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InnoVino 2|2012 - Bayer CropScience Deutschland GmbH

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Technik „Geisi“ ist

Technik „Geisi“ ist stark am Berg Die führerlose ferngesteuerte Arbeitsplattform packt die Steillagenmechanisierung an Gute Nachrichten für den Steillagenweinbau, denn mit dieser hochinnovativen Erfindung werden die Karten neu gemischt. Steile Wingerte kommen wieder ins Arbeitsprogramm, weil „Geisi“ den schweren Job übernimmt. Dabei ragen zurückgewonnene Effizienz und konkurrenzfähiger werdende Weine aus der langen Liste der Vorteile heraus. „Das ist Krampf, das brauchen wir nicht. Wir haben es schon immer anders hingekriegt.“ So klingt eine Reaktion unter Praktikern im Weinberg. Andere fackeln nicht lange: „Was kostet das, wo kann ich es kaufen?“ Da gilt es Position zu beziehen, und die kann nur so aussehen: die von der Forschungsanstalt Geisenheim entwickelte ferngesteuerte Arbeitsplattform der besonderen Art könnte sich als entscheidende Investition erweisen. Wer analysierend die Punkte Effizienz, Arbeitserleichterung, Energieersparnis und Ertragsund Qualitätssteuerung durchgeht, kann nur dieses Urteil fällen. Die Zeit ist reif Mancherorts ist es mit dem Steillagenweinbau nicht mehr zum Besten bestellt. Arbeitskräfte für die manuelle Plackerei sind nur noch schwer anzuheuern und die Risiken für Leib und Leben sind bei den gängigen Techniken sehr hoch. Auf den ersten Blick, und bei dem bleibt es nicht, ist die von Professor Peter Schwarz vorgeschlagene Idee bestechend. „Die Zeit ist reif“, hat der gesagt und „lasst uns für die Steillagenmechanisierung eine selbstfahrende Arbeitsmaschine entwickeln“. Mit „Geisi“ war der Name, der sowohl an eine in den Bergen herumsteigende Geiß als auch an Geisenheim erinnert, sehr schnell gefunden. Wie ein Modellauto mit Joystick Die optisch auffallendsten Elemente sind Stachelwalzen. Abrutschen im Hang gibt es bei denen nicht und auch die Traktion ist gesichert. Hydraulisch oder mechanisch? „Beim Fahrbetrieb haben wir uns für hydraulische Antriebe entschieden“, erklärt Dr. Rainer Keicher, „Mulcher und Sprühgeräte werden elektrisch angetrieben“. Er ist zuständig für das über drei Jahre laufende Forschungsprojekt. Die Maschine ist CAN-(Control Area Network), also Software-gesteuert, und kommt ohne Gangschaltung aus. Statt einer Kupplung sind Hydraulikmotoren und computergesteuerte Ventile für die Fortbewegung zuständig. Zwei Winzer sind bereits Probe gefahren und waren von der simplen Bedienbarkeit sehr angetan. Joystick mit Funkfernsteuerung, vorwärts, rückwärts, links, rechts – Hightech vom Allerfeinsten rumpelt nicht mehr, stößt nicht an, blockiert nicht, sondern fährt zielsicher und seine Arbeit ordentlich verrichtend die Reihen rauf und runter. „4 km/h nach oben, nach unten geht es natürlich schneller“, berichtet Keicher von zügiger Arbeitsverrichtung. Punkten mit Multifunktionen • Geisi braucht keinen Fahrer • Die Maschine braucht kein Seil • Mulchen, Spritzen, Laubschnitt im Programm • Elektrischer Antrieb erhöht die Energieeffizienz • GPS erweitert die Arbeitszeiten auf 24 Stunden • Vergleichbar preislich günstiges Gerät 12

Rainer Keicher am Gerät: „ Die Stachelwalzen springen ins Auge und hinterlassen Abdrücke“ Stachelwalzen mit Knicklenker Mit der CAN-Regelung hatten die jungen Geisenheimer Entwickler die größten Tüftlermühen. In allen Details haben sie sich schlaugemacht, wie die Maschine läuft und wie sie zu programmieren ist. Ein Starr-Rahmen hat den Anfang gemacht, ergänzt durch eine SKID-Lenkung. Ähnlich wie beim Panzer lässt sich damit die linke Walze schneller als die rechte drehen. Dann kann „Geisi“ um die Ecke fahren. Der Nachteil dieser Version ist der hohe Materialverschleiß. SKID wurde also ersetzt durch einen „passiven“ Knicklenker, der mit Drehzahldifferenzen zwischen den Walzen fungiert. Die Stachelwalzen haben es in sich. In ihnen sind Motor und Antriebselemente angebracht. Zur Schwerpunktverlagerung kann es nicht kommen, weil die Walzen mit einem extrem niedrigen Schwerpunkt ausgestattet sind. Das ist ein großer Vorteil gegenüber raupenbetriebenen Fahrzeugen, deren Gewicht sich nach hinten verlagert und bei denen die Ketten relativ lastenfrei sind. Interesse bei Steillagen und anderswo Nach Keichers Auskunft sind die Entwicklungen im dritten Jahr auf einem guten Weg zur Praxisreife. Zu nennen ist die elektrisch angetriebene beidseitige Spritze und ein Mulcher. Im Gespräch ist auch der Laubschnitt, sogar GPS könnte noch draufgesattelt werden. Dann könnte der Winzer bei seiner Arbeit – auch die flachen Lagen würden interessant – einen Plan vorgeben, die Spritze ein- oder ausschalten und die Maschine fährt die Lage ab. Schlepper oder gar viele Schläuche sind dann komplett entbehrlich. Schwere Zugarbeiten sind wegen der zu geringen Kraft an der Walze nicht das Ding von „Geisi“, und auch für die Lese ist das Gerät nicht zuständig. Alles entscheidend ist die Tatsache, dass der Winzer von den hohen Arbeitsstunden pro Hektar herunterkommen muss. Würde er diese Arbeitszeit nämlich voll auf den Verkaufspreis umlegen, so wäre der schnell zu hoch und der Winzer könnte seinen Wein nicht mehr verkaufen. „Geisi“ schafft Abhilfe, ohne dass da kostenmäßig irgendwas aus dem Ruder laufen würde. „Das spricht sich herum“, freut sich Rainer Keicher, „auch viele Nichtsteillagenbetriebe haben schon ihr Interesse angemeldet“.

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