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das dental labor So sähe es ohne unsere Leser in den Mündern aus: Schwarz (Vorschau)

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B 2129 E<br />

Die ganze Welt<br />

der Zahntechnik<br />

Exklusiv-Ausgabe für Abonnenten<br />

<strong>So</strong> <strong>sähe</strong> <strong>es</strong> <strong>ohne</strong> <strong>unsere</strong> L<strong>es</strong>er<br />

<strong>in</strong> <strong>den</strong> <strong>Mündern</strong> <strong>aus</strong>: <strong>Schwarz</strong>


Gut,<br />

<strong>das</strong>s <strong>es</strong> Sie gibt.


B 2129 E<br />

Die ganze Welt<br />

der Zahntechnik<br />

Exklusiv-Ausgabe für Abonnenten<br />

Neue<br />

Serie<br />

11<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de<br />

<strong>So</strong> tickt der Dentalmarkt<br />

c Ab Seite 1310 Serie: Aktuelle Interviews mit Laborchefs<br />

Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

c Ab Seite 1366 E<strong>in</strong>fach und schnell g<strong>es</strong>chichtet mit E<strong>in</strong>schicht-Metallkeramik<br />

„AppFahrt“ der Labors<br />

c Ab Seite 1420 Innung Niedersachsen-Bremen bietet Plattform für Kooperation<br />

November 2012 · 60. Jahrgang


Editorial<br />

Ke<strong>in</strong>e <strong>Schwarz</strong>malerei<br />

Starten wir mit e<strong>in</strong>igen Quizfragen:<br />

Welcher Ausbildungsberuf gehört<br />

zu <strong>den</strong> qualifiziert<strong>es</strong>ten und komplex<strong>es</strong>ten?<br />

Welcher Beruf hatte – e<strong>in</strong>kommensmäßig<br />

– e<strong>in</strong>st e<strong>in</strong>e Spitzenposition<br />

<strong>in</strong>ne und gehört heute zu <strong>den</strong><br />

Schlusslichtern? Welch<strong>es</strong> Berufsbild<br />

kommt <strong>in</strong> der öffentlichen Wahrnehmung<br />

kaum oder gar nicht vor? Die richtige Antwort,<br />

Sie haben <strong>es</strong> längst erfasst, lautet<br />

„die Zahntechnik“.<br />

Aus di<strong>es</strong>em Grund haben wir b<strong>es</strong>chlossen,<br />

di<strong>es</strong><strong>es</strong> Titelbild schwarz zu g<strong>es</strong>talten.<br />

Nicht, weil wir damit <strong>in</strong> die allgeme<strong>in</strong>e<br />

Trauer über die Entwicklung di<strong>es</strong><strong>es</strong><br />

schönen und wichtigen Beruf<strong>es</strong> e<strong>in</strong>stimmen,<br />

sondern um plastisch zu verdeutlichen,<br />

wie <strong>es</strong> <strong>ohne</strong> Zahntechnik <strong>in</strong> <strong>den</strong><br />

<strong>Mündern</strong> der Deutschen <strong>aus</strong>sehen würde:<br />

nämlich rabenschwarz.<br />

Kürzlich schrieb mir e<strong>in</strong> L<strong>es</strong>er, <strong>das</strong>s <strong>es</strong>,<br />

se<strong>in</strong>er Me<strong>in</strong>ung nach, wenig nützlich sei,<br />

solche Themen <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Fachzeitschrift zu<br />

diskutieren. Dass <strong>in</strong>d<strong>es</strong>sen die Zahntechnik<br />

<strong>es</strong> selbst schaffen müsse, die Öffentlichkeit<br />

auf die Missstände h<strong>in</strong> zu sensibilisieren.<br />

Das ist richtig und falsch. Natürlich<br />

muss man die Situation der<br />

Zahntechnik auch im bedeutendsten<br />

Fachblatt der Branche diskutieren, wo<br />

sonst? Wir s<strong>in</strong>d ja, neudeutsch würde man<br />

sagen, e<strong>in</strong>e „community“, <strong>in</strong>nerhalb derer<br />

man sich <strong>aus</strong>t<strong>aus</strong>cht und somit – hoffentlich<br />

– die e<strong>in</strong>e oder andere Idee kreiert.<br />

Was die Öffentlichkeit betrifft … pro<strong>den</strong>te<br />

<strong>in</strong>v<strong>es</strong>tiert reichlich <strong>in</strong> <strong>das</strong> Thema „Zahng<strong>es</strong>undheit,<br />

Zahntechnik, Zahnmediz<strong>in</strong>“<br />

und hat damit zweifellos <strong>den</strong> e<strong>in</strong>en oder<br />

anderen Etappensieg erreicht. Mehr<br />

(noch) nicht. Andere Initiativen von Innungen,<br />

Handwerkskammern und Labors<br />

selbst br<strong>in</strong>gen ganz offensichtlich auch<br />

nicht <strong>den</strong> ersehnten Erfolg. Ich persönlich<br />

glaube, <strong>das</strong>s die Zahntechnik erst dann<br />

<strong>in</strong> der öffentlichen Wahrnehmung nachhaltig<br />

verankert se<strong>in</strong> würde, wenn die<br />

viel b<strong>es</strong>chworene Kooperation zwischen<br />

Zahnarzt und Zahntechniker Normalität<br />

und – vor allem – sichtbar würde, mit an-<br />

deren Worten: Wenn jeder Patient <strong>den</strong><br />

Zahntechniker kennen lernen würde,<br />

der se<strong>in</strong>en Zahnersatz macht. Dann wäre<br />

viel<strong>es</strong> transparenter und für <strong>den</strong> Patienten<br />

nachvollziehbarer – auch, <strong>das</strong>s<br />

<strong>es</strong> bei prothetischen Lösungen VW und<br />

Porsche gibt …<br />

Von Handwerkern haben die Zahntechniker<br />

<strong>den</strong> komplex<strong>es</strong>ten Beruf.<br />

Di<strong>es</strong>er Beruf ist von hoher g<strong>es</strong>ellschaftlicher<br />

Bedeutung. Die Meisterprüfung<br />

ist die schwierigste, weil<br />

Zahntechniker mit unterschiedlichen,<br />

kompliziert zu handhaben<strong>den</strong><br />

Materialien arbeiten müssen. Sie müssen<br />

vom Gipsen über Modellieren bis zu anspruchsvoller<br />

D<strong>es</strong>ignarbeit am Computer<br />

all<strong>es</strong> können. Sie stellen <strong>aus</strong>gefeilte Fe<strong>in</strong>mechanik<br />

her. Ihre Produkte müssen<br />

höchsten ästhetischen Maßstäben genügen:<br />

Sie entsprechen mediz<strong>in</strong>ischen Anforderungen,<br />

sie funktionieren unter großen<br />

mechanischen Belastungen, unter<br />

permanenter Feuchtigkeit, s<strong>in</strong>d Bakterien<br />

und Säuren <strong>aus</strong>g<strong>es</strong>etzt und überleben<br />

über Jahre mühelos <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er der problematischsten<br />

Umgebungen überhaupt:<br />

der menschlichen Mundhöhle. Fazit: Der<br />

Zahntechniker hat Fähigkeiten, vor <strong>den</strong>en<br />

jedermann R<strong>es</strong>pekt haben muss<br />

Kluge Zahnärzte b<strong>in</strong><strong>den</strong> ihren Zahntechniker<br />

e<strong>in</strong>, mehr noch: Sie b<strong>in</strong><strong>den</strong> ihn <strong>in</strong><br />

Zeiten massiven Nachwuchsmangels an<br />

sich und ihre Praxen. Der Zahntechniker<br />

ist als „R<strong>es</strong>source“ für <strong>den</strong> Zahnarzt extrem<br />

wertvoll – und wird <strong>es</strong> zunehmend<br />

se<strong>in</strong>. Me<strong>in</strong>e Me<strong>in</strong>ung? Der demographische<br />

Wandel, der Mangel an Zahntechnikern,<br />

der spärliche Nachwuchs, die<br />

b<strong>es</strong>ser wer<strong>den</strong>de Selbstvermarktung der<br />

Labors wer<strong>den</strong> die Lage der Zahntechniker<br />

sehr bald und sehr spürbar verändern,<br />

und zwar zum Positiven. Oder, anders<br />

<strong>aus</strong>gedrückt: Gute Zahntechniker<br />

wer<strong>den</strong> wieder im Rampenlicht stehen.<br />

In di<strong>es</strong>em S<strong>in</strong>ne<br />

Ihre<br />

e Dr. Angelika Schaller,<br />

Chefredakteur<strong>in</strong><br />

www.facebook.com/<strong>das</strong><strong><strong>den</strong>tal</strong><strong>labor</strong> • www.twitter.com/<strong>das</strong><strong><strong>den</strong>tal</strong><strong>labor</strong><br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1303


Glosse<br />

E<br />

<strong>in</strong> alter Leitspruch lautet: „Und ist <strong>das</strong> Handwerk<br />

noch so fe<strong>in</strong>, am meisten br<strong>in</strong>gt der Handel<br />

e<strong>in</strong>.“ Das sche<strong>in</strong>t immer noch zu stimmen.<br />

Hier e<strong>in</strong> Beispiel dafür, wie man durch „Power<br />

Market<strong>in</strong>g“ (neudeutsch für penetrant<strong>es</strong> Zulabern)<br />

und der Erkenntnis: „E<strong>in</strong>e starke Behauptung ist allemal<br />

b<strong>es</strong>ser, als e<strong>in</strong> schwacher Beweis“ auch <strong>den</strong> letzten<br />

La<strong>den</strong>hüter noch an <strong>den</strong> Mann br<strong>in</strong>gt:<br />

Dame (<strong>aus</strong> Platzgrün<strong>den</strong> ab jetzt „D“ genannt) betritt<br />

Drogerie. Verkäufer (von nun an mit „V“ abgekürzt)<br />

nähert sich g<strong>es</strong>chmeidig. V: Was kann ich für Sie tun,<br />

gnädige Frau? D: E<strong>in</strong>e Tube Fluor-Zahnpasta mit Weißmacher<br />

bitte. V: E<strong>in</strong>mal „Strahler Edel-Weiß“, sehr<br />

wohl, die große oder die kle<strong>in</strong>e Tube? D: Die große bitte.<br />

V: Kann ich sonst noch etwas für Sie tun? D: Nee.<br />

V: Wenn Sie noch e<strong>in</strong>e kle<strong>in</strong>e Sekunde Zeit hätten, gnädige<br />

Frau? Dann dürfte ich Sie vielleicht noch auf <strong>unsere</strong>n<br />

neuen Verkaufsschlager aufmerksam machen,<br />

bei dem man sich wirklich fragen muss: „Wi<strong>es</strong>o hat <strong>es</strong><br />

bitte? Ich soll me<strong>in</strong>en schönen Hosenanzug mit di<strong>es</strong>em<br />

Rattenzeug versauen, s<strong>in</strong>d Sie nicht ganz dicht? V: Na,<br />

na, Sie wer<strong>den</strong> beim Zwiebelschnei<strong>den</strong> doch wohl e<strong>in</strong>e<br />

Schürze tragen, oder? D: Und wenn schon... ich soll<br />

mit e<strong>in</strong>er nach Zwiebeln riechen<strong>den</strong> Schürze bekleidet<br />

dem Chef me<strong>in</strong><strong>es</strong> Mann<strong>es</strong> die Tür öffnen? V: Also gut,<br />

e<strong>in</strong> ander<strong>es</strong> Beispiel – nehmen wir mal an, Sie s<strong>in</strong>d auf<br />

e<strong>in</strong>er D<strong>in</strong>ner-Party e<strong>in</strong>gela<strong>den</strong>, wie viele Hände Sie da<br />

schütteln müssen, <strong>den</strong>ken Sie an die Bakterien und<br />

Keime – e<strong>in</strong>fach ekelhaft. Also ab auf die Toilette und…<br />

PFFFF...! D: Wenn ich schon auf der Toilette b<strong>in</strong>, kann<br />

ich mir doch auch dort gleich die Hände waschen. V:<br />

(Jetzt leicht genervt) SICHER, SICHER können Sie <strong>das</strong>,<br />

aber be<strong>den</strong>ken Sie, was di<strong>es</strong>e Billigseifen auf Gästeklos<br />

mit der Haut Ihrer Hände anstellen, <strong>das</strong> re<strong>in</strong>ste<br />

Gift, sage ich Ihnen. D: Also gut, ich versuche <strong>es</strong> mal.<br />

V: Sieben Euro zwanzig – bitte sehr. Die Dame geht,<br />

der Verkäufer schnuppert an se<strong>in</strong>er Hand, verzieht angeekelt<br />

<strong>das</strong> G<strong>es</strong>icht und geht <strong>in</strong> <strong>den</strong> Waschraum. Die<br />

Der Verkaufsschlager<br />

<strong>das</strong> bislang nicht gegeben?“. D: Me<strong>in</strong>etwegen, um was<br />

handelt <strong>es</strong> sich? V: Handspray, hier <strong>in</strong> der wunderschönen<br />

Familien-D<strong>es</strong>ignerdose, bitte sehr. D: Handspray?<br />

Brauche ich nicht! Ich schwitze nicht an <strong>den</strong> Hän<strong>den</strong>.<br />

V: Sie haben ke<strong>in</strong>e feuchten Hände? Sehr gut, dann<br />

nehmen Sie „Extra Dry“, speziell für trockene, rissige<br />

Hände entwickelt, wenn ich <strong>das</strong> mal vorführen darf?<br />

PFFFF – sprüht zweimal auf se<strong>in</strong>en Handrücken. V: <strong>So</strong><br />

e<strong>in</strong>fach ist <strong>das</strong>, schon ist me<strong>in</strong>e Hand antibakteriell,<br />

antimykotisch und hautschonend versorgt. Wahns<strong>in</strong>n,<br />

oder? D: Wie g<strong>es</strong>agt, ich schwitze nicht an <strong>den</strong> Hän<strong>den</strong><br />

und wi<strong>es</strong>o rissig? V: Das ist jetzt aber e<strong>in</strong> Missverständnis<br />

gnädige Frau, <strong>es</strong> handelt sich hierbei nicht um e<strong>in</strong><br />

Deodorant, sondern um e<strong>in</strong> ganz speziell<strong>es</strong> Handspray,<br />

schonend für die Tastnerven, FINGERSPITZENGEFÜHL,<br />

Sie verstehen? D: Das ist e<strong>in</strong> Witz, oder? V: Aber, aber –<br />

nehmen wir doch mal an, Sie schnei<strong>den</strong> gerade Zwiebeln<br />

<strong>in</strong> der Küche, da kl<strong>in</strong>gelt Ihr Mann an der H<strong>aus</strong>tür...<br />

D: Blöds<strong>in</strong>n, der hat e<strong>in</strong>en Schlüssel, wi<strong>es</strong>o sollte der<br />

kl<strong>in</strong>geln? V: Also gut, dann kl<strong>in</strong>gelt der Chef Ihr<strong>es</strong> Mann<strong>es</strong>,<br />

wollen Sie <strong>den</strong> mit Ihren Zwiebelhän<strong>den</strong> begrüßen?<br />

Zum Waschen fehlt die Zeit, jetzt schnell die Dose<br />

her und.. darf ich mal Ihre Hand? PFFFF und schon<br />

riecht sie wie e<strong>in</strong> klarer Frühl<strong>in</strong>gstag. D: Jetzt ist die<br />

Hand feucht, so kann ich die ke<strong>in</strong>em geben. V: Ja, ja,<br />

ja, sehen Sie, wenn Sie e<strong>in</strong> wenig mit der Hand wedeln,<br />

dann ist sie im nu... D: Wie sieht <strong>das</strong> <strong>den</strong>n <strong>aus</strong>, wenn<br />

ich dem Chef me<strong>in</strong><strong>es</strong> Gatten an der H<strong>aus</strong>tür was vor<br />

wedele? V: Na ja, e<strong>in</strong> kle<strong>in</strong>er Strich am Oberschenkel<br />

h<strong>in</strong>unter und schon ist sie trocken, die Hand! D: Wie<br />

Dame kehrt zurück <strong>in</strong> die Drogerie. D: Ich hätte da noch<br />

e<strong>in</strong>e Frage. V (wirft geist<strong>es</strong>gegenwärtig <strong>das</strong> Trockenhandtuch<br />

<strong>in</strong> die Ecke): Aber bitt<strong>es</strong>chön me<strong>in</strong>e Dame.<br />

D: Ich nehme <strong>das</strong> Zeugs also auf der Party, auf dem<br />

Klo, wegen der Risse <strong>in</strong> me<strong>in</strong>en Hän<strong>den</strong> und <strong>den</strong> Keimen<br />

– abtrocknen macht ja ke<strong>in</strong>en S<strong>in</strong>n, muss ja e<strong>in</strong>wirken,<br />

also soll ich mit nassen Hän<strong>den</strong> zurück zu <strong>den</strong><br />

anderen? V: Ich sagte schon – WEDELN – der Verdunstungseffekt,<br />

verstehen Sie? D: Die <strong>den</strong>ken dann doch,<br />

ich hab sie nicht alle, wenn ich vom Klo komme und<br />

wedele! V: Sicher, sicher, aber auf so e<strong>in</strong>er Party wird<br />

doch auch getanzt, oder? Also tanzen Sie – bei di<strong>es</strong>en<br />

modernen Tänzen kann man doch wunderbar mit <strong>den</strong><br />

Hän<strong>den</strong>.. oder nicht ? D: Ist zwar völlig b<strong>es</strong>cheuert,<br />

kl<strong>in</strong>gt aber irgendwie logisch, ich versuche <strong>es</strong> mal, vielen<br />

Dank. V: Bitte, gern g<strong>es</strong>chehen. Der Verkäufer<br />

schließt die Drogerie und wäscht sich noch e<strong>in</strong>mal<br />

gründlich die Hände.<br />

UMA<br />

1304 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


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Inhalt<br />

1338<br />

1324<br />

1328<br />

1308<br />

Editorial<br />

Schaller, Dr. A.:<br />

Ke<strong>in</strong>e <strong>Schwarz</strong>malerei 1303<br />

Glosse<br />

Der Verkaufsschlager 1304<br />

Aktuell<br />

Nikol<strong>aus</strong>-Party bei Wegold 1308<br />

Web-Adr<strong>es</strong>sbuch 2013 ist da 1308<br />

Serie: <strong>So</strong> tickt der Dentalmarkt –<br />

Laborchefs im Interview 1310<br />

„Gipfeltreffen“<br />

60 Tage vor der IDS 1316<br />

Wenn <strong>es</strong> Str<strong>es</strong>s<br />

<strong>in</strong> der Ausbildung gibt 1318<br />

MetaNova Comfort für die digitale<br />

Herstellung von Zahnersatz 1319<br />

L<strong>es</strong>erforum 1320<br />

3Shape <strong>in</strong> München:<br />

Neue Tools, neue Chancen 1324<br />

1444<br />

Menschen<br />

Jubiläen und Personalien 1328<br />

Labor Lubberich bei Benefizgala<br />

geehrt 1330<br />

Lehren & Lernen<br />

Bei ibu: Schule der Ästhetik 1334<br />

Dentaltechnologen im Profil:<br />

Osnabrücker Absolventen<br />

über sich 1335<br />

Aust<strong>aus</strong>chprogramm<br />

„Be Europe“ 1337<br />

Interview<br />

Kl<strong>aus</strong>-Jürgen Janik<br />

über Dental-Mikroskopie 1338<br />

Alexander Drechsel<br />

über passgenaue Stege<br />

mit ISUS by compartis 1340<br />

Technik<br />

Galura, Frieder:<br />

Tel<strong>es</strong>kopkronen im<br />

„E<strong>in</strong>stückguss“ 1344<br />

Lenz, P.: Praktische<br />

Polymerisations techniken<br />

für Proth<strong>es</strong>en 1354<br />

Lang, Ch.:<br />

Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit 1366<br />

Giezendanner, P. und C.:<br />

Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-<br />

Handwerk, Teil 1 1376<br />

He<strong>in</strong>zelmann, I.:<br />

Individuell und funktionell 1390<br />

1306 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Inhalt<br />

1344<br />

1354<br />

1376<br />

1396<br />

1366<br />

Produkte<br />

Heker, U.:<br />

Schicker Würfel 1396<br />

Neuheiten 1400<br />

Wissen<br />

Königsdiszipl<strong>in</strong><br />

Keramik 1402<br />

Interview mit Ztm. Andreas Kunz:<br />

„Der Zeitgeist heißt<br />

Individualität“ 1404<br />

Term<strong>in</strong>e<br />

Veranstaltungsf<strong>in</strong>der 1406<br />

Management<br />

F<strong>in</strong>anzämter verschleppen<br />

Steuererstattung:<br />

Wehren Sie sich! 1412<br />

Pocket-Guide<br />

für Mittelständler 1414<br />

Gute Gefühle 1415<br />

Ökologisch<strong>es</strong> Denken<br />

im Labor 1418<br />

Events<br />

„AppFahrt“ der Labors<br />

und magische Bilder 1420<br />

<strong>So</strong> digital ist <strong><strong>den</strong>tal</strong>:<br />

Straumann Symposium 1423<br />

Dentry Dental<br />

Kongr<strong>es</strong>s Ruhr 1427<br />

ArbeitsLeben<br />

Sw<strong>in</strong>gender Sitzkomfort 1431<br />

Urteil zur Berufsunfähigkeitsversicherung<br />

1432<br />

Mit Humor punkten 1434<br />

Die tödliche Gefahr:<br />

Schlaganfall 1436<br />

L<strong>es</strong>e- und G<strong>es</strong>chenktipps 1440<br />

B<strong>es</strong>ser leben 1444<br />

Kurz vor Schluss<br />

Mit pico<strong>den</strong>t im Hippodrom 1454<br />

Dentaurum to go 1454<br />

Impr<strong>es</strong>sum 1453<br />

1390<br />

Di<strong>es</strong>e Ausgabe enthält<br />

Beilagen der Firmen<br />

Carl Mart<strong>in</strong>, Dental Direkt,<br />

Merz Dental, vnm-shop sowie<br />

Teilbeilagen der Firma Briegel<br />

Dental.<br />

Wir bitten um freundliche<br />

Beachtung.<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1307


Aktuell<br />

Kurz notiert<br />

Nikol<strong>aus</strong>-Party<br />

bei Wegold<br />

Di<strong>es</strong>e Fete hat längst Kultstatus.<br />

Nach zwei Jahren ist <strong>es</strong><br />

wieder soweit: Dental-Nikoläuse<br />

versammeln sich bei Wegold<br />

zur fetzigen Party! Am 7.<br />

Dezember geht <strong>in</strong> Heidelberg <strong>in</strong><br />

der Pr<strong>in</strong>t Media Lounge wieder<br />

der Bär ab. Kartenb<strong>es</strong>tellungen<br />

bei Andrea Strauß von Wegold,<br />

Telefon (0 91 29) 4 03 02 31 n<br />

Für Perlenfischer: Blättern statt googeln<br />

Auch e<strong>in</strong>gefleischte Surfer greifen mal zu gedruckten<br />

Werken! Noch dazu, wenn <strong>es</strong> um e<strong>in</strong><br />

Buch geht, <strong>das</strong> sehr viele fe<strong>in</strong>e Internet-Tipps bietet.<br />

„Das Web-Adr<strong>es</strong>sbuch 2013" ist erschienen.<br />

Zu über t<strong>aus</strong>end Themenbereichen wer<strong>den</strong> die<br />

b<strong>es</strong>ten Adr<strong>es</strong>sen vorg<strong>es</strong>tellt – wobei „b<strong>es</strong>ten“<br />

me<strong>in</strong>t, <strong>das</strong>s e<strong>in</strong> Redaktionsteam die Seiten begutachtet<br />

und bewertet hat. Wer im Buch stöbert,<br />

wird <strong>aus</strong> <strong>den</strong> Tiefen d<strong>es</strong> www wertvolle<br />

Perlen fischen können. Allen künftigen Perlenfischern<br />

sei g<strong>es</strong>agt: „Das Web-Adr<strong>es</strong>sbuch<br />

für Deutschland 2013“ kostet 16,90 Euro und<br />

ist erschienen im M.W.Verlag.<br />

n<br />

1308 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


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Das ist Zahntechnik.


Aktuell<br />

<strong>So</strong> tickt der Dentalmarkt<br />

Neue<br />

Serie<br />

Serie: Aktuelle Interviews mit Laborchefs<br />

<strong>So</strong> tickt<br />

der Dentalmarkt<br />

Was ist los <strong>in</strong> <strong>den</strong> Labors? Im Rahmen e<strong>in</strong>er neuen Serie<br />

wollen wir von Unternehmern <strong>in</strong> der Zahntechnik wissen,<br />

welche Erwartungen, Erfahrungen, Befürchtungen und<br />

Hoffnungen sie hegen. Unser zweiter Interview-Partner<br />

ist Günter Auer <strong>aus</strong> dem oberbayerischen Waldkraiburg.<br />

Implantatversorgungen. Die E<strong>in</strong>heilzeit<br />

dauert drei Monate, aber wir sollen di<strong>es</strong>e<br />

komplexen Fälle dann <strong>in</strong> e<strong>in</strong> paar Tagen<br />

anfertigen und haben ke<strong>in</strong>e Chance,<br />

mit dem Zahnarzt zu verhandeln, um<br />

e<strong>in</strong>e Woche länger Zeit zu bekommen.<br />

Wir haben <strong>den</strong> Vorteil, <strong>das</strong>s wir als größerer<br />

Betrieb <strong>den</strong> Druck b<strong>es</strong>ser verteilen<br />

können. Nur, wenn di<strong>es</strong>er Zeitdruck<br />

länger anhält, häufen sich bei <strong>den</strong> Mitarbeitern<br />

die Erklärungen, <strong>das</strong>s sie<br />

nicht länger arbeiten können. Den plötzlichen<br />

Druck können wir natürlich bei<br />

<strong>unsere</strong>r Laborgröße schneller abbauen<br />

als<br />

„<br />

kle<strong>in</strong>ere Labors.<br />

Auch bei e<strong>in</strong>er guten<br />

Auftragslage gibt <strong>es</strong> immer wieder<br />

Schwankungen<br />

“<br />

dl: Wie ist die Auftragslage <strong>in</strong> Ihrem Labor?<br />

Günter Auer: Zurzeit haben wir sehr viel<br />

zu tun, allerd<strong>in</strong>gs stört uns, <strong>das</strong>s <strong>es</strong><br />

auch bei e<strong>in</strong>er guten Auftragslage immer<br />

wieder Schwankungen gibt: Nachdem<br />

wir sehr viele Arbeiten hatten,<br />

zeigt die Kurve wieder nach unten, und<br />

wenn man me<strong>in</strong>t, man könne sich etwas<br />

<strong>aus</strong>ruhen, kommt sofort der nächste<br />

große Schub. Es fehlt die konstante<br />

Auftragslage. Das macht sich b<strong>es</strong>onders<br />

bei komplizierten und großen Arbeiten<br />

bemerkbar, wie beispielsweise<br />

dl: Bil<strong>den</strong> Sie <strong>aus</strong>?<br />

Günter Auer: Ja, wir bil<strong>den</strong> <strong>aus</strong>. Zurzeit<br />

haben wir zwei Azubis, ab Herbst s<strong>in</strong>d<br />

<strong>es</strong> sogar drei.<br />

Der H<strong>in</strong>tergrund ist e<strong>in</strong>fach erklärt: Ich<br />

habe bemerkt, <strong>das</strong>s der Markt an Technikern<br />

leergefegt ist. Seit B<strong>es</strong>tehen unser<strong>es</strong><br />

Labors haben wir 13 Lehrl<strong>in</strong>ge <strong>aus</strong>gebildet<br />

und bis auf zwei Azubis alle erfolgreich<br />

<strong>in</strong> <strong>den</strong> Betrieb aufgenommen.<br />

Mit der Ausbildung sichern wir unser<br />

Team, was b<strong>es</strong>timmt e<strong>in</strong>e gute Zukunftsmaßnahme<br />

ist. Wir s<strong>in</strong>d mit <strong>den</strong><br />

Azubis immer gut gefahren und sehr zufrie<strong>den</strong><br />

gew<strong>es</strong>en.<br />

dl: Man bekommt heute schon ke<strong>in</strong>en<br />

guten Zahntechniker, was könnte die<br />

Lösung se<strong>in</strong>?<br />

Günter Auer: Mich wundert <strong>es</strong>, wie<br />

schlecht die Kollegen ihre Zahntechniker<br />

bezahlen. Daher habe ich mich auf<br />

Fotolia© dkimag<strong>es</strong><br />

1310 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


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Aktuell<br />

<strong>So</strong> tickt der Dentalmarkt<br />

„<br />

der letzten Innungsversammlung für e<strong>in</strong>e<br />

Anhebung der Lehrl<strong>in</strong>gsvergütung<br />

stark e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>etzt. Man sollte die Vergütung<br />

so erhöhen, <strong>das</strong>s beim Wechsel<br />

vom ersten zum zweiten Lehrjahr nicht<br />

die Progr<strong>es</strong>sion e<strong>in</strong>tritt und die Azubis<br />

die ganzen <strong>So</strong>zialleistungen selber zahlen<br />

müssen. Dann hätten sie zwar mehr<br />

Bruttolohn, aber weniger im Geldbeutel.<br />

Das wäre für die Jugendlichen nicht<br />

s<strong>in</strong>nvoll.<br />

Ebenso sollte man flexiblere Arbeitszeiten<br />

anbieten. Bei uns gibt <strong>es</strong> e<strong>in</strong>e<br />

Stempeluhr, um <strong>unsere</strong>n 37 Mitarbeitern<br />

unterschiedliche Arbeitszeiten und<br />

-modelle zu ermöglichen. Unser Fe<strong>in</strong>mechaniker<br />

zum Beispiel erledigt die<br />

H<strong>aus</strong>meistertätigkeiten und kümmert<br />

sich um die Güsse. Um sieben Uhr gießt<br />

er alle Werkstücke, anschließend bettet<br />

er sie <strong>aus</strong> und strahlt sie ab. Bis 16<br />

Uhr hat er se<strong>in</strong>e Arbeit verrichtet und<br />

kann dann natürlich nach H<strong>aus</strong>e gehen.<br />

E<strong>in</strong>e andere Kolleg<strong>in</strong><br />

muss ihr<br />

K<strong>in</strong>d <strong>in</strong> <strong>den</strong> K<strong>in</strong>dergarten<br />

br<strong>in</strong>gen<br />

und kommt<br />

“<br />

somit später ab<br />

8 Uhr 30 <strong>in</strong>s Labor.<br />

Wir haben auch Mitarbeiter, die nur<br />

30 Stun<strong>den</strong> präsent s<strong>in</strong>d, aber gute Arbeit<br />

leisten. Auch Mitarbeiter mit weniger<br />

Stun<strong>den</strong> s<strong>in</strong>d motiviert, bei größerem<br />

Arbeitsaufkommen noch fünf<br />

Stun<strong>den</strong> anzuhängen. F<strong>es</strong>te Arbeitszeiten<br />

s<strong>in</strong>d für mich obsolet und e<strong>in</strong> Relikt<br />

<strong>aus</strong> der Vergangenheit. Man muss<br />

unbed<strong>in</strong>gt die motivierten Leute auf<br />

Fortbildung schicken und die Kosten<br />

übernehmen. Wir nehmen immer e<strong>in</strong><br />

groß<strong>es</strong> Team mit zur IDS nach Köln – dazu<br />

gehören auch die Azubis.<br />

Seit B<strong>es</strong>tehen unser<strong>es</strong><br />

Betriebs haben wir 13 Lehrl<strong>in</strong>ge<br />

<strong>aus</strong>gebildet<br />

Tel.: 0 22 67 - 65 80-0 • www.pico<strong>den</strong>t.de<br />

dl: Wie beurteilen Sie die Entwicklung<br />

d<strong>es</strong> Zahntechnik-Markts?<br />

Günter Auer: Der Auslandszahnersatz<br />

wächst nicht mehr, und auch die Praxis<strong>labor</strong>s<br />

expandieren <strong>aus</strong> Mangel an<br />

jungen Fachkräften nicht mehr so wie<br />

<strong>in</strong> <strong>den</strong> letzten Jahren. Es gibt bei me<strong>in</strong>en<br />

Kun<strong>den</strong> die Ten<strong>den</strong>z, <strong>das</strong>s der e<strong>in</strong>e<br />

oder andere Zahnarzt <strong>das</strong> Praxis<strong>labor</strong><br />

zusperrt, weil <strong>es</strong> zu wenig Gew<strong>in</strong>n abwirft.<br />

Die weit größere Gefahr ist me<strong>in</strong>er Me<strong>in</strong>ung<br />

nach, <strong>das</strong>s wir immer mehr <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e<br />

Zwickmühle geraten, und die Zwickmühle<br />

heißt „Industrie“! Mit Industrie<br />

me<strong>in</strong>e ich <strong>in</strong> erster L<strong>in</strong>ie die Fertigungs<strong>in</strong>dustrie.<br />

Der Markt wird sich dah<strong>in</strong><br />

orientieren – auch begründet durch<br />

<strong>den</strong> demographischen Wandel, der<br />

hochwertige Versorgungen ansteigen<br />

lässt. Die neue Generation wird sich sicherlich<br />

nicht mit e<strong>in</strong>em „ Schlappen“<br />

zufrie<strong>den</strong> geben. Allerd<strong>in</strong>gs stelle ich<br />

auch f<strong>es</strong>t, <strong>das</strong>s manche gar nicht mehr<br />

zum Zahnarzt gehen. <strong>So</strong>mit wird <strong>es</strong><br />

auch kommen, <strong>das</strong>s prothetische Arbeiten<br />

<strong>aus</strong> f<strong>in</strong>anziellen Grün<strong>den</strong> „zu Tode“<br />

repariert wer<strong>den</strong>.<br />

dl: Stichwort Dienstleistung – wo s<strong>in</strong>d<br />

Ihre Stärken?<br />

Günter Auer: Wir s<strong>in</strong>d sofort am Telefon<br />

– <strong>es</strong> darf nur zweimal kl<strong>in</strong>geln – und<br />

wir unterstützen <strong>unsere</strong> Kun<strong>den</strong> von<br />

morgens bis abends. In <strong>den</strong> e<strong>in</strong>zelnen<br />

Abteilungen s<strong>in</strong>d <strong>unsere</strong> Fachleute<br />

stets für <strong>den</strong> Kun<strong>den</strong> erreichbar. Di<strong>es</strong>e<br />

Spezialisten stehen auch dem Zahnarzt<br />

<strong>in</strong> der Praxis zur Seite.<br />

Großen Wert legen wir auf e<strong>in</strong>en e<strong>in</strong>heitlichen<br />

Auftritt. Corporate I<strong>den</strong>tity<br />

ist e<strong>in</strong> wichtiger B<strong>aus</strong>te<strong>in</strong> <strong>in</strong> unserm Labor.<br />

Schnelle Auftragsabwicklung ist<br />

bei uns selbstverständlich.<br />

Seit Beg<strong>in</strong>n me<strong>in</strong>er Selbstständigkeit<br />

haben wir <strong>den</strong> Arbeitsproz<strong>es</strong>s <strong>in</strong> kle<strong>in</strong>e<br />

E<strong>in</strong>heiten gegliedert; somit kann jeder<br />

bei e<strong>in</strong>er laufen<strong>den</strong> Arbeit e<strong>in</strong>spr<strong>in</strong>gen<br />

und <strong>aus</strong>helfen. Der Vorteil liegt auf der<br />

Hand; und <strong>das</strong> Team ist entlastet.<br />

Wir bieten mit zwei Fahrzeugen e<strong>in</strong>en<br />

flexiblen Abholservice und holen auch<br />

e<strong>in</strong>e Reparatur oder Unterfütterung<br />

beim Kun<strong>den</strong> ab. Damit habe ich ke<strong>in</strong><br />

Problem, <strong>den</strong>n anderntags bekommen<br />

wir ja auch von di<strong>es</strong>en Zahnärzten große<br />

Implantatarbeiten, was sich <strong>in</strong> der<br />

G<strong>es</strong>amtsumme für uns rechnet. Zusätzlich<br />

fahren e<strong>in</strong>ige Techniker von uns<br />

regelmäßig auf dem Heimweg bei e<strong>in</strong>igen<br />

Zahnärzten, deren Praxen auf dem<br />

Weg liegen, persönlich vorbei. Das wird<br />

sehr gut angenommen.<br />

Anmerken muss ich noch, <strong>das</strong>s e<strong>in</strong>ige<br />

Dentalfirmen ihren Außendienst reduzieren<br />

oder sogar ganz abbauen, was<br />

nicht die Zukunft se<strong>in</strong> kann. Wir brauchen<br />

und wollen Personen zur Betreuung.<br />

Der Mensch steht bei mir im Mittelpunkt.<br />

1312 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


NOVITÀ<br />

NEU<br />

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Phonar<strong>es</strong>® II<br />

Ausdrucksstark ästhetische Proth<strong>es</strong>enzähne<br />

Meisterhafte<br />

Zahnformen der<br />

neu<strong>es</strong>ten Generation<br />

Die Innovation geht weiter<br />

Form – Erweiterte Frontzahn<strong>aus</strong>wahl im Unterkiefer<br />

Farbe – Jetzt <strong>in</strong> 20 natürlichen Zahnfarben<br />

Funktion – Universell e<strong>in</strong>setzbar<br />

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Aktuell<br />

<strong>So</strong> tickt der Dentalmarkt<br />

„<br />

Die Wertschöpfung<br />

muss bei<br />

uns bleiben<br />

dl: CAD/CAM Fertigung: Dezentral oder<br />

zentral ?<br />

Günter Auer: Ich b<strong>in</strong> der Me<strong>in</strong>ung, <strong>das</strong>s<br />

die Wertschöpfung bei uns bleiben<br />

muss. Der Zukunftstrend der Dental<strong>in</strong>dustrie<br />

geht doch e<strong>in</strong>deutig an uns<br />

Zahntechnikern vorbei. Ich habe schon<br />

vor längerer Zeit darauf reagiert und<br />

me<strong>in</strong>en CAD/CAM-Bereich <strong>aus</strong>gebaut,<br />

<strong>den</strong>n ich b<strong>in</strong> e<strong>in</strong> Verfechter der dezentralen<br />

Fertigung, also von der Herstellung<br />

bei uns im Labor.<br />

Me<strong>in</strong> Schwiegersohn hat di<strong>es</strong>e Abteilung<br />

übernommen, wir bauen di<strong>es</strong>en<br />

Bereich <strong>aus</strong> und können dann die eigenen<br />

Zirkoniumdioxidgerüste und vor<br />

allem die schwierigen und aufwändigen<br />

NE-Arbeiten fertigen.<br />

Ich glaube, <strong>das</strong>s <strong>in</strong> Zukunft die dezentrale<br />

Fertigung im Labor üblich se<strong>in</strong><br />

wird, weil die Wertschöpfung im Labor<br />

bleibt und bleiben muss. Wir haben<br />

schon e<strong>in</strong>ige bedauerliche Beispiele<br />

großer Dentalfirmen g<strong>es</strong>ehen und man<br />

darf nicht glauben, <strong>das</strong>s die Zahntechniker<br />

<strong>das</strong> <strong>ohne</strong> Gegenwehr h<strong>in</strong>nehmen.<br />

Wir haben auch gelernt<br />

und wir können auch<br />

rechnen. Am Anfang<br />

wussten wir nicht ganz<br />

genau, woh<strong>in</strong> <strong>es</strong> uns führen<br />

wird. Die vielen<br />

“ „schön gerechneten“<br />

Beispiele s<strong>in</strong>d eben doch nicht aufgegangen.<br />

Wir wur<strong>den</strong> mit der G<strong>es</strong>amtumarmung<br />

der Industrie e<strong>in</strong> wenig<br />

getäuscht. Es wird sich noch e<strong>in</strong>ig<strong>es</strong><br />

verändern. Was seither bei der Groß<strong>in</strong>dustrie<br />

liegt, wird wieder <strong>in</strong> <strong>das</strong> Labor<br />

zurückgehen. Ich glaube auch nicht,<br />

<strong>das</strong>s <strong>in</strong> Zukunft all<strong>es</strong> <strong>aus</strong> Zirkon gemacht<br />

wird. Wir verfügen über vier<br />

CAD/CAM-Masch<strong>in</strong>en unterschied licher<br />

Systeme. Ich bevorzuge die <strong>So</strong>ftware<br />

von Fraunhofer. Aber da wird sich<br />

mit Sicherheit auch noch e<strong>in</strong>ig<strong>es</strong> tun.<br />

Man darf nicht verg<strong>es</strong>sen, was mit <strong>unsere</strong>n<br />

Daten g<strong>es</strong>chieht – sowie mit <strong>den</strong><br />

Daten der Behandler, die mit Mundscannern<br />

arbeiten. Ich habe gehört,<br />

<strong>das</strong>s durch di<strong>es</strong>e Infos Leute <strong>in</strong> <strong>den</strong> Praxen<br />

oder im Labor auftauchten: „Woher<br />

haben di<strong>es</strong>e Leute die Infos?“ Also,<br />

<strong>das</strong> hat e<strong>in</strong> G’schmäckle … Wir je<strong>den</strong>falls<br />

wollen immer unabhängiger wer<strong>den</strong><br />

und s<strong>in</strong>d darauf vorbereitet.<br />

dl: Wie sehen Sie ihre Zukunft?<br />

Günter Auer: Me<strong>in</strong>e Tochter ist 35 Jahre,<br />

Zahntechniker<strong>in</strong> und Technische<br />

Fachwirt<strong>in</strong>. Der Mann me<strong>in</strong>er anderen<br />

Tochter ist ebenfalls bei mir im Betrieb<br />

tätig – als Zahntechniker und CAD/CAM-<br />

Spezialist. <strong>So</strong>mit s<strong>in</strong>d wir für die Zukunft<br />

gut aufg<strong>es</strong>tellt. Ich will gerne e<strong>in</strong><br />

bisschen kürzer treten und <strong>den</strong> Jüngeren<br />

<strong>den</strong> operativen Bereich überlassen.<br />

Wir hatten di<strong>es</strong><strong>es</strong> Jahr im März unser<br />

30-jährig<strong>es</strong> Betriebsb<strong>es</strong>tehen und ich<br />

b<strong>in</strong> guter D<strong>in</strong>ge! Schließlich verfügen<br />

wir über e<strong>in</strong> super Team im Labor. Trotz<br />

Änderungen im Markt und der Digitalisierung<br />

wer<strong>den</strong> die Zahntechniker<br />

nicht zu ersetzen se<strong>in</strong>. Wir sehen die<br />

Zukunft je<strong>den</strong>falls sehr positiv und stellen<br />

uns <strong>den</strong> neuen Gegebenheiten. n<br />

Kontaktadr<strong>es</strong>se:<br />

Ztm. Günter Auer<br />

Karlsbader Straße 13<br />

84478 Waldkraiburg<br />

E-Mail: auer-<strong><strong>den</strong>tal</strong><strong>labor</strong>@t-onl<strong>in</strong>e.de<br />

Brandneue Informationen <strong>aus</strong> dem <strong><strong>den</strong>tal</strong>en Markt 2012<br />

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Ansichten und Erfahrungen<br />

Wer wissen will, was die Branche bewegt, muss nach „draußen“, also <strong>in</strong> die Labors<br />

gehen. Geme<strong>in</strong>sam mit der Vita Zahnfabrik entwickelte Wolfgang Weisser, Leiter der<br />

Industriekommunikation <strong>unsere</strong>r Zeit schrift, die Idee, vor Ort Interviews über die aktuelle<br />

Situation zu führen. B<strong>es</strong>ucht wur<strong>den</strong> Dental<strong>labor</strong>s, aber auch Meisterschulen und<br />

Zahn arztpraxen <strong>in</strong> Bayern sowie Ba<strong>den</strong>-Württemberg. Das zweite Ergebnis di<strong>es</strong>er Inter -<br />

view-Tournee, die Wolfgang Weisser mit Vita-PR-Chef Arndt Lommerzheim, Key-Account-<br />

Manager Peter Phillip und Vertriebs mitarbeiter Mart<strong>in</strong> Gretle<strong>in</strong> realisiert hat, l<strong>es</strong>en Sie<br />

hier. „Es war spannend, vielfältig, sehr <strong>in</strong>ter<strong>es</strong>sant und aufschlussreich“, so <strong>das</strong> Fazit.<br />

1314 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


AUSDRUCKSSTARKE FARBEN<br />

FÜR INDIVIDUELLE AKZENTE<br />

INDIKATIONEN<br />

Charakterisieren von keramisch gefüllten<br />

und konventionellen K & B Kompositen<br />

Kronen / Brücken, Veneers, Inlays / Onlays<br />

Farblich<strong>es</strong> Anpassen konfektionierter Zähne<br />

Kompositzähne, Acrylzähne<br />

Individualisieren von Proth<strong>es</strong>enbasen<br />

Teilproth<strong>es</strong>en, g<strong>in</strong>givafarbene Kompositanteile von<br />

Tel<strong>es</strong>kop- und Implantatarbeiten, Totalproth<strong>es</strong>en<br />

Angleichen provisorischer Gerüste und<br />

zahnfarbener Kunststoffe<br />

PMMA-Gerüste, Langzeitprovisorien<br />

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Aktuell<br />

News<br />

Zweiter Dental-Gipfel <strong>in</strong> Warnemünde<br />

„Gipfeltreffen“ 60 Tage vor der IDS<br />

e E<strong>in</strong> exklusiv<strong>es</strong> und<br />

maritim<strong>es</strong> Ambiente<br />

mit moderner Kon -<br />

gr<strong>es</strong>s logistik bietet<br />

die Yachthafen -<br />

r<strong>es</strong>i<strong>den</strong>z Hohe Düne<br />

Zum zweiten Dental-Gipfel <strong>in</strong> Warnemünde<br />

treffen sich 60 Tage vor der<br />

IDS Zahnmediz<strong>in</strong>er und Zahntechniker.<br />

Das Fortbildungswochenende von Dental<br />

Balance f<strong>in</strong>det <strong>in</strong> der Yachthafenr<strong>es</strong>i<strong>den</strong>z<br />

Hohe Düne statt.<br />

Vom 11. bis 13. Januar 2013 geht <strong>es</strong> um<br />

<strong><strong>den</strong>tal</strong>e Entwicklungen, Trends und Impulse.<br />

Unter der Leitung von Prof<strong>es</strong>sor<br />

K.-P. Lange (Charité Berl<strong>in</strong>, a.D.) und<br />

Ztm. Carsten Müller präsentieren Referenten<br />

<strong>aus</strong> Zahnmediz<strong>in</strong>, Zahntechnik,<br />

Praxismarket<strong>in</strong>g und Mediz<strong>in</strong>rechtsund<br />

Steuerw<strong>es</strong>en laut Veranstalter zukunftsweisende<br />

Konzepte.<br />

Auf dem <strong>So</strong>nnendeck d<strong>es</strong> hoteleigenen<br />

Kongr<strong>es</strong>sbereichs zeigt e<strong>in</strong>e Ausstellung<br />

außer Dentalem auch Uhren,<br />

Kunst und Mode – <strong>das</strong> wird Kongr<strong>es</strong>s-<br />

Teilnehmer und vor allem die Begleitpersonen<br />

freuen. Am Freitagabend haben<br />

alle die Möglichkeit, sich bei e<strong>in</strong>em<br />

Get together <strong>aus</strong>zut<strong>aus</strong>chen. Der Kongr<strong>es</strong>s<br />

endet mit e<strong>in</strong>er Abendveranstaltung<br />

am Samstag. Die Teilnehmer erwartet<br />

e<strong>in</strong> Mix <strong>aus</strong> Show, Essen und<br />

Tanz.<br />

Schnellentschlossene haben Vorteile:<br />

Bei Anmeldungen bis zum 15. November<br />

gilt der Frühbucherpreis von 445<br />

Euro. Mehr Infos unter www.<strong><strong>den</strong>tal</strong>-balance.eu<br />

n<br />

Tel.: 0 22 67 - 65 80-0 • www.pico<strong>den</strong>t.de<br />

Modell-Produktionszentrum von 3M Espe<br />

Große Flexibilität mit Dreve ProDiMed<br />

D<br />

reve ProdDiMed fertigt<br />

als e<strong>in</strong>zig<strong>es</strong> Lava<br />

Modell-Produktionszentrum<br />

<strong>in</strong> Europa Kunststoffmodelle<br />

im generativen<br />

Fertigungsverfahren.<br />

Dank der Kooperation mit<br />

3M Espe ist <strong>das</strong> Standardvorgehen<br />

bei der B<strong>es</strong>tellung<br />

e<strong>in</strong><strong>es</strong> Modells laut<br />

Anbieter so e<strong>in</strong>fach wie<br />

immer: Der Zahntechniker<br />

bearbeitet <strong>den</strong> Datensatz<br />

d<strong>es</strong> Zahnarzt<strong>es</strong> (<strong>das</strong> virtuelle<br />

Modell), <strong>in</strong>dem er Säg<strong>es</strong>chnitte<br />

und Präparationsgrenzen<br />

anbr<strong>in</strong>gt und übermittelt die Datei an<br />

3M Espe. Nach Überarbeitung schickt<br />

<strong>das</strong> Unternehmen <strong>den</strong> Datensatz an<br />

Dreve ProDiMed. Die neuen STL-Fertigungse<strong>in</strong>heiten<br />

arbeiten auf Basis von<br />

LED-Strahlen, die über selektive Här-<br />

tung unterschiedlicher Schichten<br />

schließlich <strong>das</strong> Modell aufbauen. Für<br />

zusätzliche Konstruktionsmöglichkeiten<br />

steht ab sofort <strong>das</strong> neue <strong>So</strong>ftwaremodul<br />

zur Verfügung.<br />

n<br />

i www.3m<strong>es</strong>pe.de<br />

1316 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Premium-Qualität.<br />

Langzeitbewährt für Gießen, Fräsen oder Laserschmelzen.<br />

• Wie bei allen remanium ® Legierungen wer<strong>den</strong> nur allerre<strong>in</strong>ste<br />

Rohstoffe e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>etzt.<br />

• Entwicklung, Fertigung und Prüfung – made <strong>in</strong> Germany.<br />

• 14 E<strong>in</strong>zelprüfungen bei der Herstellung von Chargen.<br />

• Ke<strong>in</strong> anderer Hersteller verfügt über e<strong>in</strong>e ähnlich große Bandbreite<br />

an CoCr-Legierungen.<br />

• Alle remanium ® Legierungen zeichnet höchste Korrosionsf<strong>es</strong>tigkeit<br />

und wissenschaftlich b<strong>es</strong>tätigte Biokompatibilität <strong>aus</strong>.<br />

• Der jahrzehntelange Erfahrungsschatz garantiert Ihnen absolute Sicherheit<br />

und e<strong>in</strong>fachste Verarbeitung.<br />

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Aktuell<br />

Wenn <strong>es</strong> Str<strong>es</strong>s gibt zwischen Azubi und Chef<br />

Handwerkskammer bietet Hilfe bei Konflikten<br />

Wenn <strong>es</strong> Str<strong>es</strong>s gibt<br />

zwischen Azubi und Chef<br />

Probleme zwischen Ausbildungsbetrieb<br />

und Azubi müssen nicht un<strong>aus</strong>weichlich<br />

zu e<strong>in</strong>em Auflösen d<strong>es</strong><br />

Lehrvertrag<strong>es</strong> führen. Bei der Handwerkskammer<br />

Region Stuttgart wurde<br />

jetzt <strong>das</strong> Modellprojekt „Abbruch vermei<strong>den</strong><br />

– Ausbildung begleiten“ mit dem<br />

Ziel e<strong>in</strong>geführt, die Ausbildungsabbrüche<br />

im Handwerk merkbar zu senken.<br />

Oberste Priorität ist der erfolgreiche Abschluss<br />

der Berufs<strong>aus</strong>bildung. Ist e<strong>in</strong> Abbruch<br />

un<strong>aus</strong>weichlich, soll <strong>den</strong> jungen<br />

Handwerkern Hilfe bei der Neuorientierung<br />

gegeben wer<strong>den</strong>.<br />

In Ba<strong>den</strong>-Württemberg wird jed<strong>es</strong> fünfte<br />

Ausbildungsverhältnis während der Ausbildung<br />

abgebrochen. Davon bleiben rund<br />

30 Prozent der Betroffenen im Anschluss<br />

<strong>ohne</strong> Berufsabschluss – mit allen negativen<br />

Folgen für die berufliche und soziale<br />

Zukunft. Im letzten Jahr wur<strong>den</strong> im Handwerk<br />

der Region Stuttgart 13,2 Prozent aller<br />

Ausbildungsverträge vor der Zeit aufgelöst<br />

– Ten<strong>den</strong>z steigend.<br />

Ingrid Dünzl ist Wirtschaftsmediator<strong>in</strong> und<br />

Ausbildungsberater<strong>in</strong> und betreut <strong>das</strong> Projekt<br />

bei der Stuttgarter Handwerkskammer<br />

mit e<strong>in</strong>er Halbtag<strong>es</strong>stelle. „Aus globaler<br />

Sicht betrachtet fehlen di<strong>es</strong>e jungen<br />

Menschen <strong>unsere</strong>n Betrieben als Fachkräfte.<br />

Auch wenn der e<strong>in</strong>e oder andere<br />

teilweise Jahre später noch e<strong>in</strong>e Qualifikation<br />

nachholt, ist damit <strong>das</strong> Problem<br />

nicht gelöst.“ Jeder erfolgreiche Ausbildungsabschluss<br />

vergrößere h<strong>in</strong>gegen die<br />

Chancen, e<strong>in</strong>en dauerhaften Arbeitsplatz<br />

zu f<strong>in</strong><strong>den</strong> und zu behalten.<br />

Die angebotene Unterstützung greift<br />

schrittweise. Dünzl: „Mit <strong>den</strong> richtigen<br />

Maßnahmen können <strong>in</strong>dividuelle Konflikte<br />

zwischen Ausbilder und Azubi vielleicht<br />

doch noch gelöst wer<strong>den</strong>. D<strong>es</strong>halb wer<strong>den</strong><br />

alle praktikablen Maßnahmen beleuchtet,<br />

mit <strong>den</strong>en <strong>das</strong> Ausbildungsverhältnis<br />

erfolgreich fortgeführt und damit<br />

gerettet wer<strong>den</strong> kann.“ Aber auch die Beendigung<br />

werde als Alternative angeführt.<br />

<strong>So</strong>llten die schwierigen Verhältnisse e<strong>in</strong>e<br />

weitere Zusammenarbeit nicht zulassen,<br />

werde mit <strong>den</strong> jungen Menschen e<strong>in</strong>e realistische<br />

Anschlussperspektive erarbeitet.<br />

Das Modellprojekt wird zunächst über<br />

zwei Jahre bei der Handwerkskammer<br />

Region Stuttgart durchgeführt. F<strong>in</strong>anziell<br />

gefördert wird <strong>es</strong> vom M<strong>in</strong>isterium für F<strong>in</strong>anzen<br />

und Wirtschaft Ba<strong>den</strong>-Württemberg.<br />

E<strong>in</strong>e enge Zusammenarbeit mit der<br />

Bund<strong>es</strong>agentur für Arbeit und <strong>den</strong> Berufsschulen<br />

<strong>in</strong> der Region soll sicherstellen,<br />

<strong>das</strong>s die Beteiligten frühzeitig<br />

Hilfe <strong>in</strong> Anspruch nehmen können.<br />

Kontaktadr<strong>es</strong>se: Handwerkskammer<br />

Region Stuttgart, Ingrid Dünzl, Telefon<br />

(07 11) 16 57-23 6. n<br />

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Noch bis Anfang Dezember!<br />

· · <br />

<br />

<br />

<br />

1318 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


News<br />

Aktuell<br />

MetaNova Comfort<br />

Digitale Herstellung von Zahnersatz<br />

Für alle, die sich ke<strong>in</strong> eigen<strong>es</strong> CAD/CAM System anschaffen wollen, bietet MetaNova<br />

Comfort e<strong>in</strong>e Lösung, digital Zahnersatz herstellen zu lassen. Über <strong>den</strong><br />

Log<strong>in</strong>-Bereich unter www.metanova<strong><strong>den</strong>tal</strong>. com b<strong>es</strong>teht die Möglichkeit, onl<strong>in</strong>e<br />

e<strong>in</strong> eigen<strong>es</strong> Kun<strong>den</strong>konto zu eröffnen und e<strong>in</strong>en<br />

