SHE works! Magazin #Frauen #Wirtschaft #Karriere - Was ändert sich 2018

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Neues Jahr - neue Regeln. Neue Gesetze, neue Steuerregelungen und diverse Änderungen bei der Unternehmensführung sind zu bedenken und zu beachten. Die SHE works! Redaktion hat sich vor diesem Hintergrund in den letzten Wochen mal auf die Suche nach all dem gemacht, was uns 2018 erwartet. Rechtlich, steuerlich und auch terminlich. Außerdem geht es um Führungsmodelle und Wege aus der Krise.

SHE

works!

#Frauen

#Wirtschaft

#Karriere

Ausgabe 04. Dezember

2017

Neue Rechten,

neue Pflichten -

was ändert sich

2018

Kraft schöpfen aus der

Krise -

Gründerinnen-Story

Denkmodelle überdenken -

Was gute Führung

ausmacht


Inhalt

Editorial

Seite 3

Neue Rechte, neue Pflichten:

Das ändert sich ab 2018

Seite 4

SHE works! Ad(E)ventskalender

2018

Seite 11

Equal Pay Day 2018

Seite 14

Maker Faire für Macherinnen

Seite 10

Kraft schöpfen aus der Krise

Gründerinnenporträt

Seite 16

Denkmodelle überdenken

Was gute Führung ausmacht

Seite 19

Buchtipps

Seite 24

Auf der Straße des Erfolgs

Awards und Preise 2018

Seite 26

Das Letzte

Seite 27

2

Herausgeber:

SHE works!

Schäufele & Brößling GbR

Anschrift: Stegemühlenweg 7

37083 Göttingen

✆ 0551/4899075

info@she-works.de

Vertreten

durch:

Carolin Schäufele

Katja Brößling

V.i.S.d.P. Carolin Schäufele

(gem. § 55 Abs. 2 RStV)

Layout:

Fotonachweis:

Internet:

Katja Brößling

Impressum

Titelseite: pixabay

Seiten 2-13, 26, 28: pixabay

Seiten 16-18: YAKMANDU

Seite 19: Stephanie Borgert

www.she-works.de

Social Media:

http://www.facebook.de/sheworks.de

http://www.twitter.com/SHEworksDE


Liebe Leserinnen und Leser,

mit jedem neuen Jahr gilt es den eigenen

Betrieb auf die rechtlichen und steuerlichen

Updates einzustellen. Neue Gesetze, neue

Steuerregelungen und diverse Änderungen

bei der Unternehmensführung sind zu

bedenken und zu beachten.

Mühselig! Finden Sie nicht auch? Wir haben

uns vor diesem Hintergrund in den letzten

Wochen mal auf die Suche nach all dem

gemacht, was uns 2018 erwartet. Rechtlich,

steuerlich und auch terminlich. Ab Seite 4

können Sie in Ruhe nachlesen, was für Sie

und Ihr Business wichtig ist.

Im November hat der BPW Germany auch

die Equal Pay Day Kampagne 2018

gestartet. Unter dem Motto „Transparenz

gewinnt“ wird mit vielen bundesweiten

Veranstaltungen die fehlende Lohngleichheit

zwischen Männern und Frauen hingewiesen.

Seite 14

Ann-Carolin Helmreich hat gegründet,

YAKMANDU. Das kleine feine Label verkauft

Accessoires aus Nepal und dem Himalaya.

Die Berlinerin hatte 2015 das Erdbeben in

der Region selbst miterlebt und danach den

dringenden Wunsch dem Land zu helfen.

Daraus entstand dann YAKMANDU. Auf

Seite 16 stellen wir Ihnen die

Neuunternehmerin vor.

Wer noch nicht genug in dieser

stimmungsvollen Zeit zum Lesen hat, wir

haben mit Stephanie Borgert gesprochen,

Rednerin, Autorin und Weiterdenkerin. Sie

hat sich zum Ziel gesetzt, unser

unternehmerisches Denken nicht an

vorgegebenen Rezepten auszurichten,

sondern uns selbst das denken wieder zu

lehren! Spannend!

In den kommenden Wochen werden wir uns

mit unserem Januar-Magazin auseinandersetzen.

Wir haben das Thema Finanzen

zum Schwerpunktthema gemacht und

werden über Altersarmut bei Frauen (Helma

Sick hat uns Rede und Antwort gestanden)

über Geldanlagen und finanzielle

Abhängigkeiten berichten. Erscheinen wird

das Magazin am 8. Januar 2018.

Bis dahin Ihnen eine ruhige Adventszeit,

schöne Weihnachten und einen guten Rutsch

ins nächste Jahr!

Ihre Carolin Schäufele & Katja Brößling

3


Das ändert sich ab 2018

von Katja Brößling

Es ist in jedem Jahr das Gleiche: Mit dem

Jahreswechsel gibt es auch immer neue

gesetzliche Bestimmungen bzw. Änderungen an

bestehenden

Gesetzen.

Für das Jahr 2018 stehen viele Neuerungen rund

um das Mutterschutzgesetz an. Aber auch in den

Bereichen Betriebliche Altersvorsorge,

Mindestlohn, Künstlersozialkasse, Datenschutzgrundverordnung,

Geringwertige Wirtschaftsgüter

und im Steuer- und Verbraucherrecht gibt

es veränderte Regelungen und Vorschriften. Auf

den folgenden Seiten hat die SHE works!

Redaktion das Wichtigste für Sie

zusammengestellt.

