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das dental labor Ąsthetik mit System (Vorschau)

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B 2129 E<br />

Die ganze Welt<br />

der Zahntechnik<br />

Ästhetik <strong>mit</strong> <strong>System</strong><br />

c Seite 1038 Live-Event bei Vita in Langen<br />

„Mensch im Mittelpunkt“<br />

c Ab Seite 1052 Zu Besuch bei Johannes Müller<br />

9<br />

Design des Lächelns<br />

c Ab Seite 1068 Veneers aus Feldspatkeramik, Komposit und Lithiumdisilikat<br />

September 2012 · 60. Jahrgang<br />

www.dlonline.de


Editorial<br />

„Hier stehe ich und<br />

kann nicht anders“<br />

Dies soll Martin Luther auf dem<br />

Reichstag zu Worms ausgerufen<br />

haben, als er sich weigerte,<br />

seine Thesen zu widerrufen. Wie viele<br />

Zitate ist ihm auch dieses erst nachträglich<br />

untergeschoben worden. Doch<br />

<strong>das</strong> ist es nicht, was mich interessiert;<br />

mir geht es um den Inhalt des Spruchs,<br />

der von Gradlinigkeit erzählt, vom Aufrechtstehen,<br />

auch wenn alles um einen<br />

herum aus den Fugen gerät. Für manche<br />

ist jemand, der nach einer solchen<br />

Maxime lebt, ein Stur- oder Dummkopf,<br />

für andere ein Vorbild.<br />

Zuletzt habe ich diesen Spruch in der<br />

schönen Pfalz gehört, als ich Johannes<br />

Müller in seinem Labor besuchte (siehe<br />

Bericht ab Seite 1052). Denn auch er<br />

arbeitet und lebt vielfach „gegen den<br />

Strich“, macht sich da<strong>mit</strong> nicht nur<br />

Freunde, ist aber trotzdem (oder deswegen?)<br />

sehr erfolgreich und bleibt seit<br />

Jahren seiner Linie treu. Gleichgültig,<br />

was andere sagen oder denken.<br />

Für mich gibt es etliche Vorbilder in der<br />

Zahntechnik, die zeigen, <strong>das</strong>s man gegen<br />

den Mainstream erfolgreich sein<br />

kann und <strong>das</strong>s man sich – viel wichtiger<br />

– als Mensch, Experte und Partner des<br />

Zahnarztes nicht um jeden Preis verbiegen<br />

muss. Die Mehrheit der Zahntechniker<br />

steht aber einer anderen Realität<br />

gegenüber. So erfassen mich Wut und<br />

Trauer, wenn ich Leserzuschriften bekomme,<br />

die den Alltag zahlreicher Zahntechniker<br />

beschreiben. Die Rede ist<br />

dann von der Utopie der „Gleichstellung“<br />

zwischen Zahnarzt und Zahntechniker<br />

(zum selben Ergebnis kommt auch<br />

unsere derzeit laufende Umfrage auf<br />

www.dlonline.de), von der immer noch<br />

ausgeprägten Hierarchie (dieses Blatt<br />

wird sich aber, ich bin sicher, aufgrund<br />

des Mangels an guten Zahntechnikern<br />

sehr bald wenden!), von menschenunwürdigen<br />

Vorkommnissen in der Koope-<br />

ration zwischen Zahnarzt und Zahntechniker<br />

(„Zugeständnisse“, Schenkungen,<br />

Beschimpfungen, Arroganz,<br />

Termindruck etc. etc.). Am schlimmsten<br />

wird jedoch der mangelnde Respekt<br />

empfunden, der dem Zahntechniker<br />

vielfach entgegen gebracht<br />

wird, Entwürdigung, herablassende<br />

Behandlung, schlechte Honorierung.<br />

Wie kann ein Mensch in einem<br />

solchen Umfeld noch Freude an seinem<br />

Beruf empfinden? Jemand, der ursprünglich<br />

<strong>mit</strong> großer Begeisterung diesen<br />

Beruf erlernt hat, jemand, der gerne<br />

tüftelt und schwierige technische Probleme<br />

löst, jemand, der anderen Menschen<br />

hilft, dank schöner Zähne wieder<br />

ein „Mensch“ zu sein? Es wird ja oft und<br />

gerne vergessen, dem Patienten zu sagen,<br />

<strong>das</strong>s der Zahntechniker den Zahnersatz<br />

macht, niemand sonst! Und der<br />

Laie weiß es nicht anders.<br />

Hier geht es also um <strong>das</strong> Thema „Wert“<br />

und „Wertschätzung“. Nichts ist demotivierender<br />

als in dem, was man tut,<br />

nicht wertgeschätzt zu werden. Warum<br />

ist <strong>das</strong> so verdammt schwer? Wem tut<br />

es weh, die gute Arbeit, die jemand leistet,<br />

auch als „gut“ anzuerkennen (und<br />

<strong>das</strong> auch hin und wieder zu sagen!)?<br />

Meist bekommt man von Kunden und<br />

Chefs (auch ich!) nur dann ein Feedback,<br />

wenn es Kritik gibt. Und umgekehrt?<br />

Ich finde <strong>das</strong> traurig und gleichzeitig<br />

auch dumm, denn demotivierte<br />

Menschen arbeiten nur halb so gut.<br />

Trotz allem: Sie und ich können nicht aus<br />

unserer Haut (nehme ich an), und deshalb<br />

halten wir es <strong>mit</strong> dem vermeintlich<br />

lutherischen Spruch. Mag man uns für<br />

Dummköpfe halten – wir wissen es besser.<br />

Und manch andere auch.<br />

In diesem Sinne<br />

Ihre<br />

e Dr. Angelika Schaller,<br />

Chefredakteurin<br />

www.facebook.com/<strong>das</strong><strong>dental</strong><strong>labor</strong> • www.twitter.com/<strong>das</strong><strong>dental</strong><strong>labor</strong><br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1015


Glosse<br />

Nein, liebe Leute, gemeint ist keine neue Krimiserie<br />

bei den Privaten, auch keine BKA-Mitglieder<br />

und auch keine Privatdetektive – gemeint<br />

sind jene ultraneugierigen Zeitgenossen,<br />

die ihre Nase nun aber wirklich in ALLES stecken<br />

müssen, was sie nichts angeht. In der Neuzeit werden<br />

Medikamentenschränke, Badezimmermöbel und<br />

Schlafzimmerschränke oder ähnliches meist <strong>mit</strong> Kombinations-Sicherheitsschloss<br />

ausgeliefert. Die offizielle<br />

Begründung ist „Schutz vor Diebstahl“ und „Kindersicherung“,<br />

da<strong>mit</strong> sich die Kleinen nicht insgeheim<br />

Mutters Hormonpräparate schnappen, weil sie die für<br />

Bonbons halten, oder sich <strong>mit</strong> codeinhaltigem Hustensaft<br />

die Kante geben. Pustekuchen, der Grund warum<br />

selbst kinderlose Paare auf solche Möbel zurückgreifen<br />

hat einen schlichten Grund: Weil manche Gäste<br />

nun mal gerne schnüffeln. Wetten, <strong>das</strong>s täglich tausende<br />

Partygäste der Versuchung erliegen, nach dem<br />

Frischmachen und Nasepudern auf der Toilette mal<br />

seidenes Designernachthemd tagsüber auf einen Bügel,<br />

unfassbar. Die Erfahrung lehrt den Profi-Schnüffler,<br />

<strong>das</strong>s nicht selten ein ungemein starkes Niveau-Gefälle<br />

besteht, zwischen dem, was an Lektüre im Bücherschrank<br />

steht und auf dem Beistelltischchen im Wohnzimmer<br />

herumliegt – und was der Hausherr wirklich<br />

liest. In der Beletage die Gesamtwerke von Kant bis<br />

Kästner, Tucholsky in Leder gebunden und auf dem<br />

Nachttisch Harry Potter und Jerry Cotton. Oder vorne<br />

Gedichtbände unbekannter zeitgenössischer Lyriker<br />

und hinten der Kicker, Neckermann-Katalog und Readers<br />

Digest. Der Profi unter den Schnüfflern kann selbst<br />

in der Küche, die nicht selten den Mittelpunkt der Partys<br />

bildet, eindeutige Hinweise auf Blendertum finden.<br />

Die leeren Dosen im Mülleimer von „Feinkost Meyer“<br />

enttarnen die freche Behauptung des Gastgebers, er<br />

habe die sagenhafte Suppe wieder mal selber gemacht,<br />

als freche Lüge, einfach schändlich so was. Und<br />

schau Dir DAS an – während es die Eltern heute nicht<br />

Die Schnüffler<br />

schnell auf <strong>das</strong> Sideboard zu schielen, um zu sehen,<br />

welche Wehwehchen die Gastgeber so haben? Es ist<br />

aber auch wirklich zu verführerisch. Dass Kalle, der<br />

seine Glatze immer <strong>mit</strong> weltmännischem Selbstverständnis<br />

und cooler Gelassenheit trägt, auf dieses bescheuerte<br />

und obendrein sündhaft teure japanische<br />

Haarwuchs<strong>mit</strong>tel aus geriebenem Känguruhoden hereingefallen<br />

ist – UNGLAUBLICH! Dass er Probleme <strong>mit</strong><br />

Fußpilz hat, leuchtet noch ein, so oft wie der ins Hallenbad<br />

und in die Sauna geht – aber <strong>das</strong>s Elke, die angeblich<br />

ALLES essen kann, ohne nur ein einziges<br />

Gramm zuzunehmen, eine Hunderterpackung Appetitzügler<br />

unter dem Schminktisch zu verstecken versucht,<br />

ist ein Skandal. Bei Baumanns hätte man auf<br />

keinen Fall Selbstbräuner und Blondiercreme vermutet.<br />

Wo man doch immer gedacht hat, wo DIE hinfahren,<br />

scheint nun mal immer die Sonne. Schnüffeln ist zugegebenermaßen<br />

unfein, aber für den triebhaften<br />

Schnüffler ungemein aufschlussreich. Einen nahezu<br />

euphorischen Zustand erreicht der begnadete Triebschnüffler<br />

bei Riesenfeten, bei denen in Ermangelung<br />

von Platz an der Garderobe, die Mäntel im Schlafzimmer<br />

übers Bett geworfen werden sollen. Nur extrem<br />

charakterstarke Schnüffler können da widerstehen.<br />

Was liegt denn da auf dem Nachttisch? Kondome? Viagra?<br />

Oder doch nur Pralinen?<br />

Und sieh mal da – Elke, die sonst immer im Selbstgehäkelten<br />

die Öko-Tante heraushängen lässt, hängt ihr<br />

an Kaviar und Parmaschinken fehlen ließen, bekommen<br />

die armen Kleinen nur No-Name-Produkte bei<br />

Cornflakes, Kakao und Joghurt. Umgekehrt, auf der alternativen<br />

Schmalzbrotparty stößt es dem Schnüffler<br />

schon sauer auf, wenn er ZUFÄLLIG in der Speisekammer<br />

Edelwurst und teure Rotweine gestapelt sieht,<br />

während er <strong>mit</strong> billigem Lambrusco abrülpsen muss,<br />

eine Frechheit ist <strong>das</strong>. Beim Schnüffler ist die hohe<br />

Kunst der Diskretion eben völlig verkommen. Der<br />

Schnüffler streicht zwanglos durch die Wohnung,<br />

schnappt hier mal ein Telefongespräch auf, blättert locker<br />

einen Stapel Fotos durch, setzt nachdenklich die<br />

Lesebrille auf, um den Absender eines Briefes entziffern<br />

zu können, der wohl aus Versehen im Papierkorb<br />

gelandet ist, um dann <strong>mit</strong>leidig zu fragen. „War eben<br />

wohl Ihre Schwiegermutter am Telefon, ganz schön<br />

nervig die Alte, was?“<br />

Bis dann – Ihr<br />

1016 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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Inhalt<br />

1048<br />

1044<br />

1052<br />

1040<br />

1042<br />

Editorial<br />

Schaller, Dr. A.:<br />

„Hier stehe ich<br />

und kann nicht anders“ 1015<br />

Glosse<br />

Die Schnüffler 1016<br />

Aktuell<br />

Stefan Wolf<br />

gewinnt Kanter-Preis 1020<br />

ZahnKunstWerk:<br />

Wettbewerb startet 1022<br />

Lösungsorientiert: Pfiffige<br />

Erfindung von Lothar Dröse 1024<br />

Laborchefs bei Montblanc 1026<br />

Stuttgarter Vergleich<br />

zu CAD/CAM 1028<br />

Events<br />

Aktiv <strong>mit</strong> Bego: Durch Schluchten<br />

und Wildwasser 1030<br />

Symposium in Mindelheim:<br />

Von 0 auf 100<br />

in der Implantologie 1031<br />

Heraeus erweitert Fertigung:<br />

Gut aufgestellt <strong>mit</strong> cara 1034<br />

Funktionstage in Dresden 1036<br />

Live-Event in Langen bei Vita:<br />

Ästhetik <strong>mit</strong> <strong>System</strong> 1038<br />

Lehren & Lernen<br />

Metalle begreifen: Kinder-Uni<br />

zu Gast bei Dentaurum 1040<br />

Die Kunst des Gießens 1042<br />

Laufend helfen 1042<br />

Preisverleihung<br />

an die Besten Bayerns 1043<br />

Menschen<br />

Gedanken und Sorgen<br />

einer Jungtechnikerin 1044<br />

Laborjubiläen bei<br />

Stuckenholz und bei Höhne 1046<br />

Wirtschaftspreis<br />

für Dental<strong>labor</strong> Suter 1047<br />

80 Jahre Dental<strong>labor</strong> Carnott in<br />

Köln: Von Wipla zu High Tech 1048<br />

Familienbetrieb Shera:<br />

Qualität direkt vom Hersteller 1050<br />

Zu Besuch bei Johannes Müller:<br />

„Mensch im Mittelpunkt“ 1052<br />

Interview<br />

Zwei Laborchefs berichten über ihre<br />

Erfahrungen <strong>mit</strong> Guided Surgery:<br />

Perfekt geplant 1060<br />

Klaus Müterthies – der „Robin Hood“<br />

der Patienten 1062<br />

Technik<br />

Bellini, R.; Guasti, A.; Massai, L.:<br />

Design des Lächelns 1068<br />

Zangl, M.; Erhardt-Nusser, T.:<br />

Auf dem Weg zur<br />

definitiven Restauration 1088<br />

Mühlhäuser, A.: Eine günstige<br />

Alternative, Teil 1 1102<br />

Mormann, M.: Wieviel Kaufläche<br />

braucht der Mensch? 1112<br />

Produkte<br />

Neuheiten 1117<br />

Von der Jacketkrone<br />

zur Vollkeramik 1120<br />

ARCTICA in Action 1125<br />

1018 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Inhalt<br />

1088<br />

1068<br />

1102<br />

1126<br />

Wissen<br />

Lang, W.: Einbetten<br />

in der Presstechnik 1126<br />

Termine<br />

Veranstaltungsfinder 1130<br />

Management<br />

Factoring: Liquidität<br />

statt Außenstände 1145<br />

Wirtschaftlich abrechnen 1147<br />

Neue QM-App 1148<br />

Geprüfte Qualität<br />

aus dem Labor Korte 1149<br />

Bankenpolitik: Glücksspiele<br />

und Geldschleusen 1150<br />

Aktuelles Zinsbarometer 1151<br />

Abfindung:<br />

Was vom Geld übrig bleibt 1153<br />

Teleskope<br />

aus Nichtedelmetall 1159<br />

ArbeitsLeben<br />

Besser auf sich achten 1160<br />

Herzleiden – wie man<br />

vorbeugen kann 1162<br />

Da treten Sie gut auf:<br />

Linoleum fürs Labor 1165<br />

Burgenseminar – Fortbildung im<br />

historischen Ambiente 1166<br />

Mit Menschenkenntnis<br />

mühelos punkten 1168<br />

Merz Dental auf Facebook 1170<br />

Neue Kalender: Apollonia,<br />

die Frau <strong>mit</strong> der Zange 1171<br />

Angenehmes Miteinander:<br />

Tipps fürs Betriebsklima 1172<br />

Neue Bücher:<br />

Herbstzeit – Wanderzeit 1175<br />

Besser leben:<br />

Tests und Tipps 1178<br />

Ringe aus Zirkon<br />

selber herstellen 1181<br />

Kurz vor Schluss<br />

Vita-Zahn-Team hatte<br />

die schmucke Idee 1190<br />

Info-Veranstaltung<br />

bei CADdent 1190<br />

Impressum 1188<br />

Autorenrichtlinien 1189<br />

1120<br />

1112<br />

Diese Ausgabe enthält<br />

Beilagen der Firmen<br />

CAD-Plus, Dentas, El’s Dent,<br />

KaVo, Merz Dental, Speiko,<br />

Zirkonzahn,<br />

Verlag Neuer Merkur sowie<br />

Teilbeilagen der Firmen C.C.C.<br />

und Dentales Fräszentrum.<br />

Wir bitten um freundliche<br />

Beachtung.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1019


Aktuell<br />

Kurz notiert<br />

Stefan Wolf gewinnt Klaus-Kanter-Preis<br />

Die Jury tagte, bewertete, und am<br />

Schluss stand der Gewinner<br />

fest: Stefan Wolf aus Nußloch (HWK<br />

Karlsruhe) hat die beste Meisterarbeit<br />

2012 angefertigt und bekommt den <strong>mit</strong><br />

3500 Euro dotierten Klaus-Kanter-<br />

Preis. Der zweite Platz ging an Dominik<br />

Yo Blaser aus Bern (HWK Freiburg),<br />

der dritte Platz an Manuela Paul<br />

aus Berlin (HWK Berlin), Stefan Wolf erhielt<br />

zudem für die beste implantologische<br />

Meisterarbeit den Peers-Preis<br />

von 3MEspe, der <strong>mit</strong> 3000 Euro belohnt<br />

wird.<br />

n<br />

Heißer Messeherbst<br />

durch Infotainment-Plattformen. Der<br />

Eintritt ist wie immer frei. Unter dem<br />

Motto „Mehr als Sie erwarten“ versprechen<br />

die Veranstalter der Durchführungsgesellschaft<br />

LDF GmbH (Leistungsschau<br />

Dentalfachhandel) in diesem<br />

Jahr eine stärkere Berücksichtigung<br />

der jeweiligen fachspezifischen Bedürfnisse<br />

nach Angebotsübersicht, Produktberatung<br />

und Kosteneffizienz.<br />

Demnächst ist es wieder soweit: Auf<br />

vier regionalen Messeevents informiert<br />

die Dentalbranche zu Produkten,<br />

Trends und Dienstleistungen. Die einheitlich<br />

orientierte und regional optimierte<br />

Leistungsschau wird ergänzt<br />

Die einzelnen Termine:<br />

id nord: Hamburg, 21.und 22.9.<br />

id süd: München, 20.10.<br />

id west: Düsseldorf, 26.und 27.10.<br />

id <strong>mit</strong>te: Frankfurt, 09.und 10.11.<br />

Interessant für alle Smartphone-Besitzer:<br />

Es gibt auch eine kostenlose id-App.<br />

i Infos unter www.iddeutschland.de<br />

1020 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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Aktuell<br />

„High-End-Lösungen“ im Zahntechnikeralltag<br />

KunstZahnWerk-Wettbewerb von Candulor startet<br />

„High-End-Lösungen“<br />

im Zahntechnikeralltag<br />

e Die Siegerarbeit<br />

von 2011, gefertigt von<br />

Christian Geretschläger<br />

Es ist wieder soweit: Die IDS in<br />

Köln steht vor der Tür und da<strong>mit</strong><br />

ein neuer Candulor KunstZahn-<br />

Werk-Wettbewerb. Diesmal sind „High-<br />

End Lösungen im Zahntechnikeralltag"<br />

gefragt – so heißt nämlich der aktuelle<br />

Patientenfall, der vorgegeben ist.<br />

Gesucht werden laut Candulor „zeitgemäße,<br />

nicht alltägliche Arbeiten. Die<br />

Teilnehmer haben den Auftrag, eine totale<br />

Rekonstruktion <strong>mit</strong> einer schleimhautgetragenen<br />

OK-Totalprothese<br />

und einer bedingt-abnehmbaren<br />

UK-Versorgung<br />

<strong>mit</strong> vier Camlog-Implantaten<br />

zu fertigen.<br />

Alle Arbeiten<br />

müssen nach der Gerber-Aufstellmethode<br />

und <strong>mit</strong> den gratis zur Verfügung<br />

gestellten Materialien gefertigt<br />

werden.“<br />

Nach der verbindlichen Anmeldung<br />

schickt Candulor die detaillierten Angaben<br />

zum kompletten Patientenfall,<br />

der die Lösung der Aufgabe erleichtert,<br />

sowie die passenden Gipsmodelle und<br />

Prothesenzähne (Composite NFC). Implantatteile<br />

werden ebenfalls im Paket<br />

<strong>mit</strong>geliefert.<br />

Die fertigen Prothesen müssen im Candulor<br />

Artikulator oder Condylator abgegeben<br />

werden. Eine Jury aus Prothetik-Spezialisten<br />

und Praktikern bewertet die Arbeiten.<br />

Die Preisverleihung findet am 15.<br />

März 2013 während der IDS in Köln statt.<br />

Alle fertig gestellten Arbeiten werden<br />

in Köln direkt am Candulor Messestand<br />

ausgestellt.<br />

Das gibt es zu gewinnen:<br />

1. Preis:<br />

Barscheck im Wert von 1.500 Euro<br />

2. Preis:<br />

Barscheck im Wert von 1.000 Euro<br />

3. Preis:<br />

Barscheck im Wert von 500 Euro<br />

Zusätzlich werden die besten Dokumentationen<br />

ausgezeichnet sowie weitere<br />

zahlreiche Sachpreise vergeben.<br />

Anmeldung<br />

Anmeldungen bis spätestens 28. Oktober<br />

2012. Formulare unter www.kunstzahnwerk.com<br />

oder telefonisch unter<br />

(0 77 31) 7 97 83-0 direkt bei Candulor<br />

Dental in Rielasingen-Worblingen n<br />

Neue Einkaufsliste auf www.<strong>dental</strong>tiger.de<br />

Vorteil für „Tiger-Kunden“<br />

Der Online-Discounter DentalTiger<br />

bietet seinen Kunden einen neuen<br />

Service: Auf www.<strong>dental</strong>tiger.de können<br />

in „Mein Dentaltiger“ nicht nur individuelle<br />

Einstellungen wie Rechnungs-<br />

und Lieferadressen eingesehen<br />

und verändert werden, sondern es lassen<br />

sich auch persönliche Einkaufslisten<br />

gestalten. „Die Tiger-Kunden krallen<br />

sich dann zwei Vorteile: sie kaufen zu<br />

Discount-Preisen Verbrauchsmaterial<br />

ein und sparen dabei viel Zeit“, wirbt<br />

<strong>das</strong> Unternehmen. Großer Vorteil dabei:<br />

Muss die Bestellung aufgrund des<br />

Verbrauchs in bestimmten zeitlichen<br />

Abständen wiederholt werden, so genügt<br />

der Versand derselben Einkaufsliste<br />

als Warenkorb. Das oft lästige, zeitintensive<br />

Suchen und Zusammenstellen<br />

eines Warenkorbes entfällt. n<br />

1022 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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Aktuell<br />

Erleichterung beim Abdampfen<br />

Lösungsorientiert selbst gestalten<br />

Erleichterung<br />

beim Abdampfen<br />

Beim Abbrühen <strong>mit</strong><br />

dem Zahnsieb bleibt<br />

meistens ein dünner<br />

Wachsfilm auf den<br />

Zähnen zurück. Um<br />

dem aus dem Weg zu<br />

gehen, hat der Wupper -<br />

taler Zahntechniker<br />

Lothar Dröse eine kleine<br />

Erfindung gemacht,<br />

die sich als sehr praktisch<br />

erweist.<br />

Um Zähne und andere Kleinteile<br />

in Zukunft problemlos abzudampfen,<br />

hat sich Lothar Dröse<br />

zwei Hilfs<strong>mit</strong>tel überlegt: Eine Napfschale<br />

und eine Körbchenpinzette.<br />

Zum Nachmachen werden einige wenige<br />

Utensilien benötigt:<br />

n 1 Toffifee-Verpackung<br />

n 1 stabiles Gummi<br />

n Gips<br />

n 19 mm beschichtete Pressspanplatte<br />

(für die Grundplatte und die vier Seitenteile)<br />

n Glasplatte<br />

Auch in der Zahnarztpraxis lässt sich<br />

die Schale zum Vorsortieren beim Einsetzen<br />

größerer Kronenverbände verwenden.<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2 Abb. 3<br />

Abb. 4<br />

Tel.: 0 22 67 - 65 80-0 • www.picodent.de<br />

Napfschale<br />

Die Plastikeinlage im Toffefee-Karton<br />

umdrehen und <strong>das</strong> Ganze auf die Sockelplatte<br />

(10,5 x 17 cm) stellen. Diese<br />

<strong>mit</strong>tig auf die Grundplatte (15 x 21 cm)<br />

leimen. Nach dem Trocknen die vier Seitenteile<br />

(2 Stück 4 x 20,8 cm,; 2 Stück<br />

4 x 13,8 cm) <strong>mit</strong> dem Gummi um die Sockelplatte<br />

fixieren (Abb. 1).<br />

Nun die Toffefee-Einlage vollständig <strong>mit</strong><br />

Gips füllen und oben auf die Glasplatte<br />

legen. So ist die anschließende Bodenfläche<br />

glatt und plan.<br />

Nach dem Aushärten und Entnehmen<br />

nur noch die Kanten brechen<br />

(Abb.2).<br />

Körbchenpinzette<br />

Die Körbchenpinzette kann sehr kleine<br />

Teile aus der Napfschale herausgreifen<br />

und beim Abdampfen sicher festhalten<br />

(Abb. 3).<br />

Dazu kreuzweise jeweils 2 1,5 cm lange,<br />

halbrund gebogene Drähte an die<br />

Spitzen einer herkömmlichen Pinzette<br />

punkten. Dabei darauf achten, <strong>das</strong>s die<br />

Drähte beim Zusammendrücken der<br />

Pinzette ineinander greifen.<br />

Durch die runde Körbchenform der Pinzette<br />

können auch sehr kleine Teile aus<br />

den Schalenformen entnommen und<br />

beim Abdampfen sicher gehalten werden<br />

(Abb. 4).<br />

n<br />

1024 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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Aktuell<br />

Kurz notiert<br />

22 Laborchefs bei Montblanc<br />

Ein Ausflug in die schöne Schreibkunst<br />

Eine ganz andere Welt lernten<br />

22 Laborchefs kennen.<br />

Die Michael Flussfisch GmbH<br />

lud sie zu einer Tour durch <strong>das</strong><br />

Traditionsunternehmen Montblanc<br />

in Hamburg ein. „Qualität,<br />

Design, Tradition und meisterliche<br />

Handwerkskunst – es<br />

gibt durchaus Parallelen zwischen<br />

der Herstellung von<br />

Schreibgeräten und von Zahnersatz“,<br />

meint Michaela Flussfisch.<br />

„Es erschien uns interessant, einmal<br />

unsere Partner einzuladen, um zu<br />

schauen, wie Montblanc diese Werte umsetzt.“<br />

Die Zahntechniker besuchten die<br />

Füllfederhalter-Produktion, bei der noch<br />

viele Schritte in liebevoller Handarbeit<br />

ausgeführt werden. Anschließend lernten<br />

sie <strong>das</strong> computergestützte Handschriftenanalyse-<strong>System</strong><br />

von Montblanc<br />

kennen, <strong>mit</strong> dessen Hilfe genau bestimmt<br />

werden kann, welche Feder für<br />

den Kunden geeignet ist. Sehr beeindruckend<br />

war auch der Gang durch <strong>das</strong><br />

Artisan Atelier – dort werden „li<strong>mit</strong>ed editions“<br />

hergestellt, zum Beispiel zu Ehren<br />

gekrönter Häupter oder legendärer Persönlichkeiten.<br />

Schließlich ging es auch<br />

noch ins Montblanc-Museum, in dem<br />

historische Raritäten zu bestaunen sind.<br />

„Wir haben unvergessliche Eindrücke<br />

<strong>mit</strong>genommen“, schwärmt Michaela<br />

Flussfisch. „Montblanc führt es in Perfektion<br />

vor, wie sich eine Marke selbst<br />

zelebriert und wie High-end-Produkte –<br />

Made in Germany und handwerklich aufwendig<br />

produziert – extrem erfolgreich<br />

sein können. Das sollten wir uns zum<br />

Vorbild nehmen!“<br />

n<br />

Leserforum: Zuschrift zum Interview <strong>mit</strong> VDZI-Präsident Uwe Breuer<br />

Trauerspiel statt frischer Wind?<br />

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Zuschrift zum Artikel „Frischer Wind<br />

aus Bayern“ – ein Interview <strong>mit</strong> dem<br />

neuen VDZI-Präsidenten Uwe Breuer<br />

in Ausgabe 8, Seite 936 ff,<br />

Was soll an seinen Aussagen, die<br />

er im Interview geäußert hat, neu<br />

sein? Das Thema Praxis<strong>labor</strong> wurde<br />

schon vor 30 Jahren diskutiert und noch<br />

immer ist keine Lösung in Sicht.<br />

Der Dentalprothetiker wird kommen, da<br />

es in der EU keine Beschäftigungsgrenzen<br />

gibt und EU-Mitbürger sich ohne<br />

weiteres in Deutschland beruflich engagieren<br />

können. Was für alle EU-Prothetiker<br />

gilt, wird für die deutschen<br />

Dentalprothetiker, die bereits in Essen<br />

bei Fundamental ausgebildet werden,<br />

auch gelten. Da kann Herr Breuer dementieren,<br />

was er will. Die Grenzen sind<br />

offen.<br />

Und die Aussage, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Praxis<strong>labor</strong><br />

die oberste Priorität hat halte ich für<br />

ganz einfach falsch und fern allen Realitätsbezuges.<br />

Viel wichtiger ist es, den<br />

Beruf für junge Menschen attraktiv zu<br />

machen. Da reicht es nicht, in die Schulen<br />

zu gehen und den Beruf von seiner<br />

schönsten Seite zu beleuchten. Die jungen<br />

Menschen sind nicht dumm, und<br />

lernen durch die modernen Kommunikationsmöglichkeiten<br />

im Freundes- und<br />

Bekanntenkreis auch die andere Seite<br />

kennen.<br />

Also von frischen Wind keine Spur und<br />

eher ein Trauerspiel. Das Problem der<br />

Bezahlung packt er nicht an, da die Berufsvertreter<br />

zu schwach und zu uneinig<br />

sind. Das ist <strong>das</strong> eigentliche Problem<br />

und die Wurzel des Übels. Wären<br />

wir Zahntechniker komplett gewerkschaftlich<br />

organisiert, sähe alles anders<br />

aus. Doch <strong>das</strong> haben die Herren im<br />

VDZI schon frühzeitig abgeblockt und<br />

ernten nun die Früchte der Vergangenheit.<br />

Gerd Seidel, per E-Mail<br />

1026 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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Aktuell „CAD/CAM 2012“<br />

5. Stuttgarter Vergleich im Oktober<br />

„CAD/CAM 2012“<br />

Gibt es noch Unterschie -<br />

de zwischen den angebotenen<br />

CAD/CAM-Sys -<br />

temen und Dienstleis tun -<br />

gen oder macht jetzt<br />

wieder die Kompetenz<br />

des Zahntechnikers den<br />

feinen Unterschied?<br />

Dies will der Verein der<br />

ehemaligen Stuttgarter<br />

Meisterschüler, VdMZ,<br />

im direkten Leistungs -<br />

vergleich von acht<br />

CAD/CAM-Anbietern am<br />

13. Oktober genauer<br />

betrachten.<br />

Die Unternehmen Amann Girrbach,<br />

Bego, Heraeus, Infinident,<br />

Millhouse, Schütz, Team Ziereis<br />

und Wieland Dental stellen sich dem<br />

Stuttgarter Vergleich. Die Unternehmen<br />

sollen ihre Wege zur Schaffung<br />

natürlicher patientenspezifischer Kauflächen<br />

vorstellen. Das unter gleichen<br />

Bedingungen geschaffene Ergebnis<br />

wird <strong>mit</strong>tels Live-Kamera dann den<br />

Zahntechnikern präsentiert und diskutiert.<br />

Die Aufgabenstellung soll an drei einzelnen<br />

Kronen, Zahn 35, 36, 37 in Zahnzu-Zweizahn-Beziehung<br />

gelöst werden.<br />

Hierbei stehen die vollanatomische Rekonstruktion<br />

der Vestibulär-, Oral- und<br />

Approximalflächen sowie die Kauflächengestaltung,<br />

unter Berücksichtigung<br />

okklusaler und funktionaler Aspekte,<br />

im Vordergrund.<br />

Die schon traditionelle Veranstaltungsreihe<br />

„Stuttgarter Vergleich“ des<br />

VdMZ bietet die Möglichkeit zum Austausch<br />

<strong>mit</strong> ehemaligen Meisterschülern<br />

und Kollegen. Für <strong>das</strong> leibliche Wohl ist<br />

natürlich ebenfalls gesorgt.<br />

Die Veranstaltung findet am 13. Oktober<br />

von 9 bis 18 Uhr in der Gewerblichen<br />

Schule Im Hoppenlau, Rosenbergstrasse<br />

17, 70176 Stuttgart, statt.<br />

Die Veranstaltung ist auch für Zahnärzte<br />

und ihre Teams geeignet und <strong>mit</strong><br />

6 Fortbildungspunkten versehen.<br />

Eine schriftliche Anmeldung ist erwünscht.<br />

Entsprechende Formulare finden<br />

Sie unter www.hoppenlau.de oder<br />

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Argen übernimmt Inka<br />

Kunststoffzähne neu im Portfolio<br />

Nach der Übernahme der Firma Inka<br />

bietet Argen auch Kunststoffzähne<br />

an. Argen hat die Inka GmbH im Frühjahr<br />

in <strong>das</strong> eigene Unternehmen integriert<br />

und den Firmensitz an den Argen-<br />

Standort nach Düsseldorf verlegt. Da<strong>mit</strong><br />

kommen die Inka-Front- und<br />

Seitenzähne aus Kunststoff in <strong>das</strong> Argen-Sortiment<br />

und werden bundesweit<br />

angeboten. Für Argen bedeutet die<br />

Übernahme auch einen Gewinn für seine<br />

Edelmetall-Sparte: Inka verfügt über<br />

einen starken Vertrieb von EM-Dentallegierungen<br />

im norddeutschen Raum.<br />

„Hier ergeben sich für uns wertvolle Synergien“,<br />

freut sich Argen-Geschäftsführer<br />

Hans Hanssen.<br />

Besonders wichtig ist Hanssen aber,<br />

<strong>das</strong>s sich durch die Kunststoffzähne die<br />

Argen-Produktpalette stark erweitert<br />

und sich <strong>das</strong> Unternehmen so über die<br />

reine Edelmetall-Sparte hinaus entwickelt.<br />

Die Zähne werden in 16 Farbtönen<br />

entsprechend dem Vita Classic-<br />

Farbsystem hergestellt und sind leicht<br />

kombinierbar <strong>mit</strong> Metallkeramik. n<br />

1028 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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Events<br />

Mit Bego aktiv sein<br />

Wildwasser, Berge, Schluchten<br />

Mit Bego aktiv sein<br />

e Vom Outdoor-Aben teuer<br />

in Tirol waren alle<br />

Teilnehmer begeistert<br />

c Jens Weißflog referierte<br />

über „Höchstleistung,<br />

Erfolg und Motivation“<br />

Bego lud seine Kunden<br />

im Juli zu einer Aktivtour<br />

in die Tiroler Alpen<br />

ein. Hier kamen Outdoorbegeisterte<br />

der Dentalbranche<br />

voll auf ihre Kosten.<br />

Beim „Rafting“ durchquerten<br />

die Teilnehmer die Wellen und Stromschnellen<br />

der Imster Schlucht, derweil<br />

sich erfahrene Paddler dem rauen Wildwasser<br />

der Ötztaler Ache stellen konnten.<br />

Auf Kletterbegeisterte warteten<br />

beim „Canyoning“einige Schluchtenabenteuer<br />

<strong>mit</strong> Wasserfall<br />

zum Herunterrutschen.<br />

Als besonderes<br />

Highlight – passend<br />

zum Olympiajahr<br />

2012 – nahm der<br />

dreifache Olympiasieger<br />

Jens Weißflog<br />

an der Tour teil<br />

und hielt einen passenden<br />

Vortrag zum<br />

Thema „Höchstleistung,<br />

Erfolg und Motivation“.<br />

Neben einem aufregenden<br />

Naturerlebnis<br />

konnten sich<br />

Kunden und Bego-<br />

Mitarbeiter ganz<br />

zwanglos austauschen<br />

und neue<br />

Kontakte knüpfen.<br />

„Man hat die Begeisterung<br />

zu jeder<br />

Zeit gespürt. Viele<br />

Teilnehmer waren<br />

sogar zum wiederholten Mal dabei.<br />

Für uns ist <strong>das</strong> ein Grund <strong>mit</strong> der Aktivtour<br />

auch in Zukunft weiterzumachen“,<br />

so die übereinstimmende Meinung<br />

der teilnehmenden Bego-Mitarbeiter.<br />

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1030 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Von Null auf 100 in der Implantologie<br />

Events<br />

Symposium der Masur-Implantatzentren<br />

Von Null auf 100<br />

in der Implantologie<br />

Das Fachsymposium im Minde l -<br />

heimer Forum im Allgäu stand diesmal<br />

unter dem Leitmotiv „Was ist<br />

fair und fachgerecht umsetzbar?“.<br />

Die Implantatspezialisten Dr. Ralf<br />

Masur und Jan Märkle begrüßten<br />

zum elften Mal rund 250 Teilnehmer.<br />

Fünf Referenten präsentierten die<br />

aktuellen Trends, die zu einem intensiven<br />

Austausch anregten.<br />

Auch eine Industrieausstellung <strong>mit</strong> 14<br />

Firmen aus Deutschland begleitete wieder<br />

<strong>das</strong> Symposium der Masur-Implantatzentren.<br />

Sofortimplantologie<br />

Implantatgetragener Zahnersatz ist<br />

heute kaum mehr von natürlichen Zähnen<br />

zu unterscheiden. Zirkonabutments<br />

und vollkeramische Kronen fügen<br />

sich zu täuschend echter Implantatästhetik<br />

zusammen. Für Dr. Peter<br />

Randelzhofer (München) ist allerdings<br />

die Kompetenz des Operateurs maßgebend.<br />

In seinem kurzweiligen Vortrag<br />

über <strong>dental</strong>e Ästhetik <strong>mit</strong> Implantaten<br />

verglich er verschiedene Augmentationswege.<br />

Provisorische Kronen unterstützen<br />

bei der Ausformung des Emergenzprofils<br />

sichere und vorhersagbare<br />

Ergebnisse. Er befürwortet die Sofortimplantologie<br />

als gute Technik für<br />

Ästhetikgewinn. Moderator Dr. Ralf Masur<br />

bezeichnete während der anschließenden<br />

Diskussion die Sofortimplantation<br />

im ästhetischen Bereich als risikoreich,<br />

was die Literatur belege.<br />

„Staub Cranial“<br />

Anatomische Referenzpunkte und Formeln<br />

bauen eine mathematisch-naturwissenschaftliche<br />

Methode nach Karl<br />

Heinz-Staub (Neu-Ulm) auf. Der Zahntechniker<br />

und Unternehmer bestimmt<br />

<strong>mit</strong>tels dieser eigenen <strong>System</strong>atik die<br />

ideale Zahnposition, selbst bei stark<br />

atrophierten, unbezahnten oder teilbezahnten<br />

Kiefern. Auch funktionelle<br />

e Die Gastgeber im Fußball-<br />

Dress: Am Abend verfolgten<br />

sie gemeinsam <strong>mit</strong> den<br />

Teilnehmern <strong>das</strong> EM-Spiel<br />

Deutschland gegen Holland<br />

Neues Diamantpoliersystem für hochglänzende<br />

Ergebnisse auf Glaskeramiken<br />

und Silikatkeramiken.<br />

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www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1031


Events<br />

Von Null auf 100 in der Implantologie<br />

Schwierigkeiten lassen sich so nach<br />

Darstellung des Referenten erkennen<br />

und beheben.<br />

Dieses Ordnungsprinzip erregte Aufsehen<br />

in der Zuhörerschaft und sorgte für<br />

kontroverse Meinungen. Karl Heinz-<br />

Straub begründete seine Sicherheit <strong>mit</strong><br />

der Erfahrung von über 6.000 vermessenen<br />

Kiefermodellen. Die Grundvoraussetzung<br />

für ein gutes Arbeitsergebnis<br />

sei aber die Zusammenarbeit von Behandler,<br />

Zahntechniker und Patient.<br />

Lebhafte Diskussionen<br />

Die Abrechnungsexpertin Gabriele Voege<br />

(Kempten) gab wertvolle Tipps zur<br />

neuen Gebührenordnung für Zahnärzte,<br />

GOZ. Dabei ging sie neben der Abrechnung<br />

implantologischer Leistungen<br />

auch auf die konservierenden, endodontischen<br />

und prothetischen Leistungen<br />

ein und beantwortete zahlreiche<br />

Fragen aus dem Auditorium, woraus<br />

sich eine lebhafte Diskussion entwickelte.<br />

Besonderes Interesse fand die Abwertung<br />

einzelner Leistungen der neuen<br />

GOZ, wie zum Beispiel die direkte SÄT<br />

(Schmelzätztechnik) bei Inlays oder Füllungen.<br />

Diese erläuterte Gabriele Voege<br />

unter betriebswirtschaftlichen Aspekten.<br />

Zahlen zu Therapieerfolgen<br />

Am Schluss kam <strong>das</strong> Gastgeberduo zu<br />

Wort: Dr. Ralf Masur und Jan Märkle<br />

zeigten in ihrem Vortrag, <strong>das</strong>s sich auch<br />

bei schwierigsten Fällen <strong>mit</strong> autologem<br />

Knochen die besten Erfolge über Jahrzehnte<br />

erzielen lassen. Bei Patientenfällen,<br />

bei denen die Kieferkammrekonstruktion<br />

<strong>mit</strong> Hilfe von Knochenersatzmaterialien<br />

nicht mehr möglich ist,<br />

setzten sie Beckenkammtransplantate<br />

ein. Sie veranschaulichten ihre Aussagen<br />

<strong>mit</strong> verschiedenen Beispielen aus<br />

dem eigenen Praxisalltag.<br />

Ihre Langzeiterfolge belegt eine Untersuchung<br />

der Universität München.<br />

Nach 17 Jahren und bei etwa 24.000 gesetzten<br />

Implantaten im Implantatzentrum<br />

Bad Wörishofen liege die Erfolgrate<br />

bei 97,3 Prozent.<br />

„Das Abwarten der Heilungszeiten nach<br />

Zahnentfernung, Knochenaufbau und<br />

Implantation bedeutet für den Patienten<br />

zwar mehr Zeitaufwand, erhöht jedoch<br />

beträchtlich den Therapieerfolg“,<br />

betonten die beiden Implantatspezialisten.<br />

Tipp: Im Herbst bietet sich noch mal<br />

die Gelegenheit, eine weitere Veranstaltung<br />

von Dr. Ralf Masur und Jan<br />

Märkle in Unterschleißheim zu besuchen.<br />

n<br />

Internationales Experten-Symposium von Ivoclar Vivadent<br />

Vollkeramik trifft auf Implantatprothetik<br />

Ein internationales Experten-Symposium<br />

<strong>mit</strong> dem<br />

Titel „All-Ceramics meets<br />

Implant Esthetics“ veranstaltet<br />

Ivoclar Vivadent am<br />

15. September in Berlin. Zielgruppe<br />

sind Zahntechniker<br />

und Zahnärzte.<br />

Zu den 14 Referenten zählen<br />

unter anderem Dr. Jan Hajtó,<br />

Ztm. Andreas Kunz und Dr. Andreas Kurbad.<br />

Die Vortragenden beziehen Position<br />

zu Trends und stellen Konzepte vor,<br />

<strong>mit</strong> denen sie selbst erfolgreich arbeiten.<br />

Themen sind beispielsweise aktuelle<br />

Indikationsmöglichkeiten vollkeramischer<br />

<strong>System</strong>e und klinische Studien,<br />

Lithium-Disilikat, Abutment-Design<br />

sowie Team-Kommunikation im<br />

Team. Das Abschlussreferat von Dr. Urs<br />

Brodbeck zieht Bilanz über die Entwicklungen<br />

von vollkeramischen Werkstoffen:<br />

„23 Jahre Vollkeramik-Restauration:<br />

Fluch oder Segen?“.<br />

Unter dem Motto „Ivoclar Vivadent &<br />

Friends in Berlin“ lädt der Veranstalter<br />

am Vorabend zum Austausch <strong>mit</strong> Kollegen<br />

und Experten ein.<br />

Veranstaltungsort ist <strong>das</strong> Kongresszentrum<br />

Kosmos in der Nähe des<br />

Alexanderplatzes. Anmeldung unter<br />

www.ivoclarvivadent.com/ies2012. n<br />

1032 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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Events<br />

Gut aufgestellt <strong>mit</strong> cara<br />

f Das Team des Fertigungszentrums<br />

zeigt stolz Flagge <strong>mit</strong> „cara“<br />

Heraeus erweitert die CAD/CAM-Fertigung<br />

Gut aufgestellt <strong>mit</strong> cara<br />

Der Trend zur digitalen<br />

Abformung verlangt den<br />

Ausbau der CAD/CAM-<br />

Fertigung. Mit dem<br />

CAD/CAM-<strong>System</strong> cara<br />

eröffnet nun Heraeus<br />

neue wirtschaftliche<br />

Möglichkeiten, die <strong>das</strong><br />

Unternehmen der<br />

Fachpresse vorstellte.<br />

Geschäftsführer Dr. Martin Haase<br />

betonte bei der Begrüßung der<br />

Gäste, <strong>das</strong>s die Investition von<br />

cara ein wichtiger Schritt in die Zukunftsfähigkeit<br />

von Heraeus auf dem<br />

CAD/CAM-Markt sei. Dr. Martin Schuster,<br />

Divisionsleitung Prothetik, berichtete<br />

von einem starken Geschäftswachstum<br />

bei Heraeus, was sich auch<br />

positiv auf den deutschen Arbeitsmarkt<br />

auswirke. Angesichts eines rückläufigen<br />

Edelmetallbereichs gehe Heraeus<br />

Dental neue Wege. Vor allem in der digitalen<br />

Prothetik sieht Dr. Martin<br />

Schuster zukunftsträchtige<br />

Chancen, für die man <strong>mit</strong> cara<br />

sehr gut aufgestellt sei. Durch<br />

den Zukauf der Schweizer Firma<br />

Bio Medi Faces S.A. und<br />

der Bioman AB, dem skandinavischen<br />

Marktführer im Bereich<br />

der individuellen CAD/<br />

CAM-gefertigten Implantatprothetik,<br />

sei der Weg über die<br />

Grenzen hinaus geebnet.<br />

e Susanne Stahlenberg, stellte<br />

den optimalen digitalen<br />

Workflow dar<br />

e Dr. Martin Haase bei der<br />

Begrüßungsansprache<br />

High-Tech-Präzision<br />

Bis zu 1.000 Einheiten pro Tag entstehen<br />

in dem erweiterten cara-Fertigungszentrum.<br />

Dabei ist durch die High-<br />

Tech-Präzision kaum eine Nacharbeit<br />

erforderlich, erklärte Dr. Achim Nikolaus,<br />

Projektleiter CAD/CAM. Ein neu-<br />

1034 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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er Hallenabschnitt von 400 Quadratmetern<br />

ermögliche die räumliche Trennung von<br />

subtraktiven und additiven Verfahren.<br />

Eine Herausforderung waren die neuen Modelle<br />

aus Polyamid auf der Basis digitaler<br />

Abformungen, so Dr. Achim Nikolaus<br />

weiter.<br />

cara-<strong>System</strong><br />

DER<br />

SICHERE<br />

WEG<br />

Die Leiterin für Marketing und Produktmanagement<br />

Prothetik, Susanne Stahlenberg,<br />

stellte den optimalen digitalen Workflow<br />

von Heraeus dar. Zusammen <strong>mit</strong> der neuen<br />

Entwicklung des Intraoralscanners cara<br />

TRIOS funktioniert er im cara-<strong>System</strong> für<br />

Praxis und Labor.<br />

Abschließend präsentierte Susanne Stahlenberg<br />

noch eine Neuheit, die implantatverschraubte<br />

Brücke.<br />

Intraoralscanner cara TRIOS<br />

Über erste gute Erfahrungen <strong>mit</strong> dem Intraoralscanner<br />

TRIOS sprach Dr. Norbert<br />

e Engagiert: Dr. Martin Schuster,<br />

Divisionsleitung Prothetik, links, und Dr.<br />

Achim Nikolaus, Projektleiter CAD/CAM<br />

Ueberbrück. Präzise und ohne Puder erfasst<br />

der Scanner die Oberfläche der Hartund<br />

Weichgewebe und überträgt <strong>das</strong> dreidimensionale<br />

Bild in Echtzeit auf den Monitor,<br />

so<strong>das</strong>s der Zahnarzt die Präparation<br />

und Abformung direkt kontrollieren und<br />

bearbeiten kann.<br />

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Events<br />

Veranstaltungstipps<br />

Interdisziplinäre Funktionstage in Dresden<br />

Fortbildung und Kulturprogramm<br />

Die „Funktionstage<br />

interdisziplinär“<br />

von Dental Balance<br />

informieren am<br />

21. und 22. September<br />

zu den Themen<br />

Funktionsdiagnostik<br />

und CMD.<br />

Im Herzen von Dresden,<br />

umgeben vom<br />

historischen Ambiente<br />

des Taschenbergpalais,<br />

referieren<br />

Zahntechniker, Zahnmediziner,<br />

Medizinrechtler<br />

und Wissenschaftler über die<br />

„interdisziplinäre Funktion“.<br />

Nach den Vorträgen können die Teilnehmer<br />

beim abendlichen Get-Together<br />

<strong>mit</strong> Life-Musik in lockerer Atmosphäre<br />

entspannen.<br />

Am Samstag stellt Ztm. Hans-Joachim<br />

Lotz die erfolgreiche Kombination von<br />

„Artikulation und Okklusion“ vor. Anschließend<br />

gibt Rainer Linke Antworten<br />

auf Abrechnungsfragen, und Dr. Michael<br />

Hopp erklärt ein Behandlungskonzept<br />

über Früherkennung und Behandlung<br />

gnathologischer Probleme.<br />

Am Nach<strong>mit</strong>tag veranstalten vier Vortragsreferenten<br />

Workshops zu den Themen<br />

„Myofaziale Störungen“ und dem<br />

„elektronischen Stützstift“. Die Teilnehmerzahl<br />

ist begrenzt.<br />

Der Abschlussabend findet im Ballsaal<br />

des Parkhotels „Weißer Hirsch“ statt.<br />

Als kulturelles Highlight bietet sich am<br />

Sonntag die Möglichkeit, bei einer Exklusivführung<br />

die restaurierte Frauenkirche,<br />

<strong>das</strong> Wahrzeichen Dresdens, zu<br />

besichtigen.<br />

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i Anmeldungen unter<br />

Telefon (0 45 41) 2 06 09 80,<br />

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16. Prothetik Symposium im Berlin<br />

