Verfahrenstechnik 10/2016

verfahrenstechnik.de

Verfahrenstechnik 10/2016

19098

10

www.verfahrenstechnik.de

Oktober 2016

Mehr

Anlagenverfügbarkeit

Modernisierte EMSR-Technik für

Pharmarohstoffe

JUBILÄUMSAUSGABE: 50 JAHRE VERFAHRENSTECHNIK

Trenntechnik

Hochleistungszentrifuge mit

Doppelfunktion

5J AHRE

Temperaturmessung

Problemloser Einsatz im

Ex-Bereich


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ZETRIX ® , CONA ® P und

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EDITORIAL

Was bleibt

Vor 50 Jahren erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift

VERFAHRENSTECHNIK im Krausskopf-Verlag für Wirtschaft in

Mainz unter dem Namen „verfahrenstechnik international“. Verfahrenstechnik

war zu der Zeit eine neue wissenschaftliche und

technische Disziplin, dementsprechend theoretisch waren auch die

Abhandlungen in der Zeitschrift. Heute wird Verfahrenstechnik als

Ingenieurwissenschaft der Stoffumwandlung bezeichnet, die

Fachbeiträge sind viel praxis- und anwenderorientierter als früher,

und natürlich haben sich nicht nur

Anspruch an Qualität,

Aktualität und

wertvolle Kontakte

die Themen und die Art der Berichterstattung,

sondern auch die Optik

der Fachzeitschrift verändert. Die mit

Abstand größte Veränderung hat

jedoch im Bereich Informationsverbreitung

stattgefunden. Früher

wurde die Zeitschrift gedruckt und dann mit der Post verschickt. Das

ist auch heute noch so, aber ergänzend dazu werden Beiträge und

wichtige Informationen in den verschiedensten digitalen Kanälen

veröffentlicht.

Was auf jeden Fall bleibt, ob gedruckt oder digital, ist unser Anspruch

an Qualität und Aktualität der Berichterstattung und an wertvolle

Kontakte, die wir auf zahlreichen Messen und Veranstaltungen

knüpfen. Ohne diese Kontakte zu LeserInnen, AutorInnen und

Inserenten könnten wir das Jubiläum nicht so feiern – ein herzliches

Dankeschön an dieser Stelle.

Aber jetzt blicken Sie in unserem Jubiläums-

Special ab Seite 49 mit uns zurück auf die

vergangenen 50 Jahre, genießen Sie Einblicke

in aktuelle Technologien und lassen Sie sich

von den Ausblicken überraschen, die

unsere Experten bieten. Die vielen

Gespräche und positiven Rückmeldungen im

Vorfeld dieser Jubiläums-Ausgabe haben uns

darin bestätigt, dass wir mit der VERFAH-

RENSTECHNIK auf einem guten Weg

sind – und das bleibt.

Eva Linder

Chefredakteurin

e.linder@vfmz.de


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INHALT

10

28

44

Gedreht: Mischer verarbeitet pulverförmige

Produkte mit einer mittleren

Korngröße

Gesperrt: Tri-exzentrische Absperrklappe

mit hochwertigem Dichtsystem entspricht

modernem Umweltschutz

Gemessen: 2-Leitermessumformer

mit 24 VDC ermöglichen kontinuierliche

Füllstandmessung

AKTUELLES

5 Personen, Märkte, Unternehmen

9 Seminare, Tagungen, Kurse

VERFAHREN UND ANLAGEN

10 Fassmischer überzeugen durch einfache Handhabung

und Produktschonung

12 Reinstwasser für die Herstellung von pharmazeutischen

Primärpackmitteln

14 Hochleistungszentrifuge zum Klassieren und Dekantieren

von Fein- und Feinstpartikeln

16 Produktinformationen

TOP-THEMA KUNSTSTOFFTECHNIK

24 Intelligente Lösungen sind gefragt

25 Produktinformationen

KOMPONENTEN UND SYSTEME

28 Tri-exzentrische Klappe entspricht Anforderungen

gemäß TA Luft und ISO 15848

30 Produktinformationen

SUMMER OF ENGINEERINGG

40 Zu Gast bei Schulz Systemtechnik

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

34 TITEL Modernisierung der EMSR-Technik eines Tanklagers

für Arzneimittel

36 Drahtloses Temperaturmesssystem für Mühlen und

Mischfutter-Produktionsanlagen

38 Chemical Color Imaging: Evolution der industriellen

Bildverarbeitung

40 Summer of Engineering: Durchgängigkeit im Prozess

44 Redundante Füllstandsmessung zur Überfüllsicherung

für Chemikalien

45 Produktinformationen

RUBRIKEN

3 Editorial

48 Verfahrenstechnik im Alltag

82 Impressum

46 Inserentenverzeichnis

83 Vorschau

JUBILÄUMS-SPECIAL

50 Jahre

VERFAHRENSTECHNIK

In einem halben Jahrhundert hat

sich in der Prozessindustrie einiges

getan. Erfahren Sie in unserem

Jubiläums-Special etwas über

Geschichte und Zukunft der

Branche. 49

1966

5J AHRE

1986

2006

1976

1996

2016

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4 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


AKTUELLES

Bungartz

Meisterwerke

NEWSTICKER

Die Gebr. Lödige Maschinenbau

GmbH kann den

größten Auftrag der

Firmengeschichte verbuchen:

Ein chinesisches

Unternehmen hat vier

Mischreaktoren vom Typ

DVT geordert. Die maßgefertigten

Geräte mit einem

Gesamtwert im oberen

einstelligen Millionenbereich

sollen in der zweiten

Jahreshälfte 2017 nach

China ausgeliefert werden.

Mit dem Conexo-System

wurde Gemü als einer der

Preisträger des Wettbewerbs

100 Orte für Industrie 4.0 in

Baden-Württemberg“ ausgezeichnet.

„Conexo überführt

das Schlagwort Industrie 4.0

in echten Kundennutzen. Es

freut uns, dass dieser Ansatz

Beachtung findet“, so

Marco Becker, Leiter

Vertriebsmarketing bei

Gemü.

Frost & Sullivan zeichnete

Endress+Hauser als „Global

Company of the Year“ in der

Wasseranalysetechnik aus.

Ein solides Produktportfolio,

gepaart mit einem

starken Sinn für Innovation

und einer klaren Kundenzentrierung,

war maßgeblich,

um Endress+Hauser

inmitten des Wettbewerbs

auf dem globalen Markt für

Flüssigkeitsanalyse stark zu

positionieren“, sagt

Frost & Sullivan Branchenanalyst

Krishnan

Ramanath.

Im Frühjahr 2017 eröffnet

die Schütz GmbH & Co.

KGaA ein neues Werk in

Hamburg für die Produktion

von IBCs und die IBC-Rekonditionierung.

Die Investition

in neue, hochmoderne

Produktionsanlagen und

zusätzliche Kapazitäten soll

ein Zeichen setzen für die

Verbundenheit mit der

deutschen Wirtschaft und

den Kunden.

MSR-Spezialmesse Rhein-Ruhr

in Bochum

Die Meorga veranstaltet am 9. November 2016 im

Ruhrcongress Bochum eine regionale Spezialmesse

für Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik,

Prozessleitsysteme und Automatisierungstechnik.

165 Fachfirmen zeigen Geräte und Systeme, Engineering-

und Serviceleistungen sowie neue Trends

im Bereich der Automatisierung. 36 begleitende

Fachvorträge informieren den Besucher umfassend.

Die Messe wendet sich an Fachleute und Entscheidungsträger,

die in ihren Unternehmen für

die Optimierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse

entlang der gesamten Wertschöpfungskette

verantwortlich sind. Der Eintritt zur Messe

und die Teilnahme an den Fachvorträgen sind für

die Besucher kostenlos.

www.meorga.de

Jahresfachtagung Gefahrstoffe

bei Denios

Die 5. Jahresfachtagung der Denios AG stand ganz im

Zeichen der Themen Arbeitssicherheit und Umweltschutz,

den beiden Kernkompetenzen des Unternehmens

in Bad Oeynhausen. In der hauseigenen Akademie

wird ein umfangreiches Seminarprogramm rund

um diese Aspekte angeboten. Nun sind bereits zum

fünften Mal mehr als 80 betriebliche Fachkräfte der

Bereiche Sicherheit, Umwelt und Gefahrstoffe der Einladung

zum praxisnahen Austausch gefolgt. Höhepunkt

und Abschluss der Fachtagung bildete der Experimentalvortrag,

bei dem eindrucksvoll unter Beweis

gestellt wurde, wie stark die chemische Reaktion auch

kleiner Mengen an Gefahrstoffen bereits sein kann.

www.denios.de

Die LeHre

Der geLeerten

Vertreter der wegweisenden Spezialkreiselpumpen

aus der Sammlung Bungartz,

Fertigung in Serie

Es ist eine Kunst, Tank- oder Kesselwagen

bis aufs Letzte zu entleeren.

Dem zeitgenössischen Opus VKg

gelingt dies vortrefflich.

Die trockenlaufsichere Kreiselpumpe

ist detailreich gearbeitet. Form und

Funktion werden eins. Das Objekt

dominiert das Geschehen, vor allem

bei der Begegnung mit Flüssiggasen.

Eine lohnende Investition!

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AKTUELLES

PERSONALIEN

Niels Due Jensen, Vorstandsvorsitzender der

Poul Due Jensen Stiftung und bis vor kurzem

Vorstandsmitglied der Grundfos Holding A/S,

bekommt in diesem Jahr die Luther-Rose

2016 für gesellschaftliche Verantwortung

und Unternehmercourage der Internationalen

Martin Luther Stiftung verliehen.

LDT Dosiertechnik mit neuem Standort

Rainer Cordes hat am 1. September die

Position des Geschäftsbereichsleiters

Industriedruckluft der Atlas Copco Kompressoren

und Drucklufttechnik GmbH in Essen

übernommen. Er folgt auf Jürgen Wisse, der

eine andere Position im Konzern angenommen

hat.

Thomas Kusterer (links),

Finanzvorstand bei der

EnBW Energie Baden-Württemberg

AG, ist neuer

Vorsitzender des Aufsichtsrats

der VNG – Verbundnetz

Gas AG. Sein Vorgänger, Ulf

Heitmüller (rechts), Leiter der Geschäftseinheit Handel bei

EnBW, wurde zum Vorstandsmitglied und neuen Vorstandsvorsitzenden

der VNG bestellt.

Seinen 80. Geburtstag konnte vor kurzem

Karlheinz Wobser, der langjährige geschäftsführende

Gesellschafter der Firma Lauda

feiern. Neben Beruf und Familie prägten

zahlreiche ehrenamtliche Engagements den

Lebensweg von Karlheinz Wobser.

In diesem Jahr feiert die LDT Dosiertechnik GmbH ihr 25-jähriges

Bestehen als Lieferant von Dosierpumpen führender internationaler

Pumpenhersteller an fast sämtliche Industriebereiche. Um sowohl

den Anforderungen eines schwierigen Geschäftsumfelds gerecht

zu werden, als auch seine Kunden besser unterstützen zu

können, ist das Unternehmen jetzt nach Hamburg umgezogen. Das

neue Gebäude verfügt über eine größere Werkstattfläche und bietet

darüber hinaus auch mehr Lagerkapazitäten.

www.ldt.info

Workshop bei Romaco Kilian

STC, Lewa und Bungartz veranstalten

Tag der Technik

Am 26. Oktober 2016

werden die Pumpenhersteller

Bungartz

und Lewa gemeinsam

mit den

Rührwerksspezialisten

von STC-Engineering

einen Tag

der Technik im Chemiepark

Bitterfeld

durchführen. Zielgruppe

sind Projektingenieure

der Maschinen-

und Verfahrenstechnik, Betreiber, Verantwortliche der

Instandhaltung, Berufseinsteiger, auch Einkäufer oder Sicherheitsfachkräfte.

In Fachvorträgen werden technische Neuerungen

rund um Pumpen und Rührtechnik vorgestellt sowie die Einsparung

von Invest-, Energie- und Wartungskosten diskutiert. Referenzbeispiele

und eine Fachausstellung stellen den praktischen

Bezug in den Mittelpunkt. Infos und Anmeldung unter meusel@

bungartz.de.

www.stc-engineering.de

Die Romaco Group bietet mit den Marken Kilian und Innojet ganzheitliche

Tableting- und Processing-Lösungen für die Pharmabranche

an. In dem Praxisseminar am 29. und 30. November, das

Romaco Kilian in Köln ausrichtet, werden die Technologien live

bei der Verarbeitung von Tablettierhilfsstoffen des Herstellers JRS

Pharma (Rosenberg) vorgestellt. Die Workshops richten sich an

interessierte Anwender von Granulier-, Tablettier- und Coating-

Technologien, die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter

kilian@romaco.com.

www.romaco.com

6 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


AKTUELLES

​Dechema und VDI-GVC zu Digitalisierung in der Chemieindustrie

Auf der Processnet-Jahrestagung in Aachen wurde das Thema Digitalisierung in der Chemieindustrie

auch im Rahmen eines Pressegesprächs diskutiert. Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer

der Dechema, stellte ein Whitepaper vor, dessen Anliegen es ist, die verschiedenen Themenbereiche

der Digitalisierung und ihre Auswirkungen in Bezug zur chemischen Industrie zu setzen. „Wir

wollen mit diesem Whitepaper auch einen Anstoß geben, die Diskussion über neue Geschäftsmodelle,

die in unserer Industrie erst begonnen hat, weiter zu intensivieren und die Chancen zu nutzen“,

so Wagemann. Das Whitepaper ist im Dechema-Blog veröffentlicht, um Rückmeldungen und

Ergänzungen aus der Community zu ermöglichen. (dechema.wordpress.com).

Dr.-Ing. Claas-Jürgen Klasen, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen,

fasste die Ergebnisse einer Mitgliederumfrage zusammen: „Die Digitalisierung

wird für die deutsche Prozessindustrie zunehmend wichtiger. Im internationalen Vergleich befinden

wir uns aktuell nur im Mittelfeld. Auch

wenn wir gut aufgestellt sind und eine hohe

Ausbildungsqualität in der Verfahrenstechnik

genießen, können wir uns insbesondere im

Hinblick auf den bevorstehenden Wandel verbessern.“

Laut Klasen fehlen in den Betrieben

derzeit noch geeignete Managementstrukturen

und Fachkompetenzen. Dementsprechend erhöhe

sich der Bedarf an Fortbildungsangeboten.

Doch erfreulicherweise begreife die überwiegende

Mehrheit die zunehmende Digitalisierung

als Chance und sei zu lebenslangem

Lernen bereit. „Die Ergebnisse unterstreichen nach unserer ersten Umfrage 2014 erneut die positive

und innovative Stimmung in unserer Branche“, so das Resümee von Klasen. (www.vdi.de/gvc/

mitgliederumfrage2016).

Ein erstes Produkt im Bereich Digitalisierung stellte Prof. Dr. Thomas Scheper von der Leibniz Universität

Hannover vor: die digitale Laborbrille soll den Siegeszug der Digitalisierung in der Biotechnologie

beweisen. „Im Labor der Zukunft wird der Mensch über „Smart Lab Glasses“ mit den Laborgeräten

in seiner Umgebung und mit anderen Forschern über das Internet interaktiv verbunden

sein“, so Scheper.

Dr. Wilhelm Otten, Vorsitzender der Namur, diskutierte im Anschluss nochmal die Frage, wie die

Entwicklungen von Industrie 4.0 genutzt werden können, um die Produktivität zu erhöhen: „Die für

die Prozessindustrie relevanten Entwicklungen betreffen die Vernetzung in drei Dimensionen: Horizontale

Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette (Supply Chain), Vernetzung entlang des Lebenszyklus

einer Anlage, von der Produkt-/Prozessentwicklung über den Anlagenbau bis zum Betrieb

und vertikale Vernetzung von der Feldebene über das ERP-System bis ins Internet.“ Aus seiner

Sicht deuten sich für die Prozessindustrie Lösungen an, die wesentliche Beiträge zur Produktivitätssteigerung

leisten werden; effizientere und flexiblere Supply Chains durch „Smart Logistics“ und

„Modulare Anlagen“; integriertes Datenmanagement entlang des Asset Life Cycle und „Smart

Maintenance“ sowie „Remote Operation“ und die Nutzung von „Cloud Solutions“.

www.dechema.de

Schüttgut-Messe

in Basel

Die 5. Fachmesse für Pulver-,

Granulat- und Schüttguttechnologien

am 16. und 17. November

2016 in Basel zeigt die gesamte

Bandbreite der mechanischen

Verfahrenstechnik. „Für jeden

Prozess die richtige Technik“, so

lautet das Leitmotto der diesjährigen

Schüttgut Basel.

Beim Schweizer Top-Event für

Schüttgut- und Verfahrenstechnik

dreht sich wieder alles um

die Verarbeitung und Bearbeitung

von Granulaten, Pulvern

und Schüttgütern jeglicher Art.

Im Fokus der Fachmesse stehen

die vielfältigen Verarbeitungsund

Verfahrensschritte. Besucher

können die Fachmesse

kostenfrei besuchen, wenn sie

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Product Compliance Tagung

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VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 7


AKTUELLES

BMBF mit neuer Methode zur

Schaumstoffherstellung

Electrosuisse: Veranstaltung zu

CE-Richtlinien und Product Compliance

Die Firma Electrosuisse bietet am 26. und 27. Oktober im Kursaal in

Bern in der Schweiz ein Seminar zum Thema CE-Richtlinien und

Product Compliance an. Die Veranstaltung besteht aus fundierten

Referaten mit Praxis- und Anwenderbezug und interessanten Diskussionsrunden

und Sessions. Die beiden Tage/Themen können

auch einzeln gebucht werden. Infos und Anmeldung unter weiterbildung@electrosuisse.ch.

www.electrosuisse.ch

Containment-Seminar bei DEC

Am 22. und 23. November veranstaltet die Firma DEC in Wolnzach

und Geisenfeld ein Seminar zum Thema Containment – geschlossenes

Schüttgut-Handling. Neben einem theoretischen Teil werden

vor allem Praxiskenntnisse vermittelt: die verschiedenen Systeme

können bedient und getestet werden. Das Seminar richtet sich an

alle Mitarbeiter in der Anlagenplanung und im Produktionsprozess

der Sparten Chemie & Pharma. Infos und Anmeldung unter c.ewersbach@dec-group.de.

www.dec-group.de

311 Mrd. Tonnen Kunststoffe werden weltweit jährlich hergestellt,

diese „Zahl der Woche“ gab das Bundesministerium für Bildung

und Forschung (BMBF) Ende August raus. Kunststoffe werden zum

überwiegenden Teil aus Erdöl hergestellt. Die Suche nach alternativen

nachhaltigen Rohstoffen zur Herstellung von Kunststoffen

wird immer wichtiger, um den Verbrauch von Erdöl zu verringern

und um umweltfreundlichere Produktionsverfahren zu finden.

Kohlendioxid ist ein solcher Rohstoff, der den benötigten Kohlenstoff

bietet. In BMBF geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekten

ist es Partnern aus Industrie und Wissenschaft gelungen,

mit neu entwickelten Katalysatoren CO 2

in Polyurethanschäume

einzubauen. Damit wird ein ca. 20 % verminderter Treibhausgas-

Ausstoß gegenüber der herkömmlichen Herstellungsmethode erreicht.

Zudem wird aufgrund der Nutzung regenerativer Energie

durch geschlossene Kohlenstoffkreisläufe das Klima weniger belastet.

Diese CO 2

-basierten Schaumstoffe sind umweltfreundlicher

und qualitativ ebenso hochwertig wie die nach herkömmlichen,

rein erdölbasiert Verfahren hergestellten Schaumstoffe.

www.bmbf.de

Tagung zum Thema Aufbereitung und

Recycling

Die nächste Tagung „Aufbereitung und Recycling 2016“ findet am 9.

und 10. November 2016 im Tagungszentrum „Alte Mensa“ in Freiberg

statt. Themen sind: Mineralische Rohstoffe, Wertstoffe aus Abfall,

Forschungsergebnisse, industrielle Praxis sowie Apparate und

Verfahren.

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8 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


Fachtagung Contractor Management

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Vom 23. bis 24. November 2016 treffen sich Vertreter aus Industrie und

technischen Dienstleistungsunternehmen in Berlin, um Optimierungspotenziale

der Zusammenarbeit auszuloten. Die Fachtagung „Contractor Management

in der Instandhaltung und in technischen Projekten" greift die

Herausforderungen eines erfolgreichen Kontraktorenmanagements auf

und hat dabei den gesamten Prozess im Blick. Mit zahlreichen Praxisberichten

bietet die Tagung eine ideale Plattform, um Erfahrungen auszutauschen

und sich zu vernetzen.

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VDMA: Digitalisierung in der Pumpen- und Kompressorenindustrie

Gegenwärtig steht die Digitalisierung in der Pumpenund

Kompressorenindustrie erst am Anfang. Die

künftige Bedeutung, Chancen und Herausforderungen

standen im Fokus des Plenarvortrags auf der International

Rotating Equipment Conference 2016, die

vom 14. bis 15. September in Düsseldorf stattfand.

Die Veranstaltung wurde von zwei VDMA-Fachverbänden

organisiert und bündelte drei Foren unter einem

Dach: das Internationale Pumpen-Anwenderforum,

das Internationale Kompressoren-Anwenderforum

und das EFRC.

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SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE

Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung

TRAINING Pumpenwissen für die Praxis 18.–21.10.16,

Pegnitz

KOLLOQUIUM Colloquium Chimicum XIV 20./21.10.16,

Kirchheim bei

München

SEMINAR Sicherer Betrieb von Anlagen –

Betreiberverantwortung und Anlagendokumentation

SEMINAR Ex-Schutz für Betreiber von

Maschinen, Geräten und Anlagen

24./25.10.16,

Essen

24./25.10.16,

Regensburg

SERVICE-PRAXISSCHULUNG Analyse 25./26.10.16,

Weil am Rhein

FACHTAGUNG Process Safety Excellence 27./28.10.16,

Essen

ANWENDERSEMINAR Chemie und Pharma 27./28.10.16,

Schiltach

SEMINAR Eigensicherheit 03.11.16,

Bochum

KURS Der Betriebsleiter in der chemischen

Industrie und Prozessindustrie

07.–11.11.16,

Essen

MESSE MSR-Spezialmesse Rhein-Ruhr 09.11.16,

Bochum

KURS Hydraulische Grundlagen 09.11.16,

Bruchsal

SEMINAR Schüttgut besser beherrschen 10.11.16,

Leipzig

KURS Lebensmittelkontaktmaterialien:

Update Sicherheit und Recht

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Anlagenbau und Industrieservice

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Frankfurt/M.

15.11.16,

Düsseldorf

KSB, Tel. 06233/86-1554,

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GDCh, Tel. 069/7917-485,

www.gdch.de/fortbildung

Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,

www.hdt-essen.de

Otti, Tel. 0941/29688-84,

www.otti.de

Endress + Hauser, Tel. 07621/975-610,

www.de.endress.com

T.A. Cook Conferences, Tel. 030/884307-0,

www.tacook.de

Vega, Tel. 07836/50-0, www.vega.com

Dekra Exam, Tel. 0234/3696-180,

www.dekra-exam.eu

Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,

www.hdt-essen.de

Meorga, Tel. 06838/8960035,

www.meorga.de

Sulzer Pumpen, Tel. 07251/76450,

www.sulzer.com

Martin Engineering, Tel. 06123/9782-0,

www.martin-eng.de

GDCh, Tel. 069/7917-485,

www.gdch.de/fortbildung

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VERFAHREN UND ANLAGEN

Homogenität bestimmt Qualität

Fassmischer überzeugen durch einfache Handhabung und Produktschonung

Beate Kerkhoff

Feststoffe homogen zu mischen,

ist nicht immer einfach. Täglich

werden in der Lebensmittel- oder

Pharmaindustrie Produkte

gefertigt, die aus unterschiedlichen

Zusammensetzungen bestehen.

Trotz oder gerade wegen der

Einfachheit sind Fassmischer

vorzüglich geeignet, die einzelnen

Bestandteile sicher und

produktschonend zu vermischen.

In einem international agierenden Lebensmittelkonzern

stand die Anschaffung von

Taumelmischern an. Verschiedene Fassmischer

waren im Gespräch und wurden

getestet. Entschieden hat man sich für den

kippbaren Mixomat C-HE des Schweizer

Herstellers Fuchs Maschinen AG. Bisher

wurden ebenfalls Taumelmischer des Typs

Mixomat in einzelnen Werken des Lebens-

Autorin: Beate Kerkhoff, Öffentlichkeitsarbeit

FUCHS Maschinen AG, Granges-Paccot

und dem Mischer zugeführt. Über eine integrierte

SPS-Steuerung wird der Mischer

gesteuert. Funktionen wie das Starten und

Stoppen des Mischprozesses, Heben und

Senken des Mischbehälters sowie die Einstellung

der Mischzeit und Drehzahl werden

über das intuitiv bedienbare Touchscreen-

Panel eingegeben. Dabei lässt sich der

Mischvorgang einfach beschreiben: Der mit

Durch die Austauschbarkeit der Mischbehälter kann

eine Kreuzkontamination ausgeschlossen werden

mittelkonzerns mit einem sehr positiven

Feedback eingesetzt. Überzeugt haben

dabei die kompakte Bauweise, die einfache

Handhabung sowie die absolut schonende

Mischung des Produktes. Weiterhin war

ausschlaggebend für den Einsatz, dass ein

Fassmischer für 200 l-Fässer benötigt wurde

mit einer mechanischen Aufnahme der

Fässer für ergonomisches und kräfteschonendes

Arbeiten zum Wohle der Mitarbeiter

im Unternehmen.

Einsatz im Foodbereich

Der Mixomat C-HE wird zum Mischen von

pulverförmigen Produkten (Premixes) mit

einer mittleren Korngröße von < 300 µm im

Unternehmen eingesetzt. Die Nutzlast liegt

bei ca. 60 kg, der Fettgehalt der Produkte

liegt zwischen 10 und 12 %. Die Produkteigenschaften

sind leicht fließend bis stockend.

Gemischt werden ca. 25 Chargen pro

Woche, der Mischvorgang findet in einem

Trockenraum statt.

Die Rohprodukte werden zum Standort des

Fassmischers angeliefert, von Hand verwogen

max. 70 % seines Volumens gefüllte Mischbehälter

wird während der vorgewählten

Mischzeit (ca. 10 Min.) über Kopf gedreht.

Da der Mischbehälter in geneigter Stellung

auf der Fasshalterung montiert ist, ergibt

sich ein dreidimensionaler Mischeffekt. Zusätzlich

kann die Mischung mit einem am

Deckel befestigten sogenannten statischen

Mischkreuz beschleunigt werden. Das

Mischgut wird dadurch absolut schonend

und rückstandsfrei gemischt. Nach dem

Mischprozess wird das fertige Mischprodukt

einem großen Mischer portionsweise zur

weiteren Verarbeitung hinzugefügt.

Aus Sicherheitsgründen hat man sich für

die einfach bedienbare und vielfach bewährte

HR-Halterung entschieden, die mit

einem Schnellspannverschluss die Selbstöffnung

der Halterung während des Mischvorgangs

verhindert.

Worauf es ankommt

Das System ist für höchste Mischansprüche

geeignet. Kleinere bis mittlere Unterschiede

in der Schüttdichte beeinflussen die Mischqualität

kaum. Mischungen mit sehr unterschiedlichen

Anteilen der Komponenten

sind realisierbar.

Geliefert wird dieser mit kippbarer, abgedichteter

Welle und geschlossenem Gehäuse,

dadurch genügt er den hohen hygienischen

Ansprüchen und kann bedenkenlos im

Reinraum eingesetzt werden. Die Ausführung

erfolgt in Edelstahl, mit diversen Halterungssystemen,

die auch an kundenseitig

beigestellte Behälter angepasst werden können

sowie einem Adaptersystem zur Ver-

01 Der Mixomat C-HE wird zum Mischen von

pulverförmigen Produkten (Premixes) mit

einer mittleren Korngröße von


Weitere Fassmischertypen

n Der Labormischer Mixomat mini ist für Kleinmengen oder Bedarfsmischungen von

0,2 bis 2-l-Edelstahl-Behälter konzipiert. Dieser Mischer ist ausgestattet mit den

Eigenschaften der großen Fassmischer und ermöglicht den Einsatz direkt vor Ort,

für Schüttgüter mit einem max. Gewicht von 2 kg/l.

n Für Behältergrößen von 3 bis 25 l bietet sich der Mixomat A als Tischmodell zum

Mischen an. Auch dieser Labormischer wird in Edelstahl geliefert und ist seit

Jahren erfolgreich im Einsatz. Optional kann dieser Labormischer mit Unterbau

und mit ein- oder zweiseitiger Ausführung geliefert werden.

n Der Mixomat B (Standmischer ohne Kippfunktion) deckt Behältergrößen von 30

bis 400 l ab.

02 Der Labormischer Mixomat mini ist für

Kleinmengen von 0,2 bis 2 l konzipiert

03 Der Labormischer Mixomat A kann in

ein- oder zweiseitiger Ausführung geliefert

werden

04 Der Mixomat B deckt als Standmischer

ohne Kippfunktion Behältergrößen von 30

bis 400 l ab

02

03

04

wendung unterschiedlicher Behältergrößen.

Der Antrieb wird mit einem Schneckengetriebemotor

realisiert, der elektrische Hub

mithilfe eines Linearantriebes. Eine Atex-

Ausführung für die Zonen 2/22 oder 1/21 ist

ebenfalls lieferbar.

Die Reinigung des Fassmischers ist unproblematisch,

da die produktberührten

Teile grundsätzlich nur aus dem Mischbehälter,

seinem Deckel und ggfs. einer

Mischschikane bestehen, die für eine problemlose

Reinigung konzipiert sind. Außerdem

sind die Mischbehälter austauschbar

und müssen bei manchen Anwendungen

nicht immer nach jeder Mischung gereinigt

werden, wenn man pro Produkt je einen

Mischbehälter verwendet. Ein weiterer

Vorteil der Mischer liegt darin, dass diese

äußerst wartungsarm sind.

Für die Mixomat Fassmischer steht ein

umfangreiches Zubehörsortiment bereit,

das stetig erweitert wird. Zurzeit umfasst es

u. a. Fässer in Edelstahl oder Kunststoff,

Trichter mit Klappen zum Entleeren der

Behälter, Fassrollis zum Transportieren von

Fässern, Standardschutzkäfige sowie pneumatische

Behälterbeschickungs- und Entleersysteme.

Fotos: Fuchs, Fotolia

www.fuchsag.com

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 11

Turkish-Machinery.indd 1 21.09.2016 07:47:36


VERFAHREN UND ANLAGEN

Keine Kompromisse mit Kunststoff

Reinstwasser für die Herstellung von pharmazeutischen Primärpackmitteln

Barbara Träger

Spritzgießen im Reinraum

stellt höchste Ansprüche an

das Unternehmen. Hier treffen

sich Pharma- und Technologie-

Know-how, um jegliche

Kontamination der Kunststoffartikel

zu vermeiden. Höchste

Prozessgenauigkeit garantiert

maximale Sicherheit und

Ausbringungsmenge für

anspruchsvolle

Produktionsprozesse.

