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Spezial-Dach_2016

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Spezial

Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e. V.

Dach

September 2016

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Tel. + 49 (0) 8671 5065-0 · Fax + 49 (0) 8671 5065-68

www.geiselberger.de · E-Mail: mail@geiselberger.de

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Dach

Inhalt

Vorwort

3 Inhalt/Vorwort

4 „Ganz schön schräg“:

Dachwelten 2015 überdachen Festung Ehrenbreitstein

6 Bedarfsgerechte Dachsysteme für dauerhaft sichere

Flachdächer

8 Flachgeneigt – Das Braas 7GRAD Dach

9 Neue WLS 038 Steinwolleflocken Generation

10 Wohnen mit Profil

11 Sicherheit gegen Absturz

12 Das Umweltsiegel pure life – Sicherheit für die Planung

mit emissionsarmen Dämmstoffen

14 LORO-X Staffelgeschossentwässerung

15 Variable Tageslichtlösung für flache Dächer

16 Beschwingte Abdichtung

18 Fensteranschlüsse sicher und schnell planen mit dem

Montagetool des ift Rosenheim

19 alwitra – neue, weltweit einzigartige Beschichtungsanlage

Titelbild:

Flachgeneigt - Das Braas 7GRAD Dach

Foto und Bildrechte: BRAAS

Frank Rummel,

Vorsitzender des Vorstandes des Deutschen Dach-Zentrum e.V.

Als Verband führender Hersteller der Dachbranche steht für

das Deutsche Dach-Zentrum e.V. (DDZ) die Förderung des geneigten

Daches im Fokus. Aus diesem Grund veranstaltet das

DDZ unter dem Leitgedanken „Ganz schön schräg“ seit 2007

den Hochschulwettbewerb „Dachwelten“. Für den Vorstandsvorsitzenden

Frank Rummel entwickelt sich der Wettbewerb

zunehmend zu einer attraktiven Plattform, die durch Besuche

der Unternehmen und Produktionsstätten einen Praxisbezug

der Lehre herstellt. Die Relevanz dieses Netzwerks rund um

das geneigte Dach zeigt sich auch deutlich im lebendigen Dialog

aus den verschiedenen Blickwinkeln der Hochschulen

und der Unternehmen.

Das DDZ steht darüber hinaus für eine umfassende Produktund

Marktkenntnis. Diese ermöglicht es fachlich fundiert über

die Bedachungsprodukte Tonziegel, Betondachsteine, Schiefer,

Dachbelichtung und Titanzink sowie die Themen Dämmung,

Folien und Solarsysteme zu informieren und kontinuierlich

Stellung zum geneigten Dach zu beziehen.

Impressum

Herausgeber: BDB Nachrichten München,

Matthias Manghofer

Geiselberger Mediengesellschaft mbH,

Telefon: 0 86 71 / 50 65 50, Telefax: 0 86 71 / 50 65 44,

E-Mail: mail@gmg.de

Redaktion & Layout: BDB Nachrichten,

Matthias Manghofer,

Tel: 089 / 36 04 74 10

E-Mail: mail@bdb-nachrichten.net

Anzeigen/CVD: Anne Hölters,

E-Mail: hoelters@bdb-nachrichten.net

Geschäftsstelle: BDB Nachrichten Journal,

Hildeboldstraße 3, 80797 München,

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Druck: Gebr. Geiselberger GmbH – Druck und Verlag,

Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting,

Telefon: 0 86 71 / 50 65-0, Telefax: 0 86 71 / 50 65-68,

E-Mail: mail@geiselberger.de

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BDB-Nachrichten Journal spezial Dach

3

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Dach

Deutsches Dach-Zentrum e.V. | Hamburg

„Ganz schön schräg“:

Dachwelten 2015 überdachen Festung Ehrenbreitstein

Geradezu majestätisch thront sie gegenüber

dem Zusammenfluss von Mosel

und Rhein am Deutschen Eck in Koblenz

– die Festung Ehrenbreitstein.

Das rund 500 Jahre alte Kulturdenkmal

zählt zu den bekanntesten deutschen

Gebäuden und erfreut sich aufgrund

seines herausragenden Zustands vieler

Besucher. Was liegt da näher, als die

Dachgestaltung betont die großartige

Geometrie der Öffnungen der Kurtine

und steigert deren Wirkung. Der Weg

zum Konzertbereich verspricht ein spannendes

räumliches Erlebnis. Den zweiten

Platz belegte die Universität Stuttgart

mit dem Projekt „Tanzende Tonne“,

in dem mit der Schnittfigur des römischen

Bogens gearbeitet wurde. Den

dritten Preis erhielt das Team der Bauhaus

Universität Weimar für die Arbeit

Faltwerk. Eine Anerkennung sprach die

Jury zusätzlich den Studierenden der

Hochschule Darmstadt für ihren Entwurf

Burgfalter aus. Insgesamt erhielten die

ausgezeichneten Lehrstühle ein Preisgeld

in Höhe von 5.000 Euro.

2015 wurde der Hochschulwettbewerb

Dachwelten bereits zum 9. Mal vom Deutschen

Dach-Zentrum e.V. (DDZ) ausgelobt.

Der Verband führender Hersteller der

Dachbranche – Braas, Creaton, Dörken,

Isover, Nelskamp, Rathscheck, Rheinzink,

Velux und Wienerberger – möchte damit

die Auseinandersetzung mit dem Entwurf

und der Konstruktion des geneigten Daches

an den Hochschulen fördern und

unterstützen. In drei Schritten – Briefing,

Präsentation und Stegreifentwurf – befassten

sich die Studierenden an acht

Hochschulen entwurfsbegleitend mit dem

geneigten Dach. Für das Briefing reisten

Experten des DDZ an die Hochschulen.

Die Teilnehmer präsentierten zum Semesterende

ihre Ausarbeitungen und bewarben

sich so für das Team, das zum abschließenden

Workshop in Koblenz

Festung in eine überdachte Open Air

Bühne zu verwandeln? Zumindest in

theoretischer Form wurde die Frage im

Rahmen des Hochschulwettbewerbs

Dachwelten 2015 beantwortet. Acht

Teams machten sich an die bauliche

Herausforderung.

Besonders eindrucksvoll gelang dies

den Studenten der Frankfurt University

of Applied Sciences. Sascha Biehl, Sophia

Fischer, Edda Krücke und Masina

Terella von Professor Jean Heemskerk

überzeugten die Jury einstimmig mit

„Klarer Kante“. Entworfen wurde eine

nach innen gefaltete Dachfläche, die in

verschiedenen Neigungen unterschiedlich

weit auskragt. Die Schlichtheit der

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ivpu


Dach

eingeladen wurde. Dort trafen jeweils vier Studierende und ein

Begleiter der acht Hochschulen aufeinander und im finalen

Stegreifentwurf wurden die Preisträger ermittelt.

Seit Dezember 2015 läuft die zehnte Ausgabe des Wettbewerbs.

Neben den gesetzten Titelverteidigern aus Frankfurt

haben sich erneut zahlreiche Hochschulen mit den Studiengängen

Architektur, Innenarchitektur und Bauingenieurswesen

beworben. Der dreiphasige Wettbewerb wird auch 2016

den Dialog zwischen der Lehre und der Industrie intensivieren,

um die Idee der Dachwelten weiter auszubauen. Bislang fanden

innerhalb des Netzwerks über 250 Veranstaltungen mit

rund 5.000 Teilnehmern statt. Daraus resultierten erste Entwicklungen

von der Forschung über Architekturprojekte bis

hin zur Umsetzung gemeinsamer Produktideen.

Weitere Informationen unter www.dachwelten.de.

Professionelle Lösungen

für ein gutes Gefühl.

