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E_1931_Zeitung_Nr.052

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N» 52 H. Stuck, der als Gast zum erstenmal am Gurnigel startete und die zweitbeste Tageszeit fuhr, unmittelbar nach dem Rennen. haben richtig und harmonisch eingegriffen und so konnte denn der A. C. S. Bern wiederum einen Erfolg buchen, der nicht so leicht überboten werden wird. b. Das Bankett. S2HS Nach dem Rennen wurde das Hotel Gurnigel Mittelpunkt eines gewaltigen Ansturms von Automobilen und Zuschauern. Endlos reihte sich vor dem Hotel Wagen an Wagen, friedlich ruhten die rassigen Renner der Konkurrenten nebeneinander; nichts mehr von jenem Neid war zu spüren, mit dem sie noch vor wenigen Stunden brüllend um den ersten Platz gestritten hatten. Mit der Pünktlichkeit und Ordnung, die bei der Organisation des ganzen Rennens zu spüren war, begann auch das festliche Rankett im Hotel Gurnigel. Noch war genug Stoff zu eifrigen Diskussionen da; in die Folge von köstlichen Speisen mischten sich Reden um Minuten und Sekunden, Schilderungen von nervenerregenden Kurvenfahrten, von Exkursionen nahe am Unheil vorbei. Herr Oberst Marhach, der Präsident der Sektion Bern des A. C. S., richtete in seiner Begrüssungsrede herzliche Worte an die grosse Gurnigelgemeinde. Sein spezieller Gruss galt dem Zentralpräsidenten des A. C. S., Herrn Dr. Mende, dem Präsidenten der Nationalen Sportkommission, Hrn. Decrauzat, den Herren Pierrehumbert und Geishüsler, Mitglieder der N. S. K., ferner den anwesenden hohen Militärs, Herrn Oberst Labhart, Chef des Motorwagendienstes, und Herrn Oberstlieutenant Kunz, Chef des Motorwagen-Parkes in Thun, den Behördenvertretern, dem Sekretär der kantonalen Baudirektion, dem Vorsteher des kant. Strassenverkehrsamtes, Herrn Dir. Mühlemann, Herrn Polizeihauptmann Borer, Herrn Haudenschild, Regierungsstatthalter vom Amt Seftigen, dem Vertreter der Alpweggenossenschaft Selibühl-Nünenen-Gantrisch, Herrn Präsident Fritz Pulver; weiter den Vertretern der A. C. S.-Sektionen Luzern und Fribourg, der Sektion Bern des T. C. S. und des Kant.- bernischen Motorfahrerverbandes sowie den anwesenden Herren der Presse. Weitere freundliche Worte der Begrüssung wusste Herr Oberst Marbach an die Fahrer zu richten, unter denen er besonders auch die ausländischen Konkurrenten hervorhob, deren zahlreicher Besuch den diesjährigen Gurnigel auszeichnete. Sein warmer Dank galt der grossen Arbeit der Organisation, vor allem des umsichtigen Leiters, Herrn Sportpräsident Huber. Er erinnerte noch einmal an den schönen Verlauf des Rennens, das durch das schlechte Wetter seine Anziehungskraft nicht einbüssen konnte, und wies sodann auf die erfreuliche Tatsache hin, dass der obere Teil der Rennstrecke, der der Alpweggenossenschaft gehört, vom Staat angekauft und damit zukünftig gesichert werden soll. Nachdem der Präsident der Sektion Bern des A. C. S. noch dem 10.000-km-Fahrer Hans Stuber für seine Meisterleistung auch im Autotourismus seine besondere Anerkennung ausgesprochen hatte, hob er sein Glas auf das Wohl, Blühen und Gedeihen des schweizerischen Automobilsportes. Der Präsident der Nationalen Sportkommission, Herr Decrauzat, gratulierte in kurzen Worten noch den Organisatoren zum grossen Erfolg des Rennens. Dann schritt man