Tassilo, Ausgabe November/Dezember 2016 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

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Eisschwimmen, ein cooles Hobby - Marianne Sägebrecht auf der Roten Couch - Lüftlmaler Jürgen Schütt - So macht man Autos winterfest - Der Bahnhof Murnau, Touristentreff mit Sofa-Charme - Edith Eckbauer, Bronzesiegerin bei Olympia 1976 - die Mobile Umweltschule Pähl - Schlossmuseum Murnau - Umweltstreit in Pähl - Heimaträtsel mit Wappenkunde - Kegelbahnen im Tassiloland - Adventsmärkte der Region - Kunsthandwerk, ein ganzer Leonhardizug in Miniaturformat u.v.m.

Ausgabe 9

November / Dezember 2016

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: Mauritius Images, Martin Siepmann

Aidlinger Höhe

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Illusion an der Wand

Der Lüftlmaler Jürgen Schütt

Ausführliche Übersicht in dieser Ausgabe:

im Tassiloland

Auf der Roten Couch

Marianne Sägebrecht erzählt


Erleuchtend

War das großartig! Mit dem

„1. Lichtkunst-Festival“ t-

s haben

die Weilheimer imer

Bürger, die sich

im veranstaltenden al

ten Verein engagieren,

gi

en, ihre

Stadt rundum

beschenkt — in allen Facet-

ten wörtlich zu

nehmen: Die

vielen en tausend Zuschauer, die an

den magisch erhellten Fassaden aden

ihre Altstadt in ganz

neuem Licht entdecken ecke

durften ebenso, enso

wie jene aus

dem ganzen Tassiloland, l die sich Mitte Oktober nach

Weilheim aufgemacht hatten. Sie erlebten ein Fest der

Sinne, das weit über die Stadtmauern hinausstrahlte.

Auch die Lichtkünstler selbst waren begeistert — und

das hellauf! Kurator Philipp Geist, in Weilheim geboren

und für die Auswahl der in seiner Heimatstadt

auftretenden Kollegen verantwortlich, schwärmt auf

seinem Facebook-Profil „Videogeist“ von „zwei fantastischen

Nächten“ — samt Ausrufezeichen. Dabei wird

er rund um den Globus für seine junge Kunstform

gefeiert. Er sei „so dankbar und glücklich“, schreibt

Geist. Und gibt ein Versprechen, an das ihn der Lichtkunstverein

bitte rechtzeitig erinnern möge: „Auf ein

nächstes Mal 2018!“ Übrigens — Geist hatte noch mehr

Weilheim“ im Gepäck: Der Elektrosound zu seiner

Installation am Marienplatz stammte von einem

weiteren, stilprägend, heimischen Kunstpionier: Musiker

und DJ Martin Gretschmann alias „Acid Pauli“.

Lustigerweise bedankte sich Geist beim bayerischen

Künstler-Kollegen auf Englisch für seine „amazing

music“. Eine andere hätte in Weilheim selbstredend

nicht laufen dürfen! Besser als mit dem Lichtkunst-Festival

kann eine Stadt für sich überregional

als (Kultur-)Standort und angehendes „Oberzentrum

nicht werben!

So geht das Tassiloand hell erleuchtet in die Jahreszeit

der kurzen Tage und langen Nächte. Damit alle

Freunde des „tassilo“ den Durchblick behalten, wohin

ein Abstecher einmal lohnenswert wäre, finden

Sie im hinteren Heftteil eine ausführliche Adventsmarkt-Übersicht.

Doch wo die anderen Tage oder

Abende verbringen? Beim Studium unseres stets

aktuellen und mit viel Fleiß recherchierten Veranstaltungskalenders

dürfte Ihnen immer wieder ein Licht

aufgehen. Die Übersicht ist heiß begehrt, wie wir

inzwischen wissen. Der „tassilo“ wird (mindestens)

zwei Monate lang nicht zum Altpapier — es könnte

Ärger mit Mitlesern geben ...

Als inhaltliche „Leuchttürme“ sei Ihnen an dieser

Stelle mithin jede Geschichte dieser Ausgabe ans

Herz gelegt: „Eiskalt erwischt“ haben wir Eisschwimmer;

was „aufgefischt“ wird, kann in Paterzell abgegeben

werden; und wir haben zwei Bauernhöfe

besucht, auf denen möglichst nichts „entwischen“

sollte. Überhaupt geht es tierisch zu in diesem Heft,

vom Weißstorch bis zum Borkenkäfer. Weshalb unser

Themen-Mix mit Geothermie und Eisenbahn auch

die Technik, mit einem Lüftlmaler das Handwerk und

einer Olympia-Medaillengewinnerin den Sport umfasst,

und, und, und.

Gar ein Weltstar aus Bayern nahm Platz auf der

„Roten Couch“ für ein „tassilo“-Exklusiv-Interview:

Marianne Sägebrecht. Doch wer erwartet, die Schauspielerin

und Buchautorin schwelge nur in ruhmreichen

Zeiten, kann sich mit der Lektüre der vielen Zeilen

vom Gegenteil überzeugen: Die Anfangs-Siebzigerin

sprüht nur so vor Lebensenergie und Zukunftsplänen —

und ist damit ein weiteres „Highlight“ in unserem

neuen „tassilo“.

Tobias Schumacher

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Ein „cooles“ Hobby —

Eisschwimmen in

Starnberger See & Co.

Seite 9

Schauspielerin Marianne

Sägebrecht im Interview auf

der Roten Couch

Seite 14

Die ungewöhnliche

Karriere des Lüftlmalers

Jürgen Schütt

Seite 18

Das Auto winterfest machen —

Kfz-Spezialisten plaudern aus

dem Winter-Nähkästchen

Seite 20

Touristentreff mit Sofa-Charme:

Der Bahnhof Murnau ist ein

echtes Schmuckstück

Seite 34

Edith Eckbauer erinnert sich:

Die Tutzingerin gewann Bronze

im Rudern bei Olympia 1976

Seite 42

Heimatunterricht vor der

Haustüre mit der Mobilen

Umweltschule aus Pähl

Seite 46

Ein Besuch lohnt sich!

Das Schlossmuseum im

Zentrum Murnaus

Seite 50

Gemäht oder gemulcht?

Ein Streit in Pähl geht

in die nächste Runde

Seite 58

Wer kennt die Wappen?

Bade-Gutscheine im

Heimaträtsel zu gewinnen!

Seite 61

Eine ruhige Kugel schieben:

Unterwegs auf den

Kegelbahnen im Tassiloland

Seite 64

Da kommt der Nikolaus

ins Schwitzen: Adventsmärkte

in der Region

Seite 70

Bayerisches Kunsthandwerk:

ein ganzer Leonhardi-Zug

im Miniatur-Format

Seite 72

Besinnlich, lustig, fetzig:

Der Veranstaltungskalender für

November/Dezember

november / dezember 2016 | 3


Eisschwimmen im Starnberger See & Co.

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4 | tassilo

Starnberg / Taufkirchen | Wie bei so

vielen Sportarten spielt — neben

der Fitness — auch das Mentale

eine große Rolle: Kann man sich

vorstellen, einen Marathon zu laufen?

Kann der Gegner im direkten

Gegenüber, im Kampf geschlagen

werden? Spielt der Körper mit, die

Kondition, der Geist? Im Falle der

hier vorgestellten Sportart stellen

sich unweigerlich Bilder im Kopf

ein, die es dann — in der tatsächlichen

Praxis — nicht nur mental,

sondern auch körperlich zu überwinden

gilt: Schwimmen in eiskaltem

Wasser, sprich Eisschwimmen.

Eher durch Zufall kam der Taufkirchner

Martin Beck mit diesem

Sport in Kontakt. Ein Rückenleiden

war der Auslöser, was ihm damals

zu schaffen machte. Auf der Suche

nach einer therapeutischen Lösung

stolperte er über die Behandlung

mittels flüssigem Stickstoff. Sehr

gute Ergebnisse seien damit bei

der Behandlung des Bewegungsapparates

erzielt worden. Allerdings

sollte sich eine Therapie für

ihn als schwierig erweisen, da zu

aufwendig und fahrtechnisch zu

weit weg. Alternativ, überlegte

Martin Beck, müsste doch

auch eisiges Wasser die

Bedingungen von Stickstoff

erfüllen, die zur Linderung

seiner Rückenbeschwerden

notwendig wären.

Wasser als geistigklärendes

Element

Er hat es ausprobiert — und bis

heute nicht bereut. An sein „erstes

Mal“ kann sich Beck noch gut

erinnern. „Das eiskalte Wasser

brennt auf der Haut“, schildert er.

Das muss man aushalten können.“

Idealerweise hat das Wasser

unter sieben Grad Celsius, „dann

friert man nicht mehr“, erklärt

der Extremschwimmer. Das liege

daran, dass der Körper auf Überlebensmodus

schalte; die Kälte

werde als enorme Hitze wahrgenommen

und fast euphorische

Gefühle kämen auf. Das eigentlich

Beste am Eisschwimmen komme

jedoch hinterher, meint Martin

Beck. „Schon nach dem ersten

Versuch überraschte mich die unglaubliche

Entspannung, die sich

in mir breitmachte“, erinnert er

sich. Eine fast schon buddhistische

Ruhe sei der Lohn für die Strapaze

gewesen, die es dank der Temperaturen

und der Vorbereitungszeit

dann doch sei. „Bildlich gesprochen

bleibt die Anspannung im

Fluss“, schmunzelt Beck. Das Wasser

als geistig-klärendes Element,

sozusagen. Jetzt lacht Beck: „Und

der restliche Tag wird dem friedlichen

Schlaf gewidmet!“

Mittlerweile trifft er sich mit drei

Gleichgesinnten zum regelmäßigen

Schwimmen in kalten Gewässern

oder Flüssen. Auch der Starnberger

See war bereits ein Ziel der

unerschrockenen Sportler — wie

Seen überhaupt sehr geeignet seien

für Eisschwimmer. Denn gerade

Gewässer mit Strömungen sollten

von Anfängern gemieden werden.

Ob man die Erlaubnis der Kommunen

zum Eisschwimmen in deren

Gewässern braucht, wird Martin

Beck oft gefragt. „Es versteht sich

natürlich von selbst, dass man

nicht in Naturschutzgebieten unterwegs

ist“, sagt er, „und dass

das Baden am gewünschten Ort

primär erlaubt ist“. Ansonsten sei

ihm noch kein Verbot untergekommen

— warum auch? „Eisschwimmen

ist ja kein Flächensport. Viele

Menschen haben wahrscheinlich

noch nie einen von uns zu sehen

bekommen.“

Hier wird ein Eispickel zum Einsatz kommen.

Selbst das stellt kein Hindernis

für einen Eisschwimmer dar.


Vorsichtig tastet sich Martin Beck voran.

Bei steinigem Untergrund greift er

auf Neopren-Badeschuhe zurück.

> > >INFORMATIONEN

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Wer sich vorstellen kann, in eiskaltem

Wasser zu schwimmen, dem

möchte Martin Beck ein paar Tipps

zur Vorbereitung mit auf den Weg

geben.

Vor dem Schwimmen,

nach dem Schwimmen

Er selbst fängt bereits im Herbst

mit seinen Übungen an, um gut

gerüstet ins eiskalte Wasser gehen

zu können. „Man kann mit

den Jahreszeiten trainieren; im

Sommer vielleicht laufen gehen,

Sauna und kaltes Duschen dazunehmen.“

Die Lehren des „Wasserdoktors“

Sebastian Kneipp seien

dafür ein guter Ratgeber, verrät

der Sportler. Denn die Haut müsse

sich beim Eisschwimmen schnell

umstellen können, von Kälte auf

Wärme und umgekehrt. Hierfür

könne man viel im Vorfeld tun.

Geht es dann ans Schwimmen

selbst, solle man idealerweise

anfänglich nicht alleine unterwegs

sein; auch ein Handy sollte

griffbereit am Ufer liegen, um

bei Notfällen schnell handeln zu

können. „Etwa 15 Minuten Aufwärmen

vor dem Gang ins Wasser

muss sein“, sagt Beck. Das diene

zur Auflockerung der Muskulatur

und stärke die Durchblutung.

Man dürfe nur nicht dabei ins

Schwitzen kommen, denn „der

Kreislauf geht ansonsten von Null

auf Hundert“, sobald das eiskalte

Wasser dazukommt. Ganz wichtig:

auch an das Danach denken!

Handtuch, Wechselkleidung, Mütze

und Handschuhe bereit legen,

denn nach dem Schwimmen muss

es schnell gehen. Kalte Luft sorge

für eine sehr schnelle Wasserverdunstung

auf der Haut — komme

dann noch Wind dazu, könne es

„höllisch“ werden, erklärt Beck.

„Bei Böen und besonders eisigen

Außentemperaturen rate ich vom

Eisschwimmen ab.“

Auch das eine oder andere Loch

haben der Sportler und seine

Mitstreiter schon in die Eisdecken

von Gewässern geschlagen. Ein

Eispickel oder eine Säge zählt

deshalb mit zur Ausrüstung der

Eisschwimmer. Gerade in unmittelbarer

Nähe eines Steges lasse

es sich prima ins Wasser gehen,

der Rucksack mit Wechselkleidung

kann trocken gelagert werden.

So einsam diese Sportart in der

Regel noch betrieben wird, so

viel überraschtes Publikum finde

sich ein, sobald ein Eisschwimmer

entdeckt werde, erzählt Beck.

Bewunderung und Entsetzen zugleich

zeige sich in manchen Gesichtern.

Über Erfahrungsberichte

anderer Eisschwimmer würde

sich die kleine Gruppe um Martin

Beck freuen. Eine eigens geschaffene

Internetseite solle, nach dem

Wunsch des Betreibers, irgendwann

die Plattform für Eisschwimmer

deutschlandweit werden. Momentan

tummelt sich darauf: nur

Martin Beck.

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november / dezember 2016 | 5


Heidi Rothwinklers Auffangstation in Paterzell

Reine Form.

Pure Schönheit.

Eine Freundin der Tiere

Paterzell | Egal ob Reh, Marder,

Igel oder Hase: Seit über 20 Jahren

ist Heidi Rothwinklers Auffangstation

eine Anlaufstelle für

Tierschutzfälle jeglicher Art. „Vom

Frosch bis zur Fledermaus pflege

ich eigentlich alles“, beschreibt

Rothwinkler, die in ihrer Paterzeller

Heimat ein beachtliches Gehege

mit Käfigen und Freiläufen eingerichtet

hat, um möglichst vielen

pflegebedürftigen Tieren zumindest

vorübergehend ein Zuhause

bieten zu können. Ideal liegt ihre

Auffangstation am Rande eines

Waldes, was insbesondere die

Auswilderung entsprechender

Tierarten erleichtert. Denn: „Ein

Wildtier gehört raus!“, betont sie.

Lediglich bestimmte Verletzungen

werden im Haus behandelt.

Eine Heimat

auf Zeit

Heidi Rothwinkler wird dann gerufen,

wenn jemand ein verletztes

Wildtier entdeckt — ihre Nummer

Ein großer Schluck für ein kleines Tier: Weit über 30 Katzen ohne Zuhause

konnte Heidi Rothwinkler heuer schon vermitteln.

ist auf zahlreichen Handys gespeichert.

Zumeist bekomme sie

Textnachrichten „da ich Zuhause

keinen Handy-Empfang habe“,

wie sie schmunzelnd verrät. Ein

Schwerpunkt in der Auffangstation

für Tierschutzfälle sind Katzen.

Ausgesetzt oder verletzt kommen

sie in Rothwinklers Obhut, wo die

Tiere wieder fit gemacht werden.

Einige Tage verbringen die Katzen

in eigenen Boxen, so kann festgestellt

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Zahlreiche Rehe hat Heidi Rothwinkler gesund gepflegt. Sie bleiben

aber nur solange, bis sie sich wieder selbst versorgen können.

nicht so, können sie sich je nach

Zustand im Gelände frei bewegen.

Dass es nur eine Heimat auf Zeit

ist, zeigt die Tatsache, dass die

passionierte Tierexpertin heuer

bereits weit über 30 Katzen vermittelt

hat. Aber nicht ohne sich

auch um die zukünftige Betreuung

zu kümmern: Zwar bezahlen

die neuen „Besitzer“ kein Geld für

ihr Haustier, müssen jedoch einen

Vertrag unterzeichnen, der Aspekte

wie die tierärztliche Vorsorge

oder Haftung regelt.

Die Sprache

der Rehe

Ein weiterer Großteil ihrer Arbeit

ist die Versorgung verletzter Rehe.

„Sobald die Landwirte anfangen

zu mähen, habe ich schon ein

ungutes Gefühl“, beschreibt Heidi

Rothwinkler, schließlich komme es

dabei oft zu Unfällen. Erst kürzlich

war ein Rehbock mit einem Oberschenkelbruch

bei ihr. Gar nicht so

einfach, denn „Böcke sind weitaus

wilder“. Derzeit versorgt sie zwei

zahme Rehe, die im angrenzenden

Wald heimisch sind. Selbst bei

der Geburt von deren Kitzen griff

sie unterstützend ein, da sowohl

die Jungtiere als auch die Mutter

es sonst nicht geschafft hätten.

Das war eine heikle Situation. Ich

habe schon gemerkt, dass da was

nicht stimmt“, blickt sie zurück.

Beobachtet man den Umgang von

Heidi Rothwinkler mit den Rehen,

dann scheint es, als spreche sie

die Sprache der Tiere. Einige kurze

Töne — und schon kommen sie,

um sich an kalten Tagen ihre Nahrung

abzuholen. Obwohl einige

der Wildtiere auf Heidi Rothwinkler

fixiert bleiben, sei es wichtig,

sie individuell wieder auszuwildern.

Igel etwa wandern meist

von selbst nach kurzer Zeit wieder

aus, während Rehe rund ein Jahr

in der Nähe bleiben, bis sie sich

komplett selbst ernähren können.

Damit die Zutraulichkeit der Tiere

nicht zum Nachteil wird, hat Heidi

Rothwinkler ihnen eigene Halsbänder

umgehängt. „Die Jäger

wissen Bescheid“, sagt sie über

ihr generell gutes Verhältnis zu

ihnen. Sie werde mitunter bis aus

Buchloe oder Fuchstal kontaktiert.

Ein Marder

als treuer Begleiter

Während Heidi Rothwinkler auf

der Suche nach „ihren“ Rehen

durch den angrenzenden Wald

spaziert, verfolgt sie Marder

„Knattl“, der kaum von ihrer Seite

zu weichen scheint. Bei diesem

Anblick, und dem nicht von der

Hand zu weisenden Gespür für

Tiere, möchte man kaum glauben,

wie rational Heidi Rothwinkler

ihre Aufgabe sieht: „Es sollte alles

ausgeglichen sein. Alles

was zu extrem ist, lehne

ich ab“, sagt sie und

spricht damit an, dass

Tiere natürlich auch einmal

eingeschläfert werden

müssen. Damit sie ihre

Arbeit ausüben darf, hat sie

eigens eine Prüfung abgelegt,

sonst hätte sie die Erlaubnis

vom Veterinäramt nicht bekommen.

Unterstützung erhält sie

bisweilen von Tierärztin Susanne

Gabler-Kau, in deren Marnbacher

Praxis (bei Weilheim) sie als

Assistentin tätig ist. Finanzielle

Hilfe bekommt sie indes von der

Tierhilfe Oberland, die einige der

Rechnungen übernimmt. Dennoch

bleibt es ein kostspieliges

Engagement, bedenkt man die

immensen Kosten etwa für Futter

oder so manchen Gang zum

Tierarzt. „Ich rauche nicht, ich

trinke nicht. Die Aufzucht ist mein

Hobby, auch wenn es viel Geld

und Zeit kostet“, sagt Heidi Rothwinkler

über ihre Aufgabe, die

sie komplett ehrenamtlich betreibt.

Für Beobachter stellt sich bei

so viel Tierliebe nur die Frage,

ob es überhaupt Arten

gibt, die Heidi Rothwinkler zu

pflegen ablehnt: „Ein Schlangenfreund

bin ich nicht gerade“,

gibt sie zu. Als sie

jedoch einst eine verletzte

Ringelnatter auf der Straße

entdeckte, hat sie auch diese

wieder aufgepäppelt — ganz

selbstverständlich.

tis

Marder „Knattl“ weicht

kaum von Heidi Rothwinklers

Seite. Allzu lange

wird er dennoch nicht

bleiben dürfen, denn

die Tierexpertin sagt:

„Ein Wildtier gehört raus!“

november / dezember 2016 | 7


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Auf der Roten Couch

Marianne

Sägebrecht

und das

versöhnende

Leben

Fürs Foto-Shooting auf der Roten Couch wählte Marianne Sägebrecht das „Atelier Artforum“ von Bildhauer

und Maler Leonard Lorenz. Dessen Bilder mit Segelschiffen hinten an der Wand sind für die Schauspielerin eine

prophetische Vorausschau auf ihre Reise nach Surinam — gemäß ihrem Leitspruch: „Was der Schöpfer plant, muss das

Leben halten.“ In Lorenz‘ Atelier bei Schäftlarn pflegen vielfältig kulturell interessierte Menschen einen regen Austausch.

Foto: Johann Jilka

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Starnberg | Der Regisseur und

Produzent Percy Adlon machte sie

1986 als Jasmin Münchgstettner in

seinem Film „Out of Rosenheim“

fast über Nacht zum Weltstar aus

Bayern: Marianne Sägebrecht.

Sieben Jahre zuvor hatte er die

1945 in Starnberg Geborene in

der Münchner Kleinkunst-Szene

selbst entdeckt. Bis heute sind

sie in Freundschaft verbunden.

Adlon sollte, was gesundheitliche

Umstände verhindern, auch ein

Projekt begleiten, das Sägebrecht

2015 in einem Buch vorgestellt

hat: Die 71-Jährige ist — so der

Titel — „Auf dem Weg nach Surinam“.

Wie lange die Pläne schon

gären und warum überhaupt, was

das Schauspielen für sie bedeutet

und warum sie wohl nie eine gute

Mörderin abgeben wird, das verrät

sie im „tassilo“-Interview auf der

Roten Couch.

Marianne Sägebrecht, am 3. November

kommt „Das schönste Weihnachten

überhaupt“ in die Kinos,

der zweite „Pettersson & Findus“-

Film, in dem sie mitspielen. Wollen

Sie schon etwas verraten?

Ich spiele wieder Beda Andersson.

Die Frauenfigur entspricht

mir rundum: Sie lebt alleine und

ist behände mit dem Fahrrad unterwegs,

sie kümmert sich um

Pettersson und hat ihm übrigens

Findus geschenkt, damit er nicht

allein ist. Würde jemand wie Pettersson

in meiner Nachbarschaft

wohnen, könnte etwas Ähnliches

im realen Leben passieren. Schon

als Kind habe ich viel verschenkt.

Einmal wurde meine Mutter sauer

und hat gesagt: „Wenn Dein Arsch

nicht angewachsen wäre, würdest

Du den auch verschenken.“ Ich

habe erwidert: „Das kommt doch

alles zurück.“ Davon bin ich bis

heute überzeugt. Jetzt geht’s an

Weihnachten bei Findus wieder

ums Schenken.

Was gefällt Ihnen neben diesem

Thema noch an dem Film?

„Vivat, crescat, floreat — lebe, wachse, blühe! Das Wesen des Menschen

ist eine permanente Entwicklung hin zur Freiheit der Entfaltung, zum

Aufblühen“: In diesem Satz ließe sich das Gespräch von „tassilo“-Redakteur

Tobias Schumacher mit Marianne Sägebrecht zusammenfassen.

Ich spiele gerne in Kinderfilmen,

und die Kinder lieben Beda, ich

werde oft von Ihnen gefragt, wo

Beda wohnt. Der Film ist teilweise

animiert, mit dem Szenario wurde

vorgearbeitet. Für mich war Findus

nur eine blaue Kugel, die mich

unterstützt hat bei meiner Imagination.

Ähnlich wurde seinerzeit beim Pumuckl

gearbeitet ...

Genau. Ich weiß jetzt, was Gustl

Bayrhammer bei den Dreharbeiten

Großartiges geleistet hat.

Wie bereitet man sich auf so eine

Rolle vor?

Mir kommt zugute, dass ich ein fotografisches

Gedächtnis habe, das

ich sogar beruflich schulen konnte.

Nach meiner Scheidung habe ich

für einen Fotoverlag gearbeitet.

Ich habe in der Technik der Mehrfachbelichtung

fotografiert. Etwa

die Geiger oder die Goldmänner

vom Zirkus Roncalli. Dafür musste

ich mir genau merken, wie ihre

Körperhaltung war, um die Fotos

später überlagern zu können. Bei

den Findus-Einstellungen lief das

ähnlich.

Ihre Fotos wurden damals zur Eintrittskarte

in die Münchner Kulturszene.

Ja, sie führten zu einer Ausstellung

im Schwabinger „Mutti-Bräu“, wo

ich später Geschäftsführerin war,

bis die Kneipe verkauft wurde.

Dann entstand meine „Opera Curiosa“,

quasi in Untermiete im „Marienkäfer“,

wo Maria die Chefin war

und ich das Programm machte. An

einem Abend standen teilweise 40,

50 Künstler auf der Bühne. Sie wurden

zu meiner Regenbogenfamilie

mit Künstlern aus allen kulturellen

Ebenen: klassische Opernsänger

und Schauspieler, Feuerspucker,

Seiltänzer und andere Künstler.

Sogar Konstantin Wecker trat mit

seinem Song „Willy“ auf.

Was Ist aus dieser bunten Zeit geblieben?

Freunde in aller Welt — und die

Ursehnsucht, mein Urtrieb, verschiedene

kulturelle und religiöse

Gruppen zusammenzubringen! Das

treibt mich jetzt auch um bei den

Plänen für Surinam. In dem Land

gibt es Hinduismus, Buddhismus,

den Islam, die ich studieren will,

auch die extremistischen Aus-


wüchse im Islamismus, um zu

wissen, worum es in den Religionen

geht. Für mich selbst bin ich

zu dem Punkt gekommen, dass

ich eine heidnische Christin bin ...

— Jesus Christus ist mein symbolischer

Bruder. Ich bin überzeugt,

er war neben seiner göttlichen

Seele auch ein sehr elementarer

Mensch. Bei ihm ging es nicht nur

um linke Wange, rechte Wange, er

war auch in der Lage, die Priester

aus dem Tempel zu schmeißen.

Was steckt — neben Biografi schem

und den gewohnt leckeren Kochrezepten

— hinter dem Buchtitel „Auf

dem Weg nach Surinam“?

Ich koche seit meinem zwölften

Lebensjahr bayerisch-surinamisch.

Surinam durchzieht mein Leben,

seit ich ein Kind war. Das Land in

Südamerika ist erst seit 1975 unabhängig.

Früher war es eine niederländische

Sklavenkolonie, aus der

noch im Jahr der Unabhängigkeit

40 000 bis 50 000 Menschen aus

Angst vor weiterer Unterdrückung

vor allem nach Amsterdam geflohen

sind. Vor 15 Jahren wurde ein

großes Schutzgebiet im Amazonas-Regenwald

zum Weltkulturerbe

erklärt.

Wie entstand Ihr Interesse?

Es begann mit meinem Großvater,

der in Ebenhausen eine Gärtnerei

leitete, wo ich mit meiner Mutter

bis zu meinem dritten Lebensjahr

gelebt habe. Er war um die Welt

gekommen, hatte als Gärtner und

Fischer in San Remo gearbeitet,

viel mit Pferden zu tun, bis der

Erste Weltkrieg kam, der ihn fast

verstummen ließ. Dabei hatte er

so viel zu erzählen! Mit mir, dem

Kind, hat er gesprochen. Er erzählte

von Mangrovenbäumen,

Krokodilen, Korallenriffen und vor

allem vom Regenwald. Schon damals

machte er sich große Sorgen

wegen der Abholzung, weil er um

seine Bedeutung als ‚Lunge der

Welt‘ wusste. Das hat mich als

Kind schon sehr berührt. Irgendwann

fiel das Wort „Surinam“. Ab

da war das mein Land.

Das Sie bisher nie betreten haben?

Nicht physisch, aber in Gedanken

und Träumen war ich unzählige

Male dort. Meiner Mutter habe ich

als Kind erzählt, dass ich nachts in

Surinam war und im Traum mit

den bunten Menschen, den roten,

gelben, schwarzen, weißen

gesprochen habe. Sie hat mir geglaubt

und gesagt: „Ja freilich, und

jetzt bist‘ wieder zu mir geflogen.“

Mein Vater ist im Krieg gefallen,

und mit meinem späteren Stiefvater

hatte ich es nicht einfach. Als er

in mein Leben trat, habe ich intensiv

vom Regenwald geträumt.

Ihre Art als Kind, mit einer schwierigen

Situation umzugehen?

Ja — und mit Phantasie! Mein geliebter

Teddybär hieß Suri, den

habe ich vorausgeschickt. Ich habe

ihn in einen Karton in den Bach bei

uns um die Ecke gesetzt mit einem

Brief, in dem stand: Suri baut ein

Haus in Surinam für meine Mutter,

meine Schwester und mich, und

mein Stiefvater bekommt unsere

Wohnung. Das war sein Auftrag,

fast wie ein Testament, und jeder

sollte es wissen. Mit acht Jahren,

vor meiner Kommunion, habe ich

unserem Pfarrer von Surinam erzählt.

Er hat mir zum ersten Mal

auf einem Globus gezeigt, wo das

Land überhaupt liegt, und gesagt:

„Du bist eine alte Seele. Du bist

von weit hierhergekommen, um

den Menschen zu helfen, und Du

kommst dort auch wieder hin.“

Das hat mich geerdet und beruhigt,

weil er mir das als katholischer

Priester geglaubt und so

erklärt hat. Er wurde damals mein

bester Freund und Schutzpatron.

Pfarrer spielten überhaupt eine

große Rolle in ihrer Kindheit...

Ja, mit zehn, elf Jahren habe ich

in Aufkirchen jeden Sonntag in

der Kirche die Apostelbriefe vorgelesen,

mit großer Wonne etwa

den Korintherbrief von Paulus. Das

hat mir Mut gemacht, vor Menschen

zu treten und zu lesen. In

der Realschule hatte ich wieder

einen tollen Kaplan. Er war zuvor

lange in China und betrachtete

die katholische Lehre aus buddhistischer

Sicht. Bei ihm habe

ich erstmals Theater gespielt. Und

wir sind mit ihm ins Krankenhaus

nach Wolfratshausen gefahren, wo

Mitschülerinnen und ich sterbenskranken

Patienten vorgelesen und

sie in den Arm genommen haben.

Ein erster Wink Ihrer medizinischtechnischen

Ausbildung?

Die war vorbestimmt. Ich wollte

zunächst Hebamme werden. Die

Berufsberaterin hatte aber einen

Freund, einen Humboldtianer, der

vorher in China und am Amazonas

war und sich grade als Arzt

in München selbstständig machte.

Ich habe Arzthelferin gelernt und

war über zehn Jahre bei ihm, bis

ich schwanger wurde. Ganzheitlich

habe ich in dieser Zeit unglaublich

viel gelernt. Er war seiner Zeit weit

voraus, hat psychotherapeutisch

beispielsweise mit dem Innenkind

gearbeitet, mit Musik, einem warmen

Kräuterbad, wohltuendem

Licht, Farbe, Klang. Die Behandlung

begann er mit dem Satz:

„Stell‘ Dir vor, Du bist bei Deiner

Mama.“ Indem er zu ihr eine Verbindung

schuf, brachte er Ruhe in

die Patienten, nach 15, 20 Minuten

ging es ihnen besser. Er arbeitete

mit Placebo-Effekten wie Umarmungen,

dem „big hugh“ — so,

wie wir ein Baby halten und dabei

die Stelle zwischen den Schulterblättern

reiben. Das beruhigt das

Rückenmark. Er hat unglaubliche

Heilungen hinbekommen als Internist,

Osteopath — und auch Humorist.

Er hatte sogar eine eigene

Sternwarte, wo er Astronomie und

Astrologie für sich in Einklang

brachte.

Und sie wieder auf die Spur nach

Surinam…

Mit 19 Jahren habe ich in seinem

Wartezimmer Maria Sibylla Merian

entdeckt, die Naturforscherin

und Künstlerin, meine Schmetterlingsfrau.

Sie lebte von 1647 bis 1717,

von ihrem Leben erzähle ich in meinem

Buch. In Frankfurt am Main

geboren, begann sie schon als

13-Jährige, Pflanzen und Insekten

naturgetreu zu malen und Seidenspinnerraupen

zu züchten. Von ihrem

Stiefbruder lernte sie das Kupferstechen,

das sie später, als sie in

den Niederlanden lebte, in Perfektion

beherrschte. Merian hat Raupen,

Schmetterlinge, Falter und ihre

Metamorphose genau beobachtet

und dargestellt. Von 1699 bis 1701

unternahm sie eine Forschungsreise

— nach Surinam! Als Frau, allein

mit ihrer Tochter, über ein halbes

Jahrhundert vor dem Weltreisenden

und Naturforscher Alexander von

Humboldt! Zurück kam sie mit hunderten

von Skizzen, Zeichnungen

und Entwürfen, aus denen in Amsterdam

68 Kupfertafeln entstanden

für ihr Hauptwerk, das „Metamorphosis

insectorum Surinamensium“.

Das Buch brachte ihr höchste

Anerkennung als Künstlerin.

Was fasziniert Sie an ihr?

Unsere Leben haben immer wieder

Schnittpunkte: Ich bin als bayerische

Schauspielerin weltweit

bekannt, auch was Merian tat,

war für eine Frau ihrer Zeit eigentlich

undenkbar. Das Arbeiten als

Kunstmalerin war einer Frau in der

ständischen Gesellschaft verboten.

Die intensive Beschäftigung mit

der Metamorphose, die den Menschen

noch unerklärlich war — in

einer Zeit, als Frauen noch als Hexen

verbrannt wurden…! Sie hat

Tagebuch geführt, ein Exemplar

existiert an der Universität in Erlangen,

ich habe es gelesen. Inzwischen

betreibe ich seit fünf Jahren

Quellenarbeit.

Woher diese Ausdauer?

Sibylla und Surinam sind einfach

meine Geschichte. 2017 werde



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ich mit einer Freundin, einer Surinamesin,

und einem Kameramann

durch Surinam reisen. Ich möchte

die Mangroven- und Moringa-

ume sehen, von denen mir

mein Großvater erzählt hat, von

denen ich als Kind geträumt habe.

Ich will die indigenen Stämme

besuchen, die Heger und Pfleger

des Regenwaldes. Ich interessiere

mich für ihre Urwald-Medizin, ihren

Schamanismus. Ich werde Tagebuch

führen und fotografieren.

Angesichts der Gesamtkomplexität

des Themas ist das, was ich vorhabe,

vergleichbar mit einer Seminararbeit.

Einer fi lmischen?

Mit Schauspielerei hat das nichts

zu tun. Ich werde Merian nicht

spielen oder sprechen, trotz Angeboten,

es wird kein Merian-Film

entstehen — selbst wenn sich 2017

ihr Todestag zum 300. Mal jährt.

Das ist mir zu vordergründig. Ich

habe zwölf Bücher über sie durchforstet.

Sie erlitt einen Schlaganfall

und saß bis zu ihrem Tod zwei Jahre

im Rollstuhl. Als ich das gelesen

habe, bekam ich Herzschmerzen.

Sie wurde in Amsterdam in einem

Armengrab bestattet, weil ihr

angehender Schwiegersohn ihre

Mappen verkauft hatte, an den

russischen Zarenhof und an die

Windsors. Den Gewinn zweigte er

vermutlich ab. Deshalb wollen wir

auch Merians Originale in Sankt

Petersburg besuchen und in den

Niederlanden eine Büste aufstellen,

die an die große Frau aus

Amsterdam erinnert. Sie ist meine

Seelenschwester, ich spüre sie.

Für mich ist wichtig, nochmal mit

ihr zu reisen — in unser Surinam.

Wie würden Sie sich heute charakterisieren?

Sind sie Schauspielerin,

Autorin, Künstlerin, Forscherin?

Ich bin eine vielschichtige Persönlichkeit.

Prozentual lässt sich

das nicht ausdrücken, wobei das

Schreiben und die Schauspielerei

sicher stark ausgeprägt sind. Ich

spiele etwas nicht, ich erlebe es.

Auf Englisch heißt das „method

acting“: Der Schauspieler arbeitet

mit Erinnerungen an eigene

Erlebnisse und mit Entspannungstechniken.

Dafür habe ich eine

Begabung. Ich verfüge über große

Empathie und kann mich in

die Gefühlsebene hineinfinden,

die für eine Rolle gebraucht wird.

Das ist für mich das Wichtigste.

Ich nehme Worte, die ich spreche,

richtig wahr. Für mich gibt es keine

Fiktion. Deshalb kann ich keine

Figur spielen, die das außer Kraft

setzen würde. Ich wurde immer

wieder gefragt: „Willst Du nicht

mal eine Mörderin spielen, eine

Giftmischerin?“ Das ginge nur,

wenn ein Drehbuch eine Katharsis

beinhalten würde, die meiner

Persönlichkeitsstruktur entspricht.

Das war bisher nicht der Fall,

meist sind die Rollen nur vordergründig

auf Spektakel angelegt.

Wie muss eine Rolle aussehen, damit

Sie zusagen?

Wie die eingangs erwähnte Beda

Andersson; oder Frau Holle, die

ich 2008 gespielt habe. Ich sehe

eine Rolle in der Kontinuität eines

Menschen, der heranwächst, eine

Entwicklung durchläuft, bis ein

Wendepunkt kommt, an dem etwas

passiert, wo die Rolle beginnt, der

Film. Hier stelle ich mir die Frage:

Warum erzähle ich die Geschichte?

Wenn ich die Chance habe, diese

Wandlung als eine Folge von Ursache

und Wirkung darzustellen,

kann ich eine Person spielen. Wenn

nicht, muss ich gestehen: Das Zeug

zu dieser Rolle habe ich nicht. Das

schließt viele Rollen aus.

Ihre Paraderolle war …

… Jasmin Münchgstettner in „Out

of Rosenheim“, ohne Frage! Wenn

ich in eine Person wie sie schlüpfen

kann, dann entfaltet sich meine

Vielfalt, meine Phantasie und

Lebensenergie. Wenn ich so jemanden

darstellen kann und darf,

macht mich das glücklich! Wichtig

für meine persönliche Entwicklung

war aber genauso der Ausstieg

nach dem weltweiten Hype

um den Film.

Den haben viele nicht verstanden,

Hollywood stand Ihnen offen. Warum

haben Sie sich entzogen?

Dafür gibt es viele Gründe. Nur

ein Beispiel: Im Film spiele ich

eine Putzszene. Hinterher fragte

der Putztuchhersteller, ob ich das

für einen weltweiten Werbespot

nochmal machen würde. Es wäre

ein riesen Deal gewesen. Ich habe

abgelehnt, weil man den Film zerschnippelt

und zerstört hätte, die

zuvor geschilderte Entwicklung.

Später sollte der Film in Amerika

zur Serie werden, in der Whoopi

Goldberg aus kommerziellen Gründen

Brenda spielen sollte. Im Film

ist die Rolle mit Carol Christine Hilaria

alias „CCH“ Pounder besetzt.

Zu ihr hatte ich eine sehr tiefe Verbindung

aufgebaut, sie war mit ein

Grund, warum ich mich auf Jasmin

Münchgstettner so komplett einlassen

konnte. Nur sie und ich haben

Brenda und Jasmin beim Publikum

weltweit verankert. Deshalb habe

ich das Serienangebot abgelehnt.

Ich habe gesagt: „Ich verehre

Whoopi, aber Brenda ist nicht ihre

Rolle.“ Außerdem ist CCH in Guyana

geboren, einem Nachbarland

von Surinam. Die Inspiratoren der

Milchstraße haben CCH und mich

für den Film gecastet. Im „Bagdad

Café“ entsteht eine neue Situation

des Zusammenlebens. Schlüsselpunkte

sind Liebe und Phantasie.

Das Titellied „Calling you“ erzählt

davon — ich rufe Dich. Unterschiedliche

Menschen kommen

zusammen, Frauen sind sich gut

gesinnt, Jasmin und Brenda lernen

zaubern, die Phantasie wird zum

Ich in höchster Vollendung. Vorher

fehlte Brenda die Kommunikation

mit einem Du: Jasmin. Sie musste

die Einsamkeit erleben, um die

Zweisamkeit ersehnen zu können.

Das hätte eine Serie nie zeichnen

können, selbst nicht mit Whoopi.

12 | tassilo


Wie sehen Sie Ihren damaligen

Ausstieg heute?

Auch wenn ihn mir manche nicht

verziehen haben, ist er für mich

bis heute richtig. Ich bin zufrieden

und jammere einer vielleicht verpassten

Chance auf Reichtum nicht

nach. Ich bin reich, weil meine

Phantasie reich ist. Durch meine

eigenen Initiativen geht es immer

weiter. Zum Glück steckte ich nie

in einem starren Management. Ich

gehöre mir selbst und hatte das

Recht zum Ausstieg. Außerdem

war es die richtige Zeit für den

Rückzug.

Inwiefern?

Ich halte es mit König Salomon:

Alles hat seine Zeit. Ich bin überzeugt,

dass man mit der Geburt

einen Lebensplan unter den Arm

geklemmt bekommt, in dem es

Stationen gibt, die vorbestimmt

sind. Dort kann ich Ja oder Nein

sagen. Wenn man älter wird,

denkt man vielleicht mehr darüber

nach, warum man welche Entscheidung

gefällt

hat. Wenn sie aber gefallen

ist, sollten wir durch eine Tür auch

gehen, selbst wenn wir Angst haben

— nach dem Motto: „Mach’s,

dann hast Du’s hinter Dir.“ Das ist

eine Form der Determination, die

mir jedenfalls hilft.

Dafür braucht es Kraft und Mut —

woher haben Sie die?

Mich hat stark gemacht, dass meine

Mutter mir immer vertraut hat.

Wenn ich als Vierjährige gesagt

habe, ich gehe nach Surinam,

hat sie gesagt: „Das machst Du

schon.“ Mit zwölf Jahren bin ich

über einen Dachfirst balanciert,

eine Nachbarin hat entsetzt meine

Mutter gerufen, sie kam aus

dem Haus und hat nur gemeint:

„Gell, schön wie die Marianne das

macht.“ — Hier auf der Erde ist unsere

Arena. Es ist egal, wie man

eine Aufgabe löst, durch Kampf

oder Vereinigung. Ich nehme jeden

Tag an wie er ist, um meine

Aufgaben zu lösen. Und bevor ich

schlafen gehe, mache ich eine

Meditationsübung, tion

ng, die ich „brainless

diving“ nenne:

Ich lasse

den Tag noch

einmal vorüberziehen

und

sende meine

Gedanken gezielt

hinaus,

etwa, indem ich

ein Gebet spreche

für Leute,

die mir etwas

bedeuten. Dann

gebe ich mir

die

Anweisung:

„Mein Körper

darf jetzt ruhen.“

Zuletzt

überlege

ich,

was meine

geistige

Ebene

nachts für mich

tun

könnte. Dann

taucht, heute noch,

immer

me wieder,

mein

Opa auf, der

Gärtner und Schamane,

ganz stark meine Mutter,

und mein Vater…

… den Sie nie erlebt haben!

Mein Vater war auch Gärtner, er

hat in Stuttgart gelernt, wie man

Rosen veredelt. Diese Tatsache ist

ein Zufall, den ich „Vor-Fall“ nenne

— denken Sie an die Filme, die

mich berühmt gemacht haben:

Out of Rosenheim, Rosalie Goes

Shopping, Rosenkrieg. Mit der

Rose hat mein Vater mein Leben

begleitet, auch wenn er nicht bei

mir war. Von seiner Mutter, seinen

Schwestern und Tanten wusste ich,

wer und wie er war, sie haben mir

von seiner wunderbaren, sanften

Persönlichkeit erzählt. So hatte ich

ein Bild von ihm.

Hängt Ihre innere Ruhe, trotz Weltruhm,

auch mit Ihrem Wohnort hier

am Starnberger See zusammen,

der Gegend Ihrer Kindheit?

Nachdem meine Mutter gestorben

war, bin ich 1996 aufs Land gezogen.

Hier kann ich mich um meine

Kräuter kümmern, Kinderfilme

drehen, Bücher schreiben. Oder

an Drehbüchern mitarbeiten wie

für die drei „Marga Engel“-Filme.

Sie sind auch ein Beispiel, wie sich

mein Wesen und meine Persönlichkeit

mit einer Rolle vereinen.

Die Filme waren für mich so etwas

Schönes — bis die Verantwortlichen

die Geschichte wieder in die

Endlosschleife schicken wollten.

Aber ich habe gesagt: „Das ist

meine, sie ist abgeschlossen, ich

habe sie erzählt.“ Jetzt machen die

„Pettersson & Findus“-Filme richtig

Spaß und es kommen wieder

richtig spannende Angebote.

Sogar in Nebenrollen prägen Sie

Filme ...

Ein ganz wichtiger Film war 2014

„Der Kreis“. Er gewann auf der

Berlinale den „Teddy-Award“, den

weltweit einzigen Transgender-

Preis, und den Publikumspreis für

Dokumentarfilme. Ich spiele die

Mutter eines Sohnes, der in der

Schweiz der 1960er-Jahre seine

Homosexualität zu leben versucht.