Autorin: Barbara Träger, Geschäftsführung,

Wilhelm Werner GmbH Reinstwassertechnik,

Leverkusen

Der Systemlieferant Braunform plante im

Zuge der Expansion in Endingen in einer

neuen Produktionshalle die Errichtung eines

Reinraumbereiches der Klasse C und D gem.

GMP für die Fertigung und Montage von

Kunststoffartikeln und Stanzteilen. Für den

neuen Standort wurde eine Reinstwasseranlage

benötigt, die Purified Water sowohl für

den Reinraum-Luftbefeuchter als auch für

Spül- und Ansatzzwecke für Kunststoff artikel

produziert. Ebenso bestand die Aufgabe, ein

neues Lager- und Verteilsystem zu planen, das

eine 24-Stunden-Produktion über 50 Wochen

im Jahr gewährleisten soll.

Dabei ging es z. B. um die Einhaltung der

Grenzwerte PW (PharmEUR/USP) im Routinebetrieb

plus Stillstandszeiten sowie umgehend

nach erfolgter Desinfektion. Die Reinstwasser-Erzeugung

sollte in Abhängigkeit vom

Behälterfüllstand der Pufferspeicher betrieben

werden. Eine Festlegung der Ein- und

Ausschaltpunkte erfolgte im Rahmen der

Detailplanung. Das gesamte System sollte

chemisch sanitisierbar sein (Enthärtung,

Erzeugung, Lagerung und Verteilung), und

dementsprechende Materialien waren zu

verwenden. Das Ziel: neben einer absolut

sicheren und konstanten Gewährleistung der

Spezifikationen im Lastenheft eine ökonomisch

optimal angepasste Wasseraufbereitungsanlage

zu liefern.

Technologien und Materialien

Hinsichtlich der Auslegung einer Wasseraufbereitungsanlage

steht zu Beginn jeder Planung

die quantitative Ermittlung der in den

Produktionsprozessen tatsächlich benötigten

Wassermengen. Dazu wurden im Vorfeld

Berechnungen erstellt und in einem detaillierten

Lastenheft durch die Braunform GmbH

fixiert. Neben den Investitions- und Betriebskosten

standen aber die hygienischen Aspekte

bei der Lieferantenauswahl und dem Anlagenengineering

im Vordergrund.

Die PW (Purified Water) Erzeugeranlage

mit einer Leistung von 850 l/h wurde als

vorqualifizierte Package-Unit geliefert. Der

Aufbau der Anlage gliedert sich wie folgt: Das

aufzubereitende Trinkwasser wird zunächst

über einen rückspülbaren 90-µm-Vorfilter zur

Rückhaltung grober partikulärer Verunreinigungen

geführt. Der nachfolgende Systemtrenner

sichert im Fall eines Druckabfalls im

Trinkwassernetz die Trinkwasserqualität

gemäß EN1717 gegen Rückfluss aus der

Erzeugeranlage. Im Anschluss erfolgt der erste

Konditionierungsschritt des Trinkwassers,

ausgeführt als konventionelle Enthärtungsanlage.

Zur Sicherstellung der mikrobiologischen

Wasserqualität erfolgt spätestens alle

24 h eine Regeneration der Anlage, die sowohl

durch die anlagenspezifische Kapazität, als

auch durch eine frei programmierbare

Zwangsregenration gewährleistet wird.

Zusätzlich wird das Harzbett der Enthärtungsanlage

bei jeder Regeneration durch

eine integrierte Chlor-Alkali-Elektrolyse mit

Natrium-hypochlorit desinfiziert.

Ein Feinfilter mit einer Trenngrenze von

3 µm (absolut) schützt die folgende Umkehrosmose

vor feinsten Partikeln, zusätzlich

erfolgt hinter dem Feinfilter eine kontinuierliche

Überwachung der Resthärte über einen

Quellharzsensor. Das zur Messung erforderliche

Wasser wird anschließend dem Produktstrom

zurückgeführt.

Einfache Reinigung

Der erste Schritt der Entsalzung erfolgt in der

Umkehrosmose-Anlage, der zum Schutz vor

mikrobiologischen Verunreinigungen eine

UV-Desinfektion mit einer Intensität von

1200 J/m² (3-fache Dosis der Trinkwasserverordnung)

vorgeschaltet ist. Weiterhin kann die

Umkehrosmose-Anlage mit einer installierten

Membranfläche von ca. 32 m² sehr einfach

und hocheffektiv über einen Desinfektionsport

mit integrierter Wasserstrahlpumpe

sanitisiert werden.

Das über die Umkehrosmose weitgehend

entsalzte Permeat wird zur weiteren Reduktion

der Leitfähigkeit über einen qualitätsgesteuerten

Verwurf der Cedi (continous electro-

12 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


02 Die Reinstwasseranlage mit einer Leistung von 850 l/h wurde

als vorqualifizierte Package-Unit geliefert

01 Die Kunststoffartikel und Stanzteile werden als pharmazeutische

Primärpackmittel eingesetzt

Zukünftige Lösungen,

bereits heute

entwickelt

chemical deionisation) zugeführt. Hier erfolgt

eine weitere Entsalzung bis auf < 0,1 µS/cm,

die Regeneration der Mischbetttauscher in

der Cedi erfolgt permanent. Durch das damit

verbundene alkalische Milieu am Anionenbzw.

saure Milieu am Kationentauscher wird

ein mögliches mikro biologisches Wachstum

drastisch reduziert. Eine pharmakonforme,

unkompensierte Leitfähigkeitsmessung überwacht

die Qualität des aufbereiteten PW.

Der folgende Lagertank mit einem Nutzvolumen

von 2000 l deckt den kurzzeitigen

Spitzenbedarf von bis zu 80 l/min ab. Der

Tank wurde aus hochinertem PP natur gefertigt.

Über einen Schrägboden ist die restlose

Entleerung gewährleistet. Die Füllstandsüberwachung

erfolgt über zwei Drucksensoren

und eine zusätzliche Schwinggabel; der Tank

ist zur Atmosphäre mit einem hydrophoben

0,2-µm-Belüftungsfilter und einem CO 2

-

Adsorber abgesichert. Das PW wird über zwei

redundante, mehrstufige, drehzahlgeregelte

Edelstahlkreiselpumpen sowie eine UV-Desinfektion

mit einer Intensität von 1700 J/m² bei

6,5 m³/h über die Ringleitung den Verbrauchern

zugeführt.

Flexible Nutzung

Im Endausbau können bei Braunform drei

Waschmaschinen (je 20–26 l/min), zwei

Handentnahmestellen sowie ein Reinraumbefeuchter

mit PW versorgt werden. Die

Ringleitung wurde aus PVDF-HP im WNF-

Schweißverfahren erstellt und zeichnet sich

neben den positiven physiologischen Eigenschaften

dieses Werkstoffs vor allem

durch eine durchgängige Oberflächengüte

von Ra < 0,2 µm aus.

Bedingt durch die kurzzeitig hohen Entnahmemengen

der Waschmaschinen wurde der

Vorlauf der Ringleitung in DN40 realisiert,

der Rücklauf zum Lagertank und zur Versorgung

der Raumluftbefeuchtung in DN25. Die

chemisch sanitisierbare Ring leitung wird

über T-Membranventile unmittelbar bis an

die Verbraucher herangeführt. Im Rücklauf

kurz vor Eintritt in den Behälter erfolgt erneut

eine Leitfähigkeitsmessung, um ggf.

Kontaminationen schnell zu erfassen. Neben

einem abflammbaren Probenahmeventil

wird an dieser Stelle der Durchfluss überwacht,

um zu jedem Zeitpunkt eine mehrfach

turbulente Strömung (Re > 10 000) im

gesamten Ringleitungssystem sicherzustellen.

Eine Sprühkugel im oberen Behälterdom

sorgt für eine permanente Benetzung

der Behälteroberfläche und den entsprechenden

Reinigungseffekt. Die Automatisierung

der gesamten Anlage erfolgt via Siemens

S7-300-Steuerung mit einem anwenderfreundlichen

grafischen Touchdisplay.

Bei Braunform ist man mit dem Ergebnis

der PW-Aufbereitung sehr zufrieden. Die

geforderten Grenzwerte werden eingehalten

bzw. übertroffen. Dominik Penteker von

Braunform bestätigt: „Werner wurde unseren

hohen Anforderungen gerecht und

lieferte uns termingetreu eine GMP- und

lastenheftkonform umgesetzte Anlage

inklusive pharmakonformer Qualifizierung

und Dokumentation. Die sehr guten Monitoring-Ergebnisse,

insbesondere hinsichtlich

Mikrobiologie, sprechen für sich.“

Fotos: Fotolia, Werner

www.werner-gmbh.com

GEA bietet ein breites Angebot

an Hochdruckhomogenisatoren,

passend für viele Branchen und

Anwendungen.

Die Vorteile der Hochdruck-Homogenisierung

sind in der Milch-, Lebensmittel-

und Getränkeindustrie sowie der

pharmazeutischen und biotechnologischen

Industrie bekannt.

Als weltweit führender Anbieter,besitzt

GEA das beste Know-how in jedem dieser

genannten Felder und bietet die größte

Flexibilität für jede Art von Individualisierungen,

um die Prozessanforderungen

des Kunden optimal zu erfüllen.


VERFAHREN UND ANLAGEN

Mit Doppelfunktion

Hochleistungszentrifuge zum Klassieren und Dekantieren von Fein- und Feinstpartikeln

Marco Falciani

Für die industrielle Klassierung von

Fein- und Feinstpartikeln bis in den

Nanobereich gibt es

Hochleistungszentrifugen, die

sowohl für die Nassklassierung als

auch für das Dekantieren in Chemie

und Feinchemie sowie in der

Pharma-, Kosmetik- und

Lebensmittelindustrie ihren Einsatz

finden. Die hier vorgestellte

Zentrifuge arbeitet mit präzisem

Trennschnitt, hohem Durchsatz und

durchgängiger Verfügbarkeit. Sie

liefert optimale Klassierergebnisse

bei zugleich hoher Effizienz.

Autor: Marco Falciani, Area Sales Manager,

Heinkel Process Technology GmbH, Besigheim

Die Separation kleiner und kleinster Partikel

aus Suspensionen im Größenbereich

von 1-5 µm für industrielle Anwendungen

stellt besondere Anforderungen an Verlässlichkeit

und Präzision des Trennverfahrens.

Steigende Ansprüche an Ergebnisqualität

und Leistungsfähigkeit machen eine hocheffiziente

Arbeitsweise der Maschinen unverzichtbar.

Diese Eigenschaften vereinen

Tiocent-Klassierzentrifugen von Heinkel, die

je nach Präferenz und gewünschtem Ergebnis

als Dekanter- oder Nassklassierzentrifuge

eingesetzt werden können.

Exakte Trennung

Im Nassklassierverfahren trennt die Zentrifuge

Grob- und Feinkorn in diskontinuierlicher

Arbeitsweise exakt gemäß des vorgegebenen

Trennschnitts. Dabei fließen die zu

separierenden Partikel bei vergleichsweise

geringer Radialkraft axial aus der Trommel

ab. Temperatur und Feststoffkonzentration,

der Gewichtsunterschied zwischen Flüssigkeit

und Feststoff sowie die geforderte

Durchsatzleistung sind wichtige Ergebnisparameter.

Denn die Temperatur hat entscheidenden

Einfluss auf die Viskosität der

Suspension, der Gewichtsunterschied entscheidet

darüber, wie einfach sich die Partikel

klassieren lassen: Je größer er ist, desto leichter

löst sich der Feststoff aus der Flüssigkeit.

Soll ein Trennschnitt im submikronalen

Bereich erzielt werden, können bestimmte

Einflussgrößen anwenderseitig angepasst

werden, darunter die Temperatur sowie die

Viskosität der Suspension und damit verbunden

die Feststoffkonzentration. Außerdem

lassen sich die generellen technologischen

Parameter wie die Art der Zentrifugentrommel,

der Trommeldurchmesser

oder die Trommelhöhe den spezifischen

Anforderungen entsprechend ausrichten.

Der gewünschte Trennschnitt kann mittels

Trommeldrehzahl und Zulaufvolumen der

Suspension beeinflusst werden.

Effiziente Arbeitsweise

Die Separation des Feinkorns erfolgt mit der

diskontinuierlich und voll automatisch arbeitenden

Tiocent-Zentrifuge im gesonderten

Schritt „Klassieren“. Hierin besteht der Unterschied

zu anderen Verfahren der Nassklassierung,

bei denen im kontinuierlichen Betrieb

das Klassieren der Suspension und das Austragen

der Grobfraktion gleichzeitig stattfinden.

Um einen gleichmäßigen Kuchenaufbau

zu gewährleisten, wird die Zentrifugentrommel

zunächst bei geringer Drehzahl befüllt

und schließlich auf die maximale Drehzahl

von 3000 1/min beschleunigt. Ist diese erreicht,

wird weiterhin Suspension zugeführt.

Je nach Menge des Zulaufstromes unterliegt

das Produkt kürzer oder länger der

Zentrifugalkraft. Dabei sedimentieren die

groben Partikel an die Trommelwand, während

die klassierte Suspension die Trommel

über das pneumatisch betätigte Flüssigkeitsschälrohr

verlässt.

Die Klassierzeit beträgt ein bis drei Stunden,

abhängig von der Feststoffkonzentration

im Zulauf. Ist die Trommel zu ca. 70 % mit Sediment

gefüllt, bremst die Zentrifuge auf eine

Austragsdrehzahl. Unter gleichzeitiger Zugabe

einer Spülflüssigkeit schwenkt der Verwirbelungsschaber

in den Produktkuchen ein.

Um die Kontamination mit der Partikelfraktion

zu vermeiden, verlässt der beim Austragen

resuspendierte Feststoff das Zentrifugengehäuse

über Bohrungen am Trommelboden

und kann nach Einmaischen für einen neuen

Klassierprozess wiederverwendet werden.

Nach Beendigung des Feststoffaustrags

kommt die Trommel zum Stillstand, damit

die verbliebene Restflüssigkeit ablaufen

kann, bevor ein neuer Zyklus startet.


01 Grobe Partikel

sedimentieren an

der Trommelwand

der Tiocent-Zentrifuge;

die klassierte

Suspension fließt

über das Flüssigkeitsschälrohr

ab

Made by

Elaflex.

02 Unter Zulauf

einer Spülflüssigkeit

(Ethylenglykol oder

Wasser) schwenkt der

Verwirbelungsschaber

ein, das

redispergierte

Sediment verlässt

die Trommel über

einen separaten

Austrag

NEU

Anspruchsvolle Anwendungen

Anwendung findet das Verfahren der industriellen

Nassklassierung beispielsweise in

der Herstellung von Pigmenten und Schleifmitteln,

bei denen Über- oder Unterkorn

aus Suspensionen getrennt werden soll,

oder in der Produktion von Nanopartikeln

zur Beschichtung von Oberflächen. Auch

bestimmte pharmazeutische Produkte, bei

denen nur ein spezieller Bereich des Kornspektrums

einer Suspension von Bedeutung

ist, machen eine Nassklassierung erforderlich.

Bei der Solarzellen- und Halbleiter-Waferproduktion

wird das Klassierverfahren

zur Abtrennung von Feinstpartikeln

aus den Sägeschlämmen angewendet.

Dekanterfunktion

Tiocent ist entweder als Klassierzentrifuge

oder als Dekanterzentrifuge einsetzbar.

Beim Dekantierverfahren setzen sich die

Feststoffpartikel an der ungelochten Trom-

melwand ab. Die Suspension wird bei

hoher Drehzahl kontinuierlich zugeführt,

im mitrotierenden Konus gleichmäßig

verteilt und durch den Spalt zwischen

Grundring und Trommelboden unter den

Flüssigkeitsspiegel in den Sedimentationsraum

geleitet. Auf der Länge der Trommelhöhe

sedimentiert der Feststoff, während

die Flüssigkeit am oberen Teil der Trommel

abläuft.

Anwendung findet dieses Verfahren vor

allem dann, wenn der zu separierende

Feststoff schwerer ist als die Flüssigkeit,

aber gleichzeitig so fein, dass eine Filtration

nicht möglich wäre – beispielsweise

bei Partikeln im Nano- oder submikronalen

Bereich, bei Suspensionen mit

höherer Viskosität oder sehr geringem

Feststoffanteil. Das Verfahren findet beispielsweise

Anwendung in der Biotechnologie

oder bei der Herstellung von Lacken

und Pigmenten.

www.heinkel.de

Camlock-Kupplungen

100% normgerecht.

Elaflex liefert fortan Hebelarmkupplungen

aus eigener Produktion –

garantiert normgerecht nach

EN 14420-7, betriebssicher, leckagefrei

und zuverlässig.

Die neue, robuste Hebelanbringung

als auch die ergonomisch geformten

Hebel sorgen für ein noch sicheres

und leichteres Kuppeln.

Camlock-Kupplungen aus Edelstahl

sind mit Innengewinde oder integriertem

Schlauchstutzen in den Größen

DN 19 bis 100mm ab Lager lieferbar.

www.elaflex.de


VERFAHREN UND ANLAGEN

Doppelschneckenextruder aus Edelstahl

Um den immer umfassender werdenden Hygiene- und Sicherheitsanforderungen

der Lebensmittelhersteller Folge zu leisten,

hat Coperion einen seiner Doppelschneckenextruder insgesamt

überarbeitet und ihm ein neues Maschinendesign verpasst. Es

erfüllt alle Hygienestandards und verbessert sowohl die Produkt-,

als auch die Produktionssicherheit. Im Zentrum dieser Überarbeitung

steht das neue, offene Untergestell des Doppelschneckenextruders.

Es ist aus Edelstahl gefertigt, besitzt ausschließlich

glatte Oberflächen und öffnet Anwendern zahlreiche Vorteile:

Der Reinigungsaufwand für die Anlage reduziert sich dank ihrer

sehr guten Zugänglichkeit deutlich, Produkt- und Produktionssicherheit

steigen. Die für die Reinigung benötigte Standzeit der

Maschine sinkt auf ein Minimum. Mit Edelstahl verwendet

Coperion ein Baumaterial, das alle europäischen und weltweiten

Richtlinien erfüllt.

www.coperion.com

Filterbeutel mit hoher Schmutzkapazität

Die jüngste Entwicklung aus dem Hause

Wolftechnik ist der WFB-P Filterbeutel mit

innen liegender Faltung. Durch sein doppellagiges

Filtermedium aus Polypropylen-Vlies

oder Polyester-Vlies ergibt sich je nach

Beschaffenheit des Filterkuchens und der

Deckschichtbildung eine Qualitätsverbesserung

in der Filterwirkung. Verunreinigungen können besser

ausgefiltert werden. Gleichzeitig führt die neuartige Faltung des

innen liegenden Vlieses zu einer Verdopplung der wirksamen

Filterfläche und damit zu einer Erhöhung der Standzeit. Der Filter

kann deutlich länger verwendet werden. Die Filterbeutel mit

Filterfeinheiten von 1–100 µm passen in alle Wettbewerbsgehäuse

(Druckbehälter und Körbe). Praktisch ist zudem der bewährte

Abdichtkragen für sicheres Abdichten, mit dem der Filterbeutel

ausgerüstet ist.

www.wolftechnik.de

Hygienic Design als Summe vieler Details

Die Kontrollwaage Flexus

wurde konsequent nach den

Hygienic Design-Richtlinien

der EHEDG entwickelt.

Kontaktflächen und auch

horizontale Flächen wurden

minimiert. Das offene Gestell

verzichtet auf Hohlkörper.

Zusammen mit der erhöhten Bodenfreiheit gewährleistet Flexus

damit eine einfache Inspektion sowie schnelle und sichere

Reinigung. Die dynamische Kontrollwaage wartet für schnelle

Produktwechsel mit einer Vielzahl praktischer Details auf. So

können zum Beispiel Zusatzmodule mühelos am Oberrahmen

der stabilen Konstruktion angebracht werden.

www.minebea-intec.com

Absaugung von Zuckerstäuben

Zuckerstäube als Luft-Staub-Gemisch

können entzündlich sein. Dabei gilt der

Grundsatz: Je feiner der Staub ist, der sich

mit der Umgebungsluft vermischt, desto

größer die Explosionsgefahr. Deshalb

gehört das Absaugen der explosiven Stäube

zu den notwendigen Prozessen der Zuckerverarbeitung.

Der Ruwac-Industriesauger

vom Typ DA 1300 für Staub-Ex-Zone 22

und der Nassabscheider NA 250 lassen sich

individuell an den jeweiligen Einsatzfall

anpassen. Das System bindet die entzündlichen

Zuckerstäube in einem flüssigen Medium und macht sie

damit unschädlich. Die Absaugung erfüllt somit zwei Funktionen:

Sie sorgt für die gewünschte Sicherheit, weil sie Explosionsrisiken

minimiert, und sie leistet auch einen Beitrag zu Hygiene und

Sauberkeit.

www.ruwac.de

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Kasten spart Kosten ... drylin

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Schmierfreie Lineartechnik aus dem größten Baukasten

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unempfindlich gegen Staub und Schmutz. Schnell und einfach

konfiguriert und montiert, bis hin zu leichten Linien-,

Flächen- und Raumportalen. Als Sonderlösung individuell

entwickelt oder als Einzelkomponente und Komplettsystem

ab 24 h geliefert.

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16 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


Kunststoffrecycling aus einer Hand

Herbold bietet Technologien zur effizienten und kostengünstigen

Aufbereitung von Kunststoffabfällen an, die sich durch geringere

Betriebskosten und höheren Wirkungsgrad auszeichnen. Bei der

Vorzerkleinerung werden Shredder, Granulatoren, Guillotinescheren

und Hammermühlen verwendet. Die Granulator Baureihe

HGM ist z. B. für die Zerkleinerung schwieriger, besonders zäher

oder fremdkörperhaltiger Materialien konzipiert, bei denen

normale Mühlen zu kurze Messerstandzeiten haben und herkömmliche

Shredder nicht das gewünschte Endprodukt erzeugen können.

Die Zerkleinerungsmaschinen des Herstellers vermahlen alle

Kunststoffabfälle, egal ob aus Spritzguss, Blasformen, Tiefziehen,

Rotomoulding, Flachfolien- oder Blasfolienextrusion, Kalandrierung

oder Abfälle, die bei der Herstellung von Rohren, Profilen und

Platten oder bei der Fertigung anderer Plastik-Erzeugnisse

entstehen. Auch die weiteren Arbeitsschritte Feinmahlen, Waschen,

Trennen, Trocknen, Agglomerieren und Verdichten können durch

das Portfolio des Herstellers abgedeckt werden.

www.herbold.com

Stationäres Mischen und Abfüllen mit

einem System

APE hat eine Fassmischsäule mit Klappengreifer und Einhausung

als All-in-one Lösung zum Mischen und Abfüllen auf den Markt

gebracht. Die stationäre Fassmischsäule kann mit jedem

handelsüblichen Handhubwagen, Fasshubwagen oder Stapler

bestückt werden. Das Fass wird

sicher im robusten Klappengreifer

mittels Kniehebelverschluss

eingespannt.

Auf Knopfdruck hebt der

elektronische Hub das Fass an.

Anschließend wird es mit dem

Greifer-Handrad nach vorn in

die gewünschte Taumel-

Position geschwenkt. Integrierte

Sicherheitsschalter erkennen, ob die Einhausung ordnungsgemäß

geschlossen und ob eine ausreichende Mischhöhe

angefahren wurde. Am Schaltschrank kann nun das Zeitintervall

frei eingestellt werden. Die Dauer der Mischrotation (Mischen

über die Längsachse) kann somit einige Sekunden bis ganze Tage

betragen. Bei Erreichen der gewählten Zeitspanne stoppt der

Fassmischer automatisch.

www.ape-porta.de


Bunkeraufsatzfilter für Bogenbandsichter

Die integrierte Filteranlage von

Contec sorgt für den sauberen Umluftbetrieb

eines Bogenbandsichters und

gewährleistet den notwendigen

Unterdruck im Sichtersystem. Damit

ist eine nachhaltige und emissionsfreie

Abfallverwertung und Wertstoff-

Rückgewinnung möglich. Der

eingesetzte Bunkeraufsatzfilter BH180

arbeitet als integrierte Filteranlage im

Bogenbandsichter. Um Unterdruck im

Umluftbetrieb des Windsichters zu

gewährleisten, saugt ein zweiter

Ventilator die staubhaltige Luft aus der Beruhigungskammer durch den Bunkeraufsatzfilter

und gibt sie gereinigt an die Umgebung ab. Der separierte Staub wird der Leichtstoff-Fraktion

zugeführt. Die Filterfläche des Bunkeraufsatzfilters beträgt 90 m² mit

45 konischen und beschichteten Filterpatronen je 2 m². Eine Abreinigung erfolgt über

einen Rüttler und Pulsjet.

www.contec-filtration.de

Dosierung von langen und unregelmäßigen Fasern

Brabender Technologie öffnet mit einem Faserdosierer

neue Optionen in der Dosierung von langen und

unregelmäßigen Fasern. War die Faserdosierung

bislang eher auf sehr kurze, kompakte Faserbündel wie

zum Beispiel Glasfasern ausgerichtet, so ist mit dem

neuen Gerät jetzt auch die exakte Verarbeitung von

Naturfasern, Holzfasern, langen Karbonfasern oder

Folienschnitzeln möglich. Machbar wird die

Dosierung solch langer Fasern durch die Verwendung

einer speziellen Faserschnecke, eines großflächigen

Steilwandbehälters und einer besonderen Rührwerksgeometrie

und -platzierung.

Essenziell ist auch das konkrete Verhältnis der

Schnecken- zur Rührwerksdrehzahl, es kann in

Versuchen im hauseigenen Technikum individuell

ermittelt und bei der Inbetriebnahme nachjustiert

werden.

www.brabender-technologie.com

CO 2

-Extrusionsschäumen mit neuer Dosiereinheit

Mit Plastinum Foam E bietet Linde ein leistungsfähiges

Versorgungs- und Dosierkonzept, das speziell für die

Anforderungen beim Extrusionsschäumen von Kunststoffen

mit Kohlendioxid konzipiert ist. Jetzt hat das Unternehmen

sein Portfolio um die Hochdruck-Dosiereinheit DSD 400 für

das kontinuierliche Schäumen mit CO 2

erweitert. Die

Lösung ist genau auf die erforderlichen Leistungsmerkmale

beim Extrusionsschäumen zugeschnitten und bietet damit

hohe Präzision zu niedrigen Kosten. Dank der neuartigen

Technologie gewährleistet die DSD 400 einen konstanten

Massestrom und erzielt so auch bei schwankenden Drücken

im Extruder sowie unter schwierigen klimatischen

Bedingungen sehr gute Ergebnisse. Gleichzeit schont der

Einsatz des Treibmittels CO 2

, das als Nebenprodukt bei

anderen Produktionsprozessen anfällt, die Umwelt.

www.linde-gas.de


VERFAHREN UND ANLAGEN

Roboterarm präzisiert

Schüttguttechnik

Filtermedienprüfstand für spezielle

Prozessbedingungen

Für kleinere Anwendungsgebiete im Bereich der Wiege-, Mischund

Dosieraufgaben haben die Experten von Opdenhoff kürzlich

einen Roboterarm in ihre Technologie integriert. Dieser wurde

speziell für Schüttgut-Anwendungen ausgestattet, wie sie beispielsweise

in der chemischen Industrie vorkommen. Der Roboter kann

anhand eines zuvor ausgewählten Rezeptes genaue Dosierungen

vornehmen und das Schüttgut in die entsprechende Wiegevorrichtung

füllen. Dabei erkennt die integrierte Steuerungstechnik

unmittelbar, wann die exakte Menge erreicht ist und beendet den

Füllprozess. Als Vorteil erweist sich die Mobilität des Gerätes, denn

der Roboterarm befindet sich auf einem Rollgestell, wodurch er

flexibel einsetzbar ist. Je nach Einsatz ist aber auch die feste

Montage an einem bestimmten Punkt möglich. Darüber hinaus

birgt seine automatische Kollisionserkennung Pluspunkte.

Aufgrund dieses integrierten Sicherheitsmechanismus sind keine

zusätzlichen Vorkehrungen wie etwa eine Abgrenzung des

Bereiches nötig.

www.opdenhoff.de

Mit dem neuen Filtermedienprüfstand MMTC 2000 EHF kann

Palas nun ein Gerät mit Heizung bis zu 250 °C und einstellbarer

relativer Feuchte von bis zu 80 % anbieten. Diese Prüfstände

bieten besondere Vorteile im Hinblick auf ihr kompaktes Design

und ihre große Flexibilität für unterschiedliche, simulierbare

Testanforderungen und ermöglichen das Testen von Filtermedien

mit diversen Teststäuben und vergleichsweise geringen

Rüstzeiten. Spezielle Probenahmen ermöglichen In-situ-

Messungen am Filterschlauch. Mit Hilfe von besonders geformten

Filterhaltern kann der sogenannte „Girlandeneffekt“ eines Filterschlauchs

während der Reinigung simuliert werden. Die Vorteile

des MMTC Systems erlauben einen eindeutigen, kostengünstigen

und praxisnahen Vergleich abreinigbarer Filtermedien und

übertreffen die Anforderungen der Richtlinien VDI 3926 und

ISO 11057.

www.palas.de

Vakuumfördertechnik und innovative

Lösungen für das Schüttguthandling

Produktaufgabestationen

Systeme

zum staubfreien Entleeren von

Säcken, Fässern, Big-Bags;

Produktabsendestationen;

Lösungen für das Containment

Lösungen

zum Absaugen, Entnehmen

und Zuführen von Schüttgütern

aller Art aus einer Hand:

• Vakuumförderer

• stationäre/mobile Hubsäulen

• Wiege- und Dosiersysteme

• Klumpenbrecher

• Schwerpunkte ATEX,

cGMP, HEPA ...

VOLKMANN GmbH,59494Soest/Germany, Tel.+49(0)292196040

www.Volkmann.eu

Starke Ideen fürs Schüttguthandling


VERFAHREN UND ANLAGEN

Dispenser mit Endloskolben-Prinzip

Abfüllungen und Dosierungen in der Kosmetikindustrie

unterliegen strengen Richtlinien. Die enthaltenen Mikropartikel

sind sehr abrasiv, für die Dosieranlagen von Viscotec stellt dies

keine Herausforderung mehr

dar. Speziell für kleinere Mengen

im Kosmetikbereich wurde ein

Dispenser entwickelt, der sowohl

dem Hygieneanspruch als auch

den Anforderungen der

abrasiven Inhalte standhält. Der

Viscotec Hygienic Dispenser

(VHD) garantiert, unter höchsten

hygienischen Bedingungen,

hochviskose und anspruchsvolle,

abrasive Flüssigkeiten oder

Pasten, wie in diesem Fall

Peeling Pasten, perfekt

abzufüllen. Durch die kleinen

und sehr genauen Dosiermengen

können individuelle

Produkte oder auch Kleinstchargen

verarbeitet werden. Mit der neuen Dispensergeneration

ist es gelungen, das bewährte Endloskolben-Prinzip von großen

Pumpsystemen auf moderne und innovative Dispensersysteme zu

übertragen und unter hygienischen Anforderungen und Gesichtspunkten

weiterzuentwickeln.

www.viscotec.de

Mit WIESE sicher ans Ziel!

Schüttgut effizient transportieren.

