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E_1939_Zeitung_Nr.039

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 12. MAI 1939 — N° 39 Im Zickzack durch die neue Fordgarage mm f ^m Nach der Vorbehandlung, bestehend im Abblasen des Staubes und «Petrolens» des Motors sowie im Staubsaugern des Wageninnern, wird der zu reinigende Wagen auf die Reise durch den Emanuel- Waschtunnel geschickt. Jetzt ist der Wagen von der Transportkette ganz in den Tunnel gezogen worden, wo von allen Seiten einwirkende Wasserstrahlen automatisch die Säuberung vollziehen. Im Hintergrund erkennt man das «Schmierlaboratorium», wo ernachher abgeschmiert wird. Sauber yerlässt der Wagen den Emanuel-WaschtunneL Er muss danach nur noch abgeledert G#samtansicht der zweistöckigen Schmierservice-An läge, die durch die Firma Servatechnik installiert wurde. Im Untergeschoss walten die Arbeiter ihres Amtes. Durch die Oeffnungen im Boden sind alle Schmierstellen am darüberstehenden Wagen leicht zu erreichen. SB»«« «SäüS^i fMüfflS Ein grosses Ersatzteillager enthält sorgfältig geordnet Teile für jedes denkbare Ford-Modeü. Die lichtdurchflutete Einstellhalle im obersten Stockwerk mit dem roten Boden aus Redocrete. Hier warten. «Patienten> auf Reparatur. Im Hintergrund der hydraulische Viersäulen-Wagenheber An der Decke die Traneportschiene zur Beförderung schwerer Teile. Ein Ausschnitt der Hauptwerkstätte Rechts eines der Gestelle mit dem Werkzeug. Die Hänieschienen erlauben Motoren und andere schwere Teile mühelos zu den Montageböcken und -tischen zu schaffen.

N° 39 — FREITAG, 12. MAI 1939 AUTOMOBIL-REVUE Der Neubau der Fordvertretung in Bern Der Architekt schildert sein Werk Sie ist massgebend für alle weitere Projektierung und zeichnet sich im Aeusseren ab. Die durch das Bahnareal bedingte Verschmä- Jerung des Grundstückes nach Westen hin bietet konstruktiv grössere Freiheit. Aus verkehrstechnischen Gründen im Innern des Gebäudes muss die Abfahrtsrampe am westlichen Ende liegen. Die aus dem Untergeschoss übernommenen Stützen als Eisenbetonrahmenwerk ergaben im Erdgeschoss die Arbeitsplätze, Tankwartstelle und Betriebsbureau. Der Entschluss der Bauherrschaft, eine modernste automatische Waschmaschine einzurichten, erfordert den für deren rationelle Ausnützung notwendigen Arbeitsweg, endend vor der Servicestation, eines mit Schienen mannstief überbrückten Arbeitsraumes zur Vornahme von Revisionsarbeiten von unten her. Von Hand bedienbare Drehscheiben im Untergeschoss und Erdgeschoss beheben den Mangel an Bautiefe und vermindern den Verlust an Nutzfläche, die rein zu Verkehrszwecken frei gehalten werden müsste. Von den Bureaux ist der Ueberblick über (Schluss von Seite 11.) Reparaturwerkstatt, Ausstellung und Ersatzteillager gewährleistet. Die Ausstellung und der durch die Rampenabfahrt zwangsläufig höher gelegene, jedoch zweckmassigerweise auf Greifhöhe reduzierte Raum des Ersatzteillagers wird für den Interessenten von der Strasse her in der ganzen Gebäudetiefe überschaubar. Der im erhöhten östlichen Gebäudeteil eingebaute Autolift mit darüberliegendem Maschinenhaus bietet geschlossene Aussenmauern, geeignet zur Aufnahme einer grossen Lichtreklame. Der Autolift ist