Zu meinen homosexuellen Freunden

habe ich eine ganz besondere

Beziehung. Sie sind meine Eltern.

Jetzt durfte ich eine Mutter in diesem

Umfeld spielen, eine, die ihren

Sohn annimmt wie er ist, ganz

gleich, ob er schwul ist. In dieser

Art sollten sich alle Menschen annehmen.

Das ist die Botschaft von

„Der Kreis“, weshalb ich mit ihm

auch um die Welt gereist bin.

Mit welchen Erfahrungen?

Ganz besonders war es in San Francisco.

Mit einer guten Freundin, der

Jazzsängerin Ruth Cameron, Frau

des legendären Jazzbassisten Charlie

Hayden, saß ich bei der Premiere

im Castro Theater, da passen

2 400 Leute rein. Schon nach zwei,

drei Szenen, in denen ich zu sehen

war, hat das Publikum im Saal

nach mir gerufen. Stellen Sie sich

das vor — fast drei Jahrzehnte nach

Out of Rosenheim oder Der Rosenkrieg

mit Michael Douglas! Das hat

mich zu Tränen gerührt.

Was bedeuten Ihnen die USA?

Früher war ich drei Monate im

Jahr drüben. Jetzt war ich acht

Jahre nicht mehr in Los Angeles,

im April will ich im Rahmen der

Surinamreise wieder in meine

Pappendeckelstadt, die ich liebe,

weil sie sich immer wieder verwandelt.

Es gibt die Wüste, die

Berge, das Meer, man fährt fast

immer in der Sonne Auto, und die

Menschen fahren trotzdem diszipliniert.

Auch Santa Moncia finde

ich sehr angenehm. Dort trifft man

viele Studenten, die politische Gesinnung

tendiert zu den Demokraten,

die Menschen sind freundlich

und helfen einander. Hier daheim

wechsle ich beim Einkaufen die

Ortschaften ab — mal Berg, mal

Icking, mal Starnberg, damit keine

Gewohnheit aufkommt. Vor allem

nicht bei den Anderen, damit mir

keiner sagen kann: „Schaust Du

heute aber müde aus.“ (lacht).

Wenn man sich der Gewohnheit

hingibt, ist man ausgeliefert.

Liefern Sie sich als Schauspielerin

nicht auch Menschen aus?

Ausschließlich mit der Rolle. Als

Mensch bin ich eher eine Heilerin,

eine Versöhnerin: Ich habe einen

Sohn zurück zu seiner Mutter gebracht,

der schwul war und mit

ihr gebrochen hatte, weil sie ihn

mit fünf Jahren ins Klo gesperrt

hatte. Er überlebte nur, weil er

aus dem Klo trank. Das hat er ihr

nicht verziehen. Mir ist gelungen,

dass beide sich aussprachen, wobei

sie ihm erklärte, dass sie ihn

eingesperrt hatte, um ihn vor dem

Vater zu schützen, der ein Sexist

war und ihm irgendwann Gewalt

angetan hätte. Sie sperrte ihn ein,

weil sie ihn so sehr liebte und sich

nicht zu helfen wusste. Heute haben

alle drei wieder eine Beziehung

zueinander.

Wie fi nden Sie solche Menschen?

Ich denke, sie spüren meine

Schwingungen. Ich gebe Menschen

Schutz, weil ich die Menschen

liebe. Bei mir kriegt jeder

seinen Platz, der Gescheite, der

Dumme, der Reiche, der Arme.

Ich kann mich nicht sattsehen an

Menschen! Ich mag zum Beispiel

Leute, die Gerüste bauen. Sie haben

Humor, sind mutig in den Lüften

unterwegs, mich interessiert,

was sie sich zurufen — das ist total

spannend, denen muss ich zuhören.

Für mich ist jeder Mensch ein

Tempel, der heilig ist. Mein Leitspruch

stammt von Rainer Maria

Rilke: „Was der Schöpfer plant,

muss das Leben halten.“

ts

november vember/dezember 2016 | 13


Die ungewöhnliche Karriere des Illusionsmalers Jürgen Schütt

Hochdeutsche Lüftlmalerei

Polling I Sechs Jahre lang arbeitete

Jürgen Schütt als Bauzeichner

in einer Behörde. „Eine ewig lange

Zeit“, sagt er rückblickend. Ironisch.

Sarkastisch. Schmunzelnd.

Er habe sich unterfordert gefühlt.

Tagaus, tagein. Sechs Jahre können

sich ziehen, „wenn man ständig

Kaffee holen geht“. Zwischen

Aufbrühen und Abspülen lief die

Kaffeetasse 1985 buchstäblich

über — es musste sich etwas ändern

im Leben des Bürozeichners:

Jürgen Schütt wurde Kunstmaler.

„Angefangen habe ich mit Aquarellen,

Portraits, Landschaftsbildern.“

Mit denen er natürlich

ungleich weniger verdiente als im

Behördenjob. Spitzwegs „Armer

Poet“ kommt in den Sinn, wenn

der Pinselvirtuose von „Eisplatten

am Fensterbrett“ seines Domizils

erzählt, weil er nicht heizen konnte,

von spartanischen Verhältnissen,

wenig zu essen. Erinnerungen.

Vergangenheit. Sarkasmus.

Augenzwinkern.

Zungenschlags. Doch seine Kunstfertigkeit

spricht Bände.

Im großen Festsaal vom „Gasthof

zur Post“ in Eberfing komponierte

er für das Bühnenbild an der

Wand die Farben zum Wettersteingebirge.

In Salzburg war ein

von Bismarck sein Auftraggeber,

„der viele Häuser hatte, mir dann

aber leider einfach wegstarb“, bedauert

Schütt mit dem ihm eigenen,

subtilen Humor. Ganze zwei

Jahre verbrachte er mit Aufträgen

für Illusionsmalerei in Oberfranken.

In einem Bayreuther Altersheim

bemalte er Wände eines

Aufenthaltsraumes mit mediterranen

Küstenlandschaften. Auf eine

Mauer im Vordergrund drapierte

er ein Spiegelei. Ein Senior verletzte

sich bei dem Versuch, das Ei

zu entfernen, er hielt es für echt.

Schütt amüsiert das bis heute.

Als Höhepunkt in Oberfranken

gilt ihm die Ausmalung des

Schwimmbades im Privathaus eines

ehemaligen Bundesministers

von dort: die Skyline von New York

auf mehr als zehn Metern Wandfläche.

Den Minister und seine

Familie setzte Schütt analog des

weltberühmten Schwarz-Weiß-

Fotos „Lunch atop a Skyskraper“

auf einen Stahlträger oben rechts

ins Gemälde. „Aber ich musste

jedes Fenster der Wolkenkratzer

einzeln malen“, stöhnt Schütt.

Und schmunzelt.

Ein Wandbild mit

Adam und Eva

Um Fenster ging es diesen Sommer

wieder: Am Paradieshof von

Melanie Kleider und Norbert

Weimann in Forst (siehe Bericht

Auch als Restaurator

arbeitet Jürgen Schütt,

hier überarbeitet er einen

Wohnhauserker in Krün.

14 | tassilo

Erst Illusionsmalerei,

dann Fassadengestaltung

Denn seit er sich vor rund 15 Jahren

erst der großflächigen Illusionsmalerei

und schließlich der Fassadengestaltung

südbayerischer

und österreichischer Prägung zuwandte,

führt die Erfolgsspur steil

bergan. Von Oberfranken bis zum

Alpenrand. Der im winzigen Ort

Cumlosen in Brandenburg geborene,

in Bochum aufgewachsene

und nun in Polling lebende Jürgen

Schütt ist zum umworbenen,

gefragten, vielbeschäftigten Illusions-

und Lüftlmaler geworden.

Letzteres ist kaum zu glauben

angesichts seines hochdeutschen

Dieses Haus mit der von Jürgen Schütt bemalten Giebelfront steht in

seiner Heimatgemeinde Polling.


Fassadengestaltungen wie diese an einem Haus in Krün machen Jürgen Schütt zu einem begehrten Maler —

und sind beste Werbung für den Meister seines Faches, lustigerweise ein Norddeutscher.

in Tassilo-Ausgabe 8) umfasste er

die Fensteröffnungen mit gemaltem

Mauergesims und gestaltete

ein Wandbild mit Adam und Eva.

Wobei Schütt seinen Auftraggeber

beneidete, weil der zuvor

die Fassade grundiert hatte: „Ich

weißle auch gerne, weil ich dabei

nicht denken muss, bei der Kunst

brauche ich schöpferische Pausen

— aber ich mache generell alles,

was angemalt werden muss.“ Das

macht Schütt zum gefragten Maler.

Wie die Selbsteinschätzung,

dass man ihn „überall einsetzen

kann — aber ich habe keine Zeit“.

Denn sein Beruf habe einen großen

Nachteil: „Man muss immer

alles selber machen.“

„kämpfen, dass es ruhiger wird“.

Das Jahr 2016 sei früh verplant

gewesen. Denn Lüftlmalerei, die

Arbeit an Außenfassaden, sei bessere

Werbung als jede Ausstellung,

die ein Maler „mit seinen

Bildchen“ bestreite. Das habe er

auch schon gemacht — „und gehasst,

rumzusitzen, zu erklären, zu

warten“. An den Häusern sehen

Passanten und Nachbarn, was er

kann: „Ich bekomme meine Aufträge

unterm Arbeiten.“ In Krün

etwa wird er inzwischen von Haus

zu Haus weiterempfohlen. Und

natürlich auf einen Kaffee eingeladen.

Auch das ist ein Fortschritt.

Ohne Witz.

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In den Anfangszeiten sei er

dankbar gewesen, wenn er „ein

Häuschen anmalen“ konnte. Erst

nach und nach habe er bemerkt,

dass die Pausen dazwischen weniger

wurden. Heute müsse er

Weite erzeugen in beengten Raumverhältnissen — das gelingt Jürgen

Schütt mit seiner Illusionsmalerei.

november / dezember 2016 | 15


Borkenkäfer nach Orkan Niklas: Wie Befall funktioniert und bekämpft wird

Kleiner Käfer, großer Schaden

Tassiloland | Borkenkäfer gibt es

auf der ganzen Welt, in Bayern

sind vor allem Buchdrucker und

Kupferstecher bedeutsam. Die

kleinen Käfer fressen vorwiegend

an Fichten die Rinde und das

Kambium, die Wachstumsschicht

der Bäume — besonders gern

nach Stürmen mit Bruchholz. Die

letzten großen Borkenkäfer-Kalamitäten

folgten auf „Vivian“ und

„Wiebke“ 1992 und das extrem

Eine dürre, befallene

Fichte zwischen Buchen.

heiße und trockene Jahr 2003.

Deshalb ließ Orkan Niklas 2015

Schlimmes befürchten — eine Bestandsaufname.

Laut Peter Graser, stellvertretender

Leiter des Forstbetriebs

Landsberg der Bayerischen

Staatsforsten, war 2016 in dessen

südlichen Revieren um den Ammersee

kein Kupferstecherbefall

und „eher moderater“ Buchdruckerbefall

feststellbar. Dennoch

gibt der erfahrene Forstmann keine

Entwarnung: „Das Spiel wird

im Frühjahr 2017 neu gemischt“.

Nach wie vor gebe es von Niklas

„angerissene“ Baumbestände.

Und die „Ausgangspopulation“

des Buchdruckers erwartet er im

Frühjahr höher, weil sich diesen

September eine dritte Generation

eingebohrt hat. Ab April 2017

suchen Graser und seine Kollegen

wieder gründlich nach befallenen

umen.

Massenvermehrung

in der „Rammelkammer“

Der größere, dunkelbraune Buchdrucker

erreicht fünf bis acht Millimeter

Körpergröße. Der mit 1,6

bis drei Millimeter kleinere Kupferstecher

wurde benannt nach

seinen kupferfarbenen Flügeldecken,

er trägt ein dunkles Halsschild.

Normalerweise befallen

Buchdrucker geschwächte Fichten,

deren Wurzeln durch Stürme

beschädigt sind und deshalb Probleme

mit der Wasserversorgung

haben; oder, wenn in langer Trockenheit

nicht genug Wasser im

Boden ist, etwa an Waldrändern

in Sonnenlage.

Der Kupferstecher reagiert dagegen

auf Duftsignale, die kranke

oder durch Sturm, Schneebruch

und Buchdruckerbefall vorgeschädigte

ume verströmen.

Bei „käfergünstigen“ Bedingungen

vermehren sich beide Arten

innerhalb einer Vegetationsperiode

des Waldes in Massen und

befallen auch gesunde Bäume,

die absterben. Bei starkem Befall

über mehrere Jahre können ganze

Waldgebiete absterben — kleine

Käfer, große Schäden.

Ab April und bei Temperaturen

über 16,5 Grad verlassen die Käfer

ihr Winterquartier unter der Rinde

und in der Bodenstreu. Die Männchen

fliegen geeignete Bäume an,

bohren sich in die Rinde ein und

legen eine Begattungskammer

an. Der Buchdrucker bohrt sich

in untere Stammbereiche älterer

Fichten mit dicker Rinde.

Der Kupferstecher befällt junge

Fichten oder die oberen Kronenbereiche

älterer Fichten mit dünner

Rinde.

In der Begattungskammer, auch

„Rammelkammer“ genannt, begattet

das Männchen mehrere

Weibchen, die dann zwischen

Holz und Rinde Muttergänge fressen

und darin ihre Eier ablegen.

Das dabei entstehende, braune

Bohrmehl schieben die Weibchen

nach draußen. Auf Rindenschuppen,

in Spinnweben und der Bodenvegetation

am Stammfuß ist

es das untrügliche Zeichen für den

Befall. Kupferstecherbohrmehl

bleibt den Blicken eher verborgen,

da die Käfer in den Baumkronen

aktiv sind.

Sind die Larven geschlüpft, fressen

sie Larvengänge, an deren

Ende sie sich verpuppen. So

entsteht das für jede Borkenkäferart

charakteristische Brutbild.

Ein ausgewachsener Buchdrucker entsteigt seinen Fraßgängen.

Geschlüpfte Käfer stärken sich

beim „Reifungsfraß“ und bohren

sich dann ins Freie, Buchdrucker

etwa sechs Wochen nach

der Begattung. Ist die Witterung

günstig, schwärmen die Käfer

aus, um eine nächste Generation

zu begründen. Weibchen tanken

über mehrere Wochen beim Regenerationsfraß

Kraft, bevor sie

erneut begattet werden und Eier

ablegen, die Geschwisterbrut.

In günstigen Jahren können sich

zwei, im Extremfall drei Käfergenerationen

entwickeln — und zwei

Geschwisterbruten. Bei schon hohem

Ausgangsbestand im Frühjahr

bedeutet dies: Massenvermehrung.

Gegen leichten Befall wehrt sich

ein Baum, indem er Fraßgänge

und Brut verharzt. Bei starkem

Befall — sobald sich ein Käfer eingebohrt

hat, produziert er Lockstoffe

(Aggregations-Pheromone),

die weitere Artgenossen anlocken

— stirbt der Baum ab, weil Käfer

und Larven den Saftstrom in der

Rinde unterbrechen. Ist ein Baum

„voll besetzt“, produzieren die Käfer

Antiaggregations-Pheromone,

damit sie nicht zu viele werden.

In einer einzigen Altfichte können

sich trotzdem über 20 000 Jungkäfer

entwickeln, die im Schnitt 20

weitere Fichten befallen!

Was ist zu unternehmen,

wie wird vorgebeugt

Die einzige Möglichkeit, den Wald

vor großflächigen Schäden zu bewahren,

ist eine „saubere Waldwirtschaft“.

Das heißt einerseits,

möglichst wenig bruttaugliches

Material im Wald zu belassen

wie vom Sturm „angeschobene“

ume, frisch geschlagenes

Stammholz (das der Buchdrucker

befällt), Gipfelstücke und sonstiges,

„kupferstecherfängisches“

Restholz. Andererseits müssen

bereits befallene Bäume vor dem

Ausschwärmen der Käfer gefällt,

abtransportiert und mindestens

500 Meter vom nächsten Fichten-

16 | tassilo


estand entfernt gelagert werden,

um weiteren Befall zu verhindern.

Alternativ können die Stämme befallener

Fichten entrindet werden,

aber nur, sofern keine braunen

Käfer zu finden sind. Sollten bereits

erste, noch weiße Jungkäfer

vorhanden sein, muss die Rinde

auf Haufen geschoben und mit

einer Plane abgedeckt werden,

damit Brut und Jungkäfer im darunter

einsetzenden Gärprozess

eingehen; oder die Rinde wird

verbrannt. Auch Gipfelmaterial,

Äste und sonstiges Restholz sollte

verbrannt oder gehackt werden,

um einem Kupferstecherbefall

vorzubeugen. Nur Vorsicht: Waldbrandgefahr!

Es gilt also, bereits befallene Bäume

rechtzeitig zu finden, etwa anhand

des Buchdruckerbohrmehls.

Später fällt Rinde ab und die Krone

verfärbt sich braun, von unten

nach oben. Auch noch grüne Nadeln

können abfallen. Bei Kupferstecherbefall

verfärbt sich die

Krone rotbraun, von oben nach

unten, die Nadeln fallen ab. In älteren

Wäldern ist das oft schwer

zu erkennen.

Trotz intensiver Forschung

keine Abhilfe in Sicht

Obwohl zur Borkenkäferproblematik

intensiv geforscht wurde und

wird, gibt es zur „sauberen Waldwirtschaft“

bislang keine echte Alternative.

In Rinde gelagertes Holz

kann und darf zwar mit „Kontaktinsektiziden“

behandelt werden, die

Tiere abtöten, die damit in Berührung

kommen. Der Schutz ist aber

unvollkommen: Unter der Rinde

geschützte Käfer und Brut kommen

nach Abklingen der Wirkung eventuell

doch zum Ausschwärmen.

Die vollkommene Benetzung der

Stämme ist zudem nicht möglich,

weil in der Regel gepoltertes Holz

gespritzt wird. Und: Insektizide

bergen Gefahren für andere Lebeewesen

und das Grundwasser.

Auch Pheromonfallen, die lange

Zeit als erfolgversprechend galten,

haben sich letztlich als ungeeignet

zur direkten Bekämpfung

erwiesen, da sie nur kleine Teile

einer vorhandenen Population

on

abschöpfen. Trotzdem leisten sie

wertvolle Dienste: Anhand der

Fangzahlen in einem Pheromon-

onfallennetz,

das sich über ganz

Bayern erstreckt, können die Borkenkäfer

überwacht werden. Die

Fallen liefern Informationen unter

anderem darüber, welche Arten

wann zu schwärmen beginnen, nen

en,

wann der Höhepunkt der jewei-

eiligen

Schwärmzeit ist, sowie über

Anzahl und Schwärmzeiten von

Folgegenerationen und Geschwisefe

r.

terbruten. Auf www.borkenkaefer.

org, einem Portal der Bayerischen

Landesanstalt für Wald- und

Forstwirtschaft (LWF), sind diese

Infos zu finden.

ts/cr

Detailansicht eines Buchdrucker-Fraßbildes mit Puppen.

Wir machen jetzt auf

1.200 m 2

DRUCK!

november / dezember 2016 | 17


Kfz-Spezialisten plaudern aus dem Winter-Nähkästchen

86.

Tutzinger

Patientenforum

09. 23. November 2016

um 19.00 Uhr

ATEMNOT – VENENBEDINGT?

REFERENT

Prof. Dr. med. Malte Ludwig

Chefarzt Angiologie & Phlebologie und Innere Medizin

MODERNE UNTERSUCHUNGS- UND

BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

DES KRAMPFADERLEIDENS

Mit fettem Lippenstift &

feuchtem Katzenstreu

Tassiloland | Damit Autofahrer sicher

durch den Winter kommen,

hat sich „tassilo“ in Autohäusern

und Kfz-Werkstätten umgehört,

worauf Servicemitarbeiter bei der

„Wintersicherheit“ achten. Abseits

der weitgehend ähnlichen Standardchecks

kamen nützliche Tipps

zusammen, mit denen Autofahrer

auch nach dem Werkstattbesuch

gegen Ärger in Kälte und Frost gewappnet

sind.

„Grundsätzlich gilt, das Fahrzeug

am besten in der Fachwerkstatt

checken zu lassen“, betont Ingrid

Wegele von Motoren-Bauer in

Weilheim. Der Bosch Car Service

Motoren Bauer prüft Fahrzeuge

prüft Fahrzeuge nach der

Winter-

Checkliste von

Bosch.

Das

erfolgt automaatisch

beim

Räderwech-

sel — an speziellen el

len Aktionstagen

samt Gebäck und

Kaffee für die Kunden“, sagt Wegele

und hat weitere Tipps parat: Wer

auch im Winter die Klimaanlage

laufen lässt, sorgt neben Wärme

für trockene und saubere Luft im

Auto. Wer keine besitzt, kann Stoffsäckchen

mit Katzenstreu ins Auto

legen, auch die binden Feuchtigkeit.

Türdichtungen mit Hirschtalg

einzuschmieren hilft gegen deren

Einfrieren. Unabdingbar im Auto

seien Abdeckfolie, Eiskratzer, Wolldecke,

Handschuhe, Taschenlampe,

Antibeschlagtuch, Starthilfekabel.

Dagegen sollte der Türschlossenteiser

in Mantel- oder Handtasche

griffbereit sein. „Durchaus zweimal

pro Woche die Klimaanlage laufen

lassen“, empfiehlt ehlt

auch Michael

Bastin, säßen vier

Menschen

in einem Pkw,

lasse se die

Atemluft irgendwann

die

Scheiben

anlaufen. „Das kennt jeder“,

sagt der Servicetechniker bei Opel

Häusler in Starnberg. Und: „Bei

Minustemperaturen unter 10 Grad

nie über Nacht die Handbremse

anziehen, gerade Trommelbremsen

können dann leicht einfrieren“,

warnt Bastin. Besser sei, den Gang

einzulegen: „Außer, das Gelände

ist abschüssig.“

Mit fettem Lippenstift und

feuchtem Katzenstreu

Martin Lautner, Werkstattmeister

bei Auto Stanglmair in Murnau,

Peugeot-Vertragspartner mit fünf

Niederlassungen im Oberland,

mahnt ebenfalls, enfa

den

Pkw

im

Winter trocken zu halten: „Fußbodendämmmatten

m

te

n können bis

zu 15 Liter Wasser aufnehmen,

en,

jede Fußmatten allein einen hal-

ben Liter — das bekommt man im

REFERENT

Dr. Jan Kemke, Chefarzt Gefäßchirurgie

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-143.

Benedictus Krankenhaus Tutzing,

Bahnhofstraße 5, 82327 Tutzing

18 | tassilo


Das Überprüfen der Frostschutzflüssigkeit in Kühler und Scheibenwaschanlage

gehört vor und während dem Winter zum A und O.

Winter nicht mehr raus.“ Gummimatten

im Fußraum beugen vor:

„Ich kann das Tauwasser ausleeren

oder Eis abklopfen.“ Auch

mit Reis gefüllte Säckchen binden

Wasserdampf. Sollten Scheiben

trotzdem innen vereisen, helfe

neben der Klimaanlage das

Lüften, wenn die Sonne scheint.

Von einem Wischen mit Tüchern

oder Eiskratzern rät Lautner ab:

„Durch die Schmierspuren sieht

man nichts mehr, wenn die Sonne

tief steht, das kann gefährlich

werden.“ Gegen einfrierende Türdichtungsgummis

empfahl ihm

eine Kundin übrigens fetthaltigen,

farblosen Lippenstift.

Den kann sich sparen, wer den

Wintercheck beim Bernbeurener

Autohaus Heuberger durchläuft:

„Gummidichtungen und Türscharniere

werden bei uns genauso geschmiert

wie die Radnaben beim

Reifenwechsel“, schildert Serviceleiter

Anton Niggl. Talg sei früher

verwendet worden, heute gebe es

spezielle Schmiermittel von Volkswagen

oder Audi. Auch empfiehlt

er, „die Original-Scheibenwaschmittel

der Hersteller“ zu verwenden,

weil sie auf die Materialien

am Auto abgestimmt sind. Als

Frostschutzmittel habe er schon

„puren Alkohol und Spiritus erlebt

— das machen viele Ärzte“, weiß

Niggl. Spritzdüsen oder Schläuche

gingen so aber schneller kaputt:

Das Zeug ist zwar günstig, aber

aggressiv.“

Ein klitzekleiner

Tankwegweiser

Die Marken der Volkswagen AG —

und anderen Marken auch — prüft

ebenso die „Auto & Service Pia

GmbH“ in Weilheim — samt Wintercheck

rund um Beleuchtung,

Flüssigkeiten, Batterie, Bremsen

und alles Notwendige sonst. Und

Esther Haubold, Assistentin der

Serviceleitung, verrät ebenfalls

nützliche Kleinigkeiten: Etwa,

dass das Alter der Reifen an ihnen

ablesbar ist: „Steht auf ihnen

‚1316‘, bedeutet dies als Herstellungsdatum

Kalenderwoche

13 im Jahr 2016.“ Und Haubold

beugt unnötigem Rangieren an

der Tankstelle vor: „Was Wenige

wissen: Die Spitze des kleinen

Dreiecks neben der Kraftstoffanzeige

am Armaturenbrett zeigt zu

jener Seite, auf der der Tankdeckel

ist — bei allen Fabrikaten“,

verrät sie. Nächster Radwechseltag,

nach telefonischer Voranmeldung,

ist am 5. November.

Wischwasser geht meist unerwartet

zur Neige. Wer nachfüllt,

sollte den Gefrierpunkt prüfen. An

Tankstellen gibt es dazu günstige

Frostschutz-Spindeln: Unterdruck

pumpt durch ein Röhrchen

das Spritz- oder Kühlwasser in

eine transparente Kammer, an

der eine Skala angibt, bis wie

viel Grad die Flüssigkeit schützt.

„Flüssigkeitsstände zu prüfen ist

das A und O“, unterstreicht Sven

Schröfl-Wolf, Service-Berater im

BMW-Autohaus Widmann & Winterholler

in Weilheim. Er hat eine

zusätzliche Aufgabe: Geschwindigkeitsaufkleber

im Wageninnern

anbringen, wenn die Winterreifen

auf 210 Stundenkilometer ausgelegt

sind, die Limousine aber

240 Sachen hergibt — theoretisch.

Peter Wittig, Inhaber des gleichnamigen

Auto-Service-Centers

in Weilheim, erinnert an eine

Empfehlung zum Waschen und

Korrosionsschutz im Winter. Darin

rät Hans Medele, Obermeister der

Kfz-Innung München-Oberbayern:

„Der Schmutz muss weg, und zwar

schnell.“ Er meint verflüssigtes

Streusalz, das sich in Lack, Gummi,

Kunststoff, Aluminium frisst

oder sicherheitsrelevante Teile

wie die Bremsen schädigt. Groben

Schmutz in Radkästen und Felgen

entfernen Hochdruckreiniger vorab,

alles andere die Waschstraßen,

möglichst wöchentlich. Einmal im

Monat empfiehlt Medele Heißwachs

und Unterbodenwäsche.

Wichtiger Tipp gegen Vereisung:

Türschlösser vorher mit Klebeband

abkleben, danach Wischblätter

und Gummidichtungen trocken

wischen.

ts

Die Profiltiefe sollte gemessen werden — hier an einem Sommerreifen

vor dem Radwechsel. So weiß ein Autofahrer schon jetzt, ob im Frühjahr

eine neue Bereifung her muss. Zu wenig Profil auf den Reifen gefährdet

die Sicherheit und zieht eventuell sogar ein Bußgeld nach sich.

november / dezember 2016 | 19

Durchschnittliche

Steuererstattung:

901,- €*

Ihre

Steuererklärung

ist unser Job!

Wir beraten Mitglieder

gemäß § 4 Nr. 11 StBerG.

Daniela Heine

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*Für alle Steuerpflichtigen mit ausschließlich nichtselbst. Einkünften im Falle

einer Erstattung (Quelle: Statistisches Bundesamt VZ 2012, Stand 07/2016).

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Schmuckstücke für Pendler, Gäste und Urlauber

Touristentreff

mit Sofa-Charme

Murnau | Das matte Dunkelgrün

der historischen Lokomotive ist ein

sympathischen Blickfang vor der

hellroten Fassade des Murnauer

Bahnhofsgebäudes, das sich nur

etwa 500 Meter vom Seeufer des

Staffelsees befindet. Die zweiachsige

Denkmal-Lok am Bahnhofsvorplatz

erinnert mit nostalgischem

Charme an die guten alten

Zeiten, in denen Bahnreisen ein

vornehmes Vergnügen der feinen

Gesellschaft war und bereits frühzeitig

Gäste und „Sommerfrischler“

in die beliebte Urlaubsregion

lockte.

Vollautomatische Züge der Zukunft

sind für Josef Führer undenkbar.

Seit Juni dieses Jahres steht der

ehemalige Lokführer für Geschichten

rund um den historischen

Bahnhof zur Verfügung. Seine

Führungen sind für ihn ein Heimspiel,

denn noch bis 1977 chauffierte

er selbst die historische Lok: Die

E 6904, vom Personal „Johanna“

genannt, galt als Pionier bei der

Elektrifizierung normalspuriger

Vollbahnen. Bereits 1879 fuhr der

erste Zug auf der von Weilheim

kommenden Bahnlinie, zehn Jahre

später wurde die Strecke nach

Garmisch-Partenkirchen verlängert.

Führer erinnert sich: „Die

Lokalbahn startete ihren Betrieb

mit Beginn des Umsteigebahnhofs

nach Oberammergau und

wurde seit 1905 mit Einphasen-

Wechselstrom betrieben. Anlässlich

der Passionsspiele 1934 wurde

sie bis zu ihrer Pensionierung auf

der Bahnlinie Murnau — Bad Kohlgrub

— Oberammergau eingesetzt.“

Der 69-Jährige kann sich noch gut

an manch alte Geschichte auf seiner

Stammstrecke erinnern: „Im

Gegensatz zur heutigen Technik

waren die rein mechanischen Lokomotiven

fast immer fahrbereit.

Hatte man nicht gerade ein Rad

verloren, waren Reparaturen meist

unproblematisch und man wusste

sich immer irgendwie zu helfen.“

Auch das Bahnfahren als solches

war etwas sehr persönliches, fast

schon familiär. „Jeder kannte jeden

und wenn mal einer der regelmäßig

Mitfahrenden nicht einstieg,

machte man sich Gedanken,

wartete oder schaute auch schon

mal nach dem Rechten. Zudem erlaubte

die Höchstgeschwindigkeit

von 60 Kilometer pro Stunde auch

20 | tassilo


Die historische Lokomotive erinnert an die „guten alten Zeiten“.

eigenwillige Aktionen. So hatte

manch einer während der Fahrt

beispielsweise einen geeigneten

Christbaum entdeckt, sprang vom

Zug, knickte den Baum ab und

warf ihn auf den Wagen.“

Ein halbes Jahrhundert später ist

der knapp 8 000 Quadratmeter

große Murnauer Bahnhof zum

Schmuckkästchen für Staffelsee-

Reisende umgebaut worden. Von

der Auszeichnung „Bahnhof des

Jahres“ profitieren seit 2013 Pendler,

Gäste und Urlauber. Mit seinen

vier Gleisen ist er kaum mehr

wiederzuerkennen. Rund 60 Züge

fahren die Murnauer Station täglich

an, die Regionalbahnen zwischen

München und Mittenwald

verkehren im Stundentakt. Darüber

hinaus passieren regelmäßig neun

ICE-Züge den Ort von freitags bis

sonntags. Etwa 3000 Reisende und

Berufspendler kreuzen täglich die

Bahngleise 1 bis 4. Ihnen und zahlreichen

positiven Rückmeldungen

an die Eisenbahn-Lobby „Allianz

pro Schiene“ ist es zu verdanken,

dass der beliebte Bahnhof nach

aufwendigen Baumaßnahmen

durch die Marktgemeinde Murnau

und der Bahn im Jahr 2013 zum

Bahnhof des Jahres gewählt wurde.

Den Preisrichtern für den Sonderpreis

Tourismus gefielen die

attraktive Fassade, Aufzüge und

Bahnsteigerhöhungen, das gemütliche

Café und die durchdachte

Infrastruktur. Ebenfalls positiv beurteilt

wurden der direkte Zugang

zum Bahnsteig, Busbahnhof und

Taxiplätze, Car-Sharing, überdachte

Fahrradparkplätze, Park&Ride-

Parkplatz sowie Wohnmobilplätze

mit Wasser und Strom.

Viel persönliches Engagement

investierte auch der gebürtig aus

Schongau stammende Unternehmer

Andreas Holzhey, der 2011

von Berlin aus das fast 450 Quadratmeter

große Bahnhofsgebäude

übernommen und es mit rund 1,3

Millionen Euro Investitionssumme

in ein Schmuckstück verwandelt

hat. Das Engagement in seine Heimatregion

hat sich für Holzhey vor

allem in ideeller Hinsicht gelohnt:

„Insgesamt zehn Jahre hat der

Umbau gedauert, und nun gibt es

hier am Alpenrand einen deutschlandweit

einzigartigen Bahnhof,

der die Herzen der Menschen

höher schlagen lässt.“ Hohe Gewinne

seien für den 48-jährigen

Unternehmer nicht zu erwarten

gewesen. „Die Investition war für

mich eine Herzensangelegenheit

und sicherlich auch viel Idealismus

dabei.“

Ein Kiosk mit

besonderem Charme

Ebenfalls ein Herzensprojekt ist

das „Café-Kiosk-Chocolat“ unmittelbar

an Gleis 1. Mit viel wohnlichem

Ambiente bietet Sabine

Heilrath ihren Gästen zwischen

Montag und Freitag Kaffee der

regionalen Kaffeerösterei, belegte

Semmeln, Flammkuchen,

Croissants, hausgemachtes Gebäck,

Pizza und Eis an. In privater

Wohnzimmeratmosphäre gibt es

darüber hinaus eine große Auswahl

von Büchern, Grußkarten,

Reiseführern und Zeitschriften,

Schmuck, Handarbeiten sowie

Schokolade und Pralinen.

Den ungewöhnlichen Kiosk hat die

50-jährige Fremdsprachenkorrespondentin

vor rund 13 Jahren

übernommen: „Es war auch ein

wenig so wie die Jungfrau zum

Kind, doch der Bahnhof hatte es

mir schon als junges Mädchen

angetan und den Kiosk habe ich

immer sehr geliebt. Neben dem

typischen Kiosksortiment versuche

ich immer wieder auch Murnauer

Künstler mit ins Boot zu holen.

Weil wir damit automatisch immer

mehr Reklame für den Ort

machen, sind wir fast schon eine

ausgelagerte Touristinformation.“

Womit die Bedeutung des Bahnhofs

auch für den Markt Murnau

nicht nur ein rein touristisches

Argument ist. Ulrich Bittlinger,

Wirtschaftsförderer der Marktgemeinde,

sieht viel Wachstumspotenzial

für die Region: „Freilich ist

der Bahnhof die Visitenkarte eines

Urlaubsortes. Abgesehen von der

touristischen Bedeutung ist ein

Bahnhof stets so etwas wie ein

privater und geschäftlicher Treffpunkt

unterschiedlichster Generationen

und Einkommensschichten.

Mal abgesehen vom Rauch der

Bahn könnte ich mir eine Dampflokomotive

auf der Strecke München

— Murnau aus touristischer

Sicht sehr gut vorstellen.“. sc

Kaffee aus der regionalen Rösterei, belegte Semmeln, Flammkuchen

und vieles mehr bietet Sabine Heilrath im „Café-Kiosk-Chocolat“ an.

november / dezember 2016 | 21


ALLERLEI IM TASSILOLAND

Kunst, Konzerte und Akrobatik

Volksbühne am Staffelsee mit neuem Stück — Kartenverlosung

Fortissima — Jetzt wird’s tropisch

Murnau | Die Volksbühne am Staffelsee

wurde im Juni 1998 von zwölf Theaterfreunden

gegründet — mittlerweile sind 39

Mitwirkende im Verein aktiv. Seitdem wird

jedes Jahr ein Theaterstück mit Humor und

Hintergrund aufgeführt. Seit einigen Jahren

stets ab Weihnachten bis Mitte Januar.

Das diesjährige Stück „Da Weltverdruss“

handelt von drei Vagabunden, die von einem

Leben in der „Haute Volée“ träumen.

Für einen könnte dies schon bald Realität

werden, schließlich hat sich die Tochter

einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie

in ihn verliebt.

Mit einer Notlüge

stellt „Apolonia“

kurzerhand ihren

Weltverdruss als

„Freiherr von Weltverdruss“

vor, da sie

weiß, ihre Mutter

würde einen solchen Straßenmusiker niemals

als Schwiegersohn akzeptieren. Ob

die Hochzeit letztlich stattfindet oder die

Lüge auffliegt, wird am 30. Dezember um

20 Uhr im Murnauer Kultur- und Tagungszentrum

zu sehen sein. Weitere Termine:

31.12. (16 Uhr), 5.1. (20 Uhr), 8.1. (18 Uhr),

13.1. (20 Uhr), 14.1. (20 Uhr), sowie 15.1.

(18 Uhr). Der Einlass ist jeweils eine Stunde

vor Beginn. Kartenvorbestellungen werden

telefonisch unter 08841 / 4857980 oder

online (www.volksbuehne-am-staffelsee.

de) entgegen genommen. Zudem verlost

„tassilo“ für das neue Stück 2 x 2 Karten.

Wer sie gewinnen möchen, schickte eine

Postkarte mit dem Stichwort „Volksbühne“

an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting.

Liedern und Texten von Bittlinger und Burkert.

Die beiden Protagonisten kennen sich

seit vielen Jahren und haben zu diesem

Thema unter anderem einen ZDF-Fernsehgottesdienst

gestaltet. Ihr Dialog macht

deutlich, dass eine naturwissenschaftliche

Weltsicht und der Glaube an Gott als

den Schöpfer sich nicht widersprechen,

sondern gerade im Staunen über die faszinierende

Komplexität und überwältigende

Schönheit des Weltalls neu begegnen.

Eintrittskarten zum Preis von 13 Euro (mit

Rabatt: 8 Euro) sind im Vorverkauf im Gemeindebüro

der evangelischen Kirchengemeinde

Penzberg und in der

Buchhandlung Rolles (Penztiberg)

erhältlich.

Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. Einsendeschluss

ist der 15. Novemzlicber.

Bitte geben sie zusätzlich

einen Wunsch-Termin an. tis

Polling | Seit 2002 gibt es die Show- und

Akrobatikgruppe „Fortissima“. Seither

erfreuen sich die Akrobaten einer stetig

wachsenden Beliebtheit. Ob in der Olympiahalle

München, beim Bundesfinale

„Tuju-Star“, bei der „Eurogym“ in Dänemark

oder beim Festival „Tollwood“ — sie

haben bereits zahlreiche Wettkämpfe

und Auftritte absolviert. Anfang November

zeigen die derzeit 26 Mädchen und

Frauen im Alter von 10 bis 26 Jahren ihre

neueste Show. Bei „Jetzt wird’s tropisch“

entdecken die Zuschauer zusammen mit

Tropenforscherin „Professore Wobbellini“

ein einzigartiges Showerlebnis hinter den

Pollinger Klostermauern. Die Akrobatikgruppe

verwöhnt ihrer Gäste dabei mit

Ringsgwandl-Kammermusik & Chor-Power

einem kulinarischen

Drei-Gänge-Menü und

stimmungsvoller Musik.

Showeinlagen mit

Schauspiel, Tanz, Vertikaltuch,

Wurfakrobatik

sowie eine umfangreiche

Getränkekarte

einschließlich Pollinger Wi Weine runden den

Abend ab. Der Einlass am 2., 3., 4. und 5.

November in der Tiefenbachhalle ist um 18

Uhr. Das Menü startet um 18.30 Uhr. Karten

gibt es im Vorverkauf — soweit noch

vorhanden — am Dienstag (1.11.) zwischen

18.30 und 20 Uhr falls in der Tiefenbachhalle. alle.

eben-

Festen auf.

tis

Urknall und Sternenstaub in Iffeldorf

Iffeldorf | Eine spannende, multimediale

Reise zum Beginn der Zeit erleben Besucher

des Gemeindezentrums Iffeldorf am

5. November ab 20 Uhr. Dann heißt es

„Urknall und Sternenstaub“, das besondere

multimediale Konzert mit Pfarrer und

Liedermacher Clemens Bittlinger und Prof.

Dr. Andreas Burkert vom Department für

Physik an der LMU München. Atemberaubende

Sternbilder, bunt schimmernde Astralnebel

zum Staunen

auf der Großleinwand,

eingebettet in die sinfonischen

Klangteppiche

des Schweizer

Keyboarders David

Plüss im Wechsel mit

Starnberg | Es wird, verspricht Georg

Ringsgwandl, „amtlich musiziert“ werden

am 28. November um 20 Uhr, und „tassilo“

verlost wieder Karten. In der Reihe

„All that Jazz“ in der Starnberger Schlossberghalle

zeigt das bayerische Kunst-Chamäleon

eine weitere Facette seiner musikalischen

Wandlungsfähigkeit. Begleitet

von „Schorschs Kammerjägern“ spielt er

sein erstes reines Musikprogramm „Woanders“

— ausgewählte Songs vom gleichnamigen

Album. Ringsgwandl (Foto) singt

von Liebe und Leid, Freude und Trauer;

menschlich, berührend und schwebend

über dem Gitarren- und Mandolinenspiel

von Daniel Stelter, geerdet in den Tönen

von Christian Diener auf E- und Kontrabass,

fest verzurrt vom Schlagzeug- und

Percussions-Spiel von Tommy Baldu.

„tassilo“ verlost für das Ringsgwandl-

Konzert 3 x 2 Tickets.

Und außerdem für das

„All that Jazz“-Konzert

am 22. Dezember,

wenn der 25-köpfige

Chor „Voices in Time“

mit Rock- und Jazz-Hits

und weihnachtlichen

Swing-Titeln einstimmt

auf die Festtage — ganz

„a capella“. Wer Karten

für eines der beiden Konzerte gewinnen

möchte, schickt eine Postkarte an „tassilo“,

Birkland 40, 86971 Peiting (oder eine

E-Mail: info@tassilo.de) mit dem Stichwort

„Starnberg-Jazz“. Einsendeschluss

ist der 15. November. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Unter www.muenchenticket.de et.de sind für

diejenigen Tickets erhältlich, h, die

bei unserer Verlosung leider

kein Glück hatten.

ts

22 | tassilo


Aquarell-Ausstellung von Hans Rehbehn

Murnau | Wer sich von der zauberhaften Welt der

Aquarellmalerei einfangen lassen möchte, kann

dies vom 7. November bis zum 2. Dezember im

Foyer der Sparkasse in Murnau tun. Dort stellt der

Hobbykünstler Hans Rehbehn seine stimmungsvollen

Bilder aus. Besonders die Transparenz der

Farben, die Weichheit der Farbverläufe, aber auch

effektvolle Kontraste und Lichtspiele faszinieren die

Liebhaber dieser Maltechnik. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner

lebt seit 30 Jahren in Schongau und

ist den Bewohnern aus Weilheim-Schongau seit

Jahren als Pressesprecher des Landkreises bekannt.

In seiner neuesten Ausstellung zeigt er verschiedene

Aquarelle zum Thema „Berge und Me(h)er“.

„Die Natur ist die

Quelle meiner

Inspiration“, erklärt

Rebehn. Insbesondere auf f seinen Reisen i gab

es viele unvergessliche Momente, Begegnungen,

bizarre oder einmalige Naturerscheinungen und

besondere Augenblicke, die es festzuhalten galt.

Bilder, die er gerne originalgetreu mit seiner Digitalkameras

abbildete. Doch der Künstler wollte sich

mehr ausdrücken, was ihm mit dem Malen gelang.

Die Ausstellung „Berge und Me(h)er er — Impressionen

in Aquarell“ ist in der Sparkasse

Murnau (Untermarkt 4) zu den bekanntiten

Öffnungszeiten zu sehen.

Weihnachtsoratorium in Tutzing

14 glückliche Gewinner

Tutzing | Mit dem verheißungsvollen Ruf „Jauchzet,

frohlocket, auf, preiset die Tage“ beginnt

das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian

Bach. Am vierten Adventssonntag um 19 Uhr ist es

in der Tutzinger Pfarrkirche St. Joseph zu hören.

Die Leitung hat Helene von Rechenberg (Foto), die Kirchenmusikerin

ik i

der Pfarrei. Zur Begleitung ihres Kirchenchors St. Joseph hat sie ein

Ensemble engagiert, das auf historischen Instrumenten spielt. Zum

ersten Mal wurde das Weihnachtsoratorium in Leipzig aufgeführt. Im

Tutzinger Konzert erklingen die Kantanten I bis III, die die Ereignisse

um Christi Geburt am ersten, zweiten und dritten Weihnachtstag zum

Inhalt haben. Die Solisten sind Mechthild Kiendl (Sopran), Daniela

Treffner (Mezzosopran), Alfons Brandl (Tenor) und Peter Cismarescu

(Bass). Karten für das Oratorium gibt es im Vorverkauf für

17 und 22 Euro im Pfarrbüro St. Joseph, in der Buchhandtilung

Held und beim Tutzinger Tourismusbüro.

