Rundschreiben

Sbj1969

Ausgabe 1 · Mai 2015

Rundschreiben

Gefahr erkannt, Unfall gebannt!

Die Arbeiten im landwirtschaftlichen Jahr sind vielfältig. Eine kleine Unachtsamkeit

kann bereits schwerwiegende Folgen haben. Es gilt Unfällen durch achtsames

Arbeiten vorzubeugen. Auch der Gesetzgeber sieht bestimmte Vorschriften vor.

Die Jungbauern Markus, Julian und Felix geben in diesem Rundschreiben einen

Überblick über aktuelle wichtige Bestimmungen.

exklusiv mit

16 GB USB-Stick


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Blickpunkt

Sicher ist

sicher!

S. 1-7

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SBJ-Landesobmann

Sieghard Alber

Hinweise

Wichtige

Mitteilungen

S. 8

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Berichte

Aus- und

Rückblick

S. 9-11

Das

Wort DeM …

In den letzten Jahrzehnten hat sich

sehr viel im Bereich Arbeitssicherheit

getan.

Auch der SBJ liegt sicheres Arbeiten

sehr am Herzen. Bei unseren

Aktionen im Bereich Arbeitssicherheit,

stellen wir vor allem die Praxis

in den Mittelpunkt:

So bieten wir allen Mitgliedern der

bäuerlichen Organisationen eine

hochwertige Schutzausrüstung für

die Wald- und Holzarbeit zum Vorzugspreis

an. Mit acht Kurzfilmen

unter dem Titel „Gefahren in der

Landwirtschaft“ zeigen wir Gefahrenquellen

nicht nur auf, sondern

auch wie man sie verhindert. Ich

selbst habe mich am Projekt „Sentinel“

beteiligt und dabei ein System

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Events

Bevorstehende

Veranstaltungen

S. 12

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auf meinem Traktor installiert das

mich warnt, sollte der Traktor kurz

vor dem Umkippen sein.

Immer dann, wenn durch gezielte

Maßnahmen Unfälle verhindert

werden können, macht Arbeitssicherheit

Sinn. Was allerdings ein

untragbarer Zustand ist, sind die

immer wieder neu überarbeiteten

Gesetze und damit zusammenhängenden

bürokratischen Hürden.

Damit entsteht große Rechtsunsicherheit

in den Betrieben. Hier

bedarf es vor allem von Seiten

der Politik einer klaren Regelung.

Ich wünsche mir mehr Lösungen

für die Praxis, nicht Lösungen die

mehr Bürokratie schaffen!

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Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernjugend (SBJ), Redaktion, Fotos & grafische Gestaltung: Andreas Mair - andreas.mair@sbb.it, Sara Hafner - sara.hafner@sbb.it, Evi Andergassen

evi.andergassen@sbb.it

Infos: Das Rundschreiben kann auch auf der Internetseite der SBJ unter www.sbj.it heruntergeladen werden. Das nächste Rundschreiben erscheint im Sommer 2015.

Die Südtiroler Bauernjugend (SBJ) wird vom Amt für Jugendarbeit in ihrer Tätigkeit unterstützt. Ein herzliches Dankeschön.

Südtiroler Bauernjugend Landessekretariat - Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 5, 39100 Bozen, Tel. 0471 999 401 - Fax 0471 999 486, bauernjugend@sbb.it - www.sbj.it

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BLICKPUNKT

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Sicher ist sicher!

Markus ist Jungbauer am elterlichen Hof. Wie jeden Tag, zieht es ihn hinaus ins Freie. Die

Natur ist sein Arbeitsplatz. Sein wichtigster Begleiter dabei ist sein Traktor. Heute geht es

in ein steileres Gelände, eine Obstanlage nicht weit entfernt vom Hof. Markus ist gerade

dabei alle Vorbereitungen zu treffen, denn bald schon will er in der neuen Anlage Obstbäume

pflanzen. Beim Aufsitzen auf die Maschine fragt sich der Jungbauer: „Wie schützt

mich die Maschine eigentlich, sollte der Traktor drohen umzukippen?“


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BLICKPUNKT

Der Vater von Markus, der gerade am Traktor vorbeigeht,

erklärt:

Traktoren müssen gegen die Gefahr des Umkippens

geschützt sein und ein Rückhaltesystem für den Fahrer

aufweisen. Daher müssen alle Traktoren mit einem

Überrollschutz oder einer genormten Fahrerkabine und

einem Sicherheitsgurt ausgerüstet sein. Zum Lenken

von landwirtschaftlichen Fahrzeugen - ausgenommen

für die selbstfahrenden einachsigen Arbeitsmaschinen

- benötigt man den Führerschein

(Kat. B oder A1 mit Einschränkungen).