durch Automatisierung seiner Tore auf rascheste Abfertigung eingestellt. Das nebenanliegende Treppenhaus dient dem internen Verkehr und als Zugang zu den Dienstwohnungen. Im ersten Stockwerk muss das Eisenbetonrahmenwerk noch einmal aufgenommen werden. Es bildet die Unterteilung in". Eihz^larbeitsplätze. Diese sind durch zwei Kranbahnen mit der Maschinenabteilung im westlichen pfeilerlosen Gebäudeteil verbunden. Die Trennfuge, bedingt durch die Aenderung der Konstruktionsweise in der Mitte des Gebäudes, hat eine Störung des Rhythmus im Gefolge, wird indes' überbrückt durch Erdgeschoss einen ausdrücklich betonten Unterbruch durch ein leeres Feld mit der Firmenaufschrift in Kunststein. Ij)as 3,60 m ausladende Glasvordach, das durch -nachbarliche Uebereinkunft bis zur Verbandsmolkerei auf eine Länge von rund 100 m weitergeführt werden wird, bildet den Akzent, der die beiden Gebäude in ihrer Erscheinung; zu einer grösseren Einheit verbindet und damit eine geordnete, maßstäblich wirksame Baumasse am Stadteingang gewährleistet. H.Weiss, Dipl-Aroh. S.I. A. A. C. S.-Fundliste. Es wurde gefunden: Anfangs März 1939: Chambrelien (Kt. Neuenburg): Autokurbel. 2. März: Basel, St. Jakobstrawe: Autokurbel. 11. März: Basel, b. Wolfbahnhof: Radkapsel für Chevrolet-Auto, verchromt. 17. März: Basel; Kannenf eidplatz: Autokurbel für Lastwagen. - 19. März; Basel, Drahtzugstrasse: Schneekette. 2. April: Basel, Clarastrasse: Motorrad-Sozius- Fussraster. 4. April: Basel, Gerbergasse: Autokurbel für Lastwagen. 11. April: Basel, Heuwaage, Vergaserdeckel für Motorrad. 19. April: S"issach; Reserverad (Speichenrad), grau- " blau, Nabenkapsel bezeichnet «V8», Fire- : *' Stohe-Pneu. Die Verlierer sind gebeten, sich bei der Zentralverwaltung des Automobil-'Clubs der Schweiz, Laupenstrasse 2, Bern, au melden unter genauer Bezeichnung der verlorenen Gegenstände. Amtliche Mitteilungen Vermisst. Seit dem 8. März 1939 wird venmsst Wälti Martha, des Johann und der Rosa Streit, von Landiswil (Kt. Bern), geb. 11. April 1916, ledig, Dienstmädchen, zuletzt wohnhaft gewesen in Bern. Signalement: 165 bis 168 cm zross, mittlere Statur, schwarze Haare, graue Augen, geradlinige Nase, rundliches, volles Gesicht, dunkelblaues Jupe, rot» und blaukarierte Bluse, graubrauner Mantel mit dunkelbraunem Kragen, dunkelblaues Boret, schwarze Halbschuhe. Fräulein Wälti ist am 8. März 1939, nachmittags, in einem Auto in Begleitung von zwei Männern von Bäriswil aus, wo sie in ihrem Elternhaus die Ferien verbrachte, nach Grafenried gefahren. Seit diesem Zeitpunkt wird sie vermisst. Ihr Verschwinden steht mit grosser Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit einem an ihr begangenen Vergehen. Es wird höflich ersucht, allfällige Wahrnehmungen über Frl. Martha Wälti umgehend dem Folizeikommando des Kantons Bern, Tel. 213 42, oder dem nächsten Polizeiposten, oder dem Untersuchungsrichteramt Fraubrunnen, Tel. 29, mitzuteilen ülus «l«»m ndfon CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Protokoll-Auszug der Mal- Versammlung. Nach einer Begrüssung des Präsidenten und nach dem Verlesen des Protokolls der April-Versammlung konnte wieder eine Neuaufnahme gebucht werden. Voraussichtlich wird am 3. Juni