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E_1938_Zeitung_Nr.066

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 16. August 1938 — N° 66 Dazu pvt Schwimmbad, Tennis und Belv£dere-Restaurant im Freien. Massige Preise. Garage. Parking im Garten. Das vornehme Famüienhotel I. Ranges in grossem PARK-HO TEL Park mit wunderbarer Aussicht linksseitig der Locarno 4° kühler in m Zufahrtsstrasse nach Locarno. Zimmerpreise von Fr. 5.-an. Tel. 555. Grossgarage. Bes. M. Hagen. benützf der kluge Automobilist stets die neueste Ausgabe des/: LUGANO ^TMAJESTIC-HOTEL Fig. 7. Schnitt durch ein Cotalgetriebe. A und D = drehbar gelagerte Ringmagnete, B und G = fest mit dem Getriebegehäuse verbundene Ringmagneto, E = Zahnkranz des Reversiergetriebes, F = Ausgangswelle, G und I = Eisenscheiben der Elektromagnet-Kupplungen, H = Zahnkranz, J = Sonnenrad des zweiten elektrisch geschalteten Planetengetriebes, K = Planetenträger, L = Zahnkranz des zweiten Planetengetriehes, M Planetenträger des zweiten Planetengetriebes, N = = Motofwelle, 0 Planetenträger des Reserviergetriebes, P = Schaltgabel, Q = Schalthebel, R = am Gehäuse fixierter Zahnkranz der Klauenkupplung des Reserviergetriebes, S = Planetenrad, T = Sonnenrad. dagegen einer der drehbaren Elektromagneten «in seinen Bann », so ist sie gezwungen, sich mit der gleichen Tourenzahl wie er zu drehen. Zur Erläuterung der Arbeitsweise der einzelnen Gangstuten sei auf die schematischen Skizzen Fig. 8 und 9 verwiesen. Man erkennt darin die beiden Planetengetriebe und die Elektromagnetpaare nebst ihren Eisenscheiben. Der Ringmagnet (A) steht durch Vermittlung des blockierten Planetengetriebes des Rückwärtsganges mit der Motorwelle (N) in direkter Verbindung. Ebenso sitzt auf dieser Welle das « Sonnenrad » des ersten Planetengetriebes. Die Eisenscheibe' des ersten Ringmagnetpaares dagegen das linke Planetengetriebe blockiert, so dass es als Einheit umläuft. Beim rechten wird das « Sonnenrad » am Drehen verhindert und der Zahnkranz daher die Planetenräder sowie mit ihnen den Planetenträger antreiben. Seine Drehzahl ist geringer als die des Zahnkranzes. Werden die Spulen der rechtsseitigen Ringmagnets jedes Paares erregt, so bleibt der Zahnkranz des linken Planetengetriebes stehen. Sein « Sonnenrad » aber treibt dessen Planetenräder und damit den Planetenkäfig an. Seine Umdrehungen teilen sich über das blockierte und daher als Ganzes umlaufende rechte Planetengetriebe der Ausgangswelle mit. Dies entspricht dem 2. Gang. Zur Erzielung des 1. Ganges werden die beiden feststehenden Innenmagnete unter Strom gesetzt und daher im linken Planetengetriebe der Zahnkranz, im rechten dagegen das « Sonnenrad » festgehalten. Damit sind die zwei Planetengetriebe hintereinander geschaltet und es ergibt sich eine besonders starke Drehzahl-Reduktion. Lässt man schliesslich alle Elektromagnete stromlos, so überträgt das Getriebe keine Leistung. Dies entspricht der « neutralen Stellung » von normalen Schaltgetrieben. Die Schaltung des Cotalgetriebes geschieht durch einen kleinen Vorwählhebel am Lenkstock, der die verschiedenen Elektromagnete nach Bedarf unter Strom setzt. Das Reversiergetriebe (Rückwärtsgang) wird durch ein Zug- Schaltknauf am Instrumentenbrett mechanisch ein- v Q (filiiM Fig. 9. Der erste Gang des Cotal-Getriebes entsteht durch Hintereinanderschalten der beiden Planetengetriebe. Um dies zu erreichen, müssen die beiden inneren Elektromagnete (B und G) erregt werden. Die Stromzufuhr zu den feststehenden Ringmagnetepulen erfolgt bei den mit Pfeilen bezeichneten Stellen. Rückleitung via Masse. gerückt. Gleichzeitig werden dieselben Elektromagnete unter Strom gesetzt wie im direkten Gang, so dass der Antrieb vom Zahnkranz des Reversier- Planetengetriebes ohne Umwege direkt an die Welle (F) weitergegeben wird. Ihr Kurort für Ferien und Weekend. Prospekte durch. Verkehrsbureau. Autoboxen an der Talstation. „ Hüttwilen - Thurgau Kurhaus Schtoss Steinegg 5 Auto -Minuten Umweg Wtnterlhur - Kempttal St.Anton-Oberegg Alpenhof T. es. Oberegg-St. Anton an der Durchgangsstr. Frauenfeld-Stein a. Eh. Beliebter Ausflugspunkt. Erstklassige Restauration und bestbekannte Küchenspezialitäten. Weekend- Arrangements. Garage. Tel. 81.50. Cafe-Conditorei Feinste Spezialitäten Gediegener Erfrischungsraum Gepflegte Küche und Getränke. Lebende Forellen; SelbstgeräucherteBauernspezialitäten. Parkplatz. Tel. 33.163 Frau Schenkel. Schönster Aussichtspunkt der Ostschweiz. 