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E_1931_Zeitung_Nr.068

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20 AUTOMOBIL-REVUE

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Lange und kurze Beinkleider werden verpönt sein, obgleich Männer und Frauen bequeme Pluderhosen bei manchen Gelegenheiten anlegen mögen, in denen sie bequem sind, wie beim Reiten oder anderm Sport. Schon in der Kinderstube wird man Knaben und Mädchen in dieselbe kleidsame Tracht hüllen und ihnen dadurch das schädliche Gefühl des Gegensatzes nehmen. Die kurzen Röckchen der Kinder werden dann länger werden, sobald Alter und Würde zunimmt. Die durch einen Gürtel gehaltene Tunika wird das allgemeine Kleidungsstück aller sein, und dazu wird man weite gestickte Mäntel anlegen. Im kälteren Klima mag man auch zu dem langen Beinkleid greifen, aber wohl verstanden: für Männer und Frauen, und die Tunika, die sonst kurze oder gar keine Aermel hat, wird mit langen Aermeln getragen werden.» Die beiden Hauptmächte, die Gill für das «Chaos unserer Kleidung» verantwortlich macht, sind Prüderie und Industrie. Von ihnen muss sich der Mensch befreien und erkennen, dass die Kleidung ein ebenso wichtiger Teil seines Selbst ist wie die Haut, und dass der Körper nur dann ein «Tempel des heiligen Geistes» ist, wenn er vernünftig und schön bekleidet ist. Erstes Stelldichein Aus dem Tagebuch eines Backflschs. «... Ich besuchte die Nähschule in der Stadt. Mein junges Herz glühte voll heisser Liebe. Leider fand sich aber kein männliches Objekt, auf das ich all meine Gefühle hätte übertragen können. Und das war Pech! Die meisten meiner Klassengenossinnen hatten irgendwo einen Stern, einen Schwärm oder sonst so ein «geliebtes Wesen». Häufig genug erzählten sie von ihren Rendez-vous, von Veilchensträusschen und manchmal gar von — Küssen. Auch durfte ich hie und da ein paar Blicke in einen sehnsüchtigen Liebesbrief werfen. Dies alles trug dazu bei, meine Phantasie noch mehr zu reizen und mir die herrlichsten Dinge vor Augen zu malen. Ach Gott, musste das schön sein, so ein Stelldichein! Warum mich wohl noch nie ein junger Herr dazu eingeladen hatte? Im Geiste durchging ich meinen ganzen Bekanntenkreis. Alle, alle fielen ab, keiner kam in Frage. Aber ein Rendez-vous! Ich beaugapfelte heimlich die gesamte jüngere Männerwelt, die mir auf meinem täglichen Schulweg durch die Stadt begegnete und begutachtete in Gedanken ihre Fähigkeit als Rendez-vous- Objekte. Nichts!! • Da eines Tages begegnete mir ein frischer Junge mit einem lachenden, sonnigen Gesicht! Und wirklich, auch er bemerkte mich. Sein Lachen wurde noch heller — und zwei braune Augen suchten meine zu treffen. Fort war er! Mein Herz schlug freudig: Da ist er! Da ist er! Am andern Mittag trafen wir uns an der gleichen Stelle, bestaunten einander mit den Augen, gingen aneinander vorbei. Daheim beschaute ich mich eingehend vor dem Spiegel. Meine Nase war ja allerdings schon ein klein wenig zu gross, dafür habe ich aber so kleine Füsse, Schuhnummer fünfunddreissig! Meine dunkle Hautfarbe hätte ich gerne weisser gemacht. Nun, es galt eben abzuwarten, ob auch ich ihm gefiel, wie er mir gefiel. Sehr, sehr gut gefiel er mir sogar. Niemals trug er einen Hut. Seine blonden Haare waren waschecht. Die braunen Augen und die kleine Nase, die mehr Freude Zürich ESPLANADE See GRAND