Ob Neubau oder Sanierung – Systemlösungen

im Steildach mit PU-Hochleistungsdämmstoffen

verbinden erstklassige Dämmwirkung im Winter

und wirksamen Hitzeschutz im Sommer. Einfache

Verlegung, starker Wind- und Wetterschutz und

eine überzeugende Ökobilanz sorgen rundum für

ein gutes Gefühl!

Für ein gutes Gefühl beim Bauen oder Sanieren:

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Sie finden uns unter PUonline

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Dach

Bedarfsgerechte Dachsysteme für

dauerhaft sichere Flachdächer

An Flachdächer werden hohe Ansprüche gestellt. Sie müssen extremen Belastungen standhalten, dabei das

Gebäude vor Feuchtigkeit schützen und nachhaltig dämmen. Geeignete dachspezifische Aufbauten erlauben fast

unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei spielen gute Planung, bedarfsgerechtes Material und fachgerechte

Verarbeitung die entscheidende Rolle. Ein komplettes Dachsystem aus einer Hand spart viel Zeit und macht

Dächer sicher.

Planung mit der Unterstützung von

Fachberatern bringt Sicherheit

Sichere und wirtschaftliche Dächer bedürfen

einer exakten Planung. Durch

gute Planung und kompetente Beratung

können Kosten eingespart werden. Das

beginnt beim Neubau mit der Planung

der Dachkonstruktion, in der Sanierung

bei der Bestandsaufnahme, der Analyse

des Bauzustands, dem die Planung zur

Teil- oder Gesamterneuerung des Aufbaus

folgt. Dabei geht es darum, auf Basis

der tragenden Dachkonstruktion und

der funktionalen Anforderungen an das

Dach unter Einhaltung bestehender Vorschriften

und technischer Regelungen

wie Brand- und Schallschutz, Lagenkombination

und -sicherung, Entwässerung

und Witterungsschutz den passenden

Gesamtaufbau zu finden. Die

Funktionsschichten Dampfsperre, Wärmedämmung

und Dachabdichtung müssen

aufeinander abgestimmt sein, das

Zubehör muss dazu passen.

Zweilagiges, hochwertiges Bitumen-

Ab dichtungs-System auf BauderPIR Wärmedämmung

für den Neubau auf Beton-Dachunterkonstruktion

6

Mit ihren profunden Produktkenntnissen

und ihrer Erfahrung sind Fachberater

und Anwendungstechniker bei Planung

und Ausschreibung, mit objektspezifischen

bauphysikalischen Berechnungen

und Lösungen zur Ausführung schwieriger

Details eine große Hilfe.

Materialauswahl – Hochwert ist

dauerhaft sicher

Die Lebensdauer eines Flachdachs

hängt entscheidend von den eingesetzten

Materialien ab. Die geltenden Fachregeln

definieren hier leider nur einen

Normstandard. Nachhaltig gebaute

Flachdächer mit einer Nutzungsdauer

von mehr als 30 Jahren erfordern aber

den Einsatz hochwertiger Produkte, deren

Leistungswerte weit über der Anforderung

der Norm liegen.

Bauder bietet Systemlösungen in großer

Sortimentsvielfalt aus einer Hand. So

Zweilagig verschweißtes, hochwertiges

Bitumen-Sanierungs-System auf BauderPIR

Gefälle-Wärmedämmung, Altaufbau nicht

mehr voll funktionstüchtig aber mit trockener

alter Wärmedämmung

Zweilagiges, hochwertiges Bitumen-Abdichtungs-System,

durchwurzelungsfest für

Dachbegrünung

lassen sich Schicht für Schicht ideale

Dachaufbauten für Neubau und Sanierung

zusammenstellen, die exakt auf die

jeweiligen Anforderungen und das Budget

des Bauherrn zugeschnitten sind.

Hochwertige Abdichtungsbahnen für

langfristige Sicherheit

Ausgereifte Abdichtungssysteme erreichen

eine doppelt so lange Lebensdauer

im Vergleich zu normalen Abdichtungen.

Das gibt nicht nur Sicherheit, sondern ist

weitaus günstiger als eine kurzfristig billige

Lösung, die frühzeitigen Sanierungsbedarf

und gegebenenfalls Gebäudeschäden

nach sich zieht. Der jeweils

passende Dachaufbau ergibt sich aus

der geplanten bzw. der vorhandenen

Dachunterkonstruktion und der Nutzung

des Gebäudes:

Auf Betonuntergründen werden häufig

BDB-Nachrichten Journal spezial Dach

06-07_BDB-Spezial-Dach 2016-BAUDER.indd 6 08.09.16 15:42


Dach

sich schnell und sicher wärmebrückenfrei

verlegen. Mit Gefälledämmplatten

lässt sich beim Verlegen ein

zweiprozentiges Gefälle für einen

definierten Wasserabfluss herstellen.

PIR-Dämmstoffe sind druckfest genug,

um den Abdichtungsarbeiten

und den späteren Wartungsarbeiten

auf den Dachflächen standzuhalten.

Dabei sind sie schimmel- und fäulnisfest

und unverrottbar, sodass ihre

Funktion über viele Jahrzehnte sichergestellt

ist.

Das Sicherheitsdach –

20 Jahre Garantie

Dachsysteme mit Bitumenbahnen aufgebracht. Der Vorteil

liegt in der zweilagigen Verlegung der Bitumenbahnen bei versetzter

Anordnung. Ihre Gesamtdicke, die hohe Elastizität und

Widerstandsfähigkeit sorgen für besonders hohe mechanische

Stabilität.

Auf Untergründen aus Trapezblech haben sich Kunststoffdachbahnen

wegen des geringen Gewichts durchgesetzt.

Aufgrund der einlagigen Verlegung muss dabei auf die exakte

Ausführung der Naht- und Anschlussverbindungen geachtet

werden. Die Lagesicherung erfolgt durch mechanische Befestigung

in den Untergrund oder durch geeignete Auflast.

Hochleistungsdämmstoff PIR zur effizienten

Flachdachdämmung

Je höher die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz

werden, umso leistungsfähiger muss der Dämmstoff sein.

Seine Dämmkraft wird mit der Wärmeleitfähigkeitsstufe WLS

bewertet: je niedriger diese ist, umso besser ist der erreichbare

Wärmeschutz.

Der Hochleistungsdämmstoff Polyurethan-Hartschaum PUR/

PIR besitzt mit der niedrigen Wärmeleitstufe WLS 023 einen

besonders guten Dämmwert im Vergleich zu gebräuchlichen

Wärmedämmstoffen, also höchste Dämmleistung bei geringster

Dämmstoffdicke. Soll beispielsweise ein U-Wert ≤ 0,19 W/

m²K erzielt werden, genügen dünne 120 Millimeter PUR/PIR-

Wärmedämmung. Holzfaser oder Schaumglas mit der wesentlich

höheren WLS 045 dämmen weitaus schlechter und

benötigen deshalb mit 220 mm für das gleiche Ergebnis fast

die doppelte Dicke. Styropor EPS und Mineralfaser der WLS

035 erreichen den Wert mit 180 mm Aufbauhöhe.

Mehr Aufbauhöhe bedeutet aber nicht nur einen weit größeren

Aufwand an Transport und in der Verarbeitung, auch bei der

Ausgestaltung von Details entstehen Probleme, die Arbeitszeit

und Fehlerpotenzial gewaltig erhöhen. PIR ist schlank und kann

passgenau zugeschnitten werden. Die leichten Elemente lassen

Dachsysteme aus einer Hand bieten

große Sicherheit. Bauder geht

noch einen Schritt weiter und hat

ein Sicherheitsdach-Konzept entwickelt.

