InfoRetica - RhB

rhb.ch

InfoRetica - RhB

Nr. 3 / September 2011

InfoRetica

Mitarbeiterzeitung der Rhätischen Bahn

Periodico della Ferrovia retica

Periodica da la Viafi er retica

Gramper der

Rhätischen Bahn

am Lej Nair

Eröffnung der ALLEGRA-Halle mit

Dario Cologna und Carlo Janka


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In dieser Ausgabe

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Editorial/Editoriale

Die Stimme der Geschäftsleitung

La Voce della Direzione

123. Generalversammlung der RhB

Neue Schneefräsen

Neue ALLEGRA-Halle

Projektbericht Glacier Express

Interview mit Ste Haltiner

Gewinner-Wochenende E-Kampagne

HOWEG – Cool nach Arosa

Neue Carrerabachbrücke

Inframation

Bauunglück Val Mela

Verkauf 2015

Kundenworkshop

Medienreise

BÜGA VBD

Medienbahn

Damals, vor 30 Jahren

Neues in Kürze

Einweihung Triebwagen ABe 4/4

Neueröffnung Bahnhofbuffet Ospizio Bernina

Kulinarische Wanderung entlang des UNESCO Welterbes

Juni Bummel

RhB-Musik

login – Lehrabschlussfeier 2011

login – Lehrstart 2011

login – Go-Tag 2011

Fachleute öV

Modelleisenbahnanlage in Italien

30 Jahre Gartenbahn in Neuss

Nachruf

Personalchronik

RhB In-Team

Spontan

Wortspiel

Herausgeber: Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn

7002 Chur

Redaktion: Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch

Sandra Beeli (sb), s.beeli@rhb.ch

Seraina Hartmann (sh), s.hartmann@rhb.ch

Frontbild: «Eröffnung der ALLEGRA-Halle mit Dario Cologna und Carlo Janka»

Bild Jakob Menolfi

Nächster Redaktionsschluss: 11. November 2011

Auflage: 3200 Exemplare, 4-farbig

Abonnement: Inland: Fr. 50.– / Ausland: Fr. 60.–

© by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

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Editorial/Editoriale

Von Sandra Beeli

Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

Den weltberühmten Schlager von Rudi Carell kennt wohl

jede und jeder. Auch wenn ich persönlich das Lied unterhaltsam

finde, war es nicht unbedingt mein Wunsch,

es diesen Sommer so oft zu gebrauchen.

Viele haben wohl, wie ich selbst auch, die Flucht in

nahe gelegene Ferienziele im Euroraum ergriffen. Zumal

für uns Schweizerinnen und Schweizer der Euro momentan

so günstig ist. Beliebte Orte waren sicher Italien,

Frankreich, die Türkei oder Griechenland. Einfach irgendwohin,

wo so «richtig Sommer» ist und wo man

nicht zuviel Zeit für die An- und Rückreise beansprucht.

Was für die Schweizer ein Vorteil bedeutet, ist für unsere

Nachbarn und für unsere Unternehmung wiederum

ein Nachteil. Wie man so schön sagt, jede Medaille hat

eine Kehrseite. Wir kämpfen hier in der Schweiz, gerade

wegen der schlechten Eurokurse, um jeden einzelnen

Touristen. Auch unsere Erlebnisbahn hat dies deutlich zu

spüren bekommen und prüft Massnahmen als Gegensteuer

zu dieser schwierigen Währungssituation. Nebst

dem teuren Franken war natürlich auch der oben erwähnte

Schlager von Rudi Carell – der wettermässig

miese Sommer – verantwortlich für das sommerliche

Tief in unserer Kasse.

Nun ist es aber in der Zwischenzeit auch in der Schweiz

mal wieder richtig Sommer geworden. Ein toller Herbst,

und wir kriegen das mit dem Euro auch noch hin. Das

RhB-Team hat schon schlimmere Situationen mit Bravour

bestanden.

Sandra Beeli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Quando arriverà di nuovo una vera estate?

Certamente molti conoscono questa famosa canzone di

Rudi Carell. Anche se personalmente trovo la canzone

molto piacevole, non era esattamente ciò che desideravo

doverla «utilizzare» così spesso quest’estate.

Molti, tra cui la sottoscritta, hanno cercato mete di villeggiatura

vicine nell’area europea. Inoltre per noi svizzeri

l’euro è attualmente molto vantaggioso. I posti più

amati sono di sicuro l’Italia, la Francia, la Turchia o la

Grecia. Semplicemente qualsiasi luogo dove vi sia una

vera estate e che non sia troppo lontano da raggiungere.

Ciò che rappresenta un vantaggio per la popolazione

svizzera, è invece uno svantaggio per i paesi confinanti

e per le nostre aziende. Come si suol dire: questo è il

rovescio della medaglia. In Svizzera stiamo lottando per

ogni singolo turista proprio a causa del corso sfavorevole

dell’euro. Anche la nostra ferrovia ricca di fascino è

stata notevolmente colpita e stiamo vagliando delle misure

per contrastare questa difficile situazione valutaria.

Oltre al franco più caro, naturalmente anche il meteo

infausto di quest’estate, di cui si parla nella canzone di

Rudi Carrel, ha contribuito al vuoto estivo nelle nostre

casse.

Nel frattempo però è di nuovo estate anche in Svizzera.

Un autunno meraviglioso, e anche il problema con l’euro

si risolverà. Il team FR ha già superato brillantemente

situazioni ben peggiori.

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Die Stimme der Geschäftsleitung

Von Hans Amacker

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Rückblick auf meine ersten 6 Monate bei der RhB

Allegra, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Eigentlich kommt es mir vor, als wäre ich schon viel länger

als 6 Monate bei der RhB. Und das ist vor allem Ihr

Verdienst. Sie haben mich so spontan und herzlich aufgenommen.

Die Besuche bei Ihnen am Arbeitsplatz waren

in diesen ersten Monaten sicher ein Highlight. Viele

von Ihnen habe ich persönlich getroffen, aber leider

noch nicht alle. Ich arbeite daran!

Kennengelernt habe ich vor alIem auch den für Sie und

mich wichtigsten Personenkreis in unserer Unternehmung,

unsere Kunden. Ich versuche, möglichst oft in

unseren Zügen unterwegs zu sein, und darf feststellen,

dass wir nicht nur zufriedene, sondern durchwegs auch

begeisterte Fahrgäste haben. Ihr täglicher Einsatz für sichere

Strecken und sauberes, «fites» Rollmaterial sowie

Ihre Dienstleistungsbereitschaft im Kundenkontakt oder

hinter den Kulissen prägen diese Begeisterung wesentlich

mit. Es ist schön zu wissen, dass unsere Kunden

beim Umsteigen einen Unterschied feststellen …

Denken wir aber auch an unsere Stammkunden, die

Pendler und Vereina-Vielfahrer. Sie haben andere Bedürfnisse.

Sie sind meist nur kurze Zeit bei uns – oft

unbegleitet und anonym. Und gerade dies macht es

nicht einfach, auch hier «Kundenverblüffung» zu schaffen.

Analoges gilt auch für unsere Güterkunden.

In den letzten sechs Monaten durfte ich die grosse Vielfalt

des Unternehmens noch näher kennen lernen. Ich

konnte auch feststellen, dass in unserer Unternehmung

durchwegs gute, funktionierende Prozesse vorhanden

sind, wobei vielleicht manchmal – dies als erste Beob-

achtung von mir – mehr Raum für persönliche Kontakte

und die Förderung eines bereichsübergreifenden Verständnisses

wünschenswert wäre. Überzeugt hat mich

unser ausgezeichnetes Qualitätssicherungs-System (QSS),

auch wenn es – meines Erachtens zu Unrecht – gelegentlich

intern in der Kritik steht. Hier muss es insbesondere

der Führung gelingen, das Verständnis für unser

QSS stärker zu fördern.

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, was denn

meine Haupttätigkeiten sind, wenn ich im «Arvenstübli»

an der Bahnhofstrasse sitze und nicht unterwegs bin?

Auch hier stehen der persönliche Kontakt und die gemeinsame

Arbeit im Vordergrund – vor allem zusammen

mit meinen Kollegen im Führungsteam und Verwaltungsrat.

Und da brennen uns zurzeit drei Themen besonders

unter den Nägeln; nämlich drei «W» wie Wetter,

Währung und Wirtschaft. Diese drei wichtigen Faktoren,

mit denen es derzeit nicht gerade zum Besten steht, fordern

uns sehr. Die aktuelle Lage verlangt von uns allen

Aufmerksamkeit und Sparsamkeit – genau gleich wie

wir dies alle im privaten Haushalt auch machen. Was

mich aber sehr zuversichtlich stimmt: Unsere Stärken in

der Dienstleistungsqualität und unsere Ausstrahlung

zählen doppelt. Nutzen wir sie! Wir haben mit dem

UNESCO Welterbe-Label und anderen weltbekannten

Marken beste Voraussetzungen.

Ich werde mich weiterhin voll für die RhB einsetzen und

freue mich sehr, auf weitere persönliche Kontakte und

die spannende Zusammenarbeit mit Ihnen.

Hans Amacker


La voce dalla Direzione

Di Hans Amacker

Una retrospettiva dei miei primi 6 mesi alla FR

Allegra gentili collaboratrici e collaboratori,

In realtà mi sembra di essere alla FR da molto più di sei

mesi. E questo sopratutto grazie a voi che mi avete accolto

con così tanto calore e spontaneità. L’ho incredibilmente

apprezzato e mi ha molto motivato. Le visite

sui posti di lavoro hanno certamente rappresentato un

momento clou in questi primi mesi. Ho incontrato molti

di voi personalmente, purtroppo però non ancora tutti.

Ma ci sto lavorando!

Ho conosciuto soprattutto la cerchia di persone più importante

per la nostra azienda: i nostri clienti. Cerco di

viaggiare spesso sui nostri treni e ho potuto constatare

che i nostri passeggeri non sono soltanto soddisfatti ma

anche decisamente entusiasti. Ma anche il vostro impegno

quotidiano per tratte sicure e pulite, materiale rotabile

«in forma» e la vostra disponibilità al servizio sia

nel contatto con i clienti che «dietro le quinte» contribuiscono

decisamente al fascino della FR. È bello sapere

che i nostri clienti notano la differenza quando cambiano

ferrovia...

Ma pensiamo anche alla nostra clientela di base, i pendolari

e i viaggiatori frequenti del Vereina. Loro hanno

altre esigenze. La maggior parte resta poco a bordo,

spesso viaggia da sola e in modo anonimo. E proprio

queste caratteristiche rendono più difficile offrire ai clienti

l‘«effetto stupore». Lo stesso vale per i nostri clienti

commerciali.

Negli ultimi sei mesi ho avuto la possibilità di approfondire

ulteriormente l’ampia varietà dell’azienda. Inoltre

ho potuto constatare che nella nostra azienda sono dis-

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

ponibili processi validi e funzionanti, sebbene forse, da

una mia prima osservazione, sarebbe auspicabile più

spazio per i contatti personali e la promozione di una

comprensione intersettoriale. Il nostro eccellente servizio

di controllo della qualità mi ha convinto, anche se, a

mio avviso ingiustamente, è soggetto talvolta a critiche

interne. Spetta in particolare ai dirigenti incentivare ulteriormente

la comprensione del nostro sistema di controllo

della qualità.

Forse vi sarete già chiesti quali siano le mie principali

mansioni, quando siedo nell’«Arvenstübli» di Bahnhofstrasse

e non sono in viaggio? Anche qui il contatto personale

e la collaborazione sono sempre in primo piano,

soprattutto con i miei colleghi nel team dirigenziale e nel

consiglio di amministrazione. E al momento ci stiamo dedicando

in particolar modo a tre temi: ovvero il meteo, la

valuta e l’economia. Questi tre importanti fattori, che al

momento non sono proprio favorevoli, ci stanno impegnando

fortemente. La situazione attuale richiede tutta la

nostra attenzione e parsimonia, proprio come si fa solitamente

con il proprio bilancio domestico. Ciò che mi rende

davvero ottimista sono i nostri punti di forza nella

qualità dei servizi e la nostra risonanza. Sfruttiamoli! Con

il Patrimonio mondiale UNESCO e altri riconoscimenti noti

a livello mondiale disponiamo dei presupposti migliori.

Continuerò a impegnarmi per la FR e non vedo l’ora di

continuare a coltivare i contatti personali e la collaborazione

con voi.

Hans Amacker

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123. Generalversammlung der RhB

Von Peider Härtli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Auszug aus der Rede von Stefan Engler, VR-Präsident RhB

Gestatten Sie mir, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

einleitend zu unserer Generalversammlung auf

drei mehr unternehmenspolitische Themen kurz eingehen

zu dürfen:

n Bahn und Energie

n Bahn und Geld

n Bahn und Kunden

1. Bahn und Energie

Wem sage ich es, die Stromdebatte, ausgelöst durch die

Ereignisse rund um die Reaktoren von Fukushima, hat

längst auch die eidg. Politik erreicht. Der Ausfall der

Kühlsysteme im japanischen Kernkraftwerk hat eine

bisher so nicht voraussehbare Kettenreaktion ausgelöst

und dazu geführt, dass Bundesrat und Nationalrat langfristig

den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen

haben; getreu der Lebensweisheit «vor nicht beherrschbaren

Restrisiken sollst du dich hüten».

Zurück zum Thema Bahn und Strom

Unsere Bahn ist auf eine verlässliche Stromversorgung

angewiesen. Der Verbrauch an Traktionsenergie beträgt

im Jahr rund 100 000 MWh; das sind 100 GWh und entspricht

etwa der Produktion eines mittleren Flusskraftwerks

oder dem Jahresverbrauch von 25 000 Haushalten.

Seit 1999, dem Jahr der Inbetriebnahme des

Vereinatunnels, betrug der jährliche Strommehrbedarf

ca. 2 %. Unser Energiebedarf steigt mit dem Mehrangebot

trotz Sparanstrengungen. So trägt die Erneuerung

der Flotte mit den neuen und leichteren Triebzügen wie

auch die ergiebigeren Rückspeisungen durch die Lokomotiven

zu einer besseren Energiebilanz bei. Mit einer

flüssigen Betriebsführung, die unnötige Brems- und

Beschleunigungsmanöver verhindert und dem Ersatz

von Energiefressern in Werkstätten und Gebäuden lassen

sich zusätzliche Einsparungen realisieren.

Zum Vergleich: der Strombedarf des Strassennetzes in

Graubünden (für Beleuchtung, Signalisationen, Lüftun-

Direktor Hans Amacker, Standespräsidentin

Christina Bucher-Brini und Verwaltungsratspräsident

Stefan Engler

gen u.a.m.) beläuft sich auf 14 300 MWh, davon entfallen

2790 MWh allein auf den San Bernardino Tunnel).

Aus einem ökologischen Blickwinkel betrachtet verbraucht

eine Zugfahrt hingegen viermal weniger Energie

als eine Fahrt mit dem Auto und 20 Mal weniger Kohlendioxid.

Hätten wir es nicht schon gewusst. Der Bahnbetrieb benötigt

viel Strom. Die Bahnbranche gehört zu den stromintensiven

Unternehmungen, die für sich spezielle

Konditionen bei den Tarifen reklamieren. Immerhin beträgt

unsere Stromrechnung einschliesslich der Netznutzung

im Jahr gut 10 Mio. Fr., was gemessen an den Verkehrserträgen

rund 10 % ausmacht. Woher unser Strom

kommt, wollen sie wissen. Wir wissen nur, dass etwa

die Hälfte unseres Bedarfs schon aus technischen Gründen

mit Sicherheit aus Wasserkraft stammen muss, für

den Rest ist die Herkunft unbestimmt.

Wie wir in Zukunft den bei allen Sparanstrengungen erforderlichen

Strombedarf decken und zu welchen Konditionen,

wird uns also beschäftigen müssen. Dabei

werden wir im Spannungsfeld stehen, dass die Billette

dadurch nicht wesentlich teurer werden dürfen, die

Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet sein muss

und der Strommix möglichst ökologisch bleiben soll.

2. Bahn und Geld

Das System Bahn ist auf Dauer bekanntlich nicht nachhaltig

finanziert. Der Finanzbedarf für den Unterhalt

und die Erneuerung der Infrastruktur, geschweige denn

auch nur für punktuelle Netzerweiterungen, liegt

schweizweit deutlich höher als die dafür durch den

Bund heute bereit gestellten Mittel.

Wie viel Mobilität wollen wir überhaupt anbieten? Was

darf es kosten? Wie viel ist den Bestellern und damit den

Steuerzahlern, wie viel den Nutzern, den Kundinnen

und Kunden, zuzumuten? Wie viel können die Unternehmungen,

also auch die RhB, selber beitragen –

durch Produktivitätsgewinne? Fragen über Fragen, wel-

RhB-Musik Medienapéro


che in den kommenden Monaten und Jahren erheblichen

politischen und unternehmerischen Zündstoff bergen.

Noch gar nicht gesprochen habe ich von der Erneuerung

des Rollmaterials, welche die Bahnen aus eigenen Mitteln

finanzieren müssen.

Um in Zukunft das finanzielle Gleichgewicht halten zu

können, sind wir – und andere Bahnen auch – deshalb

einerseits auf eine langfristig verlässliche Finanzierung

der Infrastruktur durch den Bund und den Kanton angewiesen.

Andrerseits müssen die Bahnunternehmungen

Gewinne schreiben dürfen, um die Beschaffung von

modernem Rollmaterial und die kundengerechte Modernisierung

der Bahn vorantreiben zu können. Wem

sage ich es, da steht der Politik und uns als Unternehmung

eine anspruchsvolle Aufgabe bevor.

Derzeit können sich Bahnunternehmungen und auch

die Kantone zu Vorschlägen des Bundes für eine neue

Finanzierung der Bahninfrastruktur äussern. Es würde

hier zu weit führen, alle unsere Erwartungen, die wir

als Unternehmung an ein neues Finanzierungssystem

knüpfen, auszubreiten. Ich beschränke mich auf zwei.

Die Lösung muss auch den Bedürfnissen des Freizeitverkehrs

und den Besonderheiten des ländlichen Gebiets

gerecht werden. Zudem hat das neue System sicherzustellen,

dass die Unternehmungen über frei verfügbare

Mittel verfügen können, um in die Modernisierung und

Attraktivität der Bahn investieren zu können.

3. Bahn und Kunden

Vor lauter Sorge um die Infrastruktur und wer diese bezahlt,

besteht die Gefahr, dass der Kunde in Vergessenheit

gerät. Dabei hätte er im Zentrum zu stehen. Was

tun für sie?

Sie alle zufrieden zu stellen, ist die anspruchsvolle Aufgabe,

welcher sich unsere Belegschaft mit gegen 1400

Mitarbeitenden tagtäglich motiviert widmet.

Investitionen in die Infrastruktur, attraktive Fahrpläne

ohne lange Wartezeiten, moderne Züge und Bahnhöfe,

die Qualität der Dienstleistungen und ein stimmiges Ge-

Rede des VR-Präsidenten

Stefan Engler

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

samtbild: Zuverlässigkeit, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Sicherheit

und Freundlichkeit. Das sind die Erwartungen

unserer Kunden.

Diese Erwartungen zu erfüllen, daran arbeiten wir. Unsere

Kunden im Personen- wie im Güterverkehr, aber

auch die Partner aus Politik – Kanton und Bund – und

Wirtschaft, wozu ich auch die Gewerkschaften zähle,

verdienen für ihre Treue und Solidarität ein herzliches

Dankeschön. Wir wissen es. Die Rhätische Bahn geniesst

weit herum viel Wohlwollen. Dieses wollen wir uns auch

in Zukunft verdienen, indem wir auf Qualität und Transparenz

vor allem aber auf unsere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter setzen.

Zusammenfassende Rede von

Direktor Hans Amacker

Aus dem Alltag der ersten 100 Tage, wie ich die Unternehmung

erleben durfte:

n sehr gut organisierte und strukturierte Unternehmung

n mit hervorragenden Produkten. Nicht nur Glacier Express

und Bernina Express sondern neu auch UNESCO Welterbe

n RhB erfährt eine grosse Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

n RhB hat auch erkannt, dass den Erhalt der phantastischen

Infrastruktur in die Wege geleitet hat (eine Herkulesaufgabe)

n und das Wichtigste: mit motiviertem Personal, das

Sonderefforts leisten kann

n Faszinierende Vielfalt (Tourismus, Pendler, Freizeit

(sehr differenziert), Güterverkehr, Autoverlad) von Angeboten

erfordert aber auch grosse Ressourcen

n Dies gilt auch für die im touristischen Umfeld erforderliche

Hohe Dienstleistungsqualität

n Hinzu kommen, dass die RhB teilweise in einem globalisierten

Markt tätig ist mit allen Unwägbarkeiten

n Insgesamt: Sehr grosse Ressourcen erforderlich; heisst

letztlich auch, dass die Fragen von Produktivität und

Kosten bei der RhB immer im Vordergrund stehen werden.

Dies sind unsere ureigenen Hausaufgaben.