„Schachzüge zum Erfolg“<br />

Der herausnehmbare Zahnersatz<br />

steht wieder im Mittelpunkt, wenn<br />

Merz Dental zum 16. Prothetik Symposium<br />

nach Berlin einlädt. „Prothetik,<br />

<strong>das</strong> königliche Spiel – Schachzüge zum<br />

Erfolg“ lautet am 1. Dezember <strong>das</strong> Generalthema.<br />

Deutsche und Schweizer Referenten<br />

aus Wissenschaft und Praxis stellen ihre<br />

Konzepte und Erfahrungen zur Diskussion.<br />

Unter dem diesjährigen Generalthema<br />

„Prothetik, <strong>das</strong> königliche<br />

Spiel. Schachzüge zum Erfolg“ wird ein<br />

breiter, facettenreicher Bogen gespannt,<br />

der die Behandlung noch besser planbar<br />

und erfolgreicher machen soll.<br />

Gesetzliche Rahmenbedingungen für<br />

die prothetische Behandlung sind ebenso<br />

ein Thema wie die aktuelle Entwicklung<br />

in der digitalen Zahnmedizin und<br />

Zahntechnik. Prothetik ist laut Veranstalter<br />

wie Schach: „Zug um Zug voller<br />

Erfahrung und Leidenschaft bleibt sie<br />

für <strong>das</strong> Behandlungsteam herausfordernd<br />

spannend.“<br />

Das Symposium findet im Hotel Pullman<br />

Schweizerhof statt. Die Teilnahmegebühr<br />

beträgt 240 Euro und 215 Euro für<br />

Schnellentschlossene (bei einer Anmeldung<br />

bis zum 31. Oktober). Infos bei<br />

Merz Dental, Telefon (0 43 81) 40 3-41 4,<br />

Internet www.merz-<strong>dental</strong>.de<br />

n<br />

1036 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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Events<br />

Ästhetik <strong>mit</strong> <strong>System</strong><br />

„Ästhetik <strong>mit</strong> <strong>System</strong>,“<br />

lautete <strong>das</strong> Motto im Vita-<br />

Trainingscenter in Langen.<br />

PR-Chef Arndt Lommerzheim<br />

hatte die Fachpresse zu<br />

einem besonderen Vortrags -<br />

programm eingeladen.<br />

c Vertriebsleiter<br />

Michael Brielmann<br />

eröffnete die<br />

Veranstaltung<br />

Live-Event bei Vita in Langen<br />

Ästhetik <strong>mit</strong> <strong>System</strong><br />

Vertriebsleiter Michael Brielmann,<br />

extra aus Bad Säckingen angereist,<br />

eröffnete die Veranstaltung,<br />

die bereits schwungvoll startete:<br />

Mit Esprit und Charme erläuterte „Kalle“<br />

alias Karl-Heinz Körholz <strong>das</strong> Wesentliche<br />

eines Kunststoffzahnes, wobei<br />

er auf den Vitapan plus verwies und<br />

erklärte, warum ihm der neue Zahn so<br />

gut gefällt.<br />

Aus Sicht des Wissenschaftlers sprach<br />

Dr. Jörg von Seggern über gute Biegefestigkeit<br />

<strong>mit</strong> zugleich geringer Abrasion<br />

als wichtige Kunststoffeigenschaften.<br />

Erneut wurde es spannend beim Gemeinschafts-Vortrag<br />

von Karl-Heinz Körholz<br />

und Ztm. Jürgen Freitag – ein wahrhaft<br />

fulminanter Auftritt, den es in dieser<br />

Konstellation noch nicht gegeben<br />

hat, der fachlich und dramaturgisch<br />

Bestnoten verdient hat. Mit ebensoviel<br />

Witz wie Kompetenz befassten sie sich<br />

<strong>mit</strong> der Verblendung von Composite innerhalb<br />

einer Kombinationsarbeit.<br />

Anschaulich präsentierten sie die Kombinationsmöglichkeiten.<br />

Ztm. Jürgen Freitag beschloss <strong>mit</strong> seinem<br />

Vortrag über die verschiedenen Anwendungsbereiche<br />

von Composites im<br />

Laboralltag den offiziellen Programmteil.<br />

Beim anschließenden abendlichen Grillfest<br />

tauschten sich die Teilnehmer <strong>mit</strong><br />

Kollegen aus oder diskutierten angeregt<br />

<strong>mit</strong> den Referenten.<br />

Fazit: Gute Veranstaltung <strong>mit</strong> Bodenhaftung.<br />

n<br />

d Das Vortragsprogramm bestritten Dr.<br />

Jörg von Seggern…<br />

d … Jürgen Freitag…<br />

d … und Karl Heinz Körholz<br />

1038 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Großartig …<br />

… wie groß sich Bilder darstellen lassen!<br />

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<strong>mit</strong> den Schwerpunkten Ästhetik, Implantate, Keramik, Prothetik, Teleskope und Werkstoffe.<br />

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Lehren & Lernen<br />

Metall begreifen<br />

Kinder- und Jugend-Uni Bretten bei Dentaurum<br />

Metall begreifen<br />

Begreifen gelingt dann<br />

am besten, wenn man<br />

Dinge in die Hand nehmen<br />

kann. Diese Erfah -<br />

rung machen die Studie -<br />

renden der Kinder- und<br />

Jugend-Uni Bretten<br />

immer wieder. Zusammen<br />

<strong>mit</strong> der Uni-Leiterin<br />

Claudia Keller nahmen 19<br />

Junior-Studenten eine<br />

Einladung von Dentaurum<br />

nach Ispringen an. Das<br />

Unternehmen bot den<br />

Sechs- bis 14jährigen<br />

eine „Erlebnis-<br />

Vorlesung“ unter dem<br />

Motto: „Faszination<br />

Metalle oder die Macht<br />

der Kristalle“.<br />

e Studenten der Kinder-<br />

Uni Bretten besuchen<br />

Dentaurum in Ispringen<br />

c Begreifen, was <strong>das</strong><br />

spezifische Gewicht von<br />

Metallen ist<br />

Nach Begrüßung am Werkstor und<br />

einem Gruppenfoto vor der<br />

Skulptur „Melita“ ging es zur ersten<br />

Station in die Gießerei. Nach einer<br />

kleinen Einführung in die Kristallstruktur<br />

der Metalle gab es den ersten Anschauungsunterricht.<br />

Acht Reagenzgläser,<br />

gefüllt <strong>mit</strong> unterschiedlichen Metallen,<br />

galt es anzuheben. Das Resultat: Alle<br />

waren gleich schwer, aber unterschiedlich<br />

voll. In die Hand genommen, war<br />

schnell klar: Metalle haben ein unterschiedliches<br />

spezifisches Gewicht. Besonders<br />

deutlich wurde dies beim Vergleich<br />

von Aluminium und Wolfram. Anhand<br />

der Gussanlage wurde <strong>das</strong><br />

Herstellen einer Kobalt-Chrom-Legierung<br />

gezeigt und anschließend <strong>das</strong> Ergebnis<br />

im Prüf<strong>labor</strong> unter <strong>das</strong> Mikroskop genommen.<br />

Die jungen Studierenden waren<br />

sehr erstaunt, wie einfach man die<br />

Kristallstruktur sichtbar machen kann<br />

und welch schöne Bilder dies gibt.<br />

Die zweite Station war die Laserabteilung.<br />

Wie schnell ein Laserstrahl Metall<br />

zum Schmelzen bringt, um zwei Teile <strong>mit</strong>einander<br />

zu verschweißen, beeindruckte<br />

die Besucher sehr. Fasziniert beobachteten<br />

sie, wie rasant ein kleiner zahnförmiger<br />

Schlüsselanhänger aus nichtrostendem<br />

Stahl <strong>mit</strong> dem eigenen Namen<br />

beschriftet wurde. Jeder durfte seinen individuellen<br />

Zahn als Andenken an den<br />

Besuch bei Dentaurum <strong>mit</strong> nach Hause<br />

nehmen.<br />

1040 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Lehren & Lernen<br />

Im firmeneigenen Fortbildungszentrum<br />

wartete die nächste Aufgabe auf die Kinder.<br />

Beim Biegen von unterschiedlichen<br />

Drähten bekamen sie eine Vorstellung davon,<br />

was ein weicher, leicht zu biegender<br />

e Alicia (11) und Philipp (9) bekommen<br />

einen ersten Eindruck von reinen Metallen<br />

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Die wirtschaftliche Individualität<br />

bzw. ein harter, schwer zu biegender Draht<br />

ist. In diesem Zusammenhang erfuhren sie,<br />

welche Rolle die Metallkristalle bei der Härte<br />

einer Legierung spielen.<br />

Zum Abschluss der Vorlesung wurde noch<br />

ein wenig gezaubert. Es war verblüffend, wie<br />

einem Stab aus Zinn durch scheinbar einfaches<br />

Verbiegen <strong>mit</strong> der Hand Töne entlockt<br />

werden konnten. Noch mehr staunten die<br />

Kinder, als sich ein verbogener Draht innerhalb<br />

von Sekunden im Wasserbad zu einem<br />

Schriftzug formte und sich dieser Prozess<br />

mehrfach wiederholen ließ. Im Gegensatz<br />

zu anderen Zaubertricks gab es hier eine Erklärung<br />

des Phänomens: Legierungen haben<br />

ein Formgedächtnis. So<strong>mit</strong> bekamen die<br />

Besucher einen ersten Einblick in die Macht<br />

der Kristalle einer Nickel-Titan-Legierung.<br />

Begeistert verließen die jungen Nachwuchswissenschaftler<br />

nach zwei Stunden<br />

<strong>das</strong> Werksgelände und überhäuften ihre<br />

wartenden Eltern <strong>mit</strong> einer Flut von neugewonnenen<br />

Informationen.<br />

n<br />

Dr. Thomas Lietz/Claudia Kelle<br />

<strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1041<br />

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Lehren & Lernen<br />

Kurz notiert<br />

Andreas Sabath gibt Kurs an der Berufsschule B8 in Nürnberg<br />

Die Kunst des Gießens<br />

c Andreas Sabath erläutert<br />

<strong>das</strong> „Anstiften nach<br />

Sabath“ bei der<br />

Wachsmodellation einer<br />

Brückenkonstruktion.<br />

Eine tolle Sache: Studienrat Joachim<br />

Müller, Diplom-Ingenieur und<br />

Lehrer an der Berufsschule Nürnberg<br />

B8, gelang es, im Rahmen des FU-<br />

D Unterrichtes zum Thema Gießen einen<br />

Top-Experten zu gewinnen: Diplom-Ingenieur<br />

Andreas Sabath hielt im Schul<strong>labor</strong><br />

einen ganztägigen Kurs zum Thema<br />

„Der Dentalguss: passgenau – homogen<br />

– kompatibel“ ab.<br />

Andreas Sabath hat den Schülern die verfahrenstechnischen<br />

und werkstoffkundlichen<br />

Grundlagen nahegebracht, die nötig<br />

sind, um verträglichen Zahnersatz herstellen<br />

zu können. Es ging unter anderem<br />

um die richtige Wahl des Werkstoffes aus<br />

Sicht des Patienten, die Passung des<br />

Zahnersatzes zur Vermeidung von Spaltkorrosion,<br />

die homogen verarbeitete<br />

Legierung, Keramik oder Kunststoffverblendung<br />

und die Vermeidung von Gießfehlern<br />

durch Einsatz eines „beherrschbaren“<br />

Gießverfahrens. Anschließend haben<br />

die Schüler ihr erworbenes theoretisches<br />

Wissen in die Praxis umgesetzt,<br />

beispielsweise bei einer Wachsmodellation<br />

und Einbettung eines Gussobjektes.<br />

Andreas Sabath verstand es, den Schülern<br />

wissenschaftlich fundierte Daten<br />

und praktische Erfahrungen sehr verständlich<br />

nahe zu bringen und spornte<br />

sie an, sich intensiver <strong>mit</strong> dem Thema zu<br />

befassen.<br />

n<br />

ec Die Jungtechniker<br />

kamen ganz schön ins<br />

Schwitzen – aber es hat<br />

Spaß gemacht und diente<br />

einem guten Zweck<br />

Spendenlauf der Ruth-Pfau-Schule Leipzig<br />

Laufend helfen<br />

Etwas bewegen, was<br />

einem am Herzen<br />

liegt – was kann es<br />

Besseres geben? Die<br />

Ruth-Pfau-Schule in<br />

Leipzig tat dies und organisierte<br />

einen Spendenlauf,<br />

dessen Erlös<br />

Menschen in der Region<br />

Karachi zugute<br />

kommt. „Unsere Schule<br />

trägt seit 2010 den<br />

Namen Ruth Pfau, einer<br />

Frau, die sich als Ärztin seit Jahrzehnten<br />

für die Armen und Kranken in<br />

diesem Gebiet aufopferungsvoll einsetzt<br />

und sich auch als über 80jährige<br />

noch engagiert“, erzählen die jungen<br />

Zahntechniker. „Um diesem Engagement<br />

unsere Anerkennung zu zollen,<br />

rannten wir im Frühsommer 2012 los.<br />

Der Sponsorenlauf, den unsere Chefs<br />

<strong>mit</strong> einem ordentlichen Startgeld unterstützten,<br />

brachte uns nicht nur ins<br />

Schwitzen, sondern es machte auch<br />

richtig Spaß“, erzählen die smarten<br />

Jungtechniker. 6.400 Euro (davon wurden<br />

4.300 Euro von Dental<strong>labor</strong>s und<br />

der Industrie gespendet) flossen Dr.<br />

Pfau für ihre Arbeit zu; dazu gehört<br />

auch die Unterstützung der Ausbildung<br />

von Lepra- und Tuberkulosehelfern.<br />

Schulleiter Andreas Bidmon kann stolz<br />

auf seine Schützlinge sein. „Auf diesem<br />

Weg möchten wir uns vor allem bei den<br />

Leipziger Dental<strong>labor</strong>s Margenberg und<br />

Avantgarde sowie bei der Firma Sirona<br />

für ihre großzügige finanzielle Spende<br />

bedanken.“<br />

n<br />

1042 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Lehren & Lernen<br />

Regensburger Förderpreis überreicht<br />

Jennifer, Isabell und<br />

Franziska im Glück<br />

Die besten Jungtechniker Bayerns<br />

er<strong>mit</strong>telt alljährlich der Wettbewerb um<br />

den Regensburger Förderpreis. Ende<br />

Juni fand die Siegerehrung der drei<br />

Erstplatzierten während des<br />

Oberpfälzer Zahnärztetages statt.<br />

e Fröhliche Gesichter bei der Preisverlei -<br />

hung, von links: Studiendirektor Alfons<br />

Koller, Jennifer Suttner, Isabell Schäfer,<br />

Fachlehrer Ztm. Robert Malik, Franziska Lutz<br />

Die Erstplatzierte, Jennifer Suttner aus<br />

Ergoldsbach von der Landshuter Dental-Technik<br />

Hofmann, Isabell Schäfer aus<br />

Höchstadt/Aisch aus dem Labor Gerd Ballhorn,<br />

die Platz zwei belegte und Franziska<br />

Lutz aus München aus dem Labor Wilhemly,<br />

die Dritte im Bunde, erhielten Urkunden,<br />

aber auch Arbeitskurs-Gutscheine<br />

und Fachbücher geschenkt. Zudem<br />

gab’s für den ersten Platz einen Pokal und<br />

ein iPad, der zweite Platz war <strong>mit</strong> 200 Euro<br />

und der dritte Platz <strong>mit</strong> 100 Euro dotiert.<br />

Zahlreiche Sponsoren haben sich schon<br />

zum sechsten Mal bereit erklärt, den Wettbewerb<br />

zu fördern, erklärten die Organisatoren,<br />

Studiendirektor Alfons Koller und<br />

Fachlehrer Ztm. Robert Malik, stolz. Besonders<br />

gefreut haben sich die beiden<br />

Lehrkräfte, die an der Berufsschule II in Regensburg<br />

unterrichten, natürlich auch darüber,<br />

<strong>das</strong>s Platz eins an eine ehemalige<br />

Schülerin ging.<br />

n<br />

<strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1043


Menschen<br />

Hohe Qualität – tut mir leid?!<br />

Gedanken und Sorgen einer Jungtechnikerin<br />

Hohe Qualität –<br />

tut mir leid?!<br />

Aus Liebe zu unserem<br />

Beruf müssen wir uns<br />

immer wieder für unsere<br />

hohen Qualitäts -<br />

ansprüche rechtfertigen –<br />

<strong>das</strong> ist alles, nur nicht<br />

logisch, findet Jung -<br />

technikerin Jaqueline<br />

Tolg aus Berlin.<br />

Kaum ist es über meine Lippen, da<br />

bereue ich es schon. Lernt man<br />

neue Leute kennen, ist die Endlosdiskussion<br />

vorprogrammiert. Der<br />

klassische „Kennenlern-Small talk“<br />

wird jedes Mal zur Qual. Bei der Frage<br />

nach meinem Alter komme ich noch gut<br />

weg, aber <strong>das</strong> Thema „Beruf“ wird zum<br />

Problem. Antworte ich, <strong>das</strong>s ich Zahntechnikerin<br />

aus Passion bin, wird es<br />

noch schlimmer. Schon hagelt es Kritik<br />

und Neid. Sätze wie „Da verdienst du<br />

ja voll gut“ und „Zähne sind ja wahnsinnig<br />

teuer“ runden <strong>das</strong> Gespräch<br />

stets ab. Längst bin ich es leid, mich immer<br />

wieder rechtfertigen zu müssen,<br />

warum hochwertiger, <strong>mit</strong> dem höchsten<br />

Anspruch an Ästhetik hergestellter<br />

Zahnersatz überhaupt Geld kostet.<br />

Ganz selbstverständlich wird erwartet,<br />

<strong>das</strong>s die von mir hergestellte<br />

Krone zehn<br />

Jahre hält – mindestens!<br />

Von einem neuen<br />

Elektrogerät erwartet<br />

<strong>das</strong> niemand.<br />

Der Elektrobranche<br />

wird ja gerne unterstellt,<br />

<strong>das</strong>s absichtlich<br />

minderwertige Bauteile<br />

verwendet werden,<br />

da<strong>mit</strong> <strong>das</strong> Gerät die Minimal-Garantiezeit<br />

erfüllt<br />

und „erst dann“<br />

kaputt geht?! Trotzdem ist der Verbraucher<br />

gewillt, <strong>das</strong> Fünffache dafür<br />

zu zahlen.<br />

Dies ist ein Thema, welches ich während<br />

meiner Ausbildung und auch jetzt<br />

(eineinhalb Jahre danach) immer noch<br />

nicht verstanden habe. In allen Branchen<br />

passen sich die Preise an und es<br />

wird akzeptiert. Nur unsere angeblich<br />

so teuren Produkte sind nun seit 20 Jahren<br />

im Preis stabil.<br />

Was mir Sorge macht, ist nicht nur die<br />

Frage, woher man als Jungtechniker<br />

e Jaqueline Tolg arbeitet als Zahn tech -<br />

nikerin. Sie war zunächst nach einer Be -<br />

rufsausbildung als ZMF in einer Gemein -<br />

schaftspraxis tätig und absolvierte von<br />

2007 bis 2011 eine zahntechnische Lehre.<br />

noch die nötige Motivation nimmt, sich<br />

immer wieder neu zu rechtfertigen, sondern<br />

auch, wie man den Beruf für die<br />

folgenden Generationen an Zahntechnikern<br />

attraktiv gestaltet, da wir <strong>mit</strong> der<br />

Ausbildungsvergütung und der längeren<br />

Ausbildungszeit, die ich für nötig<br />

halte, nicht wirklich punkten können.<br />

Da die Zahntechnik mein Traumberuf<br />

ist, mache ich mir über meine Motivation<br />

keine Sorgen, dennoch fehlt mir<br />

<strong>das</strong> Gefühl der Gleichberechtigung unserer<br />

Branche gegenüber anderen Bereichen<br />

– nicht nur durch <strong>das</strong> Unverständnis<br />

des Patienten, dessen Wohlergehen<br />

mir am Herzen liegt, sondern<br />

auch gegenüber der Politik, die an qualitativer<br />

Arbeit interessiert sein sollte.<br />

Ich hoffe, wir müssen uns in Zukunft<br />

kein Beispiel an Herstellern von Elektrogeräten<br />

nehmen, um überleben zu<br />

können.<br />

Ich selber spare bereits jetzt schon für<br />

einen neuen Fernseher, da meiner<br />

schon fünf Monate alt ist…<br />

n<br />

Korrespondenzadresse<br />

Jacqueline Tolg<br />

14169 Berlin<br />

Jackytolg@gmx.de<br />

www.JacquelineTolg.de<br />

1044 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Schwer traumatisiert kehrt Daniel<br />

aus seinem Afghanistan-Einsatz<br />

zurück in die Heimat, da geschehen<br />

in seinem Umfeld mehrere<br />

grausame Morde. Von der Polizei<br />

als Täter verdächtigt, beginnt er<br />

auf eigene Faust zu recherchieren,<br />

wer hinter den Verbrechen steckt.<br />

Oder ist er tatsächlich der Mörder?<br />

Ist er wirklich so schizophren,<br />

<strong>das</strong>s ein Teil seiner Persönlichkeit<br />

Verbrechen begeht, an die sich der<br />

andere Teil nicht mehr erinnern<br />

kann?<br />

Ein packender Thriller vor dem aktuellen<br />

Hintergrund weltweiter<br />

Krisenherde und den psychischen<br />

Belastungen der Soldaten, die Extremes<br />

erleben müssen.<br />

Kriegsgebiete<br />

Roland Spranger<br />

ISBN 978-3-937357-54-6<br />

224 Seiten, gebunden<br />

14,80 Euro<br />

Hintergrundfoto: VallarieE/iStockphoto<br />

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Menschen<br />

Kurz notiert<br />

c Blumen für die Dame:<br />

Bianca Müller und ihr Chef<br />

Ztm. Georg-Alexander<br />

Stuckenholz<br />

Labor Stuckenholz in Iserlohn<br />

Bianca Müller feiert ihr „25-jähriges“<br />

Bianca Müller beging am 1. August<br />

ihr 25-Jähriges Jubiläum bei der<br />

Stuckenholz Zahntechnik in Iserlohn.<br />

Die Zahntechnikermeisterin begann als<br />

Auszubildende in dem Betrieb in Iserlohn<br />

und ist heute eine erfolgreiche<br />

Edelmetalltechnikerin und Keramikerin.<br />

Herzlichen Glückwunsch von allen<br />

Mitarbeitern und vom Chef Georg-Alexander<br />

Stuckenholz!<br />

n<br />

c Chefs und Jubilare, von<br />

links: René Kiel, Eduard<br />

Hobrecht, Reinhard Heisig<br />

und Hartmut Vach<br />

Besondere Jubiläen im Labor Höhne<br />

Reinhard Heisig und Eduard Hobrecht<br />

35 Jahre dabei<br />

Zwei besondere Anlässe gab es im Labor<br />

Höhne in Northeim am 1. August<br />

zu feiern: Reinhard Heisig und Eduard<br />

Hobrecht begingen ihr 35-jähriges Betriebsjubiläum.<br />

Geschäftsführer Hartmut<br />

Vach und René Kiel bedankten sich bei<br />

ihnen <strong>mit</strong> Blumen und Präsenten. „Reinhard<br />

Heisig hat sich als gelernter Feinmechaniker<br />

hervorragend eingearbeitet<br />

und macht den meisten Zahntechnikern<br />

im Bereich Edelmetall und Keramik etwas<br />

vor. Eduard Hobrecht hat nach einer<br />

Ausbildung zum Konditormeister bei uns<br />

eine Umschulung zum Zahntechniker absolviert<br />

und sich anschließend sehr<br />

schnell zum Spitzentechniker im Teleskop-<br />

und Verblendbereich entwickelt.<br />

Wir sind sehr stolz und froh, zwei Spitzenkräfte<br />

von dieser Güte in unseren Reihen<br />

zu haben“, loben die Chefs und betonen:<br />

„Wir haben uns immer gemeinsam<br />

durchgebissen. Deshalb zählen wir<br />

heute zu den erfolgreichsten Laboren in<br />

der Region. Wir wünschen uns, <strong>das</strong>s wir<br />

noch viele Jahre so erfolgreich <strong>mit</strong>einander<br />

arbeiten können.“<br />

n<br />

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UND SERVICE: Legierungen<br />

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1046 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Kurz notiert<br />

Menschen<br />

„Herausragend in der Region Bremervörde“<br />

Labor Suter erhält Wirtschaftspreis<br />

Das Dental<strong>labor</strong><br />

Suter<br />

wurde <strong>mit</strong> dem<br />

Wirtschaftspreis<br />

der Stadt Bremervörde<br />

ausgezeichnet,<br />

den Friedrich-<br />

Conrad-Degener-<br />

Preis 2012. Der<br />

Familienbetrieb, in<br />

dritter Generation<br />

geführt, wurde als<br />

„herausragendes Unternehmen<br />

in der Region Bremervörde“ geehrt.<br />

In die Leistungsbewertung<br />

der Jury flossen unter anderem<br />

Faktoren wie die Einführung<br />

moderner Dienstleistungen,<br />

besonderer Kundenservice,<br />

Verbesserung von Produktionsabläufen,<br />

Innovationskraft, Initiativen<br />

zum Erhalt von Arbeitsplätzen,<br />

sowie besondere Förderung<br />

der Region ein.<br />

Die Familie Suter gehört zu den<br />

Gründungs<strong>mit</strong>gliedern der Com-<br />

e Freude bei den Suters – ganz<br />

rechts Seniorchef Burkhard Suter<br />

peDent, einer Gemeinschaft von<br />

27 eigenständigen und inhabergeführten<br />

deutschen Meister<strong>labor</strong>s.<br />

Zum Angebot der CompeDent<br />

gehören Marketing, Fortbildung<br />

der Mitarbeiter, Betriebs -<br />

vergleich, Einkauf, Qualitäts- und<br />

Labormanagement, Softwarelösungen<br />

oder Optimierung der<br />

Fertigungsprozesse.<br />

n<br />

Klaus-Kanter-Stiftung<br />

Hans-Christoph Lauer<br />

ist neuer Vizepräsident<br />

d Professor Lauer, Mitte, bekam<br />

von Klaus Kanter, rechts, und<br />

Horst Dieter Deusser die<br />

Ernennungsurkunde überreicht<br />

Eine „Ehre ganz besonderer<br />

Art“ nannte Professor Dr.<br />

Hans-Christoph Lauer seine Ernennung<br />

zum Vizepräsidenten<br />

der Klaus Kanter Stiftung. „Wissenschaft<br />

und Technik“, so Professor<br />

Lauer, der übrigens 60<br />

Jahre jung wurde, „sind aufeinander<br />

angewiesen; deshalb<br />

sind Vertrauen und Verlässlichkeit<br />

unverzichtbare Faktoren,<br />

wenn es darum geht, die bestmögliche<br />

Versorgung für den<br />

Patienten realisieren zu können.<br />

Und dazu gehört neben der akademisch-medizinischen<br />

Bildung,<br />

<strong>das</strong> profunde Fachwissen<br />

des Zahntechnikermeisters.“ n<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1047


Menschen<br />

Ein Jubiläum, <strong>das</strong> in<br />

der Branche nicht allzu<br />

häufig vorkommt:<br />

Seit 80 Jahren besteht<br />

<strong>das</strong> Dental Labor Carnott.<br />

Immer noch ist <strong>das</strong><br />

Kölner Unternehmen ein<br />

Familienbetrieb, jetzt in<br />

dritter Generation<br />

geführt.<br />

80 Jahre Labor Carnott in Köln<br />

Von Wipla zu High Tech<br />

c Der Firmengründer<br />

Albert Carnott<br />

Ein Betrieb, der vor 80 Jahren gegründet<br />

wurde, hat wahrhaft viele<br />

Entwicklungsschritte der Dentaltechnik<br />

durchlebt, technischer wie<br />

gesundheitspolitischer Art. Begonnen<br />

hat die Firmenhistorie <strong>mit</strong> Albert Carnott.<br />

Die Zeiten waren schwer in den<br />

1920er Jahren. Nach einigen Kurzzeit-<br />

Beschäftigungen bekam er eine Lehrstelle<br />

in einer Kölner Dentistenpraxis.<br />

Das war 1925. Nach Ende der Ausbildung<br />

arbeitete er in der „Stahlgebissmacherei“<br />

der Friedrich Krupp AG. Dort<br />

lernte er die Prägetechnik. Wieder in<br />

e Die Anfänge der Zahntechnik „Wipla Laboratorium für<br />

Zahnersatz Köln“<br />

e Achim Carnott, rechts, der jetzige Chef, <strong>mit</strong><br />

seinen Eltern Achim und Anneliese<br />

1048 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Menschen<br />

Köln wurde er bei der Wipla, eine<br />

Lizenzfirma der Krupp AG,<br />

eingestellt. nimmt er <strong>das</strong> Angebot<br />

wahr, die Wipla zu erwerben.<br />

Durch die Gründung der Innung<br />

Köln 1934, an der er <strong>mit</strong>beteiligt<br />

war, lassen sich nun Meisterprüfungen<br />

abhalten. Zeitlebens<br />

war Albert Carnott Mitglied der<br />

Meisterprüfungs-Kommission.<br />

Aus der von Bomben zerstörten<br />

Wipla Köln wurde nach dem zweiten<br />

Weltkrieg ein neuer Betrieb<br />

aufgebaut. Als in den 50er Jahren<br />

die Prägetechnik von der Modellgusstechnik<br />

abgelöst wurde, erlosch<br />

auch die Lizenz von Krupp.<br />

Nach dem Tod von Albert Carnott<br />

im Jahr 1961 übernahm seine<br />

Frau Agnes den Betrieb. Durch<br />

den U-Bahn-Bau verdrängt,<br />

braucht <strong>das</strong> Labor ein neues Domizil.<br />

In der Maastrichterstraße<br />

eröffnet Rolf Carnott, Sohn von<br />

Albert und Agnes, 1970 einen<br />

neuen Betrieb. Seine Frau Anneliese,<br />

gelernte Zahntechnikerin,<br />

war für die kaufmännische Leitung<br />

verantwortlich.<br />

Schließlich übernimmt, wieder<br />

als Ältester, Sohn Achim 1997<br />

den väter- und großväterlichen<br />

Betrieb, den er <strong>mit</strong> fachlichem<br />

Können und großem Einsatz leitet.<br />

Qualität ist für ihn und seine<br />

Mitarbeiter selbstverständlich.<br />

„Jeder hat den Anspruch auf<br />

hochwertigen Zahnersatz, unabhängig<br />

seiner finanziellen Mittel“,<br />

sagt er. „Wir machen solide<br />

Arbeit“, war <strong>das</strong> Credo meines<br />

Vaters und meines Großvaters“,<br />

erklärt Achim Carnott. „Der Patient<br />

soll lange Freude haben.“<br />

Neue Technologien, wie zum Beispiel<br />

CAD/CAM haben auch in<br />

Köln Einzug gehalten. Das Labor<br />

ist QM-zertifiziert und Mitglied<br />

der Innung. Und vielleicht erreicht<br />

<strong>das</strong> Labor Carnott auch<br />

<strong>das</strong> 100jährige Jubiläum. n<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

e Das Team von „Dental Labor Carnott“ heute<br />

Fotos: privat/Koelnmesse<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1049


Menschen<br />

Qualität direkt vom Hersteller<br />

Shera – ein Familienbetrieb <strong>mit</strong> Weitsicht<br />

Qualität direkt vom Hersteller<br />

Um den Familienbetrieb Shera näher kennenzulernen,<br />

sind Elke Zimmermann, Verlagsleitung, und Wolfgang<br />

Weisser, Leiter der Industriekommunikation des<br />

<strong>dental</strong> <strong>labor</strong>, gen Norden, nach Lemförde gefahren.<br />

Seit fast 30 Jahren ist <strong>das</strong> Unternehmen<br />

überaus aktiv auf dem<br />

internationalen Dentalmarkt.<br />

2010 öffnete die Firma ihre Pforten der<br />

digitalen Dentalwelt. Die Produktion<br />

klassischer Materialien für den <strong>dental</strong>en<br />

Feinguss bewahren die Lemförder<br />

trotzdem und schaffen so eine Brücke<br />

zwischen traditionellem Handwerk und<br />

moderner Dentaltechnologie.<br />

Viele Tonnen hochwertigen Dentalgips,<br />

Einbettmassen und Silikone produziert<br />

und vertreibt <strong>das</strong> Firmen-Team. Neben<br />

Legierungen, gehören auch Kunststoffe,<br />

Polier- und Reinigungs<strong>mit</strong>tel zum<br />

Lieferprogramm. Den Kern der Shera-<br />

c Begeisterter Unternehmer:<br />

Jens Grill<br />

1050 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Qualität direkt vom Hersteller<br />

Menschen<br />

digital Produktlinie bilden die<br />

CAM-Fräsgeräte, die besonders<br />

für kleine und <strong>mit</strong>tlere Labors<br />

wirtschaftlich sind. Aber auch<br />

Scanner, Sinterofen und Absaugungen<br />

gehören zu den<br />

mehr als 500 Positionen im aktuellen<br />

Dentalkatalog.<br />

Rund 70 Mitarbeiter sorgen für<br />

ständige Qualität und Service-<br />

leistung in den Bereichen<br />

Forschung und Entwicklung,<br />

Qualitätssicherung,<br />

Zahntechnik,<br />

Produktion, Logistik, Vertrieb<br />

und Verwaltung.<br />

„Wir prüfen an jeder<br />

Stelle, ob unsere sehr<br />

hohen Ansprüche an eine<br />

konstant exzellente<br />

Qualität unserer Produkte<br />

erfüllt sind. Da<br />

sind wir extrem genau!“,<br />

versichert Jens Grill, Geschäftsführer<br />

von Shera.<br />

Direkten Kontakt zum<br />

Kunden hält Shera<br />

durch <strong>das</strong> deutschlandweite<br />

Außendienstnetz<br />

und kann so Kundenwünsche<br />

in der eigenen<br />

Forschungs- und Entwicklungsabteilung<br />

umsetzen.<br />

Auch die Nachbetreuung<br />

der Kunden nimmt<br />

Shera sehr ernst. Auf<br />

Wunsch organisieren<br />

sie Schulungen vor Ort<br />

oder bei internationalen<br />

Partnern.<br />

Schnelle Antworten geben<br />

die Fachberater<br />

den Zahntechnikermeistern<br />

und Zahntechnikern<br />

telefonisch. Mehr<br />

als 7.000 Kunden in<br />

Deutschland und Österreich<br />

sowie zahlreiche<br />

Händler weltweit schätzen<br />

die Qualität und den<br />

Service.<br />

Shera gehört in Deutschland<br />

zu den Marktführern<br />

für Dentalgipse.<br />

Aus Lemförde werden<br />

Produkte in 70 Länder<br />

exportiert. Das spricht für eine<br />

kluge Unternehmens-, aber auch<br />

Mitarbeiterführung. Wesentlich<br />

für die Firmenphilosophie ist,<br />

<strong>das</strong>s der Mitarbeiter im Mittelpunkt<br />

steht. Wir erlebten bei unserem<br />

Besuch, <strong>das</strong>s dies nicht<br />

nur bei einem Lippenbekenntnis<br />

bleibt, sondern jeden Tag gelebt<br />

wird.<br />

ww n<br />

<br />

<br />

5 <br />

<br />

<br />

<br />

<br />

&<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1051


Menschen<br />

„Mensch im Mittelpunkt“<br />

Zu Besuch bei Johannes Müller<br />

„Mensch im Mittelpunkt“<br />

Kennen Sie Neustadt an der Weinstraße? Ein schöner Ort in der Pfalz, in dem<br />

es nicht nur guten Wein und kreative gastronomische Konzepte gibt, sondern<br />

auch die Werkstätte für Zahnästhetik und Funktionslehre GmbH von Johannes<br />

Müller. Und genau die haben wir besucht.<br />

f dl-Chefredakteurin<br />

Dr. Angelika Schaller<br />

im Gespräch <strong>mit</strong><br />

Johannes Müller<br />

Das Erste, was mir im Gespräch<br />

<strong>mit</strong> Johannes Müller auffällt, ist<br />

seine spürbare Begeisterung,<br />

die immer und in jedem einzelnen Fall<br />

dem Menschen und Patienten gilt, den<br />

er vor sich hat. „Ich mag Menschen und<br />

lasse sie bei mir gerne zu Wort kommen,<br />

ich höre zu, was die Menschen auf<br />

dem Herzen haben“, sagt er. Dieses<br />

Erstgespräch <strong>mit</strong> Menschen, die seinen<br />

Rat suchen, dauert zirka eine Stunde.<br />

Übrigens: Für Johannes Müller ist es eine<br />

absolute Voraussetzung, den Menschen<br />

persönlich vor sich zu sehen. Nur<br />

so ist es möglich, Zähne zu rekonstruieren,<br />

die in Harmonie <strong>mit</strong> dem Gesicht<br />

und dem oralen Umfeld der Person stehen.<br />

1052 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Mein Plus ist klar: natürliche Farben<br />

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GmbH & Co. KG, Bad Säckingen. © 2012, 3M. Alle Rechte vorbehalten.<br />

Ästhetik, die begeistert.<br />

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Mit 18 natürlich, warmen Farben bietet <strong>das</strong> Lava Plus <strong>System</strong> eine einzigartige<br />

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die Transluzenz nach dem Einfärben noch besser zu bewahren.<br />

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Menschen<br />

„Mensch im Mittelpunkt“<br />

e Edles Ambiente<br />

Keine Arbeit am „toten Modell“<br />

„Qualität und Ästhetik im Mund können<br />

nur <strong>mit</strong> dem Menschen an meinem Arbeitsplatz<br />

entstehen“, ist Johannes Müllers<br />

unumstößliche Meinung. „Schon<br />

vor über 30 Jahren habe ich von dem<br />

bekannten Pionier und Poeten der ästhetischen<br />

Zahngestaltung, Willi Geller,<br />

gelernt, <strong>das</strong>s der Patient 'auf den<br />

Schoß' des Zahngestalters gehört. Ich<br />

bin mir bewusst, <strong>das</strong>s ich einer der wenigen<br />

bin, der dies konsequent schon<br />

so lange umsetzt. Nicht immer einfach,<br />

da so mancher Zahnarzt ein ganz anderes<br />

Selbstverständnis von Laborbeziehung<br />

vertritt.“ Wie wahr, sieht die<br />

Realität anderswo in den überwiegenden<br />

Fällen ganz anders aus: Geschätzte<br />

95 Prozent des Zahnersatzes wird patientenanonym,<br />

also auf einem „toten<br />

Modell“ hergestellt, und ist da<strong>mit</strong> kassenkonform.<br />

Infolge eines Erstgespräches kann es<br />

auch vorkommen, <strong>das</strong>s Johannes Müller<br />

eine prothetische Versorgung ablehnt.<br />

Dann sind die Wünsche des Kunden<br />

nicht kompatibel <strong>mit</strong> denen des<br />

Fachmanns. Auch erkennt nicht jeder<br />

Interessierte an, <strong>das</strong>s Schönheit und<br />

Perfektion Zeit und Könnerschaft brauchen,<br />

<strong>das</strong> will finanziell honoriert sein.<br />

Übrigens: Zirka 95 Prozent der Menschen<br />

kommen auf Empfehlung, auch<br />

von weit her, aus dem In- und Ausland.<br />

Mundpropaganda, Fernsehauftritte,<br />

<strong>das</strong> Internet, Vorträge, Veröffentlichungen<br />

und Bücher sind Bausteine,<br />

die Johannes Müller die Aufträge sichern.<br />

Selbst Zahnärzte lassen ihren<br />

persönlichen Zahnersatz bei arsdentis<br />

fertigen.<br />

Konzept des Trialogs<br />

Und was ist <strong>mit</strong> dem Zahnarzt? Johannes<br />

Müller sieht sich in einem Trialog,<br />

also im Gespräch <strong>mit</strong> dem Zahnarzt und<br />

<strong>mit</strong> dem Patienten. Er arbeitet grundsätzlich<br />

nicht für den Zahnarzt, sondern<br />

<strong>mit</strong> ihm. Ein solcher Trialog ist stets ein<br />

Experiment, da drei Menschen <strong>mit</strong> ihren<br />

Ansichten im Gespräch stehen. Vertrauensbasis<br />

und partnerschaftliche Kooperation<br />

müssen stimmen, anders<br />

geht es nicht. Schließlich, so Müller,<br />

„sehe ich mich als Zahngestalter in der<br />

Mitverantwortung für die Zähne, die der<br />

Patient trägt.“<br />

Johannes Müller denkt an die Anfänge<br />

seiner beruflichen Laufbahn und erzählt:<br />

„Ich bin <strong>mit</strong> Begeisterung und<br />

viel Idealismus in die Selbständigkeit<br />

eingestiegen und dachte, ich muss nur<br />

sehr gut sein, <strong>das</strong> reicht dann schon.<br />

1054 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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AUF ENGSTEM RAUM<br />

Der laterale Zugang der ExpertEase Bohrschablone<br />

ermöglicht Guided Surgery auch bei reduzierten<br />

Platzverhältnissen. Erfahren Sie mehr:<br />

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Menschen<br />

„Mensch im Mittelpunkt“<br />

e Blick in die Laborräume<br />

Und habe schnell gemerkt: So bekam<br />

ich bei den Zahnärzten nur wenige Aufträge.“<br />

Johannes Müller lernt dazu, es<br />

ist ein ständiger und wirkungsvoller Prozess.<br />

Zwei Mal hat die Werkstätte beim<br />

renommierten Wettbewerb „Goldenes<br />

Parallelometer“ Preise gewonnen. Das<br />

stärkt seine Reputation. „Die guten<br />

Zahnärzte“, so Müller, „haben kein Problem<br />

<strong>mit</strong> authentischer Autorität. Sie<br />

sind souverän und schätzen so<strong>mit</strong> die<br />

Arbeit des Zahntechnikers. Sie integrieren<br />

meine Vorschläge in ihr prothetisches<br />

Konzept.“<br />

Johannes Müller möchte, <strong>das</strong>s seine Arbeit<br />

respektiert wird und er möchte<br />

nicht, <strong>das</strong>s weder Zahnarzt noch Krankenkasse<br />

seine Preise bestimmen. Eine<br />

klare Aussage: „Die rheinlandpfälzische<br />

Innung“, sagt er, „hat hier kläglich<br />

versagt, sieht man sich die Gehaltsentwicklung<br />

der Zahntechniker im<br />

Allgemeinen an.“<br />

Souveräne Zahnärzte<br />

stehen zum Trialog<br />

Wenn er über seine Arbeit spricht, dann<br />

spürt man die Freude über seinen wunderbaren<br />

Beruf, so wie er ihn schon lange<br />

ausübt. Auch, wenn die Arbeit immer<br />

wieder Herausforderungen in sich<br />

birgt. Müller hält es da <strong>mit</strong> Karl Valentin,<br />

der viel von Selbstmarketing verstand:<br />

„Kunst ist schön, macht aber viel<br />

Arbeit.“ Gute Arbeit ist Müller viel wert.<br />

Fragt man ihn: „Was ist denn anders im<br />

Verhältnis zu vielen Kollegen?“ antwortet<br />

er: „Ich verhalte mich in den<br />

meisten Fällen anders als man <strong>das</strong> als<br />

Zahntechniker tut.“ Und wie sollte er<br />

sich verhalten? Das hängt von der jeweiligen<br />

Zahnärztin oder dem jeweiligen<br />

Zahnarzt ab, je kompetenter der<br />

Zahnarzt oder die Zahnärztin, desto angenehmer<br />

und natürlicher ist die Zusammenarbeit.<br />

Souveräne Zahnärzte<br />

stehen zum Trialog. Manchmal ist er<br />

auch ein „Grenzverletzer“, sagt er,<br />

„wenn es der Sache dient.“ Er tut <strong>das</strong>,<br />

was er am besten kann: Die Kunst, Zähe<br />

zu formen, die Kunst, den Menschen<br />

zu helfen, ihnen Schönheit, Funktion,<br />

Lebensfreude, Wohlbefinden und Identität<br />

zurückzugeben. Das Emergenz-<br />

1056 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


[Das aktuelle Buch]<br />

<br />

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<strong>dental</strong> <strong>labor</strong>-Adressbuch 2013/2014<br />

DAS Nachschlagewerk <strong>mit</strong> Adressen der gewerblichen zahntechnischen Laboratorien<br />

in Deutschland. Alle Angaben sind aktualisiert und werden nach Bundesländern sowie<br />

Orten aufgelistet, wobei die Sortierung innerhalb der Orte gleichfalls alphabetisch erfolgt.<br />

In einem Sonderteil stellen sich auch diesmal wieder einzelne Labore vor, da<strong>mit</strong><br />

der Leser möglichst schnell ein qualifiziertes Meister<strong>labor</strong> findet.<br />

1207051 Foto: Fotolia © DeVIce<br />

<strong>dental</strong> <strong>labor</strong>-Adressbuch 2013/2014<br />

Verlag Neuer Merkur<br />

ISBN 978-3-95409-002-0 • 24,90 €<br />

ca. 400 Seiten • kartoniert • 1. Auflage 2012<br />

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Menschen<br />

„Mensch im Mittelpunkt“<br />

e Glückliche Patientin<br />

c Ein Beispiel, was perfekte<br />

Zahntechnik vermag<br />

profil optimal an die klinische Situation<br />

des jeweiligen Menschen anpassen,<br />

die Basalfläche von Brückengliedern<br />

nach dem ovaten Pontixsystem möglichst<br />

<strong>mit</strong> einem Sulkuseffekt herstellen<br />

oder im Bereich der Totalprothese<br />

die Lachlinie und <strong>das</strong> Gesichtsprofil rekonstruieren,<br />

natürlich auch nach phonetischen<br />

Gesichtspunkten. Nicht zu<br />

vergessen die Fachfotografie, die er<br />

jetzt schon über 25 Jahre täglich praktiziert.<br />

Weit über 100.000 Bilder in analoger<br />

und digitaler Form liegen in archivierter<br />

Form zum Großteil vor. Ist<br />

doch die Natur nach wie vor der beste<br />

Lehrmeister für ihn, und die Fotografie<br />

ein wunderbares Mittel, seinen Blick zu<br />

schärfen, <strong>mit</strong> seinem Auge immer wieder<br />

kritisch zu prüfen und sich selbst<br />

in Frage zu stellen. Er freut sich an jeder<br />

schönen Arbeit, die bei ihm entsteht<br />

und natürlich auch bei Kollegen und<br />

staunt manchmal schon, was die<br />

menschliche Hand und der menschliche<br />

Geist vollbringen können.<br />

Totalprothese geht auch<br />

ohne Haftcreme<br />

Ein besonderes Steckenpferd von ihm<br />

ist der Bereich der Totalprothetik. Er besuchte<br />

Kurse bei Jürg Stuck, Dr. Felix Weber,<br />

Prof. Palla und Prof. Alexander Gutowski,<br />

um nur einige zu nennen. Viele<br />

Patienten, wie Diabetiker, lehnen Implantate<br />

ab und sind glücklich, eine sehr<br />

gute andere Lösung zu bekommen. Als<br />

„Zahn- und Mundgestalter“ gestaltet Johannes<br />

Müller Zähne und Mund und<br />

stützt die Lippen durch den Ausgleich<br />

des Hart- und Weichgewebsverlustes.<br />

Durch diese besondere Kompetenz und<br />

die seiner zahnärztlichen<br />

Mitarbeiter werden meist<br />

weder Haft<strong>mit</strong>tel noch Locatoren<br />

notwendig.<br />

Wenn <strong>das</strong> Stichwort „Totalprothese“<br />

fällt, „bin ich<br />

doch immer wieder schockiert,<br />

was vielen Menschen<br />

zugemutet wird.<br />

120 Tonnen Haftcreme<br />

werden in Deutschland<br />

jährlich verkauft, was<br />

nichts anderes ist als ein<br />

Zeichen peinlicher Inkompetenz<br />

und Ignoranz!“<br />

„Und <strong>das</strong>“, so Müller,<br />

„ist ein Armutszeugnis! Prothesen<br />

müssen mehr sein als ein Kunststoffblock<br />

<strong>mit</strong> Zähnen für alte Menschen!“<br />

Das Ziel sollte vielmehr sein, nicht nur<br />

Zähne zu ersetzen, sondern auch Knochen-<br />

und Weichgewebsverlust auszugleichen,<br />

dadurch ein harmonisches<br />

Profil zu gewinnen und die idealen Proportionen<br />

der Zahngröße zum Gesicht<br />

zu erreichen.<br />

Selbstbestimmt<br />

am Objekt arbeiten<br />

Wie sieht es <strong>mit</strong> dem ganzheitlichen Leben<br />

eines selbständigen Zahntechnikers<br />

aus, der auch ein Privatleben pflegt und<br />

sich selbst nicht permanent ausbeutet?<br />

„Da ich den Takt meiner Arbeit selbst bestimmen<br />

möchte, arbeite ich <strong>mit</strong> zwei externen<br />

Mitarbeitern zusammen.“ Die beiden<br />

sind ehemalige Auszubildende von<br />

ihm, die inzwischen exzellente Meister<br />

sind und in der ersten Liga des Berufsstands<br />

<strong>mit</strong>spielen. Er hätte fast noch et-<br />

1058 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Menschen<br />

was vergessen: Im Hintergrund stehen ihm<br />

noch zwei Frauen in der Verwaltung zur Seite.<br />

Die Gefahr des „Burnouts“ war groß,<br />

auch bei ihm. Wenn man von seiner Arbeit<br />

so vereinnahmt wird, <strong>das</strong>s mancher Kollege<br />

über ihn gesagt hat, „der brennt von zwei<br />

Seiten“, kann man verstehen, <strong>das</strong>s Müller<br />

sein Neun-Mann-Labor zu einer Größe heruntergefahren<br />

hat, bei der er wieder <strong>mit</strong><br />

Freude selbst am „Objekt“ arbeiten kann.<br />

Wir gehen durch <strong>das</strong> Labor. Ein schönes Labor<br />

<strong>mit</strong> einer Ausstattung, die sehr kostenintensiv<br />

war und in bestem Schuss ist.<br />

Hygiene, Transparenz, Erfahrung, Vertrauenswürdigkeit,<br />

also alles, was für einen<br />

professionellen Umgang <strong>mit</strong> den Menschen<br />

notwendig ist, stehen bei Johannes<br />

Müller ganz oben.<br />

Ich entdecke auf einem der Tische ein „Dankesbuch“<br />

<strong>mit</strong> vielen begeisterten Dankschreiben<br />

und man siehe und staune: Auch<br />

Menschen, die sich eine Restauration nicht<br />

leisten konnten, wurde hier geholfen.<br />

Zahntechnik ist<br />

ein wunderbarer Beruf<br />

Ein Abschlusswort? „Zahntechniker war<br />

und ist ein wunderbarer Beruf, wenn die<br />

Rahmenbedingungen stimmen! Für diese<br />

Rahmenbedingungen kämpfe ich. Meine<br />

neun Auszubildenden und meine fünf Meister,<br />

die aus der Werkstätte hervorgegangen<br />

sind, können <strong>das</strong> bestätigen. Besonders<br />

verbunden fühle ich mich noch immer<br />

Uli Lamott, Robert Stenzel, Alexander Kullmann<br />

und Willi Jesske, um nur die wichtigsten<br />

zu nennen. Sie haben durch ihre<br />

konstruktive Mitarbeit zum Gelingen meiner<br />

Werkstätte beigetragen. Ich habe meinen<br />

Mitarbeitern den Rücken gestärkt, da<strong>mit</strong><br />

sie sich in Freiheit und Würde entwickeln<br />

können. Dazu gehörten auch<br />

Arbeitskurse <strong>mit</strong> erstklassigen Referenten:<br />

So habe ich Kollegen wie Klaus Müterthies,<br />

Jan Langner und Oliver Brix, Thilo Vock und<br />

viele andere zu Workshops <strong>mit</strong> Patientenfällen<br />

in meine Werkstätte geholt.“ n<br />

Dr. Angelika Schaller<br />

Kontaktadresse<br />

Informationen zu arsdentis, zu Fortbildungen<br />

und Büchern von Johannes Müller<br />

unter www.arsdentis.de<br />

Monolithische Zenostar Frontzahnrestauration<br />

<strong>mit</strong> Zenostar Magic Glaze und Zenostar Malfarben<br />

VOLLANATOMIE<br />

Zenostar setzt ästhetische Maßstäbe<br />

Bis zu 64% * gesteigerte Lichttransmission<br />

Mit Zenostar können sowohl wirtschaftlich hochinteressante<br />

monolithische Kronen- und Brückenversorgungen als auch<br />

ästhetische Gerüste zur individuellen keramischen Verblendung<br />

hergestellt werden. Das perfekt auf <strong>das</strong> Ausgangsmaterial<br />

abgestimmte Zenostar Art Module aus Malfarben,<br />

Sprühglasur und Einschichtkeramik beinhaltet alle wichtigen<br />

Bestandteile, um natürlichen und hochästhetischen Zahnersatz<br />

herzustellen.<br />

Zenostar – Einfach überzeugend stark!<br />

Schnelle und einfache Reproduktion der 16 + 4 Zahnfarben<br />

<strong>mit</strong> nur vier Grundfarben: Zenostar Zr Translucent pure,<br />

light, medium und intense.<br />

Die um bis zu 64 % * gesteigerte Lichttransmission und die<br />

zahnschonende minimalinvasive Präparation, <strong>mit</strong> einer bis<br />

zu 0,4 mm reduzierten Mindestwandstärke, ermöglichen<br />

eine beeindruckende und natürliche Ästhetik bei vollanatomischen<br />

Restaurationen.<br />

Optimierte Produktionsprozesse führen zu einer Steigerung<br />

der Biegefestigkeit um 40 % * auf bis zu 1400 MPa.<br />

Anhand einer 5-Jahres-Kausimulationsstudie wurde ein<br />

dem natürlichen Schmelz ähnliches Abrasionsverhalten<br />

nachgewiesen.<br />

Erleben Sie die Faszination Zenostar – www.zenostar.de<br />

* zeigt die Entwicklung der Wieland Blanks von 2005 bis heute<br />

www.wieland-<strong>dental</strong>.de<br />

<strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1059<br />

Wieland Dental +Technik GmbH & Co. KG<br />

Fon +49 72 31/37 05-0, info@wieland-<strong>dental</strong>.de


Interview<br />

Perfekt geplant<br />

Zwei Zahntechniker berichten über ihre Erfahrungen <strong>mit</strong> Guided Surgery<br />