Hebebühnen und Obsterntemaschinen:

Das ist nun wohl geklärt. Und weiter

geht’s. Angekommen bei seiner

Obstanlage, winkt ihm sein Freund

Julian zu. Auch Julian arbeitet am elterlichen Betrieb

mit und wartet bereits auf Markus, denn er hat heute

seine neue Hebebühne mitgebracht. Markus staunt

nicht schlecht als er sie sieht. „Das ist aber eine tolle

Maschine. Auf was gilt es hier in Bezug auf Arbeitssicherheit

zu achten?“

Julian erklärt:

Bei Inbetriebnahme bestimmter Arbeitsgeräte wie z.B.

Hebebühnen oder Obsterntemaschinen sind diese beim

nationalen Unfallinstitut INAIL – Landesdirektion Bozen

„Alle Traktoren müssen mit

einem Überrollschutz oder

einer genormten Fahrerkabine

und einem Sicherheitsgurt

ausgerüstet sein.“

anzumelden. Im Umlauf befindliche Maschinen, welche

noch nicht gemeldet wurden, sollten umgehend gemeldet

werden. Zur Durchführung der ersten periodischen

Überprüfung muss der Arbeitgeber oder Benutzer einen

Antrag an das INAIL stellen.

Für die weiteren periodischen Überprüfungen muss der

Arbeitgeber oder Benutzer sich direkt an die befähigten

Sachverständigen wenden. Diese weiteren periodischen

Überprüfungen müssen innerhalb der vorgesehenen

Periodizität durchgeführt werden. Hebebühnen und

Obsterntemaschinen, welche in

der Landwirtschaft eingesetzt

werden, müssen alle zwei Jahre

überprüft werden.

Arbeitsmittel dürfen nicht verwendet

werden, wenn sie nicht

den Sicherheitsbestimmungen

entsprechen. Dies gilt insbesondere

dann, wenn die Geräte

von landwirtschaftlichen Arbeitnehmern

benutzt werden, wie es bei der Ernte der

Fall sein kann.

Ausbildung:

Im Gespräch berichtet Julian auch, dass sein Vater derzeit

die 32 stündige Ausbildung besucht, um selbst die

Funktion des Leiters der Dienststelle für Arbeitsschutz

ausüben zu können, denn:

Jeder landwirtschaftliche Arbeitgeber benötigt eine

Dienststelle für Arbeitsschutz sowie einen Leiter dieser

Dienststelle mit entsprechender Ausbildung. In


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Landwirtschaftsbetrieben mit bis zu 30 jährlichen Arbeitseinheiten

(JAE) kann der Arbeitgeber selbst die

Funktion des Leiters der Dienststelle für Arbeitsschutz

ausüben. Zu diesem Zweck

muss er einen eigenen Kurs

besuchen (jetzt 32 Stunden,

früher 16 Stunden). Diese 32

stündige Ausbildung beinhaltet

außerdem nicht die Ausbildung

für Brandschutz/Notfallmanagement

und Erste-Hilfe. Ebenso

kann ein eigener Mitarbeiter

oder ein externer Techniker, mit

der notwendigen Ausbildung, zum Leiter der Dienststelle

für Arbeitsschutz ernannt werden. Bei Beginn einer

Tätigkeit (z.B. Hofübergabe mit Arbeitnehmern) muss

die Ausbildung innerhalb von 90 Tagen ab Tätigkeitsbeginn

abgeschlossen werden, sofern der Arbeitgeber die

Funktion des Leiters der Dienststelle für Arbeitsschutz

ausüben will.

„Achtung: Den Erste-Hilfe-Koffer/

Verbandskasten auf die

Vollständigkeit und das

Verfallsdatum kontrollieren.“

Brandschutz und Erste-Hilfe:

Im „Südtiroler Landwirt“ hat Markus auch über die Bestimmungen

gelesen, was die Ernennung und Ausbildung

eines Brandschutz- und Erste-Hilfe-Beauftragten

betrifft:

Grundsätzlich ist jeder landwirtschaftliche Betrieb, der

Arbeiter beschäftigt, verpflichtet, einen Brandschutz-

Beauftragten zu ernennen sowie diesen entsprechend

auszubilden. Diese Pflicht gilt auch für jene Betriebe,

die nur für einen kurzen Zeitraum Erntearbeiter beschäftigen.