Chor Viril Alvra Rede des Regierungsrates Mario Cavigelli

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Der Winter kann kommen

Text von Peider Härtli, Bild von Daniel Frei und Yves Kohler

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Anlieferung der ersten Schneefrässchleuder in

Landquart

Nach einer Entwicklungs- und Bauzeit von 16 Monaten

ist es soweit - die erste der vier neuen Schneefrässchleudern

wurde auf einem Strassentieflader nach Landquart

überführt und auf die Schienen der Rhätischen Bahn

gestellt.

Die Schweizer Firma Zaugg AG Eggiwil aus dem bernischen

Emmental entwickelt und liefert je zwei Schneeräumfahrzeuge

für das Stammnetz und die Berninalinie.

Zaugg zählt zu den weltweit führenden Unternehmungen

in der Entwicklung und Herstellung technisch hochstehender

Geräte und Fahrzeuge für die Schneeräumung

auf Strassen, Schienen, Flugplätzen und die Bearbeitung

von Schneepisten.

Mit einer Räumbreite von 6 Metern und einer Räumhöhe

von 4,6 Metern ab Schienenoberkante beginnt im Winter

2011/12 eine neue Epoche der Schneeräumung am

Bernina. Die 32 Tonnen schweren Fahrzeuge, die von

einer Lokomotive gestossen werden, erreichen - angetrieben

von zwei Dieselmotoren mit je 600 PS - Räumleistungen

von 8500 Tonnen pro Stunde.

Nach Abschluss der Inbetriebsetzungsarbeiten in Landquart

und in Poschiavo werden die Maschinisten der

RhB mit dem neuen Arbeitsgerät vertraut gemacht, so

dass der nächste Winter kommen kann.

Die beiden für das Stammnetz vorgesehenen Schneeräumfahrzeuge

werden ab Winter 2012/13 ihren Dienst

aufnehmen. Sie verfügen über eine Räumleistung von

3500 Tonnen pro Stunde und eine maximale Räumbreite

von 4,6 Metern.

Mit einer eingebauten hydraulischen Hub- und Wendevorrichtung

- die Fahrzeuge besitzen nur eine Kupplungseinrichtung

am Heck - können die Schneeräumfahrzeuge

ohne grossen Aufwand in die entsprechende

Räumrichtung gebracht werden.

Die Schneefrässchleuder wurde anlässlich der Eröffnung

der ALLEGRA-Halle am 25. Juni 2011 in Landquart der

Öffentlichkeit präsentiert.


ALLEGRA-Halle: Eröffnung in Etappen!

Text von Edi Jäger und Peider Härtli, Bilder von Jakob Menolfi, Simon Rageth und Victor Zindel

Mitarbeitende feiern Aufrichte der ALLEGRA-Halle…

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen… Im Rahmen

einer Aufrichtefeier wurden am 20. Mai 2011 alle am

Projekt und dem Bau der Halle beteiligten Mitarbeitenden

der Baufirmen und unseren internen Stellen zu einem

kleinen Fest eingeladen. Leiter Rollmaterial Ivo

Hutter betonte anlässlich der Aufrichtefeier, dass nun

«die Voraussetzungen für einen effizienten und sicheren

Unterhalt an den neuen, ungetrennten ALLEGRA-Triebzügen

aus den Etappen I und II des Flottenkonzepts»

geschaffen seien. Er legte dabei grossen Wert auf die

Tatsache, dass «die rechtzeitige Inbetriebnahme das Resultat

einer professionellen Teamleistung aller am Projekt

Beteiligten» sei.

Auch Gesamptprojektleiter Edi Jäger dankte den rund

200 geladenen Mitarbeitenden aus den verschiedenen

Bereichen für den grossartigen Einsatz und führte sie

und Vertreter der beteiligten Unternehmen zusammen

mit Teilprojektleiter Niculin Vital virtuell mit einer gelungenen

Präsentation durch das Projekt.

…und Taufe des ALLEGRA-Triebzuges Benedetg Fontana

Den Höhepunkt des offiziellen Teils der Aufrichtefeier

bildete die Taufe eines weiteren ALLEGRA-Triebzuges.

Und auch da überraschte Edi Jäger die anwesende Schar,

indem er von den bisherigen Taufzeremonien abwich:

«Die bisherigen acht Triebzüge wurde immer von Prominenz

aus Politik und Wirtschaft getauft – der heutige

Taufakt gehört euch alleine!». Originell: Weil das ALLEG-

RA-Taufkind Benedetg Fontana nun aus «technischen»

Gründen nicht von allen 200 Mitarbeitenden und den

anwesenden Gästen vollzogen werden konnte, kamen

aus dem Geschäftsbereich Rollmaterial der dienstälteste

Mitarbeiter, Fausto Menghini und die dienstjüngste

Katja Baumgartner zu dieser grossen Ehre. Eine professionelle

Grillcrew verwöhnte anschliessen die Gaumen

und sorgte dafür, dass ein ganz spezieller Tag einen

glanzvollen Abschluss erfuhr.

Edi Jäger und die Taufpaten Fausto

Menghini und Katja Baumgartner an -

lässlich der Aufrichtefeier

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Gelungenes Fest mit zwei Olympiasiegern!

Am Samstag, 25. Juni 2011, eröffnete die RhB mit einem

grossen Fest die Unterhaltshalle für die neuen ALLEGRA-

Triebzüge. Als Höhepunkt des Tages tauften die beiden

Bündner Weltklassesportler Carlo Janka und Dario Cologna

zwei neue ALLEGRA-Triebzüge. Zusammen mit RhB-

Verwaltungsratspräsident Stefan Engler und Direktor

Hans Amacker enthüllten sie die Namen der Triebzüge

3509 und 3512. Pater und Naturforscher Placius Spescha

ziert den ALLEGRA-Triebzug mit der Serienummer 3509,

Pfarrer und Politiker Jörg Jenatsch, den Triebzug 3512.

Eine besondere Ehre für die zwei Bündner Weltklassesportler:

Als einzige lebende Persönlichkeiten zieren

die Namen von Carlo Janka und Dario Cologna die

ALLEGRA-Triebzüge 3503 und 3504. Diese Züge wurden

bereits im Mai 2010 getauft.

Grossandrang bei der Eröffnung

Nicht überraschend lockte die Eröffnung der ALLEGRA-

Halle rund 4000 Besucherinnen und Besucher nach

Landquart. «Ein Tag der offenen Tür bei der RhB sorgt

aus Erfahrung weit über die Kantonsgrenzen hinaus für

grosses Interesse», wie Ivo Hutter, Leiter Rollmaterial bei

der RhB, betont. Das Programm überzeugte denn auch

Jung und Alt, Eisenbahnbegeisterte und Familien. Zusätzlich

zur Besichtigung der neuen Unterhaltshalle

wurde den Besuchern eine Triebfahrzeug-Schau mit Lokomotiven,

Triebwagen und Schneeräumfahrzeugen aus

allen Epochen präsentiert. Viel Freude bereitete auch

das Kinderprogramm mit Hüpfburg und Modelleisenbahn

sowie das Kino mit einem interessanten Filmprogramm.

Die spannenden Inszenierungen und Präsentationen

in und um die ALLEGRA-Halle sowie die

Unterhaltung mit «Hampa & the Charms» und die Autogrammstunden

mit Dario Cologna, Carlo Janka und Spielern

des HC Davos überzeugte das überaus gutgelaunte

Publikum.

Aufrichtefeier Stefan Engler, Carlo Janka, Dario Cologna

und Hans Amacker am Tag der offenen Tür

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011


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Iso Venzin und Markus Näf

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Projektbericht Glacier Express

Von René Müller

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Stadler Rail erhielt den Auftrag von der MGB, die zwei

am 23. Juli 2010 beim Unfall bei Fiesch total zerstörten

Wagen neu zu bauen. Für die Endmontage wurde die

RhB angefragt und wir haben diesen Auftrag gerne

übernommen. Ab dem 23. März 2011 wurden die beiden

Wagen in den Werkstätten in Landquart montiert.

Über viele Jahre wurden sämtliche Pneumatik- und Sanitär-Verrohrungen

an unseren Fahrzeugen durch eine

Fremdfirma ausgeführt. Im Dezember 2010 haben wir

uns entschieden, diese wichtige Kernkompetenz wieder

ins Haus zu holen. Die beiden Pano GEX-Fahrzeuge waren

die ersten Fahrzeuge, welche wieder komplett durch

RhB Mitarbeiter verrohrt wurden. Wie haben unsere Mitarbeiter

diese Herausforderung erlebt?

Markus Näf, langjähriger Mitarbeiter der RhB, war an

der Ausführung der Pneumatikarbeiten massgeblich beteiligt.

Wie haben Sie sich gefühlt, nach einer doch langen

Zeit (9 Jahre) an einem solch komplexen Fahrzeug die

Pneumatik in eigener Verantwortung zu montieren?

Markus: Das war eine schöne Aufgabe und grosse Herausforderung

für mich. Bei Unsicherheiten konnte ich

auf externes Know-how zurückgreifen was mir ein sicheres

Gefühl gab.

Pneumatikaufgaben werden nun wieder intern

erledigt, was hat das für die RhB und insbesondere

für Sie für eine Bedeutung für die Zukunft?

Markus: Für die RhB bedeutet dies eine finanzielle Einsparung

und eröffnet neue Möglichkeiten am Drittmarkt.

Durch die Kompetenz im Hause ist ein schnelles und flexibles

Reagieren möglich, was z.B. bei einer Havarie

Vorteile bringt. Für mich bedeutet dies eine neue Herausforderung,

neue Techniken erlernen und neue Erfahrungen

sammeln.

Nebst der Pneumatik waren auch andere Bereiche stark

gefordert. Iso Venzin ist ein «junger» Mitarbeiter bei der

RhB und hat als Teamleiter Elektromontage das Projekt

begleitet.

Sie waren früher in der Bauindustrie beschäftigt. Was

sind die grössten Unterschiede von einem Projekt der

RhB zu einem Projekt in der Bauindustrie?

Iso: In der Bauindustrie ist jedes Projekt ein Einzelstück,

bei der RhB spricht man von Fahrzeugserien, bei der jedes

Fahrzeug gleich gebaut wird. Ein grosser Unterschied

ist der Detaillierungsgrad der gesamten Dokumentation,

der bei der RhB wesentlich höher ist als auf dem Bau.

Welches war die grösste Herausforderung für Sie bei

diesem Projekt?

Iso: Die ganze Materialwirtschaft und die Wareneingangskontrolle

haben einen enormen administrativen

und logistischen Aufwand generiert. Der Prüfaufwand

war riesig, es war eine richtige Materialschlacht. Eine

grosse Herausforderung war auch die Übersicht zu behalten

in Situationen die nicht nach Plan verliefen.

Die Endmontage eines solchen Fahrzeugs ist ein komplexes

Zusammenspiel zwischen Auftragsgeber und den

unterschiedlichen Montageteams. Rückblickend dürfen

wir stolz sein auf unsere Leistung, da der ambitiöse

Zeitplan oft ein sehr flexibles Agieren forderte. Wir durften

der MGB zwei schöne Fahrzeuge übergeben, welche

sicherlich viele Fahrgäste begeistern werden. Dafür gilt

unser Dank allen beteiligten Mitarbeitern!


Social Web – ein Sprachrohr für alle

Interview von Peider Härtli

Seit März 2011 bewirtschaftet die RhB aktiv den Bereich

Social Media. Als eine der ersten Bahnen in der Schweiz ist

die Bündner Bahn somit einer grossen Fangemeinschaft –

E-fachlich korrekt: Community – zugänglich. Und die Fans

führen bereits wacker Dialoge über Facebook oder tauschen

sich über Filme auf YouTube aus. Unter Leitung von

Reto Schmid (35), verantwortlich für den Bereich E-Business

und Vertriebssysteme, ist Stephan Haltiner (36) – unter

uns Ste genannt – für die Bewirtschaftung von Social

Media zuständig. Ste hat an der Kunsthochschule Medienkunst

und bildende Kunst studiert und ist seit 10 Jahren

als Freelancer für Kunden verschiedener Bereiche tätig.

Spannend: Ste hat eine eigene Community gegründet. Ein

Blick auf www.muellerbewegt.ch lohnt sich. Social Media

bei der RhB? Diese und weitere Fragen beantwortet Ste im

folgenden Interview.

Redaktion: Social Media tönt gut und ist in aller

Munde. Worin unterscheidet sich Social Media von

anderen Kommunikationsformen? Oder anders

gefragt: Erkläre uns ganz kurz das Phänomen Social

Media.

Ste: Social Media verschiebt den Stammtisch oder das Teekränzchen

ins Netz. Über verschiedene Plattformen ist es

mir erlaubt, ganz unverblümt meine Ideen, Meinungen

und Kritiken mit anderen zu teilen. Ich kann mich zu Themen

und aktuellen Geschehnissen, zu Produkten und

Dienstleistungen äussern. Alle können dies tun, sofern natürlich

eine Internetleitung vorhanden ist. Das trifft den

Nerv der Zeit. Es stehen nicht mehr nur die Medien oder

die «Mächtigen» am Schaltpult der Kommunikation, das

Social Web ist ein Sprachrohr für alle. Und das haben eben

Ste Haltiner durch die Blume von Peider Härtli befragt

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

nicht nur die User, sondern auch die Entscheidungsträger

erkannt. Es gibt einen Dialog, der sich in einer Machtverschiebung

manifestieren kann - und das kann viel Bewegung

auslösen.

Nun spricht man von Social Media, da gehören wie

du erwähnt hast, viele Plattformen dazu. Auf welche

fokussieren wir uns?

Ste: Im Fokus steht Facebook. Hier treten wir in den Dialog

mit unseren Fans. Zudem nutzen wir Youtube für Bewegtbild

und Flickr für die Fotografie. Weitere Plattformen

werden relevant werden. Wir müssen flexibel in dieser

Landschaft stehen, um die Bedürfnisse und die Handlungsabsichten

der User zu erkennen, um ihnen diese

Zückerli bieten zu können, die sie suchen. Ich sehe uns als

Nahrungsergänzer im bereits nahrhaften World Wide

Web …

Und warum muss die RhB in dieser Community

mitmachen?

Ste: Ich sehe den Mehrwert, aber auch die Herausforderung

darin, dass wir in einen «echten» Dialog mit unserer

Zielgruppe treten können. Der excellente Service, den wir

durch Infrastruktur und Kundenbetreuung verfolgen, will

ich ins Social Web weitertragen. Unser Vorteil ist, dass wir

eine Marke haben, die sehr beliebt ist. Die User wollen mit

uns in Kontakt treten und zwar dort, wo sie sich grad aufhalten.

Einer dieser beliebten Orte im Internet ist zurzeit

Facebook. Hier bewegen sich bestehende und potenzielle

Kunden und freuen sich, wenn sie in einen Dialog mit ihren

«Lieblingsmarken» treten können, der nicht in erster

Linie als Marketing- oder Werbekanal funktioniert. Sie

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

freuen sich, wenn sie unterhalten und über Angebote informiert

werden, die sehr aktuell auf ihren Alltag wirken.

Das finde ich einen wichtigen Aspekt und den verfolgen

wir auch.

Wieviele RhB-Fans sind bereits im Facebook registriert?

Werden sie auf Grund ihrer Herkunft katalogisiert?

Und: wie entwickelt sich die Fangemeinschaft

…?

Ste: Unsere Seite hatte anfangs März rund 400 Fans, nun

sind es knapp 3000. Zwar ist der Inhalt wichtiger, als die

Anzahl Fans, doch die Interaktion und das Spiel von Ursache

und Wirkung wird interessanter, je grösser diese Zahl

ist. Mein persönliches Ziel übrigens, ist eine Fangemeinde

von 5000 per Ende dieses Jahres.

Die Anzahl Fans kann u. a. durch den Wettbewerb «Die

ganze Schweiz kann erben», durch gezielte Werbung über

Facebook und durch eine interessante Vielfalt der Beiträge

gesteigert werden. Über Facebook können Rückschlüsse

über Herkunft, Sprachen, Geschlecht und Alter der Zielgruppe

gemacht werden. Interessanter finde ich aber die

Angaben über den Interaktionsgrad der Beiträge. Je relevanter

ein Beitrag für die Zielgruppe, desto höher ist diese

Zahl. So erkennen wir die Bedürfnisse und Interessen unserer

Fans und lernen, gezielt Inhalte zu liefern.

Aber damit sind doch alle Fans auch potenzielle

Kunden? Das sind doch beste Vorraussetzungen,

Facebook und andere E-Plattformen kommerziell zu

nutzen, Werbung zu machen und zu verkaufen…

Bestehen solche Pläne?

Ste: Solche Pläne bestehen nicht nur, sie werden schon in

die Realität umgesetzt. Nur funktioniert Facebook nicht als

reiner Marketingkanal, die Herausforderung besteht darin,

Produkte und Angebote als Erlebnis umzuformulieren.

Wenn Inhalte auf 80 Zeichen beschränkt sind oder über

das Medium Video vermittelt werden, sind sie am erfolgreichsten.

Wir sehen dann über die erwähnten Statistiken,

wie ein Beitrag angekommen ist. Ob die betreffende Person

schliesslich einen Kauf tätigt, kann leider kaum gemessen

werden. Daher steht der Kanal auch nicht in Konkurrenz

mit den klassischen. Diese werden weiterhin

primär für Werbung und Verkauf genutzt.

«Wir wollen Geschichten erzählen,

aktuell und transparent kommunizieren,

Wettbewerbe und Quizfragen

schalten, Erlebniswanderungen bis

hin zu inszenierten Bahnfahrten

durchführen»

Also müssen wir nicht befürchten, dass Social Media

den physischen Kundenkontakt am Schalter oder

andere klassische Vertriebssysteme (Telefon, Fax,

E-Mail, Messen usw.) verdrängen wird?

Ste: Der persönliche Kundenkontakt steht bei einer Bahn

wie der unseren immer im Vordergrund, Social Media sehe

ich hier bloss als eine Ergänzung. Prozesse können natürlich

über diese Systeme optimiert werden, wodurch wir

uns noch besser positionieren können.

Ste Haltiner im Gespräch mit Lokführer Marcel Hobi


«Wir wollen Geschichten erzählen, aktuell und transparent

kommunizieren, Wettbewerbe und Quizfragen schalten,

Erlebniswanderungen bis hin zu inszenierten Bahnfahrten

durchführen»

Wie müssen wir uns den Dialogtreiber auf Seite der

RhB konkret vorstellen? Wer kommuniziert mit den

Fans? Bist es du? Dein Team? Verschiedene Mitarbeitende

aus verschiedenen Bereichen?

Ste: Gerade mit Reto und dem Team V-Kom, bzw. mit Simon

und Florian von S-Kom besteht ein reger Austausch.

Monatlich lade ich zudem zur Redaktionssitzung ein. Hier

werden die planbaren Inhalte besprochen, die ich dann

für Facebook umformuliere und bereitstelle. In erster Linie

kommuniziere ich mit den Fans.

Zudem habe ich begonnen, in verschiedenen Bereichen

direkt mit Personen in Kontakt zu treten, über die Inhalte

für unsere Community aufbereitet werden können. Ich

möchte Blicke hinter die Kulissen unseres vielseitigen Alltags

ermöglichen - und zwar vom Streckenwärter über die

Zugbegleiterin, dem Marktbearbeiter bis hin zur Mitarbeiterin

in der Steuerzentrale. Hierzu bin ich auf die

Zusammenarbeit aller froh, so dass wir gemeinsam ein

umfassendes Markenerlebnis bieten können. In der nebenstehenden

Box ist erwähnt, wie man mit mir Kontakt

aufnehmen kann.

Wie beurteilst du die weitere Entwicklung? Stehen wir

erst am Anfang? Welche E-Plattformen gibt es schon,

sind weitere geplant? Verrate uns doch deine Ideen

über die E-Zukunft allgemein und bei der RhB!

Ste Haltiner und sein Team

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Ste: Wir stehen am Anfang, haben uns aber im Vergleich zu

anderen Bahnen hier in der Schweiz schon mal ganz «ordeli»

positioniert. Bis Ende Jahr steht das Social Media

Konzept an, welches intern Ziele, Handhabung und Massnahmen

festlegt und definiert. Das Markenerlebnis muss

über die Social Media Kanäle, primär über Facebook, gesteigert

werden. Gemeinsam Inhalte erleben und mit der

Schatztruhe RhB Spass haben ist das Ziel, die Massnahmen

hierzu sind noch in der Planung. Wir wollen Geschichten

erzählen, aktuell und transparent kommunizieren, Wettbewerbe

und Quizfragen schalten, Erlebniswanderungen

bis hin zu inszenierten Bahnfahrten durchführen. Der

Kunde soll bis zur eigentlichen Bahnfahrt ansprechend

durch die RhB unterhalten werden.

Ste, wir danken dir für diesen interessanten Einblick

in die «E-Welt» und wünschen dir und deinem Team

viel Erfolg, Fun und Fans! Für deine Botschaft an alle

Mitarbeitenden haben wir dir extra ein Kästchen am

Schluss des Interviews reserviert!

