pflanzt indirekt für jedes Möbelstück

einen Baum dazu hat sich Tischlermeister MarcoUnger

verpflichtet. Küchen aus gesundem, heimischen

Holz anzufertigen ist eine Selbstverständlichkeit für

viele deutsche Firmen, so auch für die Pfister Möbelwerkstatt

in Angelbachtal, die sich auf Küchenmöbelbau

mit ausgefallenen Obsthölzern spezialisiert hat

(www.pfister-moebelwerkstatt.de).

Wersich vomMassivholzküchenmarkt entfernt, weil

ihm vielleicht das Geld für eine solche Küche fehlt, kann

im Echtholzküchenmarkt zwischen unzähligen Kollektionen

wählen. Bei Echtholzküchen wird bei den Küchenfronten

dünnes Holzfurnier auf minderes Holz

aufgeklebt. Diese Furniereentstehen oft aus den besten

und edelsten Holzstämmen leider manchmal auch

Bedenklich werden

Echtholzküchen erst, wenn die

Furniere mit giftigen Lacken

und Klebern behandelt wurden.

aus illegal geschlagenen Tropenhölzern. Wersicher gehen

möchte, sollte beim Kauf auf spezielle Siegel achten,

die eine umweltfreundliche,sozial förderliche und

ökonomisch tragfähige Holzwirtschaft auszeichnen,

wie beispielsweise das FSC-Siegel vomForest Stewardship

Council oder das Waldzertifizierungssiegel PEFC.

Furniere sind dünne Schichten massives Holz und

dünsten in der Regel keine Schadstoffe aus.Bedenklich

werden Echtholzküchen erst, wenn die Furniere oder

das Innenleben der Schränke mit schadstoffreichen Lacken

und Klebernbehandelt wurden. Auch ist man sich

nicht unbedingt sicher,obein Furnier wirklich aus Holz

besteht. Sind Möbelfronten stark profiliert, kommen

leider oft auch Produkte aus PVC zum Einsatz, die

Weichmacher ausdünsten. Furniersiegel zeichnen echtes

Furnierholz aus.

nur für Holz verwendet werden, das direkt aus einem

Stück geschnitten wurde.

DerVorteil: EinVorteil des massiven Holzes besteht

darin, dass Kratzer und andereBeschädigungen durch

Abschleifen und anschließende Neubehandlung der

Oberfläche beseitigt werden können. Eine massive

Tischplatte ist daher praktisch unverwüstlich.

DerNachteil: Nachteil beim Holz ist die natürliche Veränderung.

Weil Holz Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben

kann, verändertsich das Volumen. Es wächst bei

Feuchtigkeitsaufnahme und schwindet bei der Abgabe.

Wird ein massives Möbel richtig konstruiertund keiner

Feuchtigkeit ausgesetzt, steigertdas die Möbelqualität.

Weil Massivholzmöbel sehr aufwendig verarbeitet werden,

liegen sie im höheren Preissegment.


Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 27· ·

Stil das Wohnmagazin

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In älteren Einfamilienhäusern oder Mietwohnungen

wirken sie wie ein Relikt aus längst vergangener

Zeit: Einbauküchen mit langweiligen Fronten.

Grau, Weiß oder Braun waren früher bestimmend

bei Küchenmöbeln. Doch mit dem eintönigen Stil ist es

vorbei. Kräftige Farben sind angesagt und das nicht

nur für das Mobiliar.

EinBummel durch die Einrichtungshäuser der Stadt

beweist, dass die Tristesse der Vergangenheit angehört.

„Imaktuellen Küchenmöbelangebot wirdesneben den

klassischen Holztönen und der Farbe Weiß bunte Unis

geben“, kündigt Frank Hüther,Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft

„Die moderne Küche“, an. „Mit dabei

ist auch das jahrzehntelang verbannte Blau.“ Auch

Dirk-Uwe Klaas sieht in der Farbe Blau eine angesagte

Saison-Farbe.„Blau wirdinZukunft das neue Schwarz,

denn Blau wirkt leichter als Schwarz und ist doch sehr

seriös“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Verbandes

der Deutschen Möbelindustrie. Blau sei eine moderne

und tolle Möbelfarbe.ImMöbel könne eine blaue Front

„Blau wird in Zukunft das neue

Schwarz, denn Blau wirkt

leichter als Schwarz.“

Dirk-Uwe Klaas, Verband der Deutschen Möbelindustrie

Küchen in knalligen

Tönen liegen

in dieser Saison

wieder im Trend.

Allerdings sind

auch gedeckte

Farben wie Grau,

Weiß und Beige

weiterhin modern.

SCHMIDT

auch mit Metall oder Holz kombiniert werden. Die Arbeitsgemeinschaft

„Die moderne Küche“ sieht auch

Grau in vielen Varianten auf dem Vormarsch. „Bei vielen

Möbeln, auch im Küchenmöbelbereich, wirdWeiß

mehr und mehr durch Grau abgelöst“, bestätigt der

Verband der Deutschen Möbelindustrie. Von den unzähligen

Grautönen seien es vorallem die mit Schwarz

gemischten kühlen Grautöne,die aktuell die Möbelwelt

erobern. Das Segment der an der Natur angelehnten

Farbtöne wirdindieser Saison vonden warmen Farben

besetzt, darunter „Curry“. Immer häufiger werden Küchen

auch in kräftigem Rot oder knalligem, frischem

Gelb gehalten.

Ebenfalls an Bedeutung gewinnt in dieser Saison die

Farbe Grün, wie der Verband der Deutschen Möbelindustrie

mitteilt. Grün sei die Farbe, die am meisten an

die Natur erinnere. Es gebe sehr viele Assoziationen mit

der Farbe Grün. Beispielsweise die „Grüne Oase“, die

„grüne Leidenschaft“, „saftiges Grün“, oder auch das

Sprießen der Blätter im Frühling, der Dschungel und

natürlich die der Farbe zugesprochenen positiven Eigenschaften.

Der Berliner Inneneinrichter Steven Schneider

spricht sich in diesem Zusammenhang für klare Farbideen

aus: „Weniger ist mehr!“ In jedem Fall sollte sich

die Farbe der Möbel in der Dekoration spiegeln.„Sogibt

es ein stimmigeres Bild.“ Küchengeräte wie Toaster,

Kaffeemaschinen oder Entsafter gibt es von den führenden

Herstellern deshalb auch in den angesagten

Farbtönen der Saison. In der Kombination mit der für

die Küche gewählten Grundfarbe entsteht auf diese

Weise ein stimmiges Farbbild, das Ruhe und Entspannung

ausstrahlt.

Zurückhaltende Farbkonzepte mit klassischen

Weiß- und Beigetönen hingegen haben etwas Farbe in

Form von Akzenten verdient Klebefolien aus dem

Fachhandel gibt es in allen möglichen Farbvariationen.

Sielassen sich problemlos auf die Front der Küchenmöbel

bringen. Gefällt ein Farbton irgendwann nicht

mehr,wirddie Folie wieder abgezogen.

Bunte Farbtupfer in hell gestalteten Küchen versprechen

auch Vasen, Geschirr, Tischläufer, Küchenuhren,

Bilderrahmen, Kaffeedosen oder Küchengeräte. Aber

auch hier sollte man nicht allzu viele Farben vermengen.

Inneneinrichter Steven Schneider rät, niemals

mehr als drei Farbthemen zu mischen. „Gerade bei

Holztönen sollte die Regel beachtet werden.“ Hersteller

wie Villeroy & Boch haben daher Ein-Farben-Programme

entwickelt, bei denen Geschirr,Vasen oder Besteck

in einem einheitlichen Farbton einen Blickfang

darstellen.

Mut zur Farbe

Kräftiges Grün, dunkles Blau oder fruchtiges Orange: Rund um Herd und Esstisch

sorgen Farben für gute Stimmung. Vorallem die lebendigen Töne hellen unser Gemüt auf und

lassen uns das Grau des Alltags vergessen.

*

*Weitere Erläuterungen finden Sie unter www.hoeffner.de

Eine solche Pfeffermühle kann in der Küche einen Farbakzent

setzen oder einen ähnlichen Grünton aufgreifen, der sich zum

Beispiel in den Möbeln findet. AD HOC

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Stil das Wohnmagazin

28 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

························································································································································································································································································· Baden

Dezente Farbtöne,erleseneWand- und Bodenfliesen

und futuristisch anmutende Armaturen:

Das moderne Bad hat sich zu einem

durchgestylten Wohlfühlort gemausert. Design

und Funktionalität vereinen sich auf hohem Niveau und

machen das Bad zur Wellness-Oase und zum privaten Spa. Erholung

und Entspannung vomAlltag stehen an erster Stelle.Bestanden

Bäder früher nur aus Badewanne, Waschbecken und

Toilette, entdecken immer mehr Hausbesitzer die räumliche

Weite für sich. Tageslicht flutet die großzügigen Räume, indenen

moderne Sachlichkeit im Einklang steht mit Ruhe und Besinnlichkeit.

Mitder Abenddämmerung entfalten Lichtsysteme

ihreWirkung.

DieBadewanne steht nicht mehr gedrängt an derWand, sondern

stellt den räumlichen Mittelpunkt dar. Die einst ovale

Form ist Badelandschaften gewichen, in die angenehme Funktionen

eines Whirlpools integriert wurden. Badewannen sind

mal viereckig, mal fünfeckig oder auch quadratisch, rechteckig,

rund oder halbrund. Führende Hersteller setzen aufWannen,

die auf einem Podest befestigt sind. Stufenweise geht es

nach einem anstrengenden Tagindas wohltuende Wasser.

Barrierefrei sind moderne, ebenerdige Duschen von

Duschwanne keine Spur. Die einstige Duschbrause wurde inzwischen

von intelligenten Wassersystemen abgelöst, die den

gesamten Körper erreichen und je nach BedarfundVorliebe das

Wasser auf den Körper bringen. Kalt wirkende Kacheln gehören

ebenfalls der Vergangenheit an. Naturfarben bilden die Grundlage

für die Fliesengestaltung im modernen Bad. Glänzende Armaturen,

teilweise mit Lichteffekten ausgestattet, sorgen für ein

unverwechselbares Ambiente. Robuste Glaskonzepte bilden

Trennwände zwischen den einzelnen Bereichen eines Bads.Experten

sind sich einig: Im Badsind Materialien angesagt, die Natürlichkeit

und Ursprünglichkeit ausstrahlen. Individualisten

setzen deshalb bei der Inneneinrichtung auf Holz. Hersteller

haben inzwischen eine Antwort auf die verstärkte Nachfrage

nach Holzfußböden gefunden. Stauraum bilden unzählige Badmöbel,

die im Idealfall von der Gestaltung her eng an das gesamte

Erscheinungsbild des Badezimmers anknüpfen.

Die eigene Wohlfühlwelt verspricht das Gefühl von Urlaub.

Sessel und Liegen erinnern anden Spa-Bereich eines Hotels.

Wohnexperten sprechen von einer Emotionalisierung, die ihre

Fortsetzung bei den Bad-Accessoires findet: Duftöle, Blütenblätter,Duftkerzenund

Badesalzesind aus vielen Bädernnicht

mehr wegzudenken. Der richtige Mix angeeigneten Zimmerpflanzen

sorgt zusätzlich für ein Wohlfühlklima. Integrierte Unterhaltungstechnik

lässt die Besitzer eines modernen Bades

mitunter den Alltag und die Zeit vergessen.


Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 29· ·

Stil das Wohnmagazin

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Moderne Wannen

verfügen oft bereits

über Wasserdüsen,

wie man

sie von großen

Whirlpools her

kennt. Die Luft

wirkt auf den

menschlichen

Körper wohltuend,

regt die

Durchblutung an

und entlastet die

Gelenke.