CAFE, TABAEIN, BAR, die moderne Unterhaltungsstätte. Zürich 1 Restaurant Sihleck (gegenüber Slhlporfe) Rendez-vous der Antomobilisten. Bekannt gutgepflegte Küche u. Keller. — Ideale groase Auto- Haltestelle. — Zivile Preise. FR. SPRING. an dem blauen Himmel als an den Asphaltstrassen zu haben schien, gaben dem Gesicht ein ungemein lustiges Gepräge. Alle Tage trafen wir um die gleiche Zeit am gleichen Ort zusammen; alle Tage lachten wir uns an und alle Tage ging er an mir vorbei, ohne Grass, ohne mich um das heissersehnte Stelldichein zu bitten. Wochen vergingen. Die grossen Sommerferien nahten. Mit ihnen auch mein Austritt aus der Nähschule, und somit kam auch das Ende meiner täglichen Gänge nach der Stadt. Fieberhaft wartete ich nun darauf, dass er mich endlich einmal ansprechen, mit mir ein Rendez-vous abmachen würde. Aber der letzte Tag kam. Hastig verabschiedete ich mich von meiner lieben Lehrerin, von meinen Klassengenossinnen und schnell rannte ich die Schultreppe hinab, um ja ihn nicht zu verfehlen. Heute, zum letztenmal! Das tat mir weh, denn der frische Junge erfüllte mein ganzes Herz! Tausend Gedanken beschäftigten sich mit ihm. Wie er wohl heissen mochte? Sicher Hans! Hans, ja, das passte sehr gut zu ihm. Dort kam er. Er schaute mich an, ganz anders als sonst. Ach sicher wird er nun reden. Mein Herz machte die grössten Sprünge. Nun war er ganz nah bei mir, nun öffnete er den Mund zum Reden und «0, du liebes Kind! Gelt, die Ueberraschung hat dich gefreut. Wie deine Augen strahlen, ordentlich wärmer wird es einem dabei! Nein, dass du aber auch eine solche Freude an so einer alten Grosstante haben kannst! Ja, du bist ein liebes Kind! Ich hatte so Sehnsucht nach dir und zu deiner Mutter sagte ich, dass ich dir die Freude machen wolle um dich zum letztenmal von der Schule abzuholen. Und nun ist es mir so gut gelungen, dir eine grosse Freude zu machen. Das freut mich, das freut mich wirklich!» Längst war er meinen Blicken entschwunden. Zum letztenmal! Mit verstocktem Herzen hörte ich den Redeschwall meiner lieben Tante an, die mich um mein langersehntes Stelldichein gebracht hatte. Ach, Tante Ursula, es sei dir verziehn, du wusstest nicht, was du getan hast!.... M. Schm. Kommt die Moschusratte zu uns? Seit Jahren beobachtet man mit Spannung, wie sich ein sehr unerwünschter Gasf immer mehr unserer Grenze nähert, die Moschusratte. Man hatte dieses ausländische Wesen in der Tschechoslowakei eingeführt, da es einen sehr begehrten und wertvollen Pelz spendet. Allem Anschein nach konnten dort einzelne Paare entweichen, die sich mit der den Nagetieren eigenen Schnelligkeit vermehrten und ausbreiteten. Sie machen sich, wo sie sich ansiedeln, viel unangenehmer bemerkbar als unsere einheimischen Ratten. Sie durchwühlen Eisenbahn- und Flussdämme, die von der nächsten Flut durchbrochen werden. Wo sie hinkommen, werden sie zu einer rechten Landplage, gegen die man sich z. B. früher in Bayern dadurch wehrte, dass man besonders ausgebildete Fänger gegen sie aussandte. Mehr als 33 000 Stück wurden in einem einzigen Jahr erlegt. Nun sind sie vor einiger Zeit auch in der badischen Nachbarschaft gesehen worden, nähern sich also immer mehr der schweizerischen Grenze. In Bälde wird man also wohl etwas gegen sie unternehmen müssen. In England sieht man die Gefahr auch kommen und bereitet darum ein Gesetz