4


Änderung beim Verbot der Nachtund

Sonntagsarbeit

Mehr Schutz bei Fehlgeburten oder

behinderten Kindern

Bereits seit 31.5.2017 gilt:

Mütter von Kindern mit Behinderung erhalten

insgesamt zwölf Wochen Mutterschutz nach

der Geburt.

Außerdem wurde ein Kündigungsschutz für

Frauen neu eingeführt, die nach der zwölften

Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt

erleben mussten.

Ab 2018 soll es keine Arbeitsverbote mehr

gegen den Willen der Schwangeren geben.

Wenn die Schwangere es selbst möchte, kann

auch die Möglichkeit der Sonntags-und

Feiertagsarbeit erweitert werden.

Für Arbeitszeiten zwischen 20 und 22 Uhr wird

laut BMFSFJ ein behördliches Genehmigungsverfahren

eingeführt. Der Arbeitgeber

hat dabei alle erforderlichen Unterlagen

bei der entsprechenden Behörde einzureichen.

Während der Prüfung kann der Arbeitgeber die

Frau grundsätzlich weiterbeschäftigen. Lehnt

die Behörde den Antrag nicht innerhalb von

sechs Wochen ab, gilt er als genehmigt.

5


Erweiterter Personenkreis im

Rahmen des Mutterschutzgesetzes

Das Gesetz soll jetzt künftig auch für folgende

Personen gelten:









Frauen in betrieblicher Berufsbildung

und Praktikantinnen im Sinne von § 26

des Berufs-bildungsgesetzes

Frauen mit Behinderung, die in einer

Werkstatt für behinderte Menschen

beschäftigt sind

Frauen, die als Entwicklungshelferinnen

tätig sind

Frauen, die als Freiwillige nach dem

Bundesfreiwilligendienstgesetz

beschäftigt sind

Frauen, die als Mitglieder einer

geistlichen Genossenschaft,

Diakonissen oder Angehörige einer

ähnlichen Gemeinschaft auf einer

Planstelle oder aufgrund eines

Gestattungsvertrages für diese tätig

werden, auch während der Zeit ihrer

dortigen außerschulischen Ausbildung

Frauen, die in Heimarbeit beschäftigt

sind

Arbeitnehmerähnliche Selbstständige

Schülerinnen und Studentinnen unter

bestimmten Voraussetzungen,

besonders soweit die Ausbildungsstelle

Ort, Zeit und Ablauf der

Ausbildungsveranstaltung verpflichtend

vorgibt.

6


Das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz

(BRSG) soll künftig dafür sorgen, dass auch

Beschäftigte kleiner Unternehmen und

geringfügig Beschäftigte Zugang zu einer

Betriebsrente erhalten. Damit alle

Beschäftigten möglichst viel Sicherheit und

wenige Risiken haben, wurde das neue

Sozialpartnermodell eingeführt. Es soll

sicherstellen, dass die Bedingungen für

betriebliche Altersversorgung zwischen

Arbeitgebern und Gewerkschaften auf gleicher

Augenhöhe ausgehandelt werden.

Ab Januar 2018 gilt der gesetzliche Mindestlohn ausnahmslos in

allen Branchen. Tarifverträge, die unter dem Mindestlohn liegen,

sind dann nicht mehr zulässig.

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt auch im Jahr 2018 pro

Stunde 8,84 Euro, denn laut Mindestlohngesetz wird der

gesetzliche Mindestlohn nur alle zwei Jahre neu festgelegt. So

wird im Laufe des Jahres 2018 die Mindestlohn-Kommission

beraten, wie hoch der Mindestlohn ab 2019 ausfallen wird.

Mehrere tarifliche Branchen-Mindestlöhne steigen aber bereits

zum 1.1.2018:

Berufliche Aus- und Weiterbildung: 15,26 € (alt 14,60 €)

Elektrohandwerk (Montage):

10,95 € (bundesweit)

Pflegebranche: West: 10,55 € (alt 10,20 €)

Ost: 10,05 € (alt 9,55 €) 7


Die Beiträge für die Künstlersozialkasse sinken 2018

auf 4,2 Prozent. Dies hatte die Bundesregierung

bereits im Sommer 2016 beschlossen und im

Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Bemessungsgrundlage

für die Zahlungen von Unternehmen, ist

die Gesamtsumme, die sie aufwenden, um einen

Künstler zu engagieren. Dazu zählen unter anderem

Gagen oder Honorare, Lizenzzahlungen sowie

Vergütungen für andere, auch technische

Nebenleistungen. Der Abgabesatz wird jährlich vom

Bundesarbeitsministerium festgelegt.

Zum 1. Januar werden die Grenzen für

geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

angehoben. Unter Berücksichtigung der

Mehrwertsteuersätze ergeben sich für den

Sofortabzug für GWG folgende Höchstwerte:

Nettobetrag Mwst-Satz Bruttobetrag

800,-€ 19% 952,-€

800,-€ 7% 856,-€

Vorteil: Smartphones, Tablets und andere

Gadgets müssen nicht mehr aufwändig

abgeschrieben werden.

8


Ab Mai 2018 tritt europaweit eine neue

Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Somit

wird Datenschutz zunehmend zur

Herausforderung für Betriebe.

Mit der DSGVO werden die Regeln für die

Verarbeitung von personenbezogenen Daten

durch private Unternehmen und öffentliche

Stellen EU-weit vereinheitlicht. So soll der

Schutz von personenbezogenen Daten

innerhalb der EU sichergestellt werden,

andererseits aber auch den Datenverkehr

innerhalb des Europäischen Binnenmarktes

gewährleistet werden.