Familienbetriebe sind von dieser Bestimmung

nicht betroffen.

Weiters muss jeder landwirtschaftliche Betrieb, der

Arbeiter beschäftigt, einen

Erste-Hilfe-Beauftragten ernennen

sowie diesen entsprechend

ausbilden. Diese

Pflichten gelten auch für jene

Betriebe, die nur für einen

kurzen Zeitraum Erntearbeiter

beschäftigen. Zusätzlich sehen

die Kontrollkriterien des

Zertifizierers GlobalGap (z.B.

Obstbau) vor, dass mindestens eine Person mit einer

Ersten-Hilfe-Schulung anwesend sein muss, wenn im

Betrieb landwirtschaftliche Tätigkeiten ausgeübt werden.

Damit müssen auch betroffene Familienbetriebe

einen Erste-Hilfe-Beauftragten ernennen und die

Aus- und Weiterbildungen besuchen. Die Funktion des

Brandschutz- und Erste-Hilfe-Beauftragten kann vom

Arbeitgeber selbst, von einem im Betrieb mitarbeitenden

Familienmitglied oder von einem Arbeitnehmer

ausgeübt werden.

Ausbildung für Arbeitnehmer:

Kurz auf die Uhr geschaut, kommt nun auch Felix dazu.

Seit einem Jahr ist er am Hof bei Julian als Fixarbeiter

beschäftigt. Auch er musste zunächst die Ausbildung

im Bereich Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer absolvieren:

Diese Ausbildung wurde auf zwölf Stunden festgelegt.


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Für Taglöhner, welche nicht mehr als 50 Tagesschichten

pro Betrieb und pro Jahr leisten und Beschäftigte mittels

Wertgutscheine (Voucher) sehen die Bestimmungen

zur Arbeitssicherheit Vereinfachungen vor. Diese

verkürzte Ausbildung besteht darin, dass sie mit den

SBB-Karteikarten in die Tätigkeiten eingewiesen werden,

für welche sie angestellt sind. Der SBB empfielt

auch die Taglöhner, welche mehr als 50 Tagesschichten

pro Betrieb und pro Jahr leisten, Fixarbeiter, Lehrlinge

und Angestellte mit Hilfe der Karteikarten einzuweisen.

Von dieser Ausbildung sind mitarbeitende Familienmitglieder

ausgenommen, diese können auf freiwilliger Basis

die Ausbildung absolvieren.

Ausbildung für bestimmte Arbeitsmittel:

Das Inkrafttreten der Ausbildungsverpflichtung für Anwender

von bestimmten Arbeitsmitteln (Traktor, Hebebühne,

Gabelstapler, Bagger,…), welche in der Landund

Forstwirtschaft eingesetzt werden, ist auf den 31.

Dezember 2015 aufgeschoben worden.

Sonderregelung für die Landwirtschaft:

Anwender im landwirtschaftlichen Sektor, welche am

31. Dezember 2015 nachweislich eine mindestens

2-jährige Erfahrung haben, sind von der Erstausbildung

für die Benutzung der betroffenen Arbeitsmittel ausgenommen.

Sie müssen innerhalb 12.03.2017 den ersten

Auffrischungskurs zu 4 Stunden besuchen.

Betroffen sind Taglöhner, welche mehr als 50 Tagesschichten

pro Betrieb und pro Jahr leisten, Fixarbeiter,

Lehrlinge und Angestellte. Wird ein Arbeitnehmer

eingestellt, so muss er die Ausbildung bei Beginn der

Tätigkeit absolviert haben. Wenn dies nicht möglich ist,

muss sie innerhalb von 60 Tagen erfolgen. Die Ausbildung

der Arbeitnehmer muss während der Arbeitszeit

erfolgen und diese dürfen keine Kosten für die Arbeitnehmer

zur Folge haben.

Risikobewertung:

Sowohl der Vater von Julian als auch der Vater von Markus

müssen als Arbeitgeber ihre Risiken und Schutzmaßnahmen

in Form einer Risikobewertung ausarbeiten.