Es erfordert die Verlegung definierter hochwertiger Bauder

Systeme durch von Bauder geschulte und TÜV-zertifizierte

Verarbeiter, Baustellenbegleitung durch einen Anwendungstechniker

sowie Dachpflege und Wartungsvertrag mit jährlicher

Begehung. Auf diese Qualität gibt der Dachspezialist 20

Jahre Garantie.

Fazit: Es lohnt sich, im System zu denken. Ein Hersteller, der

alle Materialien zum Dichten, Dämmen, Begrünen und Energie

Gewinnen, kompetente Fachberatung vor Ort und Verarbeiterschulungen

aus einer Hand bietet, schafft Freiräume, spart viel

Zeit und gibt Sicherheit. So entstehen dauerhaft sichere Dächer.

Website: www.bauder.de

Einlagiges, hochwertiges Kunststoff-Abdichtungs-System (FPO) auf

BauderPIR Wärmedämmung, mechanisch befestigt für den Neubau

auf Trapezblech-Dachunterkonstruktion

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Dach

Flachgeneigt – Das Braas 7GRAD Dach

diffundieren, eindringendes Wasser von

Außen wird abgehalten. Grundlage für

die Funktionssicherheit des Braas

7GRAD Daches als Dachsystem ist, dass

eine spezielle Dachpfanne eingesetzt

wird, die mit der bekannten Braas Material-Garantie

ausgestattet ist. Auch die

weiteren Systemkomponenten, wie die

verpflichtend einzusetzende Unterkonstruktion

dürfen nicht verändert werden.

Die gestalterisch ansprechende Alternative zum Flachdach ist das Braas 7GRAD Dach

Im Wohnungsbau werden zunehmend reich zwischen 7° und 12° Dachneigung

flach geneigte Dächer geplant. Dies mag ist das System mit wasserundurchlässiger,

dabei aber dampfdiffusionsoffener

einerseits aktuellen Architektur-Trends

geschuldet sein, andererseits auch dem Unterkonstruktion ausgestattet. Dies bietet

beste Voraussetzungen für dauerhaft

Bedürfnis nach optimierten Grundrissen

unter dem Dach. Dennoch bleibt festzuhalten,

dass flache Dächer eine andere keit aus dem Gebäudeinneren kann aus-

trockene Dachkonstruktionen. Feuchtigstädtebauliche

Wirkung entfalten als das

klassische Steildach mit kleinteiligen Bedachungsmaterialien.

Als Alternative

zum Flachdach sowie zu Metalldächern

bietet der führende Dachsystemanbieter

Braas das 7GRAD Dach an. Auch für

den Einsatz bei nachträglichen Dachaufstockungen

im Rahmen von städtebaulichen

Verdichtungsmaßnahmen ist das

Dachsystem geeignet. Das Dachsystem

ermöglicht gestalterisch ansprechende

Lösungen mit kleinteiligen Bedachungsmaterialien

bei flachgeneigten Pult- oder

Satteldächern.

Als komplettes Dachsystem für den Be-

8

Das Braas 7GRAD Dach wurde als System

in umfangreichen Versuchsreihen

im Labor sowie im hauseigenen Windkanal

und unter Freibewitterung durch

den Hersteller getestet. Die Gleichwertigkeit

der Systemlösung mit Dachkonstruktionen,

die gewöhnlicherweise steilere

Dachneigungen erfordern, wurde

nachgewiesen und von der TU Berlin

bestätigt.

Das komplette Braas 7GRAD Dach umfasst

die Dachpfanne Harzer Pfanne F +

mit integrierter Regensperre, die Unterkonstruktion

auf druckfester Unterlage

z. B. einer Aufdach-Dämmung Braas

Clima Comfort mit der hoch dampfdiffusionsoffenen

Unterdeckbahn Divoroll

Top RU oder der Divoroll Premium WU

sowie den Einsatz abgestimmter Klebund

Dichtstoffe (Divoroll Dichtmasse

sowie dem Divoroll Anschlusskleber).

Weitere Systembestandteile für z. B.

Wand- oder Kaminanschlüsse, Durchdringungen,

Befestigung von Solaranlagen

können erforderlich sein.

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Dach

Neue WLS 038 Steinwolleflocken Generation

Begriffe, wie Energiewende, Energiesparen und Wärmedämmung

sind heutzutage in aller Munde. Weniger bekannt sind

sogenannte niedriginvestive Dämmungen mit nicht brennbaren

Steinwolleflocken, wie zum Beispiel die Aufblasdämmung auf

obersten Geschossdecken und gewölbten Kuppeldecken oder

die Einblasdämmung in Zwischendecken und Flachdächern.

Neben strengeren Vorschriften für den Wärmeschutz steigen

auch die Anforderungen an den Schall- und Brandschutz in

Gebäuden. Insbesondere bei der Sanierung öffentlicher Gebäude

(z. B. Supermärkte, Büros, Hotels, Krankenhäuser, Kirchen)

oder Mehrfamilienhäusern der Gebäudeklassen 4 und 5

(Gebäude bis zu einer Höhe von 13 m bzw. Hochhäuser) sind

F30, F60 oder F90 Deckenkonstruktionen gefordert. Die neue

Generation der nicht brennbaren Steinwolle Einblasdämmung

bietet die flexiblen und wirtschaftlichen Vorteile der kon ventionellen

Flockendämmung kombiniert mit der Baustoff-

Flachdachdämmung, Ecofibre Dämmstoffe GmbH, www.ecofibre.de

möglichen schlankere Bauteilschichten bei gleichzeitiger Erfüllung

geltender EnEV Anforderungen bzw. KfW-Kriterien für

Decken und Dächer im Bestand sowie Neubau. Ein weiterer

positiver Effekt des sauberen Schmelzprozesses ist der geringere

Verschleiß bei Dämmmaschinen. Erfahrene Flockbetriebe

bestätigen, dass die neuartigen Steinwolleflocken weniger

staubend und schleifend sind, als die alten Flocken der 040er

Generation“, erläutert Markus Ramberg, Geschäftsführer der

Ecofibre Dämmstoffe GmbH. Die pneumatische Förderung

sorgt bei der Aufblasdämmung für eine hohe Flächenleistung

und spart somit Kosten. Große komplexe oder gewölbte Flächen

mit vielen Holzbalken oder Aufhängungen können mit

Steinwolleflocken schnell und gleichmäßig gedämmt werden.

Alte Elektroinstallationen werden von den nicht brennbaren

Flocken vollständig schützend umschlossen. Die bauaufsichtliche

Zulassung der neuen WLS 038 Steinwolleflocken beinhaltet

zudem eine optionale Benetzungstechnik, die es erlaubt,

die Aufblasdämmung bereits während oder aber im Anschluss

an das offene Aufflocken auf Geschossdecken staubfrei zu benetzen.

Dies sorgt für eine gebundene Dämmoberfläche, die

bei belüfteten Dachkonstruktionen gegen Windbewegungen

schützt.