Alle datenverarbeitenden Unternehmen, von

der Arztpraxis bis zum Handwerksbetrieb,

unterliegen den Vorgaben des

Bundesdatenschutzgesetzes und somit auch

der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung.

Ab 2018 verlängert sich die Abgabefrist für die

Steuererklärung. Es gilt dann der 31. Juli des Folgejahres

als letzter Termin für die Abgabe (für die Steuererklärung

2018 also der 31. Juli 2019). Wenn Sie einen

Steuerberater mit der Erstellung der Steuererklärung

beauftragen, hat dieser künftig bis zum 28/29. Februar des

übernächsten Jahres Zeit, die Steuererklärungen

einzureichen.

Auch der Verspätungszuschlag wird im Steuergesetz

neu geregelt. Bei Jahressteuererklärungen beträgt dieser

für jeden angefangenen Monat der Verspätung 0,25 % der

Steuernachzahlung, mindestens jedoch 25 EUR je

Monat. Fälle mit Nullfestsetzung oder Steuererstattung

werden nicht vom Verspätungszuschlag verschont. 9


Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB)

hat bereits im Mai 2016 beschlossen, den

500-Euro-Schein abzuschaffen. Die Ausgabe

der bis dato größten Euro-Banknote

wird "gegen Ende 2018" eingestellt. Bis dahin

werden die neu überarbeiteten 100- und

200-Euro-Scheine mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen

eingeführt sein. Bis Ende

2018 können Verbraucher noch weiterhin mit

der Banknote zahlen.

Kartenzahlungen, Überweisungen und

Lastschriften werden verbraucherfreundlicher.

Ab dem 13. Januar 2018 fallen gesonderte

Gebühren bei diesen Zahlungen weg. Die

Regelung geht auf die Zweite

Zahlungsdiensterichtlinie zurück und gilt

europaweit.

10


11


Social Media Week,

Hamburg

26.Februar - 2.März 2018

meccanica feminale

Schwenningen

27.Februar - 3.März 2018

Unternehmerinnen-Kongress Dresden

3. März 2018

PROJEKTIN - Konferenz

Nürnberg

10. März 2018

Equal Pay Day

18. März 2018

PANDA Automotive

14. April 2018,

Stuttgart

Unternehmerinnen-Safari

15. April 2018,

Berlin-Brandenburg

12


WoMenPower - Kongress

27. April 2018,

Hannover

28. April 2018,

Frankfurt / Main

9. Juni 2018,

Hannover

Unternehmerinnen-Safari

15. September 2018,

Berlin-Brandenburg

11.-12. Oktober 2018

München

PANDA Law

20. Oktober 2018

Frankfurt / Main

Noch mehr Termine gibt es unter

https://www.she-works.de/events

13


14

Unter dem Motto „Transparenz gewinnt.“

startete Mitte November die Equal Pay Day

Kampagne 2018. Initiiert wird die Kampagne

seit 2008 durch den Business and

Professional Women (BPW) Germany e.V.

und gefördert durch das Bundesministerium

für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Bei der Schließung der aktuellen Lohnlücke

von 21 Prozent spielt Transparenz eine

zentrale Rolle. Doch noch immer gibt es

viele Vorbehalte. Transparente

Gehaltsstrukturen werden von Beschäftigten

wie Arbeitgebenden mit großer Skepsis

betrachtet. Angst vor Neid in der Belegschaft

und vor einem unverhältnismäßigen

Bürokratieaufwand machen es nach wie vor

zu einem Tabuthema, über Geld zu

sprechen. Dabei zeigen die Erfahrungen in

anderen Ländern, dass transparente

Einkommensstrukturen positive Auswirkungen

haben.

Transparenz schafft Vertrauen und eine Basis

für Gehaltsverhandlungen auf Augenhöhe.

Denn nur wer weiß, was die Kollegen und

Kolleginnen in vergleichbarer Position

verdienen, kann beurteilen, ob das eigene

Gehalt Grund zur Zufriedenheit oder Anlass zu

Nachverhandlungen ist.

„Transparente Gehaltsstrukturen sind ein

Gewinn für alle – nicht nur für weibliche

Angestellte. Denn Transparenz beim Gehalt

zwingt dazu, gerecht nach Leistung zu

entlohnen, und verhindert, dass unbewusste

Vorurteile den Blick auf faires Entgelt verstellen.

Das wird den Gender Pay Gap deutlich

verringern.“ so Uta Zech, Präsidentin BPW

Germany. „Unser Ziel: Arbeitgebende und

Beschäftigte dafür zu begeistern,

Gehaltstransparenz Normalität werden zu

lassen!“

Im Sommer 2017 ist das Gesetz zur Förderung

der Transparenz von Entgeltstrukturen in Kraft

getreten.


Der EQUAL PAY

DAY

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den

geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied,

der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21

Prozent in Deutschland beträgt.

Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage

und das Datum des nächsten EPD: 18. März

2018. Angenommen Männer und Frauen

bekommen den gleichen Stundenlohn: Dann

steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu

dem Frauen umsonst arbeiten, während

Männer schon seit dem 1. Januar für ihre

Arbeit bezahlt werden.

Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative

des Business and Professional Women

(BPW) Germany e.V. erstmals in

Deutschland durchgeführt und wird seitdem

vom Bundesministerium für Familie,

Senioren, Frauen und Jugend finanziell

gefördert

.

Weitere Informationen sind unter www.equalpayday.de zu finden.