zu der von Hrn. Huber, Sportpräsidont, geleiteten, mit srösster Spannung erwarteten Preisverteilung, an der man nochmals die ver- •vhirrlonen Fahrer von Angesicht zu Angesicht sehen konnte, diesmal aber im eleganten Sakko oder im sauberen Militärkleid. Mit besonderem 'Beifall wurde noch die gute Idee des Organisationskomitees bedacht Hen zivpi RfTiTirbeglpiterinnen von Fahrern, der ausländischen Pressevertreterin Frau von Recnizek. dem verunfallten Paul Kessler und dem Senior der Konkurrenten, Herrn Plattner, zum Schluss der Preisverteilung besondere Anerkennungen zu verleihen. So löste sich denn gegen die späteren Nachmitfagsstunden die grosse Festgemeinde auf, und die Heimfahrt begann unter einem ständig aufhellenden Himmel, dem man diesmal ehrlich über seine Launen gram sein konnte. ho. Nationaler Snortkalender. 28. Juni: Rheineck-Walzenhausen-Bergrennen (A.C.S. St. Gallen-Appenzell.) 30. August: Kilometer lance von Gfubiasco. (A. C. S. Sektion Tessin.) 6. September: Kriens-Eigenthal-Bergrennen (A. C. S. Sektion Luzern.) Gutgelungene Aufnahmen von zahlreichen Fahrern des Gurnigels können zum Preise von 1 Fr. bei der Redaktion der «Automobil-Revue» bezogen werden. A. Keller (Zürich), der ex aequo mit ScheiMer eine neue Tourenwagen-Bestzeit aufstellte und den von der «Automobil-Revue> gestifteten goldenen Chronometer gewann. (Photo «Automobil-RevueO Dr. J. Karrer (lies Korporal Karrer, da er als Angehöriger des bester Militärfahrer und Erster der Sportwagen klassierte. M.W.D. startete), der sich als (Photo •Automobil-Revue».') GURNIGEL-RENNEN 1931 A. SCHEIBLER, LAUPEN auf „CHRYSLER" (klassiert ex-aequo) wird Erster seiner Kategorie und stellt dank TOURENWAGEN-REKORD einen neuen auf Besonders muss hervorgehoben werden, dass Herr A. Scheibler keinen Spezial-Typ „OAK"-Oel verwendete, sondern einen der sich im Handel befindlichen, gebräuchlichen „OAK"-Oel-Typen. Verlangen Sie deshajb bei Ihrem Garagisten nicht nur Autoöl, sondern das hervorragende Autoöl m it den stets gleichbleibenden Qualitäten; es wird auch Sie befriedigen. N.&W.v.MUHLENEN&Co. BERN ZÜRICH Telephon Bollw. 76.66 Telephon 56.302 GROSSER PREIS.. FRANKREICH 1. VARZI-CHIRON AUF BUGATTI GURNIGEL BERGRENNEN STUBER AUF BUGATTI ROUX AUF BUGATTI STUCK AUF MERCEDES UND WEITERE 6 ERSTE PREISE! ALLE MIT SCINTILLA DIE MARKE DER RENNFAHRERl

N» 52 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Firmenänderung: X. Suter & Cie., Garage, Weggis. Unter dieser Firma haben die Eheleute Xaver Suter und Frau Jfarie E. Suter eine Kommanditgesellschaft eingegangen, welche Aktiven Und Passiven der erlosche- ,'nen Einzelfirma Xaver Suter-Urech übernommen hat. X. Suter ist unbeschrankt haftender Gesellschafter, Frau Suter Kommanditärin mit einer Einlage von Fr. 2000.—. Einstellung des Konkursverfahrens: Abegg & Soland, Garage z. .Käufleuten, Zürich. 