Flexibel für alle Dispergieraufgaben

Das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD)

führt Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet „Herstellung und

Charakterisierung von Dispersionen (Suspensionen und Emulsionen)“

durch. Nach einem Messekontakt hat das EZD seinen

Maschinenpark um einen Eirich Evactherm-Dispergiermischer

erweitert. Im dem Gerät übernimmt ein drehender Behälter die

Materialbewegung, weshalb das darin exzentrisch angeordnete

Werkzeug optimal auf den Dispergiervorgang ausgelegt sein kann.

Die Trennung zwischen Materialtransport und Misch- bzw.

Dispergiervorgang ermöglicht es zudem, die Geschwindigkeit des

Werkzeuges (und so den Leistungseintrag in die Mischung) in

weiten Grenzen zu variieren und der jeweiligen Dispergieraufgabe

anzupassen. Somit können in diesem einzigartigen System

alle Viskositätsbereiche und Konsistenzen (von trocken über

plastisch bis hin zur Suspension) verarbeitet werden; häufig

werden damit besonders wirtschaftliche Single-Unit-Prozesse

möglich.

www.eirich.com

Kristallisation und Trocknung von

Kunststoffen

Kreyenborg informiert über sein breites Angebot zum effizienten

Schüttguthandling von Kunststoffen. Besonderes Augenmerk legt

das Unternehmen auf die Themenkomplexe Trocknen und Kristallisieren.

Die Anwendungsgebiete des Infrarot-Drehrohrtrockners IRD

sind nahezu unbegrenzt. So wird der Trockner zur Kristallisation

und Trocknung von Neuware oder Mahlgut für eine Reihe von

Kunststoffen verwendet. Durch den Einsatz des kontinuierlich

In WIESE Pendelbecherwerken kommt Schüttgut

jeder Art immer zuverlässig und ohne Verluste ans Ziel.

Unsere Förderelemente sind dabei extrem wartungsarm

und pflegeleicht. Den Streckenverlauf bestimmen

natürlich Sie, individuell nach Ihrem Bedarf.

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arbeitenden Trockners entfällt die sehr energieintensive Luftaufbereitung

komplett. Energieeinsparungen von durchschnittlich 30 %

sind so leicht realisierbar. Daher ist das Gerät vor allem für

Anwendungen mit hohen und wechselnden Eingangsfeuchten

geeignet. Erstmals präsentiert der Hersteller den neuen PET-Booster,

das kontinuierlich arbeitende System trocknet PET innerhalb von

7 bis 10 Minuten. Gerade bei Anwendungen in der Extrusion von

Folien oder Fasern mit Entgasungsextrudern (Doppelschnecken-

Planeten- und Mehrwellenextruder) hat dieser Trockner seinen

Schwerpunkt.

www.kreyenborg.com

20 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016

Wiese.indd 1 23.09.2016 14:10:07


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bis zur Generalüberholung der JDN-Hebezeuge und -Krananlagen. Weltweit

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Lebensmittelindustrie

Bereits im Frühjahr beauftragte ein führender Futtermittelhersteller

den Ludwigshafener Prozesstechnikhersteller mit der

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eingesetzt werden. Insbesondere der wartungsarme Betrieb der

Maschine gaben den Ausschlag für den Auftrag. Übertroffen in

der Stückzahl wurde diese Order von einem Projekt aus dem

Lebensmittelbereich. Für die Grobabsiebung von Agglomeraten

wurden von den Ingenieuren individuell zugeschnittene

Siebrinnen konzipiert, die fetthaltiges Brühwürfelpulver fördern

und dabei vorhandene Verklumpungen absieben. Die sechzehn

bestellten Siebrinnen wurden im September geliefert und in

Betrieb genommen.

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Will & Hahnenstein GmbH

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Bunkersystem mit hoher Variabilität

Westeria Fördertechnik beweist Technologiekompetenz im

Bereich der Bunker als vorgelagerte Anlagenstufe. In kongenialer

Ergänzung zu den großen Bunkern mit einer Breite von bis zu

4000 mm, ausgelegt für die Aufnahme von mehreren hundert

Kubikmetern

Eingabematerial,

stellten die Fördertechnikspezialisten

die Neuheit

Multifeeder vor. Die

neuen Bunker

decken ein

Speichervolumen

zwischen 10 und 47

m³ ab. Sie sind

somit für kleinere

Aufnahmemengen

und individuelle Anforderungen konzipiert. Mittels eines

speziellen Baukastensystems ist die Erweiterung in Breite und

Länge genauso möglich wie die lineare Weitergabe verschiedenster

Eingabematerialien mittels vier darauf abgestimmter

Varianten von Förderbändern. Hinzu kommen drei Ausführungen

der Anlagenstatik, die die Robustheit gezielt den Eingabematerialien

anpasst. Zusätzlich können die Anwender zwischen einem

elektrischen oder hydraulischen Antrieb wählen.

www.westeria.de

22 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016

Will+Hahnenstein.indd 1 22.09.2016 07:49:58


Lösungen für Feinstaub speziell im PM1-Bereich

Die Experten von Camfil sehen höchste Dringlichkeit

und auch eine große Chance darin, Entscheider für die

Feinstaubgefahr speziell im PM1-Bereich zu sensibilisieren,

denn Ende 2016 wird voraussichtlich die Norm

ISO 16890 zur Prüfung und Bewertung von Luftfiltern

eingeführt. Nach einer Übergangszeit von circa

18 Monaten steht die Ablösung der EN 779:2012 an. In

Zukunft werden die Ergebnisse aus dem Labor viel

mehr dem Verhalten von Luftfiltern in realen

RLT-Anlagen gerecht. In Anlehnung an Veröffentlichungen

von WHO und Umweltbehörden ersetzen die

Feinstaubfraktionen ISO ePM1, ISO ePM2,5,

ISO ePM10 sowie Grobstaub mit ISO coarse die

bisherigen Filterklassen G1 bis F9. Außerdem

informiert ein Produktlabel über die prozentuale

Abscheideleistung des Filters für seine höchste Feinstaubgruppe. Diese Modifikationen

bieten Facility Managern und Anwendern künftig zielgerichtetere Planungsmöglichkeiten

in Bezug auf die gesundheitlichen und hygienischen Aspekte ihrer Räume.

www.camfil.de

Größter Taktbandfilter verbessert

Aufbereitungsprozess

BHS-Sonthofen hat von einem amerikanischen Kunden den Auftrag

erhalten, einen Taktbandfilter für das Extrahieren von Wertstoffen

aus faserigen Pflanzenresten zu liefern. Mit einer Filterfläche von

knapp 90 m² ist die neue Filteranlage vom Typ BF 350-255 nicht nur

die größte, die BHS je gebaut hat, sondern auch eine der weltweit

leistungsfähigsten ihrer Art. Dieser Taktbandfilter wird stündlich bis

zu 5 t faserige Pflanzenreste verarbeiten und aus ihnen flüssige

Wertstoffe herauslösen, die in einem vorherigen Produktionsprozess

entstehen. Das Filtrat wird für die Herstellung von Grundchemikalien

genutzt, der verbleibende Feststoff wird einer Zweitverwertung

zugeführt. Der Auftraggeber hatte bei der Planung des Projektes ursprünglich einen

mehrstufigen Prozess vorgesehen. Der Vorschlag von BHS-Sonthofen, einen Taktbandfilter

zu verwenden, der nur einen Prozessschritt umfasst, überzeugte jedoch. Der

Prozess ist deutlich einfacher und konzentriert die Wertstoffe auch höher.

www.bhs-sonthofen.de

Kryogene Probenzerkleinerung für

empfindliche Proben

Die analysengerechte Zerkleinerung und Homogenisierung

von Feststoffproben ist ein wichtiger Schritt in der Probenvorbereitung.

Die ideale Lösung für die Homogenisierung

empfindlicher Proben ist die Kalt- bzw. Kryogenvermahlung,

bei der Trockeneis oder Flüssigstickstoff als Mahlhilfe

eingesetzt wird. Durch die Kühlung versprödet das Material

und lässt sich so leichter brechen. Außerdem werden negative

Effekte der Reibungswärme, die bei der Vermahlung entsteht,

eliminiert, so dass z. B. flüchtige Probenbestandteile, welche

häufig Gegenstand der Analyse sind, erhalten bleiben. Retsch bietet ein breites Programm

an Labormühlen, die für die Kryogenvermahlung unterschiedlichster Produkte geeignet

sind. Die Cryomill wurde speziell für diese Anwendung entwickelt und verfügt über ein

integriertes Kühlsystem. Die kontinuierliche Kühlung von Mahlbecher und Probe mit

Flüssigstickstoff sorgt für einen sehr effektiven Mahlprozess.

www.retsch.com


TOP-THEMA I KUNSTSTOFFTECHNIK

Neue Wege, schnelle Produktion

Kunststofftechnik: Intelligente Lösungen sind gefragt

Im Oktober wird sich in Düsseldorf

acht Tage lang wieder (fast) alles

um Kunststoffe drehen: Die K 2016

begrüßt mehr als 3000 Aussteller

und rund 200 000 Fachbesucher

zum Jahres-Event der Kunststofftechnologie.

Wie es um die Kunststoffbranche bestellt

ist und was aktuelle Entwicklungen

und Trends betrifft, dafür bietet die alle

drei Jahre turnusgemäßig auf dem Gelände

der Messe Düsseldorf stattfindende K einen

guten Ein- und Überblick. Diskutiert werden

unter anderem der Status quo und Wachstumsperspektiven

der Kunststoff- und Kautschukindustrie,

aktuelle Trends und Entwicklungen

sowie Highlights.

Als eine der wichtigsten Fachmessen für

die Branche und deren industrielle Anwendungen

führt die K die zentralen Trends

und Zukunftsfelder zusammen. Sie hat sich

etabliert als die Innovations- und Businessplattform

nicht nur für Rohstofferzeuger,

Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen

und verarbeitende Unternehmen,

sondern auch für die Interessenten

aus den wichtigsten Anwendersparten.

Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der

Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, ist

überzeugt: „Nirgendwo auf der Welt ist die

Bandbreite der Rohstoff-, Verarbeitungsund

Anwendungstechnik so vollständig zu

erleben wie auf der K in Düsseldorf.

Sie ist die Premierenplattform der globalen

Kunststoff- und Kautschukindustrie, jedes

Unternehmen will sich hier mit zukunftsweisenden

Innovationen präsentieren. Ein

weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die

hohe Internationalität auf Aussteller- wie

auf Besucherseite.“

Besonders stark sind die Anbieter aus Europa,

vor allem aus Deutschland, Italien,

Österreich, der Schweiz, Frankreich sowie

der Türkei vertreten, ebenso aus den USA.

Gleichzeitig spiegelt die K die Veränderungen

im Weltmarkt deutlich wider: Die Anzahl

und die Präsentationsfläche der Unternehmen

aus Asien nehmen seit einigen Jahren

deutlich zu, mit starken Auftritten werden

vor allem China, Taiwan, Indien, Japan

und Südkorea beeindrucken. Die Vielfalt

und die Internationalität der Unternehmen

gewährleisten, dass die großen Themen der

Branche – allen voran Energie-, Ressourcen-

und Materialeffizienz – ebenso aufgegriffen

werden wie Spezialsegmente.

Maschinen und Ausrüstung

Mit einer Fülle von Weltpremieren wird die

größte Ausstellergruppe der K, die Hersteller

von Maschinen und Anlagen, aufwarten.

Sie belegen rund zwei Drittel der gesamten

Ausstellungsfläche und sind in den Hallen 1

bis 4 und 9 bis 17 zu finden. Ulrich Reifenhäuser,

Vorsitzender des Ausstellerbeirates

der K 2016, rechnet fest damit, dass von der

Messe neue Impulse für die Branche ausgehen

werden: „Bereits im Vorfeld der Messe

kündigt sich eine Fülle von Neuheiten an,

die echten Kundennutzen versprechen. Ich

bin insbesondere gespannt, welche Neu-

Auf einen Blick

Termin: 19. bis 26. Oktober 2016

Öffnungszeiten: täglich 10 bis

18:30 Uhr

Eintrittspreise: 1-Tageskarte ab

49 EUR, 3-Tageskarte ab 108 EUR

Ort: Messe Düsseldorf

Aussteller: rund 3100

Internet: www.k-online.de

entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 zu

erleben sein werden. Die Begleitung der

Produktion mit den Möglichkeiten der Digitalisierung

und die Vernetzung von Maschinen

im Prozess bieten den Kunststoffverarbeitern

neue Wege zum schnelleren Produktionsanlauf,

zur Flexibilisierung der

Produktion, aber auch zur Qualitätssicherung

und Wartung. Ich bin sicher, auf der K

2016 wird es dazu hochinteressante Angebote

geben.“

Biokunststoffe haben als Ergänzung und

teilweise Alternative zu herkömmlichen

Kunststoffen in den vergangenen Jahren viel

Beachtung gefunden. Eine Diskussion um

das Für und Wider, die zukünftige Rolle und

das Marktpotenzial von Biokunststoffen –

sowohl biobasierten als auch biologisch abbaubaren

Kunststoffen – bewegt die zukunftsgerichtete

Industrie. Wer sich über

Potenziale und Chancen informieren möchte,

findet auf der K 2016 dazu viele Möglichkeiten

an den Ständen der Aussteller.

www.messe-duesseldorf.de

24 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


KUNSTSTOFFTECHNIK I TOP-THEMA

Rollenschneider verarbeitet

unterschiedliche elastische Materialien

Mischeraspiration sorgt für

konstante Prozessbedingungen

Mit Vent Tec 2.0 stellt MTI eine neue Generation seiner bewährten

Hochleistungs-Aspirationen für Heiz-/Kühlmischer-Kombinationen

vor. Anders als herkömmliche Systeme regeln sie erstmals

ihre Wirkung selbstständig in Abhängigkeit von den tatsächlichen

Prozessparametern und sorgen so für konstante Verarbeitungsbedingungen,

unabhängig von sich ändernden Prozess- und

Umgebungseinflüssen. Damit erleichtern sie signifikant das

Einhalten gleichbleibend hoher Produktqualitäten in der

Kunststoff- und Chemieindustrie. Hauptanwendungen sind die

Herstellung von Hart- und Weich-PVC-Dryblends, Naturfaser-

Compounds (WPC/NFC/PPC) sowie thermische Verfahren, in

denen die Aspirationen dem Mischgut Feuchtigkeit entziehen

und/oder flüchtige Bestandteile reduzieren. Die neue Generation

Atlas Converting präsentiert sein Produktsortiment an primären

und sekundären Rollenschneidern. Das Unternehmen ist auf die

Entwicklung und Herstellung von Rollenschneidern und Rollenwicklern

für viele verschiedene elastische Materialien spezialisiert,

zum Beispiel unbeschichtete und metallisierte Plastikfolie, Etikettenmaterial,

Papier und Karton. Dank der ständigen Weiterentwicklung

von Technik und Prozesssteuerung können die Rollenschneider

10,6 m breite Rollen abwickeln und mit einer Geschwindigkeit

von bis zu 1500 m/min (5000 ft/min) verarbeiten. Das

Unternehmen hat weltweit bereits 2600 sekundäre Titan- und

1000 primäre Atlas-Rollenschneider installiert, wobei über

250 Folienschneider mehr als 6 Meter (236 Zoll) breit sind. Zu den

sekundären Titan-Rollenschneidern gehören ER610 mit kleiner

Grundfläche, der hochflexible SR800 und zwei Modelle der

hochproduktiven SR9-Reihe, wovon eines eine Duplex-Rollenschneidmaschine,

das andere ein Duplex-Wendewickler ist, die es

Bedienern ermöglichen, die Maschine normalerweise bereits

30 Sekunden nach einem Stopp wieder zu starten.

K2016: Halle 3, Stand B91

www.atlasconverting.com

ist in mehreren Baugrößen für alle Mischervolumina verfügbar

und für nahezu alle Atex-Umgebungen und Mischerbauarten

einsetzbar. Aufgrund ihrer autarken Steuerung lässt sie sich auch

für Maschinen anderer Hersteller nachrüsten.

K2016: Halle 9, Stand B22

www.mti-mixer.de

Wir haben anlagenbau im bluT –

und ihre ZukunfT im kopf

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Halle 9/B41


TOP-THEMA I KUNSTSTOFFTECHNIK

Infrarot-Thermometer für die

Folien-Herstellung

Um eine präzise Temperaturmessung zur Qualitätssicherung bei

der Herstellung dünner Folien aus z. B. PE oder PP zu ermöglichen,

hat Optris das Infrarot-Thermometer Optris CT P3

entwickelt. Es

misst in einem

schmalen

Spektralbereich

von 3,43 µm. Das

miniaturisierte,

robuste Pyrometer

steckt in einem

Massivgehäuse und eignet sich für Nachrüstungen und OEM. Es

ist ungekühlt in Umgebungen bis 75 °C einsetzbar und hat die

Schutzklasse IP 65. Die Elektronik ist separat vom Sensorkopf und

hat leicht zugängliche Programmiertasten sowie ein beleuchtetes

LCD-Display. Die Analogausgänge sind wählbar zwischen

0/4-20 mA, 0-5 V, 0-10 V, Thermoelement Typ K oder J. Als digitale

Ausgänge stehen USB-, RS485-, RS232-Schnittstellen, Relaisausgänge,

CAN-Bus, Profibus DP oder Ethernet zur Verfügung.

K2016: Halle 11, Stand B10

www.optris.de

Zentrale und dezentrale

Zerkleinerungstechnik

Getecha zeigt Lösungen für die zentrale und dezentrale Zerkleinerungstechnik

in der Kunststoffverarbeitung. Im Mittelpunkt steht

vor allem die neue Generation der großen Trichtermühlen der

Baureihe RS 45000 sowie eine neue

Steuerung für die Einzugsmühle RS

3004-E. Mit von der Partie sind zudem die

staubdicht ausgeführte Sauberraummühle

GRS 180 und die kompakte Beistellmühle

RS 1615. Stellvertretend für sein Automatisierungs-Portfolio

zeigt das Unternehmen

den preiswerten Angusspicker

Getpick 700. Wie sich hohe Effizienz in der

Zerkleinerungstechnik mit Ergonomie am

industriellen Arbeitsplatz gekonnt

verbinden lassen, zeigt die Mühlen-

Baureihe RS 45000. Denn diese Generation

von Trichtermühlen für Stundendurchsätze

von 700 bis 1200 kg ist mit einem neuen Mahlgehäuse

versehen worden. Das Besondere daran ist die hochwirksame

integrierte Schalldämmung, die das Betriebsgeräusch der Zentralmühle

auf ein Minimum senkt.

K2016: Halle 9, Stand A21

www.getecha.de

Effizientes Materialhandling

Mit den leistungsfähigen, energieeffizienten

Geräten und Anlagen für die

Aufbereitung von rieselfähigen

Kunststoffen deckt Protec Polymer

Processing die gesamte Prozesskette

in der Kunststoffverarbeitung ab. Ein

Schwerpunkt des Messeauftritts ist

die Kompetenz des Unternehmens

als Systemlieferant von Anlagen zur

Herstellung von langfaserverstärkten

Thermoplasten (LFT): Planung, Bau

und Inbetriebnahme komplett aus

einer Hand. Erstmals vorgestellt

werden mehrere Neuentwicklungen,

u. a. das Chargendosiergerät Somos Batchmix XL für Durchsätze

bis zu 1920 kg/h und der stationäre Trockenlufttrockner Somos

RDT-200 für mittlere Materialdurchsätze. Das Dosier- und

Mischsystem Batchmix XL eignet sich sowohl zur Versorgung von

Spritzgießmaschinen als auch von Extrudern mit Mehrkomponentenmischungen.

Ausgelegt ist dieser Chargendosierer für bis

zu sechs rieselfähige Komponenten. Er lässt sich mit einem

Saugfördergerät zum automatischen Befüllen der Materialvorlagebehälter

ausrüsten.

K2016: Halle 9, Stand D60

www.sp-protec.com

Trennung von schwarzen Kunststoffen

Mit der Unisort Blackeye von Steinert sollen sich Wertstoffe aus

Fraktionen mit einem hohen Anteil dunkler Kunststoffe effizient

zurückgewinnen lassen. Das Herzstück aller Sortiersysteme ist die

Detektionseinheit über dem

Förderband, die mit der

sogenannten Hyper Spectral

Imaging (HSI) Technologie

arbeitet. Sie funktioniert wie

folgt: Eine Leuchtquelle

beleuchtet die Kunststoffflakes

auf dem Förderband. Ein

Kamerasystem analysiert das

reflektierte Licht. Im Spektrum

dieses reflektierten Lichts fehlen

Frequenzen, die für jeweiligen Kunststoffarten charakteristisch

sind. Dann schickt eine entsprechende Software die Positionsdaten

an das Druckluftsystem, das am Ende des Förderbandes

installiert ist. Es öffnet in einem Sekundenbruchteil das passende

High-Speed-Ventil, sodass ein gezielter Druckluftstoß das Zielmaterial

ausscheidet. Der Sortierer erreicht einen Durchsatz von

einer Tonne Kunststoffflakes pro Stunde.

K2016: Halle 9, Stand B23

www.steinert.de

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26 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


Anlagen und Services für gasebasierte

Prozesse

Unter der Dachmarke Plastinum bündelt Linde ein breites

Portfolio an Verfahren, Anlagen und Services für gasebasierte

Prozesse in der Kunststoff verarbeitenden Industrie, die Zykluszeiten

um bis zu 30 % verkürzen können. Mit Plastinum Foam E

bietet der Hersteller ein leistungsfähiges Versorgungs- und

Dosierkonzept,

das speziell für

die Anforderungen

beim

Extrusionsschäumen

von

Kunststoffen mit

Kohlendioxid

konzipiert ist.

Zuletzt hat das

Unternehmen

sein Portfolio

um die

Hochdruck-

Dosiereinheit DSD 400 für das kontinuierliche Schäumen mit CO 2

erweitert. Die Lösung ist genau auf die erforderlichen Leistungsmerkmale

beim Extrusionsschäumen zugeschnitten und bietet

damit hohe Präzision zu niedrigen Kosten. Dank der neuartigen

Technologie gewährleistet die Hochdruck-Dosiereinheit einen

konstanten Massestrom und erzielt so auch bei schwankenden

Drücken im Extruder sowie unter schwierigen klimatischen

Bedingungen beste Ergebnisse. Als weiteres Thema wird die

Lösung Cryoclean vorgestellt, bei der Trockeneis als hocheffizientes

Reinigungsmittel zum Einsatz kommt.

K2016: Halle 13, Stand A10

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Neuer Weg in der Anlagenplanung

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DICHTUNGSTECHNIK

PREMIUM-QUALITÄT SEIT 1867

Zeppelin Systems demonstriert auf der K seinen Weg bei der

Planung und dem Design von Anlagen in der Kunststoffbranche.

Das Unternehmen beherrscht als Architekt von Anlagen

sämtliche Prozesse und fungiert als Systemintegrator. Damit lässt

sich der Zeitraum für Time-to-Market erheblich verkürzen. Das

Unternehmen bedient sich hierfür mehrerer moderner

Planungswerkzeuge. Dazu gehört etwa das Konzept Value

Engineering, mit

dem zu einem

sehr frühen

Stadium eine

ausführliche

Diskussion und

Optimierung des

Anlagenentwurfes

im digitalen

Modell möglich

ist. Aus diesen

Ergebnissen

resultiert eine bessere konzeptionelle Lösung, die etwa zu

optimierten Rohrleitungen, einer geschickteren Raumaufteilung

bzw. einer perfekten Aufstellung aller Anlagenteile und kürzeren

Wegen führt. Eine neuartige Planungssoftware unterstützt den

Prozess.

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Moderner

Umweltschutz

Tri-exzentrische Klappe

entsprichtAnforderungen

gemäß TA Luft und ISO 15848

Michael Vullhorst

Wenn in der Prozessindustrie

Absperr- und Regelorgane zum

Einsatz kommen, stellt sich oft die

Frage nach dem Dichtsystem und

den flüchtigen Emissionen. Hier

helfen Regelwerke und Normen

beim Vergleich der unterschiedlichen

Armaturen-Ausführungen und

-Fabrikate.

Sowohl die TA Luft [1] als auch die DIN EN

ISO 15848-1 [2] [3] verfolgen das Ziel,

umwelt- und gesundheitsschädliche flüchtige

Emissionen zu begrenzen bzw. zu reduzieren.

Dabei ist die TA Luft ein gesamtheitlich

deutsches Regelwerk, das verbindliche

technische Anforderungen für genehmigungspflichtige

Anlagen nach der 4. Bundesimmissionsschutzverordnung

spezifiziert.

Die EN ISO 15848-1 ist eine internationale

Norm, die dem Anwender Bewertungskriterien

zur Klassifizierung von

Armaturen (Absperr- und Regelorgane) mit

dem Ziel der Vergleichbarkeit unterschiedlicher

Ausführungen und Fabrikate an die

Hand gibt. Die Einhaltung der Vorgaben

nach TA Luft gelten zwar nicht nur deutschlandweit

als Nachweis hochwertiger Dichtsysteme,

allerdings gewinnt gerade die

EN ISO 15848-1 im Umfeld der chemischen-,

petrochemischen und Prozessindustrie

immer mehr an Bedeutung.

Autor: Michael Vullhorst, Versuchsleiter,

ARI-Armaturen Albert Richter GmbH & Co. KG,

Schloß Holte-Stukenbrock

Prüfgrundlagen

Unter dem Absatz 5.2.6.4 „Absperrorgane“

der TA Luft wird als Stand der Technik zur

Abdichtung der Spindeldurchführungen

von Absperr- und Regelorganen der metallische

Faltenbalg mit nachgeschalteter

Stopfbuchse oder gleichwertige Dichtungssysteme

genannt. Die technisch bessere

Wahl wäre oftmals der teurere Faltenbalg,

allerdings wird weiterhin die bewährte

Stopfbuchspackung als Spindelabdichtung

gewählt. Als gleichwertig werden solche

Dichtsysteme angesehen, die im Nachweisverfahren

nach VDI 2440 [4] die temperaturspezifischen

Leckageraten einhalten.

Der Nachweis nach 3.1.3.3 der VDI ist an

einem für das Dichtsystem repräsentativen

Prüfling bei Temperaturen, Drücken und

Spindel- bzw. Wellenbewegungen zu erbringen,

die die Betriebsbedingungen abdecken.

Die Gleichwertigkeit des Dichtsystems ist

nachgewiesen, wenn die spez. Leckage für

Temperaturen < 250 °C mit einer Leckagerate

von 10 -4 mbar.l/(s.m) und für Temperaturen

≥ 250 °C von 10 -2 mbar.l/(s.m) eingehalten ist.

Die EN ISO 15848-1 spezifiziert die Prüfbedingungen-

und Voraussetzungen wesentlich

detaillierter, indem die Einstufung

der Armaturen vorrangig nach Dichtheits-,

Festigkeits- und Temperaturklasse erfolgt.

In den Prüfvorgaben wird durch unterschiedliche

Schaltzyklen und Hubbewegungen

den signifikanten Anforderungen

an Absperr- und Regelarmaturen Rechnung

getragen. Im Unterschied zur TA Luft wird

ein Dichtheitskriterium für die statische

Gehäusedichtung spezifiziert (≤ 50 ppmv).

Der Anwender hat damit die Möglichkeit,

die zu erwartenden flüchtigen Emissionen

der kompletten Armatur zu bewerten.

Die Qualifizierung bzw. Einstufung der

Armatur ist durch eine Bauartenprüfung

nachzuweisen, die Ergebnisse sind bei identischer

Konstruktion auf Ausführungen

zwischen Schaft- bzw. Wellendurchmesser

von 50 bis 200 % des Prüfmusters übertragbar.

Leckageraten

Auch in der Norm ist die unter den Prüfbedingungen

erreichte spez. Leckagerate entscheidend.

Insgesamt werden drei temperaturunabhängige

Dichtheitsklassen (A, B

und C) spezifiziert, wobei die Klasse A eine

Gleichwertigkeit für Dichtsysteme von z. B.

Schwenkarmaturen mit einem Faltenbalg

erwarten lässt. Seit November 2015 ist die

Ausgabe 2015 gültig, deren Vergrößerung

der Leckagerate für Klasse A näher an die

TA Luft adaptiert. Die Dichtheitsklasse A

01 Tri-exzentrische Absperrklappe Zetrix mit

hochwertigen Dichtsystemen: oben Wellendichtung,

unten Dichtung Bodenflansch

28 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


KOMPONENTEN UND SYSTEME

02 Amtec-Prüfbericht: Prüfungsverlauf und Ergebnisse EN 15848-1,

Ari-Armaturen 14-476, Absperrklappe Zetrix DN200/PN40

erfüllt in jedem Fall das TA Luft-Kriterium, die

Klassen B und C sind auf das jeweilige temperaturabhängige

Kriterium zu prüfen.

Absperrklappe in der Praxis

Ein Prüfmuster der tri-exzentrischen Absperrklappe

Zetrix (Schwenkarmatur-90°

Verstellweg), versehen mit einer hochwertigen,

unbefederten Grafitpackung zur Abdichtung

der Wellendurchführung und eine

Kammprofildichtung zur statischen Abdichtung

des Bodenflansches wurde im akkreditierten

Prüflabor von Amtec entsprechend

der DIN EN15848-1 in unterschiedlichen

Temperaturklassen (Temperaturklasse 1: RT

bis 200 °C, Temperaturklasse 2: RT bis 400 °C)

getestet und zertifiziert.

•Temperaturklasse 1:

Nach 2500 mechanischen Zyklen lagen die

gemessenen Leckageraten immer im Bereich

der Dichtheitsklasse AH (Gesamtergebnis:

ISO FE AH – CO 3

– SSA0 – t (RT; 200 °C)

– 40/35 bar). Unter den Bedingungen ist

auch das entsprechende TA-Luft Kriterium

eingehalten. Somit kann das Dichtsystem

unter den beschriebenen Prüfparametern

als hochwertig im Sinne der TA Luft angesehen

werden [5].

•Temperaturklasse 2:

Die Ergebnisse unter der erhöhten Temperaturanforderung

erreichen immer noch

die Dichtheitsklasse B (Gesamtergebnis:

ISO FE BH – CO 3

– SSA 0 – t (RT; 400 °C) –

40/23,6 bar). Das TA-Luft Kriterium wir

noch bis zu einer Anzahl von 500 mechanischen

Zyklen eingehalten und ist unter

den beschriebenen Bedingungen als

entsprechend hochwertiges Dichtsystem

anzusehen.

Herausforderungen

Die Wellenabdichtung der tri-exzentrischen

Absperrklappe Zetrix erreicht in der Temperaturklasse

bis 200 °C unter den Anforderungen

der DIN EN ISO 15848-1 vollumfänglich

das TA Luft-Kriterium. In der Temperaturklasse

bis 400 °C wird das Kriterium noch bis

500 Lastspiele in zwei Temperaturzyklen

unterschritten, dadurch ist die Gleichwertigkeit

mit einer Faltenbalg-Abdichtung nachgewiesen.

Durch die Möglichkeit der spezifischen

Klassifizierung nach der DIN EN ISO kann,

wie im beschriebenen Beispiel aufgezeigt, die

Leistungsfähigkeit einer Armatur hinsichtlich

der Reduzierung und Begrenzung flüchtiger

Emissionen eingestuft werden. Ein direkter

Vergleich unterschiedlicher Ausführungen

oder Einsatzparameter ist somit möglich.