Inhalte erwünscht!

Wenn du eine interessante Beobachtung innerhalb oder

ausserhalb unserem RhB-(Strecken)Netz gemacht hast oder

machen wirst, wenn dir was zu Ohren gekommen ist, das noch

weitere interessieren dürfte, dann geh auf das Intranet und

sende mir dieses Formular ausgefüllt zurück.

(http://rhb-intra/index.php?id=1574) oder schalte gleich deinen

Beitrag selbst auf unsere Facebook-Seite (www.rhb.ch/facebook).

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Gewinner-Wochenende E 2011

Von Geni Rohner

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

197 Gruppen, Vereine und Spontangemeinschaften beteiligten

sich an unserem ausgeschriebenen Wettbewerb

«Bilden Sie eine Erbgemeinschaft». Die online-Community

und die RhB haben vier Vereine als Sieger auserkoren; der

Geräteturnverein Malans, die Bikergruppe «Steel Eagle MC»

aus dem Sihltal, die Musikgesellschaft Zernez und die Bern

Titans Lacrosse machten das Rennen. Eine bunte Gruppe

mit unterschiedlichen Interessen und Gegensätzen, die

nicht hätten grösser sein können, stand an einem Freitagabend

mit grossen Erwartungen am Bahnhof Chur und

harrte auf die Dinge, die nun kommen sollten... Nach dem

Begrüssungscocktail am Perron erfolgte der Reiseauftakt in

der «Piano Bar» und im «Pullmanwagen». Während im

Zug schmackhafte Apéro-Häppchen serviert wurden, zog

an den Panoramafenstern die imposante Landschaft der

UNESCO Welterbe Strecke Albula/Bernina vorbei. Das Engadin

war im Nu erreicht.

Mit dem Hotel Saratz in Pontresina erwartete die Teilnehmer

eine weitere Überraschung! Für viele war es eine Première

und entsprechend wurden die Annehmlichkeiten

und der Service dieses Vierstern-Hauses geschätzt. Das

Abendessen war im trendigen «Pitscha Scena» angesagt.

Nach dem Essen folgte bereits der nächste Termin: Anprobe

der Uniformen bei der Stylistin! Schliesslich waren am Folgetag

diverse Foto-Shootings geplant und das «Outfit»

musste bis ins letzte Detail stimmen ... Für die Mitglieder

der Musikgesellschaft Zernez gab es bereits am Freitagabend

eine weitere «Zusatzrunde»: Die Produktion des

Steel Eagle MC Società da Musica Zernez

ersten «Making of» (eine kurze witzige Filmsequenz) dauerte

bis kurz vor Mitternacht!

Der Samstag erwartete die Teilnehmer kühl und grau.

Nichts mit ausschlafen; bereits um 7 Uhr musste die erste

Gruppe (Musikgesellschaft Zernez) zum Foto-Shooting im

nahen Wald bei Surovas antraben! Für die übrigen Teilnehmer

wurde mit den E-Flyern (elektrisches Velo) ein Ausflugsprogramm

ins Roseggtal und nach Morteratsch angeboten.

Petrus meinte es anfangs noch einigermassen gut

bzw. liess den Vormittag trocken. Dafür schüttete es ab

Samstagmittag bis in den frühen Abend ununterbrochen

aus vollen Kübeln... Der guten Laune konnte das schlechte

Wetter jedoch nichts anhaben. Im Gegenteil, der gemütliche

Racletteplausch in der Alphütte Morteratsch passte

bestens zum garstigen Wetter. Am Nachmittag wurden die

geplanten Ausflüge gestrichen und mit dem angebotenen

Alternativprogramm «Wellness im Hotel Saratz» waren alle

mehr als zufrieden... Am Abend war ein Besuch auf dem

schönsten Aussichtsberg der Region angesagt: Muottas

Muragl. Wir machten uns auf das Schlimmste gefasst: Essen

im Panoramarestaurant bei Nebel und ohne die grandiose

Aussicht machten nicht besonders Spass. Bei der Ankunft

verzogen sich die Wolken und jedermann genoss den

herrlichen Blick auf die Seenlandschaft des Oberengadins.

Zur Überraschung aller empfingen die berühmten «Gramper

der RhB» – die neuen Medienstars der RhB (Werbeclip

Erbenkampagne) - die Gewinner beim Apéro mit einem

kleinen Präsent. Mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der

Küche wurde der Tag feierlich abgeschlossen.


Eine kurze Nacht war angesagt: Tagwache war am Sonntag

bereits um 5.30 Uhr! Zum Glück nicht für alle; lediglich die

Gruppe «Steel Eagle MC» musste frühzeitig aus den Federn,

um das verpasste Foto-Shooting vom Samstagnachmittag

nun bei Sonnenaufgang auf Ospizio Bernina nachzuholen.

Mit einem Kleinbus wurden die Teilnehmer auf den Berninapass

gebracht. Natürlich hoffte der Organisator, dass die

Prognosen der Meteologen für die Südseite dieses Mal

wirklich stimmten ... Bei der Abfahrt in Pontresina war alles

noch tief verhangen ... Erst bei Lagalp verzogen sich die

letzten Nebelschwaden und das Berninagebiet präsentierte

sich klar und im schönsten Licht. Zwar herrschte eine

Affenkälte, doch es war wenigstens trocken und die Sonne

warf ihre Strahlen um 7.34 Uhr an den gewünschten Fotostandort.

Inzwischen waren auch die übrigen Teilnehmer aufgestanden

und genossen nochmals das ausgiebige Frühstücksbüffet

im Hotel. Am späteren Vormittag wurde das Programm

mit einem Sonderzug Richtung Albulatal fortgesetzt.

In Preda, genauer gesagt mitten im Palpognasee, war das

letzte Foto-Shooting für die Bern Titans Lacrosse geplant.

Ab Preda standen E-Flyers für den Transfer zur Verfügung.

Ein Teil der restlichen Gruppe stieg ebenfalls aus und entdeckte

auf dem Bahnlehrpfad unter kundiger Führung den

interessantesten Streckenabschnitt der RhB. Aus zeitlichen

Gründen wurden auch hier E-Flyer eingesetzt (Fahrt auf

der Albulastrasse). Die Übriggebliebenen benützten den

Sonderzug bis Alvaneu, um dem Schnupper-Golfkurs bei-

Bern Titans Lacrosse Geräteturnverein Malans

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

zuwohnen. Spätestens beim Mittagessen auf der Terrasse

des Golfclub Bad Alvaneu waren alle wieder vereint und

jedermann genoss die herrliche wärmende Sonne und die

leckeren Grillspezialitäten. Die Mitglieder des Geräteturnvereins

Malans durften ihr Dessert auf dem Golfplatz einnehmen.

Gleichzeitig wurde das letzte «Making of» gedreht.

Nach mehrmaligen Anläufen war auch diese

Sequenz im Kasten.

Zum krönenden Abschluss dieses Ausfluges folgte die Fortsetzung

mit dem «Railrider». Die Fahrt durch die imposante

Schinschlucht und das burgenreiche Domleschg dürfte

noch manchen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben.

Nur allzu schnell wurde die Bündner Metropole Chur erreicht.

Seit dem Reiseantritt waren 48 intensive, eindrückliche

und unvergessliche Stunden verflossen. Alle Gewinner

erlebten Graubünden und die RhB in der ganzen

Vielfalt und werden bestimmt gerne an dieses nicht alltägliche

Wochenende zurück denken.

Mitte August 2011 ist nun die zweite Staffel der Werbekampagne

angelaufen. Vereine oder «Erbgemeinschaften»

können sich melden und am Wettbewerb mitmachen.

Nebst einem Erlebnis-Weekend in Graubünden winkt auch

ein Barpreis von Fr. 3000.– für die Vereinskasse. Anmeldung

und weitere Infos: www.rhb.ch/erben

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HOWEG - Cool nach Arosa

Von Contardo Blumenthal

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Der Güterkunde HOWEG ist Gastro-Zulieferer mit Filiale

in Chur. Für ihn hat die Einhaltung der Kühlkette von

gelieferten Frischprodukten erste Priorität. Dies nicht

nur weil die Hotels dies von ihren Zulieferern verlangen,

sondern auch, weil eine gesetzliche Pflicht vorliegt. Die

RhB unterstützt HOWEG in ihrem Bestreben «cool» zu

transportieren.

Howeg liefert bereits seit einigen Jahren rund 92% seiner

Waren in nicht gekühlten Schiebewandwagen direkt

ab der Lagerhalle im eigenen Anschlussgleis in Chur

nach Arosa. Bisher wurden die Frischwaren mit gekühlten

Hilfsmitteln in den ungekühlten Bahnwagen nach

Arosa transportiert. Um die Zusammenarbeit mit Howeg

auch in Zukunft sicherzustellen und ausbauen zu können,

ergänzte der RhB Güterverkehr die bestehende

Kühlwagenflotte.

Ergänzung der bestehenden Kühlwagenflotte

Die RhB besitzt sieben kühlbare Schiebewandwagen des

Typs «Haikqq-y». Diese sind jedoch bereits in bestehende

Verkehre anderer Grosskunden (z.B. Volg Frischdienst)

eingebunden und können deshalb nicht für Howeg bereitgestellt

werden. Gemeinsam mit dem Kunden prüfte

man diverse Transportvarianten wie z.B. auch den Einsatz

eines Kühlcontainers. Mit der letztendlichen Wahl

eines vierachsigen Schiebewandwagens des Typs Haik

5165 für einen Umbau zum Kühlwagen entspricht die

RhB einerseits dem Kundenwunsch von Howeg, deckt

aber auch wichtige infrastrukturbedingte Belange ab.

In der Hauptwerkstätte Landquart wurde der Haik-

Bahnwagen mit einem Kühlaggregat nachgerüstet. Der

sehr aufwändige Umbau erforderte grosses handwerkliches

Geschick. Dies, weil zuerst eine Stirnwand komplett

entfernt werden musste, um danach eine neue Wand

aufzubauen, in welcher das Kühlaggregat einverleibt

werden konnte. Anschliessend wurden der Dieseltank,

die Kanäle zur Verteilung der kühlen Luft im Wagen, sowie

die ganzen elektrischen Einrichtungen angepasst

und eingebaut.

Pünktlich per Anfang Juni 2011 nahm der frisch umgebaute

und nun auch kühlbare Haik-Bahnwagen 5165

seinen Dienst auf.

Win-Win Situation

Unser Kunde Howeg ist vom neuen Kühlwagen begeistert.

Er stärkt die Position des Kunden als Hotelzulieferer

in Arosa. Aus diesem Grund möchte Howeg die langjährige

Partnerschaft mit der RhB in Zukunft nicht nur beibehalten,

sondern auch ausbauen. Derzeit verkehrt der

neue Haik-Bahnwagen zweimal pro Woche nach Arosa.

In Zukunft soll dieser Verkehr bei ausreichenden Bestellungen

auf einen täglichen Umlauf ausgebaut werden.

Um die Zusammenarbeit zu bekräftigen, will Howeg mit

dem Güterverkehr RhB ebenfalls einen Werbevertrag

abschliessen. Der Haik-Bahnwagen 5165 wird also

schon bald mit einer grossen Werbeanschrift der Firma

Howeg beklebt sein.

Stirnwandkonstruktion Stirnwand vor dem Kühlaggregateinbau Der Dieseltank mit Einfüllstutzen an beiden

Wagenseiten.


Der Güterverkehr RhB will auch in Zukunft alle Möglichkeiten

ausschöpfen, um die eigene Transportleistung

den sich schnell ändernden Kundenbedürfnissen anzupassen.

Zu diesem Zweck stärkt er weiter die Partnerschaften

zu Kunden und Partnerunternehmen und trägt

so wirkungsvoll dazu bei, dass auch in Zukunft möglichst

viel Gütertonnen statt auf der Strasse mit der Bahn

transportiert werden.

Der Güterverkehr RhB möchte sich bei allen Beteiligten

für die erfolgreiche und vor allem rasche Umsetzung

dieses Projekts herzlich bedanken und freut sich auf

eine weiterhin langjährige Zusammenarbeit mit der Firma

Howeg transGourmet Schweiz AG.

Der Umbau erfolgte nach Vorgaben dieses Durchlaufsplanes

Die freien Flächen erhalten demnächst eine HOWEG-Werbung

Das moderne und sehr leistungsfähige

Kühlaggregat vom Hersteller Thermo King

HOWEG transGourmet Schweiz AG

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Howeg gehört zur transGourmet-Gruppe, welche seit dem Jahr

2011 zu 100 % der Coop-Gruppe angehört. Die Firma ist gemäss

eigenen Angaben Marktführerin im Belieferungsgrosshandel der

Gastronomie in der Schweiz.

Als Vollsortimentsanbieter bietet die Firma den Kunden eine Auswahl

aus rund 8500 Artikeln. Das Angebot umfasst ein breites Sortiment

an Kolonialwahren, Frisch- und Tiefkühlprodukten, Fleisch,

Non-Food-Artikeln sowie Getränken aller Art.

Howeg beliefert neben der Hotellerie und Gastronomie auch Heime,

Spitäler, Kantinen sowie Schulen. Mit über 350 Mitarbeitern in

der ganzen Schweiz bedient Howeg über 5500 Kunden in der ganzen

Schweiz. Bei der Auslieferungsplattform Chur sorgen sieben

Mitarbeiter für eine reibungslose Abwicklung der Bestellungen von

den Kunden in Graubünden.

Sind mächtig stolz auf «ihren» coolen «5165»: Contardo Blumenthal (links) und

Erhard Däscher, Leiter Plattform Howeg Chur, Disponent

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Neue Carrerabachbrücke

Von Walter Schmid

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Die Bahnlinie 17 (Reichenau-Tamins – Disentis) überquert

bei Bahnkilometer 35,660 das Carreratobel. Geschiebeablagerungen

aus dem Carreratobel verursachen

im Bereich der Bahnbrücke immer wieder massive Auflandungen,

wobei auch Gefahren für den Bahnbetrieb

auf diesem Streckenabschnitt und damit unmittelbar

auch für die Brücke entstehen. Ein Totalausfall dieser

Brücke hätte fatale Auswirkungen auf den Bahnbetrieb

in der Surselva.

Gefahren des Carrerabaches

Das Brückenbauwerk wurde 1981 als Ersatz für einen

bestehenden Natursteinviadukt aus dem Jahre 1903 in

Betrieb genommen (siehte auch Seite 34). Der Brückenersatz

wurde ausgeführt, weil das Durchflussprofil für

den Carrerabach zu knapp bemessen war und das anfallende

Geschiebe zu grossen Auflandungen hinter dem

Bauwerk geführt hat. Die lichte Bogenöffnung des alten

Viaduktes betrug damals nur 12 m. Die seither gemachten

Erfahrungen zeigen jedoch, dass diese Massnahme

immer noch ungenügend ist und dass es für den Zugsverkehr

zu sehr gefährlichen Situationen führen kann.

Bei starken Regenfällen und Gewittern kann der Carrerabach

sehr viel Geschiebe mitbringen (Rüfenniedergang).

Es besteht dann sofort die Gefahr einer Überflutung

der Bahnbrücke. Im schlimmsten Fall kann es zu

einer Zugsentgleisung kommen. Gleichzeitig wird dadurch

auch das Brückenbauwerk selber beschädigt.

Im Carreratobel muss mit einem jährlichen Geschiebeaufkommen

von rund 10 000 bis 15 000 m 3 gerechnet

werden. Je nach Aktivität der Rutschzonen im Einzugs-

Ausbaggerungen Carrerabach (August 2008)

gebiet sind auch grössere Jahresfrachten von bis zu

30 000 m 3 möglich, wie es nun während den starken

Niederschlägen im Juli 2011 auch wieder vorgekommen

ist.

Der Mündungsbereich des Carreratobels ist einer natürlichen

Dynamik unterworfen. Der Antrieb dafür ist die

Hochwasseraktivität im Vorderrhein und im Carreratobel.

Der Vorderrhein vermag im langjährigen Mittel die Geschiebefrachten

aus dem Carreratobel weiter zu transportieren.

Weil die Hochwasser im Vorderrhein und im

Carreratobel in der Regel nicht zeitgleich auftreten, dient

der Mündungsbereich als Ablagerungspuffer für anfallendes

Geschiebe aus dem Carreratobel. Bei Hochwasserereignissen

im Carreratobel wird mehr Geschiebe in den

Mündungsbereich eingetragen, als der Vorderrhein weiter

transportieren kann.

Die periodischen Geschiebeablagerungen, zusammen

mit massiven Auflandungen unterhalb der Bahnbrücke,

verursachten in jüngster Zeit grössere Aufwendungen

zur Räumung. Das Wegbringen der Geschiebeablagerungen

gestaltet sich jeweils schwierig, da sich diese Mündung

innerhalb eines Auenperimeters von nationaler

Bedeutung befindet. Materialverschiebungen in dieser

schützenswerten und inventarisierten Flusslandschaft

sind daher grundsätzlich gesetzeswidrig und werden

zukünftig von den kantonalen Ämtern nicht mehr toleriert.

Studie und Projekt

In den Jahren 2007 und 2008 wurde eine Studie zur

Geschiebeproblematik ausgearbeitet und anfangs 2009

Neues Trasse mit Unterführung im Bau (Frühjahr 2011)


konnte eine Variantenstudie den kantonalen Ämtern

sowie der Geschäftsleitung der RhB vorgestellt werden.

Die Variante «Neue Brücke» wurde von den kantonalen

Ämtern klar als Bestvariante, und zwar mit einer Linienführung

oberhalb der bestehenden Brücke, zur weiteren

Bearbeitung vorgeschlagen.

Bei der gewählten Variante wird die neu zu erstellende

Brücke ca. 3,5 m höher, oberhalb der heute bestehenden

Brücke, geplant. Dadurch muss das Bahntrasse

(Gleis, Fahr- und Übertragungsleitungen, Kabelkanalisationen)

auf einer Länge von ca. 1100 m um bis zu 11 m

nach Süden verlegt werden. Geschiebeberechnungen

haben ergeben, dass für eine 100 %-ige Sicherheit die

Brücke noch um einiges höher erstellt werden müsste.

Dies ist aber aus linientechnischen Gründen nicht möglich.

Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass

auch in Zukunft, bei grösseren Rüfenniedergängen, ein

Ausbaggern des Geschiebematerials notwendig werden

kann. Dafür wurde ein von den kantonalen Ämtern genehmigtes

Interventionskonzept ausgearbeitet.

Die projektierte neue Carrerabachbrücke besteht aus einer

Rahmenkonstruktion und ist mit der benachbarten

Unterführung visuell zu einer einheitlichen Anlage zusammengefasst.

Die Unterführung ist als Ersatz der bisherigen

Bahnunterquerung, welche ins Profil der bestehenden

V-Stielbrücke integriert ist, geplant und stellt

keine zusätzliche Neuanlage dar.

Da dieses Bauprojekt in einem landschaftlich schützenswertem

Bereich (Ruinaulta) liegt, waren für die Genehmigung

noch einige Abklärungen mit der Eidgenössischen

Natur- und Heimatschutzkommission notwendig.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Bauarbeiten und Inbetriebnahme

Mit ersten Bauarbeiten (Unterführung, Erdarbeiten)

konnte noch, nachdem die Plangenehmigung vom BAV

eingetroffen war, im Herbst 2010 begonnen werden.

Mitte März 2011 wurde dann mit den Hauptarbeiten

begonnen. Die Fundamente der neuen Brücke und die

Dammschüttungen erfolgten bei guten Wetterverhältnissen.

Mitte Juli gab es dann einen kleinen Rückschlag,

da der Carrerabach sehr viel Geschiebe brachte und die

Auflandung bis zur alten Brücke hinauf reichte. Da man

für das Lehrgerüst der neuen Brücke eine obenliegende

Konstruktion gewählt hatte, wurde das neue Bauwerk

nur gering beschädigt. Die Brückenplatte konnte dann

doch Ende Juli plangemäss betoniert werden. Bevor im

Oktober das neue Gleis verlegt werden kann, müssen

noch die restlichen Trassebauarbeiten erledigt werden.

Die Inbetriebnahme der neuen Linienführung über die

neue Brücke ist für Mitte November 2011 geplant.

Das Projekt wird von einer Fachperson aus dem Bereich

Natur und Landschaft und einem wasserbaulichen Berater

begleitet, damit die Anliegen des Natur- und Heimatschutzes

erfüllt werden können.

Kosten

Die Gesamtkosten dieses Projektes betragen CHF 6,35

Mio. (Brücke u. Unterführung: CHF 2,7 Mio., Bahntrasseverlegung

CHF 3,65 Mio.). Wenn nicht noch weitere

Hochwasserereignisse eintreffen, kann der genehmigte

Kredit eingehalten werden.

Oben liegendes Lehrgerüst für neue Brücke Nach dem Betonieren der Brückenplatte (Juli 2011)

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Inframation

Von Reto Sidler

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Zernez, Bahnhofausbau

Im Bahnhof Zernez werden die gesamten bahntechnischen

Anlagen erneuert. Im Jahre 2010 wurden die Güterumschlagsanlagen

umgebaut, sowie der Hauptteil

der Personenunterführung, das Dienstgebäude und das

Mittelperron erstellt.