1 Einstellungsverfügung vom 22. Mai. Sofern kein Gläubiger bis zum 6. Juni dio Durchführung begehrt, wird das Verfahren als geschlossen erklärt. Wann ist ein Automobil englisches Fabrikat? Züin Schütze der einheimischen Automobil- und Zubehör-Industrie wird zur Zeit in England eine rege Propaganda unter der Devise « Kaufe britische Waren» gemacht. Anlässlich der Generalversammlung des englischen Verbandes der Automobil-Fabrikanten und -Händler die dieser Tage statfindet, soll der Begriff britische Ware genau definiert werden. Es wird vorgeschlagen, diese Bezeichnung nur für Güter zu. verwenden, für welche mindestens 75 Prozent des Materials englische Produktion sind und für deren Verarbeitung und Montage 'ebenfalls mindestens 75 Prozent der Arbeitslöhne in England ausgerichtet worden sind. ß Fiat-Besitzer Reulsloiien, HOTEL- OMNIBUS 10—12 Plätze, auf neuem CHEVROLET-Chassis, 6 Reparaturen beim lasst eure Fiat-Vertreter ausführen. — Ruohe Bedienung. MiangePreiie* (Umänderungen von Fiat 601, 602, 603 m Sport- oder Rennzwecken werden atagetührt.) Fiat-Garage Laupen Telephon2 AUQ.SCHEIBLER Telephon2 PEUGEOT- 1500 lg Nutzlast, In prima Zuitand, MD* abznreban. 48488 m International Harvttttr Company JL-O. Hohlfitrasse 100. ZOrlch. 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Ausserdem wäre wirklich zu wünschen, dass sich Herr Nationalrat Sehmid-Ruedin in Zürich, der Vorsitzende des neuen Fussgängerschutzverbandes, oder andere Nationalräte, die immer noch gegen den sogenannten « Fussgängerartikel > Sturm laufen, einmal mit diesen Verhältnissen auf der Landstrasse bekannt machen würden. Aber diese häufig vorkommenden absichtlichen Verkehrsbehinderungen durch Fussgänger will man ja gar nicht kennen. Man will nur darauf hinarbeiten, nicht nur dem undisziplinierten, sondern auch dem anständigen letzteren bilden heute die erdrückende Mehrheit) das Leben so sauer wie möglich zu machen, unbekümmert darum, ob dann eine starke Vermehrung der Unfälle eintritt. Schliesslich kann man es aber auch dem Automobilisten, der für das Recht der Benutzung der Strasse hohe Steuern bezahlt, nicht verargen, wenn er ausgesprochener Böswilligkeit gegenüber nach und nach etwas rücksichtslos wird. ziehung, Unvorsichtigkeit und mangelndem Verständnis der Fussgänger gegenüber dem modernen Verkehr die Rede. Es muss aber einmal gesagt werden, welche Unsumme von bösem Willen in bezug auf absichtliche und gefährliche Verkehrsbehinderungen von Fussgängern geleistet wird. Um dies zu konstatieren, braucht man nur an irgend einem Feiertage durch die Umgebung einer grösseren Ortschaft zu fahren, um nicht nur einzelnen, sondern zahlreichen solcher böswilligen Schikanen ausgesetzt zu sein. Hat man vor sich eine Gruppe von Fussgängern, welche die Hälfte oder zwei Drittel der Strassenbreite einnimmt, dann kann man Signal geben so viel man will, es wird kein Fussbreit Platz gemacht, auch dann nicht, wenn bei intensivem Verkehr in der entgegengesetzten Richtung Radfahrer oder Automobile herankommen, mit denen man kreuzen sollte, und die es unmöglich machen, den Fussgängern auf der linken Strassenhälfte vorzufahren. Versucht man, statt sich zum Anhalten zwingen zu lassen, in vorsichtigem Tempo durchzufahren, wobei meist für die Fussgänger noch Ein besonderes Kapitel von grösstem Mangel reichlich Platz vorhanden wäre, wenn sie sich nur an gutem Willen, den Verkehr zu erleichtern, bilden besonders im Herbst auch die vielen und be- dazu bequemen wollten, die Strassenmitto freizugeben, dann kann man sicher sein, mit einer Flut deutenden Viehtransporte auf den Landstrassen. der gemeinsten Schimpfworte Übergossen zu wer-Diden, und muss froh sein, wenn man nach der sich auch nicht die geringste Mühe, auch überwiegende Mehrzahl