Auftrag zu generieren. Di<strong>es</strong>er wird <strong>aus</strong>gedruckt<br />

und per Fax an MetaNova g<strong>es</strong>endet.<br />

Alternativ lässt sich e<strong>in</strong> eigens entworfener<br />

Auftragsblock manuell erstellen. In bei<strong>den</strong><br />

Fällen wird nach Erhalt d<strong>es</strong> Auftrag<strong>es</strong> durch<br />

MetaNova die Abholung der Modelle veranlasst.<br />

Zahntechniker fertigen entsprechend<br />

der Anforderungen die gewünschte Versorgung<br />

mittels hoher Produktstandards. Individuelle<br />

Vorstellungen oder Wünsche können<br />

im persönlichen G<strong>es</strong>präch b<strong>es</strong>prochen wer<strong>den</strong>.<br />

Erst nach strenger Qualitätsprüfung, so der<br />

Anbieter, wird die Ware an <strong>den</strong> Absender zurückg<strong>es</strong>endet.<br />

n<br />

i www.metanova.com<br />

Formaldehydfreie Dental-Gipse<br />

Briegel<strong><strong>den</strong>tal</strong> veröffentlicht T<strong>es</strong>twerte<br />

Formaldehyd ist e<strong>in</strong> farblos<strong>es</strong>, wasserlöslich<strong>es</strong><br />

und giftig<strong>es</strong> Gas, <strong>das</strong><br />

Allergien, Haut-, Atemwegs- oder Augenreizungen<br />

verursachen kann. Viele Dental-<br />

Gipse enthalten di<strong>es</strong>en g<strong>es</strong>undheitsschädigen<strong>den</strong><br />

Stoff. Beim Trimmen und<br />

B<strong>es</strong>chleifen sowie bei Erwärmung d<strong>es</strong><br />

Gips<strong>es</strong> kann <strong>das</strong> Formaldehyd <strong>aus</strong>treten.<br />

Briegel<strong><strong>den</strong>tal</strong> hat sich seit über fünf Jahren<br />

auf Gipse spezialisiert, die di<strong>es</strong>en<br />

Stoff nicht enthalten und <strong>in</strong> Qualität <strong>den</strong><br />

herkömmlichen Gipsen <strong>in</strong> nichts nachsteht.<br />

Die Palette reicht vom Gips Klasse<br />

drei bis zum Artikulationsgips. Auf der eigenen<br />

Webseite wer<strong>den</strong> erstmals die T<strong>es</strong>twerte<br />

von e<strong>in</strong>em unabhängigen Analyse<strong>labor</strong><br />

veröffentlicht – nachzul<strong>es</strong>en unter<br />

www.g<strong>es</strong>undezahntechnik.de<br />

n<br />

NEW<br />

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TRADITION<br />

INNOVATION<br />

QUALITY MADE IN GERMANY<br />

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T<br />

INNOVAT<br />

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MADE<br />

ION<br />

IN GERMANY


Aktuell<br />

L<strong>es</strong>erforum<br />

L<strong>es</strong>erforum<br />

„Den Nerv der Zeit getroffen“<br />

Um Wert und Wertschätzung g<strong>in</strong>g <strong>es</strong> im Editorial<br />

von Dr. Angelika Schaller <strong>in</strong> <strong>unsere</strong>r September-Ausgabe<br />

(„Hier stehe ich und kann nicht anders“ Seite 1015).<br />

Dazu erreichten uns zahlreiche Zuschriften. Hier e<strong>in</strong><br />

Auszug <strong>aus</strong> e<strong>in</strong>igen Briefen.<br />

„Anderer<br />

Blickw<strong>in</strong>kel“<br />

Mit der Überschrift Ihr<strong>es</strong> Editorial<br />

stimme ich absolut übere<strong>in</strong> „ hier<br />

stehe ich und kann nicht anders“. Auf<br />

die Zahntechnik übertragen, könnte<br />

<strong>das</strong> lauten: „Ich kann halt nur Zähne –<br />

<strong>das</strong> aber gut“!<br />

Warum muss Wut <strong>in</strong> uns hochkochen,<br />

wenn die gewünschte Gleichstellung<br />

von Zahnarzt und Zahntechniker nicht<br />

erreicht wurde oder wird? Wir üben e<strong>in</strong><br />

Handwerk <strong>aus</strong>, und die meisten mit großer<br />

Lei<strong>den</strong>schaft. Im Vergleich zu anderen<br />

Gewerken s<strong>in</strong>d wir me<strong>in</strong><strong>es</strong> Erachtens<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>er sehr komfortablen Situation.<br />

Betrachten wir etwa <strong>das</strong><br />

Verhältnis Architekt – Handwerker oder<br />

Kunde – Handwerker oder gar Bauleitung<br />

– Handwerker, dann frage ich<br />

mich: Wie gehen wir mit Menschen um,<br />

von <strong>den</strong>en wir e<strong>in</strong>e Leistung erbracht<br />

haben wollen? Wann haben wir <strong>das</strong> letzte<br />

Mal <strong>den</strong> von uns beauftragten Handwerker<br />

angerufen und g<strong>es</strong>agt „herzlichen<br />

Dank für <strong>das</strong> gute Ergebnis“! Haben<br />

wir <strong>es</strong> da nicht ganz gut angetroffen,<br />

<strong>den</strong>n wir bekommen di<strong>es</strong>e Rückmeldungen<br />

– nicht täglich – aber doch<br />

immer wieder!<br />

Ich b<strong>in</strong> gerne Handwerker für <strong>unsere</strong><br />

Zahnärzte und deren Patienten. Wer<br />

<strong>das</strong> nicht zu schätzen weiß, hat e<strong>in</strong> Problem<br />

– aber nicht ich! Vorweg genommen<br />

sei, <strong>das</strong>s ich – und da glaube ich<br />

auch für me<strong>in</strong> Team sprechen zu dürfen<br />

– die Zahnärzte, für die wir arbeiten<br />

„dürfen“, mag. Ich habe sie mir nicht<br />

nach di<strong>es</strong>em Kriterium g<strong>es</strong>ucht, da<br />

auch ich nicht <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er so komfortablen<br />

Lage b<strong>in</strong>. Nach fast 20 Jahren Selbstständigkeit<br />

mit eigenem Labor bleiben<br />

aber letzten End<strong>es</strong> die Kun<strong>den</strong>, bei <strong>den</strong>en<br />

<strong>es</strong> nicht nur fachlich „passt“(was<br />

natürlich Grundvor<strong>aus</strong>setzung ist).<br />

Nicht e<strong>in</strong>en von ihnen will ich missen.<br />

Auch wir haben schon Zahnärzte mit<br />

„Baurhetorik“ erlebt –die sollte man<br />

weiterziehen lassen!<br />

E<strong>in</strong> sehr großer Teil der Zahnärzte steht<br />

unter enormem Druck. Immer mehr Praxen<br />

s<strong>in</strong>d dankbar, wenn sie ihr Term<strong>in</strong>buch<br />

gefüllt bekommen. Die Patienten<br />

wer<strong>den</strong> immer anspruchsvoller, was<br />

Service, Term<strong>in</strong>e und Behandlungsergebnis<br />

angeht. Speziell <strong>in</strong> Großstädten<br />

betreiben Praxen viel Werbeaufwand,<br />

um ihre Patienten zu überzeugen, e<strong>in</strong>e<br />

Sanierung mit prothetischer R<strong>es</strong>tauration<br />

zu realisieren.<br />

Wenn dann <strong>das</strong> Ergebnis – warum auch<br />

immer – nicht wie gewünscht im ersten<br />

Anlauf realisiert wird, sollten wir uns<br />

auch e<strong>in</strong>mal <strong>in</strong> die Lage d<strong>es</strong> Behandlers<br />

versetzen, und eher dankbar se<strong>in</strong>, <strong>das</strong>s<br />

er <strong>den</strong> ersten Unmut abfängt und <strong>aus</strong>hält.<br />

Sicherlich glänzt er im Gegenzug<br />

dafür auch mit der Arbeit <strong>aus</strong> <strong>unsere</strong>r<br />

Hand – aber <strong>das</strong> ist <strong>es</strong> doch letzten End<strong>es</strong>,<br />

was wir wollen: e<strong>in</strong>e erfolgreiche<br />

Zahnärzt<strong>in</strong> und oder e<strong>in</strong>en erfolgreichen<br />

Zahnarzt dank der hervorragen<strong>den</strong><br />

Arbeit <strong>aus</strong> <strong>unsere</strong>m Labor – was<br />

kann zukunftsträchtiger se<strong>in</strong>!?<br />

Zahntechnik Cl<strong>aus</strong> Diemer,<br />

45133 Essen-Bre<strong>den</strong>ey<br />

„Viel ist<br />

schief gelaufen“<br />

In e<strong>in</strong>er Sache gebe ich Ihnen recht:<br />

Der Mangel an Zahntechnikern – vor<br />

allem <strong>den</strong> Guten!! – wird <strong>das</strong> Blatt wen<strong>den</strong>.<br />

Das betrifft auch die schlechte Bezahlung<br />

der ang<strong>es</strong>tellten Zahntechni-<br />

Fotolia © Eisenhans<br />

1320 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


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Aktuell<br />

L<strong>es</strong>erforum<br />

ker. Auch hier hat der Kollege Müller<br />

recht, die Innungen haben sich da nicht<br />

mit Ruhm bekleckert (unser Bericht<br />

über Johann<strong>es</strong> Müller, dl 9, Seite 1052<br />

ff., Anm. der Red.)<br />

Es ist viel schief gelaufen. Wenn man<br />

be<strong>den</strong>kt, <strong>das</strong>s beispielsweise die Problematik<br />

Praxis<strong>labor</strong> nach so vielen Jahren<br />

von dem neuen VDZI- Präsi<strong>den</strong>ten<br />

als Priorität ang<strong>es</strong>ehen wird, fragt man<br />

sich, was <strong>in</strong> <strong>den</strong> ganzen Jahren von Seiten<br />

d<strong>es</strong> VDZI bewegt wurde?<br />

Es freut mich aber ungeme<strong>in</strong>, <strong>das</strong>s Sie<br />

so e<strong>in</strong>e Sympathie für <strong>unsere</strong>n Beruf<br />

hegen! Ich wünsche Ihnen weiterh<strong>in</strong><br />

<strong>den</strong> Mut, heiße Eisen anzufassen.<br />

Peter Biewer,<br />

Zahn-Atelier Peter Biewer,<br />

23619 Ba<strong>den</strong>dorf<br />

„Hoffnung<br />

nicht verloren“<br />

Ihr Kommentar spricht mir vollkommen<br />

<strong>aus</strong> der Seele. Auch der Artikel<br />

der Jungtechniker<strong>in</strong> <strong>aus</strong> Berl<strong>in</strong> b<strong>es</strong>chreibt<br />

die Situation, die jeder von<br />

uns kennt (dl 9, Seite 1044, Anm. der<br />

Red.).<br />

Ich würde mir wünschen, <strong>das</strong>s di<strong>es</strong>e<br />

Themen viel öfter zur Sprache kommen,<br />

<strong>den</strong>n dann bewegt sich vielleicht doch<br />

noch etwas zu Gunsten d<strong>es</strong> Nachwuchs<strong>es</strong>.<br />

Ich habe die Hoffnung nicht<br />

verloren, auch wenn sie sehr kle<strong>in</strong> ist.<br />

„Entspannt<strong>es</strong><br />

Verhältnis“<br />

Gerd Seidel,<br />

92266 Ensdorf<br />

Sie haben <strong>den</strong> Nerv der Zeit getroffen.<br />

Di<strong>es</strong><strong>es</strong> Thema braucht generell<br />

<strong>in</strong> <strong>unsere</strong>r G<strong>es</strong>ellschaft mehr Aufmerksamkeit.<br />

Was <strong>unsere</strong> Branche angeht,<br />

b<strong>in</strong> ich der Me<strong>in</strong>ung, <strong>das</strong>s die Zahntechniker<br />

selbst sehr viel dazu beitragen,<br />

<strong>das</strong>s sie zu wenig geachtet wer<strong>den</strong>.<br />

Zuallererst muss man sich nämlich<br />

selbst achten. Und daran hapert <strong>es</strong>!<br />

Wenn ich mich an me<strong>in</strong>e Lehrzeit er<strong>in</strong>nere:<br />

mit welcher Ehrfurcht blickte <strong>das</strong><br />

Umfeld auf uns, wenn wir erwähnten,<br />

wir seien Zahntechniker. Wie stolz waren<br />

wir auf <strong>unsere</strong>n Berufsstand und<br />

wie selbstbewusst wehrten wir uns gegen<br />

etwaige Ungerechtigkeiten <strong>unsere</strong>r<br />

Chefs. Warum eigentlich setzen wir<br />

uns jetzt nicht mehr zur Wehr gegen<br />

Übergriffe und R<strong>es</strong>pektlosigkeiten? Haben<br />

wir die Hosen voll?<br />

Die Wirtschaftskrise ist doch für uns<br />

kaum von Bedeutung. Wir wer<strong>den</strong> <strong>in</strong><br />

<strong>den</strong> Labors g<strong>es</strong>ucht. Und Zahnärzte<br />

s<strong>in</strong>d froh, wenn sie mit qualifizierten<br />

Zahntechnikern zusammen arbeiten,<br />

die eloquent s<strong>in</strong>d und mit Patienten umgehen<br />

können.<br />

Also, w<strong>es</strong>halb jammern so viele von uns<br />

und b<strong>es</strong>chweren sich über mangeln<strong>den</strong><br />

R<strong>es</strong>pekt? Weil man sich <strong>den</strong> R<strong>es</strong>pekt e<strong>in</strong><strong>es</strong><br />

Universitätsabsolventen erst verdienen<br />

muss! Und <strong>das</strong> geht nicht, wenn<br />

man unterwürfig auftritt. Ich wurde<br />

schon öfters gefragt, wie ich <strong>das</strong> mache,<br />

<strong>das</strong>s mich <strong>unsere</strong> Zahnärzte und<br />

Patienten so r<strong>es</strong>pektieren. Nun, <strong>das</strong><br />

lässt sich nicht mit e<strong>in</strong>em Satz beantworten.<br />

E<strong>in</strong> Punkt ist sicherlich, <strong>das</strong>s ich mich<br />

geistig auf di<strong>es</strong>elbe Stufe stelle<br />

wie me<strong>in</strong> Gegenüber. Obwohl ich nicht<br />

auf e<strong>in</strong>er Uni war, habe ich e<strong>in</strong>e<br />

ganz gute Allgeme<strong>in</strong>bildung. Außerdem<br />

s<strong>in</strong>d wir aufe<strong>in</strong>ander angewi<strong>es</strong>en:<br />

Die Arbeit d<strong>es</strong> Zahntechnikers ist ebenso<br />

wichtig wie die Arbeit d<strong>es</strong> Zahnarzt<strong>es</strong>,<br />

um e<strong>in</strong> optimal<strong>es</strong> Ergebnis zu bekommen.<br />

Übrigens: Viele Doktor<strong>es</strong> lieben e<strong>in</strong>en<br />

<strong>in</strong>telligenten Schlagabt<strong>aus</strong>ch, der ruhig<br />

auch mal e<strong>in</strong> bisschen gegen <strong>den</strong><br />

Strich gebürstet se<strong>in</strong> darf. Ist fachliche<br />

Kompetenz mit Charme und Humor verbun<strong>den</strong>,<br />

darf man ruhig auch was riskieren!<br />

Der Lohn wird e<strong>in</strong> entspannt<strong>es</strong><br />

Verhältnis se<strong>in</strong>, getragen von Wohlwollen<br />

und Wertschätzung.<br />

Ich persönlich habe zum Glück überhaupt<br />

ke<strong>in</strong>e Probleme mit Zahnärzten.<br />

Die meisten s<strong>in</strong>d sehr nette Menschen<br />

und ich freue mich immer, <strong>in</strong> persönlichen<br />

Kontakt mit ihnen zu treten.<br />

Marion Eberle,<br />

88142 Wasserburg<br />

1322 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


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Aktuell<br />

Neue Tools und neue Chancen<br />

Schulung zum 3Shape-Dental System bei Karl Adt <strong>in</strong> München<br />

Neue Tools<br />

und neue Chancen<br />

die neuen Featur<strong>es</strong> sehr verständlich.<br />

Insg<strong>es</strong>amt gibt <strong>es</strong> 22 Neuerungen – hier<br />

die wichtigsten Aspekte.<br />

n Model Builder ermöglicht dem Zahntechniker<br />

die Konstruktion digitaler Labormodelle<br />

direkt <strong>aus</strong> digitalen oder<br />

herkömmlichen Abdruckscans und unterstützt<br />

e<strong>in</strong>e umfassende Palette an<br />

Anwendungen, wie zum Beispiel Implantatmodelle,<br />

die die Konstruktion<br />

von her<strong>aus</strong>nehmbaren Stümpfen und<br />

Nachbarzähnen vere<strong>in</strong>facht.<br />

n 3Shape Communicate ist e<strong>in</strong> hochmodern<strong>es</strong><br />

Werkzeug, welch<strong>es</strong> die Kommunikation<br />

zwischen Labor und Praxis<br />

deutlich erleichtert.<br />

e Gruppenbild mit Dame:<br />

Teilnehmer und Referent<br />

<strong>in</strong> München<br />

c „H<strong>aus</strong>herr“ Karl Adt,<br />

verfolgt g<strong>es</strong>pannt, was<br />

Ztm. Thomas Riehl am<br />

Computer zeigt<br />

1)<br />

vgl. URL: http://www.digilea.ch/<br />

pdf/3_shape/3Shape_Dental_<br />

Brochure_German_LOW_RES.pdf<br />

Lebenslang<strong>es</strong> Lernen ist e<strong>in</strong>e Prämisse<br />

für Erfolg – auch <strong>in</strong> der<br />

Zahntechnik. Ztm. Karl Adt, Mitglied<br />

d<strong>es</strong> CTB-Zirkels, veranstaltete e<strong>in</strong>e<br />

Fortbildungsveranstaltung <strong>in</strong> se<strong>in</strong>em<br />

Münchner Labor, die viele Aha-Erlebnisse<br />

bewirkte. Thema war die Vorstellung<br />

der neuen 3Shape<br />

<strong>So</strong>ftware. 3Shape<br />

bietet e<strong>in</strong>e vielseitige<br />

CAD/CAM Lösung, die<br />

<strong>es</strong> <strong>den</strong> Dental<strong>labor</strong>s<br />

ermöglicht, ihren Kun<strong>den</strong><br />

e<strong>in</strong> hoh<strong>es</strong> und<br />

gleichbleibend<strong>es</strong> Niveau<br />

der R<strong>es</strong>tauration<br />

zu bieten. Dank reduzierter<br />

Kosten und Durchlaufzeit hilft<br />

<strong>das</strong> System <strong>den</strong> Betrieben gleichzeitig<br />

dabei, ihre Produktivität zu steigern. 1)<br />

Die CAD/CAM-Spezialisten d<strong>es</strong> CTB-Zirkels<br />

sowie <strong>das</strong> Bego Süd-Team und die<br />

Mitarbeiter von Isar Dental waren extra<br />

angereist, um die Neuerung <strong>in</strong> Augensche<strong>in</strong><br />

zu nehmen. Tra<strong>in</strong>er war Ztm. Thomas<br />

Riehl von Bego. Er leitete souverän<br />

di<strong>es</strong>e Schulung und präsentierte<br />

n Durch <strong>das</strong> Scannen von Texturen, welch<strong>es</strong><br />

die bei<strong>den</strong> 5 MP-Kameras d<strong>es</strong><br />

D800 Scanners ermöglichen, kann die<br />

Gipsmodelloberfläche erfasst und<br />

schließlich mit Hilfe e<strong>in</strong><strong>es</strong> 3-D Modells<br />

als Overlay wiedergegeben wer<strong>den</strong>.<br />

n Digitale Provisorien s<strong>in</strong>d e<strong>in</strong>e revolutionäre<br />

neue Work-Flow Lösung für die<br />

Konstruktion und Fertigung provisorischer<br />

Kronen und Brücken, die <strong>aus</strong> der<br />

1324 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Aktuell<br />

Neue Tools und neue Chancen<br />

Vor-Präparation, <strong>ohne</strong> <strong>das</strong> e<strong>in</strong> Gipsmodell<br />

<strong>aus</strong>gegossen wer<strong>den</strong> muss, herg<strong>es</strong>tellt<br />

wer<strong>den</strong> können.<br />

n Mit Hilfe d<strong>es</strong> virtuellen Diagnose-Waxups,<br />

kann diagnostisch vorgeplant wer<strong>den</strong><br />

und außerdem ermöglicht <strong>es</strong> die<br />

Reduzierung der Bearbeitungszeit auf<br />

e<strong>in</strong> M<strong>in</strong>imum, was letztendlich zu e<strong>in</strong>em<br />

effizienteren Behandlungsablauf<br />

führt.<br />

n Das neu d<strong>es</strong>ignte Tel<strong>es</strong>kop optimiert<br />

die Kantenkonstruktion und erlaubt die<br />

E<strong>in</strong>stellung mehrerer Tel<strong>es</strong>kopformen<br />

sowie <strong>das</strong> vere<strong>in</strong>fachte Anbr<strong>in</strong>gen von<br />

jeglichem Attachment.<br />

n Der neue Brückenkonnektor erlaubt<br />

e<strong>in</strong>e e<strong>in</strong>fachere Handhabung der Brückenverb<strong>in</strong>dungen,<br />

ermöglicht Farbkodierung<br />

der Konnektorstärke und zudem<br />

wurde die Benutzeroberfläche<br />

stark vere<strong>in</strong>facht.<br />

n E<strong>in</strong>e Verb<strong>es</strong>serung br<strong>in</strong>gt der Smile<br />

Composer durch zusätzliche Werkzeuge,<br />

die die anatomische Positionierung<br />

von Kronen optimiert. Zusätzlich wurde<br />

der Smile Composer mit e<strong>in</strong>em globalen<br />

Morph<strong>in</strong>g-Werkzeug <strong>aus</strong>g<strong>es</strong>tattet,<br />

was e<strong>in</strong>e gleichzeitige Morphierung<br />

der Kronen ermöglicht.<br />

n E<strong>in</strong>e weitere Neuerung ist <strong>das</strong> <strong>in</strong>telligente<br />

Auftragsformular, welch<strong>es</strong> mit Hilfe<br />

e<strong>in</strong>er dynamischen Legende die <strong>aus</strong>gewählten<br />

Anwendungen visuell darstellt,<br />

um die Auftragserstellung zu<br />

simplifizieren und schließlich Fehler zu<br />

reduzieren.<br />

Nach <strong>den</strong> vielen Informationen wurde<br />

<strong>das</strong> g<strong>es</strong>amte Team zum traditionsreichen<br />

Mittag<strong>es</strong>sen mit Weißwürsten und<br />

Weißbier e<strong>in</strong>gela<strong>den</strong>.<br />

E<strong>in</strong><strong>es</strong> ist sicher: Der digitale Workflow<br />

ist auch <strong>aus</strong> der Dentalbranche nicht<br />

mehr weg zu <strong>den</strong>ken. Noch b<strong>es</strong>teht die<br />

Möglichkeit, mit zu g<strong>es</strong>talten. Jedoch<br />

wer<strong>den</strong> die Entwicklungszyklen immer<br />

kürzer, und der E<strong>in</strong>stieg muss d<strong>es</strong>halb<br />

zeitnah gel<strong>in</strong>gen, um nicht wie beispielsweise<br />

die Firma Kodak <strong>den</strong><br />

Sprung vom analogen <strong>in</strong>s digitale Zeitalter<br />

zu verpassen – mit bitteren Konsequenzen.<br />

ww n<br />

Amann Girrbach kooperiert mit Vita Zahnfabrik<br />

Vitablocs for Ceramill Motion 2<br />

e Ceramill Motion 2<br />

mit Glaskeramik<br />

Amann Girrbach wird System-<br />

Partner der Vita Zahnfabrik <strong>in</strong> Bad<br />

Säck<strong>in</strong>gen. Im Zuge der Kooperation<br />

bietet Amann Girrbach Vita-<br />

Glaskeramikblöcke für die neue<br />

Fräse<strong>in</strong>heit Ceramill Motion 2 an.<br />

Die Rohl<strong>in</strong>ge s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> Kürze als „Vitablocs<br />

Mark II for Ceramill Motion<br />

2“ und „Vitablocs TriLuxe forte for Ceramill<br />

Motion 2“ erhältlich* .<br />

Die Vita-Rohl<strong>in</strong>ge lassen sich mit der<br />

neuen Amann Girrbach Fräsmasch<strong>in</strong>e<br />

Ceramill Motion 2 präzise bearbeiten.<br />

Mit der seit Anfang 2012 marktreifen<br />

Ceramill Motion 2 entstand e<strong>in</strong>e kompakte<br />

Masch<strong>in</strong>e, die 5-Achs-Fräs- und<br />

*Verfügbarkeit unterliegt dem lokalen Zulassungsverfahren<br />

Schleiftechnik <strong>in</strong> Nass- und Trockenmodus<br />

für e<strong>in</strong>e große Material- und Indikationsvielfalt<br />

vere<strong>in</strong>t. Durch die Kooperation<br />

mit Vita wur<strong>den</strong> Vitablocs (Keramikrohl<strong>in</strong>ge)<br />

optimal <strong>in</strong> di<strong>es</strong><strong>es</strong><br />

Masch<strong>in</strong>enkonzept e<strong>in</strong>gebun<strong>den</strong>, unterstützt<br />

sowohl von der CAD-<strong>So</strong>ftware<br />

Ceramill M<strong>in</strong>d als auch von der CAM-<br />

<strong>So</strong>ftware Ceramill Match 2.<br />

Die Überlebensrate der Feldspatkeramik<br />

liegt bei Kronen nach fünf Jahren<br />

bei 97 Prozent, bei Inlays nach neun<br />

Jahren bei 95,5 Prozent und nach 18 Jahren<br />

bei 84,4 Prozent. Aufgrund der vier<br />

unterschiedlichen Farbaufbau-/Blockvarianten<br />

ergeben sich – nach Herstellerangaben<br />

– für jede kl<strong>in</strong>ische Situation<br />

ästhetische Endergebnisse bei<br />

gleichzeitig übersichtlichem Block-Farbangebot.<br />

Formveränderungen beziehungsweise<br />

Korrekturen können auch<br />

<strong>in</strong>traoral durchgeführt wer<strong>den</strong>. n<br />

1326 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


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Menschen<br />

News<br />

e Seit September ist<br />

Gerd Menold für<br />

Flussfisch tätig<br />

Gerd Menold seit September Regionalverkaufsleiter<br />

Flussfisch zeigt im Sü<strong>den</strong> Flagge<br />

Die Hamburger Michael Flussfisch<br />

GmbH zeigt auch im Sü<strong>den</strong> der Republik<br />

verstärkt Flagge. Gerd Menold<br />

ist seit 1. September Regionalverkaufsleiter<br />

Süd. „Mit <strong>unsere</strong>m Lasers<strong>in</strong>ter-Angebot<br />

s<strong>in</strong>d wir bereits 2008<br />

über <strong>unsere</strong>n traditionellen Aktionsradius<br />

<strong>in</strong> Norddeutschland h<strong>in</strong><strong>aus</strong>gegangen<br />

und arbeiten seither mit vielen<br />

Labors <strong>in</strong> Süddeutschland zusammen“,<br />

berichtet Unternehmenschef<strong>in</strong> Michaela<br />

Flussfisch. H<strong>in</strong>zu kam, <strong>das</strong>s <strong>das</strong><br />

Unternehmen Anfang 2011 mit e<strong>in</strong>er eigenen,<br />

umfangreichen Produktpalette<br />

<strong>aus</strong> <strong>den</strong> Bereichen Fräsen, Legierungen<br />

und Galvano bund<strong>es</strong>weit an <strong>den</strong> Markt<br />

g<strong>in</strong>g. „Gepaart mit <strong>unsere</strong>r <strong>aus</strong>geprägten<br />

Service-Philosophie, war di<strong>es</strong>e Expansionsstrategie<br />

e<strong>in</strong> so durchschlagender<br />

Erfolg, <strong>das</strong>s wir jetzt für <strong>den</strong> Sü<strong>den</strong><br />

e<strong>in</strong>e eigene Vertriebsleitung<br />

aufgebaut haben“, so die Inhaber<strong>in</strong><br />

weiter. „Damit gewährleisten wir auch<br />

dort größtmögliche Kun<strong>den</strong>nähe und<br />

direkten Kontakt.“<br />

Gerd Menold war <strong>in</strong> <strong>den</strong> vergangenen<br />

Jahren für die Firmen Metaux Precieux<br />

Dental, MetalorDental Deutschland und<br />

Creation International tätig. Künftig wird<br />

der gelernte Zahntechniker, der lange<br />

Jahre Praxiserfahrung hat, von Eis<strong>in</strong>gen<br />

bei Pforzheim <strong>aus</strong> die Vertriebsaktivitäten<br />

von Flussfisch <strong>in</strong> Ba<strong>den</strong>-Württemberg<br />

und der Südhälfte Bayerns steuern.<br />

„Gerd Menold kennt sich <strong>in</strong> der Branche<br />

b<strong>es</strong>tens <strong>aus</strong> und ist gerade im Sü<strong>den</strong> hervorragend<br />

vernetzt – <strong>das</strong> passte e<strong>in</strong>fach!“,<br />

freut sich Michaela Flussfisch.<br />

Und die Ziele ihr<strong>es</strong> neuen Verkaufsleiters<br />

entsprechen zu hundert Prozent der Unternehmensphilosophie<br />

von Flussfisch:<br />

„Wissen zu vermitteln durch <strong>das</strong> persönliche<br />

G<strong>es</strong>präch und durch Fort- und<br />

Weiterbildung sowie <strong>den</strong> Dienst am Kun<strong>den</strong><br />

immer weiter zu perfektionieren –<br />

<strong>das</strong> ist me<strong>in</strong> persönlicher Anspruch!“ n<br />

Dentalunternehmen ehrt treue Mitarbeiter<br />

Betriebsjubiläen bei Dentaurum<br />

f Jubilare und G<strong>es</strong>chäfts -<br />

führer, von l<strong>in</strong>ks: Kl<strong>aus</strong><br />

Müller, Mark Stephen Pace,<br />

Axel W<strong>in</strong>kelstroeter und<br />

Antonietta Masiello<br />

Zahlreiche Dentaurum-Mitarbeiter<br />

mit bis zu 30-jähriger Betriebszugehörigkeit<br />

– <strong>das</strong> ist zweifels<strong>ohne</strong> e<strong>in</strong><br />

Grund zum Feiern. Die G<strong>es</strong>chäftsführer<br />

der Firmen-Gruppe, Mark Stephen Pace<br />

und Axel W<strong>in</strong>kelstroeter, bedankten<br />

sich für die langjährige und gute Zusammenarbeit.<br />

Antonietta Masiello ist bereits seit 30<br />

Jahren für <strong>das</strong> Unternehmen tätig. 1982<br />

f<strong>in</strong>g sie <strong>in</strong> Heimarbeit an, Dentaurum<br />

als Aufschweißer<strong>in</strong> zu unterstützen. E<strong>in</strong>ige<br />

Zeit später wechselte sie als Vollzeitkraft<br />

<strong>in</strong> die Abteilung „Aufschweißdienst“<br />

und ist bis heute als fachkundige<br />

Mitarbeiter<strong>in</strong> hier anzutreffen.<br />

Nach Kun<strong>den</strong>wunsch schweißt sie Bukkalröhrchen,<br />

Brackets, l<strong>in</strong>guale sowie<br />

palat<strong>in</strong>ale Hilfsteile auf verschie<strong>den</strong>e<br />

Bänder und fügt nach Wunsch auch Angulationen<br />

e<strong>in</strong>.<br />

Kl<strong>aus</strong> Müller blickt auf e<strong>in</strong> Vierteljahrhundert<br />

Betriebszugehörigkeit zurück.<br />

Die ersten drei Jahre arbeitete er als<br />

Konstrukteur und wurde vorwiegend<br />

mit der Erstellung von Produkt- und<br />

Werkzeugkonstruktionen betraut. 1990<br />

1328 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Vertrieb Deutschland: DeguDent GmbH, Ro<strong>den</strong>bacher Ch<strong>aus</strong>see 4, 63457 Hanau-Wolfgang, Tel.: 0180 2324555


Menschen<br />

News<br />

c Mark Stephen Pace,<br />

l<strong>in</strong>ks, und Werner Schulz<br />

übernahm er <strong>den</strong> Posten d<strong>es</strong> Fertigungs<strong>in</strong>genieurs<br />

und knapp e<strong>in</strong> Jahr<br />

später wurde ihm die Fertigungsleitung<br />

mehrerer Produktionsabteilungen übertragen.<br />

Heute ist er für die Abteilungen<br />

Aufschweißdienst, Laserbearbeitung,<br />

Wärmebehandlung, Kunststoffspritzgießerei<br />

und Löterei verantwortlich.<br />

Ebenfalls vor 25 Jahren begann Ortw<strong>in</strong><br />

Bato se<strong>in</strong>e Tätigkeit beim Ispr<strong>in</strong>ger Dentalunternehmen<br />

<strong>in</strong> der Abteilung „International<br />

Sal<strong>es</strong>“. Bis heute arbeitet<br />

er <strong>in</strong> di<strong>es</strong>em Bereich und ist kompetenter<br />

Ansprechpartner für alle Mitarbeiter<br />

und Kun<strong>den</strong> <strong>aus</strong> se<strong>in</strong>em Ländergebiet.<br />

Der reisefreudige Area Sal<strong>es</strong> Manager<br />

ist für die Länderbereiche Südund<br />

Osteuropa verantwortlich und kümmert<br />

sich um die Kun<strong>den</strong>betreuung und<br />

Beratung vor Ort sowie um die Organisation<br />

von M<strong>es</strong>sen, Kongr<strong>es</strong>sen und<br />

Workshops im Ausland.<br />

Werner Schulz gehört ebenfalls zu <strong>den</strong><br />

Jubilaren, die bereits seit 25 Jahren im<br />

E<strong>in</strong>satz s<strong>in</strong>d. Seit 1987 arbeitet er <strong>in</strong> der<br />

Produktionsabteilung „Oberflächentechnik“.<br />

Mit Hilfe von Schüttelfässern<br />

behandelt er hier die Oberflächenb<strong>es</strong>chaffenheit<br />

vieler Dentaurum-Produkte.<br />

Mit rotieren<strong>den</strong> Fässern, <strong>in</strong> <strong>den</strong>en<br />

sich e<strong>in</strong> speziell<strong>es</strong> Schleifgranulat<br />

bef<strong>in</strong>det, wer<strong>den</strong> beispielsweise die<br />

neuen discovery smart Brackets g<strong>es</strong>chliffen,<br />

poliert und auf Hochglanz gebracht.<br />

n<br />

Ulrich Wickert und Carol Campbell bei Benefizgala „Ethics <strong>in</strong> Bus<strong>in</strong><strong>es</strong>s“<br />

Labor Lubberich gehört zu <strong>den</strong> Geehrten<br />

e Maurice Wi<strong>es</strong>maier,<br />

rechts, bekam von Ulrich<br />

Wickert die Urkunde<br />

verliehen<br />

Die erste <strong>in</strong> Deutschland <strong>aus</strong>gerichtete<br />

Benefizgala für „Corporate <strong>So</strong>cial<br />

R<strong>es</strong>ponsibility“ fand am 5. Oktober <strong>in</strong> Berl<strong>in</strong><br />

statt. Dabei wurde auch <strong>das</strong> Koblenzer<br />

Labor Lubberich für se<strong>in</strong> sozial<strong>es</strong> Engagement<br />

<strong>aus</strong>gezeichnet. Gastgeber im<br />

Jüdischen Museum war die Mittelstands<strong>in</strong>itiative<br />

„Ethics <strong>in</strong> Bus<strong>in</strong><strong>es</strong>s“. Die Sch<strong>aus</strong>pieler<strong>in</strong><br />

Carol Campbell als Moderator<strong>in</strong><br />

d<strong>es</strong> Abends und der TV-Journalist Ulrich<br />

Wickert als Mentor von „Ethics <strong>in</strong> Bus<strong>in</strong><strong>es</strong>s“<br />

haben rund 300 Gäste begrüßt. Die<br />

an di<strong>es</strong>em Abend bei e<strong>in</strong>er Auktion e<strong>in</strong>genommen<br />

Spen<strong>den</strong> gehen an <strong>das</strong> „Global<br />

Footpr<strong>in</strong>t Network“.<br />

„Mit di<strong>es</strong>er Benefizgala wollten wir die<br />

Idee nachhaltigen Handelns im Mittelstand<br />

weiter fördern“, sagt Silke Masurat,<br />

die G<strong>es</strong>chäftsführer<strong>in</strong> von compamedia<br />

und Projektleiter<strong>in</strong> von „Ethics<br />

<strong>in</strong> Bus<strong>in</strong><strong>es</strong>s". „Zum e<strong>in</strong>en zeichnen sich<br />

die 75 Mitgliedsunternehmen von ‚Ethics<br />

<strong>in</strong> Bus<strong>in</strong><strong>es</strong>s‘ durch e<strong>in</strong> vorbildlich<strong>es</strong><br />

sozial<strong>es</strong> und ökologisch<strong>es</strong> Engagement<br />

<strong>aus</strong>. Zum anderen sammeln wir mit e<strong>in</strong>er<br />

Versteigerung Geld für <strong>das</strong> ‚Global<br />

Footpr<strong>in</strong>t Network‘. Die Organisation<br />

hilft Unternehmen unter anderem dabei,<br />

ihre Klimabilanz zu verb<strong>es</strong>sern.“<br />

Ulrich Wickert hat nach der Auktion die<br />

Auszeichnung der Unternehmen übernommen,<br />

die <strong>das</strong> Benchmark<strong>in</strong>g der<br />

Universität St. Gallen absolviert und<br />

sich für die Aufnahme <strong>in</strong> die „Ethics <strong>in</strong><br />

Bus<strong>in</strong><strong>es</strong>s"-Gilde qualifiziert haben.<br />

Maurice Wi<strong>es</strong>maier, e<strong>in</strong>er der g<strong>es</strong>chäftsführen<strong>den</strong><br />

G<strong>es</strong>ellschafter von<br />

Lubberich, nahm di<strong>es</strong>e Ehrung entgegen.<br />

„Wir s<strong>in</strong>d stolz auf die Aufnahme<br />

<strong>in</strong> die Gilde, haben aber auch <strong>in</strong> <strong>den</strong> vergangenen<br />

Jahren viel dafür getan. <strong>So</strong><br />

etwas geht natürlich nur im Team“, so<br />

Wi<strong>es</strong>maier.<br />

n<br />

i www.lubberich-<strong><strong>den</strong>tal</strong>.de/www.ethics<strong>in</strong>-bus<strong>in</strong><strong>es</strong>s.com<br />

1330 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


3. CAMLOG<br />

ZAHNTECHNIK-KONGRESS<br />

FASZINATION IMPLANTATPROTHETIK<br />

20. APRIL 2013, DARMSTADT<br />

REFERENTEN<br />

Prof. Dr. Daniel Edelhoff, München<br />

ZTM V<strong>in</strong>cent Fehmer, Zürich<br />

Dr. Michael Fischer, Pfull<strong>in</strong>gen<br />

Dr. Mart<strong>in</strong> Gollner, Bayreuth<br />

Dr. Christian Hammächer, Aachen<br />

Prof. Dr. Frauke Müller, Genf<br />

Prof. Dr. Katja Nelson, Freiburg<br />

ZTM Stefan Picha, Fürth<br />

ZTM Ralph Riquier, Remch<strong>in</strong>gen<br />

ZTM Jürg Stuck, Köln<br />

Dr. Daniel Thoma, Zürich<br />

ZTM Benjam<strong>in</strong> Votteler, Pfull<strong>in</strong>gen<br />

Alexander Huber, Bergsteiger, Traunste<strong>in</strong><br />

MODERATOREN<br />

ZTM Gerhard Neuendorff, Filderstadt<br />

Dr. S. Marcus B<strong>es</strong>chnidt, Ba<strong>den</strong>-Ba<strong>den</strong><br />

THEMENSCHWERPUNKTE<br />

DIE EBENEN DER FUNKTION<br />

FASZINATION MENSCH<br />

DIE ZAHNTECHNIK IM WANDEL<br />

DER BESONDERE VORTRAG<br />

Träume und Ziele zwischen Himmel und Erde<br />

E<strong>in</strong> neu<strong>es</strong> Kapitel <strong>in</strong> der Erfolgsg<strong>es</strong>chichte<br />

FASZINATION IMPLANTATPROTHETIK!<br />

Seien Sie dabei – wir freuen uns auf Sie!<br />

Weitere Informationen und Anmeldung:<br />

CAMLOG Vertriebs GmbH<br />

Inge Gaupp, Veranstaltungsorganisation<br />

Telefon 07044 9445-603, E-Mail <strong>in</strong>ge.gaupp@camlog.com<br />

www.fasz<strong>in</strong>ation-implantatprothetik.de<br />

In Kooperation mit:


© Lars Kroupa


Lehren & Lernen<br />

Schule der Ästhetik<br />

„VM LC“ im Bildungszentrum Neustadt Glewe<br />

Schule der Ästhetik<br />

Kunststoffverblendung mit dem Vita VM-<br />

Konzept war <strong>das</strong> Thema e<strong>in</strong><strong>es</strong> Kurs<strong>es</strong> <strong>in</strong><br />

Neustadt Glewe. Die Vita Zahnfabrik hatte<br />

dazu <strong>in</strong> <strong>das</strong> ibu Institut e<strong>in</strong>gela<strong>den</strong>.<br />

Das zweitägige Sem<strong>in</strong>ar fand im<br />

Rahmen der Meisterschule statt.<br />

Neben <strong>den</strong> angehen<strong>den</strong> Meistern waren<br />

fünf weitere Zahntechniker angereist,<br />

um ihr Wissen <strong>in</strong> punkto Wirtschaftlichkeit,<br />

vor allem aber <strong>in</strong> Sachen<br />

Ästhetik zu erweitern.<br />

Der Kursleiter, Ztm. Thomas G<strong>aus</strong>mann,<br />

langjähriger Labor<strong>in</strong>haber <strong>in</strong> Münster<br />

und seit geraumer Zeit Leiter d<strong>es</strong> technischen<br />

Servic<strong>es</strong> der Firma Vita, brachte<br />

nicht nur <strong>das</strong> Know-how se<strong>in</strong><strong>es</strong> Arbeitgebers<br />

mit, sondern auch se<strong>in</strong>e<br />

ganz persönlichen Erfahrungen bei<br />

Kunststoffverblendungen. <strong>So</strong> wurde die<br />

wirtschaftliche Schichtung als erst<strong>es</strong> <strong>in</strong><br />

Angriff genommen – und zwar <strong>in</strong> <strong>den</strong><br />

unterschiedlichsten Farbtönen und mit<br />

der ganz <strong>in</strong>dividuellen Note der e<strong>in</strong>zelnen<br />

Techniker. Nach Diskussionsrun<strong>den</strong><br />

beim Vergleich der Ergebnisse begann<br />

der <strong>in</strong>ter<strong>es</strong>santere Teil d<strong>es</strong> Kurs<strong>es</strong>.<br />

E<strong>in</strong>e Frontzahngarnitur zu <strong>in</strong>dividualisieren<br />

war für ke<strong>in</strong>en der Teilnehmer etwas<br />

Alltäglich<strong>es</strong>. Neugierig wurde mit<br />

<strong>den</strong> Materialien „herumg<strong>es</strong>pielt“ und<br />

<strong>aus</strong>probiert, was all<strong>es</strong> möglich wäre.<br />

Am zweiten Tag stand die <strong>in</strong>dividuelle<br />

Schichtung auf dem Programm. Hierbei<br />

setzte sich jeder Teilnehmer se<strong>in</strong> eigen<strong>es</strong><br />

Ziel, <strong>den</strong> Zahn entsprechend e<strong>in</strong>em<br />

natürlichen Vorbild herzustellen. Und<br />

hierbei war wieder e<strong>in</strong>mal deutlich,<br />

<strong>das</strong>s Zahntechnik eben ke<strong>in</strong>e Ware von<br />

der Stange ist, sondern sehr speziell<br />

und <strong>in</strong>dividuell.<br />

D<strong>es</strong>halb ist <strong>es</strong> seit 20 Jahren die Aufgabe<br />

von ibu, Zahntechniker und Zahntechniker<strong>in</strong>nen<br />

im Rahmen e<strong>in</strong>er Umschulung<br />

<strong>aus</strong>zubil<strong>den</strong>. Mitte Oktober<br />

fiel der Startschuss für die nächste Umschulklasse.<br />

Doch nicht nur die Ausbildung<br />

ist e<strong>in</strong> Thema, sondern auch die<br />

Fortbildung bereits <strong>aus</strong>gebildeter Zahntechniker<br />

und Zahntechniker<strong>in</strong>nen. Am<br />

19. April 2013 beg<strong>in</strong>nt die neue Meisterklasse,<br />

MZT 14, als Teilzeitkurs. Fortbildungswillige<br />

können sich unter<br />

www.ibu-europe.de <strong>in</strong>formieren.<br />

Dank der guten Zusammenarbeit mit<br />

Vita genossen die Teilnehmer e<strong>in</strong> toll<strong>es</strong><br />

Ambiente. Alle fan<strong>den</strong> <strong>es</strong> schön, dem<br />

Alltag e<strong>in</strong>mal zu entfliehen und wieder<br />

ganz und gar Zahnkünstler zu se<strong>in</strong>. Jeder<br />

nahm neue Erkenntnisse mit nach<br />

H<strong>aus</strong>e. E<strong>in</strong> b<strong>es</strong>onderer Dank gilt Thomas<br />

G<strong>aus</strong>mann, der immer gut gelaunt<br />

und geduldig auf jede Fragen e<strong>in</strong>e passende<br />

Antwort hatte. Die Zahntechniker-Welt<br />

ist kle<strong>in</strong> und vielleicht sieht<br />

man sich ja bei dem e<strong>in</strong>en oder anderen<br />

Kurs wieder!<br />

n<br />

Marlen Gröppler<br />

BLACK<br />

LASER-<br />

SINTERN<br />

ENTSCHEIDUNG FÜR QUALITÄT<br />

UND SERVICE: Legierungen<br />

Galvanotechnik Discs / Fräser<br />

Lasers<strong>in</strong>tern Experten für CAD/<br />

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s<strong>in</strong>ce 1911<br />

FLUSSFISCH<br />

1334 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


„Dentaltechnologen“ im Profil<br />

Lehren & Lernen<br />

Stu<strong>den</strong>ten <strong>aus</strong> Osnabrück stellen sich vor<br />

„Dentaltechnologen“<br />

im Profil<br />

Längst ist e<strong>in</strong> neu<strong>es</strong> Zeitalter <strong>in</strong> der Zahntechnik angebrochen, und wie<br />

jeder Umbruch birgt auch di<strong>es</strong>er moderne Aufgabenfelder. Die angehen<strong>den</strong><br />

Dentaltechnologen erkennen <strong>den</strong> Wandel und ergreifen die<br />

Chance zur akademischen Weiterbildung <strong>in</strong> Osnabrück. In der Juli-<br />

Ausgabe <strong>unsere</strong>r Zeitschrift berichten e<strong>in</strong>ige von ihnen über Inhalte<br />

d<strong>es</strong> Studiengangs (Seite 884 f.). Wer s<strong>in</strong>d die jungen Leute, was treibt<br />

sie an, welche Zukunftsvorstellungen haben sie? In di<strong>es</strong>er und <strong>den</strong><br />

nächsten Ausgaben stellen sich e<strong>in</strong>ige Osnabrücker vor. Eva Kolb<br />

und Vera Büscher machen <strong>den</strong> Anfang.<br />

Vera Büscher<br />

Ausbildungsabschluss 2010<br />

Bachelor Dentaltechnologie 2010<br />

Bachelor of Science 2013<br />

Wert. Dort lernten wir – über<br />

grundlegende Kenntnisse der<br />

Zahntechnik h<strong>in</strong><strong>aus</strong> – Arbeitsschritte<br />

und Planungen, welche<br />

die Zukunft mitbegrün<strong>den</strong>.<br />

Warum haben Sie <strong>den</strong> Weg zum<br />

Studium gewählt?<br />

Me<strong>in</strong> Inter<strong>es</strong>se gilt sowohl der<br />

Technik als auch der Forschung<br />

und Entwicklung. Mit dem Studium<br />

habe ich die Chance, mich<br />

umfassend weiterzubil<strong>den</strong>, und<br />

<strong>es</strong> öffnen sich mir mehrere Berufsmöglichkeiten.<br />

Hier bekomme<br />

ich direkt E<strong>in</strong>blicke <strong>in</strong><br />

die zukünftige Zahntechnik –<br />

theoretisch und praktisch.<br />

Was hat Ihnen am b<strong>es</strong>ten im<br />

Studium gefallen?<br />

Auf <strong>den</strong> umfangreichen Praxisunterricht<br />

legte ich b<strong>es</strong>onderen<br />

Welche Berufs<strong>aus</strong>sichten wur<strong>den</strong><br />

Ihnen eröffnet?<br />

Gute Perspektiven bietet <strong>das</strong><br />

weite Feld der Forschung und<br />

Entwicklung von zahntechnischen<br />

Werkstoffen.<br />

Wo sehen Sie die Zukunft der<br />

Zahntechnik?<br />

Masch<strong>in</strong>ell herg<strong>es</strong>tellter Zahnersatz<br />

wird <strong>in</strong> Zukunft selbstverständlich<br />

se<strong>in</strong>. Das wiederum<br />

macht qualitativ hochwertige<br />

R<strong>es</strong>taurationen für je<strong>den</strong><br />

bezahlbar.<br />

Welche Berufsperspektiven<br />

wür<strong>den</strong> Sie reizen?<br />

Die Bereiche CAD/CAM und Keramik<br />

f<strong>in</strong>de ich spannend.<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1335


Lehren & Lernen<br />

„Dentaltechnologen“ im Profil<br />

Eva Kolb<br />

Ausbildungsabschluss 2005<br />

Bachelor Dentaltechnologie 2006<br />

Bachelor of Science 2009<br />

Master Dentaltechnologie 2010<br />

Master of Science 2012<br />

Warum haben Sie <strong>den</strong> Weg zum Studium<br />

gewählt?<br />

Nach me<strong>in</strong>er Ausbildung und dem Auslaufen<br />

me<strong>in</strong><strong>es</strong> befristeten Arbeitsvertrags,<br />

stellte ich mir die Frage: Neuer<br />

Laborarbeitsplatz oder Neuorientierung?<br />

Kollegen hatten mir von dem Studiengang<br />

„Dentaltechnologie“ <strong>in</strong> Osnabrück<br />

erzählt und me<strong>in</strong>e Neugier geweckt.<br />

<strong>So</strong> b<strong>es</strong>chloss ich vom Beruf zurück<br />

auf die Schulbank zu wechseln.<br />

Obwohl mir die Umstellung anfangs<br />

nicht leicht fiel – neue Stadt, neue Leute,<br />

weniger Geld – habe ich mich gut g<strong>es</strong>chlagen<br />

und schließlich sogar für <strong>den</strong><br />

weiterführen<strong>den</strong> Masterstudiengang<br />

entschie<strong>den</strong>. Di<strong>es</strong>en Herbst werde ich<br />

hoffentlich me<strong>in</strong>e Urkunde zum „Master<br />

of Science“ <strong>in</strong> <strong>den</strong> Hän<strong>den</strong> halten.<br />

Was hat Ihnen am b<strong>es</strong>ten im Studium<br />

gefallen?<br />

Mich <strong>in</strong>ter<strong>es</strong>siert b<strong>es</strong>onders <strong>das</strong> wissenschaftliche<br />

Arbeiten, die Entwicklung<br />

und Umsetzung von Forschungsideen.<br />

Auf <strong>den</strong> Praxisbezug wird großen Wert<br />

gelegt: Neben der klassischen Vorl<strong>es</strong>ung<br />

f<strong>in</strong>det sich häufig die Laborarbeit auf<br />

dem Stun<strong>den</strong>plan. Meistens <strong>in</strong> Form von<br />

Projekten, die selbstständig geplant und<br />

im Team bearbeitet wer<strong>den</strong>.<br />

Die Sem<strong>es</strong>terjahrgänge s<strong>in</strong>d kle<strong>in</strong> und<br />

<strong>es</strong> herrscht ke<strong>in</strong>e anonyme Atmosphäre<br />

<strong>in</strong> <strong>den</strong> Vorl<strong>es</strong>ungssälen oder auf dem Korridor.<br />

Die Dozenten s<strong>in</strong>d zugänglich und<br />

offen für Fragen – auch mal zwischen Tür<br />

und Angel.<br />

Neben dem Studium hatte ich die Möglichkeit,<br />

als Hilfskraft im Labor für Polymerchemie<br />

zu arbeiten und als Tutor<strong>in</strong><br />

me<strong>in</strong>e Stu<strong>den</strong>tenkasse aufzub<strong>es</strong>sern.<br />

Im Masterstudiengang schlägt <strong>das</strong> „Flexi-Master-Modell“<br />

zwei Fliegen mit e<strong>in</strong>er<br />

Klappe: Neben dem Studium kann man<br />

halbtags an der Hochschule an <strong>in</strong>ter<strong>es</strong>santen<br />

Forschungsarbeiten mitwirken<br />

und gleichzeitig e<strong>in</strong>en Beitrag zur Studienf<strong>in</strong>anzierung<br />

leisten.<br />

Als Glücksgriff für Praktika und Abschlussarbeiten<br />

erweist sich der gute<br />

Kontakt der Hochschule zu Forschung<br />

und Industrie. Me<strong>in</strong>e Masterarbeit f<strong>in</strong>det<br />

beispielsweise am Fraunhofer-Institut für<br />

Silicatforschung ISC <strong>in</strong> Würzburg statt.<br />

Welche Berufs<strong>aus</strong>sichten wur<strong>den</strong> Ihnen<br />

eröffnet?<br />

In der Industrie oder bei Forschungs<strong>in</strong>stituten<br />

eröffnen sich mit di<strong>es</strong>er Ausbildung<br />

viele Karrierewege – von der<br />

Forschung und Entwicklung bis zu Managementaufgaben.<br />

Wo sehen Sie die Zukunft der Zahntechnik?<br />

Die Zukunft der Zahntechnik liegt für<br />

mich e<strong>in</strong>deutig <strong>in</strong> digitalen Technologien.<br />

Die Patientenversorgung über<br />

Scan- und CAD/CAM-Techniken wird alltäglich<br />

wer<strong>den</strong>, im S<strong>in</strong>ne e<strong>in</strong>er schnellen,<br />

e<strong>in</strong>fachen, kostengünstigen und reproduzierbaren<br />

Versorgung.<br />

Das Berufsbild wird sich deutlich wandeln.<br />

Welche Berufsperspektive würde Sie<br />

reizen?<br />

Am liebsten möchte ich <strong>in</strong> die Forschung<br />

und Entwicklung <strong><strong>den</strong>tal</strong>er Materialien<br />

e<strong>in</strong>steigen.<br />

Die direkte Arbeit an und mit Werkstoffen<br />

hat mir schon während d<strong>es</strong> Studiums<br />

am b<strong>es</strong>ten gefallen. Dabei habe<br />

ich mich <strong>in</strong>tensiv mit <strong><strong>den</strong>tal</strong>en Kompositen<br />

befasst, aber auch <strong>das</strong> Themengebiet<br />

„Vollkeramik“ <strong>in</strong>ter<strong>es</strong>siert mich.<br />

Fotolia © FO8DE8<br />

1336 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


„Be Europe“<br />

Lehren & Lernen<br />

Praktika für junge Handwerker <strong>in</strong> England und Irland<br />

„Be Europe“<br />

Baumeister Ing. Engelbert Hosner, EUR ING. ... www.bauwissen.at/pixelio.de<br />

Wie geht Handwerk <strong>in</strong><br />

England? Oder <strong>in</strong> Irland?<br />

Noch nie war <strong>es</strong><br />

für Auszubil<strong>den</strong>de so e<strong>in</strong>fach,<br />

über <strong>den</strong> eigenen Tellerrand h<strong>in</strong><strong>aus</strong>zuschauen.<br />

„Be Europe“,<br />

<strong>das</strong> Teilprojekt d<strong>es</strong> Aust<strong>aus</strong>chprogramms<br />