SPA CRAFTERS

Dampf steigt aus dem runden Becken auf. Im

Pool dem Zentrum der luxuriösen Badelandschaft

einer Villa in bester Hollywood-

Lage gleiten zwei Gestalten lasziv durchs

blubbernde Wasser. Champagnergläser klirren, die

Dame gluckst mit den Bläschen um die Wette. Wer

denkt beim Wort „Whirlpool“ nicht automatisch an

solche Filmszenen?

Romantische Tête-à-Têtes sind natürlich nicht der

einzige Zweck der Sprudel-Badewanne, auch als Jacuzzi

oder Hottub bekannt. Schon seit Jahrzehnten

kommen Whirlpools im medizinisch-therapeutischen

Bereich zum Einsatz. Tests belegen Linderung bei Rücken-

und Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen

und anderen Leiden. Aber auch ohne medizinischen

Befund kann ein entspannendes Bad imJacuzzi

dem Körper gut tun. DerAuftrieb nimmt ihm die

Schwere, entlastet dabei Gelenke und Muskeln, der

Wasserdruck regt die Durchblutung an. Wasserstrahldüsen

massieren Füße, Hände und Co. Die Luftdüsen

erreichen mittels ihrer Klopfmassage sogar tiefere

Teile des Gewebes etwa die berüchtigten Bandscheiben

und auch innere Organe. Die feinen Bläschen

können seelische Verspannungen lösen und das vegetativeNervensystem

in Harmonie versetzen.

Jacuzzis und Whirlpools sind heute nicht mehr unerschwinglich.

Den Preis bestimmen Maße, Ansprüche

und Extra-Wünsche des Kunden. Während sich der

eine Pool auf den ersten Blick kaum von einer herkömmlichen

Badewanne unterscheidet, ähneln andere

der Hollywood-Variante. Dazwischen gibt es fast

alles an Größen, Formen und Farben. Auch Anzahl

und Durchmesser der Düsen sind je nach gewünschterWirkung

wählbar.Manche Hersteller setzen zudem

auf die Erkenntnisse der Farblichttherapie und statten

ihre Modelle mit einer entsprechenden Anlage aus.

Rustikal, klassisch oder extravagant: Einige Whirlpoolsysteme

lassen sich sogar um Multimedia-Funktionen

erweiterndann kann der geneigte Fußballfan

ganz entspannt aus dem Sprudelbad heraus eine Partie

verfolgen. Vorausgesetzt, die Dame des Hauses will

nicht gleichzeitig ihreLieblingsserie schauen.

Bei aller Vielfalt in Formen, Größen und Funktionen

unterteilt der Fachmann die Whirlpools in diese

Hauptvarianten: fest installierte oder tragbare Modelle,

Swim Spas und Whirlwannen. Letztere ist eine

normale Badewanne mit einem eigens installierten

Sprudelsystem. Sie kommt ohne Wasseraufbereitungsanlage

aus, weil der Wanneninhalt nach jedem

Badegang abgelassen wird. Eine Pumpe saugt das

Badewasser zunächst an und gibt es dann mit Druck

durch Düsen in die Wanne zurück. So entsteht der

Massage-Effekt. Zusätzlich kann ein Gebläse Umgebungsluft

ins Becken pusten. Die Bläschen bewegen

das Wasser sie sorgen so für die entspannende und

auflockerndeWirkung. Gedacht sind dieWhirlwannen

für ein bis zwei Personen.

In den fest installierten Whirlpools hingegen dürfen

sich mehrere Badende gleichzeitig entspannen.

Diegroßen Becken können draußen und drinnen stehen.

Amerikanische Whirlpools sind besonders voluminös

und frostfest, außerdem haben sie stärkere

Pumpen.

Dietragbaren Modelle finden ebenfalls in Räumen

Platz, sie können aber auch auf der Veranda, dem Balkon

oder im Garten stehen. Selbst Keller und Wohnzimmer

kommen infrage. Jenach Jahreszeit kann das

Domizil des portablen Spas wechseln. Als Material

kommt meist ein Mix aus Acryl (fürs Becken) sowie

Holz und Metall für das Gestell zum Einsatz. Dietragbaren

Pools haben Heizelemente,Pumpen und Filter

in der Regel können sie mit Netzstrom betrieben werden.

DieSwim Spas ähneln in ihrer Bauweise der tragbarenVariante,sie

sind nur deutlich größer,was dieWasserfüllmenge

erhöht. Wichtigster Unterschied ist der

vomGegenstrom erzeugte Wasserfluss,gegen den der

sportliche Nutzer anschwimmt. Auch Aquafitness

lässt sich im Swim Spa betreiben. Egal, für welches

Modell man sich entscheidet, werdie Möglichkeit hat,

sollte auf ein Probebaden oder zumindest Trockentesten

nicht verzichten.

Düsen für die

Fußmassage

Ein Sprudelbad war früher nur in Thermalbädern oder im Hotel-Spa

zu finden inzwischen gibt es Jacuzzi und Co. auch für zu Hause.

Allerdings muss dafür viel Platz vorhanden sein.

Einige Whirlpoolsysteme

lassen sich sogar um

Multimedia-Funktionen

erweitern.

Auf Details achten

Die Vorbereitung: Wichtige Fragen sollten vordem

Kauf geklärtwerden. Dazu zählt, wie oft und wofür man

einen Whirlpool nutzt, wo die Wanne stehen soll und

wie viel Platz ein Pool mitbringen muss.Auch das Budget

sollte vorher feststehen, denn Extras wie eine Wasseraufbereitungsanlage

kosten auch mehr Geld.

Die Pumpen-Technik: Für ein- bis dreisitzige Whirlpools

sollte eine Pumpe reichen, um alle Plätzemit

Wasserstrahlen zu versorgen. Beimehr als drei Whirlplätzen

und nur einer Pumpe können nicht alle Plätze

gleichzeitig massieren. Sollen also beim Sprudelbad in

geselliger Runde sämtliche Badegäste auf ihreKosten

kommen, müssen mehrerePumpen her.Richtlinie: Für

bis zu fünf Whirlplätzereichen zwei Massagepumpen,

es gibt aber auch Modelle,die für jeden Platz eine eigene

Pumpe haben.

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Stil das Wohnmagazin

30 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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der Duschkabine

Nach einem stressigen Tagheißt es für viele Berliner: Ab unter die

Dusche oder in die geräumige Wanne Bäder werden immer öfter zu

Wellnessoasen. Die Hersteller haben das rechtzeitig erkannt und

sich ganz auf diesen neuen Trend eingestellt.

Die gute

alte Badewanne

hat

ausgedient.

Moderne

Bäder

haben

richtige

Badelanschaften

zu bieten.

Hochwertige

Materialien

erinnernan

ein Spa im

Hotel.

BEMA

Wenn es um die Körperpflege geht, scheiden

sich für gewöhnlich die Geister: So

schätzen manche Zeitgenossen ein rasches

Duschbad weit mehr als das stundenlange

„Einweichen“ im schaumigen Vollbad. Dennoch

glauben Trendforscher, dass die Tage des herkömmlichen

Badezimmers als schlichter Nutzraum gezählt

sind. Die Zukunft heißt „Wellness für zu Hause“.

Das besondere Wohlfühl-Programm soll nicht mehr

nur Hotels, Thermen und Sauna-Landschaften vorbehalten

bleiben, sondernEinzug in die privaten Nasszellen

finden. Wieaber kann das gelingen ineinem Vier-

Quadratmeter-Kabuff ohne Fenster und Wanne? Es ist

leichter als gedacht wenn man ein paar gestalterische

Tricks anwendet und auf neue Technologien setzt.

Regenbrausen mit LED-Leuchten, die sogar noch

ihre Farbe ändern damacht das Duschen gleich viel

mehr Spaß. Auch eine Dampfsauna lässt sich inzwischen

in eine herkömmliche Duschkabine integrieren

kombiniert mit der nötigen Ruhezeit, ist das Wellness

pur.Wer nicht auf das Ganzkörperbad verzichten mag,

sollte im Becken gleich ein Sprudel-System installieren

lassen. DerWhirlpool ergänzt den Wohlfühleffekt noch

um die positivegesundheitlicheWirkung. Beim Schweben

im Wasser können bequeme Kissen Kopf und Nacken

stützen.

Eine entscheidende Rolle fürs gute Gefühl im eigenen

Badezimmer spielt auch die Beleuchtung.Warmes,

gelbliches Licht im Raum fördert die Entspannung.

Eine Lampe am Spiegel, die bei Bedarf richtig hell geschaltet

werden kann, gleicht das fehlende Fenster aus.

Diemodernen LED-Leuchten tauchen den heimischen

Wellness-Tempel in buntes Licht. Je nach gewünschter

Wirkung. Grün und Blau beruhigt, Rotregt an.

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder

Geist ebenso kann sich ein ruhiges Gefühl nur in einer

ruhigen Umgebung einstellen. Kontraproduktiv sind

enge, vollgestopfte Räume mit Shampoo-Flaschen,

Creme-Tiegeln und anderem Kram auf jeder winzigen

Abstellfläche. Besser alles zusammen in schlichte Boxen

packen, die zum Farbkonzept des Badezimmers

passen. Das Gleiche gilt für Zahnpasta und -bürste,

Kamm, Fön und Kosmetikartikel. Und noch etwas

schafft optische Ruhe, selbst wenn der Raum noch so

winzig ist: Toilettenbürste,Zahnputzbecher,Seifenhalter,Klopapier-und

Handtuchhalter sollten ein einheitliches

Design haben. Für Telefon und Laptop bleibt das

Wohlfühlbad tabu; ein CD-Player mit Entspannungsmusik

kann, muss aber nicht zur Ausstattung zählen.

Vereinzelt sind bereits Systeme mit DVD-Playern erhältlich,

denen eine hohe Luftfeuchtigkeit nichts ausmacht.

Für noch mehr Harmonie und Entspannung sorgen

runde,weiche,fließende Formen bei Badezimmermöbeln

und Armaturen. Hängeschränke müssen heute

keine Ecken und Kanten mehr haben. Ein runder Hocker

bietet sich fürs Badpraktisch an. Aber warum nicht

auch den gemütlichen Rattansessel neben die Wanne

stellen? Vorausgesetzt, der Platz reicht aus, erhöht das

den wohnlichen Charakter immens.Sinnliche Materialien

und Naturprodukte für Deko-Artikel, Teppiche,

Handtücher und anderes Inventar komplettieren die

harmonische Atmosphäre. Babyblaue Fliesen oder Toiletten-

und Waschbecken in Dunkelgrün schick war

das gestern. Heute liegen Lindgrün, Weiß und Cremetöne

im Trend für Sanitärartikel und Fliesen. Dunkle

Akzente kann man mit Handtüchern oder Badezimmergarnituren

setzen. Wenn die Fliesen eher dunkel

sind, ist es umso wichtiger, imRest des Badezimmers

nur helle,sanfte Töne zu verwenden. Einschneeweißer

Läufer macht sich auf granitfarbenen Kacheln hervorragend,

allerdings sollte das Material gut waschbar

sein. Perfekt für die Wellness-Oase zu Hause sind Fliesen,

Wandverkleidungen oder Tapeten aus Naturmaterialien.

Holz und Stein im Badezimmer wärmer und

natürlicher geht es kaum. Kerzen oder Teelichter dürfen

aber nicht fehlen, angezündet im gedimmten Licht,

komplettieren sie die harmonische Atmosphäre.

Verzichtete man früher auf Möbel, Bilder oder Regale

im Bad, so werden die einst vernachlässigten Nasszellen

zu wahren Wohlfühloasen. „Dazu passt es, dass

sich die grundlegende Aufteilung der Räume verändert“,

teilt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft

(VDS) mit. „Aus dem reinen Schlaf- und Badbereich

wird eine Wellness- und Relaxzone praktisch ohne Tür

und Wände.“ Gleichzeitig öffne sich das Badder Natur

mit großzügigen Fensterflächen, einem eigenen Zugang

zur Terrasse und mit Badewannen und Duschen,

die einen Ausblick ins Grüne gewähren.“ Zum Faulenzenladen

Sessel ein, während Holzdielen das gestalterische

und funktionale Element zwischen Bad und

Schlafzimmer bilden.

