SHE works! - Das Leben leben und gestalten #Frauen #Wirtschaft #Karriere

sheworks

Das Leben ist mehr als nur Arbeit, aber Arbeit ist ein Teil davon. Wie also wollen wir unser Leben gestalten? Ist Digitalisierung das Allheilmittel, um Zeit zu sparen und das Leben leichter zu machen? Was wollen wir verdienen? Wie soll unsere Umgebung aussehen? In Bezug auf die women&work versuchen wir die Fragen nach dem Lebensdesign zu beleuchten. Mit dabei: Inka Aniol, Stephanie Borgert - Rednerin, Beraterin, Autorin, Nicole Truchseß, Deneb Moosmeier von GYMDER und mehr.

SHE

works!

#Frauen

#Wirtschaft

#Karriere

Ausgabe 25. April 2018

Wie wollen

wir leben?

Was wollen

wir verdienen?

Wie digital

sind wir?


Inhalt

Editorial

Seite 3

Grußwort von Melanie Vogel

Seite 4

Wie wollen wir leben?

Seite 5

Agiles Arbeiten

Seite 8

Was wollen wir verdienen?

Seite 11

Wohnpsychologie am Arbeitsplatz

ENDLICH MONTAG

Seite 17

Delegieren lernen

Seite 22

Analog vs digital

Ist Technik die Lösung unserer Probleme?

Seite 24

Social Media - da trau ich mich

nicht ran

Seite 30

Netz(werk)e knüpfen

Seite 35

SPORT DIGITAL

Seite 37

Impressum


2


EDITORIAL

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

immer neue Studien und Untersuchungen

belegen, dass die Digitalisierung und

Globalisierung eine komplette Veränderung

unserer aktuellen Arbeitswelt nach sich

ziehen. Neue Techniken und Technologien

verändern unser Leben und fordern eine

andauernde Anpassung von uns. Eine

enorme Belastung.

Da stellt sich automatisch die Frage: Wo

bleibt bei diesen ganzen technischen

Änderungen eigentlich der Mensch? Ob

Familie, Büro oder allein der Aufbau und die

Leitung eines Unternehmens sind hiervon

betroffen. Unser Lebensdesign muss oft neu

ge- und überdacht werden.

Die europaweit größte Karrieremesse für

Frauen, die women&work (28. April 2018 in

Frankfurt/Main), hat sich vor diesem

Hintergrund mit genau diesem Thema

befasst und es als Schwerpunkt der

diesjährigen Messe gewählt: Lebensdesign -

Wie kann der Mensch in

veränderungsreichen Zeiten zum

erfolgreichen Architekten seines Lebens

werden?

Inka Aniol, Wohnpsychologin, erklärt worauf

es bei der Architektur und Ausstattung von

Büros ankommt. (Seite 21). Stephanie

Borgert, Autorin des Buchs „Unkompliziert“ ,

gibt einen Einblick in agiles Arbeiten, abseits

der Digitalisierung. Und die Autorin Nicole

Truchseß erklärt, wie sie es schafft ihr

Berufsleben so zu gestalten, wie sie es will.

Wir haben außerdem einen Blick darauf

gewagt, was online vielleicht besser geht als

offline und umgekehrt. Ob netzwerken,

Sport nach dem Feierabend oder

delegieren, was passt eigentlich zum

eigenen Lebensdesign und wie lässt es sich

vielleicht optimieren? Unser neues

E-Magazin sucht und gibt die ein oder

andere Antwort zum Thema.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme und

hilfreiche Lektüre, gehen jetzt mal kurz

selbst offline und genießen ganz nach altem

Stil die Sonne.

Ihnen allen einen wundervollen Frühling und

viel Spaß auf der women&work.

Carolin Schäufele & Katja Brößling

Wir von SHE works! haben im Rahmen der

Medienkooperation mit der women&work

dieses Thema aufgegriffen und versucht,

einen Blick in die verschiedenen Richtungen

zum Thema Lebensdesign zu werfen.

3


GRUßWORT

Liebe Besucherinnen,

4

wir leben in einer extremen Welt der

Veränderung. Digitalisierung und Industrie

4.0 geben das Tempo vor – und läuten eine

(R)Evolution der Arbeitswelt ein. Anpassung

und Flexibilität sind zur neuen Erfolgsformel

geworden, denn auch die individuellen

Arbeitsumgebungen verändern sich in

einem immer rascheren Tempo. Das hat

Auswirkungen auf unsere Karriere- und

Lebensgestaltung.

Wie können wir mit einer Welt des Wandels

umgehen? Wie schaffen wir es, auf den

Wellen der Veränderung zu surfen und uns

nicht von ihrer Macht unter Wasser ziehen

zu lassen?

Um diese Fragen dreht sich in diesem Jahr

das Schwerpunktthema „Lebensdesign“ der

achten women&work am 28. April in

Frankfurt am Main: Wie können wir in

veränderungsreichen Zeiten zu

erfolgreichen Architektinnen unseres

Lebens werden?

Wie immer haben wir dazu spannende

Referentinnen eingeladen und freuen uns

ganz besonders auf unseren VIP-Gast Sissi

Perlinger. Die mehrfach preisgekrönte

Schauspielerin, Kaiserin der Comedy und

Lebenskünstlerin wird Backstage erzählen,

wie sich ihr Leben nach ihrem Burnout

verändert hat und wie sie heute über

Karriere, Erfolg und Geld denkt.

Natürlich spielt die Wahl des Arbeitgebers

eine große Rolle, wenn es um Wohlbefinden

am Arbeitsplatz, Vereinbarkeit von Beruf

und Familie und interessanten

Berufsperspektiven für Frauen geht. Und

genau dafür lohnt sich ein Besuch der

women&work, denn die über 100

Top-Arbeitgeber bieten in vielen Bereichen

tolle Möglichkeiten, um Karriere l(i)eben zu

können.

Welche Strategien Frauen zum Einstieg und

Aufstieg nutzen und wie

Wiedereinsteigerinnen die eigene Karriere

von langer Hand planen und durchzugsstark

und zielstrebig angehen können – auch das

ist Lebensdesign und wird auf der

women&work 2018 in vielen Vorträgen, in

der Karriere- und Leadership-Lounge oder

an den Messeständen der Arbeitgeber

thematisiert.

Wir wünschen Ihnen viele interessante

Gespräche, motivierende Impulse und einen

insgesamt erfolgreichen Messebesuch.

Das gesamte Messeprogramm finden Sie

unter www.womenandwork.de

Ihre Melanie Vogel

Initiatorin der women&work

www.womenandwork.de


Wie wollen wir leben?

Lebensdesign, ein Wort, das viel zu selten in der Gestaltung unseres Alltages und vor allem

im Arbeitsalltag bedacht wird: Wie will ich eigentlich leben und wie will ich mein Leben dafür

gestalten? Carolin Schäufele hat sich ein paar Gedanken gemacht.

5


Was heißt das eigentlich, Life-Design oder

Lebensdesign? Unsere Arbeit ist präsent wie

selten in der Definition des Lebensalltages

und gleichzeitig zunehmend von einer

nachwachsenden Generation geprägt, für die

der feste 9-to-5-Job und das eigene Auto in

der Garage des eigenen Reihenhauses immer

weniger zählen. Stattdessen ist es vielen

wichtig, mehr (Frei-)Zeit zu haben, zu

arbeiten, um zu leben und nicht umgekehrt.

Eine Generation, die konsequent darauf

besteht, diesem eigenen Anspruch durchaus

nachvollziehbar auch gerecht zu werden.

Die gesellschaftliche Entwicklung aufgrund der

Industrialisierung 4.0 gekoppelt an die

Digitalisierung unserer Welt tut dem auch

keinen Abbruch.

Wo noch Anspruch und Wirklichkeit oft

meilenweit auseinanderliegen, sind starre,

überkommene oder - ganz wie man will -

traditionelle (und durchaus auch traditionell

erfolgreiche) Unternehmensstrukturen. Da

sind Home-Office, Kinder im Betrieb oder

Gleitzeit nicht oder kaum vorstellbar.

Gerade für Frauen sind Unternehmen, die

wenig Wert auf Flexibilität legen und keine

entsprechenden Voraussetzungen anbieten,

ein großes Problem. Wie umgehen mit

diesen Hürden, die Arbeitgeber uns in den

Weg stellen? Oft genug geht es vor allem für

Frauen um die Vereinbarkeit von Familie und

Beruf. Moderne Strukturen, die

beispielsweise wechselnde, an die

Arbeitnehmerin angepasste Arbeitszeiten

oder die Möglichkeit zum zumindest

teilweisen Home-Office bieten, wo das

Unternehmen sich, ob aus freiem Willen,

branchenspezifisch oder aus fehlender

Notwendigkeit, nicht aus dem Bonner-

Republik- Modell einer Firma herausbewegt

hat, sind noch viel zu selten.

Wer allerdings nach genau diesen

Vorstellungen das eigene Arbeitsleben

gestalten will und Sicherheit und Struktur als

Maxime des eigenen Lebensdesigns

wünscht, kann hier durchaus glücklich

werden.

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Leben um zu arbeiten oder Arbeiten

um zu Leben?

Wer allerdings ein aktiveres Lebensdesign

anstrebt, nicht immer nur im Büro sitzen

möchte, also den eigenen Entwurf vom

Glücklichsein inklusive erfüllendem Job nicht

nur denken, sondern auch umsetzen will, der

wird so auf Dauer nicht arbeiten können.

Stattdessen stellt sich die Frage nach den

Alternativen.

