Altlandkreis Ausgabe November/Dezember 2017 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel

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Ausgabe 44 | November / Dezember 2017

.de

Eine Produktion von

Titelbild: il

T. Linack, Fotolia.com

tli

Kalkofensteg über die Ammer, Peiting

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Bundesliga-Wettkampf

Die Sportschützen-Elite in Peiting

Auf der Roten Couch

Hans Schütz im Interview

Ausführliche Übersicht in dieser Ausgabe:

Weihnachtliche iche Märkte

im Altlandkreis


Zwei Welten

Gegensätzlicher könnte der

Lebensstil dreier Schongauer

nicht sein: Der

eine lebt in London

oder New York, arbeitet

für eine der größten

Investmentgesellschaften

der Welt

und verwaltet allein

in seinem Team Geldbeträge

in zweistelliger

Milliardenhöhe.

Und die anderen beiden?

Die haben sich über mehrere Monate in eine

handynetzfreie Welt zurückgezogen, die nicht mal

regelmäßig Strom und Warmwasser zu bieten hatte.

Das Leben der „Normalsterblichen“ findet irgendwo

dazwischen statt. Im Schongauer Altlandkreis

zum Beispiel, wo eine Jungunternehmerin sich behauptet

in einer von Männern dominierten Berufswelt,

wo sich Luftpistolenschützen auf den größten

Heimwettkampf ihrer Vereinsgeschichte freuen und

wo sich gute Schüler freiwillig um die schwächeren

kümmern. Überhaupt ist das Nachmittagsangebot

an der Paffenwinkel Realschule für die Entwicklung

engagierter Schüler eine großartige Sache, die wir

uns für die letzte „altlandkreis“-Ausgabe fürs Jahr

2017 genauer angeschaut haben.

Um Genauigkeit geht es bei der Verwaltung von

Waffenrecht. Wie viele Pistolen und Gewehre hierzulande

im Umlauf sind, wer sie in welcher Form

besitzen darf und warum jede überflüssige Waffe

eine zu viel ist? Fundierte Antworten lieferten die

Fachmänner aus dem Ordnungsamt des Weilheim-

Schongauer Landratsamtes. Regelmäßiger Kontrollen

vom Amt muss sich auch ein landkreisweit

bekannter Bio-Bäcker unterziehen. Wir haben ihn

in seiner neuen Produktionsstätte in einem ehemaligen

Bergwerk-Industrie-Gebiet besucht und unter

anderem erfahren, dass er kein Konkurrent für die im

Ort ansässigen Traditionsbäckereien ist. Stattdessen

beliefert er Hotels und Läden, die in der Bevölkerung

immer beliebter werden. Nicht unbeliebt, dafür

gefürchtet wird ein junger Sportler, der die vergangenen

Monate so ziemlich alles und jeden aus dem

Ring geboxt hat. Warum das Top-Talent keine Gegner

mehr findet und wie er den Sprung nach ganz oben

schaffen möchte, hat er uns zwischen schweißtreibenden

Trainingseinheiten erklärt.

Schweißtreibend ist auch die Suche nach Lawinenopfern,

zu der es hoffentlich nie kommen wird. Weil

das Skitourengehen seit Jahren boomt und sich immer

häufiger „Amateure“ abseits gesicherter Pisten

bewegen, stellen wir in der November/Dezember-

Ausgabe einen Lawinenkurs nach Michael Schmidt

vor. Der ehemalige Heeresbergführer der Bundeswehr

sowie aktueller Einsatzleiter der Bayerischen

Bergwacht kennt die „weiße Gefahr“ wie kaum ein

Zweiter. Sollte dennoch ein Unfall mit schwerwiegenden

Folgen passieren, dürfen betroffene Angehörige

nicht alleine gelassen werden. Wir haben

mit Seelsorgern gesprochen und von ihnen gelernt:

Trauer ist keine Krankheit. Mit Trauer und Krankheiten

setzt sich Hans Schütz in seinen Büchern selten

auseinander. Wir haben den Kreisrat, Umweltschützer

und ehemaligen Mittelschullehrer samt Roter

Couch an den Lech gekarrt, ihn ausgefragt über

Schulentwicklung, Naturschutz und Schreiberei. Fazit:

Zwischen seiner Kindheit und dem digitalisierten

Heute liegen ebenso zwei Welten.

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Mit Salzstein und

Haselnussstecken: Zwei

Schongauer auf der Alm

Seite 6

Schießsport-Spektakel in

der Schloßberghalle: Die

Bundesliga zu Gast in Peiting

Seite 9

Lechflüsterer Hans Schütz

im großen Interview auf der

Roten Couch

Seite 18

Gut gerüstet in die „weiße

Gefahr“ — Lawinenkurs nach

Michael Schmidt

Seite 28

Boxer Leon Gavanas

auf den Spuren von

Wladimir Klitschko

Seite 32

Teilen ausdrücklich

erwünscht! CarSharing

im Pfaffenwinkel

Seite 42

Festlicher Segen für Ross

und Reiter beim Leonhardiritt

in Rottenbuch

Seite 46

Sonja Weindl, sag mal!

Die Kfz-Meisterin aus

Steingaden erzählt

Seite 58

Im neuen Raiffeisen-Lagerhaus

gibt es alles, was die

Landbevölkerung braucht

Seite 62

Dennis Klieber, ein

Schongauer zwischen

Wallstreet und Altlandkreis

Seite 64

Ungewöhnliches Hobby:

Birkländer rekonstruiert

Ortsgeschichte

Seite 71

Eine Übersicht der

weihnachtlichen Märkte

in der Region

Seite 76

Vorweihnachtlicher Besuch

beim Krippen-Fachgeschäft

in Hohenfurch

Seite 83

Endspurt 2018! Unsere

Veranstaltungstipps im

November und Dezember

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november / dezember 2017 | 3


Zwei Schongauer auf der Alm

Mit Salzstein & Haselnussstecken

Schongau/Hohenschwangau | Beim

Strawanzen vor mehr als zwei Jahren

hat Johanna Ressle aus Schongau

eine Handvoll Schwangauer

„Baurabuaba“ kennengelernt. In

lockerer Gesprächsrunde erfuhr

sie, dass für den damals bevorstehenden

Sommer noch ein Hirtenpärchen

für die Jägerhütte (1 422

Meter) oberhalb der prunkvollen

Königsschlösser in Hohenschwangau

gesucht wird. Sie zögerte nicht

lange, um ihren Lebenstraum zu

verwirklichen. Gemeinsam mit

Kumpel Stefan Kassebaum bewarb

sie sich – und bekam den

Zuschlag. Einzige Voraussetzung

damals: ein gutes Gespür fürs

Vieh. Und falls Interesse an einer

(freiwilligen) Bewirtung besteht:

Lust am Umgang mit hungrigen,

fremden Wandersleuten sowie ein

sicherer Umgang mit einfacher

Küche. Der erste Sommer war

für die zwei Alm-Unerfahrenen

extrem intensiv. So sehr, dass sie

heilfroh waren, als die Saison vorüber

war. Doch als der anschließende

Winter vorüberzog, packte

sie erneut die Lust auf dieses Social-Media-fremde,

so viel einfachere

Leben ohne strikt geregelte Arbeitszeiten.

Also zogen die heute

25-Jährige und der 24-Jährige ein

zweites Mal hinauf in die handynetzfreie

Zone der Bleckenau, so

der Name des gesamten Almgebiets.

Im Schlepptau: Brot, Wurst,

Käse, Zutaten fürs Kuchenbacken,

einige Kasten herzhafter Getränke

und 108 Stück Jungvieh der

Schwangauer Bauern.

Gefährlicher

Rundgang

Das Vieh hatte oberste Priorität

während der Senner-Zeit vom 24.

Juni bis 16. September. Jeden Tag

standen Johanna und Stefan gegen

5.30 Uhr auf, machten sich

bei Wind und Wetter mit Salzstein

(probates Lockmittel) und

zwei Meter langem Haselnussstecken

auf den Weg, um die Tiere

auf Vollständigkeit zu zählen, zu

beobachten, ob sie noch bester

Gesundheit sind. Diese Arbeit teilten

sich die beiden auf. Johanna

beging die westseitigen Hänge,

Stefan die südseitigen. Zwischen

drei und fünf Stunden waren sie

pro Rundgang unterwegs. „Je

nachdem, wo sich die einzelnen

Gruppen aufhalten“, sagt Stefan,

der bei mehr als 500 Hektar

von einer „riesigen Weidefläche“

spricht, die obendrein an sehr vielen

Stellen schwer zugänglich und

gefährlich sei. Für Rind und Hirte.

Vor Saisonbeginn ist ein Wanderer

an der Hochblasse (1 989 Meter)

abgestürzt und tödlich verunglückt.

„An einer Stelle, die ich

beim Rundgang täglich passieren

muss“, so Stefan. Auch ein Rind

hatte diesen Almsommer wegen

Absturz und Beinbruch nicht

überlebt. „Das war kein schöner

Anblick“, sagt Stefan, der das

schwer verletzte Jungvieh unmittelbar

nach dessen folgenschweren

Unfall entdeckte, einen Jäger

alarmierte, der wiederum das Tier

von seinen Qualen erlöste. Dieser

Schnappschuss: So idyllisch

waren die alltäglichen Kontrollrundgänge

nicht immer.







4 | der altlandkreis

Spaß muss sein: Johanna Ressle

und Stefan Kassebaum vor „ihrer“

Jägerhütte in der Bleckenau.


Der Almabtrieb b erfolgte Mitte September.

für Johanna und Stefan sehr traurige

Zwischenfall war auch der

Grund für einen schmucklosen

Almabtrieb des Viehs – hinunter

durch Hohenschwangau auf eine

große Wiese unterhalb des Tegelbergs.

Aufgekranzt werden die

Tiere traditionell nur dann, wenn

wirklich alle den Almsommer gesund

überstanden haben.

Unterstützt bei Auf- und Abtrieb

wurden Johanna und Stefan von

20 bis 30 Helfern aus dem Dorf.

Ansonsten aber waren sie auf

sich allein gestellt. Käsekuchen

backte Johanna im alten, jedoch

sehr zuverlässigen Holzofen, der

auch zum Heizen der Hütte diente

– selbst mitten im Hochsommer

hatten die beiden bitterkalte

Nächte bei teilweise unter Null

Grad. Strom für zwei große Kühlschränke,

Licht, Filteranlage für

aus dem Berg angezapftes Quellwasser

sowie Küchenmaschinen

lieferte ein mit Benzin betriebenes

Notstromaggregat. Die PV-Anlage

auf dem Hüttendach, vergangenes

Jahr funktionierte sie gar nicht,

sorgte heuer wenigstens bedingt

für warmes Duschwasser. Und

ein modernes Radio für aktuelle

Nachrichten aus dem Tal – und

stimmungsvolle Musik für bessere

Laune, falls die beiden mal weniger

gut gelaunt waren.

Beide keine

nachtragenden Typen

Wer über drei Monate hinweg Tag

und Nacht „aufeinandersitzt“, der

kriegt sich logischerweise auch

mal in die Haare. „Wobei wir Gott

sei Dank beide keine nachtragenden

Typen sind“, sagt Johanna.

Nach kurzer, klarer Aussprache

war die Welt zwischen den beiden

stets sehr schnell wieder in Ordnung.

Zumal für längeren Zoff oh-

Kiesbett, abgegraste Wiesen und jede Menge Fichten

prägen das Landschaftsbild um die Jägerhütte.

nehin keine Zeit war. Bis auf Mittwoch,

Ruhetag, an dem sie sich

um Lebensmittelnachschub im Tal

kümmerten, bewirteten sie die Jägerhütte

täglich von elf bis 17 Uhr,

am Dienstag mit „Radlerabend“

sogar bis 22 Uhr. Bei gutem Wetter

warteten die ersten Gäste bereits

am Hütteneingang, als Johanna

und Stefan vom anstrengenden

Vieh-Marsch zurückkamen. „Es

hat Tage gegeben, da sind wir

erst nachmittags zum Frühstücken

gekommen.“ Wurst- oder Käseplatte

mit Bauernbrot, Schweizer

oder Bayerischer Wurstsalat sowie

selbstgebackene Kuchen servierten

sie den Gästen, die in etwa zu

50 Prozent aus der Gegend und

zu 50 Prozent aus dem Ausland

gekommen sind. Auffallend viele

Belgier und Holländer seien laut

Stefan heuer vorbeigewandert.

Knipsende Japaner, von denen

es unten im Tal zwischen Königsschlössern

und Alpsee nur so

wimmelt, tauchten an der urigen

Hütte allerdings keine auf. Der

Grund: Auf die Jägerhütte gelangen

Touristen ausschließlich zu

Fuß oder mit dem Rad. „Dass zu

uns kein Bus hinauffährt, macht

viel aus“, meint Stefan in Bezug

auf durchwegs freundliche und

bodenständige Kundschaft, die

den Jungsennern mit Respekt und

ohne weltfremde Ansprüche begegnet

sind.

Dass die Menschen unten im Tal

wesentlich häufiger ihre Ellbogen

für mehr Glanz und Glamour ausfahren,

erlebten die beiden unmittelbar

nach ihrem Abenteuer

auf der Alm. Nach Monaten der

Einsamkeit und Idylle gaben sich

Stefan Kassebaum und Johanna

Ressle die volle gesellschaftliche

Dröhnung. Sie, hauptberuflich

selbstständige Hauswirtschafterin,

bediente gleich am Tag nach

dem Abtrieb im Hackerzelt auf

dem Münchner Oktoberfest. Er,

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november /dezember 2017 | 5


Bundesligavereine zu Gast in Peiting

Schießsport-Spektakel

in der Schloßberghalle

Peiting | Die Zeiten, in denen

Zuschauer bei Schützen-Wettkämpfen

ähnlich wie bei einem

Tennisspiel ruhig sein müssen,

sind längt vorbei. Obwohl es ein

Hochpräzisions-Sport mit enormer

Konzentrationsleistung ist, wird

mittlerweile lautstark Stimmung

gemacht, Fans feuern euphorisch

an – und das ist auch so gewollt.

Von dieser tollen Atmosphäre und

den sportlichen Spitzenleistungen

können sich alle Zuschauer am

Wochenende, 18. und 19. November,

in der Peitinger Schloßberghalle

überzeugen. Denn nachdem

die Luftpistolen-Schützen des SV

Peiting infolge einer grandiosen

Vorsaison aufgestiegen sind, gastieren

heuer erstmals sechs Bundesligavereine

in der Marktgemeinde,

und damit Deutschlands

Schießsport-Elite.

Viele Profis als

Kontrahenten

Die Peitinger Bundesliga-Schützen

gehen diese Saison in der zweigeteilten

ersten Bundesliga an den

Start, genaugenommen in der

Süd-Staffel. Auswärtsfahrten über

mehrere hundert Kilometer sind

für das Team um Mannschaftsführer

Thomas Landes keine Seltenheit.

Es geht unter anderem bis

nach Weil am Rhein bei Freiburg,

Hambrücken bei Karlsruhe oder

nach Fürth – die Peitinger Schützen

sind in ganz Süddeutschland

unterwegs. Um in der Bundesliga

zu bestehen, wird es für die

Peitinger ein harter Kampf.

Das sieht auch Fritz Aigner

so, das nach wie vor aktive

Urgestein des SV Peiting:

„Denn die Deutsche

Bundesliga

ist so

etwas wie die Champions League

der Schützen.“ Nationen wie die

USA, Indien oder Japan schicken

ihre besten Luftpistolen-Schützen

nach Deutschland, damit sie in

der Bundesliga antreten. 65 Nicht-

Deutsche sind diese Saison aktiv,

die häufig von ihren landeseigenen

Verbänden so stark unterstützt

werden, um als Vollprofis zu

agieren.

Mit Sladjan Zoran aus Österreich

ist auch in Peiting ein ausländischer

Schütze aktiv, von Aufwandsentschädigungen

oder gar

Prämien ist man in der Marktgemeinde

allerdings weit entfernt.

„Wir sind froh, dass wir durch

unsere Sponsoren die Ausgaben

für Sprit und Unterkunft bei Auswärtswettkämpfen

decken können“,

sagt Thomas Landes. Während

die Topathleten rund 20 bis

25 Stunden pro Woche trainieren,

müssen den Peitingern rund zehn

Stunden ausreichen, schließlich

sind die meisten Vollzeit berufstätig.

Durchschnittlich dürfte in der

Bundesliga das Verhältnis zwi-

6 | der altlandkreis

Volle Konzentration: Die Luftpistolen-Bundesliga

ist eine Hochpräzisions-Angelegenheit.


schen Profis und ambitionierten

Amateuren laut Fritz Aigner bei

etwa eins zu fünf liegen.

Harter

Wettkampfmodus

Ein Grund für die Beliebtheit der

deutschen Liga ist der für Athleten

äußerst attraktive und extreme

Wettkampfmodus. Steht man

diesen durch, ist man sogar für

eine Olympiade gut gerüstet: Jede

Mannschaft schickt pro Begegnung

fünf Schützen ins Rennen, die aus

dem eigenen Kader beliebig ausgewählt

werden. Jeder Sportler

tritt direkt gegen einen Gegner

an. Die Duelle ergeben sich immer

aus den durchschnittlichen

Schießleistungen aus vorherigen

Wettkämpfen. Heißt: Der Stärkste

einer Mannschaft trifft immer auf

den Stärksten des Gegners. Während

einer Begegnung stehen immer

alle zehn Schützen zeitgleich

im Schießstand – die Kontrahenten

der Einzelpartien direkt nebeneinander.

Jeder Athlet gibt insgesamt

40 Schuss ab, wofür 50 Minuten

Zeit bleiben. „Manche haben eine

kürzere Konzentrationsphase und

sind schon nach einer halben

Stunde fertig, bei einigen wird es

Alle zehn Athleten schießen gleichzeitig.

Gerade das macht es für die Zuschauer

besonders spannend.

zeitlich knapp“, spricht Thomas

Landes die unterschiedliche Herangehensweise

der Sportler an.

Pro Schuss können zehn Ringe

– also Punkte – erreicht werden.

Demnach wäre eine 400 das perfekte

Ergebnis, was angesichts des

immensen Drucks jedoch nicht

wirklich zu realisieren ist. Spitzen-

Schützen schießen einen Schnitt

von knapp 390 Ringen. Auch aufgrund

der größeren finanziellen

Mittel bei den Gegnern ist das Ziel

für die Peitinger Schützen heuer

einzig und allein der Klassenerhalt.

Schützen treffen sich heutzutage

längst nicht mehr in „kleinen Kämmerchen“.

Zuschauer fiebern mit

Ratschen, Trompeten oder Ähnlichem

lautstark mit, weshalb viele

Athleten gar mit doppeltem Gehörschutz

in den Schießstand treten.

Platz für

rund 300 Fans

Durch die modernen Anlagen und

einem extra Moderator können

Fans simultan mitverfolgen, wie

es gerade steht. Ein kleines Lämpchen

leuchtet entweder in blau

oder gelb, je nachdem, wer die

jeweilige Partie gerade anführt.

Insgesamt warten auf die Peitinger

Schützen in der Bundesliga

fünf Doppel-Wettkämpfe, bei denen

an einem Wochenende gegen

zwei Gegner geschossen wird. Der

Wettkampf in Peiting ist der einzige

Kurzwettkampf der Saison, bei dem

nur an einem Tag angetreten wird.

Umso schöner, dass am Sonntag,

19. November, die Peitinger

Luftgewehr-Schützen in der Oberbayernliga

an den Start gehen (ab

9.45 Uhr). „Wir hoffen natürlich auf

volles Haus“, sagt Thomas Landes,

der zum Bundesliga-Wettkampf

rund 300 Zuschauer erwartet. Früh

dran sein lohnt sich in jedem Fall,

da die Halle nicht überfüllt werden

darf – Einlass ist am Samstag ab

11.30 Uhr. Nach der Wettkampfkontrolle

um 12 Uhr bekommen die

sechs anwesenden Mannschaften

jeweils eine Trainingszeit zur Verfügung

gestellt. Um 14 Uhr wird

die Gaujugend einen Wettkampf

schießen, ehe um 15.30 Uhr die

erste Begegnung zwischen der

SGi Ludwigsburg und der SGi Waldenburg

startet. Ab 17 Uhr wird es

dann für die heimischen Peitinger

gegen den KKS Hambrücken ernst.

Und ab 18.30 Uhr bildet das Duell

SV Waldkirch gegen SSG Dynamith

Fürth den Abschluss eines kurzweiligen

Tages.

Zwei Tannenberger

schießen für Top-Favorit

Neben dem SV Peiting dürften sich

die Augen der hiesigen Fans besonders

auf Waldkirch, einem der

Top-Favoriten, richten. Nicht nur,

weil der SVW mit Anna Korakaki

aus Griechenland eine waschechte

Olympiasiegerin (2016) in ihren

Reihen hat, sondern mit Matthias

und Michael Holderried aus Tannenberg

auch zwei Lokalmatadoren.

„Damit sind alle Top-Schützen

der Region an diesem Wochenende

in Peiting versammelt“, freut

sich Thomas Landes, der seine

Truppe mehr als eine „Oberland-

Auswahl“ sieht, schließlich sei die

erste Bundesliga lediglich mit Peitinger

Schützen nicht zu bestehen.

Es ist also alles angerichtet für ein

wahres Schießsport-Spektakel: Der

Eintritt ist frei, für Verpflegung ist

gesorgt und Peitings Gegner sei

absolut schlagbar, wie Thomas

Landes und Fritz Aigner unisono

versprechen.

tis

november / dezember 2017 | 7


15 Bands und zwei DJs in 17 Lokalen

Endlich wieder Sound

in Schongaus City

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Schongau | Die Schongauer Musiknacht

wurde vergangenes Jahr

schmerzlich vermisst. Der damalige

Organisator Christopher Dietz,

Eventmanager aus Nürnberg, sagte

die Veranstaltung 2016 ab, weil

ihm der finanzielle Ertrag für den

großen Organisationsaufwand

nicht mehr ausreichte. Dafür Verständnis

hatten die Bürger aus

Schongau und Umgebung wenig,

schließlich war der „Nightgroove“

stets eine der beliebtesten Veranstaltungen

der Region – kaum ein

zweites Fest zog Alt und Jung gleichermaßen

stark in die Schongauer

Bars und Gaststätten. Das sahen

auch Franz Köpf und Hermann

Gleich so, die nun für die Wiedergeburt

der Schongauer Musiknacht

gesorgt haben. Seit Februar

und unter dem neuen Namen

„Sound in the City“ organisierten

sie für Samstag, 11. November, 15

Bands und zwei DJs, die ab 20 Uhr

in 17 Schongauer Lokalen für Live-

Musik in allen möglichen Stilrichtungen

sorgen. „Wir haben einen

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

bunten Mix aus bekannten Bands

übrigens wie zu Fasching und

der Region sowie neuen Gruppen,

die auch richtig gute Musik machen“,

sagt Franz Köpf über die

Besonderheit des bevorstehenden

Events.

Info-Service

und Shuttle-Bus

Neu wird auch ein Servicepoint

neben dem Marienbrunnen im

Zentrum der Altstadt sein, der

Tickets im Vorverkauf sind für zwölf Euro bei Köpf Euronics und den

Schongauer Nachrichten erhältlich. An der Abendkasse kosten die

Eintrittsbänder 15 Euro. Außerdem verlost „altlandkreis“ für „Sound

in the City“ 3 x 2 Eintrittsgutscheine, die am Abend der Musiknacht

ab 20 Uhr gegen die Partybänder eingetauscht werden können.

Senden Sie uns bis Montag, 6. November, eine Postkarte mit dem

Stichwort „Musiknacht“ an „altlandkreis“, Birkland 40 in 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de. Die Tickets werden

per Post zugesandt, Absenderadresse daher nicht vergessen. Das

Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

Unter anderem

die „Red Cap

Cats“ rocken

am 11. November

die Musiknacht.

Schmankerlfest als Bar umfunktioniert

wird. Daniel Groll, ein junger

Schongauer, ist die ganze Nacht

auf Achse, um die Partywütigen

brandaktuell zu informieren. „Er

wird den Leuten am Marienbrunnen

Auskunft über die Stimmung

in den Lokalen geben“, sagt Köpf.

Und er wird auf Facebook Bilder

und Kurzvideos direkt aus den

jeweiligen Kneipen posten. „So

wissen die Besucher jederzeit Bescheid,

wo noch Plätze frei sind.“

Eine Möglichkeit, das Lokal zu

wechseln: Der kostenlose Shuttle-

Service, ein großer RVO-Bus, der

durchgehend die Stationen Rathaus,

Moritz, Lechwirt, Valentin,

Eulenspiegel, Brauhaus und wieder

Rathaus abfahren wird. Aus

rechtlichen Gründen müssen die

Live-Bands gegen 1 Uhr ihren Auftritt

beenden. Wer bis dato noch

nicht genug vom Feiern hat: Im

Moritz, Lagerhaus und Schlabber

Five legen DJs bis tief in die Nacht

hinein auf.

js

8 | der altlandkreis


Auf der Roten Couch

Der Lechflüsterer

Für Hans Schütz haben wir die Rote

Couch natürlich dort hingestellt, wo

sich der Kreisrat, Umweltschützer und

Buchautor am wohlsten fühlt: Am Lech.

In diesem Falle in der Niederwies.

Foto: Johann Jilka

november / dezember 2017 | 9


Peiting | In der Sache hart, aber

nie persönlich. Hans Schütz ist ein

Mann mit klarer Kante, einer, der

die Dinge beim Namen nennt. Das

spiegelt sich auch in einigen Texten

und „Versla“ aus seinen Büchern

wieder. Dabei sind Politik und Literatur

nur ein kleiner Ausschnitt

aus seinem von Lech und Lechlandschaft

geprägten Leben. Im

großen Interview auf der Roten

Couch spricht der ehemalige Mittelschullehrer

über besorgniserregende

Entwicklungen an Schulen,

die größten politischen Baustellen

im Landkreis Weilheim-Schongau

und über einen völlig falsch dargestellten

Kini. Außerdem verrät

er seine Lieblingsplatzerl am Lech

– und das Geheimnis seiner langen

Haare.

Herr Schütz, warum setzen sie sich

seit Jahrzehnten für die Umwelt ein?

Ich bin ein sehr verwurzelter

Mensch, aufgewachsen etwas außerhalb

von Lechbruck, ganz nahe

am damals noch wilden Lech, das

Kenzengebiet ständig vor Augen.

Als Kinder haben wir immer am

Lech und im Wald gespielt, deshalb

hat mich diese Landschaft geprägt.

Wenn man dann über Jahre und

Jahrzehnte hinweg sieht, wie viel

den Bach runter geht …

10 | der altlandkreis

... zum Beispiel?

Allein was aus dem Lech durch die

vielen Staustufen geworden ist,

dass wir keinen Wildfluss mehr

haben. Oder die Landwirtschaft,

die sich immer stärker industriealisiert

– und gleichzeitig wundern

wir uns, warum wir Schadstoffe im

Trinkwasser und in Lebensmitteln

und immer weniger Artenvielfalt

haben. Kurzum: Ich habe sehr viele

Veränderungen gesehen, global,

aber eben auch bei uns in der Region.

All das hat mich bereits in den

1970er Jahren dazu bewegt, dem

Bund Naturschutz beizutreten. Ein

ganz entscheidender Knackpunkt

war einige Jahre später die große

Auseinandersetzung um die Luftschadstoffe

in Peiting, von der viele

Jüngere gar nichts mehr wissen.

Erzählen Sie.

Der „berühmte“ Cadmiumskandal,

weshalb sich die Umweltinitiative

Pfaffenwinkel gegründet hat.

Es gab auffallend viele Kinder mit

Pseudokrupp sowie asthmageschädigte

Bürger. Wenn man von den

Bergen auf Peiting geschaut hat,

konnte man bei Inversionslagen

eine violettschwarze Wolke über

dem Ort sehen. Den Verursacher

des Skandals hat man nie gefunden.

In den Fokus ist damals aber

sehr schnell die Spanplattenindustrie

der Firma Pfleiderer gerückt,

wo heute Schotten & Hansen steht.

Weil an diesem Unternehmen 250

Arbeitsplätze hingen, war das natürlich

eine schwierige Geschichte.

Interessanterweise war die Giftwolke

weg, als das Unternehmen

zugemacht hat – allerdings aus

wirtschaftlichen Gründen, nicht

wegen der „bösen Umweltschützer“.

Umweltinitiative Pfaffenwinkel,

Bund Naturschutz. Wo sind Sie

noch dabei?

Bei der Umweltinitiative Pfaffenwinkel

war ich sogar 25 Jahre in

der Vorstandschaft. Ich war viele

Jahre Landesvorstand von „Das

bessere Müllkonzept e.V.“, ich engagiere

mich nach wie vor für den

Verein „Lebensraum Lechtal e.V.“

und bin mit vollem Engagement im

erweiterten Vorstand des Fördervereins

Nationalpark Ammergebirge,

der übrigens nichts mit dem

neulich beschlossenen Naturpark

zu tun hat.

Nationalpark und Naturpark. Worin

liegt denn der Unterschied?

Im Naturpark geht es sehr viel um

Wirtschaft, also um Geldverdienen

im Einklang mit der Natur. Mit

vernünftigen Konzepten kann das

gut funktionieren, wie man zum

Beispiel am Naturpark Tiroler Lech

sieht. Aber ein Nationalpark ist

nochmals etwas ganz anderes. Da

geht es darum, die Natur einfach

Natur sein zu lassen und Rückzugsgebiete

für mehr Biodiversität

zu schaffen.

Als derart naturverbundener

Mensch besitzen Sie auch kein

Handy, stimmt’s?

Bisher habe ich es geschafft, ohne

diese Smartphones auszukommen.

Es ist ja bekannt, dass ich ein Gegner

der technischen Entwicklung

mit der derzeit verwendeten Technik

bin, weil ich die für gesundheitlich

problematisch halte. Man

weiß, dass diese gepulste Hochfrequenz

Veränderungen im Körper

verursacht, das ist wissenschaftlich

erwiesen. Umstritten ist nur, ob

oder wie sie auch krank macht.

Zum Bücher schreiben braucht man

ohnehin kein Smartphone. Inzwischen

haben sie sieben Werke veröffentlicht.

Woher rührt Ihre Leidenschaft

zur Literatur?

Mit Literatur habe ich mich schon

immer intensiv beschäftigt, im

Grunde seit meiner Zeit als Schüler

am Füssener Gymnasium, wo ich

eine Zeitlang „Chefredakteur“ der

Schülerzeitung war. Das Interesse

habe ich einem damals sehr guten

Lehrer zu verdanken, der Literatur

mit Begeisterung vermitteln konnte.

Allerdings habe ich das mit dem

Schreiben wieder beiseite gelegt,

weil mir als junger Mensch der

Sport, allen voran Fußball und Volleyball,

wichtiger war. Später habe

ich wieder angefangen zu schreiben.

Ich habe Fachartikel verfasst

und zum Teil an Fachbüchern über

die Generation Handy oder das

Thema Müll mitgearbeitet. Außerdem

habe ich schon immer für die

Zeitschrift OHA geschrieben und

stets im Hinterkopf gehabt: Ich

hatte eine so schöne Kindheit am

Lech, die muss ich irgendwann mal

literarisch festhalten.

Aus „irgendwann mal“ entstand

tatsächlich ihr erstes Buch „Nebel-


Mal witzig, mal gesellschaftskritisch: Hans Schütz liest für „altlandkreis“-

Redakteur Johannes Schelle aus einem seiner Bücher.

stochern – eine Kindheit am Lech“,

das 2007 erschienen und mittlerweile

tausendfach verkauft wurde.

Wie viel Schreibarbeit steckt darin?

Es gab Momente, da habe ich gemerkt,

dass ich immer mehr vergesse.

So habe ich mir gesagt:

Wenn du's jetzt nicht aufschreibst,

ist es zu spät. Also habe ich mich an

den PC gehockt und angefangen,

stundenlang und über Wochen

hinweg meine Kindheitserinnerungen

aufzuschreiben. Teilweise ist es

nur so herausgesprudelt. Trotzdem

habe ich immer wieder Zweifel

gehabt – an einem Tag dachte ich,

ein gutes Buch, am anderen, ein

schlechtes Buch.

Wie kommt man überhaupt zur Veröffentlichung

eines Buches?

Ich habe eine gute Freundin aus

Steingaden, die professionelle Lektorin

ist. Die wusste auch, wie man

ein Buch veröffentlicht. Der habe

ich es gezeigt – und sie war recht

angetan. Also haben wir es veröffentlicht.

Dieses erste Buch war

zugleich wie eine Art Outing, ich

wusste ja nicht, wie es bei den Leuten

ankommt. Da die Resonanz so

positiv war, war für mich klar: Jetzt

mache ich weiter.

Es folgten die Werke „Ich nehm´

das Tagesgedicht“, „Ludwig zum

Zweiten“, „Lechliebe“, „Lyrisches

Menü“, zahlreiche Texte in zwei

Anthologien des Landsberger Autorenkreises

sowie seit kurzem „Allrhand

Duranand“. Ihr persönliches

Lieblingswerk?

Ehrlich gesagt mag ich sie alle, weil

sie auch so unterschiedlich sind,

obwohl sich der Lech wie ein roter

Faden durch meine Werke zieht. Ich

schreibe aber auch Gesellschaftskritisches

und Ernstes, Dinge, die

zum Nachdenken anregen sollen.

Außerdem bin ich ein großer Fan

von König Ludwig II, der heutzutage

völlig falsch dargestellt wird.

Inwiefern?

Man betont in seinem Zusammenhang

immer nur das Sensationsmäßige,

dass er schwul, verrückt

und größenwahnsinnig war. Dass

er zum Beispiel auch ein herausragender

Schwimmer und Reiter

war, wissen die Wenigsten. Noch

heute gibt es am Alpsee eine gut

erreichbare Stelle, ein mehrere

Meter hoher Fels, von dem er zum

Entsetzen seiner Eltern in den See

gesprungen ist. Zahlreiche Wege

im Ammergebirge hat er als Reitwege

ausbauen lassen, zum Beispiel

den von Linderhof auf die

Brunnenkopfhütte. Es gibt sogar

eine belegte Geschichte, dass er

nachts von Hohenschwangau nach

Innsbruck und wieder zurück geritten

ist. Als König absägen wollte

man ihn unter anderem auch, und

davon hört und liest man heute

kaum etwas, weil er Pazifist war

und sich zum Beispiel weigerte,

Truppenparaden abzunehmen

oder Soldaten in den Krieg zu schicken.

Jedenfalls sind die falschen

Darstellungen Ludwigs ein Grund

für mich gewesen, diese Thematik

auch im Buch „Ludwig zum

Zweiten“ aufzunehmen, das 2016

nochmals mit neuem, moderneren

Cover erschienen ist. Darin erzähle

ich aber hauptsächlich über die

Entwicklung der 68er-Generation

hier bei uns in der Region um Füssen

aus der Sicht fiktiver Figuren.

Eigenes Erleben fließt natürlich

mit ein, zum Beispiel dass wir

Schüler damals beim Wahlkampf

von Franz Josef Strauß aus dem

Füssener Eisstadion geflogen sind,

weil wir „Strauß raus“ gerufen

haben.

Wann und wo kommen Ihnen als

Autor die besten Ideen?

Ich bin sehr viel unterwegs in den

heimischen Bergen und an unseren

Flüssen. Wandern ist etwas

sehr Meditatives, da kommen einem

viele Gedanken. Da hat man

auch die Zeit, einen Gedanken

länger entwickeln zu lassen. Manches

schreibe ich dann gleich auf,

wenn es sein muss auch auf die

Brotzeittüte, ansonsten in einen

kleinen Notizblock, den ich immer

im Rucksack dabei habe.

Dann kommen Sie nach Hause, setzen

sich an den Schreibtisch und

schreiben die Gedanken ins Reine?

Früher habe ich für mein Umweltengagement

am Abend oft

stundenlang Gutachten studiert

oder Artikel geschrieben und Vorträge

ausgearbeitet, heute sitze

ich dort oben im Büro und schreibe

Bücher. Wobei es ganz unterschiedliche

Phasen gibt. Manchmal

sitzt man eine Stunde für ein Wort.

Manchmal plätschert es nur so

raus. Mit Gewalt geht beim Schreiben

jedenfalls gar nichts.

Ihr aktuellstes Buch heißt „Allrhand

Duranand“, geschrieben im Dialekt.

Warum?

Es wird immer beklagt, dass der

Dialekt am Verschwinden ist. Eine

Zeit lang war er sogar verpönt, was

Gott sei Dank wieder besser geworden

ist. Deshalb wollte ich unbedingt

ein Buch im Dialekt meiner

Heimat verfassen. Wobei man in

diesem Buch nicht von einem reinen

Lechbrucker Dialekt sprechen

kann, sondern von der Mundart

aus meiner Geburtsregion. Diesen

Dialekt literarisch zu dokumentieren

und zu fördern liegt mir sehr

am Herzen.

Den es Dank CD auch zu hören gibt.

Bei meinen Kleinkunstauftritten

habe ich gemerkt, dass vorgetragene

Dialekttexte besonders gut ankommen,

weil man in der Mundart

viele Dinge besser auf den Punkt

bringen kann. Deshalb gibt es zum

Buch „Allrhand Duranand“ eben

auch eine beigefügte CD.

Worum geht es inhaltlich?

Um Geschichten und Gedichte aus

der Region, die ich zum Teil selbst

erlebt habe, wobei mir eine Sache

beim Thema Dialekt ganz besonders

wichtig ist.

Die wäre?

Wenn man sich für Dialekt einsetzt

und ihn erhalten will, darf man ihn

nicht unter die museale Käseglocke

stellen und nicht immer nur darüber

reden, wie es früher war. Eine

Sprache kann ich nur dann fördern,

wenn ich sie mit in die Gegenwart

nehme. Das heißt: ich muss aktuelle

politische und gesellschaftliche

Themen auch im Dialekt darstellen.

Bei mir kommt zum Beispiel

november / dezember 2017 | 11


auch das Handy, allerdings mit ä

und i geschrieben, also das Händi,

vor.

Sprechen Sie in den Kreistagssitzungen

auch im Dialekt?

(lacht) Um Gotts Willa, do dädat dia

Pentschbergar ja gar nix meah vrschdanda.

Im Kreistag spreche ich

in Alltagssprache.

Können Sie auch gestochenes Hochdeutsch?

Können schon. Aber dafür müsste

ich mich verstellen, und das möchte

ich nicht.

Sie amtieren seit vielen Jahren schon

im Kreistag für die Grünen, obwohl

Sie dieser Partei gar nicht angehören.

Ist das überhaupt rechtens?

Das kann jede Partei so machen

und kommt in der Lokalpolitik

auch öfters vor. Einfacher Hintergrund:

Wir haben schon darüber

gesprochen, dass ich in mehreren

Umweltorganisationen tätig bin

und war. Deshalb sehe ich mich

im Kreistag auch als verlängerter

Arm dieser Organisationen, deren

Mitglieder allen möglichen Parteien

angehören, nur Gott sei Dank

der AfD nicht. Vom Eid her muss

man ja ohnehin sagen, dass wir

im Kreistag ausschließlich für das

Wohl des Landkreises eintreten,

unabhängig von der Parteizugehörigkeit.

Deshalb gibt es bei uns

Grünen auch keinen Fraktionszwang.

Wo sehen Sie derzeit die größten

Probleme im Landkreis?

Der Erhalt wohnortnaher Krankenhäuser,

vor allem was die Geburtenstationen

und die Grund- und

Notfallversorgung betrifft, wofür ich

mich, und hoffentlich viele andere

auch, vehement einsetze. Denn

unser momentanes Gesundheitssystem

mit all seinen negativen

Auswirkungen ist für mich pervers.

Von Politik und Gesundheitslobby

werden Fallzahlen festgelegt, zum

Beispiel eine Mindestzahl an Geburten

pro Jahr, und wenn diese

Zahl nicht erreicht wird, muss die

Station schließen. Dringend notwendig

wäre auch eine angemessene

Bezahlung von Hebammen,

Krankenschwestern und Krankenpflegern.

Im Mittelpunkt der Gesundheitspolitik

muss der Mensch

stehen, und nicht die Gewinnmaximierung

von Versicherungen und

Gesundheitskonzernen. Vor Ort in

Würde geboren werden, vor Ort im

Krankheitsfall gut versorgt werden

und vor Ort in Würde sterben können.

Das ist das A und O und keine

„Sozialromantik“.

Was stört sie noch?

Der Flächenverbrauch. Wir betonieren

und bauen bayernweit

pro Tag 13 Hektar zu. Wir brauchen

nicht immer mehr riesige

Gewerbegebiete und nebenbei

stirbt eine so schöne Altstadt wie

Schongau mehr oder weniger aus.

Aber wir leben ja leider in einer

reinen Autogesellschaft. Wenn die

staatlichen Mittel mehr in den öffentlichen

Verkehr fließen würden,

dann hätte zum Beispiel auch die

Fuchstalbahn eine Chance.

Neben Politik, Umweltschutz und

Bücher schreiben machen sie auch

Kleinkunst, unter anderem „Kieselklang

& Wortgesang“, das Literatur

und Musik verbindet. Stehen Sie

gerne im Rampenlicht?

Man muss sich nicht immer in den

Vordergrund drängen. Aber natürlich

habe ich auch nichts dagegen,

in der Öffentlichkeit zu stehen.