„Die Möglichkeiten der Zusatzausstattungen

sind vielfältig

und eine Frage des Budgets.“

Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft

Harmonie fürs Auge ist das eine die heimische Wellness-Oase

kann und sollte aber auch alle anderen Sinne

verwöhnen. Dann erst stellt sich das Rundum-Wohlgefühl

ein. Ätherische Öle beispielsweise senden ihreWirkung

über Nase und Haut in den Körper.Ein paar Tropfen

ins Badewasser oder in die Schale einer Duftkerze

geben, schnell breiten sich die Aromen von Lavendel,

Eukalyptus oder Zitrusfrüchten aus. Blutorange erfrischt

und belebt nicht nur,das Öl verbessertsogar die

Luft im Bad. Tannenduft lindert Erkältungsbeschwerden,

Lindenblüte sorgt für Entspannung und Erholung.

Werunter viel Stress leidet, setzt auf ein ätherisches Öl

mit Kakao,Honig wirkt beruhigend und hilft gleichzeitig

gegen Schlaflosigkeit. Eine Tasse Kräuter-Tee, ein

vitaminreicher Fitness-Drink oder eine Biobrause stillen

den Durst und ergänzen das Wellness-Programm.

Nicht zuletzt sollen auch die Ohrenprofitieren. Am besten

durch Stille.Wer die nicht mag, legt eine CD ein je

nach Vorliebe mit meditativen Klängen oder Meeresrauschen.

Relativ neu ist das private Floating-Erlebnis,wie die

Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft beobachtet

hat. Die Hersteller haben entsprechend ihr Sortiment

an Badewannen angepasst. In geräumigen Ein- oder

Zweisitzermodellen sind Funktionen integriert, die für

eine sanfte Unterwassermassage sorgen. Angesagt sind

außerdem Dampfduschen mit Kopf- und Seitenbrausen.

Der Dampf wird mit Hilfe eines Generators erzeugt.

Über Düsen und mit Aromen versetzt, kann er

seine volle Wirkung entfalten. „Die Möglichkeiten der

Zusatzausstattungen sind vielfältig und wie immer

auch eine Frage des Budgets“, heißt es dazu von der

Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft. Die kleinste

Variante einer Dampfdusche benötigt übrigens nicht

mehr als einen Quadratmeter Platz. „Eine Alternative

zu den geschlossenen Systemen sind mit Dampfdüse

und hochwertigen Armaturen bestückte Dampfpaneele.“

Mitihnen lasse sich die ungenutzte Abstellkammer

oder ein anderer Raum nahe dem Bad zum Gesundbrunnen

umwandeln.

Informationen im Internet:

www.heimundbad.de; www.news-rund-ums-bad.de;

www.gutesbad.de

Das Bad: Im Durchschnitt 7,8 Quadratmeter groß

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte

vergangenes Jahr für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft

(VDS) Informationen zur Badnutzung.

Befragt wurden 2000 Haushalte in Deutschland. 44,2

Millionen Haushalte verfügen demnach über ein Bad,

40 Prozent der Haushalte sogar über ein separates WC

beziehungsweise eine Gästetoilette.

Die Größe eines Bades beträgt im Schnitt 7,8 Quadratmeter.28Prozent

der Bäder sind jedoch kleiner als

sechs Quadratmeter.Aktuell befinden sich noch 21,5

Millionen Bäder in einem nicht renovierten Zustand.

5,8 Millionen sind seit 25 Jahren in diesem Zustand.

Dasstatistische deutsche Durchschnittsbad nutzen

täglich knapp zwei Personen. In fast sieben Millionen

Haushalten (19 Prozent) müssen sich drei und mehr Familienmitglieder

das Badteilen. In der Regel halten sich

die Deutschen täglich gut 40 Minuten im Badauf vier

Minuten länger als noch 2006.

Ausgestattet sind die Bäder fast immer mit Waschbecken

und Armatur,Toilettenspülung und -schlüssel und

Zubehör.Erst dahinter folgen Badmöbel, Heizkörper

und Badewanne.Gut die Hälfte der Bäder in Deutschland

verfügt über eine Dusche.

Inspirationen zur Badgestaltung sollte man sich in einer

Bäderausstellung holen. DerSanitärfachhändler

Atala unterhält unter anderem eine 800 Quadratmeter

große Ausstellung an der Lietzenburger Straße 44-46 in

Charlottenburg. Bergmann &Franz betreibt in der Lützowstraße

74 ein „Haus der neuen Badewelten“ auf

1500 Quadratmetern.


Stil das Wohnmagazin

Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 31· ·

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Angenehm

aufgeräumt

wirkenmoderne

Bäder

nach

dem Motto

„weniger

ist mehr.“

KUENZLI

Insattem RotplätschertdasWasser auf den Körper

herunter.Die Wände sind in modernem Anthrazit

gehalten, die fugenfreien Böden wirken edel. Eine

glasklare Scheibe trennt den Duschbereich vom

übrigen Teil des Bads. Ein Gang über die diesjährige

Kölner Möbelmesse bestätigte den Trend weg vom

BadmitWanne und Duschecke,hin zur freizügig gestalteten

Erholungslandschaft. Hochwertige Materialien,

freizügige Raumkonzepte und Technik made in Germany

bestimmten das Bild der wenigeWochen zurückliegenden

Schau. Wir haben an dieser Stelle die wichtigsten

Neuheiten zusammengefasst.

Wand und Boden: Fugenlos und im edlen Anthrazitton

kommen Wände und Böden in den Bädern von

heute daher. Andie Stelle sperriger Duschkabinen mit

komplizierten Einstiegen treten freistehende Duschwände

in Natursteinoptik. Farbtöne der Natur sind derzeit

besonders beimVerbraucher gefragt. Für Farbe sorgen

bunte Armaturen, Vorhänge,Handtücher und Rollos.

Außerdem erheitern inDuschen integrierte Lichtelemente

wie die vomHersteller Hansa die Stimmung

dasWasser nimmt je nachWunsch eine grüne,rote oder

blaue Farbe an. Hersteller Kaldewei setzt unterdessen

auf sogenannte bodengleiche Duschen. Das Duschwasser

fließt bei der Serie„Xetis“ über die Duschwand

ab.

Klare Linien und Funktionalität beim Design:

Waschbecken sind nicht mehr oval, die Badewanne

kommt in einer kubistischen Form daher der Trend

beim Badgeht in die puristische Richtung. Inzwischen

hält Glas in allen Facetten Einzug ins Badzimmer.

Raumhohe Glastüren schaffen Transparenz zum

Duschbereich. DieKonturen vonSpiegeln oder Waschbecken

werden vonmoderner,energieeffizienter LED-

Leuchttechnik hervorgehoben. DerBadhersteller Keramag

hingegen verkündet das Ende des Spülrands beim

Toilettenbecken mit blumigen Worten: „Eine echte Innovation

fürs Bad, hochwertig im Design und hygienisch

einwandfrei im Spülerlebnis.“

Technik auf hohem Niveau: Viele Hersteller, darunter

Grohe, setzen auf technische Raffinessen. Der

Badspezialist hat einen „Digital Controller“ entworfen,

der durch sanfte Berührungen zahlreiche Funktionen

steuert darunter die Intensität des Wasserstrahls.

Auch aus dem Hause Grohe kommt die Reihe „F-digital

Deluxe“. Eine extra entwickelte Duschkabine wird in

ein angenehmes Licht gehüllt, während wohltuender

Dampf den Körper umhüllt und Musik aus den integrierten

Lautsprechernertönt.

Hygiene für alle Körperstellen: Mit dem AquaClean

Dusch-WCgriff der Hersteller Geberit in diesem Jahr in

Köln ein altbekanntes Thema auf die Hygiene. Ein

spezieller Aufsatz wirdaufs WC montiertund soll nach

jedem Toilettengang den Po auf Knopfdruck mit einem

warmen, angenehmen Wasserstrahl reinigen. „Neben

der Duschfunktion besitzen die unterschiedlichen Modelle

noch weitereKomfortfunktionen wie Geruchsabsaugung,

Fön, Fernbedienung“, teilt Geberit mit.

Accessoires für die persönliche Note: Auf dem Vormarsch

sind auch Accessoires,umIndividualität in die

eher nüchternsowie zeitlos wirkenden Badelandschaften

zu bringen. Villeroy &Boch hat die Linie Joyce entwickelt

das sollen Accessoires fürs Bad sein: Vasen

und stapelbareSchalen in ansprechender Gestaltung.

Waschbecken im Doppelpack: Nicht mehr aufzuhalten

ist das zweigeteilte Waschbecken, das Schluss machen

soll mit dem Gedränge bei der Morgentoilette.

Meist werden die Waschtische in kleine Schränke integriert,

die idealerweise im Farbton des Bades gehalten

werden.

Gestaltung mit Stil: Führende Badhersteller favorisieren

inzwischen eine durchgehende Gestaltungslinie

im Bad. Einheitliche Farben und Formen bilden ein

harmonisches Gesamtbild. Der Hersteller Keuco hat

gleich eine ganze Palette an Ideen ins Programm genommen

darunter die SerieElegance,bei der die Designer

penibel auf geschwungene Linien geachtet

haben. Diese spiegelt sich sowohl in Badmöbeln, Spiegelschrank

als auch in Accessoires.

Entdeckung der Behaglichkeit: Fußböden aus dunklem,

strapazierfähigem Holz sowie dezente Lichtpunkte

hauchen dem modernen Badezimmer Behaglichkeit

ein und sind ein bisschen auch Gegenentwurf

zur kühlen Optik, auf die wiederum viele Baddesigner

schwören. Für Akzente und Farbtupfer sorgen zudem

Accessoires in satten, kräftigen und warmen Farbtönen.

Puristisch

und transparent

Die Kölner Möbelmesse steht für Neuheiten im Wohnbereich

die Badhersteller überzeugen dort mit Innovationen und versprechen

Erlebnisse für die Sinne bunte Armaturen, fugenlose Böden und

Wände und viel Natursteinoptik.

Garantiert sparen!

UNDSOEINFACH GEHT‘S:

Dieser Toilettendeckel

sieht

nicht nur

zeitlos

aus, er

senkt sich

auch flüsterleise

herunter.

Eine Automatik

hilft.

Klare Linien

erinnernan

den Bauhaus-Stil.

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32 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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viele Jahre eher

etwas Rustikales

und Bodenständiges.

Die neuen

Modelle zeichnen

sich durch eine

anspruchsvolle

Formsprache aus,

ohne den Charakter

des saunatypischen

Holz-Interieurszuvernachlässigen.

HILTON

Schwitzen

ganz ohne fremde

Menschen

Wersich den Anblick anderer Nackter ersparen und saunieren will,

wann immer er mag, der kann sich zu Hause eine eigene Sauna

einrichten. Inzwischen gibt es dafür viele Möglichkeiten.

Ein finnisches Schwitzbad jederzeit im eigenen

Heim genießen zu können für einen echten

Sauna-Fan dürfte es kaum etwas Schöneres

geben. Doch während die Sauna im Land

ihrer Herkunft praktisch zur Grundausstattung eines

Hauses zählt, ist sie in Berlin und Brandenburg noch

eher Luxus als Standard. Nunmag das Saunieren nicht

jedermanns Sache sein entweder man liebt oder lässt

es auf die gesundheitsfördernde Wirkung wollen aber

immer weniger Deutsche verzichten. So schätzt der

Deutsche Sauna-Bund, dass mehr als 30 Millionen

Männer und Frauen regelmäßig saunieren. Landesweit

warten Spa-Hotels und Thermen mit attraktiven

Sauna-Landschaften auf, kaum ein Fitnessstudio

kommt ohne Schwitzkabine aus.