„Go.for.europe“,<br />

vermittelt 30 jungen Handwerkern<br />

e<strong>in</strong>en Praktikumsplatz.<br />

Aus welchem Handwerksberuf<br />

der Auszubil<strong>den</strong>de kommt,<br />

spielt ke<strong>in</strong>e Rolle. „Zwei D<strong>in</strong>ge<br />

sollten die jungen Leute allerd<strong>in</strong>gs<br />

mitbr<strong>in</strong>gen: Engagement<br />

und Neugierde auf Neu<strong>es</strong>“,<br />

me<strong>in</strong>t Franziska Panter, Projektleiter<strong>in</strong><br />

beim Ba<strong>den</strong>-Württembergischen<br />

Handwerkstag<br />

(BWHT), der <strong>in</strong>nerhalb di<strong>es</strong><strong>es</strong><br />

Projekt<strong>es</strong> auf die Vermittlung<br />

von Auszubil<strong>den</strong><strong>den</strong> <strong>aus</strong> Handwerksbetrieben<br />

<strong>in</strong> <strong>das</strong> europäische<br />

Ausland spezialisiert ist.<br />

Das vierwöchige Praktikum wird<br />

als B<strong>es</strong>tandteil der Ausbildung<br />

anerkannt und von e<strong>in</strong>em e<strong>in</strong>wöchigen<br />

Sprachkurs begleitet.<br />

Alle Teilnehmer erhalten im Anschluss<br />

<strong>den</strong> Europass Mobilität,<br />

der die erworbenen fachlichen,<br />

sprachlichen und <strong>in</strong>terkulturellen<br />

Kompetenzen b<strong>es</strong>tätigt. Das<br />

Team von „Be Europe“ beim<br />

Handwerkstag übernimmt die<br />

komplette Organisation von der<br />

Unterkunft bis zum Flughafentransfer.<br />

E<strong>in</strong>e ger<strong>in</strong>ge Eigenbeteiligung<br />

von rund 550 Euro<br />

deckt alle Fixkosten ab, da die<br />

Praktika durch <strong>das</strong> Programm<br />

Leonardo da V<strong>in</strong>ci gefördert wer<strong>den</strong>.<br />

Die Teilnahme an e<strong>in</strong>em<br />

zweitägigen Vorbereitungssem<strong>in</strong>ar<br />

ist Vor<strong>aus</strong>setzung.<br />

Die neuen Term<strong>in</strong>e für <strong>das</strong> Frühjahr<br />

2013 stehen schon f<strong>es</strong>t:<br />

n Torquay (England I)<br />

07.04.2013 bis 04.05.2013<br />

n Birm<strong>in</strong>gham (England II)<br />

17.03.2013 bis 13.04.2013<br />

n Cork (Irland) 21.04.2013 bis<br />

19.05.2013<br />

n Dubl<strong>in</strong> (Irland) 21.04.2013<br />

bis 19.05.2013<br />

Bewerbungen für die Praktika<br />

können bis 9. Januar e<strong>in</strong>gereicht<br />

wer<strong>den</strong>. Ansprechpartner<strong>in</strong> für<br />

<strong>das</strong> Programm Be Europe ist<br />

Franziska Panter, Telefon (07 11)<br />

26 37 09-162, E-Mail fpanter@handwerk-bw.de.<br />

Nähere<br />

Infos gibt <strong>es</strong> unter www.goforeurope.de.<br />

Go.for.europe ist e<strong>in</strong> Geme<strong>in</strong>schaftsprojekt<br />

der ba<strong>den</strong>-württembergischen<br />

Wirtschaft – d<strong>es</strong><br />

Ba<strong>den</strong>-Württembergischen<br />

Handwerkstag e.V., d<strong>es</strong> Ba<strong>den</strong>-<br />

Württembergischen Industrieund<br />

Handelskammertag e.V.<br />

und d<strong>es</strong> Verbands der Metallund<br />

Elektro<strong>in</strong>dustrie Südw<strong>es</strong>tmetall<br />

e.V. Das Projekt wird unterstützt<br />

durch <strong>das</strong> M<strong>in</strong>isterium<br />

für F<strong>in</strong>anzen und Wirtschaft<br />

Ba<strong>den</strong>-Württemberg <strong>aus</strong> Mitteln<br />

d<strong>es</strong> Europäischen <strong>So</strong>zialfonds.<br />

n<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1337


Interview<br />

Wichtiger Begleiter im Laboralltag<br />

Dental-Mikroskopie: Industrie und Labor entwickeln geme<strong>in</strong>sam<br />

Wichtiger Begleiter<br />

im Laboralltag<br />

Vor zwei Jahren haben sich<br />

Kl<strong>aus</strong>-Jürgen Janik, Inhaber<br />

von Ja<strong>den</strong>t, und Wolfgang<br />

Weisser von der dl-<br />

Redaktion, im Biergarten<br />

getroffen. Beide Herren<br />

arbeiteten früher bei Carl<br />

Zeiss und hatten sofort e<strong>in</strong><br />

geme<strong>in</strong>sam<strong>es</strong> Thema.<br />

Daraufh<strong>in</strong> entstand <strong>in</strong> Aalen<br />

e<strong>in</strong>e Kooperation mit sichtbarem<br />

Ergebnis: Der<br />

Bereich Labor-Mikroskope<br />

wurde <strong>aus</strong>gebaut. Wir unterhielten<br />

uns mit Kl<strong>aus</strong>-<br />

Jürgen Janik darüber, wie<br />

all<strong>es</strong> begann und welche<br />

Pläne er für die Zukunft<br />

hegt.<br />

dl: Wann hatten Sie erstmals Kontakt<br />

zur Dentalbranche?<br />

Kl<strong>aus</strong>-Jürgen Janik: Das war bereits<br />

1987. Als Junior Produktmanager hat<br />

mich me<strong>in</strong> damaliger Chef zur IDS nach<br />

Köln beordert, um e<strong>in</strong>e Kolleg<strong>in</strong> zu unterstützen.<br />

Zeiss hatte damals e<strong>in</strong>en<br />

kle<strong>in</strong>en Ausstellungsstand mit e<strong>in</strong>em<br />

Stereotechnoskop und verschie<strong>den</strong>en<br />

Lupenbrillen mit Kaltlicht-Beleuchtungssystemen.<br />

Die Nachfrage nach Lupenbrillen<br />

war enorm. Ständig führten<br />

wir Beratungs- und Verkaufsg<strong>es</strong>präche.<br />

Seit di<strong>es</strong>er Zeit blieb ich der Branche<br />

verbun<strong>den</strong> und ich plante, e<strong>in</strong><strong>es</strong> Tag<strong>es</strong><br />

e<strong>in</strong>e Produktpalette vorzustellen, die<br />

<strong>den</strong> Anforderungen der Labors gerecht<br />

würde. Der Zufall brachte mich vor rund<br />

zwei Jahren über e<strong>in</strong>en geme<strong>in</strong>samen<br />

Bekannten mit Wolfgang Weisser zusammen,<br />

der auch <strong>in</strong> Aalen lebt. Schnell<br />

starteten wir e<strong>in</strong>e <strong>in</strong>tensive Probephase,<br />

<strong>in</strong> welcher wir geme<strong>in</strong>sam verschie<strong>den</strong>e<br />

Mikroskope, Trägersysteme<br />

und Beleuchtungssysteme <strong>in</strong> Wolfgang<br />

Weissers Labor, der GÄF-Zahntechnik,<br />

t<strong>es</strong>teten. Aufgrund di<strong>es</strong>er Erfahrungen<br />

haben wir e<strong>in</strong>e komplette Produktpalette<br />

von A bis Z aufgebaut.<br />

dl: Wie sieht für Sie <strong>das</strong> ideale Dentaltechnoskop<br />

<strong>aus</strong>?<br />

Kl<strong>aus</strong>-Jürgen Janik: Viele der bisherigen<br />

Dentaltechnoskope s<strong>in</strong>d unflexible<br />

„Galgensysteme“ und der Zahntechniker<br />

muss sich <strong>in</strong> Bezug auf Ergonomie<br />

und Arbeitsabstand <strong>den</strong> b<strong>es</strong>tehen<strong>den</strong><br />

Systemen anpassen. Das war unser erster<br />

Schwerpunkt, auf <strong>den</strong> wir uns konzentrierten.<br />

Unsere Systeme lassen sich über Federarme<br />

positionieren. Damit ist der<br />

E<strong>in</strong>blickw<strong>in</strong>kel zur optischen Achse<br />

nicht starr, sondern er wird über<br />

Schwenktuben oder W<strong>in</strong>kelstücke <strong>den</strong><br />

ergonomischen Anforderungen <strong>in</strong> der<br />

Dentaltechnik <strong>in</strong> höchstem Maße gerecht.<br />

In Verb<strong>in</strong>dung mit unterschiedlichen<br />

Brennweiten der Technoskope<br />

kann nun jed<strong>es</strong> System perfekt an die<br />

Vorgaben d<strong>es</strong> Zahntechnikers angepasst<br />

wer<strong>den</strong>. E<strong>in</strong> Optimum an Ergonomie<br />

und „Arbeitsfreude“ ist somit gewährleistet.<br />

Last but not least haben wir uns auch<br />

Gedanken zu <strong>den</strong> verschie<strong>den</strong>sten Beleuchtungssystemen<br />

gemacht. Viele<br />

der Dentaltechnoskope verfügen über<br />

schwache Halogenlampen-Beleuchtungen,<br />

die entweder im Technoskop<br />

<strong>in</strong>tegriert oder über Schwanenhals-<br />

Lichtleiter seitlich zugeführt wer<strong>den</strong>.<br />

D<strong>es</strong>sen e<strong>in</strong>ge<strong>den</strong>k bieten wir nun von<br />

kle<strong>in</strong>en XENO-Beleuchtungen über LED-<br />

Beleuchtungen, mit koaxialer oder<br />

Schrägbeleuchtung, ideale Beleuchtungssysteme<br />

an. Im Vergleich zu herkömmlichen<br />

Halogen-Beleuchtungen<br />

ist der große Vorteil der neuen XENOoder<br />

LED-Beleuchtung <strong>das</strong> kurzwelligere,<br />

tag<strong>es</strong>lichtähnliche Lichtspektrum.<br />

<strong>So</strong> wer<strong>den</strong> fe<strong>in</strong>ere Strukturen noch b<strong>es</strong>ser<br />

erkennbar und darstellbar.<br />

Bei <strong>den</strong> Stemi-Varianten bieten wir sogar<br />

die Möglichkeit an, die Beleuchtungsrichtung<br />

zu wechseln, so <strong>das</strong>s<br />

man sich mit der Hand oder dem Instrument/Bohrer<br />

ke<strong>in</strong>en Schatten wirft.<br />

dl: Welche Bedeutung hat für Sie die<br />

Vergrößerung und Beleuchtung <strong>in</strong> der<br />

Zahntechnik?<br />

Kl<strong>aus</strong>-Jürgen Janik: Überall, wo hohe<br />

Qualität und Genauigkeit gefordert<br />

s<strong>in</strong>d, kommt man an Hilfsmitteln zur<br />

Vergrößerung, wie Lupenbrille oder Mikroskop,<br />

nicht mehr vorbei. Bei <strong>den</strong><br />

Dentaltechnoskopen kann man zwischen<br />

Vergrößerungen von zweifach bis<br />

30-fach und mehr wählen. Wenn di<strong>es</strong>e<br />

Vergrößerung dann noch mit der idealen<br />

Beleuchtungsquelle komb<strong>in</strong>iert<br />

wird, bleibt ke<strong>in</strong> Defekt mehr im Verborgenen.<br />

1338 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Wichtiger Begleiter im Laboralltag<br />

Interview<br />

dl: Sehen Sie <strong>das</strong> Dentaltechnoskop<br />

als zukünftig<strong>es</strong> Übertragungsmedium?<br />

Kl<strong>aus</strong>-Jürgen Janik: Wie <strong>in</strong> der<br />

Zahnmediz<strong>in</strong> wird die Dokumentation<br />

der Ergebnisse auch<br />

für die Zahntechnik e<strong>in</strong>e immer<br />

größere Bedeutung gew<strong>in</strong>nen:<br />

Ob sie zur Onl<strong>in</strong>e-Diskussion<br />

mit dem Zahnarzt oder dem Patienten<br />

dient, zum Aust<strong>aus</strong>ch<br />

von Daten mit Kooperations<strong>labor</strong>s<br />

oder bis h<strong>in</strong> zur Qualitätsabsicherung<br />

bzw. dem Qualitätsnachweis<br />

der eigenen<br />

Arbeit gegenüber nicht gerechtfertigten<br />

Nachforderungen<br />

seitens der Patienten oder Zahnärzte.<br />

Dazu können leistungsfähige<br />

Mikrochips oder Kamerasysteme<br />

über vorhan<strong>den</strong>e<br />

Schnittstellen e<strong>in</strong>fach an <strong>das</strong><br />

Dentaltechnoskop adaptiert<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

e Das Ambiente lässt <strong>es</strong> vermuten:<br />

Im G<strong>es</strong>präch zwischen<br />

Kl<strong>aus</strong>-Jürgen Janik, l<strong>in</strong>ks, und<br />

Wolfgang Weisser geht <strong>es</strong> um<br />

Dentalmikroskope<br />

dl: Wie profitieren <strong>unsere</strong> L<strong>es</strong>er<br />

von Ihrem Wissen?<br />

Kl<strong>aus</strong>-Jürgen Janik: Erst die optimale<br />

Komb<strong>in</strong>ation <strong>aus</strong> <strong>den</strong><br />

Merkmalen Vergrößerung, Beleuchtung<br />

und Ergonomie<br />

macht <strong>das</strong> Dentaltechnoskop<br />

zum perfekten Arbeitsgerät. Die<br />

große Erfahrung, die wir <strong>in</strong> vielen<br />

Jahren der engen Zusammenarbeit<br />

mit Zahnmediz<strong>in</strong>ern<br />

und Zahntechnikern gewannen,<br />

ist <strong>in</strong> die Entwicklung der Systemreihe<br />

„Dentaltechnoskope“<br />

e<strong>in</strong>geflossen. E<strong>in</strong> Umgang mit<br />

di<strong>es</strong>er Technologie bedeutet <strong>in</strong><br />

jedem Fall Arbeiten mit höchstmöglicher<br />

Präzision – und <strong>das</strong><br />

unter ergonomisch perfekten<br />

Bed<strong>in</strong>gungen. <strong>So</strong> wer<strong>den</strong> körperliche<br />

Fehlhaltungen und damit<br />

e<strong>in</strong>hergehende Langzeitschä<strong>den</strong><br />

mit Dauerschmerzen<br />

im Bewegungs- und Stützapparat<br />

vermie<strong>den</strong>.<br />

n<br />

i www.ja<strong>den</strong>t.de<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1339


Interview<br />

Klarmachen zum Anlegen: Passgenaue Stege<br />

Ztm. Alexander Drechsel über externe Fräsarbeiten mit ISUS by Compartis<br />

Klarmachen zum Anlegen:<br />

Passgenaue Stege<br />

Als e<strong>in</strong>er der Ersten nutzte Ztm. Alexander Drechsel <strong>das</strong> Angebot<br />

von DeguDent, mit ISUS by Compartis <strong>in</strong>dustrielle Frästechno -<br />

logie zu nutzen. Hier berichtet er über se<strong>in</strong>e Erfahrungen mit<br />

externen Fräsarbeiten für steggelagerte Proth<strong>es</strong>en und mit <strong>den</strong><br />

Neuerungen <strong>in</strong> der ISUS-Dienstleistungspalette.<br />

„<br />

dl: Welche Bedeutung hat ISUS by<br />

Compartis heute für Ihr Labor?<br />

Alexander Drechsel: Wir nutzen <strong>das</strong><br />

Serviceangebot bereits seit 2009, also<br />

von Anfang an, und s<strong>in</strong>d seitdem vollauf<br />

zufrie<strong>den</strong>. Speziell durch <strong>das</strong> 2-<strong>in</strong>-1-<br />

Verfahren, mit dem jetzt zusätzlich Stegüberwürfe<br />

herg<strong>es</strong>tellt wer<strong>den</strong> können,<br />

hat für uns der Nutzen di<strong>es</strong>er Dienstleistung<br />

aber nochmals zugenommen.<br />

Das große Indikationsspektrum sowie<br />

die problemlose<br />

Umsetzbarkeit<br />

der Methode haben<br />

dazu geführt,<br />

<strong>das</strong>s wir heute e<strong>in</strong>e<br />

Vielzahl an Fäl-<br />

“<br />

len mit ISUS by<br />

Compartis lösen<br />

können. Die Auftragslage für die externen<br />

Fräsarbeiten ist so gut, <strong>das</strong>s e<strong>in</strong>e<br />

Mitarbeiter<strong>in</strong> alle<strong>in</strong> durch die Arbeit mit<br />

ISUS by Compartis <strong>aus</strong>gelastet ist.<br />

Der Werkstoff behält se<strong>in</strong>e<br />

ursprüngliche Qualität und wird<br />

passgenau nach <strong>unsere</strong>n<br />

Wünschen verarbeitet<br />

dl: Was ist <strong>den</strong>n <strong>das</strong> B<strong>es</strong>ondere am 2-<strong>in</strong>-<br />

1-Verfahren?<br />

Alexander Drechsel: Mit Hilfe di<strong>es</strong>er<br />

Technik erhalten wir sowohl Stege als<br />

auch Suprastrukturen <strong>in</strong> <strong>in</strong>dustriell gefräster<br />

Qualität – und <strong>das</strong> auf Grundlage<br />

e<strong>in</strong><strong>es</strong> e<strong>in</strong>zigen Datensatz<strong>es</strong>. Dadurch<br />

entfallen zeit- und materialaufwendige<br />

Herstellungsschritte, die <strong>ohne</strong>h<strong>in</strong> ke<strong>in</strong>e<br />

derartig reproduzierbaren Ergebnisse<br />

liefern könnten. Speziell für<br />

<strong>unsere</strong>n Werkstoff der Wahl, Titan, aber<br />

auch für Kobalt-Chrom ist <strong>das</strong> externe<br />

Fräsen e<strong>in</strong>fach die b<strong>es</strong>sere Alternative.<br />

e Ztm. Alexander Drechsel betreibt<br />

e<strong>in</strong>en zahntechnischen Betrieb im bayeri<br />

schen Passau<br />

dl: In welchen Fällen bietet sich di<strong>es</strong><strong>es</strong><br />

Verfahren an? Wie haben Sie derartige<br />

Aufgaben vor ISUS by Compartis gelöst?<br />

Alexander Drechsel: Das 2-<strong>in</strong>1-Verfahren<br />

bietet sich immer dann an, wenn e<strong>in</strong>e<br />

implantatprothetische Versorgung<br />

umg<strong>es</strong>etzt wer<strong>den</strong> soll, die e<strong>in</strong>en Steg<br />

und e<strong>in</strong>en dazu passen<strong>den</strong> Überwurf<br />

vorsieht. Also genau jene Arbeiten, bei<br />

<strong>den</strong>en wir früher mit Galvanotechnik<br />

und Modellgussverfahren gearbeitet<br />

haben.<br />

dl: Können Sie <strong>aus</strong> Sicht d<strong>es</strong> Zahntechnikers<br />

erläutern, wor<strong>in</strong> genau die<br />

Unterschiede bzw. die Vorteile der externen<br />

Fertigung gegenüber dem klassischen<br />

Gussverfahren zu sehen s<strong>in</strong>d?<br />

Alexander Drechsel: B<strong>es</strong>onders <strong>das</strong><br />

Gießen weitspanniger Suprastrukturen<br />

birgt e<strong>in</strong>ige Risiken: An erster Stelle<br />

steht mit Sicherheit die mangelnde Prä-<br />

1340 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Klarmachen zum Anlegen: Passgenaue Stege<br />

Interview<br />

zision, unter der später die Passung<br />

merklich lei<strong>den</strong> kann. Darüber h<strong>in</strong><strong>aus</strong><br />

b<strong>es</strong>teht beim Guss die erhöhte Gefahr,<br />

<strong>das</strong>s Lunker oder E<strong>in</strong>schlüsse die Materialqualität<br />

bee<strong>in</strong>trächtigen. Bei Titan<br />

kommt noch e<strong>in</strong>e logistische Schwierigkeit<br />

h<strong>in</strong>zu, da <strong>es</strong> sich nur unter<br />

Schutzatmosphäre gießen lässt. Beim<br />

Fräsen h<strong>in</strong>gegen s<strong>in</strong>d derartige Probleme<br />

nicht zu beobachten. Der Werkstoff<br />

behält se<strong>in</strong>e ursprüngliche Qualität<br />

und wird passgenau nach <strong>unsere</strong>n<br />

Wünschen verarbeitet.<br />

dl: Inwiefern kann <strong>das</strong> Labor bei externen<br />

Fräsarbeiten noch E<strong>in</strong>fluss auf <strong>das</strong><br />

Endergebnis nehmen?<br />

Alexander Drechsel: Das Fräsen kann<br />

nur auf Basis <strong>unsere</strong>r Vorgaben erfolgen.<br />

Daher fertigen wir im Labor wie gewohnt<br />

<strong>das</strong> Meistermodell mit <strong>den</strong> Laboranalogen<br />

sowie die Wachsaufstellung<br />

an und lassen all<strong>es</strong> per Kurier<br />

abholen. Im ISUS by Compartis-Planungscenter<br />

wird <strong>es</strong> dann e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>cannt<br />

und als Grundlage für die Entwürfe der<br />

Stege und Brückengerüste verwendet.<br />

Die virtuellen Konstruktionsvorschläge<br />

erhalten wir dann – zusammen mit e<strong>in</strong>em<br />

Viewer, mit d<strong>es</strong>sen Hilfe man die<br />

3D-Modelle von allen Seiten betrachten<br />

kann – per E-Mail. Dabei<br />

„<br />

können alle<br />

Teile e<strong>in</strong>zeln oder<br />

<strong>in</strong> der Zusammenschau<br />

ang<strong>es</strong>ehen<br />

und beliebig gedreht<br />

wer<strong>den</strong>. Eventuelle<br />

Änderungswünsche<br />

können wir <strong>in</strong> Absprache<br />

mit dem Planungscenter<br />

e<strong>in</strong>fach umsetzen. Erst<br />

nach <strong>unsere</strong>r Freigabe beg<strong>in</strong>nt <strong>das</strong><br />

ISUS by Compartis-Team mit dem Fräsen<br />

und wenige Tage später treffen<br />

Steg und Suprastruktur gleichzeitig bei<br />

uns im Labor e<strong>in</strong>. Die ästhetische Vervollkommnung<br />

im Anschluss bleibt wie<br />

bisher <strong>in</strong> <strong>unsere</strong>r Hand, schließlich ist<br />

Die günstige <strong>in</strong>dustrielle<br />

Fertigung von Stegen und<br />

Suprastrukturen hat e<strong>in</strong>e neue<br />

Klientel erschlossen<br />

“<br />

1 2<br />

g<strong>es</strong>ichtsscan<br />

<strong>in</strong>traoral-/modellscan<br />

Der schnellste und zuverlässigste Weg<br />

zur hochästhetischen Zahnversorgung<br />

durch vollständige Digitalisierung:<br />

4<br />

f<strong>in</strong>alisierung<br />

d<strong>es</strong>ign<br />

3<br />

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Interview<br />

Klarmachen zum Anlegen: Passgenaue Stege<br />

Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3<br />

Abb. 4<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6<br />

Fotos: Drechsel/DeguDent<br />

e Abb. 1 Fertige Proth<strong>es</strong>e<br />

mit lateraler Verschraubung<br />

e Abb. 2 Der gefräste Steg<br />

auf dem Modell <strong>in</strong>klusive<br />

Zahnfleischmaske<br />

e Abb. 3 Passgenau auf<br />

dem Steg sitzende<br />

Suprastruktur von lateral<br />

e Abb. 4 Zwischen<br />

Implantaten und Steg ist<br />

ke<strong>in</strong> Spalt vorhan<strong>den</strong>: e<strong>in</strong><br />

passgenauer Sitz<br />

e Abb. 5 Fertige Proth<strong>es</strong>e<br />

von palat<strong>in</strong>al<br />

e Abb. 6 Steg und Supra -<br />

struktur <strong>in</strong> der 3D-Viewer-<br />

Ansicht<br />

<strong>das</strong> der Teil der Arbeit, mit dem wir direkt<br />

beim Patienten punkten können.<br />

dl: Womit kann <strong>den</strong>n <strong>das</strong> 2-<strong>in</strong>1-Verfahren<br />

beim Patienten punkten? Welche<br />

Vorteile führen Sie <strong>in</strong>s Feld, um ihn davon<br />

zu überzeugen?<br />

Alexander Drechsel: Zunächst wäre da<br />

die optimale Passung von Steg und Suprakonstruktion,<br />

die dem Patienten e<strong>in</strong>en<br />

b<strong>es</strong>onderen Tragekomfort bietet<br />

und zudem e<strong>in</strong>e lange Haltbarkeit der<br />

Implantate gewährleistet. Denn <strong>ohne</strong><br />

e<strong>in</strong>en spannungsfreien Sitz d<strong>es</strong> Steg<strong>es</strong><br />

s<strong>in</strong>d die Implantate Zug- und Druckbelastungen<br />

<strong>aus</strong>g<strong>es</strong>etzt, die früher oder<br />

später zum Implantatverlust führen<br />

können. Darüber h<strong>in</strong><strong>aus</strong> profitiert der<br />

Patient auch von der Materialreduktion<br />

auf nur e<strong>in</strong>en Werkstoff. Im Gegensatz<br />

zur unerwünschten Materialvielfalt,<br />

die e<strong>in</strong> erhöht<strong>es</strong> Allergierisiko mit<br />

sich br<strong>in</strong>gt, ist die e<strong>in</strong>heitliche Verwendung<br />

von Titan e<strong>in</strong> Plus <strong>in</strong> Sachen Biokompatibilität.<br />

Außerdem haben wir <strong>es</strong><br />

dabei mit e<strong>in</strong>em sehr leichten Werkstoff<br />

zu tun, was wiederum <strong>den</strong> Tragekomfort<br />

erhöht. Für viele Patienten spielen<br />

aber auch Zeit- und Kostenfaktoren e<strong>in</strong>e<br />

wichtige Rolle. Da der Herstellungsproz<strong>es</strong>s<br />

so gut planbar ist und wir<br />

Stege und Suprakonstruktionen gleichzeitig<br />

erhalten, können wir dem Patienten<br />

e<strong>in</strong>e schnelle und term<strong>in</strong>gerechte<br />

Versorgung anbieten. In f<strong>in</strong>anzieller<br />

H<strong>in</strong>sicht ist di<strong>es</strong>er Weg alle<strong>in</strong><br />

schon d<strong>es</strong>halb attraktiv, weil weder<br />

Abutments noch weitere Schrauben benötigt<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

dl: Wird <strong>das</strong> Verfahren <strong>den</strong>n auch gut<br />

von Patienten und Zahnärzten angenommen?<br />

Alexander Drechsel: Ja, wir erleben e<strong>in</strong>e<br />

sehr positive R<strong>es</strong>onanz. Immer mehr<br />

Patienten wollen von e<strong>in</strong>er sicheren<br />

und langfristigen Stegkonstruktion profitieren,<br />

und da di<strong>es</strong>e durch <strong>das</strong> externe<br />

Fräsen so problemlos umsetzbar ist,<br />

beobachten wir seit e<strong>in</strong>iger Zeit e<strong>in</strong><br />

deutlich<strong>es</strong> Wachstum auf di<strong>es</strong>em Gebiet.<br />

Das liegt mit Sicherheit auch daran,<br />

<strong>das</strong>s die günstige <strong>in</strong>dustrielle Fertigung<br />

von Stegen und Suprastrukturen<br />

e<strong>in</strong>e neue Klientel erschlossen hat.<br />

<strong>So</strong> können wir immer häufiger auch b<strong>es</strong>onders<br />

preisbewusste Patienten für<br />

e<strong>in</strong>e b<strong>es</strong>sere, weil stabilere Versorgung<br />

mit e<strong>in</strong>er steggelagerten Proth<strong>es</strong>e gew<strong>in</strong>nen.<br />

Die Zahnärzte s<strong>in</strong>d zufrie<strong>den</strong>,<br />

weil sie ihren Patienten nach wenigen<br />

Sitzungen e<strong>in</strong> überzeugend<strong>es</strong> Ergebnis<br />

bieten können, <strong>das</strong> obendre<strong>in</strong> noch e<strong>in</strong>e<br />

unkomplizierte Nachsorge ermöglicht.<br />

n<br />

i www.drechsel-<strong><strong>den</strong>tal</strong><strong>labor</strong>.de<br />

1342 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Inhalt<br />

Technik<br />

Anwenderberichte, Neuheiten und Basiswissen<br />

Technik im November<br />

TELESKOPTECHNIK<br />

TOTALPROTHETIK<br />

VERBLENDKERAMIK<br />

HIGH-END-PROTHETIK<br />

FUNKTION<br />

PRODUKTE<br />

PRODUKTE<br />

WISSEN<br />

Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Rationelle Methode 1344<br />

Praktische Polymerisations techniken<br />

für Proth<strong>es</strong>en<br />

Eignung von Kaltpolymerisaten 1354<br />

Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

E<strong>in</strong>fach und schnell g<strong>es</strong>chichtet mit E<strong>in</strong>schicht-Metallkeramik 1366<br />

Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk,<br />

Teil 1<br />

Zahntechnik im Zeichen von Digitalisierung und CAD/CAM 1376<br />

Individuell und funktionell<br />

Zahnersatz richtig gefertigt 1390<br />

Schicker Würfel<br />

Entspannt<strong>es</strong> Arbeiten dank b<strong>es</strong>serer Ergonomie 1396<br />

Neuheiten<br />

Geräte und Materialien 1400<br />

Königsdiszipl<strong>in</strong> Keramik<br />

International<strong>es</strong> Experten-Symposium von Ivoclar Viva<strong>den</strong>t 1402<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1343


Technik<br />

Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Bei der Herstellung e<strong>in</strong>er<br />

G<strong>es</strong>chiebearbeit <strong>aus</strong> e<strong>in</strong>er EMF-<br />

Legierung bietet <strong>es</strong> sich „förmlich“<br />

an, die Sekundärteile und <strong>den</strong><br />

Modellguss <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Stück, dem<br />

sogenannten „E<strong>in</strong>stückguss“, zu<br />

gießen. Di<strong>es</strong> führt zu e<strong>in</strong>er erheblichen<br />

E<strong>in</strong>sparung von Zeit,<br />

Energie- und Materialkosten.<br />

<strong>So</strong> entfällt zum Beispiel <strong>das</strong><br />

getrennte Gießen der Sekundär -<br />

tel<strong>es</strong>kope und <strong>das</strong> spätere<br />

Verb<strong>in</strong><strong>den</strong> der Außenkronen mit<br />

dem Modellguss durch Löten,<br />

Laserschweißen oder Verkleben.<br />

Frieder Galura stellt die Methode<br />

und ihre Vorteile vor.<br />

Rationelle Methode<br />

Tel<strong>es</strong>kopkronen<br />

im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Autor:<br />

Zt. Frieder Galura,<br />

Ispr<strong>in</strong>gen<br />

Indiz<strong>es</strong>:<br />

Tel<strong>es</strong>kopkronen<br />

E<strong>in</strong>stückguss-<br />

Technik<br />

Bioverträglichkeit<br />

Effektiver<strong>es</strong> Arbeiten<br />

E<strong>in</strong> weiterer Vorteil ist die Bioverträglichkeit<br />

durch <strong>den</strong> E<strong>in</strong>satz von<br />

„nur“ e<strong>in</strong>er Legierung für alle Metallteile.<br />

Die Schwierigkeit, die <strong>es</strong> zu<br />

überw<strong>in</strong><strong>den</strong> gilt, ist die Diskrepanz der<br />

Tel<strong>es</strong>kop-E<strong>in</strong>zelpassung und der Passung<br />

<strong>in</strong> der Spanne der kompletten prothetischen<br />

Arbeit. Di<strong>es</strong> ist e<strong>in</strong>e Frage<br />

der Guss-Expansion und lässt sich über<br />

die gezielte Anwendung unterschiedlicher<br />

E<strong>in</strong>bettmasse-Konzentrationen<br />

steuern. Das Verfahren d<strong>es</strong> E<strong>in</strong>stückguss<strong>es</strong><br />

b<strong>es</strong>chränkt sich nicht nur auf<br />

die Doppelkronentechnik, sondern<br />

kann auch für Steg-Gehäuse oder Modellguss-Arbeiten<br />

<strong>in</strong> Komb<strong>in</strong>ation mit<br />

RS-G<strong>es</strong>chieben e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>etzt wer<strong>den</strong>.<br />

Die Primär-Tel<strong>es</strong>kopkronen<br />

Die Abbildung 1 zeigt die Ausgangssituation<br />

im OK. Geplant s<strong>in</strong>d drei Tel<strong>es</strong>kope<br />

mit e<strong>in</strong>em Transversalverb<strong>in</strong>der.<br />

Auf die Wachsfräsung der Primärteile<br />

1344 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Tel<strong>es</strong>koptechnik<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2<br />

e Abb. 1 Modellsituation mit Hohlkehlpräparation<br />

e Abb. 2 Wachs-Primärkronen<br />

(Abb. 2) und die Metallfräsung der Tel<strong>es</strong>kope<br />

nach dem Guss (Abb. 3) muss<br />

<strong>in</strong> di<strong>es</strong>em Zusammenhang nicht weiter<br />

e<strong>in</strong>gegangen wer<strong>den</strong>. Gegossen wird<br />

mit der CoCr-Basislegierung remanium ®<br />

star, die sich durch e<strong>in</strong>e niedrige<br />

Vickershärte von HV 280 <strong>aus</strong>zeichnet –<br />

vergleichbare Legierungen für die K+B-<br />

Technik haben e<strong>in</strong>e Vickershärte von<br />

zirka HV 340. Durch <strong>den</strong> reduzierten<br />

Härtegrad s<strong>in</strong>d die Gusskronen leichter<br />

zu bearbeiten und <strong>es</strong> wer<strong>den</strong><br />

zusätzlich die teuren Fräswerkzeuge g<strong>es</strong>chont.<br />

Die Dublierung<br />

Im Anschluss an die Fräsung wird <strong>das</strong><br />

Ausgangsmodell für die Dublierung vorbereitet<br />

(Abb. 4). B<strong>es</strong>onder<strong>es</strong> Augenmerk<br />

ist hierbei auf die Ausblockung<br />

d<strong>es</strong> früheren Bereichs der Papille zwischen<br />

Primärtel<strong>es</strong>kop und Retention zu<br />

richten (Abb. 5). Um e<strong>in</strong>e spaltfreie Pas-<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1345


Technik<br />

Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Abb. 3<br />

Abb. 4<br />

Abb. 5 Abb. 6<br />

e Abb. 3<br />

Metall-Primärkronen<br />

e Abb. 4<br />

Modellvorbereitung<br />

zur Dublierung<br />

e Abb. 5<br />

Modellvorbereitung<br />

im Papillenbereich<br />

e Abb. 6<br />

Die „Modellunterfütterung“<br />

sung d<strong>es</strong> späteren Transversalband<strong>es</strong><br />

zu erreichen, sollte die <strong>So</strong>ckelstärke<br />

d<strong>es</strong> Gussmodells m<strong>in</strong>d<strong>es</strong>tens 15mm betragen.<br />

Die Expansion der E<strong>in</strong>bettmasse<br />

ist abhängig vom Volumen. Da wir<br />

im Gaumenbereich d<strong>es</strong> Modells weniger<br />

„Masse“ vorf<strong>in</strong><strong>den</strong> als im Bereich<br />

d<strong>es</strong> Zahnkranz<strong>es</strong> oder der Kieferkämme,<br />

ist <strong>es</strong> s<strong>in</strong>nvoll, <strong>das</strong> Meistermodell<br />

vor dem Dublieren zu unterfüttern (Abb.<br />

6). Beim Dublieren ist darauf zu achten,<br />

e<strong>in</strong> weich<strong>es</strong> Silikon <strong>ohne</strong> Füllstoffe e<strong>in</strong>zusetzen.<br />

E<strong>in</strong> hochwertig<strong>es</strong> Silikon wie<br />

rema® Sil hat e<strong>in</strong>e Shore-Härte von 9-<br />

10 und „blockiert“ nicht die Abb<strong>in</strong>deexpansion<br />

der Primärteile <strong>in</strong> der Silikonform.<br />

Di<strong>es</strong> ist e<strong>in</strong>er der wichtigen<br />

„Eckpfeiler“ bei der Herstellung d<strong>es</strong> E<strong>in</strong>stückguss<strong>es</strong>.<br />

Bereits nach 12 M<strong>in</strong>uten<br />

Abb<strong>in</strong>dezeit kann <strong>das</strong> Meistermodell<br />

entformt wer<strong>den</strong> (Abb. 7). Das E<strong>in</strong>halten<br />

e<strong>in</strong>er „Rückstellzeit“ ist überflüssig<br />

– <strong>das</strong> Rückstellverhalten von rema ® Sil<br />

liegt nach 30 Sekun<strong>den</strong> bei 99,9 Prozent.<br />

Man kann folglich direkt mit dem<br />

Befüllen der Form fortfahren. Allerd<strong>in</strong>gs<br />

sollte e<strong>in</strong> Silikon mit niedriger Shore-<br />

Härte immer <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Kunststoffküvette<br />

verarbeitet wer<strong>den</strong>.<br />

Das Gussmodell<br />

Für die Passung der Sekundärkronen<br />

nach dem Guss müssen die Primärkronen<br />

auf dem E<strong>in</strong>bettmassemodell e<strong>in</strong>e<br />

erhöhte Expansion aufweisen. Wir verwen<strong>den</strong><br />

für die Befüllung der Primärkronen<br />

<strong>in</strong> der Silikonform die Modellguss-E<strong>in</strong>bettmasse<br />

rema ® dynamic S <strong>in</strong><br />

Verb<strong>in</strong>dung mit e<strong>in</strong>em Zahnkranz-Spezial-Konzentrat<br />

(Abb. 8). Alternativ könnte<br />

man auch die E<strong>in</strong>bettmasse rema ® TT<br />

1346 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Tel<strong>es</strong>koptechnik<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

Abb. 10<br />

Abb. 11 Abb. 12<br />

e Abb. 9 Anrühren mit dem Vakuummischgerät<br />

e Abb. 7 Silikondublierung<br />

e Abb. 8 Tabelle für die Konzentration der<br />

Zahnkranzflüssigkeit<br />

e Abb. 10 Befüllen der Primärkronen <strong>in</strong> der Silikonform<br />

e Abb. 11 rema ® dynamic S (Pulver und Flüssigkeit)<br />

e Abb. 12 G<strong>es</strong>amtbefüllung<br />

dafür e<strong>in</strong>setzen, die speziell für die Tel<strong>es</strong>koptechnik<br />

im „Abhebeverfahren“<br />

entwickelt wurde. Grundsätzlich ist <strong>es</strong><br />

s<strong>in</strong>nvoll, sich die Konzentrationen und<br />

Gussergebnisse an Hand e<strong>in</strong>er Tabelle<br />

für reproduzierbare Güsse zu dokumentieren.<br />

In di<strong>es</strong>em Fall wird mit e<strong>in</strong>er<br />

Konzentration von 70 Prozent gearbeitet.<br />

Es wer<strong>den</strong> 100 g Pulver mit <strong>in</strong>sg<strong>es</strong>amt<br />

16 ml Flüssigkeit e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>etzt. Bei<br />

70 Prozent Konzentration beträgt <strong>das</strong><br />

Mischungsverhältnis 11 ml Zahnkranz-<br />

Spezial-Konzentrat : 5 ml d<strong>es</strong>tilliert<strong>es</strong><br />

Wasser. Mit e<strong>in</strong>er ger<strong>in</strong>geren Pulver-<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1347


Technik<br />

Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Abb. 13<br />

Abb. 14<br />

Abb. 16<br />

Abb. 15<br />

Abb. 17<br />

e Abb. 13 Gussmodell vor …<br />

e Abb 14 ... und nach der Trocknung<br />

e Abb. 15 Entfernen der angrenzen<strong>den</strong><br />

Zähne<br />

e Abb. 16 „Freilegen“ der Kronenränder<br />

c Abb. 17 Anzeichnen der Kronenränder<br />

und d<strong>es</strong> Transversalband<strong>es</strong><br />

menge zu arbeiten, erschwert die Dosierbarkeit.<br />

Die E<strong>in</strong>bettmasse wird für<br />

die Befüllung der Primärteile unter Vakuum<br />

30 Sekun<strong>den</strong> gerührt (Abb. 9).<br />

Nach dem Entspannen der Oberfläche<br />

<strong>in</strong> der Silikonform wer<strong>den</strong> die Primärtel<strong>es</strong>kope<br />

mit e<strong>in</strong>er <strong>So</strong>nde befüllt (Abb.<br />

10). Im direkten Anschluss wird die Modellguss-E<strong>in</strong>bettmasse<br />

rema dynamic S<br />

(Abb. 11) mit der gebrauchsfertigen Flüssigkeit<br />

ebenfalls unter Vakuum 40 Sekun<strong>den</strong><br />

angerührt und die Form komplett<br />

<strong>aus</strong>gegossen (Abb. 12). Die Verarbeitungstemperatur<br />

sollte 20 bis 22 °C<br />

betragen. E<strong>in</strong> Thermoschrank ist für die<br />

Lagerhaltung b<strong>es</strong>onders geeignet.<br />

Selbstverständlich kann man unterschiedliche<br />

Konzentrationen <strong>in</strong> Abhängigkeit<br />

wählen, ob <strong>es</strong> sich bei <strong>den</strong> Primärteilen<br />

um e<strong>in</strong> Prämolaren- oder Molarentel<strong>es</strong>kop<br />

beziehungsweise um<br />

unterschiedliche Volumenanteile beim<br />

Modell handelt. Jedoch sollte die Technik<br />

d<strong>es</strong> E<strong>in</strong>stückguss<strong>es</strong> praxistauglich<br />

1348 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Tel<strong>es</strong>koptechnik<br />

Abb. 18 Abb. 19<br />

Abb. 20<br />

Abb. 21<br />

Abb. 22<br />

e Abb. 18 Aufsetzen d<strong>es</strong> g<strong>es</strong>chlitzten<br />

Tiefziehkäppchens<br />

e Abb. 19 „Anschwemmen“ d<strong>es</strong><br />

Kronenrand<strong>es</strong> mit Cervikalwachs<br />

e Abb. 20 Fertige Modellation<br />

e Abb. 21 Gusskanalanlage<br />

d Abb. 22 Hilfskanal für die Sekundärkronen<br />

bleiben. Nach 30 M<strong>in</strong>uten kann <strong>das</strong> E<strong>in</strong>bettmassemodell<br />

entformt wer<strong>den</strong><br />

(Abb. 13) und wird bei 100 °C für 30 M<strong>in</strong>uten<br />

getrocknet (Abb. 14). Vor dem Modellieren<br />

entferne ich die angrenzen<strong>den</strong><br />

Zähne zu <strong>den</strong> Tel<strong>es</strong>kopen (Abb. 15) für<br />

e<strong>in</strong>en „freien Zugang“ zu <strong>den</strong> Rändern<br />

der Primärtel<strong>es</strong>kope. Di<strong>es</strong>e wer<strong>den</strong> zusätzlich<br />

mit e<strong>in</strong>er Kugelfräse „freigelegt“<br />

(Abb.16). Anschließend zeichnet man<br />

<strong>den</strong> Verlauf d<strong>es</strong> Transversalband<strong>es</strong> und<br />

die Kronenränder an (Abb.17).<br />

Die Modellation<br />

Zur Gewährleistung e<strong>in</strong>er M<strong>in</strong>d<strong>es</strong>twandstärke<br />

von 0,4 mm für <strong>den</strong> Guss<br />

wird zunächst über die Metall-Primärkronen<br />

e<strong>in</strong>e Folie mit Platzhalterfolie<br />

tiefgezogen. Die Plastikkappe wird vor<br />

dem Aufsetzen auf <strong>das</strong> E<strong>in</strong>bettmassemodell<br />

beidseitig g<strong>es</strong>chlitzt, um e<strong>in</strong>e<br />

Verletzung der Oberfläche zu vermei<strong>den</strong><br />

(Abb. 18). Den Kronenrand trägt<br />

man mit Cervikalwachs an (Abb. 19).<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1349


Technik<br />

Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Abb. 23 Abb. 24<br />

d Abb. 23 Guss mit Gusskanalanlage<br />

e Abb. 24 Abtrennen der Gusskanäle<br />

mit Supercut-Trennscheibe<br />

Abb. 25<br />

Abb. 26<br />

e Abb. 25<br />

Kronenrand nach dem Guss<br />

e Abb. 26<br />

Kronenrand <strong>aus</strong>gearbeitet<br />

Die Modellation wird <strong>in</strong> gewohnter Weise<br />

durchgeführt (Abb. 20). Die Gusskanalanlage<br />

b<strong>es</strong>teht <strong>aus</strong> zwei Hauptkanälen<br />

mit e<strong>in</strong>em Durchm<strong>es</strong>ser von<br />

3,5 mm, die am „Dickteil“ im Randbereich<br />

der Platte zur Retention ang<strong>es</strong>etzt<br />

wer<strong>den</strong> (Abb. 21). Die Versorgung der<br />

Sekundärkronen erfolgt mit „Hilfskanälen“<br />

im Durchm<strong>es</strong>ser von 2,5 mm<br />

(Abb. 22). Bei „massiven“ Sekundärkronen<br />

ist zu empfehlen, mit e<strong>in</strong>em<br />

Gussr<strong>es</strong>ervoir zu arbeiten.<br />

Vorwärmung und Guss<br />

Nach der Überbettung mit rema ® dynamic<br />

S wird der Ofen für die konventionelle<br />

Vorwärmung mit e<strong>in</strong>er Haltezeit<br />

von 60 m<strong>in</strong>. bei 250 °C für <strong>den</strong> Cristobalit-Sprung<br />

programmiert. Die Aufheizrate<br />

beträgt 5 °C pro M<strong>in</strong>ute, die Endtemperatur<br />

950 °C bei e<strong>in</strong>er Haltezeit<br />

von zirka 40 bis 60 M<strong>in</strong>uten. Auf <strong>das</strong> E<strong>in</strong>halten<br />

e<strong>in</strong>er zweiten Halt<strong>es</strong>tufe für <strong>den</strong><br />

Quarz-Sprung bei 560 °C/30 m<strong>in</strong>. kann<br />

man verzichten. Di<strong>es</strong><strong>es</strong> Vorgehen würde<br />

die Expansion um zirka 0,8 Prozent<br />

steigern. E<strong>in</strong>e deutlich höhere Expansion<br />

erzielt man durch <strong>den</strong> entsprechen<strong>den</strong><br />

E<strong>in</strong>satz d<strong>es</strong> Zahnkranz-Spezial-Konzentrats.<br />

Vorteilhaft für <strong>den</strong> Präzisionsguss<br />

ist e<strong>in</strong> Ofen mit Umluft, der für e<strong>in</strong>e<br />

gleichmäßige thermische Expansion<br />

sorgt. Die Sekundärkonstruktion wird<br />

mit der Modellguss-Legierung remanium<br />

® GM 800+ gegossen. Ist geplant, die<br />

1350 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Tel<strong>es</strong>koptechnik<br />

Abb. 27 Abb. 28<br />

Abb. 29<br />

Abb. 30<br />

e Abb. 27 Aufpassen der Sekundär kronen<br />

mit kreuzverzahnter Fräse<br />

e Abb. 28 „Fe<strong>in</strong>passung“ der Sekundärkronen<br />

mit P<strong>in</strong>selbürste und Tiger brillant Polierpaste<br />

e Abb. 29 Sekundärkrone:<br />

Randpassung der Prämolarenkrone<br />

e Abb. 30 Spaltfreie Passung<br />

d<strong>es</strong> Transversalband<strong>es</strong><br />

Sekundärkronen keramisch zu verblen<strong>den</strong>,<br />

kann man die K+B-Legierung remanium<br />

® star verwen<strong>den</strong>. Nach dem<br />

Guss setze ich die Form <strong>in</strong> <strong>den</strong> Vorwärmofen<br />

bei 950 °C zurück und schalte <strong>den</strong><br />

Ofen <strong>aus</strong>. Dabei wird die Temperatur <strong>in</strong><br />

der Ofenkammer bei leicht geöffneter<br />

Tür <strong>in</strong>nerhalb e<strong>in</strong>er Stunde auf zirka 600<br />

°C abg<strong>es</strong>enkt. Nun kann die Muffel entnommen<br />

wer<strong>den</strong> und bei Raumtemperatur<br />

abkühlen. Di<strong>es</strong>e Prozedur m<strong>in</strong>dert<br />

die Spannung im Guss (Abb. 23), was<br />

daran zu erkennen ist, <strong>das</strong>s sich<br />

der Trennspalt beim Abtrennen der<br />

Gusskanäle (Abb.24) nicht sichtbar verändert.<br />

Ausarbeiten und Aufpassen<br />

der Sekundärkonstruktion<br />

Die Sekundärkonstruktion wird analog zur<br />

Modellgusstechnik <strong>aus</strong>gearbeitet. Auf e<strong>in</strong><br />

elektrolytisch<strong>es</strong> Glänzen wird verzichtet.<br />

Bei sorgfältiger Vorbereitung s<strong>in</strong>d die Kronenränder<br />

der Außentel<strong>es</strong>kope nach dem<br />

Guss g<strong>es</strong>taltet (Abb. 25) und schnell <strong>aus</strong>gearbeitet<br />

(Abb. 26). Mit e<strong>in</strong>em stumpfen<br />

Rosenbohrer wird zunächst der „Kronendeckel“<br />

<strong>in</strong>nen f<strong>in</strong>iert und mit e<strong>in</strong>er Gummipolierspitze<br />

poliert. Anschließend wer<strong>den</strong><br />

die Sekundärkronen unter Verwendung<br />

von Okklu-Spray mit e<strong>in</strong>er stumpfen<br />

Fräse (Durchm<strong>es</strong>ser 1 mm) aufgepasst<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1351


Technik<br />

Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Abb. 31<br />

Abb. 32<br />

Abb. 33 Abb. 34<br />

e Abb. 31 Der fertige E<strong>in</strong>stückguss<br />

e Abb. 32 Dubliervorbereitung: Tel<strong>es</strong>kope mit <strong>den</strong>t attach-G<strong>es</strong>chieben<br />

e Abb. 33 Ausgearbeiteter Modellguss<br />

mit <strong>den</strong>t attach-G<strong>es</strong>chieben<br />

e Abb. 34 Sekundärkrone:<br />

Randpassung der Molarenkrone<br />

(Abb. 27) und mit e<strong>in</strong>er schwarzen P<strong>in</strong>selbürste<br />

und Tiger brillant Polierpaste<br />

auf Hochglanz poliert (Abb. 28). Die ang<strong>es</strong>trebte<br />

Passung unter Berücksichtigung<br />

d<strong>es</strong> Speichelfilms ist e<strong>in</strong>e Übergangspassung<br />

mit leichter Ten<strong>den</strong>z zur<br />

Spielpassung. Für <strong>den</strong> Patienten ist die<br />

G<strong>es</strong>amtfriktion und nicht die E<strong>in</strong>zelpassung<br />

der Tel<strong>es</strong>kope von Bedeutung. Nach<br />

dem Aufpassen der Sekundärkronen (Abb.<br />

29) sollte <strong>das</strong> Transversalband <strong>ohne</strong> Spalt<br />

am Gaumen anliegen (Abb. 30). Abb. 31<br />

zeigt <strong>den</strong> fertigen E<strong>in</strong>stückguss.<br />

Der E<strong>in</strong>stückguss<br />

mit Spielpassung<br />

Im Rahmen der Geroprothetik oder bei<br />

e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>chränkter Motorik d<strong>es</strong> Patienten<br />

kann zur leichteren manuellen Handhabung<br />

d<strong>es</strong> her<strong>aus</strong>nehmbaren Zahnersatz<strong>es</strong><br />

– auch für Pflegekräfte – als<br />

<strong>So</strong>nderfall der E<strong>in</strong>stückguss mit Spielpassung<br />

gefertigt wer<strong>den</strong>. Der Halt<br />

der Proth<strong>es</strong>e wird mit konfektionierten<br />

Kunststoffg<strong>es</strong>chieben erzielt, die<br />

vor dem Guss an <strong>den</strong> Primärtel<strong>es</strong>kopen<br />

1352 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Tel<strong>es</strong>kopkronen im „E<strong>in</strong>stückguss“<br />

Tel<strong>es</strong>koptechnik<br />

Abb. 35<br />

e Abb. 35 Basalansicht mit e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>chobenen<br />

Matrizen<br />

angebracht wer<strong>den</strong>. In der Abb. 32 ist<br />

di<strong>es</strong>e Variante d<strong>es</strong> E<strong>in</strong>stückguss<strong>es</strong><br />

zur Dublierung vorbereitet zu sehen.<br />

Der Ablauf unterscheidet sich nur durch<br />

e<strong>in</strong>e höhere Konzentration bei der Befüllung<br />

der Primärtel<strong>es</strong>kope <strong>in</strong> der<br />

Silikonform. Der Guss und die Ausarbeitung<br />

wer<strong>den</strong> <strong>in</strong> <strong>den</strong> zuvor b<strong>es</strong>chriebenen<br />

Arbeitsschritten durchgeführt<br />

(Abb. 33). Auch bei „e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>tellter“<br />

Spielpassung sollte der Randschluss<br />

spaltfrei se<strong>in</strong> (Abb. 34). Auf dem<br />

Abschlussbild (Abb. 35) sieht man die<br />

Basalansicht d<strong>es</strong> E<strong>in</strong>stückguss<strong>es</strong><br />

mit <strong>den</strong> <strong>in</strong>serierten <strong>den</strong>t attach-G<strong>es</strong>chieben.<br />

n<br />

Für die E<strong>in</strong>stückguss-Technik wer<strong>den</strong><br />

im Schulungszentrum von Dentaurum,<br />

aber auch regional, Kurse angeboten.<br />

Informationen unter: Tel. 07231/803-<br />

470 oder<br />

E-Mail: kurse@<strong>den</strong>taurum.de und Kursterm<strong>in</strong>e<br />

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Korr<strong>es</strong>pon<strong>den</strong>zadr<strong>es</strong>se:<br />

Zt. Frieder Galura<br />

Dentaurum<br />

Centrum Dentale<br />

Communikation<br />

Turnstraße 31<br />

75228 Ispr<strong>in</strong>gen<br />

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www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1353


Technik<br />

Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

Eignung von Kaltpolymerisaten<br />

Praktische Polymerisations -<br />

techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

Marktanalysen zufolge hat sich <strong>in</strong> der Bund<strong>es</strong>republik, entgegen sporadisch<br />

auftretender Vorurteile, die Verwendung von Kaltpolymerisaten auch für<br />

Komb<strong>in</strong>ations- und Totalprothetik durchg<strong>es</strong>etzt. Zeit- und Kostendruck lassen<br />

Anwender nach günstigen und <strong>den</strong>noch präzisen Verfahren zur Kunststoff -<br />

verarbeitung suchen. Auch kommt <strong>es</strong> bei dem oft unterschätzten<br />

Thema der Fertigstellung nicht selten zu <strong>in</strong>suffizienten Ergebnissen.<br />

Im folgen<strong>den</strong> Beitrag wer<strong>den</strong> e<strong>in</strong> Überblick zum Thema<br />

gegeben sowie eigene Erfahrungen<br />

zur Diskussion g<strong>es</strong>tellt.<br />

Autor:<br />

Peter Lenz, Gera<br />

Fotos, zahntechnische<br />

Arbeiten:<br />

P. Lenz, Gera, und<br />

F. Gwosdz, Saalfeld<br />

Indiz<strong>es</strong>:<br />

Totalprothetik<br />

Proth<strong>es</strong>enkunststoffe<br />

Kalt- und<br />

Heißpolymerisate<br />

Vorwalltechnik<br />

Stopf-Pr<strong>es</strong>s-Technik<br />

Gießtechnik<br />

Injektionstechnik<br />

G<strong>es</strong>chichte und Grundlagen<br />

e Abb. 1 PalaXpr<strong>es</strong>s Ultra –<br />

Kaltpolymerisat mit erhöhter<br />

Bruchf<strong>es</strong>tigkeit, geeignet für<br />

Gießtechnik und Injektionstechnik<br />

Bis <strong>in</strong> die 30er Jahre d<strong>es</strong> 20. Jahrhunderts<br />

h<strong>in</strong>e<strong>in</strong> erfolgte die Herstellung totaler<br />

Proth<strong>es</strong>en durch Vulkanisieren von<br />

Kautschuk <strong>in</strong> Gipsformen (Vulkanisierk<strong>es</strong>sel).<br />