Seitdem wächst die Zahl und Vielfalt der

bundesweiten Veranstaltungen zum Equal Pay

Day von Jahr zu Jahr stetig. Die zahlreichen

Aktionen hunderter deutscher Städte und

Gemeinden verhelfen dem Thema zu

beachtlicher Sichtbarkeit im öffentlichen Raum.

BPW ist eines der größten und ältesten

Berufsnetzwerke für angestellte und

selbständige Frauen. BPW Germany ist Teil des

BPW International, der in rund 100 Ländern

vertreten ist und Beraterstatus bei den

Vereinten Nationen und beim Europarat

genießt. Inzwischen findet der Equal Pay Day in

über 20 europäischen Ländern statt.

Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in

den USA. Die amerikanischen Business and

Professional Women schufen 1988 mit der Red

Purse Campaign ein Sinnbild für die roten

Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen

Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass

die roten Taschen bundesweit längst zum

Symbol des Equal Pay Day wurden.

15


Ann-Carolin Helmreich, Gründerin von YAKMANDU

von Carolin Schäufele

Ann-Carolin Helmreich ist 34 Jahre alt, gebürtige

Mannheimerin und seit 10 Jahren

Wahlberlinerin. YAKMANDU hat sie im Jahr

2015 gegründet. Im Jahr 2017 war sie

Gewinnerin des Unternehmerhelden Awards von

debitoor.

Frau Helmreich, Sie haben YAKMANDU

gegründet. Können Sie Ihr Unternehmen und

die Idee dahinter kurz skizzieren?

16

YAKMANDU ist ein kleines Fair Fashion Label

für Accessoires wie Schals und Taschen.

Wir verbinden nepalesisches Kunsthandwerk mit

urbanem Zeitgeist und verhelfen so alter

Webkunst aus dem Himalaya zu neuem Glanz.

Vor allem aber stehen wir dafür, dass Mode Sinn

machen darf und nicht nur dem Konsumenten

befriedigt. Unsere Entwürfe werden von einer

der ältesten Fair Trade Organisationen Nepals

von Hand gefertigt und das ausschließlich von

Frauen. Diese haben aufgrund ihrer

persönlichen Geschichte oft keinen Zugang zum

Arbeitsmarkt, denn als geschiedene, behinderte,

verwitwete oder alleinerziehende Frau erhält

man in Nepal selten Chance auf ein Einkommen

und ist der Armut ausgeliefert. Das möchten wir

ändern.

Ann-Carolin Helmreich

Wir spenden zusätzlich von jedem Einkauf 10%

nach Nepal an unsere Hilfsorganisation oder

ausgewählte soziale Projekte.

Was gab den Impuls sich selbstständig zu

machen?

Eine Asienreise 2015 nach einer persönlichen

Krise hat mich dazu bewogen. Ich war zuvor

schon in der Internetbranche, hatte sieben

Jahre im Management-Board von

ABSOLVENTA hinter mir gelassen und war

ausgebrannt und leer. Zugleich hatte ich großen

Hunger auf Leben und Neues als ich mich mit

einem One-way-Ticket auf den Weg machte.


In Nepal wurde ich vom Jahrhunderterdbeben

überrascht, das 9.000 Menschen das Leben

kostete. Ich gründete vor Ort innerhalb von

24h eine Initiative mit ein paar Einheimischen

und half dem Land beim Aufbau. Das hat

mich nicht nur tief bewegt, sondern mir auch

gezeigt, dass eine Gründerin in mir steckt.

Wenn ich in einem Katastrophengebiet ohne

fließend Wasser und Strom zur Gründung

einer Hilfsorganisation fähig bin, dann geht’s

doch sicherlich auch in der sicheren Heimat.

Nach meinen intensiven Erlebnissen in Nepal

stand außer Frage, dass ich auch

wirtschaftlich Brücken schlagen möchte um

die Menschen zu unterstützen und so habe

dann YAKMANDU gegründet.

Gründungen sind eine arbeitsintensive

Zeit mit Höhen und Tiefen. Was waren die

größten Hemmnisse bei Ihrer Gründung?

Das größte Hemmnis ist ja oft die Gründerin

selbst, habe ich gemerkt.

Eigene Glaubenssätze die einen blockieren

können, ein Mangel an liebevollem Umgang

mit den eigenen Schwächen oder

Fehlentscheidungen, das kann schon an

einem nagen. Ich bin neben YAKMANDU

auch Coach & Beraterin und weiß daher in

der Theorie, wie ich so etwas vermeiden

kann. Dennoch ist der Umgang mit der

eigenen Entwicklung zur Gründerin sicherlich

für mich der herausforderndste Part

geblieben.

Dazu kommt, dass die Zusammenarbeit mit

einem Drittweltland nicht einfach ist. Die

Vorstellungen von Qualität, das Einhalten von

Lieferfristen, die Umsetzung von Designs, da

muss ich immer wieder viel innere

Gelassenheit und äußere

Durchsetzungsstärke beweisen.

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Wer oder was hat Sie bei der Umsetzung

unterstützt?

Mein persönliches Umfeld, allen voran

meine Familie, ist der Wind unter meinen

Flügeln. Zeitgleich zu mir haben sich auch

ein paar Freunde selbstständig gemacht und

ich habe erstmals gespürt, wie sehr ein

Netzwerk trägt. Plötzlich kam von vielen

Seiten Hilfe und Zuspruch, wertvolle

Kontakte und kostbare Initiative und das ist

auch jetzt noch so. Ich habe gelernt nach

Hilfe zu fragen und diese auch anzunehmen.