Das Aufnahmegebäude wurde im Frühjahr 2011 fertig

gestellt. Zur Zeit werden die Personenunterführung, die

Perrondächer, die Hausperronanlagen und eine neue

Postautozufahrt erstellt. Herbst 2011 werden noch die

beiden Hauptgleise realisiert.

Die Inbetriebnahme der neuen Sicherungsanlage ist auf

anfangs November 2011 geplant. Im 2012 müssen noch

kleinere Fertigstellungsarbeiten und Rückbauten durchgeführt

werden.

Lawinenverbauung/

Steinschlagschutz Hochgerichtswald Seewis

Im Hochgerichtswald bei der Chlus, im Eingang ins Prättigau,

besteht eine im Jahre 1988 erstellte Lawinen-

und Steinschlagverbauung. Die technischen und waldbaulichen

Massnahmen haben sich in den letzten

Jahren bewährt und schützen die darunter liegende

RhB-Strecke Malans – Seewis-V. und die Nationalstrasse.

Nach einer Häufung von grösseren Steinschlägen zeigte

die im Jahre 2009 erfolgte Aufnahme, dass dringender

Zernez, Bahnhofausbau

Handlungsbedarf besteht und ein Instandsetzungsprojekt

ausgearbeitet werden musste. Im Winter 2010/11

wurden grössere Ausholzungen getätigt und die Bauarbeiten

konnten im Frühsommer beginnen. Das Instandsetzungsprojekt

läuft unter der Aufsicht des Amtes für

Wald, welches das Projekt auch mit 75 % subventioniert.

Bergün/Bravuogn, Bahnhofausbau

Zur Zeit werden die Station Bergün ausgebaut, das

Bahnhofsgebäude mit einem Perrondach ergänzt und

das «alte Zeughaus» zum Bahnmuseum mit Dienstleistungszentrum

(DLZ) umgebaut. Nach der Inbetriebnahme

vom DLZ muss das heutige Bahnhofsgebäude noch

erneuert werden.

Mit dem Umbau vom historischen Bahnmuseum mit integriertem

Dienstleistungszentrum wurde begonnen.

Darin ist eine gemeinsame Nutzung durch RhB/Bahnmuseum/Tourismus

vorgesehen. Dieser Teil wird durch

den Verein «Stiftung Bahnmuseum» geplant und realisiert.

Der Baubeginn vom Bahnhofsausbau erfolgte Mitte Mai

2010. Bereits in der Wintersaison 2010/11 verkehrte der

Schlittelzug aus dem neuen Gleis 1.

Zur Zeit werden die Arbeiten am Bahnhofsplatz ausgeführt.

Die Inbetriebnahme der neuen Sicherungsanlage

Lawinenverbauung Seewis


ist auf anfangs November 2011 vorgesehen. Das Dienstleistungszentrum

geht einen Monat später, anfangs Dezember

2011, in Betrieb. 2012 müssen noch kleinere

Fertigstellungsarbeiten und Rückbauten durchgeführt

werden.

Samedan: Umsetzung Behinderten gleichstellungsgesetz

(BehiG)

Die Arbeiten für den Umbau der Perronanlagen in Samedan

verlaufen nach Programm. Anfangs August wurde

der erneuerte Hauptperron Gleis 2/3 wieder für den

Bahnbetrieb freigegeben. Mit den neuen Hochperronkanten

kann komfortabel zwischen den Zügen der Albula-

und Unterengadinerlinie umgestiegen werden. Die

Fertigstellungsarbeiten wie Malerarbeiten am Perrondach,

Perronbeleuchtung, Lautsprecheranlage, Wartekabine,

Geländer, Hartbetonbelag auf der Rampe, Deckbelag

und taktile Linien werden nun unter Betrieb

ausgeführt. Ebenfalls wird das Perronende Seite Pontresina/Celerina

erst in den Jahren 2012/13 nach dem

Gleisumbau des Westkopfes fertiggestellt.

Mit dem Umbau der Perronanlagen werden auch die

Gleise und Weichen erneuert. Dazu wird jeweils ein

Gleis gesperrt und ausser Betrieb genommen. Die Gleissperrungen

werden genutzt, um gleichzeitig die Seitenwände

der Personenunterführung zu verstärken und die

100-jährige Decke zu ersetzen. Für den Deckenersatz

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

werden Stahlbleche von 16 cm Stärke verwendet. Die

bis zu 16 Tonnen schweren Elemente werden mit dem

Schienenkran auf die vorbereiteten Auflager versetzt.

Nach dem Aufbringen der Abdichtung werden der Gleisschotter

und das Gleis eingebaut.

Der Zeitbedarf für die Erneuerung eines Gleises inkl.

Perron beträgt ca. sieben Wochen. Der Umbau von Perron

Gleis 4/5 inkl. Oberbauerneuerung wird damit noch

bis Mitte November 2011 dauern.

Klosters: Umsetzung Behindertengleichstellungsgesetz

In Klosters wurden die Perronkanten des Hausperrons

und des Mittelperrons im Frühjahr 2011 erhöht. Für die

Ausführung der Arbeiten wurde in der Zwischensaison

jeweils ein Gleis gesperrt. Mit dem Einsatz von gleisgängigen

Baumaschinen durch die Bauunternehmung wurden

der Bauablauf beschleunigt und die Arbeiten wie

geplant innert zwei Monaten ausgeführt.

Bergün/Br., Bahnhofausbau Umsetzung BehiG Samedan Umsetzung BehiG Klosters

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Das Bauunglück Val Mela vor 100 Jahren

Von Peider Härtli, Bilder von Beat Falkenstein und Peter Donatsch

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Der Bau der Unterengadinerlinie der Rhätischen Bahn

von Bever nach Scuol-Tarasp dauerte von 1909 bis 1913.

Während der Konstruktion des Val Mela-Viadukts zwischen

Cinuos-chel-Brail und Zernez ereignete sich am

29. August 1911 ein tragisches Bauunglück, bei welchem

12 Bauarbeiter ums Leben kamen. Eine Gedenktafel erinnert

heute noch an dieses schreckliche Ereignis.

Die erste Teilstrecke von Bever bis nach Cinuos-chel-

Brail weist nur wenige Kunstbauten auf und bedeutete

entsprechend auch bautechnisch keine grosse Herausforderung.

Nach der Überquerung des Inns auf die rechte

Talseite folgen sich jedoch Brücken- und Tunnelbauwerke

Schlag auf Schlag. Eines der imposantesten

Brückenbauwerke ist der Val Mela-Viadukt bei Brail. Ein

schweres Unglück überschattete den Bau dieser Brücke:

Das Holzlehrgerüst stürzte am 29. August 1911 30 Meter

in die Tiefe forderte dabei den Tod von 12 Arbeitern. Die

Unfallursache konnte nicht restlos geklärt werden. Um

den Zeitplan einhalten zu können stellte die beteiligte

Baufirma noch im Herbst 1911 ein neues Lehrgerüst auf

und im darauf folgenden Frühjahr wurde die Mauerung

des Hauptbogens rechtzeitig durchgeführt.

Bm Beat Falkenstein vor der Gedenktafel

In Erinnerung an das Unglück und zu Ehren der dabei

ums Leben gekommenen italienischen Arbeiter hat die

RhB zur Eröffnung der neuen Linie 1913 eine Erinnerungstafel

beim Portaleingang des Brail 1-Tunnels in

unmittelbarer Nähe des Val Mela-Viadukts platziert.

Diese Gedenktafel wurde 2003 restauriert.

2013: Jubiläum 100 Jahre Engadiner Linie

Nach dem grossen Fest der Surselvalinie im nächsten Jahr wird die

RhB 2013 das 100-jährige Bestehen der Unterengadinerlinie feiern.

Baubeginn dieser 49 Kilometer langen Strecke von Bever nach

Scuol-Tarasp war Frühjahr 1909, die Eröffnung fand am 1. Juli

1913 statt. Die Gesamtleitung dieser Linie oblag Chefingenieur Peter

Saluz. Die Linie wurde in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Bever

(km 95.596) bis Röven-Tunnel (km 117.572) und vom Röven-

Tunnel bis Scuol-Tarasp (km 145.005). Die gesamte Strecke wurde

als internationale Linie geplant und entsprechend grosszügig ausgelegt.

60 Prozent der gesamten Länge sind gerade Strecken, die

maximale Steigung wurde auf 25 Promille und der kleinste Kurvenradius

auf 260 Meter festgelegt. Entsprechend wurde auch der

prächtige Bahnhof Scuol-Tarasp nicht als Endbahnhof konzipiert.

Davon zeugt heute noch der sogenannte Stumpengleis, welcher

die Fortsetzung Richtung Landecke herstellen sollte. Die Engadiner

Strecke wurde zudem von Anfang an elektrisch betrieben.


Verkauf 2015: Wir wollen Schweizermeister werden

Von Patrick Schneider

Aber zuerst nochmals ein kurzer Rückblick zur Ausgangslage;

Im Rahmen von RailPlus, dem Zusammenschluss

der Meterspur-Bahnen, wurde ein Mystery Testing während

acht Wochen von Februar bis April 2010 durchgeführt.

Dabei wurden Testfälle vorab zusammen mit den

Bahnen definiert und an die Mitarbeitenden weitergeleitet.

Total wurden 7 Bahnen und insgesamt 42 Verkaufsstellen

getestet (je 2 Mal), die RhB war mit 9 Bahnhöfen

dabei.

Ernüchterndes Resultat bei Mystery Testing

Das Resultat fiel sehr ernüchternd für die RhB aus. Im

Vergleich mit den anderen Bahnen hatte die RhB am

schlechtesten abgeschnitten! Natürlich gab es aber auch

positive Aspekte. So wurde die freundliche Bedienung

sowie die Kompetenz im Bereich des touristischen Verkehrs

gut beurteilt. Als negativ wurde hingegen herausgestrichen,

dass unsere Mitarbeitenden zu wenig verkaufsorientiert

sind (1. Kl. wurde zu wenig verkauft), die

Bedarfsabklärung nicht genügend forciert angegangen

wird, Kunden zu wenig gebunden werden und die Produktekenntnisse

unter unseren Erwartungen liegen!

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Vertrieb Graubünden nahm dieses Ergebnis als Herausforderung

an, und setzte sich die letzten Monate intensiv

mit der RhB Verkauf 2015 Vision auseinander, welche

sich wiederum aufs bestehende Marketingkonzept

stützt. Die Vision ist klar: wir wollen Schweizermeister

werden und die RhB Verkaufscrew soll im Quervergleich

mit anderen Schweizer Bahnen über das beste und

kompetenteste Team verfügen. Dazu wurden schon im

2011 verschiedene Schwerpunkte gesetzt.

Kickoff-Anlässe «Verkauf 2015» in Davos

An zwei Kickoff Anlässen «Verkauf 2015» in Davos wurden

alle Verkaufsmitarbeitenden aller Regionen so richtig

auf die Thematik, die bevorstehenden Aufgaben und

das weitere Vorgehen eingestimmt. Damit die Teilnahme

jedes einzelnen Mitarbeitenden möglich war, fanden

sich am 21. und 30. März 2011 jeweils ca. 70 Verkaufsmitarbeitende

in der Vaillant Arena von Davos ein.

Neben einer spannenden Einheit auf dem Eis, welches

unter anderem auch auf dem «Meistereis» des HCD

stattfand, standen das Mitwirken und die Gestaltung

der neuen Verkaufs-Leitsätze im Mittelpunkt. Durch das

Die RhB-Mannschaft auf Davoser Eis Die RhB-Mannschaft am Kickoff Anlass in Davos

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Rochieren in Gruppen von Leitsatz zu Leitsatz konnte jeder

seinen Beitrag am jeweiligen Stand leisten. Erst

nach diesen intensiven und gewinnbringenden Diskussionen

und den bekommenen Rückmeldungen wurden

die «RhB Verkauf Leitsätze» definitiv ausgearbeitet und

an einem Multiplikatoren-Tag vom 9. Juni 2011 in Filisur

den Leiter Bahnhöfen und Verkauf übergeben.

Leitsätze leben und aktiv einsetzen

Die Leitsätze wurden anschliessend von den Multiplikatoren

(Leiter Verkauf/Leiter Bahnhöfe) der ganzen RhB

Verkaufsmannschaft übergeben und zieren nun in einem

Rahmen, ersichtlich auch für die Kundschaft, die Verkaufsräume

aller Bahnhöfe. Selbstverständlich ist es mit

dem alleinigen aufhängen der Leitsätze nicht getan. Nun

liegt es an jedem einzelnen, an jedem Kundenkontakt

und Verkaufsgespräch, an jedem einzelnen Tag an welchem

wir die Chance nutzen können und müssen um unsere

Kundschaft mit einem bewussten leben der Leitsätze

für unsere RhB zu begeistern! Mit dem nötigen Enthusiasmus

für die RhB und Ihre Produkte kann so schon sehr

viel erreicht und auf die Kunden übertragen werden!

Ein Puck der verbindet - auch die Verkaufsmannschaft

der RhB will Meister werden

Geplante Aktionen aus «Verkauf 2015»

Natürlich braucht es aber noch weitere Schwerpunkte um

das Ziel der besten Verkaufsmannschaft zu realisieren.

Nach der Einführung der Leitsätze stehen nun verschiedene

Aktionen auf dem Plan. So wird mit «Training on

the job» und «Beobachtung Dritte» unsere und die Verkaufsleistung

anderer Firmen genauer unter die Lupe genommen.

Mit den geplanten Rekofahrten für die Verkaufscrew

auf dem Bernina Express sowie Glacier Express

werden zudem als erstes die Produktekenntnisse unserer

Paradezüge gefördert. Mit der Einführung der dritten

Spalte im Infoportal (Zusätzliche Einbindung von Verkaufinfos

der RhB im Tarifportal der SBB) und massgeschneiderten

Kursen im 2012 stehen noch weitere interessante

und spannende Änderungen und Aktionen auf dem Programm.

Dies war erst der Auftakt von «Verkauf 2015».

Viele weitere Massnahmen in den Folgejahren runden die

Schwerpunkte aus «Verkauf 2015» ab und stehen teilweise

nahe, in anderen Bereichen noch ferner vor der

Türe, damit wir bis in spätestens knapp drei Jahren das

Ziel erreicht haben und von uns sagen können; Meister

und beste Verkaufsmannschaft aller Schweizer Bahnen!

Voller Einsatz auch auf dem Eis


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Vision: Die RhB ist im 2015 die beste Verkaufsmannschaft aller Schweizer Bahnen. Die Mitarbeitenden identifizieren

sich mit dieser Vision und leben sie täglich bewusst.

Verkauf 2015

Leitsätze Verkauf

1. Ich begrüsse und verabschiede jeden Kunden mit einem Lächeln

und gebe ihm das Gefühl jederzeit willkommen zu sein.

2. Ich bin gerne ein/e RhB Verkäufer/in. Die Kunden spüren meine

Begeisterung und meinen Enthusiasmus für die Produkte der RhB.

3. Ich verkaufe aktiv und suche den Verkaufsabschluss.

4. Ich binde Kunden an die RhB und an meinen Bahnhof.

5. Ich frage gezielt nach Kundenwünschen und verkaufe dazu

die passenden Angebote.

6. Ich strebe Zusatzverkäufe an.

7. Ich berate unsere Kunden effizient.

8. Ich orientiere mich gerne an Zielen und kenne die Verkaufsleistung

von unserem Team.

9. Ich achte auf einen aktuellen, sauberen und einheitlichen Auftritt.

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Kundenworkshop

Von André Brugger

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Treffpunkt Chur: aufschlussreicher Workshop mit

Schlüsselkunden aus Deutschland und der Schweiz

Sechs Schlüsselkunden aus Deutschland und der Schweiz

versammelten sich für einen ersten Workshop im Stile

der World-Café-Methode Ende Mai in Chur. Das bestens

organisierte, interaktive Treffen – initiiert vom Fachbereich

Marktbearbeitung Schweiz/International (V-CHI) –

soll helfen, die Kundenbedürfnisse zu erkennen, um

diese in die künftige Produktentwicklung noch stärker

einfliessen zu lassen.

Chur: wo Kunden der RhB begegnen

Chur ist die Heimat der RhB. Hier sitzt die Schaltzentrale,

wenn es um die Zukunft der grössten Privatbahn der

Schweiz geht. Chur ist häufig Ausgangs- und Einsteigepunkt,

wenn Kunden sich mit der RhB auf Reisen machen.

Und genau diese – sprich die Vermittler und treuen

Partner in der Schweiz und Deutschland – waren es, von

denen es die RhB genauer wissen wollte: am ersten Kundenworkshop

in dieser Art. «Wir haben uns gefragt, wie

wir die verschiedenen Kundenanregungen und -wünsche

zu unseren Produkten auf eine gemeinsame Schiene

bringen können. Generell müssen wir herausfinden, wie

wir noch mehr Fahrt in unsere Produkte bringen und das

touristische Freizeitgeschäft noch mehr ankurbeln können,

damit unsere Partner im Ausland mehr Kunden gewinnen

können», bringt Piotr Caviezel die Kernanliegen

des Anlasses auf den Punkt. Diese Traktanden wollten die

Marketingfachleute der RhB in entspannter Atmosphäre

auf den Tisch bringen – eben gerade nicht mittels eines

unpersönlichen Fragebogens, sondern in der direkten

Begegnung, vor Ort in der Alpenstadt Chur.

Namhafte Player am Tisch

So traf sich am 31. Mai und 1. Juni 2011 eine Gruppe

von Schlüsselkunden. Insgesamt 10 Teilnehmer von

sechs Partnerorganisationen waren mit von der Partie,

Mehr als nur Plausch: Kunden und RhB-Vertreter tauschen

sich in sogenannten «World Café»-Sessions über Fragen zu

den RhB-Angeboten aus

davon drei aus Deutschland (Ameropa Reisen, bahnurlaub.de

und Switzerland Travel Center Kornwestheim) –

sie vertreten unterschiedliche Kundengruppen –, der

Rest aus der Schweiz: Fortuna Reisen und STC Zürich.

Dazu noch Kuoni für den asiatischen Markt. Fünf

Kernthemen wurden beleuchtet:

1. Wie müssen die Produkte (Bernina Express und Glacier

Express) optimiert werden, damit diese auch in

Zukunft auf dem Markt erfolgreich bestehen können?

2. Was braucht es kurzfristig, um die Auslastung verbessern

zu können?

3. Was für zusätzliche Unterstützung seitens der RhB

wünschen bzw. erhoffen sich die Partner?

4. Wie sieht der optimale Buchungsablauf aus deren Sicht

aus? Wo orten die Partner heute Schwachstellen?

5. Was wären weitere Anregungen/Wünsche, welche die

RhB prüfen soll?

In Sequenzen à je 30 Minuten diskutierten die Partner

und RhB-Teilnehmer diese konkreten Fragestellungen

und erarbeiteten auch zu jedem Punkt praktische Lösungen.

Anschliessend veränderte sich die Zusammensetzung

der Diskussionsgruppe – und das nächste Thema

wurde in Angriff genommen. Nach Abschluss der

Sessions präsentierten die jeweiligen Diskussionsleiter

die Lösungsansätze.

Optimierungsbedarf klar herausgeschält

Dabei zeigt sich klar, dass die Meinungen der Partner in

die gleiche Richtung gehen. Die allgemeine Zufriedenheit

in punkto Service- und Dienstleistungsqualität ist

recht hoch. Die Frequenz des Austausches und die Substanz

der Informationen wird gelobt. Die Bewirtschaftung

der Kontingente – auch via direkten Online-Zugang

zu den Systemen – durch die Partner selbst ist ein wichtiges

Anliegen. Auch das Schaffen von Goodies und

Überraschungen für Kunden sowie die Lancierung von

André Brugger, Marktverantwortlicher Deutschland und Pascal

Rechsteiner, Marktverantwortlicher Schweiz


Promotionen in Randzeiten – mit der Hotellerie an entsprechenden

Destinationen – kam zur Sprache.

Starzüge unter der Lupe

Vorbehalte werden beim Preis-/Leistungsverhältnis auf

dem Glacier Express und den Spezialwagen angemeldet.

Vor allem der Sitzplatzoptimierung wird ein hoher Stellenwert

beigemessen. Zudem ist ein modulares, auch

kulturspezifisch optimiertes Verpflegungsangebot auf

dem Glacier Express erwünscht. Auch taucht die Frage

nach gezielten Langsamfahrten des Glacier Express an

szenischen Höhepunkten auf (Landwasser-, Solisviadukt,

Rheinschlucht, Oberalppass). Schliesslich gibt der

Winterfahrplan zu Diskussionen Anlass. Beim Pricing

wurden Fragen der Verrechnung von Teilstrecken bzw.

der Zuschläge, saisonaler Abstufung sowie die generelle

Euro-Problematik erörtert.