gegen sie vor, das schon die erste Lesung im Oberhaus passiert hat. Danach dürfen Moschusratten zum Züchten nur noch gegen eine besondere Bewilligung gehalten werden. Wer sich dem nicht fügt oder Moschusratten freilässt, kann Strafe gewärtigen. Ferner muss jedermann, der weiss, dass auf seinem Grundstück sich solche Tiere angesiedelt haben, dies ebenfalls melden. So hofft man in England einzugreifen, bevor es zu spät ist. In der Tierschau. Der Führer: «Diese Riesenschlange, meine Damen und Herren, verschlingt ein ganzes Kalb auf einmal. Seien Sie vorsichtig, mein Herr, treten Sie nicht zu nahe ! » ZÜRICH, Bahnhofplatz Restaurant DU NORD Diners u. Soupers ä Fr. 3.50 u. 4.50 Familie Rob. Steffen. am Bahnhof STADTHOF-POSTHOTEL I Haus II. Ranges, reno- 9 viert 1927. 140 BettenÄ Fliess. Wasser, Lifts; Zentralheizung. Amts- J telephon, Lichtsignal. Or. Cafe-Restaurant. Hotel-Telephon 39.790. Restaurant-Tel. 39.792

Die Idealstrasse am — 64. Breitengrade Auto- und Badebummeln in Schwedens . Norrland. (Schluss aus Nr. 66.) Von Karl Lütge. Von Hudiksvall führt von der innersten Ausbuchtung der Ostsee zu einem kleinen Binnensee eine Allee; sie heisst «Titanic- Allee» und ist genau den Massen der damals untergegangenen Titanic entsprechend in den Tagen nach dem entsetzlichen Schiffsunglück angelegt worden. Von etwa eben dieser Stelle aus strebt die «Idealstrasse» ins Land. Aus der 8000 Einwohner zählenden kleinen Stadt (mit Theater, Rennbahn, Badeanstalten, Wintersportanlagen usw.) heraus führt sie etwa 20 km ins Landinnere. Sie ist gerade herausgesagt ein Bahndamm. Als die Ostküstenbahn vor 25—30 Jahren gebaut wurde, machte sich die Verlegung der Strecke Hudiksvall-Lyusdal, der damals einzigen Verbindung der Stadt mit der grossen Welt, nötig. So wurde denn der Damm für Fuhrwerke frei und ist nun die idealste Autostrasse, die sich denken lässt, ohne grosse Krümmungen, ohne stärkere Steigungen, der Wald rechts und links in freiester Sicht zurückgedrängt, mit Einschnitten ins Gelände und hohe Dämme. Es fährt sich famos. Und es versteht sich, dass hier im Sommer Autorennen ausgefahren werden. Uebrigens bietet sich auch Freunden von Absonderlichkeiten allerlei auf der Fahrt. So stösst man am Ende der Strasse, bei Forsa, auf das älteste Haus Schwedens, und an anderer Stelle auf ein 500jähriges Kirchlein mit reizendem Glockenturm. Alles dies natürlich in schöner Wald- und Flusslandschaft. Das Auge trinkt hier, was die Wimper hält — trotz des gegebenen Tempos! Wo der alte Bahndamm endet, setzt die Strasse natürlich sogleich mit Enge und Kurven ein; aber der Verkehr ist gering. Es ist famoses «Bummeln im A uto», tief ins Hälsingland hinein. Und man hat hübsch Müsse dabei, zu überlegen, wie die Idealstrassen aussehen müssen; diese Strasse hier oben am 64. Breitengrad ist ein allgemeingültiges Vorbild! Bei Ljusdal wurde nach kaum 2 Stunden die grosse Strasse längs der nordschwedischen Stammbahn erreicht, also die Strasse, die in 1500 Kilometer Länge' von Stockholm nordwärts bis ins unwegsame Lappland führt. Ein entzückender Ruhepunkt war hier Järvsöbaden; Stützpunkt für Ausflüge in die Landschaft Hälsinglands mit seiner feinen alten Heimarbeitskultur. Man lebte hier in diesem aus vielen einzelnen roten Holzhäusern gebildeten Pensionsheim wie in einer grossen Familie und gedieh prächtig bei üppigem, phantastisch