Beim Saunieren sammeln sich erst feine Schweißperlen

auf der Stirn, dann strömt die Wärme durch den

ganzen Körper, kriecht bis in die Haarwurzeln und in

den kleinen Zeh. Peu-à-peu entspannen sich die Muskeln,

Gedanken kreisen langsamer, der Bauch seufzt

zufrieden. Medizinische Studien haben die positiven

Auswirkungen des Saunierens auf Körper, Geist und

Seele vielfach belegt. So viel steht fest: Dank der Hitzein

der Kabine nehmen Haut- und Körpertemperatur zu.

Wiebei einem leichten Fieber produzieren wir Abwehrstoffe,

die Bakterien und Viren angreifen und sie im

besten Falle zerstören. Außerdem weitet die Wärme die

Gefäße und sorgt für eine bessere Durchblutung. Der

Schweiß transportiert Schadstoffe und alte Hautzellen

ab, wir bekommen „Babyhaut“. Sachgemäßes Saunen

ist jedoch auch mit einer kleinen Überwindung verbunden:

Den positiven gesundheitlichen Effekt komplettierterst

das BadimeisigenWasser,alternativ reicht

eine kalte Dusche.Denn nur der Wechsel vonHeiß und

Kalt stimuliert Kreislauf und Stoffwechsel, entspannt

die Muskulatur,senkt den Blutdruck und stärkt die Abwehrkräfte.Nicht

zuletzt profitiertunserePsyche.Wohlige

Wärme und entspanntes Atmen lassen Ärger und

Hektik des Alltags vergessen. So rät die Gütegemeinschaft

Saunabau und Dampfbad e. V. gerade chronisch

gestressten Menschen zum regelmäßigen Besuch einer

Schwitzstube.

Viele gesundheitsbewusste Frauen und Männer wissen

zwar um die Wirkung des finnischen Schwitzbads,

halten aber trotzdem nichts vom Saunieren. Schließlich

schätzt nicht jede(r) den Anblick fremder nackter

Körper und der Gedanke an gemeinsames Transpirieren

inengen Holzkabinen jagt so manchem eher kalte

Schauer über den Rücken. DieAlternativeheißt „Sauna

zu Hause“. VomEigenbau bis zum Kauf hochwertiger

Fertigkabinen mit den nötigen baulichen Voraussetzungen

können sich nicht nur Eigenheimbesitzer den

Traum voneiner privaten Schwitzstube erfüllen.

Standortder Sauna mit Bedacht wählen

Die Zeiten, in denen die wuchtigen Holzkabinen fast

nur in Gärten und Kellern Platz fanden, sind vorbei.

Längst bieten Hersteller hübsch designte Raumwunder

an, die an eine herkömmliche Sauna (von außen) nur

noch entfernt erinnern. Siepassen natürlich ins Badezimmer,

aber auch auf eine Zwischenetage, auf den

Dachboden sogar in die Wohnküche im Erdgeschoss.

Dusche beziehungsweise Badewanne und Ruhebereich

sollten aber möglichst nicht am anderen Ende des

Hauses oder der Wohnung liegen. Wichtig ist nämlich:

Die Sauna zu Hause soll pure Entspannung bringen.

Werauf dem Wegvon der Dusche zur Ruhezone durchs

wieder mal unaufgeräumte Kinderzimmer muss, büßt

einen Teil des gerade gewonnenenWohlfühleffekts umgehend

ein.

Die Sauna-Kabine braucht einen geraden, glatten

und vorallem wasserfesten Untergrund, der möglichst

mit Fliesen oder Kacheln ausgestattet sein sollte. Anschlüsse

für Stromund Wasser sollten sich in der Nähe

befinden. Diemodernen, hochwertigen Modelle verfügen

zwar über Dampfisolierungen, dennoch kann das

Schwitzwasser Schaden anrichten, weshalb der Raum

um die Sauna-Kabine herum gut belüftet sein muss.

Frische Luft sollte sich der Saunagast nach dem Schwitzen

gönnen. Die Ruhezone gehört indie Nähe eines

Fensters,imSommer auf den Balkon oder die Terrasse.

Kaum eine Sauna kommt ohne Starkstromanschluss,in

der Regel mit einer elektrischen Leitung von 400 Volt,

aus hierum sollte sich unbedingt ein Fachmann kümmern.

Eine eigene Sauna hilft, daheim Stress zu bewäl-

Die Zeiten, in denen die

wuchtigen Holzkabinen fast

nur in Gärten und Kellern Platz

fanden, sind vorbei.

tigen und Kraft zu tanken. Wer mal richtig schwitzen

will, kann das auch daheim machen ineiner eigenen

Sauna. Er kann zudem den Saunaofen anschließen.Wer

sichergehen will, dass er sich nicht am heißen Stein verbrennt,

grenzt den Ofen zudem mit einem Schutzgitter

ab.Übrigens: Eine Alternativezur klassischen Saunakabine

bieten neuartige Dampfsaunen, die in eine Dusche

integriert sind. Sie werden aus Materialien wie

Marmor, Kunststoff oder Keramik hergestellt, sind daher

pflegeleicht und meist kostengünstig.

Ausziehen, duschen, rein in die Kabine,Aufguss genießen,

ordentlich schwitzen, raus, duschen, relaxen.

DasGanzedreiMal wiederholen. Zwischendurch nicht

vergessen zu trinken. Besucher öffentlicher Sauna-

Stuben brauchen mehr nicht zu berücksichtigen. Fürs

Schwitzbad zu Hause reicht das aber nicht aus. Wer

wirksam saunieren will, muss nicht nur selbst für den

Aufguss sorgen, auch die Pflege der Kabine obliegt dem

Heim-Saunierer. Regelmäßig ambesten ein Mal pro

Woche steht ein Check auf Schäden an. Kalkablagerungen

am Saunaofen kann man mit einer Bürste wegputzen.

Liege- und Sitzbänke müssen feucht abgewischt,

hin und wieder auch geschmirgelt werden. Boden

und Außenwände sind ebenfalls ab und an zu säubern.

Auf keinen Fall darf der Sauna-Besitzer die

Innenausstattung und Auskleidung selbst lackieren

oder imprägnieren, erlaubt ist nur sanftes Reinigen mit

feuchten Tüchern. Türgriffe wollen von Zeit zu Zeit

nachgezogen, Türbänder geschmiertwerden. DerTürschnapper

braucht manchmal einen Tropfen Öl. Beiallem

gilt: Finger weg von Wasserschlauch und Hochdruckreiniger.Holz,

Fußboden undVerkleidung reagierenzuempfindlich

auf so viel Feuchtigkeit, weresdennoch

wagt, riskiertdie Garantieleistung.

Wer handwerklich versiert ist, kann sich natürlich

auch eine Schwitzkabine selbst zimmern. Infrage kommen

Element- oder Massivholzbauweise.Wichtig ist in

jedem Fall die Wahl der Holzart. Je nach Sauna-Artbieten

sich Tannen- und Fichtenholz an, für die Innenausstattung

sind Weichholzarten wie die Pappel vorzuziehen.

Tipps vom Fachmann sollten auch Selbstbauer

unbedingt annehmen, Rat und Anleitungen gibt es in

den Baumärkten und im Internet. Wereine Holz-Sauna

für zu Hause kaufen möchte,hat nicht nur die Qual der

Wahl. Wenn das neue Schmuckstück recht lange halten

soll, gilt es vorallem, bestimmte Qualitätsmerkmale zu

beachten. Entscheidend ist zum Beispiel die Stärke der

einzelnen Elemente oder Bohlen: je stärker,desto besser,desto

teurer.Wer kein tiefes Loch in die Haushaltskasse

reißen will, wählt ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Unbedingt sollten Käufer daraufWert legen, dass bei

der Herstellung ihrer Heim-Sauna auf Polyethylenglykol

(PEG) verzichtet wurde. Das Konservierungsmittel

seht imVerdacht, starke Allergien auszulösen. DasWellness-Stübchen

für Daheim soll aber der Gesundheit

dienen, statt sie durch beim Bau verwendete Schadstoffe

zu belasten. Werauf Nummer sicher gehen will,

entscheidet sich für eine Sauna mit folgenden zwei

Prüfsiegeln: Ist das Modell vom Forest Stewardship

Council (FSC) zertifiziert, wurde der gesamte Herstellungs-

und Vertriebsprozess nach umweltgerechten

Kriterien kontrolliert. Prangt auf der Heim-Sauna das

Siegel desVerbandes der ElektrotechnikVDE, kann sich

der Kunde auf eine gute Qualität in der technischen

Ausstattung verlassen. Energiebewusste Sauna-Fans

achten ferner auf den Wärmedämmwertund eine Zeitschaltuhr,

die den Ofen automatisch ausschaltet so

vermeiden sie unnötige Kosten.

Weitere Informationen im Internet:

www.apart-sauna.de; www.selbstbau.com, www.klafs.de;

www.sauna-bund.de

Mit viel oder wenig Luftfeuchtigkeit warm oder heiß

DerKlassiker ist die finnische Sauna in der Temperaturenzwischen

80 und 90 Grad (selten auch höher), aber

nur zwischen zehn und 20 Prozent Luftfeuchtigkeit

herrschen. Sowohl die meisten Schwimmbäder,Hotels,

Sportclubs als auch viele Hersteller und Käufer von

Heim-Saunen bevorzugen eine finnische Sauna. Um

die Luftfeuchtigkeit in der Kabine zu erreichen, muss

Wasser,dem meistens ein ätherisches Öl beigemischt

wurde,auf heiße Steine gegossen werden. Dasnennt

sich Aufguss.Als Düfte infrage kommen Eukalyptus,

Fichte,Latschenkiefer,Zitrusfrüchte oder Minze.

Sauna-Fans setzen immer häufiger auf Dampfsaunen

vorallem für zu Hause,weil es inzwischen Duschkabinen

mit integrierter Dampfsauna gibt. Diese sind kostengünstig

und eignen sich gut für Menschen mit

(chronischen) Atemwegserkrankungen. In der Dampfsauna

herrscht eine Luftfeuchtigkeit vonfast 100 Prozent,

die Temperaturen liegen zwischen 35 und 55

Grad.

Eine Mischform aus beiden Schwitzbädernist das Saunarium,

in dem sowohl Luftfeuchtigkeit (etwa 50 Prozent)

als auch Temperaturen zwischen 45 und 65 Grad

gemäßigt sind. Es eignet sich für Menschen mit gesundheitlichen

Einschränkungen und ist in vielen

Wellness- und Spa-Anlagen zu finden. Auch die meisten

klassischen Sauna-Kabinen lassen sich inzwischen

auf die Sanarium-Funktion einstellen.

Die Infrarotsauna gibt es seit zirka 40 Jahren bei einer

Temperatur vonrund 50 Grad führtsie dem Körper zusätzlich

Energie in Form vonInfrarotstrahlen zu. Die

Infrarot-Sauna gibt es als Selbstbau-Satz in Baumärkten,

werqualitativ hochwertige Kabinen mit Beratung

wünscht, zieht den Fachhandel vor.


Stil das Wohnmagazin

Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 33· ·

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Dieser Trend ist nicht mehr aufzuhalten: Sowohl

im Hausbau als auch im Rahmen von

Sanierungsvorhaben werden dieWände von

Badezimmern immer häufiger in Naturoptik

gestaltet. „Zu diesem neuen Wohngefühl, das sich

durch ein zeitlos schönes Raumambiente mit individueller

Note auszeichnet, passen Fliesen in Natursteinoptik

ideal“, heißt es dazu bei der Initiative „Deutsche

Fliese“. DerNatursteinlook sei derzeit „ein Megatrend“

bei Wand- und Bodenfliesen. Sieähneln sehr dem Vorbild

aus dem Steinbruch.