Das eigene Unternehmen gründen? Oder den

einen, passenden Arbeitgeber suchen?

Ein guter Start ist sicherlich die ehrliche Antwort

auf die Frage "Was will ich eigentlich?" - Und:

„Kann ich das mit meinen Potentialen auch

erreichen?" Die Antwort lautet ehrlich gesagt in

den meisten Fällen wohl “ja”, denn Potentiale

entwickeln sich im Leben weiter, analog zu

gemachten Erfahrungen und der Frage, wohin

es gehen soll. Je älter wir werden, desto weiter

entfernen wir uns von

Traumschloßkonfigurationen á la "Wenn ich im

Lotto gewinnen würde, dann ...", nein, wir

steuern im Optimalfall den Anfang von einer

sinnvollen Neustrukturierung bestehender

Potentiale an, wenn nötig jeden Tag.

Die Frage, die uns alle beschäftigen sollte,

muss daher eher lauten: Wie sollte mein Leben

und der darin verankerte Beruf aussehen, so

dass ich mich wohlfühle. Nicht der Job sollte

mein Leben gestalten, sondern mein Leben den

Job.

Machen ist wie wollen- nur krasser!

Die Fähigkeiten und das eigene Können

sinnvoll und befriedigend einsetzen, für viele

ein großes Ziel, wenn die Arbeit auch noch

anständig bezahlt wird und man nicht

permanent am Rande des Herzinfarkts oder

des psychosomatischen Zusammenbruchs

steht.

Wertschätzung erfahren, motivierter und

gleichzeitig effektiver arbeiten- und die Arbeit

als befriedigenden Teil des Alltags begreifen,

das sollte für alle das Ziel sein, ob angestellt,

freiberuflich oder Führungskraft.

Das Entscheidende ist allerdings der Wille zur

Veränderung. Letztlich ist die Frage zur

Modernisierung unseres Selbst im Arbeitsalltag

auch eine Frage von Frustpotentialen. Soll ich

mich wirklich auf den Weg machen und etwas

Neues versuchen? Kann das überhaupt

klappen? Eigentlich ist es ja doch ganz

erträglich in der Firma....

Niemand muss, aber jede kann

Es gibt viele Wege, Dinge zu ändern. Sei es

über den Schritt in die Selbstständigkeit, die

man von vornherein so gestalten kann, dass

die Arbeit in ein aktives Lebensdesign passt

oder aber tatsächlich die Suche nach dem Job,

bei dem alles zusammenpasst, Arbeitszeiten,

Familienverträglichkeit, der Führungsstil und

die Kollegen. Oder wie wäre es mit einer

Kombination aus frischer Idee und solider

Absicherung?

Vielleicht ist es zu viel verlangt, wenn man

versucht alles in Frage zu stellen und zu

ändern, aber wenn ich beginne, die Bereiche zu

hinterfragen und zu optimieren, in denen ich

mich absolut nicht wohl fühle, dann ist doch

schon einmal ein Anfang gemacht in Richtung

eigenes Lebensdesign.

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, der

Veränderungen und Neubeginne, die können

wir aber auch zu unserem Vorteil nutzen.

Oder?

Viel Flexibilität.

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8


Flexibel sein ist alles –

Agiles Arbeiten im Unternehmen

Von Carolin Schäufele

Agil ist das Gegenteil von schwerfällig und unbeweglich. Es deutet auf Schnelligkeit, Flexibilität und

Wendigkeit hin. Doch was haben diese Begrifflichkeiten bei der Führung eines Unternehmens zu

suchen? Agiles Arbeiten ist heute eine Form der Unternehmensführung bei der es um Umdenken und

neue Handlungswege geht.

Je agiler ein Unternehmen, desto größer der

Erfolg. Das sagt eine Studie „Agile Formen

der Arbeitsorganisation und ihre

Auswirkungen aus klassische

Personalinstrumente“ vom Bundesverband

der Personalmanager. Doch was genau

bedeutet in diesem Zusammenhang

eigentlich agil arbeiten? Werden bewegte

Pausen eingeführt? Wechseln die

Angestellten täglich den Arbeitsplatz?

„Nein, es bedeutet, ein hohes Maß an

Flexibilität in die Arbeit zu bringen und so

festgefahrene Abläufe und Denkweisen

aufzubrechen“, Stephanie Borgert hat gerade

ein Buch über agile Unternehmen und agiles

Arbeiten geschrieben, „Unkompliziert“ der

Titel.

Die Idee hinter dem agilen Arbeiten ist nicht

unbedingt neu: „Diese Ansätze gibt es

teilweise schon seit einigen Jahrzehnten“.

Jedoch sind sie durch die IT-Branche, die

diese Form des Umgangs mit

Problemlösungen aufgegriffen und umgesetzt

hat, stärker in das Bewusstsein der

Unternehmen gerückt“.

Borgert sieht in dieser neuen, alten Methode

die Möglichkeit für eine Veränderung in

starren Arbeitsprozessen. „Wir müssen lernen

komplex zu handeln und zu denken“. Denn

die Komplexität unserer Arbeitswelt nimmt

aufgrund der Entwicklungen und

Veränderungen zu. „Viele Unternehmen

fühlen sich getrieben, neue Wege der

Arbeitsgestaltung auszuprobieren“, so

Borgert.

Klingt nach dem guten alten

Projektmanagement

Das ist schon richtig. Das was wir heute

unter agilem Arbeiten verstehen, kommt aus

der Ecke dee Softwareentwicklung“.

Allerdings sei agiles Arbeiten nicht mit einer

Handlungsanweisung verknüpft, sondern

entspreche mehr einer Haltung, einer Haltung

gegenüber der Arbeitsumwelt.

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Das Besondere an diesem Konzept ist, dass es

keine Vorgaben gibt, die sich über jede

Unternehmensform stülpen lässt. „Jeder

einzelne Mitarbeiter kann für sich entscheiden,

agiler zu arbeiten“. Das würde die Organisation

nicht verändern. Wer sich entschließt, diese

Methode auszuprobieren, der denkt agil und

komplexer. Entscheidet sich aber das gesamte

Unternehmen dazu, agiles Arbeiten einzuführen,

hat das natürlich Auswirkungen auf den

kompletten Betrieb.

Und wenn ich mich entschließe, agil zu

arbeiten?

Wer sein Unternehmen umstellen möchte, der

braucht jemanden, der die richtigen Fragen

stellt: „Ich brauche eine Reflexion für das ganze

Unternehmen, um sagen zu können: Das

müssen wir lassen, das müssen wir anders

machen und diesen Bereich müssen wir ganz

neu andenken“. Bei einem solchen Prozess des

Umdenkens geht es dann nicht mehr nur um den

Einsatz der richtigen Tools und dem Überlegen

nach den geeigneten Vorgehensweisen, beim

Umstellen auf agiles Arbeiten geht man auf die

Ebene der Strukturen und Organisationsformen.

Und der Haltung. „Bei einem solchen Prozess ist

es natürlich einfacher, wenn jemand von außen

kommt und diese Umstellung begleitet, denn es

wird ganz klar an den Grundgerüsten gerüttelt“,

betont Borgert.

Systemisches Denken lernen

Lineares Denken ist die Denkweise

Vorgehensweise in vielen Unternehmen.

Ergänzend dazu das systemische Denken zu

stärken, das ist der Ansatz eines agil

arbeitenden Unternehmens. „Am Anfang meiner

Selbstständigkeit dachte ich, ich brauche nur die

richtige Marketing-Strategie und einen

Business-Plan, dann läuft das schon“, und wenn

es dann nicht lief habe sie sofort sich selbst

hinterfragt.

Heute weiß die Autorin, dass nicht jede Idee

mit Erfolg gekrönt ist. „Sehe ich, dass ein

Produkt nicht funktioniert, dann nehme ich es

vom Markt wieder runter und denke weiter

nach, aber ich habe keinen Stressfaktor

mehr“. Jeder Freiberufler arbeite so in seinem

eigenen Kontext, vorgefertigte

Denkschablonen gebe es nicht, aber Ansätze

des agilen Arbeitens sind für jeden

umsetzbar.

Mitarbeiterbefragung schlecht gelaufen –

und nun?

Der größte Fehler, den viele Unternehmen

und Betriebe machen, ist das Herumdoktern

an den Symptomen. Die Suche nach der

Ursache wird meist außen vor gelassen. „Ein

gutes Beispiel dafür ist die schlecht gelaufene

Mitarbeiterumfrage. Die Reaktion darauf sieht

meist so aus, dass das Unternehmen eine

Schulung für die Führungskräfte durchführt.

Nach dem Motto: dann sind die Mitarbeiter

glücklich und alles kann wie gehabt

weiterlaufen. Jedoch wird nicht weiter

geschaut, wie die Bewertungen zustande

gekommen sind. Ein Fehler sei, nur nach dem

zu schauen, was sichtbar ist. Das treibe dann

unfassbare Blüten wie Feelgood-

Management.“ Borgert plädiert deshalb dafür

tiefer zu schauen: „Kann ich das tun, dann

habe ich nachhaltige Führung und

nachhaltiges Management“.

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Zum Buch:

Unkompliziert

„Und was genau

sollen wir jetzt

tun?“ ist eine der

am häufigsten

gestellten Fragen,

wenn

in

Organisationen

ein Problem

auftaucht. Immer

noch managen

und führen wir

meist reaktiv und

ereignisgesteuert.