Kuppeldeckendämmung, Ecofibre Dämmstoffe GmbH,

www.ecofibre.de

klasse A1 und einem Schmelzpunkt ≥ 1000 °C. Eine neuartige

Schmelz technologie sorgt für weniger Schmelzperlen und

gleichmäßigere Einblasrohdichten. Das hat erfreuliche Auswirkungen

auf den Dämmwert. Mit einem Bemessungswert der

Wärmeleitfähigkeit von 0,038 W/mK verlassen sie die alte Wärmeleitgruppe

040 und erzielen neben guten Schall- und Brandschutzwerten

auch hervorragende Wärmedämmwerte. „Die

verbesserten Dämmwerte der WLS 038 Steinwolleflocken er-

Einblasdämmung

für Geschossdecken, Kuppeldecken & Flachdächer

Tel.: 0421 / 68 46 86 70 • info@ecofibre.de • www.ecofibre.de

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Dach

Wohnen mit Profil

Attikaabdeckungen der Firma Richard Brink fassen die Flachdächer des SeneCura Sozialzentrums Schladming ein

Im Herzen der Gemeinde Schladming in der Steiermark befindet

sich eines der SeneCura Sozialzentren. Der Neubau bietet

80 pflegebedürftigen Menschen ein Zuhause. Um das Seniorenzentrum

vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen und

die Flachdächer harmonisch zu gestalten, entschied sich die

Dachdeckerei Wilfried Steiner, mit Sitz in der österreichischen

Gemeinde Haus, für die Kantprofile der Richard Brink GmbH &

Co. KG. Die pulvereinbrennbeschichteten Abdeckungen sind

witterungsbeständig und fügen sich homogen in das Gesamtbild

des Gebäudes ein. Insgesamt wurden 424 m Kantprofil

auf einer Dachfläche von etwa 2.300 m 2 verlegt.

Die SeneCura Gruppe betreibt über 70 Gesundheits- und

Pflegeeinrichtungen in Österreich und ist damit Markt- sowie

Innovationsführer. Umgeben von langjährig gewachsener

urbaner Bebauung wurde das SeneCura Sozialzentrum in

Schladming errichtet.

Warme Atmosphäre schafft Heimat

Um das SeneCura Sozialzentrum vor eindringender Feuchtigkeit zu

schützen und die Flachdächer harmonisch zu gestalten, entschied

sich die Dachdeckerei Wilfried Steiner für die Kantprofile der Richard

Brink GmbH & Co. KG. Fotos: Richard Brink GmbH & Co. KG

lem Schindeln aus Lärchenholz sorgen für eine optimale Anpassung

an die Bestandsbebauung der Nachbarschaft. Durch

die verwinkelten Flachdächer wirkt das dreistöckige Haus

trotz seiner Größe anmutig. „Die Resonanz der Bevölkerung

und der Bewohner ist ausgezeichnet, da sich unser Haus optimal

in das Umgebungsbild einbringt. Ein großer Pluspunkt ist

die Fassade. Denn die grünen Glaselemente in Verbindung mit

den Holzschindeln erzeugen eine gewisse Wärme und wirken

10

Das SeneCura Sozialzentrum in Schladming bietet 80 pflege bedürftigen

Senioren ein Zuhause.

Der Neubau sollte eine harmonische Verbindung zum regional

vertrauten Baustil herstellen. Architekt Karl Heinz Winkler entschied

sich deshalb für einheimische Baumaterialien. Vor aleinladend“,

sagt Christian Kleer, Leiter des Sozialzentrums

SeneCura in Schladming.

Rundum eingefasst

Die Dachflächen des SeneCura Sozialzentrums teilen sich in

ein großes Areal im Erdgeschoss und eine Dachfläche auf dem

zweiten Obergeschoss. Das Erdgeschoss, das ein begrüntes

Atrium einschließt, weist auf der Westseite eine großzügig angelegte

Terrasse auf. Pulvereinbrennbeschichtete Kantprofile

in der RAL-Farbe Graualuminium setzen die verwinkelten

Fassaden des Terrassenbereichs in Szene. Eine ähnlich

verwinkelte Attikaabdeckung kam auch auf dem Dach des

zweiten Obergeschosses zum Einsatz. Dort umsäumen Kantprofile

die Nische eines im Gebäude tieferliegenden Fassadenfensters

samt Oberlicht. Die Fachverarbeiter der Wilfried

Steiner GesmbH deckten die Attiken der Flachdächer mit insgesamt

424 m maßgefertigten Kantprofilen aus 2 mm starkem

Aluminium ab. Außerdem verlegten sie 19 Außen- sowie

9 Innenecken.

Für die Anbringung der Attikaabdeckungen wurden 451 Gummilippenhalter

verbaut. Sämtliche Halter weisen eine Profilierung

auf, die das anfallende Regenwasser im Bereich der

Stoßkanten zweier Attikableche auf die Dachfläche leitet. Somit

bleibt das Mauerwerk sowie die hinterlüftete Holzfassade

vor Witterungseinflüssen geschützt.

Pflegeleichtes und farblich passendes Design

In Graualuminium erzeugen die Kantprofile ein modernes, edles

Erscheinungsbild. Die Pulvereinbrennbeschichtung der Attikaabdeckungen

sorgt für eine pflegleichte Oberfläche und

den Erhalt der einheitlichen Farbgebung.

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Dach

Sicherheit gegen Absturz

Industrielle Hallendächer stellen eine Absturzgefahr

dar und verlangen besondere

Aufmerksamkeit. Der Gebäudeinhaber ist

verpflichtet, Dach und Bauelemente gegen

Absturz zu sichern. Die europäischen Vorschriften

werden strenger und die Berufsgenossenschaften

kontrollieren die Baustellen

öfter. Berufsunfälle während der

Wartungs- und Sanierungsarbeiten zu reduzieren

ist gemeinsames Ziel. Immer

mehr Technik, wie Klimaanlagen, Lüftungsanlagen,

Photovoltaik, Blitzschutz und

RWAs wird verbaut. Dafür wird ein kollektives

Absturzgeländer gebraucht.

Grundsätzlich favorisiert ETANCO ® eine

kollektive Absturzsicherung entweder als

temporären oder permanenten Seitenschutz. Dies kann mit einem

umlaufenden Geländer gewährleistet werden. Die Vorteile

liegen darin, dass erstens keine spezielle Personenschutzausrüstung

notwendig wird. Zweitens existiert keine Dauer- und

Personenbegrenzung, wie bei Seilsystemen sonst üblich. Drittens

ist keine teure und aufwändige jährliche Prüfung erforderlich.

Als selbsttragendes Geländer ist es so konzipiert, dass an

der Dachhaut keine Durchdringung erforderlich ist. Somit sind

die Risiken von Leckagen der Dachabdichtung praktischerweise

ausgeschlossen.

Alle Dachgeländer sind gemäß DIN EN ISO 14122-3 geprüft

und zertifiziert. Die gerade Variante SAUVGUARD Ballast ist

zusätzlich nach DIN EN 13374: 2013 Klasse A zertifiziert.

Das temporäre Seitenschutz-Dachgeländer für den Attikabereich

ist geeignet für eine Breite von 68 bis 588 mm. So ist kein

Gerüst mehr nötig. Die Geländer sind nach DIN EN 13374

Klasse A oder B geprüft und zertifiziert.

ETANCO ist derzeit mit einer der ersten Anbieter von Dach-

Anschlagpunkten mit einer allgemein bauaufsichtlichen Zulassung

für Unterkonstruktionen, wie Stahltrapezblech ab

0,75 mm (bis 160 mm Sickenhöhe auf Stahlpfetten und Holzbalken),

Beton (C20/25) ab 140 mm, Holzbalken, Holzschalung,

OSB-Platten ab 22 mm und auf Stahl ab 3 mm.

Unsere Einzelanschlagpunkte und Sekuranten für Flachdächer

werden in Deutschland hergestellt. Wir bieten eine umfassende

Palette von Absturzsicherungssystemen, Zubehör

und Dienstleistungen wie Planung und Montage. Die Fertigung

unterliegt der Zertifizierung in Übereinstimmung der DIN

EN ISO 9002 und der DIN 1090.

DACHGELÄNDER

Das Dachgeländer SAUVGUARD II erlaubt einen erheblichen

Produktivitätsgewinn bei der Montage. Auslegeschiene, Geländerfuß,

EPDM-Sohle und Abdeckkappen werden im Werk

vormontiert. Das selbsttragende Geländer Guardway kann

auch als Rettungsweg oder Fluchtweg nach DIN 14094-2 für

das Flachdach verwendet werden.