Beim Bernina Express steht der Wunsch nach mehr Frequenzen

ab Chur, einer besseren Verpflegung im Zug –

eventuell sogar mit punktuellem Einsatz eines Speisewagens

– und am Endpunkt in Tirano sowie einem

allfälligen Fotohalt auf Alp Grüm im Raum. Generell erachten

es die Partner als nicht sinnvoll, die Allegra-

Triebzüge als Bernina Express einzusetzen.

Informell Vertrauen schöpfen

Ein weiteres Ziel dieses Treffens in der Alpenstadt war

der soziale Aspekt, daher traf man sich bereits am Abend

zuvor. Michael Meier, Direktor Chur Tourismus, unterstützte

das Treffen mit einer kurzweiligen Stadtführung

sowie einem gelungenen Apéro. Das gemeinsame

Nachtessen wurde dann bereits für erste Diskussionen

genutzt. Dies erleichtert allen die Zusammenarbeit –

denn bekanntlich arbeiten bekannte Gesichter besser

und effizienter zusammen. Unisono war denn auch der

Schlusstenor: Das Treffen war notwendig und ein Erfolg.

Fortsetzung folgt.

RhB gibt Takt vor: Das Team Marktbearbeitung Schweiz/

International sucht den Austausch mit Kunden nach dem

Motto «gemeinsam weiterentwickeln und verbessern».

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

So denken Kunden über RhB-Services

1. Die wichtigen Partner der RhB sind mit den Leistungen

der Bahn zufrieden bis sehr zufrieden. Der Informationsfluss

seitens RhB ist gut.

2. Beim Buchungsprozess besteht Optimierungsbedarf.

3. Der Support bei der Problemlösung wird als gut empfunden.

4. Die Tour Operators (Absatzmittler) sind zufrieden mit

der Unterstützung seitens RhB beim Ausgestalten der

Programme.

5. Beim Railservice erhoffen sich die Partner eine noch

bessere Erreichbarkeit, mehr Fachkompetenz und

mehr Reaktionsschnelligkeit.

Erste Schritte: Kundenworkshop in Chur

Ort: Chur, Hotel Chur, Vertreter Rhätische Bahn: Leiter

Marktbearbeitung Schweiz/International. Marktverantwortliche

Deutschland und Schweiz sowie Produktmanagerin

Expresszüge und Leiterin Railservice, Teilnehmende

Kunden: 1 Vertreter von Ameropa Reisen GmbH,

2 Switzerland Travel Center AG; 1 bahnurlaub.de, 1

Kuoni Destination Management und 1 Fortuna Reisen.

Quote Piotr Caviezel in der Einführung

«Die Rhätische Bahn konzentriert sich auf das Machbare!

Fokussierung heisst die Lösung, denn wir stehen im

Wettbewerb mit anderen touristischen Angeboten und

Regionen, auch bei der Finanzierung. Eine aktive Marktbearbeitung

mit dem Ziel, vermehrt Kooperationen einzugehen

und die Partnerbedürfnisse abzuholen, sind

ein zentraler Bestandteil der Arbeit in unserem Fachbereich».

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Medienreise

Von Pascal Rechsteiner

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Medialer Schachzug: Vertrieb und Destinationen holen

Medienvertreter gemeinsam an Orte des Geschehens

Premiere für die Medienarbeiter im Vertrieb: Vom 7. bis 9.

Juli fand die erste, durch die RhB eigenständig initiierte

und organisierte Gruppenpressereise statt. Die Initiative

für diese Recherchereise ging vom Fachbereich Marktbearbeitung

Schweiz/International (V-CHI) aus. Es wurden

sämtliche deutschsprachigen Medienkontakte in unserer

Datenbank angeschrieben – und es kamen 11 ausgewählte

Medienschaffende aus Deutschland, Tschechien

und der Schweiz zum Zug. Startpunkt war das Hotel Grischa

in Davos.

Nach em Rääga schiint d’Sunna

Davos rollt den roten Teppich aus, wenn die VIP’s mit Kamera

und Notizblock zu ihrer Reise antreten. Und Davos

wurde bewusst als Treffpunkt gewählt: Erstens ist es aus

dem Unterland gut erreichbar, zweitens ist die Alpenstadt

idealer Ausgangspunkt für eine Fahrt auf dem Bernina

Express. Mehrheitlich meinte es Petrus denn auch gut –

trotz durchzogener Wetterprognosen fuhr er regelmässig

Kaiserwetter auf. Nicht so zu Beginn, was aber der guten

Stimmung keinen Abbruch tat. Zwar waren die Journalisten

froh, dass die nostalgische Kutsche, die uns Richtung

Abenteuerpark Färich bringen sollte, gedeckt war. Doch

zu einem Abenteuer gehört eben bisweilen auch, dass

man im Regen steht. Der grosszügige Park (www.adventurepark-davos.ch)

begeisterte die schreibenden Gäste

auf Anhieb. Bei einem gemütlichen Indoor-Grillplausch

war das Eis definitiv gebrochen.

Gepäck fährt ein Sonderzug – Journalisten erkunden

Berninalinie

08.12 Uhr, Gleis 2, Davos-Platz: Pünktlich rollt der Bernina

Express los, durchs lange Landwassertal. Perfekt bis

ins Detail war alles geplant: Das Gepäck hatte einen eigenen

Chauffeur und wurde auf der Strasse per Kurier nach

Poschiavo gebracht, wo es am Abend schon im Hotelzimmer

auf die erschöpften Journalistinnen und Journalisten

wartete.

Aber der Reihe nach: Den ersten Stopp legten wir auf dem

Dach der Rhätischen Bahn, auf Ospizio Bernina, ein. Nach

einem kurzen Besuch der wieder aufgebauten Wetterstation

mit Blick über die Wasserscheide und auf die Gletscher,

ging’s zu Fuss entlang des Lago Bianco quer durch

das Gebiet des UNESCO Welterbes bis zur Alp Grüm. Auf der

rund zweistündigen Wanderung konnten die zahlreichen

Fotografen immer wieder vorbeifahrende Züge aus diversen

Winkeln ablichten. Bei einem währschaften Zmittag

mit Gerstensuppe im Restaurant Alp Grüm wurden die

Eindrücke der Wanderung in lockerer Atmosphäre verarbeitet.

Zeit für einen Espresso blieb kaum, da schon der

nächste Programmpunkt anstand …

Nächster Halt: Steingarten von Cavaglia

Ein Textausschnitt – erschienen am 30. Juli im Appenzeller

Volksfreund – bezeugt, wie ein Teilnehmer der Medienreise

seinen Besuch bei den steinernen Zeugen von

Cavaglia, den uralten Gletschermühlen, erlebt hat:

«Wie im Karussell fährt man vom höchsten Punkt auf 2253

Metern über Meer dem Süden entgegen. Wäre es erlaubt,

könnte man vom offenen Aussichtswagen einen wunderschönen

Strauss pflücken mit Rittersporn, Lupinen, Fingerhut,

Türkenbund. Es lohnt sich an der nächsten Station

schon wieder auszusteigen – oder hinzuwandern. Zehn

Gehminuten von der kleinen Station Cavaglia entfernt

kann man einen tiefen Blick in die Erdgeschichte werfen.

Seit den Neunzigerjahren hat der Verein «Il Giardina dei

Ghiacciai» Gletschermühlen ausgegraben, Spazierwege

und Aussichtspunkte darum herum angelegt, Sicherheitsgeländer

und Treppen gebaut. Der Eintritt ist gratis: Führungen,

Spenden und der Verkauf eines eigenen Weines

finanzieren den Gletschergarten. «Töpfe der Riesen» wer-

Mit der Flüela Post Kutsche Davos entdecken Das perfekte Bild, das um die Welt geht:

eine Bernina-Express-Komposition auf dem Dach der

Rhätischen Bahn


den die bis zu 10 Meter tiefen Zylinder genannt, die von

Riesenkieseln und der Kraft des Wassers in Tausenden von

Jahren in den Fels geschliffen wurden. Der Zug fährt von

hier aus über Spitzkehren hinunter nach Poschiavo, weiter

durch die hübschen Dörfer am See, Le Prese und Miralago,

und wird zeitweise zur «Strassenbahn». Bei Brusio neigt

er sich leicht in die Kurve des berühmten Viadukts. Dann

geht es die restlichen 320 Höhenmeter geradewegs ins

Veltlin hinunter, nach wenigen Kilometern über die italienische

Grenze nach Tirano. Unterwegs hat man eine

Neigung von 70 Promille befahren; die Berninabahn ist

eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt.»

Brusio: sich im Kreise drehen

Immer weiter hinunter ins Tal, immer südlicher, ging die

Reise – bis sich die Besucher mit Notizblock und elektronischer

Kamera im Kreise zu drehen begannen. In Brusio

legte der Zug beim Kreisviadukt einen Extrahalt ein – und

liess die nicht bei ganz allen Medienvertretern vorhandene

Athletik beim Ausstieg zu Tage treten. Die Ausführungen

von Karl Baumann zu den Herausforderungen der

Renovationsarbeiten auf dem Kreisviadukt fanden vor allem

bei den Eisenbahn-Fans unter den Journalisten

gros sen Anklang.

Abschluss in Poschiavo, Anschluss nach Lugano

Wer hat’s erfunden? Wer? Valposchiavo Tourismus. Der

Tag war lang, die Eindrücke vielfältig, der Höhenwechsel

intensiv. Wohlig erschöpft genoss die heitere Gästegruppe

in Poschiavo beim gemeinsamen Nachtessen echte

Puschlaver Spezialitäten. Die Direktorin von Valposchiavo

Tourismus, Ursula Maag, klärte die Journalisten gleichzeitig

über die Faszination eines Besuchs in der Region Poschiavo

auf und machte sie gluschtig auf den nächsten

Tag: Die Medienschaffenden könnten sich nämlich für diverse

Module anmelden – sei es für einen Besuch in der

Casa Tomé, eine Besichtigung der Produktionsstätte der

Die Gletschermühlen von Cavaglia brachten zum staunen

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Ricola Kräuter oder eine Heimreise im Bernina Express

Bus via Lugano oder dem Glacier Express durchs Wallis.

Getreu dem Motto: Wenn wir VIP’s bei uns haben, wollen

wir ihnen soviel Stoff für spannende Geschichten wie

möglich mit auf den Weg geben. Die Rückmeldungen zu

dieser aussergewöhnlichen Reise waren ausschliesslich

positiv – und erste Reportagen sind bereits erschienen

(siehe S. 33).

Gemeinsam mit touristischen Partner unterwegs

Für diese intensive Form von Marktbearbeitung hat die

Rhätische Bahn Kooperationsvereinbarungen mit Davos

Klosters Tourismus (seit 2011) und dem Ente Turistico

Valposchiavo (seit 2009) abgeschlossen. Während die

RhB für die Koordination der Anreise sowie der Bahntransporte

verantwortlich zeichnet, organisierten die

Destinationsexperten das Programm vor Ort und trugen

damit viel zum Gelingen der Medienreise bei. Als Nebeneffekt

sind diese Partnerschaften auch für alle Parteien

budgetschonend, da jede einen Teil der Aufwände

mitträgt

Mit an Bord: illustre Gästeschaft

Herr Ingo Paternoster, Tapes + Tales Hörfunk Agentur

Herr Bohumil Brejzek, Verlag Adonai

Frau Adelheid Hess, Image Consulting & Verlag

Herr Dieter Nubert, SWR Hörfunk + FS

Herr Beat Kirchhofer, Zofinger Tagblatt

Frau Monica Dörig, Appenzeller Volksfreund

Herr Jürgen Bögelspacher, Photo Affairs

Frau Irene Reinhard, Pressebüro 2000

Herr Achim Walder, Walder Verlag

Frau Ruth Stäuble, Freischaffende Journalistin

Herr Ernst B. Leutwiler, Eisenbahnverlag

Das kleine Extra für die VIP’s: Journalisten lassen sich von Karl

Baumann auf dem Kreisviadukt über die Instandstellung des

Zeitzeugen aus Stein ins Bild setzen

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BÜGA-Erfolgsgeschichte erfasst auch VBD-Bus

Von Peider Härtli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

BÜGA – ein Renner auf der Schiene, auf der Strasse –

und in der Luft!

Das Generalabonnement für Graubünden gibt’s schon

seit vielen Jahren. 1999 lancierten die damalige kantonale

Fachstelle für den Öffentlichen Verkehr des Kantons

Graubünden und die Rhätische Bahn diesen Pauschalfahrausweis

neu und verpassten ihm gleich noch einen

markanten Namen. Wenn heute in Graubünden von

BÜGA die Rede ist, dann ist allen klar, dass es sich nicht

um Aufwärmübungen mittels Kniebeugen vor der ersten

Skiabfahrt handelt. Sukzessive wurde das Angebot auf

alle Partner des öffentlichen Verkehrs in Graubünden

ausgedehnt. Heute ist das BÜGA bei der RhB, bei Post-

Auto Graubünden, beim Stadtbus Chur, beim Engadin

Bus, auf der SBB-Strecke Chur – Bad Ragaz, bei der Matterhorn

Gotthardbahn (Disentis/M. – Oberalppass/C.),

beim VBD Davos, beim Ortsbus Klosters-Serneus und

sogar auf der Luftseilbahn Rhäzüns – Feldis gültig. Seit

Kurzem gilt das BÜGA auch im Silvestri Bus ab Zernez

(ganzjährig) und Pontresina (während der Sommersaison)

nach Livigno und im Postbus Österreich nach

Landeck.

BÜGA-Treffen in Davos, v.l.n.r. VBD-Betriebsleiter Fred

d’Alberti, BÜGA-Geschäftsführerin Agnes Grünenfelder,

Landrat Peter Engler

Die laufende Entwicklung und Anpassung des BÜGA an

die Bedürfnisse der Kunden führte so auch zu einer beispiellosen

Erfolgsgeschichte: Wurden vor der Neulancierung

1998 noch 373 BÜGA-Abos verkauft, fanden 2010

bereits 8130 Jahres-BÜGA ihren Käufer und ihre Käuferin.

Zudem wurde im Dezember 2007 - quasi als Einstiegsticket

in die Welt des ÖV in Graubünden, das Monats-BÜGA

lanciert und im vergangenen Jahr bereits

6200 mal verkauft. Alleine in den letzten fünf Jahren

verzeichnete das BÜGA Zuwachsraten von durchschnittlich

jährlich 10 Prozent.

Optisch präsent - neu auch in Davos!

Nachdem bereits seit 2008 eine markante RhB-Lok im

BÜGA-Look auf Bündner Schienen unterwegs ist und

fürs Bündner Generalabo wirbt, haben auch PostAuto

Graubünden und der Stadtbus Chur «Farbe» bekannt

und je eines ihrer Fahrzeuge als fahrende BÜGA-Botschafter

designtechnisch umgewandelt. Als vierter Partner

dreht ab 1. Juni 2011 ein Bus des VBD seine Runden

in und um Davos im BÜGA-Look. VBD-Betriebsleiter Fred

d’Alberti stellte anlässlich der Präsentation «seines»

BÜGA-Busses denn auch stolz fest: «Das vierblättrige

Glücks-Kleeblatt ist somit perfekt und setzt einen weiteren

Meilenstein in die Erfolgsgeschichte des BÜGA! Die

Bemalung unseres Gelenkbusses im BÜGA-Look ist in

diesem Sinne mehr als ein symbolisches Bekenntnis

zum Bündner Generalabo!»

JobTicket - Blick in die Zukunft des BÜGA

Die Rhätische Bahn als geschäftsführende Unternehmung

BÜGA verfolgt eine klare Wachstumsstrategie. Die

Akquisition von neuen Pendlern im Markt Graubünden

ist auch ein Element in der Pendlerstrategie des Kantons.

Dabei gilt es, Bündner Unternehmen zu bewerben und

das dafür kreierte JobTicket als Aquisitionsinstrument

für ihre Mitarbeitenden einzusetzen. Während der Pilotphase

werden die grössten Arbeitgeber der Regionen

Churer Rheintal, Surselva und Domleschg besucht. Das

Angebot des JobTickets besteht aus BÜGA's, die Unternehmen

erwerben können und die sie zu einem ermässigten

Preis oder unentgeltlich an ihre Mitarbeitenden

für deren Fahrten mit Bus und Bahn (als Pendler- und

selbstverständlich auch als FreizeitTicket) weitergeben.

Mit einem JobTicket positioniert sich das Unternehmen

sichtbar als fortschrittliche und zukunftsorientierte Firma,

welche sich für Mensch und Umwelt einsetzt und

fördert damit den umweltfreundlichen öffentlichen Verkehr.

«Das Anbieten eines JobTickets an die Mitarbeitenden

ist für ein Unternehmen Imagegewinn», ist die Geschäftsführerin

BÜGA, Agnes Grünenfelder überzeugt.


Medienbahn

Zofinger Tagblatt, Beat Kirchhofer

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

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Damals, vor 30 Jahren

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011


Neues in Kürze

Wo ist die Maus?

Von Willy Hartmann

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Mitarbeiter bestaunen am 7. Juni 2011 die Technik zum

Abdrehen der neuen Bernina-Schleuder in Landquart.

Bobo 1 geköpft

Von Christoph Kugel

Aus aktuellem Anlass – wir feiern 20 Jahre Adler Schmalspurbahnen

- haben wir uns zur Rettung zumindest eines

Führerstands der oben genannten Lokreihe entschlossen.

Nach sehr konstruktiven und angenehmen

Gesprächen mit der Lokdienstleitung wurde der Kopf in

der HW Landquart fachmännisch abgetrennt und zum

Transport vorbereitet. Dieser wird zukünftig nach einer

Aufarbeitung auf Ausstellungen für unser Schmalspurgeschäft

als Blickfang dienen.

Vom Lärchenwald in die Rebberge…

Text: Peider Härtli, Bild: André von Arx

Hat die BCe 4/4 10 aus dem Jahr 1909, Erbauer SIG/Alioth,

lange Jahre härteste Arbeit auf den 70-Promillerampen

auf der Berninalinie geleistet, so dreht sie heute als historischer

Zug und unter der Bezeichnung ABe 4/4 35 ihre

Runden im Waadtland. Fuhr sie früher unter dem Slogan

«Von den Gletschern zu den Palmen», so zieht sie bei der

Museumsbahn Blonay-Chamby bewundernde Blicke in

den Rebbergen rund um Vevey auf sich.

Auszug aus dem Oberengadiner Pfarrblatt vom

15. Juni 2011

Von Paolo Crameri

Ester Crameri wohnte früher in der Bahnstation Surovas,

wo sie 45 Jahre den Schalter betreute und für die RhB die

Billette verkaufte. Seit Januar 2008 war sie gesundheitlich

sehr angeschlagen. Ehemann Guido Crameri verbrachte

die letzten Jahre mit Ester in Poschiavo. Sie war

auf den Rollstuhl angewiesen und Guido betreute seine

Ehefrau. In den letzten Monaten verschlechterte sich ihr

Gesundheitszustand zusehends. Am 25. Mai 2011 durfte

sie dann friedlich einschlafen.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Hermann und Hildegard Amann mit unserem

Lokführer Willy Hartmann

Abfahrbefehl! Christoph Andereggen (MGBahn) und Swissminiatur

Direktor Dominique Vuigner (hinten) schicken den Glacier

Express auf die Reise.

Ein Wunsch geht in Erfüllung

Von Hildegard und Hermann Amann

«Lieber Herr Härtli

Radio 32 hat eine Rubrik mit der Bezeichnung Freipass,

wo etwas gewünscht werden kann, was nicht käuflich ist.

Per E-Mail habe ich meinen Wunsch mitgeteilt. Anschliessend

Kontaktaufnahme von Radio 32 mit der RhB und am

27. Juni sehr freundlicher Empfang Ihrerseits am Bahnhof

Chur 27. Juni. Willi Hartmann ist ein sehr zuverlässiger

und pflichtbewusster Lokführer. Seine fröhliche, sympathische

und unkomplizierte Art macht ihn beliebt. Er ist

ein Lokführer mit Herzblut und freut sich über die neuen

Kombinationen von StadlerRail. Die Fahrt auf dem Führerstand

nach Arosa war ein ganz tolles und eindrückliches

Erlebnis, welches ich nie in meinem Leben vergessen

werde. Herzlichen Dank an die Rhätische Bahn, dass sie

mir diesen unerfüllbaren Wunsch erfüllte!»

Neuste Attraktion im Swissminiatur

Von Christoph Andereggen

Ein Modell 1:25 fährt seit letzter Woche auf einer 42 Meter

langen Strecke durch die Ausstellung im Tessin. Der

ganze Zug hat fast eine Länge von 5 Metern und fährt auf

einer 46 mm Spurweite. Betrieben wird der «langsamste

Schnellzug der Welt» mit 24 Volt Elektrischem Strom.

Während rund 800 Stunden ist das Modell in Melide im

hauseigenen Atelier massstabgetreu nachgebaut worden.

Die Originallackierung mit allen Details erfolgte in den

Werkstätten der Matterhorn Gotthard Bahn in Brig-Glis.