Experten sprechen vom keramischen Naturstein,

der optisch und strukturell kaum noch von seinen natürlichen

Vorbildern wie Schiefer, Granit oder Sandstein

zu unterscheiden sei. Allerdings sei Keramik im

Gegensatz zum Original pflegeleichter und unempfindlicher

gegen Flecken, erklärt die Initiative „Deutsche

Fliese“. Anders als glatte Keramikfliesen verfügen

die Fliesen in Natursteinoptik über eine rutschhemmende

Wirkung. Das macht sie vor allem für den Einsatz

in begehbaren Duschen oder auf Terrassen interessant.

Außerdem sei die Fliese in Natursteinoptik die

preiswertereAlternativezum Original.Weil die Oberflächen

bereits im Werk veredelt werden, sind die Fliesen

pflegeleicht. Aufwendige Pflegeprozeduren entfallen.

Immer häufiger sind in Bädernauch Fliesen zu entdecken,

deren Oberflächen strukturiert sind. Dadurch

wirken sie lebendig und individuell. 2013 gilt vorallem:

Mehr ist in. So haben die Hersteller XXL-Fliesen im Programm.

Sieschaffen Großzügigkeit, optischeWeite und

eine klareAtmosphäre. Gleich dahinter auf der Beliebtheitsskala

der Fliesen kommen rechteckige Formate.So

lassen sich mit rechteckigen Fliesen niedrige Deckenhöhen

optisch strecken.

Eine optische Täuschung stellen auch jene Fliesen

dar, die der Struktur von Holzfußböden nachempfunden

sind. Siesorgen fürWärme inWohnräumen und im

Bad. Wie die Initiative „Deutsche Fliese“ sagt, bieten

diese „Holz“-Fliesen einen enormen Wohnkomfort.

Der Pflegeaufwand hält sich bei ihnen in Grenzen. Im

Bad eignen sich diese Fliesen auch deshalb, weil sie

kratzfest sind. Außerdem sind sie unempfindlich gegen

Schmutz und Feuchtigkeit.

Zeitlos und modern ist das stetig größer werdende

Sortiment an Beton- und Zementfliesen. Siewirken puristisch

und schnörkellos, urban und minimalistisch.

Diese Fliesen vereinen nach Angaben der Initiative

„Deutsche Fliese“ Mut und stilistische Konsequenz.

Verspielt romantisch hingegen präsentieren sich die

Motivevon Fliesen mit Ornamenten. Hoch im Kurs sollen

Dekore sein, die ToninTon mit Ornamenten oder

dezenten, floralen Mustern gestaltet wurden. Raffinierte

Oberflächenelemente verändern ihr Erscheinungsbild

je nach Lichteinfall und Tageszeit.

Die große Retrowelle schwappt auch auf die Wandund

Fliesengestaltung im Bad über. Markante, farbig

gehaltene Fliesen verleihen dem Badezimmer ein individuelles

Aussehen und heben sich von der einst beliebten

weißen oder cremefarbenen Fliese ab.Streifen,

Kreise oder Wellen als Motive sorgen für eine geometrisch

interessante Optik. Gold- oder Glitzereffekte hingegen

versprechen auf Badfliesen Opulenz, klassische

Noblesse und Prestige.

Wer in seinem Bad Funktionsbereiche wie die

Duschecke akzentuieren möchte,sollte auf Mosaikfliesen

zurückgreifen. Sieverfügen über alle Eigenschaften

großer Fliesen, erfüllen jedoch viele zusätzliche Aufgaben

sokönnen Mosaik-Fliesen zur Gestaltung von

Wanddekoren genutzt werden. Auch Wandnischen,

Mauervorsprünge oder Rohrverkleidungen lassen sich

mit Hilfe vonMosaikfliesen hervorheben.

Weitere Informationen im Internet:

www.fliesenverband.de

Die Natur als Vorbild

Die Gestaltung von Wänden im Bad orientiert sich zunehmend an den Farben der Umwelt

Schiefer,Granit und Sandstein sorgen für ein angenehmes Ambiente. Im Gegensatz zu ihren natürlichen

Vorbildern hält sich bei diesen Boden- und Wandfliesen der Pflegeaufwand in Grenzen.

Unsere

Zukunft

istIhre

Wie aus dem

Bergwerkgeschlagen,

wirkendiese

Fliesen, die

darüber hinaus

großflächig

und

rechteckig

daherkommen.

Die unterschiedliche

Musterung

sorgt für

eine lebendige

Optik,

wenngleich

es an einigen

Stellen unruhig

wirkt.

FLIESE 2000

Chance

Wirsindimmer aufder Suche

nach engagierten Mitarbeitern.

Granit ist als Baumaterial seit Generationen beliebt. Fliesen in

der Optik von Granit sind jedoch deutlich preiswerter als das

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Stil das Wohnmagazin

34 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

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Das Ritual ist jedes Jahr das gleiche: Kurz vor

Osterndrängeln sich in den Gartenabteilungen

der Baumärkte die Hobbygärtner. Auf

große Wagen werden Paletten mit Primeln,

Narzissen, Stiefmütterchen, Geranien und Begonien geladen.

Undwer keinen Garten hat, der richtet seinen Balkon her stets

mit der Vorfreude auf laue Sommerabende.Balkon und Garten

bringen zweifelsohne ein Stück Lebensqualität und stehen für

ein Leben unter freiem Himmel. Sobald die Sonne scheint und

wärmt, werden Kaffeetafel oder Schreibtisch nach draußen verlegt.

Gewachsen sind mittlerweile die Ansprüche an den Aufenthalt

im Freien. Balkon- und Terrassenmöbel aus Plastik in langweiliger

Optik sind kaum noch im Fachhandel erhältlich. Gemütliche

Polstermöbel, komfortable Lounge-Sessel oder sogar

Freiluftbetten prägen das Bild in Berliner Gärten und auf den

Balkonen der Hauptstadt. Und weil die Nachfrage nach eindrucksvollen

Freiluftmöbeln gestiegen ist, reagiert der Handel

und weitet seine Verkaufsflächen entsprechend aus. Witterungsbeständiges

Holz, kombiniertmit sanften Cremetönen bei

Kissen und Bezügen stehen für die Trends im Garten- und Balkonjahr

2013. Farblich aufeinander abgestimmte Pflanzkonzepte

lösen das willkürliche Allerlei an Pflanzen aufTerrasse und

Balkon ab. Rot, Blau, Violett oder Gelb gehören zu den Farben

der Saison und finden sich auch in der Palette gängiger Balkonund

Gartenpflanzen wieder. Vor dem Start indie Garten- und

Balkonsaison lohnt sich eine kritische Bestandsaufnahme: Verblichene,

kaputte Möbel und Pflanzkästen in antiquierter

Braunoptik sollten modernen, zeitlosen Utensilien weichen. Je

nach Platz und Lust können Kräuter-und Gemüseecken gestaltet

werden, die bis weit in den Herbst hinein eigene frische Lebensmittel

garantieren. Nistkästen sorgen vor allem um diese

Jahreszeit für jede Menge Leben auf Balkon und Terrasse. Auf

dem Vormarsch in dieser Saison sind Themenwelten im Garten.

Da gibt es zum einen von Bambus und großen Gräsern umgebene

Rückzugsorte zum Lesen oder einem Nickerchen, terrassenförmig

angelegte Steingärten mit wechselnden Blumen der

Saison oder Wildblumenwiesen, die einen wichtigen Lebensraum

für Vögel und Insekten darstellen. Wer auf klare Linien

Wert legt, sollte asiatische Gestaltungslehren bevorzugen, die

geprägt sind vonModerne und Sachlichkeit sowie dem Einklang

der Elemente.Neben modernen Akzenten auf Balkon, Terrasse

oder im Garten feiern2013 auch die Gartenmöbelklassiker ihre

Rückkehr.Holzbänke und Holzstühle mit Eisengestell erinnern

an die Gartenlokale von anno dazumal. Strandkörbe sowie

Holzliegestühle lassen sich vor allem für Ruhezonen hervorragend

nutzen. Und sie beweisen: Das natürliche, robuste Material

Holz wirdweiter das Bild der Freiluftwohnzimmer prägen.


Stil das Wohnmagazin

Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 35· ·

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Yucca-Palmen

sind

von der

Pflege her

eher anspruchslos,

wegen

ihrer großen

Blätter

aber gute,

natürliche

Klimaanlagen.

Unter anderem

regulieren

sie Feuchtigkeit.

MSG

Grünlilie

gegen

Formaldehyd

Dieses Ammenmärchen hält sich hartnäckig:

Grünpflanzen im Schlafzimmer sind schädlich

und rauben uns wertvollen Sauerstoff.

Seit Generationen wirddiese durch Studien

widerlegte Weisheit weitergegeben. Wersich jedoch etwas

ausführlicher mit demThema beschäftigt, der stellt

schnell das Gegenteil fest. Denn mit dem Grün im

Wohnbereich verbessert sich das Wohnklima deutlich.

Es lohnt sich also, die Wirkung von Pflanzen auf

Mensch und Tier genauer zu betrachten.

Beginnen wir mit der Wirkung vonZimmerpflanzen

auf den Menschen und denken zurück an den guten alten

Biologie-Unterricht. Photosynthese lautet jener

Prozess, der dauerhaft bei Pflanzen anhält. Wir erinnern

uns: Im Rahmen der Photosynthese werden aus

energiearmen Stoffen energiereiche Stoffe erzeugt.

Dazu ist Sonnenlicht notwendig. Kohlendioxid wird

während der Photosynthese aus der Luft aufgenommen

und in Form von Sauerstoff wieder abgegeben.

Ohne Tageslicht wirdder Prozess unterbrochen. Vorallem

nachts nehmen die Pflanzen wegen des fehlenden

Lichts Sauerstoff auf und geben Kohlendioxid ab.

Grund zur Beunruhigung besteht jedoch nicht. Die

Mengen an Kohlendioxid sind nicht besorgniserregend.

Pflanzen können daher im Schlafzimmer wie

auch im Rest einer Wohnung als klimatische Bereicherung

betrachtet werden.

Vorsichtig hingegen sollten Allergiker sein oder

Menschen mit Atemwegsproblemen oftmals lagert

sich auf der Blumenerde von Zimmerpflanzen Schimmel

ab. Geraten Partikel davon in die Umgebungsluft,

besteht die Gefahr, dass auch Menschen diese einatmen

und Reaktionen wie Husten auslösen. Stark riechende

Pflanzen können darüber hinaus Auslöser von

Kopfschmerzen und Schlafstörungen sein. Daher eignen

sich fürs Schlafzimmer Pflanzen, die nicht blühen.

Blumenerde stellt außerdem für Keime und Pilzeeinen

guten Nährboden dar. Aufmerksame Pflanzenfreunde

sollten daher die Blumenerde regelmäßig tauschen. Positiver

Nebeneffekt: Durch die in der neuen Blumenerde

enthaltenen Nährstoffe erhalten die Blumen unter

Umständen einen Wachstumsschub.

Gartenexperten bezeichnen Zimmer-Efeu, Myrte,

Zimmertannen, Yucca-Palmen und Bubiköpfe als

ideale Schlafzimmerpflanzen. Sie kommen mit wenig

Wasser aus und haben auch kein Problem mit den niedrigerenTemperaturen

im Schlafzimmer.Experten raten

außerdem zu Zimmerpflanzen mit großen Blättern.

Diese leisten einen großen Beitrag zur optimalen Luftfeuchtigkeit.

Und das wiederum kann krank machenden

Staub binden und in der Luft reduzieren.

