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E_1931_Zeitung_Nr.040

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Sprüche gegen den

Sprüche gegen den Halter von einem auf zwei Jahre. Im Obligationenrecht ist man mit der einjährigen Verjährungsfrist recht gut ausgekommen; es bestand gar keine Veranlassung, davon abzuweichen, und dies um so mehr, als der Geschädigte bzw. seine Rechtsnachfolger die Verjährung leicht, beispielsweise durch Klage, Zahlungsbefehl, unterbrechen können. Sub Versicherung erwähnt das Communique als wesentliche Abänderung «das direkte Forderungsrecht gegenüber dem Versicherer, wie das Recht, den Anspruch gegenüber dem Halter beim Gerichte des Wohnsitzes des Halters oder beim Gerichte des Ortes, an dem sich der Unfall ereignet hat, geltend zu machen. Gegen beide Nova ist m. E. nicht viel einzuwenden. In den Strafbestimmungen erwähnt das Communique folgende Neuerungen: «Die für die Uebertretung von Verkehrsvorachriften vorgesehene schwerere Strafandrohung soll erst für den wiederholten Rückfall gelten. Einzelne Strafandrohungen sind verschärft worden, so für den betrunkenen Führer in schweren Fällen oder bei Rückfall, sowie für den Strolchenfahrer, der schon das erste Mal mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft werden kann. Herabgesetzt wurden dagegen die Strafandrohungen für das Nichtmitführen der Ausweise. Endlich schlägt die Kommission die Aufnahme eines neuen Art. 62bis betreffend den bedingten Straferlass vor: Wird der bedingte Straferlass in der kantonalen Gesetzgebung vorgesehen, so kann davon auch bei der Verhängung von Gefängnisstrafen des Automobilgesetzes Gebrauch gemacht werden.» Man wird auch diesen Nova — dies gilt ganz besonders für die verschärfte Bestrafung der Strolchenfahrten und von betrunkenen Führern — die Zustimmung nicht versagen können. Ich resümiere dahin: Die Kommissionsbeschlüsse sind in der Hauptsache recht einseitiger Natur, d. h. regelmässig zu Ungunsten der automobilistischen Seite, ausgefallen. Ob die Bereitschaft der betreffenden Kreise, das Gesetz in dieser Form anzunehmen, vorhanden ist, ob die Drachensaat der Haftung für fremdes Verschulden nicht neue Gegner — viele Anzeichen sprechen dafür — erstehen lässt, wird die Zukunft lehren; vorerst gilt das Dichterwort: «Und des Donners Wolken hangen schwer herab auf Ilion!» •" Dr. 0. Brennwald, Zürich. Nützliche Winke bezüglich Hotelgaragen. Unter.diesem Titel setzt sich ein Artikel in der «Hotel-Revue» mit den Wünschen der Automobilisten bezüglich der Unterbringung ihrer Wagen in den Garagen der Hotels auseinander. Es wird dabei die begrüssenswerte Anregung gemacht, in Empfehlungen für Hotels nicht einfach auf das Vorhandensein einer Autogarage hinzuweisen. Der moderne Autotourist fahre nicht mehr aufs Geratewohl im Land herum, er lege sich nicht nur eine genaue Reiseroute, sondern auch ein entsprechendes Budget zurecht. Die Angaben bezüglich Garagen sollten deshalb mit den dafür berechneten Preisen ergänzt sein. Wünschenswert seien auch nähere Angaben, ob es sich um eine eigentliche Hotelgarage, verbunden mit diesem oder in dessen unmittelbarer Nähe gelegen handle, oder ob eine selbständige Garage eines Dritten in Frage komme, welche vom Hotel einfach empfohlen wird. Nützlich für den Autobesitzer sei auch ber die Verwandtschaft wieder zum Schmause luden, waren es nur mehr fünf, die dem Rufe folgten. Die beiden hielten sich nicht lange auf. Die Coyotenschlauheit bewahrte den Lobo vor der Unvorsichtigkeit, sich zu oft an demselben Platz bemerkbar zu machen. Im Verlauf von