Der Glacier Express ist in guter Bündner Gesellschaft, finden

sich doch im Park unter den über 120 Modellen auch

Sehenswürdigkeiten aus Graubünden wie:

Bergkirchli und Postgebäude Arosa, Chesa Guardaleij in

Champfèr, Ehemalige Pfarrkirche St. Paul Rhäzüns, Schiefer

Turm und Chesa Veglia in St. Moitz, Bobbahn, Typisches

Bündnerhaus, Luftseilbahn Surlej-Silvaplana-Corvatsch,

Chesa Riz à Porta in Silvaplana, Crusch Alva in Zuoz.

Der Park ist täglich bis 30. Oktober 2011 von 9.00 Uhr bis

18.00 Uhr offen.


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Miniaturausstellung in der ALLEGRA-Halle

Von Willy Hartmann

Das Dankeschön an die Ersteller der Anlage: Glänzende

Kinderaugen, was gibt es Schöneres…

RhB-Rucksack auf Touren

Von Jacqueline Keller

Der praktische RhB-Rucksack ist immer dabei auch auf

den Gipfel des Piz Campasc begleitete er mich und

macht sogar noch etwas Werbung.

Der Trenino Giallo als Modelleisenbahn auf Alp Grüm

Von Elisabeth Erber

Seit Mai 2011 fährt der Trenino Giallo nicht nur auf den

Schienen der Berninabahn, sondern auch als Modell im

Albergo Ristorante Alp Grüm. Der Traum - eine Modelleisenbahn

auf Alp Grüm aufzubauen – bestand schon lange,

konnte aber aus Platzmangel nicht realisiert werden.

Erst durch den genialen Einfall von Bruno Asam (Holzbau-

Zimmerei-Schreinerei Bever) wurde diese Idee Wirklichkeit.

Und zwar montierte er die Modelleisenbahn an der

Decke des Restaurants. Gemeinsam mit seinem Vater

Friedrich hat er in monatelanger mühevoller Arbeit ein

Werk geschaffen, das Kinder und Erwachsene zum Strahlen

bringt! Spielerisches Bestaunen und kulinarischer

Hochgenuss – was für eine Kombination der Extralative.

Und wieder hat das Motto des Alp Grüm Teams gefruchtet:

«Das Beste vom Besten ist überall realisierbar!»

Zu Besichtigen ist die Modelleisenbahn täglich, entsprechend

der Öffnungszeiten des Restaurants.

Auskünfte und Tischreservationen unter:

Albergo Ristorante Alp Grüm, Elisabeth Erber,

CH-7710 Alp Grüm, + 41 81 844 03 18

alpgruem@bluewin.ch, www.alpgruem.ch.vu

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Giachem is watching you…

Von Rico Wenk

Gian: «Hey Giachem!»

Giachem: «Was häsch?»

Gian: «Dia tüand wieder amol nüt,

an dr Bahnhofstross 25!»

Giachem: «Isch jo klar, du Lappi, hüt isch 1. August!»

Letzter Arbeitstag

Von Jakob Salutt

Am 22. Juni war unser Armando Köhle ein letztes Mal als

Zugführer im Dienste der Rhätischen Bahn unterwegs.

Nach über 36 Jahren treuer Pflichterfüllung begab sich

Armando in den wohlverdienten Ruhestand. Das Zugpersonal

wünscht Armando zu seiner Pensionierung alles

Gute und dass er den neuen Lebensabschnitt mit

bester Gesundheit richtig geniessen kann.

Vielen herzlichen Dank für deinen Einsatz!

Leiterin HR meets Wäscheleine

Von Reto Schmid

Was gibt’s denn da für Wäsche zu trocknen?

Die Vorstellungsrunde der etwas anderen Art. Einführung

der neuen Personalchefin Stephanie Rielle la Bella

in die beiden Geschäftsbereiche Marketing Kommunikation

und E-Business & Vertriebssysteme.


SEV-Frauen

Von Peider Härtli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Die SEV-Frauen statteten am 14. Juni 2011 SBB-Chef

Andreas Meyer, BLS-Chef Bernard Guillelmon und RhB-

Chef Hans Amacker einen Besuch ab und dankten ihnen

für die bisherigen Massnahmen ihrer Bahnen zur Förderung

der Gleichstellung von Mann und Frau. Für Hans

Amacker «ist eine gelebte Gleichstellung eine nicht in

Papier gefasste Selbstverständlichkeit, die bei der RhB

auch aktiv gefördert wird». An der spannenden Gesprächsrunde

im Verwaltungsratssaal nahm auch unsere

neue Leiterin Personal, Stephanie Rielle La Bella, teil.

Spieglein Spieglein an der Wand

Von Willy Hartmann

Spieglein Spieglein an der Wand - welche ist die schönste

Eisenbahn im Land?

Momentan-Aufnahme in Chur-West bei der Haltestelle

RhB.

RhB ganz cool am UNCOOL-Festival

Von Peter Hummel und Peider Härtli

Wir genossen einen ganz tollen Aufenthalt im Puschlav.

Alp Grüm war wirklich ein spezielles Finale – ein herrliches

Mittagessen bei der charmanten Wirtin Elisabeth

Erber und als Nachtisch ein unvergessliches UNCOOL-Festival

inmitten einer einzigartigen Gebirgswelt – und immer

wieder mit der roten RhB als coolen Farbtupfer!

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Ständerat mit (Tunnel-) Durchblick

Von Peider Härtli

Am 15. und 16. August durften wir die Verkehrskommission

des Ständerates empfangen. Nach einer eindrücklichen

Einführung durch unseren Verwaltungsratspräsidenten

Stefan Engler. «entführten» wir die

prominente Gruppe, angeführt vom einheimischen

Ständerat Christoffel Brändli und mit Direktor Hans

Amacker als kompetenten Reiseleiter, durch das Albulatal

nach Preda. Hier trat dann Christian Florin in Aktion:

Auf der Fahrt im offenen Aussichtswagen konnten sich

die KommissionsteilnehmerInnen vom üblen Zustand

des Albulatunnels und damit vom dringenden Neubau

überzeugen. Am zweiten Tag durften wir den TeilnehmerInnen

bei herrlichem Spätsommerwetter auf der

Fahrt von Samedan nach Sagliains das einzigartige Engadin

und die bald 100-jährige Engadinlinie präsentieren.

Vor der Fahrt durch den Vereinatunnel benützte

Direktor Hans Amacker die Gelegenheit, auf den erfolgreichen

Betrieb dieser Linie hinzuweisen – und auf die

Tatsache, dass Bundesgelder in Graubünden immer gut

angelegt werden!

Keine(r) zu klein…

Von Peider Härtli

… ein echter RhB-Fan zu sein! Aus zuverlässiger Quelle

hat die Redaktion erfahren, dass Anouk anlässlich eines

Besuchs des Alpenrhein Village in Landquart Louis Vuitton,

Karl Lagerfeld, Calvin Klein und Co. schnöde links

liegen liess und dafür schnurstracks die Ausstellung

RhB-UNESCO Welterbestrecke Albula/Bernina ansteuerte.

Wir meinen: Die Klein(e) hat Klasse und unterscheidet

bereits im zarten Alter von zwei Jahren Triviales von

wirklich Weltrelevantem. Eine perfekte Botschafterin für

unsere Bahn! Nicht bestätigt wurde übrigens, dass

Anouk nur mit grösster Verführung (ein Erdbeer-Cornet)

aus der UNESCO Welterbe-Ausstellung gelockt werden

konnte.


1. Augustfeier auf Alp Grüm

Von Thomas Baumgartner

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Gäste und Personal vom Buffett Alp Grüm feiern mit einem

grossen 1. Augustfeuer vor der Kulisse des Palügletschers

den Schweizer Nationalfeiertag.

Positive Kundenrückmeldung vom 1. August 2011

Von Verena Lüscher, Riehen

«Sehr geehrte Damen und Herren

Am Samstag, 30. Juli 2011, fuhr ich um 12.38 Uhr mit

dem RE 1342 Regio Express von Bever nach Landquart.

Der Zugführer bot mir seine Hilfe an, indem er mein

Rollköfferli in den Zug hievte und in Landquart wieder

auslud. Für diese spontane, freundliche und nicht

selbstverständliche Hilfsbereitschaft war ich sehr dankbar.

Dies ist wirklich Dienst am Kunden. Dem Zugführer

nochmals meinen herzlichen Dank. Weiter schätze ich

sehr, dass die RhB-Wagen sauber, ohne Unrat oder Zeitungen

sind. Die Toiletten funktionieren und sind ebenfalls

recht sauber. Dem zuständigen Personal ein Dankeschön.

Das Zugfahren durch die wunderbare Landschaft

ist dadurch noch angenehmer.

Für Ihre geschätzte Kenntnisnahme danke ich Ihnen.

Mit freundlichen Grüssen, Verena Lüscher»

Blutspendeaktion in Landquart

Von Roli Hofmann

Am 13. Juli hat das Team BGM in Zusammenarbeit mit

dem Blutspendedienst des roten Kreuzes – tatkräftig unterstützt

durch die Betriebssanität vom Geschäftsbereich

R – wiederum eine Blutspendeaktion durchgeführt.

Dank optimaler Kommunikation in- und ausserhalb der

RhB – konnte für das SRK ein wirklich tolles Resultat erzielt

und die Zahl der Spenden um mehr als 30 % erhöht

werden. Alle Erstspender haben’s gut überstanden und

dem Team vom roten Kreuz hat man den Gesichtern angemerkt,

dass sie ob dem guten Anklang der mittlerweile

schon fast traditionellen Aktion wirklich Freude hatten.

Für all diejenigen die den Anlass wegen der (Betriebs-)

Ferien verpasst haben – ein gleicher Anlass findet am

Montag, 19. Dezember 2011 – von 11 bis 15 Uhr – im

Direktionsgebäude in Chur statt.

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Einweihung des Triebwagen ABe 4/4 35

Von Gian Brüngger

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Am Samstag 11. Juni 2011 reisten einige Mitglieder des

Club 1889 auf Einladung der Museumsbahn Blonay –

Chamby nach Vevey, um dort den ehemaligen Bernina-

Triebwagen ABe 4/4 35 zu besteigen und mit ihm, einem

vierachsigen Personenwagen der Brünigbahn (SBB) und

zwei weiteren von der RhB stammenden Reisezugwagen,

nach Chamby zu fahren. Bei den beiden Reisezugwagen

handelt es sich um den ehemaligen As 2 und dem AB 121

beide im Jahre 1903 von der Schweizerischen Industriegesellschaft

in Neuhausen am Rheinfall (SIG) an die RhB

geliefert. Auf dem Trasse der Chemins de fer électriques

Veveysans, die heute zu den Transports Montreux – Vevey

– Riviera MVR gehören, fuhren wir Richtung Blonay. Die

50 ‰-Steigung vermochte dem steilstreckengewohnten

Triebwagen überhaupt nichts anzutun. In Clies mussten

wir die Kreuzung mit dem Regionalzug Blonay – Vevey

abwarten. Entgegen kam uns eine Stadler GTW aus der

ersten Generation, noch mit den geradeabfallenden

Stirnwänden. Nach vollzogener Kreuzung ging es wieder

weiter durch die wunderbare Frühlingslandschaft oberhalb

des Genfersees, an der Schweizer Riviera.

In Blonay angekommen mussten wir abermals einen

Kreuzungszug abwarten, diesmal ein Nostalgiezug der

Museumsbahn Blonay – Chamby. Entgegen kam uns der

durch Kuppelstangen angetriebene Triebwagen ABFeh 4/4

6 der Martigny – Champéry - Morgins Bahn MCM von

1909, zusammen mit dem offenen Sommerwagen C 21

der ehemaligen Ferrovia Lugano – Cadro – Dino (LCD).

Nun ging es weiter auf der eigentlichen Museumsbahn

Blonay – Chamby. Nach einem kurzen Fotohalt auf dem

Viadukt de la Baye de Clarens ging es dann bis Chamby an

der Linie Montreux – Zweisimmen der MOB. Geschoben

Zug auf dem Viadukt über die Baye de Clarens Stelldichein mit einem Triebwagen von

Leuk-Leukerbad und Martigny–Morgins

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fuhren wir dann zurück zum Depot Chaulin, wo alle Fahrzeuge

der BC stehen.

Anschliessend an einem von der BC offerierten Apperitiv

fand die Einweihung des ABe 4/4 35 statt. Nach Anhören

von Ansprachen zeigte Martin Gut den anwesenden Mitgliedern

des Club 1889 die Sammlung der BC. Obwohl

ihre Stammstrecke nur knapp 3 km lang ist, besitzt die BC

vierzehn elektrische Triebwagen, drei elektrische Lokomotiven,

zehn Dampflokomotiven, 20 Personenwagen,

ein Gepäckwagen, zwölf Güterwagen und sechs Dienstwagen.

Der grösste Teil der Fahrzeuge ist in einem sehr

guten Zustand.

Von der RhB stammen nebst dem erwähnten Triebwagen

ABe 4/4 35 noch die elektrische Lokomotive Ge 4/4 181,

die Dampfschneeschleuder Xrotd 6/6 9214, beide von der

Berninabahn und die Personenwagen As 2 und AB 121

vom Stammnetz. Die Ge 4/4 181 erhält zurzeit eine grössere

Revision, nachdem sie in den letzten Jahren kaum

mehr zum Einsatz gelangte. Die Dampfschneeschleuder

ist nicht betriebsfähig. Der Fahrzeugpark spiegelt den

Fahrzeugpark einiger typischen Schweizer Bahnen und

Trams. Von den zehn Dampflokomotiven waren nur vier

in der Schweiz im Einsatz. Die anderen sechs stammen

aus Deutschland, Spanien und Italien. Ursprünglich war

auch französisches Rollmaterial bei der BC, welches inzwischen

an die Chemin de fer de la Baie de Somme in

Frankreich weiterging. Dort befinden sich übrigens auch

ehemalige Fahrzeuge der RhB.

Nach kosten verschiedener Köstlichkeiten aus der Westschweiz

hiess es um 17.00 Uhr wieder Platznehmen im

Extrazug von Chaulin zurück nach Vevey.

Vier ehemalige Lokführer und Depotchefs Bernina

vor dem 35


Neueröffnung Bahnhofbuffet Ospizio Bernina

Von Simon Rageth

Hoch oben auf dem Dach der Rhätischen Bahn, auf

2253 m ü. M. wurde das höchstgelegene Bahnhofbuffet

der RhB auf Ospizio Bernina neu eröffnet. Die Gaststätte

wurde sanft aufgefrischt und lädt die Gäste ein, auf

einer Wanderung entlang der Via Albula/Bernina oder

als Zwischenstopp auf einer Mountainbiketour für eine

Zwischenverpflegung einzukehren.

Pächter des Buffets ist Primo Semadeni, welcher auch

Besitzer des Restaurants «da Primo», dem ehemaligen

Bahnhofbuffet in Bever, ist. Semadeni ist zudem seit

2006 Pächter des «Albergo Ristorante Alp Grüm», welches

erfolgreich von Elisabeth Erber geführt wird. «Ospizio

Bernina mit Blick auf den Lago Bianco zu Füssen und

dem Cambrena-Gletscher vor Augen ist ein Ort in einer

herrlichen Landschaft. Gäste, welche diese Alpenlandschaft

erkunden wollen, sollen sich im neuen Bahnhofbuffet

stärken können», so Semadeni. Das Bahnhofbuffet

ist täglich von 8.30 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Primo Semadeni (rechts)

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Ein Ort mit Vergangenheit

Für die Station Ospizio Bernina wurde ursprünglich beim

Bau der Berninalinie vor gut hundert Jahren ein kleines,

turmartiges Gebäude errichtet. Dieses wurde in den Folgejahren

immer weiter vergrössert, bis es Mitte der

1920er-Jahre das heutige Aussehen erhielt. Der Weg

vom Engadin ins Valposchiavo forderte im 19. Jahrhundert

Säumern Höchstleistungen ab. Heute fährt die RhB

bequem in topmodernen Zügen über den Berninapass.

Direkt am Perron beim Ospiz zeigen eindrückliche Bilder

die tägliche Pionierarbeit an der Berninalinie.

Kontakt:

Bahnhofbuffet Ospizio Bernina

Primo Semadeni

7710 Ospizio Bernina

079 610 38 15

www.daprimo.ch

ospizio.bernina@bluewin.ch

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Senda Culinarica

Von Stephanie Platzer

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Der Parc Ela veranstaltete dieses Jahr gemeinsam mit

Bäuerinnen und Hoteliers aus Bergün sowie Gran Alpin

und der Rhätischen Bahn eine kulinarische Wanderung

entlang des Bahnerlebniswegs von Preda nach Bergün.

Der Anlass brachte den Teilnehmern nicht nur Natur und

Kultur im UNESCO Welterbe RhB näher, sondern er lud

vor allem zum Geniessen ein.

«Geniessen» lautete das Motto der kulinarischen Wanderung

«Senda Culinarica» vom Sonntag, 10. Juli 2011.

Organisiert vom Parc Ela, servierten drei Bergüner Landfrauen,

Gran Alpin sowie die Hotels Kurhaus und Preda

Kulm Spezialitäten aus ihrer Küche. Die Wanderung

führte auf dem Bahnerlebnisweg von Preda nach Bergün.

Die mehr als 100 Jahre alte Bahnstrecke über den Albula

- bezüglich Bautechnik und Linienführung eine einzigartige

Meisterleistung – begeisterte die rund 70 aus

der ganzen Schweiz angereisten Teilnehmerinnen und

Teilnehmer. Nach seinem spannenden Auftakt-Vortrag

zur UNESCO Welterbe Bahnstrecke begleitete auch der

ehemalige RhB-Angestellte und Bahnexperte Gian

Brüngger die Gruppe. Zahlreiche Interessierte profitierten

so von seinem Wissen und erfuhren spannende Details

zur RhB-Linie durch das Albulatal.

Alphorngruppe Untervaz Ausgabe der Pizochels

Die kulinarische Wanderung begann mit einem Bauernfrühstück

im Museum «Bündner Photographen des 19.

Jahrhunderts» direkt unterhalb des Bahnhofs Filisur.

Dort gab es eine Sonderausstellung zum Bau der Albulalinie

zu sehen sowie viel Wissenswertes von Museumsleiter

Pierre Badrutt zu erfahren. Im Anschluss folgte die

Fahrt mit der Rhätischen Bahn über zahlreiche Viadukte

und durch Kehrtunnels nach Preda. In Preda startete die

eigentliche Wanderung: Entlang des Bahnerlebnisweges

nach Bergün warteten drei Essensposten mit Spezialitäten

wie Apérogebäck, Alpkäse, Salsiz, Birnbrot und

Pizochels auf die 70 Bahnfreunde. Die Viadukte und

Kehrtunnels sowie «die kleine Rote» konnten auf dem

Fussweg aus neuer Perspektive betrachtet werden. Zum

Hauptgang sorgte die Alphorngruppe Untervaz für musikalische

Unterhaltung. Der Tag wurde stimmungsvoll im

Kurhaus Bergün bei einem delikaten Dessert, Fleur d’Iva

Panna Cotta mit frischer Erdbeersuppe, ausgeklungen.

Informationen zum Programm des Parc Ela finden Sie

auf der Webseite:

www.parc-ela.ch/entdecken-erleben


Juni Bummel

Von Jolanda Picenoni und Eric Wyss

Bereits zum 4. Mal führte die Region Engadin den gemeinsamen

Juni Bummel durch. Dieser Mitarbeiterausflug

steht unter dem Motto: gegenseitiger Austausch

über die eigenen Fachbereichsgrenzen hinaus, Kennenlernen

von aktuellen RhB Angeboten sowie gemütliches

Beisammensein.

Die Zugsfahrt führte am 31. Mai 2011 von Pontresina

nach Scuol-Tarasp. Piano Bar Wagen und Stiva Retica

waren für die Juni-Bummel-Teilnehmer reserviert und

44 Mitarbeitende aus dem Süden (Verkauf, Produktion,

Rangier, Lokführer, Zugbegleiter, Frequenzzählerin) liessen

sich diesen Ausflug nicht entgehen. Barkeeper Renato

Feurer überraschte die Teilnehmer mit einem Juni-

Bummel-Cocktail und Tom Glükler war unser Pianist.

Nach einem kurzen Spaziergang vom Bahnhof zum Bogn

Engiadina Scuol (BES) erzählte Philipp Gunzinger, Direk-

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

tor BES, über die soeben abgeschlossenen Renovationsarbeiten

(3.4 Mio) und über das Projekt «Saunenlandschaft

Erneuerung», welches das Bogn im Frühling 2012

in Angriff nehmen wird.

Im Anschluss wurden wir eingeladen das Bogn Engiadina

Scuol 1:1 zu testen. Eine Stunde «Bädela» stand auf

dem Programm und wir überzeugten uns vom Badeangebot.

Ein tolles Angebot, welches wir gerne unseren

Kunden weiterempfehlen. Mit dem Bade-Kombi-Ticket

der RhB baden unsere Kunden 20 Prozent günstiger!