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Kalt- und Warmwasser. Zentralheizung. Tank und Garage im Hotel. Jahresbetr. Dir. H. Grunewald-Simon. Fig. 8. Der direkte Gang des Cotal-Getriebes wird angeschaltet, indem man die Elektromagnete A und D unter Strom setzt. Die Stromzufuhr geschieht über Schleifkontakte und die mit Pfeilen bezeichneten Schleifringe. X und Y = Eisenscheiben, die von den Ringmagneten angezogen werden. ist mit dem Zahnkranz des ersten Planetengetriebes fest verbunden. Weiter bilden Planetenträger des ersten Planetengetriebes (in Fig. 7 K genannt) und Zahnkranz des zweiten Planetengetriebes einen zusammenhängenden Teil. Die Ausgangswelle des Getriebes ist an den Planetenträger des zweiten Planetengetriebes angeschlossen, während das Sonnenrad» mit der Eisenscheibe des zweiten Ringmagnetpaars verbunden ist. Zum Einschalten jedes einzelnen Gangs muss ein Elektromagnet jedes Paares erregt werden. Es ergeben sich also insgesamt vier Kombinationsmöglichkeiten und damit auch vier elektrisch schaltbare Vorwärtsgänge. Denn es können entweder 1. die beiden äussern (direkter Gang siehe Fig. 8) 2. die linksseitigen jedes Paares (3. Gang) 3. die rechtsseitigen jedes Paares (2. Gang) oder endlich 4. die beiden inneren Ringmagnete eingeschaltet werden (1. Gang siehe Fig. 9). Werden die äussern Elektromagnete erregt (Fig. 8), so blockiert jeder sein Planetengetriebe, so dass das « Sonnenrad », Planetenträger und Zahnkranz mit gleicher Drehzahl als Ganzes umlaufen müssen, während die Planetenräder immobilisiert sind, sich also nicht um ihre Achse drehen. Die Wellen (N und F, siehe Fig. 7) und alle zwischendrin liegenden Teile rotieren mit gleicher Tourenzahl. Dies ntspricht dem direkten Gang. Im 3. Gang stehen nur die linksseitigen Ringmagnete jeds Paares unter Strom. Hiedurch wird Fig. 10. Schnitt durch das Monodrive-Getriebe. A = achsial verschiebbare, am Getriebegehäuse fixierte Klauenkupplung; B = Rollenfreilauf; G = Kupplungsklauen; D = Sonnenrad der Hohlwelle; E = Trommel der Fliehgewicht-Kupplung des Motors; -F = Rollenfreilauf; G = Planetenkäfig; H = Sonnenrad der = Innenwelle; I Planetenrad, das mit den beidseitig angeordneten Planetenrädern J und M aus einem Stück besteht; K = «Sonnenrad» auf der angetriebenen Ausgangswelle des Getriebes (Dieses Rad tritt hier an die Stelle des sonst üblichen Zahnkranzes mit Innen Verzahnung); L = Ausgangswelle; N =" Klauenkupplung; O = Fliehgewicht; P = Stift; Q und R = Teile der Klauenikupphing des direkten Gangs. Das halbautomatische Monodrive-Getriebe wurde von General Motors entwickelt und vorläufig in mehreren hundert Omnibussen eingebaut. Durch Fliehgewichte betätigte Klauenkupplung besorgen die Schaltung, sobald man das Gaspedal einen Augenblick zurücklässt, nachdem die Geschwindigkeit einen bestimmten Wert überschritten hat. Unsere Abbildung zeigt das Getriebe im Schnitt. Der Antrieb erfolgt von links her über eine Fliehgewicht- Kupplung, die nicht eingezeichnet ist. In unserm Bild S. ist einzig deren Trommel (E) •welche die zentrale Welle über einen Rollenfreilauf (F) antreibt, dargestellt. Ihr Ende ist als «Sonnenrad» (H) eines Planetengetriebes ausgebildet, dessen Planetenrad mit (I) und dessen Planetenträger mit (G) bezeichnet sind. Das Planetenrad besteht mit zwei weiteren Zahnrädern (J) und (M) aus einem Stück. Ersteres steht mit einem Zahnrad (K) auf der Ausgangswelle (L) im Eingriff, das in diesem Falle an die Stelle eines rund um die Planetenräder gelegten Planetenzahnkranzes mit Innenverzahnung tritt. Der 1. Gang beruht auf dem Zusammenwirken der Räder H, I, J und K. Das dritte Zahnrad (M) auf der Planetenwelle steht seinerseits mit einem Zahnrad (D) im Eingriff, das auf einer^ lose auf die Innenwelle gesteckten Hohlwelle sitzt. Sie steht mit einer Klauenkupplung (N) in Verbindung, die unter der Wirkung von Fliehgewichten einrückt, sobald das Gaspedal nach Erreichung einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit kurz verlassen wird und die beiden Klauenverzahnungen die gleiche Drehzahl angenommen haben. Damit ist der 2. Gang eingerückt, der die Zahnräder D, M, J und K umfasst. Dank dem Freilauf (F) dreht die Innenwelle nur noch lose mit. Wird nach weiterer Beschleunigung das Gaspedal abermals kurz verlassen, so verlangsamt sich die Motordrehzahl und mit ihr die des Rades (H). Dafür aber erhöht sich die Tourenzahl des Planetenkäfigs (G). Die daran angelenkten Fliehgewichte schwenken nach aussen und rücken durch Vermittlung der Stifte (P) die Klauenkupplung

N° 66 '— DIENSTAG, 16. August 1938 AUTOMOBIL-REVUE 9 (R) «in. Dies ergibt den direkten Gang, denn nun sind Zahnrad (K) und Planetenträger (43) mit ihnen aber auch sämtliche andern Teile des Getriebes gezwungen, mit gleicher Drehzahl zu laufen. Nachzutragen wäre noch, dass der Planetenkäfig (G) bei Vorwärtsfahrt durch die beidseitig verschiebbare Klauenkupplung