Perfekt geplant<br />

Eine benutzerfreundliche 3-D-Planungssoftware erleichtert die Arbeit im Dental<strong>labor</strong> spürbar.<br />

Harald Scheid und Wolfgang Dollwet beschreiben aus ihrer Sicht die Vorteile der Guided Surgery<br />

<strong>mit</strong> ExpertEase und erläutern, wie sie da<strong>mit</strong> auch Neukunden gewonnen haben. Die beiden<br />

Zahntechnikermeister sind Geschäftsführer von Dental-Studio Merzig H. & H. Scheid, einem<br />

Fach<strong>labor</strong> für Implantatprothetik und Dentsply Friadent-Referenz<strong>labor</strong>.<br />

dl: Herr Scheid, Sie arbeiten<br />

seit drei Jahren <strong>mit</strong><br />

ExpertEase. Warum haben<br />

Sie sich gerade für<br />

dieses <strong>System</strong> entschieden?<br />

Harald Scheid: Nun,<br />

ExpertEase hat entschei -<br />

dende Vorteile; zum Beispiel<br />

die Möglichkeit, zwischen<br />

drei unterschiedlichen Abstützungen<br />

für die Bohrschablone zu<br />

wählen. So lässt sich – anders als bei<br />

den <strong>labor</strong>gefertigten Schablonen, die<br />

nur die Zahn- und Schleimhautlagerung<br />

erlauben – gemeinsam <strong>mit</strong> dem Behandler<br />

frei entscheiden, ob die Abstützung<br />

über die Zähne, die Schleimhaut<br />

oder den Knochen bevorzugt wird.<br />

Ein weiterer Vorteil ist die Referenzierung<br />

der Bohrschablone aus den<br />

Knochenstrukturen heraus anstelle<br />

über diverse Hilfsteile. So<br />

lassen sich Fehler vermeiden.<br />

Zudem spart<br />

die „Auslagerung“ der<br />

Bohrschablonenfertigung<br />

Zeit.<br />

dl: Was mussten Sie bei<br />

der Anschaffung von ExpertEase<br />

investieren? Finanziell,<br />

aber auch personell?<br />

Harald Scheid: Wir haben die Software<br />

und ein separates Notebook gekauft.<br />

Wie bei jedem neuen Computerprogramm<br />

bedarf es auch bei ExpertEase<br />

einer Einarbeitungszeit. In personeller<br />

Hinsicht bedeutet die Investition eine<br />

Umstellung, da wir unseren Kunden<br />

nicht nur Guided Surgery, sondern einen<br />

darüber hinausgehenden Service<br />

anbieten und die Fälle auf Wunsch des<br />

Kunden individuell begleiten.<br />

c Gert Fisseler, technischer<br />

Berater ExpertEase bei<br />

Dentsply Friadent, links,<br />

im Gespräch <strong>mit</strong><br />

Ztm. Harald Scheid, Mitte,<br />

und Ztm. Wolfgang Dollwet<br />

1060 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Interview<br />

Wir feiern Geburtstag:<br />

dl: Welchen spürbaren Vorteil erleben Sie<br />

aufgrund der Arbeit <strong>mit</strong> ExpertEase in Ihrem<br />

Laboralltag? Haben Sie dadurch vielleicht<br />

sogar neue Kundenpraxen gewonnen?<br />

Wolfgang Dollwet: Für uns ist es heute<br />

möglich, Kiefer zu versorgen, die früher<br />

nicht oder nicht optimal zu versorgen waren.<br />

Als Dental<strong>labor</strong> lassen sich für uns<br />

dank der Transparenz durch diverse Softwaretools<br />

die Planungsdaten zur besseren<br />

Kommunikation zwischen Labor, Zahnarzt<br />

und Patient nutzen. Und, ja, durch die Arbeit<br />

<strong>mit</strong> ExpertEase haben wir auch neue<br />

Kunden bekommen.<br />

dl: Ist Guided Surgery in den kommenden<br />

Jahren überhaupt noch aus der Praxis oder<br />

dem Dental<strong>labor</strong> wegzudenken? Und welchen<br />

Vorteil haben die Zahnärzte und letztlich<br />

die Patienten davon?<br />

Wolfgang Dollwet: Als „Investment in die<br />

Zukunft“ ist sie aus unserem Labor nicht<br />

mehr wegzudenken. Es lassen sich nicht<br />

nur in technischer Hinsicht unangenehme<br />

Überraschungen vermeiden, sondern auch<br />

was die Kosten anbetrifft. Bei den <strong>mit</strong><br />

Guided Surgery geplanten Fällen haben wir<br />

eine durchgängige Kostentransparenz. Und<br />

der Patient profitiert auch anderweitig<br />

von der ExpertEase-Planung. So lassen<br />

sich präoperativ Provisorien herstellen, der<br />

Patient kann sein Ergebnis bereits früh<br />

plastisch erleben und die minimal invasiven<br />

Eingriffe verringern die Nachbeschwerden.<br />

dl: Was tun Sie, um Ihre Kunden von den<br />

Qualitäten Ihres Dental<strong>labor</strong>s zu überzeugen?<br />

Gibt es Tools – etwas für <strong>das</strong> richtige<br />

„Labormanagement“ – die Ihnen dabei helfen?<br />

Harald Scheid: Wir haben bereits vor einiger<br />

Zeit eine erfahrene Technikerin zur Praxisbetreuerin<br />

und Außendienst<strong>mit</strong>arbeiterin<br />

ausgebildet, die sich um die Belange<br />

der Bestandskunden und um die Neukunden-Akquisition<br />

kümmert. Neben unseren<br />

Weiterbildungsveranstaltungen können wir<br />

so durch persönlichen Kontakt von unserer<br />

Qualität überzeugen. In regelmäßigen<br />

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Interview<br />

Der „Robin Hood“ der Patienten<br />

Klaus Müterthies über die Faszination minimalinvasiver Zahnheilkunde<br />

Der „Robin Hood“<br />

der Patienten<br />

e Vorbild für viele Kollegen:<br />

Klaus Müterthies<br />

„<br />

Er ist Vorbild und Ideengeber für viele Kollegen: Klaus Müterthies.<br />

Die Besucher des DeguDent-Kongresses „Faszination Prothetik“<br />

am Jahresbeginn in Frankfurt am Main, aber auch die Teilnehmer<br />

seiner Live-Fortbildungen, die kürzlich in seinem Labor in<br />

Gütersloh stattfanden, ließen sich von seiner Begeisterung für<br />

non-invasive und minimalinvasive Behandlungsverfahren inspirieren.<br />

Wir wollten von ihm wissen, warum er für schonendere<br />

Therapieformen plädiert.<br />

Die bestmögliche Voraussetzung,<br />

die körperliche Unver -<br />

sehrtheit der Patienten zu erhalten<br />

oder wiederherzustellen<br />

dl: Herr Müterthies, Sie haben in letzter<br />

Zeit non-invasive und minimalinvasive<br />

Behandlungsverfahren in den Vordergrund<br />

gestellt. Was hat Sie zu ihrem<br />

Fürsprecher gemacht?<br />

Klaus Müterthies: Diese Restaurationen<br />

haben den ganz entscheidenden Vorteil,<br />

<strong>das</strong>s sie die brillante Ästhetik der natürlichen<br />

Zahnsubstanz<br />

erhalten helfen. Unabhängig<br />

davon, ob<br />

es sich um konservierende<br />

oder prothetische<br />

Präparati-<br />

“<br />

onstechniken im<br />

Rahmen dieser Therapieform<br />

handelt,<br />

dient <strong>das</strong> Restaurationsmaterial eigentlich<br />

nur dazu, zerstörte Zahnhartsubstanz<br />

oder fehlende Funktionsflächen zu<br />

ersetzen. Sie bieten da<strong>mit</strong> die bestmögliche<br />

Voraussetzung, die körperliche Unversehrtheit<br />

der Patienten zu erhalten<br />

oder wiederherzustellen.<br />

dl: Sind Sie <strong>mit</strong> Ihrem Plädoyer für schonendere<br />

Therapieformen der Robin<br />

Hood der Patienten?<br />

Klaus Müterthies (lacht): Ja, vielleicht<br />

eröffnen wir ein Zweig-Labor im Sherwood<br />

Forest.<br />

dl: Was genau heißt für Sie non-invasiv<br />

und minimalinvasiv?<br />

Klaus Müterthies: Das bedeutet ganz<br />

wörtlich die Beschränkung auf <strong>das</strong> Non-<br />

Invasive und Minimale. Alles, was durch<br />

Schleifen oder durch <strong>das</strong> Brechen von<br />

kleinen Kanten oder <strong>das</strong> Einebnen von<br />

Überhängen entfernt wird, muss nach<br />

Möglichkeit defektorientiert sein. Zum<br />

Beispiel weist ein Zahn einen zu hohen<br />

Höcker oder eine überstehende Kante<br />

auf, oder die Prämolaren und Molaren<br />

sind über die Jahre abradiert und erodiert,<br />

was zu einer Bisssenkung geführt<br />

hat. Als Folge ist bei dem betreffenden<br />

Patienten die Funktion beeinträchtigt.<br />

Statt nun massive Überkronungen vorzunehmen,<br />

wie es leider häufig geschieht,<br />

wird etwa die überstehende<br />

Kante etwas egalisiert, und ich würde<br />

eine hauchdünne Facette anbringen.<br />

dl: Lassen Sie uns an einem Beispiel zeigen,<br />

wo die Grenzen liegen: Dr. Körner<br />

und Sie erläuterten beim Kongress den<br />

Fall eines Patienten, den Dr. Körner <strong>mit</strong><br />

der Maßgabe „Zahnextration und Im-<br />

1062 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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Interview<br />

Der „Robin Hood“ der Patienten<br />

Dent veranstalten wir diese eintägigen<br />

Live-Kurse vielmehr, um den Teilnehmern<br />

die minimalinvasive Perspektive<br />

nachvollziehbar nahezubringen. Dabei<br />

arbeiten wir live am Patienten: So bleibt<br />

es nicht bei einer theoretischen Abhandlung,<br />

sondern am Ende des Tages<br />

kommen wir zu einem realistischen, für<br />

alle sichtbaren und greifbaren Ergebnis.<br />

Das macht diese Fortbildungsreihe<br />

so einzigartig. Darüber hinaus gebe ich<br />

den Kursteilnehmern durch viele Fallbeispiele<br />

Gedankenanstöße <strong>mit</strong> auf<br />

e Einer der ersten Fälle, die<br />

Klaus Müterthies noninvasiv<br />

gelöst hatte – ein Patient<br />

<strong>mit</strong> einem offenen Biss<br />

e Moderne Zahnmedizin:<br />

keine Präparation, sondern<br />

geklebte hauchdünne<br />

Verblendschalen<br />

plantation“ überwiesen bekam. Stattdessen<br />

erfolgte eine endodontische Behandlung,<br />

Knochentransplantate stabilisieren<br />

den nur vermeintlich nicht erhaltungswürdigen<br />

Zahn. Hinzu kam ein<br />

zielgerichtetes Weichgewebsmanagement.<br />

Sie gestalteten <strong>das</strong> Veneer, und<br />

im Ergebnis ist nicht nur ein Zahn gerettet,<br />

sondern gleichzeitig eine überzeugende<br />

Rot-Weiß-Ästhetik geschaffen<br />

– aber ist <strong>das</strong> wirklich minimalinvasiv?<br />

Klaus Müterthies: Sicher, in diesem Fall<br />

mussten zunächst Knochenspäne zur Defekt-Auffüllung<br />

und Weichgewebstransplantate<br />

gewonnen werden. Das ist eine<br />

aufwendige chirurgische Behandlung,<br />

aber die Wunden heilen wieder, und der<br />

von einem Kollegen bereits verloren gegebene<br />

Zahn wird erhalten. Dadurch entfallen<br />

Zahnextraktion und Implantation –<br />

was im Endeffekt die invasivere Behandlungsalternative<br />

gewesen wäre. Es<br />

kommt hier darauf an, in die richtige Richtung<br />

zu denken. „Extraktion und Implantation“<br />

war der erste Reflex des zunächst<br />

behandelnden Zahnarztes. Wer<br />

einen solchen Impuls verspürt, sollte sich<br />

aber gleichzeitig fragen: Gibt es nicht eine<br />

bessere Lösung? Meistens ist eine<br />

schonendere Behandlung möglich.<br />

dl: Auch bei Ihren beiden jüngsten Fortbildungen<br />

im eigenen Haus „Art Oral“<br />

in Gütersloh waren non-invasive und<br />

minimalinvasive Behandlungen Ihr Thema.<br />

Was konnten die Teilnehmer dabei<br />

lernen?<br />

Klaus Müterthies: Es geht mir gar nicht<br />

so sehr darum, jemandem eine bestimmte<br />

Schichttechnik oder ähnliches<br />

zu ver<strong>mit</strong>teln. Gemeinsam <strong>mit</strong> Degu-<br />

den Weg, die sie intuitiv zu non-invasiven<br />

oder minimalinvasiven Vorgehensweisen<br />

führen – wenn sie <strong>das</strong> möchten.<br />

Denn hier kommt es entscheidend auf<br />

den Willen zur Umorientierung an.<br />

dl: Erläutern Sie <strong>das</strong> doch bitte an einem<br />

Fallbeispiel!<br />

Klaus Müterthies: Auf einem der letzten<br />

Kurse kam ein jugendlicher Zahntechnikermeister<br />

aus Aachen, der schon zuvor<br />

einen Kurs bei mir besucht hatte. Er ist<br />

ein großer, schlanker Mann, und so würde<br />

man in seinem Munde keine kleinen<br />

Frontzähne <strong>mit</strong> großen Diastemata erwarten.<br />

Genau dies war aber sein Problem<br />

– es harmonierte einfach nicht.<br />

Durch Ergebnisse aktueller Attraktivitäts-<br />

Forschung ist belegbar, <strong>das</strong>s eine derartige<br />

Stigmatisierung Selbstsicherheit<br />

und Wohlbefinden unserer Patienten oft<br />

stark beeinträchtigt. In diesem Fall kam<br />

nur eine non-invasive Therapie in Frage.<br />

Über die Modelle wurden ein Wax-up, danach<br />

ein Mock-up angefertigt, und <strong>das</strong><br />

dadurch vorausgesagte Ergebnis sagte<br />

dem Patienten ausgesprochen gut zu.<br />

Am Tag des Kurses wurden die sechs<br />

1064 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


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Interview<br />

Der „Robin Hood“ der Patienten<br />

Tanzende Zähne – eine<br />

weitere Leidenschaft von<br />

Klaus Müterthies ist die<br />

Kunst<br />

Fotos: Klaus Müterthies<br />

Frontzähne live fertig<br />

gestellt und anschließend<br />

im Mund<br />

inseriert.<br />

dl: Wie aufwendig<br />

sieht die Schichtung<br />

solcher Veneers bei<br />

Ihnen aus?<br />

Klaus Müterthies:<br />

Gerade bei diesem Patienten zeigte es<br />

sich wieder: Beim Aufbau der unversehrten<br />

natürlichen Zähne brauchen<br />

nur Dentin, Schneidemassen und Transpamassen<br />

zum Einsatz zu kommen.<br />

Beim Kurs haben wir Duceram Kiss von<br />

DeguDent verwendet. Diese Keramik<br />

lässt sich komfortabel anwenden und<br />

hat sich über die letzten Jahre gut etabliert.<br />

dl: Inwiefern kommt es auf die verwendete<br />

Keramik an?<br />

Klaus Müterthies: Wie bereits gesagt:<br />

Häufig sind die einfachen Lösungen<br />

diejenigen, die zum<br />

„<br />

besten Ergebnis<br />

führen. Genau<br />

da setzt auch<br />

die Philosophie<br />

von Duceram<br />

Kiss an.<br />

Nicht umsonst<br />

steht die Buchstabenkombination<br />

„KISS“<br />

für <strong>das</strong> Leitmotiv „keep it simple and<br />

safe“. Wenn man durch die Reduktion<br />

des Keramiksortiments schneller und<br />

wirtschaftlicher zum Erfolg kommt, ist<br />

<strong>das</strong> für mich Einfachheit im denkbar positivsten<br />

Sinn.<br />

dl: Auf Ihrer Homepage schreiben Sie<br />

immerhin zu einem bestimmten Patientenfall:<br />

„Es wird so viel von Licht und von<br />

optischen Eigenschaften gesprochen,<br />

von Schichtungskonzepten und Tiefenwirkung<br />

… Vergessen Sie <strong>das</strong> einfach!“<br />

Klaus Müterthies: Das möchte ich gleich<br />

<strong>mit</strong> einer Gegenfrage beantworten: Was<br />

stillt unsere Sehnsucht am meisten? Es<br />

ist der Besitz von eindeutigen Regeln und<br />

Rezepturen, <strong>mit</strong> denen wir erfolgreich<br />

werden können. Für den Zahntechniker<br />

vielleicht ein Schichtschema. Das könnte<br />

bedeuten, Massen so aufeinander zu<br />

platzieren, <strong>das</strong>s einfallendes Licht möglichst<br />

variantenreich reflektiert, durchgelassen,<br />

gestoppt und transportiert<br />

wird und <strong>das</strong> alles <strong>mit</strong> Opal-Effekten – eine<br />

Rezeptur, die immer Gültigkeit hat.<br />

Meine Antwort: Das ist Paradoxie. Doch<br />

sind Zähne individuell verschieden, in<br />

der anatomischen Form, in der Oberfläche<br />

und <strong>mit</strong> den farblichen Charakteristika.<br />

Dennoch kommt es selbstverständlich<br />

auch darauf an, gerade für sensible<br />

Schichtungen eine farbtreue sowie<br />

leicht und sicher anzuwendende Keramik<br />

im Hause zu haben. Meine vielleicht<br />

wiederum etwas provokanten Zeilen sollen<br />

aber auf Folgendes<br />

hinweisen:<br />

Ich könnte<br />

Am Ende des Tages<br />

kommen wir zu einem<br />

realistischen, für alle sichtbaren<br />

und greifbaren Ergebnis<br />

mir die Pinsel<br />

von Picasso<br />

kaufen und<br />

“<br />

könnte doch<br />

nicht so malen<br />

wie er. Denken<br />

Sie an seine blaue Phase, später die rosa<br />

Phase – phantastische Bilder! Wie und<br />

wann sie entstehen, <strong>das</strong> hat etwas <strong>mit</strong><br />

der persönlichen Gefühlswelt des Künstlers<br />

zu tun. So ist es auch in der Zahntechnik:<br />

Wie und <strong>mit</strong> welchen Massen<br />

man im Einzelnen zum Ziel gelangt,<br />

hängt auch von der Inspiration ab, die<br />

aus unserer Umgebung und aus uns<br />

selbst heraus kommt.<br />

bs n<br />

1066 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Inhalt<br />

Technik<br />

Anwenderberichte, Neuheiten und Basiswissen<br />

Technik im September<br />

KERAMIK<br />

CAD/CAM<br />

KOMBITECHNIK<br />

FUNKTION<br />

PRODUKTE<br />

PRODUKTE<br />

PRODUKTE<br />

WISSEN<br />

Design des Lächelns<br />

Veneers aus Feldspatkeramik, Komposit und Lithiumdisilikat 1068<br />

Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

CAD/CAM-unterstützte Herstellung<br />

von noninvasiven Langzeitprovisorien 1088<br />

Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Wird zukünftig nur noch NE bezahlbar sein? 1102<br />

Wieviel Kaufläche braucht der Mensch<br />

Flachere Seitenzähne für funktionelle Freiräume 1112<br />

Neuheiten<br />

Geräte und Materialien 1117<br />

Von der Jacketkrone zur Vollkeramik<br />

50 Jahre Vita Metallkeramik – VMK 1120<br />

ARCTICA in Action<br />

Neue Fünf-Achs-Nachfräs- und Schleifmaschine von KaVo 1125<br />

Einbetten in der Presstechnik<br />

Weniger Abbindeexpansion für mehr Präzision 1126<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1067


Technik<br />

Design des Lächelns<br />

Veneers aus Feldspatkeramik, Komposit und Lithiumdisilikat<br />

Design des Lächelns<br />

Versorgungen <strong>mit</strong> Facetten sind <strong>mit</strong>tlerweile wegen der ausgezeichneten<br />

ästhetischen und funktionellen Ergebnisse allgemein üblich. Die<br />

Materialien, aus denen die Veneers hergestellt werden, sind vielfältig.<br />

So kommen sowohl Komposite (direkt oder indirekt) als auch<br />

Feldspatkeramik und Lithiumdisilikat (nur indirekt) zum Einsatz.<br />

Autoren:<br />

Roberto Bellini,<br />

Alessandro Guasti,<br />

Lorenzo Massai,<br />

Florenz, Italien<br />

Indizes:<br />

Additional Veneer<br />

Adhäsivtechnik<br />

Facette<br />

Keramik<br />

Lithiumdisilikat<br />

Zahnärzte und Zahntechniker verwendeten<br />

für die Herstellung dieser<br />

Versorgungen viele Jahre lang<br />

Feldspatkeramik, ein sehr ästhetisches<br />

Material, dessen mechanische Eigenschaften<br />

(insbesondere Widerstand<br />

und Biegekräfte) jedoch zu wünschen<br />

übrig ließen. Die so angefertigten Facetten<br />

wurden an den präparierten Zähnen<br />

befestigt. Dabei musste die Keramik<br />

eine Mindeststärke von 0,7 bis 0,8<br />

mm aufweisen, die am inzisalen Saum<br />

auf 1,3 bis 1,5 mm anstieg. Angesichts<br />

dieser Stärken betraf die Präparation<br />

nicht nur die Schicht des Zahnschmelzes,<br />

sondern auch <strong>das</strong> Dentin im Oberflächenbereich.<br />

Die Versorgungen wurden<br />

dann <strong>mit</strong> einprozentiger Fluorwasserstoffsäure<br />

oberflächenbehandelt<br />

(Simonsen und Calamia, 1982) und <strong>mit</strong>tels<br />

Adhäsivtechnik an den Zähnen befestigt.<br />

Die Markteinführung neuer, weiter entwickelter<br />

Werkstoffe hat diese Abläufe<br />

jedoch verändert. Sowohl hinsichtlich<br />

der Zementierungstechnik (starke Erhöhung<br />

der Haftkraft) als auch was die<br />

Anfertigung der Versorgungen betrifft,<br />

da äußerst ästhetische Werkstoffe <strong>mit</strong><br />

ausgezeichneten physikalischen Eigenschaften<br />

wie <strong>das</strong> Lithiumdisilikat<br />

eingeführt wurden.<br />

Thin Veneers<br />

Diese Neuerungen ermöglichen die Herstellung<br />

von Facetten <strong>mit</strong> geringerem<br />

Materialaufwand von 0,3 bis 0,4 mm im<br />

Labor, die vom Behandler in situ durch<br />

die Nachbearbeitung weiterhin reduziert<br />

werden können. So muss weniger harte<br />

Zahnsubstanz geopfert werden – früher<br />

einer der Hauptgründe für die Ablehnung<br />

dieser Behandlung. Diese Art<br />

von Facetten tragen den Namen thin veneer<br />

(wörtlich „dünne Facetten“) und<br />

entsprechen dem neusten Stand der<br />

kosmetischen Zahnheilkunde. Entsprechend<br />

den Angaben der Hersteller ist die<br />

Reduzierung der Zähne, auf denen die<br />

thin veneers befestigt werden, minimal.<br />

Nichtsdestotrotz kann man ausgezeichnete<br />

ästhetische und funktionelle<br />

Ergebnisse auch ohne Präparation der<br />

Zähne erzielen, indem man einfach die<br />

Oberflächenrauhigkeit erhöht oder gegebenenfalls<br />

bestehende Kanten abrundet.<br />

Diese sogenannte additive Vorgehensweise<br />

wird durch Adhäsivsysteme<br />

ermöglicht, die auch an ungünstigen<br />

Substanzen haften (wie dem Schmelzanteil<br />

direkt an der Schmelz-Zement-<br />

Grenze). Hinzu kommt die Erfahrung der<br />

1068 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Design des Lächelns<br />

Keramik<br />

Behandler selbst, die seit eh und je auf<br />

der Suche nach optimalen und langlebigen<br />

Ergebnissen sind und so<strong>mit</strong> die<br />

Grenzen der zur Verfügung stehenden<br />

Werkstoffe ständig ausdehnen.<br />

Das Material<br />

Wie gesagt bestand die für die Herstellung<br />

von Facetten jahrelang verwendete<br />

Technik im Aufbrennen der Keramik<br />

auf feuerfesten Modellen oder<br />

auf einer Platinfolie und <strong>das</strong> Verfahren<br />

für die ästhetische Verarbeitung der Keramik<br />

war die Schichtung oder die Bemalung<br />

der Oberfläche.<br />

Die moderne ästhetische Zahnmedizin<br />

setzt in der täglichen Praxis neue Techniken<br />

und Werkstoffe ein: Werkstoffe<br />

wie Lithiumdisilikat, bei der die für die<br />

ästhetische Kaschierung dünner Facetten<br />

angewendete Technik die Oberflächenbemalung<br />

oder ein leichtes Cutback<br />

ist, da die minimalen Stärken der<br />

Keramik keine herkömmliche Schichtung<br />

ermöglichen.<br />

Lithiumdisilikat<br />

Lithiumdisilikat ist in diesen Fällen der<br />

Werkstoff par excellence, da er ästhetische<br />

sowie resistente Eigenschaften<br />

auch bei sehr dünnen Stärken in sich vereint.<br />

Mit der Einführung von IPS e.max<br />

(Ivoclar Vivadent) im Herbst 2005 wurden<br />

neue Möglichkeiten der Dentalkeramik<br />

erschlossen. Es handelt sich um<br />

ein modulares Vollkeramiksystem, <strong>das</strong><br />

die klassische Pulver-/Vergütungstechnik<br />

<strong>mit</strong> der CAD/CAM-Technik und der<br />

Presstechnik verbindet. IPS e.max ist eine<br />

Vollkeramik für die Presstechnik, die<br />

auf der Chemie von Lithiumdisilikat gründet;<br />

IPS e.max CAD wird in Form eines<br />

relativ weichen Glases geliefert, <strong>das</strong><br />

beim Fräsvorgang wenig Widerstand leistet.<br />

Es handelt sich um eine Glaskeramik<br />

aus Lithiummetasilikat, Phase Blau<br />

130 Mpa, wobei die Metasilikatkristalle<br />

die Glasmatrix derart verstärken, <strong>das</strong>s<br />

der Fräsprozess an der Versorgung ohne<br />

Frakturen durchgeführt werden kann.<br />

Während der späteren Wärmebehandlung<br />

im Keramikofen verwandelt sich<br />

<strong>das</strong> Metasilikat in die harte und widerstandsfähige<br />

Form des Disilikats (400<br />

Mpa). Während dieses Vorgangs reguliert<br />

man auch die gewünschte Zahnfarbe<br />

und die Transparenz.<br />

Indikationen<br />

n Fleckige oder verfärbte Zähne durch<br />

Tetrazykline, Fluorose oder Dekalzifizierung<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1069


Technik<br />

Design des Lächelns<br />

n Verlängerung oder neue Konturierung<br />

mehrerer Elemente<br />

n unregelmäßige Zähne<br />

n gesplitterte Zähne<br />

n Schließung von Diastemata<br />

n Abrasionen, Oberflächenveränderungen<br />

n mehrfache Restaurationen in Komposit<br />

an den fazialen Oberflächen.<br />

Gegenanzeigen<br />

n Starke Verfärbungen durch Tetrazykline<br />

n stark überlappende Zähne<br />

n extreme Fehlstellungen (zu stark ausgeprägte<br />

Lippenposition)<br />

n mangelnde Hygiene<br />

n akute Parodontitis<br />

n Bruxismus (extreme Parafunktionen).<br />

Klassische Vorgehensweise<br />

1. Aufwachsen auf Situationsmodellen<br />

2. Gewebepräparation anhand des vom<br />

Wax-up abgeleiteten Silikonschlüssels<br />

3. direkte Akrylfacetten (mock-up)<br />

4. abschließende Abformung<br />

5. endgültige Facetten.<br />

Protokoll für komplexe Situationen<br />

1. Aufwachsen auf Situationsmodellen<br />

2. Gewebepräparation <strong>mit</strong>tels Silikonschlüssel<br />

3. abschließende Abformung<br />

4. Anfertigung von Provisorien im Labor<br />

5. endgültige Facetten.<br />

Leitlinien<br />

Für ein „Design des Lächelns“ muss der<br />

Zahnarzt ein ästhetisches Modell anfertigen,<br />

unter Einsatz von unverzichtbaren<br />

idealen operativen Protokollen.<br />

Die Regeln des „Designs des Lächelns“<br />

sind die architektonischen Gerüste des<br />

Zahnarztes, des Patienten und des<br />

Zahntechnikers, die gemeinsam und<br />

objektiv die Mängel und Defekte der ästhetischen<br />

Merkmale begutachten. Spezielle<br />

Protokolle helfen dem Zahnarzt,<br />

unter Berücksichtung der besonderen<br />

Wünsche des Patienten, ein subjektiveres<br />

Ergebnis zu erzielen.<br />

Die Leitlinien für <strong>das</strong> Design des Lächelns<br />

wurden von zahlreichen Autoren<br />

verschlüsselt und in Protokolle übertragen,<br />

die der Zahnarzt stets zurate<br />

ziehen sollte, bevor er <strong>mit</strong> der Umsetzung<br />

einer ästhetischen Rehabilitation<br />

beginnt:<br />

1. Übergangslinien<br />

2. Leitlinien der Formen<br />

3. Zahnzwischenräume<br />

4. axiale Ausrichtung<br />

5. Kontaktpunkte<br />

6. Ebenen der inzisalen Säume<br />

7. laterale Korridore (vestibuläre Räume)<br />

8. Position der inzisalen Säume<br />

9. Mittellinie<br />

10. die goldene Proportion<br />

11. Okklusionsebene<br />

12. Gesichtsanalyse<br />

13. Phonetik.<br />

Obwohl es seit vielen Jahren erfolgreich<br />

verschlüsselte und bewährte Protokolle<br />

gibt, sind die Fälle meistens alles andere<br />

als ideal und stellen uns stets von<br />

neuem auf die Probe.<br />

Eine vollständige Planung und der Dialog<br />

<strong>mit</strong> dem Patienten sind von grundlegender<br />

Bedeutung. Hippokrates sagte:<br />

„Ohne Diagnose keine Behandlung“.<br />

Die aktuellen Techniken können uns<br />

helfen, <strong>das</strong> gewünschte Ergebnis zu erzielen<br />

und eine für jeden Fall angemessene<br />

Diagnose zu stellen.<br />

Fallbeispiele<br />

Bei den drei im Folgenden vorgestellten<br />

Fällen wurden dünne Facetten eingesetzt,<br />

um die Ästhetik und die Funktion<br />

<strong>mit</strong>tels minimalinvasiver Eingriffe<br />

an den Zähnen zu verbessern. Der Behandlungsplan<br />

sieht die vollständige<br />

Analyse aller Bestandteile des stomatognaten<br />

<strong>System</strong>s vor. Besondere Aufmerksamkeit<br />

wird den statischen und<br />

dynamischen funktionellen Beziehungen<br />

gewidmet, so <strong>das</strong>s Misserfolge<br />

weitgehend eingeschränkt werden.<br />

Der erste Fall wird <strong>mit</strong> herkömmlichen<br />

Werkstoffen bearbeitet, wie Feldspatkeramik<br />

<strong>mit</strong> Cut-back und Oberflächenbemalung,<br />

direktem und indirektem<br />

Komposit. Beim zweiten Fall wurde<br />

die CAD/CAM-Technik Sirona In-lab<br />

unter der Verwendung von Lithiumdisilikat<br />

e-max (Ivoclar Vivadent) eingesetzt.<br />

Die Technik des dritten Falls ist<br />

<strong>das</strong> Pressverfahren <strong>mit</strong> e-max press<br />

(Ivoclar Vivadent) Lithiumdisilikat.<br />

1070 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Design des Lächelns<br />

Keramik<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2<br />

Abb. 3<br />

e Abb. 1 und 2 Frontale Aufnahmen des zu<br />

lösenden Falls<br />

e Abb. 3 Wax-up, <strong>das</strong> den durchzuführenden<br />

minimalinvasiven Eingriff zeigt: Facetten am<br />

rechten und linken lateralen Frontzahn sowie<br />

am rechten <strong>mit</strong>tleren Frontzahn.<br />

Minimalinvasiver Eingriff an den Eckzähnen<br />

rechts und links frontal mesial, am linken seitlichen<br />

Frontzahn frontal mesial und am linken<br />

<strong>mit</strong>tleren Frontzahn frontal distal.<br />

Abb. 4 Abb. 5<br />

Der erste Fall<br />

von Roberto Bellini<br />

und Alessandro Guasti<br />

Es handelt sich um eine sehr junge Patientin<br />

<strong>mit</strong> deutlichen Diastemata im<br />

oberen Frontzahnbereich; die Zähne<br />

sind vollständig und weisen keinerlei<br />

Verfärbungen auf.<br />

Die Zahnhygiene ist gut und aufgrund<br />

der mangelnden Bereitschaft der Patientin,<br />

sich einer kieferorthopädischen<br />

Behandlung zu unterziehen, beschließt<br />

man, den Fall konservativ zu lösen <strong>mit</strong><br />

gemischten Werkstoffen, wie auf feuerfesten<br />

Stümpfen gebrannte Feldspatkeramik<br />

(Biegefestigkeit 80 – 120<br />

Mps) und Komposit, direkt und indirekt,<br />

ohne jegliche Zahnpräparation.<br />

Die Werkstoffe wurden von Zahnarzt<br />

und Zahntechniker gemeinsam entschieden,<br />

die Restaurationen wurden<br />

in minimaler Stärke angefertigt in dem<br />

Bestreben, die bestehenden Zahnformen<br />

nicht zu stark zu verändern und<br />

entsprechend dem Wunsch der Patientin,<br />

einzig die Diastemata zu schließen.<br />

Die rekonstruierenden Maßnahmen beschränkten<br />

sich auf den Frontzahnbereich,<br />

da die bukkalen Seitenkorridore<br />

eine korrekte Position aufwiesen. Natürlich<br />

wurde die statisch-dynamische<br />

Funktionsanalyse äußerst sorgfältig vor<br />

der Behandlung durchgeführt.<br />

e Abb. 4 und 5 Frontale<br />

Aufnahmen des gelösten<br />

Falls nach Zementierung der<br />

Versorgungen<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1071


Technik<br />

Design des Lächelns<br />

Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

e Abb. 6 bis 9<br />

Seitenansicht rechts und<br />

links der zementierten<br />

Versorgungen<br />

c Abb. 10 und 11<br />

Frontale Aufnahmen des<br />

gelösten Falls, in Farbe und<br />

Schwarzweiß<br />

Abb. 10<br />

Abb. 11<br />

1072 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Design des Lächelns<br />

Keramik<br />

Abb. 12 Abb. 13<br />

Abb. 14<br />

Abb. 15<br />

Abb. 16<br />

Abb. 17 Abb. 18<br />

e Abb. 12 und 13<br />

Seitenansicht des Lächelns<br />

der Patientin<br />

d Abb. 14 bis 18<br />

Das Lächeln einer<br />

zufriedenen Patientin<br />

Umsetzung des Behandlungsplans<br />

n Die Zähne werden nicht präpariert<br />

n Abformung<br />

n Anfertigung des Modells für <strong>das</strong> Waxup<br />

n Wax-up<br />

n definitive Abformung/Entwicklung<br />

des Meistermodells<br />

n Planung der Thin Veneers aus gebrannter<br />

Feldspatkeramik auf feuerfesten<br />

Stümpfen und der Facetten aus<br />

indirektem Komposit<br />

n Schichtung (cut-back) und Brand<br />

n Optimierung der anatomischen Form<br />

unter direkter Kontrolle des Behandlers<br />

n Farbgestaltung<br />

n abschließender Brand zum Vorpolieren/Handpolitur<br />

n Zementierung<br />

n Ausarbeitung der Ränder nach der Zementierung.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1073


Technik<br />

Design des Lächelns<br />

Abb. 2<br />

Abb. 1<br />

Abb. 3 Abb. 4<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6<br />

e Abb. 1 und 2<br />

Frontale Aufnahme der Zahnbögen<br />

in zentrischer Relation<br />

beim ersten okklusalen<br />

Kontakt: Links oben sieht<br />

man den Kreuzbiss des Eck -<br />

zahns, die Absplitte rungen<br />

an den oberen Front zähnen<br />

und die offenen Zwischen -<br />

räume an den Zahn bögen<br />

e Abb. 3 und 4<br />

Seitenansicht der Zahn bögen<br />

in zentrischer Relation<br />

Der zweite Fall<br />

von Roberto Bellini<br />

und Alessandro Guasti<br />

Die Patientin kam in die Praxis und klagte<br />

über Schmerzen am Kiefergelenk<br />

und erhebliche funktionelle Schwierigkeiten;<br />

verschiedene Frontzähne waren<br />

gesplittert und im palatinalen Bereich<br />

durch starke Abrasionen charakterisiert,<br />

zudem waren ausgeprägte Verschleißfacetten<br />

und offene Zahnzwischenräume<br />

festzustellen. Der Eckzahn<br />

links oben wies eine Fehlstellung auf<br />

und an den Seitenzahnbereichen gab<br />

es Amalgamfüllungen, die zu entfernen<br />

waren. Auch im unteren Zahnbogen gab<br />

es offene Zahnzwischenräume, Verschleißfacetten<br />

und unangemessene<br />

Versorgungen, die es auszuwechseln<br />

e Abb. 5 und 6<br />

Okklusale Ansicht der Zahnbögen<br />

galt. Zudem bestand eine unterschiedliche<br />

Breite der beiden Zahnbögen.<br />

Abgesehen von den funktionellen Problemen<br />

wollte die Patientin auch ihr Erscheinungsbild<br />

verbessern.<br />

Nach einer vollständigen klinischen Untersuchung<br />

wurden die Abformungen<br />

gemacht, der Gesichtsbogen und die<br />

Registrierungen der zentrischen Relation<br />

erfasst, die der gewohnten Okklusion<br />

nicht entsprach.<br />

Nach Studie der im Artikulator montierten<br />

Modelle wurden <strong>mit</strong>tels ästhetisch-kieferorthopädischer<br />

Behandlung<br />

(Invisalign) einige Zähne umgestellt,<br />

1074 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Design des Lächelns<br />

Keramik<br />

Abb. 7 Abb. 8<br />

um deren Position im oberen Zahnbogen<br />

zu verbessern. Während man den<br />

Abschluss der kieferorthopädischen<br />

Maßnahmen im Unterkiefer abwartete,<br />

die sich als sehr langwierig und schwierig<br />

erwiesen, begann man <strong>mit</strong> der Rehabilitation<br />

des Oberkiefers unter Berücksichtigung<br />

der Tatsache, <strong>das</strong>s die<br />

vertikale Dimension erhöht werden<br />

musste.<br />

Es wurde ein diagnostisches Wax-up am<br />

Oberkiefer durchgeführt unter Beachtung<br />

der veranschlagten neuen Position<br />

der Zähne im Unterkiefer, die <strong>mit</strong>tels<br />

clin-check cad vorab visualisiert wurde.<br />

Daraufhin wurden die Versorgungen<br />

des Oberkiefers <strong>mit</strong> zehn Funktionsfacetten<br />

(die teilweise auch den lingualen<br />

Bereich betrafen) und sechs okklusalen<br />

Onlays aus Lithiumdisilikat angefertigt.<br />

Umsetzung des Behandlungsplans<br />

n Präparation der Zähne<br />

n Abformung<br />

n Umsetzung des Modells zum Einscannen<br />

n Wax-up<br />

n Einscannen/Planung der Facetten<br />

(CAD)<br />

e Abb. 7 und 8<br />

Großaufnahme des lingualen<br />

inzisalen Quadranten<br />

oben und <strong>das</strong> Verhältnis der<br />

Zahnbögen beim ersten<br />

okklusalen Kontakt<br />

f Abb. 9 bis 12 In zentrischer<br />

Relation zeigte sich<br />

der erste Kontaktpunkt am<br />

Höcker des ersten<br />

Prämolaren links unten und<br />

am zweiten Prämolaren<br />

links oben<br />

Abb. 9<br />

Abb. 10<br />

Abb. 11<br />

Abb. 12<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1075


Technik<br />

Design des Lächelns<br />

Abb. 13<br />

Abb. 14<br />

Abb. 15<br />

e Abb. 13 und 14 Ortho -<br />

dontische Behandlung am<br />

oberen Zahnbogen; man sieht<br />

die Auflösung des Kreuzbisses<br />

am Eckzahn<br />

cf Abb. 15 bis 17 Das Waxup<br />

der Frontzahngruppe zur<br />

Verteilung der Zahnformen für<br />

die Verbesserung der Ästhetik<br />

Abb. 17<br />

Abb. 16<br />

Abb. 18<br />

Abb. 19<br />

e Abb. 18 und 19<br />

Minimale Präparationen<br />

im Front- und<br />

Seitenzahnbereich<br />

n Einsatz des Metasilikatblocks<br />

n Fräsen des Metasilikats<br />

n Prüfen der Präzision am Meistermodell<br />

(Stereomikroskop)<br />

n Optimieren der anatomischen Form<br />

n Umsetzen in Lithiumdisilikat<br />

n Colorieren<br />

n abschließender Brand/Handpolitur.<br />

Auf die Meistermodelle wird die vom<br />

Wax-up erfasste Modellation übertragen,<br />

um sie einscannen zu können und<br />

um die Form daraufhin in die virtuelle<br />

Modellation des Computerprogramms<br />

zu übertragen. Das Fräsen der Facetten<br />

aus Disilikat wurde <strong>mit</strong> dem <strong>System</strong><br />

CAD/CAM Sirona inLab durchgeführt.<br />

1076 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Design des Lächelns<br />

Keramik<br />

d Abb. 20<br />

Meistermodell <strong>mit</strong><br />

abnehmbaren Stümpfen<br />

f Abb. 21 und 22<br />

Vollständiges<br />

Meistermodell<br />

Abb. 20<br />

Abb. 22<br />

Abb. 21<br />

Abb. 23<br />

df Abb. 23 und 24<br />

Anfängliches Wax-up<br />

Abb. 24<br />

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Technik<br />

Design des Lächelns<br />

Abb. 25<br />

Abb. 26<br />

Abb. 27<br />

Abb. 28<br />

e Abb. 25 und 26<br />

Die Facetten in der<br />

Metasilikat-Phase nach<br />

dem Fräsen<br />

c Abb. 27 bis 30 Erstes<br />

Beschleifen durch den<br />

Bohrstift und erste Ausar -<br />

beitung der vestibulären<br />

Form und der Kontaktpunkte<br />

<strong>mit</strong> verschiedenen Fräsen.<br />

Dann werden die Facetten<br />

jeweils einzeln auf die individuellen<br />

Stümpfe des<br />

Meistermodells gesetzt<br />

Abb. 29<br />

Abb. 30<br />

f Abb. 31 und 32 Die gefrästen Facetten<br />

auf dem Modell in der rohen Meta -<br />

silikatphase und die Ausarbeitung der<br />

Oberfläche<br />

Das Scannen und <strong>das</strong> Fräsen wurden<br />

vom Labor Dentalgiglio von Massimiliano<br />

Pisa ausgeführt, ein äußerst kompetenter<br />

Kollege und Pionier der<br />

Abb. 31<br />

Abb. 32<br />

1078 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Design des Lächelns<br />

Keramik<br />

Abb. 34<br />

Abb. 33<br />

Abb. 35<br />

Abb. 36<br />

Abb. 37<br />

e Abb. 33 und 34 Frontale Facetten<br />

nach der Wärmebehandlung und der<br />

Umwandlung in die harte Phase<br />

(Disilikat, 380-400 Mps) auf <strong>das</strong><br />

gesamte Meistermodell aufgepasst<br />

e Abb. 35 und 36 Partielle Inlays und<br />

Onlays auf dem Meistermodell;<br />

Großaufnahmen der Quadranten rechts<br />

und links<br />

Abb. 38<br />

d Abb. 37 und 38 Okklusale Ansicht<br />

des oberen Zahnbogens <strong>mit</strong> zementierten<br />

und ausgearbeiteten Facetten und<br />

eine Großaufnahme der<br />

Frontzahngruppe aus lingualer Sicht<br />

CAD/CAM-Technologie, <strong>mit</strong> der er sich<br />

seit vielen Jahren befasst.<br />

Sobald <strong>das</strong> Disilikat gefräst wurde,<br />

wenn es noch in einfach zu verarbeitendem<br />

Zustand ist (Metasilikat), erfolgt<br />

die detaillierte Ausarbeitung der<br />

Form und der Oberfläche. Das Material<br />

kann vor dem Kristallisierungsverfahren<br />

im Ofen gegebenenfalls in situ<br />

eingeprobt werden.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1079


Technik<br />

Design des Lächelns<br />

Abb. 39<br />

Abb. 40<br />

df Abb. 39 bis 41 Die zementierten und<br />

ausgearbeiteten Facetten aus frontaler<br />

Perspektive, rechts und links; man<br />

beachte die ausgezeichnete Ästhetik und<br />

die perfekte Integration der<br />

Versorgungen in die Weichgewebe trotz<br />

der minimal-invasiven Präparationen.<br />

Später wird der vorgesehene<br />

Behandlungsplan fortgeführt, der eine<br />

ästhetische Rekonstruktion <strong>mit</strong> Facetten<br />

auch im unteren Zahnbogen vorsieht.<br />

Abb. 41<br />

f Abb. 42 und 43<br />

Großaufnahme der Ästhetik<br />

der Frontzahngruppe in<br />

Farbe und in Schwarz-Weiß<br />

Abb. 42<br />

Abb. 43<br />

1080 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Design des Lächelns<br />