Der Südtiroler Bauernbund hat eine eigene Vorlage

zur Risikobewertung ausgearbeitet und diese steht für

die Mitglieder auf der Webseite des Bauernbundes zur

Verfügung: www.sbb.it/service/arbeitssicherheit

Unter diesem Link finden alle die gesamte Risikobewertung

sowie die einzelnen Abschnitte derselben. Zudem

ist auch ein Musterbeispiel angeführt.

Familienbetriebe ohne Arbeitnehmer, müssen die Risikobewertung

aufgrund der Verpflichtung bezüglich

GlobalGAP und Agrios durchführen. Aufrecht bleiben

weiterhin, die Verpflichtungen bezüglich GlobalGap

und Agrios. Diese werden erfüllt, indem man die Risikobewertung

auf der Basis der schriftlichen Vorlage

des Südtiroler Bauernbundes durchführt.

Infos, News und Ansprechpartner:

Unter diesem Link gibt es viele weitere Informationen,

News, Formulare, Infoblätter und vieles mehr zum Themenbereich

Arbeitssicherheit. Erster Ansprechpartner für

die Mitglieder im Bereich Arbeitssicherheit sind die Mitarbeiter

der Abteilung Arbeitsberatung/Löhne in den SBB-

Bezirksbüros.

www.sbb.it/service/arbeitssicherheit


BLICKPUNKT

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USB-Stick: Der sichere

Begleiter für unterwegs

Diesem Rundschreiben beigelegt ist der USB-

Stick „Gefahr erkannt, Unfall gebannt!“.

Praktisch und perfekt für unterwegs sind USB-

Sticks die mobilste Art des direkten Datentransports.

Einfach am Rechner oder Notebook anstöpseln

und man überträgt schnell und ohne

Internet, WLAN oder Netzwerk dessen Daten.

Im Gegensatz zu externen Festplatten kann man

die kleinen, leichten Flash-Speicher einfach in

die Hosentasche stecken. So hat man sie stets

bei sich und spart sich eine separate Stromversorgung

oder störende Kabel.

Der USB-Stick „Gefahr erkannt, Unfall gebannt!“

enthält bereits folgende Dateien: Risikobewertung,

Infoblätter und die Kurzfilme „Sichere Ernte“

in deutscher Sprache. Daneben bietet der 16

GB große Stick noch viel freien Speicherplatz

für eigene Daten. Ein sicherer Begleiter für unterwegs.

meine

Meinung

Klaus Nicolodi

Ortsobmann Salurn,

Bezirkskassier Unterland

Sicherheit und Gesundheitsschutz

sind heute wichtiger den je. Nur

durch eine konsequente Vorbeugung

und Sensibilisierung sowie

Information kann dies gewährleistet

werden. Der Grundgedanke der

im Gesetz verankert ist ist deshalb

durchaus positiv. Leider ist die Umsetzung

durch den Gesetzgeber

nicht immer nachvollziehbar aber

mit einem gesunden Hausverstand

kann das wichtigste sicher umgesetzt

werden.

Barbara Burgmann

Ortsleiterin Innichen

Die Arbeitssicherheit spielt in der

Landwirtschaft eine große Rolle,

Gefahrenbereiche gibt es viele. Der

Stress, die Gewohnheit und die

falsche Einschätzung führen oft zu

Unfällen, die mit einem gesunden

Hausverstand vermeidbar wären.

Aber auch die ordentliche Instandhaltung

und die fachgerechte Benutzung

der Arbeitsgeräte und Maschinen

sind wichtig.


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Hinweise

sicher bei der

holzarbeit

Jeder der die Motorsäge in die Hand nimmt, soll die erforderliche Schutzausrüstung

tragen. Nicht nur bei der Arbeit im Wald, sondern auch dann, wenn

die ausgedienten Bäume in der Obstanlage gerodet werden oder die Motorsäge

für andere Arbeiten am Hof eingesetzt wird.

Schutzausrüstung zum Vorzugspreis

Im Rahmen einer Aktion unter dem Motto „Gefahr erkannt, Unfall gebannt!“

bietet die SBJ allen Mitgliedern der bäuerlichen Organisationen die persönliche

Schutzausrüstung für die Wald- und Holzarbeit in einem hochwertigen

Paket zum Vorzugspreis an:

Das hochwertige Paket besteht aus einer Schnittschutzhose samt Träger,

Schnittschutzschuh, Sicherheitshelm mit Gehör-, Gesichts- und Nackenschutz

sowie Arbeitshandschuh. Ein Logo mit der Aufschrift „Gefahr erkannt,

Unfall gebannt!“ soll Botschafter für sicheres Arbeiten sein.