zwei Monaten durchzogen sie mehrere Staaten und holten selten mehr als zweimal in der gleichen Gegend ihre Beute. Sie folgten dem engen Tal der Cache la Poudre und vorsichtig wählten sie jedesmal einen Lagerplatz, wo sie vor Ueberraschungen geschützt waren. Silber hatte grosses Zutrauen zu ihrem klugen Gefährten, aber er hatte seltsame Gewohnheiten, die sie mit Unbehagen erfüllten. Zur Nachtzeit schlich er sich gerne knapp an die Behausungen der Menschen heran, um Hürden und Scheunen zu beschnuppern. Er wusste ja, dass die Menschen ihm in der Dunkelheit nicht gefährlich werden konnten und dass ihr Auge bei Nacht sehr schwach war. Silber hingegen verstand nur so viel, dass Menschennähe Tod bedeute, und ängstlich verfolgte sie das Tun ihres Gefährten. Eine seiner Besonderheiten war es ferner, dass er nur Rindvieh tötete. Sein grösster Stolz war seinerzeit die Aufsicht über Morans Pferde gewesen; deshalb vermied er es auch jetzt, Pferde anzufallen. ein Hinweis darüber, wie gross das Fassungsvermögen der Garage sei, ob verschliessbare Einzelboxen, Tankstelle, Waschelegenheit und Heizanlage vorhanden wären. Auch würde es nichts schaden, wenn der Interessent darüber unterrichtet wird, was Zimmer und Verpflegung für den Chauffeur koten. Verfügt das Hotel über keine eigene Garage und wird der Autogast an eine nahetelegene Privatgarage verwiesen, so soll ihm in Ausweis vom Hotel mitgegeben werden, der ihn vor Willkürpreisen für das Garagieren schützt. Der Mietsatz soll immer in einem bestimmten Verhältnis zum Zimmerpreis des Hotels stehen. Gleich wie man von der früheren Praxis der Zuschläge für Service, warmes Wasser etc. abgekommen sei, so müsse auch das Vertrauen des Autogastes durch klare und präzise Angaben über die Unterkunftsmöglichkeiten für sein Auto erworben werden. Feste und sorgfältig berechnete Preise seien auch deshalb begründet, als es sich beim Auto eben nicht um einen Luxusartikel, sondern um ein Verkehrsmittel des täglichen Lebens handle. Die Automobilisten werden diese Aufklärung der Hoteliers nur begrüssen und in allen Punkten unterschreiben können. Wir sind überzeugt, dass die Beachtung dieser Winke das Vertrauensverhältnis der Automobilkundschaft zu den Hoteliers nur festigen kann, was sicher eine bemerkenswerte Mehrfrequenz der Gaststätten zur Folge haben wird. Tatsächlich spielen die Ausgaben für das Fahrzeug beim Reisen im Auto für den Fahrer mit eine wichtige Rolle in seinem Budget. Zum voraus bekannte Ansätze schützen vor irgendwelchen Ueberraschungen und verhüten jede Missstimmung zum vorneherein, so dass man gerne wiederkommt, ß Sdiwe ,«§»» Zur Einnahme aus dem Benzinzoll. In Nr. 34 der « A.-R.» haben wir bereits berichtet, dass sich die Einnahmen aus diesem Zoll im ersten Quartal des Jahres auf 6,6 Millionen Fr. beziffern. Wir wiesen dabei auf den äusserst krassen Kontrast zwischen dem auf 4,85 Millionen Fr. betragenden Einfuhrwert und dem bedeutend höhern Zollerträgnis. Wir werden nun aus Kreisen des Benzinhandels mit Recht darauf aufmerksam gemacht, dass sich dieses Verhältnis für die Schweiz sogar noch bedeutend ungünstiger gestaltet, indem der von uns genannte Einfuhrwert auf der Basis des Weltmarktpreises errechnet worden ist, währenddem letzten Endes zur Beurteilung der Verhältrasse -der schweizerische Benzinpreis mässgebend ist. Unter dieser Voraussetzung kommt dem im ersten Quartal eingeführten Benzinquantum ein Importwert von knapp etwas über 2 Millionen Fr. zu, so dass der Zoll also nicht weniger als 300 Prozent betragen würde. Wahrlich keine Kleinigkeit, weder für den