Für die Lichtkuppelsicherung, Lichtbänder und RWA-Anlagen

sind die Geländer-Kits sehr schnell und einfach zu montieren.

„Sicher gegen Absturz“

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Dach

Zum Durchatmen gut!

Das Umweltsiegel pure life – Sicherheit für die Planung

mit emissionsarmen Dämmstoffen

Nachhaltige Gebäude stehen für ein angenehmeres Wohnund

Arbeitsumfeld. In der Gebäudeplanung müssen dabei

nicht nur die Anforderungen an Energieeffizienz erfüllt, sondern

auch in Einklang mit einem gesunden Raumklima gebracht

werden. Die Verwendung emissions- und schadstoffarmer

Baustoffe ist ein wichtiger Bestandteil für eine gute

Raumluftqualität und ein gesundes Wohnumfeld. Dämmstoffe

aus Polyurethan-Hartschaum (PU), die das Umweltzeichen

pure life tragen, erfüllen sehr strenge stoffliche Kriterien und

Emissionsanforderungen an die Innenraumluftqualität, sind

gesundheitlich unbedenklich und für die Verwendung in Innenräumen

uneingeschränkt geeignet.

tur, sondern auch die Oberflächentemperatur der umgebenden

Bauteilflächen.

Wohnkomfort und Energieeffizienz sind planbar

Ein Großteil der Menschen in Europa verbringen rund 90 Prozent

ihrer Zeit in geschlossenen Räumen – also z. B. in Wohn-,

Schlaf-, Schul- oder Sporträumen. Die energieeffiziente Bauweise

mit einer luftdichten Gebäudehülle erfordert neben

emissionsarmen Baustoffen ein Umdenken im Lüftungsverhalten

und technische Lüftungskonzepte, die flexibel geplant

werden können.

Ob man sich in einem Raum wohl fühlt, hängt von vielen Faktoren

ab, z. B. der Raumlufttemperatur, der Luftbewegung

oder der Luftfeuchte. Experten sprechen hier von der „thermischen

Behaglichkeit“. Wohnkomfort bedeutet ein angenehmes

Raumklima im Winter wie im Sommer. Entscheidend für

die Wohnbehaglichkeit ist jedoch nicht nur die Raumtempera-

12

Eine gute Dämmung verhindert, dass Wände und Böden stark

abkühlen. Die Dämmung sorgt dafür, dass im Winter die Bauteilinnenflächen

nach innen Wärme abgeben. Eine lückenlose,

wärmebrückenfreie Dämmung verringert Wärmeverluste über

Schwachstellen einer Baukonstruktion, über die besonders

viel Wärme entweicht. Sie verhindert zuverlässig die Kondenswasserbildung

an Wänden, Decken oder Wandecken

und bannt somit die Gefahr von Schimmelpilzen. Je besser

die Dämmung, umso weniger Wärme dringt auch an heißen

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Dach

Sommertagen von außen nach innen. Eine gute Wärmedämmung

erhöht die Wohnbehaglichkeit, emissionsarme Dämmstoffe

verbessern die Innenraumluftqualität.

Ein wichtiges

Produktkennzeichen für

emissionsarme Dämmstoffe:

Das pure life Umweltsiegel

Bei der Suche nach emissionsarmen

Bauprodukten sind Umweltsiegel

hilfreich. Vertrauenswürdige

Kennzeichen wie z. B. das pure

life Siegel erfüllen drei grundlegende

Bedingungen:

pure life ist ein Siegel

der ÜGPU e. V.

1. Unabhängige Stellen führen Prüfungen, Werkskontrollen

und die Zertifizierung durch.

2. Zertifizierung beinhaltet Kontrolle des Herstellwerks und

Produktprüfungen.

3. Nur zertifizierte Produkte dürfen mit dem pure life Siegel

gekennzeichnet werden.

Der Prüfstandard WKI-PS-EPUD-001 für das Umweltsiegel

wurde vom Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) erarbeitet

und richtet sich nach dem genormten Prüfverfahren

entsprechend DIN CEN/TS 16516. Nur PU-Dämmstoffprodukte,

die emissionsgeprüft sind und aus einem überwachten

Herstellwerk stammen, dürfen mit dem Umweltzeichen pure

life gekennzeichnet werden.

Bei der Herstellung der PU-Dämmprodukte mit pure life Siegel

sind ausgeschlossen:

• Rohstoffe, die als krebserzeugend, fortpflanzungsgefährdend,

fruchtschädigend oder erbgutverändernd eingestuft

sind;

Innenraumluftqualität: Auf diese

Regelungen muss der Planer und

Anwender achten!

Die Ad-hoc-Arbeitsgruppe der Innenraumlufthygiene-

Kommission des Umweltbundesamtes und der Obersten

Landesgesundheitsbehörden haben Empfehlungen

veröffentlicht, mit denen die Qualität der Innenraumluft

bewertet werden kann.

Dämmstoffe dürfen nur dann verwendet werden, wenn

sie den Vorschriften der EU-Bauproduktenverordnung

(BauPVO) und den Landesbauordnungen (LBO) entsprechen.

In Deutschland hat der Ausschuss für die gesundheitliche

Bewertung von Bauprodukten (AgBB) ein

Schema zur Bewertung der Abgabe flüchtiger organischer

Verbindungen erarbeitet. Die Freisetzung flüchtiger

Stoffe darf bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten.

• Halogenhaltige Treibmittel wie HFKW;

• Phthalate als Weichmacher;

• Flammschutzmittel wie HBCD oder TCEP.

Die Richtwertableitungen – RW I (Konzentration eines Stoffes

in der Raumluft) und RW II (Wirkung eines Stoffes) – legen

fest, ab welcher Konzentration ein Stoff in der Raumluft

„schädlich“ ist.

Download des Ratgebers „pure life“ auf www.purelife-info.de

des IVPU-Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e. V.

Weitere Informationen zur Prüfung und Zertifizierung von

PU-Dämmprodukten mit pure life Siegel auf der Internetseite

der ÜGPU Überwachungsgemeinschaft Polyurethan-Hartschaum

e. V. www.uegpu.de.

Die Emissionsgrenzwerte von pure life im Vergleich mit anderen Zeichen oder nationalen Anforderungen:

Kriterium pure life Blauer Engel natureplus Strengste nationale

Anforderung

Formaldehyd ≤ 0,01 mg/m³ ≤ 0,06 mg/m³ ≤ 0,036 mg/m³ Frankreich, Emissions dans

l’air intérieur (Klasse A+):

≤ 0,01 mg/m³

Summe leichtflüchtige

organische Verbindungen

(VOC)

Summe schwerflüchtige

organische Verbindungen

(SVOC)

Kanzerogene Kat. 1A

und 1B

≤ 0,1 mg/m³ ≤ 0,1 mg/m³ ≤ 0,3 mg/m³ Deutschland,

AgBB-Schema:

≤ 1 mg/m³

≤ 0,02 mg/m³ ≤ 0,02 mg/m³ ≤ 0,1 mg/m³ Deutschland,

AgBB-Schema:

≤ 0,1 mg/m³

≤ 0,001 mg/m³ ≤ 0,001 mg/m³ ≤ 0,001 mg/m³ Deutschland,

AgBB-Schema:

≤ 0,001 mg/m³

Quellen: Ausschusses zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten AgBB in Deutschland; Verordnung zur Deklaration von VOC-Emissionen

in Frankreich und hierbei der besten Emissionsklasse A+; Königlicher Erlasses in Belgien, zur Festlegung der Grenzwerte für die Emissionen

von Bauprodukten in den Innenraum; „Blauer Engel RAL UZ 132“ für Wärmedämmstoffe; „natureplus Vergaberichtlinie RL0104“ für Holzfaserdämmplatten,

Rohdichte kleiner 230 kg/m³.