Persönlichkeitsentwicklung ist ebenfalls ein

sehr unterstützendes Instrument und so

haben mir Coachings, Konferenzen und

Seminare sehr viel Auftrieb auf dem Weg zu

mir selbst gegeben. Ich versuche einen

gesunden Teil meiner Zeit in mich selbst und

meine Entwicklung zu investieren. Damit

meine ich auch, aber weniger, fachliche

Themen.

Vor allem geht es mir darum, meine innere

Balance zu wahren und mich immer auf dem

Weg zu befinden, wirklich bei mir und meinen

Bedürfnissen zu sein. Das beflügelt mich dann

auch, eine gute Unternehmerin zu sein mit den

Werten, die ich persönlich damit verbinde.

Haben Sie Förderprogramme genutzt bzw.

beantragt, um Ihre Idee umzusetzen?

Nein, bis jetzt noch nicht, der Papierkrieg ist für

mich total abschreckend. Wenn mich da jemand

unterstützen will – sehr gerne ;-)

Ihr Tipp für andere Gründerinnen.

Schau weniger nach rechts und links auf das,

was Andere tun. Nimm dir lieber Zeit in DICH zu

schauen und dort die Quelle deines Schaffens zu

finden. Wenn Dinge aus der Intuition geboren

werden, gerade bei uns Frauen, dann sind sie

stimmig. Also Mut beweisen und wahrhaftig sein.

18


Was gute Führung ausmacht

von Carolin Schäufele

Stephanie Borgert ist Rednerin, Autorin und

Weiterdenkerin. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in

der Beratung und Entwicklung neuer

Führungsmodelle. Wichtig ist ihr vor allem, dass

die Menschen wieder anfangen selber zu

denken.

SHE works! hat gefragt, was eine Weiterdenkerin

tut.

Frau Borgert, Sie sind Rednerin, Autorin und

Weiterdenkerin. Rednerin und Autorin

erklären sich. Was verbirgt sich hinter der

Weiterdenkerin?

Der Begriff beschreibt einen wesentlichen Teil

meiner Arbeit, der tatsächlich aus Denken

besteht und verschiedene Schulen und

wissenschaftliche Bereiche miteinander

verknüpft. Ich bediene mich Erkenntnissen aus

den Systemtheorien, den Neurowissenschaften,

der Soziologie und Psychologie und übertrage

Sie auf Führung und Management. Daraus

entstehen übergreifende Ideen und Ansätze, um

Führung zukunftsorientiert und gleichzeitig

leichter zu machen. So habe ich beispielsweise

ein Modell Hoch Adaptiver Organisationen

entwickelt, welches die Stellschrauben für

Flexibilität und Widerstandsfähigkeit beschreibt.

Stephanie Borgert

Was macht für Sie eine gute Führung in

einem Betrieb aus?

Im Idealfall: wenn Führung als Dynamik

verstanden wird und nicht als Prädikat eines

einzelnen Menschen. Das bedeutet in der

Konsequenz, dass es keine formale

pyramidische Hierarchie mehr gibt und kein

Denken in „oben und unten“, sondern

Selbstorganisation im echten Sinne (also

nicht verwechselt mit Selbstmanagement).

19


Die meisten Betriebe sind heute aber noch

formal-hierarchisch organisiert, können aber

„trotzdem“ einiges für eine gute Führung tun.

Der populäre Begriff dazu ist partizipative

Führung und meint das Einbeziehen aller

Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse und

Delegieren von Verantwortung. Führung

bedeutet dann vielmehr den passenden

Rahmen, die passenden Bedingungen zu

schaffen, um die Fachexperten Ihre Jobs

bestmöglich machen zu lassen. Ohne sich

im Detail einzumischen oder Vorgaben zu

machen, wie die Experten Ihre Arbeit

machen sollen. Das alles funktioniert aber

nur, wenn dahinter eine entsprechende

Haltung der Führungskräfte steht. Solange

Kontrolle und zentrale Steuerung die

grundlegende Idee von Führung sind, sind

alle guten Ansätze nur Makulatur. Und damit

sind wir wieder am Punkt der

Organisationsstruktur. Führung und

Organisation lassen sich nicht getrennt

voneinander betrachten. Somit sind ein paar

wesentliche Aspekte guter Führung:








Verantwortung in die Teams geben

Entscheidungen dort treffen, wo die

Expertise ist

Freiräume (zeitlich, räumlich,

fachlich) schaffen, um zu lernen

Teamziele verabreden statt

individueller Incentivierung

Vertrauen geben und nehmen

Fehlerfreundlichkeit etablieren

Über fortlaufendes Feedback das

Teamgefüge balancieren

Damit ist schnell klar, dass das Bild vom

Helden ausgedient hat (es stimmte ja eh

noch nie) und wir uns stärker mit der

Selbstorganisation auseinandersetzen

sollten.

Sie selbst haben die Erfahrung gemacht,

dass Frauen tatsächlich an die

sogenannte gläserne Decke stoßen. Was

haben Sie erlebt?

Bevor ich Unternehmerin wurde hatte ich

eine „ordentliche“ internationale Karriere in

der IT. Ich habe mehrfach erlebt, dass ich

mit meinen Führungskräften oder auch

Kollegen eine tolle Zusammenarbeit hatte

bis zu dem Punkt, an dem ich zu erfolgreich

oder zu einflussreich wurde. Dann wendete

sich das Blatt und ich lief gegen

Betonpfosten mit neuen Ideen oder bekam

keine Unterstützung in Konfliktfällen.