Die Idee, Kunststoffe zur Fertigung<br />

von Proth<strong>es</strong>enbasen e<strong>in</strong>zusetzen,<br />

führte schließlich zur Marktreife d<strong>es</strong><br />

ersten Proth<strong>es</strong>enkunststoff<strong>es</strong> Paladon<br />

(Firma Kulzer), welcher 1936 als Deutsch<strong>es</strong><br />

Reichspatent 737058 registriert<br />

wurde.<br />

Es handelte sich um e<strong>in</strong>en Kunststoff<br />

auf Basis von Methylmethacrylat, welcher<br />

<strong>aus</strong> Pulver und Flüssigkeit angemischt,<br />

<strong>in</strong> Stopf-Pr<strong>es</strong>s-Technik (auch:<br />

Nass-Pr<strong>es</strong>s-Verfahren) geformt, verdichtet<br />

und durch Hitzee<strong>in</strong>wirkung („kochen“)<br />

polymerisiert wurde. Di<strong>es</strong><strong>es</strong><br />

Grundpr<strong>in</strong>zip der Heißpolymerisation<br />

hat sich bis zum heutigen Tage bewährt.<br />

Grundstoff ist Methacrylsäuremethyl<strong>es</strong>ter<br />

(„Monomer“oder „Flüssigkeit“),<br />

der durch Polymerisationsreaktion l<strong>in</strong>eare<br />

verschlaufte Kettenstrukturen bildet.<br />

Die Polymerisation der re<strong>in</strong>en Flüssigkeit<br />

verliefe mit e<strong>in</strong>er unakzeptabel<br />

hohen Kontraktion von 20 Vol % (Zusammenrücken<br />

der Moleküle bei Polymerisation).<br />

1354 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

Totalprothetik<br />

Durch Zumischen von zirka zwei Drittel<br />

Polymer (<strong>in</strong>dustriell vorpolymerisiertem<br />

F<strong>es</strong>tstoff, PMMA <strong>aus</strong> Blockpolymerisation<br />

<strong>in</strong> zerspantem Zustand:<br />

Splitterpolymerisat) konnte die Schrumpfung<br />

auf etwa e<strong>in</strong> Prozent reduziert wer<strong>den</strong>.<br />

Heute nutzt man als Pulver Perlpolymerisate<br />

– herg<strong>es</strong>tellt durch Suspensionspolymerisation,<br />

bei der MMA<br />

<strong>in</strong> Wasser e<strong>in</strong>gebracht und unter heftigem<br />

Rühren bei Druck und Hitze zu fe<strong>in</strong>en<br />

Kügelchen unterschiedlicher Größe<br />

polymerisiert wird.<br />

Mit Palapont wur<strong>den</strong> ab 1941 derartige<br />

Methacrylate auch als zahnfarbene<br />

Heißpolymerisate für die Verblendtechnik<br />

angeboten. Auch metallfreie<br />

R<strong>es</strong>taurationen entstan<strong>den</strong> und überdauerten<br />

zuweilen bis <strong>in</strong> die 90er Jahre.<br />

In <strong>den</strong> 40er Jahren entwickelte man<br />

parallel Kaltpolymerisate, welche ke<strong>in</strong>e<br />

Hitze zur Polymerisations<strong>aus</strong>lösung<br />

und -weiterführung benötigten und <strong>in</strong>sb<strong>es</strong>ondere<br />

die Reparaturtechnik w<strong>es</strong>entlich<br />

erleichterten (Rapid-Paladon,<br />

ab 1957 Paladur). Die Analogprodukte<br />

für die Verblendtechnik waren <strong>das</strong> 1949<br />

e<strong>in</strong>geführte Rapid Palapont und ab<br />

1951 Palavit.<br />

Der Nachteil di<strong>es</strong>er Werkstoffgruppe:<br />

Abbauprodukte d<strong>es</strong> Katalysatorsystems<br />

(Am<strong>in</strong>/Peroxid-System) bed<strong>in</strong>gen<br />

unter Licht- und Wärmee<strong>in</strong>wirkung e<strong>in</strong>e<br />

gegenüber Heißpolymerisaten ger<strong>in</strong>gere<br />

Farbstabilität (Gelb-Braunverfärbung),<br />

zudem war der Polymerisationsgrad<br />

niedriger, demzufolge der<br />

R<strong>es</strong>tmonomergehalt höher. Di<strong>es</strong>e Fakten<br />

hängen teilweise bis heute fälschlicherweise<br />

<strong>den</strong> Kaltpolymerisaten als<br />

Negativimage an.<br />

Mit Palapr<strong>es</strong>s (Firma Kulzer) erschien<br />

1968 e<strong>in</strong> farbstabil<strong>es</strong> Kaltpolymerisat<br />

auf dem Markt. Hier kommt e<strong>in</strong> Am<strong>in</strong>frei<strong>es</strong><br />

Katalysatorsystem zum E<strong>in</strong>satz,<br />

welch<strong>es</strong> die für Vergilben verantwortliche<br />

Substanz, e<strong>in</strong> Am<strong>in</strong>, vermeidet. Die<br />

Startreaktion erfolgt bei Raumtemperatur,<br />

ist jedoch sehr träge, vor allem <strong>in</strong><br />

der Außenschicht der Proth<strong>es</strong>e, wo<br />

entstehende Polymerisationswärme<br />

schnell abgeführt wird. Daher wird mit<br />

e<strong>in</strong>er Wasserbadtemperatur von 45°C<br />

die Reaktion b<strong>es</strong>chleunigt und auf hohem<br />

Niveau gehalten. Die Farbstabilität<br />

gleicht der der heißpolymerisieren<strong>den</strong><br />

PMMA-Kunststoffe.<br />

Durch Abstimmung von Katalysatoren<br />

und B<strong>es</strong>chleunigern gelang <strong>es</strong>, die Polymerisationsreaktion<br />

auch über die primäre<br />

Abb<strong>in</strong>dung h<strong>in</strong><strong>aus</strong> für über 24<br />

Stun<strong>den</strong> weiter aktiv zu halten. Die so<br />

mögliche Nachpolymerisation r<strong>es</strong>tlichen<br />

Monomers, auch außerhalb d<strong>es</strong><br />

Druckk<strong>es</strong>sels, ermöglicht <strong>es</strong>, <strong>den</strong> R<strong>es</strong>tmonomeranteil<br />

bis auf e<strong>in</strong> Prozent (analog<br />

Heißpolymerisat) zu senken.<br />

Da die Abkühlungsschrumpfung von<br />

45°C Polymerisationstemperatur ger<strong>in</strong>ger<br />

als die Kontraktion von 100°C auf<br />

Zimmertemperatur ist, können e<strong>in</strong>e höhere<br />

Passfähigkeit und ger<strong>in</strong>gere <strong>in</strong>terne<br />

Spannungsfelder kaltpolymerisierend<br />

gefertigter Proth<strong>es</strong>en f<strong>es</strong>tg<strong>es</strong>tellt<br />

wer<strong>den</strong>. Der E<strong>in</strong>satz von Kaltpolymerisaten<br />

hat sich daher seit Ende der 60er<br />

Jahre auch für die Herstellung def<strong>in</strong>itiven,<br />

hochwertigen Zahnersatz<strong>es</strong> etabliert.<br />

Weitere Forschungen führten 1982 zur<br />

Entwicklung von Palapr<strong>es</strong>s vario. Die<br />

Verlängerung der plastischen Phase<br />

bietet hier die Möglichkeit, mehrere Proth<strong>es</strong>ensättel<br />

e<strong>in</strong>zeln zu b<strong>es</strong>chicken und<br />

geme<strong>in</strong>sam zu polymerisieren. Die Intention,<br />

e<strong>in</strong>en Kunststoff für möglichst<br />

alle Technologien gleichermaßen nutzen<br />

zu können, führte 1994 zur Markte<strong>in</strong>führung<br />

von Pala-x-pr<strong>es</strong>s. 2010<br />

dann, als neu<strong>es</strong>te Entwicklungen, Pala-<br />

X-pr<strong>es</strong>s ultra und Paladon ultra, Kunststoffe<br />

mit deutlich erhöhter Biegef<strong>es</strong>tigkeit<br />

und Schlagzähigkeit. Durch sich<br />

bei der Polymerisation bil<strong>den</strong>de elastische<br />

Molekülgruppen wer<strong>den</strong> Überlastungen<br />

aufgenommen und die<br />

Bruchgefahr reduziert. Zwar soll e<strong>in</strong>e<br />

gewisse „Sprödigkeit“ durch Sprungbildung<br />

<strong>in</strong> der Proth<strong>es</strong>e e<strong>in</strong>e notwendige<br />

Unterfütterung anzeigen, andererseits<br />

s<strong>in</strong>d gerade im Laboralltag (Abheben<br />

vom Gipsmodell) oder im Mund<br />

(Implantatarbeiten) durch<strong>aus</strong> höhere<br />

Belastungen möglich, <strong>den</strong>en e<strong>in</strong> elastischerer<br />

Kunststoff längere Zeit widerstehen<br />

kann.<br />

Technologien – Vorwalltechnik<br />

Zur Komplettierung von Gerüsten <strong>in</strong> der<br />

Komb<strong>in</strong>ationsprothetik mit PMMA-<br />

Kunststoff ist die Vorwalltechnik Mittel<br />

der Wahl. Kriterium für die Werkstoffwahl<br />

<strong>in</strong> di<strong>es</strong>em Sektor ist hauptsächlich<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1355


Technik<br />

Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

c Abb. 2<br />

Verarbeitungszeiten und<br />

Mischungsverhältnisse<br />

für unterschiedliche<br />

Technologien<br />

c Abb. 3 Palamat-<br />

Druckpolymerisationsgerät<br />

für g<strong>es</strong>teuerten<br />

Polymerisationsablauf;<br />

stellt immer gleiche<br />

Polymeri sationsparameter<br />

sicher<br />

die Verarbeitungszeit. Die Verarbeitungsdaten<br />

von Pala-X-pr<strong>es</strong>s sollen als<br />

Beispiel dienen; mit Palapr<strong>es</strong>s oder Palapr<strong>es</strong>s<br />

vario stehen zusätzlich Werkstoffe<br />

mit kürzerem oder längerem Verarbeitungs<strong>in</strong>tervall<br />

zur Auswahl: Nach<br />

Vermengen von Pulver und Flüssigkeit<br />

(für Gießtechnik 10 g Polymer zu 7 ml<br />

Monomer) durchläuft die Mischung e<strong>in</strong>e<br />

Anquellphase von zirka 30 Sekun<strong>den</strong>.<br />

Gießfähig ist der Kunststoff für zirka drei<br />

M<strong>in</strong>uten (bei Zimmertemperatur), ab der<br />

vierten M<strong>in</strong>ute tritt e<strong>in</strong>e plastische Phase<br />

e<strong>in</strong>. Zwischen der siebten und 13. M<strong>in</strong>ute<br />

nach Mischbeg<strong>in</strong>n kann die E<strong>in</strong>gabe<br />

<strong>in</strong> <strong>den</strong> Druckk<strong>es</strong>sel erfolgen.<br />

Die lange plastische Phase eröffnet die<br />

Möglichkeit, mit e<strong>in</strong>er erneuten Mischung<br />

e<strong>in</strong>en zweiten, gegebenenfalls<br />

dritten Vorwall zu versorgen, <strong>ohne</strong> <strong>das</strong>s<br />

der Kunststoff d<strong>es</strong> ersten Vorwall<strong>es</strong> verläuft<br />

oder beg<strong>in</strong>nt, blasig zu polymerisieren,<br />

da er noch nicht <strong>den</strong> Zustand erreicht<br />

hat, <strong>in</strong> dem Überdruck erforderlich<br />

ist.<br />

Spät<strong>es</strong>tens nach der 13. M<strong>in</strong>ute muss<br />

die Polymerisation unter Überdruck erfolgen.<br />

E<strong>in</strong> Druck von zwei bar sorgt dafür,<br />

<strong>das</strong>s die Siedetemperatur d<strong>es</strong> Monomers<br />

um 30 bis 40 Grad auf 126 bis<br />

136 °C erhöht wird. Es wird <strong>aus</strong>g<strong>es</strong>chlossen,<br />

<strong>das</strong>s durch die exotherme<br />

Polymerisationsreaktion (Temperatur<br />

bis 100 °C ) Siedebläschen im Innern<br />

massiver Anteile entstehen. E<strong>in</strong> höherer<br />

Druck birgt die Gefahr, <strong>das</strong>s Wasser<br />

<strong>in</strong> die weiche Kunststoffoberfläche e<strong>in</strong>gelagert<br />

wird, weißlich-perlmuttartig<br />

schimmernde Oberflächen wären <strong>das</strong><br />

R<strong>es</strong>ultat.<br />

Die Wassertemperatur von 55°C sorgt<br />

dafür, die Startreaktion anzuregen und<br />

die Wachstumsreaktion g<strong>es</strong>teuert ablaufen<br />

zu lassen. 20 M<strong>in</strong>uten Zeit s<strong>in</strong>d<br />

für die chemische Reaktion erforderlich.<br />

Geeignete Druckpolymerisationsgeräte<br />

halten die geforderten Parameter<br />

gleichmäßig aufrecht und reduzieren<br />

daher <strong>den</strong> Kontrollaufwand für <strong>den</strong><br />

Zahntechniker.<br />

Wer<strong>den</strong> die angegebenen Werte unterschritten,<br />

wird <strong>es</strong> zu e<strong>in</strong>em unvollständigeren<br />

Kettenwachstum kommen. Die<br />

Folgen s<strong>in</strong>d höherer R<strong>es</strong>tmonomeranteil<br />

(ger<strong>in</strong>gere Biokompatibilität) und<br />

schlechtere physikalische Werte.<br />

1356 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

Totalprothetik<br />

Bei Entnahme <strong>aus</strong> dem Polymerisationsbad<br />

wird der Kunststoff e<strong>in</strong>en Anteil<br />

freier Monomere von zirka drei Prozent<br />

aufweisen. Gegen Austrocknung<br />

und Verschlechterung der Passgenauigkeit<br />

ist e<strong>in</strong>e Wasserlagerung bis zur<br />

endgültigen Fertigstellung günstig.<br />

Hierbei kommt <strong>es</strong> durch Nachpolymerisation<br />

und Auslaugen zum Verm<strong>in</strong>dern<br />

e<strong>in</strong><strong>es</strong> Anteils an R<strong>es</strong>tmonomer. Zur<br />

effektiveren Diffusion und schnelleren<br />

Reduktion d<strong>es</strong> R<strong>es</strong>tmonomeranteils ist<br />

bei auf MMA sensibilisierten Patienten<br />

e<strong>in</strong>e Wasserlagerung bei maximal<br />

45°C bis 55°C angeraten. Die Nachpolymerisation<br />

der Proth<strong>es</strong>e wird b<strong>es</strong>chleu<br />

nigt, und bereits nach zirka 24<br />

Stun<strong>den</strong> wird e<strong>in</strong> R<strong>es</strong>tmonomergehalt<br />

analog der Werte e<strong>in</strong><strong>es</strong> guten Heißpolymerisat<strong>es</strong><br />

(0,8 bis 1,0 %) erreicht. Um<br />

Verzug durch Polymerisationsspannungen<br />

zu vermei<strong>den</strong>, sollte die Proth<strong>es</strong>e<br />

auf dem Gipsmodell verbleiben<br />

und langsam wieder abkühlen können.<br />

Auch Katalysatoren (Peroxidanteile) s<strong>in</strong>d<br />

nach korrekter Polymerisation soweit<br />

abgebaut (im chemischen S<strong>in</strong>ne reduziert),<br />

<strong>das</strong>s kaum e<strong>in</strong>e Unverträglichkeitsreaktion<br />

d<strong>es</strong> Patienten zu erwarten<br />

ist. Die Ergebnisse können je nach Anmischverhältnis,<br />

Polymerisationsparametern,<br />

Lagerung etc. variieren.<br />

Technologien –<br />

Stopf-Pr<strong>es</strong>s-Technik<br />

Auch Nass-Pr<strong>es</strong>s-Verfahren genannt, ist<br />

die ält<strong>es</strong>te Technologie der Kunststoffverarbeitung.<br />

In e<strong>in</strong>er zweigeteilten<br />

Gips-Hohlform (Küvette) wird nach Alg<strong>in</strong>at-Isolierung<br />

und entsprechender<br />

Konditionierung der Kunststoffzähne<br />

der plastische Kunststoff e<strong>in</strong>gelegt, die<br />

Formhälften wer<strong>den</strong> unter Druck zusammengefügt.<br />

Bei Heißpolymerisaten erfolgt die Aushärtung<br />

im Wasserbad bei 80 bis 100°C.<br />

f Abb. 5 Pr<strong>es</strong>stechnik I: Pr<strong>in</strong>zip der<br />

Stopf-Pr<strong>es</strong>s-Technik; e<strong>in</strong>gebettete<br />

Wachsproth<strong>es</strong>e<br />

f Abb. 6 Pr<strong>es</strong>stechnik II: Pr<strong>in</strong>zip der<br />

Stopf-Pr<strong>es</strong>s-Technik. Phase d<strong>es</strong> Pr<strong>es</strong>sens<br />

– deutlich s<strong>in</strong>d die Pr<strong>es</strong>sfahne und<br />

r<strong>es</strong>ultierende Bisserhöhung zu sehen.<br />

e Abb. 4 Diagramm R<strong>es</strong>t-<br />

MMA: R<strong>es</strong>tmonomergehalt<br />

von Kunststoffen <strong>in</strong> Ab -<br />

hängig keit von Lagerung<br />

und Zeit<br />

Nass-Pr<strong>es</strong>s-Verfahren<br />

Nass-Pr<strong>es</strong>s-Verfahren<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1357


Technik<br />

Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

Gießtechnik<br />

e Abb. 7 Pr<strong>in</strong>zip der<br />

Proth<strong>es</strong>en-Gießtechnik<br />

Bei Kaltpolymerisaten (Pala-X-pr<strong>es</strong>s)<br />

erfolgt die Polymerisation wie später<br />

unter Palajet-Technologie b<strong>es</strong>chrieben.<br />

Da <strong>es</strong> nach Entlasten der hydraulischen<br />

Pr<strong>es</strong>se bis zum E<strong>in</strong>spannen <strong>in</strong> e<strong>in</strong>en Küvettenbügel<br />

zum Auffedern der Küvette<br />

und damit zu Bisserhöhung sowie Blasenbildung<br />

im Kunststoff aufgrund d<strong>es</strong><br />

Druckverlust<strong>es</strong> kommen kann, empfehlen<br />

sich für di<strong>es</strong>e Technik Küvettenbügel,<br />

welche unter die Pr<strong>es</strong>se genommen<br />

und dort verschraubt wer<strong>den</strong><br />

können.<br />

Vorteile:<br />

n e<strong>in</strong>fache Technik<br />

n gute Verdichtung d<strong>es</strong> Kunststoff<strong>es</strong><br />

durch starre Gipsform<br />

n ger<strong>in</strong>ger Inv<strong>es</strong>titionsaufwand<br />

Nachteile:<br />

n Bisserhöhung durch Pr<strong>es</strong>sfahne (Küvette<br />

ist um <strong>das</strong> Maß der Pr<strong>es</strong>sfahne<br />

nicht exakt g<strong>es</strong>chlossen, Abstand Kieferkamm-Okklusionsfläche<br />

ist dadurch<br />

verlängert)<br />

n Polymerisationsschrumpfung kann<br />

nicht <strong>aus</strong>geglichen wer<strong>den</strong><br />

n mitunter stört der Aufwand bei Isolieren<br />

und Ausbetten (Ummantelung<br />

der Zähne mit Silikon schafft Verb<strong>es</strong>serung).<br />

Technologien – Gießtechnik<br />

Um die technologischen Abläufe zu b<strong>es</strong>chleunigen,<br />

kamen vor Jahren Proth<strong>es</strong>engießtechniken<br />

auf <strong>den</strong> Markt. Die<br />

Wachsproth<strong>es</strong>e wird hierbei <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er<br />

speziellen Küvette e<strong>in</strong>gebettet. Als<br />

Formmasse kommen Dubliergel oder<br />

Dubliersilikon zum E<strong>in</strong>satz. Nach Entfernen<br />

d<strong>es</strong> Wachs<strong>es</strong> von Modell und<br />

Zähnen müssen letztere sorgfältig <strong>in</strong><br />

der Hohlform platziert wer<strong>den</strong>; durch<br />

entsprechend angelegte E<strong>in</strong>gusskanäle<br />

wird die Hohlform mittels Schwerkraftguss<br />

befüllt. Isolation ist nur auf<br />

der Seite d<strong>es</strong> Gipsmodell<strong>es</strong> notwendig.<br />

Die Polymerisation erfolgt bei Verwendung<br />

von Pala-x-pr<strong>es</strong>s mit zwei bar<br />

Überdruck bei 55°C für 30 M<strong>in</strong>uten (bei<br />

Formen <strong>aus</strong> Dubliergel ist deren Erweichungstemperatur<br />

zu beachten, eventuell<br />

muss die Polymerisationstemperatur<br />

auf 45°C g<strong>es</strong>enkt wer<strong>den</strong>). E<strong>in</strong>e<br />

Variante di<strong>es</strong>er Technologie ist die Gießtechnik<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>e Gips- oder Knetsilikon-<br />

Form unter Verzicht auf e<strong>in</strong>e Küvette.<br />

Die Fixierung der Proth<strong>es</strong>enzähne ist <strong>in</strong><br />

der steiferen Formmasse sicherer.<br />

Wichtig ist, <strong>das</strong>s der Kunststoff genügend<br />

Verarbeitungszeit bietet, um<br />

gleichmäßig und blasenfrei die Hohlform<br />

komplett füllen zu können. Weiterh<strong>in</strong><br />

sollte die Formmasse die Zähne<br />

sicher umfassen, um e<strong>in</strong>e Verlagerung<br />

oder falsche Positionierung <strong>in</strong> der Hohlform<br />

<strong>aus</strong>zuschließen.<br />

Vorteile:<br />

n schnelle Technik<br />

n wenig Aufwand bei Isolierung<br />

n risikolos<strong>es</strong> Ausbetten<br />

n ke<strong>in</strong>e Bisserhöhung<br />

Nachteile:<br />

n ke<strong>in</strong>e starre Hohlform, daher labile Fixierung<br />

der Zähne<br />

n ke<strong>in</strong>e Verdichtung d<strong>es</strong> Kunststoff<strong>es</strong><br />

durch Pr<strong>es</strong>sdruck möglich<br />

n ke<strong>in</strong> Ausgleich der Polymerisationsschrumpfung<br />

(eventuell über Nachsaugeffekt<br />

<strong>aus</strong> gekühltem E<strong>in</strong>guss -<br />

trichter teilweise möglich).<br />

Technologien –<br />

Injektionstechnik<br />

Um die Nachteile der Stopf-Pr<strong>es</strong>s-Technik<br />

h<strong>in</strong>sichtlich Bisserhöhung und die<br />

Kontraktion d<strong>es</strong> Kunststoff<strong>es</strong> weit<strong>es</strong>tgehend<br />

<strong>aus</strong>zugleichen, s<strong>in</strong>d Injektionstechnik-Verfahren<br />

entwickelt wor<strong>den</strong>.<br />

Hier dient e<strong>in</strong>e Spezialküvette zum Erstellen<br />

der zweigeteilten Gipsform.<br />

Nach Entfernen d<strong>es</strong> Wachs<strong>es</strong>, Vorbe-<br />

1358 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

Totalprothetik<br />

reiten der Zähne und Isolieren der Hohlform<br />

wird im Unterschied zur klassischen<br />

Pr<strong>es</strong>stechnik zuerst die Hohlform<br />

g<strong>es</strong>chlossen und danach von außen<br />

über e<strong>in</strong>en Injektionskanal die Form mit<br />

Kunststoff gefüllt.<br />

<strong>So</strong>mit ist die Form immer exakt g<strong>es</strong>chlossen,<br />

<strong>es</strong> kann zu ke<strong>in</strong>er Dimensionsveränderung<br />

zwischen Modell und<br />

Kauflächenkomplex (Bisserhöhung, Verlagerung<br />

von Zähnen) kommen. Der<br />

Kunststoffteig wird über pneumatisch<br />

oder mechanisch erregte Kraft <strong>in</strong> die<br />

Form gepr<strong>es</strong>st.<br />

<strong>So</strong>lange <strong>es</strong> die Konsistenz d<strong>es</strong> Kunststoffteig<strong>es</strong><br />

zulässt, wird durch <strong>das</strong> Injektionsgerät<br />

weiterer Kunststoff nachgepr<strong>es</strong>st.<br />

Auf di<strong>es</strong>em Weg kann e<strong>in</strong> großer<br />

Teil der ansonsten unvermeidbaren<br />

Polymerisationskontraktion <strong>aus</strong>geglichen<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

Die endgültige Polymerisation der so<br />

gefüllten Küvette erfolgt im Falle d<strong>es</strong><br />

Palajet-Systems bei 55°C/2 bar für 30<br />

M<strong>in</strong>uten. Auch hier gilt: Der Überdruck<br />

der Erhöhung der Siedetemperatur d<strong>es</strong><br />

Monomers und die Wasserbadtemperatur<br />

sorgen für e<strong>in</strong>e <strong>in</strong> massiven und<br />

dünnen Teilen gleichmäßige Polymerisation,<br />

daher für e<strong>in</strong>e spannungsarme,<br />

optimal passende Proth<strong>es</strong>e.<br />

Vergleichende Untersuchungen zeigen,<br />

<strong>das</strong>s Proth<strong>es</strong>en <strong>aus</strong> Kaltpolymerisaten<br />

wegen der ger<strong>in</strong>geren Abkühlungsschrum -<br />

pfung generell e<strong>in</strong>e b<strong>es</strong>sere Passung<br />

als heißpolymerisierend herg<strong>es</strong>tellte<br />

Proth<strong>es</strong>en aufweisen. Im Injektionsverfahren<br />

entstan<strong>den</strong>e Proth<strong>es</strong>en haben<br />

wiederum b<strong>es</strong>sere Passfähigkeiten als<br />

herkömmlich gefertigte Proth<strong>es</strong>en.<br />

Generell s<strong>in</strong>d an Totalproth<strong>es</strong>en unterschiedliche<br />

Randspalten m<strong>es</strong>sbar. Im<br />

Oberkiefer s<strong>in</strong>d die Werte im Bereich der<br />

Kieferkammmitten b<strong>es</strong>ser, <strong>in</strong> <strong>den</strong> Umschlagfalten<br />

etwas schlechter und <strong>in</strong><br />

Gaumendachmitte bei allen Verfahren<br />

am ungünstigsten. Dabei zeigen flache<br />

Gaumenprofile ten<strong>den</strong>ziell ger<strong>in</strong>gere<br />

dorsale Randspalten als stark gewölbte<br />

Gaumendächer. Die Schrumpfung d<strong>es</strong><br />

Kunststoff<strong>es</strong> zu m<strong>in</strong>imieren, ist zwar<br />

möglich, sie ist aber nie völlig zu kompensieren.<br />

Um die Auswirkungen der<br />

Kontraktion zu reduzieren, kann im Falle<br />

der Totalprothetik über Radierungen<br />

zur Verb<strong>es</strong>serung d<strong>es</strong> Ventilabschluss<strong>es</strong><br />

nachgedacht wer<strong>den</strong>.<br />

Injektionstechnik<br />

Vergleich zur Praxistauglichkeit<br />

Da Proth<strong>es</strong>engießtechnik im H<strong>in</strong>blick<br />

auf <strong>den</strong> Zeitaspekt, und die Injektionstechnik<br />

von der Präzision her <strong>in</strong>ter<strong>es</strong>sant<br />

ersche<strong>in</strong>en, wur<strong>den</strong> beide Systeme<br />

e<strong>in</strong>em Vergleich unterzogen. B<strong>es</strong>onder<strong>es</strong><br />

Augenmerk wurde dabei auf<br />

die Integration der Technik <strong>in</strong> <strong>den</strong> Labor-Alltag<br />

gerichtet, auf die Fehleranfälligkeit,<br />

<strong>den</strong> Zeitaufwand und ob die<br />

Unterschiede der Passfähigkeit von kl<strong>in</strong>ischer<br />

Relevanz s<strong>in</strong>d.<br />

M<strong>es</strong>sreihen h<strong>in</strong>sichtlich physikalischer<br />

und chemischer Werte, Randspalten<br />

und Modellprofile zu erstellen, ist mangels<br />

Möglichkeiten unterblieben und<br />

sollte dem wissenschaftlichen Bereich<br />

vorbehalten bleiben. Die Ergebnisse<br />

grün<strong>den</strong> auf Erfahrungen d<strong>es</strong> alltäglichen<br />

Laborbetrieb<strong>es</strong>, können daher<br />

subjektiv se<strong>in</strong> und sollen Anlass zu kollegialem<br />

Erfahrungs<strong>aus</strong>t<strong>aus</strong>ch geben.<br />

Material und Verfahren<br />

Im Zuge der Verr<strong>in</strong>gerung der Materialvielfalt<br />

im Labor ist schon vor Jahren die<br />

Entscheidung für Pala-x-pr<strong>es</strong>s (Firma<br />

Heraeus-Kulzer) gefallen. Di<strong>es</strong>er Kunststoff<br />

ist <strong>in</strong> se<strong>in</strong>en Werten dem Heißpolymerisat<br />

Paladon 65 ebenbürtig und<br />

als Universalkunststoff laut Herstellerangaben<br />

für alle Technologien e<strong>in</strong>setzbar.<br />

Für b<strong>es</strong>onders schnelle Verarbeitung<br />

kann gegebenenfalls auch auf Palapr<strong>es</strong>s<br />

oder Paladur zurückgegriffen<br />

wer<strong>den</strong>. Mit dem Pala cre-active b<strong>es</strong>teht<br />

die Möglichkeit der nachträglichen Individualisierung<br />

d<strong>es</strong> Basiskunststoff<strong>es</strong><br />

mit lichthärtendem Kunststoff. Di<strong>es</strong>er<br />

e Abb. 8 Pr<strong>in</strong>zip der<br />

Injektionstechnik; die Küvette<br />

ist erst g<strong>es</strong>chlossen, dann<br />

wird der Kunststoff von außen<br />

zugeführt<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1359


Technik<br />

Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

e Abb. 9 Gießtechnik I:<br />

mögliche Bauform von Küvetten<br />

zur Proth<strong>es</strong>en-Gießtechnik<br />

e Abb. 10 Gießtechnik II:<br />

1:1-Dubliersilikon mit Shorehärte 26<br />

c Abb. 11 Injektionstechnik:<br />

Palajet – die Doppelküvette ermöglicht<br />

<strong>das</strong> gleichzeitige Fertigen von zwei<br />

Proth<strong>es</strong>en<br />

Werkstoff weist e<strong>in</strong>en ger<strong>in</strong>gen Füllstoffanteil<br />

auf (ist also ke<strong>in</strong> Komposit)<br />

und lässt sich dem Basiskunststoff ähnlich<br />

polieren.<br />

Da sie konstruktiv e<strong>in</strong>en stabilen, durchdachten<br />

E<strong>in</strong>druck macht, <strong>aus</strong>reichend<br />

groß ist, jedoch nicht zu hoh<strong>es</strong> Silikonvolumen<br />

benötigt, wurde für die<br />

Gießtechnik e<strong>in</strong>e Küvette der Firma Dreve<br />

gewählt. In späteren Versuchen kam<br />

dann auch e<strong>in</strong>e verschraubte Küvettenform<br />

zum E<strong>in</strong>satz. Um e<strong>in</strong>e exakte<br />

Fassung der Zähne zu gewährleisten<br />

und die werkstoffgerechte Polymerisationstemperatur<br />

von 55°C e<strong>in</strong>halten zu<br />

können, sollte <strong>unsere</strong>r Me<strong>in</strong>ung nach<br />

e<strong>in</strong> Silikon als Formmasse benutzt wer<strong>den</strong>.<br />

E<strong>in</strong> Material mit guter Reißf<strong>es</strong>tigkeit<br />

schien uns geeignet (Heraform RS,<br />

Shorehärte 26 oder Heraform D21, Shorehärte<br />

20), e<strong>in</strong> guter Farbkontrast erleichtert<br />

die Kontrolle von Hohlform<br />

und Positionierung der Zähne.<br />

Für die Injektionstechnik kam <strong>das</strong> bereits<br />

seit Jahren genutzte Palajet-System<br />

zum E<strong>in</strong>satz. Für die Herstellung<br />

von 28er-Proth<strong>es</strong>en steht hier die Verwendung<br />

der Doppelküvette Duo-Flask<br />

als Option zur Verfügung – <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Arbeitsgang<br />

können damit zwei E<strong>in</strong>zelproth<strong>es</strong>en<br />

gleichzeitig gefertigt wer<strong>den</strong>.<br />

Aus Grün<strong>den</strong> der Vergleichbarkeit wurde<br />

beim Zeitvergleich di<strong>es</strong>e Variante<br />

nicht mit e<strong>in</strong>bezogen.<br />

Erfahrungen mit der<br />

Gießtechnik<br />

Das Modell mit Wachsproth<strong>es</strong>e wird mit<br />

Klebewachs oder bei Verwendung e<strong>in</strong><strong>es</strong><br />

Magnetsockels durch d<strong>es</strong>sen Wirkung<br />

auf der Metallbo<strong>den</strong>platte der Kü-<br />

1360 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

Totalprothetik<br />

d Abb. 12 Mit Druckluft<br />

betrieben<strong>es</strong> Injektionsgerät<br />

Palajet<br />

d Abb. 13 Gießtechnik III:<br />

Befüllen der Küvette mit<br />

Dubliersilikon<br />

vette fixiert. Nach Schließen d<strong>es</strong> Deckels<br />

und E<strong>in</strong>füllen von Dubliersilikon<br />

ist durch Vernetzung d<strong>es</strong> Silikons nach<br />

30 M<strong>in</strong>uten e<strong>in</strong>e exakte Form entstan<strong>den</strong>.<br />

Das Öffnen der Form und Entfernen<br />

d<strong>es</strong> Wachs<strong>es</strong> erfolgen <strong>in</strong> üblicher<br />

Weise. Das feucht-warme Gipsmodell<br />

wird dünn mit Alg<strong>in</strong>atisolierung (Aislar)<br />

unter Vermeidung von Pfützen (<strong>in</strong>sb<strong>es</strong>ondere<br />

<strong>in</strong> der Umschlagfalte, sonst<br />

droht Schlierenbildung im Kunststoff!)<br />

e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>trichen. Die Proth<strong>es</strong>enzähne wer<strong>den</strong><br />

im Zahnsieb d<strong>es</strong> Küvettensockels<br />

gründlich <strong>aus</strong>gebrüht. E<strong>in</strong> stärker perforiert<strong>es</strong><br />

Sieb ersche<strong>in</strong>t uns für kontrolliert<strong>es</strong><br />

Arbeiten günstiger zu se<strong>in</strong>.<br />

Durch Anrauhen (150µm Korund oder<br />

grober Diamantschleifer – ke<strong>in</strong>e Fräse,<br />

da hier e<strong>in</strong> eher schnei<strong>den</strong>d/glättend<strong>es</strong><br />

Spanabheben erfolgt) wer<strong>den</strong> Kunststoffzähne<br />

für die Konditionierung mit<br />

Haftvermittler vorbereitet. E<strong>in</strong>e exakte<br />

Repositionierung der Zähne <strong>in</strong> der Hohlform<br />

ist wichtig, die Fixierung kann gegebenenfalls<br />

mit etwas Sekun<strong>den</strong>kleber<br />

erfolgen.<br />

Mit dem Stechröhrchen wer<strong>den</strong> als abschließende<br />

Vorbereitung zwei Gusskanäle<br />

im retromolaren Bereich angelegt.<br />

Die Kanäle können parallel von <strong>den</strong><br />

äußeren E<strong>in</strong>gusstrichtern oder V-förmig<br />

vom mittleren Loch <strong>aus</strong> angelegt wer<strong>den</strong>.<br />

Generell ist die Lage der Kanäle so<br />

zu planen, <strong>das</strong>s die B<strong>es</strong>chickung durch<br />

e<strong>in</strong>en Kanal erfolgt, der zweite dient der<br />

Entlüftung und Kontrolle d<strong>es</strong> Füllstand<strong>es</strong>.<br />

E<strong>in</strong> Stechröhrchen mit Griff am Ende<br />

würde die Handhabung, b<strong>es</strong>onders<br />

beim Anlegen längerer Kanäle, erleichtern<br />

– hier gibt <strong>es</strong> Raum für Improvisationskunst.<br />

Nicht länger als zehn M<strong>in</strong>uten<br />

vor Befüllen der Form wer<strong>den</strong> die<br />

Zähne mit e<strong>in</strong>em Haftvermittler (Palabond)<br />

konditioniert. Nach zwei M<strong>in</strong>uten<br />

E<strong>in</strong>wirkzeit ist die Oberfläche d<strong>es</strong> Kunststoffzahn<strong>es</strong><br />

für zirka acht M<strong>in</strong>uten so<br />

angelöst, <strong>das</strong>s der Proth<strong>es</strong>enkunststoff<br />

Gelegenheit f<strong>in</strong>det, e<strong>in</strong>e chemische Ver-<br />

e Abb. 14 Gießtechnik IV:<br />

Vorbereitung der Hohlform<br />

zum Befüllen mit Kunststoff;<br />

Wachsr<strong>es</strong>te entfernen, Gips<br />

isolieren, Zähne e<strong>in</strong>sortieren<br />

und konditionieren<br />

e Abb. 15 Gießtechnik V:<br />

Befüllen der Hohlform von<br />

e<strong>in</strong>er Seite <strong>aus</strong>; die Luft<br />

muss <strong>aus</strong> Kanal 2 entweichen<br />

können<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1361


Technik<br />

Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

e Abb. 16<br />

Gießtechnik VI:<br />

Proth<strong>es</strong>e entformt<br />

b<strong>in</strong>dung e<strong>in</strong>zugehen. Mechanische Retentionen<br />

(die nicht immer korrekt <strong>aus</strong>fließen<br />

oder <strong>So</strong>llbruchstellen darstellen<br />

könnten) s<strong>in</strong>d bei korrekter Verarbeitung<br />

unnötig.<br />

Das Anmischverhältnis d<strong>es</strong> Kunststoff<strong>es</strong><br />

von 10 g:5 ml kann für b<strong>es</strong>sere Gießbarkeit<br />

und längeren Verarbeitungsbereich<br />

<strong>in</strong> Richtung 10 g:7 ml verschoben<br />

wer<strong>den</strong>. Nach e<strong>in</strong>er Anquellzeit von 30<br />

Sekun<strong>den</strong> ist genügend Zeit vorhan<strong>den</strong>,<br />

Pala-X-pr<strong>es</strong>s im dünnen Strahl durch<br />

<strong>den</strong> E<strong>in</strong>gusstrichter <strong>in</strong> die Hohlform e<strong>in</strong>laufen<br />

zu lassen, bis durch <strong>den</strong> zweiten<br />

Kanal Überschuss <strong>aus</strong>tritt. Nach Erreichen<br />

der plastischen Phase erfolgt die<br />

E<strong>in</strong>gabe <strong>in</strong> <strong>das</strong> Druckpolymerisationsgerät<br />

zur Aushärtung nach Herstellerangaben.<br />

Von e<strong>in</strong>igen Anwendern wird empfohlen,<br />

durch Kühlen der E<strong>in</strong>gusskegel mit<br />

Eiswürfeln e<strong>in</strong>e Verzögerung der Polymerisationsreaktion<br />

<strong>in</strong> di<strong>es</strong>em Bereich<br />

zu bewirken und damit e<strong>in</strong>en Nachsaugeffekt<br />

zum Schrumpfungs<strong>aus</strong>gleich<br />

zu ermöglichen.<br />

Nach 30 M<strong>in</strong>unten Polymerisationszeit<br />

und Abkühlung auf Zimmertemperatur<br />

erfolgt e<strong>in</strong>fach und schnell die Entformung<br />

der fertigen Proth<strong>es</strong>e.<br />

Erfahrungen mit<br />

Injektionstechnik<br />

In der Palajet-Küvette wird die Proth<strong>es</strong>e<br />

<strong>in</strong> klassischer Art und Weise <strong>in</strong> Gips<br />

e<strong>in</strong>gebettet. Als E<strong>in</strong>bettgips ist e<strong>in</strong>e Mischung<br />

<strong>aus</strong> Typ-III und Typ-IV Gips günstig<br />

(zum Beispiel Octa base oder Octa<br />

base + Octa dur), da sich <strong>unsere</strong>m E<strong>in</strong>druck<br />

nach e<strong>in</strong> etwas härterer Gips wegen<br />

se<strong>in</strong><strong>es</strong> anderen Bruchverhaltens<br />

leichter <strong>aus</strong>betten lässt (bricht nach e<strong>in</strong>igen<br />

Hammerschlägen <strong>in</strong> große Scherben,<br />

zerkrümelt nicht). Vor Erstellen d<strong>es</strong><br />

Konters wer<strong>den</strong> mit <strong>den</strong> zugehörigen<br />

Wachsprofilen im retromolaren Bereich<br />

Injektionskanal und Entlüftungskanal<br />

angelegt.<br />

E<strong>in</strong>e Möglichkeit zur Vermeidung von<br />

Ausarbeitungsaufwand ist die Ummantelung<br />

d<strong>es</strong> Zahnfleischsaum<strong>es</strong> mit Silikon<br />

(Optosil flüssig). Auch e<strong>in</strong>e komplette<br />

Umkleidung der Wachsproth<strong>es</strong>e<br />

mit Knetsilikon, unter Freilassung der<br />

Inzisal-/Okklusalflächen, sche<strong>in</strong>t möglich<br />

und ist bereits mit Erfolg praktiziert<br />

wor<strong>den</strong>.<br />

Das Vorwärmen der Küvette soll mit zirka<br />

fünf M<strong>in</strong>uten Dauer so erfolgen, <strong>das</strong>s<br />

c Abb. 17 Injektionstechnik I:<br />

Proth<strong>es</strong>e <strong>in</strong> Palajet-Küvette<br />

e<strong>in</strong>gebettet (neuere Küvetten<br />

haben e<strong>in</strong>e eckige Bauform)<br />

1362 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

Totalprothetik<br />

d Abb. 18<br />

Injektionstechnik II:<br />

Isolieren der frisch <strong>aus</strong>gebrühten<br />

Hohlform<br />

d Abb. 19 Injektionstechnik<br />

III: Konditionieren der angerauten<br />

Zahnbasis mit<br />

Palabond zum b<strong>es</strong>seren<br />

Verbund mit dem<br />

Basiskunststoff<br />

Modellierwachs plastifiziert, nicht aber<br />

verflüssigt wird. In <strong>den</strong> Gips e<strong>in</strong>gedrungen<strong>es</strong><br />

Wachs würde e<strong>in</strong>e korrekte<br />

Alg<strong>in</strong>atisolierung stören. Ausbrühen<br />

mit klarem Wasser und Isolierung mit<br />

Alg<strong>in</strong>atisolierung erfolgen wie üblich.<br />

Wenn <strong>ohne</strong> Silikon e<strong>in</strong>gebettet wurde,<br />

erfolgt die Isolierung auch <strong>in</strong>ter<strong><strong>den</strong>tal</strong>.<br />

Überschüssige Isolierung lässt sich<br />

sehr gut mit e<strong>in</strong>em trockenen, borstigen<br />

P<strong>in</strong>sel absaugen.<br />

Das Anrauhen der Zähne mit e<strong>in</strong>em groben<br />

Diamanten beendet die Vorbereitung<br />

der Hohlform. Kurz vor dem Schließen<br />

der Küvette wird der Haftvermittler<br />

Palabond auf die Zähne aufgetragen.<br />

Die mit <strong>den</strong> konischen R<strong>in</strong>gen sicher<br />

verschlossene Küvette wird <strong>in</strong> die Führung<br />

d<strong>es</strong> Gerät<strong>es</strong> e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>etzt. Neue Bauformen<br />

der Palajet-Küvette wer<strong>den</strong> per<br />

Schraube verschlossen und benötigen<br />

nach E<strong>in</strong>setzen <strong>in</strong> <strong>das</strong> Gerät e<strong>in</strong> Distanzstück<br />

auf dem Füllzyl<strong>in</strong>derdeckel.<br />

Pala-x-pr<strong>es</strong>s wird im Verhältnis 1:2 dosiert<br />

und nach Herstellerangaben angemischt.<br />

Im Füllzyl<strong>in</strong>der d<strong>es</strong> Palajet-<br />

Gerät<strong>es</strong> erreicht <strong>das</strong> Material se<strong>in</strong>e plastische<br />

Verarbeitungsphase und ist zur<br />

Injektion bereit, sobald die Oberfläche<br />

matt und nicht mehr klebrig ist.<br />

Nach dem Verschrauben d<strong>es</strong> Füllzyl<strong>in</strong>ders<br />

kann der Injektionsvorgang g<strong>es</strong>tartet<br />

wer<strong>den</strong>. E<strong>in</strong> zu früher Injektionsbeg<strong>in</strong>n<br />

führt zur Entmischung d<strong>es</strong><br />

noch zu flüssigen Kunststoff<strong>es</strong>, e<strong>in</strong>e<br />

spät begonnene Injektion wird wegen<br />

der hohen Viskosität e<strong>in</strong>e mangelnde<br />

Formfüllung bed<strong>in</strong>gen. Nach zirka 30<br />

Sekun<strong>den</strong> signalisiert an der Entlüftungsöffnung<br />

<strong>aus</strong>tretend<strong>es</strong> Material die<br />

vollständige Befüllung der Küvette.<br />

Nach Schließen der Öffnung bleibt der<br />

Kunststoff weiter unter Injektionsdruck,<br />

Verdichtung und Ausgleich der Polymerisationsschrumpfung<br />

s<strong>in</strong>d <strong>das</strong> ang<strong>es</strong>trebte<br />

Ziel. Im Verlauf von fünf M<strong>in</strong>uten<br />

erreicht Pala-x-pr<strong>es</strong>s e<strong>in</strong>e Konsistenz,<br />

welche weiter<strong>es</strong> Nachpr<strong>es</strong>sen<br />

nicht mehr zulässt, die Küvette wird daher<br />

dem Gerät entnommen und für 30<br />

M<strong>in</strong>uten bei 2 bar/55°C polymerisiert.<br />

Zeitaufwand<br />

Es wurde versucht, durchschnittliche<br />

Arbeitszeiten zu ermitteln. Mit „aktive<br />

Zeit“ ist die Dauer der re<strong>in</strong>en Arbeits-<br />

e Abb. 20 Injektionstechnik IV:<br />

Dosierverhältnis von PalaXpr<strong>es</strong>s<br />

für Gieß- und Injektionstechnik<br />

(<strong>in</strong>zwischen verändert<strong>es</strong><br />

Verpackungsd<strong>es</strong>ign)<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1363


Technik<br />

Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

GIESSTECHNIK aktiv passiv<br />

E<strong>in</strong>betten<br />

Modell <strong>in</strong> Kuvette setzen, 2 m<strong>in</strong><br />

Silikon anmischen<br />

Gießen, vernetzen lassen 1 m<strong>in</strong> 30 m<strong>in</strong> Aushärtung<br />

Entformen<br />

Modell entnehmen, Form 3 m<strong>in</strong><br />

Kontrollieren, Kanäle<br />

vorbereiten<br />

Ausbrühen<br />

Modell und Zähne <strong>aus</strong>brühen 8 m<strong>in</strong> 5 m<strong>in</strong> wässern<br />

Modell wässern<br />

Vorbereiten<br />

Modell isolieren,<br />

Zähne anrauhen,<br />

20 m<strong>in</strong><br />

Haftvermittler auftragen,<br />

Zähne e<strong>in</strong>setzen<br />

Kuvette schließen<br />

Gießen<br />

Dosieren/anmischen<br />

Kunststoff gießen 5 m<strong>in</strong> 3 m<strong>in</strong><br />

bis plastischer Zustand<br />

Polymerisieren<br />

30 m<strong>in</strong><br />

Entformen<br />

1 m<strong>in</strong><br />

G<strong>es</strong>amtzeit 40 m<strong>in</strong> 68 m<strong>in</strong><br />

INJEKTIONSTECHNIK aktiv passiv<br />

Modell e<strong>in</strong>setzen 5 m<strong>in</strong> 15 m<strong>in</strong> Abb<strong>in</strong>dezeit<br />

Kanäle anlegen<br />

5 m<strong>in</strong><br />

Konter gießen 3 m<strong>in</strong> 45 m<strong>in</strong> Abb<strong>in</strong>dezeit<br />

Entformen<br />

Vorwärmen<br />

5 m<strong>in</strong> Vorwärmen<br />

Kuvette öffnen<br />

1 m<strong>in</strong><br />

Ausbrühen<br />

4 m<strong>in</strong><br />

Vorbereiten<br />

15 m<strong>in</strong><br />

Isolieren, Zähne anrauhen,<br />

Haftvermittler auftragen,<br />

Kuvette schließen<br />

Injektion<br />

13 m<strong>in</strong><br />

Dosieren/anmischen<br />

(<strong>in</strong>cl Wartezeit)<br />

anquellen lassen (passive Zeit)<br />

Injektion<br />

5m<strong>in</strong> unter Druck (passive Zeit)<br />

5 m<strong>in</strong><br />

Polymerisieren<br />

30 m<strong>in</strong><br />

Entformen<br />

5 m<strong>in</strong><br />

Ausbetten<br />

E<strong>in</strong>betten<br />

G<strong>es</strong>amtzeit 51 m<strong>in</strong> 100 m<strong>in</strong><br />

Vergleichende Bewertung<br />

e Gieß- und Injektionstechnik: Gegenüberstellung der e<strong>in</strong>zelnen<br />

Arbeitsschritte h<strong>in</strong>sichtlich der aufgewandten Zeit<br />

schritte bezeichnet, „passive Zeit“ s<strong>in</strong>d<br />

werkstofftechnisch bed<strong>in</strong>gte Wartezeiten,<br />

<strong>in</strong> <strong>den</strong>en anderen Tätigkeiten nachgegangen<br />

wer<strong>den</strong> kann. Da bei der Injektionstechnik<br />

die Form <strong>in</strong> zwei Arbeitsschritten<br />

herg<strong>es</strong>tellt wird, ergibt<br />

sich e<strong>in</strong>e höhere Summe an aktiver und<br />

passiver Zeit. Auch der Aufwand für Vorwärmen<br />

der Küvette und beim Isolieren<br />

der Hohlform ist hier größer.<br />

Im Gießtechnikverfahren benötigt man<br />

für <strong>das</strong> Vorbereiten der Hohlform etwas<br />

mehr Zeit, da die Zähne separat <strong>aus</strong>gebrüht,<br />

angeraut und dann sorgfältig <strong>in</strong><br />

die Hohlform reponiert wer<strong>den</strong> müssen.<br />

Das Erstellen der Gießform, der Gießproz<strong>es</strong>s<br />

und <strong>das</strong> Entformen verlaufen<br />

w<strong>es</strong>entlich schneller als bei der Injektionstechnik.<br />

Auch h<strong>in</strong>sichtlich Oberflächenbearbeitung<br />

ist bei Proth<strong>es</strong>en,<br />

welche im Gießtechnikverfahren erstellt<br />

wur<strong>den</strong>, weniger Zeitaufwand zu verzeichnen.<br />

Durch Silikon-Ummantelung<br />

der Wachsproth<strong>es</strong>e bei der Gipse<strong>in</strong>bettung<br />

sowie korrekte Gips-Kunststoff-<br />

Isolierung kann di<strong>es</strong>er Vorteil jedoch<br />

auch auf die Injektionstechnik übertragen<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

Injektionstechnik<br />

Vorteile:<br />

n exakte Fixierung der Zähne <strong>in</strong> der<br />

Hohlform<br />

n sichere Formfüllung, gute Verdichtung<br />

n Ausgleich der Polymerisationsschrum -<br />

pfung<br />

Nachteile:<br />

n hoher Geräte- und Zeitaufwand<br />

n Aufwand bei Isolierung (reduziert bei<br />

Verwendung von Silikon)<br />

Gießtechnik<br />

Vorteile:<br />

n ger<strong>in</strong>ger Geräte- und Zeitaufwand<br />

n ger<strong>in</strong>ger Aufwand bei Isolierung, Ausbetten<br />

und Ausarbeiten<br />

Nachteile:<br />

n Formfüllung durch Schwerkraftguss,<br />

nicht standardisiert<strong>es</strong> Ergebnis (Risiko<br />

von Luftblasen, Fehlstellen)<br />

n ke<strong>in</strong> oder fraglicher Ausgleich der Polymerisationsschrumpfung<br />

n ger<strong>in</strong>gere Verdichtung.<br />

Subjektiv erzielen wir mit der Injektionstechnik<br />

dichtere, b<strong>es</strong>ser polierfähige<br />

Proth<strong>es</strong>en mit ten<strong>den</strong>ziell b<strong>es</strong>serer<br />

Passfähigkeit. Auch beim B<strong>es</strong>chleifen<br />

der Proth<strong>es</strong>en b<strong>es</strong>chreiben e<strong>in</strong>ige Kol-<br />

1364 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Praktische Polymerisations techniken für Proth<strong>es</strong>en<br />

Totalprothetik<br />

legen <strong>den</strong> E<strong>in</strong>druck e<strong>in</strong>er dichteren, homogeneren<br />

Struktur. Die Farbe ersche<strong>in</strong>t<br />

etwas dunkler und ist weniger<br />

transparent. Di<strong>es</strong>e Effekte lassen sich<br />

mit dem höheren Polymeranteil der Mischung<br />

sowie der Verdichtung d<strong>es</strong><br />

Werkstoff<strong>es</strong> erklären. Bei rout<strong>in</strong>ierter<br />

Benutzung führt <strong>das</strong> Verfahren zu sehr<br />

gleichmäßig guten Ergebnissen. E<strong>in</strong>e<br />

Nutzung von Silikon bei der E<strong>in</strong>bettung<br />

verb<strong>es</strong>sert die Oberflächenqualität der<br />

Proth<strong>es</strong>e und reduziert <strong>den</strong> Ausarbeitungsaufwand.<br />