Keramik<br />

Abb. 1 Abb. 2<br />

Abb. 3<br />

e Abb. 1 Foto der Zahnbögen der Pa tien -<br />

tin, als sie in die Zahnarztpraxis kommt;<br />

man sieht die mangelnde Mundhygiene<br />

der Patientin, eine starke Raucherin, und<br />

die bestehenden Kompositfüllungen<br />

e Abb. 2 Die inzisalen Ränder der oberen<br />

Zähne wirken abgenutzt und sehr<br />

gerade, so <strong>das</strong>s eine flache Linie<br />

entsteht <strong>mit</strong> allen Zähnen auf gleicher<br />

Höhe, was den Eindruck mangelnder<br />

Tiefe hervorruft<br />

Der dritte Fall<br />

von Roberto Bellini<br />

und Lorenzo Massai<br />

Die Patientin kam in die Praxis und erklärte<br />

ihre Unzufriedenheit hinsichtlich<br />

der Ästhetik ihres Lachens insbesondere<br />

in Bezug auf Farbe und Form des<br />

Frontzahnbereichs. Die Patientin, eine<br />

starke Raucherin <strong>mit</strong> mangelnder<br />

Mundhygiene, wollte weißere Zähne,<br />

die natürlicher wirken.<br />

Eine umfassende und detaillierte Untersuchung,<br />

einschließlich Prüfung der<br />

Okklusion, ergab, <strong>das</strong>s die Zähne, von<br />

denen einige Versorgungen aus Komposit<br />

aufwiesen, andere abgenutzt und<br />

gesplittert waren, ästhetisch verschönert<br />

werden konnten, um die Zahnzwischenräume<br />

zu schließen, die Konturen<br />

zu verändern und den etwas kontrahiert<br />

wirkenden Zahnbogen auszugleichen.<br />

All dies wurde <strong>mit</strong> einem minimalinvasiven<br />

Eingriff durch Reduzierung der<br />

Zahnsubstanz erreicht. Der eingesetzte<br />

Werkstoff sollte Keramik sein, die <strong>mit</strong>tels<br />

additivem Verfahren eingesetzt<br />

wurde. Die bestehenden okklusalen<br />

Probleme wurden vorab <strong>mit</strong>tels Koronoplastik<br />

korrigiert.<br />

Zur Verbesserung der mangelnden Ästhetik<br />

des Lächelns wurde der Patientin<br />

eine Behandlung unter Einsatz von<br />

thin veneers aus Keramik vorgeschlagen,<br />

die auf die bestehendenZahnformen<br />

appliziert werden sollten. Bei<br />

der Untersuchung des Lächelns sieht<br />

man, <strong>das</strong>s die inzisalen Ränder im<br />

oberen Frontzahnbereich nicht dem Verlauf<br />

der Unterlippe folgen, so <strong>das</strong>s eine<br />

ästhetisch wenig ansprechende<br />

Umkehrlinie entsteht. Das ist auf die<br />

Abnutzung dieser Zähne zurückzuführen,<br />

die alle auf der gleichen Ebene liegen,<br />

so <strong>das</strong>s eine flache Linie entsteht,<br />

die den Endruck mangelnder Tiefe verleiht.<br />

Die unveränderliche Lippentätowierung<br />

der Patientin trägt nicht dazu<br />

bei, <strong>das</strong> Lächeln der Patientin angenehmer<br />

zu gestalten, denn sie wollte<br />

diese Tätowierung trotz unseres Anratens<br />

nicht entfernen.<br />

e Abb. 3 Bei einer Unter -<br />

suchung des Lächelns sieht<br />

man, <strong>das</strong>s die oberen Zähne<br />

nicht dem Verlauf der Unter -<br />

lippe folgen, so <strong>das</strong>s eine<br />

Umkehrlinie entsteht, die<br />

frontal gesehen nicht sehr<br />

angenehm wirkt. Man<br />

beachte die permanente<br />

Tätowierung der Lippen -<br />

kontur, welche die Ästhetik<br />

des Lächelns nicht gerade<br />

positiv beeinflusst!<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1081


Technik<br />

Design des Lächelns<br />

Abb. 4<br />

c Abb. 4 Frontale Ansicht<br />

des Wax-up<br />

f Abb. 5 und 6<br />

Seitenansicht rechts und<br />

links des Wax-up<br />

Abb. 5 Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

e Abb. 7 Silikonabformung der<br />

Mustermodellation für den Aufbau des<br />

Mock-up<br />

e Abb. 8 und 9 Einprobe<br />

des Kunststoff-Mock-up<br />

zur Bestimmung der anzustrebenden<br />

Ästhetik und<br />

Korrektur der Formen entsprechend<br />

den Wünschen<br />

der Patientin<br />

Umsetzung des Behandlungsplans<br />

n Abformung<br />

n Anfertigung des Modells für <strong>das</strong> Waxup<br />

n Wax-up<br />

n Mock-up<br />

n Minimalinvasive Präparationen der<br />

Zähne<br />

n definitive Abformung<br />

n Wachsmodellation der Facetten<br />

n Pressen<br />

n Ausarbeitung der Facetten<br />

n Präzisionskontrolle (Stereomikroskop)<br />

n Optimierung der anatomischen Form<br />

n Oberflächengestaltung <strong>mit</strong> verschiedenen<br />

Farbschichten<br />

n gegebenenfalls Auftragen von Glasur<br />

für die Politur<br />

1082 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Design des Lächelns<br />

Keramik<br />

Abb. 10<br />

df Abb. 10 bis 12<br />

Meistermodell <strong>mit</strong> Lack, um<br />

den Platz für die Ein zemen -<br />

tierung zu schaffen; frontale<br />

Ansicht und Seitenansicht<br />

rechts und links<br />

Abb. 11 Abb. 12<br />

Abb. 13<br />

df Abb. 13 bis 15<br />

Wachsmodellation der von<br />

dem Mock-up abgeleiteten<br />

Zahnformen für <strong>das</strong><br />

Heißpressen der Facetten<br />

aus Lithiumdisilikat<br />

Abb. 14<br />

Abb. 15<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1083


Technik<br />

Design des Lächelns<br />

Abb. 16<br />

cf Abb. 16 bis 18 Facetten<br />

aus Lithiumdisilikat, erzielt<br />

<strong>mit</strong> der Technik der Ober -<br />

flächenbemalung. Ht B1<br />

Ivoclar e-max Press, auf <strong>das</strong><br />

Meistermodell aufgepasst<br />

und poliert, Vorder- und<br />

Seitenansicht<br />

Abb. 17 Abb. 18<br />

Abb. 19 Abb. 20<br />

n Ausarbeiten der Oberflächendetails<br />

n Handpolitur<br />

n gegebenenfalls Einprobe in situ<br />

n interne Präparation (Ätzung) der Facetten<br />

für die Zementierung<br />

n Zementierung und Ausarbeitung der<br />

Ränder.<br />

Abb. 21<br />

e Abb. 19 bis 21 Großaufnahmen der Facetten der<br />

Frontzahngruppe. Die Stärken, die man <strong>mit</strong> diesem<br />

Material erzielt, sind sehr dünn und man läuft dabei<br />

nicht Gefahr, die Ränder während der Ausarbeitung im<br />

Labor zu zerklüften.<br />

Die Abdrücke wurden genommen und<br />

die Situationsmodelle entwickelt, um<br />

ein Wax-up und ein Mock-up aus Kunststoff<br />

anzufertigen, <strong>das</strong> in situ eingeprobt<br />

werden kann, um dann zu<br />

entscheiden, wie die Zähne für die neue<br />

ästhetische Situation zu gestalten<br />

sind.<br />

1084 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Design des Lächelns<br />

Keramik<br />

Abb. 22 Abb. 23<br />

Nach definitiver Bestimmung der Zahnformen<br />

wurden die bestehenden Füllungen<br />

entfernt und die Zähne minimalinvasiv<br />

präpariert. Daraufhin wurde <strong>das</strong><br />

Meistermodell angefertigt.<br />

Es ist ratsam, mehrere Abdruckmodelle<br />

zu erstellen oder <strong>das</strong> Meistermodell<br />

zu dublieren. Man geht folgendermaßen<br />

vor: Ein vollständiges Modell für<br />

die Modellation, ein Modell <strong>mit</strong> abnehmbaren<br />

Stümpfen zum Anpassen<br />

der Facetten. Auf allen Modellen wird<br />

eine Schicht <strong>mit</strong> Distanzlack erzeugt,<br />

um genügend Platz für die Zementierung<br />

zu haben.<br />

Der Behandlungsplan sieht zehn heißgepresste<br />

Facetten aus Lithiumdisilikat<br />

vor. Die Patientin hat für eine hellere<br />

Farbe als die ihrer natürlichen Zähne<br />

optiert: Die gewählte Farbe ist B1. In<br />

diesem Fall wurde HT verwendet, hohe<br />

Transluzenz E-max Press (Ivoclar), da<br />

es sich bei dem zu kaschierenden Untergrund<br />

um vollständige, nicht verfärbte<br />

Zähne handelt.<br />

Das operative Protokoll sieht die vollständige<br />

und ausgearbeitete Wachsmodellation<br />

der anzufertigenden Facetten<br />

vor. Dabei werden <strong>mit</strong> Hilfe<br />

eines Schlüssels die Formen des äs-<br />

e Abb. 22 und 23<br />

Die Stärke der Facetten<br />

variiert von 0,3 bis 0,6 mm,<br />

je nach gemessenem<br />

Bereich. Frontale Ansicht<br />

der Facetten nach der<br />

Zementierung und<br />

Ausarbeitung der Ränder<br />

bei verschiedenen<br />

Vergrößerungen.<br />

Abb. 24<br />

d Abb. 24 und 25 Die<br />

gewonnene Ästhetik und<br />

<strong>das</strong> wieder hergestellte<br />

funktionelle Gleichgewicht.<br />

Die Farbe der Facetten ist<br />

heller als die Zahnfarbe der<br />

Patientin.<br />

Abb. 25<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1085


Technik<br />

Design des Lächelns<br />

c Abb. 26 und 27<br />

Die wieder hergestellten<br />

Zahnformen und die<br />

erzielte Tiefenwirkung, in<br />

Schwarzweiß und in Farbe<br />

Abb. 26<br />

Abb. 27<br />

d Abb. 28 Die Ästhetik im Verhältnis zu<br />

den Lippen der Patientin: <strong>das</strong> Lächeln<br />

der Patientin<br />

Abb. 28<br />

thetischen Mock-up, <strong>das</strong> zuvor hergestellt<br />

und korrigiert wurde, auf <strong>das</strong><br />

Meistermodell übertragen.<br />

Die Facetten werden gepresst. In diesem<br />

Fall wurde der Ofen P3000 Ivoclar<br />

<strong>mit</strong> speziellen Programmen verwendet.<br />

Wir danken dem Labor Dental Giglio in<br />

der Person des Kollegen Massimiliano<br />

Pisa für seine technische Unterstützung<br />

während des Heißpressens.<br />

Bei der Ausarbeitung wurden alle<br />

Maßstäbe für die Umsetzung einer natürlichen<br />

Oberflächentextur berücksichtigt.<br />

Es wurden leichte Charakterisierungen<br />

<strong>mit</strong> speziellen Oberflächenfarben<br />

eingearbeitet. Der Glanz wurde<br />

<strong>mit</strong>tels Handpolitur erzielt.<br />

Die Stärken, die man <strong>mit</strong> diesem Material<br />

erzielt, sind sehr fein, wobei man<br />

nicht Gefahr läuft, <strong>das</strong>s die Ränder<br />

während der Ausarbeitung im Labor zerklüften.<br />

Fazit<br />

Wir haben die betreffenden Fälle <strong>mit</strong> unterschiedlichen<br />

Werkstoffen gelöst, von<br />

gewöhnlicher Feldspatkeramik bis zu<br />

direktem und indirekten Komposit. Insbesondere<br />

<strong>das</strong> Lithiumdisilikat e.max<br />

CAD-CAM und e.max Press (Ivoclar) ermöglichten<br />

uns, <strong>mit</strong> ganz feinen Stärken<br />

die Ästhetik <strong>mit</strong> minimalinvasiven<br />

Eingriffen in den Griff zu bekommen, ohne<br />

die Patienten massiven Eingriffen zu<br />

unterziehen, die die Zahnsubstanz stark<br />

in Mitleidenschaft ziehen. Dabei wurden<br />

Eigenschaften wie Resistenz (380-<br />

400 Mpa) und optimale Ästhetik <strong>mit</strong>einander<br />

verbunden.<br />

n<br />

1086 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Design des Lächelns<br />

Keramik<br />

df Abb. 29 und 30<br />

In situ: Vorder- und<br />

Seitenansicht der<br />

zementierten Facetten<br />

Abb. 29<br />

Korrespondenzadressen:<br />

Zahntechnisches Labor<br />

Roberto Bellini, Via Romana 75<br />

50125 Florenz<br />

Telefon +39 055 223729<br />

E-Mail Roberto-bellini@virgilio.it<br />

Dr. Alessandro Guasti, Florenz<br />

E-Mail info@studioguastimassai.it<br />

Abb. 30<br />

Dr. Lorenzo Massai, Florenz<br />

E-Mail info@studioguastimassai.it<br />

Literatur<br />

Simonsen R.J. and Calamia J.R “Tensile Bond Strengths of<br />

Etched Porcelain” Journal of Dental Research, Vol. 62,<br />

March 1983, Abstract 1099<br />

Calamia J.R. “Etched Porcelain facial Veneers: A New<br />

Treatment Modality Based on Scientific and clinical<br />

Evidence” New York Journal of Dentistry, Vol. 53, 1983<br />

Horn HR. “A new lamination, porcelain bonded to enamel”.<br />

NY St Dent J 1983<br />

Calamia J.R. and Simonsen R.J. “Effect of Coupling Agent<br />

on Bond Strength of Etched Porcelain”. Journal of Dental<br />

Research. March 1984.<br />

Calamia J.R. “Etched Porcelain Veneers: The current state<br />

of the art”, Quintessence international. 1985<br />

Strassler HE, Weiner S. “Long-term clinical evaluation of<br />

etched porcelain veneers” J Dental Res, 1998<br />

Calamia J.R: “Etched Porcelain Laminate Restorations: A<br />

20 Year Retrospective-Part 1. 2005 Montage Media<br />

Publishing<br />

Barghi N. Overton JD “ Preserving Principles of<br />

Successful Porcelain Veneers” 2007<br />

Linee guida cliniche e tecniche per faccette in Vitablocs<br />

for Cerec /inLab, Dr. A. Devigus e G. Lombardi<br />

Report n. 16 Febbraio 2006 Ivoclar Vivadent AG<br />

Restauri Adesivi in ceramic dei denti anteriori, un approccio<br />

biomimetico, P. Magne, U, Belser, Quintessenza<br />

Edizioni srl Milano 2003<br />

Principi di Estetica, C.R. Rufenacht 1992, Scienza e tecnica<br />

dentistica<br />

Principi di integrazione Estetica, C.R. Rufenacht 2001<br />

Odontoiatria Pratica: La tecnica delle faccette vestibolari<br />

in porcellana, D. Garber, R.E. Goldstein, R.A. Feinman, Ed.<br />

Uses<br />

Peter Dowson: Occlusione funzionale: dall’ATM al progetto<br />

del sorriso, Elsevier editrice<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1087


Technik<br />

Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

Autoren:<br />

Ztm. Michael Zangl,<br />

Cham, und Ztm.<br />

Tanja Erhardt-<br />

Nusser, Ulm<br />

Indizes:<br />

Ästhetik<br />

Frontzahnversorgung<br />

Funktion<br />

Kommunikation<br />

Langzeitprovisorium<br />

Noninvasiv<br />

Veneer<br />

CAD/CAM-unterstützte Herstellung von noninvasiven Langzeitprovisorien<br />

Auf dem Weg zur<br />

definitiven Restauration<br />

Die CAD/CAM-Technologie eröffnete in den vergangenen Jahren immer mehr neue<br />

Einsatzbereiche im Arbeitsalltag. Nicht jeder Dental<strong>labor</strong>-Inhaber ist in der Lage,<br />

diese Technik direkt in seinem Haus anzuwenden und muss manche Arbeitsschritte<br />

auslagern. In Zusammenarbeit <strong>mit</strong> einem verlässlichen Partner ist dies problemlos<br />

möglich. Der folgende Artikel soll zeigen, wie individuelles Arbeiten am Patienten <strong>mit</strong><br />

CAD/CAM-generierten „Rohlingen“ kombinierbar ist.<br />

1088 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

CAD/CAM<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2<br />

Der Wunsch nach einem ästhetischen<br />

Zahnersatz beim Patienten<br />

und der Wunsch nach einer<br />

präzisen und individuellen Restauration<br />

beim behandelnden Zahnarzt wird<br />

immer größer. In diesem Interface bewegen<br />

wir uns als Zahntechniker oft auf<br />

sehr schwierigem Terrain und müssen<br />

unterschiedlichste Möglichkeiten abwägen.<br />

Die Individualität liegt in unseren<br />

Händen und in unserer Erfahrung.<br />

Die Präzision liefert uns die Innovation<br />

der CAD/CAM-Technik. Zahlreiche Hersteller<br />

bieten uns diesbezüglich verschiedene<br />

Konzepte an.<br />

Das Langzeitprovisorium<br />

Das therapeutische Langzeitprovisorium<br />

oder der Planungszahnersatz stellt<br />

die Schnittstelle zwischen dem Ausgangsbefund<br />

und dem definitiven Zahnersatz<br />

dar. Zuerst werden <strong>mit</strong> dem Planungszahnersatz<br />

die Funktion und<br />

Ästhetik erarbeitet und dadurch die <strong>labor</strong>technische<br />

Herstellung der Restauration<br />

deutlich entzerrt, noch bevor invasive<br />

Maßnahmen seitens des Zahnarztes<br />

vorgenommen werden. Diese<br />

Methodik schafft Flexibilität. Der Zahntechniker<br />

kann erst die funktionelle Gestaltung<br />

im Seitenzahngebiet des definitiven<br />

Zahnersatzes umsetzen und anschließend<br />

die Frontzahnästhetik<br />

erarbeiten oder umgekehrt. Im Folgenden<br />

stellen wir die Herstellungsschritte<br />

eines ästhetisch und materialtechnisch<br />

hochwertigen Planungszahnersatzes<br />

vor (Abb. 1).<br />

Es ist immer eine große Herausforderung,<br />

sich an einen Patientenfall <strong>mit</strong> 28<br />

Einzelteilen heranzuwagen (Abb. 2). Auf<br />

der einen Seite steht ein Kunde/Zahnarzt<br />

<strong>mit</strong> seinen eigenen Vorstellungen,<br />

wie man an diesen „schwierigen Fall“<br />

herangeht und auf der anderen Seite<br />

ein Patient <strong>mit</strong> großen Erwartungen an<br />

seinen Zahnarzt und natürlich an den<br />

Zahntechniker.<br />

Die bisherige Vorgehensweise war, auf<br />

bereits massiv beschliffenen Zähnen<br />

ein, bestenfalls <strong>labor</strong>gefertigtes, Langzeitprovisorium<br />

zu erstellen. Hier liegen<br />

die Schwierigkeiten in der Auflösung<br />

aller Stützzonen und dem Finden<br />

einer neuen Bisslage. Wurde dies alles<br />

in einer zahnärztlichen Sitzung erledigt,<br />

brächte dies für den Patienten erhebliche<br />

Schwierigkeiten bezüglich der Ak-<br />

d Abb. 1 Schritt für Schritt<br />

zur Ästhetik<br />

e Abb. 2 Ausgangssituation<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1089


Technik<br />

Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

Abb. 4<br />

Abb. 3<br />

Abb. 5<br />

ec Abb. 3 bis 6 Die Präzisionsmodelle bilden<br />

<strong>das</strong> Fundament für den Planungszahnersatz<br />

Abb. 6<br />

zeptanz der neuen Bisslage und Ästhetik<br />

<strong>mit</strong> sich. Anästhesie, Präparation<br />

und Abformung haben ebenso einen<br />

großen Anteil daran.<br />

Arbeitsvorbereitung<br />

Um sich langsam an ein gewünschtes<br />

Endergebnis heranzuarbeiten, nutzen<br />

wir in diesem Fall ein non-invasives therapeutisches<br />

Langzeitprovisorium/Planungszahnersatz.<br />

Nach erfolgter Schienentherapie, begleitet<br />

von regelmäßigen Besuchen<br />

beim Physiotherapeuten, beginnen wir<br />

<strong>mit</strong> der Übertragung der Bisslage. Hierfür<br />

kommt eine Kopie der getragenen<br />

Aufbissschiene zum Einsatz oder wir<br />

nutzen wenn möglich die Zentrikplatte,<br />

welche zur Herstellung der Aufbissschiene<br />

verwendet wurde.<br />

Modellherstellung<br />

Die Grundlage des zahntechnischen<br />

Herstellungsprozesses bilden aktuelle<br />

Präzisionsmodelle, aus denen gesägte<br />

Arbeitsmodelle gefertigt werden und<br />

ungesägte Kontrollmodelle (Abb. 3 bis<br />

6).<br />

Die Modelle müssen die exakte Ausgangssituation<br />

wiedergeben, wie sie<br />

sich nach dem Tragen der Aufbissschiene<br />

darstellt. Ich verwende in<br />

meinem Arbeitsalltag verschiedene Modellsysteme.<br />

Sehr gute Erfahrungen mache<br />

ich seit Jahren <strong>mit</strong> dem „Jet-Pin“-<br />

<strong>System</strong> von Ztm. Jan Langner. Die Kombination<br />

aus Pins und Blockpins<br />

überzeugt mich im täglichen Einsatz.<br />

Die Herstellung der Einzelstümpfe erfordert<br />

große Sorgfalt (Abb .5). Sie werden<br />

bearbeitet, gesäubert und der<br />

Zahnfleischsaum <strong>mit</strong> einer Skalpell-<br />

1090 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

CAD/CAM<br />

Abb. 7<br />

Abb. 8<br />

e Abb. 7 und 8 Nachdem die Modelle schädelbezüglich einartikuliert wurden,<br />

können wir <strong>mit</strong> dem Planen und Modellieren beginnen.<br />

Abb. 9<br />

df Abb. 9 und 10 Oberkiefer-Wax-up<br />

Abb. 10<br />

Abb. 12<br />

de Abb. 11 und 12 Unterkiefer-Wax-up<br />

Abb. 11<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1091


Technik<br />

Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

e Abb. 13<br />

Anlegen der Registerkartei<br />

in Ceramill Mind<br />

f Abb. 14 und 15<br />

Der Oberkiefer- und<br />

der Unterkieferscan<br />

klinge minimal in Richtung apikal radiert.<br />

Die Länge der Zahnkronen muss<br />

ersichtlich sein, sie bildet die „Präparationsgrenze“<br />

am unpräparierten Zahn<br />

und gibt die maximale Länge vor.<br />

Einartikulieren<br />

Nachdem <strong>das</strong> fertige Oberkiefer-Modell<br />

schädelbezüglich (Artex-Gesichtsbogen)<br />

in den Artikulator eingestellt wurde,<br />

wird der korrekte Sitz der <strong>labor</strong>gefertigten<br />

Zentrikplatte am Modell überprüft<br />

und <strong>das</strong> Unterkiefer-Modell<br />

lagerichtig zum Oberkiefer fixiert und<br />

ebenfalls in den Artikulator eingestellt<br />

(Abb. 7 und 8). Jetzt erkenne ich erstmals<br />

die vertikale Distanz, die es zu<br />

überbrücken gilt.<br />

Planungs-Wax-up<br />

Beim Modellieren achte ich weniger auf<br />

die Gnathologie des einzelnen Zahnes,<br />

sondern konzentriere mich auf die Lage<br />

der okklusalen Kontaktpunkte. Ein okklusaler<br />

Kontakt pro Zahn ist dabei vollkommen<br />

ausreichend. Meines Erachtens<br />

sollte mehr Zeit in <strong>das</strong> Erarbeiten des Gesamteindrucks,<br />

der sichtbaren Ästhetik<br />

investiert werden. Dabei ziehe ich wichtige<br />

Informationen aus Fotos des Patien -<br />

ten, achte besonders auf dessen Wünsche<br />

und Anregungen und auf stimmige<br />

Proportionen. Die Funktion wird zum<br />

Schluss des Planungs-Wax-up justiert<br />

(Abb. 9 bis 12). Ein sehr wichtiger Arbeits -<br />

schritt, auf dem am Ende des Wax-up große<br />

Sorgfalt gelegt wird. So<strong>mit</strong> schaffe ich<br />

die Grundlage für meine Kunststoffrohlinge.<br />

Modellation und Modelle werden<br />

gewissenhaft verpackt und ins Partner<strong>labor</strong><br />

Erhardt nach Ulm verschickt.<br />

Scannen<br />

Im Dental<strong>labor</strong> Erhardt eingetroffen,<br />

wird zunächst kontrolliert, ob die Arbeit<br />

beim Versand beschädigt wurde. Danach<br />

wird als erstes eine Registerkarte<br />

angelegt, dort werden <strong>das</strong> Labor, der<br />

Patient und die Arbeitsart eingetragen.<br />

In unserem Fall werden über alle Zähne<br />

Kunststoffveneers hergestellt. Außerdem<br />

wird hier auch angegeben, ob<br />

ein Situationsscan oder ein Artikulationsscan<br />

erforderlich ist (Abb. 13).<br />

Der Oberkiefer- und der Unterkieferscan<br />

werden <strong>mit</strong> dem Vestibulärscan überei-<br />

Abb. 14<br />

Abb. 15<br />

1092 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

CAD/CAM<br />

Abb. 16<br />

Abb. 17<br />

Abb. 18<br />

nandergebracht (Abb. 14 bis 17). So<strong>mit</strong><br />

kann der virtuelle Artikulator später<br />

beim Konstruieren eingesetzt werden.<br />

Sind der Modellscan und der Vestibulärscan<br />

übereinandergelegt, können Fehler<br />

beim Matchen sofort erkannt und notfalls<br />

korrigiert werden. In unserem Fall<br />

kann man sehr schön ein optimales Matchingergebnis<br />

erkennen (Abb. 18).<br />

Konstruktion<br />

Wenn alle Scans durchgeführt und gematched<br />

sind, kann man <strong>mit</strong> der Konstruktion<br />

beginnen. Nach dem Öffnen<br />

der Konstruktionssoftware werden <strong>das</strong><br />

Modell und die Situation übereinandergelegt.<br />

Hier besteht die Möglichkeit, die<br />

Situation nochmals zu verändern. Wenn<br />

alles in Ordnung ist, muss man in dieser<br />

Phase die Situation bestätigen, um<br />

<strong>mit</strong> dieser arbeiten zu können. Das Situationsmodell<br />

kann in allen Ebenen<br />

angeschaut werden (Abb. 19 bis 21).<br />

Abb. 19<br />

Artikulator<br />

Nach Festlegung der Situation wird nun<br />

der Artikulator gestartet. Hier werden<br />

alle Werte, die am realen Artikulator<br />

festgelegt wurden, eingestellt (Abb. 22).<br />

So<strong>mit</strong> können im virtuellen Artikulator<br />

alle Bahnen abgefahren werden. Er<br />

fährt virtuell sichtbar die eingestellte<br />

Laterotrusion rechts wie links ab. Ebenfalls<br />

wird die Protrusionsbahn eingestellt.<br />

Es werden hier die Modelle und<br />

die Situation in der richtigen Artikulatorposition<br />

von der Seite sichtbar (Abb.<br />

23). Nach Abschluss der Bewegungen<br />

wird der Artikulator geschlossen.<br />

Präparationsgrenzen<br />

Jetzt müssen alle Präparationslinien<br />

von Hand festgelegt werden, da in unserem<br />

Fall gar nichts präpariert wurde,<br />

wird hier einige Zeit investiert werden<br />

müssen. Bei Zahn 17 wird begonnen,<br />

die Präpgrenzen festzulegen (Abb. 24).<br />

Bei Zahn 13 muss die Präparationslinie<br />

noch korrigiert werden, außerdem sind<br />

schon fertige Fräsbahnen zu erkennen<br />

(Abb. 25).<br />

e Abb. 16 ud 17 Der Vestibulärscan<br />

von oben und von<br />

vorne<br />

e Abb. 18 Ein perfektes<br />

Matchingergebnis<br />

d Abb. 19 Situationsscan<br />

vom Oberkiefer<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1093


Technik<br />

Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

Abb. 21<br />

Abb. 20<br />

Abb. 22<br />

e Abb. 20 und 21<br />

Modellscan und<br />

Situationsscan in<br />

zusammengefügter<br />

Position<br />

Abb. 23<br />

Abb. 24<br />

Abb. 25<br />

e Abb. 22 Im virtuellen<br />

Artikulator Ceramill Artex<br />

werden alle Werte vom<br />

Arti übertragen<br />

e Abb 23 Man kann von<br />

allen Seiten in die verschiedensten<br />

Bewegungen<br />

Einblick erhalten<br />

c Abb. 24 und 25 Die Präpgrenzen<br />

werden angezeigt<br />

und können von Hand fein<br />

nachjustiert werden<br />

Nun sind Oberkiefer und Unterkiefer<br />

(Abb. 26), deren Präparationslinien<br />

und Fräsflächen für die weiteren Arbeitsschritte<br />

fertig. Der Zementspalt<br />

kann angezeigt werden (Abb. 27).<br />

Bibliothekszähne<br />

Jetzt werden die Modellzähne aus der<br />

in der Software hinterlegten Bibliothek<br />

generiert (Abb. 28). Diese müssen von<br />

Hand in Position gebracht werden. Die<br />

Situation, grün hinterlegt (Abb. 29), ist<br />

eine gute Orientierung, um die vor geschlagenen<br />

Zähne ganz leicht positionieren<br />

zu können. Durch Ein- und Ausblenden<br />

der einzelnen Modelle kann<br />

man bei großen Arbeiten den Überblick<br />

besser behalten (Abb. 30).<br />

Je genauer man diesen Arbeitsschritt<br />

erledigt, umso besser kann der Computer<br />

<strong>das</strong> Anpassen an <strong>das</strong> Situationsmodell<br />

vornehmen. Nachdem die Bibliothekszähne<br />

in Position gebracht<br />

wurden, berechnet die Software sehr<br />

exakt und völlig selbständig die genaue<br />

Position des Wax-up (Abb. 31 und 32).<br />

1094 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

CAD/CAM<br />

Abb. 26 Abb. 27<br />

Abb. 28<br />

Abb. 29<br />

Abb. 30<br />

e Abb. 26 Alle Präperationslinien<br />

des UK<br />

e Abb. 27 Der Zementspalt<br />

e Abb. 28 Die Bibliothekszähne werden<br />

in den Situationsscan übernommen<br />

e Abb. 29 und 30 Die grün hinterlegte<br />

Situation dient zur Orientierung,<br />

um die Zähne leicht positionieren<br />

zu können<br />

Noch einen Blick auf die Ränder der<br />

Veneers (Abb. 33), um eventuell den<br />

Übergang von Präpgrenze zum Stumpf<br />

etwas zu glätten. Da wir keine Präparation<br />

gemacht haben könnte der Übergang<br />

etwas dicker ausfallen.<br />

Alle Veneers sind fertig zum Fräsen, jetzt<br />

muss alles gespeichert werden (Abb. 34<br />

und 35).<br />

Matchen und Fräsen<br />

Die Konstruktions-Software wird geschlossen<br />

und die Match-Software geöffnet.<br />

Um die Veneers zu fräsen, müssen sie<br />

<strong>mit</strong> Hilfe der CAM-Software Ceramill<br />

Match in den richtigen Rohling eingebracht<br />

werden (Abb. 36 und 37). Die<br />

Fräsbahnen werden berechnet und die<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1095


Technik<br />

Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

Abb. 31 Abb. 32<br />

Abb. 34<br />

Abb. 33<br />

Abb. 35<br />

Abb. 36<br />

e Abb. 31 und 32 Der Situationsscan<br />

des Oberkiefers<br />

und Unterkiefers stimmen<br />

genau überein<br />

e Abb. 33 Kontrollblick<br />

über die Randgestaltung<br />

e Abb. 34 und 35 Die zum<br />

Fräsen fertigen Veneers<br />

Abb. 37<br />

e Abb. 36 Alle Veneers <strong>mit</strong> ihren Verbindern<br />

c Abb. 37 Die Veneers werden im Rohling verteilt<br />

1096 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

CAD/CAM<br />

Abb. 39<br />

Abb. 38<br />

Abb. 40<br />

e Abb. 38 und 39 Oberkiefer-Rohlinge<br />

Abb. 41<br />

Veneers können nun in der Ceramill<br />

Motion gefräst werden.<br />

Das Ausarbeiten der gefrästen Veneers<br />

war ganz einfach, die meiste Arbeit<br />

stellte <strong>das</strong> Verschleifen der Connectoren<br />

dar. Okklusal und approximal<br />

waren durch die gute Vorarbeit nur<br />

kleine Korrekturen nötig.<br />

Die Fräsarbeiten können da<strong>mit</strong> zur<br />

Ästhetikeinprobe zurück in <strong>das</strong> Dental<strong>labor</strong><br />

Zangl gehen, wo die Restauration<br />

ihren Abschluss finden wird.<br />

Ästhetikeinprobe und<br />

Fertigstellung<br />

Das Eintreffen der gefrästen Teile<br />

(Abb. 38 bis 45) bedeutet einen gewissen<br />

Spannungsmoment. Wie ist<br />

<strong>das</strong> Resultat geworden? Hierzu lade<br />

ich den Patienten zur Ästhetikeinprobe<br />

in s Labor ein. Der wichtigste Termin<br />

im ganzen Herstellungsprozess,<br />

denn hierbei fällt die Entscheidung<br />

über Gefallen oder Nichtgefallen! Um<br />

ein herausragendes Ergebnis zu erreichen,<br />

sollte der Patient bestenfalls<br />

einen freien Tag einplanen.<br />

Jetzt wird es richtig interessant, ich<br />

habe die einmalige Möglichkeit, <strong>mit</strong><br />

dem Patienten zusammen die Ästhetik<br />

auszuarbeiten. Den Zeitpunkt,<br />

wann er seine neuen Zähne zum ersten<br />

Mal sieht, bestimmt der Zahntechniker.<br />

Bei einer ersten Einprobe<br />

ist es besonders wichtig, dem Patienten<br />

sein Spiegelbild zunächst in einem<br />

großen Wandspiegel auf Spechabstand<br />

zu präsentieren – keinesfalls <strong>mit</strong><br />

einem Handspiegel! Der erste Eindruck<br />

soll den Patienten nicht schockieren,<br />

die Veränderung erfolgt aus seiner<br />

Sicht schlagartig.<br />

Ab jetzt dient der Planungszahnersatz<br />

auch als direktes Kommunikations<strong>mit</strong>tel<br />

zwischen mir und dem Patienten.<br />

e Abb. 40 und 41<br />

Unterkiefer-Rohlinge<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1097


Technik<br />

Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

Abb. 42<br />

Abb. 43<br />

Abb. 44<br />

Abb. 45<br />

e Abb. 42 und 43 Lateralansichten<br />

e Abb. 44 und 45 Frontansichten<br />

Der Anpassungsprozess zusammen <strong>mit</strong><br />

dem Patienten kann einige Stunden<br />

dauern (Abb. 46 und 47). Dieser gibt<br />

dabei meist selbst die Richtung vor und<br />

äußert seine Wünsche bezüglich Länge,<br />

Breite und Zahnstellung. Der Zahntechniker<br />

muss jetzt all seine Erfahrung<br />

und sein Wissen abrufen und dem Patienten<br />

gegenüber stets ein offenes Ohr<br />

haben.<br />

Ein probates Mittel für die gemeinsame<br />

Er<strong>mit</strong>tlung des Schneidekantenverlaufs,<br />

von Zahnlänge und Zahnbreite,<br />

stellt ein schwarzer, wasserfester Folienstift<br />

(z.B. Staedler permanent F) dar<br />

(Abb 48). Mit dieser Methode nähert<br />

man sich nach und nach dem gewünschten<br />

Ergebnis. Bei leichter Mundöffnung<br />

des Patienten „verschwindet“<br />

der schwarz markierte Bereich. Erst<br />

dann kürze ich meinen Kunststoffrohling<br />

um <strong>das</strong> angezeichnete Maß. Diese<br />

Methode erleichtert die Angleichung<br />

des Schneidekantenverlaufs der Oberkieferzähne<br />

an den Unterlippenverlauf.<br />

Die Überblendung der Ausgangssituation<br />

und der Ästhetikeinprobe zeigt die<br />

Veränderung der Zahnlänge deutlich<br />

(Abb. 49).<br />

Nach Abschluss aller Korrekturen werden<br />

die Kunststoffveneers und -teilkronen<br />

noch poliert und gereinigt und<br />

sind bereit zum Einsetzen (Abb. 52). Die<br />

fertig ausgearbeiteten non-invasiven<br />

Veneers und Teilkronen werden auf die<br />

Präzisionsmodelle gesetzt (Abb. 50).<br />

Fazit<br />

Vor invasiven Maßnahmen sollte man<br />

bei dieser Art von Wiederherstellung<br />

verlorengegangener Zahnhartsubstanz<br />

immer auf einen handwerklich im Labor<br />

gefertigten Planungszahnersatz<br />

aus Kunststoff zurückgreifen. Die vertikale<br />

Dimension bleibt für alle kommenden<br />

Teilschritte erhalten und es<br />

müssen keine vorhandenen Stützzonen<br />

1098 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

CAD/CAM<br />

Abb. 46 Abb. 47<br />

e Abb. 46 Erste Anprobe:<br />

zu groß!<br />

e Abb. 47 Schon besser!<br />

d Abb. 48 Ein schwarzer,<br />

wasserfester Folienstift<br />

dient zum Korrigieren der<br />

Zahnlänge und zur Erarbeitung<br />

des Schneidekantenverlaufs<br />

Abb. 48<br />

mehr aufgelöst werden. Der definitive<br />

Zahnersatz kann stressfrei Schritt für<br />

Schritt angefertigt werden.<br />

Den hier präsentierten Fall hätte man<br />

sicherlich auch komplett manuell im eigenen<br />

Labor herstellen können, ohne<br />

Abb. 49<br />

d Abb. 49 Ausgangssituation<br />

und Ästhetikeinprobe<br />

überblendet. Die Überblendung<br />

zeigt die Veränderung<br />

der Zahnlänge deutlich.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1099


Technik<br />

Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

Abb. 50<br />

c Abb. 50 Die fertige Arbeit<br />

poliert und bereit zum<br />

Einsetzen<br />

f Abb. 51 Die fertig ausgearbeiteten<br />

non-invasiven<br />

Veneers und Teilkronen auf<br />

den Präzisionsmodellen<br />

Abb. 51<br />

die Umsetzung auszulagern. Die Zuhilfenahme<br />

der CAD/CAM-Technologie<br />

zeigt jedoch, <strong>das</strong>s sich nicht nur aus<br />

technischer, sondern auch aus wirtschaftlicher<br />

Sicht einige Vorteile ergeben.<br />

So sind „Ersatzteile“ jederzeit<br />

schnell verfügbar. Das ein oder andere<br />

dünne non-invasive Kunststoffteil kann<br />

im Laufe der Tragedauer brechen oder<br />

eventuell komplett verloren gehen. Innerhalb<br />

von ein bis zwei Tagen ist bereits<br />

Ersatz geliefert und die entstandene<br />

Lücke kann wieder geschlossen<br />

werden, ohne weitere Modelle herstellen<br />

zu müssen.<br />

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die<br />

Möglichkeit, hochdichte, industriell hergestellte<br />

Kunststoffe anwenden zu kön-<br />

1100 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Auf dem Weg zur definitiven Restauration<br />

CAD/CAM<br />

d Abb. 52 Ein zufriedenes<br />

Lachen. Die <strong>mit</strong> dem Patienten<br />

verbrachte Zeit hat sich<br />

gelohnt.<br />

Abb. 52<br />

nen. Im Labor sind Kunststoffe dieser<br />

Güte nur äußerst schwer herzustellen.<br />

Der manuelle Herstellungsprozess bedeutet<br />

außerdem viel mehr Aufwand<br />

für den Zahntechniker (viele Modellpaare,<br />

Vorwälle, höheren Materialaufwand<br />

...). Approximalkontakte müssen<br />

oft mehrmals aufgebaut und wieder<br />

neu eingestellt werden.<br />

Diesen Zeitgewinn sollte man in die<br />

Ästhetik und in die Zusammenarbeit<br />

<strong>mit</strong> dem Patienten fließen lassen<br />

(Abb. 52)!<br />

n<br />

Danksagung<br />

Michael Zangl bedankt sich an dieser<br />

Stelle bei Dr. med. dent. Michael Salzberger,<br />

Cham für die gute Zusammenarbeit.<br />

Korrespondenzadresse<br />

Ztm. Michael Zangl<br />

Zahntechnik-Cham GmbH<br />

Untere Regenstrasse 48<br />

93413 Cham<br />

Telefon (0 99 71) 9 96 42 88<br />

E-Mail<br />

zangl@zahntechnik-cham.de<br />

Ztm. Tanja Erhardt-Nusser<br />

Erhardt Dentaltechnik GmbH<br />

Buchbrunnenweg 13<br />

89081 Ulm-Jungingen<br />

Telefon (07 31) 9 66 52 - 0<br />

E-Mail<br />

info@erhardt-<strong>dental</strong>technik.de<br />

Nähere Angaben zu den Autoren finden<br />

Sie unter www.dlonline.de/autoren<br />

Produkte<br />

wenn nicht anders angegeben, von<br />

Amann Girrbach:<br />

n Pinsystem: Jet-Pin, Jan Langner<br />

n Gips: Primus Plus, Klasse 4<br />

n Artikulator: Artex CR<br />

n CAD/CAM-<strong>System</strong>: Ceramill CAD/CAM<br />

n Scanner: Ceramill Map 300<br />

n CAD-Software: Ceramill Mind<br />

n CAM: Ceramill Motion<br />

n Kunststoff: Ceramill Temp<br />

http://bit.ly/O8Ohuh<br />

http://bit.ly/Qtoo4u<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1101


Technik Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Wird zukünftig nur noch NE bezahlbar sein?<br />

Eine günstige Alternative,<br />

Autor:<br />

Zt. Axel Mühlhäuser,<br />

Göppingen<br />

Indizes:<br />

Abutment<br />

Aufstellung<br />

Fertigstellung<br />

Individuelle Abut -<br />

ments<br />

Modellguss<br />

Snap-Attachment<br />

Teleskope<br />

Der Kostendruck im Labor-Alltag – ein aktuelles Thema, dem sich Axel<br />

Mühlhäuser in einem zweiteiligen Beitrag widmet. Die stetig steigenden<br />

Goldpreise führen im Labor-Alltag, auch bei abnehmbaren Arbeiten, zwangsläufig<br />

zu immer mehr NE-Versorgungen. Galvano und/oder Zirkon scheinen<br />

hier die einzigen Alternativen. Mühlhäuser zeigt Vor- oder Nachteile der verschiedenen<br />

Ausführungen auf sowie eine interessante Alternative.<br />

Die stetig und enorm gestiegenen<br />

Goldpreise gehen kaum an einem<br />

Labor spurlos vorüber. Immer<br />

mehr wird nach „kostengünstigeren“<br />

Ausführungen nachgefragt. Der<br />

Kostendruck hat hier zwangsläufig zu<br />

Materialien wie Galvano, NEM oder Zirkon<br />

geführt. Nach wie vor sind aber, vor<br />

allem im abnehmbaren Bereich, die<br />

hochgoldhaltigen Gusslegierungen <strong>mit</strong><br />

besten Erfahrungen bezüglich Passung<br />

und Langzeitverhalten unschlagbar. Die<br />

1102 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Kombitechnik<br />

Abb. 1<br />

Teil 1<br />

Abb. 2<br />

Abb. 3<br />

problemlose, sichere und lange Nutzung<br />

spricht nach wie vor für eine Ausführung<br />

<strong>mit</strong> Gusslegierungen und die<br />

Vorteile überwiegen nach unserer Ansicht<br />

die höheren Gesamtkosten.<br />

Jedoch besteht in der täglichen Arbeits -<br />

praxis immer wieder <strong>das</strong> Problem der<br />

eingeschränkten Leistungsfähigkeit<br />

des Patienten. Im vorliegenden Fall<br />

musste eine Versorgung <strong>mit</strong> so wenig<br />

Implantaten wie möglich und kostengünstiger<br />

Prothetik erfolgen. Eine Ausführung<br />

im NEM-Bereich kam für uns,<br />

aufgrund der bekannten Nachteile in<br />

der Teleskoptechnik, nicht in Frage,<br />

ebensowenig eine gemischte Ausführungen<br />

wie Zirkon/Galvano. So<strong>mit</strong> haben<br />

wir uns erstmals <strong>mit</strong> einer goldreduzierten<br />

Gusslegierung auseinandergesetzt.<br />

Laut Hersteller sollten die<br />

Verarbeitung und Passung einer hochgoldhaltigen<br />

Legierung entsprechen,<br />

gar die Legierungsfarbe noch blass<br />

goldfarben sein, durch den günstigeren<br />

Preis und <strong>das</strong> geringere spezifische<br />

Gewicht ein deutliches Einsparungspotenzial<br />

vorhanden sein. Letztendlich<br />

sahen wir hierdurch eine Chance, gegenüber<br />

einer NEM-Ausführung wett-<br />

e Abb. 1 Offene<br />

Abdrucknahme,<br />

Laboranaloge eingebracht<br />

e Abb. 2 GI-Mask an den<br />

Enden beschnitten<br />

e Abb. 3 Das<br />

Meistermodell, Zähne werden<br />

noch extrahiert<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1103


Technik Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Abb. 4<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

e Abb. 4 Ausgeblockt <strong>mit</strong><br />

provisorischen Abutments<br />

zur Herstellung der<br />

Bissschablonen<br />

e Abb. 5 Bissgabel <strong>mit</strong><br />

Platinum 85 bestückt<br />

e Abb. 6 Bereits bei der<br />

Bissnahme eine erste<br />

Frontaufstellung<br />

e Abb. 7 Wachswälle entsprechend<br />

der<br />

Vorbissnahme ausgeformt<br />

bewerbsfähig zu sein und gleichzeitig<br />

keine Abstriche in der Passung in Kauf<br />

nehmen zu müssen. Unsere Erfahrungen<br />

möchten wir in nachfolgendem Bericht<br />

darlegen.<br />

Behandler<br />

Dr. OA Christoph Mertens, MKG Kopfklinik<br />

Heidelberg<br />

Dr. Hannes Kappel, MKG Kopfklinik Heidelberg<br />

Art<br />

Vier Implantate im Oberkiefer, vier Implantate<br />

im Unterkiefer, Versorgung jeweils<br />

<strong>mit</strong> individueller Teleskopkonstruktion<br />

als Deckprothese.<br />

Modellherstellung<br />

Soweit die offene Abformung <strong>mit</strong>tels individuellem<br />

Abdrucklöffel erfolgt ist,<br />

werden die Laboranaloge eingebracht<br />

(Abb.1). Vorab ist der Implantatsitz sorgfältig<br />

auf eventuelle Fehlstellen oder<br />

Fremdkörper unter dem Stereomikroskop<br />

zu untersuchen. Um ein Überdrehen<br />

der Abdruckpfosten zu verhindern,<br />

dürfen die Fixierungsschrauben nur<br />

leicht von Hand angezogen werden. Folgend<br />

kann <strong>das</strong> Zahnfleischmaskenmaterial<br />

eingebracht werden, nach dem<br />

Aushärten sind die mesialen und distalen<br />

Abschlüsse für einen sicheren<br />

Halt im Modell rechtwinklig zu beschneiden<br />

(Abb. 2). In bekannter Art<br />

und Weise erfolgt nun die Modellherstellung<br />

<strong>mit</strong> Splitsockel und Artikulation<br />

anhand einer ersten Vorbissnahme<br />

(Abb.3). Der Restzahnbestand wird im<br />

Laufe der Ausführung noch entfernt.<br />

Der Biss<br />

Zur sicheren Fixierung der Bissschablonen<br />

aus C-Plast sind im Oberkiefer<br />

provisorische Abutments eingebracht,<br />

im Unterkiefer aus Platzgründen gekürzte<br />

Abdruckpfosten (Abb. 4), soweit<br />

Heilungskappen im Mund verbleiben,<br />

sind diese großzügig auszublocken. Um<br />

dem Behandler den Ablauf <strong>mit</strong> dem Gesichtsbogen<br />

zu erleichtern, bestücken<br />

wir bereits im Vorfeld eine Bissgabel<br />

<strong>mit</strong> Platinum 85 und lassen den Oberkiefer<br />

einbeißen. Nach dem Aushärten<br />

wird dieser auf die reinen Impressionen<br />

reduziert (Abb. 5), gegebenenfalls kann,<br />

soweit erforderlich, hier im Mund noch<br />

unterfüttert werden.<br />

1104 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Kombitechnik<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

Abb. 10<br />

Abb. 11<br />

Bereits zur Bissnahme haben wir die<br />

Oberkieferfront aufgestellt (Abb. 6), um<br />

einerseits bereits erste Informationen<br />

zur Länge/Lage zu erhalten, andererseits<br />

die Zahnauswahl nach den Situationsmodellen<br />

bereits vor der definitiven<br />

Aufstellung zu überprüfen. Anhand<br />

der Vorbissnahme und Artikulation sind<br />

im Seitenzahngebiet und der Unterkieferfront<br />

idealisierte Wachswälle ergänzt<br />

(Abb. 7). Derartig gefertigte Bissschablonen<br />

erfordern einen etwas höheren<br />

Zeitaufwand, bringen jedoch bereits<br />

im Vorfeld gesicherte Informationen,<br />

vermindern die Fehlerquote und<br />

sparen letztendlich Zeit in der weiteren<br />

Ausführung durch weniger Einproben<br />

bzw. Umstellungen.<br />

Aufstellung<br />

Sobald die schädelbezügliche Artikulation<br />

erfolgt ist, werden die Wachswälle<br />

entfernt und die Front entsprechend<br />

den gewonnen Informationen<br />

bei der Bissnahme umgesetzt. Im vorliegenden<br />

Fall waren etwas breitere und<br />

markantere Frontzähne notwendig, der<br />

Austausch wurde schrittweise vorgenommen,<br />

um die korrekte Zahnlänge<br />

bzw. den Zahnbogen nicht zu verändern<br />

(Abb. 8). Gleichzeitig werden die Konfektionszähne<br />

entsprechend den Vorgaben<br />

idealisiert. Entsprechend den<br />

bekannten Regeln erfolgt nunmehr die-<br />

Ergänzung der unteren Front- beziehungsweise<br />

der Seitenzähne (Abb. 9).<br />

Bezüglich der Implantatlage bzw. -ausrichtung<br />

wird im Unterkiefer zur Vermeidung<br />

des „Schanzeneffektes“ lingual<br />

<strong>mit</strong> Minimalstärken gearbeitet werden<br />

müssen (Abb. 10). Der Zahnbogen<br />

wurde im dritten Quadranten entgegen<br />

der noch vorhandenen Restzähne, zur<br />

Vermeidung des Kreuzbisses, enger gehalten.<br />

Aufgrund der nicht ganz idealen<br />

Lücke 13 bis 15, zudem Verschraubungskanal<br />

und Restzahn, haben wir<br />

hier auf eine Aufstellung verzichtet und<br />

werden diese erst nach der Extraktion<br />

ergänzen (Abb. 11).<br />

Da bei der folgenden Einprobe keinerlei<br />

Änderungen, sowohl in der Zahnstel-<br />

e Abb. 8 Nach der<br />

Artikulation Aufstellung<br />

der UK Front …<br />

e Abb. 9 ... und Ergänzung<br />

der Seitenzähne<br />

e Abb. 10 Die<br />

Verschraubung erleichtert<br />

die Bissnahme<br />

e Abb. 11 Zahn 26 ist<br />

herausnehmbar, Aufstellung<br />

14/15 erfolgt erst nach<br />

Extraktion<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1105


Technik Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Abb. 12<br />

Abb. 13<br />

Abb. 14 Abb. 15<br />

e Abb. 12 Vorfräsen der Kamine <strong>mit</strong> dem H364RXE<br />

Abb. 16<br />

e Abb. 13 Laufende Kontrolle der Platzverhältnisse <strong>mit</strong>tels<br />