Tassiloland | Während sich Angela Albrecht aus Andechs, Christl Höfler

aus Tutzing und Ute Redl aus Starnberg über je zwei „All that

Jazz“-Karten freuen durften, erlebten Nadja Irlinger aus Feldafing

und Birigt Ritter aus Dießen einen Comedy-Abend mit Michi Marchner.

Die „PrimaTonnen“ besuchten Renate Habsch (Weilheim), Verena

Heirler (Tutzing) und Werner Möst (Wessobrunn). Beim Kammerkonzert

der Tutzinger Brahmstage waren Jutta Bauer (Tutzing)

und Sybille Leiner (Pöcking) dabei. Ein Exemplar der Seenbücher

gewannen Johanna Marks (Iffeldorf), Norbert Reutter-Arnthof

(Peißenberg), Susanne Wunderlich (Starnberg) sowie

Maria Zahler (Eberfing).

tis

Die ERGO Kfz-Versicherung

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november / dezember 2016 | 23


Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Mehr als nur Grundund

Regelversorgung

Sonderveröffentlichung der

24 | der altlandkreis

Weilheim / Schongau | Die Häuser

der Krankenhaus GmbH in Weilheim

und Schongau sind Krankenhäuser

der Grund- und Regelversorgung.

In einigen Abteilungen

geht das Spektrum jedoch weit

über diese Anforderungen hinaus,

was zum Beispiel die standortübergreifende

Klinik für Orthopädie

und Unfallchirurgie

unter

der Leitung

von Dr. Thomas

Löffler

beweist.

Nachdem er

die Klinik vor

anderthalb Jahren

als Chefarzt übernommen

hatte, konnte schon einiges bewirkt

werden. Unter anderem

werden mittlerweile zahlreiche

nicht alltägliche und hochkomplexe

Eingriffe mit einem enormen

technischen Aufwand bei der

Krankenhaus GmbH durchgeführt.

Beckenchirurgie, Wirbelsäulenunfälle

oder komplexe Endoprothetik

sind nur einige Bereiche aus dem

Leistungsspektrum, welches nahezu

gleichermaßen in den Kliniken

Schongau und Weilheim angeboten

wird. „Mittelfristig kann es

durchaus sein, dass wir die ein

oder anderen Schwerpunkte setzen“,

verrät Dr. Löffler, auch wenn

sich diese „erst noch herauskristallisieren“.

Damit meint Dr. Löffler

ohnehin nur speziellere Fälle,

schließlich ist es ihm wichtig, dass

die Versorgung sowohl in Schongau

als auch in Weilheim sichergestellt

ist. Auffällig ist die Tatsache,

dass die Medizin einerseits immer

komplexer, andererseits aber auch

die Medizintechnik immer fortschrittlicher

wird, so dass für die

Patienten immer individuellere Lösungen

gefunden werden können.

„Hier ist dann vor allem Kreativität

gefragt“, so Dr. Löffler. Wie bedeutend

diese Forderung ist, zeigen

stellvertretend drei Fälle aus der

Krankenhaus GmbH.

Ein 3D-geprinteter

Beckenteilersatz

Seit Monaten hatte der 84-jährige

Dominikus Graf extreme Schmerzen

im Bein, war seit zwei Monaten

bettlägerig — praktisch ein

Pflegefall. Über Umwege gelangte

der Uffinger schließlich in die

Orthopädie und Unfallchirurgie

von Dr. Thomas Löffler, der den

Rentner nach einer Röntgenaufnahme

gleich da behielt. „Was

ich sah, gefiel mir ganz und gar

nicht“, blickt Dr. Löffler

zurück. Es stellte

sich heraus, dass ein

vor mehreren Jahren

implantiertes künstliches

Hüftgelenk locker

geworden war

und die gelockerte

Komponente durch

die ständige Bewegung

einen schweren

knöchernen

Defekt im Beckenskelett

verursacht

hatte. Kurzum, den

kompletten Knochen

„aushöhlte“. Die Prothese

musste schnellstmöglich

gewechselt werden. Durch den

bereits verursachten Schaden war

jedoch eine schwierige Situation

entstanden. Dr. Löffler und sein

Team ließen sich anhand einer

durchgeführten Computertomographie

ein Modell vom Becken

des Patienten in einem 3D-Drucker

ausdrucken (Foto links) und planten

zusammen mit Ingenieuren

einer Firma aus Oberpfaffenhofen

und Belgien ein individuell auf

den Patienten abgestimmtes Implantat,

in welchem das Kugelgelenk

der Hüftprothese zukünftig

Platz finden sollte. Besonderes Augenmerk

wurde dabei auf die Verankerung

des Implantats im noch

vorhandenen Knochen gelegt. In

einer ersten Operation musste

Dominikus Graf zunächst das alte

Hüftgelenk entfernt werden. Es

folgten ein paar Wochen im Liegen.

In dieser Zeit wurde das Implantat

nicht nur geplant, sondern

Das Implantat aus dem 3D-Drucker, welches

Knochen und Prothese zukünftig verbindet.


ereits mittels eines Titan-3D-Druckers

hergestellt. In einer vierstündigen

Operation implantierten die

Ärzte es dem Patienten schließlich,

zusammen mit dem Wiedereinbau

des Prothesenschaftes. Das Modell

des Beckens diente Dr. Löffler und

seinen Assistenten während der

gesamten OP als unterstützendes

Anschauungsobjekt.

„Mittlerweile habe ich gar keine

Schmerzen mehr“, freut sich Graf,

nachdem er im Mai diesen Jahres

operiert worden war. Nach dem

Eingriff wurde er weitere zehn

Tage stationär in der Klinik behandelt,

ehe es für vier Wochen auf

Reha ging. „Es wurde von Tag zu

Tag besser“, bestätigt Grafs Ehefrau.

Einzig das Wetter in dieser

Zeit bedauert sie rückblickend:

„Leider regnete es so viel, sonst

hätten wir noch weitaus mehr

Ausflüge gemacht.“ Wie lange ein

solches Implantat hält, kann nicht

abschließend vorhergesagt werden.

„Es macht einen soliden Eindruck“,

bekräftigt Dr. Löffler, der

aber auch erklärt, dass es immer

darauf ankomme, wie das Implantat

mit dem Knochen verwächst.

Die Titanwabenstruktur sei dafür

ideal. Solche „Spezialfälle“, wie

Dr. Löffler sie nennt, seien zwar

die Ausnahme, aber stets eine

große Herausforderung. „Das erfüllt

einen persönlich schon mit

Stolz, wenn man einem Patienten

derart helfen kann“, erklärt er. „In

diesem Fall hat alles auf den Millimeter

gepasst“, betont Dr. Löffler

gerade deshalb, weil er weiß, dass

„man als Chirurg nicht alles in der

eigenen Hand hat“. Es gibt viele

Parameter, die mit einberechnet

werden müssen, schließlich sei

die Komplikationsrate von 20 bis

30 Prozent bei einer solchen OP

enorm hoch. Letztlich freute sich

selbstverständlich insbesondere

Dominikus Graf, der dem Krankenbett

rasch entflohen ist und bereits

nach wenigen Wochen praktisch

beschwerdefrei gehen konnte. Und

auch sein Schuhmacher freut sich

über den positiven Ausgang, da

sich Graf, um die Hüftschmerzen

ein wenig zu lindern, jeweils einen

seiner Schuhe hatte erhöhen

lassen, was nun wieder rückgängig

gemacht werden muss. „Das

macht aber nichts, ich bin mit meinem

Schuhmacher gut befreundet“,

schmunzelt Dominikus Graf.

Oberschenkelersatz samt

Hüft- und Kniegelenk

Vor Jahren hatte eine Patientin bereits

ein künstliches Knie eingesetzt

bekommen. Wegen eines Sturzes

vor rund zwei Jahren hatte sie sich

den Oberschenkel oberhalb der

Prothese gebrochen und wurde

infolgedessen mehrere Male operiert.

Zuletzt klagte sie seit Wochen

über zunehmende Schmerzen. Die

letztendlich einzige Alternative war

der Ersatz des gesamten Oberschenkelknochens

inklusive Hüftgelenk

und Übergang in ein neues

Kniegelenk. Solch eine OP zählt zu

den kompliziertesten und schwersten

Eingriffen und geht in der Regel

Diese Oberschenkelprothese wurde

der Patientin eingesetzt.

über die Kompetenz eines Kreiskrankenhauses

hinaus — nicht so

bei der Krankenhaus GmbH. Dr.

Löffler und zwei Assistenten setzten

der Patientin in einer vierstündigen

Operation die 40 Zentimeter lange

Prothese samt Kniegelenk ein. Die

Patientin überstand den schwer

belastenden Eingriff sehr gut und

ist mittlerweile auf Reha.

Navigationssystem für

höhere Patientensicherheit

Bei bestimmten Operationen, bei

denen Schrauben oder Platten

eingebracht werden müssen, ist

die Darstellung über Röntgenbildwandler

im Operationssaal

sehr schwierig, da es sich um

komplexe, dreidimensionale Knochen

handelt, und eine Röntgenaufnahme

auf zwei Ebenen beschränkt

ist. Dies führt manchmal

zu Fehllagen der eingebrachten

Schrauben, da die richtige Position

so nur ganz schwer zu erkennen

ist. Im schlimmsten Fall wird etwa

ein Nervenkanal „angebohrt“ —

das Bein kann nicht mehr bewegt

werden. Deshalb verwenden Dr.

Thomas Löffler und sein Team bei

einigen Eingriffen ein Navigationssystem,

so zum Beispiel bei

bestimmten Beckenbrüchen, bei

denen die Stabilität des Beckenrings

nicht mehr gewährleistet

ist. Solche Patienten sind immobil

und haben starke Schmerzen.

Dabei wird der Computertomographiedatensatz

die Patienten

liegen bei der CT exakt wie bei der

späteren OP — in das System eingespeist

und während der Operation

mit dem Ist-Zustand im OP-Saal

abgeglichen. Das heißt, es werden

mit einem sogenannten Pointer

bestimmte Punkte des Beckenskeletts

abgegriffen und mit dem

Datensatz abgeglichen. Schlussendlich

kann auf den Millimeter

genau, ohne Röntgenstrahlen,

über den Monitor des Navigationssystems

die Schraube exakt dort

positioniert werden, wo der Chirurg

sie haben will. „Das erleich-

Ein Navigationssystem erleichtert

tert die Arbeit für uns Chirurgen die Arbeit der Chirurgen — und erhöht

die Patientensicherheit.

enorm“, bestätigt Dr. Löffler.

So erging es auch einer Patientin.

Sie hatte sich das Sitz- und Schambein

gebrochen, außerdem das

Kreuzbein. Sie war vollkommen

immobil bettlägerig und hatte

starke Schmerzen. Nach der Operation

konnte sie sofort an Krücken

aufstehen und mit dem Laufen beginnen.

Dies ist vor allem bei älteren

Patienten wichtig, da sie nur

noch einen Bruchteil der früheren

Muskelmasse besitzen und durch

die Immobilität täglich zusätzlich

im Prozentbereich daran verlieren,

wie Dr. Löffler erklärt. Die Technologie

mit dem Navigationssystem

verbessert die Patientensicherheit

wesentlich, weswegen diese auch

bei Dr. Florian Soldner in der Wirbelsäulenchirurgie

zum Einsatz

kommt.

tis

Wenige Wochen nach der OP: Dr.

Thomas Löffler freut sich gemeinsam

mit seinem Patienten, Dominikus

Graf, über die Fortschritte.

> > > KONTAKT

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Sekretariat Weilheim: Telefon: 0881 / 188-593, Telefax: 0881 / 188-679

E-Mail:ch-sek-wm@kh-gmbh-ws.de

Sekretariat Schongau: Telefon: 08861 / 215-292, Telefax: 08861 / 215-693

E-Mail: sgunfallchirurgie@kh-gmbh-ws.de

november / dezember 2016 | 25


Dr. Solveig Groß — neue Chefärztin bei der Krankenhaus GmbH

Eine wertschätzende

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Der Storch am Eingang des

Krankenhauses vermeldet die

neugeborenen Kinder.

Sonderveröffentlichung der

Weilheim/Schongau | Dr. Solveig

Groß ist ab 15. November neue

Chefärztin der Gynäkologie und

Geburtshilfe bei der Krankenhaus

GmbH Landkreis Weilheim-Schongau.

Zuvor wird sie knapp zwei

Monate lang ihren „winzig kleinen

Beitrag für eine bessere Welt

leisten“, wie sie es nennt. Ende

September machte sie sich auf den

Weg nach Myanmar, um dort für

„Ärzte ohne Grenzen“ zu arbeiten.

Nach einer dreimonatigen Tätigkeit

in Pakistan ist es bereits ihre zweite

„Reise“ für die unparteiische,

humanitäre Hilfsorganisation, die

sich bewusst in Ländern mit einer

hohen Kinder- und auch Müttersterblichkeitsrate

engagiert. Dort

wird mit westlichem Know-how

versucht, neben der medizinischen

Betreuung auch Aufklärungsarbeit

zu leisten. Eine Herzensangelegenheit

für Solveig Groß, Mutter dreier

Kinder. Wieder in der Heimat, will

sie dann als neue Chefärztin das

Vertrauen der Landkreis-Politik in

die Geburtshilfe zurückzahlen, wie

sie im „tassilo“-Interview verrät. Dr.

Solveig Groß spricht zudem über

das Leistungsspektrum in Weilheim

und Schongau, wie sie die Krankenhaus

GmbH sieht, und was sie

sich für die Zukunft wünscht.

Dr. Groß, am 15. November treten

Sie die neue Stelle als Chefärztin

der Gynäkologie und Geburtshilfe

bei der Krankenhaus GmbH an. Mit

welchen beruflichen Erfahrungen?

Meine fachärztliche Ausbildung

habe ich in Kaufbeuren und Landsberg

absolviert. Im Klinikum Dachau

war ich als Oberärztin tätig und

seit Januar 2012 bin ich bereits als

Belegärztin bei der Krankenhaus

GmbH. Parallel dazu leite ich eine

Praxis für Frauengesundheit in Tutzing,

die es auch weiterhin geben

wird. Eine neue Kollegin wird mich

dort zukünftig unterstützen.

Können Sie uns einen Einblick in

das Leistungsspektrum der Gynäkologie

geben?

Wir bieten sozusagen eine komplette

Gynäkologie jeglicher Art an

und machen alle Standardeingriffe.

Wir arbeiten interdisziplinär, was

hervorragend funktioniert, und

haben zudem alle Möglichkeiten

der Diagnostik. Ein Steckenpferd

ist die sogenannte Myom-Therapie.

Myome sind Muskelknoten,

die oft mit Beschwerden, wie etwa

starken Blutungen einhergehen.

Folgen davon sind Blutarmut,

Leistungsschwäche oder Müdigkeit.

Rund 30 Prozent der Frauen

zwischen 30 und 55 Jahren leiden

darunter — eine gewaltige Zahl.

Wir verfolgen einen integrativen

Ansatz und schauen, was für die

Frau am günstigen ist. Chirurgisch,

medikamentös oder radiologisch

— aus diesem Pool schöpfen wir.

Immer vor dem Hintergrund, das

Organ — die Gebärmutter — zu erhalten.

Zudem setzten wir auf eine

minimalinvasive Chirurgie.

Welchen medizinischen Ansatz verfolgen

Sie in der Geburtshilfe?

Wir bieten eine frauenorientierte,

wertschätzende Geburtshilfe an.

Wir wollen die Frauen darin bestärken,

eine natürliche, physiologische

Geburt geschehen zu lassen.

Die werdenden Mütter möchten

das maximale Sicherheitsgefühl für

sich und ihr Kind. Diesen Spagat

gilt es zu schaffen. Es soll wieder

mehr Geburtshilfe anstatt Geburtsmedizin

sein, daher sehen wir uns

generell eher als Begleiter.

Wie viele Geburten sind es jährlich

bei der Krankenhaus GmbH?

2015 waren es 363 Mädchen und

374 Buben. Es sieht so aus, als

würden die Zahlen heuer übertroffen

werden. Die Kreißsäle werden

sehr gut von der Bevölkerung angenommen.

Wir sind an 365 Tagen

24 Stunden für die Frauen da.

Welche besonderen Möglichkeiten

bietet die Krankenhaus GmbH für

werdende Mütter?

Wir haben hier eine „Eins-zu-Eins-

Betreuung“, was kaum eine der

größeren Kliniken leisten kann.

Das heißt, für jede werdende Mutter

ist auch eine Hebamme anwesend.

Wir gewährleisten hier eine

familiäre Geburtshilfe, stärken

die Frauen und versuchen ihnen

die Angst zu nehmen. Zudem gibt

es bei uns selbstverständlich die

Möglichkeiten einer Wassergeburt,

einer Peridualanästhesie oder eines

Kaiserschnittes.

Da Sie das Thema ansprechen: Wie

viele Frauen entscheiden sich heutzutage

für einen Kaiserschnitt?

In Deutschland sind es über 30

Prozent Kaiserschnitte. Wobei laut

der Weltgesundheitsorganisation

lediglich rund 15 Prozent medizinisch

notwendig wären. Ein Kaiserschnitt

sollte nur bei eindeutigem

Vorteil durchgeführt werden

und keinesfalls als Alternative zur

Spontangeburt angesehen werden,

schließlich ist ein Kaiserschnitt

nicht risikolos. Neben Schmerzen

und Infektionen gibt es bei Folgeschwangerschaften

mehr Fehlgeburten,

und es dauert oft länger,

Dr. Solveig Groß (3.v.r.) und ihr

Team der Gynäkologie und Geburtshilfe

26 | der altlandkreis


„Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen, denn ihre

Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat,

denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen,

dass ein Mensch zur Welt gekommen ist.“ (Johannes, Buch 16, Vers 21)

bis die Frau wieder schwanger

wird. Die Reise durch den Geburtskanal

ist förderlich für eine gute

Lungenfunktion der Kinder und

Untersuchungen zeigen, dass diese

Kinder auch stressresistenter sind.

Deshalb möchten wir, wie schon

erwähnt, Frauen darin bestärken,

eine natürliche Geburt anzunehmen.

Jede Geburt ist ein Unikat!

Man weiß nie genau, ob oder welche

Risiken eintreffen. Jedenfalls

sind wir auf alles vorbereitet.

Welche Ursachen für einen Kaiserschnitt

gibt es?

> > > INFORMATION UND KONTAKT

Es gibt Situationen, in denen das

Kind nicht so gut versorgt wird

oder wenn der Mutterkuchen vor

dem Gebärmuttermund liegt. Zudem

gibt es ganz spezielle — wenn

auch sehr seltene — Schwangerschaftsvergiftungen.

Sollte ein Kind im Mutterleib sitzen,

wird häufig fälschlicherweise

von „verkehrt herum“ gesprochen.

In solch einem Fall kann das Kind

dennoch ganz normal auf die Welt

kommen. Oftmals wird hier ein

Kaiserschnitt gemacht, obwohl es

gar nicht nötig wäre.

Kreißsaalbesichtigung Schongau

In der Klinik Schongau haben werdende Eltern die Möglichkeit, bereits

vor der Geburt einen Eindruck von den Räumlichkeiten der

Geburtshilfestation zu erhalten. Dies kann zum einen im Rahmen

eines geburtsvorbereitenden Kurses geschehen oder auch zu einer

anderen Zeit. Gerne wird auch der Kreißsaal gezeigt. Ein individueller

Termin kann mit einer Hebamme unter der Telefonnummer

08861 / 215-130 (vormittags) vereinbart werden.

Kreißsaalführung Weilheim

Alle zwei Monate am zweiten Mittwoch im Monat um 20 Uhr findet

in der Klinik Weilheim ein Informationsabend für werdende Eltern

statt. Hebammen, Geburtshelfer, Kinderärzte und Anästhesisten

informieren dann über das Konzept der ganzheitlich-familienorientierten

Geburtshilfe und zeigen selbstverständlich im Rahmen des

Informationsabends den Kreißsaal. Eine gesonderte Anmeldung ist

nicht erforderlich. Der nächste Termine ist am 14. Dezember.

Kontakt Schongau:

Tel.: 08861 / 215-278 (Sekretariat)

Tel.: 08861 / 215-164 (Station)

Tel.: 08861 / 215-130 (Kreißsaal)

Fax: 08861 / 215-279

Kontakt Weilheim:

Tel.: 0881 / 188-418 (Sekretariat)

Tel.: 0881 / 188-165 (Station)

Tel.: 0881 / 188-173/174/175 (Kreißsaal)

Fax: 0881 / 188-613 (Sekretariat)

E-Mail: m.kroenauer@kh-gmbh-ws.de

Wie sehen Sie allgemein die Betreuung

der Eltern vor der Geburt?

Generell funktioniert die Schwangerschaftsbetreuung

in Deutschland

sehr gut. Wir können Risiken

gut filtern, und viele Krankheiten

können so schon im Vorfeld therapiert

werden. Das alles lässt das

Geburtsrisiko deutlich sinken.

Welche weiteren Leistungen während

und nach der Geburt können

Eltern erwarten?

Es gibt die Möglichkeit der ambulanten

Geburt. Jedoch bleiben die

meisten Frauen drei Tage hier, da

am dritten Tag nach der Geburt

ein Stoffwechselscreening und die

kinderärztliche Untersuchung gemacht

wird. Anschließend begleiten

wir weiterhin und helfen dort,

wo uns die Eltern brauchen. Uns

liegt besonders am Herzen, dass

die Mütter ihre Kinder stillen.

Wie hat sich die Rolle der Väter während

der Geburt ihrer Meinung nach

in den letzten Jahren verändert?

Heutzutage ist praktisch immer ein

Vater bei der Geburt dabei. Das ist

äußerst positiv, da es ein wichtiger

Augenblick im Leben einer Familie

ist. Allerdings gibt es auch Fälle,

in denen die Frau entspannter ist,

wenn der Mann vor der Tür wartet.

So oder so sollte es die eigene

Entscheidung der Familie bleiben.

Man darf sich nicht gesellschaftlich

gezwungen fühlen. Für uns

Geburtshelfer spielt das nur eine

untergeordnete Rolle, ob ein Mann

dabei ist.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach

die Krankenhaus GmbH aus und

was unterscheidet sie von anderen

Kliniken?

Wir haben hier ein sehr gutes

Team. Es herrscht eine gegenseitige

Verantwortung und ein respektvoller

Umgang. Wir können

eine sehr gute Versorgung auf modernstem

Niveau anbieten. Außerdem

sind Patienten bei uns nicht

nur eine Nummer. Denn: Ab einer

gewissen Nummer verliert man

zwangsläufig den Überblick. Wir

können uns hier um jeden Patienten

individuell kümmern. Zudem

sind die Wege enorm kurz. Wir

sind alle in der Region verwurzelt,

treffen unsere Patienten

beispielsweise beim Einkaufen

oder auf dem Fußballplatz.

Die Distanz ist daher nicht so

groß. Und natürlich eine große

Motivation, es besonders

gut zu machen.

Was wünschen Sie sich für

die Zukunft?

Weiterhin die Wertschätzung

der Bevölkerung.

Wir haben so qualifizierte

Leute und Experten hier,

dass es gar keinen Grund

gibt, extra weit zu fahren.

Noch dazu, wo man

dann gar nicht weiß,

wer einen operiert. Das

medizinische Niveau

braucht sich vor keiner

Klinik verstecken.

Es ist der Wunsch der

Landkreis-Politik, dass

die Geburtshilfe weiterhin

an beiden Standorten

angeboten wird. Dieses

Vertrauen möchten wir

zurückzahlen. Die Geburtshilfe

ist meiner

Ansicht nach besonders

schützenswert. Wenn es

mein Beitrag ist, dass

wieder mehr Schongauer

und Weilheimer zur

Welt kommen, freue ich mich

sehr.

tis

Dr. Solveig Groß, ab dem

15. November neue

Chefärztin der Gynäkologie

und Geburtshilfe bei der

Krankenhaus Gmbh.

november / dezember 2016 | 27


Ausbildung bei der Krankenhaus GmbH — jetzt bewerben!

Eine ausgezeichnete Perspektive

Schongau | Die Berufsfachschulen

der Krankenhaus GmbH blicken

auf eine sehr lange Tradition zurück.

Bereits seit 1958 wird hier

zum examinierten Gesundheitsund

Krankenpfleger ausgebildet

— seit 1990 auch zum Pflegefachhelfer

(Krankenpflege). Seit dem

Bestehen haben weit über 1 000

Schülerinnen und Schüler einen

Pflegeberuf in den Berufsfachschulen

Schongau erlernt. „Es ist

ein hochwertige Ausbildung mit

einem guten Abschluss, der gefragt

ist“, erklärt Bernhard Bölt,

stellvertretender Schulleiter. Das

zeigt auch die Tatsache, dass

ehemalige Schüler mittlerweile

zum Teil in ganz Europa verstreut

sind. Noch mehr freut Schulleiter

Klaus Fenzl jedoch, dass sich

viele Absolventen dafür entscheiden,

bei der Krankenhaus GmbH

zu bleiben, und das, „obwohl

viele Einrichtungen nach Pflegepersonal

suchen“. Nahezu allen

Schulabgängern kann ein unbefristeter

Arbeitsvertrag angeboten

werden. Von der Abschlussklasse

2016 wurden kürzlich 14 der

19 Absolventen übernommen,

wobei sich die fünf, welche die

GmbH verlassen, aus freien Stücken

für einen anderen Weg entschieden

haben. Gute Aussichten

also, denn: Angesichts des sich

abzeichnenden demographischen

Wandels werden laut des Statistischen

Bundesamtes bis 2025

sogar 152 000 Pflegekräfte fehlen.

Damit gehören die Pflegeberufe

zu den krisensichersten. Aber

nicht nur das: Eine Tätigkeit in der

Pflege ist sehr vielfältig und bietet

zahlreiche Möglichkeiten der Weiterqualifikation.

So kann man sich

nach erfolgreichem Examen als

Gesundheits- und Krankenpfleger

etwa zur Fachkrankenschwester/

zum Fachkrankenpfleger für den

Operationsdienst oder die Intensivpflege

weiterbilden. Auch eine

akademische Weiterqualifizierung

in den Studienfächern Pflegemanagement

oder Pflegepädagogik

ist dann möglich. Während der

Ausbildung an der Berufsfachschule

und den Einrichtungen des

Klinikverbunds Weilheim-Schongau

wird den Schülern das nötige

Rüstzeug mitgegeben, damit sie

eigenverantwortlich Pflege planen

und durchführen.

Voraussetzungen

Für die einjährige Ausbildung zum

Pflegefachhelfer ist ein Mindestalter

von 17 Jahren Voraussetzung.

Bei entsprechender Eignung, die

in einem Vorgespräch ermittelt

wird, ist der Start unter Umständen

auch schon mit 16 Jahren

möglich. In jedem Fall wird ein

Mittelschulabschluss (ehemals

Hauptschule) vorausgesetzt. Für

die dreijährige Ausbildung zum

Gesundheits- und Krankenpfleger

gibt es hingegen keine Altersgrenze.

Allerdings ist hierfür

ein mittlerer Schulabschluss, also

M-Zug auf der Mittelschule, Mittlere

Reife der Realschule oder die

Vollendung der 10. Klasse auf dem

Gymnasium notwendig. Sollte die

Ausbildung zum Pflegefachhelfer

bereits erfolgreich abgeschlossen

sein, hat man ebenfalls die Berechtigung,

sich als Gesundheitsund

Krankenpfleger ausbilden zu

lassen. Gleiches gilt, sofern bereits

anderweitig eine zweijährige

Ausbildung durchlaufen wurde.

Für beide Ausbildungswege ist

ein mindestens einwöchiges Vor-

Praktikum bei der Krankenhaus

GmbH Pflicht. „Das ist wichtig,

um den Berufswunsch zu festigen.

Und so sehen beide Seiten,

ob es funktioniert“, erklärt Schulleiter

Klaus Fenzl. Die Freude am

Umgang mit Menschen sowie ein

einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis

gelten ohnehin als

selbstverständlich.

Bewerbungsphase

Eine Bewerbung ist generell jederzeit

auf postalischem Weg möglich.

Gerne können die Unterlagen

auch persönlich vorbei gebracht

werden. Zusätzlich kann sich über

einen extra Link auf der Homepage

der Krankenhaus GmbH beworben

werden. Die Unterlagen sollten

vollständig sein: Bewerbungsanschreiben,

Lebenslauf mit Lichtbild,

letztes Schulzeugnis sowie,

falls vorhanden, Arbeitszeugnisse

und Praktikumsbescheinigungen.

„Es sollte nichts fehlen und eine

saubere Form haben“, empfiehlt

Klaus Fenzl. Zudem sollte

aus dem Anschreiben die

Motivation für den Pflege-

Anfang Oktober

ging es los: die

diesjährige Ausbildungsklasse

zu Gesundheitsund

Krankenpflegern

mit

Klassenleiter

Bernhard Bölt

(rechts)

Sonderveröffentlichung der

28 | der altlandkreis


Schulleiter Klaus Fenzl (links) mit dem Team der Berufsfachschule für

Krangenpflege und Krankenpflegehilfe.

beruf hervorgehen. „Man merkt,

dass die jungen Leute hier immer

mehr Schulungen bekommen“,

spricht der Schulleiter das generell

gestiegene Niveau von Bewerbungen

an. Gleichzeitig möchte er

aber auch ältere Berufseinsteiger

oder -umsteiger motivieren: „Eine

Altersgrenze nach oben gibt es

nicht. Auch heuer startet eine

42-Jährige ihre Ausbildung bei

uns.“

Die ersten Bewerbungen für das

kommende Schuljahr 2017 / 18 sind

bereits eingetroffen. Eine Vielzahl

geht erfahrungsgemäß im November

und Dezember ein, einen offiziellen

Bewerbungsschluss gibt es

nicht, da es auch immer wieder zu

kurzfristigen Absagen seitens der

Bewerber kommt. Wer seine Unterlagen

offiziell eingereicht hat,

bekommt immer ein Eingangsschreiben,

um für Gewissheit zu

sorgen. Anschließend kommt es

zu einem Bewerbungsgespräch —

auch hier sind die ersten bereits

im November angesetzt. Das Treffen

findet in Gesprächsform vor

einem Dreier-Gremium statt, „ein

erstes Kennenlernen“, wie Fenzl

es nennt. Den Bewerbern will er

aber gleich die Angst vor einem

solchen Vorstellungstermin nehmen:

„Es ist ein rund zwanzigminütiges

Gespräch in lockerer Atmosphäre.

Es gibt keinen Test oder

ähnliches.“ Eine Zu- oder Absage

seitens der Berufsfachschule erfolgt

relativ zeitnah, damit die Bewerber

Planungssicherheit haben;

rund 14 Tage nach dem Gespräch.

Die Unterlagen samt Arbeitsvertrag

werden dann wegen des

Verwaltungsaufwandes ein wenig

zeitversetzt verschickt.

1. Schultag

Während die Pflegefachhelfer

jedes Jahr am 1. August in das

neue Ausbildungsjahr starten, beginnt

die Gesundheits- und Krankenpfleger-Ausbildung

jeweils

zum 1. Oktober. Zunächst steht

ein Kennenlernen der Mitschüler

und des Klassenleiters, dem

Hauptansprechpartner, auf dem

Programm. Fotos für den Schülerausweis

und die Akten werden

gemacht. Außerdem müssen alle

neuen Schüler zum Betriebsarzt,

schließlich werden sie zukünftig

in einem hochsensiblen Arbeitsumfeld

tätig sein. Anschließend

startet ziemlich rasch der Unterricht,

jede der acht Lehrkräfte an

der Berufsfachschule unterrichtet

dabei bestimmte Fächer. Für die

angehenden Pflegefachhelfer beginnt

bereits nach dem ersten

Kennenlernen wegen des früheren

Ausbildungsbeginns der erste

größere Praxis-Block. Da die Berufsfachschule

für Krankenpflege

dem bayerischen Schulrecht

unterliegt, beginnt auch hier der

theoretische Schulunterricht erst

nach den Sommerferien.

Lerninhalte

Beide Ausbildungszweige sind im

Blocksystem angelegt. Das heißt,

der theoretische Unterricht an der

Schule und die praktische Ausbildung

auf der Station erfolgen im

Wechsel. Bei den Pflegefachhelfern

liegt der Schwerpunkt auf

der Grundversorgung, der Pflege

und Betreuung, schließlich „ist es

später mal eine Helfertätigkeit“,

wie Bernhard Bölt feststellt. Die

einjährige Ausbildung umfasst

drei praktische Blöcke: Chirurgie,

Innere Medizin und Altenpflege.

Dazwischen ist die theoretische

und fachpraktische Ausbildung,

die 600 Stunden umfasst und an

der Berufsfachschule stattfindet.

Zu den Unterrichtsfächern zählen

Grundlagen der Pflege, Pflege und

Betreuung, Sozial- und Rechtskunde

sowie Deutsch und Kommunikation.

Die dreijährige Ausbildung zum

Gesundheits- und Krankenpfleger

geht, allein schon wegen des

zeitlichen Aspekts, wesentlich

mehr in die Tiefe. Schwerpunkte

hier sind Medizin, Medizintechnik

und Organisation. Zudem werden

die Schüler der Schongauer

Schule in sämtlichen Abteilungen

der Krankenhaus GmbH während

ihrer Ausbildung eingesetzt; sogar

auf der Intensivstation und im

OP, obwohl das laut

Lehrplan gar nicht

vorgesehen wäre.

„Wir möchten, dass

die Auszubildenden

einen umfassenden

Einblick bekommen“,

erklären Fenzl und

Bölt unisono. In welcher

Abteilung die

Schüler zu welcher

Zeit eingesetzt werden,

plant die Schulleitung. Wie

in jeder Schule gibt es in beiden

Zweigen schriftliche und mündliche

Prüfungen, am Ende der

Ausbildung steht eine staatliche

Prüfung über mehrere Tage.

Ausblick

Wird die jeweilige Prüfung bestanden,

ist man berechtigt, den

Namen Pflegefachhelfer (Krankenpflege)

beziehungsweise Gesundheits-

und Krankenpfleger

zu tragen. Durch die umfassende

Ausbildung ist ein Wechsel in

verschiedenste Bereiche möglich.

Eher technisch versiert oder mehr

im Management — das kommt

ganz auf die Interessen und Talente

der Absolventen an. Neben den

ausgezeichneten Chancen auf eine

Übernahme direkt bei der Krankenhaus

GmbH ist es „ein Sprungbrett

für viele Möglichkeiten“,

wie Bernhard Bölt erklärt. „Das

gute ist, dass eine Karriere in der

Krankenpflege relativ gut planbar

ist“, skizziert Bölt einen möglichen

Weg folgendermaßen: Examen,

> > > KONTAKT

Monatliche Ausbildungsvergütung (Stand: 29.02.2016):

Einjährige Ausbildung in der Pflege

zum/zur Pflegefachhelfer/in (Krankenpflege)

— im Ausbildungsjahr: . . . . . . . . . . . . . 800,65 Euro

Dreijährige Ausbildung in der Pflege

zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in

— im 1. Ausbildungsjahr: . . . . . . . . . . . . 975,69 Euro

— im 2. Ausbildungsjahr: . . . . . . . . . . . . 1 037,07 Euro

— im 3. Ausbildungsjahr: . . . . . . . . . . . . 1 138,38 Euro

Berufsfachschule für

Krankenpflege/Krankenpflegehilfe

Marie-Eberth-Straße 8, 86956 Schongau

Telefon: 08861 / 215-580

Telefax: 08861 / 215-249

E-Mail: info-schule@kh-gmbh-ws.de

Station, stellvertretende Stationsleitung,

Stationsleitung, Weiterbildung.

Da die Pflege immer noch

eine von Frauen dominierte Domäne

ist, sei es zudem von Vorteil,

dass Frauen auch nach der Geburt

meist relativ schnell wieder unterkommen.

„Wir haben auch viele

ehemalige Schüler, die sich nach

einiger Zeit selbstständig gemacht

haben“, berichtet Klaus Frenzl, der

aufgrund des neuen, ab 1. Januar

2017 geltenden Tarifvertrages in

der Krankenpflege weitere positive

Nachrichten vermelden kann: „Ich

gehe davon aus, dass die Auszubildenden

dann etwas mehr verdienen

werden.“ Ausgezeichnete

Aussichten also.

tis

november / dezember 2016 | 29


Social Management (B.A.) & Gesundheits- und Krankenpfleger

Duale Ausbildung in der Pflege

Schongau | Seit dem 1. Oktober

2014 ist neben der Ausbildung

zum Pflegefachhelfer (Krankenpfleger)

und zum Gesundheitsund

Krankenpfleger auch eine

duale Ausbildung an der Berufsfachschule

für Krankenpflege in

Schongau möglich. In dreieinhalb

Jahren können Auszubildende

dann eine Doppelqualifikation

erlangen: das Examen zum Gesundheits-

und Krankenpfleger

und den Bachelor-Abschluss Social

Management (B.A.) im Wahlpflichtbereich

„Healthcare Services“.

Für diese duale Ausbildung

hat die Berufsfachschule eine

Kooperation mit der Steinbeis-

Hochschule Berlin (SHB) geschlossen.

Die SHB ist eine staatlich anerkannte

private Hochschule und

steht für den Kompetenztransfer

zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Dort werden derzeit über

6 000 Studierende von mehr als

1 800 Lehrkräften praxisorientiert

ausgebildet. „Eine gute Sache“,

findet Schulleiter Klaus Fenzl und

ergänzt: „Kliniken brauchen eine

gute Organisationsstruktur.“

Vorbereitung auf

eine Leitungsfunktion im

Gesundheitswesen

Mögliche Berufsfelder für einen

Absolventen dieser dualen

Ausbildung liegen in der Klinik

beispielsweise in der Pflegediagnostik,

was unter anderem die

Einzelfallsteuerung, Pflegeplanung

und das Entlassmanagement der

Patienten umfasst. Wirkungsfelder

außerhalb von Kliniken liegen etwa

in Gesundheitsämtern, in der Verwaltung

von Sozialeinrichtungen

oder in der Organisation und Leitung

von Pflegestützpunkten. Die

Berufsfachschule für Krankenpflege

stellt jedes Jahr zwei Ausbildungsplätze

für die duale Ausbildung zur

Verfügung. Während der dreieinhalbjährigen

Ausbildung erhalten

die Studierenden die normale Ausbildungsvergütung.

Der Eigenanteil

der Studiengebühren für das sechssemestrige

Studium beträgt gesamt

1 360 Euro. Das sind lediglich zehn

Prozent der eigentlichen Kosten —

für den Rest kommt die Krankenhaus

GmbH auf. Eine Ratenzahlung

ist selbstverständlich möglich.

Studien- und

Ausbildungsverlauf

Im ersten halben Jahr steht zunächst

die Ausbildung zum Gesundheits-

und Krankenpfleger im

Vordergrund. Ab April jeden Jahres

wird der Studiengang berufsund

ausbildungsintegriert gestartet,

der für eine Regelstudienzeit

von 36 Monaten konzipiert ist.

Studieninhalte

Die Grundlagenphase des Studiengangs

gliedert sich in zwei Teile:

Zu den Grundlagen der Sozialwissenschaften

gehören Inhalte

wie Wissenschaft und Methoden,

Projektmanagement oder Casemanagement.

Die Grundlagen der

Wirtschaftswissenschaften umfassen

Unternehmensteuerung und

Qualitätsmanagement, Marketing,

Personalwirtschaft, Finanzmanagement

und Recht. In der Vertiefungsphase

entscheiden sich die

Studenten je nach beruflichem Hintergrund,

angestrebter beruflicher

Position oder Projektschwerpunkt

für ein Wahlfach des Wahlpflichtbereiches

„Healthcare Services“.

Lernmethoden

Die Inhalte werden den Studenten

in Form von praxisnahen Präsenzseminaren

in München sowie Selbstlernphasen

und Transfertagen, die

der individuellen Projektberatung

und dem Feedback dienen, vermittelt.

Neben einer intensiven Betreuung

erhalten die Studierenden

zur Unterstützung speziell aufgearbeitete

Lehrbücher und Skripte

der Dozenten. Dem Studienkonzept

eines Projekt-Kompetenz-Studiums

folgend, wird während der gesamten

Studienzeit großer Wert auf die

Verzahnung von Theorie und Praxis

gelegt. So bearbeiten die Studierenden

während des Studiums unter

wissenschaftlicher Anleitung ein

Projekt in der Krankenhaus GmbH,

in dem die vermittelten Inhalte unmittelbar

angewendet werden. Mit

einer Studienarbeit weisen die Studenten

ihre Fähigkeit zum wissenschaftlichen

Arbeiten nach. In der

abschließenden „Bachelor Thesis“

dokumentieren sie das bearbeitete

Unternehmensprojekt. Das Studium

schließt mit dem akademischen

Grad „Social Management (B.A.)

Wahlpflichtbereich Healthcare Services“

ab.

Zugangsvoraussetzung

und Bewerbung

Neben der Freude am Umgang

mit Menschen und der psychischen

und gesundheitlichen Eignung

sollten angehende Studenten

ein hohe Lernbereitschaft und

überdurchschnittliches Engagement

mitbringen. Schließlich „ist

es mit dem berufsbegleitendem

Studium eine Dreifachbelastung“,

wie der stellvertretende Schulleiter

der Berufsfachschule Bernhard

Bölt festhält. Abitur ist zudem Voraussetzung.

Die duale Ausbildung

startet jedes Jahr am 1. Oktober.

Das Auswahlverfahren beginnt ein

Jahr zuvor. Zu einer vollständigen

Bewerbung gehören die üblichen

Unterlagen wie Anschreiben,

Lebenslauf mit Lichtbild, letztes

Schulzeugnis und, falls vorhanden,

Arbeitszeugnisse und Praktikumsbescheinigungen.

tis

Sonderveröffentlichung der

30 | der altlandkreis


Generalsanierung in Weilheim soll bereits ein Jahr früher (2019) abgeschlossen sein

In die Zukunft mit über 200 Betten

Weilheim | Im Dezember 2014

war am Weilheimer Krankenhaus

bereits ein Interimsbau für Patientenzimmer

aufgestellt worden,

Anfang September dieses Jahres

wurde er nun mit neun weiteren

Modulen aufgestockt. Dafür war

ein 500-Tonnen-Kran erforderlich,

der alleine 160 Tonnen Ballast benötigt.

Ein Modul wiegt etwa 20

Tonnen, die Module wurden aus

Cadolzburg in Franken angeliefert.

Der Zusammenschluss der Module

erfolgte in den Wochen darauf.

Lediglich ein paar Tage später

konnten die Patienten aus dem Untergeschoss

des Interimsgebäudes —

sie waren für die Aufstockung

kurzfristig verlegt worden — wieder

zurück ziehen. Der Modulbau soll

während der gesamten Generalsanierung

des Weilheimer Krankenhauses

als Ausweichmöglichkeit

dienen. Dem Landkreis Weilheim-

Schongau sind seine Krankhäuser

wichtig. Das zeigt sich auch daran,

dass der Kreisrat den Ankauf der

zusätzlichen Module mit dem Kostenpunkt

von 2,5 Millionen Euro

bewilligte, obwohl dieser relativ

kurzfristig beantragt worden war.

Mittlerweile konnte eine komplette

34-Betten-Station aus dem

Alt- in den Interimsbau umziehen.

Während der Zeit der Klinik-Umbaumaßnahmen

werden dort also

insgesamt 68 Übergangsbetten untergebracht

sein.

Ein Krankenhaus

im Krankenhaus

„Wir bauen ein Krankenhaus im

Krankenhaus“, spricht Geschäftsführer

Thomas Lippmann die Tatsache

an, dass „ein Krankenhaus

von Veränderungen lebt“. Er erklärt

weiter: „Wenn man irgendwo

fertig ist, ist an anderer Stelle

schon wieder Bedarf, schließlich

dreht sich die Erde immer weiter.“

Auch wenn die Patienten von den

bisherigen Maßnahmen wenig

mitbekamen und sich das auch für

die kommenden nicht ändern soll,

ist ein Umbau sicherlich immer mit

Schwierigkeiten verbunden, was

Prof. Dr. Andreas Knez, Ärztlicher

Direktor am Weilheimer Krankenhaus,

bestätigt: „Wir jonglieren

etwas mit den Betten, und belegen

diese schon interdisziplinär.“ Dr.

Peter Baumann etwa, seit kurzem

Chefarzt der Gefäß- und Endovaskularchirurgie,

belegt „aus dem

Stand“, wie Lippmann es nennt,

bereits zehn bis zwölf Betten täglich.

Es scheint also der richtige

Weg zu sein, dass das Leistungsspektrum

in einigen Bereichen

weit über die eines normalen Haus

der Grund- und Regelversorgung

hinausgeht. „Das Krankenhaus

nimmt eine sehr positive Entwicklung,

man sieht dass die Menschen

nach Weilheim wollen“, freut sich

Thomas Lippmann.