billigem Essen (5 Kronen pro Tag und Person einschliesslich Zimmer!), beim Baden, Angeln, Fahren.... Eine merkwürdige, verblüffende Beobachtung konnte übrigens hier bei Ausflügen und überhaupt fast überall auf Schwedens Landstrassen gemacht werden: dieses korrekte, höfliche Volk zeigt im Verkehr eine vielsagende Erscheinung: statt vorschriftsmässig links trottelten die Bauerngeschirre rechts und rücken immer erst auf befehlendes Hupensignal auf die vorschriftsmässige linke Strassenseite. (Es wird in Schweden links gefahren und rechts überholt, und Rauchen am Lenkrad ist in den grossen Städten verboten!) An den Abenden sassen wir in Järvsöbaden Tourismus einträglich im entzückenden, farbbunten Salon, echt hälsingländisch mit künstlerischen Handfertigkeitserzeugnissen angefüllt, beisammen am offenen Kamin. Nur der Lichtschein der knisternden Buchenscheite erleuchtete die Gruppe, die fernab gerückt in dieser altväterlichen Nettigkeit sass. Es war wundernett und stimmungsvoll. Als auf der draussen vorüberführenden grossen Strasse Stockholm-Norrland ein Auto sein Signal rief, da störte uns derzum Comersee, wenn es Sie nicht gelüstet, unterwegs bei Tresenda zum Apricapass und nach den Klang; aber er stellte gleicherzeit wieder die Dolomiten oder dem Trentin abzuzweigen. Verbindung her mit dem Draussen und unserer Reise. So beschloss bei stark alkoholischen Getränken, die privat von dem Gastgeber gespendet wurden (es besteht ein strengdurchgeführtes beschränktes Alkoholverbot in Schweden), den Abend ein Gespräch über Auto, Automobilisten, Autostrassen, Autopannen, Autofreuden wie es nun einmal Brauch ist unter Autoleuten in aller Welt. Von Hälsingland ging die Reise zurück, über viele Städte und durch zahllose Wälder; von der Idealstrasse am 64. Breitengrad hinab, über Stockholm und Malmö zur Fähre bei Trälleborg und wieder zurück in die Heimat. Restaurant REBSTOCK Spezialität: ff. Bachforellen n. Qualitäts-Weine. Zirile Preise. Tel. 1.01. K. SCHNEEBELI. Saison-Notizen Autotouristik um St. Moritz. Es wäre interessant, wenn irgendwo eine Statistik existierte, die darüber Aufschluss gäbe, wieviele blanke, runde Schweizerfranken das Automobil alljährlich dem Kanton Graubünden zuführt. Zwar hat sich beispielsweise St. Moritz der Mühe unterzogen, Sommer für Sommer die Anzahl der in seinen Hotels eintreffenden Automobilisten und die Ziffer ihrer Logiernächte zu eruieren, wobei es sich herausstellte, dass rund 17% der Logiernächte auf das Konto « Auto > gehen. Aber die Auskünfte, die wir (siehe oben) gerne haben möchten, vermag auch sie nicht zu gewähren... Und interessant wäre es auch, wenn irgendwo eine Statistik existierte, die darüber Aufschluss gäbe, wieviele jener aus dem Lager der Neinsager bei den denkwürdigen Plebisziten über das bündncrischo Automobilgesetz anno 1925 und 1926 seither ihr© Hefte einer Revision unterzogen haben und aus ihrer autofeindlichen Haut herausgekrochen sind. Denn heute kann wohl nur eine blinde, unverbesserliche und hoffnungslose Autophobie die Tatsache leugnen, dass das Motorfahrzeug auf die gesamte Volkswirtschaft Alt Fry Bätiens befruchtend und belebend wirkte St. Moritz hat als einer der ersten bündnerischen Kurorte die neue Situation erfasst. Ging hin und renovierte mit einem Kostenaufwand von über einer Million sein gesamtes Strassennetz. baute Garagen