Einige Pflanzen entziehen der Luft in der Wohnung

außerdem Schadstoffe, die von Farben, Möbeln oder

elektrischen Geräten freigesetzt werden. So soll die

Grünlilie Formaldehyd beseitigen, Zigarettenrauch

wirdvon der Strahlenaralie vertilgt.

Wer Haustiere wie Hunde oder Katzen hält, sollte

sich vordem Pflanzenkauf darüber informieren, ob das

Zimmergrün gefährlich sein könnte. Weil Hunde und

Katzen gerne an der Zimmerpalme knabbern, besteht

das Risiko einerVergiftung. Denn viele Pflanzen enthalten

giftige Substanzen, die bei den Tieren dann zu

Durchfall, Erbrechen oder sogar zu Apathie führen können.

Zu den giftigen Klassikern unter den Zimmerpflanzen

zählen die Agave, das Alpenveilchen, die Azalee,

Geranien, Gummibäume,Orchidee,Tulpe und Primel.

Keine Gefahr für Hund und Katzebesteht hingegen bei

Pflanzen wie Dahlien, Dattelpalmen, Hibiskus, Lavendel

oder Rosen. Um den Knabberdrang vonKatzen beispielsweise

auf natürliche ArtundWeise zu befriedigen,

gibt es im Fachhandel sogenanntes Katzengras. Esist

ohne Risiko und sogar gesund.

Tödliche Folgen kann der Verzehr vonTeilen der sogenannten

Dieffenbachie haben vor allem der Stamm

ist giftig. Maul, Magen sowie Darm das Haustieres können

angegriffen werden, wenn diese Pflanze gefressen

wird.

Informationen über die Wirkung von Pflanzen im Internet:

www.hek.de/gesund-fit/fit-bei-der-arbeit/am-arbeitsplatz/bessere-raumluft-durch-pflanzen.html

Der kleine Dschungel daheim hat nicht nur seinen optischen Reiz:

Er bringt Farbe und Leben in die eigenen vier Wände. Und das

Zimmergrün wirkt sich auf die Gesundheit aus inder Regel positiv.

Allerdings sollten Tierhalter einige Tipps beachten.

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Pflanze. Das Zimmergrün ist genügsam und hat auch mit niedrigen

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36 Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013

························································································································································································································································································· Weltweit gibt

es bis zu

30000 Arten

Orchideen.

Einige wenige

davon

haben es in

unsere Wohnzimmer

geschafft.

Ihre Pflege ist

jedoch anspruchsvoll.

MPZ

Tropisches

Grün fürs

traute Heim

WerZimmerpflanzen geschickt miteinander kombiniert,

kann sich viel Natur ins Wohnzimmer holen und sich das ganze Jahr

über an der grünen Pracht erfreuen. Voraussetzung: etwas Geschick

und der berühmte „grüne Daumen“.

Naturfreunde lieben es,auch in ihrem Wohnbereich

einen kleinen botanischen Garten

anzulegen. Palme, Bonsai und Schlangenwurzsollen

die Bewohner erfreuen, werden

hierfür gehegt und gepflegt. Nicht selten sind diese

Zimmerpflanzen der ganze Stolz ihrer Besitzer. Im

Frühjahr werden die grünen Lieblinge in größereTöpfe

umgepflanzt, damit sie sich kräftigen. Sie bekommen

regelmäßig den für sie passenden Dünger und immer

den richtigen Standplatz: sonnig, schattig oder ein wenig

vonbeidem. Selbst Streicheleinheiten und freundliche

Worte gehören mancherorts zur täglichen Routine,damit

das Grün im Haus bestens gedeiht.

Die meisten Zimmerpflanzenarten stammen ursprünglich

aus tropischen Regenwäldernoder aus den

daran angrenzenden Gebieten. Da diese Regionen oft

nah am Äquator liegen, beträgt die Tageslichtration

täglich rund zwölf Stunden, Niederschläge sind einheitlich

übers Jahr verteilt. Wassie so attraktiv für das

Wohnzimmer macht: Anders als heimische Pflanzen

brauchen aus den Tropen stammende Zimmerpflanzenkeine

gesonderte Ruhepause im Jahr,sie sehen also

das ganzeJahr über hübsch und dekorativ aus.Beliebte

Zimmergewächse von dort sind der Philodendron, die

Orchidee und die farbenfroh blühende Bromelie.

Damit das frisch gekaufte, eingetopfte Grün in den

eigenen vierWänden auch schön bleibt, bedarfesguter

Pflege,sozusagen eines „grünen Daumens“. Dies fängt

mit dem Wissen um den geeigneten Standort für die

Pflanzean.WerZimmerpflanzen lediglich aufgrund ihres

Aussehens aussucht und dorthin stellt, wo sie gut

zur Einrichtung passen, wird womöglich enttäuscht:

Jede Pflanze benötigt die Lichtverhältnisse, die ihrem

ursprünglichen Ortentsprechen, sonst werden sie unansehnlich

oder gehen ein. WasimRegenwald nah am

Boden wächst, braucht Schatten, für sie ist das Nordfenster

oder eine etwas dunklere Zimmerecke kein

Problem. Klettergewächse und Epiphyten dagegen, die

auf Bäumen wachsen, genießen das Licht sie brauchen

sonnendurchflutete Zimmer und helle Plätze.

Wasser ist für alle Zimmerpflanzen lebensnotwendig.Wieviel

sie vomkühlen Nass benötigen, hängt wiederum

vom Typ ab. Pflanzen aus der Savannenlandschaft

beispielsweise wie Kakteen und Sukkulenten,

die hervorragend Feuchtigkeit in ihrem Saft speichern

können, überstehen vorübergehende Trockenheit gut.

Siesind deshalb für Menschen geeignet, die das Gießen

ihrer Pflanzen gerne mal vergessen. Sollen diese Arten

schön blühen, brauchen manche von ihnen aber eine

kühle Lagerung über dieWintermonate.Das gilt es herauszufinden.

Einige Gartencenter nehmen auch tropische

Planzen in „Winterpflege“. Dasbietet sich für Kübelpflanzen

an, die im Sommer auf Balkon und Terrasse

stehen und die die hohen Wohnraumtemperaturen

und die geringe Luftfeuchte in den geheizten

Zimmern nicht gut vertragen. Es ist nicht billig, lohnt

sich aber bei besonders großen Exemplaren und wertvollen

Pflanzen.

Dünger ist das nächste Zauberwort, um einen „grünen

Daumen“ bei Gewächsen zu beweisen, die in Töpfen,

Kübeln oder Kästen gedeihen sollen: Siebrauchen

regelmäßig neue Nährstoffe, ambesten in Form eines

mineralischen Düngers.Draußen in der Natur sorgt der

ökologische Kreislauf dafür, dass Pflanzen gut mit frischen

Nährstoffen versorgt werden. In derWohnung ist

dies etwas anderes, dazehren die Pflanzen über die

Monate langsam aus, wenn sie keinen Nachschub bekommen.

Auf üppiges Wachstum und Blütenreichtum

kann man da ohne entsprechendes Engagement lange

warten. Beim Kauf der Zimmerpflanzen sollte man sich

dazu im Fachhandel beraten lassen. Gut ist es, dabei

gleich in Erfahrung zu bringen, ob die jeweilige Pflanze

auch Ruhepausen benötigt, in denen weniger oder gar

nicht gegossen wird.

Doch welche Pflanzepasst zu wem? In erster Linie ist

es wohl„Liebe auf den ersten Blick“, die zum Kauf einer

Zimmerpflanze veranlasst sie soll schön aussehen.

Fachmännischer Rat und eine kleine Bestandsanalyse

sollten aber ebenso in die Kaufentscheidung mit einfließen,

damit die Mensch-Pflanzen-Gemeinschaft Zukunft

hat und freudig bleibt:Welcher Standortist für die

Pflanze angedacht? Wie ist der eigene Lebenswandel,

ist man öfter tagelang nicht zu Hause oder verreist?Wie

aufwendig ist es,jemanden zum Gießen zu finden? Sind

kleine Kinder und Tiere imHaus oder zu Besuch, weshalb

sich giftige Zimmerpflanzen auf keinen Fall eignen

wie Alpenveilchen, Becherprimel oder Dieffenbachie?

Wie widerstandfähig ist die Pflanze imAllgemeinen,

muss man mit Schädlingsbefall rechnen? Falls Milben

und Läuse auftauchen, hat man genügend Zeit und

Lust, sich darum zu kümmern? Wiestarkoder buschig

ist das Wachstum, wie hoch sind die Räume? Wersich

im Vorfeld gut informiert, findet in jedem Fall die passenden

grünen Gesellen für das eigene Heim.

Wer will, dass seine Zimmerpflanzen

gut gedeihen, sollte

diese regelmäßig düngen und

auch ab und an umtopfen.

Ganz besondere Schmuckstücke für Wohnräume sind

sicherlich Bonsai-Bäumchen. Wie ihre großen Vorbilder

auch benötigen diese kleinen Bäume regelmäßig

Aufmerksamkeit: Mit einer Minisäge oder Schere werden

die winzigen Äste gepflegt und toteTriebe beseitigt.

Viele Arten verlieren zudem im Herbst ihr Laub, das

dann mit einem kleinen Besen zu beseitigen ist. Bonsais

werden tatsächlich viele Jahrhunderte alt eine

Vorstellung, die fasziniert. Wer sie liebt und ein gutes

Gespür für sie hat, kann sich ein ganzes Leben lang an

ihnen erfreuen und sogar später vererben. DieBonsai-

Kultur stammt aus Asien, ist über tausend Jahrealt und

symbolisiert Harmonie zwischen der Natur und dem

Menschen. Das Große wird hierfür in eine miniaturisierte

Form übertragen: Die Bonsai-Bäumen in ihren

kleinen Schälchen sehen tatsächlich wie ein großer

Ahornoder eine hohe Kiefer aus eben nur auf 30 Zentimeter

geschrumpft.

Es kann aber ebenso begeistern, wenn das Grün in

den eigenen Wänden nur so explodiert imWachstum,

überschwänglich blühen und neue Triebe entwickeln

darf. Dann werden über die Jahre immer größere

Pflanztöpfe notwendig: Zimmerpflanzen wachsen nur

auf Dauer,wenn sie genügend Platz für ihr Wurzelwerk

haben. Weralso eine Pflanze inihrer Größe eher konstant

halten möchte,sollte auch die Topfgröße über die

Jahreannähernd beibehalten.

Neben dem Gießen, das auf die jeweilige Pflanzegenau

abgestimmt werden muss, genießen grüne Zimmergenossen,

wenn man ihre Blätter ab und an vorsichtig

vomStaub befreit: Entweder,indem man mit einem

feuchten Tuch leicht über sie wischt oder aber,indem

man die Pflanze indie Badewanne oder Dusche

stellt und sie ein MalimMonat vorsichtig abbraust, natürlich

mit lauwarmem Wasser. Pflanzen, die aus den

Tropen stammen, lieben auch den zarten Regen, den

man sehr gut mit einem Wasserzerstäuber in Nähe der

Pflanzesimulieren kann. Entkalktes Wasser ist hier die

besteWahl, damit es nach dem Trocknen keine unschönen

weißen Spuren auf den Blätterngibt.

Blattglanz aus der Sprühdose bringt das Grün zum

Glänzen und verhindertfür längereZeit das Einstauben

der Blätter.


Stil das Wohnmagazin

Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 37· ·

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Handlich, pflegeleicht und schön stapelbar:

Mitdiesen Eigenschaften hatten die praktischen

und platzsparenden Plastikstühle

lange Zeit die Nase vorn, wenn es um die

Wahl von Garten- und Terrassenmöbeln ging. Ansprüche

an Optik und Gemütlichkeit? Fehlanzeige. Doch

der Trend hat sich geändert. Ob auf dem Balkon, der

Terrasse oder im Garten wer sich draußen aufhält, will

es heute ebenso bequem haben, wie im Wohnzimmer.

