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E_1930_Zeitung_Nr.044

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Früh lingsfah rt Frühling ? — Es Draucht ja echon einen ganz ordentlichen Optimismus, um dieses Jahr von Frühling zu sprechen. Nebel und Regen, zur Abwechslung etwas Schnee, das sind so die Hauptmerkmale des heurigen Frühlings. Und wenn nicht trotz all diesen Misslichkeiten die Natur mit nicht zu bändigender Kraft doch ihren Frühling sich erzwingen würde, mit blühenden Bäumen und grünenden Matten, so hätten wir schwer, uns in dar Jahreszeit zurechtzufinden. Doch nur die Hoffnung nicht schwinden lassen 1 Auf Regen folgt Sonnenschein und wenn auf viel Regen gleichviel Sonnenschein folgt, dann, lassen sich recht hübsche Frühlingsfahrten durchführen. Aber wohin ? Diesmal geht unser Rat dabin, einmal der Wiege unserer Eidgenosssenchaft einen Besuch abzustatten. Man mag kommen woher man will, von Westen. Norden oder Osten, Treffpunkt sei Küssnacht an der Rigi. Besuch der hohlen Gasse nicht vergessen. Und wer Zeit hat, der scheue auch nicht, die Fahrt hinauf zu der wundervollen Aussichtsterrasse der Seebodenalp. Einzig in ihrer Art aber ist die Fahrt längs der Gestade des Vierwaldstättersees, immer angesichts der jetzt noch wetesüberschneiten Unterwaldner und Urneralpen. Erste Station: Weggis. Strandbad und wogender Betrieb fröhlicher Gäste. Weiter Vitznau in blühenden Bäumen, prächtig geschützt gelegen und noch weiter Gersau, die ehemalige Republik, dessen ganze Vegetation ganz eigentümlich mehr an subtropische Gegenden erinnert. Eine Perle des Vierwaldstättersees ist Brunnen. Ein Zentralpunkt für Autofahrten nach allen Richtungen. Wählen wir diesmal die berühmte Axenstrasse, immer mit dem Blick auf den See und die Berge, führt sie an Felsen entlang, kaum Platz gewinnend, zwischen Berg und See. Ganz plötzlich aber verbreitert sich die Landschaft etwas und mitten in blühenden Obstbäumen liegt Sisikon, seinen Platz an der Sonne den Aufschüttungen des Baches aus dem Riemenstaldental verdankend. Später kommen wir vorbei an der Tellskapelle, dann an Flüelen und erreichen den urnerischen Hauptort Altdorf, wo einem auf Schritt und. Tritt die ganze Geschichte Teils vor Augen tritt und lebendig wird. Durch das schmale Tal der Reuss nun aufwärts zieht neben Fluss und Bahn der alte berühmte Verkehrsweg dem Gotthard zu, der Nord und Süd verbindet. Amstea ist eigentlich der letzte Ort des Talbodens, denn hier beginnt nun die Steigung der Strasse, die sich malerisch hinaufwindet bis nach Göschenen. dem Ausgangspunkt der berühmten Strassenstrecke der Schöllenen, die uns hinauf bringt ins Ursenental nach Andermatt. Gerade jetzt freilich sind von hier aus die Weiterfahrtmöglichkeiten keine grossen. Hospental besuchen wir auf alle Fälle noch und schauen von dem alten Wachturin talaiuf- und abwärts. Weiter aber geht's jetzt noch nicht, weil bis Anfangs oder Mitte Juni die Alpenstrassen noch tief verschneit sind. Doch was schadet das, so viel Abwechslung bringt die Landschaft, dass man sich freut, den gleichen Weg, den man gekommen, nochmals in umgekehrter Richtung zu fahren. Sonnenschein, viel Sonnenschein sei der Wunsch für diese Fahrt. Lr. Der Sonntagsausflug Traf ich da letzthin einen Bekannten, der mit kummervoller Miene einherging. Trotzdem er glücklicher Besitzer eines guten Geschäftes, eines Autos, einer Frau und fünf hoffnungsvoller Sprösslinge ist. Was fehlte ihm wohl? Ging das Geschäft schlecht, war das Benzin teurer geworden, war seine Frau krank, oder hatte der Jüngste wieder einmal ein