Wir suchen nach

dem passenden

Rezept für unser

Problem, das wir

dann nur noch

anwenden müssen, und schon ist alles im Lot. Klingt gut, ist aber leider völlig falsch. Denn

angesichts der Komplexität unserer vernetzten Arbeitswelt haben einfache Lösungen ausgedient.

In Zeiten der Digitalisierung und disruptiver Transformationen haben wir akzeptiert, dass unsere

Welt „VUCA“ ist. Mit linearem Denken und vorgefertigten Methoden kommen wir hier keinen Schritt

mehr weiter. Komplexes, das heißt systemisches Denken und Handeln sind stattdessen gefragt:

Konzepte wie Agilität und New Work sind daraus entstanden und hoch aktuell.

Dieses Arbeitsbuch für Praktiker bildet die Basis für die grundlegende Beschäftigung mit

systemischem Denken und Handeln. Es klärt Begriffe und zeigt Ihnen anhand zahlreicher

Praxisbeispiele, wie Sie Perspektiven wechseln und so Ihre Sichtweisen und Lösungsräume

erweitern.

Über Stephanie Borgert

Stephanie Borgert ist Rednerin, Autorin und

Weiterdenkerin. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in

der Beratung und Entwicklung neuer

Führungsmodelle. Wichtig ist ihr vor allem, dass

die Menschen wieder anfangen selber zu

denken.

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12


Was wollen wir

verdienen?

Carolin Schäufele sprach mit Nicole Truchseß

Die ehemalige Personal- und Vertriebsleiterin und heutige Beraterin Nicole Truchseß kann aus

Erfahrungen schöpfen und Tipps fürs richtige und erfolgreiche Verhandeln geben

„Was wollen Sie verdienen?“, ist an sich

genommen eine simple und klassische

Frage im Bewerbungsprozess. Als

ehemalige Personal- und Vertriebsleiterin

habe ich es leider selten erlebt, dass eine

Frau bei Gehaltsverhandlungen

selbstbewusst ihren Wunsch und vor allem

klar ihre Erwartungshaltung ausspricht.

Auch heute als Beraterin kommt dies viel zu

selten vor.

„Was wollen Sie verdienen?“ ist oft der

weibliche Start eines ausgiebigen Slaloms

um den berühmten heißen Brei.

Das Motto „Geld allein macht auch nicht

glücklich“ ist grundsätzlich nicht falsch, nur

schließt das eine das andere nicht aus. Die

Frage nach dem Gehalt ist nicht die Frage

nach Ihren Wechselmotiven oder welche

weiteren Kriterien für Sie noch wichtig bei

der Jobfindung oder Entscheidungsfrage

sind. Es geht hier um viel mehr um Ihren

Selbstwert, es geht um die Frage „Wie

schätzen Sie sich selbst ein und mit

welcher Ent- bzw. vielmehr monetären

Belohnung sind Sie zufrieden? Oder noch

besser, fühlen Sie sich durch eine gute

Bezahlung wertgeschätzt?

Das beschriebene Phänomen spiegelt sich

auch in der weiblichen Selbsteinschätzung

der eigenen Kompetenzen.

Die Beantwortung der Frage „Wie gut sind

Ihre Englischkenntnisse?“ wird meist mit

dem Angebot von Weiterbildungskursen

verbunden beantwortet. „Meine

Englischkenntnisse sind ganz ok, jedoch

ausbaufähig.“ Hier kann Frau vom Mann viel

lernen. Männer regeln zuerst folgende

Punkte: Gehalt, Auto, technisches

Equipment und wenn möglich

Prämienregelungen. Dann ist Mann auch

bereit für die Klärung der Kompetenzen und

Aufgaben. Die Selbsteinschätzung der

Männer zum Thema Kompetenzen?

„Englisch? Natürlich. Native Speaker

Niveau!“

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Glaubenssätze oder auch Hirngespenster, wie

ich sie liebevoll nenne wie „Ich bin immer

unterlegen“ oder „Ich bin nicht genug“ sind

leider meist weiblich und diese flüstern uns zu:

„Du bist weniger Wert (...als ein Mann) und

wirst es auch immer sein!“.

Dies zeigt sich auch in Preisverhandlungen.

Bereits am Anfang des Dialoges sind diese oft

zum Scheitern verurteilt, wenn keine klare

Entscheidung getroffen wurde, welchen Wert

die eigene Dienstleistung, Arbeit oder das

Produkt hat. Zu langes Zögern, Unsicherheiten

und ein zu leises Antworten auf die Frage:

„Was willst Du verdienen?“ oder „Wie viel

kostet Dein (z.B. Seminar-) Angebot?“

verschlechtern jegliche gute

Ausgangssituation für Preis- und

Honorarverhandlungen bei selbständigen

Frauen.

Denn unter dem Einfluss des Gedankengutes

„Ich bin nicht perfekt, mein Angebot auch

nicht“, „Ich glaube, meine Konkurrenz hat

schon ein viel weiter entwickeltes Produkt“,

„Der Kunde orientiert sich nur am Preis.“,

„Mehr kann ich als Frau nicht verlangen“, „So

viel bin ich nicht wert“, orientieren sich

Angebote oft nicht wirklich am

Marktgeschehen.

Sie fallen daher in der Regel zu günstig aus

oder „Frau“ kann sich bei den Verhandlungen

nicht durchsetzen und verliert bei zu

schnellem Preisnachlass an Glaubwürdigkeit.

Nur damit keine Missverständnisse

aufkommen, ich meine nicht damit, dass man

Preiseinwänden von Kunden wie folgt

begegnen sollte: „Ich glaube, Sie vergleichen

gerade Äpfel mit Birnen“. Solche Aussagen

reizen den Kunden eher und führen in der

Regel zu einer schlechten

Kommunikationsgrundlage. Es geht schlicht

darum, dass die oben genannten

Gedankenpfeiler gerade in der Kommunikation

mit Kunden oder Vorgesetzten zu einer

defensiven Haltung führen, die einen bremsen

und abhalten, erfolgreich zu sein.

„If you pay peanuts, you get monkeys"…

…ist auch ein Glaubenssatz, dem man sich

gerne widmen darf, einem jedoch in der

Argumentationsphase mit Kunden keinen Meter

weiterbringt. Was zählt, ist, konkret zu wissen,

was will ich verdienen? Wo ist meine

Preisuntergrenze? Wo stehe ich auf und lasse

das vermeintlich „lukrative“ Angebot ziehen?

Warum bin ich mein Geld wert? Ganz

unabhängig davon, ob ich Angestellte oder

Selbständige bin.

„Der Wettbewerb ist gnadenlos, es herrscht ein

einziger Preiskampf“ gehört genauso in den

geistigen Mülleimer geschmissen wie „Männer

verdienen grundsätzlich mehr wie Frauen“.

Welche Bilder haben wir bei diesem

Gedankengut im Kopf? Kampf, unumstößliche

Wahrheiten, veraltete Weltbilder und damit

verbunden ein starkes Ohnmachtsgefühl.

Leichtigkeit und Freude beim Verhandeln fühlt

sich anders an. Die gute Nachricht ist, dass man

Verhandeln lernen kann und Frau dabei immer

besser wird! Es geht schlicht um den richtigen

Mix aus Einstellung, Technik und Taktik.

Preisverhandlung ist eine Königsdisziplin? Dann

sind Sie die Kaiserin!

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Was können Sie dafür tun?

Prüfen Sie genau „Angebote nur für Frauen“

oder „In 5 Tagen mit Leichtigkeit zum 7-stelligen

Einkommen“. Augenscheinlich ist der Markt „nur

für Frauen“ riesig und spielt mit den

Minderwertigkeitskomplexen von uns. Und wer

nutzt das für sich rein betriebswirtschaftlich

aus? Männer? Die, die immer besser bezahlt

werden? Nein: es sind oft Frauen, die diese

Glaubenssätze für sich und ihr Business

(aus)nutzen.

Welche Werte wurden Ihnen in der Kindheit

vermittelt?

Der Nährboden für diese Art von

Hirngespenstern wird bereits im Grundschulalter

gelegt und die Ursache der emotionalen

Verankerung bis hinein ins Erwachsenenalter ist

oft, nicht immer, ein ungesundes

Mutter-Tochter-Verhältnis. Letztendlich reicht

ein starkes emotional-negatives Erlebnis mit

einer Person aus, um uns lebenslang zu prägen

und zu verhindern, dass wir uns positiv entfalten

können. Versuchen Sie bei dieser Art von

Hirngespenstern, sich daran zu erinnern, wann

und von wem diese Aussage/dieses Gefühl als

erstes ausgelöst wurde. Verlassen Sie Ihre

Opferhaltung und analysieren Sie diese

Aussagen anhand einer Beweisführung.

Welche konkreten Aussagen haben Sie

beruflich geprägt?

„Typisch Frau“ ist nicht nur die scheinbar

wahrgenommen Rivalität zwischen dem

weiblichen Geschlecht, sondern auch die immer

wiederkehrende berufliche „Schlechterstellung

der Frau“ gegenüber dem Mann. Zwei konkrete

Beispiele aus meinem Berufsalltag stellen das

besonders schön dar. Bei einem

Business-Coaching bei einem Stammkunden

von mir war eine neue, sehr hübsche,

intelligente und junge Mitarbeiterin anwesend.