Nachteilig ist der Zeitaufwand<br />

der Technologie.<br />

Der Kostenaufwand bei Nutzung von Silikon<br />

für die Erstellung e<strong>in</strong>er Gießtechnikform<br />

wird durch <strong>den</strong> Zeitvorteil leicht<br />

kompensiert. Insg<strong>es</strong>amt bee<strong>in</strong>druckt die<br />

kurze Verarbeitungszeit und die hohe<br />

Oberflächengüte der erstellten Proth<strong>es</strong>e.<br />

Die Passfähigkeit ist trotz höherer Polymerisationsschrumpfung<br />

gut und im kl<strong>in</strong>isch<br />

akzeptablen Bereich. Im Labor-Alltag<br />

kommt <strong>es</strong> b<strong>es</strong>onders bei Zeitdruck<br />

systembed<strong>in</strong>gt h<strong>in</strong> und wieder zu Misserfolgen,<br />

welche zumeist mit mangelnder<br />

Formfüllung zu begrün<strong>den</strong> s<strong>in</strong>d (bei langen,<br />

dünnen Gusskanälen, zu pulverreichem<br />

Anmischverhältnis, sehr hoher<br />

Raumtemperatur und daher verkürzter<br />

Verarbeitungszeit). In di<strong>es</strong>en Fällen relativiert<br />

sich der Zeitvorteil wieder. Das Reponieren<br />

der Zähne nach dem Ausbrühen<br />

stellt e<strong>in</strong> gewiss<strong>es</strong> Risiko der Verwechslung<br />

oder Verlagerung dar, kann aber<br />

durch steife, reißf<strong>es</strong>te Formmasse begrenzt<br />

wer<strong>den</strong>. Bei Verwendung von Keramikzähnen<br />

ist die Möglichkeit der Entnahme<br />

zur Konditionierung der Oberfläche<br />

für b<strong>es</strong>seren Haftverbund e<strong>in</strong> Vorteil.<br />

Fazit<br />

Insg<strong>es</strong>amt kann r<strong>es</strong>ümiert wer<strong>den</strong>, <strong>das</strong>s<br />

mit Pala-x-pr<strong>es</strong>s e<strong>in</strong> Werkstoff bereitsteht,<br />

welcher für alle Technologien gleichermaßen<br />

nutzbar ist. Für die Gießtechnik<br />

bietet er genügend Verarbeitungszeit<br />

und e<strong>in</strong>e günstige Konsistenz.<br />

Deutlich höhere Bruchr<strong>es</strong>istenz kann<br />

durch E<strong>in</strong>satz von Pala-X-pr<strong>es</strong>s ultra bei<br />

gleicher Technologie erreicht wer<strong>den</strong>.<br />

Mit e<strong>in</strong>em <strong>in</strong> Farbe, physikalischen und<br />

chemischen Werten e<strong>in</strong>heitlichen Werkstoff<br />

können alle Sparten der Kunststoffprothetik<br />

abgedeckt wer<strong>den</strong>. Für<br />

hochwertige Totalprothetik bei entsprechender<br />

Term<strong>in</strong>stellung wird die Injektionstechnik,<br />

wie schon seit vielen<br />

Jahren, Mittel der Wahl se<strong>in</strong>. Arbeiten<br />

unter Zeitdruck können mit gutem Ergebnis<br />

<strong>in</strong> Proth<strong>es</strong>engießtechnik erstellt<br />

wer<strong>den</strong>, wenn man sich der systemimmanenten<br />

Nachteile (ke<strong>in</strong> Schrumpfungs<strong>aus</strong>gleich)<br />

bewusst ist und sie <strong>in</strong><br />

Kauf nimmt. Bei Abwägung ihrer Vorund<br />

Nachteile haben beide Verfahren<br />

ihre Berechtigung.<br />

n<br />

Literatur:<br />

[1] Breustedt, A, Lenz, E Stomatologische<br />

Werkstoffkunde, J.A.Barth Verlag<br />

Leipzig 1985, S. 109 ff.<br />

[2] Groß, A Ist die Verwendung von<br />

Kaltpolymerisat bei der Herstellung<br />

def<strong>in</strong>itiver Proth<strong>es</strong>en nach dem heutigen<br />

Entwicklungsstand zu vertreten?<br />

Qu<strong>in</strong>t<strong>es</strong>senz Zahntechnik 1977; 7<br />

[3] Peroz,I, Manke,P, Zimmermann, E.<br />

Polymerisationsschrumpfung von<br />

Proth<strong>es</strong>enkunststoffen bei verschie<strong>den</strong>en<br />

Herstellungsverfahren.<br />

ZWR 1990; 4, S. 292-295<br />

[4] Savic,N, Stange,F Entwicklungsg<strong>es</strong>chichte<br />

von Proth<strong>es</strong>enkunststoffen.<br />

Collegmagaz<strong>in</strong>, 2000; 2<br />

[5] Scheuermann,H Zum R<strong>es</strong>tmonomergehalt<br />

von Proth<strong>es</strong>enwerkstoffen.<br />

Dental Labor, 1981; 11<br />

e Abb. 21 Dorsaler Rand;<br />

Ziel: möglichst ger<strong>in</strong>ger<br />

Randspalt der Proth<strong>es</strong>e<br />

zum Modell<br />

Korr<strong>es</strong>pon<strong>den</strong>zadr<strong>es</strong>se:<br />

Zt. Peter Lenz<br />

Roben 66<br />

07554 Gera<br />

E-Mail: VIPEROX@t-onl<strong>in</strong>e.de<br />

Nähere Angaben zum<br />

Autor f<strong>in</strong><strong>den</strong> Sie unter<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de/autoren<br />

http://bit.ly/Txu53c<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1365


Technik<br />

Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

E<strong>in</strong>fach und schnell g<strong>es</strong>chichtet mit E<strong>in</strong>schicht-Metallkeramik<br />

Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage<br />

Geht <strong>das</strong>? In nur e<strong>in</strong>em Schritt zum Erfolg mit IPS InL<strong>in</strong>e One, der E<strong>in</strong>schicht-<br />

Metallkeramik von Ivoclar Viva<strong>den</strong>t? Im nachfolgen<strong>den</strong> Bericht wer<strong>den</strong> drei<br />

Varianten zur Anwendung der monolithischen Keramikmasse mit nur e<strong>in</strong>em Ziel<br />

aufgezeigt, e<strong>in</strong>e wirtschaftlich <strong>in</strong>ter<strong>es</strong>sante Verblendtechnik mit ästhetischem<br />

Anspruch zu erreichen.<br />

Autor:<br />

Ztm. Christian Lang,<br />

Hürth<br />

Indiz<strong>es</strong>:<br />

E<strong>in</strong>schicht-<br />

Metallkeramik<br />

Verblendtechnik<br />

Ästhetik<br />

Wirtschaftlichkeit<br />

Rationell<strong>es</strong> Arbeiten<br />

Durch wachsende Materialvielfalt<br />

haben wir heute die Möglichkeit,<br />

e<strong>in</strong>en Patientenfall auf<br />

unterschiedlichste Weise zu lösen. Immer<br />

öfter müssen wir als hochwertig<br />

arbeitende Labors <strong>unsere</strong>n Kun<strong>den</strong> und<br />

Patienten e<strong>in</strong>e preisgünstige Alternative<br />

anbieten, mit der wir jedoch ebenfalls<br />

<strong>unsere</strong>m eigenen Anspruch an Ästhetik<br />

und Wirtschaftlichkeit gerecht<br />

wer<strong>den</strong> wollen. Die Frage der Material<strong>in</strong>dikation<br />

muss zunehmend <strong>in</strong>dividueller<br />

beantwortet wer<strong>den</strong>.<br />

Der ästhetisch brisant<strong>es</strong>te Bereich e<strong>in</strong>er<br />

R<strong>es</strong>tauration ist und bleibt <strong>das</strong> Frontzahngebiet.<br />

Aber, Hand auf's Herz,<br />

muss <strong>es</strong> im Seitenzahngebiet tatsächlich<br />

immer die handwerklich und künstlerisch<br />

her<strong>aus</strong>ragende Keramikverblendung<br />

se<strong>in</strong>? Für <strong>das</strong> Frontzahngebiet haben<br />

wir mit <strong>in</strong>dividuell g<strong>es</strong>chichteten<br />

Vollkeramikkronen auf Zirkonoxid,<br />

1366 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

Verblendkeramik<br />

der Zeit<br />

Pr<strong>es</strong>s- und Glaskeramiken Materialien<br />

zur Verfügung, die sich perfekt assimilieren.<br />

Im Seitenzahngebiet ist di<strong>es</strong>er<br />

Anspruch jedoch gerade bei umfangreichen<br />

R<strong>es</strong>taurationen oft zu vernachlässigen,<br />

vor allem dann, wenn der Patient<br />

e<strong>in</strong>e wirtschaftlich tragbare Lösung anstrebt.<br />

Für derartige Fälle bietet Ivoclar<br />

Viva<strong>den</strong>t mit der IPS InL<strong>in</strong>e One e<strong>in</strong> geeignet<strong>es</strong><br />

Material an, welch<strong>es</strong>, je nach<br />

Anspruch und Situation, durch e<strong>in</strong> <strong>in</strong>dividuell<strong>es</strong><br />

„Tun<strong>in</strong>g“ modifiziert wer<strong>den</strong><br />

kann. <strong>So</strong> kann <strong>das</strong> Produkt beispielsweise<br />

als ideale Alternative zu Vollzirkon<br />

verwendet wer<strong>den</strong>.<br />

Variationen<br />

Mit der IPS InL<strong>in</strong>e One haben wir mehrere<br />

Möglichkeiten der keramischen<br />

Umsetzung auf Metallgerüsten im WAK-<br />

Bereich von 13,8 bis 15,0.<br />

Als erste Variante wird entsprechend<br />

der Angaben der Komb<strong>in</strong>ationstabelle<br />

<strong>in</strong> der Gebrauchs<strong>in</strong>formation <strong>aus</strong> <strong>den</strong><br />

sieben Dentcisal-Massen die farblich<br />

passende E<strong>in</strong>schicht-Metallkeramik<br />

<strong>aus</strong>gewählt und direkt nach dem zweiten,<br />

decken<strong>den</strong> Opakerbrand vollanatomisch<br />

g<strong>es</strong>chich tet, extendiert und gebrannt.<br />

Bei di<strong>es</strong>er Vorgehensweise<br />

rückt <strong>das</strong> <strong>in</strong>terne Farbspiel <strong>in</strong> <strong>den</strong> H<strong>in</strong>tergrund<br />

und die volle Konzentration<br />

liegt auf Form und Funktion. Nach m<strong>in</strong>imalen<br />

Schleifkorrekturen erfolgt die<br />

Akzentuierung mit Malfarben und Shad<strong>es</strong><br />

nach dem Farbr<strong>in</strong>g. Nach dem<br />

Glanzbrand erhalten wir e<strong>in</strong>e funktionelle<br />

Keramikkrone <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er der 16 A–D-<br />

Farben beziehungsweise <strong>den</strong> 20 Chromascop-Farben<br />

sowie vier möglichen<br />

Bleach-Farben mit nur e<strong>in</strong>em Hauptbrand.<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1367


Technik<br />

Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

Abb. 1 Abb. 2<br />

Abb. 3<br />

Abb. 4<br />

e Abb. 1 Vollanatomische Modellation<br />

<strong>in</strong> Wachs<br />

e Abb. 2 Tipp 1: Die Wachsmodellation<br />

wird zur b<strong>es</strong>seren Scanbarkeit mit<br />

Wasserfarbe konditioniert<br />

Über die klassische Anwendung von<br />

IPS InL<strong>in</strong>e One als E<strong>in</strong>schicht-Metallkeramik<br />

h<strong>in</strong><strong>aus</strong>gehend, können die<br />

Massen auch <strong>in</strong>dividueller angewendet<br />

wer<strong>den</strong>. Falls etwas mehr Chroma oder<br />

Farbspiel <strong>aus</strong> der Tiefe gefordert ist, haben<br />

wir <strong>in</strong> der zweiten Variante die Möglichkeit,<br />

mittels IPS InL<strong>in</strong>e-System Intensive-Opaker<br />

im Vorfeld zu charakterisieren.<br />

Die Intensive-Opaquer sollten<br />

jedoch immer mit dem entsprechen<strong>den</strong><br />

Basis-Opaquer abgemischt<br />

wer<strong>den</strong>, um harmonische Farbverläufe<br />

zu schaffen. In <strong>unsere</strong>m Beispiel wurde<br />

<strong>das</strong> Käppchen im Zahnhalsbereich<br />

e Abb. 3 Tipp 2: Das Gipsmodell sollte<br />

immer mit Stumpflack b<strong>es</strong>chickt wer<strong>den</strong>,<br />

um e<strong>in</strong> Austrocknen der Keramik während<br />

der Schichtung zu verh<strong>in</strong>dern<br />

e Abb. 4 Tipp 3: Das <strong>aus</strong> der<br />

Vollanatomie optimal reduzierte<br />

Käppchen kann mit Ultraschallgel auf<br />

dem Modell fixiert wer<strong>den</strong><br />

zirkulär mit Intensiv-Opaker rosa, im<br />

Körper mit Intensiv-Opaker white, im<br />

<strong>in</strong>zisalen Drittel mit Intensive Opaquer<br />

violett und okklusal mit Intensive Opaker<br />

brown konditioniert. Der Rosaton<br />

schafft die Illusion e<strong>in</strong>er G<strong>in</strong>givatransmission<br />

und der violette Bereich im <strong>in</strong>zisalen<br />

Drittel kaschiert <strong>das</strong> Käppchen.<br />

Nach dem Opakerbrand wird, wie<br />

zuvor b<strong>es</strong>chrieben, g<strong>es</strong>chichtet und<br />

anschließend mit Malfarben fertigg<strong>es</strong>tellt.<br />

1368 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

Verblendkeramik<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9 Abb. 10<br />

e Abb. 5 Dimensionskontrolle mit dem Vorwall<br />

e Abb. 6 Tipp 4: Der letzte, deckende<br />

Opaker- Auftrag kann mit Keramikpulver<br />

b<strong>es</strong>treut wer<strong>den</strong> und wirkt dadurch e<strong>in</strong>em<br />

Aufreißen (Tear<strong>in</strong>g) der Keramik entgegen<br />

e Abb. 7 Die IPS InL<strong>in</strong>e One wird virtuos<br />

aufgetragen ...<br />

e Abb. 8 … und der Gegenbiss<br />

mit e<strong>in</strong>er Lage Kosmetiktuch<br />

abgedeckt<br />

e Abb. 9 Die mit IPS InL<strong>in</strong>e One<br />

g<strong>es</strong>chichtete Krone<br />

e Abb. 10 Oberkiefer und Unterkiefer<br />

wer<strong>den</strong> <strong>in</strong> Okklusion gebracht<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1369


Technik<br />

Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

Abb. 11 Abb. 12<br />

Abb. 13<br />

Abb. 14<br />

Abb. 15<br />

Abb. 16<br />

e Abb. 11 Optimale<br />

Impr<strong>es</strong>sionen …,<br />

e Abb. 12 … nachdem der Biss<br />

um zirka 1 mm gehoben wurde<br />

e Abb. 13 bis 15 F<strong>in</strong>etun<strong>in</strong>g der<br />

Morphologie<br />

e Abb. 16 Tipp 5: Den Brennträger<br />

mit flüssiger Brennwatte vorbereiten.<br />

Das erleichtert die Positionierung<br />

der Krone enorm.<br />

1370 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

Verblendkeramik<br />

Abb. 17 Abb. 18<br />

Abb. 19<br />

Abb. 20<br />

e Abb. 17 Das Ergebnis nach dem ersten<br />

und e<strong>in</strong>zigen Hauptbrand<br />

e Abb. 18 und 19 Formgebung unter<br />

Verwendung e<strong>in</strong>er wassergekühlten<br />

Turb<strong>in</strong>e<br />

Die dritte Variante stellt e<strong>in</strong>e Vorstufe<br />

zur <strong>in</strong>dividuellen Keramikschichtung<br />

dar und bildet somit preislich und<br />

ästhetisch e<strong>in</strong> Zwischensegment<br />

zur preisreduzierten Standardverblendung.<br />

Bei di<strong>es</strong>er Variante wird nach der Charakterisierung<br />

mit <strong>den</strong> Intensive-Opakern<br />

zusätzlich <strong>aus</strong> <strong>den</strong> Materialien d<strong>es</strong><br />

IPS InL<strong>in</strong>e-Systems g<strong>es</strong>chöpft. In dem<br />

Beispiel wurde zervikal e<strong>in</strong>e Mischung<br />

<strong>aus</strong> Mamelon salmon, G<strong>in</strong>giva G4 und<br />

entsprechend<strong>es</strong> Deep Dent<strong>in</strong> angelegt,<br />

darüber zirkulär Deep Dent<strong>in</strong> pur, im<br />

Körperbereich e<strong>in</strong>e Mischung <strong>aus</strong> Deep<br />

e Abb. 20 Transparente Bereiche wer<strong>den</strong><br />

mit blauer Malfarbe unterstützt<br />

Dent<strong>in</strong> und Dent<strong>in</strong> Bleach, im Bereich<br />

der Höckerspitzen e<strong>in</strong>e Mischung <strong>aus</strong><br />

Dent<strong>in</strong> und Opal Effect violet sowie okklusal<br />

e<strong>in</strong>e Mischung <strong>aus</strong> Occlusal Dent<strong>in</strong><br />

orange, Cervical Incisal yellow und<br />

Deep Dent<strong>in</strong> g<strong>es</strong>chichtet. Die komplette<br />

Schichtung wird zwecks Form- und<br />

Brandstabilisierung mit Transpa neutral<br />

abg<strong>es</strong>treut und gebrannt. Beim Schichtaufbau<br />

ist darauf zu achten, <strong>das</strong>s noch<br />

genügend Platz zum Antagonisten<br />

bleibt und die aufgelegten Schichten<br />

extrem dünn s<strong>in</strong>d.<br />

Nach dem ersten Dent<strong>in</strong>brand wird nun,<br />

wie zuvor b<strong>es</strong>chrieben, die passende<br />

IPS InL<strong>in</strong>e One Dentcisal-Masse aufgetragen.<br />

Form und Funktion stehen im Fokus,<br />

und die vor<strong>aus</strong>sichtliche Brandschrumpfung<br />

wird mit e<strong>in</strong>er weißlichen<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1371


Technik<br />

Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

Abb. 21a<br />

Abb. 21b<br />

Abb. 22<br />

e Abb. 21 und 21b<br />

G<strong>in</strong>giva trans mission für<br />

e<strong>in</strong>en optimierten Übergang<br />

zwischen roter und weißer<br />

Ästhetik<br />

e Abb. 22 Das Ergebnis nach nur e<strong>in</strong>em<br />

Hauptbrand mit IPS InL<strong>in</strong>e One<br />

Schneide ergänzt (Opal Effect 3, Opal<br />

Effect 4, Transpa Incisal 2, Transpa Incisal<br />

3 oder Incisal 1 bis Incisal 3). Nach<br />

dem zweiten Dent<strong>in</strong>brand und kle<strong>in</strong>en<br />

Schleifarbeiten wird, wie gewohnt, mit<br />

Malfarben f<strong>in</strong>al <strong>in</strong>dividualisiert. Nach<br />

dem Glanzbrand haben wir e<strong>in</strong>e ästhetisch<br />

anmutende Keramikverblendung<br />

vorliegen, die <strong>den</strong> Fertigungsproz<strong>es</strong>s<br />

strukturiert und ökonomisch macht.<br />

Individualität<br />

ist <strong>das</strong> Mittel der Wahl<br />

Abschließend kann man also sagen,<br />

<strong>das</strong>s heute nicht nur die Keramikverblendung<br />

<strong>in</strong>dividuell se<strong>in</strong> muss, sondern<br />

ebenfalls die Auswahl d<strong>es</strong> geeigneten<br />

Materials. Natürlich macht <strong>es</strong><br />

Spaß, sich <strong>in</strong> aufwändig g<strong>es</strong>chichteten<br />

Keramikr<strong>es</strong>taurationen zu verwirklichen<br />

und am Ende bee<strong>in</strong>druckend natürliche<br />

Ergebnisse zu erzielen. Manchmal sollte<br />

man jedoch se<strong>in</strong> Ego etwas zurücknehmen<br />

und akzeptieren, <strong>das</strong>s <strong>es</strong> unter<br />

gewissen Umstän<strong>den</strong> auch e<strong>in</strong>mal<br />

1372 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

Verblendkeramik<br />

Abb. 23 Abb. 24<br />

Abb. 26<br />

Abb. 25<br />

e Abb. 23 Auftrag der Intensiv-Opaker zur<br />

Positionierung chromatischer Effekte <strong>aus</strong><br />

der Tiefe<br />

e Abb. 24 Charakterisierung mit <strong>den</strong><br />

Keramikmassen <strong>aus</strong> dem IPS InL<strong>in</strong>e<br />

Impulse Kit (die Massen wur<strong>den</strong> zur b<strong>es</strong>seren<br />

Anschaulichkeit zusätzlich e<strong>in</strong>gefärbt)<br />

e Abb. 25 Tipp 6: Vor dem<br />

Charakterisierungsbrand wird<br />

die Schichtung mit Transpa<br />

neutral b<strong>es</strong>treut und mit d<strong>es</strong>tilliertem<br />

Wasser <strong>aus</strong> der<br />

Sprühflasche benetzt<br />

e Abb. 26 Die Grundform wird<br />

mit IPS InL<strong>in</strong>e One kreiert und<br />

mit Opalschnei<strong>den</strong> <strong>aus</strong> dem IPS<br />

In L<strong>in</strong>e-<strong>So</strong>rtiment <strong>in</strong>dividualisiert<br />

und die zu erwartende<br />

Schrumpfung <strong>aus</strong>geglichen<br />

d Abb. 27 Fe<strong>in</strong>ste Wülste<br />

wer<strong>den</strong> mit dem Korrektur -<br />

brand <strong>aus</strong>modelliert (50/50-<br />

Mischung <strong>aus</strong> Opal Effect 3 und<br />

IPS InL<strong>in</strong>e System Add-On)<br />

Abb. 27<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1373


Technik<br />

Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

Abb. 28a<br />

Abb. 28b<br />

Abb. 28c<br />

ec Abb. 28a bis 28c<br />

Viele Wege führen zu<br />

bee<strong>in</strong>drucken<strong>den</strong><br />

Ergebnissen<br />

e<strong>in</strong>fach se<strong>in</strong> darf. Viel zu oft weichen<br />

die Vorstellungen und Erwartungen von<br />

Zahntechnikern, Zahnärzten und nicht<br />

zuletzt Patienten vone<strong>in</strong>ander ab.<br />

Hierzu gibt <strong>es</strong> e<strong>in</strong>e kle<strong>in</strong>e Anekdote zu<br />

erzählen: Nach <strong>in</strong>tensiver Beratung e<strong>in</strong>er<br />

Patient<strong>in</strong>, digitaler Ästhetikplanung,<br />

geme<strong>in</strong>samer Farb<strong>aus</strong>wahl und Anfertigung<br />

von Langzeitprovisorien begann<br />

ich mit e<strong>in</strong>er wunderschönen <strong>in</strong>dividuellen<br />

Schichtung. Ich war „gut drauf“<br />

und modellierte prächtig def<strong>in</strong>ierte,<br />

wolkig leuchtende Mamelons <strong>aus</strong>, mit<br />

e<strong>in</strong>em b<strong>es</strong>techend bläulichen Saum<br />

und chromatischen Approximalflächen.<br />

Nach durch<strong>aus</strong> positiv verlaufender<br />

Rohbrandanprobe, bei der <strong>es</strong> <strong>in</strong> der<br />

Hauptsache um die Form g<strong>in</strong>g, erlangten<br />

die Kronen nach dem Glanzbrand<br />

endgültige Brillanz. Beim E<strong>in</strong>setzterm<strong>in</strong><br />

war ich natürlich dabei, um me<strong>in</strong>e Arbeit<br />

im oralen Umfeld bewundern und<br />

fotografieren zu dürfen. Bei der abschließen<strong>den</strong><br />

Anprobe fielen der Patient<strong>in</strong><br />

gleich me<strong>in</strong>e schönen Mamelons<br />

auf: „Da, di<strong>es</strong>e leuchten<strong>den</strong> Striche!“ –<br />

„Ja, genau, s<strong>in</strong>d die nicht prächtig?!“ –<br />

„Die will ich so aber nicht! Und der<br />

Schmutz zwischen <strong>den</strong> Zähnen, geht<br />

1374 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Erfolg ist ke<strong>in</strong>e Frage der Zeit<br />

Verblendkeramik<br />

Abb. 29<br />

der auch noch weg?“ Ich muss zugeben,<br />

<strong>das</strong> saß. Ich war getroffen und gekränkt<br />

und brauchte e<strong>in</strong> wenig Zeit, um mich<br />

von di<strong>es</strong>em Schlag zu erholen. Aber:<br />

Ich habe durch di<strong>es</strong>e Reaktion verstan<strong>den</strong>,<br />

<strong>das</strong>s e<strong>in</strong>e R<strong>es</strong>tauration nicht<br />

nur mir, sondern auch der Patient<strong>in</strong> gefallen<br />

muss. Wohlgemerkt, trotz leuchten<strong>den</strong><br />

Mamelons und chromatischen<br />

Approximalflächen entsprach immer<br />

noch all<strong>es</strong> e<strong>in</strong>er A2! Nachdem ich di<strong>es</strong>e<br />

(für mich!) b<strong>es</strong>onders schönen B<strong>es</strong>onderheiten<br />

aufwändig entfernt und abg<strong>es</strong>chwächt<br />

hatte, war die Patient<strong>in</strong><br />

über<strong>aus</strong> glücklich mit ihren neuen Zähnen<br />

und ihrem damit verbun<strong>den</strong>en Ersche<strong>in</strong>ungsbild.<br />

Fazit: G<strong>es</strong>talten wir doch <strong>unsere</strong>n Labor-Alltag<br />

e<strong>in</strong>facher! Legen wir unser<br />

komplett<strong>es</strong> zahntechnisch<strong>es</strong> Know-how<br />

<strong>in</strong> die schwierige E<strong>in</strong>zelzahnrekonstruktion<br />

im Frontzahngebiet. Die Komplettsanierung<br />

h<strong>in</strong>gegen darf me<strong>in</strong>er<br />

e Abb. 29 Kontrolle der richtigen<br />

Farbwirkung.<br />

Erfahrung nach ruhig etwas dezenter<br />

<strong>aus</strong>fallen. Mittels E<strong>in</strong>schicht-Metallkeramik<br />

e<strong>in</strong>en Schritt <strong>in</strong> Richtung Erfolg –<br />

und zwar mit Leichtigkeit.<br />

n<br />

Korr<strong>es</strong>pon<strong>den</strong>zadr<strong>es</strong>se:<br />

Ztm. Christian Lang<br />

Zahnd<strong>es</strong>ign<br />

Luxemburger Straße 379b<br />

50354 Hürth<br />

<strong>in</strong>fo@lang-zahnd<strong>es</strong>ign.de<br />

www.lang-zahnd<strong>es</strong>ign.de<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1375


Technik Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

Zahntechnik im Zeichen von Digitalisierung und CAD/CAM<br />

Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum<br />

Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

Autoren:<br />

Carmen<br />

Giezendanner und<br />

Paul Giezendanner<br />

Indiz<strong>es</strong>:<br />

Qualitätshandwerk<br />

Marktpositionierung<br />

Zirkon versus Metall<br />

Monolithische<br />

Zirkon Strukturen<br />

Chipp<strong>in</strong>g<br />

Netzwerke<br />

Inhouse-Produktion<br />

oder Outsourc<strong>in</strong>g<br />

Ästhetik<br />

Team Kollektiv<br />

Seit über 30 Jahren pflegen wir zahntechnisch<strong>es</strong> Handwerk auf<br />

dem ländlich ang<strong>es</strong>iedelten Werkplatz Obwal<strong>den</strong> im Herzen der<br />

Schweiz und tun all<strong>es</strong>, um unser Wissen <strong>in</strong> die Welt zu tragen.<br />

Die letzten Jahre haben <strong>ohne</strong> Frage auch <strong>unsere</strong>n Beruf drastisch<br />

verändert. Wir Zahntechniker s<strong>in</strong>d gefordert und müssen<br />

Lösungen und Möglichkeiten f<strong>in</strong><strong>den</strong>, uns zu positionieren und<br />

im Markt zu etablieren. E<strong>in</strong> Weg dazu ist <strong>das</strong> Bekenntnis zum<br />

Qualitäts-Handwerk.<br />

Die Zahntechnik ist e<strong>in</strong> produzierend<strong>es</strong><br />

Gewerbe. Handwerkliche<br />

Arbeiten s<strong>in</strong>d stets durch ihren<br />

hohen Anteil an „Women- oder Manpower“<br />

gekennzeichnet. Di<strong>es</strong> gilt <strong>in</strong> b<strong>es</strong>onderem<br />

Maße auch für zahntechnische<br />

Arbeiten. Will man heute e<strong>in</strong> anerkannt<strong>es</strong><br />

Qualitätsprodukt herstellen<br />

und gleichzeitig angem<strong>es</strong>sene Löhne<br />

bezahlen, ist di<strong>es</strong> zw<strong>in</strong>gend mit e<strong>in</strong>em<br />

entsprechen<strong>den</strong> Marktpreis für <strong>das</strong> produzierte<br />

Werkstück verbun<strong>den</strong>. Wir alle<br />

sollten erkennen, <strong>das</strong>s sich durch<br />

<strong>den</strong> E<strong>in</strong>satz von Masch<strong>in</strong>en und Technologien,<br />

aber auch mit dem Import/Export<br />

zahntechnischer Arbeiten<br />

sicherlich e<strong>in</strong> Preisvorteil erzielen lässt.<br />

Das hat jedoch bedrohliche Langzeitfolgen:<br />

Als erst<strong>es</strong> geht uns der Vorzug<br />

der fe<strong>in</strong>fühligen und <strong>in</strong>dividuellen Manufaktur<br />

verloren und im weiteren Verlauf<br />

schw<strong>in</strong>det die Zahl der Arbeitsplätze<br />

<strong>in</strong> <strong>unsere</strong>m Bereich.<br />

Wollen wir <strong>das</strong> wirklich? Wählt man somit<br />

<strong>in</strong>nerhalb e<strong>in</strong><strong>es</strong> zahntechnischen<br />

Betrieb<strong>es</strong> für <strong>den</strong> <strong>in</strong>dividuellen Zahnersatz<br />

die Handmanufaktur als Vorgehensweise,<br />

lässt sich dar<strong>aus</strong> nicht unbed<strong>in</strong>gt<br />

ableiten, e<strong>in</strong> vehementer Technikverfechter<br />

zu se<strong>in</strong> oder sich am<br />

1376 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

High-End-Prothetik<br />

Abb. 1 Abb. 2<br />

e Abb. 1 Technologie …<br />

(Bildquellennachweis: 3M ESPE)<br />

Abb. 2 … und Handwerk sollen sich<br />

er gänzen und nicht konkurrieren<br />

(Bildquellennachweis: Labor Giezendanner)<br />

Markt vorbei zu entwickeln. Marktgerecht<strong>es</strong><br />

Verhalten muss auch nicht zw<strong>in</strong>gend<br />

heißen, immer auf der Suche nach<br />

dem Billigsten zu se<strong>in</strong>. B<strong>es</strong>onders Erfolge<br />

im hohen ästhetischen Bereich<br />

s<strong>in</strong>d mehrheitlich nur mit viel Aufwand<br />

und Erfahrung zu erkaufen, und beid<strong>es</strong><br />

darf legitimerweise auch Geld kosten<br />

und kann ebenfalls e<strong>in</strong> wirksam<strong>es</strong> Strategie<strong>in</strong>strument<br />

darstellen, um sich se<strong>in</strong>en<br />

Platz im Markt zu sichern. Unser Labor<br />

hat, wie manch ander<strong>es</strong> auch, immer<br />

danach g<strong>es</strong>trebt, um wenigstens<br />

<strong>das</strong> Mögliche zu erreichen und <strong>das</strong> haben<br />

wir <strong>unsere</strong>n Kun<strong>den</strong> zu verdanken.<br />

Unsere Auftraggeber waren der Katalysator<br />

unser<strong>es</strong> Tuns, und die Patienten<br />

haben zu Recht vielfach davon profitiert.<br />

Wir als Team Giezendanner stehen<br />

für Ästhetik, Qualität, Verantwortung<br />

und Transparenz.<br />

Technologie versus<br />

Handmanufaktur<br />

Der Gedanke, sich für e<strong>in</strong>e technologisch<br />

<strong>aus</strong>gerichtete Produktion zu entschei<strong>den</strong>,<br />

muss somit von <strong>den</strong> Betriebsverantwortlichen<br />

der jeweiligen<br />

zahntechnischen Laboratorien sehr genau<br />

abgewogen wer<strong>den</strong>. Dabei gilt <strong>es</strong><br />

vor allem, <strong>den</strong> S<strong>in</strong>n und Nutzen masch<strong>in</strong>eller<br />

Produktion bzw. d<strong>es</strong> E<strong>in</strong>kaufs<br />

im Ausland produzierter Produkte<br />

kritisch mit <strong>in</strong> der Schweiz gefertigtem<br />

Handwerk zu vergleichen. Leider s<strong>in</strong>d<br />

Preisanpassungen auf der Basis optimierter<br />

Proz<strong>es</strong>se (und entsprechend<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1377


Technik Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

Abb. 4<br />

Abb. 3<br />

Abb. 6<br />

Abb. 5<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

e Abb. 3 Ankylos-<br />

Aufbauten (unbearbeitet)<br />

e Abb. 4 Ankylos-<br />

Aufbauten (modifiziert)<br />

e Abb. 5 Modellation der<br />

verschraubbaren Kappen<br />

e Abb. 6 Gegossene, verschraubte<br />

Tertiärkappen<br />

e Abb. 7 Kunststoff Set-Up verblockt<br />

mit <strong>den</strong> Tertiärkappen…<br />

e Abb. 8 ... vorbereitet zur E<strong>in</strong>probe am<br />

Patienten<br />

effizienterem Handeln) heute auch bei<br />

uns stärker im Trend, e<strong>in</strong>facher umzusetzen<br />

und gew<strong>in</strong>nbr<strong>in</strong>gender als der<br />

Kampf um Arbeitsplätze im eigenen<br />

Land. Nicht alle zahntechnischen Betriebe<br />

s<strong>in</strong>d zudem von der Struktur her<br />

geeignet, sich auf dem Markt als „Boutique-Labor“<br />

zu etablieren. Sie wer<strong>den</strong><br />

<strong>in</strong> Zukunft zwangsweise <strong>den</strong> Weg über<br />

die Effizienzsteigerung h<strong>in</strong>e<strong>in</strong> <strong>in</strong> die<br />

masch<strong>in</strong>elle Produktion suchen. Wer allerd<strong>in</strong>gs<br />

nicht bereit ist, sich von der<br />

„Fließband Produktion“ überholen<br />

zu lassen oder sich dem Preisdiktat<br />

zu unterwerfen, wer also e<strong>in</strong> traditioneller<br />

zahntechnischer Handwerker<br />

bleiben will, der muss sich warm<br />

anziehen. Er wird die Grenzen se<strong>in</strong>er<br />

Möglichkeiten täglich <strong>aus</strong>loten und<br />

zunehmend wohl auch überschreiten<br />

müssen. Um mit dem Manufakturenhandwerk<br />

und der rasant fortschreiten<strong>den</strong><br />

Digitalisierung <strong>in</strong> Kon-<br />

1378 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

High-End-Prothetik<br />

Abb. 9<br />

Abb. 10<br />

Abb. 11<br />

Abb. 12<br />

kurrenz bleiben zu können, s<strong>in</strong>d wir gefordert,<br />

alle Register der Handwerkskunst<br />

zu bedienen und virtuos darauf<br />

zu spielen. Nicht allen wird <strong>das</strong> gel<strong>in</strong>gen.<br />

Y<strong>es</strong>, we do!<br />

Individuelle Lösungsvorschläge und patientenspezifische<br />

Ausführungen s<strong>in</strong>d<br />

<strong>das</strong> Markenzeichen unser<strong>es</strong> Betrieb<strong>es</strong>.<br />

G<strong>es</strong>tern – heute – und <strong>in</strong> Zukunft. Y<strong>es</strong>,<br />

we do and y<strong>es</strong> we can (Abb. 3 bis 12).<br />

Jetzt wird <strong>es</strong> diejenigen Zahntechniker<br />

geben, die <strong>das</strong> Überleben <strong>in</strong> zerstörerisch<br />

günstigen Preisen suchen, <strong>in</strong> immer<br />

neuen wertschöpferischen Anpassungen<br />

nach unten mit totaler Ausreizung<br />

von Technologien bis an die<br />

Schmerzgrenze <strong>den</strong> Weg bis zum bitteren<br />

Ende gehen müssen. E<strong>in</strong><strong>es</strong> ist<br />

sicher: Es wird <strong>in</strong> di<strong>es</strong>er Sparte immer<br />

e<strong>in</strong>en Günstigeren geben. Ob <strong>es</strong> demnach<br />

S<strong>in</strong>n macht, bei der Rabatthascherei<br />

mitzumachen, soll jeder für sich<br />

entschei<strong>den</strong>. Jeder muss wissen, ob er<br />

e Abb. 9 Übermodellation für <strong>das</strong><br />

Zirkond<strong>es</strong>ign<br />

e Abb. 10 Angelieferte<br />

Rekonstruktionsrohl<strong>in</strong>g <strong>aus</strong> Zirkon<br />

e Abb. 11 Zirkongerüste vorbereitet für<br />

die spätere Verblendung<br />

e Abb. 12 Fertig verblendete Arbeit,<br />

verklebt mit <strong>den</strong> palat<strong>in</strong>al<br />

verschraubbaren Tertiärkappen<br />

dem Preisdruck grenzenlos beigeben<br />

will oder eventuell auch muss. Es ist<br />

h<strong>in</strong>länglich bekannt, <strong>das</strong>s Preisreduktionen<br />

<strong>das</strong> letzte Market<strong>in</strong>gargument<br />

se<strong>in</strong> sollten, und <strong>das</strong>s sich e<strong>in</strong>mal reduzierte<br />

Preise kaum mehr anheben<br />

lassen. Zu schnell gewöhnt man sich<br />

an Dump<strong>in</strong>gpreise, und die vorgegebene<br />

Situation wird dann als def<strong>in</strong>itiver<br />

Standard wahrgenommen. Mit anderen<br />

Worten: Wer sich auch nur ansatzweise<br />

auf die Preisspirale nach unten e<strong>in</strong>-<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1379


Technik Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

Abb. 13<br />

Abb. 14<br />

Abb. 15 Abb. 16<br />

e Abb. 13 bis 16 Di<strong>es</strong>e Brücke kam<br />

nach Beendigung der vollständigen<br />

Verblendung beim Glasurbrand <strong>in</strong> zwei<br />

Teilen <strong>aus</strong> dem Brennofen. Das hat hat<br />

sich <strong>ohne</strong> jegliche Fremde<strong>in</strong>wirkung, wie<br />

auf <strong>den</strong> Bildern zu sehen ist, manif<strong>es</strong>tiert.<br />

Das „zwiebelartige“ Ersche<strong>in</strong>ungs -<br />

bild der Zirkonbruchstelle lässt die<br />

Vermutung zu, <strong>das</strong>s der S<strong>in</strong>terproz<strong>es</strong>s<br />

d<strong>es</strong> gefrästen Rohl<strong>in</strong>gs zu stark<br />

b<strong>es</strong>chleunigt oder der verwendete<br />

Zirkonrohl<strong>in</strong>g mangelhaft war. <strong>So</strong>lche<br />

Ereignisse schüren die Angst und<br />

zerstören <strong>das</strong> Vertrauen. E<strong>in</strong>e Weiter -<br />

führung der Zusammenarbeit mit dem<br />

Lieferanten nach solch e<strong>in</strong>em Ereignis<br />

ist kaum <strong>den</strong>kbar.<br />

lässt, hat se<strong>in</strong>e Chance def<strong>in</strong>itiv vertan.<br />

Das Import-/Exportg<strong>es</strong>chäft von <strong><strong>den</strong>tal</strong>en<br />

Werkstücken, <strong>aus</strong> welchem Teil<br />

der Erde auch immer, wird im Vergleich<br />

zum Produktionsplatz Schweiz <strong>in</strong> jedem<br />

Fall <strong>den</strong> größeren f<strong>in</strong>anziellen Spielraum<br />

haben. Die Preisspirale wird sich<br />

also <strong>in</strong>s Bo<strong>den</strong>lose weiter drehen.<br />

Zu viele zahntechnische Labors – oder<br />

genauer, deren Inhaber – f<strong>in</strong><strong>den</strong> sich<br />

mit <strong>den</strong> Tatsachen di<strong>es</strong>er Entwicklung<br />

ab. Sie r<strong>es</strong>ignieren vor der Situation<br />

und <strong>den</strong> Problemen. Statt auf e<strong>in</strong>e s<strong>in</strong>nvolle<br />

Preisg<strong>es</strong>taltung wird auf e<strong>in</strong>en<br />

P<strong>aus</strong>challiefersche<strong>in</strong> g<strong>es</strong>etzt, dem über<br />

<strong>den</strong> tiefen Preis die Aufgabe zukommt,<br />

die Auftragsbücher zu füllen.<br />

Das R<strong>es</strong>ultat s<strong>in</strong>d Sparübungen <strong>ohne</strong><br />

Ende, unter <strong>den</strong>en die handwerklich tätigen<br />

Menschen lei<strong>den</strong> und die Qualität<br />

der Arbeit s<strong>in</strong>kt. Das darf e<strong>in</strong> verantwortungsbewusster<br />

Unternehmer<br />

nicht zulassen.<br />

Rabatthascherei<br />

Wir müssen uns auf <strong>unsere</strong>n Partner, <strong>in</strong><br />

di<strong>es</strong>em Fall <strong>das</strong> Fräszentrum, verlassen<br />

können. Arbeitsb<strong>es</strong>chaffungsdruck<br />

kann e<strong>in</strong> Katalysator für Indikationsüberschreitung<br />

se<strong>in</strong>, und Rabatthaschereien<br />

s<strong>in</strong>d der Qualität nicht för-<br />

1380 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

High-End-Prothetik<br />

Abb. 17<br />

Abb. 18<br />

Abb. 20<br />

Abb. 19<br />

Abb. 22<br />

Abb. 21<br />

e Abb. 17 Wax-Set-Up für Ästhetik-E<strong>in</strong>probe …<br />

e Abb. 18 … umg<strong>es</strong>etzt <strong>in</strong> Kunststoff<br />

derlich. Materialkosten schlagen ebenfalls<br />

stark zu Buche, da ist der „Graumarkt“<br />

von Rohl<strong>in</strong>gsprodukten oft auch<br />

willkommene Bezugsquelle. Das wer<strong>den</strong><br />

dann entweder wir als Auftraggeber<br />

oder spät<strong>es</strong>tens der Patient <strong>aus</strong>ba<strong>den</strong><br />

müssen. Das all<strong>es</strong> wollen wir<br />

nicht und fordern d<strong>es</strong>halb Transparenz<br />

und Leistungsbereitschaft von <strong>unsere</strong>m<br />

Partner im Fräszentrum. Dafür bezahlen<br />

wir gerne e<strong>in</strong>en angem<strong>es</strong>senen<br />

Preis für die Units (Abb. 13 bis 16).<br />

e Abb. 19 Set-Up abgewandelt als<br />

Vorlage für <strong>das</strong> Fräszentrum<br />

e Abb. 20 Angeliefert<strong>es</strong> Halbfabrikat ...<br />

e Abb. 21 … <strong>in</strong> Zirkon …<br />

e Abb. 22 … umg<strong>es</strong>etzt auf <strong>das</strong> Modell<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1381


Technik Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

Abb. 23<br />

Abb. 24<br />

e Abb. 23 Rekonstruktion<br />

mit rosa Keramik<br />

Zahnfleisch …<br />

e Abb. 24 … und Prämolaren<br />

fertiggebrannt<br />

d Abb. 25 Individuelle Frontzahn<br />

Veneers. Vorbereitet zum E<strong>in</strong>kleben <strong>in</strong><br />

die Rekonstruktion.<br />

Abb. 25<br />

f Abb. 26 Veneer 12/23 dienen dem<br />

Schraubenverschluss …<br />

f Abb. 27 … und wer<strong>den</strong> vom<br />

Behandler nach der Verschraubung<br />

im Munde e<strong>in</strong>geklebt<br />

f Abb. 28 Arbeit auf Meistermodell<br />

Abb. 26<br />

Abb. 27<br />

Abb. 28<br />

1382 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

High-End-Prothetik<br />

Abb. 29 Abb. 30<br />

Abb. 31<br />

Abb. 32<br />

Individuell und<br />

patientenspezifisch<br />

e Abb. 29 bis 32<br />

Zirkon versus Metall!<br />

Die Selektionskriterien sollten nicht von<br />

Vor- oder Nachteil d<strong>es</strong> E<strong>in</strong>en gegenüber<br />

dem Anderen geprägt se<strong>in</strong>. Vielmehr<br />

sollten die Werkstoffe ergänzend gegene<strong>in</strong>ander<br />

abgewogen und dann entsprechend<br />

<strong>in</strong> Anwendung gebracht<br />

wer<strong>den</strong> (PX – Premium CFirma PX Dental<br />

SA, 2074 Mar<strong>in</strong>).<br />

Es muss andere Wege geben, als sich<br />

über Massentechnologie und Preisanpassungen<br />

Wettbewerbsvorteile zu erzw<strong>in</strong>gen,<br />

die <strong>den</strong> Markt <strong>in</strong>s Bo<strong>den</strong>lose<br />

s<strong>in</strong>ken lassen. E<strong>in</strong> b<strong>es</strong>onders erfreulich<strong>es</strong><br />

Beispiel hat uns hier die Uhrenbranche<br />

geliefert. Sie hat gezeigt, <strong>das</strong>s<br />

mit entsprechender Ausrichtung, dem<br />

nötigen Know-how, außergewöhnlicher<br />

Kreativität und <strong>in</strong>dividueller Manufaktur<br />

durch<strong>aus</strong> e<strong>in</strong> Nischenplatz erobert<br />

wer<strong>den</strong> kann. Aus di<strong>es</strong>er Position<br />

lässt sich dann e<strong>in</strong> gerechtfertigter<br />

Preis für <strong>das</strong> Produkt erzielen. Nun ist<br />

der Markt für zahntechnisch produzierte<br />

Arbeiten bekanntlich nicht sehr<br />

expansiv. Es wird aufgrund der Ten<strong>den</strong>z<br />

zur Zweiklassenmediz<strong>in</strong> kaum genug<br />

Platz bleiben für alle, die „echte Handwerker”<br />

bleiben wollen. E<strong>in</strong>erseits wird<br />

<strong>es</strong> auch weiterh<strong>in</strong> e<strong>in</strong>e Patientengruppe<br />

<strong>aus</strong> beratungsr<strong>es</strong>istenten Schnäppchenjägern<br />

geben, die stets nach „low<br />

cost-Lösungen” sucht und bei der auch<br />

b<strong>es</strong>te Argumente nichts fruchten. Dadurch<br />

wird zwangsläufig e<strong>in</strong> hartumkämpfter<br />

Markt für Produktionswerkstätten<br />

von Billiglösungen entstehen.<br />

Ob die Schweiz langfristig als solcher<br />

Produktionsstandort ebenfalls geeignet<br />

ist, kann diskutiert wer<strong>den</strong>. Wir<br />

glauben eher nicht. Anderseits entwickelt<br />

sich e<strong>in</strong>e Welln<strong>es</strong>s orientierte, g<strong>es</strong>undheitsbewusste<br />

Gruppe, die sich<br />

nur mit <strong>in</strong>dividuellen und ästhetisch<br />

perfekten zahntechnischen Lösungen<br />

zufrie<strong>den</strong> gibt. Di<strong>es</strong>e Gruppe ist bereit,<br />

für e<strong>in</strong>e hochwertige zahnmediz<strong>in</strong>ische<br />

und zahntechnische Leistung auch e<strong>in</strong>en<br />

entsprechen<strong>den</strong> Preis zu bezahlen.<br />

Hier sehen wir <strong>den</strong> Markt für die „letzten<br />

Mohikaner” d<strong>es</strong> zahntechnischen<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1383


Technik Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

Abb. 34<br />

Abb. 33<br />

Abb. 35<br />

Abb. 36<br />

Abb. 37 Abb. 38<br />

Abb. 39<br />

e Abb. 33 Wax-Up<br />

e Abb. 34 Aufg<strong>es</strong>teckt<strong>es</strong> Wax-Objekt vorbereitet<br />

zum E<strong>in</strong>betten …<br />

e Abb. 35 … und umg<strong>es</strong>etzt als Edelmetallgussrohl<strong>in</strong>g …<br />

e Abb. 36 … sowie aufgepasst auf <strong>das</strong> Meistermodell<br />

e Abb. 37 Stromzuführung an spezielle<br />

Implantatreplika<br />

e Abb. 38 Abutment für Funkenerosion<br />

e Abb. 39 Passoptimiert<strong>es</strong> Gerüst mittels<br />

Funkenerosion<br />

1384 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

High-End-Prothetik<br />

Abb. 40<br />

Abb. 41<br />

Abb. 42<br />

Abb. 43<br />

Abb. 44<br />

e Abb. 40 Modelliert<strong>es</strong> Wachsobjekt …<br />

e Abb. 41 … umg<strong>es</strong>etzt <strong>in</strong> Edelmetall<br />

e Abb. 42 Rekonstruktion verblendet mit p<strong>in</strong>k<br />

Keramik, vorbereitet zur Aufnahme der Abutmentcaps<br />

e Abb. 43 Abutment fertig e<strong>in</strong>geklebt<br />

e Abb. 44 Tertiärgerüst, vorbereitet<br />

für die Aufnahme von <strong>in</strong>dividuell<br />

gebrannten Kronen<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1385


Technik Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

Abb. 46<br />

Abb. 45<br />

Abb. 47 Abb. 48<br />

e Abb. 45 Angeliefert<strong>es</strong><br />

Zirkonhalbfabrikat von palat<strong>in</strong>aler …<br />

e Abb. 46 … und labialer Ansicht …<br />

e Abb. 47 … umg<strong>es</strong>etzt auf<br />

Meistermodell …<br />

e Abb. 48 … mit Titan<strong>in</strong>sert zur<br />

späteren Verklebung<br />

Handwerks. Aber Vorsicht: Hier stellt<br />

sich <strong>das</strong> Problem, <strong>das</strong>s der Mensch<br />

(Zahntechniker) nicht über Nacht zu e<strong>in</strong>em<br />

exzellenten Handwerker mutieren<br />

kann, nur weil die Zeit <strong>es</strong> erfordert. Es<br />

wird nicht möglich se<strong>in</strong> „<strong>den</strong> Schalter“<br />

zu drehen und damit auch schon für<br />

<strong>den</strong> kle<strong>in</strong>en, <strong>aus</strong>erl<strong>es</strong>enen Markt der<br />

„hohen Ansprüche“ gerüstet zu se<strong>in</strong>.<br />

Der Wandel vom Saulus zum Paulus ist<br />

ke<strong>in</strong> Tag<strong>es</strong>pensum. Es verhält sich hier<br />

etwa so wie mit dem Attribut „R<strong>es</strong>pekt“.<br />

Den gibt <strong>es</strong> auch weder umsonst noch<br />

kann man ihn kaufen. R<strong>es</strong>pekt muss<br />

man sich erarbeiten, dann bekommt<br />

man ihn vielleicht. Mitunter allerd<strong>in</strong>gs<br />

erst nach langem und b<strong>es</strong>chwerlichem<br />

Weg.<br />

Leistung und Qualität<br />

hat se<strong>in</strong>en Preis<br />

Wir s<strong>in</strong>d davon überzeugt, <strong>das</strong>s <strong>es</strong> auch<br />

<strong>in</strong> di<strong>es</strong>en Rabattzeiten e<strong>in</strong>e Gruppe von<br />

Menschen geben wird, die bereit s<strong>in</strong>d,<br />

für e<strong>in</strong>e <strong>in</strong>dividuelle und hochwertige<br />

Leistung e<strong>in</strong>en entsprechen<strong>den</strong> Preis<br />

zu bezahlen. Genau <strong>in</strong> di<strong>es</strong>em Spektrum<br />

haben wir uns seit Jahren etabliert<br />

1386 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

High-End-Prothetik<br />

Abb. 50<br />

Abb. 49<br />

Abb. 51<br />

Abb. 52<br />

e Abb. 49 Fertig gebrannte Rekonstruktion auf dem<br />

e Abb. 50 Basale Ansicht der Arbeit mit passiv e<strong>in</strong>geklebten<br />

Titan<strong>in</strong>sert<br />

und uns nicht erst <strong>in</strong> schwierigeren Zeiten<br />

vom Saulus zum Paulus gewandelt<br />

(Abb. 17 bis 28).<br />

e Abb. 51 Zirkonabutments auf<br />

Meistermodell<br />

e Abb. 52 Konstruktiond<strong>es</strong>ign <strong>aus</strong><br />

Kunststoff auf dem Arbeitsmodell …<br />

Nun ist <strong>es</strong> aber viel schneller „eng” gewor<strong>den</strong>,<br />

als <strong>es</strong> die meisten für möglich<br />

gehalten haben! Jetzt s<strong>in</strong>d wir ebenfalls<br />

als Partner gefordert und verpflichtet,<br />

unser Möglichst<strong>es</strong> beizutragen, um di<strong>es</strong>em<br />

Treiben etwas entgegen zu setzten.<br />

Ob <strong>das</strong> immer und als alle<strong>in</strong>ig<strong>es</strong><br />

Allheilmittel <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Preisnachlass<br />

oder der Suche nach noch günstigeren<br />

eventuell qualitativ m<strong>in</strong>derwertigen<br />

Herstellungsmöglichkeiten gipfeln<br />

muss, ist zu bezweifeln oder zum<strong>in</strong>d<strong>es</strong>t<br />

nicht <strong>in</strong> jedem Falle gerechtfertigt. E<strong>in</strong><strong>es</strong><br />

ist zum<strong>in</strong>d<strong>es</strong>t für uns ebenfalls sonnenklar<br />

und doch explizit erwähnenswert.<br />

Langjährige, treue, faire Kun<strong>den</strong>,<br />

die <strong>es</strong> zulassen, <strong>das</strong>s wir auf Augenhöhe<br />

mit ihnen kommunizieren, müssen<br />

bei uns nicht erst <strong>in</strong> „engen Zeiten”<br />

und unter Druck sowie angelehnt an<br />

<strong>den</strong> momentanen Trend rabattierend<br />

vorstellig wer<strong>den</strong>. Wenn’s bei e<strong>in</strong>em Patienten<br />

mal richtig und ehrlich „knapp<br />

wurde“ waren wir immer hilfsbereit zur<br />

Stelle, und Kulanz musste auch nicht<br />

erst bewi<strong>es</strong>en oder e<strong>in</strong>gehandelt wer<strong>den</strong>.<br />

Das haben wir immer so und nicht<br />

anders gehandhabt, weil auf <strong>unsere</strong>r<br />

Seite <strong>das</strong> Recht auf faire und transparente<br />

Preise auch nicht erstritten wer-<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1387


Technik Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

Abb. 53<br />

Abb. 54<br />

Abb. 55<br />

Abb. 56<br />

<strong>den</strong> musste – dafür s<strong>in</strong>d wir <strong>unsere</strong>n<br />

Auftraggebern dankbar. Genau di<strong>es</strong>en<br />

langen und b<strong>es</strong>chwerlichen Weg haben<br />

wir <strong>in</strong> der Sache Zirkon h<strong>in</strong>ter uns und<br />

haben <strong>in</strong> di<strong>es</strong>er Zeit für Akzeptanz und<br />

R<strong>es</strong>pekt uns und dem Material gegenüber<br />

gekämpft, sowie für unser Qualitätshandwerk<br />

e<strong>in</strong>en Nischenplatz <strong>in</strong> der<br />

<strong><strong>den</strong>tal</strong>en, digitalen Welt g<strong>es</strong>ucht. Wahrlich<br />

e<strong>in</strong>e Herkul<strong>es</strong>aufgabe, soviel vorweg.<br />

Zirkon – kurzfristiger Hype<br />

oder echte Alternative zu <strong>den</strong><br />

Goldlegierungen?<br />

e Abb. 53 … als Vorgabe und Scanobjekt<br />

für <strong>das</strong> Fräszentrum<br />

e Abb. 54 bis 56 Zweigeteilte Brücke,<br />

vorbereitet für die Zementierung<br />

Hype … oder echte Alternative (Abb. 29<br />

bis 32)? Die vergangenen zwei Jahre waren<br />

bekanntlich geprägt von massiven,<br />

sich wiederholen<strong>den</strong> Goldpreiserhöhungen.<br />

Di<strong>es</strong><strong>es</strong> Umfeld hat <strong>unsere</strong> Forderung<br />

verstärkt und die Suche nach<br />

e<strong>in</strong>em alternativen Hochleistungswerkstoff<br />

zur herkömmlichen Dentallegierung<br />

beflügelt. <strong>So</strong> s<strong>in</strong>d wir schließlich<br />

nach e<strong>in</strong>er längeren Odyssee e<strong>in</strong>e<br />

G<strong>es</strong>chäftsverb<strong>in</strong>dung mit e<strong>in</strong>em spezialisierten<br />

Fräszentrum e<strong>in</strong>gegangen.<br />

Damit haben wir allen Verlockungen<br />

nach immer günstigeren Angeboten<br />

entsagt und uns konsequent e<strong>in</strong>er<br />

qualitätsorientierten, transparenten<br />

Produktionskette verschrieben. Der<br />

Erfolg b<strong>es</strong>tätigt di<strong>es</strong>e Haltung: In <strong>den</strong><br />

1388 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Klar<strong>es</strong> Bekenntnis zum Qualitäts-Handwerk, Teil 1<br />