Dann aber mit Substanz, zum Beispiel

durch die Veröffentlichung

meiner Bücher.

Grundsätzlich wirken Sie stets sehr

in sich gekehrt, ruhig und sachlich –

fernab einer Rampensau.

(lächelt) Finden Sie? Na ja, mit dem

Alter wird man schon ruhiger und

gesetzter. Aber wenn es um die

Sache geht, gerade im Kreistag, da

kann schon mal eine sehr kräftige

Ansprache von mir kommen.

Zum Beispiel?

Als es um die Sparkassenfusion

gegangen ist, für die ich als einer

der wenigen nicht gestimmt habe,

weil ich der Meinung war, dass das

so einfach nicht passt. Oder wenn

es um Verkleinerungen von Naturschutzgebieten

geht. Da kann ich

fuchtig werden. Ich habe mir auch

schon heftige Wortgefechte mit

Idyllischer Gesprächsort: Hans Schütz und Johannes Schelle am Lechufer

in Niederwies bei Peiting.

Herrn Dobrindt geliefert. Aber, und

das ist mir ganz wichtig: In der Sache

hart, aber nie persönlich oder

unfair.

Hauptberuflich haben Sie als Mittelschullehrer

gearbeitet, sind seit

rund zwei Jahren in Pension. Würden

Sie wieder Lehrer werden wollen?

Ich habe diesen schönen Beruf sehr

gerne ausgeübt, auch wenn er in

den letzten Jahren immer schwieriger

geworden ist. Die Arbeit mit

Kindern und Jugendlichen, ihnen

zu helfen, dass sie sich zu Persönlichkeiten

entwickeln, hat mir

immer Spaß gemacht. Da gehört

dazu, sie mal loszulassen, aber

dazu braucht es auch klare Grenzen

und einen Rahmen. Die Kinder

müssen wissen, was passiert,

wenn sie diesen Rahmen verletzen,

und es muss gerecht zugehen. Das

habe ich ihnen immer versucht klar

zu machen, was die Schüler – so

glaube ich – sehr geschätzt haben.

Ist das Setzen klarer Grenzen heutzutage

schwieriger, weil Eltern immer

häufi ger mitreden?

Ich war 40 Jahre lang Lehrer. In der

Zeit hat sich sehr viel geändert –

und ehrlich gesagt nur wenig zum

Guten. Sehr kritisch sehe ich die

ständigen Veränderungen in den

Lehrplänen und der Schulorganisation

sowie die Überbetonung

von modernen Techniken, so notwendig

sie auch sind. Und ja, auch

die Entwicklung einzelner Eltern

sehe ich sehr kritisch. Sie können

den Lehrern das Leben sehr schwer

machen. Ich habe mir in solchen

Fällen schon immer gedacht: Da

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12 | der altlandkreis

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und weißt sehr genau, was du

in deinem Beruf zu tun hast, und

trotzdem meinen einige Eltern, alles

besser zu wissen.

Haben Sie Mitleid mit den Lehrern

von heute und morgen?

Ich muss die jungen Lehrer bewundern,

weil die unter deutlich

schwereren Bedingungen ein Lehrerleben

vor sich haben als noch

zu meiner Zeit. Wobei ich generell

eine geniale Zeit erwischt habe. Die

Generationen vor mir haben immer

mindestens einen Krieg erlebt, ich

aber bin in einer relativ sicheren

Zeit aufgewachsen, in der wir keinerlei

derartigen Probleme gehabt

haben. Auch Schule, Berufsfindung

und Familiengründung erfolgten

ohne große Zukunftsängste. Das ist

heute ganz anders. Die Sicherheit

für die Zukunft ist in dieser immer

komplizierteren Welt nicht mehr

so gewährleistet. Früher konnte

jeder nach seinen Fähigkeiten und

Fertigkeiten das lernen, was er

konnte und seine Zukunft planen.

Sehr problematisch sehe ich den

heutigen Leistungsdruck vor allem

in der Grundschule. Man hat den

Eindruck, dass nur noch das Abitur

zählt. Die Lehrerinnen und Lehrer

können einem da schon leid tun.

In ihren Texten schreiben Sie auch

über Bildungsproblematik.

Richtig. Dazu fällt mir ein Vers

aus „Allrhand Duranand“ ein, er

heißt „Pisaschock“: In dr Schual

learnat se immr wenigr. Koa Erörterung

nimma, s’Dikdat hand se

aag’schafft und an Pythagoras und

d’Kuglberechnung oh. Was früanr

für an Quali grad no so g’langat

hot, dees gibt heit scho lockar a

Middlera Reifa. Wenn dees so weitr

goht, hot unsr Sproch in ebba fuffzg

Joahr bloß no zwoa Buachschdaba!

Wer beide kennt, deer derf schdudiera!

Das ist mit Dialekt etwas auf

den Punkt gebracht. Und dahinter

versteckt sich eine traurige Wahrheit.

Zum Beispiel Schüler, die am

Ende ihrer Schulzeit nicht ausbildungsfähig

sind. So etwas macht

mir Sorgen.

Noch besorgniserregender sind die

Gefahren neuer Medien.

Langfristig das größte Problem. Es

gibt Untersuchungen über Zwölfjährige,

die belegen, dass diese

täglich länger vor Bildschirmen

als in der Schule sitzen. Fernseher,

Tablet, Smartphone, Spielekonsolen.

Das richtet schon viel

Schaden an. Nicht nur körperlich

aufgrund mangelnder Bewegung,

sondern auch geistig. Noch problematischer

sind die Inhalte, die

über das Internet rund um die Uhr

für alle frei zugänglich und nicht

kontrollierbar sind. Mobbing im

Chatroom, Egoshooter, Pornos,

Sex- oder Spielesucht. Was für

viele Schüler heute schon Alltag

ist, empfinde ich als Katastrophe.

Daher finde ich Computer in der

Grundschule für ziemlich überflüssig,

zumal die hochgelobten

Lernspiele Suchtproblematiken

anbahnen können.

Auf Ihren Lesungen geht es wesentlich

gesitteter zu. Sind Sie vor Ihren

Auftritten noch aufgeregt?

Man kriegt natürlich Routine. Aber

ein bisserl aufgeregt sein gehört

dazu, um einen Spannungsbogen

aufzubauen. Ohne den funktioniert

es nicht.

Für alle, die noch nie von „Kieselklang

& Wortgesang“ gehört haben.

Wie würden Sie diese Kunst

beschreiben?

Ein Kleinkunstprogramm im echten

Sinn des Wortes, verbunden mit

überraschender Musik und überraschenden

Texten.

Die wo vorgetragen werden?

Damit waren wir eigentlich schon

überall in näherer und auch weiterer

Umgebung. Augsburg, Weißenhorn,

Landsberg, Herrsching,

Reute, Weilheim, Füssen …

Wie kommt diese Kombination bei

den Leuten an?

Hervorragend, vor allem, weil

verschiedene Sinne angesprochen

werden. Problematisch kann es

werden, wenn man nur lesen würde.

Eine Stunde nur lesen ist selbst

bei guten Texten mitunter eine Zumutung

für die Zuhörer. Deshalb

organisiere ich, dass auch bei Einzellesungen

immer passende Musik

dabei ist.

Ein Ständchen nur für Sie wird es

am 12. November geben – am Tag

ihres 66. Geburtstages, an dem bekanntlich

das Leben erst so richtig

beginnt. Sehen Sie das auch so?

Der eigentliche Einschnitt in meinem

Leben war bereits im Februar

2016, als ich in Pension gegangen

bin. Dieser neue Lebensabschnitt

ist sehr wichtig für mich, weil ich

jetzt noch mehr das machen kann,

was mir so richtig Spaß macht,

also viel lesen und auch Bücher

schreiben. Mehrere Projekte habe

ich bereits im Kopf oder am Laufen.

Da wäre zum Beispiel ein Buch mit

Haiku-Gedichten, einer speziellen

Gedichtform die aus Japan kommt,

oder ein Büchlein nur mit Scherzgedichten.

Einen großen Roman

oder ein Theaterstück würde ich

auch noch gerne in Angriff nehmen.

Außerdem möchte ich noch

mit meiner Frau sehr viel reisen

und wandern.

Auch außerhalb Ihrer geliebten Heimat?

Selbstverständlich. Wir waren

schon in vielen Ländern, vor allem

aber immer wieder in Griechenland.

Das Reisen in fremde Länder

ist für mich etwas sehr Schönes,

aber genauso schön ist auch das

Nachhausekommen.

Verraten Sie uns trotzdem die

schönste Badestelle an „Ihrem“

Lech?

Ehrlich gesagt bade ich im Lech

nicht, weil er mir schlichtweg zu

kalt ist, da gehe ich schon lieber

an den Schmuttersee oder den

Bannwaldsee. Lechlieblingsstellen

gibt es mehrere: Die Litzauer

Schleife, ein Felsband im Fluß bei

Lechbruck, der Lechzopf im Tirol.

Insgesamt vor allem der Lech in

Österreich, weil der Fluss dort noch

weitgehend ursprünglich sein darf.

Apropos ursprünglich. Selbst die

älteren „altlandkreis“-Leser kennen

Sie nur mit langem Haar. Klären Sie

uns auf.

(grinst) Tatsächlich trage ich die

langen Haare seit meiner Zeit als

Schüler. Damals waren lange Haare

nicht erlaubt. Selbst die Pilzköpfe

der Beatles galten als furchtbar.

Ein Schüler aber ließ sich damals

längere Haare wachsen. Er wurde

ins Direktorat zitiert und vor die

Wahl gestellt: Haare schneiden

lassen oder von der Schule fliegen.

Daraufhin haben wir uns mit unserem

Mitschüler solidarisiert und

uns auch die Haare wachsen lassen.

Seither trage ich sie lang. js

november / dezember 2017 | 13

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Brezen aus der CO 2 -neutralen Bio-Bäckerei

Gesünder, sättigender

und umweltfreundlich

Brezendrehen in der neuen Produktionshalle in Peiting.

Peiting | Sieht super aus und

schmeckt. Doch beim Lesen der

Inhaltsstoffe vergeht Michael

Schwarzmaier der Appetit. Dieses

fluffige Weißbrot, das sich der

48-Jährige im Italien-Urlaub zum

Frühstück gekauft hatte, enthält

Diacetylweinsteinsäureester. „Das

sind chemisch hergestellte Säuremittel

sowie Enzyme, die teilweise

gentechnisch verändert wurden

und auf Dauer nicht gesund sein

können“, sagt Michael Schwarzmaier,

einer der wenigen Bio-Bäcker

zwischen Kempten und München.

Er stellt seine Brote, Brezen

(8 000 bis 10 000 Stück pro Woche,

alle von Hand gedreht), Semmeln

und Croissants ausschließlich ohne

Zusatzstoffe her. Außerdem bezieht

er die Grundzutaten direkt aus

der Region, kauft Roggen, Dinkel

und Weizen seit vielen Jahren vom

Frankl Sepp, Bio-Bauer in Etting

bei Weilheim. Gemahlen wird das

„vor unserer Haustüre“ geerntete

Getreide von seinen eigens konstruierten

Mühlen. Die sind direkt in

Schwarzmaiers Bäckerei installiert,

die Mitte 2017 von Etting nach Peiting

(Zechenstraße 6) verlegt wurde.

„Aus privaten Gründen“, sagt

der Bäckermeister, der inzwischen

recht froh ist über die neue Produktionsstätte.

Zuvor in Etting sei

alles ein wenig chaotisch gewesen.

„Jetzt haben alle Mitarbeiter und

Maschinen ihren festen Platz.“

Nachts wird

produziert

Im ersten Stock stehen drei prallgefüllte

Säcke Bio-Getreide. Im Raum

daneben lagern kleingepresste

und geschnittene Pellets. Im Erdgeschoss

befinden sich zwei große

Räume. Der eine dient als Lager für

die zum Ausliefern fertige Ware.

Der andere zur Produktion. Drei

Backöfen, zwei große Kühlschränke,

diese selbstgebauten Getreide-

Mühlen für frisches Mehl sowie

eine Maschine mit Förderband

zur Teigherstellung sind ringsherum

aufgebaut. In der Mitte der

Produktionshalle steht eine große

Arbeitsplatte, auf der Michael

Schwarzmaier und seine sieben

Mitarbeiter, darunter drei Azubis,

den Teig wälzen, zu Brezen drehen

oder Semmeln formen. Gearbeitet

wird immer von Dienstag bis

Samstag im Zweischicht-Betrieb.

Die ersten Bäcker beginnen um

22 Uhr. Die letzten gehen um 10

Uhr vormittags. Gearbeitet wird

somit ausschließlich Nachts. Ein

Auch das Gebäck besteht rein

aus natürlichen Zutaten.


Ladengeschäft ist an der Produktionsstätte

in Peiting übrigens nicht

integriert. „Das haben wir auch

nicht vor“, sagt Michael Schwarzmaier,

der seit vielen Jahren rund

20 Stammkunden im Raum von

Schongau bis Hohenschäftlarn sowie

von Garmisch-Partenkirchen

über Murnau bis nach Bad Tölz mit

seiner emulgatorenfreien Backware

versorgt, daher auch kein wirklicher

neuer Konkurrent für die traditionellen

Bäckereien Sesar und

Aicher in Peiting ist.

Von Pfifferling

bis Bio-Hotels

Einer seiner allerersten Abnehmer,

seit 1993, ist der Bioladen

Pfifferling in Schongau. Aber auch

den Naturkostladen in der Peitinger

Freistraße sowie Gymnasium,

Realschule und Bio-Michl in

Weilheim versorgt Schwarzmaier

mit seiner Bio-Backware. Die mit

jüngsten Kunden: ein Pärchen aus

Garmisch-Partenkirchen, das zwei

Bio-Hotels betreibt. „Dass diese

Hotels von der Gesellschaft so gut

angenommen werden zeigt, dass

die Leute sich wieder mehr Gedanken

darüber machen, woher

Lebensmittel kommen und was

drin steckt.“

Dieses Bewusstsein für gesunde,

natürliche Ernährung ist Michael

Schwarzmaier seit jeher eine Herzenssache.

Als er sich im zarten

Alter von 19 Jahren selbstständig

machte, kam für ihn nie Anderes

als Bio in Frage. „Zwar sind unsere

Produkte etwas kleiner, sehen

anders aus und kosten auch

ein wenig mehr, dafür sind sie

wesentlich gesünder und sättigender.“

Und die Tatsache, dass

heutzutage immer mehr Krankheiten

auftauchen, zum Beispiel

Diabetes, begründet Schwarzmaiers

strengkontrollierte, harte

Arbeit umso mehr. „Immer mehr

Menschen sind aus gesundheitlichen

Gründen dazu gezwungen,

auf ihre Ernährung zu achten.“

Die Bio-Bäckerei Schwarzmaier ist

hierbei eine wichtige Anlaufstelle

in der Region, produziert unter

anderem auch Brote für Allergiker

sowie Menschen mit Laktoseintoleranz.

Umweltfreundliche

Produktionsstätte

Darüber hinaus legt Michael

Schwarzmaier größten Wert auf

eine umweltschonende Produktion.

Vor vielen Jahren schon stellte

er als erster Bäcker Deutschlands,

höchstwahrscheinlich sogar Europas,

auf eine CO 2 -emissionsfreie

Backstube um. Mit den erwähnten

Pellets heizt er seine Backöfen.

Darüber hinaus nutzt er die Abwärme

seiner Maschinen zum

Heizen der kompletten Produktionsstätte,

„was uns bei einer

Umweltfreundliche Backstube: Energie für die Öfen wird über eine

CO 2 -neutrale Pellets-Heizung gewonnen.

Auslastung von mehr als 90 Prozent

sehr gut gelingt“. Michael

Schwarzmaier und sein Betrieb

dienen somit als Vorzeigemodel

natürlichster Backware und

Backstube. Insbesondere für die

Hersteller dieser fluffigen, gutaussehenden

Weißbrote.

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november / dezember 2017 | 15


Rechte und Pflichten hiesiger Waffenbesitzer

Vom Jäger und Sammler

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16 | der altlandkreis

IHR SPEZIALIST FÜR:

MWM, MAN, Perkins,

Deutz und Mercedes









Altlandkreis I Hier in Deutschland

herrscht ein strenges Waffengesetz.

Damit dies auch im Altlandkreis

eingehalten wird, sorgen

die Spezialisten für „öffentliche

Sicherheit, Ordnung und Waffenrecht“

in den jeweiligen Landratsämtern.

Im Weilheim-Schongauer

sind das Helmut Stork und seine

vier Mitarbeiter Werner Hegewald,

Magdalena Duschl, Melanie Weidhaus

und Susanna Wild, die eine

interessante Statistik vorzuweisen

haben: Derzeit leben im Landkreis

Weilheim-Schongau 2 567 Bürger,

die insgesamt 12 825 erlaubnispflichtige

Schusswaffen besitzen,

davon 4 236 Kurzwaffen sowie

8 589 Langwaffen. Als Kurzwaffen

gelten zum Beispiel Pistolen

(Walther) oder Revolver (Taurus),

als Langwaffen Flinten und Büchsen.

Unabhängig der Waffenart:

Jeder Waffenbesitzer braucht eine

Waffenbesitzkarte, die Stork und

seine Kollegen dann ausstellen,

wenn gewisse Voraussetzungen

erfüllt sind. Zunächst muss ein

Waffenhalter mindestens 18 Jahre

alt sein. „Außerdem muss ein

Bedürfnis vorliegen, also ein vernünftiger

Grund, wofür die Waffe

gebraucht wird“, sagt Helmut

Stork. Die drei gängigsten Gründe:

Waffensammlung, Jagd und

Schießsport. 21 Waffensammler,

789 Jäger, 797 Sportschützen sowie

39 Jäger und Sportschützen gleichzeitig

gibt es derzeit im Landkreis

Weilheim-Schongau. In seltenen

Kümmern sich um die Einhaltung des deutsche Waffenrechts: Werner

Hegewald (v.l.), Magdalena Duschl und Abteilungsleiter Helmut Stork.

Fällen gilt auch der Selbstschutz

als Grund. „Der trifft zum Beispiel

auf Promis, Sicherheitsleute wie

Geldtransporteure oder ehemalige

Polizisten zu, die aufgrund bestimmter

Fälle einer erhöhten Gefahr

ausgesetzt sind“, sagt Werner

Hegewald, der aus Datenschutzgründen

nur so viel verrät: „Hier in

Weilheim-Schongau gibt es einen

Prominenten, der eine Waffe zum

Selbstschutz besitzt.“

Geistig und körperlich

geeignet?

Bedürfnis und Volljährigkeit allein

reichen noch lange nicht aus, um

ein für Leib und Leben gefährliches

„Spielzeug“ besitzen zu dürfen.

Ein weiteres entscheidendes

Kriterium ist die sogenannte „Zuverlässigkeit“,

wofür sich Stork

und Co. Informationen über den

jeweiligen Antragsteller vom Bundeszentralregister,

dem zentralen

staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister

sowie der örtlichen

Polizeibehörde besorgen. Darüber

hinaus muss die Person geistig

wie körperlich für das Halten und

Führen einer Waffe geeignet sein.

Alkoholabhängigkeit zum Beispiel

wäre für Stork und seine Mitarbeiter

ein klassischer Grund, die

Ausstellung der Waffenbesitzkarte

zu verweigern. Fünfter und damit

letzter Aspekt ist die erforderliche

Sachkunde – oder einfach ausgedrückt:

Der Jäger braucht einen

Jagdschein, der Sportschütze eine

Bestätigung des Schützenvereins.

„Damit er nachweisen kann, mit


Waffen müssen laut Gesetz in genormten

Schränken wie diesem

aufbewahrt werden.

der Waffe umgehen zu können“,

sagt Werner Hegewald, der sich

mittlerweile seit 16 Jahren um das

Waffenrecht im Landratsamt Weilheim-Schongau

kümmert, bis dato

„Gott sei Dank“ keine kuriosen Fälle

miterlebt hat. Trotzdem wünscht

er sich in einer Sache eine noch

schärfere Regelung im Waffenrecht:

Dass auch bei der Genehmigung

des kleinen Waffenscheins

eine Sachkunde vorzuweisen ist.“

Trend zur

Schreckschusspistole

Den kleinen Waffenschein gibt es

bundesweit seit 2003. Er erlaubt

den Besitz sowie das Führen von

Signal-, Reizstoff- und Schreckschusspistolen.

Bis Ende 2014

wurde dieser Schein im Landkreis

Weilheim-Schongau 26 Mal

ausgestellt, bis Ende 2015 81 Mal.

„Seit der Kölner Silvesternacht

haben diese Anträge jedoch stark

zugenommen“, sagt Helmut Stork.

2016 stieg die Zahl von 81 auf

388! Und 2017 sind Stand Mitte

September weitere 87 Neuanträge

hinzugekommen. Dabei hält

Stork diese „kleinen Waffen“ für

alles andere als sinnvoll. „Auch

die Polizei warnt davor, dass man

sich mit einer Schreckschusspistole

oft größerer Gefahr aussetzt

als ohne.“ Der Grund: Diese „unechten“

Waffen können weder

Täter noch Polizisten optisch von

einer „echten“ Schusswaffe unterscheiden.

Damit steigt die Gefahr

eines „Gegenangriffs“ um

ein Vielfaches. Außerdem meint

Magdalena Duschl: „Die Zeit, sich

im Falle eines Wohnungseinbruches

eine Schreckschusspistole

zu greifen, sollte man lieber dazu

nutzen, die Polizei zu alarmieren.“

Interessanterweise werden diese

kleinen Waffen jedoch nicht nur

als vermeintlich sinnvoll abschreckendes

Mittel gekauft. Werner

Hegewald spricht von einem Trend

unter Jugendlichen, „die mit diesen

Waffen einen auf Cool machen

wollen“. Gerade deshalb würde er

die Sachkunde auch für die Beantragung

des kleinen Waffenscheins

begrüßen. „Damit die jungen

Menschen lernen, wie man mit

einer Waffe, auch wenn sie unecht

ist, umzugehen hat.“

Helmut Stork hätte am liebsten

gar keine Waffen im Umlauf. „Je

weniger, desto besser“, sagt er.

Zwar habe er vollstes Verständnis

für Jäger, Sportschützen und auch

Sammler. „Doch im Erbfall halte

ich es schon für stark fragwürdig,

wenn jemand die Waffen behalten

möchte.“ In der eingangs erwähnten

Statistik hiesiger Waffenbesitzer

sind übrigens keine Polizisten

und Soldaten eingerechnet. Die

werden von ihrer jeweiligen Behörde

ausgebildet, mit Waffen

ausgestattet und sind demnach

statistisch auch eigens geführt.

Waffenschrank und

Gesetzesänderung

Während Polizisten ihre private

Waffe – ähnlich wie im Dienst –

am Körper tragen und in ihrer

Wohnung nahezu beliebig aufbewahren

dürfen, gelten für Jäger,

Verblüffend echt sehen diese Schreckschuss-Waffen h aus.

Schützen und Sammler strengere

Regeln. Sie müssen sowohl Kurzals

auch Langwaffen in einem

genormten Waffenschrank verstecken,

der für Unbefugte nicht

zugänglich ist. Diesbezüglich gibt

es seit Mitte Juni eine Gesetzesänderung.

„Jeder Neuwaffenbesitzer

braucht jetzt einen Schrank mit der

Bezeichnung 0 oder 1“, sagt Werner

Hegewald, der die „neuen“

Schränke als noch sicherer und

schwerer zu knacken beschreibt –

sie bestehen unter anderem aus

Guss, Stahlblech und Doppelbart-

Hochsicherheitsschloss (mit zwei

Schlüsseln). Trotzdem dürfen alle,

die schon längere Zeit Waffen besitzen,

diese auch weiterhin in den

alten Schränken „A“ oder „B“ aufbewahren,

die aus drei bis vier Millimeter

dickem Stahl gebaut sind.

Mitte 2017 neu beschlossen wurde

auch eine zeitlich befristete

Amnestie-Regelung, die besagt:

Wer unerlaubt eine Waffe besitzt,

darf sie bis zum 1. Juli 2018 bei

der Waffenbehörde im Landratsamt

oder der örtlichen Polizei

abgeben, ohne wegen illegalen

Waffenbesitzes eine Strafe fürchten

zu müssen. „Wir hoffen, dass

von dieser Regelung möglichst

viele Gebrauch machen“, sagt

Helmut Stork, der sich noch gut

an solch eine Amnestie-Regelung

von 2009 zurückerinnert. Damals

wurden deutschlandweit 200000

Schusswaffen aus dem Verkehr

gezogen. „Das war ein großer

Gewinn für die Sicherheit in unserem

Land.“

js

november / dezember 2017 | 17


Lawinenkurs nach Michael Schmidt

Gut gerüstet in

die „weiße Gefahr“

Altlandkreis | Das Skitourengehen

boomt – und ist auf markierten Pisten

auch nicht gefährlich, da diese

vom Liftbetreiber vor Lawinen gesichert

sind. Wer sich allerdings

abseits der Pisten bewegt, sollte

sich, den Berg und die Verhältnisse

richtig einschätzen können. Bereits

kleinere Skitouren, beispielsweise

auf den Pürschling in Unterammergau,

setzen Basiswissen in

Sachen Lawinenkunde voraus. Wer

sich im Winter mit Ski und Fell in

noch steileres und höheres Gelände

wagt, sollte in jedem Falle einen

Lawinenkurs gemacht haben. Denn

das Wissen des Leitsatzes „je steiler

das Gelände, desto größer die Lawinengefahr“

reicht allein bei weitem

nicht aus, um das Risiko der

„weißen Gefahr“ weitestgehend

zu minimieren. Die beste Möglichkeit,

sich über Lawinengefahren zu

informieren: sich einen ausgewiesenen

Experten wie beispielsweise

Michael Schmidt aus Steingaden

schnappen. Der 54-Jährige beschäftigt

sich seit 1984 mit Lawinen.

Als ehemaliger Heeresbergführer

der Deutschen Bundeswehr

sowie aktueller Einsatzleiter der

Bayerischen Bergwacht kennt er

die Gefahren in den Alpen.

Gebundene Schneeschichten

mit Gleitflächen

Über viele Jahre hinweg hat er

seine Erfahrungen auch im Rahmen

zahlreicher Lawinenkurse für

DAV-Sektionen, Bergwachtgruppen

und Privatleute weitergegeben.

Dem „altlandkreis“ berichtet er von

seinen Schulungen, die in seinen

Augen als Basis für diesen „großartigen

Sport“ unerlässlich sind.

Lawinenkurse sind je nach Referent

unterschiedlich aufgebaut. Michael

Schmidt hält „seinen“ immer über

insgesamt fünf Tage. Dreimal Theorie,

zweimal Praxis. Am ersten Infoabend

möchte er den Teilnehmern

„die Gefahr beibringen“, in dem er

die unterschiedlichen Lawinenarten

und Schneearten anhand von

Grafiken und Bildern aufzeigt. Grob

gesagt wird unterschieden zwischen

Lockerschnee- und Schneebrettlawine,

wobei nahezu alle

tödlich verunglückten Skitourengeher

in einer Schneebrettlawine

ums Leben kamen, die wiederum

als Nassschnee- oder Trocken-

Das Skitourengehen boomt. Umso wichtiger, sich über die Gefahren abseits der Pisten vorab zu informieren.

i

18 | der altlandkreis


schneelawine abgehen kann. „Ein

sehr komplexes Thema“, sagt

Michael Schmidt, der von sechs,

sieben weiteren Schneearten erzählt

und diversen Faktoren für die

Zusammensetzung einer „gefährlichen“

Schneedecke, unter anderem

Windverfrachtungen. Fakt ist

in jedem Falle: Bei über 90 Prozent

aller Lawinen ist der Schnee gebunden,

kann Spannungen übertragen

und besteht aus mehreren

Schichten, zwischen denen wiederum

eine Gleitfläche existiert. Für

den Lawinenabgang entscheidend

ist neben dem Schneedeckenaufbau

auch die Hangneigung.

Die ersten

15 Minuten!

Schneebrettlawinen lösen in der

Regel in 30 bis 50 Grad steilem Gelände

aus – ausgerechnet dort, wo

es am schönsten zum Skifahren ist

Letztlich ausgelöst wird die Lawine

überwiegend durch Zusatzgewicht

wie Neuschnee, Regen oder „uns“

Skitourengeher. Am zweiten Kursabend

informiert Michael Schmidt

über die Notfallsituation aus Sicht

des Beobachters und aus Sicht des

Lawinenopfers. „Ganz entscheidend

sind die ersten 15 Minuten“,

sagt Michael Schmidt. In dieser Zeit

kommt laut Unfallstatistik „nur“

eine von zehn erfassten Personen

ums Leben. Nach 30 Minuten halbiert

sich die Überlebenschance.

Heißt: „Ist man beispielsweise zu

dritt unterwegs, beobachtet einen

Lawinenunfall und hat keinen Handyempfang

um den Notruf abzusetzen,

suchen die ersten 15 Minuten

alle drei.“ Erst nach dieser Viertelstunde

und bei ausbleibendem

Sucherfolg klinkt sich einer der

Suchenden aus und versucht den

Anhand solcher Grabungen erkennt der Tourengeher, wie gefährlich die

Zusammensetzung der Schneedecke ist.

Notruf abzusetzen. Die Basis für

eine erfolgreiche Verschüttetensuche

ist die exakte Beobachtung von

Erfassungs- und Verschwindepunkt

der von den Schneemassen mitgerissenen

Person, die letztlich unterhalb

des Verschwindepunktes und

in Fließrichtung der Lawine liegen

muss. Gesucht wird je nach Anzahl

der Helfer in Mäandern (als Einzelperson)

oder in parallelen Suchstreifen,

also nebeneinandergereiht

(bei mehreren Helfern). Dabei

das A und O: Das Beherrschen des

Lawinensuchgerätes (LVS), „was

leider die wenigsten tun“. Weitere

wichtige Ausrüstungsgegenstände

sind Schaufel und Sonde. Sollte mit

letzterer ein Treffer erfolgen, gilt es

den Verschütteten stets von talwärtiger

Seite auszugraben. „Würde

man ihn von oben ausgraben und

retten wollen, ist die Gefahr sehr

groß, seine Atemhöhle zu zerstören“,

sagt Michael Schmidt, der

auch überlebenswichtige Verhaltenstipps

für den von der Lawine

erfassten Skifahrer hat: Zuerst

versuchen herauszufahren, „was

leider nur äußerst selten gelingt“.

Dann Stöcke und Skier wegwerfen,

dass laut Schmidt vor allem mental

trainiert werden könne. Und fortan

mit allen Mitteln versuchen, so

lange wie möglich oben zu bleiben

– am ehesten gelingt dies mit

wilden, nach vorne und oben

november / dezember 2017 | 19


Verschüttetensuche der Bayerischen Bergwacht:

In größeren Gruppen wird das Lawinenopfer parallel und

aneinandergereiht mittels Sonde gesucht.

Windverfrachtungen sollten Skitourengeher stets vermeiden oder großräumig

umgehen beziehungsweise umfahren.

gerichteten Kraulbewegungen,

vergleichbar mit dem Bewegungsmuster

eines schwimmenden Hundes.

Sobald die Lawine langsamer

wird und einen begräbt, sollte man

blitzartig die Hände vors Gesicht

reißen und versuchen, eine kleine

Atemhöhle zu bilden.

Risikomanagement

nach Drei-Mal-Drei

All diese Erklärungen werden an

Kurstag drei mit einer drei- bis

vierstündigen Lawinennotfall-

Übung draußen im Freien sehr

praxisnah vertieft. Mit dabei: LVS-

Gerät, Sonde und Schaufel, ein

Erste-Hilfe-Set, Handy für den

Notruf sowie ein Biwaksack, der

laut Michael Schmidt als die bessere

„Rettungsdecke“ gilt. Darüber

hinaus legt der Experte jedem Skitourengeher

einen scharfgeschalteten

ABS-Rucksack ans Herz, der

logischerweise im Notfall rechtzeitig

ausgelöst werden muss. „Mit

dem ABS-Rucksack greift das physikalische

Gesetz der Entmischung,

das durchaus entscheidend sein

kann.“ Dagegen weniger zu empfehlen

sind Fangriemen, die den

Skifahrer beim Abgang einer Lawine

wie ein Anker nach unten ziehen.

„Die nehme ich, wenn überhaupt,

nur bei hartem Schnee“,

sagt Michael Schmidt, der an Lawinenkurstag

vier wieder an den

runden Tisch bittet. Diesmal zur

Planung einer konkreten Skitour,

eng verbunden mit dem wohl

wichtigsten Thema überhaupt:

dem Risikomanagement.

Anhand der Drei-Mal-Drei-Methode

und mithilfe der SnowCard

bringt der Experte seinen Kursteilnehmern

die bestmögliche Risikominimierung

zunächst zuhause,

dann am Parkplatz unmittelbar

vor dem Losgehen sowie direkt

vor den (steilsten) Hängen mit Risikopotential

während der Tour

bei. An allen drei Standorten gilt

es stets die gleichen drei Faktoren

zu berücksichtigen: Verhältnisse,

Gelände und Mensch. Im Wohnzimmer

greift Schmidt in Sachen

Verhältnisse auf den aktuellsten

und zur Region passenden Lawinenlage-

sowie Wetterbericht zu-

20 | der altlandkreis


ück, „den ich mir immer komplett

und aufmerksam durchlese“. Mittels

Landkarte und Tourenbeschreibung

setzt sich Schmidt erstmals

mit dem Gelände der geplanten

Tour auseinander und wägt ab, ob

er dieser Tour bei den voraussichtlichen

Bedingungen als „Mensch“

überhaupt gewachsen ist.

Tankstellenfahnen und

knirschender Schnee

Angenommen, das Wohnzimmer-

Management ist erfolgreich, startet

Michael Schmidt den fünften und

damit letzten Tag seines Lawinenkurses

– die Abschluss-Skitour.

Bereits während der Autofahrt

zum Startpunkt der Tour nimmt er

jede weitere Deutung mit. „An den

Tankstellenfahnen kann ich zum

Beispiel sehr gut erkennen, aus

welcher Richtung und wie stark der

Wind bläst.“ Am Fuße des Berges

angekommen, sollten nochmals

Ausrüstung sowie Schnee- und

Witterungsverhältnisse mit den Angaben

des Wetter- und Lawinenlageberichts

von Zuhause verglichen

werden. „Wenn beim Losgehen der

Schnee knirscht, weiß ich zum Beispiel,

dass die Schneetemperatur

bei unter minus acht Grad liegt.“

Erneut sich, das Gelände und die

Verhältnisse gewissenhaft überprüfen

sollte man letztlich unmittelbar

vor den steilsten Hängen der

Route, wo die Lawinengefahr in

der Regel immer am größten ist.

„Wenn ich zum Beispiel an einer

steilen Stelle Windverfrachtungen

erkenne, sollte ich lieber die Route

ändern, sie über einen flacheren

Rücken wählen oder hinauf

auf einen ungefährlicheren Gipfel

gehen“, sagt Michal Schmidt, der

sich stets mit einem Tourenplan-B

die Skier und Felle unter die Füße

schnallt, „damit der Ausflug nicht

völlig umsonst ist“.

Neben einem Lawinenkurs, den

unter anderem die hiesigen Alpenvereine

anbieten empfiehlt Michael

Schmidt gerade Anfängern, erste

schwierigere Skitouren mit einem

Guide oder sehr erfahrenen Bergsteigern

in maximal Achtergruppen

zu absolvieren.

Außerdem legt er wärmstens das

Buch „lawine.“ ans Herz, geschrieben

von Rudi Mair und Patrick

Nairz. Die Tiroler Lawinenwarner

sind laut Michael Schmidt die derzeit

führenden Experten auf diesem

komplexen Gebiet, das selbst

für absolute Profis stets ein Restrisiko

birgt.

js

Bodenwelt

Wand- und Deckenverkleidungen

Bertsch

Gartenhäuser auch auf Maß

Türenwelt

Holz-Fassaden + Terrassendielen

Haustüren Alu + Holz

SCHAUSONNTAGE

5. November 2017

3. Dezember 2017

jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr

ab Herbst auch in der Schongauer Str. 13 in LANDSBERG

Keine Beratung, kein Verkauf.

Ausgegraben sollte eine verschüttete Person immer von talwärtiger

Seite, um deren Atemhöhle nicht zu zerstören. Es zählt jede Sekunde!

november / dezember 2017 | 21


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS

Zuhören, anfeuern,

lesen und gewinnen

Kunst-Kalender von Menschen mit Behinderung

Polling | Ob in vollstationären Unterbringungen,

Tagesstrukturen oder ambulanter Pflege: Der gemeinnützige

Verein Lebenshilfe Weilheim-Schongau

(Sitz in Polling) unterstützt Menschen mit Behinderung

in allen Lebenslagen. Das gelingt unter

anderem mit pädagogisch sehr wertvollen Bastel-

Projekten, an denen sich die Hilfsbedürftigen stets

mit großer Freude beteiligen. Besonders beliebt:

die alljährliche Gestaltung eines Kalenders für das

bevorstehende, neue Jahr. Bereits zum vierten Mal

in Folge kreierte Anita Jakomet (pädagogischer

Fachdienst) gemeinsam mit einer 20-köpfigen

Gruppe künstlerisch wertvolle Motive, die letztlich

abfotografiert und zu

einem prachtvollen Wandkalender gelayoutet werden.

Die Idee für das Jahr 2018: Tapeten mit kräftigen

Farben bemalen, diese in Schnitzel zerreißen

und damit Bilder wie Regenbogen, Engel oder Blumen

gestalten. Wer möchte, kann den Lebenshilfe-

Kalender 2018 unter Telefon 0881 / 8069 zu einem

fairen Preis kaufen – und zwar für einen guten

Zweck, da der Erlös zu 100 Prozent in die Betreuung

der Bewohner der Lebenshilfe in Polling fließt.

>>> KALENDER ZU GEWINNEN

Der „altlandkreis“ verlost drei Kalender, die im

Rahmen der Lebenshilfe Weilheim-Schongau von

Menschen mit Behinderung gestaltet wurden.

Schicken Sie uns bis Mittwoch, 15. November,

eine Postkarte mit dem Stichwort

„Kalender“ an „altlandkreis“,

Birkland 40 in 86971 Peiting. Oder eine

E-Mail an info@altlandkreis.de. Das

Los entscheidet, der Rechtssenweg

ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

js

Multivisionsshow: Mit dem Bulli von Istanbul zum Nordkap

Peißenberg | Zu Fuß oder mit dem Mountainbike

über die Alpen ist inzwischen ein weitverbreiteter

Trend. „Das macht inzwischen ja jeder“, dachte sich

wohl auch der renommierte Fotograf Peter Gebhard,

packte seinen Kult-VW-Bus und fuhr los – von Istanbul

an das Nordkap. Er fuhr durch archaische

Berglandschaften, lebte bei Mönchen, traf auf

Leuchtturmwärter, Schmuggler und uralte Fruchtbarkeitsrituale.

Letztlich legte er mit seinem 44 PS

starken T1-Bulli

15 000 Kilometer

in 15 Ländern

zurück.

Davon geblieben ist ein atemberaubender Multivisionsvortrag,

den er am Freitag, 24. November, ab

20 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Peißenberger

Alpenverein in der Tiefstollenhalle zeigt.