Wir kamen beim Coaching recht gut voran und

plötzlich „rannte ich mit meinen

Entwicklungsvorschlägen buchstäblich gegen

eine Wand“. Nach näherem Hinterfragen der

Situation und der plötzlich auftretenden

blockierenden Emotionen stand folgende

Aussage im Raum: „Frauen haben es in dem

Business sowieso schwer und Männer werden

im Vertrieb immer die Gewinner sein.“

Ich war total erstaunt und fragte nach, woher

denn diese persönliche Erfahrung stamme. Die

Antwort war interessant. Sie selbst habe noch

gar nicht die Erfahrung gemacht, nur eine

Kollegin in einem vorangegangenen Praktikum

hätte dies mehrmals während ihrer Tätigkeit

gesagt. Das Schöne an diesem Beispiel ist,

dass wir alle, wenn rechtzeitig diese Art von

Glaubenssätzen erkannt wird (sozusagen im

Frühstadium), die Chance haben, die feste

Verankerung im Gehirn zu verhindern und durch

Positives zu ersetzen. Letztendlich dient dieser

Glaubenssatz gerne als Entschuldigung für

nicht erbrachte Bestleistungen und bildet eine

perfekte Grundlage für weitere Ausreden.

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Einen festen Lebenspartner finden und Kinder

bekommen - für viele Frauen ist das immer noch

das erklärte Lebensziel. Die Werbung verstärkt

den Wunsch nach einer Familie und bedient die

weibliche Sehnsucht. Wer jenseits dieser

Gesellschaftsnorm lebt, muss sich rechtfertigen,

meist vor Frauen.

Außen Emanze, innen Prinzessin?

Wie schaut Ihr Idealbild einer Familie aus

und welche Rollenbilder haben Sie im

Kopf?

Es heißt immer, wir Frauen brauchen keine

Männer, um uns wertvoll zu fühlen. Egal

welchen Artikel ich zu diesem Thema

recherchiert habe, er klang immer

vorwurfsvoll in Richtung Männerwelt. Viele

Frauen glauben, sie seien emanzipiert und

sind noch nie so weit davon weg gewesen

wie heute.

Aus welchen Gründen definieren sich so viele

Frauen über Männer und das Thema

Heiraten? Vielleicht, weil wir an Weihnachten

zu oft „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ gesehen

haben, uns als Kind zu viele Märchen erzählt

wurden, in denen Frauen immer

Prinzessinnen waren und der Mann in seiner

starken Rolle als Prinz und somit auch

Erlöser aufgetreten ist?

Viele junge Frauen halten sich für

emanzipiert, glauben, sie hätten sich aus

unserem Schattendasein gelöst und sich

ihren eigenen Platz neben dem Mann

geschaffen. Weit gefehlt. Wir streben noch

immer nach dem Platz an der Seite eines

Mannes, jedoch nicht immer auf Augenhöhe.

Wir haben bisher nicht einmal ansatzweise die

unglaublichen Chancen der

Emanzipationsbewegung der vergangenen

Jahrzehnte genutzt. Wir sind der schnöde

Schein. Außen Emanze, innen Prinzessin. Mit

spätestens 30 fallen wir zurück in unser altes

Rollenbild und die meisten weiblichen

Hoffnungsträger der deutschen Wirtschaft

streben einen Abschluss im Wickeldiplom an

statt den Vorstandssessel eines Großkonzerns.

Was uns fehlt, ist die innere Haltung.

Das Männerbild ist immer verknüpft mit dem

Gefühl der Freiheit und nicht mit dem

„Gebundensein“ an ein weibliches Wesen. Außer

die Werbung sieht vor, möglichst viel Flaschen

Bier an den Mann zu bringen. Schauen Sie sich

einfach an einem Abend möglichst viele

Werbespots an.

Zielgruppe Mann:

Freiheit, Meer, Abenteuer, Lagerfeuer, Männer

unter sich.

Zielgruppe Frau:

Figur, Falten, Schminken, Kinder, Mode,

Tampons und Binden.

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Warum definieren sich Frauen über ihre

Beziehung?

Weil Frauen dazu erzogen wurden und

werden, sich in großen Teilen über ihre

Beziehung zu definieren. Und zwar von

Frauen! Wir verharren in unseren

traditionellen Rollenbildern, dass es einem

schlecht werden kann.


Über was reden Männer, wenn sie sich

treffen? Über Themen, über die sie sich

selbst definieren: Ihre Arbeit, Fußball,

Hobbies, Politik. Und wenn wirklich

genügend Zeit bleibt über die Familie.

Und Frauen? Über ihre Freunde, Männer

und wenn vorhanden, die Kinder.

Frauen, die sich ein selbstbestimmtes

Leben erschaffen, ein Haus kaufen, eine

Firma gründen und zum Erfolg führen

sowie sich einen überdurchschnittlichen

finanziellen und sozialen Status

erarbeiten, beklagen nicht selten, dass

sie gerade dieser inhaltliche Erfolg als

Heiratskandidatin disqualifiziert. Welcher

Mann könnte das von sich behaupten.

Versorger-Mentalität versus

Selbstbestimmung

Was, wenn die Frauen dieser Welt nicht

den Mann oder die Beziehung als

Zentrum ihrer Selbstachtung sähen? Ist

es nicht auch ein Stück Bequemlichkeit

seitens der Frauen und eben nicht nur

ein Hirngespenst? Vielen Frauen

erliegen den weiblichen Glaubenssatz

ihrer Großmütter und Urgroßmütter.

Bescheidenheit, Anpassung und

Selbstaufgabe.

Ich weiß, das klingt hart und

unangenehm. Vielleicht fühlen Sie sich

auch angegriffen. Ich hoffe auf jeden Fall

aufgerüttelt. Die absoluten Tatsachen

einmal anders betrachten, ist ein

erfolgreicher Weg aus der

Glaubenssatzfalle und dem - meist

weiblichen - Ohnmachtsgefühl. Wenn

Sie diesen Schritt gegangen sind,

können folgende Tipps in Bezug auf

Preisverhandlungen greifen:

1. Überprüfen Sie Ihr Anfragemanagement. Die

Ursache für die Verhandlungsnot entsteht bereits

am Anfang. Wenn wir zu wenig konkrete

Informationen über den genauen Umfang, die

Kaufmotive des Kunden, die internen

Entscheidungsprozesse und den Zeitraum wissen,

fehlt uns das Fundament und somit auch

Verhandlungsmasse.

2. Klären Sie vor Abgabe von Angeboten das

Budget und die preislichen Vorstellungen des

Kunden. Beim Nachfassen der Angebote sollte man

im besten Fall nur noch über Kleinigkeiten und den

konkreten Starttermin der Zusammenarbeit

sprechen. Vereinbaren Sie dazu einen Termin mit

Ihrem

Kunden.

3. Vor jeder Preisabgabe sollten Sie sich bewusst

sein, welchen Preis Sie erzielen wollen und wo

absolut Ihre Untergrenze ist. Der Kunde spürt am

Telefon und/oder im persönlichen Gespräch Ihre

persönliche Mimik, Gestik und Stimme. Wenn Sie

sich dessen nicht bewusst sind, gibt es für den

Kunden keine spürbaren Grenzen.

4. Wenn Preiseinwände vom Kunden kommen,

vermeiden Sie Rechtfertigungen. Denn sobald Sie

anfangen, sich für Ihr Angebot zu rechtfertigen,

fahren Sie mental mit Ihrem Selbstbewusstsein in

den Keller und signalisieren dem Kunden

gleichzeitig, dass Sie einen Verhandlungsspielraum

haben. Denken Sie daran, es gibt immer jemanden,

der sicherlich ein günstigeres Angebot abgeben

könnte. Die Frage ist nur, sind die Angebot, der

beinhaltete Service, die Qualität und/oder die

Gesamtleistung vergleichbar? Und ist der Preis

alleine tatsächlich der ausschlaggebende Grund für

eine Zu- oder Absage?

5. Bevor Sie preisliche Zugeständnisse machen,

holen Sie sich die Zusage vom Kunden. „Wenn ich

Ihnen preislich entgegenkomme, erhalte ich dann

die Zusage/den Zuschlag/bekomme ich dann den

Auftrag?“

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Allein die 5 beschriebenen Punkte haben mir

in der Vergangenheit sehr geholfen, freier in

die Preisverhandlungen zu gehen. Diese

können Sie sofort in die Praxis umsetzen und

parallel an Ihren Glaubenssätzen arbeiten.

Noch ein letzter Tipp zum Schluss. Hatten Sie

schon einmal gar keine Lust auf einen Auftrag

oder einen Kunden und haben trotzdem einen

relativ hohen Preis erzielt? Wenn das so ist,

wissen Sie, dass Sie Preise durchaus gut

verhandeln können. Alles andere ist nur eine

mentale Bremse in Ihrem Kopf und somit

lösbar!

Autorenporträt Nicole Truchsess

Nicole Truchseß ist Geschäftsführerin der Truchseß & Brandl Vertriebsberatung OHG. Truchseß &

Brandl ist als inhabergeführtes Familienunternehmen seit zehn Jahren am Markt erfolgreich und hat

sich auf die Themen Beratung, Training und Coaching im Bereich Vertrieb und Führung

spezialisiert. Inzwischen erarbeitet ein 20-köpfiges Team mit hoher Beratungskompetenz

Vertriebslösungen, um Kunden bestmöglich zu unterstützen. Mit der Gründung eines zweiten

Unternehmens im Juli 2015, der Truchseß & Brandl Dialogmanufaktur GmbH, erweiterten Nicole

Truchseß und Markus Brandl ihr Portfolio um die Bereiche Telefonausbildung von

Vertriebsmitarbeitern und Dialogmarketing. Die Autorin ist Diplom-Betriebswirtin (FH) und bringt 20

Jahre Erfahrung im Vertriebs- und Personalwesen mit: als Personalleiterin und als Regional- und

Vertriebsleiterin namhafter Personaldienstleister. Als Business Coach und Master akkreditierte

INSIGHTS MDI®- und ASSESS®-Beraterin begleitet sie Unternehmen im

Bewerberauswahlverfahren und in der Personalentwicklung. Sie steht für fundierte Analysen von

Vertriebsstrukturen ebenso wie für praxisnahe Trainings, etwa Live-Telefoncoachings zum Thema

"Neukundengewinnung".