High-End-Prothetik<br />

Abb. 57<br />

e Abb. 57 Zirkonrekonstruktion auf<br />

sechs <strong>in</strong>dividuellen Zirkonabutments<br />

mit e<strong>in</strong>geklebten Titan<strong>in</strong>sert<br />

(Willi Geller Creation Zirkonkeramik ZI-F)<br />

vergangenen zwei Jahren konnten<br />

wir auf di<strong>es</strong>em Weg <strong>unsere</strong>n Anteil an<br />

möglichen Zirkon-Arbeiten von unter<br />

zehn auf mittlerweile über 95 Prozent<br />

steigern.<br />

Passung <strong>in</strong> der<br />

konventionellen Gusstechnik<br />

Natürlich beherrschen wir nach wie vor<br />

<strong>den</strong> Umgang mit Edelmetall. Wir wissen<br />

auch, wie e<strong>in</strong>e großvolumige Goldkonstruktion<br />

seriös passend gemacht<br />

wird. Aufwendige Gusstechniken,<br />

Glühproz<strong>es</strong>se mit ang<strong>es</strong>tifteten Gusskanälen,<br />

<strong>das</strong> Wissen um die optimale<br />

Verteilung von Materialkonzentrationen<br />

[1] und Systemabläufe wie Funkenerosion<br />

und Passivverklebungen s<strong>in</strong>d<br />

Wege, die auch bei umfangreichen<br />

Gusskonstruktionen zum passgenauen<br />

Endprodukt führen können (Abb. 33<br />

bis 35).<br />

Passung von<br />

Zirkonrekonstruktionen<br />

Wenn <strong>es</strong> um die Präzision bei großen<br />

implantologischen Rekonstruktionen<br />

nach thermozyklischen Behandlungen<br />

(Brandproz<strong>es</strong>s) geht, s<strong>in</strong>d Zirkongerüste<br />

<strong>in</strong> der Endpassung <strong>den</strong> Goldgerüsten<br />

überlegen (Abb. 45 bis 57). n<br />

Der Beitrag wird <strong>in</strong> der nächsten Ausgabe<br />

fortg<strong>es</strong>etzt.<br />

Korr<strong>es</strong>pon<strong>den</strong>zadr<strong>es</strong>se:<br />

Paul Giezendanner<br />

Carmen Giezendanner<br />

Paul Giezendanner AG<br />

Dentaltechnik<br />

Poststrasse 5<br />

6060 Sarnen/Schweiz<br />

Telefon +41 41 660 39 38, Fax +41 41 660 86 72<br />

<strong>in</strong>fo@giezendanner-<strong><strong>den</strong>tal</strong>.ch, www.giezendanner-<strong><strong>den</strong>tal</strong>.ch<br />

www.facebook.com/Giezendanner.Dentaltechnik<br />

Nähere Infos zum Autor f<strong>in</strong><strong>den</strong> Sie unter<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de/autoren.<br />

http://bit.ly/UcYhXb<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1389


Technik<br />

Individuell und funktionell<br />

Wer<strong>den</strong> wir mit der mittelwertigen<br />

Registrierung der<br />

<strong>in</strong>dividuellen Patientensituation<br />

gerecht und dürfen<br />

wir nach heutigem Wissensstand<br />

noch so arbeiten? Können wir<br />

die Arbeiten passgenauer g<strong>es</strong>talten<br />

und die Patienten vor iatrogenen<br />

Schä<strong>den</strong> schützen? Gibt <strong>es</strong><br />

Verb<strong>es</strong>serungsmöglichkeiten?<br />

Di<strong>es</strong>e Fragen hat sich Ingo<br />

He<strong>in</strong>zelmann g<strong>es</strong>tellt und gibt im<br />

Folgen<strong>den</strong> die Antworten darauf.<br />

Zahnersatz richtig gefertigt<br />

Individuell und funktionell<br />

Autor:<br />

Ztm.<br />

Ingo He<strong>in</strong>zelmann,<br />

Nienburg<br />

Indiz<strong>es</strong>:<br />

Anamn<strong>es</strong>e<br />

Axiographie<br />

Funktion<br />

Kommunikation<br />

Patientenberatung<br />

Die Bedeutung<br />

der Registrierung<br />

Die Registrierung von Zahnersatz erfolgt<br />

<strong>in</strong> der Regel mittelwertig, jedoch<br />

stellt sich die Frage, ob di<strong>es</strong><strong>es</strong> Vorgehen<br />

<strong>aus</strong>reichend präzise ist, <strong>den</strong>n häufig<br />

müssen zahntechnische Arbeiten im<br />

Labor oder am Behandlungsstuhl nachgearbeitet<br />

wer<strong>den</strong>. Auch bleiben mögliche<br />

iatrogene Schädigungen d<strong>es</strong> craniomandibulären<br />

Systems oder d<strong>es</strong><br />

ganzen Organismus durch E<strong>in</strong>griffe <strong>in</strong><br />

die Bisslage unentdeckt.<br />

Die Antwort liegt im Ausschalten möglicher<br />

Fehlerquellen und <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er größeren<br />

Annäherung an die physiologischen<br />

Gegebenheiten d<strong>es</strong> Patienten. E<strong>in</strong>e<br />

wichtige Rolle <strong>in</strong> der Verb<strong>es</strong>serung<br />

der Produktqualität spielt bei uns der<br />

Freecorder Blue-Fox.<br />

Um Fehlerquellen bei der Abdrucknahme,<br />

der Bissnahme, der Modellherstellung<br />

und dem E<strong>in</strong>artikulieren zu vermei<strong>den</strong>,<br />

s<strong>in</strong>d die Arbeitsabläufe zu standardisieren<br />

und sollten mit der gebotenen<br />

<strong>So</strong>rgfalt <strong>aus</strong>geführt wer<strong>den</strong>. Bei der Verarbeitung<br />

von Materialien s<strong>in</strong>d die Herstellerangaben<br />

zu beachten. Flüssigkeiten<br />

und Massen s<strong>in</strong>d abzuwiegen, ferner<br />

ist <strong>aus</strong>schließlich d<strong>es</strong>tilliert<strong>es</strong> Wasser zu<br />

verwen<strong>den</strong>. Die Modelle s<strong>in</strong>d „wolkig“<br />

<strong>in</strong> <strong>den</strong> Artikulator e<strong>in</strong>zusetzen.<br />

Mögliche Fehlerquellen<br />

Trotz di<strong>es</strong>er präzisen und standardisierten<br />

Vorgehensweise können sich<br />

<strong>den</strong>noch Fehler e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>chlichen haben,<br />

die da wären:<br />

n Verformung d<strong>es</strong> Unterkiefers bei der<br />

Abdrucknahme<br />

1390 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Individuell und funktionell<br />

Funktion<br />

n Veränderung d<strong>es</strong> Patientenmuskeltonus<br />

n Veränderung d<strong>es</strong> Flüssigkeitsstand<strong>es</strong><br />

<strong>in</strong> <strong>den</strong> Zellen und damit e<strong>in</strong>hergehend<br />

n Veränderungen der Gelenksituation.<br />

Die biologische<br />

Patientensituation<br />

E<strong>in</strong>e Veränderung der biologischen Patientensituation<br />

kann zur Folge haben,<br />

<strong>das</strong>s zum Zeitpunkt der E<strong>in</strong>gliederung<br />

nicht mehr die gleiche Situation vorliegt<br />

wie zum Zeitpunkt der Abdrucknahme.<br />

Die biologische Situation d<strong>es</strong> Patienten<br />

können wir nicht bee<strong>in</strong>flussen, aber<br />

e<strong>in</strong>e größtmögliche Annäherung an die<br />

gegebene Patientensituation anstreben.<br />

Je stärker e<strong>in</strong>e Patientensituation von<br />

e<strong>in</strong>er mittelwertigen Position abweicht,<br />

umso größer wer<strong>den</strong> die Ungenauigkeiten<br />

unser<strong>es</strong> Zahnersatz<strong>es</strong>. Bei e<strong>in</strong>em<br />

funktionsg<strong>es</strong>un<strong>den</strong> Patienten wollen<br />

wir die HIKP beibehalten.<br />

Die Scharnierachse wird b<strong>es</strong>chrieben als e<strong>in</strong>e dem<br />

Unterkiefer zugeordnete ortsf<strong>es</strong>te Drehachse, die bei<br />

<strong>in</strong>itialen Öffnungs- und Schließbewegungen entsteht.<br />

Die Scharnierachse ist für jed<strong>es</strong> Gelenk e<strong>in</strong>zeln zu<br />

sehen und sie unterscheidet sich jeweils <strong>in</strong> ihrer räum lichen<br />

Lage. Abweichungen von <strong>den</strong> patienteneigenen<br />

Scharnier achsen können CMD-Symptome verursachen<br />

und schädliche Auswirkungen auf <strong>das</strong> craniozervikale<br />

System haben [Gerd Christiansen].<br />

Schiene<br />

Bei funktionsg<strong>es</strong>törten Patienten ist e<strong>in</strong><br />

ander<strong>es</strong> Vorgehen angezeigt. Hier fertigt<br />

man mit Hilfe e<strong>in</strong><strong>es</strong> arbiträren G<strong>es</strong>ichtsbogens<br />

erst e<strong>in</strong>e Schiene an.<br />

Dann erfolgt <strong>in</strong> der Regel die Therapie<br />

der Funktionsstörung <strong>in</strong> Zusammenarbeit<br />

mit e<strong>in</strong>em Physiotherapeuten.<br />

Nach erfolgreicher Therapie kann der<br />

nun funktionsg<strong>es</strong>unde Patient mit Zahnersatz<br />

weiter behandelt wer<strong>den</strong>.<br />

Habituelle Interkuspidation<br />

Die Habituelle Interkuspidation (HIKP)<br />

wird b<strong>es</strong>chrieben als die vom Patienten<br />

gewohnheitsmäßig e<strong>in</strong>genommene<br />

räumliche Beziehung zwischen dem<br />

Ober- und dem Unterkiefer, welche von<br />

<strong>den</strong> Okklusionsflächen vermittelt wird.<br />

Di<strong>es</strong>e Position ist neuromuskulär b<strong>es</strong>timmt<br />

und lässt sich vom Patienten<br />

sehr exakt reproduzieren <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Bereich<br />

von 0,02 bis 0,03 mm [Gerd Christiansen].<br />

Scharnierachse<br />

Bei E<strong>in</strong>zelkronen reicht zur Ermittlung<br />

e<strong>in</strong>er patientenangenäherten Scharnierachse<br />

e<strong>in</strong> arbiträrer G<strong>es</strong>ichtsbogen<br />

<strong>aus</strong>. Bei größeren zahntechnischen R<strong>es</strong>taurationen<br />

und bei Implantatarbeiten<br />

muss man sich aber der tatsächlichen<br />

Patientensituation stärker annähern,<br />

um e<strong>in</strong>en funktionellen Zahnersatz herstellen<br />

zu können, der dem Patienten<br />

ke<strong>in</strong>e iatrogenen Schä<strong>den</strong> zufügt.<br />

Dafür müssen wir die Scharnierachse<br />

d<strong>es</strong> Patienten möglichst genau ermitteln.<br />

E<strong>in</strong> Beispiel <strong>aus</strong> der Praxis<br />

Im Folgen<strong>den</strong> werde ich anhand me<strong>in</strong><strong>es</strong><br />

Praxisalltags unser Vorgehen bei<br />

der Erstellung von <strong>in</strong>dividuellem, funktionsgerechtem<br />

Zahnersatz vorstellen.<br />

Als Beispiel dient e<strong>in</strong>e Vollverblendbrücke<br />

von 24 bis 26 (Abb. 1).<br />

Zur Ermittlung der k<strong>in</strong>ematischen<br />

Scharnierachse benutzen wir <strong>den</strong> Freecorder<br />

Bluefox der Firma DDI (Digital<br />

Dental Innovation).<br />

Abb. 1<br />

e Abb. 1<br />

Ausgangssituation: Zahn 25<br />

fehlt<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1391


Technik<br />

Individuell und funktionell<br />

c Abb. 2<br />

Situationsmodelle OK/UK<br />

mit Kontaktbeziehungen<br />

Abb. 2<br />

Abb. 3<br />

Abb. 3a<br />

Abb. 3b<br />

e Abb. 3<br />

Beratungsprogramm<br />

Dental-Explorer –<br />

Ausgangssituation<br />

e Abb. 3a<br />

Beratungsprogramm<br />

Dentale-Explorer:<br />

Kassenlösung und ...<br />

e Abb. 3b<br />

... Vollverblendung<br />

Schritt 1<br />

Die Behandlung sieht e<strong>in</strong>en Lückenschluss<br />

für <strong>den</strong> Zahn 25 vor. Das CMD-<br />

Screen<strong>in</strong>g wie auch der g<strong>es</strong>undheitliche<br />

und psychosoziale Status s<strong>in</strong>d <strong>ohne</strong><br />

Befund. Die zahnärztliche Beratung<br />

über grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten<br />

ist erfolgt.<br />

Schritt 2<br />

Die vom Zahnarzt schriftlich fixierten<br />

therapeutischen Möglichkeiten wer<strong>den</strong><br />

mit dem Zahntechniker anhand der Patientenmodelle<br />

b<strong>es</strong>prochen. Eventuelle<br />

Änderungsvorschläge <strong>aus</strong> zahntechnischer<br />

Sicht wer<strong>den</strong> dabei berücksichtigt.<br />

Der Zahntechniker bereitet die <strong>aus</strong>führliche<br />

technische Zahnersatzberatung<br />

(Abb. 2) vor.<br />

Schritt 3<br />

Beim Beratungsterm<strong>in</strong> b<strong>es</strong>pricht der<br />

Zahntechniker mit dem Patienten die e<strong>in</strong>zelnen<br />

Lösungen. Die Vor- und Nachteile<br />

der e<strong>in</strong>zelnen Lösungsvorschläge wer<strong>den</strong><br />

erklärt, und der S<strong>in</strong>n der Axiographie wird<br />

erläutert. Die Kosten und ihre Zusammensetzung<br />

wer<strong>den</strong> ebenfalls b<strong>es</strong>prochen.<br />

Di<strong>es</strong>e B<strong>es</strong>prechung wird am Rechner<br />

mit dem Dental-Explorer-Progamm <strong>in</strong>dividuell<br />

unterstützt (Abb. 3 bis 3b).<br />

Sehr hilfreich bei der B<strong>es</strong>prechung s<strong>in</strong>d<br />

die Planungsmodelle und e<strong>in</strong> eventuell<strong>es</strong><br />

Wax-up der neuen Situation (Abb.<br />

4 und 4a).<br />

Die <strong>aus</strong>führliche technische Zahnersatzberatung<br />

<strong>in</strong> die Hände e<strong>in</strong><strong>es</strong> versierten<br />

Zahntechnikers zu legen, wirkt<br />

sich positiv auf die Qualität der letztendlich<br />

gewählten Lösung <strong>aus</strong>.<br />

Schritt 4<br />

Hat sich der Patient für e<strong>in</strong>en Zahnersatz<br />

entschie<strong>den</strong>, führt der Zahntechniker die<br />

Axiographie durch (Abb. 5 und 5a).<br />

<strong>So</strong>fern <strong>es</strong> sich um die Ermittlung von<br />

zahntechnisch relevanten Daten handelt<br />

(Daten zur Programmierung e<strong>in</strong><strong>es</strong><br />

<strong>in</strong>dividuellen Artikulators), kann die<br />

Axiographie vom Zahnarzt an <strong>den</strong> Zahntechniker<br />

delegiert wer<strong>den</strong>. Unter Anleitung<br />

e<strong>in</strong><strong>es</strong> versierten Benutzers ist<br />

die Durchführung e<strong>in</strong>er verwertbaren<br />

Axiographie mit dem Freecorder Bluefox<br />

für <strong>in</strong>ter<strong>es</strong>sierte Zahntechniker nicht<br />

schwierig. Sie ist e<strong>in</strong>e zukunftsweisende<br />

Technik <strong>in</strong> der CAD/CAM-Fertigung.<br />

Diagnostische und therapeutische Maßnahmen<br />

s<strong>in</strong>d <strong>aus</strong>schließlich vom Zahnarzt<br />

durchzuführen.<br />

Axiographie<br />

<strong>So</strong>llten bei der Ermittlung der Daten der<br />

UK-Scharnierachse, der Protrusion, der<br />

Mediotrusion rechts und l<strong>in</strong>ks sowie<br />

der Mundöffnung Unstimmigkeiten<br />

1392 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Individuell und funktionell<br />

Funktion<br />

Abb. 4<br />

Abb. 4a<br />

d Abb. 4 Wax-up Zahn 25<br />

d Abb. 4 a Wax-up Zahn 25<br />

Abb. 5<br />

Abb. 5a<br />

d Abb. 5 Patient<strong>in</strong> im Freecorder Blue-Fox: Demo-Bild<br />

oder H<strong>in</strong>weise auf e<strong>in</strong>e Dysfunktion auftreten,<br />

ist der Zahnarzt zu <strong>in</strong>formieren.<br />

Nachdem die Lage der Kondylen <strong>in</strong> der<br />

HIKP registriert wurde, wird e<strong>in</strong> Quetschbiss<br />

genommen, um die <strong>in</strong> der Regel auftretende<br />

muskuläre Auslenkung der Kondylen<br />

später im CAR-Gerät (Computer<br />

Assisted Repositioner) korrigieren zu<br />

können. Aus <strong>den</strong> so erhobenen Daten<br />

entsteht dann <strong>das</strong> Technikerdatenblatt.<br />

Idealerweise wer<strong>den</strong> di<strong>es</strong>e Daten vom<br />

Zahnarzt kontrolliert (Abb. 6).<br />

Der Zahntechniker kann <strong>in</strong> der Axiographi<strong>es</strong>itzung,<br />

bevor irgend etwas an<br />

der Mundsituation geändert wird, alle<br />

weiteren Daten erheben, die er zur Erstellung<br />

d<strong>es</strong> Zahnersatz<strong>es</strong> benötigt<br />

(Abb. 7), wie beispielsweise:<br />

n Fotos von der Patientensituation<br />

n Zahnfarbe/Zahnform<br />

n Zahnfleischfarbe bei Kombi-Arbeiten<br />

n Verm<strong>es</strong>sung nach Gutowski bei totalen<br />

Proth<strong>es</strong>en<br />

n Bisskontrollen<br />

n <strong>in</strong>dividuelle Patientenwünsche.<br />

Ist der Patient <strong>in</strong>dividuell erfasst, kann<br />

man <strong>den</strong> Unterkiefer für jede Kiefergelenkseite<br />

<strong>in</strong>dividuell mit dem Fast-L<strong>in</strong>k-<br />

Montagetisch <strong>in</strong> <strong>das</strong> Artikulatorunterteil<br />

e<strong>in</strong>setzen (Abb. 8).<br />

Die Artikulatornummer wird notiert, damit<br />

alle weiteren Arbeiten immer <strong>in</strong> dem<br />

selben Artikulator fortgeführt wer<strong>den</strong>.<br />

<strong>So</strong> schließt man mögliche Fehlerquellen<br />

<strong>aus</strong> (Abb. 8a).<br />

Schritt 5<br />

Mit dem <strong>in</strong> Schritt 4 genommenen<br />

Quetschbiss kann man im CAR-Gerät<br />

die Kondylenlage <strong>in</strong> die Ausgangssituation<br />

zurückführen. <strong>So</strong> erhält man die<br />

HIKP d<strong>es</strong> Patienten (Abb. 9).<br />

E<strong>in</strong>artikulieren<br />

Die korrigierte Bisssituation wird im<br />

CAR-Gerät mit e<strong>in</strong>er Bissnahme dokumentiert.<br />

Mit Hilfe di<strong>es</strong><strong>es</strong> Biss<strong>es</strong> kann<br />

e Abb. 5a Referenzbogen<br />

und Verm<strong>es</strong>sungsbogen:<br />

Demo-Bild<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1393


Technik<br />

Individuell und funktionell<br />

Abb. 5a Abb. 7<br />

e Abb. 6 Nach der<br />

Axiographie erstellt<strong>es</strong><br />

Technikerdatenblatt<br />

e Abb. 7 Erheben der<br />

Patientendaten (Farbnahme,<br />

Fotos usw.)<br />

c Abb. 8 Das UK-Modell<br />

wird mit dem Fastl<strong>in</strong>k-<br />

Montagetisch e<strong>in</strong>gegipst<br />

c Abb. 8a Die Artikulator-<br />

Nummer wird notiert<br />

c Abb. 9 Korrektur d<strong>es</strong><br />

Bissnahmefehlers<br />

Abb. 8<br />

nun der OK <strong>in</strong> der HIKP <strong>in</strong> <strong>den</strong> volladjustierbaren<br />

<strong>in</strong>dividuellen Artikulator<br />

e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>etzt wer<strong>den</strong>.<br />

Präparation<br />

Vom Wax-up wird e<strong>in</strong> Silikonvorwall genommen,<br />

der <strong>es</strong> dem Behandler ermöglicht,<br />

e<strong>in</strong> Provisorium zu erstellen,<br />

<strong>das</strong> der geplanten neuen Situation entspricht.<br />

<strong>So</strong> kann sich der Patient von<br />

Anfang an an die neue Situation gewöhnen<br />

(Abb. 10).<br />

Änderungen können sofort vom Behandler<br />

durchgeführt wer<strong>den</strong>. In di<strong>es</strong>em<br />

Fall wird <strong>das</strong> Labor <strong>in</strong>formiert und<br />

e<strong>in</strong> Abdruck der neuen Situation genommen.<br />

Schritt 6<br />

Erst jetzt beg<strong>in</strong>nt die Präparation. Der<br />

Behandler präpariert die Zähne und unterspritzt<br />

im Präparationsbereich <strong>den</strong><br />

im CAR-Gerät entstan<strong>den</strong>en Biss. Die Sicherung<br />

der Bisslage kann auch mit e<strong>in</strong>em<br />

Memobite [Gerd Christiansen]<br />

durchgeführt wer<strong>den</strong>. Das Provisorium<br />

Abb. 8a<br />

wird mit dem Silikonvorwall d<strong>es</strong> zahntechnisch<br />

erstellten Wax-up angefertigt.<br />

Schritt 7 – Fertigung der Brückenarbeit<br />

Nun kann der Zahntechniker mit der Arbeit<br />

beg<strong>in</strong>nen und die Verblendbrücke<br />

fertigen. Er hat alle Werte und Situationsmodelle,<br />

die er braucht, um e<strong>in</strong>e <strong>in</strong>dividuelle<br />

und funktionsgerechte Arbeit<br />

zu erstellen (Abb. 11).<br />

Schritt 8 – E<strong>in</strong>gliederung<br />

Der Zahnarzt gliedert <strong>den</strong> Zahnersatz<br />

e<strong>in</strong> und kontrolliert unter anderem auch<br />

die Okklusion. In der Regel wer<strong>den</strong> nur<br />

„<strong>So</strong>ft-“Korrekturen an der Arbeit vorgenommen.<br />

Korrekturen im Labor entfallen<br />

gänzlich (Abb. 12). Um kle<strong>in</strong>ste Kor-<br />

Abb. 9<br />

1394 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Individuell und funktionell<br />

Funktion<br />

Abb. 10<br />

Abb. 11<br />

e Abb. 10 Silikonvorwall<br />

über <strong>das</strong> Wax-up zur<br />

Herstellung d<strong>es</strong><br />

Provisoriums für <strong>den</strong><br />

Behandler<br />

e Abb. 11 Fertige<br />

Kermikarbeit mit<br />

Kontaktbeziehungen<br />

Abb. 12<br />

rekturen wird man nicht herumkommen,<br />

da <strong>es</strong> immer zu Veränderungen d<strong>es</strong> Gewebezustand<strong>es</strong><br />

kommen kann.<br />

Fazit<br />

Der auf di<strong>es</strong>e Weise erstellte Zahnersatz<br />

kann nicht <strong>in</strong>dividueller und patientennäher<br />

se<strong>in</strong>. Der Zahnarzt gew<strong>in</strong>nt sowohl<br />

Sicherheit als auch sehr viel Zeit, die er<br />

<strong>in</strong> se<strong>in</strong>em Praxisalltag anderweitig nutzen<br />

kann, und der Zahntechniker bekommt<br />

die Daten, die er benötigt, um e<strong>in</strong>en<br />

<strong>in</strong>dividuellen und funktionellen Zahnersatz<br />

zu fertigen.<br />

<strong>So</strong> ist die Herstellung von funktionsgerechtem<br />

Zahnersatz sowohl zeitlich als<br />

auch ökonomisch möglich. Der Patient<br />

versteht, <strong>das</strong>s <strong>es</strong> sich bei Zahnersatz nicht<br />

um e<strong>in</strong> Massenprodukt von der Stange<br />

handelt, sondern um e<strong>in</strong> Unikat. Für e<strong>in</strong><br />

optimal<strong>es</strong> Ergebnis se<strong>in</strong><strong>es</strong> Zahnersatz<strong>es</strong><br />

wurde viel Wissen und Arbeit <strong>in</strong>v<strong>es</strong>tiert.<br />

Auf di<strong>es</strong>e Weise wer<strong>den</strong> entstehende Kosten<br />

eher akzeptiert, da dem Patienten bewusst<br />

wird, wie aufwändig <strong>es</strong> ist, ihm e<strong>in</strong>en<br />

<strong>in</strong>dividuellen und funktionellen Zahnersatz<br />

zu erstellen. <strong>So</strong>ll die Axiographie<br />

im Labor durchgeführt wer<strong>den</strong>, s<strong>in</strong>d die<br />

Patienten nach Aufklärung <strong>in</strong> der Regel<br />

bereit, di<strong>es</strong>en Weg auf sich zu nehmen.<br />

Teamwork<br />

Selbstverständlich ist e<strong>in</strong> r<strong>es</strong>pektvoller<br />

Umgang zwischen Zahntechniker und<br />

Zahnarzt unumgänglich. Man muss die<br />

Kompetenz d<strong>es</strong> Anderen anerkennen,<br />

<strong>den</strong>n nur <strong>das</strong> geme<strong>in</strong>same Arbeiten an<br />

Problemen und deren Lösung ist zielführend.<br />

Wer<strong>den</strong> all di<strong>es</strong>e Faktoren berücksichtigt,<br />

steht dem erfolgreichen Mite<strong>in</strong>ander<br />

aller Beteiligten nichts im Wege. Die<br />

Kommunikation zwischen Zahnarzt und<br />

Zahntechniker, auch bei großen Entfernungen,<br />

ist heute via Internet, Telefonkonferenz<br />

und Ähnlichem sicherg<strong>es</strong>tellt.<br />

Das „Schreckg<strong>es</strong>penst“ Auslandszahnersatz<br />

ist für uns ke<strong>in</strong> Thema,<br />

<strong>das</strong> Wohl d<strong>es</strong> Patienten schon. n<br />

Korr<strong>es</strong>pon<strong>den</strong>zadr<strong>es</strong>se:<br />

Ztm. Ingo He<strong>in</strong>zelmann0<br />

Dr. drs C. Ste<strong>in</strong>bock M.Sc.,<br />

F. Lassek<br />

Praxis<strong>labor</strong><br />

Elmenhorst 29<br />

32469 Petershagen<br />

Telefon (0 57 05) 95 84 11<br />

E-Mail freefoxztmih@gmx.de<br />

Nähere Infos zum Autor f<strong>in</strong><strong>den</strong> Sie unter<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de/autoren.<br />

http://bit.ly/Sfsaj3<br />

e Abb. 12 E<strong>in</strong>gegliederte,<br />

fertige Keramikarbeit, nur<br />

<strong>So</strong>fte-Korrekturen wur<strong>den</strong><br />

durchgeführt<br />

Literatur<br />

Christiansen Gerd: Nie<br />

wieder verlorener Biss.<br />

Her<strong>aus</strong>geber Gerd<br />

Christiansen, Ingolstadt.<br />

2007. ISBN 9783-00-<br />

026738-3.<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1395


Produkte<br />

Schicker Würfel<br />

Entspannt<strong>es</strong> Arbeiten dank b<strong>es</strong>serer Ergonomie<br />

Schicker Würfel<br />

In se<strong>in</strong>em Anwenderbericht b<strong>es</strong>chreibt<br />

Ztm. Ulrich Heker se<strong>in</strong>e Erfahrungen mit dem<br />

Arbeitsplatzsystem QUBE von Schick Dental.<br />

Für e<strong>in</strong>en e<strong>in</strong>zurichten<strong>den</strong> Arbeitsplatz<br />

benötigten wir e<strong>in</strong>e neue<br />

Technikmasch<strong>in</strong>e. Wegen fehlender<br />

Bef<strong>es</strong>tigungsmöglichkeit für die gewohnte<br />

Kniehebelsteuerung musste <strong>es</strong><br />

e<strong>in</strong> Gerät mit Fußsteuerung se<strong>in</strong>. G<strong>es</strong>ucht<br />

wurde e<strong>in</strong>e Masch<strong>in</strong>e mit hoher<br />

Durchzugskraft, gutem Handl<strong>in</strong>g und<br />

e<strong>in</strong>em leichten und ergonomisch geformten<br />

Handstück für ermüdungsfrei<strong>es</strong><br />

Arbeiten.<br />

In der Produktpalette der Firma Schick<br />

fand ich drei Angebote mit der<br />

gewünschten Fußsteuerung, die auch<br />

<strong>das</strong> neuere kurze Handstück be<strong>in</strong>halteten.<br />

Als Zubehör wurde die Anlage noch<br />

mit der elektrischen Wachsm<strong>es</strong>serstation<br />

veredelt.<br />

Schon bei der Anlieferung d<strong>es</strong> eher flachen<br />

Kartons konnte man ahnen, <strong>das</strong>s<br />

etwas anders war als sonst (was sich<br />

beim Auspacken dann auch b<strong>es</strong>tätigte).<br />

Obwohl der Karton e<strong>in</strong>e Fülle verschie<strong>den</strong>er<br />

Kabel, Steuerleitungen und Netzteile<br />

be<strong>in</strong>haltete, wie man sie eher bei<br />

Computern erwartet hätte, war die Masch<strong>in</strong>e<br />

<strong>in</strong> relativ kurzer Zeit e<strong>in</strong>satzbereit.<br />

Autor:<br />

Ztm. Ulrich Heker<br />

Indiz<strong>es</strong>:<br />

Ergonomie<br />

Technikmasch<strong>in</strong>e<br />

Der Bediensatellit<br />

Groß<strong>es</strong> Inter<strong>es</strong>se während der Installation<br />

erregte die „Eieruhr“, die neuartige<br />

Steuerzentrale d<strong>es</strong> QUBE. Korrekt als<br />

Bediensatellit bezeichnet, ist er zuständig<br />

für alle E<strong>in</strong>stellungen, Steuerungen<br />

und Anzeigen d<strong>es</strong><br />

QUBE:<br />

n Drehzahlanzeige<br />

n Drehzahlvorwahl<br />

n Tempomat<br />

n Drehmomentbegrenzung<br />

n Individuelle Programmvorwahl<br />

n Rechts-/L<strong>in</strong>kslauf<br />

n Anwahl und Regulierung zweiter Motor.<br />

Neben der Steuerung der ang<strong>es</strong>chlossenen<br />

Handstücke bietet der Bediensatellit<br />

noch e<strong>in</strong>en Kurzzeitm<strong>es</strong>ser für:<br />

n Zeit<br />

n Anzeige aktuelle Uhrzeit und Datum<br />

n Stoppuhr<br />

n Countdown-Funktion<br />

n Thermometer (Raumtemperatur).<br />

1396 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Schicker Würfel<br />

Produkte<br />

Abb. 1<br />

Zu guter Letzt dient der Bediensatellit<br />

auch zur Anwahl und Regulierung d<strong>es</strong><br />

anschließbaren elektrischen Wachsm<strong>es</strong>sers.<br />

All di<strong>es</strong>e E<strong>in</strong>stellungen wer<strong>den</strong> mit Hilfe<br />

der berührungsempf<strong>in</strong>dlichen E<strong>in</strong>stellfläche<br />

auf der Oberseite erledigt. Die<br />

e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>tellten Werte s<strong>in</strong>d über <strong>das</strong> Easy-Work<br />

Menu leicht e<strong>in</strong>stell- bzw. abrufbar<br />

und wer<strong>den</strong> im beleuchteten Display<br />

ständig angezeigt.<br />

Abb. 2<br />

Das Handstück<br />

Bei QUBE stehen zwei Handstücke zur<br />

Auswahl:<br />

n <strong>das</strong> long version Handstück<br />

n und <strong>das</strong> neue, kurze QUBE Handstück<br />

Sie unterschei<strong>den</strong> sich sowohl <strong>in</strong> ihrer Bauform<br />

als auch <strong>in</strong> ihren <strong>in</strong>neren Werten.<br />

Das neue QUBE Handstück ist etwas<br />

kle<strong>in</strong>er, ca. 50 g leichter und sehr mittig<br />

<strong>aus</strong>balanciert. Das long version Handstück<br />

dürfte allen, die bereits mit e<strong>in</strong>er<br />

C2 gearbeitet haben, sehr gut vertraut<br />

se<strong>in</strong>. Die 20 mm längere long version<br />

entspricht von der Außenform dem C2<br />

Master mit e<strong>in</strong>em an QUBE angepassten<br />

Innenleben. Beide Handstücke<br />

schaffen beim QUBE Premium 60.000<br />

U/m<strong>in</strong> mit bis zu 9 N/cm Drehmoment.<br />

Der Werkzeugwechsel erfolgt <strong>in</strong> gewohnter<br />

Manier, ist durch die kurze<br />

Bauweise für Menschen mit großen<br />

Hän<strong>den</strong> unter Umstän<strong>den</strong> etwas<br />

schwieriger, da der untere Teil zum F<strong>es</strong>thalten<br />

etwas kürzer ist (Abb. 3). Sicher -<br />

lich Gewöhnungssache.<br />

Das neue Handstück ist etwas ovaler<br />

g<strong>es</strong>taltet als die long version und liegt<br />

somit b<strong>es</strong>ser <strong>in</strong> der Hand. Techniker mit<br />

großen Hän<strong>den</strong> sollten <strong>es</strong> allerd<strong>in</strong>gs<br />

e Abb. 1 Lieferumfang der<br />

QUBE Technikmasch<strong>in</strong>e<br />

e Abb. 2 Bediensatellit<br />

mit beleuchtetem Display<br />

Fotos: Ulrich Heker<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1397


Produkte<br />

Schicker Würfel<br />

Abb. 3 Abb. 4<br />

e Abb. 3 Motorhandstück QUBE long<br />

version und QUBE<br />

e Abb. 4 Kurz<strong>es</strong> Motorhandstück QUBE<br />

Abb. 5<br />

d Abb. 5 Geänderter Knickschutz beim<br />

Motorhandstück QUBE<br />

vorher e<strong>in</strong>mal „anprobieren“ (siehe<br />

oben: Werkzeugwechsel).<br />

Das Handstück weist e<strong>in</strong>en geänderten<br />

Knickschutz auf, der hoffentlich für lange<br />

Lebensdauer der Zuleitungen sorgt.<br />

Das Steuergerät<br />

Das Fußsteuergerät weist erwartungsgemäß<br />

ke<strong>in</strong>e B<strong>es</strong>onderheiten auf. Im<br />

Deckel prangt e<strong>in</strong> beleuchtet<strong>es</strong> Firmenlogo,<br />

was e<strong>in</strong> wenig an moderne Laptops<br />

er<strong>in</strong>nert. Die Anschlussbuchsen<br />

auf der Rückseite s<strong>in</strong>d lobenswerterweise<br />

<strong>aus</strong> Metall und ermöglichen e<strong>in</strong>e<br />

zuverlässige Verb<strong>in</strong>dung mit der Peripherie.<br />

Der E<strong>in</strong>satz<br />

Im täglichen Gebrauch zeigt die Anlage<br />

sich von ihrer b<strong>es</strong>ten Seite. Die Fußsteuerung<br />

hat e<strong>in</strong>en sicheren Stand<br />

und br<strong>in</strong>gt auch genug Masse auf die<br />

Waage, so <strong>das</strong>s sie nicht unter dem Arbeitstisch<br />

herumwandert und man ständig<br />

mit dem Fuß nach ihr suchen muss.<br />

Die Benutzung d<strong>es</strong> Bediensatelliten erweist<br />

sich nach kurzer E<strong>in</strong>gewöhnungszeit<br />

als sehr praktisch. Das ewige Schielen<br />

und Tasten nach dem E<strong>in</strong>stellrad am<br />

Steuergerät unter dem Tisch gehört nun<br />

der Vergangenheit<br />

an. Dass der Bediensatellit auf dem<br />

meistens schon vollg<strong>es</strong>topften Arbeitsplatz<br />

ebenfalls e<strong>in</strong> weiter<strong>es</strong> Stück Raum<br />

fordert und e<strong>in</strong> weiter<strong>es</strong> Kabel die Arbeitsplatte<br />

schmückt, ist leider wohl unvermeidbar.<br />

Dafür sparen wir <strong>den</strong> Wecker!<br />

Kle<strong>in</strong>er Tipp: Heiße (elektrische)<br />

Wachs m<strong>es</strong>ser und Kabelisolierungen<br />

(z.B. vom Satelliten) oder E<strong>in</strong>wegfeuer -<br />

zeuge s<strong>in</strong>d von jeher ke<strong>in</strong>e guten<br />

Freunde. Also aufpassen, wo man se<strong>in</strong><br />

Wachsm<strong>es</strong>ser h<strong>in</strong>legt, während man<br />

durch <strong>das</strong> Okular schaut.<br />

Apropos Mikroskop: B<strong>es</strong>onderen Gefallen<br />

f<strong>in</strong>det bei mir <strong>das</strong> kurze Handstück<br />

bei der Arbeit unter dem Stereomikroskop.<br />

Das ger<strong>in</strong>gere Gewicht d<strong>es</strong> QUBE<br />

Handstücks macht sich b<strong>es</strong>onders <strong>in</strong><br />

Bleistifthaltung beim Arbeiten <strong>in</strong>nerhalb<br />

von Kronen und unzugänglichen<br />

Stellen bemerkbar. Die kürzere Bauart<br />

sorgt für mehr Platz und ermöglicht e<strong>in</strong><br />

agiler<strong>es</strong> Arbeiten.<br />

1398 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Schicker Würfel<br />

Produkte<br />

Abb. 7<br />

Abb. 6<br />

Abb. 8<br />

B<strong>es</strong>onders bei längerem Arbeiten <strong>ohne</strong><br />

erforderliche Drehzahl und/oder Werkzeugwechsel<br />

ist der Tempomat e<strong>in</strong>e<br />

praktische Sache. Musste man <strong>in</strong> der<br />

Vergangenheit ständig mit dem Fuß<br />

/Knie <strong>in</strong> derselben Stellung verharren,<br />

kann man dank d<strong>es</strong> Tempomaten auch<br />

ruhig mal <strong>das</strong> „Sitz“be<strong>in</strong> wechseln,<br />

während man durchs Okular schaut. <strong>So</strong><br />

arbeitet <strong>es</strong> sich entspannter.<br />

Das Handstück bleibt lange kühl, läuft<br />

erwartungsgemäß äußerst leise und vibrationsfrei,<br />

und wird von <strong>den</strong> Geräuschen<br />

der Absauganlage bei Weitem<br />

übertönt.<br />

Jetzt wird <strong>es</strong> heiß: Direkt an die Steuere<strong>in</strong>heit<br />

wird die optionale elektrische<br />

Wachsm<strong>es</strong>serstation d<strong>es</strong> QUBE ang<strong>es</strong>chlossen.<br />

Di<strong>es</strong>e wird dann ebenfalls<br />

über <strong>den</strong> Bediensatelliten angewählt<br />

und geregelt. Im D<strong>es</strong>ign passend zum<br />

übrigen Teil d<strong>es</strong> Arbeitsplatzsystems<br />

ist sie nicht nur alle<strong>in</strong> Ständer für <strong>das</strong><br />

Wachsm<strong>es</strong>ser, sondern dient gleichzeitig<br />

als Abzieher und Aufnahme der verschie<strong>den</strong>en<br />

<strong>So</strong>n<strong>den</strong>. Der Griff d<strong>es</strong><br />

Wachsm<strong>es</strong>sers liegt gut <strong>in</strong> der Hand,<br />

die Kabel s<strong>in</strong>d recht flexibel und ermöglichen<br />

e<strong>in</strong> flott<strong>es</strong> und entspannt<strong>es</strong> Arbeiten.<br />

Bei der G<strong>es</strong>taltung der Wachsm<strong>es</strong>serstation<br />

hat man mitgedacht und<br />

dem <strong>So</strong>ckel e<strong>in</strong> Gewicht spendiert, <strong>das</strong><br />

beim Spitzenwechsel für erhöhte Standf<strong>es</strong>tigkeit<br />

sorgt.<br />

Fazit<br />

„Der Würfel hat gefallen!“<br />

All<strong>es</strong> <strong>in</strong> allem bietet <strong>das</strong> QUBE Arbeitsplatzsystem<br />

e<strong>in</strong>e Menge Innovationen<br />

am „Arbeitstisch“. QUBE vermittelt e<strong>in</strong>en<br />

wertigen E<strong>in</strong>druck verbun<strong>den</strong> mit<br />

erhöhter Ergonomie = entspannt<strong>es</strong> Arbeiten<br />

bei gewohnter Qualität.<br />

Was will man mehr? Gut gemacht,<br />

Schick Dental!<br />

n<br />

Korr<strong>es</strong>pon<strong>den</strong>zadr<strong>es</strong>se:<br />

TEETH’R’US<br />

Dental<strong>labor</strong> Ulrich Heker<br />

Ztm. Ulrich Heker<br />

Corneliastraße 17<br />

45130 Essen<br />

Telefon (02 01) 79 79 55<br />

skype: teeth.are.us<br />

Email: u.heker@arcor.de<br />

Internet: www.german.smile.<strong>in</strong>fo<br />

Nähere Angaben zum Autor f<strong>in</strong><strong>den</strong> Sie<br />

unter www.dlonl<strong>in</strong>e.de/autoren.<br />

e Abb. 6 Fußsteuerung<br />

QUBE Plus<br />

e Abb. 7 QUBE bei der<br />

Anwendung<br />

d Abb. 8 Elektrisch<strong>es</strong><br />

Wachsm<strong>es</strong>ser mit Ablage<br />

http://bit.ly/PFE5w0<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1399


Produkte<br />

Neuheiten<br />

Neuheiten · Geräte · Materialien<br />

Hersteller/Vertrieb: Shofu Dental<br />

Name: Lam<strong>in</strong>a V<strong>es</strong>t II<br />

Produkt: E<strong>in</strong>bettmasse<br />

Die neu entwickelte phosphatgebun<strong>den</strong>e<br />

E<strong>in</strong>bettmasse wurde speziell für m<strong>in</strong>imal<strong>in</strong>vasive<br />

Keramiktechniken konzipiert. Ob grazile<br />

Veneers, keramische Chips oder klassische<br />

Inlays und Onlays: Die fe<strong>in</strong>körnige Stumpfmasse<br />

sichert durch e<strong>in</strong>e her<strong>aus</strong>ragende Kanten sta -<br />

bilität und Dimensionstreue die Passgenauigkeit<br />

und Präzision der Arbeiten. Abg<strong>es</strong>timmt auf<br />

Keramiken mit e<strong>in</strong>em WAK-Bereich von 9,5-12,5<br />

(25-500 °C), kann die Schichtung sowohl mit<br />

konventioneller Metallkeramik als auch mit e<strong>in</strong>er Zirkonverblendkeramik erfolgen. Die beige Farbe ist e<strong>in</strong>e neutrale<br />

Basis, <strong>ohne</strong> die gebrannten Objekte w<strong>es</strong>entlich zu bee<strong>in</strong>flussen.<br />

i 40878 Rat<strong>in</strong>gen, Telefon (0 21 02) 86 64-0, www.shofu.de<br />

Hersteller/Vertrieb: Wieland • Name/Produkt: ZenotecWax<br />

ZenotecWax eignet sich zur Herstellung verlorener Formen für die Pr<strong>es</strong>s-, Überpr<strong>es</strong>sund<br />

Gusstechnik. Mit Hilfe der CNC-Frästechnik lässt <strong>es</strong> sich leicht verarbeiten und<br />

verbrennt rückstandsfrei. Der ger<strong>in</strong>ge Ausdehnungskoeffizient realisiert weitspannige<br />

Arbeiten <strong>ohne</strong> Ungenauigkeiten <strong>in</strong> der Passung und verh<strong>in</strong>dert mögliche<br />

Muffelsprünge. Der Fräsrohl<strong>in</strong>g ist leicht zu bearbeiten und formstabil. E<strong>in</strong><br />

gleichmäßiger Spanabtrag verm<strong>in</strong>dert Verunre<strong>in</strong>igungen der Fräsmasch<strong>in</strong>e. ZenotecWax<br />

lässt sich zur Überprüfung der Konstruktion und für die Modellation<br />

e<strong>in</strong>setzen. Die Opazität d<strong>es</strong> Materials sorgt für gute Kontraste auf der Okklusalfläche.<br />

i 75179 Pforzheim, Telefon (0 72 31) 37 05-0, www.wieland-<strong><strong>den</strong>tal</strong>.de<br />

Hersteller/Vertrieb: Zirkonzahn<br />

Name/Produkt: <strong>So</strong>ftware-Modul zur Herstellung von Eierschalenprovisorien<br />

Für <strong>das</strong> CAD/CAM System 5-TEC von Zirkonzahn steht e<strong>in</strong> neu<strong>es</strong> <strong>So</strong>ftware-Modul zur Herstellung von Eierschalenprovisorien<br />

zur Verfügung. Damit lassen sich Vorabprovisorien <strong>aus</strong> verschie<strong>den</strong>en Kunststoffmaterialien schnell,<br />

e<strong>in</strong>fach und <strong>in</strong> ansprechender Ästhetik und Qualität fertigen. Hierfür wird die Mundsituation entweder über <strong>das</strong><br />

Situationsmodell oder per Intraoralkamera e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>cannt.<br />

Die Scandaten wer<strong>den</strong> <strong>in</strong> die <strong>So</strong>ftware gela<strong>den</strong>, <strong>in</strong> der man<br />

die Zähne virtuell b<strong>es</strong>chleift. Mit dem Freiformtool oder<br />

durch importierbare Zahnformen <strong>aus</strong> der Bibliothek wer<strong>den</strong><br />

die gewünschten Zwischenglieder virtuell g<strong>es</strong>taltet.<br />

Präparationstiefe, Präparationsart und Wandstärke s<strong>in</strong>d<br />

modifizierbare Parameter. Mit e<strong>in</strong>er Wandstärke von m<strong>in</strong>d<strong>es</strong>tens<br />

0,3mm können die Provisorien hauchdünn konstruiert<br />

und dadurch sehr gut im Mund angepasst wer<strong>den</strong>.<br />

i 39030 Gais/Südtirol (Italien)<br />

Telefon +39 04 74 06 66 60, www.zirkonzahn.com<br />

1400 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Neuheiten<br />

Produkte<br />

Hersteller/Vertrieb: primotec • Name: Joker • Produkt: Schweißassistent<br />

Egal ob beim Schweißen getrennter Implantatbrücken, e<strong>in</strong>er e<strong>in</strong>fachen Modellgusserweiterung oder beim Reparaturschweißen<br />

e<strong>in</strong><strong>es</strong> gebrochenen UK-Bügels – Joker verhilft durch e<strong>in</strong>e stabile Fixierung d<strong>es</strong> Werkstück<strong>es</strong><br />

zu e<strong>in</strong>em perfekten passiven Sitz der Arbeit. Joker kann mit se<strong>in</strong>en bei<strong>den</strong> Fixierspitzen <strong>in</strong>dividuell auf <strong>das</strong> Werkstück<br />

e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>tellt und direkt mit <strong>den</strong> primotec phaser Schweißgeräten<br />

verbun<strong>den</strong> wer<strong>den</strong>. Problemlos kann <strong>das</strong> so fixierte<br />

Werkstück auch während d<strong>es</strong> Schweißvorgangs vom Modell abgehoben<br />

und verzugfrei fertig g<strong>es</strong>chweißt wer<strong>den</strong>. Mitgelieferte<br />

Kunststoffspitzen können <strong>in</strong> <strong>den</strong> im Labor verwendeten<br />

Legierungen gegossen wer<strong>den</strong>. <strong>So</strong> wird ke<strong>in</strong> artfremd<strong>es</strong> Material<br />

<strong>in</strong> <strong>das</strong> Werkstück e<strong>in</strong>gebracht. Geliefert wird der Schweißassistent<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Aufbewahrungsbox, mit primotec phaser Anschlusskabel,<br />

zwei gegossenen CoCr-Spitzen, zwölf Kunststoffspitzen<br />

und Anleitung.<br />

i 61348 Bad Homburg, Telefon (0 61 72) 99 77 0-0<br />

www.primogroup.de<br />

Hersteller/Vertrieb: Goldquadrat<br />

Name: Palladiumgold 16<br />

Produkt: Goldhaltige Palladium-Basis-Legierung<br />

Die keramik- und kunststoffverblendfähige Legierung eignet sich zur Herstellung<br />

von Kronen, kle<strong>in</strong>en und großen Brücken, für die Fräs-Konus-Tel<strong>es</strong>koptechnik<br />

und für Modellguss. Trotz e<strong>in</strong><strong>es</strong> Goldanteils von 15 Prozent ist Palladiumgold<br />

16 e<strong>in</strong>e sehr gute Alternative zu NEM. Sie ist preiswert und herkömmlich verblendbar.<br />

Auch ihr niedrig<strong>es</strong> spezifisch<strong>es</strong> Gewicht bietet Preisvorteile. Zeit<br />

und Geld spart man aber vor allem dank der niedrigen Arbeitstemperatur und<br />

der guten Löteigenschaften. Das helle Oxid garantiert e<strong>in</strong>e hohe Ästhetik bei der<br />

Verblendung. Für Zahnarzt und Patient stehen Qualitätszertifikat, Legierungsdatenblatt<br />

und Legierungskarte zur Verfügung.<br />

i 30165 Hannover, Telefon (05 11) 44 98 97-0, www.goldquadrat.de<br />

Hersteller/Vertrieb: Heimerle und Meule<br />

Name: Inspiration<br />

Produkt: Keramikmassen<br />

Die zwei-phasige Leucit-Glaskeramik wurde um drei<br />

Keramikmassen erweitert.<br />

Modifier HF dient als optischer Aufheller und lässt<br />

sich mit allen Keramikpulvern von Inspiration mischen.<br />

<strong>So</strong> entsteht mit e<strong>in</strong>er Schneidemasse e<strong>in</strong>e leichte Trübung<br />

für e<strong>in</strong> transluzent<strong>es</strong> Ersche<strong>in</strong>ungsbild. In Komb<strong>in</strong>ation<br />

mit Effektschnei<strong>den</strong> erzeugt Modifier HF<br />

Lichtbrechungen, die an der Zahnoberfläche zur Geltung<br />

kommen.<br />

Selbst bei der Pr<strong>es</strong>s-Schichttechnik SO und ST bewirkt <strong>es</strong> e<strong>in</strong>e höhere Fluor<strong>es</strong>zenz.<br />

Die Massen Transparent gelb und Transparent braun erzielen prägnante Farbgebungen, die b<strong>es</strong>onders bei abrasiven<br />

Zähnen für natürliche Ergebnisse sorgen. Alle Produkte s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> 20-Gramm-Dosen portioniert.<br />

i 75179 Pforzheim, Telefon (08 00) 1 35 89 50, www.heimerle-meule.com<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1401


Wissen<br />

Königsdiszipl<strong>in</strong> Keramik<br />

International<strong>es</strong> Experten-Symposium von Ivoclar Viva<strong>den</strong>t<br />

Königsdiszipl<strong>in</strong> Keramik<br />

Während d<strong>es</strong> „Internationalen Symposiums“ von Ivoclar Viva<strong>den</strong>t <strong>in</strong><br />

Berl<strong>in</strong> ließen sich 750 Teilnehmer von der Lei<strong>den</strong>schaft der Vortragen<strong>den</strong><br />

für vollendete Ästhetik anstecken. Bei der Fortbildungsveranstaltung im<br />

September stellten 14 weltweit führende Referenten ihre Konzepte vor.<br />

e Im „Kosmos“-Komplex<br />

<strong>in</strong> der Berl<strong>in</strong>er Innenstadt<br />

g<strong>in</strong>g <strong>es</strong> um Vollkeramik und<br />

Implantatprothetik<br />

Das Thema „Wenn Vollkeramik<br />

auf Implantatprothetik trifft“ ist<br />

<strong>in</strong> der Branche national wie <strong>in</strong>ternational<br />

von größtem Inter<strong>es</strong>se. <strong>So</strong><br />

kam e<strong>in</strong> Drittel der Referenten <strong>aus</strong><br />

Deutschland; alle anderen waren <strong>aus</strong><br />

der ganzen Welt angereist – <strong>aus</strong> New<br />

York, São Paulo, Israel oder Tokio. Beim<br />

Teilnehmerkreis wur<strong>den</strong> 37 Nationalitäten<br />

gezählt. Entsprechend bot der<br />

Veranstalter Simultanübersetzungen <strong>in</strong><br />

acht Sprachen an.<br />

Meisterliche Vollkeramik-<br />

Konzepte<br />

Viele Zuhörer hatten g<strong>es</strong>pannt auf <strong>das</strong><br />

Moderatorenduo Dr. Christian Coachman<br />

und Dr. Eric von Dooren gewartet.<br />

Ersterer, Dozent, Zahnarzt und Zahntechniker<br />

<strong>in</strong> São Paulo, hat <strong>das</strong> „Digital<br />

Smile D<strong>es</strong>ign“ entwickelt – die konsequente<br />

Schritt-Folge zur def<strong>in</strong>itiven<br />

Vollkeramik-R<strong>es</strong>tauration –, <strong>das</strong> er nun<br />

vorstellte.<br />

Dr. Eric van Doreen, Gastprof<strong>es</strong>sor an<br />

zwei europäischen Universitäten mit<br />

Praxis <strong>in</strong> Antwerpen, schilderte die Realisierung<br />

di<strong>es</strong><strong>es</strong> Konzepts an e<strong>in</strong>em<br />

Implantatfall. Dazu verwendete er die<br />

Komponenten d<strong>es</strong> IPS e.max-Vollkeramiksystems.<br />

Di<strong>es</strong>e erfüllen se<strong>in</strong>e ästhetischen<br />

Ansprüche bei gleichzeitiger<br />

Effizienz: Die Materialien s<strong>in</strong>d aufe<strong>in</strong>ander<br />

abg<strong>es</strong>timmt, und die Lichteigenschaften<br />

gleichen <strong>den</strong>en e<strong>in</strong><strong>es</strong> natürlichen<br />

Zahns.<br />

Auf dem Symposium bekam vor allem<br />

die Glaskeramik Lithium-Disilikat (LS2)<br />

d<strong>es</strong> IPS e.max-Systems viel Zuspruch.<br />

Sie lässt sich im CAD/CAM-Verfahren<br />

schleifen oder <strong>in</strong> der Muffel pr<strong>es</strong>sen.<br />

1402 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Königsdiszipl<strong>in</strong> Keramik<br />

Wissen<br />

Der Zahntechniker August Bruguera,<br />

Referent mit Schulungs<strong>labor</strong> <strong>in</strong> Barcelona,<br />

möchte auf die Pr<strong>es</strong>skeramik<br />

nicht mehr verzichten.<br />

Die Versorgung kann nach der Vorlage,<br />

zum Beispiel e<strong>in</strong>em Wax-up, detailgenau<br />

und schrumpffrei herg<strong>es</strong>tellt wer<strong>den</strong>. Mittels<br />

unterschiedlicher Optionen vom monolithischen<br />

E<strong>in</strong>satz bis h<strong>in</strong> zur CAD-on-<br />

Technik lässt sich <strong>das</strong> manuelle Verblen<strong>den</strong><br />

von Zirkoniumoxid mit<br />

e<strong>in</strong>hergehendem Chipp<strong>in</strong>g-Risiko umgehen.<br />

Dr. Andreas Kurbad, <strong>in</strong>ternational tätiger<br />

Referent mit eigener Praxis <strong>in</strong> Viersen,<br />

fasz<strong>in</strong>ierte die Zuschauer mit Bildern<br />

der LS2- sowie anderen Vollkeramik-R<strong>es</strong>taurationen<br />

von überzeugender<br />

Schönheit. „Ich b<strong>in</strong> stolz darauf, Zahnarzt<br />

zu se<strong>in</strong>!“, sagte er. „Ich verändere<br />

die Zähne d<strong>es</strong> Patienten und se<strong>in</strong> ganz<strong>es</strong><br />