Bestellung über das SBJ-Büro

Die interessierten Mitglieder können sich bei ihrer Ortsgruppe melden, welche

dann die gemeinsame Bestellung an das SBJ-Büro weitergibt: Tel. 0471

999 403, bauernjugend@sbb.it. Daraufhin besucht eine Fachkraft die interessierten

Mitglieder vor Ort und stellt ihnen die Schutzausrüstung vor. Von

den interessierten Mitgliedern wird die Bestellung aufgenommen und dann

als Paket ausgeliefert.

Tracht tragen

T-Shirts & Co

Mwst.-Schuld

Brauchtum

Pflegen

Die SBJ steht für den Erhalt und die

Pflege von Kultur und Brauchtum.

Die Tracht ist ein sehr wichtiges

Kulturgut, welches auf keinen Fall

aussterben darf. Das Einzige, das

die Tracht davor bewahren kann,

ist, wenn sie von jungen Menschen

mit Freude und Stolz getragen wird.

Aus diesem Grund ruft die SBJ alle

Mitglieder auf, bei den kirchlichen

Feiertagen die Tracht zu tragen.

Kirchliche Festtage:

• Fronleichnam am Sonntag,

7. Juni

• Herz Jesu am Sonntag,

14. Juni

• Mariä Himmelfahrt am Samstag,

15. August

Online Shop für alle

Ortsgruppen

Mit der neuen Webseite der SBJ

www.sbj.it ist auch ein neuer, effizienter

und moderner Online-Shop

für alle Ortsgruppen der Südtiroler

Bauernjugend eingerichtet worden.

Ortsgruppen können sich mit wenigen

Klicks über Farben, Größen,

Material und Kosten informieren.

Ortsgruppen die etwas bestellen

möchten können dies einfach online

machen. Einfach die Menge

eingeben, Farbe auswählen, Rechnungsdaten

hinterlegen und auf

bestellen klicken.

NEU: Ortsgruppen können sich für

10 Euro pro Sendung die Ware direkt

nach Hause liefern lassen.

Nächster Termin:

16. MAI 2015

Alle Ortsgruppen, die zwischen

1. Jänner und 31. März eine Veranstaltung

organisiert und damit

gewerbliche Einnahmen erwirtschaftet

haben, müssen die

MwSt.-Schuld am 16. Mai mittels

F24 elektronisch einzahlen. Wenn

das SBJ-Landessekretariat die

Zahlung vornehmen soll, ist der

Auftrag dazu von den Ortsgruppen

schriftlich, mittels F24 Formular

bis zum 5. Mai zu erteilen. Es gilt

der Steuerkodex 6031.

NEU: Das Formular jetzt auch

online unter www.sbj.it


sbj Kiens

lebt wieder auf

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BERICHTE

Viele Jugendliche sind zur Wiedergründung der Ortsgruppe Kiens gekommen.

Mit frischen Ideen wollen sie das Dorfleben aktiv mitgestalten.

Viel Begeisterung und Schwung

war in Kiens zu spüren, als

am Freitag, 13. Februar zur

Wiedergründung der Ortsgruppe

Kiens geladen wurde. Treibende

Kräfte waren die Jugendlichen

selbst. Unterstützt wurden sie von

Bauernbund und Bäuerinnen.

„Wir freuen uns, dass wir heute die

Ortsgruppe Kiens wiedergründen

können. Wenn sich Jugendliche zusammentun,

so entstehen sehr viele

neue, frische Ideen die das Dorf bereichern

werden“, betonten Wilhelm

Haller, Bezirksobmann und Ursula

Aichner, Bezirksleiterin des SBJ-Bezirk

Pustertal.

Willeit als Ortsobmann, Viktoria

Dorfmann als Ortsleiterin sowie Andreas

Innerhofer und Sophia Aichner

als deren Stellvertreter gewählt.