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19


20


ENDLICH MONTAG!

Was Wohnpsychologie am Arbeitsplatz

bewirken kann

Carolin Schäufele sprach mit Inka Aniol

Wir verbringen viele Stunden unseres Lebens an unserem Arbeitsplatz. Es lohnt sich also, diesen

einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Was Wohnpsychologie für uns tun kann, damit wir

(wieder) gerne ins Büro gehen, erfuhr Carolin Schäufele im Gespräch mit der Hamburger

Wohnpsychologin Inka Aniol.

Frau Aniol, was ist eigentlich

Wohnpsychologie? Sprechen Sie mit

Wänden?

Wohnpsychologie ist ein jüngerer Zweig der

Psychologie, der sich mit dem

Zusammenspiel von Menschen und ihrer

Umwelt beschäftigt. Das kann zum Beispiel

ein privates oder ein berufliches Umfeld sein.

Wohnpsychologie ist Teil der

Architekturpsychologie, die wiederum Teil der

Umweltpsychologie ist. Wenn es um das

Arbeitsumfeld geht, sprechen wir eher von

Architekturpsychologie. Die zentrale Frage ist,

welchen positiven oder auch negativen

Einfluss eine bestimmte Umgebung auf uns

Menschen und unser Miteinander haben

kann. Übrigens, mit Wänden zu sprechen hat

zwar nichts mit Wohnpsychologie zu tun, ist

aber dennoch gar nicht so abwegig. Da

erreicht man manchmal mehr, als wenn man

gleich mit dem Kollegen, Mitarbeiter oder

Chef direkt spricht (lacht). Der imaginäre

Dialog ist ja eine Intervention aus dem

systemischen Coaching und eine gute

Vorbereitung auf das nächste Gespräch.

Wie kann ich mir meinen Arbeitsplatz so

gestalten, dass er mich positiv beeinflusst?

Die Gestaltung von Arbeitsplätzen und weiteren

Räumen in Unternehmen muss an anderer

Stelle platziert werden. Der einzelne Mitarbeiter

hat oft nur eingeschränkte Möglichkeiten,

seinen Arbeitsplatz und dessen Umgebung zu

gestalten. Teilweise ist das von

Unternehmensseite auch ausdrücklich

unerwünscht. Deshalb bietet sich eine

ganzheitliche Planung an, in die Mitarbeiter

oder deren Vertreter eingebunden werden

sollten. Förderlich ist eine Umgebung, die

unseren Sinnen das richtige Futter gibt, um

einerseits motiviert, konzentriert und

leistungsfähig arbeiten zu können, uns

anderseits aber auch die Möglichkeit schafft,

unsere Batterien durch kleine Erholungsphasen

wieder aufzuladen. Sinnvoll ist es also, Räume

zu schaffen, die unterschiedlichen

Anforderungen gerecht werden. Dabei ist eine

mittlere Reizintensität erstrebenswert. Das

heißt, dass wir nicht zu wenigen, aber auch

nicht zu vielen Reizen, z.B. in Form von Farbe,

Licht, Pflanzen oder Gegenständen ausgesetzt

sein sollten.

21


Bezogen auf unseren eigenen Arbeitsplatz, ist

es außerdem gut, wenn es Bereiche gibt, in

dem wir freie Handlungsspielräume haben.

Schon mein persönlicher Rollcontainer reicht

aus, um dem Wunsch nach individuell

gestaltbarem Raum bzw. Fläche gerecht zu

werden. In der Psychologie spricht man in

diesem Zusammenhang von Aneignung.

Welche Faktoren haben noch Einfluss auf

unsere Arbeitszufriedenheit?

Wie wohl wir uns letztendlich an unserem

Arbeitsplatz fühlen und wie zufrieden wir dort

sind, hängt natürlich nicht nur von der

physisch-räumlichen Umgebung und anderen

Rahmenbedingungen, wie z.B.

Arbeitsplatzsicherheit, Vergütung und Urlaub,

ab. Auch die Einstellung zu unserer Arbeit an

sich, zu uns selbst und zu unseren Kollegen,

Mitarbeitern oder Vorgesetzen hat

entscheidenden Einfluss darauf, ob wir

montags wieder gerne in die neue Woche

starten. Stehen hier alle Zeichen auf „Grün“,

kann die Arbeitszufriedenheit hoch sein,

obwohl die Zufriedenheit mit der

physisch-räumlichen Umgebung und anderen

Rahmenbedingungen eher gering ist.

Stimmen dagegen sogar alle Faktoren, haben

wir die besten Voraussetzungen, um Großes

zu leisten.

Gibt es einen Faktor, der eine besonders

bedeutende Wirkung auf unsere Motivation,

Konzentration und Leistungsfähigkeit hat?

Die Natur ist und bleibt die beste

Inspirationsquelle und die wertvollste

Energiespenderin. Sie füllt unsere

Kraftreserven auf. Studien belegen, dass

schon der Ausblick in die Natur die Kreativität,

Konzentrations- und Leistungsfähigkeit von

Mitarbeitern erheblich verbessert. Schauen Sie

zwischendurch also ruhig mal ein paar Minuten

einfach aus dem Fenster und lassen Ihre

Gedanken ziehen! Unproduktiv und alibimäßig

vorm Computer Zeit absitzen, schafft weder

Ihnen noch Ihrem Unternehmen einen

Mehrwert. Viel sinnvoller und produktiver ist es,

wenn Mitarbeiter selbstbestimmter, gemäß

ihren individuellen Leistungshochs und -tiefs

arbeiten können. Bestenfalls haben Sie in der

Nähe auch einen kleinen Park, in dem Sie in

der Mittagspause eine Runde drehen können.

Dies gilt besonders für Menschen, die von

ihrem Arbeitsplatz aus gegen eine Häuserwand

schauen oder sogar gar kein Fenster in der

Nähe haben, weil sie in einer Einkaufspassage

arbeiten oder in einem langgezogenen

Großraumbüro sitzen.

Natürliches Licht und ein gutes Raumklima

sind auch sehr bedeutend für unser

Wohlbefinden. Was das Raumklima angeht,

würde ich frische Luft immer künstlichen

Raumsprays und Belüftungssystemen

vorziehen.

22


Stichwort Großraumbüro, wie sieht es mit

dem Einfluss von Lärm aus?

Schon, wer nur mit einer oder zwei Personen in

einem Büro sitzt, weiß, wie anstrengend es sein

kann, wenn alle Kollegen gleichzeitig

telefonieren. Auch ein Büroplatz an einer

mehrspurigen Hauptstraße oder die im Vertrieb

oft übliche Dauerbeschallung durch laute Musik,

die die Mitarbeiter vermeintlich zu besserer

Leistung motivieren soll, schwächt den

menschlichen Organismus eher. Negative

Einflussfaktoren wie Lärm können langfristig zu

erheblichen Leistungsabfällen, höherer

Stressanfälligkeit, Erschöpfungszuständen,

Schlafstörungen und sogar körperlichen

Beschwerden führen. Wie Menschen darauf

reagieren, ist natürlich sehr individuell, denn

Geräusche werden ja erst zu Lärm, wenn Sie

uns bewusst oder unbewusst stören.

Schallschutz, raumteilende Elemente, Pflanzen,

genügend Pausen und letztendlich der gute alte

gesunde Lebensstil bieten hier Möglichkeiten,

den negativen Folgen entgegenzuwirken, wenn

räumlich keine Veränderung möglich ist.

Wie sinnvoll ist die Einrichtung von

Ruheräumen?

Sehr sinnvoll, egal, ob für einen Powernap, eine

Yogaübung oder ein kurzes Zurückziehen. Alle

diese kleinen Auszeiten geben uns neue

Energie für anstehende Projekte und

Begegnungen. Es wird schon bald spürbar mehr

Gelassenheit durch die Gänge wehen.

Welche Rolle spielen Farben in der

Gestaltung von Unternehmensräumen?

Farben haben eine entscheidende Wirkung auf

unseren Organismus und somit auf unsere

Stimmung. So kann beispielsweise unsere

Körpertemperatur in einem blauen Raum sinken

und in einem roten Raum steigen. Unabhängig

davon, welche Farben uns selbst gut gefallen

oder nicht, beeinflussen sie uns unbewusst. In

welcher Weise sie uns beeinflussen, hängt auch

von persönlichen Erfahrungen und

Assoziationen ab, die wir mit diesen Farben

haben. In Bezug auf die Gestaltung von

Unternehmensräumen ist es sinnvoll, zu

schauen, für welchen Zweck und welche

Zielgruppe diese Räume genutzt werden sollen.

Handelt es sich um Räume, in denen auch

Kunden und Geschäftspartner empfangen

werden, verwenden viele Unternehmen hier

die Farben des Corporate Designs. Also die

Farben, die sich auch im Unternehmenslogo

wiederfinden. Sie sollten die Werte und

Kompetenz des Unternehmens

wiederspiegeln. Blau- und Grautöne werden

beispielsweise oft mit Technik assoziiert.