Schaufenster eingedrückt ? Nein, nichts von alledem! Dan beschäftigte die abgründige Frage, wohin er Sonntags fahren solle. Denn, so klagte er mir betrübt, wenn er zu Hause einen Vorschlag mache, erhebe sich sechsstimmig der Protest: Da waren wir snhoii sechsmal, dort schon neunmal und dort gar fiinfzehnmal..., kurz, er wisse sich nicht mehr zu liefen; überall, aber auch überall sei er schon xmal so wesen. Doch ich kannte ihn; er war auch einer von denen, die unser Schweizerländchen immer schön den Hauptstrassen nach befahren und dann Idiaupten, sie kennten die Schweiz auswendig. • \ho versuchen Sie es mal und fahren über Thun, l!r>ichenbach und Frutigen nach dem herrlichen 111 ausee und nach Kandersteg, oder dem Thuner- und Brienzersee entlang nach Meirin- ;en, dann zurück über den Brünig, Giswil und t: arnen nach Stansstad (die Strecke kennen Sie ja). Hier machen Sie einen Seitensprung nach St ans und hinauf nach Engelberg. Sie werden es nicht bereuen. Vielleicht aber fahren Sie über Luzern, Rothenburg, Hildisrieden nach dem schönen "Sf ü n s t e r im Luzernbiet oder über Hildisrieden, Hochdorf nach B a 1 d e g g und dann dem Baidogger- und dem Hallwilersee entlang nach Brestenberg.» Er zweifelte: cDie Strassen?» Ich beruhigte ihn, die Strassen seien alle gut. — Seitdem fährt er Sonntag für Sonntag vergnügt wieder mit Kind und Kegel aus, denn er hat entdeckt, dass os auch abseits der grossen Heerstrassen eine Äj»w«iz «ibt. die noch manches Kleinod birgt. Br. Splügen. Wer die bündnerischen Alpenstrassen schon befahren hat, der kennt Splügen und wird auch immer wieder dort Station machen. Alle diejenigen aber, die die bündnerischen Bergstrassen noch nicht kennen, die vor allem auch Splügen noch nie gesehen haben, sollen diese Zeilen daran erinnern, dass eine der nächsten Fahrten einmal dort hinauf ins Rheinwald führen soll. Splügen, dieser idyllisch gelegene Bergort, umgeben von Lärchen- und Tannenwäldern, ist eine vielbesuchte Sommerfrische und Weekendziel. Seine Bedeutung liegt auch vor allem in der verkehrsgeographischen Lage, die es zum Knotenpunkt wichtiger Strassenzüge stempelt. Von Chur über Thusis führt die Strasse durch die wilde Viamala hinauf nach Andeer und weiter nach Splügen. Direkt südwärts biegt hier die Splügenstrasse ab. die hinüber ins italienische Ghiavenna führt. Erst mehr westwärts gegen Hinterrhein, dann aber auch direkt nach Süden führt die Bernhardinstrasse hinüber ins Misox und weiter nach Beilenz und die Oberitalienischen Seen. Von Anfang Juni an, dem Zeitpunkt, da diese beiden Alpenstrassen für den Verkehr geöffnet werden, wird Splügen zum Rendezvous-Platz nicht nur der schweizerischen, sondern auch der internationalen Automobilwelt. th. Tourismus Baselland. Wenn's blüht, dann zieht es die Automobilisten unwiderstehlich in die Umgebung der schönen Stadt am Rhein, ins Baselland. Die einen ziehen von Balsthal her hinauf nach Langenbrück und fahren dann beschaulich hinab durchs schöne Tal von Waidenburg, nach dem mitten im Grünen gelegenen, stattlichen Bad Bubendorf und weiter über Liestal und Pratteln nach M u 11 e n z oder dem nahe der Stadt gelegenen Flüh. Die andern kommen von Ölten her über den Hauenstein, über Sissach und Liestal, um festzustellen, ob wohl die Kirschen gut geraten werden dies Jahr. Und zuletzt ziehen sie wohl alle dem schönen Basel zu, das sich zum guten Abschluss eines Bluestbummels prächtig eignet. E. K. Toggenburg. Das Toggenburg geniesst als ostschweizerische Kurlandschaft einen vorzüglichen Ruf. Das geht vor allem aus der jährlich sich hebenden Frequenz