ein Vortrag über das Verkehrsteilungsgesetz von Herrn Di. Raaflanf van der Aspa gehalten. Von einer gemeinsamen Besichtigung der Landesausstellung wird noch Abstand genommen. Dagegen soll am 18. Mai (Auffahrt) ein Maibummel auf den Uetliberg unternommen werden. Besammlung der Teilnehmer bis 16 h. 30 am Stammtisch oder 17 h. 30 im Rest. Uetliberg-Kulm. Freunde und Bekannte sind herzlich dazu eingeladen. Bei zweifelhaftem Wetter gibt der Präsident Auskunft über die Abhaltung. Tel. 8 08 73. M.W. AUTOFACHLEHRER-VERBAND DES KAN- TONS ZÜRICH. Samstag, 13. Mai, punkt 20 Uhr, findet im Restaurant cFranziskaner», Niederdorfstrasse 1, Zürich 1, unsere S. Generalversammlung statt. Traktanden: 1. Appell. 2. Protokoll der letzten Verbandsversammlung. 3. Entgegennahme und Genehmigung des Jahresberichtes. 4. Entgegennahme und Genehmigung der Theorielokal-Abrechnung. 5. Entgegennahme und Genehmigung der Jahresrechnung. 6. Entlastungserteilung an alle Organe. 7. Wahl des Vorstandes und der Rechnungsrevisoren. 8. Festsetzung der Mitgliederbeiträge, Eintrittsgebühren und anderer Leistungen der Mitglieder. 9. Tätigkeitsprogramm. 10. Budget für das neue Geschäftsjahr. 11. Mitgliederaufnahme. 12. Bericht über den 1. Autosport-Ball. 13. Bericht über den Taxiobauffeur-Kurs des Arbeitsamtes. 14. Berichterstattung über das Verbandsekretariat. 15. Diversa. Wir laden unsere Aktiv- und Passivmitglieder, sowie Gäste zu unserer Generalversammlung freundlichst ein und bitten um pünktliches Erscheinen. Der Vorstand. indel mm» lndu*#»£« 1.STOCKWEGK Fh n m So sehr sich nun Ford hinsichtlich der Arbeitsdauer auch mit den Forderungen der internationalen Arbeiterbewegung identifiziert, so entschieden ist seine Stellungnahme gegen die Arbeitersyndikate, die er in deren amerikanischen Leiter John Lewis mit gleicher Hartnäckigkeit bekämpft, wie die Bankfirma Morgan. Von der Ueberzeugung durchdrungen, dass die Arbeiter durch den Zusammenschluss ja Syndikaten nichts zu gewinnen hätten, behält sich Ford als Unternehmer sowohl die Regelung der Arbeitszeit wie die Gestaltung der Lebensbedingungen seiner Arbeiterschaft ausschliesslich selbst vor. Er zahlt die höchsten Löhne der Welt, womit er bestrebt ist, den Lebensstandardseiner Arbeiter und Hand in Hand damit auch deren Kaufkraft als Konsumenten zu KSf li ^ 1. Stockwerk Henry Ford und die Arbeiterfrage Fortsetzung von Seite 11. heben. «Wenn ihr einmal Mitglieder der Syndikate seid, so haben sie euch buchstäblich mit Beschlag belegt. Sie haben euch, aber was' habt ihr von den Syndikaten ? > pflegt Ford zu sagen, ein Ausspruch, der ebenso zum geflügelten Wort geworden ist, wie die landläufigen « Fordismen.» * « Wir haben unsere Arbeiter stets besser entlöhnt als jedes andere Unternehmen, und wir werden in diesem Bestreben fortfahren.» Oder : « Wohin führen die 'Streiks ?. Zu nichts anderem als zur Afoschliessung der Arbeiter. Ich werde versuchen, mit allen Kräften gegen jene anzukämpfen, welche- die Streiklager beherrschen.» Oder :.