Handelt es sich um Räume für Mitarbeiter,

müssen diese nicht unbedingt, bzw. nur

akzentuiert in den Unternehmensfarben

gestaltet sein. Sie sollten vielmehr so gewählt

werden, dass sie die gewünschte

Raumfunktion unterstützen. Sollen die

Mitarbeiter sich dort konzentrieren, ausruhen

oder kommunizieren? Blautöne eignen sich

zum Beispiel für Arbeitsplätze, an denen die

Mitarbeiter sich konzentrieren müssen. Sie

haben eine beruhigende Wirkung und fördern

das klare Denken. Gelb- und Naturtöne

eignen sich für Ruhezonen, die der

Entspannung dienen sollen. Rottöne können

gut in Bereichen eingesetzt werden, in denen

Kommunikation stattfindet, z.B. in Konferenzund

Teambesprechungsräumen. Sie haben

eine aktivierende Wirkung. Je höher die

Kontraste, desto anregender die Stimmung

unter den Teilnehmern. Das oft beliebte reine

Weiß hingegen kann auf Dauer ermüdend

wirken, da es reflektierende Eigenschaften

besitzt. Es wirkt nicht aktivierend. Getönte

Weißfarben oder Farbakzente können hier

hilfreich sein. Grundsätzlich sollten Farben

eher sparsam eingesetzt werden. Es müssen

nicht gleich ganze Wände gestrichen werden,

oft reichen auch Farbakzente in Bildern oder

Möbelstücken, besonders bei kräftigen

Farben wie Rot.

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Wie kann Raumgestaltung Kommunikation

positiv beeinflussen?

Neben den expliziten Konferenz- und

Pausenräumen bietet es sich an, Räume zu

schaffen, in denen sich Mitarbeiter zum

Austausch und zum Netzwerken begegnen

können, unabhängig davon, zu welcher

Fachabteilung oder Hierarchie sie gehören.

Es kann also aktiv Gemeinschaft und

Austausch gesucht werden. Das Verständnis

füreinander wächst, das Miteinander

verbessert sich und es entstehen hier oft die

besten Ideen und Kooperationen. Wer jetzt

denken mag, dass dann keiner mehr „richtig“

arbeitet, dem kann ich sagen, dass Mitarbeiter

üblicherweise sehr gut mit dieser Art von

Freiräumen umgehen können. Das

entgegengebrachte Vertrauen des

Unternehmens wirkt sich positiv auf Motivation,

Leistungsbereitschaft und Loyalität der

Mitarbeiter aus und somit auch auf den Erfolg

des Unternehmens. Man spricht hier vom

sogenannten „Hawthorne-Effekt“. Dieser ist auf

eine empirische Untersuchungsreihe in den

Hawthorne-Werken in der Western Electric

Company in Chicago zurückzuführen. Die um

1930 durchgeführten Studien dienten dazu,

festzustellen, wie man die Arbeitsleistung von

Arbeitern steigern kann. Demnach wird

Arbeitsleistung nicht nur von objektiven,

sondern auch deutlich von psychologischen

und sozialen Faktoren beeinflusst. Wenn wir

also merken, dass unsere

Unternehmensleitung sich spürbar für unsere

Belange interessiert und uns wertschätzt, sind

wir positiv gestimmt und bereit, mehr zu

leisten.

Mein Tipp: Verabreden Sie sich doch mal

zum Lunch oder Kaffee mit einer Person

aus Ihrem Unternehmen, die Sie schon

immer mal kennen lernen wollten.

Erfahrungsgemäß werden die meisten

Menschen, dieser Einladung folgen und sich

über Ihr Interesse freuen.

24


Was möchten Sie unseren Leserinnen bzgl.

des Mottos unserer aktuellen Ausgabe

Lebensdesign“ mit auf den Weg geben?

Ich möchte Sie dazu ermutigen, sich die Freiheit

zu nehmen, das Leben zu leben, das Sie sich

vorgestellt haben. Haben Sie Vertrauen in sich

und Ihr Potenzial. Viele tolle Frauen könnten hier

oft mehr auf die „Tonne hauen“, als Sie es tun.

Gehen Sie Veränderungen mit Zuversicht und

Entschlossenheit an, Schritt für Schritt.

Umgeben Sie sich mit Menschen, die Sie

inspirieren und die Sie positiv bestärken. Auch

der Austausch mit Menschen unterschiedlichen

Alters und Hintergrunds ist sehr bereichernd und

zeigt oft ganz neue, spannende Blickwinkel auf.

Es wird sicher die eine oder andere

Herausforderung geben, aber unsere

Möglichkeiten und Spielräume sind häufig viel

größer, als wir glauben. Neben einer

Einschätzung von Chancen und Risiken ist Ihr

eigenes Bauchgefühl oft der beste Ratgeber. Wir

bereuen ja meist nicht, dass wir etwas probiert

haben, sondern, dass wir es nicht probiert

haben. Es lohnt sich!

About

Inka Aniol ist Gründerin und Inhaberin von INKA

ANIOL Wohnpsychologie in Hamburg. Nach

ihrer langjährigen Tätigkeit in der Marketing- und

Keynotespeakerbranche verbindet sie seit

diesem Jahr ihre Herzensthemen Wohnen und

Psychologie. Inka Aniol ist

Wirtschaftspsychologin und Systemischer

Coach. Sie ist ebenfalls Gründerin und Inhaberin

von INKA ANIOL Home Staging & Interior

Design. Mehr erfahren auf:

inkaaniol-wohnpsychologie.de

und

inkaaniol-homstaging.de.

Vielen Dank für das Gespräch

Inka Aniol. Foto: Verena Felder 25


Ich mach das mal lieber selbst -

Delegieren lernen

Von Carolin Schäufele

Kontrolle ist gut! Vertrauen besser? Chefinnen,

die der Meinung sind, dass sie eigentlich die

einzigen sind, die den Job verstehen und gut

machen, gibt es zu Genüge. Ein Resultat:

unzufriedene Mitarbeiter, eine überlastete

Chefin, die den Blick auf das Ganze verloren.

Die Kompetenzen vieler Mitarbeiter liegen

brach. Nach dem Datendienst CB Insight

scheitert beispielsweise jedes 12.Start-up an

mangelnder Aufgabendelegation.

Wer es als Vorgesetzte schafft, die anfallenden

Jobs zu delegieren und Vertrauen in die eigene

Mitarbeiterschaft hat, der hat endlich Zeit für die

wesentlichen Dinge des Chefinnenseins. Und

auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigt,

wenn ihnen Verantwortung übergeben und

Vertrauen entgegengebracht wird.

Doch wie schaffen es Führungskräfte

loszulassen und Aufgaben abzugeben?

Passen Sie bestehende Strukturen an

Gründen Sie ein Unternehmen, machen Sie

anfangs natürlich alles allein. Doch wenn ein

Unternehmen wächst und Mitarbeiter eingestellt

werden, muss die Chefin die Führung

übernehmen und sich anderen Aufgaben

zuwenden. Wer Aufgaben verteilt, anstatt alles

selbst machen zu wollen, der hat nicht

automatisch freie Zeit, er kann neue Strategien,

Visionen und Ziele entwickeln, Aufgaben neu

strukturieren und Arbeitsabläufe optimieren.

26

Eine erste Umstellung wird sein, dass Sie diese

neuen Ziele, Visionen und Strukturen mit ihren

Mitarbeitern besprechen und ihnen die

Möglichkeit geben, an der Entwicklung

teilzuhaben. Denken Sie daran, es gibt keine

Frage, die nur die Chefin beantworten kann. Ihr

Job ist es, die richtigen Fragen zu stellen und so

die Entwicklung voranzutreiben! Ihre Mitarbeiter

sollten dann, auch mit der Möglichkeit der

Nachfrage, die richtige Antwort allein finden.

Falls es doch mal hakt, suchen Sie das

Gespräch und die Möglichkeit des Austausches.

So können neue Aufgabenverteilungen bestens

besprochen und angegangen werden.

Mitarbeiter entwickeln so zudem eine eigene

Einschätzung ihrer Fähigkeiten.


Holen Sie ihre Mitarbeiter dort ab wo sie

stehen und überfordern Sie sie nicht

Wer sich entscheidet, den eigenen Mitarbeitern

mehr Verantwortung zu übertragen, der sollte

die Umstellung vorsichtig und mit

Einfühlungsvermögen umsetzen. Sprechen Sie

mit ihren Mitarbeitern, zeigen Sie klar auf,

welche Ziele Sie verfolgen, stellen Sie

gemeinsam einen Plan auf, wie dieses erreicht

werden können. Und fangen Sie nicht mit

Großprojekten an, sondern schauen bewusst,

was der einzelne leisten kann. Manchmal ist

der Anfang die Planung eines Ausfluges.

Wichtig ist, den eigenen Mitarbeitern

zuzuhören, sie zu ermutigen eigene Ansätze

zu verfolgen. Vielleicht gibt es die ein oder

andere Idee, auf die Sie selbst noch nicht

gekommen sind.

Nicht gleich in die Luft gehen

Wer Aufgaben abgibt und Mitarbeitern

Verantwortung überträgt, muss auch

aushalten, dass diese Fehler machen. Wichtig

ist, dass Sie diese Fehler zulassen und

entsprechend damit umgehen. Nur so kann ein

Mitarbeiter auch daraus lernen.