hervor. Die prächtige Gegend, die sich dem ins Toggenburg reisenden Gaste in Gestalt kraftstrotzender, jedoch nicht beengender Berge, in den sich weitausbreitenden dunklen Tannenwäldern, den grünen, duftenden Wiesen und Weiden und in den vielen Naturschönheiten der brausenden Wasser erschliesst, besitzt immer mehr Anziehungskraft für Feriengäste. Der vorzügliche Verkehrsdienst durch Bahn und Autos gestattet dem Besucher jede heutige Bequemlichkeit auf diesem Gebiete. Da die Zufahrtsstrassen für Autoverkehr geeignet sind, können die einzelnen Kurorte auch auf diese Weise leicht erreicht werden. Wil, die alte Aebtestadt, ist das Eingangstor von Westen her. Von dort reiht sich ein Dörfchen ans andere, vorüber an dem romantischen Alt-Städtchen Lichtensteig. In kurzer Folge fügt sich ein Bergdorf ans andere an bis hoch hinauf an die Hänge der sie^ ben Churfirsten und an den Fuss des mächtigen Säntisgebietes. Oben wo die Thur als kleiner Bach zu Tale sich schlängelt, liegen die heimeligen Ferienplätzchen, zwischen den Riesen der Ostschweiz freundlich eingebettet. Da das Bergtal ziemlich weit ist, gewinnt der Besucher keinen durch die Firne hervorgebrachten beengenden Eindruck. Die höchstgelegene Gemeinde ist Wildhaus, die 1104 m über Meer liegt. In den Bergdörfern des Obertoggenburgs ist noch heute toggenburgische Eigenart unverfälscht zu Hause. Dem Geschmack des Feriengastes wird in jeder Beziehung Rechnung getragen, auch hinsichtlich des — Geldsackes. Die Kurorte vom oberen wie vom unteren Toggenburg, vom Thur- und Neckertal, sind überall gleich gut bekannt. Der Bergfreund kommt auf seine Rechnung wie der Wald- und Bergseeverehrer. Die sauberen Häuschen muten in ihrem Blumenschmucke ungemein heimelig an. Die Hotels, Pensionen und Ferienplätze sind bestens eingerichtet, so dass auch dem verwöhnten Gaste jede Annehmlichkeit geboten wird. Zu alledem kommt die gute, erfrischende Bergluft, zur Unterhaltung Veranstaltungen und Konzerte, Badegelegenheit, kurzum: das Toggenburg hat für jede Geschmacksrichtung seine bevorzugten Plätze. fb. Touren-Antworten AL i UMOBIL-REVUE T.A. 466, Spanienreise. Spanien ist wirklich ein herrliches Land, und die zum Teil hervorragenden Strassen und die freundliche Bevölkerung tragen das ihrige dazu bei, dem Auto-Touristen die schönsten Eindrücke zu vermitteln. Leider sind J0 Tage etwas kurz bemessen für eine derartige Reise. Ich empfehle Ihnen die nachstehende Route (in 9 Tagesetappen eingeteilt): 1. Marseille, Aix-en-Provence, Salon, Arles, Nimes, Montpellier, Beziers, 254 km. 2. Narbonne, Perpignan, Le Perthus, Figueras, Gerona, Tordera, Mataro, Barcelona. 253 km. 3. Sabadell, Igualada, Tarrega, Lerida, Candasnos, Osera, Zaragoza, 299 km. 4. Almunia, Ateca, Medinaceli, Almadrones, Guadalajara, Madrid, 319 km. 5. El Molar, Buitrago, Boceguillas, Aranda, Lerma, Burgos, 238 km. '• 6. Briviesca, Miranda, Vitaria, Alsasna, Tolosa, S. Sebastian, Bayonne, 274 km. 7. Peyreharade, Olhez, Pau, Lourdes. Tarbes, Lannemezan, St. Martory, 256 km. 8. St. Girons, Pamiers, Fanjeaux, Garcassonne, Lezignan, Narbonne, Beziers, Agde, Sete (Cette), 257 km. 9. Montpellier, Lunel, St. Gilles, Arles, Martigues, Marseille, 177 km. In Barcelona sollten Sie zum mindesten einen ganzen Tag bleiben können. Auch Madrid und Burgos verdienten einen längeren Aufenthalt. Die vom VeTlag der «Automobil-Revue» herausgegebene Automobilkarte von Spanien mit Führer wird Ihnen mit ihrem reichhaltigen Text über Land und Leute und über die Eigenart der Städte von grossem Nutzen sein. Preis der Karte mit Führer Fr. 5.