Thomas Innerhofer ist Kassier, Markus

Gatterer Schriftführer, Alois

Bürgstaller, Christoph Kupa und Lukas

Da Col machen den Ausschuss

komplett. SBB-Ortsobmann Jakob

Wolfsgruber und Ortsbäuerin Erika

Willeit wünschten den Jugendlichen

und dem Ausschuss alles Gute für

die Zukunft.

Viele Ideen für die Zukunft

Auf die Ortsgruppe warten bereits

die ersten Aufgaben. Bei einer Ideensammlung

nannten die Mitglieder

Wünsche für Veranstaltungen und

Aktionen. „Auch hier hat man gesehen,

wie vielfältig die Ideen sind“,

betonte Christine Tschurtschenthaler,

SBJ-Landesleiterin. Die Ideen reichen

von einem Brotbackkurs, Erste-

Hilfe-Kurs, Lehrfahrten bis hin zur

Organisation von einem Herbstfest.

Gemeinschaft erleben

Hannes Dosser und Landessekretär

Andreas Mair stellten den rund 40

Jugendlichen die Südtiroler Bauernjugend

vor. „Bei der Bauernjugend

sein heißt Gemeinschaft erleben,

sich Ziele zu setzen, Neues kennenlernen

und sich weiterentwickeln,

betonten Dosser und Mair.

Im Anschluss erfolgte die Wahl des

neuen Ortsausschusses. Die Bereitschaft

sich zu engagieren war groß. BERICHTE

In den Ausschuss wurden Stefan

Mit vielen Ideen im Gepäck startet der neue Ausschuss

in die nächsten zwei Jahre.


10 BERICHTE

unser Brauchtum

lebt

„45. Mitgliederversammlung der

Südtiroler Bauernjugend (SBJ)

unter dem Motto „Unsere Bräuche

– so leben sie heute!“ – Neuwahl

der Landesführung: Dosser gibt

nach sechs Jahren Amt ab. Der

Raiffeisen-Jungbergbauern-Preis

geht an Ingrid Steiner und Armin

Kröss vom Oberbach-Hof in

Sarntal.

Eines kam bei der 45. Mitgliederversammlung

der Südtiroler Bauernjugend

am Sonntag, 15. März im

Waltherhaus in Bozen deutlich zum

Ausdruck: Tradition hat Zukunft.

Höhepunkte der bis zum letzten Sitzplatz

besetzten Versammlung waren

die Verleihung des Raiffeisen-Jungbergbauern-Preises

und die Neuwahl

der Landesführung. Hannes Dosser

gibt nach sechs Jahren sein Amt ab.

Sieghard Alber aus Vöran tritt in seine

Fußstapfen.

Viele Bräuche und Traditionen haben

ihren Ursprung im bäuerlichen Leben.

Angefangen bei der Pflege der Kulturlandschaft.

Dosser betonte: „Es gilt

mehr denn je den Wert Heimat und

die Menschen, die dieses Bild zeichnen

zu achten und zu schätzen, wenn

wir unsere Heimat auch weiterhin bis

zur steilsten Wiese am Berg gepflegt

haben wollen.“ Weiters zählen die Alltagsbräuche

bei der Arbeit, der Dialekt

oder die kirchlichen Bräuche zum

bäuerlichen Leben dazu. Die Jugend

hat eine große Aufgabe: „Die Bräuche

zu schätzen und in einer passenden

Form weiterzugeben. Unser Brauchtum

lebt“, unterstreicht Christine Tschurtschenthaler,

SBJ-Landesleiterin.

Hofübergabe beim Landesobmann

Für Hannes Dosser war es der letzte

Auftritt als Landesobmann auf der Bühne

der Südtiroler Bauernjugend. Sechs

Jahre stand er der SBJ vor. Mit Worten

des Dankes und nicht enden wollendem

Applaus verabschiedete sich die

Bauernjugend von ihm. Zum Nachfolger

wurde Sieghard Alber aus Vöran

gewählt, zu seinen Stellvertretern Andreas

Reden und Hannes Pirhofer. Mit

überwältigender Stimmenmehrheit

wurde Christine Tschurtschenthaler

als Landesleiterin bestätigt. Stellvertreterinnen

sind Renate Pedrotti und

Cilli Mittelberger.

Lob für die gelungene Versammlung

gabs von den Ehrengästen. „Die Zukunft

der Landwirtschaft hängt von

einer motivierten Bauernjugend ab;

ohne sie wären schon viele Stalltüren

zu“, sagte Landesrat Arnold Schuler.