Benzinhandel, noch für die Konsumenten. ß Der Öffnung der Gotthardstrasse entgegen. Am 3. Mai hat in Brunnen eine Konferenz von Gemeindevertretern und andern Verkehrsinteressenten an der Gotthardroute getagt, die sich mit der Frage der frühzeitigeren Oeffnung der Gotthardstrasse befasste. Bekanntlich sind die beiden Kantone Uri und Tessin nur verpflichtet, die Strasse auf den Termin des Beginns der Postautokurse, d. h 15. Juni, zu öffnen. Die Verhältnisse an der Gotthardstrasse liegen so, dass der urnerische Abschnitt der frühzeitigeren Oeffnung keine zu grossen Schwierigkeiten in den Weg legt, Indem hier die Schneebefreiung von ca. Anfang Mai an sehr wohl durchführbar ist. Anders liegen Langsam erwachte in dem Wolfshund wieder der innere Zwiespalt. So wie in früheren Tagen unter Moran ihn oft das Verlangen nach dem freien, hemmungslosen Leben des Raubtieres geplagt hatte, ebenso fühlte er nun Sehnsucht nach Verkehr mit Menschen. Solange er bei Moran gewesen war, hatten seine Träume sich stets mit wilden Jagden an der Spitze des Rudels beschäftigt, hier in der Wildnis träumte er von Menschen. Seine Gedanken schweiften zurück in die Zeit, da er mit Moran «das Land der vielen Flüsse» durchzogen hatte, und im Traume erblickte er neben seinem früheren Herrn immer wieder das Mädchen — jenes wunderbare Geschöpf, das ihm nur ein einziges Mal zu Gesicht gekommen war. Sein leises Winseln weckte Silber.' Wenn sie geahnt hätte, dass ihr Gefährte soeben jene köstliche Erregung wieder durchlebte, in die ihn das Streicheln einer sanften Frauenhand versetzt hatte! Silbers gereiztes Kneipen rief ihn in die harte Gegenwart zurück. Sofort war er wach und seine kalten gelben Augen hielten Ausschau nach einem | Anzeichen seines bittersten Feindes — des Menschen. In der letzten Februarwoche kamen sie in das unwirtliche Quellengebiet des Powderflusses. Silber verspürte immer weniger Lust, AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N° 40 die Verhältnisse auf dem Gebiet des Kantons Tessin, wo besonders die Partie der Tremoiaschlucht viel zu schaffen gibt. Man glaubt in eingeweihten Kreisen, dass bei sofortigem Beginn der Schneeräumungsarbeiten die Strasse 2—3 Wochen früher als bis anhin dem Verkehr freigegeben werden könnte. Es scheint auch, dass die beiden Kantone Uri und Tessin dieser frühzeitigeren Oeffnung grosses Interesse entgegenbringen, während anderseits die beteiligten Verkehrsverbände sich bereit erklärt haben, die zur Deckung der Mehrkosten notwendigen finanziellen Mittel beizusteuern. Es wurden denn auch sofort Verhandlungen mit den beiden kantonalen Baudepartementen eingeleitet. Es ist im Interesse des internationalen Automobilreiseverkehrs sehr zu wünschen, dass diese Aktion von Erfolg begleitet sein möge und die Gotthardstrasse dieses Jahr eventuell schon auf Pfingsten dem Verkehr übergeben werden kann. s. Strassenbau im Neuenburger Jura. Eine Massnahme gegen die Arbeitslosigkeit. In den Sommermonaten wird die neuenburgische Kantonsstrasse zwischen Le Locle und La Chaux-de-Fonds in einem Teilstück, von Le Verger nach Le-Cret-du-Locle, umgebaut und das bestehende, längst nicht mehr genügende Stück durch ein neues Trasse ersetzt. Ein Projekt für diesen Umbau lag schon 1922 bei der Baudirektion des Kantons Neuenburg vor. Durch die Krise in der Uhrenindustrie und im Gewerbe sah man sich genötigt, ernstlich an die Durchführung der Korrektion heranzugehen, da auf diese Weise zahlreiche Arbeitslose aus den beiden Uhrmachergemeinden wieder Verdienst finden. Das Projekt, mit dessen Durchführung im Juli oder August begonnen