Als Abschluss stärkten wir uns im Nam Thai Restaurant

und liessen den Abend mit thailändischen Spezialitäten

in der Lounge ausklingen. Und bald hiess es, wir müssen

aufbrechen, die RhB fährt pünktlich ab Scuol-Tarasp.

Es war ein gelungener Abend mit vielen interessanten

Anekdoten und Erlebnissen.

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Die RhB Musik bei der Probe in der

Personalkantine Landquart

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Blasmusik der Rhätischen Bahn

Text von W. Rudolf, Fotos von A. Jenny

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Vor bald 20 Jahren, im Herbst 1992 wurde die Blasmusik

der Rhätischen Bahn (RhB-Musik) ins Leben gerufen.

Rund 23 musikbegeisterte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der Rhätischen Bahn folgten dem Ruf von Martin

Meier, damals Dienstchef Bau bei der RhB. Die Direktion

der Rhätischen Bahn unterstützte diese Idee mit einem

Startkapital von Fr. 5000.–. Mit diesem Geld wurden

Marschbüchlein, Notenständer und ein Dirigentenpult

angeschafft. Die Instrumente mussten die Musikanten

selber mitbringen.

Heute, nach etlichen Hochs und Tiefs im Verein, Reorganisationen

sowie etlichen Wechseln bei Musikerinnen

und Musiker existiert die Blasmusik der Rhätischen Bahn

nach wie vor. In den letzten Jahren ist Ruhe in den Verein

eingekehrt. Die Musiker bleiben Länger im Verein.

Drei der Gründermusikanten sind heute noch aktiv in der

RhB-Musik. Allerdings ist auch das Durchschnittsalter etwas

gestiegen. Unseren Nachwuchs rekrutieren wir, vorwiegend

aus dem Pool der RhB-Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter, den pensionierten RhB-Mitarbeiterinnen

und -Mitarbeiter sowie den Freunden der Rhätischen

Bahn. Dies sind meistens Angehörige von RhB-Mitarbeiterinnen

und -Mitarbeiter.

Einmal Jährlich, meistens gegen Ende des Jahres laden

wir RhB-Musikerinnen und -Musiker zu einem Konzert

ein. Da wir eng mit der Rhätischen Bahn verbunden sind,

werden diese Konzerte immer entlang dem Streckennetz

der Rhätischen Bahn durchgeführt. Abwechselnd in den

verschiedenen Regionen Graubündens. Mann könnte sagen,

die Rhätische Bahn macht sich nicht nur, mit einem

Wir freuen uns

Die RhB Musik an der Generalversammlung 2011 der Rhätischen Bahn

guten Fahlplan, roten Zügen und Bahnlärm bemerkbar,

sondern auch mit feinen Tönen ihrer Blasmusik. Dieses

Jahr ist die Region Klosters/Davos an der Reihe.

Wir laden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rhätischen

Bahn, die Freunde der Blasmusik, Einheimische

und Gäste, sowie Passivmitglieder und Gönner am

19. November 2011, um 19.45 Uhr zum diesjährigen

Konzert in den Kulturschuppen Klosters Platz (beim

Bahnhof) ein. Es würde und sehr freuen, Sie bei uns begrüssen

zu dürfen.

Die Musiker/innen der RhB Musik

Querflöte Andrea Berger

Klarinette Linard Marugg

Karl Koch

Saxofon Rudolf Fuss

Willy Hug

Trompete Melanie Schlegel

Martin Mutzner

Bruno Ineichen, Kassier

Marianne Wyss

Gion Candinas

Posaune Elvira Koch, Noten

Bariton Sonia Aversa, Uniformen

Albert Friedli

Tenorhorn Urs Jakob, Aktuar

Chr. Siegenthaler, Vizedirigent

Conrad Buol

Tuba Peter Donau, Vizepräsident

Reiner Koch

Percussion Willi Rudolf, Präsident

Andras Jenny

Dirigent Mario Hotz

Wer bei der Rhätischen Bahn angestellt ist, ein Blasinstrument spielt und Freude am musizieren hat, ist bei uns herzlich willkommen.

Unsere Musik besteht vorwiegend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rhätischen Bahn. Wir Proben einmal monatlich.

Es würde uns sehr freuen, dich in der Blasmusik der Rhätischen Bahn begrüssen zu dürfen.

Kontaktadressen: Mario Hotz, Dirigent, RhB Musik, Tel. 081 852 74 88, Mobile 079 344 26 18

Willi Rudolf, Präsident, RhB Musik, Tel. 081 635 11 94, Mobile 076 370 11 42


RhB-login-Lernende: LAP mit Glanzresultaten

Von Markus Cadosch und Erika Wismer

An den zurückliegenden Lehrabschlussprüfungen haben

zwei Lernende mit Glanzresultaten abgeschlossen: der

Polymechaniker Rafael Herzog erreichte die hohe Gesamtnote

von 5.5, Karin Tüsel, Kauffrau öffentlicher Verkehr

(mit Berufsmatura), erreichte die ebenfalls hohe

Gesamtnote von 5.4. Herzliche Gratulation zu diesen

tollen Leistungen!

Am 30. Juni 2011 fand in der Hauptwerkstätte der Rhätischen

Bahn in Landquart die Lehrabschlussfeier des

login-Standortes Landquart statt. Die Standespräsidentin

des Kantons Graubünden, Frau Christina Bucher-

Brini, beehrte die erfolgreichen Lernenden und überbrachte

ihnen eine Grussbotschaft des Kantons. Auch

Thomas Baumgartner, als Vertreter der RhB, richtete

stimmungsvolle Worte an die Anwesenden. Beide Ansprachen

wurden mit grossem Applaus verdankt und so

manche Sätze der Reden werden in den Gedanken der

jungen Berufsleute sicher noch länger nachklingen.

Zeit, um auf gemeinsam Erlebtes oder auf spezielle

Begebenheiten zurückzublicken, ergab sich beim anschlies

senden Essen. Viele lustige Anekdoten wurden

ausgetauscht, doch auch Wehmut mischte sich in manche

Gespräche, schliesslich war es das letzte Mal, bei

welchem man in dieser Zusammensetzung das gemütliche

Beisammensein geniessen konnte.

In den Augen der anwesenden Berufsbildner war deutlich

der Stolz darüber zu erkennen, dass dank ihrer

Leistung wieder viele motivierte junge Leute den Nachwuchs

in den verschiedenen Berufen sicherstellen werden.

Den Berufsbildnern gebührt entsprechend ein

gros ses Dankeschön, für ihre Arbeit! Den jungen Berufsleuten

wünschen wir alles Gute für ihren weiteren Lebensweg!

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Die erfolgreichen Lehrabgänger 2011

(alle, die zum Zeitpunkt des Lehrabschlusses bei der RhB im Einsatz waren)

Kaufmann/Kauffrau öV

Armon Fantoni, Zernez

Nicolà Gabriel, Samedan

Melanie Huber, Ilanz

Fabrizio Mognetti, Bergün

Karin Tüsel, Thusis

Sina Bolt, Samedan und Depot Samedan

Jennyfer Cirignotta, Thusis und Depot Chur

Martin Jöhl, Davos Dorf und Depot Davos

Mélanie Schlegel, Bergün und Depot Samedan

Angelie Sudharshan, Ilanz und Depot Chur

Monika Corusa, Klosters

Katharina Culo, Arosa

Fatjona Dibra, Railservice Chur

Eileen Flütsch, Samedan

Benjamin Furter, Pontresina

Braida Pinggera, Scuol-Tarasp

Michael Schmid, Bergün

Johannes Schutz, Davos Platz

Jacqueline Parpan, Chur

Automatiker

Michael Galliard, Landquart

Dane Riedi, Landquart

Milan Stijovic, Landquart

Polymechaniker

Andrea Beti, Landquart

Riccardo Crameri, Poschiavo

Trajce Donev, Landquart

Rafael Herzog, Landquart

Raffael Schneider, Landquart

Dario Jeyabalan, Landquart

Logistiker

Shkelzen Maksuti, Arosa

Hanspeter Rykens, Davos

Dario Hosang, Landquart

Gleisbauer

Armando Luzi, Davos

Informatiker

Tobias Lötscher, Chur

Alle Bündner Lehrabgänger Stefan Ackermann mit seinen Logistikern Standespräsidentin Christina Bucher-Brini überbrachte

die Grussbotschaft des Kantons Graubünden


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Lehrstart 2010

Von Walter Järmann

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Ein weiteres Mal begann Anfang August im Campus Sursee

mit dem Aufruf «Achtung – fertig – login» und der beeindruckenden

und traditionellen login-Welle die Lehre für

301 Lernende in 19 verschiedenen Berufen. Gleichzeitiger

Lehrstart im Centre Loewenberg bei Murten für 158 Lernende

und in der Romandie und im Ticino für weitere

157 Lernende. Zusammen mit den Berufsmatura-Praktika

starteten schweizweit 733 junge Leute ihren beruflichen

Werdegang bei login, dem Ausbildungsverbund in der

Welt des Verkehrs. Eine wirklich beeindruckende Anzahl

Jugendliche wollen sich bei Bahn, Flug, Schiff, Bus und

Tram engagieren und ihre ‚Sporen abverdienen‘.

Mit der login-Welle in der login-Woche wird die vielbesagte

Schwelle Schule – Berufsleben überschritten. Zur

Eröffnungsrede durften wir Thomas Baumgartner, Leiter

Produktion und login-Vorstandsmitglied, begrüssen. In

sympathischer und herzlicher Manier begrüsste er die

‚Neuen‘ zu ihrem Start ins Berufsleben. Mit motivierenden

Worten schilderte er Erlebnisse aus dem Berufsalltag und

die Erwartungen der Mitgliedsfirmen inklusive der

schönsten Bahn der Welt, an die Lernenden. Am Nachmittag

galt es die Mitlernenden und die/den Ausbildungsleiter/in

kennen zu lernen. Im Weiteren wurde der

Lehrablauf, mit Mitakteure während der Lehrzeit besprochen,

ins Berufsbildungs-ABC hinein geschnuppert, wo

die Rahmenbedingungen der Lehranstellung umschrieben

sind. Am Mittwochnachmittag starteten die Lernen-

den bereits mit dem Kick-off die login-Trophy. In berufsübergreifenden

Projektgruppen galt es eine Schweizer

Reise zu planen und die Vorbereitungsaufgaben zu integrieren.

Nebst einem spannenden Tag quer durch die

Schweiz im Team zu erleben, können Geografiekenntnisse

aufgefrischt und Mitgliedsfirmen kennen gelernt werden.

Der login-Trophy-Donnerstag strahlte den Lernenden

entgegen und bei schönstem Sommerwetter strömten

sie in alle Himmelsrichtungen aus. Nach Basel und Chur,

nach Genève und Romanshorn – kreuz und quer durch

die ganze Schweiz waren die gelben Erfolgsstory-T-Shirts

unterwegs. Selbstverständlich wurden die tollsten Reisen

und die schönste Reisepräsentation prämiert.

Die vier login-Tage vergingen wie im Flug – natürlich kamen

auch das spassige Zusammensein und sportliche Aktivitäten

nicht zu kurz. Am Freitagnachmittag waren

bereits die 1. Kapitel von hoffentlich packenden und aussergewöhnlichen

Erfolgsstorys – eben von erfolgreichen

Lehren – geschrieben. Der Lehrstart war gelungen! Nach

einer fulminanten login-Welle konnten die Lernenden

ihre Heimreise antreten.

Übrigens, Ausbildungsleiter André Mastel hat die login-

Tage kurzweilig und spannend zusammen geschnitten,

siehe www.youtube.com – Suchbegriff «login Woche

2011».


GO-Tag login

Von Katja Berger

Am Morgen trafen sich alle 35 neuen Lernenden der RhB

in der Aula des ibW. Darunter waren viele bekannte Gesichter

dank der login-Woche in Sursee.

Wir wurden von der Personalchefin Stephanie Rielle nett

begrüsst und von Erika Wismer wurden uns die Werte und

Verhaltensgrundsätze der RhB näher gebracht. Wir schauten

einen spannenden Film der uns erklärte, was für Angestellte

die RhB hat und für was alle zuständig sind.

Nach einer kurzen Pause wurden wir in fünf Gruppen

aufgeteilt. Jede dieser Gruppen bekam eine Ortschaft, die

im Gebiet der RhB angesiedelt ist. Ich war in der Gruppe

Arosa. Da wir zuerst einmal eine einstündige Zugfahrt vor

uns hatten machten wir uns direkt an die Arbeit und fingen

an die Power-Point-Präsentation zu gestalten.

Einige Aufgaben die wir bekommen haben, konnten wir

schon im Zug erledigen - z.B. ein Foto mit der Zugbegleiterin.

Diese war sehr freundlich, genauso wie Michael

Benker der uns den Bahnhof Arosa zeigte.

Nachdem wir in Arosa all unsere Aufgaben erledigt hatten

ging es wieder zurück nach Chur. Unterwegs hatten wir

noch genügend Zeit unsere Power-Point-Präsentation

Stephanie Rielle (Mitte)

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

fertig zu machen und darüber zu diskutieren, was uns

dieser Tag über die RhB gezeigt hat.

Am meisten aufgefallen ist unserer Gruppe, dass die Mitarbeitenden

alle nett waren, dass der Zug pünktlich und

sauber war und dass sehr viele Touristen mit der RhB

reisen.

Nach unserer Rückkehr erklärte uns Thomas Baumgartner

noch persönlich ein paar Dinge über die RhB und zeigte

beeindruckende Zahlen.

Die Power-Point-Präsentationen waren sehr unterhaltsam,

denn alle Gruppen hatten etwas Spannendes erlebt.

Der Jury war es nicht leicht gefallen einen Gewinner zu

bestimmen.

Aber nach einer kurzen Pause hatten sie sich entschieden,

und als die Rangverkündigung vorbei war, war auch der

GO-Tag vorbei und damit unser erster Tag bei der RhB.

Herzlichen Dank an die RhB, dass wir diesen spannenden

Tag erleben durften.

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Fachleute öV: die passende öV-Weiterbildung

Von Sara Riesen, login Berufsbildung

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Im März 2012 startet der zweite Lehrgang zur Fachfrau/

zum Fachmann öffentlicher Verkehr. Damit können sich

auch Mitarbeitende der RhB ihr öV-Wissen zertifizieren

lassen und sich gezielt auf Fach- und Führungsaufgaben

vorbereiten.

Bis vor kurzem gab es nur wenige Weiterbildungen für

Mitarbeitende im öffentlichen Verkehr. 2011 schloss der

Ausbildungsverbund login Berufsbildung diese Lücke mit

dem Kurs zur Fachfrau/zum Fachmann öV. Im März 2012

startet der zweite Lehrgang, für den es noch einige freie

Plätze hat. Die berufsbegleitende Weiterbildung dauert

drei Semester und schliesst mit dem eidgenössischen

Fachausweis ab.

Eine Weiterbildung speziell für öV-Mitarbeitende

Der praxisorientierte Lehrgang richtet sich an Mitarbeitende

des öffentlichen Verkehrs mit mindestens 3 Jahren

Berufserfahrung. Petra Rüttimann, Projektleiterin bei login

Berufsbildung, präzisiert: «Im ersten Lehrgang haben

wir Teilnehmende aus allen Bereichen des öV: Lokführer,

Zugverkehrsleiter, Fahrplanplaner oder Einteiler Postauto.

Von den vielfältigen Erfahrungen profitieren alle.»

Breitgefächertes Ausbildungsprogramm

In den ersten beiden Semestern vertiefen die Teilnehmenden

ihr Wissen über den öV. Neun Module behandeln

Themen wie Gesamtsystem öV, Angebotsplanung

oder Projektmanagement. Im dritten Semester spezialisieren

sie sich in einem der drei Themen «komplexe

Ressourcenplanung», «Marketing und Verkauf» oder

«Führung». Dazu verfassen die Teilnehmenden auch ihre

Projektarbeit.

Fabio Peng, Express Zugbegleiter bei der RhB und Teilnehmer

des ersten Lehrgangs zum Fachmann öV

«Nach dem erfolgreichen Abschluss aller Module führen

wir eine interne Zertifikatsprüfung durch. Diese ist auch

ein Test für die eidgenössische Berufsprüfung, welche

anschliessend vom Verband öffentlicher Verkehr durchgeführt

wird», erklärt Petra Rüttimann.

Fabio Peng ist mit 22 Jahren der jüngste Teilnehmer der

Ausbildung. Nach einer Lehre als Logistiker und Weiterbildung

zum Zugbegleiter arbeitet er aktuell als Express

Zugbegleiter bei der RhB.

Wieso haben Sie sich für die Ausbildung zum Fachmann

öV entschieden?

Fabio Peng: Der öffentliche Verkehr ist eine Branche mit

enormem Potenzial. Durch die Ausbildung zum Fachmann

öV sehe ich persönliche Karrierechancen und die Möglichkeit,

den öffentlichen Verkehr aktiv mitzugestalten.

Was sind die Vorteile dieser Ausbildung?

Fabio Peng: Ich gehe davon aus, dass der Fachausweis

innert kurzer Zeit überall bekannt sein wird – und zum

Teil auch zur Voraussetzung für gewisse Stellen wird. Gerade

im Tourismuskanton Graubünden braucht es top

ausgebildete öV-Mitarbeiter/innen, um neue Ideen zu

entwickeln.

Was würden Sie den Interessierten mit auf den Weg

geben?

Fabio Peng: Während der Ausbildung muss man sich genug

Zeit für das Selbststudium reservieren. Wichtig ist,

dass man immer am Ball bleibt! Auch die Möglichkeit,

sich ein Netzwerk aufzubauen, sollte man nützen.

informationen zum Lehrgang

Die nächsten Lehrgänge Fachleute öV starten im März und September

2012. Alle Informationen zum Lehrgang, den Anforderungen,

dem Anmeldeverfahren und die Daten der Info-Veranstaltungen

finden Sie auf www.login.org/fachmannoev oder via E-Mail an

fachmannoev@login.org


Erfolgsstory eines Fachmanns öV

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

« Kurbelte unsere

Verkäufe an. Und

meine Karriere.»

Ihre Erfolgsstory im öffentlichen Verkehr geht weiter – mit einer Weiterbildung !

Sie verfügen über vertiefte Erfahrung im öV und möchten Ihre Kenntnisse von offizieller Seite

anerkennen lassen? Oder möchten Sie sich mit einer anerkannten Weiterbildung auf Aufgaben als

Fach- oder Führungskader im öV vorbereiten?

Dann ist die umfassende Ausbildung zur/ zum eidg. Fachfrau /Fachmann öV mit Fachausweis bei

login, dem Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs, genau das Richtige für Sie !

Ausbildungsstart: März 2012 in Olten.

Alle Informationen zum dreisemestrigen Lehrgang finden Sie unter:

www.login.org

login der Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs

HOFER BSW

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Capolinea anche ad alpignano

Da Michele Bertoli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

«Sapevate che la Ferrovia Retica dal 2009 dal 2009 fa

capolinea anche ad alpignano, in italia?»

Eppure è vero, solo che ci arriva in una scala un po’ più

ridotta, per la precisione in 1:22,5 e fa capolinea nel

mezzo di un giardino privato!!

Un grande impianto ferroviario in giardino, costruito da

padre e figlio, riproducente con la maggior precisione

possibile tutti i dettagli che fanno grande ed unica

questa compagnia ferroviaria alpina!

«Perche la Ferrroiva Retica?»

«Perché è una passione risalente ad anni or sono e perché,

nel 2008, un viaggio in particolare sulla rete RhB

ha riacceso la voglia di averla vicino, nel nostro giardino

di Alpignano in provincia di Torino!»

Dopo aver individuato un possibile tracciato, i lavori

sono iniziati a maggio 2009, con l’intento di realizzare

un tracciato ispirato il più possibile alla Ferrovia Retica,

ispirandosi, per paesaggi ed infrastrutture, alle linee

dell’Albula e dell’Engadina.

Tanti piccoli dettagli sono stati riprodotti, compresi i sistemi

semaforici di stazione; il tutto è gestito con controllo

digitale e permette di far circolare più treni contemporaneamente

rispettando la segnaletica reale!!

Proprio in concomitanza con le celebrazioni del centenario

della linea del Bernina, a febbraio 2010 sono proseguiti

i lavori per la costruzione di una seconda linea

ad essa ispirata, all’interno del tracciato principale, che

si è conclusa a metà aprile dello stesso anno.

Tra le novità la realizzazione, del tutto artigianale, di

due imponenti viadotti in calcestruzzo e la costruzione

di una rampa circolare che ricorda il famoso viadotto di

Brusio.

Il 3 luglio 2010 è stata organizzata l’inaugurazione definitiva

dell’impianto, replicata il 18 settembre 2010

con due giornate di «porte aperte», cui hanno partecipato

numerose persone provenienti dal nord e centro

Italia. Da allora tutti gli anni verranno organizzate periodiche

giornate di apertura ai visitatori, l’ultima appena

passata risale al 2 Luglio 2011.