Außerdem soll das Freiluftmobiliar modern und ansprechend

aussehen: ein Hauch Toskana hier, edler

Landhausstil da. Ein bisschen Ostsee mit Strandkorb

oder Gemütlichkeit mit Lounge-Ecke. Häufig fällt die

Entscheidung mit dem Platzangebot in Laube, Garage

oder Keller. Denn wo sonst sollen die Sommermöbel

überwintern?

ZumBeispiel draußen. Dank der neuen Materialien,

aus denen Terrassen- und Gartenmöbel heute hergestellt

werden, ist das gar kein Problem.Vorallem das als

Polyrattan bekannte Geflecht aus dem Kunststoff Polyethylen

zählt seit einigen Jahren zu den am häufigsten

verwendeten Materialien für Außenmöbel. Polyrattan

ist wetterfest und kann das ganze Jahr über im Freien

bleiben. Nässe,Sonne und selbst Frost machen zumindest

qualitativ hochwertigem Polyrattan (manchmal

auch PE-Geflecht genannt) wenig aus. Mit Wasser und

ein wenig Putzmittel lässt er sich gut reinigen auch

nach dem langen Winter.Flechtmaterial aus Polyrattan

gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben.

So kann man Flach- oder Rundbandflechten wählen,

helle und dunkle Holztöne, aber auch in Weiß, in

Schwarz oder ein Muster. Manche Polyrattanmöbel

haben eine typische Kunststoffoptik, anderelassen sich

nur schwer vonechtem Rattan unterschieden. Gartencenter,

Baumärkte und Fachhändler bieten Möbel aus

Polyrattan an: massive Sessel und Sofas mit waschbaren

Kissenauflagen und den dazu passenden Tischen

und Hockern, Lounge-Liegewiesen und Ottomanen

aber auch filigrane Stühle und leichte Stapelsessel.

Wereszeitlos mag und ein wenig Aufwand für die

Pflege nicht scheut, setzt für seine Gartengruppe auf

den Klassiker Holz. Infrage kommt zum Beispiel das

sehr robuste Teakholz, das allerdings für den Original-

Look mindestens zweimal im Jahr mit einem speziellen

Pflege-Öl behandelt werden sollte.Wer sich nicht daran

stört, dass die Möbel im Lauf der Zeit ein wenig Patina

ansetzen, bleibt bei Wasser und Spülmittel. Gleiches

gilt für Stühle aus Akazie oder Eukalyptus,die ebenfalls

in dieser Saison im Angebot sind. Exklusive Möbel aus

Bambus oder Rattan bedürfen jedoch etwas aufwändigerer

Pflege und müssen vorNässe und Frost geschützt

werden. Beiallen Möbeln aus Naturmaterialien sollten

Käufer darauf achten, dass ökologische Standards beim

Anbau nicht zu kurzkamen.

Ob Klapp- oder Relaxstuhl, Liege,Hocker,Tisch oder

Stapelsessel: Gartenmöbel aus Aluminium bestechen

vor allem durch „Leichtigkeit“. Dank des geringen Gewichts

sind sie einfach zu bewegen und dabei keineswegs

zerbrechlich. Ihrmodernes Design verleiht mancher

Terrasse einen ganz eigenen Stil. Die pulverbeschichteten

Modelle von heute sind nicht nur optisch

ansprechender als ihre aluminium-glänzenden Vorgänger

das Oberflächenverfahren sorgt außerdem für

einen besseren Schutz vorKratzernund für mehr Stabilität.

Nicht zuletzt ist die Schicht witterungsbeständig.

Ebenso wetterfest und pflegeleicht sind Terrassenmöbel

aus Edelstahl. Auch hier gibt es die pulverbeschichteteVariante.Edelstahl

ohne Ummantelung neigt dazu,

Fingerabdrücke deutlich zu zeigen deshalb sollten die

Möbel hin und wieder mit einem speziellen Reiniger

behandelt werden. Besonders edel glänzen gebürstete

Flächen.

Nicht nur Möbel, sondern praktisch alle bekannten

Wohndeko-Artikel für drinnen gibt es inzwischen in der

waschbaren und/oder wetterfesten Variante auch für

das Sommerzimmer,die Terrasse beziehungsweise den

Balkon: Das fängt bei Blumentöpfen und -kübeln an,

geht über Kissen und Decken, Lampen, Teppiche,Truhen

und Regale,bis hin zu Kerzen und Bildernmit Rahmen.

Daseinzige Utensil, das garantiertnur draußen zum

Einsatz kommt, ist der Sonnenschirm. Doch auch hier

ist das Angebot in den Fachmärkten umfangreich, so

gibt es sämtliche Farben, diverse Formen, und manch

technische Raffinesse vom besonders hohen UV-

Schutz bis hin zum Pendelschirm mit patentierter

Schwenkfunktion.

Fast wie Rattan

nur wetterfest

Gartenmöbel aus PE-Geflecht versprechen Gemütlichkeit und

Lounge-Atmosphäre. Mit ihnen werden Balkon und Terrasse

zur Wohlfühlzone im Freien. Allerdings haben auch noch

klassische Retro-Möbel ihre Fan-Gemeinde.

Zu Höffnerund zu Tisch!

Lassen Sie sich preiswertinunserem Restaurant verwöhnen.

Bei den Gartenmöbeln geht es entweder in die ganz moderne

oder aber in die traditionelle Richtung wie dieser Stuhl belegt.

BSIENA, LECO, LANDLEBEN

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························································································································································································································································································· Saisonstart

auf

Balkonien

Wo früher oft nur Wäsche hing oder sich rauchende Besucher trafen,

wird heute viel Liebe in die Gestaltung investiert.

Balkone mausern sich mit den richtigen Pflanzen

zum blühenden Paradies.

Eine bunte

Kletterpflanze

ist

die Zierde

eines Balkons

oder

einer Terrasse.

Die

Petunie

gehörtzu

den Nachtschattengewächsen.

Von

ihr gibt es

16 Arten.

SIENA, LECO

LANDLEBEN

Etwa fünf Monate im Jahr hat er ein ödes Dasein

gefristet: Zweckentfremdet als zweiter Kühlschrank,

vernachlässigt und verdreckt, im besten

Fall mit einemVogelhäuschen ausgestattet

und so wenigstens vonden Tieren geschätzt .Inder kalten

Jahreszeit braucht kein Mensch einen Balkon. Doch

kaum kletterndie Temperaturen wieder dauerhaft über

15 Grad, zieht es die meisten Berliner mit aller Macht

ins Freie was oder wer liegt da näher als der eigene

Balkon?

Der sollte dann aber auch einladend sein. Deshalb

steht zunächst ein gründlicher Frühjahrsputz im

„Draußen-Zimmer“ an. Besen und Schaufel, Wasser,

ein wenig Spülmittel, Lappen und Staubsauger beseitigen

die Spuren des Großstadtwinters.Der ausrangierte

Wohnzimmertisch, leere Einwegflaschen, ein eingegangener

Ficus: Häufig landet (Sperr-)Müll erst einmal

auf dem ungenutzten Balkon. Jetzt kann alles in einem

Rutsch weg.

Vielleicht sollten gleich die alten Plastik-Balkonstühle

mit? Statt dieser breiten, optisch wenig ansprechenden

Kunststoff-Modelle liegen jetzt filigrane Sitzmöbel

mit feinen Stäben und Sprossen aus Naturmaterialien

im Trend. Sie sind nicht unbequemer als ihre

Vorgänger. Auch eine Aluminium-Garnitur kommt für

den Balkon infrage.Diese Möbel sind ebenso leicht im

Gewicht wie in der Pflege und dennoch stabil. Wereinen

besonders geräumigen Anbau hat, kann auch Sessel

oder ein Sofa aus Holz, Geflecht und Stoff wählen,

wie sie für Terrassen oder Gärten im Angebot sind. Und

wer sich’s auf seinem Balkon so richtig gemütlich machen

möchte: Es gibt inzwischen eine große Auswahl

an wasserfesten Teppichen und Wandbildern, Lampen

und Kleinmöbeln, an Kissen und anderen Deko-Artikeln-

speziell für das Sommer-Wohnzimmer.

Ist der Balkon schließlich blitzblank und die (neue)

Einrichtung komplett, geht es an den wichtigsten Teil

der Dekoration: die Balkonpflanzen. Ob geräumig wie

eine Terrasse oder winzig, ob lang und schmal oder

quadratisch-praktisch, ob angebaut oder in die Fassade

eingelassen: Jeder Balkon lässt sich in eine blühende

Großstadt-Oase verwandeln. Lediglich ein paar Regeln

sind dabei zu beachten, und zwar schon vordem Kauf

von Saat oder Setzlingen. Erstens: Nicht jede Pflanze

eignet sich für jeden Balkon. Weretwa Fuchsien, Glockenblumen

oder Hortensien auf einen Südbalkon

setzt, braucht sich nicht zu wundern, wenn sie Köpfe

und Blätter hängen lassen.

Anders reagieren Kräuter und Gemüse: Je mehr Sonnenstrahlen

sie abbekommen, desto üppiger sind

Ernte und Aroma. Bestens für sonnige Balkone eignen

sich die Klassiker Geranie, Begonie und Petunie. Auch

mediterrane Pflanzen wie Lavendel, Rosmarin und

Thymian gedeihen in der Hitze. Oleander in Weiß, Gelb

oder Rotverleiht dem Balkon südländisches Flair über

die Sommermonate hinweg. Ein Hingucker, der ebenfalls

gut mit Sonne klarkommt, ist die Bougainvillea.

Alle diese Pflanzen lassen sich unkompliziert pflegen.

Tägliches Gießen genügt, wenn die Töpfe oder Kästen

nicht zu klein und/oder viel Wind ausgesetzt sind. Für

den Nordbalkon ist die Auswahl etwas eingeschränkter:

Hier bietet sich vorallem die Fuchsie an; ohne viel Licht

kommen außerdem Elfenspiegel, Männertreu, Eisenhut

und Laurentie aus. Mehrjährige Pflanzen wie

Buchsbaum, Bambus und Farn lassen sich sowohl mit

Tipps zur Bepflanzung

Vorm Pflanzen beachten: Werseinen Balkon bepflanzenmöchte,sollte

einigeTipps beachten.Wichtig ist die

Reihenfolge:Vorm Pflanzen auf Ausrichtung und Größe

des Balkons schauen, dann Lieblingsfarben der Pflanzenwählen,

übrige Balkondekoration beachten, Entscheidung

für oder gegen mehrjährige Pflanzen fällen,

Blühzeiten beachten und neue Pflanzen auch regelmäßig

düngen. Moderne Balkonkästen verfügen außerdem

über ein Bewässerungssystem, das während der

Abwesenheit der Bewohner das Gießen übernimmt.

Bestens für sonnige Balkone

eignen sich Geranie, Begonie

und Petunie. Auch mediterrane

Pflanzen gedeihen in der Hitze.

den sonnen- als auch den schattenliebenden Exemplarenkombinieren.

Sieüberwinternauf dem Balkon oder

im Keller.

Zweitens: Wesentlich fürs Wachsen und Gedeihen

auf dem Balkon ist die Qualität der Erde. Für Kästen

und Kübel eignet sich Balkonpflanzenerde,sie ist wasserdurchlässig

und verhindert Staunässe. Außerdem

enthält sie bereits einen Anteil an Blähton, der das Zusammenkleben

vermeidet. Wer pure Blumenerde

nimmt, sollte Blähton beimischen. Wasserspeichernde

Granulate halten die Erde locker und können die Pflanzenlänger

versorgen.