>>> TICKETS ZU GEWINNEN

Für das Bulli-Abenteuer am 24. November in der

Tiefstollenhalle Peißenberg verlost der „altlandkreis“

3 x 2 Karten. Schicken Sie uns bis Mittwoch,

15. November, eine Postkarte mit dem Stichwort

„Bulli“ an „altlandkreis“, Birkland 40 in 86971 Peiting

oder eine Mail an info@altlandkreis.

de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

js

22 | der altlandkreis


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

Kleinkunst, Lektüren & Rundflug –

unsere Gewinner

Altlandkreis | Kabarettistin Alexandra Stiglmeier ist bekannt

dafür, das alltägliche Leben humorvoll aufbereitet auf die

Kleinkunstbühnen der Region zu bringen. So auch am 14. Oktober

im Peitinger Eggerstadl, wofür wir in der vergangenen

„altlandkreis“-Ausgabe 3 x 2 Karten verlost haben. Juliane

Popp aus Peiting, Jutta Brauchle aus Burggen und Veronika

Albrecht aus Böbing hatten alle Glück beim Gewinnspiel

und waren mit je einer Begleitperson beim launigen Abend

dabei. Mit einem Exemplar des neuen Romans „Heimatherz“

von Nicola Förg durften wir indes Angelika Müller aus Lechbruck,

Barbara Reindl aus Weilheim und Cornelia Hubert aus

Steingaden eine kleine Freude bereiten. Ebenfalls eine Lektüre,

aber zu einem ganz anderen Thema, bekamen Gerda

Lukas aus Murnau, Thomas Edinger aus Peiting und Walter

Notz aus Schongau von uns zugeschickt. Das wissenschaftliche

Wanderbuch „GeoWandern im Münchner Umland“ ist

nun treuer Begleiter bei diversen Touren. Eine ganz besondere

Tour absolvierte hingegen Josef Ott aus Prem im Zuge des

Paterzeller Flugwochenendes. Er war glücklicher cher Gewinner

des Rundfluges im Wert von 100 Euro und durfte

sich die Region dabei mal aus einer anderen Perspektive

ansehen.

tis

Gegen das Vergessen

Hohenpeißenberg | Als Euthanasie

bezeichnet wurden im Dritten

Reich die systematischen Morde

insbesondere an Menschen mit

körperlichen, geistigen oder psychischen h Beeinträchtigungen als Teil der

sogenannten „Rassenhygiene“. Die Arbeitsgruppe „Gegen das Vergessen“

des Pfarrgemeinderates Hohenpeißenberg befasst sich derzeit intensiv mit

diesem Thema. Schließlich berühren und betreffen die grausamen Taten

auch heute noch Bürger in der Region, da in nicht wenigen Gemeinden

Menschen aus deren Verwandtenkreis ermordet wurden. Noch dazu, weil

in der Zeit unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg kaum darüber gesprochen

wurde – und bis heute kaum gesprochen wird. Für Freitag, 10. November,

konnte die Arbeitsgruppe den renommierten Mediziner und Psychiater

Prof. Dr. Michael von Cranach für einen Vortrag im Hohenpeißenberger

Pfarrsaal gewinnen. „Euthanasie während des Nationalsozialismus“, so

der passende Titel, beginnt um 19.30 Uhr. Am Sonntag, 12. November, folgt

ab 17 Uhr zum gleichen Thema die Vorführung des Spielfilms „Nebel im

August“, ebenfalls im Pfarrsaal. Vor rund zwei Jahren beschäftigte sich die

Arbeitsgruppe mit der Zeit der NSDAP-Machtergreifung und hat die Geschichte

für das Schongauer Land mit einer entsprechenden Ausstellung

aufgearbeitet. Auf ähnlich viele Besucher wie 2015 hoffen die Organisatoren

auch diesmal. Die Eintritte zu Vortrag und Spielfilm

sind frei, für Erfrischungen ist gesorgt.

tis

Hohenpeißenberg um 1930

Zirbenholzbett



„Allrhand Duranand“ –

die Muttersprache von Hans Schütz

Altlandkreis | Umweltschützer, Mittelschullehrer, Kleinkünstler und

Kreisrat: Hans Schütz aus Peiting, der Mann mit dem langen, grauen

Haar, könnte beim Blick auf seine Vita glatt als Allzweckwaffe durchgehen.

In den Kreistagssitzungen setzt er sich primär für Energieund

Umweltpolitik ein. Und auch in seinen Büchern greift er immer

wieder natur- und gesellschaftspolitische Themen kritisch auf. Das

gilt auch für sein neuestes Werk: „Allrhand Duranand“, eine Liebeserklärung

an den Ostallgäuer Dialekt – die Sprache, mit der Hans

Schütz in Lechbruck und Umgebung aufgewachsen ist. „Noch besser

allerdings kommt Dialekt zum Tragen, wenn man ihn hört“, sagt der

bald 66-Jährige. Deshalb gibt es sein neues Sprach-Buch samt CD,

auf der alle Versla und Kurzgeschichten aus „Allrhand duranand“ zu

hören sind – eine interessante Kombination.

>>> BUCHVERLOSUNG

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost drei Exemplare

des neuen Buches „Allrhand Duranand“ von

Kreisrat Hans Schütz. Senden Sie uns bis Mittwoch,

15. November, eine Postkarte mit dem Stichwort „Dialekt“

an „altlandkreis“, Birkland 40 in 86971 Peiting.

Oder eine Mail an info@altlandkreis.

de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Viel Erfolg!

js

Süddeutsche Judo-Meisterschaft in Peiting

Peiting | Bis zu 150 Judoka werden am Samstag, 2. Dezember,

in Peitings Dreifachturnhalle erwartet, wenn ab 10.30 Uhr der

Kampf um die Süddeutsche Meisterschaft beginnt. Ausrichter

TSV Peiting schickt selbst fünf bis maximal zehn „heiße Eisen“

auf die Matte. „Das entscheidet sich je nach Form und Gesundheit

recht kurzfristig“, sagt Peitings Judo-Trainer Denis Werner,

für den die Organisation eines solch bedeutenden Turniers nicht

nur eine große Ehre, sondern auch ein Vorteil aus Peitinger

Athleten-Sicht ist. „Weil wir uns entgegen vergangener Jahre

eine mehrstündige Anreise und somit auch viel Energie sparen.“

Speziell in Felix Ditschek, Roman Tolksdorf, Andreas Neureuther,

Tareq Jamal, Top-Talent Simon Häuserer (erst 17) sowie Ann-Katrin

Schubert sieht Werner potentielle Stockerl-Kandidaten, die

sich mit einem Platz unter den ersten Dreien direkt für die Deutsche

Meisterschaft qualifizieren

würden. Einfach werden die bis zu

fünf Duelle pro Athlet sicher nicht –

unter den Teilnehmern tummeln

sich jede Menge starke Bundesligakämpfer.

„Deshalb hoffen wir

natürlich auch auf tatkräftige

Unterstützung

der Zuschauer.“

js

november / dezember 2017 | 23

Das sagen die unabhängigen Therapeuten

und Rückenexper-ten des

IGR über das biologische Schlafsystem

von ProNatura:

Das biologische Schlafsystem

von ProNatura


fähigkeit für den Rücken










86956 Schongau

Weinstraße 3–5

Tel. 08861-2695

www.pronatura-voelk.de




mit Terminvereinbarung


Die Krankenhaus GmbH baut ihr Angebot weiter aus

Akutgeriatrie jetzt auch in Weilheim

Weilheim / Schongau | Alt werden

bedeutet manchmal, sich

vielen Herausforderungen stellen

zu müssen. Die Mobilität nimmt

ab, es kommt zur Abnahme der

Selbsthilfefähigkeit, im schlimmsten

Fall zu einem Verlust der

Selbständigkeit. Häufig bestehen

mehrere Krankheiten gleichzeitig,

die den funktionellen Zustand

nochmals verschlechtern können.

Die Akutgeriatrie, als Teil der Altersmedizin,

befasst sich mit genau

diesen Problemen und richtet

sich an diejenigen Patienten,

welche eine akute Erkrankung

entwickelt haben und dadurch

ihre Selbsthilfefähigkeit / Mobilität

verloren haben. Akute Erkrankungen

können beispielsweise

sein: akute Herz- oder Nierenschwäche,

Infektionen wie Lungen-

oder Blasenentzündungen,

neurologische Erkrankungen wie

Schlaganfälle oder M. Parkinson,

Blutdruck- oder Blutzuckerentgleisungen.

Eine postoperative

Betreuung, etwa nach Frakturen,

kann den Heilungsprozess unterstützen

und zum Teil auch verkürzen.

Ziel der Akutgeriatrie ist neben

der Überwindung der akuten

Erkrankung und der Wiederherstellung

bestmöglicher Selbsthilfefähigkeit

auch eine Verhinderung

von Abhängigkeiten (zum

Beispiel Seniorenheim). Hierfür

steht bei der Krankenhaus GmbH

Weilheim-Schongau ein Team aus

verschiedenen Berufsgruppen zur

Verfügung, welches durch einen

multiprofessionellen Ansatz alle

Bedürfnisse betagter, akut erkrankter

Patienten abdeckt.

Das Team der

Akutgeriatrie

ÄRZTLICHER DIENST

Speziell geschulte Ärzte – die Geriater

– sind die Spezialisten für die

Behandlung sehr alter Menschen.

Schließlich funktioniert der Organismus

eines 90-Jährigen anders

als der eines 30-Jährigen. Wegen

der komplexen Situation älterer

Patienten nutzen Geriater zusätzlich

zu den klassischen ärztlichen

Untersuchungsmethoden das geriatrische

Assessment, um alterstypische

Mehrfacherkrankungen,

körperlich-funktionelle Defizite,

aber auch mentale und psychische

Probleme sowie das soziale Umfeld

des Patienten abzubilden. Auf

Grundlage dieser Ergebnisse kann

der Arzt die multiprofessionelle

Therapie planen und überprüfen.

Das Ziel des Geriaters ist es, die

geriatrischen Patienten zu identifizieren,

dem funktionellen Abbau

und der Beeinträchtigung des gesamten

Organismus entgegenzuwirken

und das bisherige Niveau

an Autonomie zu erhalten oder

wiederherzustellen.

PFLEGE

Im Zentrum der Pflege steht der

ältere Mensch mit seinem Selbstpflegebedarf,

seinen Lebensaktivitäten

und funktionellen Gesundheitsverhaltensmustern.

Treten in

diesen Bereichen Störungen oder

Verluste auf, setzt man mit der aktivierenden

therapeutischen Pflege

dort an, wo fachliche Pflege erforderlich

ist. Die Spezialisten der

Krankenhaus GmbH fördern aktiv

und kompensieren den Handlungsablauf

der Selbstpflege. Die

Alltagskompetenzen zu erhalten

oder wiederherzustellen unter

Miteinbezug der pflegenden Angehörigen

verleihen den Patienten

das Gefühl der Zugehörigkeit,

Unabhängigkeit und Sicherheit.

Zudem werden Patienten eingeladen,

die Teilhabe am sozialen

Leben aufrechtzuerhalten durch

aktiven Mittagstisch, Veranstaltungen

oder Schulungsangebote.

Damit wird aktiv auf die Gesundheit

und das Wohlbefinden der

Patienten Einfluss genommen.

Gemeinsam und zielorientiert

setzt das interdisziplinäre Team

Sonderveröffentlichung der

Sebastian Mühle, Chefarzt der Akutgeriatrie,

ist ein Spezialist in der Behandlung von alten Menschen.


die aktivierende Pflege um und

berücksichtigt die Selbstbestimmung

der Patienten sowie Respekt

und Würde vor dem Alter.

THERAPIE

Die Krankenhaus GmbH hilft den

Patienten, wieder zu ihren eigenen

Kräften zu finden. Dabei sind die

Therapieangebote perfekt aufeinander

abgestimmt und individuell

ausgewählt. In engster Zusammenarbeit

arbeiten Physiotherapeuten

und Ergotherapeuten am

Bett und sind auf der Station direkt

ansprechbar. Auf Grundlage international

anerkannter Verfahren

werden aktuelle Fähigkeiten, Einschränkungen

und besonders auch

Zielvorstellungen des Patienten erfasst.

Dabei werden Gewohnheiten,

Persönlichkeitsmerkmale, Biografie

und das gewohnte soziale Umfeld

berücksichtigt. Entsprechend wird

dann ein passender, individueller

Behandlungsansatz besprochen

und sinnvolle Therapiemaßnahmen

festgelegt. Durch engmaschige,

fachgerechte Begleitung und

das alltagsorientierte Training werden

vorhandene Fähigkeiten täglich

trainiert und weiter ausgebaut.

Durch eine entsprechende Anleitung

gelingt es, eigene Stärken

und Grenzen zu erkennen, Risiken

zu vermeiden und mehr Sicherheit

im Alltag zu erlangen, wie etwa

durch Training zur Sturzprophylaxe.

Angehörige werden je nach Bedarf

und auf Anfrage gerne in die Therapie

miteinbezogen. Bei Fragen

rund um die Themen Training,

Hilfsmittelversorgung, Angehörigenanleitung,

Wohnraumanpassung,

ambulante therapeutische

Versorgung und ähnliches kann

gerne direkt auf die Therapeuten

zugegangen werden.

THERAPIELEISTUNGEN

• Physiotherapeutische und

ergotherapeutische Einzelbehandlung

• Ausgewählte Kleingruppenangebote

• Klassische Massageformen

• Spezialmassagen z.B. Lymphdrainage,

Colonmassage

• Kompressionstherapie

• Tapetechniken

• Wärme- und Kältepackungen

• Elektrotherapie

• Logopädische Diagnostik und

Therapie

• Beratung und Schulung von

Patienten und ihren Angehörigen

Seit Oktober 2017 steht das Team rund um Chefarzt Sebastian Mühle (hinten) nicht nur in Schongau, sondern

auch in Weilheim zur Verfügung. Sie freuen sich, auch hier ihre Dienste anbieten zu können.

LOGOPÄDIE

Logopädie unterstützt bei Schluckstörungen,

die im Rahmen des

Alterungsprozesses oder bei bestimmten

Erkrankungen auftreten

können. Nach eingehender Diagnostik

kann durch eine passende

Kosteinstufung und mit entsprechenden

Kräftigungsübungen das

Risiko einer Mangelversorgung,

aber auch einer Entzündung der

Lunge verringert werden. Angehörige

können in die Therapie

miteinbezogen werden und Beratung

für die sichere Nahrungsaufnahme

und die Auswahl der geeigneten

Speisen erhalten. Auch

bei Sprachstörungen (Aphasien)

und Sprechstörungen wird in

der logopädischen Therapie versucht,

durch aktive Übungen die

Sprach- und Sprechfähigkeit zu

verbessern. Das Ziel ist, die Verständigungsmöglichkeiten

so gut

es geht wiederherzustellen, um

die aktive Teilhabe am Leben und

die Lebensqualität zu verbessern.

NEUROPSYCHOLOGIE

In der Neuropsychologie werden

diagnostische Gespräche mit Testungen

durchgeführt, um Krankheiten

wie Demenz, Depression,

Schlaganfälle abzuklären. Zur

Verbesserung von Kognition und

Sehvermögen ist ein Training

möglich, zum Teil auch am PC.

Zusätzlich werden psychologische

Gespräche angeboten zur Unterstützung

der Krankheitsbewältigung,

oder auch bei Depressionen

und Angst.

SOZIALDIENST

Der Sozialdienst der Krankenhaus

GmbH hilft den Patienten ab dem

ersten Tag des Aufenthaltes bei:

• der Organisation der weiteren

ambulanten oder stationären

Versorgung

• Beantragung von Pflegegrad

• Beratung zu sozialen Leistungen

• Info zur Vorsorgevollmacht

• Organisation der Palliativversorgung

• und bei vielem mehr ...

SEELSORGE

Die Seelsorge an kranken

Menschen gehört

zum Auftrag einer diakonischen

Kirche. Ist der

Körper krank, so leidet

auch die Seele – der

Mensch leidet in seiner

Ganzheitlichkeit. So treten

auch existenzielle

und religiöse Fragen auf.

Ein gesteigertes Interesse

an Religion ist deutlich

spürbar. Die Seelsorge in der

Akutgeriatrie ist herausgefordert,

die christliche Botschaft in

eine angemessene, verständliche

Sprache zu fassen und in Gebet

und Sakramenten zu vollziehen.

Die Seelsorge steht im Dialog

mit dem Behandlungsteam im

Krankenhaus. In Kooperation mit

anderen Disziplinen bringt die

Seelsorge die heilende Kraft des

christlichen Glaubens zur Sprache

und leistet somit einen kompetenten

Beitrag in der Begleitung

von Patientinnen und Patienten.

> > > KONTAKT

Zentrum für Altersmedizin —

Akutgeriatrie

Zentralsekretariat Weilheim-Schongau

Telefon: 08861 / 215-439

Telefax: 08861 / 215-443

E-Mail: akutgeriatrie@kh-gmbh-ws.de

november / dezember 2017 | 25


Dr. Peter Baumann – seit über einem Jahr Chefarzt

in der Gefäß- und Endovaskularchirurgie

Kein Ausruhen

auf dem Erreichten

Weilheim | Seit dem 1. August

2016 ist Gefäßspezialist Dr. Peter

Baumann Chefarzt in der Klinik

für Gefäß- und Endovaskularchirurgie

in der Krankenhaus

GmbH Weilheim-Schongau. Der

46-Jährige ist von der Deutschen

Gesellschaft für Gefäßchirurgie

und Gefäßmedizin zertifizierter,

endovaskulärer Spezialist und

mit den minimalinvasiven Kathetertechniken

zur Behandlung von

Gefäßkrankheiten bestens vertraut.

„Narkose und Skalpell können

wir heute häufig durch eine

örtliche Betäubung und minimalinvasive

Techniken ersetzen“, so

Dr. Peter Baumann. Der Facharzt

für Chirurgie mit Schwerpunkt

Gefäßchirurgie verfügt über eine

18-jährige Berufserfahrung. Im

„altlandkreis“-Interview zieht

der Mediziner nach einem Jahr

als Chefarzt bei der Krankenhaus

GmbH Zwischenbilanz, erinnert

sich an seine Anfänge in Weilheim

und Schongau und blickt

optimistisch in die Zukunft.

Herr Dr. Baumann, erinnern Sie

sich noch an Ihren Start vor über

einem Jahr?

Ja, sehr gut sogar. Es war so, als

wäre ich schon immer da gewesen.

Ich bin froh drum, dass ich

ein so tolles Team habe, weil

es Leute sind, auf die man sich

verlassen kann. Mit mir kam im

vergangenen Jahr der Leitende

Oberarzt Michael Schierlinger zur

GmbH, und zusammen mit Oberarzt

Peter Langenegger hat das

sofort gepasst. Wir ergänzen uns,

können uns gut vertreten. Zudem

haben wir mit Frau Meissner im

Sekretariat ein wahres Goldstück.

Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit

mit anderen Abteilungen

wie beispielsweise der Inneren

Medizin, der Nephrologie, der

Anästhesie sowie der Radiologie

funktionierte sofort und schaffte

die Voraussetzung für eine optimale

Behandlung nahezu aller

Gefäßerkrankungen.

Der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit

liegt im Krankenhaus Weilheim.

Warum?

Das ist richtig. Wobei ich auch

in Schongau eine wöchentliche

Sprechstunde anbiete. Allerdings

haben wir hier in Weilheim die

modernsten Geräte und können

so den Patienten eine Rundum-

Therapie anbieten – und das alles

aus einer Hand. Hier haben wir

verschiedene Kathetertechniken,

können außerdem Hybrideingriffe

vornehmen. Von der CO 2 -

Sonderveröffentlichung der

Hannelore S. hatte Angst, ihr Bein zu verlieren, bis ihr Dr. Peter Baumann

empfohlen wurde. Bypass-Verschluss am Bein lautete die Diagnose.

Mit der Kathetertechnik konnten die Unterschenkelgefäße

wieder eröffnet werden. Nun fühlt sich das operierte Bein gar besser an

als ihr anderes. Hannelore S. kann mittlerweile wieder gut laufen und

auch ganz normal Treppen steigen.


Angiographie profitieren Patienten

mit Nierenschäden und mit

der SCS-Sonde gelingt uns, über

die Stimulation des Rückenmarks

eine Weitung der Blutgefäße zur

Durchblutungsverbesserung bei

Patienten, bei denen „sonst nichts

mehr geht“. Es ist besonders

faszinierend, wie sich Kathetertechniken

entwickeln, die Eingriffe

ermöglichen, die vor zehn Jahren

noch nicht denkbar waren.

Klingt kompliziert.

Ist es auch. Die Gefäßchirurgie ist

eine spannende Fachdisziplin, die

Empathie mit den Patienten, Hightech-Geräte

und handwerkliches

Geschick vereint. Es geht um jede

Art von Durchblutungsstörung, die

gerade bei der älteren Bevölkerung

häufig vorkommt. Gefäßerkrankungen

sind chronische Erkrankungen,

das heißt, Patienten

kommen häufig wieder und müssen

kontinuierlich betreut werden.

Was hat sich in Ihrem ersten Jahr

bei der Krankenhaus GmbH verändert?

Der Einsatz von minimalinvasiven

Techniken versetzt uns in die Lage,

schonend zu operieren und somit

die Liegezeiten sowie den Krankenhausaufenthalt

der Patienten

zu verkürzen. Amputationen sind

häufig eine Folge von Gefäßverschlüssen.

Durch den Einsatz der

neuen Techniken ist es uns gelungen,

die Amputationsrate dramatisch

zu senken.

Stört Sie eigentlich der Baulärm

rund um die Sanierung des Weilheimer

Krankenhauses?

Natürlich ist es etwas störend,

aber die Patienten zeigen enorm

viel Verständnis und wir wissen:

das Haus wird modern.

Wir bekommen größere OP-

Kapazitäten und die Patienten

moderne Zimmer, die weit mehr

als nur den heutigen Ansprüchen

genügen.

Ein Fachgespräch unter Experten

der Gefäßchirurgie (von links):

Peter Langenegger (Oberarzt),

Dr. Peter Baumann (Chefarzt)

und Michael Schierlinger

(Ltd. Oberarzt)

Welchen Ausblick für die Zukunft

können Sie uns geben?

Wir bleiben am Ball und ruhen

uns nicht auf dem Erreichten aus.

Der Ausbau der minimalinvasiven

Techniken ist extrem wichtig.

Ebenso die Aus- und Weiterbildung

von Kolleginnen und Kollegen.

Wir wollen vorne mit dabei

bleiben. Im vergangenen Jahr sind

wir ordentlich gewachsen – die

Behandlungen konnten wir gar

verdoppeln. Wir genießen große

Akzeptanz bei den Kollegen in der

Niederlassung und Vertrauen bei

den Patienten. Nun streben wir

an, die OP- und Bettenkapazitäten

zu erhöhen.

Was macht Dr. Peter Baumann eigentlich

in seiner Freizeit?

In Bayern geht man ja in die Berge

oder in den Seen schwimmen. Das

mache ich auch sehr gerne. Bei

mir kommt noch die Sushi-Zubereitung

hinzu. Da kann ich mich

richtig vergessen und die Familie

und Freunde freut’s.

Schwerpunkte in der Klinik

für Gefäß- und Endovaskularchirurgie

Operative und minimalinvasive Therapie akuter und chronischer

Durchblutungsstörungen (z.B. Schaufensterkrankheit)

einschließlich minimalinvasiver Verfahren (z.B. Ballonerweiterung

von Gefäßen und Stents) sowie Hybridoperationen

(Kombination von Operation mit Katheterverfahren)

Operative und minimalinvasive Therapie (Stent) des Bauchaortenaneurysmas

und anderer Erkrankungen des Gefäßsystems

Operationen der Halsschlagader

Chirurgie der Dialyseshunts einschließlich Shunt-Neuanlagen

sowie Revisions- und Korrektureingriffe (z.B. bei Funktionsstörungen

von Dialyseshunts, Shuntaneurysmen etc.), sowie

endovaskulärer Verfahren und Anlagen von Dialysekathetern

Operative und endovaskuläre Therapie bei diabetischem Fuß

Operative Behandlung des Krampfaderleidens

Operative Behandlung des offenen Beines (Ulcus cruris)

inklusive Hauttransplantationen

Septische Chirurgie (bei Infektionen)

Modernste diagnostische Verfahren wie CO2-Angiographie,

CT, MRT, Sonographie etc.

> > > KONTAKT

Klinik für Gefäßchirurgie

und Endovaskularchirurgie

Krankenhaus Weilheim

Telefon: 0881 / 188-673

Telefax: 0881 / 188-677

E-Mail: gefaesschirurgie@kh-gmbh-ws.de

Krankenhaus Schongau

Telefon: 08861 / 215-292

Telefax: 08861 / 215-693

E-Mail: gefaesschirurgie@kh-gmbh-ws.de

november / dezember 2017 | 27


Unsere kommenden

Veranstaltungen:

2. und 3. Advent:

9.30 bis 13.00 Uhr

Adventsbrunch

ab 17.00 Uhr

Feuertonne und Glühwein

(auch am 23.12.2017)

15.12.17:

ab 19.30 Uhr, Eintritt 10,00 €

Lesung mit Werner Gerl

„Wehe, wenn der Krampus kommt“

Betriebsruhe: 02.11.2017 - 07.12.2017

Kunstcafé

am Tor

Inhaber:

Lena Kaufmann-Friedberger

Reservierung unter:

0 88 67 - 92 10 40

info@kunstcafe-rottenbuch.de

www.kunstcafe-rottenbuch.de

WEIHNACHTSMARKT

HERZOGSÄGMÜHLE

am 1. Adventswochenende

1. - 3.12. 2017

FREITAG 11.00 BIS 18.00 UHR

11.00 Uhr Eröffnung in der Deckerhalle

17.00 Uhr Gospelchor GoodNews

in der Martinskirche

SAMSTAG 11.00 BIS 18.00 UHR

15.30 Uhr Adventskonzert

Musik im Pfaffenwinkel

in der Martinskirche

17.00 Uhr Peitinger Alphornbläser

auf dem Dorfplatz

Leon Gavanas – auf Klitschkos Spuren

Der Schnellste

unter den Schwersten

Peiting | Mitte Juli 2015. Leon Gavanas

führt nach Punkten deutlich,

hat seinen Gegner, immerhin

amtierender Weltmeister, voll

im Griff. Doch dann begeht er im

Rausche der Euphorie einen folgenschweren

Fehler: Er schaltet

um auf Showkampf, agiert von

Sekunde zu Sekunde überheblicher,

beginnt mit seinem Gegner

zu spielen, möchte ihn vor den

Augen tausender Zuschauer brüskieren,

ihn ins Lächerliche ziehen.

Wenige Attacken später schlägt

es knallhart ein. Nicht beim Gegner,

sondern im Gesicht von Gavanas.

Der damals 17-Jährige

sinkt zu Boden. Die Entscheidung

des Richters: Niederlage durch

KO! Der schon sicher geglaubte

Trainieren für maximalen Erfolg:

Leon Gavanas quält sich zwei

Mal täglich im Fitnessstudio,

draußen in der Natur oder

in den Trainingshallen in

Landsberg und Peißenberg.

Deutsche Meistertitel in der U19-

Klasse, ausgetragen in Hamburg,

ist wegen eines Arroganzanfalls

verloren gegangen. „Diesen einen

Schlag werde ich nie vergessen“,

sagt Leon Gavanas heute noch. Ein

Stück weit ist er aber auch froh

um diese schmerzhafte Negativ-

Erfahrung, die bis dato übrigens

sein größter Erfolg war. „Das hat

mir gezeigt, dass man immer voll

konzentriert sein muss. Und, dass

Überheblichkeit bestraft wird.“

Diese selbstverschuldete Niederlage

von vor zwei Jahren war Leons

letzte. Seither hat er im wahrsten

Sinne alles und jeden aus

dem Ring geboxt. 2016 sind ihm

sogar die Gegner ausgegangen.

Nachdem er die Besten seiner Alters-

und Gewichtsklasse klar besiegt

hatte, trauten sich die etwas

Schwächeren gar nicht erst, gegen

ihn anzutreten. Um trotzdem

weiterhin Wettkampferfahrung zu

sammeln, ging der frischgebackene

Bürokaufmann zusätzlich zum

Kickboxen nach Landsberg – und

landete in dieser Kampfsportart

im April 2017 seinen bislang größten

sportlichen Erfolg: Weltmeister

in Griechenlands Hauptstadt

Athen. Ausgerechnet im Heimatland

seines Vaters, wo er jedes

Jahr den Sommerurlaub verbringt.

Das war natürlich genial“, sagt

Gavanas, der sein Kickbox-Potential

schon Ende 2016 mit dem

Deutschen Meistertitel eindrucksvoll

unter Beweis stellte, mit dem

WM-Titel allerdings nicht wirklich

rechnete, obwohl er in Sachen

Vorbereitung wirklich alles dafür

getan hatte. „Vor der WM habe ich

SONNTAG 11.00 BIS 17.00 UHR

10.15 Uhr Adventsgottesdienst in der

Martinskirche

14.00 Uhr Nikolaus auf dem Dorfplatz

17.00 Uhr Weihnachtliche Gitarrenklänge

Katharina Godolt

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28 | der altlandkreis


Leon Gavanas (Mitte) demonstriert Stärke – ein wichtiges taktisches

Element, um Gegner einzuschüchtern.

über Wochen hinweg täglich den

ganzen Tag über trainiert.“

Kein Tropfen

Alkohol

Leon Gavanas, 1,88 Meter groß und

103 Kilogramm schwer, ist sprichwörtlich

eine Maschine, die nicht

nur während einer WM-Vorbereitung

lebt und trainiert wie ein

Vollprofi. Selbst in wettkampffreien

Wochen quält sich der 19-Jährige,

der keinen Tropfen Alkohol trinkt

und nach Ernährungsplan speist,

zwei Mal am Tag über jeweils mindestens

zwei Stunden – egal ob

Ferien, Urlaub, Arbeit oder Schule.

„Ich bin ohnehin ein Typ, der wenig

Schlaf braucht und ständigen

Drang nach Bewegung hat, deshalb

ist es für mich kein Problem,

auch vor oder nach der Schule

nochmals Gas zu geben.“ Mit Gas

geben meint er total unterschiedliches

Training an unterschiedlichen

Orten. „Beim Boxen brauchst du alles,

Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit,

Technik, Taktik, Maximalkraft und

Koordination, deshalb musst du

auch flexibel trainieren.“ Vom Joggen

und Bankdrücken über Kniebeugen

bis hin zum maschinengewehrartigen

Sandsackboxen... die

Liste seiner Trainingsmethoden ist

ellenlang. Wie oft er nach Landsberg

ins Kickboxtraining, nach

Peißenberg ins Boxtraining oder

ins Fitnessstudio seines Vaters direkt

neben seinem Wohnhaus fährt

beziehungsweise geht, hängt letzt-

lich vom Wettkampfkalender ab.

Der nächste spektakuläre Fight für

Leon Gavanas findet im November

in Landsberg am Lech statt, wo er

um den Profi-Gürtel der Kickboxer

kämpft. Langfristig verfolgt er ein

noch viel größeres Ziel: „Das klingt

für den ein oder anderen vielleicht

auch überheblich, aber ich möchte

wirklich alles dafür tun, um mit

Boxen an das ganz große Geld zu

kommen.“ Dafür hat der Peitinger

einen klaren Plan im Kopf. „Ich

versuche mich die nächsten Jahre

über das Amateur-Boxen so stark

zu machen, dass ich beim Wechsel

in den Profibereich, den ich theoretisch

auch jetzt schon machen

könnte, nicht mehr zu stoppen

bin.“ Anders als in anderen arten muss man sich im Profi-Boxen

für die großen Kämpfe im TV

nicht qualifizieren. „Das ist letztlich

Sport-

eine reine Vermarktungsgeschichte,

bei der theoretisch jeder antreten

könnte – nur findest du als No-

Name natürlich keine Sponsoren.“

Kein Spielball

geldgieriger Manager

Einen größeren Namen könnte

sich Leon Gavanas auch durch einen

Vereinswechsel zu bekannteren

Clubs in Großstädten machen.

„Möchte ich Stand jetzt aber nicht,

weil man dort oft ganz schnell zum

Spielball der Manager wird, die

mehr auf das Geld als den maximalen

sportlichen Erfolg für ihre

Sportler aus sind.“ Beim TSV Peißenberg

kennt er die Trainer von

klein auf, die wie eine zweite Familie

für ihn sind. „Bei denen weiß

ich zu 100 Prozent, dass sie hinter

mir stehen.“ Außerdem genieße er

ständiges Einzeltraining, was bei

anderen, größeren Vereinen auch

nicht selbstverständlich sei.

Neben dem Rückhalt seiner Trainer,

dem großen Selbstvertrauen

aufgrund jüngster Erfolge sowie

seinem ungebrochenen Ehrgeiz

und Trainingsfleiß motiviert sich

Leon Gavanas auch über die sozialen

Medien. Dort folgt er seinen

großen Vorbildern auf Instagram,

Facebook oder YouTube, die mit

diversen Fotos und Videos von

Training, Wettkämpfen und Lifestyle

tiefe Einblicke in die tur ihrer Erfolge gewähren. Was

Bodybuilding betrifft, „ist für mich

Arnold Schwarzenegger ein ganz

Rezep-

großes Vorbild, der es als junger

Österreicher durch unglaublich viel

Trainingsfleiß bis ganz nach oben

geschafft hat“. Sein großes Vorbild

im Boxen ist Mike Tyson, „der Beste

aller Zeiten, obwohl er vor großen

Wettkämpfen so aufgeregt und

ängstlich war, dass er in der Kabine

geweint hat und Krämpfe in den

Beinen bekommen hat“.

Eine derartige Schwäche ist bei

Leon Gavanas derzeit nicht auszumachen.

Trotz seiner 103 Kilogramm

gilt er in der höchsten Gewichtsklasse

als Leichtgewicht. Das

hat den Vorteil, dass er wesentlich

schneller und konditionsstärker

als seine zumeist größeren und

schwereren Gegner ist. Darüber hinaus

beeindruckt der Peitinger mit

Nervenstärke und überragender

Schlagkraft. Letztere wurde bereits

mit einem sogenannten Schlagomat

getestet. Das Ergebnis: Fast so

stark wie der Schlag von Wladimir

Klitschko.

js

november / dezember 2017 | 29


Nachmittagsprogramm der Pfaffenwinkel Realschule

Schüler lernen

von Schülern

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Schongau | Als Schongaus Realschulleiter

Armin Eder noch in

Füssen stationiert war, gab es

eine Schülerin aus sozial sehr

schwierigen Verhältnissen, die

dem Realschulniveau aufgrund

privater Umstände nicht gewachsen

war. Die Lehrerschaft war

sich damals einig: „Die wird es

nicht packen.“ Doch das Mädchen

einfach so aufgeben wollten

Eder und Kollegen nicht, sahen

zunächst von einer Hauptschul-

Versetzung ab und versuchten

dem Mädchen zu helfen. Bei der

Suche nach Hilfe führte Eder ein

Gespräch mit einem Tutor – ein

besonders guter Schüler, der privat

anderen Schülern Nachhilfe

gibt. Eine konkrete Vereinbarung

haben Eder und der Schüler jedoch

nicht getroffen. Als Eder Monate

später erfuhr, dass die einstige

„Problemschülerin“ plötzlich

Dreier statt Fünfer und Sechser

schrieb, „konnte ich es vor Freude

kaum glauben“.

Schüler-Initiative) – und konnte

damit vielen weiteren Schülern

zu besseren Noten verhelfen,

auch schulübergreifend. Denn das

Erfolgs-Projekt sprach sich schnell

herum. Inzwischen bieten diese

spezielle Form der Nachhilfe beinahe

alle Realschulen in der Region

an: Landsberg, Geretsried und

auch die Pfaffenwinkel Realschule

in Schongau, an der sich aktuell

zehn Tutoren um leistungsschwächere

Schüler kümmern.

„Ein gutes

Taschengeld“

Die Tutoren helfen in den Hauptfächern

Mathematik, Physik,

Deutsch, Englisch, Französisch

oder BWR. Sie müssen aus der

neunten oder zehnten Jahrgangsstufe

stammen und in „ihrem“

Fach mindestens die Note zwei

oder besser vorweisen können.

Unterrichtet wird einmal die

Woche über zwei Schulstunden,

stets von 13 bis 14.30 Uhr. Als

Lohn für das Freiwilligenengagement

bekommen die Schüler pro

Nachhilfestunde eine finanzielle

Aufwandsentschädigung von vier

Euro – das sind acht Euro pro

Unterrichtseinheit, 32 Euro monatlich.

„Ein gutes Taschengeld“,

sind sich die Schüler-Lehrer einig.

Die Nachhilfegruppen selbst

bestehen aus maximal fünf Schülern,

so dass kein Hilfsbedürftiger

zu kurz kommt und maximaler

Lernerfolg erzielt werden kann.

Damit der Zusatzunterricht auch

konstant gewissenhaft ausgeübt

wird und auch wirklich nachhaltigen

Erfolg einbringt, führen die

Nachhilfeschüler ein eigens SuSI-

Die Idee des

Erfolgsprojektes SuSI

Über Wochen hinweg haben der

Tutor sowie ein weiterer engagierter

Schüler dem sozial schwachen

Mädchen privat Nachhilfe

gegeben, sie so auf ein grundsolides

Realschulniveau gebracht.

Diese Erfolgsgeschichte brachte

Eder damals auf die Idee, Nachhilfe

von Schülern für Schüler

fest an der Füssener Realschule

einzuführen. Eder taufte „sein

Baby“ SuSI (Schüler unterrichten

Melissa (rechts) engagiert sich beim SuSI-Projekt der Pfaffenwinkel Realschule.

Sie unterrichtet das Hauptfach Englisch.

30 | der altlandkreis


Proben den Ernstfall: Diese Realschüler sind in Erste-Hilfe ausgebildet,

kümmern sich um Notfälle in der Schule.

Heft, in dem Unterrichtsstoff und

Übungen feinsäuberlich notiert

werden. Letztlich profitieren alle

Beteiligten von diesem tollen

Projekt: Die Tutoren müssen jede

Menge Stoff aus früheren Schuljahren

wiederholen, festigen so

ihr Wissen. Gleichzeitig lernen

sie verantwortungsbewussten

Umgang gegenüber Jüngeren

und Leistungsschwächeren. Hinzu

kommt freies Sprechen vor

der Gruppe, das Selbstvertrauen

und Redegewandtheit voraussetzt

und später im Berufsleben

nur von Vorteil sein kann. Die

Nachhilfeschüler dagegen profitieren

bei diesem nicht ganz so

strengen Nachmittagsunterricht

von verständlichen Erklärungen

Gleichgesinnter – und erreichen

nachweislich bessere Noten.

Ersthelfer sorgen für

Rettungsgasse

Generell ist das Projekt SuSI freiwillig,

ebenso die zehn anderen

Nachmittagsangebote an der

Pfaffenwinkel Realschule, die

von rund 100 der insgesamt 930

Schülern bestens angenommen

werden. Neben dem Nachhilfeunterricht

wird nach den Pflichtstunden

gemeinsam musiziert,

gesungen, Theater und Eishockey

gespielt sowie Erste-Hilfe trainiert.

19 Schüler sind derzeit als

„Nachwuchssanitäter“ ausgebildet

und aktiv, kümmern sich in

Notfällen an der Schule um die

Erstversorgung. Vor rund zwei

Jahren beispielsweise verlor ein

Realschüler das Bewusstsein.

Die Erste-Hilfe-Schüler setzten

den Notruf ab und zeigten koordinatives

Geschick, indem sie

die aufgewühlte Mitschülerschar

zur Seite dirigierte, um eine Rettungsgasse

zu bilden. Notarzt und

Rettungssanitäter konnten sich so

direkt um den jungen Patienten

kümmern. Dafür gab’s natürlich

Sonderlob von allen Seiten, das

sich auch für die Zeit nach der

Schule positiv auswirken könnte.

Schüler, die sich an einem der

Nachmittagsangebote beteiligen,

bekommen für ihr Engagement

positive Zeugnisbemerkungen,

von manchen Lehrern sogar spezielle

Urkunden. „Das liest sich

bei späteren Bewerbungen sicher

gut“, sagt Schulleiter Armin Eder,

der seinen Tutoren, Erst-Helfern

und Schulmusikanten auch für

2018/2019 „die volle Unterstützung“

zusagt.

js


Armin Haf

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november / dezember 2017 | 31


CarSharing im Pfaffenwinkel

Teilen erwünscht!

Altlandkreis | Laut Statistik sind

im Jahr 2017 knapp 46 Millionen

Pkw in Deutschland gemeldet.

Hierzulande hat also fast jeder Erwachsene

ein eigenes Auto – nicht

selten gar zwei oder noch mehr.

Doch warum eigentlich? Schließlich

stehen die meisten Fahrzeuge

häufig 23 Stunden am Tag in der

Garage oder auf dem Parkplatz

und werden schlichtweg nicht bewegt.

Eine Alternative zu diesem

klassischen Modell bietet „Öko-

Mobil Pfaffenwinkel e.V.“, der für

ein menschen- und umweltverträgliches

Verkehrswesen und für

eine Verringerung der Umweltbelastung

durch den Verkehr eintritt.

Im April 2000 hat der Verein das

CarSharing initiiert, was soviel bedeutet

wie: Viele Nutzer teilen sich

einige Fahrzeuge, jeder kann sich

jederzeit ein Auto leihen.

In acht Gemeinden

stehen Fahrzeuge bereit

Das CarSharing im Pfaffenwinkel

ist ein sogenanntes Stationsmodell.

Heißt: In insgesamt acht Gemeinden

– Weilheim, Peißenberg,

Bernried, Murnau, Penzberg, Peiting,

Schongau und Benediktbeuern

– stehen an einer oder

mehreren Stationen im jeweiligen

Ort Fahrzeuge bereit, die sich die

Nutzer ausleihen können. Um ein

„CarSharer“ zu werden, schließt

man mit ÖkoMobil Pfaffenwinkel

einen Rahmenvertrag ab, was

unter anderem hinsichtlich des

Versicherungsschutzes essentiell

ist. Auch die Fahrerlaubnis muss

selbstverständlich überprüft werden,

bevor man eines der mittlerweile

24 Fahrzeuge des Vereins

steuern darf. Neu-Teilnehmer

zahlen eine einmalige Aufnahmegebühr

sowie eine Kaution als Sicherheit

für den Verein. Der bürokratischste

Vorgang bei CarSharing

ist damit abgeschlossen. Neben

einer monatlichen Bereithaltungsgebühr

zwischen sieben und elf

Euro für den verwaltungstechnischen

Aufwand werden anschließend

nur die tatsächlichen Fahrten

in Rechnung gestellt. Die Kosten

setzen sich dabei aus einer Stundenpauschale

und den gefahrenen

Kilometern zusammen. Versicherung,

aber auch das verbrauchte

Benzin, sind inklusive, weshalb

in jedem Fahrzeug eine Tankkarte

liegt, mit der bargeldlos bezahlt

werden kann. „Wir möchten, dass

die Fahrzeuge mit mindesten halbvollem

Tank zurückgestellt werden,

damit der Nachfolgenutzer nicht in

potentielle Zeitprobleme gerät“,

erklärt Martin Heinz, seit April

dieses Jahres Geschäftsführer des

Projektes CarSharing im Verein.