und Reparaturwerkstätten, errichtete Parkplätze, mit einem Wort: tat alles, um sich dem neuen Verkehr anzupassen. Und siehe: in verblüffend kurzer Zeit rückte St. Moritz in den Brennpunkt der Autotouristik Graubündens. Grossstädtisch geradezu mutet daa Bild an, das die En» gadiner Metropole in hochsommerlichen Tagen bietet. Die •weissbehandsohuhten Verkehrspolizisten in 1800 m Höhe sind durchaus keine legendären Wesen, sondern richtiggehende « bobbiea », nur erheblich höher gestellt als ihre Kollegen im Unterland. Dabei haben sie ©s nicht einmal leicht, denn ununterbrochen rollt ein international gefärbter Strom von Wagen durch die Strassen. Und was für Wagen? I Bitte setzen Sie sich einmal auf eine der Bänke am Postplatz — und Sie werden jederzeit eine private Schönheitskonkurrenz gemessen können. St. Moritz bleibt auch in diesen Belangen mondän. Seinen c Dienst am AutomobUismus » will St. Moritz aber nicht auf die Schaffung tadelloser Strassen beschränkt wissen; diesem Schritt liesa es den zweiten folgen: die Errichtung eines Sekretariates und Touristikbureaus des ACS. Als Standquartier für Touren kleineren und grösseren Ausmasses ist St. Morita geradezu der Ort der unbegrenztem Möglichkeiten. Wer zählt die Routen, nennt die Namen? Nach allen Richtungen strahlen die Strassenzüge aus, öffnen sich Täler und. Pässe einer grossartigea Berglandschaft. Im Südwesten, den geheimnistiefen, blauenden Oberengadiner Seen entlang, zieht sich die Malojastrasse als breites Band auf der Talsohle, das Ausfalltor nach dem Bergeil, dem Comersee und der lombardischen Ebene. lieber jähen Schluchten und brodelndem Gischt führt die Unterengadinerstrasse nach Schills, senkt sich nach Landeck, wo die Zugänge von Deutschland -und Oesterreich, vom Arlberg, Fernpass und von Innsbruck her einmünden. Diesen beiden Schlagadern des Autoverkehrs stehen die grossen von Nordosten nach Südwesten streichenden Vorbindungen über Lenzerheide-Julier und Albulapass gegenüber, die Sammelschienen des von Norden, von Deutschland, Belgien, Holland. Frankreich ins Engadin flutenden Verkehrs. Bei Tiefenkastei trennen sich die Routen: rechts windet sich die Julierstrasse in weiten Schlingen und Kurven über die Talstufe empor, links zwängt sich die Albulastrasse in die Schlucht neben dem schäumenden Wildwasser. Schwer zu sagen, welcher der beiden Pässe den andern an landschaftlicher Grossartigkeit übertrifft. Zum Fahren angenehmeT und leichter der Julier, romantischer der Altrala, Beide aber treffen sich in St. Moritz zusammen. Der Bündner Bergstrassen herrlichste einer erleben Sie in der Berninastrasse. Und dies ist ihr Geheimnis, ihr Wunder: der unvermittelte Wechsel vom Nordisch-Strengen und Ernsten zum glutvollen Süden. Ueber dem Wald weht der Hauch der Gletscher, die herbe Luft der Berge — unter ihm ist italienischer Sommer. Tirano erwartet Sie mit einer dreifachen Wahl: entweder talaufwärts nach Bormio und dem Stilfserjoch oder das rebengesäumte Veltlin hinab HERRLIBERG HOTEL RABEN Bestempfohlen für Hochzeiten und Vereine, gutgeführte Küche und Keller (Fisehküche). Herrlicher schattiger Garten am See. TeL 201. Neuer Besitzer: LOUIS ZÜNB. Vättis HOTEL LERCHE Genussr. Autotour durchs romantische Taminatal nach Vättis mit schönen Fusstouren in die Alpentäler Kunkels u. Calfoisen. 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