Zukünftig über

200 Betten

Daher soll das Krankenhaus Weilheim

auch weiter wachsen: Ziel ist

es, dass zukünftig über 200 Betten

Platz finden. Bisher war das

Haus auf 160 Betten ausgerichtet,

inzwischen aber bereits auf 180

angewachsen. Doch damit nicht

genug, denn der Geschäftsführer

der GmbH hat kürzlich bereits ein

weiteres Vorhaben angekündigt:

Die rund 35 Millionen Euro teure

Generalsanierung der Klinik soll

ein Jahr früher als ursprünglich

geplant — also bereits 2019 — abgeschlossen

sein. „Die Bauzeitverkürzung

ist enorm wichtig für uns

Mediziner“, sagt Prof. Dr. Andreas

Knez. Selbstverständlich, schließlich

finden die Arbeiten während

des laufenden medizinischen

Betriebs statt. Damit die Bauzeit

allerdings verkürzt werden kann,

müssen noch einige Hürden genommen

werden. Weitere Container

als Ausweichquartiere für Patientenzimmer

müssen angeschafft

werden. Als Platz dafür könnte der

Wirtschaftshof dienen, Gespräche

dazu müssen jedoch noch geführt

werden. Die Landkreispolitik muss

zudem für das Vorhaben weiter

mitspielen. „Wir sind sehr froh,

dass der Landkreis bisher immer

so toll mitgezogen hat“, zeigt sich

Lippmann hoffnungsvoll.

Investitionen

in die Medizin

Nachdem im Interimsgebäude der

1. Stock des Modulbaus bezogen

wurde, begannen die Arbeiten für

die vier neuen Operationssäle und

die Notaufnahme, wie Bauleiter

Lothar Ragaller erklärt. OP und

Notaufnahme finden zukünftig an

Patientenzimmer im Modul-Interimsbau

einem anderen Ort ihren Platz, so

können etwa die alten OP-Säle bis

zuletzt am Netz bleiben. Im November

startet die Sanierung des

OP-Aufzuges, ehe — laut Zeitplan

— von Januar bis April 2017 der Sterilflur

errichtet wird. Etwa zu dieser

Zeit wird auch der Haupteingang

an der Johann-Baur-Straße

geschlossen und vorübergehend

in den Innenhof verlegt werden.

Die Sanierung des Bettenhauses

folgt ab April 2017. Doch damit

nicht genug, denn: „Wir

möchten auch weiterhin in

die Medzin investieren", verspricht

Thomas Lippmann. tis

Thomas Lippman, Prof. Dr. Andreas Knez

und Bauleiter Lothar Ragaller

> > > INFORMATIONEN

Regelmäßige aktuelle Informationen

zum Baufortschritt gibt es auf:

www.gesundheitsversorger2020.de

november / dezember 2016 | 31


Checkliste für Hobbygärtner & Co.

Winterschlafzeit für den Garten

Tassiloland | Der Herbst hat Einzug

gehalten; die Tage werden

kürzer, die Nächte länger — und

vor allen Dingen: kälter. Nicht

nur der menschliche Organismus

schaltet nun langsam auf Wintermodus

um. Auch die Vegetation

im Garten passt sich diesen Gegebenheiten

an und fällt in den

Schongang. Damit im Frühjahr

alles wieder in voller Pracht zum

Leben erwachen kann, sollten einige

wichtige Arbeiten im Garten

erledigt werden. Unsere kleine

Checkliste hilft dabei, die Übersicht

zu behalten.

Die Sache

mit dem Laub

> > > ZUM THEMA

Baumschnitt-Kurs

Leise fallen die Blätter — und müssen

natürlich eingesammelt werden.

Idealerweise wartet man dafür

den ersten Frost ab, weil ab da

die meisten Blätter von den Bäumen

fallen. Falls Gehwege davon

betroffen sind, müssen diese allerdings

regelmäßig gekehrt werden

— sonst droht Rutschgefahr.

Um den eigenen Rasen vom Laub

zu befreien, kann man auf die

Hilfe des Rasenmähers zurückgreifen.

Auf höchster Mähstufe

eingestellt, landet das „geschredderte“

Blattgut im Auffangkorb —

schneller geht’s wohl nicht. Nur

ein laubfreier Rasen kann garantieren,

dass es im Frühjahr keine

braunen Kahlstellen gibt. Auf

Beeten kann das Laub verbleiben,

bietet es doch natürlichen Schutz

vor dem Frost. Hier kann es zusätzlich

mithilfe von Reisig beschwert

werden. Wer an ruhigen

mit Gärtnermeister Georg Schmötzer am Samstag, 19. November,

ab 8.30 Uhr, Pfarrsaal Seehausen, anschließend praktischer Teil.

Anmeldung nicht erforderlich — Kontakt unter Telefon 08841 / 1364

Der erste Frost im Garten: Auch die Pflanzen stellen sich jetzt auf die kühlen Temperaturen um.

Stellen im Garten einen Laubhaufen

bereithält, verschafft dem Igel

ein gemütliches Winterquartier.

Vorsicht nur mit Kastanienlaub,

in dem die Miniermotte nistet! Im

nächsten Jahr kann sie den Baum

dann befallen.

Die Kunst des

richtigen Schneidens

Geben die meisten Ratgeberseiten

im Internet nun den „Befehl“

zum Schneiden von Obstbäumen,

Hecken und Sträuchern, rät Gärtnermeisterin

Elisabeth Hlawatsch

davon eher ab. „Wir haben im

Oberland extreme Temperaturschwankungen,

die natürlich auch

den Pflanzen zu schaffen machen.

Ein Herbstrückschnitt sollte deshalb

nicht gemacht werden.“

Warum das so ist, erklärt die Expertin

vom Gartenmarkt Sauer in

Murnau gerne. „Wichtige Inhaltsstoffe

der Pflanzen werden in den

Wurzeln abgespeichert. Wer Äste

zu tief schneidet, setzt sie dem

Frost aus, und den vertragen nicht

alle.“ Sie rät daher, nur verblühte

Blütenstände zu entfernen und

soviel am Gewächs zu lassen, wie

möglich. „Erst im Frühjahr, wenn

die Nächte wieder milder werden,

32 | tassilo


Gärtnermeisterin Elisabeth Hlawatsch,

„damit wird das Anwachsen

perfekt vorbereitet.“

sollte geschnitten werden“, so die

Gärtnermeisterin. Einen Tipp hat

Elisabeth Hlawatsch auch parat —

und der bezieht sich auf den Boden.

„Wenn die Versorgung aus

dem Boden stimmt, das Bodenleben

aktiviert wird, machen die

Pflanzen dann eigentlich alles

alleine.“ Sie empfiehlt dafür den

Einsatz von Mikroorganismen und

Helferpilzen. Gartenmarkt Sauer

führt sie im Sortiment und klärt

auch über die Anwendung auf.

„Ideal sind unsere Obstbaumpflanzpakete“,

sagt die erfahrene

Ein Winterkleid

für Pflanzen

Beete sollten, wie eingangs erwähnt,

mit Laub oder Reisig abgedeckt

werden. Denn nicht alle

Pflanzen vertragen direkten Frost.

Auch ein Gartenvlies kann dafür

eingesetzt werden. Kübelpflanzen,

die nicht ins Haus gebracht

werden können, brauchen ein

wärmendes Gewand. Dabei die

Krone der Pflanze mit Vlies umwickeln,

Reisig um den Stamm legen,

den Topf mittels Noppenfolie

schützen und mit einem Leinenoder

Rupfensack ummanteln. Hilfe

leistet zusätzlich eine Styroporplatte

unter dem Topf.

Der Garten

wird kahler

Den Garten winterfit machen, bezieht

sich auch auf die Gerätschaft.

Darunter fallen Rasenmäher, Gartenschlauch,

aber auch Teichpumpe

und Co. Sie sollten vor dem Verstauen

im Gartenhaus oder Keller

gründlich gereinigt und eventuell

gewartet werden. Auch Gartenmöbel

und empfindliches Dekor

freuen sich auf einen gemütlichen

Platz in Keller oder Garage. rp

november / dezember 2016 | 33


Die neuen Sterne

am KIA Himmel.

Tutzingerin gewann erste Olympia-Medaille im Rudern

Krebse fangen in Kanada

Der neue Kia Optima Sportswagon

und der neue Kia Niro

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Energieeffizienzklasse: A+.

Nach dem vorgeschriebenen Messverfahren (VO/EG/715/2007 in der aktuellen

Fassung) ermittelt.

Tutzing | Mit 2016 geht ein olympisches

Jahr zu Ende, das bei einer

Olympionikin im Tassiloland viele

Erinnerungen wach gerufen hat:

Wie es damals war vor 40 Jahren,

1976 im kanadischen Montreal,

als Edith Eckbauer, die in Tutzing

geboren wurde und nach wie vor

dort lebt, die erste Medaille überhaupt

für das bundesdeutsche

Frauenrudern gewann. Mit ihrer

Partnerin Thea Einöder belegte sie

im „Zweier ohne Steuerfrau“ den

dritten Platz hinter Booten aus

Bulgarien und der DDR.

Eckbauer ist dem Sport bis heute

verbunden: „Ich bin immer noch

ein Bewegungs-Junkie, ich brauche

Sport als Ausgleich zwischen

Gehirn und Körper.“ Die 67-Jährige

arbeitet als Fitness-Trainerin, gibt

Privat- und seit 34 Jahren auch

an der Volkshochschule Kurse in

Weilheim: „Es fing mit Aerobic

an — mein Gott, was für Klamotten

wir anhatten! — und heute ist

es Wirbelsäulen-Gymnastik, und

tatsächlich sind Teilnehmerinnen

von damals immer noch dabei.“

Was wohl auch daran liegt, dass

die Diplom-Sportlehrerin „immer

am Puls des Geschehens war, ich

habe auf Fortbildungen geschaut,

was medizinisch und trainingswissenschaftlich

Einzug hält in den

aktiven Bereich“.

des Passauer Rudervereins wurde

er jeweils Zweiter bei den Deutschen

Meisterschaften 1967 und

1969, als Dritter verpasste er 1968

knapp die Qualifikation für Olympia

in Mexiko. Seine Frau pendelte

zwischen dem „Einer“ — den sie

rückblickend-scherzhaft „wahnsinnig

langweilig fand, weil ich

Keine zur Sau machen oder mit ihr

feiern konnte“ — und Booten mit

Partnerinnen. Allerdings habe es

nicht viele Ruderinnen gegeben,

die international etwas hätten erreichen

können“.

Das änderte sich, als sie bei der

Europameisterschaft 1973 in Moskau,

wo Eckbauer Dritte im Einer

wurde, Thea Einöder kennenlernte.

Die studierte Tiermedizin

in München und saß im „Zweier

ohne“, laut Eckbauer die „technisch

schwierigste Bootsklasse,

weil man psychisch und körperlich

gut aufeinander eingestimmt

sein muss“. Jede Frau im Boot hat

nur ein Ruder, synchrone Schläge

sind das A und O. Ein Erfolgs-Duo

hatte sich gefunden und trainierte

sieben Tage die Woche auf der Regattastrecke

in Oberschleißheim,

worüber die Tutzingerin bis heute

den Kopf schüttelt: „Was ich für

Strecken zurückgelegt habe! Es

gab ja noch keine S-Bahn! Und

am Wochenende haben wir zweimal

trainiert …!“

Das unschlagbare

Duo aus Bayern

Doch die beiden Sportlerinnen

„dachten wie ein Gehirn, wir haben

im olympischen Jahr immer

das Gleiche geredet“, erinnert

sich Eckbauer. Das wiederholte

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Keine zum „zur Sau

machen“ oder feiern

Als aktive Ruderin habe sie noch

„mehr nach Gefühl trainiert —

aber Olympia 1976 was das Ziel

schlechthin!“ Trainer war ihr Ehemann

Robert Eckbauer, seinerzeit

ebenfalls ein erfolgreicher Regatta-Ruderer:

Mit dem „Achter“

34 | tassilo

Ein „Bewegungs-Junkie“, der prächtig durchs Leben rudert: Bis heute

ist Edith Eckbauer ihre rundum positive Lebenseinstellung anzusehen.

Vom Balkon ihres Hauses in Tutzing hat sie — natürlich — freien Blick

aufs Wasser des Starnberger Sees


Fast unschlagbar: Edith Eckbauer

und ihre Partnerin Thea Einöder

(hinten) im „Zweier ohne“.

sich übrigens 2012: Anlässlich des

40. Geburtstags der Olympiade in

München setzten sie sich wieder

in ein Boot, „als ob dazwischen

nichts geschehen wäre und als wir

ausstiegen, sagten wir im gleichen

Moment den gleichen Satz“.

1976 seien sie „total auf den Wettkampf

fokussiert“ gewesen, hätten

aber „vielleicht nur ein Drittel von

dem trainiert, was Andere absolvierten“.

Eckbauer und Einöder

waren ein unschlagbares Duo,

das die Qualifikation für Montreal

„nie gefährdet“ sah: „Gymnastik,

Dehnen, das Boot einstellen, das

Rennen durcharbeiten, gemeinsame

Dynamik der Ruderbewegung,

Blattneigung, Antretwinkel,

das Gleiten — alles hat gestimmt“,

schwärmt Eckbauer.

So gingen die Bayerinnen in Montreal

zuversichtlich an den Start:

„Wir hatten das Rennen im Kopf,

jeden Schlag, die Schlagzahl, den

Rhythmus, Thea gab den Startruf:

‚Zehn Dicke‘, wir lagen zur Überraschung

aller vor den Ostblock-

Booten, bis ich 250 Meter vor

dem Ziel einen ‚Krebs gefangen‘

habe“, sagt Eckbauer. Der Begriff

benennt einen Ruderschlag ins

Leere. Sie führt ihn auf eine Welle

zurück, den Wind an der Zuschauertribüne

aufgeworfen hatte. „Die

Anderen zogen an uns vorbei, wir

brauchten einen kompletten Neustart

und haben das Feld nochmal

aufgerollt.“

Wie feiert ein

gedopter Sieger?

Die Tutzingerin ist sicher: „Wenn

das Rennen noch 100 Meter länger

gewesen wäre, wären wir wieder

vorne gewesen. Aber wir waren

heilfroh, dass es überhaupt zu einer

Medaille gereicht hat.“

Die wurde gefeiert: „Ich habe so

wenig geschlafen wie noch nie in

meinem Leben“, erinnert sich Eckbauer

an die Tage danach, „wobei

man nur so feiern kann, wenn man

vorher die Anspannung gehabt hat

diese Momente sind wichtig. Daher

frage ich mich, wie andere ihre

Siege einschätzen vor dem Hintergrund

ihrer Dopingkarriere“.

Zu diesem Thema hat Eckbauer

eine klare Meinung: „Mit der

Welt-Anti-Doping-Agentur ist es

trost- und hoffnungslos.“ Auch an

IOC-Präsident Thomas Bach lässt

sie kein gutes Haar. „Der macht

nur Mist: Die Russen dürfen trotz

Staatsdoping nach Rio de Janeiro,

aber die Whistleblowerin wird

ausgeschlossen, er zeigt sich nicht

bei den Paralympics — das geht

einfach nicht!“ Zudem bedrohe

die Aufnahme immer neuer Sportarten

und die Zulassung von Profis

die Olympische Idee insgesamt.

Mit früheren Sportkollegen denkt

sie über ein Olympia-Museum in

München nach. Es könnte ein Ort

der Erinnerung werden — an wirklich

große Zeiten des Sports. ts

Pure Freude in Montreal: Einöder und Eckbauer tragen 1976 die erste

Medaille überhaupt fürs Frauenrudern in der damaligen „BRD“ um den

Hals, das damals erstmals „olympisch“ war. Diesen Moment kann den

beiden Ruderinnen bis heute keiner nehmen.



























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november / dezember 2016 | 35


Wissenswertes aus der Geschäftswelt

Traditionelle, italienische Küche

DAS „IL CAMINO“ SEIT ÜBER EINEM JAHR UNTER NEUER LEITUNG

Peißenberg | Knapp 30 Jahre waren Stella

und Enzo Lisante Inhaber des Restaurants

„Il Camino“ in Peißenberg. Mit kulinarischen

Spezialitäten Italiens machten sie

sich Mitte der Achtzigerjahre auf, diese

in Oberbayern zu verbreiten. Über Ismaning

und Ohlstadt landeten sie schließlich

in Peißenberg, wo sie sich von Anfang

an wohl fühlten. Am 11. September 2015

übernahm Luciano Bevagna das Lokal

und führt es seitdem seit über einem

Jahr im Sinne der Familie Lisante mit

traditioneller italienischer Küche weiter.

Mittelpunkt des „Il Camino“ ist sicherlich

der Holzofen, in dem täglich zahlreiche

frische Pizzen gebacken werden. Bevor

der 30-jährige Luciano Bevagna das

„Il Camino“ übernommen hat, arbeitete

er drei Jahre lang im Restaurant seines

Bruders in Mühldorf am Inn. Mittlerweile

beschäftigt er gemeinsam mit seiner Ehefrau

Vanessa selbst fünf Mitarbeiter. Das

„Il Camino“ hat täglich — bis auf Montag

— von 11.30 bis 14.30 Uhr und 17.30 bis 23

Uhr geöffnet. Ab Dezember, in der Vorweihnachtszeit,

fällt auch der Ruhetag

weg. Für Privat- und Firmen-Weihnachtsfeiern

bietet Luciano Bevagna um Voranmeldung.

Er bietet hierfür spezielle

Menüs an.

tis

Ein verdienter Ausbilder

BAUUNTERNEHMEN JOSEF ERHARD GEEHRT

Rottenbuch | Das Bauunternehmen Josef

Erhard aus Rottenbuch ist ein mittelständisches

Bauunternehmen mit derzeit

knapp 40 Mitarbeitern. Als familiärer

Handwerksbetrieb ist es das Ziel, durch

umfassende Betreuung, Planung und

Ausführung zur Zufriedenheit der Kunden

beizutragen. Egal ob Einfamilienhaus,

Doppelhaus oder große Wohn- und

Geschäftsgebäude. Das im April 1979 von

Josef Erhard gegründete Unternehmen

deckt vom Rohbau bis hin zum

Schlüsselfertigbau die komplette

Palette ab. 2003 übernahm Christian

Erhard die Geschäftsführung

der Josef Erhard GmbH, die derzeit

fünf Lehrlinge im Maurer-

Handwerk ausbildet. Er durfte

auch kürzlich die Ehrenurkunde,

überreicht von Brigitta Brunner,

Regierungspräsidentin von Oberbayern

sowie Handwerkskammerpräsident

Franz Xaver Peteranderl

(Foto), in Empfang nehmen. Das

Bauunternehmen wurde als „verdienter

Ausbilder“ ausgezeichnet. Einen weiteren

Grund zur Freude hatte die Firma Mitte

Oktober beim Hebauf-Fest der Mehrgenerationen

Wohnanlage der Maro-Wohngenossenschaft

im Herzen Peitings, für

die die Josef Erhard GmbH verantwortlich

ist. Bürgermeister Michael Asam würdigte

das Unternehmen in seiner Rede als „eine

der besten Baufirmen der Region“. tis

Drei Azubis unter den besten Oberbayerns

IHK EHRT AUSZUBILDENDE MIT DEN BESTEN ABSCHLUSSNOTEN

Weilheim-Schongau | Insgesamt 18 725 junge Erwachsene

aus ganz Oberbayern haben in der Winterprüfung 2015/16

und der Sommerprüfung 2016 ihre Abschlussprüfung in

einem der rund 200 unterschiedlichen IHK-Berufe abgelegt.

Die besten 119 Azubis mit der Note „Sehr gut“ wurden

nun von der IHK für ihre außergewöhnlichen Leistungen

in Ingolstadt ausgezeichnet. Unter ihnen auch drei Absolventen

aus dem Landkreis Weilheim-Schongau. „Die

heutigen Preisträger haben sich mit der beruflichen Qualifikation

für das Richtige entschieden und alles fantastisch

gemeistert. Dieser Erfolg war kein Selbstläufer — denn zum

Prüfungsbesten wird niemand geboren. Voraussetzung

war die Bereitschaft für Disziplin, Fleiß, Bemühen, Konzentration

und Lernen“, so Kathrin Wickenhäsuer-Egger,

Vizepräsidentin der IHK für München und Oberbayern.

Gemeinsam mit Herbert Klein, dem Vorsitzenden des IHK-

Regionalausschusses Weilheim-Schongau, hat sie die Prämierung

vorgenommen. Martin Degele (Biologielaborant,

Roche Diagnostics GmbH), Simon Forschner (Elekroniker

für Geräte und Systeme, Agfa-Gevaert HealthCare GmbH)

und Evi Geiger (Industriekauffrau, ept GmbH) wurden aus

dem Landkreis Weilheim-Schongau ausgezeichnet. Einen

Ratschlag gab Wickenhäuser-Egger den Ausgezeichneten

noch mit auf den Weg: „Ausgelernt hat man nie. Langfristiger

Erfolg im Beruf verlangt ständige Weiterbildung. Mit

den weiterührenden IHK-Abschlüssen wie Fachwirt, Meister

oder geprüfter Betriebswirt stehen Sie auf einer Stufe

mit Hochschul-Absolventen. Sie sehen also: Die Chancen

liegen bei Ihnen!“ In Oberbayern bilden derzeit insgesamt

9700 IHK-Mitgliedsunternehmen aus, die Abschlussprüfungen

werden von über 7900 ehrenamtlichen Prüferinnen

und Prüfer durchgeführt.

tis

Herbert Klein (Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses

Weilheim-Schongau) und Kathrin Wickenhäuser-Egger

(IHK-Vizepräsidentin) gemeinsam mit den Absolventen.

36 | tassilo


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

Benefizabend des Zonta Clubs Fünf-Seen-Land für Lebenshilfe & Frauennotruf

Schmachten mit Stefan Wilkening

Feldafing | Für einen Abend „zum

Schmunzeln, Schwelgen und

Schmachten“ kommt Stefan Wilkening

am 12. November um 19 Uhr

in den Bürgersaal von Feldafing.

Der Schauspieler besetzte unter

Dieter Dorn an den Münchner

Kammerspielen diverse Rollen,

war von 2000 bis 2011 festes Ensemblemitglied

am Bayerischen

Staatsschauspiel. Im Fernsehen

war er im „Tatort“ und bei den

„Rosenheim-Cops“ zu sehen, auch

spielte er in Volker Schlöndorffs

Film „Diplomatie“. Immer wieder

arbeitet er als Sprecher in Radiound

Hörbuchproduktionen.

Veranstalter des Benefizabends

für Jedermann unter dem Motto

„Alles liebet, alles scherzet“ ist

der Zonta Club Fünf-Seen-Land. Er

wurde 1998 gegründet und zählt

aktuell 42 Mitglieder, allesamt

Frauen. Sie unterstützen derzeit

zwei soziale Projekte im Tassiloland:

Einmal die Lebenshilfe

Starnberg, die mehrfach-behinderten

Kindern ermöglicht, in den

Urlaub zu fahren. „Die Mütter sind

fast zu 100 Prozent alleinerziehend,

so haben sie entweder eine

Zum Vorstand des Zonta Clubs Fünf-Seen-Land gehören Claudia Waizenhöfer, Antje

Rheinbay-Sick, Präsidentin Carola Ullrich, Tatjana Emmerich, Elke Lünstedt und Iris von

Hoiningen-Hüne (v.l.n.r.). Alle zwei Jahre werden ein neuer Vorstand und eine neue

Präsidentin gewählt. Ullrich ist die neunte in der Club-Geschichte.

In Feldafing können Frauen (und Männer) mit Stefan Wilkening schmachten —

und mit dem Besuch des Benefizabends zugleich Gutes tun.

Auszeit oder können

mitfahren“, erklärt

Carola Ullrich, seit

1. Juni 2016 neue

Präsidentin des hiesigen

Zonta-Clubs.

Zweiter Nutznießer

ist der „Frauen

helfen Frauen e.V.“

in Herrsching, der

einen Frauennotruf

unterhält. Frühere

Projekte unterstützten

etwa die

Nachbarschaftshilfe

Feldafing, die zwei

Frauen in Altersarmut

unterstützte,

und das Mutter-

Kind-Haus in Gilching.

Zonta ist ein weltweiter

Zusammenschluss

von Frauen

in leitenden oder

selbstständigen Positionen,

die sich

zum Dienst am Menschen

verpflichten.

Ihr Ziel ist, die Stellung der Frau

im rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen

und beruflichen Bereich

zu verbessern. Der Name der

1919 in Buffalo, USA, gegründeten

Organisation, die heute weltweit

1200 Clubs zählt, ist der Symbolsprache

der Sioux entlehnt. Zonta

bedeutet „ehrenhaft handeln, vertrauenswürdig

und integer sein“.

In Europa sind die Frauen seit 80

Jahren aktiv, der erste deutsche

Club wurde in Hamburg gegründet,

inzwischen gibt es 128 mit

4600 Mitgliedern. Zonta International

hat seit 1945 konsultativen

Status bei den Vereinten Nationen

(mehr dazu auf www.zonta.org).

Im Tassiloland kommen die Engagierten

jeden dritten Donnerstag

im Feldafinger Hotel Kaiserin

Elisabeth zusammen. An den

Abenden sprechen verschiedenste

weibliche und männliche Referenten

über kulturelle, politische

und gesellschaftliche Themen.

„Wir sitzen nicht zusammen als

Kaffeekränzchen sondern mit

dem Netzwerk-Gedanken“, erklärt

Präsidentin Ullrich. „Im Vordergrund

stehen Austausch, Hilfe und

Frauen-Power“, so erzählte eine

Flugkapitänin einmal aus ihrem

30-jährigen Berufsleben.

Zum Zonta Club Fünf-Seen-Land

gehören — das schreibt die Satzung

vor — Frauen aus unterschiedlichsten

Berufen wie Juristinnen,

Lehrerinnen, Ärztinnen; Ullrich

ist selbstständige Unternehmensberaterin.

Mitglieder können sich

nicht bewerben, sondern werden

aufgrund ihres beruflichen oder

gesellschaftlichen Engagements

vorgeschlagen.

ts

november / dezember 2016 | 37

Zirbenholzbett

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Schlafen mit Wohlgefühl

Das sagen die unabhängigen Therapeuten

und Rückenexper-ten des

IGR über das biologische Schlafsystem

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10.12. Etter Obstbrand Verkostung

Öffnungszeiten im Advent:

Montag – Freitag 9 – 19 Uhr, Samstag 9 – 18 Uhr

jeweils

von 12 bis

18 Uhr

Tassiloland | „Auf unsrer Wiese

gehet was, watet durch sie Sümpfe...“

Das Kinderlied kennt jeder.

Es besingt den Weißstorch, der

am Ammersee regelmäßig zu beobachten

ist. Und auch wieder in

Gemeinden im Tassiloland. Die

Storchenkarte vom Landesbund für

Vogelschutz LBV (Link auf www.lbv.

de, ganz unten rechts) verzeichnet

für 2016 alleine in Raisting zehn

Storchenpaare. Im Nest auf einem

Wohnhaus in Pähl-Vorderfischen

wurden im Juli zwei Jungstörche

flügge, einer in einem neuen

Nest auf dem Turm der Feuerwehr

von Obersöchering. Auch auf der

Emanuel-von-Seidl-Grundschule

in Murnau brütete heuer ein Paar.

Eine Besonderheit sind die Störche

am nördlichen Stadtrand von Weilheim,

für deren Nest eigens eine

Fichte gekappt wurde. Sie überwinterten

von 2015 und brachten

dieses Jahr vier Junge ins Leben

und in die Lüfte. Im Winter in

Bayern blieb ebenso das Paar auf

einem Kamin im Pollinger Klosterareal,

bei

dem

der

LBV

zwei Nachkommen

vermutete.

t Eigentlich verbringen n Weißstörche

die kalte Jahreszeit in Afrika, denn

in unseren en

Breiten en

ist

der

Winter

eine

harte Zeit: Das

Nahrungsanngebot

wird knapp, ist unter Schnee

und Eis für viele Lebewesen kaum

erreichbar. reic

Deshalb ziehen en im

Herbst bei

uns

brütende, e,

Insekten

en fressende ende

Singvögel,

aber

auch Greif-, Wat-

und Schreitvögel, el, zur

Überwinterung erun

in

Gebiete, et

e, wo

sie

in wärmerem Klima genug Nahrung

finden: Kurzstreckenzieher

wie Zilpzalp, Star oder Kiebitz in

den Mittelmeerraum und nach

Nordafrika; die Langstreckenzieher,

etwa Waldlaubsänger, Rauchschwalbe,

Nachtigall, Turteltaube,

Flussseeschwalbe und eben der

Weißstorch, in Savannen und an

Küsten südlich der Sahara und ins

tropische Afrika, wo auch Flussregenpfeifer

und Kuckuck überwintern.

Gar bis Südafrika ziehen

Mehlschwalbe, Neuntöter, Baumfalke

und auch der Weißstorch.

Die Langflüge und

Kurzstrecken nach Afrika

Auch die gefiederten Freunde

kennen Reisefieber! Rückt die

Abflugzeit näher, erfasst Zugvögel

die sogenannte Zugunruhe.

Langstreckenzieher reisen einzeln

oder in kleinen Gruppen.

Ihre Brutplätze verlassen sie jedes

Jahr um die gleiche Zeit, und sie

kehren auch zur selben Zeit zurück.

Kurzstreckenzieher reck

enzi

zieh

eher

er brechen

en

oft gemeinsam m auf und sind

in

Schwärmen unterwegs. egs.

Ihre Zugzeiten

en

variieren, en,

etwa

abhängig von

Nahrungsangebot

ngeb

und

Witterung.

Das Phänomen Vogelzug wird

schon lange untersucht. Bei einzelnen

Arten sind Zeiten, Routen,

Brut-, Winter- oder Rastplätze zum

Auffüllen der Energiespeicher erforscht.

Die tausende Kilometer

langen Reisen bewältigen Vögel

mit Energieeffizienz. Dafür haben

sie Strategien entwickelt. So lassen

sich Störche von morgendlicher

Thermik empor tragen und

verfolgen dann ihre Richtung im

kraftsparenden Segelflug. Thermik

entsteht tagsüber über sich erwärmenden

Landmassen, weshalb

„Thermiksegler“ möglichst nur

kurze Strecken übers Meer ziehen

— bei Sonnenschein.

Mitten durch Deutschland verläuft

eine sogenannte Zugscheide.

Störche, die westlich davon

brüten, ziehen über Spanien und

die Meerenge von Gibraltar nach

Westafrika. „Östliche“ Störche

überqueren Balkan, Bosporus,

Israel und Ägypten, wo sie dem

Niltal nach Ostafrika folgen, manche

reisen bis nach Südafrika. Die

Website www.nabu.de w.

.de

beglei-

tet manche, weil einige ige Störche

Sender er

vom

Naturschutzbund

Deutschland tragen. Wissenschaft-

ler möchten so mehr erfahren

über Routen, Rast und Risiken.

Weitere ere Strategien: tegi

en

Kraniche

fliegen i

in

V-Formation und

schwächere he

Vögel hinten, n,

um von

Aufwinden zu profitieren, en, die der

Flügelschlag der

Vögel vor ihnen

verursacht. rsac

Kleinere Vogelarten

nutzen Rückenwind, meist nachts,

um Kraft zu sparen und

Turbulen-

zen am Tag

zu entgehen.

ehen

en.

Auch den

heimischen hen Kuckuck zieht es während

des Winters in

wärmere re

Regionen.

n.

38 | tassilo


Der Weißstorch überwintert

bis südlich der Sahara.

Nächster Punkt — zielgenaue

Navigation. Sicher

ist, dass sich einige Arten

an Sternen, Erdmagnetfeld,

Position der Sonne bei Auf- und

Untergang oder Landmarken wie

Flüssen und Gebirgen orientieren.

Vermutet wird inzwischen, dass

Vögel auch gelernt haben, nachts

hell erleuchtete Großstädte oder

Autobahnen zur Orientierung zu

nutzten. Forschung ist spannend.

Und etliche Arten, die im Sommer

in Nord- oder Nordosteuropa

brüten, überwintern in Südbayern.

Am Ammersee sind dann in

großer Zahl Reiherenten zu beobachten.

Auch Schell-, Tafel- und

Kolbenenten gehören zu hiesigen

Wintergästen. Sie kommen im hohen

Norden, wenn die Gewässer

zufrieren, nicht mehr an ihre Nahrung:

Wasserpflanzen und kleine

Wassertiere wie Muscheln oder

Insektenlarven. Auch Bergfinken

überwintern hier. Sie ernähren

sich von Bucheckern oder besuchen

Futterstellen.

In der Natur ist alles im Fluss: Bei

manchen Arten wie dem Weißstorch

wird verändertes Zugverhalten

beobachtet. Und Christian

Niederbichler, Vogelschutzgebietsbetreuer

am Ammersee, weiß,

dass bei den monatlichen Wasservogelzählungen

seit knapp zwei

Jahrzehnten etliche weitgereiste,

nordische Gastvögel mengenmäßig

zurückgingen: „Reiherenten,

vor allem aber Schellenten und

Tafelenten.“ Internationale

Wasservogelzählungen

würden zudem belegen,

„dass diese Arten nicht mehr

so weit fliegen und ein Teil der

Population weiter im Norden den

Winter verbringen kann“. Früher

habe es am Ammersee ab Dezember

stets größere Trupps Schellenten

gegeben, heute seien sie

nur noch vereinzelt anzutreffen.

Ein ganz anderes Beispiel ist der

Zilpzalp, ein kleiner Laubsänger:

„Er bleibt deutlich länger bei uns,

manche harren bis in den Dezember

aus, und sie kommen auch

fast zwei Wochen früher zurück als

vor 20 Jahren“, sagt Niederbichler.

Rotmilane habe er 2015 das

ganze Jahr gesehen: „Einige sind

überhaupt nicht weggezogen.“

Die globale Klimaerwärmung

und Veränderungen im Brut- oder

Überwinterungsgebiet könnten

verantwortlich sein, dass manche

Arten früher ankommen, andere

später. Das könnte Folgen für das

heimische Artengefüge haben:

Kleinere Singvögel haben schon

Nester gebaut und Eier gelegt,

wenn der Kuckuck kommt, meist

in der zweiten Aprilhälfte. Dann

legt er Eier in ein bereits bebrütetes

Nest. Sein Reproduktionserfolg

könnte sinken, wenn die Ankunftszeiten

nicht mehr synchron

sind mit jenen der Ausbrüter. Um

möglichst viele Daten zum Kuckuck

zu erhalten, hat der LBV das

Projekt „Kuckuck melden“ initiiert.

Auf www.lbv.de kann jeder

eintragen, wann und wo der Kuckuck

im Frühjahr erstmals zu

hören ist und bayernweite Ergebnisse

einsehen. Auch überwinternde

Störche können gemeldet

werden.

Fangnetze und

Feuchtgebiete

Weltweit sind jedes Jahr 50 Milliarden

Zugvögel unterwegs! Alleine

aus Deutschland begeben sich

100 Millionen Vögel von 80 Arten

auf eine gefahrvolle Reise. Ihre

Zahl scheint unerschöpflich, doch

sind viele Arten in ihrem Bestand

gefährdet. Im Mittelmeerraum

werden die Vögel geschossen, mit

Leimruten und Netzen gefangen.

Die Fangnetze an der Küste Ägyptens

erstrecken sich aktuell über

700 Kilometer. Etwa 140 Millionen

Zugvögel finden dort den Tod und

werden zur „Delikatesse“. Statistisch

verendet jeder 17. Zugvogel

aus Europa auf seinem Weg nach

Afrika in einem ägyptischen Netz.

Für viele Zugvogelarten ist dieser

jährliche Aderlass bestandsbedrohend.

Ein Problem ist aber

auch der Verlust von geeignetem

Lebensraum im Brutgebiet, im

Winterquartier, an tradierten Rastplätzen.

Es sind auch die Feuchtgebiete,

Wälder, Wiesen und Hecken

im Tassiloland.

ts/cr

november / dezember 2016 | 39


Satz & Druck Molnar seit Mai im neuen Firmengebäude

Starker Druck aus Wielenbach

Wielenbach | Bei einem Blick in

die neuen Räumlichkeiten der

Firma Satz & Druck Molnar im

Wielenbacher Gewerbegebiet fällt

eines auf: Es ist viel Platz vorhanden.

Geräumig und organisiert

sind der Drucksaal samt Weiterverarbeitung

im Erdgeschoss, die

Werbetechnik auf der Empore im

ersten Stock sowie die Büros und

die Sozialräume für die neun Mitarbeiter.

1988 hatte Peter Molnar

sein Unternehmen in Huglfing gegründet.

Um der steigenden Auftragslage

gerecht zu werden, folgte

bereits 1998 ein erster Umzug

in größere Räume nach Tutzing.

Doch auch hier waren bald umfassende

Umbauten nötig, wie etwa

ein Kellerdurchbruch, um Platz für

mehr Mitarbeiter, Maschinen und

Reichlich Platz ist vorhanden:

Allein der Bereich für die

Werbetechnik (oben) ist jetzt

fast so groß wie die alte Druckerei.

Dazu kommt, neben

den Büro- und Sozialräumen,

auch der neue, geräumige

Drucksaal (rechts).

Materialien zu schaffen. Seit 2006

bedient Druck & Satz Molnar neben

dem klassischen Offsetdruck

auch Digitaldruck, 2009 kam das

Arbeitsfeld digitale Werbetechnik

dazu. Investitionen in die Automatisierung

ermöglichten es, noch

leistungsfähiger auf Kundenwünsche

einzugehen. Im Mai 2016

folgte nun der Umzug von Tutzing

in die neuen Geschäftsräume nach

Wielenbach. Auf rund 1 200 Quadratmetern

werden dort die Aufträge

der Kunden nach modernen

und nachhaltigen Maßstäben produziert.

Vor dem Umzug wurde

der gesamte Bau energetisch umfassend

saniert. Dazu gehört eine

hocheffiziente Wärmedämmung,

der Einbau von Schallschutzfenstern

in Dreifachverglasung und

die Umstellung auf verbrauchsarme

LED-Beleuchtung. Als aktiven

Beitrag zur Ressourcenschonung

wird der beim Drucken verbrauchte

Strom komplett aus Ökostrom

abgedeckt.

Automatisierung

ist Trumpf

Ein wahrer Blickfang im Wielenbacher Gewerbegebiet: Das neue Firmengebäude

von Satz & Druck Molnar.

Der Druckmarkt ist hart umkämpft,

die großen Onlinedruckereien

machen es den kleineren

nicht einfach — das ist auch Peter

Molnar bewusst. „Aber wir sind

zuversichtlich, sonst hätten wir

das nicht gemacht“, resümmiert

er. Rund fünf Jahre suchte er nach

einem passenden Objekt, bei dem

nicht nur dieumlichkeiten,

sondern auch die Lage stimmen.

Elf Gebäude hatte er sich bereits

angesehen, ehe er in Wielenbach

die neue Heimat für seine Firma

fand. „Allein der Bereich für die

Werbetechnik ist jetzt fast so groß

wie unsere alte Druckerei“, freut

sich Molnar. Hier realisieren er

und seine Mitarbeiter alle gängigen

Produkte aus dem Leistungsgebiet

der Werbetechnik wie etwa

Acrylschilder, Autobeschriftungen,

Banner oder Displays. Im Drucksaal

eine Etage tiefer werden

in der Offsetdruckmaschine fast

alle Kundenwünsche, egal ob

ein- oder mehrfarbig, aufs Papier

gebracht. Um kleinere und personalisierte

Auflagen günstiger

und schneller abwickeln zu können,

ist der Digitaldruck längst

eine Alternative. Neben zahlreichen

Privatpersonen besteht der

Kundenstamm von Satz & Druck

Molnar aus Geschäftskunden

wie Agenturen oder Wiederverkäufern.

Allein drei Druckereien

aus München lassen kleinere

Auflagen und ihre Werbetechnik

in Wielenbach produzieren. Ein

Grund dafür ist der reibungslose

und schnelle Arbeitsablauf, worauf

Peter Molnar besonders wert

legt. Die Konkurrenz mit den großen

Druckereien scheut er hierbei

keineswegs, in den sogenannten

„Work-Flow“ investiert er nur zu

gern. So können beispielsweise

Kunden ihre Druckdaten ganz

bequem online hochladen. Bei

wiederkehrenden Großaufträgen

ist die Automatisierung individuell

noch weiter fortgeschritten.

Weiterverarbeitung — auch Falzund

Broschürenmaschine laufen

automatisch — und Veredelungen

runden das Angebot der „Full-

Service-Druckerei“ ab.

Investitionen in

Maschinen und Personal

Ende Oktober bekam Satz & Druck

Molnar eine weitere neue Druckmaschine,

eine neue Schneidmaschine

folgt im November — eine

Investition in die Zukunft. Und

nicht nur der Maschinenpark wird

ausgebaut, erst kürzlich wurde

ein neuer Mitarbeiter eingestellt.

„Wir sind aber auch schon wieder

auf der Suche nach einer weiteren

Fachkraft“, berichtet Peter Molnar,

dessen Ziel es ist, das Personal

weiter auszubauen. Platz dafür

hat er im Wielenbacher Gewerbegebiet

mittlerweile genug. tis

november / dezember 2016 | 41


Kommt überall hin: die Mobile Umweltschule Pähl

Heimatunterricht vor der

Haustüre & viele Fragen

www.museumderbayerischenkoenige.de Telefon 08362-887250

Alpseestraße 27, 87645 Hohenschwangau

Auftaktveranstaltung

26. November 2016

ab 16.00 Uhr

Eintritt: € 12,00

42 | tassilo

WITTELSBACHER

CHORWEIHNACHT

an allen Samstagen im Advent

Wir beginnen mit einer Andacht

in der Christkönigkapelle mit dem Schwangauer Kirchenchor.

Im Anschluss erzählt Ihnen Klaus Reichold im

Museum der bayerischen Könige von den Weihnachtsvorbereitungen

der Königsfamilie um König Ludwig II. und Königin Marie von Bayern.

Nachfolgend singt der 1. Allgäuer Nichtsängerchor in der Ausstellung

des Museums, die an diesem Abend für Sie geöffnet ist.

Pähl | Schulzeit-Erinnerungen: Stillsitzen,

Zuhören, Mitschreiben,

Prüfungen — in der „Mobilen Umweltschule“

in Pähl ist das anders.

Für Kindergärten, Schulklassen,

Jugendgruppen, etwa im Ferienprogramm,

aber auch für Lehrkräfte

und Erzieherinnen bieten

Raphaela und Markus Blacek ein

jeweils auf deren Interessen zugeschnittenes

Programm: Exkursionen

in Wald und Wiesen, an

Hecken und Wasser oder Aktionstage,

an denen „richtig gearbeitet“

wird. Firmlinge haben Bäume

gepflanzt, Schulklassen junge

ume mit Verbiss-Schutz gegen

Rehe und andere Tiere versehen,

Schutzzäune für Forstkulturen errichtet,

Insektenhotels gebaut.

Wer mitmacht, erlebt die Natur

mit allen Sinnen. Wenn die

beiden Umweltschul-Lehrer im

Wald mit Kindern beispielsweise

„Eichhörnchen“ spielen, müssen

die fleißigen „Tiere“ einen Winterfuttervorrat

sammeln. Prompt

tauchen Fragen auf: Wie fühlt sich

eine Eichel an, eine Buchecker, ein

Fichtenzapfen? Wie schmecken

junge Kieferntriebe? Wie riecht ein

Pilz? Den frisst das Eichhörnchen

zwar nicht, aber interessant ist der

Fund allemal, weil er neue Fragen

aufwirft: Ist der giftig? Oder vielleicht

essbar?

Klebrige Tannenzapfen

und tote Schnecken

Brom-, Him- oder Walderdbeeren

sind auf jeden Fall lecker. Und ideal

für die Brotzeit in der weichen

Wiese oder auf dem gemeinsam

gebauten Sofa aus Zweigen, Rinde

und Moos. Die behalten kleine wie

große „Schüler“ lange in Erinnerung.

Besonders fleißige „Eichhörnchen“

haben die Taschen voll,

wenn sie nach Hause kommen.

Wieder Fragen: Was sagen Mama

und Papa, wenn die „Kurzen“ vom

Wald schwärmen? Schimpfen sie,

wenn in der Hosentasche ein harziger

Zapfen klebt? Oder eine tote

Schnecke zum Vorschein kommt?

Noch mehr Fragen beim Spielen,

Beobachten und Arbeiten: Wovon

ernährt sich das Eichhörnchen,

wovon andere Tiere? Was passiert

mit versteckten Samen, die ein

Tier nicht wiederfindet? Wie verbreiten

sich Samen generell? Was

passiert mit Eichhörnchen und anderen

Tieren, Pflanzen, überhaupt

dem Ökosystem Wald, wenn Menschen

ume fällen? Was ist nachhaltige

Holznutzung? Eine Frage

bedingt die nächste. Sie können

an Ort und Stelle erforscht, diskutiert

und dann meist selbst

Forstwirtschaftler Markus Blacek erklärt die Fraßspuren von Borkenkäfern

an einem toten Aststück, das die Kinder im Wald gefunden haben.


Lehrmaterial bringen die Blaceks

mit: Von der einfachen Becherlupe,

die schon Kindergartenkindern

hilft, die Welt winziger Lebewesen

zu erforschen, bis zum teuren Mikroskop,

mit dem die Größeren

etwa ein Wassertropfenuniversum

durchqueren. Exkursionen und

Aktionstage laufen das ganze Jahr

hindurch. Geeignete Ziele wählen

Schulen, Kindergärten und Gruppen

in Absprache mit der Umweltschule

selbst aus und holen

bei Grundstückseigentümern die

nötige Erlaubnis ein. Gruppenpreise

und Zeitfenster sind variabel

gestaffelt. Die Aktivitäten der

Umweltschule erstrecken sich in

der Regel über einen halben oder

ganzen Tag. Daneben entwickeln

die Blaceks aber auch Ideen und

Konzepte für längerfristige Projekte

zur Umweltbildung. Damit es

nicht bei einer Idee bleibt, packen

sie selbst mit an.