Die Einhaltung beider technischer Regelwerke

stellt nicht unerhebliche fertigungsund

montagetechnische Herausforderungen

bzw. Anforderungen an die Armatur. Nur

durch Einhaltung enger Grenzen der Oberflächengüten

von Welle und Stopfbuchsenbohrung,

einer hochwertigen Lagerung in

Verbindung mit einer gewissenhaft verspannten

Stopfbuchse, sind entsprechende

Leckageraten möglich.

Betriebsbewährung

Eine Zetrix-Klappe der Nennweite 350 wurde

in einem ca. dreimonatigem Dauertest mit

synthetischem Thermalöl auf der hauseigenen

Anlage getestet. Dabei durchlief die

Armatur elf Temperaturzyklen und

10 000 mechanische Zyklen zwischen RT 100

bis 350 °C bei einem Mediendruck von ca.

10 bar. Mögliche Leckagen an der Wellendichtung

werden dabei über einen Laternenring

unterhalb der Stopfbuchsbrille

abgeführt und aufgefangen. Über den gesamten

Test traten keinerlei Leckagen auf.

Das zeigt die Hochwertigkeit der beschriebenen

Wellendichtung, auch unter praxisnahen

Einsatzbedingungen, und sichert die

im Labor ermittelten Ergebnisse zusätzlich ab.

Fotos: Fotolia, Ari-Armaturen

www.ari-armaturen.com

Literaturhinweise

[1] TA Luft: Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift

zum Bundes–Immissionsschutzgesetz (Technische

Anleitung zur Reinhaltung der Luft – TA Luft), 24.

Juli 2002.

[2] DIN EN ISO 15848-1: Industriearmaturen –

Mess-, Prüf- und Qualifikationsverfahren für

flüchtige Emissionen – Teil 1: Klassifizierungssystem

und Qualifikationsverfahren für die Bauartprüfung

von Armaturen (ISO 15848-1:2015), Deutsche

Fassung EN ISO 15848-1:2015.

[3]: DIN EN ISO 15848-1: Industriearmaturen –

Mess-, Prüf- und Qualifikationsverfahren für

flüchtige Emissionen –Teil 1: Klassifizierungssystem

und Qualifikationsverfahren für die Bauartprüfung

von Armaturen (ISO 15848-1:2006); Deutsche

Fassung EN ISO 15848-1:2006.

[4] VDI 2440: Emissionsminderung Mineralöl–

November 2000.

[5] Amtec: Prüfungsbericht-302 586 2/-, 2014.

[6] Amtec: Prüfungsbericht-302 586 4/-, 2015.

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 29


„Unsere GreCon-BS 7:

Eliminiert kleinste Funken,

bevor großer Schaden

entsteht“

LÖSCHEN,

BEVOR

ES BRENNT

Frank Heilen, Vertrieb

BS 7 für präventiven

Brandschutz.Erkennt

Funken und eliminiert

sie, bevor sie großen

Schaden anrichten.

Für mehr Sicherheit

in Ihrer Produktion!

Energieeinsparungspotenzial bei der

Vakuumerzeugung nutzen

Eine neue Generation von Mink-Klauen-Vakuumpumpen

für die pneumatische Saugförderung

präsentiert die Firma Busch Vakuumpumpen und

Systeme. Die neue Baureihe Mink MV hat einen

noch niedrigeren Energieverbrauch und ist

kompakter und leiser als die Vorgängerserie.

Mink Klauen-Vakuumpumpen sind in fünf

Baugrößen von 300 bis 1200 m 3 /h Saugvermögen verfügbar

und decken somit die gesamte Bandbreite der bei der pneumatischen

Saugförderung benötigten Saugvolumina ab. Außerdem

eignen sie sich hervorragend als einzelne Vakuummodule bei

zentralisierten Vakuumversorgungen, an die mehrere Förderanlagen

angeschlossen werden können. Diese Klauen-Vakuumpumpen

können frequenz geregelt direkt an den Leistungsbedarf

angepasst werden. Dadurch ist es auch bei sich ändernden

Prozessbedingungen möglich, ein definiertes Saugvolumen exakt

einzuhalten beziehungsweise einen bestimmten Unterdruck

konstant zu garantieren.

www.buschvacuum.com

www.grecon.com

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Wiederverwendbare Schraubarmatur

für Pharmaschläuche

Normgerechte Hebelarmkupplungen

Hebelarmkupplungen sind Armaturen zur schnellen und

einfachen Verbindung von Schläuchen und Rohrleitungen.

Elaflex will mit Camlock aus eigener

Produktion eine nach EN 14420-7

100 % normgerechte, betriebssichere

und zuverlässige Kupplung auf den

Markt bringen. Die ergonomisch

geformten Hebel liegen sehr gut in der

Hand und sorgen durch eine

optimierte Geometrie für mehr Sicherheit

beim Kuppeln und Entkuppeln.

Für alle Materialien gilt als Betriebsdruck

PN 16 bar mit hohem Sicherheitsfaktor

und die Montage ist sowohl

mit genormten Maul- als auch Hakenschlüsseln möglich. Alle

Kupplungstypen in Edelstahlausführung sind in den Größen

DN 19 bis 100 bereits ab Lager verfügbar.

www.elaflex.de

Effiziente Motoren für erhöhte Sicherheit

• schnell und sicher montiert

• problemlos für alle CIP und

SIP Prozesse einsetzbar

• in allen gängigen Anschlussarten lieferbar

Mehr erfahren Sie online

unter www.markert.de oder

Telefon +49 4321 8701-0.

WEG hat seine Motorenbaureihe W22X für explosionsgefährdete

Bereiche um Modelle für erhöhte Sicherheit (Ex e) erweitert. Der

W22Xe ist in den Energieeffizienzklassen IE2 und IE3 erhältlich

und außerdem für den Einsatz in Verbindung mit Frequenzumrichtern

zertifiziert. Damit können die Motoren z. B. in der Ölund

Gasindustrie oder der chemischen und pharmazeutischen

Industrie helfen, Energiekosten zu reduzieren. Es gibt sie in

Baugrößen von IEC 63 bis 355 und Nennleistungen bis 250 kW.

Darüber hinaus gibt es eine Variante, die den Empfehlungen des

deutschen Verbands der Industriellen

Energie- und Kraftwirtschaft (VIK)

entspricht. Die Motoren sind in Schutzarten

bis IP66 erhältlich.

www.weg.net

30 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016

Markert.indd 1 15.09.2016 08:12:41


KOMPONENTEN UND SYSTEME

Druckluft für die

Kunststoffindustrie

Druckluft ist ein wichtiger

Energieträger in der Kunststoffund

Kautschuk-Industrie.

Kaeser Kompressoren sorgt mit

modernen Steuerungen,

neuartigen Industrie 4.0-Konzepten, hocheffizienten Kompressoren

und leistungsstarken Trocknern dafür, dass sie so wirtschaftlich

wie möglich erzeugt und eingesetzt wird und das gesamte

System zukunftsfähig ist. Mit hocheffizienten IE4 Motoren

punkten die neuen Schraubenkompressoren der Baureihe CSD/

CSDX. Sie sind damit nicht nur der derzeit geltenden gesetzlichen

Regelung voraus, die Super Premium Efficiency Motoren arbeiten

mit dem derzeit höchsten Wirkungsgrad und sorgen für eine

weitere Energiekostenersparnis von rund 1 %. Mit Motorleistungen

von 45 bis 90 kW decken die fünf Modelle der beiden

Baureihen Liefermengen von 8,3 bis 16,1 m³/min (bei 8,5 bar) ab

und sind für Drücke bis 15 bar ausgelegt.

Frequenzumformer regelt elektrische

Kreiselpumpen

DAB Pumpen bringt mit dem Active Driver

Plus einen neuen Frequenzumformer für

elektrische Kreiselpumpen auf den Markt.

Mittels elektronischer Steuerung des

Konstantdruckes soll dieser in Komfort,

Vielseitigkeit und Installationsfreundlichkeit

einen neuen Maßstab in seiner Leistungsfähigkeit

setzten. Der konstante Druck, realisiert über

die Regelung der Motordrehzahl in Anpassung an den

eingestellten Pumpenleistungsbereich, führt zu erheblichen

Energieeinsparungen, niedrigerem Geräuschpegel und einer

Verlängerung der Pumpen-Lebensdauer. Mit der Installation auf

alle Pumpen als All-in-one-Lösung zeigt der Frequenzumformer

seine Vielseitigkeit, die auch den Einsatz in Druckerhöhungsanlagen

einschließt.

www.dabpumps.de

www.kaeser.com

Überwachung ex-geschützter Prozesse

Papenmeier Lumiglas hat langjährige

Erfahrungen beim Bau von elektrischen

Anlagen mit den höchsten

Ex-Schutz-Anforderungen. Die ferngesteuerte

Visulex Ex-Kamera liefert z. B.

Daten zur Überwachung und Auswertung

von jedem beliebigen Ort.

Fernbetätigte Scheibenwischer mit

Sprühdüse sorgen für einen ungehinderten

Einblick. Mit der patentierten

Halbmondleuchte für die Kombination aus Licht und Sicht

wurden diese Fragen bereits 1960 innovativ beantwortet. Der

Grundstein für den Fachbereich Lumiglas war gelegt. Die breite

Produktpalette umfasst heute das gesamte Schauglasleuchten-

Programm, Ex- und Nicht-Ex, Halogen und LED, bis hin zu den

unterschiedlichsten Schauglas-Armaturen, Schauglas-Platten

sowie Kamerasysteme für explosionsgefährdete Bereiche. Die

Ex- und UL-zertifizierten Lumiglas Komponenten werden in der

Pharmazie, Chemie und Lebensmittelindustrie eingesetzt.

www.papenmeier.de

Kunststoffe schweißen und fördern

Munsch Kunststoff-Schweißtechnik

bietet Kunststoff-

Schweißgeräte und Zubehör an.

Das Produktportfolio umfasst

derzeit mehr als 40 bürstenbehaftete

und bürstenlose

Handschweißextruder. Ihre

stündliche Ausstoßmenge reicht

von 0,6 bis 6,5 kg. Auch das Thema „automatisiertes

Schweißen 4.0“ wird diskutiert, dafür wurden die erforderlichen

Schnittstellen definiert. Dazu passend gibt es einen entsprechenden

Extruder und einen neuen großen Universal-Extruder

mit der Eignung zur Verarbeitung unter anderem von

PVC-Schweißdraht. Das Unternehmen Munsch Chemiepumpen

stellt die Pumpe Mega-Mammut vor. Es handelt sich dabei um die

laut Hersteller weltgrößte, voll gepanzerte Kunststoff-Kreiselpumpe.

Sie ist besonders zur Förderung von aggressiven und

abrasiven Medien geeignet. Ihre Förderleistung beträgt bis zu

5000 m³/h bei einer Förderhöhe von 40 m. Für diesen Pumpentyp

entwickelte das Unternehmen eine spezielle Gleitringdichtung.

Mehr Informationen dazu über den Link.

www.munschwelding.com

Pumpen für die Kunststoffindustrie. Neues Design für mehr Effizienz!

Das neue AT-Design der WITTE Zahnradpumpen:

Höherer Durchsatz bei gesteigerter Effizienz durch neuartige Zahnradgeometrie.

Besuchen Sie uns auf der K-Messe und erfahren Sie alles über das neue

Design und das Witte Pumpenprogramm.

Halle 10

Stand B55

Extrusion

Monomere- / Pre-Polymerherstellung

Polymerisation

Druckerhöhung

CHEM

Chemiepumpen für

Dosieraufgaben in

höchster Präzision.

POLY

Austragspumpe mit

gesteigertem Durchsatz bei

gleichem Einbaumaß.

BOOSTER

Pumpe zum Druckaufbau im

Compoundierungs- /

Polymerprozess für optimale

Produktqualität.

EXTRU

Schonende Förderung/

Druckaufbau für Extrusionsund

Granulierungsprozesse.

Pumpenkompetenz seit 1984

WITTE PUMPS & TECHNOLOGY GmbH

Lise-Meitner-Allee 20

D-25436 Tornesch/Hamburg

Tel.: + 49 (0) 4120 706590

Fax: + 49 (0) 4120 7065949

info@witte-pumps.de

www.witte-pumps.de


KOMPONENTEN UND SYSTEME

Schutzbrief für Abwasserpumpen

Xylem präsentiert einen Schutzbrief für Flygt-

Abwasserpumpen. Diese mit der selbstreinigenden

N-Technologie ausgestatteten Experior-Pumpen

bieten zusammen mit der intelligenten Smartrun-

Steuerung eine besonders effiziente Leistung. Da

war es nur logisch, für diese zuverlässigen

Pumpen einen exklusiven und in Deutschland

einzigartigen Schutzbrief anzubieten.

In Verbindung mit einem 2-Jahres-

Wartungsvertrag kann damit die Sicherheit für Anlagenbetreiber

deutlich erhöht werden. Ein Bestandteil des Schutzbriefes ist die

Beseitigung von Verstopfungen innerhalb der zwei Jahre, ohne dass

zusätzliche Kosten anfallen. Das Ausstellen eines Schutzbriefes

erfolgt immer mit der individuellen Prüfung der jeweiligen Anlage,

für bestehende Anlagen bietet Xylem darüber hinaus Probeeinsätze

an. Die Möglichkeit, Verstopfungen zu reduzieren hat direkten

Einfluss auf die Wartungskosten.

www.xylemwatersolutions.com/de

Schläuche sicher verbinden

SSKV Nickel entwickelt und

fertigt sichere und leicht

montierbare Schlauchkupplungen

individuell. Bei Konstruktion

und Materialien für die

Steckschalen-Klemmverbindungen

werden unterschiedliche

Viskositäten, Temperaturen,

Drücke und Einsatzumgebungen

beachtet. Werden mehrere mit

Schlauchkupplungen verbundene

Leitungen in einer Konstruktion genutzt, können einzelne

Geräte und Aggregate schnell gewechselt und die Schläuche an

den Einsatzzweck angepasst werden. Zur Installation sind keine

Werkzeuge notwendig: Die Steckschalen-Klemmverbindung

drückt sich, sobald Druck auf die Leitung kommt, auseinander

und wird somit untrennbar.

www.sskv-nickel.de

Vielseitige Drehkolbenpumpen

Börger stellte im Mai seine neu

entwickelte Onixline Drehkolbenpumpe

vor und verspricht verbesserte

Wirkungsgrade auch bei hohen

Drücken. Es werden verschiedene

Pumpenvarianten, Mobilpumpen,

Tauchpumpen und Zerkleinerer

angeboten. Die Pumpen sind aufgrund

ihrer hohen Förderleistungen (zwischen 1 und 1500 m³/h) bei sehr

kompakter Bauweise vielseitig einsetzbar. Das Unternehmen

konfiguriert und baut jede Pumpe individuell für den jeweiligen

Einsatzzweck.

www.boerger.de

Vakuumlösungen zum Entgasen von

Kunststoffen

Busch Vakuumpumpen und Systeme bietet weiterentwickelte

Vakuumlösungen für die Kunststoffund

Kautschukindustrie an. Neben

der neuen Baugröße der Mink MV

Klauen-Vakuumpumpe hat der

Hersteller auch ein Extruder-

Entgasungssystem im Programm.

Mit der neuen Mink MV Serie ist

es gelungen, Klauen-Vakuumpumpen

zu entwickeln, die

einen deutlich niedrigeren

Geräuschpegel als vergleichbare Vakuumpumpen auf dem Markt

aufweisen. Außerdem sind sie äußerst kompakt und effizient.

Diese Klauen-Vakuumpumpen werden bei der pneumatischen

Materialzuführung an Extruder und Spritzgießmaschinen zur

Erzeugung des notwendigen Unterdrucks eingesetzt. Durch ihre

hohe Energieeffizienz und durch den verschleißfreien Betrieb

sind sie eine wirtschaftliche Lösung bei der pneumatischen

Saugförderung von Granulaten.

www.buschvacuum.com

Öleinspritzgekühlte

Schraubenkompressoren

Die neuen Boge C 16 F(D)-Kompressoren

ermöglichen dank ihrer sehr guten Spezifikation

hohe Energieeinsparungen und können

mit ihrem großen Regelbereich stark schwankende

Druckluftbedarfe bedienen. Ein schallgedämmter

Ansaugfilter und ein solides

Grauguss-Gehäuse sorgen bei voller Arbeitslast

für einen extrem leisen Lauf – so lassen

sich die Maschinen auch direkt am Arbeitsplatz betreiben. Die

optionale, intelligente Maschinensteuerung Focus Control 2.0

erlaubt die Anbindung von bis zu vier Kompressoren sowie die

Einbindung in Industrie 4.0 Anwendungen. Nach Herstellerangaben

bieten diese Kompressoren die höchste Liefermenge im

Segment der 11-kW-Kompressoren – und das trotz eines extrem

niedrigen Drehzahlniveaus.

www.boge.de

Optimierte Schäumtechnologie

Mit Lewa Ecofoam lassen sich Treibmittel wie CO 2

, Propan,

Butan, halogenierter Kohlenwasserstoff und Pentan mengengenau

in die Kunststoffschmelze eines Extrusionsprozesses

eindosieren. Da die Qualität des Endprodukts in erster Linie von

der gleichmäßigen Expansion des Treibmittels abhängt, wurde

das Dosiersystem dahingehend optimiert: Bestehend aus einer

Ecoflow Dosierpumpe, einem saugseitigen Schmutzfänger und

zwei Kontaktmanometern zur Drucküberwachung in

der Rohrleitung, eignet sich die Anlage für

einen Druck von 50 bis 500 bar, wobei

zwischen 0,5 und 250 kg/h gefördert

werden können. Weitere Systeme für die

Kunststoffindustrie sind die hydraulisch

angelenkte Membranpumpe Ecosmart

und beheizbare Systeme zur

Additivdosierung.

www.lewa.de

32 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


Unterwassertaugliche Stellantriebe

Auma stellt zahlreiche Neuerungen und Weiterentwicklungen rund

um elektrische Stellantriebe für die Bereiche Wasser, Wasserkraft

und Stahlwasserbau vor. An erster Stelle zu nennen ist die neue

Baureihe drehzahlvariabler Stellantriebe, bei denen sich die

Motordrehzahl während des Stellweges

verändern lässt. Eine Reduzierung der

Drehzahl am Ende des Stellweges

beispielsweise schont die Armatur und

vermeidet Druckstöße in Rohrleitungen.

Zur Baureihe gehören auch Regelantriebe

mit hervorragender Positioniergenauigkeit.

Absolut wasserdicht sind die neuen

Unterwasserantriebe. Durch ein spezielles Dichtungskonzept,

vollständig non-intrusive Parametrierung und eine separat installierte

Steuerung sind sie für den dauerhaften Unterwasserbetrieb

geeignet. Passend dazu gibt es neue Profinet und Modbus TCP/IP

Schnittstellen, mit deren Hilfe sich die Stellantriebe auch in Industrial

Ethernet Anwendungen integrieren lassen.

www.auma.com

Schlauchanschluss in Hygienic Design

Eisele präsentiert einen komplett nach Hygienic Design-Kriterien

konstruierten Schlauchanschluss für die Lebensmittelindustrie.

Der neue Edelstahlanschluss der Cleanline-Baureihe erfüllt alle

Kriterien, die für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie

wichtig sind und ist komplett

nach den Regeln der European Hygienic

Engineering & Design Group (EHEDG)

konstruiert. Außen und speziell an der

Oberseite ist er durch FDA-konforme

Dichtungen aus EPDM komplett abgedichtet. Die Außenkontur ist

abgerundet und auf minimale Rauigkeitswerte (Ra


Mehr Anlagenverfügbarkeit

Modernisierung der EMSR-Technik eines Tanklagers für Arzneimittel

Sabrina Weiland

Die Herstellung von Medikamenten setzt einen hohen Qualitätsstandard

voraus – gleiches gilt auch für die Tanks, in denen die benötigten Medien

gelagert sind. In einer zentralen Tankfarm bei Boehringer Ingelheim

wurde im laufenden Betrieb EMSR-Technik modernisiert, dabei mussten

gegebene Strukturen und Produktionsprozesse berücksichtigt werden.

Das Unternehmen setzt bei der Datenübertragung auf I/O-Systeme, die

die Anbindung der Feldgeräte aus dem explosionsgefährdeten Bereich an

das Prozess-Leitsystem gewährleisten.

Vorschriften, sondern verbessert auch stetig

seine Produktionsprozesse, um am neuesten

Stand der Technik anzuknüpfen.

Viele der zur Herstellung von Medikamenten

benötigten Medien sind im zentralen

Tanklager gelagert. Aufgeteilt ist die

Anlage in Verladestationen, in denen die

Anlieferung der Medien erfolgt, und Entnahmestationen,

in denen die Lagerung

und Förderung in die Produktionsbetriebe

zusammengefasst ist.

Erhöhte Anforderungen

Autorin: Sabrina Weiland, Pepperl+Fuchs

GmbH, Mannheim

Voraussetzung dafür, dass ein Medikament

die gewünschte Wirkung entfaltet,

ist der richtige Wirkstoff in der angegeben

Dosierung und Qualität: Damit diese

Bedingungen erfüllt sind, unterliegt die

Herstellung von Medikamenten sehr hohen

Qualitätsstandards; so auch bei Boehringer

Ingelheim. Das international agierende

Pharmaunternehmen mit Schwerpunkt

Forschung, Entwicklung und Produktion

von Arzneimitteln für die Human- und Tiermedizin

erfüllt nicht nur diese strengen

Bis jetzt stellte eine Punkt-zu-Punkt-Lösung

eine Verbindung zwischen den Feldgeräten

der zentralen Medienversorgung und der

Steuerungsebene dar. Die Signalebene war

in Schaltschränken installiert und die Signalkabel

wurden in über 80 Feldverteilern in der

Anlage gesammelt und an den Schaltraum

geführt. Die Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit

durch Vermeidung technischer Störungen,

ein begrenzter Platz im Schaltraum

und eine hohe Modularität zählen zu den erhöhten

Anforderungen an die EMSR-Technik

bei der Modernisierung des Tanklagers.

Die Vermeidung von Ausfallzeiten der

Produktion bei der Umstellung der bisheri-

34 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


TITEL I MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Geringerer Platzbedarf, hohe Modularität und reduzierter Instandhaltungsaufwand

waren die Anforderungen an die neue Technik

gen auf die neue Technik stellte durch den

erforderlichen Parallelbetrieb eine große

Herausforderung dar – denn die Ausfallzeit

war auf zwei bis drei Tage pro Medium limitiert,

was eine genaue Anpassung des Umbauzeitpunktes

an die Produktionsplanung

erforderte.

Um die gewünschte Modernisierung zu

erreichen, erfolgte der Austausch des veralteten

Leitsystems, der 24 V-Versorgung und

die Erneuerung der E/A-Ebene mit dem Anschluss

der über 900 Sensoren und Aktoren.

Durch eine besondere Topologie im Steuerungskonzept

des Tanklagers konnten sonst

übliche Änderungen an den Steuerungssystemen

der Produktionsbetriebe vermieden

werden. Diese sind bei Einbindung einer

zusätzlichen Steuerung üblicherweise an

der Datenkopplung erforderlich.

Reduzierter Aufwand

Eine Voraussetzung zur Erreichung der genannten

Ziele war die Verlegung der Signalebene

vom Schaltraum in das Freigelände

des Tanklagers. Die Wahl für das Übertragungssystem

fiel dabei auf das FB-Remote-

I/O-System von Pepperl+Fuchs. Die Schaltschränke

des FB-Remote-I/O-System wurden

entsprechend den Projektanforderungen

gestaltet.

„Das Design erfüllt die Anforderungen an

die Topologie (Segmentierung der Anlagenfunktionen),

der Anschaltung von Exe-Magnetventilen

und Exi-Feldgeräten innerhalb

eines Schrankes und zusätzliche

Klemmleisten mit Rangiermöglichkeiten

für die Anbindung von Sammel- und Stichkabel.

Die über 20 nahezu identisch aufgebauten

Schaltschränke reduzieren den Aufwand

für Planung, Montage und Systemkonfiguration

gegenüber dem bisherigen

Installationskonzept erheblich“, erklärt Michael

Angelov als Projektverantwortlicher

bei Boehringer Ingelheim.

Ein weiteres Argument für dieses System

ist die mögliche Erhöhung der Verfügbarkeit

durch Redundanz von Netzteil und

Gateway. Darüber hinaus ist dieses System

bereits am Standort Ingelheim eingeführt,

dadurch sind Kenntnisse beim Personal der

Instandhaltung vorhanden.

Viel Kabel eingespart

Wo genau hat Boehringer Ingelheim nun

die FB-Remote I/O Systeme eingesetzt? Installiert

sind die Systeme in Edelstahlgehäusen

in direkter Nähe der Tanktassen und der

Verladestation, in der LKWs über Entnahmeeinrichtungen

abgetankt werden. Bis zu

vier Stationen sind hierbei zu einer Insellösung

zusammengefasst, um somit genau

definierte Anlagenteile abzudecken. Die Inseln

in der Entnahmezone sind entsprechend

der Steuerungs-Topologie definierten

Tanktassen zugeordnet; eine Profibuslinie

ist jeweils an eine Insel gekoppelt.

Da die Ausstattung der Tanks mit Sensoren

und Aktoren untereinander ähnlich ist, gibt

es im Detail nur drei Layouts in der Modulbestückung

des FB-Remote-I/O-Systems. Dieser

Unterschied begrenzt sich durch den Typ

der E/A-Module auf zwei Steckplätze. Das

schaffte Synergien für die Planung, Montage

und insbesondere die Systemkonfiguration

und reduzierte mögliche Fehlerquellen.

Der modulare Aufbau der Einheiten

macht das System sehr übersichtlich und

wirkt sich dadurch positiv auf die Instandhaltung

aus. Im Tanklager sind insgesamt

23 Stationen auf acht Profibuslinien verteilt,

um Druck-, Temperatur- und Füllstandsmessungen

sowie die Steuerung von Magnetventilen

und auch Stellungsregler von

Armaturen aufzunehmen. Ein Profibuskabel

abgehend von dem Mastersystem ersetzt

dabei die vielen Sammelkabel zum

Leitsystem. Dadurch wurden mehr als fünf

Kilometer des am Standort typischen

50-adrigen Sammelkabels eingespart.

Die nach Vorgaben von Boehringer Ingelheim

gebauten Gehäuse haben den Vorteil,

dass neben der mit Modulen bestückten

Backplane auch ein Klemmbereich als Verteilerstützpunkt

genutzt wird. Dieser wird

zur Anschaltung der Überfüllsicherungen

und des Trockenlaufschutzes verwendet,

da diese Sensorik als Ausnahme auch künftig

mit Auswerteelektronik im Schaltraum

verbunden ist.

„Somit konnte die bestehende Sensorik

erhalten bleiben, ohne zusätzliche Feldverteiler

einzusetzen“, erklärt Michael Angelov.

„Diese Lösung ist sehr flexibel, wir können

beim Ersatz der alten Sensoren des Trockenlaufschutzes

künftig auf die Auswerteelektronik

im Schaltraum verzichten und den

Sensor direkt auf ein Modul verdrahten.“

Selektiver Wechsel

Die Verlegung der Signalebene in die Anlage

unter Verwendung des FB-Remote-I/O-

Systems in einem auf das Projekt optimal

angepassten Aufbau im Edelstahlgehäuse

zeigt deutliche Vorteile im Vergleich zur bisherigen

Lösung:

n nur ein Feldbuskabel für jede Insel anstelle

vieler Verteiler und Sammelkabel,

n eine hohe Verfügbarkeit durch redundante

Netzteile,

n Exe-Feldanschlüsse für die verbauten

Magnetventile sowie

n die Möglichkeit einer kostensparenden

und schnell realisierbaren Erweiterung.

Während der Umbauphase konnte durch

Parallelbetrieb alter und neuer Technik die

Ausfallzeit für jedes Tankmedium auf das

erforderliche Maß reduziert werden. Beim

Medienumschluss war es möglich, durch die

eigenständige EMR- und PLT-Struktur die

zugehörigen Messstellen selektiv von der

alten auf die neue Steuerung zu wechseln.

www.pepperl-fuchs.com

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 35


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Problemloser Einsatz im Ex-Bereich

Drahtloses Temperaturmesssystem für Mühlen und Mischfutter-Produktionsanlagen

Michael Braun

Bei der Be- und Verarbeitung von

Getreide und Futtermittelvorprodukten

fällt unweigerlich

Staub an, der mit einer wirksamen

Zündquelle eine Explosion auslösen

kann. Daher müssen neben den

eigentlichen Produktionsanlagen

auch sämtliche eingesetzten

Messgeräte entsprechend den

Atex-Richtlinien konstruiert und

zugelassen sein.

Autor: Michael Braun, internationaler Verkauf,

Jumo GmbH & Co. KG, Fulda

In Deutschland werden jährlich etwa

30 Mio. t Getreide von Genossenschaften

und Landhandel erfasst. Hinzu kommen

etwa 6 Mio. t an importiertem Getreide

und 5 Mio. t an Futtermittelvorprodukten.

Diese über 40 Mio. t müssen in entsprechenden

Produktionsanlagen be- und

verarbeitet werden, der Bedarf an explosionsgeschützter

Messtechnik zur Ausrüstung

der Anlagen steigt stetig an.

Temperaturmesswerte

übertragen

Die Funk-Temperaturfühler zur Messung

an stationären und beweglichen Messorten

sowie die zum System passenden Multifunktionsempfänger

mit vier Analogausgängen

(oder mit zwei Analogausgängen

und zwei Relais) wurden entwickelt, um

Temperaturmesswerte mit hoher Flexibilität

und Bewegungsfreiheit drahtlos übertragen

zu können. Die Elektronikkomponenten

befinden sich im Fühlergriff und sind

durch ein wasserdichtes, doppelt abgedichtetes

Gehäuse mit der Schutzart

IP67 geschützt.

Der Sender ist im Messfühler integriert

oder als abgesetzte Sendeeinheit für

kabelgebundene Temperaturfühler mit

M12-Maschinensteckverbinder erhältlich.

Einbaulängen von 50 bis 1 000 mm sind

mit einem Platin-Chip-Widerstand als

Messelement verfügbar. Senderseitig

wurde ein maximaler Temperaturmessbereich

von - 200 bis + 600 °C mit der M12-

Variante realisiert. Die dabei benutzte

Funkfrequenz von 868 MHz ist weitgehend

unempfindlich gegenüber externen Störeinflüssen

und erlaubt die Übertragung

auch in rauer Industrieumgebung mit

diversen hochfrequenten Störquellen wie

z. B. Drehzahlreglern oder Frequenzumrichtern.

36 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Zulassung nach Atex-Richtlinien

Der Sender mit Atex-Zulassung kann

direkt in einem explosionsgefährdeten

Bereich platziert werden. Der Empfänger

wird außerhalb der eigentlichen Ex-Zone

installiert. Kostenintensive Installationen

mit Schutzbarrieren und Speisetrennern

sind bei dieser Konstellation unnötig.

Die Funktechnologie zeigt hierbei einen

völlig neuen Weg auf und ermöglicht

Anwendern die grenzüberschreitende

Übermittlung von Temperaturmesswerten

aus dem Ex-Bereich heraus. Dabei darf

sich der Sender bei gewünschter Zonentrennung

sogar bis zum Prozessanschluss

in Zone 0 befinden. Der Fühlergriff sitzt in

diesem Beispiel dann in Zone 1. Selbstverständlich

kann auch das Komplettgerät in

Zone 0 betrieben werden.