Beispielsweise wurde mir von einer

Geschäftsführung ein großer Kunde direkt

nach Abschluss eines lukrativen Vertrages

(den ich akquiriert und verhandelt hatte)

entzogen, weil der „old boys club“ aus

Geschäftsführung und Vertriebskollegen

eine Umverteilung der Kundenzuständigkeiten

für sinnvoll hielten. Dass ich

ähnliche Erfahrungen mehrfach gemacht

habe, war sicher ein Teilmotiv mich

selbstständig zu machen. Zudem glaube ich,

dass ich eben auch nicht „systemkonform“

war. Ich habe Vieles in frage gestellt,

Prozesse, Verfahren, Abläufe und so weiter,

also habe ich gestört. Und das halte ich für

eine gerade bei Frauen häufig anzutreffende

Eigenschaft.

Ist Ihr Beispiel ein Einzelfall oder Alltag?

Es ist wohl eher Alltag und hat sicher viele

Ursachen. Die eine liegt, nach meiner

Erfahrung, in dem „Störfaktor“, den Frauen

in Organisationen einbringen können. Wenn

Frauen hinterfragen, wie und was gemacht

wird, dann reagiert das System mit

Ablehnung des Unbequemen. Das ist

typisches Systemverhalten.

20


Wer ein System stört, wird eventuell eben

ausgespuckt. Frauen sind anders als Männer

und tradierte Organisationen haben noch immer

vermehrt Herren in leitenden Funktionen,

weshalb es so aussieht, als wollten die Männer

ganz explizit die Frauen aus Ihrem Club

raushalten. Es ist aber mehr eine Systemfrage,

wobei ich natürlich Egoismen bei Einzelnen

nicht ausklammere.

Was muss hier passieren, dass auch Frauen

ungehindert Karriere machen können?

Das ist eine sehr große Frage, deren Antwort

nicht nur in unseren Organisationen liegt. Das

ist ein gesellschaftlicher Punkt, der z.B. das

Rollenverständnis oder auch den Aspekt der

Kinderversorgung tangiert. Es geht also auch

hier um Rahmenbedingung und Haltungen. Ich

kenne Unternehmen, die einen Teil der

Rahmenbedingung selber schaffen, nämlich

eine Kinderbetreuung eingerichtet haben, als es

sich als sinnvoll und notwendig ergab. Viel

grundlegender aber ist das Denkmodell in den

Köpfen, und zwar von Frauen und Männern.

Wenn wir aufhören den Frauen ein Stück

Weiblichkeit und Verantwortung abzusprechen,

sobald sie Karriere machen wollen und Männer

nicht mehr als unmännlich betrachten, wenn sie

Hausmann sein möchten, dann sind wir im

Denken flexibel genug.

Sie haben in unserem Vorgespräch erwähnt,

dass Sie als Führungskraft mehr an Excel

Tabellen gearbeitet haben als sich den

Menschen anzusehen. Sind das klassische

Führungsfehler?

Das sind klassische Organisationsfehler und

damit Führungsfehler, die ich aber nicht den

einzelnen Menschen ankreide. Damals habe ich

eben auch systemkonform viel Planung

gemacht, Gespräche dokumentiert, KPI’s erfüllt.

Viele dieser Dinge haben keinen Anteil an der

Wertschöpfung und dienen einem Selbstzweck.

Sie sind Ausdruck unserer oftmals starren,

überbürokratisierten Organisationen.

Beispielsweise habe ich Mitarbeiterjahresgespräch

führen müssen mit Beratern,

die ich das Jahr über kaum gesehen habe,

weil sie beim Kunden vor Ort waren. Denen

sollte ich dann vorschlagen, mit welchen

Weiterbildungen sie sich persönlich entwickeln

sollen. Das ist totaler Quatsch. Das habe ich

damals schon so empfunden, aber mitgemacht

und dem System genügt. Ich habe ganz klar

IM System gearbeitet und nicht AM System. IM

System fokussiere ich eben auf einzelne

Ereignisse und Menschen, womit ich

höchstens optimieren kann. AM System

bedeutet die passenden Strukturen zu

schaffen, damit die Menschen arbeiten

können.

STEPHANIE BORGERT

Die Irrtümer der Komplexität

Warum wir ein neues Management

brauchen

260 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-86936-661-6

€ 34,90 (D)

GABAL Verlag, Offenbach 2015

21


Ihr Ansatz ist, dass Ihr Gegenüber das

eigene Denken wieder anwirft und nicht auf

fertige Rezepte hofft. In unserer Zeit

ungewöhnlich. Wie reagieren Ihre

Gesprächspartner?

Gerne mal mit sofortiger Argumentation

weshalb das bisherige Denkmodell erhalten

bleiben muss. Das ist ja auch menschlich. Wir

haben uns unsere Welt in eigenen Wahrheiten

zurecht gebastelt und sollen das dann infrage

stellen. Das ist unbequem. Deshalb lehnen die

Menschen gerne zunächst ab. Ein klassisches

Beispiel: Viele Führungskräfte sind davon

überzeugt, dass demotiviertes Verhalten in

den Persönlichkeiten der Mitarbeiter verankert

ist. Das „belegen“ Sie, in dem sie Situationen

aus der Vergangenheit wiedergeben, in dem

sich ein Mitarbeiter demotiviert verhalten hat.