Der 55-Jährige ist der erste hauptamtliche

Geschäftsführer, da die

Verwaltungsaufgaben und -anforderungen,

die ein solches Projekt

nach sich ziehen, mit steigendem

Interesse nicht mehr von Ehrenamtlichen

zu stemmen waren.

Wenig Aufwand

für eine Fahrt

Eine Fahrt mit einem CarSharing-

Auto kann, sobald man Teilnehmer

ist, jederzeit bequem online

oder telefonisch gebucht werden.

Für Minimum eine Stunde bis hin

zu Urlaubsfahrten über mehrere

Wochen können die Vehikel in Anspruch

genommen werden.

Direkt bei den

32 | der altlandkreis


Standorten, wo die Fahrzeuge in

den jeweiligen Ortschaften geparkt

sind, hat der Verein diebstahlsichere

Kästen platziert, in denen die

KFZ-Schlüssel hängen und wozu

jeder Nutzer einen eigenen Schlüssel

hat. Während einer Fahrt kann

die Beanspruchungszeit stets verlängert

werden, sofern das Auto

nicht bereits wieder gebucht ist.

„Wir wissen ja immer, wer welchen

Pkw in welchem Moment

hatte“, spricht Martin Heinz über

den verantwortungsvollen Umgang

mit den Fahrzeugen. Unter

den knapp 300 Nutzern sind mittlerweile

auch einige Gewerbetreibende,

was den Verein besonders

freut. Zum Ende eines Monats

bekommt jeder „CarSharer“ seine

Rechnung mit allen absolvierten

Fahrten geschickt, die dann zumeist

per Lastschrift eingezogen

wird. Für Studenten und Touristen

bietet der Verein vergünstigte Tarife

an.

CarSharing auch

überregional möglich

Zum CarSharing-Fuhrpark h zählt auch dieser Caddy.

CarSharing Pfaffenwinkel ist im

Bundesverband CarSharing integriert,

so dass Teilnehmer überall

in Deutschland ohne viel Aufwand

Autos leihen können, vorausgesetzt

die jeweilige Stadt bietet einen

solchen Service an. Neben den

24 Autos, bei denen vom Transporter

bis zum Cabrio-Stadtflitzer alles

dabei ist, werden im Pfaffenwinkel

neuerdings auch zwei E-Bikes

geteilt. „Die Tendenz ist steigend,

dieses Jahr haben wir bereits drei

neue Fahrzeuge angeschafft“,

freut sich Martin Heinz besonders

darüber, dass inzwischen auch ein

E-Auto zum Fuhrpark zählt. Gerne

hätte er mehr davon, wäre da

nicht die „Ladeproblematik“. Für

wen rentiert sich das CarSharing-

Aus dem Zug in das Auto: So bequem kann CarSharing sein.

Modell eigentlich? „Für jemanden,

der jeden Tag mit dem Auto in die

Arbeit fahren muss, ist es natürlich

nichts“, gibt Martin Heinz zu. Hier

empfiehlt der Verkehrsexperte, auf

öffentliche Verkehrsmittel wie Bus

und Bahn auszuweichen. Sobald

allerdings nur wenige Fahrten in

der Woche anstehen, Einkaufen

oder mal ein Wochenendausflug,

sei das Modell laut Heinz perfekt:

„Man bleibt so im Monat unter 100

Euro, wobei das natürlich immer

auf die gefahrenen Kilometer ankommt.“

Martin Heinz selbst hat

sein eigenes Auto bereits 1993 abgeschafft.

„An die Beweggründe

kann ich mich gar nicht mehr erinnern“,

sagt er. „Ich weiß nur noch,

dass es mich in München, wo ich

damals lebte, einfach genervt hat.“

Ein Ende des Wachstums bei Car-

Sharing im Pfaffenwinkel ist laut

dem Geschäftsführer nicht abzusehen,

schließlich gäbe es bereits

einige weitere Anfragen wie etwa

aus Apfeldorf. Über das Projekt informiert

der Verein regelmäßig auf

Veranstaltungen. Die Termine finden

sich auf der Internetseite des

Vereins (www.carsharing-pfaffenwinkel.de)

oder neuerdings auch

bei Facebook. Nicht nur hier ist das

Teilen ausdrücklich gewünscht. tis

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november / dezember 2017 | 33


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Schongau | Das Schongauer Autohaus

Peugeot Hintermeyer ist

zum 1. September 2017 aus der

Herrmann-Ranz-Straße in das

ehemalige Becher-Gebäude in

der Augsburger Straße gezogen.

Für Inhaber Hans Hintermeyer ist

dieser große Schritt eine Bereicherung,

„weil wir flächenmäßig

jetzt doppelt so groß sind.“ Und

auch in Sachen Ausstattung hat

sich im Zuge der Veränderung

viel getan. Sieben statt vier Hebebühnen

erleichtern die Arbeiten

in der Werkstätte, „da wir jetzt

auch mal ein Auto auf der Hebebühne

stehen lassen können und

nicht ständig switchen müssen“.

Außerdem wurden Werkzeuge

und EDV neu gekauft, sind technisch

auf dem derzeit aktuellsten

Stand. Davon konnten sich

einige Kunden und Interessierte

bereits am gut besuchten Tag der

offenen Tür Anfang September

überzeugen. „Weit um uns herum

war alles zugeparkt, von früh

bis spät waren wahnsinnig viele

Leute da.“ Noch besser aus Sicht

des 57-jährigen Unternehmers:

Einige der Besucher haben sich

an diesem feierlichen Samstag

mehr oder weniger spontan für

den Kauf eines neuen Peugeots

entschieden.

Dass dieses französische Fabrikat

Damals noch mit der Marke DKW,

überhaupt Einzug in Schongau die später von Audi übernommen

fand, ist Hintermeyers Vater und wurde. Wegen dieser Übernahme

wechselte Hintermeyers Vater

Großvater zu verdanken. Letzterer

hat sich 1928 selbständig gemacht,

gründete in einem Raum fortan mit NSU. Als auch die-

erneut das Fabrikat, kooperierte

im Wohnhaus in der Herrmann- se Marke im Jahre 1966 aufgekauft

wurde, in diesem Falle von

Ranz-Straße eine Fahrschule.

Volkswagen, suchte Hintermeyer

den Kontakt zu Peugeot. Die

Franzosen waren damals ein in

Ein in Deutschland

unbeschriebenes Blatt

Später entwickelte sich daraus

ein Auto- und Motorradhaus, das

einige Jahre nach dem Zweiten

Weltkrieg von Hans Hintermeyers

Vater übernommen wurde.

Deutschland unbeschriebenes

Blatt. „Aber meinem Vater haben

diese Autos sehr gut gefallen“,

erinnert sich Hans Hintermeyer,

der damals noch ein Schüler war.

34 | der altlandkreis


Den hier ansässigen Bürgern erging

es jedenfalls ähnlich – denn

das Geschäft zwischen Peugeot

Hintermeyer und den inzwischen

1 800 Stammkunden, zu denen

ebenso viele Gewerbetreibende

wie Privatleute und ganze Familien-Clans

gehören, läuft bis heute

mit Erfolg.

Auf Augenhöhe

mit den „Großen“

„Vor einigen Jahren haben wir

unsere hohen Marktanteile noch

mit Zahlen aus einer offiziellen

Statistik belegen können, als wir

nach Volkswagen die Nummer

zwei im Altlandkreis waren.“

Diese Zahlen gibt es inzwischen

nicht mehr, doch was den Marktanteil

betrifft, „sind wir hier in

der Region nach wie vor mit den

großen deutschen Automarken

wie Audi, BMW und Volkswagen

auf Augenhöhe“, sagt Hans Hintermeyer,

dessen Sortiment die

komplette Fahrzeugpalette abdeckt.

Angefangen beim knapp

10 000 Euro teuren Kleinwagen

(Peugeot 108) über protzige, topausgestattete

SUV (Peugeot 508)

für knapp 50 000 Euro bis hin

zu verschiedenen Nutzfahrzeug-

Typen. „Ich versuche auch immer,

fast alle Modelle direkt auf dem

Hof zu haben, damit sich unsere

Hans Hintermeyer ist stolz auf die geräumige Werkstätte: Sieben Hebebühnen

stehen seinen Mitarbeitern nun zur Verfügung.

Kunden unmittelbar einen Eindruck

verschaffen können“, so

Hans Hintermeyer weiter, der aufgrund

seiner kompetenten und

sympathischen Art auch Kunden

aus Augsburg, Fürstenfeldbruck

und München betreut. „Das sind

größtenteils Leute, die hier aus

der Gegend stammen und weggezogen

sind, aber nach wie vor

zu uns in die Werkstatt kommen.“

Service für

alle Fabrikate

Berühmtestes Beispiel: Kabarettist

Helmut Schleich, der als

Nachbarsbub gemeinsam mit

den Hintermeyer-Brüdern Hans

und Peter (seit 1991 eigenständig

für Motorrad Hintermeyer in

Schongau-West verantwortlich)

aufgewachsen ist. Auch er ist dem

Schongauer Peugeothändler bis

heute treu geblieben, obwohl er

seit vielen Jahren in München lebt.

Hauptgrund für die erfreuliche

Kundentreue ist der umfangreiche

Service, „der bei uns wirklich

alles abdeckt“. AU, HU, Reifenservice,

kleinere Reparaturen

oder Unfallschäden – bei Peugeot

Hintermeyer wird alles in Angriff

genommen. Und zwar unabhängig

des Fabrikats. Zwar auf Peugeot

spezialisiert, werden dort

auch alle anderen Automarken

repariert. Seit kurzem ist Peugeot

Hintermeyer auch Teil der europaweiten

Reparatur-Kette „Euro-

Repair“. Als Teil dieser Kette genießt

man den Vorteil, stets die

neuesten technischen Informationen

aller Fabrikate zu erhalten. js

november / dezember 2017 | 35


Markus Söder auf der Oberland-Ausstellung

„Keine globale Einheitsmacherei“

Weilheim | 36 180 Besucher und

310 Aussteller tummelten sich auf

der Oberland-Ausstellung 2017 in

Weilheim. Prominentester Gast

war Bayerns Heimat- und Finanzminister

Dr. Markus Söder, der sich

erfreulich viel Zeit genommen hat

für die ORLA-Eröffnung. Nach der

rund zweistündigen Auftaktveranstaltung

im Festzelt besuchte er

das Regionalzelt, nahm Platz auf

„unserer“ Roten Couch und stellte

sich den Fragen zur Messe, AfD

und seiner politischen Zukunft.

Herr Söder, die Oberland-Ausstellung

in Weilheim ist eine Plattform

für überwiegend heimische Betriebe.

Wie wichtig sind Ihnen Ausstellungen

dieser Art?

Sehr wichtig. Zum einen zeigt sie

auf beeindruckende Weise die

wirtschaftliche Leistungskraft der

Region, insbesondere im Bereich

Handwerk und Mittelstand. Hier

gibt es keine globale Einheitsmacherei,

sondern echte regionale

Highlights. Andererseits zeigt sich

auf solchen Messen auch der kulturelle

Boden, auf dem eine Region

steht. Gerade das Bekenntnis

zu Tracht und Ehrenamt zeigt, dass

hier in Weilheim nicht nur Leistung,

sondern auch Zusammenhalt

groß geschrieben wird. Insofern

ist die Oberland-Ausstellung

eine tolle Geschichte.

deren Bundesländern vertreten

sind. Das fördert den Zusammenhalt

und baut Brücken. Wir sind ja

ein weltoffenes Land. Leben und

leben lassen ist unsere bayerische

Mentalität. Außerdem sind wir ja

verpflichtet, über den Länderfinanzausgleich

andere finanziell zu

unterstützen, da kann auch gerne

mal was zurückkommen (lacht).

Wer profi tiert aus Ihrer Sicht mehr

von dieser Messe – Besucher oder

Aussteller?

Das ist immer ein gemeinschaftliches

Werk. Die Besucher sollen

ihre Freude haben und die

regionalen Produkte entdecken.

Zum Beispiel bei Mitmachaktionen,

beim Essen probieren aber

auch bei Jugendaktionen wie dem

Trachtentag. Gleichzeitig ist es für

die Aussteller eine tolle Gelegenheit,

im Rahmen eines solchen

Gesamtkonzeptes für ihre Produkte

und für die Region zu werben.

Nutzen Sie die Oberland-Ausstellung

in Form von persönlichen Gesprächen,

um den ein oder anderen

AfD-Wähler – auch hier gab’s einige

– zurück zur CSU zu gewinnen?

Das wäre jetzt völlig überzogen.

Der Höhepunkt war für mich, auf

dem Sofa ganz eng neben der Landrätin

zu sitzen. Normalerweise sitze

ich im Kabinett nur neben Ministern.

Insofern war das ein ganz

besonderer Moment für mich –

obwohl ich zugegebenermaßen

lieber auf einem schwarzen Stuhl

als auf einer roten Couch sitze

(lacht). Aber die Landrätin hat es

mir mehr als erträglich gemacht.

So erträglich, dass wir Sie zur

ORLA 2019 wieder begrüßen dürfen

– dann als Bayerischer Ministerpräsident?

Also ich weiß nur, dass es das letzte

Mal in einer anderen Funktion

war. Sollte ich erneut eingeladen

werden, komme ich gerne wieder

– egal in welcher Funktion. js

Trotzdem sind auch auswärtige

Aussteller vertreten, zum Beispiel

aus Südtirol oder Schleswig-Holstein.

Angenommen, Sie würden

die ORLA organisieren, dann rein

regional?

Regional finde ich immer gut. Es

ist aber auch ein Gewinn, wenn

Gäste aus dem Ausland oder an-

„altlandkreis“-Herausgeber

Peter Ostenrieder (v. l.) mit

Landrätin Andrea Jochner-

Weiß und Heimatminister

Markus Söder

36 | der altlandkreis


Kulturherbst in Schwabbruck

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im Kuhstall

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Schwabbruck | Noch vier sehensund

hörenswerte Auftritte hat der

Kuhstall in Schwabbruck dieses

Jahr zu bieten. Jüngeres Publikum

spricht die hochklassige Schwabsoier

Rock-Pop-Indie-Band „Mary

Lou“ mit ihrem facettenreichen

Album „May be April“ an. Es lädt

gleichermaßen zum Abgehen und

Loslassen ein. Wer also Lust auf

mit viel Leidenschaft gespielter

Musik von vier jungen Musikern

direkt aus der Region hat, sollte

am Samstag, 11. November, auf 21

Uhr unbedingt in den Schäferwirt

kommen. Eine Woche später, am

Freitag, 17. November, kommt um

19.30 Uhr das Trio „A basso voce“

in den Brucker Kuhstall. Sängerin

Annette Peter steht für eine ganz

eigene Jazz-Soul-Blues-Stimme,

die für warmherzig persönliche

Salon-Atmosphäre sorgt. Getragen

wird diese von den Berufsmusikern

Thomas Härtel

an Kontrabass, E-Bass und

Gitarre sowie Martin Unterberger

an Schlagzeug

und Percussion. International

wird’s im Kuhstall am Freitag,

24. November, wenn ab 20 Uhr

die vierköpfige und aus Belgien

stammende Post-Rock-Band „We

stood like Kings“ die Bühne betritt.

Die Musiker sind bekannt für

Live-Auftritte, die auf der Vertonung

von Stummfilmen basieren.

In Schwabbruck spielen sie die

Songs zum Film „USA 1982“, der

unter anderem vom Eingriff des

Menschen in die Natur handelt.

Zum Ausklang von Kulturherbst im

Kuhstall am Sonntag, 26. November,

konnte Organisator Stephan

Kögl Musikkabarettist Josef Brustmann

mit „Gans weihnachtlich!“

engagieren – ein Programm mit

gemütlichen und unbequemen

Texten und Liedern, die ab 19.30

Uhr literarisch, volksfrech und

ganz schön abgründig präsentiert

werden.

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november / dezember 2017 | 37


Frist für Unternehmen bis Mitte November

SAM 2018 –

jetzt anmelden!

Schongau | Die erste Ausbildungsmesse

in Schongau im April 2017

hat die Erwartungen der Veranstalter

regelrecht übertroffen: Rund

1500 Besucher strömten in die

Lechsporthalle, um sich bei insgesamt

77 Ausstellern rund ums Thema

Aus- und Weiterbildung zu erkundigen.

Hauptsächlich waren es

Schüler der Mittelschulen Peiting

und Schongau, der Pfaffenwinkel

Realschule sowie des Welfen Gymnasiums.

Aber auch zahlreiche Eltern

und Lehrer mischten sich unter

das Messevolk. Die immer größer

werdenden Nachwuchssorgen, allen

voran im Handwerk, sind längst

auch im Landkreis Weilheim-

Schongau angekommen. Umso

erfreulicher, dass an diesem Aprilnachmittag

der eine oder andere

Schüler sogleich ein Praktikum

oder gar ein Bewerbungsgespräch

fixieren konnte.

Zu den Highlights der SAM 2017

zählte neben einem Gewinnspiel

für kommunikationsfreudige Schüler

auch der sogenannte Brillux-

Show-Truck, ein buntbemalter

bema

er

Sattelschlepper, der passend zum

Design das Malerhandwerk repräsentierte.

Und natürlich die Fragestunde

mit den beiden Ehrengästen,

Felix Loch und Fritz Dopfer.

Dem Anlass geschuldet wurden die

beiden Wintersportprofis nicht nur

über den Sport ausgefragt, sondern

es wurde immer wieder der

Bogen von Sport zu Schule und von

Sport zu Beruf gespannt. Loch absolvierte

neben seiner sportlichen

Laufbahn eine Ausbildung zum Polizeimeister.

Dopfer schrieb dieses

Jahr an seiner Masterarbeit zum

Thema „Mieterzufriedenheit“.

Ausbildungsmesse

am 18. April 2018

Man darf also gespannt sein, was

sich der Informationskreis der

Wirtschaft, der die Messe im Auftrag

des Landratsamtes Weilheim-

Schongau organisiert, diesmal

einfallen lassen wird, um ähnlich

viele Besucher in die Schongauer

Lechsporthalle zu locken.

Der Termin für die SAM 2018 steht

bereits fest: Mittwoch, 18. April

2018, von 13.30 bis 18 Uhr. Unternehmen

aus Handwerk, Industrie,

Gastronomie, Dienstleistung und

Verwaltung, die ihre Ausbildungsmöglichkeiten

im Rahmen der

SAM 2018 präsentieren möchten,

sollten sich allerdings schon jetzt

für einen Platz in der Lechsporthalle

Schongau anmelden. Die Anmeldung

erfolgt beim Landratsamt

Weilheim auf der Internetseite

www.weilheim-schongau.de –

und zwar im Zeitraum von 6. bis

17. November 2017. Da nur eine begrenzte

Zahl an Ausstellern zugelassen

werden kann, entscheidet

das Organisations-Team, bestehend

aus Vertretern des Informationskreises

der Wirtschaft, welche

Firmen letztlich an der SAM 2018

teilnehmen dürfen. Der Aufruf zur

Anmeldung erfolgt ausschließlich

durch Presse in den lokalen Medien

– die Anmeldefrist sollte daher

keinesfalls verpasst werden. js/tis

Impressionen der Schongauer

Ausbildungsmesse 2017.

november / dezember 2017 | 39


Traumabewältigung für Rettungskräfte

Wegen Schweißausbrüchen

und Wut zur Seelsorge

Altlandkreis | Unfälle mit Todesfolge

sind nicht nur für Angehörige der

Unfallopfer eine große Belastung.

Auch Rettungs- und Einsatzkräfte,

die Tag und Nacht ausrücken,

müssen das Erlebte trotz spezieller

Ausbildung erst mal – und vor allem

immer wieder – verkraften. Je

nach Schwere des Vorfalls klappt

das nicht immer ohne professionelle

Hilfe. Eine Möglichkeit für

Notärzte, Feuerwehrleute und

Polizisten, sich von traumatischen

Erlebnissen zu erholen: Der direkte

Kontakt zu Seelsorgern. Angelika

Zwerger, 51, Studium in

Theologie und Sozialpädagogik,

arbeitet seit 14 Jahren als Polizeiseelsorgerin.

Sie sitzt in einem

kleinen Büro der Polizeidienststelle

Murnau, betreut

von dort Beamte im Gebiet

des Polizeipräsidiums Oberbayern

Süd, unter anderem

auch die Schongauer,

Weilheimer und Garmisch-

Partenkirchener. Mit die

schwerste Aufgabe ihres Klientels

ist die Überbringung

einer Todesnachricht. „Wenn

eine schwangere Ehefrau die

Haustüre aufmacht und ein

kleines Kind im Hintergrund

steht und nach dem Papa frägt,

lässt das niemanden mehr kalt“,

sagt Angelika Zwerger.

Mögliche Folgen: Schweißausbrüche,

Albträume, Konzentrationsschwierigkeiten,

Schuldgefühle,

Wut, Panik, Unsicherheit, Rastlosigkeit,

Depressionen. 27 solcher

Symptome, unterteilt in kognitive,

physische, emotionale und auf

der Verhaltensebene basierende

stehen auf Zwergers Belastungsreaktions-Liste.

Und alle 27 sind

Anzeichen, die nach heftigen Erlebnissen

völlig normal sind. Die

Frage ist nur: Wie geht der Betroffene

damit um? Und wie lange

halten die Symptome an? Sollten

sie nach vier bis sechs Wochen

nicht nachlassen, handelt es sich

um eine posttraumatische Störung.

„Dann ist es unter anderem

meine Aufgabe, weiterzuvermitteln“,

sagt Zwerger, die ihre Klienten

letztlich zu hochprofessionellen

Psychologen schickt. Wobei

das „Gott sei Dank“ eher selten

notwendig sei.

Reden hilft, um Bilder

zu verarbeiten

Das bestätigt auch Dirk Wollenweber.

Der in Peiting lebende evangelische

Pfarrer ist seit elf Jahren

Notfallseelsorger für Feuerwehrleute

und Rettungskräfte, derzeit

zuständig für ganz Südbayern,

somit auch für die Kreisbrandinspektion

im Landkreis Weilheim-

Schongau. Immer dann, wenn Verkehrsunfälle

oder Brände extreme,

meist tödliche Folgen haben, ist er

nicht nur als aktiver Feuerwehrmann

vor Ort, sondern auch als

Seelsorger für die Einsatzkräfte.

Wie oft seine Hilfe als Seelsorger

von den Ehrenamtlichen in Anspruch

genommen wird, möchte

er aus Diskretions-Gründen nicht

verraten. „Die Feuerwehrleute

haben mein absolutes Vertrauen“,

sagt er. Niemand werde erfahren,

mit wem er wo und wie lange

über welch traumatisches Erlebnis

spricht. Wichtiger sei, dass gesprochen

wird. Denn Reden hilft, ist

die effektivste Methode, um Bilder

von Toten oder Schwerstverletzten

schneller zu verarbeiten. Einfach

reden? Was nach einer einfachen

Lösung klingt, gestaltet sich häufig

als sehr schwierig.

Der Knackpunkt im Vier-Augengespräch

sei laut Polizeiseelsorgerin

Angelika Zwerger, dass der Gegenüber

es schafft, sich zu öffnen

und ehrlich über seine Gefühle

spricht, sie nicht unterdrückt. Dafür

wählt sie auch gerne mal einen

außergewöhnlichen Gesprächsort,

der das Überwinden möglicher

Hemmschwellen erleichtert. Zum

Beispiel den Weg auf einen Berg.

Unvergessen: „Ich habe gemerkt,

dass der Kollege ständig vor seinen

Gefühlen wegläuft, bis wir auf

eine Lichtung zugegangen sind,

wo auch noch der Weg zu Ende

war.“ An exakt dieser Stelle, an der

kein weiteres Ausweichen mehr

möglich war, redete sich der Polizist

plötzlich all sein Leiden von

der Seele – der wichtigste Schritt

für eine Wendung zum Guten.

Wie eine

Schürfwunde

Egal ob auf dem Weg zum Gipfel,

in ihrem Büro in Murnau oder in

den Räumlichkeiten des Regionalzentrums

in Weilheim, wo

sich Zwerger regelmäßig für Gespräche

einmietet – die Art und

Weise des Gesprächs führt Angelika

Zwerger stets nach ähnlichem

Muster. Zunächst versucht sie

herauszufinden, welche Erfahrung

die traumatisierte Person,

privat wie beruflich, mit Extrem-

Situationen wie der Konfrontation

mit einem Toten bereits gemacht

hat und wie sie damals mit dieser

Situation umgegangen ist.

Anschließend bittet sie, den belastenden

Einsatz zu beschreiben.

„Es ist wichtig zu wissen, was bei

einem Unfall wirklich passiert ist.“

Schließlich bekommt der Polizist,

der die Unfallstelle absichert,

Bilder schwerer Verkehrsunfälle sind auch für

Rettungskräfte nicht einfach wegzustecken.

40 | der altlandkreis


Polizeiseelsorgerin Angelika Zwerger spricht mit Polizisten, die einen

schlimmen Einsatz erlebt haben.

nicht unbedingt die schrecklichen

Bilder der verunfallten Personen

mit, was einerseits zwar gut, andererseits

aber Raum für wilde

Spekulationen schafft. Ganz entscheidend

seien für die Verarbeitung

von belastenden Ereignissen

auch die Umstände des Polizisten

zum Zeitpunkt des Einsatzes.

„Oft ist es so, dass man zehn Mal

überhaupt keine Probleme hat mit

einem schlimmen Ereignis, doch

beim elften Mal nimmt es einen

richtig mit.“ Ein Phänomen, das

von Tagesform, körperlichem Zustand,

Uhrzeit, vorherigen Einsätzen

sowie der aktuellen privaten

Situation abhängt. Sind bisherige

Erfahrungen, Unfalldetails und

der persönliche Zustand zum

Zeitpunkt der Tat bekannt, versucht

Zwerger Belastungsreaktionen

und -störungen zu erklären

– und zwar mit bildhaften Beschreibungen.

Selbstheilungskräfte

aktivieren

Entsprechende Ereignisse vergleicht

Zwerger zum Beispiel mit

einer Wunde, die eine Zeit lang

weh tut und in Form einer Narbe

womöglich ein Leben lang zurückerinnert,

aber nach erfolgreicher

Heilung nicht mehr schmerzen

wird. Oder sie erzählt von einem

Puzzle, das vor dem einschneidenden

Erlebnis noch ganz war, nun

völlig zerstört und durcheinander

ist und schrittweise wieder zu einem

sinnerfüllenden Gesamtbild

zusammengefügt werden will.

Bild drei ist ein Stehaufmännchen,

das ständig von der einen

auf die andere Seit kippt, durch

Mobilisieren der eigenen Stärken

aber irgendwann wieder aufrecht

und mittig stehen bleibt. Um die

Selbstheilungskräfte aktivieren zu

können, ist auch ein stabiles Umfeld

von größter Bedeutung.

Feuerwehrleute, allen voran

Polizisten, werden täglich mit

den Schattenseiten des Lebens

konfrontiert. „Freunde, Familie,

Kollegen oder Dienstvorgesetzte

– vertrauenswürdige Leute um

mich herum, mit denen ich über

meine Probleme und Sorgen sprechen

kann, sind immer wichtig,

für Menschen in diesen Berufen

aber ganz besonders“, sagt Zwerger.

Wer tatsächlich kein gesundes

Umfeld hat, kein Ventil zum

Dampfablassen und sich lieber mit

neutralen Personen über Probleme

unterhält, der ist bei Seelsorgern

wie Dirk Wollenweber oder

Angelika Zwerger bestens aufgehoben.

Und braucht sich für deren

Zuhilfenahme auch nicht zu schämen.

Bei der Seelsorgerin haben

sich schon erfahrene und langgediente

Polizisten ihrer Tränen nicht

geschämt – auch das hilft, traumatische

Erlebnisse bestmöglich

zu verarbeiten.

js

november / dezember 2017 | 41


Leonhardiritt in Rottenbuch

Festlicher Segen für

Ross und Reiter

Rottenbuch | Weil der Bittgang

zur Leonhardskapelle einzuschlafen

drohte, schlug der damalige

Pfarrer Andreas Schmidhuber im

Jahre 1947 eine „Umwandlung“

in einen Leonhardi-Ritt vor. Somit

können die Rottenbucher heuer

auf 70 Jahre Leonhardi-Tradition

blicken und erwarten zu ihrem

Umritt am Sonntag, 5. November,

mehr als 160 gerittene oder eingespannte

Pferde.

Beim Muffer-Bauern im Ortsteil

Krummengraben steht bis heute

eine Leonhardskapelle, zu der

früher immer am Namenstag

des Hl. Leonhard (6. November)

gepilgert wurde. Doch die Bittgänger

wurden mit den Jahren

immer weniger – und so ergriff

Pfarrer Andreas Schmidhuber

die Initiative eines Leonhardiritts.

Der damalige Trachtenvereinsvorsitzende

Andreas Schmid wurde

vom Geistlichen beauftragt, alle

Rottenbucher Pferdebesitzer für

den Umritt zu gewinnen, so dass

am 6. November 1947 die allererste

Pferdesegnung in Rottenbuch

stattfand.

Pferdebestand schwindet

mit Technisierung

Und obwohl in den ersten Jahren

ausnahmslos nur Rottenbucher an

diesem Umritt teilnahmen, wurden

nur zwei Jahre später (1949)

stolze 77 Pferde gezählt. Durch die

zunehmende Technisierung in der

Landwirtschaft verringerte sich in

den 1960er Jahren jedoch der Pferdebestand

drastisch. Deshalb wurden

im Laufe der Zeit auch Rosserer

aus den Nachbargemeinden

Bad Bayersoien, Böbing, Schönberg,

Wildsteig, Peiting, Schongau,

Steingaden, Forst und Unterammergau

eingeladen. Ähnliche

Probleme hatten auch die Veranstalter

des St. Colomannsrittes in

Schwangau, die seit 1978 von den

Rottenbucher Reitern unterstützt

werden – und umgekehrt. Durch

diese schöne Zusammenarbeit

konnte die Zahl der Pferde am Rottenbucher

Leonhardiritt von mage-

Die Leonhardskapelle in Krummengraben, auf die der

Umritt zurück geht, wird auf einem Wagen dargestellt.

Flying Horse ®

42 | der altlandkreis


Pfarrer Andreas Schmidhuber bei einem der ersten Leonhardiritte. Er

ergriff 1947 die Initiative für den ersten Umritt in Rottenbuch.

ren 34 im Jahr 1960 auf inzwischen

über 160 gesteigert werden.

In den Anfangsjahren kümmerte

sich neben Andreas Schmid auch

Magnus Stückl Senior federführend

um die Organisation. Damals

mitgeführt wurde eine im Dorf

vorhandene Standarte des ehemaligen

Radsportvereins „Concordia“,

die auf einer Seite den Hl.

Leonhard zeigte. Da es auch in der

Folge nicht zur Gründung eines

eigenen Leonhardi-Vereins kam,

übernahm ab 1958 die Gemeinde

die Verantwortung für den

Ritt, unterstützt durch Engelbert

Speer und Sebastian Bußjäger.

„Bürgermeister Xaver Kleber hat

Trachtlerinnen in schwarzem Kirchengwand auf dem Truhenwagen.

sich in den Folgejahren sehr für

den Ritt eingesetzt, sonst wäre er

verfallen“, erinnert sich Magnus

Stückl. Dazu gehört auch die Einladung

der vier Blaskapellen aus

Rottenbuch, Schönberg, Böbing

und Bad Bayersoien, deren Kosten

zusammen mit allen weiteren

Aufwendungen bis heute von der

Gemeinde getragen werden.

Feierliche

Standartenweihe 2007

Für Bürgermeister Andreas Keller

war es ein persönliches Anliegen,

die alte Standarte zu ersetzen. Zu

seinem 50. Geburtstag wünschte

er sich anstelle von Geschenken

eine Spende für eine neue Leonhardi-Standarte.

Zusammen mit

einer Haussammlung konnte das

Vorhaben verwirklicht werden

und so wurde beim Leonhardi-

Ritt 2007 die neue, größere Standarte

feierlich geweiht.

Seit den 1980er Jahren gehören

auch Festwagen zum Leonhardiritt

in Rottenbuch. Vom Trachtenverein

werden drei Truhenwagen

vorbereitet, in denen Trachtlerinnen

in roter und schwarzer Festtracht

sowie die Jugend sitzen.

Landjugend, Schützen- und

Veteranenverein gestalten Festwagen

mit kirchlichen Motiven.

Neben Kutschen und Landauern

für die Ehrengäste sitzen auch

vier Musikkapellen auf Festwagen.

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november / dezember 2017 | 43


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Drei junge Rottenbucher Vorreiter. Insgesamt werden gut 160 Pferde mit Reitern und Festwagen erwartet.

Trachtlerinnen aus Böbing, Bad

Bayersoien und Schongau haben

sich über die Jahre hinzugesellt.

Messe und Segnung am

Fohlenmarktplatz

Früher wurde die Hl. Messe an der

Mariensäule zelebriert. Durch die

immer mehr werdenden Festwagen

und Reiter wurde der Klosterhof

aber zu klein. Deshalb werden

Messe und Pferdesegnung seit

1997 am Fohlenmarktplatz neben

dem Leonhardibrunnen abgehalten.

„In den 70 Jahren ist der Ritt

nur zweimal ausgefallen. Einmal

wegen einer Pferdegrippe und

einmal wegen Schneegestöber“,

berichtet Magnus Stückl Senior.

Der 82-Jährige muss es wissen.

Schon mit zwölf Jahren ist

er erstmals mitgeritten, er war

25 Jahre bei der Blaskapelle und

seit 1981 kümmert er sich um die

Zugaufstellung. Somit ist Magnus

Stückl Senior beinahe die kompletten

70 Jahre für den Rottenbucher

Leonhardiritt im Einsatz.

Immer am Sonntag, der dem Leonhardstag

am nächsten liegt,

nehmen die Reiter und Gespanne

am Hoffeld (beim Sportgelände)

Aufstellung. Heuer bewegt sich

der Zug am 5. November ab 9.30

Uhr über die B23 zum Fohlenhofplatz,

wo um 10 Uhr der Festgottesdienst

beginnt. Magnus Stückl

achtet darauf, dass jedes Jahr

eine andere Blaskapelle den Zug

anführt und dann auch die Gestaltung

der Messe übernimmt.

Wichtig ist ihm der Wallfahrtscharakter,

deshalb beten die

Trachtlerinnen auf den Festwagen

Rottenbucher Frauen in ihrer Gebirgstracht.

den Rosenkranz und die Musiker

spielen Prozessionsmärsche.

Zum Ausklang Brotzeit

und heiße Getränke

Nach der Pferdesegnung wird auch

Pfarrer Josef Fegg hoch zu Ross am

Umzug durchs Dorf teilnehmen.

Zum Abschluss versammeln sich

Reiter, Gespanne und Zuschauer

wieder am Fohlenmarktplatz, wo

dieses Brauchtum mit Brotzeit und

heißen Getränken ausklingt. rg

44 | der altlandkreis


M. HASEITL


SAG MAL, DIESMAL MIT

Sonja Weindl

aus Steingaden

Steingaden | „Mit Freunden etwas

unternehmen, am besten

Brunchen gehen“, so sieht Sonja

Weindl den Start in ein für sie

perfektes Wochenende. „Außerdem

gehe ich wahnsinnig gerne

Tauchen.“ Sicherlich ist der

Tauchsport in Oberbayern nicht

die alltäglichste Freizeitbeschäftigung,

aber ungewöhnlich? Keineswegs.

Ungewöhnlicher wird es

erst, wenn man die 25-Jährige ein

wenig weiter ausholen lässt: „Ich

besuche gerne Traktoroldtimertreffen

und wenn noch ein wenig

Zeit bleibt, schraube ich an meinem

eigenen MAN.“ Für eine junge

Frau ein beileibe nicht übliches

Hobby. Die Faszination für Fahrzeuge

und Motoren wurden der

Steingadenerin, groß geworden

auf einem Bauernhof, gewissermaßen

in die Wiege gelegt. 2014

hat Sonja Weindl ihre Lehre zur

Kraftfahrzeugmechatronikerin abgeschlossen.

Gleich danach absolvierte

sie eine Weiterbildung zur

Kraftfahrzeugtechnikermeisterin.

Im Mai 2015 gründete sie schließlich

die Weindl Einspritzpumpenund

Motoreninstandsetzung e.K.

in Steingaden, wo sie mittlerweile

fünf Mitarbeiter, darunter einen

Auszubildenden beschäftigt. Im

„altlandkreis“-Interview gibt die

Kfz-Expertin jungen Menschen

wertvolle Tipps für beruflichen

Erfolg. Außerdem spricht sie über

ihre Passion und nennt Argumente,

die sie als Frau der männerdominierten

Autobranche entgegenzusetzen

hat.

Sag mal Sonja, wie wird man als

junge Frau Geschäftsführerin einer

Einspritzpumpen- und Motoreninstandsetzung?

Gute Frage. Ich hatte immer schon

den Traum, mich einmal selbstständig

zu machen, den ich mir

dann vor gut zwei Jahren erfüllen

konnte.

Die Geschäftsführerin füh

und ihr Team: Sonja Weindl (links) braucht aufgrund

ihrer Fachkompetenz keine Autoritätsprobleme fürchten.

Was bietet die Weindl Einspritzpumpen-

und Motoreninstandsetzung

genau an?

Mein Unternehmen bietet Reparaturen,

Wartungsarbeiten und mobilen

Service rund um den Motor

an. Unsere Kunden sprechen immer

mit den zuständigen Facharbeitern,

die sich dann individuell

um deren Anliegen kümmern.

Zudem sind Oldtimer-Motoren

immer gerne gesehen bei uns.

Die Schwerpunkte liegen in der

46 | der altlandkreis


kompletten Bearbeitung rund um

die Motoreninstandsetzung. Wir

bieten von Land-, Forst- und Baumaschinen

über Oldtimer bis hin

zu Kleinmotoren alle Motorenreparaturen

an.

Wie können wir uns Deinen Alltag

vorstellen?

Der ist ziemlich abwechslungsreich.

Arbeitsbeginn ist immer

um halb Acht. Meist geht es in der

Früh mit der Warenannahme los.

Dann führe ich Kundengespräche,

wickele Aufträge ab, setze Motoren

instand. Oder Büroarbeiten

– eben alles was anfällt. Einmal

die Woche unterrichte ich zusätzlich

an der Berufsschule Marktoberdorf

die Kfz-Klasse im Bereich

Fachpraxis.

Warst Du schon als kleines Mädchen

von Autos und Motoren begeistert?

Ich bin in diesem Bereich groß geworden.

Mein Vater ist Motoreninstandsetzer

seit über 30 Jahren

und hat mich immer „mitschrauben“

lassen. Mich hat es schon

immer begeistert, wie man es

schafft, etwas scheinbar Unreparierbares

wieder instand zu setzen

– das bereitet mir Freude. Das Zusammenspiel

der einzelnen Fahrzeug-

und Motorenkomponenten

hat mich schon immer fasziniert.

Bildest Du auch aus?

Ja, für September 2018 suche ich

auch noch Lehrlinge im Bereich

Kraftfahrzeugtechnik.

auch nie in Frage. Ich lebe auf

dem Bauernhof und für mich war

schon immer klar, dass ich etwas

Handwerkliches machen will.

Ist es schwierig, sich in einer solchen

„Männer-Domäne“ zu behaupten?

In der Anfangszeit war es nicht immer

leicht, das muss ich zugeben.

Aber mit den nötigen Fachkenntnissen

und dem richtigen Durchsetzungsvermögen

stellt dies keine

Schwierigkeiten mehr dar.

Würdest Du Dir mehr weibliche Unterstützung

in Form von Kolleginnen

wünschen?

Ja, auf jeden Fall. Ich würde es mir

von Herzen wünschen, dass sich

mehr Frauen für diesen Berufszweig

interessieren.

Mit 25 Jahren bist Du eine sehr junge

Geschäftsführerin...

... was auch sehr viele Vorteile hat.

Und Autoritätsprobleme gibt es

eigentlich keine, da meine Mitarbeiter

meine fachliche Kompetenz

schätzen.

Wie siehst Du die Zukunft Deines

Unternehmens?

Ich blicke sehr positiv in die Zukunft.

Wir planen für nächstes Jahr

den Bau einer neuen Werkstatt in

Steingaden. Zudem möchten wir

weitere Mitarbeiter einstellen.

Wenn die neue Werkstatt fertig ist,

können wir außerdem im Bereich

Kfz mehr Inspektions- und Wartungsarbeiten

anbieten.

Was wünscht Du Dir persönlich?

Eine sichere, stabile Zukunft für

mein Unternehmen. Und, dass der

anstehende Bau reibungslos von

statten geht.

Was rätst Du jungen Menschen, die

einen ähnlichen Weg einschlagen

möchten wie Du?

Sie sollten sich im Klaren sein,

dass eine Selbstständigkeit kein

Zuckerschlecken ist. Nicht umsonst

stecken darin die Worte „selbst“

und „ständig“, das ist wirklich so.

Wichtig ist, dass man immer mit

dem Herzen bei der Sache ist und

ein klares Ziel vor Augen hat, worauf

man hinarbeitet.

tis

Deinen Job stellen wir uns körperlich

anspruchsvoll vor. Gab es mal

Überlegungen, einen anderen Weg

einzuschlagen?