Die Bauartzulassung, die dem Gerät

zugeordnet ist, unterscheidet sich danach,

ob eine Zonentrennung gewünscht ist oder

nicht. Erstmals kann durch den Einsatz

dieser zukunftsweisenden Geräte ein

Ex-Bereich als komplett von der Außenwelt

abgekoppelt betrachtet werden. Die

Sender befinden sich auch weiterhin im

Fühlergriff und sind durch ein wasser- und

staubdichtes Gehäuse geschützt.

Als äußeres Unterscheidungsmerkmal

zum bewährten Produktprogramm wurde

ein mit blauer Kappe gekennzeichneter

Kunststoffgriff gewählt. Das Gerät ist

eigensicher und aufgrund spezieller Konstruktionsprizipien

ist sicherstellt, dass

selbst im Fehlerfall kein unsicherer

Zustand auftritt. Dies ist zum einen durch

Sollbruchstellen auf der Elektronikbaugruppe

und einen Teilverguss derselben sowie

zum anderen durch eine spezielle Lithium-

Batterie erreicht worden, sodass eine gefährliche

Situation nicht entstehen kann.

Stromstärke und Spannung sind auf Werte

begrenzt, bei denen keine zündfähige Energie

auftritt, sodass eine mögliche Funkenbildung

keine Explosion des Brennstoff-

Luft-Gemisches auslöst. Die Skalierung des

jeweiligen Ausgangswertes obliegt dem

Anwender und kann individuell an die

Messaufgabe angepasst werden.

Drahtlos auf der Überholspur

Die Temperaturfühler sind durch die Funkübertragung

der Messwerte für die genaue

Temperaturmessung in mehreren Prozessschritten

der Mischfutterproduktion und

-weiterverarbeitung besonders geeignet.

Beispielsweise muss bei der Herstellung der

Futterwaren stets die Temperatur genau

überwacht werden, um einen festgelegten

Bereich nicht zu verlassen.

Das Über- oder Unterschreiten der

erforderlichen und für eine gleichbleibende

Produktqualität wesentlichen Temperaturen

lässt sich durch den Einsatz der Funktechnologie

vermeiden. Durch diese Messdatenerfassung

können Futterproduzenten

jetzt über die Temperaturmessdaten in

jedem der einzelnen Prozessschritte andauernd

verfügen, auch in den verschiedenen

rotierenden oder fahrbaren Herstellungsbehältern.

Beinahe unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten eröffnen dem Anwender einen völlig neuen Weg,

um Temperaturmesswerte aus dem Ex-Bereich heraus zu übertragen

Da die verschiedenen Transportwagen in

der Produktion meist individuell codiert

sind, um eine einwandfreie Zuordnung

der Waren zu den Prozessschritten zu

gewährleisten, lassen sich auch die Sender

individuell codieren. Zum einen durch

vom Kunden aufgebrachte, mitgelieferte

Farbringe, zum anderen durch eine

eineindeutige, in der Produktion vergebene

fünfstellige ID, welche jeden Sender

des Systems einzigartig macht und durch

die der entsprechende, vom Kunden

gewünschte Sender mit dem gewünschten

Empfänger „verlinkt“ bzw. gekoppelt

werden kann. Hierdurch wird eine eindeutige

Zuordnung der einzelnen Messstellen

zu den am Empfänger befindlichen

Ausgängen vorgenommen.

Unter Berücksichtigung der derzeit

gültigen Gesetzestexte sowie unter Beachtung

der verfügbaren Normen und Industriestandards

wurde für die Anwendung

des Systems eine Funklösung mit proprietärem

Protokoll im SRD Band auf

der Frequenz 868 MHz (Europa) ausgewählt.

Zusätzlich zu den bereits weiter

oben erwähnten Funktionalitäten steht

an jedem Tragschienen-Empfänger noch

eine busfähige RS485-Schnittstelle mit

MOD-Bus-Protokoll zur Verfügung. Pro

Empfänger können über die Schnittstelle

RS485 bis zu 16 Wtrans-Sender (Einstichtemperaturfühler)

verwaltet, parametriert

und ausgelesen werden.

Vorteile überzeugen

Durch den Einsatz zukunftsweisender

Funkübertragungstechnologie ergibt sich

insbesondere beim Einsatz in explosionsgefährdeten

Bereichen eine starke Reduzierung

des Installationsaufwandes, da lange

Anschlussleitungen in kabelgebundenen

Systemen fast immer hinderlich für den

Anwender sind. Funkbasierte Temperatursensoren

bieten hier im Vergleich zu

drahtgebundenen Lösungen mit Speisetrennern

effektive und günstige Alternativen.

Im Vergleich zur drahtgebundenen Messdatenübertragung

reduzieren sich die

Kosten bei Wartung, Reparatur und Neuinstallation.

Durch die Funktechnologie – auch mit

Zulassungen nach Atex-Richtlinie – werden

völlig neue Anwendungsgebiete für die

Übertragung von Temperaturdaten im

Rahmen der Be- und Verarbeitungsprozesse

in der Ernährungsindustrie oder bei der

Mischfutterproduktion – aber natürlich auch

bei Non-Food-Produkten – erschlossen.

www.jumo.net

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 37


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Der Blick aufs Ganze

Chemical Color Imaging: Evolution der industriellen Bildverarbeitung

Peter Stiefenhöfer

Chemical Color Imaging (CCI)

macht komplexe Hyperspektraldaten

auf molekularer Ebene für

die industrielle Bildverarbeitung

nutzbar. So lassen sich z. B.

Nahrungsmittel oder Kunststoffe

aufgrund ihrer unterschiedlichen

Molekularstruktur und der

chemischen Eigenschaften

eindeutig unterscheiden.

Hyperspektral-Bildverarbeitungssysteme

auf Basis einer generischen, intuitiv konfigurierbaren

Datenverarbeitungsplattform

machen wissenschaftliche Methoden der hyperspektralen

Analyse intuitiv zugänglich und

erschließen damit neue Anwendungsgebiete.

Moderne 3-D-Bildverarbeitungssysteme

mit Farbkameras erzeugen hochpräzise

räumliche Bilder der untersuchten Objekte.

Allerdings sind diese Systeme ausgelegt auf

die Analyse von Oberflächen und finden

ihre Grenzen immer dann, wenn die zu

untersuchenden Objekte eine unterschiedliche

molekulare Struktur besitzen oder gar

einem Veränderungsprozess unterliegen.

Ersteres ist beispielsweise bei der Trennung

von Kunststoffen im Recycling der Fall,

während etwa im Lebensmittelbereich der

Reife grad von Früchten und möglicher

Schimmel befall eine große Rolle spielen.

Autor: Dipl.-Ing. Peter Stiefenhöfer, Leiter

Marketing & Öffentlichkeitsarbeit, Stemmer

Imaging GmbH, Puchheim

Chemischer Fingerabdruck

Solche Informationen können nur mit Hyperspektralkameras

gewonnen werden, denn

anhand ihrer chemischen Eigenschaften

hinterlassen Objekte mit ihrer spektralen

Signatur einen einzigartigen „Fingerabdruck“.

Diese spektralen Signaturen ermöglichen

eine Materialerkennung durch die

Molekülstruktur einzelner Objekte.

Allerdings war hyperspektrale Kameratechnologie

bislang noch nicht flächendeckend

im industriellen Umfeld anwendbar.

„Ein Grund dafür ist, dass die Entwicklung

hyperspektraler Applikationen bisher nur

Experten der Spektroskopie und Chemometrie

vorbehalten war“, erklärt Markus

Burgstaller, Geschäftsführer bei Perception

Park. „Viele Anwendungsversuche scheitern

zudem daran, dass die Farbbildverarbeitungssysteme

bestehender Maschinen

in der Regel nicht in der Lage sind, hyperspektrale

Kameras sinnvoll zu integrieren.

Als Folge muss jede einzelne Anwendung

basierend auf hyperspektraler Kameratechnologie

von Grund auf neu entwickelt und

umgesetzt werden, was im industriellen

Umfeld meist nicht wirtschaftlich darstellbar

ist.“ Die hyperspektrale Kameratechnologie

ist jetzt auch im industriellen Umfeld

anwendbar.

Aussagekräftige Kombination

Chemical Color Imaging (CCI) schließt diese

technologische Lücke und ermöglicht erstmals,

dass die chemischen Eigenschaften

von Objekten mittels Bildverarbeitung in

Echtzeit bewertet werden können. Die damit

verbundenen Vorteile der Spektroskopie

werden dabei in einem ganzheit lichen Ansatz

mit denen der industriellen Bildverarbeitung

zusammengeführt.

„Kernelement von CCI ist die Extraktion

von zweidimensionalen Feature-Bildern,

den Chemical Color Images, aus komplexen,

multidimensionalen Hyperspektral-Daten.

In diesen Feature-Bildern werden dem An-

wender die gesammelten, ortsaufgelösten,

spektroskopischen Informationen in Farbe

codiert dargestellt. Durch den Einsatz von

CCI erscheint die hyperspektrale Kamera

im System des Anwenders also wie eine

Farbkamera. Die Farben (Chemical Colors)

spiegeln molekulare Eigenschaften der untersuchten

Objekte wider“, erläutert Markus

Burgstaller.

Die Vorzüge der Spektroskopie hinsichtlich

ihrer Selektivität werden um den „örtlich

verstehenden“ Charakter erweitert, den

die Bildverarbeitung ermöglicht. Ein besonderer

Vorteil liegt dabei darin, dass keine

Klassifikation, sondern eine gezielte Reduktion

der spektroskopischen Information hin

auf interpretierbare chemische Eigenschaften

stattfindet.

Intuitive Plattform

Perception Park hat mit dem Perception-

System eine generische, intuitiv konfigurierbare

Datenverarbeitungsplattform entwickelt,

die wissenschaftliche Methoden

gekapselt zur Verfügung stellt und für jedermann

intuitiv zugänglich macht. Diese

Abstraktion von komplexen spektralen Informationen

über vorhandene chemische

Eigenschaften macht die Handhabung der

Kamera auch für Benutzer ohne Expertenwissen

über Spektroskopie und Chemometrie

möglich und interpretierbar.

„Aufgrund dieses generischen Zuganges

müssen neue Anwendungen nicht von

Grund auf programmiert werden. Vielmehr

können Anwender selbstständig Applikationen

entwickeln und konfigurieren, ohne

dass Spezialkenntnisse in Chemometrie,

Spektroskopie oder hyperspektraler Datenverarbeitung

zwingend erforderlich sind“,

erklärt Burgstaller. Einmal konfiguriert,

läuft das Perception-System im Stand-alone-Betrieb

als Adapter zwischen Kamera

und Maschine. Als Schnittstelle zur Maschine

dient dabei stets ein bekanntes Bildverarbeitungsformat,

über das der Anwender

eigenständig eine Entscheidung treffen

38 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

automatische Trennung von Kunststoffen.

Hier besteht die Aufgabe z. B. darin, Kunststoffteile

aus Polyethylen (PE) und Polypropylen

(PP) anhand ihrer chemischen

Zusammensetzung zu erkennen und zu

trennen. Das Perception-System kann

unterschiedliche Kunststoffe im selben

Prozessschritt zuverlässig identifizieren.

Gesamtsystem verfügbar

Im Realbild (links) zeigen Zucker, Salz und Zitronensäure kaum Unterschiede, während sie im

CCI-Bild (rechts) klar zu identifizieren sind

kann, die auf dem Chemical Color Imaging

basiert.

Viele Möglichkeiten

Chemical Color Imaging wird typischerweise

von Lösungsanbietern wie Maschinenbauern

vornehmlich in industriellen Prozessen

angewendet. Für sie bedeutet CCI

eine größere Unabhängigkeit von externen

Tech nologielieferanten und mehr Flexibilität

bezüglich der eigenen Applikation. Dies

schlägt sich beispielsweise in der lebensmittelverarbeitenden

Industrie, wo sich das

Sortiergut z. B. durch Nachreifung schnell

verändert, positiv auf Weiterentwicklungen

und Anpassungen nieder.

Neben der Lebensmittelbranche sind die

Hauptanwenderindustrien von Chemical

Color Imaging derzeit der Bergbau, die

Pharmaindustrie sowie das Recycling. Bei

Letzterem ermöglicht die Technologie eine

Durch die Zusammenarbeit zwischen Perception

Park und Stemmer Imaging steht

die Hyperspektraltechnologie nun erstmals

auch industriellen Anwendern ohne Fachwissen

in den Themen Spektroskopie und

Chemometrie als modulares System zur

Verfügung. Die intuitiv konfigurierbare

Softwareplattform namens Perception Studio

stellt dabei wissenschaftliche Methoden der

hyperspektralen Analyse gekapselt zur Verfügung.

Diese Software dient als Basis für die

Systeme, die Stemmer Imaging durch die Ergänzung

um Hardwarekomponenten wie geeignete

CMOS- und InGaAs-Industrie-kameras,

Beleuchtungen, Optiken und Bilderfassungskarten

sowie Bildverarbeitungsrechner

zu CCI-Komplettsystemen erweitert.

Fotos: Fotolia, Stemmer Imaging

www.stemmer-imaging.de

E I N L A D U N G

Mittwoch, 9. Nov. 2016

8:00 bis 16:00 Uhr

RuhrCongress Bochum

Stadionring 20

44791 Bochum

Messtechnik Steuerungstechnik Regeltechnik Prozessleitsysteme Automatisierung

Führende Fachfirmen der Branche präsentieren ihre Geräte und Systeme und zeigen neue Trends im

Bereich der Automatisierung auf. Die Messe wendet sich an Fachleute und Entscheidungsträger die in ihren

Unternehmen für die Automatisierung verantwortlich sind.

Der Eintritt zur Messe und die Teilnahme an den Fachvorträgen ist für die Besucher kostenlos.

MEORGA GmbH

Sportplatzstraße 27

66809 Nalbach

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VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 39


SUMMER OF ENGINEERING

ZU GAST BEI

SCHULZ SYSTEMTECHNIK

DURCHGÄNGIGKEIT

IM PROZESS

Nicole Steinicke

Die Automatisierung von Produktionsabläufen gehört seit vielen Jahren

zu den Kernkompetenzen der Schulz Systemtechnik. Vom firmeneigenen

Prozessleitsystem über Steuerungstechnik bis hin zu Schaltanlagen

und Energiemanagament bietet das Unternehmen ganzheitliche

Lösungskonzepte für zahlreiche Branchen an. Die Digitalisierung spielt

bei all dem eine wesentliche Rolle. Der Automatisierungsspezialist ist

schon heute ganz vorne mit dabei und macht Sie fit für Industrie 4.0.

SUMMER OF ENGINEERING

Die Bedürfnisse der Kunden verstehen, technologische Herausforderungen

meistern und die Technik beherrschen – dafür

steht die Schulz Systemtechnik GmbH. Das Familienunternehmen

mit Sitz in Visbek hat sich auf die Entwicklung individueller

Automatisierungslösungen spezialisiert und betreut mit

rund 1 000 Mitarbeitern Projekte unterschiedlichster Bereiche, die

kaum vielseitiger sein können. Industrieauto mation, Sondermaschinen

und Robotik, Automotive und Agrartechnik sind nur einige

Beispiele aus dem umfangreichen Feld möglicher Applikationen.

Eine erstaunliche Leistung, wenn man bedenkt, dass für all die

verschiedenen Themen das erforderliche Fachwissen rund um

Mechanik, Elektronik und Informatik verfügbar ist. Und somit

finden auch die neuen Anforderungen der Hightech-Strategie

Industrie 4.0 bereits heute umfassend Berücksichtigung in den

Lösungskonzepten des Unternehmens und sind Anspruch und

Vision zugleich. Damit wird der Grundstein gelegt, um auch in

Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

GEMEINSAM ENTWICKELTE LÖSUNGEN IM

ZEITALTER VERNETZTER PRODUKTIONSPROZESSE

Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 wandelt sich mehr und mehr von

einer Strategie in konkrete technologische und praktische Aufgabenstellungen.

Unternehmen stehen damit vor der Herausforderung,

den zunehmenden Grad der Digitalisierung und Vernetzung von

Produkten und Wertschöpfungsketten abzubilden und beherrschbar

zu machen. Aber genau das stellt für viele mittelständische Unternehmen

eine schwer zu überwindende Hürde dar. Mit Lösungen

für die Industrieautomation, beispielsweise mit durchgängigen

Prozessleitsystemen sowie mit Konzepten aus dem Sondermaschinenbau

und der Robotik, nimmt Schulz Systemtechnik seine Kunden

an die Hand auf dem Weg in die vernetzte Welt. Wie das aussehen

kann, haben wir uns vor Ort ansehen können und sind der digitalen

Zukunft einen Schritt näher gekommen.

DEN OPTIMIERUNGSBEDARF SINNVOLL

ANALYSIEREN UND DEFINIEREN

Um sich zukunftssicher für Industrie 4.0 zu rüsten, bietet Schulz

einen sogenannten I4.0-Check an. Spezialisten analysieren beim

Kunden vor Ort, was sich digitalisieren, vernetzen und automatisieren

lässt. Nach der Bestandsaufnahme und Analyse der Fertigungsprozesse

werden das Automatisierungspotenzial sowie mögliche

Lösungswege aufgezeigt. Damit ist transparent, in welchen Bereichen

das größte Potenzial liegt und wo gestartet werden sollte,

um den schnellsten und größten Return on Investment zu erzielen.

Und das Beste daran: Der Automatisierungsspezialist bietet die

komplette Lösung aus einer Hand – Mechanik, Elektrotechnik und

Informatik.

Eines der Kernthemen bei Schulz ist das Product Lifecycle

Manage ment (PLM) mit der Entwicklung des firmeneigenen MESund

Prozessleitsystems Schulz productionstar. Es bietet u. a. Auswertung,

Analyse und Verarbeitung vorhandener Daten, transparente

und flexible Produktionsplanung und erlaubt die Bedienung durch

mobile Endgeräte. „Durch die gezielte Analyse und Produktionsplanung

lässt sich die Wertschöpfung um bis zu 10 % steigern“,

bekräftigt der Geschäftsführer Ralf Soltwedel bei unserem Besuch

in Bremen.

VIDEO

I4.0: Digitale Durchgängigkeit von der

virtuellen Fabrik bis zum Prozess – warum

dies so wichtig ist, erfahren Sie hier:

http://bit.ly/SOE16_Schulz

40 VERFAHRENSTECHNIK 10/ 2016


01 Kann man Lösungen

bauen? Aber ja! Wie, verrät

Ralf Soltwedel im Gespräch mit

Redakteurin Nicole Steinicke

SUMMER

of

DAS HIGHLIGHT DES JAHRES

ENGINEERING

2016

INNOVATION-SCOUTS AUF DER SPUR

VON INDUSTRIE 4.0

Im Sommer 2016 ging unsere Redaktion auf Deutschland-Tour,

um mehr über die vernetzte Produktion zu erfahren. Eine Station

dieser Roadshow führte uns zum Automatisierungsspezialisten

Schulz Systemtechnik nach Bremen. Wir wollten wissen, auf

welche Aspekte von Industrie 4.0 sich das Unternehmen fokussiert

hat. SUMMER of ENGINEERING ist aber noch viel mehr. In

unserem Blog und in unseren Social-Media-Kanälen berichten

wir über Ideen, Visionen und Umsetzungen in Sachen Internet

of Things. Was sagen Experten? Welche Umsetzungen gibt es

bereits? Was verstehen verschiedene Berufsgruppen unter

diesem Thema? Wie wird sich die Arbeitswelt verändern?

Welche konkreten Aufgaben sind zukünftig zu lösen?

Lassen Sie sich von unseren Artikeln und Videos inspirieren.

Wir laden Sie ein, unsere Beiträge zu kommentieren oder uns

einfach nur zu liken, zu posten und weiterzuempfehlen.

www.summer-of-engineering.de

INDUSTRIE 4.0 WIRD ZUR TEAM-ARBEIT

Industrie 4.0 bringt auch eine Veränderung der Arbeitswelt mit

sich. Zum Beispiel in der Mensch-Roboter-Interaktion: Menschen

und Roboter werden zu realen Kollegen und arbeiten Hand in

Hand. Von der Montage bis zum Etikettieren, von Pick-and-Place

bis zum Schweißen, vom Verpacken bis zum Polieren – es sind

kaum noch Grenzen gesetzt. Und das lässt sich sogar ohne Schutzzäune

realisieren. Auch hier setzt Schulz Maßstäbe und bietet mit

einem eigenen Schulungszentrum praxisnahe Qualifizierungsmaßnahmen

in Industrie- und Leichtbaurobotik an. Aber auch Firmenseminare

sind möglich. Das Schulungsprogramm richtet sich an

Anlagenbediener, Techniker und Programmierer, die in Theorie

und Praxis u. a. den Umgang mit dem Leichtbauroboter erlernen

möchten, den Aufbau des Robotersystems, wie man Applikationen

starten und ablaufen lassen kann bis hin zur Programmierung.

Der Automatisierungsspezialist präsentiert sich einmal mehr als

Unternehmen mit Weitblick, Innovationsstärke, Vielseitigkeit und

nahezu grenzenlosen Lösungskonzepten. Ja, es stimmt also: Schulz

Systemtechnik kann Lösungen bauen!

02 Das Schulz Schulungszentrum bietet eine

ganzheitliche Qualifizierung in Industrie- und

Leichtbaurobotik unter realen Bedingungen

03 Die Schulungszelle vereint modernste

Technologien – Sicherheitssysteme, Wechselund

Greiferwerkzeuge sowie Visionsysteme

04 Mithilfe einer Datenbrille

können Mitarbeiter direkt im

Prozess relevante Daten einsehen


DER ZEIT EINEN

SCHRITT VORAUS:

„CREATING 4.0“

Sie erstellen ganzheitliche

Automatisierungslösungen

für unterschiedliche Branchen

und Aufgaben. Was genau

zeichnet die Kernkompetenz

der Schulz Systemtechnik aus

und wie decken Sie dieses

umfassende Portfolio ab?

Wir gehören heute zu den führenden Entwicklern von Automatisierungslösungen für verschiedenste

Branchen. Diese reichen u. a. von der Automobilindustrie, der Prozessindustrie,

dem Maschinen- und Anlagenbau bis zur Logistik. Was uns dabei auszeichnet, ist das

Leistungsspektrum aller drei Disziplinen der Automatisierungstechnik – von der Mechanik

über die Elektrotechnik bis zur Informatik. So können wir unseren Kunden die gesamte

Wertschöpfungskette aus einer Hand bieten. Dabei ent wickeln wir speziell auf den jeweiligen

Kundenwunsch zugeschnittene Lösungskonzepte für Unternehmen vom Mittelstand bis zur

Großindustrie. Die umfangreichen Synergieeffekte innerhalb der Unternehmensgruppe und

unser umfassendes Fachwissen und Know-how in den einzelnen Branchen und deren

Techniken sind dabei wesentliche Vorteile.

Die Hightech-Strategie

Industrie 4.0 ist für Sie nicht

nur eine Vision. Schon heute

spiegelt sich die Verzahnung

der industriellen Produktion

mit Informations- und

Kommunikationstechnik in

Ihren Lösungen wider. Wie

führen Sie Ihre Kunden in eine

digitale Welt von morgen?

Vielen ist der Ausdruck Industrie 4.0 zu schwammig oder die Erwartungen dahinter variieren

stark. So stellen sich Unternehmen die Frage, wie sie sich hier positionieren sollen oder ob das

Thema überhaupt für sie relevant ist. Dabei bietet Industrie 4.0 ein hohes Potenzial, besonders

für den Mittelstand. Man muss es nur erkennen, bewerten und die richtigen Maßnahmen

ergreifen. Dafür braucht es eine gute Beratung und vor allem eine Analyse aller Geschäftsprozesse

im Unternehmen. Hierfür haben wir einen speziellen I4.0-Check. Mit ihm analysieren

Teams vor Ort beim Kunden, was sich digitalisieren, vernetzen und automatisieren lässt.

Dabei werden immer die Bereiche ausgewählt, die für den Kunden den schnellsten und

größten Return on Investment haben.

Sie bieten Konzepte, mit

deren Hilfe Mensch und

Maschine zusammenarbeiten

können. Wie müssen wir uns

eine derartige Lösung

vorstellen?

Ein realisiertes Beispiel ist der MRK-Roboter mit einem Pinsel als Werkzeug zum Verstreichen

von PVC-Nähten. MRK steht für Mensch-Roboter-Kollaboration und damit für eine sichere

Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter ohne Schutzzaun. In unserem Beispiel wird

so ein Kollaborationsroboter in einem Arbeitsbereich zusammen mit einem Menschen eingesetzt,

der die gleiche Aufgabe hat. Dabei übernimmt der Roboter die Stellen,

die für einen Menschen schwer zugänglich und erreichbar sind.

SUMMER OF ENGINEERING

06 Roboter, die in der Mensch-Maschine-Kollaboration

zum Einsatz kommen, erlauben auch manuelle Eingriffe,

um Abläufe zu ändern

05 Kollaborative Roboter übernehmen

Handling- und Palettieraufgaben


Herkömmliche Roboter würden einen Sicherheitsbereich in Form einer Umhausung erfordern.

Dies macht das gleichzeitige Arbeiten eines Menschen nicht möglich und erhöht damit den

Platz bedarf an der Produktionslinie. Wechselt dagegen der MRK-Roboter das Werkzeug (Pinsel),

kann einfach der Mensch kurzfristig die Aufgabe übernehmen. Muss der Mitarbeiter seinen

Arbeitsplatz temporär verlassen, übernimmt der Roboter dessen Arbeit – also Hand in Hand.

Industrie 4.0 ist mittlerweile

auch zu einem gesellschaftlichen

Thema geworden.

Unsicherheiten darüber,

wie sich die Arbeitswelt

verändern wird, machen sich

breit. Was denken Sie, wie

sich Industrie 4.0 auf Mensch

und Arbeit auswirken wird?

Aufgrund der schnellen technischen Veränderungen im Automatisierungsbereich haben wir

innerhalb unseres Unternehmens bereits in der Vergangenheit unsere Mitarbeiter fortlaufend

weiterqualifiziert. Im Zuge unseres Slogans „Creating 4.0“ erweitern wir dies seit 2012 auf die

Digitalisierung und Informationstechnologie. Unsere eigenen Mitarbeiter haben somit die

Sicherheit, dass wir neben der Ausrichtung auf die Marktsituation auch ihre Befähigung und

Qualifizierung begleiten und vorantreiben. Gleichzeitig können wir in unseren eigenen

Schulungszentren auch Kundenmitarbeiter qualifizieren. Oftmals gehen solche Fortbildungsmaßnahmen

mit einer Neuinvestition einher oder eilen dieser voraus.

Wenn Unternehmen in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter investieren, sind diese für den

unaufhaltbaren technologischen Fortschritt gerüstet, sie können mit den neuen Technologien

umgehen und akzeptieren diese auch. Damit wird nicht nur die Marktposition des Unternehmens

gesichert und ausgebaut, sondern es werden auch zukunftssichere Arbeitsplätze

mit qualifizierten Fachkräften geschaffen.

Die Arbeit wird sich im Gegensatz zur Automatisierung im Sinne von Industrie 3.0 dahingehend

ändern, dass der Mensch nicht nur Anlagen und Maschinen bedient oder wartet,

sondern durch die Digitalisierung und Sensorik Mensch und Roboter direkt kollaborieren

können. Noch fährt mein Auto nicht autonom. Aber durch sensorgeführte Assistenzsysteme

hält es die Spur, den Abstand, unterstützt mich beim Einparken und bremst auch. So ist es

auch bei vielen MRK-Lösungen, wo Mensch und Maschine echte Teamplayer sind.

Wie wird sich Ihr Unternehmen

im Umfeld zukünftiger

Digitalisierung verändern und

welche Vorteile ergeben sich

dadurch für Ihre Kunden?

Wir digitalisieren und vernetzen unseren kompletten Planungs-, Konstruktions- und

Fertigungsprozess weiter. Der sogenannte digitale Zwilling ist dann über alle Phasen für

das Kundenprodukt wie auch die Produktions- oder Fertigungsanlage vorhanden.

Dadurch können wir komplette Abläufe virtuell nur anhand von digitalen Daten und Modellen

simulieren und testen. Damit geht einher, dass Arbeitsabläufe, die klassisch nacheinander

erfolgten, auf einmal simultan auf einer gemeinsamen Datenbasis umgesetzt werden, bei

gleichzeitigen Optimierungsschleifen. Das beschleunigt die Umsetzungsphase bis zur

Lieferung, aber insbesondere die Inbetriebnahme beim Kunden. Diese findet oftmals im

bestehenden Produktionsumfeld statt und hat damit kürzere Unterbrechungen und ein

schnelles Erreichen der Leistungsdaten zur Folge.

Mit der digitalen Fabrikplanung optimieren wir bereits heute unsere Baustellenlogistik und

können in größeren Modulgrößen unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten liefern.

Der Kunde kann anhand dieser Daten bereits im Vorfeld seine Fabrik dreidimensional

‚begehen‘, die technische Gebäudeausrüstung und Einrichtungsplanung integrieren und

anpassen. Insbesondere logistische- und Taktzeitanalysen aus diesen Daten helfen uns und

den Kunden, alle Abläufe und Schnittstellen im Blick zu behalten.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Soltwedel!

www.schulz-gruppe.st

07 Mit seiner über 60-jährigen Firmengeschichte zählt Schulz Systemtechnik heute zu

einem der führenden Unternehmen im Bereich der Prozess- und Industrieautomatisierung;

das Bild zeigt den Standort Bremen


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Kein Überlaufen

Redundante Füllstandsmessung zur Überfüllsicherung für Chemikalien

Bob Botwinski

In der chemischen Industrie ist eine

kontinuierliche Füllstandsmesstechnik

u. a. erforderlich, um

die Füllhöhe in entflammbaren

Tanks zu messen und eine mögliche

Überfüllung zu verhindern.

Zuverlässigkeit hat dabei selbstverständlich

oberste Priorität.

Die chemische Industrie setzt Managementsysteme

für Gesundheit, Sicherheit

und Umwelt strikt um und erwartet

von ihren Zulieferern eine ähnliche Kultur.

Eine Möglichkeit, ein hohes Maß an Zuverlässigkeit

bei der Instrumentierung zu erreichen,

ist die redundante Füllstandsmessung

mittels separater Technologien.

In diesem Fall handelt es sich einerseits

um eine Technologie zur Dauermessung

und andererseits um einen Schalter für

hohen Füllstand zur Überfüllsicherung.

Autor: Bob Botwinski, Sr. Global Product

Manager, Guided Wave Radar, Magnetrol

International N.V., Zele, Belgien

Technik auf engstem Raum

Die Echotel Grenzschalter sind für

die Füllstandsmessung mit einem

oder zwei Schaltpunkten erhältlich

Aufgrund von Platzbeschränkungen und

der Zusatzkosten für mehrfache Prozessanschlüs

se wurde bei einem Kunden

gewünscht, sowohl die Dauerfüllstandsmessung

als auch den Grenzschalter über

denselben Prozessanschluss einzusetzen –

einen einzelnen 3"-Flansch. Offene Kommunikation

und präzises Feedback ermöglichten

die Einbindung der speziellen

Anordnung.