werden soll, obschon die notwendigen Kredite durch den Grossen Rat des Kantons Neuenburg noch nicht genehmigt sind, wird einen Aufwand von 700 000 Fr. verschlingen. Die Kostenverteilung sieht nach Abzug der Arbeitslosen- Unterstützungsbeträge, die 40 Prozent der Saläre betragen u nd zu 20 Prozent durch den Bund, zu 10 Prozent durch den Kanton und zu 10 Prozent durch die betreffende Gemeinde getragen werden, noch eine Belastung der Gemeinden mit 75% vor. lt. Bahnen Toggenburger Bahn-Aspirationen? Vergangene Woche fand in Wildhaus eine Konferenz statt, die zur Abwechslung wieder einmal ;die Frage einer Toggenburg-Werdenberg-Bahn ventiliert hat. Die dafür im Jahre 1912 erteilte Konzession ist bis dato ja nie ausgenützt worden. Dem jetzigen Postautoverkehr werden mancherlei Vorhalte gemacht, so Höhe der Taxen, Mangel an Beförderungsgelegenheit, Fahrplanschwierigkei- die Wanderung fortzusetzen, nur keuchend hielt sie mit ihrem Gefährten Schritt. Ein warmer Wind fegte über die Berge und machte den gefrorenen Boden auftauen. Silber wählte eine Stelle, wo das Erdreich tief war und begann zu graben. Blitz beobachtete ihr Tun. Als sie müde war und eine Pause machte, nahm er ihren Platz ein, scharrte und grub mit seinen kräftigen Tatzen in dem Erdreich und schleuderte die Schollen hinter sich. Nach einiger Zeit sprang er aus der Grube, schüttelte die Erde von seinem Fell und betrachtete mit Stolz die geleistete Arbeit. In kurzer Zeit war die Höhle fertig. ' Silber war sehr reizbar in diesen Tagen und schnappte, sooft er ihr nahe kam. Geduldig wich er ihrem zänkischen Beissen aus, kehrte ihr den Rücken und stelzte steif aus ihrem Bereich. Eines Nachts kam er heim und entdeckte einen neuen Geruch in der Höhle. Ein leises Greinen und Quieken drang aus dem Dunkel. Er schickte sich an, in die Höhle hineinzukriechen, aber ein wildes Knurren warnte ihn davor, einzudringen. Seine Neugierde war gross. Er wünschte mehr von dem Wunder zu erfahren, aber er musste sich gedulden. Erst als die "Jungen drei Wochen alt waren, Hess Silber sie hinaus vor die Höhle, wo sie sich auf dem sonnigen Abhang herumbalgten. Jetzt sah Blitz ten usw. Die anwesenden Bahnvertreter sprachen die Überzeugung aus, dass all diese Mängel mit dem Betrieb der vorgesehenen Bahn verschwinden werden. Der Spass würde aber auf rund 8 Millionen Fr. zu stehen kommen. Obwohl die Bahnsachverständigen von der Rentabilität dieser neuen Strecke überzeugt sind, so fragt es sich doch, ob die Mängel des Postautodienstes mit einem entsprechenden Ausbau desselben nicht ebenfalls behoben werden können, wobei in finanzieller Hinsicht bei weitem nicht die nämlichen Summen notwendig sind und ein gleich hohes Risiko zu übernehmen wäre. Auf alle Fälle ist hier eine Expertise neutraler Sachverständiger am Platze, die ohne weiteres ergeben wird, ob ein verbesserter Autobusbetrieb oder eine Bahn notwendig ist. Wir glauben ohne weiteres, dass man die in Frae stehenden 8 Millionen ruhig sparen kann und dies umso mehr, als die Gemeinden, welche zur Beitragsleistung mit über einer Million Fr. herangezogen würden, heute wie vor 10 Jahren wesentliche Bedenken bezüglich der Finanzierung hegen. Hat das Projekt bis jetzt in irgendwelchen Schubladen geruht, so darf man auch heute noch etwas Zeit darauf verwenden, um die Frage abzuklären, ob wirklich nur ein Bahnbetrieb den an und für sich berechtigten Verkehrswünschen und Verkehrsbedürfnissen gerecht werden könne. B. Zur Suhrentalbahnfrage. Der Expertenbericht zur Suhrentalbahn-Frage (siehe «A.