Platinum-Vorwall von palatinal …<br />

e Abb. 14 ... und bukkal im Oberkiefer<br />

e Abb. 15 Hierbei ist im UK besonders auch die<br />

Prothesenausdehnung lingual ...<br />

c Abb. 16 …. und bukkal zu beachten<br />

lung als auch Bisslage, notwendig wurden,<br />

mussten wir lediglich die noch vorhandenen<br />

Restzähne radieren und die<br />

Aufstellung komplettieren.<br />

Individuelle Abutments<br />

Nun kann die Herstellung der individuellen<br />

Abutments erfolgen. Hierzu wird<br />

als Erstes der gemeinsame Einschub<br />

festgelegt.<br />

Um unnötige, zeitintensive Fräsarbeiten<br />

zu vermeiden beziehungsweise den<br />

Legierungseinsatz so klein wie möglich<br />

zu halten, fräsen wir bereits die Kunststoffkamine<br />

der angussfähigen Abutments<br />

vor. Mit dem H364RXE (Komet)<br />

lässt sich die Ausrichtung leicht und effizient<br />

vorfräsen (Abb. 12). Besonders<br />

wichtig bei der Reduktion der Kamine,<br />

sowohl in der Ausdehnung als auch Länge,<br />

sind gesicherte Informationen. Hierzu<br />

haben wir jeweils einen Vorwall von<br />

der Aufstellung von bukkal/labial und<br />

von lingual/palatinal <strong>mit</strong> Platinum 85<br />

gefertigt. Hierbei zeigen sich im Oberkiefer<br />

palatinal eingeschränkte Längenverhältnisse<br />

und notwendige Abschrägungen<br />

bezüglich der Prothesenbasis<br />

(Abb. 13).<br />

1106 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Kombitechnik<br />

Abb. 18<br />

Abb. 17<br />

Abb. 20<br />

Abb. 19<br />

e Abb. 17 In Wachs gefräst,<br />

Abflachungen für die Si-tec-Kästen<br />

e Abb. 18 Angestiftet zum offenen<br />

Ringguss<br />

e Abb. 19 Einbetten zum Speed-Guss<br />

Abb. 21<br />

Beim Bukkalvorwall wird die Problematik<br />

der Implantatlage im Inter<strong>dental</strong>bereich<br />

ersichtlich, gezieltes Reduzieren<br />

ist notwendig für den Platz Sekundär<br />

und Tertiärkonstruktion (Abb.<br />

14).<br />

Im Unterkiefer gibt es gute Voraussetzungen<br />

bezüglich der Länge und Platzverhältnisse,<br />

lediglich durch die prodrudierte<br />

Front beziehungsweise Linguallage<br />

der Abutments kann es zu<br />

einer übermäßigen Prothesenausdehnung<br />

kommen. Entsprechend müssen<br />

die lingualen Anteile der Abutments<br />

möglichst dünn gestaltet werden (Abb.<br />

15 und 16).<br />

Nach dem Komplettieren <strong>mit</strong>tels Fräswachs<br />

kann die endgültige Form in<br />

e Abb. 20 Zusammensetzung der multiindikativen Legierung<br />

e Abb. 21 Ein perfekter Guss, ohne Fehlstellen. Der blasse<br />

Goldfarbton wird erst nach dem Ausarbeiten ersichtlich.<br />

Wachs gefräst werden, an Stellen <strong>mit</strong><br />

ausreichendem Platzangebot sind bereits<br />

plane Flächen für <strong>das</strong> spätere Lager<br />

der Tk-Snap-Elemente auszuführen<br />

(Abb. 17).<br />

Im letzten Arbeitsgang werden die<br />

Randbereiche unter dem Stereomikroskop<br />

sorgfältig auf etwaige Fehlstellen<br />

hin untersucht, es darf weder eine Überkonturierung<br />

zum Implantatsitz noch<br />

ein Randspalt vorhanden sein.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1107


Technik Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Abb. 22<br />

Abb. 23<br />

Abb. 24<br />

Abb. 25<br />

e Abb. 22 Die subgingivalen Anteile sind <strong>mit</strong> blauem<br />

Polierrad ausgearbeitet und hochglanzpoliert<br />

e Abb. 23 Feinfräsen <strong>mit</strong> dem H364RGE<br />

e Abb. 24 Bukkal plane Flächen für den Si-tec-Einsatz im UK<br />

e Abb. 25 Lediglich die Nichtfräsflächen sind auf Hochglanz<br />

Anstiften und Gießen<br />

Abschließend werden die Objekte<br />

gründlich von etwaigen Wachs- und<br />

Fettresten gereinigt und angestiftet<br />

(Abb. 18). Hierbei sollte der Schraubenkanal<br />

immer nahezu senkrecht in<br />

der Muffel liegen, um Blasenbildung<br />

und so<strong>mit</strong> Gussperlen zu verhindern.<br />

Seit Jahren haben wir beste Ergebnisse<br />

<strong>mit</strong> phosphatgebundenen Einbettmassen<br />

im Speedverfahren (Abb. 19).<br />

Die Haltezeit im Ofen ist bei individuellen<br />

Abutments je nach Anzahl um mindestens<br />

15 bis 30 Minuten zu verlängern,<br />

die Endtemperatur um 50 bis 70<br />

Grad zu erhöhen, um ein sicheres Angießen<br />

zu gewährleisten. Vor allem<br />

beim Schmelzen <strong>mit</strong> der offenen Flamme<br />

ist aufgrund der Zusammensetzung<br />

der Legierung (Abb. 20) ein geeignetes<br />

Fluss<strong>mit</strong>tel zu verwenden. Ausgebettet<br />

wird nur <strong>mit</strong> Glanzstrahlperlen und minimalem<br />

Druck, um Beschädigungen<br />

am Implantatsitz zu verhindern. Bei entsprechender<br />

Vorgehensweise zeigt sich<br />

ein perfekter Guss (Abb. 21) der goldreduzierten,<br />

multiindikativen Legierung<br />

Argistar E (Fa. Argen), die leichte Goldfarbe<br />

wird erst beim Ausarbeiten bzw.<br />

der Politur deutlich.<br />

Ausarbeiten<br />

Das Ausarbeiten nach dem Absäuern<br />

erfolgt immer nach dem gleichen Prozedere:<br />

Abtrennen, Kontrolle unter dem<br />

Stereomikroskop auf Fehlstellen beim<br />

Anguss oder Gussperlen und <strong>das</strong> Einbringen<br />

der Polierhilfen. Mit dem blauen<br />

Polierrad (Komet, Gebr. Brasseler)<br />

lässt sich schnell und effizient ein Mattglanz<br />

in den subgingivalen Bereichen<br />

herstellen, die anschließende Politur<br />

<strong>mit</strong>tels Bürstchen/Polierpaste und<br />

Schwabbel/Hochglanzpaste geht sodann<br />

mehr als zügig und leicht von statten<br />

(Abb. 22). Mit dem H364RXE fräsen<br />

wir grob vor, <strong>mit</strong> dem H364RGE wird bei<br />

1108 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Kombitechnik<br />

Abb. 26<br />

Abb. 27<br />

Abb. 28 Abb. 29<br />

12.000 U/min verfeinert und abschließend<br />

bei reduzierter Drehzahl von rd.<br />

2.000 U/min geglättet, bis eine seidenmatte<br />

Oberfläche entsteht (Abb.<br />

23). Abschließend werden die okklusalen<br />

Anteile ausgearbeitet und poliert<br />

– eine laufende Kontrolle der Platzverhältnisse<br />

ist unerlässlich.<br />

Nach gründlichem Reinigen und Abdampfen<br />

können die Abutments auf<br />

<strong>das</strong> Meistermodell reponiert werden.<br />

Im Unterkiefer von labial zeigen sich<br />

schön die vestibulären Abflachungen<br />

für den Einsatz der Tk-Snap-Kästen<br />

(Abb. 24). Im Oberkiefer von labial werden<br />

schön die ausgeformten Stufenbereiche<br />

ersichtlich (Abb. 25). Von okklusal<br />

zeigen sich die klar definierten<br />

Übergänge der Fräsflächen zu den okklusalen<br />

Hochglanzanteilen (Abb. 26),<br />

trotz goldreduzierter Legierung noch<br />

ein ansprechender Goldton.<br />

Sekundärteleskope<br />

e Abb. 26 Breite Stufen und Emergenzprofil<br />

e Abb. 27 Das breitgefächerte Tk-Snap-Sortiment<br />

e Abb. 28 Fixation der Tk-Snap-Kästen<br />

e Abb. 29 Restflächen <strong>mit</strong> Pattern ergänzt<br />

Seit Jahren arbeiten wir bei sämtlichen<br />

Implantat-, Tele- oder Stegarbeiten<br />

grundsätzlich Si-tec-Elemente ein. Dies<br />

jedoch rein prophylaktisch als sogenannte<br />

Schläfer. Sollte eines Tages wider<br />

Erwarten doch einmal der eine oder<br />

andere Pfeiler ausfallen und hierdurch<br />

notwendige Friktionsflächen verloren<br />

gehen oder sich im Laufe der Jahre, vor<br />

allem bei minimalen Fräsflächen, die<br />

Friktion nachlassen, kann die Funktion<br />

durch einfaches Einclipsen der Si-tec-<br />

Elemente wieder hergestellt werden.<br />

Die Mehrkosten sind im Vergleich zu<br />

den Gesamtkosten und dem Nutzen<br />

eher unerheblich.<br />

Tk-Snap<br />

Das Tk-Sortiment ist breit gefächert, ob<br />

eckig oder rund und für jede Anwendungsart<br />

geeignet, verschiedenste Einsätze<br />

runden <strong>das</strong> Angebot ab (Abb. 27).<br />

Persönlich liegen uns die Tk-Snap-Ele-<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1109


Technik Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Abb. 30<br />

Abb. 31<br />

Abb. 32<br />

Abb. 33<br />

mente besonders am Herzen. Soweit<br />

jedoch am Primärteil aufgrund der Materialstärke<br />

keine Retentionsmulde eingeschliffen<br />

werden kann, bieten die<br />

kompatiblen Tk-Fric-Einsätze hier <strong>mit</strong><br />

den unterschiedlichen Retentionsstärken<br />

(weiß = leichte, gelb = <strong>mit</strong>tlere und<br />

rot = starke Friktion) genügend Möglichkeiten.<br />

Die Anfertigung der Sekundärteleskope<br />

erfolgt auf den Polierhilfen.<br />

Zuerst werden die angussfähigen<br />

Tk-Snap-Kästen <strong>mit</strong> einer geringen<br />

Menge Pattern oder Wachs auf den abgeflachten<br />

Implantatanteilen fixiert<br />

(Abb. 28), im nächsten Arbeitsschritt<br />

die Schraubenkanäle dicht <strong>mit</strong> Wachs<br />

verschlossen und schrittweise die übrigen<br />

Anteile <strong>mit</strong> Pattern komplettiert<br />

(Abb. 29). Nach dem Aushärten erfolgt<br />

<strong>das</strong> Rückschleifen auf die Mindeststärke<br />

(Abb. 30) und <strong>mit</strong> einem spitzen<br />

Instrument wird durch die kreisrunde<br />

Öffnung die spätere Lage der Retentionsmulde<br />

angekörnt. Nunmehr können<br />

die Öffnungen der Tk-Snap-Kästen vorsichtig<br />

<strong>mit</strong> Wachs verschlossen werden,<br />

es darf jedoch kein Wachs in den Kasten<br />

hineinfließen, da er sonst unbrauchbar<br />

würde. Nach dem Abheben<br />

erfolgt <strong>das</strong> Reponieren, sowohl der<br />

e Abb. 30 Auf Stärke zurückgeschliffen<br />

und auf <strong>das</strong> Meistermodell reponiert<br />

e Abb. 31 Der perfekte Argistar E Guss<br />

e Abb. 32 Ausgeblockt und unterlegt<br />

zum Doublieren <strong>mit</strong> Double Fast 22<br />

e Abb. 33 Beeindruckende Oberfläche<br />

auch im Speedverfahren<br />

Abutments als auch Patternkäppchen,<br />

auf <strong>das</strong> Meistermodell (Abb. 30). Um<br />

bei der Fertigstellung einen klar definierten<br />

und sauberen Übergang der Teleskope<br />

zum rosa Kunststoff zu erhalten,<br />

modellieren wir zirkulär eine sogenannte<br />

Implantatschürze basal,<br />

gleichzeitig werden die Patternkäppchen<br />

vor allem in den Kantenbereichen<br />

minimal <strong>mit</strong> Wachs verstärkt. Eine laufende<br />

Kontrolle der Platzverhältnisse<br />

<strong>mit</strong> dem Platinumvorwall ist unerlässlich.<br />

Aufgrund der späteren Klebeverbindung<br />

bedarf es keinerlei Retentionsperlen.<br />

Sodann können die Gusskanäle<br />

angebracht, angestiftet und<br />

eingebettet werden. Nach dem Aus-<br />

1110 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Eine günstige Alternative, Teil 1<br />

Kombitechnik<br />

Abb. 34<br />

d Abb. 34<br />

Tertiärkonstruktion OK<br />

angestiftet<br />

betten <strong>mit</strong>tels Glanzstrahlperlen, Abdampfen<br />

und Absäuern zeigt sich ein<br />

perfekter, homogener Guss ohne jegliche<br />

Fehlstelle (Abb. 31). Nachdem die<br />

Innenbereiche akribisch auf eventuelle<br />

Gussperlen hin untersucht, diese ggf.<br />

beseitigt sind, kann die Passung eingestellt<br />

werden. Bei richtig eingestellter<br />

Expansion der Einbettmasse dürften<br />

hier jedoch keine großen Nachbearbeitungen<br />

notwendig sein. Im letzten<br />

Arbeitsgang werden die basalen Anteile<br />

der Implantatschürzen ausgearbeitet<br />

und auf Hochglanz poliert; ein leichter<br />

Abstand zur Schleimhaut ist hierbei<br />

von Vorteil, um eventuellen Druckstellen<br />

entgegenzuwirken.<br />

der Tertiärkonstruktion erfolgt nach den<br />

bekannten Regeln der Modellgusstechnik.<br />

Bei den Teleskopen sind okklusal<br />

jedoch Öffnungen für die spätere<br />

Verklebung vorzusehen und zudem<br />

im Bereich der Teleskope, zum besseren<br />

Haftverbund, Retentionsperlen<br />

aufzubringen. Soweit in den Sattelbereichen<br />

ausreichend Platzverhältnisse<br />

vorhanden sind, können die Lochretentionen<br />

aus Stabilitätsgründen noch<br />

<strong>mit</strong> entsprechenden Wachprofilen verstärkt<br />

werden (Abb. 34).<br />

n<br />

Der Beitrag wird in der nächsten Ausgabe<br />

fortgesetzt.<br />

Tertiärkonstruktion und<br />

Verklebung<br />

Vor dem Doublieren werden die basalen<br />

Anteile unterlegt. Um für den Klebespalt<br />

ausreichend Spiel zu haben<br />

und nicht unnötige Aufpassarbeiten zu<br />

provozieren, empfiehlt es sich, die Klebeflächen<br />

der Sekundärteleskope minimal<br />

<strong>mit</strong> Wachs zu überziehen (Abb.<br />

32). Beim Doubliersilikon bevorzugen<br />

wir Double Fast wegen der sehr kurzen<br />

Abbindezeit, zudem ist dieses extrem<br />

zeichnungsscharf und absolut dimensionsstabil<br />

(Abb. 33). Die Modellation<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Axel Mühlhäuser<br />

Dentaltechnik GmbH<br />

Ulrichstraße 35<br />

73033 Göppingen<br />

E-Mail info@<br />

muehlhaeuser-dt.de<br />

Nähere Infos zum Autor finden Sie unter<br />

www.dlonline.de/autoren.<br />

http://bit.ly/PI5f2l<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1111


Technik<br />

Wieviel Kaufläche braucht der Mensch?<br />

Autoren:<br />

Ztm. Martin<br />

Mormann,<br />

Borgholzhausen<br />

Indizes:<br />

Biss<br />

CMD<br />

Funktion<br />

Kaufläche<br />

Modellieren<br />

Flachere Seitenzähne für funktionelle Freiräume<br />

Wieviel Kaufläche<br />

braucht der Mensch?<br />

Detailliert aufgewachste Kauflächen machen nicht nur viel<br />

Arbeit, sie können auch zu Funktionsstörungen führen.<br />

Ztm. Martin Mormann und sein Team fertigen seit Jahren<br />

Zahnersatz für funktionsgestörte Patienten. Ihre Erfahrung:<br />

Bei CMD-Patienten und Senioren sind reduzierte Höcker in<br />

vielen Fällen therapeutisch günstiger. Sie schaffen Bewegungsspielraum,<br />

ohne auf Kaueffizienz und Abstützung zu verzichten.<br />

1112 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Wieviel Kaufläche braucht der Mensch?<br />

Funktion<br />

Immer mehr Patienten kommen <strong>mit</strong><br />

stark abradierten Zähnen zu uns<br />

(Abb. 1). Der Grund ist in vielen Fällen<br />

ein falscher Biss, die Diagnose Craniomandibuläre<br />

Dysfunktion, kurz<br />

CMD. Diese Fehlstellung zwischen<br />

Schädel (Cranium) und Unterkiefer<br />

(Mandibula) kann sich ganz unterschiedlich<br />

äußern, von Zähneknirschen<br />

über Kopfschmerzen bis zu Knieproblemen.<br />

Meist werden nur Symptome<br />

behandelt. Zum einen wird die Funktionsstörung<br />

oft nicht erkannt; zum<br />

anderen verlangt die funktionsgerechte<br />

Versorgung viel Zeit und Engagement<br />

von den Beteiligten. CMD zu erkennen<br />

und erfolgreich zu behandeln,<br />

erfordert eine enge Zusammenarbeit<br />

von Zahntechniker und Zahnarzt sowie<br />

Orthopäde, Physiotherapeut und weiteren<br />

Spezialisten – und dem Patienten.<br />

Zum neuen Biss<br />

„Uns sind die Hände gebunden“, höre<br />

ich immer wieder von Kollegen, wenn<br />

es um die Versorgung funktionsgestörter<br />

Patienten geht. Klar: Wir können<br />

Funktionsstörungen nur heilen,<br />

wenn der Patient die nötigen Schritte<br />

<strong>mit</strong>geht – auch finanziell. Meine Erfahrung<br />

ist: CMD-Patienten wollen ihre<br />

Schmerzen loswerden. Für den hohen<br />

Gewinn an Lebensqualität stellen sie<br />

bei schlüssiger Argumentation andere<br />

Wünsche zurück. Unsere Aufgabe ist es<br />

dann, ihnen zu einem neuen Biss zu verhelfen<br />

und den Kauapparat wieder ins<br />

Gleichgewicht zu bringen.<br />

Ziel ist eine entspannte neuromuskuläre<br />

Zentrik. Dazu verwenden wir Relaxationsschienen<br />

aus gestopftem Kunststoff.<br />

Die Schienen haben eine Front-<br />

/Eckzahnführung, sind frontfrei und<br />

haben im Seitenzahnbereich glatte Okklusalflächen<br />

(Abb. 2). Über die neue<br />

Bewegungsfreiheit lernt der Patient,<br />

den alten Biss langsam loszulassen. Er<br />

fängt an zu spielen. Nach vier bis sechs<br />

e Abb. 1 Starke Zahn -<br />

abrasion kann die Folge<br />

einer Funktions störung sein<br />

d Abb. 2 Eine frontfreie<br />

Aufbissschiene <strong>mit</strong> glatten<br />

Seitenzahnflächen lässt<br />

dem Kauapparat Bewe -<br />

gungsfreiheit und hilft so,<br />

den neuen Biss zu finden<br />

CMD<br />

Craniomandibuläre Dysfunktion<br />

Ist die Funktion des Kauapparats gestört, weil Ober- und Unterkiefer nicht gleichmäßig<br />

aufeinandertreffen, kann die gesamte Körperstatik aus dem Gleichgewicht geraten.<br />

Denn Kaumuskulatur und Kiefergelenk sind eng <strong>mit</strong> der weiteren Körper musku -<br />

latur verbunden. Die Funktionsstörung des Kauapparats wird als Craniomandibuläre<br />

Dysfunktion (CMD) bezeichnet. Die Folgen können sich von Kopf bis Fuß am gesamten<br />

Körper äußern, von Zähneknirschen über Ohren-, Kopf-, Rückenschmerzen bis<br />

zu Hüft- und Knieproblemen. Ziel der CMD-Therapie ist die Wiederherstellung des<br />

harmonischen Zusammenspiels der Körper- und Mundstatik. Dazu arbeiten Zahn -<br />

ärzte und -techniker interdisziplinär eng <strong>mit</strong> Orthopäden und Physiotherapeuten<br />

zusammen.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1113


Technik<br />

Wieviel Kaufläche braucht der Mensch?<br />

e Abb. 3 Die vollbalancierte<br />

Okklusion kann zu okklusalen<br />

Interferenzen führen,<br />

wenn die Situation im Mund<br />

nicht <strong>mit</strong> der im Artikulator<br />

übereinstimmt<br />

e Abb. 4 Die Front-<br />

/Eckzahn führung (hier <strong>mit</strong><br />

Pala Idealis) entspannt <strong>das</strong><br />

craniomandibuläre <strong>System</strong><br />

e Abb. 5 Das flache Okklusalrelief der<br />

Idealis-Zähne sorgt für eine stabile<br />

Zentrik <strong>mit</strong> maximalen Freiheitsgraden in<br />

den Bewegungsbahnen und für eine<br />

sichere Aufstellung<br />

Wochen sind die Kieferbewegungen flexibel<br />

genug, um den neuen Biss zu finden.<br />

Das ist die Voraussetzung für die<br />

funktionsgerechte Versorgung, die der<br />

Patient schließlich erhält.<br />

Was eine Kaufläche<br />

können muss<br />

Wieviel Kaufläche braucht der Mensch?<br />

Die okklusalen Strukturen spalten die<br />

Nahrung. Höcker und Fissuren ermöglichen<br />

den gerichteten Abfluss der zerkleinerten<br />

Speisen. Antagonistische<br />

Kontakte stabilisieren die Zähne in ihrer<br />

Position. So definierte Lotzmann [1]<br />

1999 die Aufgaben funktioneller Kauflächen.<br />

Aus funktionsdiagnostischer<br />

Sicht lauten die Anforderungen:<br />

n optimale Kaufunktion und Abstützung<br />

sicherstellen<br />

n craniomandibulärer Dysfunktion vorbeugen<br />

und<br />

n (beim CMD-Patienten) den neu eingestellten<br />

Biss halten.<br />

Weniger ist mehr<br />

Mit „zuviel“ Kaufläche haben sich Zahntechniker<br />

jahrzehntelang viel Arbeit gemacht<br />

– und sich die heutigen CMD-Patienten<br />

teils selbst geschaffen. Das Okklusionskonzept<br />

der „point-centric“<br />

kommt in der Natur bei weniger als<br />

zehn Prozent der Menschen vor. Das<br />

punktgenaue Aufwachsen lässt in<br />

Schlussbisslage keine rein horizontalen<br />

Bewegungen zu. Ein älterer Patient<br />

kommt aus dieser Lage nur schwer heraus.<br />

Als Faustregel gilt: Je älter der Patient,<br />

desto flacher sollte <strong>das</strong> Höckerrelief<br />

sein. Mit den detailliert aufgewachsten<br />

Kauflächen haben wir die<br />

Nachahmung der Natur übertrieben.<br />

Schauen wir uns die Original-Kauflächen<br />

einer 70-Jährigen an. Sie lassen<br />

1114 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Wieviel Kaufläche braucht der Mensch?<br />

Funktion<br />

d Abb. 6 Die neue<br />

Seitenzahnlinie Pala<br />

Idealis von Heraeus<br />

c Abb. 7 Die natürlich reduzierte Höckerneigung<br />

der Idealis-Zähne verringert<br />

Schubkräfte und Parafunktionstendenzen<br />

dem Kiefer durch ihre natürlich abradierte<br />

Morphologie Raum für mehr Bewegungsfreiheit.<br />

Freiraum in der Zentrik<br />

Wieviel Kontakt braucht ein Zahn? Natürliche<br />

Zähne haben nur wenig Kontakt<br />

<strong>mit</strong> ihrem Antagonisten – rund 30<br />

bis 60 Minuten am Tag, wie Slavicek [2]<br />

feststellte. Bei der Nahrungsaufnahme<br />

kommt es selten zum direkten Zahnkontakt.<br />

Die zentrische Okklusion liegt<br />

normalerweise nur beim Schlucken<br />

oder beim Knirschen vor. Wir brauchen<br />

also zum effizienten Kauen keine Vielzahl<br />

von Kontakten. In der Praxis finden<br />

wir noch oft 6er-Kronen <strong>mit</strong> bis zu 20<br />

Kontaktpunkten. Dabei genügen drei<br />

bis fünf Punkte, um die genannten Anforderungen<br />

an funktionelle Kauflächen<br />

zu erfüllen.<br />

Über <strong>das</strong> Okklusionskonzept „Freedom<br />

in centric“ erzielen wir ein störungsfreies<br />

Gleiten in der Horizontalebene<br />

und eine stabile, funktionelle Okklusion.<br />

Das ermöglicht neuromuskuläre Harmonie<br />

und Entspannung, wie die Erfolge<br />

der Aufbissschienentherapie zeigen.<br />

Wieviel Bewegungsfreiheit nötig ist, da<br />

gehen die Meinungen auseinander:<br />

Dawson hielt 0,2 bis 0,5 Millimeter in<br />

der rein Sagittalen für ausreichend [3],<br />

Schyler forderte bis 1 Millimeter in sagittaler<br />

und transversaler Richtung [4]<br />

und Gerber forderte noch größere Freiheiten<br />

im Okklusionsfeld [5].<br />

Front-/Eckzahngeführte<br />

Okklusion<br />

Für optimale Bewegungsfreiheit müssen<br />

wir in der Totalprothetik weg<br />

von der vollbalancierten Okklusion<br />

(Abb. 3) hin zur Front-/Eckzahnführung<br />

(Abb. 4 und 5).<br />

Die Frontzahnführung sollte beim 28er<br />

maximal 10 Grad steiler sein als die Kondylenbahnneigung.<br />

Die Eckzahnführung<br />

sollte nicht steiler sein als 35 Grad.<br />

In der Praxis wird dieses Konzept vielfach<br />

schon umgesetzt, an den Universitäten<br />

und Meisterschulen wird immer<br />

noch die traditionelle vollbalancierte Okklusion<br />

gelehrt. Sie ist nicht nur aufwändig,<br />

sie kann auch zu unkontrollierbaren<br />

okklusalen Interferenzen führen,<br />

da die Mundsituation oft anders ist als<br />

die, die im Artikulator eingeschliffen wurde.<br />

Dies kann zum Beispiel zu Knochenabbau<br />

oder Druckstellen führen.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1115


Technik<br />

Wieviel Kaufläche braucht der Mensch?<br />

Flacheres Höckerrelief,<br />

heilsame Funktion<br />

Angelehnt an die erfolgreiche Relaxationsschiene<br />

in der CMD-Therapie gestalten<br />

wir den Seitenzahnbereich bei älteren<br />

Patienten generell <strong>mit</strong> einem flacheren<br />

Okklusalrelief. Die reduzierten Höcker<br />

stellen Kaufunktion und Abstützung sicher,<br />

lassen dabei aber genug Bewegungsspielraum.<br />

Was für aufgewachste<br />

Kronen gilt, gilt auch für Prothesenzähne.<br />

Unsere Erfahrungen aus der funktionsdiagnostisch<br />

fundierten Prothetik sind in<br />

die Entwicklung des neuen Seitenzahns<br />

Pala Idealis eingeflossen. Als einer von<br />

vielen zahnmedizinischen und zahntechnischen<br />

Experten habe ich die Zahnentwicklung<br />

in der Designphase begleitet. In<br />

zahlreichen Workshops haben wir uns<br />

über die ideale Zahnmorphologie für die<br />

aktuellen Anforderungen der Gero- und<br />

Implantatprothetik sowie der CMD-Therapie<br />

ausgetauscht. Dabei haben wir die<br />

Funktion in den Fokus gerückt.<br />

Das Ergebnis ist ein Zahn <strong>mit</strong> mehr funktionellen<br />

Freiräumen (Abb. 6). Das ist gerade<br />

bei CMD-Patienten wichtig. Die<br />

natürlich reduzierte Höckerneigung verringert<br />

Schubkräfte und schützt Implantatpatienten<br />

vor zu hoher Kaubelastung<br />

(Abb. 7). So kommt der Kauapparat ins<br />

Gleichgewicht.<br />

Doch auch in der CMD-Therapie ist die<br />

Funktion nicht alles. Darüber hinaus<br />

gelten dieselben hohen Anforderungen<br />

an Ästhetik, Pflegefähigkeit, Abrasionsund<br />

Bruchresistenz, die heute jede<br />

zahntechnische Arbeit erfüllen muss.<br />

Beim Idealis-Zahn kommt uns die basale<br />

Verbreiterung zugute. Dadurch<br />

können wir die Zahnfleischpartien ästhetischer<br />

gestalten und darunter liegende<br />

Tertiär- und Implantatstrukturen<br />

maximal abdecken. Einen Zahnersatz,<br />

der die natürliche Ausstrahlung unterstreicht,<br />

wird der Patient <strong>mit</strong> Freude tragen<br />

– die entscheidende Voraussetzung<br />

für eine erfolgreiche Therapie.<br />

n<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Ztm. Martin Mormann<br />

o dente<br />

Borgholzhausener<br />

Zahntechnik GmbH<br />

33829 Borgholzhausen<br />

Jammerpatt 2<br />

Telefon (0 54 25) 74 11<br />

E-Mail odente-gmbh@t-online.de<br />

Nähere Infos zum Autor finden Sie unter<br />

www.dlonline.de/autoren.<br />

ttp://bit.ly/PE9avb<br />

Literatur<br />

[1] Lotzmann, U. (1999): Grundwissen für Zahntechniker Tl. 12: Die Prinzipien der<br />

Okklusion. Verlag Neuer Merkur, München.<br />

[2] Slavicek, R. (2000): Das Kauorgan: Funktionen und Dysfunktionen. Gamma,<br />

Klosterneuburg.<br />

[3] Dawson, P.E. (1989): Evaluation, diagnosis and treatment of occlusal problems.<br />

Mosby, St. Louis.<br />

[4] Schuyler C. H. Intraoral method of establishing maxillomandibular relation. J Am<br />

Dent Assoc; 19: 1012-1021.<br />

[5] Gerber, A. (1986): Registriertechnik für Prothetik, Okklusionsdiagnostik,<br />

Okklusionstherapie. Condylator-Service, Zürich.<br />

1116 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Neuheiten<br />

Produkte<br />

Neuheiten · Geräte · Materialien<br />

Hersteller/Vertrieb: Bego<br />

Name: Easy-Con Mini<br />

Produkt: Mini-Implantate<br />

Die zweiteiligen Schmalkieferimplantate <strong>mit</strong> dem Durchmesser 3,1 ermöglichen eine<br />

gedeckte Einheilung implantatgetragener Prothesen. Bei der Präparation kommt <strong>das</strong><br />

systemunabhängige Mini-/OsseoPlus Tray zur schonenden Knochenaufbereitung durch<br />

Bonespreading und Bonecondensing zum Einsatz.<br />

Die selbst lokalisierende Bauweise der Easy-Con Abutments erleichtert <strong>das</strong> Einsetzen der<br />

Prothese und vermindert gleichzeitig die Abnutzung der Bauteile.<br />

Die große Anzahl von Retentions- und Angulationsmöglichkeiten sowie unterschiedliche Bauhöhen<br />

erlauben eine genaue Anpassung an spezielle Kiefersituationen.<br />

i 28359 Bremen, Telefon (04 21) 2 02 84 42 54, www.bego-implantology.com<br />

Hersteller/Vertrieb: Dentas • Name: Arrow Speed 1700 • Produkt: Sinterofen<br />

Dank kurzer Sinterzeit von 90 Minuten eignet sich dieser Ofen<br />

für effizientes und rationelles Sintern von Zirkonoxid. Forschungen<br />

belegen, <strong>das</strong>s die kurzen Sinterprozesse sich nicht<br />

negativ auf Qualität, Festigkeit und Passgenauigkeit auswirken.<br />

Mit einer Temperaturregelung bis 1600 Grad Celsius werden alle<br />

benötigten Brennprogramme abgedeckt. Reduzierte Sinterzeiten<br />

und die Invertertechnologie ermöglichen <strong>mit</strong> Arrow Speed<br />

eine Energieersparnis bis zu 65 Prozent. Die Sinterkapazität erlaubt<br />

70 Einheiten pro Zyklus.<br />

i 2000 Maribor (Slowenien)<br />

Telefon +3 86 26 18 56 20<br />

www.dentas.eu<br />

Hersteller/Vertrieb: Dental Kontor<br />

Name: Diabox Eagle-Eye<br />

Produkt: Schleifbox <strong>mit</strong> Vergrößerungsgerät<br />

Staubfreies Schleifen und gute Sicht auf <strong>das</strong> zu bearbeitende Objekt<br />

in Full-HD (vollständig hochauflösend) bietet die Diabox Eagle-Eye.<br />

Sie enthält eine Sony-Kamera <strong>mit</strong> zehnfach optischem und zusätzlich<br />

digitalem Zoom für eine 80-fache Vergrößerung. Vergrößerung und<br />

Schärfe sind über den Grundig-Fußschalter steuerbar. Kontrast und<br />

Farbabgleich lassen sich über die kabelgebundene Fernbedienung<br />

einstellen.<br />

Der Anwender kann zwischen der Arbeit <strong>mit</strong> der Eagle-Eye HD-Kamera<br />

und der Waldmann-Lupe in Kombination, nur <strong>mit</strong> der Waldmann-Lupe<br />

oder ohne Lupe wählen. Für Dokumentationen gibt es eine PC-Box<br />

für die Full-HD-Aufzeichnung.<br />

i 23517 Stockelsdorf, Telefon (04 51) 4 99 30 05, www.<strong>dental</strong>kontor.de<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1117


Produkte<br />

Neuheiten<br />

Hersteller/Vertrieb: Goldquadrat • Name/Produkt: Flexipaletten von Smile Line<br />

Die schwarzen Kontrast-Platten für die Dentalfotografie bestehen<br />

aus einer Kupferfolie, die <strong>mit</strong> einem medizinisch zertifizierten<br />

Silikon bedeckt ist. Sie können intraoral eingesetzt<br />

werden, da <strong>das</strong> latexfreie, hypoallergene<br />

Material sicher für Kunststoffallergiker ist.<br />

Die Flexipaletten gibt es, angepasst an die<br />

jeweilige Indikation, in unterschiedlichen Formen<br />

in den Versionen A, B und C und als Color Match<br />

für die Farbnahme.<br />

i 30165 Hannover, Telefon (05 11) 44 98 97-0<br />

www.goldquadrat.de<br />

Hersteller/Vertrieb: DeguDent<br />

Name: 2Compartis-Upload<br />

Produkt: Netzwerkfertigung für CAD/CAM<br />

Da<strong>mit</strong> CAD/CAM-Anwender flexibel unterschiedliche CAD-Angebote<br />

verknüpfen können, lassen sich nach einmaligem, kostenfreiem<br />

DeguDent 2Compartis-Upload bestehende CAD-Anwendungen<br />

in eine Welt zusätzlicher Indikationen erweitern.<br />

Anwendern, die <strong>mit</strong> offenen STL-Files arbeiten, stehen so die gesamte<br />

digitale DeguDent-Werkstoffwelt und deren Innovationen,<br />

wie beispielsweise <strong>das</strong> Zirkonoxid Cercon ht, zur Verfügung. Neben<br />

dem 74-Stunden-Lieferversprechen profitiert der Anwender<br />

von der telefonischen technischen Beratung an allen Werktagen.<br />

i 63403 Hanau, Telefon (0 61 81) 59 57 03, www.degudent.de<br />

Hersteller/Vertrieb: Heraeus<br />

Name: cara Zr trans und HeraCeram Stains universal<br />

Produkt: Transluzentes Zirkonoxid und Universal-Malfarben<br />

Transluzentes Zirkonoxid ergänzt die Materialpalette im cara CAD/CAM-<strong>System</strong>. Da<strong>mit</strong><br />

erweitert Heraeus <strong>das</strong> Indikationsspektrum um monolithische Zirkonkronen. Zur<br />

Veredelung bietet Heraeus <strong>das</strong> neue HeraCeram Stains universal Malfarbensortiment.<br />

Das transluzente Zirkonoxid cara Zr trans ermöglicht als Alternative zur Nichtedelmetall-Vollgusskrone<br />

im cara <strong>System</strong> eine einfache und effiziente ästhetische Versorgung,<br />

gerade im Seitenzahnbereich. Es ist in den Farben light, medium und intensive<br />

verfügbar. Für die individuelle Finalisierung monolithischer<br />

Vollzirkonoxid-Arbeiten hat Heraeus die pastenförmigen<br />

Malfarben HeraCeram Stains universal entwickelt. Sie sind <strong>mit</strong><br />

allen Heraeus Keramiklinien kompatibel. Die pastenförmige<br />

Konsistenz bietet zudem maximale Kontrolle beim Auftragen,<br />

selbst in dickeren Schichten.<br />

i 63450 Hanau, Service-Hotline (08 00) 43 72 522<br />

www.heraeus-<strong>dental</strong>.de<br />

1118 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Neuheiten<br />

Produkte<br />

Hersteller/Vertrieb: DMG<br />

Name: PermaCem 2.0<br />

Produkt: Befestigungskomposit<br />

Das selbstadhäsive Befestigungskomposit<br />

haftet ohne separate Ätz- oder Bondingschritte<br />

auf Zirkon. Das Geheimnis liegt in der<br />

Struktur des Materials. Die spezielle Haftmonomer-Rezeptur<br />

ermöglicht auch auf anderen<br />

Materialien gute Haftwerte: von Oxidund<br />

Silikatkeramiken über Metalle und Komposit-Restaurationen bis zu glasverstärkten Wurzelstiften. Eine einfache<br />

Verarbeitung und eine leichte Überschussentfernung runden <strong>das</strong> Produkt ab.<br />

i 22547 Hamburg, Service-Telefon (08 00) 3 64 42 62, www.dmg-<strong>dental</strong>.com<br />

Hersteller/Vertrieb: Zirkonzahn<br />

Name: Gingiva Kunststoff<br />

Produkt: Lichthärtender Verblendkunststoff<br />

Die neuen lichthärtenden Gingivakunststoffe eignen<br />

sich für die Herstellung natürlicher Zahnfleischnachbildungen<br />

auf Kunststoffgerüsten aus TEMP Basic,<br />

TEMP Premium oder TEMP Premium Flexible. Nach<br />

dem Composite Bonding Liquid können die Farben einfach<br />

und sparsam aufgetragen und farblich an die Gingiva<br />

angepasst werden. Aus dem Komplettset <strong>mit</strong> drei<br />

Farben sind auch alle Komponenten einzeln erhältlich.<br />

i 39030 Gais/Südtirol, (Italien), Telefon +39 04 74 06 66 60, www.zirkonzahn.com<br />

Hersteller/Vertrieb: Yeti<br />

Name: Yeti Expansion plus<br />

Produkt: Universal-Einbettmasse<br />

Die neue Universal-Einbettmasse erfasst alle Anwendungsbereiche.<br />

Das Indikationsspektrum reicht von Gussarbeiten und Teleskop-Geschieben<br />

über Implantatarbeiten bis hin zu presskeramischen<br />

Restaurationen. Dafür sind extra 100-Gramm-Beutel vorgesehen.<br />

Die Expansion lässt sich über die Zugabe des Liquids in<br />

herkömmlicher Weise beeinflussen. Durch die feinkörnige Masse<br />

werden filigrane Strukturen wiedergegeben und glatte Oberflächen<br />

an Gussobjekten erzielt.<br />

Die Einbettmasse ist auch für <strong>das</strong> Speedverfahren geeignet.<br />

i 78234 Engen<br />

Telefon (0 77 33) 94 10-0<br />

www.yeti-<strong>dental</strong>.com<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1119


Produkte<br />

Von der Jacketkrone zur Vollkeramik<br />

50 Jahre Vita Metallkeramik – VMK<br />

Von der Jacketkrone<br />

zur Vollkeramik<br />

Wer erinnert sich nicht an<br />

die Ära des funkelnden<br />

Goldzahns? Funktionell<br />

und nach heutigen<br />

Maßstäben ästhetisch<br />

anspruchsvoller Kronenund<br />

Brückenzahnersatz<br />

war bis in die 1960er<br />

Jahre hinein nicht an der<br />

Tagesordnung. Die<br />

Überkronung von präparierten<br />

Zahnstümpfen <strong>mit</strong><br />

grauen oder goldfarbenen<br />

Metallkronen war<br />

aber glücklicherweise<br />

nur der Anfang individueller<br />

Zahnversorgung.<br />

Der folgende Beitrag bietet<br />

einen Überblick über<br />

die wichtigsten Stationen<br />

der Entwicklung der Vita<br />

Metallkeramik (VMK)<br />

und weiterer Verblend -<br />

materialien.<br />

Am Anfang war die Jacketkrone<br />

Die Versorgungstechnik der Jacket- oder<br />

Vollkeramikmantelkrone existierte bereits<br />

seit 1903. Diese empfahl sich allerdings<br />

nur für die Überkronung von Einzelstümpfen.<br />

Ausschließlich innerhalb<br />

eng gesteckter Indikationsgrenzen waren<br />

Jacketkronen auch bei kleinen vollkeramischen<br />

Brücken als Brückenanker<br />

möglich, setzten sich hierbei jedoch nicht<br />

durch. Zunächst schienen Kunststoffmaterialien<br />

die Lösung für zahnfarben<br />

verblendeten Zahnersatz zu sein. Abstriche<br />

hinsichtlich einer langfristigen<br />

und ästhetisch anspruchs vollen Versorgung<br />

mussten jedoch schon aufgrund<br />

von Farbveränderungen im feuchten<br />

Mundmilieu gemacht werden.<br />

1962: Metall und Keramik<br />

Die drei Buchstaben VMK stehen seit<br />

1962 für Vita Metallkeramik. In der <strong>mit</strong> Vita<br />

gemeinsam durchgeführten Entwicklung<br />

war es Aufgabe von Degussa, eine<br />

geeignete Edelmetalllegierung herzustellen.<br />

Diese sollte einen Solidus von etwa<br />

1200 °C aufweisen, <strong>mit</strong> den in der<br />

Zahntechnik gebräuchlichen Mitteln gegossen<br />

werden können, ausreichende<br />

Härte und Passgenauigkeit besitzen,<br />

mundbeständig und möglichst goldfarben<br />

sein sowie einen sicheren Verbund<br />

<strong>mit</strong> der aufgebrannten keramischen Masse<br />

eingehen. Vita entwickelte VMK-Massen,<br />

die in Ausdehnung und Schrumpfung<br />

auf die Legierung abgestimmt waren,<br />

sich gut modellieren ließen und im<br />

Vakuumbrand natürlich wirkende Farben<br />

zeigten. Auf der Internationalen Dental-<br />

Schau 1962 in Köln feierte die neue Technik<br />

ihre Premiere.<br />

In den folgenden Jahren kamen neben<br />

den Edelmetalllegierungen edelmetallreduzierte<br />

und edelmetallfreie Legierungen<br />

auf den Markt, die theoretisch<br />

besser als die hochgoldhaltigen Legierungen<br />

für einen Verbund <strong>mit</strong> der Keramik<br />

geeignet erschienen.<br />

1968: Vita VMK 68<br />

Die erste Aufbrennlegierung Degudent<br />

war als Gold-Platin-Legierung von sehr<br />

geringer Festigkeit und eignete sich nur<br />

für Brückenspannen <strong>mit</strong> bis zu vier Gliedern,<br />

größere Brückenspannen erschienen<br />

<strong>mit</strong> einer solchen Legierung zunächst<br />

zu riskant. Gefragt war eine mechanisch<br />

stabilere Legierung, die jedoch<br />

<strong>mit</strong> der ursprünglichen Vita-Metallkeramik<br />

nicht mehr kompatibel war.<br />

Die neue Vita VMK 68 bot die Lösung für<br />

größere Brückenspannen. Sie war <strong>mit</strong><br />

mechanisch stabileren Legierungen wie<br />

dem extraharten, hochgoldhaltigen De-<br />

Vita VMK<br />

Vita VMK 68N<br />

Vita VMK 95<br />

Vita Omega<br />

Vita Omega 900<br />

1120 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Von der Jacketkrone zur Vollkeramik<br />

Produkte<br />

Abb. 1<br />

d Abb. 1 Die Vita Lumin<br />

Vacuum-Farbskala, Basis für<br />

<strong>das</strong> Vitapan-<strong>System</strong><br />

Abb. 2<br />

gudent U (Degussa) und dem edelmetallfreien<br />

Wiron (Bego) kompatibel. Mit<br />

der neuen Keramik gelang es 1968 erstmals,<br />

eine edelmetallfreie Legierung keramisch<br />

zu verblenden.<br />

Die neue Vita VMK 68 war der ursprünglichen<br />

Vita-Metallkeramik auch<br />

hinsichtlich ihres ästhetischen Potenzials<br />

überlegen: Die da<strong>mit</strong> verblendeten<br />

Kronen zeigten nun bei allen Beleuchtungsverhältnissen<br />

eine natürliche Fluoreszenz,<br />

auch bei ultraviolettem Licht.<br />

Der vermehrte Einsatz hochsilberhaltiger<br />

und dadurch preiswerterer Legierungen<br />

stellte Zahntechniker vor eine<br />

neue Herausforderung: Nach dem Brand<br />

traten Verfärbungen an der Keramikoberfläche<br />

auf. Die Entwicklung der Vita<br />

VMK 68 N machte auch <strong>das</strong> Verblenden<br />

dieser silberhaltigen Legierungen ohne<br />

Verfärbungseffekt möglich.<br />

1974 bis 1982:<br />

mehr Produkte, weniger Arbeit<br />

Vita VMK Color-Grundmassen: mehr Tiefenwirkung,<br />

lebendiger und natürlicher,<br />

auch bei geringen Wandstärken.<br />

Vita Paint-On-Grundmassen werden einfach<br />

und schnell aufgemalt.<br />

Der Vita VMK 68-Farbindikator (Abb. 1)<br />

zeigt die Farben aller VMK 68 und VMK<br />

68 N-Massen anhand gebrannter Farbmusterplättchen<br />

auf einer schwarzen Keramikplatte.<br />

Individuelle Farbcharakteristika,<br />

Zwischenfarben und Farbnuancen<br />

werden klar erkennbar.<br />

VMK-Schultermassen: Metallkeramikkronen<br />

sind nun auch im Bereich der zervikalen<br />

Stufe ästhetisch, wie bisher nur<br />

die Jacketkrone<br />

VMK-Opak-Dentinmassen hellen Inter<strong>dental</strong>räume<br />

auf, zur besseren Lichtreflexion<br />

Das Vitapan <strong>System</strong>: Farbskala für Keramik,<br />

Kunststoff und Konfektionszähne.<br />

Für bessere Farbübereinstimmung von<br />

Kunststoff und Keramik speziell in der<br />

kombinierten Prothetik.<br />

1989 bis 2000<br />

Die erste Aluminiumoxid-Keramik<br />

Der Wunsch nach mehr Bioverträglichkeit<br />

und Ästhetik sowie steigende Goldpreise<br />

machten die Entwicklung brauch-<br />

e Abb. 2 Ein herzliches<br />

Lachen: Patient <strong>mit</strong> Vita<br />

Omega-Brücke nach 18<br />

Jahren Tragezeit<br />

Vita VM 9<br />

Vita VM 7<br />

Vita VM CC<br />

Vita VM 15<br />

Vita VM 13<br />

Vita VM LC<br />

Vita<br />

VMK Master<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1121


Produkte<br />

Von der Jacketkrone zur Vollkeramik<br />

d Abb. 3 Vita Toothguide 3D-Master<br />

Abb. 3<br />

Vita Omega<br />

Die neue Vita Omega ist der Vita<br />

VMK 68 vor allem farblich überlegen.<br />

Sie bietet deutlich mehr Möglichkeiten<br />

als ihre Vorgängerin (Abb. 2) und<br />

spricht insbesondere den anspruchsvollen<br />

Anwender an.<br />

e Abb. 4<br />

Zum Verwechseln ähnlich:<br />

Zahn 11 Vita VM LC,<br />

Zahn 21 Vita VM 13<br />

barer Vollkeramiksysteme notwendig.<br />

Die neue Vita In-Ceram-Infiltrationskeramik<br />

ermöglicht metallfreie Kronen und<br />

Brücken auf hochfesten Keramikgerüsten.<br />

Vitadur Alpha<br />

Das vollkeramische Verblendmaterial<br />

VitaDur Alpha ist speziell auf Vita In-Ceram-Gerüstkeramiken<br />

abgestimmt.<br />

Vita-Titankeramik<br />

Der Werkstoff Titan <strong>mit</strong> seinen physikalischen<br />

und chemischen Eigenschaften<br />

stellt besondere Anforderungen an eine<br />

Verblendkeramik. Seine Phasenumwandlung,<br />

sein gegenüber herkömmlichen<br />

Legierungen niedriger Wärme ausdehnungskoeffizient<br />

(WAK), seine Reaktionsfreudigkeit<br />

und die Grenz -<br />

flächen reaktionen Keramik/Titan erfordern<br />

eine speziell darauf abgestimmte<br />

Keramik. Vita-Titankeramik ist in ihrem<br />

WAK und in ihren physikalischen Eigenschaften<br />

exakt auf Titan abgestimmt.<br />

Abb. 5<br />

Abb. 6<br />

Abb. 7<br />

Copyright Abb. 5 bis 7: Ztm. Jürgen Freitag<br />

e Abb. 5 Die Präparation von Zahn 11 für die VM 9-<br />

Frontzahnkrone<br />

e Abb. 6 Die VM 9-Frontzahnkrone in Lateralansicht<br />

d Abb. 7 Perfektion in Form, Farbe und Oberfläche<br />

1122 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Von der Jacketkrone zur Vollkeramik<br />

Produkte<br />

Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

Vita VMK 95<br />

Mit der VMK 95-Keramik ist trotz<br />

Standardschichtung eine gute Farbreproduktion<br />

möglich – für kostengünstige<br />

und gleichzeitig hochwertige Arbeiten.<br />

Zirkoniumdioxid-Verblendkeramik<br />

Als 1995 <strong>das</strong> Unternehmen DCS Dental<br />

(heute Bien-Air DCS Solutions) <strong>das</strong> erste<br />

Zirkoniumdioxid-Gerüstmaterial einführte,<br />

bot Vita <strong>mit</strong> der Verblendkeramik<br />

D <strong>das</strong> erste Verblendmaterial für<br />

diesen Werkstoff an.<br />

Vita Omega 900<br />

Die Endtemperatur von 900 °C der Metallkeramik<br />

Vita Omega 900 ist optimal<br />

auf den niedrigen Soliduspunkt der sogenannten<br />

Biolegierungen abgestimmt<br />

und ist auch für andere Legierungstypen<br />

einsetzbar. Die deutlich gleichmäßigere<br />

Verteilung von Glas-, Sinter- und<br />

Kristallphase sorgt für eine homogene,<br />

geschlossene Oberfläche sowie eine<br />

erstklassige Schleif- und Polierbarkeit.<br />

1998 bis 2003<br />

Vita <strong>System</strong> 3D-Master<br />

Das Vita <strong>System</strong> 3D-Master basiert auf<br />

der naturwissenschaftlichen Beschreibung<br />

von Farben anhand der drei Koordinaten<br />

Helligkeit, Farbintensität und<br />

Farbton. Wesentlich ist die gleichmäßige<br />

Abdeckung des Farbraums natürlicher<br />

Zahnfarben. Die Anordnung der<br />

Farbmuster (Abb. 3) ermöglichte eine<br />

sichere Farbbestimmung und systematische<br />

Rekonstruktion natürlicher<br />

Zahnfarben.<br />

Abb. 10<br />

Vita VM-Konzept<br />

umfasst sämtliche zahnfarbgebundenen<br />

Werkstoffe und Technologien einfach<br />

und übersichtlich.<br />

Feinstruktur-Feldspat-Keramik<br />

Vita VM 7 für vollkeramische Gerüstmaterialien,<br />

zunächst für die vollkeramische,<br />

glasinfiltrierte Oxidkeramiken<br />

der Vita In-Ceram-Linie vorgesehen –<br />

Spinell, Alumina und Zirconia. Heute<br />

auch auf Gerüstkeramiken anderer<br />

Hersteller wie Nobel Procera Alumina-<br />

Käppchen (Nobel Biocare) und auf feuerfesten<br />

Einbettmassestümpfen wie<br />

Nori-Vest Alumina (Noritake).<br />

Verblendkomposit<br />

Vita VM LC ist <strong>das</strong> erste lichthärtende<br />

Mikropartikelkomposit zur Verblendung<br />

festsitzender und herausnehmbarer<br />

Restaurationen, für die Individualisierung<br />

von Kunststoffzähnen<br />

und <strong>das</strong> Überschichten von Langzeitprovisorien<br />

aus Vita CAD-Temp. Durch<br />

ihre hervorragenden lichtoptischen<br />

Eigenschaften sieht eine Restauration<br />

aus Vita VM LC einer Keramikver -<br />

blendung zum Verwechseln ähnlich<br />

(Abb. 4).<br />

e Abb. 8 Vorbereitung der<br />

protheti schen Versorgung<br />

<strong>mit</strong> eingesetztem Abformpfosten<br />

e Abb. 9 Detail der Front<br />

e Abb. 10 Eine natürliche<br />

Versorgung <strong>mit</strong> Vita VM 13<br />

Copyright Abb. 8 bis 10: Renato Caretti<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1123