Was die bäuerliche Bevölkerung und

die Bauernjugend tut, verdient Wertschätzung

und darf stolz machen.

Darauf verwies Landesrat Philipp

Achammer.

Auszeichnung für junge Familie aus

Sarntal

Im Mittelpunkt der Versammlung

stand auch eine junge Familie aus

Sarntal: Ingrid Steiner und Armin

Kröss erhielten in Anerkennung für

ihre Leistungen für die Bewirtschaftung

des mit 116 Erschwernispunkten

zählenden Oberbach-Hof den

Raiffeisen-Jungbergbauern-Preis.

Überreicht wurde dieser von Heiner

Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes

Südtirol.


Bauer sein - eine Leidenschaft!

11

Bei der Verleihung des Raiffeisen-Jungbergbauern-Preises (von links): Andreas Domanegg, Christine Tschurtschenthaler,

Jungbäuerin Ingrid Steiner und Jungbauer Armin Kröss mit den Kindern Magdalena, Alexander und Matthias, Heiner

Nicolussi-Leck, Hannes Dosser und Angelika Springeth.

Ingrid Steiner bekam den Hof 2003

von ihrem Vater. Früher wurden die

entlegenen Flächen vom Breuhof in

Sarnthein aus bewirtschaftet. Steiner

war damals 21 Jahre alt, Kröss

24. „Wir wollten aber nicht nur auf

einem Bauernhof wohnen, sondern

auch Bauern sein“, erzählt Steiner.

So stellten sie nach und nach wieder

Vieh ein, bauten 2008 das Wohnhaus

neu, sanierten das Wirtschaftsgebäude

und kauften Maschinen.

Die steilen Wiesen wurden planiert

und entwässert, Zufahrtswege angelegt.

Mittlerweile hat die Familie drei

Kinder: Alexander, Matthias und

Magdalena. „Wie dieser Berghof

bewirtschaftet wird, ist beispielhaft

für den Bauernstand, unterstrich

SBJ-Bezirksobmann Andreas Domanegg.

Mit der Bezirksleiterin Angelika

Springeth trug er die Laudatio

vor. Die Verleihung sei ein Zeichen

der Wertschätzung – stellvertretend

für viele Bergbauernfamilien, die die

schöne Landschaft erhalten. „Dass

unsere Berggebiete belebt sind, ist

der Verdienst der Jungbauern“, sagte

Heiner Nicolussi-Leck vom Südtiroler

Raiffeisenverband.

Neues Team an der Spitze

Die neue Landesführung der SBJ (von links): Cilli Mittelberger, Renate Pedrotti, Christine Tschurtschenthaler, Sieghard

Alber, Hannes Pirhofer, Andreas Reden. Thomas Bacher (fehlt auf dem Foto) wurde in die Landesführung

kooptiert.


• Bezirksweinkost Bozen

am Donnerstag, 7. Mai

Jahresprogramm

Landesweinkost

EVENTS

EVENTS

Mai

• Bezirksweinkost Vinschgau

am Donnerstag, 7. Mai

• Bezirksweinkost Meran

am Donnerstag, 7. Mai

• Burschenausflug Unterland

am Samstag, 9. Mai

• Bezirksweinkost Unterland

am Donnerstag, 14. Mai

• Treffen der Bezirksausschüsse

am Freitag, 15. Mai

Juni

Juli

August

• Bezirksentscheid im Handmähen Bozen

am Freitag 27. Juni

• Mitgliederfest

am Sonntag, 5. Juli

• Bundesentscheid 4er-Cup und Reden

von Donnerstag, 9. – Samstag, 11, Juli

• Sommerspiele

am Donnerstag, 16. Juli

• Riesenwuzzler Eisacktal

am Samstag, 25. Juli

• Landesentscheid im Handmähen

am Sonntag, 2. August

Oktober

November

• Mädchenbildungsseminar Bozen

am Samstag, 24. Oktober

• Preiswatten Meran

am Sonntag, 31. Oktober

• Agrialp

von Freitag, 6. – Montag, 9. November

• Mädchenbildungsseminar

am Samstag, 14. November

• Landeslehrfahrt

von Donnerstag, 26. bis Sonntag, 29. November

Jänner

2016

• Bauernball

am Samstag, 9. Jänner 2016

im Forum in Brixen

2015

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