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Dach

LORO-X Staffelgeschossentwässerung

Trend zum Staffelgeschoss

Im modernen Wohnungsbau zeigt sich die Tendenz zum Wohnen

in der Stadt, mit dem Gefühl „im Grünen“ zu wohnen.

Dazu gehört wenigstens ein Balkon oder eine Loggia; besser

jedoch eine größere Dachterrasse. Auch die Verdichtung städtischen

Wohnraumes durch „Aufstockung“ – als Staffelgeschoss

auf bestehende Gebäude – ist von zunehmender Bedeutung.

Insbesondere in Großstädten.

Hohe Anforderungen an die Entwässerung

Die Dachterrasse ist eine Terrasse über einem bewohnten

Raum, was für den Feuchtigkeitsschutz, Wärmeschutz und

Schallschutz von entscheidender Bedeutung ist. Daher muss

das Wasser vom Dach kontrolliert und sicher über die Dachterrasse

geführt werden, ohne diese zu fluten. Ein geschlossenes

Rohrsystem bietet gegenüber offenen Stichkanälen erhöhte

Sicherheit. Jede Staffelgeschossentwässerung muss

daher besonde ren Ansprüchen gerecht werden, als Standard

oder objekt be zogen.

4 Fließwege

Eine Staffelgeschossentwässerung als Attikaentwässerung

soll optisch so unauffällig wie möglich an der Fassade des

Gebäudes verbaut sein. Trotzdem müssen die Hauptentwässerung

und Notentwässerung von Dach und Dachterrasse

verwirklicht werden. Das führt dazu, dass 4 separate Fließwege

eingeplant werden müssen.

Fließweg 1: Vom Dach in die Grundleitung

Fließweg 2: Vom Dach ins Freie

Fließweg 3: Von Dachterrasse in Grundleitung

Fließweg 4: Von Dachterrasse ins Freie

Waagerecht über die Dachterrasse

Damit die Entwässerung des Daches nicht auf die Dachterrasse

erfolgt, wird sie unterhalb des Belages der Dachterrasse

durch Rohre über das Vollgeschoss geführt. Die „Schnelligkeit“

– also ein hoher Abfluss bei geringer Wasserhöhe – ist bei der

Staffelgeschossentwässerung ein wichtiger Aspekt, da die

Höhe des Belages der Dachterrasse die Wasserhöhe oft

begrenzt.

Beispiel: Dach-Dachterrasse-Haupt-Not-Kombi

Als vorgefertigtes Dachentwässerungssystem mit gemessenem

Leistungsnachweis bietet die neue LORO-X QUATTRO-

FLUX Staffelgeschossentwässerung hohe Sicherheit bei Planung

und Verlegegung mit nur einer sichtbaren Fallleitung

anstatt vier. Die LORO-X QUATTROFLUX Staffelgeschossentwässerung

erfolgt über die leistungsfähige Hauptentwässerung

und Notentwässerung der zwei DUOFLUX ® Haupt-Not-

14

Kombi Attikaentwässerungen. Im Haupt-Not-Kombi

Attikaablauf der Dachterrasse dient ein Rohr dem Fließweg

der Hauptentwässerung und ein zweites Rohr dem Fließweg

der Notentwässerung – wie auch im Haupt-Not-Kombi Attikaablauf

des Daches.

Stille Druckströmung mit Überdruck

Bei der Entwässerung des Daches entsteht in der Fallleitung

zwischen Dach und Dachterrasse eine Druckströmung mit

Überdruck. Diese „drückt“ das Wasser – gegen den Reibungswiderstand

der beiden waagerecht liegenden DN 50

Rohre – ohne Gefälle und ohne störende Sauggeräusche über

die Dachterrasse. Die beiden waagerechten Rohre weisen einen

kleinen Durchmesser von DN 50 auf, sodass eine geringe

Aufbauhöhe des Dachterrassenbelages möglich ist. Die Verlegung

der zwei liegenden, druckfesten Rohre in DN 50 erfolgt

schnell, einfach, sicher und maßgenau mit LORO-X Steckmuffenverbindung.

Notentwässerung und Rückstausicherung

Die Notentwässerung von Dach und Dachterrasse erfolgt durch

den LORO-X QUATTROFLUX Sammelkasten als Speier ins

Freie. Bei Rückstau aus der Grundleitung sichert der Hochleistungs-Sicherheitsüberlauf

(HSÜ) im Regenstandrohr zusätzlich

zur Hauptentwässerung die Notentwässerung ins Freie.

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Dach

Variable Tageslichtlösung für flache Dächer

Velux Modulares Oberlicht-System ermöglicht großflächige Belichtung im privaten Wohnungsbau

Oberlichter für flache Dächer sollen die darunterliegenden

Räume in helle, attraktive Wohn- und Aufenthaltsbereiche verwandeln,

dabei gleichzeitig optisch ansprechend sein und zusätzlich

über Sonnenschutz und Lüftungsfunktionen verfügen.

Das von Velux ursprünglich für den Einsatz in öffentlichen und

gewerblichen Gebäuden entwickelte Modulare Oberlicht-System

erfüllt all diese Anforderungen und ist nun in der Variante

Lichtband auch für den privaten Wohnungsbau erhältlich. Bis

zu fünf aneinander gereihte Fenstermodule ermöglichen die

großzügige Versorgung der Räume unter dem flachen Dach

mit viel Tageslicht und frischer Luft und schaffen eine besondere

Raumqualität.

Die einzelnen Fenstermodule sind feststehend und elektrisch öffenbar

in acht verschiedenen Größen – von 80 x 120 cm bis 100 x 240 cm –

verfügbar und können im privaten Wohnungsbau zu Lichtbändern mit

bis zu fünf Modulen aneinander gereiht werden.

Lichtbänder mit bis zu fünf Fenstermodulen des Velux Modulare

Oberlicht-Systems versorgen die Räume unter dem flachen oder flach

geneigten Dach mit viel Tageslicht und frischer Luft und schaffen eine

besondere Raumqualität. Fotos: Velux Deutschland GmbH

Mit der Variante Lichtband des Modularen Oberlicht-Systems

erweitert Velux sein Produktportfolio für den privaten Wohnungsbau

und bietet nun gemeinsam mit Flachdach-Fenster

und Tageslicht-Spot für jede Anforderung im Flachdachbe-

reich die passende Lösung. Verfügbar sind feststehende und

elektrisch öffenbare Fenstermodule in acht verschiedenen

Größen – von 80 x 120 cm bis 100 x 240 cm. Dank der Vielzahl

der Modulgrößen können variable Belichtungslösungen für jeden

Bedarf realisiert werden – vom Einsatz einzelner Module

bis hin zu Lichtbändern mit fast zwölf Quadratmetern Fensterfläche.

Mit dieser Fülle an möglichen Kombinationen sorgt das

Modulare Oberlicht-System für noch mehr Flexibilität bei der

Versorgung von Räumen unter dem flachen oder flach geneigten

Dach mit Tageslicht und frischer Luft. Zugleich sorgen die

schmalen Profile der eleganten Oberlichtlösung in Verbindung

mit dem verborgenen Kettenantrieb und den filigranen Führungsdrähten

der optional erhältlichen, innenliegenden Sonnenschutz-Rollos

für ein attraktives Design. Diese sind in den

Farben Schwarz, Weiß und Grau erhältlich und lassen sich genauso

wie die öffenbaren Fenstermodule mit Hilfe der im Lieferumfang

enthaltenen Funksteuerung Velux Integra ® Control

Pad mit Touchscreen stufenlos öffnen und schließen. Zudem

sorgen acht voreingestellte, mit nur einem Fingertipp zu startende

Wohnprogramme, wie beispielsweise das Programm

„Intervalllüftung“, für mehr Wohnqualität. Sie steuern automatisch

Fenster und Sonnenschutz und gewährleisten so den

ganzen Tag ein angenehmes Raumklima. Selbstverständlich

können regelmäßige Belüftungszeiten auch individuell eingestellt

werden. Dabei sorgt der ebenfalls im Lieferumfang enthaltene

kombinierte Wind- und Regensensor dafür, dass sich

die Module bei Bedarf rechtzeitig schließen.