Produkte<br />

Von der Jacketkrone zur Vollkeramik<br />

Abb. 11 Abb. 12<br />

Copyright Abb. 11 bis 13: Dr. Gerhard Werling<br />

Abb. 13<br />

e Abb. 11 Situation vor der Rehabilitation<br />

e Abb. 12 Provisorische Versorgung und<br />

Frontzahn gestaltung <strong>mit</strong> Vita VM CC<br />

d Abb. 13 Die Frontzahn situation un<strong>mit</strong>telbar<br />

nach dem Einsetzen (Vita In-Ceram YZ<br />

verblendet <strong>mit</strong> VitaVM 9)<br />

2004 bis 2009<br />

Hochschmelzende<br />

Feinstruktur-Feldspatkeramik<br />

Die hochschmelzende Feinstruktur-Feldspatkeramik<br />

Vita VM 9 (Abb. 5 bis 7),<br />

speziell für Gerüste aus Zirkoniumdioxid<br />

im WAK-Bereich von zirka 10,5, wie<br />

etwa Vita In-Ceram YZ. Die Massen eignen<br />

sich auch zur Individualisierung<br />

von Restaurationen aus VitaBlocs<br />

Mark II und Vita PM 9 Presskeramik-Pellets.<br />

Feldspatkeramik<br />

<strong>mit</strong> natürlichen LIchtreflexen<br />

Ebenfalls als Feinstruktur-Feldspat-Keramik<br />

wurde Vita VM 13 (Abb. 8 bis 10)<br />

zur Verblendung von Metallgerüsten im<br />

konventionellen WAK-Bereich von 13,8<br />

bis 15,2, dem weltweit wichtigsten WAK-<br />

Bereich, entwickelt.<br />

Niedrigschmelzende Verblendkeramik<br />

Mit Vita VM 15 werden Metallgerüste aus<br />

Multiindikationslegierungen (speziell<br />

Eco-Legierungen) im WAK-Bereich von<br />

16,0 bis 17,3 verblendet.<br />

Kaltpolymerisat<br />

Mit dem füllstofffreien Vita VM CC (Abb.<br />

11 bis 13) werden Provisorien hergestellt,<br />

Kunststoffzähne fixiert und Geschiebe<br />

bei Kombiarbeiten sowie Reparaturen<br />

abgedeckt.<br />

Klassische<br />

Feldspat-Verblendkeramik<br />

Vita VMK Master für Metallgerüste aus<br />

hochgoldhaltigen, goldreduzierten und<br />

Palladiumbasis-Legierungen im konventionellen<br />

WAK-Bereich: Mit dem kompakten<br />

Sortiment an Zusatzmassen wird<br />

nach dem klassischen Dentin-Schneide-<br />

Schichtschema hochwertiger Zahnersatz<br />

<strong>mit</strong> gutem Preis-Leistungs-Verhältnis gefertigt.<br />

Die Zukunft<br />

Die beständige Weiterentwicklung von<br />

Produkten ist bei Vita ein äußerst dynamischer<br />

und zielorientierter Prozess. Jürgen<br />

Freitag, Zahntechnikermeister <strong>mit</strong><br />

eigenem Labor in Bad Homburg, fasst es<br />

so zusammen: „Mich fasziniert bei Vita<br />

immer wieder, <strong>das</strong>s es keinen Stillstand<br />

gibt.“<br />

i www.vita-zahnfabrik.com<br />

i www.vita-zahnfabrik.com/50yearsquiz<br />

1124 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


ARCTICA in Aktion<br />

Produkte<br />

Neue Fünf-Achs-Nachfräs- und Schleifmaschine von KaVo<br />

ARCTICA in Aktion<br />

Das Neueste von KaVo:<br />

Einem ausgewählten Kreis<br />

von Fachjournalisten<br />

stellte <strong>das</strong> Unternehmen<br />

<strong>das</strong> neue ARCTICA<br />

CAD/CAM-<strong>System</strong> vor.<br />

Wolfgang Weisser, Leiter<br />

der Industriekommu -<br />

nikation des <strong>dental</strong> <strong>labor</strong>,<br />

war dabei und berichtet.<br />

c Die sehr kompakte<br />

ARCTICA Engine ermöglicht<br />

sowohl Nassfräs- als auch Schleifprozesse<br />

Für einen umfassenden Anwendungsbereich<br />

und hohe Flexibilität<br />

verfügt <strong>das</strong> neue CAD/CAM-<br />

<strong>System</strong> über eine offene Schnittstelle<br />

und die Möglichkeit, verschiedene Intraoralscanner<br />

an die multiCAD Software<br />

anzubinden. Die KaVo multiCAD<br />

Software besticht durch ihre Einfachheit.<br />

Sie wurde in Kooperation <strong>mit</strong> dem<br />

Fraunhofer IGD entwickelt.<br />

Sicher und bedienerfreundlich<br />

erlaubt die neue Fünf-<br />

Achsmaschine ARCTI-<br />

CA Engine eine präzise<br />

Bearbeitung.<br />

Der halbautomatische<br />

Streifenlicht -<br />

scanner sorgt für<br />

eine schnelle Bearbeitung.<br />

Die Live-Bild-<br />

Vorschau ermög licht höhere Qualität<br />

und spart Zeit im Scannprozess – ein<br />

wichtiger Faktor im Sinne größtmöglicher<br />

Effizienz.<br />

Die 3-D-Software visualisiert <strong>das</strong> Präparationsmodell<br />

<strong>mit</strong> Gegenkiefer und<br />

bietet einen dreidimensionalen Designvorschlag.<br />

Ein großes Materialspektrum von Titan,<br />

Zirkonoxid bis zu Kunststoffen und Wachsen<br />

lassen sich als offene oder geschlossene<br />

Maschinenvariante bearbeiten.<br />

In nur fünf Schritten gelangt man zur<br />

fertigen Restauration. Die ARCTICA-<strong>System</strong>komponenten<br />

sind übrigens <strong>mit</strong><br />

den Everest-<strong>System</strong>komponenten kompatibel.<br />

n<br />

i www.kavo.de/Produkte/CADCAM-<strong>System</strong>e/ARCTICA<br />

e WDer 3D Scanner KaVo<br />

ARCTICA Scan: präzise, sicher,<br />

schnell<br />

cWeitere Module sind die<br />

ARCTICA-Elements <strong>mit</strong> ihrem<br />

umfassenden Werkstoff -<br />

spektrum – von Titan über<br />

Zirkonoxid und Glaskeramik bis<br />

hin zu Kunststoffen und Wachs<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1125


Wissen<br />

Einbetten in der Presstechnik<br />

Die Presstechnik<br />

ist eine ausge -<br />

zeichnete Methode,<br />

um ästhetische und<br />

passgenaue Objekte<br />

herzustellen. Präzise<br />

und gleichbleibende<br />

Ergebnisse, auch bei<br />

unterschiedlichen klini -<br />

schen Größen, sind aber nur<br />

durch richtiges Einbetten zu<br />

erreichen. Worauf dabei zu achten ist,<br />

erklärt Wolfgang Lang.<br />

Weniger Abbindeexpansion für mehr Präzision<br />

Einbetten in der Presstechnik<br />

Autor:<br />

Zt. Wolfgang Lang,<br />

Schwäbisch Gmünd<br />

Indizes:<br />

Abbindeexpansion<br />

Einbetten<br />

Einbettmasse<br />

Massenverteilung<br />

Presstechnik<br />

Dem Einbetten der zu pressenden<br />

Teile kommt in Bezug zur Modellpassung<br />

eine große Bedeutung<br />

zu. Auch beim Einbetten von kombinierten,<br />

unterschiedlichen Objektgrößen<br />

besteht der Wunsch nach einer<br />

exakten Passung (Abb. 1). Angestrebt<br />

wird eine möglichst genaue Wiedergabe<br />

der Modellation im Bereich des approximalen<br />

Hohlschliffs beziehungsweise<br />

Kastens (Abb. 2).<br />

Die Abbindeexpansion<br />

Eine unterschiedliche Geometrie und<br />

Massenverteilung der zu pressenden<br />

Objekte sollte durch <strong>das</strong> Einbetten ausgeglichen<br />

werden (Abb. 3).<br />

Die Abbindeexpansion der phosphatgebundenen<br />

Einbettmassen ist nicht<br />

signifikant proportional zur thermischen<br />

Kontraktion der Presskeramik. Es<br />

gibt zwei Möglichkeiten, diesen Umstand<br />

zu mildern:<br />

n die High Speed Investment-Einbettmasse<br />

(sofort in den 850 °C heißen<br />

Ofen stellen)<br />

n Einbetten <strong>mit</strong> einer möglichst dünn -<br />

flüssigen Mischung der Einbettmasse<br />

(Abb. 4).<br />

Die Einbettmasse<br />

Die „CS High Speed Investment“, Feguramed,<br />

Buchen, (Abb. 5) ermöglicht<br />

nach 40 Minuten Abbindezeit eine<br />

Seed-Vorwärmung direkt im 850 Grad<br />

heißen Ofen und kann bei einem Mischungsverhältnis<br />

von 200 Gramm Pulver<br />

und 48 -ml-Gesamt-Flüssigkeit sehr<br />

dünn angemischt werden.<br />

1126 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Einbetten in der Presstechnik<br />

Wissen<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2<br />

d Abb. 1<br />

Unterschiedliche<br />

Objektgrößen in<br />

einer Pressung<br />

d Abb. 2 Approximale<br />

Modellation <strong>mit</strong> Hohlschliff<br />

beziehungsweise<br />

Kasten<br />

Abb. 3<br />

Abb. 4<br />

Zum Abbinden kann die Einbettmasse<br />

bei 5 bar in den Drucktopf gestellt werden.<br />

Die abgebundene Muffel kann<br />

nach 20-30 Minuten ausgeformt werden,<br />

um in der „heißen Abbindephase“<br />

schneller Wasserdampf zu verlieren.<br />

e Abb. 3 Unterschiedliche Masse -<br />

verteilung und Geometrie<br />

der Modellation<br />

e Abb. 4 Einbetten <strong>mit</strong><br />

dünnflüssiger Einbettmasse<br />

Abb. 5 Abb. 6<br />

d Abb. 5 CS High Speed<br />

Investment, Feguramed<br />

d Abb. 6 Nach<br />

dem Ausbetten<br />

<strong>mit</strong> Glasperlen<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1127


Wissen<br />

Einbetten in der Presstechnik<br />

Abb. 7 Abb. 8<br />

Abb. 9<br />

e Abb. 7<br />

Erste Passung<br />

e Abb. 8<br />

Übertragung auf <strong>das</strong><br />

Zweitmodell<br />

d Abb. 9<br />

Approximale Passung<br />

http://bit.ly/Pe9QXM<br />

Nach dem Vorwärmen, Pressen und<br />

dem langsamen Abkühlen können die<br />

Objekte leicht <strong>mit</strong> 5 µm-Glasperlen ausgebettet<br />

und abgestrahlt werden (max.<br />

2,5 bar). Nach dem Ausbetten zeigt sich<br />

eine rissfreie Pressung (Abb. 6).<br />

Die Passung<br />

Nach einer ersten Kontrolle ist eine Passungsprüfung<br />

möglich (Abb. 7). Eine<br />

weitere Passungsprüfung erfolgt auf<br />

dem Kontrollmodell (Abb. 8).<br />

Sowohl die große als auch die kleine<br />

Geometrie der Pressung zeigen im sensiblen<br />

approximalen Bereich eine hervorragende<br />

Passung (Abb. 9).<br />

Die Einbettmasse ermöglicht sowohl<br />

<strong>das</strong> Einbetten für Pressungen von Lithiumdisilikat-Objekten<br />

als auch für<br />

die Pressung von Leuzith-Keramikteilen.<br />

Fazit<br />

Die dünnflussige CS High Speed-Einbettmasse<br />

<strong>mit</strong> schneller Aufheizung ermöglicht<br />

die Verringerung der Abbindeexpansion.<br />

Das bedeutet eine signifikant<br />

bessere Adaption an <strong>das</strong><br />

thermische Verhalten der Presskeramik<br />

und so<strong>mit</strong> eine bessere Passung bei Teilen<br />

<strong>mit</strong> unterschiedlicher Geometrie<br />

und Masseverteilung.<br />

n<br />

Korrespondenzadresse:<br />

Zt. Wolfgang Lang<br />

Buchstr. 85<br />

73525 Schwäbisch Gmünd<br />

Nähere Angaben zum<br />

Autor finden Sie unter<br />

www.dlonline.de/autoren<br />

1128 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Gute Webseiten selbstgemacht<br />

für kleine Firmen und Selbstständige<br />

Eine ansprechende<br />

Webseite zu besitzen ist teuer<br />

und ein mühsames Unterfangen.<br />

Wenn ein Programmierer sie erstellt,<br />

hat man häufig Folgekosten bei Änderungen<br />

der Seite. Das alles muss nicht sein. In unserem<br />

Kurs lernen Sie, wie es auch anders geht.<br />

Von der eigenen Webseite wünscht man sich:<br />

I sie soll gut aussehen und Kunden ansprechen<br />

I die Erstellung soll nicht teuer und nicht<br />

allzu mühsam sein<br />

I Änderungen sollen nichts kosten<br />

Voraussetzungen:<br />

Die Teilnehmer bringen den PC<br />

<strong>mit</strong>, auf dem die Webseite erstellt<br />

werden soll, sowie Bilder und Texte,<br />

die auf der Webseite zu sehen sein sollen.<br />

Jeder Teil nehmer muss im Besitz einer<br />

Domain sein, also einer Webadresse<br />

(www.meinewebadresse.de), und <strong>das</strong><br />

Passwort dabei haben.<br />

Fragen hierzu beantwortet Ihnen<br />

vorab gerne:<br />

uwe.kremmin@vnmonline.de<br />

Workshop<br />

12.9.2012<br />

9:00 – 16:30 Uhr<br />

in München<br />

Referenten:<br />

Uwe Kremmin,<br />

Onlineredakteur<br />

Markus Duffhaus<br />

Gute<br />

Webseiten<br />

selbstgemacht<br />

Dieser Workshop zeigt Ihnen, wie<br />

Sie Webseiten erstellen können.<br />

Benutzt wird <strong>das</strong> Programm „web<br />

to date“ Version 8. Es ist gut ge -<br />

eignet, um attrak tive Webseiten<br />

SELBST zu erstellen und<br />

zu pflegen.<br />

Inhalt des Workshops:<br />

I Installieren und konfigurieren<br />

des Webseiten-Programms „web to date“<br />

I Grundsätzliche Einweisung in die<br />

Bedienung des Programms<br />

I Einführung in Bild- und Farbharmonie<br />

– Die gute Webseite<br />

I Bilder für die Webseite verbessern<br />

I Texte schreiben, die Besucher auch lesen<br />

I Aufbauen der Webseite<br />

I Fertige Seite ins<br />

Internet hochladen<br />

Gebühren:<br />

399 Euro<br />

inklusive<br />

„web to date“ (200 Euro)<br />

Wer „web to date 8“<br />

schon besitzt,<br />

zahlt 199 Euro.<br />

Gebühren zzgl. MWSt.<br />

Anmeldung<br />

r Hier<strong>mit</strong> melde ich mich ver bindlich zum Workshop<br />

Gute Webseiten selbstgemacht am 12. 9. 2012 an<br />

Anmeldung<br />

auch unter:<br />

www.<br />

vnm-akademie.de<br />

r Ich installiere web-to-date vorab r Ich benötige web-to-date<br />

Name/Vorname<br />

E-Mail<br />

Berufliche Funktion<br />

Telefon/Fax<br />

Straße/Nr.<br />

PLZ/Ort<br />

Datum/Unterschrift


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Ausführlichere Informationen zu den hier aufgeführten Veranstaltungen finden Sie im Internet unter www.dlonline.de in der Rubrik ‹Termine›<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Corona, Oberflächenbearbeitung in Vollendung 29.09. Starnberg 450,00 3M ESPE<br />

(intensiver Arbeitskurs für Keramiker) (08 00) 2 75 37 73<br />

Bertrand Thievent<br />

www.3mespe.de<br />

Fräszentrum Rhein/Ruhr GmbH, Innovative 07.11. Essen kostenlos<br />

Restaurationsmaterialien <strong>mit</strong> Lava Ultimate & Lava Plus<br />

Prof. Edelhoff<br />

EMS/M08 Verblendung nach Hein 14.09.-15.09. Berlin 850,00 Amann Girrbach GmbH<br />

ZTM Sascha Hein (0 72 31) 957-221<br />

EM/M01 – Oberfläche und Textur 14.09. Essen 450,00 www.amanngirrbach.com<br />

Bertrand Thiévent<br />

FMD/M08 CAD-CAM ADVANCED V, 14.09.-15.09. Walsrode 850,00<br />

Zirkonoxid-Doppelkronentechnik <strong>mit</strong> NEM<br />

Sekundärgerüst<br />

ZTM Volkmar Schmidt<br />

EM/M01 – Oberfläche und Textur 15.09. Essen 450,00<br />

Bertrand Thiévent<br />

EMS/M08 Verblendung nach Hein 21.09.-22.09. München 850,00<br />

ZTM Sascha Hein<br />

FMD/M08 CAD-CAM ADVANCED V, 28.09.-29.09. Bad Hersfeld 850,00<br />

Zirkonoxid-Doppelkronentechnik <strong>mit</strong> NEM<br />

Sekundärgerüst<br />

ZTM Volkmar Schmidt<br />

EMS/M06 Verblendung nach Schunke 28.09.-29.09. Pforzheim 800,00<br />

ZTM Stefan Schunke<br />

MM/M06 Aufbissbehelfe ZA, ZT 05.10.-06.10. Zwickau 890,00<br />

Professor Dr. Stefan Kopp<br />

FMD/M08 CAD-CAM ADVANCED V, 12.10.-13.10. Braunschweig 850,00<br />

Zirkonoxid-Doppelkronentechnik <strong>mit</strong> NEM<br />

Sekundärgerüst<br />

ZTM Volkmar Schmidt<br />

EM/M02 Keramik BASIC (CC/ZIF) 12.10.-13.10. Essen 840,00<br />

ZTM Peter Biekert<br />

EMS/M02 Verblendung nach Nolte (CC/ZIF) 12.10.-13.10. Münster 980,00<br />

Andreas Nolte<br />

EM/M10 Keramik Advanced VI (CC/CP) 12.10.-13.10. Pforzheim 650,00<br />

ZT Daniel Lange<br />

EM/M03 Keramik ADVANCED I (CC/ZIF) 19.10.-20.10. Berlin 840,00<br />

ZTM Peter Biekert<br />

EM/M09 Keramik ADVANCED V (Frontzahn) 19.10.-20.10. Heilbronn 600,00<br />

ZTM Thomas Stefan Sing<br />

EM/M11 – Keramik ADVANCED VII (ZIF) 19.10.-20.10. München 800,00<br />

ZTM Otto Prandtner<br />

FMD/M08 CAD-CAM ADVANCED V, Zirkonoxid- 26.10.-27.10. Berlin 850,00<br />

Doppelkronentechnik <strong>mit</strong> NEM Sekundärgerüst<br />

ZTM Volkmar Schmidt<br />

EM/M03 Keramik ADVANCED I (CC/ZIF) 26.10.-27.10. München 840,00<br />

ZTM Peter Biekert<br />

FMD/M04 Webinar CAD-CAM ADVANCED I, Online- Online 225,00<br />

Grundkenntnisse Abutmentsoftware<br />

Übersicht<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M05 Webinar CAD-CAM ADVANCED IV, individual Online- Online 160,00/Std.<br />

AG-Referenten<br />

Übersicht<br />

FMD|M09 Webinar CAD-CAM ADVANCED II, Online- Online 180,00<br />

Software-Update Teleskopmodul<br />

Übersicht<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M10 Webinar CAD-CAM ADVANCED III, Online- Online 180,00<br />

Virtueller Artikulator „Ceramill Artex ® “<br />

Übersicht<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M11 Webinar CAD-CAM Basic II, Motion 2 Online- Online 180,00<br />

AG-Referenten<br />

Übersicht<br />

FMA/M01 Kopierfräsen – BASIC Online- Pforzheim 240,00<br />

(analoge Prozesskette)<br />

Übersicht<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M03 CAD-CAM ADVANCED I, Grundkenntnisse Online- Pforzheim 490,00<br />

Abutmentsoftware<br />

Übersicht<br />

AG-Referenten<br />

FMD/M01 CAD-CAM Basic (digitale Prozesskette) Online- Pforzheim & 390,00<br />

AG-Referenten Übersicht Koblach<br />

FMD/M02 CAD-CAM Basic, Addendum Motion Online- Pforzheim & 650,00<br />

(digitale Prozesskette) Übersicht Koblach<br />

AG-Referenten<br />

1130 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Navigierte Chirurgie für 04.10.-05.10. Bremen 340,00/50,00 BEGO<br />

Zahntechniker/Zahnärzte<br />

Bremer Goldschlägerei<br />

Metallkeramik: Rationelle Schichttechnik <strong>mit</strong> 15.10.-17.10. Bremen 240,00 (04 21) 2 02 83 72<br />

optimaler Gerüstvorbereitung<br />

www.bego.com<br />

Modellguss Fortgeschrittenen Kursus II – 15.10.-18.10. Bremen 320,00<br />

Ihre Patientenfälle als Kursusinhalt!<br />

Individueller Schwenkriegel – 16.10.-19.10. Bremen 480,00<br />

Meisterprüfungsvorbereitung<br />

Doppelkronen-Workshop – 18.10.-19.10. Bremen 290,00<br />

wahlweise <strong>mit</strong> WiroFix oder friktiv<br />

Metallkeramik: Intensivkursus – für erfahrene 23.10.-26.10. Bremen 390,00<br />

Keramiker! Die anspruchsvolle Restauration<br />

BEGO CAD/CAM-Führerschein 29.10. Bremen 140,00<br />

AbutmentDesignerTM und Stege Neues Konzept 30.10. Bremen 160,00<br />

Ausbildung zum Laserschutzbeauftragten 01.11. Bremen kostenfrei<br />

(kostenfrei, sofern BEGO Laser vorhanden,<br />

sonst 100,00 zzgl. MwSt.)<br />

Schweißen in Grenzfällen – für Fortgeschrittene 02.11. Bremen 250,00<br />

Topfit zur Gesellenprüfung – Generalprobe <strong>mit</strong> 05.11.-09.11. Bremen 200,00<br />

Modellgussgerüst, Brücke, Teleskop<br />

Modellguss Fortgeschrittenen Kursus I – 07.11.-09.11. Bremen 280,00<br />

komplizierte OK und UK-Klammerprothesen<br />

<strong>System</strong>modellguss – von Beginn an perfekt! 12.11.-13.11. Bremen 180,00<br />

Praktische Einführung für Anfänger<br />

Rationelle Kombitechnik/Fräs- und Teleskoptechnik – 12.11.-16.11. Bremen 490,00<br />

Profikursus, für Meisterschüler besonders geeignet<br />

CAD/CAM Einführungskursus – für Azubis/Jungtechniker 19.11.-23.11. Bremen 280,00/480,00<br />

Topfit zur Gesellenprüfung – Generalprobe <strong>mit</strong> 26.11.-30.11. Bremen 200,00<br />

Modellgussgerüst, Brücke, Teleskop<br />

Profikursus für Implantatprothetik-Spezialisten 26.11.-30.11. Bremen 980,00<br />

Okklusionskonzepte – der rationelle Weg zur 03.12.-04.12. Bremen 290,00<br />

funktionalen Kaufläche<br />

BEGO Medical Workshop – CAD/CAM für Einsteiger 28.09. Unterschleißheim 59,00 BEGO Medical GmbH<br />

ZTM Karl Adt, ZTM Andreas Röthig<br />

BEGO Niederlassung<br />

BEGO Medical Workshop – CAD/CAM für Einsteiger 19.10. Unterschleißheim 59,00 Unterschleißheim<br />

ZTM Karl Adt, ZTM Andreas Röthig (0 89) 3 21 55-311<br />

BEGO Medical Workshop – CAD/CAM für Einsteiger 23.11. Unterschleißheim 59,00 www.bego-medical.de<br />

ZTM Karl Adt, ZTM Andreas Röthig<br />

Ausführliche Hinweise finden Sie auf unserer Webseite www.bego-medical.de<br />

Alternative Kunststoffe, nicht nur für den 21.09.-22.09. Augsburg 395,00 Bodensee Dental GmbH<br />

Allergiepatienten/Verarbeitungskurs (0 77 31) 832 70 10<br />

ZTM Norbert Wichnalek<br />

www.bodensee-<strong>dental</strong>.de<br />

Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website www.bodensee-<strong>dental</strong>.de<br />

Ästhetische Herausforderungen in der Composite 08.10. Köln 445,00 bredent GmbH Co. KG<br />

Verblendtechnik lösen (0 73 09) 8 72-616<br />

ZTM Elmar Beckmann, ZTM Michael Borghorst,<br />

www.bredent.com<br />

ZTM Gunnar Dietz, ZTM Oliver Heinzmann ,<br />

ZT Lars Osemann<br />

Implantatprothetik TOTAL – 11.10.-12.12. Senden 780,00<br />

Wege zu funktionellem totalen Zahnersatz<br />

ZTM Patrik Guttenbacher, ZTM Christian Rohrbach<br />

Individuelle visio.lign Verblendung von 19.10.-20.10. Köln 890,00<br />

Implantat-Suprakonstruktionen aus Zirkon<br />

ZT Andreas Lüdtke<br />

thermopress 400 Spritzgusssystem; Modul 02/ 25.10.-26.02. Senden 620,00<br />

Fortgeschrittene<br />

ZTM Jens-Christian Fehsenfeld<br />

SKYplanX /Hands-on und Software Training 12.11. Senden 350,00<br />

Jörg Keßler<br />

visio.lign auf festsitzenden und 14.11. München 185,00<br />

herausnehmbaren Suprakonstruktionen<br />

ZT Stephan Adler (ProFor Mitglied)<br />

Individuelle visio.lign Verblendung von 16.11.-17.11. Senden 890,00<br />

Implantat-Suprakonstruktionen aus Zirkon<br />

ZT Andreas Lüdtke<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1131


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Herstellung einer Sofortversorgungen Termin auf Senden 850,00 bredent GmbH Co. KG<br />

Stephan Adler<br />

Anfrage<br />

SKYplanX/Hands-on und Software Training Termine auf vo Ort 350,00<br />

Jörg Keßler<br />

Anfrage<br />

Abformung – aber richtig! Termin auf vor Ort 99,00<br />

Sabine Rißmann<br />

Anfrage<br />

Präzisionsguss auf Implantat-, Teleskop- und Termin auf vor Ort 900,00<br />

Stegarbeiten<br />

Anfrage<br />

ZT Ulrich Bremerich, ZT Björn Lenz, ZT Martin Schulz,<br />

ZT Carsten Wenke<br />

Gießtechnik nach Sabath; Modul 01/Einsteigerkurs Termin auf vor Ort 1132,00<br />

Andreas Sabath<br />

Anfrage<br />

Gießtechnik nach Sabath; Modul 02/Expertenkurs Termin auf vor Ort 2037,00<br />

Andreas Sabath<br />

Anfrage<br />

Ästhetische Herausforderungen in der Composite Termin auf vor Ort 445,00<br />

Verblendtechnik lösen<br />

Anfrage<br />

ZTM Elmar Beckmann, ZTM Michael Borghorst,<br />

ZTM Gunnar Dietz, ZTM Oliver Heinzmann,<br />

ZT Lars Osemann<br />

visio.lign auf festsitzenden und Termin auf vor Ort 185,00<br />

herausnehmbaren Suprakonstruktionen<br />

Anfrage<br />

ZT Stephan Adler (ProFor Mitglied)<br />

Details zu Kosten und Fortbildungspunkten entnehmen Sie bitte dem Kursprogramm oder unserer Homepage www.bredent.com<br />

Workshop am Phantom Modul 01/Modul 02 05.10.-06.10. Nürnberg 700,00 bredent medical GmbH Co. KG<br />

Prof. NY. Dr. med. dent. Manfred Lang (0 73 09) 8 72-616<br />

SKY fast & fixed/Feste Zähne – sofort! 06.10. Schöneck 950,00 www.bredent-medical.com<br />

ZA Gerhard Reif<br />

SKY fast & fixed/Feste Zähne – sofort! 12.10. Burgdorf 495,00<br />

Mit Hands-on/Nur für Zahnärzte<br />

Dr. med. dent. Andreas Groetz M.Sc.<br />

HELBO-Therapie: Biofilm – Ihr unsichbarer Feind! 12.10. Dresden 79,00<br />

Dr. Sigurd Hafner, Dr. Freimut Vizethum 129,00<br />

Implantatprophylaxe 17.10. Burgdorf 49,00<br />

Simone Schwenke<br />

HELBO-Therapie: Blutende Zahnfleischtaschen 07.11. Stuttgart 79,00<br />

< 4mm – (kein) Problem für Sie? 129,00<br />

Dr. Ulrich Fürst, PD Dr. Jörg Neugebauer,<br />

Dr. Freimut Vizethum<br />

SKY fast & fixed/Feste Zähne – sofort! Mit Hands-on 09.11.-10.11. Crailsheim 1750,00<br />

Dr. Stephan Ryssel M.Sc.<br />

Therapiekonzepte – die Basis für die 09.11. Senden kostenfrei<br />

erfolgreiche Praxis/Implantologiekonzepte<br />

Herbert Bibiza, Roland Benz<br />

whiteSKY Zirkonimplantat – Die Zukunft ist weiss 10.11. Berlin 585,00<br />

Christoph Arlom<br />

Workshop am Phantom Modul 04 16.11. Nürnberg 700,00<br />

Prof. Ny. Dr. med. dent. Manfred Lang<br />

Workshop am Phantom Modul 03 17.11. Nürnberg 700,00<br />

Prof. Ny. Dr. med. dent. Manfred Lang<br />

SKY fast & fixed/Feste Zähne – sofort! 17.11. Schöneck 950,00<br />

ZA Gerhard Reif<br />

HELBO-Therapie: Blutende Zahnfleischtaschen 23.11. Dortmund 79,00<br />

4mm – (kein) Problem für Sie? 129,00<br />

Dr. Ulrich Fürst, PD Dr. Jörg Neugebauer,<br />

Dr. Freimut Vizethum<br />

HELBO-Therapie: Risikofaktoren in der 28.11. Frankfurt/M 79,00<br />

Parodontologie und Implantologie 129,00<br />

Dr. Ralf Rößler<br />

SKY fast & fixed/Feste Zähne – sofort! 01.12. Landsberg am 950,00<br />

Dr. Georg Bayer, Dr. Frank Kistler<br />

Lech<br />

HELBO-Therapie: Blutende Zahnfleischtaschen 05.12. München 79,00<br />

< 4mm – (kein) Problem für Sie? 129,00<br />

Dr. Ulrich Fürst, PD Dr. Jörg Neugebauer,<br />

Dr. Freimut Vizethum<br />

Workshop am Phantom Modul 01/Modul 02 07.12.-08.12. Nürnberg 700,00<br />

Prof. NY. Dr. med. dent. Manfred Lang<br />

Therapiekonzepte – die Basis für die Termine auf vor Ort kostenfrei<br />

erfolgreiche Praxis/Implantologiekonzepte<br />

Anfrage<br />

Herbert Bibiza, Roland Benz<br />

Teamstart Chirurgie Termine auf Weinheim 800,00<br />

PD Dr. Dr. Horst Ernst Umstadt<br />

Anfrage<br />

Starker Knochenverlust im OK oder UK – was tun? Termine auf Weinheim 950,00<br />

PD Dr. Dr. Horst Ernst Umstadt<br />

Anfrage<br />

Details zu Kosten und Fortbildungspunkten entnehmen Sie bitte dem Kursprogramm oder unserer Homepage www.bredent.com<br />

1132 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Einführung in die Ästhetik der Zahnprothese 08.09. Düsseldorf 395,00 Candulor Dental GmbH<br />

ZTM Tony Wiessner<br />

KunstZahnWerk<br />

Basiswissen der Totalprothetik 21.09.-22.09. Zwickau 595,00 (0 77 31) 7 97 83-22)<br />

ZT Martin Koller<br />

www.candulor.de<br />

Einführung in die Ästhetik der Zahnprothese 20.10. Frankfurt/Main 395,00<br />

ZTM Tony Wiessner<br />

Individuelle Präzision aus dem PolyMaster 27.10. Karlsruhe 320,00<br />

ZTM Frank Rose<br />

Wege zur Hochwertigen Ästhetik als Grundkurs 10.11. Berlin 395,00<br />

ZTM Kay Axthelm<br />

Mit <strong>System</strong> zur Totalprothese 16.11.-17.11. Karlsruhe 595,00<br />

Helmut Kircheis<br />

Einführung in die Ästhetik der Zahnprothese 17.11. München 395,00<br />

ZTM Tony Wiessner<br />

Basiswissen der Totalprothetik 23.11.-24.11. Hagen 595,00<br />

ZTM Reinhold Haß<br />

Ansprechpartnerin Angelika Achenbach, Bitte fordern Sie unser aktuelles Kursprogramm an!<br />

Vom Abdruck zum Provisorium/Grundkurs 21.09. Starnberg 120,00 Corona Lava Fräszentrum<br />

ZMF Petra Schüle<br />

Starnberg<br />

Oberflächenbearbeitung in Vollendung 29.09. Starnberg 450,00 (0 81 51) 55 53 88<br />

Bertrand Thiévent<br />

www.lavazentrum.com<br />

Vom Abdruck zum Provisorium/Fortgeschrittenkurs 29.09. Starnberg 120,00<br />

ZMF Petra Schüle<br />

Teilnahme nur nach Anmeldung, da Teilnehmerzahl begrenzt!<br />

Dentale Formen und Strukturen II – 25.10.-26.10. Meckenheim 790,00 DA VINCI CREATIV<br />

Die Rekonstruktion der zentralen Incisiven<br />

Forum für die <strong>dental</strong>e Kunst<br />

ZTM Achim Ludwig (0 22 25) 1 00 27<br />

Majesthetische Schichtungsvarianten in Keramik 29.10. Meckenheim 350,00 www.davinci<strong>dental</strong>.de<br />

ZTM Achim Ludwig<br />

Fordern Sie unser aktuelles Kursprogramm 2012 an!<br />

Handwerk Keramik – Back to the roots 27.09.-28.09. Düsseldorf 295,00 DeguDent GmbH<br />

Mit fundamentalen Wissen und Struktur zum Erfolg (0 61 81) 59-59 15<br />

ZTM Joachim Wille, DeguDent GmbH<br />

www.degudent.de<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 01.10.-02.10. Düsseldorf 398,00<br />

<strong>System</strong>TM 2012<br />

ZTM Leif Alliger, DeguDent GmbH<br />

Veneer-Spezial – Variationen der Veneer-Technik 08.10. Hannover 395,00<br />

ZTM Jürgen Braunwarth, Stuttgart<br />

Das Kiss ® -Konzept: „All in one“ 09.10. Hannover 395,00<br />

ZTM Jürgen Braunwarth, Stuttgart<br />

Veneer-Spezial – Variationen der Veneer-Technik 10.10. Hanau 395,00<br />

ZTM Jürgen Braunwarth, Stuttgart<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 11.10.-12.10. Hamburg 398,00<br />

<strong>System</strong>TM 2012<br />

ZTM Andrea Schlichting, DeguDent GmbH<br />

Cercon ® ht <strong>das</strong> Verblendkonzept 17.10. Hanau 49,00<br />

ZT Yamen Chaban, DeguDent GmbH<br />

Aufwachstechnik als Basis und Wegbereiter im 17.10. Stuttgart 295,00<br />

CAD/CAM-Zeitalter<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

Rationelle Front- und Seitenzahnkeramik <strong>mit</strong> den 18.10. Stuttgart 295,00<br />

Keramik-<strong>System</strong>en Kiss und love<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

Handwerk Keramik – Back to the roots 19.10.-20.10. Stuttgart 295,00<br />

Mit fundamentalen Wissen und Struktur zum Erfolg<br />

ZTM Joachim Wille, DeguDent GmbH<br />

In:joy the Kiss – Keramik meets Komposit 23.10. Düsseldorf 149,00<br />

ZTM Andrea Schlichting, DeguDent GmbH<br />

ART ORAL Minimal-invasiv – Non-invasiv 24.10. Gütersloh 349,00<br />

ZT Klaus Müterthies, Gütersloh<br />

CAD/CAM-Basis-Workshop Cercon ® eye/Cercon ® art 26.10. Ismaning 98,00<br />

ZT Georg Wurm, DeguDent GmbH<br />

Cercon ® ht <strong>das</strong> Verblendkonzept 29.10. Berlin 49,00<br />

ZTM Gerald Haase, DeguDent GmbH<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1133


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Individueller geht’s nicht – 05.11.-06.11. Düsseldorf 498,00 DeguDent GmbH<br />

unsichtbare Kronen – Mit Patient<br />

ZTM Hans-Jürgen Joit, Düsseldorf<br />

Natürliche Zähne statt Kronen 07.11.-08.11. Berlin 295,00<br />

(Morphologie, Oberflächen, Textur)<br />

ZT Yamen Chaban, DeguDent GmbH<br />

Cercon ® ht <strong>das</strong> Verblendkonzept 12.11. Hannover 49,00<br />

ZTM Andrea Schlichting, DeguDent GmbH<br />

Aufwachstechnik als Basis und Wegbereiter im 14.11. Hanau 295,00<br />

CAD/CAM-Zeitalter<br />

ZTM Jochen Peters, Neuss<br />

Rechnen Sie <strong>mit</strong> Wachstum – die richtige 14.11. Ismaning 149,00<br />

Abrechnung zahntechnischer Leistungen<br />

Uwe Koch, GO-ZAKK, Willich<br />

CAD/CAM-Intensiv-Workshop 3Shape Dental 15.11.-16.11. Berlin 398,00<br />

<strong>System</strong>TM 2012<br />

ZTM Andrea Schlichting, DeguDent GmbH<br />

Natürliche Zähne statt Kronen 15.11.-16.11. Stuttgart 295,00<br />

(Morphologie, Oberflächen, Textur)<br />

ZT Yamen Chaban, DeguDent GmbH<br />

Detaillierte Beschreibungen finden Sie auf unserer Website www.degudent.de unter der Rubrik „Fortbildung und Veranstaltungen“.<br />

Modellgusskurs I – Grundkurs – Ihr Einstieg in 14.09.-15.09. Frohburg 299,00 Dentaurum GmbH & Co. KG<br />

die Modellgusstechnik (bei Leipzig (0 72 31) 8 03-470<br />

ZT Michael Röhnisch<br />

www.dentaurum.de<br />

Kieferorthopädischer Grundkurs Teil I – 14.09.-15.09. Ispringen 449,00<br />

Ihr Einstieg in die KFO<br />

ZT Martin Geller<br />

Die gaumen- bzw. bügelfreie Teleskopprothese im 14.09.-15.09. Ispringen 449,00<br />

Einstückgussverfahren aus CoCr<br />

ZT Michael Martin<br />

Modellgusskurs I – Grundkurs – 20.09.-21.09. Ispringen 299,00<br />

Ihr Einstieg in die Modellgusstechnik<br />

Zahntechniker der Dentaurum-Gruppe<br />

Der Funktionsregler nach Fränkel – 21.09.-22.09. Ispringen 449,00<br />

Herstellung der FR III Apparatur<br />

ZT Konrad Hofmann, Dr. Wolfgang Scholz<br />

Der elastisch offene Aktivator nach Klammt 21.09.-22.09. Ispringen 449,00<br />

ZT Monika Brinkmann<br />

Herstellung einer edelmetallfreien 22.09. Erfurt 249,00<br />

Teleskopkrone aus emf<br />

ZTM Volker Wetzel<br />

Herstellung einer edelmetallfreien 22.09. Erfurt 249,00<br />

Teleskopkrone aus remanium ® star<br />

ZTM Volker Wetzel<br />

Kurs zur Perfektionierung der Biege- und Streutechnik 22.09. Ispringen 275,00<br />

ZT Guido Pedroli<br />

Lasersicherheitsschulung <strong>mit</strong> praktischen 28.09. Ispringen 165,00<br />

Übungen am Laser<br />

Dipl. Ing. (FH) Klaus Merkle) + Zahntechniker<br />

der Dentaurum-Gruppe<br />

Die Pendelapparatur und Ihre Modifikationen 29.09. Freiberg 250,00<br />

ZT Ursula Wirtz<br />

(bei Dresden)<br />

Kieferorthopädischer Grundkurs Teil II – 12.10.-13.10. Baden 449,00<br />

für diejenigen, die (noch) mehr wissen wollen<br />

(bei Wien)<br />

ZT Martin Geller<br />

Das Hansa-Gerät 12.10.-13.10. Ispringen 449,00<br />

ZT Konrad Hofmann<br />

Das elastische Vorschub-Doppelplattensystem 12.10. Ispringen 219,00<br />

ZT Gerd Schaneng<br />

Laserschweiß-Grundkurs – Ihr Einstieg in die 12.10. Ispringen 165,00<br />

Lasertechnik<br />

Zahntechniker der Dentaurum-Gruppe<br />

Das gelötete Herbstscharnier 13.10. Freiberg 299,00<br />

ZT Stephan Jopp<br />

(bei Dresden)<br />

Kieferorthopädischer Aufbaukurs für Fortgeschrittene 18.10.-20.10. Ispringen 519,00<br />

ZT Christine Ramian<br />

Kieferorthopädischer Grundkurs Teil II – 19.10.-20.10. Freiberg 165,00<br />

für diejenigen, die (noch) mehr wissen wollen<br />

(bei Dresden)<br />

ZT Monika Brinkmann<br />

Klammermodellgusskurs für Fortgeschrittene 19.10.-20.10. Hamburg 449,00<br />

ZT Klaus Dittmar<br />

1134 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

KFO Creativ – der etwas andere Kurs 20.10. Ispringen 219,00 Dentaurum GmbH & Co. KG<br />

ZT Claudia Stößer<br />

Herstellung eines gnathologischen Set-Up 20.10. Ispringen 219,00<br />

ZT Stephan Jopp<br />

Kieferorthopädischer Grundkurs Teil II – 26.10.-27.10. Ispringen 449,00<br />

für diejenigen, die (noch) mehr wissen wollen<br />

ZT Martin Geller<br />

Vorstellung und Verarbeitung moderner 26.10. Ispringen 219,00<br />

Spezialschrauben<br />

ZTM Klaus Fischer<br />

Suchen Sie nicht den Himmel ab – Ihre Sterne 27.10. Ispringen 249,00<br />

sind schon da: Teleskope aus EMF<br />

ZTM Ulrich Darlath, ZT Stephan Weng<br />

Weichgewebshandling – <strong>das</strong> einfache, 22.09. Jena 383,00 Dentaurum Implants GmbH<br />

<strong>das</strong> schwer zu machen ist (0 72 31) 8 03-470<br />

Dr. Joachim Hoffmann<br />

www.dentaurum.de<br />

Implantatplanung – von klassisch bis dreidimensional 28.09. Heiligenhaus 185,00<br />

Dr. Friedhelm Heinemann<br />

Hart- und Weichgewebsmanagement 29.09. Nürnberg 295,00<br />

Dr. Stephan Kressin<br />

Hart- und Weichgewebsmanagement 29.09. Nürnberg 295,00<br />

Dr. Stephan Kressin<br />

Implantatprothetik optimiert: Von der Planung 10.11. Jena 383,00<br />

bis in die Erhaltungsphase<br />

Dr. Joachim Hoffmann<br />

Moderne Teleskop- und Kombinationstechnik 11.09.-12.09. Essen 650,00 FUNDAMENTAL<br />

ZTM Klaus Osten<br />

Schulungszentrum<br />

Die Klammermodellgussprothese 18.09.-19.09. Essen 495,00 (0201) 86 86 4-0<br />

ZTM Klaus Osten<br />

www.fundamental.de<br />

ZTM Axel Gütges<br />

No-Prep Veneers – der Patientenfall 21.09. Essen 350,00<br />

ZTM Axel Gütges<br />

CAD/CAM Step by Step Teil 1 Einsteiger-Seminar 25.09. Essen 149,00<br />

Michaela von Keutz, Wieland GmbH<br />

Fordern Sie unsere aktuellen Seminarbroschüren 2012 an!<br />

Initial Basic Workshop MC/Zr-FS 28.09.-29.09. Idstein 880,00 GC Germany GmbH<br />

ZTM Shahab Esfarjani (0 61 72) 9 95 96-0<br />

GC Fotoworkshop „Dentalfotografie und 19.10. Berlin 400,00 www.gcgermany.de<br />

Dokumentation von Patientenfällen“ TEAMKURS<br />

ZTM Andreas Kunz<br />

GC Initial IQ Layering <strong>System</strong> 19.10.-20.10. Idstein 450,00<br />

„Form, Farbe und Oberfläche“ NEUER KURS<br />

ZTM Tomonari Okawa<br />

GC Initial MC Veener Kurs „Möglichkeiten der 20.10. Melanie 500,00<br />

individuellen Veneertechnik“ NEUER KURS<br />

ZTM Christian Rothe<br />

GC Initial MC Ästhetik & Phonetik Kurs 26.10.-27.10. Berlin 880,00<br />

„Keramik für Fortgeschrittene“<br />

ZTM Peter Schaller<br />

ZTM Massimiliano Trombin 31.10. Meckenheim 550,00<br />

„Die majesthetische Oberflächentextur“<br />

ZTM Massimiliano Trombin<br />

Fordern Sie unseren aktuellen Kurskalender an<br />

Noritake CZR Einführungskurs 13.10. München, 360,00 Goldquadrat<br />

ZTM Alexander Fink Dentale Techno- (05 11) 4 49 89 70<br />

Hochästhetische Frontzahnrestaurationen <strong>mit</strong> 15.10.-16.10. Institut des 380,00 www.goldquadrat.de<br />

Noritake CZR<br />

Zahntechniker-<br />

ZTM Christian Hannker<br />

handwerks in<br />

Niedersachsen<br />

e.V., Seeweg<br />

4, 30827<br />

Garbsen<br />

Noritake CZR intensiv 26.10.-27.10. Dental<strong>labor</strong> 449,00<br />

ZTM Andreas Piorreck<br />

Christian Rothe,<br />

Berlin<br />

Noritake CZR Brückenkurs 27.10.-28.10. München, 590,00<br />

ZTM Alexander Fink<br />

Dentale Technologie<br />

A. Fink<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1135


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

CAD/CAM 3.1 11.09. Ettlingen 169,00 Heraeus Kulzer GmbH<br />

Techn. Fachberater (0 61 81) 35 40 14<br />

Klammermodellguss 11.09.-12.09. Oelsnitz 425,00 www.heraeus-<strong>dental</strong>.de<br />

Mazur, Frank<br />

Perfekte Rot-Weiße Ästhetik 12.09. Garbsen 329,00<br />

Maier, Björn<br />

Matrix-Workshop 12.09. Hagen 99,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 2 Aufbaukurs 3shape 12.09. Hanau 139,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Präsentation gehört zum Business! 12.09. Hanau 295,00<br />

Weisser, Wolfgang<br />

Patientenkurs/Portugal 12.09.-15.09. Porto/Portugal 2180,00<br />

Fiechter, Paul<br />

CAD/CAM 3 Fortgeschrittenenkurs 13.09. Hanau 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 4.1 14.09. Alling 599,00<br />

Binder, Roland<br />

Natur Pur 1 14.09. Düsseldorf 275,00<br />

Stang, Markus<br />

Additional Veneers 14.09. Hagen 325,00<br />

Barton, Volker<br />

CMD-Funktionsdiagnostik 14.09. Hanau 325,00<br />

Dr. Körner; Mormann<br />

CAD/CAM 5 14.09. Hanau 69,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Pala Ästhetik 14.09. Köln 275,00<br />

Ehret, Dieter<br />

Matrix-Masterfrontkurs Frontzahn 18.09.-19.09. Köln 725,00<br />

Fiechter, Paul<br />

CAD/CAM 3 Fortgeschrittenenkurs 19.09. Dresden 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 1 Einsteiger 3shape 19.09. Ettlingen 79,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 4.1 19.09. Köln 599,00<br />

Binder, Roland<br />

BWL Grundkurs/Steuerberater 19.09. Leipzig 290,00<br />

Lenz, Frank Dipl.-Kfm.<br />

Keramik trifft Composite 19.09. Wasserburg 99,00<br />

Pietsch, Peter<br />

BWL Grundkurs/Strategische Unternehmensführung 19.09. Wasserburg 450,00<br />

Thiesen, Christian; Heermann, Uwe<br />

CAD/CAM 3.1 20.09. Dresden 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 3 Fortgeschrittenenkurs 20.09. Ettlingen 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Matrix-Masterkurs Veneer-Technik 20.09.-21.09. Hanau 725,00<br />

Fiechter, Paul<br />

Patientenorientierte Frontzahnästhetik 21.09. Dresden 329,00<br />

Maier, Björn<br />

BWL Fortgeschrittene BWL/Recht 21.09.-22.09. Ettlingen 500,00<br />

Lenz, Frank Dipl.-Kfm.<br />

CAD/CAM 1 Einsteiger 3shape 26.09. Alling 79,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Signum Matrix 26.09. Berlin 99,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Signum Matrix 26.09. Düsseldorf 99,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 1 Einsteiger 3shape 26.09. Köln 79,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 3 Fortgeschrittenenkurs 26.09. Nürnberg 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Zähne aus Wasserburg 26.09. Wasserburg 89,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Navigator-Masterkurs 27.09.-28.09. Alling 725,00<br />

Fiechter, Paul<br />

Die totale Prothese 27.09.-28.09. Berlin 625,00<br />

Lerch, Peter<br />

Totale Prothese 27.09.-28.09. Hagen 245,00<br />

Franke, Kai<br />

Laserschweißen 27.09.-28.09. Hanau 475,00<br />

Maskwo, Sören<br />

CAD/CAM 3 Fortgeschrittenenkurs 27.09. Köln 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 3.1 27.09. Nürnberg 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

1136 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Gerontoprothetische Therapie 28.09.-29.09. Düsseldorf 425,00 Heraeus Kulzer GmbH<br />

Baur, Andre<br />

Natur Pur 2 28.09.-29.09. Ettlingen 495,00<br />

Stang, Markus<br />

BWL Fortgeschrittene/Strategische 28.09.-29.09. Köln 850,00<br />

Unternehmensführung<br />

Thiesen, Christian; Heermann, Uwe<br />

Ästhetisch verblenden 29.09. Stuttgart 329,00<br />

Maier, Björn<br />

VA Zirkon 09.10. Alling 139,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Matrix-Masterkurs Frontzahn 09.10.-10.10. Garbsen 725,00<br />