—, für Abonnenten der «Automobil-Revue» Fr. 4.—. J. J. in H. T.A. 467, 2 Tage Schwarzwald. Sie fahren am besten wie folgt: 1. Tag: St. Gallen, Kronbühl, Roggwil, Arbon, Egnach, Romanshorn, Altnau, Kreuzungen, Ermatingen, Steckborn, Mammern, Wagenhausen, Diessenhofen, Sohaffhausen, Neunkirch, Erzingen, Oberlauchringen, Tiengen, Waldshut, Waldkirch, Tiefenhäusern, Höchenschwand, St. Blaslen, Bernau, Geschwend, Todtnau, Brandenberg, Hebelhof, Bärenthal, Titisee, Höllsteig, Falkensteig, Zarten, Freiburg, 235 km. 2. Tag: Gundelfingen, Denzlingen, Waldkirch, Bleibach, Winden, Elzach, Frischnau, Mühlenbach, Haslach, Hausach, Wolfach, Schiltach, Schramberg, Tennenbronn, St. Georgen, Triberg, Schönwald, Furtwangen, Voehrenbach, Bregenbach, Zindelstein. Donaueschingen, Pfohren, Geisingen, Hausen, Engen, Schlau, Singen, Radolfszell, Allensbach, Wollmatingen, Konstanz, Altnau, St. Gallen, 2ß8 km. Im Verlag der «Automobil-Revue» ist eine hervorragende Schwarzwaldkarte erschienen, die Ihnen bestens empfohlen sei. Preis Fr. 3.20, Abonnenten der «A.-R.» geniessen einen Rabatt von 20 Prozent. M. S. in G. T.A. 468, Ivalo (Finnland). Ivalo liegt an der landschaftlich so wunderbaren Strasse von Rovaniemi nach Petsamo am Eismeer, die wohl mit zum Schönsten gehört, was uns der Norden bieten kann; die Fahrt durch Lappland, dessen Zentrum Ivalo ist, wird jedem unvergesslich bleiben, Ueberhaupt verdiente Finnland als Touristenland viel mehr Beachtung durch die Automobilisten Mitteleuropas. Da das Durchfahren von sovietrussischem Gebiet (direktester Weg) gegenwärtig nicht sehr zu empfehlen ist und die Route über Schweden einen Umweg bedeutet, kommt die folgende Zufahrtsroute in Betracht: Basel, Schaffhausen, Rottweil, Stuttgart, Ansbach, Nürnberg, Bayreuth, Hof, Gera, Leipzig, Wittenberg, Berlin, Küstrin, Landsberg, Deutschkrone, Chojnica, Tezew, Marienburg, Elbing, Königsberg, Taplaken, Tilsit, Taurage, Keime, Siauliai, Joniskis, Jelgava, Riga, Sigulda, Cesis, Valmiera, Rujiena, Moisaküla, Ristiküla, Pärnu, Jakobi, Wigala, Märjamaa, Pajaka, Nomme, Tallinn (Reval). Diese Strecke misst 2180 km. Von Tallinn gelangen Sie mit der Fähre nach etwa 4stündiger Ueberfahrt nach Helsingfors. Von hier an ist Ihre Route in Tagesetappen die folgende: 1. Borga, Pukkilä, Orimattila, Lahti, Härkälä, Heinola, Lusi, Paaso, Anettu, Mäntyharju, Ristiina, Mikkeli, 304 km. 2. Juva, Jorionen, Varkaus, Karvio, Joensuu, 264 km. 3. Puso, Ahmovara, Juuka, Nurmes, Sotkamo, Kajaani, 283 km. 4. Mieslahti, Kichimansuu, Utajärvi, Muhos, Oulu, Haukipudas, Nyby, Kuivaniemi, 288 km. 5. Simo, Kemi, Tervola, Rovaniemi, Apukka, Vuojärvi, Sodankylä, 284 km. 6. Sattanen, Peurasuvanto, Lohijoki, Vuotso, Tankapirtti, Laanila, Ivalo, 165 km. Wenn Sie die Reise unternehmen wollen, unterlassen Sie ja nicht, die Automobilkarte von Finnland, mit Führer, die in der «Europa-Touring»- Serie im Verlag der «Automobile-Revue» erschienen ist, anzuschaffen (Preis Fr. 5.—, für Abonnenten der «A.-R.» Fr. 4.—). Diese hervorragende, in kartographischer und textlicher Hinsicht vorbildliche Karte wird Ihnen von grossem Nutzen sein. Für die Hinfahrt kommen ausserdem die in der gleichen Ausgabe erschienenen Karten von Deutschland und von Litauen, Lettland und Estland (1 Karte) in Betracht. V.F.inB. Touren -Fragen T. F. 469, Genfersee. Ich fahre näehsthin nach Genf und gedenke darin eine Fahrt rund um den Genfersee zu unternehmen. Wie sind die Strassen und ist die Tour wirklich so schön, wie man mir gerühmt hat? D. Ch. in Z. T. F. 470, Leipzig. Wie gelange ich am raschesten nach Schkeuditz bei Leipzig