Ja, tatsächlich hatte ich einmal vor,

einen anderen Weg einzuschlagen.

Bevor ich meine Kfz-Lehre

begann, habe ich eine Ausbildung

zur staatlich geprüften Hauswirtschafterin

abgeschlossen. Aber

das war nichts für mich. Ein reiner

Büro-Job kam für mich aber

In ihrer Freizeit it „bastelt“ Sonja Weindl gerne an ihren eigenen Oldtimern

und fährt zum Alltags-Ausgleich auf diverse Treffen.

november / dezember 2017 | 47


Beratungsangebot bei Wiggirica

„Trauer ist keine

Krankheit!“

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Peiting | Allerheiligen steht vor

der Tür und damit jene Zeit im

Kalender, in der das Thema

„Trauer“ besonders präsent ist.

Für viele ist es der erste Gang

ans Grab eines geliebten Menschen.

Der Herbst ist aber auch

die Zeit, kurz vor Weihnachten,

in der häufig ein Verlust noch

bewusster ins Gedächtnis gerufen

wird. Es ist die Phase im Jahr, in

der Menschen vermehrt Jessica

Ehrlicher und ihr Beratungsangebot

bei „Wiggirica“ aufsuchen.

Krisenbegleitung, Sterbeberatung

und Trauerbegleitung für Kinder,

Jugendliche und Erwachsene gehören

zum Portfolio der 34-jährigen

Peitingerin. Aber auch

Coaching, Energiearbeit sowie

Existenzgründer- und Lebensberatung.

Auf den ersten Blick ein

weitreichendes Feld, womöglich

ein bisschen viel, könnte man

denken. „Viele meinen, ich könne

mich nicht entscheiden. Dabei ist

das bewusst so, denn alles geht

Hand in Hand. Alles hängt mit

dem Leben zusammen“, erklärte

Jessica Ehrlicher, dass ihr Angebot

als großes Ganzes zu verstehen

ist, wenngleich sie derzeit

eine Vielzahl an Klienten in der

Trauerbegleitung betreut.

Erwachsene häufig monatelang

in depressiven Phasen. So oder

so sei es enorm wichtig, Empathie,

Einfühlungsvermögen und

Mitgefühl zu zeigen. „Einfach der

Trauer Platz geben“, bringt es

Jessica Ehrlicher auf den Punkt,

kritisiert aber zugleich ganz offen

gesellschaftliche Strukturen: „Die

Gesellschaft hat verlernt, zu trauern.

Der Umgang mit trauernden

Menschen konfrontiert uns mit

unserer eigenen Sterblichkeit

und nicht jeder hat die Stärke,

sich mit Vergänglichkeit und dem

eigenen Tod auseinanderzusetzen.“

An einem konkreten Beispiel

festgemacht: Beim Metzger

trifft man eine bekannte Person,

die erst kürzlich ihren Partner

verloren hat. „Wie häufig kommt

es vor, dass man statt Mitgefühl

auszudrücken, einfach gar nichts

sagt?“, fragt Jessica Ehrlicher völlig

zurecht. Eine Situation, in der

man selbst als Außenstehender

völlig überfordert ist, ist sicherlich

keine Seltenheit. Dabei sei „Trauer

doch keine Krankheit, sondern

ein emotionaler Zustand“. Wichtig

ist laut der 34-Jährigen, dass

jeder individuell trauert: „Wenn

das Trauern in der Öffentlichkeit

wieder mehr akzeptiert wäre,

und das Umfeld gewisse Aufgaben

übernehmen würde, gäbe es

meinen Job gar nicht.“

Verschiedenste Methoden

in der Trauerarbeit

Die Methoden in der Trauerarbeit

könnten kaum unterschiedlicher

und individueller sein. Intensive

Gespräche sind dabei nicht

nur die gängigste, sondern für

Außenstehende bestimmt die

greifbarste. Auch deshalb sieht

sich Jessica Ehrlicher selbst als

„Trauer-Dolmetscherin“. Sehr ef-

Der Trauer

Platz geben

Im Vergleich zu Erwachsenen laufen

Termine mit Kindern komplett

unterschiedlich ab. Während Kinder

dem Leben zugewandt sind,

lachen, weinen oder spielen, sind

Jessica Ehrlicher hat in ihrer Peitinger Wiggirica-Praxis einen Ort eingerichtet,

an dem sich ihre Klienten wohlfühlen können.

48 | der altlandkreis


Jessica Ehrlicher bietet eine Reihe Beratungen an. Nicht, weil sie unentschlossen

ist, sondern weil alles miteinander zusammenhängt.

fektiv ist ihre Arbeit immer dann,

wenn sie bereits in einer Sterbephase

– so hart das klingen mag

– in Familien geholt wird, besonders

wenn Kinder involviert sind.

So kann sie das Zuhause und die

Umgebung kennenlernen – und

noch gezielter unterstützen. „Es

gibt kaum etwas schlimmeres als

den Satz, hätte ich das doch noch

gefragt‘“, berichtet Ehrlicher, dass

es gerade anfangs häufig um ganz

einfache Dinge geht, an die im

Zuge der emotionalen Belastung

kaum gedacht wird. Während Erwachsene

in Sitzungen viel sprechen

und häufig auch weinen,

sind Kinder oft praktischer veranlagt,

möchten beispielsweise

basteln. Ressourcenarbeit nennt

sich das, auch Musik hilft vielen.

Einsatz für

die Klienten

Speziell den gesellschaftlichen

Umgang mit trauernden Kindern

kritisiert Jessica Ehrlicher

erneut. Etwa warum Kinder bei

Trauerfeiern nur selten gefragt

werden, ob sie sich einbringen

möchten. „Wer fragt ein Kind,

ob es überhaupt zur Trauerfeier

möchte?“, stellt Jessica Ehrlicher

in den Raum, und berichtet von

einem konkreten Fall. Von einem

Gespräch mit einem fünfjährigen

Kind, das sagte, „ich bin froh,

dass Papa gestorben ist“. Was

auf den ersten Blick brutal erscheint,

sei jedoch laut Expertin

völlig legitim. Von der Öffentlichkeit

werden solche Aussagen, die

nicht selten vorkommen, allerdings

kaum akzeptiert. Dabei war

der Vater des Kindes seit dessen

zweitem Lebensjahr im Krankenhaus

– es kannte im Prinzip nichts

anderes. Und plötzlich hatte die

Mama Zeit, um ins Schwimmbad

zu gehen, gar in den Urlaub zu

fahren. Für ganz alltägliche Dinge

eben.

Nach dem Verlust eines geliebten

Menschen müssen trotz Trauer

meist auch rechtliche Dinge geregelt

werden. Dank ihrer Ausbildung

zur Rechtsanwaltsfachangestellten

kann Jessica Ehrlicher

ihren Klienten wertvolle Tipps

geben, setzt sich für sie ein, obwohl

das eigentlich nicht zu ihren

Aufgaben zählt. „Ich lasse doch

meine Klienten nicht im Stich“,

beschreibt sie Tage, an denen sie

sich die „Finger wund telefoniert“.

Mittlerweile verzichtet sie darauf,

Preise für ihre Dienste auf der

Internetseite zu veröffentlichen.

Eine klare Abgrenzung, welche

Leistung ein Klient gerade erfährt,

ist nur schwer möglich. Ist

es nun Krisen- oder Trauerbegleitung

oder bereits Coaching? Auch

deshalb ist ein erstes Kennenlern-

Gespräch immer kostenfrei. „Es ist

schon ein derart großer Schritt,

sich jemandem zu öffnen, da will

ich das unterstützen“, sagt Jessica

Ehrlicher, die sich ehrenamtlich

zusätzlich für den Marienkäfer e.V.

engagiert. Und wann ist ihre Trauerarbeit

erfolgreich? „Dann, wenn

es Menschen gelingt, den Verlust

in ihr Leben zu integrieren.“ tis

november / dezember 2017 | 49

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Peiting | Eine Tageskarte innerhalb des eigenen

Wohnortes für zwei Euro. Die Tageskarte für das

Ortsnetz Hohenfurch, Altenstadt, Schongau und

Peiting für vier Euro. Und Kinder zahlen jeweils

nur die Hälfte. So einfach haben die Verantwortlichen

des Mittelzentrums am Lech die neuen Tarife

im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) strukturiert.

Ammerlechland-Ticket heißen die neuen,

vereinfachten Fahrkarten. Das Ziel ist klar: Wieder

mehr Fahrgäste für die öffentlichen Verkehrsmittel

zu gewinnen – nicht nur wegen des Umweltgedankens.

Auch der Komfort für Busfahrer soll deutlich

erhöht werden. Die insgesamt 98 Haltestellen in

den vier Gemeinden werden mit größeren Fahrplänen

und besser lesbaren Schildern ausgestattet.

Zudem soll die Struktur der Fahrpläne vereinfacht

und Fahrzeiten optimiert werden, dargestellt

auf einem einfachen, übersichtlichen Handzettel.

Durch das neue Konzept ist es ab Januar 2018 –

dann greift das Tarifmodell – möglich, in jeden

Bus einzusteigen, der gerade vorbeifährt. Der

Stadtbus Schongau ist ebenfalls integriert. Das zu

erwartende Defizit wird von den drei Kommunen

Altenstadt, t Peiting und Schongau ausgeglichen.

Abgerechnet wird direkt zwischen den Gemeinden

und der für die Beförderung verantwortlichen RVO

– je nachdem wie viele Fahrgäste tatsächlich im

jeweiligen Ort einsteigen. Eine Einführungsaktion

wird es zum Start geben, bei der Passagiere gratis

mitfahren dürfen, um sich an die neuen Pläne zu

gewöhnen. Zudem informiert eine schüre, die an alle Haushalte geht, zeit-

nah über das neue Modell.

Brotis

Kunst zu Armut, Wohnen und Heimat

Herzogsägmühle | Verschiedene Sichtweisen auf

Themen wie Armut, Wohnen und Heimat gewährt

eine Ausstellungsreihe in Herzogsägmühle. Zu sehen

sind die Werke noch bis Sonntag, 3. Dezember,

täglich von 10 bis 17 Uhr in der Deckerhalle am

Dorfplatz in Herzogsägmühle. Außerdem werden dort Themenwege

von Herzogsägmühle präsentiert, aufbereitet in digitaler Form

wie Videos, Hörbeiträge und Zeitzeugeninterviews. Darüber hinaus

zeigt das Dorf in der Jungkolonie (Werkstraße 2) eine

Rückschau zu „Im Abseits oder Mittendrin? 120 Jahre

Herzogsägmühle“.

js

50 | der altlandkreis


Vom ersten Schritt bis zum

Rückwärtsfahren und Übersetzen

Schongau | Die Eislaufschule der EA Schongau bietet bis

Ende Februar 2018 Anfängerkurse für Kinder an. Geübt

wird jeden Sonntag von 9 bis 9.45 Uhr sowie von 10 bis

10.45 Uhr. Beide Kursstunden sind inhaltlich identisch,

so dass die Eltern zwischen den zwei Uhrzeiten frei

wählen können. Als Trainer engagieren sich erfahrene

Schlittschuhläufer sowie Spieler aus der ersten und

zweiten Eishockeymannschaft der Mammuts, die den

Unterricht dem Können der Schüler anpassen. Heißt:

Die Kinder werden in kleinere Gruppen aufgeteilt. Während

die absoluten Anfänger ihre allerersten Schritte

auf Eis versuchen, lernen die Fortgeschrittenen bereits

das Rückwärtsfahren oder Übersetzen. Als Zuckerl gibt’s

nach jeder Eislaufstunde

heißen Tee und leckere

Kekse. In Sachen Ausrüstung

mitzubringen sind

Schlittschuhe, Helm (z.B.

Fahrradhelm), Winterbekleidung

und drei Euro

Unkostenbeitrag. Empfehlenswert

sind zudem

Knie- und

Ellbogenschoner.

js

Einblick in die Behindertenwerkstätte

„AchSo!“

Rettenbach | Der St. Georgshof in

Frankau bei Rettenbach am Auerberg

ist eine Einrichtung des Bayerischen

Roten Kreuzes, spezialisiert auf Menschen

mit seelischer Behinderung. Betroffene

können dort nicht wohnen, sie

werden bei Bedarf in spezieller Weise

betreut und beschäftigt. Unter anderem

im Rahmen der Ladenwerkstätte

„AchSo!“, in der diverse handgefertigte

Produkte der Bewohner verkauft

werden.

Wer sich diese Werkstätte genauer anschauen

möchte, hat am Sonntag, 17.

Dezember, im Rahmen des Rettenbacher

Weihnachtsmarktes Gelegenheit

dazu. Zwischen 14 und 18 Uhr öffnen

die Verantwortlichen ihre Pforten und

zeigen den Besuchern Hintergründe

und Ausstattungsgegenstände einer

pädagogisch sehr wertvollen Arbeit.

Obendrein wartet auf die Gäste eine

„süße Überraschung“. here Informationen unter

08860 / 92196o. Nä-

js

Kindertheater im Ballenhaus Schongau

Schongau | Jedes Jahr nach den Sommerferien beginnen

die Proben des Kindertheaters vom Theaterstadl

Schongau, damit bei den Aufführungen

am Sonntag, 10. Dezember, alle perfekt vorbereitet

sind. Gespielt wird im Ballenhaus um 15 und

16 Uhr. Insgesamt 17 Kinder sind beim modernen

Märchen „Rotkäppchen und der Drache“ von Cornelia

Neudert dabei. Der jüngste Theaterspieler ist

zweieinhalb Jahre alt, die älteste Akteurin 13. Regie

führt Katrin Blum, unterstützt von Silvia Gonser.

Seit heuer neu im Regie-Team ist Florian Stögbauer,

der viele Jahre schon für das tolle Bühnenbild

verantwortlich ist.

Die Geschichte des Märchens dreht sich um Rotkäppchen,

die von einer Hexe überredet wird, einen

dreiköpfigen Drachen zu überlisten. Schließlich sei

das weitaus lustiger, als ständig der Oma aus der

Fernsehzeitung vorzulesen. Auf dem Weg zum Drachen

lernt sie einige witzige Kreaturen kennen, darunter

die „Mimis“, i zwei verzauberte Krähen. Kann

Rotkäppchen letztendlich den Drachen tatsächlich

überlisten? Und was passiert eigentlich mit der

Hexe? Antworten darauf gibt das Kindertheater

bei freiem Eintritt am zweiten

Adventswochenende.

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november / dezember 2017 | 51


Der Modellbahnclub Bad Kohlgrub

Historische Leidenschaft

Der Bahnhof Oberammergau – so wie er

in den Siebziger- und Achzigerjahren war.

Bad Kohlgrub | Es zischt, es rattert,

es blinkt und überall bewegt

sich etwas. Im Keller des Haus des

Gastes hat sich einer der Züge des

Modellbahnclubs Bad Kohlgrub in

Bewegung gesetzt. Er fährt von

Oberammergau nach Murnau.

Das Spannende dabei ist, dass die

Strecke und die Modellbahnhöfe

nicht einfach frei erfunden sind,

sie sind originalgetreu nachgebaut.

Nicht wie heute, eher wie in

den 1970er und 1980er Jahren. „Es

wurde seitdem sehr viel um- und

zurückgebaut“, erklärt Gerhard

Breu vom Modellbahnclub. Damals

im Jahre 1976 hatte sich der

Verein gegründet – aus Leidenschaft

und einer Besonderheit auf

der Strecke Oberammergau-Murnau:

1905 wurde auf dieser Strecke

zum ersten Mal in Mitteleuropa

mit Einphasenwechselstrom

gefahren.

Mit jedem Blick etwas

Neues entdecken

Hier beginnt die Strecke Oberammergau-Murnau. Im Hintergrund ist

das Hörnle inklusive funktionierender Seilbahn zu sehen.

Später setzte sich dieses System

in ganz Mitteleuropa durch. Daran

wollte man mit dem Verein erinnern

und den in den 1970er Jahren

aufkommenden Plänen einer

Stilllegung der Strecke entgegenwirken:

Im Vereinsheim unter dem Vortragssaal

im Haus des Gastes

hängen historische Zuglaufschilder,

in den Vitrinen stehen Loks

verschiedener Nenngrößen, doch

den größten Teil des Raumes belegt

die Bahnstrecke, an dem die

Mitglieder schon seit Jahren bauen

und weiterhin bauen werden,

denn „an so einer Strecke gibt es

immer was zu tun“, verrät Breu

und lacht. Gerade ist ein See mit

umherfahrenden Booten in Arbeit.

Im hinteren Eck des Modells

sieht man die Hörnlebahn, wie sie

Gäste befördert, auf dem Sportplatz

am Erle läuft gerade ein

Fussballspiel und in Murnau wird

das Volksfest aufgebaut. Mit jedem

Blick kann der Betrachter etwas

Neues entdecken – wie etwa

52 | der altlandkreis


Der Moorstich – so wurde früher im Moor gearbeitet.

t

Der Bahnhof h Murnau ist originalgetreu i nachgebaut.

die Arbeiter am Moorstich und die

vielen Menschen, die überall rumsitzen,

stehen oder gehen. Vieles

auf dem Modell gab es nicht als

Bausatz, wie etwa den Bahnhof

Murnau. Den habe man anhand

von speziellen Fotos nachgebaut,

verrät Breu. Leider konnte aus

Platzgründen nicht alles originalgetreu

nachgebaut werden. Es

fehlen zum Beispiel die Bahnhöfe

Grafenaschau, Saulgrub, Altenau.

Mit der Dampflok

zur Schule

> > > INFORMATION

„Der Mann will einfach spielen.“

So simpel erklärt Gerhard Breu

die Leidenschaft für den Modellbahnbau.

Aber in Wahrheit ist

es ein wenig komplizierter, oder

besser gesagt tiefgründiger: Das

Beschäftigen mit der Technik und

mit der Geschichte von Zügen und

Strecken liegt der Leidenschaft

zu Grunde. Ebenso wie die Erinnerung

an die eigene Kindheit.

Heutzutage kommen Schüler mit

Bussen zur Schule oder werden

von den Eltern gefahren. Gerhard

Breu musste damals von Hohenpeißenberg

nach Schongau mit

der Dampflok zur Schule fahren.

Das war ein richtiges Erlebnis",

schwelgt der 67-Jährige in Erinnerungen.

Heutzutage hätten die

Kinder aber nicht mehr wirklich

einen Bezug zur Bahn, darum sei

es auch so schwer, Nachwuchs

zu finden. Dazu kommt, dass die

Bahn des Vereins nicht digital gesteuert

wird – also „altmodisch"

ist. Dennoch hoffen Gerhard Breu

und seine Vereinskollegen auf

mehr junge Leute, darum veranstalten

sie jetzt auch regelmäßig

Vorführungen ihres Kunstwerks.

Außerdem beschäftigt sich Breu

mit digitalen Modellbahnen – das

käme bei der Jugend von heute

vielleicht besser an, wenn man

alles am Bildschirm planen und

steuern könnte, sagt er. Aber nicht

nur Bahnliebhaber sind willkommen,

auch Bastler und Tüftler,

denn am Modell gibt es immer

etwas zu bauen.

Der Bad Kohlgruber Modellbahnclub

hat derzeit keine zehn Mitglieder

und Gerhard Breu ist mit

67 Jahren eines der jüngsten. Dafür

zählt zum überschaubaren Kern

des Vereins ein Deutsch-Amerikaner,

der in Tennessee wohnt. Er

lebte früher in Murnau und baut

zu Hause in den USA ebenfalls

an der Strecke Murnau-Oberammergau.

„Wir hoffen natürlich,

dass in Zukunft mehr junge Leute

zu uns kommen, damit hier wieder

mehr Leben reinkommt“, sagt

Gerhard Breu. Ein Besuch ist der

Verein allemal wert. Die Bahnstrecke

ist ein wahres Kunstwerk und

die Vereinsmitglieder sind sehr

freundlich und erzählen einem

gerne, was sie aus ihrem Fachgebiet

wissen. Der eine baut die

Landschaft, der andere steuert die

Bahnen und Gerhard Breu ist ein

unerschöpflicher Quell, was historisches

Wissen über Eisenbahnen

betrifft. Vielleicht lässt sich ja der

ein oder andere von Breus Begeisterung

anstecken.

ww

Besichtigungstermine in Bad Kohlgrub

Vorführungen der Modellbahn-Strecke Oberammergau-Murnau

finden am 14. bzw. 28. November von 19 bis 20.30 Uhr und am 10.

Dezember von 15.30 bis 18 Uhr im Haus des Gastes, Hauptstraße 27

in Bad Kohlgrub statt. Eintritt: zwei Euro, bis 16 Jahre frei.

november / dezember 2017 | 53






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So verhalten Sie sich richtig

Wildunfälle –

eine tödliche Gefahr

Altlandkreis | Nahezu täglich passiert

im Schongauer Land ein

Wildunfall. 256 hat die Polizeiinspektion

Schongau 2016 allein

in ihrem Zuständigkeitsbereich

registriert. Die größte Gefahr lauert

auf abgelegenen Straßen, die

durch Wälder und Wiesen führen.

Speziell zur Dämmerung am frühen

Morgen oder Abend ziehen

Rehe, Wildschweine oder Füchse

über den Asphalt. Noch häufiger

im Zuge der Brunftzeit. An besonders

kritischen Stellen warnen

Verkehrsschilder mit der Aufschrift

„Wildwechsel“ die Autofahrer

zu erhöhter Vorsicht. „Passieren

können Wildunfälle aber zu jeder

Tageszeit und logischerweise auch

außerhalb der markierten Bereiche“,

sagt Harald Bauer, Leiter

der Polizeiinspektion Weilheim.

Angenommen, es ist zu einem

Wildunfall gekommen, sollte der

Verursacher Ruhe bewahren und

sich korrekt verhalten. Schritt eins:

Die Unfallstelle absichern, also

Warnblinkanlage schalten, Warnweste

anziehen und Warndreieck

am Straßenrand platzieren. Schritt

zwei: Sich nach dem Tier erkundigen,

herausfinden, in welchem

Zustand es sich befindet. Schritt

drei: Die Polizei informieren. „Das

ist zwar nicht immer Pflicht, kann

ich den Bürgern aber nur raten“,

sagt Bauer. Offiziell meldepflichtig

sind ausschließlich Kollisionen

mit sogenanntem Schalenwild, zu

dem Rot- und Schwarzwild wie

Rehe oder Wildschweine gehören.

Unfälle mit kleineren Tieren,

zum Beispiel Füchsen, müssen

laut Gesetzt nicht bei der Polizei

angegeben werden – können aber

trotzdem einen erheblichen Schaden

am Auto verursachen. Heißt:

Allein aus versicherungstechnischen

Gründen sollten die Beamten

verständigt werden, die den

Fall registrieren, Beweismaterial

ermitteln und eine Bescheinigung

für die Versicherung des Geschädigten

ausstellen.

Wer kümmert sich

um das tote Tier?

Die unangenehmste Aufgabe bei

Wildunfällen ist sicherlich das Erkunden

nach dem angefahrenen

Tier. Bereits beim Verständigen der

Polizei sollte der Unfallverursacher

Kurz vor knapp: Bei Wildwechsel

sollten Autofahrer besonders aufmerksam sein,

denn dem ersten Tier könnten jederzeit weitere folgen.

54 | der altlandkreis


Wildschweine werden

immer öfter Opfer von Verkehrsunfällen.

wissen, ob das Tier tot, leicht oder

schwer verletzt ist. Sollte letzteres

der Fall sein, wird das Tier durch

einen Gnadenschuss von seinem

Leiden erlöst. Den setzt in der Regel

ein Polizist. Manchmal werden

aber auch Jäger dazu gerufen, um

den Qualen des Tieres ein Ende zu

setzen. Nun muss das Tier von der

Straße geschafft werden – auch

keine leichte Aufgabe. Tiere, die

unmittelbar nach dem Zusammenprall

zu Tode kommen, sollten

im Optimalfall vom Unfallverursacher

selbst an den Straßenrand

getragen werden. Wer dazu nicht

in der Lage ist, wartet auf Polizei

oder Jäger. Letzterer ist übrigens

nicht in der Pflicht, sich um Wildunfälle

zu kümmern. „Die Jäger

leisten hier wertvollen Freiwilligendienst“,

sagt Bauer. Und zwar

ohne wirtschaftlichen Hintergedanken.

Denn das Fleisch eines

vom Auto, Lkw oder Motorrad erfassten

Rehs kann aufgrund Verletzungen,

Liegezeit oder starkem

Adrenalin-Ausstoß in den seltensten

Fällen noch zum Kochen verwendet

werden. Für die endgültige

Entsorgung der toten Wildtiere

ist – je nach Straße – Bauhof oder

Straßenmeisterei zuständig, wobei

auch hier die Jäger regelmäßig

einspringen und die Kadaver zu

den entsprechenden Containern

fahren.

Selbstentsorgung ist

Jagdwilderei

Der Unfallverursacher selbst darf

das totgefahrene Tier übrigens

nicht entsorgen. „Das wäre Jagdwilderei“,

erklärt Bauer. Und die

ist bekanntlich strafbar. Strafbar

kann man sich auch machen,

wenn man ein angefahrenes

Schalentier liegen lässt und nicht

die Polizei informiert. „Weil durch

das auf der Straße liegende Tier

eine Folge-Gefahr gegeben ist.“

Und die kann verheerende Auswirkungen

haben. 2011 zum Beispiel

sind zwei junge Menschen

auf der B2 bei Egling ums Leben

gekommen, weil sie einem zuvor

angefahrenen Dachs ausgewichen

und dabei gegen einen Baum

gekracht sind. Diese Gefahr des

unkontrollierten Ausweichens

herrscht auch beim Wildwechsel.

Sobald Reh, Fuchs, Wildschwein

oder Dachs am Straßenrand oder

auf der Fahrbahn zu erkennen

sind, sollte der Autofahrer sofort

bremsen, abblenden und hupen,

um die Tiere zu verscheuchen.

Falls Reaktionszeit und Bremsweg

unzureichend sind, ein Zusammenprall

nicht zu verhindern ist,

gilt es den Lenker in beide Hände

zu nehmen, die Fahrspur zu

halten, weil auch hier ein mögliches

Ausweichmanöver wesentlich

gefährlicher sein könnte als

eine Kollision mit dem Wildtier.

Das Absichern der Unfallstelle,

Rufen der Polizei und Erkundigen

nach dem Tier sollte übrigens

auch beim Erwischen einer Katze

eingehalten werden. Zwar gilt

in diesem Falle wie beim Fuchs

keine Meldepflicht. Aber allein

aus Tierschutzgründen lohnt es

sich, solch unschöne Vorfälle ordnungsgemäß

zu lösen. Bei leichteren

Verletzungen holt die Polizei,

sofern es sinnvoll erscheint,

einen Tierarzt dazu, der das eine

oder andere Haustier durchaus

wieder gesund zu pflegen weiß

– und damit den Besitzern jede

Menge Herzschmerz erspart. js

Wenn möglich sollte ein totgefahrenes Tier von der

Straße gezogen werden, um weitere Unfälle zu verhindern.

november / dezember 2017 | 55


Einzigartige Sammlung von Jörg Drescher

„Die Puppen wieder

zum Leben erwecken“

„Bimboline“ kann

die Trompete ansetzen

und ihre Augen aufund

zumachen.

Peißenberg | Über den exakten

Wert seiner Puppen möchte Jörg

Drescher gar nicht erst sprechen.

Allein deshalb, „weil es wenig

Sinn macht, da es deutschlandweit

keine vergleichbaren Exemplare

gibt“. Mehr als 500 Stabpuppen

besitzt der 74-Jährige, der bis 1996

noch selbst mit seinen Eltern und

der familieneigenen Bühne durch

Deutschland getourt ist, um in

Schulen, Theatern sowie TV-Studios

die Puppen tanzen, dirigieren,

fliegen und sprechen zu lassen.

Doch so einzigartig und beliebt

diese Aufführungen auch waren –

der Verdienst bei drei bis vier Auftritten

pro Woche war dem gebürtigen

Berliner dann doch zu wenig,

um damit seine fünfköpfige Familie

zu ernähren. So war Jörg Drescher

bereits Ende der 1960er mehr oder

weniger gezwungen, seine Leidenschaft

„aus privaten Gründen

hauptberuflich an den Nagel zu

hängen. Er lernte Drogist. „Das war

damals keine leichte Entscheidung,

da es mir immer wahnsinnig viel

Spaß gemacht hat“, sagt er rückblickend.

Inzwischen sind auch seit

der allerletzten nebenberuflichen

Aufführung 21 Jahre vergangen.

Und die Puppen hängen noch immer.

Ein Großteil in Kaufbeuren, im

größten Puppenmuseum Deutschlands,

ein kleinerer im Foyer des

Weilheimer Stadttheaters. Der Rest

seiner rund 60 Zentimeter großen

Stabpuppen mit Innenführung ist

jedoch nicht für die Öffentlichkeit

zu bestaunen. Er wird in seinem

ruhig gelegenen Wohnhaus nahe

der Ammer in Peißenberg aufbewahrt.

Und auch zum Einsatz

kommen nur noch wenige seiner

prachtvollen Figuren, und das selten.

„Für ein paar private Auftritte,

ansonsten machen wir nichts

mehr“, sagt Jörg Drescher, der zum

Beispiel für 50 Jahre Weilheimer

Schlaraffen die Puppen nochmals

im Weilheimer Stadttheater aufführte.

In Zukunft aber möchte

er sich wieder intensiver um das

Puppenspiel kümmern. Sein Traum

wäre eine Interessensgemeinschaft

für Puppenspielerei, Räumlichkeit

für Museum, Bühne und Tribüne

inklusive. „Am besten in Weilheim,

weil wir dort mit unseren damaligen

Weilheimer Puppenspielen am

tiefsten verwurzelt sind.“

Bildungsauftrag der

Regierung

Angefangen hat die Puppenspielerei

im Hause Drescher unmittelbar

nach dem Zweiten Weltkrieg.

Jörgs Vater Karl-Heinz Drescher,

gelernter Bildhauer, Künstler und

Visionär, baut Puppen, Bühne und

Bühnenbilder. Jörgs Mutter Hildegard

zieht voll mit, näht unter

anderem die Puppenkostüme. Die

allererste Aufführung des Ehepaars

findet am 8. Dezember 1948 im

Lidl-Saal in Rottach-Egern statt, wo

das damals noch junge Paar aus

Berlin hingezogen war. Das Stück

heißt „Kasperls Abenteuer am

Weihnachtsabend“. Und es kommt

ebenso blendend beim Publikum

an wie Dreschers Idee, mit seinen

Puppen, Stücken und seiner gut

verstaubaren Bühne von Ort zu Ort

zu ziehen. Fortan leben Jörg Dreschers

Eltern ihren Traum vom mobilen

Puppenspiel, erhalten schon

bald eine Genehmigung von der

Regierung von Oberbayern, auch

an Schulen auftreten zu dürfen.

Dabei geht es den Dreschers nicht

nur um humorvolle Unterhaltung.

Auch gesellschaftskritische Themen

wie Tier- und Naturschutz – zum

Beispiel „Das letzte Moos“ – sind

Teil ihres Puppenspieler-Repertoires,

das nur selten an Bücher

und Filme angelehnt ist, überwiegend

aus hauseigener Feder

stammt. „Gerade in den Schulen,

hauptsächlich Grundschulen, wollten

wir die Mädchen und Buben

nicht nur unterhalten, sondern

ihnen auch etwas fürs Leben beibringen“,

sagt Jörg Drescher, der

erstmals in den 1960er Jahren sich

56 | der altlandkreis


gemeinsam mit seinen Eltern die

Puppen-Bühne teilt – und sofort

Gefallen findet an diesem speziellen

Schauspiel, für das nicht jeder

geeignet ist, weil mehrere Talente

zusammenspielen müssen.

Puppenspieler sind

Multitalente

Als guter Puppenspieler muss man

sprachgewandt sein, verschiedenste

Stimmlagen authentisch beherrschen,

im Idealfall die Fähigkeit

besitzen, mit der Puppe eins zu

werden. „Je mehr man sich in die

Rolle der Puppe hineinversetzen

kann, desto authentischer kommt

der Auftritt beim Publikum an.“

Die Dreschers, egal ob Vater, Mutter

oder Sohnemann, haben diese

Fähigkeiten. Darüber hinaus üben

sie täglich stundenlang, vor allem

dieses Sprechen verschiedenster

Stimmlagen. Das zahlt sich aus. Familie

Drescher macht sich im Laufe

der Jahre deutschlandweit einen

Namen, bekommt immer häufiger

auch Anfragen der öffentlich-rechtlichen

Fernsehsender. Mittlerweile

kümmert sich die Familie auch um

Kulissen, Beleuchtung, Tontechnik

und das Schreiben der Drehbücher.

Das ZDF dreht mit ihnen 1965

Auch im Fernsehen

waren die Puppen von Jörg Drescher schon zu sehen.

Das Mädchen aus Mira“ nach der

bekannten Novelle „Die kleine

Mouche“ (Paul Gallico). Der Westdeutsche

Rundfunk (WDR) dreht

mit den Dreschers von 1970 bis 1972

die damals sehr beliebte TV-Serie

„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“.

Speziell das Fliewatüüt, ein Helikopter

der nicht nur fliegen, sondern

auch fahren und schwimmen kann,

ist der TV-Star schlechthin unter

den jüngsten Fernsehzuschauern.

1982 folgen weitere TV-Sendungen

für das Bayerische Fernsehen, un-

ter anderem „Wegweiser Beruf“

mit Meister Bieberlein als Hauptfigur.

Zusätzlich spielen die Dreschers

auch ihr selbstgeschriebenes

Varieteprogramm für

Erwachsene, das wie die Kinderstücke

mittlerweile immer

stärker in Vergessenheit gerät.

Der allerletzte Auftritt der

„Weilheimer Puppenspiele“,

vielleicht erinnert sich der ein

oder andere Leser, war 1996

in

der Weilheimer Hardtschule.

Dem Anlass gewählt

wurde das Stück „Bimbo’s Abschied“.

Dreschers Lieblingspuppe

ist allerdings Bimboline,

eine ausdrucksstarke

Afrikanerin, die Trompete spielt –

und dank raffinierter und von den

Dreschers erfundener Stabtechnik

nicht nur die Trompete an- und absetzen,

sondern auch ihre großen

Kulleraugen auf- und zumachen

kann. „Ich finde das großartig“,

sagt Jörg Drescher, der seit kurzem

tatkräftige Unterstützung von Jutta

Liebmann, Standortförderung für

Kultur und Tourismus, sowie Dr.

Günter Heil bekommt. Die beiden

Weilheimer sind auf der Suche

nach einem geeigneten Raum, um

die einzigartigen Puppen von Familie

Drescher wieder zum Leben

zu erwecken.

js

Verborgener Schatz: Jörg Drescher in seinem einzigartigen Stabpuppenlager

Zuhause in Peißenberg.

november / dezember 2017 | 57


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Das neue Raiffeisen-Lagerhaus in Steingaden

Alles, was die

Landbevölkerung braucht

Steingaden | Das neue Lagerhaus

der Raiffeisenbank Steingaden

wird gut angenommen. „Beim

Tag der offenen Tür Anfang Oktober

sind wir regelrecht überrannt

worden“, sagt Raiba-Vorsitzender

Ludwig Bergbauer, der natürlich

hofft, dass auch die bis dato guten

Umsätze auf lange Zeit anhalten.

Die Chancen dafür stehen nicht

schlecht. Denn was Sortiment und

Lage betrifft, ist das Warenhaus

in der Auerbergstraße 4 in Steingaden

im Grunde konkurrenzlos.

„Wir sind, verglichen mit früher,

nicht mehr das rein traditionelle

Lagerhaus für Landwirte“, sagt

Bergbauer. Auch der Angestellte

aus dem Neubaugebiet, Einfamilienhaus

mit Garten, findet in

den Regalen und Schränken so

ziemlich alles, was das Herz eines

auf dem Land lebenden Bürgers

begehrt: Arbeitshandschuhe

und Gummistiefel. Akkuschrauber

und Stichsäge. Heckenschere

und Rasenmäher. Zement und

Pflastersteine. Nägel und Schrauben

jeglicher Art und Form, „die

es bei uns sogar noch einzeln zu

kaufen gibt“. Kartoffeln, Nudeln,

Mehr als 1 000 Quadratmeter Lagerfläche bietet das neue Lagerhaus der

Raiffeisenbank in Steingaden.

Reis, Essiggurken und Mehl. Futtermittel

für Schwein, Pferd, Rind

und Brieftauben. Das Lagerhaus

in Steingaden könnte man als

ideale Mischung aus Super- und

Baumarkt bezeichnen. Das Besondere:

Die Produkte stammen

weitestgehend aus der Region

und stehen für fairen Handel

(„Fair-Trade“). Es gibt zum Beispiel

„Steingadener Schokolade“.

Honig von heimischen Imkern.

Exquisite Liköre und Schnäpse aus

dem benachbarten Allgäu. Kaffee

aus einer Rösterei in Kempten.

Und im Kühlschrank aufbewahrte

Eier der hiesigen Produktkette

„Unser Land“.

Zwei neue

Arbeitsplätze

Das neue Lagerhaus in Steingaden

ist rund 1 500 Quadratmeter groß,

aufgeteilt in 400 Quadratmeter

Verkaufsraum und 1 100 Quad-

Wir sind seit 2007 Ihr Ansprechpartner und Begleiter für

die gesamte Pflege- sowie Betreuungsdauer.

www.pflegevermittlung-baden-wuerttemberg-bayern.de

Nicht zu übersehen ist der Schriftzug „Raiffeisen-Lagerhaus“.

58 | der altlandkreis


Mehl und Kartoffeln: Wichtige Grundnahrungsmittel sind fester Bestandteil

des Lagerhaus-Sortiments.

ratmeter Lagerfläche. Da es im

Vergleich zum alten, rein für Landwirte

ausgelegten Lagerhaus nun

wesentlich größer ist und das Sortiment

deutlich erweitert wurde,

mussten auch zwei neue Arbeitsplätze

geschaffen werden. Insgesamt

beschäftigt sind neuerdings

fünf Mitarbeiter, die Ludwig Bergbauer

mehr oder weniger als Allzweckwaffen

bezeichnet, „weil sie

alles Mögliche machen“. Letztlich

muss die Kasse besetzt sein, sich

jemand um die Lagerarbeit kümmern

und der Kunde kompetent

beraten werden. „Dank moderner

und effektiver Arbeitsabläufe in

der neuen, geräumigen Halle ist

das breite Aufgabenspektrum für

unsere fünf Mitarbeiter auch gut zu

bewerkstelligen.“ Bergbauer kann

das so kurz nach der Neueröffnung

deshalb behaupten, weil er bereits

jede Menge positive Erfahrung mit

den Arbeitsabläufen im Lagerhaus

in Böbing gesammelt hat. Das

wurde vor fünf Jahren neu gebaut

und gehört ebenfalls zur Raiffeisenbank

Steingaden.

Kosten bleiben

in der Region

Alles für die Pflege von Garten und Hofeinfahrt.

> > > INFORMATION

Auf die Frage, ob dem Steingadener

Lagerhaus langfristig betrachtet

nicht das gleiche blühen wird

wie der Kette EVG, antwortet Bergbauer

gelassen: „Natürlich ist die

Investition in ein solches Projekt

immer mit Risiko verbunden, weil

niemand von uns in die Zukunft

schauen kann.“ Doch allein der

Erfolg mit dem „wesentlich kleineren

Lagerhaus“ in Böbing, „mit

dem wir mittlerweile beinahe das

komplette Ammertal versorgen“,

stimmt ihn zuversichtlich. Bergbauer

spricht von einer Marktlücke,

die mit dem neuen Lagerhaus

in Steingaden geschlossen wird –

gerade wegen der Schließung der

EVG-Filiale in Altenstadt, die mit

nahezu identischem Sortiment

aufwartete. „Wobei wir, das muss

ich an dieser Stelle klarstellen,

unser Projekt schon Jahre vor der

EVG-Insolvenz geplant hatten, den

Bau davon nicht abhängig gemacht

haben.“ Gekostet hat der

Neubau in Steingaden 2,4 Millionen

Euro, „von denen zwei Millionen

im Landkreis geblieben sind“.

Inwiefern? Von den 30 verschiedene

Betrieben, die am Bau beteiligt

waren, stammen die meisten direkt

aus der Region. „Das war uns

sehr wichtig“, bekräftigt Bergbauer

nochmals die Philosophie des

Steingadener Lagerhaues: Aus der

Region für die Region.

js

Öffnungszeiten des neuen Lagerhauses

Das neue Lagerhaus der Raiffeisenbank in Steingaden, Auerbergstraße

4, ist am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag durchgehend

von 8 bis 16 Uhr geöffnet, am Mittwoch und Samstag von

8 bis 12 Uhr.

november / dezember 2017 | 59


Wissenswertes aus der Geschäftswelt

Bayerisch-mediterrane Küche in Apfeldorf

JUNGE WIRTSLEUTE IM GOLDENEN APFEL

Apfeldorf | Ein junges Pärchen packt im Apfeldorfer Feinschmeckerlokal „Goldener Apfel“ an und

hat den Start Anfang Oktober hervorragend gemeistert. Anna-Maria Baumgartner war schon

bisher in der Küche des „Apfels“ tätig und hat als frischgebackene Betriebswirtin für Ernährungs-

und Versorgungsmanagement die besten Voraussetzungen für den Start in die Selbständigkeit.