Fiechter, Paul<br />

Totale Prothese 09.10.-10.10. Hanau 245,00<br />

Franke, Kai<br />

Präsentation gehört zum Business! 10.10. Alling 295,00<br />

Weisser, Wolfgang<br />

CAD/CAM 1 Einsteiger 3shape 10.10. Ettlingen 79,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 4.1 10.10. Hanau 599,00<br />

Binder, Roland<br />

Matrix-Workshop 10.10. Karlsruhe 99,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 3 Fortgeschrittenenkurs 11.10. Ettlingen 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Patientenorientierte Frontzahnästhetik 12.10. Alling 329,00<br />

Maier, Björn<br />

Anspruchsvolle Fälle 12.10. Garbsen 295,00<br />

Hruschka, Uwe<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 3.1 12.10. Hanau 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

BWL Fortgeschrittene BWL/Recht 12.10.-13.10. Leipzig 500,00<br />

Lenz, Frank Dipl.-Kfm.<br />

Matrix-Masterkurs Frontzahn 16.10.-17.10. Leipzig 725,00<br />

Fiechter, Paul<br />

CAD/CAM 1 Einsteiger 3shape 16.10. Wasserburg 79,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Matrix-Workshop 17.10. Garbsen 99,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Farbkommunikation 17.10. Hamburg 275,00<br />

Unger, Marcel<br />

CAD/CAM 3.1 17.10. Leipzig 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Ästhetisch verblenden 17.10. Nürnberg 329,00<br />

Maier, Björn<br />

CAD/CAM 3.1 17.10. Wasserburg 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Gerontoprothetische Therapie 18.10.-19.10. Wasserburg 425,00<br />

Baur, Andre<br />

Pala Ästhetik 19.10. Berlin 275,00<br />

Ehret, Dieter<br />

VA Zirkon 19.10. Ettlingen 139,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 5 19.10. Hanau 69,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Rationelle Keramikästhetik 19.10. Ronneburg 275,00<br />

Bies, Jörg<br />

Matrix-Masterkurs Veneer-Technik 19.10.-20.10. Stuttgart 725,00<br />

Fiechter, Paul<br />

BWL Fortgeschrittene/Strategische 19.10.-20.10. Wasserburg 850,00<br />

Unternehmensführung<br />

Thiesen, Christian; Heermann, Uwe<br />

CAD/CAM 3.1 23.10. Ettlingen 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

VA Zirkon 23.10. Köln 139,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 3 Fortgeschrittenenkurs 24.10. Alling 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 2 Aufbaukurs 3shape 24.10. Berlin 139,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Modell- und Patientenanalyse 24.10. Düsseldorf 145,00<br />

Polei, Andreas<br />

Gießtechnik 24.10. Hamburg 195,00<br />

Schebela, Heinz<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1137


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Patientenorientierte Frontzahnästhetik 24.10. Hamburg 329,00 Heraeus Kulzer GmbH<br />

Maier, Björn<br />

Gießtechnik 24.10. Hamburg 195,00<br />

Schebela, Heinz<br />

Präsentation gehört zum Business! 24.10. Köln 295,00<br />

Weisser, Wolfgang<br />

Exklusive, individuelle Prothetik 24.10.-26.10. Wasserburg 1050,00<br />

Ehret, Dieter<br />

CAD/CAM 3 Fortgeschrittenenkurs 25.10. Berlin 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Die totale Prothese 25.10.-26.10. Hanau 625,00<br />

Lerch, Peter<br />

CAD/CAM 2 Aufbaukurs 3shape 25.10. Köln 139,00<br />

Techn. Fachberater<br />

CAD/CAM 3.1 26.10. Berlin 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Patientenkurs Additional Veneers 26.10.-27.10. Essen 725,00<br />

Barton, Volker<br />

CAD/CAM 3.1 26.10. Köln 169,00<br />

Techn. Fachberater<br />

VA Zirkon 29.10. Hamburg 139,00<br />

Techn. Fachberater<br />

Detaillierte Beschreibungen finden Sie unter www.heraeus-<strong>dental</strong>.com/kursprogramm<br />

inLab SW 4.0 – Grundlagen! Training für Einsteiger 19.09. Darmstadt 490,00 infiniDent Services GmbH<br />

Erfahrene inLab Anwender <strong>mit</strong> eigenem Laborbetrieb (0 61 51) 3 96 18 18<br />

inLab SW 4.0 – Mehr Möglichkeiten, mehr 26.09. Darmstadt 390,00 www.infinidentservices.com<br />

Freiheiten! Aufbau-Training für Umsteiger<br />

Erfahrene inLab Anwender <strong>mit</strong> eigenem Laborbetrieb<br />

inLab SW 4.0 – Grundlagen! Training für Einsteiger 10.10. Darmstadt 490,00<br />

Erfahrene inLab Anwender <strong>mit</strong> eigenem Laborbetrieb<br />

inLab SW 4.0 – Mehr Möglichkeiten, mehr 17.10. Darmstadt 390,00<br />

Freiheiten! Aufbau-Training für Umsteiger.<br />

Erfahrene inLab Anwender <strong>mit</strong> eigenem Laborbetrieb<br />

inLab SW 4.0 – Durchstarten <strong>mit</strong> 4.0! 24.10. Darmstadt 490,00<br />

Intensiv-Training für Fortgeschrittene.<br />

Erfahrene inLab Anwender <strong>mit</strong> eigenem Laborbetrieb<br />

inLab SW 4.0 – Mehr Möglichkeiten, mehr 31.10. Darmstadt 390,00<br />

Freiheiten! Aufbau-Training für Umsteiger.<br />

Erfahrene inLab Anwender <strong>mit</strong> eigenem Laborbetrieb<br />

Detaillierte Beschreibung finden Sie unter Trainings & Events auf www.infinidentservices.com!<br />

Funktionelles Basiswissen und deren praktische 14.09.-15.09. Schaan 1000,00 Ivoclar Vivadent AG<br />

Umsetzung <strong>mit</strong> Hilfe von IPS e.max ® im<br />

ICDE Schaan<br />

Seitenzahnbereich +423 235 33 06<br />

Ch. Zobler, Österreich<br />

www.ivoclarvivadent.com<br />

Vollkeramische Implantat-Versorgungen 20.09.-21.09. Schaan 1000,00<br />

<strong>mit</strong> IPS e.max ® Press Abutment Solutions<br />

D. Vinci, Schweiz<br />

Harmony 28.09.-29.09. Schaan 1000,00<br />

Vollkeramischer Zahnersatz im<br />

Frontzahnbereich und die Vollendung einer<br />

computergefertigten Seitenzahnkrone<br />

S. Kataoka, Japan<br />

IPS e.max ® Ceram-Frontzahnästhetik: 12.10.-13.10. Schaan 1000,00<br />

Veneer neben Krone – transparent neben opak<br />

C. Wohlgenannt, Österreich<br />

The Fascination of IPS e.max ® Vollkeramik-Master- 25.10.-26.10. Schaan 1000,00<br />

workshop (Dieser Kurs wird auf Englisch abgehalten)<br />

Oliver Brix, Deutschland<br />

Der perfekte Weg zur ästhetisch-funktionellen 05.11.-06.11. Schaan 770,00<br />

Totalprothetik – Die „rot-weisse“ Ästhetik <strong>mit</strong><br />

der neuen SR Phonares ® -Zahnlinie<br />

Th. Michel, Deutschland und C. Stückler,<br />

Liechtenstein<br />

Spiel, Satz, IPS e.max ® 07.11.-08.11. Schaan 1000,00<br />

Th. Michel, Deutschland<br />

„Kniffe und Tricks” <strong>mit</strong> IPS e.max ® 27.11.-28.11. Schaan 1000,00<br />

(Französisch <strong>mit</strong> Übersetzung nur ins Englische)<br />

G. Ubassy, Frankreich<br />

Smile Design und interdisziplinäre digitale Kommu- 03.12.-04.12. Schaan 1000,00<br />

nikation (Englisch <strong>mit</strong> Übersetzung nur ins Deutsche)<br />

Dr. C. Coachman, Brasilien<br />

Weitere Kursangebote unter www.ivoclarvivadent.com!<br />

1138 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

IPS e.max High Performance 21.09.-22.09. Backnang 850,00 Ivoclar Vivadent GmbH<br />

Christian Hannker, Jan-Holger Bellmann (0 79 61) 88 90<br />

Herstellung einer Frontzahnkrone und 21.09.-22.09. Bad 445,00 www.ivoclarvivadent.de<br />

eines Molaren <strong>mit</strong> IPS e.max Press<br />

Zwischenahn<br />

Mark Bultmann<br />

All along IPS InLine 28.09.-29.09. Ellwangen 695,00<br />

Christian Lang<br />

IPS e.max Ästhetikkurs 28.09.-29.09. Neustadt-Glewe 800,00<br />

Axel Seeger<br />

IPS e.max – Pressen ist in 12.10. Halle 395,00<br />

Axel Seeger<br />

IPS e.max – „Press to sucess“ 12.10.-13.10. St. Augustin 770,00<br />

Benjamin Votteler<br />

Fotokurs Teil 1 18.10. Hamburg 395,00<br />

Christian Hannker<br />

Fotokurs Teil 2 19.10. Hamburg 395,00<br />

Christian Hannker<br />

IPS e.max – Verblendung auf Zirkon und LS2 25.10.-26.10. München 950,00<br />

unter Berücksichtigung der natürlichen<br />

Lichtdynamik<br />

Volker Brosch<br />

Cerec inLab & IPS e.max 26.10.-27.10. Ellwangen 595,00<br />

Bastian Heinloth<br />

Implantat Suprastrukturen auf präfabrizierten 26.10.-27.10. Ellwangen 849,00<br />

Titanabutments<br />

Udo Buhr<br />

IPS e.max Press – Veneers in Vollendung 27.10. Berlin 299,00<br />

Peter Hecker<br />

Der Frontzahn ist weg – was nun? 02.11.-03.11. Berlin 950,00<br />

Rainer Semsch<br />

IPS e.max Frontzahnästhetik Veneer neben Krone 02.11.-03.11. Freiburg 770,00<br />

Carola Wohlgenannt<br />

IPS e.max – „Press to sucess“ 09.11.-10.11. Ellwangen 770,00<br />

Benjamin Votteler<br />

IPS e.max CAD- „Frontzahnrestaurationen der 09.11.-10.11. Hagen 495,00<br />

neuen Generation“<br />

Oliver Morhofer<br />

Natürliche Ästhetik „Lithiumdioxyd oder 09.11.-10.11. Oldenburg 850,00<br />

Zirkoniumdioxyd & IPS e.max Ceram“<br />

Jan-Holger Bellmann<br />

Weitere Kursangebote unter www.ivoclarvivadent.de!<br />

Rationelle Frontzahnkeramik 21.09.-22.09. Neuss 510,00 Jochen Peters<br />

ZTM Jochen Peters (0 21 31) 4 88 89<br />

Rationelle Aufwachstechnik für Auszubildende 24.09.-25.09. Neuss 320,00 www.ds-peters.de<br />

ZTM Jochen Peters<br />

Rationelle Okklusionskeramik 12.10.-13.10. Neuss 510,00<br />

ZTM Jochen Peters<br />

Rationelle Aufwachstechnik 15.10.-16.10. Neuss 490,00<br />

ZTM Jochen Peters<br />

Rationelle Front- und Seitenzahnkeramik 24.10.-25.10. Neuss 510,00<br />

ZTM Jochen Peters<br />

Rationelle Aufwachstechnik 30.11.-01.12. Neuss 490,00<br />

ZTM Jochen Peters<br />

Rationelle Aufwachstechnik für Auszubildende 03.12.-04.12. Neuss 320,00<br />

ZTM Jochen Peters<br />

Rationelle Front- und Seitenzahnkeramik 07.12.-08.12. Neuss 510,00<br />

ZTM Jochen Peters<br />

dsp Dentale Schulungen Jochen Peters<br />

Digitale Fotografie für Zahnarztpraxis und 12.10. Renningen 450,00 KOOS EDELMETALLE GmbH<br />

Dental-Labor (0 71 59) 92 74-0<br />

D. Baumann www.koos.de<br />

Keramisches Verbelenden von Edelmetallgerüsten Termine auf Renningen 410,00<br />

A. Deuschle Anfrage<br />

Digitale Fotografie für zahnärztliche Termine auf Renningen Preis auf<br />

Mitarbeiter/-innen Anfrage Anfrage<br />

D. Baumann<br />

Richtige Abrechnung – Die Basis einer Termine auf Renningen Preis auf<br />

erfolgreichen Zahnarztpraxis Anfrage Anfrage<br />

J. Angermann-Daske<br />

Professionelle Abrechnung:GOZ/GOÄ Termine auf Renningen Preis auf<br />

J. Angermann-Daske Anfrage Anfrage<br />

Der richtige Umgang <strong>mit</strong> dem Patienten Termine auf Renningen Preis auf<br />

J. Angermann-Daske Anfrage Anfrage<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1139


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Qualitätsmanagement in der Zahnarztpraxis Termine auf Renningen Preis auf KOOS EDELMETALLE GmbH<br />

J. Angermann-Daske Anfrage Anfrage<br />

Grundlagen KOOS-metic Ceramic <strong>System</strong>, LFC Press Termine auf Renningen 390,00<br />

und Schichtsystem<br />

Anfrage<br />

A. Deuschle<br />

Frontzahnformen II 07.09.-08.09. Hamburg auf Anfrage Metaux Precieux Dental GmbH<br />

Andreas Nolte (07 11) 69 33 04 30<br />

CAD/CAM Workshop – Präsentation 19.09. Stuttgart kostenlos www.mp-<strong>dental</strong>-gmbh.de<br />

Wladimir Knjasev<br />

CAD/CAM Workshop – Präsentation 17.10. Stuttgart kostenlos<br />

Wladimir Knjasev<br />

CAD/CAM Workshop – Präsentation 21.11. Stuttgart kostenlos<br />

Wladimir Knjasev<br />

CAD/CAM Workshop – Präsentation 12.12. Stuttgart kostenlos<br />

Wladimir Knjasev<br />

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite www.mp-<strong>dental</strong>-gmbh.de<br />

model-tray – <strong>das</strong> <strong>System</strong> zwischen Abdruck und Zirkon 21.09. Hamburg 120,00 model-tray GmbH<br />

ZTM B. Haker-Hamid (08 00) 33 81 415<br />

model-tray – <strong>das</strong> <strong>System</strong> zwischen Abdruck und Zirkon 19.10. Hamburg 120,00 www.model-tray.de<br />

ZTM B. Haker-Hamid<br />

model-tray – <strong>das</strong> <strong>System</strong> zwischen Abdruck und Zirkon 16.11. Hamburg 120,00<br />

ZTM B. Haker-Hamid<br />

model-tray – <strong>das</strong> <strong>System</strong> zwischen Abdruck und Zirkon 07.12. Hamburg 120,00<br />

ZTM B. Haker-Hamid<br />

Teilnahme nur nach Anmeldung möglich! Weitere Infos unter www.model-tray.de<br />

Modellherstellungskurs „Das perfekte 07.09. Ettlingen-Bruchhausen 350,00 picodent GmbH<br />

Implantatmodell u.d. individuelle Abformlöffel“ Dental Produktions- u.<br />

ZTM T. Weiler, J. Glaeske<br />

Vertriebs GmbH<br />

„Das Modell“ – Die Visitenkarte des Labors 26.09. Garbsen 220,00 (0 22 67) 65 80 0<br />

ZTM T. Weiler , ZT U. Rudnick<br />

www.picodent.de<br />

„Das Modell“ – Die Visitenkarte des Labors 12.10. München 220,00<br />

ZTM T. Weiler, J. Glaeske<br />

„Das Modell“ – Die Visitenkarte des Labors 19.10. Regensburg 220,00<br />

ZTM T. Weiler, J. Glaeske<br />

Workshop rund ums zeiser-Modellsystem 24.10. Essen 120,00<br />

ZTM R. Haß<br />

„Das Modell“ – Die Visitenkarte des Labors 24.10. Hamburg 220,00<br />

ZTM T. Weiler, ZT U. Rudnick<br />

Weitere Termine auf Anfrage!<br />

phaser Schweißen Basiskurs 11.09. bei 300,00 primotec<br />

ZTM Andreas Hoffmann Göttingen Joachim Mosch<br />

Schienenkurs <strong>mit</strong> primosplint 25.09. bei 300,00 (0 61 72) 99 77 00<br />

ZTM Andreas Hoffmann Göttingen www.primogroup.de<br />

primosplint – Aufbissschienen 27.09. Bad Homburg 300,00<br />

ZT Frank Beck<br />

Schienenkurs <strong>mit</strong> primosplint 11.10. bei 300,00<br />

ZTM Andreas Hoffmann<br />

Göttingen<br />

Weitere Info und Seminartermine unter www.primogroup.de<br />

Gießen in der Zahntechnik 10.09. Regensburg 99,00 Sabath Dentalforschung<br />

Dipl.-Ing. Andreas Sabath (08 41) 379 62 06<br />

Gießen in der Zahntechnik 17.09. Ulm 99,00 www.sabath-<strong>dental</strong>forschung.de<br />

Dipl.-Ing. Andreas Sabath<br />

Gießen in der Zahntechnik 08.10. Magdeburg 99,00<br />

Dipl.-Ing. Andreas Sabath<br />

Gießen in der Zahntechnik 12.11. Münster 99,00<br />

Dipl.-Ing. Andreas Sabath<br />

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite www.sabath-<strong>dental</strong>forschung.de<br />

1140 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 14.09. Leverkusen 49,00 Schütz Dental GmbH<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 15.09. Beilngries 49,00 (0 60 03) 8 14-0<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 19.09. Eckernförde 49,00 www.schuetz-<strong>dental</strong>.de<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 19.09. Göttingen 49,00<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 19.09. München 49,00<br />

Laser – Veranstaltung für Fortgeschrittene 19.09. Rosbach 250,00<br />

Tizian CAD/CAM Anwenderkurs 2 Tage 20.09.-21.09. Rosbach 449,00<br />

Dialog Vario Überpresstechnik 2 Tage 21.09.-22.09. Köln 390,00<br />

Annette v. Hajmasy, Z<br />

Dialog Vario Überpresstechnik 2 Tage 25.09.-26.09. Rosbach 349,00<br />

Zebris Kurs 1 <strong>System</strong>vorstellung 28.09. Amberg 229,00<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 28.09. Rosbach 49,00<br />

Zebris Kurs 2 Konzept Wiederherstellung 29.09. Amberg 419,00<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 05.10. Kassel 49,00<br />

Laser – Veranstaltung für Fortgeschrittene 09.10. Rosbach 250,00<br />

Zebris Kurs 3 Screening,Strukturanalyse etc. 12.10.-14.10. Amberg 729,00<br />

http://sdent.eu/eventd<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 12.10. Stuttgart 49,00<br />

Dialog Vario Komposit–<strong>System</strong>vorst. 1 Tag 17.10. Rosbach 79,00<br />

Tizian CAD/CAM Live Demo 1 Tag 19.10. Rosbach 49,00<br />

Laser – Veranstaltung für Fortgeschrittene 24.10. Rosbach 250,00<br />

Cranial <strong>System</strong>-Prothetik auf Anfrage auf Anfrage auf Anfrage<br />

Einführung in die Funktionsdiagnostik auf Anfrage auf Anfrage auf Anfrage<br />

Funktionsdiagnostik – CMD auf Anfrage auf Anfrage auf Anfrage<br />

Funktionsdiagnostik: Modul II auf Anfrage auf Anfrage auf Anfrage<br />

Individuelle Frontzahngestaltung auf Anfrage auf Anfrage auf Anfrage<br />

3D Navigation in der Implantologie 2 Tage auf Anfrage Berlin 390,00<br />

Ästhetiktrends in der Keramik 1–2 Tage auf Anfrage Berlin 390,00<br />

Digitale Funktionsdiagnostik fürs Labor 2 Tage auf Anfrage Berlin 390,00<br />

Implantatprothetik von A–Z auf Anfrage Berlin 390,00<br />

indiv. geschichtete Veneers nach Prof. Tanaka auf Anfrage Berlin 390,00<br />

Galvano/Kobalt-Chrom Kombinationsprothetik auf Anfrage Bochum 599,00<br />

Galvanobrücke – die goldene Lösung auf Anfrage Bochum 599,00<br />

Titan Brückenversorgung IMPLA-<strong>System</strong> auf Anfrage Bochum 599,00<br />

Welder-Technik: Welder – (Einsteigerkurs) auf Anfrage Bochum 210,00<br />

Der Weg zur perfekten Totalprothetik auf Anfrage Rosbach 250,00<br />

Grundlagen der Welder/Lasertechnologie auf Anfrage Rosbach 95,00<br />

Nuance 750 Schnupperkurs 1 Tag auf Anfrage Rosbach 150,00<br />

Nuance 850 Schnupperkurs 1 Tag auf Anfrage Rosbach 150,00<br />

Tizian Schnupperkurs 1 Tag auf Anfrage Rosbach 150,00<br />

Tizian Schnupperkurs 1 Tag auf Anfrage Sauerlach 79,00<br />

aktuelles Kursprogramm unter: www.schuetz-<strong>dental</strong>.de<br />

T i F Totalprothitik i n Funktion, Aufstellkurs 26.10.-27.10. Dental 590,00 Trigodent<br />

(Verschiedene Materialien sind <strong>mit</strong>zubringen – Thorwarth, Karl-Heinz Kîrholz<br />

wir informieren Sie gerne!) Cuxhaven (0 22 23) 90 72 70<br />

Karl-Heinz Kîrholz<br />

www.trigodent.de<br />

VITA VMK Master – Individuell 18.09. Langen 195,00 VITA Zahnfabrik<br />

Manfred Grutschkuhn (0 77 61) 5 62-235<br />

VITAVM ® Konzept: Perfektion „Mythos oder Wahrheit?“ 20.09.-21.09. Langen 395,00 www.vita-kurse.de<br />

Manfred Grutschkuhn<br />

Perfekte Kommunikation der Ästhetik (Kurs 2) 22.09. Schwaig 275,00<br />

Mit Digitalkamera, Laptop und Adobe Photoshop<br />

zur perfekten Bildaussage<br />

ZTM Wolfgang Weisser<br />

Perfekte Kommunikation der Ästhetik (Kurs 1) 26.09. Langen 255,00<br />

Wie Sie die digitale Fotografie für überzeugende,<br />

aussagekräftige Bilder effektiv einsetzen<br />

ZTM Wolfgang Weisser<br />

Perfekte Kommunikation der Ästhetik (Kurs 2) 28.09. Bremerhaven 275,00<br />

Mit Digitalkamera, Laptop und Adobe Photoshop<br />

zur perfekten Bildaussage<br />

ZTM Wolfgang Weisser<br />

Keramik, Komposit, Kunststoffzähne – ein Triatholon 28.09.-29.09. Langen 549,00<br />

Über Werkstoffgrenzen hinweg zur ästhetischen<br />

Einheit in Farbe, Form und Oberfläche<br />

ZTM Jürgen Freitag<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1141


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Schichttechnik und belgische Schokolade 04.10.-05.10. Langen 690,00 VITA Zahnfabrik<br />

Luc oder Patrick Rutten<br />

Für mehr natürliches Farbspiel 05.10. Schwaig 290,00<br />

Marianne Höfermann<br />

Leistungskurs Totalprothetik (Teil 1) 08.10.-09.10. Neumünster 499,00<br />

Machen Sie Totalprothetik zu Ihrer Stärke –<br />

<strong>mit</strong> der Genialität der lingualisierten Okklusion<br />

Karl-Heinz Körholz<br />

Mehr Effizienz und Erfolg <strong>mit</strong> dem CEREC/inLab <strong>System</strong> 08.10. Schwaig 580,00<br />

Marianne Höfermann<br />

CAD/CAM-Restaurationen im Frontzahnbereich 10.10.-11.10. Schwaig 620,00<br />

Marianne Höfermann<br />

Leistungskurs Totalprothetik (Teil 1) 15.10.-16.10. Bad 499,00<br />

Machen Sie Totalprothetik zu Ihrer Stärke –<br />

Säckingen<br />

<strong>mit</strong> der Genialität der lingualisierten Okklusion<br />

Karl-Heinz Körholz<br />

Für mehr natürliches Farbspiel 19.10. Weimar 290,00<br />

Marianne Höfermann<br />

Die rosa Ästhetik 22.10.-23.10. Hamburg 383,00<br />

Viktor Fürgut<br />

VITAVM ® Konzept: Power-Kurs Verblendkeramik 24.10. Hagen 195,00<br />

Manfred Grutschkuhn<br />

Schöne Zähne <strong>mit</strong> non prep und prep veneers 24.10. Langen 298,00<br />

ZTM Wolfgang Sokalla<br />

Zuverlässigkeit und klinischer Erfolg bei 24.10. Schwaig 290,00<br />

CEREC-gefertigten Restaurationen<br />

VITA CEREC/inLab-Trainer<br />

Leistungskurs Totalprothetik (Teil 1) 25.10.-26.10. Hagen 499,00<br />

Machen Sie Totalprothetik zu Ihrer Stärke –<br />

<strong>mit</strong> der Genialität der lingualisierten Okklusion<br />

Karl-Heinz Körholz<br />

VITA VMK Master: Basiskurs Verblendkeramik 25.10.-26.10. Langen 295,00<br />

Axel Appel<br />

Frontzahnästhetik <strong>mit</strong> VITAVM ® 9 / VITAVM ® 13 25.10.-26.10. München 455,00<br />

Renato Carretti<br />

VITA VMK Master – Individuell 26.10. Neumünster 195,00<br />

Antje Ehmann<br />

Vollanatomische Seitenzahnbrücken <strong>mit</strong> 26.10. Schwaig 290,00<br />

industriell integriertem Farbverlauf<br />

VITA CEREC/inLab-Trainer<br />

Ästhetische Kompositverblendungen <strong>mit</strong> VITAVM ® LC 27.10. A-Bühl/Baden 349,00<br />

ZTM Jürgen Freitag<br />

Zuverlässigkeit und klinischer Erfolg bei 31.10. Langen 290,00<br />

CEREC-gefertigten Restaurationen<br />

VITA CEREC/inLab-Trainer<br />

Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website www.vita-kurse.de<br />

Die individuelle Frontzahnbrücke – Ein ungewöhn- 14.09.-15.09. Wendelstein 630,00 Wegold Edelmetalle GmbH<br />

liches, einfaches und wirkungsvolles Schichtkonzept<br />

Wegold Akademie<br />

Fabiano Bolzani (0 91 29) 40 30-0<br />

Keramik – Schichttechniken und Farbenlehre 27.09.-28.09. Wendelstein 560,00 www.wegold.de<br />

ZTM Michael Perling<br />

Prinzipien der biomechanischen Okklusion (Teil 2) 04.10.-06.10. Wendelstein 980,00<br />

ZTM Michael Polz<br />

„Up to date“ - Eine Rundreise durch den 24.10. Wendelstein 240,00<br />

modernen Praxisalltag<br />

Kerstin Salhoff<br />

Die individuelle Frontzahnbrücke – Ein ungewöhn- 09.11.-10.11. Wendelstein 630,00<br />

einfaches und wirkungsvolles Schichtkonzept<br />

Fabiano Bolzani<br />

Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website www.wegold.de<br />

FDT 1: Grundlagen der Okklusion 14.09.-15.09. Westerburg 900,00 Westerburger Kontakte<br />

ZTM Paul Gerd Lenze, Dr. Diether Reusch (0 26 63) 9 11 90 30<br />

FDT 4: Instrumentelle Funktionsanalyse <strong>mit</strong> 08.11.-10.11. Westerburg 1230,00 www.westerburgerkontakte.de<br />

arbiträrer Scharnierachse<br />

Dr. Diether Reusch, ZA Jochen Feyen, ZTM P.G. Lenze<br />

Modernes Behandlungskonzept der Restauration 15.11.-17.11. Westerburg 1350,00<br />

von Front- und Seitenzähnen<br />

Dr. Diether Reusch, Dr. Uwe Blunck, ZTM P.G. Lenze u.a.<br />

Professionelle Dentalfotografie – Praxis der 12.01. Westerburg 430,00<br />

Produktfotografie und Bildbearbeitung<br />

Erhard Scherpf<br />

1142 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Veranstaltungs-Finder<br />

Termine<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

FDT 5-ZT: Die Herstellung von Aufbissschienen – 18.01.-19.01. Westerburg 800,00 Westerburger Kontakte<br />

Seminar für Zahntechniker<br />

ZTM Paul Gerd Lenze, ZT Dominik Püsch<br />

Aktuelles Kursprogramm unter www.westerburgerkontakte.de<br />

Veeners <strong>mit</strong> Reflex dimension – 06.09.-07.09. Hannover 625,00 WIELAND Dental + Technik<br />

Ästhetische Frontzahnlösungen<br />

GmbH & Co. KG<br />

ZT Javad Kolahdozaan (0 72 31) 37 05 -233<br />

ZENOSTAR/Zenoflex dimension – 07.09. Rosbach/Rodheim 99,00 www.wieland-<strong>dental</strong>.de<br />

Die Möglichkeiten der Zukunftskrone<br />

ZT Michaela von Keutz, ZTM Dieter Knappe,<br />

ZTM Silke Lehmann<br />

CAD/CAM Step by Step – Teil 1 – Kennenlernen 11.09. Pforzheim 149,00<br />

und Anwenden von 3shape<br />

Technische Berater<br />

X-Type Keramik Workshop – Workshop – X-Type 12.09. Dresden 85,00<br />

Verblendkeramiken<br />

ZTM Maja Pöttrich<br />

ZENOTEC Profi Workshop – 13.09.-14.09. Pforzheim 395,00<br />

Features des DentalDesignerTM 2012<br />

ZT Fabian Lüppens<br />

ZENOTEC CAD Workshop – Kennenlernen und 14.09. Dresden 149,00<br />

Anwenden von ZENOTEC CAD<br />

ZTM Maja Pöttrich<br />

Scannen und konstruieren <strong>mit</strong> dem ZENOTEC <strong>System</strong> 17.09.-18.09. Dresden 495,00<br />

für Profis<br />

ZTM Frank Wüstefeld<br />

IT-Basics für CAD/CAM Einsteiger – 17.09. Pforzheim 60,00<br />

Den IT-Umgang sicher im Griff<br />

ZT Thomas Günthner<br />

ZENOTEC CAD Workshop – Kennenlernen und 18.09. Pforzheim 149,00<br />

Anwenden von ZENOTEC CAD<br />

Technische Berater<br />

Der Virtuelle Modellguss – 3shape Software 19.09. Pforzheim 149,00<br />

Removables<br />

Technische Berater<br />

CAD/CAM Step by Step – Teil 2 – 3shape Dental 20.09. Pforzeim 149,00<br />

<strong>System</strong> – Der Kurs für <strong>das</strong> „ETWAS MEHR“<br />

Technische Berater<br />

Das keramische Zukunftskonzept – 24.09. Pforzheim 149,00<br />

Die Faszination ZENOSTAR erleben<br />

ZTM Dieter Knappe<br />

CAD/CAM Step by Step – Teil 1 – Kennenlernen 25.09. Essen 149,00<br />

und Anwenden von 3shape<br />

ZT Michaela von Keutz<br />

CAD/CAM Step by Step – Teil 3 – Profi-Anwendung – 25.09. Pforzheim 149,00<br />

Der AddOn Kurs<br />

Technische Berater<br />

Modellguss Grundkurs – Einführung in die 27.09.-28.09. Hannover 400,00<br />

Modellgusstechnik<br />

ZTM Frank Schäfer<br />

Kleine Scheiben, große Wirkung! – Faszination 28.09.-29.09. Pforzheim 695,00<br />

Frontzahnveneers<br />

ZTM Haristos Girinis<br />

CAD/CAM Step by Step – Teil 1 – Kennenlernen 08.10. Pforzheim 149,00<br />

und Anwenden von 3shape<br />

Technische Berater<br />

CAD/CAM Step by Step – Teil 1 – Kennenlernen 09.10. Dresden 149,00<br />

und Anwenden von 3shape<br />

ZTM Maja Pöttrich<br />

Die richtige Abrechnung des Zahntechnikers 10.10. Pforzheim 195,00<br />

nach BEL II und BEB<br />

Uwe Koch<br />

Anterior meets Posterior – Frontzahnästhetik 12.10.-13.10. Pforzheim 695,00<br />

trifft auf Funktionalität im Seitenzahnbereich<br />

ZTM Haristos Girinis<br />

Anmelden . Teilnehmen . Loslegen unter www.wieland-<strong>dental</strong>.de<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1143


Termine<br />

Veranstaltungs-Finder<br />

Thema Termin Ort Preise in Euro Veranstalter<br />

Info Kurs Zfx CAD/CAM Technologie Auf Anfrage Dachau 0,00 Zfx GmbH<br />

Basic Kurs Zfx CAD/CAM Technologie 19.9. und Dachau Gruppenkurse (0 81 31) 33 24 40<br />

10./31.10. 290,00 www.zfx-<strong>dental</strong>.com<br />

und 9./21./<br />

p.P./Individualkurse<br />

30.11. 650,00 p.P.<br />

Advanced Kurs Zfx CAD/CAM Technologie 12.10. und Dachau Gruppenkurse<br />

2./7./23.11. 390,00<br />

und 14.12.<br />

p.P./Individualkurse<br />

750,00 p.P.<br />

Pro Kurs Zfx CAD/CAM Technologie 12./26.9. Dachau Gruppenkurse<br />

und 5./17./ 490,00<br />

26.10. und p.P./Individualkurse<br />

16./28.11. 850,00 p.P.<br />

Individualkurse (1–3 Pers.) auf Anfrage. Ausführliche Informationen erhalten Sie unter www.zfx-<strong>dental</strong>.com<br />

CAD/CAM Milling INTRO – Info Tag/Präsentation regelmäßig Bruneck kostenlos Zirkonzahn<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Campus<br />

Education Teams +39 047 406 66 65<br />

CAD/CAM Milling A– Einsteigertraining regelmäßig Bruneck 350,00 www.zirkonzahn.com<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

CAD/CAM Milling B – Training für regelmäßig Bruneck 600,00<br />

fortgeschrittene Anwender<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

Prettau A – Ausarbeiten, Einfärben, Bemalen und regelmäßig Bruneck 1000,00<br />

Beschichten einer 5-gliedrigen Brücke<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

Prettau B – Fertigung einer klassischen regelmäßig Bruneck 2000,00<br />

„Prettau Bridge“<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

Ceramic Layering - Keramikschichttraining regelmäßig Bruneck 500,00<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

Manual Milling A – Einsteigertraining für <strong>das</strong> regelmäßig Bruneck 500,00<br />

manuelle Fräsgerät<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

Manual Milling B – Training für regelmäßig Bruneck 500,00<br />

fortgeschrittene Anwender des Zirkographen<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

Manual Milling C – Spezialisierungstraining regelmäßig Bruneck 500,00<br />

Zirkograph<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

CAD/CAM Milling INTRO – Info Tag/Präsentation auf Anfrage Education kostenlos<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Partner<br />

Education Teams<br />

CAD/CAM Milling INTRO – Info Tag/Präsentation regelmäßig Neuler kostenlos<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

CAD/CAM Milling A – Einsteigertraining regelmäßig Neuler 350,00<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

CAD/CAM Milling B – Training für regelmäßig Neuler 600,00<br />

fortgeschrittene Anwender<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

Prettau A – Ausarbeiten, Einfärben, Bemalen und regelmäßig Neuler 1000,00<br />

Beschichten einer 5-gliedrigen Brücke<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

Ceramic Layering – Keramikschichttraining regelmäßig Neuler 500,00<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

CAD/CAM INSTALL – Erstinstallation und auf Anfrage vor Ort 1500,00<br />

Einsteigertraining<br />

Zahntechniker und Zirkonexperten des Zirkonzahn<br />

Education Teams<br />

tionen finden Sie unter www.zirkonzahn.com unter Kursangebot<br />

Alle Kursgebühren zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer<br />

1144 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Liquidität statt Außenstände<br />

Management<br />

made by acurata<br />

Dental<strong>labor</strong>-Factoring – ein „Brandschutz“ für den Betrieb<br />

Liquidität statt<br />

Außenstände<br />

Eurokrise, Staatsverschul dung, Bankencrashs... <strong>das</strong> Thema<br />

Sicherheit in Finanz fragen ist aktueller denn je. Auch für<br />

Dental<strong>labor</strong>s geht es darum, bei Finanzplanung und Liquidi -<br />

tätssicherung so manchen Stürmen zu trotzen und einen Weg<br />

zu finden, der Wachstum und Zukunft sichert. Eine Möglichkeit<br />

dazu ist <strong>das</strong> Dental<strong>labor</strong>-Factoring.<br />

HM-Fräser<br />

made by acurata ®<br />

• Perfekte Oberflächen<br />

• Hohe Leistung und<br />

Wirtschaftlichkeit<br />

• Schwingungsfreier Rundlauf<br />

Foto_ LVG/Traffic AfWK&D<br />

Factoring bedeutet: Das<br />

Dental<strong>labor</strong> überträgt seine<br />

Forderungen an den<br />

Faktor, der als Gegenleistung<br />

dem Betrieb die erbrachte Arbeit<br />

sofort bezahlt. „Diese Finanzdienstleistung<br />

verschafft<br />

allen am Thema ‚Zahnersatz’ Beteiligten<br />

größere finanzielle<br />

Spielräume“, betont die LVG Labor-Verrechnungs-Gesellschaft<br />

in Stuttgart. Die LVG ist seit rund<br />

30 Jahren in der Branche aktiv<br />

und kennt die Situation von<br />

Dental<strong>labor</strong>s sehr gut. Sie überweist<br />

die angefallenen Rechnungsbeträge<br />

innerhalb von 48<br />

Stunden auf <strong>das</strong> Labor-Konto<br />

und zahlt schon im Vorfeld einen<br />

Abschlag auf die künftig abzurechnende<br />

Sammelaufstellung,<br />

so <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Labor vorzeitig<br />

über einen Teil der Liquidität<br />

verfügt. Finanzierungsengpässe,<br />

so die LVG, können so erst<br />

gar nicht entstehen.<br />

Der Faktor agiert quasi wie ein<br />

Brandschutzbeauftragter, der<br />

schon im Vorfeld darüber wacht,<br />

<strong>das</strong>s nichts anbrennt. Sollte es<br />

dennoch zum Ernstfall kommen,<br />

also zur Zahlungsunfähigkeit eines<br />

Zahnarztes, tritt die Delkredere-Funktion<br />

des Faktors in<br />

Kraft: der Schutz vor Forderungsausfall.<br />

Das heißt, der Faktor<br />

übernimmt hier die Haftung<br />

für Zahlungsausfälle. Wie bedeutend<br />

dies sein kann, zeigt<br />

ein einfaches Rechenexempel:<br />

Setzt man eine Umsatzrendite<br />

des Labors von 10 Prozent vor<br />

Steuern voraus, muss ein Dental<strong>labor</strong><br />

einen Mehrumsatz von<br />

100.000 Euro erarbeiten, um einen<br />

Forderungsausfall von<br />

10.000 Euro auszugleichen.<br />

Was manch einem Labor<br />

schwerfallen dürfte. Wer dann<br />

womöglich mehrere Ausfälle<br />

kompensieren muss, steht<br />

schnell im Regen.<br />

• Universell einsetzbar<br />

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garantieren wir Ihnen<br />

höchste Qualität zu fairen Preisen.<br />

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berät Sie gerne persönlich.<br />

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www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1145


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Dental<br />

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Management<br />

Bei Factoring geht es nicht allein<br />

um Umsatz und Wachstum,<br />

sondern auch um Arbeitsplätze.<br />

Denn wo die Finanzierung des<br />

Betriebs auf einer soliden Basis<br />

steht, müssen auch keine Mitarbeiter<br />

entlassen werden. Und<br />

Gehälter sowie sonstige obligatorische<br />

Abgaben können<br />

rechtzeitig bezahlt werden. Das<br />

entspannt die Atmosphäre im<br />

Labor und kommt letztendlich<br />

der Arbeitsqualität zugute.<br />

Eine gesunde Kapitalausstattung<br />

des Dental<strong>labor</strong>s kommt<br />

außerdem der Zusammenarbeit<br />

<strong>mit</strong> den Lieferanten zugute. Verbindlichkeiten<br />

können zügig beglichen<br />

werden – idealerweise<br />

unter Nutzung von Skonti – und<br />

Mahnverfahren gehören <strong>mit</strong><br />

Factoring der Vergangenheit an.<br />

Darüber hinaus können Investitionen<br />

sicherer geplant werden.<br />

Wer sein Konto nicht immer am<br />

Rand der Kreditlinie fährt, erhält<br />

von seiner Bank nicht nur leichter<br />

einen Kredit, sondern auch<br />

ein besseres Rating – und <strong>das</strong><br />

zahlt sich wiederum in besseren<br />

Konditionen aus.<br />

Ebenso sind <strong>mit</strong> Factoring solche<br />

Situationen ausgeschlossen,<br />

in denen der Laborinhaber<br />

seinem Unternehmen <strong>mit</strong> privaten<br />

Finanz<strong>mit</strong>teln unter die Arme<br />

greifen muss, um Liquiditätsengpässe<br />

zu überbrücken.<br />

Was natürlich für ein dauerhaft<br />

angenehmes Klima im Bereich<br />

des Privatbudgets sorgt.<br />

Eine weitere Dienstleistung im<br />

Rahmen des Dental<strong>labor</strong>-Factoring<br />

ist die Bonitätsprüfung der<br />

Zahnarztkunden. Frei nach dem<br />

Motto „vorbeugen statt leiden“<br />

werden dadurch selbst solche<br />

Ausnahmefälle von vornherein<br />

ausgeschlossen, in denen Kunden<br />

Zahlungen unnötig verzögern<br />

oder gar nicht tätigen. In allen<br />

anderen Fällen jedoch kommt<br />

der Zahnarztkunde durch Dental<strong>labor</strong>-Factoring<br />

in den Genuss<br />

zusätzlicher Sicherheit.<br />

Vorteil für den Zahnarzt: Er kann<br />

sicher sein, <strong>das</strong>s er seine benö-<br />

Liquidität statt Außenstände<br />

tigten Zahlungsziele in Anspruch<br />

nehmen kann, ohne sein Labor<br />

in finanzielle Schwierigkeiten zu<br />

bringen. Da <strong>das</strong> Labor auf dieser<br />

Basis sicherer investieren und<br />

sich leichter weiterentwickeln<br />

kann, schlägt sich dies auf die<br />

Dauer in höherer Qualität und<br />

kürzeren Lieferzeiten nieder. Zusätzlich<br />

wirkt sich Dental<strong>labor</strong>-<br />

Factoring auch auf die Preisgestaltung<br />

aus. Einfach deshalb,<br />

weil <strong>das</strong> Labor schnell über flüssige<br />

Mittel verfügt, so<strong>mit</strong> eigene<br />

Verbindlichkeiten abbauen, Einkaufsvorteile<br />

nutzen, auf teure<br />

Kredite verzichten und so für<br />

Zahnarzt und Patient kostengünstiger<br />

kalkulieren kann. Und:<br />

Ein finanziell gesundes Unternehmen<br />

lebt bekanntlich länger.<br />

Im Garantiefall heißt <strong>das</strong>, <strong>das</strong>s<br />

sich der Zahnarzt bei einem dauerhaft<br />

liquiden Dental<strong>labor</strong> keine<br />

Sorgen um seine Garantiesicherheit<br />

machen muss. Und er<br />

kann sich darauf verlassen, einen<br />

Partner zu haben, der über viele<br />

Jahre gute Arbeit liefert und ihm<br />

die aufwendige Suche nach einem<br />

neuen Laborpartner erspart<br />

Auch die Patienten<br />

haben Vorteile<br />

Die LVG bietet auch die Möglichkeit<br />

der Patientenfinanzierung<br />

„LVG-Medi-Finanz“. Die Patienten<br />

können da<strong>mit</strong> ihre Zahnversorgung<br />

in zinsgünstigen<br />

und wirtschaftlich verträglichen<br />

Raten bezahlen.<br />

„Letztlich stärkt Factoring auch<br />

<strong>das</strong> Vertrauen aller Beteiligten<br />

untereinander“, erklärt die LVG.<br />

„Factoring schließt Verunsicherungen<br />

im Verhältnis der Partner<br />

von vorn herein aus. Entzündungsherde<br />

in den Beziehungen<br />

können erst gar nicht<br />

entstehen. Eine gesunde Basis,<br />

auf der sich vielleicht nicht die<br />

Welt erobern, aber <strong>mit</strong> Sicherheit<br />

gut und zukunftssicher arbeiten<br />

und leben lässt.“ n<br />

i www.lvg.de<br />

1146 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Schnell und wirtschaftlich im Labor abrechnen<br />

Management<br />

Beycodent hat Software neu entwickelt<br />

Schnell und wirtschaftlich<br />

im Labor abrechnen<br />

Komplett neu entwickelt hat Beycodent<br />

die Software „Labor-Express“.<br />

Der Anbieter verspricht eine<br />

„wirtschaftliche Lösung für kleine,<br />

<strong>mit</strong>tlere und große Labors“.<br />

Zur schnellen Orientierung steht<br />

eine Original-Version im Internet<br />

unter www.software-beycodent.de<br />

zum Download zur Verfügung.<br />

Das Programm ist selbsterklärend<br />

und übersichtlich aufgebaut<br />

und kann sofort auf jeden PC<br />

installiert werden. „Labor-Express“ ist<br />

für Windows 7 programmiert.<br />

n<br />

i Nähere Informationen und Preise direkt über die<br />

Service-Line (0 27 44) 92 08-37 und über Vertriebspartner wie MW-Dental in Büdingen.<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1147


Management<br />

Neue QM-App<br />

vis-med. unterstützt Zahnarztpraxen beim Qualitätsmanagement<br />

Neue QM-App<br />

spart Zeit und Nerven<br />

Gründen<br />

<strong>mit</strong> Erfolg<br />

12 Bausteine für den Weg<br />

in die Selbstständigkeit<br />

Seit Einführung der Qualitätsmanagement-App<br />

von<br />

Renate Maier sind dicke Handbücher<br />

passé. In Zukunft kann<br />

eine Zahnarztpraxis die Arbeit<br />

<strong>mit</strong> dem Apple-iPad auf der<br />

Couch oder am PC in der Praxis<br />

erledigen.<br />

Renate Maier ist Chefin von vismed.,<br />

einem Laborverbund sowie<br />

Anbieter von QM und<br />

Coaching in der Dentalbranche.<br />

Gemeinsam <strong>mit</strong> Programmierer<br />

Eckart Denecke und Graphiker<br />

Ü<strong>mit</strong> Kuzoluk hat Renate Meier<br />

alle Plattformen verfügbar ist.<br />

Die Handhabung ist laut Renate<br />

Maier einfach, egal welches<br />

Gerät oder <strong>System</strong> der Nutzer<br />

verwendet.<br />

Die Daten werden zentral im Rechenzentrum<br />

gespeichert, so<br />

werden Änderungen auf einem<br />

Gerät automatisch auf alle anderen<br />

Geräte übertragen und es<br />

geht nichts verloren.<br />

Wer an der mühsamen Einführung<br />

des Qualitätsmanagements<br />

scheiterte, spart nun Zeit<br />

und Nerven, so Renate Maier.<br />

Sie träumen davon, ein Unternehmen<br />

zu gründen, endlich Ihr eigener Chef zu<br />

sein? Der Ratgeber Gründen <strong>mit</strong> Erfolg<br />

gibt Ihnen in zwölf Schritten <strong>das</strong> nötige<br />

Handwerkszeug <strong>mit</strong> auf den Weg, um<br />

den Traum vom eigenen Unternehmen<br />

gezielt verwirklichen zu können – vom<br />

Gründungsgeschehen in Deutschland<br />

über Wissenswertes zur Gründungsperson,<br />

der Geschäftsidee, der Wahl<br />

des Unternehmensstandorts oder der<br />

Rechtsform, bis hin zu Steuern, Versicherungen,<br />

Finanzierung und Businessplan.<br />

Zahlreiche Infokästen, Checklisten<br />

und Adressen helfen, den Überblick<br />

zu bewahren und die eigenen<br />

Pläne zur Unternehmensgründung gut<br />

gerüstet umzusetzen.<br />

19,80 Euro | ISBN 978-3-941717-10-7<br />

208 Seiten | gebunden<br />

1. Auflage Mai 2012<br />

Jetzt bestellen:<br />

Telefon (0 79 53) 88 37 46<br />

buchbestellung@bc-publications.de<br />

www.bc-publications.de<br />

120530 Foto: photocase.de<br />

ihre Idee der Qualitätsmanagement-App<br />

durchgesetzt. Nur wenige<br />

Wochen darauf erhielt sie<br />

<strong>das</strong> Prädikat „Best of 2012“ von<br />

der Initiative Mittelstand, sowie<br />

den Innovationsgutschein über<br />

7.500 Euro von der Bayern Innovativ<br />

GmbH im Auftrag des<br />

Bayerischen Staatsministeriums.<br />

Zusätzlich zur App gibt es eine<br />

browserbasierte Version, die für<br />

Bereits in der Vergangenheit<br />

setzte man bei vismed. auf einfach<br />

bearbeitbare QM-<strong>System</strong>e<br />

und führte da<strong>mit</strong> zahlreiche Praxen<br />

bis zur Zertifizierung durch<br />

TÜV, Dekra und andere.<br />

In Kürze soll eine Version für<br />

Zahntechniker folgen.<br />

n<br />

i Infos und Demo unter<br />

www.vis-med.eu/qm-app/<br />

1148 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Management<br />

Erneut erfolgreich nach QS Dental zertifiziert<br />

Geprüfte Qualität<br />

aus dem Labor Korte<br />

e Peter Korte, Mitte, und Thomas<br />

Brachthäuser freuen sich über die QS-<br />

Dental-Urkunde, die ihnen Innungs-<br />

Geschäftsführer Michael Knittel, links,<br />

überreichte<br />

Als eine der ersten Mitglieder der Innung<br />

Düsseldorf, setzten Peter Korte und<br />

Thomas Brachthäuser <strong>das</strong> Qualitätssicherungskonzept<br />

QS-Dental um. „Da<strong>mit</strong> zeigt<br />

die Korte Dental<strong>labor</strong> GmbH aus Wuppertal<br />

seit 2009 ihre hohen Ansprüche an die<br />

Qualität und Sicherheit seiner Leistungen“,<br />

so die Innung. „Die Firmenphilosophie `Geprüfte<br />

Qualität aus Meisterhand` wird <strong>mit</strong><br />

QS-Dental konsequent und nachvollziehbar<br />

dokumentiert.“<br />

Mit Erfolg bestand <strong>das</strong> Labor die Wiederholungsprüfung<br />

im Juni.<br />

„Die nach QS-Dental geprüften Labors geben<br />

den Zahnärzten und Patienten ein<br />

nachprüfbares Versprechen. Patienten können<br />

darauf vertrauen, <strong>das</strong>s die Meister<strong>labor</strong>s<br />

die ganze Vielfalt der zahntechnischen<br />

Lösungen <strong>mit</strong> hohem Expertenwissen bereitstellen,“<br />

betont die Innung.<br />

n<br />

<strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1149


Management<br />

Banken<br />

Internationale Geschäftspolitik der Banken<br />

Glücksspiele und Geldschleusen<br />

Mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers flog eine Geschäftspolitik nicht nur von US-<br />