Für die Dauerfüllstandmessung entschied

man sich für die GWR-Technologie

(Guided Wave Radar) in Verbindung mit

Ultraschallgrenzschaltern. Die GWR-Technologie

verzeichnet auf dem Markt das

schnellste Wachstum unter den Füllstandmesstechnologien

– und Magnetrol führte

als Wegbereiter Ende der 1990er-Jahre bereits

die ersten Geräte dieser

Art ein. Ultraschallgrenzschalter

sind eine beliebte

Technologie zur Anzeige

hoher Füllstände. Die

Ultraschallgrenzschalter

sind mit einzelnem

oder doppeltem Messspalt

und mit Relais oder

als elektronische Zwei-Leiterausführung

mit Stromumschaltung über die

Elektronik erhältlich. Beide Technologien

eignen sich für den Einsatz in SIL-2-Messketten

(Safety Integrity Level). Zudem wurde

vom Kunden eine drahtlose Kommunikation

gewünscht, und die Füllstandsgeräte

wurden nahtlos in den Funk-Messumformer

eines Drittanbieters integriert.

Funktionsprinzip

Der Eclipse 706 GWR ist ein 2-Leitermessumformer

mit 24 VDC. Er funktioniert nach

dem TDR-Prinzip (Time Domain Reflectometry).

Die TDR-Technologie basiert dabei

auf elektromagnetischen Impulsen, die entlang

einer Messsonde geführt werden.

Wenn ein solcher messsondengeführter

Startimpuls eine Oberfläche erreicht, deren

Epsilonwert höher ist als der der Luft, wird

ein Teil des Signals reflektiert. Dabei wird

die Übertragungsdauer des Impulses gemessen.

Echotel Grenzschalter arbeiten mit Ultraschallenergie,

um das Vorhandensein oder

Fehlen von Flüssigkeit zu ermitteln. Sie sind

für die Füllstandsmessung mit einem (Modell

961) oder zwei Schaltpunkten (Modell

962) erhältlich. Fortschrittliche Selbsttestfunktionen

ermöglichen Überprüfungen

von Elektronik und Sensor.

Fotos: Magnetrol, Fotolia

de.magnetrol.com

44 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


Verpackungsset für pH-Elektroden

optimiert Klimabilanz

Die Messung und Steuerung des

pH-Werts ist in zahlreichen Prozessen

der Pharma-, Chemie-, Lebensmittelund

Getränkeindustrie unverzichtbar –

Mettler Toledo bietet mit seinen Inlab

pH-Elektroden für jede Anwendung

den perfekten Sensor. Seit Frühjahr

2016 vermarktet der weltweit tätige

Hersteller von Präzisionsinstrumenten

seine sechs verschiedenen Produkttypen in einer neuen Verkaufsverpackung.

Das aus drei Größen bestehende Set löst die bis dato

im Einsatz befindliche Lösung aus Karton und Styropor ab. Die

clevere Konstruktion aus 100 % Wellpappe sorgt bei Mettler Toledo

für weniger Komplexität, höhere Effizienz und mehr Umweltschutz

entlang des gesamten Supply Cycle.

DYNAInstruments

Messtechnik für Schüttgut Prozesse

• Massedurchsatzmessung

• Durchflussüberwachung

• Geschwindigkeitsmessung

• Staubmessung

Durchflusswächter

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Datenlogger optimiert Wärmebehandlung

Die Temperaturaufzeichnung in

der Wärmebehandlung

entwickelt sich stetig weiter.

PhoenixTM reagiert darauf mit

der neuen Logger-Generation

PTM1-200. Basierend auf der

1000er-Serie hat der Hersteller die neuen Datenlogger mit

6-Kanal, 10-Kanal und 20-Kanal entwickelt. Optimierungen

finden sich vor allem in den Bereichen Messtakt, Speicherkapazität,

Computeranbindung und Kalibrationsdaten.

Die neue Zwei-Wege-Telemetrie erlaubt den Neustart und

Download auch während sich das System im Ofen befindet. Die

Datenverbindung wird bei einer eventuellen Trennung der Verbindung

automatisch wieder aufgenommen. So gehen auch Datenpakete,

die während der Unterbrechung aufgezeichnet wurden,

nicht verloren, sondern werden nachgesendet. Ein schneller

Messtakt von 0,2 s ermöglicht es, dass Prozesse mit hohen

Gradienten, wie beispielsweise Abschreckprozesse, noch exakter

und detaillierter verfolgt und analysiert werden. Damit auch bei

hohen Messraten lange Prozesse aufgezeichnet werden können,

wurde der Messwertspeicher auf 3,8 Mio. Messwerte erhöht.

Rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.

DYNA Instruments

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Professionelle Onlinepräsenz

Eine Homepage ist die moderne Visitenkarte eines Unternehmens.

Mit Zeta Producer in der neuen Version 13 soll es besonders leicht

sein, selbstständig eine eigene Website zu erstellen. Zeta Producer

ist ein windows-basiertes Desktop-Content-Management-System,

bei dem Websites nach dem Baukastenprinzip gestaltet werden

können. Das Programm macht den Bau der Homepage nach

Angaben des Anbieters nicht nur einfacher, das Ergebnis sei durch

die Vorgabe von modernen Layouts außerdem besonders

zeitgemäß und professionell. Die Layouts setzen sich aus Content-

Blöcken zusammen, die individuell arrangiert werden können.

Auch mit geringen Kenntnissen soll sich damit eine Internetseite

auf einem professionellen Niveau konstruieren lassen.

www.zeta-producer.com

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Einbau ohne Störkonturen

für beste Reinigungsergebnisse

Integrierbar, selbst bei

kleinen Rohrquerschnitten

Unterschiedliche Prozessanschlüsse

für verschiedenste

Einsatzmöglichkeiten:

G½, G¾, G1, Einschweißmufffe,

Tri-Clamp,

Milchrohr, VARIVENT,

u.v.m.

Non-invasive Messung

durch Kunststoffbehälter

oder -Rohrwände möglich

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MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN

Mehrkanal-Messumformer mit einfacher

Systemintegration

Endress+Hauser stellt den

Mehrkanal-Messumformer Liquiline

CM44P vor, der gleichzeitig Prozessphotometer

und Memosens-

Sensoren wie z. B. pH, Sauerstoff

oder Leitfähigkeit bedienen kann. Er

vereinfacht den Aufbau kompletter

Messstellen zur Überwachung von

Prozessen wie Fermentation, Chromatographie-Phasentrennung

und Filtration in der Biotechnologie. Mit diesem Messumformer

sparen Anwender Zeit und Geld durch eine nahtlose Systemintegration,

eine einfache Bedienung und eine reduzierte Ersatzteilhaltung.

Der Messumformer ist für alle Parameter einschließlich der

Prozessphotometer geeignet. Er kann nahtlos in Prozessleitsysteme

über digitale Feldbusprotokolle wie Modbus, Profibus und

Ethernet/IP integriert werden. Zudem können über den

integrierten Webserver aus der Ferne Diagnosedaten angesehen,

Konfigurationen vorgenommen oder auf Geräteparameter in

jedem beliebigen Webbrowser zugegriffen werden.

www.de.endress.com





Package units als Rühranlagen

Basic Engineering

Planung für Genehmigung

Kosteneinschätzung

Detail Engineering

Device Type Manager für besseren Service

Mit dem Device Type Manager (DTM) steht nun eine weitere

Möglichkeit zur Verfügung, das LB 480 (Füllstand) und das LB 414

(Dichte) zu bedienen. Als Betriebsoberfläche benötigt man einen

FDT2-Container wie z. B. Pactware, in den das DTM eingebunden

werden kann. Die Bedienoberfläche ist allerdings deutlich

übersichtlicher und intuitiver.

Sowohl das Archivieren und Drucken der Parametereinstellungen,

als auch das Zurücklesen der Daten in den Detektor, ist komfortabler.

Der Manager kann als Service-Tool oder für die Anlagenbetreuung

im Leitsystem eingesetzt werden.

www.berthold.com

Engineering-System optimiert Planung

Aucotec hat mit Brückner Maschinenbau, einen Hersteller von

In-der-Folien-Strecktechnologie, für sein Softwaresystem

Engineering Base (EB) gewonnen. Entscheidend dabei war der

Wunsch der Folien-Experten, ihre verschiedenen Planungsprozesse

bereichsübergreifend

zu

optimieren. In den

vergangenen Jahren

hat Brückner die

Standardisierung der

Maschinen stark

vorangetrieben. Vor

diesem Hintergrund

sollten auch die Schnittstellen zwischen Elektrik und Mechanik

optimiert werden. Disziplinen vernetzen, externe Daten leicht

einbinden, zentrale Dateneingabe, eindeutige und durchgängige

Gerätebezeichnungen und ein übergreifendes Versionierungsund

Release-Management: Das alles war maßgeblich für die Wahl

des neuen Engineeringsystems.



Beschaffung

Montage, Inbetriebnahme

Inserentenverzeichnis Heft 10/2016

www.stc-engineering.de

info@stc-engineering.de

STC-Engineering.indd 1 12.08.2016 07:41:48

Afriso, Güglingen 45

APE, Porta Westfalica 71

ARI-Armaturen, Schloß Holte-

Stukenbrock 2. US

AZO, Osterburken 17

Bauermeister, Norderstedt4

BOT Oberflächentechnik, Kulmbach 69

Bungartz, Düsseldorf5

COG C. Otto Gehrckens GmbH & Co. KG,

Pinneberg 27

Denios, Bad Oeynhausen 22

DYNA Instruments, Hamburg 45

Elaflex, Hamburg 15

Electrosuisse, CH-Fehraltorf7

Emde, Nassau8

GEA Refrigeration Technologies,

Bönen 13

GreCon, Alfeld 30

Grundfos, Erkrath / Wahlstedt 50

Igus, Köln 16

IKA-Werke, Staufen 18

Jensen, Kappeln 26

Markert, Neumünster 30

Meorga, Nalbach 39

Neuhaus, Witten 21

Papenmeier, Schwerte 22

PhoenixTM, Bad Oeynhausen9

Rippert, Herzebrock-Clarholz3

Ruwac, Melle 27

Samson, Frankfurt 33

STC-Engineering, Waldenburg 46

Tridelta Siperm, Dortmund 23

Turkish Machinery Promotion Group

(TMPG), TR-Ankara 11

Vega Grieshaber, Schiltach 47

Volkmann, Soest 19

Wiese, Burgwedel 20

Will & Hahnenstein, Herdorf 22

Witte, Tornesch 31

Zeppelin Systems, Rödermark 25

Ziehl-Abegg, Künzelsau 4. US

Beilagen:

easyFairs Switzerland, CH-Muttenz

(Teilbeilage)

Meorga, Nalbach (Teilbeilage)

www.aucotec.com

Automatische Schwenkspiegelvorrichtung

für Pyrometer

Mit der neuen Schwenkspiegelvorrichtung Spotscan von Fluke

lassen sich mittels eines Infrarot-Punktsensors größere Bereiche

überwachen und mehr Temperaturdaten und Informationen über

den Produktionsprozess erlangen. Die Schwenkspiegelvorrichtung

ist mit allen Modellen der Pyrometerserie Endurance kompatibel.

Darüber hinaus ist eine Verwendung mit allen Infrarotsensoren der

Serien Raytek Marathon, Ircon Modline 5 und Ircon Modline 7

möglich. Die Vorrichtung beherbergt einen rotierenden Spiegel, der

die Sensorblickrichtung umlenkt. Die kleine Messfleckgröße und

damit die hohe Präzision der Sensoren werden beibehalten. Der

Schwenkwinkel kann zwischen 2 und 15° frei gewählt werden. Somit

lassen sich größere Flächen auf Temperaturabweichungen (Hot

Spots oder Cold Spots) untersuchen. Die Mittel- oder Endposition

des Schwenkbereichs sowie die Scanfrequenz lassen sich mit den

integrierten Steuerelementen einfach einstellen. Anwender können

die Visieroptionen des Sensors zur Justierung

nutzen: Durchsichtvisier, Laser oder

die optional integrierte Videokamera der

Endurance-Pyrometer.

www.flukeprocessinstruments.com

46 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


Ein Radarstrahl, fast so

fokussiert wie ein Laser!

Mit 80 GHz in die Zukunft: Die neue Generation

in der Radar-Füllstandmessung

Die neueste Spitzentechnologie vom Weltmarktführer:

Die große Stärke des VEGAPULS 64 ist seine einzigartige

Fokussierung. Dadurch lässt sich der Radarstrahl fast

punktgenau auf die Flüssigkeit ausrichten, vorbei an

Behältereinbauten wie Heizschlangen und Rührwerken.

Diese neue Generation von Füllstandsensoren ist

unempfindlich gegen Kondensat und Anhaftungen

und ausgestattet mit der kleinsten Antenne

ihrer Art. Einfach Weltklasse!

www.vega.com/radar


VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG

I SERIE

Ob blond, ob braun …

In Haarfärbemitteln sorgt ein Chemiecocktail für das gewünschte Ergebnis

Das Färben von Haaren hat eine

lange Tradition. So nutzten

beispielsweise schon die Römer

Bleiacetat als Oxidationsmittel, um

die Haarfarbe an modische

Vorgaben anzupassen. Heute

kommt statt Naturstoffen ein

genau aufeinander abgestimmtes

Potpourri an Spezialchemikalien

zum Einsatz.

Sollen Haare dauerhaft ihre Farbe ändern,

führt kein Weg an einer permanenten

Färbung vorbei. Im Gegensatz zu einer reversiblen

Tönung, bei der sich der Farbstoff

nur von außen um das Haar legt, dringen

bei einer permanenten Färbung die Farbstoffteilchen

in das Haar ein und verbinden

sich dauerhaft mit der Haarstruktur.

Bei der Haarfärbung werden Oxidationsbasen,

das heißt, leicht oxidierbare aromatische

Verbindungen (z. B. Phenylendiamin,

Toluylendiamin, Aminophenol)

zusammen mit Nuancierern auf das Haar

gebracht. Diese unentwickelten Pigmente

können aufgrund ihrer geringen molekularen

Größe sehr gut ins Haar vordringen und

damit eine gleichmäßige Anfärbung erreichen.

Damit die Farbstoffteilchen überhaupt

in das Haarinnere eindringen können,

wird das Haar durch ein alkalisches

Medium wie Ammoniak aufgequollen. Alkalien

sind daher für das Haarefärben unabdingbar,

da diese das Haar aufnahmefähig

machen. Erst dadurch kann die Farbe in

den Faserstamm (Cortex) vordringen.

Oxidativer Vorgang

Durch die Zugabe von Wasserstoffperoxid

wird der oxidative Vorgang ausgelöst. Durch

den aktiven Sauerstoff werden die farblosen

Farbvorstufen zum sichtbaren Pigment entwickelt.

Da sich diese Pigmente miteinander

und mit dem Haarkeratin verbinden, entsteht

eine Art „Käfigwirkung“. So können

sich Pigmente im Cortex des Haares festhalten.

Nuancierer sind teils entwickelte oder

anoxidierte Farbbildner, die einer Farbe darüber

hinaus eine bestimmte Farbrichtung/

Nuancierung geben. Beim Blondieren wird

Wasserstoffperoxid in Konzentrationen zwischen

1,9 bis maximal 12 Prozent eingesetzt;

höhere Konzentrationen würden die Haarstruktur

verändern und schädigen.

Das Haar besteht aus mehreren Peptidketten,

deren Grundbausteine einzelne Aminosäuren

sind. Die Aminosäuren in Peptiden

enthalten funktionelle Gruppen, die

durch Wechselwirkungen (Wasserstoffbrückenbindungen)

mit anderen Aminosäuren

und deren funktionellen Gruppen und Salzen

dem Haar die bestimmte Festigkeit und

Elastizität geben. Beim Blondieren wird das

Farbpigment Melanin gelöst, viele Wasserstoffbrücken

verlieren ihren Halt. Persulfate

verstärken als Aufhellbeschleuniger die

Wirkung.

Weitere Zusatzstoffe

Neben Farbstoffbasen und Oxidationsmitteln

enthält ein Haarfärbeprodukt noch

Verdickungsmittel, beispielsweise Fettalkohole

und Lanolin, sodass die Mischung cremiger

wird. Antioxidantien, zum Beispiel

Natriumsulfit beziehungsweise Natriumformaldehydsulfoxylat

oder Ascorbinsäure,

sorgen dafür, dass die Oxidationsbasen

nicht unter Lufteinfluss vorzeitig oxidiert

werden. Um die Anwendung weiter zu verbessern,

kommen außerdem Netzmittel,

Pufferstoffe, Reduktionsmittel sowie Duftstoffe

zum Einsatz.

(kf)

Foto: Fotolia

48 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


5J AHRE

1966

1986

2006

1976

1996

2016


Einfacher Austausch, mehr Wirtschaftlichkeit und höhere

Zuverlässigkeit mit Norm- und Blockpumpen von Grundfos.

Ein Anwendungsbeispiel: Auf einer im Oman gebaute Anlage muss das

Sickerwasser einer Deponie behandelt werden – eine hoch belastete und sehr

aggressive Flüssigkeit. Die Lösung von Grundfos: Äußerst robuste Norm- und

Blockpumpen widerstehen nicht nur dem Fördermedium, sondern auch den

hohen Salzgehalten der Umgebungsluft. Das Ergebnis: Eine extrem hohe

Zuverlässigkeit der Anlage bei sehr geringen Betriebskosten.

Erfahren Sie jetzt mehr auf www.grundfos.de/move und erleben Sie Grundfos

bei einem exklusiven Event selbst.


GRUSSWORT I JUBILÄUMS-SPECIAL

Die Fachzeitschrift

bleibt ein beständiger

Leitfaden

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Leserinnen und Leser der Zeitschrift VERFAHRENSTECHNIK,

es kommt selten vor, dass man ein Grußwort zum 50-jährigen Jubiläum einer Fachzeitschrift

schreiben darf. Als Vorsitzender des Fachverbandes Verfahrenstechnische

Maschinen und Apparate des VDMA gratuliere ich herzlich zu diesem bedeutsamen

Ereignis. Bis heute ist die Zeitschrift VERFAHRENSTECHNIK ein führendes Informationsorgan

für Anwender und Hersteller, aber insbesondere auch für Ingenieurinnen und

Ingenieure der Verfahrenstechnik. Auch wenn sich die Mediennutzung geändert hat und

verschiedenste Informationskanäle auf uns Fachleute einprasseln, so bleibt doch die

Fachzeitschrift ein wichtiger, beständiger Leitfaden. Besonders dann, wenn sie es

versteht, dem Leser einen kompakten, aktuellen Marktüberblick zu bieten und dem

Inserenten ermöglicht, die neuesten Produktinformationen direkt der Zielgruppe zu

präsentieren. Auch das ist eine wichtige Aufgabe in unserem Markt, wo eine Vielzahl

teilweise kleinster Spezialunternehmen hochwertige Nischenprodukte anbieten. Der

Redaktion, den Herausgebern und allen Mitarbeitern der

VERFAHRENSTECHNIK gehören die Glückwünsche

unseres gesamten Industriesektors. Mit Einsatz und

Können haben sie über all die Veränderungsprozesse der

Jahre hinweg für konstante Qualität und damit für eine

verlässliche Informationsquelle in unserer Branche

gesorgt. So, wie sich der Herstellprozess einer Zeitschrift in 50 Jahren radikal verändert

hat, so haben sich auch in unserer gesamten Industrie viele Dinge grundsätzlich geändert.

Kommunikations- und Herstellprozesse sind digitalisiert, die Abnehmer sind in fast allen

Ländern der Erde zu finden, sodass die Exportquote extrem hoch ist. Nicht verändert

haben sich die Kundenerwartungen an Zuverlässigkeit, Qualität, Produktsicherheit und

Haltbarkeit Made in Germany. Neben vollelektronischen, vernetzten Produkten gibt es

heute und auch in Zukunft Anforderungen an solide verfahrenstechnische Maschinen

und Apparate, die nur mit langjährigem Know-how und hohem Expertenwissen

hergestellt werden können. So, wie sich Maschinen und Produktionsprozesse zunehmend

mit der Datenwelt verbinden und die Fähigkeit dafür für unsere Branche von enormer

Bedeutung ist, so kommt es auch für die VERFAHRENSTECHNIK darauf an, sich

crossover zu vernetzen und eine Plattform für die Fachleute der Branche zu bieten. Mit

verfahrenstechnischen Maschinen und Anlagen wurde 2015 ein Umsatz von rund

7 Mrd. EUR erzielt. Dabei gingen 5,5 Mrd. EUR in den Export. Dieses wichtige Exportsegment

braucht auch in Zukunft eine gute Fachpresse, die mithilft, die Zukunftsfähigkeit

unserer Branche sicherzustellen. Auch im Namen aller Verbandsmitglieder wünsche ich

der Zeitschrift VERFAHRENSTECHNIK und ihrem gesamten Team für die Zukunft alles

Gute und weitere erfolgreiche Jahre.

Es kommt darauf an, sich

crossover zu vernetzen

Gottlieb Hupfer, Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes

Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 51


INHALT JUBILÄUMS-SPECIAL

58 72

80

RÜCKBLICKE

54 Die 1960er-Jahre: Messen,

Medizin und Mondlandung

56 Die 1970er-Jahre: Fullerene,

Förderung und Fußball

58 Die 1980er-Jahre: Software,

Sauberkeit und Supergau

60 Die 1990er-Jahre: Ex-Schutz,

Euterzellen und Einheit

62 Die 2000er-Jahre: Anlagenbau,

Autorisation und Alternativenergie

64 Die 2010er-Jahre: Initiativen,

Interaktion und Internet

EINBLICKE

68 Entwicklung der Automatisierungstechnik

von analog bis wireless

70 Elastomerbeschichtete

Drehkolbenpumpen – 50 Jahre

stetige Weiterentwicklung

72 Was in Zukunft für Unter nehmen

unerlässlich sein wird

AUSBLICKE

66 Die 2020er-Jahre: Wachstum,

Wagen und Wissensströme

74 Interviews: Wo wird die Reise in

der Prozess industrie hingehen?

75 Günter Kech, Vega Grieshaber

76 Sevda Kayhan Yilmaz,

Turkish Machinery

76 Dr. Sven Wieczorek, Witte

77 Dr.-Ing. Gunther Kegel,

Pepperl+Fuchs

78 Werner Kanzinger, IKA-Werke

78 Axel Runge, Ruwac Industriesauger

79 Dr. Jörg Kiesbauer, Samson

80 Frank Bungartz, Paul Bungartz

80 Axel Kiefer, Zeppelin Systems

81 Rainer Stierle, Grundfos

TITELSEITE

Ein Wegbegleiter der VERFAHRENS-

TECHNIK ist die Firma Amandus Kahl

aus Hamburg, die 1876 gegründet

wurde. Die Schwarz-Weiß-

Aufnahmen oben stammen aus dem

Jahr 1966, die neuen Bilder unten

zeigen das Thema Pelletierpressen

52 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


Mühlen Pumpen

TECHNIKWISSEN FÜR INGENIEURE

Handbuch Prozesstechnologie

Sonderausgabe

www.verfahrenstechnik.de

19098

6

Juni 2015

www.industrie-service.de

19098

2015

der Zeitschrift

Verfahrenstechnik

10 Print-Ausgaben im Jahr

+ Sonderausgabe VERFAHRENSTECHNIK

Handbuch Prozesstechnologie (1x jährlich)

+ Sonderausgabe ACHEMA-Report (im Messejahr)

+

Kommentare – Marktübersichten: Lieferantenverzeichnisse:

Messtechnik Dosiertechnik

Alle wichtigen

Informationen von ca.

800 Anbietern

VTK_SO_Handbuch_Titel_2014.indd 1 27.11.2014 13:37:08

Einheitliche

Datenplattform

Verbesserte Engineering-Qualität in

der verfahrenstechnischen Planung

Membranfilter

Recycling von Abwasser aus

der Lebensmittelindustrie

Zahnradpumpen

Robust durch Komponenten

aus Keramik

Mobile Computer

Durchgängige

Chargendokumentation

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Abo-Begrüßungsgeschenk:

Die Powerbank von VOLTCRAFT

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Sichern Sie sich den lückenlosen Bezug wertvoller Informationen!

6 Telefax: 06131-992/100 @ E-Mail: vertrieb@vfmz.de Internet: engineering-news.net & Telefon: 06131-992/147

Ja, ich möchte die Zeitschrift „VERFAHRENSTECHNIK“ abonnieren

Das Jahresabonnement umfasst 10 Ausgaben und kostet € 96,- (Ausland € 111,- netto) inkl. Versandkosten. Als Begrüßungsgeschenk

erhalte ich die Powerbank von VOLTKRAFT. Das Abonnement verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn es nicht spätestens

4 Wochen zum Ende des Bezugsjahres schriftlich gekündigt wird.

Die Bestellung kann innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung bei der Vereinigte Fachverlage GmbH widerrufen werden. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung.

Ihre Daten werden von der Vereinigten Fachverlage GmbH gespeichert, um Ihnen berufsbezogene, hochwertige Informationen zukommen zu lassen. Sowie möglicherweise von ausgewählten Unternehmen

genutzt, um Sie über berufsbezogene Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Dieser Speicherung und Nutzung kann jederzeit schriftlich beim Verlag widersprochen werden (vertrieb@vfmz.de).

Name/Vorname

Position

Firma

Abteilung

Straße oder Postfach

PLZ/Ort

Telefon/E-Mail

Datum, Unterschrift

Vereinigte Fachverlage GmbH . Vertrieb . Postfach 10 04 65 . 55135 Mainz . Telefon: 06131/992-0 . Telefax: 06131/992-100

E-Mail: vertrieb@vfmz.de . Internet: www.engineering-news.net

„VERFAHRENSTECHNIK“ ist eine Zeitschrift der Vereinigten Fachverlage GmbH, Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz, HRB 2270, Amtsgericht Mainz,

Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen, Umsatzsteuer-ID: DE 149063659, Gerichtsstand: Mainz


JUBILÄUMS-SPECIAL I RÜCKBLICKE

60er-

Jahre

1969

Der erste bemannte Flug

zum Mond (ohne

Landung auf dem

Trabanten) war im

Dezember 1968 Apollo 8.

Frank Borman, William

Anders und James

(„Jim“) Lovell umkreisten

den Mond zehnmal. Am

21. Juli 1969 um 3:56

Uhr MEZ betraten im

Zuge der Mission Apollo

11 die ersten Menschen

den Mond, Neil

Armstrong und Edwin

Aldrin.

1964

1967

Fotos: Nasa, Fotolia, Dechema, Lauda

Erste industrielle

Heiz- und Kühlsysteme

übernehmen

Temperieraufgaben

in Technikum und

Produktion, sie

erleichtern damit die

Prozessführung.

Die weltweit erste

erfolgreiche kurative

Herztransplantation

am Menschen

vollführte 1967

Christiaan Barnard

in Kapstadt. Der

Patient Louis

Washkansky erlag

jedoch 18 Tage nach

der Operation einer

Lungenentzündung.

54 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


RÜCKBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

Messen, Medizin

und Mondlandung

1961

Die Achema fand in den

60er-Jahren dreimal statt

und schon damals

standen die Themen

Sicherheit und Automatisierung

im Fokus Daneben

beschäftigten u. a. auch

Entstaubungslösungen

und Energieeffizienz

Aussteller wie Besucher

gleichermaßen.

1969

1969 schlug mit dem

„solid-state sequential logic

solver“ (Halbleiterbasierende

sequentielle

Verriegelungslösung) die

Geburtsstunde der speicherprogrammierbaren

Steuerung (SPS). Damit

ließen sich Messaufgaben

zunehmend digital und

automatisiert erledigen.

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 55


JUBILÄUMS-SPECIAL I RÜCKBLICKE

70er-

Jahre

1974

Die Bundesrepublik

Deutschland gewann

1974 die Fußball-

Weltmeisterschaft mit

einem 2:1-Sieg über die

Niederlande im Finale

von München.

1973

Fotos: Fotolia

Die Erhöhungen der

Rohölpreise 1973 und

1979/80 gingen als

Ölkrisen in die Geschichte

ein, da beide in den

Industrieländern schwere

Rezessionen auslösten.

Die Offshore-Förderung

von Öl und die nachträgliche

Ausbeutung von

älteren Vorkommen

wurden aufgrund der

gestiegenen Preise wieder

profitabel.

56 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


RÜCKBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

Fullerene, Förderung

und Fußball

1974

1970

Volkswagen baut seit

1974 mit dem Golf

eine der erfolgreichsten

Pkw-Modellreihen.

Mit über 30

Millionen Exemplaren

ist der Golf eines der

meistgebauten Autos

der Welt.

Als Fullerene werden

hohle, geschlossene

Moleküle aus

Kohlenstoffatomen

bezeichnet, die sich in

Fünf- und Sechsecken

anordnen. Die erste

Veröffentlichung zu

Fullerenen erfolgte

im Jahr 1970 von dem

japanischen Chemiker

Eiji Osawa.

1979

1979 fand die erste

Weltklimakonferenz

in Genf statt. Ursache

war die Erkenntnis,

dass es sich beim

Klimawandel um ein

ernstzunehmendes

Problem handelt. In

den folgenden

Jahrzehnten sollten

Verträge die Klimaänderungen

verhindern

oder zumindest

abschwächen.

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 57


JUBILÄUMS-SPECIAL I RÜCKBLICKE

80er-

Jahre

1986

Die Nuklearkatastrophe

von Tschernobyl ereignete

sich am 26. April

1986 in Block 4 des

Kernkraftwerks nahe der

ukrainischen Stadt

Prypjat. Die Region ist

dauerhaft unbewohnbar,

die Aufräumarbeiten

dauern bis heute an.

1984

1989

Fotos: Fotolia, NürnbergMesse

Schüttguthandling ist

seit über 30 Jahren

Messefokus der

Powtech. Seit 1984

findet die Messe im

Anderthalb-Jahres-

Rhythmus in Nürnberg

statt und zieht

immer mehr Aussteller

und Besucher an.

Meist sind auch die

Vereinigten Fachverlage

mit einem Stand

vertreten.

Die European

Hygienic Engineering

and Design Group

(EHEDG) wurde 1989

mit dem Ziel gegründet,

Hygienemaßnahmen

während der

Herstellung und

Verpackung von

Lebensmitteln zu

unterstützen.

58 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


RÜCKBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

Software, Sauberkeit

und Supergau

1983

Die Polymerase-Kettenreaktion

(PCR), eine

Methode zur Vervielfältigung

der DNA, wird von

Kary Mullis entwickelt.

Die PCR wird in biologischen

und medizinischen

Laboratorien zum Beispiel

für die Erkennung von

Erbkrankheiten und

Virusinfektionen sowie

für das Erstellen und

Überprüfen genetischer

Fingerabdrücke

verwendet.

1981

Nach dem Verkaufserfolg

des Apple II und des

Commodore PET in den

späten 1970er-Jahren

begann auch IBM mit der

Entwicklung eigener

Produkte. Am 12. August

1981 wurde der erste IBM-PC

5150 vorgestellt. Der IBM-PC

wurde ausschließlich mit

dem Betriebssystem von

IBM, PC-DOS, vertrieben, das

von Microsoft an IBM

lizenziert worden war.