Verfügbare Modulgrößen

Zwei verschiedene Breiten: 80 cm/100 cm

Vier verschiedene Längen: 120 cm/160 cm/200 cm/240 cm

Das

eleg

Räu

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Dach

Beschwingte Abdichtung

Bereits 2006 wurde der neue Berliner Hauptbahnhof eröffnet. Trat man aber durch den Nordausgang nach

draußen, blickte man auf eine hässliche Brachfläche - damit sollte nun Schluss sein. Jetzt fallen einem sofort zwei

filigrane Betonbauwerke ins Auge, die an die Schwingen eines Vogels erinnern.

Bisher war die nördliche Umgebung des

Bahnhofs kein Aushängeschild für die

Hauptstadt – im Gegensatz zum Blick

nach Süden auf das Regierungsviertel.

Den Berlinbesucher empfing eine

Brachfläche, die spärlich durch einige

architektonische Akzente belebt wurde.

Aber das soll sich ändern – die Stadt

plant dort ein modernes Stadtquartier

und international bekannte Architekturbüros

entwerfen Objekte für das circa

40 ha große Areal, auf dem einmal 2600

Wohnungen entstehen. Auch eine Stra-

16

ßenbahn soll nach mehr als 50 Jahren

wieder durch die Invalidenstraße fahren,

die dann Fahrgäste aus den nördlichen

Stadtteilen zum Bahnhof bringt und die

Verkehrsanbindung des Bahnhofs generell

verbessert.

Aber die Planung verzögerte sich durch

Einsprüche der Anwohner und auch mit

der Bahn gab es Probleme, da die geplante

Haltestelle über einem Tunnel

liegt. 2011 konnte dann mit dem Bau

begonnen werden. Die Haltestelle sollte

einen starken Akzent gegenüber dem

Bahnhofsgebäude bilden und der künftigen

Bedeutung dieses Standorts

Rechnung tragen.

Das Berliner Architekturbüro Gruber +

Popp ging als Sieger aus dem ausgelobten

Wettbewerb hervor. Der Entwurf sieht

eine filigrane Konstruktion aus geschwungenen

Stahlbetonschalen vor, die

an die Schwingen eines Vogels erinnern.

An den Enden haben die „Schwingen“

nur noch eine Dicke von ca. 7 cm und

außer auf den Treppenhäusern ruhen

sie nur auf einer Reihe schlanker Stützen.

Aus diesem Grund musste ein

Leichtbeton hergestellt werden, der einerseits

ausreichende Festigkeit gegen

Verformung aufweist und andererseits

das Gewicht der Betonschale reduziert.

Abdichtung aus Flüssigkunststoff

Der Beton sollte in seiner ursprünglichen

Gestalt erkennbar bleiben, allerdings

musste eine Abdichtung aufgebracht

werden, die ein Eindringen von Feuchtigkeit

verhindert. Dabei sollte die Abdichtung

der flachgeneigten Dächer wie

aus „einem Guss“ wirken – Fugen und

Nähte sollten nicht erkennbar sein.

So fiel die Wahl auf Flüssigkunststoff.

Aber auch Flüssigkunststoff wird als Abdichtung

mit einer Einlage aus Polyestervlies

verarbeitet und unweigerlich ist

ein Nahtbild zu sehen. Um dies zu vermeiden,

wurden die Vliesbahnen zunächst

stumpf gestoßen und anschließend

wurden die Stöße mit einer

Glasfasermatte überarbeitet. Die Glasfasermatte

hat den Vorteil, dass sie keine

Höhe aufträgt, aber gleichzeitig die zu

erwartenden Kräfte aufnehmen kann.

Verwendet wurde ein Flüssigkunststoffmaterial

auf der Basis von PMMA-Harz

des Herstellers Widopan Produkte

GmbH. PMMA ist ein Flüssigkunststoff,

der erst vor Ort mit der Härterkomponente

gemischt wird und dann zusam-

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Dach

men mit dem Vlies zu einer Abdichtung hergestellt wird. Die

Zugabe des Härters erfolgt in Abhängigkeit von der Temperatur

und so kann das Material individuell auf die vorherrschenden

Bedingungen eingestellt werden.

Aber zuerst wurde die Betonoberfläche grundiert. Die Grundierung

wurde mit einem feinen Quarzsand gemischt und wie

eine Kratzspachtelung aufgetragen.

Am Dachrand wurden Winkelprofile montiert und mit Flüssigkunststoff

eingedichtet. Sie dienen als Tropfkante und halten

das Wasser von den Stirnseiten fern. Zum Abschluss der Arbeiten

wurde die Abdichtung mit einem Topsiegel versehen.

Vorher wurde die fertige, ausgehärtete Abdichtungslage noch

geschliffen, um kleine Unebenheiten zu egalisieren.

Das Topsiegel, auf gleicher Materialbasis wie das Abdichtungsmaterial,

gibt dem Baukörper die gewünschte Farbe und

unterstreicht den einheitlichen Gesamteindruck.

Flüssigkunststoff zeigt hier einmal mehr, dass auch unter ästhetischen

Gesichtspunkten eine technisch perfekte Abdichtung

hergestellt werden kann.

Anz.180x62.qxp_Layout 1 21.07.16 10:29 Seite Thomas 1 Brandt, Juli 2016

Bautafel

Bauherr

Planung

Ausführung

Hersteller

Eingesetzte

Produkte

Berliner Verkehrsbetriebe BVG,

Bereich Infrastruktur, Bautechnische

Anlagen U-Bahn und Straßenbahn,

Berlin

Gruber + Popp Architekten BDA,

Berlin

Ortmann Dachbau GmbH, Berlin

Widopan Produkte GmbH, Hammah

WIDOCRYL-Detail

WIDOCRYL-Haftgrund PM

WIDOCRYL-Topsiegel PM

WIDOCRYL-Detail

Die norddeutsche Dichtung

Flüssigkunststoffe für die Bauwerksabdichtung

WIDOPAN Produkte GmbH

kontakt@widopan.de

www.widopan.de

Fugendichtung

Flachdach

Balkon

Terrasse

Laubengang

Parkdeck

Detail-Anschlüsse

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Dach

Fensteranschlüsse sicher und schnell planen mit dem

Montagetool des ift Rosenheim

Erweiterte Möglichkeiten in der Eingabe: www.montagetool.de

Mauerwerkssteine, die den derzeitigen Anforderungen an die

aktuelle Energie-Einsparverordnung gerecht werden, besitzen

einen hohen Anteil an Hohlräumen und Kammern in Kombination

mit einer hohen Porosität. Gleichzeitig haben sich die

Glas- bzw. Fensterrahmengewichte durch Mehrfachverglasungen

erheblich erhöht. Beides hat Auswirkung auf die Gestaltung

und Planung der umlaufenden Fuge und der Befestigung

des schweren Fensters in der kaum noch punktuell

belastbaren Außenwand.

Die Vielzahl an Wandbaustoffen, Abdichtungsmaterialien,

Wand- und Fensterarten macht die Planung zusätzlich unübersichtlich.