Drittens: DieTöpfe selbst können aus Tonoder Plastik

sein, sie sollten in jedem Fall am Boden kleine Löcher

haben diese dienen dem Luft- und Feuchtigkeitsaustausch.

Für einen Süd- oder Westbalkon besser

keine schwarzen oder sehr dunklen Kübel wählen,

denn die trocknen besonders schnell aus.

Natürlich kommt es bei der Wahl der Balkonblumen

auf den individuellen Geschmack an. Manch einer

steht auf zarte Blüten mit viel Grün, der anderemag es

knallbunt und üppig, der Nächste exotisch. Doch manche

Balkone schränken die Auswahl im Vorfeld ein: So

sind auf einem zwei Quadratmeter-Anbau große Blüten

wie die der Hortensie oder des Hibiskus im wahren

Wortsinn fehl am Platz. Auf eine geräumige Dachterrasse

aber passen diese Protzer gut. Ebenso wie Oliven

oder Zitronenbäumchen und Engelstrompeten, deren

Kübel allein einen kleineren Balkon fast ausfüllen würden.

Ein Mini-Austritt wirkt hingegen optisch größer,

wenn die Pflanzenkästen außen an der Balustrade hängen.

Auch Rankgerüste an der Hauswand und Blumenampeln

können hilfreich sein, wenn noch Platz für eine

Sitzgelegenheit bleiben soll.

Für einen kleinen Kräuter-Garten, den eigenen Gemüse-Anbau

oder als gestalterisches Element anstelle

des „normalen“ Blumenkastens: Eine Alternative zum

herkömmlichen Ton- oder Plastikkasten bietet der

Kunststoff-Pflanzbeutel im Weidengeflecht. Ihngibt es

in verschiedenen Größen und Formen, sodass er auf jeden

Balkon passt. Besitzer winziger Balkone profitieren

auch vonden neuartigen Pflanzsystemen, in denen die

Kübel kaskadenartig ineinander hängen.

Mitihnen lässt sich die Balkonbrüstung in gesamter

Höhe und Breite für Blumenschmuck oder Kräuterbeete

nutzen. Netter Nebeneffekt für Großstädter, die

ihrePrivatsphäreschätzen: Dieblühende Deko schützt

auch vorallzu neugierigen Blicken. Unddamit der Balkon-Gärtner

auf nichts verzichten muss: Selbst Gewächshaus

und Komposter passen inzwischen auf dem

Balkon. So hält der Handel Mini-Treibhäuser bereit

ebenso wie zierliche Komposter, die ganz wie die

„Großen“ Küchenabfälle in wertvollen Humus verwandeln.

NeuimBalkonkasten: DieBalkonblume des Jahres

2013 (vom Landesverband Gartenbau Rheinland-Pfalz

e.V.)„Mitternachtstraum“ ist eine Salvia farinacea. Die

Neuzüchtung aus der Gruppe Ährensalbei ist besonders

blühfreudig und hat sehr stabile Pflanzen. Beheimatet

sind die robusten Sommerblüher in den Südstaaten

der USA. DieNeuzüchtung zeichnet sich durch

eine besonders anhaltende Blüte aus und kann auf dem

Balkon, der Terrasse oder im Beet angepflanzt werden.

Der„Mitternachtstraum“ gehörtzur Familie der Lippenblütler.Die

Urformbevorzugt trockene Standorte,

wie Prärien und Wiesen. DerName „Salbei“ kommt aus

dem Lateinischen und bedeutet „heilen“. Er bezieht

sich darauf, dass viele Salbeiarten in der Medizin zum

Einsatz kommen. IhrAnteil an ätherischen Ölen hat

dazu geführt, dass sie nicht nur als Gewürzinder Küche,sondernauch

in der Heilkunde gegen Halsschmerzen,

bei Magen-Darm-Beschwerden und als Antibiotika

Verwendung finden.

Farben komibinieren: Der„Mitternachtstraum“ lässt

sich mit vielen Balkonpflanzen kombinieren, vorzugsweise

in den Farben Gelb,Weiß, Rotoder Orange.Ein

Kontrast ergibt sich mit der Balkonpflanzedes Jahres

2012, dem „Rubinglöckchen“. Als gelbe Balkonkasten-

Partner bieten sich Goldmarie,Strohblumen oder Husarenköpfchen

an.Weil die Mitternachtskerze sehr aufrecht

wächst, lässt sie sich gut mit hängenden und

halbhängenden Pflanzen kombinieren. Aber auch

Blattpflanzen wie das Purpurglöckchen, die Süßkartoffel

oder die Ziernessel eignen sich als Partner.


Eine Verlagsbeilage der Berliner Zeitung · N ummer 61 · M ittwoch, 13. März 2013 39

Stil das Wohnmagazin

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Wer keinen eigenen Garten hat, braucht

nicht auf köstliche Tomaten zu verzichten.

Auch Gurken, Paprikaschoten, Salat,

sogar grüne Bohnen alles lässt sich wunderbar

auf einem Balkon anpflanzen. Selbst für die

Würze vonGemüsepfanne,Braten oder Salat kann der

Balkon-Gärtner sorgen. Die meisten Küchenkräuter

wachsen zudem gut im Blumentopf.

Für fast alle Gemüsesorten und Kräuter gilt: Wem

das Aussäen zu mühselig und langwierig ist, der besorgt

sich im Baumarkt oder in einer Gärtnerei vorgezogene

Jungpflänzchen und setzt sie direkt in die heimischen

Balkonkästen. Neulinge auf dem Gebiet der Gemüsegärtnerei

legen am besten mit einem Pflücksalat los.

Lollo rosso und Eichblattsalat sind Lichtkeimer, ihre

Aufzucht ist relativ einfach. Die Samen nicht zu dick

aussähen und nicht in die Erde drücken und vorallem

immer feucht halten. Sonnige,nicht allzu windige Balkone

eignen sich besonders für den Anbau vonAuberginen,

Paprika und Tomaten. Auberginen wachsen ohnehin

auf engem Raum im Topf, spezielle Mini-Sorten

wurden außerdem eigens für den Anbau auf Balkon

und Terrasse gezüchtet. Auch die kleine Schwester der

Strauchtomate,Cherrygenannt, ist dafür bestens qualifiziert.

Alle Tomatensorten benötigen eine Rankhilfe:

Dazu einen Holzstab neben die Pflanzeindie Erde stecken

und die Staude mehrfach locker daran festbinden.

DasGleiche gilt bei der Aufzucht vonErbsen. Achtung:

Einige Vögel finden die kleinen grünen Kullern ausgesprochen

lecker deshalb braucht das Erbsenbeet einen

Schutz.

Ob rot, gelb oder grün entscheidet der Reifegrad: In

jedem Fall ist Paprika extrem durstig. Die Samen der

Pflanzekann man früh im Jahr in die Erde bringen und

im warmen Zimmer bei viel Licht soweit hochziehen,

bis der Kübel oderTopf nach dem letzten Frühlingsfrost

auf den Balkon darf. DasGleiche gilt für die Paprika-Kusinen

Chili und Peperoni.

Für eine leckere Gemüsepfanne unverzichtbar sind

Zucchini. Diebrauchen allerdings viel Platz, in der Regel

mindestens einen 50-Liter-Kübel. Wenn sie gut gedüngt

werden, reicht die Ernte der gurkenförmigen

Früchte dann aber auch für mehrereMahlzeiten. Nicht

zuletzt wächst auch das knackige Radieschen auf dem

Balkon sogar besonders schnell. Balkongärtner können

die Töpfe bereits im März mit Radieschen-Samen

bestücken, schon im Mai sind die rot-weißen Wurzelbällchen

reif für den Salat.

Eine original-italienische Tomatensoße ohne Basilikum?

Undenkbar! Undohne Koriander kann die vietnamesische

Reisnudelsuppe einfach nicht schmecken.

Aromatische Kräuter waren in der mediterranen und

asiatischen Küche längst Grundzutaten, als die deutschen

Speisen noch mit Salz und Pfeffer auskamen und

eine Prise gehackter Petersilie als Gipfel kulinarischer

Raffinesse galt. Dashat sich natürlich geändert. Inzwischen

preisen nicht nur TV-Köche Kräuter und Gewürze

als ebenso gesund wie unverzichtbar für den

guten Geschmack an.

Auch Hausfrau und Hobby-Maitre schwören heute

auf Rosmarin-Kartoffeln, bruzzeln im Wok Gemüse-

Pfanne mit viel Koriander,experimentieren mit Minze,

Salbei, Fenchel und Kapuzinerkresse.Amliebsten mögen

es die Freizeitköche, wenn ihre Kräuter frisch aus

dem Garten in den Topf kommen. Egal, ob sich dieser

vorm eigenen Häuschen oder in ein, zwei Kästen auf

dem Balkon einer Mietwohnung befindet.

Zunächst sollten Kräuter-Gärtner beachten, dass

sich nicht alle Pflanzen „grün“ sind. Ob Saat oder

Spross,gegenseitig in ihrem Wachstum behindernsich

Basilikum und Melisse, Fenchel und Koriander, Estragon

und Dill, Minzeund Salbei, Schnittlauch und Petersilie.

Andere brauchen aufgrund ihres ausladenden

Wachstums ohnehin einen eigenen Topf. Diemehrjährigen

Kräuter beanspruchen immer mehr Raum, weil

sie stetig weiter in Höhe und Breite schießen. Unkompliziert

und pflegeleicht sind die Einjährigen: Basilikum,

Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Kapuzinerkresse,

Koriander,Kerbel, Majoran, Petersilie und Schnittsellerie.

Schnittlauch hingegen zählt zu den mehrjährigen

Kräutern, ebenso wie Estragon, Currykraut, Liebstöckel,

Fenchel, Rosmarin, Salbei und Zitronenmelisse.

Bei folgenden Mehrjährigen Vorsicht: Thymian und

Oregano vertragen keinen Frost, sie sollten geschützt

überwintern.

Am besten kombiniertman solche Kräuter in einem

Kasten, deren Ansprüche an die Erde sich ähneln. Manche

mediterranen Arten wie Thymian, Rosmarin, Oregano

und Salbei mögen karge Böden, also sollte der

Erde ein guter Teil Sand beigemischt werden. Diese

Südländer kommen auch mit etwas weniger Wasser

aus. Die meisten anderen Kräuter gedeihen in fruchtbarem,

humusreichem Boden am besten sie verzeihen

zu seltenes Gießen kaum und danken dem Balkon-

Gärtner regelmäßiges Düngen mit üppigem Wachstum.

Schmuckloser Tontopf, Balkonkasten aus Plastik,

kunstvolle Schale aus Messing oder Pflanzkübel im

Weidenkörbchen: Alle Behälter kommen für den Gemüse-

und Kräutergarten auf dem Balkon infrage. Allein

auf die Größe kommt es an. Gemüse wie Tomaten

und Paprika brauchen Platz; an die 30 Zentimeter sollten

ihre Kästen im Durchmesser haben. Für die meisten

Küchenkräuter, insbesondere die einjährigen, genügen

Blumentöpfe aus Ton. Unverzichtbar sind in jedem

Fall die Löcher im Boden, denn Staunässe mögen

weder Kräuter noch Gemüse.Wer auf Nummer sicher

gehen will, legt ein paar Tonscherben auf den Boden

der Behälter und füllt erst anschließend die Pflanzerde

auf.

Kochen mit

Zutaten vom

Balkon

Wergesunde Lebensmittel mag, kann sie ganz einfach selbst anbauen:

Gemüse und Kräuter gedeihen auf Balkon und Terrasse vorzüglich.

Werschnell loslegen und nicht erst aussäen will, kann gleich

Jungpflanzen kaufen.

Küchenkräuter

wie Lavendel

oder Basilikum

lassen sich das

ganze Jahr nutzen.

Töpfe in

Betonoptik sorgen

für Abwechslung

auf

dem Fensterbrett.

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