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 59


JUBILÄUMS-SPECIAL I RÜCKBLICKE

90er-

Jahre

1990

Die deutsche Wiedervereinigung

war der

Endpunkt des durch eine

friedliche Revolution in

der DDR angestoßenen

Prozesses der Jahre 1989

und 1990. Die damit

vollzogene deutsche

Einheit beendete den als

Folge des Zweiten

Weltkrieges in der Ära

des Kalten Krieges vier

Jahrzehnte währenden

Zustand der deutschen

Teilung.

Fotos: Fotolia

1995

Die Chemiebranche

unterzog sich gravierenden

Umstrukturierungen,

verstärkte ihre

F&E-Aktivitäten deutlich

und gewann neue Märkte

durch die Ausrichtung auf

ertragreiche Spezialchemikalien

und eine

Internationalisierung der

Produktion.

60 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


RÜCKBLICKE I JUBIÄUMS-SPECIAL

Ex-Schutz, Euterzellen

und Einheit

1991

1991 beginnt das

Projekt Biosphere 2,

eines sich selbst

erhaltenden Ökosystems

in einem

abgeschlossenen

Glashaus in Arizona.

Eine der Erkenntnisse

war, dass es nicht

ohne Weiteres

möglich ist,

außerhalb der Erde

einen für Menschen

nutzbaren Lebensraum

zu schaffen.

1994

1996

Die Atex-Leitlinie ist

eine europäische

Richtlinie und wurde

ursprünglich im Jahr

1994 als Richtlinie

94/9/EG veröffentlicht.

Sie deckt Geräte

und Schutzsysteme

ab, die in explosionsgefährdeten

Bereichen

Verwendung finden

sollen und sorgt für

einheitliche

Standards.

Das erste geklonte

Säugetier der Welt,

das Schaf Dolly, wird

1996 geboren. Die

implantierten

Zellkerne stammten

aus den Euterzellen

eines erwachsenen

Spendertiers. Im

Laufe ihres Lebens

bekam Dolly mehrere

Lämmer, die alle auf

natürliche Weise

geboren wurden.

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 61


JUBILÄUMS-SPECIAL I RÜCKBLICKE

2000er-

Jahre

2006

Fotos: Fotolia, BASF, Apple

Auf der Achema 2006

zeichnete sich ein

Paradigmenwechsel im

Anlagenbau ab: Die

klassische World-Scale-

Anlage verliert an

Bedeutung, da Projekte

dieser Dimension durch

lange Bauzeiten immer

den Marktzyklen

hinterherhinken. Auch

ist ein Wechsel von der

Mono- zur Mehrproduktanlage

festzustellen.

2007

Das erste iPhone

wurde 2007 von Steve

Jobs vorgestellt. Die

Merkmale des iPhone,

wie die weitgehende

Steuerung über den

Multi-Touch-Bildschirm,

hatten wesentlichen

Einfluss auf die

heutige Gestaltung

von Smartphones.

62 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


RÜCKBLICKE I

JUBILÄUMS-SPECIAL

Anlagenbau, Autorisation

und Alternativenergie

2003

Seit April 2003 gilt das

menschliche Genom

offiziell als vollständig

entschlüsselt. Zwar ist die

Bedeutung aller Gene

noch nicht bekannt, diese

werden jedoch seit 2003

in Folgeprojekten des

HGPs (Humangenomprojektes)

erforscht.

2000

2007

Im Jahr 2000 wurde

das Gesetz für den

Vorrang erneuerbarer

Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz

(EEG)) in der ersten

Form erlassen. Ziel

war es u. a., fossile

Energieressourcen zu

schonen und die

Weiterentwicklung

von Technologien zur

Erzeugung von Strom

aus erneuerbaren

Quellen zu fördern.

REACH, die EU-Chemikalienverordnung,

ist

am 1. Juni 2007 in

Kraft getreten ist. Das

Akronym steht für

Registration, Evaluation,

Authorisation and

Restriction of

Chemicals. Durch

REACH wird das

bisherige Chemikalienrecht

grundlegend

harmonisiert und

vereinfacht.

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 63


JUBILÄUMS-SPECIAL I RÜCKBLICKE

10er-

Jahre

2013

Fotos: Fotolia, , Endress+Hauser, Grundfos, KSB

Das Internet der Dinge

setzt sich ab etwa 2013

als Begriff für die

allgegenwärtige Vernetzung

durch. Elektronikund

IT-Konzerne sowie

Spezialisten und

Start-Ups investieren

hohe Summen zur

Entwicklung entsprechender

Lösungen.

2012

2015

Seit dem Start in

2012 haben sich fast

400 Unternehmen der

Nachhaltigkeitsinitiative

Blue Competence

angeschlossen. Die

Herausforderungen

durch die großen

Megatrends unserer

Zeit können nur mit

Spitzentechnologie

und technischen

Innovationen

gemeistert werden.

Smartphonegestützte

Applikationen ziehen

allmählich in die

Prozessindustrie ein.

So lässt sich zum

Beispiel der Betriebszustand

einzelner

Komponenten ohne

die Kenntnis der

technischen Daten

mittels Mikrofon und

App überwachen.

64 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


RÜCKBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

Initiativen, Interaktion

und Internet

2010

Messtechnik und

Prozessanalytik

bieten immer

ausgefeiltere

Methoden, Daten zu

erfassen und

auszuwerten. Dabei

steht nicht mehr nur

die Sicherheit von

Mensch und Anlage

im Fokus, sondern

auch die möglichst

effiziente

Prozessführung.

2012

Social Media wird als

Kommunikationskanal

immer wichtiger, die

sozialen Netzwerke Facebook,

Twitter und Google+

erreichen bei ihren Mitgliedern

die 1-Mrd.-Marke.

Daneben konkurrieren auch

zahlreiche Messenger, Blogs,

Spiele, Foren, Foto- und

Video-Sharing-Seiten um die

Gunst der Nutzer.

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 65


JUBILÄUMS-SPECIAL I AUSBLICKE

20er-

Jahre

19073

6/25

www.verfahrenstechnik.de

SPECIAL

Safety

NEUE ENERGIE: Wärme aus

dem Abwassersystem von Städten

für Prozessanlagen nutzen

2023

Big Data

Vernetzte Produktion in der

Chemieanlage

3-D-Druck

Individuelle Armaturen aus

dem Drucker

Nachhaltigkeit

Wärmeübertragung ohne

Verluste

Fotos: Fotolia, Google

Damit das Internet der

Dinge funktionieren

kann, müssen gigantische

Datenmengen

gesammelt, verarbeitet

und analysiert werden.

Big Data ermöglicht

jedoch nicht nur eine

erweiterte Kommunikation

zwischen Menschen

und Maschinen, sondern

auch ungeahnte

Potenziale für Marketing

und Marktforschung.

2021

Der „War for Talents“

wird sich künftig

dramatisch durch den

demografischen

Wandel verschärfen.

Auch die Ausbildung

muss reformiert

werden, damit die

Ressourceneffizienz

und die ökonomischen,

ökologischen

und sozialen Gesichtspunkte

zu

einem integralen

Bestandteil des

Ingenieurberufs

werden.

66 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


AUSBLICKE I

JUBILÄUMS-SPECIAL

Wachstum, Wagen

und Wissensströme

2027

Verkehrschaos in den

Innenstädten und

kilometerlange Staus auf

den Autobahnen – neue

Mobilitätskonzepte sind

gefragt. Neben dem

Ausbau von öffentlichen

Transportsystemen

könnten auch fahrerlose

Autos den Straßenverkehr

sicherer und komfortabler

machen.

2026

2029

Waren- und Wissensströme

rund um die

Welt wachsen weiter.

Doch die Globalisierung

hat damit

gerade erst

begonnen. Eine der

Aufgaben wird sein,

globale Standards zu

etablieren, um z. B.

Technik weltweit

ohne länderspezifische

Anpassungen

verfügbar zu machen.

Die zunehmende

Alterung der Gesellschaft

wird einer der

Megatrends der

Zukunft. In der „Silver

Society“ stehen

Rentensysteme,

Pflege und Lebensarbeitszeiten

auf dem

Prüfstand und

müssen an die

Anforderungen

angepasst werden.

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 67


JUBILÄUMS-SPECIAL I EINBLICKE

AUCH EINE ART EVOLUTION

Entwicklung der Automatisierungstechnik von analog bis wireless

Ralf Küper

Es gab Zeiten, da beschäftigte sich

das Personal in den Prozessanlagen

damit, Schreiberpapier zu wechseln

und Handventile zu betätigen. Das

Wartungspersonal war mit einem

Spray zur Lecksuche ausgerüstet,

um die Fehlersuche an den pneumatischen

Messstellen von Hand

durchzuführen. Das ist alles Schnee

von gestern…

Heute ist alles anders. Aber wir beginnen

mal ganz am Anfang der Automatisierung.

Die ersten pneumatischen Messungen

zur Fehlersuche mit dem Einheiten-

Signal 0,2–1 bar boten nur eine geringe

Autor: Ralf Küper, Business Development

Manager Wireless, Emerson Process Management

GmbH & Co. OHG, Haan

Genauigkeit. Durch pneumatische PID-

Faltenbalgregler wurden erste Regelkreise

realisiert und der erste Schritt in Richtung

Automatisierung und Zentralisierung der

Prozessführung in einer Messwarte war

getan.

4–20 mA-Analogtechnik

1969 folgte ein großer Schritt mit der

4–20 mA (0–20 mA/0–10 V) Analogtechnik

(DIN IEC 60381-1). Es wurden mehr

Messungen installiert, um die Sichtbarkeit

des Produktionsprozesses zu optimieren.

Die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der

Messungen erhöhte sich im Vergleich zur

pneumatischen Verfahrensweise.

Für die Verkabelung musste eine

komplett neue Infrastruktur geschaffen

werden. Es wurden Kabelbühnen errichtet

und Rangierverteiler in den Schalträumen

aufgebaut – mit der entsprechenden

Rangierung zu den Messtafeln. Die ersten

Prozessrechner wurden zur Visualisierung

eingesetzt, um Messwerte zu verknüpfen

und Berechnungen durchzuführen. Die

4–20 mA-Technik ist bis heute die am

meisten genutzte Signalübertragung.

Vom Hart-Protokoll zum Feldbus

1986 begann die Digitalisierung basierend

auf dem Hart-Protokoll, ein auf dem

4–20 mA-Signal aufmoduliertes digitales

Signal, mit dem die Geräte konfiguriert und

diagnostiziert werden können. Der große

Vorteil besteht darin, dass die Feldgeräte an

ein zentrales Asset Management System

gekoppelt werden können und der Zustand

der Feldgeräte kontinuierlich überwacht

wird. Auch die Konfiguration kann von

zentraler Stelle aus erfolgen. Das Hart-

Protokoll ist heute Standard für die digitale

Kommunikation bei 4–20 mA-Signalen.

Im weiteren Verlauf kamen noch Feldbusse

mit Profibus PA (1987) und Foundation

Fieldbus (1994) hinzu (DIN IEC-61158-2).

Die Vorteile der Feldbussysteme sind:

n hohe Genauigkeit durch digitale Signal-

Übertragung,

n höhere Anzahl übertragbarer Messwerte,

n geringer Aufwand bei der Verkabelung,

n verbesserte Diagnose.

Die digitale Bus-Messtechnik fand in erster

Linie beim Bau von Neuanlagen Anwendung,

da hier der Aufwand für die Verkabelung

geringer war. Für den korrekten

68 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


EINBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

Umgang mit den Bussystemen musste das

Wartungspersonal geschult werden; die

Digitalisierung ermöglicht jedoch im

Gegenzug exaktere Messungen. Darüber

hinaus wurde Remote IO mit Profibus DP

als Kommunikationsprotokoll eingesetzt,

da die altbewährte 4–20 mA-Technik direkt

an ein Bussystem gekoppelt wird und somit

die Vorteile von 4–20 mA hinsichtlich vereinfachter

Handhabung und Profibus DP

als Bus-Backbone genutzt werden.

Wireless-Hart

Eine weitere Innovation kam 2007 mit dem

Wireless Hart-Protokoll auf den Markt.

Anfangs wurde diese Technologie belächelt

und als absolute Nische angesehen. Doch

inzwischen hat Wireless Hart mit seiner

einfachen Handhabung, Flexibilität und

Zuverlässigkeit bewiesen, dass es eine

kostengünstige Alternative zu den oben

genannten Übertragungsprotokollen darstellt.

Mit über 27 000 Netzwerken weltweit

stellte es schon sehr bald seine Daseinsberechtigung

unter Beweis.

Das standardisierte (DIN IEC-62591)

Wireless Hart-Protokoll basiert auf selbstorganisierenden

Netzwerken, die eine hohe

Datenzuverlässigkeit durch redundante

Kommunikationswege gewährleisten. Die

Wireless Hart-Messumformer werden

durch Batterien gespeist, die eine Lebensdauer

von ca. 10 Jahren erreichen. Das

Haupteinsatzgebiet sind Monitoring-Messstellen,

um eine bessere Sichtbarkeit des

Produktionsprozesses zu gewährleisten,

um Assets in den Prozessanlagen – wie beispielsweise

Pumpen, Wärmetauscher,

Kühltürme – online zu überwachen, um

Energie zu sparen und die Sicherheit zu erhöhen.

Auch nichtkritische Regelungen wurden

bereits vielfach umgesetzt. Die Vorteile der

Feldbus-Technologie gelten auch für die

Wireless-Technik, hinzukommt, dass sie

kostengünstiger und flexibler ist. Bei einem

Anlagenneubau kann der Loop Check

bereits früher als üblich erfolgen, somit

werden Zeit und Kosten bei der Inbetriebnahme

gespart.

Viele ungeklärte Fragen

Welche Veränderungen sind mit Industrie

4.0 in der Prozessindustrie zu erwarten? Das

Entwicklungspotenzial von Industrie 4.0 ist

immens und wird z. T. kontrovers diskutiert.

01 Automatisierung und Scada heute

02 Die Vision mit IoT

Wie wird sich die Prozessindustrie den

neuen Technologien anpassen? Wird die

Automatisierungspyramide weiter Bestand

haben, oder wird es eine vernetzte Welt

geben, in der die Sensoren direkt mit den

ERP-Systemen kommunizieren?

Um eine bessere Sichtbarkeit der Prozesse

zu erreichen, werden mehr Messpunkte

benötigt, denn jeder Messpunkt ist ein

zusätzliches Fenster in den Prozess: „Sie

können nur optimieren, was Sie sehen.“

Energieeinsparung, Zustandsüberwachung

sowie Sicherheit und Umweltschutz

bieten ein großes Potenzial für Optimierungen.

Reden wir bzgl. zusätzlicher Messungen

unter dem Gesichtspunkt Industrie

4.0 noch von Sensoren, Speisetrennern

und Eingangskarten der Prozessleitsysteme?

Oder werden Applikationen (Apps)

eingesetzt, um Assets und Prozessanlagen

online zu überwachen – mittels smarter

Sensoren, die über selbstorganisierende

Netzwerke Daten liefern und mit selbstlernenden

Algorithmen den Gesundheitszustand

der Anlagen-Assets sowie deren Effizienz

berechnen, um daraus klare Handlungsanweisungen

zu generieren und Fehler

vorausschauend zu eliminieren?

Fazit

Technisch ist heute bereits Vieles möglich,

doch warum wird trotz des Industrie

4.0-Hypes so wenig davon eingesetzt?

Fehlen die nötigen Algorithmen und

Lösungen, um aus den Big Data sinnvolle

Handlungsrichtlinien zu generieren? Verursacht

das Thema Security zu viel Pessimismus?

Viele Fragen stehen im Raum, auf

die jetzt Antworten gefunden werden

müssen. Wir befinden uns im Zeitalter

der Digitalisierung, und es ist spannend,

wie Industrie 4.0 unsere Arbeitswelt verändern

wird.

Fotos: Fotolia, Emerson

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VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 69


JUBILÄUMS-SPECIAL I EINBLICKE

VIELSEITIGER KLASSIKER

Elastomerbeschichtete Drehkolbenpumpen –

50 Jahre stetige Weiterentwicklung

Martina Ekert

Die elastomerbeschichtete Drehkolbenpumpe hat seit ihrer

Erfindung vor 50 Jahren den gesamten Markt für Pumpentechnik

mitgeprägt. Sie ist unter den Verdrängerpumpen ein echter

Alleskönner und eignet sich besonders für das Verpumpen

zähflüssiger und abrasiver Flüssigkeiten.

Das niedersächsische Familienunternehmen

Vogelsang hat „seine“ Drehkolbenpumpe

seit der Erfindung der ersten Prototypen

vor ca. 50 Jahren immer wieder perfektioniert

und verkauft sie mittlerweile in über

40 Länder der Welt. Bis heute bildet die Drehkolbenpumpe

die Grundlage für ein breites

Technologiespektrum und wird sowohl in

der Agrar- und Biogasbranche als auch im

Abwasserbereich oder in der Chemie-, Ölund

Lebensmittelindustrie eingesetzt.

Die Technik der Drehkolbenpumpen basiert

auf dem Roots-Gebläse. Bereits 1860

Autorin: Martina Ekert, Leitung Marketing, Hugo

Vogelsang Maschinenbau GmbH, Essen/Oldb.

erfanden die amerikanischen Gebrüder

Roots dieses Drehkolbengebläse. Es besteht

aus einem Gehäuse, in dem sich zwei Rotoren

gegenläufig drehen. Die Rotoren transportieren

in den Lücken zwischen den

Rotorflügeln und der Außenwand ein Gas

(meistens Luft) von der Saug- zur Druckseite.

Anfangs setzten vor allem Hochofenbetreiber

die Gebläse zur Winderzeugung ein. Nach

dem gleichen Prinzip – jedoch für Flüssigkeiten

– arbeiten auch die heutigen Drehkolbenpumpen.

Leistungsstark und zuverlässig

Im Jahr 1965 begann Helmut Vogelsang,

Sohn des Firmengründers Hugo Vogelsang,

mit ersten Versuchen, die Drehkolbenpumpe

für das Fördern von Gülle einzusetzen.

Mit Drehkolben aus Metall war dies

jedoch problematisch. Erst mit der Elastomerbeschichtung

der Drehkolben gelang

ihm der Durchbruch. Die auf die Kolben

aufvulkanisierte Beschichtung macht die

Drehkolbenpumpe besonders robust und

unempfindlich gegenüber Fremdkörpern.

1970 fand man schließlich einen Lieferanten

für die passend gummierten Drehkolben

und konnte diese international zum Patent

anmelden. Die beschichteten Kolben ermöglichten

erstmals den Einsatz der

Vogelsang-Drehkolbenpumpe als selbst

ansaugende Pumpe im landwirtschaftlichen

Bereich.

70 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


EINBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

01 Bei der IQ-Serie legte Vogelsang 2012 besonderen Wert auf schnelle

Wartung, kostensparenden Service und ein einfaches Handling

02 Im Jahr 1965 begann Helmut Vogelsang, Sohn des Firmengründers

Hugo Vogelsang, mit den ersten Versuchen an der Drehkolbenpumpe

Heute bietet Vogelsang viele verschiedene

Kolbenmaterialien, da jede Anwendung spezielle

Anforderungen an die Kolben mit sich

bringt: Manchmal ist das zu pumpende Medium

hoch viskos, manchmal abrasiv, oder

es ist fremdkörper- oder faserstoffbelastet.

Die Anerkennung als Patent war die

Grundlage für umfangreiche Weiterentwicklungen

und führte zu immer neuen

Varianten der Drehkolbenpumpe, die die

Anforderungen der jeweiligen Branchen

erfüllen mussten. Schon kurz nach Herstellung

der ersten Pumpe kam 1971 das Modell

R12 mit einer 35 mm Welle auf den

Markt, das bereits eine Förderleistung von

bis zu 1200 l/min hatte und selbst ansaugen

konnte. Vier Jahre später folgte das Modell

R21 (60 mm Welle) mit einer Förderleistung

bis 2000 l/min. In den folgenden Jahren

arbeitete Vogelsang kontinuierlich an der

Verbesserung der Pumpenkonstruktion

und Optimierung der Fertigung. Ab 1985

dominierten Pumpen bis 4000 l/min für

Befüllung und Entleerung landwirtschaftlicher

Güllesilos und für die Entsorgung von

Vorgruben das Geschäft.

Die nächste Stufe der Pumpenevolution

setzte in den Neunziger Jahren ein: Die

V-Pumpen (Modelle V186, V136, V100)

waren erstmalig in Quickservice-Bauform

gefertigt, die den Tausch von Kolben, Dichtung

und Schutzplatten ohne einen Ausbau

der Pumpe ermöglicht. Dadurch konnten

Vogelsang-Pumpen in immer größerem

Umfang für industrielle Anwendungen,

besonders in Klärwerksanlagen eingesetzt

werden.

Pulsationsfreie Kolbenbauweise

Die pulsationsfreie Kolbengeometrie (Hiflo-

Technologie) – erfunden vom damaligen technischen

Geschäftsführer Hugo Vogelsang –

bewirkte ab 1996 einen ruhigen, schwingungsarmen

Lauf der Drehkolbenpumpen,

der sowohl den Antrieb als auch die gesamte

Anlage schont. Hierfür erhielt Vogelsang den

DLG-Innovationspreis.

Im selben Jahr erweiterte Vogelsang das

Einsatzgebiet der Drehkolbenpumpe um

Vakuum-Pumpsysteme zur Entsorgung von

Fäkalien: Die von Vogelsang entwickelte

Vakuum-Entsorgungstechnik ermöglicht

seitdem die umweltfreundliche Entsorgung

zum Beispiel von Fäkaltanks in Personenzügen,

Reisebussen, auf Schiffen oder auch

in Gebäuden. Vogelsang ist Marktführer für

Vakuum-Entsorgungssysteme bei Schienenfahrzeugen

in Deutschland und Österreich.

Kurz vor der Jahrtausendwende (1998)

brachte Vogelsang die Pumpen der VX-Serie

auf den Markt. Mit fünf Baureihen und bis zu

acht Baugrößen pro Baureihe ist die VX-

Drehkolbenpumpe bis heute für nahezu jede

gewünschte Fördermenge und bei jedem

Druckbereich im Einsatz – mit Fördervolumen

von 3 bis zu 1234 m 3 /h und Drücken bis

max. 16 bar. Die Pumpen der VX-Serie fördern

abrasive und viskose sowie fremdkörperund

faserstoffreiche Medien. Zudem weisen

sie eine gute Ansaugfähigkeit sowie Trockenlaufunempfindlichkeit

auf; die Förderrichtung

lässt sich einfach umkehren.

Im Jahr 2012 folgte dann die Marktreife der

IQ-Serie. Bei dieser Serie legte Vogelsang

besonderen Wert auf schnelle Wartung, kostensparenden

Service und das einfache

Handling. Die Fördermenge der IQ-Pumpen

beträgt bis zu 154 m 3 /h bei Drücken bis max.

7 bar. Die IQ-Serie ist für anspruchsvolle

Anwendungen bei abrasiven Medien – so

zum Beispiel für den Entsorgungsbereich –

geeignet.

Eine Pumpe für viele Branchen

Pumpen von Vogelsang sind weltweit im Einsatz

– zum Beispiel bei der Deutschen Bahn,

für die Vogelsang zu den Hauptausrüstern

zählt. Ebenso spielen Vogelsang-Pumpen

immer wieder eine zentrale Rolle bei der

Ölabsaugung nach Schiffs- oder Bohrinselhavarien.

Durch ihre kompakte Bauweise

sind sie auch für den Einbau in Fahrzeugen

und an Güllefasswagen mit hydraulischem

Antrieb geeignet. Nach fünfzig Jahren stetiger

03 Die V-Pumpen waren erstmalig in

Quickservice-Bauform gefertigt, die den

Tausch von Kolben, Dichtung und Schutzplatten

ohne einen Ausbau der Pumpe

ermöglicht

04 Pulsationsfreie Hiflo-Kolben aus

verschiedenen Materialien

05 Die Pumpen der VX-Serie fördern

abrasive und viskose sowie fremdkörper- und

faserstoffreiche Medien

Innovation bietet Vogelsang heute robuste

und leistungsfähige Drehkolbenpumpen für

nahezu jeden Anwendungsfall an – im Agrar-,

Biogas- und Abwasserbereich sowie in der

Industrie und dem Personentransport.

www.vogelsang-gmbh.com


JUBILÄUMS-SPECIAL I EINBLICKE

QUO VADIS DIGITALISIERUNG?

Was in Zukunft für Unternehmen unerlässlich sein wird

Die Gründung der Zeitschrift

VERFAHRENSTECHNIK fällt in eine

Zeit, als Computer ganze

Kellerräume füllten und der

Personal Computer – also eine

Anwendung für jedermann – selbst

für Fachleute genauso wenig

vorstellbar wie das World Wide

Web war. Ein halbes Jahrhundert

später ist die Welt aus damaliger

Sicht nicht mehr wiederzuerkennen.

Wie selbstverständlich tragen wir heute

ein Vielfaches der Rechenleistung mit

uns herum, die für das Apollo-Programm

der 1960er-Jahre – die Reise zum Mond – genügen

musste. Und wohin führt die Reise in

den nächsten 50 Jahren? Angesichts steigender

Komplexität wird es immer schwieriger,

langfristige Zukunftsprognosen abzugeben.

Obwohl wir gerade erst die Anfänge der vierten

industriellen Revolution erleben, hat die

mit ihr einhergehende Disruption schon tiefe

Spuren hinterlassen – klar zu sehen etwa

in den Bereichen Handel und Logistik oder

in der Medienbranche. Auch die Automobilindustrie

zum Beispiel steht vor gewaltigen

Umbrüchen. Was gemessen an ihrer Bedeutung

für den Industriestandort Deutschland

besonders spannend sein wird.

Bei allen Unwägbarkeiten steht doch eines

bereits fest: Die Veränderungen werden

mittel- bis langfristig keine Branche auslassen

– und kein Unternehmen; der kleine

Handwerksbetrieb wird das ebenso spüren

wie große Industriebetriebe.

Veränderung als Teil der DNA von

Verfahrenstechnik

„Was die Verfahrenstechnik betrifft, könnte

man sagen, dass Veränderungsprozesse

quasi ohnehin Teil ihrer DNA sind“, so Michael

Graef, Chefredakteur der TM 2.0 – ein

vom Haus der Technik (HDT) herausgegebenes

Journal für Forschung und Technik.

„Doch auch in diesem Bereich wird das Innovationstempo

weiter zunehmen – und

somit die Notwendigkeit, in Zukunft noch

flexibler und schneller auf Impulse von außen

und innen zu reagieren“, so Michael

Graef weiter.

Es ist keine leichte Aufgabe, das in Unternehmen,

die meist in einer analogen Welt

entstanden, in ihr gewachsen und in ihrer

Organisation und den Abläufen an diese

angepasst sind, darzustellen. „Zumal

Change-Prozesse“ – wie Graef erklärt –

„künftig nicht länger unwillkommene Ausnahmen

von der Regel sein werden, sondern

tägliche Normalität“.

72 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


EINBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

01 Heinrich Reisners, erster Geschäftsführer des HDT, wies bereits 1927 mit seinem Vortrag

„Ingenieur, Chemiker und Kaufmann Hand in Hand“ den Weg für ein erfolgreiches Unternehmen

Wenn es Unternehmen nämlich nicht gelingt,

mittels intensiver Marktbeobachtung,

engem Austausch mit Lieferanten

und Kunden sowie auf Basis des Inputs der

eigenen Mitarbeiter die permanente Optimierung

aller Prozesse und die Entwicklung

smarter neuer Ideen im Sinne des

Kunden Tag für Tag voranzutreiben, erledigt

das ein Mitbewerber. Denn neben der

Digitalisierung lässt weiterhin die Globalisierung

den Wettbewerbsdruck immer

weiter steigen.

Einerseits bedeutet das eine enorme Belastung,

andererseits liegen hierin riesige

Chancen zur Verbesserung der Wertschöpfung.

„Es wird daher vor allen Dingen darauf

ankommen“, so Graef, „das gesamte verfügbare

Know-how der Mitarbeiter jederzeit

rasch für neue Lösungen rekombinieren

zu können und Routinen permanent zu

hinterfragen.“

Das wird zunehmend zu einer zentralen

Frage der Unternehmenskultur: „Es gilt, die

Verantwortung des Einzelnen für die gemeinsamen

Ziele zu stärken. Außerdem

müssen Mitarbeiter und Teams bei Kommunikation

und Vernetzung teilweise neu

aufgestellt werden, damit Projekte beispielsweise

nicht durch die Art der Entscheidungsprozesse

oder Unsicherheiten,

die sich aus Informationsdefiziten ergeben,

ausgebremst werden – Stichwort: smarte

Kollaboration“, erläutert Graef.

Gleichermaßen wird es in Zukunft unerlässlich

sein, dass Mitarbeiter ihr Wissen

sehr viel intensiver als bis dato auf den jeweils

neuesten Stand bringen. Die Verkürzung

der Halbwertszeit des Wissens hat

längst dafür gesorgt, dass ein Studium nicht

mehr ausreicht. Dass Karriereverläufe heute

sehr viel kurztaktiger als früher sind, trägt

dazu bei. Allein sporadische Seminarbesuche

werden ebenfalls nicht genügen, um

mit der Entwicklung Schritt zu halten – geschweige

denn den entscheidenden Schritt

voraus zu sein.

Interdisziplinär und

praxisorientiert

Entscheidend für den persönlichen und

den Unternehmenserfolg werden in Zukunft

nicht zuletzt Querschnittsqualifikationen

sein: technisches Verständnis kombiniert

mit Marketingwissen zum Beispiel.

„Das stellt zusammen mit der immer stärkeren

Beschleunigung besondere Anforderungen

an den Wissenstransfer“, wie Sabine

Zukünftige Veränderungen werden mittel- bis langfristig keine

Branche auslassen – und kein Unternehmen

Gebauer, Leiterin der Unternehmenskommunikation

des Haus der Technik zu berichten

weiß. „Neueste branchenübergreifende

Erkenntnisse müssen den Unternehmen

deshalb möglichst schnell und nahtlos

zur Verfügung gestellt werden.“

Für das HDT als Plattform für Wissenstransfer

und Weiterbildung ist das nichts

Neues. Mit seiner interdisziplinären und

praxisorientierten Zielsetzung war es bei

seiner Gründung vor knapp 90 Jahren die

erste Einrichtung dieser Art. So ist es kein

Zufall, sondern Ausdruck der wegweisenden

Vision Heinrich Reisners, erster Geschäftsführer

des HDT, dass der allererste

Vortrag 1927 den Titel trug: „Ingenieur,

Chemiker und Kaufmann Hand in Hand“.

Seither hat das HDT viele gesellschaftliche

und technologische Umbrüche erlebt

02 Statt nur passiv

Wissensinhalte zu

offerieren, bietet das

HDT Consulting-

Programme, die aktiv in

Zusammenarbeit mit

Unternehmen Bedarfe

ermitteln und

gemeinsam konkrete

projekt- und praxisbezogene

Lösungen

kreieren

und aktiv begleitet. Und auch für die digitale

Zukunft sieht es sich gut gewappnet. Hier

verbindet sich die Erfahrung mit innovativen

neuen Ansätzen wie den HDT-Consulting-Angeboten,

die – statt nur passiv Wissensinhalte

zu offerieren – aktiv in Zusammenarbeit

mit Unternehmen Bedarfe eruieren

und gemeinsam konkrete projekt- und

praxisbezogene Lösungen kreieren.