Was immer damit auch gemeint ist, denn

Demotivation wird dem Mitarbeiter ja als

innerer Zustand zugeschrieben. Meine Frage

an die Führungskraft ist dann häufig: „Wie

haben Sie dem Mitarbeiter die Demotivation

denn beigebracht?“ Ich bin davon überzeugt,

dass Menschen sich demotiviert verhalten und

nicht per Charakter demotiviert sind. Diese

Überzeugung speist sich aus meinem

Menschenbild. Zudem verhalten Menschen

sich rollen- und systemkonform. D.h. es gibt

Bedingungen, Vorgänge, Vorgaben o.ä., die

den Mitarbeiter zu diesem Verhalten bringt. Es

ist also eher die Frage nach der Struktur, die

das Verhalten hervorbringt. Damit sind wir auf

der Kollektivebene und schauen nicht mehr

auf den Einzelnen. Dieser Blickwechsel fällt

vielen Führungskräften schwer, denn sie sind

alle darauf trainiert, die Einzelnen zu

bearbeiten, damit das große Ganze

funktioniert.

Sie arbeiten mit Männern und Frauen. Wo

liegt der Unterschied zwischen den

Geschlechtern?

Bleibe ich bei der Beantwortung dieser Frage

auf dem Punkt des Denkens, dann liegt der

für mich wahrnehmbare Unterschied darin,

dass Frauen ihre Denkmodelle leichter und

schneller zu überprüfen bereit sind. Eine

bisherige Überzeugung mal bei Seite zu

lassen und mit dem gegenteiligen Gedanken

auf eine Situation zu schauen, scheint den

Frauen mehr zu liegen als den Herren. Das

korrespondiert mit der Erfahrung, dass

Frauen in Führungspositionen häufig

Störfaktoren sind, weil sie nicht nur ihre

eigenen Denkmodelle, sondern auch

Prozesse, Verabredungen & Co. infrage

stellen.

Trotz dieser Unterschiede treten Sie dafür

ein, diese geschlechtstypischen Charaktermerkmale

nicht zu trennen, sondern zu

verbinden. Mit welchem Ziel?

Das gilt nicht nur für geschlechterspezifische

Unterschiede, sondern generell. Wir

unterscheiden sehr oft und viel in der

Zusammenarbeit. Zwischen Kompetenzen,

Abteilungen, Denkmustern, entweder oder.

Die Unterschiede zu sehen, sich ihrer

bewusst zu sein und sie zu nutzen, bedeutet

Diversität. Wir brauchen in einer komplexen

Welt genau die Unterschiede in Sichtweisen,

Meinungen, Kenntnissen, weil niemand mehr

alleine die Antworten kennt. Zu trennen

bedeutet aber Ab- und Ausgrenzung, das

kann Kooperation nicht fördern. Zu sehen, wo

und wie wir verschieden sind und das als

Potential zu verstehen, ist der Schlüssel.

22


Obwohl Sie sagen, dass es Frauen

grundsätzlich leichter fällt, umzudenken

und sie offener sind für gedankliche

Updates, halten Sie nichts von reinen

Frauennetzwerken. Warum?

Ich habe bisher einfach keine guten

Erfahrungen mit ihnen gemacht. Die meisten

Netzwerke erlebe ich als geschlossene

Gesellschaften, in denen Männer keinen

Zutritt haben (sollen). Das ist Abgrenzung,

aber wozu soll die gut sein? Was wir

brauchen ist eine Zusammenarbeit mit den

Männern, nicht ohne sie. Ein Argument ist

dann oft, dass Frauen unter sich dann mal

über die Themen reden können, die sie im

Job nicht so offen ansprechen mögen. Ich

erlebe dann aber, dass das, was besprochen

wird nichts mit dem Beruf und der Arbeit zu

tun hat, sondern leider oft mit Kosmetik,

Ernährung oder Stricken. Das ist als

Gesprächsthema selbstverständlich alles in

Ordnung, aber bitte nicht als Schwerpunkt auf

als „professionell“ gekennzeichneten

Netzwerktreffen. Die Frage, die bei dann

aufkommt ist wieder die nach dem Rollenbild.

Welche Rollenbild haben wir Frauen selber

denn eigentlich?

Wenn die Frauennetzwerkvereinigungen

darauf antworten „Eines von

Selbstverständlichkeit in Beruf und

Karriere“, dann möchte ich das auch

erleben können.

Sie haben auch schon Bücher

geschrieben, häufig mit dem Begriff

Komplexität. Worauf zielen Sie damit

ab?

Führungskräfte und Manager können sich

Ihr Arbeitsleben leichter machen, wenn sie

die Komplexität unserer Welt akzeptieren

und verstehen.

Jedes Unternehmen ist ein komplexes

soziales System und es herrschen noch so

viele Missverständnisse im Umgang damit.

Die möchte ich gerne auflösen und Impulse

für ein zeitgemäßes Management liefern.

Dahinter steht, wenn wir die Gedanken

ernsthaft denken, ein Paradigmenwechsel.

Die noch vorherrschende

Managementdenke kommt aus dem

Zeitalter der Industrialisierung ist längst von

der Realität überholt. Nun ist es höchste

Eisenbahn, das in der Führung auch

umzusetzen.

Buchempfehlungen für unsere Leserinnen:

Watzlawick, Paul: Anleitung zum Unglücklichsein

Hamel, Gary: Das Ende des Managements

Borgert, Stephanie: Die Irrtümer der Komplexität

Simon, Fritz B.: Gemeinsam sind wir blöd!?

23


In diesem Buch gibt es auf 320 Seiten 30

authentische Stories von erfolgreichen

Gründerinnen aus Deutschland, Österreich

und der Schweiz, die in inspirierenden

Interviews über ihre Ideenfindung,

Gründungsphase, Herausforderungen und

Lernprozesse erzählen. Diese Frauen sind

echte Vorbilder für alle, die ihre eigenen

Ideen und Visionen verwirklichen und

dabei ihrer Leidenschaft folgen wollen.