Leben.“<br />

Bei der Implantatprothetik für zahnlose<br />

Patienten zeigte Ztm. Andreas Kunz<br />

ebenso e<strong>in</strong>drucksvolle Ergebnisse. Der<br />

Berl<strong>in</strong>er hat e<strong>in</strong>en umfassen<strong>den</strong> Workflow<br />

bis h<strong>in</strong> zur patientengerechten<br />

Zahn<strong>aus</strong>wahl entwickelt, der von Anfang<br />

bis Ende Effizienz verspricht und<br />

langfristige Haltbarkeit und Ästhetik<br />

zum Ziel hat.<br />

Haltbarkeit<br />

der Lithium-Disilikate<br />

E<strong>in</strong>ige Referenten legten <strong>den</strong> Schwerpunkt<br />

ihrer Vorträge auf die Haltbarkeit<br />

und Langzeitbewährung der Vollkeramik<br />

und <strong>in</strong>sb<strong>es</strong>ondere Lithium-Disilikat.<br />

e Dr. Christian Coachman, São Paulo, brachte <strong>den</strong><br />

750 Teilnehmern se<strong>in</strong> Konzept d<strong>es</strong> „Digital Smile<br />

D<strong>es</strong>ign“ näher<br />

e Zahntechniker August Bruguera, Barcelona, zählte<br />

die Vorteile der Pr<strong>es</strong>stechnik auf<br />

e Ztm. Andreas Kunz <strong>aus</strong> Berl<strong>in</strong> hatte di<strong>es</strong>mal die<br />

kürz<strong>es</strong>te Anreise zum Kongr<strong>es</strong>s. Auch er arbeitet<br />

<strong>in</strong>ternational.<br />

Prof<strong>es</strong>sor Van P. Thompson, Inhaber<br />

d<strong>es</strong> Lehrstuhls für Biomaterialien und<br />

Biomimetik am New York University College<br />

of Dentistry, wi<strong>es</strong> nach, <strong>das</strong>s LS2 <strong>in</strong><br />

Belastungs- und Ermüdungst<strong>es</strong>ts b<strong>es</strong>ser<br />

abschnitt als Metallkeramik. Prof<strong>es</strong>sor<br />

Dr. Matthias Kern, Direktor der<br />

Kl<strong>in</strong>ik für Zahnärztliche Prothetik an der<br />

Universität Kiel und Präsi<strong>den</strong>t der<br />

DGPro, fand <strong>in</strong> se<strong>in</strong>en kl<strong>in</strong>ischen Studien<br />

für LS2-Kronen und Brücken Zehn-<br />

Jahr<strong>es</strong>-Überlebensraten von 89 Prozent.<br />

Di<strong>es</strong>e Quote liegt im Bereich von Metallkeramik.<br />

Es geht weiter<br />

Nachdem <strong>das</strong> Symposium mit so vielen<br />

renommierten Referenten <strong>das</strong> Auditorium<br />

<strong>in</strong> Spannung hielt, brachte Josef<br />

Richter, Mitglied der G<strong>es</strong>chäftsleitung<br />

von Ivoclar Viva<strong>den</strong>t, e<strong>in</strong>e willkommene<br />

Nachricht. Von nun an soll die Veranstaltung<br />

im Zwei-Jahr<strong>es</strong>-Rhythmus<br />

stattf<strong>in</strong><strong>den</strong>, und zwar immer <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er anderen<br />

europäischen Metropole. n<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1403


Wissen<br />

„Der Zeitgeist heißt Individualität“<br />

Interview mit Ztm. Andreas Kunz<br />

„Der Zeitgeist heißt<br />

Individualität“<br />

Das Expertensymposium<br />

von Ivoclar Viva<strong>den</strong>t <strong>in</strong><br />

Berl<strong>in</strong> (siehe Seite 1402 f)<br />

war für Andreas Kunz e<strong>in</strong><br />

„Heimspiel“. Wir<br />

unterhielten uns mit dem<br />

Zahntechnikermeister<br />

über die Haupt<strong>aus</strong>sagen<br />

se<strong>in</strong><strong>es</strong> Vortrags.<br />

dl: Was wollten Sie bei der Veranstaltung<br />

<strong>den</strong> Zuhörern und speziell <strong>den</strong><br />

Zahntechnikern unter ihnen mitgeben?<br />

Andreas Kunz: Der Zeitgeist heißt Individualität.<br />

Wir müssen erkennen, mit<br />

welchem Patienten wir <strong>es</strong> zu tun haben.<br />

Es geht darum, e<strong>in</strong>e zu ihm passende<br />

<strong>in</strong>dividuelle Lösung zu erarbeiten, funktionell<br />

und ästhetisch. Dazu ist <strong>in</strong> erster<br />

L<strong>in</strong>ie die zahnärztlich-zahntechnische<br />

Zusammenarbeit gefordert.<br />

dl: Welche Erfahrungen haben Sie mit<br />

Teamwork gemacht?<br />

Andreas Kunz: In der ästhetischen Zone<br />

und bei komplexen implantatprothetischen<br />

R<strong>es</strong>taurationen bewährt<br />

sich e<strong>in</strong> <strong>aus</strong>gefeilt<strong>es</strong> Konzept von der<br />

Planung bis zur def<strong>in</strong>itiven E<strong>in</strong>gliederung.<br />

Dazu gehört auch die gute<br />

Schnittstellen-Def<strong>in</strong>ition und Arbeitse<strong>in</strong>teilung<br />

zwischen Praxis und Labor.<br />

Bei manchen Themen lohnt sich e<strong>in</strong> höherer<br />

Zeite<strong>in</strong>satz – bei der ästhetischen<br />

Analyse zum Beispiel, damit die folgen<strong>den</strong><br />

Arbeitsschritte hochqualitativ<br />

gel<strong>in</strong>gen und sich flüssig <strong>ohne</strong> Umwege<br />

g<strong>es</strong>talten. In me<strong>in</strong>em Labor wirkt sich<br />

der Qualitäts-, Effizienz- und Teamwork-<br />

Gedanke bis h<strong>in</strong> zur Raume<strong>in</strong>teilung<br />

<strong>aus</strong>.<br />

dl: Was ist außerdem noch wichtig?<br />

Andreas Kunz: Die überlegte Produktund<br />

Materialwahl. E<strong>in</strong> Beispiel: Wir wissen,<br />

<strong>das</strong>s sich auf Implantaten acht- bis<br />

zehnfach höhere Kaukräfte entwickeln<br />

als auf natürlichen Wurzeln. Wir Zahntechniker<br />

müssen Materialien e<strong>in</strong>setzen<br />

und e<strong>in</strong>e G<strong>es</strong>taltung der Rekonstruktion<br />

wählen, die dem Rechnung<br />

trägt. Es s<strong>in</strong>d jetzt Konfektionszähne<br />

auf dem Markt, die durch ihre Zusammensetzung<br />

und Herstellmethode <strong>den</strong><br />

g<strong>es</strong>teigerten Kaudruck berücksichtigen<br />

– wie die Zähne Phonar<strong>es</strong> II von Ivoclar<br />

Viva<strong>den</strong>t mit hochgefülltem Nanohybrid-Composite<br />

NHC. Daneben ist für<br />

mich die Individualisierbarkeit mit Laborkomposit<br />

unabd<strong>in</strong>gbar. Zurück zum<br />

Generellen: Um der Produkt- und Materialwahl<br />

e<strong>in</strong>e Richtung zu geben, brauchen<br />

wir Zahntechniker e<strong>in</strong> B<strong>es</strong>timmungssystem.<br />

Ich habe e<strong>in</strong> Konzept<br />

<strong>aus</strong>gearbeitet, nach dem ich leicht von<br />

der Indikation zur <strong>in</strong>dividuell adäquaten<br />

Lösung komme.<br />

dl: Wie haben Sie di<strong>es</strong><strong>es</strong> Konzept <strong>in</strong> Ihrem<br />

Vortrag ang<strong>es</strong>prochen?<br />

Andreas Kunz: Ich habe komplexe implantatprothetische<br />

R<strong>es</strong>taurationen <strong>in</strong><br />

<strong>den</strong> Vordergrund g<strong>es</strong>tellt. Hier müssen<br />

auf <strong>den</strong> Patienten bezogene Entscheidungen<br />

wie „f<strong>es</strong>tsitzend/bed<strong>in</strong>gt abnehmbar“<br />

oder „verschraubt/zementiert“<br />

gefällt sowie die Zahnform b<strong>es</strong>timmt<br />

wer<strong>den</strong>. In di<strong>es</strong>em Bereich hat<br />

auch die Material- beziehungsweise<br />

Verfahrensfrage ihren Platz: „Wenn Vollkeramik,<br />

dann Zirkoniumdioxid, Lithium-Disilikat?“<br />

–„Monolithisch <strong>aus</strong> dem<br />

CAD/CAM; Gerüst mit manueller Verblendung<br />

oder CAD-on; Pr<strong>es</strong>stechnik?“<br />

Im Team Zahnarzt-Zahntechniker-Patient<br />

muss di<strong>es</strong> abgewogen wer<strong>den</strong>,<br />

dann folgt die Umsetzung <strong>in</strong> E<strong>in</strong>klang<br />

mit der G<strong>es</strong>ichtsharmonie und Funktion.<br />

Andere B<strong>es</strong>timmungsstücke s<strong>in</strong>d<br />

beispielsweise die Hygienefähigkeit<br />

und Phonetik.<br />

dl: Was hat Ihnen an di<strong>es</strong>em Symposium<br />

am b<strong>es</strong>ten gefallen?<br />

Andreas Kunz: Die Begegnung von<br />

Zahnarzt und Zahntechniker auf Augenhöhe<br />

habe ich b<strong>es</strong>onders g<strong>es</strong>chätzt.<br />

Die Vorträge haben sich an beide Berufsgruppen<br />

gleichermaßen gerichtet<br />

und <strong>das</strong> geme<strong>in</strong>same Arbeiten für die<br />

Rehabilitation d<strong>es</strong> Patienten hervorgehoben.<br />

Die g<strong>es</strong>childerten Abläufe bezogen<br />

beide e<strong>in</strong>, jeweils mit ihrer spezifischen<br />

Kompetenz.<br />

n<br />

1404 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


[Das aktuelle Buch]<br />

<strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong>-Adr<strong>es</strong>sbuch 2013/2014<br />

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DAS Nachschlagewerk mit Adr<strong>es</strong>sen der gewerblichen zahntechnischen Laboratorien<br />

<strong>in</strong> Deutschland. Alle Angaben s<strong>in</strong>d aktualisiert und wer<strong>den</strong> nach Bund<strong>es</strong>ländern<br />

sowie Orten aufgelistet, wobei die <strong>So</strong>rtierung <strong>in</strong>nerhalb der Orte<br />

gleichfalls alphabetisch erfolgt. In e<strong>in</strong>em <strong>So</strong>nderteil stellen sich auch di<strong>es</strong>mal<br />

wieder e<strong>in</strong>zelne Labore vor, damit der L<strong>es</strong>er möglichst schnell e<strong>in</strong> qualifiziert<strong>es</strong><br />

Meister<strong>labor</strong> f<strong>in</strong>det.<br />

<strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong>-Adr<strong>es</strong>sbuch 2013/2014<br />

Verlag Neuer Merkur<br />

ISBN 978-3-95409-002-0 • 24,90 €<br />

ca. 400 Seiten • kartoniert • 1. Auflage 2012<br />

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Telefon (0 79 53) 88 36 91 • E-Mail buchb<strong>es</strong>tellung@fachbuchdirekt.de<br />

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Term<strong>in</strong>e<br />

Veranstaltungs-F<strong>in</strong>der<br />

Veranstaltungs-F<strong>in</strong>der<br />

Ausführlichere Informationen zu <strong>den</strong> hier aufgeführten Veranstaltungen f<strong>in</strong><strong>den</strong> Sie im Internet unter www.dlonl<strong>in</strong>e.de <strong>in</strong> der Rubrik ‹Term<strong>in</strong>e›<br />

Thema Term<strong>in</strong> Ort Preise <strong>in</strong> Euro Veranstalter<br />

Fräszentrum Rhe<strong>in</strong>/Ruhr GmbH, Innovative 07.11. Essen kostenlos 3M ESPE<br />

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EM/M03 Keramik ADVANCED I (CC/ZIF) 09.11.-10.11. Hamburg 840,00 Amann Girrbach GmbH<br />

ZTM Peter Biekert (0 72 31) 957-221<br />

EMS/M05 Verblendung nach Maier III (CC) 09.11.-10.11. Essen 950,00 www.amanngirrbach.com<br />

ZTM Joachim Maier<br />

EM/M01 – Oberfläche und Textur 09.11. Dr<strong>es</strong><strong>den</strong> 450,00<br />

Bertrand Thiévent<br />

EM/M01 – Oberfläche und Textur 10.11. Dr<strong>es</strong><strong>den</strong> 450,00<br />

Bertrand Thiévent<br />

FMD/M12 CAD-CAM ADVANCED VI, Ceramill 15.11.-16.11. Pforzheim 450,00<br />

Vollkeramik – sicherer Umgang mit Ceramill ZOLID<br />

ZT Romy Göhler<br />

FMD/M08 CAD-CAM ADVANCED V, 16.11.-17.11. Deggendorf 850,00<br />

Zirkonoxid-Doppelkronentechnik mit NEM<br />

Sekundärgerüst<br />

ZTM Volkmar Schmidt<br />

MM/M05-Okklusionslehre ADVANCED 16.11.-17.11. München 850,00<br />

ZTM Stefan Schunke<br />

EM/M03 Keramik ADVANCED I (CC/ZIF) 23.11.-24.11. Pforzheim 840,00<br />

ZTM Peter Biekert<br />

FMA/M01 Kopierfräsen – BASIC (analoge Proz<strong>es</strong>skette) auf Anfrage Pforzheim 240,00<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M01 CAD-CAM Basic (digitale Proz<strong>es</strong>skette) auf Anfrage Pforzheim & 390,00<br />

AG-Referenten<br />

Koblach<br />

FMD/M02 CAD-CAM Basic, Ad<strong>den</strong>dum Motion auf Anfrage Pforzheim & 650,00<br />

(digitale Proz<strong>es</strong>skette)<br />

Koblach<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M03 CAD-CAM ADVANCED I, Grundkenntnisse auf Anfrage Pforzheim 490,00<br />

Abutmentsoftware<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M04 Web<strong>in</strong>ar CAD-CAM ADVANCED I, auf Anfrage Onl<strong>in</strong>e 225,00<br />

Grundkenntnisse Abutmentsoftware<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M05 Web<strong>in</strong>ar CAD-CAM ADVANCED IV, <strong>in</strong>dividual auf Anfrage Onl<strong>in</strong>e 160,00/Std.<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M09 Web<strong>in</strong>ar CAD-CAM ADVANCED II, auf Anfrage Onl<strong>in</strong>e 180,00<br />

<strong>So</strong>ftware-Update Tel<strong>es</strong>kopmodul<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M10 Web<strong>in</strong>ar CAD-CAM ADVANCED III, auf Anfrage Onl<strong>in</strong>e 180,00<br />

Virtueller Artikulator „Ceramill Artex ® “<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M11 Web<strong>in</strong>ar CAD-CAM Basic II, Motion 2 auf Anfrage Onl<strong>in</strong>e 180,00<br />

AG-Referenten<br />

Okklusionskonzepte – der rationelle Weg zur 03.12.-04.12. Bremen 290,00 BEGO<br />

funktionalen Kaufläche<br />

Bremer Goldschlägerei<br />

Doppelkronen-Workshop – 10.12.-11.12. Bremen 290,00 (04 21) 2 02 83 72<br />

wahlweise mit WiroFix oder friktiv<br />

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Topfit zur G<strong>es</strong>ellenprüfung – Generalprobe mit 07.01.-11.01. Bremen 200,00<br />

Modellgussgerüst, Brücke, Tel<strong>es</strong>kop<br />

Systemmodellguss – von Beg<strong>in</strong>n an perfekt! 15.01.-16.01. Bremen 180,00<br />

Praktische E<strong>in</strong>führung für Anfänger<br />

Modellguss Fortg<strong>es</strong>chrittenen Kursus I – 13.02.-15.02. Bremen 280,00<br />

komplizierte OK und UK-Klammerproth<strong>es</strong>en<br />

Systemmodellguss – von Beg<strong>in</strong>n an perfekt! 04.03.-05.03. Bremen 180,00<br />

Praktische E<strong>in</strong>führung für Anfänger<br />

Modellguss Fortg<strong>es</strong>chrittenen Kursus I – 25.03.-28.03. Bremen 280,00<br />

komplizierte OK und UK-Klammerproth<strong>es</strong>en<br />

Topfit zur G<strong>es</strong>ellenprüfung – Generalprobe mit 22.04.-26.04. Bremen 200,00<br />

Modellgussgerüst, Brücke, Tel<strong>es</strong>kop<br />

1406 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Veranstaltungs-F<strong>in</strong>der<br />

Term<strong>in</strong>e<br />

Thema Term<strong>in</strong> Ort Preise <strong>in</strong> Euro Veranstalter<br />

BEGO Medical Workshop – CAD/CAM für E<strong>in</strong>steiger 23.11. Unterschleißheim 59,00 BEGO Medical GmbH<br />

ZTM Karl Adt, ZTM Andreas Röthig<br />

BEGO Niederlassung<br />

Unterschleißheim<br />

(0 89) 3 21 55-311<br />

www.bego-medical.de<br />

Ausführliche H<strong>in</strong>weise f<strong>in</strong><strong>den</strong> Sie auf <strong>unsere</strong>r Webseite www.bego-medical.de<br />

Abformung – aber richtig! Term<strong>in</strong> auf vor Ort 99,00 bre<strong>den</strong>t GmbH Co. KG<br />

Sab<strong>in</strong>e Rißmann Anfrage (0 73 09) 8 72-616<br />

Präzisionsguss auf Implantat-, Tel<strong>es</strong>kop- und Term<strong>in</strong> auf vor Ort 900,00 www.bre<strong>den</strong>t.com<br />

Stegarbeiten<br />

Anfrage<br />

ZT Ulrich Bremerich, ZT Mart<strong>in</strong> Schulz<br />

Gießtechnik nach Sabath; Modul 01/E<strong>in</strong>steigerkurs Term<strong>in</strong> auf vor Ort 1132,00<br />

Andreas Sabath<br />

Anfrage<br />

Gießtechnik nach Sabath; Modul 02/Expertenkurs Term<strong>in</strong> auf vor Ort 2037,00<br />

Andreas Sabath<br />

Anfrage<br />

Ästhetische Her<strong>aus</strong>forderungen <strong>in</strong> der Composite Term<strong>in</strong> auf vor Ort 445,00<br />

Verblendtechnik lösen<br />

Anfrage<br />

ZTM Michael Borghorst, ZTM Gunnar Dietz,<br />

ZTM Oliver He<strong>in</strong>zmann , ZT Lars Osemann<br />

SKYplanX/Hands-on und <strong>So</strong>ftware Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>g Term<strong>in</strong>e auf vo Ort 350,00<br />

Jörg Keßler<br />

Anfrage<br />

visio.lign auf f<strong>es</strong>tsitzen<strong>den</strong> und Term<strong>in</strong> auf vor Ort 185,00<br />

her<strong>aus</strong>nehmbaren Suprakonstruktionen<br />

Anfrage<br />

ZT Stephan Adler (ProFor Mitglied)<br />

Herstellung e<strong>in</strong>er <strong>So</strong>fortversorgungen Term<strong>in</strong> auf Sen<strong>den</strong> 850,00<br />

Stephan Adler<br />

Anfrage<br />

Details zu Kosten und Fortbildungspunkten entnehmen Sie bitte dem Kursprogramm oder <strong>unsere</strong>r Homepage www.bre<strong>den</strong>t.com<br />

SKY fast & fixed/F<strong>es</strong>te Zähne – sofort! 01.12. Landsberg am 950,00 bre<strong>den</strong>t medical GmbH<br />

Dr. Georg Bayer, Dr. Frank Kistler Lech Co. KG<br />

HELBO-Therapie: Blutende Zahnfleischtaschen 05.12. München 79,00 (0 73 09) 8 72-616<br />


Term<strong>in</strong>e<br />

Veranstaltungs-F<strong>in</strong>der<br />

Thema Term<strong>in</strong> Ort Preise <strong>in</strong> Euro Veranstalter<br />

Rechnen Sie mit Wachstum – die richtige 14.11. Isman<strong>in</strong>g 149,00 DeguDent GmbH<br />

Abrechnung zahntechnischer Leistungen (0 6181) 59-5915<br />

Uwe Koch, GO-ZAKK, Willich<br />

www.degu<strong>den</strong>t.de<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 15.11.-16.11. Berl<strong>in</strong> 398,00<br />

SystemTM 2012<br />

ZTM Andrea Schlicht<strong>in</strong>g, DeguDent GmbH<br />

Natürliche Zähne statt Kronen (Morphologie, 15.11.-16.11. Stuttgart 295,00<br />

Oberflächen, Textur)<br />

ZT Yamen Chaban, DeguDent GmbH<br />

Aufwachstechnik als Basis und Wegbereiter im 19.11. Isman<strong>in</strong>g 295,00<br />

CAD/CAM-Zeitalter<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

L<strong>es</strong>sons with love – Cercon ® ceram love, 20.11. Düsseldorf 295,00<br />

Duceragold ® love und Duceram ®<br />

ZTM Werner Gotsch, Marktleuthen<br />

Rationelle Front- und Seitenzahnkeramik mit <strong>den</strong> 20.11. Isman<strong>in</strong>g 295,00<br />

Keramik-Systemen Kiss und love<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

Rechnen Sie mit Wachstum – die richtige 21.11. Hannover 149,00<br />

Abrechnung zahntechnischer Leistungen<br />

Uwe Koch, GO-ZAKK, Willich<br />

In:joy the Kiss - Keramik meets Komposit 22.11. Hannover 149,00<br />

ZTM Andrea Schlicht<strong>in</strong>g, DeguDent GmbH<br />

Rationelle Front- und Seitenzahnkeramik mit <strong>den</strong> 22.11. Berl<strong>in</strong> 295,00<br />

Keramik-Systemen Kiss und love<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

Veneer-Spezial - Variationen der Veneer-Technik 26.11. Berl<strong>in</strong> 395,00<br />

ZTM Jürgen Braunwarth, Stuttgart<br />

Aufwachstechnik als Basis und Wegbereiter im 26.11. Hannover 295,00<br />

CAD/CAM-Zeitalter<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

Das Kiss ® -Konzept: „All <strong>in</strong> one“ 27.11. Berl<strong>in</strong> 395,00<br />

ZTM Jürgen Braunwarth, Stuttgart<br />

Rationelle Front- und Seitenzahnkeramik mit <strong>den</strong> 27.11. Hannover 295,00<br />

Keramik-Systemen Kiss und love<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

CAD/CAM-Basis-Workshop Cercon ® eye/Cercon ® art 27.11. Hanau 98,00<br />

ZTM Ansger Volke, DeguDent GmbH<br />

Aufwachstechnik als Basis und Wegbereiter im 28.11. Hamburg 295,00<br />

CAD/CAM-Zeitalter<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 28.11.-29.11. Hanau 398,00<br />

SystemTM 2012<br />

ZTM Ansger Volke, DeguDent GmbH<br />

Handwerk Keramik – Back to the roots Mit 29.11.-30.11. Isman<strong>in</strong>g 295,00<br />

fundamentalen Wissen und Struktur zum Erfolg<br />

ZTM Joachim Wille, DeguDent GmbH<br />

Rationelle Front- und Seitenzahnkeramik mit <strong>den</strong> 29.11. Düsseldorf 295,00<br />

Keramik-Systemen Kiss und love<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

Detaillierte B<strong>es</strong>chreibungen f<strong>in</strong><strong>den</strong> Sie auf <strong>unsere</strong>r Website www.degu<strong>den</strong>t.de unter der Rubrik „Fortbildung und Veranstaltungen“.<br />

E<strong>in</strong>stückgusskurs – e<strong>in</strong>fach und sicher 09.11.-10.11. Dieburg (bei 449,00 Dentaurum GmbH & Co. KG<br />

ZTM Carsten Haake Frankfurt) (0 72 31) 803-470<br />

Metallverb<strong>in</strong>dungen <strong>in</strong> der Kieferorthopädie: 16.11. Ispr<strong>in</strong>gen 219,00 www.<strong>den</strong>taurum.de<br />

Laser (Phaser)-Schweißen und Löten<br />

ZT Thomas Braun<br />

Suchen Sie nicht <strong>den</strong> Himmel ab – Ihre Sterne 17.11. Petershagen 249,00<br />

s<strong>in</strong>d schon da: Tel<strong>es</strong>kope <strong>aus</strong> EMF<br />

ZTM Ulrich Darlath, ZT Stephan Weng<br />

Fordern Sie unser Kursbuch 2013 unter www.<strong>den</strong>taurum.de an!<br />

OP-Marathon mit 5 Live-Ops 10.11. Kl<strong>in</strong>genberg 390,00 Dentaurum Implants GmbH<br />

Dr. Thomas Bretz, Dr. Manfred <strong>So</strong>ntheimer (0 72 31) 803-470<br />

S<strong>in</strong>usbo<strong>den</strong>elevationen und augmentative 17.11. Henstedt-Ulzburg 435,00 www.<strong>den</strong>taurum.de<br />

Techniken mit Live-Ops<br />

Dr. Daniel Schulz<br />

Welche Versorgung ist die B<strong>es</strong>te für me<strong>in</strong>en Patienten? 24.11. Rhauderfehn 150,00<br />

Jens Goepel<br />

Anatomie und operative Techniken – 24.11. München 460,00<br />

e<strong>in</strong> Implantationskurs an Humanpräparaten<br />

Prof. Dr. Kl<strong>aus</strong>-U. Benner, Dr. Manfred <strong>So</strong>ntheimer<br />

Weichgewebshandl<strong>in</strong>g: 01.12. Bickenbach 295,00<br />

Das e<strong>in</strong>fache, <strong>das</strong> schwer zu machen ist.<br />

Dr. Wolfgang Kühnel<br />

1408 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Veranstaltungs-F<strong>in</strong>der<br />

Term<strong>in</strong>e<br />

Thema Term<strong>in</strong> Ort Preise <strong>in</strong> Euro Veranstalter<br />

E<strong>in</strong>steiger Workshop Ceramco iC 15.11. Stuttgart 195,00 DENTSPLY DeguDent GmbH<br />

Zt. Burkhard Maaß (0 61 81) 59 -59 76<br />

Ceramco iC meets <strong>in</strong>:joy&Genios 16.11. Stuttgart 299,00 www.<strong>den</strong>tsply-degu<strong>den</strong>t.de<br />

Ztm Janusch Kipka<br />

E<strong>in</strong>steiger Workshop Ceramco iC 07.12. Stuttgart 195,00<br />

Ztm. Udo Waniek<br />

Ausführliche Informationen f<strong>in</strong><strong>den</strong> Sie auf <strong>unsere</strong>r Website www.<strong>den</strong>tsply-degu<strong>den</strong>t.de<br />

Die Klammermodellgussproth<strong>es</strong>e 07.11.-08.11. Essen 495,00 FUNDAMENTAL<br />

ZTM Kl<strong>aus</strong> Osten<br />

Schulungszentrum<br />

Fitn<strong>es</strong>stra<strong>in</strong><strong>in</strong>g für Dental<strong>labor</strong> 08.11. Essen 375,00 (02 01) 86 864-0<br />

ZTM Arnold / Osten<br />

www.fundamental.de<br />

Zahnformen + Zahnstrukturen 08.11.-09.11. Essen 750,00<br />

ZTM Volker Brosch<br />

Totalprothetik/SR Phonar<strong>es</strong>/SR Phonar<strong>es</strong> Typ 13.11. Essen 199,00<br />

Kirsten Karau<br />

Moderne Tel<strong>es</strong>kop- und Komb<strong>in</strong>ationstechnik 13.11. Essen 650,00<br />

ZTM Kl<strong>aus</strong> Osten<br />

CAD/CAM Step by Step Teil I 20.11. Essen 149,00<br />

Michaela von Keutz<br />

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Laborbetrieb<br />

<strong>in</strong>Lab SW 4.0 – Grundlagen! Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>g für 14.11. Darmstadt 490,00<br />

E<strong>in</strong>steiger.<br />

Erfahrene <strong>in</strong>Lab Anwender mit eigenem<br />

Laborbetrieb<br />

<strong>in</strong>Lab SW 4.0 – Durchstarten mit 4.0! 21.11. Darmstadt 490,00<br />

Intensiv-Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>g für Fortg<strong>es</strong>chrittene.<br />

Erfahrene <strong>in</strong>Lab Anwender mit eigenem<br />

Laborbetrieb<br />

<strong>in</strong>Lab SW 4.0 – Mehr Möglichkeiten, mehr 28.11. Darmstadt 390,00<br />

Freiheiten! Aufbau-Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>g für Umsteiger.<br />

Erfahrene <strong>in</strong>Lab Anwender mit eigenem<br />

Laborbetrieb<br />

<strong>in</strong>Lab SW 4.0 – Mehr Möglichkeiten, mehr 05.12. Darmstadt 390,00<br />

Freiheiten! Aufbau-Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>g für Umsteiger.<br />

Erfahrene <strong>in</strong>Lab Anwender mit eigenem<br />

Laborbetrieb<br />

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ZTM Jochen Peters<br />

Rationelle Front- und Seitenzahnkeramik Neuss 510,00<br />

ZTM Jochen Peters<br />

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www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1409


Term<strong>in</strong>e<br />

Veranstaltungs-F<strong>in</strong>der<br />

Thema Term<strong>in</strong> Ort Preise <strong>in</strong> Euro Veranstalter<br />

model-tray – <strong>das</strong> System zwischen Abdruck und 16.11. Hamburg 120,00 model-tray GmbH<br />

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model-tray – <strong>das</strong> System zwischen Abdruck und 07.12. Hamburg 120,00<br />

Zirkon<br />

ZTM B. Haker-Hamid<br />

Teilnahme nur nach Anmeldung möglich! Weitere Infos unter www.model-tray.de<br />

Workshop rund ums zeiser-Modellsystem 07.11. Garbsen 120,00 pico<strong>den</strong>t GmbH<br />

ZT U. Rudnick Dental Produktions- u.<br />

Modellherstellungskurs „Das perfekte 16.11. Lauf 350,00 Vertriebs GmbH<br />

Implantatmodell u.d. <strong>in</strong>dividuelle Abformlöffel“ a.d.Peg. (0 22 67) 65 80 0<br />

ZTM T. Weiler , J. Gla<strong>es</strong>ke<br />

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Weitere Term<strong>in</strong>e auf Anfrage!<br />

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ZTM Andreas Hoffmann Gött<strong>in</strong>gen Joachim Mosch<br />

lichthärtend<strong>es</strong> Wachs Metacon – 15.11. bei 300,00 (0 61 72) 99 77 00<br />

G<strong>es</strong>chiebe Kombiarbeit Gött<strong>in</strong>gen www.primogroup.de<br />

ZTM Andreas Hoffmann<br />

Schienenkurs mit primospl<strong>in</strong>t 20.11. bei 300,00<br />

ZTM Andreas Hoffmann<br />

Gött<strong>in</strong>gen<br />

phaser Schweißen für Fortg<strong>es</strong>chrittene 22.11. bei 300,00<br />

ZTM Andreas Hoffmann<br />

Gött<strong>in</strong>gen<br />

primospl<strong>in</strong>t - Aufbissschienen 27.11. Bad Homburg 300,00<br />

ZT Frank Beck<br />

phaser Schweißen Basiskurs 06.12. bei 300,00<br />

ZTM Andreas Hoffmann<br />

Gött<strong>in</strong>gen<br />

Weitere Info und Sem<strong>in</strong>arterm<strong>in</strong>e unter www.primogroup.de<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 21.11. Remagen 49,00 Schütz Dental GmbH<br />

IMPLA 3D Modul I Basis-Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>g 23.11.-24.11. Rosbach 995,00 (0 60 03) 8 14-0<br />

Dialog Vario Komposit–Systemvorst. 1 Tag 28.11. Rosbach 79,00 www.schuetz-<strong><strong>den</strong>tal</strong>.de<br />

Laser – Veranstaltung für Fortg<strong>es</strong>chrittene 29.11. Rosbach 250,00<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 30.11. Rosbach 49,00<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 07.12. Stuttgart 49,00<br />

Laser – Veranstaltung für Fortg<strong>es</strong>chrittene 13.12. Rosbach 250,00<br />

3D Navigation <strong>in</strong> der Implantologie 2 Tage auf Anfrage Berl<strong>in</strong> 390,00<br />

Ästhetiktrends <strong>in</strong> der Keramik 1-2 Tage auf Anfrage Berl<strong>in</strong> 390,00<br />

Cranial System-Prothetik auf Anfrage auf Anfrage auf Anfrage<br />

Der Weg zur perfekten Totalprothetik auf Anfrage Rosbach 250,00<br />

Digitale Funktionsdiagnostik fürs Labor 2 Tage auf Anfrage Berl<strong>in</strong> 390,00<br />

E<strong>in</strong>führung <strong>in</strong> die Funktionsdiagnostik auf Anfrage auf Anfrage auf Anfrage<br />

Funktionsdiagnostik – CMD auf Anfrage auf Anfrage auf Anfrage<br />

Funktionsdiagnostik: Modul II auf Anfrage auf Anfrage auf Anfrage<br />

Galvano/Kobalt-Chrom Komb<strong>in</strong>ationsprothetik auf Anfrage Bochum 599,00<br />

Galvanobrücke – die gol<strong>den</strong>e Lösung auf Anfrage Bochum 599,00<br />

Grundlagen der Welder/Lasertechnologie auf Anfrage Rosbach 95,00<br />

Implantatprothetik von A–Z auf Anfrage Berl<strong>in</strong> 390,00<br />

<strong>in</strong>div. g<strong>es</strong>chichtete Veneers nach Prof. Tanaka auf Anfrage Berl<strong>in</strong> 390,00<br />

Individuelle Frontzahng<strong>es</strong>taltung auf Anfrage auf Anfrage auf Anfrage<br />

Nuance 750 Schnupperkurs 1 Tag auf Anfrage Rosbach 150,00<br />

Nuance 850 Schnupperkurs 1 Tag auf Anfrage Rosbach 150,00<br />

Titan Brückenversorgung IMPLA-System auf Anfrage Bochum 599,00<br />

Tizian Schnupperkurs 1 Tag auf Anfrage Rosbach 150,00<br />

Tizian Schnupperkurs 1 Tag auf Anfrage Sauerlach 79,00<br />

Welder-Technik: Welder – (E<strong>in</strong>steigerkurs) auf Anfrage Bochum 210,00<br />

aktuell<strong>es</strong> Kursprogramm unter: www.schuetz-<strong><strong>den</strong>tal</strong>.de<br />

1410 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Veranstaltungs-F<strong>in</strong>der<br />

Term<strong>in</strong>e<br />

Thema Term<strong>in</strong> Ort Preise <strong>in</strong> Euro Veranstalter<br />

Ceramage – Keramiki<strong>den</strong>tische Frontzahnästhetik 23.11.-24.11. We<strong>in</strong>böhla auf Anfrage SHOFU Dental GmbH<br />

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Anmeldung Tel. 0 21 02 / 86 64-26, banz@shofu.de<br />

Komplexe Versorgung zahnloser Kiefer 16.11.-17.11. Berl<strong>in</strong> 590,00 Straumann GmbH<br />

A. Kunz, K. Ehrler <strong>in</strong>kl. UST Fortbildungsakademie<br />

Das digitale Netzwerk <strong>in</strong> der Zahntechnik 01.12. St.August<strong>in</strong> 350,00 (07 61) 45 01-444<br />

G. Bär, B. Meister-Petuker <strong>in</strong>kl. UST www.straumann.de<br />

Intensiv Curriculum 6 – Das digitale Netzwerk <strong>in</strong> der Zahntechnik<br />

Die <strong>in</strong>dividuelle Frontzahnbrücke - E<strong>in</strong> 09.11.-10.11. Wendelste<strong>in</strong> 630,00 Wegold Edelmetalle GmbH<br />

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Prof<strong>es</strong>sionelle Dentalfotografie – Praxis der 12.01. W<strong>es</strong>terburg 430,00<br />

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FDT 5-ZT: Die Herstellung von Aufbissschienen – 18.01.-19.01. W<strong>es</strong>terburg 800,00<br />

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ZTM Paul Gerd Lenze, ZT Dom<strong>in</strong>ik Püsch<br />

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CAD/CAM Step by Step – Teil 2 – 3shape Dental 08.11. Pforzeim 149,00 www.wieland-<strong><strong>den</strong>tal</strong>.de<br />

System - Der Kurs für <strong>das</strong> „ETWAS MEHR“<br />

Technische Berater<br />

X-Type Keramik Workshop – Workshop – X-Type 14.11. Hannover 85,00<br />

Verblendkeramiken<br />

ZTM Maja Pöttrch oder ZT Gabi Lämmel<br />

AGC Doppelkronen – Wie e<strong>in</strong>e zweite Haut 14.11. Pforzheim 149,00<br />

Technische Berater<br />

ZENOSTAR/Zenoflex dimension – 15.11. Pforzheim 99,00<br />

Die Möglichkeiten der Zukunftskrone<br />

ZTM Dieter Knappe<br />

Digitale Mund- und Objektfotografie – Makrofotografie 17.11. Pforzheim 125,00<br />

<strong>in</strong>nerhalb und außerhalb d<strong>es</strong> Mund<strong>es</strong><br />

ZT Andrej Birg<br />

Das keramische Zukunftskonzept – 19.11. Pforzheim 149,00<br />

Die Fasz<strong>in</strong>ation ZENOSTAR erleben<br />

ZTM Dieter Knappe<br />

CAD/CAM Step by Step – Teil 1 – Kennenlernen 20.11. Essen 149,00<br />

und Anwen<strong>den</strong> von 3shape<br />

ZT Michaela von Keutz<br />

Der Virtuelle Modellguss – 3shape <strong>So</strong>ftware 21.11. Pforzheim 149,00<br />

Removabl<strong>es</strong><br />

Technische Berater<br />

Digitale Mund- und Objektfotografie – Makrofotografie 24.11. Pforzheim 125,00<br />

<strong>in</strong>nerhalb und außerhalb d<strong>es</strong> Mund<strong>es</strong><br />

ZT Andrej Birg<br />

IT-Basics für CAD/CAM E<strong>in</strong>steiger – 26.11. Pforzheim 60,00<br />

Den IT-Umgang sicher im Griff<br />

ZT Thomas Günthner<br />

CAD/CAM Step by Step – Teil 3 – Profi-Anwendung 28.11. Pforzheim 149,00<br />

– Der AddOn Kurs<br />

Technische Berater<br />

ZENOSTAR/Zenoflex dimension – 07.12. Rosbach/Rodheim 99,00<br />

Die Möglichkeiten der Zukunftskrone<br />

ZT Michaela von Keutz, ZTM Dieter Knappe,<br />

ZTM Silke Lehmann<br />

Anmel<strong>den</strong> . Teilnehmen . Loslegen unter www.wieland-<strong><strong>den</strong>tal</strong>.de<br />

Alle Kursgebühren zuzüglich der g<strong>es</strong>etzlichen Mehrwertsteuer<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1411


Management<br />

Wehren Sie sich!<br />

F<strong>in</strong>anzämter verschleppen Steuererstattung<br />

Wehren Sie sich!<br />

Erwarten Sie e<strong>in</strong>e<br />

Steuererstattung von<br />

Ihrem F<strong>in</strong>anzamt und<br />

die Behörde lässt auf<br />

sich warten mit e<strong>in</strong>er<br />

Rückzahlung?<br />

Dann sollten Sie<br />

aktiv wer<strong>den</strong>.<br />

Der Fiskus ist rigoros, wenn Ihre<br />

Steuererklärung e<strong>in</strong>e Nachzahlung<br />

ergeben hat.<br />

Wenn Sie die Steuerschuld<br />

nicht <strong>in</strong> relativ kurzer Zeit überweisen,<br />

brummt man Ihnen<br />

happige Verzugsz<strong>in</strong>sen auf<br />

und droht Ihnen gar e<strong>in</strong>e<br />

Steuerschätzung an. Wenn<br />

Sie h<strong>in</strong>gegen dr<strong>in</strong>gend auf e<strong>in</strong>e<br />

Steuererstattung warten,<br />

lässt sich die Steuerverwaltung<br />

viel Zeit, oft Monate<br />

lang.<br />

Viele Steuerzahler s<strong>in</strong>d wegen<br />

der späten Rückzahlungen<br />

verärgert und erbost. Das<br />

nützt freilich nichts und kostet<br />

nur Nerven. B<strong>es</strong>onders für die<br />

Jahre 2011 und 2012 dauert <strong>es</strong> b<strong>es</strong>onders<br />

lange, bis <strong>das</strong> zuviel gezahlte<br />

Geld wieder auf Ihrem Konto ist. Dafür<br />

nennt der Fiskus folgende Gründe:<br />

n Hauptsächlich wer<strong>den</strong> g<strong>es</strong>etzliche Änderungen<br />

mit der Folge der Umstellung<br />

auf elektronische Lohnsteuerkarte<br />

angeführt. Wegen unerwarteter<br />

technischer Probleme habe man <strong>den</strong><br />

Start <strong>in</strong>zwischen bis auf <strong>den</strong> 1. Januar<br />

2013 verschieben müssen. Die dadurch<br />

verursachte Mehrbelastung sei<br />

kaum zu bewältigen.<br />

n Im ersten Quartal 2012 mussten noch<br />

„alte“ Steuererklärungen <strong>aus</strong> 2010 bearbeitet<br />

wer<strong>den</strong>. Erst danach waren<br />

die <strong>aus</strong> 2011 dran.<br />

n Neben <strong>So</strong>ftware-Problemen sei die allgeme<strong>in</strong>e<br />

Arbeitsüberlastung Grund<br />

für die Verzögerung. Die meisten F<strong>in</strong>anzämter<br />

seien personell hoffnungs -<br />

los unterb<strong>es</strong>etzt.<br />

Fazit: Auch wer sich im laufen<strong>den</strong> Jahr<br />

mit se<strong>in</strong>er Steuererklärung b<strong>es</strong>onders<br />

beeilt hat, muss unverhältnismäßig lange<br />

auf die Rückzahlung warten.<br />

Nicht wenige Steuerzahler halten di<strong>es</strong>e<br />

Gründe für vorg<strong>es</strong>choben und s<strong>in</strong>d<br />

der Auffassung, <strong>das</strong>s e<strong>in</strong>e gezielte H<strong>in</strong>haltetaktik<br />

dah<strong>in</strong>ter steckt. Sie fühlen<br />

sich geradezu veralbert, <strong>den</strong>n man könne<br />

<strong>den</strong> Bürgern schließlich nicht glaubhaft<br />

vermitteln, <strong>das</strong>s gerade die Elektronik,<br />

die doch der Verfahrensb<strong>es</strong>chleunigung<br />

dienen soll, zu derartig<br />

eklatanten Verzögerungen führen soll.<br />

E<strong>in</strong>e Entscheidung d<strong>es</strong> Europäischen<br />

Gerichtshofs (EuGH), bei der <strong>es</strong> um die<br />

B<strong>es</strong>chleunigung der Rückzahlung für<br />

Anleger geht, kommt Ihnen hier möglicherweise<br />

zu Hilfe. Auf Weisung der<br />

oberen deutschen F<strong>in</strong>anzbehör<strong>den</strong> zeigen<br />

sich die F<strong>in</strong>anzämter hiervon allerd<strong>in</strong>gs<br />

unbee<strong>in</strong>druckt und „mauern“ mit<br />

der Begründung, <strong>das</strong>s die Entscheidung<br />

der Europa-Richter bzw. die Folgeentscheidungen<br />

d<strong>es</strong> Bund<strong>es</strong>f<strong>in</strong>anzhofs<br />

noch nicht im Bund<strong>es</strong>steuerblatt veröffentlicht<br />

wur<strong>den</strong>.<br />

E<strong>in</strong>e erste Br<strong>es</strong>che <strong>in</strong> di<strong>es</strong>e Mauertaktik<br />

hat <strong>das</strong> F<strong>in</strong>anzgericht Münster g<strong>es</strong>chlagen.<br />

In se<strong>in</strong>em Urteil vom 23.Februar<br />

2012 (Az. 5 V 4511/11) hat <strong>es</strong> klarg<strong>es</strong>tellt,<br />

<strong>das</strong>s die F<strong>in</strong>anzämter per e<strong>in</strong>st-<br />

1412 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Management<br />

iStockphoto_sdom<strong>in</strong>ick, Fotolia© Anne Katr<strong>in</strong> Figge<br />

weilige Anordnung zu verpflichten s<strong>in</strong>d, e<strong>in</strong><br />

Umsatzsteuer-Guthaben an e<strong>in</strong> Unternehmen,<br />

<strong>das</strong> geklagt hatte, <strong>aus</strong>zuzahlen.<br />

Wenn Sie nicht Monate lang auf die Steuerrückerstattung<br />

warten wollen oder können,<br />

weil sonst Ihre Liquidität gefährdet<br />

ist, müssen Sie aktiv wer<strong>den</strong>. Bisweilen<br />

wird geraten, <strong>den</strong> zuständigen F<strong>in</strong>anzbeamten<br />

anzurufen. Lassen Sie <strong>das</strong> lieber<br />

bleiben! In <strong>den</strong> meisten F<strong>in</strong>anzämtern laufen<br />

vor lauter Anfragen bereits die Telefone<br />

heiß. Abg<strong>es</strong>ehen davon, <strong>das</strong>s Sie d<strong>es</strong>halb<br />

oft Stun<strong>den</strong> brauchen, um überhaupt<br />

durchzukommen, machen Sie <strong>den</strong> zuständigen<br />

F<strong>in</strong>anzbeamten mit Ihrem „bohren<strong>den</strong>“<br />

Anruf nicht gerade fröhlich. Die<br />

Anfragelaw<strong>in</strong>e wirkt letztlich kontraproduktiv,<br />

weil sie <strong>den</strong> g<strong>es</strong>tr<strong>es</strong>sten Sachbearbeitern<br />

noch mehr von ihrer knappen Zeit<br />

wegnimmt.<br />

Völlig verkehrt wäre <strong>es</strong>, sich telefonisch<br />

oder gar schriftlich heftig zu b<strong>es</strong>chweren<br />

oder gar mit der „Keule“ d<strong>es</strong> E<strong>in</strong>spruchs<br />

wegen Untätigkeit oder Dienstaufsichtsb<strong>es</strong>chwerde<br />

zu drohen. Sie machen sich<br />

<strong>den</strong> Adr<strong>es</strong>saten damit auf Dauer zum Fe<strong>in</strong>d.<br />

Es kann Ihnen dann passieren, <strong>das</strong>s die Bearbeitung<br />

erst recht verschleppt wird, weil<br />

er auf stur schaltet. Es gibt nämlich ke<strong>in</strong>e<br />

Vorschrift, die b<strong>es</strong>agt, wie schnell e<strong>in</strong>e<br />

Steuererklärung bearbeitet wer<strong>den</strong> muss.<br />

Sechs Monate gelten leider immer noch als<br />

„angem<strong>es</strong>sen“.<br />

Wahrsche<strong>in</strong>lich können Sie die Steuerrückzahlung<br />

b<strong>es</strong>chleunigen, wenn Sie der<br />

Steuererklärung e<strong>in</strong>en Brief beilegen, <strong>in</strong><br />

dem Sie darlegen, <strong>aus</strong> welchen Grün<strong>den</strong><br />

Sie auf baldige Rückerstattung angewi<strong>es</strong>en<br />

s<strong>in</strong>d. Wenn <strong>das</strong> ke<strong>in</strong>en Erfolg hat, könnten<br />

Sie <strong>den</strong> zuständigen Sachbearbeiter<br />

persönlich aufsuchen. Er wird zunächst<br />

wahrsche<strong>in</strong>lich wegen der Störung ungehalten<br />

se<strong>in</strong>. Wenn Sie aber höflich und<br />

freundlich auftreten und sich erkennbar<br />

kurz fassen, wird er sicher „menschlich“,<br />

weil er nicht <strong>den</strong> lästigen Störer, sondern<br />

statt der Steuernummer <strong>den</strong> Menschen <strong>in</strong><br />

Ihnen sieht, der ihm verdeutlicht, wie sehr<br />

er auf e<strong>in</strong>e baldige Rückerstattung angewi<strong>es</strong>en<br />

ist.<br />

Grundsätzlich sollten Sie vorsorgen, <strong>das</strong>s<br />

e<strong>in</strong>e Erstattung gar nicht erst entstehen<br />

kann. Erzielten Sie <strong>in</strong> <strong>den</strong> ersten Monaten<br />

von 2012 weniger Gew<strong>in</strong>n als im Vorjahr,<br />

sollten Sie die aktuellen Vor<strong>aus</strong>zahlungen<br />

herabsetzen lassen.<br />

n<br />

Diplom-Volkswirt Kl<strong>aus</strong> L<strong>in</strong>ke<br />

<strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1413


Management<br />

Mittelstandsberatung für die W<strong>es</strong>tentasche<br />

Pocket-Guide 2012 listet die 60 b<strong>es</strong>ten Beratungsunternehmen<br />

Mittelstandsberatung<br />

für die W<strong>es</strong>tentasche<br />

c Den Pocket-Guide<br />

gibt’s <strong>in</strong> gedruckter<br />

Form und als E-Book<br />

zum direkten<br />

Download<br />

entierungshilfe ist auf der Website<br />

www.top-consultant.de kostenlos erhältlich.<br />

Her<strong>aus</strong>gegeben wird der kle<strong>in</strong>e<br />

Wegweiser vom Mittelstands- und<br />

Benchmark<strong>in</strong>gexperten compamedia.<br />

Die Vor<strong>aus</strong>setzung dafür, im „Top Consultant“-Pocket-Guide<br />

gelistet zu wer<strong>den</strong>,<br />

war für die Beratungsunternehmen<br />

<strong>aus</strong> <strong>den</strong> Feldern IT, Management,<br />

Personal und Coach<strong>in</strong>g die erfolgreiche<br />

Teilnahme am gleichnamigen Benchmark<strong>in</strong>g-Wettbewerb.<br />

Dar<strong>in</strong> prüfte Dr.<br />

Dietmar F<strong>in</strong>k, Prof<strong>es</strong>sor für Unternehmensberatung<br />

an der Hochschule<br />

Bonn-Rhe<strong>in</strong>-Sieg, die Prof<strong>es</strong>sionalität<br />

der Beratungsleistung aller Teilnehmer<br />

und die Zufrie<strong>den</strong>heit ihrer Kun<strong>den</strong>.<br />

Die Berater mussten e<strong>in</strong>en Fragebogen<br />

<strong>aus</strong>füllen; und jeweils zehn ihrer Referenzkun<strong>den</strong><br />

wur<strong>den</strong> befragt. Die<br />

b<strong>es</strong>ten Berater erhielten von Mentor<br />

Hans Eichel <strong>das</strong> „Top Consultant“-Qualitätssiegel<br />

– und e<strong>in</strong>en Platz im Pocket-<br />

Guide.<br />

Der Wegweiser leitet direkt zu <strong>den</strong> b<strong>es</strong>ten<br />

Beratern d<strong>es</strong> Jahr<strong>es</strong> 2012. Praktisch:<br />

Bei allen gelisteten Firmen sieht man,<br />

<strong>in</strong> welchen Beratungsfeldern sie aktiv<br />

s<strong>in</strong>d und <strong>in</strong> welchen Branchen sie Erfahrung<br />

haben. Den Pocket-Guide als<br />

E-Book zum direkten Download gibt<br />

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Außerdem verschickt compamedia<br />

<strong>das</strong> Heft kostenlos. E<strong>in</strong>fach e<strong>in</strong>e<br />

E-Mail mit Postadr<strong>es</strong>se schicken an<br />

soellner@compamedia.de.<br />

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Infos zum Projekt<br />

Di<strong>es</strong>e Berater passen <strong>in</strong> jede Hosentasche:<br />

Der im Rahmen d<strong>es</strong><br />

„Top Consultant“-Projekts erschienene<br />

Pocket-Guide stellt <strong>in</strong> handlichem<br />

Format die IT-, Managementund<br />

Personalberater sowie Coachs vor,<br />

die b<strong>es</strong>onders auf die Bedürfnisse d<strong>es</strong><br />

Mittelstands e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>tellt s<strong>in</strong>d. Die Ori-<br />

Mentor ist Hans Eichel, Bund<strong>es</strong>f<strong>in</strong>anz -<br />

m<strong>in</strong>ister a. D. Die wissenschaftliche<br />

Leitung hat Dr. Dietmar F<strong>in</strong>k <strong>in</strong>ne. Er ist<br />

Prof<strong>es</strong>sor für Unternehmensberatung<br />

an der Hochschule Bonn-Rhe<strong>in</strong>-Sieg<br />

und Direktor der Wissenschaftlichen<br />

G<strong>es</strong>ellschaft für Management und<br />

Beratung <strong>in</strong> Bonn. Die 1993 gegründete<br />

compamedia GmbH organisiert mit<br />

20 Mitarbeitern die bund<strong>es</strong>weiten<br />

Unternehmensvergleiche „Top 100“,<br />

„Top Job“, „Top Consultant“ und die<br />

Wirtschafts<strong>in</strong>itiative „Ethics <strong>in</strong><br />

Bus<strong>in</strong><strong>es</strong>s“ für Deutschland, Österreich<br />

und die deutschsprachige Schweiz.<br />

1414 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Management<br />

Was Mitarbeiter antreibt<br />

Gute Gefühle<br />

Wer lieblos behandelt wird, d<strong>es</strong>sen<br />

Engagement erlischt schnell. Die<br />

<strong>in</strong>nerbetriebliche Stimmungslage<br />

ist sehr viel wichtiger als geme<strong>in</strong>h<strong>in</strong><br />

angenommen, wie unser Autor Hartmut<br />

Volk beweist.<br />

Das Geheimnis der überlegenen betrieblichen<br />

Leistung? Für <strong>den</strong> als Coach<br />

und Berater tätigen Essl<strong>in</strong>ger Prof<strong>es</strong>sor<br />

für praktische Philosophie, Dr. Ferd<strong>in</strong>and<br />

Rohrhirsch, ke<strong>in</strong>e Frage: „Gute Gefühle am<br />

Arbeitsplatz!“ Überall dort, wo sich die Belegschaft<br />

erkennbar gut- und zuh<strong>aus</strong>e fühle,<br />

laufe der Betrieb für je<strong>den</strong> Außenstehen<strong>den</strong><br />

sofort spürbar ansprechender, g<strong>es</strong>chmeidiger<br />

und reibungsloser. Das sei se<strong>in</strong>e sich laufend<br />

wiederholende Beobachtung. „<strong>So</strong>zial<strong>es</strong><br />

Wohlfühlen ist me<strong>in</strong>en Erfahrungen nach mit<br />

e<strong>in</strong>er der am meisten verkannten betrieblichen<br />

Leistungs-Stimulatoren.“<br />

Und der Schluss dar<strong>aus</strong>? Für Dr. Christ<strong>in</strong>e<br />

Scheitler, Prof<strong>es</strong>sor<strong>in</strong> für Personal, Organisation<br />

und Bus<strong>in</strong><strong>es</strong>s Psychology an der EBC-<br />

Hochschule-Campus Stuttgart, braucht <strong>es</strong> dazu<br />

ke<strong>in</strong> lang<strong>es</strong> Überlegen: „Waren bislang die<br />

Die Revolution <strong>in</strong><br />

der Zahnästhetik<br />

Jetzt unverb<strong>in</strong>dlichen<br />

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Komposit. In <strong>den</strong> speziell entwickelten und patentierten<br />

formi<strong>den</strong>t ® -Folien entsteht <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em e<strong>in</strong>zigen<br />

Arbeitsgang verblüffend ästhetischer Zahnersatz, der<br />

dem natürlichen Zahn <strong>in</strong> Form, Härte, Elastizität, Optik<br />

und Gewicht zum Verwechseln nah kommt.<br />

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www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1415