-R.» Nr. 36) hat bereits Gegenstimmen gezeitigt, worunter hauptsächlich eine Publikation der Betriebsdirektion der Sursee-Triengen-Bahn. Die darin aufgerollten Fragen sind mehr bahntechnischer Natur, so dass wir uns in diesen Hausstreit nicht einmischen können. Die Befürwortung einer durchgehenden Suhrentalbahn ist für die Automobilisten höchstens deshalb von Interesse, als damit die Strasse volltändig bahnfrei wäre, währenddem sie nach dem Expertenvorschlag immerhin bahnflankiert ist, wobei die Bahn zwar über ein eigenes Trasse verfügt, dafür aber die restlose Ausnützung der Fahrbahn durch die Motorfahrzeuge in ihrer ganzen Breite beeinträchtigt. Die Replik auf den Expertenbericht kritisiert mit Recht, dass die Bahn auch in Zukunft auf den Strassen durch Ortschaften führt und deshalb gerade in den Ansiedlungen verkehrsgefährlich wirkt, an welcher Tatsache auch der Einbau von Rillenschienen nichts zu ändern vermöge. ß Voreiliger Rückschluss. Im « Eisenbahner » wird berichtet, dass eine ostschweizerische Maschinenfabrik ihre Ausstellungsobjekte für die Basler Mustermesse dieses Jahr, entgegen ihrer Praxis, nicht mehr der Bahn, sondern einer Autotransportfirma zur Verfrachtung übergab. Der betreffende Aussteller habe erklärt, dass er auf diese Weise bedeutend billiger bedient werde, eine Tatsache, die im genannten Blatt als, bedenkliche Erscheinung bezeichnet wird, insbesondere mit Rücksicht auf das von der Bahn gewährte Entgegenkommen, wonach unverkaufte Gegenstände frachtfrei rücktransportiert werden können. Der betreffende Korrespondent fragt sich, wie unter diesen Umständen eine Konkurrenzmöglichkeit des Automobils überhaupt möglich sei und kommt zum Schluss, dass neben dem ausserordentlich niedrigen Benzinpreis auch die Lohnverhältnisse und Arbeitsbedingungen im Autotransportgewerbe eine grosse Rolle spielen. Die Ueberlegung mit dem Benzinpreis wird schon ihre Richtigkeit haben, und es ist wirtschaftlich nur sehr bemerkenswert, dass die Verbilligung der Betriebsmittel sich alsbald auch für den Konsument, in diesem Falle den Aufgeber der Fracht, vorteilhaft auswirkt. Der Gewährsmann des « Eisenbahner» ist aber ungenügend orientiert oder voreilig in seiner Schlussfassung, wenn er als weitere Ursachen eines billigen Transportes nur ungenügende Lohn- und Arbeitszeitverhältnisse in Betracht zieht. Es ist sehr wohl möglich, dass der betreffende Aussteller sich für beide Wege eine Rückfracht eines Autotransportes sicherte, wodurch ihm natürlich entsprechend vorteilhaftere Transporttaxen zugesichert werden konnten. Auf alle Fälle ist, bevor die genauen Ursachen der Preisdifferenz in den Transporttaxen zwischen Bahn und Auto festgestellt worden sind, die Folgerung, « die Tatsache zeige neuerdings, wie notwendig eine gesetzliche Regelung der Arbeitszeitverhältnisse der Chauffeure notwendig sei», übereilt. B. zum erstenmal seine Nachkommenschaft. Nacht für Nacht hatte er Nahrung zur Höhle gebracht und das war das Ergebnis! Er war sehr aufgeregt, beroch sie gründlich und als er die Kleinen neugierig umherrollte, warnte ihn ein Brummen Silbers vor allzu grosser Derbheit. Silber hatte ihm nie gestattet, sich in der Höhle aufzuhalten, was ihm nichts ausmachte, hatte er doch selbst eine unüberwindliche Scheu, längere Zeit darinnen zu verweilen. Er hatte seinerzeit Moran eine Fuchshöhle am Peace Creek ausheben sehen, auch Harmon, der Waldstreifer, war einmal auf eine Höhle gestossen und hatte ein Ding, an dem ein sprühender Zünder befestigt war. hineingeworfen. Kaum waren sie fortgelaufen da hatte es einen Krach gegeben wie von einer Salve, und Blitz hatte mit angesehen, wie Harmon die zerschmetterten Körper eines Coyoten und seiner Jungen ausgrub. Die Tage verbrachte Blitz allein in den Bergen und nachts schaffte er Nahrung herbei. Bald waren die Jungen so weit, dass man sie bei Nacht ausführen konnte; sie erhielten Unterricht in allen Jagdlisten und wurden auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die sie zu vermeiden hatten. Mitte April konnten sie schon dreissig Meilen in einer Nacht zurücklegen. (Fortsetzung folgt.)