Ist etwas schief gegangen, planen Sie ein

Gespräch, jedoch ohne gleich den Mitarbeiter

mit Vorwürfen zu konfrontieren. Wichtig: Bei

der Kritik geht es um die Aufgabe, nicht den

Mitarbeiter. Hinterfragen Sie die Fehler und

überlegen Sie gemeinsam, was besser

gemacht werden kann.

Aber!

Natürlich ist nicht alles an Aufgaben zu

delegieren. Bei Visionen und Kernprodukten ist

die Chefin selbst gefragt.

Außenrepräsentationen oder Anweisungen der

Mitarbeiter sind und bleiben Chefsache.

Suchen Sie die Mitarbeiter, die zu Ihrem

Unternehmen und Ihnen als Chefin passen.

Dann klappts auch mit dem Delegieren!

27


ANALOG vs. DIGITAL

Ist Technik die Lösung unserer

Probleme?

Von Katja Brößling

Digitalisierung ist in aller Munde. Wir stellen uns digitale Assistentinnen ins Wohnzimmer, die für uns

Musik abspielen, auf Wunsch einkaufen und uns Fragen beantworten. Auf der anderen Seite starten wir

einen #Aufschrei, wenn soziale Netzwerke nachlässig mit unseren Daten umgehen. Auf der einen Seiten

rüsten wir unsere Häuser und Wohnungen zu SmartHomes um und wenn der Postbote dreimal klingelt,

sehen wir ihn auf unserem Smartphone und können ihm sagen, wo er das Paket lassen soll - auf der

anderen Seite rufen wir immer lauter nach dem Schutz der Privatsphäre. Passt das eigentlich

zusammen? Und ist digital wirklich immer besser als analog?

SHE works! hat da mal ein paar Bereich unter die Lupe genommen (manchmal auch mit einem

Augenzwinkern).

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IM HAUS

Kochen, Backen, Einkaufen, Waschen…

seit Jahren entwickelt sich der Fortschritt in

diesen Bereichen immer weiter.

Wo wir früher noch Holz und Kohle

benötigten, um den Herd warm zu

bekommen, kocht der Thermomix von allein,

vorausgesetzt man gibt ihm Strom und

Zutaten und wählt das richtige Programm.

Kühlschrank leer? Kein Problem. Die

smarten Modelle zeigen den Inhalt per

Übertragung auf das Smartphone und

bestellen selbständig fehlende Produkte,

wenn man sie vorher anlernt.

Heizung, Rollläden, Licht - alles

programmierbar und vom Handy aus

steuerbar. Doch die Technik hat auch

Schattenseiten. Es gab schon Anrufe in

Konferenzen, weil zuhause die Kinder

frieren aber keine App für die Heizung auf

dem Handy haben.

Viele Neuerungen bringen Erleichterung, ohne

Frage. Aber denken Sie nur einmal darüber

nach, was passiert, wenn der Strom mal etwas

länger ausfällt…

Und was passiert eigentlich mit den ganzen

Daten die da gesammelt werden? Wer

bekommt sie? Und wer verdient daran?

29


IM GARTEN

Früher schweißtreibend per

Hand, dann mit schwerem Gerät

und lautem Geräusch...

...heute finden die Rasenmäher -

nach Einbau einer entsprechenden

Begrenzung - ihren Weg ganz

allein über das Grün und halten es

dauerhaft kurz...

… dieses Modell benötigt nicht

einmal Strom und hinterläßt

automatisch natürlichen

Dünger

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IM BÜRO

Schreibmaschine, Blaupause, das Fräulein vom Amt, das eine Telefonverbindung

herstellt…unvorstellbar...

Heute haben Unternehmerinnen, aber auch Angestellte, das komplette Büro im

Smartphone: email, Kontakte, Dokumente, Übersetzungsapp, Terminplan, Online-Banking,

Buchhaltungsapp. Hat man allerdings früher die Bürotür zugemacht, war Feierabend. Das

Smartphone bleibt. Ständige Erreichbarkeit erhöht das allgemeine Stresslevel ungemein.

Es gehört viel Selbstdisziplin dazu, das Smartphone einfach auch mal in den Feierabend zu

schicken. Eine Entwicklung, die ein großes Gesundheitsrisiko in sich trägt. Da wird die

Freiheit, überall arbeiten zu KÖNNEN, schnell zum Zwang überall arbeiten zu MÜSSEN.

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IN DER LIEBE?

Tinder, Parship, Elite-Partner… selbst für’s Daten ist die Digitalisierung gut.

Aber vergessen Sie nicht: Für die wahre Liebe muss man sich dann doch mal

in die Augen schauen.

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BEIM

NETZWERKEN

Es gilt immer noch: Nichts ersetzt der persönlichen Kontakt.

Trotzdem ist es heute viel einfacher digital Kontakte zu knüpfen, die man dann im wahren

Leben vertiefen kann. Man gibt in sozialen Netzwerken aber meistens auch mehr von sich

Preis, als man sonst bei einem ersten Treffen erzählen würde. Hier macht also die

Mischung den Erfolg. Beim analogen Date, kann man das Digitale dann aber auch mal

ausschalten.

33


Social Media?

Da trau ich mich nicht ran...

Von Carolin Schäufele

Kaum ein anderes Marketinginstrument

verfügt über eine solche Reichweite und ist

dazu noch fast umsonst: Social Media.

Deshalb ist es wichtig, bei Facebook, Twitter

und Co. Präsenz zu zeigen.

Kunden 7 Tage die Woche und 24 Stunden

am Tag erreichen, ihn direkt ansprechen und

in Dialog mit ihm zu treten – der Traum jeder

Unternehmerin. Und allem ein realisierbarer.

Wer sich mit Social Media auseinandersetzt,

erkennt schnell, dass mit der richtigen

Strategie eine gute Sichtbarkeit erreicht

werden kann. Das eigene Produkt oder die

eigene Dienstleistung wird zur Marke, die

sich, mit ein bisschen Geschick, langfristig

aufbauen lässt.

Welche Social-Media-Plattform eignet sich für

meine Zielgruppe?

Doch vor dem Erfolg steht der Schweiß, das

kennen wir ja. Um hier langfristig zu bestehen,

braucht es ein Konzept, vor dessen Erstellung

sich jede Unternehmerin einige Fragen

beantworten

sollte:

1) Wer soll Kunde werden und wie spreche ich

diese potentiellen Kunden an?

2) Welches Netzwerk nutze ich für mein

Unternehmen?

3) Welche Stichworte definieren meine

Zielgruppe?

Können diese Fragen präzise beantwortet

werden, muss der entsprechende Kanal gewählt

werden, um meine Inhalte auch zu transportieren.

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SHE works! stellt hier eine Liste der bekanntesten Social-Media-Plattformen vor, die sich für

unterschiedliche Zielgruppen eignen

FACEBOOK

Facebook ist ein soziales Netzwerk, das

ursprünglich in Anlehnung an Jahrbücher

von Highschools gegründet wurde. Jeder

Nutzer verfügt über eine Profilseite, auf der

sich Personen mit Texten, Fotos und

Videos vorstellen können. Facebook hat

sich stetig vergrößert und erweitert

Nutzen für Unternehmerinnen:

Als das soziale Netzwerk mit höchster

Reichweite und Nutzerzahl für

Unternehmer/ innen unumgänglich.

twitter

Twitter ist ein Mikrobloggingdienst des

Unternehmens Twitter Inc. Auf Twitter

können angemeldete Nutzer telegrammartige

Kurznachrichten mit 140 Zeichen verbreiten.

Die Nachrichten werden „Tweets“ (engl.

„zwitschern“) genannt.

Nutzen für Unternehmerinnen:

Dient als Plattform für unternehmerische

Nachrichten und Produktinformationen. Ist

auch bei Veranstaltungen nützlich. Facebook

und Twitter lassen sich zeitsparend

verknüpfen.

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Instagram

Instagram ist ein kostenloser

Online-Dienst zum Teilen von Fotos und

Videos, der zur Facebook Inc. gehört. Zur

Nutzung steht eine App für Windows 10,

Windows 10 Mobile, Android und iOS zur

Verfügung. Nutzer können ihre Fotos und

Videos mit Filtern versehen. Instagram ist

eine Mischung aus Microblog und

audiovisueller Plattform und ermöglicht

es, Fotos auch in anderen sozialen

Netzwerken zu verbreiten.

Nutzen für Unternehmerinnen:

Eine nützliche Plattform für alle

Unternehmer/innen, die viel mit Bildern

arbeiten. Die Verknüpfung zu Facebook

erleichtert dabei die Prozesse.

Snapchat

Snapchat ist ein kostenloser

Instant-Messaging-Dienst zur Nutzung

auf Smartphones und Tablets. Der

Dienst ermöglicht es, Fotos und andere

Medien, die nur eine bestimmte Anzahl

von Sekunden sichtbar sind und sich

dann selbst „zerstören“, an Freunde zu

versenden.

Nutzen für Unternehmerinnen:

Die Zielgruppe von Snapchat sind

Jugendliche. Die kommerzielle Nutzung

von Snapchat erfordert besonderes

Engagement und ist nur in bestimmten

gewerblichen

Situationen

empfehlenswert.

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Google+

Google+ ist ein soziales Netzwerk des

US-amerikanischen Unternehmens

Google Inc. Nach eigenen Angaben ist

das Netzwerk eine „soziale Schicht“,

die viele der unternehmenseigenen

Produkte erweitert. Es unterscheidet

sich damit von den meisten anderen

sozialen Netzwerken, deren Zugang

sich auf einen Webauftritt beschränkt.

Andere Quellen sehen das Netzwerk

jedoch als reines Wettbewerbsprodukt.