In tutte queste occasioni la Ferrovia Retica è sempre stata

presente; grazie all’aiuto dell’amico Enrico Bernasconi

(che in un paio di occasioni ha avuto modo di visitare

personalmente l’impianto insieme a Dino Godenzi di

Poschiavo), il pubblico in visita ad Alpignano, da sempre,

ha a disposizione brochure e cataloghi per poter toccare

con mano i pacchetti viaggio offerti dalla RhB.

Per molti, ormai, la visita dell’impianto è anche occasione

per scoprire le nuove offerte stagionali della FR, poter

chiedere informazioni per costruire il proprio viaggio,

sfruttando la conoscenza dei Grigioni e della ferrovia

che ormai Michele ha maturato accompagnando, più

volte l’anno e per piacere personale, tanti turisti desiderosi

di scoprire un angolo di Svizzera molto particolare!

«In conclusione, cosa si sta creando attorno a questo

impianto modellistico?»

La presenza dell’impianto sta creando tanta curiosità tra

i tanti che vengono periodicamente a visitarlo; nasce la

voglia di viaggiare, tanti mi chiedono di accompagnarli

alla scoperta dei Grigioni sui treni Rossi e sul Glacier

Express questa per me è vera SODDISFAZIONE, poter diffondere

la fama di una realtà ferroviaria magnifica

all’interno della quale – non lo nascondo – spero prima

o poi di poter svolgere la mia attività lavorativa quotidiana,

come collaboratore attivo della Ferrovia Retica!

Sul web: http://lgbrhb.altervista.org


30 Jahre Gartenbahn in Neuss

Von Klaus Himmelreich

Jedes Jahr laden die Herren Winfried und Wolfgang

Scholzen befreundete Gartenbahner ein um gemeinsam

einen Fahrtag mit Modellen der Rhätischen Bahn zu geniessen.

Doch in diesem Jahr gab es einen besonderen

Anlass. Die Gartenbahnanlage im Massstab 1:22,5 war

30 Jahre alt.

Die erste Anlage wurde 1981 erbaut und es gab das typische

LGB-Allerlei da es für die Gartenbahn damals nur

eine begrenzte Auswahl von Schmalspurfahrzeugen zu

kaufen gab. Nach und nach kamen Modelle nach

Schweizer Vorbild auf den Markt. Besonders die Modelle

von der Rhätischen Bahn hatten es Winfried Scholzen

und seinem Neffen Wolfgang angetan. So wurden von

LGB alle RhB Modelle gekauft und mit Eigen- und Umbaumodellen

ergänzt. Folglich musste die Anlage 1993

umgebaut und erweitert werden. Die verschiedenen

Modelle von anderen Bahngesellschaften kamen aufs

Abstellgleis und es wurden nur noch Züge nach dem

Vorbild der RhB eingesetzt.

Dann kam 1997 der grosse Schnitt. Die alte Anlage wurde

komplett abgerissen. Gewaltige Erdbewegungen

mussten durchgeführt werden und grosse Mengen von

Baumaterialien wurden beschafft. Der Bau der neuen

Anlage wurde nicht nach einem konkreten Vorbild in

Graubünden gebaut, jedoch wurde die Gestaltung einer

typischen RhB Landschaft nachempfunden.

Ausgangspunkt der Modellbahnstrecke ist der Bahnhof

«Filisur» von wo die Züge über eine eingleisige lange

Fahrstrecke durch Tunnels und Brücken zum Endbahnhof

«Bergün» gelangen der in einer Kehrschleife liegt.

Von dort gelangen die Züge wieder zum Ausgangspunkt

zurück. Natürlich haben beide Bahnhöfe vorbildgetreue

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Gebäude. Im Bahnhof Bergün sind sogar die Gleisanlagen

dem Vorbild nachgebaut. Kein Wunder, denn seit

vielen Jahren macht die Familie Scholzen regelmässig

Urlaub in Bergün.

Gesteuert wird die Anlage über ein modernes Digitalsystem.

Viele Modelle haben auch schon einen Sounddecoder,

damit neben den RhB-Dampfloks auch die

RhB-Elektrolokomotiven mit einem vorbildgerechten

Geräusch durch den Garten fahren können.

Mittlerweile hat der Fahrzeugpark von RhB-Modellen

einen so grossen Umfang, dass immer nur ein Teil der

Fahrzeuge auf der Anlage Platz hat. Neben den bekannten

Grossseriemodellen gehören viele Kleinserien- und

Selbstbaumodelle zur Sammlung. Das Vorbild der RhB

hat auf die Modellbahner eine solche Faszination, dass

immer wieder neue RhB Modelle von der Industrie auf

den Markt kommen und dank moderner Technik entstehen

auch immer wieder neue Fahrzeuge in kleinen

Serien und im Selbstbau.

Beim jährlichen Treffen bei der Familie Scholzen kommen

viele bekannte Gartenbahnfreunde aus dem

Rhein-Ruhrgebiet, aber auch Gäste die eine Anreise von

bis zu 300 Kilometer auf sich nehmen um an diesem

wichtigen Treffen teilzunehmen, sogar Modellbahnhersteller

und Medienvertreter finden den Weg zu dieser

einmaligen Gartenbahnanlage. Da werden nicht nur

Erfahrungen ausgetauscht sondern auch neue Bauprojekte

besprochen und weitere Aktionen geplant.

Ein Teil dieses Freundeskreises trifft sich über das Jahr

auch zu anderen Anlässen. Das Vorbild RhB sorgt dann

immer für reichlichen Gesprächsstoff.

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Nachruf

Claudia Rischatsch †

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Claudia Rischatsch 4. Mai 1972 – 21. Juli 2011

Am 21. Juli 2011 verstarb unsere Mitarbeiterin Claudia

Rischatsch völlig unerwartet im Alter von erst 39 Jahren.

Ihr Tod hat uns alle tief betroffen.

Claudia Rischatsch wurde am 4. Mai 1972 geboren. Ihre

Kindheit verbrachte sie in Obervaz/Zorten, wo sie auch

die Primarschule besuchte. Nach der Sekundarschule in

Lenzerheide absolvierte sie ein Jahr Handelsschule im

Welschland. Am 1. August 1988 begann sie ihre Lehre

als Bahnbetriebsassistentin bei der RhB. Mit einem ausgezeichneten

Resultat schloss sie 1992 auch die zusätzliche

Ausbildung zur Bahnbetriebsdisponentin ab. Davos

Platz und vor allem Klosters waren die Arbeitsorte,

an denen sie sich das berufliche Fundament für die

späteren Führungsfunktionen erwarb. Am 1. Mai 2003

wurde sie zur Leiterin Bahnhof Filisur gewählt, wo sie

während des Umbaus insbesondere ihre organisatorischen

Fähigkeiten unter Beweis stellte. Aufgrund ihrer

fachlichen Stärken und ihrer Führungskompetenzen

folgte dann im April 2005 ihre Wahl zur Leiterin Bahnhof

Klosters.

Das Umfeld kannte Claudia Rischatsch als zielstrebige,

gradlinige und faire Führungspersönlichkeit, aber auch

als kameradschaftliche, fröhliche und temperamentvolle

Kollegin. Mit ihrer offenen, unkomplizierten Wesensart,

gelang es ihr, ihre Mitmenschen für sich einzunehmen.

Mit Überzeugungskraft und Vorbildfunktion

motivierte sie sowohl ihre Mitarbeitenden als auch Lernende

an der internen Berufsschule, an der sie sieben

Jahre als Fachlehrerin tätig war.

Der grosse Trauerzug, der sie auf ihrem letzten Weg begleitete

zeigte, dass sie weit über die Region hinaus

sehr beliebt und geschätzt war. Wir verlieren mit ihr

eine unvergessliche, zuverlässige und verantwortungsbewusste

Vorgesetzte und Kollegin, der wir ein ehrendes

Andenken bewahren werden. Ihrem Lebenspartner

und ihren Angehörigen entbieten wir unser herzliches

Beileid und wünschen ihnen für die schwere Zeit viel

Kraft und Zuversicht.


Personalchronik

vom 2. Juni – 1. September 2011

Eintritte

Austritte

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Vera Benesova als Raumpflegerin, Disentis/Mustér

Andras Besse als Gesamtprojektleiter, Chur

Norbert Burri als Leiter KC Reinigung und Komfort, Landquart

Dominik Cadonau als Servicetechniker FZU, Landquart

Jennyfer Cirignotta als Kauffrau Betrieb und Verkauf, Davos Platz

Monika Corusa als Kunden- und Reiseberaterin, Davos Platz

Ivan Daguati als Autolackierer, Landquart

Serena Giugni als Kunden- und Reiseberaterin, Tirano

Chantal Homberger als Lokführerin, Davos Platz

Matthias Hügli als Lokführer Aushilfe, Landquart

Stefan Langhart als Zugbegleiter, Chur

Armando Luzi als Gleismonteur, Davos Platz

Jetmir Qeli als Handwerker, Landquart

Sonia Scaramuzzi als Kunden- und Reiseberaterin, Tirano

Rudolf Senti als Fahrleitungsmonteur, Landquart

Tanja Spadin als Fachspezialistin IT-Projekte, Landquart

Florian Stadler als Zugbegleiter in Ausbildung, Samedan

Sarah Täschler-Neuenschwander als Zugbegleiterin, Chur

Jeannette Walser als Technische Zeichnerin, Landquart

H E R Z L I C H W I L L K O M M E N !

Tobias Angerer Gruppenleiter-Stellvertreter, Zernez

Ladina Bass Bahnbetriebsdisponentin, Scuol

Florian Peter Böhler Lokführer, Samedan

Beatrice Cavigelli Raumpflegerin, Arosa

Dominic Florin Fachspezialist, Landquart

Daniel Gujer Lokführer, Landquart

Joachim Hallauer Fachspezialist, Landquart

André Claude Heel Zugbegleiter, Chur

Mauro Isepponi Fachleiter Triebfahrzeuge, Poschiavo

Nadine Kalberer Sachbearbeiterin, Chur

Viktoria Kohler Zugbegleiterin, Chur

Ronnie Lieberherr Coach/Trainer, Chur

Steve Nef Ausbildner Lokführer, Landquart

Hans Puorger Spezialhandwerker, Samedan

Hans Jakob Riedi Spezialist Records Management, Chur

Martina Schmid Kunden- und Reiseberaterin, Chur

Ralph Schumacher Kondukteur, Chur

Agnes Simmen Sachbearbeiterin, Chur

René Vogel Mitarbeiter Controlling, Chur

Mathias Widmer Kunden- und Reiseberater, Samedan

Markus Wyss Fachspezialist, Landquart

A L L E S G U T E F Ü R D I E Z U K U N F T !

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Pensionierungen

Dienstjubiläen

Peter Brunner, Lokführer, Landquart

Christian Fausch, Lokführer, Landquart

Elisabeth Fischer, Kunden- und Reiseberaterin, Domat/Ems

Richard Grünenfelder, Gleismonteur, Ilanz

Armando Köhle, Zugführer, Chur

Peter Pfister, Mitarbeiter Bahndienst, Samedan

A L L E S G U T E I M R U H E S T A N D !

25 Dienstjahre

Angelo Bracelli, Spezialhandwerker, Poschiavo

Roberto Cerniato, Spezialhandwerker, Landquart

Pascal Cherix, Spezialhandwerker, Landquart

Toni Danuser, Wagenreiniger, Landquart

Hansruedi Disch, Spezialist Support, Landquart

Kurt Eggenberger, Lokführer, Landquart

Peter Fausch, Fachspezialist, Landquart

Monika Hug, Kaufmännische Mitarbeiterin, Landquart

Samuel Keller, Fachspezialist Engineering, Landquart

Richard Otto Lenz, Lokführer, Chur

Primus Platz, Betriebsangestellter, Landquart

Kaspar Schlegel, Spezialhandwerker, Landquart

Armin Simeon, Gruppenleiter, Thusis

Dumeni Tgetgel, Spezialhandwerker, Landquart

Cleto Tuena, Vorarbeiter Rangierdienst, Samedan

Guido Vogler, Auftragsleiter, Landquart

40 Dienstjahre

Albino Bontognali

Zugführer

Samedan

Gianluigi Fancoli

Rangiermeister

Tirano

H E R Z L I C H E N G L Ü C K W U N S C H !


RhB in-team

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

17.06.2011 Marco Caviezel, Kunden- und Reiseberater, Ilanz,

mit Liliane Maria Job

11.06.2011 Claudio Christoffel, Vermessungstechniker, Chur, mit Bettina Caduff

24.06.2011 Avelino Pereira Elisio, Handwerker, Samedan, mit Susanne Zweifel

09.05.2011 Valentino Flurin, des Karl Ruggli, Lokführer Chur

31.05.2011 Jérôme, des Robert Hagmann, Lokführer Landquart

01.06.2011 Matti, des René Vogel, Mitarbeiter Controlling, Chur

20.06.2011 Julian, des Patrik Thoma, Projektleiter, Chur

23.06.2011 Alissa Ilaria, des Martin Heim, Kondukteur, Chur

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Spontan

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Alexandra Liebermann

DEINE SPONTANE MEINUNG…

Ste Haltiner

… zu den Reaktionen der Mitarbeitenden betreffend der neuen Kampagne?

Steinbockstark! Besonders unsere

Gramper-Jungs kommen gut an!

Die Bandbreite geht von positiv

überrascht bis skeptisch überfordert.

Aber ersteres überwiegt.

… deine Meinung zum Fusballergebnis Bayern München – Zürich?

Das Wunder von Zürich fand nicht

statt … Mein deutsches Herz schlägt

jedoch immer noch für Bayern!

… zur InfoRetica?

Coole Sache - spannende, lustige und

kuriose Geschichten aus dem RhB-

Nähkästchen werden immer gern

gelesen.

Ein Abendessen mit Bud Spencer und

Terence Hill würd ich nicht verpassen

- weisse Bohnen und Brot wären

dann natürlich Pflicht!

Mit Gastgewerbevögten, zum Polizeioffizier

beförderten Bürogesellen,

Stadtratsbürokraten und städtischen

Bauinspektoren.

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David hat für einmal verloren, hat

wohl zu viel Weisswurst gegessen.

Meine favorisierte Bettlektüre.

Mit wem würden Sie gerne ein feines Essen im Gourmino geniessen?

Und mit wem nicht?

Shaun, das Schaf.

Schaf Paul.

Simon Rageth

Von Flop bis Top. Ich fands eine coole

Sache und die Gramper machen eine

super Figur!

Der Stern des Südens hat zum Glück

die Südkurve versenkt.

Schön, dass alle Mitarbeitenden

Texte verfassen dürfen.

Mit Oliver Kahn - mein früheres Idol.

Mit dem Gourmino Koch, da es dann

nichts zu Essen gäbe.


Wortspiel

Von Heinz Maurer

Wortspiel

Wortspiel

von Heinz Maurer, Zugbegleiter, Chur

Von Bülach nach Schottikon von Heinz Maurer, Zugbegleiter, Chur

Wortspiel

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 3/2011

Von G Schottikon E N E nach V A Jonschwil D A V O S U A N E M U L B G N N U R B

von Heinz Maurer, Zugbegleiter, Chur

Von Schottikon nach Jonschwil

N W S R E N A O Z K C I R T S M M G N A N S S U D

U O A O S T E I U R C I T R U S A E F E U D A L F

H C K N V O L Z E H W I N L A U D R I C K E H M A

A H F I G T I N R S J E D I G L O L T H B A O L D

S E U E T E O D I A E U L S H D E I U I C S E I E

E I R O G T N N G A W A B G A W R G R K N G R M H

L L Z T Z B O L R K L H A A G I L R E A E S B A C

I B E W E A U H I O U H C E O E E O N A B R E R A

L R I G I E C L C W C J L S B S N G D E A N G N H

E U G O G R K H L S H O Y A H E E A N B Z I E E C

U N E Z O G O E A E T C S U T R T T A D L G N B S

M N R N K L N I N U N R S R B T S S G L G Z A L I

L E S U I H N D D E U Z I N E B T C U A I O C A P

I N C H E A C E G F A E B C O A A H H W R D H C P

W Z C O T U G A T L T L H U K J L O A R N W B H E

S L H H B E H Y B T E N D K R I S T R U A R A I U

R I U L N U M A E N I L E I C K T T F N F N L R H

E R E A S A R N D P E L G D H S A I G U I E N L C

T N U Z T E A S E L B K I R U B U S C R D G L E S

L A R T D L M I T R U S C N E T B H Y E U O U N N

A C O A O G S M A E A U N I L U S A O S T H F U Y

B A E R I T S S O O L E O N R V B L I W A A T O R

UNT. BAERG HALDE BERGHOF

SCHOTTIKON CHIL SUNNE ESCHEN

CHRAEEN BUEEL ETTEN HAUSEN HUS HALDE AEGEL SEE

CHOL HOLZ SCHUEPPIS UNTERH. V. TOLE BAERG WALD HOF

DICK BUCH STUDE BUEEL N W S R E N A O Z K C I R T S M M G N A N S S U D

U O A O S T E I U R C I T R U S A E F E U D A L F

H C K N V O L Z E H W I N L A U D R I C K E H M A

A H F I G T I N R S J E D I G L O L T H B A O L D

S E U E T E O D I A E U L S H D E I U I C S E I E

E I R O G T N N G A W A B G A W R G R K N G R M H

L L Z T Z B O L R K L H A A G I L R E A E S B A C

I B E W E A U H I O U H C E O E E O N A B R E R A

L R I G I E C L C W C J L S B S N G D E A N G N H

E U G O G R K H L S H O Y A H E E A N B Z I E E C

U N E Z O G O E A E T C S U T R T T A D L G N B S

M N R N K L N I N U N R S R B T S S G L G Z A L I

L E S U I H N D D E U Z I N E B T C U A I O C A P

I N C H E A C E G F A E B C O A A H H W R D H C P

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S L H H B E H Y B T E N D K R I S T R U A R A I U

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UNT. BAERG HALDE BERGHOF

SCHOTTIKON CHIL SUNNE ESCHEN

CHRAEEN

DUSSNANG AU

BUEEL ETTEN HAUSEN HUS HALDE AEGEL SEE

CHOL HOLZ SCHUEPPIS UNTERH. V. TOLE BAERG WALD HOF

DICK BUCH STUDE BUEEL R S U S T E I N O E R D L S G Z T E K O S E B U R

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M N H E A L E A E U T R A I E K U A N A L R U T E

E T N N E M G R R E M A T N R Y L Z R E E V A T N

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G M E E I N W E M M I U U E F R L V E I U E U C E

N M E S A G K I R G T T S R E D E U R B C O R S B

I N L U F E M E G D O S A I R M F R I H D K E G E

L I N T H U L U R A I S L A B O V Z R L O I B O E

F D U N K L N L V W R E R D A E L U A E R R I D U

L U A K A R K Y O T U T H S C O E L P H D H L I R

E N H H Z T E L D B H C E T H Z B U S R A E E B G

U Y C O V I T S U G S N S N U A N N R E D L U O R

W O S E O E I C L A T U A R D R E T P N L T M R U

L N U R E L K C I H C S B U O B T R A B I O T Y B

BF U. STADT

UNT. STETTEN

WTH

BUELACH METTMEN TOESS BOLL

OBERHALB WEID HUS (FLUSS)

WTH

SPANN ALT TOESS SEEN

BRUEDER BUCK

DUSSNANG AU

BEIM BAD AUWIESEN SUNNEN BERG

CHRUEZ WEG

OB. STETTEN AU WEID

METTMEN GRUEEN NACHT

HINT. BERG

MITTL. BACH BUEEL

RUEEBIS KREBS EICH

STRICK SCHACHE

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WANGEN LOEDELI

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ERLI HAU HASEL BAERG BUERGLE THUR LINDEN

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BERG

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BERGHOF

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BLUMENAU

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UNT.

SCHOTTIKON

Achtung! In der Wortliste Unterstrichenes ist im Buchstabengitter nicht aufgeführt

AADORF

Achtung! In der Wortliste Unterstrichenes ist im Buchstabengitter nicht aufgeführt

HEGI HACKE BAERG LITTEN HEID

HAGGEN BERG BAERITS RIED

N VON

JUNKER BERG

VORD. SEE

AEGEL

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Erbgemeinschaft

Steel Eagle MC, Sihltal

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aus dem Sihltal: Bilden Sie mit Ihrem Verein,

Klub oder Freundeskreis eine Erbgemeinschaft

Spielen: und spielen Machen Sie Sie mit! es wie die Steel Eagle MC aus

dem Sihltal: Bilden Sie mit Ihrem Verein, Klub

oder Freundeskreis eine Erbgemeinschaft und

spielen Sie mit!

Staunen: Die Strecke der RhB zwischen Thusis

und Tirano ist ein bahntechnisches Meisterstück

und gehört zum UNESCO Welterbe. Daran lassen

Staunen: wir die ganze Die Strecke Schweiz der teilhaben. RhB zwischen Thusis

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und gehört zum UNESCO Welterbe. Daran lassen

wir die ganze Schweiz teilhaben.

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