und auf einem andern 'Wege wieder zurück? Hauptsache sind gute Strassen. G. K. in Biel. T. F. 471, Loire-Schlösser. Wie gelange ich von Moudon am besten in das Gebiet der Schlösser der Loire und was ist in der dortigen Gegend vor allem sehenswert? Ich möchte mich aber nicht von vorneherein auf eine bestimmte Route festlegen. L. N. in M. Wir fragen Sie! Die Lösungen I. In was für einem Verwandtschaitsverhältnis stand Napoleon III. zu Napot- leon L? • M- •• . , -, Napoleon III. war der Neffe-von Napoleon I. Er war der dritte Sohn Ludwig Bonapartes, König von Holland, und der Hortense Beauharnais, Stieftochter Napoleons I. 2. Wodurch wurde der Name « Rosinante» berühmt ? Der Name «Rosinante» wurde durch den berühmten spanischen Roman von Cervantes «Don Quichotte» in der ganzen gebildeten Welt heimisch. «Rosinante» nennt Cervantes den alten Klepper, der seinen Helden den Abenteuern entgegentrug. 3. Was ist Mimikry ? Mimikry kommt aus dem Englischen und bedeutet Nachahmung, Nachäffung. Mimikry wird in der Tierwelt sehr oft beobachtet; sie dient schwächern Tieren, die sich den Anschein von Stärke geben oder die sich den Umständen der Natur anpassen, zum Schutz vor den Feinden. 4. Wer ist Alired Kerr? Alfred Kerr ist ein bedeutender Berliner Schriftsteller und Kritiker, der durch seinen originellen Stil — ganz kurze Sätze und genial groteske Wendungen — als der Prototyp einer neuen Kritikergeneration anerkannt wird. 5. Was helsst eigentlich das Wort « deutsch » ? «Deutsch» heisst eigentlich volksmässig, dem Volke angehörig. Das Wort kommt von dem mittelhochdeutschen «tiutsch» und stammt von einem germanischen Substantiv für Volk ab. 6. Was ist ein Empiriker? Der Empiriker nimmt an, dass die Erfahrung die Quelle aller Erkenntnis sei. Der Empirismus ist vor allem in der englischen Philosophie heimisch. Der grösste Gegner dieser Lehre war Kant. 7. Wer ist der Begründer der analytischen Psychologie ? Der Begründer deT analytischen Psychologie ist C. G. Jung in Zürich. Im Gegensatz dazu heisst die Lehre Freuds Psychoanalyse, während Alfred Adler die Individualpsychologie schuf. Dies sind die geistigen Führer der drei grossen Hauptrichtungen der modernen Seelenlehre. 8. Was bedeuten die 48 Sterne auf der Flagge der Vereinigten Staaten? Die 48 Sterne in der Flagge der Vereinigten Staaten deuten auf die 48 Staaten des ganzen Bundes hin. 9. Wer war die Düse ? Die Düse war eine italienische Schauspielerin, wohl eine der bedeutendsten Tragödinnen der neueren Zeit. 10. Was ist Humus ? Der Humus besteht aus der bräunlichen oder schwärzlichen Masse, die abgestorben« Pflanzen bilden. Er deckt oft in starken Schichten den Boden der Wiesen und Wälder; dabei' ist er häufig mit mineralischen Substanzen vermischt. 11. Wer hat das Wort vom Weltschmerz geprägt ? Das Wort vom Weltschmerz stammt aus «Selina» von Jean Paul. Die berühmtesten Dichter dieses tiefen Pessimismus waren Lord Byron, Lenau und der italienische Lyriker Leopardi. 12. Welche Wandlungen hat die « Drosselklappe» in den letzten 30 Jahren durchgemacht ? Heute geht die Drosselklappe beim Niederdrücken des Gaspedals auf, bei den ersten Wagen aber ging sie dabei zu. 13. Welchem Schweizer Dichter sagte man nach, er hätte eine grosse Schwäche für das Kino? Als Schweizer Dichter, der für das Kino in der Oeffentlichkeif eintrat, wird Spitteler viel genannt. Er veröffentlichte sogar in der führenden Schweizer Presse Artikel, in denen er sich als grosser Freund, des Kinos bekannte. Eine ähnliche Stellung in dieser Frage nimmt auch Thomas Mann ein. 14. Wie lautete der bürgerliche Name von Jeremias Gottheit? Der bürgerliche Name Jeremias Gotthelfs war Albert Bitzius. 