Wenn die Umweltschule ausrückt, können Kinder mit Mikroskopen sogar

das Universum eines Wassertropfens erforschen.

beantwortet werden. Raphaela

und Markus begleiten den Weg

zur Lösung kompetent. Sie haben

Forstwissenschaften studiert und

sind seit vielen Jahren auch in der

forstlichen Praxis tätig. Vorrangig

ist Markus aber seit 20 Jahren in

der Umweltbildung aktiv. 1999 hat

er die „Mobile Umweltschule“ gegründet.

Raphaela, die auch staatlich

zertifizierte Waldpädagogin

ist, ist seit 2010 mit dabei.

Die Schule nennt sich „mobil“,

weil sie zu den Interessierten

kommt, die die Natur ihrer Heimat,

vor der Haustüre erleben wollen.

Selbst im Winter wird der Unterricht der Umweltschule in der

freien Natur abgehalten — und möglichst am Heimatort der Kinder.

Kochrezepte mit

Ammerseebezug

Die Umweltschule realisiert Projekte

— meist ideell getragen von

der „Schutzgemeinschaft Deutscher

Wald “ und gefördert vom

Bayerischen Umweltministerium

— oder betreut sie über einen längeren

Zeitraum. So entstand 2014

die Website www.lernort-ammersee.de,

die nicht nur über Natur,

Kultur, Wirtschaft und Zusammenleben

rund um den Ammersee

informiert. Sie lädt auch interaktiv

ein, Exkursionsvorschläge, Materialien

für den Schulunterricht

oder Kochrezepte mit „Ammerseebezug“

auf der Plattform zu

veröffentlichen und mit anderen

zu teilen.

Mit Regelschule hat die Umweltschule

nichts gemein. Trotzdem

ist sie eine Schule, in der sich die

„Schüler“ mit eigenem Erleben

und Tun Wissen aneignen und erwerben:

über Tiere und Pflanzen

in ihrem Lebensraum; zu Verflechtungen

und Wechselwirkungen,

auch mit menschlichen Aktivitäten;

soziale Kompetenzen wie Kooperieren

statt Ausgrenzen. Und

alles in einer Schule, die vor allem

Freude bereiten soll.

ts/cr

> > > KONTAKT

Mobile Umweltschule

Obere Burgleite 10, 82396 Pähl

Telefon 08808 / 1456

E-Mail: markus.blacek@t-online.de

www.umweltbildung-ammersee.de

november / dezember 2016 | 43

— Ihr Spezialist für Wärmepumpen —

Wir wünschen Ihnen eine ruhige und

besinnliche Vor- und Weihnachtszeit im

Kreise Ihrer Liebsten.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Ein herzliches Vergelt's Gott an mehr als

1.300 Kunden, die seit 1979 auf uns setzen.

Wir freuen uns auch 2017 für Sie im Einsatz

zu sein.

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Wielenbachstr. 13 I 86956 Schongau

08861 4187 I info@wechner.de


Ein Besuch auf Gut Kerschlach und in seiner bewegten Geschichte

Bio-Landwirtschaft zum Anfassen

Pähl | Von der Bundesstraße Weilheim-Starnberg

führt oberhalb

des Hirschbergs eine Kastanienallee

zu Christbäumen — genauer:

zum Gut Kerschlach. Dort werden

biozertifizierte Nordmanntannen

herangezogen und jedes Jahr an

den Wochenenden vor Weihnachten

frisch geschlagen verkauft.

„Höhepunkt ist der Kerschlacher

Adventsmarkt am dritten Adventswochenende“,

sagt Gutsverwalterin

Bettina Pieczynski.

Für dieses Jahr rechnet sie mit 65

Ausstellern, überwiegend aus der

Region. Auf Kinder warten Kutschfahrten,

Ponyreiten, Bienenwachskerzenziehen,

Filzen und

Isarkiesel-Bemalen. Und natürlich

gibt es die gutseigenen Spezialitäten,

von der Biobratwurst bis zum

Kerschlacher Adventsstollen.

Die Christbäume stammen aus

Kulturen auf den rund 200 Hektar

„PEFC“-zertifiziertem Wald, was

bedeutet, dass die Leitlinie bei der

Waldbewirtschaftung das Prinzip

der Nachhaltigkeit ist: nicht mehr

Holz nutzen als nachwächst.

Ein Gutsbesuch lohnt sich das

ganze Jahr hindurch: Das Gutscafé

und die Bäckerei Kasprowicz sind

in einem Anbau hinter dem denkmalgeschützten,

sogenannten

Herrenschlösschen untergebracht.

Ebenso die Gutsverwaltung. Wer

Pieczynski besuchen möchte, läuft

durch aromatischen Backduft.

Die gelernte Hotelfachfrau weiß

um die lange und wechselvolle

Geschichte von Gut Kerschlach:

Nach einer ersten urkundlichen

Nennung im Jahr 1159 gab es viele

Besitzer der Ansiedlung, die zunächst

aus einigen wenigen Höfen

bestand, deren Bewirtschaftung

aufgrund des rauen Klimas und

der mehrheitlich nassen Böden

stets schwierig war.

Kerschlach wurde als „Viehweide

im Sumpfgebiet“ erwähnt, die

1599 das Kloster Andechs übernahm.

Im Dreißigjährigen Krieg

wurde die Ansiedlung 1632/33

völlig zerstört, 1633/34 fielen die

Bewohner der Pest zum Opfer, die

Höfe wurden aufgegeben. Ab 1645

entstand eine Schweige — ein

landwirtschaftlicher Betrieb mit

Sennerei und Pferdezucht, und

Kerschlach erlebte eine erste kleine

Blütezeit, die mit der Säkularisation

1803 ein jähes Ende fand.

Zwei Unternehmer

und die Landwirtschaft

Die Schweige wechselte mehrfach

den Besitzer, bis sie Ende

des 19. Jahrhunderts der Industrielle

Theodor von Cramer-Klett

erwarb. Er verpachtete den Besitz

1908 an die Missionsbenediktinerinnen

von Tutzing, die hier ihren

Bedarf an landwirtschaftlichen

Erzeugnissen decken wollten.

Das Gut, das die Klosterschwestern

1934 erwarben, erlebte trotz

der schwierigen Zeiten während

zweier Weltkriege und Rückschlägen

beispielsweise durch die

Maul- und Klauenseuche, seine

zweite Blütezeit und entwickelte

sich zu einem prosperierenden

landwirtschaftlichen Betrieb.

Den kaufte 1997 der Verleger Werner

Mützel mit der Vision, einen

ganzheitlich wirtschaftenden Betrieb

aufzubauen. Die ökologisch

erzeugten landwirtschaftlichen

Produkte wurden in einer gutseigenen

Metzgerei, einer Bäckerei,

einer Sennerei und einer Imkerei

weiterverarbeitet und vermarktet.

Wirtschaftlich war dieses Konzept

nicht von Erfolg gekrönt, so dass

eine Umstrukturierung ab 2006

folgte, die indes die ganzheitliche

Grundidee nicht infrage stellen

sollte: Die Metzgerei wurde an

die Herrmannsdorfer Landwerkstätten

verpachtet, die seither das

Kerschlacher Vieh schlachten und

zu Bio-Fleisch- und Wurstwaren

verarbeiten. Die Bäckerei mit

Gutscafé wurde von der Bäckerei

Kasprowicz gepachtet, die ihre

gesamte Produktpalette, Bio- und

Bettina Pieczynski, Gutsverwalterin

in Kerschlach

konventionelle Backwaren, hier

produziert.

Gut Kerschlach hat heute drei

Standbeine: Pachteinnahmen, die

ökologische Land- und Forstwirtschaft

und den Pferdepensionsbetrieb.

In der vom Verband „Naturland“

zertifizierten Landwirtschaft

wird Milchvieh gehalten, durchschnittlich

110 Kühe in einem

Blick über Gut Kerschlach

44 | tassilo


Laufstall, der seit 2016 mit zwei

Melkrobotern ausgestattet ist.

Mit den Kälbern, die auf Stroh im

Kälberhof aufwachsen, und dem

Jungvieh leben auf Gut Kerschlach

etwa 300 Rinder. Die Milch wird in

der Molkerei Scheitz in Andechs zu

Bio-Milchprodukten verarbeitet.

Borstenvieh gedeiht

in kleinen Gruppen

Sonnensegel beschatten, den Außenbereich. Die empfindlichen Tiere

bekommen sonst Sonnenbrand.

Daneben steht der Schweinestall.

Hier wachsen die Tiere nach den

Richtlinien der ökologischen Tierhaltung

heran und werden nach

dem Schlachten zu Bio-Würstchen

und -Fleischwaren „veredelt“.

Das Borstenvieh wird in kleinen

Gruppen, mit bis zu 15 Schweinen

je Gruppe, ein halbes Jahr lang

gemästet. Jede Gruppe nennt ein

Stallabteil mit Außenbereich ihr

eigen, bei dem ein Sonnensegel

nicht fehlen darf — Schweinehaut

ist lichtempfindlich. Auch

die Milchkühe und das Jungvieh

haben stets Zugang zu Auslaufbereichen

im Freien, wie auch der

überdachte Kälberhof viel Frischluft

bietet. So können Gutsbesucher

die Tiere jederzeit sehen,

und so manches Fleckvieh-Rind

lässt sich zwischen den Hörnern

kraulen. Denn: In der Regel dürfen

die Kühe ihre Hörner behalten.

Auf 40 Hektar Ackerland wird Futter

für die Schweine angebaut.

Von den 160 Hektar Grünland wird

ungefähr auf der Hälfte der Fläche

Heu und Silage zur Winterfütterung

der Rinder gewonnen, die

auf der anderen Flächenhälfte

weiden, sobald es das Wetter zulässt.

Auch für die Pferde gibt es

ausgedehnte Koppeln, den Pferdehaltern

wird auf Gut Kerschlach

viel geboten: Die meisten Pferdeboxen

haben einen Außenbereich,

Paddock genannt, andere stehen

in einem Laufstall mit angrenzendem

Auslauf. Dort sind eine

Stuten- und eine Wallachherde

untergebracht. Nutzen können

die Reiter eine Reithalle, einen

Spring-, einen Dressur- und einen

überdachten Longierplatz und

sechs Kilometer gesandete Reitwege.

ts

Der Pensionsstall für Pferde, der unterteilte Auslaufbereich wird als Paddock bezeichnet.

november / dezember 2016 | 45


Das Schloßmuseum im Zentrum von Murnau und seine „fündige“ Geschichte

Visuelles Gedächtnis des Künstlerortes

Murnau | Vom Finden handelt die

Geschichte des Schlosses Murnau

und ums Finden dreht es sich

auch in der heutigen Bestimmung

des Hauses, der eines Museums.

Doch erst einmal der Reihe nach.

Keramikfunde bei Grabungen in

den Jahren 2009 / 2010 belegten

eine Datierung des Schlosses,

die weiter zurückreichte, als ursprünglich

angenommen: Bis ins

12. und wahrscheinlich sogar ins

11. Jahrhundert reicht die Bauabfolge

der Gesamtanlage des

Schlosses Murnau zurück, das

sich aus einer ursprünglichen

Burg entwickelte. Es sollte also

das Finden dieser Keramiken das

Gedächtnis derer sichtbar machen

und bewahren, die

dem Schloss und seinem

Umfeld eine Geschichte,

eine Identität gaben.

Eine weitere Entwicklung

in Sachen „Finden“

ereignete sich

1989. Denn da fand die

Gemeinde Murnau

mit dem Umbau des

Schlosses eine gelungene Möglichkeit,

den damals leerstehenden

umlichkeiten neues Leben

einzuhauchen: Das Museum ward

geboren. Hier, in historischer Kulisse,

finden sich seitdem die Besonderheiten

Murnauer Kunst, die

Geschichte und Volkskunde des

Ortes — als visuelles Gedächtnis,

sozusagen.

1993 konnte das Schloßmuseum

eröffnet werden — und bald Erfolge

vorweisen. Für die Konzeption

wie auch die ergänzenden Sonderausstellungen

wurde es 1995 mit

dem Bayerischen Museumspreis

ausgezeichnet und machte sich

damit auch über die Landesgrenze

hinaus bekannt. Im Zentrum der

Ausstellung stehen Werke Gabriele

Münters, ergänzt von Künstlerarbeiten

des „Blauen Reiters“ und

der „Neuen Künstlervereinigung

München“. Über 80 Gemälde,

Zeichnungen und Grafiken

aus der Zeit zwischen 1902

und 1962 geben Einblick in

die Schaffenskraft Gabriele

Münters, vertreten

sind damit all ihre Werkphasen.

Ihr illuster zur Seite gestellt finden

sich Werke Kandinskys, Franz

Marcs, Heinrich Kampendonks

und Max Beckmanns, um nur einige

zu nennen.

Von Wilhelm Busch

bis Gerhard Richter

Dass auch norddeutsche Maler

den Reizen der Voralpenlandschaft

des Murnauer Raums nicht widerstehen

konnten, belegen Werke

von Wilhelm Busch und Christian

Morgenstern, die in der Abteilung

Malerei des 19. Jahrhunderts

vertreten sind. Ein heimliches

Highlight findet sich in der Hinterglaskunstsammlung,

die neben

Sammlungen von Udo und Hedi Dammert als auch Wilhelm Gartner

haben ihre Heimat im Schloßmuseum Murnau gefunden.

regionalen Exponaten aus dem

Staffelseegebiet und Augsburg

auch Hinterglasmalregionen aus

dem Ausland umfasst. Modernes

und Zeitgenössisches auf diesem

Gebiet ist mit Werken von

renommierten Künstlern wie

Paul Klee, August Macke, Oskar

Schlemmer, aber auch Gerhard

Richter vertreten. Letzterem

ist ein größerer Raum gewidmet.

„Something New, something borrowed,

something blue“, nennt

sich die bevorstehende Sonderausstellung,

die von 1. Dezember

2016 bis 5. März 2017 im Murnauer

Schloßmuseum zu sehen sein

wird. Sie zeigt ausgewählte Stücke

des „Blauen Reiters“ aus Schenkungen,

Dauerleihgaben, und

man staune — als auch Ankäufe.

rp

> > > INFORMATIONEN

Schloßmuseum Murnau

Schlosshof 4 - 5,

82418 Murnau am Staffelsee

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sontag

10 bis 17 Uhr, Montag geschlossen,

an Feiertagen geöffnet (auch montags);

Dezember: Dienstag bis Freitag 13 bis

17 Uhr, Wochenende 10 bis 17 Uhr

(24. und 31. Dezember geschlossen)

46 | tassilo


Landratsamt und Caritas — zwei Anlaufstellen für Ehrenamtliche

Doppelt gemoppelt?

Weilheim | Landkreis und Caritas-Verband

Weilheim-Schongau

begleiten ehrenamtlich Engagierte

in Zukunft getrennt: Nach

dreijähriger Pilotphase der gemeinsamen

Freiwilligen-Agentur

(FWA; siehe „tassilo“-Ausgabe

3, Seite 46) hat der Landkreis die

Kooperation beendet. Bereits im

Februar 2016 beschloss der Kreisausschuss,

dass „Ehrenamtskarte

und die künftige Ehrenamtsarbeit

wieder in Zuständigkeit im Landratsamt

wahrgenommen werden“

soll, erklärt Landrätin Andrea

Jochner-Weiß auf Nachfrage des

„tassilo“. Es sei „der politische

Wille gewesen, Aufgaben, die ursächlich

in der Zuständigkeit der

Landkreisverwaltung liegen, ins

Haus zurückzuholen“ und künftig

„mit den bisher eingesetzten

Mitteln die Abwicklung in eigener

Zuständigkeit“ durchzuführen.

Sie erinnert daran, dass „Leader-Förderung

und Anschubfinanzierung“

für die FWA — mit damaliger

Zustimmung der Caritas —

bis Ende 2015 begrenzt gewesen

seien. Und: „Nach dem

Auslaufen hat der Caritas-Verband

anders als geplant keine

schlüssige Anschlussfinanzierung

vorgelegt“, heißt es wörtlich seitens

Landratsamt-Pressestelle.

Caritas-Kreisgeschäftsführerin Monika

Funk erzählt die Geschichte

anders — wobei sie zuvorderst

betont, dass die Caritas-FWA

„mit Vollgas“ weiterläuft, wenn

auch mit anderen Schwerpunkten

und „nur vorerst begrenzt auf

den Sozialraum Weilheim“. Als

Stichworte nennt sie Inklusion

und Integration, über Details wie

„Sprachpaten“ und „Kulturbuddies“

informiert die Website www.

anpacken-mit-herz.de. Das von

der FWA initiierte landkreisweite

„Vereinsforum“ werde es nach

dem Ausstieg des Landkreises

dagegen nicht mehr geben.

Funk betont rückblickend, dass

über einen Zeitraum von sechs

Monaten „ausführliche und

gute Gespräche“ mit dem Regionalmanagement

und auch

der Landrätin persönlich geführt

wurden: „Die Fortführung einer

gemeinsamen FWA war dabei

ein zentrales Element.“ Es seien

sowohl „Möglichkeiten einer

gemeinsamen Profilschärfung“

wie auch der Weiterfinanzierung

nach der Anschubförderung

diskutiert

worden. Im Raum

stand laut Funk

sogar ein „konkreter

Sockelbetrag“

des Landkreises.

Über dessen

Höhe äußern sich

beide Seiten nicht.

Dem Caritas-Verband sei

schließlich vorgeschlagen worden,

vom Regionalmanagement eine

Empfehlung einzuholen, anhand

derer der Kreistag über die Weiterfinanzierung

der FWA entscheiden

sollte. „Wir hofften auf diese Empfehlung“,

sagt Funk. Doch dann

habe es in zwei Sitzungen des

Kreisausschusses eine für die Caritas

„komplette Kehrtwende“ gegeben:

„Wir waren wie vor den Kopf

gestoßen“, sagt Funk.

Sie ist überzeugt, dass die Caritas

„als Wohlfahrtsverband mit Kompetenz

im Ehrenamt“ 2011 mit der

FWA beauftragt worden war, „und

weil wir mit Gabi Königbauer seit

2005 eine kompetente Ansprechpartnerin

haben“. Die FWA-Koordinatorin

wiederum betont: „Unsere

Arbeit ist nur gelobt worden.“

Gabriele Königbauer Monika Funk Andrea Jochner-Weiß

So habe etwa das „Vereinsforum

bei 18 Veranstaltungen über 500

Ehrenamtliche aus 160 Vereinen

und Initiativen erreicht. Jeweils

„zwischen 30 und 50 Personen,

vom Hasenzüchterverein bis zum

Kammerorchester“, hätten sich

über „Fundraising, Kassenprüfung

und Revision, Öffentlichkeitsarbeit“

informiert, schildert

Königbauer — und vor allem zum

in der Flüchtlingsarbeit wichtigen

Thema „Nähe und Distanz“. Dass

der Landkreis aussteigt, bedauern

beide Caritas-Mitarbeiterinnen:

„Wir hätten uns eine weitere

Zusammenarbeit gut vorstellen

können.“

Landrätin Andrea Jochner-Weiß

betont, der Landkreis sehe es

„als eine der maßgeblichen Aufgaben

der Kreisentwicklung an,

die bestehende Anerkennungskultur

auszubauen sowie eine

nachhaltige Infrastruktur für das

bürgerschaftliche Engagement zu

schaffen“, das „eine lange, gewachsene

Tradition“ besitze und

wo „zahlreiche Vereine, Verbände

und Organisationen in verschiedensten

Formen die Möglichkeit

bieten, sich zu engagieren“. Die

Bürger nähmen dies „mit großer

Bereitschaft“ an. Ab Januar 2017

plane der Landkreis „die Einrichtung

einer Koordinierungsstelle

für Bürgerschaftliches Engagement

(KOBE) im Aufgaben- und

Zuständigkeitsbereich der Kreisentwicklung“.

Die Ausschreibung

für diese „halbe Stelle“ mit einem

klaren „Aufgaben- und Anforderungsprofil“

werde derzeit

vorbereitet.

ts


lip-Flop und Hausschuhe nach Ma



Benjamin Schwarz






november

/ dezember 2016 | 47

inlagen nach Ma


Haarmoden Salon Bräu in Murnau — Spezialist für Zweithaar

Die eigene Identität erhalten

Murnau | Es gibt viele Gründe,

eine Perücke zu tragen. Im Alltag

werden sie zumeist aus ästhetischen

Gründen gewählt, etwa

bei Haarlosigkeit in Folge einer

Chemotherapie — oder weil das

eigene Haar zu dünn, zu spärlich

oder stellenweise gar nicht mehr

vorhanden ist. Alle Träger von

Haarteilen und Perücken eint, so

ist zu vermuten, dass sie natürlich

aussehen und nicht „enttarnt“

werden möchten.

Die Thematik „Zweithaar“ gehört

schon lange zur Tradition des

Haarmoden Salons Bräu in Murnau.

Gründer Benno Bräu hatte

wohl damals schon „den richtigen

Riecher“, wie Enkel Jochen Bräu

bestätigt, der die dritte Generation

im Salon in der Schloßbergstraße

12 stellt. „Er war ein sehr guter

Friseur“, so Bräu. Mittlerweile hat

sich der Salon mit der „Nische“

48 | tassilo

Zweithaar zu einer gefragten Anlaufstelle

entwickelt; nicht nur aus

dem Murnauer Umland, sondern

aus dem Ammertal und Pfaffenwinkel

kommen Kunden zu Jochen

Bräu, der weiß, dass er damit eine

sensible Aufgabe übernommen

hat. Wer mit diesem Thema zu

ihm kommt, bringt zumeist auch

eine Geschichte mit — und bedarf

einer vertrauensvollen Beratung.

Dafür nimmt sich Bräu viel

Zeit, in einem separaten Bereich

des Salons, zumeist gegen Ende

der Öffnungszeiten. Damit bietet

er, neben der Beratung, viel geschützten

Raum für das Gespräch.

Die eigene

Identität wahren

Der Markt für Perücken ist groß,

wirkliche Qualität daher oft nur

von fachlicher Seite erkennbar.

Jochen Bräu vor dem Salon in der Murnauer Schloßbergstraße

Jochen Bräu arbeitet mit zwei

Anbietern zusammen, die in

Handarbeit das täuschend echte

Zweithaar herstellen lassen. Er rät

in der Regel zu einem Modell, das

zu 40 Prozent aus Echthaar und zu

60 Prozent aus Kunsthaar besteht.

Eine einfache Pflege und Alltagstauglichkeit

sind damit sehr

gut gegeben. „Die Auswahl ist

enorm“, bestätigt er, „sogar ein

dunkler Haaransatz und Farbverläufe

sind möglich.“ Auch sorgen

Schnittkollektion und Farbauswahl

dafür, die richtige Wahl für

den Kunden treffen zu können,

immer im Rahmen einer persönlichen

Beratung.

Zu einem gewissen Grad fungiert

Jochen Bräu als eine Art Seelsorger.

Verständlich, blickt man auf

den vielleicht markantesten Teil

seiner Beratung. „Um die gewählte

Perücke auch tragen zu können,

muss das restliche

Haupthaar des

Kunden dafür abrasiert

werden.

Spätestens dann

bekommt die

Krankheit ein Gesicht“,

erzählt Jochen

Bräu. Schön,

sehr schön dagegen

sind die Momente,

wenn das

Kunsthaar wieder

Stärke verleiht,

und Normalität.

„Die Betroffenen

möchten ja nicht

anders aussehen

in dieser Zeit, sondern

ihre Identität

behalten.“ Er sei

— ein Stück weit —

auch Begleitung,

sagt Bräu. „Sehr oft bleiben diese

Kunden uns auch danach treu,

wenn das Haar wieder gewachsen

ist.“

Dem Haarkranz ein

Schnippchen schlagen

Auch Männer zählen zum Klientel,

die aufgrund der Entscheidung,

ein Toupet tragen zu wollen, in

den Salon Bräu kommen. „Die

erste Frage lautet immer: Hält

das auch?“, verrät Bräu. Er kann

das bejahen. Selbst Cabriofahren

ist möglich! Diverse Techniken

sorgen dafür. Auch hier findet

die Beratung auf diskrete Art und

Weise statt. Ein offensiver Umgang

mit einer drohenden Kahlheit

begegnet ihm immer wieder

einmal. „Manche Toupetkunden

fahren ohne in den Urlaub oder

legen es im Familien- und Freundeskreis

ab.“ Dennoch kann ein

gut gemachtes Haarteil so dezent

wirken, dass dem Umfeld gar keine

„haarige“ Veränderung auffällt.

„Du siehst so verändert aus,

heißt es dann“, lacht Bräu. Dann

weiß er, dass er als Ansprechpartner

und Fachmann alles richtig

gemacht hat.

Wer lichtes Haar, oder einfach

Lust auf mehr hat, dem könne er

„Haarextensions“, also Haarverlängerung

ans Herz legen. Auch

das ist im Leistungsangebot seines

Salons in Murnau enthalten.

Ein Vorteil: die dazu gewählten

Haarsträhnen lassen sich lösen

und wiederverwenden. Auch

kann im Freizeitbereich so gut

wie alles damit gemacht werden.

„Extensions sind übrigens keine

Frage des Alters“, verrät der Fachmann.

„Die eigenen Haare damit

verdichten zu lassen, wird von fast

allen Jahrgangsstufen gewählt.“

Und unbezahlbar ist es auch nicht.

Jochen Bräu: „Für ein gutes Ergebnis

ist man schon mit etwa 200

Euro dabei!“

rp


Start-Up „Sono Motors“ stellt Prototyp vor

Mobiler Stromspeicher

auf vier Rädern

Weilheim/München I Fast könnte

man ihn smart nennen, aber nein

— den Namen haben die Kollegen

mit dem Stern am Kühler bereits

für sich belegt. Smart ist es dennoch,

das Elektroauto „Sion“, das

vom Start-Up Sono Motors mit Sitz

in München entwickelt wurde. Hinter

der Sono Motors GmbH stehen

die drei Gründer Jona Christians,

Navina Pernsteiner und Laurin

Hahn. Die Weilheimerin Navina

Pernsteiner lernte ihre Mitstreiter

während des Studiums an der

Fachhochschule München kennen.

Der Studienzweig Elektromobilität

sollte sie nicht nur fachlich aneinander

binden, auch häuslich teilen

sich alle drei eine Wohnung.

Mag die Entwicklung ihres Start-

Ups am heimischen Küchentisch

— oder in einer Garage — ihren

Anfang genommen haben oder

nicht: Etwas Innovatives ist auf

jeden Fall daraus hervorgegangen.

Gemeinsam entwickelten sie

im Zeitraum der letzten vier Jahre

den Prototypen eines Elektroautos,

um das Handling in Alltag

und Praxisnähe testen zu können.

Denn trotz des Auftriebs in Sachen

Elektromobilität sehen alle drei

derzeit den Markt für alltagstaugliche

und kostengünstige Fahrzeuge

Selbst Langstrecken und Urlaubsfahrten

sollen dank des Selbstladesystems

problemlos machbar sein.

Als mobiler Stromspeicher kann

das Auto in unzähligen Anwendungsbereichen,

etwa im Camping-

oder Baustellenbereich, Benzingeneratoren

ersetzbar machen.

in diesem Bereich eher unbesetzt.

Mittlerweile zählen zu ihrem Team

Designer, Entwickler, Techniker,

die teilweise über langjährige Erfahrung

in der Automobilbranche

verfügen, und auch Studenten. Mit

dem „Sion“ sei ihnen ein familienfreundliches

Elektroauto gelungen,

dass dank seiner Reichweite von

250 Kilometern und einem Preis

von 16 000 Euro gerade für den

Mittelstand interessant sein könne.

Der Fünftürer verfügt über 30 kWh

Batteriekapazität und eine Schnellladeleistung,

verspricht also größtmögliche

Unabhängigkeit auch auf

längeren Fahrten. Die besondere

Raffinesse steckt für das Start-Up-

Unternehmen im Selbstladesystem

mit Namen „viSono“. Denn es lädt

den „Sion“ über Solarzellen durch

die Sonne auf; während der Fahrt,

aber auch in der Standzeit. Das

sich so selbst aufladende Elektroauto

ermöglicht gleichzeitig eine

Stromentnahme für alle gängigen

Elektrogeräte „an Bord“. Der

durchdachte Innenraum mit zwei

mal drei Sitzen und einem großen

Kofferraum war dem Entwicklerteam

ebenso wichtig, wie die technischen

Finessen des Elektroautos.

Auch hier zeigen die Entwickler,

was möglich sein könnte: Eine

spezielle, pflegefreie Moosart im

Luftfilter sorgt für die Filterung

von Feinstaub aus der Luft. Wer

weitere Produktdaten über den

„Sion“ erhalten möchte, wird auf

der Internetseite der Sono Motors

GmbH unter www.sonomotors.

com fündig.

Bis sich der „Sion“ allerdings serienmäßig

in den Verkehr auf unseren

Straßen reihen kann, ist noch

ein Weg zu beschreiten. So bietet

das Start-Up über eine Crowdfunding-Kampagne

Unterstützern die

Möglichkeit, neben Spendensätzen

den „Sion“ unverbindlich für 100

Euro vorzubestellen. Damit möchte

Sono Motors genügend Kapital

für die Produktion mehrerer Prototypen

generieren. Jeder Spender

hätte dann die Option, nach einer

Probefahrt den „Sion“ verbindlich

zu erwerben. Das Ziel: Diese sogenannte

Pre-Sale-Strategie soll

eine hohe Stückzahl-Produktion

gemeinsam mit bestehenden Autoherstellern

realisierbar machen,

so dass kein eigener Produktionsstandort

nötig sein wird. Ab 2018

könnte dann der smarte „Sion“ auf

den Straßen zu sichten sein. Informationen

über die Crowdfunding-

Kampagne stehen ebenso auf der

Internetseite bereit.

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sowie nach Vereinbarung

november / dezember 2016 | 49


Nächste Runde im Streit zwischen Gemeinde Pähl und Bund Naturschutz

Gemäht oder gemulcht?

Früher ein beliebtes Ausflugsziel

von Naturfreunden:

der Wasserfall am Ende der

Pähler Schlucht. Heute warnt

der BN vor Spaziergängen

wegen zunehmendem Steinschlag

nach dem Holzeinschlag.

Pähl | Am südlichen Ammersee

sind sich Lokalpolitiker und Naturschützer

nicht grün: Das zeigte

ein emotionaler Ortstermin am

Hirschberg, zu dem die Kreisgruppe

Weilheim-Schongau vom

Bund Naturschutz (BN) geladen

hatte. Grund: Auf Veranlassung

von Pähls Bürgermeister Werner

Grünbauer hatte der Maschinenring

Starnberg den unter Naturschutz

stehenden Magerrasen im

Juli bearbeitet: Mit einem „Schlegelmähgerät

gemäht“, betont

Grünbauer, der BN nennt es „gemulcht“.

Jahrelang war der 1. August Stichtag

in einer Pflegevereinbarung

zwischen BN und Gemeinde im Vertragsnaturschutzprogramm

(VNP-

Vertrag). Der soll gefährdete und

seltene Pflanzen-, Blumen- und

Insektenarten am Hirschberg

schützen. Grünbauer hatte den

Vertrag gekündigt: „Das war fast

einstimmiger Wille im Gemeinderat.“

Danach war am Hirschberg

nicht mehr gemäht worden. Die

Untere Naturschutzbehörde (UNB)

im Landratsamt sah auf „tassilo“-

Nachfrage darin die Gefahr, dass

die außerordentlich artenreichen

Wiesen durch Verbuschung ernsthaft

Schaden nehmen“. Der BN

bezeichnet die jetzige Mahd als

„völlig unsachgemäß“.

Wertvollste Wiese

ihrer Art im Landkreis

Dr. Helmut Herrmann, Vorsitzender

der BN-Kreisgruppe, warf

Grünbauer „Umwelt-Vandalismus

auf einer der wertvollsten Wiese

ihrer Art im nördlichen Weilheimer

Land“ vor. Zwar sei der Mähtermin

im unteren Bereich, dem

sogenannten Amphitheather, nicht

zu beanstanden. Im oberen Bereich

wüchsen indes als gefährdet

geltende Pflanzen wie Kalkastern,

Berglauch und Ragwurz-Orchideenarten.

Sie verschwänden, wenn

zu früh gemäht werde. Das „Mulchen“

habe auf 10 000 Quadratmetern

Fläche „tausende Insekten

„sinnlos geschreddert“, die auf

der Roten Liste besonders schützenswerter

Arten stehen; und

jene, die überlebten, fänden keine

Nahrung mehr, unterstrich Hermann.

Der BN mähte mit Balkenmähern,

was den Insekten eine

Flucht ermöglicht, und beließ 20

Prozent der Fläche als Nahrungsquelle

im Sommer ungemäht.

Diese Ausführungen nannte Grünbauer

„Reagenzglasnaturschutz“.

Er war ebenfalls erschienen.

Hermann wollte ihn von der Begehung

zunächst ausschließen,

woraufhin Pressevertreter drohten,

zu gehen. Erst der Einwand,

dass es für Berichterstatter hilfreich

wäre, wenn konträre Ansichten

vor Ort ausgetauscht würden,

Helmut Hermann und Reinhard Grießmeyer vor dem „Amphitheater“ am

Hirschberg: Beide liegen im gerichtlichen Clinch mit der Gemeinde Pähl.

bewog Hermann zum Einlenken.

Wie zerrüttet sein Verhältnis zu

Grünbauer ist, war am Hirschberg

offensichtlich. Eine Insiderin, die

ihren Namen nicht nennen möchte,

weil sie mit beiden beruflich zu

tun hat, regte gegenüber „tassilo“

eine Mediation an. Grünbauer

steht auch der Steuerungsgruppe

vor, die über Leader-Projekte am

Ammersee und damit den Fluss

von Fördergeldern entscheidet.

Politik und Naturschutz begegnen

sich hier fast täglich.

Was Hermann besonders erzürnte,

war, dass der Maschinenring

offensichtlich nicht über die Besitzverhältnisse

am Hirschberg informiert

war: Er bearbeitete auch

rund 2 000 Quadratmeter, die dem

BN selbst oder dem Gartenbauverein

Pähl gehören. Der BN gebraucht

hier Begriffe wie: „ohne

Erlaubnis traktiert“ und „rücksichtslos“.

Für die zwei Flächen

existieren gesonderte Verträge,

weshalb der BN von einem „Verstoß

gegen VNP-Bestimmungen“

spricht, den er beim Amt für Ernährung,

Landwirtschaft und

Forsten (AELF) und der UNB habe

melden müssen, „um Strafen zu

entgehen“, betonte Herrmann.

Die Spuren des „Mulchers“ am

28. Juli im „Amphitheater“: Helmut

Hermann bemängelte beim

Ortstermin auch, dass Mähgut liegengelassen

wurde, dessen Fäule

Pflanzen darunter abtötet.

50 | tassilo


Der Zwist zwischen Grünbauer und

BN war 2014 eskaliert, als Teile der

unter Naturschutz stehenden Pähler

Schlucht abgeholzt wurden.

Die Aktion ging in ganz Bayern

durch die Presse, zog Ermittlungen

der Staatsanwaltschaft nach

sich, die Rechtmäßigkeit ist noch

nicht geklärt. Der BN kritisiert

deshalb, dass Grünbauer in einer

Gemeinderatssitzung im Juli aus

einem Gutachten zitierte, das die

Auswirkungen des Holzeinschlags

als „nicht erheblich“ einstuft. Das

Gutachten wurde im Zuge des Gerichtsverfahrens

erstellt, ist allerdings

noch nicht öffentlich. Dem

BN als Prozessbeteiligtem liegt es

bis heute nicht vor. Trotzdem zitierte

die Tagespresse bereits ausführlich

daraus. Hermann ergänzt,

dass ein erstes Gutachten vom Juli

2014 „die Waldschäden als erheblich

eingestuft“ habe.

Das einstige Ausflugsziel Hirschberg gibt sich abweisend mit Parkverbotsschildern.

Schwarz gekleidete Securityleute beobachten Autofahrer,

die auf dem Parkplatz anhalten. Im früheren Hotel leben Asylbewerber.

Auf „tassilo“-Nachfrage schreibt

die UNB, sie sehe es „als erfreulich

an, dass die Wiesen wieder

gepflegt wurden“. Man habe

die Flächen in Augenschein genommen“,

wobei der BN-Kritik

„zuzugestehen ist, dass die Verwendung

eines Balkenmähers

geeigneter gewesen wäre“. Fachleute

schätzten „die Folgen aber

weniger schwerwiegend ein, ein

nachhaltiger Schaden ist nicht entstanden,

der positive Effekt durch

die Pflege überwiegt“, schreibt

die UNB. Auch liege „kein Verstoß

gegen den gesetzlichen Biotopschutz

vor“ und die UNB habe

„keinen Grund, an der Kompetenz

der Gemeinde Pähl zu zweifeln“.In

der Biotopflege könne es mehrere

Pflegeansätze geben, die sich unterscheiden,

„deshalb aber nicht

falsch sein müssen“; und auch,

was den zeitlichen Ablauf angehe:

Wenn früh und spät blühende

Pflanzen auf einer Fläche stünden,

sei „der Schnittzeitpunkt auch

davon abhängig, welche Pflanzenart

besonders gefördert werden

soll.“ Grundsätzlich berieten

UNB-Fachleute „gerne jedermann

bei der Pflege von Biotopen“, die

nun „mit der Gemeinde Pähl ein

Pflegekonzept abstimmen, um die

besondere Artenvielfalt an Hirschberg

zu erhalten und zu fördern“.

Streit eskalierte mit

der Pähler Schlucht

Entschuldigung

beim Bund Naturschutz

Grünbauer verteidigte sein Vorgehen

am Hirschberg: Schon früher

habe es Jahre gegeben, in denen

der BN dort „mit der Mahd ausgesetzt“

habe, weil „kein Geld“

vorhanden gewesen sei. Schon

damals habe der Magerrasen

Schaden erlitten, weshalb „der

Gemeinderat beschlossen hat,

dem BN die Flächen zu entziehen

und derzeit keine Möglichkeit für

vertragliche Verhältnisse mit dem

BN“ sehe. Grünbauer ergänzte,

er sei „kritisch vom Gemeinderat

gefragt worden, warum ich nicht

mähen lasse“, woraufhin er „mit

den Behörden eine einvernehmliche

Lösung im Hinblick auf die

Gesamtsituation im Gemeindegebiet

gefunden“ habe. Das Landratsamt

sei informiert gewesen,

„dass wir mähen“. Wegen der

BN-Flächen wandte sich Grünbauer

an Hermann persönlich

und sagte: „Wenn mehr gemäht

worden ist, tut mir das Leid, das

war keine böse Absicht.“ Der BN

möge Regressansprüche von VPN-

Vertragspartnern, wenn sie gestellt

würden, „an die Gemeinde Pähl

rüberleiten“.

ts

Ein früherer Streitpunkt, die Pähler

Schlucht im Frühjahr 2016: Bis

heute steht die richterliche Entscheidung

aus, ob Abholzung und

Naturschutz vereinbar waren.

november / dezember 2016 | 51


Die Umgehung könnte bald amtlich sein

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Weilheim — drunter,

drüber oder drumherum?

Weilheim | Wenn sich der Bundestag

in den kommenden Wochen

und Monaten intensiv mit der

Beschlussfassung über die letztendlich

im Bedarfsplan festzuschreibenden

Maßnahmen beschäftigt,

dürften in Weilheim

etliche Bürgerinnen und Bürger,

Politiker und auch Mitarbieter des

staatlichen Bauamtes mit Spannung

auf das Ergebnis warten.

Bereits „seit Jahrzehnten“ wird,

so Bürgermeister Markus Loth in

einem Bürgerbrief, in der Kreisstadt

das Thema Umgehung diskutiert,

und vor einigen Jahren

wurde die sogenannte Ostumgehung

an das Bundesverkehrsministerium

gemeldet mit der Bitte,

in den „vordringlichen Bedarf“

aufgenommen zu werden.

Eine Lösung ist

zwingend erforderlich

Laut Staatlichem Bauamt Weilheim

habe aber diese Meldung

einer bestimmten Variante keinen

Einfluss auf eine intensive Diskussion

über alle vorliegenden und

möglichen Trassenvorschläge, die

aktuell im Gespräch sind. Vielmehr

sei eine Festlegung auf eine

Lösung zwingend erforderlich,

um überhaupt in den „vordringlichen

Bedarf“ aufgenommen zu

werden. Erst wenn dies per Bundestagsbeschluss

fixiert ist, könne

das Bauamt offiziell damit beginnen,

Voruntersuchungen über die

Trassenalternativen anzustellen,

in denen dann die Bedürfnisse

der Autofahrer, der Stadt, der

Anwohner, aber auch Belange

des Umwelt- und Landschaftsschutzes

entsprechend gewürdigt

werden. Aus dieser Gesamtabwägung

ergibt sich dann

eine Variante, der man näher

treten könne. Aktuell sind insgesamt

vier potenzielle Lösungen

52 | tassilo


auf dem Tisch: Eine Westumgehung,

die an die Trifthofspange

anschließt, im Westen Weilheims

durch den instabilen Moosgrund

führt und zwischen Unterhausen

und Wielenbach wieder in die

bestehende B2 einfädelt. Dieser

unsichere Untergrund nährt bei

den Befürwortern der Westumfahrung

die Angst, diese Variante

werde nicht mehr geprüft und

weiterverfolgt; eine Ostumgehung,

die ebenfalls die Südspange

verlängert — allerdings in Richtung

Osten und mit einer Untertunnelung

des

Gögerls. Diese Variante

verläuft dann

zwischen Deutenhausen

und Weilheim

und schleift

außerhalb des Narbonner

Rings wieder

auf die B2 ein.

Massive Eingriffe

in das Landschaftsbild

dürften sich

bei dieser Lösung

nicht vermeiden

lassen. Die Variante

der Unterfahrung

der B2 würde bedeuten,

dass die

bestehende B2 sozusagen

tiefergelegt

und mit einem

„Deckel“ versehen

werden würde. Der

Verkehr verliefe

dann weiterhin auf

der bestehenden

Trasse durch Weilheim,

nur eben sozusagen

im Keller.

Die vierte Variante

ist ebenfalls eine

Tunnellösung, die

jedoch von der

südlichen B2 geradlinig

unter der

Stadt bis zu einem

nördlichen Anschluss

an die B2

gegraben werden

müsste. Dieser Tunnel

würde in etwa dem Verlauf

Krottenkopf-/Römerstraße folgen.

Bei beiden unterirdischen

Lösungen wäre die Natur sowohl

im Osten als auch im Westen

der Stadt am meisten geschont,

die zu erwartenden Kosten und

tatsächliche Effizienz dürften jedoch

gerade bei diesen Lösungen

sicher spannend werden. Laut

Stadt Weilheim und Staatlichem

Bauamt sei aber jetzt zunächst

wichtig, überhaupt offiziell in

den Bedarfsplan aufgenommen

zu werden. Selbst wenn dies

gelänge, sei mit einem Zeitraum

von etwa 15 Jahren zu rechnen,

bis ein Baubeginn erfolgen kann.

Unsere nebenstehende Grafik

zeigt den Ablauf der notwendigen

Prozesse für ein solches

Vorhaben im Überblick. Im Juli

hatten beide Behörden ein Informationsblatt

an alle Weilheimer

Haushalte herausgegeben, das

auch noch im Rathaus erhältlich

ist. Hierin werden einige der

wichtigsten Fragen aus Sicht der

Verantwortlichen beantwortet.

Dass diese Antworten von etlichen

Umgehungsgegnern als

unvollständig bezeichnet werden

oder gar eine Trassendiskussion

gefordert wird, noch bevor eine

Grundsatzentscheidung über den

„vordringlichen Bedarf“ gefallen

ist, ist ebenfalls Fakt.

Weiter Hoffen

und Bangen

Aber auch die Gegner betonen auf

ihrer Website, es sei korrekt, dass

das Staatliche Bauamt mit den Voruntersuchungen

zu den Varianten

erst beginnen könne, wenn sozusagen

der „Auftrag“ dazu durch

den Bundestagsbeschluss gegeben

wird. Insofern dürfen alle,

die das tägliche Verkehrsdebakel

in Weilheim miterleben müssen

(ob nun als Anwohner oder als

Verkehrsteilnehmer), weiter hoffen

und bangen, ob Weilheim als

„vordringlicher Bedarf“ gesehen

wird, wie es im Entwurf vorgesehen

ist. Richtig spannend wird dann

im Anschluss aber erst die Diskussion

und Bewertung der einzelnen

Varianten.

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november / dezember 2016 | 53


Das Hofgut Guggenberg zwischen Peißenberg, Polling und Oberhausen

Wo Himmel und Erde sich berühren

Peißenberg | Das Hofgut Guggenberg

ist auf dem Guggenberg zuhause,

einem von der Ammer umströmten

Höhenzug am Fuße des

Hohen Peißenbergs — und damit

mitten im Herzen des Pfaffenwinkels.