«T:Ut eure Arbeit und kümmert euch im übrigen nicht um Gegensätze, die nur solche zu sein scheinen. » Oder: «Denkt nicht fortwährend an die Lohnfrage als einzige Bedingung eurer Tätigkeit. Der Mensch, der von Anfang an darauf ausgeht, nur möglichst schnell viel Geld zu verdienen, scheitert in der Regel. Schätzt das Geld, aber schätzt es erst in zweiter Linie ! » Oder : c In einem Lande ein Arbeitsmonopol errichten zu wollen, wäre ebenso lächerlich, wie ein Brotmonopol einzuführen.» Oder: «Wie kann einer prophezeien wollen, was der nächste Tag bringen ward, wenn er nicht einmal das Heute kennt!» « Wenn euch die bösen Buben locken — rät deshalb der bibelgläubige Henry Ford seinen Arbeitern — «so folget ihnen nicht!» Bei seiner Einstellung zum Streikproblem kann es auch nicht überraschen, dass Ford eine eigene Privatpolizei unterhält, deren Gfr&f- Harry Bennett die Aufgabe obliegt, die Arbeiterschaft der Fordwerke gegen Agitatoren zu schützen. H. M. Ford-Ausstellung im Kongresshaus Zürich, vom 7.—12. Mai 1939. Die grosse Sonderausstellung der Ford-Produkte im neuen Köngresshaus Zürich bietet dem Besucher eine grosse Auswahl von verschiedenen Ford- Typen. Abgesehen von den normalen Standard- Serienwagen fallen die schönen Schweizerkarosserien besonders auf. Unter den serienmässigen Wagen sind die kleinen 7-PS-Eifel, welche sowohl in Cabriolets wie auch in geschlossenen zweitürigen Limousinen ge-' liefert werden. In diesem kleinen Wagen ist bequem Platz für 4 Personen, nebst einem grossen Koffer. Die Leistungsfähigkeit dieses Kleinwagens ist bereits erwiesen, fahren doch schon etliche hundert Stück dieses Typs seit 3 Jahren in unserem Lande herum. Mit einem gleichen Motor ist der neue englische Prefeet-Wagen versehen. Derselbe ist ein typisches englisches Qualitätsprodukt. Der etwas längere Radabstand als beim Eitel erlaubt eine entsprechend längere Karosserie und man findet in diesen 2- oder 4türigen Cabriolets und Limousinen-bequem Platz. Markant sind die bewährten und zu Tausenden in der Schweiz laufenden und berühmten V-8-Wagen. Die 11-JPS-Motoren sind in den 1939er-Modellen in einer etwas schlichteren Karosserie - eingebaut als die grossen 18-P.S-Motoren, welche in wirklich luxuriösen tond geräumigen Karosserien eingesetzt werden. Die grosse Auswahl von' Karosserietypen bietet auch dem Automobilisten mit grossen Ansprüchen Befriedigung. Die geräumigen Limousinenty.pen sind luxuriös und bequem ausgestattet und auf Wunsch mit Radio, Heizung und vielen anderen Zutaten versehen. Auch hier sind die Preise wie bei den anderen Wagen verhältnismässig tief angesetzt und man darf wohl behaupten, dass für jeden Franken ein Franken Gegenwert vorhanden ist. Die Cabriolets sjnd zum gröseten Teil in Langenthal hergestellt tind sowohl in Linienführung wie Qualität ein Beweis echt schweizerischer Qualitätsarbeit. Das gleiche darf wohl auch für die Lastwagen behauptet werden, wo in einer grossen Variation von kleinen Brücken- und Kastenwagen bis «um grossen 3/^-Tonnen-Wirz-Dreiseitenkipper wiederum alles Schweizerarbeit ist. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass die Ford-Vertretung, Tip-Top-Garage AG. Zürich, einen erstklassigen und spezialisierten Ford-Betrieb führt. Das gesamte Personal von ca. 50 Personen ist nur auf Ford-Personen- lind Lastwagen spezialisiert, was dem Besitzer eines Ford-Wagens stets einen raschen und fachmännischen Service gewährt