Management<br />

B<strong>es</strong>sere Ergebnisse durch gute Gefühle<br />

„<br />

Mitarbeiter verhalten sich<br />

nach außen so, wie sie <strong>in</strong>nen<br />

behandelt wer<strong>den</strong><br />

fachlichen und methodischen Kompetenzen<br />

e<strong>in</strong>er Führungskraft h<strong>in</strong>reichende<br />

Garantien für Erfolge, so gehören<br />

unter <strong>den</strong> heutigen Anforderungs-<br />

und Wettbewerbsbed<strong>in</strong>gungen<br />

die sozialen und personalen Kompetenzen<br />

unbed<strong>in</strong>gt dazu.“ Jagten e<strong>in</strong>em<br />

schon bei dem Gedanken an <strong>den</strong> Chef<br />

oder Vorg<strong>es</strong>etzten kalte Schauer <strong>den</strong><br />

Rücken h<strong>in</strong>unter, sei <strong>das</strong> e<strong>in</strong> „verdammt<br />

leistungsfe<strong>in</strong>dlicher Gefühlszustand!“<br />

Die Fähigkeit, mit anderen umgehen<br />

zu können, stelle heute e<strong>in</strong>en <strong>aus</strong>chlaggeben<strong>den</strong><br />

Erfolgsfaktor dar. „Je<br />

b<strong>es</strong>ser Führungskräfte die psychologischen<br />

Bed<strong>in</strong>gungen d<strong>es</strong> Mite<strong>in</strong>anderumgehens<br />

kennen, d<strong>es</strong>to effizienter<br />

s<strong>in</strong>d sie“, weiß auch Scheitler <strong>aus</strong> ihrer<br />

praktischen Erfahrung als Berater<strong>in</strong>.<br />

Und sie kennt auch die Begründung dafür.<br />

Je positiver die Gefühlslage der Mitarbeiter<strong>in</strong>nen<br />

und Mitarbeiter sei, d<strong>es</strong>to<br />

größer sei auch deren <strong>in</strong>tr<strong>in</strong>sische<br />

Motivation. „Und di<strong>es</strong>e Leistungsbereitschaft<br />

und –willigkeit der Belegschaft<br />

<strong>aus</strong> eigenem <strong>in</strong>nere<br />

Antrieb her<strong>aus</strong>, sozusagen<br />

der persönliche Wille<br />

zur Leistung“, erkläre vor<br />

“<br />

allem <strong>den</strong> Unterschied <strong>in</strong><br />

der Performance wie auch<br />

<strong>in</strong> Auftreten und Verhalten,<br />

kurz der Anmutung an sich vergleichbarer<br />

Betriebe.<br />

Überall werde <strong>in</strong> <strong>den</strong> Betrieben nach unerschlossenen<br />

Leistungsr<strong>es</strong>erven g<strong>es</strong>ucht,<br />

dabei „líegt <strong>das</strong> G<strong>es</strong>uchte meist<br />

vor <strong>den</strong> eigenen Füßen: <strong>in</strong> der Verb<strong>es</strong>serung<br />

der emotionalen Bef<strong>in</strong>dlichkeit<br />

der Belegschaft“, sagt Rohrhirsch. In <strong>den</strong><br />

meisten Betrieben ließen sich „ganz beträchtliche<br />

Leistungsr<strong>es</strong>erven im engagierten<br />

und verantwortungsbereiten Mit<strong>den</strong>ken<br />

und -handeln alle<strong>in</strong> durch e<strong>in</strong>e<br />

größere Achtsamkeit und <strong>So</strong>rgfalt im alltäglichen<br />

Umgang mite<strong>in</strong>ander erzielen.“<br />

Allem voran gelte <strong>es</strong> Kränkungen der<br />

Mitarbeiter<strong>in</strong>nen und Mitarbeiter zu vermei<strong>den</strong>,<br />

wie sie bewusst oder unbewusst<br />

an der Tag<strong>es</strong>ordnung seien. E<strong>in</strong>e<br />

Kränkung habe zur Folge, <strong>das</strong>s di<strong>es</strong>e<br />

Gefühlsverletzung vom Mitarbeiter<br />

meist lange nicht verg<strong>es</strong>sen werde und<br />

fort wirke mit teilweise höchst unerfreulichen<br />

Folgen für <strong>das</strong> Unternehmen.<br />

Immerh<strong>in</strong>, er<strong>in</strong>nert Rohrhirsch, „ist <strong>es</strong><br />

e<strong>in</strong>e bewi<strong>es</strong>ene Tatsache, <strong>das</strong>s sich die<br />

Mitarbeiter<strong>in</strong>nen und Mitarbeiter nach<br />

außen so verhalten, wie sie <strong>in</strong>nen behandelt<br />

wer<strong>den</strong>.“ Nicht nur die Leistungsfähigkeit<br />

e<strong>in</strong><strong>es</strong> Betrieb<strong>es</strong> werde<br />

mit über Emotionen g<strong>es</strong>teuert, „auch<br />

Ansehen und Ruf hängen eng mit <strong>den</strong><br />

Gefühlen zusammen, mit <strong>den</strong>en die<br />

Leute ihrer Arbeit nachgehen.“<br />

Rohrhirsch: „Auch <strong>in</strong> der Hektik d<strong>es</strong> G<strong>es</strong>chehens<br />

die Form, die Contenance zu<br />

wahren und <strong>das</strong> Selbstwertgefühl der<br />

Mitarbeiter<strong>in</strong>nen und Mitarbeiter durch<br />

wenig bedachte Äußerungen nicht zu<br />

verletzen, zahlt sich für die Führen<strong>den</strong><br />

immer <strong>aus</strong>.“ Sensibilität und E<strong>in</strong>fühlungsvermögen,<br />

Umsicht und Nachsicht<br />

im Führungshandeln, oft als mangelnd<strong>es</strong><br />

Durchsetzungsvermögen kritisiert,<br />

bewirkten „ganz, ganz erheblich mehr<br />

als jed<strong>es</strong> Auftrumpfen!“ Je überlegter<br />

sich Führende verhielten, d<strong>es</strong>to sicherer<br />

könnten sie se<strong>in</strong>, <strong>das</strong>s ihre Leute<br />

mitzögen, sich <strong>in</strong> <strong>das</strong> G<strong>es</strong>chehen e<strong>in</strong>brächten<br />

und ihre Gedanken und Überlegungen<br />

dazu beisteuerten. Und <strong>das</strong>s<br />

sie aufg<strong>es</strong>chlossen seien für Anregungen<br />

und notwendige Kritik oder willig<br />

Korrekturen an ihrer Arbeit annähmen.<br />

Schützenhilfe für se<strong>in</strong>e Sichtweise bekommt<br />

Rohrhirsch von Dr. T<strong>in</strong>a Kiefer,<br />

die sich mit di<strong>es</strong>er Problematik habilitiert<br />

hat und heute als Associate Prof<strong>es</strong>sor<br />

of Organizational Behaviour at<br />

1416 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Management<br />

„<br />

the Institute of Governance and Public Management<br />

an der Warwick Bus<strong>in</strong><strong>es</strong>s School,<br />

Coventry, lehrt. Gefühle s<strong>in</strong>d für sie „e<strong>in</strong>erseits<br />

sozialer Kitt, der e<strong>in</strong>e Abteilung<br />

zusammen schweißen kann, andererseits<br />

aber auch sozialer Sprengstoff, der e<strong>in</strong>e<br />

Gruppe nicht zur Ruhe und zu konzentrierter<br />

Arbeit kommen lassen oder sie<br />

gänzlich ‚sprengen‘ kann.“<br />

Aus di<strong>es</strong>em Wissen her<strong>aus</strong> rät Kiefer: „In<br />

di<strong>es</strong>em S<strong>in</strong>ne müssen wir damit beg<strong>in</strong>nen,<br />

<strong>unsere</strong> eigenen Gefühle b<strong>es</strong>ser kennen zu<br />

lernen und die der anderen b<strong>es</strong>ser zu verstehen!“<br />

Auf Gruppenebene bedeute <strong>das</strong>,<br />

die emotionale Dynamik verstehen zu lernen.<br />

Und zu lernen, damit umzugehen.<br />

Denn, „die Gefühle und Stimmungen me<strong>in</strong>er<br />

Umgebung nehme ich viel schneller<br />

und nachhaltiger war als die G<strong>es</strong>chichte,<br />

die dazu folgen mag. Entsprechend sensibilisiert,<br />

lassen sich Reibereien, Rivalitäten,<br />

Quertreibereien und dar<strong>aus</strong> folgend<br />

Leistungsbee<strong>in</strong>trächtigungen merklich verr<strong>in</strong>gern“.<br />

Und so kommt Kiefer zu dem Schluss, <strong>das</strong>s<br />

<strong>es</strong> „für die erfolgreiche Führung e<strong>in</strong><strong>es</strong> Betrieb<strong>es</strong><br />

unverzichtbar ist, sich die Bedeutung<br />

von Emotionen für <strong>das</strong> Funktionieren<br />

d<strong>es</strong> Betrieb<strong>es</strong> bewusst zu machen“. Um<br />

<strong>das</strong> emotionale Potential im S<strong>in</strong>ne der subjektiven<br />

Arbeitszufrie<strong>den</strong>heit und der Leistungsoptimierung<br />

nutzen zu können, müsse<br />

heute realisiert wer<strong>den</strong>, <strong>das</strong>s Emotionen<br />

e<strong>in</strong> wichtiger Antrieb s<strong>in</strong>d, <strong>das</strong>s sie viel<br />

Manche Betriebe ersticken<br />

im selbst produzierten<br />

Psycho-Müll<br />

“<br />

mit Motivation und Leistung zu tun haben.<br />

Wird <strong>das</strong> nicht realisiert, entsteht, wie <strong>es</strong><br />

Dr.Othmar Hill, Inhaber von Hill International,<br />

The Human R<strong>es</strong>ourc<strong>es</strong> Partner, Wien,<br />

e<strong>in</strong>mal bildhaft b<strong>es</strong>chrieben hat, „nicht nur<br />

Material-, Papier- und Datenmüll, sondern<br />

auch emotionaler Müll: kle<strong>in</strong>e tägliche Verletzungen<br />

und Verärgerungen. Unternimmt<br />

e<strong>in</strong> Betrieb nichts zur Aufarbeitung di<strong>es</strong><strong>es</strong><br />

psychischen Schmutz<strong>es</strong>, so stapelt der sich<br />

unsichtbar, aber immer fühlbarer zu unüberw<strong>in</strong>dlichen<br />

Hal<strong>den</strong> auf. Manche Betriebe<br />

ersticken sozusagen im selbst produzierten<br />

Psycho-Müll. Und di<strong>es</strong>e Abfallberge<br />

wer<strong>den</strong> zu Grabhügeln d<strong>es</strong> Mitarbeiterengagements.“<br />

n<br />

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Die neue Generation der selbstadhäsiven<br />

Bef<strong>es</strong>tigung bietet Vorteile, von <strong>den</strong>en<br />

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<strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1417


Management<br />

News<br />

e Der Monitor zeigt, wie<br />

viele Kilowattstun<strong>den</strong><br />

<strong>So</strong>larstrom erzeugt wer<strong>den</strong><br />

c Für <strong>den</strong> Postversand<br />

benützen die Mitarbeiter<br />

Briefumschläge <strong>aus</strong> Biofolie<br />

<strong>So</strong>larenergie als Stromversorgung bei Gischkowski<br />

Ökologisch<strong>es</strong> Denken auch im Labor<br />

In Sachen Energieeffizienz nimmt die<br />

Bremer Gischkowski Zahntechnik e<strong>in</strong>e<br />

Vorbildfunktion e<strong>in</strong>. Die im ersten<br />

Halbjahr 2012 montierte Photovoltaikanlage<br />

auf dem Dach d<strong>es</strong> Labors zeigt<br />

jetzt schon Rekordwerte an. „Auf dem<br />

extra <strong>in</strong>stallierten Monitor kann tag<strong>es</strong>aktuell<br />

abgel<strong>es</strong>en wer<strong>den</strong>, wie viele Kilowattstun<strong>den</strong><br />

<strong>So</strong>larstrom erzeugt wer<strong>den</strong><br />

und welche Menge an CO2-Emissionen<br />

vermie<strong>den</strong> wird. Mit e<strong>in</strong>er Fläche<br />

von 257 qm <strong>So</strong>larkollektorfläche wur<strong>den</strong><br />

15.407 Kilowattstun<strong>den</strong> <strong>in</strong> <strong>den</strong> letzten<br />

neun Monaten erzielt“, r<strong>es</strong>ümiert<br />

Dieter Gischkowski, G<strong>es</strong>chäftsführer.<br />

Damit wird nicht nur e<strong>in</strong> Hauptanteil<br />

der Stromversorgung im Labor übernommen,<br />

sondern auch noch die Versorgung<br />

von umliegen<strong>den</strong> Energienutzern<br />

g<strong>es</strong>ichert. Auch im Büroalltag<br />

gehen die Gischkowski-Mitarbeiter verantwortungsbewusst<br />

mit <strong>den</strong> vorhan<strong>den</strong>en<br />

Energier<strong>es</strong>sourcen um. Für <strong>den</strong><br />

Postversand wer<strong>den</strong> Briefumschläge<br />

<strong>aus</strong> dem Material Polyactic Acid (PLA),<br />

auch Biofolie genannt, genutzt. Mit di<strong>es</strong>er<br />

transparenten, kompostierbaren<br />

und zu 100 Prozent biologisch abbaubaren<br />

Lösung zeigt Gischkowski, <strong>das</strong>s<br />

der Umweltschutz im Labor e<strong>in</strong>e große<br />

Rolle spielt und „gelebt“ wird. n<br />

Urteile <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Satz…<br />

… zum Thema Steuerfragen<br />

§<br />

Fahrten zur Uni und Werbungskosten: Fahrtkosten im Rahmen e<strong>in</strong>er Ausbildung<br />

hat der Bund<strong>es</strong>f<strong>in</strong>anzhof (BFH) bisher behandelt wie die Ausgaben Berufstätiger<br />

für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz: Sie konnten nur e<strong>in</strong>g<strong>es</strong>chränkt – <strong>in</strong><br />

Höhe der Entfernungsp<strong>aus</strong>chale (30 Cent pro km) – als Werbungskosten vom zu versteuern<strong>den</strong><br />

E<strong>in</strong>kommen abgezogen wer<strong>den</strong>; Bildungse<strong>in</strong>richtungen, an <strong>den</strong>en der/die<br />

Steuerpflichtige <strong>in</strong> Vollzeit <strong>aus</strong>gebildet wurde, galten dabei als „regelmäßige Arbeitsstätte“;<br />

<strong>das</strong> hat der BFH jetzt korrigiert, weil e<strong>in</strong>e Ausbildung „nicht auf Dauer angelegt“<br />

ist, auch wenn sie vorübergehend die volle Arbeitszeit <strong>in</strong> Anspruch nimmt; künftig s<strong>in</strong>d<br />

Fahrtkosten für e<strong>in</strong> Studium oder andere Bildungsmaßnahmen <strong>in</strong> voller Höhe steuerlich<br />

absetzbar. (Urteil d<strong>es</strong> Bund<strong>es</strong>f<strong>in</strong>anzhofs, 09.02.2012 – VI R 42/11)<br />

§<br />

Schuldz<strong>in</strong>sen können Werbungskosten darstellen: E<strong>in</strong> Steuerpflichtiger hat kreditf<strong>in</strong>anziert<br />

e<strong>in</strong> Wohngebäude erworben und mit d<strong>es</strong>sen Vermietung E<strong>in</strong>künfte<br />

erzielt, muss dann aber <strong>das</strong> H<strong>aus</strong> mit Verlust verkaufen, so <strong>das</strong>s der Verkaufserlös nicht<br />

<strong>aus</strong>reicht, um <strong>das</strong> beim Kauf aufgenommene Darlehen abzulösen: Unter di<strong>es</strong>en Umstän<strong>den</strong><br />

muss <strong>das</strong> F<strong>in</strong>anzamt die Schuldz<strong>in</strong>sen für di<strong>es</strong><strong>es</strong> Darlehen steuerlich berücksichtigen,<br />

wenn <strong>es</strong> die E<strong>in</strong>künfte <strong>aus</strong> Vermietung und Verpachtung ermittelt; auch wenn<br />

<strong>das</strong> Gebäude verkauft wurde, können Schuldz<strong>in</strong>sen – als nachträgliche Werbungskosten<br />

– von <strong>den</strong> E<strong>in</strong>künften <strong>aus</strong> Vermietung abgezogen wer<strong>den</strong>. (Urteil d<strong>es</strong> Bund<strong>es</strong>f<strong>in</strong>anzhofs,<br />

20.06.2012 – IX R 67/10)<br />

1418 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Urteile <strong>in</strong> Kürze…<br />

Management<br />

... zum Thema Miete<br />

§<br />

Legt der Vermieter die Kosten für <strong>den</strong> Betriebsstrom<br />

der Heizung nicht auf die Mieter<br />

um und führt di<strong>es</strong>e Kostenposition <strong>in</strong> der Nebenkostenabrechnung<br />

nicht auf, stellt di<strong>es</strong> ke<strong>in</strong>en formellen<br />

Mangel der Abrechnung dar, der die Mieter<br />

dazu berechtigen würde, die Nachforderung d<strong>es</strong><br />

Vermieters nicht zu zahlen; wenn der Vermieter umlagefähige<br />

Kosten nicht abrechnet, wird e<strong>in</strong> verständiger<br />

Mieter dar<strong>aus</strong> <strong>den</strong> Schluss ziehen, <strong>das</strong>s<br />

der Vermieter di<strong>es</strong>e Position entweder verg<strong>es</strong>sen<br />

hat oder nicht abrechnen wollte – <strong>das</strong> ist für Mieter<br />

ke<strong>in</strong> Nachteil und h<strong>in</strong>dert sie auch nicht daran,<br />

die Richtigkeit der Abrechnung zu überprüfen. (Urteil<br />

d<strong>es</strong> Landgerichts Itzehoe, 14.01.2011 – 9 S 21/10)<br />

§<br />

E<strong>in</strong> Mieterhöhungsverlangen d<strong>es</strong> Vermieters<br />

ist formell korrekt, wenn er m<strong>in</strong>d<strong>es</strong>tens drei<br />

vergleichbare Wohnungen angibt, für die ebenso<br />

viel Miete gezahlt wird, wie er künftig verlangen<br />

möchte; benennt der Vermieter vier weitere Wohnungen,<br />

von <strong>den</strong>en e<strong>in</strong>e weniger kostet als die begehrte<br />

Miete, wird dadurch <strong>das</strong> Erhöhungsverlangen<br />

nicht unwirksam: Der Mieter hat durch drei<br />

Vergleichswohnungen die Möglichkeit zu prüfen,<br />

ob die begehrte Miete wirklich „ortsüblich“ ist –<br />

b<strong>es</strong>treitet er <strong>das</strong>, ist di<strong>es</strong>er Punkt anhand e<strong>in</strong><strong>es</strong><br />

qualifizierten Mietspiegels oder durch Sachverständigengutachten<br />

zu klären. (Urteil d<strong>es</strong> Bund<strong>es</strong>gerichtshofs,<br />

28.03.2012 – VIII ZR 79/11) gri<br />

Dornoff Market<strong>in</strong>g & More<br />

<strong>So</strong> wer<strong>den</strong> Dental<strong>labor</strong>s<br />

nicht mehr übersehen!<br />

Jeder moderne Zahnarzt, der etwas auf sich<br />

hält, hat bereits e<strong>in</strong>e Internetseite. Sucht<br />

er e<strong>in</strong> neu<strong>es</strong> Labor, schaut er zuerst im Netz.<br />

Nur, wenn Sie dort zu f<strong>in</strong><strong>den</strong> s<strong>in</strong>d, haben Sie<br />

e<strong>in</strong>e Chance, von ihm ang<strong>es</strong>prochen zu wer<strong>den</strong>.<br />

Andernfalls s<strong>in</strong>d Sie mit Sicherheit nicht<br />

mehr im Rennen“, me<strong>in</strong>t Anja Dornoff. Die<br />

Market<strong>in</strong>g-Expert<strong>in</strong> sorgt dafür, <strong>das</strong>s Labors<br />

nicht mehr übersehen wer<strong>den</strong>. Vor kurzem<br />

hat sie ihre Internet-Präsenz neu aufgebaut.<br />

Das Spektrum d<strong>es</strong> Unternehmens reicht von<br />

klassischem Market<strong>in</strong>g über Onl<strong>in</strong>e-Market<strong>in</strong>g<br />

bis zu Image-Coach<strong>in</strong>g und Veranstaltungsorganisation.<br />

n<br />

i www.dornoff-market<strong>in</strong>g.de/<br />

<strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1419<br />

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s<strong>in</strong>d Sie mit dem Kopf<br />

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Forderungen und Außenstände<br />

● kont<strong>in</strong>uierliche Liquidität<br />

● Sicherheit bei Forderungs<strong>aus</strong>fällen<br />

● Stärkung d<strong>es</strong> Vertrauensverhältniss<strong>es</strong><br />

Zahnarzt und Labor<br />

● Abbau von Bankverb<strong>in</strong>dlichkeiten<br />

● Schaffung f<strong>in</strong>anzieller Freiräume<br />

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müssen Sie ganz bei<br />

der Sache se<strong>in</strong>, <strong>den</strong>n jede<br />

Ungenauigkeit br<strong>in</strong>gt spürbar<br />

unangenehme Folgen.<br />

Doch sich zu konzentrieren,<br />

obwohl Sie auch z. B. F<strong>in</strong>anzen<br />

im Kopf haben – nicht e<strong>in</strong>fach.<br />

Und jeder Auftrag senkt die<br />

Kapitaldecke, weil Ihre Arbeit<br />

nicht gleich zu Geld wird.<br />

Trotzdem: Gehälter, Material<br />

etc. müssen bezahlt wer<strong>den</strong>.<br />

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Events<br />

„AppFahrt“ der Labors und magische Bilder<br />

Innung Niedersachsen-Bremen bietet Plattform für Kooperation<br />

„AppFahrt“ der Labors<br />

und magische Bilder<br />

Wie gel<strong>in</strong>gt <strong>es</strong>, die <strong>So</strong>lidarität zu stärken<br />

und die Aufträge wieder <strong>in</strong> die Labors zu<br />

br<strong>in</strong>gen? Darum g<strong>in</strong>g <strong>es</strong> beim Stammtisch<br />

der Innung Niedersachsen-Bremen, ZINB.<br />

Die Teilnehmer erlebten zwei aktuelle<br />

Vorträge, e<strong>in</strong> gut<strong>es</strong> Diskussionsklima<br />

sowie e<strong>in</strong> bunt<strong>es</strong> Rahmenprogramm im<br />

wunderschönen Ambiente d<strong>es</strong> „Landh<strong>aus</strong><strong>es</strong><br />

am See“ <strong>in</strong> Garbsen.<br />

c Obermeister Lutz Wolf,<br />

l<strong>in</strong>ks, im G<strong>es</strong>präch mit<br />

Referent Andreas Nolte<br />

E<strong>in</strong> starker Zusammenhalt,<br />

so<br />

<strong>das</strong> Credo der Innung,<br />

ist gerade <strong>in</strong> di<strong>es</strong>en<br />

Zeiten enorm bedeutsam.<br />

In di<strong>es</strong>em<br />

S<strong>in</strong>n bietet die ZINB ab<br />

März 2013 e<strong>in</strong>e Plattform<br />

an, die <strong>den</strong> Labors<br />

helfen soll, Aufträge<br />

unter Ausschluss<br />

der Industrie untere<strong>in</strong>ander<br />

zu vergeben:<br />

Die „Dentaltheke“, die <strong>es</strong> als Website<br />

und als Web-App gibt. Analog zum Pr<strong>in</strong>zip<br />

e<strong>in</strong><strong>es</strong> Marktplatz<strong>es</strong> hilft sie bei der<br />

Suche nach e<strong>in</strong>em geeigneten Labor für<br />

e<strong>in</strong>zelne zahntechnische Teilleistungen.<br />

Der Kunde f<strong>in</strong>det se<strong>in</strong> „Anbieter<strong>labor</strong>“<br />

anhand von Leistungsmerkmalen (Herstellungsverfahren<br />

und -art) und e<strong>in</strong>er<br />

PLZ/Umkreissuche. Der Kunde b<strong>es</strong>timmt<br />

die notwendigen Parameter, und<br />

<strong>das</strong> Programm wählt unter allen angemeldeten<br />

Innungsbetrieben auf Basis<br />

der e<strong>in</strong>gegebenen Werte die für <strong>den</strong><br />

Auftraggeber <strong>in</strong>ter<strong>es</strong>sant<strong>es</strong>ten Betriebe<br />

<strong>aus</strong>. Die Darstellung erfolgt <strong>in</strong> Form<br />

e<strong>in</strong><strong>es</strong> Rank<strong>in</strong>gs.<br />

Das Ziel di<strong>es</strong>er Plattform ist <strong>es</strong>, e<strong>in</strong>e Gew<strong>in</strong>nsituation<br />

für alle beteiligten Labors,<br />

ob Käufer oder Anbieter, zu schaffen<br />

und so die Aufträge im zahntechnischen<br />

Betrieb zu halten. „Als Anbieter<br />

kommen Innungs<strong>labor</strong>s <strong>in</strong> Betracht, als<br />

Käufer alle Marktteilnehmer vom kle<strong>in</strong>en<br />

Labor um die Ecke, über Zahnärzte,<br />

Nicht-Innungsbetriebe bis h<strong>in</strong> zum<br />

Schuster um die Ecke. Kurz, jeder, der<br />

b<strong>es</strong>tellen möchte, kann <strong>das</strong> tun“, erklärte<br />

Vorstandsmitglied Alfred Schiller<br />

die Vorgehensweise. Angebot und<br />

Nachfrage regeln die Benutzer durch<br />

Angebotsanfrage, B<strong>es</strong>tellung und Auftragsvergabe<br />

untere<strong>in</strong>ander. Die Innung<br />

stellt lediglich die Plattform zur Verfügung<br />

und hält sich ansonsten <strong>aus</strong> <strong>den</strong><br />

Transaktionen her<strong>aus</strong>.<br />

„Wir glauben f<strong>es</strong>t daran, <strong>das</strong>s wir der<br />

Zahntechnik durch unser Projekt <strong>den</strong><br />

Schritt <strong>in</strong>s 21. Jahrhundert erleichtern<br />

können und hoffen auf große Begeisterung<br />

und rege Teilnahme an der Dentaltheke“,<br />

so Schiller. „Wir dürfen nicht<br />

verg<strong>es</strong>sen: Es liegt an uns selbst, ob<br />

1420 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


„AppFahrt“ der Labors und magische Bilder<br />

Events<br />

wir die Aufträge an die Konkurrenz<br />

oder an Kollegen weitergeben.“<br />

Das verlorene<br />

Spiegelbild<br />

„Mit schönen Zähnen kann man<br />

all<strong>es</strong> tragen“, ist <strong>das</strong> Motto von<br />

Andreas Nolte. Der Zahntechniker<br />

ist Inhaber der Firma Enamelum<br />

et Dent<strong>in</strong>um <strong>in</strong> Münster<br />

sowie Autor und <strong>in</strong>ternational<br />

bekannter Referent. Den Beweis<br />

für se<strong>in</strong> Statement trat der<br />

Referent sofort an. E<strong>in</strong><strong>es</strong> der<br />

wichtigsten Utensilien <strong>in</strong> se<strong>in</strong>em<br />

Labor ist e<strong>in</strong> Gegenstand,<br />

<strong>den</strong> jeder hat und der trotzdem<br />

<strong>in</strong> der Zahntechnik relativ selten<br />

zum E<strong>in</strong>satz kommt: Die Digitalkamera.<br />

Andreas Nolte dokumentiert<br />

all<strong>es</strong>: Die momentane<br />

Mundsituation, die Zwischenschritte<br />

der Arbeit bis zum<br />

5-Achsen<br />

simultan<br />

Fräsen<br />

Für Zahnproth<strong>es</strong>en<br />

<strong>aus</strong> Zirkonium,<br />

PMMA und<br />

Wachs<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

e App-Fahrt für Zahntechniker: Alfred Schiller, rechts, und Lutz Wolf,<br />

l<strong>in</strong>ks, während d<strong>es</strong> Vortrag<strong>es</strong><br />

perfekten Spiegelbild, <strong>das</strong> Ergebnis<br />

und, wenn möglich, die<br />

Situation nach zwei Jahren Tragezeit.<br />

Für ihn ist <strong>es</strong> am wichtigsten<br />

Emotionen zu schaffen<br />

und die schafft er am b<strong>es</strong>ten<br />

durch e<strong>in</strong>prägsame Bilder.<br />

Durch di<strong>es</strong>e wirkungsvolle Präsentation<br />

se<strong>in</strong>er Ergebnisse erreicht<br />

er se<strong>in</strong> nächst<strong>es</strong> Ziel: Begehrlichkeiten<br />

wecken. Beim<br />

Anblick der Bilder fragt sich der<br />

Betrachter sofort: „Halten me<strong>in</strong>e<br />

Zähne di<strong>es</strong>em Vergleich<br />

stand? Was kann bei mir verb<strong>es</strong>sert<br />

wer<strong>den</strong>?“<br />

Nolte selbst arbeitet nicht nur<br />

mit <strong>den</strong> neu<strong>es</strong>ten Technologien,<br />

sondern greift immer wieder auf<br />

die alten und bewährten Techniken<br />

zurück. Ganz wichtig s<strong>in</strong>d<br />

ihm Stechzirkel, M<strong>es</strong>sschieber<br />

und Tabellen, um die Situation<br />

klar zu analysieren. Er geht dabei<br />

vor wie bei e<strong>in</strong>em Puzzle.<br />

„Ich frage mich immer zuerst:<br />

Wie lang s<strong>in</strong>d die Zähne, wie stehen<br />

die Wurzeln zue<strong>in</strong>ander<br />

usw. Dann nehme ich mir e<strong>in</strong>e<br />

Tabelle und schaue, <strong>in</strong>wiefern<br />

die tatsächliche Situation von<br />

der <strong>in</strong> der Literatur niederg<strong>es</strong>chriebenen<br />

Optimalsituation<br />

abweicht.“ Man muss <strong>in</strong> der<br />

Zahntechnik <strong>das</strong> Rad nicht je<strong>den</strong><br />

Tag neu erf<strong>in</strong><strong>den</strong>, <strong>es</strong> reicht<br />

manchmal schon, bewährte<br />

Werte zu kennen. Se<strong>in</strong>e Kurzformel<br />

dafür lautet: „L<strong>es</strong>en<br />

schützt vor erf<strong>in</strong><strong>den</strong>.“ Dank se<strong>in</strong><strong>es</strong><br />

e<strong>in</strong>prägsamen Vortrag<strong>es</strong><br />

wusste am Ende auch jeder<br />

Nicht-Zahntechniker im Raum,<br />

<strong>das</strong>s e<strong>in</strong> Schneidezahn im Oberkiefer<br />

e<strong>in</strong>e Länge von 9,6 Milli-<br />

<br />

www.rolanddg.de<br />

www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1421


Events<br />

„AppFahrt“ der Labors und magische Bilder<br />

c Die Band „Tourage“ und<br />

Organisator Ralf Mart<strong>in</strong><br />

meter haben sollte, damit<br />

er mit der Physiognomie<br />

harmoniert.<br />

Obwohl Nolte <strong>den</strong> neu<strong>es</strong>ten<br />

Metho<strong>den</strong> gegenüber<br />

sehr aufg<strong>es</strong>chlossen<br />

ist, wurde<br />

doch klar, <strong>das</strong>s die digitale<br />

Technik <strong>in</strong> manchen<br />

Bereichen e<strong>in</strong>fach<br />

nicht weiter hilft.<br />

Für ihn zählt <strong>in</strong> allererster<br />

L<strong>in</strong>ie <strong>das</strong> zahntechnische<br />

Know-how,<br />

die gute alte Handarbeit<br />

mit bewährten<br />

Hilfsmitteln und – ganz wichtig –, die<br />

nötige Lei<strong>den</strong>schaft für <strong>den</strong> Beruf.<br />

E<strong>in</strong> Abend voller Magie<br />

Das Publikum verfolgte beide Vorträge<br />

so konzentriert und <strong>in</strong>ter<strong>es</strong>siert, <strong>das</strong>s<br />

sich e<strong>in</strong>e längere Diskussionsrunde anschloss.<br />

Nach e<strong>in</strong>em Aperitif g<strong>in</strong>g <strong>es</strong> auf<br />

die Landh<strong>aus</strong>terrasse. Die Band „Tourage“<br />

begeisterte mit e<strong>in</strong>em Repertoire,<br />

<strong>das</strong> von Lounge-Musik über Musical bis<br />

h<strong>in</strong> zu Pop und Schlager reichte. Die<br />

Gäste genossen Spezialitäten vom Grillbuffet;<br />

und e<strong>in</strong> Magier verblüffte mit<br />

zauberhaften Tricks. Bis spät <strong>in</strong> die<br />

Nacht wurde im Landh<strong>aus</strong> am See diskutiert,<br />

gelacht und getanzt.<br />

n<br />

Erster ladi<strong>es</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> talk <strong>in</strong> München<br />

Wann Neu<strong>es</strong> gut tut<br />

Manchmal muss man (und frau)<br />

sich wieder neu erf<strong>in</strong><strong>den</strong>. Dazu<br />

braucht <strong>es</strong> Ideen und Mut. Doch woher<br />

kommt die Energie, etwas völlig Neu<strong>es</strong><br />

zu wagen? Der erste ladi<strong>es</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> talk<br />

<strong>in</strong> München will <strong>das</strong> ergrün<strong>den</strong>.<br />

EU-Unternehmensbotschafter<strong>in</strong> Dr. Kar<strong>in</strong><br />

Uphoff und Mit-Initiator<strong>in</strong> Sandra<br />

von Bukowski, die Leiter<strong>in</strong> d<strong>es</strong> Labors<br />

von Bukowski, la<strong>den</strong> dazu Zahnärzt<strong>in</strong>nen<br />

am Mittwoch, 14. November, <strong>in</strong> <strong>das</strong><br />

völlig verwandelte R<strong>es</strong>taurant Rilano<br />

No. 6 Lenbach Palais e<strong>in</strong>.<br />

Vor kurzem öffnete <strong>das</strong> bekannte R<strong>es</strong>taurant<br />

„Lenbachs“ unter neuem Namen<br />

und mit e<strong>in</strong>em neuen Konzept se<strong>in</strong>e<br />

Türen. Beibehalten blieb der exklusive<br />

Stil.<br />

Das Ende d<strong>es</strong> 19. Jahrhunderts erbaute<br />

„Bernheimer H<strong>aus</strong>“ am Lenbachplatz<br />

<strong>in</strong> der Münchner Innenstadt war der erste<br />

große Neobarockbau der bayerischen<br />

Metropole. Das im zweiten Weltkrieg<br />

zerstörte Gebäude wurde 1984<br />

umfangreich r<strong>es</strong>tauriert. Seit 1997 ist<br />

<strong>es</strong> Domizil für <strong>das</strong> „Lenbachs“.<br />

Nach zehn Monaten Umbau können die<br />

Teilnehmer<strong>in</strong>nen d<strong>es</strong> ladi<strong>es</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> talk <strong>das</strong><br />

„Rilano-Flair“ genießen. Im Vortrag „Wenn<br />

<strong>es</strong> Zeit wird für etwas Neu<strong>es</strong>“ gibt <strong>das</strong><br />

Team d<strong>es</strong> Rilano No. 6 Lenbach Palais E<strong>in</strong>blicke<br />

<strong>in</strong> die Neu<strong>aus</strong>richtung. Im Anschluss<br />

lädt Dr. Kar<strong>in</strong> Uphoff zur Diskussion<br />

e<strong>in</strong>. Wann tut Neu<strong>es</strong> gut und Not? Wie<br />

viel Veränderung „ertragen“ Patienten?<br />

Und bedeutet „neu“ auch e<strong>in</strong>fach, die eigene<br />

E<strong>in</strong>stellung zu über<strong>den</strong>ken? Bei e<strong>in</strong>em<br />

b<strong>es</strong>onderen Drei-Gänge-Menü ist Zeit<br />

zum Aust<strong>aus</strong>chen und Netzwerken.<br />

Die Teilnahmegebühr beträgt 89 Euro.<br />

Dentista Club-Mitglieder zahlen 79<br />

Euro. Informationen sowie die Möglichkeit<br />

zur Anmeldung unter www.ladi<strong>es</strong>-<strong><strong>den</strong>tal</strong>-talk.de<br />

oder per Mail unter<br />

<strong>in</strong>fo@ladi<strong>es</strong>-<strong><strong>den</strong>tal</strong>-talk.de.<br />

n<br />

i Infos zur Location<br />

unter www.rilano-no6.com/<br />

1422 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


<strong>So</strong> digital ist <strong><strong>den</strong>tal</strong><br />

Events<br />

Symposium digital 2012 von Straumann<br />

<strong>So</strong> digital ist <strong><strong>den</strong>tal</strong><br />

Die digitale Technik schreitet mit Ri<strong>es</strong>enschritten voran –<br />

<strong>das</strong> machte auch <strong>das</strong> Symposium Digitale Zahnmediz<strong>in</strong> von<br />

Straumann Ende September klar. Karl-He<strong>in</strong>z Georgi war für<br />

<strong>unsere</strong> Redaktion <strong>in</strong> Hamburg dabei und berichtet.<br />

Die fortschreitende Digitalisierung<br />

der Zahnmediz<strong>in</strong><br />

und der Zahntechnik<br />

ist e<strong>in</strong>e der spannendsten<br />

Entwicklungen der Branche. Die<br />

Sicherheit und die Präzision, die<br />

mit di<strong>es</strong>er Entwicklung e<strong>in</strong>hergehen,<br />

s<strong>in</strong>d die größten Fortschritte,<br />

die je <strong>in</strong> di<strong>es</strong>em Bereich<br />

zu beobachten waren.<br />

Gleich drei Sem<strong>in</strong>are zu drei<br />

Kernbereichen wur<strong>den</strong> am Freitagnachmittag<br />

<strong>in</strong> Hamburg angeboten:<br />

Vernetzung digitaler<br />

Möglichkeiten und Systeme, 3D<br />

Implantatplanung zur navigierten<br />

Implantologie und <strong>das</strong> <strong>in</strong>tra-orale<br />

Scannen <strong>in</strong> der abdrucklosen<br />

Praxis. Alle drei Themen<br />

wären <strong>es</strong> wert gew<strong>es</strong>en,<br />

darüber zu berichten, aber wir<br />

wollten lieber e<strong>in</strong>en Aspekt,<br />

nämlich die vernetzten, digitalen<br />

Arbeitsbereiche, komplett<br />

beleuchten als alle drei nur unvollständig<br />

zu skizzieren.<br />

Möglichkeiten der<br />

Vernetzung<br />

Passend zu Beg<strong>in</strong>n der Veranstaltung<br />

wurde <strong>das</strong> iPhone 5 vorg<strong>es</strong>tellt,<br />

e<strong>in</strong> Musterbeispiel für<br />

vernetzte Anwendungen mit t<strong>aus</strong>en<strong>den</strong><br />

von Apps. Die Apps <strong>in</strong><br />

der Zahnmediz<strong>in</strong> und Zahntechnik<br />

s<strong>in</strong>d zwar noch nicht so zahlreich,<br />

und viele Anbieter versuchen<br />

noch immer um je<strong>den</strong> Preis<br />

ihre g<strong>es</strong>chlossenen Systeme mit<br />

vielen guten Worten zu vermarkten,<br />

aber die ersten Schritte<br />

s<strong>in</strong>d getan und mit e<strong>in</strong>igem<br />

Vorstellungsvermögen kann<br />

man erahnen, <strong>das</strong>s <strong>in</strong> di<strong>es</strong>em<br />

Bereich e<strong>in</strong>e weitere großartige<br />

Möglichkeit heranwächst. Geme<strong>in</strong>t<br />

ist <strong>das</strong> Zusammenführen<br />

von Datensätzen beziehungsweise<br />

der bildgeben<strong>den</strong> Darstellung<br />

<strong>aus</strong> dem <strong>in</strong>traoralen<br />

Scan, hier iTero, e<strong>in</strong>em DVT/CT-<br />

Datensatz und womöglich noch<br />

e<strong>in</strong>em G<strong>es</strong>ichtsscan. Im Idealfall<br />

sollte dann die f<strong>in</strong>ale Herstellung<br />

d<strong>es</strong> ZE ebenfalls möglich<br />

wer<strong>den</strong>. Grenzbereiche wie<br />

zahnlose Patienten stellen hier<br />

zurzeit noch die größten Her<strong>aus</strong>forderungen<br />

dar.<br />

Nach e<strong>in</strong>er Kaffeep<strong>aus</strong>e wurde<br />

der Sem<strong>in</strong>arteil d<strong>es</strong> Freitags mit<br />

e<strong>in</strong>em Vortrag von Birgit Sayn,<br />

Abrechnungsspezialist<strong>in</strong>, abgerundet.<br />

Bei allem Enthusiasmus<br />

für die neuen, digitalen Techniken,<br />

darf man natürlich nicht die<br />

immensen Kosten di<strong>es</strong>er aufwändigen<br />

Systeme <strong>aus</strong> <strong>den</strong> Augen<br />

verlieren und muss sich um<br />

die Abrechnung kümmern. Die<br />

Krankenkassen wer<strong>den</strong> <strong>es</strong> von<br />

sich <strong>aus</strong> garantiert nicht tun,<br />

sondern im Gegenteil Zweifel anmel<strong>den</strong>,<br />

wenn <strong>es</strong> zum Beispiel<br />

um die Notwendigkeit e<strong>in</strong><strong>es</strong><br />

DVTs bei der Planung geht. Das,<br />

was <strong>aus</strong> <strong>unsere</strong>r Sicht notwendig<br />

und s<strong>in</strong>nvoll ersche<strong>in</strong>t, ist für<br />

<strong>den</strong> Kostenträger zunächst erstmal<br />

e<strong>in</strong>e unliebsame weitere<br />

Ausgabenposition.<br />

Präzision der digitalen<br />

Systeme<br />

Der <strong>So</strong>nnabend barg e<strong>in</strong> geballt<strong>es</strong><br />

„digital<strong>es</strong>“ Programm.<br />

Nach Begrüßung durch Wolfgang<br />

Becker, G<strong>es</strong>chäftsführer<br />

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www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1423


Events<br />

<strong>So</strong> digital ist <strong><strong>den</strong>tal</strong><br />

e Die Referenten Dr. S. Kühl,<br />

Ztm. Bär, Thomas Lassen,<br />

Prof<strong>es</strong>sor Heydecke,<br />

Prof<strong>es</strong>sor Wöstmann und<br />

ZA Frank Hofmann gaben<br />

E<strong>in</strong>blicke <strong>in</strong> die digitale<br />

Gegenwart und Zukunft<br />

c Straumann-G<strong>es</strong>chäfts -<br />

führer Wolfgang Becker,<br />

rechts, war e<strong>in</strong> zufrie<strong>den</strong>er<br />

Gastgeber<br />

der Straumann GmbH, berichtete Dr.<br />

Carsten Kamm, wie <strong>es</strong> ihm ergangen ist,<br />

seit er <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er Praxis so digital wie<br />

möglich arbeitet. Von CAD/CAM über<br />

<strong>in</strong>traoral<strong>es</strong> Scannen bis h<strong>in</strong> zur Vernetzung<br />

von digitalen Daten fiel se<strong>in</strong> Fazit<br />

deutlich positiv <strong>aus</strong>. Die Vorhersagbarkeit<br />

ang<strong>es</strong>trebter R<strong>es</strong>taurationen<br />

durch Match<strong>in</strong>g von unterschiedlichen<br />

Datensätzen wurde deutlich verb<strong>es</strong>sert,<br />

während der Praxisalltag gleichzeitig<br />

„sauberer“ wurde: Weniger Abformmassen,<br />

weniger Abformmassenr<strong>es</strong>te<br />

und weniger manueller Versand. Ästhetik<br />

sei allerd<strong>in</strong>gs nicht computerisierbar<br />

und bleibt Sache der Zahntechnik.<br />

Danach stellte Prof<strong>es</strong>sor Bernd Wöstmann,<br />

Uni Münster, die ang<strong>es</strong>prochenen<br />

Proz<strong>es</strong>se und Systeme <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

Systemvergleich näher vor. Unterschiedliche<br />

Systeme, unterschiedliche<br />

Herangehensweisen, Stärken und<br />

Schwächen der Systeme – wie funktionieren<br />

sie? Se<strong>in</strong> Fazit war e<strong>in</strong>deutig: Die<br />

höhere Präzision der digitalen Systeme<br />

ist augenfällig (passt immer!), die Wege<br />

zum Endergebnis s<strong>in</strong>d noch sehr unterschiedlich<br />

und alle Verfahrensweisen<br />

weisen noch Schwächen auf. Es<br />

gibt also noch immer Luft nach oben,<br />

während der Trend aber schon deutlich<br />

dorth<strong>in</strong> zeigt.<br />

Erfahrungen mit dem iTero<br />

Intraoral-Scanner<br />

Passend dazu griff sich der nächste Referent,<br />

ZA Frank Hoffmann <strong>aus</strong> Hamburg,<br />

„se<strong>in</strong> System“ her<strong>aus</strong>, um se<strong>in</strong>e<br />

ganz persönlichen Erfahrungen damit<br />

vorzustellen. Frank Hoffmann ist e<strong>in</strong>er<br />

der ersten Anwender d<strong>es</strong> von Straumann<br />

vertriebenen iTero Intraoral Scanners.<br />

Natürlich gab <strong>es</strong> zu Anfang<br />

Schwierigkeiten, natürlich mussten er<br />

und se<strong>in</strong> Praxisteam sich auf die Anforderungen<br />

d<strong>es</strong> Scanners e<strong>in</strong>stellen;<br />

dann aber g<strong>in</strong>g <strong>es</strong> nach wenigen Wochen<br />

wie von selbst. Inzwischen s<strong>in</strong>d<br />

alle daran gewöhnt, <strong>das</strong>s nach e<strong>in</strong>em<br />

problemlosen Scan immer all<strong>es</strong> passt.<br />

Allenfalls wird noch über unterschiedliche<br />

Auffassungen von <strong><strong>den</strong>tal</strong>er Ästhetik<br />

diskutiert. Natürlich hat auch<br />

Frank Hoffmann noch Wünsche an die<br />

Hersteller: Größere Lücken, Weichgewebe<br />

und lange Zähne s<strong>in</strong>d noch<br />

schwierig oder über Umwege scanbar.<br />

Hier ist noch Bedarf für Weiterentwicklungen.<br />

Nach e<strong>in</strong>er kurzen P<strong>aus</strong>e mit anregen<strong>den</strong><br />

G<strong>es</strong>prächen g<strong>in</strong>g Ztm. Ralf Riquier<br />

auf die große Problematik aller digitalen<br />

Systeme e<strong>in</strong>. Während <strong>es</strong> <strong>in</strong> der Industrie<br />

längst Standards gibt, versuchen<br />

<strong>in</strong> der <strong><strong>den</strong>tal</strong>en Technik noch viele<br />

Anbieter ihr eigen<strong>es</strong> Süppchen zu<br />

kochen. Sicher gibt <strong>es</strong> g<strong>es</strong>chlossene<br />

Systeme, die ihre Anwender geradezu<br />

e<strong>in</strong>schnüren, aber doch mit r<strong>es</strong>pektablen<br />

Ergebnissen punkten. Andererseits<br />

aber ist der Wettbewerb stark und vie-<br />

1424 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


<strong>So</strong> digital ist <strong><strong>den</strong>tal</strong><br />

Events<br />

d Comedian Michael Krebs<br />

und Magier Nicolai Friedrich<br />

begeisterten mit Witz und<br />

Zaubertricks<br />

le spezialisierte Hersteller bieten Lösungen,<br />

die nach offenen Systemen,<br />

eben Schnittstellen, verlangen und somit<br />

kann davon <strong>aus</strong>gegangen wer<strong>den</strong>,<br />

<strong>das</strong>s der Trend zu offenen Systemen unter<br />

<strong>den</strong> Herstellern der g<strong>es</strong>chlossenen<br />

Systeme zwangsläufig Opfer fordern<br />

wird. Di<strong>es</strong>e E<strong>in</strong>schätzung wurde auch<br />

vom nächsten Referenten Ztm. Thomas<br />

Lassen geteilt, wenngleich er aber auch<br />

darauf h<strong>in</strong>weisen musste, <strong>das</strong>s die herkömmliche<br />

Technik über Präzisionsabdrücke<br />

– noch – unverzichtbar ist. Er<br />

stellte se<strong>in</strong>e Passivierungstechnik für<br />

Ganzkieferabformungen <strong>in</strong> der Implantattechnik<br />

vor; belegt durch empirische<br />

T<strong>es</strong>ts, die er im eigenen Labor<br />

durchgeführt hat. Unstrittig aber auch<br />

bei ihm: Kronen- und Brückenversorgungen<br />

s<strong>in</strong>d nur noch spannend h<strong>in</strong>sichtlich<br />

der ästhetischen Wirkung, passen<br />

tun sie eigentlich immer!<br />

Digital<strong>es</strong> Planungscenter<br />

Wenn schon digital, dann aber richtig!<br />

<strong>So</strong> <strong>in</strong> etwa hätte man <strong>den</strong> letzten Vortrag<br />

vor dem Mittag<strong>es</strong>sen auch überschreiben<br />

können. Nach <strong>den</strong> Schnittstellen,<br />

die Ralf Riquier b<strong>es</strong>chrieb, ist <strong>es</strong><br />

nur noch e<strong>in</strong> kle<strong>in</strong>er Schritt zur weiteren<br />

Vernetzung, nicht nur der Systeme, sondern<br />

auch der beteiligten Partner. Zahnarzt-Labor-Patient<br />

ist nur e<strong>in</strong>e Achse. E<strong>in</strong><br />

oder mehrere Fräszentren s<strong>in</strong>d weitere<br />

Achsen für <strong>in</strong>dividuelle Abutments, Gerüste,<br />

Cad-on-Brücken oder gefräste Stege<br />

mit mittlerweile ebenfalls gefrästen<br />

Sekundär-Konstruktionen oder geplottete<br />

Modellgüsse, ganz zu schweigen<br />

von <strong>den</strong> digitalen „Abdrücken“ und digitalen<br />

Röntgengeräten. Di<strong>es</strong> s<strong>in</strong>d die<br />

weiteren Ausblicke <strong>in</strong> die vernetzte digitale<br />

Zukunft. Am Schluss se<strong>in</strong>er Ausführungen<br />

stand e<strong>in</strong> Blick auf e<strong>in</strong>e nicht<br />

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www.dlonl<strong>in</strong>e.de · <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX ·11/2012 1425


Events<br />

<strong>So</strong> digital ist <strong><strong>den</strong>tal</strong><br />

c Im Emporio genossen die<br />

Teilnehmer bei fe<strong>in</strong>en<br />

Speisen e<strong>in</strong>en fantastischen<br />

Ausblick über Hamburg und<br />

auf die Alster<br />

e Zum Thema digitale<br />

Vernetzung wurde auch e<strong>in</strong><br />

Sem<strong>in</strong>ar angeboten<br />

mehr ferne Vision: E<strong>in</strong> digital<strong>es</strong> Planungscenter.<br />

Nach<strong>den</strong>kenswert war der<br />

letzte Satz se<strong>in</strong><strong>es</strong> Vortrag<strong>es</strong>, <strong>in</strong> dem er<br />

darauf h<strong>in</strong>wi<strong>es</strong>, <strong>das</strong>s immer Menschen<br />

diejenigen se<strong>in</strong> wer<strong>den</strong>, die alle di<strong>es</strong>e<br />

Komponenten möglichst ästhetisch zu<br />

bedienen haben wer<strong>den</strong>.<br />

Mentale Kraft<br />

Die sich meistens nach dem Mittag<strong>es</strong>sen<br />

e<strong>in</strong>stellende leichte Müdigkeit wurde<br />

furios von dem Magier Nicolai Friedrich<br />

„weggezaubert“. Mit wahrhaft atemberauben<strong>den</strong><br />

Tricks begeisterte er <strong>das</strong><br />

Publikum. Schwer zu sagen, was am<br />

meisten bee<strong>in</strong>druckte: Se<strong>in</strong>e offensichtlich<br />

perfekte F<strong>in</strong>gerfertigkeit oder<br />

se<strong>in</strong>e mentale Magie d<strong>es</strong> Gedan kenl<strong>es</strong>ens,<br />

die zu verblüffen<strong>den</strong> Ergebn issen<br />

führte. Die Grenzen zwischen Zauber<br />

und Realität schienen je<strong>den</strong>falls mehr<br />

und mehr zu verschwimmen.<br />

Den Abschlussvortrag hielten Dr. S.<br />

Kühl und Prof<strong>es</strong>sor Dr. G. Heydecke. Dr.<br />

Kühl beleuchtete die 3D-Diagnostik <strong>in</strong><br />

der alltäglichen Anwendung. Vor- und<br />

Nachteile wur<strong>den</strong> aufgewogen, Strahlungsbelastungen<br />

relativiert und die<br />

Präzisionsfaktoren b<strong>es</strong>tmöglich darg<strong>es</strong>tellt.<br />

Die Vorteile der geführten Implantologie,<br />

so se<strong>in</strong> R<strong>es</strong>ümee, überwiegen<br />

e<strong>in</strong>deutig. Zur Abgrenzung von<br />

der konventionellen Implantologie sei<br />

f<strong>es</strong>tzustellen: Was nutzt e<strong>in</strong> Tiger im<br />

Tank, wenn e<strong>in</strong> Esel am Steuer sitzt!<br />

Prof<strong>es</strong>sor Heydecke fragte schlussendlich<br />

nach der Ästhetik. Bleibt di<strong>es</strong>e<br />

bei aller digitaler Technik außen vor<br />

oder...? Er brachte <strong>es</strong> auf <strong>den</strong> Punkt:<br />

Man kann <strong>in</strong> der digitalen Proz<strong>es</strong>skette<br />

e<strong>in</strong>ig<strong>es</strong> im Vorfeld visualisieren und<br />

mit größerer Präzision viele Barrieren<br />

<strong>aus</strong> <strong>den</strong> Weg räumen, so<strong>das</strong>s dem<br />

Team Zahnarzt-Zahntechniker größere<br />

Freiräume bleiben, <strong>in</strong> <strong>den</strong>en mehr Platz<br />

oder mehr Zeit für ästhetische Lösungen<br />

se<strong>in</strong> wird. Ästhetische Lösungen<br />

<strong>aus</strong> der Masch<strong>in</strong>e wer<strong>den</strong> auch auf hohem<br />

Niveau angeboten; für die Individualität<br />

wird der Mensch mit se<strong>in</strong>er<br />

Kreativität wohl unersetzbar bleiben.<br />

Auf dem neu<strong>es</strong>ten Stand<br />

Fazit: Das Forum hat wieder e<strong>in</strong>mal dazu<br />

beigetragen, die Teilnehmer auf <strong>den</strong><br />

neu<strong>es</strong>ten Stand zu br<strong>in</strong>gen und Anregungen<br />

und Ausblicke zu vermitteln. Wieder<br />

e<strong>in</strong>mal ist klar gewor<strong>den</strong>, <strong>das</strong>s die<br />

Entwicklung der digitalen Technik rasend<br />

schnell voran geht und <strong>das</strong>s <strong>es</strong> nicht nur<br />

lohnt, dran zu bleiben, sondern <strong>das</strong>s <strong>es</strong><br />

wohl überlebenswichtig wer<strong>den</strong> wird, mit<br />

di<strong>es</strong>er Technik Schritt zu halten. n<br />

1426 <strong>das</strong> <strong><strong>den</strong>tal</strong> <strong>labor</strong> · LX · 11/2012 · www.dlonl<strong>in</strong>e.de


Geme<strong>in</strong>sam im Work-„Flow“<br />

Events<br />

Der zweite Dentry DentalKongr<strong>es</strong>s Ruhr<br />

Geme<strong>in</strong>sam im Work-„Flow“<br />

Der zweite Dentry DentalKongr<strong>es</strong>s Ruhr fand im September<br />

<strong>in</strong> direkter Nachbarschaft zur Universität Witten/Herdecke<br />

statt. Fachleute berichteten aufschlussreich über e<strong>in</strong> aktuell<strong>es</strong><br />

Thema: Die Abbildung der digitalen Proz<strong>es</strong>skette von der<br />

Behand lungs planung bis zu