Bei einem Rundgang über

das Gelände reicht der Blick von

den Tölzer Bergen über das Blaue

Land zu den Ammergauer und Allgäuer

Alpen, bis zum nördlich gelegenen

Starnberger Fünf-Seen-

Land, Raisting sowie Andechs; es

ist zweifellos eine der schönsten

Gegenden Deutschlands. Ein etwa

4,5 Hektar großer Park mit altem

Baumbestand und Naturteich

umgibt den Berghof mit seinen

drei freistehenden Gebäuden. Als

ehemaliger Gutshof beherbergt

das Hofgut Guggenberg

heute, neben

dem

Seminar- und Kulturzentrum, den

Sitz der Firma CP Organisationsberatung

GmbH und die gemeinnützige

CP Kunst- und Kulturstiftung.

2010 erwarb Geschäftsführerin

Christa Probst das Hofgut mit

sämtlichen Stallungen, Nebengebäuden

und den umliegenden

Ländereien, hat es von Grund auf

renoviert und auf ökologische

Landwirtschaft umgestellt. Die

Planungen sind aber längst nicht

abgeschlossen, eventuell soll noch

das eine oder andere Waldstück

zugekauft werden.

Ein etablierter

Outsourcing-Partner

Die CP Organisationsberatung

GmbH ist ein etablierter Outsourcing-Innovationspartner

für kaufmännische

Dienstleitungen. Der

Schwerpunkt liegt dabei in der

Prüfung von Rechnungsbelegen,

der Abrechnung von Reisekosten

und der internationalen Vorsteuervergütung.

Gegründet wurde

das Unternehmen im Jahr 1999,

nachdem Christa Probst bereits

seit 1978 als freiberufliche Beraterin

für mittelständische Unternehmen

bei der Umstellung von

EDV-Systemen tätig war. Nach

mehreren Umzügen hat die CP Organisationsberatung

2010 auf dem

Hofgut Guggenberg ihre neue Heimat

gefunden.

Seminar- und

Kulturzentrum

Mit kleineren Seminaren für Geschäftspartner,

Kunden und Mitarbeiter

begann Christa Probst mit

der Investition in das zweite Standbein,

das Seminar- und Kulturzentrum.

Seit dem Umzug 2010 auf

Die unterschiedlichsten Räume werden für Seminare vermietet.

das Hofgut werden unterschiedliche

umlichkeiten auch für

externe Tagungen und Seminare

angeboten und vermietet. Als Gast

darf man sich eingeladen fühlen,

Kraft und Inspiration für neue Gedanken

und Ideen zu entwickeln

und an verschiedenen Plätzen zu

verweilen. Das Poolhaus am Naturteich,

das Kaminzimmer im

54 | tassilo


Haupthaus wie auch ein Seminarraum

in einem der Nebengebäude

sind bereits in Betrieb. Ein weiterer

Raum im dritten freistehenden

Gebäude wird ab Frühjahr 2017

den Gästen des Hofguts zur Verfügung

stehen. Für jede Veranstaltung

findet sich in dieser Umgebung

der geeignete Raum. Somit

könnte das Hofgut Guggenberg

schon bald zu einer ersten Adresse

für Tagungen und Seminare in der

Region werden.

Zur Förderung von

Kunst und Kultur

Die Verbindung von Alltag, Geschäftsleben

und Kunst ist ein

wichtiger Aspekt der Firmenphilosophie.

„Die Kunst unterstützt

die Kommunikation und setzt kreative

Potenziale frei“, sagt Christa

Probst und ergänzt, dass „der

kraftspendende Aspekt der Kunst

keineswegs aus dem Geschäftsleben

ausgeklammert werden

soll“. Aus diesem Grund gründete

sie 2007 die gemeinnützige CP

Kunst- und Kulturstiftung. Der Stiftungszweck

ist die Förderung von

Kunst und Kultur auf nationaler

und internationaler Ebene sowie

die Heimat- und Brauchtumspflege

einschließlich der Erhaltung

alter gefährdeter Wild-, Haus- und

Nutztierrassen. So stößt man auf

dem Spaziergang über das Gelände

auf eine kleine Herde mit

„Murnau-Werdenfels-Rindern“

und auch auf eine alte Hühnerrasse

mit Geschichte, das „Augsburger

Huhn“. Platz, um unmittelbar

zum Erhalt dieser Tierrassen

beitragen zu können, ist auf dem

riesigen Anwesen ausreichend

vorhanden.

Eine von Gott

gesegnete Natur

Die Lage des Hofgutes Guggenberg

hat Besitzer und Besucher

schon seit jeher fasziniert, was

Der Ausbilick vom Poolhaus, das Platz für rund zehn Personen bietet, ist beeindruckend.

nicht zuletzt ein Artikel im „Lech-

Isar-Land“ aus dem Jahr 1936

beweist. „Vom Hohenpeißenberg

abgesehen, gibt es in unserem

Gebiet nur wenige Punkte, von

denen aus man eine so herrliche,

umfassende Rundschau genießen

kann — und davor, wie ein bunter

Teppich hingebreitet, das liebliche

Voralpenland mit seinen Wiesen

und Matten, Seen und Wäldern,

Dörfern und Weilern“, heißt es

Bilder: Gregor M. Schmid

dort. Einige Zeilen später wird der

Autor dann regelrecht poetisch:

„Fast kann sich das Auge nicht

satt schauen an all dem Reichtum

einer von Gott gesegneten Natur.“

tis

november / dezember 2016 | 55


Das Museum der Bayerischen Könige in Hohenschwangau

Foto Melanie Fürst

FOTOCREDIT

Zwei wie wir Theater Abo

Eine romantische Komödie von Norm Foster.

Mit Judith Gorgass und Yusuf Demirkol. Regie: Eileen

Schäfer, Loisachhalle Wolfratshausen, Eintritt: 30,00 €;

26,00 €, 23,00 €, erm. 16,00 €, zzgl. Gebühren,

Stadt Wolfratshausen, Karten über München Ticket

Klaviertrio mit Klarinette

mit Werken von L. van Beethoven, F. Mendelssohn Bartoldy

und J. Brahms, Michelle Carulli - Klarinette

Loisachhalle Wolfratshausen, Eintritt: 18,00 €;

erm. 14,00 €; zzgl. Gebühren, Stadt Wolfratshausen,

Karten über München Ticket

Heye`s Society

Finest New-Orleans Jazz-Stomp.

Loisachhalle Wolfratshausen,

Eintritt: 19,00 €; erm. 15,00 €; zzgl. Gebühren,

Stadt Wolfratshausen, Karten über München Ticket

Drei Nüsse für Aschenbrödel

Familienmusical in drei Akten. Nach dem DEFA-Film von

Václav Vorlíek und František Pavlíek – Exklusiv bei

a.gon mit der Original Filmmusik von Karel Svoboda;

LH Wolfratshausen, Eintritt: 30,00/26,00/23,00 €, erm.

16,00 €, zzgl. Gebr, Stadt Wolfratshausen, Karten MT

KONZERT & AUFTAKT

Werke von Corelli, Sibelius, Mozart und Tschaikowski.

Erich Höbarth, Violine. Hariolf Schlichtig, Viola. Philharmonisches

Orchester Isartal. Leitung: Christoph Adt, LH

Wolfratshausen, Eintritt: 24,00 €, erm. 12,00 €; zzgl.

Gebühren, Konzertverein Isartal e. V., Karten MT

Die Legende vom heiligen Trinker

Theater Abo, Schauspiel mit Musik nach Joseph Roth.

Mit Wolfgang Seidenberg, Ernst Konarek, Lisa Wildmann.

Regie Silvia Armbruster. Loisachhalle Wolfratshausen,

Eintritt: 30,00 €; 26,00 €, 23,00 €, erm. 16,00 €;

zzgl. Gebühren, Stadt Wolfratshausen, Karten über MT

Auszug Programm

Nov.-Dez. 16

Freitag

11.11.

20:00 Uhr

Einlass:

19:00 Uhr

Samstag

12.11.

19:00 Uhr

Einlass:

18:00 Uhr

Freitag

18.11.

20:00 Uhr

Einlass:

19:00 Uhr

Freitag

02.12.

19:30 Uhr

Einlass:

18:30 Uhr

Samstag

03.12.

20:00 Uhr

Einlass:

19:15 Uhr

Donnerstag

08.12.

20:00 Uhr

Einlass:

19:00 Uhr

Monarchen auf

dem Silbertablett

Hohenschwangau I Mancherorts

im Pfaffenwinkel ist die Rede davon,

das Allgäu sei für Oberbayern

ein weißer Fleck auf der Ausflugs-

Landkarte — „Terra Incognita“. Sie

vernachlässigen damit eins der

modernsten und architektonisch

bemerkenswertesten Museen im

Freistaat: das „Museum der Bayerischen

Könige“ in Hohenschwangau.

Es steht direkt am Ufer des

Alpsees in der grandiosen Alpenkulisse

des Königswinkels und

wurde im September 2011 eröffnet.

Wer die Geschichte der Wittelsbacher

und damit den Aufstieg

Bayerns vom Herzogtum zum Königreich

auf einem Silbertablett

serviert bekommen möchte, gar

interaktiv, kommt an dem Museum

nicht vorbei. Die Räume des

früheren Hotels „Alpenrose“ sind

gefüllt mit kostbaren Exponaten: Im

Original zu sehen ist beispielsweise

der berühmte, blaue, hermelinbesetzte

Königsmantel von Ludwig II.;

oder das rund 2000 Teile umfassende

Krönungsservice für König

Ludwig III., gefertigt in der Nymphenburger

Porzellanmanufaktur,

dem ein ganzer Raum gewidmet

ist. Es wurde nie benutzt! Denn

bevor der Monarch den Thron besteigen

konnte, endete das Königreich

Bayern im Jahr 1918. Dies sind

nur zwei Beispiele der teilweise

raumgreifenden Inszenierungen,

die 1918 längst nicht enden: Die Geschichte

der Wittelsbacher wird bis

in die Gegenwart erzählt.

Berliner Büro baut

gelungen in Bayern

Ein humoriger Randaspekt ist angesichts

der historischen Beziehungen

zwischen Bayern und Preußen,

dass den Umbau des Hotels zum

Museum Berliner Architekten realisiert

haben — Preußen sozusagen.

Dabei fand sich das Büro Staab

Architekten auf beeindruckendbehutsame

Art in die einmaligen

Gegebenheiten zu Füßen der Königsschlösser

Hohenschwangau

und Neuschwanstein ein. Mehr

noch: Das „Kernstück“, ein futuristisch

anmutendes, transparentes,

dreistöckiges Verbindungsgewölbe

zwischen den kernsanierten Gründerzeitbauten

des Hotels, eine neu

errichtete Konstruktion aus Stahl

und Glas, bezieht die Landschaft

— Schlösser, See, Berge, Wälder —

als eigenes Exponat hinter einer

riesigen Panoramascheibe in die

Ausstellung mit ein. Der Bau erhielt

mehrere Architektur-Preise.

Drinnen führt vom weitläufigen

Museumsfoyer in modernem Design

zunächst ein breiter, barrierefreier

Aufgang hinauf in die erste

Kartenverkauf:

www.muenchenticket.de, Tel. 089 / 54 81 81 81*

Bürgerbüro/Touristinfo, Wolfratshausen, Tel. 08171 / 2140,

www.wolfratshausen.de, geöffnet: Mo-Mi, Fr 8-12.30 Uhr,

Do 8-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr

Alle Karten für Veranstaltungen der Stadt Wolfratshausen

an der Abendkasse zzgl. € 4,00

(*€ 0,14 aus dt. Festnetz, ggf. abweichende Preise aus

Mobilfunk – Preisänderungen vorbehalten)

Irrtum + Änderungen vorbehalten · Gestaltung: www.hahn-littlefair.de

Weitere Veranstaltungen unter

www.wolfratshausen.de www.loisachhalle.de

56 | tassilo

Kultur.Tourismus.Wolfratshausen

#wirsindwor

Blick aus dem

Panoramafenster im

ersten Stock auf den Alpsee.


schönem Wetter sei aber genauso

angeraten: Dann ist der Blick über

den Alpsee aus dem Verbindungsbau

oder von der Restaurant-Terrasse

direkt neben den Gebäuden

atemberaubend.

Das frühere Hotel „Alpenrose“ beherbergt seit 2011 das „Museum der

Bayerischen Könige“ mit über 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche

zu einer der ältesten Dynastien Europas"

Etage. An den Wänden ein Stammbaum

mit den wichtigsten Familienmitgliedern

der Wittelsbacher

und den Verästelungen der bayerischen

und kurpfälzischen Linie,

deren „Überleben“ das Königreich

Bayern überhaupt erst möglich

machte. Die altbayerische Wittelsbacher-Linie

war ausgestorben.

Anschließend stellt der „Saal der

Könige“ die für Hohenschwangau

wichtigsten Monarchen, Maximilian

II. und seinen Sohn Ludwig II.,

in den Mittelpunkt. Von Bautätigkeit,

Kunstsinnigkeit und Prunksucht

zeugen die Königsschlösser

draußen genauso wie der Nibelungen-Tafelaufsatz

als zentrales,

bei weitem nicht einziges Exponat.

In um den Saal gruppierten

umen wird dann deutlich, wie

aufgeschlossen die Wittelsbacher

waren für Wissenschaft, Kunst und

technische Innovation. Zeichnungen,

Skizzen oder frühe Fotografien

erzählen von den Veränderungen

vor allem in der Landeshauptstadt

München, die damit einhergingen:

Maximilianstraße, Dampfmaschine,

Eisenbahn, Elektrizität, Stahlbau.

Breiten Raum nimmt zuletzt die

Rolle des Herrscherhauses in der

bayerischen Gesellschaft, im Verfassungsstaat

des Deutschen Reichs

und der europäischen Politik überhaupt

ein — selbstverständlich der

„Mythos Ludwig II.“, aber auch die

Rolle der Wittelsbacher nach dem

Ersten Weltkrieg oder in der Zeit

des Nationalsozialismus. Durch

alle Abteilungen hindurch vermitteln

tragbare Audio-Guides zusätzlich

zum Sichtbaren viel Wissenswertes.

Wer sich der Informationsfülle

stellt, kann jederzeit einen kompletten

tristen Herbsttag im Museum

verbringen. Ein Besuch bei

Nur Kinder dürfen

Kronen basteln

Das Museum hat sieben Tage die

Woche von 9 bis 17 Uhr geöffnet —

außer an den beiden Weihnachtsfeiertagen

und Neujahr. Für Kinder

werden ganztags und ohne zeitliche

Vorgaben Führungen angeboten,

ebenso für Gruppen bis 35 Personen

nach Voranmeldung, und für

Erwachsene — nur dürfen die keine

Königskrone basteln.

Übrigens: Das 1852 erstmals erwähnte

Hotel „Alpenrose“ zog

in Gebäude vom früheren Neuen

Bräuhaus ein, das seit 1780 existierte.

Eine Brauerei gibt es heute

wieder im Nachbarort mit dem

Schlossbrauhaus in Schwangau.

Wem außerdem jetzt das Wasser

des Alpsees zu kalt ist, was nicht

verwundern würde, kann den Museumsbesuch

in der wohligen Wärme

der Kristalltherme Schwangau

ausklingen lassen.

ts

Der Saal der Könige vereint Exponate und Informationen der wichtigen

Wittelsbacher-Monarchen.












november / dezember 2016 | 57


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Wappenkunde

Tassiloland | Ein Wappen steht als

Symbol für einen Ort, mit dem sich

die einheimischen Bewohner zumeist

identifizieren — ein Emblem

zur Wiedererkennung. Bisweilen

gehen die Wappen deutscher Städte

bis in das 11. Jahrhundert zurück.

Beschäftigt sich jemand mit der

Heraldik, der Wappenkunde, stößt

er nicht selten auf erstaunliche

Bedeutungen einzelner Symbole.

Meist geben diese bereits erste

Auskünfte über die Stadtgeschichte

oder einzelne Ereignisse. Erst im

16. Jahrhundert entwickelte sich

hingegen die begriffliche Trennung

von „Waffe“ als Kampfgerät und

„Schild“ als Schutzwaffe zu dem

Begriff Wappen in seiner heutigen

Bedeutung. Daher sind die bekannten

Wappen häufig ein schildförmiges

Zeichen, in Anlehnung an

den Schild als Schutzwaffe. Bei der

Gestaltung eines Wappens für eine

Stadt müssen feste Bestimmungen

bezüglich Gestaltung, Bedeutung

und Benutzung eingehalten werden.

Das Regelwerk geht auf die

Heraldik zurück.

So auch bei den zahlreichen Wappen

der Städte und Gemeinden im

Tassiloland. Wie etwa bei unserem

Wappen A, in Gold gehalten, mit

einem Eber samt roter Zunge über

einen mit zwei silbernen Pfeilen

belegten blauen Schräglinksbalken.

Seit 1979 führt diese Ortschaft

ein eigenes Wappen. Oder etwa

Wappen B, bei dem unter einem

silbernen Schildhaupt, darin ein

grüner Erlenzweig, in Blau ein

schreitender, herschauender Löwe

abgebildet ist. Ganz anders sieht

da unser Wappen C aus: Der heilige

Georg steht da in silberner

Rüstung mit rotem Kreuz und rotem

Waffenrock. Seine rechte Hand

stützt er auf einen silbernen Schild

mit rotem Kreuz. Seine linke Hand

hält das Kreuzbanner. Daneben ein

senkrecht gestellter blauer Fisch.

Apropos Fisch: Wappen D zeigt einen

waagerechten Fisch vor blauem

Hintergrund. Darunter ein Erdbeerstock

mit zwei roten Früchten.

Völlig ohne Tiere kommt dagegen

unser Wappen E aus. In der amtlichen

Wappenbeschreibung heißt

es: „Über blauem Wellenschildfuß,

darin ein kleeförmig ausgeschnittenes

silbernes Seeblatt, in Silber

ein von Schwarz und Rot geteilter

Schrägbalken, darüber eine blaue

heraldische Lilie.“

Wappen A

Wappen B

In unserem aktuellen Heimaträtsel

möchten wir von Ihnen also wissen,

zu welchen Gemeinden im

Tassiloland das jeweilige Wappen

gehört.

Wenn Sie die Abbildungen richtig

zuordnen können, schicken Sie bis

15. November eine Postkarte an

„tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@

tassilo.de. Dabei bitte die vollständige

Absenderadresse nicht

vergessen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

wie immer entscheidet das

Los. Für ausgeprägtes Fachwissen

über Wappen aus dem Tassiloland

gibt es diesmal wieder fünf

Badewelt-Familienkarten für das

„Plantsch — Badespaß und Saunaland“

in Schongau zu gewinnen.

Wir wünschen allen Teilnehmern

viel Glück.

tis

Wappen C

Wappen D

Wappen E

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Obwohl fast die gesamte Seefläche des Staffelsees zur am Ostufer

gelegenen Gemeinde Seehausen gehört und im Norden und Westen

die Gemeinde Uffing Anteile am Seeufer hat, genauso wie der

Markt Murnau im Südosten, sind diese nicht die Eigentümer des

Sees. Das ist nämlich der Freistaat Bayern, wobei die Bayerische

Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen für dessen

Verwaltung zuständig ist. Diese korrekte Antwort wussten unter

anderem Marc Kemmer aus Bernried, Barbara König aus Murnau,

Angelika Rittner aus Untersöchering, Familie Rohrmoser aus Weilheim,

sowie Susanne Schuhmacher aus Peißenberg. Alle hatten

Glück, setzten sich in unserem Losentscheid durch und freuten sich

so über eine Familienkarte für das „Plantsch“.

> > > IMPRESSUM

„tassilo“

„tassilo“ ist ein Medium von

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im Oktober 2016.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 58000 Exemplare

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie

Erscheinungstermine und weitere technische Angaben

finden Sie auf unserer Webseite www.tassilo.de

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte rund um Weilheim und die Seen

Auslegestellen im Verteilgebiet und in Penzberg.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Tobias Schumacher, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Regine Pätz, Rosi Geiger, Stefanie Creutz, Caroline Rappold

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Andreas Jennerwein, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock, Irmgard Gruber,

Christian Lechner, Tim Schmid, Jonas Desche

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Januar/Februar 2017:

Freitag, 23. Dezember 2016 (Anzeigenschluss: 5. Dezember 2016)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine Erscheinungsgewähr übernommen.

Fotos: Mauritius Images, Johann Jilka, Jürgen Schütt, Tobias Schumacher, Rosi Geiger, Regine Pätz,

Peter Ostenrieder, Stefanie Creutz, Caroline Rappold, Kurt Zarbock, Tim Schmid, Wolfgang Stuhler,

Martin Beck, Markus Rothwinkler, Buchverlage LangenMüller Herbig Nymphenburger terra magica,

Allianz pro Schiene, Andreas Holzhey, PHT Airpicture GmbH, Volksbühne am Staffelsee, Pressefoto

Clemens Bittlinger (Erika Hemmerich und Georg Leupold), Fortissima Polling, Christian Kaufmann, Hans

Rehbehn, Mark Haslinger, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Dr. Thomas Löffler, Edith Eckbauer,

Schuhmann, IHK für München und Oberbayern/Bonifatius Ametsbichler, Susanna Mattes, Satz & Druck

Molnar, Mobile Umweltschule Markus Blacek, Alfred Küng, Cartiasverband für den Landkreis Weilheim-

Schongau e.V., Landratsamt Weilheim-Schongau, Haarmoden Salon Bräu, SONO MOTORS GmbH, Staatliches

Bauamt Weilheim, Gregor M. Schmid (www.gregorschmid.com), Wittelsbacher Ausgleichfonds/

Museum der Bayerischen Könige/Vanessa Richter, Wittelsbacher Ausgleichfonds/Museum der Bayerischen

Könige/Jörg Sattelberger, Wikipedia, Erdwärme Oberland GmbH, KSC Gut Holz Eberfing, Markus Geier,

Rosi Geiger, Florian Warnecke — Part of Nature, Florian Werner, Gemeinde Andechs, Florian Raff, Bezirk

Oberbayern Archiv FLM, Gemeinde Polling, Gut Achberg, Andreas Tralmer, Alois Bernhard, Fotolia

58 | tassilo


DAS „MAKING-OF“ DER ROTEN COUCH ...

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november / dezember 2016 | 59


Energiegewinnung via Geothermie in Weilheim

Hitze aus dem Erdinneren

Weilheim / Lichtenau | Schon 2007

hatten erste geologische Untersuchungen

des geothermischen

Reservoirs im Raum Weilheim

gezeigt, dass sich die Lichtenau,

nordwestlich der Kreisstadt gelegen,

als ein Gebiet mit besten Bedingungen

in Sachen Erdwärme

entpuppen könnte. Aus diesem

Ergebnis heraus folgte 2012 die Errichtung

eines ersten Bohrplatzes.

Die Reform des Gesetzes erneuerbarer

Energien (EEG-Reform 2014)

brachte das Projekt jedoch 2013 ins

Stoppen. Zu unklar sollte sich die

Fortsetzung staatlicher Unterstützung

auf diesem Gebiet erweisen.

Nach Übernahme der Mehrheit an

der Erdwärme Oberland GmbH

durch das italienische Unternehmen

Enel Green Power Ende 2015

wurde das Geothermie-Projekt

Weilheim wieder aufgenommen;

sollten die Probebohrungen, die

Mitte Oktober 2016 gestartet wurden,

erfolgversprechend sein und

den Bau des geplanten Heizkraftwerkes

in der Lichtenau damit

realisierbar machen, könnten bis

zu 26 Megawatt Strom daraus resultieren

— womit etwa der Stromverbrauch

von rund 60 000 Haushalten

abgedeckt werden könnte.

Geothermie — was ist

das eigentlich?

Je tiefer man in das Innere der Erde

vordringt, desto wärmer wird es

dort. Geothermie ist eine Technik,

um die Hitze aus dem Erdinneren

nutzbar machen zu können. Dabei

setzt man Bohrungen ein, um

die Erdwärme über heißes Wasser

an die Oberfläche zu holen; dort

wird sie in Strom oder Heizenergie

umgewandelt. Das Projekt selbst

durchläuft dabei vier Phasen:

Zuvorderst findet eine geologische

Erkundung der Erdwärme-

Lagerstätte statt, dann werden

Probebohrungen durchgeführt.

Sie liefern die entscheidenden Informationen

über die zu erwartende,

förderbare Wassermenge wie

auch die Temperatur des Thermalwassers.

Erst eine ausreichende

Wassermenge zieht dann den Bau

einer Energiezentrale oder eines

Heizkraftwerkes nach sich. Das erzeugt

dann Strom oder Wärme aus

der gewonnenen Energie, die dem

heißen Wasser entzogen wird.

Befürworter treffen

auf Bedenkenträger

Im Falle Weilheims soll ein ein

luftgekühltes, binäres Geothermie-

Kraftwerk zum Einsatz kommen. Es

ermöglicht die Nutzung von geothermischen

Reservoiren unter

200 Grad Celsius. Da es sich dabei

um ein geschlossenes System handelt,

werden keine Dämpfe oder

Gase in die Atmosphäre abgeleitet,

es trägt also nicht zur globalen Erwärmung

bei. Befürworter dieser

Art der Energiegewinnung führen

auch optische Gründe an. Im Vergleich

zu erneuerbaren Energien

wie Windparks oder Solaranlagen

werde für die Geothermie weniger

Fläche beansprucht, ragen

also keine Windräder oder Paneele

in die Umgebung. Ein weiterer

Pluspunkt der Befürworter liegt

im Verzicht fossiler

Brennstoffe, um

Energie zu gewinnen.

Dass eine Verunreinigung

des Grundwassers

mittels der

sogenannten Fracking-Technologie

eintreten könne,

ruft die Gegner auf

den Plan. Sie sehen

die Gefahr im Einsatz der Chemikalien,

die in der Frackingflüssigkeit

enthalten sind — und damit

etwa eine erhöhte Radonbelastung

des Grundwassers. Auch stünden

Befürchtungen im Raum, es könnten

durch das Bohren seismische

Schäden entstehen, sich die Bodendecke

des Geländes anheben.

Transparenz durch

Bürgerdialog

Um Bedenken und Unklarheiten

zu begegnen, hatten die Betreiber

Erdwärme Oberland GmbH

und Enel Green Power im Vorfeld

Informationsveranstaltungen

abgehalten. So heißt es aus den

Reihen der Verantwortlichen, dass

weder die Technik des Frackings

eingesetzt werde, noch Gefahr

für das Grundwasser bestehe. Um

weiteren Dialog mit den Bürgern

zu gewährleisten, kann auf der

Internetseite www.erdwaermeoberland.de

Kontakt mit dem

Unternehmen aufgenommen und

Antworten zu persönlichen Fragen

unter der Rubrik „Fragen & Antworten“

gefunden werden.

Sollten die Probebohrungen Mitte

Oktober erfolgversprechend verlaufen

sein, kann die Erdwärme

Oberland GmbH beim Bergamt

Südbayern eine Bohrlizenz beantragen

und mit dem Bau des Kraftwerks

voraussichtlich im Herbst

2017 beginnen. Eine Inbetriebnahme

könnte dann zum Ende des

Jahres 2018 möglich sein. rp

Etwa 4 100 Meter vertikale Bohrtiefe, etwa 5 300 Meter

Bohrstrecke und bis zu 200 Liter pro Sekunde Schüttung

pro Bohrung mit einer Temperatur von etwa 141 Grad

Celsius verspricht das geplante Geothermie-Kraftwerk in

der Weilheimer Lichtenau.

60 | tassilo


Unterwegs auf den Kegelbahnen im Tassiloland

Eine ruhige Kugel schieben

Tassiloland | Obwohl auch beim

Kegeln „das Runde“ eine Rolle

spielt, zählt es nach wie vor zu den

Nischensportarten. Dabei geht es

hier um eine ehrliche Disziplin, bei

der noch das Ergebnis des Einzelnen

zählt, im Kampf Mann gegen

Mann; natürlich auch Frau gegen

Frau. Ob man sich dem Wettkampf

eher amateurhaft oder in einem

der zahlreichen Kegelvereine

stellt, die sich im sogenannten

Zugspitzkreis organisieren, unterscheidet

sich durch zwei eklatante

Punkte: Zeit — und Talent!

Zeitintensive Trainings

und Wettkämpfe

Rund vier Stunden Training pro

Woche plus ein Wettkampf am

Wochenende schlagen für den

Sportkegler zu Buche; seit sich

der Modus der Wettkämpfe von

„4 x 50 Schub“ auf heute „4 x 30

Schub“ reduzierte, sind zwar auch

die Wettkämpfe an und für sich

kürzer geworden. Bis ein Turnier

durchlaufen ist, kommen insgesamt

dennoch rund drei bis vier

Stunden zusammen. Die Hin- und

Rückfahrt wie auch die Bahnpflege

sind da noch nicht mitgerechnet.

Alle vier Wochen müssen die

Bahnen ent- und gewachst werden,

tägliches Staubsaugen tut

ebenfalls Not.

Und dann wäre da noch die Sache

mit dem Talent. Einer, der das wissen

muss, ist Peter Fischer. Er ist

seit 36 Jahren Erster Vorsitzender

beim SKC Gut Holz Eberfing, war

allein rund zehn Jahre Sportwart

seines Vereins. Einen professionellen

Trainer können sich allerdings

nur — wenn überhaupt — die

Bundesligamannschaften leisten.

Denn die kosten richtig Geld. Da

bleibt den meisten regionalen

Vereinen nur der Weg, Wissen

untereinander auszutauschen und

gemeinsam Entwicklungen voranzubringen.

Dass Kegeln mancherorts

als „Wirtshaussport“ gilt, weil

oftmals Gastwirte die Betreiber

von Kegelbahnen sind, ist mittlerweile

eigentlich unbegründet.

Fischer sagt: „Während der Kämpfe

herrscht totales Alkoholverbot“!

Daran werde nicht gerüttelt, das

gelte gerade für die Jugendlichen.

Auch dass zwischenzeitlich Rauchverbot

in Gast- und Vereinsstätten

gilt, habe dem Image des Sports

gut getan. Vielleicht gibt es tatsächlich

so etwas wie ein „Kegel-

Gen“, denn viele Nachwuchsspieler

kommen aus dem Milieu, weil

ein Elternteil oder Familienmitglied

bereits im Kegelsport aktiv

war oder ist. Peter Fischer hat im

Alter von 17 Jahren mit dem Kegelsport

begonnen. Als der damalige

Wirt des Gasthauses „Zur Post“ in

Eberfing eine Kegelbahnanlage

bauen ließ, hat Fischer nicht lange

gezögert und sich der dafür

neu gegründeten Sparte Kegeln

angeschlossen. Auch seine Söhne

folgten den Fußstapfen des Vaters

— mittlerweile kegelt sogar der

achtjährige Enkel Fischers, natürlich

mit einer kleineren Kugel

als die „Großen“. Dass sich damit

der Nachwuchs nicht zwangsläufig

von selbst einstellt, ist schnell

erklärt. Kegeln ist eben eine Nischensportart

und kann, anders

als etwa beim Fußball — nicht bereits

im Kleinkindesalter erlernt

werden. Nachwuchsprobleme

kennen wohl alle Vereine, nicht

nur die Kegler. Fischer: „Wir sind,

neben Seeshaupt und Huglfing,

noch recht gut aufgestellt.

14 Jugendliche gehören momentan

zum Verein. Doch etwa 70 Prozent

der Vereine haben gar keine Jugendmannschaft

mehr.“ Dass sich

Eberfing in dieser

— noch — veritablen

Situation befindet,

kann dem

Engagement des

Vereines zugeschrieben

werden.

„Man muss

schon etwas tun,

um die Jugendlichen

bei der

Stange zu halten“, erklärt der

Vorsitzende, „bei uns werden sie

narrisch gefördert!“ Derzeit habe

man mit Ramona Resch einen

„Stern am Himmel“, sagt Fischer

stolz. Die 15-Jährige zählt momentan

zu den besten Bayernkader-

Spielerinnen.

Viele Vereine weichen

in Nachbarorte aus

Um in einer der Ligen spielen

zu können, die sich — angefangen

von der Kreisklasse (C, B, A)

und Bezirksliga (B, A) über die

Ramona Resch gilt als eine der

besten Bayernkader-Spielerinnen.

Bezirksoberliga, Regionalliga

Schwaben-Oberbayern, Landesliga

Süd — letztlich bis zur Bayern-

und Bundesliga aufbauen,

ist man als Kegelsportverein ab

der Bezirksoberliga auf eine Anlage

mit mindestens vier Bahnen

angewiesen. Verfügen doch einige

Gaststätten über eigene, kleinere

Kegelbahnanlagen, reicht das im

oberen Sportkegelbereich nicht

aus. Das erklärt denn auch, warum

manche Mannschaften nicht

in ihrem Heimatort trainieren.

Zwei Sportkegelvereine aus Peißenberg,

TSV und KSV, trainieren

etwa in Huglfing; die Damenmannschaft

der Weilheimer in

Seeshaupt. Gerade Seeshaupt und

Eberfing können sich rühmen,

die derzeit modernsten Bahnen

innerhalb des Zugspitzkreises zu

besitzen. In Eberfing machte dies

die Spende einer mittlerweile

verstorbenen Gönnerin möglich.

Sie wollte, dass der Kegelsport in

der Gemeinde weiterhin Bestand

hat. Die Gemeinde investierte

3,5 Millionen in die Anlage!

Relativ erfolgreich behaupten sich

die regionalen Kegelsportvereine

in den diversen Ligen des Kreises.

So gehören Seeshaupt 1, Eberfing

2 wie auch Peiting 2 zur Bezirksoberliga,

Schongau 1 und Penzberg

1 gar zur Regionalliga. Mit

ihrem Platz in der Landesliga Süd

und damit noch zwei Ebenen vom

Aufstieg in die Bundesliga entfernt,

finden sich Gut Holz Eberfing

1 und Frischauf Weilheim 1.

Durch den Aufstieg würden natürlich

auch die Kosten eines Vereins

steigen. Gerade die Fahrten zu

weiter entfernten Wettkampfstätten

schlagen finanziell deutlich

zu Buche, vom Zeitaufkommen

noch gar nicht zu sprechen. „Da

muss man schon Herzblut für den

Sport mitbringen“, fasst Fischer

zusammen. Nichts desto trotz gehört

der Ehrgeiz und damit der

Klassenerhalt schon auch zur Ehre

eines Vereins. Und wünschenswert

wären dazu ebenso enso

ambitionierte

Zuschauer, die

es

zu schätzen wissen, einem

ehrlichem Kampf

beizuwohnen — und

das so nahe, wie es

kaum eine andere

Sportart zulässt. rp

Die Kegelsportanlage im Gasthaus Zur Post Eberfing zählt zu den modernsten,

die derzeit im Zugspitzkreis zu finden sind.

november / dezember er 2016 | 61


Das „tassilo“-Weihnachtsmenü aus dem Kloster Andechs

Kalbsfilet im Blätterteig

Andechs | Denkt man im kulinarischen

Sinne an das Kloster

Andechs, so fallen einem sofort

Schweinshax’n, Wurstsalat oder

Obazda ein. Doch innerhalb der

Klostermauern kann auch anders

gekocht werden. Markus Geier ist

Küchenchef in der Konventküche,

er versorgt die Geistlichkeit, Angestellte,

Wallfahrer und Übernachtungsgäste.

Natürlich gibt es

an Weihnachten ein besonderes

Gericht. Dem „tassilo“ verrät er

sein Rezept für „Kalbsfilet im Blätterteig

eig an napierter e grüner Pfeff-

f-

ersauce“.

e“

Seit dem 12. Jahrhundert

besteht die Wallfahrt auf

den Heiligen Berg, heute

sind es rund 30000

Wallfahrer aus über 130

Gemeinden, die jedes Jahr

nach Andechs kommen.

Für Suchende, Männer

jeden Alters, bieten die

Benediktiner mehrmals

im Jahr Tage der Einkehr

im Kloster. Außerdem

besteht seit 2003 ein

„Münchner Jakobsweg“,

dessen en Pilger auch

in Andechs

Station machen und

der sich

wachsender

Beliebtheit eb

ei

t erfreut.

Die Übernachtungsmöglichkeiten

sind begrenzt, deshalb

empfiehlt es

sich, rechtzeitig

mit dem Kloster

Kontakt aufzunehmen.

Wer die Ruhe und

Besinnung in den

ehrwürdigen Klostermauern

sucht, der

wird

von Küchenmeis-

ter Markus Geier kulinarisch

In der Konventküche des Klosters Andechs

bereitet Küchenmeister Markus Geier ein

Weihnachtsmenü zu.

verwöhnt. Für unser Magazin gibt

er nun eines seiner beliebtesten

Rezepte preis.

Die Zubereitung

Das Kalbsfilet kalt waschen, trocken

tupfen, anschließend salzen,

pfeffern und leicht mit Mehl einstäuben.

In einer heißen Pfanne

mit Butterschmalz von allen Seiten

kurz und scharf anbraten. Das Filet

entnehmen und ruhen lassen.

Zutatenliste

für

..

..

1 Kalbsfilet

3 Platten Blätterteig

4 Scheiben gekochter Schinken

4 Scheiben würziger Bergkäse

4 Stangen Lauchzwiebeln

500 ml Kalbs-Bratenfond

1 Becher Sahne

1 Dose grüne Pfefferkörner

in Salzlake

4 cl Sherry

1 Ei

Butterschmalz

Stärke zum Abbinden

Salz, Pfeffer, Mehl

Mit dem in

der Pfanne ne

befindlichen iche

n Braten-

fttdi fett die Sauce ansetzen. Dazu wird

der dunkle Kalbsfond aufgegossen;

etwas reduzieren lassen. An-

Lauchzwiebeln,

eln,

den restlichen Käse und Schinken

darüber. „Es ist ratsam, die Reihenfolge

schließend grüne Pfefferkörner

genau so einzuhalten“,

hinzugeben und etwa 15 Minuten

leicht köcheln lassen. Mit einem

empfiehlt der Küchenchef, damit

es später auch optisch wirkt. Ein

Becher Sahne aufgießen, mit Eigelb mit etwas Sahne verquirlen

Stärke abbinden, einen Schuss

Sherry und Gewürze nach Belieben

dazu, dann warmstellen. „Die

und die Seitenränder des Teiges

einstreichen. Den Blätterteig einschlagen,

die Ränder andrücken

Sauce darf nicht kochen, sonst und die Oberfläche ebenfalls bestreichen.

flockt sie aus“, rät Markus Geier.

Nun die Lauchzwiebeln waschen,

in Streifen schneiden und in einer

Pfanne mit Butterschmalz anschwitzen,

würzen und warmstellen.

Im vorgeheizten Back-

ofen bei 180 Grad mit Umluft circa

35 Minuten goldgelb backen.

In Andechs werden dazu Herzoginkartoffeln,

glasierte Karotten

Drei Platten Blätterteig auf und Speckbohnenbündchen serofen

einer leicht eingemehlten Fläche

ausrollen, in die Mitte des Teiges

zwei Scheiben Schinken legen,

viert. Zum Anrichten empfiehlt

Markus Geier, das Kalbsfilet in daumendicke

Scheiben zu schneiden,

darauf zwei Scheiben Bergkäse mit den Beilagen auf vorgewärmte

und die Hälfte der angeschwitzten

Lauchzwiebeln. Das Filet auf die

Teller zu legen und leicht mit der

Sauce zu übergießen. Einen guten

Füllung legen, dann die restlichen Appetit!

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62 | tassilo


Florian Warnecke, Inhaber von „Feinkost Pölt“ und „Part of Nature“

Traditioneller Laden,

moderne Fotografie

> > >KALENDER-VERLOSUNG

Murnau | Den im wahrsten Sinne

des Wortes kleinen aber feinen

„Feinkost Pöltl“ gibt es bereits

seit knapp 100 Jahren. Historische

Fotos erinnern genauso wie eine

Figur am Hauseck des Feinkostladens

an die Zeit der Kolonialwarengeschäfte.

An jene Zeit, in

der Kaffee, Kakao oder Schokolade

zusammen mit anderen Waren

aus fernen Ländern kamen und

gemeinsam in besonderen Fachgeschäften

als „Feinkost“ gehandelt

wurden.

Feinkost in der

vierten Generation

Heutzutage bietet Florian Warnecke

im Feinkost Pöltl Wurstspezialitäten,

Lebensmittel und Spirituosen

an. Er führt den Laden gemeinsam

mit seiner Mutter bereits

in der vierten Generation, seine

Urgroßeltern hatten ihn einst

eröffnet. Laut Florian Warnecke

war sein Urgroßvater zudem einst

der erste Fotograf in Murnau, der

Laden war zweigeteilt in Lebensmittel

und Fotografie. Seine

Großeltern in der Folge konzentrierten

sich ausschließlich auf den

„tassilo“ verlost drei Kalender für das Jahr 2017 mit den beeindruckenden

Bildern von Florian Warnecke — „Part of Nature“. Wer einen

davon gewinnen möchte, sendet eine Postkarte mit dem Stichwort

„Part of Nature“ an „tassilo“, Birland 40, 86971 Peiting. Oder eine

Mail an info@tassilo.de. Bitte auch hier mit vollständiger Adresse,

da die Kalender ihre neuen Besitzer auf postalischem Weg erreichen.

Lebensmittelbereich. Sein Großvater

fuhr zweimal am Tag nach

München, um die Waren zu holen,

manchmal sogar bis nach Hamburg

zum Hafen wegen des Kaffees

oder ähnlichem. Auch selbst

geröstet hatte der Opa bereits.

Heute hat Florian Warnecke beide

Familienzweige wieder vereint.

Zum einen führt er den Laden,

an dem er besonders schätzt,

dass man alle zum Leben nötigen

Lebensmittel bekommt, man in

Ruhe einkaufen, ratschen oder

auch ein Schnäpschen probieren

kann. Seine andere Leidenschaft

gehört der „Wildlife“- und Landschaftsfotografie,

die er unter dem

Namen „Part of Nature“ betreibt.

Fotografie

als Berufung

Seine Fotografie sieht er weniger

als Job oder gar Zeitvertreib,

sondern als Berufung. „Ich denke,

mein Urgroßvater hat mir

über Generationen das fotografische

Gespür vererbt, wenn man

so will“, schmunzelt Warnecke.

In der Nähe von Tieren zu sein,

erfüllt ihn mit einer Freude und

Ausgeglichenheit,

die er

sonst nirgends

findet. „Wenn n

einen die Tiere e

in ihre Welt

lassen und ich

an deren Leben en

teilhaben darf,

empfinde ich das persönlich als

große Ehre und Privileg“, erläutert

der passionierte Fotograf. Mit der

Kamera treibt es den Abenteurer

immer wieder in Länder mit

atemberaubenden Landschaften.

Neben einzigartigen Ausblicken

beobachtet er auch immer wieder

Tiere, die er, wie er zugibt, sonst

nur aus Dokumentationen kannte.

Außerdem „bringt mich das mit

interessanten Menschen in Kontakt,

die die gleiche Leidenschaft

teilen“. Island, die Shettlandinseln

oder kürzlich das Verzascatal

in der Schweiz sind nur

einige der Ziele seiner bisherigen

Fotoreisen. Gleichwohl gibt

Warnecke aber zu bedenken, dass

die Reise in tolle Länder allein

keine Garantie für gute Bilder ist.

Gerade in der Wildlife-Fotografie

hängt viel vom Glück des Tüchtigen

ab: Sind die Tiere da, wo vermutet?

Spielt ihr Vertrauen einem

in die Karten? Und stimmt der

Wind und das Wetter? Um andere

an seinen Erfahrungen und Kenntnissen

teilhaben zu lassen, bietet

Florian Warnecke Fotoworkshops

in der Natur an, entweder einzeln

oder in der Gruppe. Einzelheiten

dazu auf seiner Homepage.

www.part-of-nature.com

Teile seiner er

Arbeiten

veröffentlicht er zudem jährlich im

„Part of Nature“-Kalender. tis








november / dezember 2016 | 63


Weihnachtsmärkte im Tassiloland

Viel zu tun für den Nikolaus

Tassiloland | „Ho, ho, ho ...“ wird

in der Vorweihnachtszeit wieder

durch zahlreiche Orte im Tassiloland

schallen. Dann, wenn

Gemeinden oder Vereine ihre

Dorfplätze, Fußgängerzonen oder

ähnliches weihnachtlich dekoriert

haben und Gäste aus Nah und Fern

zu den heimischen Weihnachts-,

Christkindl- oder Adventsmärkten

einladen. Jedenfalls gibt es einige

Möglichkeiten, sich in die richtige

Stimmung zu bringen, wie unser

Überblick beweist.