Instituten, sondern unter anderem auch von deutschen Banken auf, die jede Seriosität ver -<br />

missen ließ: Man vergab, nicht zuletzt angeregt durch eine fachfremde Politik, Hauskredite<br />

an Kunden, die vorher nicht bereit oder in der Lage waren, ein angemessenes Eigenkapital<br />

anzusammeln. Und <strong>das</strong> in einer Zeit guter Konjunktur und extrem niedriger Zinsen. Diese<br />

schon zum Zeitpunkt der Zusage daher zum Scheitern verurteilten Kredite bündelte man<br />

schließlich und verkaufte sie en bloc weiter, unterstützt durch indiskutabel gute Noten von<br />

den Banken nahe stehenden Ratinggesellschaften. Die verheerenden Folgen kennen wir.<br />

Lupo/pixelio.de<br />

Doch haben Banken (und Politiker!)<br />

daraus gelernt? Nein. Die<br />

Glückspielermentalität ist – freilich<br />

modifiziert – ungebrochen, unterstützt<br />

von EU und EZB. So kauft die Notenbank<br />

zum Teil sogar hoch ausfallgefährdete<br />

Anleihen an und akzeptiert<br />

solche als Kredit„sicherheit“, um letztlich<br />

indirekt verbotene Staatsfinanzierung<br />

zu ermöglichen – ein lukratives<br />

Geschäft für Banken. Daneben öffnet<br />

sie die Geldschleusen in nicht verantwortbarem<br />

Umfang. Und die EU, die immer<br />

wieder Inkompetenz und Inkonsequenz<br />

beweist, schneidert Rettungsschirme,<br />

die sie um einen (Schulden-)<br />

Wachstumspakt noch ergänzt. Ergänzend<br />

hat der Bundestag bereits <strong>mit</strong><br />

Dreiviertel-Mehrheit faktisch einen unwiderruflichen<br />

Freibrief für die EU über<br />

die deutschen Steuergelder ausgestellt,<br />

und es bleibt offen, ob <strong>das</strong> Bundesverfassungsgericht<br />

diesen Selbstmord<br />

auf Raten noch stoppt (Stand:<br />

Mitte Juli).<br />

Vor diesem Hintergrund verringert sich<br />

zwangsläufig <strong>das</strong> Volumen für <strong>das</strong> traditionelle<br />

seriöse Bankkreditgeschäft -<br />

eine Tatsache, die aktuell erhöhte Anforderungen<br />

an Banken nach „Basel III“<br />

noch verschärfen.<br />

n<br />

Michael Bandering<br />

1150 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Das Zinsbarometer<br />

Management<br />

Kredite für Mittelständler: Umfragen unter Bankern<br />

Zinsgefüge bleibt<br />

weitgehend gleich<br />

Wie geht es nun an der Zinsfront<br />

weiter? Der nicht gerade stabilitätsbewusste<br />

Draghi wird zusammen<br />

<strong>mit</strong> angeschlagenen Ländern wohl<br />

weiterhin inflationsfördernde Geldschwemme<br />

betreiben und eine extreme<br />

Niedrigzinspolitik. So sind auch die<br />

Erwartungen und Empfehlungen der<br />

von uns befragten Institute zu sehen.<br />

Die eindeutige Mehrheit unserer Umfrageteilnehmer<br />

votiert angesichts des<br />

derzeitigen Zinsgefüges für eine Zehn-<br />

Zinsprognosen deutscher Kreditinstitute<br />

Man erwartet fallende leicht gleich leicht steigende<br />

im kurzfristigen Zinssätze fallende bleibende steigende Zinssätze<br />

Kreditgeschäft Zinssätze Zinssätze Zinssätze<br />

tendenziell<br />

in den kommen- – 30 % *) 60 % *) 10 % *) –<br />

den Monaten bis<br />

Jahresende<br />

im weiteren Verlauf – 10 % *) 50 % *) 40 %*) –<br />

Empfehlungen deutscher Banken, Landesbanken,<br />

Sparkassen und Genossenschaftsbanken<br />

Aus heutiger Sicht variablen Zins Zinsfest- variablen Zins<br />

empfehlen schreibung i.Vbdg.m.<br />

Zinssicherung<br />

für kurzfristige Kredite 73 % *) 9 % *) 18 % *)<br />

für <strong>mit</strong>telfristige Kredite 21 % *) 43% *) 36 % *)<br />

für langfristige Kredite 7 % *) 64 % *) 29 % *)<br />

Zinsprognosen deutscher Kreditinstitute für Kapitalmarktdarlehen<br />

Man erwartet für fallende leicht gleich leicht steigende<br />

Kapitalmarkt- Zinssätze fallende bleibende steigende Zinssätze<br />

darlehen tendenziell Zinssätze Zinssätze Zinssätze<br />

in den kommenden – 10 % *) 40 %*) 50 %*) –<br />

Monaten bis<br />

Jahresende<br />

In 2 – 3 Jahren – – 20 % *) 60 % *) 20 % *)<br />

*) der befragten Institute<br />

Empfehlungen deutscher Kreditinstitute für Kapitalmarktdarlehen<br />

Zinsfestschreibung 1 5 8 10 15 20<br />

in Jahren<br />

Institute – 14 % *) 7 % *) 57 %) 22 %*) –<br />

*) der befragten Institute<br />

Fotolia © D<strong>mit</strong>ry Koksharov<br />

Günstig und<br />

golden geht!<br />

ARGISTAR E – die multi-indikative Legierung aus Gold, Silber, Palladium,<br />

Indium und Iridium. Biokompatibel, korrosions- und anlaufbeständig.<br />

Derzeit die günstigste goldfarbene Lösung auf dem Markt.<br />

· · <br />

<br />

<br />

<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1151


Management<br />

Das Zinsbarometer<br />

Diese Institute ste hen zur Verfügung - Klein- und Mittelbetrieben <strong>mit</strong> Geschäftskrediten al ler Art<br />

- so wie pri va ten Bauherrn im Eigenheimbereich so wie Klein-*) und Mittelbetrieben **) <strong>mit</strong> Hypothekendarlehen;<br />

gleichzeitig signalisieren sie qualifizierten Beratungsservice<br />

(Die Klammerangaben ver wei sen auf die der zeit längst mög li che Zinsfestschreibung für Hypothekendarlehen in Jahren)<br />

n Baden-Württembergische Bank, Stuttgart (20 J.)<br />

n Commerzbank AG, Frankfurt /Main k.A.<br />

n Deutsche Postbank AG, Bonn (15 J.)<br />

n Donner & Reuschel AG, Hamburg und München (10 J.)<br />

n HSH Nordbank AG, Hamburg k.A. 1)<br />

n Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart (20 J.)<br />

n Landesbank Hessen-Thüringen - Girozentrale -, Frankfurt/Main 2)<br />

n Sparkasse Essen, Essen (10 J.) 3)<br />

n Sparkasse Ulm, Ulm (15 J.)<br />

n Stadtsparkasse München, München (15 J.)<br />

n Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, Leipzig (15 J.)<br />

n M.M. Warburg & Co KGaA, Hamburg (10 J.) 1)<br />

*) <strong>mit</strong> einem<br />

Jahresumsatzvolumen<br />

bis zu 6 Mio<br />

**) <strong>mit</strong> einem<br />

Jahresumsatzvolumen<br />

von 6 – 30 Mio €<br />

1) ausgenommen<br />

Hypothekendarlehen an<br />

Kleinbetriebe und für<br />

Eigenheime<br />

2) Gesamtlaufzeit möglich<br />

3) in Ausnahmefällen 15 J.<br />

Nachstehend aufgeführte Institute bieten die Zinssicherungs -<br />

instrumente Cap (1), Collar (2), FRA (3), Zins-Swap (4),<br />

Forward Swap (5), Swaption (6) und Währungs-Swaps (7) an<br />

(nur für Kredite ab 100 bzw. 500 Tsd. €):<br />

n Baden-Württembergische Bank , Stuttgart (1) - (7)<br />

n Commerzbank AG, Frankfurt/Main (1) - (7)<br />

n Deutsche Postbank AG, Bonn (1) - (7)<br />

n Donner & Reuschel AG, Hamburg und München (1) - (7)<br />

n HSH Nordbank AG, Hamburg (1) - (7)<br />

n Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart (1) - (7)<br />

n Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt/Main (1) - (7)<br />

n Sparkasse Essen, Essen (1) - (7)<br />

n Sparkasse Ulm, Ulm (1) - (7)<br />

n Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, Leipzig (1) - (3)<br />

n M.M.Warburg & Co KGaA, Hamburg (1) - (7)<br />

Jahreszinsbindung von Kapitalmarktdarlehen<br />

– eine gut nachvollziehbare<br />

Empfehlung. Dabei sind zwei Aspekte<br />

zu bedenken: Viele Banken bieten keine<br />

längere Zinsfestschreibung an. Und<br />

weiter: Mit zunehmender Länge einer<br />

Zinsbindung wächst naturgemäß auch<br />

die Höhe des geforderten Darlehenszinses,<br />

so <strong>das</strong>s im Einzelfall zu entscheiden<br />

bleibt, welchen Mehrpreis<br />

man für lange Zinssicherheit zu zahlen<br />

bereit ist.<br />

mb n<br />

Urteile in einem Satz…<br />

… zu Steuerfragen<br />

§<br />

Gebäudesanierung kann „außergewöhnliche Belastung“ sein: Ausnahmsweise<br />

können Ausgaben für die Sanierung eines selbst genutzten Wohngebäudes<br />

als außergewöhnliche Belastung anerkannt und von der Steuer abgesetzt<br />

werden; <strong>das</strong> müssen Kosten sein, die für den Steuerzahler unvermeidlich<br />

sind und ihn stärker belasten als die Mehrzahl der Steuerpflichtigen<br />

<strong>mit</strong> vergleichbarem Einkommen; gemeint sind da<strong>mit</strong> also<br />

nicht Ausgaben für normale Modernisierungsmaßnahmen<br />

oder die Beseitigung von Baumängeln,<br />

sondern Baumaßnahmen, die<br />

Gefahren für die Gesundheit abwenden<br />

(z.B. durch ein asbestgedecktes<br />

Dach) oder Schäden durch Katastrophen<br />

beseitigen sollen (z.B.<br />

durch Hochwasser entstandener<br />

echter Hausschwamm). (Urteile des<br />

Bundesfinanzhofs, 29.03.2012 – VI R<br />

70/10 u.a.) gri<br />

Fotolia © Dieter Brockmann<br />

1152 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Was vom Geld übrig bleibt<br />

Management<br />

Abfindung wird gezahlt – und dann?<br />

Was vom Geld übrig bleibt<br />

Bei Zahlung einer Abfindung stellt sich die Frage, in welchem Umfang sich<br />

diese Zahlung auf <strong>das</strong> Arbeits losengeld ( ALG ) auswirkt, ob eine Sperrzeit zu<br />

erwarten ist und wenn ja, wie diese Sperrzeit zu verhindern ist. Regelmäßig<br />

ruht der Anspruch auf ALG (nach § 143a SGB III), wenn <strong>das</strong> Arbeitsverhältnis<br />

vorzeitig beendet und eine Abfindung gezahlt wird.<br />

Muss eine Abfindung<br />

gezahlt werden?<br />

Nicht selten zahlen Arbeitgeber ausscheidenden<br />

Arbeitnehmern bei Beendigung<br />

des Arbeitsverhältnisses eine Abfindung.<br />

Sie tun <strong>das</strong> aus verschiedensten<br />

Beweggründen. Viele Arbeitnehmer<br />

vermuten deshalb, <strong>das</strong>s ihnen regelmäßig<br />

eine Abfindung zusteht, wenn<br />

der Arbeitgeber <strong>das</strong> Arbeitsverhältnis<br />

kündigt. Diese Auffassung ist irrig.<br />

Arbeitsrechtlich ist der Arbeitgeber in<br />

aller Regel nicht verpflichtet, dem ausscheidenden<br />

Arbeitnehmer eine Abfindung<br />

zu zahlen, zumal wenn die Kündigung<br />

rechtens war. Mithin zahlen die<br />

meisten Arbeitgeber die Abfindung freiwillig.<br />

Da<strong>mit</strong> wollen sie sich eine einverständliche<br />

Beendigung des Arbeitsverhältnisses<br />

<strong>mit</strong> dem Arbeitnehmer „erkaufen“<br />

und einen möglicherweise sehr<br />

Fotolia © emmi<br />

WISSEN, WAS DER ANDERE MACHT<br />

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Die Fortbildung für<br />

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Management<br />

Was vom Geld übrig bleibt<br />

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teuren Kündigungsschutzprozess<br />

vermeiden. Immerhin gibt<br />

es viele Gründe, weswegen sie<br />

einen solchen Prozess verlieren<br />

könnten. Aus arbeitsrechtlicher<br />

Sicht werden derart hohe Anforderungen<br />

an die Wirksamkeit<br />

der Arbeitgeber-Kündigung gestellt,<br />

<strong>das</strong>s die Mehrzahl solcher<br />

Kündigungen rechtlich angreifbar<br />

ist.<br />

Mit dem 01.01.2004 wurde eine<br />

Abfindungsregelung in <strong>das</strong> Kündigungsschutzgesetz<br />

eingerügt,<br />

die dem Arbeitnehmer unter folgenden<br />

Voraussetzungen einen<br />

Anspruch auf Abfindung gibt:<br />

n Der Arbeitgeber kündigt betriebsbedingt<br />

wegen dringender<br />

betrieblicher Erfordernisse<br />

und stellt eine Abfindung für<br />

den Fall in Aussicht, <strong>das</strong>s der Arbeitnehmer<br />

die Kündigungsfrist<br />

verstreichen lässt. Der Arbeitnehmer<br />

lässt die Klagefrist verstreichen.<br />

Weil hier von beiden<br />

Seiten Freiwilligkeit vorausgesetzt<br />

wird, wird kein Rechtsanspruch<br />

begründet.<br />

In einer Reihe von Fällen entsteht<br />

allerdings auch ein Rechtsanspruch<br />

auf Abfindung:<br />

n Aus einem Tarifvertrag ( bei betriebsbedingter<br />

Kündigung ),<br />

n bei schriftlicher Vereinbarung<br />

im Arbeitsvertrag,<br />

n wenn in einem Sozialplan vorgesehen<br />

(bei betriebsbedingtem<br />

Ausscheiden in Betrieben<br />

<strong>mit</strong> Betriebsrat),<br />

n als gesetzliche Abfindung bei<br />

geplanter Betriebsänderung (§<br />

111 BetrVG),<br />

n aus betrieblicher Übung oder<br />

dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz,<br />

n nach einem Auflösungsvertrag,<br />

wenn <strong>das</strong> Arbeitsgericht<br />

feststellt, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Arbeitsverhältnis<br />

durch die Kündigung<br />

des Arbeitgebers nicht aufgelöst<br />

ist und eine Fortsetzung<br />

des Arbeitsverhältnisses nicht<br />

zumutbar ist,<br />

n als gesetzliche Abfindung<br />

nach einem Auflösungsvertrag<br />

des Arbeitgebers.<br />

Wie hoch sollte<br />

die Abfindung sein?<br />

Es gibt weder gesetzliche Vorschriften<br />

noch verbindliche<br />

Richtlinien darüber, wie hoch eine<br />

Abfindung sein sollte. Die Höhe<br />

ist Verhandlungssache.<br />

Als Richtwert<br />

für<br />

die Berechnung<br />

der Entlassungsabfindung<br />

gilt nach dem Kündigungsschutzgesetz<br />

ein halbes<br />

Bruttomonatseinkommen pro<br />

Beschäftigungsjahr. Das Arbeitsgericht<br />

orientiert sich am<br />

§ 10 KschG:<br />

n Bei Berechnung der Abfindung<br />

ist ein Betrag bis zu zwölf Monatsverdiensten<br />

festzusetzen.<br />

n Hat der Arbeitnehmer <strong>das</strong> 50.<br />

Lebensjahr vollendet und hat<br />

<strong>das</strong> Arbeitsverhältnis mindestens<br />

15 Jahre bestanden, so ist<br />

ein Betrag bis zu 15 Monatsverdiensten<br />

festzusetzen.<br />

n Hat der Arbeitnehmer <strong>das</strong> 55.<br />

Lebensjahr vollendet und hat<br />

<strong>das</strong> Arbeitsverhältnis mindestens<br />

20 Jahre bestanden, so ist<br />

ein Betrag bis zu 18 Monatsverdiensten<br />

festzusetzen.<br />

Weitere Abfindungsformeln finden<br />

sich in Sozialplänen, bei denen<br />

ebenfalls die Betriebszugehörigkeit<br />

und <strong>das</strong> Lebensalter<br />

eine Rolle spielen. Als<br />

zusätzliche Maßstäbe finden<br />

sich die Höhe des Gehalts und<br />

die Anzahl der unterhaltspflichtigen<br />

Kinder.<br />

Weil es keine einheitliche gesetzliche<br />

oder rechtlich verbindliche<br />

Berechnung der Abfindung<br />

gibt, wird in praxi mehr<br />

oder minder stark von den Richtwerten<br />

abgewichen. Hierbei<br />

spielt auch die Tatsache eine<br />

Rolle, ob eine Führungskraft freigesetzt<br />

wird und ob der Gekündigte<br />

dem Betrieb länger als 15<br />

Jahre angehört hat. Unterschiede<br />

gibt es auch zwischen den<br />

einzelnen Branchen.<br />

1154 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de<br />

Benjamin Klack/pixelio.de


Was vom Geld übrig bleibt<br />

Wie wird eine Abfindung<br />

auf <strong>das</strong> Arbeitslosengeld<br />

angerechnet?<br />

Wenn im Zusammenhang <strong>mit</strong><br />

der Kündigung vom Arbeitgeber<br />

eine Abfindung angeboten wird,<br />

möchte der Gekündigte wissen,<br />

ob und in welcher Höhe diese<br />

auf <strong>das</strong> ALG angerechnet wird.<br />

Grundsätzlich erfolgt keine Anrechnung<br />

<strong>mit</strong> Ausnahme der in<br />

§ 143a SGB III geregelten Fälle.<br />

Nach dieser Vorschrift ruht der<br />

Anspruch auf ALG bis zu einem<br />

Jahr, wenn <strong>das</strong> Arbeitsverhältnis<br />

ohne Einhaltung einer ordentlichen<br />

Kündigungsfrist beendet<br />

worden ist und der Gekündigte<br />

eine Abfindung<br />

erhalten hat.<br />

Das Ruhen des Anspruchs auf<br />

ALG stellt ebenfalls eine Art Anrechnung<br />

dar, weil der Beginn<br />

des Anspruchs zeitlich hinaus<br />

geschoben wird.<br />

Beispiel:<br />

Der Arbeitgeber hat ordentlich<br />

gekündigt. Im Rahmen eines<br />

Kündigungsschutzprozesses<br />

hat er sich vor dem Arbeitsgericht<br />

auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses<br />

gegen Zahlung<br />

einer Abfindung geeinigt<br />

und da<strong>mit</strong> den Prozess einvernehmlich<br />

beendet. Einvernehmlich<br />

hat man auch die Kündigungsfrist<br />

verkürzt.<br />

Hier steht zu erwarten, <strong>das</strong>s die<br />

Abfindung teilweise in der Form<br />

auf <strong>das</strong> ALG angerechnet wird,<br />

indem der Anspruch ruht. Begründung:<br />

Kündigungsfristen<br />

wurden gegen Zahlung einer Abfindung<br />

„verkauft“. Mit der Anrechnung<br />

der Abfindung auf <strong>das</strong><br />

ALG möchte der Gesetzgeber<br />

vermeiden, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> ALG missbraucht<br />

wird. Arbeitgeber und<br />

Arbeitnehmer würden nämlich<br />

einvernehmlich zu Lasten der<br />

Versichertengemeinschaft die<br />

Kündigungsfrist verkürzen.<br />

In der aktuellen Rechtsprechung<br />

wird ein wichtiger Grund<br />

für den Abschluss eines Aufhebungsvertrags<br />

verlangt, um die<br />

Management<br />

Sperrfrist zu vermeiden. Grundsätzlich<br />

bleibt der Anspruch auf<br />

ALG erhalten, die Auszahlung<br />

erfolgt aber zeitversetzt. Das<br />

kann faktisch bewirken, <strong>das</strong>s<br />

der Anspruch endgültig nicht<br />

realisiert werden kann. Durch<br />

Urteil des Bundesarbeitsgerichts<br />

vom 12.07.2006 wurde<br />

entschieden, <strong>das</strong>s keine Sperrfrist<br />

eintritt, sofern dem Arbeitnehmer<br />

gegenüber ansonsten<br />

eine rechtmäßige Kündigung<br />

ausgesprochen wurde.<br />

Wichtig: Die Möglichkeit, <strong>das</strong>s<br />

für die Auszahlung des ALG eine<br />

Sperrzeit eintritt, sollte bei<br />

Verhandlungen über die Abfindungshöhe<br />

bzw. eines Vergleichs<br />

stets einkalkuliert werden.<br />

Die Bundesagentur für Arbeit<br />

hat Anfang November 2007 zugunsten<br />

des Arbeitnehmers anerkannt,<br />

<strong>das</strong>s ein Aufhebungsvertrag<br />

unter folgenden Voraussetzungen<br />

keine Sperrfrist<br />

nach sich zieht:<br />

n der Arbeitgeber hat die Kündigung<br />

„<strong>mit</strong> Bestimmtheit“ in<br />

Aussicht gestellt,<br />

n die Arbeitgeberkündigung<br />

würde auf betriebliche Gründe<br />

gestützt werden,<br />

n die Arbeitgeberkündigung<br />

würde frühestens zu demselben<br />

Zeitpunkt wie die im Aufhebungsvertrag<br />

vereinbarte Vertragsbeendigung<br />

wirksam,<br />

n der Arbeitgeber würde die zu<br />

beachtende Kündigungsfrist<br />

einhalten,<br />

n der Arbeitnehmer erhält eine<br />

Abfindung von mindestens 0,25<br />

und höchstens 0,50 Gehältern<br />

pro Beschäftigungsjahr. Liegt<br />

die Abfindung außerhalb dieser<br />

Spanne, wird nur dann ein wichtiger<br />

Grund von der Arbeitsagentur<br />

anerkannt, wenn die<br />

Kündigung sozial gerechtfertigt<br />

wäre.<br />

Grundsätzlich kann die Entlassungsentschädigung<br />

(Abfindung)<br />

nach verschiedenen Methoden<br />

errechnet werden. Aus §<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1155<br />

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Management<br />

Was vom Geld übrig bleibt<br />

Ältere Fachkräfte<br />

beschäftigen<br />

Ein Ratgeber für Betriebe<br />

im demografischen Wandel<br />

Immer mehr Unternehmen beschäftigen<br />

ältere Fachkräfte, dieser Trend<br />

verstärkt sich. Einige Betriebe suchen<br />

gezielt die Erfahrungen der Älteren,<br />

andere Betriebe stellen diese Fachkräfte<br />

ein, um ihre ebenfalls in einem<br />

reiferen Alter stehenden Kunden optimal<br />

zufriedenzustellen. Wieder andere<br />

Firmen stellen ältere Fachkräfte<br />

ein, weil diese auf dem Arbeitsmarkt<br />

verfügbar sind und bemerken dann,<br />

<strong>das</strong>s die „Generation 50plus“ eine<br />

gute Wahl sind. Wie alle anderen<br />

Gruppen von Beschäftigten haben<br />

auch die älteren Fachkräfte ihre Besonderheiten.<br />

Diese werden im vorliegenden<br />

Ratgeber handlungsorientiert<br />

dargestellt.<br />

19,80 Euro | ISBN 978-3-941717-08-4<br />

192 Seiten | gebunden<br />

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143a Abs. 2 SGB III ergibt sich allerdings,<br />

<strong>das</strong>s stets die Berechnungsmethode<br />

anzuwenden ist,<br />

die für den Arbeitnehmer am<br />

günstigsten ist.<br />

Beispiel:<br />

Herr Krause vereinbarte am<br />

30.09.2011 <strong>mit</strong> seinem früheren<br />

Arbeitgeber die Beendigung<br />

des Arbeitsverhältnisses zum<br />

1.11.2011 gegen die Zahlung einer<br />

Abfindung von 10.500 Euro.<br />

Er verdiente in den zurückliegenden<br />

zwölf Monaten monatlich<br />

3.500 Euro brutto. Die ordentliche<br />

Kündigungsfrist beträgt<br />

drei Monate. Herr Krause<br />

ist 41 Jahre alt und seit elf Jahren<br />

im Betrieb.<br />

Hier kommt eine Sperrzeit für<br />

<strong>das</strong> Arbeitslosengeld in Betracht,<br />

die sich wie folgt errechnet:<br />

Maximal würde die Sperre ein<br />

Jahr (360 Tage) dauern. Die tatsächliche<br />

Dauer der Sperre<br />

hängt vom Ablauf der Kündigungsfrist<br />

ab. Diese Frist wurde<br />

um zwei Monate verkürzt. Demnach<br />

würde die Sperrfrist zwei<br />

Monate bzw. 60 Tage betragen.<br />

Es wird nun der Zeitraum er<strong>mit</strong>telt,<br />

in dem Herr Krause 45 Prozent<br />

der Abfindung verdient hätte.<br />

Die Rechnung:<br />

10.500 Euro x 45 %<br />

= 4,725 Euro<br />

4.725 Euro : 3.500 Euro<br />

= 1,35 (Monate)<br />

1,35 Monate x 30 Tage<br />

= 40,5 Tage.<br />

Da die für Herrn Krause günstigste<br />

Variante ausgesucht werden<br />

muss, beträgt die Arbeitslosengeld-Sperrzeit<br />

40,5 Tage.<br />

Schließlich hängt die Berechnungsgrenze<br />

vom Alter und der<br />

Betriebszugehörigkeit des gekündigten<br />

Arbeitnehmers ab. Je<br />

älter er ist und je länger er bei<br />

seinem Arbeitgeber tätig war,<br />

desto kürzer ruht der Anspruch<br />

auf ALG und desto höher ist die<br />

anrechnungsfreie Abfindung.<br />

Beispiel:<br />

Der 57 Jahre alte Arbeitnehmer<br />

Krüger ist seit 18 Jahren bei seinem<br />

Arbeitgeber beschäftigt.<br />

Sein Arbeitsentgelt betrug im<br />

letzten Jahr 50 Euro brutto pro<br />

Kalendertag. Er hat eingewilligt,<br />

sein Arbeitsverhältnis 90 Tage<br />

früher zu beenden als es bei Einhaltung<br />

der ordnungsgemäßen<br />

Kündigungsfrist geendet hätte.<br />

Dafür soll er eine Abfindung von<br />

13.000 Euro erhalten.<br />

Nach § 143a Abs.1 Satz 1 SGB III<br />

müsste der Anspruch auf ALG<br />

während der ganzen Zeit der<br />

„abgekauften Kündigungsfrist“<br />

ruhen, im vorliegenden Beispiel<br />

also 90 Tage. Aus der Tabelle im<br />

Anschluss an den § 143a, die<br />

Unternehmensangehörigkeit<br />

und Lebensalter bei Beendigung<br />

des Arbeitsverhältnisses<br />

berücksichtigt, ergibt sich eine<br />

für den Arbeitnehmer günstigere<br />

Art der Anrechnung der Abfindung,<br />

nämlich nur 25 Prozent.<br />

Herrn Krüger bleiben unter Berücksichtigung<br />

der Dauer seiner<br />

Betriebszugehörigkeit und seines<br />

Lebensalters ein Maximum<br />

seiner Abfindung von 75 Prozent.<br />

Auf <strong>das</strong> ALG anzurechnen<br />

sind daher lediglich 25 Prozent<br />

von 13.000 Euro, also 3.250,00<br />

Euro.<br />

Im nächsten Schritt muss errechnet<br />

werden, wie lange Herr<br />

Krüger hätte arbeiten müssen,<br />

um den Anrechnungsbetrag von<br />

3.250,00 Euro zu verdienen.<br />

Das sind bei 50 Euro brutto pro<br />

Kalendertag 65 Tage.<br />

Ergebnis: Statt der eigentlichen<br />

Anrechnungszeit von 90 Tagen<br />

ruht der Anspruch auf ALG nur<br />

65 Tage.<br />

Kann die Sperrzeit durch einen<br />

„Abwicklungsvertrag“ verhindert<br />

werden? Bei einem solchen<br />

Vertrag nimmt der Arbeitnehmer<br />

die zuvor ohne sein Zutun<br />

ausgesprochene Kündigung als<br />

rechtmäßig hin. Als Gegenleistung<br />

wird eine Abfindung vereinbart.<br />

Der Abwicklungsver-<br />

1156 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Management<br />

trag unterscheidet sich vom Aufhebungsvertrag<br />

dadurch, <strong>das</strong>s es hier hauptsächlich<br />

auf <strong>das</strong> Handeln des Arbeitgebers ankommt.<br />

Nach der aktuellen Rechtsprechung<br />

des BSG ist <strong>mit</strong> einem solchen<br />

Vertrag eine Sperrzeit nicht zu verhindern.<br />

<br />

<br />

Wann ist eine Abfindung<br />

sozialversicherungspflichtig<br />

und wie wird sie besteuert?<br />

Was die Besteuerung von Abfindungen betrifft,<br />

so ist der Fiskus wenig großzügig. Der<br />

Gesetzgeber hat seit 1998 die steuerlichen<br />

Privilegien für Entlassentschädigungen,<br />

wie die Abfindungen steuerrechtlich heißen,<br />

Schritt für Schritt abgebaut. Seit dem<br />

1.01.2006 sind Abfindungen komplett steuerpflichtig,<br />

sie unterliegen der individuellen<br />

Einkommensteuer, dem Solidaritätszuschlag<br />

und der Kirchensteuer.<br />

Dadurch, <strong>das</strong>s die Abfindung voll zu versteuern<br />

ist, verdient der Fiskus kräftig <strong>mit</strong>.<br />

Noch immer geistern so genannte Sparmodelle<br />

durch die Steuerlandschaft. Sie<br />

versprechen, die Abfindung über Verlustzuweisungen<br />

teilweise oder ganz steuerfrei<br />

zu stellen. Hier ist höchste Vorsicht geboten.<br />

Rückwirkend zum November 2005<br />

wurden alle Steuerschlupflöcher durch<br />

Fondsanlagen verschlossen. Lediglich die<br />

evangelische Kirche bietet bei Arbeitsplatzverlust<br />

die Möglichkeit eines Teilerlasses<br />

auf die Kirchensteuer an.<br />

Immerhin einen kleinen Steuervorteil gewährt<br />

der Fiskus, wenn die Abfindung nach<br />

der „Ein-Fünftel-Regelung“ besteuert werden<br />

kann. Bei dieser Regelung gewährt der<br />

Fiskus einen steuerfreien Bonus. Voraussetzung<br />

ist, <strong>das</strong>s die Abfindung zu den außerordentlichen<br />

Einkünften gehört (§34<br />

EStG). Entlass-Entschädigungen erfüllen<br />

diese Voraussetzung.<br />

Der Noch-Arbeitgeber muss die Lohnsteuer<br />

und die Steuern auf die Abfindung einbehalten.<br />

Die Abfindung gilt als „sonstiger<br />

Bezug“ und wird nach der Ein-Fünftel-Regelung<br />

besteuert. Hier wird so gerechnet,<br />

als würde der Arbeitnehmer fünf Jahre lang<br />

ein Fünftel der Abfindung erhalten. Die<br />

Steuer indessen muss sofort in einer Summe<br />

bezahlt werden. Steuerlich vorteilhaft<br />

ist dies Verfahren für solche Arbeitnehmer,<br />

die durch die Entlassabfindung überproportional<br />

hohe Steuern zahlen müssten.<br />

Grundsätzlich ist die Abfindung sozialversicherungsfrei.<br />

Sie wird allerdings als so-<br />

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Management<br />

Was vom Geld übrig bleibt<br />

zialversicherungspflichtiges Entgelt behandelt,<br />

wenn sie anstelle von Bezügen<br />

gezahlt wird. Beispiel: Arbeitgeber und<br />

Arbeitnehmer einigen sich darauf, anstelle<br />

von Resturlaub die Abfindung zu<br />

erhöhen.<br />

Wichtig: Der Arbeitgeber muss den ausscheidenden<br />

Arbeitnehmer auf die sozialversicherungsrechtlichen<br />

Folgen<br />

aufmerksam machen, die ein Aufhebungsvertrag<br />

nach sich ziehen kann.<br />

Unterlässt er diese Aufklärung, kann<br />

der Vertrag unter Umständen angefochten<br />

oder Schadenersatz gefordert<br />

werden.<br />

Mehr netto durch Verschiebung<br />

der Abfindungszahlung<br />

Der Bundesfinanzhof hat in zwei Urteilen<br />

erweiterte Rahmenbedingungen<br />

für Arbeitnehmer geschaffen. Ein BFH-<br />

Urteil bestätigt, <strong>das</strong>s auch Teilabfindungen<br />

auf Grund einer Arbeitszeitreduzierung<br />

grundsätzlich steuerbegünstigt<br />

sind. Die Vertragsänderung<br />

muss allerdings vom Arbeitgeber ausgehen.<br />

Ein weiteres BFH-Urteil stellt klar, <strong>das</strong>s<br />

steuerbegünstigte Abfindungen nicht<br />

zwingend in einem Veranlagungszeitraum<br />

in einer Summe ausgezahlt werden<br />

müssen. Durch die Gestaltung des<br />

Abfindungsvertrages lassen sich Steuern<br />

sparen. Die Zahlung der Abfindung<br />

muss hier in ein Jahr verschoben werden,<br />

in dem der reguläre Arbeitslohn<br />

und die weiteren Einkünfte möglichst<br />

gering sind. Erwartet der Arbeitnehmer<br />

in den Folgejahren geringe Einkünfte,<br />

etwa weil er nur ALG oder eine vergleichsweise<br />

kleine Rente erhält, kann<br />

es sich lohnen, die Abfindungszahlung<br />

in ein solches Folgejahr zu verschieben.<br />

(Az.: IX A 1/09). Voraussetzung ist allerdings,<br />

<strong>das</strong>s eine Hauptzahlung erfolgt,<br />

die zu einer progressiven Belastung<br />

durch Zusammenballung der Einkünfte<br />

führt.<br />

Je höher <strong>das</strong> bisherige Einkommen war,<br />

desto geringer fällt die mögliche Steuerersparnis<br />

durch die Fünftel-Regelung<br />

aus. Werden die Einkünfte bereits <strong>mit</strong><br />

dem Spitzensteuersatz besteuert,<br />

bringt die Fünftel-Regelung gar keine<br />

Vorteile mehr.<br />

Wichtig: Der Fiskus achtet streng darauf,<br />

<strong>das</strong>s die Voraussetzungen und Bedingungen<br />

für eine Steuerbegünstigung<br />

penibel eingehalten werden. Deshalb<br />

dürfen Aufhebungsverträge <strong>mit</strong><br />

Abfindungen keine Angriffsflächen und<br />

Interpretationsspielräume bieten. Die<br />

Verträge müssen unter rechtlichen und<br />

steuerlichen Aspekten optimiert werden.<br />

Neben der Fünftel-Regelung und der<br />

zeitlichen Verlagerung der Auszahlung<br />

gibt es noch weitere Möglichkeiten,<br />

steuerliche Vorteile zu erlangen:<br />

Altersvorsorge einbeziehen: Im Jahr der<br />

Zahlung der Abfindung kann die betriebliche<br />

Altersvorsorge steuerfrei eingezahlt<br />

werden (Direktversicherung<br />

oder Pensionskasse). Die Einzahlung<br />

muss zum Zeitpunkt des Ausscheidens<br />

aus dem Unternehmen getätigt werden.<br />

Durch rückwirkende Einzahlungen lassen<br />

sich die Steuern nicht unbeträchtlich<br />

mindern.<br />

Fürsorgeleistungen nutzen: Zeitlich befristete<br />

soziale Fürsorgeleistungen werden<br />

steuerlich begünstigt. Hierzu zählen<br />

Zuschüsse zur Altersversorgung<br />

oder zum Arbeitslosengeld oder die<br />

Übernahme von Versicherungsbeiträgen.<br />

Auch hier greift die Fünftel-Regelung<br />

im Falle einer Zusammenballung<br />

von Einkünften.<br />

Fazit<br />

Abfindungen werden überwiegend<br />

gezahlt, um eine Kündigungsschutzklage<br />

<strong>mit</strong> unsicherem Ausgang zu vermeiden.<br />

Im ungünstigsten Fall der vollen<br />

Versteuerung <strong>mit</strong> Anrechnung auf<br />

<strong>das</strong> ALG infolge einer Sperrfrist bleibt<br />

von der Abfindung kaum etwas übrig.<br />

Bei Zusammenballung von Einkünften<br />

lassen sich <strong>mit</strong> der Fünftel-Regelung<br />

und geschickter zeitlicher Gestaltung<br />

der Auszahlung einer steuerbegünstigten<br />

Abfindung Steuern sparen. Der<br />

Fiskus achtet streng darauf, <strong>das</strong>s alle<br />

Bedingungen für die steuerliche<br />

Begünstigung erfüllt sind. Im Einvernehmen<br />

zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer<br />

lassen sich die Steuervergünstigungen<br />

bestmöglich ausschöpfen.<br />

n<br />

Klaus Linke<br />

1158 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Management<br />

Teleskope aus Nichtedelmetall<br />

Nicht jeder Glanz<br />

ist Gold<br />

Aufgrund der gestiegenen Edelmetall -<br />

preise und den eingeführten Fest -<br />

zuschüssen, weicht der Hamburger<br />

Laborgeschäftsführer Bert Böger bei der<br />

Herstellung von Teleskopen auf Nicht -<br />

edelmetall aus und wird erfinderisch.<br />

So sind die Patienten nicht weiter vom<br />

Goldpreis abhängig.<br />

d Bert Böger<br />

wurde erfinderisch<br />

– und die<br />

Patienten sind<br />

nicht weiter<br />

vom Goldpreis<br />

abhängig<br />

Lange Zeit war die Goldlegierung <strong>das</strong> Material<br />

der Wahl, doch die ständige Erhöhung<br />

der Edelmetallnotierungen und<br />

festgelegte Zuschüsse fordern die Überlegung<br />

möglicher Alternativen. Nun lässt<br />

sich die Goldlegierung aber nicht einfach<br />

durch Nichtedelmetall austauschen: „Die<br />

unterschiedlichen Materialeigenschaften<br />

machen eine besondere Art der Herstellung<br />

nötig, an der bei Böger Zahntechnik<br />

seit über 20 Jahren gearbeitet wurde“, erklärt<br />

Bert Böger, Zahntechniker, Zahnarzt<br />

und Geschäftsführer in Hamburg.<br />

Das Geheimnis der exakten Passung der<br />

Böger-NEM-Teleskope liegt in einer präzisen<br />

Arbeitsvorbereitung und speziellen Methode<br />

der Stumpfherstellung.<br />

Das Ergebnis: NEM-Teleskope, die sich<br />

durch hohe Passgenauigkeit und Friktion<br />

auszeichnen, so<strong>das</strong>s der Zahnarzt selten<br />

nacharbeiten muss.<br />

„Alle Schritte in der Produktion unterliegen<br />

einer ständigen Kontrolle und sind <strong>mit</strong> unserem<br />

zertifizierten Qualitätsmanagement<br />

abgestimmt. Da<strong>mit</strong> gewährleisten wir ein<br />

reproduzierbares Ergebnis auf konstant<br />

höchstem Niveau“, so Bert Böger.<br />

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DIE FRONT IM FOKUS<br />

Kongress für <strong>das</strong> Team Zahnarzt/Zahntechniker<br />

ArbeitsLeben<br />

Besser auf sich achten<br />

HAMBURG 23.-24. November 2012<br />

46. Jahrestagung der NEUEN GRUPPE<br />

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VORKONGRESS 22.11.2012<br />

(6 Fortbildungspunkte)<br />

Moderne Traumatologie der Zähne<br />

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JAHRESTAGUNG 23. – 24.11.2012<br />

(16 Fortbildungspunkte)<br />

Ästhetische Korrekturen <strong>mit</strong> Komposit<br />

– es geht besser als man glaubt<br />

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Zahnverlust – Konzepte von heute im<br />

Bewusstsein der Heraus forderungen<br />

von morgen 1 33/ "4*1 8.%*'. <br />

,1+%* %*/$'1'1 ''*#42'.<br />

Ethik in der Zahnmedizin<br />

1/( 1 +/5#..+ #+/ 1'+$41)<br />

Materialauswahl bei Frontzahn -<br />

rekonstruktionen !#,3'1 '$*#1& "81+%*<br />

Rekonstruktion devitaler Zähne<br />

/)+ '1. /2 .)','2<br />

Rekonstruktionen auf Implantaten<br />

81)'. '*1*/( '1,+.<br />

Rehabilitation der kompro<strong>mit</strong>tierten<br />

Oberkiefer-Front – Entscheidungs -<br />

kriterien und aktuelle Therapie -<br />

konzepte 1/( 1 12 ',2'1 '.(<br />

NACHKONGRESS 25.11.2012<br />

(4 Fortbildungspunkte)<br />

Der Patient im Labor – der Workflow von<br />

der Diagnostik zur physiognomischen<br />

Rekonstruktion !#,3'1 '$*#1& "81+%*<br />

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#+, .'4')1400'+.3'10,#.&'<br />

Wie Sie <strong>mit</strong> Anspannung umgehen<br />

Besser auf sich<br />

achten<br />

Wachsende Anforderungen im Beruf, nicht nur aufgrund des härter<br />

werdenden Wettbewerbs, auch „dank“ gesundheitspoliti scher<br />

Stümpereien, setzen Unternehmern wie Arbeitnehmern gleichermaßen<br />

zu. Gerade deshalb gilt es mehr denn je, als ausgleichendes<br />

Gegengewicht auf sich selber und einen be wussteren<br />

Umgang <strong>mit</strong> sich selbst zu achten. Wer nicht „aus bren nen“ will,<br />

sollte unbedingt den eigenen Lebensstil überprüfen.<br />

Anhaltend hoher, zumal oft<br />

auch sehr zwiespältiger<br />

Leistungsdruck, gilt als wesentliche<br />

Burn-Out-Gefahr. Doch<br />

ganz so einfach liegen die Dinge<br />

nicht. „Ob jemand tatsächlich<br />

ausbrennt oder, ganz im Gegenteil,<br />

als Folge des hohen Forderungsniveaus<br />

an Professionalität<br />

gewinnt, <strong>das</strong> hängt auch ganz erheblich<br />

von ihr oder ihm selbst<br />

ab“, sagt Thomas Weegen, Geschäftsführer<br />

der auf Zusammenarbeit<br />

und Entwicklung spezialisierten<br />

Unternehmensberatung<br />

Coverdale, München.<br />

Unterstützung für diese Einschätzung<br />

bekommt der umsichtige<br />

Berater von dem Schweizer<br />

Psychotherapeuten Dr. Urs<br />

Peter Lattmann aus Aarau. Auch<br />

für Lattmann liegt <strong>das</strong> „Geheimnis“<br />

körperlicher wie seelischer<br />

beruflicher Standfestigkeit vor<br />

allem darin, ein Empfinden dafür<br />

zu entwickeln, wann von Anspannung<br />

auf Entspannung umgeschaltet<br />

werden muss. Dafür<br />

gäbe es eindeutige Signale, die<br />

beachtet werden sollten. Bei etwas<br />

Selbstaufmerksamkeit seien<br />

die unübersehbar: In physischer<br />

Hinsicht: zunehmende Erschöpfungsgefühle;<br />

psychisch:<br />

gesteigerte Erregbarkeit; sozial:<br />

alle gehen einem zunehmend<br />

auf die Nerven; verhaltensmäßig:<br />

wachsende Ungeduld. „Diese<br />

Merkmale machen darauf aufmerksam,<br />

<strong>das</strong>s die Anspannung<br />

den gesunden Bereich verlässt“,<br />

sagt Lattmann.<br />

Um der Gefahr vorzubeugen, die<br />

Gesundheit, die beruflich-geschäftliche<br />

Entwicklung und nicht<br />

zuletzt die Freude am Leben durch<br />

Ausbrennen zu gefährden, müssten<br />

diese Zeichen beachtet und<br />

ernst genommen werden. Denn<br />

„die positive, beflügelnde Anspannung<br />

schlägt gnadenlos in<br />

negative, lähmende Abgeschlagenheit<br />

bis hin zur Apathie um,<br />

wenn weder Empfinden noch Fähigkeiten<br />

für eine individuell optimale<br />

Spannungsbalance und<br />

Spannungsregulation vorhanden<br />

sind“, warnt Lattmann.<br />

Allmählicher Prozess<br />

Eine wichtige präventive, selbstschützende<br />

Maßnahme ist da<strong>mit</strong>,<br />

die persönliche Spannungslage<br />

einschätzen zu lernen und<br />

Fähigkeiten für eine entlastende<br />

Spannungsregulation zu entwickeln.<br />

Voraussetzung dafür<br />

ist, „sich bewusst zu werden,<br />

<strong>das</strong>s der vielfach als plötzlich<br />

empfundene Umschwung im<br />

Spannungsempfinden ein schleichender,<br />

sich allmählich aufbauender<br />

Prozess ist“, sagt Lattmann.<br />

Es komme also darauf an,<br />

ein Gefühl für diese Entwicklung<br />

und die sie begleitenden Zeichen<br />

zu bekommen, die viele Gesich-<br />

1160 <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX · 9/2012 · www.dlonline.de


Besser auf sich achten<br />

ArbeitsLeben<br />

ter habe. Un<strong>mit</strong>telbar körperliche<br />

Anzeichen einer gestörten<br />

Spannungsbalance sind Muskelverspannungen,<br />

die viel beredeten<br />

Nacken-, Schulter- und<br />

Rückenschmerzen. Aber auch hoher<br />

Blutdruck, Schlaf- und Verdauungsprobleme,<br />

übermäßiges<br />

oder nächtliches Schwitzen, vermeintliche<br />

Herzprobleme (Herzneurose),<br />

Lustlosigkeit in der<br />

Paarbeziehung.<br />

Auf der Gefühlsseite warnen<br />

Empfindungen wie Überforderung,<br />

Hilflosigkeit, Ausweglosigkeit,<br />

Sinnlosigkeit, Einsamkeit<br />

vor einem heraufziehenden Burn-<br />

Out. Eindeutige Warnzeichen<br />

sind auch anhaltende innere Unruhe,<br />

emotionale Unausgeglichenheit<br />

und Gereiztheit, Versagen-<br />

und Zukunftsängste.<br />

Mental meldet sich die fortschreitende<br />

Überbelastung <strong>mit</strong> Aufmerksamkeits-<br />

und Konzentrationsstörungen.<br />

Oder <strong>mit</strong> tendenziell<br />

zunehmender negativer<br />

Be wertung der Arbeit („Auch <strong>das</strong><br />

noch!“), der Mitmenschen („Überall<br />

Idioten!“) und des Lebens überhaupt<br />

(„Ist doch eh alles Mist!“).<br />

Und ständigem Grübeln.<br />

Und last but not least deuten<br />

auch unkontrolliertes (Nebenbei-)Essen<br />

und ebensolcher Gebrauch<br />

stimulierender Drogen<br />

wie Alkohol, Tabak, Medikamente<br />

oder mehr; die wachsende<br />

Menge an Unerledigtem;<br />

zunehmende Ausfallzeiten am<br />

Arbeitsplatz; sozialer Rückzug;<br />

stressbedingte Unfälle auf den<br />

sich anbahnenden Absturz hin.<br />

Selbstkritische<br />

Fragen<br />

„Mehr Achtsamkeit im Umgang<br />

<strong>mit</strong> sich selbst“, für Lattmann ist<br />

<strong>das</strong> der beste Schutz vor dem tiefen,<br />

aber eben oft auch völlig unnötigen,<br />

vermeidbaren Fall in den<br />

Burn-Out. Er rät, sich selbstkritische<br />

Fragen zu stellen: Was esse<br />

ich? Irgendetwas, <strong>das</strong> sich gerade<br />

anbietet oder etwas, was mir<br />

erkennbar bekommt und wohl<br />

tut? Wie esse ich? Hastig, nebenbei<br />

oder in Ruhe, auf die<br />

Mahlzeit konzentriert? Wie arbeite<br />

ich? Strukturiert, planvoll,<br />

ohne Angst vor einem gelegentlichen<br />

klaren Nein oder stets von<br />

dem Momentanen, häufig erkennbar<br />

Überflüssigem oder<br />

Nachrangigem gesteuert? Wie<br />

gestalte ich meine Freizeit? In<br />

der Fortsetzung der Hektik<br />

des Berufsalltags oder bewusst<br />

dazu ausgleichende, die Kräfte<br />

regenerierende Gegengewichte<br />

setzend? Wie sehen meine Beziehungen<br />

zu anderen aus? Hält<br />

sich Geben und Nehmen, Anspruch<br />

und Eigenleistung, Aufbegehren<br />

und (selbstkritische)<br />

Nachsicht die Balance? Wie<br />

halte ich es <strong>mit</strong> zeitgeistigen<br />

Vorstellungen? Trotte ich brav im<br />

Mainstream des allgemein Angesagten,<br />

muss ich überall dabei<br />

sein oder gestalte und lebe ich<br />

mein eigenes Leben und mache<br />

ich <strong>das</strong> zum Quell von Ruhe, Erholung,<br />

neuer Spannkraft und<br />

Belastbarkeit?<br />

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Für Zahnprothesen<br />

aus Zirkonium,<br />

PMMA und<br />

Wachs<br />

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Lesetipps<br />

c Halko Weiss /Michael E. Harrer / Thomas Dietz: Das Achtsam keits -<br />

buch – Grundlagen, Übungen. Anwendungen. Verlag Klett-Cotta,<br />

Stuttgart, fünfte Auflage 2011, 303 Seiten, 22,95 Euro<br />

c Hanne Seemann: Mein Körper und ich – Freund oder Feind? Psycho -<br />

somatische Störungen verstehen. Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2011,<br />

130 Seiten plus CD, 16,95 Euro<br />

c Reinhard Tausch: Hilfen bei Stress und Belastung – Was wir für unsere<br />

Gesundheit tun können. Rowohlt Verlag, Reinbek, 17. Auflage<br />

2010, 384 Seiten, 9,95 Euro<br />

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www.rolanddg.de<br />

www.dlonline.de · <strong>das</strong> <strong>dental</strong> <strong>labor</strong> · LX ·9/2012 1161


ArbeitsLeben<br />

Herzleiden<br />

Experteninterview zum Thema „Herzinfarkt“<br />

„Es gibt Vorboten“<br />

Luftnot, Engegefühl, Schmerzen und Todesangst –<br />

ein Herzinfarkt macht schnelle Hilfe notwendig.<br />

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts<br />

starben 2010 in Deutschland mehr als 350 000<br />

Menschen an den Folgen einer Herz-Kreislauf-<br />

Erkrankung. Wie kann man sein Risiko für einen<br />

Infarkt reduzieren? Darüber sprachen wir <strong>mit</strong><br />

Professor Dr. med. Hans-Willi M. Breuer, Chefarzt<br />

der Klinik für Innere Medizin am<br />

Knappschaftskrankenhaus Sulzbach.<br />

dl: Ein Herzinfarkt scheint für viele Patienten<br />

überraschend zu kommen. Gibt<br />

es wirklich keine vorausgehenden Anzeichen?<br />

Professor Dr. Breuer: Auch wenn der<br />

Herzinfarkt für viele Patienten <strong>das</strong> erste<br />

Anzeichen einer Erkrankung der Herzkranzgefäße<br />

ist, gibt es Vorboten, die<br />

beachtet werden sollten. Denn jemand,<br />

der raucht, hohe Cholesterinwerte aufweist,<br />