Nutzen für Unternehmerinnen:

Ursprünglich als Facebook-Konkurrent

gedacht, fristet die Plattform

inzwischen ein Nischendasein.

YouTube

Die Nutzer von YouTube können

kostenlos Videoclips ansehen,

bewerten, kommentieren und

hochladen. Über das

Partnerprogramm ist es den

Video-Produzenten seit 2007

möglich, Geld zu verdienen.

Nutzen für Unternehmerinnen:

Für alle Unternehmer/innen, die viel

mit Videomaterial hantieren,

empfehlenswert. Hier kann man

zudem direkt mit der eigenen Arbeit

Geld verdienen.

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Der Vollständigkeitshalber sollen auch LinkedIn

und Xing erwähnt werden, die sich als Plattform

für Kundengewinnung wenig eignen, sondern

eher zur Kontaktpflege dienen.

Eine klare Botschaft muss es sein

Die Zielgruppe ist definiert, die richtige

Plattform gefunden. Und nun? Der Blick geht

auf einen leeren Bildschirm. Was veröffentliche

ich?

Die Posts bei Facebook und Co. sollten

abwechslungsreich gestaltet werden, denn je

abwechslungsreicher die Nachrichten sind,

desto höher ist das geweckte Interesse. Es ist

deshalb angeraten eine Mischung aus Text,

Bildern, Grafiken, Videos, Links und

Zeichnungen zusammenzustellen.

Und alle vor dem Hintergrund, den Wert des

eigenen Produkts oder Dienstleistung bekannt

zu machen. Vorab sollte jedoch klar definiert

werden, wofür man bekannt sein möchte.

Ein regelmäßiger Auftritt tut Not

Da es wichtig ist, sich auf den

Social-Media-Kanälen regelmäßig zu melden,

sollte eine Art Plan erstellt werden. Hier können

über einen beliebigen Zeitraum, Themen und

Inhalte überlegt und moduliert werden.

Der sogenannte Redaktionsplan ermöglicht,

genaue Vorgaben zu machen und wenn die

Unternehmerin das Posten und Tweeten nicht

selbst übernehmen kann, können Aushilfen

sofort nachvollziehen, was gemeint ist und was

gepostet werden muss.

Themen können neue

Produktinformationen sein, Informationen

mit Mehrwert für den User, saisonale

Themen, Hinweise, Büchertipps,

Aktionen, Veranstaltungshinweise und

alles was in den jeweiligen

Branchenbereich fällt.

Bitte melden

Die Social-Media-Kanäle sind keine

einseitige Informationsquelle, sie leben

vom Austausch, von der Kommunikation

unter den Usern. Reagieren die Follower

auf einen Post, dann ist es wichtig zu

antworten. Gibt es Lob, darf ungeteilte

Freude gezeigt werden. Kritik sollte

angemessen aufgenommen und

beantwortet werden. Ein wichtiger Rat:

negative Kommentare nicht löschen,

sondern aufgreifen und darauf reagieren.

Sollten die Kommentare jedoch unter der

Gürtellinie liegen, diese mit einer

entsprechenden Erklärung löschen.

Gut ist es auch, wenn man sich an

Diskussionen auf anderen Accounts

beteiligt und hier gewonnenen

Informationen auf dem eigenen Account

verbreitet. So entsteht beim Leser nicht

der Eindruck, dass man nur am Verkaufen

interessiert ist, sondern Mehrwert liefert,

schlagendes Argument bei der

Kundenbindung.

38


Netz(werk)e knüpfen

Ein Handwerk, das man erlernen kann

Von Katja Brößling

Haben Sie schon mal einem Fischer bei der Arbeit zugesehen?

Für einen erfolgreiche Fang braucht der Fischer gute Netze. Am

besten ohne Löcher. Für unterschiedliche Fischarten braucht er

unterschiedliche Netze. Hat der Fischer einen erfolgreichen

Fangsaison hinter sich gebracht, dreht er nicht etwa Däumchen.

Er “pflegt” seine Netze: Er repariert und flickt undichte Stellen, er

entwirrt und sortiert sie und wenn der Tag kommt, an dem die

Fischsaison wieder losgeht, dann ist er bestens vorbereitet und

kann sofort loslegen.

39


Genauso verhält es sich mit dem Aufbau von

beruflichen oder privaten Netzwerken. Es ist

ein immerwährender Prozess: Zuerst knüpft

man einen kleinen Anfang und vergrößert das

Ganze. Dann kann man das Netz nutzen. Und

zwischendurch muss man es pflegen:





sich in Erinnerung bringen

unnütze Kontakte entfernen

entstandene Lücken wieder auffüllen

schauen, dass man für unterschiedliche

Gelegenheiten immer ein passendes

Netzwerk hat.

Netzwerken lernen

Leute treffen, ansprechen und in ein Netzwerk

einbinden - das liegt nicht jedem. Manche

haben dafür einfach ein Händchen.

Aber der Satz: “Da hab ich halt kein Talent

für” zählt hierbei nicht.

Man kann das Netzwerken erlernen. Es

gibt Regeln die man einhalten sollte und

unterschiedliche Vorgehensweisen für

unterschiedliche Charaktere. Natürlich

muss man auch unterscheiden, dass man

online anders unterwegs ist als offline.

Auch die Balance zwischen Geben und

Nehmen gehört dazu.

Online-Kurse einfach nutzen

Einen spannenden und leicht

verständlichen Kurs gibt es zum Beispiel

unter iversity.org. Hier findet man wirklich

fast alles, was man über erfolgreiches

Netzwerken wissen muss. Und man kann

das ganze bequem in seinen Alltag

einbauen.

Trotzdem muss man offline dann doch

wieder selbst und los. Da ist es für manche

einfacher ein Seminar zu besuchen, denn

dann trifft man schon einmal eine Gruppe

von Gleichgesinnten, die das gleiche

lernen wollen. Aber das muss ja nicht

unbedingt das Thema “Netzwerken” sein

;-)

40


SPORT DIGITAL

Muskelkater gibt es trotzdem

Von Katja Brößling

Deneb Moosmeier ist Gründerin und Chief Partnership Officer bei der GYMDER GmbH. GYMDER ist

eine App die Menschen weltweit zum gemeinsamen Training zusammen bringt. Die App ist weltweit

erfolgreich und wird von tausenden von Menschen weltweit genutzt.

Was gab den Impuls sich selbstständig

zu

machen?

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich ein

Multi-Project-Life leben kann. D.h. ich

arbeite an unterschiedlichen Projekten

sowohl mit globalen Fortune 500

Companies als auch mit Start-Ups.

GYMDER ist mein Baby, und der Impuls zu

gründen kam aus einem echten Bedarf. Ich

habe eine sehr große Transformation hinter

mir (von Ungesund & Unfit zu Gesund, Fit

und Glücklich). Ich wollte Menschen die

Möglichkeit geben Ihre Fitness Ziele durch

Echter Motivation zu erreichen. So ist

GYMDER

geboren.

Deneb Moosmeier

41


Was waren die größten Hemmnisse bei der

Gründung?

Eine Gründung hat mehr Hemmnisse als

offene Türen, aber man muss dran bleiben. Ich

denke, dass die schwierigsten Themen waren,

ein Team aufzubauen, Investoren zu

bekommen und sich mit der Gesetzgebung für

eine Gründung vertraut zu machen. Ich bin

sehr dankbar, dass unsere Gründung sehr gut

gelaufen ist. Aber wir haben sehr viele Tage

und Nächte dafür investiert.

Wer oder was unterstützt Sie?

Unser Founder Team bestand aus meinem

Ehemann, meiner Schwester, ihrem Mann und

mich. Wir waren einen Dream Founder Team

und konnten uns dadurch unterstützen.

Mittlerweile sind wir weiter gewachsen, haben

weitere coole Leute in unserem Team und ich

denke, dass das am wichtigsten ist. Wenn man

das richtige Team hat, kann man alles

schaffen.

Haben Sie Förderprogramme genutzt bzw.

beantragt?

Leider gibt es nur wenigen Möglichkeiten für

Digitale Projekte in Deutschland. Es liegt daran,

dass die Investmentsummen, die man braucht,

sehr hoch sind und man sich erst auf

Nutzer-Wachstum anstatt von Monetarisierung

fokussiert. Daher konnten wir keine Förderung

nutzen. Wir haben GYMDER bis zum Einstieg

von unseren ersten Investoren privat finanziert.

Ihr Tipp für andere Gründerinnen

Interessanterweise lebe ich seitdem ich mich

daran erinnern kann nach einem Motto (das

haben wir in der Schule mal gehört), und das ist

ein Zitat von Churchill. If you are going through

Hell keep going. Ich denke, dass das sehr

wichtig ist für Gründerinnen. Es wirdn

wundervolle Tage geben aber auch viele, die

schwierig sind. Wichtig ist jedoch, dass man nie

aufgibt, nie stehen bleibt und nach vorne

schaut. Also einfach alles geben und nie

aufgeben.

GYMDER ist eine standortbasierte

Entdeckungs-App, die Menschen in einem

Fitness-Kontext und auf globaler Ebene verbindet.

Die App gibt Menschen die Möglichkeit, geeignete

Trainingspartner zu finden, genau wenn sie sie

brauchen. Dadurch erreichen sie ihre Fitness-Ziele

leichter und steigern den Spaß beim Training.

42


43


SHE

works!

und dann braucht man

auch noch Zeit, den Wolken

hinterher zu schauen.

Wir wünschen Ihnen eine

inspirierende Zeit!

44

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