N°40 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Der Kampf um die XXII. Targa Florio Eindrucksvoller Sieg von Nuvolari auf Alfa Romeo. — Grosser Erfolg der italienischen Industrie. — Schlechte Strassen Verhältnisse erschwerten den Rennverlauf. In der diesjährigen Targo Florio vom Die beiden 2300 Alfa-Romeo mit Nuvolari und Arcangeli am Steuer standen im letzten Sonntag waren nur zwei Firmen offiziell mit ihren Hausmannschaften vertreten, die beiden Grossunternehmen lich vereinigten auch Fahrer von der sel- Vordergrund des Interesses. Abe,r natür- Alfa Eomeo und Maserati. Die Bugatti tenen Klasse wie Borzacchini und Campari mit den beiden nun nicht mehr jun- ^und Salmson, die an dem Rennen teilnahmen, fuhren als Einzelwagen, und Varzi, gen 1750-Maschinen viel Aufmerksamkeit der Sieger des vergangenen Jahres, stand auf sich. Die Targa Florio gab den Beweis, dass nicht nur der Impetus und das auf der Strecke zum erstenmal mit einem französischen Wagen, den er gegen den Temperament eines Nuvolari und Borzaechini den Ausschlag geben, sondern dass Alfa Eomeo vertauscht hat. Die Targa Florio ist ein Rennen, bei dem den Einzelfahrern und Einzelwagen fast nie ein Sieg Prozent von der Qualität der Maschine, dieses Rennen schliesslich mehr als 50 winkte, da der Circuit delle Madonie ungeheure Anforderungen stellt, die an Vorgig macht. Der eindrucksvolle Sieg von ihrem Zustand und ihrer Resistenz abhänbereitung und Mitteln von einem Einzelfahrer kaum geleistet werden können. In meo bedeutet für die italienische Industrie Nuvolari und Borzacchini auf Alfa Ro- diesem Jahre lenkte Varzi als Einzel- nach Tunis, der Mille Miglia, Monaco Die 146 km lange Rundstreoke der Targa Florio (grosaer Circuit), auf der am letzten Sonntag das schwere to BergTennen der Welt über 584 km zum 22. Male zum Austrat kam. fahrer den 2300-ccm-Bugattiwagen, mit dem er in Alessandria und Tunis triumphierte und auf dem Chiron in Monte Carlo überlegen siegreich war. Die Madonie bilden ein geradezu ideales Terrain für die schwerste Prüfung; die Targa Florio ist daher stets ein Bergrennen gewesen, das die äussersten Forderungen an Maschine und Fahrer stellte; in diesem Jahre aber wurde sie durch die neue Strecke geradezu vernichtend. Der Circuit misst bekanntlich 146 Kilometer und musste viermal gefahren werden, bildet also 584 Kilometer, auf denen auch nicht ein Augenblick leichter Fahrt eingeschaltet werden konnte. Kurven, Gegenkurven, scharfe Steigungen und steile Abfälle folgen einander. Eine dauernde Mühsal, die Nerven von Stahl und die fähigsten Maschinen erfordert, sollen nicht Versager schon lange vor dem Ende eintreten. Die das Rennen zu Ende fuhren, hatten am Sonntag so etwas wie achttausend Kurven geleistet! Diese Erschwernis der Targa Florio in diesem Jahre dürfte wohl auch der Grund sein, warum Ettore Bugatti in diesem Jahre sich von einer offiziellen Teilnahme seines Hauses zurückgehalten hat. Maserati hatte in Dreyfus, Fagioli und Biondetti seine stärksten Fahrer. Dreyfus freilich war als Schnelligkeitsspezialist auf den Madonie wenig am Platz. Fagioli war