der Viehtreiber gibt nur einen Teil der* Strasse frei zu machen und uberlässt es dem vorfahrenden oder kreuzenden Automobilisten, wie er sich durchwinden kann, was gewöhnlich auch nur im Fussgängertempo möglich ist. Wird dann auch nur ein Stück Vieh leicht gestreift, dann brechen Beschimpfungen und Drohungen los, die namentlich fremden Automobilisten einen eigentümlichen Eindruck der schweizerischen Höflichkeit hinterlassen müssen, besonders im Vergleich zu Frankreich oder Italien, wo den Automobilisten im allgemeinen in höflichster und zuvorkommenster Weise entgegengekommen wird. G. H. B. . Industfva Grosser Preis von Genf und Pneuindustrie. Die Nachricht, dass alle Sieger im kürzlichen Automobilrennen «Grosser Preiß von Genf» mit Pneiis Automobilisten (und dievon der englischen Dunlop-Fabrik gefahren sind, wird keine Neuigkeit mehr sein. Jedoch ist den meisten unbekannt, dass ver schiedeno Rennfahrer, pelche sich nicht genügend vorgesehen hatten, die für derartige Rennen speziell bestimmten Pneus nicht mehr rechtzeitig erbalten konnten. Die Schweizerische Dunlop-Gesdlschaft, der überlegenen Qualität ihrer Tourenreifen wohl bewusst. hat nicht gezögert, eine beträchtliche? Anzahl von. Rennwagen mit «Fort>-Pneus aus ihrem kuranten Stock auszurüsten. Wenn man die grossen Anforderungen bedenkt, die an diese Pneus gestellt worden sind (oft über 200 Stundenkilometer) wird man verstehen, welche Sicherheit diese Reifentype den Automobilisten für schwere, rasche Wagen bietet. ZU VERKAUFEN: Stahl-Röhren dickwandige, äusserer Durchm.von 70—126 mm innerer Durchmesser von 53—112 mm, Wandstärken von 6 — 13 mm. WEBER & Co., USTER Kühler Peugeot 201 komplett, wie neu, zu vergeben Sp Icher & Cie., Garage de la Gare, Fribourg. Telephon 8.62. 9387 Zu verkaufen Infolge vorgerückter Saison sind einige fabrikneue Automobile mit 18—20% Rabatt gegen bar abzugeben. Offerten unter Chiffre 50470 an die Automobil-Revue, Bern. Der sdione STEYR XXX, ansm* n/40 PS erhielt die höchsten Auszeichnungen für normale Werkkarosserien an den internationalen Schönheitskonkurrenzen.— In technischer Hinsicht steht er dem äusseren Aussehen in keiner Weise nach. — Er ruht auf einem Tiefrahmenchassis und ist mit den bewährten Schwingachsen ausgestattet. Dadurch jst die Schwerpunktlage ungewöhnlich nahe dem Erdboden gerückt und vermittelt sogar bei schneidiger Fahrt auf holperigen Strassen das Gefühl vollkommenen Wohlbehagens. — Der zuverlässige, kraftstrotzende Motor, die formschöne Linie der Karosserie, der behagliche Komfort, und die sprichwörtliche Fahrsicherheit sind in diesem hochklassigen Qualitätswagen vereinigt. STANDARD-CABRIOLET, 4/5 Plätze, 4 Türen. Die nachfolgenden Vertreter geben weitere Auskunft und bieten den Genuss einer unverbindlichen Probefahrt, billigsten Preis und erstklassigen Service: Milo Heer, Basel Steinentorstrasse 30 Tel. Safran 25.71 Fab K. Laubacher, Brugg Bahnhofgarage Telephon 3.18 A. H. Sprattler, St. Gallen St. Jakobstrasse 67 Telephon 26.96 Nioriarlarro' Vertriebs-Aktiengesellschaft der Austro Daimler- -I1ICUCI MgC. Puchwerke A.-G. und Steyrwerke A.-G. Marcel Schweizer, Lausanne Garage du Grand Pont Telephone 27.749 Albisriederpl. 3, Zürich \- : -:'/•- --..v. -•" - - .'. ? r-'.' i ; "!_. AP FEN BACH PLATZ DA* BESTE BENZIN FÜR JEDES AUTO!