Kaum ein Fensteranschluss gleicht dem anderen

und kann ohne weiteres auf das nächste Projekt übertragen

werden. Hinzu kommt, dass chemische Bauprodukte

aufeinander abgestimmt sein müssen. Im schlimmsten Fall

reagieren Produkte ungünstig aufeinander und die Fuge kann

ihre dauerhafte Funktionstüchtigkeit verlieren.

Die Lösung

Das Institut für Fenstertechnik ift Rosenheim, hat in Zusammenarbeit

mit Würth einen Online-Montageplaner entwickelt.

Mit wenigen selbst erklärenden Eingaben kann ihr spezifisches

Anschlussdetail eingegeben werden. Das Programm

wählt auf Basis hinterlegter Prüfzeugnisse ein passendes Abdichtungs-

und Befestigungssystem aus. Als Ergebnis erhalten

Sie einen Montagepass, der die Anschlusssituation grafisch

darstellt und die bauphysikalische Eignung dokumentiert.

Es kostet Sie ein paar Minuten Ihrer Zeit und die Bereitschaft,

sich mit einem neuen Planungswerkzeug auseinanderzusetzen.

Das Tool selbst ist gratis. Unter www.montagetool.de fordern

Sie über Ihre E-Mailadresse ein Passwort an. Mit diesem

loggen Sie sich ein und los geht es!

Einfache Bedienung

Per Mausklick können verschiedene Wandarten und -materialien

ausgewählt werden. Maße können direkt in der grafischen

Darstellung geändert werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit,

eine Einbruchsklasse zu berücksichtigen. Sie wählen das

Fenstermaterial und Fensterprofil. Insbesondere die Verglasung

hat deutlichen Einfluss auf die Bauphysik und das Gewicht

des Fensters. Für das Abdichtungssystem wird für Sie

bereits eine Vorauswahl basierend auf dem 3-Ebenen-Modell

getroffen. Das Programm schlägt funktionierende seitliche

Befestigungsmittel vor. Alles auf Basis von Erfahrungen und

Prüfungen des ift Rosenheim.

Würth Planerseminar

Planung und Überwachung der Fenstermontage

Die Schadensfälle beim Fensteranschluss steigen stetig. Der Handwerker

ist oft den veränderten Ansprüchen an Bauphysik, Baustoff und Funktion

eines Fensteranschlusses nicht mehr gewachsen.

Wir diskutieren mit Ihnen die Anforderungen an die Befestigungspunkte

und die Abdichtung. Und das Wichtigste: Wir bauen mit Ihnen ein

Fenster ein und zeigen Ihnen Tricks, die Schadensfälle vermeiden helfen.

Anmeldung und weitere Informationen auf

www.wuerth.de/ingenieure

Veranstaltungsort Datum

Frankfurt 23.09.2016

Köln 06.10.2016

Rosenheim 18.10.2016

Lübeck 27.10.2016

Würzburg 10.11.2016

Düsseldorf 24.11.2016

Heilbronn 27.10.2016

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Dach

alwitra – neue, weltweit einzigartige Beschichtungsanlage

Sichere, langlebige und ästhetische Flachdachabdichtungen

erfordern individuelle und kreative Lösungen. Mit den durchdachten

Flachdach-Systemen EVALON ® und EVALASTIC ®

bietet alwitra die ideale Grundlage für intelligente Dachabdichtungslösungen

mit allen Ab- und Anschlüssen sowie

Durchdringungen. Um Funktion und Farbästhetik der hochwertigen

Dachrand-Aluminium-Profile zu optimieren, hat der

Flachdach-System-Hersteller sein Angebotsspektrum am

Standort Trier durch eine einzigartige Pulverbeschichtungsanlage

erweitert.

alwitra investiert in Oberflächenveredelung und bringt Farbe

aufs Profil

Mit der innovativen Beschichtung und Veredelung der bewährten

Aluminiumprofile wird in die Zukunft investiert: Für

den Inhaber Joachim Gussner eine Garantie für die nachhaltige

Qualität seiner Produktsparte Aluminiumprofile und für

optimierte Arbeitsabläufe: „Wir werden unsere Kapazität für

die Beschichtung und Veredelung unserer Aluminiumprofile

verdoppeln. Es ist keine Produktionsanlage von der Stange.

Vielmehr musste die Konzeption speziell auf unsere Produkte

zugeschnitten werden, die keine Massenprodukte, sondern

zumeist Individuallösungen sind.“

Die Pulvertechnik ist ein hochwertiges und bewährtes Verfahren

zur Beschichtung der alwitra-Aluminiumprofile. Die Oberflächenveredelung

garantiert zudem eine extreme Korrosionsbeständigkeit

und Langlebigkeit des Materials. Die Anlage

bietet dabei nicht nur höchste technische Effizienz. Sie produziert

auch energiesparend (Rückführung von Fertigungswärme,

abwasserfrei) sowie umweltverträglich (keine Verwendung

von Lösungsmitteln).

Aluminiumprofile sind nahezu in der gesamten Farbpalette lieferbar

– von Aluminium-Natur bis zu allen RAL CLASSIC-Farben.

Mit der neuen Pulverbeschichtungsanlage zeigen sich

nach Joachim Gussner einmal mehr Produktkompetenz und

Automatik-Pulverpistolen sorgen für gleichmäßigen und perfekten

Farbauftrag

Innovationsgeist von alwitra: „Wir verbinden unsere Erfahrung

als Dachrandprofilhersteller mit der Technik von morgen. Dieses

Projekt stärkt unsere Kompetenz im Bereich der individuellen

Gestaltung, Ästhetik und des Designs von Dachrandprofilen.

Weiter hat es zukunftsweisendes Potential für den

gesamten Flachdachmarkt.“

alwitra Flachdach-Systeme, Trier, ist ein seit mehr als 50 Jahren

inhabergeführter und weltweit tätiger Anbieter von kompletten

Flachdachsystemen. Das umfangreiche Produktprogramm

umfasst Dach- und Dichtungsbahnen sowie patentierte

Aluminiumprofile für die Dachrandausbildung und Einbauteile

wie Dachabläufe, Notentwässerungselemente, Lüfter und Tageslichtsysteme.

Der anwendungstechnische Service sorgt

für eine professionelle und komplexe Unterstützung in allen

Projektphasen. alwitra zählt zu den führenden Experten für die

Planung und Umsetzung von Photovoltaik-Anlagen auf flachen

und flachgeneigten Dächern.

Weitere Informationen: www.alwitra.de

alwitra bringt Farbe aufs Profil (Fotos: alwitra)

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NOCH FLACHER WÄRE EBEN.

Das Braas 7GRAD Dach.

Manchmal haben unsere Techniker schräge Ideen. Da entwickeln

sie doch glatt Dachpfannen für Flachdächer. Naja,

nicht ganz flach. Aber immerhin für Dächer bis nur 7 Grad

Dachneigung. So können Sie mit dem Braas 7GRAD Dach

die maximale Bauhöhe für Wohnraum auskosten und

gewinnen viele weitere Vorteile. Zum Beispiel mehr Sicherheit

vor eindringendem Wasser dank der patentierten

Regen sperre. Oder ein diffusionsoffenes Dach, das die

Innen feuchte nach außen diffundieren lässt und dadurch

die Unterkonstru ktion schützt. Ganz zu schweigen von den

geringen Wartungs kosten. Und natürlich gewährleisten wir

auf die Dachpfannen 30 Jahre Material-Garantie sowie

30 Jahre Zusatz-Garantie auf Frostbeständigkeit. Eben Braas.

Alles gut bedacht. Weitere Infos: www.braas.de

BRA250522_Braas_Anz_7Grad_Dach_205x297.indd 1 18.08.16 09:39

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