Val Racheeva und Maxi Knust

Hardcover, Preis: 39,99€

>>>Zum Bestellen hier klicken

Die Vorstellung, dass Frauen einen

Anspruch darauf erheben könnten, an

intellektuellen Gesprächen teilzunehmen

oder einfach nur ihre Meinung zu äußern,

hat über Jahrhunderte Männer der

Gesellschaft, in der Politik und in der

Wissenschaft in Angst und Schrecken

versetzt. Stefan Bollmann stellt in seinem

neuen Buch 30 Frauen vor, die als

Vordenkerinnen, Forscherinnen, Frauenrechtlerinnen

oder Rebellinnen politische

Systeme kritisierten, in männliche

Wissensdomänen vorgedrungen sind oder

bestehende Denkmodelle hinterfragt

haben.

Gebundene Ausgabe, 24,95 Euro

24


So leicht lassen sie sich nicht aus der Ruhe

bringen und sie genießen es, niemandem mehr

etwas beweisen zu müssen. Sie spüren große

Lebenslust, sind interessiert und aktiv. Ute

Karen Seggelke hat 21 Frauen, die das

sechzigste Lebensjahr überschritten haben,

fotografiert und ihnen Fragen gestellt. Über ihre

Kindheit, ihre Familie, über Liebe und Tod,

Neugierde und Ängste. Ihre ehrlichen Porträts

stehen für eine ganze Frauengeneration und

machen klar, dass die reifen Jahre

Bereicherung bedeuten.

Ute Karen Seggelke

Taschenbuch, Preis: 14,99€

Von Frauen für Frauen

Sie waren Heilige, Kaiserin oder Kurtisane,

sie sind Künstlerin, Forscherin oder

Bürgerrechtlerin. Sie alle kommen in

diesem Kalender mit wahren, geistreichen,

selbstbewussten und humorvollen

Äußerungen zu Wort.

- Zitate von berühmten Frauen der Weltund

Zeitgeschichte

- Informative Kurzbiografien mit den

wichtigsten Lebensstationen und -

leistungen auf der Rückseite

- Berühmte weibliche Geburtstagskinder

aus Kultur, Wissenschaft, Politik und

Gesellschaft

Kalender 12,99 Euro 25


von Katja Brößling

Eigene Ideen präsentieren ist immer gut.

Erstens bringt es Sichtbarkeit und

Anerkennung und zweitens schmeichelt

es auch dem Ego, sich mal selbst vor

Augen zu führen, was man schon alles

geschafft hat.

Ein guter Anlass sind Unternehmerinnen-

Preise, die jedes Jahr wieder von

unterschiedlichen Gremien und

Institutionen ausgelobt werden.

Hier gibt es einen groben Überblick, was

da 2018 so alles in Frage kommt.

EMOTION.award

Emily-Röbeling-Preis

Sächsischer Gründerinnenpreis

Engineer Power Woman 2108

Victress Award 2018

Helga-Stödter-Preis 2018

Unternehmerhelden Award 2018

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(Eigentlich) das Letzte….

Heute von einem Mann geschrieben – Jürgen Jenauer

Was kann man alles auf Frauenwirtschaftsmessen erleben - gelegentlich geht es sogar

um Frauen in der Wirtschaft. Aber nicht nur. Es sei denn, auch Stände die sich intensiv

mit den Themen Fitness für die Frau ab 40 ("Bodyshaping statt Bürostuhl"), Wellness

("Wer weiss, wann man wieder dazu kommt?") , Esoterik ("Kauf zwei Glaskugeln zum

Preis von einer!") oder faltenfreier Haut dank exorbitant teurer Naturkosmetik aus

garantiert natürlichen Naturprodukten beschäftigen, gehören zum Themenkomplex.

Gut, irgendwie sicher, weil sie wahrscheinlich trotz allem auf solchen Messen

wirtschaftlich arbeiten. Sprich, sich rechnen. Die Alternative wäre vielleicht der

Impulsvortrag zum Thema "Wie kann ich mich besser vernetzen und mein Start-Up

voranbringen- mit samtweicher Haut!".

Ja, schön. Aber irgendwie muss dann doch die Frage erlaubt sein, was all dies auf

einer WIRTSCHAFTSmesse für Frauen zu suchen hat? Die Vorstellung des "Faltenfrei

in 30 Sekunden" online- Shops inklusive praktischer Anwendungsdemonstrationen und

Sofort-Kauf Option? Man stelle sich vor, auf einer Messe wie der CEBIT, die von der

Besucherstruktur her ein zumindest leichtes Übergewicht an Männern haben dürfte,

steht zwischen dem Stand einer Computerfachzeitschrift und einem Raspberry Pi

Bastelprojekt noch eine "Bodylotion for Men"-Testtube. Ich bin sicher, irgendwo

existiert eine Welt, in der das stattfinden könnte.

Warum auch? Eigene Messen für Frau und Mann, die jedes Klischee bedienen, gibt es

doch genug. Zum Beispiel die "Man's World" in Hamburg - Edelautos, Zigarren,

Luxusuhren, Maßanzüge sowie Outdoor- und Adventure-Ausrüstung soll´s da für den

Herrn von heute geben. Merkwürdig, dass niemand auf den Gedanken kommt da

einen Stand aufzubauen, der sich mit, sagen wir, "effektiver Buchhaltung" beschäftigt.

Oder: "Steuern sparen - aber ohne Tricks".

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SHE works! wünscht

besinnliche Festtage und ein

erfolgreiches Neues Jahr

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