Weilheim

Festlich geschmückt und geschmackvoll

beleuchtet werden

sie wieder sein zum diesjährigen

Christkindlmarkt: der Marien- und

der Reinhard-Schmid-Platz. Geschäfte

und Fieranten laden die

Besucher zum Schnuppern und

Kosten, zum Treffen mit Freunden

und zum Ratschen ein. Mit

gebrannten Mandeln, heißen

Maroni, Früchtebrot und anderen

kulinarischen Köstlichkeiten gestärkt,

schlendert es sich gleich

beschwingter durch die Innenstadt

— unter den mit hunderten Glühkerzen

geschmückten Christbaum

hindurch, über den Marktplatz,

vorbei an den festlich dekorierten

Weihnachtshütten. Neben dem Nikolaus

warten auch die Krippe vor

dem Museum mit lebenden Schafen

und das Hexenhaus sowie eine

weitere, 20 Quadratmeter große

Krippe in der Stadtpfarrkirche auf

Jung und Alt. Der Markt ist vom 1.

bis 3. Dezember ab 10 Uhr geöfffnet,

am 2. Adventssonntag so

nnta

(4. De-

zember) ab 11 Uhr. Bei

Glühwein,

Jagertee oder Kinderpunsch nsch

wird

man rasch in vorweihnachtliche

iche

Stimmung versetzt, das Nachmittagsprogramm

wechselt täglich.

Peißenberg

Der Weihnachtsmarkt der Peißenberger

Vereine auf dem Vorplatz

der Tiefstollenhalle ist längst eine

liebgewonnene Tradition. Ebenso

wie die zeitgleiche Ausstellung

der ortsansässigen Hobbykünstler

und -handwerker im Innenbereich

der Halle. Passend zum 1. Advent

öffnet der Markt am 27. November

von 13 bis 19 Uhr. Für 17 Uhr hat

der Nikolaus seinen Besuch angekündigt

und wird Schokolade an

den Nachwuchs verteilen.

Dießen

Am Wochenende des 3. und 4. Dezember,

jeweils von 10 bis 18 Uhr

wird der 38. Dießener Weihnachtsmarkt

vor dem Marienmünster

und im Taubenturm wieder seinen

Dießenen

Zauber versprühen. Da es sich um

keinen Händlermarkt, sondern n um

einen Kunsthandwerkmarkt handelt,

bieten hier etwa 30 Künstler

und Handwerker aus Dießen, aber

auch aus der weiteren Umgebung, g,

Winterliches und Weihnachtliches

an. Sie verkaufen ihre Produkte

selbst und sind immer gerne zu

einem Gespräch bereit. Auf elektrisches

Licht wird weitgehend verzichtet,

nur Kerzen und Petroleumlampen

erleuchten den Markt, was

das besondere Flair ausmacht. Am

Samstag kommt nach Einbruch der

Dunkelheit der Nikolaus vorbei und

verteilt Süßigkeiten an die Kinder.

Sicherlich würde er sich über das

eine oder andere Weihnachtslied

freuen — zumindest über eine Strophe.

Riederau

Der diesjährige Riederauer Adventsmarkt

ist bereits die zehnte

Auflage. Traditionell und gemütlich

geht es am Samstag, 19. November,

im Schulanger zu. Der

Platz zwischen Feuerwehr und

Kinderhaus wird von 15 bis 20

Uhr zum beliebten Treffpunkt von

Groß und Klein. In einem Karree

aus über 20 Ständen finden die

Besucher eine Auswahl an weihnachtlichem

Adventsschmuck, besonderes

Kunsthandwerk und viel

Selbstgemachtes sowie kulinarische

Köstlichkeiten. Fünf ortsansässige

Vereine (Freiwillige Feuerwehr,

Kinderhaus, Pfarrgemeinde,

Sportverein und Schützenkranz)

organisieren den Adventsmarkt.

Für die jüngeren en Gäste gibt es ein

Kinderprogramm ramm

im Kinderhaus

direkt gegenüber. enüb

er

Bei Anbruch der

Dunkelheit sorgen weihnachtliche

Musikeinlagen in

für eine sinnliche Stimmung.

mung

be-

Starnberg

Der Starnberger r Christkindlmarkt

inklusive ive romantischem Fichten-

wald

und tollem Kunsthandwerk

wird in diesem Jahr bereits am

Donnerstag, 1. Dezember, um 18

Uhr auf dem Kirchplatz eröffnet

und dauert bis Sonntag, 4. Dezember.

Es werden sich erneut

viele Starnberger Vereine engagieren.

Besucher dürfen sich über

eine Kinderwerkstatt, den Nikolaus,

stimmungsvolles Bühnenprogramm

und Drehorgelspieler

in der Stadt freuen. Donnerstag

von 18 bis 21, Freitag von 13 bis 20

Uhr, Samstag von 11 bis 20 Uhr und

Sonntag von 11 bis 19 Uhr steht der

Kirchplatz im Zeichen des Christkindlmarktes.

Ausschank im Fichtenwald

ist täglich bis 21 Uhr.

Penzberg

Weihnachtlich geschmückt mit

stimmungsvollen Adventsdekorationen,

traditionellem Schmuck,

zahlreichen Geschenkideen und

duftenden Leckereien werden die

Murnau

Stände am Samstag, 26.

November er von

11 bis 20

Uhr in der

Penzberger Innenstadt

t sein. Dann lädt der Christkindlmarkt

wieder zum Bummeln

und Verweilen ein. Eine lebende

Krippe mit Ochs, Esel, Ziegen,

Schafen und den Hirten am Lagerfeuer

wird ebenso zu sehen sein.

Musikalisch umrahmt wird der

Markt von Kindern ortsansässiger

Schulen, der Musikschule und den

Musikvereinen. Die Geschäfte öffnen

zudem von 9 bis 18 Uhr.

Murnau

Auf dem Murnauer Christkindlmarkt

der Vereine erwartet die

Besucher neben einer lebendigen

Krippe auch stimmungsvolle musikalische

Unterhaltung. Zahlreiche

Stände bieten Geschenkideen

und zauberhaftes Bastelwerk

an. Am 3. Adventswochenende

(10. / 11. Dezember), wenn sich der

Christkindlmarkt durch Ober- und

Untermarkt erstreckt, ist der Bummel

in der denkmalgeschützten

Fußgängerzone besonders reizvoll.

Auf die Kinder warten der

Nikolaus mit dem Pferdeschlitten,

echte Alpakas zum Streicheln und

64 | tassilo


Glen

entl

tlei

ten

zu dem auch ein Eine-Welt-Verkauf

gehört, von den Bernrieder

Landfrauen. Aussteller sind erneut

die örtlichen Vereine. Eine gute

Gelegenheit also, um sich mit

Glühwein oder Feuerzangenbowle

auf die Festtage einzustimmen.

in Schlehdorf am Kochelsee

Durchgehend

warme Küche

11-22 Uhr!

Kein Ruhetag!

Eglfing

ein Kinderkarussell. Beginn ist an

beiden Tagen um 11 Uhr.

Glentleiten

Auf dem Glentleitner Christkindlmarkt

hoch über dem Kochelsee

mit Blick auf die umliegenden

Berge erlebt man eine unverwechselbare

Atmosphäre zur Einstimmung

auf den Advent. Regionaltypische,

handgefertigte Produkte,

stimmungsvolle Adventsmusik,

geheizte Stuben, Vorführungen

und ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm

für Kinder werden

geboten. Freitag und Samstag

(25. und 26. November) hat der

Markt von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Sonntag (27. November) von 10

bis 18 Uhr. Der ermäßigte Eintritt

zum Freilichtmuseum, in dem der

Christkindlmarkt in und zwischen

den Gebäuden integriert ist, kostet

für Erwachsene fünf Euro.

Andechs

Der Andechser Christkindlmarkt

wird heuer bereits zum 40. Mal

traditionell am Gelände des Klosters

auf dem „Heiligen Berg“

veranstaltet. Der stimmungsvolle

Markt mit 26 Verkaufsständen, die

sich auf zwei Bereiche verteilen,

hat als besonderen Höhepunkt

eine lebende Krippe, die mit Darstellern

aus dem Ort und lebenden

Tieren besetzt ist. In den festlich

geschmückten „Standln“ werden

hauptsächlich hlic

handwerkliche und

kunsthandwerkliche kliche

Waren überwiegend

von Andechser Bürgern

und Institutionen gefertigt und

verkauft, wie etwa Weihnachtskarten,

Adventsdeko, Klosterarbeiten,

Strickwaren, Kerzen, Spanschachteln,

Bienenwachsprodukte, selbst

verzierte Schachteln, Schmuck,

Bestickungen, Schwibbögen, Krippen

mit Zubehör und noch viele

weitere Weihnachtsartikel. Für

das leibliche Wohl ist ebenfalls

bestens gesorgt. Zum Christkindlmarkt

wird ein umfangreiches

Beiprogramm mit Auftritten von

ortsansässigen Musik- und Gesangsgruppen

organisiert und

Schüler der Carl-Orff-Volksschule

umrahmen die Eröffnung am Freitag,

2. Dezember. Der Markt, der

auch mit dem öffentlichen Bus gut

zu erreichen ist, geht bis Sonntag,

4. Dezember. Öffnungszeiten: jeweils

von 12 bis 20 Uhr.

Bernried

Der Bernrieder Weihnachtsmarkt

im Klosterhof öffnet heuer am 4.

Dezember von 12 bis 18 Uhr seine

Tore. Organisiert wird der Markt,

Andechs

Der Weihnachtsmarkt am Platz vor

dem Feuerwehrhaus in Oberegelfing

wird jedes Jahr federführend

von einem anderen Ortsverein

organisiert — diesmal vom Sportverein

ASV. Der Markt öffnet am

11. Dezember von 11 bis 17 Uhr. Der

Nikolaus wird kommen und die

Eglfinger Musikkapelle spielt zur

Unterhaltung auf.

Oberhausen

Der Frauenbund Oberhausen richtet

mit Unterstützung der Ortsbäuerinnen

zum wiederholten Male

den Weihnachtsmarkt am Rathaus

aus. Dieses Jahr am Samstag, 26.

November von 15 bis 20 Uhr. Es

gibt dekorative Gestecke, Adventskränze

und lauter Handgemachtes

wie etwa Getöpfertes, Gestricktes,

Gebasteltes, Marmeladen, Liköre,

Feuerzangenbowle, handgemachte

Plätzchen, Bauernbrot aus dem

Holzofen, leckere Gulaschsuppe,

Glühwein oder Punsch. Neben

einer Überraschungs-Kinderaktion

kommt um 16 Uhr der Nikolaus,

november / dezember 2016 | 65

Augustiner-Biergarten auch an

milden Wintertagen immer für Sie geöffnet!

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Gut Achberg

überreicht kleine Geschenke an

die Kinder und verbreitet vorweihnachtliche

Stimmung.

Gut Achberg bei Oberhausen

Der „Stadlchristkindlmarkt“ auf Gut

Achberg hat Tradition. Seit über 25

Jahren richtet ihn Florian Pfütze

auf dem Gelände seines land- und

forstwirtschaftlichen tsch

Betriebes aus,

heuer am

Wochenende des 3. und

4.

Dezembers, embe

jeweils von 10 bis

18 Uhr. Zahlreiche Austeller bieten

ihre handwerklichen Produkte

aus Holz, Filz oder Schafswolle an.

Zudem gibt

es Keramik, Schmuck,

Hutdesign und vieles mehr. Wer

Kulinarisches bevorzugt, kann sich

mit Wildprodukten aus dem eigenen

Revier er oder geräuchertem

Biolachs aus Schottland eindecken.

Am Sonntag wird ab 12

traditionell Hirschgulasch serviert

— solange der Vorrat reicht.

Maxlried

Am Wochenende vom 19. und 20.

November findet der alljährliche

„Weihnachtliche Markt in Maxlried“

im Hof der Torwirtschaft „la

Cantina“ statt. Am Samstag von 13

bis 20 Uhr und am Sonntag von 13

bis 18 Uhr können sich die Besucher

über ein Büffet mit hausgemachtem

Kuchen, fair gehandeltem Kaffee,

Glühwein und Gulaschsuppe

am Lagerfeuer freuen. Außerdem

wird ein buntes Angebot an selbstgemachtem

Kunsthandwerk und

diversen Leckereien an verschiedenen

Ständen angeboten. Der komplette

Erlös der Bewirtung und ein

Großteil der Einnahmen nahm

aus

dem Kunsthandwerk kommt

sozialen Projekten en in Ecuador,

Guatemala ala und Uganda zugute.

Iffeldorf

Der besondere Platz — überschaubar

und zentral — macht den Reiz

des Iffeldorfer Christkindlmarkts

aus. Längst hat er sich zu einem

winterlichen Treff für Einheimische

und Menschen aus der

Umgebung entwickelt. Heuer

findet er am 1. Adventssonntag

(27. November) von 11 bis 20 Uhr

wie immer auf dem St. Vitus Platz

statt. Unter der Beteiligung vieler

Iffeldorfer Vereine wird der Markt

vom CSU-Ortsverband organisiert.

Der Erlös kommt den jeweiligen

Vereinen zugute. Adventsgestecke

und Kränze, eine große Tombola,

Misteln, Plätzchen, Stollen, Crêpes

und Waffeln sowie Kaffee und Kuchen

werden angeboten. Der Nikolaus

schaut am Nachmittag vorbei

und zur Unterhaltung spielen

die jungen Iffeldorfer Musikanten.

Gut Kerschlach

Am 3. Adventswochenende, 10.

und 11. Dezember, findet der alljährliche

Adventsmarkt mit großem

Christbaumverkauf statt — an

beiden Tagen jeweils von 10 bis 19

Uhr. Man kann sich in Ruhe einen

schönen Baum aussuchen, die alle

aus dem eigenen Kerschlacher

Forst stammen, biozertifiziert sind

und laufend frisch nachgeschlagen

werden. Währenddessen kann

man bei Glühwein oder Punsch in

weihnachtliche Stimmung kommen.

Selbstverständlich wird auch

für das leibliche Wohl gesorgt sein.

Bei den ausstellenden Künstlern

und Handwerkern findet sich sicherlich

das eine oder andere fehlende

Weihnachtsgeschenk. Über

65 Aussteller und Attraktionen wie

etwa Kutschfahrten, Ponyreiten,

Nikolaus am

Nachmittag, Bienenwachskerzenziehen,

nwa

Filzen

für die Kinder, Isarkiesel bemalen

oder

Reitvorführungen werden

gewiss für Unterhaltung sorgen.

Pähl

Poll

ing

Der Duft von frischen Kiacherl, gebrannten

Mandeln und Glühwein

liegt in der Luft und lädt am Sonntag,

27. November, am Kirchberg

beim Pfarr- und Gemeindezentrum

zum Verweilen ein. Musikalisch

wird der 34. Adventsmarkt von der

Trachtenkapelle ab 10.30 Uhr eröffnet.

Wie mühselig das Schmiedehandwerk

früher war, können die

Besucher auch dieses Jahr hautnah

erleben: Ein Schmied wird auch

heuer wieder seine Arbeit am Amboss

vorführen. Zwei Spinnerinnen

werden alte Handwerkskunst

darbieten und mit dem Spinnrad

Schafwolle zu feinem Garn zwirbeln.

Neben reichlich Auswahl für

schöne Weihnachtsgeschenke gibt

es Selbstgestricktes und Gehäkeltes,

selbst gemachte Marmelade

und allerlei Eingemachtes. Gegen

13 Uhr besucht der Nikolaus den

Adventsmarkt. Ein Teil des Erlöses

kommt den beiden kirchlichen

Gemeinden St. Laurentius in Pähl

und St. Pankratius in Fischen für

die Arbeiten rund um die Kirchengemeinde

zugute. Ein

weiterer Teil geht wieder er

an soziale Zwecke.

Pöcking

Seit 1996 öffnet der Christkindlmarkt

Pöcking, organisiert von

der Stiftung für Pöcking, bereits

zum 21. Mal seine Tore. Der Markt

bietet 22 kunsthandwerkliche und

kulinarische Stände, die von ortsansässigen

Vereinen und privaten

Anbietern gestaltet werden. Das

Begleitprogramm umfasst eine

Kunstausstellung und ein Marionettentheater

für Kinder ab drei

Jahren. Ebenso können die Kleinen

im Keller des Gemeindekindergartens

im Keller basteln, während

die Eltern sich in Ruhe den Markt

anschauen oder eine Tasse Glühwein

trinken. Musikalisch wird der

Tag von den Flötenkindern von Lisa

Stiehler, dem Gospelchor und der

Blaskapelle umrahmt. Los geht es

im Kirchhof der St. Pius-Kirche am

Samstag, 26. November, um 14 Uhr

(Ende circa 21 Uhr).

Polling

Die Eröffnung des 31. Adventsmarktes

am Sonntag, 27. November

um 9.30 Uhr ist wie jedes Jahr

am Kirchplatz.

66 | tassilo


We

ssob

obru

runn

Raisting

Seit einigen Jahren tummeln sich

Besucher rund um den Gasthof

Drexl am Wochenende des ersten

Advents beim „altbayerischen

Christkindlmarkt“, von Freitag, 25.

November, bis Sonntag, 27. November.

Freitag und Samstag hat

der Markt von 16 bis 21 Uhr geöffnet,

am Sonntag von 11 bis 20 Uhr.

Die lebende Krippe, der Besuch

des Nikolaus’, schwedische Fackeln,

kleine duftende Schmankerl

an jeder Ecke und natürlich ein

bunt gemischtes Sammelsurium

an typischen Christkindlmarktständen

schaffen eine Atmosphäre,

die jedes Jahr eine große Zahl

an Gästen anlockt.

Seeshaupt

Stets am 1. Adventssonntag — in

diesem Jahr also am 27. November

— lädt der 1979 gegründete Trachtenverein

er „Würmseer Seeshaupt-

St. Heinrich“ zum altbayerischen

Christkindlmarkt ein. Hauptsächlich

die Ortsvereine bieten von 10 bis

18.30 Uhr an

insgesamt 26 Ständen

am

Parkplatz vor der Schule viel

Weihnachtliches iches

an. Ab 13 Uhr wird

im halbstündigen Rhythmus

der Nikolaus zu Gast

sein. Der Kirchenchor und

ebenso en

die

Kapelle wer-

den

Weihnachtslieder zum

Besten en

geben. en. Und auch eine

lebende Krippe pe wird zu sehen

sein.

Tutzing

Die Aktionsgemeinschaft Tutzinger

Gewerbetreibender e.V. ist Veranstalter

des Adventsmarktes „rund

um das Rathaus“ in der Kustermannstraße.

Von 11 bis 19 Uhr

präsentieren sich überwiegend

heimische Vereine, die so die Möglichkeit

haben, ihre Vereinskasse

aufzubessern. Um circa 16 Uhr wird

der Nikolaus zu Besuch sein.

Wessobrunn

Die historische Dorfweihnacht in

Wessobrunn verspricht auch in

diesem Jahr wieder ein ganz besonderes

vorweihnachtliches Erlebnis

zu werden. Am Sonntag, 11.

Dezember, wird um 11.30 Uhr die

Dorfweihnacht mit festlichem Glockengeläut

und den Turmbläsern

eröffnet. Rund um den Kirchplatz

und im Kloster scharen sich dann

die zahlreichen, liebevoll geschmückten

Buden von Vereinen

und Geschäften aus dem Klosterdorf,

garniert mit einem kulinarischen

und kulturellen Angebot. In

der stimmungsvollen Kulisse zwischen

den Flügeln des Klosters, der

Pfarrkirche und dem mächtigen

Römerturm sowie den Budenbetreibern

in historischen Gewändern

scheint die Zeit um einige Jahrhunderte

zurückgedreht. Wildspezialitäten,

Kesselfleisch und Pizza

aus dem mehr als 130 Jahre alten

Holzofen sind nur einige der angebotenen

Gaumenfreuden. Bastel-

und Handarbeiten, n, raffinierte

Holzarbeiten en und

vieles mehr sind

an den Ständen der Wessobrunner

so

ner

Dorfweihnacht zu finden. d n.

Wer

also

noch kein Weihnachtsgeschenk

sc

hen

nk

hat, wird hier bestimmt t fündig.

Zudem hat der Nikolaus sein Kommen

zugesagt. gt. Ein Märchentheater

heat

er

für Kinder, ein Adventskonzert im

Tassilosaal und die Alphornklänge

läng

Pfaffenwinkel sorgen für

ein

ansprechendes

Rahmenprogramm.

ramm

mm.

Der Erlös der Dorfweihnacht wird

für kirchliche und soziale Zwecke

sowie die Vereinsarbeit rbei

verwendet.

en

Wielenbach

Neben einer lebenden Krippe

begeistern beim Wielenbacher

Weihnachtsmarkt am 3. Advent (11.

Dezember) ab 11 Uhr besonders

die vielen musikalischen Darbietungen

auf dem Dorfplatz vor dem

Rathaus: von den Jagdhornbläsern,

den Wielenbacher Musikanten, der

Jugendkapelle und dem Chor der

Volksschule. Der Nikolaus hat sich

bereits angekündigt und es soll

eine „Packerlversteigerung“ geben.

Keine Garantie auf Vollständigkeit

der Aufzählung — Änderungen und

Fehler vorbehalten.

Private Krippenausstellung

Manfred Bögl • Am Betberg 8 • 82362 Weilheim i.Ob

20 Orientalische und heimatliche

Krippendarstellungen, u.a. 240 Tripifiguren,

Original Heidefiguren, historische Oberammergauer

Krippenfiguren von 1820 und 1880

Besichtigung:

Fr. 16.12. - So. 18.12.2016 von 10 - 17 Uhr

Sa. 07.01. - So. 08.01.2017 von 10 - 17 Uhr








Feiern sie bei uns!

· Saal mit bis zu 250 Personen

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Dezember 2016 bis April 2017 möglich

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november / dezember 2016 | 67


Handtuch & Co

Handtücher, Decken und Textilien

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Tel. 0881 - 4179525

www.handtuch-und-co.de

uns erneut frühzeitig für Sie Gedanken

gemacht und eine kleine

Auswahl an Geschenkideen zusammengestellt:

Nicht fehlen darf

dabei der „Klassiker“ Schmuck —

entweder ganz traditionell, oder

modern als „Smartwatch“. Wer

Weihnachtliche Geschenktipps s des „tassilo“

Vom Bademantel

bis zur Smartwatch

Tassiloland | Aufmerksame Leser

des „tassilo“ können sich jedes

Jahr vorweihnachtlichen Stress

sparen. Nämlich dann, wenn es

darum geht, seinen Liebsten ein

ansprechendes Weihnachtsgeschenk

zu besorgen. Wir haben

es sportlich mag, dem können wir

einen Karatekurs ans Herz legen.

Für Waldarbeiter empfehlen wir

neues Equipment, während es für

Kinder im Spielwarengeschäft immer

etwas gibt — und Handtücher

braucht sowieso jeder.

Thomas Schelle, stellvertretender Geschäftsleiter und

Uhrmachermeister bei Uhren Lutz in Weilheim

„Mein absoluter Favorit für das Weihnachtsfest 2016 ist eine

Smartwatch von Fossil oder Michael Kors. Diese Digitaluhren

bieten modernste Technik ähnlich einer Apple Watch, und

haben trotzdem ein ansprechendes Design. Das Besondere

ist, dass sie wie eine klassische Uhr aussehen, aber Internetfunktion,

E-Mail-Empfang, Laufaufzeichnung und vieles

mehr bieten. Das Ziffernblatt lässt sich farblich wechseln,

so dass es zu jedem Outfit passend gemacht werden kann.

Uhren Lutz gibt es seit über 70 Jahren am Weilheimer Rathausplatz; wir bieten

von Trendmarken bis hin zum edlen Diamanten eine Vielzahl an Schmuckstücken, die

gut unter den Christbaum passen. Ein Highlight ist heuer sicher auch die personalisierte

Thomas Sabo Kollektion. Diese Armbänder oder Ketten kann man mit einer individuellen

Gravur versehen lassen, was bei uns im Preis inbegriffen ist.“

Zefix, jetzt hat

er auch noch

Schmuck!

Filialleiter Christian Müller und Mitarbeiter Finn Jungermann

(Bild) von Endress Motorgeräte in Weilheim

„Wenn man seinem Liebsten etwas Gutes tun möchte, dann

sorgt man für seine Sicherheit im Wald! Ein guter Helm ist

ein sehr wichtiges Utensil für die Waldarbeit, auch wenn

man nur hobbymäßig im Holz arbeitet. Wir bieten n neben

Schnittschutzhosen, Jacken oder Sicherheitsschuhen auch

komplette Schutzkleidung bei der Arbeit mit der Motorsäge.

Im

Weilheimer Trifthof befindet sich eine von 22 Filialen der

Endress Mt Motorgeräte GmbH. Wir vertreiben erstklassige Markengeräte e von

Stihl, Viking, John Deere, Kärcher, Honda oder Sabo — und natürlich gehört

bei uns eine fachkundige Beratung mit dazu.“

68 | tassilo


Erika und Bianca Hoyer von Spielwaren

Hoyer in Tutzing

„Bildhauen nach Farben — das ist ein ganz

neuer Trend. Kinder und Jugendliche können

so das Schnitzen spielerisch erlernen. Der

weiße Klotz aus Kartoffelstärke verändert

beim Abtragen Schicht um Schicht seine

Farbe, so dass man am Ende zu einem

wunderbaren, selbst geschnitzten Tiermotiv

gelangt. Als geeignet sehen wir es für Kind-

er ab fünf Jahren mit Unterstützung eines Erwachsenen an, ab zwölf Jahren

kann es eigenständig versucht werden. Neu im Programm haben wir auch die

‚Willow Tree‘ Schutzengel. Jede dieser Figuren soll eine Eigenschaft oder ein

Gefühl widerspiegeln, zum Beispiel Hoffnung, Wünsche oder Courage. Damit

kann man dem Beschenkten auch eine Botschaft weitergeben.“

Karoly Szabo von der Sport- und Kampfkunstschule

Szabo

„Ich halte hier einen Schnupperstunden-Gutschein utschein

für einen Monat Karate in Händen. Mit diesem

Kampfsport werden Konzentration, Koordination,

Disziplin und Gesundheit gefördert, das bedeutet

wirklich viel Sicherheit für Ihr Kind. Wir trainieren

regelmäßig an den Standorten Maisach, Seefeld,

Starnberg, Tutzing und Weilheim. Ich selbst mache

schon seit über 30 Jahren Karate und trage einen

Schwarzgürtel mit drei Dan. Wer schon zu meinen

Schülern zählt, freut sich bestimmt auch über einen

Gutschein für einen neuen Karate-Anzug.“

Florian Seidler von Handtuch & Co in Polling

„Mein persönliches Lieblingsstück ist dieser schöne

Bademantel, ganz aus natürlicher Walkfrottier-Qualität.

Baumwolle saugt gut und ist kuschelig weich, trotzdem

ist der Mantel sehr leicht und damit ideal für Saunagänger.

Es gibt ihn in verschiedenen Farben, für

Männer und Frauen. Seit 2012 betreibe ich einen Online-Handel

für alle Frottier-Artikel, vom Waschhandschuh

bis zum Strandtuch, außerdem Geschirrtücher,

Bettwäsche, Decken und Berufsbekleidung. Ich achte

sehr auf Qualität, auf eine sozialgerechte und ökologische

Herstellung und auf Langlebigkeit. Trotz meines

Online-Shops ist mir die persönliche Beratung wichtig; man kann sich

gerne telefonisch bei mir über die Produkte informieren. Bestellen kann

man übrigens ab einem Stück.“

Hubert Nold, Landuhrmachermeister

aus Peißenberg

„Mein Geschenktipp ist ein Schmuckset, ent-

weder ganz modisch oder passend zur Tracht.

Das kann man komplett schenken oder in Etap-

pen, zum Beispiel zu Weihnachten das Collier,

zum Muttertag den Ring und die Ohrringe am

Geburtstag. Oder auch eine klassische Uhr, das

kommt immer gut an: für Damen sehr modische

und allergiefreie Modelle in leichtem Titan, für Herren kann man auch mal an

eine Taschenuhr zur Tracht denken. Ich betreibe seit 27 Jahren das Uhren- und

Schmuckfachgeschäft in Peißenberg und bezeichne mich immer als Landuhrmachermeister.

Denn genauso wie ein Landarzt sich vielen Krankheiten annimmt,

so repariere ich alles, was ticken und glänzen soll.“

An Weihnachten & Silvester noch nichts geplant?!

Kommen Sie doch zu uns!

An beiden Weihnachtsfeiertagen verwöhnen wir Sie mit 4 ausgewählten

Menüs, welche musikalisch von unseren Stubenmusikern untermalt

werden.

Zu Silvester servieren wir ein 6 Gänge Gala-Menü, inklusive Aperitif &

anschließendem Feuerwerk.

Wir wünschen frohe Festtage und freuen uns, Sie bald bei uns begrüßen

zu dürfen.

Ihr

Moritz Link und das Team

vom Landgasthof Osterseen

Hofmark 9, 82393 Iffeldorf

Tel. 0 88 56/9 28 60

Fax 0 88 56/92 86 45

landgasthof@osterseen.de

www.landgasthof-osterseen.de

november / dezember 2016 | 69


Alois und Helga Bernhard mit bayerischen Kunstwerken

Ein ganzer Leonhardi-Zug

im Miniatur-Format

Spatzenhausen | Vorreiter, Leonhardi-Wagen,

Baumschlitten oder

Gaiwagerl — die Eheleute Alois

und Helga Bernhard haben schon

über 20 aufwändig geschmückte

und mit Trachtlern besetzte Festwagen

gebaut. Alles im Verhältnis

eins zu zehn. Hunderte Stunden

Handarbeit haben die beiden

Spatzenhausener dafür investiert.

Dabei ist ihnen jedes Gespann so

ans Herz gewachsen, dass sie es

nur an die eigenen Kinder oder

zu

ganz besonderen Anlässen im

näheren Bekanntenkreis weitergegeben

geb haben.

Will

man die Geschichte erzählen,

wie der 76-jährige Rentner

dazu kam, solch schöne Gespanne

zu bauen, dann muss man bis in

seine Jugend zurückschauen. Mit

14

Jahren kam er als Knecht auf

einen Bauernhof, wo sechs Pfer-

de im Stall standen. „Der Bauer

Alois und Helga Bernhard aus Spatzenhausen haben zusammen schon

über 20 Fuhrwerke in Miniaturform gebaut.

70 | tassilo

war ein Rossnarr und er hat mir

alles gezeigt“, erzählt Alois Bernhard,

der schon in jungen Jahren

den Umgang und das Gespür für

Pferde erlernte. Doch Bauernknecht

bleiben, das war ihm zu

wenig. Er machte eine Zimmererlehre,

arbeitete zunächst auf dem

Bau und dann über 30 Jahre bei

den Isar-Amper-Werken. Bei einem

Urlaub in Tirol sah er einen

Heuwagen in Miniaturformat, der

ihn auf die Idee brachte, so etwas

(vielleicht noch ein wenig raffinierter)

nachzubauen. Es gelang

ihm recht gut, denn mit dem Heu

war die Gestaltung des Wagens

relativ einfach. Der zweite Versuch

war ein Gaiwagerl, also ein

Pferd mit Fuhrmann und einer Art

Kutsche, auf deren Ladefläche ein

toter Hirsch transportiert wurde.

Dann folgte ein Baumwagen und

davon auch die Ausführung im

Winter mit Schlitten. Die Pferde

schnitzt er nicht selber, die lässt er

sich von einem Schnitzer in Südtirol

machen. „65 Rösser hab ich

schon geholt“, verrät Alois Bernhard,

woraus man schließen kann,

dass bei zwei- oder vierspännigen

Fuhrwerken schon gut 20 dieser

Kunstwerke entstanden sind. Auch

zwei Ochsen hat er sich aus Südtirol

besorgt, die wieder einen klassischen

Heuwagen ziehen. Alles

weitere, die Wagen, die Speichenräder

oder das Geschirr der Pferde,

wird von dem Hobbybastler

maßstabsgetreu und mit viel Liebe

zum Detail nachgebaut.

70 Arbeitsstunden

für die Einkleidung

Sechs Fuhrwerke samt Vorreiter hat Alois Bernhard auf einem Festwagen

als Froschhausener Leonhardifahrt gestaltet und ist damit bei dem

echten Umritt mitgefahren.

Um die Personen auf den Wagen

oder die Fuhrleute kümmert sich

derweil Helga Bernhard. Die gelernte

Schneiderin hat früher bei

Hummelsheim in der Schnittabteilung

gearbeitet und verfügt

dadurch über das Wissen, wie

man einen Schnitt auf diese Miniaturgröße

verkleinert. Kopf und

Hände sind von Krippenfiguren,

denen Helga Bernhard dann einen

Körper verpasst und entsprechend

einkleidet. „Die Krippenfiguren

haben oft zu lange Haare, da muss

mein Mann nachschnitzen“, erzählt

sie von den Schwierigkeiten,

dass man eigentlich nur zwei oder

drei brauchbare Köpfe zur Auswahl

hat. Auf einem der wunderschönen

Leonhardiwagen sitzen

dann drei Fuhrleute und zwölf

Frauen in Tracht, für deren Einkleidung

sie mindestens 70 Arbeitsstunden

investiert. Um die Hüte

der Personen stilecht hinzukriegen,

fuhren die Eheleute extra zu

einem Hutmacher an den Tegernsee,

der ihnen die Arbeitsschritte

erklärte. Dann schnitzte sich

Alois eine Miniatur-Holzform, auf

die der Filz wie bei den großen

Hüten aufgezogen werden kann.

„Ich kann halt jeden Tag nur einen

Hut machen“, erzählt er, denn der

Filz wird aufgezogen, mit Stärke

getränkt und über Nacht getrocknet,

damit der Hut seine Form behält.

Auf dem Schutzengel-Wagen

laufen zwei knapp zehn Zentimeter

große Kinder in gestrickten

Westen. „Die Jacken hab ich mit

Rouladenspießen gestrickt, weil

es keine so dünnen Stricknadeln

gibt“, erklärt Helga Bernhard.

Über die Jahre hinweg hat der agile

Rentner auch einen Brautwagen,

einen Ernte- oder einen Festwagen

mit einer ganzen Musikkapelle gebaut.

Zu diesem Fuhrwerk verrät

Alois zugleich eine nette Anekdote:

„Die Mini-Instrumente habe


ich alle hier bekommen — bis

auf

den Bass, den fanden meine Kin-

der online in Berlin“, erzählt er.

Dazwischen hat er auch mal ein

großes Kreuz für den örtlichen

Friedhof oder einen echten Leonhardiwagen

für die Wallfahrt in

Froschhausen bei Murnau gezimmert.

Überhaupt liegt ihm diese

Leonhardifahrt sehr am Herzen. In

seinem Wohnzimmer stehen drei

Vorreiter mit der originalgetreu

gestickten Leonhardi-Standarte

des Nachbarortes, ein vierspänniger

Leonhardiwagen, den ein Bekannter

bäuerlich bemalte; oder

ein Festwagen mit der Darstellung

einer Mariengrotte. Sechs dieser

Gespanne hat er auf einem echten

Festwagen zu einem Zug formiert

und dazu auch die Leonhardi-Kirche

samt Häusern von Froschhausen

nachgebaut.

„Mittlerweile stresst es mich,

wenn da was fuchst bei den winzigen

Teilen“, gesteht Alois; seine

Schaffenskraft wird langsam weniger.

Doch beim Anblick dieser bayerischen,

bodenständigen Kunstwerke

kann man nur hoffen, dass

die beiden ihrem außergewöhnliches

Hobby noch lange nachgehen

können.

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In diesen vierspännigen Festwagen

hat Alois Bernhard weit über

100 Arbeitsstunden investiert, sei-

ne

Frau Helga für die Einkleidung

der Personen gut 70 Stunden.

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november / dezember 2016 | 71


NOVEMBER /

M. HASEITL


Veranstaltungskalender

1. November bis 31. Dezember 2016

WEILHEIM

DI 01.11.

Allerheiligen

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

WEILHEIM

MI 02.11.

17.30 Uhr

Schafkopfrunde im Geisenhofer-Treff.

Anmeldung unter

0881 / 909590-15

PÄHL

14.30 Uhr

Kaffeekranzl im Kerschlach Café

RAISTING

19.00 Uhr

Künstlerstammtisch im Café Ibiza

POLLING

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

des Klosters

18.30 Uhr

Dinner & Show „Jetzt wird’s

tropisch“ mit der Akrobatikgruppe

Fortissima in der Tiefenbachhalle.

Einlass ab 18 Uhr. Siehe Seite 22

WEILHEIM

DO 03.11.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

PENZBERG

20.00 Uhr

50 Jahre seit Bergwerksschließung

— Vortrag „Kohlebergbau

und Aufbereitung weltweit“ von

Dipl.-Ing. Andreas Hees in der

Stadtbücherei. Eintritt: 1 €

MURNAU

15.00 Uhr

Führung durch das Schloßmuseum.

Treffpunkt an der Museumskasse.

Kosten: 10 €. Siehe Seite 46

18.00 Uhr

Horváth-Tage — Auftakt mit

Präsentation „Vom Taufschein

zum Totenschein“ der Horváth-

Gesellschaft im Schloßmuseum

20.00 Uhr

Horváth-Tage — Lesung „Suchers

Leidenschaften: Ödön von

Horváth“ von Angela Hundsdorfer

und Michael Grimm im

Schloßmuseum. Karten: 20 € / 15 €

(ermäßigt)

HABACH

18.30 Uhr

Irish-Folk-Konzert der Band „Keltentanz“

im Trödler. Eintritt frei

POLLING

18.30 Uhr

Dinner & Show „Jetzt wird’s

tropisch“ mit der Akrobatikgruppe

Fortissima in der Tiefenbachhalle.

Einlass ab 18 Uhr. Siehe Seite 22

WEILHEIM

FR 04.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

19.00 Uhr

Theater „Hamlet: eine Maschine“

der Freien Bühne München im

Stadttheater. VVK beim Ticketservice

der Sparkasse

DIESSEN

19.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung mit

Skulpturen von Johannes Rößle

und Gemälde von Paul Ressl im

Gewerkhaus

STARNBERG

19.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung

„Bäume — mit Pinsel, Kamera und

Kettensäge“ im Kunstsalon 5

MURNAU

15.00 bis 17.00 Uhr

Horváth-Tage — Horváth-Gespräche

1 mit Kreativen aus Kunst

und Wissenschaft im Angerbräu.

Eintritt: 5 €

20.00 Uhr

Horváth-Tage — Verleihung des

Ödon-von-Horváth-Preises an

Edgar Reitz in der Ödon-von-

Horváth-Aula. Eintritt frei

POLLING

18.30 Uhr

Dinner & Show „Jetzt wird’s

tropisch“ mit der Akrobatikgruppe

Fortissima in der Tiefenbachhalle.

Einlass ab 18 Uhr. Siehe Seite 22

SCHWANGAU

20.00 Uhr

Konzert „Demon’s Eye — Deep

Purple“ im Schloßbrauhaus. Weitere

Infos unter www.schlossbrauhaus.de

und auf Seite 75

WEILHEIM

SA 05.11.

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle. Platzbezug ab 7

Uhr möglich. Anmeldung unter

0881 / 4179225

20.00 Uhr

50 Jahre Musikschule — Blasorchester-Konzert

„Symphonie Air

Connection“ in der Stadthalle.

Karten: 7 € / 4 € (ermäßigt). VVK

beim Ticketservice der Sparkasse

und in der städtischen Musikschule

DIESSEN

13.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung mit Skulpturen von

Johannes Rößle und Gemälde von

Paul Ressl im Gewerkhaus

MURNAU

10.30 bis 12.30 Uhr

Horváth-Tage — Horváth-Gespräche

2 mit Kreativen aus Kunst und

Wissenschaft im Schloßmeuseum.

Eintritt: 5 €

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZ

15.00 bis 17.00 Uhr

Horváth-Tage — Horváth-Gespräche

3 mit Kreativen aus Kunst und

Wissenschaft im kath. Pfarrheim.

Eintritt: 5 €

20.00 Uhr

Horváth-Tage — Theater „Ein Kind

unserer Zeit“ in der Ödön-von-

Horváth-Aula. Karten: 20 € / 15 €

(ermäßigt)

20.30 Uhr

Rockkonzert „Optimal Standard“,

„Trapped Inside“ in der Westtorhalle.

Einlass ab 20 Uhr. Eintritt:

8 € / 6 € (ermäßigt)

MARNBACH

19.00 Uhr

Watt-Turnier im Gemeindehaus

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

20.00 Uhr

Theater der Theatergruppe im

Pfarr- und Gemeindezentrum.

Generalprobe für Kinder um 14 Uhr

EBERFING

10.00 bis 18.00 Uhr

„Landlust in Eberfing — ein Markt

zur Freude“ — 29 Künstler und

Handwerker zeigen alles, was

zum und ins Dorf passt im Festsaal

des Gasthauses zur Post

DO, 3. November 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

FR, 4. November 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

DO, 10. November 16.00 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Mittelschule

MI, 7. Dezember 15.00 bis 20.00 Uhr Starnberg, Landratsamt

MI, 14. Dezember 16.00 bis 20.00 Uhr Starnberg, Schlossberghalle

MO, 19. Dezmeber 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Kultur- und Tagungsz.

november / dezember 2016 | 73


19.00 Uhr

Führung zum Thema „Mond

mit seinen Meeren, Kratern und

Bergen. Verdeutlichung der

Entstehung“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Weitere Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802 / 8389

HABACH

18.30 Uhr

Rockparty „Secret Revival Party“

mit DJ Sam Modl im Trödler

IFFELDORF

20.00 Uhr

Multimedia-Konzert „Urknall

und Sternenstaub“ mit Clemens

Bittlinger in der Mehrzweckhalle.

Siehe Seite 22

POLLING

18.30 Uhr

Dinner & Show „Jetzt wird’s

tropisch“ mit der Akrobatikgruppe

Fortissima in der Tiefenbachhalle.

Einlass ab 18 Uhr. Siehe Seite 22

ANDECHS

20.00 Uhr

Theater „Luzifer & Larifari“ der

Theaterfreunde Machtlfing e.V.

im Klostergasthof. VVK unter

0170 / 9269761

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

20.00 Uhr

Musikkabarett „Wie im Himmel“

von Helmut A. Binser im Dorfstadl

des Buttlerhofs. Einlass ab 18 Uhr.

Karten: 21 €. VVK im Buttlerhof,

Tourismusverband Starnberg und

Friseursalon Spöttl Feldafing

SCHWANGAU

11.00 Uhr

Hochzeitmesse im Schloßbrauhaus.

Infos unter www.schlossbrauhaus.de

und Anzeige Seite 75

PEISSENBERG

SO 06.11.

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet.

Eintritt: 5 €

DIESSEN

11.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung mit Skulpturen von

Johannes Rößle und Gemälde von

Paul Ressl im Gewerkhaus

MURNAU

17.00 Uhr

Horváth-Tage — Theater „Das

Märchen in unserer Zeit“ in der

evang. Christuskirche. Eintritt frei,

Spenden erbeten

ANDECHS

18.00 Uhr

Theater „Luzifer & Larifari“ der

Theaterfreunde Machtlfing e.V.

inkl. Menü im Klostergasthof. VVK

unter 0170 / 9269761

PÖCKING

17.00 Uhr

Kirchenkonzert „Haydn Paukenmesse/Webber

Requiem“ in der

St. Pius Kirche

SCHWANGAU

11.00 Uhr

Hochzeitmesse im Schloßbrauhaus.

Infos unter www.schlossbrauhaus.de

und Anzeige Seite 75

WEILHEIM

MO 07.11.

20.00 Uhr

Kabarett „Waltraud und Mariechen“

mit Volker Heißmann und

Martin Rassau in der Stadthalle.

VVK beim Ticketservice der Sparkasse

und bei KINI-Concerts

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

20.00 Uhr

Vortrag „Spitzbergen — Einblicke

in die arktische Vogelwelt“ von

Nicola Boll im Gasthaus Sonne.

Für Familien geeignet

PENZBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

Seniorennachmittag „Lieber gemeinsam

als Einsam“ mit Kaffee

und Kuchen und vielfältigem Programm

im Pfarrsaal Steigenberg

MURNAU

8.30 bis 17.00 Uhr

Aquarell-Ausstellung von Hans

Rehbehn im Foyer der Sparkasse.

Geöffnet bis 2.12., Siehe Seite 23

PÄHL

20.00 Uhr

Kameradschaftsabend im Gasthof

Neue Post

WEILHEIM

DI 08.11.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Ehrung sozial engagierter Bürger

in der Tiefstollenhalle

WEILHEIM

MI 09.11.

16.00 bis 17.00 Uhr

Märchenzeit „Sterntaler“ in der

Stadtbücherei. Für Kinder ab 4

Jahren. Eintritt frei

STARNBERG

20.00 Uhr

Vortrag „Die innere Uhr: Tagesund

Jahreszeiten bei Mensch und

Tier“ von Prof. Dr. Michaela Hau

in der Schlossberghalle. Eintritt:

8 € / 5 € (ermäßigt), Jugendliche frei.

VVK in der Verwaltung der Schlossberghalle

und im Tourismusverband

PENZBERG

19.00 bis 20.30 Uhr

Penzberger Sprechstunde „Herz

unter Stress“ im Rahmen der

Herzwochen der Deutschen Herzstiftung

bei Roche Diagnostics.

Anmeldung (bis 6.11.) unter www.

klinikum-penzberg.de

MURNAU

20.00 Uhr

Horváth-Tage — Lesung mit

Gespräch „Fallensteller“ von Saša

Stanišic in der Westtorhalle. Einlass

ab 19.30 Uhr. Karten: 12 € / 8 €

(ermäßigt)

BERNRIED

15.00 bis 17.00 Uhr

SoNe-Mittwochscafé in der Alten

Schule

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Seniorenkaffee im NBH-Vereinsheim

EBERFING

14.00 Uhr

Kaffeetreff des Frauenbundes im

Gasthof Zur Post

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Weinkeller

des Rathauses

PÖCKING

16.00 Uhr

Vorlesestunde mit Bilderbuchkino

„Klara schreibt mit blauer Tinte“

in der Bücherei im Alten Pfarrhaus.