mit allen seinen Qualitäten doch durch die kürzlich überstandene Operation von Anfang an gehandicapt gewesen. und Alessandria einen sehr erfreulichen Erfolg. Varzi als Einzelfahrer erlitt das Schicksal, das die Targa Florio (wie bereits erwähnt), den meisten Einzelgängern bereitet: Die Anforderungen sind zu gross, als dass sie nicht die Leistungsfähigkeit eines einzelnen bis über die Grenze des Ertragbaren hinaus belasten. Bemerkenswert ist auch der zweite Platz von Borzacchini, der mit dem Alfa-Romeo-Modell, 750 ccm, sich glänzend hielt. Der Alt- und Grossmeister unter den italienischen Rennfahrern, Campari, der mit der Ruhe des alten, erfahrenen und ungeheuer routinierten Meisters die Strecke zurücklegte, verstand es, seinen Alfa Romeo hinter Varzi an die vierte Stelle zu plazieren. Der Kennverlauf. Am letzten Sonntag erlebte ganz Sizilien wiederum das berühmte Rennfieber, das jeweils die Austragung der klassischen Targa Florio zu begleiten pflegt. Massen von interessierten italienischen Sportleuten Hessen es sich nicht nehmen, dem grossen Kampf ihrer besten italienischen Fahrer beizuwohnen, und kamen vom Festland nach der Insel gefahren. Schon am frühen Morgen des Renntages wimmelte es überall von Zuschauern, und gegen Beginn des Kampfes um 8 Uhr morgens waren die Tribünen bei Cerda brechend voll besetzt. Unter den Zuschauern bemerkte man zahlreiche Grossen des Sportes und Vertreter der Behörden, auch die internationale Presse machte wiederum der Targa Florio ihre Aufwartung. Schlimm stand es indessen mit dem Wetter. Die ganze Nacht hindurch gingen schwere Regengüsse nieder, so dass die Strecke zum Teil aufgerissen und beschädigt wurde. Den Fahrern warteten jedenfalls die mörderischsten Anstrengungen. Bei strömendem Regen startete um halb neun Uhr als Erster Varzi auf Bugatti. Die Bekanntgabe von sechs Nicbtstartenden reduzierte das Feld der Fahrer gleich zu Beginn auf 16 Konkurrenten. Bald folgten weitere Reduktionen und erste Ausfälle. Schon nach fünfzig Kilometern rannte Fagioli auf Maserati gegen eine Wand; während sein Wagen völlig in die Brüche ging, kam der junge italienische Fahrer mit leichten Verletzungen davon. Nach zwei Stunden verkündete vor den Tribünen dumpfes Summen das Nahen der Konkurrenten, die die erste Runde zurückgelegt hatten. An der Spitze lag sicher Varzi. Bereits weissagten rasche Gemüter dem neuen Bugattimodell auch in der Targa Florio einen neuen Sieg. Doch es sollte anders kommen. Die hinter dem Molsheimer Fahrer liegenden Nuvolari und Borzacchini forcierten mit unglaublicher Energie ihre Wagen. Schon wurden wieder neue Ausfälle gemeldet. Die Höllenfahrt durch den Regen über Siziliens Berge konzentrierte sich nur noch auf einige zähe Konkurrenten. Borzachini hatte ebenfalls Pech und musste rasch Kerzen wechseln, Nuvolari und Campari machten sich weiter an die Verfolgung Varzis. Auch Biondettis Wagen prallte gegen eine Mauer, Fahrer und Mechaniker kamen mit leichteren Verletzungen davon. Die zweite Runde sah Varzi immer noch sicher an der Spitze. Alle Hoffnungen auf einen italienischen Sieg sanken. Trotz dem schlechten Wetter und den misslichen Strassenverhältnissen ging die wilde Jagd in sehr scharfem Tempo weiter. In der dritten Runde konzentrierte sich die ganze Aufmerksamkeit der Alfa Romeo-Equipe auf den Ausreisser Varzi. Langsam aber sicher kamen Campari, Nuvolari und Borzacchini dem Ausreisser näher. Nach der dritten Runde hatte sich die Distanz zwischen Varzi und Campari auf rund zwei Minuten reduziert. Doch nun legte Nuvolari bei der vierten Runde mit i aller verfügbaren