Ihr Freund Julian Resch ist als gelernter Koch und zugleich Groß- und Außenhandelskaufmann

beim Gastronomie-Zulieferer Becker-Gourmet im Einsatz und unterstützt auch das

Resch-Catering seiner Eltern in Kinsau. Somit ein junges und kompetentes Paar, das den guten

Ruf des Goldenen Apfels mit bayerisch-mediterraner Küche und neuen Ideen ausbauen möchte.

Der vorherige Wirt Bernhard Heiß hatte das Feinschmeckerlokal 2011 nach einem längeren

Dornröschenschlaf wieder erweckt, musste nun aber aus gesundheitlichen Gründen aufhören.

„Wir möchten das bisherige Konzept fortsetzen und neben dem guten Speiselokal auch

eine Wirtschaft für Dorfleute, Stammgäste und Kartler sein“ betont die 22-jährige Anna-Maria

Baumgartner. Durch die Arbeit bei einem hochwertigen Gastro-Zulieferer kommt Julian Resch

täglich an erstklassige Ware und hat auch neue Trends immer im Blick. Das Paar steht gemeinsam

in der Küche, tatkräftig unterstützt werden sie vom bewährten Küchen- und Serviceteam.

Auf der wechselnden, saisonalen Speisekarte

möchten die jungen Wirtsleute auch immer

wieder etwas Neues ausprobieren. „Nach

dem gelungenen Start möchten wir uns jetzt

im alltäglichen Geschäft beweisen“, verrät der

28-jährige Julian Resch. Dabei blickt er nicht

nur auf die bevorstehende Weihnachtszeit,

sondern möchte zusammen mit seiner Freundin

auch bei Hochzeiten, Taufen oder Familienfeiern

über hoffentlich viele Jahre hinweg

einen kulinarischen Rahmen bieten.

rg

Julian Resch und Anna-Maria Baumgartner sind

seit kurzem die Wirtsleute im „Goldenen Apfel“.

Eisenbahn-Teile aus Schwabsoien

LEBEN & CO. FEIERT 50-JÄHRIGES FIRMENJUBILÄUM

Schwabsoien | Die Firma Leben &Co. GmbH entwickelt und produziert tStoßre-

duzierelemente, Schwingungsdämpfer und Gasfedern, die zum Einsatz kommen,

um bewegte Massen sicher abzubremsen oder Schwingungen durch

Energieabsorption zu reduzieren. Langjährige Erfahrung in Bezug auf technische

Anforderungen unterschiedlichster Kunden sowie Flexibilität, Liefertreue

und ein hohes Qualitätsniveau bilden die Basis für den Unternehmenserfolg.

Neben einem umfangreichen Standardprogramm werden bei Leben & Co.

auch spezifische Anpassungen und Sonderlösungen angeboten. In Bereichen

der Industrie, bei Krananlagen, Regalbediengeräten, Eisenbahnen, Seilbahnen

und in der Infrastruktur finden die Produkte Anwendung. Ein Beispiel: In

Kupplungen von Hochgeschwindigkeitszügen, Metros und S-Bahnen werden

weltweit gashydraulische Dämpfer von Leben & Co. eingesetzt.

Die Fertigung der Teile erfolgt mit 25 Mitarbeitern am Standort in Schwabsoien,

unterstützt von zahlreichen Zulieferfirmen aus der Region. Nachdem die Firma

Kögel 1999 ein neues Betriebsgebäude bezogen hatte, wurden die freien Räume

und die komplette Montageabteilung von Leben & Co. übernommen. Die

Räumlichkeiten reichten schon bald nicht mehr aus, und so wurde ein neues

Gebäude geplant, das 2003 bezugsfertig war. 2017 kann Leben & Co., deren

Hauptsitz bei Berg am Starnberger See ist, das 50-jährige Bestehen feiern. tis












60 | der altlandkreis

Flip-Flop und Hausschuhe nach Mass Einlagen n g nach Mass


Seit zehn Jahren führend in Keramik und Stein

GROSSE AUSSTELLUNG MIT FLIESEN, NATURSTEIN UND ÖFEN

Schongau | Zehn Jahre ist es mittlerweile her, als

Ingenieur Thorsten Schmid das traditionsreiche

Schongauer Unternehmen „Fliesen Enzensberger“

übernommen hat und unter dem Namen „Keramik

+ Stein“ seither kontinuierlich am Markt positionierte.

Weit über die Grenzen des Landkreises

Weilheim-Schongau hinaus ist die große Ausstellung

für Fliesen, Naturstein und insbesondere die

Fachabteilung für Ofenbau bekannt. Vom „Häuslebauer“,

der moderne Fliesen für Küche und Bad

sucht über den Bauherrn auf der Suche nach Natursteinverblendungen

bis hin zum Bauträger, der hier

die optimale Anlaufstelle für seine Wohnungskäufer

findet, reicht der Kundenstamm. Das Firmenjubiläum

wurde allerdings nicht mit Keramik und Stein,

sondern Wasser und Holz gefeiert: Thorsten Schmidt

hat seine gesamte Belegschaft eingeladen zu einer

zünftigen Floßfahrt auf der Isar. Verkaufsteam, Fliesenleger,

Ofenbauer – alle zusammen

auf einem Floß, oder noch besser: in

einem Boot. Mit Teamgeist soll der

Erfolg des Schongauer Unternehmen

auch zukünftig beibehalten werden. js

Das Keramik + Stein-Team wurde von

Inhaber Thorsten Schmidt (links) zur

Floßfahrt auf der Isar eingeladen.

Die Renaissance des gelben Chips?

ADVENTSAKTION IN SCHONGAUER ALTSTADT

Schongau | Die Werbegemeinschaft Altstadt ist ein

Zusammenschluss von Einzelhändlern und Gewerbetreibenden,

die sich überwiegend innerhalb der

Schongauer Stadtmauer befinden. Gegründet wurde

sie im Jahre 1984, um mit gemeinsamen Aktionen die

Altstadt attraktiver zu machen, gleichzeitig das Geschäft

in den einzelnen Läden anzukurbeln. Eine über

Jahre bewährte Kundenbindungsmethode: Der gelbe

Chip. Wer in einem Schongauer Altstadtgeschäft

einkauft, bekommt ab einem Einkauf in Höhe von

15 Euro einen gelben Chip dazu. Das sind bei Jeans

und Hemd im Gesamtwert von 150 Euro schon zehn,

beim Erwerb eines 1000 Euro teuren Fernsehers 67.

Wer insgesamt 70 Chips gesammelt hat, kann diese

gegen einen Einkaufsgutschein im Wert von zehn

Euro eintauschen. Erhältlich ist dieser sogenannte

Schex in the City ausschließlich bei Mode Huber auf

der Westseite des Marienplatzes. Eingelöst werden

kann er allerdings in fast allen Schongauer Altstadtgeschäften.

Das Problem des gelben Chips aus Sicht

der Gewerbetreibenden: „Er ist auf lange Sicht zwar

gut angekommen bei den Leuten, allerdings schläft

die Aktion immer wieder ein“, sagt Franz Köpf, Vorsitzender

der Werbegemeinschaft. Das Weihnachts-

der nun nutzen,

um den gelben

Chip wieder präsenter zu machen in den Köpfen der

Schongauer Bürger, sie so verstärkt zum Einkaufen

in der Altstadt animieren. Allerdings mit goldenen

Chips, den die Geschäftstreibenden im Rahmen einer

Adventsaktion vom 1. bis 24. Dezember zusammen

mit den gelben Chips in Säcke packen. Wer ab

einem Einkauf von 15 Euro oder mehr einen oder

mehrere Chips zieht, dabei einen goldenen erwischt,

erhält einen Zehn-Euro-Sofort-Gutschein.

Darüber hinaus werden die Altstadt-Schaufenster

mit riesengroßen goldenen Chips dekoriert. Wer

diese richtig zählt und die richtige Zahl mittels ausliegender

Teilnehmerkarte einreicht, kann im Rahmen

einer Verlosung diverse Gutscheine im Wert

von bis zu 300 Euro gewinnen. Spätestens im Falle

des Hauptgewinns dürfte auch der gelbe Chip wieder

in aller Munde sein. Den gibt es nämlich seit fast

geschäft möchten er und ein Großteil der 53 Mitglie-

30 (!) Jahren. js

november / dezember 2017 | 61


Ein Schongauer zwischen Wallstreet und Altlandkreis

„Mein Team verwaltet

70 Milliarden Dollar“

London / New York / Schongau | Fünf

US-Präsidenten, 19 Richter des

Obersten Gerichtes, zahlreiche ausländische

Staatsoberhäupter, mehrere

Dutzend Nobelpreisträger und

ein waschechter Schongauer – sie

alle haben an der Yale University in

New Haven (Connecticut) studiert,

an einer der renommiertesten Eliteuniversitäten

weltweit. „Dass ich

dort mein vierjähriges Bachelorstudium

in Wirtschaftswissenschaften

mit Auszeichnung abgeschlossen

habe, macht mich sehr stolz“,

sagt Dennis Klieber, der es sogar

unter die Top 20 Prozent aller Yale-

Absolventen geschafft hat, obwohl

sein Studium wesentlich breiter

angelegt war, als es an einer deutschen

Universität der Fall gewesen

wäre. Fächer wie Medizin, Literatur

und Psychologie waren ebenso Teil

der „Ausbildung“ wie ein Auslandssemester

in Brasilien, „das

mir mit Portugiesisch den Zugang

zu einer neuen, sehr klangvollen

Sprache eröffnet hat“. Und zugleich

den Weg ebnete für eine Anstellung

bei einem der größten Investmentunternehmen

überhaupt. Seit

Juni 2015 arbeitet Dennis Klieber

für „The Blackstone Group“, jongliert

seither mit Geldsummen, die

sich in Neymar-Transfer-Sphären

(mit 222 Millionen teuerster Fußballtransfer

aller Zeiten) bewegen.

Als „Investment Analyst“ evaluiert

und analysiert Klieber potentielle

Investments, unter anderem in

Entwicklungsländern sowie „emerging

markets“, zum Beispiel in Indien

oder Brasilien. „Dabei geht es

meist um schon höhere Beträge“,

sagt er. Schon höher ist in diesem

Falle charmant ausgedrückt. Allein

sein Team verwaltet einen Etat von

mehr als 70 Milliarden (!) Dollar.

Und zwar unter anderem von London

aus, wo Dennis Klieber derzeit

arbeitet und lebt. Angefangen hat

er jedoch in New York, im Hauptsitz

von „The Blackstone Group“, wohin

er ab Dezember mit Aussicht auf

Beförderung zurückkehren wird.

Biathlon als

Erfolgsgrundlage

Dennis Klieber, 27, war als Heranwachsender

auf bestem Wege,

Karriere im Biathlon zu machen.

Mehrmals wurde er bayerischer

Juniorenmeister, einmal Deutscher

Ein Schongauer mitten in New York City.

In der Weltstadt liegt auch der Hauptsitz

von „The Blackstone Group".

62 | der altlandkreis


Elitestudenten t t unter sich: i Dennis Klieber (re.) feiert seinen Abschluss.

Vizemeister. In seiner damaligen

Trainingsgruppe waren heutige

Topstars wie Magdalena Neuner,

Miriam Gössner und Laura Dahlmeier.

Doch eine schwere Daumenverletzung

im ausgerechnet

entscheidenden Jahr hat ihn letztlich

dazu bewogen, seinen mit

Herzblut ausgeübten Sport an den

Nagel zu hängen, stattdessen den

Fokus voll und ganz auf das Abitur

am Schongauer Welfen-Gymnasium

zu richten. Im Nachhinein

betrachtet die wohl beste Entscheidung

seines Lebens. Klieber, der

bis zur zehnten Klasse nach eigener

Aussage „ein fauler Schüler“

war, erreichte dank viel Fleiß die

Traum-Abi-Note 1,0. „Biathlon hat

sich sehr positiv auf meine weitere

Schullaufbahn ausgewirkt. Eigenschaften

wie Ausdauer und Selbstdisziplin

sind auch Voraussetzungen

für ein gutes Abschneiden am

Gymnasium“, sagt er rückblickend.

Als „noch anspruchsvoller“ bezeichnet

er die Zeit nach dem Abitur,

als er die Vorbereitungen für

die Wahl einer geeigneten Universität

treffen musste. Klieber absolvierte

ein sogenanntes „gap year“

in Oxford (England) und hatte im

Rahmen dessen das große Glück,

bei einem Professor zu leben. „Der

hat mir ermöglicht, Vorlesungen

an der Uni zu besuchen.“ Darüber

hinaus arbeitete Klieber an einem

„think tank“ mit, was ihm einen

ersten Anstoß hinsichtlich praktischer

Forschungsarbeit gab. Doch

ob dieses englischsprachige Jahr

tatsächlich für die Aufnahme an einer

amerikanischen Eliteuniversität

ausreicht? Klieber berichtet von

„sehr harten“ Aufnahmemodalitäten.

Grundvoraussetzung ist ein 1,0

Abitur. Es folgen allgemeine Wissenstests,

mehrere Essays, Sprachtests,

Empfehlungsschreiben und

Bewerbungsgespräche. Puh. Doch

Klieber überzeugt auf allen Ebenen.

„Zum Schluss war ich selbst

überrascht, dass ich unter mehreren

Universitäten auswählen konnte,

unter anderem auch Stanford.“

Letztlich entschied er sich für Yale

an der Ostküste – diese Uni, die er

sich nur dank Stipendium (50 000

Dollar pro Jahr) und finanzieller

Unterstützung seines Vaters leisten

konnte.

Der Nachbar

von Angelina Jolie

Mittlerweile ist Klieber eine feste

Größe im Weltfinanzmarkt, der ihm

auch außerhalb der Arbeitszeiten

jede Menge aufregende Erlebnisse

beschert. In London wohnt er momentan

in der gleichen Straße, in

der Angelina Jolie ein Apartment

besitzt. Schon mehrmals hatte er

gesehen, wie sie in ihren Jaguar

gestiegen ist. Geschäftsreisen nach

Brasilien, Argentinien oder China

genießt er ganz besonders, „weil es

auch irgendwie Kulturreisen sind“.

In New York musste er auf dem

Weg ins Büro immer am Trump

Tower vorbei, was ihm angesichts

der stark fragwürdigen politischen

„Hoher Besuch": Dennis Klieber freut sich auf seine Eltern,

die ihn an der Yale University in New Haven besucht haben.

Kompetenzen des US-Präsidenten

nicht wirklich gefiel. „Davon habe

ich schon Alpträume.“ Umso mehr

freut sich Klieber auf das alljährliche,

prestigeträchtige American

Football-Duell zwischen den Eliteuniversitäten

Harvard und Yale. „Ein

Riesenspektakel vor über 60000

Zuschauern, bei dem ich meine

Studienfreunde wieder treffe.“ Ansonsten

gleicht er seinen stressigen

Alltag mit Joggen im Central Park,

Fußballspielen in Brooklyn, „Chillen“

am Strand von den Hamptons

oder einem kühlen Budweiser

(Bier) an einer der vielen Bars in

Soho aus. Oder er fliegt zurück

nach Deutschland, besucht Eltern

und Freunde in Schongau. „Meine

‚entschleunigte‘ Heimat vermisse

ich vor allem dann, wenn mir

die Hektik in New York mal zu viel

wird. Dann sehne ich mich ganz

besonders nach meiner Laufrunde

im Schongauer Forchet, einem erfrischenden

Bad im Schmuttersee

und einem Apfelstrudel auf der

Gsteig.“ Zu Weihnachten und im

Sommer fliegt Dennis Klieber immer

nach Hause, manchmal nutzt

er auch verlängerte Wochenenden

für einen Kurztrip „Dahoam“. Eine

dauerhafte Rückkehr schließt der

am Boden gebliebene „Elitemensch“

aber aus. „Meine berufliche

Laufbahn setzt schon eine Bindung

an die großen Finanzplätze dieser

Welt voraus.“ Und die liegen nun

mal in London oder New York. js

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november / dezember 2017 | 63


Birkländer rekonstruiert Ortsgeschichte

11 191 Datensätze in sechs Jahren

Fenster, Türen, Linoleum,

Kork, Parkett, Laminat,

Paneele, Profilbretter,

Landhausdielen, Insektenschutz,

Beschattung

Birkland | Stefan Flach-Bulwan

aus Birkland macht viele außergewöhnliche

Dinge in seiner

Freizeit. Er ist Hobbyastronom.

Vergangenen Frühling pilgerte er

300 Kilometer zu Fuß mit einem

sogenannten Monowalker (einradiger

Nachziehwagen) von Zuhause

nach Maria Einsiedeln in die

Schweiz, übernachtete trotz Kälte

und 65 Zentimetern Neuschnee in

Scheunen, Kirchen, Klöstern und

Pilgerherbergen. Und auch sonst

verbringt der Familienvater und

hauptberufliche Musiktherapeut –

Flach-Bulwan unterrichtet fest in

Herzogsägmühle, darüber hinaus

an deutschen Hochschulen, zum

Beispiel in Freiburg und Berlin –

seine Freizeit überwiegend draußen

im Garten oder Gebirge. Es

gibt aber auch Tage, an denen er

sich nach Feierabend an seinen

Laptop setzt, bis tief in die Nacht

hinein Daten erfasst, Stammbäume

erstellt und Häusergeschichten rekonstruiert.

Flach-Bulwan erarbeitet

die Birkländer Ortsgeschichte.

Hierfür muss er auch Handschriften

in Altdeutsch lesen, was er sich

selbst beibrachte. „Weil es in meinen

Augen wichtig ist, den Generationen

nach mir belastbare und

verständlich aufbereitete Daten zu

hinterlassen.“ Und weil es ihm unglaublich

viel Spaß macht, detektivisch

zu erfahren, wie die Dinge

Jahrhunderte vor „uns“ wirklich

Stefan Flach-Bulwan vor Laptop und altdeutschem Schriftzug.

geschehen sind. Angefangen hat

sein Geschichtsinteresse vor 40

Jahren, als er an einer musischen

Schule auf Barock und auf Kirchenbauer

Dominikus Zimmermann

gestoßen ist. Damals konnte der im

Inntal Aufgewachsene noch nicht

wissen, dass er 2008 nach Birkland

ziehen würde, das Heimatdorf der

Zimmermann’schen Vorfahren.

Flach-Bulwan wollte erst mal nur

wissen, wo genau die Zimmermanns

ihren Hof hatten. Dabei

gelang ihm nebenbei auch die Rekonstruktion

der Familiengeschichte

des Wiesbaumeisters. Die Datensuche

dafür ging so weit, dass

er für sich klare Grenzen ziehen

musste. „Sonst kann man gar nicht

mehr aufhören.“ Seither beforscht

Flach-Bulwan ausschließlich Birkländer

Ortsgeschichte, die maximal

bis 1612 zurückreicht. Doch wie

kommt der 54-Jährige überhaupt

an stichhaltige Daten, die mit seriöser

Quelle belegt werden können?

Kirchen- und

Steuerbücher

„Ortsgeschichte rekonstruieren

kann man ganz gut mit Puzzeln

vergleichen.“ Nur dass Flach-Bulwans

Daten nicht alle aus einer

Schachtel, sondern aus verschiedenen,

zum Teil uralten Büchern

stammen, die größtenteils weder

frei zugänglich noch kostengünstig

zu erwerben sind. Da gibt es einerseits

Kirchenbücher, aus denen

Flach-Bulwan Familiengeschichten

und somit Stammbäume herausarbeiten

kann. Kirchenbücher sind

Verzeichnisse, in denen Pfarrer

von anno dazumal Taufen, Trauungen

und Todesfälle eingetragen

haben – für die Pfarrei Apfeldorf,

zu der Birkland einst gehörte,

werden diese im bischöflichen

Archiv in Augsburg aufbewahrt.

Es gibt Steuerbücher, aus denen

er Grundherren, Berufe, Viehbestände

sowie Besitzerfolgen (Hofübernahmen)

in Erfahrung bringt.

Die für ihn interessanten Steuerbeschreibungen

des ehemaligen

Pfleggerichts Rauhenlechsberg bei

Apfeldorf aus den Jahren 1612, 1671

und 1721 liegen heute im Staatsarchiv

München. Und es gibt historisches

Kartenmaterial, aus deren

Draufsichten er geografische Veränderungen

erkennen kann. Die

historischen Karten kann er online

über den „Bayern Atlas“ aufrufen,

damit in 200 Jahre alten Ur-Katasterblätter

einsehen.

Auch grausame

Geschichten

Die reine Datenerfassung aus

oben genannten Quellen ist knallharte

Arbeit, die auch Flach-Bulwan

nicht immer Spaß bereitet.

Die vergangenen sechs Jahre hat

Gewerbestraße 8, 86981 Kinsau

Tel.: +49(0)8869/911299

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64 | der altlandkreis


Das Lesen und Verstehen

solcher Schriften hat sich der Birkländer selbst beigebracht.

er sage und schreibe Informationen

über 11 191 Personen aus Birkland

und Umgebung zusammengetragen.

Abgespeichert ist dieser

„Schatz“ auf seinem Laptop, den

er mit teurer Software speziell für

die Rekonstruktion von Familiengeschichten

ausgestattet hat. Tippt

er in die Suchleiste einen Birkländer

Namen ein, so baut ihm das

Programm den kompletten, von

ihm recherchierten Stammbaum

dieser Person bis zum Jahre 1612

auf. Diese Informationen irgendwann

und unter Beachtung des

Datenschutzes zugänglich zu machen

ist sein großes Ziel mit

dieser mühsamen Freiwilligen-

Arbeit. Zum Jubiläum „900

Jahre Birkland“, das nach seiner

Recherche in fünf Jahren gefeiert

wird, möchte er für jedes historische

Birkländer Anwesen die Angaben

für ein Hausnamen-Schild

zur

Verfügung stellen können und

gleichzeitig ein Birkländer Häuserbuch

herausbringen. Dabei

wird er nicht alle Geschichten, die

er

im Zuge seiner Arbeiten kennengelernt

hat, preisgeben. Es

geht zum Teil um uneheliche Kinder,

um Krankheiten und Verbrechen

und um die Tatsache, dass

kein einziger Birkländer ein direkter

Nachfahre des weltberühmten

und

so hochbegabten Dominikus

Zimmermann ist. „Das wünschen

sich zwar viele und glauben auch

fest

daran, weil sein Großvater ja

aus Birkland stammt. Aber das

ist

anhand der Quellen gar nicht

möglich.“ Dominikus Zimmermann

zeugte elf Kinder, von denen

die

meisten kurz nach der Geburt,

im

Kindesalter oder als Heranwachsende

gestorben sind. Die

anderen Nachkommen wurden

Mönch, Priester oder Nonne, hatten

also nie eine Familie gegründet.

„Einzig der Sohn Franz Dominikus

hat geheiratet, doch seine

Gattin war da schon über 50 Jahre

alt.“ Will heißen: Dominikus Zimmermann

hatte kein einziges Enkelkind.

Weitläufig verschwägert

sind die meisten alteingesessenen

Birkländer Familien mit dem Kirchenbaumeister

dann doch – so

wie auch mit einem Großteil europäischen

Hochadels. Aber das ist

eine andere Geschichte.

js

november / dezember 2017 | 65


22. Oberland-Rallye in drei Orten

Bestzeit erfordert

blindes Vertrauen

Wildsteig / Lechbruck / Altenstadt |

Bei rund 60 Teilnehmern in 21

verschiedenen Wertungsklassen

hält sich der Konkurrenzkampf im

Rahmen der Oberland-Rallye rein

rechnerisch in Grenzen. Das heißt

jedoch nicht, dass die einzelnen

Starter nicht alles dafür tun, Bestzeit

zu fahren. „Wir sind im Grunde

wie eine große Familie, aber

wenn es darauf ankommt, möchte

man natürlich gewinnen“, sagt

Oliver Ahl, 40, seit diesem Jahr

organisatorischer Leiter der 22.

Oberland-Rallye und nach wie vor

selbst aktiver Rennfahrer. Schon

als 12-Jähriger schlängelte sich

der Hohenfurcher mit einem Kart

des MSC Altenstadt durch Slalomkurse.

Mit seinem 18. Geburtstag

stieg er in die MSC-Vorstandschaft

ein und wurde Beifahrer von Robert

Schedel, dem bisherigen

Oberland-Rallye-Leiter. Strecken

aussuchen. Streckengenehmigung

bei Gemeinden und Landratsamt

einholen. Versicherungen

abschließen. Feuerwehren, Arzt

und Rettungswagen engagieren.

Streckenposten animieren. Auto

mit Abschleppseil bereitstellen.

Es gibt jede Menge zu tun,

um das Motorsportspektakel im

westlichen Landkreis Weilheim-

Schongau auf die Beine zu stellen.

Heuer findet das Autorennen

am Samstag, 4. November, in den

Orten Wildsteig, Lechbruck und

Altenstadt statt.

Kommando:

„70 rechts zwei“

Beginn ist um 13.08 Uhr mit einer

Start-Ziel-Prüfung in Wildsteig,

wo die höchstgelegenen

Rallye-Strecke Deutschlands über

knapp sechs Kilometer befahren

wird. Anschließend fahren die

Motorsportler im Rahmen der

Straßenverkehrsordnung (!) nach

Lechbruck, wo es ab 13.41 Uhr von

der Lechstaustufe Urspring aus

eine weitere Start-Ziel-Prüfung

über 5,3 Kilometer zu absolvieren

gilt. Abschließendes Highlight

Beifahrer notiert

sich jede

Kurve, die er

dem Fahrer

während des

Rennens rechtzeitig

vorliest. Damit Kommandos

wie „70 rechts zwei“

(in 70 Metern folgt eine 90 Grad

Rechtskurve) über die im Sturzhelm

integrierte Sprechgarnitur

richtig ankommen, muss das

Team perfekt miteinander har-

ist die dritte Wertungsprüfung rüfu

in

Altenstadt ab 14.01 Uhr, wo die

Rallye-Fahrer einen 6,5 Kilometer

langen Rundkurs (zwei Mal)

zu bewältigen haben. Bei allen

drei Starts geht es ausschließlich

um die schnellste Zeit. Um die zu

erreichen, müssen jede Menge

Faktoren zusammenspielen. Ganz

entscheidend ist die Streckenbesichtigung

vor dem eigentlichen

Start. Rallye wird bekanntlich

immer im Team gefahren. Der

Thomas Geiger & Franz Lutz

Weilheimer Str. 8 • 82398 Polling

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über 1000m 2 Ausstellungsfläche

Montag bis Freitag 10 – 18 Uhr

Samstag 10 – 13 Uhr

und nach Vereinbarung

r

r


monieren und sich blind vertrauen.

„Der Fahrer steuert das Auto

nahezu ausschließlich nach den

Anweisungen des Beifahrers,

weniger auf Sicht.“ Und bei Spitzengeschwindigkeiten

von bis zu

200 Stundenkilometern auf in der

Regel sehr schmalen und kurvenreichen

Straßen bleibt kaum

Zeit, eine falsche Anweisung zu

korrigieren. So kommt es immer

wieder mal vor, dass ein Auto im

Acker oder Straßengraben landet.

Unfälle mit schwerwiegenden

Folgen hat es die vergangenen

Jahre allerdings keine gegeben.

Zwischen 130

und 250 PS

Entscheidend für die Bestzeit ist

selbstverständlich auch der technisch

einwandfreie Zustand der

Robert Schilcher zählt

mit seinem Audi

TT zu den Favoriten.

Autos, die für den Start bei der

Oberland-Rallye diverse Voraussetzungen

in Sachen Ausstattung

zu erfüllen haben: Vier zugelassene

Sportsitze mit Sportgurt,

die feuerfest sowie stabiler und

besser verankert sind als standardmäßige

Autositze. Eine feste

Zelle, auch bekannt als Käfig oder

Überrollbügel, die ein Eindellen

der Karosserie verhindert. Außerdem

müssen Feuerlöscher und

Scheibenhammer im Auto integriert

sein. Fabrikat und Leistung

sind derweil grundverschieden.

Aufgrund der 21 verschiedenen

Wertungsklassen sind Autos von

130 bis 250 PS am Start. Laut Oliver

Ahl fahren viele Teilnehmer

einen VW Golf, 3er BMW, Opel

Astra oder Mitsubishi, die je nach

Alter, Zustand und Ausstattung

zwischen 10 000 und 90 000 Euro

wert sind. Einer der Favoriten für

den Gesamtsieg ist Lokalmatador

Robert Schilcher aus Wildsteig,

der mit Beifahrer Stephan

Schwerdt (aus Neuburg-Donau)

und seinem Audi TT die Strecken

in Wildsteig, Lechbruck und Altenstadt

in Angriff nehmen wird.

Den Zuschauern empfiehlt Oliver

Ahl, sich im Bereich des Sportheimes

in Altenstadt zu platzieren,

wo man gute Sicht auf die längste

Gerade der Oberland-Rallye hat.

„Dort werden auch die Spitzengeschwindigkeiten

erzielt.“ Ein

weiterer, gut zugänglicher und

interessanter Platz für Zuschauer

ist die Spitzkehre der Wildsteiger

Strecke, die sich nahe Peustelsau

befindet – ein Streckenschwerpunkt,

der ein Höchstmaß an

Harmonie zwischen Fahrer und

Beifahrer erfordert.

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november / dezember 2017 | 67


DAS „MAKING-OF“ DER ROTEN COUCH

Beim Fototermin am Lech

Altlandkreis | Die Rote Couch

macht so einiges mit. Für das Gespräch

mit Hans Schütz haben sie

Fotograf Johann Jilka und Redakteur

Johannes Schelle ans Lechufer

in Niederwies gekarrt. Dass der

Boden unter den saftigen Grashalmen

durchnässt war erkennt man

auf den Making-Of-Bildern ebenso

wenig wie die Tatsache, dass sie

aufgrund der Geländeneigung um

ein Haar drohte, ins kalte Wasser

zu kippen.


DAS HEIMATRÄTSEL IM ALTLANDKREIS

Wer ist am längsten im Amt?

Altlandkreis | Der Bürgermeister,

das Oberhaupt einer Gemeinde

oder Stadt, wird in Bayern bekanntlich

direkt von den Bürgern

gewählt. Um auf den Rathaus-

Chefsessel zu gelangen, ist eine

absolute Mehrheit nötig. Erreicht

die im ersten Wahlgang keiner

der Kandidaten, kommt es zur

Stichwahl der beiden Anwärter

mit den meisten Stimmen. Ist ein

Bürgermeister letztlich gewählt,

warten auf ihn eine Reihe vielfältiger

Aufgaben, die detailliert

in der jeweiligen Gemeindeordnung

geregelt sind. In jedem Fall

vertritt er seinen Ort nach außen,

führt den Stadt-, Gemeinde- oder

Marktgemeinderat als Vorsitzender

und vollzieht dessen Beschlüsse.

Ob ein Bürgermeister ehrenamtlich

oder hauptamtlich tätig

ist, liegt im Wesentlichen an der

Größe des Ortes. Allerdings kann

der Gemeinderat per Satzung seinen

Bürgermeister auch zum „Beamten

auf Zeit“ bestimmen. Egal

ob Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung

oder Hauptamt, die

Pflichten eines Gemeinde-Oberhauptes

sind weitreichend, teils

aufreibend. Zahlreiche Sitzungen

und öffentliche Termine machen

nur einen Bruchteil seines Alltages

aus. Nicht verwunderlich also,

dass so mancher Bürgermeister

bereits nach einer sechsjährigen

Amtszeit genug hat. Es gibt aber

auch diejenigen, die bereits zwei,

drei, oder noch mehr Wahlperioden

auf dem Buckel haben und

noch immer nicht amtsmüde sind

– auch hier im Altlandkreis.

Wir möchten von unseren Lesern

im aktuellen Heimaträtsel wissen:

Welcher Bürgermeister von allen

im Altlandkreis tätigen ist am

längsten im Amt?

Wer die Antwort weiß, schickt

die Lösung per Postkarte mit

dem Stichwort „Heimaträtsel“ an

„altlandkreis“, Birkland 40, 86971

Peiting. Oder sendet uns eine

E-Mail an info@altlandkreis.de.

Da die Gewinner auf dem Postweg

benachrichtigt werden, bitte

die Absenderadresse nicht vergessen.

Das Los entscheidet, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Zu gewinnen gibt es wieder fünf

Badewelt-Familienkarten für

das „Plantsch – Badespaß und

Saunaland“ – geradezu ideal für

die anstehende kalte Jahreszeit.

Wir wünschen allen Teilnehmern

viel Erfolg!

tis

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Nach dem tiefsten Punkt im Altlandkreis haben wir Sie in unserer

September/Oktober-Ausgabe gefragt. Dass dieser auf der Wasseroberfläche

hiesiger Flüsse liegen muss, haben nahezu alle Teilnehmer

richtig erkannt. Der Großteil allerdings tippte auf den Lech

(Koordinate E4), der bei gut 620 Metern Seehöhe an der Grenze zwischen

Reichling und Mundraching leider die falsche Lösung ist. Richtig

war das Koordinatenfeld D6, wo die Ammer 596 Meter Seehöhe

misst und noch auf Böbinger Flur liegt. Gewusst haben das unter

anderem Gertrud Weiß aus Schongau, Helene Jocher aus Epfach, Jasmin

Reinsdorf aus Schongau, Michael Rößle aus Hohenpeißenberg

sowie Roland Zender aus Peiting. js

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von Meisterhand –

an der Theke:Kuchen,Semmeln,

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besondere Genuss

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> > > IMPRESSUM

„altlandkreis“

der „altlandkreis“ ist ein Medium von

Birkland 40 in 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

Mail: info@altlandkreis.de

Stand bei Drucklegung im Oktober 2017.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf unserer Webseite

www.altlandkreis.de.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Januar/Februar 2018:

Freitag, 22. Dezember 2017 (Anzeigenschluss: 4. Dezember 2017)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid,

Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Rosi Geiger, Wennaël Würmli

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder,

Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Jeannine Echtler

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Straße 23,

84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8,

82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte im Altlandkreis Schongau und einzelnen

angrenzenden Gemeinden

Fotos: T. Linack/Fotolia.com, Johann Jilka, SV Peiting, Johannes

Schelle, Tim Schmid, Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Peter

Ostenrieder, Rosi Geiger Wennaël Würmli, Johanna Ressle, Stefan

Kassebaum, Bio-Bäckerei Schwarzmaier, Bergwacht Grainau/T.

Vogg, Bergwacht Bayern, Michael Schmidt, Lebenshilfe Weilheim-

Schongau, Peter Gebhard, Archiv Rudi Hochenauer, BSE-pictures,

Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Leon Gavanas, Öko Mobil

Pfaffenwinkel e.V./Martin Heinz, Peugot Hintermeyer, Stephan

Kögl, Lorenz Obermaie, Gemeinde Rottenbuch, Trachtenverein

Rottenbuch, Weindl Einspritzpumpen- und Motoreninstandsetzung

e.K., Bildzauberin, Wiggirica/Jessica Ehrlicher, Markt Peiting/Christian

Hollrieder, EA Schongau/Tobias Fuhrmann, Florian Stögbauer,

Jörg Drescher, Günther Schreiber, Keramik + Stein, Dennis Klieber,

Archiv Stefan Flach-Bulwan, Michael Fischer, Hermann Gleich,

Gemeinde Bernbeuren, Schlossbrauhaus Schwangau, Helmut

Linder, Limnologische Station Iffeldorf, fotolia

november / dezember 2017 | 69

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Advents-, Christkindl- und Weihnachtsmärkte in der Region

Altlandkreis | Es soll im 14. Jahrhundert

gewesen sein, als während

der Vorweihnachtszeit Handwerkern,

Spielzeugmachern und

Bäckern die Erlaubnis erteilt wurde,

auf Marktplätzen ihre Erzeugnisse

und Produkte für das Weihnachtsfest

verkaufen zu dürfen.

Der Grundstein des Weihnachtsmarkt-Brauches

war also gelegt.

Seither im Vordergrund steht die

kulinarische Versorgung der Besucher.

So wurden neben nützlichen

Dingen auch geröstete Kastanien,

Mandeln oder Nüsse angeboten.

Der laut urkundlicher Erwähnung

älteste Weihnachtsmarkt in

Deutschland ist der Frankfurter,

der erstmals 1393 erwähnt wurde

und mittlerweile rund drei Millionen

Besucher jährlich zählt. Der

wohl berühmteste Markt und zudem

häufig das Symbol deutscher

Weihnachtsromantik ist der Nürnberger

Christkindlesmarkt, den es

seit dem 17. Jahrhundert gibt. Im

Mittelpunkt steht die Figur des

Christkindes, das stets von einem

jungen Mädchen dargestellt wird.

Nürnberger Lebkuchen und Rostbratwürste

zählen Jahr für Jahr zu

den besonderen Verlockungen im

Frankenland.

Märkte allerorten

im Altlandkreis

Auch im Altlandkreis können sich

die Menschen auf zahlreichen

Märkten mit Glühwein, Feuerzangenbowle,

gebrannten Mandeln,

Maroni, Geräuchertem,

Schupfnudeln, Bratwürsten und

vielem mehr in vorweihnachtliche

Stimmung bringen. Natürlich

wird auch der Nikolaus an vielen

Standorten vorbeischauen und

insbesondere die kleinen Besucher

mit Geschenken erfreuen.

Viel zu tun also für den bärtigen

Mann. Während der Name des

Dresdner „Striezelmarktes“ sich

von der mittelhochdeutschen Bezeichnung

für den bekannten Stollen

ableitet, wurden die hiesigen

Märkte eher herkömmlich getauft.

Allerdings ist der eine oder andere

Organisator durchaus penibel bei

der korrekten Bezeichnung, ob

nun Weihnachts-, Advents- oder

Christkindlmarkt. In jedem Fall

verstecken sich im Altlandkreis

wahre Perlen des Brauchtums.

Wie etwa der Schongauer Weihnachtsmarkt

vom 7. Dezember bis

22. Dezember, der mit weitem

Abstand am längsten andauert

in der Region. Werktags ab 16

Uhr, Samstag und Sonntag ab 14

Uhr, wird die Schongauer Altstadt

wieder in ein Weihnachtswunderland

verwandelt – mit täglich

wechselnden Musikgruppen. Bereits

eine Woche zuvor, am ersten

Adventwochenende, öffnet

der Weihnachtsmarkt in Peiting

seine Buden. Neben dem Nikolaus

werden die Peitinger Bläser

und Birkländer Musikanten zu

Gast sein. Zudem veranstaltet das

Team der Caritas-Einrichtung des

Kindergartens St. Michael ihr alljährliches,

selbstgestaltetes Schattenspiel.

Dieses Jahr wird frei nach

dem gleichnamigen Bilderbuch

„Es klopft Wanja in der Nacht“ gespielt

– Samstag und Sonntag, 2.

und 3. Dezember, jeweils um 15.30

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Uhr im Musikraum der alten Mädchenschule.

Der Eintritt ist frei.

Zeitgleich, nur ein paar Kilometer

weiter, lädt Herzogsägmühle zum

Weihnachtsmarkt rund um den

Dorfplatz mit buntem Rahmenprogramm

für die Besucher ein.

Am Freitag, 1. Dezember, mit dem

Gospelchor „GoodNews“ in der

Martinskirche (17 Uhr), am Samstag

mit dem Adventskonzert Musik

im Pfaffenwinkel und den Peitinger

Alphornbläsern sowie am

Sonntag mit Adventsgottesdienst,

Nikolaus und weihnachtlichen Gitarrenklängen.

Auch die kleineren Ortschaften

im Schongauer Land werden sich

zur Vorweihnachtszeit wieder herausputzen.

In Steingaden, Bad

Bayersoien oder Hohenpeißenberg

können die Menschen in

die stade Zeit eintauchen – und

in vielen weiteren „altlandkreis“-

Dörfern, wie unsere ausführliche

Übersicht beweist. Wer kurz vor

dem Weihnachtsfest noch einen

Baum benötigt, ist beim Rottenbucher

Dorfadvent am Sonntag,

17. Dezember, von 14 bis 18 Uhr

richtig aufgehoben. Neben einem

Christbaum- und Mistelverkauf

gibt es im dortigen Klosterhof eine

Sternenpuzzle-Ausstellung, Herbergssuche

und sanft aufspielende

Bläser der örtlichen Musikkapelle.

Bäume direkt aus dem Wald

gibt es beim Weihnachtsmarkt im

Waldort Gut Kinsegg am Samstag,

9. Dezember, von 11 bis 17 Uhr. Kulinarisch

verwöhnt wird man hier

mit Hirschfleisch und -wurst sowie

frischen Fischen aus den Kinsegger

Weihern. Und auch in Bernbeuren,

eine Woche vor Weihnachten,

kann man sich noch einen Baum

besorgen – frisch geschlagen aus

den Wäldern vom Auerberg. Beginn

des Marktes am Bernbeurer

Marktplatz ist am Sonntag, 17. Dezember,

um 13.30 Uhr. Nikolaus,

Kutschfahrten und Tombola stehen

zudem auf dem Programm.