Interdisziplinarität, Praxisorientierung und

Innovation sind auch die Stichworte für ein

anderes neu geschaffenes Format: Das

HDT-Forum beleuchtet technische Sachverhalte

gleich von mehreren Seiten und

setzt sich über die Einengung durch Branchen-

und Technologiegrenzen hinweg. So

entstehen neue Sichtweisen auf den Wettbewerb,

andere Marktteilnehmer und das

eigene Tun.

Aber auch beim klassischen Seminar –

egal ob zu Themen der Verfahrenstechnik,

der Chemie, zu Normen, Gesetzgebung

oder Sicherheit – stehen Praxisrelevanz und

unmittelbarer Benefit im Vordergrund. Es

schafft daneben eine einzigartige Möglichkeit

der Vernetzung mit Kolleginnen und

Kollegen aus anderen Firmen, Branchen

und Arbeitsfeldern. Diese Netzwerke werden

vom HDT ausgebaut und gepflegt und

dienen weit über den Tag hinaus dem weiteren

Gedankenaustausch und der fachlichen

Diskussion.

Mittler zwischen den Welten

Forschung und Praxis

„Im HDT sehen wir die fortschreitende Digitalisierung

als Chance zur konsequenten

Erhöhung des Mehrwertes unserer Plattform.

Über sie können wir unsere Reichweite

steigern, Raum für Vor- und Nachbereitung

der Inhalte schaffen und die zeitliche

Belastung für unsere Teilnehmer und deren

Firmen verringern“, so Gebauer.

Egal wie sich Arbeitswelt und Wissensinhalte

in Zukunft verändern: von der bedeutenden

Rolle des HDT als Partner von renommierten

Unternehmen und Forschungseinrichtungen

und Mittler zwischen den Welten

Forschung und Anwendungspraxis werden

künftige Generationen genauso profitieren.

www.hdt.de

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 73


JUBILÄUMS-SPECIAL I AUSBLICKE

DER PROZESS 4.0 KOMMT

Wir haben unsere Experten gefragt, wie sich die Prozessindustrie in den

nächsten Jahren entwickeln wird und welche Visionen sie haben. Sie

erzählen aber auch, warum sie in der Verfahrenstechnik arbeiten und

was ihr Unternehmen erfolgreich macht. Ergebnis aller Gespräche: Der

Mensch oder auch der Kunde steht im Mittelpunkt, Kompetenz und

Leidenschaft sind gefragt, das Internet und die sozialen Medien werden

weiter wachsen, gedruckte Medien werden bleiben, Digitalisierung und

Globalisierung sind die Aufgaben der Zukunft.

74 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


AUSBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

DER MENSCH STEHT IM MITTELPUNKT

Wie wird sich aus Ihrer Sicht die

Prozessindustrie in den

nächsten 50 Jahren

entwickeln? Wo wird der Weg

hingehen?

Die dezentrale Vernetzung wird in Zukunft immer bedeutender, sowohl in unserem

alltäglichen Leben, als auch in den verschiedensten Bereichen der Industrie. Prozessleitsysteme,

wie wir sie heute kennen, wird es in 50 Jahren nicht mehr geben. Die Herausforderungen,

die an Sensoren gestellt werden, wachsen stetig und eine kontinuierliche

Anpassung an den Markt und seine Anforderungen ist unerlässlich. Sensoren und

Aktoren werden zukünftig verstärkt direkt miteinander kommunizieren. Durch die

Kommunikation, auch über Ländergrenzen hinweg, bedarf es auch der Entwicklung

neuer Sicherheitskonzepte. Wir entwickeln alle unsere Technologien konsequent weiter,

um ihre Genauigkeit und Zuverlässigkeit weiter zu verbessern. Für jede neue Software

und jedes neue Tool stellen wir aber auch die Abwärtskompatibilität sicher. Dies

ist ein wichtiger Nutzen für unsere Kunden. Die jeweils neueste Bediensoftware muss

automatisch alle Gerätegenerationen bedienen können.

Welches waren Ihre ungewöhnlichsten

Projekte in den

vergangenen Jahren? Was war

das Besondere daran?

Definitiv die Entwicklung der Radarsensoren mit der hohen Signalfrequenz von

80 GHz. Vega fungiert seit vielen Jahren als Vorreiter in der Füllstandsmessung mit

Radar. Die Sensoren für Schüttgüter (Vegapuls 69) und Flüssigkeiten (Vegapuls 64)

haben sich bereits bei zahlreichen Anwendungen in der Praxis bewährt. Bei der Entwicklung

des jüngsten Radarsensors für Flüssigkeiten profitierten wir aus der bereits

gesammelten Erfahrung mit dem nur zwei Jahre zuvor eingeführten Radarmessgerät

für Schüttgüter. Dadurch konnten wir unseren Kunden diese zukunftsweisende Technologie

schnell zur Verfügung stellen. Außergewöhnlich ist nach wie vor unsere 2003

eingeführte Geräteplattform Plics. Das modular aufgebaute Baukastensystem bietet

eine einheitliche Bedienung über alle Messprinzipien hinweg. Das ist in dieser Form

immer noch einzigartig.

Was macht Ihr Unternehmen

erfolgreich?

Der Mensch steht im Mittelpunkt. Dies gilt für unsere Kunden und

Mitarbeiter.

„Ich arbeite gerne für Vega,

weil …

… ich für unsere Kunden einen Mehrwert schaffen kann und zusammen mit den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern die Arbeitsplätze sichern kann.“

Was wird sich am Informationsverhalten

Ihrer Kunden in den

nächsten zehn Jahren

verändern und welche Rolle

werden Fachzeitschriften und

Facebook & Co. dabei spielen?

Das Internet spielt heute eine immens wichtige Rolle und die private sowie

geschäftliche Kommunikation über die Online-Plattformen wächst stetig.

Die Menschen erreicht aber auch tagtäglich massenweise Online-Werbe-

Content. Diese mediale Reizüberflutung wird wieder zu einer verstärkten

Selektion der gewählten Medien führen. Durch die

immense Popularität des Internets hatte man schon das Ende der

Printwerbung prophezeit. Das Papier als Arbeits- und Informationsmedium

wird jedoch noch lange nicht von der Bildfläche

verschwinden. Über die Anregung von mehr als einem Sinn

bleiben uns Botschaften besser in Erinnerung. Bedrucktes

Papier kann man nicht nur anschauen, sondern auch fühlen.

Vega wird über crossmediales Marketing die Vorzüge

von beidem miteinander kombinieren.

www.vega.com

Günter Kech, Geschäftsführer,

Vega Grieshaber KG


JUBILÄUMS-SPECIAL I AUSBLICKE

TÜRKISCHE MASCHINENBAU-UNTERNEHMEN

SIND QUALITÄTSBEWUSST UND FLEXIBEL

Für welche Branchen/

Anwendungen entwickeln und

produzieren Ihre Mitgliedsfirmen

hauptsächlich?

Als Turkish Machinery vertreten wir derzeit etwa 8000 türkische Mitgliedsunternehmen und

decken damit das gesamte Spektrum der Maschinenhersteller und der dazu gehörigen Zulieferindustrie

ab. Die Top 8 Export-Sektoren des türkischen Maschinenbaus sind: Klimaund

Kühlaggregate, Motoren und Komponenten, Wasch- und Trockenmaschinen,

Bau- und Bergbaumaschinen, Pumpen und Kompressoren, Land- und Forstwirtschaftsmaschinen,

Werkzeugmaschinen sowie Reaktoren und Kessel.

Was ist für Sie das Faszinierende

an Maschinenbau und

Technik?

Die Möglichkeit, mit der Kombination aus Technik, Intelligenz und Kreativität

technische Lösungen für die Anforderungen des Marktes bzw. der

Kunden zu entwerfen.

Welche Visionen haben Sie für

die nächsten zehn Jahre?

Wir sehen die großen Herausforderungen im Bereich Industrie 4.0

und Digitalisierung. Darüber hinaus arbeitet der türkische Maschinenbausektor

weiter an der Entwicklung hochqualitativer Produktgruppen

sowie der Stabilisierung des gesamten Sektors international

im mittleren Segment sowohl im Bereich des Technologieals

auch des Preisniveaus.

www.turkishmachinery.org

Sevda Kayhan Yilmaz,

Vorstandsmitglied Turkish Machinery

ALS WICHTIGSTE ERFINDUNG IST DER

3D-DRUCK ZU NENNEN

Was macht Ihr Unternehmen

erfolgreich?

Absolute Kundenorientierung verbunden mit hohem technischen Wissen, Flexibilität

und tollen Mitarbeitern.

Was sind für Sie die wichtigsten

Erfindungen der vergangenen

50 Jahre?

Für mich ist das Internet eine der wichtigsten Erfindungen. Es hat die Welt zu einem Dorf

gemacht und bietet ungeahnte Kommunikationsmöglichkeiten. Aus Sicht eines Maschinenbauunternehmens

ist als wichtigste Erfindung der 3D-Druck zu nennen, der Ersatzteile

an jedem Ort der Welt in kürzester Lieferzeit zur Verfügung stellen kann.

Was ist für Sie das Faszinierende

an einer Pumpe?

Dass es selbst nach über 2000 Jahren Pumpentechnik immer wieder neue Anwendungsfälle

und Konstruktionen gibt. Die Pumpe hält – wie das menschliche

Herz – den Anlagenkörper am Leben und macht den Prozess erst möglich.

Welches Ziel haben Sie in den

nächsten Jahren?

Unser Ziel ist eine Pumpe, die man in der Anlage nicht merkt, die verschleißarm

arbeitet, sich im Servicefall selbstständig meldet, automatisch

und rechtzeitig die Ersatzteilbestellung auslöst und somit die Anlagenverfügbarkeit

erhöht.

www.witte-pumps.de

Dr. Sven Wieczorek, Geschäftsführer, Witte GmbH

76 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


AUSBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

BIS 2025 WIRD DIE DIGITALE

TRANSFORMATION VOLLZOGEN SEIN

Wie wird sich aus Ihrer Sicht

die Prozessindustrie in den

nächsten 50 Jahren entwickeln?

Ich bin kaum imstande, eine belastbare Prognose für das Jahr 2017 abzugeben, da scheint

es mir gewagt, mir über 2050 Gedanken zu machen. Bis 2025 wird nach meiner Meinung

die digitale Transformation auch in den Prozessindustrien vollzogen sein. Die Anlagen

der Prozessindustrie werden mit deutlich verbesserten Ressourcen, ohne nennenswerten

Einfluss auf die Umwelt, sehr betriebssicher und mit höchster Verfügbarkeit betrieben.

Welches waren Ihre ungewöhnlichsten

Projekte in den

vergangenen Jahren?

Die supergroßen Öl- und Gas-Projekte mit bis zu 35 000 Fieldbus-Foundation-Geräten

im Mittleren Osten und in Indien waren schon sehr ungewöhnlich, aber auch Entwicklungsprojekte

wie DART oder APL rütteln die konservative Prozessautomation nochmal

richtig durcheinander.

Was macht Ihr Unternehmen

erfolgreich?

Wir begleiten unsere Kunden in ihren Automatisierungsprojekten mit Kompetenz und

Leidenschaft.

„Ich arbeite gerne für die

Prozessindustrie, weil …

… man hier global denkt und lokal agiert.

Was wird sich am Informationsverhalten

Ihrer Kunden in

Zukunft verändern?

Wenn ich das Informationsverhalten der Generation meiner Kinder betrachte, dann

glaube ich zu erkennen, dass der Informationskanal für die zukünftigen Ingenieure und

Facharbeiter die sozialen Medien sein werden. Ein leistungsstarkes, superleichtes Tablet

und überall verfügbares High-Speed-Internet wird für alle überall und jederzeit die

Informationsquelle der Zukunft sein.

Was sind für Sie die wichtigsten

Erfindungen der vergangenen

50 Jahre – einmal persönlich

und einmal aus

Unternehmenssicht?

Nachdem die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts durch bahnbrechende Erfindungen

des Automobilbaus, des Maschinenbaus und der Elektrotechnik geprägt war, gehört die

zweite Hälfte definitiv den Informationstechnologien. Hier haben der PC, die Betriebssysteme,

die Spielekonsolen, Microsofts „Office“, das Internet und zuletzt die mobilen

Endgeräte und die sozialen Medien unser Leben verändert. Diese breite technologische

Welle erfasst im Moment alle anderen Bereiche unseres Lebens – von der Industrie

über das Gesundheitswesen bis hin zum intelligenten Haus. Diese Veränderungen sind

auch für mich persönlich sehr eindrucksvoll; gleichzeitig bewundere ich aber die vielen

kleinen und doch weltweit verbreiteten Erfindungen wie z.B. das erste minimalistische

Computerspiel, das eine ganze Generation begeisterte – Tetris.

Was ist für Sie das Faszinierende

an den Produkten Ihres

Unternehmens

Im mittelständischen Investitionsgüterbereich sind Produktmarke und -design weniger

von Bedeutung. Wir müssen unseren Kunden jeden Tag aufs Neue den Nutzen und die

Einzigartigkeit unserer Produkte darstellen um erfolgreich zu sein. Innovation orientiert

sich ausschließlich am Nutzen. Trends, Modeerscheinungen und Gewohnheiten haben

einen vergleichsweise geringen Einfluss auf die Kaufentscheidung. Mich fasziniert, dass

es uns gelingt, den Nutzen und die Einzigartigkeit unserer Produkte jedes Mal noch ein

Stück zu steigern und unsere Kunden so mit Leidenschaft über viele Jahre zu begleiten.

www.pepperl-fuchs.com

Dr.-Ing. Gunther Kegel, Geschäftsführer,

Pepperl+Fuchs GmbH

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 77


JUBILÄUMS-SPECIAL I AUSBLICKE

LANGWEILIGE TAGE GIBT ES IN DER

VERFAHRENSTECHNIK NICHT

Was war eines Ihrer ungewöhnlichsten

Projekte?

Die Entwicklung, Patentierung und Markteinführung unserer neuen Produktionsanlagen

zur Herstellung von Mayonnaise, Ketchup und Saucen. Dies war eine echte Herausforderung,

da dieses Segment früher durch andere Hersteller langjährig besetzt war. Hier ist es

uns gelungen, einen neuen Homogenisierer zu entwickeln, der völlig neue Maßstäbe setzt

und unseren Kunden erlaubt, deutlich wettbewerbsfähiger zu produzieren.

„Ich arbeite in der Verfahrenstechnik,

weil ...

… es einer der interessantesten Bereiche in der Industrie ist. Jede Aufgabenstellung ist neu

und einzigartig. Sie bietet die Möglichkeit, das eigene Wissen in unterschiedlichste Branchen

einzubringen, weltweit tätig zu werden und gemeinsam mit den Partnern ein Projekt

von A-Z umzusetzen. Langweilige Tage gibt es in der Verfahrenstechnik nicht.

Was glauben Sie, wie sich Ihre

Kunden in zehn Jahren

informieren werden?

Messen sind und bleiben eine der wichtigsten Kommunikationsplattformen,

Ähnliches gilt für Fachzeitschriften. Ob gedruckt oder digital – durch die Präsenz

in Fachzeitschriften bleibt ein Unternehmen im Gedächtnis. Über neue Technologien,

bahnbrechende Entwicklungen oder die Wirtschaftslage wird man sich auch

in Zukunft dort informieren. Die sozialen Medien sind aus dem Privatleben kaum

mehr wegzudenken und werden zukünftig auch Einfluss auf die Kunden-Lieferanten-Bindung

und somit auf geschäftliche Entscheidungen haben.

www.ikaprocess.com

Werner Kanzinger, Geschäftsführer,

IKA-Werke GmbH & Co. KG

PC, INTERNET UND SMARTPHONE HABEN

UNSER LEBEN GRUNDLEGEND VERÄNDERT

Was macht Ihr Unternehmen

erfolgreich?

Kundenorientierung, Qualität, „made in Germany“, Innovation, persönliche

Beratung und unser Baukastensystem.

Was sind für Sie die wichtigsten

Erfindungen der letzten

50 Jahre – einmal persönlich und

einmal aus Unternehmenssicht?

Persönlich: PC, Internet und Smartphone. Diese drei Innovationen haben

unser Leben grundlegend verändert. Aus Unternehmenssicht: die Entscheidung

für GFK als Gehäusewerkstoff schon bei der Firmengründung

im Jahr 1976. Das war ein unkonventioneller Schritt und sehr

weitsichtig. Unsere Kunden und wir profitieren bis heute davon.

Was ist für Sie das Faszinierende

an den Produkten Ihres

Unternehmens?

Das sind vor allem zwei Eigenschaften: die wirklich extreme

Langlebigkeit unser Sauger auch unter widrigen Bedingungen.

Und die immense Vielfalt, die das Baukastensystem bietet. Ob

unsere Kunden Metallspäne saugen, gesundheitsgefährdende

Fasern, abrasive Stäube oder explosible Gase: Mit unserem modularen

System lässt sich immer eine Sauganlage konfigurieren,

die perfekt passt.

www.ruwac.de

Axel Runge, Geschäftsführender Gesellschafter,

Ruwac Industriesauger GmbH

78 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


AUSBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

FASZINIERENDE SYMBIOSE AUS MECHANIK,

ELEKTRONIK, SOFTWARE UND DATEN

Was verbinden Sie mit „50 Jahre

VERFAHRENSTECHNIK“?

Die Zeitschrift VERFAHRENSTECHNIK begleitet mich durch mein Berufsleben. Samson

entwickelt und fertigt Stellventile für die Prozessindustrie und Verfahrenstechnik.

Das Magazin gibt einen kompakten Überblick über die wichtigen Themen dieses Bereichs.

Neben unseren Kunden, zu denen wir ein enges Verhältnis haben, sind Fachzeitschriften

für uns Gerätehersteller wichtig, um zu erfahren, was die Branche bewegt und

welche Anforderungen an uns gestellt werden.

Wie wird sich aus Ihrer Sicht die

Prozessindustrie in den

nächsten 50 Jahren

entwickeln? Wo wird der Weg

hingehen?

Das Zeitalter von Industrie 4.0 hat gerade erst begonnen. Deshalb denke ich, dass die

nächsten Jahre vor allem durch die zunehmende Digitalisierung bestimmt werden. Es wird

darum gehen, die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohstoffbeschaffung über die

Regelung und Überwachung der Prozessabläufe bis hin zum Vertrieb des chemischen

Produkts miteinander zu verknüpfen und dadurch die Effektivität in der Prozessindustrie

zu erhöhen. Diese Entwicklung kommt auch den Abnehmern chemischer Produkte entgegen,

die sich individuelle, auf sie zugeschnittene Erzeugnisse wünschen. Dafür werden

modularisierte und intelligent verknüpfte Anlagenelemente benötigt, deren Automatisierung

auf die spezifischen verfahrenstechnischen Rezepte und Fahrweisen abgestimmt ist.

Was macht Ihr Unternehmen

erfolgreich?

Wichtig sind uns: Innovationen, Technologie- und Qualitätsführerschaft, kurze Entscheidungswege,

Unabhängigkeit, weltweite Kundennähe.

Was sind für Sie die wichtigsten

Erfindungen der vergangenen

50 Jahre – einmal persönlich

und einmal aus

Unternehmenssicht?

Mich persönlich begeistert beispielsweise die rasante Entwicklung des Internets. Die

Möglichkeit, jederzeit und dank des Smartphones auch von jedem Ort aus, auf Informationen

zugreifen und Nachrichten austauschen zu können, hat meinen privaten und

beruflichen Alltag verändert. Aus Unternehmenssicht ist die fortschreitende Miniaturisierung

von elektronischen Komponenten eine wichtige Entwicklung. Durch sie konnten

wir unsere analogen Feldgeräte zu intelligenten kommunikationsfähigen Feldgeräten

weiterentwickeln. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, die mechanische Einheit

aus Ventil und Antrieb in eine digital vernetzte Produktionslandschaft einzubinden.

Was ist für Sie das Faszinierende

an den Produkten Ihres

Unternehmens?

An unseren Produkten fasziniert mich die Symbiose aus Mechanik, Elektronik, Software

und Daten. Unsere Stellventile regeln nicht nur genau und zuverlässig, sie sind auch mit

der Prozessleitebene verbunden und geben Hinweise zur vorbeugenden Wartung. Die

Integrations- und Datenauswertungsmethoden entwickeln sich ständig weiter. Die Ventiltechnik

wurde bereits in der Vergangenheit und soll auch in Zukunft maßgeblich von

uns beeinflusst werden.

Welche Visionen haben Sie für

die nächsten zehn Jahre?

„Smart in Flow Control“- dem fühlen wir uns verpflichtet. Um Prozesse noch sicherer und

zuverlässiger zu machen, sind prozessintelligente Ventile notwendig. Deshalb ist es unsere

Aufgabe, die vorhandene dezentrale Intelligenz des Ventils auszubauen.

Das Ventil muss zum Prozesswissen beitragen und Daten verwertbar

machen. Eine Vision ist die direkte Vernetzung auf der Feldebene,

durch die beispielsweise ein Aktor-Sensor-Element entsteht.

Wie wird sich die Branche in

den kommenden Jahren

verändern?

Neben den bereits genannten Entwicklungen stelle ich mir zusätzliche

Serviceangebote vor, bei denen die Anwender vom Expertenwissen

des Geräteherstellers profitieren. Über einen Remote-

Zugriff, natürlich in zuvor definierten Grenzen, könnte der

Hersteller den Anwender direkt bei Wartungs- und Optimierungsmaßnahmen

unterstützen.

www.samson.de

Dr. Jörg Kiesbauer, Vorstand für Forschung

und Entwicklung, Samson AG


JUBILÄUMS-SPECIAL I AUSBLICKE

GLOBALISIERUNG UND DIGITALISIERUNG

WERDEN VORANSCHREITEN

Wie wird sich aus Ihrer Sicht die

Prozessindustrie in den

nächsten Jahren entwickeln?

Globalisierung und Digitalisierung werden ebenso voranschreiten wie der

Trend zur Individualisierung. Für Bungartz bedeutet das eine Weiterentwicklung

unserer kundenorientierten Innovationen auf der Basis unserer

seit Jahrzehnten zuverlässigen und sicheren Spezialkreiselpumpen.

Was ist für Sie das Faszinierende

an den Produkten Ihres

Unternehmens?

Mein Großvater hat zum Beispiel mit seinen Patenten wie der hydrodynamischen

Abdichtung den Grundstein für unser Unternehmen gelegt.

Jetzt mit mir in der dritten Generation entwickeln wir auf dieser Basis

immer weitere Innovationen für und mit Kunden in der ganzen Welt.

Das fasziniert mich jeden Tag aufs Neue.

Welches waren die ungewöhnlichsten

Projekte in den letzten

Jahren? Was war das Besondere

daran?

Das war zum einen der Großauftrag, den wir in einem riesigen Zelt bewältigen

mussten, bevor unsere Hallenneubauten fertig waren. Und dann sind da immer

wieder die Fragen nach Ersatzteilen von Pumpen, die vor mehr als 50 Jahren geliefert

worden sind. Eine unserer Pumpen aus dem Jahr 1949 war immer noch ohne Probleme

im Einsatz. Spannend finde ich auch die stetig neuen Anwendungen, auf die wir

mit unseren maßgeschneiderten Spezialkreiselpumpen sehr gut reagieren können.

www.bungartz.de

Dip.-Ing. Frank Bungartz, Geschäftsführer,

Paul Bungartz GmbH & Co. KG

DAS THEMA MODULARISIERUNG WIRD

VERSTÄRKT IN DEN FOKUS RÜCKEN

Für welche Branchen

produzieren Sie hauptsächlich?

Zeppelin Systems plant und baut Anlagen für die kunststoffherstellende und -verarbeitende

Industrie, für die Reifen- und Gummi-Industrie sowie für die Nahrungsmittel-Industrie.

Hierbei verstehen wir uns als Architekt – das bedeutet, dass wir in unseren Planungen

sämtliche Prozesse miteinander verbinden und so ein optimales Ergebnis für unsere Kunden

sicherstellen. Das Entscheidende ist das Anlagendesign – nicht nur in Bezug auf die

Kosten, sondern vor allem auch in Bezug auf die Effizienz. Abgerundet wird das durch ein

Komponenten-Programm sowie Service-und Modernisierungsangebote.

Welches waren in Ihrem

Unternehmen die ungewöhnlichsten

Projekte in den

vergangenen Jahren?

Der Anlagenbau hat mit immer kürzeren Zeitfenstern zu kämpfen. Auch die zunehmende

Internationalisierung stellt uns vor besondere Aufgaben: Unsere Anlagen

stehen von Sibirien bis Saudi Arabien. Grundsätzlich aber ist jedes Projekt auf

seine Weise ungewöhnlich, da die Anlagen sehr individuell ausgelegt sind.

Wie wird sich Ihre Branche in

den nächsten 10-20 Jahren

verändern?

Natürlich spielen Digitalisierung und vernetzte Produktion eine wichtige Rolle.

Das bedeutet, dass wir neben der Produktentwicklung noch flexibler auf die

Wünsche der Kunden eingehen müssen. Auch das Thema Modularisierung

wird verstärkt in den Fokus rücken.

www.zeppelin-systems.com

Axel Kiefer, Vorsitzender Geschäftsführung,

Zeppelin Systems GmbH

80 VERFAHRENSTECHNIK 10/2016


AUSBLICKE I JUBILÄUMS-SPECIAL

DIE FACHZEITSCHRIFT WIRD EHER NOCH AN

BEDEUTUNG GEWINNEN

Was verbinden Sie mit „50 Jahre

VERFAHRENSTECHNIK“?

50 Jahre VERFAHRENSTECHNIK bedeutet: Die Zeitschrift hat damit auch 50 Entwicklungsjahre

der Pumpentechnik bei Grundfos begleitet – die in dieser Zeit immer effizienter

und smarter wurde. Die zunehmende Automatisierung in allen verfahrenstechnischen

Industrien war nur denkbar in Kombination mit dezentraler Intelligenz bei Pumpen.

Was macht Ihr Unternehmen

erfolgreich?

Die Entwicklung innovativer Fertigungstechniken, das Ausreizen technologischer Möglichkeiten

und der Mut zu neuen Denkrichtungen.

Ich arbeite in der Verfahrenstechnik,

weil …

… wir nur eine Erde haben und wir alle Ressourcen möglichst schonend behandeln

müssen.

Wie wird sich aus Ihrer Sicht die

Prozessindustrie in den

nächsten Jahren entwickeln?

In der chemischen bzw. pharmazeutischen Produktion sind derzeit zwei Entwicklungen

zu beobachten: Kontinuierliche Verfahren und die Modularisierung – beides mit

dem Ziel, die Produktion zu beschleunigen, die Qualität zu verbessern und Nebenprodukte

zu verringern. Mit Blick auf die hier einzusetzenden Pumpen bedeutet das die

Forderung nach einer hohen Flexibilität – die Möglichkeit zu einer Drehzahlanpassung

per Frequenzumrichter ist ein „must have“, ebenso die Einbindung des Pumpensystems

per Bus & Co.

Was sind für Sie die wichtigsten

Erfindungen der vergangenen

50 Jahre – einmal persönlich

und einmal aus

Unternehmenssicht?

Aus Unternehmenssicht war die Segment-Bauweise ein entscheidendes Merkmal der

Grundfos-Pumpentechnik: Geometrisch komplizierte Lauf- und Leiträder werden in exakt

formbare Einzelteile aufgelöst, mit äußerster Präzision gefertigt und zusammengefügt.

Persönlich ist für mich die Entwicklung von immer perfekteren Sicherheitssystemen in der

Automobiltechnik, die schon Millionen Leben gerettet haben, am wichtigsten.

Was ist für Sie das Faszinierende

an den Produkten Ihres

Unternehmens

Unsere Pumpen und Systeme helfen weltweit bei der Bereitstellung von hygienisch

einwandfreiem Trinkwasser. Und sie sind zu 90 bis 98 % recycelbar – so viel kann nach

der Außerbetriebnahme direkt in den Materialkreislauf zurückfließen.

Welche Visionen haben Sie für

die nächsten 10 Jahre?

In der Industrie ist unsere Branche verstärkt aufgerufen, vormontierte, verrohrte und verdrahtete

Einheiten (Pumpen-Skids) anzubieten – die Modularisierung im Anlagenbau der

Prozessindustrie erfordert solche Lösungen. Denn zukünftig wird der Planer bevorzugt in

Funktionen – sprich: Modulen & Systemlösungen – denken. Sein Vorteil: Er muss dann

nicht immer wieder alle Details der Komponenten wie der Pumpe neu durchdenken.

Wichtiger noch: Modularisierte Baugruppen machen es möglich, fertige und bewährte

Lösungen in neuen Projekten wiederzuverwenden

– das spart Zeit und Kosten.

Wie wird sich das Informationsbedürfnis

Ihrer Kunden in

Zukunft verändern?

Die persönliche Begegnung auf Messen ist

durch nichts zu ersetzen. Die Fachzeitschrift

wird zur Auswahl und Einordnung der zunehmenden

Informationsflut in den kommenden

Jahren eher noch an Bedeutung gewinnen.

Über Facebook & Co. werden sicher weniger

technische Botschaften abgefordert – da geht

es eher um Themen wie die User Experience,

wie also der Kunde uns als Unternehmen

insgesamt wahrnimmt.

www.grundfos.de

Rainer Stierle, Vertriebsdirektor

Wasserwirtschaft, Grundfos GmbH


VTK_AG_2015_99_hb_001 1 07.12.2015 13:49:55

IMPRESSUM

vereinigt mit BioTec

erscheint 2016 im 50. Jahrgang, ISSN 0175-5315

Redaktion

Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli)

Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Redaktion: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf), Tel.: 06131/992-336,

Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro), Tel.: 06131/992-259,

Dipl.-Ing. (FH) Anne Schaar (as), Tel.: 06131/992-330

Redaktionsassistenz: Angelina Haas, Tel.: 06131/992-361,

E-Mail: a.haas@vfmz.de,

Gisela Kettenbach, Melanie Lerch, Ulla Winter

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

Gestaltung

Doris Buchenau, Anette Fröder, Sonja Schirmer,

Mario Wüst

Chef vom Dienst

Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer

Anzeigen

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IM NÄCHSTEN HEFT: 11/2016

ERSCHEINUNGSTERMIN: 04. 11. 2016 • ANZEIGENSCHLUSS: 19. 10. 2016

03

01

02 04

01 Mit cleveren Betriebsführungsprojekten können in der industriellen

Abwasserbehandlung Betriebskosten optimiert werden

02 Die UV-Leistung dieser Desinfektionsanlage wird über eine

Regelung immer der Wasserqualität und Durchsatzmenge angepasst, so

dass die Betriebskosten besonders gering sind

03 Funkenlöschanlagen sorgen bei der Aufbereitung von Aluminium-

Schrott für Sicherheit

Der direkte Weg

Internet:

www.verfahrenstechnik.de

E-Paper:

www.engineering-news.net

Redaktion:

redaktion@verfahrenstechnik.de

04 Eine Software versorgt die Bediener eines Drehrohrofens rund um

die Uhr mit Echtzeit-Ansichten zu Betrieb und Leistung

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

VERFAHRENSTECHNIK 10/2016 83


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