Kraft los, und schon nach kurzer Zeit lag er dicht hinter Varzi. Der Höhepunkt des Kampfes war somit gekommen: das Duell zwischen Varzi und Nuvolari. Campari hielt kurze Zeit an, konnte aber sicher wieder aufholen. Schlimmer erging es Arcangeli, der durch eine Verletzung in der vierten Runde aufgeben musste. Der Kampf zwischen Varzi und Nuvolari entschied sich unerwartet schnell. Ein Kerzendefekt von Varzi warf den Bugattifahrer um volle fünf Minuten zurück. Nun sahen Nuvolari und Borzacchini den hart umstrittenen Weg zum Sieg offen, und bei ausserordentlich schlechten Strassenverhältnissen rasten sie mit unvermindertem Tempo weiter. Varzi glaubte, gegen den Schluss hin noch einmal das Glück erzwingen zu können, doch waren die Umstände zu sehr gegen ihn, als dass es noch zu einem ersten Platz gereicht hätte. Die Be r geisterung des Publikums übersehritt alle Grenzen, als Nuvolari als Erster unter strömendem Regen beim Ziel einfuhr. Kurze Zeit nachher traf Borzacchini ein, dem ebenfalls lebhafte Ovation zuteil wurde. Rasch folgten Varzi und Campari, deren Leistungen vom Publikum, das enthusiastisch das Rennen verfolgt hatte, ebenfalls entsprechend gewürdigt wurden. Den Sieger der diesjährigen Targa. Florio: Nuvoltri (Alfa Romeo) Die Resultate t 1. Knvolarl (Alfa Romeo), 9 Std. 00* B7 1 ' (Stundendurchschnitt 64,880 km). 2. Borzacchini (Alfa Romeo), 9 Std. 02* U", 8. Varzi (Bugatti), 9 Std. 07' 53". 4. Campari (Alfa Romeo), 9 Std. OS* 11% •« Zweimal Zwölfstundenrennen » In Brooklands. Die Rennsaison der Autorennbahn von Brooklands in England wurde am letzten Freitag mit dem klassischen doppelten Zwölfstundenrennen offiziell eröffnet. Die von verschiedenen Blättern gemeldete Beteiligung des Weltrekordfahrers Malcolm Campell erwies sich als falsch. Das Rennen verlor bereits am ersten Tag durch die Aufgabe der Favoriten Birkins (Bentley) und Ramponi (Maserati) viel an Interesse. Der Engländer Earl of Maren (M.O. Midget), der nach den ersten zwölf Stunden an der Spitze lag, behauptete seine Position auch während der zweiten Hälfte des Rennens. Das Schlussklassement; Erster: Earl of March (M. Q. Midget); Zweiter: Gibson (M.G. Midget); Dritter: Hamilton (M.O. Midget); Vierter: Parker (M.O. Midget). mb. Stuber an der 10,000 km-Fahrt. An der 10,000 km^Fahrt wird auch der schweizerische Meisterfahrer Hans Stuber teilnehmen. Er wird als Fahrer der Peugeot-Equipe konkurrieren, die ausserdem noch von den bekannten französischen Fahrern Boillot und de Lavalette besetzt sein wird. x. Tour de France. Nachdem die Teilnehmer der Tour de France am letzten Freitag die zweitletzte 515 km lange Etappe Strassburg—Lille zurückgelegt hatten, folgte am Samstag letzter Ruhetag in Lille. Am Sonntag schloss sich sodann die letzte Etappe Lille-Paris-Autodrom von Montlhöry an, wo die offiziellen Preisträger bezeichnet wurden. Die Resultate: Kategorie 500—750 ccm: Ohne Strafpunkte (goldene Medaille): Casnuzet (Peugeot). Letailleur (Peugeot), Collignon (Rosengart), Cogliati (Rosengart), Gauthier (Rosengart). Chauviere (RosengaTt), Lang (Rosengart), Bourdaiae (Rosengart). — Kategorie 750—1000 ccm: Goldene Medaille: Galoisy (La Licorne), Maillard (La Licorne). Huberdeau (AmHcar) — Kategorie 1100—1500 ccm: Goldene Medaille: Roux (Peugeot). Gillard (Peugeot), Mme LeWanc (Peugeot), de Bremond (Mathis), Mlle Sajous (Mathis). Mlle Hustinx (Mathis), Ferra-nt (X.). — Kategorie t500—2000 ccm: Goldene Medaille: Driius (Peugeot). — Kategorie 2000—3000 ccm: Goldene Medaille: Roch (Delage). — Kategorie 3000—5000 ccm: Goldene Medaille: Perrot (Ford).