Während der Vorweihnachtszeit

ist also überall etwas geboten im

Altlandkreis.

tis

Wir backen

WEIHNACHTEN

Christbäume auf

Markt zu kaufen

Rottenbucher Dorfadvent mit Nikolaus, Krampus und Engerl

Übersicht der Märkte im Altlandkreis

Schnitzlergasse 11, 82487 Oberammergau | In der Weide 2, 82497 Unterammergau

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Über

35

Jahre

SCHONGAU

Weihnachtsmarkt

Do, 7.12. – Fr., 22.12.

wochentags ab 16 Uhr,

Sa, und So, ab 14 Uhr

Auf dem Marienplatz

Musikgruppen, Kutschfahrten,

ca. 500 Päckchen vom Nikolaus

am 9.12. um ca. 17 Uhr

PEITING

Weihnachtsmarkt

Fr, 1.12.: 17.00 – 21.00 Uhr

Sa, 2.12.: 15.00 – 21.00 Uhr

So, 3.12.: 11.00 – 18.00 Uhr

Unterer Hauptplatz

Peitinger Bläser, Birkländer

Musikanten, Nikolaus

HERZOGSÄGMÜHLE

Weihnachtsmarkt

Fr, 1.12.: 11.00 – 18.00 Uhr

Sa, 2.12.: 11.00 – 18.00 Uhr

So, 3.12.: 11.00 – 17.00 Uhr

Rund um den Dorfplatz

Gospel, Musik im Pfaffenwinkel

und Gitarren in der Martinskirche,

Nikolaus, Alphornbläser

ROTTENBUCH

Dorfadvent

So, 17.12.: 14.00 – 18.00 Uhr

Im Klosterhof

Christbaum- und Mistelverkauf,

Sternenpuzzle-Ausstellung,

Herbergssuche, Bläser der

Musikkapelle

ROTT

Dorfweihnacht

Sa, 9.12.: ab 18.30 Uhr

So, 10.12.: ab 13 Uhr

Am Dorfplatz

Eröffnung mit Alphornbläsern,

Adventsingen in der Kirche,

Blaskapelle, Nikolaus, Vorlesestunde,

Erlös für guten Zweck

EPFACH

Dorfweihnacht

Sa, 9.12.: .: ab 16 Uhr

Am Pfarrheim

Hirtenfeuer,

r,

Bläsergruppe

ruppe

72

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altland

kr

ei

s


APFELDORF

Weihnachtsmarkt

Sa, 2.12.: 14.00 – 21.00 Uhr

So, 3.12.: 11.00 – 20.00 Uhr

In der Flößerstraße

Kamelreiten, „Weihnachtslieder

selber singen“, Ausstellung im

Pfarrhof, Nikolaus, Konzert und

Blaskapelle

GUT KINSEGG

Weihnachtsmarkt

So, 9.12.: 11.00 – 17.00 Uhr

Im Waldort Gut Kinsegg

Christbäume aus dem Wald,

Hirschfleisch und -wurst, Fische

aus Kinsegger Weihern

STEINGADEN

Nikolausmarkt

So, 3.12.: 9.00 – 17.00 Uhr

Auf dem Marktplatz

Krämermarkt mit weihnachtlichem

Flair, Nikolaus kommt

in der Kutsche

KINSAU

Adventsbazar

Fr, 1.12.: ab 14 Uhr

An der Mehrzweckhalle

Große Auswahl an Adventsund

Türkränzen, Nikolaus

SCHWABBRUCK

Weihnachtsmarkt

So, 3.12.: ab 14 Uhr

Am Kuhstall beim Schäferwirt

Turmbläser

BERNBEUREN

Weihnachtsmarkt

So, 17.12.: ab 13.30 Uhr

Am Marktplatz

Nikolaus, Kutschfahrten,

Tombola und frisch geschlagene

Christbäume vom Auerberg

RETTENBACH

Weihnachtsmarkt

So, 17.12.: ab 14 Uhr

Am Gasthaus „Goldenes

Kreuz“ in der Ortsmitte

Kutschfahrten, Nikolaus und

Blaskapelle

DENKLINGEN

Nikolausmarkt

So, 10.12.: ab 16 Uhr

Am Kriegerdenkmal

Nikolaus kommt und bringt Geschenke,

Jugendkapelle Fuchstal,

Lagerfeuer, Streichelzoo

BURGGEN

Dorfweihnacht

So, 10.12.: ab 14 Uhr

Am Roatherhaus

Von den Vereinen organisiert,

Aufführung der Kindergartenund

Grundschulkinder, Nikolaus

LECHBRUCK

Adventsmarkt

Sa, 9.12.: ab 14.30 Uhr

Am Rathaus

Nikolaus kommt um 17 Uhr

HOHENPEISSENBERG

Christkindlmarkt

So, 3.12.: 10.00 – 18.00 Uhr

Auf dem Kirchplatz

Nikolaus, Bläser, Kindertheater,

Adventssingen

BAD BAYERSOIEN

Weihnacht in der Brandstatt

So, 17.12.: 14.00 – 17.00 Uhr

In der Brandstatt

Lebende Krippe, Nikolaus,

Musikkapelle, Erlös zugunsten

sozialer Einrichtungen

Änderungen und Fehler vorbehalten!

Rege besucht ist auch in Bernbeuren der Weihnachtsmarkt.

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mb

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ber 2017

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Das Weihnachtsmenü vom Schlossbrauhaus in Schwangau

Wir wünschen allen Kunden

und Geschäftspartnern frohe Weihnachten

und ein gutes Neues Jahr 2018!

74

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altland

kr

ei

s

Schwangau | Der eine braut gerne

sein eigenes Bier, der andere

kocht gerne mit Bier. Zusammen

haben Andreas Helmer, Inhaber

des Schlossbrauhauses Schwangau,

und sein Chefkoch René

Flemnitz ein Weihnachtsmenü

kreiert, das nicht nur lecker

schmeckt, sondern auch schnell

zubereitet ist. Die Vorgabe des

„altlandkreis“ war diesmal, ein

„Last-minute-Menü“ vorzustellen.

Die Zutaten für das Schweinefilet

mit Festbier-Schwammerl, Rosenkohlblättern

und Nussspätzle

kann man wirklich in letzter Minute

noch einkaufen und mit den

kleinen Tipps des Chefkochs ist

der Erfolg an Weihnachten sicher.

Andreas Helmer hat in Weihenstephan

die Kunst des Bierbrauens

studiert und sich mit dem

Schlossbrauhaus in seiner Heimat

nun einen Traum verwirklicht. Für

die Gemeinde Schwangau war das

ehemalige Kurhaus wirtschaftlich

Die Zutaten

2 kg Schweinefilet

8 Scheiben Bauchspeck

FESTBIER-SCHWAMMERL

600 g Champignons

1 Zwiebel

40 g Butter

100 ml Festbier

500 ml Sahne

Salz, Pfeffer, Zucker

(oder Honig)

***

nicht mehr tragbar und so konnte

Andreas Helmer mit seiner Gastro-

und Bier-GmbH das Anwesen

2011 auf Erbbaurecht übernehmen.

Der Einbau von zwei Braukesseln

direkt im Gastraum sowie

weitere aufwändige Umbaumaßnahmen

wurden getätigt, um

die marode Gaststätte wieder in

Schwung zu bringen. „Die ersten

Jahre waren sehr schwierig, aber

jetzt läuft es“, erzählt der Inhaber.

Das Haus verfügt über mehrere

Gasträume, einen großen Saal,

Mini-Golf- und Micro-Bowling-

Anlage, Spielebereich für Kinder

sowie einen herrlichen Biergarten

mit Blick auf die Schlösser

und Berge.

Zum festen Sortiment des

Schlossbrauhauses gehören die

Biere Helles, Dunkles und Weißbier.

Dazu braut Andreas Helmer

je nach Jahreszeit eine leichte

Sommerweiße, ein Festbier

oder auch ein dunkles Bockbier.

ROSENKOHL

250 g Rosenkohl

1 Zwiebel

100 g Speckwürfel

40 g Butter

Salz, Pfeffer, Muskat

***

NUSS-SPÄTZLE

4 Eier

100 ml Mineralwasser

100 g gemahlene Nüsse

ca. 350 g Mehl

30 g Butter

Salz, Muskat

Braumeister Andreas Helmer und

Küchenchef René Flemnitz

Mit Brauerei-Führungen oder

Bier-Schnupperkursen gewähren

Braumeister Andreas Helmer

und Küchenchef René Flemnitz

den Gästen Einblick in die Braukunst.

Seit zwei Jahren

werden auch Schnäpse

gebrannt, vom klassischen

Williams bis zum

Schwangauer Kräutergeist

stehen sechs verschiedene

Brände zur

Auswahl. Mit verschiedenen

Musik- und

Kulturveranstaltungen

im großen Saal steht

das Schlossbrauhaus

auch in der Öffentlichkeit

immer wieder

im Blickpunkt.

Das Haus ist sehr

groß, aber mittler-


weile sind wir breit gefächert aufgestellt

und haben es mit Leben

gefüllt“, kann Andreas Helmer

nach sechsjähriger Erfahrung als

Wirt feststellen. Inzwischen haben

nicht nur Touristen die erstklassige,

bayerische Küche entdeckt,

auch viele Familien, Hochzeiten

und Vereine sind im Schlossbrauhaus

zu Gast.

Das Rezept

des Haut

utpgerichts

Bei der Vorbereitung beginnt

man am besten mit den Spätzle.

Dazu die Eier in eine Schüssel

aufschlagen, Mineralwasser

und gemahlene Nüsse zugeben.

Durch die Nüsse erhalten die

Spätzle einen leicht weihnachtlichen

Geschmack. Dann das Mehl

dazu, mit Salz und Muskat abschmecken.

„Den Teig darf man

ordentlich durchschlagen, damit

er schön locker wird“, empfiehlt

der Chefkoch. Anschließend die

Spätzle in kochendes Salzwasser

hobeln. Vor dem Servieren kurz in

Butter schwenken.

Nun den Rosenkohl vorbereiten.

Dazu den Strunk entfernen und die

Blätter einzeln abzupfen. Zwiebel

und Speck fein würfeln und in

der Pfanne anschwitzen. Die Rosenkohlblätter

dazu

geben und durchschwenken,

mit Salz,

Pfeffer und Muskat

abschmecken.

Das Schweinefilet säubern, in acht

gleich große Medaillons schneiden

und mit Speck umwickeln. In der

Pfanne von beiden Seiten kurz anbraten,

anschließend im Backofen

bei 120 Grad fertig garen, mit Salz

und Pfeffer würzen. „Bitte aufpassen,

dass es nicht zu trocken wird“,

rät René Flemnitz. Wer einen Kerntemperaturfühler

zuhause hat,

stellt ihn auf 72 Grad ein.

Während das Fleisch im Backrohr

ist, wird die Soße gemacht. Dazu

Champions in Scheiben, Zwiebel

in Würfel schneiden und

in der vorher für das Fleisch verwendeten

Pfanne anschwitzen.

Gewürze zugeben und mit Festbier

ablöschen. „Das Bier kann

einen leicht bitteren Geschmack

erzeugen, deshalb gebe ich zuvor

etwas Zucker oder Honig dazu

und lass es karamellisieren“,

weiß der erfahrene Koch, der sehr

gerne Bier in der Küche einsetzt.

Mit Sahne aufgießen, etwas einkochen

lassen und nochmals abschmecken.

Das Schlossbrauhaus

wünscht guten Appetit!

rg

IHR FACHGESCHÄFT

IM PFAFFENWINKEL

Dürr OHG

Talweg 5

86978 Hohenfurch

Tel: 08861 - 3407

LADEN-ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo - Fr 9 -12 Uhr und 14 - 18 Uhr

Sa 9 -12 Uhr

Mittwoch-Nachmittag geschlossen

Auch im Winter ist die Gaststätte ein beliebter Treffpunkt

Ab November bis Weihnachten

Alle Samstage 9 - 16 Uhr

www.duerr-krippen.de

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Vorweihnachtlicher Besuch beim Fachgeschäft in Hohenfurch

Hohenfurch | Ein wahres Eldorado

für alle Krippenfreunde ist

der Laden von „Krippen Dürr“ in

Hohenfurch. Auf gut 150 Quadratmetern

Ausstellungsfläche kann

man klassische, orientalische, von

Hand bekleidete oder moderne

Krippenfiguren bestaunen. Dazu

gibt es die entsprechenden Ställe,

allerlei Tiere und diverses Zubehör.

Der Laden hat ganzjährig

geöffnet und bietet zudem holzgeschnitzte

Heiligenfiguren, Kreuze,

Engel oder auch erzgebirgische

Volkskunst an.

Vom Marktstand zum

eigenen Fachgeschäft

Im Gespräch mit Familie Dürr

kam heraus, dass die „Sieben“ in

Jahreszahlen große Bedeutung

für den Betrieb hat und so kann

heuer gleich auf vier Jubiläen geblickt

werden. Vor genau 40 Jahren

begannen Lothar und Marion

Dürr, sich mit einen Marktstand

ein zweites Standbein aufzubauen.

Ab 1977 bis 2010 war Familie Dürr

mit Spielwaren und Messeneuheiten

jährlich auf dem Oktoberfest

vertreten. Hinzu kam alsbald

ein Stand auf dem Augsburger

Weihnachtmarkt mit Krippenfiguren,

Zubehör, Baumbehang und

erzgebirgischer Volkskunst. Über

Freunde gelangten sie an Firmen,

die entsprechend hochwertiges

Kunsthandwerk vertrieben. Die

Dürrs fuhren aber auch selbst nach

Südtirol, um mit den dortigen

Schnitzern in Kontakt zu kommen.

1987 stieg Tochter Andrea in das

Über 300 Krippen bei (v. l.) Marion Dürr, Alexander Dürr, Andrea Dollinger.

Unternehmen ein – und konnte

sich in den vergangenen 30 Jahren

ein enormes Fachwissen in der

Zusammenarbeit mit inzwischen

über 40 Schnitzern aneignen.

Schmunzelnd erzählt Senior-

Chefin Marion Dürr über ihren

ersten Ausstellungsraum in einer

Gartenhütte in Hohenfurch: „Einmal

ist ein ganzer Bus Amerikaner

gekommen, die dann aber

alle ganz brav in kleinen Gruppen

unsere Ausstellungshütte besichtigt

haben.“ Die Zeit für eine

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Vergrößerung schien gekommen.

Neben den Markständen auf dem

Oktoberfest und der Auer Dult in

München sowie beim Augsburger

Christkindlmarkt sollte in Hohenfurch

ein vernünftiger Laden

geschaffen werden, um der Nachfrage

Herr zu werden. Daher wurden

1992 Räumlichkeiten in einer

ehemaligen Gaststätte angemietet

und 1997 – also vor genau 20

Jahren – wurde der großzügige

Verkaufsraum im Hohenfurcher

Gewerbegebiet eröffnet. Seit 1994

ist auch Sohn Alexander im Geschäft

tätig, der sich vorwiegend

um das gesamte Krippenzubehör

bis hin zur Beleuchtung kümmert.

Vor exakt zehn Jahren fand indes

die Umfirmierung zur „Dürr OHG“

statt, mit Übergabe an die Nachfolger

Alexander Dürr und Andrea

Dollinger. Mutter Marion hat sich

mittlerweile etwas zurückgezogen,

ist noch für die Buchhaltung

im Einsatz.

Über 130

Krippen

zur Auswahl

Wer „Krippen Dürr“ am Talweg 5

betritt, wird zunächst von prachtvollen

Krippen in den unterschiedlichsten

Stilrichtungen, Ausführungen

und Größen beeindruckt.

„Angefangen hat meine Mutter

mit vier Krippen, im ersten Laden

waren es 81 und jetzt haben wir

über 130 zur Auswahl“, berichtet

Andrea Dollinger. Hinzu kommen

ellenlange Regale an Zubehör,

von Brunnen über Hundehütten,

Schubkarren, Leitern bis zu filigranen

Sensen, Schaufeln, Krügen

oder Tellern. Krippenbauer können

ihren Ideen hier freien Lauf lassen.

Und auch bei der entsprechenden

Beleuchtung steht Alexander Dürr

Bei dieser orientalischen Krippe kann man drei verschiedene Varianten der Heiligen Familie auswählen.

mit Rat und Tat zur Seite. Der Laden

und das versierte Personal, zu dem

mittlerweile neun Teilzeitkräfte gehören,

sind im weiten Umkreis als

kompetentes Fachgeschäft bekannt.

Deshalb ist auch ganzjährig geöffnet,

denn: Zum Angebot gehören

neben weihnachtlichen Accessoires

auch geschnitzte Heiligen-Figuren,

Engel oder Kreuze. „Wir haben

Heilige ab sieben Zentimetern und

können sie von unseren Schnitzern

bis zur Lebensgröße anfertigen lassen“,

verrät Alexander Dürr. Fest

im Sortiment ist ebenso die erzgebirgische

Volkskunst – Räuchermännchen

und Kerzen, Pyramiden,

Schwibbögen oder Wendt & Kühn-

Engel. So können sich Kunden

während des ganzen Jahres mit Geschenkartikel,

Gartendeko, Glückwunschkarten

und allerlei kleiner

Mitbringsel eindecken.

Eigener On

line-Shop

als Ergänzung

Alle Produkte sind zudem im eigenen

Online-Shop (www.duerrkrippen.de)

erhältlich. Viele Kunden

nutzen die Möglichkeit des Internets,

schauen sich die Krippenauswahl

zunächst digital an und

kommen dann zur persönlichen

Beratung in den Laden. „Wer keine

Möglichkeit hat, nach Hohenfurch

zu kommen, den beraten wir natürlich

gerne auch telefonisch“,

betont Andrea Dollinger die Bedeutung

des persönlichen Kontaktes

bei einer handgefertigten

Krippe. Obwohl sie als Spezialistin

das ganz Jahr über zur Verfügung

steht, ist die Vorweihnachtszeit

selbstverständlich am intensivsten.

Fest verankert im Terminkalender

der Familie Dürr ist nach wie vor

der Augsburger Christkindlmarkt,

auf dem sie die komplette Adventszeit

täglich mit einem Stand

vertreten sind. Parallel ist das

Team im Laden gefordert, weshalb

sie allen Interessenten raten, sich

rechtzeitig mit ihrer Krippe, Ergänzungen

oder Zubehör zu beschäftigen.

rg

Krippenzubehör in unterschiedlichsten Größen und Variationen.

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Geschenktipps für den Altlandkreis

ALLES FÜR DEN

KÜNSTLERBEDARF

Die besten Acryl-,

Aquarell-, Öl-, Stoff-,

Batik-, Porzellanund

Fingerfarben

Pinsel in verschiedenen

Qualitäten

Altlandkreis | Treuen Lesern

dürfte die Rubrik „Geschenktipps

für den Altlandkreis“, immer

passend zu Weihnachten, aus

den vergangenen Jahren bereits

bekannt sein. Auch heuer haben

wir einige unserer Werbepartner

gefragt, was sie aus ihrem eigenen

Geschäft verschenken würden.

Die zweite Aufgabe — etwas kniffliger

— ein Geschenktipp aus einem

anderen Laden.

Mal- und Zeichenstifte

Keilrahmen, Blöcke

und Skizzenbücher

Svenja Marissa Schratt von Gaby’s Sh Schmuckinsel lin Hh Hohenfurch

h

„Verliebt, verlobt, verheiratet – dieser alte Spruch ist für viele junge Leute sehr wichtig.

Besonders das Ritual der Verlobung ist wieder hochaktuell. Dafür genau der richtige Anlass

ist Weihnachten, das Fest der Liebe. Für uns im Geschäft ist es immer wieder ein emotionaler

Moment sowie ein großes Geheimnis, wenn Verliebte vorbeikommen und sich einen ganz

speziellen Ring aussuchen. Wenn zwei sich trauen, soll das Band der Liebe auch ganz besonders

sein – zeitlos und persönlich. Als erstes Trauringstudio im Pfaffenwinkel begleiten und beraten

wir Paare über Freundschafts-, Verlobungs- und Trauringe. Generell sind Ringe derzeit ein

großes Thema bei den Leuten – und deshalb auch mein Geschenktipp zu Weihnachten.

Weihnachtsgeschenke einkaufen ist für mich stets ein tolles Erlebnis. Ich genieße es regelrecht, in umliegende Geschäfte

zu gehen und mich beraten zu lassen. Außerdem gibt es nichts Schöneres, als meinen Liebsten eine Freude zu machen.“rg

Ihr kreatives Zuhause

Über 25.000 Artikel

Münzstraße 27

86956 Schongau

www.heimundhobby.net

Benjamin Schwarz von Orthopädie Schwarz in Bad Bayersoien

„Mein Geschenktipp sind Flip-Flops oder Hausschuhe nach Maß. Wir passen die Schuhe ganz

individuell dem Fuß des Kunden an. Und auch das Design, ja sogar eine Namensstickerei kann

bei uns ganz individuell ausgewählt werden. Dazu brauchen wir natürlich den Schuhträger

persönlich im Laden. Als „Gag“ haben wir auch schöne Gutscheine, die wir in Form eines Mini-

Schuhs ausstellen. Nach denen wurde auch schon die vergangenen Jahre stark nachgefragt. Einen

angepassten Schuh schätzen nicht nur Menschen mit Fußfehlstellungen, auch junge Leute tragen

unsere Flip-Flops oder Hausschuhe mit Begeisterung. Unser Geschäft in Bad Bayersoien besteht

schon seit 105 Jahren. Ich bin Orthopädieschuhmachermeister in vierter Generation. Die Firma

meines Vaters habe ich 2016 übernommen und inzwischen auf fünf Mitarbeiter weiter ausgebaut.

Mein zusätzlicher Geschenktipp ist eine Blechtasse für Radlfahrer samt Gutschein aus dem Bad

Bayersoier Radlstall. Das habe ich im letzten Jahr verschenkt und es kam sehr gut an“.

rg

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Eva Maurer vom gleichnamigen Modegeschäft

in der Schongauer Altstadt

„Für diesen Winter gibt es ganz tolle, kuschelige Schals. Dazu

haben wir auch passende Stirnbänder und Stulpen. So etwas

kann jede Frau in der kalten Jahreszeit gebrauchen. Diese

schönen Natur-Strickwaren sind von der biozertifizierten

Firma INVERO, die in Deutschland produziert. Ich

achte beim Einkauf sehr auf gute Qualität und d

transparenten, fairen Handel. Mit diesem Konzept

sehe ich meinen Laden als gute Ergänzung zu

weiteren Bekleidungsangeboten in Schongaus s

Altstadt. Das haben mir viele Kundinnen bestätigt t

und deshalb ist das Geschäft seit der Eröffnung

am 1. September auch recht gut angelaufen.

Selbst verschenke ich gerne die Duftsprays, Duftöle

oder Körperpflege-Produkte von Primavera. Die

riechen wunderbar, sorgen für sanfte Haut und

werden ebenso in Bio-Qualität in unmittelbarer

Region, in Oy im Allgäu, hergestellt. Unsere

Marienapotheke an der Münzstraße hat diese

Produkte von Primavera im Angebot.“ rg

#WeLoveMusic

Andreas Kosian

vom Schongauer Plantsch

„Sauna-Flittern heißt unser exklusives Angebot

des Plantsch-Saunalandes für den bevorstehenden

Winter. Das spricht besonders Verliebte an, da im Zuge

dieser Aktion auch der Rustico-Strandkorb reserviert

ist, in dem man schön flirten kann. Zum Paket

gehören zweimal freier Eintritt in Saunaland und

Bad, zwei Begrüßungscocktails, Sauna-Verwöhn-

Creme oder Peeling, ein Aufguss mit Wunsch-Duft

und zweimal freie Speisenwahl im Bistro. Also ein

wunderbarer Tag zum Verwöhnen für Verliebte und

selbstverständlich auch für andere Paare. Wer den

Gutschein schön verpacken möchte, kann natürlich

auch ein Badetuch oder einen Bademantel mit

unter den Christbaum legen.

Als Geschenktipp aus einem anderen Laden würde

ich etwas aus Heim & Hobby in Schongau empfehlen,

da finde ich immer eine nette Idee. Zum Beispiel

kann man dort Geld in einen großen Luftballon

verpacken lassen, was nicht nur bei Kindern gut ankommt.“

rg

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www.kirstein.de

Schongau-West

Gewerbegebiet

Lerchenfeld

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Weihnachtslieder und ihre Bedeutung

Altlandkreis | „O Tannenbaum, o

Tannenbaum, wie treu sind deine

Blätter“, lautet die erste Liedzeile

eines der bekanntesten, deutschsprachigen

Weihnachtslieder.

Doch wie geht der Text weiter?

Obwohl das Lied uns bereits im

November in jedem Kaufhaus um

die Ohren klingt, können viele

Bürger nicht mal die erste Strophe

vollständig auswendig. „Du grünst

nicht nur zur Sommerzeit, nein,

auch im Winter, wenn es schneit“,

heißt es weiter.

Ähnlich wie die Gebrüder Grimm

Anfang des 19. Jahrhunderts deutsche

Märchen sammelten, so

begaben sich in dieser Zeit auch

viele andere Forscher aufs Land,

um Sitten und Gebräuche, Lieder

und Tänze aus verschiedensten

Regionen Deutschlands niederzuschreiben.

In der Advents- und

Weihnachtzeit wurde stets sehr

viel und gern gesungen. Die ärmeren

Leute nutzten die Gelegenheit

und gingen als Klöpflsänger oder

Sternsinger durch das Dorf, um in

den dunklen Tagen die Menschen

zu erfreuen und sie um ein paar

Gaben zu bitten.

Forschung nach

alten Liedern

Im Lechrain begab sich Freiherr

Karl von Leoprechting auf Feldforschung

und veröffentlichte im

Jahr 1855 ein Buch mit dem Titel

„Sitten- und Sagenkunde aus dem

Lechrain“. Darin enthalten sind

auch 19 Lieder, die ihm die lechrainer

Bevölkerung vorgesungen

hatte. Neben Wirtshaus- und Jägerliedern

oder Versen von den

„Weilheimer Stückln“ sind auch

zwei Weihnachtslieder enthalten.

Bezeichnenderweise für die

ärmliche Region des Lechrains

waren dies ein Klöpfleslied sowie

der Text „Gott so wollen wir dich

loben“, ein Werk für Sternsinger.

Brauchtümer wie Klöpfeln in Hohenfurch,

Christkindl-Wiagn in

Peiting oder Sternsingen in vielen

anderen „altlandkreis“-Orten sind

bis heute erhalten.

Weihnachtssong

im Kau

aufhaus

Heutzutage wird man den ganzen

Tag von Musik beschallt, die

Vorweihnachtszeit beginnt in den

Kaufhäusern bereits im September.

Dagegen singen wir immer

weniger selbst. Diese Entwicklung

haben schon vor Jahrzehnten

zwei Männer erkannt, die

sich hauptberuflich mit Volksmusik-

und liedern beschäftigen.

Ernst Schusser, Leiter des Volksmusikarchives

vom Bezirk Oberbayern

in Bruckmühl, stellte im

> > > ZUM SELBER SINGEN

„Weihnachtslieder selber singen“ mit

Ernst Schusser am Samstag, 2. Dezember,

um 15 Uhr in Apfeldorf (Pfarrgarten),

am Sonntag, 3. Dezember, um 14

Uhr im Freilichtmuseum Glentleiten

sowie am Mittwoch, 13. Dezember, um

18 Uhr in Peiting (vor dem Rathaus).

Zum „Weihnachtslieder selber singen“ versammelte Ernst Schusser

(am Akkordeon) zahlreiche Sangesfreudige auf dem Apfeldorfer Weihnachtsmarkt

um sich.

Jahr 2003 ein Heft mit dem Titel

„Alle Jahre wieder“ zusammen,

das 26 deutsche und regional

überlieferte Weihnachtslieder

enthält. Damit begann er auch

seine Aktion „Weihnachtslieder

selber singen“, bei der er in der

Vorweihnachtszeit auf Straßen

und Plätzen in ganz Oberbayern

die Menschen zum Singen animiert.

„Wir haben immer noch

eine riesige Nachfrage nach dem

grünen Heft, es wurden mittlerweile

mehr als 75 000 Exemplare

unter die Leute gebracht.“ Schusser

singt mit den Passanten ausschließlich

bekannte Melodien

wie „Macht hoch die Tür“, „O du

fröhliche“ oder „Jetzt kommt die

heilig‘ Weihnachtszeit“. Ob gerade

deshalb so viele Menschen bei

Schussers Aktionen stehen bleiben,

mitmachen oder einfach nur

zuhören?

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„Weihnachtslieder

haben

in unserer Bevölkerung

einen

sehr hohen Stel-

lenwert“, sagt

auch Ex-Volksmusikpfleger

er Dr. Erich Sepp vom

Bayerischen

Landesverein für Hei-

matpflege. Er verdeutlicht dies am

Beispiel einer zehnjährigen Klarinettenschülerin,

die er selbst unterrichtete.

ih

Hochmotiviert spielte

die kleine Sandra die leichten Sätze

an Weihnachtsliedern und holte

auch nach den Weihnachtsferien

diese Noten wieder heraus. Als

Erich Sepp ihr sagte, dass Weihnachten

nun vorbei ist, überlegte

sie kurz und fragte dann nach

Osterlieder. Doch für Ostern gibt

es keinen vergleichbaren Liederschatz.

Will heißen: In seiner jahrzehntelangen

Tätigkeit als Volksmusikpfleger

hat auch Dr. Erich

Sepp erkannt, dass besonders das

allgemeine Singen in der Bevölkerung

gefördert werden muss.

Singen

muss

gefördert werden

Über 1 000 offene Singstunden hat

er mittlerweile abgehalten und

seine Jodlerkurse gehören bei

der Volkshochschule München zu

den gefragtesten Angeboten überhaupt.

Unter dem Titel „Goldenes

Blatt vom Himmelsbaum“ hat er

vor kurzem ein Heft mit 44 geistlichen

Volksliedern zur Adventsund

Weihnachtszeit im Chorsatz

herausgegeben. Auch hier ist die

Nachfrage groß, die erste Auflage

schon fast vergriffen. Bedauert

wird von beiden Volksmusikpflegern,

dass sich die Weihnachtszeit

heutzutage auf die Wochen davor

beschränkt. Es gibt unzählige Adventsingen,

die – wenn sie gut gemacht

sind – das Warten auf den

Herrn, die Herbergssuche oder die

Hirten auf dem Feld besingen. Um

den vielen schönen Weihnachtsliedern

ihren rechtmäßigen Platz zu

geben, wünschen sie sich auch mal

ein Weihnachts- oder Dreikönigssingen

nach dem 24. Dezember.

Alte Lieder mit

neuen Texten

Das von Haus zu Haus gehen als

Sternsinger haben mittlerweile

die Ministranten in allen Ortschaften

mit Erfolg aufgegriffen. Doch

leider werden sie ihrem Namen

nicht mehr gerecht, denn sie sagen

meistens nur ein Verserl auf.

Das Lied vom Tannenbaum kennt

die Jugend oft nur noch in abgewandelter

Form. „O Tannenbaum,

o Tannenbaum, der Opa hockt im

Kofferraum“ – eines der harmloseren

Beispiele.

rg

Frohe

WEIHNACHTEN

DANKE

für die gute

Zusammenarbeit

Die uralte, prächtige Buche auf der

Anhöhe östlich von Schwabsoien und

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NOVEMBER/


Veranstaltungskalender 1. November bis 31. Dezember 2017

PEITING

MI 01.11.

Allerheiligen

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting — Selber

Wölfe im Eisstadion

HERZOGSÄGMÜHLE

10.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellung „Kunst zu Armut,

Wohnen und Heimat“ in der

Decker-Halle. Bis 3.12. Seite 50

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

ALTENSTADT

DO 02.11.

14.30 bis 16.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und Kuchen

zum Erfahrungsaustausch im

MIZ, Bürgerzentrum. Infos unter

08861 / 9091583

HOHENSCHWANGAU

18.00 Uhr

Vortrag des Autors Jean Louis

Schlim über König Ludwig II. von

Bayern und dessen Begeisterung

für die Technik im Museum der

Bayerischen Könige. Eintritt: 5 €.

Siehe Anzeige Seite 48

SCHONGAU

FR 03.11.

16.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

im Evangelischen Pfarrheim

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Hauptplatz

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

32. Kulturtage — Rock-Comedy

„Saumensch — bist du gut oder

böse?“ mit Nepo Fitz im Rainer-

Endisch-Saal. Eintritt: 14 € / 7 €

(ermäßigt). VVK im WerkstattLaden,

bei Schreibwaren Seitz in Peiting

und im MühlenMarkt Schongau.

Einlass ab 19 Uhr

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Theaterabend „Für immer

Disco!“der KLB in der Auerberghalle.

Eintritt: 8 €. VVK unter

08860 / 350

KINSAU

19.00 Uhr

Anfangsschießen im Schützenheim

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Matheis — bricht's Eis“

in der Mehrzweckhalle. Einlass

ab 19 Uhr. Reservierungen unter

08869 / 1378

PEISSENBERG

13.00 bis 16.00 Uhr

Tag des inklusiven Handballs in

der Glückauf-Halle. Eintritt frei

SCHONGAU

SA 04.11.

10.00 Uhr

Leonhardiritt. Ab 10 Uhr Messe am

Bürgermeister-Schaegger-Platz.

Anschl. Umritt durch die Stadt

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führungen an der Villa Rustica.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

HOHENPEISSENBERG

20.00 Uhr

Jahreskonzert der Knappschaftskapelle

im Haus der Vereine.

Eintritt frei

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Theaterabend „Für immer

Disco!“der KLB in der Auerberghalle.

Eintritt: 8 €. VVK unter

08860 / 350

URSPRING

16.00 Uhr

Kesselfleischessen des Schützenvereins

„Freischütz“ im Vereinsheim

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Rock den Stadl mit „Die 3

Musikertiere“, „BeatBulls“ und

„Fraibier“ im Dorfstadl. Eintritt:

8 €. Einlass ab 19.30 Uhr

REICHLING

9.30 Uhr

Leonhardifest. Hochamt in der

Pfarrkirche, anschließend Umritt

mit Pferdesegnung

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Matheis — bricht's Eis“

in der Mehrzweckhalle. Einlass

ab 19 Uhr. Reservierungen unter

08869 / 1378

SCHWANGAU

20.00 Uhr

Ü30-Party im Schlossbrauhaus.

Weitere Infos unter www.schlossbrauhaus.de,

08362 / 9264680 und

Anzeige Seite 85

WILDSTEIG

13.00 Uhr

22. Oberland-Rallye in Wildsteig,

Lechbruck und Altenstadt. Weitere

Infos siehe Seite 66/67

WEILHEIM

9.00 bis 17.00 Uhr

Kreisgeflügel-, Kaninchen- und

Vogelschau in der Kleinen Hochlandhalle

SCHONGAU

SO 05.11.

9.00 bis 9.45 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion.

Unkostenbeitrag: 3 €. Weitere Infos

unter www.schongau-mammuts.

de. Die zweite Gruppe startet um 10

Uhr (bis 10.45 Uhr). Siehe Seite 51

PEITING

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting — Blue Devils

Weiden im Eisstadion

HOHENFURCH

13.00 bis 17.00 Uhr

Schausonntag bei Holz Fichtl

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Theaterabend „Für immer

Disco!“der KLB in der Auerberghalle.

Eintritt: 8 €. VVK unter

08860 / 350

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Pfarrnachmittag in der katholischen

Kirche und in der Lechhalle.

Um 10 Uhr Gottesdienst, danach

Familiennachmittag

ROTTENBUCH

10.00 Uhr

Leonhardiritt. Siehe Seiten 42 bis 44

14.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellung des Veteranenvereins

im Rathaus geöffnet

KINSAU

20.00 Uhr

Bauernstammtisch im Schützenheim

WEILHEIM

9.00 bis 16.00 Uhr

Kreisgeflügel-, Kaninchen-, Vogelschau

in der Kleinen Hochlandhalle

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

Do, 9. Nov. 17.00 bis 20.00 Uhr Rottenbuch, Gemeindehalle

Fr, 10. Nov. 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus

Mo, 13 Nov. 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus

Do, 23. Nov. 17.00 bis 20.00 Uhr Rott, Volksschule

Di, 28. Nov. 16.00 bis 20.00 Uhr Altenstadt, Grundschule

Do, 30. Nov. 17.00 bis 20.30 Uhr Bernbeuren, Pfarrheim

Mo, 18. Dez. 16.30 bis 20.00 Uhr Lechbruck, Lechhalle

november/ dezember 2017 | 83


SCHONGAU

MO 06.11.

10.00 bis 12.00 Uhr

SPRECHstunde „Demenz“ für alle

Betroffenen mit Doris Kettner in

der Holzhey-Seniorenstiftung.

Weitere Infos unter 0821 / 43019262

PEITING

15.00 Uhr

Vorlesestunde für Kinder ab ca.

3 Jahren in der Gemeinde- und

Pfarrbücherei

BERNBEUREN

18.00 bis 21.00 Uhr

Offenes Stricken/Häkeln in der

Bücherei

BÖBING

20.00 Uhr

Töpfern mit Susan Zinßmeister in

der Volksschule

BAD BAYERSOIEN

13.30 bis 15.00 Uhr

Bücherausstellung von Andrea

Reineke im Kindergarten St. Georg

FORST

9.15 Uhr

Leonhardifest. Festgottesdienst

um 9.15 Uhr, ab 10.30 Uhr

Leonhardiritt mit anschließender

Pferdeweihe. Ab 20 Uhr Tanz mit

der Musikkapelle Forst im Bayerischen

Hiasl

RETTENBACH

DI 07.11.

14.00 Uhr

Seniorennachmittag „Auf den

Spuren des Münchner Jakobsweg

von Stötten nach Santiago“ mit

Josef Amberg im Pfarrsaal

BAD BAYERSOIEN

13.30 bis 14.00 Uhr

Bücherausstellung von Andrea

Reineke im Kindergarten St. Georg

DENKLINGEN

14.00 Uhr

Gemütliches Beisammensein der

Senioren im Pfarrheim

SCHWANGAU

19.30 Uhr

Kabarett „Comedy meets Motivation“

von Chris Boettcher und Felix

Brunner im Schlossbrauhaus.

Eintritt: 14 € (VVK)/ 16 € (AK). VVK

im Schlossbrauhaus und Autohaus

Heuberger in Füssen. Weitere

Infos unter www.schlossbrauhaus.

de, 08362 / 9264680 und Anzeige

rechts

SCHONGAU

MI 08.11.

19.30 Uhr

Vortrag „Vorsorgevollmacht

und Patientenverfügung“ in der

Mittelschule. Anmeldung unter

08861 / 214-191

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

14.30 Uhr

Monatstreffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene

im Pfaffenwinkel“ im Alpenhotel

Pfaffenwinkel

SCHWABSOIEN

14.00 Uhr

Seniorentreff im Zollhaus

BÖBING

16.00 Uhr

Töpfern mit Susan Zinßmeister in

der Volksschule

BAD BAYERSOIEN

13.30 bis 14.00 Uhr

Bücherausstellung von Andrea

Reineke im Kindergarten St. Georg

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

www.boeglmueller.com

Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. 0 88 62-98 77-0 · info@landhaus-gsteig.de · www.landhaus-gsteig.de

84 | der altlandkreis

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten ...

/


KINSAU

20.00 Uhr

Lesung mit Maria Schweiger,

organisiert vom Frauenbund, im

Pfarrhof

PEITING

DO 09.11.

19.30 Uhr

Multivisions-Show „Dominica

& Guadeloupe — Zwei Perlen in

der Karibik“ mit Reisejournalist

Harald Mielke im Kreissparkassensaal.

Eintritt: 7 €

ROTTENBUCH

17.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Gemeindehalle

BÖBING

19.30 Uhr

Alljährliche Vorstellung der Lieblingsbücher

in der Volksschule

BAD BAYERSOIEN

13.30 bis 14.00 Uhr

Bücherausstellung von Andrea

Reineke im Kindergarten St. Georg

17.00 Uhr

St. Martins-Fest in der Kirche.

Anschließend Umzug über die

Brandstatt zur Dorfstraße, zum

Marienbrunnen und zurück

SCHONGAU

FR 10.11.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

19.00 Uhr

Luther in Häppchen im Ballenhaus.

Kulinarische, musikalisch

und künstlerische Häppchen

aus der Lutherzeit, serviert von

den Evangelisch-Lutherischen

Kirchengemeinden Peiting-

Herzogsägmühle und Schongau.

Eintritt: 25 € (inkl. Speisen). VVK bei

den Schongauer Nachrichten

HOHENPEISSENBERG

19.30 Uhr

Vortrag „Euthanasie während des

Nationalsozialismus“ von Prof. Dr.

Michael von Cranach im Pfarrsaal.

Weitere Infos auf Seite 23

INGENRIED

20.00 Uhr

Filmvorführung „Power to Change“

des kath. Landvolks und des AK

Energie in der Mehrzweckhalle

LECHBRUCK

19.00 Uhr

Weinverkostung mit 5-Gänge-

Menü im Hotel Auf der Gsteig.

Reservierung unter 08862 / 98770

REICHLING

17.00 Uhr

St. Martinszug des Kindergarten

„Wurzberg-Oase“

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Matheis — bricht's Eis“

in der Mehrzweckhalle. Einlass

ab 19 Uhr. Reservierungen unter

08869 / 1378

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Allgäuer Duranand im Schlossbrauhaus.

Weitere Infos unter

www.schlossbrauhaus.de,

08362 / 9264680 und siehe Anzeige

rechts

SCHONGAU

SA 11.11.