Für Kinder ab 3 Jahren

PEISSENBERG

DO 10.11.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit Besuch

„Die Polizei — dein Freund und

Helfer“, mit Kaffee und Kuchen im

Pfarrheim St. Barbara

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Josef-Zerhoch-

Mittelschule

19.00 Uhr

Veteranen- und Reservisten-

Stammtisch im Gasthof Zur Post

DIESSEN

14.00 Uhr

Frauenbund Café im Vorraum des

Traidtcasten

PENZBERG

19.00 Uhr

Kulturpreisverleihung für besonderes

bürgerliches Engagement in

den Bereichen Kultur, Brauchtumspflege

und Tradition im

Sitzungssaal des Rathauses

MURNAU

20.00 Uhr

Horváth-Tage — Kabarett „Jetzt

geh’ ich da so hin und her“ im

Griesbräu-Saal. Einlass ab 18.30

Uhr. Karten: 22 € / 15 € (ermäßigt)

ANTDORF

20.00 Uhr

„Zusammhock’n — Musizieren

— Lustig sein“ mit dem ASV im

Sportheim

/

74 | tassilo


HABACH

PÄHL

DIESSEN

IFFELDORF

19.00 Uhr

Offene Bühne „Saitnhupfa Hoagascht“

im Trödler, verboten ist

nichts, außer Strom. Einlass 18.30

Uhr. Eintritt frei

ODERDING

19.00 Uhr

Vortrag „Steinzeit im Raum Polling“

im Dorfgemeinschaftshaus

PÖCKING

19.30 Uhr

Mundartlesung mit Ludwig

Erhard und Ludwig Gansneder in

der Bücherei im Alten Pfarrhaus.

Eintritt frei, Spenden erbeten

WEILHEIM

FR 11.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Musical „Watzmann — Der Berg

ruft“ von der Musiktheatertruppe

„Wolfpack + s’Xind’l“ im Stadttheater.

VVK beim Ticketservice der

Sparkasse

MURNAU

19.30 Uhr

Rock im MZ — Konzert von Nachwuchsbands

in der Westtorhalle.

Einlass ab 19 Uhr. Eintritt: 5 € / 3 €

(ermäßigt)

20.00 Uhr

Horváth-Tage — Theater „Ein Kind

unserer Zeit“ in der Ödön-von-

Horváth-Aula. Karten: 20 € / 15 €

(ermäßigt)

BERNRIED

17.00 Uhr

Martinszug mit Schließung des

Martinsbrunnens. Treffpunkt am

Schulhof

20.00 Uhr

Theater der Theatergruppe im

Pfarr- und Gemeindezentrum

HABACH

18.30 Uhr

Rockkonzert mit „Worst Case“ im

Trödler

ANDECHS

20.00 Uhr

Theater „Luzifer & Larifari“ der

Theaterfreunde Machtlfing e.V.

im Klostergasthof. VVK unter

0170 / 9269761

TUTZING

20.00 Uhr

Solokonzert „Des bin I“ von

Michael Fitz im Dorfstadl des

Buttlerhofs. Einlass ab 18 Uhr.

Karten: 21 €. VVK im Buttlerhof,

Tourismusverband Starnberg und

Friseusalon Spöttl in Feldafing

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Komödie „Zwei wie wir“ — eine

romantische Komödie von Norm

Foster in der Loisachhalle. Einlass

ab 19 Uhr. Karten: 23 € — 30 € (16 €

ermäßigt). VVK unter www.muenchenticket.de.

Siehe Anzeige Seite 56

WEILHEIM

SA 12.11.

20.00 Uhr

Herbstkonzert des Kammerorchesters

in der Stadthalle. Karten:

18 € / 5 € (ermäßigt). VVK beim

Ticketservice der Sparkasse und im

Veranstaltungsbüro der Stadt

20.00 Uhr

Musical „Watzmann — Der Berg

ruft“ von der Musiktheatertruppe

„Wolfpack + s’Xind’l“ im Stadttheater.

VVK beim Ticketservice der

Sparkasse

10.00 Uhr

Tanzkurs „Zum Tanzn bin i

ganga …“ fürs Zwiefach-Tanzen

im Traidtcasten. Anmeldung

unter 08807 / 5499

20.00 Uhr

Herbstvolkstanz mit Magnus

Kaindl im Traidtcasten. Reservierung

unter 08807 / 5499

MURNAU

9.00 bis 11.00

Skibazar im Kultur- und Tagungszentrum.

Weitere Infos unter www.

skiclub-murnau.de

20.00 Uhr

Konzert von Peter Meier mit „Colours“,

eigene Werke von Klassik

bis Latin im Schloßmuseum

20.00 Uhr

Bayrisches Rapkonzert „Liquid

& Maniac“ in der Westtorhalle.

Eintritt: 12 € / 9 € (ermäßigt)

20.00 Uhr

Horváth-Tage — Kabarett „Jetzt

geh’ ich da so hin und her“ im

Griesbräu-Saal. Einlass ab 18.30

Uhr. Karten: 22 € / 15 € (ermäßigt)

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

20.00 Uhr

Theater der Theatergruppe im

Pfarr- und Gemeindesaal

RAISTING

20.00 Uhr

Hoagartn des Heimat- und Trachtenvereins

im Vereinsheim

HABACH

18.30 Uhr

Konzert „Racky and the Rootbootleg“

im Trödler

10.00 bis 18.30 Uhr

Hobby-Künstler Markt im Pfarrzentrum

19.00 Uhr

Theater „Ölwechsel pur“, eine

Komödie in 3 Akten der Laienspielgruppe

im Gemeindezentrum.

Karten: 9 € / 5 € (ermäßigt).

VVK bei der Tankstelle Greil und

unter 08856 / 8036727

ETTING

11.00 bis 15.00 Uhr

Tag der offenen Tür beim Trinkwasserhochbehälter

POLLING

20.00 Uhr

Volksmusikkonzert „Edelmann“

im Bibliotheksaal

ANDECHS

20.00 Uhr

Theater „Luzifer & Larifari“ der

Theaterfreunde Machtlfing e.V.

im Klostergasthof. VVK unter

0170 / 9269761

FELDAFING

19.00 Uhr

Benefizveranstaltung „Alles

liebet, alles scherzet...“ mit Stefan

Wilkening des ZONTA Clubs

Fünf-Seen-Land im Bürgersaal

des Rathauses. Karten: 25 € unter

antje4400@t-online.de. Siehe

Seite 37

19.00 Uhr

900 Jahre Feldafing — Geistliches

Konzert mit Werken aus neun

Jahrhunderten in der Hl. Kreuz

Kirche

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

november / dezember 2016 | 75

31

.10. l 20 Uhr

Halloween Tanz-Party

Demon‘s Eye - Deep Purple

5./6.11.

Im Advent

04.11. l 20 Uhr

Hochzeitsmesse

Theaterabend 12./16.11.

26.11. l 20.30 Uhr

Allgäuer Discofox Nacht!

24.12. l 11 Uhr

Benefiz-Weißwurstessen

26./27.12.

Winterzauber

Kunsthandwerkermarkt

Planen Sie ihre

bei uns. Es stehen ihnen

umlichkeiten in allen

Größen zur Verfügung.

Gipsmühlweg 5 l 87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de


WOLFRATSHAUSEN

RAISTING

PÄHL

ANDECHS

MURNAU

19.00 Uhr

Konzert „Klaviertrio mit Klarinette“

in der Loisachhalle. Einlass ab

18 Uhr. Karten: 18 € / 14 € (ermäßigt).

VVK unter www.muenchenticket.de.

Siehe Anzeige Seite 56

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Theaterabend im Schloßbrauhaus.

Weitere Infos unter www.schlossbrauhaus.de

und Anzeige Seite 75

WEILHEIM

SO 13.11.

Volkstrauertag

8.00 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

18.00 Uhr

Musical „Watzmann — Der Berg

ruft“ von der Musiktheatertruppe

„Wolfpack + s’Xind’l“ im Stadttheater.

VVK beim Ticketservice der

Sparkasse

PEISSENBERG

9.00 Uhr

Volkstrauertag am Kriegerdenkmal

BERNRIED

8.30 Uhr

Volkstrauertag — Aufstellung

am Maibaum, Abmarsch zum

Gottesdienst. Danach gemeinsames

Beisammensitzen im Hotel

Seeblick

PÄHL

9.00 Uhr

Feldmesse zum Volkstrauertag an

der Pfarrkirche

19.00 Uhr

Theater der Theatergruppe im

Pfarr- und Gemeindezentrum

11.00 Uhr

Konzert von Peter Meier mit „Colours“,

eigene Werke von Klassik

bis Latin im Otto-Hellmeier-

Kulturhaus

IFFELDORF

11.00 bis 18.30 Uhr

Hobby-Künstler Markt im Pfarrzentrum

18.00 Uhr

Theater „Ölwechsel pur“, eine

Komödie in 3 Akten der Laienspielgruppe

im Gemeindezentrum.

Karten: 9 € / 5 € (ermäßigt).

VVK bei der Tankstelle Greil und

unter 08856 / 8036727

ANDECHS

18.00 Uhr

Theater „Luzifer & Larifari“ der

Theaterfreunde Machtlfing e.V.

inkl. Menü im Klostergasthof. VVK

unter 0170 / 9269761

TUTZING

18.00 Uhr

Konzert um die Welt in der Christuskirche

20.00 Uhr

Comedy „Weltfrieden — notfalls

mit Gewalt“ mit Ausbilder Schmidt

im Dorfstadl Buttlerhof. Einlass ab

18 Uhr. Karten: 18 €. VVK im Buttlerhof,

Tourismusverband Starnberg

und Friseursalon Spöttl Feldafing

WEILHEIM

MO 14.11.

19.30 Uhr

Vortrag „Wie wir die Angst vor

dem Sterben überwinden“ von

Sterbeforscher Bernard Jakoby im

Stadttheater

20.00 Uhr

Vortrag „Frauen am Münchner

Hof“ von Dr. Britta Kägler im Gasthaus

Oberbräu

19.00 Uhr

Treffen vom Freundeskreis der

Ortsgeschichte im Gasthof Neue

Post

WEILHEIM

DI 15.11.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

NEU

www.

WEILHEIM

IFFELDORF

19.00 Uhr

Theater „Ölwechsel pur“, eine

Komödie in 3 Akten der Laienspielgruppe

im Gemeindezent-

3D-

Figuren

MI 16.11.

15.00 bis 16.00 Uhr

Kinderkino „Pippilothek“ in

der Stadtbücherei. Für Kinder

ab 5 Jahren. Anmeldung unter

0881 / 682610

.com

Münzstraße 27 | Schongau

STARNBERG

19.30 Uhr

Filmvorführung des Film- und

Videoclubs: „Breslau-Tschenstochau-Krakau“

und „Unterwegs in

der Slowakei“ von Bruno Pex in

der Schlossberghalle. Eintritt frei,

Gäste willkommen

MURNAU

19.30 Uhr

Vortrag „Also ohne Papiere geht

das nicht“ mit Gabi Rudnicki im

Kultur- und Tagungszentrum

20.00 Uhr

Theater „Luzifer & Larifari“ der

Theaterfreunde Machtlfing e.V.

im Klostergasthof. VVK unter

0170 / 9269761

PÖCKING

16.00 Uhr

Theater „Sterntaler“ des Klexs

Theaters in der Bücherei im Alten

Pfarrhaus

TUTZING

20.00 Uhr

Comedy „Selfie von Mutti“ mit

Chris Tall im Dorfstadl Buttlerhof.

Einlass ab 18 Uhr. Karten: 20 €. VVK

im Buttlerhof, Tourismusverband

Starnberg und Friseursalon Spöttl

Feldafing

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Theaterabend im Schloßbrauhaus.

Weitere Infos unter www.schlossbrauhaus.de

und Anzeige Seite 75

WEILHEIM

DO 17.11.

19.00 Uhr

Vortrag „Zahnimplantate — Feste

Zähne für mehr Lebensqualität“

in der Stadthalle

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

PENZBERG

20.00 Uhr

50 Jahre seit Bergwerksschließung

— Vortrag „Geschichte und

Entstehung von Museen und

Sammlungen zum Kohlebergbau

in Deutschland“ von Dr. Stefen

Siemer in der Stadtbücherei.

Eintritt: 1 €

10.00 bis 12.00 Uhr

Internationales Frühstück im

Mehrgenerationenhaus

PÄHL

9.00 Uhr

Frühstück für Trauernde im Pfarrund

Gemeindezentrum

FELDAFING

15.00 Uhr

Seniorennachmittag in der evang.

Kirche

WEILHEIM

FR 18.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Kabarett „Fuchstreff — nix für

Hasenfüße“ von Josef Brustmann

im Stadttheater. VVK unter

08171 / 488667 und beim Ticketservice

der Sparkasse

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Die Subdominanten &

Brass Joker“ in der Tiefstollenhalle.

Karten: 16 €

MURNAU

20.30 Uhr

Konzert „Black Patti — Blues“ in

der Westtorhalle. Einlass ab 20

Uhr. Eintritt: 14 € / 11 € (ermäßigt)

PÄHL

20.00 Uhr

Theater der Theatergruppe im

Pfarr- und Gemeindezentrum

76 | tassilo


um. Karten: 9 € / 5 € (ermäßigt).

VVK bei der Tankstelle Greil und

unter 08856 / 8036727

POLLING

15.00 Uhr

Café International im Pfarrsaal

des Klosters

ANDECHS

20.00 Uhr

Theater „Luzifer & Larifari“ der

Theaterfreunde Machtlfing e.V.

im Klostergasthof. VVK unter

0170 / 9269761

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Jazzkonzert „Heye’s Society“ in

der Loisachhalle. Einlass ab 19

Uhr. Karten: 19 € (15 € ermäßigt).

VVK unter www.muenchenticket.de.

Siehe Anzeige Seite 56

WEILHEIM

SA 19.11.

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle. Platzbezug ab 7

Uhr möglich. Anmeldung unter

0881 / 4179225

PEISSENBERG

10.00 bis 16.00 Uhr

Andreasmarkt auf dem Kirchplatz

DIESSEN

15.00 Uhr

Kinderkino no „Die Eiskönigin —

völlig unverfroren“ e im SOS-

Kinderdorf

dorf

PENZBERG

20.00 Uhr

Dichterlesung mit Musik der

Musikfreunde Penzberg in der

Aula der Bürgermeister-Prantl-

Grundschule. Karten: 18 €. VVK in

der Buchhandlung Rolles und beim

Gelben Blatt

MURNAU

20.00 Uhr

Jugendblasmusik-Festival im Haus

des Gastes in Riegsee

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

20.00 Uhr

Theater der Theatergruppe im

Pfarr- und Gemeindezentrum

EBERFING

20.00 Uhr

Führung zum Thema „Galaxien:

die größten Sterneninseln in den

Weiten des Weltalls“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Weitere Infos

unter www.sternwarte-eberfing.

de oder 08802 / 8389

20.00 Uhr

Jahreskonzert der Musikkapelle

im Gasthof Zur Post

HABACH

18.30 Uhr

Rockparty mit den Bands „Plec-

StoneAge“ und „FEIA DOGS“ im

Trödler

IFFELDORF

19.00 Uhr

Theater „Ölwechsel pur“, eine

Komödie in 3 Akten der Laienspielgruppe

im Gemeindezentrum.

Karten: 9 € / 5 € (ermäßigt).

VVK bei der Tankstelle Greil und

unter 08856 / 8036727

FORST

9.00 Uhr

Plätzchenbacken im Paradieshof

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Drachenzähmen

leicht gemacht“ im Schulungsraum

des Feuerwehrhauses

WESSOBRUNN

9.00 bis 11.30 Uhr

Kinderkleider- und Spielzeugbasar

in der Mehrzweckhalle. Weitere

Infos unter www.wessokind.de

ANDECHS

20.00 Uhr

Theater „Luzifer & Larifari“ der

Theaterfreunde Machtlfing e.V.

im Klostergasthof. VVK unter

0170 / 9269761

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

WEILHEIM

SO 20.11.

19.30 Uhr

Abendmusik mit Oboe und Orgel

zum Ewigkeitssonntag in der

evang. Apostelkirche. Eintritt frei

PEISSENBERG

9.00 bis 17.00 Uhr

Kathreinmarkt in der Sonnenstraße.

Verkaufsoffener Sonntag von

13 — 17 Uhr

> > > WEIHNACHTSMÄRKTE IN DER REGION

Eine Übersicht über die zahlreichen Weihnachtsmärkte in der Region findenn

Sie auf den Seiten 64 — 67. diese sind hier nicht zusätzlich aufgeführt.

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet.

Eintritt: 5 €

STARNBERG

17.00 Uhr

Konzert „Bach, Brahms, Händel,

Pergolesi“ von Musica Starnberg

in der Stadtpfarrkirche St. Maria.

Karten: 20 € / 10 € (ermäßigt). VVK

unter karten@musica-starnberg.de

und 08151 / 4463422

18.00 Uhr

Lesung „Bäume“ mit Ilse Trautmann

im Kunstsalon 5

MURNAU

20.00 Uhr

Kabarett „Im Aufrag Ihrer Kanzlerin“

von Simone Solga im Kulturund

Tagungszentrum. Karten: 22 €.

VVK bei der Buchhandlung Gattner,

im KTM und im DER-Reisebüro

EBERFING

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Florianstüberl

des Feuerwehrhauses

IFFELDORF

18.00 Uhr

Theater „Ölwechsel pur“, eine

Komödie in 3 Akten der Laienspielgruppe

im Gemeindezentrum.

Karten: 9 € / 5 € (ermäßigt).

VVK bei der Tankstelle Greil und

unter 08856 / 8036727

ANDECHS

18.00 Uhr

Theater „Luzifer & Larifari“ der

Theaterfreunde Machtlfing e.V.

im Klostergasthof. VVK unter

0170 / 9269761

WEILHEIM

MO 21.11.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

STARNBERG

20.00 Uhr

STAkulturABO — Kabarett „Im Auftrag

Ihrer Kanzlerin“ von Simone

Solga in der Schlossberghalle. Karten:

29 €. VVK in der Schlossberghalle

WEILHEIM

DI 22.11.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

MURNAU

MI 23.11.

20.00 Uhr

Sprachenkino auf Englisch im

Originalton in der Westtorhalle.

Einlass ab 19.30 Uhr. Eintritt frei

BERNRIED

15.00 bis 17.00 Uhr

SoNe-Mittwochcafé in der Alten

Schule

TUTZING

19.00 Uhr

Vortrag „Atemnot — Venenbedingt?“

mit Prof. Dr. med. Malte

Ludwig und „Moderne Untersuchungs-

und Behandlungsmöglichkeiten

des Krampfaderleidens“

mit Dr. Jan Kemke im Benedictus

Krankenhaus. Anmeldung unter

08158 / 23143. 3. Siehe Anzeige Seite 18

PEISSENBERG

DO 24.11.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

november er

/ dezember 2016 | 77


20.00 Uhr

Winterschuiboi der Landwirtschaftsschule

Weilheim im

Gasthof Zur Post

DIESSEN

18.00 bis 22.00 Uhr

„Dießen leuchtet“ — langer

Einkaufsabend mit verschiedenen

künstlerischen Ausstellungen und

Märkten im Ort

PENZBERG

20.00 Uhr

50 Jahre seit Bergwerksschließung

— Vortrag „Die Industrialisierung

Bayerns und die Anfänge des Pechkohlebergbaus

im 19. Jahrhundert“

von Dipl.-Soz. Peter Schüßler in

der Stadtbücherei. Eintritt: 1 €

WESSOBRUNN

14.00 Uhr

Frauentreff im Gasthof Zur Post

WEILHEIM

FR 25.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

13.30 Uhr

Motorsägen-Kurs von Fa. Forst

und Garten Kreitmair. Weitere

Infos und Anmeldung unter

www.endress-shop.de oder

0881 / 989920

15.00 bis 15.50 Uhr

Figurentheater „Emma und der

Weihnachtsmann“ in der Stadtbücherei.

VVK in der Stadtbücherei

20.00 Uhr

Jazztage — Konzert „Saxophon im

Fokus“ im Stadttheater. VVK im

Veranstaltungsbüro der Stadt

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Jazzkonzert „Heye’s Society, New

Orleans Jazz“ in der Tiefstollenhalle.

Karten: 20 €

MURNAU

20.30 Uhr

Jazzkonzert „Blume“ in der Westtorhalle.

Einlass ab 20 Uhr. Eintritt:

14 € / 10 € (ermäßigt)

ANDECHS

18.00 Uhr

Vernissage der 11. Aquarellausstellung

von Heidi Gerum beim

Kfz-Service Metz

PÖCKING

10.00 Uhr

Literaturkreis mit Vorstellung

neuer Romane und Sachbücher in

der Bücherei im Alten Pfarrhaus

TUTZING

20.00 Uhr

Comedy „Ja, ich will“ mit Lizzy

Aumeier im Dorfstadl Buttlerhof.

Einlass ab 18 Uhr. Karten: 21 €. VVK

im Buttlerhof, Tourismusverband

Starnberg und Friseursalon Spöttl

Feldafing

WEILHEIM

SA 26.11.

9.00 Uhr

Motorsägen-Kurs von Fa. Forst

und Garten Kreitmair. Infos und

Anmeldung unter www.endressshop.de

oder 0881 / 989920

9.00 bis 11.30 Uhr

Wintersport Basar der Abt. Ski in

der Kleinen Hochlandhalle

20.00 Uhr

Jazztage — Konzert „Saxophon im

Fokus“ im Stadttheater. VVK im

Veranstaltungsbüro der Stadt

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Kinderkino „Drachenzähmen

leicht gemacht“ in der Bücherei.

Für Kinder ab 6 Jahren. Eintritt: 1 €

DIESSEN

14.00 Uhr

Vortrag „Lorenz von Westenrieder:

Der Entdecker des Starnberger

Sees“ mit Dr. Martinus Fesq-

Martin im Gasthof Unterbräu

19.30 Uhr

Preiswatten im Sportheim Dettenschwang

MURNAU

9.00 bis 18.00 Uhr

Bücherbasar des Lions-Club im

Kemmelpark

20.00 Uhr

Tanzgala mit Showprogramm im

Kultur- und Tagungszentrum

20.30 Uhr

Konzert von „Sutcliffe“ und

„Goya Royal“ in der Westtorhalle.

Einlass ab 20 Uhr. Eintritt: 9 € / 7 €

(ermäßigt)

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachtsbasar der NBH im

NBH-Vereinsheim

HABACH

18.30 Uhr

BigBand-Konzert „Harakiri

Big 15“ im Trödler

16.30 Uhr

Kinderkino „Drachenzähmen

leicht gemacht“ im Rathaus. Für

Kinder ab 8 Jahren

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

HOHENSCHWANGAU

16.00 Uhr

Auftakt der Wittelsbacher Chorweihnacht

in der Christkönigkapelle.

An jedem Samstag im

Advent. Siehe Seite 42

SCHWANGAU

20.30 Uhr

Allgäuer Discofox Nacht im

Schloßbrauhaus. Weitere Infos

unter www.schlossbrauhaus.de

WEILHEIM

SO 27.11. .

9.00 bis 17.30 Uhr

Andreasmarkt am Rathausplatz.

Verkaufsoffener Sonntag ab 11 Uhr

11.00 bis 17.00 Uhr

Bauernmarkt am Marienplatz

PEISSENBERG

13.00 bis 18.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag auf dem

Gelände der Tiefstollenhalle.

Kosten: 1 €

MURNAU

10.00 bis 17.00 Uhr

Bücherbasar vom Lions-Club im

Kemmelpark

HUGLFING

13.00 Uhr

Weihnachtsmarkt vor der Kirche

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachtsbasar der NBH im

NBH-Vereinsheim

POLLING

10.00 bis 17.00 Uhr

Tag der offenen Tür im Hospiz

STARNBERG

MO 28.11.

20.00 Uhr

All that Jazz — Kammerkonzert

„Woanders“ mit Georg Rings-

www.boeglmueller.com

• 18-Löcher-Golfanlage „Auf der Gsteig“

• Öffentlicher 3-Löcher-Kurzplatz

• 150 qm Golf-Indooranlage mit Golfsimulator

(Full Swing) und Indoor-Putting-Grün

• 18 Golf-Carts

Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. +49(0 )88 62-98 77-50 · golf@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

78 | tassilo

Golf-Indoor-Anlage

Golfen mit besten Aussichten ...

/


gwandl in der Schlossberghalle.

Karten: 20 € — 25 €. VVK in der

Schlossberghalle und im Tourismusverband.

Siehe Seite 22

WEILHEIM

DI 29.11.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

STARNBERG

20.00 Uhr

Filmvorführung des Weltreisefilms

„Auf Achse: Grönland & Island“

in der Schlossberghalle. Karten:

14 € / 10 € (ermäßigt). VVK im Kulturamt

und beim Tourismusverband

MURNAU

19.30 Uhr

Lesung „Der Jonas-Komplex“ von

Thomas Glavinic im Schloßmuseum.

Eintritt: 15 € / 13 € (ermäßigt).

VVK an der Museumskasse

STARNBERG

MI 30.11.

19.30 Uhr

Filmvorführung des Film- und Videoclubs:

„Pinguine, Eisberge und

Co. Abenteuer Antarktis“ von Ralf

Beckmann in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

PEISSENBERG

DO 01.12.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

19.30 Uhr

Kabarett „Nur mal angenommen...“

von Bruno Jonas in

der Schlossberghalle. Karten:

25 € — 28 €. VVK im Kulturamt und

beim Tourismusverband

HABACH

18.30 Uhr

Irish-Folk-Konzert der Band „Keltentanz“

im Trödler. Eintritt frei

WEILHEIM

FR 02.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

19.00 bis 21.00 Uhr

Adventskonzert der Städtischen

Musikschule im Stadttheater.

Eintritt frei

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Broom Bezzums — Winter

Carol Tour“ in der Tiefstollenhalle.

Karten: 20 €

PENZBERG

12.30 bis 16.00 Uhr

Besuchertag im Werk von Roche

Diagnostics. Anmeldung unter

www.roche.de/about/standorte/

besucherwesen/index.html

MURNAU

20.30 Uhr

Improtheater „Isar 148 — Krippengestöber“

in der Westtorhalle.

Einlass ab 20 Uhr. Karten: 12 € / 8 €

(ermäßigt)

TUTZING

17.00 Uhr

Adventsbetthupferl mit Pfarrerin

Ulrike Wilhelm in der Christuskirche

20.00 Uhr

Offenes Pfarrhaus der evang.

Kirchengemeinde

WOLFRATSHAUSEN

19.30 Uhr

Familienmusical „Drei Nüsse für

Aschenbrödel“ in der Loisachhalle.

Einlass ab 18.30 Uhr. Karten:

23 € — 30 € (16 € ermäßigt). VVK

unter www.muenchenticket.de

WEILHEIM

SA 03.12.

12.00 bis 18.00 Uhr

Verkostung von Marzadro Grappa

im Weinladen Instinsky

STARNBERG

20.00 Uhr

STAkulturABO — Kabarett „Die Zeit

ist reif“ vom Bairisch Diatonischen

Jodelwahnsinn in der Schlossberghalle.

Karten: 27 €. VVK in der

Verwaltung der Schlossberghalle

und im Kulturamt

MURNAU

10.00 bis 19.00 Uhr

Christkindlmarkt der Hobbykünstler

und Handwerker im Kulturund

Tagungszentrum

BERNRIED

18.00 Uhr

Nikolausfeier des Heimat- und

Trachtenvereins im Vereinsheim

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

RAISTING

14.00 Uhr

Platzlmarkt am AWO-Haus

HABACH

18.30 Uhr

Rockkonzert „Austria Project“ im

Trödler

OBERHAUSEN

9.00 bis 17.00 Uhr

Großer Christbaumverkauf — in

Bayern gezüchtete Nordmanntannen

auf Gut Achberg. Täglich

bis 24.12.

11.00 bis 19.00 Uhr

Christkindlmarkt auf Gut Achberg.

Verkauf von handgefertigten

kunsthandwerklichen Produkten

und Geschenken an mehr als 20

Ständen

OBERSÖCHERING

20.00 Uhr

Santa Claus Rock’s am Sportplatz

FELDAFING

13.00 bis 20.00 Uhr

Christkindlmarkt am Kirchplatz

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Konzert mit Werken von Corelli,

Sibelius, Mozart und Tschaikowski

in der Loisachhalle. Einlass ab

19.15 Uhr. Karten: 24 € / 12 € ermäßigt).

VVK unter www.muenchenticket.de.

Siehe Anzeige Seite e 56

WEILHEIM

SO 04.12. .

10.00 Uhr

Begegnung mit Adventsfrühstück

im Mehrgenerationenhaus

PEISSENBERG

10.30 Uhr

Barbarafeier in der St. Barbara-

Kirche

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet.

Eintritt: 5 €

16.00 Uhr

Adventssingen „Auf a Stund“ im

Pfarrheim

DIESSEN

16.00 Uhr

Dießener Advent — Vorweihnachtliche

Chor- und Instrumentalwerke

im Marienmünster. Eintritt: 10 €

STARNBERG

15.00 Uhr

Familientheater „Die kleine Hexe“

nach Lieve Baeten in der Schlossberghalle.

Karten: 13 € — 17 €. VVK

in der Verwaltung der Schlossberghalle

und beim Tourismusverband

MURNAU

10.00 bis 17.00 Uhr

Christklindlmarkt der Hobbykünstler

und Handwerker im

Kultur- und Tagungszentrum

SEESHAUPT

19.00 Uhr

Adventssingen des Trachtenvereins

in der Kirche St. Margaretha

in Magnetsried

EBERFING

15.00 Uhr

Adventssingen in der Pfarrkirche

HABACH

19.30 Uhr

Adventssingen in der Pfarrkirche

OBERHAUSEN

11.00 bis 19.00 Uhr

Christkindlmarkt auf Gut Achberg.

Handgefertigte kunsthandwerklichen

Produkte und Geschenke an

mehr als 20 Ständen. Ab 12 Uhr:

Hirschgulasch mit Spätzle. Gegen 15

Uhr: Nikolausbesuch

FELDAFING

13.00 bis 19.00 Uhr

Christkindlmarkt am Kirchplatz

WEILHEIM

MO 05.12.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Eintritt frei

november / dezember 2016 | 79


PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

PENZBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

Seniorennachmittag „Lieber gemeinsam

als einsam“ mit Kaffee

und Kuchen und vielfältigem Programm

im Pfarrsaal Steigenberg

PÄHL

20.00 Uhr

Kameradschaftsabend im Gasthof

Neue Post

WEILHEIM

DI 06.12.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PEISSENBERG

14.30 Uhr

Nikolausfeier des Frauenbundes

im Pfarrheim St. Barbara

TUTZING

20.00 Uhr

Satirelesung von Hansi Kraus mit

Geschichten von Ludwig Thoma

im Dorfstadl Buttlerhof. Einlass ab

18 Uhr. Karten: 10 €. VVK im Buttlerhof,

Tourismusverband Starnberg

und Friseursalon Spöttl Feldafing

WEILHEIM

MI 07.12.

17.30 Uhr

Schafkopfrunde im Geisenhofer-Treff.

Anmeldung unter

0881 / 909590-15

STARNBERG

15.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Landratsamt

19.30 Uhr

Filmvorführung des Film- und

Videoclub: „Madeira“ von Werner

Schmitt in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

PÄHL

14.30 Uhr

Kaffeekranzl im Kerschlach Café

RAISTING

19.00 Uhr

Künstlerstammtisch im Café Ibiza

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Seniorenkaffee im NBH-Vereinsheim

EBERFING

14.00 Uhr

Weihnachtsfeier des Frauenbundes

im Gasthof Zur Post

POLLING

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

des Klosters

PÖCKING

16.00 bis 17.00 Uhr

Vorlesestunde mit Bilderbuchkino

„Wie weihnachtelt man?“ in der

Bücherei im Alten Pfarrheim

PEISSENBERG

DO 08.12.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

19.00 Uhr

Veteranen- und Reservisten-

Stammtisch im Gasthof Zur Post

MURNAU

19.00 Uhr

Adventskonzert der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

RAISTING

14.00 Uhr

Adventfeier des Frauenbundes im

Pfarrheim

ANTDORF

20.00 Uhr

„Zusammhock’n — Musizieren

— Lustig sein“ mit dem ASV im

Sportheim

HABACH

19.00 Uhr

Offene Bühne „Saitnhupfa Hoagascht“

im Trödler, verboten ist

nichts, außer Strom. Einlass 18.30

Uhr. Eintritt frei

NEU

www.

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Theater „Die Legende vom

heiligen Trinker“ in der Loisachhalle.

Einlass ab 19 Uhr. Karten:

23 € — 30 € (16 € ermäßigt). VVK

unter www.muenchenticket.de

WEILHEIM

3D-

Figuren

FR 09.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

.com

Münzstraße 27 | Schongau

PEISSENBERG

16.30 Uhr

Kinderprogramm „Naftule und

die Reise nach Jerusalem“ in der

Tiefstollenhalle. Eintritt: 16 €

DIESSEN

19.00 Uhr

Weihnachtsbasteln mit Edeltraud

Scheidel im Kirchenzentrum.

Anmeldung vom 21.11. bis 24.11.

ab 14.30 Uhr unter 0178 / 4557573

MURNAU

20.00 Uhr

Lesung mit Andrea Sawatzki in

der Buchhandlung Rupprecht.

Einlass ab 19.30 Uhr. Karten:

14 €. VVK in der Buchhandlung

Rupprecht

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino im AWO-Haus

OBERSÖCHERING

16.00 bis 21.00 Uhr

Glühweinstand am Rathausplatz

TUTZING

17.00 Uhr

Adventsbetthupferl mit Pfarrerin

Ulrike Wilhelm in der Christuskirche

WEILHEIM

SA 10.12.

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle. Platzbezug ab 7

Uhr möglich. Anmeldung unter

0881 / 4179225

12.00 bis 18.00 Uhr

Verkostung von Etter Obstbrand

im Weinladen Instinsky

20.00 Uhr

Krimikomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“

im Stadttheater.

VVK im Veranstaltungsbüro der

Stadt

DIESSEN

15.00 Uhr

Kinderkino „Morgen, Findus,

wird’s was geben“ im SOS-

Kinderdorf

MURNAU

20.30 Uhr

Konzert mit „Kofelgschroa“ in der

Westtorhalle. Einlass ab 20 Uhr.

Karten: 16 € / 11 € (ermäßigt)

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

EBERFING

19.00 Uhr

Führung zum Thema „Mond bei

seinem ersten Viertel sind die

Einzelheiten besonders gut zu

beobachten“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Weitere Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802 / 8389

IFFELDORF

19.00 Uhr

Meisterkonzerte — Konzert von

Stefan Temmingh und Wiebke

Weidanz in der Mehrzweckhalle.

Karten: 22 € — 30 €. VVK unter www.

iffeldorfer-meisterkonzerte.de.

Ab 18 Uhr Konzerteinführung von

Reinhard Szyszka

OBERSÖCHERING

16.00 bis 21.00 Uhr

Glühweinstand am Rathausplatz

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Die Legende vom

Weihnachtsstern“ im Schulungsraum

des Feuerwehrhauses

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

/

80 | tassilo


HOHENPEISSENBERG

10.00 bis 16.00 Uhr

Modelleisenbahn und -automarkt

im Haus der Vereine. Eintritt: 2 €

(Kinder bis 14 Jahre frei)

WEILHEIM

SO 11.12. .

8.00 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

18.00 Uhr

Krimikomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“

im Stadttheater.

VVK im Veranstaltungsbüro der

Stadt

MARNBACH

20.00 Uhr

Bayrisches Adventssingen in der

Kirche St. Michael. Eintritt frei

PENZBERG

16.30 Uhr

Konzert „Missa di Gloria — Puccini“

der Musikfreunde Penzberg in

der Stadtpfarrkirche Christkönig.

Karten: 13 € — 28 €. VVK in der

Buchhandlung Rolles und beim

Gelben Blatt

OBERHAUSEN

10.00 Uhr

Weißwurstfrühschoppen mit

Stubenmusik auf Gut Achberg

OBERSÖCHERING

14.00 bis 19.00 Uhr

Glühweinstand am Rathausplatz

19.30 Uhr

Adventssingen in der Pfarrkirche

POLLING

15.00 Uhr

Nikolausfeier des Trachtenvereins

mit Waldweihnacht im Trachtenheim

PÖCKING

15.00 Uhr

Adventssingen in der St. Ulrich

Kirche

WEILHEIM

DI 13.12.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

WEILHEIM

MI 14.12.

16.00 bis 17.00 Uhr

Märchenzeit „Die Heilige Nacht“

in der Stadtbücherei. Für Kinder

ab 4 Jahren. Eintritt frei

STARNBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Schlossberghalle

PENZBERG

19.00 Uhr

Penzberger Sprechstunde zum

Thema „Rückenschmerzen — ein

Überblick über konservative und

minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten“

mit Dr. med.

Marko Ständer im Veranstaltungsraum

des Klinikums. Eintritt frei

BERNRIED

15.00 bis 17.00 Uhr

SoNe-Mittwochscafé in der Alten

Schule

EBERFING

14.00 Uhr

Kaffeetreff des Frauenbundes im

Gasthof Zur Post

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Weinkeller

des Rathauses

PEISSENBERG

DO 15.12.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit dem Thema

„Maria durch ein Dornwald

ging“ mit Kaffee und Kuchen zur

vorweihnachtlichen Besinnung im

Pfarrheim St. Barbara

MURNAU

10.00 bis 12.00 Uhr

Internationales Frühstück im

Mehrgenerationenhaus

WEILHEIM

FR 16.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

10.00 bis 17.00 Uhr

Private Krippenausstellung bei

Manfred Bögl. Am Betberg 8.

Siehe Anzeige Seite 67

20.00 Uhr

Krimikomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“

im Stadttheater.

VVK im Veranstaltungsbüro der

Stadt

TUTZING

17.00 Uhr

Adventsbetthupferl mit Pfarrerin

Ulrike Wilhelm in der Christuskirche

WEILHEIM

SA 17.12.

10.00 bis 17.00 Uhr

Private Krippenausstellung bei

Manfred Bögl. Am Betberg 8.

Siehe Anzeige Seite 67

20.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Stadt- und

Jugendkapelle in der Stadthalle

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Kinderkino „Die Legende vom

Weihnachtsstern“ in der Bücherei.

Kosten: 1 €. Für Kinder ab 6 Jahren

DIESSEN

14.30 Uhr

Adventfeier mit dem Mechtildisverein

im Traidtcasten

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

EBERFING

20.00 Uhr

Führung zum Thema „Offene

Sternhaufen, Kindergarten der

Sterne“ in der Sternwarte, Escherstraße

12. Weitere Infos unter

www.sternwarte-eberfing.de oder

08802 / 8389

HABACH

14.00 bis 18.00 Uhr

Altbayrischer Christkindlmarkt

beim Trödler

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Legende vom

Weihnachtsstern“ im Rathaus.

Für Kinder ab 6 Jahren

ODERDING

19.30 Uhr

Dorfweihnachtsfeier im Dorfgemeinschaftshaus

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

aus

WEILHEIM

SO 18.12. .

10.00 bis 17.00 Uhr

Private Krippenausstellung bei

Manfred Bögl. Am Betberg 8.

Siehe Anzeige Seite 67

18.00 Uhr

Krimikomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“

im Stadttheater.

VVK im Veranstaltungsbüro der

Stadt

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet.

Eintritt: 5 €

17.00 Uhr

Benefizkonzert des Akkordeonensembles

in der Tiefstollenhalle

MURNAU

19.00 Uhr

Weihnachtssingen mit der

Bläsergruppe des Jugend- und

Blasorchesters unterm Christbaum

vor dem Schloßmuseum

BERNRIED

19.00 Uhr

Adventssingen des Bernrieder

Dreigesangs in der Pfarrkirche

St. Martin

PÄHL

13.30 Uhr

Weihnachtsfeier im Pfarr- und

Gemeindezentrum

SEESHAUPT

17.00 Uhr

Waldweihnacht mit Treffpunkt an

der Kirche St. Michael

EBERFING

15.00 Uhr

Adventsumtrunk am Dorfplatz

HABACH

10.00 bis 18.00 Uhr

Altbayrischer Christkindlmarkt

beim Trödler

november / dezember 2016 | 81


IFFELDORF

20.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Musikkapelle

in der Pfarrkirche

OBERHAUSEN

12.00 Uhr

Kesselfleischessen auf Gut

Achberg

20.00 uhr

Weihnachtskonzert der Oberhauser

Musikanten im Stroblwirt

PÖCKING

17.00 bis 21.00 Uhr

Sonnwendfeuer mit Glühwein,

Kinderpunsch und Bratwurstsemmeln

auf der Wiese in der

Weilheimer Straße

TUTZING

19.00 Uhr

Weihnachtsoratorium mit Helene

von Rechenberg in der Pfarrkirche

St. Joseph. Siehe Seite 23

WEILHEIM

MO 19.12.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Eintritt frei

MURNAU

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

WEILHEIM

DI 20.12.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

15.00 bis 16.30 Uhr

Theater „Petterson feiert Weihnachten“

des Münchner Theaters

für Kinder im Stadttheater. VVK

beim Ticketservice der Sparkasse

PEISSENBERG

16.00 Uhr

Musical „Aschenputtel“ in der

Tiefstollenhalle. Karten: 19 €

FELDAFING

MI 21.12.

18.00 Uhr

900 Jahre Feldafing — Wintersinnwehr

mit Ballonglühen im

Golf-Hotel Königin Elisabeth

PEISSENBERG

DO 22.12.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

WEILHEIM

FR 23.12.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

POLLING

15.00 Uhr

Café International im Pfarrsaal

des Klosters

TUTZING

17.00 Uhr

Adventsbetthupferl mit Pfarrerin

Ulrike Wilhelm in der Christuskirche

EBERFING

SA 24.12.

Heiligabend

21.30 Uhr

Christmette, anschließend Glühweinausschank

am Dorfplatz

OBERHAUSEN

10.00 Uhr

Weißwurstfrühschoppen mit den

„Jungen Oberhauser Musikanten“

auf Gut Achberg

SCHWANGAU

11.00 Uhr

Benefiz-Weißwurstfrühschoppen

im Schloßbrauhaus. Weitere Infos

unter www.schlossbrauhaus.de

und auf Seite 75

SO 25.12.

1. Weihnachtsfeiertag

PEISSENBERG

21.00 Uhr

X-Mas Party der Gasoline-Gang in

der Tiefstollenhalle. Einlass ab 20

Uhr. Eintritt: 1 0 €

WEILHEIM

MO 26.12.

2. Weihnhachtsfeiertag

18.00 Uhr

Krimikomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“

im Stadttheater.

VVK im Veranstaltungsbüro der

Stadt

19.30 Uhr

Oratorienkonzert zum Weihnachtsfest

in der evang. Apostelkirche.

Karten: 18 € / 12 € (ermäßigt).

VVK beim Ticketservice der

Sparkasse und in der Sonnenapotheke

SCHWANGAU

10.00 Uhr

Winterzauber Kunsthandwerkermarkt

im Schloßbrauhaus. Weitere

Infos unter www.schlossbrauhaus.

de und auf Seite 75

SCHWANGAU

DI 27.12.

9.00 Uhr

Winterzauber Kunsthandwerkermarkt

im Schloßbrauhaus. Weitere

Infos unter www.schlossbrauhaus.

de und auf Seite 75

PEISSENBERG

DO 29.12.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

WEILHEIM

FR 30.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Krimikomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“

im Stadttheater.

VVK im Veranstaltungsbüro der

Stadt

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Da Weltverdruss“ der

Volksbühne am Staffelsee e.V.

im Kultur- und Tagungszentrum.

Siehe Seite 22

> > > SO ERREICHEN SIE UNS

Anschrift

„tassilo“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

www.tassilo.de

WEILHEIM

SA 31.12.

Silvester

18.00 Uhr

Krimikomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“

im Stadttheater.

VVK im Veranstaltungsbüro der

Stadt

DIESSEN

22.30 Uhr

Orgel- und Trompetenkonzert

zum Jahreswechsel im Marienmünster

PENZBERG

20.30 Uhr

Literarisches Silvester mit den

Mundartlern, kulinarischen

Kleinigkeiten und literarischen

Schmankerln in der Stadtbücherei.

Karten: 25 €. VVK in der

Bücherei

MURNAU

16.00 Uhr

Theater „Da Weltverdruss“ der

Volksbühne am Staffelsee e.V.

im Kultur- und Tagungszentrum.

Siehe Seite 22

SCHLEHDORF

18.00 Uhr

Candle-Light-Dinner beim Fischerwirt.

Siehe Anzeige Seite 65

Änderungen und Fehler vorbehalten

Email

Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 58.

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82 | tassilo


november / dezember 2016 | 83


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Mo - Fr: 9.30 - 12 Uhr & 15 - 18 Uhr I Sa: 9.30 - 12 Uhr

Adventssamstage 9.30 - 16 Uhr