15. Was war der «Druckli-Bund» in der Schweiz ? Der «Druckli-Bund» wurde am 9, Mai 1715 in Solothurn zwischen den katholischen Orten und Frankreich (Ludwig XIV. geschlossen. Dio katholischen Eidgenossen erhofften durch dieses Bündnis eine Befestigung des Katholizismus innerhalb der Eidgenossenschaft. Da der Vertrag in einer Truhe aufbewahrt wunde, nannto man den Bund «Druckli-Bund». 16. Wer war Paracelsus? Philippus Aureolus Paracelsus Theopbrastus Bombastus von Hohenheim wurde am 17. Dezember 1493 in Einsiedeln geboren. Paracelsus wurde der Begründer der pharmazeutischen und medizinischen Wissenschaft. Er war Arzt, Naturforscher und Theolog, der seine Thesen in scharfen, leidenschaftlichen und oft pamphletartigen Schriften verteidigte. In Basel wirkte Paracelsus als Arzt; er wurde jedoch von den andern Aerzten vertrieben und führte sodann ein unstetes Wanderleben. Am 24. September 1541 starb er in Salzburg nach einem ungewöhnlichen Leben. 17. Woher kommt das Wort Faszismus? Das Wort «Faszismus» kommt von dem lateinischen Plural fasces, d. h. Rutenbündel, dem Herrscherzeichen der römischen Liktoren. 18. Von wem stammt das Wort: « Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens ? » Das Wort stammt voa Schiller; es ist aus der «Jungfrau von Orleans». .,- 19. Woher kommt der Begriff des « Proletariers »? _ _ . : : Proletarier kommt von dem latejnischßii.proles, d. h. denjenigen, die nur für die Nachkommenschaft in. Betracht kommen, die viel Nachkommen haben. 20. Warum kann Löschpapier eigentlich Tinte aufsaugen ? Löschpapier ist ungeleimtes, besonders verarbeitetes Papier. Die luftgekühlten Räume zwischen den Fasern und Fäserchen des Papiers sind so klein, dass die in solchen engen Räumen wirkenden Kapillarkräfte auch entgegen der Schwere die Tinte hochsaugen; können. 21. Was versteht man unter Merkantilismus? Der Merkantilismus beruht auf dem Gedanken, dass der Reichtum eines Landes beinahe ausschliesslich auf dem Reichtum an barem Geldr> beruhe. Durch Intensivierung der Ausbeutun» der Naturschätze eines Landes und durch eine aktive Handelsbilanz sollte der merkantilistischo Gedanke verwirklicht werden. Der Merkantilismus fand vom 16. bis Mitte des 18. Jahrhunderts seine stärksten Verteidiger. 22. Was geschieht, wenn man die Vorderräder eines Automobiles blockiert ? Das Automobil kann sich beim Blockieren der Vorderräder normalerweise weder überschlagen noch umwenden. Es rutscht einfach geradeaus weiter. (Normalerweise: Wenn man die Karosserie nicht absichtlich turmhoch baut odor das Bremsmanöver auf einer in der Querrichtung geneigten Fahrbahn vornimmt;) 23. Wer ist S. M. Eisenstein ? S. M. Eisenstein ist ein bedeutender russischer Filmregisseur, heute wohl die stärkste Kraft beim Film. Seine Hauptwerke wurden bahnbrechend , für die neuere Filmkunst. .Sie erweckten trotz der leider darin verankerten Tendenz in der ganzen Welt berechtigtes Aufsehen. Eisenstein kennt keine Hauptrollen; er kennt nur die Masse, die er wie kein Zweiter zu beleben versteht. 24. Wann fand die letzte eidgenössische Verfassungsrevision statt ? Die letzte eidgenössische Verfassungsrevision fand 1874 statt. 25. Das wiedergegebene Bild stellt Schiller dar, dessen 125. Todestag am 9. Mai 1930 gefeiert wurde. mb. Mit O. R. Wagners Schwarzwaldkarte reist der Autler sicher und mit offenen Augen durch die prächtigen Gaue unserer Nachbarschaft jenseits des Rheins bis hinunter nach Heidelberg. Preis Fr. 4.—. Verlag der « Automobil-Revue », Bern.