20.00 Uhr

Musiknacht „Sound in the City“ in

17 Lokalen. Eintritt: 15 € / 12 €. VVK

bei den Schongauer Nachrichten

und Köpf EURONICS. Weitere Infos

unter www.soundinthecity.de, auf

Seite 8 und Anzeige links

HOHENPEISSENBERG

10.00 bis 12.00 Uhr

Spielzeugmarkt im Haus der

Vereine. Anmeldung und Vergabe

der Kundennummern (bis 9.11.)

unter spielwarenmarkt.hpbg@gmx.

de oder 08805 / 92227288

ALTENSTADT

14.00 Uhr

KAB-Frauenbegegnungstag

„Arbeit 4.0“ mit Petra Reiter im

Pfarrsaal

SCHWABBRUCK

21.00 Uhr

Kulturherbst mit Mary Lou „May

be April“ im Kuhstall. Eintritt:

10 € (VVK)/ 12 € (AK). Weitere Infos

auf Seite 37

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Martinsfeier an der Pfarrkirche.

Anschließend Umzug zum Musikpavillon,

dort gibt es Kinderpunsch,

Glühwein, Gebäck und

Bratwurstsemmeln

STEINGADEN

18.00 Uhr

Martinsfeier im Innenhof des

Fohlenhofes. Anschließend Umzug

zum Seniorenheim

BÖBING

14.00 Uhr

Generalprobe des Theaters „Ein

Engel namens Blasius“ vom

Trachtenverein im Scheiberhaus.

Insbesondere für Kinder und

Senioren. VVK unter 08867 / 1800

20.00 Uhr

Premiere des Theaters „Ein Engel

namens Blasius“ vom Trachtenverein

im Scheiberhaus. VVK unter

08867 / 1800

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Matheis — bricht's Eis“ in

der Mehrzweckhalle. Einlass ab 19

Uhr. Reserv. unter 08869 / 1378

SCHWANGAU

13.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse im

Schlossbrauhaus. Eintritt: 8 €

Weitere Infos unter www.schlossbrauhaus.de,

08362 / 9264680 und

siehe Anzeige rechts

PEISSENBERG

16.45 Uhr

Martinsumzug. Aufstellung in der

Gartenstraße

SCHONGAU

SO 12.11.

9.00 bis 9.45 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion.

Unkostenbeitrag: 3 €. Weitere Infos

unter www.schongau-mammuts.de.

Die zweite Gruppe startet um 10 Uhr

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion. Kosten:

2,50 €. Keine Anm. Helmpflicht!

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag für Briefmarken und

Münzen der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in der

Decker-Halle

november/ dezember 2017 | 85

31.10.

Halloween Tanz-Party

07.11.

07.12.

04.11.

Ü30-Party

Chris Bötcher

und Felix Brunner

Comedy Meters Motivation

11./12.11.

10.11.

Allgäuer Duranand

Hochzeitsmesse

VoicesInTime

Im Advent

02.12.

Christmas Carol

Unser Angebot für Ihre

⋅ Brauereiführungen

⋅ Brennereiführungen

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Rufen Sie uns an,

wir beraten Sie gerne!

Gipsmühlweg 5 l 87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de


HOHENPEISSENBERG

17.00 Uhr

Vorführung des Spielfilms „Nebel

im August“ im Pfarrsaal. Weitere

Infos auf Seite 23

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Martini-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

BÖBING

20.00 Uhr

Theater „Ein Engel namens Blasius“

vom Trachtenverein im Scheiberhaus.

VVK unter 08867 / 1800

ROTT

14.00 Uhr

Vorspielnachmittag der Jugend im

Musikerheim

KINSAU

14.00 bis 16.00 Uhr

Spielzeug-Flohmarkt mit Kaffee

und Kuchen in der Mehrzweckhalle.

Standgebühr: 5 €. Anmeldung

(ab 3.11.) unter 08869 / 921252 oder

petra.schilcher@web.de

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Matheis — bricht's Eis“

in der Mehrzweckhalle. Einlass

ab 19 Uhr

WEILHEIM

15.00 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst zum

15. Geburtstag der Alzheimer

Gesellschaft Pfaffenwinkel-

Werdenfels in der evangelischen

Apostelkirche. Anschließend kleine

Feier und Ehrungen der Ehrenamtlichen

im Gemeindehaus

SCHWANGAU

13.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse im

Schlossbrauhaus. Eintritt: 8 €.

Weitere Infos unter www.schlossbrauhaus.de,

08362 / 9264680 und

Azeige Seite 85

SCHONGAU

MO 13.11.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

HOHENFURCH

17.00 Uhr

St. Martinsfeier in der Pfarrkiche

mit anschließendem Laternenumzug

des Kindergartens

SCHWABSOIEN

14.00 Uhr

Treffen des Seniorenkreises im

Alten Zollhaus

BERNBEUREN

18.00 bis 21.00 Uhr

Offenes Stricken/Häkeln in der

Bücherei

PEITING

DI 14.11.

19.00 Uhr

Vortrag zur Vorsorgevollmacht

mit dem Lebensbeistand e.V. im

Seniorenzentrum der AWO

ALTENSTADT

13.30 Uhr

Treffen der Aktiv-Senioren vom

Caritas e.V. am Basilika-Parkplatz

BERNBEUREN

14.30 bis 17.00 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

im Auerbergmuseum

19.30 Uhr

Lesung „Sagen rund um den

Auerberg“ mit Manfred Karlinger

in der Bücherei

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstuben

BAD KOHLGRUB

19.00 bis 20.30 Uhr

Besichtigung der Modellbahnanlage

„Oberammergau bis Murnau“

in der Hauptstraße 27. Eintritt:

2 €, Jugendliche bis 16 Jahre frei.

Weitere Infos siehe Seite 52/53

SCHONGAU

MI 15.11.

19.00 Uhr

Vortrag „Vorsorgevollmacht und

Patientenverfügung“ in der Mittelschule.

Anm. unter 08861 / 214-191

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

SCHONGAU

DO 16.11.

14.00 Uhr

Pfarreinachmittag im Jakob-

Pfeiffer-Haus. Bewirtung und

Gestaltung übernimmt die Kolpingsfamilie

STEINGADEN

14.00 Uhr

Nachmittag des Seniorenkreises

mit Pater Petrus Adrian im

Pfarrheim. Thema: „Jerusalem —

Heilige Stadt — heilige Stätten“

BÖBING

19.00 Uhr

Törggelen mit dem Frauenbund

bei Gasthof Haslacher. Voranmeldung

unter 08867 / 1264

SCHONGAU

FR 17.11.

17.00 Uhr

Kinderkonzert „Fuchs du hast die

Gans gestohlen“ in der Pfarrei

Verklärung Christi

19.00 Uhr

Verabschiedung des langjährigen

Leiters der Musikschule

Pfaffenwinkel, Karl Höldrich, im

Sparkassenforum

PEITING

16.00 Uhr

Theater „Der Kasperle kommt“ im

Jugendheim. Eintritt: 3 €

19.30 Uhr

Heimspiel EC Peiting — Deggendorfer

SC im Eisstadion

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturherbst „A basso voce“ im

Kuhstall. Eintritt: 10 € (VVK)/ 12 €

(AK). Weitere Infos auf Seite 37

LECHBRUCK

15.00 bis 17.00 Uhr

Sammlung „Familien helfen

Familien“ im Pfarrheim

URSPRING

20.00 Uhr

Gesellliges Wirtshausliedersingen

im Gasthaus Drei Mohren

BÖBING

20.00 Uhr

Theater „Ein Engel namens Blasius“

vom Trachtenverein im Scheiberhaus.

VVK unter 08867 / 1800

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Matheis — bricht's Eis“ in

der Mehrzweckhalle. Einlass ab 19

Uhr. Reserv. unter 08869 / 1378

SCHONGAU

SA 18.11.

9.00 Uhr

Frauenfrühstück mit Vortrag „Gott

im Alltag erleben“ von Daniela

Knauz in den Räumen der Freien

Evangelischen Gemeinde

PEITING

12.00 Uhr

Schlachtschüsselessen sowie

Kaffee und Kuchen im Kleingartenverein.

Anmeldung unter

08861 / 258635

12.00 Uhr

Luftpistolen-Wettkampf der Bundesliga-Schützen

des SV Peiting in

der Schloßberghalle. Weitere Infos

auf Seite 6/7

HOHENPEISSENBERG

14.00 bis 18.00 Uhr

Hobbyausstellung und Künstlermarkt

mit Kaffee und Kuchen im

Haus der Vereine. Eintritt frei

/

86 | der altlandkreis


20.00 Uhr

Benefizkonzert zugunsten der

Bürgerstiftung mit der Gruppe

„Lawaschkiri“ im Pfarrsaal

SCHWABSOIEN

10.00 Uhr

Veteranenjahrtag in der Kirche St.

Stephan

14.00 bis 18.00 Uhr

Adventsbasteln des Fördervereins

im Kindergarten

STEINGADEN

9.30 Uhr

Sport- und Spielzeugbasar in der

Turnhalle der Mittelschule

BÖBING

15.00 bis 18.00 Uhr

Schmökern bei Kaffee und Kuchen

in der Volksschule

20.00 Uhr

Theater „Ein Engel namens Blasius“

vom Trachtenverein im Scheiberhaus.

VVK unter 08867 / 1800

BAD BAYERSOIEN

8.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Trödelmarkt im Dorfstadel.

Infos unter 08822 / 229366

EPFACH

20.00 Uhr

Preisschafkopfen des TSV im Haus

der Vereine

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Matheis — bricht's Eis“

in der Mehrzweckhalle. Einlass

ab 19 Uhr

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Lernbelästigung“ von

Christine Eixenberger in der Tiefstollenhalle.

Tickets: 18 € (VVK) /

22 € (AK). VVK bei PeissenBUCH

und beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse Weilheim

SCHONGAU

SO 19.11.

9.00 bis 9.45 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion. Unkostenbeitrag:

3 €. Weitere Infos unter

www.schongau-mammuts.de. Die

zweite Gruppe startet um 10 Uhr (bis

10.45 Uhr)

PEITING

8.40 Uhr

Aufstellung zum Kirchenzug der

Veteranen- und Soldatenkameradschaft

zum Volkstrauertag in der

Pfarrkirche. Anschl. Gottesdienst

in der Pfarrkirche, Ehrung mit

Kranzniederlegung am Ehrenmal

9.45 Uhr

Luftgewehr-Wettkampf in der

Oberbayernliga des SV Peiting in

der Schloßberhalle. Weitere Infos

auf Seite 6/7

HOHENPEISSENBERG

11.00 bis 17.00 Uhr

Hobbyausstellung und Künstlermarkt

mit Kaffee und Kuchen im

Haus der Vereine. Eintritt frei

SACHSENRIED

11.00 Uhr

Veteranenjahrtag in der Kirche St.

Martin

BURGGEN

9.45 Uhr

Veteranenjahrtag am Dorfbrunnen

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Führung am

Oberen Lechsee. Treffpunkt am

Rathaus. Unkostenbeitrag: 5 €

(Erwachsene) / 2 € (6 bis 15 Jahre).

LBV-Mitglieder kostenlos

10.30 Uhr

Veteranentag in der katholischen

Kirche und Gasthof Holler

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

ROTTENBUCH

9.30 Uhr

Veteranenjahrtag. Aufstellung

zum Kirchenzug mit der Musikkapelle

am Café am Tor. Nach dem

Gottesdienst ist die Totenehrung

am Ehrenmal

BÖBING

20.00 Uhr

Theater „Ein Engel namens Blasius“

vom Trachtenverein im Scheiberhaus.

VVK unter 08867 / 1800

BAD BAYERSOIEN

9.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Trödelmarkt im Dorfstadel.

Infos unter 08822 / 229366

9.30 Uhr

Veteranenjahrtag in der Pfarrkirche

St. Georg

SCHONGAU

MO 20.11.

10.00 bis 12.00 Uhr

SPRECHstunde „Demenz“ für alle

Betroffenen mit Doris Kettner in

der Holzhey-Seniorenstiftung.

Weitere Infos unter 0821 / 43019262

INGENRIED

20.00 Uhr

Kirchenkonzert der Musikkapelle

in der Pfarrkirche

november/ dezember 2017 | 87


BERNBEUREN

18.00 bis 21.00 Uhr

Offenes Stricken/Häkeln in der

Bücherei

SCHONGAU

DI 21.11.

19.30 Uhr

Multivisions-Show „Philippinen

— Inselträume im Pazifik“ Harald

Mielke im Ballenhaussaal. Anmeldung

unter 08861 / 214-191

BÖBING

16.00 Uhr

Kasperltheater in der Bücherei

PEITING

MI 22.11.

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

19.30 Uhr

Vortrag „Die Antarktis-Expedition

— Im Reich der Pinguine“ mit

Winfried Kröner in der ehemaligen

Mädchenschule

ALTENSTADT

14.00 Uhr

Senioren-Nachmittag vom Caritas

e.V. im Pfarrsaal

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

ALTENSTADT

DO 23.11.

18.30 Uhr

Heilsames Offenes Singen mit

Susanne Mössinger und Klaus

Nagel in der Basilika

RETTENBACH

11.30 Uhr

Seniorenmittagstisch in der

Skihütte

PEITING

FR 24.11.

19.00 Uhr

Öffentliches Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Peitinger Heimatfreunde

im Gasthof Dragoner

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturherbst mit We stood like

kings „USA 1982“ im Kuhstall. Eintritt:

15 € (VVK)/ 18 € (AK). Weitere

Infos auf Seite 37

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Multivisionsshow „Mit dem Bulli

von Istanbul zum Nordkap“ von

Fotograf Peter Gebhard in der

Tiefstollenhalle

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Jazztage mit Florian

Kästner, dem Johannes Enders-

Duo, den Lovebrain & Diskotäschchen

im Weilheimer Stadttheater.

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 87

SCHONGAU

SA 25.11.

10.00 bis 17.00 Uhr

Adventsbasar im Ev. Pfarrheim

HOHENPEISSENBERG

19.30 Uhr

Konzert des Gospelchors „Joyful

People“ im Haus der Vereine

HOHENFURCH

20.00 Uhr

Jahreskonzert der Blaskapelle in

der Turnhalle

BURGGEN

14.00 bis 19.00 Uhr

Adventsbasar im Gemeindehaus

TANNENBERG

11.45 Uhr

Kesselfleischessen der FFW Tannenberg

im Florianstüberl

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Kathreintanz in der Lechhalle

20.00 Uhr

Musikkabarett „echt. allgäuerisch.

anders“ mit den Harten Schwestern

im Flößermuseum. Karten:

12 €. VVK in der Tourist-Info

ROTT

15.00 Uhr

Adventsmarkt des Gartenbauvereins

im Pfarrheim

20.00 Uhr

Abend der Blasmusik im Musikerheim

DENKLINGEN

20.00 Uhr

Nikolausparty der Landjugend in

der Mehrzweckhalle

KINSAU

20.00 Uhr

Kameradschaftsabend der

Feuerwehr im Stüberl

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Hader spielt Hader“ mit

Josef Hader in der Tiefstollenhalle.

Tickets (21,90 €—27,90 €) und Infos

unter www.reservix.de

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Jazztage mit dem

Xaver Hellmeier-Trio und Enders

Room im Stadttheater. Weitere

Infos siehe Anzeige Seite 87

SCHONGAU

SO 26.11.

9.00 bis 9.45 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion.

Unkostenbeitrag: 3 €. Weitere Infos

unter www.schongau-mammuts.

de. Die zweite Gruppe startet um 10

Uhr (bis 10.45 Uhr)

19.00 Uhr

Musik zum Tagesausklang in der

Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt.

Mitwirkende: Stadtkapelle,

Musikschule, Kirchenchor, Solisten

und Orchester der Pfarreiengemeinschaft.

Leiter: Andreas

Wiesmann. Eintritt frei. Spenden

kommen dem Förderverein zum

Erhalt der Stadtpfarrkirche zugute

PEITING

16.00 Uhr

Adventskonzert der Peitinger

Musiklehrer in der Pfarrkirche

St. Michael

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting — Starbulls

Rosenheim im Eisstadion

SCHWABBRUCK

19.30 Uhr

Kulturherbst mit Josef Brustmann

„Gans weihnachtlich“ im Kuhstall.

Eintritt: 16 € (VVK) / 19 € (AK). Weitere

Infos auf Seite 37

BURGGEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Adventsbasar im Gemeindehaus

BERNBEUREN

10.00 Uhr

Flohmarkt in der Auerberghalle

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Genießer-Brunch im Hotel Auf der

Gsteig. Reserv. unter 08862 / 98770

ROTTENBUCH

10.00 Uhr

Cäcilienfeier in der Pfarrkirche

DENKLINGEN

16.00 Uhr

Musizieren und Singen mit

Jungmusikern in der Pfarrkirche

St. Nikolaus

LUDENHAUSEN

14.00 Uhr

Adventsbazar des Frauenkreises

im Happberger

PEISSENBERG

9.00 bis 17.00 Uhr

Kathrein-Markt in der Sonnenstr.

BERNBEUREN

MO 27.11.

18.00 bis 21.00 Uhr

Offenes Stricken/Häkeln in der

Bücherei

APFELDORF

13.00 Uhr

Kranzbinden bei Familie Walter

/

88 | der altlandkreis


SCHONGAU

DI 28.11.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Grundschule

APFELDORF

9.00 Uhr

Kranzbinden bei Familie Walter

WEILHEIM

19.30 Uhr

Vortrag „Pflichtteilsansprüche“

von Rechstanwältin Caroline

Kistler in der Waldwirtschaft am

Gögerl. Eintritt frei. Weitere Infos

siehe Anzeige auf Seite 84

BAD KOHLGRUB

19.00 bis 20.30 Uhr

Besichtigung der Modell-

Bahnstrecke „Oberammergau bis

Murnau“ in der Hauptstraße 27.

Eintritt: 2 €, Jugendliche bis 16 Jahre

frei. Weitere Infos siehe Seite 52

PEITING

MI 29.11.

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

19.30 Uhr

EM-Stammtisch „EM — effektiv

miteinander zu jeder Jahreszeit“

im Gasthaus Buchberger

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

BERNBEUREN

DO 30.11.

17.00 bis 20.30 Uhr

Blutspenden im Pfarrheim St.

Nikolaus

SCHONGAU

FR 01.12.

15.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

mit Weihnachtsfeier im Evangelischen

Pfarrheim. Anschließend

„auf zum Weihnachtsmarkt

in Schongau“

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Hauptplatz

17.00 bis 21.00 Uhr

Weihnachtsmarkt am unteren

Hauptplatz. Infos ab Seite 71

HERZOGSÄGMÜHLE

11.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachtsmarkt. Ab 11 Uhr Eröffnung

in der Decker-Halle. Um

17 Uhr Gospelchor „GoodNews“ in

der Martinskirche. Weitere Infos ab

Seite 71 und Anzeige Seite 28

KINSAU

14.00 Uhr

Adventsbazar mit einer großen

Auswahl an Advents- und Türkränzen

an der Mehrzweckhalle

19.00 Uhr

Nikolausschießen im Schützenheim

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Christmas Jam“ von Ludwig

Seuß & Band in der Tiefstollenhalle.

Tickets: 20 € (VVK) / 22 €

(AK). VVK bei PeissenBUCH, beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim und online

(www.reservix.de)

SCHONGAU

SA 02.12.

13.00 bis 17.30 Uhr

Adventsbazar in der Pfarrei Verklärung

Christi

19.30 Uhr

Sänger- und Musikantenstammtisch

im Trachtenheim am

Helgoland

PEITING

10.30 Uhr

Süddeutsche Meisterschaft im

Judo für Männer und Frauen in

der Dreifachturnhalle. Infos S. 23

15.00 bis 21.00 Uhr

Weihnachtsmarkt am unteren

Hauptplatz. Infos siehe Seite 72

15.30 Uhr

Schattenspiel „Es klopft Wanja in

der Nacht“ des Kindergartens St.

Michael im Musikraum der alten

Mädchenschule. Eintritt frei

HERZOGSÄGMÜHLE

11.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachtsmarkt. 15.30 Uhr Adventskonzert

in der Martinskirche.

17 Uhr Peitinger Alphornbläser auf

dem Dorfplatz. Siehe Anzeige S. 28

LECHBRUCK

16.00 Uhr

Ausstellungseröffnung „Schwitzt

du noch oder taust du schon?“

mit Schneemann-Cartoons von

Erik Liebermann im Flößermuseum.

Eintritt frei. Bis 30.12.

REICHLING

14.00 Uhr

Adventsbasar des Frauenbundes

im Pfarrheim

EPFACH

9.30 Uhr

Veteranenjahrtag. Aufstellung am

Gasthaus Sonne

APFELDORF

14.00 bis 21.00 Uhr

Dorfweihnacht in der Flößerstraße.

Weitere Infos ab Seite 71

15.00 Uhr

Weihnachtslieder selber singen

mit Ernst Schusser im Pfarrgarten.

Weitere Infos auf Seite 80

SCHWANGAU

20.30 Uhr

Konzert mit „VoicesInTime“ — ein

Abend in bester Gesellschaft!

im Schlossbrauhaus. Eintritt:

18 € / 15 €(erm.). VVK Tourist-Info,

Schlossbrauhaus. Anzeige S. 86

SCHONGAU

SO 03.12.

9.00 bis 9.45 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion. Kosten:

3 €. Weitere Infos unter www.

schongau-mammuts.de. Die zweite

Gruppe startet um 10 Uhr

9.30 bis 16.30 Uhr

Adventsbazar in der Pfarrei Verklärung

Christi

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion.

Unkostenbeitrag: 2,50 €. Keine

Anmeldung nötig. Helmpflicht!

11.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachtsmarkt am unteren

Hauptplatz. Infos ab Seite 71

15.30 Uhr

Schattenspiel „Es klopft Wanja in

der Nacht“ des Kindergartens St.

Michael im Musikraum der alten

Mädchenschule. Eintritt frei

17.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting — Eisbären

Regensburg im Eisstadion

HERZOGSÄGMÜHLE

11.00 bis 17.00 Uhr

Weihnachtsmarkt. Um 10.15 Uhr

Adventsgottesdienst in der Martinskirche.

Um 14 Uhr Nikolaus

auf dem Dorfplatz, und ab 17 Uhr

weihnachtliche Klänge mit Katharina

Godolt. Weitere Infos siehe

Anzeige Seite 28

HOHENFURCH

13.00 bis 17.00 Uhr

Schausonntag bei Holz Fichtl

14.30 Uhr

Adventskaffee des Frauenvereins

im Pfarrheim

BURGGEN

10.15 Uhr

Eligiusritt in Burggen. Start an

der Reithalle

ROTTENBUCH

19.00 Uhr

Vortrag „Stauden — die Alleskönner

im Garten“ von Susanne

Behmenburg in der Gaststätte am

Campingplatz

KINSAU

20.00 Uhr

Bauernstammtisch im Schützenheim

STEINGADEN

9.00 bis 17.00 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Krämermarkt

u. Nikolaus am Marktplatz

APFELDORF

11.00 bis 20.00 Uhr

Dorfweihnacht in der Flößerstraße.

Weitere Infos ab Seite 71

november/ dezember 2017 | 89


SCHWABBRUCK

14.00 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Turmbläsern

am Kuhstall beim Schäferwirt

HOHENPEISSENBERG

10.00 bis 18.00 Uhr

Christkindlmarkt mit Nikolaus,

Bläser, Kindertheater und Adventssingen

am Kirchplatz

SCHONGAU

MO 04.12.

10.00 bis 12.00 Uhr

SPRECHstunde „Demenz“ mit Doris

Kettner in der Holzhey-Seniorenstiftung.

Infos unter 0821 / 43019262

PEITING

15.00 Uhr

Vorlesestunde für Kinder ab ca.

3 Jahren in der Gemeindebücherei

LECHBRUCK

DI 05.12.

20.00 Uhr

Motorradstammtisch im Gasthof

Holler

SCHONGAU

MI 06.12.

19.30 Uhr

Vortrag „Geheimnisvolle Rauhnächte“

in der Ratsstube im Ballenhaus.

Anm. unter 08861 / 214-191

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Nikolaus-Hoagarten im Flößermuseum.

Eintritt frei

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

SCHONGAU

DO 07.12.

16.00 bis 20.30 Uhr

Eröffnung des Weihnachtsmarktes

auf dem Marienplatz. Infos ab

Seite 71 und Anzeige Seite 80

ALTENSTADT

14.30 bis 16.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und Kuchen

zum Erfahrungsaustausch im

MIZ, Bürgerzentrum. Infos unter

08861 / 9091583

HOHENFURCH

17.00 Uhr

Klöpfeln der Trachtenjugend

KINSAU

19.15 Uhr

Rorate mit anschließender Adventsfeier

des Frauenbundes im

Frauenbundzimmer

SCHWANGAU

19.00 Uhr

„A Christmas Carol“ der

American Drama Group Europe

im Schlossbrauhaus. Eintritt:

23 € / 11 € (Schüler, Studenten).

VVK in der Tourist-Info. Weitere

Infos unter www.schlossbrauhaus.

de, 08362 / 9264680 und siehe

Anzeige Seite 85

SCHONGAU

FR 08.12.

10.00 bis 19.00 Uhr

Aktion „Eier & Schmalz, Zucker

& Salz“ im Frauenzimmer. Siehe

Anzeige Seite 22

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

HOHENFURCH

17.00 Uhr

Klöpfeln der Trachtenjugend

REICHLING

18.00 Uhr

Nikolausschießen im Schützenheim

SCHONGAU

SA 09.12.

10.00 bis 19.00 Uhr

Aktion „Eier & Schmalz, Zucker

& Salz“ im Frauenzimmer. Siehe

Anzeige Seite 22

14.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Um ca. 17 Uhr kommt

der Nikolaus und bringt rund 500

Päckchen mit. Weitere Infos unter

www.schongauer-weihnachtsmarkt.de,

ab Seite 71 und Anzeige

Seite 80

PEITING

15.00 Uhr

Weihnachtsfeier mit Nikolaus und

Krampus im Kleingartenverein

HOHENFURCH

17.00 Uhr

Klöpfeln der Trachtenjugend

SACHSENRIED

18.30 Uhr

Adventssingen in der Pfarrkirche

St. Martin. Eintritt frei, freiwillige

Spende

INGENRIED

20.00 Uhr

Adventssingen der Freiwilligen

Feuerwehr im Feuerwehrhaus

GUT KINSEGG

11.00 bis 17.00 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Christbäumen

aus dem Wald, Hirschfleisch

und -wurst im Waldort. Ab S. 71

LECHBRUCK

14.30 Uhr

Adventsmarkt mit Nikolaus um 17

Uhr am Rathaus

BAD BAYERSOIEN

8.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Trödelmarkt im Dorfstadl.

Infos unter 08822 / 229366

ROTT

18.30 Uhr

Dorfweihnacht am Dorfplatz. Erlös

für einen guten Zweck. Weitere

Infos ab Seite 71

EPFACH

16.00 Uhr

Dorfweihnacht mit Hirtenfeuer

und Bläsergruppe am Pfarrheim

WILDSTEIG

16.00 bis 21.00 Uhr

Weihnachtsmarkt im Hof vom

Café Peramata

SCHONGAU

SO 10.12.

9.00 bis 9.45 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion.

Unkostenbeitrag: 3 €. Weitere Infos

unter www.schongau-mammuts.de.

Die zweite Gruppe startet um 10 Uhr

14.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Weitere Infos unter www.

schongauer-weihnachtsmarkt.de,

ab Seite 71 und Anzeige Seite 80

15.00 Uhr

Konzert des Bergsteiger-Chors in

der Stadtpfarrkirche

15.00 und 16.00 Uhr

Kindertheater „Rotkäppchen und

der Drache“ vom Theaterstadl

Schongau im Ballenhaus. Seite 54

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion.

Unkostenbeitrag: 2,50 €. Keine

Anmeldung nötig. Helmpflicht!

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting — EV Lindau

Islanders im Eisstadion

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag für Briefmarken und

Münzen der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in der

Decker-Halle

HOHENFURCH

17.00 Uhr

Klöpfeln der Trachtenjugend

SCHWABSOIEN

20.00 Uhr

Konzert der Blaskapelle in der

Halle

INGENRIED

14.00 Uhr

Seniorennachmittag in der Mehrzweckhalle

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Kirchenkonzert der Musikkapelle

in der Pfarrkirche

/

90 | der altlandkreis


LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Advents-Brunch im Hotel Auf der

Gsteig. Reserv. unter 08862 / 98770

WIES

16.00 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel — festliches

Konzert im Advent in der

Wieskirche. Infos unter www.

musikimpfaffenwinkel.de

ROTTENBUCH

9.30 bis 13.00 Uhr

Adventsbrunch im Kunstcafé am

Tor. Ab 17 Uhr Feuertonne und

Glühwein

BURGGEN

14.00 Uhr

Dorfweihnacht mit Nikolaus

und Aufführung der Kindergarten-

und Grundschulkinder am

Roatherhaus

WILDSTEIG

19.00 bis 21.00 Uhr

Weihnachtsmarkt im Hof vom

Café Peramata

SCHONGAU

MO 11.12.

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

DENKLINGEN

14.00 Uhr

Adventsfeier der Senioren im

Pfarrheim

EPFACH

19.00 Uhr

Nikolausschießen im Schützenh.

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

SCHONGAU

MI 13.12.

WEILHEIM

FR 15.12.

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele 2017 „Pygmalion“

von George Bernhard

Shaw im Weilheimer Stadttheater.

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 87

SCHONGAU

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

PEITING

19.30 Uhr

Heimspiel EC Peiting — ERC Bulls

Sonthofen im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

9.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Trödelmarkt im Dorfstadl.

Infos unter 08822 / 229366

ROTT

13.00 Uhr

Dorfweihnacht am Dorfplatz.

Erlös für einen guten Zweck.

Weitere Infos ab Seite 71

14.00 Uhr

Adventssingen in der Pfarrkirche

DENKLINGEN

16.00 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Nikolaus,

der Jugendkapelle Fuchstal,

Lagerfeuer und Streichelzoo am

Kriegerdenkmal

19.00 Uhr

Rorate des Frauenbundes in der

Osteraufkirche. Weggang beim

Anwesen Stahl um 18.30 Uhr

BAD KOHLGRUB

15.30 bis 18.00 Uhr

Besichtigung der Modellbahnanlage

„Oberammergau bis Murnau“

in der Hauptstraße 27. Eintritt: 2 €,

Jugendliche bis 16 Jahre frei. Weitere

Infos siehe Seite 52/53

19.30 Uhr

Vortrag „Testamente für Alleinstehende

und kinderlose Ehegatten“

in der Mittelschule. Anmeldung

unter 08861 / 214-191

SCHWABSOIEN

14.00 Uhr

Weihnachtsfeier des Seniorenkreises

im Alten Zollhaus

SCHONGAU

DI 12.12.

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

BERNBEUREN

14.30 bis 17.00 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

im Auerbergmuseum

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

18.00 Uhr

Weihnachtslieder selber singen

mit Ernst Schusser vor dem Rathaus.

Weitere Infos auf Seite 80

14.30 Uhr

Monatstreffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene

im Pfaffenwinkel“ im Alpenhotel

Pfaffenwinkel

ALTENSTADT

14.00 Uhr

Treffen der Senioren u. Aktiv-Senioren

des Caritas e.V. im Pfarrsaal

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

SCHONGAU

DO 14.12.

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

ROTTENBUCH

19.30 Uhr

Lesung mit Werner Gerl „Wehe,

wenn der Krampus kommt“ im

Kunstcafé am Tor. Eintritt: 10 €

ROTT

20.00 Uhr

Adventsschießen im Schützenheim

WEILHEIM

10.00 bis 17.00 Uhr

Private Krippenausstellung von

Manfred Bögl am Betberg 6

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele — „Pygmalion“

im Stadttheater. VVK

im Veranstaltungsbüro und beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

SCHONGAU

SA 16.12.

14.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

november/ dezember 2017 | 91


HOHENFURCH

20.00 Uhr

Dorfweihnachtsfeier für das

ganze Dorf vom Trachtenverein im

Gasthaus Negele

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Theater „Unsere kleine Stadt“

mit der Theatergruppe in der

Lechhalle

BAD BAYERSOIEN

16.00 Uhr

Seniorennachmittag im Sportheim

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert von Wally & Ami Warning

in der Tiefstollenhalle. Tickets:

19,90 € (VVK)/ 22 € (AK). VVK bei

PeissenBUCH, beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse Weilheim

und online (www.reservix.de)

WEILHEIM

10.00 bis 17.00 Uhr

Private Krippenausstellung von

Manfred Bögl am Betberg 6

20.00 Uhr

Traditionelles Weihnachtskonzert

der Stadtkapelle in der Stadthalle

th

alle

le

SCHONGAU

SO 17.12. .

9.00 bis 9.45 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion.

Unkostenbeitrag: 3 €. Weitere Infos

unter www.schongau-mammuts.

de. Die zweite Gruppe startet um 10

Uhr (bis 10.45 Uhr)

14.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

15.30 Uhr

Stadtführung im Advent. Treffpunkt

vor dem Rathaus. Kosten: 5 €

PEITING

20.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Knappschafts-

und Trachtenkapelle in

der Schloßberghalle

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Kartenvorverkauf für den Inthroball

im Rathaus

16.00 Uhr

Waldweihnacht des Sportvereins

am Grillplatz. Treff bei Holz Fichtl

RETTENBACH

14.00 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Kutschfahrten,

Nikolaus und Blaskapelle am

Gasthaus „Goldenes Kreuz“ in der

Ortsmitte

14.00 bis 18.00 Uhr

Tag der offenen Tür in der

Ladenwerkstatt „AchSo!“ des

St. Georgshofs. Weitere Infos auf

Seite 51

ROTTENBUCH

9.30 bis 13.00 Uhr

Adventsbrunch im Kunstcafé am

Tor. Ab 17 Uhr Feuertonne und

Glühwein

14.00 bis 18.00 Uhr

Dorfadvent mit Christbaum- und

Mistelverkauf, Sternenpuzzle-

Ausstellung, Herbergssuche

und Bläser der Musikkapelle im

Klosterhof

WILDSTEIG

19.30 Uhr

Adventssingen des Trachtenvereins

„Alpengruß“ in der Pfarrkirche

St. Jakob

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 17.00 Uhr

Weihnacht in der Brandstatt mit

lebender Krippe, Nikolaus und Musikkapelle.

Erlös zugunsten sozialer

Einrichtungen. Infos ab Seite 71

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet

WEILHEIM

10.00 bis 17.00 Uhr

Private Krippenausstellung von

Manfred Bögl am Betberg 6

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele — „Pygmalion“

im Stadttheater. VVK im Veranstaltungsbüro

u. beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse

BERNBEUREN

13.30 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Nikolaus,

Kutschfahrten, Tombola und frisch

geschlagenen Christbäumen vom

Auerberg am Marktplatz. Ab S. 71

SCHONGAU

MO 18.12.

10.00 bis 12.00 Uhr

SPRECHstunde „Demenz“ für alle

Betroffenen mit Doris Kettner in

der Holzhey-Seniorenstiftung.

Weitere Infos unter 0821 / 43019262

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

LECHBRUCK

16.30 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Lechhalle

SCHONGAU

DI 19.12.

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

WEILHEIM

15.00 Uhr

Theater für Kinder „Peterchens

Mondfahrt“ im Stadttheater. VVK

beim Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

SCHONGAU

MI 20.12.

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

RETTENBACH

11.30 Uhr

Seniorenmittagstisch in der

Skihütte

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet

WEILHEIM

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

in der Kirche St. Pölten.

Eintritt frei

SCHONGAU

DO 21.12.

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

HOHENFURCH

10.30 Uhr

Adventssingen des Kindergartens

beim Tannenbaum am Hauptplatz

WEILHEIM

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

in der Kirche St. Pölten.

Eintritt frei

SCHONGAU

FR 22.12.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE ALTLANDKREIS

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marienplatz

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele — „Pygmalion“

im Stadttheater. VVK

Veranstaltungsbüro u. Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse

asse

se

ROTTENBUCH

SA 23.12. .

17.00 Uhr

Feuertonne und Glühwein im

Kunstcafé am Tor

SO 24.12.

Heiligabend

BAD BAYERSOIEN

15.30 Uhr

Kinderkrippenfeier mit Kinderchor

in der Pfarrkirche St. Georg

/

92 | der altlandkreis


PEITING

MO 25.12.

1. Weihnachtsfeiertag

20.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Trachtenkapelle

in der Schloßberghalle

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Weihnachtsklänge der Blaskapelle

in der Pfarrkirche St. Georg

PEITING

DI 26.12.

2. Weihnachtsfeiertag

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting — EV Landshut

im Eisstadion

INGENRIED

16.00 Uhr

Waldweihnacht des kath. Landvolk.

Treffpunkt Unterführung Eckwald

BAD BAYERSOIEN

17.00 Uhr

Fackelwanderung um den Soier

See. Treffpunkt bei der Tourist-Info

WEILHEIM

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele — „Pygmalion“

im Stadttheater. VVK

im Veranstaltungsbüro und beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PEITING

MI 27.12.

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

LECHBRUCK

19.00 Uhr

Dorfweihnacht am Oberen Lechsee.

Treffpunkt zur Wanderung mit

Fackeln und Laternen ist um 18.30

Uhr am Rathaus o. Klinik Königshof

BAD BAYERSOIEN

14.00 Uhr

Gäste-Kinderrodeln am Aubichl.

Kostenlose Teilnahme, Anmeldung

bis 10 Uhr in der Tourist-Info. Nur

bei ausreichend Schnee

14.30 Uhr

Gäste-Rodeln am Aubichl. Kostenlose

Teilnahme, Anm. bis 10 Uhr in

der Tourist-Info

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt des Holzschnitzers

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet

20.15 Uhr

Sondervorstellung „Gut versichert

stirbt sich's leichter“ im Gasthof

Bayersoier Hof. VVK in der Tourist-

Info und an der Abendkasse

WEILHEIM

19.30 Uhr

Große Operettenrevue mit

Gunther Emmerlich und seinen

Solisten in der Stadthalle. VVK

KreisbotenTicketservie (Sparkasse)

DO 28.12.

BAD BAYERSOIEN

19.00 Uhr

Luftgewehrschießen für Gäste im

Schützenhaus. Keine Anmeldung,

keine Kosten

HOHENFURCH

FR 29.12.

18.00 Uhr

Traditionelles Zimmerstutzenschießen

im Gasthaus Negele

INGENRIED

Ganztags

Neujahrsanblasen d. Musikkapelle

november/ dezember 2017 | 93


BAD BAYERSOIEN

8.00 bis 20.00 Uhr

Neujahrsanblasen der Blaskapelle

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele — „Pygmalion“

im Stadttheater. VVK

im Veranstaltungsbüro und beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

SCHONGAU

SA 30.12.

19.00 Uhr

Musik zum Tagesausklang in der

Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt.

Eintritt frei. Spenden

kommen der Kirchenmusik in der

Pfarrei zugute

PEITING

Ganztags

Neujahrsanblasen der Knappschafts-

und Trachtenkapelle im

gesamten Ortsbereich

19.30 Uhr

Heimspiel EC Peiting — TEV Miesbach

im Eisstadion

SCHWABSOIEN

Ganztags

Neujahranblasen der Blaskapelle

19.00 Uhr

Konzert der Singgemeinschaft in

der Kirche St. Stephan

BAD BAYERSOIEN

8.00 bis 20.00 Uhr

Neujahrsanblasen der Blaskapelle

20.15 Uhr

Sondervorstellung „Der sanfte Tyrann“

im Gasthof Bayersoier Hof.

VVK Tourist-Info und Abendkasse

REICHLING

14.00 und 20.00 Uhr

Theater in der Mehrzweckhalle

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele — „Pygmalion“

im Stadttheater. VVK

im Veranstaltungsbüro und beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PEITING

SO 31.12.

Silvester

12.30 Uhr

Neujahrsanblasen der Knappschafts-

und Trachtenkapelle in

den Riedschaften

HOHENFURCH

9.00 Uhr

Neujahresanblasen der Blaskapelle

im Dorf

SACHSENRIED

Ganztags

Neujahranblasen der Blaskapelle

LECHBRUCK

19.00 Uhr

Silvester „Diamond Night“ im

Hotel Auf der Gsteig. Kosten: 99 €

(bei Vorkasse bis 15.12.: 90 €).

Reservierung unter 08862 / 98770

WIES

18.00 Uhr

Festliches Finale von Musik und

Wort in der Wieskirche. Eintritt frei

BAD BAYERSOIEN

14.00 Uhr

Gäste-Eisstockschießen für

Jedermann beim Schützenhaus.

Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung

bis 11 Uhr in der Tourist-Info

KINSAU

Ganztags

Neujahrsanblasen d. Musikkapelle

PEISSENBERG

13.00 bis 16.00 Uhr

Bockerlbahn Fahrtag an der

Tiefstollenhalle. Kosten: 1 €. Nur bei

trockenem Wetter

WEILHEIM

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele — „Pygmalion“

im Stadttheater. VVK

im Veranstaltungsbüro und beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

Änderungen und Fehler vorbehalten

INGENRIED

Ganztags

Neujahrsanblasen der Musikkapelle

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Theater „Unsere kleine Stadt“ der

Theatergruppe in der Lechhalle

94 | der altlandkreis

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

„altlandkreis“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 69.

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